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Das Stadtmagazin

30. August 2013

Plus

Torgau

Nr. 7

Wenn die Lust zur Last wird

Die Waschfrau vom Hauptgestüt

Nymphomanie – Ursachen und Folgen der Sexsucht

Hans-Joachim Smirek sorgt für blütenweiße Reinheit

Sind kein geschlossener, elitärer Zirkel Neuer Präsident im Rotary-Club Torgau-Oschatz

Einer Diva gleich – die Herbstmode wird Sie in den Bann ziehen!


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Torgau

Plus

und unverwechselbar

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unächst erst einmal vielen Dank für Ihre lebhafte Reaktion auf unsere sechste Ausgabe von Torgau PLUS im April dieses Jahres. Klar, dass wir uns über das positive Echo auf zahlreiche unserer Geschichten sehr gefreut haben. Dieses Lob ist uns genauso Ansporn für die weitere Arbeit an diesem Stadtmagazin wie Kritiken, die es natürlich auch gab. Und nun geht’s an die immerhin siebente Ausgabe unseres, Ihres Torgauer Stadtmagazins. Dabei ist es mir so, als hätten wir gerade noch an der sechsten Ausgabe gearbeitet, als läge der ganze Sommer noch vor uns. Leider ist dem nicht so, haben viele von Ihnen ihren großen Jahresurlaub schon hinter sich. Wer nicht, dem lässt sich ein weiser Spruch vermitteln, der nachweislich nicht nur mit dem Urlaub zusammenhängt: Vorfreude ist die schönste Freude. Aber Sie wissen natürlich wie ich, dass auch der Herbst reichlich schöne Seiten zu bieten hat. Allerdings hat der doch wirklich tolle Sommer ziemlich hohe Maßstäbe gesetzt – oder? Eine schöne Seite des Herbstes kann durchaus auch der Spaziergang durch die Natur mit sich bunt färbenden Blättern sein. Ich persönlich schließe dann sehr oft so eine Tour mit einer gemütlichen Tee- oder Kaffeestunde ab. Zeit dabei auch für das Lesen eines schönen Buches oder aber eben unseres heute hier vorliegenden Stadtmagazins. Und da bleiben wir unserem Stil völlig treu, legen nicht wie am Kiosk und anderswo

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inflationierende, austauschbare Magazine Wert auf eine erdrückende Fülle bunter Bilder, sondern auf lesbare, spannende, persönliche Geschichten zu Geschehnissen, zu Menschen aus der Region. Natürlich verbunden, ergänzt durch sehenwerte Bilder als Illustration und Abrundung. Gemixt mit attraktiven Angeboten lokaler Geschäfte, Handwerker, Unternehmen, Vereine sollten die 36 Seiten auch diesmal für einiges Staunen und Wissensgewinn sorgen. Bei letzterem haben wir diesmal das Thema „Vereine" etwas näher unter die Lupe genommen. So sollten sich Vereinsfreunde, aber natürlich nicht nur die, ausreichend Zeit für die Lektüre nehmen. Einfach mal nur so überblättern ist da nicht. Aber Sie sind ja mittlerweile schon Torgau-PLUS-Leseprofis geworden, wie ich das zuletzt dem einen oder anderen Gespräch entnehmen konnte. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wieder viel Spaß, Unterhaltung und eben auch Erkenntnisgewinn. Ich freu mich auf Ihre Meinungen. Lassen Sie von sich hören oder lesen! Ihr

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S. 26 I n h altsv e r z e i c h n is Eine "Ameise" wieder zum Leben erweckt  Wenn die Lust zur Last wird Die „Waschfrau” vom Hauptgestüt Wie ein bunter Flickenteppich „Sind kein geschlossener, elitärer Zirkel”

Seite 4 Seite 6 Seite 8 Seite 10 Seite 12

Dem Drang der Ahnen folgen

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PS-Veteranen sind Herzenssache Der Ostelbien-Verein Vorstand, Satzung, klares Ziel Prachtstück war ein Zander Die Herstmode wird einer Diva gerecht – also Ihnen! Vom Papierkleid bis zum schweren Pelz Experteninterview zum Thema „Schlafstörungen”

Seite 18 Seite 20 Seite 22 Seite 24 Seite 26 Seite 30 Seite 32

Impressum Herausgeber: Torgauer Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Elbstraße 1–3, 04860 Torgau Tel. 03421 72100 • Fax 03421 721050

Druck: Torgau Druck Sächsische Lokalpresse GmbH

Projektleitung: Thomas Stöber Redaktion: Frank Lehmann

Nachdruck der von uns gestalteten und gesetzten Anzeigen sowie redaktioneller Beiträge (auch auszugsweise) nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages!

