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Wirtschaftsschule f체r M채dchen Kasberger & Wildmann e. V.

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A W I 2010/11


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Wirtschaftsschule für Mädchen Kasberger & Wildmann e. V. – Straubing vier- und zweijährige Wirtschaftsschule für Mädchen Mitglied im Verband der bayerischen Privatschulen VBP Innere Wiener Str. 7 81667 München

Schulleiterin: Stellv. Schulleiterin:

Frau Christiane Wildmann Frau Barbara Kasberger

Wirtschaftsschule für Mädchen Kasberger & Wildmann e. V. Mittlere Bachstraße 45 a 94315 Straubing Tel. 0 94 21 8 82 82 Fax. 0 94 21 8 11 57 E-Mail: kontakt@wikawi.de Website: www.wikawi.de

Impressum: Herausgeber: Redaktion: Umschlag, Layout: Druck:

Private Wirtschaftsschule für Mädchen Kasberger & Wildmann e. V. Straubing Schulleitung WiKaWi WiKaWi

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Zum Geleit Und nun ist es schon zu Ende – das Schuljahr 2010/2011. Dabei scheint der September 2010 noch gar nicht so lange her. Die neuen Schülerinnen wurden begrüßt, neue Bücher ausgeteilt und jede Klassengemeinschaft fieberte gespannt ihrem neuen Stundenplan entgegen: Wen haben wir in RW, wann ist Sport, waren z. B. die Fragen, die mittlerweile alle beantwortet sind. Doch was ist noch geschehen an unserer Schule im vergangenen Schuljahr? Das Schuljahr begann wie immer mit einem gemeinsamen Schulgottesdienst, gefolgt von Elternabenden, der Wahl des Elternbeirates und diversen Ausflügen. Ein bedeutsames Ereignis in diesem Schuljahr war die Eröffnung unseres Schulportals zusammen mit der Ausstattung der Klassen 7 und 8 mit Netbooks, die zum Schuljahresende durch die Anschaffung des ersten „Teamboards“ für die Klasse 8 komplettiert wurde. Im März verabschiedeten wir schweren Herzens unsere Morgenaufsicht Frau Ertel, die eine neue Arbeitsstelle antrat. Wir bedanken uns für ihren Einsatz zum Wohl der Schülerinnen und der Schule. Ihre Aufgabe übernahm Frau Vielsmeier, die zusammen mit ihrem kleinen Begleiter schnell die Zuneigung der Schülerinnen gewann. Die folgenden Seiten werden Ihnen einen Einblick in das abwechslungsreiche Schuljahr an unserer Schule geben. Unser Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben, dass es ein erfolgreiches Jahr wurde, insbesondere allen Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz, ihr pädagogisches Geschick und Verantwortungsgefühl für ihre Schülerinnen und unsere Schule. Ein herzlicher Dank auch an die Schülerinnen, die durch ihren Einsatz vieles erst möglich gemacht haben. Ein ganz besonderer Dank geht an unsere Eltern, die uns ihre Töchter anvertraut haben und unsere Arbeit mit viel Verständnis und Mithilfe begleiten. Mit ihrer Wahl für die Wirtschaftsschule haben sie sich für eine Schulart entschieden, die zukunfts- und praxisorientiert ihren Kindern beste Startchancen für den Eintritt ins Berufsleben ermöglicht. Unser Dank gilt hier besonders dem Elternbeirat mit seinem Vorsitzenden Ludwig Aigner als Vertreter aller Eltern. Die Zusammenarbeit war stets konstruktiv und mehr als hilfreich. Ein Dank auch an den Förderverein unter Leitung von Herbert Beck, der die Schule nicht nur in finanzieller Hinsicht unterstützte. Wir wünschen allen Schülerinnen, Eltern, Förderern, Freunden, Kolleginnen und Kollegen sowie den Mitarbeitern der Wirtschaftsschule schöne und erholsame Ferien und ein gesundes Wiedersehen zu Beginn des Schuljahres 2011/12.

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Gute Aussichten für Wirtschaftsschulabsolventen Jedes Jahr fragen wir unsere Schülerinnen nach ihren Plänen im Anschluss an die Wirtschaftsschule. Die diesjährige Umfrage ergab, dass bereits Ende Mai gut 90% der Schülerinnen einen Ausbildungsplatz hatten oder weiter auf eine Schule gehen. Viele haben eine Ausbildungsstelle in ihrem Wunschberuf gefunden und manche konnten oder mussten sich zwischen mehreren Angeboten entscheiden. Jahr für Jahr macht sich so für unsere Absolventinnen die praxisbezogene schulische Ausbildung an unserer Schule bezahlt. Kein Wunder, dass landesweite Umfragen unter Ehemaligen und unter Betrieben mit einer Quote von über 80% bestätigen, dass Wirtschaftsschüler im Vergleich zu Absolventen anderer Schularten mit mittlerem Bildungsabschluss besonders auf betriebliche Bedürfnisse vorbereitet werden. Und für künftige Arbeitgeber interessant: 98% aller Wirtschaftsschulabsolventen beenden eine einmal begonnene Ausbildung auch erfolgreich.

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Grußwort des Elternbeirats Liebe Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen, Nach vielen anstrengenden, mühsamen aber auch interessanten Wochen, geht dieses Schuljahr 2010/11 zu Ende. Es gab sicherlich für jeden Einzelnen Höhen und Tiefen, die aber letztendlich immer wieder bewältigt wurden. Unsere Schule ist ein Arbeits- und Lebensort, an dem sich jeder wohlfühlen kann. Die Schulleitung samt Lehrerkollegium war stets bemüht, eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens und des respektvollen Umgangs miteinander zu schaffen. Die Schülerinnen stehen im Mittelpunkt, sie zu fordern und fördern ist zentrales Anliegen im Unterricht und Hauptaufgabe der Schule. Die Eltern samt Elternbeirat unterstützen das Lehrer-Kollegium in ihrer Verantwortung für die Erziehung und Bildung der Schüler. Auch in diesem demnächst zu Ende gehenden Schuljahr war die Zusammenarbeit zwischen Elternbeirat und Schulleitung bzw. Kollegium wieder sehr vertrauensvoll, harmonisch und erfolgreich. Als Elternbeiratsvorsitzender möchte ich mich bei meinen Beiratskolleginnen, der Schulleitung, dem Lehrerkollegium, den Eltern und vor allem bei den Schülerinnen für den Zusammenhalt und ihr gutes Wirken an unserer Schule bedanken. Nun wünsche ich allen schöne und erholsame Ferien und den erfolgreichen Schulabgängern ganz viel Kraft und Erfolg für die weitere Zukunft.

Ludwig Aigner Elternbeiratsvorsitzender

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Kollegium

Dorfner Doris

Rechnungswesen, Übungsfirmenarbeit, Volkswirtschaftslehre

Eckl Ursula

Biologie

Freese Christine

Deutsch, Geschichte

Holzer Markus

Übungsfirmenarbeit, BWL, Wirtschaftsmathematik, Datenverarbeitung

Hundhammer Astrid

BWL, Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre

Karatay Hülya

Textverarbeitung,

Kasberger Barbara

Englisch, Erdkunde, Sozialkunde

Kopp Siegbert

Erdkunde, Sozialkunde, Geschichte, Projektarbeit, Ethik

Pilsak Gertraud

Religion

Schumacher-Tyroller Inge

Kunst

Stadler Renate

Betriebswirtschaftslehre, Mathematik

Whitehead Elizabeth

Englisch

Wildmann Christiane

Deutsch

Winkler Ivana

Sport

Winnerl Christine

Textverarbeitung

Wintermeier Regina

Sekretariat

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Elternbeirat: Klassenelternsprecher: 7

Frau Claudia Erndl Frau Ingeborg Höpfl

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Frau Barbara Edenhofer Frau Silke Schneider

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Frau Rosemarie Renner Frau Andrea Lippl

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Frau Evi Reisinger Frau Betül Dursun

10Z

Frau Manuela Eherer Frau Claudia Pfundtner

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Herr Ludwig Aigner Frau Gabi Finger

Als 1. Vorsitzender des Gesamtelternbeirats wurde Herr Ludwig Aigner und als Stellvertreterin Frau Evi Reisinger gewählt. Schriftführerin ist Frau Ingeborg Höpfl.

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Abschlussfeier 2010 Der 23.07. 2010 war der wichtigste Tag des Schuljahres 2009/2010, denn an diesem Tag wurden unsere 23 erfolgreichen Absolventinnen entlassen. Und dass es nicht nur ein wichtiger Tag für die Schule war, unterstrich die Anwesenheit zahlreicher Politprominenz: Angefangen von der Regierung von Niederbayern, vertreten durch den leitenden Regierungsschul-

direktor Josef Liebig, über die Stadt Straubing, vertreten durch Bürgermeisterin Maria Stelzl, die Mitglieder des Landtages Reinhold Perlak und Josef Zellmeier, den stellvertretenden Landrat Josef Laumer, der den Absolventinnen zu ihrem erfolgreichen Abschluss gratulierte, bis zu MdB Ernst Hinsken, der die weite Fahrt aus Berlin nicht gescheut hatte und besonders mit Beifall bedacht wurde. Frau Wildmann hieß alle Anwesenden recht herzlich willkommen. Charmant führten Dominika Okwiek und Michaela Haimerl durch das sich anschließende, abwechslungsreiche Programm. Wie jedes Jahr hatten sich auch diesmal die Mitschülerinnen einiges für die Absolventinnen einfallen lassen. Die Neigungsgruppe Tanz erinnerte mit ihrem „Singin‘ in the rain“ an eine total verregnete Abschlussfahrt in die Toskana. Besonderen Applaus erhielten die in Regencapes gekleideten Rollstuhlfahrerinnen. In den zahlreichen Grußworten wurde die hohe Akzeptanz der Wirtschaftsschule hervorgehoben, an die

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doch recht überschaubaren Anfänge der Wirtschaftsschule Kasberger-Wildmann e.V. im Jahre 1994 erinnert, aber auch auf die wertvolle Arbeit der Schule hingewiesen, die den Mädchen geholfen hat, sich zu verantwortungsvollen jungen Damen zu entwickeln, die aktiv an der Gestaltung der Zukunft teilhaben können. In einem Sketch der 9. Klasse wurde dabei noch einmal an das Alltagsgeschehen während des Schuljahres erinnert und Seda Dursun konnte mit ihrem herausragenden schauspielerischen Talent das Publikum begeistern. Annika Schneider und Tatjana Platt verabschiedeten die 10. und 11. Klasse stellvertretend für alle Mitschülerinnen und wünschten ihnen alles Gute. Einen Blick zurück aus einer imaginären Zukunft wagte die achte Klasse mit einem Klassentreffen im Altenheim und auch die beiden Klassenlehrerinnen Barbara Kasberger und Elizabeth Whitehead ließen als Engel noch einmal die Eigenheiten der Schülerinnen Revue passieren. Nach einer Ansprache der Klassensprecherinnen der Absolvia 2010 wurden alle Lehrkräfte mit Geschenken bedacht, bevor es dann mit einer Blumenzeremonie zum Höhepunkt des Tages kam, der Überreichung der Zeugnisse. Frau Wildmann, unterstützt von Frau Whitehead und Frau Kasberger, konnte allen zum erfolgreichen Abschluss gratulieren. Franziska Strohmeier wurde als Jahrgangsbeste mit einem Buchgeschenk ausgezeichnet. Aber noch war es nicht an der Zeit, die Taschentücher einzupacken, Klasse 7 erinnerte mit „Nie mehr Schule“ an den ersten Wandertag der 10. Klasse und als dann Shakiras „Waka Waka“ zur Aufführung kam, hielt es keine der Absolventinnen mehr auf ihrem Stuhl. Annika Schneider rundete den sehr persönlichen und emotionalen Vormittag mit „I wish I was a punk rocker“ ab, bevor die Festgäste den Tag mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen ließen.

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Projekttag: Auftreten, Benehmen, Umgangsformen Der Klassenraum der 9. Klasse glich am 09.07.2010 einem Ameisenhaufen. Alle Mädchen waren sehr aufgeregt und liefen emsig hin und her, um den Raum für die nächsten drei Unterrichtsstunden etwas zu verändern, denn es sollte eine schön gedeckte Tafel für den Benimmkurs hergerichtet werden. Gemeinsam wurden die Tische in die richtige Position gebracht und mit Tischdecken, Servietten und Rosenblättern geschmückt. Um mit dem Kurs beginnen zu können, mussten aber zunächst noch der Beamer hoch- und die Tafel heruntergefahren werden.

Um 8.00 Uhr begrüßte der Referent, Herr Wutzlhofer von der Raiffeisenbank Straubing, die Schülerinnen. Unter dem Motto „Der erste Eindruck ist entscheidend" erfuhren sie, wie man sich im Businessbereich begrüßt. Anhand von Rollenspielen übten die Mädchen, dass man anklopft, bevor man einen Raum betritt, wie man sich begrüßt oder jemanden vorstellt. Diese Rollenspiele machten allen viel Spaß, denn jede Schülerin bekam im Verlauf des Unterrichtes die Chance, sich auszuprobieren und Fehler zu überwinden. Anschließend ging Herr Wutzlhofer auf angemessene Tischmanieren ein. Wie benutzt man eine Serviette richtig?

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Die Mädchen waren sehr erstaunt, was alles beachtet werden muss, um sich nicht zu blamieren. Aber auch der richtige Gebrauch des Besteckes spielte eine Rolle. Herr Wutzlhofer zeigte einen Film, der zahlreiche Fehler verdeutlichte. Stück für Stück arbeiteten die Schülerinnen die richtigen Tischsitten heraus. Um das Erlernte in der Praxis anzuwenden, hatte Herr Wutzlhofer eine Überraschung parat. Für die Anwesenden wurden Kartoffelsalat und Putenschnitzel serviert. So konnten die richtige Sitzhaltung, die Besteckführung, aber auch das eigentliche Essen beobachtet und falsche Handhabungen sofort korrigiert werden.

Zum Schluss des Kurses gab es noch Tipps zum äußeren Erscheinungsbild. Am Ende der Veranstaltung erhielten die Mädchen ein Zertifikat und ein Handout zum guten Benehmen überreicht, auf dem die wichtigsten Regeln zusammengefasst waren.

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Projekttag: „Bildbearbeitung“ – Wie aus Angela Merkel Paris Hilton wird… Dies schafften wir acht Schülerinnen, die an dem Projekt „Bildbearbeitung“ des Projektleiters Korbinian Kasberger teilnahmen, natürlich nicht, jedoch lernten wir, wie man mit relativ wenigen Schritten ein tolles Foto erhält. Unsere ersten Versuche mit dem Bildbearbeitungsprogramm lagen darin, Schnee nicht wie auf vielen Fotos grau aussehen zu lassen, sondern wirklich schneeweiß. Dieses neue Wissen, mit Kontrasten und Helligkeit zu experimentieren, wurde dann sofort an verschiedenen Bildmotiven erprobt. Im Anschluss wurden zu dunkle bzw. zu rote Bilder mit Hilfe von Farbtemperatur und Farbtonsättigung optimiert. Auch wurde uns von Herrn Kasberger junior gezeigt, wie man schief stehende Gebäude mit Hilfe verschiedener Ebenen gerade ausrichten kann. Nach diesen etwas einfachen Anwendungsbeispielen machten wir uns an die „Profiarbeit“. Gruppenfotos wurden ineinander kopiert, so dass nach Möglichkeit jede Person auf dem Bild lächelt. Aus diesem Grunde machen Fotografen auch immer mehrere Bilder, auf irgendeinem wird ja wohl jeder mal lächeln! Dann begaben wir uns mit unseren Kameras bewaffnet auf Bilderjagd ins Freie. Hier wurde wirklich alles, angefangen von den Rosen vor der Schule bis hin zum Hund „Rocky“, der uns im Park begegnete, mit unseren Kameras festgehalten. Mit einer Menge neuem Bildmaterial ausgestattet konnten wir uns jetzt an Fotomontagen wagen. Da wurde um Personen „herumradiert“, Texte eingefügt und die gesamte Farbpalette, die das Programm hergab, eingesetzt. Wir haben an diesem Vormittag gelernt, was aus einfachen Bildern herauszuholen ist und wie Profis Bilder bis zur Unkenntlichkeit manipulieren. Zum Abschluss sahen wir noch einen Clip, in dem ein Foto von Angela Merkel zu Paris Hilton transformiert wurde. Das konnten wir zwar am Ende des Projektes noch nicht, trotzdem war es sehr lehrreich und interessant!

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Projekttag: „Archäologie“ – Schüler betätigen sich als ehrenamtliche Archäologen Im Rahmen des Projektunterrichts in der letzten Schulwoche des Schuljahres 2009/10 haben einige Schülerinnen unserer Schule mit ihrem Geschichtslehrer Siegbert Kopp erstmals an einer archäologischen Ausgrabung teilgenommen. Das Untersuchungsobjekt war die Hien-Sölde in Mitterfels, die zu den ältesten Blockbohlenhäusern in Niederbayern zählt. Wahrscheinlich wurde sie um die Jahre 1436/37 erbaut, wie die HobbyArchäologin Frau Elisabeth Vogl vom Förderverein „Freundeskreis Historische Hien-Sölde Mitterfels e. V.“ anhand der dendrochronologischen Daten erläuterte. Die Hien-Sölde ist einmalig, denn sie ist das einzige Bauwerk, in dem ein ganzes Erdgeschoss in Blockbauweise erhalten ist. In den anderen Objekten sind nur Gebäudeelemente wie z. B. ein Zimmer erhalten geblieben. Kern der Hien-Sölde ist ein Blockbau von 1436 mit zeittypischen, großen Querschnitten der Unterzüge in der Stube. Der Kniestock wurde 1617 aufgesetzt und seit 1865 überspannt ein mittelsteiles Satteldach das ältere Holzgefüge und den rückwärtigen Stall-Anbau in Ziegelmauerwerk aus dem Jahre 1862. Auffallend sind der breite Hausflur, die geräumige Stube im Erdgeschoss, und der mit großen Fenstern erhellte Dachboden. Die in Zusammenarbeit mit der Kreisarchäologie Straubing-Bogen unter der Leitung von Kreisarchäologen Dr. Ludwig Husty durchgeführten Untersuchungen sollen Aufschluss über die Zeiten der Umbauten der einzelnen Bauabschnitte geben. Der Verein ist dankbar für jede tatkräftige Unterstützung. Die Wirtschaftsschülerinnen unterstützten den Förderverein, indem sie in drei verschiedenen Räumen mit Schaufel, Kelle und Pinsel ans Werk gingen, um den dort befindlichen obersten Laufhorizont zu entfernen. Hierbei wurden sie von der Archäologin Elfriede Kiese fachlich unterstützt. Während der dreistündigen ehrenamtlichen Grabungstätigkeit wurden dank der scharfen Augen der Schülerinnen viele alte, zum Teil winzig kleine Überreste entdeckt. So stieß man beim vorsichtigen Graben auf Perlen von rund einem halben Zentimeter Durchmesser. Auch Glasreste mit Goldrand und Beschriftung wurden neben Steingut- oder Tonresten fachgemäß aus dem Lehm befreit. Glas-, Lederund Metallreste sowie einige Holzstiele rundeten den Erfolg der Grabungstätigkeit ab.

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Projekttag: „Selbstverteidigung“ Damit unsere Schülerinnen künftigen Konflikt- und Risikosituationen besser begegnen können, wurde im Rahmen der Projekttage ein Selbstverteidigungskurs für Mädchen unter Leitung von Dozent Martin Bug vom Judo- und Shinkendoverein Straubing e. V. durchgeführt. Angst spielt bei Mädchen oft eine zentrale Rolle. Manche Ängste sind real und lassen sich nicht leugnen. Angst hat ja auch seine Berechtigung. Wer zum Beispiel in einer unsicheren Gegend wohnt und nachts auf die Straße muss, wird durch Angst zu vorsichtigem und vernünftigem Verhalten angeregt. Übermäßige Angst kann jedoch behindern. Grundkenntnisse in Selbstverteidigung sorgen dafür, dass reale Ängste auf einem gesunden Niveau bleiben. Besonders wichtig ist es dabei, das Selbstvertrauen der Jugendlichen zu stärken. Die Mädchen sollen den Mut haben, Nein zu sagen. Nur wer seine Stärken hervorhebt, aber auch zu seinen Schwächen steht, strahlt Selbstbewusstsein aus. Da meist die sogenannten „Opfertypen“ angegriffen werden, reicht es häufig schon, wenn man sich heftig zur Wehr setzt. Dazu müssen keine komplizierten Techniken erlernt werden.

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Projekttag: „Künstlerisches Gestalten“ - Gestalten mit Styropor Bei diesem Projektangebot, konnten 12 Schülerinnen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Es wurden nämlich Vasen aus Styropor gefertigt und mit Drahtblumen verziert. Dazu mussten die Mädchen als erstes einen Entwurf fertigen und diesen so auf vorgeschnittene 5 Zentimeter dicke Styroporplatten übertragen, dass man die Vasen mit Messern aus den Platten schneiden und durch Eindrücken verzieren konnte. Anschließend mussten die Vasen mit Papier und Kleister überzogen werden. Während der Trockenzeit wurde das Drehen von Drahtblumen demonstriert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatten am Schluss alle Schülerinnen ihre Blume und konnten die inzwischen getrocknete Vase mit Farben bemalen und fertig stellen.

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Projekttag: „Stadtführung“ Die Mädchen der Projektgruppe sowie ihre Lehrer/-innen gingen gemeinsam zum Friedhof St. Peter, um eine große Stadtführung durch Straubing mitzumachen. Auf dem Friedhof wurden sie am Montag, 26.07.10 von Frau Theresa Scharrer und am Mittwoch, 28.07.10 von Frau Anna Willinger begrüßt. Alle freuten sich auf die nächsten drei Stunden, sollten sie doch etwas mehr über ihre Schulstadt Straubing erfahren. Der Friedhof wurde in den Jahren 2004 bis 2007 instand gesetzt, so dass den Straubinger Besuchern Wissenswertes über ihre Vorfahren vermittelt werden kann. Früher gehörte der Tod wie selbstverständlich zum Leben dazu. Da die Menschen den zehnten Teil ihres Einkommens abgeben mussten, blieb ihnen oftmals nicht viel zum Leben übrig und so hofften sie auf ein besseres Leben im Paradies. Besonders interessant fanden wir die Erklärungen der beiden Stadtführerinnen zur Basilika St. Peter, zur Totentanz- und zur Agnes-Bernauer-Kapelle. Die Basilika St. Peter war ehemals Pfarrkirche, und ist jetzt Nebenkirche der Pfarrei St. Peter. Der Kirchenhügel von St. Peter bildet den religiösen und politischen Mittelpunkt eines alten Siedlungsgebietes, das noch heute als „Altstadt" bezeichnet wird. Besonders interessant fanden wir, dass zum Bau der St. Peterskirche Steine aus dem Römerkastell verwendet wurden und der Bau ein Stockwerk höher erbaut wurde als vorgesehen. Auf dem Türflügel des Westportals sind Relieffelder, auf der linken Seite über das Alte Testament, auf der rechten Seite über das Neue Testament, abgebildet. Zum ursprünglichen Bestand der Kirche gehört das im Chor hängende romanische Triumphkreuz aus dem 12. Jh. mit Christus als König, 1978 von den neuromanischen Überarbeitungen befreit, eines der wertvollsten Kunstwerke Straubings.

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Das Besondere an diesem Kreuz ist, dass der Gekreuzigte mit waagrecht ausgebreiteten Armen, mehr vor dem Kreuz steht, als dass er daran hängt, es sind keine Blutspuren zu sehen. Zu den beeindruckendsten Werken zählt eine lebensgroße Holzfigur in der Apsis des Nordschiffes aus der Zeit um 1340, ein Andachtsbild zur Betrachtung über die heilbringenden Wundmale des im Schoße seiner Mutter ruhenden Gekreuzigten. Die Bernauerkapelle verewigt das tragische Schicksal der Agnes Bernauer, der Augsburger Baderstochter, die als heimliche Gemahlin des bayerischen Herzogs Albrecht III. aus Gründen der Staatsräson am 12. Oktober 1435 in der Donau ertränkt wurde. An der südlichen Wand befindet sich der Grabstein der Agnes Bernauer. Der aus Rotmarmorstein ausgehauene Grabstein zeigt eine ertränkte Frau, deren Gesichtszüge als Abdruck einer Totenmaske gedeutet wurden. Den Reichtum des Friedhofs machen vor allem die rund 250 Schmiedekreuze aus, auch die gusseiseren Grabstätten der Brauerfamilie Loichinger und besonders die Grabstätte des Majors Joseph Baier (in Form eines Knaben, seine Kehrseite zur Stadtmitte gedreht) hat unser Interesse geweckt. Nach dieser fast 2-stündigen Besichtigung des Peterfriedhofs ging es in das Stadtzentrum von Straubing. Unseren ersten Stopp machten wir in der Ursulinenkirche, diese wurde von den berühmten Gebrüdern Asam erbaut. Wir erfuhren viel Wissenswertes über den Baustil des Barock. Die Schülerinnen durften in die Gruft hinabsteigen, wo die Ordensschwestern begraben sind. Danach besichtigen wir die Krippenstube bei der Karmelitenkirche und Frau Scharrer erklärte uns, dass Straubing eine Krippenstadt sei. Weiter ging es zur Basilika St. Jakob, die eine der größten Hallenkirchen Bayerns und die größte Hauptkirche der Stadt Straubing ist. Unsere Stadtführerin erklärte uns, dass in dieser Kirche alle Stilrichtungen vorhanden sind. Wunderschön anzusehen waren die farbenprächtigen Kirchenfenster. Neuen Erkenntnissen zufolge soll der Entwurf des sogenannten Mosesfensters von Albrecht Dürer angefertigt worden sein. Frau Willinger klärte uns auch noch über die geschichtlichen und zwischenmenschlichen Beziehungen im „Rosengässchen" auf. Wie im Fluge verging die Zeit. Das Wissenspotenzial unserer beiden Stadtführerinnen war unerschöpflich. Mit rauchenden Köpfen und vielen neuen Eindrücken verabschiedeten wir uns von Frau Scharrer und Frau Willinger.

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Wandertag – Juli 2010 Voller Vorfreude starteten wir am Donnerstag, 29.07.10 in den Bayernpark. Hatten doch alle von den schönen neuen Attraktionen gehört: atemberaubende Wasserrutschen, Wildwasserbahnen, Indoorhalle usw. Je näher wir dem Ziel kamen, umso dunkler wurde der Himmel. Nachdem Frau Dorfner die Eintrittskarten verteilt hatte, ging der Spaß los. Kleine Grüppchen fanden sich zusammen, den Park zu erobern, sie schwärmten aus, um die vielen Fahrgeschäfte zu stürmen. Aber dann! Der Himmel öffnete sich und es regnete wie aus Eimern. Durchnässt überfielen die Mädchen die Imbissbuden und die Indoorhalle, denn die meisten sahen aus wie begossene Pudel und wollten vor dem Regen fliehen. Selbst die Klassenleiterinnen unterbrachen ihre gemütlichen Fahrten mit dem Raddampfer und den Blütengondeln, um die Flucht vor dem Regengott anzutreten. Als größte Verkaufsschlager entpuppten sich die gelben Regenponchos mit dem blauen Bayernpark-Logo. Da das Wasser nicht nur von oben kam, sondern einige Mädchen auch schon in den Wasserrutschen gebadet hatten, entschlossen wir uns zu einem früheren Ende als ursprünglich geplant. Die Klassensprecherinnen trommelten die Schülerinnen der einzelnen Klassen zusammen, während Frau Wildmann und Frau Dorfner sich auf die Suche nach den Busfahrern machten. Um 12:00 Uhr traten wir traurig und enttäuscht ob des grausligen Wetters die Heimreise an.

