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Marcel Steiner/Jolanda Spengler Wanderparadies Appenzellerland 2

Appenzeller Verlag Leseprobe

Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung der Texte und Bilder, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags urheberrechtswidrig und strafbar. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Übersetzung oder die Verwendung in elektronischen Systemen. © Appenzeller Verlag www.appenzellerverlag.ch


Marcel Steiner Jolanda Spengler

WANDERPARADIES APPENZELLERLAND

2

Neppenegg, Speicher.

Appenzeller Verlag


© 2018 by Appenzeller Verlag, CH-9103 Schwellbrunn Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Radio und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten. Umschlagbild: Jolanda Spengler (Tierwis mit Grenzchopf) Gestaltung: Janine Durot Gesetzt in Univers LT Std Satz: Verlagshaus Schwellbrunn Karten: Reproduziert mit Bewilligung von swisstopo (BA180208) Druck und Bindung: Finidr, s.r.o., Český Těšín (CZ) ISBN 978-3-85882-808-8 www.appenzellerverlag.ch


Inhalt 8 Übersichtskarte 11 Einleitung 17 Oberegg – Unter Altenstein – Oberegg 23 Bächli – Hochhamm – Bächli 29 Bühler – Wissegg – Bühler 35 Appenzell – Aulen – Appenzell 41 Speicher – Hohe Buche – Speicher 47 Schachen – Flawiler Egg – Schachen 49 Walzenhausen – Kellenberg – Walzenhausen 59 Stein – Buechberg – Stein 65 Eggerstanden – Resspass – Eggerstanden 71 Gontenbad – Chlepfhütten – Gontenbad 77 Herisau – Gübsensee – Herisau 83 Lustmühle – Waldegg – Lustmühle 89 Stein – Haggenbrücke – Stein 95 Trogen – Wald – Trogen 101 Speicher – Speicherschwendi – Speicher 107 Wald – St. Anton – Wald 113 Eggersriet – Grub – Eggersriet 119 Reute – St. Anton – Reute 125 Steinflue – Hoch Petersalp – Steinflue 131 Alp Sigel – Bollenwees – Pfannenstiel 137 Rossfall – Hochalp – Urnäsch  143 Wasserauen – Alp Sigel – Wasserauen 149 Wasserauen – Säntis 155 Urnäsch – Waldstatt 161 Lehmen – Filder – Lehmen 167 Schwägalp – Säntis 173 Pfannenstiel – Marwees – Pfannenstiel 179 Lehmen – Kronberg – Lehmen 185 Appenzell – Scheidegg – Appenzell 191 Heiden – Kaienspitz – Heiden 197 Teufen – Leimensteig – Teufen 203 Gonten – Himmelberg – Gonten 209 Vögelinsegg – Schwarzer Bären – Vögelinsegg 215 Wolfhalden – Schönenbühl – Wolfhalden 221 Rehetobel – Kaien – Rehetobel


227 233 239 245 251 257 263 269 275 281 287 293 299

Trogen – Landmark – Trogen Urnäsch – Langmoos – Urnäsch Herisau – Waldstatt – Herisau Sammelplatz – Hoher Hischberg – Sammelplatz Gais – Kriegersmühle – Gais Bühler – Sammelplatz Brülisau – Ruhsitz – Brülisau Ebenalp – Alp Chlus – Ebenalp Speicher – Teufen Gais – Burg Clanx – Gais Wald – Rütegg – Wald Stoss – Sommersberg – Stoss Kulturweg Schwellbrunn

Seewees, Rüte, mit Blick auf den Sämtisersee.


