Was tun mit Bildern?
AUSSTELLUNG ZUM KURS VON UNIV.-PROF.IN MAG.AART. ANNA ARTAKER, ABTEILUNG VISUELLE KOMMUNIKATION
Sarah Aistleitner
Christoph Bisenberger
Leoni Demand
Marlene Gläß
Andrea Hausmann
Lukas Hoffmann
Nina Huber
Katja Irger
Lena Kralicek
Martin Märzinger
Anna Painer
Philip Paulus
Sarah Praschak
Rosalie Siegl
Irene Topcic
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
»Was tun mit Bildern?« Ausstellung
Abb. 09 Veranstaltungsplakat (Gestaltung: Nina Huber, Rosalie Siegl)
Veranstaltungen / Forschung /
»Schnittstelle 22/23« Gastvortragsreihe mit Tayo Onorato & Nico Krebs, Dagmar Schürrer, Gabriela Gordillo & Davide Bevilacqua, Theresa Hattinger und Egor Kraft
Abb. 10–14 Key Visuals (Gestaltung: Robert Tilbury)
»Schnittstelle 23/24« Gastvortragsreihe mit Magdalena Reiter, Catrin Bolt, Katharina Gruzei, Katharina Steidl, Elias Hanzer, Claudia Larcher & Oliver Kartak
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 15–20 Key Visuals (Gestaltung: Hleb Rusalouski)
»Exploration into the Open: Transforming the Design Process« Presentation & Workshop bei der servus d*signweek
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 21–22 Ausstellungs-/Workshopansichten (Fotos: Katarina Matić)
Abb. 24–26 Ansichten Symposium (Fotos: Christian Hoffelner) 26 23 24 25
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
»Plastische Werkstatt« Mini Symposium mit Elisabeth v. Samsonow und Olav Westphalen
Abb. 23 Plakat (Gestaltung: Christian Hoffelner)
»Radical Times« — Partizipative Ausstellung im Rahmen des Rundgangs 2023
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 27 Key Visual 50 Jahre Kunstuniversität Linz (Gestaltung: Bleed) Abb. 28–29 Ausstellungsansichten Hauptplatz Linz (Fotos: Violetta Wakolbinger)
»Radical Times« — Situative Ausstellung im Rahmen des Rundgangs 2023
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 30 Ausstellungsansicht Hauptplatz Linz Abb. 31 Station: Ein Gespräch über die Zukunft (Fotos: Violetta Wakolbinger)
»Radical Times« — Situative Ausstellung im Rahmen des Rundgangs 2023
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 32–33 »Weil sie eine Frau war« Louisa Clever Abb. 34 »Linz stinkt« Mario Moder (Fotos: Violetta Wakolbinger)
»Beta Now 001: Radical Times« Performative Datenvisualisierung mit Data Vandals
Abb. 35 Performative Datenvisualisierung
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 36 Vorbereitungen zum Einmarsch (Fotos: Violetta Wakolbinger)
»Digital Displays« Beiträge zum Wettbewerb unter dem Motto radical collective – 50 Jahre Kunstuniversität Linz
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 37 E. Belkevich, Abb. 38 H. Rusalouski Abb. 39 I. Sukhov, Abb. 40 J. Valler (Fotos: Grauwerk)
»we cascade« Kollaborative Videoarbeit von Johanna Bruckner, Tina Frank, Claudia Rohrmoser und Dagmar Schürrer mit einem Audio Mix von Karin Fisslthaler. In Anerkennung von Lillian Schwartz
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 41 Vertikale Projektion an der Fassade
»Colourful Oscillations« Visuelle Kompositionen zu Klangarrangements von Lukas König beim wellenklaenge Festival 2023
Abb. 42 Ausstellungsansicht (Foto: Tina Frank)
»many-headed (…)« Installation von Nadja Reifer, Tina Frank, Sound von Nadja Reifer & Andre Zogholy
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 43–44 Caring & Sharing Performance (Fotos: Violetta Wakolbinger)
Now 002: Seeking the being of Water« Summer School in Wien
Abb. 45 Christiane Deibel als Wasserwesen
Abb. 46 Interaktive Installation (Fotos: Florian Vierhauser)
»Beta
»Beta Now 003: In Medias Res« Media Composition Event
Abb. 47–48 Audiovisuelle Live Performances (Fotos: Doina-Cezara Procopciuc, Tina Frank)
»Wie ein Wimpernschlag«
Bilder aus dem Archiv: 1980–2022
Ausstellung und Buchpräsentation von Gerhard Umhaller
Anlässlich seines Ruhestands präsentierte Gerhard Umhaller, Professor für Fotografie an der Kunstuni versität Linz, in der Ausstellung »Wie ein Wimpernschlag« Fotografien aus seinem Archiv von 1980 bis 2022. Die Schau zeigte den Menschen und sein gesellschaftliches Leben im Fokus und vereinte dokumentarische Fotografie, Street Photography und analoge Bildverfahren. Begleitend zur Ausstellung wurde auch das gleichnamige Fotobuch veröffentlicht.
7 »How are you my digital friend?«
PhD von Marianne Lechner
Stell dir vor, es ist das Jahr 2040 und wir leben gemeinsam in einem kollaborativen Netzwerk vielfältiger digitaler Entitäten. In diesem Szenario sind diese Entitäten Teil unseres sozialen Lebens – sie sind verkörpert, sozial und emotional. »How are you my digital friend?« ist eine spekulative Designintervention, die den Einsatz von Emotionen in der Designpraxis neu denkt und die Auswirkungen von Emotionen als sozio-technische Verflechtung im Interaktionsdesign untersucht. Der visuelle Prototyp, der »emotionale Materie« nutzt, ermöglicht eine atmosphärische Kommunikation zwischen Dingen und Menschen in einer mehr-als-menschlichen Welt.
Konzept & Design: Marianne Lechner Programmierung: Katharina Mayrhofer
8 »Viskom Ringvorlesung«
Die Ringvorlesung bietet Einblicke in aktuelle Forschungs- und Designpraktiken der Abteilung Visuelle Kommunikation. In vier Vorträgen präsentierten Dozierende ihre Projekte und kreativen Prozesse, die Schnittstellen zwischen künstlerischer Forschung, Designpraxis und kritischer Theorie erkunden. Die Themen reichten von klassischem Grafikdesign über fotografische Entwicklungen bis zu generativen digitalen Anwendungen. Ein besonderer Fokus lag auf der Beziehung zwi-
schen Gestaltung und Bild und deren Rolle in aktuellen gesellschaftlichen Diskursen.
Vortragende: Anna Artaker, Christian Hoffelner, Marianne Lechner, Verena Panholzer
9
»Was tun mit Bildern?« Ausstellung
In der Bibliothek der Kunstuniversität Linz wurde von Juni bis Dezember 2023 die Ausstellung »Was tun mit Bildern?« gezeigt. Ausgangspunkt der gezeigten Werke sind vorgefundene Bilder. Sie zeigen unterschiedliche Weisen mit vorhandenem Bildmaterial umzugehen, es zu verändern, in einen neuen Kontext zu bringen und regen so zum Nachdenken über die vielfältigen Möglichkeiten der Lesbarkeit von Bildern an. Ähnlich wie die zahllosen Abbildungen zwischen Buchdeckeln, von denen wir in der Bibliothek umgeben sind, sind auch die Werke der Studierenden mehr oder weniger auffällig ins Interieur der Bibliothek integriert. Die gezeigten Arbeiten entstanden unter der Begleitung von Anna Artaker.
Leitung: Anna Artaker
Ausstellungsbeteiligte:
Sarah Aistleitner, Christoph Bisenberger, Leoni Demand, Marlene Gläß, Andrea Hausmann, Lukas Hoffmann, Nina Huber, Katja Irger, Lena Kralicek, Martin Märzinger, Anna Painer, Philip Paulus, Sarah Praschak, Rosalie Siegl, Irene Topcic
10
»Schnittstelle«
Gastvortragsreihe
»Schnittstelle« ist eine etablierte Vortragsreihe der Abteilung Visuelle Kommunikation an der Kunstuniversität Linz. Die Reihe bringt Künstler*innen, Designer*innen, Kurator*innen und Autor*innen zusammen, die in ihren Arbeiten innovative Verbindungen zwischen Design, Fotografie, Kunst, Performance und Forschung schaffen. Mit einem Fokus auf interdisziplinäre Ansätze und die Überschneidung verschiedener Medien und Disziplinen bieten die Vorträge spannende Einblicke in kreative Prozesse und fördern den Austausch über die Grenzen der traditionellen Gestaltung hinaus.
12 »Exploration into the Open: Transforming the Design Process«
Aus einer posthumanistischen Perspektive sind es nicht nur Designer*innen oder andere Menschen, die kreative Ergebnisse beeinflussen. Verschiedene Werkzeuge, Materialien, Kontexte und Designprozesse spielen ebenfalls eine Rolle bei der Wahrnehmung unserer Arbeiten. In einem partizipativen Workshop mit Studierenden des Masterprogramms Visuelle Kommunikation reflektierten die Teilnehmenden gemeinsam über die eigene Designpraxis. Wir teilten Erfahrungen und Methoden zu Arbeitsabläufen, Informationsarchivierung, Mind Mapping, der Suche und Verwaltung von Inspirationen, verschiedenen visuellen Übersetzungen in den digitalen Raum und spekulierten über neue Werkzeuge für Designer*innen.
Leitung:
Marianne Lechner, Davide Bevilacqua, Barbara v. Rechbach
Studierende:
Natalia Chaykina, Marcel-Nikodem Dziewulski, Eliana Fonseca Rodrigues, Lina Gamler, Ana Teresa Zerbes, Anika Sophie Haider, Ann-Kathrin Häupl, Rehab Hasanen, Chieh Lu, Katarina Matić, Sheida Mohammadi, Marie Pfaffl, Eva Werner
13 »Plastische Werkstatt«
Mini Symposium mit Elisabeth v. Samsonow und Olav Westphalen
Ein Mini-Symposium über Praktiken zwischen sozialer Form, Diskurs und Performance in Kunst und Design. Die »Plastische Werkstatt« versteht sich als programmatischer Entwicklungsprozess, als räumliches Format für Erfahrungen und Austausch. Es geht um Situationen und Betrachtungen außerhalb individueller Subjektivität, inspiriert vom Plastizitätsbegriff der »Plastischen Werkstatt« des historischen Bauhaus Dessau, in der zwar ausschließlich praktisch gearbeitet wurde, aber bereits Grafik und dreidimensionale Raumgestaltung, handwerkliche Satzarbeiten und grafisch-künstlerische Auseinandersetzung in Nachbarschaft zur Bauhausbühne verschränkt wurden. Im Austausch mit Künstler*innen werden Themenaspekte, Inhalte und
Vorgehensweisen aus der Praxis besprochen und durch Präsentationen, Kino, Vorträge, Lesekreise oder Trink- und Essens-Situationen ergänzt. Die Vervielfältigung von »Wissen« steht im Zentrum unseres Projekts, das im Zusammenkommen und etwas zu sich nehmen begründet ist.
