mehr! Volkstheater-Spielzeitheft 23/24

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Wir alle freuen uns sehr auf Sie!

Kay Voges

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(MADE IN TAIWAN)

→ S.38

Uraufführung von Rimini Protokoll Konzept und Regie Stefan Kaegi Wien-Premiere

2. und 3. März 2024

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Karl Marx
12 SPIELZEIT 23/24
→ S.92
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MALINA. Ein Kriminalroman, eine Liebesgeschichte, ein Gesellschaftsdrama. Eine Sittenkomödie, ein Psychothriller, ein Puzzle. Bachmanns einziger Roman bleibt eine offene Wunde, ein Riss in der Wand der Literaturgeschichte. MALINA. Ein Titel, aber kein Frauenname, nein, wirklich nicht, nicht mal ein Vorname. 1971 erschienen als erster und einziger Band des groß angelegten Romanprojekts TODESARTEN, von der Literaturkritik verrissen und später rehabilitiert: MALINA. Als unverfilmbar geltend 1991 verfilmt, auf alle denkbaren und undenkbaren Interpretationen hin gedeutet, als Verarbeitung der NS-Zeit, als Autobiographie, als Abrechnung, immer wieder auch als prophetische Abschiedsvision: Ingeborg Bachmann stirbt zwei Jahre nach der Veröffentlichung in Rom, sie wird nur 47 Jahre alt, ihr Tod jährt sich 2023 zum 50. Mal. Der berühmte letzte Satz: „Es war Mord.“ MALINA.

Schauplatz der Handlung ist Wien, als Hölle und Arkadien gleichermaßen. In der Ungargasse 9 wohnt Ivan, in der Ungargasse 6 wohnen Malina und die Erzählerin. Und in ihren nächtlichen Alpträumen haust der Vater. Zwischen dem kontrollierten Geschäftsmann Ivan und der namenlosen Erzählerin entspinnt sich eine unmögliche Liebesgeschichte – voller blinder Hingabe und hellsichtiger Abgrenzung.

Und allmählich tritt auch noch ihr Mitbewohner auf den Plan, der schweigsame Historiker Malina, der sie anfangs behütet, doch dann immer mehr wie ein Schatten über sie gleitet. Zunehmend verschwimmen Realität und Fiebertraum, Innen und Außen, Ich und Er. Ein Kampf um Identität, um Selbstbehauptung, um das eigene Begehren. Ein Überleben in seiner männlichen Welt scheint unmöglich. Ingeborg Bachmann selbst schrieb über den Roman: „Eine Frau zwischen zwei Männern. Eine letzte große Leidenschaft. Ein Leichnam, der nicht gefunden wird. Verwischte Spuren, Schritte. Jemand also, der noch auf und ab geht, in dieser Wohnung – stundenlang: MALINA.“

Die Regisseurin Claudia Bauer kehrt nach der mehrfach ausgezeichneten Ernst Jandl-Inszenierung humanistää! ans Volkstheater zurück – und widmet sich erneut einer Ikone der österreichischen Nachkriegsliteratur.

Das Gartenbaukino zeigt den Film MALINA von Werner Schroeter anlässlich von Claudia Bauers Inszenierung. Alle Infos zeitnah unter www.volkstheater.at und www.gartenbaukino.at

von Ingeborg Bachmann in einer Bühnenfassung von Matthias Seier Regie Claudia Bauer

Premiere 8. September 2023

Bühne PATRICIA TALACKO Kostüm ANDREAS AUERBACH Komposition und musikalische Leitung PEER BAIERLEIN IGOR GROSS Dramaturgie MATTHIAS SEIER
SPIELZEIT 23/24

„WIE GLÜCKLICH ICH WAR, GLÜCKLICH. UND ICH HABE MIR DOCH VERSPROCHEN, ICH WILL NIE MEHR KLAGEN, NIEMAND ANKLAGEN, WENN ICH NUR EIN EINZIGES MAL HABE GLÜCKLICH SEIN DÜRFEN.

ABER JETZT WILL ICH DIESES GLÜCK

VERLÄNGERN, ICH WILL ES WIE JEDER, DEM ES WIDERFAHREN IST, DIESES SICH VERABSCHIEDENDE GLÜCK, DAS SEINE ZEIT GEHABT HAT.“

23 SPIELZEIT 23/24

1 die Mehrheit sie für richtig hält!

2 ein*e Expert*in sie für richtig hält!

3 ich sie für richtig halte!

Die Gameshow für Österreich

Uraufführung

von Johan Frederik Hartle, Kay Voges & Ensemble

Regie Kay Voges

Premiere 15. September 2023

Bühne MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH

Kostüm MONA ULRICH

Komposition

FINCK VON FINCKENSTEIN FIETE WACHHOLTZ

Video Art MAX HAMMEL

Dramaturgie HENNING NASS

„Alle bisherigen Gameshows haben die Welt nur unterschiedlich unterhalten. Es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“ (frei nach der 11. Feuerbach-These von Karl Marx)

Eins, zwei oder drei. Heute geht’s um Dich, denn bei dieser TVShow zur Primetime stimmt das Publikum ab über die wichtigsten Fragen der Epoche! Moral, Politik, Religion. Aber Obacht: Unentschieden war gestern, nur wer sich festlegt, gewinnt. Aber sind die Kandidaten und Kandidatinnen auch mehrheitsfähig? Spüren sie das Publikum? Und entscheiden sie schnell genug? Zögern und Zaudern, Ambivalenzen und Kompromisse – das ist für Wappler und Schattenparker. Denn bei DU MUSST DICH ENTSCHEIDEN! siegt das geschärfte Bewusstsein: Ob du stehst, wo die Mehrheit steht, siehst du, wenn das Licht angeht!

Das sagt die Kritik*

„Eine mitreißende TV-Show, voller exzellenter Musik und moralischer Dilemmata. Michelle Pelosi und Tommy McDonald moderieren hervorragend. Ein Beweis, dass Genuss inmitten der nervenzerreißenden Identitätsdebatten noch möglich ist. Unterhaltung und ästhetische Erziehung müssen sich nicht ausschließen. Bravo!“ (www.tele.at).

„Die Kultur stinkt; weil ihr Palast, wie es an einer großartigen Stelle von Brecht heißt, gebaut ist aus Hundsscheiße. Peking Oper, Moskauer Schauprozesse, Sisi und Franz, Lorenz Büffel, Gayatri Spivak – ernsthaft, Leute?“ (Süddeutsche Zeitung)

„Verspielt, geistreich, unterhaltend. Das ist Fernsehen für das 21. Jahrhundert.“ (Kurier)

„Aus der Loge der Kritik wird Adorno rezitiert, während auf der Vorbühne eine Stimmung herrscht wie am Ballermann. Der große Moral-Philosoph dreht sich im Grabe um. Ich verstehe nichts! Note sechs.“ (Online Merker)

„Vor welchen Herausforderungen zeitgenössische Ethik steht, wird auch der letzten Zuschauer*in klar, wenn es in Frage 9 um den Umgang mit China geht. Es gibt keine guten Entscheidungen mehr, nur weniger schlechte. Das ist spannend vorgeführt, da verzeiht man auch die ganze Popkultur.“ (Abenteuer Philosophie)

Und das sagen die Macher*innen

„Wir wollen den Dialog – wo Du auch her bist, wo Du auch hinwillst. Wir testen deine Moral. Diese Show ist ein Thermometer im Oasch der Spektakelgesellschaft, und ich meine das ganz positiv. Wir müssen nicht in allem einig sein. Zu Dissonanzen – kann man auch tanzen. Ich verteile gerne Streicheleinheiten, am liebsten unter erhitzten Gemütern.“ (Harry Weinlein, Produzent)

„Ich war zunächst unsicher, ob ich DU MUSST DICH ENTSCHEIDEN wirklich moderieren soll. Ob das wohl alles korrekt ist, moralisch gesehen? Aber dann dachte ich, ich muss jetzt ein Vorbild im Fernsehen sein für alle, die wie ich Opfer von Ageism geworden sind. Und mir fiel der gute alte Schiller ein, der das Konzept von Harry (Weinlein, Anm. d. Redaktion) auf den Punkt bringt: ‚Es gibt keinen Weg, den sinnlichen Menschen vernünftig zu machen, als dass man denselben zuvor ästhetisch macht.‘ Da war ich dann restlos überzeugt.“ (Michelle Pelosi, Moderatorin)

„Hunderte Menschen, ein Gemüt, eine Stimme. Wie im Rausch. Stimmen wir ab, werden wir uns einig, heilen wir unsere Wunden. Lernen wir, uns zu ertragen, die Geschichte hinter uns zu lassen!

Rücken wir zusammen, obwohl die Menschen, wie schon Schopenhauer wusste, Stachelschweine sind, die kuscheln wollen.“ (Tommy McDonald, Moderator)

*Fake oder kein Fake? Du musst dich entscheiden!

25 SPIELZEIT 23/24

Also: Clarice liebt Silvio, und er liebt sie, innig, und beide wollen heiraten. Versprochen war Clarice eigentlich Federico, der aber jüngst in einem Duell ums Leben gekommen ist. Auftritt Truffaldino, ein Diener, mit seinem Herrn – eben jenem angeblich verstorbenen Federico, den alle bislang nur aus Briefen kannten. Aber es ist gar nicht jener, sondern die verkleidete Beatrice, seine Schwester, die wiederum verliebt in Florindo ist und diesen sucht, seitdem er nach dem Duell mit Federico auf der Flucht ist. Silvio fordert nun Federico, also Beatrice, zum Duell um die Braut, weil Pantalone, ihr Vater, plötzlich auf dem alten Heiratsversprechen besteht.

Truffaldino, der Diener, ist maßlos verärgert über dieses Beziehungswirrwarr. Er irrt suchend durch die Straßen, denn er hat vor allem eines: Hunger. Dabei trifft er Florindo, Beatrices untergetauchten Geliebten und mutmaßlichen Mörder Federicos. Der nimmt ihn sogleich in seine Dienste, und der erste Auftrag führt ihn zum Postamt. Unterwegs begegnet er allerdings wieder seinem anderen Herren Federico, also der verkleideten Beatrice. Doch wessen Diener soll er jetzt sein? Die Entscheidung fällt nicht ganz leicht, verspricht ihm jedoch ein krisensicheres doppeltes Auskommen: Ab jetzt arbeitet er einfach für beide. Da begegnet ihm Silvio, Clarices Geliebter, der Truffaldinos Herrn Federico sprechen will. Aus Versehen schickt Truffaldino ihn jedoch zu seinem neuen, zweiten Herrn Florindo …

Goldonis Meisterwerk ist eine der berühmtesten Theaterkomödien der Weltliteratur und gilt als Höhepunkt und Weiterentwicklung der Commedia dell’arte: voller Verwechslungen, Verkleidungen und Verwirrung am laufenden Band. Chaos in jeder Beziehung. Und dabei geht es die ganze Zeit nur um das eine, welches auch noch die schönste Sache der Welt ist: die Liebe! Da hat sich in den 277 Jahren seit der Uraufführung wenig geändert. Eigentlich überhaupt nichts.

Regie führt der italienische Spezialist für Bühnen-Anarchie und Schauspiel-Virtuosität Antonio Latella, der mit dem Ensemble nach einer Commedia dell’arte für die Gegenwart suchen wird. Temporeich, musikalisch und in your face: „Geben ist ein Geschenk, und wir sollten nicht erwarten, dass uns etwas zurückgegeben wird. Dem Publikum zu geben, ist eine absolute Geste der Liebe“, sagt Latella.

von Carlo Goldoni Regie Antonio Latella

Premiere 18. November 2023

Bühne GIUSEPPE STELLATO

Kostüm SIMONA D’AMICO

Sounddesign FRANCO VISIOLI

Choreographie

FRANCESCO MANETTI

Dramaturgie FEDERICO BELLINI ANNE-KATHRIN SCHULZ

SPIELZEIT 23/24
Komödie

„ICH HABE HUNGER GELITTEN UND BIN GEPRÜGELT WORDEN.

UND ALLE UMWEGE FÜHREN UNS DOCH ZUM GLÜCK.

UND JETZT WILL ICH LIEBEN FÜR ZWEI.“

27 SPIELZEIT 23/24

Uraufführung

von Raphaela Edelbauer

in einer Bühnenfassung von sputnic / Nils Voges und Anne-Kathrin Schulz (Mitarbeit)

Regie sputnic / Nils Voges

Premiere 7. Dezember 2023

Bühne MICHAEL WOLKE

Kostüm FRIEDERIKE WÖRNER

Illustration KARL UHLENBROCK

Head of Animation

MICHAEL DÖLLE

Komposition FIETE WACHHOLTZ

Dramaturgie ALEXANDER KERLIN

„Es war sechs Uhr zweiunddreißig am 30. Juli 1914, als der siebzehnjährige Bauernknecht Hans Ranftler nach kaum halbstündigem Schlaf von einem Beamten der k.u.k. Eisenbahnen, der den Besen in der Hand trug, unsanft aus dem Schlaf befördert wurde.“ Mit diesem Satz beginnt Raphaela Edelbauers brandneuer und gefeierter Wien-Roman DIE INKOMMENSURABLEN, der uns am Vorabend des Ersten Weltkrieges in die Hauptstadt der auseinanderfallenden Habsburg-Monarchie entführt.

Hans hat erstmals im Leben seine Tiroler Heimat verlassen. In Wien möchte er die Psychoanalytikerin und Expertin für „geteiltes Bewusstsein“, Helene Cheresch, aufsuchen, um mit ihr seine paranormale Gabe zu besprechen: vorausdenken, was andere sagen werden. Vor ihrer Praxis lernt Hans die Freunde Klara und Adam kennen – Klara ist in Inzersdorf in bitterer Armut aufgewachsen und die erste Wienerin, die im Fach Mathematik promoviert; Adam ist ein junger Aristokrat mit musischem Talent aus einer Dynastie von erzkonservativen Generälen – und ihm steht die Front bevor.

Gemeinsam erlebt dieses „Trio infernale der Sonderbegabung“ (NZZ) einen nächtlichen Trip durch Wien vor dem Tag der deutschen Kriegserklärung – ein Wien, das Edelbauer mit humorvoller Zuspitzung und historischer Detailtreue wieder auferstehen lässt. Zwischen Alptraum und Realität, Drogenrausch und geschichtlichen Fakten schillert es in den buntesten Farben der kollektiven Kriegshysterie; ein massenhafter Wahn, von dem Stück für Stück ganz Europa erfasst werden wird, das traumwandlerisch und voller falscher Ideen in die Katastrophe marschiert.

Immer tiefer geraten die drei in den Wiener Untergrund. Hans macht Bekanntschaft mit der queeren Szene und der bewohnten Kanalisation der Vielvölker-Metropole sowie mit den werten Honoratioren der mathematischen Fakultät am Schottentor – um sich schließlich, nach 36 Stunden ohne Schlaf, zum psychoanalytischen Showdown mit Helene Cheresch in einer Villa in den Donauauen von Strebersdorf wiederzufinden.

2024 jährt sich das Attentat von Sarajevo und die darauffolgende Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien zum 110. Mal. Das Künstlerkollektiv sputnic wird DIE INKOMMENSURABLEN als Live Animation Cinema im Volkstheater zur Uraufführung bringen und Edelbauers Wien auf besondere Art und Weise zum Leben erwecken – als faszinierende Mischung aus Theater, Film und Graphic Novel.

SPIELZEIT 23/24

Das „Sechstausender“-Raumschiff gleitet durch die Weiten des Alls. Die Arbeitsbesatzung besteht zu etwa gleicher Anzahl aus Menschen und Menschenähnlichen. Aus solchen, in denen ein Herz schlägt, und aus solchen, die künstlich hergestellt wurden. Sie wirken auf den ersten Blick ununterscheidbar. Ihre monotone Arbeit wird detailliert überwacht von der gesichts- und namenlosen Raumschiffsleitung. Man lebt im Augenblick, Nostalgie oder Ablenkung beeinträchtigen die Produktivität. Vor einiger Zeit wurden jedoch auf einem fremden Planeten rätselhafte Objekte entdeckt, die man zur genaueren Untersuchung auf das Raumschiff verlud. Seitdem herrscht an Bord etwas, was es dort vorher noch nie gab: Unruhe.

Denn sowohl Menschen wie Humanoide werden plötzlich von ihren Gefühlen übermannt: Wünsche nach Nähe und Wärme. Verschollen geglaubte Erinnerungen an die weit entfernte Erde. Unheimliche Träume. Zuvor nie gewagte Gedanken. Allmählich stellen die Humanoiden die klar geregelte, auf Arbeit und Effizienz fußende Ordnung des Raumschiffs in Frage. Sowohl Menschen als auch Humanoide erlernen die Fähigkeit, mit anderen Augen auf ihr Leben zu blicken – und erheben erstmals ihre Stimmen. Ein Immer-SoWeitermachen wie zuvor scheint nun unmöglich.

Könnten die neuen Objekte auf dem Schiff etwas damit zu tun haben? Ein externes Untersuchungsteam wird auf das Raumschiff geholt, um mit der Crew über diese mysteriösen Sehnsüchte zu sprechen. Doch alle Zeichen stehen auf Sturm …

Obwohl die Handlung 200 Jahre in der Zukunft liegt, schafft die dänische Lyrikerin Olga Ravn mit ihrem – in Form von Zeugenaussagen geschriebenen – Debütroman DIE ANGESTELLTEN ein vieldeutiges Sinnbild unserer Gegenwart. Voller poetischer Bilder schildert sie die Schönheit und den Schmerz, die Entfremdung und die Legitimationskrisen der gegenwärtigen Arbeitswelt. Und denkt gleichzeitig über die rätselhaften Grenzziehungen zwischen Menschlichem und Nicht-Menschlichem nach. Was, wenn der nächste Umsturz nicht mehr in der Hand von uns Menschen läge –sondern in der unserer Maschinen und Künstlichen Intelligenzen?

„Die Theaterzukunft gehört Alexander Giesche“, schrieb die NZZ. Immer wieder kreisen die Arbeiten des Nestroy-prämierten Regisseurs um digitale Technologien und darum, wie der Mensch sich zu ihnen ins Verhältnis setzt. Nun arbeitet er erstmals in Österreich und schafft für das Volkstheater eines seiner Visual Poem-Abende – Abende voller Bilder, die sich betrachten lassen wie Kunstwerke: atmosphärische Landschaften, die dem Publikum erlauben, in einen anderen Rhythmus einzutauchen. Die Grenzen zwischen Schauspieler*innen und Publikum verschwimmen, die Pflicht zur Effizienz wird aufgehoben, stattdessen führt sein Theater an den Nullpunkt jeder künstlerischen Erfahrung: die Ansprache unserer Sinne.

Gemeinsam mit dem Ensemble schafft Alexander Giesche eine unverwechselbare Sci-Fi-Ballade über den Widerhall zwischen Kunst und Technologie – und eine Abschiedsfeier vom Zeitalter des Menschen.

von Olga Ravn Ein Visual Poem über Arbeit im 22. Jahrhundert

Deutschsprachige Erstaufführung

Regie Alexander Giesche

Premiere 26. Jänner 2024

Kostüm FELIX SIWIŃSKI

Komposition LUDWIG ABRAHAM

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Video Art LUIS AUGUST KRAWEN Dramaturgie MATTHIAS SEIER
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Der Glanz ist dahin, die Monarchie dahin, selbst der Prater, der Hitler und der Haider dahin, kein Felix Austria mehr, kein Weltreich, nix. Im Naturhistorischen Museum schaut makaber der Tod durch alle gläsernen Scheiben der alten Vitrinen, leuchten die Glasaugen der toten Tiere.

Die Wiener*innen sind Experten des Konservierens und Spezialistinnen des Scheins. Sie sind umarmende Präparatoren. Und der Tod kann hier lebendiger und kräftiger aussehen als das Leben selbst. Franz Joseph, Maria Theresia, Sisi – alle wohnen sie noch hier, und auch die Geister vom Heldenplatz jubeln und schreien. Die Toten wandeln unter uns, und sie sind sehr munter.