Anzeigen: Brigitte Hartkopf Sabine Zschiesche, Ute Franz

Gerichtsstand ist Sitz des Verlages.


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Volle Besatzung auf und um die „Ameise“: Dietmar Koch mit seinen Kindern Bruno (vorn), Charlotte und Albert. Fotos: TZ/Lehmann

Das Original-Typenschild der Ameise.

Eine „Ameise“ wieder zum Leben erweckt D. Koch ist von alten Fahrzeugen begeistert und hat Spaß am Restaurieren

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ie Liebe zur Technik und speziell zu alten Fahrzeugen muss Dietmar Koch bereits in die Wiege gelegt worden sein. Schon während der Schulzeit tauschte er viel lieber Füller und Lineal mit Maulschlüssel und Schraubenzieher, nicht immer zur Freude der Lehrer. Aber seinem Faible blieb er treu. Heute ist der 42-Jährige Rollladen- und Jalousiebauermeister, besitzt den Abschluss als Betriebswirt der Handwerkskammer und ist stolzer Vater von drei Kindern. „Ich hoffe, dass eines davon auch mal so verrückt wie ich auf alte Technik wird“, lautet ein großer Wunsch von ihm. Während andere Jungs damals vor allem dem Fußball nachjagten, begann Dietmar Koch am SR 2 (Moped) oder einer guten alten RT (Motorrad) zu schrauben. Diese

Faszination ließ ihn nicht wieder los. So war es auch ein logischer Schritt, dass er gemeinsam mit seinem Freund Ulf Zimmermann im Jahr 1997 den Torgauer Oldtimerverein aus der Taufe hob und mehrere Jahre dessen Vorsitzender wurde. Unterschiedlichste Fahrzeuge, angefangen vom riesigen Lkw Ural der Volksarmee der DDR bis hin zur Tatra-Limousine aus Regierungskreisen, alles wurde wieder zum Leben erweckt. Ein Fahrzeug ist ihm in all den Jahren jedoch besonders ans Herz gewachsen – eine Ameise.

Wie im Film „Eigentlich habe ich ja eine sogenannte ‚Dreikantfeile’ gesucht. Dahinter verbirgt sich der Muldenkipper Picco 1 aus DDR-Zeiten“, erzählt Dietmar Koch. Aber die Dinger sind rar und teuer. Unter anderem

bat er auch den Torgauer Antiquitätenhändler Ingo Henjes, sich trotzdem mal nach einem solchen Traumfahrzeug umzuhören. Etwa ein halbes Jahr verging. Dann klingelte Kochs Telefon. Ingo Henjes hatte zwar keine Dreikantfeile auftreiben können, aber eine andere Rarität entdeckt. Koch machte sich sofort auf zu der angegebenen Adresse. „Es war wie im Film. In einer Scheune, unter einem Berg von Stroh lugte das Vorderteil einer alten Steher-Ameise hervor“, erinnert sich Koch. Am Typenschild waren deutlich der Hersteller und das Baujahr 1951 zu lesen. Das Herz des jungen Mannes schlug schneller. Doch als er den Preis hörte, musste er schlucken, unterbreitete ein Gegenangebot – und fuhr ab. Schon wenige Stunden später kam der erlösende Anruf. „Wir sind sofort los, um die

Ameise zu holen“, erinnert er sich. Die musste zunächst aus dem Stroh befreit werden. Ihr Nochbesitzer zeigte dann, wie sie in Gang zu setzen ist, denn über einen Starter verfügte solch ein Gerät nicht. Eine Lunte musste genau zum richtigen Zeitpunkt beim Ankurbeln gezündet werden. Gar nicht so schwer, dachte Koch, als er zusah und es sofort funktionierte. Lunten bekam er mit und ab ging es mit dem guten Stück auf dem Hänger nach Hause. „Und hier wollte der Motor einfach nicht mehr anspringen. Wir haben stundenlang gekurbelt – nichts!“ – heute kann er bei diesen Erinnerungen schmunzeln. Doch damals war er fast am Verzweifeln. Ein hilfreicher Tipp brachte dann die Erlösung. Eine ganz spezielle Technik beim Ankurbeln musste nämlich beachtet werden. Und die funktionierte.