Leitung:
Christian Hoffelner, Oliver Klimpl
Sprecher*innen:
Elisabeth v. Samsonow, Olav Westphalen
Studierende:
Marlene Gläß, Mario Moder, Philip Paulus, Liza Rashica, Isabella Schweizer, Špela Senica, Rosalie Siegl, Robert Tilbury, Pia Wetzig
14 »Radical Times«
Situative Ausstellung im Rahmen des Rundgangs 2023
Im Rahmen des Rundgangs der Kunstuniversität im Juni 2023 veranstaltete die Abteilung Visuelle Kommunikation die Ausstellung »Radical Times« im öffentlichen Raum am Hauptplatz Linz. Die Professorinnen der Abteilung und Clemens Bauder entwickelten mit Studierenden Visualisierungsformate, die Geschichten, Daten und Elemente von Linz, der Kunstuniversität und der Gesellschaft aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zeigten. Die Ausstellung begann mit einem Marsch der Beteiligten vom Campus zum Hauptplatz, umfasste eine Pop-Up-Ausstellung und untersuchte spekulative Zukünfte gemeinsam mit der Linzer Bevölkerung.
Studierende:
Elizaveta Belkevich, Martha Büchel, Louisa Clever, Leyla Dehring, Sebastian Dorner, Lisa Endresz, Alisa Matern, Mario Moder, Sophie Morelli, Anna Painer, Philip Paulus, Liza Rashica, Hleb Rusalouski, Rosalie Siegl, Ivan Sukhov
Leitung:
Anna Artaker, Tina Frank, Marianne Lechner
Szenografische Umsetzung: Clemens Bauder
17 »Beta Now 001: Radical Times«
Performative Datenvisualisierung mit Data Vandals
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Kunstuniversität Linz lud das Co.Lab Beta Now das Künstlerduo Data Vandals ein, eine performative Datenvisualisierung zu gestalten. Fragen an die Studierenden und deren Antworten wurden in der Ausstellung »Radical Times« als dreidimensionales Monument und durch eine Performance, bei der Personen mit aufblasbaren Bällen Datenpunkte repräsentierten, sichtbar gemacht. Diese Form von Datenvisualisierung machte Zahlen außerhalb traditioneller Darstellungen für ein Publikum am Hauptplatz erlebbar.
Beta Now versteht sich als »space for performative image« und erforscht, wie Design durch Improvisation und die Kombination von Sound, Bild und Körper in Bewegung in performative Formate transformiert wird. Ziel ist es, die Rolle von Bildern als aktive Elemente in Prozessen zu untersuchen und das Bild aus der Funktion der Repräsentanz zu lösen.
Performance-Beteiligte:
v.l.n.r. Gulim Askar, Louisa Clever, Nastasha Darlington, Elizaveta Belkevich, Mario Moder, Wolf Forrest, Daniel Huber, Data Vandals – Jen Ray und Jason Forrest
18 »Digital Displays«
Beiträge zum Wettbewerb unter dem Motto radical collective – 50 Jahre Kunstuniversität Linz
Das Motto des 50-jährigen Jubiläum der Kunstuniversität Linz lautete »radical collective«. Doch wie zeigt man ein Kollektiv, was bedeutet radikal und wie lässt sich das in einer 10-sekündigen Animation ausdrücken? Plakate sind längst mehr als nur gedruckt, sie nutzen zunehmend bewegte Bilder und digitale Formate. 2023 zeigte die Kunstuniversität in Zusammenarbeit mit dem Werbering auf den Digital Displays in Linz, wie bewegte Poster aussehen können und präsentierte vielfältige Interpretationen des »radical collective«.
Ausgewählte Arbeiten von:
Elizaveta Belkevich, Hleb Rusalouski, Ivan Sukhov, Janik Valler
Kollaborative Videoarbeit mit Algorithmen in Anerkennung von Lillian Schwartz
Die kollaborative Videoarbeit präsentierte sich als lautstarke und optisch intensive Projektion an der Fassade der Kunstuniversität abends im Rahmen der Ars Electronica 2023. Gemeinsam erforschten vier Künstlerinnen die Ursprünge von Ideen und reagierten mit menschlichen Algorithmen auf die Arbeiten der jeweils anderen, um sich mit der Frage der Transformation in Netzwerken auseinander zu setzen. In einer sich verändernden technologischen Landschaft von KI-Algorithmen, die bestehende Ideen variieren und anpassen, nutzten die Künstlerinnen die Arbeiten der anderen als Ausgangspunkt für individuelle Antworten und Variationen. Die vertikale Präsentation stellte einen Bezug zum Scrolling in sozialen Medien her, in denen ein steter Fluß an visuellen Gedanken stattfindet. Wie eine Kaskade flossen in dieser Arbeit Ausdrucksformen, Reaktionen, digitale Gesten und Mash-ups von Ideen.
Künstlerinnen:
Johanna Bruckner, Tina Frank, Claudia Rohrmoser und Dagmar Schürrer
Audio Mix: Karin Fisslthaler
20 »Colourful Oscillations«
Visuelle Kompositionen zu Klangarrangements von Lukas König beim wellenklænge Festival 2023
»Media Lu(n)z«, die Deckeninstallation aus Lichtstreifen im Gemeindesaal von Lunz am See, verwandelte auch 2023 wieder den Raum in eine immersive Licht-Klang-Skulptur, um ein intensives Erlebnis von Musik, Klang, Licht und Farbe zu bieten. Speziell für das wellenklænge Festival entwickelten die Studierenden visuelle Kompositionen, die auf musikalischen Klangarrangements und ungewöhnlich prozessierte Oszillationsrhythmen von Lukas König basierten. Die Installation setzte auf das Element der Schwingung – im Raum, durch Klang, in Farbe, Bewegung und Licht und gestaltete den Saal mit oszillierenden Kompositionsfantasien und Lichtsequenzen, um eine Vielfalt an Emotionen hervorzurufen.
Leitung:
Tina Frank, Katharina Mayrhofer
Studierende:
Viktoria Angyal, Louisa Clever, Sebastian Dorner, Micha Gererstorfer, Gero Bartl, Mario Moder, Jelena Mönch
21 »many-headed (…) «
Installation von Nadja Reifer, Tina Frank, Sound von Nadja Reifer & Andre Zogholy
Die Installation »many-headed (…)« versucht, die Vernetzung von vielköpfigen Organismen greifbar zu machen und die Erinnerung an die Verbundenheit mit anderen Entitäten zu fördern. In einem meditativen Umfeld, in dessen Zentrum eine lebendige Anordnung aus Apparaturen und leuchtenden Bioreaktoren mit Schleimpilzen steht, werden symbiotische Verbindungen durch Übersetzungen in Klang und Bild wahrnehmbar, wodurch neue Beziehungen in einem gemeinsamen Ökosystem entstehen. Zusätzlich organisierten die Künstler*innen täglich eine »Caring & Sharing«-Performance zusammen mit den Schleimpilzen.
Künstlerinnen:
Nadja Reifer, Tina Frank
Sound:
Nadja Reifer & Andre Zogholy
22 »Beta Now 002: Seeking the being of Water« Summer School in Wien
In den neuen Räumlichkeiten des IFK Wien erkundeten wir das Wesen des Wassers. Wasser, sei es in Flüssen, Seen oder Meeren, ist lebensspendend und zugleich gefährlich – eine Dualität, die sich in Erzählungen von Wassergeistern wie dem Donauweibchen in Wien oder der Donaunixe in Linz widerspiegelt. Da uns diese Darstellungen nicht mehr zeitgemäß erschienen, entwickelten wir durch experimentelle Anordnungen aus Inhalt, Sound, Bewegung und Raum neue Interpretationen. Ziel war, eine Serie von Szenen, den sg. „Scenes of Science“, zu entwickeln, die als schillerndes Mosaik aneinander gereihter Einblicke
über das Wesen des Wasser berichteten und in einer performativen Live Situation gezeigt wurden.
Lehrende und Teilnehmer*innen: Christa Amadea, Romana Bund, Clarissa Leonie Cohausz, Christiane Deibel, Sebastian Dorner, Lisa Endresz, Tina Frank, Gabriela Gordillo, Wiltrud Hackl, Viktoria Hauser, Daniel Huber
23 »Beta Now 003: In Medias Res« Media Composition Event
In dieser Kooperation zwischen der Kunstuniversität Linz und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien entwickelten Studierende unter der Leitung von Tina Frank und Jorge SánchezChiong improvisierte Aufführungsformate, die Musik und Bewegtbild auf innovative Weise zusammenführten. Dabei entstanden audiovisuelle Improvisationen, die elektronische Klänge und Bilder aus dem Synthesizer in Echtzeit zu einem größeren Ganzen miteinander verwoben, in denen die Grenzen zwischen Klang und Bild aufgelöst wurden.
Leitung:
Tina Frank, Jorge Sánchez-Chiong
Künstler*innen der Kunstuniversität Linz: Christian Azzouni, Marcel Dziewulski, Lina Gamler, Rehab Hasanen, Katarina Matić, Sifan Pan, Ozan Tezvaran, Ana Teresa Zerbes
Musiker*innen der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Afamia Al-Dayaa, Dominik Förtsch, Jumi Lee, Yongjin Lee, Masao Ono, Doina-Cezara Procopciuc
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
In unseren Bachelor-Lehr veranstaltungen verschmelzen Kunst und Design zu einer dynamischen Einheit. Wir erkunden die Vielfalt visueller Kommunikation durch Grafikdesign und Fotografie und setzen dabei sowohl auf analoge als auch digitale Medien. Mit einem fundier ten handwerklichen Wissen und einem kritischen Blick gestalten wir kreative und praxisorientier te Projekte, die die Grenzen des Bekannten er weiter n.