Eine Todescollage auf Wienerisch –von H.C. Artmann über Rühm bis zu Qualtinger

Premiere 16. Februar 2024

Bühne WOLFGANG MENARDI Kostüm JELENA MILETIĆ Musik MATTEO HAITZMANN Dramaturgie ULF FRÖTZSCHNER

Frau Q. tritt auf. Sie ist so eine Wiener Seele. Und sie ist schon lange allein. Keine Geselligkeit, viel Alkohol. Oberster Stock Gemeindebau, Favoriten. Eine kleine Wohnung, gelb vom Nikotin, das Gesicht grau und die Seele schwarz von der Einsamkeit. Es hängt ein Bild von besseren Tagen an der Wand, direkt neben dem Herrgottswinkel, auf dem ihr Gesicht zu sehen ist, mit roten Backen, blonden Zöpfen und schneeweißen Händen. Fernseher an, Kühlschrank auf, Zigarette an, Bier raus und Schnaps. Zum Fenster mit Häkelgardine und geschlossenem Rollo. Ein kurzer Blick ins Freie: spielende Kinder da draußen. Fenster auf, Hasstirade raus, Fenster zu, Fernseher umschalten, Zigarette, Schnaps und Schrammelquartett. Entspannung. Ein Blick zum Bild, eine Träne im Auge, Heiratsg’schichten, Heimat. Und wieder Tränen. Ein Lachen. Das Rollo hoch, Fenster auf, Tod herein, ein Kuss. Und Frau Q. auf der Fensterbank, lässt los …

„Er hat se abelassn, wia des so schee haßt, / Er ist nachschaun gangen, ob der Deckl paßt, / Zerst hams eam außetragn mit de Fiaß voran, / Jetzt lacht er si statt d' Madln drunt die Wirma an. // Es ist si grauslich. Es ist des Lebn, Alter. / Oba Leitln nehmts es net so schwer, / Glaubts ma, gwachsn war er nimmermehr. / Weu ans is kloar, des is ka Schmäh: / Es war besser so! Hearts glaubts mas eh. / Denn jetzt tuat eam, bei meiner Sööö, / Ka Bah mehr weh.“ (Roland Neuwirth)

Gedichte, Texte und Lieder live aus und in Wien – komisch, poetisch, traurig und natürlich böse.

Wolfgang Menardi, geboren in Innsbruck, inszeniert zum ersten Mal am Volkstheater. Als Bühnenbildner arbeitete er hier bereits mehrfach, wie auch u. a. am Theater Basel, am Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Frankfurt, Berliner Ensemble, Staatsschauspiel Hannover, Schauspielhaus Düsseldorf, Schauspiel Köln und an den Münchner Kammerspielen.

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Regie Wolfgang Menardi

Um 1900 wird an den Pariser Ufern der Seine die Leiche einer jungen Frau angeschwemmt. Die Polizei schließt Fremdeinwirkung aus, stattdessen vermutet der Pathologe im Leichenschauhaus freiwilliges Ertrinken – und ist von der Schönheit der Toten so angetan, dass er einen Gipsabdruck ihres sanft lächelnden Gesichts nimmt. Die Totenmaske der „Unbekannten aus der Seine“ wird in Folge zu einem so morbiden wie heißbegehrten Einrichtungsgegenstand im Fin de Siècle. Hundertfach schmückt das friedvolle Antlitz der Toten nun die Salons der europäischen Bohème, inspiriert zahlreiche literarische Werke. Auch Rilke schreibt über das „Gesicht der jungen Ertränkten, das man in der Morgue abnahm, weil es schön war, weil es lächelte, weil es so täuschend lächelte, als wüsste es.“

Ödön von Horváth erfährt 1931 durch eine Berliner Zeitung von dieser luziden Geschichte. Lange trägt er die Idee mit sich herum, eine Art Vorgeschichte dieses Freitodes zu schreiben. Wer war die Unbekannte aus der Seine? Welches Geheimnis trieb sie in die Wellen?

Und so schreibt er sein Drama für „eine große Stadt, durch die ein Fluss fließt“: Der arbeitslose Albert wurde jüngst von seiner großen Liebe, Irene, verlassen. Sie ist nun mit dem rastlosen Emporkömmling Ernst liiert. Um sein neues Leben als Junggeselle zu beginnen, plant Albert mit seinen Ganovenfreunden Nicolo und Silberling ein krummes Ding beim hiesigen Uhrmacher. Die Tat geht schief, aus Einbruch wird Mord. Albert wähnt sich in Sicherheit – doch da ist diese Unbekannte, die ihren Namen nicht verraten will, die vielwissend lächelt, die nichts von sich preisgibt – und die die einzige Augenzeugin des Verbrechens ist. Das Wissen um die Missetat bringt Albert und sie gefährlich nah zusammen …

1933 – unmittelbar nach Fertigstellung von GLAUBE LIEBE HOFFNUNG – beginnt Ödön von Horváth mit der Arbeit an diesem Stück, das er später „Komödie“ nennen wird und das doch beinahe all die Rätsel und Ausweglosigkeiten des Film Noir vorwegzunehmen scheint. Erst 1947, neun Jahre nach Horváths Tod, kommt das Stück zur Uraufführung. „Kein Zweifel,“, so eine damalige Kritik, „dass das dichterische Wort aufklingt und eine milde, wehe Weisheit in die Abgründe des Lebens blickt.“

Nach KAROLINE UND KASIMIR – NOLI ME TANGERE (2021) widmet sich das Volkstheater erneut dem großen, ewig rätselhaften Erneuerer des Wiener Volksstücks – und bringt dieses selten gespielte Horváth-Drama wieder dorthin, wo es hingehört: auf die große Bühne. Inszenieren wird die Regisseurin deren Arbeiten – gerade auch wegen ihrer vielschichtigen Portraits der weiblichen Rollen – mehrfach ausgezeichnet wurden.

Komödie in drei Akten und einem Epilog

von Ödön von Horváth

Regie Anna Bergmann

Premiere 23. März 2024

Video Art SOPHIE LUX

Dramaturgie

THOMASPETER GOERGEN

SPIELZEIT 23/24

TITUS CORIOLANUS CAESAR ANTONIUS & KLEOPATRA

nach William Shakespeare

Text Julia Jost

Konzept und Regie

Luk Perceval

Premiere 20. April 2024

Bühne PHILIP BUßMANN

Kostüm ILSE VANDENBUSSCHE

Dramaturgie ULF FRÖTZSCHNER

Regisseur Luk Perceval nimmt 25 Jahre nach seinen spektakulären SCHLACHTEN!, jenem zwölfstündigen „Shakespearewahnsinn“ (Die Zeit) bei den Salzburger Festspielen, der die acht Königsdramen der Rosenkriege zu einem Werk zusammenfasste, ein neues Shakespeare-Unterfangen in Angriff. Gemeinsam mit der Kärntner Autorin Julia Jost verbindet er die Römischen Tragödien Shakespeares miteinander – TITUS ANDRONICUS, CORIOLANUS, JULIUS CAESAR sowie ANTONIUS UND KLEOPATRA – und stößt auf ein alles verbindendes Thema, den Gebrauch der Macht. Wie lässt sich der allgegenwärtige Begriff der Macht definieren? Ist Macht überall dort, wo Menschen sind? Inwiefern ist das Ausüben von Macht positiv besetzbar? Ab wann korrumpiert die Macht jene Personen, die in der Lage sind, sie auszuüben? Wer vergibt Macht überhaupt? Oder wird sie ausschließlich errungen?

Die Autorin Julia Jost beschreibt den Stand ihrer Arbeit im Frühjahr 2023 – am Ende der ersten Recherche- und Probenphase mit dem Ensemble – wie folgt: „Ich verstehe den Prozess, in dem wir alle uns gerade befinden, als Sampling. Wir schneiden Passagen aus und setzen sie an eine andere Stelle, ich verwende zusätzlich Zeilen u. a. von Elias Canetti, Ingeborg Bachmann, Herta Müller, Plutarch, Lenin, Hannah Arendt und Thomas Hobbes und verschneide diese mit dem Shakespeare-Text. Parallel werden diese gesampelten Ausschnitte überschrieben, soll heißen, ich passe diese Gedanken mit meinen eigenen Worten an den Gesamttext an, füge hinzu, nehme weg, ersetze die Wörter und arbeite am Gesamtrhythmus. Am Ende wird es mit dem Stücktext so sein, wie mit einem neu grundierten Gemälde: das Alte schimmert durch und fügt sich in ein neues Bild.“

Luk Perceval sieht in der Zusammenführung der Stoffe vor allem eine einzige, große Geschichte über den ureigenen Instinkt der Menschen, überleben zu wollen, fortzubestehen in einer Gesellschaft, die aufgeteilt ist in Jäger und Gejagte. Shakespeares Charaktere, die oft als Symbole, Metaphern oder gar Archetypen fungieren, führen dabei über die Konflikte, Paradoxien und Widersprüchlichkeiten zu Einsichten in die Natur der Menschen. Um nicht zu sterben, setzt sich stets der gnadenlose Versuch durch, unbedingt zu den Sieger*innen gehören zu müssen.

Coriolanus ist ein Machthaber, der mit eiserner Härte seine Korruptionslosigkeit zur Schau stellt, gleichzeitig aber ebenso unbeirrbar konservativ dem Volk gegenübertritt und sich in einen Alleinherrscher verwandelt. Julius Caesar regiert mithilfe von Bestechung, Machtmissbrauch und Despotie – und wird dafür ermordet. Auf den Putsch folgen Bürgerkriege, und ein uneiniges Triumvirat sucht mit rhetorischem Geschick nach dem eigenen Machterhalt. Sich selbst wiederholende Machtbestrebungen und ihre Ausuferungen in rohe Gewalt, in Gemetzel, Massaker, Unterdrückung, Hunger und Flucht.

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Geologisch gesehen ist Taiwan Teil des „Pazifischen Feuerrings“, einer seismisch besonders aktiven Zone, in der riesige tektonische Platten aufeinander treffen, und so kommt es hier immer wieder zu schweren Erdbeben. Ähnlich fragil steht es um die politische Unabhängigkeit des Landes. Auch sie droht zwischen Machtblöcken und Erschütterungen zerrieben zu werden.

Dabei war Taiwan nicht nur Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, sondern über 25 Jahre lang auch Vollmitglied im Sicherheitsrat, bis US-Präsident Nixon 1971 die Beziehungen zwischen den USA und China „harmonisierte“ und Taiwan die UNO verlassen musste. Seitdem kämpft das Land um diplomatische Anerkennung. Nur in einem Dutzend Ländern rund um den Erdball haben seine diplomatischen Vertretungen den Status einer Botschaft. Kaum jemand kann sich einen Bruch mit China leisten – ein globales Dilemma, das sich an Taiwan geradezu modellhaft abbilden lässt.

Während der „Sonnenblumen-Bewegung“ 2014 wurde das Parlamentsgebäude in Taipeh von etwa 400 Demonstrant*innen 24 Tage lang besetzt. Eine ganze Generation von Taiwaner*innen wurde politisiert. Neue Formen von partizipativer Demokratie und digitaler Transparenz wurden erarbeitet. Heute ist Taiwan vielleicht eine der fortschrittlichsten Demokratien Asiens. Parallel dazu entwickelte Taiwan eine neue Form von Außenpolitik, die es dem Land auch unter dem Radar der offiziellen Diplomatie erlaubt, sich durch NGOs und wirtschaftliche Beziehungen mit anderen Ländern zu vernetzen.

Im Theater sind wir es gewohnt, so zu tun, als ob. So fragt DIES IST KEINE BOTSCHAFT: Wie könnte eine Vertretung Taiwans auf der Bühne und in Wien funktionieren? Wer darf diese Insel zwischen China, Japan und dem eigenen Erbe vertreten? Welche Fahne, welche Hymne und welches Ritual passt in unsere Zeit? Und was helfen Staatenbündnisse gegenüber den Ansprüchen einer Großmacht wie China?

Gemeinsam mit taiwanesischen Künstler*innen hat der Regisseur Stefan Kaegi (BLACK BOX) im Herbst 2022 im Rahmen einer siebenwöchigen Recherche-Residenz im Nationaltheater Taipeh Diplomatinnen, Geologen, Techniker aus der Halbleiterindustrie, Politikerinnen und Geschäftsleute befragt. Drei davon stehen bei DIES IST KEINE BOTSCHAFT auf der Bühne: Ein pensionierter Botschafter, eine digitale Aktivistin und eine Musikerin und Alleinerbin eines Bubble-Tea-Imperiums.

Gemeinsam mit Rimini Protokoll erstellen sie die mobile Stichprobe eines Landes, die sowohl wie eine antike als auch wie eine futuristische Version Chinas aussieht, sowohl ein präkommunistisches als auch ein posttotalitäres Spiegelbild von Taiwans großem Nachbarn.

Eine Produktion von Théâtre Vidy-Lausanne und dem National Theater & Concert Hall, Taipei, in Koproduktion mit Rimini Apparat, dem Volkstheater Wien, den Berliner Festspielen, dem Centro Dramático Nacional Madrid, dem Zürcher Theater Spektakel u. a.

(MADE IN TAIWAN)

Uraufführung von Rimini Protokoll Konzept und Regie

Stefan Kaegi

Wien-Premiere

2. und 3. März 2024

Bühne DOMINIC HUBER

Video MIKKO GAESTEL

Recherche YINRU LO

Produktion Europa TRISTAN PANNATIER

Produktion Taiwan MU CHIN

Dramaturgie SZU-NI WEN

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39 SPIELZEIT 23/24
Nico
ANDREAS BECK

ELIAS EILINGHOFF

CLAUDIO GATZKE

FRANK GENSER

IREM GÖKÇEN

HARDY EMILIAN JÜRGENS

EVI KEHRSTEPHAN

BETTINA LIEDER

HASTI MOLAVIAN

LAVINIA NOWAK

FABIAN REICHENBACH

NICK ROMEO REIMANN

GITTE REPPIN

ANNA RIESER

UWE ROHBECK

CLAUDIA SABITZER

UWE SCHMIEDER

CHRISTOPH SCHÜCHNER

SAMOUIL STOYANOV

STEFAN SUSKE

FRIEDERIKE TIEFENBACHER

GÜNTHER WIEDERSCHWINGER

ANKE ZILLICH

mit zwei exklusiven Sonderveranstaltungen

MUTTERZSÖHNCHEN IM KUNSTGLÜCK

Brigitte und Jonathan Meese

2. November 2023

KOSMISCHE MINIATUREN & KUNST IM WELT(EN)RAUM DE LARGE

Alexander Kluge und Jonathan Meese

20. Februar 2024

kuratiert von HENNING NASS

Filmscreening mit anschließendem Artist-Talk

Österreich-Premiere von Mika Rottenberg und Mahyad Tousi

Die in New York lebende Künstlerin Mika Rottenberg widmet sich einer rigorosen Praxis, die Film, architektonische Installationen und Skulpturen miteinander verbindet, um unterschiedliche Aspekte des Arbeitsbegriffs und der Produktion von Werten in unserer heutigen hyperkapitalistischen Welt zu erforschen. In Anlehnung an die Traditionen des Kinos und der Bildhauerei sucht sie Orte auf der ganzen Welt auf, an denen bestimmte Produktionsund Handelssysteme vorherrschen, wie etwa eine Perlenfabrik in China oder die mexikanisch-amerikanische Grenzstadt Calexico. Durch einen speziellen Filmschnitt und mit Material aus den in ihrem Studio gebauten Kulissen verbindet Rottenberg scheinbar disparate Orte und Dinge zu ausgefeilten und subversiven visuellen Erzählungen. Indem sie Fakten und Fiktion miteinander verwebt, hebt sie die inhärente Schönheit und Absurdität unserer heutigen Existenz hervor und zeigt Nähe zu surrealistischen Prinzipien.

REMOTE ist der erste Spielfilm, den Mika Rottenberg gemeinsam mit dem in Los Angeles ansässigen Autor, Produzenten, Kameramann und Regisseur Mahyad Tousi entwickelte und realisierte. Der Film erforscht eine seltsam glaubwürdige Zukunft, die von isolierten und doch verbundenen Individuen bevölkert wird. Er folgt Unoaku, einer Architektin, die in Kuala Lumpur lebt und arbeitet. Sie und vier weitere Frauen, die an ganz unterschiedlichen Orten in der Welt existieren, folgen online einem beliebten südkoreanischen Hundefriseur. Doch als die fünf Frauen entdecken, dass sie durch mysteriöse Portale in ihren Wohnungen miteinander verbunden sind, machen sie sich auf die Suche nach Antworten und beginnen, die Distanz zwischen sich zu überbrücken. Gemeinsam entdecken sie ein seltsames Phänomen mit universellen Konsequenzen. REMOTE zeigt eine Besetzung aus multinationalen Schauspieler*innen, darunter Okwui Okpokwasili und Joony Kim.

Mika Rottenberg, die 1976 in Buenos Aires geboren wurde, verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Israel und zog dann in die USA. Rottenberg erhielt 2019 den Kurt-Schwitters-Preis, mit dem Künstler*innen ausgezeichnet werden, die einen bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen Kunst geleistet haben. Im Jahr 2018 war sie die Gewinnerin des James Dicke Contemporary Artist Prize des Smithsonian American Art Museum.

SPIELZEIT 23/24
kuratiert von HENNING NASS

Uraufführung

von Fronte Vacuo

Fronte Vacuo ist eine radikal transdisziplinär arbeitende Performance-Gruppe, die 2019 von den Künstler*innen Marco Donnarumma, Margherita Pevere und Andrea Familari gegründet wurde. 2020 stieß Anna Cingi als Bühnen- und Kostümbildnerin hinzu. Individuell arbeiten sie seit den frühen 2000er Jahren als Künstler*innen und Forscher*innen: Donnarumma erforscht Körper, neue Technologien und Sound. Pevere arbeitet mit lebenden Organismen wie Zellen, Bakterien und Pflanzen zusammen. Familari konzentriert sich auf interaktive Systeme aus Video und Licht. Cingi ist Bühnen- und Kostümbildnerin für Oper, Theater und Performance. Sie kombinieren erfolgreich ihre Expertisen, um eine neue künstlerische Sprache zu entwickeln und Live-Kunst und soziales Experiment zusammen zu denken.

Gemeinsam erschufen sie ihre Saga HUMANE METHODS –eine Serie von non-language-based Performances, direkt aus dem Schoße unserer Zeit. Ein kollektives Experiment in einem Kosmos aus Menschen, Gewächsen, KI-Algorithmen und robotischen Gliedern, das auf Gewalt, Machtstrukturen und Empathie innerhalb von Gesellschaften blickt – und Fragen zur kollektiven und individuellen Verantwortung stellt.

Nachdem sie im Frühjahr 2022 das Kapitel HUMANE METHODS [ΣXHALE] im Volx gezeigt haben, sind sie seit 2022 Artists in Residence am Volkstheater und erarbeiten unter dem Titel HUMANE METHODS [6XXX6] sechs neue Produktionen für sechs verschiedene Räume innerhalb und außerhalb des Volkstheaters am Arthur-Schnitzler-Platz.

Ihre Mission weiterhin: Die Grenzen der Live-Künste durcheinanderzuwirbeln!

69 SPIELZEIT 23/24
Konzept MARCO DONNARUMMA MARGHERITA PEVERE ANDREA FAMILARI ANNA CINGI Interaktives AI-Licht- und Videodesign ANDREA FAMILARI AI
Design MARCO DONNARUMMA Symbionten MARGHERITA PEVERE Ausstattung ANNA CINGI Künstlerische Produktionsleitung Volkstheater EVA LUZIA PREINDL
ANNE-KATHRIN SCHULZ mit
Volkstheater-
Sound System und Spatial Sound
Künstlerische Beratung
Gästen aus dem
Ensemble und mehr

Konzept und Choreographie

Wien-Premiere

Doris Uhlich

13. und 14. Dezember 2023

Performance DORIS UHLICH

DORA STAUDINGER/ ROMY JING

Dramaturgie SANDRA UMATHUM

Bühnenbild JULIETTE COLLAS

Bühnenmitarbeit MARCO TÖLZER

Lichtdesign LETICIA SKRYCKY

Sound BORIS KOPEINIG

Text BORIS KOPEINIG

DORIS UHLICH

Performance-Coach Kind

YOSHIE MARUOKA

Outside Eye ADAM CZIRAK

Social Media ESTHER BRANDL

Company Management, Distribution

MARGOT WEHINGER

International Distribution

SOMETHING GREAT

Rund achteinhalb Minuten braucht das Sonnenlicht, bis es unseren Planeten erreicht. Die Sonne arbeitet ununterbrochen, um das Licht und die Wärme zu machen, ohne die es auf der Erdoberfläche kein Leben gäbe. Dafür wird sie geliebt und verehrt. Zunehmend wird die Sonne aber auch als bedrohlich wahrgenommen oder als aggressiv dargestellt. Dabei schaut sie selbst nur ohnmächtig auf die Erhitzungen, Brände und Dürren, die sie in Zeiten des anthropogenen Klimawandels anrichtet.

In diesem Teil ihrer MELANCHOLIE-TRILOGIE widmet Doris Uhlich diesem Himmelskörper, der fast alle und alles anstrahlt und Existenzen ebenso ermöglicht wie zerstören kann, eine Sonnenschau, in der sie gemeinsam mit einem Kind die Beziehung der Sonne zu anderen Körpern, Lebewesen und unbelebter Materie erkundet.

Koproduktion Festspielhaus St. Pölten, Volkstheater Wien, Theater Rampe Stuttgart und insert Tanz und Performance GmbH Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien.

