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AUSZUG 15 / 16 VISUELLE KOMMUNIKATION KUNSTUNIVERSITÄT LINZ


Einleitung 3 Veranstaltungen 5 Projekte, Lehre, Workshops 18 Bachelor-, Masterarbeiten 32 Impressum 46


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Mit der Jahresbroschüre Auszug 15 / 16 gibt die Abteilung Visuelle Kommunikation der Kunstuniversität Linz einen umfassenden Einblick in ihre Tätigkeit und präsentiert einen Querschnitt von interessanten und herausragenden Arbeiten ihrer Studierenden.

Bereits zum vierten Mal präsentieren wir mit dieser Jahresausgabe einen Auszug der gestalterischen und fotografischen Arbeiten unserer Studentinnen und Studenten. Das zurückliegende Studienjahr war geprägt von großen gesellschaftlichen Ereignissen und individuellen Positionen zu sozialen Fragestellungen. Im Bereich der visuellen Kommunikation verstehen wir es als unsere Aufgabe, komplexe Sachverhalte mit visuellen Mitteln zu übersetzen und so die Welt ein Stück verständlicher zu machen. Wir wollen Zusammenhänge sicht­bar machen und Verbindungen zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen herstellen. Unsere Studierenden werden mit der Kompetenz ausgestattet, mit Bildern und Text, mit Formen und


Farbe, mit den Mitteln der Gestaltung und der Fotografie Beziehungen sichtbar zu machen, Sachverhalte zu erklären und Emotionen zu vermitteln. In diesem Auszug finden Sie Arbeiten, die von typografischen Untersuchungen der Beschriftungen am Wiener Gemeindebau berichten. Wir zeigen Ihnen, dass wir für splace, dem digitalen Magazin der Kunstuniversität Linz, eine zweite Ausgabe geschaffen haben. Unter den vorgestellten Projekten finden sich Arbeiten, die sich mit der Intensität einer emotionalen Berührung oder dem Punctum eines Roland Barthes auseinandergesetzt haben. Wir ha-

ben Räume entwickelt, die die Kraft haben, Geschichten zu erzählen und Apps, welche die digitale Omnipräsenz unserer Smartphones zum Thema haben. Darüberhinaus finden Sie eine Reihe von herausragenden Abschlussarbeiten, die die künstlerische und konzeptionelle Qualität unserer Studentinnen und Studenten veranschaulichen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Durchblättern der Jahresbroschüre „Auszug 15 / 16“. Tina Frank

IM BACHELOR­S TUDIUM GRAFIK-DESIGN UND FOTOGRAFIE erkunden die Studierenden das Feld der visuellen Kommunikation und begegnen den Anforderungen der Disziplinen Grafik­design und Fotografie mit inhaltlich-konzeptionellen Ansätzen.

DIE STUDIERENDEN DES MASTERSTUDIUMS VISUELLE KOMMUNIKA­T ION entwickeln Arbeiten, die als persönlich-künstlerische Forschung angelegt sind. Die Formu­lierung einer individuellen Erzählung mit visuellen Mitteln steht dabei im Vordergrund.


VERANSTALTUNGEN 4 /5

Die zahlreichen Veranstaltungen doku­mentieren das umtriebig forschende Wesen der Abteilung Visuelle Kommunikation. Seien es Ausstellungen im Bereich der Fotografie, die Teilnahme an Der langen Nacht der Forschung oder interdisziplinäre Kollaborationen mit anderen Ab­teilungen, um ein mehrtägiges Symposium zur Zukunftsmusik zu organisieren – allen Events gemein­sam ist die große Lust am professionellen Tun und die Zusam­menarbeit mit anderen Organisationen.


GEMEINDESCHAU – TYPOGRAFIE IM GEMEINDEBAU DESIGN RESEARCH & AUSSTELLUNG

Jeder Wiener Gemeindebau weist eine einzigartige Bauweise und unverwech­ sel­bare Architektur auf, mit eigenem Namen und dazugehöriger Schrift. Unter der Anleitung von Nataša Sienčnik haben die Studierenden Gemeindebauten besucht, die Schriften dokumentiert und eine digitale Neuauflage geschaffen. Ent­standen ist ein Open Repository – ein offenes Archiv von Schriften sowie eine Reihe von Typeface Postern, die mögliche Anwendungsarten zeigen. Die Schriften stehen unter einer Creative Commons Lizenz zum Download und zur Bearbeitung zur Verfügung: http://typo.gbfestival.at


EIN PROJEKT DER KUNSTUNI LINZ / VISUELLE KOMMUNIKATION

MONTAG BIS SAMSTAG 15:00–19:00 / EINTRITT FREI

Mit freundlicher Unterstützung

BELLA BLACK

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TYPOGRAF/INNEN

Unsere Schrift wurde von den zwei Gemeindebauten: Pestalozzihof und Klose-Hof entnommen. Diese Gemeindebauten wurden von 1924–1926 erbaut und umfassen jeweils ca 122– 143 Wohnungen. Der Pestalozzihof wurde von der Architektin Ella Briggs entworfen und nach dem Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi benannt. Der Name unserer Schrift ist eine Kombination aus dem Vor und Nachnamen der Architektin.