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Klasse 7 Klassenleitung: Christine Freese

Engl Verena - Erndl Maria - Fichtl Stefanie - Haimerl Julia - Hรถpfl Ramona Kerscher Michaela - Mozejko Emilie - Schraml Julia - Schrรถder Judith - Wittmann Lisa

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Klasse 8 Klassenleitung: HĂźlya Karatay

Bumes Carola - Demir Dilan - Demirci Melis - Edenhofer Magdalena Gessenharter Teresa - Gunkel Madeleine - Hackl Nina - HĂśchbauer Sarah Knaub Angelina - Lang Miriam - Moser Janina - Nasirova Lala Ortner Natascha - Scheubeck Theresa - Schiller Miriam - Schneider Pia Stadler Andrea - Stadler Theresa - Wuttke Carina - Zab Franziska

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Klasse 9 Klassenleitung: Barbara Kasberger

Ebner Janina - Fritsch Katharina - Gorawski Rita - Hauner Jacqueline Hofbauer Kerstin - Käser Verena - Kergel Christina - Lichtinger Brigitte Lippl Alexandra - Mannes Anna - Mehling Inna - Nebel Sabrina - Neumeier Katharina Orlik Daniela - Renner Nina - Rohrmüller Lisa - Süß Nathalie

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Klasse 10 Klassenleitung: Doris Dorfner

Amann Jennifer - Beck Franziska - Dursun Seda - Eibauer Pia - Erdogan Funda Fuest Michaela - Haimerl Verena - Hering Marina - Kittl Monika Moosburger Lisa-Marie - Pfeiffer Teresa - Pfundtner Carolin - Plankl Stefanie Reisinger Lisa - Schneider Annika - Schraml Carina

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Klasse 10Z Klassenleitung: Elizabeth Whitehead

Eherer Stefanie - Eibauer Vroni - Grill Stefanie - Hirschmann Anne-Marie Keckeis Vera - Kerscher Andrea - Kloster Anna - Mannes Julia Pfundtner Jessica - Stuhlfelner Nadine - Telescu Jacqueline

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Klasse 11Z Klassenleitung: Christiane Wildmann

Aigner Patricia - Bellapianta Teresa - Biehler Kristina - Ebner Celia Finger Katharina - Groß Katja - Heimerl Michaela - Ipatow Angelika Löw Ramona - Marr Jasmin - Okwiek Dominika - Platt Tatjana Schießl Eva-Maria - Schubmann Maria - Spranger Vanessa

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Wandertag:Tierpark Straubing Der diesjährige Wandertag führte die Klassen 8,9 und 10Z in den Straubinger Tiergarten. Pünktlich um 8 Uhr marschierten die drei Klassen mit Frau Karatay, Frau Stadler, Frau Kasberger, Frau Whitehead und Frau Hundhammer los. Über die Schlossbrücke ging es auf dem nebeligen Donaudamm Richtung Schleuse. Über Wiesen und Felder gingen wir gruppenweise zum Lerchenhaid. Manche Schülerinnen stellten entsetzt fest: Frau Kasberger war das nicht ein Umweg? Am Trimm-Dich-Pfad angekommen, steuerten wir den Eingang des einzigen Tiergartens Ostbayerns an. Frau Gunkel, die Mutter von Madeleine, begrüßte uns alle. Sie hatte für uns den Alpaka Sebastian organisiert. Ganz mutige Schülerinnen gingen mit Sebastian durch den Zoo, er wurde gestreichelt, liebkost und geherzt. Wir besichtigten zusammen die Voliere, Gehege und Tierhäuser, die in die schöne alte Parkanlage eingebettet sind. Auf einer Fläche von 18 ha werden etwa 1.700 Tiere in 200 Arten gepflegt. Man findet dort exotische und einheimische Wildtiere und seltene vom Aussterben bedrohte alte Haustierrassen. Nach einer ausgedehnten Kaffeepause des Lehrerkollegiums ging es weiter in Richtung Pelikane. Wir durften die Pelikane mit einer Tierpflegerin zusammen füttern. Große Begeisterung brach in der 8. Klasse aus. Anfängliche Berührungsängste mit den toten Fischen als Futter lösten sich in Nichts auf. Wir trafen uns alle wie vereinbart am Ausgang und gingen nun den direkten Weg zurück.

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Wandertag: Durch das schöne Perlbachtal Die Mädchen der Klassen 7, 10 und 11Z machten sich auf, um die nähere Umgebung Straubings zu erkunden. Optimale Spätsommertemperaturen setzten den perfekten Rahmen für einen Wandertag in freier Natur. So hat sich hierfür das Perlbachtal als ansprechendes Ziel herauskristallisiert: Nach einer kurzen Anfahrt per Bus erfolgte am Freibad in Mitterfels der Startschuss zum ersten Wandertag im neuen Schuljahr. Dieser führte direkt zur Wanderroute Nummer fünf mit einer Gesamtdistanz von 10 Kilometern bis zum Ziel Bogen - Hauptbahnhof. Nach einer Gehdauer von ca. 3 Stunden sollte dort um 12:00 Uhr die Heimreise per Zug erfolgen. Der abwechslungsreiche Pfad entlang des Perlbachs, inmitten grüner Wälder, entlang prächtiger Wiesen und blühender Maisfelder, bot eine imposante Kulisse. Die Naturfreunde kamen definitiv auf ihre Kosten. Selbst die „Abenteuerlustigen“ kam nicht zu kurz. Aufgrund teilweise fehlender Streckenmarkierungen wurde der Wanderweg um einige Extrameter erweitert, die selbst der beste Wanderplan nicht vermeiden konnte. Dies hatte zur Folge, dass für kurze Zeit selbst die Lehrkräfte im Dunkeln tappten, was noch zurückzulegende Distanz und restliche Wanderdauer betraf: Nachdem ein letzter Routenpfeil noch drei Kilometer bis zum Ziel Bogen angezeigt hatte, trugen hilfsbereite Anwohner durch weit auseinandergehende Schätzungen zu einem leicht ansteigenden Puls bei. Deren Aussagen reichten von „noch ungefähr 7 oder 8 km“ bis hin zu „Oh mein Gott, das schafft‘s ihr ja nie im Leben bis um 12 Uhr.“ Letzten Endes konnte aber, dank der Navigationskünste von Frau Dorfner und Frau Wildmann, doch wieder die ursprünglich angedachte Route erreicht werden, weshalb wir am Ziel Bogen Hauptbahnhof eine halbe Stunde vor Abfahrt ankamen. So verblieb für die erschöpften Wanderinnen noch genügend Zeit, um den aktiven Vormittag in der angenehm strahlenden Mittagssonne gemütlich ausklingen zu lassen.

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Kennenlerntage – In Landshut auf Erkundungstour Voller Spannung und Vorfreude trafen sich die Mädchen der siebten Klasse mit ihren Lehrern Herrn Kopp und Frau Freese am 29. September 2010 in der Eingangshalle des Straubinger Bahnhofs. Vollbepackt stürmten wir in den Zug nach Neufahrn – aber vergebens warteten wir auf die Abfahrt. Nach kurzer Zeit kam der Zugbegleiter und informierte uns darüber, dass ein LKW-Fahrer die Eisenbahnbrücke gerammt hätte und sich daher die Abfahrt verzögern würde. Kurze Zeit später ging es dann plötzlich doch los und wir fuhren bis Neufahrn. Leider waren wir einige Minuten später als geplant angekommen und so fuhr uns der Anschlusszug vor der Nase weg.

Erst eine Stunde später war es dann so weit und wir konnten endlich Richtung Landshut weiterfahren. Vom Bahnhof fuhren wir mit dem Stadtbus Richtung Altstadt. Das letzte Stück mussten wir jedoch mit unserem Gepäck bergauf zur Jugendherberge laufen. Dort angekommen, bezogen wir unser Domizil für die kommenden Tage. Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt und die Betten bezogen hatten,

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war es nun Zeit für eine Stärkung. Gemeinsam wanderten wir zurück in die Stadt und suchten uns ein Plätzchen zum Mittagessen. Wir waren nun gestärkt, um die Burg Trausnitz zu erkunden. Zunächst wurden uns bei einer Burgführung alle wichtigen Informationen über die Festungsanlage und ihre Geschichte erzählt und im Anschluss konnten wir uns noch die Schätze des Burgmuseums anschauen. Danach erkundeten wir auf eigene Faust die Umgebung der Burg. Gegen 17 Uhr machten wir uns auf den Weg bergab in die Jugendherberge. Dort wartete ein gutes Abendessen (Schnitzel mit Pommes) auf uns. Am Abend haben wir alle gemeinsam Stadt-Land-Fluss gespielt, bevor wir uns zur Nachtruhe begaben. Frisch und munter machten wir am nächsten Morgen eine Wanderung in die Neustadt und die Isar entlang. Nachmittags trafen wir uns auf dem Dreifaltigkeitsplatz. Frau Freese hatte ein Quiz für uns organisiert, bei dem wir die Altstadt selbstständig entdecken und erforschen durften. Dazu wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, bekamen anschließend Arbeitsmaterialien und konnten dann drei Stunden lang die Aufgaben bearbeiten. Am Abend trafen wir uns im Lesezimmer unseres Hostels, werteten den Stadtrundgang in aller Gemütlichkeit aus und kürten unsere Siegerinnen. Alle Gruppen bekamen eine Urkunde und die Gewinnerinnen noch einen kleinen Extrapreis. Besser als auf der Hinfahrt klappte es mit der Rückfahrt: Der Zug kam pünktlich, der Umstieg verlief reibungslos und so kamen wir gegen Mittag wieder in Straubing an, wo uns die Eltern bereits erwarteten. Wir haben uns als Klassenkameraden kennenlernen können und untereinander sind bereits einige Freundschaften geknüpft worden.

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Kennenlerntage der Klasse 10Z in Passau Um den neuen Schülerinnen der Klasse 10Z das Kennenlernen zu erleichtern und eine gute Klassengemeinschaft zu fördern, wurde wie auch letztes Jahr eine dreitägige Fahrt nach Passau geplant. Die Klasse wurde begleitet von der Klassenleiterin Frau Whitehead und von Frau Stadler. Kurz nach 9 Uhr trafen wir uns alle in der Bahnhofshalle und waren überrascht, mit rotem Teppich und Musik empfangen zu werden! (Eigentlich galten diese einer AEG Küchenausstellung, aber wir fanden sie trotzdem schön). Nach dem Umsteigen in Plattling kamen wir pünktlich in Passau an, wo ein Bus auf uns wartete, der uns mit Gepäck zur Jugendherberge in der Veste Oberhaus brachte. Gegen Mittag starteten wir Richtung Stadt, und gingen durch die Burganlage hinab in die Stadt. Am Rathaus machten wir unseren Treffpunkt für die spätere Stadtführung aus, und die Mädchen konnten bis dahin die Stadtmitte auf eigener Faust erkunden. (Wichtig waren vor allem McDonalds und H&M). Um halb drei wurden wir von unserer freundlichen und kompetenten Führerin in Empfang genommen. Weil es ziemlich kalt geworden war und schon nach Regen aussah, schlug sie vor, uns zunächst die Stadtgeschichte im historischen Rathaussaal etwas näher zu bringen – eine glänzende Idee, da wir in dem wunderschönen großen Barocksaal bequem sitzen durften. Hervorgehoben wurden die Zusammenhänge zwischen Passau und Straubing, vor allem die Erzählungen aus dem Nibelungenlied und die Fahrt der Kaiserin Sissi von Straubing über Passau nach Wien. Vom Rathaus ging es weiter über die Klosterkirche „Zum Heiligen Kreuz“ des Klosters Niedernburg (739 durch den Agilolfinger Tassilo III. von Bayern gegründet) zur Inn-Promenade, wo die Führerin uns auf das schöne Grün des Inns aufmerksam machte sowie auf die gegenüberliegende Wallfahrtskirche Mariahilf“ mit ihren 231 Stufen. Durch einige sehr schöne enge Gassen der Altstadt kamen wir dann zum Dom „St. Stephan“, wo alle von der imposanten Innenarchitektur sowie der riesigen Silbermann-Orgel mit ihren fast 18.000 Pfeifen beeindruckt wurden. Da bereits um 17.00 Uhr die Tore der Festung geschlossen werden,

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mussten wir den steilen äußeren Weg um die Burganlage wählen, so dass alle bei der Ankunft den nötigen Appetit mitbrachten. Nachdem die Betten schnellstens bezogen wurden, gab es Abendessen Currywurst mit Pommes, gemischten Salat und Dessert. Nach einer kurzen Pause trafen wir uns in unserem Aufenthaltsraum und setzten uns gemeinsam um einen großen Tisch, um Activity zusammen zu spielen. Fast zwei Stunden lang wurde dann erklärt, gezeichnet, gestikuliert, und ständig gelacht. Völlig erschöpft gingen wir gegen 21.30 auf unsere Zimmer - so viel hatten wir alle lange nicht mehr gelacht - und ab 22.00 Uhr war Bettruhe. Der nächste Tag führte zuerst hinunter in den kleinen Ort Hals, und von dort an der Ilz entlang zur Triftsperre. Die Triftsperre an der Ilz wurde 1827 bis 1831 gebaut. Neun mächtige Pfeiler und zwei Widerlager sind der Kern der Anlage. An der Brücke mit dem mächtigen Rechen sammelte sich das Holz und wurde dann durch einen in den Fels geschlagenen, 115 Meter langen Tunnel in Richtung Hals geschickt. Die Trift wurde bis 1926 betrieben. Jährlich wurden bis zu 100 000 Ster Holz durchgeschleust. Nach einer längeren Mittagspause trafen wir uns wieder um 15.00 Uhr vor dem Oberhaus-Museum. Frau Stadler und Frau Whitehead fanden die 2 Stunden Zeit viel zu knapp – die Mädchen kamen etwas schneller durch, mussten aber auch zugeben, dass es für jede dort etwas Interessantes zu sehen gab. Nach dem Abendessen – Nudeln, Salat und Muffins waren lecker – sammelten wir uns in unserem Aufenthaltsraum, wo Frau Stadler und Frau Whitehead ein paar Gruppenspiele vorbereitet hatten. Wir hatten wieder viel Spaß miteinander! Langsam wurden die meisten müde, aber nach einem kurzen Pantomime Spiel wurde zum Ausklang sogar noch eifrig getanzt. Pünktlich erschienen alle am Freitagmorgen zum Frühstück, die meisten Koffer standen schon unten und die Bettwäsche war größtenteils schon abgeliefert. Grund dieser Pünktlichkeit war die Tatsache, dass uns ein Minibus um 9.45 Uhr in die Stadtmitte hinunterfahren sollte, wo wir den Vormittag mit Shoppen verbringen wollten. Kurz nach 12.00 Uhr standen alle wieder am Bahnhof, wo sämtliche Einkäufe natürlich noch bewundert werden mussten. Dankbar und zufrieden setzten wir uns in den Zug nach Plattling, der schon auf uns wartete. Es war ein durchaus gelungener Ausflug, der uns beim Kennenlernen tatsächlich sehr geholfen hat.

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Abschlussfahrt: Gardasee 04.10.2010 – 08.10.2010 Gut gelaunt und voller Vorfreude starteten die Klassen 10+11Z am Montag, den 04.10.2010, in Begleitung von Frau Dorfner und Frau Wildmann vom Busbahnhof am Hagen ihre Abschlussfahrt an den Gardasee. Fast pünktlich ( nur eine Schülerin hatte bis 6.45 Uhr geschlafen und um 7.00 Uhr war Abfahrt!) begannen wir unsere Anreise in den Süden. Unser erstes Ziel war Verona. Leider stand unser erster Tag der Abschlussfahrt unter keinem günstigen Stern. Wir trafen zielsicher auf jeden Stau, der sich in Deutschland, Österreich und Italien gebildet hatte, was zu einer verspäteten Ankunft in Verona führte. Endlich angekommen machten wir uns bei strömendem Regen auf den Weg zur Arena, dem römischen Amphitheater, das seit Jahrzehnten zu den schönsten Opernbühnen der Welt zählt. Gemeinsam schlenderten wir dann entlang der Via G. Mazzini zur Casa di Giulietta. Dort besichtigten wir (immer noch im Regen) den weltberühmten Balkon des bekanntesten Liebespaares der Welt – Romeo und Julia. Im Anschluss wurde in Kleingruppen die schöne Stadt an der Etsch erkundet. Am Abend machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel in Caprino Veronese, das beschauliche Örtchen liegt ca. 8 km oberhalb Garda. Am zweiten Tag starteten wir schon zeitig, denn es erwartete uns die Lagunenstadt Venedig. Da uns an diesem Tag nur die italienischen Staus erwarteten, hatten wir mit nur 2 Stunden Verspätung den Parkplatz vor den Toren Venedigs erreicht. Nach einer weiteren „kurzen“ Verzögerung beim Ticketkauf für die Bootsfahrt über den Canal Grande zum Markusplatz kamen wir schließlich über 1 Std. zu spät zu unserem Treffpunkt mit der Stadtführerin. Diese erzählte uns dann auf unserem Rundgang über den Markusplatz viele interessante Einzelheiten über den Dom und den Dogenpalast. Den Dom selbst konnten wir nur über Holzstege erreichen, da es am Vormittag vom vielen Regen am Vortag noch Hochwasser „Acqua alta“ gab. Dieser Tag in Venedig

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war zwar anstrengend, jedoch wegen der sommerlichen Temperatur sehr schön. Um viele neue Eindrücke reicher kamen wir völlig erschöpft ins Hotel zurück. Der Mittwoch sollte ein Entspannungstag werden, da am Donnerstag eine große Tour auf den Monte Baldo geplant war. Ganz gemütlich fuhren wir nach dem Frühstück nach Garda. Wir gönnten uns eine Kaffeepause und legten dann mit der Fähre in Richtung Sirmione ab. Geplant war ein ausgiebiger Bummel durch die bekannte Altstadt, die zu den Hauptattraktionen am Gardasee zählt. Leider erkrankte eine Mitschülerin und wir begaben uns auf dem schnellsten Weg zurück ins Hotel. Fortgesetzt wurde der Sirmione Besuch dann am Donnerstag. Zwar konnten wir die Skaligerburg (Rocca Scaligera) nur von außen besichtigen, da ein Rundgang nur mit Voranmeldung möglich war, jedoch bot die Halbinsel mit ihren Stränden und den kleinen verträumten Gassen auch so den bezaubernden italienischen Flair. Besonders angetan waren alle von dem super leckeren Eis, für das Sirmione auch bekannt ist. Am Nachmittag gab es Gelegenheit, italienische Modeschnäppchen in einem großen Einkaufszentrum zu ergattern. Zurück im Hotel nahmen wir unser Abendessen ein und ließen den Abend mit einem Spaziergang an der Promenade in Garda ausklingen. Kaum angekommen – so unser Gefühl – kam auch schon wieder der Tag der Abreise. Auf dem Heimweg machten wir in Bozen Halt. Hier besuchten wir im Südtiroler Archäologiemuseum den 1991 entdeckten Ötzi, den „Mann aus dem Eis“. Der unter besonderen Bedingungen aufbewahrte Ötzi konnte durch eine Glasscheibe begutachtet werden. Da lief einem schon ein kleiner Schauer über den Rücken, kein besonders schöner Anblick! Neben Ötzi selbst, seinem gut erhaltenen Werkzeug und seiner Kleidung konnte man in beeindruckend nachgebauten Szenen vieles über seine damaligen Lebensumstände erfahren. Zudem konnte man auf den insgesamt vier Stockwerken vieles über Kupferzeit, Bronzezeit, Römerzeit und das frühere Mittelalter besichtigen. Auf unserem Weg in die Heimat hielt uns kein weiterer Stau auf und wir kamen pünktlich um 20.00 Uhr an.

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Vortrag: Die deutsche Sozialversicherung Um den Schülerinnen der 9.Klasse die Praxisnähe des Wirtschaftsunterrichts zu verdeutlichen, erhielten sie die Gelegenheit an einem Vortrag über die Sozialversicherung in Deutschland teilzunehmen. Begleitet wurde der Unterrichtsgang von Frau Dorfner. In den neuen Räumlichkeiten der Barmer-GEK wurden wir von der zuständigen Jugendberaterin Frau

Gisela Hollmer begrüßt. Schon bei ihren einführenden Worten erfuhren wir, dass es ca. 200 Krankenkassen in Deutschland gibt und 87% der Deutschen in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind. Als sie die einzelnen Säulen der Sozialversicherung gemeinsam mit den Mädchen besprach, konnten diese – so Frau Hollmer wörtlich!! – mit Insiderwissen beeindrucken. Dieses Stoffgebiet wurde ja auch in den letzten Wochen im Rechnungswesen Unterricht durchgenommen. Bevor die Referentin die einzelnen Versicherungen ausführlich darstellte, erläuterte sie die geschichtliche Entwicklung, die am 17. November 1881 mit der Kaiserlichen Botschaft begann und sich

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heute in Art. 20 des Grundgesetzes wiederfindet. Die Sozialversicherungsträger werden heute staatlich kontrolliert und sind mit öffentlichen bzw. halböffentlichen Rechten privilegiert. Jedoch werden sie nicht von Steuern, sondern von Beiträgen finanziert. Die jeweilige Höhe der Beitragssätze von Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung war den Schülerinnen ja bereits aus dem Unterricht bekannt. Obwohl der Grundgedanke der Sozialversicherung auf Solidarität beruht, vollzieht sich laut Frau Hollmer ein Wandel: Eigenverantwortung bezüglich Gesundheit und Altersvorsorge hat in Deutschland eine immer größere Bedeutung. Diese Thematik wurde dann auch zu einem späteren Zeitpunkt, und zwar beim Thema Rentenversicherung, wieder aufgegriffen. Als wir die Lebensbäume der Deutschen im Vergleich 1910, 2000 und eine Prognose von 2040 begutachteten, wurde jedem bewusst, dass der „Generationenvertrag“ wohl nicht funktionieren kann. Nach der allgemeinen Einführung hatten wir die Gelegenheit, eine Gehaltsabrechnung über das Barmer-GEK Internetportal zu erstellen. An diesem praktischen Beispiel konnten wir unser Wunschgehalt angeben und das daraus resultierende Nettogehalt erfahren. Im Anschluss stellte Frau Hollmer jeden Zweig der Sozialversicherung ausführlich dar. Dabei wurden die jeweiligen Aufgaben, der versicherte Personenkreis, die Träger und die Leistungen detailliert besprochen. So erfuhren wir neben vielen anderen interessanten Punkten, dass ein Tag im Krankenhaus 800,00 Euro kostet und dass allein in unserer Klasse ca. 36.000,00 Euro in Form von Zahnspangen investiert wurden. Am Ende des dreistündigen Vortrages hatten wir nicht nur sehr viel über die Geschichte, die Entwicklung und Aktuelles über die Sozialversicherung gehört, sondern auch einige neue Aspekte über die Organisation der Krankenkassen und deren Aufsicht. Hierbei wurden wir auch über die Sozialgerichtsbarkeit informiert. Jeder Versicherte hat die Möglichkeit kostenlos gegen die Entscheidung seiner Krankenkasse Widerspruch einzulegen. Dies kann, für den Versicherten kostenfrei, bis zum Bundessozialgericht gehen. Insgesamt war es ein lehrreicher Ausflug in die Welt der Sozialversicherung, der keinen Moment langweilig war.

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Bewerbertraining Barmer GEK Klassen 10 und 11 Z Die Barmer GEK bietet nunmehr schon seit vielen Jahren ein Bewerbertraining für Schulklassen an. Am 30.09.2010 besuchten die Klassen 10 und 11 Z die Barmer in Straubing. Die Jugendberaterin Gisela Hollmer gab den Schülerinnen hilfreiche Tipps rund um die Bewerbung und das eigentliche Vorstellungsgespräch. Das Motto der Barmer hierfür lautet: „Gut vorbereitet - die Bewerbertipps für den stressfreien Start ins Berufsleben“. Frau Hollmer befragte jede Schülerin nach ihren Wünschen und Interessen aufgrund der fünf Bereiche

des Bewerbertrainings. Die Schülerinnen konnten aus folgenden Bereichen: Stellensuche, schriftliche Bewerbung, Informationen rund ums Vorstellungsgespräch, Einstellungstest und Assessment-Center, auswählen. Die Mehrheit hat sich für den Einstellungstest und ein Vorstellungsgespräch entschieden. Die rechtzeitige Planung für den Berufseinstieg ist wichtig um keinen zeitlichen Druck entstehen zu lassen. Für die Berufsfindung sind die charakteristischen Eigenschaften ausschlaggebend. Wer zum Beispiel „kreativ, kontakfreudig“ und „kommunikativ“ als herausragende Eigenschaften für sich sieht,

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ist möglicherweise im Bereich Medien gut aufgehoben. Die Interessen und Stärken jedes einzelnen sollten den Weg weisen. Wer noch etwas unentschlossen ist, sollte vielleicht auch mal sein Umfeld befragen wie z. B. Eltern, Freunde und Lehrer/innen, die damit auch einen anderen Blickwinkel mit ins Spiel bringen. Eine andere Möglichkeit wäre ein Berufseignungstest wie z. B. das Testverfahren der Agentur für Arbeit. Um den richtigen Ausbildungsplatz zu finden, ist es sinnvoll, die regionalen und überregionalen Tageszeitungen zu lesen. Besonders interessant sind die Ausgaben am Mittwoch und Samstag. Auch die Bundesagentur für Arbeit und das Internet sowie Telefon- und Branchenbücher, sind sehr hilfreich beim Finden eines Ausbildungsplatzes. Durch eine Recherche im Internet oder über persönliche Kontakte sollte man mehr über das Unternehmen des Interesses erfahren. Falls es die Möglichkeit dazu gibt, kann der Bewerber Schnuppertage im Betrieb nutzen. Das eigentliche Bewerbungsschreiben soll kurz, knapp und präzise, aber in einer lebendigen Sprache, formuliert werden. Der Lebenslauf soll lückenlos mit allen Kenntnissen und Fertigkeiten angegeben werden, auch Hobbys sollten darin enthalten sein. Nach so vielen Informationen von Frau Hollmer war es an der Zeit, unser Wissen in einem Testtraining zu prüfen. Mit kniffligen Fragen zum Allgemeinwissen, Rechnen, Rechtschreibung oder verbaler Intelligenz usw. wurden wir auf unseren Wissensstand geprüft. Die Auflösung zeigte manch einer ihre Lücken auf. Viele Köpfe rauchten bereits, als uns Frau Hollmer zu einer Brotzeit einlud. Bei Brezen, Äpfeln, Bananen und Müsli-Riegel entspannten sich dann unsere beanspruchten Gehirnzellen. Jede Pause hat jedoch auch ein Ende, das mit theoretischem Wissen über das Rollenspiel begann. Der Kontaktaufbau, die durchdachte und sachliche Argumentation sind im Rollenspiel wichtige Kriterien ebenso wie die Kritikäußerung und der Umgang mit Kritik, sowie das Eingehen auf den Gesprächspartner. Die Schülerinnen wurden in fünf Gruppen eingeteilt, die für ihr Produkt werben mussten und auch dementsprechend argumentieren sollten. Frau Hollmer befragte die Schülerinnen über die wichtigsten Merkmale eines erfolgreichen Vorstellungsgesprächs. Die am meisten aufgezählten Punkte waren das Äußere, das Benehmen und die Gestik und Mimik des Bewerbers. Mit so viel Wissen mussten nun Celia und Franziska ein Vorstellungsgespräch vorspielen. Zu guter Letzt bedankte sich Frau Hollmer für so viel Aufmerksamkeit der Schülerinnen. Wir bedankten uns ebenfalls und verabschiedeten uns von ihr.

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Lehrerfortbildung – Gau-Lehrtage in Deggendorf vom 25.09. bis 26.09.2010 Kaum hatte das Schuljahr 2010/11 begonnen, fuhren Frau Hundhammer, Frau Karatay und Frau Stadler ein Wochenende nach Deggendorf, um an den Gau-Lehrtagen des Bayerischen Turnverbandes teilzunehmen. „Aber Moment einmal! Unterrichten diese Lehrkräfte nicht Fächer wie: Rechnungswesen, Textverarbeitung, Betriebswirtschaft oder Mathematik?", so mag sich mancher fragen. „Wie passt das mit dieser Sportfortbildung zusammen?" Sicher ist allgemein bekannt, dass an unserer Schule neben den üblichen Unterrichtsstunden auch Neigungsgruppen angeboten werden. Zudem veranstalten wir jährlich einen Gesundheitstag und auch dort sind neue Erkenntnisse gefragt. Um nun wieder bestens für das neue Schuljahr gerüstet zu sein, „opferten" die Lehrerinnen gern ein Wochenende. Schließlich standen zwanzig sehr interessante Arbeitskreise aus den unterschiedlichsten Richtungen auf dem Programm. Besucht wurden Arbeitskreise aus den Bereichen: Tanz, Aerobic, Gesundheit und Ernährung. Dabei reichte das Repertoire von der "tänzerischen Frühförderung", bis hin zu "Latin Jazz", also zu Jazzdance pur, gemixt mit feurigen Latin Moves. Im Bereich Aerobic konnte man sich bei „Dance for fun" austoben, um anschließend, mit „beschwingter Musik, im ¾ Takt" über das Steppbrett zu gleiten. Es wurde aber nicht nur auf Sport und Tanz Wert gelegt, nein, auch Kurse wie: „Piloga", „Joga – einmal anders", oder „fit und beweglich" wurden wahrgenommen. Hier lautete das Motto: „Komm zu dir – fühle deinen Körper – verbinde dein Wohlbefinden mit den Bewegungen". Der Arbeitskreis: „Ernährung und Sport – was jeder wissen sollte", rundete die Fortbildung am Sonntag ab. Alle drei Lehrkräfte waren von den Referenten begeistert. Zwar hatte man sich ziemlich „ausgepowert", aber schließlich konnten viele neue Ideen und Anregungen mitgenommen werden und es bleibt nur zu wünschen, dass sich die Fahrt nach Deggendorf auch für unsere Schülerinnen gelohnt hat und dass sie in ihren Neigungsgruppen ebensolchen Spaß hatten, wie die Teilnehmerinnen bei der Fortbildung.