Unsere Studierenden experimentieren mit Typografie, Printund Digitalmedien und entwickeln innovative Ansätze für visuelle Ausdrucksformen. Ob Fotografie, Illustration oder generative, datenbasier te Bilder – jede Arbeit spiegelt die lebendige und vielseitige Praxis der Abteilung wider und zeigt, wie Gestaltung als kraftvolles Werkzeug genutzt wird, um Geschichten zu erzählen und Diskussionen anzuregen.
50
»Un/Sichtbarkeit«
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 49 M. Mahne, Abb. 50 I. Milos
Abb. 51 C. Bisenberger, Abb. 52 S. Morelli (Fotos: Violetta Wakolbinger)
Grafik-Design und Fotografie
»All Sorts of Things…« Abb. 53 »Zunity« Bashir Bastan, Masoud Simaei Abb. 54 »Sensorium Kit« Sophie Morelli (Fotos: Violetta Wakolbinger)
Abb. 55 Johanna Heller, Abb. 56 Suzuka
Abb. 57 Timm
Abb. 59 Andrea
Abb. 58 Alzbeta
»Lasst Bilder sprechen«
Nakao
Felder,
Ciperova
Hausmann, Abb. 60 Yixue Bo (Fotos: Florian Vierhauser)
Abb. 61 Moving Poster von Lisa Endresz
»Viskom Playlist«
»Pheletypia«
Abb. 62 Daguerreotypie
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 63 Work in progress
(Fotos: Anna Artaker)
Analoge Großbildtechniken
Abb. 64, 66 Work in progress
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 65 Cyanotypien (Fotos: Florian Vierhauser)
»Ausstellung Protestkultur«
Abb. 67 »201 Homophobe Zitate« Marko Bukovica
Abb. 68 Arbeit von Elizaveta Belkevich
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 69 Graffiti von Mario Moder (kuratiert von Sophie Morelli, Fotos: Alisa Matern)
»Persönliche Sammlungen von Erinnerungen / Emotionen«
Abb. 70 Animation von Mario Moder
Abb. 71 Animation von Gulim Askar
»Last Days of Summer«
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 72 Rundgang Ausstellungsansicht
(Foto: Blagovesta Bakardjieva)
»Buchverlag Liberi« Abb. 73–75 Branding von Johanna Heller
»Le Freak !!!!!! Lose Yourself to Dance ******«
Abb. 76–77 Johanna Heller
»Uhren. Alltägliche Objekte: Raum- und Zeitanzeiger«
Abb. 78 Marko Bukovica
BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 79 Elizaveta Belkevich
Abb. 80–81 Hleb Rusalouski
»codeanddesign.kunstuni-linz.at« Creative Coding (Codebased Image)
Abb. 82 Mario Moder Abb. 83 Lukas Ortel
Grafik-Design und Fotografie
Einführung in Gestalterische Grundlagen
Abb. 84–85 Sarah Wolf
Abb. 86–87 Nadezhda Ivanova
Projekt Grafikdesign II
Abb. 90 Corporate Design von Eren Bozkaya Abb. 91 Kampagne von Martin Colov (Fotos: Tobias Schererbauer)
»different people, different ideas, different access, different perception«
Abb. 96 E. Bockelmann, Abb. 97 S. Müller
Abb. 98 N. Ivanova, Abb. 99 M. Colov
Abb. 100 L. Bartscherer, Abb. 101 E. Bozkaya (Fotos: Florian Vierhauser)
»Designerly ways of knowing: 14 / 240 things a designer should know«
Abb. 102–104 Kollektives Magazin / Wandzeitung
102 103 104
In der digitalen Gegenwart sind Bilder scheinbar unbegrenzt verfügbar. Millionen Fotos werden in den sozialen Medien geteilt und verbreitet. Gerade deshalb müssen wir danach fragen, was jenseits oder inmitten der medialen Bilderflut unsichtbar bleibt. Machen wir uns bewusst, dass verborgene Algorithmen bestimmen, was in unseren social media feeds nach oben gereiht wird, also mediale Sichtbarkeit erlangt, wird klar, dass die Antworten auf diese Frage nicht allein auf der Bildebene zu finden sind. Die entstandenen Werke thematisierten jedes auf seine Art Themen rund um Sichtbarkeit bzw. Unsichtbarkeit.
Leitung:
Anna Artaker
Ausstellungsbeteiligte:
Sarah Aistleitner, Christoph Bisenberger, Ece Erözü, Marlene Gläß, Maceo Carlo Mahne, Ivana Miloš, Sophie Morelli, Špela Senica
31 »All Sorts of Things…«
Die Ausstellung »All Sorts of Things…« ist eine Design-Fiction-Untersuchung, die sprechende Objekte, unfolgsame Nutzerinnen und die Träume von intelligenten Maschinen erkundet. Sie untersucht, wie digitale Technologien die Interaktion zwischen Mensch und nicht-menschlichen Entitäten in naher Zukunft gestalten könnten. Die präsentierten Projekte zeigen spekulative Zukünfte und stellen Fragen zu möglichen Formen der Kommunikation und Beziehung mit intelligenten Objekten. Besucher*innen erleben immersive Installationen und narrative Erlebnisse, die neue Perspektiven auf den Einsatz von Technologie in unserem Alltag bieten.
Leitung: Marianne Lechner
Studierende:
Laia Bonias Garrigos, Bashir Bastan, Leoni Demand, Sophie Morelli, Masoud Simaei 32 »Lasst Bilder sprechen«
Das erste fotografische Projekt fokussierte auf die methodische Entwicklung von Bildkonzepten durch Scribbles und Moodboards, gefolgt von deren technischer Umsetzung im Studio. Die Realisation erfolgte im professionellen Setting mit Fotoassistenz, Regie und Styling. Die verschiedenen technischen Ansätze wurden dabei so dokumentiert, dass sie als Referenz für zukünftige Projekte dienen können.
Leitung:
Florian Vierhauser
33 »Viskom Playlist«
Die »Viskom-Playlist« präsentiert eine Serie animierter Poster, die musikalische Werke visuell interpretieren. Die Transformation von Audiomaterial in bewegte Grafik erfolgt dabei über die methodische Verknüpfung von Motion Design, Sound und visueller Komposition. Exemplarisch steht Lisa Endresz’ Interpretation von »Redstripe Rhapsody« (Lausse the Cat) für diesen transmedialen Gestaltungsansatz. Die Integration von Augmented Reality mittels der »Artivive«-Plattform erweitert die Poster um eine interaktive Dimension und schafft damit eine Synthese aus analogem und digitalem Raum.
Leitung:
Daniel Huber
34 »Pheletypia«
Was lehren uns die Anfänge der Fotografie vor bald zweihundert Jahren über die heute allgegenwärtigen digitalen Bilder? Welche Perspektive auf die Gegenwart erlaubt die praktische Beschäftigung mit der Geschichte der Fotografie? Die Auseinandersetzung mit Daguerrotypien, also nicht reproduzierbaren fotografischen Originalen auf versilberten Kupferplatten, war Gegenstand der im Rahmen des Forschungsprojekts »Pheletypia« durchgeführten Lehrveranstaltung. Die Motive der hergestellten Daguerrotypien reflektieren den Unterschied zwischen briefmarkengroßen Fotominiaturen, die lange
Herstellungs- und Belichtungszeiten erfordern und der ständigen Verfügbarkeit fotografischer Bilder in der Gegenwart.
Leitung:
Anna Artaker, Christa Amadea
35 Analoge Großbildtechniken
Die technische und gestalterische Auseinandersetzung mit Großformatkameras (Sinar-F und Sinar-P 4x5 inch) ermöglicht die Produktion fotografischer Einzelstücke im Bereich Architektur- und Porträtfotografie. Die methodische Verknüpfung analoger und digitaler Prozesse – von der Aufnahme über die Digitalisierung bis zur Übertragung in digitale Negative – erweitert dabei die gestalterischen Möglichkeiten. In der experimentellen Weiterbearbeitung durch historische Edeldruckverfahren wie der Cyanotypie auf verschiedenen Aquarellpapieren entstanden hybride fotografische Arbeiten, die analoge Materialität mit zeitgenössischen Reproduktionstechniken verbinden.
Leitung:
Stefan Kreiner, Florian Vierhauser
36 »Ausstellung Protestkultur«
Die Protestkultur-Ausstellung präsentierte Arbeiten von Studierenden der Kunstuniversität Linz. Sie förderte den Dialog zwischen verschiedenen künstlerischen Ansätzen und lud zur Reflexion über das Thema Protest ein. Durch das Erleben des Ausstellungsraumes mit vielfältigen Kunstwerken wurden die Betrachter*innen durch unterschiedliche Geschichten und Medien geführt. Wie und wogegen protestieren wir heute?
Leitung: Wolfgang Ortner
Ausstellungsbeteiligte:
Gulim Askar, Elizaveta Belkevich, Corinna Bodner, Marko Bukovica, Ivana Miloš, Mario Moder, Philip Paulus, Hleb Rusalouski, Ivan Sukhov
kuratiert von: Sophie Morelli 37 »Persönliche Sammlungen von Erinnerungen/Emotionen«
In Leo Lionnis Buch »Frederik« sammelt eine Maus namens Frederik im Sommer keine Nahrung, sondern Gerüche, Farben und Geschichten. Diese konnte er im Winter, wenn die Nahrung knapp wurde, wiedergeben und so den Sommer für die gesamte Mäusefamilie zurückholen. Dieses narrative Konzept wurde zum Ausgangspunkt für die Studierenden, ihre Archive persönlicher Wahrnehmungen und immaterieller Eindrücke in mediale Arbeiten zu transformieren. Aus den sehr persönlichen Sammlungen entstanden Collagen und Animationen, wobei die Wahl der Medien und Materialien dem jeweiligen konzeptionellen Ansatz folgte. Ziel war die Entwicklung visuellauditiver Kompositionen, die als abrufbare Resonanzräume persönlicher Erfahrungen fungierten.
Leitung:
Katharina Mayrhofer
Studierende:
Mario Moder, Ivan Sukov, Marlene Gläß, Li Chee Lee, Gulim Askar
38 »Last Days of Summer«
Im Rahmen einer Zusammenarbeit der Lehrveranstaltungen »Praxis: Illustration« und »Praxis: Risografie« entwickelten die Studierenden kreative Projekte wie Poster, Skateboard-Deckdesigns und Zines. Durch die Kooperation mit Last by Schachermayer, einem Begegnungsraum für junge Menschen mit Schwerpunkt auf eSport, Gaming, Actionsport und sozialer Interaktion, erhielten sie die Möglichkeit, ihre Arbeiten in einem realen Kontext umzusetzen. Diese praxisorientierte Kooperation ermöglichte es den Studierenden, ihre gestalterischen Fähigkeiten zu erweitern und ihre kreativen Konzepte in einem professionellen Umfeld zu realisieren.