PHILIPPOVICHGASSE 1–4

ADRIANNA KOZIAR VALENTINA RECHEIS 2015

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TYPOGRAFIE IM WIENER GEMEINDEBAU

Entnommen wurde die Schrift vom Gemeindebau in der Troststraße 64–66. Die dort angebrachten Buchstaben wurden von uns dokumentiert, digitalisiert, konstruiert und in die Schrift „Troststreet Bold Condensed“ verwandelt. Die Poster sollen einerseits die Font repräsentieren, andererseits auch den Bezug zu Wien und dem Gemeindebau zeigen. So spielt das Poster (l.) mit klaren Formen, die auch in der Schrift wieder zu finden sind, greift aber auch Farben, die beim Gemeindebau direkt vorgefunden wurden, auf. Das Poster (r.) stellt nahezu eine Verschmelzung des Wiener U-Bahn Plans und den kreierten Buchstaben dar.

TROST STREET BOLD CONDENSD

TROSTSTRASSE 64–66

EXHIBITION OPENING 9.1.2016 / 18:00

Der zweite Hof, Klose-Hof wurde von dem Architekten Josef Hoffmann erbaut. An dieser Stelle befanden sich zuvor Gärten. Diese floristischen Motive und die Idee der Gärten hat er in seine Fassade mit einfließen lassen. Er hat sie mit dezenten plastischen Streublumen verziert. Durch die weichen Züge der Schrift und die Streublumen an der Fassade, haben wir den Gedanken der Blumen und Gärten in unseren Plakaten fortgesetzt und somit eine Verbindung zu den Gemeindebauten hergestellt.

BARBARA OPPELT SIMON LEHNER 2015

Theres Duschlbauer Katrin Ganglberger Julia Gruber Helena Kappelmüller Piyanka Karel Adrianna Koziar Simon Lehner Elisa Lerchbaum Ines Mahmoud Selim Obermüller Sarah Oos Barbara Oppelt Valentina Recheis Lena Schwingshandl Sophia Wäger

WESTBAHNSTRASSE 46 1070 WIEN

GEM EINDE SCH AU

KUNSTUNIVERSITÄT LINZ

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9-16JAN

KUNSTUNIVERSITÄT LINZ


PERSPEKTIVEN ATTERSEE: LINZ AM ATTERSEE FOTOGRAFIE AUSSTELLUNG

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Im Rahmen von „Perspektiven Attersee“, einem Projekt betreut von Johannes Wegerbauer und Peter Hauenschild, wurden leere Geschäfts­lokale temporär bespielt und zu Kreativräumen und Be­­ geg­nungszonen transformiert. Das fas­ zi­­nier­ende Zusammen­spiel von Kunst­­schaf­fenden und Publi­kum machte Gegebenheiten vor Ort neu erlebbar und setzte innovative Impulse. Die ausgestellten Fotografien der Studierenden dokumentierten das breite fotografische Schaffen der jungen Künstlerinnen und Künstler.


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5 MIT PROJEKTEN VON 1 Selim Obermüller 2 Ines Mahmoud 3 Gerda Lechner 4 Florian Voggeneder 5 Kristina Feldmann


SPLACE MAGAZINE EDITORIAL

splace, das digitale Magazin der Kunstuniversität Linz, wurde von Tina Frank, Marianne Pührerfellner und Sabine Kienzer konzipiert und von Studierenden und Lehrenden in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz entwickelt. Inhalt und benutzerspezifi­sche Funktionen sind für Tablet-basier­te Lesegeräte konzipiert und basieren auf aktuellen WebTechnologien. splace zeigt auf spielerische und lebendige Art, wie konventionelles Lesen und Erzählen erweitert werden kann. Durch Drehung des Tablets bietet das Magazin zwei verschiedene Arten des Lesens. ▲ Die Hochversion des Magazins enthält Beiträge und detaillierte Informationen zu aktuellen Positionen und Themen der Kunst, Kultur und Medienlandschaften im klassischen Lesemodus. Die Quervariante führt, als experimentelle künstlerische Umsetzung der Texte, in unterschiedliche Medienformate. www.splace-magazine.at


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Tipp: splace-magazine Trailer: vimeo.com/splace/trailer

BRAINBOWS, KARIN FISSLTHALER Das „Centerfold“ wird mit einer von einer Alumna oder einem Alumnus der Kunstuniversität Linz eigens für splace entwickelten Arbeit bespielt.