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Vortrag von Prof. Dr. Manfred Spitzer: „Wie Lernen Spaß macht und was Schule dazu beitragen kann" „Wie Lernen Spaß macht und was Schule dazu beitragen kann" ist ein Thema, das wohl jeden Pädagogen täglich beschäftigt. Doch wer ist dieser Prof. Dr. Spitzer? Nun, vielen wird er durch die Sendereihe „Geist & Gehirn" auf BR-alpha bereits bestens bekannt sein. Er gilt als Experte auf dem Gebiet der Gehirnforschung, er hat Medizin, Psychologie und Philosophie studiert, leitet die Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm und hat dort 2004 das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) gegründet. Ein kompetenter Mann also. Die Möglichkeit, sich über die neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung informieren zu können, wollte sich unsere Schule natürlich nicht entgehen lassen und so fuhren Frau Freese und Frau Stadler am Donnerstag, den 7.Oktober 2010, abends gegen 19 Uhr nach Landau um, wie Prof. Dr. Spitzer sagen würde, „der Lieblingsbeschäftigung unseres Gehirns nachzugehen", nämlich zu lernen. Zu lernen, wie unser Gehirn eigentlich funktioniert. Zielgerichtet eröffnete er seinen Vortrag mit der Frage: „Wie kann es sein, dass ein siebenjähriges Mädchen mit nur einer Gehirnhälfte klinisch unauffällig ist und ein paar Jahre später zwei Sprachen spricht?" An vielen Beispielen, durch etliche Studien belegt, teilweise provokant, manchmal überspitzt, aber stets sehr anschaulich, erklärte er verständlich, wie unsere Lernmaschine im Kopf arbeitet und wie wir sie mit Erfolg – und auch Vergnügen – arbeiten lassen können. Dabei hielt er ein Plädoyer gegen Vorurteile: „Schüler sind nicht dumm, Lehrer sind nicht faul und unsere Schulen sind nicht kaputt. Aber irgendetwas stimmt nicht." Um zu klären, was nicht stimmt, holte er weit aus. „Wie haben wir das Laufen gelernt?", so fragte er sein Publikum. „Von Fall zu Fall!", lautete seine Antwort. „Wie haben wir sprechen gelernt? Keiner hat mit den Babys Grammatik gepaukt!", so seine Überlegungen. „Unser Gehirn ist nicht für Einzelheiten gebaut", lautete sein einfaches Resümee. „Zufälle von gestern nützen einem nichts in der Zukunft. Die Regelhaftigkeit ist wichtig. Es kommt auf die Struktur an, die hinter einem Ereignis steckt." „Unser Gehirn lernt immer, man kann es nicht verhindern!", führte er weiter aus. „Aber womit beschäftigen wir uns die meiste Zeit?" Laut einer Studie schlafen unsere Kinder im Schnitt sieben bis acht Stunden, nutzen im Durchschnitt sieben Stunden Medien, teilweise mehrere Medien parallel, schulisches Lernen findet im Durchschnitt (da Unterrichtsstunden nur 45 Minuten dauern und da nur an fünf Tagen der Woche unterrichtet wird) nur für vier Stunden am Tag statt. „Es gibt aber keinen Schalter im Gehirn, der auf ´Lernen´ umgelegt wird, wenn wir die Schule betreten und auf ´aus´, wenn wir sie wieder verlassen.", gab Professor Spitzer zu bedenken. „Wir lernen

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immer!" Und was wir lernen, hängt davon ab, womit wir unsere Zeit verbringen. „Es sollte uns jedoch klar sein", so seine Ausführungen, „dass kein Kind durch den hohen Medienkonsum schlauer wird!" Unser Gehirn wird nur langsamer, unsere Aufmerksamkeit nimmt mit zunehmendem Medienkonsum schnell ab. „Multitasking" ist für ihn das Schlimmste, was wir unseren Kindern antun können. Die Intelligenz unserer Kinder ist für ihn „die einzige Ressource, die wir in Deutschland haben" und mit der gehen wir schlecht um. Sein Fazit: „Wir brauchen keinen Internetführerschein! Wir brauchen Bücher und gute Lehrer, denn ´Lernen´ ist nichts anderes, als Spuren des Gebrauchs unseres Gehirns." Er plädiert daher für eine lebendige und lebensnahe Pädagogik, die sich auf die Neugier und eigenes Erfahren stützt. Kinder können nicht von Videos lernen. Sie müssen selbst Erfahrung gewinnen.

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Pädagogischer Tag an der Hochschule Deggendorf Für die Hochschule Deggendorf war es nicht der erste Pädagogische Tag, den die Zentrale Studienberatung ausrichtete, wohl aber für die elf Lehrerinnen und einen Lehrer unserer Schule, die den schulfreien Buß- und Bettag für ihre Fortbildung nutzten. Nach der Begrüßung und einer allgemeinen Präsentation der Hochschule durch den Präsidenten Prof. Dr. Reinhard Höpfl und die Leiterin der Abteilung Studium, Dr. Elise von Randow, wurden spezielle Angebote der Hochschule vorgestellt, unter anderem das duale Studienmodell und die Vielfalt der Möglichkeiten, ein Studienoder Praxissemester im Ausland zu verbringen. Bei einer Campustour hatten wir Gelegenheit, einen Eindruck von der Ausstattung der Labors und der Bibliothek zu gewinnen. Besonderes Interesse hatten wir an der anschließenden Vorstellung der Studiengänge im Bereich der Wirtschaftswissenschaften sowie am Vortrag von Waldemar Berg über Marketing im Tourismus. In der Abschlussrunde wurde sehr gezielt auf die Ausbildungsmöglichkeiten für Schülerinnen unserer Wirtschaftsschule eingegangen, auch wurden konkrete Folgetermine vereinbart, z.B. die Teilnahme am Girl's Day im April 2011. Wir waren richtig beeindruckt von der Kooperationsbereitschaft der Hochschule Deggendorf und dankten herzlich für die vielen neuen Impulse, die wir in unseren Schulalltag einbringen können.

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Theater: „Faust. Der Tragödie erster Teil“ v. Johann Wolfgang v. Goethe Am Mittwoch, den 10. November, hatten die Schülerinnen der Abschlussklassen einen besonderen Vormittag. Anstatt wie sonst in den Unterricht gingen sie mit Frau Wildmann und Frau Freese ins Theater. Das Südostbayerische Städtetheater zeigte Goethes „Faust“ in einer Schülervorstellung. Nachdem die Schülerinnen sich viele Stunden mit dem Drama befasst hatten und sich mit dem komplexen und für die Schülerinnen schwer zu verstehenden Text auseinander gesetzt hatten, waren alle gespannt auf die dramaturgische Umsetzung des Stoffes, der ihnen einiges abverlangt hatte. „Viel Licht und wenig Schatten“ – Mit diesen Worten überschrieb der Kritiker des Straubinger Tagblatts seine Rezension, der wir uns in weiten Teilen anschließen möchten. Nun wäre „Faust" ein fast unspielbares Stück, wenn man den ganzen Text spielen wollte. Regisseur Heinz Oliver Karbus ist es gelungen, ihn auf etwas mehr als zwei Stunden zu kürzen, ohne dass die Botschaft des Stücks verloren ging. Dazu beigetragen hat sicher das konsequente Konzept, ohne Blackouts zu spielen, das heißt, die Handlung so zu verknüpfen, dass zwar der jeweilige Spielort klar definiert ist, aber die Übergänge spielerisch bewältigt werden. Beim Prolog im Himmel wird Gott von Klemens Neuwirth ganz als der gütige weise Opa dargestellt, Jochen Decker spielt den Faust variationsreich und überzeugend. Gerade der frustrierte Wissenschaftler besticht in Deckers Darstellung, während im zweiten Teil der verjüngte und verliebte Faust erst gegen Ende glaubwürdig wirkt. Bewundernswert ist der Umgang mit der Sprache Goethes. Ob Knittel-, Blank- oder Madrigalverse, alles kommt so beiläufig und überzeugend, dass das Herz eines jeden Germanisten hüpft. Das gilt natürlich auch für Kristoffer Nowaks Mephisto, dessen Zynismus, seine Arroganz und Ignoranz keinen Zweifel an seinem Wesen lassen: „Ich bin der Geist, der stets verneint".

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Mit Gretchens Auftritt beginnt der zweite Teil der Tragödie. Hier begegnet der auf jugendlich gezauberte Faust der eigentlichen Gegenspielerin von Mephisto. Dieses Gretchen begeisterte hörbar das Publikum. Wie Katharina Elisabeth Kram das unschuldige und lebensbejahende und doch in bürgerlichen Zwängen eingeengte Mädchen gibt, ist eine Freude. Da wird der König in Thule gerappt und getanzt und man sieht, das ist gewiss kein Dotscherl, das man für eine Nacht erobert. Und deswegen ist auch der erste Kuss in Frau Marthe Schwertleins Garten glaubwürdig, zart und keineswegs kitschig. Ebenso glaubwürdig wie die Szene, in der Gretchen ihre Not in einem Gebet offenbart. Warum die Kupplerin Marthe von einem Mann gespielt wird (Peter Drescher), bleibt das Geheimnis des Regisseurs. Personalmangel? Nacktheit auf der Bühne ist immer problematisch, denn sie muss glaubwürdig und notwendig sein. Der nackte Faust in der Szene „Trüber Tag" ist weder das eine noch das andere, sondern nur peinlich. Hervorragend wird von Katharina Elisabeth Kram die anspruchsvolle Kerkerszene gemeistert. Wahnsinn zu spielen ist fast das Schwierigste auf der Bühne. Dennoch war es bei Gretchens Worten „Heinrich mir graut’s vor dir" totenstill im vollbesetzten Haus. Langer, verdienter Applaus für eine hervorragende Ensembleleistung. Auch wir schließen uns dem Lob an und stellen einhellig fest, dass die vorherige Lektürearbeit sich unbedingt gelohnt hatte, da für unvorbereitete Schüler vieles unverständlich geblieben wäre. Ein schöner kurzweiliger Vormittag, der viel zu schnell verflogen ist.

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Amtsgerichtsbesuch am 21.12.2010 „Wenn man sich im Rahmen des Betriebswirtschaftsunterrichts schon mit rechtlichen Fragen herumplagen muss, dann sollte man auch einmal zu einer Gerichtsverhandlung gehen dürfen!“, so lautete jedenfalls das Plädoyer unserer Lehrkraft Frau Stadler. Wir, die Klassen 10 und 10Z, machten uns also am Dienstag, den 21.12.2010, auf den Weg zum Straubinger Amtsgericht. Zum Glück waren wir angemeldet, denn die Eingangstür zum Gerichtsgebäude wäre sonst verschlossen geblieben. Im zweiten Stock angekommen, standen wir vor der nächsten verschlossenen Tür, denn auch der Gerichtssaal wird nach einer Verhandlung jeweils abgesperrt. Lustigerweise öffnete uns nicht etwa, wie sonst üblich, ein Gerichtsdiener die Tür zum Zuschauerbereich, nein, uns wurde die Tür vom Staatsanwalt (mit seiner eleganten weißen Krawatte und der schwarzen Robe) höchstpersönlich geöffnet. Als die Richterin den Gerichtssaal betrat, mussten wir alle aufstehen, auch der Staatsanwalt und der Verteidiger. Im ersten Fall, den wir dann verfolgen durften, ging es um Ladendiebstahl und Beleidigung. Eine Frau wurde beschuldigt, eine Mütze im Wert von drei Euro aus einem Straubinger Laden entwendet zu haben und die Verkäuferin mit einem Schimpfwort, das wir hier lieber nicht nennen wollen, beleidigt zu haben. Sie wurde zwar vom Tatvorwurf des Diebstahls frei gesprochen, für die Beleidigung muss sie nun aber über 300 Euro Strafe zahlen. Im Anschluss an diese Verhandlung erklärte uns die Richterin noch einmal ihren Urteilsspruch und machte unmissverständlich klar, dass es bei Beleidigungen immer zu einer Strafe kommt. Mit eindringlichen Worten warnte sie uns, jemals jemanden zu beleidigen. Im zweiten Fall wurde einem Mann mittleren Alters vorgeworfen, seine Frau geschlagen und eingesperrt zu haben. Als die Richterin den Mann zu dem Tathergang befragen wollte, gab dieser an, sich an nichts mehr erinnern zu können. Also wurde seine Frau als Zeugin geholt. Wohl aus Angst, oder einfach nur, weil sie inzwischen von ihrem Mann getrennt lebt, wollte aber auch sie keine Aussage machen. Sie berief sich dabei auf ihr Aussageverweigerungsrecht, das sie als Noch-Ehefrau hat. Also musste der Vernehmungsrichter geholt werden, um Licht ins Dunkel zu bringen. Dieser schilderte dann, was die Zeugin bei der ersten Vernehmung durch ihn zu Protokoll gegeben hatte. Schließlich wurde der Mann, auch aufgrund früherer einschlägiger Straftaten, zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt. Netterweise nahm sich die Richterin auch nach der zweiten Verhandlung die Zeit, mit uns über den Fall zu sprechen. Dabei schilderte sie uns einen ähnlichen Fall aus ihrem Berufsleben, wo auch ein Mann Besserung gelobt hatte und schon einen Tag später rückfällig geworden war. Aber damals, so

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erzählte sie uns, schlug er so fest zu, dass die Frau daran gestorben ist. „Einmal Schläger – immer Schläger!“, so lautete ihr Fazit. Der dritte und für uns letzte Fall an diesem sehr interessanten Vormittag, dauerte nicht lange, denn der Beschuldigte war voll geständig. Er hatte bei einer Zulieferfirma von BMW gearbeitet und dort kistenweise Ersatzteile gestohlen. Diese wollte er anschließend über „ebay“ veräußern. Dumm nur, dass die Ersatzteile zu Autos gehörten, welche zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal auf dem Markt waren. Dass so etwas auffallen muss, dürfte wohl jedem klar sein. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Die größere Strafe dürfte aber wohl der Verlust der Arbeitsstelle sein. Er arbeitet jetzt bei einer Zeitarbeitsfirma und sein Gehalt hat sich dadurch halbiert.

Ein äußerst interessanter und lehrreicher Vormittag ging damit für uns zu Ende. Am liebsten wären wir noch geblieben, aber leider mussten wir zurück an unsere Schule, denn „Mathematik“ und „Übungsfirmenarbeit“ standen auf dem Stundenplan. Eines aber ist sicher, der Vormittag am Amtsgericht wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

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Projekt: „Ausbildung und Beruf“ – Berufsbildungsmesse Nürnberg Voller Erwartung fuhren die Klassen 9 und 10Z mit ihren Projektlehrerinnen am Dienstag, dem 07. Dezember 2010, im Rahmen des Projektunterrichts „Ausbildung und Beruf“ zur Messe „Berufsbildung 2010“. Nach einer lustigen Zug- und turbulenten S-Bahnfahrt zum Messegelände kamen wir gegen 10.30 Uhr auf dem Messegelände an. Dort gaben wir unsere Rucksäcke und unsere Jacken an der Garderobe ab. Frau Karatay und Frau Freese erklärten uns, wie wir am effektivsten das Messegelände erkunden konnten, um anschließend ganz gezielt die einzelnen Stationen mit den Wunschberufen aufzusuchen. Nun ging es los! In kleinen Gruppen verteilten wir uns auf dem Gelände. Von der Vielfalt der Angebote waren wir überrascht, denn mehr als 250 Aussteller boten ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot aus allen Bereichen rund um die berufliche Ausbildung an. Nicht nur wir Schüler waren angesprochen, sondern auch die Eltern, Lehrer und Bildungsfachleute. Für jeden war etwas dabei: Friseure, Bundeswehr, BMW, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, technische Berufe, Bildungsberufe, medizinische Berufe, duale Studiengänge usw. An jedem Stand konnte man sich somit einen Überblick über Ausbildungsplätze oder Studienplätze verschaffen. Es gab auch die Möglichkeit, in bisher unbekannte Ausbildungsberufe hinein zu schnuppern. Viele von uns ergriffen die Chance, persönliche Kontakte aufzubauen und umfangreiches Informationsmaterial zu sammeln, aber auch an praktischen Übungen nahmen die meisten von uns teil. Zum vereinbarten Zeitpunkt trafen wir uns alle wieder in der Eingangshalle. Einige von uns baten die Lehrkräfte darum, noch etwas länger zu bleiben, um möglichst alle Stationen zu besuchen. Obwohl wir ziemlich fußlahm waren, fuhren wir zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken zum Bahnhof zurück. Da wir noch eine halbe Stunde Zeit hatten, durften wir einen kurzen Abstecher auf den Christkindlesmarkt machen. Eingedeckt mit Früchtebrot, getrockneten Feigen und anderen Leckereien traten wir die Heimreise an. Um ca. 17:30 Uhr kamen wir erschöpft in Straubing an.

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Die Antenne Bayern „Weihnachtstrucker“ – Eine Aktion mit den Johannitern Soziales Engagement spielt immer eine große Rolle für die Schülerinnen unserer Schule, und so beteiligten sie sich im Dezember 2010 wiederum an der Aktion „Weihnachtstrucker“ von Antenne Bayern. Die Klassensprecherinnen verteilten in ihren Klassen die Packlisten. Lebensmittel, Süßigkeiten und andere dringend benötigte Artikel wurden zusammengetragen und dann konnten am 10. Dezember über 20 Pakete, zum Teil weihnachtlich verziert, an der Abgabestelle übergeben werden. Ein neuer Päckchenrekord mit 66.000 Päckchen aus Bayern zeigt, was wir alle miteinander möglich machen können. Europaministerin Frau Emilia Müller, welche die Antenne Bayern Weihnachtstrucker unterstützt, sagte: „Die vielen Pakete der Antenne Bayern Hörer sind ein großer Lichtblick für die armen Menschen in Osteuropa. Am zweiten Weihnachtsfeiertag machten sich 98 Fahrer und Fahrerinnen in 46 schweren Trucks von Landshut aus auf den Weg nach Albanien, Bosnien, Rumänien und Moldawien. Alle Pakete wurden übergeben und die Freude der Kinder in den Heimen und bei den armen Familien war groß. Auch wenn wir ihr Leben mit einem Lebensmittelpäckchen nicht ändern können, so sind die Päckchen doch etwas ganz Besonderes in einem ansonsten sehr entbehrungsreichen Leben. Eure Pakete schenken gutes Essen und den Menschen in Osteuropa auch die Gewissheit, dass sie nicht vergessen sind, dass wir in Bayern an sie denken.“

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Fachhochschule Deggendorf: Schnuppertag für Schüler Eine Informationsfahrt besonderer Art hat die Klasse 9 unserer Schule zusammen mit Schulleiterin Frau Wildmann und Lehrerin Frau Hundhammer am Donnerstag, dem 13.01.2011, unternommen. Ziel des Ausflugs war der Schnuppertag für Schüler an der Hochschule in Deggendorf. Bereits im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen mit Programm und Lageplan vertraut gemacht und fanden sich auf diese Weise schnell zurecht in den angebotenen Vorlesungen, Präsentationen und Räumlichkeiten der Hochschule. Der wirtschaftlichen Ausrichtung unserer Schule gemäß, interessierten sich die Schülerinnen vorwiegend für die von der betriebswirtschaftlichen Fakultät angebotenen Veranstaltungen. Sie besuchten Vorträge, die Einblick in die Abläufe der Studiengänge Tourismusmanagement, Betriebswirtschaft und International Management boten. Auch in eine Vorlesung über externes Rechnungswesen - zusammen mit "richtigen Studenten" - konnten die Mädchen reinschnuppern! „Da ging`s um lineare und degressive Abschreibung!" teilten sie im Anschluss daran den begleitenden Lehrerinnen ganz routiniert mit – nur die ganzen Paragraphen waren ein etwas ungewohntes Terrain. Auch die Auskunft von Hr. Prof. Schindlbeck, dass im Fach Rechnungswesen und Grundlagen der Betriebswirtschaft die Schüler mit Real- oder Wirtschaftsschulabschluss gegenüber den Gymnasiasten Vorteile haben, beeindruckte die Mädchen sehr. „Das wäre ein Weg, an den ich bisher kaum dachte," war eine der Reaktionen, die gezeigt haben, dass der Informationstag die Sicht auf das Spektrum an Möglichkeiten, die sich nach dem Schulabschluss bieten, durchaus erweitert hat. Ebenso hat die Veranstaltung sicher dazu beigetragen, gedankliche Hürden zu überwinden, da sichtbar wurde, dass man vor einer Hochschule keine Angst zu haben braucht. Ausklingen ließen Schülerinnen und Lehrerinnen den Nachmittag in der Cafeteria der Hochschule. So als Studentin?! Das könnte ziemlich cool sein!

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Projekt: „Ausbildung und Beruf“ – Bewerbungstraining bei der Raiffeisenbank Am 14. Januar 2011 waren wir wieder einmal in der Raiffeisenbank zu Gast. Im Rahmen unserer Projektarbeit „Ausbildung und Beruf“ sollten wir erfahren, wie ein Bewerbungstraining in der Praxis aussieht. Zunächst begrüßte uns die Referentin Frau Cornelia Thurl, die im Marketing-Bereich tätig ist, um mit uns über wichtige Inhalte der Bewerbung zu sprechen. Sie erklärte uns, wie ein Einstellungstest aufgebaut ist. So sind z. B. Aufgaben aus den Bereichen Rechtschreibung, Mathematik, logisches Denken und Allgemeinwissen zu bewältigen. Hier geht es nicht so sehr um Vollständigkeit beim Lösen der Aufgaben, sondern der Arbeitgeber möchte sehen, wie die zukünftigen Azubis Stresssituationen bewältigen, wie sie sich unter Zeitdruck verhalten und ob sie sich konzentrieren können. Anschließend wurde über das Vorstellungsgespräch diskutiert. Für uns Schüler ist es von größter Wichtigkeit, auf das äußere Erscheinungsbild zu achten, aber die Pünktlichkeit spielt auch eine große Rolle. Man sollte auch Fragen an den Arbeitgeber vorbereiten bzw. auf Fragen des Gesprächsleiters antworten können. Wir lernten an diesem Vormittag auch, wie man ein Telefongespräch betätigt und wie man korrekte Anschreiben und Lebensläufe verfasst. Nach einer Brotzeit, zu der wir von Frau Thurl eingeladen wurden, übte Herr Ernst Wutzlhofer, Prokurist und Leiter der Vertrieb- und Personalentwicklung bei der Raiffeisenbank, mit uns Vorstellungsgespräche. In unterschiedlichen Rollenspielen wurde uns gezeigt, was durch uns schon sehr gut gemacht wurde, aber auch Fehler wurden ausgewertet und Reserven, die wir beim persönlichen Vorstellen hatten, wurden debattiert. Der Vormittag verging wie im Fluge. Wir haben sehr viel für unsere persönlichen Bewerbungen mitgenommen, die für uns ab Herbst 2011 verstärkt auf dem Plan stehen, denn wir alle möchten unsere Traumausbildung bekommen.

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Projekt: „Ausbildung und Beruf“ – Berufsberatung Arbeitsagentur Herr Max Moosmüller, Berufsberater bei der Arbeitsagentur Deggendorf, besuchte am 21.02.2011 die Klassen 9 und 10Z. Er erklärte den Schülerinnen, wie er Hilfestellung geben kann, um die persönliche Eignung und Interessen für den zukünftigen Beruf herauszufinden. Der Berufsberater erläuterte die momentane Ausbildungsstellensituation und welche Möglichkeiten es außerdem noch nach der Schulausbildung gibt. Zurzeit sind mehr Stellen vorhanden, als Bewerber auf dem Arbeitsmarkt. Herr Moosmüller verschickt Angebote an die einzelnen Interessenten, berät über weiterführende Schulen (FOS und BOS), weist auf berufliche Alternativen hin und kontrolliert (auf Wunsch) die schriftlichen Bewerbungen. Viele Informationen zum Arbeitsmarkt sind natürlich auch im Internet zu erhalten. Wichtig ist es, die eigenen Chancen zu nutzen und zu verbessern, indem man z. B. dafür sorgt, gute Zeugnisnoten und -bemerkungen zu erhalten. Besonders hilfreich ist es, gezielt ein oder mehrere Betriebspraktika zu absolvieren sich auch Alternativen zum Wunschberuf zu überlegen. Die meisten anderen Hinweise entsprachen dem Standard: in vielen Betrieben müssen bestimmte Bewerbungsfristen eingehalten werden, die schriftliche Bewerbung sollte ansprechend gestaltet werden, man sollte gut vorbereitet zum Einstellungstest oder zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Zum Schluss der Veranstaltung verwies uns Herr Moosmüller auf verschiedene Internetadressen hin und wir bedankten uns für die zahlreichen Informationen.

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Projekt: „Ausbildung und Beruf“ – Betriebsbesichtigung BMW „Dürfen wir uns alle am Schluss einen BMW mit nach Hause nehmen?", das war die erste Frage, die morgens um 8.00 Uhr von einer Schülerin gestellt wurde. Leicht zu erraten, wohin die Exkursion der Klassen 9 und 10Z am Mittwoch, den 23.02.2011, führte. Im Rahmen des Unterrichts im Fach Betriebswirtschaftslehre machten wir uns also auf zur Firma BMW in Dingolfing. Die Besichtigung

sollte den Schülerinnen ein besseres Verständnis für die Abläufe in einem Produktionsbetrieb vermitteln und für den Lernstoff in diesem Fach den Praxisbezug herstellen. An unserem Treffpunkt im Besucherpavillon erwartete uns neben unserem Führer bereits ein nagelneuer 7-er BMW, was die Herzen der Schülerinnen, aber besonders auch der beiden begleitenden Lehrerinnen höher schlagen ließ. Das Angebot zu einer Probefahrt mussten wir aus Zeitgründen leider ablehnen. Noch im Besucherpavillon erhielten wir einen kurzen Einblick in die Geschichte und Entwicklung des BMW-Werks in Dingolfing. Nach der Übernahme der Hans Glas GmbH durch die BMW AG im Jahre

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1967 wurde Dingolfing zum größten Produktionsstandort der BMW-Group ausgebaut. Bereits in den 1950er Jahren liefen in Dingolfing also Fahrzeuge vom Band - die legendären „Goggomobile" der Hans Glas GmbH. Im Dingolfinger BMW-Werk fertigen heute ca. 18.000 Mitarbeiter bis zu 1.200 Automobile pro Tag. Aufgrund der überaus positiven Auftragslage, die besonders auf die steigende Nachfrage aus Asien zurückzuführen ist, musste die Produktion derzeit sogar bis an ihre Obergrenze von 1.430 PKW pro Tag hochgefahren werden. Pro Jahr werden ca. 800 Auszubildende eingestellt, vorwiegend im technischen Bereich. Bei der anschließenden Werksführung konnten wir die Herstellung eines Fahrzeugs von der Blechrolle bis zum fertigen Produkt hautnah miterleben. Ausgangspunkt war die Lackiererei, die einen bemerkenswerten Eindruck davon lieferte, eine wie große Rolle heute auch ökologische Gesichtspunkte in den Unternehmen spielen müssen. Die Verwendung von lösungsmittelfreien Lacken sei mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Bei der Aufbringung des Klarlacks in Pulverform, um den hohen Wasserverbrauch, der sonst in Lackierereien anfällt, zu vermindern und die Rückführung des übrigen Pulvers in den Kreislauf sei BMW führend, erläuterte unser Führer. Anschließend besuchten wir das Presswerk, in dem in voll automatisierten Fertigungsstraßen täglich ca. 1,2 Mio. Einzelteile aus Stahl- oder Aluminiumblech geformt werden. 1.500 Roboter verschweißen, verkleben und verschrauben die Blechteile zu Rohkarossen. In Gruppenarbeit werden die weiteren Komponenten montiert. Auf die Nachfrage einer Schülerin erklärte unserer Führer, dass die Gruppenarbeit den Arbeitern relativ große Eigenverantwortung gewähre und daher bei den Mitarbeitern sehr gut angenommen werde. Höhepunkt unseres 4 km langen Rundgangs war dann die sogenannte „Hochzeit“, bei der Motor, Getriebe und Fahrwerk mit der Karosse verbunden werden. Nach der etwa 2,5-stündigen Führung verabschiedete sich unser Führer von uns, nicht ohne den Schülerinnen mit auf den Weg zu geben, dass bei Bewerbungen immer noch die Noten eine sehr große Rolle spielen. Müde, aber zugleich tief beeindruckt, traten wir die Heimreise an.