Leitung:
Blagovesta Bakardjieva (Praxis: Illustration), Sarah Maria Schmidt (Praxis: Risografie)
Studierende:
Gulim Askar, Elizaveta Belkevich, Mohammed
Farhan Bhuyian, Daryna Bondarenko, Martha Büchel, Elisabeth Büchner, Marlene Gläß, Paula Llobregat Macías, Sinaida Madreiter, Léa Melissa Meylan, Kerstin Reiter, Anastasiya Saparava, Eren Bozkaya, Ece Erözü, Johanna Kubassa, Veronika Lessniak, Sidse Rebien, Ani Shahrikyan, Hanna Stadlmaier
39 »Buchverlag Liberi«
Die Aufgabe der Studierenden war, ein umfassendes Corporate Design, wahlweise für eine einzelne Person, eine spezifische Personengruppe oder eine breite Zielgruppe zu entwickeln. Besonderen Wert wurde auf die Erstellung eines Recherchetagebuchs und eines Design Manuals gelegt, das entweder in digitaler oder analoger Form gestaltet wurde. Die Studierenden lernten Markenidentitäten zu konzipieren und visuell umzusetzen, indem sie Recherchemethoden anwendeten und die eigenen Designprozesse systematisch dokumentierten.
Leitung: Tobias Schererbauer
40 »Le Freak !!!!!!
Lose Yourself to Dance ******«
Begleitet von einem experimentellen Zugang standen in der Lehrveranstaltung die künstlerischen und technischen Aspekte der Fotografie im Mittelpunkt. Angelehnt an die Frage, warum Musik uns bewegt, dienten Lieblingssongs als Grundlage, um Ausdrucksformen zu erforschen, die Musik in Bewegung und Bild übersetzen. Tanz, Performance und Fotografie verschmolzen zu einem kreativen Prozess, bei dem individuelle Interpretationen sowohl abstrakt als auch inszeniert und choreografiert umgesetzt wurden. Neue Medien erweiterten dabei den künstlerischen Rahmen und unterstützten die Studierenden, ihre Wahrnehmungsprozesse zu vertiefen und diese in visuelle Kunstformen zu überführen.
Leitung: Christa Amadea
41 »Uhren. Alltägliche Objekte: Raum- und Zeitanzeiger«
Den gemeinsamen Ausgangspunkt der Projekte bilden Uhren in ihrer funktionalen Form, als Raum- und Zeitanzeige. Die Uhr als solche wurde mittels verschiedener Konzepte und Methoden aufgelöst und dekonstruiert. Daraus entstandenen »Zeitobjekte« als Ergebnis einer Beschäftigung mit Perspektive, Visualisierungsformaten und Geschwindigkeiten, Momenten, Raum- und Zeitpunkten. Sie visualisieren als Perzepte erweiterte planetare Bewegungen, Anliegen, Inhalte, Kritik oder erklären schlicht visuelle Phänomene.
Leitung: Christian Hoffelner
42 »codeanddesign.kunstuni-linz.at« Creative Coding (Codebased Image)
Im Unterricht von Creative Coding entwickeln die Studierenden algorithmische Gestaltungssysteme, die an der Schnittstelle von Grafikdesign und Programmierung operieren. Die resultierenden interaktiven Visualisierungen, dokumentiert auf codeanddesign.kunstuni-linz.at, demonstrieren die Potenziale generativer Gestaltungsansätze. Diese Auseinandersetzung mit Code als gestalterischem Medium ermöglicht nicht nur die Implementierung komplexer visueller Systeme, sondern fördert auch das Verständnis für die strukturellen Prinzipien computergenerierter Grafik. Der methodische Fokus liegt dabei auf der Translation abstrakter Konzepte in responsive visuelle Formen, wobei die Parameter der Generativität als gestalterische Variablen genutzt werden.
Leitung:
Katharina Mayrhofer
Studierende:
Christian Azzouni, Natalia Chaykina, Eliana Rodrigues, Anika Haider, Ann-Kathrin Häupl, Lena Heim, Adrianna Maria Koziar, Mario Moder, Suzuka Nakao, Lukas Ortel, Hleb Rusalouski
43 Einführung in Gestalterische Grundlagen
Die Studierenden erkundeten in diesem Kurs die wesentlichen Elemente der visuellen Gestaltung. Mit einem Fokus auf Punkt, Linie, Fläche und Farbe erarbeiteten sie sich ein Verständnis für die visuelle Grammatik und setzten diese in kreativen Kompositionen um. Dabei standen die Grundlagen von Text-Bild-Konfigurationen und die Prinzipien einer wirkungsvollen Gestaltung im Vordergrund.
Leitung:
Brigitte Höfler
44 »Sammeln«
Die alltägliche Umgebung bietet ein reiches Archiv visueller Kommunikation, um sich mit den dort befindlichen Objekten auseinanderzusetzen: Schilder, Fahnen, Textilien, Sticker, Selbstgedrucktes, Ephemeres, und vieles mehr. Wir treffen auf spontane, informelle Gestaltungslösungen ebenso, wie auf präzise ausgeführte Gestaltungen, grafische Formen und Formate. Diese demokratischen Orte, Gegenstände und Kontexte, bilden Ausgangspunkte einer sammelnden und reflexiven Auseinandersetzung mit Schrift bzw. Beschriftung, Materialität und Artefakt. Die resultierenden Projekte machen die Transfers zwischen Alltagsreferenzen und gestalterischer Praxis sichtbar.
Leitung: Christian Hoffelner
45 Projekt Grafikdesign II
die Studierenden erarbeiteten ein Corporate Design, das in Form eines Einzelplakats oder einer Serie im Weltformat präsentiert wurde. Dabei setzten sie sich mit den Grundlagen eines Erscheinungsbildes, Branding, typografischen Identitäten sowie aktuellen Definitionen von Identität auseinander. Zusätzlich wurden gestalterische Systeme und der Aufbau eines Design Manuals anhand historischer und aktueller Beispiele untersucht.
Leitung: Tobias Schererbauer
Die Evolution gestalterischer Werkzeuge und Methoden reflektiert fundamentale Transformationen in der visuellen Kommunikation. Von analogen Schreibwerkzeugen bis zu digitalen Interfaces dokumentiert diese Entwicklung nicht nur technologischen Fortschritt, sondern auch kulturelle Veränderungen. Dabei wurden jeweils Gegenstände erfunden, gebraucht und manipuliert, mit denen wiederum andere Dinge hergestellt oder Bedingungen erzeugt und Ereignisse ermöglicht wurden – unsere Werkzeuge. Schrift kommt beispielsweise vom Schreiben. Die Materialität und Funktionalität der Werkzeuge prägt dabei maßgeblich die Ästhetik und Methodologie des Designs. »Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.«, meinte Abraham Harold Maslow, 1966. Die Fragestellung also lautet: Was ist ein Kugelschreiber?
Leitung: Christian Hoffelner
47 »different people, different ideas, different access, different perception«
Die Werkschau des Jahrgangs 2023/24, die sich über das Winterund Sommersemester erstreckt, verdeutlicht, wie vielfältig Zugänge zu individuellen Vorlieben und Themen sein können. Unterstützt wurde das Projekt durch ein Fototeam aus Fotoassistenz, Fotoregisseur*innen, Styling und Make-up sowie technischem Support von Florian Vierhauser. Dabei wurde besonderer Wert auf eine breite Vielfalt an Herangehensweisen gelegt, um auch Kolleg*innen außerhalb des Projekts zur Teilnahme zu motivieren und ihnen Anregungen für eigene, zukünftige Vorhaben zu geben.
Leitung: Florian Vierhauser
48 »Designerly ways of knowing: 14/240 things a designer should know«
In ihrem Buch »Designerly ways of knowing — a working inventory of things a designer should know« erstellte Danah
Abdulla eine Liste von Begriffen, die Designer*innen kennen sollten. Diese Bestandsaufnahme des Wissens diente als Ausgangspunkt zur Reflexion über die verschiedenen Wissensbereiche und ihre Bedeutung für den Gestaltungsprozess. Die Studierenden wählten aus der Liste aus und formulierten ihre Gedanken zur Relevanz des jeweiligen Begriffs für sie selbst und die Grafikdesign-Disziplin. Jede gestaltete ein bis drei Bögen für die gemeinsame Zeitung. Eine Seite des Bogens wurde als Poster gestaltet, die andere Seite zeigte die jeweilige schriftliche Auseinandersetzung mit dem Begriff aus der Liste. Die Zeitung wurde als Kleinauflage gedruckt und an der Wand der Studienrichtung als Wandzeitung plakatiert.
Leitung: Tina Frank
Studierende:
Yixue Bo, Daryna Bondarenko, Martha Büchel, Ece Erözü, Mario Moder, Anastasiya Saparava
Abschlussarbeiten
Die Bachelorabschlussarbeiten der vergangenen zwei Jahre stehen für Experimentier freude, kreative Problemlösungen und ein tiefes Verständnis für die vielfältigen Möglichkeiten visueller Kommunikation. Im Spannungsfeld von Grafikdesign und Fotografie erkunden die Studierenden innovative Ansätze, um Geschichten zu erzählen, Ideen zu visualisieren und neue Perspektiven aufzuzeigen.
Ihre Arbeiten vereinen technische Präzision mit künstlerischem Ausdruck und reflektieren ein fundier tes Wissen über den Einsatz von Medien und Gestaltungsmitteln. Diese Abschlussarbeiten verkörper n nicht nur gestalterisches Können, sondern auch die Fähigkeit, komplexe Inhalte auf originelle und eindrucksvolle Weise zu vermitteln – bereit, sich den Herausforderungen einer dynamischen Kreativwelt zu stellen.