facebook.com/SplaceMagazine twitter.com/SplaceM


ZUKUNFTSMUSIK FESTIVAL & TAGUNG MIT WORKSHOPS, TALKS, PERFORMANCES, KONZERTEN

Das Zukünftige hat schon einmal bessere Zeiten erlebt. Als Verbündeter der Forschrittseuphorie in Wissenschaft und Technik, als Vertrauensvorschuss sozialstaatlicher Planungspolitik, als das Ungreifbar-Utopische der künstlerischen Avantgarden hat es das Denken und Vorstellen des 19. und 20. Jahrhundert geprägt. Die Gegenwart hingegen betreibt Trauerarbeit für „lost futures“: Zukunft ist in der Populärkultur überwiegend im Modus einer formalen „Nostalgie“ (F. Jameson) oder als Retro zu haben und die Werbebilder eines hellen technologischen Morgen erscheinen als purer Zynismus angesichts technopolitischer Ökokatastrophen. Das Festival fand an drei Orten statt, verbunden über das mobile Festival­ büro im „Kiosque“. Jeder Tag/Abend entwickelte sich um ein skizziertes Szenario. Die Vorstellungskraft sollte etwas zu tun kriegen. Eine Veranstaltung der Abtei­ lungen Kulturwissenschaft, Visuelle Kommunikation und dem Soundstudio, in Zusammenarbeit mit der Stadtwerkstatt Linz. www.zukunftsmusik.fm


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Closed Loops and Open Futures

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02. — 04. JUNI 2016 Stadtwerkstatt Kunstuniversität, Hauptplatz Botanischer Garten KAPU

facebook.com/zukunftsmusik.fm www.zukunftsmusik.fm

FOTOGRAFIE Jürgen Grünwald GRAFIK DESIGN Julia Singer

Festival und Tagung der Kunstuniversität Linz


LANGE NACHT DER FORSCHUNG 2016 DESIGN RESEARCH

Lesen hat Zukunft! Lesen Sie noch oder swipen Sie schon? Ein Zwiegespräch über die Zukunft des Lesens – mit Tina Frank und Marianne Pührerfellner. Die Abteilung Visuelle Kommunikation setzt sich mit der Veränderung von Lese­­ gewohnheiten und Entwicklung von digitalen und analogen Medien auseinander. Mit dem experimentellen OnlineMagazin splace stellt sich die Kunstuniversität Linz den neuen Anforderungen einer digitalen Medienkommunikation und nimmt international eine Vorreiterposition im aktuellen Diskurs um digi­tale Publikationsformen ein.


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Welche

Magazine lesen Sie?

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Bitte kleben Sie ihre Punkte in die entsprechenden Felder.

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Ratgeber & Freizeit Computer & Internet, Reiseführer, Ernährung & Diät, Sport & Fitness, Freizeit, Haus & Garten, Religion, Kochbücher…

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Sachbücher Biografien & Erinnerungen, Business, Karriere & Geld, Esoterik, Film, Kunst & Kultur, Naturwissenschaften & Technik, Politik & Geschichte, Religion & Glaube Belletristik & Lyrik Krimis & Thriller, Romane & Erzählungen, Fantasy, ScienceFiction, Memoiren, Gedichtbände, Abenteuerberichte,… Kinder & Jugend Graphic Novels & Comic

zin aga sm ng ltu ha er nt

Lif es ty le selten

Fachliteratur & Lernen Fachbücher, Schule & Lernen, Sprachkurse & Wörterbücher, ...

GRAFIK DESIGN Marianne Pührerfellner


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SCHNITTSTELLE  

Seit mittlerweile sechs Jahren lädt die Abteilung Visuelle Kommunikation Persönlichkeiten aus dem Bereich der Foto­grafie, des Designs und der Kunst ein, ihre Arbeiten und aktuellen Projekte sowie ihren Zugang zum Tun und dem

GASTVORTRAGSREIHE

Vortragsreihe Visuelle Kommunikation 2015

21. 10. 2015 18 : 30

Kunstuniversität Linz Reindlstraße 14-18, 4. Stock Hörsaal Grafik Design

18. 11. 2015 18 : 30

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Kunstuniversität Linz Reindlstraße 16-18, 4. Stock Hörsaal Grafik Design

Vortragsreihe Visuelle Kommunikation 2015

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Charles Fréger ist ein 1975 geborener französischer Fotograf, der unermüdlich sein Projekt „Portraits Photographiques et Uniformes“ vorantreibt. Darin findet sich ein Katalog von Bildern von Legionären, Wasserball Spielern, englischen Schulmädchen, finnischen Eiskunstläuferinnen, ehemals kommunistischen Pfadfindern aus Budapest, japanischen Sumo-Ringern, TeilnehmerInnen an Schönheitswettbewerben in Singapur, jungen vietnamesischen Buddhisten, römischen Corazzieri, der vatikanischen Schweizer Garde, spanischen Büßern, nordirischen Oranier-Ordensmännern und Peking-Opernsängern. Seine Porträts, obwohl poe tisch angelegt, sind alles andere als psychologischer Natur.