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Übersichtskarte

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St. Gallen

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Gontenbad 203 Schönengrund 155 233

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Seitenzahl Appenzell Ausserrhoden Appenzell Innerrhoden

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131 173 Brülisau 263

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Hoher Kasten

Wasserauen Sämtisersee

Seealpsee Fählensee

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Willkommen im Wanderparadies Wanderparadies Appenzellerland Band 2 löst das Wanderparadies Appenzellerand ab. Der erste Band wurde in den zehn Jahren seit seinem Erscheinen 8000 Mal verkauft. Der Wanderführer lädt Sie ein, das Appenzellerland zu Fuss zu erkunden. Dabei werden Sie feststellen, dass das Appenzellerland grösser ist, als man gemeinhin denkt. Im Osten stösst es fast an den Bodensee, im Westen grenzt es ans Toggenburg, im Süden bildet der Grat der südlichen Kette des Alpsteins die Grenze, und im Norden reicht das Appenzellerland vor die Tore der Stadt St. Gallen. Zwischen all diesen Töbeln und Högern entdecken selbst jene, die meinen, das Appenzellerland zu kennen, immer wieder Neues. Die vorgeschlagenen Wanderungen führen in alle drei Regionen von ­A ppenzell Ausserrhoden – Vorderland, Mittelland, Hinterland – ins Hügelland Innerrhodens und in den Alpstein. Im Sinne des freundnachbarschaftlichen Zusammenlebens führen die Routen in den Grenzregionen auch ins St. Gallische. Das Appenzellerland ist ein Wanderparadies. Das Pardiesische besteht darin, dass die Zahl der möglichen Wanderungen auf den vom Verein Appenzell Ausserrhoder Wanderwege VAW, den Appenzeller Wanderwegen und den Bergwirten des Alpsteins bestens unterhaltenen und markierten Wander- und Bergwegen riesig ist. Eine Auswahl tut deshalb not: Wir unterbreiten Ihnen in unserem Wanderführer 48 Wanderungen fürs ganze Jahr, denn im Appenzellerland ist immer Wandersaison. Die meisten unserer Wandervorschläge verlaufen abseits der grossen Touristenrouten. Alle Routenvorschläge können nach Ihren individuellen Bedürfnissen abgekürzt, erweitert oder abgeändert werden. Die vorgeschlagenen Routen folgen ausschliesslich den offiziellen Wanderwegen und sind in der Regel ohne Vorbehalte begehbar. Bei der Angabe des Schwierigkeitsgrads der Wanderung halten wir uns an die Klassifizierung T1 bis T4 der Berg- und Alpinwanderskala des Schweizer AlpenClubs SAC.

Hundwil.

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Hohe Buche, Bühler.

T1 Der Wanderweg ist gelb markiert, das Gelände flach oder leicht geneigt, keine Absturzgefahr, Orientierung problemlos möglich. T2 Der Bergweg ist weiss-rot-weiss markiert, das Gelände ist teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen, Trittsicherheit und elementares Orientierungsvermögen sind notwendig. T3 Der Bergweg ist weiss-rot-weiss markiert und ist im Gelände nicht durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen sind mit Seilen oder Ketten gesichert. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Absturzgefahr an exponierten Stellen. Durchschnittliches Orientierungsvermögen, gute Trittsicherheit und elementare alpine Erfahrung sind notwendig. T4 A lpinwandern auf weiss-blau-weiss markierten Wegen, die im Gelände nicht überall zu erkennen sind. Das Gelände ist recht exponiert, Absturzgefahr bei heiklen Grashalden, einfachen Firnfeldern und steilen Geröllflächen. Gutes Orientierungsvermögen und alpine Erfahrung sind notwendig. Im Appenzellerland gibt es vier Luftseilbahnen. Bei unseren Wandervorschlägen haben wir die Benützung dieser Anlagen vorgesehen, sei es