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„38. Bundesjugendschreiben 2011“ für Computer, Kurzschrift und Medien In der Zeit vom 22. Januar bis 27. Februar 2011 veranstaltete die Bundesjugend für Computer, Kurzschrift und Medien das „38. Bundesjugendschreiben 2011“. Sinn des Bundesjugendschreibens ist es, Jugendliche in den Disziplinen „Kurzschrift“, „Tastschreiben“, und „PC-Schreiben“ zu noch besseren Leistungen anzuspornen. Damit Altersunterschiede entsprechend berücksichtigt werden, gibt es sieben Altersklassen, aus denen die Besten auf Bundesund Länderebene ermittelt werden. Beim Tastschreiben wird ein Text 10 Minuten lang von einer Vorlage abgeschrieben. Erfolgreich ist, wer viele Anschläge mit wenigen Fehlern schafft. Außerdem gibt es hier noch einen Mannschaftswettbewerb in Form eines Staffelschreibens. In der Kategorie Autorenkorrektur, der erstmals 1996 angeboten wurde, werden 10 Minuten lang an einem vorgegebenen Text die in einer Vorlage angegebenen Veränderungen vorgenommen. Veränderungen sind z.B. das Löschen, Einfügen oder Ersetzen von Textteilen, Umstellen von Wörtern oder Absätzen, Hervorheben von Textteilen durch Fettschrift, Unterstreichungen, Rahmen, Einrückungen usw. Für erfolgreiche Arbeiten erhalten die Teilnehmer Leistungsurkunden. An unserer Schule durfte als Erste die 8. Klasse am 08.02.2011 mit dem Wettbewerb Tastenschreiben starten. Die Klassen 9, 10, 10Z und 11Z folgten. Außerdem nahmen die Klassen 8 und 9 noch am Wettbewerb Autorenkorrektur teil. Als Schlusslicht musste die 7. Klasse im Tastenschreiben ihr Können unter Beweis stellen. Insgesamt haben 53 Schülerinnen im Wettbewerb Tastenschreiben und 23 Schülerinnen im Wettbewerb Autorenkorrektur erfolgreich teilgenommen.

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Unser Familienbetrieb befindet sich in ruhiger und beschaulicher Lage in der Ortsmitte von Sossau, direkt vor den Toren der Gäubodenstadt Straubing. Während unserer über 100-jährigen Tradition legen wir auch in der vierten Generation größte Aufmerksamkeit auf Wohlbefinden und Zufriedenheit unserer Gäste. Durch unsere verschiedenen Räumlichkeiten von 15 bis 300 Personen können wir uns für fast jede Art von Veranstaltung empfehlen: Tagungen Hochzeiten Firmenfeste Geburtstagsfeiern Bustouristik

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Netbook-Klassen: Lernen und Lehren – unabhängig von Ort und Zeit Am 14. Februar lud die Wirtschaftsschule ihre Schülerinnen und deren Eltern zu einem abendlichen Termin in die Schule. Grund dafür war die neue Unterrichtsidee der Schule, die an diesem Abend den Schülerinnen der 7. und 8. Klasse vorgestellt werden sollte. Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass das Internet und internetbasierte Kommunikationsmöglichkeiten die Art der Verarbeitung von Inhalten in unserer Gesellschaft radikal verändern und

daher erheblichen Einfluss auf die genannten Grundlagen nehmen und weiter nehmen werden. Zusätzlich zu den fest installierten Computern im EDV-Saal und der Übungsfirma werden deshalb ab diesem Schuljahr 2010/11 in der Wirtschaftsschule „Netbooks“, die leichtere Variante der Notebooks als Unterrichtsmittel in den Klassenstufen 7 und 8 eingeführt. Die Schule unternimmt so einen bedeutenden Schritt, um ihre Schülerinnen auf die Anforderungen dieser digitalen Welt bestmöglich vorzubereiten.

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Jeder Schülerin wird ein eigenes, hochwertiges Netbook für die Dauer ihrer Schulausbildung zur Verfügung gestellt. Sie nimmt es in den Fachunterricht mit und kann auch zu Hause daran arbeiten. Es ist ein Unterrichtsmittel wie ein Schulbuch und wird, da es fächerübergreifend eingesetzt wird, jeden Tag in die Schule mitgebracht. Deshalb ist es in Größe und Gewicht genau auf diesen Zweck abgestimmt. Die Mädchen setzten zur Verblüffung der anwesenden Herren andere, nichttechnische Maßstäbe: der wichtigste Aspekt für die Schülerinnen war nicht so sehr die Speicherkapazität des Rechners oder andere technische Ausstattung, die Farbe – Rot – musste passen!

Diese Netbooks sind das Tor zum eigenen, neuen Schulportal Wikawi-Xmood. Zusammen mit Herrn Uwe Hermann von der Firma M&C-Systemhaus wurde den Schülerinnen und Lehrkräften eine kompakte Informationsplattform vorgestellt, die den sicheren Zugang auf alle Unterrichtsmaterialienganz einfach, von jedem Ort und zu jeder Zeit ermöglicht. Es spielt keine Rolle mehr, ob man im Klassenzimmer sitzt, zu Hause im eigenen Zimmer, zu Besuch bei der Oma in Berlin (oder auch irgendwo sonst auf der Welt!) – man braucht nur Benutzernamen und Passwort einzugeben, und schon stehen tagesaktuelle Unterrichtsinhalte, Hausaufgaben,

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Materialien, Projektarbeiten, Vertretungs- oder Stundenpläne automatisch über das Internet im eigenen Schulportal zur Verfügung. „Die Wirtschaftsschule übernimmt damit", so Herr Uwe Hermann, „eine Vorreiterstellung in Ostbayern. Wikawi-Xmood bietet allen die Möglichkeit, sich flexibel, ohne Bindung an Ort und Zeit, mit schulischen Inhalten zu befassen.“ Die Grenzen zwischen Schule und Freizeit werden durchlässig. Einziger Wermutstropfen aus Sicht der Schülerinnen ist die Tatsache, dass ein Besuch bei der Oma nicht mehr vor Hausaufgaben schützt, sofern auch die Großeltern über einen Internetzugang verfügen. Im Unterricht werden Aufgaben verteilt, besprochen und bearbeitet. Am Whiteboard werden einzelne Lösungsschritte skizziert, im Internet nach zusätzlichen Informationsquellen gesucht. Alle in der Schule erarbeiteten Ergebnisse sind unmittelbar im Schulportal gespeichert – im individuellen Verzeichnis der Schülerin oder im Klassenverzeichnis. Dazu kommt als besonderes Merkmal des Unterrichts mit Netbooks das der Mobilität. Dadurch, dass jede Schülerin nun dauerhaft über ein eigenes Netbook verfügt, können alle diese Chancen ohne größere Umstände wie selbstverständlich genutzt werden; die Klassen brauchen nicht erst in einen EDV-Saal zu gehen, um die neuen Medien nutzen zu können. Der Kino-Effekt entfällt, und das Netbook kann so zu einem ganz selbstverständlichen Arbeitsmittel werden. „Wir wollen mit dem Einsatz der Netbooks keine IT-Expertinnen heranziehen, vielmehr soll den Schülerinnen eine umfassende Medienkompetenz vermittelt werden", so stellvertretende Schulleiterin Barbara Kasberger. Schulportal und Netbooks werden helfen, unseren Schülerinnen eine große Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit des Lernens und die Fähigkeit zum kreativen Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln.“

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Projekt: „Ausbildung und Beruf“ – Informationsabend zur Berufsfindung Wie in jedem Jahr fand auch in diesem Schuljahr für die Schülerinnen und Eltern der Klassen 9 und 10Z ein Informationsabend zur Berufsfindung statt. Wir konnten Vertreter von verschiedenen Einrichtungen in unserem Haus begrüßen. Die Veranstaltung nahmen Herr Kleebauer und die Auszubildende Frau Kraus von der Steuerkanzlei Fruhstorfer & Partner, Herr Günther Reichinger von der Fremdsprachenschule in Regensburg, von der Johannes-Grande-Schule der Barmherzigen Brüder Straubing Herr Hans Greipl, Herr Dipl.- Handelslehrer Wolfgang Jähn von der Berufsfachschule der Kaufmännischen Assistenten, Schwester Judith Reis von der Ursulinen Fachakademie Straubing sowie Frau Brigitte Langer vom Landgasthof „Reisinger“ wahr. Die Referenten informierten die Anwesenden über die einzelnen Ausbildungsberufe in ihrem Fachbereich. So berichtete z. B. Herr Kleebauer über Schwerpunkte und Grundvoraussetzungen beim Ausbildungsberuf zur Steuerfachangestellten, in dem es möglich ist, ohne Studium den Beruf der Steuerberaterin zu ergreifen. Frau Langer gab Auskunft über ihren Beruf als Restaurantfachfrau. Sie erzählte über ihre Erfahrungen in ihrem Traumberuf, der nicht immer traumhaft ist, weil man oftmals arbeiten muss, wenn andere frei haben. Sie betonte, dass es in diesem Beruf sehr wichtig ist, über fundierte Englischkenntnisse zu verfügen, denn häufig trifft man auf Gäste aus dem Ausland. Einen großen Schwerpunkt bildeten die schulischen Ausbildungsberufe. So informierte Herr Reichinger über den Beruf der Fremdsprachenkorrespondentin, während Herr Greipl Ausführungen zum Berufsbild der Heilerziehungspflegerin machte. Schwester Judith referierte über die Ausbildung zur Erzieherin und Herr Jähn gab einen Überblick, wie eine Kaufmännische Assistentin in seiner Einrichtung ausgebildet wird. Sowohl die Eltern als auch die Schülerinnen nahmen die Gelegenheit wahr, durch gezielte Fragen detailliertere Auskünfte zu erhalten.

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Berufspraktikum bei der Bundespolizei vom 08.02.-10.02.2011 Die Schülerinnen der 9. Klasse durften in diesem Schuljahr ein besonderes Praktikum absolvieren: Drei Tage waren wir bei der Bundespolizei in Deggendorf zu Gast. Frau Polizeihauptkommissarin Maria Heine, die uns durch das Praktikum begleitete, begrüßte uns nach einer spaßigen Zugfahrt und einem anstrengenden Fußmarsch zur Bundespolizei. Im Seminarraum erzählte sie uns etwas über die einzelnen Bereiche und die Aufgaben der Bundespolizei. Wir erfuhren, dass für den mittleren Polizeidienst der Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss notwendig ist, und erläuterte, wie der Eignungstest aufgebaut ist.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine wurden wir praktisch tätig. Frau Heine hatte den Kasten-Bumerang-Test aus der Eignungsprüfung aufgebaut, den wir in 21 Sekunden bewältigen sollten. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten schafften es die meisten von uns. Eine zweite Gruppe durfte sich in Selbstverteidigung ausprobieren. Nach 30 Minuten wechselten wir die Gruppen. Am zweiten Tag waren für uns auf dem Übungsgelände verschiedene Kraftfahrzeuge der Bundespolizei aufgebaut: ein BMW für die Zivilstreife, ein Fahrzeug für die Beweissicherung, ein Sanitätsfahrzeug, sowie ein Absperrfahrzeug mit Wasserwerfern. Nachdem uns die einzelnen Fahrzeuge erklärt wurden, durften wir eine Runde mit dem Absperrwagen fahren und die Wasserwerfer bedienen. Dies hat alle besonders beeindruckt.

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Anschließend gingen wir wieder in den Seminarraum, wo Frau Heine die Schutzkleidung und die Waffen eines Bundespolizisten aufgebaut hatte, die sie uns dann auch erklärte. Auch hier konnten wir alles ausprobieren: Handschellen, Schlagstock, Schutzweste sowie ausrangierte Pistolen und ein Maschinengewehr. Am Ende dieses Tages besuchten wir die Schießanlagen. Wir durften sogar leere Patronenhülsen mitnehmen.

Höhepunkt unseres Praktikums war der letzte Tag, denn mit dem Bus der Bundespolizei ging es nach München zum Flughafen. Wir wurden freundlich begrüßt und bekamen ein Besucherschild. Ein Film über die Aufgaben der Bundespolizei am Flughafen stimmte uns auf die vielfältige Arbeit am Flughafen ein. Uns wurden fünf Pässe vorgelegt. Wir sollten herausfinden, welche echt und welche gefälscht waren. Das hat uns Spaß gemacht, denn einige Schülerinnen waren sehr schnell mit dem Identifizieren. Nach dem Vortrag unternahmen wir eine Fahrt über das Flugplatzgelände. Dabei konnten wir den Start von zwei Flugzeugen beobachten. Dann kam das Highlight: uns wurde die Hundestaffel vorgeführt. Ein Suchhund musste Sprengstoff finden. Zum Schluss wurden wir durch den Innenbereich geführt, da, wo sonst niemand hin darf: die Abfertigungshalle für Israelis, den Abfertigungsbereich für Passagiere und die Zelle für Straftäter.

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Projekt: Zahlungsverkehr „Mehr Spaß am Unterricht“ hätte das Motto des klassenübergreifenden Projekts zum Zahlungsverkehr heißen können, das am Mittwoch, dem 9. Februar 2011, mit der Einteilung der Schülerinnen zweier Klassen in bunt gemischte Gruppen startete. Dabei war es den beiden Lehrerinnen, Frau Stadler und Frau Hundhammer, sehr wichtig, dass sich in jeder Gruppe sogenannte Expertinnen aus der 10. Klasse befanden, ebenso wie „Anfängerinnen“ aus der 8. Klasse, für die das Thema völlig neu war. Die Mädchen waren zunächst aufgefordert, aus den vielfältigsten Informationsmaterialien die wichtigsten Kennzeichen verschiedener Zahlungsarten wie Kreditkarte, Geldkarte, Debitkarte oder Online-Banking herauszuarbeiten und anschließend auf

Plakaten vor der ganzen Gruppe zu präsentieren. Im zweiten Teil des Vormittags war den Mädchen die Aufgabe gestellt, zu ihrem jeweiligen Themengebiet ein Spiel zu entwickeln, das im Unterricht zur Wiederholung und Vertiefung des Unterrichtsstoffes dienen sollte. Die Ziele des Projekts waren vielfältig: Zunächst sollten die Schülerinnen eine Unterrichtsform kennenlernen, die abweicht von der üblichen 45-minütigen

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Schulstunde und durch das Ungewohnte auch mehr Spannung und Motivation erzeugt. Für die Schülerinnen der 10. Klasse sollte das Projekt natürlich auch eine wichtige Wiederholung des BWLStoffes für die Abschlussprüfung darstellen. Neu war für die Mädchen zudem, dass ältere Schülerinnen, die bereits vertraut mit den Zahlungsverkehrsarten waren, die Jüngeren bei der Erarbeitung der einzelnen Themenbereiche unterstützten und oft dazu veranlasst wurden, Informationstexte genauer zu erklären oder Zusammenhänge aufzuzeigen.

Hier waren Fähigkeiten gefragt, die im „normalen Unterricht“ manchmal zu wenig zu Tage treten: Empathie, Kommunikations-, Konflikt- und Teamfähigkeit gehören genauso dazu, wie die Fähigkeit, das Gelernte zu strukturieren und so wiederzugeben, dass ein Neuling im Thema es verstehen kann. Die Schülerinnen mussten sich im Laufe des Projekts selbständig Kenntnisse über ihr Fachgebiet aneignen und ihre Ergebnisse am Ende des Projekts präsentieren. Ergebnis eines Fragebogens, den die Mädchen am Ende des Projekttages ausfüllten, war, dass der Tag bei den Schülerinnen sehr gut ankam und viele von ihnen sich ähnliche Projekte wünschen. Vor allem die klassenübergreifende Zusammenarbeit bewerteten fast alle als sehr positiv. Unter „Eigene Anmerkungen der Schülerinnen“ war dann auch nicht selten zu lesen: „War super! oder „War voll cool“.

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Tag der offenen Tür Einen möglichst facettenreichen Einblick in unsere Wirtschaftsschule boten wir unseren Besuchern am „Tag der offenen Tür“. Der schwungvolle Auftakt gelang unseren Schülerinnen mit einigen Liedern die mit E-Gitarren und Keyboard begleitet wurden. Danach bestand für Interessierte eine Vielzahl von Möglichkeiten in das Schulleben einzutauchen. Die 8.Klasse führte mit ihrer Lehrkraft Herrn Markus Holzer eine reguläre Unterrichtsstunde im Fach „Wirtschaftsmathematik“ vor. Die Mädchen berechneten Aufgaben aus den

aktuellen Themengebieten „Durchschnittsrechnung“ und „Prozentrechnung“. Hier konnte man Eindrücke gewinnen, welche Unterrichtsmodelle an der Wirtschaftsschule eingesetzt werden und wie diese mit wirtschaftlichen Fragestellungen verknüpft werden. So galt es zunächst den zu erwartenden Durchschnittsumsatz eines Sporthändlers im Rahmen der bevorstehenden Frauenfußball-Weltmeisterschaft zu ermitteln. Im Anschluss setzten sich die

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Mädchen mit der Preiskalkulation eines Schuhhauses auseinander, das im Zuge eines Schlussverkaufs Ladenhüter durch Preisreduzierungen attraktiver positionieren wollte. Nicht minder interessant war die Unterrichtssequenz „Rechnungswesen“ der Klasse 9, in der eine vollständige Gehaltsabrechnung erstellt und verbucht wurde. Hier konnte man wirklich die fundierten Wirtschaftskenntnisse, die unser Schultyp vermittelt, direkt miterleben. In dem auf dem neuesten technischen Stand stehenden EDV-Saal präsentierten wir den typischen Ablauf einer Textverarbeitungsstunde. Zuerst bereiteten die Schülerinnen eine Tabelle in Rohform vor. Diese wurde durch verschiedene Einstellungen des OfficeProgramms in eine übersichtliche, farblich hervorgehobene Tabelle umgewandelt. Die Besucher konnten die einzelnen Vorgänge über die Beamer-Präsentation verfolgen bzw. selber am PC mit Unterstützung der Schülerinnen mitarbeiten. Ergebnis war eine Tabelle, die die zehn Wortarten farblich abgestimmt mit Unterpunkten darstellte. Auch das Arbeiten in der Übungsfirma „Key West GmbH“ konnte live begutachtet werden. Schülerinnen standen in den speziell eingerichteten Büroräumen zu allen auftretenden Fragen Rede und Antwort. Ziel des Unterrichts in der Übungsfirma ist es, den theoretischen

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Stoff der Prüfungsfächer Betriebswirtschaft und Rechnungswesen in der Praxis einzuüben bzw. zu vertiefen. Aber dass sich an unserer Schule nicht alles nur um Kalkulationen und Buchungssätze dreht, bewiesen die Beiträge der Neigungsgruppen, die immer zu Beginn des zweimal wöchentlich stattfindenden Nachmittagsunterrichts stattfinden. Hier kann jede Schülerin ihren Neigungen entsprechend Kraft tanken und sich für die letzten Unterrichtsstunden rüsten. Die Mädchen der Neigungsgruppe „Tanz“ gaben einige moderne Tänze wie den Flashmobdance zu dem Lied „Glow" von Madcon zum Besten. Die Schülerinnen hatten dabei schwarze Handschuhe an. Aber auch „Waka waka" von Shakira wurde mit viel Spaß und Freude an der Bewegung vorgeführt. Die Schülerinnen der Neigungsgruppe „Theater" hatten sich mit viel Engagement das Stück „Der kaukasische Kreidekreis" von Bertolt Brecht erarbeitet. Alle „Schauspielerinnen" konnten bei diesem anspruchsvollen Stück wirklich überzeugen.

Auch die jüngsten Besucher kamen nicht zu kurz, in der Schminkwerkstatt waren selbstgemalte Tattoos im Angebot und wurden von den Jüngsten eifrig genutzt. Die eigene

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Kreativität entdecken konnte ein jeder, der sich in den kreativen Deutschunterricht von Frau Christine Freese einfand. Geboten wurden fünf Lernstationen: Elfchen, Anagramme, ein Gedicht vervollständigen, eine Geschichte vervollständigen sowie ein Bildgedicht erarbeiten, an denen man seiner Lust am kreativen Schreiben freien Lauf lassen konnte. Da an unsere Schulabgänger heute mehr denn je der Anspruch auf die so genannten Soft Skills, wie Teamfähigkeit etc. gestellt wird, legen wir großen Wert darauf, dass die Schülerinnen sich diese Eigenschaften in den verschiedensten Gruppenarbeiten und in unterschiedlichen Projekten aneignen. Einige dieser Projekte wurden an diesem Tag vorgestellt. Aufgrund der kleinen Klassen und der Möglichkeit, den Stundenplan jederzeit den entsprechenden Gegebenheiten anpassen zu können, wurde nicht nur ein klassenübergreifendes, sondern sogar ein klassenüberspringendes Vorhaben durchgeführt. Beim Projekt „Zahlungsverkehr“ wurde den Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe und damit den Neulingen in betriebswirtschaftlichen Fragen, Expertinnen der Abschlussklasse zur Seite gestellt. Innerhalb der Gruppe war Selbstorganisation und Teamfähigkeit gefragt, denn nach der Erarbeitung des Stoffes, musste jede Gruppe nicht nur Plakate und PowerpointPräsentationen erstellen, sondern auch passende Wirtschaftsspiele entwerfen und zwar von der Idee bis hin zur Umsetzung - alles in Eigenregie. Die Lehrkräfte fungierten lediglich als Berater oder Lernbegleiter. Am Tag der offenen Tür konnten die Ergebnisse und Auswertungen begutachtet und anhand der Spiele das eigene Wissen zum Zahlungsverkehr getestet werden. So konnte man zwischen einem Brettspiel: „Onkel Dagoberts Geld“, einem Memory zum Online-Banking, einem Dominospiel zur Geldkarte, einem Quiz mit Fragen zur Kreditkarte und einer magischen Wand mit Fragen und Antworten in unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad wählen. Während des Schuljahres lief in den Klassen 9 und 10Z das Projekt „Beruf und Ausbildung". Ein Bestandteil des Projektes war es, ein Praktikum zu absolvieren. Die vielen Eindrücke haben die Schülerinnen auf Plakaten und in einer DIA-Show verarbeitet und präsentierten sie an diesem Tag der offenen Tür. In Klasse 7 konnte man das Ergebnis ihrer Projektarbeit „Be smart-don´t start“ ,einem Projekt gegen das Rauchen, erleben. Die Besucher wurden in vielerlei Aktionen mit einbezogen und waren vom Engagement der Schülerinnen begeistert.

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Ein Höhepunkt des kurzweiligen Nachmittags war das Angebot der Abschlussklassen, einer mündlichen Abschlussprüfung in Englisch beizuwohnen. Um eine möglichst authentische Situation zu schaffen, teilten die Englischlehrerinnen Frau Barbara Kasberger und Frau Elizabeth Whitehead die „Prüfungskandidatinnen“ in Dreiergruppen ein. Jede Gruppe musste dann 20 Minuten lang über ein von den Lehrkräften vorgegebenes Thema sprechen. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung, äußerte sich jede „Prüfungskandidatin“ anhand eines Bildes zu einem vorgeschriebenen Thema (z. B. „Shopping“ oder „Free Time“). Die Schülerinnen der Abschlussklassen profitierten von dem „Vorgeschmack“ der Prüfungssituation, während die Zuhörer einen Einblick in die mündliche Prüfung in Englisch bekamen. Für den informativen Teil stellten sich die Schulleiterinnen Frau Christiane Wildmann und Frau Barbara Kasberger zur Verfügung. Sie klärten in Einzelgesprächen interessierte Eltern über die Besonderheiten der Schule und über die Eintrittsmodalitäten auf. Gleichzeitig wiesen sie auf die Einführung der Netbook-Klassen in Jahrgangsstufe 7 und 8 hin. In dieser neuen Unterrichtsform arbeiten die Schülerinnen im Unterricht an den von der Schule zur Verfügung gestellten Netbooks. Ergebnisse können im schuleigenen Portal hinterlegt und zu Hause weiter bearbeitet werden. Auch Lehrkräfte können Aufgaben, Arbeitsblätter und Lösungen, für die Schülerinnen jederzeit verfügbar, in das Portal einstellen. Damit, so die Schulleitung, ist ein Schritt in eine neue Ära des Unterrichts getan. Zum Abschluss erfolgte die Siegerehrung der Bestplazierten am „National Geographic“ - Wettbewerb. Von dem familiären Klima der Schule beeindruckt und von dem enthusiastischen Einsatz aller zum Gelingen der zahlreichen Angebote überzeugt, nahmen viele die Gelegenheit wahr und besuchten das vom Elternbeirat organisierte Café, um den Nachmittag ausklingen zu lassen.

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Abschlussball des Tanzkurses der Klassen 9 und 10Z Der Abschlussball des diesjährigen Tanzkurses fand mit Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen aus Straubing in der Fraunhoferhalle statt. Es war eine Augenweide, die Tänzer beim Einzug in den Tanzsaal zu beobachten: Die Mädchen in modernen Ballkleidern, die Jungen mit schwarzem Anzug zogen lächelnd an uns vorbei. Wir, das waren Frau Stadler, Frau Dorfner und Frau Pilsak, waren stolz auf unsere Mädchen, die wir an diesem Abend einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen konnten. So wurde gleich zu Beginn der Veranstaltung mit einem schwungvollen Walzer eine kesse Sohle aufs Parkett gelegt. Beim Tanz mit den Eltern konnten auch Väter und Mütter ihre Tanzkenntnisse

auffrischen, oder die ältere Generation zeigte stolz ihre manchmal etwas überholten, nicht mehr ganz aktuellen Tanzschritte, um der heutigen Jugend zu imponieren. Mochte auch einer von den Jünglingen bei manchen Tänzen kneifen, was öfter vorkam, so waren unsere fleißigen Tänzerinnen nicht verlegen: „Selbst ist die Frau" – wir können´s auch alleine!

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Aktionswoche „Zeichen setzen… Zivilcourage“ Die kommunale Jugendarbeit der Stadt Straubing und des Landkreises Straubing-Bogen veranstaltete eine Aktionswoche unter dem Motto „Zeichen setzen… Zivilcourage“. Auch unsere Schule nahm das Angebot an und beteiligte sich an dem Projekt zum Thema und zum Umgang miteinander. Zunächst schauten sich die Klassen 8 und 9 Filme an, die sich auf unterschiedlichste Art mit dem Thema Zivilcourage auseinandersetzten. Die Klasse 8 besuchte die Vorführung des dänischen Films „Der Traum“: Dänemark, Ende der 60er Jahre: Das Leben von Frits verändert sich für immer, als er eine verkratzte Schallplatte mit Martin Luther Kings Rede "I have a dream" anhört. Frits verfolgt auf dem ersten Fernseher der Familie die Protestbewegung der 68er Jahre und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung. Er ist begeistert von Rock'n'Roll, seinem neuen Hippie-Lehrer und der Aufbruchstimmung einer ganzen Generation. Doch sein Glaube an Gerechtigkeit gerät ins Wanken, als er Opfer der brutalen Wutattacken des Schuldirektors Lindum-Svensson wird. Frits benennt sich in Martin um - und beginnt zu träumen: von einer Schule ohne Angst. Seine glühende Bewunderung für Martin Luther King gibt ihm die Kraft zur Rebellion gegen die scheinbar unanfechtbare Obrigkeit. Dabei wird nicht nur sein Mut auf eine harte Probe gestellt, sondern auch seine Eltern, Mitschüler und Lehrer werden gezwungen, Stellung zu beziehen. „Du bist mutiger als ich“, das bestätigt der junge revolutionäre Lehrer am Ende des Films seinem Schüler Martin. Die Klasse 9 sah den Film „Goodbye Bafana“ : Als der rassistische Gefängniswärter James Gregory in den späten Sechzigerjahren auf die Gefängnisinsel Robben Island kommt, ist er ein Schleifer, der Schwarze für Untermenschen hält und den dort einsitzenden ANC-Aktivisten Nelson Mandela für einen Terroristen. Doch der Rassist wandelt sich nach und nach, schließt eine fragile Freundschaft mit Mandela. Das geht soweit, dass der einstige Folterknecht schließlich den Kampf für ein freies Südafrika unterstützt und die Unmenschlichkeit der Rassentrennung erkennt. Einen ganzen Vormittag lang waren die Schülerinnen der 9. Klasse zusammen mit Polizeitrainer Steffen Zaubitz im Workshop beschäftigt, sich mit dem Thema Zivilcourage auseinander zu setzen. Seit dem Tod von Dominik Brunner wird Zivilcourage verstärkt in der Öffentlichkeit thematisiert. Es wird beklagt, dass die Gesellschaft zu wenig Zivilcourage zeigt und die Bürger zu wenig eingreifen. Was Zivilcourage genau ist und wie man sich richtig verhält, dazu wurde dieser Workshop konzipiert. Er beinhaltet neben der Beantwortung vieler Fragen auch praktische Übungen.