70 SPIELZEIT 23/24

Österreichische Erstaufführung

von Florentina Holzinger Konzept, Regie

Florentina Holzinger

vom 21. bis 24. Oktober 2023

Sounddesign STEFAN SCHNEIDER

Musik PAIGE A. FLASH

URŠKA PREIS

STEFAN SCHNEIDER

Bühne NIKOLA KNEŽEVIĆ

Lichtdesign ANNE MEEUSSEN

Videodesign MELODY ALIA

JENS CRULL

MAX HEESEN

Live-Kamera MELODY ALIA

Dramaturgie RENÉE COPRAIJ

SARA OSTERTAG

FERNANDO BELFIORE

MICHELE RIZZO

Dramaturgie Volksbühne

JOHANNA KOBUSCH

Produktion KATHARINA WALLISCH

DANA TUCKER

STEPHAN WERNER

Management, internationale

Distribution KATHARINA WALLISCH

Fluktuation, Reflexion, Reproduktion, Heilung und Gewalt: In Florentina Holzingers OPHELIA’S GOT TALENT vollzieht das multidisziplinäre Ensemble aus mehreren Generationen eine physische Studie zur Psychologie des Wassers im 21. Jahrhundert.

In der Dämmerung des „Age of Aquarius“, einer Zeit, in der sich ein Shift von technologischen Innovationen hin zu humanitären Anliegen und kollektiver Verantwortung vollzieht, steigen die Geschichten der Erbinnen Ophelias unvermeidlich an die Wasseroberfläche empor, um dort, ausgebreitet wie ein Teppich aus Algen, ihre Abgründe zu verbergen.

Auf dem nassen Terrain der Bühne wird das Ophelia-Sein trainiert: Die Verkörperung der sie umgebenden Gesetzmäßigkeiten und die bewusste Befriedigung fremder Fantasien sind Teil eines ambivalenten Spiels, dessen Meisterin sie ist. Die Narrative ihrer Vorfahren Leda, Melusine, Undine, der Nymphen, Nereiden oder Sirenen sind es, die immer noch die heutigen Biographien prägen. Als exzellente Tänzerinnen, die die Musik lieben und Menschen ins Wasser locken, in die Tiefe zwingen und sie dort in den Spiegel der Venus blicken lassen, bleibt doch der wahre Ort ihrer Bedeutung im Dunkeln, untergegangen und auf den Grund gesunken. Und nur der Fäulnisprozess treibt ihre Körper an die Oberfläche, wo sie treiben, bis man sie findet, oder sie zerfallen, Eins geworden mit der Natur.

Wasser ist das Element der Anpassung und gleichzeitig Sinnbild seiner Fähigkeit zur Ausdehnung, einer endlosen, ewigen, unauflösbaren Einheit mit der Außenwelt. Weiblichkeit wurde ikonografisch häufig mit Wasser in Verbindung gebracht. Und mit dem Tod: Stehend am wellenlosen Teich ist es synonym für die Domestizierung der weiblichen Subjektivität, Schaum auf dem Meer das Ergebnis ihrer Auflösung, ein Fischschwanz das Bild ihrer aberkannten Sexualität. In einer ozeanischen Landschaft voll kulturgeschichtlicher Referenzen zu Wasserwesen und ertrunkenen Unbekannten geht es nicht nur darum, wie man den prekären Umständen einer von klimakatastrophalen Szenarien geprägten Gegenwart durch Training entkommen kann, sondern auch um die Spekulation auf neue Lebensformen, die diese Umstände in sich aufgenommen, verwandelt, zu neuen Wesen machen.

Eine Veranstaltung des Tanzquartier Wien in Kooperation mit dem Volkstheater Wien

Eine Produktion der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und Spirit in Koproduktion mit Productiehuis Theater Rotterdam, Tanzquartier Wien, Arsenic Lausanne, asphalt Festival, Gessnerallee Zürich, Kampnagel Internationales Sommerfestival und deSingel Antwerpen. Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien und vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport. Mit herzlichem Dank an das RambaZamba Theater

Kenneth Anger

„ÜBERGIESSE DICH MIT WASSER: SO SOLLST DU DEM UNIVERSUM EIN BRUNNEN SEIN.“
SPIELZEIT 23/24

frei nach dem gleichnamigen Film von Ingmar Bergman Regie Markus Öhrn

Wiederaufnahme ab 4. Oktober 2023 im Volkstheater

Bühne MARKUS ÖHRN

Kostüm ELEONORE CARRIÈRE

Sounddesign JOACHIM ZACH

Lightdesign ANTON ANDERSSON

Dramaturgie HENNING NASS

Kaum jemand hat so gut wie Ingmar Bergman die Tragik der modernen Ehe verstanden, die nur durch eben die Leidenschaft am Leben erhalten werden kann, die sie gleichzeitig zu zerstören droht. Der schwedische Filmemacher schuf 1973 mit SZENEN EINER

EHE ein Drama um einen Mann und eine Frau, deren Ehe nach zehn Jahren zerbricht, weil ER eine Neue zu lieben meint und SIE und die beiden gemeinsamen Töchter verlässt. Bergmans Film begleitet die Frau durch Verzweiflung und Panik, schließlich dann in eine neue Freiheit, die in so etwas wie Frieden mit ihrem Mann mündet. Handlung tritt in dem Drama völlig in den Hintergrund. Kraft und Zerstörung gehen sehr präzise von den Dialogen aus. Als die Fernsehfassung erstmals gesendet wurde, blieb das ganze Land zu Hause. Die Straßen waren menschenleer, alle wollten die Geschichte verfolgen, die die eigene hätte sein können. Bergmans Film zeigt eine endlose Geschichte von den Routinen häuslicher Zweisamkeit, die sich zu einer reiferen Form des Zusammenseins entwickelt, inklusive Seitensprüngen, Eifersucht und Streit. Es ist eine Auseinandersetzung mit einem bürgerlichen Verständnis von Liebe aus der Perspektive eines Vorzeigepaars der Mittelklasse.

Ein zentrales Thema in der Arbeit von Markus Öhrn, schwedischer Künstler und Regisseur, sind toxische Geschlechterrollen, Strukturen der Unterdrückung, das plötzliche Kippen alltäglicher Situationen in Endlosschleifen der Eskalation. Im Jahr 2018 war er für seine Theaterarbeit HÄUSLICHE GEWALT für den NestroyPreis nominiert, den er dann 2019 für 3 EPISODES OF LIFE erhielt. SZENEN EINER EHE ist die thematische Verlängerung dieser Themenkomplexe.

„Erneut staunt man, wie präzise Öhrn arbeitet, wie raffiniert er Scherz und Schmerz aufeinanderprallen lässt.“ (profil)

SPIELZEIT 23/24
with English surtitles

von Johann Wolfgang von Goethe Regie Kay Voges

Wiederaufnahme ab 11. Oktober 2023 im Volkstheater

Live-Fotografie MARCEL URLAUB

Bühne MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH

Kostüm MONA ULRICH

Musik PAUL WALLFISCH

Video Art MAX HAMMEL

Sounddesign MICHAEL STURM

Lightdesign VOXI BÄRENKLAU

Dramaturgie MATTHIAS SEIER

Zeit seines Lebens, von der Jugend bis ins hohe Alter, schreibt Goethe an seinem zweiteiligen opus magnum FAUST – dem einzigen seiner Werke, das er „Tragödie“ nennen wird. In über 12.000 Versen steht das Drama da, rätselhaft und hell, sprunghaft und in epischer Weite – eine scheinbar endlose Abfolge von Szenen, Bildern, Figuren, Reflexionen. Was hält diese Tragödie im Innersten zusammen?

Da ist Faust, der ewig Rastlose, der die Welt als Beute sieht, die Mitmenschen als Manövriermasse und die Zeit als Pfand. Da ist Mephisto, das Gegenprinzip buchstäblich im Schatten Fausts. Da ist Margarete, Gretchen, das Unschuldige und Schöne im Angesicht des Verderbens. Welche Bilder machen wir uns von ihnen, welche Stimmen sprechen durch sie?

Und da ist das Licht, das durch all die Risse im Schicksal einfällt. Der Großteil der Tragödie findet laut Goethes Anweisungen in finsterer Nacht und trüber Dämmerung statt. Zerrissen wird diese Dunkelheit immer wieder durch Feuer, Lichtzeichen, Sonnenaufgänge – wie der Blitz einer Fotografie, der die Gegenwart erhellt und einzufangen versucht. Theater und Fotografie – zwei Kunstformen, die sich immer und immer wieder der Vergänglichkeit stellen müssen. Der Unwiederholbarkeit des einen Augenblicks. Die immer wieder dann gerade im Flüchtigen, im Plötzlichen, im Momenthaften zu sich selbst finden. „Augenblick, verweile doch.“

Kay Voges inszeniert FAUST als eben diesen Kampf zwischen Ewigkeit und Augenblick – und verwandelt gemeinsam mit LiveFotograf Marcel Urlaub den Bühnenraum dafür zum Lichtraum und zur Dunkelkammer gleichermaßen.

„Sowas gibt’s in Wien am Theater momentan nirgendwo. Das Ensemble macht es durch die Bank ganz fantastisch; uneitel, zugkräftig, stark – ein tolles Team!“ (Deutschlandfunk Kultur)

73 SPIELZEIT 23/24

eine

abschaffung der sparten

nach ernst jandl regie claudia bauer

eingeladen zum

59. theatertreffen in berlin ausgezeichnet mit drei nestroy-preisen 2022

wiederaufnahmen ab 23. septembern 2023 im volkenstheatern

bühne patricia talacko kostüm andreas auerbach komposition und musikalische leitung peer baierlein lightdesign paul grilj dramaturgie matthias seier

„deutschen sprach sein ein kulturensprach / sein ein alt alt kulturensprach. deutschen literaturen sein ein kulturenliteraturen / ein ganz groß kulturenliteraturen.“

Ernst Jandls Erfolgsstück, der Einakter DIE HUMANISTEN, ist typisch für sein Werk: Hochmusikalisch und bitterböse rechnet es mit gesellschaftlichen Altlasten ab, dabei voller Klarheit, Hintersinn und Witz. Und natürlich wird wie bei wohl allen Jandl-Texten die Sprache und das Sprechen selbst zum lebendigen Akteur – durch ihre Verfremdung und Verstümmelung ermöglicht sie neue Wirklichkeiten. Ob nun in seinen brachialen DIE HUMANISTEN, im wehmütig-humorvollen Künstlerdrama AUS DER FREMDE oder im ausufernden lyrischen Werk – in den auseinanderstrebenden, frei flottierenden Sprachgebäuden Jandls kann die Welt endlich so dargestellt werden, wie man selbst ihr immer wieder begegnet: als expressive Aneinanderreihung von Sinneseindrücken, als fragmentarisches Erleben von Gesellschaft, als trügerisches Wandeln zwischen Melancholie und Komik.

Die mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladene Regisseurin Claudia Bauer inszenierte in ihrer allerersten Wiener Arbeit eben diesen unverwechselbaren Jandl-Sound – unterstützt von einer eigens für die Inszenierung entstandenen Komposition von Peer Baierlein. humanistää! – das ist ein Schlachtruf, eine Drohung, ein Kompliment. humanistää! – das ist bildstarkes Musiktheater, verwilderte Sprechoper, irrwitzige Groteske. Garantiert ohne ottos mops.

„Famoser Quatsch, bildgewaltiges Musiktheater,beeindruckend beklemmend. Jandls Arbeit an der Sprache als ein ‚Nie wieder‘ ernst und als einen unmöglichen Neuanfang komisch zu nehmen – das gelingt diesem Theaterabend und das ist ganz schön schön.“ (nachtkritik.de)

74 SPIELZEIT 23/24

von Elfriede Jelinek//

Fiston Mwanza Mujila

Regie Claudia Bossard

Wiederaufnahme

ab 21. September 2023

im Volkstheater

Bühne ELISABETH WEIß

Kostüm MONA ULRICH

Video und Sound

ANNALENA FRÖHLICH

Lightdesign INES WESSELY

Dramaturgie JENNIFER WEISS

Das Kapruner Bergbahnunglück bleibt eine der größten Katastrophen, die sich in jüngerer Vergangenheit in Österreich ereignet haben. Niemand wurde bis heute wirklich zur Rechenschaft gezogen: Die Schuld wurde einem kleinen Heizlüfter der Firma Fakir zugeschoben, und damit war der Fall abgeschlossen. Ähnliche Leugnung von Haftung und Verantwortung fand auch in der Causa Ischgl statt, die im Frühjahr 2020 entscheidend zur Ausbreitung des Coronavirus’ in Europa beigetragen hat.

Elfriede Jelinek zeichnet in dem kurz nach der Tragödie in Kaprun entstandenen Stück IN DEN ALPEN ein Panorama der alpenländischen Frühgeschichte hin zur Maschinerie des Massentourismus. Der Berg tritt als Sinnbild menschlichen Größenwahns hervor, alles zu besteigen und zu besiegen, als Aneignung von Landschaften, die mit Seilbahnen und Gondeln bestückt werden. Vom Jelinekschen Panorama geht der Theaterabend über in ein globales Tribunal: Exklusiv für das Volkstheater verfasste Fiston Mwanza Mujila das Stück APRÈS LES ALPES: Er schaut auf die koloniale Herkunftsgeschichte des österreichischen Alpenkosmos und geht in einer grotesken Fiktion der Frage nach, was im post-alpinen Zeitalter passieren könnte: Gletscherschmelze und nie mehr Après-Ski? Was passiert, wenn plötzlich Rohstoffe im Untergrund der Alpen entdeckt werden? Werden diese dann in ein großes Minenunternehmen umgewandelt, und der Westen schürft für den Globalen Süden?

„Die Kopplung von Elfriede Jelineks ‚In den Alpen‘ und Fiston Mwanza Mujilas ‚Après les Alpes‘ verhilft dem Wiener Volkstheater zu einem verdoppelten (Ur-)Aufführungsthriumph. (…) Indem Regisseurin Claudia Bossard mit wenigen, darum umso kräftigeren Bildsignalen arbeitet, haben die VolkstheaterSchauspieler alle Zeit der Welt, den zwischen Spott und Verzweiflung oszillierenden Jelinek-Speech in all seiner Pracht zu entfalten.“ (Der Standard)

SPIELZEIT 23/24

EINE WELTUNTERGANGSKOMÖDIE

Uraufführung von Kristof Magnusson Mitarbeit Gunnar Klack

Regie Kay Voges

Wiederaufnahme ab 17. Oktober 2023 im Volkstheater

Bühne MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH

Kostüm MONA ULRICH

Musik PAUL WALLFISCH

Video Art MARVIN KANAS

Sounddesign SEBASTIAN HARTL

Lightdesign VOXI BÄRENKLAU

Dramaturgie ULF FRÖTZSCHNER

Und der Gewinner ist ... Seien Sie herzlich willkommen in Ihrem Theater!

Die alljährliche Preisverleihung des wohl bedeutendsten Theaterpreises steht an! Der rote Teppich bis zur Straße ausgerollt und die Kristallluster in den frisch renovierten Hallen und Gängen erstrahlen in prächt’gem Glanz! Beste Unterhaltung ist garantiert und für das leibliche Wohl naturgemäß umfangreich gesorgt. Um festliche Abendgarderobe wird gebeten.

Und dann geht ganz nebenbei die Welt doch unter. Ein Schwarzes Loch hat bereits Genf verschluckt. Vulkanausbrüche überall, im Südwesten Islands, auf Sizilien, aber auch im Burgenland und in der Steiermark. Vögel, Schlangen und Flugzeuge fallen vom Himmel. Menschen kennen keine Verwandten mehr, vergangene Beziehungsdramen und Liebesdynamiken brechen schmerzhaft wieder auf und der ganze übliche Streit „Jeder gegen jeden“ geht in die nächsten Runden. Das Theater wird schließlich von einem Meteoriten getroffen. The showdown must go on!

Der isländisch-deutsche Schriftsteller Kristof Magnusson bringt eine rasante Komödie voller Wortwitz und skurriler Typen auf die Bühne des Volkstheaters, jagt die Ehrlichen mit den Lügnern, jagt mit den Ärmsten die Reichen und das Dumme mit dem Besten an Klugheit in schnellstmöglichen Dialogen hin und her – oder auch alles umgekehrt. Und die Gewinner sind …

„APOKALYPSE MIAU […] bildet in einem auch klamottigen Trashrahmen mit Teletubbies-Beteiligung die festgefahrenen Diskurse der Gegenwart ab, ohne dabei selbst Werte zu propagieren. (…) Das Volkstheater öffnet erneut seine Arme weit und hatte so viel junges Publikum bei der Premiere wie woanders selten.“ (Der Standard)

76 SPIELZEIT 23/24

Gastspiel

29. September 2023

„Immer is irgendwas. Entweder die Fiaß schlafen mir ein. Oder sie jucken. Dann krieg i wieder ka Luft, wenn i schneller geh. Oder i hab an Schweißausbruch. Dann friert mich wieder. Das Essen schmeckt mir nimmer, der Sex ist fad, die Hosen sind z’eng. Was is das bitte? - Des muss alles dieser Klimawandel sein, oder? Temperaturen hat’s im Sommer wie in den Tropen! Dadurch gibt’s auf einmal diese riesigen Insekten! Die hat’s doch früher net geb’n! Wenn die dich stechen, kriegst einen Dippel, der geht monatelang net weg! Wahrscheinlich san die alle gentechnisch verändert. Und die Pflanzen! Die werd’n jetzt auch schon deppert. Die spinnen, die Pflanzen! Die wachsen jetzt alles zua! Seit i nimmer aus’n Haus geh. Meine Theorie is, die Pflanzen woll’n die Herrschaft über den Planeten zurück. Die sind alle miteinander unterirdisch verbunden über ihre Wurzeln. Weltweit! Die Pflanzen hab’n einen geheimen Plan. Sie wollen die totale Zerstörung der abendländischen Kultur und des österreichischen Volks-Rock’n’Roll. Das soll alles ersetzt werden durch äh Photosynthese.“

„Das Schreckliche kommt unschuldig – und mit einem peinlich berührten Grinsen – daher, und Hader zeigt uns, dass Gut und Böse gar nicht so trennscharf voneinander entfernt liegen, wie wir das für uns gern hätten. Und wenn das alles in der Zusammenschau ziemlich arg und gar nicht lustig klingt, dann ist es erstens tatsächlich arg und zweitens unglaublich lustig.“ (Profil)

von und mit Josef Hader
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von Suzie Miller

Regie Laura N. Junghanns

Premiere 7. Oktober 2023

Australien Writers’ Guild Award 2020

David Williamson Award 2020 Olivier Awards 2023

Ausstattung MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH

Dramaturgie ULF FRÖTZSCHNER

Tessa ist Strafverteidigerin und ihr Spezialgebiet sind vor allem Männer, die aufgrund sexuellen Übergriffs vor Gericht stehen. Sie muss dabei nicht beweisen, ob das Opfer zugestimmt hat, sondern dass ihr Mandant nicht wusste, dass es kein Einvernehmen gab. Und Tessa ist sehr erfolgreich in ihrem Job. Ihre Ratschläge sind unter Kolleg*innen gefragt. Auch Julian aus ihrer Kanzlei bittet um ihre Hilfe. Die beiden kommen sich näher und haben Sex, der beiden gefällt. Doch beim nächsten Date passiert etwas: Julian wird sexuell übergriffig. Und Tessa steht vor der Frage, wie es in ihrem Leben nun weitergehen soll. War das nur schlechter Sex in stark alkoholisiertem Zustand – oder war es eine Vergewaltigung?

„Es steht so viel auf dem Spiel: mein Privatleben, Freunde, die Familie. Meine Karriere. Alles, einfach alles. Das macht mir Angst.“

Tessa geht zur Polizei. Und sie wird zur Zeugin der Anklage. Von nun an erlebt sie die Vorgänge im Gerichtssaal von der anderen Seite. Das verändert ihre Sicht auf die Dinge; sie muss feststellen, dass die weibliche Erfahrung sexualisierter Gewalt nicht in das von Männern über Jahrhunderte geprägte Justizsystem passt.

Jahrelang, seit ihrem Jurastudium, hatte die Autorin Suzie Miller die Idee zu PRIMA FACIE*. Aber verwirklichen ließ sie sich erst vor dem Hintergrund der seit 2017 weltweiten #MeToo-Bewegung. Das Stück schlägt eine Brücke zwischen Kunst und sozialem Wandel. Denn noch immer zieht die Anzeige eines sexuellen Verbrechens die Teilnahme an allen Gerichtsterminen nach sich: das Erscheinen bei der Anklage, das Kreuzverhör sowie die öffentliche Berichterstattung in den Medien – was außerordentlichen Mut erfordert. Und der Prozess der Aufarbeitung ist lang und verlangt großes Vertrauen in die Gerechtigkeit des Rechtssystems. Aber verdient dieses System das Vertrauen überhaupt? Oder bringt es Opfer von sexualisierten Übergriffen weiterhin dazu, lieber zu schweigen? Wie kann, wie muss sich die Gesellschaft weiterentwickeln, um diesen Bereich zu reformieren?

