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AUSGABE 04/2018

Fernweh ZU BESUCH BEI DER CONFISERIE ROGGWILLER AG DIE WELLNESSOASEN DER REGION ENTDECKEN

Steinerberg

WETTBEWERB

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Inhalt

St.Galler Spezialitäten bei der Confiserie Roggwiller AG entdecken

03 «Aus Freude am Guten» 05 Von See zu See 06 Einfach mal abschalten 08 Ausmalbild für Kinder 09 Zahlen und Fakten zum Voralpen-Express 1 0

Fasnacht Lozärn − rüüdig schön!

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Umfrage zum Voralpen-Express

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Wettbewerb

10 Veranstaltungstipp aus Luzern

06 Hier finden Sie Ruhe und Entspannung


TRADITION SEIT ÜBER 100 JAHREN

In der einzigartigen Confiserie werden die Kunden mit hausgemachten Spezialitäten verwöhnt.

«Aus Freude am Guten» Mitten in der Altstadt von St.Gallen, an der Multergasse, befindet sich das Traditionshaus der Confiserie Roggwiller. Hier werden seit Jahrzehnten süsse St.Galler Spezialitäten nach eigenem ­Rezept hergestellt. Die harte Arbeit, das frühe Aufstehen und der Wille nach Perfektion zahlen sich aus: Die Confiserie und das heimelige Café sind in St.Gallen bei Jung und Alt bekannt. Die Confiserie ist nicht schwer zu finden. Im altehrwürdigen Gebäude prangt die Aufschrift «Confiserie Roggwiller Tea Room» in rosaroter Farbe. Beim Eintreten tauche ich in die Welt von süssen Backwaren, Pralinen, Schokoladenspezialitäten und Bibern ein. Im hinteren Bereich befindet sich auch ein kleines Café, das an Einzigartigkeit nicht zu überbieten ist. Wie in einem Wiener Café finde ich mich in gepolsterten Stühlen, zwischen Rosen und gemusterten Teppichen wieder. Das Café ist bis auf den letzten Platz besetzt, denn auch nachmittags herrscht hier reger Betrieb. Martin Schnyder, der Geschäftsführer, begrüsst mich und führt mich sogleich in die Backstube im Untergeschoss. Nun darf ich hautnah erleben, wie die St.Galler Spezialitäten produziert werden.

Produktion von Hand und nach eigenem Rezept In der Backstube herrscht im Vergleich zum Café eine ruhige Atmosphäre. Die Konditoren-Confiseure haben ihre Schicht bereits beendet. Ich habe also genug Platz, um meine Fähigkeiten im Biberbacken zu testen. Der Biber ist der Kassenschlager des Stammhauses − es gibt ihn in verschiedenen Formen, mit unzähligen Motiven und Bedruckungen. Das eigene Rezept ist geheim und macht den typischen Biber von Roggwiller aus. Da ich noch nie Biber gebacken habe, werde ich als Erstes über dessen Zusammensetzung aufgeklärt. Der klassische Biber besteht aus einem Boden und einem Deckel aus Biberteig und der ­Füllung. Im Biberteig sind unter anderem Honig, Zucker, Dinkelmehl, Treibmittel, hausgemachte Orangenpaste und eine Gewürz­mischung. Dank dem Honig werden keine Konservierungsmittel verwendet. Er wirkt antibakteriell und sorgt dafür, dass der Biber bis zu drei Monate haltbar ist. Die einzelnen Zutaten werden abgewogen und dann in einer Schüssel gemischt. Die einzige Maschine, die bei dieser Arbeit zum Einsatz kommt, ist die Teigknetmaschine. Dank ihr wird der Teig in ­Kürze gleichmässig und glatt.