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Der Wilde Mann, Charles Freger

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L Karin Fisslthaler (*1981 in Oberndorf bei Salzburg), lebt und arbeitet in Wien und Linz. Sie absolvierte das Studium der Experimentellen Gestaltung am Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz. Seit 2003 produziert, veröffentlicht und performt sie elektronische Musik unter dem Namen Cherry Sunkist. In ihren Arbeiten als Bildende Künstlerin und Filmemacherin beschäftigt sie sich mit Fragen der medialen Repräsentation von Körper, Körpersprache und Kommunikation. Found Footage dient ihr dabei als Ausgangsmaterial. www.raum-mit-licht.at × www.cherry-sunkist.net × www.karinfisslthaler.com

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Kunstuniversität Linz www.ufg.at

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Kunstuniversität Linz www.ufg.at

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Vortragsreihe Visuelle Kommunikation 2015

jeweiligen Kontext im Rahmen der Gastvortragsreihe Schnittstelle zu erklären. Unsere Gäste bewegen sich an der Schnittstelle von Grafikdesign & Fotografie, freier Kunst und angewandter Arbeit für Kunden, zweidimensionalen Medien bis zum Raum und vielen weiteren Schnittpunkten.

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Vortragsreihe Visuelle Kommunikation 2016

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Kunstuniversität Linz Reindlstraße 16­18, 4. Stock Hörsaal Visuelle Kommunikation

Vortragsreihe Visuelle Kommunikation 2016

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Kunstuniversität Linz www.ufg.at

Feinstens, OrtnerSchinko

09. 03. 2016 12 :00 Uhr

9. 12. 2015 8 : 30

GRAFIK DESIGN Johanna Pötsch, Tina Frank

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Anton Bruckner Privatuniversität, MOOI

Kunstuniversität Linz www.ufg.at

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OrtnerSchinko Bescheiden und international ist die ange­ strebte Form in der Gestaltung der Arbei­ ten. Immer am Punkt aber lieber gegen den Strich als mit dem Strom. Kein Detail ist zu unbedeutend, um ihm nicht die volle Auf­ merksamkeit zu widmen.

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Delpozo Fashion Week, HelgaTraxler

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10. 05. 2016 18 : 30

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t ein Studio für visuelle Komikation. Es ist ein dynamischer nturname, der sich allen Geenheiten und Herausforderunimmer wieder aufs Neue ant — ohne jedoch das Ziel aus Augen zu verlieren. Es formt ndividuelle Erscheinungsbild s Kunden und entwickelt die eilige Werbestrategie. Das ist

Kunstuniversität Linz Reindlstraße 16-18, 4. Stock Hörsaal Visuelle Kommunikation

Kunstuniversität Linz www.ufg.at

stuniversität Linz ndlstraße 16-18, 4. Stock saal Visuelle Kommunikation

MOOI Uns verbindet eine undogmatische Sicht auf Design. Wir sind in neuen Medien ebenso versiert wie in klassischen Publika­ tionen und Werbemitteln. Wir lieben es, in Aufgaben einzutauchen und mit stimmigen Umsetzungen die Wahrnehmung von Unter­ nehmen und Organisationen zu prägen.

Helga Traxler Seit 2012 lebt und arbeitet sie als freischaf­ fende Fotografin in New York City. Mit ihrer Arbeit positioniert sie sich an der Schnitt­ stelle zwischen Mode und Kunst ­ mit star­ kem Fokus auf Farbgebung und Details. Ihre Motive sind meist Menschen.

Miriam Quick is a researcher specialising in data visualisation and information design. Focusing on the conceptual and data-driven parts of the creative process, she collaborates with artists, designers and developers to produce infographics, interactive pieces, animations and installations.

Stefanie Posavec is a designer for whom data is her favoured material, with projects ranging from data visualization and information design to commissioned data art. This work has been exhibited internationally at major galleries including MoMA (New York), CCBB (Rio de Janeiro), the Science Gallery (Dublin), the V&A, the Science Museum, The Southbank Centre, and Somerset House (London).


PROJEKTE/


Die Arbeiten unserer Bachelor- und Masterstudierenden geben einen Einblick in die künstlerische und gestalterische Praxis der Abteilung Visuelle Kommunikation. Sie zeigen ausgezeichnete Projekte, die im Rahmen der vielseitigen Lehre entstanden sind. Das breitgefächerte Lehrangebot fördert kritisches, kreatives und problemlösendes Denken und gewährleistet die individuelle Betreuung und Begleitung bei der Entfaltung der eigenen Potenziale.

LEHRE/ WORKSHOPS


WAS MICH TRIFFT, BETRIFFT MICH Die Studierenden setzten sich im Rahmen der Lehrveranstaltung mit dem Phänomen der Wahrnehmung, Erfahrung und Intensität auseinander. Ziel war, eindringliche visuelle Werke zu schaffen, deren Intensität beim Betrachten einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, emotional berühren und eine Verschiebung in uns selbst auszulösen vermögen.