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Als Weihnachtsmann war Dietmar Koch im vergangenen Dezember unterwegs.

Sie tuckert wieder Zunächst versetzte Dietmar Koch seine Ameise in einen fahrbaren Zustand, versah sie mit einem Oldtimerkennzeichen und los ging es in Richtung DEKRA, wo Chef Bock seinen Augen nicht trauen wollte. Es gab Tipps und Hinweise und ein „O. K.“. Nun konnte mit der Restaurierung begonnen werden. Das war im Jahr 2007. „Dazu muss ich sagen, dass voll restaurierte Sachen, die man eigentlich lieber hinter Glas oder ins Museum stellt, nicht meine

Sache sind. Ich bin eher für eine solche Variante der Wiederherstellung, wie sie zu den damaligen Nutzungszeiten möglich gewesen wäre“, lautet Kochs Devise. So rückte er dann auch seiner geliebten Ameise zu Leibe. Rund ein Jahr wurde in der Freizeit ohne jede Hektik geschraubt, mussten Ersatzteile beschafft oder in einer Spezialwerkstatt neu gefertigt werden. Am Ende war das Fahrzeug so funktionstüchtig gemacht, wie das findige Köpfe wohl auch zu DDR-Mangelzeiten bewerkstelligt hätten. Nun

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ist sie ein echtes Unikat, denn zwei Aggregate haben auf der einstigen Ladefläche zusätzlich Platz gefunden. Da ist zum einen ein 12 Volt/50 A leistendes Ladegerät, das als außerhäusige Lichtmaschine dient, da für die Ameise keine Ersatzlichtmaschine aufzutreiben war. Mit der Fahrzeugbatterie wird das 12Volt-Aggregat gestartet und dann mittels Umschalten zum Start und Ladung der Batterie verwendet. Das zweite Aggregat ist ein 230-Volt-Stromerzeuger aus einstigen Armeebeständen, der nun nicht mehr per Hand geschleppt, sondern bequem zu jeder x-beliebigen Stelle gefahren werden kann. „Das ist eine feine Sache“, lacht Koch. Er weiß auch ganz genau, dass die Arbeit an einem solchen Oldtimer nie ganz aufhört.

Sondereinsätze Erst kürzlich konnte der Ameise durch einen Spezialeingriff ihr starkes Qualmen abgewöhnt werden. Das freut auch die Nachbarn.

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Denn Koch nutzt das gute alte Stück gern praktisch. Im letzten Jahr war er beispielsweise als Weihnachtsmann in und außerhalb von Torgau mit der Ameise unterwegs, wurde freundlich begrüßt und bestaunt. In diesem Jahr arbeitet er schon an der Ladung für die Adventszeit. Dafür liegen nun echte JuteSäcke bereit. Ach ja, am Heck sorgt eine Rundumleuchte für Gefahrenabwehr. „Denn so schnell wie die heutigen Fahrzeuge sind, rauschen die heran, rechnen gar nicht mit so einem Langsamfahrer wie mir“, gibt Dietmar Koch als Begründung. Übrigens arbeitet er bereits wieder an einem neuen Projekt. Ein „Garant“ (ein Lkw K 32 aus dem einstigen VEB Robur-Werke Zittau) soll in militärischem Look aufgebaut werden. Im Volksmund hieß das Gefährt „Zittauer Glockengeläut“, weil er durch die Luftkühlung für ordentlich Krach sorgte. Wann Koch damit zum ersten Mal über die Straßen rollt, das steht noch in den Sternen.

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Und immer lockt das Weib.

Wenn die Lust zur Last wird

Nymphomanie – Ursachen und Folgen der Sexsucht

Bettina Freifrau von Schorlemer Foto: privat

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ie sind von schmaler weißer Gestalt, nur bedeckt mit flatternden Tüchern. Sie spielen und tollen herum in Weihern und Wäldern, umgarnen die Götter. So werden die Nymphen aus der griechischen Mythologie umschrieben.