Suzie Millers aufwühlender Monolog wurde 2019 in Sydney, Australien, uraufgeführt. Im Frühjahr 2022 spielte Jodie Comer (KILLING EVE) die Rolle von Tessa am National Theatre in London. Mehr als 300.000 Zuschauer*innen sahen das Theaterstück live im Kino durch die Ausstrahlung des National Theatres.

Regie führt Laura N. Junghanns, die am Volkstheater zuletzt die Uraufführungen DER TERMIN nach dem gleichnamigen Roman

Elfriede Jelineks DER TOD UND DAS MÄDCHEN V mit einer Fortschreibung von Olivia Axel Scheucher Regie Olivia Axel Scheucher

Premiere 17. November 2023

DU ES NICHT, DIE GESAGT HAT, DASS DU EINMAL IN EINEM DIESER RISSE IN DER WAND VERSCHWUNDEN SEIST? DA HAST DU GELOGEN. DIE WAND IST NOCH DA, UND DU BIST AUCH NOCH

Elfriede Jelinek

Wände, überall um uns herum. Aus vieren wird uns ein Haus, aus dreien eine Bühne, aus einer eine Mauer. Hier das Diesseits, dort das Jenseits. Wände, überall in der Literatur. In Marlen Haushofers DIE WAND trennt eine unsichtbare Mauer die einzig überlebende Frau von der eingefrorenen Außenwelt, in Ingeborg Bachmanns MALINA (siehe S. 22 in diesem Heft) wird die Wand zur letzten Zuflucht der weiblichen Existenz, in Sylvia Plaths DIE GLASGLOCKE fungiert sie als übermächtiges Sinnbild der Depression.

2002 schreibt Elfriede Jelinek ihren Dramolett-Zyklus DER TOD UND DAS MÄDCHEN, auch als PRINZESSINNENDRAMEN bekannt. In fünf lose aufeinander bezogenen Teilen melden sich Frauen zu Wort, deren Tode uns bekannt sind – Dornröschen, Schneewittchen, Jackie Kennedy – und die nun aus dem Totenreich heraus auf die Suche nach Erkenntnis gehen …

Im letzten Teil namens DIE WAND treten schließlich zwei Ikonen des weiblichen Schreibens auf: Inge(borg Bachmann) und Sylvia (Plath), und mit ihnen steht eine hohe Wand im Raum. Inge und Sylvia beginnen ein rituelles Opferfest, um die blutgetränkte Mauer und die in ihr so manifeste Trennung und Abschottung zu überwinden. Es entspringt ein mäandernder, mal ironischer und mal bitterernster Sprachfluss, in dem Bedeutungen über ihre Ufer treten und Identitäten sich unentwirrbar verflechten. Nur diese Wand vor ihnen bleibt kalt und starr, aufrecht und männlich, eine Grenze ziehend, ob sie will oder nicht.

„Ich bin jemand, bei dem es plötzlich anfängt zu wuchern“, so Jelinek über ihren Text. „Und dann schießen aus dem Geflecht unter der Erde überall Pilze heraus – bei guter Düngung.“ Dieser Schreibprozess ist für Autor*in und Regisseur*in Olivia Axel Scheucher (FUGUE FOUR : RESPONSE) eine Form der queeren Praxis: ein Ausbreiten in alle Richtungen mit einer Sprache, die nicht festhält und auch nicht festgehalten werden kann, die sich Eindeutigkeiten und Bedeutungshierarchien spielerisch verweigert. Aber ist die Mauer aus Elfriede Jelineks Text heute noch immer so massiv und unüberwindbar? Ist es heute überhaupt noch die gleiche Wand, an der sich bereits Haushofer, Bachmann, Plath abarbeiteten? Scheucher inszeniert das von Jelinek geschriebene Dramolett und schreibt es für unsere unmittelbare Gegenwart fort. In einem überzeitlichen Zwiegespräch erklingen neue Stimmen –vor, hinter und in der Wand; es erklimmen neue Körper ihre Höhen.

81 SPIELZEIT 23/24
„WARST
DA.“
Ausstattung JULIAN SCHOCK Dramaturgie MATTHIAS SEIER

Uraufführung in Kooperation mit DOSSIER von Calle Fuhr Regie Calle Fuhr

Premiere 16. März 2024

Dramaturgie MATTHIAS SEIER

Wie passen Fakt und Fiktion, künstlerische Freiheit und redaktionelle Faktentreue zusammen? Seit 2020 sind das Volkstheater und die unabhängige Rechercheplattform DOSSIER enge Verbündete. Neben dem regelmäßig stattfindenden DOSSIER-Hinterzimmer in der Roten Bar (S. 100) entstanden seither auch drei Theater-Inszenierungen, die Investigativ-Recherchen auf der Bühne neu erzählten: DIE RECHERCHE-SHOW war eine wilde Abrechnung im Late Night-Format mit dem Red Bull-Komplex; HELDENPLÄTZE erzählte anhand einer fiktiven Lebensbeichte von der Macht der Erinnerung und den Recherchen rund um den österreichischen Ski-Star Toni Sailer (weiterhin im Repertoire, S. 85); und DIE REDAKTION war ein augenöffnender Wirtschaftsthriller über fragwürdige Vorgänge in den Chefetagen der OMV.

„Es gibt den Begriff des entschleunigten Journalismus. Dem haben wir uns verschrieben“, so DOSSIER-Chefredakteur Florian Skrabal. „Denn wir haben es als eine Lücke empfunden, dass du dich als Journalist*in nur sehr selten über einen längeren Zeitraum mit einem Thema auseinandersetzen kannst. In der Regel bist du mehr damit beschäftigt, Agenturmeldungen umzuschreiben, anstatt das zu tun, was unseren Job ausmacht: Recherchieren, hinterfragen und einordnen. Und wir leisten uns den Luxus, Ambivalenzen zuzulassen.“ 2023 erhält DOSSIER dafür den renommierten Concordia-Preis für Pressefreiheit.

Auch in der Spielzeit 23/24 werden DOSSIER und das Volkstheater wieder auf die Suche nach der Wahrheit und ihren Ambivalenzen gehen: Calle Fuhr kehrt als Regisseur ans Volkstheater zurück und wird eine neue investigative Recherche für die Dunkelkammer adaptieren.

82 SPIELZEIT 23/24

„KANN ICH ARMEEN

AUS DER ERDE STAMPFEN?

WÄCHST MIR EIN KORNFELD IN DER FLACHEN HAND?

REISST MICH IN STÜCKEN, REISST DAS HERZ MIR AUS, UND MÜNZET ES STATT GOLDES! BLUT HAB’ ICH FÜR EUCH, NICHT SILBER HAB’ ICH, NOCH SOLDATEN!“ nach Friedrich Schiller und Pjotr Tschaikowski von Paul-Georg Dittrich und Hasti Molavia Regie Paul-Georg Dittrich

Premiere 13. April 2024

Gotteskriegerin, Rebellin, halluzinierende Jugendliche, Nationalheldin: Wer war Jeanne d’Arc? Wer war die junge Frau, der es gelang, einem autoritären System die Stirn zu bieten und eine ganze Gesellschaft mitzureißen? 1412 in eine Bauernfamilie geboren, wird sie dank ihrer Visionen vom späteren König Karl VIII. zur Heerführerin ernannt, gewinnt als glorreiche Kriegerin die längst verloren geglaubte Schlacht, stirbt im Alter von 19 Jahren auf dem Scheiterhaufen. Posthum wird sie zur Heiligen und Märtyrerin verklärt und kann sich seitdem vor lauter Zuschreibungen kaum noch retten.

An dieser unglaublichen, bereits zu Lebzeiten zum Mythos geronnenen Biographie biss sich auch der männliche Literaturkanon (Shakespeare, Schiller, Shaw, Anouilh, Brecht) immer wieder die Zähne aus. 1800 beginnt Friedrich Schiller, den Stoff für das Theater zu bearbeiten. Akribisch sichtet er Gerichtsprotokolle, steht in enger Korrespondenz mit Goethe, und schafft schließlich mit Voll- endung von DIE JUNGFRAU VON ORLÉANS das neue Dramengenre der romantischen Tragödie. „Man muss, wie ich bei diesem Stück sehe, sich durch keinen allgemeinen Begriff fesseln, sondern es wagen, die Form neu zu erfinden, und sich den Gattungsbegriff immer beweglich erhalten“, schreibt Schiller über sein Werk und verändert die historischen Fakten so, dass sie für sein Drama passen. Nach Schillers Vorlage schuf Pjotr Tschaikowski 1881 schließlich seine effektvolle Grand Opéra Орлеанская дева über eine Frau zwischen Liebe und Kampf in Zeiten des alles verschlingenden Krieges. Bis heute ist die selten gespielte Oper ein klanggewaltiger Solitär.

Ganz im Sinne Schillers, sich durch nichts Allgemeines fesseln lassen zu wollen, arbeiten der Regisseur Paul-Georg Dittrich und Ensemblemitglied Hasti Molavian weiter an der Erfindung neuer Formen und Formate in den Grenzbereichen des Musiktheaters. Nach ihrer gemeinsamen Bizet-Umschreibung ICH BIN CARMEN

UND DAS IST KEIN LIEBESLIED (von der Zeitschrift OPERNWELT 2022 als Uraufführung des Jahres nominiert) entwickeln sie nun ein Jeanne d’Arc-Projekt für die Dunkelkammer – mit Live-Elektronik und Gesang. Entlang, gegen und mit der Romantischen Tragödie Schillers und der Grand Opéra Tschaikowskis entsteht ein hochmusikalisches, unmittelbares Sprach-Klang-Universum en miniature.

83 SPIELZEIT 23/24
Ausstattung MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH Video Art LUKAS REHM Dramaturgie ALEXANDER KERLIN

nach Annie Ernaux

Deutsch von Sonja Finck

für die Bühne bearbeitet von Matthias Seier Regie Ed. Hauswirth

Wiederaufnahme ab 20. September 2023 in der Dunkelkammer

Kostüm MONA ULRICH

Foto-Labor FRANZI KREIS

Musik und Sounddesign

FLORIAN KMET

Dramaturgie MATTHIAS SEIER

Die Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux rekonstruiert einen Vorfall aus ihrer Kindheit: An einem Junisonntag im Jahr 1952 bedroht der Vater nach einem Streit am Mittagstisch plötzlich die Mutter mit einem Beil. Vierzig Jahre später nimmt Ernaux dieses traumatische Ereignis zum Anlass, ihre eigene Biographie zu rekonstruieren: Ihre Herkunft als Tochter einfacher Leute, ihre Kindheit und Jugend in der nordfranzösischen Provinz, die strenge katholische Mädchenschule und dagegen das ländliche, simple Milieu ihrer Eltern. Die Diskrepanz zwischen den alten Verhältnissen und dem drängenden Wunsch nach sozialem Aufstieg. Die Scham, die Verleugnung, die Verdrängung. Und als zentraler Auslöser des Rekonstruktionsprozesses dieser eine Moment der Gewalt, in dem das Leben eine neue Wendung erfährt und nichts mehr so ist wie zuvor.

Mit nüchterner, glasklarer Sprache und einem unermesslich scharfen Erinnerungsvermögen seziert Annie Ernaux ihr schwieriges Verhältnis zur eigenen Herkunft und das unauslöschliche Schamgefühl über ihre soziale Prägung. Ein Text voller Mut und Präzision – und gleichzeitig stets die Zweifel thematisierend, inwieweit ein Text überhaupt Zeugnis ablegen kann.

Ernaux’ Arbeiten gelten längst zu den stilbildenden Werken der gegenwärtigen Literatur, offenbaren trotz hochpersönlichem Inhalt immer auch universelle Wahrheiten. DIE SCHAM in der Dunkelkammer: Ein Abend über die Kraft der Erinnerung, die Macht der Blicke, und die Bilder unseres Lebens.

„Mit leiser Stimme setzt Friederike Tiefenbacher in ihrer Rolle an, hebt kaum den Blick, wenn sie über das Gewalttrauma berichtet, man spürt, wie sie sich in die Erinnerungen hereintastet. Die Konturen werden konkreter, es geht um Klassen, um Verletzungen, doch lässt es Tiefenbacher nie larmoyant werden.[…] beeindruckend, wie sie den Abend zu tragen versteht!“ (Kronen Zeitung)

GERADE JETZT SCHREIBT.“

SPIELZEIT 23/24
„DIE SCHAM IST DIE LETZTE WAHRHEIT.
SIE VEREINT DAS MÄDCHEN VON DAMALS MIT DER FRAU, DIE DIES

Uraufführung von Calle Fuhr Regie Calle Fuhr

Wiederaufnahme ab 12. Oktober 2023 in der Dunkelkammer

Bühne CALLE FUHR Kostüm FRIEDERIKE WÖRNER

Eigentlich hat Theresa Frieden geschlossen. Mit sich, mit ihrer lieblosen Kindheit in der Provinz, mit dem frühen Tod des Bruders Pepi. Der wollte Skiläufer werden, wie Toni Sailer, der MehrfachOlympiasieger und Mehrfach-Weltmeister, der auch jenseits der Pisten die Menschen verzauberte. Toni Sailer, Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich, das Vorbild für Generationen, der Nationalheld – und Theresas lebenslanges Idol. Wir sind, was wir sind, weil wir uns erinnern. Wer aber will sich wirklich erinnern? Denn vieles ändert sich, als 2018 Vergewaltigungsvorwürfe aus dem Jahre 1974 gegen Sailer neu aufgerollt werden. Theresa muss sich plötzlich der Frage stellen, auf wessen Kosten sie ihre glücklichen Erinnerungen aufrechterhält – und gerät in einen Kampf zwischen sich und ihrem eigenen Gedächtnis. Fiktion trifft Realgeschichte, Theater trifft Journalismus: Autor und Regisseur Calle Fuhr blickt in seinem Monolog gemeinsam mit der Schauspielerin Gerti Drassl auf unsere Sehnsucht nach Vorbildern. Und darauf, wie deren Leben mit der eigenen Biographie verknüpft sind: Denn was bedeutet es für uns selbst, für unsere innere Sicherheit, wenn unsere Held*innen demaskiert werden?

„Die ungewöhnliche Einwebung einer Dossier-Recherche in Fiktion geht auf, weil Schauspielerin Gerti Drassl ihren Vortrag, unbeholfen mit Overhead-Folien hantierend, so authentisch und berührend gestaltet, dass man durchgehend an ihren Lippen hängt. Chapeau!“ (Falter)

Uraufführung

ein Stück von Nava Ebrahimi, Laura N. Junghanns und Ensemble

Regie Laura N. Junghanns

Wiederaufnahme ab 19. Oktober 2023 in der Dunkelkammer

usstattung

MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH

Sound HANNS

Video Art MARVIN KANAS

Dramaturgie JENNIFER WEISS

Mit ihrem Text DER COUSIN wird Nava Ebrahimi 2021 Ingeborg Bachmann-Preisträgerin. Darin führt eine Ich-Erzählerin ein Gespräch mit ihrem Cousin in einem New Yorker Theatersaal – er ist aus dem Iran emigriert, um ein erfolgreicher Tänzer zu werden, sie, um zu schreiben. In diesem theatralen Zwischenraum begegnen sich die beiden im Versuch persönliche Wunden, Migration und Familienverhältnisse aufzugreifen. Der Text spielt mit den Erwartungen eines Publikums, für welches diese Themen künstlerisch verwertet werden. Dabei stellen sich identitätspolitische Fragen wie: Wer darf sich welche Geschichte aneignen? Aus welcher Perspektive wird sie erzählt und für wen? Welche Rolle wird einem zugeschrieben?

DER COUSIN bildete den Ausgangspunkt für die Stückentwicklung DIE COUSINEN mit Nava Ebrahimi, worin diese Fragen ausgehend von drei Schauspielerinnen weitergesponnen und auf die Spitze getrieben werden.

„Mit bissigem Unterton und gut platzierter Wut gelingt Laura N. Junghanns mit ‚Die Cousinen‘ ein einfühlsamer und lustiger Abend.“ (Falter)

85 SPIELZEIT 23/24
Video
Dramaturgie MATTHIAS SEIER
Art MAX HAMMEL

With Love, Paul

Wallfisch

DER BESTE MENSCH

DER WELT

Lesung von Panik Panzer

9. September 2023

Live in der Roten Bar

Panik Panzer, preisgekrönter Buchautor, Entrepreneur, Lebemann und Mitglied der allseits gefürchteten Antilopen Gang, ist zwar kein Batman oder He-Man. Doch hat er im Leben so einiges erlebt, dass selbst Gott vor Neid erblassen lässt. Wer könnte von sich schon behaupten, dass er Mitglied einer Terrororganisation war, den Aufstand der Tiere gegen die Menschheit unterband und von Außerirdischen entführt wurde? Keiner! In seinen missratenen Memoiren verrät Panik Panzer, wie ihm sein unerschütterliches Mindset und seine unglaubliche Willenskraft geholfen haben, der beste Mensch der Welt zu werden.

OXBOW

12. September 2023

Live in der Roten Bar

„I’m just trying not to be full of shit and it's a fucking full-time job.“: Oxbows Musik ist der Entwurf für den letzten akustischen Willen und das Testament der gescheiterten Menschheit.

PAUL WELLER

25. September 2023

Live im Volkstheater

Paul Weller, der „Modfather“, schreibt seit den 90ern als Solokünstler Musikgeschichte und hat entscheidend die Entwicklung des Britpops vorangetrieben. Seine energiegeladenen Konzerte sind bis heute unvergessliche Live-Ereignisse – nicht zuletzt aufgrund einer unstillbaren Neugier darauf, immer wieder neue musikalische Felder zu erschließen.

18. Oktober 2023, Live in der Roten Bar

THE MARCH VIOLETS

Once Upon A Leeds, 1981. The March Violets klimpern ihr erstes Riff und schreiben ihre erste Setlist. Ihr beeindruckendes Post-Punk-Erbe reicht von den BBC-John-Peel-Sessions in den 1980er Jahren über Indie-Charterfolge bis hin zur Reunion im 21. Jahrhundert, bei der sie den „Record Store Day 2021“ mit dem ausverkauften Doppelalbum BIG SOUL KISS stürmten.

Nun veröffentlichen The March Violets zum ersten Mal ihren kompletten Backkatalog! Play loud, play purple!

THE BELLWETHER SYNDICATE

William Faith, u. a. Mitbegründer von Faith & The Muse, zog 2010 von seiner Heimat Los Angeles nach Chicago, um mit seiner Frau Sarah Rose Faith THE BELLWETHER SYNDICATE zu gründen. Sarah, auch bekannt als „Scary Lady Sarah“ veranstaltet das am längsten laufende Gothic-Event in Nordamerika namens NOCTURNA im Metro in Chicago. Nach der Veröffentlichung des Albums VESTIGE &VIGIL ist eine ausgedehnte Tournee durch Nordamerika und Europa geplant.

CALEXICO

25. Oktober 2023

Live im Volkstheater

FEAST OF WIRE

20th ANNIVERSARY TOUR

Anfang 2003 veröffentlichten Calexico ihr bahnbrechendes und legendäres Album FEAST OF WIRE, das die Entwicklung der Band geprägt hat wie kein anderes. Ab Juni 2023 werden die Desert-Rocker deshalb auf große Jubiläumstour gehen und das wegweisende FEAST OF WIRE in voller Länge spielen – neben vielen anderen ihrer beliebtesten Songs.

90 SPIELZEIT 23/24

KID CONGO & THE PINK MONKEY BIRDS

8. November 2023

Live in der Roten Bar

Kid Congo Powers, der ikonische Gitarrenstylist und unvergleichliches Bandmitglied von The Gun

Ein Abend mit JOCHEN DISTELMEYER

14. November 2023

Live in der Roten Bar

GEFÜHLTE WAHRHEITEN –Solo Acoustic Tour 2023

In exklusiv intimen Rahmen singt BLUMFELD-Mastermind Jochen Distelmeyer Songs aus allen Phasen seines außergewöhnlichen Schaffens. Ob Blumfeld-Hits, SoloMaterial oder Coverversionen –Jochen Distelmeyer singt für dich.

LITTLE ANNIE & PAUL WALLFISCH

Herbst 2023

Live in der Roten Bar

Little Annie (52 JOKERS), gepeinigte Soul-Diva und Stimme von On-U Sound, hat mit Crass, Wolfgang Press, Living Color, Ahnoni und Hunderten anderen zusammengearbeitet, darunter auch seit 22 Jahren mit ihrem musikalischen Partner Paul Wallfisch. Zusammen mit Pamelia Stickney am Theremin und mit Filmen von Beth B diesmal in der Roten Bar.

92 Live im Volkstheater und der Roten Bar! presents 09.+10.12.23 II

Nach dem großen Erfolg der ersten Ausgabe im Dezember 2022 geht das Festival DESERTSHORE in die zweite Runde!

Christian Morin kuratiert auch in dieser Spielzeit ein unvorhersehbares Programm mit hohem künstlerischen Anspruch – überraschend in der musikalischen Ausrichtung, konsequent an Inhalte der ersten Ausgabe anknüpfend.