I Like It What Is It? Teresa Grassinger Ein punctum fordert die uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Oft ist es nur ein kleiner Teil, beispielsweise der Ausschnitt einer Foto­grafie, der dies auslöst. Die eigent­liche Bot­ schaft des Bildes steht im Hintergrund. Teresa Grassinger begab sich drei Wochen lang in einer Tages­ zeitung auf die Suche, an welcher Stelle ein punctum ihre Gedanken und Assoziationen aus­lösen würde.


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Projekte, Lehre, Workshops

Numbered Days Kathrin Aigner 84 Monate oder sieben Jahre durchschnittlich wartet ein Gefangener im Todestrakt bis zur Hinrichtung. „Numbered Days“ zeigt Prison Literature in der Form eines Kalenders. I LIKE IT WHAT IS IT?

NUMBERED DAYS

Das Heft ist so gebunden, dass zunächst nur die kleinen Teile sichtbar sind, das Umfeld wurde ausgeschwärzt. Erst durch das Aufschneiden der Doppel­ seiten werden auch Teresa Grassingers Assoziationen lesbar.

Das Seitenformat und die Anordnung der Elemente entsprechen den Proportionen einer Todeszelle.

SEE ALSO: VIMEO.COM/AIGNER/NUMBEREDDAYS


A Form of Madness Esthaem Träume sind Reisen ins Unterbewusstsein, die Eindrücke des Tages verarbeiten. Oft werden sie mit Surrealismus, dem plötzlichem Wechsel der Szenerie, Verwirrung und Illusion in Verbindung gebracht. Die Arbeit geht sequenziell vor – jede Fotografie basiert auf der vorangehenden.

Esthaem ist mit seiner Arbeit „A Form of Madness“ in der engeren Auswahl für den SONY WORLD PHOTOGRAPHY AWARDS 2017 – dem größten Fotowettbewerb der Welt – und zugleich der einzige österreichische Vertreter in den Shortlists der Awards.


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Projekte, Lehre, Workshops

entre-deux Claudia N. Lehmann „entre-deux“ behandelt die Frage, wie Beziehungen von Lebewesen aufgebaut sind. Es ist ein Versuch, diese in einer visuellen Aufarbeitung darzustellen. Dazu entstand ein visueller Dialog zwischen dem/r Betrachter/in, der Katze und der Künstlerin.

Rhythm of my live Isabel Erlebach Das Projekt basiert auf dem persönlichen Schwimm­ritual. Bewegung, Wieder­ holung und Rhythmus werden visuell wie auditiv intensiv wahrgenommen. Der Lebensrhythmus spiegelt sich im Ritus des Schwimmens – dem Fixpunkt im sich laufend verändernden Leben – und in den gezeigten Aufnahmen wider.


TALKING SPACES. Kommu­nikation spielt im sozialen und gesellschaftlichen Miteinander eine wesentliche Rolle. In der Beschäftigung mit Talking Spaces ging es um Kom­ mu­nikation im Raum. Die Studierenden konzipierten dreidimensionale Gestaltungen, die Geschichten als Brückenschlag zwischen Personen und Kulturen nutzen. In den Projekten wurden Fragenstellungen zum Raum, zur Kommunikation, zur Zeichensprache, zu kulturellen Codes und zu Erzählungen unter­sucht.

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WINNER 2016


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Projekte, Lehre, Workshops

My Heart \ My Sun WELCOME TO THE JOURNEY FROM HUMAN TO COSMIC HEART

Ana-Maria Dumitrache, Johana Tomková, Poyraz Yildirim „my heart \ my sun“ ist eine emotio­ nelle Reise zwischen zwei rational unerreichbaren Räumen. Sie verbindet das menschliche Herz als Symbol unseres »body space« mit seinem kosmischen Gegenüber der Sonne als Symbol des unendlichen Raums. Die Installation stellt einen Dialog des intimsten Innersten mit dem unendlichen Raum her. Ana-Maria Dumitrache, Johana Tomková und Poyraz Yildirim erhielten für diesen Talking Space den VLOW!Award 2016. myheart-mysun.com

Die Herzschläge der Besucher/innen zusammen mit Echtzeitdaten des Sonnenstands und der lokalen Wetterbedingungen ermöglichen die individuelle Erfahrung dieser unendlichen Räume. Je nach Sonnenstand und eigener Pulsfrequenz dauert die Reise mal kürzer oder länger.

MY HEART \ MY SUN


WO. Die Wand der Orte. Bettina Gangl, Teresa Grassinger, Tea Zlatkovic Besucher/innen spannen anhand der Antworten auf die Fragen „Wo liegen deine Wurzeln?“, „Wo wohnst du?“, „Wo warst du schon?“ „Wo willst du noch hin?“ eine wandumfassende Infografik. Die „Wand der Orte“ wird aus der Frage nach dem WO gewebt.