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Die Füllung besteht hauptsächlich aus Mandeln, Zucker, Wasser, Zitro­nat und Orangeat. Die beiden Massen werden nun ausgewallt und in der gewünschten Grösse zugeschnitten. Dann beginnt der Arbeitsschritt, der mich am meisten beeindruckt: Jeder Biber wird einzeln von Hand zusammengesetzt. Dazu wird eine Holzschablone mit Motiv bereitgelegt und der Deckelbiber daraufgedrückt. Auf den Deckel folgt die Mandelfüllung, die den Einbuchtungen entsprechend platziert wird. Nach der Füllung folgt die Bodenschicht, die mit etwas Druck darauf gelegt wird. Dazwischen wird er mit ein wenig Wasser bepinselt, sodass die Schichten aneinanderkleben. Nun wird der Biber gekehrt und nochmals festgedrückt. Nach dem Entfernen der Holzform erkenne ich das traditionelle Motiv mit Gallus und dem Bären und staune ob der präzisen Einzelheiten, die im Bild enthalten sind. Der Biber wird nun knapp zehn Minuten im Ofen gebacken und anschliessend mit einem Gummigemisch aus Gummi arabicum, Harz, Eigelb und Milch dünn besprüht. Dadurch erhält das Honiggebäck einen glanzvollen Überzug.

Confiserie seit mehr als 100 Jahren Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt, dass hier bereits vor über 100 Jahren gebacken wurde. 1913 wurde in diesem Gebäude das Café eröffnet. Einige Jahre danach übernahm es die Familie Roggwiller, ­deren Name bis heute erhalten blieb. Als das Café 1982 umgebaut wurde, machten die Besitzer einen eigenartigen Fund. In der Decke war eine Flaschenpost mit einer jahrzehntealten Nachricht versteckt.

«St.Gallen, 7. Oktober 1913. Unterzeichneter hat die Café-Conditorei am obigen Datum gut eingerichtet, in der Hoffnung, dass sich ein gutes Geschäft damit einsetze. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Dem Finder dieser Zeilen, wenn er noch lebe, eine gute Flasche Wein zu spendieren, und wenn nicht, der Schreiber dieser Zeilen noch lebe, muss der Nachfolger, der wird auf meinen Wunsch, dann schon auch eine leisten können.» F. Kuhn, Conditor, zur Zeit 32 Jahre alt

Der historische Fund stammt somit noch vom ersten Conditor, der in diesem Haus seiner Leidenschaft nachging. Der Brief aus der Flaschen­ post hängt fortan eingerahmt an der Wand im Café.

Martin Schnyder setzt die einzelnen Massen zu einem Biber zusammen.

15 Tonnen Biber pro Jahr Selbstverständlich werden hier nicht nur einzelne Biber produziert. Die Herstellung erfolgt je nach Saison an fünf bis sechs Tagen pro Woche. Der Biber als herkömmliches Weihnachtsgebäck wird heutzutage das ganze Jahr durch konsumiert. Trotzdem ist die Produktion im Winter besonders hoch. Bis zu 60 Bleche mit einer Vielzahl Biber werden pro Tag produziert, das macht fast 15 Tonnen Biber pro Jahr aus. Der Geschäftsführer arbeitet selbst seit 25 Jahren aktiv in der Backstube mit. Martin Schnyder erklärt: «Mein Arbeitsort befindet sich hier zwischen Ofen und Arbeitsfläche. Als gelernter Konditor-Confiseur fühle ich mich hier am besten aufgehoben und packe gemeinsam mit dem Team tagtäglich mit an.»

Im Laden an der Multergasse werden unzählige Leckereien angeboten.

Weitere süsse Leckereien Der Biber ist nun getrocknet und eingepackt, damit endet meine erste Biberbackstunde. Ich erkundige mich, ob ich nun den Biber auch zu Hause nachbacken kann. Doch davon wird mir leider abgeraten. Der Teig wird in einem aufwendigen Prozess gemischt, und die Gewürz­ mischung ist geheim. Ausserdem erspare ich mir viel Mühe und Nerven, wenn ich den Biber im Laden kaufe. Beim Verlassen des Cafés komme ich nicht darum herum, viele weitere St.Galler Spezialitäten zu betrachten und etwas Schokolade zu probieren. Denn auch für diejenigen, die lieber Torten oder Pralinen geniessen, ist hier gesorgt. Aus gutem Grund besuchen nicht nur eine Vielzahl Stammgäste, sondern auch Touristen das Café sehr gerne. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. www.roggwiller.ch