Der Headliner für den Festivalsonntag steht bereits fest: LIRAZ ist das Projekt der israelischen Schauspielerin und Musikerin Liraz Charhi, die durch die Spionage-Serie TEHERAN einem breiteren Publikum bekannt wurde. In Israel aufgewachsen, liegen die Wurzeln ihrer eigenen Familie jedoch im Iran: Von dort flüchteten ihre Eltern, sephardische Juden, schon als Teenager nach Israel, wo Liraz bis heute lebt.

Mit ihrem musikalischen Projekt erkundet Liraz die Traditionen iranischer Popmusik: Sie singt auf Farsi und bei der Produktion ihrer Alben arbeiten regelmäßig Musiker*innen aus dem Iran mit. Beide Seiten unterlaufen mit den Möglichkeiten digitalen Datentransfers die Todfeindschaft zwischen dem Iran und Israel und schaffen damit eine kulturelle Brücke, die so eigentlich unmöglich scheint. Ihre Songs haben sich in beiden Ländern zu Hits entwickelt und werden im Iran bei Feierlichkeiten heimlich von der Jugend gehört. Gerade als Kämpferin für die Rechte von Frauen ist Liraz zu einer wichtigen Stimme der Solidarität in der gegenwärtigen politischen Situation geworden. Für DESERTSHORE II kommt Liraz zum ersten Mal nach Wien, um ein Konzert zu geben.

Seien Sie gespannt, welche weiteren musikalischen Überraschungen Sie im Programm von Desertshore erwarten!

SPIELZEIT 23/24

XYLOURIS/ WHITE THE FOREST IN ME

14. Dezember 2023

Live in der Roten Bar

Die jahrzehntelange Zusammenarbeit des legendären Cretin-Lautsprechers George Xylouris und des Dirty Three-Schlagzeugers Jim White gilt als eines der außergewöhnlichsten musikalischen Mashups der Welt. Ihr neues Album THE FOREST IN ME ist ein Meilenstein, sie live zu sehen, ein Erlebnis der besonderen Art.

WIENER TSCHUSCHENKAPELLE

1. Jänner 2024

Live im Volkstheater

Am 01.01.2024 „läutet“ zum #24 Mal die Wiener Tschuschenkapelle das neue Jahr im Volkstheater ein! Unter dem altbekannten Motto MIR SAN NET NUR MIR lädt der Bandleader Slavko Ninić zu einem reichhaltigen Programm – zelebriert mit ausgesuchten Gästen sowie mit Esprit, Freude und Spiellust vorgetragen. Garantiert ist wie immer ein festlicher, früher Neujahrsabend auf einem hohen künstlerischen

Lou Reed

Paul Wallfisch and special guests perform Christian Marclay & Steve Beresford’s

CALL AND RESPONSE

Frühling 2024

Live in der Roten Bar

CALL AND RESPONSE ist ein Beweis dafür, wie die Welt nicht nur in Bildern widergespiegelt, sondern auch in Klänge übersetzt werden kann: Christian Marclay schreibt: „Mir wurde klar, dass alle meine Bilder aus Einfriedungen bestanden: Tore, Zäune, Fenster, geschlossene Geschäfte. Ein Blick auf die Welt hinter Barrieren“. Die Korrespondenz zwischen Bild, Ton und seiner Notation durchbricht diese Barrieren und erweitert den Raum auf magische Weise.

CHILLY GONZALES

29. und 30. April 2024

Live im Volkstheater

BARBARA MORGENSTERN IM ANDEREN LICHT

Frühling 2024

Live in der Roten Bar

Barbara Morgenstern, das musikalische Mastermind von Rimini Protokoll (ALL RIGHT. GOOD NIGHT., CHINCHILLA ARSCHLOCH, WASWAS), besucht die Rote Bar mit ihrer Chamber Pop-Band. Sie spielt ihre neue Platte IM ANDEREN LICHT, auf der sie alles besingt, was gerade so anliegt.

95 SPIELZEIT 23/24
„DOES MUSIC HAVE TO BE SMART, OR DOES IT JUST GO STRAIGHT TO THE HEART?“
Chilly ‘Gonzo’ Gonzales

EINE UNZENSIERTE GESCHICHTE DER BESTEN MUSIK DER WELT

Uraufführung

von und mit Uwe Schmieder sowie Antonia-Alexa Georgiew und Michael Sturm

Idee und Konzeption

Uwe Schmieder Max Hammel

Premiere 20. Oktober 2023

Live im Weißen Salon

Musikalische Leitung

MICHAEL STURM

Szenografie MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH

Kostüm MONA ULRICH

Video Art MAX HAMMEL

Dramaturgie ULF FRÖTZSCHNER

„Viele Alben haben sie im Verlauf ihrer Karriere nicht verkauft, aber es scheint, dass jeder, der sich eins davon gekauft hat, so beeindruckt war, dass er hinausging und seine eigene Band gegründet hat.“ (Rolling Stone, 1984 über The Velvet Underground)

„Immer versucht. Immer gescheitert. Egal. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.“ Ganz im Geiste von Samuel Beckett: der größenwahnsinnige Versuch, die Geschichte des Punk wahrheitsgemäß zu erinnern. Und zwar ganz basisdemokratisch, mit einer Gruppe von Spezialist*innen und einem Gruppenleiter, der die Hoheit hat, Entscheidungen zu fällen. Dies alles ganz sparsam, aber mit allem, was da ist. Und ganz vorsichtig so laut wie möglich. Einfach authentisch. Immer nah am Absturz. Und natürlich attraktiv. Und lustig. Punk eben.

Ungebremst und unvernünftig kräftig dagegen: die Welt aushebeln, alle hier drinnen gegen die da draußen! Schreiben wir kulturell noch einmal das Jahr Null! Im Blick dabei: Lou Reed, The Velvet Underground & Nico, Iggy Pop, Patti Smith … – und Andy Warhols Factory natürlich, denn: „In Zukunft wird jeder für fünfzehn Minuten weltberühmt sein.“

„When you think the night has seen your mind / That inside you’re twisted and unkind / Let me stand to show that you are blind / Please put down your hands / ’Cause I see you // I’ll be your mirror (reflect what you are) / I’ll be your mirror (reflect what you are) / I’ll be your mirror (reflect what you are) / I’ll be your mirror (reflect what you are)“

(The Velvet Underground „I’ll Be Your mirror“)

DIE GROSSE VELVET UNDERGROUND REVUE

27. Oktober 2023

Live in der Roten Bar

Die Buben im Pelz sind die Band um FM4-Moderator Christian Fuchs (NACKT UND MUTIERT, S. 101) Zum 10. Todestag von Lou Reed veröffentlichen sie ihr neues Album VERWANDLER, auf welchem sie sich den Songs von Lou Reed widmen und diese in den Wiener Dialekt übersetzen. 2015 haben sie dies bereits mit dem Debüt von The Velvet Underground erfolgreich getan. Mit Gäst*innen werden die Buben Lou Reed und Album-ReleaseKonzert feiern.

96 SPIELZEIT 23/24
97 SPIELZEIT 23/24
Vivienne Westwood

Die Rote Bar mit ihren Kronleuchtern, Textiltapeten, Samtvorhängen und Marmorböden atmet wie eh und je das Flair eines Salons des frühen 20. Jahrhunderts. Dieser ursprüngliche Pausenbereich des Volkstheaters nimmt seit Jahren einen festen Platz im Wiener Kultur- und Nachtleben ein – als ikonischer Ort, an dem sich Literatur und Musik, Clubkultur und Diskurs, Theater und Philosophie fröhlich und wild miteinander vernetzen. Hereinspaziert – und am frühen Morgen wieder herausgestolpert!

GEGENWARTSKUNDE

ANALYSEN ZUR NACHRICHTENLAGE

INTRO & ABSPANN mit Natascha Strobl

Einführungen: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Nachgespräche: ca. 15–20 Minuten nach Vorstellungsende

Das perfekt ergänzende Intro für einen Theaterabend! Eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung geben unsere Dramaturg*innen Einblicke über Inhalt der Inszenierung, über die Geschichte(n) hinter der Bühne, über die Probenarbeit und besondere Momente.

Und nach der Vorstellung ist dann auch das Ensemble dabei! In lockerer Atmosphäre wird aus dem Nähkästchen geplaudert, werden Ihre Fragen beantwortet, lernen sich Ensemble und Publikum ein wenig kennen. Achten Sie auf unserer Website, unseren Monatsspielplänen und im Volkstheater-Foyer auf die Hinweise zu Einführungen und Nachgesprächen.

Seit September 2021 ist sie regelmäßiger Gast in der Roten Bar: die Autorin und Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl gilt als eine der führenden Polit-Expert*innen des Landes.

Ihre pointierten Analysen über rechte Denk- und Sprachfiguren – auf Twitter auf dem Account @Natascha_Strobl zu finden –sind essentieller Denkproviant für die Auseinandersetzung in Theorie und Praxis; gleiches gilt für ihren Suhrkamp-Band RADIKALISIERTER KONSERVATISMUS (Bruno-Kreisky-Preis 2021). In der GEGENWARTSKUNDE erhält Natascha Strobl unsererseits eine Carte Blanche – und analysiert die Aspekte der tagesaktuellen Lage, die einen genaueren Blick verdient haben.

DOSSIERHINTERZIMMER

ein Blick hinter die Kulissen des InvestigativJournalismus

Die Redakteur*innen von Dossier geben einen exklusiven Einblick in die Welt des Investigativ-Journalismus. Sie erzählen von ihren Recherchen, bitten Politiker*innen und Künstler*innen zu öffentlichen Vier-Augen-Gesprächen und diskutieren mit ihnen die Lage der Nation: Die Rote Bar als Hinterzimmer für politische Aufklärungsarbeit.

100 SPIELZEIT 23/24

NACKT & MUTIERT

von und mit Jörg Buttgereit und Christian Fuchs

Die FILM-LEKTIONEN ZU ZWIELICHTIGEN WELTEN sind zurück!

Menschen, Monster, Invasionen: Arthouse-Horrorfilmregisseur Buttgereit und FM4-Radiomacher Fuchs laden in die Rote Bar zu cineastisch-diskursiven Kurztrips in Bild und Ton! Nach Exkursionen zu japanischen Riesenmonstern, bizarren Superheld*innen und ins Kino der Grenzüberschreitungen heißt es auch diese Spielzeit wieder: Mainstream trifft Trivialkultur! Mitten rein ins Unbehagen, das jenseits der Vernunft lauert! Was ist diese Finsternis jenseits von Wissenschaft und Logik, die menschliche Angst-Synapsen zum Schwingen bringt? Nur für Erwachsene!

in Zusammenarbeit mit

LESEN & TSCHECHERN

Text, Musik, Alkohol spät ausgeschenkt

Einmal im Monat kleschen die Worte, Klänge und Spritzer in der Roten Bar zusammen. Das Publikum ist herzlich eingeladen: zum Zuhören, Diskutieren, Tschechern, Tanzen und Eskalieren. Das Volkstheater hostet die schreibende Szene Wiens mit aktuellen Werken und Texten. Spezialausgaben und relevante Diskurse, österreichische Neuerscheinungen und internationale Entdeckungen finden in dieser Reihe ihren Stammplatz. Dazu legen Profi-DJs und Musiker*innen aus Wien auf. Im monatlichem Loop wird die Rote Bar zum Raum für wildes Probieren und Assoziieren mit Sprache und Musik.

TANGO ARGENTINOMILONGA

Wir bitten in der Roten Bar zum Tanz! Mit einer ausgewogenen Mischung aus traditioneller (Live-) Musik und tanzbaren Non-Tangos bringen wir argentinisches Flair nach Wien. Auch Anfänger*innen sind herzlich willkommen, denn die ersten 90 Minuten sind zusätzlich als Schnupperstunde eingeplant. Jeden Monat, der MILONGAMONTAG!

TRUE STORY NIGHTS

TOP STORYTELLERS

Die erfolgreiche Geschichten-Reihe TRUE STORY NIGHTS vom Vienna Storytelling Collective ist auch in dieser Spielzeit in der Roten Bar zu Gast! BBC-Autor und Gastgeber Turan Ali lädt jeden Monat drei neue professionelle Storyteller*innen aus Wien ein. Gemeinsam erzählen sie acht bewegende, verblüffende, lustige, möglicherweise schwer zu glaubende, aber absolut wahre Geschichten

in englischer Sprache / in English

CONFESS ALL CLUBBING

Was wäre unsere legendäre Rote Bar ohne Clubbing und Partys?

Richtig. Wohl nur halb so legendär. Darum wird es auch in dieser ja wohl endlich post-pandemischen Spielzeit nicht an Gelegenheiten mangeln, das Tanzbein zu schwingen und eine kesse Sohle aufs Parkett zu legen. All Genres, all Genders. DJs und Acts aus aller Damen Länder heizen dem rot-güldenen Rokoko ein, bis uns vom Kronleuchter die Luftfeuchtigkeit in den Nacken tropft – nach jeder Premiere im Großen Haus sowie unregelmäßig quer über den Spielplan verteilt wird bei uns die Nacht zum Tag. Zum Verschnaufen geht’s in den Weißen Salon, Tschicks und Frischluft gibt’s am Balkon.

101 SPIELZEIT 23/24
FILM-LEKTIONEN ZU ZWIELICHTIGEN WELTEN

Akademie der Bildenden Künste, Wien

Amadeus Austrian Music Awards

Architekturzentrum Wien

Bohema

Buch Wien

CIVA Festival

Donaufestival DOSSIER

Foto Wien

Galerie Feichtner

Galerie Krinzinger

Gartenbaukino

Hunger auf Kunst und Kultur

ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival

Kulturlots*innen VÖGB

Mumok Museum Moderner Kunst

Stiftung Ludwig

Naturhistorisches Museum Wien

Österreichische Gesellschaft für ME/CFS

Parallel Vienna period.

Schönbrunn Group

/seiteneingang, das theaterabo in wien

Slash Filmfestival

Tanzquartier Wien

The Sorority - Verein zur branchenübergreifenden

Vernetzung und Karriereförderung von Frauen* in Österreich

Universität für angewandte Kunst Wien, Institut für Sprachkunst

Universität Wien, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft

Vienna Contemporary

Viennale Vienna International Film Festival

Wien Modern

Wiener Festwochen WIENXTRA

Sollten Sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben, melden Sie sich bei Corinna Gollmayr corinna.gollmayr@volkstheater.at

Das Volkstheater ist ein Ort für zeitgenössische Kunstproduktion: Theater gibt es bei uns als gegenwärtige Kunstform zu erfahren, Abend für Abend schaffen Künstler*innen und Zuschauer*innen im Hier und Jetzt einen gemeinsamen Erlebnisraum. Der theatrale Baukasten an Mitteln und Möglichkeiten befindet sich dabei in ständiger Erweiterung – sowohl was Narration, Techniken, Technologien als auch die mitwirkenden Künstler*innen betrifft. Theater ist nie fertig, Theater entsteht immer wieder neu. Und das nicht nur auf der Bühne: Stück-Einführungen, Nachgespräche, Backstage-Führungen und themenspezifische Rahmenprogramme tragen dazu bei, den gemeinsamen Erfahrungsund Erlebnisraum lebendig zu halten.

Bei unserem Streben in diesem Werden suchen wir am Volkstheater gern nach Inspirationen aus anderen Kunstformen, Diskursen, Genres, Disziplinen, Praktiken und Theorien. Deshalb arbeiten wir eng mit anderen Institutionen, Einrichtungen und Künstler*innen zusammen und erweitern dieses Netz ständig. Wir wollen nicht unter uns bleiben!

Hier finden Sie eine Auflistung unser bisherigen Kooperationspartner*innen. Die Liste ist lang und soll noch weiterwachsen. Danke an unsere Partner*innen für den Austausch, die gegenseitige Bestärkung und die Einladungen, die ihr und wir immer wieder gern annehmen.

Mehr Wien. Mehr Theater. Mehr Vernetzung.

Kay Voges

EUROPA IM ABO: VOLKSTHEATER IN DER EUROPEAN THEATRE CONVENTION

Das Volkstheater ist seit Beginn der Spielzeit 20/21 vollständiges Mitglied in der ETC, der European Theatre Convention.

Das ETC wurde 1988 gegründet und ist mittlerweile mit mehr als 40 Mitgliedstheatern in über 20 Ländern das größte europäische Theaternetzwerk. Es unterstützt und initiiert zahlreiche Projekte, spiegelt die Diversität der europäischen Theaterlandschaft und bietet eine lebendige Plattform für den demokratischen Austausch und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen. Die Idee hinter dem Projekt ist, nicht nur die Theaterund Kunstschaffenden, sondern auch die Zuschauer*innen aus den unterschiedlichsten Ländern miteinander zu verbinden.

Als Abonnent*in des Volkstheaters genießen Sie freien oder ermäßigten Eintritt in allen Bühnen, die sich dem Netzwerk angeschlossen haben. Es reicht von Berlin bis Prag, von Amsterdam nach Tel Aviv, von Tiflis und Oslo bis nach Lissabon. Die Kartenreservierung erfolgt über das Ticketzentrum des ETC. Die vollständige Liste der Mitgliedstheater finden Sie unter:

www.etc-cte.org

THEATERNETZWERK DIGITAL

Das theaternetzwerk.digital ist ein Zusammenschluss aus über 25 Kulturbetrieben im deutschsprachigen Raum. Wir freuen uns, dabei zu sein! Dabei geht es uns nicht darum, das klassische Theater hinter uns zu lassen – dazu lieben wir es in all seinen Formen viel zu sehr. Wir sind neugierig darauf, das Menschsein in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft weiter zu erforschen – und für das Theater mit frischem Blick analoge und digitale Bühnenräume zu erkunden, in denen im Hier und Jetzt Herzen und Hirne von Schauspieler*innen und Zuschauer*innen gemeinsam ins Schwingen kommen! theaternetzwerk.digital

104 SPIELZEIT 23/24

Das Autor*innenprogramm des Volkstheaters

ARCHIVE DES SCHWEIGENS nannte der Grazer Gerhard Roth seine Essaysammlung EINE REISE IN DAS INNERE VON WIEN im Untertitel. Seine Forschungstouren durch die lichtabgewandten Bezirke Wiens wurden zu einem faszinierenden Reiseführer entlang der Abgründe der österreichischen Seele. Dreißig Jahre nach seinem Erscheinen nehmen junge Autor*innen die Spuren auf und erkunden die Wege mithilfe verschiedener literarischer Gattungen und der Entwicklung neuer Formate. Sie vermessen dabei auch die entstandenen historischen Abstände entlang neuer, auch geografischer Sichtachsen. Wie lässt sich der Blick von damals neu schärfen, wie für morgen interpretieren? Und was heißt in diesem Falle Adaption? Wie definiert sich überhaupt Autorenschaft?

Das neu gegründete Autor*innenprogramm am Volkstheater sucht eine engere Verbindung zwischen den Schreibtischen und Seminarräumen der Studierenden und der gelebten Theaterpraxis. Wie lässt sich das Entstehen neuer literarischer Texte – von Dramatik, Lyrik und Prosa bis hin zu gattungsübergreifender, multi- & transmedialer Literatur – schon früh mit den Erfahrungsräumen eines Stadttheaters verbinden? Was kann man voneinander lernen?

Ein Schreibprojekt inspiriert von Gerhard Roth in Kooperation mit dem Studiengang Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien

Über die Dauer einer ganzen Spielzeit begeben sich Student*innen des Instituts für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien unter der Leitung der Autorin und Institutsleiterin Gerhild Steinbuch auf eine gemeinsame Suche zur Textproduktion, inspiriert durch Gerhard Roths legendäre Textsammlung. Sie treten dafür in den regelmäßigen Austausch mit Schauspieler*innen, Regisseur*innen und Dramaturg*innen sowie weiteren Mitarbeiter*innen des Volkstheaters und erproben ihre Texte bereits während der Entstehungszeit.