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Projekte, Lehre, Workshops

Margarete Dominik Buda, Claudia N. Lehmann Gemeinsam mit der fiktiven Künstlerin Margarete machen sich Besu­cher/ innen auf den Weg entlang eines auditiven Kunstspaziergangs durch den 5. Wiener Gemeindebezirk. Dabei hören sie absurde und verrückte Details über alltägliche Objekte.

Synchron Georg Schober, Hui Yin Chan Der Talking Space „Synchron“ ist als Spiegel der Gesellschaft im Verhalten zu den Medien zu verstehen. Täglich filtern wir und bestimmen, welche Information wir zulassen und konsumieren. Dabei vergessen wir die Macht, die unsere Selektion über die Grundstimmung unseres Lebens hat. Die Rauminstallation stellt Besucher/ innen vor eine Entscheidung, die sie bewusst treffen müssen: wendet man den Blick zur Decke, sieht man die Nachricht am Boden nicht. Senkt man den Kopf zu Boden, verliert man die Information der anderen Seite.


DESIGN DIGITALE MEDIEN. „Everything Displayed – Zwischen Omnipräsenz und Intimität“ lautete das Thema der Lehrveranstaltung Design Digitale Medien. Längst hat der Screen den Desktop verlassen und greift als omni­-präsenter Begleiter in unser Leben stark ein. Die Studierenden ent­ wickelten jeweils eigenständige Projekte, die sich kritisch mit der Rolle der digitalen Medien in unserer Gesellschaft auseinandersetzen.

DIE NEUE KOMMUNIKATIONS APP. TIPPEN, BEAMEN, FREUDE MACHEN!

VIDCO Sophia Wäger Tippen, Beamen, Freude machen. Mit der Kommunikations App „VIDCO“ lassen sich selbstgestaltete Videobotschaften im übergrossen Format in die Welt hinausprojizieren.


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Projekte, Lehre, Workshops

Fault App Finder Philipp Unterkircher Eine stĂśrende Eigenschaft von Smart­devices ist, dass diese häufig groĂ&#x;e Zeitfresser sind. Die Applikation „Fault App Finder“ versucht auf spielerischem Weg, die Zeit, die man am Handy verbringt, zu reduzieren. FĂźr das Ausschalten des Telefons erhält man Punkte bzw. schlägt die App Aktivitäten vor, die anstellle des entbehrlichen Zeitvertreibs unternommen werden kĂśnnen.

Zusätzlich gibt es eine Website mit allen Videos.

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SOPHIA WĂ„GER GER DEOS 3 VIDEOS EPOSTS 5 REPOSTS

BELIEBTESTE VIDEOS

FOLGEN OLGEN

LA GOMERA ANDY AN LISA

PANAMA

GEORG AN SEPP

LA GOMERA ANDY AN LISA

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StĂśbre durch die Galerie. Hier kannst du von allen VIDCO Usern die Videos sehn und sie ganz einfach liken oder kommentiren

HANNA AN LENA


DATENVISUALISIERUNG. Die neue visuelle Erzählkunst fesselt Anwender/ innen. Unsere Aufgabe als Designer/in ist, ansprechende Formate zu schaffen, um Informationen bestens zu ver­mitteln. Moderne Medienunternehmen nutzen Datenvisualisierungen, um komplexe Informationen sichtbar zu machen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Der Kurs Data Visualisation vermittelt die Grund­lagen der datenbasierenden Informationsvisualisierung. Durch die Zusammen­ arbeit mit der Johannes Kepler Universität haben die Studierenden die Mög­lichkeit zu konzipieren, zu entwerfen, im Detail auszuführen und das funktionale mobile Medium eines datengetriebenen Projektes tatsächlich zu produzieren.


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Projekte, Lehre, Workshops

Emotionmap Huiyin Chan, Vedran Krvavica, Aline Riou, Markus Vogl Google Chrome History Huy Do Das Pojekt „Google Chrome History“ widmet sich der Visualisierung eines Browserverlaufs. Da Menschen Erlebtes oft visuell speichern, bietet die Projektgruppe ein neues Interface an, das über Bilder, Farben und Positionen Hinweise über das eigene Surfverhalten liefert und man wieder auf bereits Gefundenes zurückgreifen kann.

Die Datenvisualisierung „Emotionmap“ versucht anhand von Twittereinträgen zu verorten, in welchem emotionalen Zustand sich Bevölkerungsgruppen befinden. Bei Bedarf können einzelne Tweets gelesen werden, um Aufschluss über die Ursache dieser emotionale Grundstimmung zu erhalten.