Der rohe zusammengesetzte Biber mit dem typischen St.Galler Motiv

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Text und Bilder: Carla Ullmann


In Arbon am Bodensee

UNTERWEGS IM VORALPENEXPRESS Kolumne Gabriela Graf

Von See zu See Ich bin an den Ufern des Bodensees geboren, war ein See­kind mit Sommersprossen, eine Wasserratte mit Zahnlücke und tropfendem Haar. An einem Ufer zu sitzen und auf die Wellen zu schauen, wie sie kommen und gehen, ist etwas vom Schönsten, finde ich. Den Horizont sehen und Sehnsucht spüren. Das Fernweh fand mich früh. Ich wollte die Welt entdecken und das, was hinter der dunklen Linie zwischen Wasser und Luft liegt. Den Ort, an dem stets ein wenig Rot in der Luft liegt und alle Möglichkeiten dahinter. Das Unbekannte. Andere Wasser und fremde Ufer. Wo Wasser ist, ist alles gut, dachte ich immer und wer an einem See aufwächst, findet das Glück auch an einem anderen Gewässer. Doch das stimmt nicht ganz.

Draussen ziehen liebliche Landstriche vorbei, die sanften Hügel des Toggenburgs, Kühe und Schafe grasen auf den Wiesen und weit hinten sehe ich verschneite Bergspitzen − ein typisches Bild für einen Kalender über die Schweiz. Meine Gedanken wandern wieder zu meinen beiden Seen. Was sie unterscheidet, habe ich mich lange gefragt. Schön sind sie beide und doch fehlt mir am Vierwaldstättersee irgendetwas. Mittlerweile kenne ich die Antwort. Es ist der Horizont. Es ist die Weite,­ die Möglichkeit, an einem Föhntag hinüber in ein anderes Land zu ­sehen, einzelne Häuser auszumachen. Udo hat längst aufgehört zu singen. Ich lege den Kopfhörer weg. Die Sprache um mich herum hat sich verändert. Sie klingt jetzt nach daheim. Fernweh bleibt immer, doch Heimweh ist schlimmer.

Zeitgleich starteten der Voralpen-Express und ich unsere Reise ab ­Luzern − damals ein direkter Zug von See zu See! Und auch nach 25 Jahren hüpft mein Herz noch immer ein kleines bisschen, wenn ich die Lok in den Bahnhof einfahren sehe. Später verpasse ich nie den Moment, in dem «mein Ostschweizer Zug» den ersten Tunnel verlässt und den Blick auf den Vierwaldstättersee freigibt. Spiegelglatt liegt die  Wasseroberfläche in der Morgensonne, die Luft ist klar und an manchen Tagen scheint alles so nah, als könnte man vom Zugabteil aus den Touristen auf dem Pilatus die Hand schütteln. Ein Dampfschiff und überall Schweizer Fahnen − fast, als sei ich in eine Postkarte ein­ getaucht. Hier bin ich zu Hause. Meistens lese ich während der Reise, verliere mich im Buchstabenmeer. Als in Wollerau eine Gruppe gesprächiger Damen ins Abteil kommt, setze ich den Kopfhörer auf. Udo Jürgens bedauert, nie in New York gewesen zu sein und ich schaue zum Fenster hinaus. Wie schön das alles ist. Jetzt – das Gefühl der Schwerelosigkeit − jedes Mal wieder, wenn der Zug über den Seedamm fährt. «… noch einmal voll von Träumen sein, sich aus der Enge hier befrein…». Ich hänge den Worten nach, sehe plötzlich nur noch mein eigenes Spiegelbild. Je östlicher wir fahren, desto mehr verliere ich mich in Erinnerungen. Sittertobel 1986, das 10. St. Galler Open Air mit INXS und Vera Kaa.

Text und Bilder: Gabriela Graf Gabriela Graf ist am Bodensee geboren und aufgewachsen und lebt als Dozentin und freie Autorin in Luzern.