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Steffen Zaubitz betonte zu Beginn, diese Veranstaltung solle Mut machen, sich in geeigneter Weise einzumischen und Verantwortung zu zeigen. Im Mittelpunkt stand das Erkennen und Bearbeiten von Konflikten. Anhand von alltäglichen Beispielen aus der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen wurden Lösungsstrategien erarbeitet und trainiert. Besonderes Augenmerk wurde gelegt auf Selbstbewusstsein, richtige Selbsteinschätzung und Erkennen der Situation. Dabei wurden neben den Möglichkeiten auch die Grenzen der Zivilcourage aufgezeigt.

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Theaterbesuch: „Und dann kam Alex“ – ein mobiles Theaterstück zum Thema: Gewalt, Mobbing und Bullying unter Jugendlichen Am Dienstag, den 1. Februar hatten die Klassen 7 und 8 einen etwas anderen Unterrichtsvormittag. Sie gingen mit ihren Klassenleiterinnen Frau Freese und Frau Karatay in das „Anstatt Theater“ im Alten Schlachthof und setzten sich mit dem Thema Mobbing, Psychoterror und Gewalt auseinander. Das Ensemble „Radiks“ aus Berlin, eine noch recht junge Theatergruppe, führte das Stück „Und dann kam Alex“ auf. Eine der primären Intentionen dieses Ensembles ist es, niveauvolle Theaterkunst auch in Orte zu tragen, die über kein eigenes festes Theaterhaus verfügen. Deshalb sind sie überwiegend mobil unterwegs. Sie spielen auf Kammer- und Kleinkunstbühnen, in Clubs und Kulturhäusern, Vereins- und Gemeinderäumen, Kirchen, Hotels, Schulen etc. Zum Stück: Der 17- jährige Schüler Alex B. wurde nach eigenen Aussagen über Jahre hinweg von Mitschülern gemobbt und gedemütigt. Um diesen zu imponieren, schlägt er – als Mutprobe – einen wehrlosen älteren Mann. Alex weiß nicht, dass seine Mutprobe gefilmt und per Handy an andere Mitschüler gesendet wurde. Das Video wird von Lehrern der Schule entdeckt. Alex flüchtet, dringt am nächsten Tag bewaffnet in die Schule und will erzwingen, dass die Mitschüler gestehen, ihn gezwungen zu haben, den Mann zu schlagen. Alex, tut dies, um endlich Ruhe vor denen zu haben. Sein Vorhaben misslingt. Nachdem er mehrere Stunden mit einigen Geiseln in einem Klassenraum verbracht hat, beschließt er, sich das Leben zu nehmen. Hier setzt das eigentliche Stück an: Alex beginnt zu erzählen. Mobbing, Psychoterror und körperliche Gewalt sind Themen, mit denen sich viele Schüler auseinandersetzen müssen. In der Art eines brechtschen Stationendramas führte Alex in seine Welt, eine Welt, die einerseits geprägt ist durch die Suche nach Nähe und Anerkennung, andererseits aber durch Sprachlosigkeit und Ignoranz.

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Psychische und physische Gewalt unter Jugendlichen sei weit verbreitet und solle eben auch in der Schule thematisiert werden. Nur gemeinsam, nämlich zusammen mit Eltern und den Jugendlichen selbst könne es gelingen, Gewalt und Mobbing erfolgreich zu verhindern und einzudämmen. Das Zwei-Mann-Theaterstück „Und dann kam Alex", das von der Theatergruppe in Zusammenarbeit mit Psychologen und Pädagogen entwickelt worden ist, zeige, was passieren könne, wenn der Alltag eines Jugendlichen durch die verzweifelte Suche nach Nähe, Anerkennung und ansonsten reine Perspektivlosigkeit bestimmt werde. Ziel sei es, Schüler mit Themen wie Mobbing, Gewalt und Gleichgültigkeit zu konfrontieren und zum Nachdenken darüber anzuregen. In kurzen prägnanten Szenen schildert Alex sein Verhältnis zu seinen Eltern, spricht über seine Wünsche und Ängste. Aber auch andere kommen zu Wort: eine Jobvermittlerin, die Sekretärin der Schule und eine Mitschülerin seiner Klasse. Die durchaus zweischichtige Anlage der Figur „Alex", einerseits geschildert als Opfer und Täter, zugleich aber Erzähler und Vermittler des ganzen Geschehens, regte in der sich anschließenden Diskussion zu kontroversen Beiträgen an. Die Diskussion, zu der die beiden Darsteller im Anschluss einluden, war wesentlicher Bestandteil der Aufführung. Es ist wichtig, sich einfach mal Gedanken über das Thema zu machen, Gespräche anzustoßen, damit sich die Jugendlichen damit auseinandersetzen. Vor allem aber will das Spiel die Zuschauer anregen, über Wege nachzudenken, wie man den dargestellten Formen von Gewalt und psychischer Verwahrlosung besonnen und taktisch klug vorbeugen und entgegenwirken kann. Nach der Aufführung habe man den Jugendlichen angesehen, dass sie über das, was sie gerade gesehen hatten, nachdachten. Die Schauspieler brachten die komplexe Thematik überzeugend rüber und hinterließen nach der Vorstellung nachdenkliche Schülerinnen.

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Besuch im Landtag am 30. März 2011 Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Josef Zellmeier von der CSU besuchten die Schülerinnen der Klassen 10 und 11Z am 30. März dieses Jahres den Landtag. Im Sozialkundeunterricht wurden die Mädchen mit den Aufgaben des Landtages vertraut gemacht, um so gut vorbereitet, in das umfangreiche Tagesprogramm zu starten. Zunächst wurden wir von Herrn Plobel, Berufsschullehrer in Dachau begrüßt, um dann von ihm durch das Maximilianeum geführt zu werden. Den ersten Stopp machten wir im Plenarsaal. Danach wurden wir in den Ablauf einer Plenarsitzung eingewiesen und es fand ein aufschlussreiches Gespräch statt. Im Anschluss daran besuchten wir eine Ausschusssitzung. Hier bekamen wir einen kleinen Einblick in die Arbeit des Innenausschusses. Es wurde lebhaft über die Hubschrauberversorgung in Schwaben diskutiert. Diese Diskussion unterbrach der Vorsitzende kurz, um die Schülerinnen und Lehrer unserer Schule zu begrüßen. Von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr nahmen wir an einem Gespräch mit den Landtagsabgeordneten Josef Zellmeier (CSU), Reinhold Perlak (SPD), Alexander Muthmann (Freie Wähler), Dr. Andreas Fischer (FDP) und Eike Hallitzky (Bündnis 90/Die Grünen), teil. Sie stellten sich uns kurz vor und anschließend diskutierten wir mit ihnen z.B. über die Arbeitszeit, das Gehalt, die Tätigkeit in Vereinen usw. Wir konnten feststellen, dass der raue Ton, der in offiziellen Veranstaltungen herrscht, nicht zu bemerken war, denn alle Abgeordneten gingen partnerschaftlich und freundlich miteinander um. Nach Ende der Diskussionsrunde erwartete uns Herr Plobel und gemeinsam gingen wir in den Hofbräukeller, wo wir zum Mittagessen eingeladen waren. Nachdem die Entscheidung für ein vegetarisches Essen bzw. für Schnitzel mit Pommes sowie ein Getränk gefallen war, ließen wir es uns munden. Anschließend erwartete uns der Busfahrer und wir fuhren gut gelaunt mit vielen Eindrücken sowie eingedeckt mit Materialien über den Landtag und kleinen Geschenken nach Hause.

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Bayerisches Schülerleistungsschreiben 2011 Der Bayerische Stenografenverband e. V. – Fachverband für Kurzschrift, Textverarbeitung und Informationstechnologie – veranstaltete das diesjährige „Bayerische Schülerleistungsschreiben 2011“ in der Zeit vom 21. März bis 1. April 2011. Die Klassen 9, 10 und 11Z waren die ersten Teilnehmer unserer Schule. Sie mussten 10 Minuten lang von einer Vorlage zeichengenau abtippen, was höchste Konzentration erfordert. Die vom Veranstalter erwartete Mindestanschlagszahl beträgt 800 Anschläge. Als Anschlag zählt jeder Schreibgriff, also auch Umschaltung, Zeilenschaltung und Leerzeichen. Die restlichen Klassen absolvierten ebenfalls die Kategorie Texterfassung. Die Klassen 8 und 9 nahmen noch an dem Wettbewerb für Textorganisation teil. Die Klasse 9 hatte die Aufgabe, 20 Minuten lang in einem abgespeicherten Text Veränderungen vorzunehmen. Für die Autorenkorrektur – Kategorie 1 waren 5 Operationen (z. B. einfügen, löschen, verschieben usw.) und 10 Attribute (z. B. fett, unterstreichen, Blocksatz, Einzüge, Rahmen usw.) gefordert. In der Autorenkorrektur – Kategorie 2 mussten die Schülerinnen der Klasse 8 einen vorgegebenen Text 10 Minuten lang bearbeiten. Mindestens 20 verschiedene Textbearbeitungen mussten vorgenommen werden. Die unterschiedlichen Textbearbeitungen sind Löschen, Ersetzen und Einfügen eines Textes, sowie die Silbentrennung, das Einstellen des Zeilenabstands, Umrahmen eines Textes oder das Erstellen der Kopf- und Fußzeile. Insgesamt haben 51 Schülerinnen unserer Schule im Wettbewerb Texterfassung und 19-Schülerinnen in den Wettbewerben Autorenkorrektur 1 und 2 erfolgreich teilgenommen.

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Besuch bei C.A.R.M.E.N. Am 17. März besichtigte die Klasse 7 mit den Lehrern Frau Kasberger und Herr Kopp das C.A.R.M.E.N. im Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe in Straubing. C.A.R.M.E.N. ist die Abkürzung für „Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerk“.

Dort wurden sie von dem Leiter Herrn Christian Schröter empfangen, der sie durch das Gelände führte und das Konzept des Zentrums und die Funktionen der einzelnen Gebäude erklärte. So stellte er einen Traktor vor, der permanent mit Biodiesel betrieben wird, um die bestmögliche Effizienz zu finden. Weiterhin erklärte er die verschiedenen Verbrennungsarten von nachwachsenden Rohstoffen. Im Schulungs- und Ausbildungszentrum wurde anhand von Modellen der Einsatz von Pflanzen in den verschiedensten Nutzungsarten dargestellt, z. B. als Öl oder Pellet. Besonders beeindruckt haben die biologisch abbaubaren Produkte, die als Plastikersatz konzipiert wurden. So kann man nach einer Party das Geschirr ohne Probleme kompostieren. Abschließend inspizierten die Schülerinnen eine Ausstellung zu „Biomasseheizungen“ im Untergeschoss des Technologiezentrums.

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Wintersporttag Am 03.03.2011 startete die ganze Schule in den bayerischen Wald, um den jährlich stattfindenden Wintersporttag zu genießen. Voll bepackt mit Skischuhen, Skiern und Snowboards eilten alle zum Bus, um einzuladen. Nach dieser ersten Anstrengung wurde dann bereits bei der Hinfahrt der größte Teil der Brotzeit verspeist. Bestens gestärkt konnte so die Wandergruppe in Sankt Englmar ihrem Schicksal überlassen werden. Nachdem die einzelnen Gruppen schon Tage vorher gewählt worden waren, hatten zum Erstaunen der Lehrkräfte die meisten Schlittenfahrerinnen keinen Schlitten dabei, obwohl sie sich selbst in die Gruppe der Schlittenfahrerinnen eingetragen hatten! Diese wurden dann kurzerhand in die Wandergruppe aufgenommen. Angeführt von den Lehrkräften Frau Kasberger und Frau Whitehead spazierten alle durch den wunderbar verschneiten Wald – auf spiegelglatten Wegen – immer mit einem Ziel vor Augen: den Gasthof Hirschenstein in Rettenbach. Im mittleren Teil der ca. 45-köpfigen Gruppe sorgten Frau Karatay und Herr Holzer dafür, dass die Stimmung gut war und keine Langeweile aufkam. Frau Freese machte das Schlusslicht und kümmerte sich darum, dass keine Schülerin verloren ging. Der Rest der Schülerinnen fuhr weiter nach Markbuchen zum Predigtstuhl, um Schlitten, Ski oder Snowboard zu fahren. Die Schlittenfahrer widmeten sich konkurrenzlos dem kleinen Hügel neben der Gaststätte und hatten Riesenspaß dabei, unermüdlich den Schlitten bergauf zu ziehen und gegen die Lehrkräfte Frau Stadler, Frau Dorfner und Herrn Kopp Rennen zu fahren. Diese Gruppe war auch die erste, die später völlig durchfroren von dem eiskalten Wind in die Gaststätte flüchtete, um dort eine heiße Schokolade zu trinken. Sie hatten rote Bäckchen und völlig zerzauste Haare, und waren völlig erschöpft und müde. Ganz im Gegensatz zu den Sportlichen unserer Schule. Sie nämlich nutzten die gesamte Zeit, um unentwegt zusammen mit Frau Winkler und Frau Hundhammer die Pisten zu stürmen. Einige mit stylischen Skiern, die anderen mit einem coolen Snowboard. Ihnen machten die Kälte und die teilweise vereisten Pisten gar nichts aus. Sie hatten nur Spaß und Sport im Kopf. Sie waren es dann auch, die bei der Heimfahrt aßen und schliefen, während alle anderen noch ihre Gaudi hatten. Wir kamen mittags nach Straubing zurück und freuten uns auf die bevorstehenden Faschingsferien.

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Gesundheitstag Eine willkommene Abwechslung zum normalen Schulalltag wurde den Schülerinnen und Lehrern am Mittwoch, dem 16.03.2011, geboten. In der mittlerweile guten Tradition des vor drei Jahren an allen bayerischen Schulen ins Leben gerufenen Gesundheitstages veranstaltete die Schule einen Projekttag, der sich ganz diesem wichtigen Thema widmete. Das Programm war dank des Engagements der verschiedenen Lehrkräfte und der tatkräftigen Unterstützung durch die AOK, das Gesundheitsamt Straubing, das Vitadrom in Straubing und durch die Krankenpflegeschule und das Klinikum Deggendorf äußerst vielfältig.

Für die 7. Klasse stand der Tag ganz unter dem Motto „ Fit sein und sich gesund ernähren". Mit großer Einsatzfreude erstellten die Schülerinnen Zuckerpyramiden für verschiedene, selbst mitgebrachte Lebensmittel. Was? In diesem kleinen Becher Joghurt stecken sechs Zuckerwürfel? Das Erstaunen auf den Gesichtern hat gezeigt, dass über die Inhaltsstoffe unserer Nahrungsmittel häufig große Unkenntnis herrscht und ein Blick auf die Zutatenliste der Lebensmittel nicht schaden kann. Wichtige Ernährungstipps erhielten die Schülerinnen von Frau Götz von der AOK, die sich zur Verfügung gestellt

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hatte, mit den Schülerinnen spielerisch dieses Thema zu erarbeiten und den Blick für eine gesunde Ernährung zu schärfen. Nach der anschließenden Yogastunde konnten die Mädchen wichtige Informationen über unsere Lebensmittel und auch das Wissen um die Bedeutung der Bewegung in unserem Leben mit nach Hause nehmen. Dem gerade in ihrem Alter sehr wichtigen Thema Verhütung/Aids widmeten sich die Klassen 9 und 10. Herr Edenhofer ließ die Schülerinnen in einer sehr vertrauensvollen Atmosphäre etwa Ansteckungsrisiken beurteilen und sensibilisierte die Mädchen dafür, wie wichtig Prävention für ihre Gesundheit

ist. Gleichzeitig sollten aber auch unbegründete Ängste und Vorurteile abgebaut werden. Nachdem beide Klassen sich sehr aufmerksam und interessiert an diesem Workshop beteiligt hatten, war es Zeit für ein gemeinsames gesundes Frühstück, das mit einer riesigen Auswahl an Früchten, Dips, selbst gebackenem Brot, Käse und Obstsalaten den Wunsch nach Wurst gar nicht erst aufkommen ließ. Natürlich verging die Zeit für das Frühstück viel zu schnell und schon stand der nächste Programmpunkt „Gesund durch Bewegung“ an.

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Gemeinsam mit ihrer Sportlehrerin besuchten die Schülerinnen das Vitadrom, wo sie unter der professionellen Anleitung zweier Trainer mit großem Spaß radelten, liefen, am Stepper trainierten und an den anderen zur Verfügung stehenden Geräten arbeiteten. Lustig war es, aber auch sehr anstrengend! So verwundert es nicht, dass so manches Mädchen merkwürdig steif die Treppen zu den Klassenzimmern hochstieg, weil der Muskelkater die Bewegungsfähigkeit auch in den folgenden Tagen noch ziemlich einschränkte. 48 Schülerinnen und drei Lehrerinnen der Schule folgten der Einladung des Klinikums Deggendorf und der daran angeschlossenen Krankenpflegeschule. Da die Lehrer der Wirtschaftsschule in den letzten Jahren immer wieder feststellten, dass das Berufsbild der Gesundheits- und Krankenpflegerin auch für ihre Schülerinnen zunehmend attraktiv wird und zudem gute Zukunftschancen bietet, sollte den Mädchen die Gelegenheit gegeben werden, sich über Beruf und Ausbildung vor Ort zu informieren. Die Krankenpflegeschule in Deggendorf unter der Leitung von Andrea Klarl hat sich spontan entschlossen, den Schülerinnen der Wirtschaftsschule diese Möglichkeit zu bieten und auch das Klinikum Deggendorf ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, sich als möglicher Arbeitgeber zu präsentieren. Nach einem interessanten Einblick in Projekte zur Förderung der Personalgesundheit, den Herr Stern, der Personalleiter des Klinikums gab, wurden die Mädchen von Schülerinnen und Schülern der Krankenpflegeschule unter ihre Fittiche genommen und an verschiedenen Stationen ganz praktisch mit Inhalten aus der Ausbildung vertraut gemacht. Es wurden mit großem Eifer Verbände angelegt, Blutdruck gemessen, Körperwahrnehmung geschult, Geruchs- und Geschmackssinne getestet und vor allem viele Fragen beantwortet. Favorit des Tages war aber sicher Daniel, der Rettungssanitäter, der mit sichtlicher Begeisterung für sein Metier seinen Sanka vorstellte und den Mädchen erklärte, dass die Menschen häufig Angst davor hätten, mit einem Sanka transportiert zu werden, diese Angst aber völlig unbegründet sei. Leider war die Zeit viel zu kurz und nach einem theoretischen Überblick über die einzelnen Ausbildungsinhalte, über die der stellvertretende Schulleiter, Herr Schmitz, referierte, mussten wir auch schon wieder die Rückfahrt nach Straubing antreten. Das Fazit der Mädchen nach dem Gesundheitstag: Es war lustig, aber vor allem nehmen wir alle interessante und wichtige Informationen für uns selber mit!

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Girls' Day bei Bosch Der Girls' Day – Mädchen-Zukunftstag Der Girls’ Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Junge Mädchen bekommen Einblick in die Berufe der Männer. An jedem vierten Donnerstag im April – das nächste Mal am 26. April 2012 – öffnen vor allem technische Unternehmen, Betriebe mit technischen Abteilungen und Ausbildungen, Hochschulen und Forschungszentren in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der Klasse 5. Die Mädchen lernen am Girls’ Day Ausbildungsberufe und Studiengänge in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind oder begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft oder Politik. Etwa 50 Mädchen drängten sich in den Eingangsbereich der Bosch Communications Systems EVI Audio GmbH. Und ich bin mitten unter ihnen. Alle sind gespannt, was gleich auf sie zukommen wird. Zusammen gehen wir in einen kleinen Saal. Dort erzählen verschiedene Angestellte und Auszubildende von ihrem Aufgabenbereich. Alle hören interessiert zu. Nach einigen Fragen werden die Mädchen in Gruppen aufgeteilt. Mit jungen, engagierten Auszubildenden geht es jetzt auf zu verschiedenen Stationen im Betrieb. An einer wird gezeigt, wie Schaltkreise funktionieren. Die Mädchen dürfen selbst etwas zusammenbauen und ausprobieren. An einer anderen Station wird die Kraft von Schall gezeigt, indem eine Mischung aus Wasser und Speisestärke beschallt wird, bis sich Verformungen bilden. Außerdem gibt es einen Diskoraum, in dem Lautsprecher getestet werden. Diese sind so laut, dass man das Gefühl hat, man würde selbst vibrieren. Des weiteren wurden Projekte der Azubis vorgestellt, welche sie während ihrer Ausbildung an der Berufsschule gebaut haben, wie zum Beispiel ein vollständig selbst gebautes Radio. Als letztes besuchen wir zwei Auszubildende, die draußen ein Mikrofon aufgestellt haben. Es soll gemessen werden, wie laut wir zusammen schreien können: Die Messung ergab, dass wir so laut wie eine Kettensäge waren. Nach den Stationen gab es einen kleinen Imbiss. Die Vorführung endete mit einer Soundvorführung verschiedener exklusiver Lautsprecher. Zum Beispiel der, die in Fußballstadien wie der „Allianz Arena“ in München verwendet werden. Damit ist dann der wirklich interessante Girls´ Day für uns leider schon zu Ende. Verena Käser

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Girls' Day an der Hochschule Deggendorf Am 11. bundesweiten Girls’ Day beteiligte sich auch die 8. Jahrgangsstufe und fuhr mit Frau Freese und Frau Kasberger an die Hochschule Deggendorf, die zahlreiche spannende und lehrreiche Aktivitäten anbot. Zusammen mit 160 Mädchen aus Niederbayern und der Oberpfalz nutzten die

Schülerinnen die Gelegenheit, sich ausgiebig über technische Studienangebote zu informieren, aber auch um mitzuerleben, wie viele interessante Anwendungsmöglichkeiten Technik, Elektronik und Informatik beinhalten. Speziell all jene Veranstaltungen, die zum Mitmachen und Anfassen einluden, wurden begeistert angenommen. Ein Radio baut man nicht alle Tage. Ebenso fasziniert machten die Mädchen beim Aufbau einer Homepage mit, schraubten an „Jenny“, dem Rennauto des studentischen Vereins „Fast Forest“ herum oder wechselten Autoreifen. Sie konnten ihre technischen Talente ferner beim Programmieren eines Lego-Roboters erproben, der sich anschließend wunderbar steuern ließ. Fazit der Schülerinnen: „Es ist toll, dass solche Aktionen gut organisiert und zudem kostenlos angeboten werden. Es hat richtig Spaß gemacht.

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Osterfrühstück Das Osterfrühstück wird von den Klassen 7 und 8 immer sehr begeistert angenommen, da wir uns nach dem österlichen Wortgottesdienst jedes Jahr im Speisesaal mit Herrn Kaiser zu einem gemütlichen Osterbrunch einfinden. Aber vorher machen wir uns Gedanken zur Fastenzeit und dem darauffolgenden Osterfest. Pastoralreferent Herr Kaiser erläuterte uns das diesjährige „Hungertuch", auf welchem besonders die weit auseinanderklaffenden Bevölkerungsschichten Afrikas dargestellt waren. Wie hier Arm und Reich gegenüberstehen, ist sicher jeder Schülerin aufgefallen. Bemerkenswert war außerdem die Tatsache,

dass sich hier besonders die Frauen zu helfen wissen, und immer dort anpacken, wo Not am Mann ist. Die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft ist sicher nicht nur im Religionsunterricht ein großes Anliegen. Sehr erfinderisch waren die Mädchen wieder einmal bei unserer leiblichen Versorgung. Es gab nicht nur frische Brötchen mit Marmelade oder Wurst; wir Lehrer wurden noch kräftig mit weiteren Delikatessen wie Obstsalat, Gemüsestick und Quarkdip verwöhnt. Als zum Schluss jeder noch ein kleines Ostergeschenk in Empfang nehmen konnte, waren sich alle einig, dass die Feier wieder einmal sehr gelungen war.

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Norwich 2011 – nach England, der Sprache und des Sonnenscheins wegen … Bereits zum dritten Mal fuhren die Schülerinnen der 8. Jahrgangsstufe, diesmal unterstützt von 2 Schülerinnen des Turmair Gymnasiums, in Begleitung von Elizabeth Whitehead und Barbara Kasberger nach Norwich. Am 3. April trafen sich alle Schülerinnen um 7 Uhr im Terminal 2 des Flughafens München, um nach London Heathrow zu starten. Das eigenständige Einchecken inklusive Gepäckaufgabe erwies sich als schwierige Aufgabe, konnte aber mit Hilfe der noch wartenden Eltern letztendlich bewältigt werden. Dann hieß es Abschied nehmen und die Tränen flossen doch bei vielen. An Bord unserer Lufthansa-Maschine verging das Heimweh schnell, Fotos wurden gemacht und nach knapp anderthalb Stunden konnten wir schon London unter uns sehen. Es war wunderbares Wetter und die Einflugschneise nach Heathrow verläuft direkt über dem Zentrum, so dass wir „Tower Bridge“, „London Eye“ und auch den „Buckingham Palace“ mit angrenzendem „Hyde Park“ bereits von oben sehen konnten. In Heathrow wurden wir von unserer Sprachschule „The English Experience“ bereits erwartet. Mit dem Bus ging es weiter nach Norwich, wobei hier die ersten Eindrücke, z. B. der Verkehr auf der „falschen“ Straßenseite bereits genügend bestaunt wurden. Bei einem kurzen Stopp an einer Autobahnraststätte war das erste Englisch gefragt und auch der Umgang mit der fremden Währung bereitete einiges Kopfzerbrechen. Gegen 14 kamen wir in Norwich an, wo unsere Gastfamilien schon warteten.

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Bis zum nächsten Morgen waren alle auf sich selbst gestellt, was nicht überall problemlos klappte. Frau Whitehead und Frau Kasberger rückten aus, um das erste Heimweh zu lindern. Montagmorgen 9 Uhr Schulbeginn – und alle waren pünktlich und meist eigenständig zur Schule gekommen. In einem kurzen briefing vor Unterrichtsbeginn wurden der Tagesablauf besprochen und Eindrücke ausgetauscht. Dann ging es in 2 Gruppen aufgeteilt in den Unterricht. Thema: „My ideal country“. Der Nachmittag war mit einem Rundgang durch Norwich ausgefüllt, der uns die Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum und die Einkaufszentren näher brachte. Gegen 17 Uhr fuhren alle mit dem Bus nach Hause, was überraschenderweise keinerlei Probleme bereitete. Am nächsten Tag gehörte der Morgen der Schule und natürlich Franzi, die an diesem Tag ihren 14. Geburtstag feierte, der Nachmittag der Kathedrale, wo wir einen sehr netten älteren Herrn trafen, der uns viele interessante Informationen gab, und die freie Zeit dem Shoppen. Das Wetter war unwirtlich, kühl und regnerisch und wir Lehrkräfte waren ein wenig besorgt um unseren Ausflug an die Nordsee am folgenden Mittwoch. Am Abend gab es jedoch noch ein Highlight, das völlig wetterunabhängig war: Disco für alle Schüler und Schülerinnen der anwesenden Gruppen. Ausgelassen tanzten alle auf der Tanzfläche und es gab nur strahlende Gesichter.