#EMOTIONMAP

<< CHOOSE A MOOD > COUNTRY

#EMOTIONMAP

Marie-Cécile

France 40 min. ago

#Periscope! #Merci demain c’est la 30e de #happy #LifeisLive à Paris! 45

2012

2013

2014

2015

2016


BACHELOR MASTER ARBEITEN


RRN

Die ausgewählten Bachelor-Abschlussarbeiten von Daniel Hawelka, Julia Potocnik, Annika Felder, Julia Singer, Marjan Moradhasel und Kerstin Meyer dokumentieren ein kritisches Medienverständnis sowie die individuellen gestalterischen und technischen Qualifikationen, die die Student_innen im Laufe des sechssemestrigen Bachelorstudiums erworben haben. Die Master-Abschluss­arbeiten von Fatemeh Naderi, Michael Ehrenbrandtner und Stefan Kreiner erforschen gestalterische Prozesse und verorten diese als Wechselspiel zwischen Inhalt und Form, Text und Bild, Theorie und Praxis. Die entstandenen Masterprojekte stehen jenseits klassischer Kategorien und öffnen neue gestalterische Räume.


OFF SEASON „Off Season“ zeigt Bilder der Abwesenheit. Was bleibt nach der kurzen, aber intensiven Sommersaison von einem touristisch stark frequentierten Badeort übrig? Wie lebt es sich in einer Stadt, die nur in den Sommermonaten wahrgenommen wird? Was geschieht, wenn ein lebendiger, pulsierender Ort in den Winterschlaf fällt? Daniel Hawelka geht diesen Fragen auf den Grund.

Bachelorarbeit von Daniel Hawelka


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UNFOLD / ENTWINE Als engste Verbindung zweier Menschen basiert Freundschaft auf gegenseitigem Öffnen, dem Preisgeben innerster Gedanken und Gefühle. Das Entfalten des eigenen Ichs gegenüber einer anderen Person lässt einen intimen Raum entstehen, der Verständnis für den anderen und Erkennen der eigenen Persönlichkeit gewährt. „Unfold / Entwine“ beschäftigt sich mit dem intimen Raum der Freundschaft und visualisiert die Verbindung zweier Frauen, deren Leben ineinander verschränkt sind.

Bachelorarbeit von Julia Potocnik


100 – A STORY ABOUT GENERATIONS Durch Datenvisualisierung, der Kombination von Information und Inhalt, wird eine Geschichte erzählt, die über Zahlen hinausgeht. Durch den Kontext der Wünsche und deren Aufarbeitung werden diese erst zu einer Erzählung. Die Visualisierung beinhaltet drei „Bucket Lists“ mit 100 Lebenswünschen und Zielen dreier Generationen.

Bachelorarbeit von Annika Felder


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HOPPLA – DAS VER­WICKELTE ENT­SCHUL­DIGUNGS­GESELL­ SCHAFTSSPIEL Julia Singer setzt sich mit dem Thema Entschuldigung auseinander. Aus den gesammelten Daten ihrer persönlichen Entschuldigungen und jener ihrer Mitmenschen entwickelte sie eine Datenvisualisierung, die Grundlage für das Spiel „HOPPLA“ wurde. Basierend auf dem Gesellschaftsspiel Twister, dokumentiert „HOPPLA“ persönliche Entschuldigungen. Das Verknoten und Verbie­gen verweist auf Situationen, die entstehen könnten, wenn wir uns nicht entschuldigen.

Bachelorarbeit von Julia Singer


MARJAN’S FOOD TRUCK „Marjan’s Food Truck“ verbindet unterschiedliche Kulturen auf kulinarischer wie visueller Ebene. Das Corporate Design umfasst neben Logo, Visitenkarten und Packaging auch die Gestaltung des Trucks und der Bekleidung der Mitarbeiter/innen.

Bachelorarbeit von Marjan Moradhasel


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MIND YOUR MAP Bei der als Poster funktionierenden Stadtkarte „Mind your Map“ ist jede Form der Interaktion erlaubt. Sie lädt Stadtentdecker/innen ein, eigene persönliche Tipps und Hinweise einzutragen und neue Orte abseits der Masse zu entdecken. Die Karte selbst wird zu einem wesentlichen Bestandteil des Stadterlebnisses.

Bachelorarbeit von Kerstin Meyer


LIFE CODE Der digitale Gedichtband „Life Code“ basiert auf Omar Khayyams (10481131) Robā’īyāt, persischen lyrischen Vierzeilern. Die Stimmung des Werkes und das Fließen der Sprache von einer Ebene zur anderen, um etwas übertragen zu können, wird hier durch eine Übersetzung von Code-Sprache in Bilder ermöglicht. Die generative Typografie und die ebenso entstandene Bilderwelt rufen eine besondere Atmosphäre hervor und stellen das Gedicht in ein neues, modernes Licht.

Masterbeit von Fatemeh Naderi


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UNSERE ZEIT Das Projekt „Unsere Zeit“ betrachtet auf Basis einer sozial- und kulturwissenschaftlichen Analyse die gegenwärtigen unterschiedlichen Wahrnehmungen der Zeit, reflektiert diese philosophisch und überträgt sie in eine visuelle, künstlerische Ebene. Zeit wird aus verschiedensten Perspektiven betrachtet, zerlegt, hinterfragt und die so entstandenen Einzelteile neu zusammengesetzt, um Querverbindungen zu erforschen.