Den Horizont sehen und die Sehnsucht spüren.

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Einfach mal abschalten Nichts ist schöner, als sich einfach mal eine Auszeit zu gönnen und vom Alltagsstress abzuschalten. Dies geht am besten an einem Ort, an dem Ruhe und Entspannung grossgeschrieben werden. Wir stellen Ihnen die schönsten Wellnessoasen in der ­Region Ost- und Zentralschweiz vor und berichten von deren wohltuenden Angeboten.

Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad Seit 600 Jahren ist auf «Rigi Kaltbad» Baden ein Thema. Früher war es die Heilquelle des «kalten Bads», das Gäste aus aller Welt an diesen einmaligen Ort zog. Lassen Sie sich von der überwältigenden Architektur von Mario Botta und der einzigartigen Lage inmitten der Bergwelt verzaubern. Durch die ideale Anbindung an den öffentlichen Verkehr ergeben sich vielfältige Rundreisevarianten. Runden Sie Ihre Winterwanderung auf der Königin der Berge mit einem besonderen Badeerlebnis ab. Weitere Informationen unter www.mineralbad-rigikaltbad.ch

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Während des Badeerlebnisses geniessen Sie das atemberaubende Panorama.

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WELLNESSEN IN DER REGION OST- UND ZENTRALSCHWEIZ


Im PrivatSpa Deluxe geniessen Sie in einem separaten Bereich pure Entspannung.

Wellness im Säntispark Wer Entspannung sucht und etwas fürs Immunsystem tun möchte, taucht in die grosse Saunawelt des Säntisparks ein. Hier laden sechs Saunen, ein Dampfbad, ein Kaminraum, ein Raum der Stille sowie ein separater Damenbereich mit Sauna und Sanarium zur Erholung ein. Der Aussenbereich mit Pfahlbausauna, Erlebnissauna und Ruhesauna ist eingebettet in eine schöne Gartenanlage.

Bade- und Saunaplausch im Wellnessdörfli auf über 1600 Metern! Die erste Saunagondel der Schweiz! Die Finnen, die Nation der Saunierer, gaben den Anstoss zur Idee, auf dem Pizol eine ausrangierte SOS­Gondel zur Mini-Wellness-Oase mit Bänken aus massiver Weisstanne und einem Saunaofen im nordischen Design umzufunktionieren. Die wohl ungewöhnlichste Sauna der Schweiz erhielt ein Ehrenplätzchen mit traumhafter Aussicht auf die Skipisten.

Ein Rundgang im Römisch-Irischen Bad lässt einen die Hektik des Alltags vergessen und verwöhnt Körper und Seele. Zwölf Wohlfühlstationen verbinden römische Badekultur mit irischen Heissluftbädern. Die wechselnden Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit wirken wohltuend und entspannend. Wer es lieber ganz privat mag, bucht eines der zwei PrivatSpas mit eigenem Whirlpool, finnischer Sauna, Dampfbad, Eisnische, Erlebnisdusche und weiteren Verwöhnmomenten.

An nahezu 120 Betriebstagen in der Wintersaison können erholsame Stunden im Wellnessdörfli auf über 1600 Metern über Meer gebucht werden. Inmitten des Wellnessdörfli stehen ein HotPot und die erste Saunagondel der Schweiz. Weitere Informationen unter www.pizol.com.

Weitere Informationen unter www.saentispark-freizeit.ch.

Der HotPot im Wellnessdörfli im Pizol lädt zum Verweilen ein

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Liebe Kinder: Jetzt seid ihr dran Unten findet ihr den neuen Traverso, den ihr nach euren ­Wünschen ausmalen könnt. Ist euer Lieblingszug ebenso wie der Original-Traverso kupferfarben? Oder ist er bunt, g ­ estreift oder mit speziellen Formen? Eurer Kreativität sind k ­ eine ­Grenzen ­gesetzt. Sendet uns eure ausgemalten Bilder mit der Absenderadresse bis zum 31. Januar 2019 per Post an Voralpen-Express, c/o Schweizerische Südostbahn AG, Bahnhofplatz 1a, 9001 St.Gallen, oder per E-Mail an info@voralpenexpress.ch. Alle Einsender erhalten eine kleine Über­ raschung zugesandt. Die schönsten und originellsten Bilder werden im Fernweh-Magazin 01/2019 veröffentlicht.