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Mittwochmorgen – Schauer, Wind, so gar kein Ausflugswetter, aber BBC hatte ab Mittag Sonne und Temperaturen um 22 Grad vorausgesagt und, „wenn Engel reisen …“, Cromer empfing uns mit Sonne, Wärme und strahlend blauem Himmel, so dass alle ihre Jacken im Bus zurückließen. Leider war Ebbe, aber bei ablandigem Wind die Temperaturen mehr als sommerlich, so dass alle ein Fußbad in der noch sehr kalten Nordsee nahmen. Die Weite des Meeres, der Strand, die Steilküste waren einfach schön und die anschließenden „fish and chips“ bei Mary Jane rundeten diesen perfekten Nachmittag ab. Donnerstag war London-Tag. Wir trafen uns bereits um halb 8 Uhr bei John Lewis, um zusammen mit einer spanischen Schülergruppe in die Hauptstadt zu fahren. Fast alle waren pünktlich und mit 30-minütiger Verspätung ging es los. In London trennten wir uns von den Spaniern und fuhren mit der „tube“ zu Buckingham Palace, dem Wohnsitz der Queen. Leider war sie nicht zu Hause, so dass wir ohne ein Tässchen Tee die Erkundung Londons antraten. Überall waren die Vorbereitungen für die Royal Wedding am 29. April in vollem Gange. Über Trafalgar Square, an 10 Downing Street vorbei kamen wir zu den Houses of Parliament mit Big Ben und bestiegen dort ein Boot zur Tower Bridge. Nach Besichtigung des Towers von außen fuhr die Gruppe mit der tube nach Covent Garden, wo es dann endlich Zeit zum Shopping gab. Gegen 17 Uhr mussten wir London leider wieder verlassen. Sonnengebräunt und müde bestiegen wir unseren Bus. Dass niemand zum Schlafen kam, dafür sorgten unsere mitreisenden spanischen Schüler und Schülerinnen, die sich so lautstark unterhielten, dass man ihrem Gespräch sicherlich auch in Madrid noch mühelos

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folgen konnte. Gegen 20 Uhr trafen wir dann in Norwich ein, wo die Gastfamilien schon warteten. Am Freitag wurden dann die Ergebnisse des Projekts in der Schule präsentiert. Ein idealer Staat wurde vorgestellt: eigene Sprache, eigene Fahne, eigene Gesetzen, eigene Schulregeln wurden dabei entwickelt. Alle Gruppen erhielten reichlich Applaus. Daran anschließend wurden die Zertifikate verteilt, Abschied von der Schule genommen und dann gehörte Norwich den Straubingern. Ein warmer Nachmittag lud zum Bummeln durch die Geschäfte ein oder zu einem Ausflug ans Meer, bevor wir uns am Samstagmittag zur Abreise trafen. Für viele war es ein tränenreicher Abschied mit dem Versprechen, bald wieder zu kommen und über „facebook“ den Kontakt zu halten. Nach mehrstündiger Fahrt erreichten wir Heathrow, wo wir am Abend unseren Flieger nach Deutschland bestiegen. Diesmal waren alle erfahrene Flugreisende und wir genossen noch einmal den Blick auf das erleuchtete London, bevor wir uns auf die Heimat freuten. Die Lufthansacrew erwies sich als sehr freundlich und verteilte übriggebliebene Getränke und Essenspakete an die Schülerinnen. München empfing uns sehr verschlafen. Unser Flug war einer der letzten, ging es doch schon auf Mitternacht zu, so hatte es jeder eilig, zu seinem Gepäck zu kommen, so eilig, dass wir gar nicht gleich bemerkten, dass zwei Schülerinnen fehlten. Sie hingen in der Passkontrolle fest, da Carola ihren Ausweis verloren hatte und Miriam sie natürlich nicht allein lassen wollte. Leider konnten wir nicht mehr zurück, so dass ein netter junger Mann vom Bundesgrenzschutz ihnen zu Hilfe eilen musste. Nach etwa 30 Minuten tauchten sie dann mit dem Ausweis auf, die Mitschülerinnen waren mittlerweile von ihren Eltern und die Lehrerinnen von ihren Angehörigen in Empfang genommen worden. Welch´ schöne Überraschung für die Nachzügler, dass fast alle anderen Mitschülerinnen gewartet hatten und Carola und Miriam jubelnd begrüßten. Herr Demirci wartete mit Blumen auf die Lehrkräfte, das war eine sehr schöne Aufmerksamkeit. Aber dann hieß es endgültig Abschied zu nehmen (bis zum Montag!) und nach Hause zu fahren. Eine schöne, ereignisreiche Woche war zu Ende gegangen und endlich war das Vorurteil aus der Welt, dass es in England nur regnet.

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Tanzfest 2011 Der Arbeitkreis „Sport in Schule und Verein“ veranstaltete auch heuer wieder ein Tanzfest. Unter der Organisation von Frau Ulrike Obermeier (Kreisoberfrau für Tanz) nahm auch dieses Jahr wieder unsere Schule daran teil. Die Neigungsgruppe „Tanz“ bereitete sich schon das ganze Schuljahr darauf vor. Es ist dabei nicht so wichtig, eine tänzerisch perfekte Darbietung zu zeigen, sondern die Freude am miteinander Tanzen sollte im Vordergrund stehen. Am 12. April 2011 ging´s um 8 Uhr los. Die Klasse 8 durfte die Neigungsgruppe begleiten, da wir jemanden zum Anfeuern benötigten. Als wir gegen 8:30 Uhr in der Dreifachturnhalle ankamen, empfing uns Frau Karatay schon ungeduldig, da sie die ersten Reihen der Tribüne für uns freigehalten hatte. Insgesamt nahmen 15 Schulen mit 25 Beiträgen am Tanzfest teil. Unsere 1. Gruppe tanzte zu „Glow“ von Madcon und „Waka waka“ von Shakira. Aus zwei einzelnen Choreografien erarbeiteten wir eine, bei der die Mädchen zwischen den einzelnen Musikstücken sich umziehen müssen. Mit viel Applaus begleiteten die Zuschauer die beiden Flashmob-Tänze. Unsere 2. Gruppe – bestehend aus 8 Mädchen der Neigungsgruppe – führte zu dem Stück „Fighter“ von Christina Aguilera eine fetzige Funk-Jazz-Kombination auf. Die Choreografie zu Fighter haben wir in der aller letzten Minute noch erarbeitet, weil wir diese unbedingt beim Tanzfest aufführen wollten. Unser Einsatz hat sich gelohnt, auch nach dieser Aufführung unserer Mädchen tobte die Halle. Beeindruckt waren wir von den Aufführungen der Grund- und Mittelschule Hunderdorf. Die kleinen Mädchen der 1. Klasse haben sich sehr viel Mühe gegeben und fehlerfrei mit ihren Regenschirmen zu „It´s raining men“ getanzt. Auch die Aufführung der Jakob-Sandtner-Realschule in Zusammenarbeit mit dem UrsulinenGymnasium zählte zu den Favoriten des Tages. Uns fiel auf, dass in diesem Jahr sehr viele Jungen teilnahmen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

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Vorlesewettbewerb der niederbayerischen Wirtschaftsschulen - Bezirksentscheid Die besten Vorleser aus den 7. Klassen der niederbayerischen Wirtschaftsschulen trafen sich am Freitag, den 01.04.2011, zum Bezirksentscheid des Vorlesewettbewerbs an der Staatlichen Wirtschaftsschule in Passau. Dass sich junge Leute so für Literatur begeistern, das freut den stellvertretenden Schulleiter der Staatlichen Wirtschaftsschule Passau, Gustav Huber besonders. Die Jury setzte sich zusammen aus Sissi Geyer von der Stadt Passau, Ingrid Schreiner von der Buchhandlung Pustet, Ltd. Regierungsdirektor Josef Liebig von der Regierung von Niederbayern und dem Elternbeiratsvorsitzenden Ludwig Zistler. In der ersten Runde des Bezirksentscheids mussten die Schüler eine Passage aus einem selbst gewählten Buch vorlesen. Unsere Stefanie Fichtl las aus ihrem Buch: „Glück riecht nach Hundefell" von Petra und Franziska Bartoli y Eckert. Der zweite Durchgang war dann schon deutlich schwerer. Die Teilnehmer mussten aus einem ihnen unbekannten Buch vorlesen, das von Ingrid Schreiner ausgewählt wurde - Christine Nöstlingers „Pudding Pauli serviert ab". Bei diesem Part stellte sich heraus, wer wirklich gut lesen kann. Die Jury wertete die Kriterien Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis. Nachdem sie sich kurz zurückgezogen hatten, kamen sie mit einem klaren Ergebnis zurück. Ingrid Schreiner übergab an die Schüler reichlich Buchpreise. Mit einem ehrenvollen 4. Platz kehrten Stefanie und Frau Freese zurück. Beide waren sich einig: Die Teilnahme hat sich trotz aller Aufregung gelohnt.

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Benimmkurs der Klassen 9 und 10Z - Raiffeisenbank Straubing Am 03.05.2011 besuchten wir, die Klassen 9 und 10Z ein zweistündiges Benimmtraining bei der Raiffeisenbank Straubing eG. Wir wurden durch Herrn Ernst Wutzlhofer in die einzelnen Bereiche der Etikette eingeführt. Der Workshop beinhaltete unter anderem das Auftreten, das Benehmen und die Umgangsformen. Die Kontaktaufnahme mit Kollegen, Grüßen und Begrüßen sowie die Umgangsformen bei Tisch und die Kleidung waren die Themen des Tages, die wir besprachen und teilweise auch übten. Der erste Eindruck entscheidet: Herr Wutzlhofer erklärte uns, dass 55 % die Kleidung und die Umgangsformen, 40 % die Stimme und nur 5 % der Inhalt des Gesagten, die Entscheidung nach einem Vorstellungsgespräch beeinflussen. Für den Businessbereich übten wir in Rollenspielen das Betreten eines Raumes (anklopfen und abwarten) oder wie man sich selber oder einen Kollegen (evtl. auch Ranghöheren) vorstellt. Auch ein Telefonanruf erfordert einiges an Können. Als erstes begrüßen wir unseren Gesprächspartner, dann stellen wir uns vor und nennen den genauen Grund unseres Anrufs. Vereinbarungen formulieren wir präzise aus, zum Schluss bedanken und verabschieden wir uns. Das Thema „Äußeres“ behandelten wird auch eingehend. Die Kleidung, die wir zu einem Vorstellungsgespräch auswählen, sollte dem Anlass entsprechend sein z. B. bei einem Termin in der Bank ist es gern gesehen, wenn die Bewerberinnen einen Rock (natürlich nicht zu kurz) und Bluse anhaben. Der Schmuck und das Makeup sollten dezent und schlicht sein. Ganz wichtig ist es, keine Piercings zu tragen und Tattoos sollte man auch bedecken. Herr Wutzlhofer erklärte uns noch einige Tischsitten: Wie benutzten wir die Serviette? Was muss man bei der Besteckführung beachten und was gehört zu den absoluten Tabus bei Tisch? Zum Schluss wurden wir noch zu einem kleinen Imbiss – Leberkäse mit Kartoffelsalat – eingeladen, bei dem wir unser neues Wissen in der Praxis anwenden durften. Wir bedankten und verabschiedeten uns bei Herrn Wutzlhofer für diesen kurzweiligen Vormittag.

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Erdkunde-Projekt: Nutzungskartierung der Straubinger Innenstadt Bereits zum 4. Mal machten sich die Schülerinnen der 7. Jahrgangsstufe auf, um im Rahmen des Erdkundeunterrichts eine Nutzungskartierung der Innenstadt Straubings vorzunehmen. Die Mädchen erhielten von der betreuenden Lehrkraft Frau Kasberger Katasterpläne der Innenstadt und sollten dann wie jedes Jahr Anfang Mai die Nutzung des Erdgeschosses der Gebäude der Innenstadt festhalten. Außerdem sollten vorgegebene Gebäude auch fotografisch dokumentiert werden. Hintergrund des Projektes ist die Eröffnung des „Theresien Centers“ und die eventuell daraus erwachsenden Strukturveränderungen im Stadtzentrum Straubings. Anschließend wurde in der Schule ausgewertet. Dazu waren schon vorher verschiedene Nutzungskriterien, vom Restaurant bis zum Leerstand, festgelegt worden. Die einzelnen Gruppen übertrugen ihre Ergebnisse dann farbig, d.h. jede Nutzung erhielt eine eigene Farbe, in die eigene Karte. Anschließend wurden alle Gruppenergebnisse in die Gesamtkarte übertragen. Plan ist es, diese Nutzungskartierung auch in den folgenden Jahren durchzuführen, um etwaige Änderungen in der Struktur der Innenstadt zu dokumentieren und vielleicht im nächsten Jahr auch das „Theresien Center“ selbst in die Kartierung miteinzubeziehen.

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Gründungsspiel – Lindner Institut Dieses Jahr nahmen Schülerinnen der Abschlussklassen im Fach Projektarbeit am Gründungsspiel „Ideen machen Schule“ des Lindner Instituts teil. Im Oktober 2010 begannen sie, ihre Ideen zu entwickeln. Sie wurden in 3 Gruppen eingeteilt mit 6, 5 und 6 Mitgliedern je Team. Jedes Team entwickelte eine eigene Geschäftsidee, die es so realitätsnah wie möglich umsetzen sollte. Es war von Anfang an keine leichte Aufgabe, aber dennoch war sie zu bewältigen. Die Abwicklungen der Geschäfte, von der Gründungsphase bis hin zum Anmieten von Geschäftsräumen, musste

originalgetreu ablaufen. Sie mussten zum Notar, zu Rechtsanwaltskanzleien, zu Banken, zu Autohäusern und zum Straubinger Tagblatt. In jedem Team wurden Gesellschafter ernannt und eine Rechtsform wurde gewählt. Die Aufgaben wurden innerhalb des Teams verteilt und jeder half jedem, wenn etwas nicht klappte. Um dies alles zu schaffen, mussten sie ein drittes Mal wöchentlich „Nachmittagsunterricht“ in Kauf nehmen. Als sich alles dem Ende zuneigte, wurde es in jedem Team noch einmal sehr hektisch. Alles musste sorgfältig mit passendem Layout gedruckt, verpackt, eingeordnet und versandt werden, um in den Regionalentscheid zu kommen. Der Finanzplan fiel den einzelnen Gruppen dabei am schwersten.

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Schließlich wurden das Team „HotChocolate UG“ von Teresa Pfeiffer, Franziska Beck, Marina Hering, Jennifer Amann, Carolin Pfundtner und Annika Schneider zusammen mit dem Team „Frucht und Baum OHG“ von Pia Eibauer, Lisa Moosburger, Stefanie Plankl, Michaela Fuest und Verena Haimerl von der Jury in den Regionalentscheid des Landkreises Straubing-Bogen gewählt. Nun kurz zu den Geschäftsideen der Teams: Die „HotChocolate UG“ ist ein modernes Café mit Nachtclub einmal wöchentlich. Sie stellen verschiedene Sorten und Varianten von Schokoladenbackwaren her und liefern diese auch nach Wunsch aus. Die „Frucht und Baum OHG“ stellt frische Bio-Säfte mit der unternehmenseigenen Saftpresse her und verkauft diese im eigenen Verkaufsraum. Sie achten auf Zulieferer aus der örtlichen Region. Die beiden Teams probten ihre Präsentationen und verbesserten noch vieles, nachdem sie einige Kritik von Frau Kasberger und Frau Dorfner zu hören bekamen. Am Dienstag, den 17. Mai 2011, war es so weit. Die Schülerinnen durften ihr Konzept den Juroren in den Räumlichkeiten des Sponsors „Ski Völkl“ präsentieren. Die Ergebnisse waren die Belohnung für die gute Arbeit: Platzierung 2 für das Team „Frucht und Baum OHG“ mit einem Preisgeld von 130,00 EUR und die Platzierung 3 für das Team „HotChocolate UG“ mit einem Preisgeld von 100,00 EUR. Zusätzlich bekamen die Mädels ein Zertifikat und Sachpreise. Diese Ergebnisse machten vor allem stolz, da sie in dem großen Teilnehmerfeld von 177 Teams erzielt wurden. Teresa Pfeiffer & Franziska Beck

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Besuch der Klassen 9 und 10Z in der Gedenkstätte „KZ Flossenbürg“ Lehrplangemäß besuchten die Klassen 9 und 10Z den außerschulischen Lernort „KZ Flossenbürg“. Nach einer zweistündigen Busfahrt empfingen uns Frau Kick und Frau Träger, die mit uns zunächst einen Rundgang über das historische Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers unternahmen. Schnell stellten die Schülerinnen fest, dass vom 1938 errichteten KZ nicht mehr viel von der originalen Bausubstanz vorhanden war: lediglich die Kommandantur, die Häftlingsküche, die Häftlingswäscherei, der Appellplatz sowie das Krematorium. Teilweise wurde das Areal des Lagers seit 1958 durch Privathäuser für Flüchtlinge aus dem Sudentenland überbaut. Außerhalb des Geländes stehen nur noch wenige SS-Bauten, wie das Casino und einige ehemalige Wohnhäuser. Tief beeindruckend für alle war das „Tal des Todes“, wo zahlreiche Gefangene getötet und eingeäschert wurden. Heute zeugt eine Aschepyramide von diesen Gräueltaten. Zur Erinnerung wurden nach dem Krieg Gedenksteine von betroffenen Nationen aus dem Flossenbürger Granit erstellt. Rund 5 000 Häftlinge mussten im nahe gelegenen Steinbruch Schwerstarbeit verrichten. Granitblöcke und -steine für Parteiprojekte z.B. in Nürnberg und Berlin wurden unter unmenschlichen Bedingungen gebrochen und zum Bahnhof Flossenbürg transportiert. Während der Führung erhielten wir Informationen zu markanten Relikten aus der Zeit der Unterdrückung, die wir anschließend selbstständig und ausführlich in Augenschein nehmen konnten. In einem Film äußerten sich Zeitzeugen aus verschiedenen Ländern über ihre Internierung in Flossenbürg. Beeindruckt hörten wir von den unmenschlichen Bedingungen, unter denen sie überleben mussten. Sie appellierten z. T. mit Tränen in den Augen an die nachfolgenden Generationen, diese Grausamkeiten nicht zu vergessen.

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Maifest 2011 Es war ein strahlend schöner Nachmittag, an dem wir heuer unser Schulfest feiern konnten. Mit viel Elan hatten sich alle auf das Fest vorbereitet und für ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm gesorgt. Frau Karatay hatte mit ihren Mädchen einen Tanz vorbereitet, der – auf dem Hof präsentiert – Gäste und Lehrkräfte zum Mitmachen animierte. Auch wenn nicht jeder gleich dieselbe Beweglichkeit an den Tag legte wie die Schülerinnen, machte es doch Spaß. Wie jedes Jahr umrahmten auch diesmal einige Lieder unser Fest, die Frau Pilsak mit den Schülerinnen einstudiert hatte. Wer nicht nur gekommen war, um gemütlich zu plaudern und das schöne Wetter zu genießen, der

konnte zeigen, wie groß sein Allgemeinwissen war oder welche kaufmännischen Kenntnisse er hatte. Verschiedene Wettbewerbe luden dazu ein. Diejenigen, die lieber fürs Handfeste waren, nahmen an der bayerischen Olympiade teil: Maßkrugstemmen oder Fingerhakeln waren nur einige der Disziplinen.

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Den kulturellen Teil rundeten die Schülerinnen der Neigungsgruppe Theater ab, die mit Frau Freese einen Ausschnitt aus Bertolt Brechts „Kaukasischem Kreidekreis“ aufführten und damit zeigten, dass man auch mit wenig Mitteln eine ansprechende Leistung präsentieren kann.

So verflog die Zeit und das Gefühl zu einer großen Familie zu gehören, übertrug sich auf alle, die gemütlich zusammensaßen und es sich gut gehen ließen. Dies fiel allen sehr leicht, da der Förderverein mit seinem Vorsitzenden Herbert Beck und der Elternbeirat unter der fachkundigen Leitung von Frau Reisinger mit einem umfangreichen Kuchenbüffet sowie Salaten und Grillfleisch vorbildlich für das leibliche Wohl sorgten. Höhepunkt war auch dieses Jahr wieder das Aufstellen des Maibaums. Geschmückt mit den Fahnen unserer europäischen Nachbarstaaten vermittelt er dem Schulhof nun ein bisschen europäischen Geist und das Gefühl der Zusammengehörigkeit einer kleinen Gemeinschaft.

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Kochkurs der Klasse 8 Die 8. Klasse besuchte vom 02.05.2011 bis 03.05.2011 einen Kochkurs von Frau Ursula Bauer an der Vhs Straubing. Unter dem Motto „Gesund ernähren“ wurde uns gezeigt, wie man schnell und unkompliziert gesund kocht. Um 8 Uhr ging es los. In der ersten Stunde lernten wir anhand von Prospekten der AOK, wesentliche Fakten über die gesunde Ernährung: Der Mix macht`s. Wer für Abwechslung auf dem Teller sorgt, ist bereits auf dem richtigen Weg. Denn kein Lebensmittel enthält alle Nährstoffe, aber viele verschiedene Lebensmittel liefern einen gesunden Nährstoffmix. Frau Bauer erklärte uns, wie man sich ein gesundes Frühstück aus Vollkornbrot, Schinken, Lachsschinken, Frischkäse, Butter und Kräutern zubereitet. Mit diesen zuvor genannten Zutaten durfte sich nun jede Schülerin ein Brot belegen, dabei erläuterte die Kochlehrerin, dass Frischkäse ein toller Butterersatz ist. Nach dem Verzehr der belegten Brote waren sich alle einig, wie gut so ein gesunder Snack schmecken kann. Eingeteilt in verschiedenfarbige Gruppen (Grün, Rot, Blau und Gelb) durften die Gruppen Rot und Grün an den Herd, um einen Apfel-Karotten-Kuchen und eine Tomatensuppe mit Radiserlquark herzurichten. In der Zwischenzeit lasen die beiden anderen Gruppen in den erhaltenen Heften, im Anschluss wurde getauscht. Die Gruppen Blau und Gelb backten nun Schoko- und Orangenmuffins. Als Abschluss des Tages verzehrten wir die Tomatensuppe und räumten die Küche auf. Am nächsten Morgen erklärte Frau Bauer in den einzelnen Gruppen die Zubereitung von Blätterteigschnecken, gefüllten Kartoffeln und Obstsalat. Mit viel Eifer bereiteten die Mädchen die einzelnen Gerichte zu, die im Anschluss von uns allen mit großem Appetit verzehrt wurden. Nach dieser Kräftigung von Körper und Geist erläuterte uns Frau Bauer noch die Unterschiede von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren (Pflanzenfetten). Auch der sinnvolle Einkauf ist wichtig, wer frisches, saisonales Obst und Gemüse aus der Region auswählt, schont die Umwelt und sorgt für eine gute Nährstoffausbeute auf dem Teller. Mit viel theoretischem und praktischem Wissen versehen verabschiedeten wir uns von Frau Bauer. Unser fester Vorsatz für die Zukunft ist es, besser darauf zu achten, was wir essen.

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Informationsveranstaltung zur Bundeswehr Auch in diesem Jahr besuchte uns Herr Ralf Baumhäckel, Stabsfeldwebel und Wehrdienstberater der Bundeswehr aus Landshut. Gespannt erwarteten wir den Referenten, denn wir wollten uns überraschen lassen, was der Unterschied zur Ausbildung bei der Bundespolizei sein würde. Nachdem wir sehr locker von Herr Baumhäckel begrüßt wurden, ging es auch schon mit den vielen Informationen los. Mit einer PowerPoint Präsentation wurden uns zunächst der demografische Wandel und die Stufen der Aufmerksamkeit näher gebracht. Anschließend erklärte er uns, dass die Grundlage für eine Ausbildung bei der Bundeswehr das Wehrpflichtgesetz ist. Daran schlossen sich die Aufgaben der Bundeswehr an. Dazu gehören der Auslandseinsatz, die internationale Hilfe, das Umgehen mit Technik, die Friedenssicherung sowie der Teamgeist. Aber auch Dienstgrade, Laufbahngruppen, Ausbildungsbereiche und viele weitere Möglichkeiten der Bundeswehr wurden uns erläutert. Zu den Einstellungsvoraussetzungen gehören, dass man mindestens 1,55 m groß ist und einen Body-Maß-Index nicht unter 19 und als Obergrenze die 30 nicht überschreitet. Weiterhin muss man die deutsche Staatsangehörigkeit sowie die Erfüllung der neunjährigen Schulpflicht vorweisen. Das Eintrittsalter ist zwischen 17 und 24 Jahren, aber auch Quereinsteiger sind willkommen. Natürlich sollte man keine Vorstrafen und übermäßige Schulden haben. Selbstverständlich gehört zur Aufnahme in die Bundeswehr die entsprechende körperliche, geistige und charakterliche Eignung. Die Einstellung erfolgt Quartalsweise mit einer 6-monatigen Probezeit. Neben der militärischen Laufbahn ist es möglich, auch zivile Berufe zu erlernen. Beeindruckt waren wir von der großen Vielfalt der Berufe: Bürokauffrau, Verwaltungsfachangestellte, IT-System-Elektronikerin, PTA usw. Bei Interesse besteht die Möglichkeit, ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen. Wie in allen anderen Berufen muss man eine Eignungsprüfung, ein Einstellungsgespräch, eine ärztliche Untersuchung und einen Sporttest absolvieren, bevor man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Am Ende der Veranstaltung stellten wir fest, dass es doch einige Unterschiede zur Ausbildung bei der Bundespolizei gibt. Alles in allem war dies für uns ein interessanter Nachmittag.

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Börsencup der Raiffeisenbank Straubing Die 9. Klasse durfte trotz des straffen Lehrplans im Fach Rechnungswesen einige Nachmittagsstunden dazu nutzen, um an dem Börsencup der Raiffeisenbank Straubing teilzunehmen. Spielbeginn war der 15. Februar 2011, ab diesem Zeitpunkt konnten Wertpapiere geordert werden. Jede Gruppe hatte ein fiktives Startkapital in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung. Ziel des Spiels war es, bis zum 20. Mai 2011 durch eine geschickte Anlagestrategie das Startkapital möglichst zu vermehren. Die Order für Kauf und Verkauf wurden ausschließlich über das Internet erfasst. Es stand eine umfangreiche Wertpapierliste aus folgenden Bereichen zur Verfügung: DAX, M-Dax, DAX-100, Euro STOXX 50, Neuer Markt, Internationale Titel, Investmentfonds, Optionsscheine. Auch von zu Hause wurde eifrig der Aktienmarkt verfolgt und Wertpapiere gekauft und verkauft. Am Bildschirm konnten wir sofort unsere Gewinne bzw. Verluste einsehen. So wurden uns die Chancen, aber auch die Risiken des Börsenmarktes bewusst gemacht. Am Börsenspiel beteiligten sich insgesamt 266 Gruppen. Eine Gruppe unserer Schule wurde zur Preisverleihung am 6. Juni 2011 in die Raiffeisenbank Straubing eingeladen. Nach der Begrüßung der Jugendbetreuerin Christine Eiglsperger, erfolgte ein kurzer Rückblick auf die Entwicklung des Börsengeschehens während der letzten Spielwochen durch den Wertpapierspezialisten Herrn Josef Hanner. Das Vorstandsmitglied Herr Rainer Haas richtete im Anschluss das Wort an die jungen Börsianer und betonte, dass lediglich 32% aller Teilnehmer am Börsencup Mädchen waren. Umso größer ist der Erfolg unseres Teams „Gefällt mir!" zu bewerten, die den 7. Platz erreichten. Neben einer Urkunde wurde der Gruppenleiterin Nathalie Süß und ihrer Teamkollegin Brigitte Lichtinger ein Preisgeld in Höhe von 100,00 Euro überreicht. Insgesamt war es für uns eine lehrreiche Erfahrung und alle wollen nächstes Jahr wieder teilnehmen. Nathalie Süß, Brigitte Lichtinger

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Projekttag: „Liebe – Freundschaft – Partnerschaft – Sexualität“ Bereits seit Jahren wird in enger Kooperation zwischen der zuständigen Lehrkraft, Frau Ursula Eckl, und der Schwangerenberatungsstelle am Landratsamt Straubing-Bogen für die 7. Klassen unserer Schule ein Projekttag zum Thema „Liebe – Freundschaft- Partnerschaft – Sexualität“ durchgeführt. So erwarteten unsere Mädchen am 01.06.2011 bereits mit großer Anspannung die Referentin, Frau Maria-Luise Bachl. Zu Beginn versuchten wir, mit dem Spiel „Wer bin ich?“ uns gegenseitig etwas besser kennenzulernen. Die Gruppenmitglieder beantworteten auf einem vorgefertigten Arbeitsblatt Fragen, z.B. nach

Hobbies, persönlichen Befindlichkeiten, Zukunftsträumen usw. Anhand der Aufzeichnungen versuchten wir zu erraten, wer wohl hinter diesem Arbeitsblatt steckt. Sehr zügig errieten die Mädchen die entsprechende Mitschülerin, was einerseits ein guter Hinweis auf ein positives

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Sozialklima in der Klasse war, andererseits auch verdeutlichte, dass es gut möglich war, die Schülerinnen gefühlsmäßig zu erreichen. Die Pubertät, vor allem die körperlichen Veränderungen bei Jungen und Mädchen waren im Anschluss das große Thema. Hierzu passte ganz gut der Zeichentrickfilm „Sex – eine Gebrauchsanweisung für Jugendliche“. Dieser Film greift in ansprechender Art und Weise vielfältige Themen aus dem Bereich Liebe, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität auf: z.B. erste Liebe, gegenseitiges Kennenlernen, zu eigenen Gefühlen stehen, Körperhygiene, biologische Vorgänge, Homosexualität, Selbstbefriedigung, Verhütung, sexuell übertragbare Krankheiten. In einer sehr offenen Diskussion wurden verschiedene Aspekte aus dem Film aufgegriffen und näher durchleuchtet. Auf großes Interesse bei den Mädchen stieß der vorbereitete „Grabbelsack“. In einem Stoffsäckchen waren verschiedene Verhütungsmittel enthalten: Kondom, Pille Spirale, Diaphragma, Verhütungsring, Implanon, Kondom für die Frau, Schaumzäpfchen sowie ein Schwangerschaftstest. Jeweils eine Schülerin durfte etwas aus dem Grabbelsack entnehmen und wir versuchten gemeinsam zu erarbeiten, um welches Verhütungsmittel es sich handelt, wie es angewendet wird, wie es wirkt, welche Vor- oder Nachteile es hat, wie man an das Verhütungsmittel herankommt und was es kostet. Zu dieser Information über die verschiedensten Verhütungsmittel kam eine sehr positive Rückmeldung von den Schülerinnen, sie empfanden es als sehr interessant, die einzelnen Verhütungsmittel anzuschauen und anzufassen. Zum Abschluss des Projekttages diskutierten wir gemeinsam die bereits im Vorfeld an die Referentin anonym formulierten Fragen zu dem gesamten Themenkomplex. Ziel dieser Methodik war es, die Schülerinnen möglichst niedrigschwellig bei ihren ganz persönlichen Unsicherheiten, Fragen und auch Ängsten zu erreichen. In einem kurzen Feed-back äußerten sich die Schülerinnen sehr positiv über den Verlauf des Projekttages: in einem guten und offenen Klassenklima sei es möglich gewesen, unbefangen Diskussionsbeiträge zu bringen, spannend fanden sie die Infos zu den Verhütungsmitteln und zum Thema Schwangerschaft. Mit einem großen Dank für die sensible Beantwortung ihrer persönlichen Fragen verabschiedeten sich die Schülerinnen von der Referentin. Diese bedankte sich ihrerseits sehr herzlich für den angenehmen und achtsamen Umgang miteinander beim Projekttag. Frau Bachl bot den Schülerinnen an, sich bei Fragen oder Problemen vertrauensvoll entweder an die Schwangerenberatungsstelle am Landratsamt Straubing-Bogen, an Donum Vitae oder an die Caritas zu wenden. Hier stünden für ein persönliches Gespräch oder Telefonat – auch anonym erfahrene Beraterinnen zur Verfügung.