»Waldgespräche« Cornelia Dirnberger
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 105 Wald-Modell mit UV-Farben
Abb. 106 Legende
Expectations«
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 107 Fotografie (Freizeitpark Tropical Island)
Abb. 108 Fotografie (Lanzarote)
»Great
Laura Roth
Abb. 109 Auszüge aus dem Kalender
»Film, Food, Flair« Maria McLean
»Telefonzellen durch Fotografie wahrnehmen« Marko Bukovica
Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
Abb. 110 Ausstellungsansicht
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 111 Ausstellungsansicht
»Herbarium Mémoria a re:collection of floral traces« Nastasha Darlington
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 112–113 Malereien (Atmosphären des
»Fotografie in Malerei« Mirjam Schrei
Moments)
112 113
»Screen Portraits« Onur Arslan
Ausgezeichnet mit dem AK-Kunstpreis 2024
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 114–115 Installationsansichten
»Finding Form« Simone Tweraser
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 116 Installationsansicht
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 117 Zines
Abb. 118 Installationsansicht
»Trans* Fragen und Antworten« Niko Bernakiewicz
117 118
»CIGL – Visual Identity for a Community« Špela Senica
Grafik-Design und Fotografie
Abb. 119 Instagram Reels Abb. 120 Präsentationsansicht
»Impossible Being« Sarah
Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
Abb. 121–122 Bearbeitete Polaroids Abb. 123 Ausstellungsansicht
Mo Praschak
121 122
BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
Abb. 124 Datenvisualisierung (Präsentationsansicht)
»the mood phases« Adriana Koziar
56 »Waldgespräche«
Cornelia Dirnberger
Diese Arbeit erforscht die Kommunikationsstrukturen in Wäldern durch eine interaktive Ausstellung, die wissenschaftliche Daten mit emotionalen Erfahrungen verbindet. Mit einem Fokus auf MykorrhizenNetzwerke wird ein mystisches Walderlebnis geschaffen, das Besucher*innen einlädt, die unsichtbare Vernetzung und den Dialog zwischen Bäumen und Pilzen zu entdecken. Die Visualisierung basiert auf einer Studie und macht den faszinierenden Austausch im Wald greifbar, während sie das ökologische Gleichgewicht betont.
57 »Great Expectations«
Laura Roth
Inseln als Symbole für Sehnsucht und Einsamkeit: »Great Expectations« erforscht durch Fotografie die Kontraste zwischen paradiesischen Vorstellungen und der Realität. Die Vulkaninsel Lanzarote und der Freizeitpark Tropical Island dienen als Schauplätze für eine visuelle Expedition, die existenzielle Fragen aufwirft und den Unterschied zwischen realen und künstlichen Sehnsuchtsorten beleuchtet. Das Projekt fordert dazu auf, die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit zu hinterfragen.
58 »Film, Food, Flair«
Maria McLean
Ein Kalender, der cineastische Erlebnisse neu definiert: Film, Food, Flair kombiniert saisonale Filme mit passendem Essen und schafft einzigartige Momente. Der Kalender durchbricht den Algorithmus der Streaming-Plattformen und inspiriert Filmbegeisterte, bewusster zu schauen und zu genießen. Jeder Monat bietet eine abgestimmte Filmerfahrung, die durch gemeinsames Essen und die passende Atmosphäre komplettiert wird, und hebt das Seherlebnis durch die Verbindung von Film, Kulinarik und der sozialen Komponente des gemeinsamen Schauens auf eine neue Ebene.
59 »Telefonzellen durch Fotografie wahrnehmen« Marko Bukovica
Telefonzellen, einst zentrale Kommunikationsmittel, sind heute fast verschwunden. Die Abschlussarbeit von Marko Bukovica dokumentiert diesen Verlust und bringt die verbliebenen Zellen ins Bewusstsein zurück. Mit gezielten fotografischen Techniken wird der Fokus auf diese unsichtbar gewordenen Objekte gelenkt, um ihre historische Bedeutung und die entstandene Leere in der urbanen Landschaft sichtbar zu machen. Das Projekt regt zum Nachdenken über den Wandel urbaner Räume an.
60 »Herbarium Mémoria a re:collection of floral traces«
Nastasha Darlington
Herbarium Mémoria verbindet Fotografie und Natur auf einzigartige Weise. Die analogen Fotogramme erforschen die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt, indem sie die südafrikanische Nationalblume, die vom Klimawandel bedrohte Königsprotea, in den Mittelpunkt stellen. Ohne Chemikalien entsteht eine Kollaboration zwischen Silber und Flora, die Verlusterfahrungen und die Verbindung zur Erde thematisiert. Dieses Projekt reflektiert den menschlichen Einfluss auf die Natur und betont die Zerbrechlichkeit unseres ökologischen Erbes.
61 »Fotografie in Malerei« Mirjam Schrei
Mirjam Schreis Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Fotografie und Malerei, zwei Medien, die ihre künstlerische Praxis prägen. Anhand einer Serie von drei Malereien wird reflektiert, wie Fotografie in die Malerei integriert werden kann. Diese Reflexion dient als Grundlage für eine tiefere Auseinandersetzung mit der eigenen künstlerischen Identität. Die Arbeit stellt die Frage, wie verschiedene visuelle Medien koexistieren und sich gegenseitig beeinflussen können, um eine erweiterte Ausdrucksform zu schaffen.
62 »Screen Portraits«
Onur Arslan
Screen Portraits untersucht die Beziehung zwischen KI-gestützten Gesichtsauswertungen und menschlicher Wahrnehmung. Durch die Erstellung einer »dritten KI« und die künstlerische Analyse von Bildpaaren hinterfragt die Arbeit die Genauigkeit und Verlässlichkeit solcher Technologien. Ethik, Privatsphäre und digitale Identität stehen im Fokus dieser Installation, die dazu anregt, unseren Umgang mit automatisierten Gesichtsauswertungen kritisch zu hinterfragen und die Auswirkungen auf unser Selbstbild zu reflektieren.
Onur Arslan wurde für diese Arbeit mit dem Arbeiterkammer Oberösterreich Kunstpreis 2024 ausgezeichnet.
63 »Finding Form«
Simone Tweraser
Der Prozess des Abdrucks und seine visuelle Repräsentation stehen im Mittelpunkt dieser Installation. Gipsabgüsse treffen auf fotografische Stillleben, wobei das Zusammenspiel von Form und Bild eine neue Perspektive auf die Entstehung und Darstellung von Objekten bietet. Diese Arbeit verbindet Rhythmus und Korrespondenz zwischen den Medien und zeigt, wie Abdrücke und Bilder in einen Dialog treten, um neue Bedeutungen zu schaffen und die Wahrnehmung der Betrachter*innen herauszufordern.
64 »Trans* Fragen und Antworten«
Niko Bernakiewicz
Wie lassen sich häufig gestellte Fragen zur trans* Identität auf eine zugängliche Weise beantworten? Trans* Fragen und Antworten widmet sich dieser Herausforderung mit einer Zine-Serie, die Themen wie »Was ist ein Deadname?« und »Was ist HRT?« aufgreift. Ziel ist es, das Verständnis in der breiten Öffentlichkeit zu fördern und die täglichen Erfahrungen der trans* Community sichtbar zu machen. Die Arbeit schafft eine Plattform für Aufklärung und Austausch und trägt zur Sensibilisierung bei.
65 »CIGL – Visual Identity for a Community« Špela Senica
CIGL entstand aus der Erkenntnis, dass Skateboarding mehr ist als ein Hobby – es ist ein Ausdrucksmittel für Identität. Diese Arbeit schafft eine visuelle Identität für eine Skate-Community, die insbesondere Frauen anspricht und ihren Lebensstil würdigt. Ziel ist es, eine visuelle Stimme zu entwickeln, die die Kreativität und Leidenschaft dieser Community widerspiegelt und eine sichere, akzeptierende Umgebung fördert. Das Projekt betont die Bedeutung von Gemeinschaft und visueller Repräsentation im urbanen Raum.
66 »Impossible Being«
Sarah Mo Praschak
Diese Arbeit erforscht die Dekonstruktion des Selbstbildes durch experimentelle Polaroid-Fotografie. Mithilfe von Techniken wie Emulsionsmanipulation und Hitzeverformung entstehen veränderte Realitäten, die die Verschmelzung von Geschichte und Körperlichkeit hinterfragen. Diese visuelle Alchemie regt dazu an, unsere Wahrnehmung von Existenz und Identität neu zu denken und zeigt, wie visuelle Darstellungen unser Verständnis von Identität beeinflussen können.
67 »the mood phases«
Adriana Koziar
In einer Welt, die zunehmend von Selbstverfolgungsgeräten und Self-TrackingApps geprägt ist, stellt sich die Frage, ob wir unser Glück messen und steigern können. The mood phases untersucht die Quantifizierung von Glück und anderen Emotionen durch Selbstvermessung. Über einen Zeitraum von zehn Wochen wurden Daten gesammelt und visualisiert, um herauszufinden, ob objektive Daten über subjektive Empfindungen wie Glück tatsächlich einen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben können. Die Arbeit hinterfragt, ob und wie eine App das komplexe und subjektive Konzept des Glücks erfassen kann.
Lehr veranstaltungen
Das Masterstudium Visuelle Kommunikation steht für eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischen gestalterischen Herausforderungen. Im Zentrum stehen die Erkundung neuer visueller Ausdrucksformen sowie die Verbindung von Design, Kunst und Forschung. Dabei verstehen wir Gestaltung als ein Zusammenspiel von Inhalt und Form, Theorie und Praxis, sozialem und kulturellem Raum. Die Lehr veranstaltungen bieten Raum für Experimente und fördern die Entwicklung individueller künstlerischer Positionen, während gleichzeitig kritische Fragestellungen aus Kultur, Gesellschaft und Technologie untersucht werden. In diesem dynamischen Umfeld erweiter n die Studierenden ihre gestalterischen und theoretischen Fähigkeiten, um Kultur aktiv zu prägen und die Zukunft der Kommunikation mit neuen Perspektiven zu gestalten.