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AUF DIE STIFTE, FERTIG, LOS Einsendeschluss: 31. Januar 2019


Voralpen-Express bei Mogelsberg

Zahlen und Fakten zum Voralpen-Express Das Rollmaterial des Voralpen-Express wird im Jahr 2019 durch eine neue moderne Flotte ersetzt. Fakten zu den neuen Fahrzeugen und interessante Zahlen zur Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) haben wir für Sie zusammengestellt.

365: Die längste Brücke, die die Züge der SOB überqueren, ist das imposante Sitter­ viadukt, das 365 Meter lang ist. Das Viadukt ist zudem mit 99 Metern die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz.

359:

Die neuen achtteiligen Züge verfügen über 359 Sitzplätze, davon befinden sich 68 Plätze in der 1. Klasse. In den vierteiligen Zügen stehen 197 Plätze zur Verfügung.

136:

1992: Am Sonntag, 31. Mai 1992, verkehrte der Zug von St.Gallen nach Luzern erstmals unter eigenem Namen: der Voralpen-Express.

12: Der Bistroautomat im neuen Voralpen-­

259 103 936: Im Jahr 2017 verzeichnete

Die gesamte Gleislänge der SOB ­beträgt 136 km.

Express verfügt über zwölf beliebte und regionale Snacks.

die SOB 259 103 936 Personenkilometer. Das sind die von allen Passagieren gesamthaft gefahrenen Kilometer.

933:

11: Ab Fahrplanwechsel 2019/2020 sind

35,83  % : Der Bund hat 35,83 % Anteile an der SOB. Die restlichen Prozente sind auf die Kantone, Städte, Gemeinden und Privat­ aktionäre aufgeteilt.

Der höchste Ort entlang der Strecken ist mit 933 m ü. M. Biberegg.

die neuen Fahrzeuge auf der Voralpen-­ Express-Strecke im Einsatz. Insgesamt baut Stadler elf hochmoderne Züge für die Südostbahn: sechs achtteilige und fünf vierteilige.

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Fasnacht Lozärn − rüüdig schön! Luzern, Schmutziger Donnerstag, 4.50 Uhr. Auf dem Luzerner See­ becken naht im mystischen Fackellicht ein Nauen mit Bruder Fritschi und seiner Familie, fast wie vor über 500 Jahren. Der Puls von Tausenden Schaulustigen am Seeufer steigt, um dann, Punkt 5 Uhr, mit einem prächtigen Feuerschweif − dem sogenannten Urknall − die Lozärner Fasnacht zu eröffnen. Die Guuggemusigen schränzen, die Fritschifamilie wird im Spalier zum Fritschibrunnen auf dem Kapellplatz geleitet, wo dann mit dem eindrücklichen «Fötzalirääge» Tausende Papierschnitzel vom Himmel schneien und der Narr die Tausenden Fasnächtler beim Orangenauswerfen zum «Brüeelee» animiert. Mit diesem Hühnerhautspektakel hat das lange Warten auf die schönste Jahreszeit der Luzerner ein Ende, und die kreativen Erzeugnisse aus den Bastelkellern und von den Nähmaschinen dürfen präsentiert werden. So bei den grossen Fasnachtsumzügen des Lozärner Fasnachtskomitees (LFK) am Schmutzigen Donnerstag und am Güdismontag. Die Liebe zum Detail in den Sujetkreationen zeigt sich noch mehr bei einem Fasnachtsrundgang durch Luzerns Altstadt. Ob Einzelmasken oder Gruppen mit einem Spontantheater, gefürchig-urchig auf dem Weinmarkt bei den «KultUr-Fasnächtlern» oder gemütlich bei einem Kafi H ­ uereaff oder Holdrio: Eine Stadt geniesst und lebt diesen Ausnahmezustand aus.