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Berichte aus den Fachschaften Fachschaft Wirtschaft – Rechnungswesen Im Fach Rechnungswesen erwerben die Schülerinnen Kenntnisse und Fähigkeiten, wirtschaftliche Vorgänge in einem Betrieb zahlenmäßig zu erfassen, systematisch aufzubereiten und auszuwerten. Dabei wird ihnen deutlich, dass die sorgfältige Ermittlung dieser Daten die Grundlage für betriebsinterne Planung, Steuerung und Kontrolle und damit Grundlage für unternehmerische Entscheidungen darstellt. In den Lerngebieten werden Verbindungen zum Fach Betriebswirtschaft geknüpft, die dort erworbenen Kenntnisse aufgegriffen und damit die Grundlage für die praktische Anwendung des Rechnungswesens im Wahlpflichtfach Übungsfirmenarbeit geschaffen. Das moderne Rechnungswesen beinhaltet den Einsatz von DV-Finanzbuchhaltungsprogrammen sowie eines praxisgerechten Lohnabrechnungsprogramms. Zu Beginn der achten Klasse werden die Schülerinnen in die Grundlagen der Buchführung eingeführt. Unter Einbeziehung eigener Erfahrungen erkennen sie die Notwendigkeit, Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben zu führen. Am Beispiel eines Handelsbetriebes erarbeiten sie, ausgehend von Ein- und Verkaufsvorgängen, das System der Doppik (DOPPelte Buchführung in Konten). Nach der Einführung des Industriekontenrahmens werden alle vorkommenden Geschäftsvorgänge verbucht. Hierzu zählen auch die erfolgswirksamen und privaten Geschäftsvorgänge. Am Ende des Schuljahres führen die Schülerinnen Buchungen anhand von Belegen durch. In der Jahrgangsstufe 9 erwerben die Schülerinnen die Fähigkeit, Lohn-und Gehaltsabrechnungen durchzuführen und selbstständig zu buchen. Der nächste große Teilbereich ist die Anlagenwirtschaft, hier erlernen sie, wie alle anfallenden Berechnungen und Buchungen bei der Beschaffung, Nutzung und dem Verkauf von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens zu erfassen sind. Zudem werden sie mit den gesetzlichen Bestimmungen über die Absetzung für Abnutzung vertraut gemacht. Das letzte große Themengebiet der Jahrgangsstufe ist der Jahresabschluss. Die Schülerinnen erkennen Zielsetzung und Notwendigkeit des Jahresabschlusses. Sie verstehen die Bewertung des Vermögens und der Schulden, erfassen die Bedeutung der periodengerechten Gewinnermittlung und beherrschen das Berechnen und Buchen der notwendigen Korrekturen. Sie werden befähigt, die Wertermittlung der einzelnen Posten in GuV und Bilanz unter Einbeziehung der Buchungen zum Jahresabschluss zu verstehen. In der Abschlussklasse arbeiten die Schülerinnen mit einem DV-Finanzbuchhaltungsprogramm und werden so mit der Handhabung eines solchen Programms vertraut. Neben der Stammdatenerfassung werden Belege praxisgerecht auf Personen-und Sachkonten verbucht. Parallel dazu wird in dem

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Stoffgebiet Industriebuchführung die Besonderheit des Stoffe-und Warenflusses im Industriebetrieb vertieft. Die Kosten-und Leistungsrechnung ist das letzte Lerngebiet dieser Jahrgangsstufe. Nach einer allgemeinen Einführung und Definierung der Fachbegriffe wird die Kostenstellenrechnung durchgenommen. Auch lernen sie, den Angebotspreis zu kalkulieren, Nachkalkulationen durchzuführen sowie das Betriebsergebnis zu ermitteln. Im Anschluss werden die Maschinenstundensatzrechnung und eine Kostenträgerzeitrechnung durchgeführt. Am Ende des Schuljahres sind die Grundzüge der Vollkosten-und Teilkostenrechnung vermittelt und die Schülerinnen für die Abschlussprüfung gut vorbereitet.

Fachschaft Wirtschaft – Betriebswirtschaft Im Fach BWL erwerben die Schülerinnen eine betriebswirtschaftliche Grundbildung, die vom konkreten Erfahrungshorizont ihres wirtschaftlichen Umfelds ausgeht und die sie dazu befähigen soll, die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in ihrer späteren beruflichen Tätigkeit zu vertiefen und der rasch fortschreitenden Wissensentwicklung anzupassen. Sie lernen wirtschaftliche, rechtliche, soziale und ökologische Zusammenhänge kennen und zu beurteilen. Daher muss der Unterricht neben der Fachkompetenz auch Methoden- und Sozialkompetenz vermitteln, die die Schülerinnen zunehmend in die Lage versetzen, Informationen selbständig oder im Team zu gewinnen, entscheidungsorientiert auf konkrete betriebswirtschaftliche Problemstellungen anzuwenden und Arbeitsergebnisse zu präsentieren. Die Jahrgangsstufe 8 umfasst die Lerngebiete „Der Betrieb und seine Umwelt", welches auch ökologische Grundkenntnisse umfasst und „Der Betrieb als Kunde und Lieferant", in dem besonders rechtliche Grundbegriffe vermittelt werden. Weiterhin erwerben die Schülerinnen Kenntnisse zu den verschiedenen Zahlungsarten und der Lagerhaltung. In der Jahrgangsstufe 9 erarbeiten die Schülerinnen verschiedene Themengebiete zum Bereich Personalmanagement, wie Arbeitsvertrag, Arbeitsschutzgesetze oder die gesetzlichen Sozialversicherungen. Das Lerngebiet „Marketing" gewährt Einblicke in die Methoden der Marktforschung und die verschiedenen Marketinginstrumente. Die Möglichkeiten der Kostenoptimierung im Betrieb und das Thema „Unternehmensrisiko und Unternehmenskrise", in dem vorrangig private Versicherungen und Maßnahmen zur Lösung von Unternehmenskrisen behandelt werden, schließen das Stoffgebiet der 9. Jahrgangsstufe ab. In der 10. Jahrgangsstufe setzen sich die Schülerinnen besonders mit Rechtsformen und Zusammenschlüssen von Unternehmen auseinander. Sie lernen die wesentlichen Voraussetzungen für

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die Gründung eines Unternehmens kennen. Sie erkennen die Vor- und Nachteile von Unternehmenszusammenschlüssen sowie die Notwendigkeit rechtlicher Rahmenbedingungen zum Schutz des Wettbewerbs. Die Schülerinnen erwerben die Fähigkeit, Finanzierungsalternativen zu beschreiben und zu beurteilen, Kreditarten und Kreditsicherungsmöglichkeiten zu unterscheiden und betriebswirtschaftlich zu bewerten. Im Lerngebiet "Kapitalanlage" gewinnen die Schülerinnen einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten der Kapitalanlage und lernen Kriterien kennen, um Anlageentscheidungen im betrieblichen Bereich treffen zu können.

Fachschaft Wirtschaft – Volkswirtschaft Ausgehend von ihren betriebswirtschaftlichen Kenntnissen im Rahmen einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung lernen die Schülerinnen im Fach Volkswirtschaft das gesamtwirtschaftliche Spannungsfeld kennen, vor dessen Hintergrund sich auch betriebliches Handeln vollzieht. Sie erwerben die Fähigkeit, einfache wirtschaftliche Vorgänge zu beschreiben, zu erklären und Auswirkungen gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen auf ihr persönliches Umfeld zu beurteilen. Volkswirtschaftliche Modelle sollten immer wieder mit der Realität verglichen werden, um so die Grenzen ihrer Anwendbarkeit aufzuzeigen. Der Unterricht soll deshalb stets auf aktuelle Entwicklungen in Wirtschafts -, Sozial- und Umweltpolitik sowie auf die zunehmende internationale Verflechtung der Volkswirtschaften Bezug nehmen. Den Schülerinnen wird bewusst, dass alle Wirtschaftssubjekte in einem wechselseitigen Bezug zu anderen stehen. Sie können volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Interdependenzen in einem vereinfachten Kreislaufmodell darstellen und daraus Folgen sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für die gesamte Volkswirtschaft ableiten. Im Themengebiet Markt und Preis wird neben der Definition von Märkten den Schülerinnen bewusst, dass Angebot und Nachfrage von unterschiedlichen individuellen und gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängen. Mit Grafiken wird die Preisbildung verdeutlicht. Im Themenbereich Gesamtleistung einer Volkswirtschaft erkennen die Schülerinnen die Bedeutung des Bruttoinlandsprodukts als Leistungsmaßstab. Sie lernen das BIP von der Entstehungs-, Verteilungsund Verwendungsseite kennen. Die Entwicklungsgeschichte des Geldes bis zur Entstehung des Europäischen Währungssystems begreifen die Schülerinnen im Lerngebiet Geld und Währung. Neben Inflation und Deflation werden auch die geldpolitischen Instrumente der Europäischen Zentralbank an aktuellen Beispielen diskutiert.

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Am Ende des Schuljahres verstehen die Schülerinnen die Möglichkeiten und Grenzen nationaler-und internationaler Wirtschaftspolitik. Sie werden sich der Chancen und Risiken einer zunehmenden Internationalen Wirtschaftsverflechtung sowie der globalen Mitverantwortung des eigenen Landes für die internationale Wirtschaftsentwicklung bewusst.

Fachschaft Wirtschaft – Übungsfirmenarbeit Das Fach „Übungsfirmenarbeit“ stellt eine besondere Attraktion der Wirtschaftsschule dar. Hier sind Theorie und Praxis sehr eng verbunden, wodurch die berufliche Handlungskompetenz der Schülerinnen deutlich verstärkt wird. Die Übungsfirmen simulieren mittelständische Großhandelsunternehmen. Sie handeln wie wirkliche Firmen in einer simulierten Geschäftswelt. Als Plattform dient das bayerische Übungsfirmennetzwerk, welches weit über 200 Übungsfirmen beinhaltet. Frau Dorfner und Herr Holzer nehmen gemeinsam die Rolle der Geschäftsleitung ein. Im Gegensatz zu den klassischen Kernf��chern ist das Lehrerteam mehr als Moderator gefordert. Die Schülerinnen durchlaufen zwei Jahre lang (Klasse 9/10 bzw. 10Z/11Z) in drei Wochenstunden verschiedene praxisnahe Aufgaben unterschiedlicher Abteilungen. Beispielsweise erledigen sie Bestellungen (Abt. Material), buchen Zahlungseingänge (Abt. Rechnungswesen) oder bearbeiten den Warenversand (Abt. Absatz). Die Mädchen erhalten so einen praktischen Einblick in verschiedene Unternehmensbereiche. Sie arbeiten mit standardisierten Formularen (z.B. Rechnung, Lieferschein), entwickeln eigene Lösungsansätze (z.B. Geschäftsbrief, Mahnung) oder schaffen mit Kreativität und Teamgeist absatzsteigernde Maßnahmen (z.B. Flyer). Die Wirtschaftsschule Kasberger-Wildmann hat seit Jahren die Übungsfirma „Key West GmbH“ erfolgreich etabliert. Im Stile renommierter Textilhäuser werden Kleidungsstücke aller Art verkauft. Aufgrund aktueller Marktgegebenheiten haben die Mädchen zusätzlich die Entwicklung einer zweiten Firma angestoßen: Durch die steigende Popularität von Trachtenkleidung wurde die „GäubodenTracht GmbH“ gegründet. Die Schülerinnen haben voller Tatendrang vielseitige Aufgaben übernommen. Von einer Kapitalbedarfsrechnung über eine Gründungsbilanz bis hin zur Katalogentwicklung oder dem Logodesign wurde ein beeindruckendes Fundament für eine erfolgreiche Firma gesetzt. Um die Bürokommunikation berufsnah zu gestalten, hat jede Schülerin ihren eigenen Arbeitsplatz. 20 PCs, Drucker, Kopierer, Fax und Archive bzw. Ablagesysteme stehen den Mädchen zur Verfügung. Als wichtigste Software dient ein Üfa-Portal als Warenwirtschaftssystem für das gesamte

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Übungsfirmennetzwerk zur Gewährleistung der Praxisnähe. Im Schuljahr 2010/11 wurde dieses Portal überarbeitet und modernisiert. Wie in der realen Firmenwelt hat auch dieses Update einige betriebstypische Hürden verursacht. Mehr Praxisnähe geht nicht! Zum Abschluss eine Anekdote, die den Wert der „Übungsfirmenarbeit“ näherbringt: Eine Absolventin des Schuljahres 2009/10 hat bei einem Besuch von ihrem ersten Arbeitstag als Auszubildende zur Bürokauffrau berichtet. Als erste Aufgabe sollte sie eine Rechnung erstellen. Ihr Chef hatte dafür mindestens eine Stunde Arbeitszeit erwartet. Als sie zehn Minuten später eine mustergültige Rechnung vorzeigte, konnte dieser seine Überraschung und seine Begeisterung kaum verbergen. Sie erklärte ihm auf Nachfrage, dass sie in der „Übungsfirmenarbeit“ weit mehr als 20 Rechnungen erstellt hat.

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Fachschaft Biologie Im Fach Biologie werden Grundkenntnisse und -einsichten über die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch, Tier und Pflanze vermittelt. Die Schülerinnen sollen Achtung gewinnen vor allem Lebendigen und auch bereit sein, ihre eigene Gesundheit zu wahren. Das erste große Lerngebiet umfasst die Themen Zelle, Mikroorganismen und Evolution. Ein weiterer Themenschwerpunkt liegt in der Humanbiologie. Hier werden u.a. Verdauung, Atmung und Bau und Funktion des Blutkreislaufes behandelt. Auch Grundlagen der Vererbung und Beziehungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt sind ein Schwerpunkt der Biologie der 7. Klasse. Bei allen Themen wird ein konkreter Bezug zum Alltag und Körper der Schülerinnen hergestellt. Immer wieder werden die Mädchen aufgefordert, mit Hilfe des Internets bestimmte Sachverhalte zu erforschen und sich Lerninhalte selbst zu erarbeiten. Im Projektlerngebiet haben sich die Schülerinnen für „Be smart – don´t start" entschieden, einem bundesweiten Nichtraucherprojekt. Die Schülerinnen arbeiteten sowohl selbstständig als auch in Gruppen und führten eine fachgerechte Dokumentation und Präsentation der Ergebnisse durch. Am Tag der offenen Tür präsentierten sie dann mit viel Engagement und Spaß ihr Projekt vor einem größeren Publikum. Unter dem Motto „Liebe-Partnerschaft-Sexualität" stand der Seminartag, den Frau Bachl von der Schwangerenberatungsstelle des Gesundheitsamtes betreute. Hier konnten die Schülerinnen alle Fragen zu den Themen stellen, die sie bewegen und die sich bisher vielleicht noch nie zu stellen trauten. Ein Ausflug in das Naturkundemuseum Regensburg rundete das Schuljahr ab. Die Klasse erhielt eine Führung zum Thema „Wie entstand das Leben", nachdem die Schülerinnen zunächst eigenständig ihnen gestellte Aufgaben lösten.

Fachschaft Religion – Katholische Religionslehre Im Religionsunterricht sollen Glaubensaussagen in Beziehung zu den Erfahrungen und Interessen heutiger Jugendlicher gesetzt werden. Die Schüler sollen laut Lehrplan in den christlichen Glaubenszeugnissen menschliche Erfahrungen erspüren und diese mit ihrem eigenen Leben verbinden. Der Religionsunterricht gliedert sich demnach in drei große Hauptbereiche, deren Ziele und Inhalte in regelmäßigen Abständen und altersstufengerecht wiederkehren. Der erste Themenkreis behandelt „Lernen mit der Bibel - sich öffnen für Ausdrucksformen des Glaubens“. In den unteren Jahrgangsstufen werden hier besonders die „Frage nach Gott", „Propheten" und ausgewählte

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Bibeltexte besprochen, sowie die Deutung von Gleichnissen geübt. In den Klassen 9 bis 11 dagegen taucht immer wieder die Frage auf: „Was ist nach dem Tod"? Wir erörterten auch die verschiedenen Gottesvorstellungen in anderen Weltreligionen sowie die Frage nach dem „Jenseits". „Bibelteilen" nennt man verschiedene Umgangsformen mit Bibeltexten: Dabei werden bestimmte Aussagen nicht nur gelesen, sondern aus Einzelteilen zusammengefügt, verändert auf eine aktuelle Situation oder auch szenisch dargestellt. Das alles soll zum besseren Verständnis beitragen und schwierige Inhalte für die Schülerinnen interessanter machen. Wir stellten auch fest, dass es keineswegs zu kindisch war, in der 10. und 11. Jahrgangsstufe die Person Jesus Christus neu zu entdecken und kennenzulernen.

Fachschaft Ethik Ethikunterricht ist für diejenigen Schülerinnen Pflichtfach, die nicht am katholischen Religionsunterricht teilnehmen, und wird an unserer Schule jahrgangsübergreifend unterrichtet. Ziel ist es, die Schülerinnen zu werteinsichtigem Urteilen und Handeln zu befähigen sowie zu moralischer Mündigkeit zu führen. Sie sollen die geltenden Werte und Normen kennenlernen und die Bereitschaft entwickeln, sich an Grundsätzen zu orientieren, die sie vor ihrem Gewissen verantworten können. Die Schülerinnen sollen lernen, fremdes Verhalten besser zu verstehen, eigenes kritisch einzuschätzen und gegebenenfalls zu korrigieren. Sie sollen auch erkennen, dass die eigenen Ansprüche, Urteile und Entscheidungen angemessen formuliert und begründet werden müssen, wenn sie von anderen akzeptiert werden sollen. Damit verbunden ist die Forderung nach einer toleranten Grundhaltung anderen gegenüber. Der Ethikunterricht orientiert sich an den sittlichen Grundsätzen, wie sie in der Verfassung des Freistaats Bayern und im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland niedergelegt sind. Die Achtung vor der Würde des Menschen, die Erziehung zu Toleranz, Selbstbeherrschung und Achtung der Überzeugungen des Andersdenkenden sowie zur Übernahme von Verantwortung sind entscheidende Bestandteile des Unterrichts. Dazu werden Situationen und Probleme aus dem unmittelbaren Erfahrungsbereich der Schülerinnen und aus der Gesellschaft thematisiert. Gemeinsames Lernen von Schülerinnen, die aus verschiedenen Kulturkreisen stammen, soll dem einzelnen die Chance eröffnen, seine eigenen kulturellen und religiösen Wurzeln zu erkennen und unter Achtung der Überzeugung der anderen Verantwortung für das Zusammenleben der Menschen zu übernehmen.

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Fachschaft Deutsch Der Deutschunterricht an der Wirtschaftsschule dient der Entwicklung der schriftlichen und mündlichen Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit unserer Schülerinnen. Seine Aufgabe ist es, diese zu befähigen, sich kritisch mit Themen und Medien aus dem eigenen Erfahrungs- und Interessenbereich sowie aus dem Bereich der schulischen Praxis mündlich und schriftlich auseinanderzusetzen. Er stärkt die Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler und ermöglicht ästhetische Erlebnisse sowie künstlerische Bildung, die eine dauerhafte, von Interesse geprägte Teilhabe am kulturellen Leben ermöglicht. Andererseits trägt er wesentlich zur Vorbereitung der Jugendlichen auf die Anforderungen der Berufsund Arbeitswelt bei. Um diese Anforderungen, die der Lehrplan formuliert, auch in der Praxis umzusetzen, bedarf es vielfältiger Methoden. So wird z.B. in der Jahrgangsstufe 9 +10Z die Auseinandersetzung mit Medien am praktischen Beispiel geübt. Regelmäßig nehmen wir am Projekt „Zeitung in der Schule teil" und die Schülerinnen haben Gelegenheit, vier Wochen lang das Straubinger Tagblatt im Unterricht und zu Hause zu lesen. Dabei lernen sie die Vielfalt der verschiedenen Medientexte und das Informationsangebot der regionalen Tageszeitung kennen und nutzen. Dem Thema Lesen als einer Grundvoraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg widmen wir uns ganz besonders. Heuer wurde dazu in der achten Jahrgangsstufe wieder der Deutschtest „VERA 8“ durchgeführt, der ebenfalls das Leseverständnis abprüft. Aber das Thema Lesen ist in allen Jahrgangsstufen präsent. Die Freude am Buch und an der Lektüre soll vor allem durch das Lesen einer Ganzschrift gefördert werden. So wird im Unterricht mindestens ein Buch gemeinsam gelesen. Seit einiger Zeit nutzen wir in den unteren Klassen zusätzlich die Plattform „Antolin". Die Schülerinnen der siebten und achten Klasse können von zu Hause aus Fragen zu den von ihnen gelesenen Büchern beantworten und so Punkte sammeln. Als Anreiz können besonders fleißige Schülerinnen am Schuljahresende Urkunden über den Lesefleiß mit nach Hause nehmen. Das neue Schuljahr begann für die Schülerinnen der Abschlussklassen gleich mit einer großen literarischen Herausforderung, stand doch Goethes „Urfaust“ auf dem Programm des Südostbayerischen Städtetheaters. Da schon seit Jahren in den Abschlussklassen ein Theaterbesuch obligatorisch ist, war die Lektüreauswahl schnell getroffen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem anspruchsvollen Stoff und der für heutige Verhältnisse oft schwer verständlichen Sprache gelang es den Schülerinnen doch, die Zweifel des stets unzufriedenen und suchenden Faust und seine Verstrickung in Schuld gegenüber Gretchen herauszuarbeiten und auf heutige Situationen zu übertragen. Der Theaterbesuch wurde dann auch zu einem interessanten und anregenden Erlebnis.

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Lektüren in den verschiedenen Jahrgangsstufen: Klasse 7

Margret Peterson Haddix Schattenkinder

Klasse 8

Gudrun Pausewang Die Wolke

Klasse 9+10Z

John Boyne Der Junge im gestreiften Pyjama

Klasse 10+11Z

Johann Wolfgang von Goethe Faust I

Klasse 10

Fragt mal Alice Das anonyme Tagebuch eines drogenabhängigen jungen Mädchens

Fachschaft Englisch Ziel des Englischunterrichts an unserer Wirtschaftsschule ist es, den Schülerinnen diejenigen Sprachkenntnisse und -fertigkeiten zu vermitteln, die nach den einschlägigen KMK-Richtlinien das Niveau eines mittleren Schulabschlusses konstituieren, und ihnen damit auch den Besuch von Schulen, die diesen Abschluss voraussetzen, zu ermöglichen. Die Vermittlung dieser Kenntnisse und Fertigkeiten geht mit dem Ziel einher, die Schülerinnen zu einer praktischen mündlichen und schriftlichen Kommunikationsfähigkeit zu führen, die sie in die Lage versetzt, einfache Situationen des privaten Alltags und der Arbeitswelt unter Einsatz der englischen Sprache zu bewältigen. Das bedeutet für den Unterricht, dass der Fremdsprachenbedarf in gängigen Situationen des Alltags und einer beruflichen Tätigkeit in Wirtschaft und Verwaltung im Unterricht berücksichtigt werden soll. Neben dem Vermitteln eines Grundwissens über die Sprache und die Zielkultur muss den Schülerinnen genügend Gelegenheit gegeben werden, in der übenden Anwendung der Sprache die Fertigkeiten zu entwickeln, die für diese Situation benötigt werden. Da der tatsächliche Fremdsprachenbedarf in den späteren Lebenssituationen individueller sein wird, als es in der Schule vermittelt werden kann, ist es eine weitere wichtige Aufgabe des Englischunterrichts an Wirtschaftsschulen, die Schülerinnen dazu zu motivieren, ihre Sprachkenntnisse und -fertigkeiten selbstständig zu erweitern und den jeweiligen Erfordernissen anzupassen. Dazu bedarf es eines Englischunterrichts, der auch Freude am Umgang mit der Sprache zu wecken versteht und dadurch zu lebenslangem Lernen motiviert. An unserer Schule wird versucht, diese Freude in vielfältiger Hinsicht zu fördern. Zunächst natürlich durch den muttersprachlichen Unterricht von Frau Whitehead, gezielte Übungen ab der 7. Klasse zur Förderung des Hörverständnisses, ein sechstägiger Englandaufenthalt in Klasse 8 und die Teilnahme am Big Challenge Wettbewerb in Jahrgangsstufe 7 und 8.

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2011 findet außerdem erstmals ein Vorlesewettweb in der 8. Klasse statt. Private Briefe werden in der achten Klasse mit einer Partnerschule in Aberdeen ausgetauscht und auch über das Internetportal „epals“ werden englischsprachige Mails in die USA verschickt. In den höheren Jahrgangsstufen steht die Lektüre einfacher Geschichten auf dem Lehrplan, die dann der Klasse vorgestellt werden. „Commercial English“ setzt in Klasse 9 ein. Die Schülerinnen erlangen die Fähigkeiten, Geschäftskorrespondenz auch in Englisch zu erledigen. Die Zertifikatsprüfung LCCI, die an der Schule angeboten wird, vertieft diese Fähigkeiten. In den Abschlussklassen rückt dann der mündliche Ausdruck sehr in den Vordergrund. An Hand von aktuellen Themen wird versucht, im Unterricht in der Fremdsprache zu diskutieren. Diese Diskussion ist auch Bestandteil der Abschlussprüfung.

Fachschaft Erdkunde Das Fach Erdkunde soll Grundkenntnisse und -einsichten über die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Raum vermitteln. Die Schülerinnen gewinnen aus diesem Raumverständnis ein geschärftes Empfinden für den Wert der Umwelt und sind fähig, die Verschiedenheit der natürlichen und der von den Menschen gestalteten Lebensbedingungen einzuschätzen. Mit der Erörterung wirtschafts- und sozialgeografischer Fragen will das Fach auch Zugänge zu den Bereichen Wirtschaft und Arbeitswelt eröffnen. Es bezieht darüber hinaus Aspekte anderer Raumwissenschaften mit ein. Das Fach Erdkunde baut auf dem Erdkundeunterricht der Hauptschule auf, der in den Jahrgangsstufen 5 und 6 im Wesentlichen die Themenbereiche „Die Erde auf einen Blick“, „Region und Umwelt“, „Bayern“ und „Stadt und Land“ behandelt. Zwei einführende Lerngebiete befassen sich mit Arbeitstechniken sowie Klima. Ausgehend von Deutschland werden Europa und bedeutende außereuropäische Wirtschaftsräume betrachtet. Neben Orientierungswissen wird ein Überblick über die Vielfalt der Raumstrukturen unseres Kontinents erarbeitet. Viele der drängenden Gegenwartsprobleme sind im nationalstaatlichen Rahmen nicht mehr zu lösen. Das Verständnis für europäische Zusammenhänge, Zusammenarbeit und Integration ist deshalb eine zukunftsorientierte Notwendigkeit. Ziel ist es, ein europäisches Bewusstsein und das Verständnis für Globalisierungsprobleme zu wecken. Wichtig ist auch die Aufgeschlossenheit für ein verantwortungsbewusstes Handeln in Bezug auf unseren Lebensraum. Die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt soll im Mittelpunkt des Unterrichts stehen. Die Schülerinnen nutzen ihre erdkundlichen Kenntnisse und Fähigkeiten im privaten, beruflichen und öffentlichen Leben z. B. dadurch, dass sie sich für andere Menschen oder für den Umweltschutz

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einsetzen. So übernehmen sie Eigenverantwortung in ihrem persönlichen Umfeld und lernen, sich argumentativ auseinanderzusetzen. Dadurch können ökologische Zusammenhänge ebenso wie Ursache und Wirkung menschlicher Eingriffe und die Verflechtung ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Bedingungen sichtbar werden.