»Future Scape – reconfigure futures« Labor II
MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
Abb. 125 »Me« Andrea Hausmann Abb. 126–127 »Pervane« L. Clever, O. Tezvaran (Fotos: Violetta Wakolbinger)
»Exquisite Corpse« Design & Criticality
Visuelle Kommunikation
Abb. 128 Gesamttext von: Christiane Deibel, Sarah Aistleiter, Lena Kralicek (Gestaltung: Lena Kralicek)
»TALKING…HEAD« Performance Theorie & Methoden III (Performatives Bild)
Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
Abb. 129–130 Live-Performance (Fotos: Violetta Wakolbinger)
»Was tun mit Bildern?« Bild Wahlfach
Visuelle
Abb. 131 Arbeit von Rosalie Siegl
Abb. 132 Tapete von Marlene Gläß
»Angsträume« Kommunikation, Gesellschaft, Nachhaltigkeit
Abb. 133–134 Zine von Ann-Kathrin Häupl
133 134
»Zurück in die Zukunft« Relative Fotografie
Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltungen
Abb. 137–138 Arbeit von Chieh Lu
137 138
»Das Fest der Vögel —Vogelstimmen — « Theorie & Methoden III
Abb. 139–141 Arbeit von Bashir Bastan
»Three Think« Labor I
Abb. 142–143 Spiel von Ann-Kathrin Häupl, Katarina Matić, Sheida Mohammadi
142 143
»Blobsy Garden« Creative Technologies (Augmented Reality)
Abb. 144 AR Anwendung von Natalia Chaykina (Foto: Daniel Huber)
Recherche« Theorie und Methoden II
Abb. 149 Poster von Robert Tilbury
»Visuelle
»Publizieren als Urimpuls grafischer Gestaltung: Fokus Buchkunst« Typografie II
Visuelle Kommunikation
Abb. 150–151 »Bad moon rising« Lukas Hoffmann
150 151
»FOOD *The NOURISHING Issue*« Fotografisches Bild
Abb. 152 Arbeit von Marlene Gläß Abb. 153–154 Arbeiten von Natalia Chaykina
»Posthumanistische Visualisierungsstrategien« Labor II
MA Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltungen
Abb. 155 »Fermenting structures« Lina Gamler Abb. 156 »Unletters/Reletters« Mural von Marcel Dziewulski, Eliana Rodrigues
des Schleimwerdens« Theorie & Methoden II
»Apparaturen
Abb. 157 Sound Installation von Rehab Hasanen
Abb. 158 Animation von Lina Gamler, Katarina Matić
157 158
72 »Future Scape
Labor II
Die Ausstellung »Future Scape – reconfigure futures« lud Besucher*innen ein, spekulative Zukünfte zu erleben. Die Studierenden enthüllten mit ihren Artefakten Einblicke in alternative Welten und ihren Gesellschaften. Betrachten Sie die Welt aus der Perspektive einer Motte, lesen Sie eine Zeitung aus dem Jahr 21, betrachten Sie ein Fotoalbum aus dem Jahr 2060 oder treten Sie einer KI-Gewerkschaft bei.
Leitung:
Marianne Lechner, Tina Auer
Studierende:
Louisa Clever, Leoni Demand, Andrea Hausmann, Lukas Hoffmann, Katja Irger, Ozan Tezvaran
73 »Exquisite Corpse« Design & Criticality
Das Seminar »Design & Criticality« erforscht kreatives Schreiben und die kritische Reflexion über Design durch experimentelle Ansätze und literarische Techniken. Die Teilnehmer*innen entwickeln ihren eigenen Schreibstil, inspiriert von unkonventionellen Methoden wie Richard Serras »Verb List« und Karl Ove Knausgaards offener Schreibweise. Das im Seminar entstandene Projekt »Exquisite Corpse« ist ein kollaboratives Werk, das Textfragmente von Autor*innen wie Truman Capote und Gertrude Stein zu einem neuen Gesamtwerk verbindet. Dieses auf Thermopapier gedruckte, 14 Meter lange Büchlein lädt dazu ein, die Verschmelzung von Bild und Text auf interaktive Weise zu entdecken.
Leitung:
Oliver Klimpel
Gesamttext:
Christiane Deibel, Sarah Aistleitner, Lena Kralicek
Gestaltung:
Lena Kralicek
»TALKING HEAD « Performance
Theorie & Methoden III (Performatives Bild))
Basierend auf Peter Handkes Text »Innere Dialoge an den Rändern« kombinierte die Gruppe Sprache, Bewegung und Objekte zu einer Performance. Durch die Aneignung unterschiedlicher Bewegungen und deren Transkription in die Form eines Vogelschwarms, wurde die Wahrnehmung im Raum durch Sprache, Sound und Material in Echtzeit verändert und sogar kontrolliert. Die Performance stellt die Frage, welche Kommunikationsformen live bewirkt werden können und welche Rolle der menschliche Körper als künstlerisches Werkzeug spielt. In gemeinsamen Übungen wurde die Performance entwickelt, die laut RoseLee Goldberg oft eine Demonstration oder Ausführung eines Gedankens darstellt.
Studierende:
Sebastian Dorner, Anika Haider, Stefanie Hoffmann, Nina Huber, Lena Kralicek, Iryna Kudriavtseva, Alisa Matern, Lisa Parzl, Pauline Schmitt, Flora Schuller, Rosalie Siegl, Robert Tilbury
Leitung: Christa Amadea
Audiotechnik: Wolfgang Fuchs
75 »Was tun mit Bildern?« Bild Wahlfach
In der Lehrveranstaltung »Was tun mit Bildern?« verwendeten wir Bilder, die uns täglich in den klassischen und sozialen Medien, aber auch im öffentlichen Raum umgeben als Ausgangsmaterial. Aufgabe war, ausgewählte Bilder in einen neuen Zusammenhang zu bringen, um so ihre Lesbarkeit zu verändern und gleichzeitig zu analysieren. Die entstandenen Werke wurden in den Bibliotheksräumen der Kunstuniversität Linz ausgestellt –einem Ort, wo zwischen Buchdeckeln viele Bilder zu finden sind. Exemplarisch die im Lesesaal angebrachte Fototapete von Marlene Gläß, die aus symmetrisch gespiegelten und wiederholten Ausschnitten aus Fotos zu antiquarischen Kochrezeptkarten zusammengesetzt ist. Außerdem Rosalie Siegls Arbeit, die Abbildungen ver-
wendet, die handwerkliche Prozesse im Sinne einer Anleitung bildlich darstellen sollen. Reproduktionen dieser Bilder wurden in Streifen geschnitten und zu einer Fläche verwebt.
Leitung: Anna Artaker
Ausstellungsbeteiligte:
Sarah Aistleitner, Christoph Bisenberger, Leoni Demand, Marlene Gläß, Andrea Hausmann, Lukas Hoffmann, Nina Huber, Katja Irger, Lena Kralicek, Martin Märzinger, Anna Painer, Philip Paulus, Sarah Praschak, Rosalie Siegl, Irene Topcic
76 »Angsträume« Kommunikation, Gesellschaft, Nachhaltigkeit
Die Lehrveranstaltung »Kommunikation, Gesellschaft, Nachhaltigkeit« untersuchte die Rolle von Designer*innen im sozialen Wandel. Die Studierenden hinterfragten visuelle Normen, reflektierten über implizite Vorurteile und setzten sich kritisch mit gesellschaftlichen Machtstrukturen auseinander. Dabei nutzten sie Design als Werkzeug zur Förderung sozialer Gerechtigkeit und Inklusion und entwickelten Projekte, die ihre gestalterische Verantwortung zum Ausdruck brachten. Ein solches Projekt, »Angsträume« von Ann-Kathrin Häupl, thematisiert öffentliche Orte, die als unsicher empfunden werden, und nutzt sarkastische Elemente in einem Faltblatt, um die Wahrnehmung dieser Orte zu hinterfragen und das Bewusstsein zu schärfen.
Leitung: Ines Mahmoud
77 »The Unconscious« Digital II
Die konzeptionelle Auseinandersetzung mit rationalem Denken und kognitiven Verzerrungen bildet die Basis für die Entwicklung digitaler Publikationsformate. Dabei werden historische GrafikdesignStile als gestalterische Werkzeuge zur Analyse und Visualisierung von Wahrnehmungsmustern eingesetzt. Das im Kurs entstandene Projekt »LifeNav«, von Eliana Rodrigues ist eine
dynamische und interaktive Toolbox, die jungen Menschen praktische Ratschläge, inspirierende Geschichten und wertvolle Ressourcen bietet.
Leitung: Verena Panholzer
78 »Zurück in die Zukunft« Relative Fotografi e
Wie weit kann die Fotografie zurückgehen und welche Geschichten kann sie uns erzählen? Fotografien, wie Susan Sontag es beschreibt, sind eher Bruchstücke der Welt als vollständige Aussagen über sie. Das John Webster Objektiv zeigt dies eindrucksvoll: Es nahm ein Bild des Universums auf, das uns 13 Milliarden Jahre in die Vergangenheit blicken lässt. Diese Auseinandersetzung mit dem fotografischen Bild wirft Fragen über die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart auf und erkundet, wie die Fotografie Zeit sichtbar macht.
Leitung: Christa Amadea
79 »Das Fest der Vögel —Vogelstimmen — « Theorie & Methoden III
Vogelstimmen sind Teil unseres Alltags. Wir beobachten und bestaunen sie, denn Vögel faszinieren durch ihre Fähigkeit zu fliegen, die den Menschen verwehrt bleibt. Ihre Laute füllen den öffentlichen Raum und begleiten uns mit ihrer Sprache durch viele Lebensräume. In diesem Projekt werden Vogelstimmen als kulturelles Symbol und ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft untersucht. Dabei stellen sich Fragen wie: Welche kulturellen Bedeutungen tragen Vögel in sich? Was sagt der Begriff »Heimat« im Zusammenhang mit heimischen Vogelstimmen aus? Und wie können Vogelstimmen durch performative Mittel dargestellt werden?
Leitung: Christa Amadea
Die Lehrveranstaltung untersucht partizipative Gestaltung und Kommunikation im Kontext von Open Design. Die Studierenden erforschen nicht nur bestehende offene Technologien und Methoden, sondern entwickeln auch innovative Ansätze für Designprozesse in einer vernetzten Welt. Die LV bietet Raum für Experimente und Ideenaustausch und inspiriert die Teilnehmerinnen, neue Artefakte oder Tools zu entwerfen, die unsere Zukunft prägen können.
Ein Ergebnis der Lehrveranstaltung ist das kollaborative Mind-Mapping-Spiel »Three Think«, das Kreativität freisetzt und neue Ideen zu einem gewählten Thema generiert. Es fördert Zusammenarbeit und strukturiertes Denken und bietet eine unterhaltsame Plattform, um Einzelpersonen und Gruppen zu helfen, ihr kreatives Potenzial voll auszuschöpfen.
Leitung:
Marianne Lechner, Davide Bevilacqua, Barbara v. Rechbach
81 »Blobsy Garden«
Creative Technologies (AR)
Augmented Reality (AR) eröffnet neue Chancen für innovative Gestaltung im Grafikdesign und der visuellen Kommunikation. In der Lehrveranstaltung setzten sich die Studierenden intensiv mit AR auseinander, um interaktive Erlebnisse zu schaffen, die digitale und physische Welten verschmelzen lassen. Von Face-Filtern bis hin zu virtuellen Objekten, die den Raum erweitern, nutzten sie vielfältige Techniken, um immersive Erfahrungen zu gestalten und neue kreative Spielräume zu erschließen.