SchmuDo, Urknall mit Feuerwerk

Und es will eigentlich gar nicht mehr enden, obwohl der finale Abschluss ebenso eindrücklich ist wie der Startschuss. Beim Monster­ corso der «Vereinigten» am Güdisdienstagabend ziehen die rund 90 Guuggemusigen ein letztes Mal durch die Stadt, um sich dann, am Aschermittwoch, wieder auf die nächste Fasnacht zu freuen. Agenda der Lozärner Fasnacht 2019 –– Samstag, 23. Februar 2019, ab 11 Uhr: LFK-Fasnachtsmäärt, Unter der Egg –– Dienstag, 26. Februar 2019, ab 15 Uhr: «Usgüüglete» beim LFK-Fasnachtsmäärt –– Mittwoch, 27. Februar 2019, 19 Uhr: Zeremonie des Guuggerbaum-Stellens der Vereinigten –– Schmutziger Donnerstag, 28. Februar 2019, 5 Uhr: Urknall und Tagwache der Zunft zu Safran; um 14 Uhr der traditionelle Fritschiumzug –– Samstag, 2. März 2019, ganzer Tag: «Rüüdige Samschtig» in der Altstadt –– Güdismontag, 4. März 2019, Wey-Tagwache und nachmittags der Wey-Umzug –– Güdisdienstag, 5. März 2019, 14 Uhr KindermonsterUmzug in der Altstadt, 19.30 Uhr das grosse Finale der Vereinigten mit dem Monstercorso

Impressionen vom Fritschiumzug

Impressionen vom Fritschiumzug

Weitere Informationen: www.lfk.ch Bilder: Heinz Steimann, LFK

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DIE VORFREUDE AUF DEN NEUEN VORALPEN-EXPRESS STEIGT Im Fernweh-Magazin 03/2018 haben wir eine Umfrage unter allen Leserinnen und Lesern gestartet. Die Frage lautete: ­«Worauf freuen Sie sich am meisten beim neuen Voralpen-­ Express-Rollmaterial?» Zahlreiche Antworten sind bei uns ­eingegangen. Anbei finden Sie einen Teil davon, der wirklich Vorfreude auf die neuen Fahrzeuge schürt. Peter B. «Worauf ich mich beim neuen Voralpen-Express freue: Die schnelle ­Beschleunigung ermöglicht grössere Sicherheit, sodass der Zug pünktlich ankommt und ich meinen Anschluss erwische. Ich schätze die Steckdosen zum Laden beziehungsweise Arbeiten.» Alex F.

«Ich freue mich am meisten auf die 1. Klasse mit den bequemen Sitzen mit Beinfreiheit und den grossen Panoramafenstern. Und auch auf die Aussenfarbe Kupfer.»

Armin S. «Der Voralpen-Express als tolle Verbindung zur Ostschweiz hält stündlich fast vor meinem Garten. Störend sind die sehr lauten Kühlanlagen der Lokomotiven, deshalb freuen wir uns darauf, dass die neuen, ­gemäss ‹Fernweh-Magazin› attraktiven Lokomotiven sicher deutlich leiser sein werden!» Günther K. «Am meisten freue ich mich auf eine Fahrt mit den Enkeln im Familienabteil über die Gotthardbergstrecke.» Pius B. «Die Vorfreude auf den neuen Voralpen-Express: Ich freue mich auf das helle Innere mit grossen, hohen Fenstern, um die vorüberziehende, so abwechslungsreiche Landschaft zu betrachten. Zudem auch auf ein ruhiges, lärmarmes Dahinrollen.» Noah W. «Ich freue mich auf den Komfort, den Fahrzeugtyp des Herstellers, aber auch die besseren Verbindungen über den Gotthard. Ich bin sehr begeistert, dass die SOB diesen Zug bei der Stadler Rail AG bestellt hat. Für mich ist es ein sehr guter Fahrzeughersteller. Besonders: Der Fahrzeugtyp ist (fast) der gleiche wie bei den bisherigen Zügen, aber mit mehr Komfort.» Hanni O. «Ich freue mich am meisten auf die grossen Fenster.» Anke S. «Ich freue mich vor allem darauf, dass Sie neue Linien anbieten, welche mir ermöglichen, öfters mit Ihnen zu fahren, denn ich wohne in der Nordwestschweiz (Aarau). Ich habe Ihre Bahn jahrelang genutzt, als ich regelmässig von Bellinzona nach St.Gallen und retour fuhr. Somit freue ich mich darauf, noch öfters mit der freundlichen Bahn, den gut unterhaltenen, sauberen und praktisch eingerichteten Zügen und dem freundlichen Personal zu fahren.»