In einer Abschlusspräsentation im Mai/Juni 2024 werden die Ergebnisse in unterschiedlichen Formaten mit dem Publikum geteilt. Eine Kooperation der Universität für angewandte Kunst Wien mit dem Volkstheater Leitung Autor*innenprogramm

SPIELZEIT 23/24
GERHILD
ULF FRÖTZSCHNER Leitung Studiengang Sprachkunst
STEINBUCH
108 SPIELZEIT 23/24
109 SPIELZEIT 23/24
110 SPIELZEIT 23/24
Ihre Lisa Kerlin

Julia, Volkstheater in den Bezirken-Abonnentin seit 2022

Marietta, Volkstheater in den Bezirken-Abonnentin seit fast 30 Jahren

Brigitte, Volkstheater in den Bezirken-Abonnentin seit über 30 Jahren

Robert, Volkstheater-Abonnent seit 2022 Samantha, VolkstheaterAbonnentin seit 2022

Konzept Lukas Böck

Robin Gadermaier

Sören Kneidl

Regie Sören Kneidl

Volkstheater in den BezirkenPremiere 29. September 2023

auf Tour durch die Wiener-Bezirke bis zum 8. November 2023

Stimme und Textadaption

SÖREN KNEIDL Bass ROBIN GADERMAIER

Schlagzeug LUKAS BÖCK

Den Tod überwinden und toten Stoffen neues Leben einhauchen: Der hochbegabte Wissenschaftler Victor Frankenstein taucht tief ein in geheimnisvolle, alchemische Welten und setzt alles daran, künstliches Leben zu erschaffen. Zunächst ganz im Dienste der Wissenschaft, wird er zunehmend besessen von dem Wunsch, sich selbst als Gott erheben zu können. Ohne Rücksicht auf Verluste gelingt es ihm schließlich tatsächlich aus toten Körperteilen – zusammengeklaubt von Friedhöfen und gefunden unter Galgen – ein neues Lebewesen zu erschaffen! Doch anstatt seinen Triumph zu feiern, entsetzen ihn Größe und Aussehen seines Geschöpfes so sehr, dass er vor ihm fliehen muss und es in völliger Einsamkeit zurücklässt. Dass er ein Wesen mit gewaltigen Gefühlen und einem freien Willen erschaffen hat, bedenkt er dabei nicht. Sein Monster geht also allein auf die verzweifelte Suche nach einer Gefährtin und kreuzt dabei das Leben seines Schöpfers auf tödliche Weise …

1818 schrieb die englische Autorin Mary Shelley den Schauerroman FRANKENSTEIN ODER DER MODERNE PROMETHEUS und erfand damit ein Monster, das zu einem der berühmtesten in der Literatur- und Filmgeschichte werden sollte; unzählige Male zitiert z. B. als ergebener Butler der ADDAMS FAMILY oder als liebevoll-kindlicher Familienvater Herman in THE MUNSTERS. Oft ist allerdings mit dem Namen „Frankenstein“ auch das eigentlich namenlose Monster und nicht der ihn erschaffende Wissenschaftler gemeint – als hätte Mary Shelley die Frage, wer in ihrer Geschichte das wirkliche Ungeheuer ist, von Anfang an mitgedacht: Ist es das Monster, das in ihrer Geschichte aus Einsamkeit und Unwissen brutal agiert? Oder der Mensch, der das Weite sucht, nicht bereit ist, die Konsequenzen seines Handelns zu tragen und so sich und alle, die er liebt, in Lebensgefahr bringt?

Die berühmte Gruselgeschichte findet in dieser Spielzeit den Weg auf die Bühnen vom Volkstheater in den Bezirken: Der Schauspieler Sören Kneidl und die Musiker Robin Gadermaier und Lukas Böck nutzen ihre Liebe zu Hörspielen und verbinden sie mit ihrer Lust an der Verwandlung: In FRANKENSTEIN verweben sie Musik, Geräusche und ihre Stimmen zu einer großen Klangkulisse, lassen all die schrägen Charaktere des Romans lebendig werden und vollziehen sämtliche Ortswechsel, ohne die Bühne verlassen zu müssen. Ein rasantes Live-Hörspiel!

113 SPIELZEIT 23/24 #01
„DU DARFST IHM KEINEN NAMEN GEBEN!
SOBALD ES EINEN NAMEN
HAT, ENTWICKELST DU GEFÜHLE DAFÜR!“

Eine Koproduktion vom Volkstheater in den Bezirken mit dem Bronski & Grünberg Theater

von Peter Shaffer Regie Kaja Dymnicki und Alexander Pschill

Premiere 24. November 2023

auf Tour durch die Wiener-Bezirke bis zum 25. Jänner 2024

Ausstattung KAJA DYMNICKI

Dramaturgie LISA KERLIN

„Mozart! Vergib deinem Mörder! Ich gestehe, ich habe dich getötet.“

Mit diesem Satz beginnt der mit acht Oscars ausgezeichnete Film AMADEUS: Erzählt wird die Lebensgeschichte von Wolfgang Amadeus Mozart aus der Sicht von Antonio Salieri, Hofkomponist und Kapellmeister am kaiserlichen Hof von Joseph II. in Wien. Salieri lebt geachtet und beliebt bei Hofe, fleißig und gottesfürchtig komponiert und lehrt er an der italienischen Oper. Solange, bis ein musikalisches Genie aus Salzburg auftaucht. Eines, das nicht schwer schuften muss wie er, sondern alle Melodien bereits im Kopf hat, sie nur noch hinschmieren muss – Mozart. Salieri muss sich schmerzlich seine eigene Mittelmäßigkeit eingestehen; doch nicht nur der Neid beginnt ihn aufzuzehren, sondern auch die göttliche Schönheit, die vermeintlich nur er in Mozarts Musik erkennen kann. Er intrigiert gegen den exzentrischen Lebemann, bis dieser völlig verarmt verstirbt. In seinen letzten Stunden ist Salieri bei ihm und lässt sich von ihm das berühmte Requiem diktieren. Nur ein einziges Mal will Salieri selbst am göttlichen Schaffensprozess teilhaben.

Als Grundlage für den berühmten Film von 1985 diente das gleichnamige Theaterstück des britischen Dramatikers Peter Shaffer, der auch das Drehbuch beisteuerte und dafür mit einem der Oscars belohnt wurde. In seiner Dankesrede macht er deutlich, warum die Übertragung auf die Leinwand so gut funktioniert hat: weil Mozarts Melodien immer im Zentrum des opulenten Werks stehen. Sein Hauptanliegen, nämlich Millionen von Menschen mit der außergewöhnlichen Musik Mozarts vertraut zu machen, ist durch den Erfolg des Films gelungen.

Mit historischer Genauigkeit nehmen es allerdings weder Theaterstück noch Film ganz genau, zumindest ist nichts von der Beziehung zwischen Salieri und Mozart so in den Geschichtsbüchern belegt. Salieri war auch kein Einzelgänger und Mozart starb nicht in der Premierennacht seiner ZAUBERFLÖTE. Doch auch mit diesem Wissen verliert die Geschichte aus dem Wien des 18. Jahrhunderts nichts von ihrem Sog: Übermenschlich talentierte und völlig schräge Charaktere, Gier und Neid, Opulenz und Brillanz, das ganze garniert mit einer Portion geradezu kindlicher Spielfreude und gewürzt mit einem Schuss Bigotterie.

DAZU

Wolfgang Amadeus Mozart

Das Regie-Duo Kaja Dymnicki und Alexander Pschill – Mitbegründer*innen des Bronksi & Grünberg Theater – bringen AMADEUS nun auf die Bühnen vom Volkstheater in den Bezirken. Sie sind bekannt dafür, mit maximaler Präzision zu arbeiten und dabei die humorvolle Seite einer Geschichte nie aus dem Blick zu verlieren. In dieser Spielzeit schicken sie den Glanz und die Abgründe der Musikszene des 18. Jahrhunderts auf Tour durch ganz Wien!

114 SPIELZEIT 23/24 #02
„WIE WAR DAS LEBEN SCHÖN! HEITEREN SINNES
MUSS MAN SEIN.
HAT EINEN DIE VORSEHUNG BESTIMMT.“

Kriminalkomödie von John Buchan und Alfred Hitchcock in einer Bühnenbearbeitung von Patrick Barlow

Regie

Mira Stadler

Premiere 23. Februar 2024

auf Tour durch die Wiener-Bezirke bis zum 23. März 2024

Dramaturgie LISA KERLIN

An einem lauen Augustabend im London der 1930er Jahre sucht Richard Hannay etwas Zerstreuung. Er geht ins Theater, um sich den berühmten Mr. Memory anzuschauen, den Mann, der sich alles, aber auch alles merken kann und jede Frage beantwortet. Doch es kommt zu einem unvorhergesehenen Tumult, es fallen Schüsse. Hannay flüchtet in sein Apartment – begleitet von einer schönen Unbekannten. Am nächsten Morgen ist sie tot. Erstochen. Hannay wird des Mordes bezichtigt und muss, zeitgleich von Polizei und Schurken gejagt, unfreiwillig zum Helden werden. Und all das, wegen einer geheimnisvollen Geheimorganisation namens DIE 39 STUFEN …

Kaum jemand verstand es, Spannung und Humor so zu verbinden wie der britisch-amerikanische Starregisseur Alfred Hitchcock. DIE 39 STUFEN ist einer seiner frühen Klassiker, den er 1935 nach der gleichnamigen Romanvorlage von John Buchan verfilmte. Eines von Hitchcocks Lieblingsstilmitteln versteckt sich schon im Titel: DIE 39 STUFEN – die mysteriöse Organisation – ist ein sogenannter MacGuffin. Der Begriff wurde mit dem 82-minütigen Schwarz-Weiß-Klassiker erstmals etabliert: „Ein MacGuffin ist weder relevant noch wichtig noch letztlich für irgendwen von Interesse. Er bringt nur die Story in Gang“, so der Hitchcock-Biograph Donald Spoto.

Und wie er sie in Gang bringt! Hitchcock selbst begründete seine Wahl für den Stoff mit dem hohen Tempo der sich überschlagenden Ereignisse: „Was mir daran gefiel, waren die plötzlichen Szenenwechsel und wie rasant der Held von einer Situation in die nächste gerät. Wie Hannay im Polizeirevier aus dem Fenster springt und an der einen Hand noch eine Handschelle trägt und geradewegs in eine Kapelle der Heilsarmee hineinläuft! […] Diese ungeheuer schnellen Wechsel – das ist das Bemerkenswerte daran. Man muss eine Idee auf die andere folgen lassen, und dass bei einem enormen Tempo.“

Die Bühnenfassung von DIE 39 STUFEN von Patrick Barlow gilt deshalb als Theaterwunder: Die wahnwitzig schnellen Szenenwechsel und die über hundert Figuren, die von nur vier Schauspieler*innen gespielt werden, erfordern ein ganz besonderes Zusammenspiel zwischen Bühne und Backstage. Technik, Ton, Licht, Maske, Requisite und Garderobe sind alle zusammen herausgefordert, die Bühne zu verzaubern.

Im Volkstheater in den Bezirken herrschen besondere Bedingungen, denn durch die wechselnden Spielstätten auf der Tour braucht es besonders viele kreative Ideen. DIE 39 STUFEN wird von Regisund ihrem Team mit szenischer Phantasie, viel Humor und Spannung in Szene gesetzt, als rasante Krimikomödie – mit vier spielwütigen Schauspieler*innen, die ihr Herz und ihre

#03

nach Euripides / Hofmannsthal / Sophokles / Strauss in einer Bühnenfassung von Felix Krakau

Regie Felix Krakau

Premiere 19. April 2024

auf Tour durch die Wiener-Bezirke bis zum 28. Mai 2024

Dramaturgie LISA KERLIN

Eine Familie trauert: Zwei große Schwestern, ein jüngerer Bruder und ein Nachzügler-Schwesterchen müssen den Tod ihres Vaters verkraften. Die Älteste ist zu diesem Zeitpunkt schon längst aus dem Haus, daher rückt die Nächstgeborene an ihre Stelle und fühlt sich für alles verantwortlich – vor allem ist sie zornig auf ihre Mutter, der sie die Schuld am Tod des geliebten Vaters gibt. Die jüngste Tochter scheut hingegen jeden Konflikt und wünscht sich nichts mehr, als dass sich alle wieder vertragen. Der Bruder macht sowieso lieber alles mit sich selbst aus und ist nicht greifbar für seine Schwestern, die seine Anwesenheit für ihre Trauerbewältigung dringend bräuchten: Geschwister auf der Suche nach Sinn und Gerechtigkeit nach einem Schicksalsschlag, sehr speziell und gleichzeitig ganz normal, wie jede Familie.

Wenn sie nicht Iphigenie, Elektra, Orest und Chrysothemis heißen würden. Und der Vater nicht Agamemnon gewesen wäre, der nach seiner siegreichen Rückkehr aus den trojanischen Kriegen von seiner Ehefrau Klytaimnestra ermordet wurde – und dass nur wegen dieser alten Geschichte mit der ältesten Tochter, Iphigenie, die er um ein Haar der Göttin Artemis geopfert hätte und die deshalb nicht mehr zu Hause wohnt, sondern auf Tauris (oder Aulis?).

Elektra, die Zweitgeborene, weiß nicht wohin mit ihrer unendlichen Wut. Sie fordert Gerechtigkeit, sinnt in göttlicher Tradition auf Rache und reiht sich ein in einen ewigen Kreislauf aus Gewalt und Gegengewalt. In ihrem Bruder Orest findet sie schließlich einen Verbündeten, während das Nesthäkchen, Chrysothemis, hilflos zusehen muss …

Der Mythos der Elektra, der sich in der berühmten Orestie fortsetzt, wurde vielfach be- und verarbeitet, ob von Sophokles oder Euripides, ob von Richard Strauss oder Hugo von Hofmannsthal, und oft in den dunkelsten Farben gezeichnet.

Doch was, wenn der Blick sich der Familie zuwendet und sich nicht nur auf die archaische Welt rund um Götter, Kriege und mythische Wesen konzentriert? Dann wäre es vor allem eine Geschichte über eine Familie in Trauer und die Schwierigkeit, zu verzeihen. Dann könnte es sich auf der Bühne um die Frage drehen, was es denn nur bräuchte, um endlich vergeben zu können.

Der junge Autor und Regisseur Felix Krakau lässt in seiner Inszenierung für das Volkstheater in den Bezirken die Hoffnung auf ein anderes Leben aufblitzen, ein besseres vielleicht, jenseits des gar nicht so unvermeidlichen, antiken Blutvergießens.

116 SPIELZEIT 23/24 #04

Möglichst viele Wienerinnen und Wiener sollen am kulturellen Leben der Stadt teilhaben können. Einigen ist der Weg in eine Bezirke-Spielstätte jedoch zu weit geworden. Daher gehen Schauspieler*innen aus dem Volkstheater-Ensemble auf eine Lese-Tour durch die HÄUSER ZUM LEBEN. Im Gepäck haben sie den Text LIEUTENANT GUSTL, den sie mit viel Witz und Liebe vortragen. Arthur Schnitzlers Novelle ist eine der ersten veröffentlichten inneren Monologe überhaupt. GUSTL hat mit seinem aufbrausenden Temperament und seinem Hang, schnell beleidigt zu sein, einige charakterliche Unzulänglichkeiten anzubieten. In Schnitzlers Text sind diese mit viel Humor, mit liebevollen Details und mit böser Satire garniert – gleichermaßen ein Spaß für Zuhörer*innen und die lesenden Schauspieler*innen.

117 SPIELZEIT 23/24
Novelle von Arthur Schnitzler Lesung in den HÄUSERN ZUM LEBEN ab September 2023

von Antoine de Saint-Exupéry

Regie

Premiere 30. September 2023

auf Tour durch die Wiener-Bezirke bis zum 18. März 2024

Ausstattung

„Es war einmal ein kleiner Prinz, der wohnte auf einem Planeten, der kaum größer war als er selbst, und er brauchte einen Freund …“ Mit diesem Satz hätte die Geschichte DER KLEINE PRINZ eigentlich losgehen sollen. Doch der namenlose Erzähler hat sich vorsichtshalber gegen diesen perfekten Anfang entschieden. Zu groß seine Sorge, dass seine Geschichte von den großen Leuten als Märchen abgetan werden könnte, und dass ihnen deshalb das Wesentliche entgehen könnte, weil es für die Augen unsichtbar bleibt. Und so startet die berühmte Geschichte stattdessen mit der Erzählung eines ebenso berühmten Missverständnisses: Fasziniert von dem Essverhalten riesiger Schlangen, zeichnet der Erzähler im Alter von sechs Jahren das Bild einer Schlange, die einen Elefanten verspeist hat. Begeistert zeigt er seine Zeichnung einigen großen Leuten mit der Frage, ob ihnen das Bild Angst einjagen würde. Zur Antwort bekommt er nur zu hören, warum sie denn vor einem Hute Angst haben sollten. Entmutigt zeichnet der Erzähler nie wieder. Bis er, inzwischen Pilot geworden, nach einem lebensgefährlichen Flugzeugabsturz, allein in der Wüste auf ein seltsames kleines Kerlchen trifft und das ausgerechnet in dieser ausweglosen Situation eine Zeichnung von ihm verlangt. Er nennt ihn den kleinen Prinzen. Der nie eine Frage vergisst, die er gestellt hat, aber selbst nie eine beantwortet. Der aus Liebeskummer wegen einer Rose von seinem winzig kleinen Planeten weggegangen ist und dessen einziger Freund bisher ein Fuchs war. Der sich über alles wundert, was den großen Leuten als selbstverständlich erscheint und alles versteht, was als wunderlich abgetan werden könnte – die Zeichnung einer Schlange, die einen Elefanten verspeist hat, zum Beispiel. Während der erzählende Pilot – zunehmend verzweifelt – versucht, sein Flugzeug zu reparieren, nimmt ihn der Prinz mit auf eine Reise von Planet zu Planet, von Mensch zu Mensch. Und rettet ihm schließlich das Leben.

DER KLEINE PRINZ wurde seit seiner Erscheinung in 505 Sprachen und Dialekte übersetzt und ist damit nach dem Koran und der Bibel das bekannteste Buch der Welt: Zum Einschlafen vorgelesen, zum Überzeugen der romantischen Ader vorgetragen, zur wunderbar-nostalgischen Erinnerung durchgeblättert, bleibt die Erzählung ein wunderbares Bild für zwischenmenschliche Beziehungen und dafür, dass wir nur genau hinsehen müssten, um zu erkennen, was fehlt. Und vor allem um zu verstehen, wie reich wir bereits sind.

Mit diesem Evergreen gibt das Volkstheater in den Bezirken in seinem Jubiläumsjahr ein Debut und zeigt mit DER KLEINE PRINZ erstmals Theater für Kinder zwischen fünf und zehn Jahren. Natürlich sind auch alle großen Leute willkommen!

ÜBERLEBEN

118 SPIELZEIT 23/24
VANESSA SAMPAIO BORGMANN Dramaturgie LISA KERLIN
„ZUM
BRAUCHEN WIR PHANTASIE.
DIE REALITÄT IST UNS ZU KOMPLIZIERT.“
Lady Gaga
Yael besucht sicher das Kinderstück! Malina begleitet ihre kleine Schwester!

TICKETS, ABOS SPIELSTÄTTEN & TERMINE

Einzeltickets

Im Volkstheater in den Bezirken gibt es Tickets in vier Kategorien – alle Ermäßigungen finden Sie auf Seite 125

# Kategorie A: EUR 29,–

# Kategorie B: EUR 25,–

# Kategorie C: EUR 20,–

# Kategorie D: EUR 15,–

Volkstheater in den Bezirken-Abo

Mit unserem Volkstheater in den Bezirken-Abo erhalten Sie:

# 4 Vorstellungen in einer Spielstätte Ihrer Wahl!

# 1 Ticket für eine Vorstellung im Volkstheater 1+2)

Außerdem:

# 20% Ermäßigung auf Vorstellungen im Volkstheater, in der Roten Bar und der Dunkelkammer 1+2)

# Herbst-Special: 1 Ticket um EUR 12,–für Vorstellungen im Volkstheater 1+2) (einzulösen von September bis Dezember 2023)

# Das BÜHNE-Magazin in Ihrem Briefkasten

Volkstheater in den Bezirken-Abo in allen vier Kategorien

# Kategorie A: EUR 94,–

# Kategorie B: EUR 81,–

# Kategorie C: EUR 62,–

# Kategorie D: EUR 41,–

Alle Volkstheater in den Bezirken-Abos sind auch als U27 erhältlich.