Fachschaft Textverarbeitung Die Textverarbeitung umfasst drei Kompetenzbereiche, diese sind das Erstellen und Gestalten von Schriftstücken sowie die rationelle Bearbeitung. Beim Erstellen der Schriftstücke wird das 10-FingerTastschreiben angewandt. Die Texte werden dann unter Berücksichtigung der DIN-Regeln und der Grundregeln zu Typographie und Layout gestaltet. Die Bearbeitung der Schriftstücke erfolgt rationell und strukturiert. Der Textverarbeitungsunterricht ist ein wichtiger Baustein im Rahmen des besonderen Profils der Wirtschaftsschule, der die Schülerinnen praxisgerecht auf das Berufsleben vorbereitet. Das Fach Textverarbeitung greift dabei immer wieder auf die in anderen Fächern erworbenen Kompetenzen zurück, sodass eine enge Zusammenarbeit unerlässlich ist. So werden Schreiben, die in den Fächern Deutsch, Übungsfirmenarbeit und Betriebswirtschaft entworfen werden, normgerecht in Geschäftsbriefe umgesetzt. Auch mit dem Fach Projektarbeit ist eine Zusammenarbeit unumgänglich. Als Beispiel hierzu das umfangreiche Projekt „Beruf und Ausbildung“ der Klassen 9 und 10 Z, in dem die Schülerinnen fehlerfreie Bewerbungsmappen mit den erforderlichen Schriftstücken wie Anschreiben und Lebenslauf erstellen müssen. Die erworbenen Kompetenzen sind grundlegende Voraussetzungen, um in der Berufs- und Arbeitswelt selbständig und eigenverantwortlich zu handeln und zu entscheiden.

Fachschaft Datenverarbeitung Die Datenverarbeitung fokussiert sich auf drei Kernbereiche: Tabellenkalkulation mit Excel, Präsentation mit Powerpoint sowie Grundlagen der elektronischen Datenverarbeitung. Die Tabellenkalkulation ist in der freien Wirtschaft unverzichtbar geworden. Die Berechnung von Lagerbeständen, das Erstellen von Dienstplänen in Krankenhäusern oder Zinskalkulationen bei Banken stehen stellvertretend für den vielschichtigen Einsatz von Excel. Die Schülerinnen der Klassen

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8, 9 und 10Z werden hierauf mit ausführlichen Übungen vorbereitet. Darüber hinaus werden fachübergreifende Kompetenzen gefördert. Hier stehen beispielsweise Handelskalkulation (Betriebswirtschaft), Durchschnittsrechnung (Wirtschaftsmathematik) oder Mehrwertsteuerberechnung (Rechnungswesen) im Vordergrund. Zudem wird das Gespür für wichtige Kennzahlen und die visuelle Ergebnisdarstellung geweckt. Die Präsentation von Ergebnissen, die Vorstellung von Unternehmen, die Erklärung neuer Arbeitstools ist ohne die Hilfe von Powerpoint kaum mehr vorstellbar. Daher erarbeiten die Mädchen eigene Vorträge mit diesem Präsentationsprogramm. Hier wird die Fähigkeit entwickelt, das Interesse des Zuschauers durch geschickten Einsatz der vorhandenen Hilfsmittel anzuregen. Im dritten Kernbereich wird das Grundverständnis für die Datenverarbeitung entwickelt. Aufbauend auf den drei Themenblöcken Software – Hardware – Firmware wird das Verständnis für den Computer und alle zugehörigen Komponenten gefördert. Aktuelle Themen wie die Einführung des iPads oder Datenschutz bei facebook dürfen natürlich nicht fehlen. Im Fach Datenverarbeitung werden wichtige Fähigkeiten gefördert, die den Mädchen sowohl in der Berufsschule als auch im Büro zu einem Vorteil gegenüber Auszubildenden anderer Schularten verhelfen können.

Fachschaft Kunst „Warum gibt es Kunstunterricht in der Wirtschaftsschule?“ Diese Frage stellen sich vielleicht manche Eltern, die stattdessen lieber mehr Zeit für "wichtige" Lernfächer hätten. Im Kunstunterricht aber geht es nicht nur um das Erlernen von Fertigkeiten und kunstgeschichtlichem Wissen, sondern vielmehr um allgemeine Fähigkeiten, die für die gesamte Persönlichkeitsbildung wichtig sind. Jedes Kunstwerk handelt von Schönheit. Wir nehmen sie wahr, reagieren auf sie mit Gefühlen. Es gibt viele Definitionen von Schönheit. Trotzdem bleibt sie ein Geheimnis. Schönheit ist nicht immer sichtbar im Äußeren. Sie kann tief verborgen sein, schwer zu erkennen. Wir alle haben ein Gefühl für Schönheit und Vollkommenheit in unserem Inneren. Welche Art von Glück empfinden wir bei der Betrachtung eines Bildes, beim Hören von Musik? In der Betrachtung und Gestaltung von Kunst können wir dieses Gefühl für das Schöne in uns selbst entwickeln und stärken. Schönheit als Grundlage des Lebens zeigt uns den richtigen Weg. Im Lehrplan für die Wirtschaftsschule wird das folgendermaßen formuliert: „Bildende Kunst ist heute ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur, unseres Lebens und unserer Kommunikation geworden. Visuelle Erscheinungen beeinflussen entscheidend unser Urteilen und

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Handeln. Der Unterricht in diesem Fach befasst sich mit Inhalten aus der Kunstgeschichte und mit aktuellen visuellen Darstellungsformen. Vielfältige Aufgabenstellungen, thematisch verknüpft mit der Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler, regen diese dazu an, eigene Fantasien und Vorstellungen zu entwickeln sowie sich in nicht sprachlichen Ausdrucksformen zu äußern. Der Unterricht führt zu differenzierter Wahrnehmung der Umwelt. Die Schülerinnen genießen visuelle Werke und beziehen eigene Standpunkte. Sie erfahren ihre Lebensrealität als gestaltbar, wirken aktiv an ihrer Lebenswelt mit und wagen dabei persönlichen Ausdruck. Die Schülerinnen erhalten Einblicke in die Entwicklung eigener und fremder Kulturen. Unterschiedliche Stilausprägungen werden als Ausdruck unterschiedlicher Lebensauffassungen wahrgenommen. Durchdachte Wertvorstellungen und Kritikfähigkeit entwickeln sich gegenüber eigenen und fremden Werken. Das Bemühen um individuelle Lösungswege fördert in besonderer Weise die Kreativität der Schülerinnen sowie ihre Flexibilität, Spontaneität und Fantasie. In der musischen Erziehung wird ganzheitlich gelernt. Neben der sprachlichen Ausdrucksform liegt hier der Schwerpunkt besonders auf der praktischen Tätigkeit und dem nichtsprachlichen Ausdruck. Die intensive Beschäftigung mit Kunst fördert und fordert emotionale, rationale, kommunikative und motorische Fähigkeiten der jungen Menschen. Sie steigern dabei zunehmend ihre Konzentrations- und Leistungsbereitschaft. Musische Erziehung trägt in besonderem Maße zur Entwicklung eigenverantwortlichen, planvollen und ausdauernden Handelns und zur Selbstorganisation von Lernprozessen bei. Teamarbeit und die Präsentation von Ergebnissen sind wesentliche Bestandteile des Lernens. Einzelleistungen in Gesamtprojekten fördern verantwortungsbewusstes Handeln und Kooperationsfähigkeit. Das Fach stellt eine Hilfestellung für den Übergang in das Berufsleben oder eine weiterführende Schullaufbahn dar. Zudem bildet es eine Grundlage für eine positive und kreative Lebens- und Freizeitgestaltung und hilft somit auch in der Zukunft, als Erwachsener, den Anforderungen des Lebens gerecht zu werden." (Bayr. Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Lehrplan für die Wirtschaftsschule, Musische Erziehung, Mai 2009, S. 1/2) Inge Schumacher-Tyroller

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Berichte aus den Neigungsgruppen Neigungsgruppe „Spiele“ Jeden Dienstag trafen sich in der Neigungsgruppe Spiele 11 Mädchen. Entweder, um einfach nur Spaß am Spiel zu haben, oder um etwas Nervenkitzel bei einem Sieg zu verspüren. Noch nie blieb eine Neigungsgruppe „Spiele“ das ganze Halbjahr einem einzigen Spiel so treu wie diese Mädchen. Trotz der großen Auswahl verschiedenster Spiele reihte sich jede in einen Spielfanclub ein und genoss, jedes Mal aufs Neue, die Herausforderung beim gleichen Spiel. Die einen wurden nicht müde, Personen in dem Spiel „Wer ist es“ zu analysieren. Eine weitere Gruppe, die Würfelfanatiker, konnten den Dienstag kaum erwarten, um in dem Würfelspiel „Kniffel“ die erfolgreichste Strategie auszutesten. Und dann gab es da noch die „Herausforderer“. Drei Schülerinnen aus Klasse 9 und 10 spielten Woche für Woche „Spiel mit 4“ gegen Frau Dorfner und verloren tapfer jedes Spiel, Woche für Woche. Jedes Spiel? – Nein, einmal, am 12. April, konnten die Schülerinnen von 24 Spielen (in 45 Minuten!) ein Spiel gewinnen. Der Jubel war dementsprechend groß und die gesamte Neigungsgruppe freute sich mit ihnen. P.S. Zugegeben, zum Ende des Schuljahres gewannen die drei Herausforderinnen dann doch das eine oder andere Spiel.

Neigungsgruppe „Theater“ In diesem Schuljahr haben sich zunächst sechs Schülerinnen aus den Klassen 7, 9 und 10 zusammengefunden, um gemeinsam mit Frau Freese Theater zu spielen. Alle träumten von der großen Rolle, die sie spielen würden, aber dass vor diesem Traum harte Arbeit stehen würde, war nicht jeder bewusst. In den ersten Stunden wurde nämlich die richtige Sitzhaltung, das korrekte Atmen sowie Mimik und Gestik geübt. Auf Zuruf sollten wir lachen, weinen oder einfach nur traurig sein. Das war gar nicht so einfach und erforderte viel Übung. Schnell zeigten sich die besonderen Talente: So konnte Marina auf Anhieb traurig sein, Jacqueline weinen, Teresa herzhaft lachen oder Emilie ihre Wut zum Ausdruck bringen. Nach diesen Übungsstunden wurde es ernst. Gemeinsam suchten wir ein Theaterstück aus und bearbeiteten es. Da wir uns für den „Kaukasischen Kreidekreis" von Bertolt Brecht entschieden haben, mussten wir den Inhalt so umschreiben, dass wir, aber auch unsere Mitschülerinnen, ihn verstehen

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würden. Da es um das Motiv der richtigen Mutter geht, haben wir uns mit dem Märchen, in dem es um dieses Motiv geht, sowie mit dem Salomonischen Urteil befasst. Als uns der Inhalt endlich klar war, machten wir uns daran, die vielen Textpassagen, die uns unverständlich waren, so umzuarbeiten, dass sie unserem Sprachgebrauch entsprachen. Natürlich mussten wir auch entscheiden, wer für welche Rolle geeignet war und ob diejenige bereit war, sie zu lernen und zu spielen. Nachdem das geklärt war, ging es mit den Proben los. Es gab viele, Probleme: mal saß der Text nicht oder es fehlte eine Schülerin, so dass es nicht voran ging. Dann kam der Tag der offenen Tür und wir sollten das Stück vor unseren Eltern, Lehrern, Mitschülerinnen und den Gästen aufführen. Wir waren unheimlich aufgeregt und obwohl die Generalprobe recht schlecht war, gelang der eigentliche Auftritt fast fehlerfrei. Wir bekamen viel Applaus und überglücklich verbeugten wir uns vor den Zuschauern. Im zweiten Halbjahr stießen fünf neue „Schauspielerinnen" zu unserer Gruppe. Wir übten in veränderter Besetzung weiter und traten nochmals beim Sommerfest auf. Es wurden aber auch viele Sketche geprobt, sodass die „Neuen" in unserer Theatergruppe integriert wurden.

Neigungsgruppe „Stricken“ „Wir nehmen nun 150 Maschen auf unsere Rundstricknadel auf!". Bei dieser ersten Anweisung von Frau Hundhammer erschienen in den Gesichtern vieler Schülerinnen der Neigungsgruppe Stricken Anzeichen von Unverständnis. Sie war nämlich davon ausgegangen, dass 14-jährige Schülerinnen heute wie vor über 30 Jahren bereits Stricken gelernt hätten. Nachdem aber dieses Missverständnis aus dem Weg geräumt war, ging es richtig los mit Maschen aufnehmen und dann immer mit rechten Maschen bis zum grünen, grauen oder rosa Schlauchschal. Es war schön zu sehen, wie die Schals – manchmal mit der heimlichen Hilfe der Oma zuhause – wuchsen und wuchsen. Und das Schönste am Stricken kam auch nicht zu kurz: Es lässt sich so wunderbar ratschen nebenbei!

Neigungsgruppe „Tanzen“ Jeden Dienstag in der Zeit von 13:45 und 14:30 Uhr findet die Neigungsgruppe Tanzen statt. Unter der Leitung von Frau Hülya Karatay erarbeitete sich die Gruppe im Laufe des Jahres einige Choreografien.

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Die 13 Schülerinnen studierten dieses Schuljahr die Tänze zu „Glow“ von Madcon, „Waka waka“ von Shakira, „Düm tek tek“ von Hadise und „Fighter“ von Christina Aguilera ein. Ziel dieser Neigungsgruppe war die Förderung des musisch-ästhetischen Bereiches, das Tanzen als Ausdruck von Lebensfreude, die Freude und der Spaß an rhythmischer Bewegung und die Förderung der persönlichen Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeit. Im Laufe des Schuljahres bildeten sich neue, klassenübergreifende Freundschaften. Die einzelnen Schülerinnen waren motiviert, etwas in der Gruppe zu bewegen. Manchmal auch mit etwas Druck, aber meist aus Freude an der Bewegung zur Musik, entstehen neue Projekte. Zielgerichtet arbeiten wir das ganze Jahr über im Eiltempo jedem einzelnen Termin entgegen. Manchmal war es nicht möglich, dies in der einen Stunde pro Woche zu erstellen; dann mussten die Schülerinnen Eigeninitiative entwickeln und zusätzlich an manchem Nachmittag üben. Die Tänze wurden dann am „Tag der offenen Tür“, beim „Maifest“ und natürlich bei der Abschlussfeier aufgeführt. Mit viel Eifer und Elan machten sich die einzelnen Schülerinnen ans Werk, sie brachten eigene Ideen mit ein und halfen sich untereinander, bestimmte Schrittfolgen zu erarbeiten. Eine wichtige Veranstaltung war wiederum das jährliche Tanzfest, das vom Arbeitskreis „Sport in Schule und Verein“ veranstaltet wurde, und an dem wir selbstverständlich teilnahmen.

Neigungsgruppe „Presseschau“ In der Neigungsgruppe „Presseschau“ waren wir insgesamt neun Schülerinnen aus den verschiedensten Klassen. Jeden Donnerstag versuchten wir unter Anleitung von Frau Kasberger, brandneue Themen der Woche auszuarbeiten. Wir bildeten Gruppen aus in der Regel zwei bis drei Schülerinnen, die dann zusammenarbeiteten. Jede Gruppe suchte sich eines von den vorgeschlagenen Themen aus. Beliebte Themen in unserer Neigungsgruppe waren die Vulkanausbrüche, der neu entdeckte Virus sowie die Zerstörung der Atomkraftwerke in Japan aufgrund des heftigen Erdbebens und Tsunamis. Aber natürlich beschäftigten wir uns nicht nur mit tragischen Geschehnissen, sondern auch mit unterhaltsamen Dingen, wie beispielsweise „Deutschland sucht den Superstar“ oder auch mit den neuesten Promi-Ereignissen. Gemeinsam recherchieren wir dazu im Internet nach den nötigen Informationen. Ebenso wollten wir natürlich nicht nur mit Texten auf die Ereignisse der Woche aufmerksam machen, sondern wir versuchten soweit wie möglich, mit Bildern oder Statistiken zu arbeiten. Als

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Arbeitsergebnis klebte jede Gruppe ihre ausgedruckten Fotos und Texte auf ein dafür vorgesehenes Plakat mit der Überschrift „Thema der Woche“, das dann im Gang vor der Klasse aufgehängt wurde. So war jede Schülerin immer top über die aktuellsten Vorkommnisse informiert – und das Woche für Woche. Das absolute Highlight in der Presseschaustunde ist aber immer noch der Zugang zu Facebook. Wenn wir gut gearbeitet hatten, erlaubte uns Frau Kasberger gelegentlich zu chatten. Das war der perfekte Abschluss für die Neigungsgruppe und jeder war glücklich und zufrieden. Patricia Aigner

Neigungsgruppe „Singen“ Wie immer starteten wir unsere Singgruppe am Dienstagnachmittag mit vielen Oldies und Gitarrenbegleitung. Am „Tag der offenen Tür“ gaben wir dann unsere Lieblingssongs zum Besten. Aufgeregt sang sich unsere 7. Klasse mit den altbewährten Songs „Laudato si" und „Sailing" in die Herzen der Zuhörer. Zum „Maifest“ erfreuten wir die Gäste mit „Cockles and Mussels" und ein paar neuen Liedern: „Live is Life" und „Father and Son" waren die Hits der 10Z. Im zweiten Halbjahr wagten wir uns wieder an neue Dinge. Ein neues Liederbuch wurde angeschafft und nun singen wir mit Hintergrundmusik die neuesten Songs, wie z.B. „Krieger des Lichts", „Fireflies" und „Geboren um zu leben" und fühlen uns dabei wie die Superstars.

Neigungsgruppe „Bewegen – Dehnen – Entspannen“ Um es mit einem Gedicht von Wilhelm Müller auszudrücken: „Die Menschen, die nach Ruhe suchen, die finden Ruhe nimmermehr, weil sie die Ruhe, die sie suchen, in Eile jagen vor sich her." Viele Stressfaktoren bestimmen den heutigen Schulalltag. Daher ist es wichtig, zwischendurch auch für Entspannung zu sorgen. Aus diesem Grund wurde bereits vor einigen Jahren eine eigene Neigungsgruppe: „Bewegen – Dehnen – Entspannen" gegründet. Gerade an den Tagen, an denen Ganztagsunterricht stattfindet, wird diese kleine Verschnaufpause von einigen Schülerinnen immer wieder gerne genutzt.

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Neigungsgruppe „LCCI – Business English Certificate“ Da heutzutage Englisch als die internationale Geschäftssprache gilt, und in vielen deutschen Unternehmen schon als Betriebssprache verwendet wird, bereiten sich alljährlich die Schülerinnen unserer 9. und 11. Klassen unter der Leitung von Frau Elizabeth Whitehead auf die weltweit anerkannte Zertifikatsprüfung der Londoner Handelskammer (LCCI ) vor. Diese praxisorientierte Prüfung, die aus einer schriftlichen Pflichtprüfung und einem HörverständnisTest besteht, wurde im März dieses Jahres wie üblich bei uns in der Schule abgelegt. Sie ist an den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) angeglichen, und testet die Englischkenntnisse unter Verwendung von realistischen Aufgaben, z.B. Geschäftsbrief, Telefonnachricht, Aktennotiz, EMail, usw. Der Inhalt dieser wöchentlichen Vorbereitungsstunden dient gleichzeitig zur Vertiefung des nötigen Wortschatzes und der schriftlichen Aufgaben für die Abschlussprüfung. Natürlich war die Begeisterung der Teilnehmerinnen wie immer groß, als Ihnen ein wohlverdientes Zertifikat über die bestandenen Prüfungen ausgehändigt werden konnte. Eltern, Lehrer und Schülerinnen wissen, dass dieses Zeugnis bei der heutigen Bewerbung um einen Ausbildungsplatz eine wertvolle Hilfe darstellen kann. Und wer weiß wirklich, wie die Zukunft aussieht - ob es vielleicht ins Ausland gehen wird, oder ob eine Stelle bei einem internationalen „Global Player“ auch hier in Bayern locken könnte? Neigungsgruppe „Lesen“ „Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich.“ – Tschingis Aitmatov Dazu hatten in der Neigungsgruppe Lesen die Schülerinnen jeden Dienstag Gelegenheit. Aus den verschiedensten Büchern, vor allem Büchern für Jugendliche konnten die Mädchen wählen und sich eine dreiviertel Stunde lang bei der Lektüre entspannen. Auch wenn nur eine kleine Gruppe von Schülerinnen sich regelmäßig am Dienstag einfand, um in der Bibliothek nach Lesestoff zu suchen und zu schmökern, machte es doch Freude zu sehen, wie die einzelne Schülerin mit der Zeit in ihrem Buch versank und sich von der spannenden, romantischen oder komischen Geschichte einfangen ließ.

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Neigungsgruppe „Tschechisch“ Grüß Gott, ahoj, dobry`den. Europa ist ein Kontinent mit vielen unterschiedlichen Traditionen und Sprachen. Auch in diesem Jahr entschieden wir uns, Kenntnisse im Bereich Bohemistik zu vertiefen. Acht Schülerinnen nahmen an der Neigungsgruppe „Tschechisch“ teil. Während des Schuljahres erlernten sie die wichtigsten Redewendungen, um sich in unserem nahen Nachbarland verständigen zu können. Wer weiß, vielleicht können die Mädchen schon in den nächsten Ferien dieses Wissen bei einem Besuch in der goldenen Stadt Prag, in den westböhmischen Kurorten oder im „Böhmischen Paradies“ praktisch anwenden.

Neigungsgruppe „Rhetorik“ Bei der Frage nach dem Weg, beim ersten Date, beim Ausfragen in der Schule – die Rhetorik begleitet uns in nahezu jeder Situation des Alltags. So verrät die Stimme viel über den Gemütszustand einer Person oder die Körperhaltung lässt einen selbstsicheren oder schüchternen Menschen erahnen. Ziel der Neigungsgruppe war es, den Mädchen zu verdeutlichen, was sich hinter dem ihnen kaum bekannten Begriff „Rhetorik“ verbirgt und wie man dieses Wissen aktiv steuern kann. Gemeinsam wurden verschiedene Aspekte aus den Teilbereichen Mimik, Gestik, Stimme, Körperhaltung separat erarbeitet und im Anschluss praktisch angewandt. Großen Anklang fand beispielsweise eine Übung zur Stärkung des Stimmvolumens sowie zur Verbesserung der Artikulation. Hier wurden Zungenbrecher wie „Fischers Fritze fischt frische Fische“ dreimal laut vorgelesen: zuerst ganz gewöhnlich, danach mit einen Korken zwischen den Zähnen, abschließend wieder korkenfrei. Der erzielte Effekt – eine deutlich klarere Stimme – hat große Begeisterung verursacht. Das Darstellen von Begriffen via Pantomime (bekannt aus „Activity“) oder Begriffserklärungen ohne Einsatz jeglicher Gestik (bekannt aus „Tabu“) folgten als weitere Beispiele zur Wirkung der Rhetorik. Geübt wurde das Erlernte abschließend in alltagsnahen Übungen. Im Fokus stand das Bewerbungsgespräch. Gemeinsam wurden die verschiedenen Teilbereiche eines Interviews geprobt, erarbeitet und verbessert. Hier hat sich deutlich gezeigt, dass von der Begrüßung bis zur Verabschiedung viele Facetten zu berücksichtigen sind: vom kräftigen Händedruck mit freundlichem Blickkontakt zur Begrüßung über eine aufrechte, interessierte Körperhaltung bis hin zur Platzierung der Hände und Arme.

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Neigungsgruppe „Walking“ Die Neigungsgruppe Walking war ein bunt gemischtes Potpourri aus allen Klassen, dementsprechend unterschiedlich waren auch die Ansprüche an das Walken. Während die „Großen“ liebend gern Pausen auf sämtlichen Spielplätzen im Umkreis von 500 m um die Schule machten, genossen es die Jüngeren, stramm zu marschieren. Bereitwillig gingen sie den Allachbach, schnell vorbeigehuscht an zwei Spielplätzen – natürlich unter Protest – , entlang bis zum Freibad und zurück. Richtig schön war dabei das Frühlingserwachen der Pflanzen- und Tierwelt, vor allem der Enten mit ihren Jungen, zu beobachten. Wie schnell sich doch jede Woche die Natur veränderte! Je wärmer die Tage wurden, umso kürzer waren dann auch die Marschrouten. So ging es zum Beispiel an einem sehr heißen Tag von der Schule direkt zur Eisdiele und mit kühler Erfrischung in der Hand geradewegs in den schattigen Park. Dort wurde dann auf Parkbänken etwas entspannt. Unsere Art des Walkens machte auf jeden Fall allen Teilnehmern großen Spaß!

Neigungsgruppe „Entspannung“ Es ist Donnerstagnachmittag, 13.45 Uhr. Die Schülerinnen, die sich zur Neigungsgruppe Entspannung zusammenfinden, sind erschöpft von einem anstrengenden Vormittag. Sie haben aber noch den nicht minder kräftezehrenden Nachmittagsunterricht vor sich. Wie gut, dass wir uns jetzt Zeit nehmen können für eine Stunde Entspannung und Ruhe. Bei Duftlampen und Entspannungsmusik beginnen wir mit verschiedenen Yoga-Übungen, die vor allem den Nacken- und Rückenbereich entlasten sollen. Zugegeben, dies ist ein schweißtreibender Beginn für eine Neigungsgruppe Entspannung, aber dafür gönnen wir uns danach eine Ruhephase, für die Frau Hundhammer das Buch „Unterwegs auf dem Zauberteppich" eingepackt hat. Bei leiser Musik entspannen wir uns und lassen unsere Phantasie zu einer Reise ans Meer oder in den Weltraum aufbrechen. Zurück im „Hier und Jetzt“ lesen wir noch ein Kapitel aus dem Buch „Momo" von Michael Ende. Erholt können wir anschließend den Nachmittagsunterricht in Angriff nehmen.

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Neigungsgruppe „English Conversation“ (Abschlussklassen) Keep on talking! – With the prospect of their final examinations coming ever closer, and the knowledge that a good result in the speaking exam can help to boost their final grade in English, a large number of students from classes 10 and 11Z joined Mrs Whitehead on Tuesday or Thursday afternoons from March to June in order to practise their conversation skills. We concentrated on the topics for the examination, such as shopping, travel, free time, jobs etc, and worked in samll groups to descripe pictures and hold short discussions on questions such as "Where shall we go on holiday together?" or "Who would be the right person for this job?" or "Where shall we go to celebrate the end of our exams?" The main purpose of the sessions was to practise using the language and learn some new words and phrases to help us in the exam. Mrs Whitehead showed everyone how to find a way round a problem when the exact words dont come to mind, and how to keep the conversation going. The students in Class 10 have clearly benefited from their week in England two years ago, and their confidence in speaking the language should prove very useful not only in the exam situation, but also in future, either at work or on holiday anywhere outside Germany!

Neigungsgruppe „Gruppenspiele“ Zu der längst etablierten Neigungsgruppe „Spiele“ hat sich bei den Mädchen eine zusätzliche Variante herauskristallisiert: die Gruppenspiele. Während bei den klassischen „Spielen“ mehr Brett-, Würfelund Kartenspiele im Vordergrund stehen, liegt hier der Fokus auf teamorientiertem Spielen. Menschen-Memory, Duell der Blicke, Adlerauge, hüpfende Schlange, Flüsterpost oder Zaubertinte können hier stellvertretend genannt werden. Diese Spiele fördern den im Berufsleben an Bedeutung gewinnenden Teamgedanken. Bei „Zaubertinte“ wird die taktile Wahrnehmung beansprucht, „Menschenmemory“ zielt auf Merkfähigkeit und Kombinationsvermögen, „Adlerauge“ schärft die Beobachtungsgabe, „Reise nach Jerusalem“ fördert akustische Wahrnehmung sowie das Reaktionsvermögen, „hüpfende Schlange“ fordert ein hohes Maß an Kooperationsfähigkeit. Der Spaß kam natürlich hierbei auch nicht zu kurz.

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WiKaWi Jahresbericht 2010-2011