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Seien Sie live dabei beim Eishockeyspektakel Krachende Checks, dramatische Torszenen und viele ­Emotionen, das und noch viel mehr erleben Sie bei den SC Rapperswil-Jona Lakers hautnah im Stadion. Der schnellste Mannschaftssport der Welt erwartet Sie in der St.Galler Kantonalbank-Arena in Rapperswil. Geniessen Sie Eishockey auf höchstem Niveau und erleben Sie die spannenden Spiele der National League. Die Arena kann bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln ­erreicht werden und liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Rapperswil entfernt. Die SC Rapperswil-Jona Lakers bieten für Familien attraktive Preispakete und im speziellen Familiensektor optimale Voraussetzungen für einen entspannten Ausflug mit ihren Liebsten. ­Geniessen Sie actionreiches Entertainment, vielfältige Verpflegung und ein tolles Ambiente bei den SCRJ Lakers.

PREISE 1. Platz: Familieneintritt für 2 Erwachsene und 2 Kinder für ein Spiel der Lakers

Weitere Informationen unter www.lakers.ch

Wettbewerb 1. WAS WIRKT IM BIBER ANTIBAKTERIELL UND SORGT DAFÜR, DASS KEINE KONSERVIERUNGS­ STOFFE EINGESETZT WERDEN? (B) Orangenpaste (A) Honig (U) Gewürzmischung

2. WAS WURDE 1982 IN DER DECKE DES HAUSES DER CONFISERIE ROGGWILLER GEFUNDEN? (U) Flaschenpost ( I ) die ersten Biber-Rezepte (R) Bankurkunden

3. VON WELCHEN ZWEI SEEN SPRICHT ­G ABRIELA GRAF IN IHRER KOLUMNE? (K) Zürichsee und Bodensee (B) Bodensee und Genfersee (S) Bodensee und Vierwaldstättersee

4. WO BEFINDET SICH DIE ERSTE SAUNAGONDEL DER SCHWEIZ? (Z) Pizol (E) Rigi (N) Grosser Mythen

2. bis 5. Platz: Voralpen-Express-Weinset

VIEL GLÜCK!

6. bis 10. Platz: Flirty-Plüschzug

5. WANN VERKEHRTE DER ZUG ZUM ERSTEN MAL ­U NTER DEM NAMEN VORALPEN-EXPRESS? (R) 31. Mai 1982 (A) 31. Mai 1991 (E) 31. Mai 1992

6. ÜBER WIE VIELE SITZPLÄTZE VERFÜGEN DIE NEUEN ACHTTEILIGEN ZÜGE? (E) 198 (L) 286 ( I ) 359

7. WANN ZIEHEN DIE RUND 90 GUUGGEMUSIGEN DAS LETZTE MAL DURCH DIE STADT LUZERN? ( I ) Schmutziger Donnerstag (T) Güdisdienstag (L) Güdismontag

ANTWORT 1

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Senden Sie das Lösungswort mit Ihrer Adresse bis zum 28. Februar 2019 per E-Mail an info@voralpen-express.ch. Es wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

IMPRESSUM: VORALPEN-EXPRESS, C/O SCHWEIZERISCHE SÜDOSTBAHN AG, BAHNHOFPLATZ 1A, CH-9001 ST.GALLEN WWW.VORALPEN-EXPRESS.CH, INFO@VORALPEN-EXPRESS.CH AUFLAGE: 13 000 EX.

Fernweh Magazin 04/18  
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