VHS Wiener Urania

1. Bezirk, Uraniastraße 1

Do, 19.10.2023, 19:30 Uhr #02 Do, 25.01.2024, 19:30 Uhr

Do, 14.03.2024, 19:30 Uhr #04 Do, 25.04.2024, 19:30 Uhr

VZ Praterstern 2. Bezirk, Praterstern 1 #01 Mo, 23.10.2023, 19:30 Uhr #02 Mo, 27.11.2023, 19:30 Uhr #03 Mo, 18.03.2024, 19:30 Uhr #04 Mo, 13.05.2024, 19:30 Uhr

Theater Akzent 4. Bezirk, Theresianumgasse 18

Do, 05.10.2023, 19:30 Uhr #02 Do, 11.01.2024, 19:30 Uhr #03 Do, 21.03.2024, 19:30 Uhr #04 Do, 02.05.2024, 19:30 Uhr

VZ PAHO, 10. Bezirk, Ada-Christen-Gasse 2

Di, 07.11.2023, 19:30 Uhr #02 Di, 12.12.2023, 19:30 Uhr #03 Di, 05.03.2024, 19:30 Uhr

Di, 30.04.2024, 19:30 Uhr

VHS Simmering 11. Bezirk, Gottschalkgasse 10

24.10.2023, 19:30 Uhr

19:30 Uhr

Theatersaal

Längenfeldgasse

12. Bezirk, Längenfeldgasse 13–15 #01 Mi, 11.10.2023, 19:30 Uhr #02 Mi, 29.11.2023, 19:30 Uhr #03 Mi, 20.03.2024, 19:30 Uhr #04 Mi, 24.04.2024, 19:30 Uhr

Lorely Saal

14. Bezirk, Penzingerstraße 72 #01 Sa , 04.11.2023, 16:00 Uhr #02 Sa, 13.01.2024, 16:00 Uhr #03 Sa, 09.03.2024, 16:00 Uhr #04 Sa, 27.04.2024, 16:00 Uhr

VZ Rudolfsheim-Fünfhaus

15. Bezirk, Schwendergasse 41 #01 Sa, 07.10.2023, 19:30 Uhr #02 Sa, 16.12.2023, 19:30 Uhr #03 Sa, 23.03.2024, 19:30 Uhr #04 Sa, 04.05.2024, 19:30 Uhr

VZ Döbling 19. Bezirk, Gatterburggasse 2a #01 Mi, 08.11.2023, 19:30 Uhr #02 Mi, 06.12.2023, 19:30 Uhr #03 Mi, 13.03.2024, 19:30 Uhr #04 Mi, 15.05.2024, 19:30 Uhr

VZ Heiligenstadt 19. Bezirk, Heiligenstädter Straße 155 #01 Sa, 21.10.2023, 19:30 Uhr #02 Sa, 20.01.2024, 19:30 Uhr #03 Sa, 02.03.2024, 19:30 Uhr #04 Sa, 20.04.2024, 19:30 Uhr

2) nach Verfügbarkeit

3) Schulgruppenregelung wie auf Seite 125

120 SPIELZEIT 23/24
#01
#03
#01
#04
#01
#01 Di,
#02 Di,
#03 Di, 12.03.2024,
#04 Di, 28.05.2024,
Uhr
23.01.2024,
19:30 Uhr
19:30
1) gilt nicht für Premieren, Gastspiele, Konzerte und Sonderveranstaltungen
Termine im Spielort Ihrer Wahl

VZ Brigittenau

20. Bezirk, Raffaelgasse 11–13

#01 Fr, 29.09.2023, 19:30 Uhr

#02 Fr, 24.11.2023, 19:30 Uhr

#03 Fr, 23.02.2024, 19:30 Uhr

#04 Fr, 19.04.2024, 19:30 Uhr

VZ Floridsdorf

21. Bezirk, Angerer Straße 14

#01 Di, 03.10.2023, 19:30 Uhr

#02 Di, 16.01.2024, 19:30 Uhr

#03 Di, 27.02.2024, 19:30 Uhr

#04 Di, 07.05.2024, 19:30 Uhr

VZ Großjedlersdorf

21. Bezirk, Siemensstraße 17

#01 Fr, 20.10.2023, 19:30 Uhr

#02 Fr, 19.01.2024, 19:30 Uhr

#03 Fr, 01.03.2024, 19:30 Uhr

#04 Fr, 24.05.2024, 19:30 Uhr

Kulturgarage Seestadt

22. Bezirk, Am Ostrom Park 18

#01 So, 15.10.2023, 19:30 Uhr

#02 So, 03.12.2023, 19:30 Uhr

#03 So, 25.02.2024, 19:30 Uhr

#04 So, 21.04.2024, 19:30 Uhr

VZ Erlaa

23. Bezirk, Putzendoplergasse 4

#01 Do, 12.10.2023, 19:30 Uhr

#02 Do, 14.12.2023, 19:30 Uhr

#03 Do, 29.02.2024, 19:30 Uhr

#04 Do, 23.05.2024, 19:30 Uhr

DER KLEINE PRINZ - Alle

Termine & Spielstätten

Seit dieser Spielzeit gibt es ein Kinderstück im Repertoire vom Volkstheater in den Bezirken – ganz in Ihrer Nähe.

Tickets für Erwachsene gibt es um EUR 16,–, Kinder bis 14 Jahre zahlen EUR 8,– im Kartenservice des Volkstheaters und unter www.volkstheater.at

Alle Ermäßgungen für Gruppen finden Sie auf Seite 125.2)

VHS Wiener Urania

1. Bezirk, Uraniastraße 1 Do, 19.10.2023, 10:30 Uhr

VZ Praterstern

2. Bezirk, Praterstern 1 Mo, 18.03.2024, 10:30 Uhr

Theater Akzent

4. Bezirk, Theresianumgasse 18 Do, 11.01.2024, 10:30 Uhr

VZ PAHO, 10. Bezirk, Ada-Christen-Gasse 2 Di, 12.12.2023, 10:30 Uhr

VHS Simmering

11. Bezirk, Gottschalkgasse 10

Di, 23.01.2024, 10:30 Uhr

Theatersaal

Längenfeldgasse

12. Bezirk, Längenfeldgasse 13–15

Mi, 29.11.2023, 10:30 Uhr

Lorely Saal

14. Bezirk, Penzingerstraße 72 Sa, 04.11.2023, 11:00 Uhr

VZ Rudolfsheim-Fünfhaus

15. Bezirk, Schwendergasse 41 Sa, 16.12.2023, 11:00 Uhr

VZ Döbling

19. Bezirk, Gatterburggasse 2a

Mi, 13.03.2024, 10:30 Uhr

VZ Heiligenstadt

19. Bezirk, Heiligenstädter Straße 155

Sa, 02.03.2024, 11:00 Uhr

VZ Brigittenau

20. Bezirk, Raffaelgasse 11–13

Sa, 30.09.2023, 16:00 Uhr

VZ Floridsdorf

21. Bezirk, Angerer Straße 14

Di, 03.10.2023, 10:30 Uhr

VZ Großjedlersdorf

21. Bezirk, Siemensstraße 17

Fr, 19.01.2024, 10:30 Uhr

Kulturgarage Seestadt

22. Bezirk, Am Ostrom Park 18

So, 03.12.2023, 11:00 Uhr

VZ Erlaa

23. Bezirk, Putzendoplergasse 4

Do, 12.10.2023, 10:30 Uhr

121 SPIELZEIT 23/24

TICKETS KAUFEN & RESERVIEREN

Wo?

Im Kartenservice:

Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien (Rampe, Seite Neustiftgasse)

Tel +43 1 52 111-400 kartenservice@volkstheater.at

oder

An der Abendkassa der gewählten Spielstätte. Alle Spielstätten inklusive Adressen finden Sie auf Seite 130.

oder

Online unter www.volkstheater.at

Wann?

Im Kartenservice:

Montag bis Samstag von 12:00–19:30 Uhr1)

oder

An der Abendkassa: Für das Volkstheater und das Volkstheater in den Bezirken eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Für alle anderen Spielstätten 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

oder Online: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Vorverkauf

Der Vorverkauf startet immer am 5. eines Monats für den Folgemonat (also Anfang Jänner für Februar, Anfang Februar für März usw.)2+4)

Wie?

Im Kartenservice vorbeikommen, direkt bezahlen und die Tickets mitnehmen.

oder

Im Kartenservice anrufen und Tickets reservieren3) , dann müssen die Tickets zwei Werktage vor dem Vorstellungstag im Kartenservice abgeholt und bezahlt werden4)

Für Gruppenreservierungen müssen die Tickets gesammelt sieben Werktage vor dem Vorstellungstag im Kartenservice abgeholt und bezahlt werden.

oder

Im Kartenservice anrufen und Tickets direkt mit Kreditkarte bezahlen, dann können die Tickets kurz vor der Vorstellung an der Abendkassa abgeholt werden oder auch im Kartenservice zu den üblichen Öffnungszeiten.

oder

Direkt vor der Vorstellung zur Abendkassa kommen und hoffen, dass es noch Rest-Tickets gibt.

oder

Online-Tickets kaufen und entweder mit print@home ausdrucken oder als PDF aufs Handy laden.

Besuchen Sie regelmäßig www.volkstheater.at und abonnieren Sie unseren Newsletter. Dort finden Sie den aktuellen Vorverkaufsstart sowie Informationen zum Programm und zu Sonderveranstaltungen4)!

1) Ausgenommen sind gesetzliche Feiertage, Karfreitag und Heiliger Abend.

2) Fällt der 5. auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, beginnt der Vorverkauf am darauffolgenden Werktag. Online liegt der Vorverkaufsstart bei 10:00 Uhr, im Kartenservice zu den üblichen Öffnungszeiten.

3) Am Vorstellungstag selbst werden keine Reservierungen mehr entgegengenommen.

4) Für Sonderveranstaltungen können andere Abhol-Fristen und vorgezogene Vorverkaufsstarts gelten.

124 SPIELZEIT 23/24

Ermäßigungen im Kartenservice

Gruppenermäßigungen3)

# Ab 30 Personen

1+2)

30% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis

# Ab 20 Personen

20% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis

# Ab 10 Personen

10% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis

Schulklassen (ab 10 Schüler*innen) 3+4)

pro Schüler*in: EUR 8,–ein*e Lehrer*in: gratis eine zweite Begleitperson: EUR 8,–jede weitere Begleitperson: 10% auf den regulären Ticketpreis

Einzelermäßigungen5)

# Ö1 Intro-Card-Inhaber*innen

45% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis

# DOSSIER-Mitglieder

20% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis

# aktive Lehrer*innen

10% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis

# ClubWien.at-Mitglieder

10% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis

# Club Ö1-Mitglieder

10% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis

TIPP: Nach einmaliger Registrierung im Kartenservice auch online einlösbar!

# Arbeitssuchende, Zivil- und Präsenzdiener

EUR 8,– pro Ticket

# Senior*innen

Ab dem 60. Lebensjahr 25% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis für alle Sonntagsvorstellungen

# Menschen mit Behinderung

50% Ermäßigung auf den Einzelticketpreis

Ermäßigungen an der Abendkassa

2+5+6)

# Aktion HUNGER AUF KUNST UND KULTUR ein Freiticket für Kulturpassinhaber*innen

# Arbeitssuchende (ohne Kulturpass) EUR 11,– für Rest-Tickets im Volkstheater und im Volkstheater in den Bezirken

Ermäßigungen für alle unter 27 Jahren

2+5+6)

Als U27 gelten in der Spielzeit 23/24 alle, die bis zum 31.08.2024 unter 27 Jahren sind.

Tickets1)

Für das Volkstheater und das Volkstheater in den Bezirken: # EUR 8,– im Kartenservice und unter www.volkstheater.at # EUR 11,– an der Abendkassa

Für Premieren im Volkstheater # EUR 11,– im Kartenservice und unter www.volkstheater.at # EUR 16,– an der Abendkassa

Für die Dunkelkammer und die Rote Bar # EUR 8,–im Kartenservice, auf www.volkstheater.at und an der Abendkassa

Für alle Spielstätten: U27-Tickets online buchen!!

#1 Auf www.volkstheater.at registrieren.

#2 „Registrierung für U27-Ermäßigung“ auswählen.

#3 Geburtsdatum eingeben.

#4 Vorstellung aussuchen und Ticket buchen.

#5 Zur gebuchten Vorstellung einen gültigen Ausweis mitbringen und bei der Einlasskontrolle vorzeigen.

Alles über die Abos für U27 auf Seite 128

1) Alle Ermäßigungen gelten erst ab dem regulären Vorverkaufsstart und sind nicht mit anderen Ermäßigungen kombinierbar.

2) Ermäßigungen gelten nicht für Premieren, Gastspiele, Konzerte und Sonderveranstaltungen.

3) Bei Gruppenermäßigungen: gesammelte Abholung der Karten sieben Werktage vor dem Vorstellungstag im Kartenservice.

4) Ab Kategorie II

5) Die Vorlage eines Nachweises bzw. eines gültigen Ausweises ist erforderlich.

6) Nach Verfügbarkeit

125 SPIELZEIT 23/24 ERMÄßIGUNGEN
V T//Volksth eater SAALPLAN 126 SPIELZEIT 23/24

Preise für unsere anderen Spielstätten und Sonderveranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Monatsspielplan bzw. www.volkstheater.at Änderungen vorbehalten

127 SPIELZEIT 23/24 Kategorie Platzgruppe Preise 1 Premieren Preise 2 Kategorie I #eins Cercle, 1.–4. Reihe Tribüne, 1.–3. Reihe Balkon-Logen 59,– 53,–Kategorie II #zwei Tribüne, 4.–7. Reihe Rang-Logen 53,– 48,–Kategorie III #drei Tribüne, 8.–10. Reihe 47,– 42,–Kategorie IV #vier Tribüne, 11.–12. Reihe Balkon, 1. Reihe 41,– 35,–Kategorie V #fünf Balkon, 2.–3. Reihe 35,– 30,–Kategorie VI #sechs Balkon, 4.–5. Reihe 32,– 27,–Kategorie VII #sieben Balkon, 6.–8. Reihe Rang, 1.–3. Reihe 22,– 16,–Kategorie VIII #acht Balkon, Säulenplätze Rang, Sitze mit Sichteinschränkung 11,– 10,–Kategorie IX #neun Balkon, Sitze mit Sichteinschränkung 19,– 14,–Kategorie X #zehn Rang, 4.–8. Reihe Blocksitze 16,– 12,–Kategorie XI #elf Stehplätze 7,– 6,–Kategorie XII #zwölf Rollstuhlstellplätze 10,– 8,–alle Preise in Euro inkl. gesetzlicher MwSt. und Garderobe
TICKETS

Unser Tipp

„Legendäre Premierenabende, von denen Sie noch Ihren Enkeln erzählen werden.“

„Für alle, die was Fixes suchen.“

„Das Abo zum Testen. Wir freuen uns auf mehr!“

„Was, wann und wie oft bleibt Ihre Wahl. Auch mit wem.“

„Wer klein anfängt, kommt groß raus!“

Tickets 8 V°T//Volkstheater 6 V°T//Volkstheater 3 V°T//Volkstheater 10 V°T//Volkstheater 4 V°T//Volkstheater

Kurzfassung

Bring-a-Friend ein zusätzliches Ticket1+2)

Extra-Tickets 1+2) zusätzlich

Konzert-Tickets 3) zusätzlich

Magazin Bühne 10x/Spielzeit

Abo-Newsletter mit zusätzlichen Infos

SpielzeitPräsentation 2)

Gutschein für das Café Liebling

Sektempfang

Stück-Einführung

vor der Vorstellung

Abo-Stammtisch 3x/Spielzeit ETC

Sonderkonditionen bei europ. Partnertheatern als U27-Abo erhältlich

8 Premieren zum fixen Termin, fixer Sitzplatz & alle Vorteile

Fixe Wochentagstermine, fixe Uhrzeit, fixer Sitzplatz

Fixe Wochentagstermine, fixe Uhrzeit, fixer Sitzplatz

10 flexible Schecks zum Abo-Preis, jederzeit einlösbar1)

4 flexible Schecks zum Abo-Preis, jederzeit einlösbar1)

– 20 % auf Vorstellungen in allen Spielstätten

– 20 % auf Vorstellungen in allen Spielstätten

im Mai 2024 im Mai 2024 im Mai 2024

– 20 % auf Vorstellungen in allen Spielstätten – 10 % für 2 Tickets – 10 % für 2 Tickets – 10 % für 2 Tickets Preisvergleich 6 Einzeltickets vs. Abo Kat I 318 206 Kat II 288 187 Kat III 252 163 Kat IV 210 136 Kat V 180 117 Kat VI 162 105 Kat VII 96 62

1) gilt nicht für Premieren, Gastspiele, Konzerte und Sonderveranstaltungen 2) nach Verfügbarkeit 3) beschränkte Ticketkontingente

Preisvergleich 3 Einzeltickets vs. Abo Kat I 159 119 Kat II 144 108 Kat III 126 97 Kat IV 105 78 Kat V 90 67 Kat VI 81 60 Kat VII 48 36

Preisvergleich 10 Einzeltickets vs. Abo Kat I 530 398 Kat II 480 360 Kat III 420 315 Kat IV 350 263 Kat V 300 225 Kat VI 270 200 Kat VII 160 120

Preisvergleich 4 Einzeltickets vs. Abo Kat I 212 180 Kat II 192 163 Kat III 168 143 Kat IV 140 119 Kat V 120 99 Kat VI 108 88 Kat VII 64 51

alle Preise in Euro inkl. gesetzlicher MwSt. und Garderobe

Beim Basic-Abo: 2x Tauschen gratis. Ab dem dritten Tausch verrechnen wir EUR 3,–Beim Kleinen Basic-Abo: 1x Tauschen gratis. Ab dem zweiten Tausch verrechnen wir EUR 3,–

Die Kategorie-Einteilung entspricht dem Saalplan auf Seite 126 Änderungen vorbehalten

128 SPIELZEIT 23/24
Abo
Premieren BasicAbo Mi, Do oder Fr / 19:30 So / 18:00 Kleines Basic-Abo Mi, Do oder Fr / 19:30 So / 18:00
Wahl-Abo flexibel Kleines Wahl-Abo flexibel
Premieren-
8
Großes
ca.
ca. 35
ca. 25 % ca. 25
35 %
%
% ca. 15 % Ersparnis
– 20 % auf Vorstellungen in allen Spielstätten Preisvergleich 8 Einzeltickets vs. Abo Kat I 472 307 Kat II 424 276 Kat III 376 244 Kat IV 328 213 Kat V 280 182 Kat VI 256 166 Kat VII 176 114

Die fixen Abos

Premieren-Abo, Basic-Abo, Kleines Basic-Abo

Es gilt: Je fixer das Abo, desto mehr Zugabe.

Alle detaillierten Angebote entnehmen Sie der nebenstehenden Tabelle.

Hier eine Auswahl:

Ein exklusiver Newsletter für Sie vor jedem Abo-Termin in Ihr E-Mail-Postfach.

# Hintergrundinfos zu Stück, Regie und Ensemble!

Eine Backstage-Führung1)

# Exklusiver Blick hinter die Kulissen!

# Spannende geschichtliche Details!

# Lustige Anekdoten!

Eine kurze Stück-Einführung zu jedem Abo-Termin (30 Minuten vor Beginn).

# Einblicke in den künstlerischen Prozess!

# Beim Premieren-Abo sogar mit Sekt!

Abo-Stammtisch für alle Abonnent*innen, drei Mal pro Spielzeit.

# Treffen mit Künstler*innen und Verantwortlichen des Volkstheaters!

# Zeit für Austausch, Kontakt, Lob und Kritik von Angesicht zu Angesicht!

# Lernen wir einander kennen!

Die flexiblen Abos

Großes Wahl-Abo, Kleines Wahl-Abo

Es gilt: Je flexibler das Abo, desto größer die Wahlfreiheit.

Alle detaillierten Angebote entnehmen Sie der nebenstehenden Tabelle.

Mit 10 Wahl-Abo-Schecks im Großen Wahl-Abo

z.B.:

# 5 Mal zu zweit in 5 verschiedene Stücke

# 10 Mal alleine in das gleiche Stück

# 10 Schecks verschenken, an 10 Menschen, für 10 verschiedene Stücke

… im Sinne der Flexibilität ist diese Liste nahezu unendlich variierbar …

Wenn die Schecks aufgebraucht sind, können Sie nachkaufen so lange Sie wollen, immer in Zweierschritten

Mit 4 Wahl-Abo-Schecks im Kleinen Wahl-Abo

z.B.:

# 2 Mal zu zweit in 2 verschiedene Stück

# 4 Mal alleine in 4 verschiedene Stücke

Melden Sie sich in unserem Kartenservice:

Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien (Rampe, Seite Neustiftgasse)

Tel +43 1 52 111-400 kartenservice@volkstheater.at www.volkstheater.at/abo

129 SPIELZEIT 23/24 1)
nach Verfügbarkeit
ABOS

SPIELSTÄTTEN

V°T//Volkstheater

Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien

Die Abendkassa für das Volkstheater befindet sich im Foyer und ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet.

V°T//Dunkelkammer

Zugang über den Dunkelkammereingang (Seiteneingang Neustiftgasse).

Die Abendkassa für die Dunkelkammer befindet sich im Kartenservice und ist eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet.

V°T//Rote Bar

Zugang über den Haupteingang des Volkstheaters oder Seiteneingang Burggasse.

Die Abendkassa für die Rote Bar befindet sich im Foyer des Volkstheaters und ist eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet.

V°T//Weißer Salon

Zugang über den Haupteingang des Volkstheaters

V°T//Bezirke

15 Spielstätten in 13 Wiener Bezirken (Einzeladressen der Spielstätten finden Sie auf Seite 121)

Die Abendkassa des Volkstheaters in den Bezirken befindet sich in der jeweiligen Spielstätte und ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet.

Barrierefreier Theaterbesuch

Zugang zum Volkstheater

# Das Volkstheater ist barrierefrei über die Rampe auf der Seite Neustiftgasse erreichbar. Es sind bis zu acht Rollstuhlstellplätze verfügbar. (Siehe Saalplan Seite 126)

# Voranmeldung bitte telefonisch bis eine Woche vor dem jeweiligen Vorstellungstag unter Tel +43 1 52 111-400.

Zugang zur Roten Bar und zum Weißen Salon

# Der Zugang ist barrierefrei durch einen Aufzug erreichbar, dieser befindet sich beim Eingang Café Liebling auf der Seite Burggasse.