Masterbeit von Michael Ehrenbrandtner


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»Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein.« Andreas Gryphius, Es ist alles eitel (Bock, Leitmotiv »Es ist alles eitel«, online)

Mensch bis dato, den sinnvollen

»Der Uroboros symbolisiert den

»Egal was die Menschheit im Laufe

Kreislauf der Zeit. Er verschlingt

der Zeit erreicht hat, nie war sie

Umgang mit vorhandenen Errun-

sich selbst, dadurch passiert

damit zufrieden, es musste stets

genschaften zu erlernen. Schneller,

Ernährung, und Vernichtung

Neues her, obwohl vorangegangene

höher, weiter – um jeden Preis, was

gleichzeitig. Jeder Abschluss

Entwicklungsphasen nichtmals

dazu führte, dass Menschen am

beinhaltet einen Neubeginn, auf

ganzheitlich verarbeitet wurden.

eigenen Dasein vorbei leben.«

Vernichtung folgt Schöpfung,

Infolgedessen versäumte es der

(Sondern, Menschheit, online)

auf Tod Wiedergeburt, auf eine Generation die nächste.« 0 5 /0 1/2 0 14 /11:5 7

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(Vgl. Fischer, Zeit, 51)

Der Moment zerstsört sich selbst. Eitel geht die Welt zugrunde. 0 5 / 0 1/ 20 14 / 11 : 5 7

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Die Zeit kennt mehr als 1000 Orte. »Orte sind von ihrer eigenen Kultur

Reihenfolge, wie wir sie auf unserem Planeten beobachten können, von

allerdings als der Wechsel von Tag

einem anderen Standpunkt aus,

und Nacht nur nacheinander wahr-

oder in anderen Größendimen-

genommen werden kann, wider-

sionen betrachtet, womöglich auch

Unterschiedliche Orte auf unserem

fährt unserem Planeten aufgrund

zu anderen beobachtbaren Ergeb-

Globus haben allerdings nicht

der Größendimension zum gleichen

nissen führen wird.

nur unterschiedliche Zeitkulturen,

Zeitpunkt. Man kann daher

Die Zeit ist zugleich an jedem Ort. Doch bedeutet sie an jedem Ort eine andere Erfahrung. 27 / 1 1 / 20 1 3 / 1 8 : 3 8

24

annehmen, dass eine zeitliche

andere Ortszeit, die sich nach dem Gang der Sonne richtet. Was für uns

Fingerabdrücke haben.«

2 7/ 1 1/ 2 01 3/ 1 8: 3 8

24

sondern auch tatsächlich eine

und Subkultur geprägt, die jeweils ihre eigenen, einmaligen, zeitlichen (Levine, Zeit, 22)


SPIEL ALS REALITÄTSANEIGNUNG

SPIEL ALS REALITÄTSANEIGNUNG Die Fotoarbeit zeigt 16 Porträts von Airsoftspielern, die im Laufe eines Jahres bei verschiedenen AirsoftEvents abgelichtet wurden. Die Porträtierten sind Krieger und Spieler gleichermaßen.

Krieg ist kein Spiel, aber jedes Spiel ein klein wenig Krieg – ein Kampf, der gewonnen werden möchte. Krieg spielen hat in unserer Gesellschaft seit jeher einen besonderen Stellen­ wert. Die Kriege, welche die Kleinen ausfechten, unterscheiden sich mit­ unter nur in Feinheiten (technische Ausgereiftheit der Waffen oder taktische Ordnung der Spielerrollen) von denen der Großen – zumindest, wenn man die „Kriegsspiele“ wie Paintball, Airsoft & Co als Referenz heranzieht. „Spiel als Realitätsaneignung“ widmet sich dem Kriegsspiel, dem Spiel und dem Krieg und geht dem Versuch nach, den Schnittmengen zwischen diesen Bereichen eine Form zu geben.


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Bachelor-/Masterarbeiten

Masterbeit von Stefan Kreiner


IMPRESSUM HERAUSGEBER

DRUCKEREI

Kunstuniversität Linz Institut für Medien, Visuelle Kommunikation Reindlstrasse 16– 18 4040 Linz, Österreich e-Mail: viskom.info@ufg.at

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Calibre, Kris Sowersby Bhang, František Štorm PAPIER

REDAKTION

Elisabeth Egger-Mann, Tina Frank, Katharina Mayrhofer, Marianne Pührerfellner © 2017 www.ufg.at twitter.com/vis_kom facebook.com/VisKom

Munken Pure 110gr


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Auszug 15/16 Visuelle Kommunikation  

Mit der Jahresbroschüre Auszug 15/16 gibt die Abteilung Visuelle Kommunikation der Kunstuniversität Linz (Österreich) einen umfassenden Ei...

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