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um lange Wanderungen abzukürzen oder beim Abstieg die Gelenke zu schonen. Die Routenwahl haben wir so getroffen, dass sich längere und kürzere, konditionell anspruchsvollere und weniger anstrengende Touren abwechseln. Die Wandervorschläge sind als Rundtouren ausgelegt. Start und Ziel sind am selben Ort, was Anfahrt und Heimkehr sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen Verkehr erleichtert. Dort, wo der Startort nicht mit dem Endpunkt zusammenfällt, ist der Ausgangspunkt mit dem öffentlichen Verkehr einfach zu erreichen. Bei der Angabe von Orts- und Flurnamen in den Kartenskizzen, Texten und Bildlegenden haben wir uns an die Schreibweise der neuesten Landeskarten des Bundesamts für Landestopographie gehalten. Die Bild­ legenden nennen immer zuerst den Orts- beziehungsweise den Flurnamen des Aufnahmeorts, danach die Gemeinde oder in Innerrhoden den Bezirk. Nebst der Länge der Wegstrecke haben wir auch die zu überwindenden Höhenunterschiede angegeben. Dabei handelt es sich nicht nur um die Differenz zwischen dem tiefsten und höchsten Punkt der Wanderung, darin eingerechnet sind auch alle kleinen Abstiege und Gegen-

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steigungen auf den Routen. Bei den angegebenen Wanderzeiten handelt es sich um Richtzeiten. Sie sind nach den Grundlagen der Schweizer Wanderwege SAW berechnet. Dabei handelt es sich um effektive Marschzeiten ohne Pausen und dergleichen. Unter dem Stichwort ­Ausrüstung beschränken wir uns auf einen Hinweis auf das geeignete Schuhwerk. Wir haben dabei die von den meisten Sportschuh-Herstellern gebrauchte Unterteilung in Leichtwanderschuhe, Wanderschuhe und Bergschuhe übernommen. Leichtwanderschuhe (Trail oder Light Trekking) sind Halbschuhe oder Schuhe mit leicht höherem Schaft, die eine gute Stabilität bieten. Wanderschuhe (Trekking) zeichnen sich durch einen stabilen Schaft und eine Profilsohle mit gutem Abrollver­ halten aus. Bergschuhe (Alpin Trekking) haben ein verstärkte Sohlenkonstruktion. Jeder Wanderung haben wir eine Kartenskizze und ein Höhenprofil beigefügt. Zur Orientierung im Gelände ist die Skizze nur bedingt geeignet. Sie dient dazu, dass Sie die Route bei der Planung mühelos auf eine Landkarte im Massstab 1:25 000 übertragen können. Die vom Appenzeller Verlag in Zusammenarbeit mit den Wanderwegorganisationen herausgebene Wanderkarte Appenzellerland im Massstab 1:25  000 deckt alle Wandervorschläge des Führers ab. Was wäre eine Wanderung ohne das Einkehren in einer gemütlichen Wirtschaft? In den Ortschaften haben wir darauf verzichtet, alle Restaurants anzuführen. Verzeichnet sind die Gaststätten auf der Strecke. Der Wanderführer erhebt nicht den Anspruch, ein Kultur- oder Naturführer zu sein. Dazu verweisen wir auf die breite Palette entsprechender Publikationen. Er will lediglich Anregung sein, das Appenzellerland in seiner grossen Vielfalt immer wieder von Neuem zu geniessen. Der Textteil ist zugunsten der Bilder bewusst knapp gehalten. Damit hoffen wir, den bildverwöhnten Augen der Leserinnen und Leser entgegenzukommen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit unserem Wanderführer und viele erlebnisreiche Wanderungen im Appenzellerland. Oktober 2018 Marcel Steiner und Jolanda Spengler

Fallbach, Oberegg.

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Najenriet mit Blick in Richtung Riethalden und Hirschberg. 16  Alp Sigel – Pfannenstiel


T1

1 h 50 min

194 m

194 m

6,9 km

VON GRENZSTEIN ZU GRENZSTEIN Oberegg – Schachen – Najenriet – Unter Altenstein – Bänziger – Löchli – Rutlen – Oberegg

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18  Brülisau – Ruhesitz – Brülisau


Auf dem Weg von Oberegg über Najen und Bissau zurück nach Oberegg die Grenzsteine zu zählen, ist eine Herausforderung. Um zu wissen, ob man auf Ausserrhoder Gebiet unterwegs ist oder auf Boden der Innerrhoder Enklave Oberegg, braucht es vertiefte Ortskenntnisse. Ungeachtet dessen bietet die Tour viel Abwechslung: Sie führt vorbei am Feuchtgebiet des Najenriets über Wiesen und gepflegte Waldwege. Reizvoll zeigt sich die Appenzeller Hügellandschaft mit ihrer Streusiedlung.