Zwei Behindertenparkplätze befinden sich gegenüber des Bühneneingangs des Volkstheaters (Neustiftgasse 08:00–22:00 Uhr), ein Behindertenparkplatz hinter dem Volkstheater (Museumstraße 19:00-24:00 Uhr).

Die Dunkelkammer ist nicht barrierefrei.

Audiodeskription

# Im Volkstheater wird an ausgewählten Spieltagen eine Audiodeskription angeboten.

# Kooperation mit der Hilfsgemeinschaft der Blinden und dem Audio2Team: www.theater4all.at

# Informationen dazu auf www.volkstheater.at oder über das Kartenservice.

Induktionsschleife

# Im Volkstheater gibt es eine Induktionsschleife, die auch Personen mit induktionsfähiger Hörhilfe einen barrierefreien Theaterbesuch ermöglicht.

# Tickets und Informationen im Kartenservice oder unter www.volkstheater.at

130 SPIELZEIT 23/24

BACKSTAGEFÜHRUNGEN

EINE TOUR DURCH DAS VOLKSTHEATER Gemeinsam schauen wir auf, unter, hinter und neben die Bühne.

Jeden 1. Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr, EUR 4,– / Dauer: 1 Std.

Anmeldung über www.volkstheater.at oder unser Kartenservice

MITARBEITER*INNEN

Künstlerische/ Kaufmännische Direktion

Künstlerischer Direktor

KAY VOGES

Kaufmännischer Direktor

CAY STEFAN URBANEK

Künstlerische Leitung/ Dramaturgie

Künstlerische Betriebsdirektorin und Stellvertretung des Künstlerischen Direktors

MIRJAM BECK

Assistentin der Künstlerischen Direktion

SOPHIA FISCHER

Leitender Dramaturg

ALEXANDER KERLIN

Dramaturg*innen

ULF FRÖTZSCHNER (Leitung Autor*innenprogramm)

LISA KERLIN

HENNING NASS

MATTHIAS SEIER

Gastdramaturg*innen

FEDERICO BELLINI

THOMASPETER GOERGEN

YINRU LO (Recherche)

ANNE-KATHRIN SCHULZ

JENNIFER WEISS

SZU-NI WEN

Künstlerisches

Betriebsbüro

Chefdisposition

TANJA MIEDLER

Disposition

CAROLINE WELZL

Mitarbeit

ALENKA BREITFUSSSCHIFFER (Karenz)

Produktionsleitung Gastspiele/ Koproduktionen/ Konzerte V°T//Volkstheater

EVA LUZIA PREINDL

Produktionsleitung (Gäste)

MU CHIN

TRISTAN PANNATIER

V°T//Bezirke

Leitung

LISA KERLIN

Mitarbeit/

Schwerpunkt Marketing

SOPHIE KROMER

Regie- & Dramaturgiemitarbeit

BIRGIT ALLESCH

Ensemble

ANDREAS BECK

ELIAS EILINGHOFF

CLAUDIO GATZKE

FRANK GENSER

IREM GÖKÇEN

EVI KEHRSTEPHAN

BETTINA LIEDER

HASTI MOLAVIAN

LAVINIA NOWAK

NICK ROMEO REIMANN

GITTE REPPIN

ANNA RIESER

UWE ROHBECK

CLAUDIA SABITZER

UWE SCHMIEDER

CHRISTOPH SCHÜCHNER

SAMOUIL STOYANOV

STEFAN SUSKE

FRIEDERIKE TIEFENBACHER

GÜNTHER

WIEDERSCHWINGER

ANKE ZILLICH

Kooperation mit der Schauspielschule Graz

HARDY EMILIAN JÜRGENS

FABIAN REICHENBACH

Artist in Residence

Fronte Vacuo://

MARCO DONNARUMMA

MARGHERITA PEVERE

ANDREA FAMILARI

ANNA CINGI

Gäste

KAOKO AMANO

GERTI DRASSL

MARIO FUCHS

SÖREN KNEIDL

BRIGITTE MEESE

JONATHAN MEESE

JULIA FRANZ RICHTER

RUNA SCHYMANSKI

JOHANNA ZACHHUBER

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Leitung

QUIRIN GERSTENECKER

Stellvertreterin/Presse

PATRIZIA BÜCHELE

Mitarbeit

CAROLIN OBERMÜLLER

SOPHIE RIEDL-

BACKHAUSEN (Karenz)

Projektmanagement

CORINNA GOLLMAYR

Artdirection

TINA KNOLL

Fotografie/Gäste

BIRGIT HUPFELD

FRANZI KREIS

NIKOLAUS OSTERMANN

MARCEL URLAUB

Ausstattung

Ausstattungsleitung

MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH

Bühnenbildassistenz

LAURA SCHROEDER

Leitung Kostümbild

MONA ULRICH

Kostümassistenz

ANNA ASAMER

LEONIE KASPAR

Regie

CLAUDIA BAUER

ANNA BERGMANN

CLAUDIA BOSSARD

PAUL-GEORG DITTRICH

KAJA DYMNICKI und

ALEXANDER PSCHILL

CALLE FUHR

ALEXANDER GIESCHE

ED. HAUSWIRTH

FLORENTINA HOLZINGER

LAURA N. JUNGHANNS

STEFAN KAEGI// RIMINI

PROTOKOLL

SÖREN KNEIDL

FELIX KRAKAU

ANTONIO LATELLA

WOLFGANG MENARDI

JOHANNA MITULLA

MARKUS ÖHRN

LUK PERCEVAL

OLIVIA AXEL SCHEUCHER

SPUTNIC/NILS VOGES

MIRA STADLER

DORIS UHLICH

KAY VOGES

Bühne

PHILIP BUßMANN

KAJA DYMNICKI

CALLE FUHR

DOMINIC HUBER

WOLFGANG MENARDI

MARKUS ÖHRN

JULIAN SCHOCK

MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH

GIUSEPPE STELLATO

PATRICIA TALACKO

ELISABETH WEIß

MICHAEL WOLKE

Kostüm

ANDREAS AUERBACH

VANESSA SAMPAIO BORGMANN

ELEONORE CARRIÈRE

SIMONA D’AMICO

KAJA DYMNICKI

JELENA MILETIĆ

JULIAN SCHOCK

FELIX SIWIŃSKI

MICHAEL SIEBEROCKSERAFIMOWITSCH

MONA ULRICH

ILSE VANDENBUSSCHE

FRIEDERIKE WÖRNER

Musik

Kuration Konzerte

PAUL WALLFISCH

Komposition / Musiker*innen / Sounddesign

LUDWIG ABRAHAM

PEER BAIERLEIN

LUKAS BÖCK

FINCK VON FINCKENSTEIN

ANNALENA FRÖHLICH

ROBIN GADERMAIER

IGOR GROSS

MATTEO HAITZMANN

HANNS

SEBASTIAN HARTL

FLORIAN KMET

LUKAS LAUERMANN

JERA H. PETRIČEK

MICHAEL STURM

FRANCO VISIOLI

FIETE WACHHOLTZ

PAUL WALLFISCH

JOACHIM ZACH

ALEXANDER ZNAMENSKY

Lightdesign

ANTON ANDERSSON

VOXI BÄRENKLAU

PAUL GRILJ

INES WESSELY

Video Art und Live-Fotografie

THOMAS BARCAL

ANNALENA FRÖHLICH

MIKKO GAESTEL

MAX HAMMEL

MARVIN KANAS

FRANZI KREIS

LUIS AUGUST KRAWEN

SOPHIE LUX

LUKAS REHM

ULRIKE SCHILD

MARCEL URLAUB

GEORG VOGLER

Illustration und Animation

MICHAEL DÖLLE

KARL UHLENBROCK

Choreographie

FRANCESCO MANETTI

DORIS UHLICH

Szenischer Dienst

Inspizienz

SIGMAR KUSDAS

MARIO SCHOBER

MARTIN SCHWAB

Soufflage

INGRID HEDBAVNY

JÜRGEN M. WEISERT

Regieassistenz

KATRINA BUCHBERGER

LEONARD MAYER

JOHANNA MITULLA

Technische Abteilungen

Technischer Direktor

MICHAEL MAYERHOFER

Assistent des Technischen Direktors

HANNES LEITER

Leitung

Einkauf für Dekorationsbau

JÜRGEN POGATS

Koordination Brandschutz und Arbeitssicherheit

JENNIFER KUNIS

Bühnentechnik

Bühnenmeister

HAMIT ERBAY

PHILIPP GAFLER

MARC MESSUTAT

Vorarbeiter Bühnentechnik

THOMAS FISCHER

THOMAS FITZL

MANFRED GANSER

ALEXANDER HÄUSLER

CHRISTIAN MESSINGER

CHRISTOPH TAITS

Bühnentechnik

ZORAN DOKMANOVIC

SIME DOPPLER-KUNCIC

RUDOLF HERZER

STEFAN JOVANOVIC

SASCHA KNISCH

MANUEL KROTENDORF

STEFANO MACHALEK

MAHMUT SAKIZCI

BERND SCHAUER

PHILLIP SCHMID

MARKUS SCHWAIGLER

HARALD SEEBACHER

ANDREAS STORCH

Maschinisten

JAKOB WURNIG

GERHARD MIKITZ

THOMAS GRASI

Schlosser

KARL BIRKENAU

CIHAN SEMIZ

Lehrlinge

JULIA ALBRECHT

PAULA BUSCHEK

CAROLIN REITHER

Licht

Leitung

INES WESSELY

Stellvertretung

NICHOLAS LANGER

Mitarbeit

VALENTIN DANLER

JOHANNES BENITO GINZKEY

MARKUS HIRSCHER

FRANZ JAKUBEC

JULIAN PAGET

NATALIE REISNER

MICHAEL WURMITZER

Ton

Leitung

MICHAEL STURM

Stellvertretung

SEBASTIAN HARTL

Mitarbeit

STEFAN FEHEREGYHAZY IDRIS GÖZEK

Video

Künstlerische Leitung

MAX HAMMEL

Technische Leitung

MAURITIUS LUCZYNSKI

Künstlerische Mitarbeit

ULRIKE SCHILD

Assistentin der Künstlerischen Leitung

LISA RODLAUER

Technik V°T//Bezirke

STUDIO KUDLICH

Tournee-Leitung, Ton

CHRISTOF SEIDL

Beleuchtung, Technik

ALEXANDER ÜBLACKER

Technik

JÜRGEN HUBER

ANDREAS SEIDL

GEORGIOS TAXIFOTIS

NICOLAS TWERDY

134 SPIELZEIT 23/24

Technik

V°T//Rote Bar

STUDIO KUDLICH

Leitung

HANS KUDLICH

Technik

THOMAS BARCAL

CEVIN DUFFEK

FLORIAN FRECH

PETRA FRITSCH

BERNHARD FÜRNKRANZ

JÜRGEN HUBER

JOHANNES KELZ

JOE MESSNER

MAX PAVLOVICS

MATTHIJS RUIJTER

DANIEL SCHNEIDER

ANDREAS SEIDL

CHRISTOF SEIDL

GEORGIOS TAXIFOTIS

NICOLAS TWERDY

ALEXANDER ÜBLACKER

CHRISTIAN VODICA

Kostümwesen

Leitung

TINA PRICHENFRIED

Assistentin der Leitung Kostümwesen

ANNA SCHELMBERGER

Werkstattleitung

SUSANNE PRÖGLHÖF

Damengewandmeisterinnen

BRIGITTE SPIELAUER

ANDREA PAUSCHITZ

Herrengewandmeister*in

THERESIA SCHMALFUSS (Karenz)

CHRISTIAN HELLER

Schneider*innen

KLAUDIA FRITTUM

VICTORIA GEIHSLER

CHRISTIAN HELLER

MARIA KOHOUTEK

TATJANA KOSIĆ

TRISTAN NIEßNER

Lehrling

MALINA KOSCHIER

Fundusverwaltung (Damen)

BRIGITTE SPIELAUER

Fundusverwaltung (Herren)

THERESIA SCHMALFUSS (Karenz)

CHRISTIAN HELLER

Ankleiderinnen

ERICA DI MARCO

HEIDEMARIE GLASER

EDITH GRATZ

NATHALIE URAM

SONIE WENIG

Maske Leitung

SABINE PIES

Stellvertretung

JUDITH WIESER

Maskenbildnerinnen

VIKTORIA CARIOLI

MARTA EIDLER

BIANCA FITZL

KATHARINA GUÉGUÉN

MARINA JURIC

KERSTIN SCHROTTER

CHRISTINE WESP

HANNAH WOLF (Karenz)

Lehrlinge

LISA FIEHL

VLADISLAVA KUKLENKO

Maske V°T//Bezirke

STUDIO KUDLICH

BEATRIX BECK

JACQUELINE DAUME

ISABELLA GAJCIC

NINA HAIDER

Requisite

Leitung

LUKAS GEIHSLER

Requisiteur*innen

LEA NEUBAUER

MANUEL PRANDL

MARIA WIEBERSINSKY

Verwaltung

Assistentin des Kaufmännischen Direktors

ASTRID KAULICH

Sponsoring

MICHAELA SEEBÖCK

Controlling

ALEXANDER KOSNOPFL

Leitung Personalbüro

MARTINA MERIL

Mitarbeit

SILVIA MAYER

ANJA SPREITZER

Leitung Buchhaltung

MARIANNE ROHRINGER

Mitarbeit

EDITH RUTHNER

Botin

FRIEDERIKE BRAUMANN

Archiv

GREGOR DRAGOSTINOFF

Hauptkassa

UWE OITZINGER

Kartenservice

Leitung

ANDREA GELDNER

Mitarbeit

EVA MITTERMANN

LAURA SCHILLER

PETER SIMONSBERGER

BARBARA VEITSCHEGGER

BETTINA WISSER

Hausverwaltung

Leitung und Leitung der EDV

ROBERT LEITHNER

Stellvertretung Hausverwaltung

MICHAELA LOTZ

Haustechnik

ROBERT JOVANOVIC

Hausarbeit/Brandschutz

BIRGIT KAPPEL

RICHARD PANZER

MICHAEL SCHÖLL

BARIS ÜNAL

MANFRED ROTTER

ANDREAS URBANEK

Reinigung

ZORICA DJORDJEVIC

LJILJANA SANDIC

MARIJANA SAVIC

BOZICA SAVKIC STEVANOVIC

GORDANA VISIC

SONJA WEISSHÄUPL

MONIKA YILMAZ

Theaterärztin

DDR. EMILIA NAGY

Sicherheitsfachkraft

THOMAS LINNER

HEALTH CONSULT

Rechtsbeistand

PLOIL KREPP BOESCH

Betriebsrat

Künstler*innen und Verwaltung

STEFAN SUSKE

CLAUDIA SABITZER

GÜNTHER

WIEDERSCHWINGER

BETTINA WISSER

Betriebsrat Technik

JENNIFER KUNIS

ROBERT LEITHNER

STEFANO MACHALEK

HEIDEMARIE GLASER

Ehrenmitglieder

KSCH. HEINZ PETTERS (†)

KSCH. PROF. DR.

HILDE SOCHOR (†)

EMMY WERNER

DR. RAINER MORITZ

DORIS WEINER

135 SPIELZEIT 23/24

K arten und Info T +43 1 589 22 22 festwochen.at

NOT TO BE MISSED!

Anne-Cécile Vandalem / Das Fräulein (Kompanie)

KINGDOM

Jugendstiltheater am Steinhof, ab 13. Mai

Milo Rau / NTGent

ANTIGONE IM AMAZONAS

Burgtheater, ab 25. Mai

Marlene Monteiro Freitas, Alban Berg, Maxime Pascal, ORF Radio-Symphonieorchester Wien

LULU

Halle E im MuseumsQuartier, ab 27. Mai

Susanne Kennedy, Markus Selg

ANGELA (A STRANGE LOOP)

Halle G im MuseumsQuartier, ab 28. Mai

Devonté Hynes

SELECTED CLASSICAL WORKS

Burgtheater, 29. Mai

Wu Tsang / Moved by the Motion PINOCCHIO

Volkstheater, ab 3. Juni

Alexander Zeldin

THE CONFESSIONS

Volkstheater, ab 14. Juni 12 MAI

BIS 21 JUNI

festwochen.at

23

ImPulsTanz zu Gast im Volkstheater u. a. mit Lucinda Childs & Robert Wilson, Cie. Marie Chouinard, Trajal Harrell / Schauspielhaus Zürich

Dance Ensemble, Benjamin Abel Meirhaeghe und Cie. Mathilde Monnier

www.impulstanz.com

Art Direction & Design: CIN CIN, cincin.at; Illustrations: Luca Schenardi; Photos: Anna Breit; Performers: Luca Bonarmore, Lau Lukkarila; Styling: Laura-Antonia Magritzer; Makeup & Hair: Sarah Bzoch
MuseumsQuartier Museumsplatz 1, A-1070 Wien www.mumok.at
Cindy Sherman, Untitled #464, 2008, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung, seit 2010, © Cindy Sherman

OCTOBER 19–31, 2023

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Meinungsvielfalt schätzen.

Das Schöne an Meinungen ist, dass jeder Mensch eine hat. Das Komplizierte ist: Viele haben eine andere als wir. Wir können jetzt einfach versuchen, lauter zu schreien. Oder Haltung zeigen und zuhören. Und vielleicht draufkommen, dass wir falsch liegen. Oder alle ein wenig richtig.

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Der Haltung gewidmet.

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Mut

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Wir stehen auf Kultur.

Kultur ist systemrelevant. Darum fördert die Wiener Städtische künstlerische Vielfalt und den kulturellen Dialog mit KünstlerInnen, KundInnen und Unternehmen.

#einesorgeweniger

Wir unterstützen das.

»Die Kammern für Arbeiter und Angestellte und die Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte sind berufen, die sozialen, wirtschaftlichen, beruflichen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu vertreten und zu fördern.«

ARBEITER KAMMER GESETZ

kultur.arbeiterkammer.at

IMPRESSUM

VERLEGER, HERAUSGEBER

Volkstheater Ges.m.b.H.

Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien

info@volkstheater.at, Tel +43 1 52 111-0

Künstlerische Direktion KAY VOGES

Kaufmännische Direktion CAY STEFAN URBANEK

Redaktion ULF FRÖTZSCHNER, ALEXANDER KERLIN, LISA KERLIN, HENNING NASS, MATTHIAS SEIER, KAY VOGES

Chef vom Dienst LISA KERLIN

Spielzeitbuch, Ensemble-Portraits sowie die diesjährige Bezirke-Kampagne und Abo-Kampagne

MARCEL URLAUB, marcelurlaub.com

Cover & Rückseite: MARCEL URLAUB

Seite 4–5 / Gruppenbild: MARCEL URLAUB

Seite 6 / Portrait Kay Voges: MARCEL URLAUB

Seite 10–36: MARCEL URLAUB

Seite 38–39: STEFAN KAEGI

Seite 41–63 / Ensemble: MARCEL URLAUB

Seite 68: MIKA ROTTENBERG & MAHYAD TOUSI, 'REMOTE' (film still), 2022. © Mika Rottenberg and Mahyad Tousi. Courtesy the artists and Hauser & Wirth

Seite 69: NIKOLAUS OSTERMANN

Seite 70: ALEXI PELEKANOS

Seite 71: NICOLE MARIANNA WYTYCZAK

Seite 72–73: MARCEL URLAUB

Seite 74: NIKOLAUS OSTERMANN

Seite 75: MARCEL URLAUB

KOSTÜMBILD

Ensemble: MONA ULRICH und FRIEDERIKE WÖRNER

ARTDIRECTION

sowie Grafik und Kampagnen-Texte TINA KNOLL

Druck WALLA DRUCK

Stand 1. Auflage, 21.04.2023

Druck- und Satzfehler sowie Änderungen vorbehalten

Seite 76: BIRGIT HUPFELD

Seite 77: LUKAS BECK

Seite 78–87: MARCEL URLAUB

Seite 88 / Portrait Paul Wallfisch: N.N.

Seite 89: Panik Panzer N.N., Oxbow G. MAXIM, Paul Weller DEEPPRIME

Seite 90: The Bellwether Syndicate DAVID STAUDACHER, The March Violets N.N., Calexico HOLLY ANDRES,

Seite 91: Kid Congo Powers N.N, Jochen Distelmeyer SVEN SINDT, Litte Annie und Paul Wallfisch N.N.

Seite 93: Liraz SHAY FRANCO

Seite 94: Xylouris/White ANNA FARAGONA, WIENER TSCHUSCHENKAPELLE DIDI LIPKOVICH

Seite 95: Call und Response PAUL WALLFISCH AND FRIEND, Gonzales ALEXANDRE ISARD, Barbara Morgenstern N.N.

Seite 96–107: MARCEL URLAUB

Seite 108 / Portrait Lisa Kerlin: MARCEL URLAUB

SEITE 111–132: MARCEL URLAUB

Diese Seite oben: MARCEL URLAUB

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