»Blobsy Garden« von Natalia Chaykina nutzt AR, um die beruhigende Wirkung von Schleim erlebbar zu machen. Animationen, 3DModelle und Illustrationen wurden mit AR-Technologien in den realen Raum integriert. Über QRCodes können Betrachter*innen in diese digitale Welt eintauchen und die Verbindung von virtuellen und physischen Ebenen erleben.
Leitung:
Daniel Huber
82 »Earth Art Café«
Experimentelle Typografie
Das Café ist ein Ort des Austauschs. Ein öffentlicher Raum. Ein Ort des Rückzugs aus einer Stadt. Speisen und Getränke werden ausgetauscht. Blicke. Gefühle. Über die Methoden des Beschreibens und der Abstraktion nähern wir uns der Welt eines fiktiven Kaffeehauses an. Durch das Spekulieren über Atmosphären, Räume und Inhalte sammeln die Studierenden Konzepte und Eigenschaften. Daraus entstehen visuelle Narrative, die in einem Entwurf für Packpapier oder Verpackungen ausgearbeitet wurden.
Leitung:
Christian Hoffelner
83 »Visuelle Recherche«
Theorie und Methoden II
Anhand individueller Recherche- und Produktionsmethoden werden Prozesse sichtbar gemacht. Der Kurs versucht ähnlich dem Modell von »practice led research« Spannungsfelder von Gestaltungsfragen im Grafikdesign sichtbar zu machen.
Leitung:
Christian Hoffelner
84 »Publizieren als Urimpuls grafischer Gestaltung: Fokus Buchkunst« Typografie II
Was ist Publizieren? Welche Formen und Formate stehen Gestalter*innen als Werkzeuge zur Verfügung? Welche Strategien und Methoden werden genutzt? Wie beeinflussen Distributionswege ein Medium? Welche Möglichkeiten bietet die Buchkunst für die grafische Gestaltung?
Im Zentrum der Lehrveranstaltung stand der Entwurf eines Buchs. Frei gewählte, bestehende Inhalte (Romane, Blogs, Forschungsinhalte, Gedichte, Online-Artikel etc.) dienten als Basis für selbst-initiierte Buchveröffentlichungen.
Leitung: Christian Hoffelner
85 »FOOD *The NOURISHING Issue*« Fotografisches Bild
Essen bietet nicht nur Nahrung, sondern öffnet Raum für Gespräche über Rituale, Kultur, Identität, Ökologie und mehr. Lebensmittel sind tief in unseren individuellen und kollektiven Erfahrungen verwoben und erfordern unsere Aufmerksamkeit und Pflege. Dieser Zusammenhang wird in all seinen Facetten untersucht – mit allen verfügbaren Formen wie Grafik, Fotografie, Sprache, Materialität, Körper, Sound oder Raum – um die vielschichtige Bedeutung von Lebensmitteln sichtbar zu machen und zu verstehen, wie Bilder von Essen sowohl Körper als auch Geist nähren können.
Leitung: Christa
Amadea
86 »Posthumanistische Visualisierungsstrategien« Labor II
Die Masterstudierenden haben sich intensiv mit posthumanistischen Perspektiven auseinandergesetzt, bei denen die zentrale Rolle des Menschen hinterfragt und die komplexen Verflechtungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren, wie Pilzen oder Maschinen, beleuchtet werden. Ziel war es, neue Blickwinkel auf unsere Umwelt zu entwickeln und technologische Einflüsse auf Identität, Körperlichkeit und Wahrnehmung zu reflektieren.
Exemplarische Projekte wie »Fermenting Structures« erforschen Fermentation im posthumanistischen Kontext. Das Zine kombiniert persönliche Texte, Fotografien und Rezepte und beleuchtet die Zusammenarbeit von Mensch, Natur und Technik, während es über die grafische »Fermentation« von Lebensformen spekuliert. »Unletters/Reletters« hingegen nutzt KI , um durch die Kombination von Schriftarten und Schleimpilzsimulationen neue Buchstaben zu generieren, welche die Verbindungen zwischen Mensch und Natur aufzeigen und traditionelle Kommunikationsformen hinterfragen.
Leitung:
Tina Frank
87
»Apparaturen des Schleimwerdens« Theorie & Methoden II
In der Lehrveranstaltung Theorie & Methoden II wird der Schleim als Metapher und Medium untersucht, das konventionelle Denkweisen und die Schnittstelle zwischen Schleim und künstlicher Intelligenz hinterfragt. Mit einem Schwerpunkt auf feministischen Theorien und einer kritischen Analyse von KI-Systemen wird Schleim als formbare Substanz betrachtet, die sowohl physische als auch intellektuelle Grenzen sprengt. Die Studierenden experimentieren mit der Kultivierung von Schleimpilzen und setzen sich mit der Verbindung von Technologie und Schleim auseinander.
Dabei entstanden Projekte wie »Fluid Boundaries« von Lina Gamler und Katarina Matić, das Vorurteile von KI im Umgang mit Menstruation thematisiert, und »Beauty of Decomposition« von Rehab Hasanen, eine Sound-Installation, die die Zersetzung einer Tomate hörbar macht. Beide Arbeiten erweitern den Diskurs über die Grenzen von Wahrnehmung und Materialität.
Leitung: Nadja Reifer
5 MA Visuelle Kommunikation
Abschlussarbeiten
Die Master-Abschlussarbeiten spiegeln die intensive Auseinandersetzung der Studierenden mit aktuellen gesellschaftlichen, kulturellen und technologischen Themen wider. Das zweijährige Studium bietet ihnen den Raum, eigenständige künstlerische und gestalterische Positionen zu entwickeln und diese in experimentellen Projekten und konzeptionellen Arbeiten auszudrücken. Dabei wird das Zusammenspiel von Design, Kunst und Forschung erprobt, um innovative Lösungsansätze für komplexe Fragestellungen zu finden.
Die präsentier ten Abschlussarbeiten zeigen, wie tief sich die Studierenden mit den Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen und diese in visuelle, interdisziplinäre Konzepte übersetzen und dabei neue Perspektiven auf visuelle Kommunikation und ihre gesellschaftliche Relevanz eröffnen.
»Memory Bureau«
»The Monochrome Passenger« Raul Izquierdo
Visuelle Kommunikation Abschlussarbeiten
Abb. 161 Schriftliche Kontextualisierung
Abb. 162 Präsentationsansicht
»Social Design: Care & Share«
Klara Hirschbüchler
»keine (Gewalt) mehr«
Leonie Kaltenegger
Abb. 165 Plakat
Visuelle Kommunikation
Abb. 166 Detail
Abb. 167 Plakatserie
»Auslöschung (Körper)«
Visuelle Kommunikation Abschlussarbeiten
Abb. 168–169 Ausstellungsansichten
Robert Tilbury
»Ein neues Haus für das Bild« Christiane Deibel
Visuelle
Abb. 170 Präsentationsansicht
Abb. 171 Scribble
Abb. 172 Applikation
»ISOTYPE reloaded«
Valerie Danzer
»Der Ast auf dem wir sitzen«
Abb. 173 Visualisierung »Wohlstand und Ressourcen«
Abb. 174 Visualisierung »Die Gletscher im Fieber«
Maria Strieder
94 »Memory Bureau«
Isabella Schweizer
Das Erinnerungs-Büro »Memory Bureau« öffnete zum ersten Mal im Juni 2024 seine Pforten. Mit einer Bandbreite an Textilien und Pappmaché zeigte die Gedächtnisinstitution den Stand ihrer Forschung im Rahmen einer Ausstellung in der WHA Galerie vom 17.–21. Juni 2024. Dieser Ansatz, bei dem verschiedene Materialien und Visualisierungstechniken zum Einsatz kamen, schuf einen Raum für Diskurs über die Rolle der Materialität und ihrer Gestaltung bei der Herstellung, Sammlung, Organisation und Präsentation von Artefakten. Die Recherche wurde in einem Buch gesammelt und zog sich in Form von gespannten Tüchern durch den Ausstellungsraum.
95 »The Monochrome Passenger«
Raul Izquierdo
Die Masterarbeit »The Monochrome Passenger« ist eine künstlerische Installation, die eine visuelle Erfahrung von chromatischen Variationen in ihrer grundlegenden Form bietet. Sie ermöglicht es uns, darüber nachzudenken, wie wir die Umgebung visuell wahrnehmen. Das Projekt basiert auf einer künstlerischen Untersuchung der visuellen Wahrnehmung, die die physischen und biologischen Prozesse der Farbwahrnehmung analysiert und sie in eine rein visuelle Sprache übersetzt. Ziel ist es, die Frage zu beantworten, wie Monochrom unsere visuelle Wahrnehmung beeinflusst.
96 »Care & Share«
Klara Hirschbüchler
Klara Hirschbüchlers Abschlussarbeit ist ein kollaboratives Projekt, welches die Rolle von Fürsorge und Teilen im Kommunikationsdesign für gemeinnützige Initiativen untersucht. In enger Zusammenarbeit mit einer Second Hand Boutique entstand eine neue visuelle Identität sowie eine ganzheitliche Kommunikationsstrategie. Durch Workshops, Interviews und theoretische Reflexionen wurden Erkenntnisse gewonnen. Designerinnen und Designer werden als Vermittler im Kommunikationsprozess betrachtet, die Brü-
cken zwischen verschiedenen Akteuren schaffen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit und der Verantwortung des Designs für die Umwelt. Das Projekt zeigt, wie ein Designprozess, der von Fürsorge und Teilen geprägt ist, einen positiven Einfluss auf gemeinnützige und nachhaltige Initiativen haben kann, indem er nicht nur Produkte präsentiert, sondern auch Werte vermittelt und Gemeinschaften stärkt.