Start und Ziel Oberegg, Dorfzentrum

Parkplätze In Oberegg

Ausrüstung Leichtwanderschuhe

Öffentlicher Verkehr Mit dem Postauto nach Oberegg

Gaststätten Restaurants in Oberegg

Bänziger, Heiden.

Oberegg – Unter Altenstein – Oberegg   19 


m

900

9

1 km 8

12

1

1 Oberegg, Kirche

11 Riethof 12 Rutlen

9 LĂśchli 10 Hinterholz

6 Unter Altenstein 7 Ebnet 8 Bänziger

5 Najen

4 Najenriet

1 Oberegg, Kirche 2 Punkt 1 3 Schachen

1000

800

600 700

0 1 2 3 4 5 6 7 km

7 6

10 5

11

4

3

2


ROUTE 1.  Oberegg, Kirche  Den Hautpwegweiser an der Dorfstrasse vis-à-vis der Post beachten und Richtung Schachen/Blatten wandern. Nach 50 Metern rechts auf die Nebenstrasse einbiegen. 2. Punkt 1 Nach links abzweigen. Der Weg führt der Hauptstrasse entlang aufwärts nach Schachen. 3. Schachen Weiterwandern Richtung Blatten, nach 200 Metern das gelbe Wandersignet beachten und links abbiegen. Dem Waldrand entlang geht es zum Najenriet. 4. Najenriet Links abbiegen nach Heiden/Wolfhalden. Nach 200 Metern der Kiesstrasse rechts folgen. Die feuchte Rietlandschaft ist durchzogen mit schnurgeraden Entwässerungsgräben. Auf dem nördlich gelegenen Hügel sieht man das Altersheim Torfnest. 5. Najen 100 Meter der Hauptstrasse Richtung Heiden folgen, dann links auf den Wanderweg einbiegen. Die Route führt einem Bach entlang und später über einen gut unterhaltenen Waldweg stetig aufwärts.

6. Unter Altenstein Dem Kiesweg Richtung Ebnet/Bissau/Heiden folgen. 7. Ebnet Auf der asphaltierten Strasse geht es weiter talwärts nach Bissau/Heiden. 8. Bänziger Beim Weiler Bänziger das Wanderwegschild beachten und links abbiegen. Über die Wiese geht es vorbei an einer ausgedienten Roos (Löschweiher) und später dem Waldrand entlang zum Löchli. 9. Löchli Richtung Riethof/Oberegg weiterwandern, vorbei an der Forellenzucht Löchli. Die Route folgt bis Oberegg dem Gesundheitsweg. 10. Hinterholz  Den mittleren Weg nehmen und im Wald die Stufen aufwärts zum Riethof steigen. 11. Riethof  Ein kurzes Stück der Hauptstrasse entlang wandern, dann links abbiegen nach Blatten/Oberegg. 12. Rutlen  In Rutlen geht es geradeaus zuerst über die Wiese und dann durch ein Einfamilienhausquartier zurück ins Dorfzentrum von Oberegg.

Oberegg – Unter Altenstein – Oberegg  21 


Hochhamm, Schönengrund, mit Blick auf den Säntis. 22  Alp Sigel – Pfannenstiel


T1

2 h 50 min

460 m

460 m

9,5 km

MIT SÄNTISSICHT AUF DEN HOCHHAMM Bächli – Hofstettli – Hochhamm – Bruggli – Schwand – Bächli

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