97 »Keine (Gewalt) mehr«
Leonie Kaltenegger
Die Arbeit von Leonie Kaltenegger erkundet durch einen künstlerischen Diskurs die Sensibilisierung, Enttabuisierung und öffentliche Bewusstseinsbildung bezüglich der Gewalt an Frauen*. Dabei wird die anfängliche Gewaltproblematik, die für viele Frauen* in Österreich und darüber hinaus noch immer eine traurige Realität darstellt, thematisiert. Die Rolle des Designs als politisches Instrument wird in Frage gestellt, indem untersucht wird, wie Gestaltungspraktiken soziale Gerechtigkeit und Veränderung vorantreiben können. In einem künstlerischen Diskurs werden Plakatmotive entworfen, die sich mit verschiedenen Formen von Gewalt an Frauen* auseinandersetzen und auf die Vielschichtigkeit dieses Themas aufmerksam machen. Ziel ist es, einen Diskurs zu eröffnen, der sensibilisiert, aufrüttelt und die Komplexität des Themas visualisiert, während soziale Verantwortung und die Rolle von Gestalter*innen in der Gesellschaft thematisiert werden.
98 »Auslöschung (Körper)«
Robert Tilbury
Die Masterarbeit von Robert Tilbury untersucht die zentrale Fragestellung »Was bedeutet es (jetzt) ein Körper zu sein?«. Unter dem Titel »Auslöschung (Körper)« entstand im Rahmen seiner praktischen Arbeit eine Bilderserie mittels Grafikdesign. Die Serie besteht aus zehn Bildern, die zunehmend verschwimmende und sich auflösende Körper zeigen. Dabei sollen die Bilder ein bestimmtes Gefühl von Körper-Dasein vermitteln und spielen mit den vermeintlich klaren Grenzen des Körpers. Durch grafische Strukturen und
Raster werden den Bildern Dichte und Struktur verliehen, während sie gleichzeitig einen digitalen Gegenpol zum körperlichen Subjekt bilden. Die Arbeit verbindet einen persönlichen Ausdruck mit breiteren Themen rund um Wahrnehmung und körperliche Zustände und stellt eine intime Auseinandersetzung mit der eigenen Körperwahrnehmung dar. Die Forschung zeigt, dass der Körper nicht hermetisch abgeschlossen, sondern Teil der Welt ist und sich beispielsweise in einem digitalen Raum auflöst, was eine Antwort auf die Forschungsfrage liefert.
99 »Ein neues Haus für das Bild«
Christiane Deibel
»Ein neues Haus für das Bild« ist eine theoretische Arbeit, die Grafikdesign nach einer kritischen Haltung und Möglichkeiten der kollaborativen Zusammenarbeit untersucht. Dabei wird das Haus als Symbol und damit die Disziplin der Architektur als Referenz genutzt, um über die Handlungsräume innerhalb und an den Grenzen der Disziplin zu sprechen. Ein Papphaus und eine Reihe von drei Postern dienen als Vermittlungshilfe eines Design-Diskurses.
100 »ISOTYPE reloaded«
Valerie Danzer
Dieses Projekt stellt den Versuch dar, die Vermittlungs- und bildpädagogischen Methoden von »ISOTYPE« für die heutige Zeit zu adaptieren. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team wird am Österreichischen Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum in Wien ein Workshop für Schulklassen konzipiert und gestaltet, in dem die historischen Ansätze und Methoden teilweise wiederverwendet werden. Der Workshop richtet sich an Mittelschüler*innen und wird sie zum Thema Bildungschancen aufklären. Wie beim historischen »ISOTYPE« sollen die Teilnehmer*innen Ungleichheiten in der Gesellschaft erkennen, erfahren, wie diese zustande kommen, sowie konkrete Lösungsideen für ihr eigenes Leben finden.
101 »Der Ast auf dem wir sitzen«
Maria Strieder
Wissenschaftliche Daten zum Klimawandel wurden in dieser Arbeit visuell aufbereitet, um das ökologische Ungleichgewicht und dessen Folgen greifbar zu machen. Der Fokus liegt darauf, Betrachter*innen zu sensibilisieren und zum Handeln zu motivieren. Die theoretische Auseinandersetzung umfasst den Klimawandel, seine Ursachen und Folgen, sowie die Hemmnisse beim Handeln und mögliche Lösungsansätze. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Datenvisualisierung und deren Rolle im Storytelling, speziell in gedruckten Medien, um die Dringlichkeit des Themas zu unterstreichen.
Sarah Aistleitner S. 30, 73
Onur Arslan @onursarslan S. 62
Gulim Askar @gulim.art S. 38
Christian Azzouni christianazzouni.com @whatsthetill S. 23
Bashir Bastan @bashirbastan S. 31, 79
Elizaveta Belkevich @top_psihodelo4ka S. 17, 18, 36, 41
Niko Bernakiewicz @KeefsArt S. 64
Mohammed Bhuyian S. 38
Christoph Bisenberger S. 30
Emma Bockelmann @emma.bockelmann S. 47
Yixue Bo S. 32, 48
Daryna Bondarenko @daryna.bond S. 38, 48
Eren Bozkaya S. 38
Marko Bukovica S. 36, 41, 59 @marko.bukovica
Martha Büchel S. 38, 48
Elisabeth Büchner S. 38, 44
Natalia Chaykina S. 81
Louisa Clever @louisavictoriaclever S. 16, 72
Martin Colov S. 45, 47
Nastasha Darlington @na.stash.a S. 60
Valerie Danzer valerischka.com S. 100
Christiane Deibel S. 54, 73, 99 christianedeibel.de @studio_micky_ferriman
Leoni Demand S. 72
Marcel Dziewulski S. 86
Lisa Endresz S. 33
Ece Erözü S. 38, 48
Timm Felder S. 32
Lina Gamler S. 86, 87
Marlene Gläß @ronjaleni_art S. 37, 75, 85
Rehab Hasanen S. 87
Andrea Hausmann S. 32, 72
Johanna Heller S. 32, 39, 40
Ann-Kathrin Häupl S. 75, 80
Klara Hirschbüchler @klara.hirsch klarahirsch.com S. 96
Lukas Hoffmann @ksparluks S. 8, 48
Nina Huber ninahuber.at @ninahuber.at S. 9
Nadezda Ivanova S. 43, 47
Raul Izquierdo @raul_izkierdo S. 95
Leonie Kaltenegger leoniekaltenegger.com S. 97
Adrianna Koziar S. 67
Lena Kralicek lenakralicek.at @lenaie S. 73
Chie Lu S. 87
Sinaida Madreiter S. 38, 44
Maceo Mahne S. 30
Alisa Matern maternalisa.com alisamatern.com @maternalisa.co S. 3, 36
Katarina Matić S. 12, 80, 87
Maria McLean S. 58
Léa Melissa Meylan S. 38
Ivana Miloš S. 33
Mario Moder @marionaise.marionaise S. 16, 36, 37, 42, 84
Sheida Mohammadi S. 80
Sophie Morelli @sophie_morelli S. 30, 31, 36
Sofie Müller S. 47
Suzuka Nakao S. 32
Sarah Mo Praschak S. 66
Liza Rashica @liza_ne_boten.e_cudirave S. 13
Eliana Rodrigues @elianarodrigues.design S. 77, 82, 86
Laura Roth @laurarothstudio S. 57
Hleb Rusalouski psgleb.com @psgleb S. 11, 18, 41
Anastasiya Saparava S. 38, 46, 48
Mirjam Schrei @mirjam.schrei S. 61
Isabella Schweizer @misscommunicationn S. 94
Špela Senica @spelincka S. 65
Ani Shahrikyan S. 38
Rosalie Siegl @rosaliesophie S. 9, 75
Maria Strieder S. 101
Ivan Sukhov sukhov.xyz @jukka_w S. 18
Ozan Tezvaran S. 72
Robert Tilbury @pobert__ S. 10, 83, 98
Simone Tweraser @mone.tweraser S. 63
Sarah Wolf S. 43
Herausgegeben von Kunstuniversität Linz
Visuelle Kommunikation
Hauptplatz 8, 4020 Linz
Für den Inhalt verantwortlich
Tina Frank
Redaktion
Tina Frank Daniel Huber ©2024
Texte
Christa Amadea
Anna Artaker
Blagovesta Bakardjieva
Tina Frank
Christian Hoffelner
Daniel Huber
Marianne Lechner
Ines Mahmoud
Katharina Mayrhofer
Verena Panholzer
Nadja Reifer
Florian Vierhauser
Layout und Satz
Daniel Huber
nach einer Vorlage von Iris Karl
Format
160 × 240 mm
Papier
Crush CRH*, olive, 250 g/m2 Impact, 100% Recyling, 80 g/m2
Schrif t Linz Sans
Druck
Wograndl Druck GmbH
Druckweg 1 7210 Mattersburg
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Linz, November 2024
All Sorts of Things…
Analoge Großbildtechniken
Angsträume
Apparaturen des Schleimwerdens
Auslöschung (Körper)
Ausstellung Protestkultur
Beta Now 001: Radical Times
Beta Now 002: Seeking the being of Water
Beta Now 003: In Medias Res Blobsy Garden
Buchverlag Liberi
Care & Share
CIGL – Visual Identity for a Community codeanddesign.kunstuni-linz.at
Colourful oscillations
Das Fest der Vögel —Vogelstimmen —
Der Ast auf dem wir sitzen
Designerly ways of knowing: 14/240 things a designer should know
Digital Displays
different people, different ideas, different access, different perception
Earth Art Café
Ein neues Haus für das Bild
Exquisite Corpse
Exploration into the Open: Transforming the Design Process
Finding Form
Film, Food, Flair
FOOD The NOURISHING Issue
Fotografie in Malerei
Future Scape – reconfigure futures
Great Expectations
Herbarium Mémoria a re:collection of floral traces
How are you my digital friend?
Impossible Being ISOTYPE reloaded
keine (Gewalt) mehr
Lasst Bilder sprechen
Last Days of Summer
Le Freak !!!!!! Lose Yourself to Dance
many-headed (…)
Memory Bureau
Persönliche Sammlungen von Erinnerungen/ Emotionen
Pheletypia
Plastische Werkstatt
Posthumanistische Visualisierungsstrategien
Publizieren als Urimpuls grafischer Gestaltung: Fokus Buchkunst
Radical Times
Sammeln
Schnittstelle
Screen Portraits
Social Design: Care & Share
The Monochrome Passenger
The mood phases
The Unconscious Think 3
TALKING…HEAD
Telefonzellen durch Fotografie wahrnehmen
Trans* Fragen und Antworten
Un/Sichtbarkeit
Uhren. Alltägliche Objekte: Raum- und Zeitanzeiger
Viskom Playlist
Viskom Ringvorlesung
Visuelle Recherche
Waldgespräche
Was tun mit Bildern?
Wie ein Wimpernschlag we cascade
Werkzeuge
Zurück in die Zukunft
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