Wenn wir nun das Bild auf die Menschheit übertragen, können wir uns Frauen vorstellen, die ihre Sexualität bewusst ausleben, aktiv ihre Partner wählen und ihre erotischen Wünsche formulieren. Nun kommt aber noch der Begriff Manie hinzu, der ebenfalls aus dem Griechischen stammt und zwanghaftes Handeln bedeutet. Koppelt man beides, so tollen die Nymphen nicht nur spielerisch herum, sondern drängen zwanghaft die Männer zu sexueller Vereinigung. Wie stellt sich diese Form der Sexsucht aus Sicht des Mediziners bzw. Therapeuten dar? Bettina Freifrau von Schorlemer vom Frankfurter Therapiezentrum stellte sich den Fragen zu der Thematik. Wie würden Sie Nymphomanie beschreiben?

Aus ausgelebter Lust wird ein krankhafter Akt, der nicht mehr viel von der positiven erotischen Spannung zwischen den Geschlechtern übrig lässt. Nymphomaninnen sind Frauen, die in die Sexsucht geglitten sind. Es gibt auch Männer mit diesen Symptomen, doch darüber wird kaum öffentlich gesprochen. Apropos gesprochen: Was bedeutet Nymphomanie in der Alltagssprache? Lesen oder reden wir im Alltag von Nymphomaninnen, sind das in der Regel geringschätzige Äußerungen über Frauen, die Spaß an Sexualität haben, ihre Partner oft wechseln und kein Geheimnis daraus machen. Diese Art der Benennung hat in der Regel nichts mit der echten Manie und einer krankhaften Sucht zu tun, die bei Weitem seltener vorkommt.

Immer wieder taucht der Begriff „Mannstolles Weib in diesem Zusammenhang auf. „Mannstolle Weiber“ entstehen im Geflecht von Sittenmoral und den jeweiligen Wertvorstellungen einer Gesellschaft. Von „weibstollen Männern“ allerdings hören wir nichts, denn es ist immer noch weit verbreitete Ansicht, dass Frauen gezügelter leben sollten und junge Männer ihre sexuellen Erfahrungen sammeln müssen. Frauen, die ihre Sexualität offen ausleben, sind nicht sexsüchtig oder nymphomanisch. Wo ist die Grenze zur Krankheit? Von Nymphomanie oder Hypersexualität sprechen Mediziner dann, wenn die Frauen nach Geschlechtsverkehr süchtig im krankhaften


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7 Sinne sind. Oft sind schon Probleme in der eigenen Kindheit zu finden, die bei den Nymphomaninnen zu geringerem Selbstwertgefühl, inneren Konflikten und einer zwanghaften Suche nach Nähe führten. Wie entsteht suchthafte Nymphomanie? Nymphomaninnen haben, wie alle anderen Menschen auch, das Bedürfnis nach Nähe, Liebe und Anerkennung. Ihre Persönlichkeitsstörung allerdings macht ihnen Angst, sich einem Partner emotional hinzugeben. Diese Bindungsangst treibt sie zu rein mechanischer, körperlicher Liebe als Ersatzhandlung. Ihre Flucht in die nymphomanische Liebe ohne Abhängigkeiten bewahrt sie scheinbar davor, zurückgewiesen zu werden. Nymphomaninnen suchen immer weiter nach der Erfüllung von Nähe und Liebe. Dabei wechseln sie von einem zum nächsten Partner, was sie immer weiter in die Sucht treibt. Sie sprechen offen von Sucht? Ja, die betroffenen Frauen leiden unter diesem Problem, welche die gleichen Anzeichen und Auswirkungen wie Spiel- oder Trunksucht hat: Je mehr die Sucht wächst, desto höher muss die Dosis sein. Wird die Dosis nicht erhöht, kommt es zu Entzugserscheinungen. Nymphomaninnen mit krankhafter Sexsucht werden immer unfreier und bekommen zunehmend Probleme, ihren Alltag zu gestalten. Alle Gedanken und Aktivitäten drehen sich um die Erfüllung der sexuellen Befriedigung, die allerdings nicht eintritt. Sexuelle Höhepunkte und die emotionale Nähe eines Partners werden nicht erreicht, was die Betroffenen zu immer mehr nymphomanischem Sex treibt.

Was kann dagegen getan werden? Nymphomanie, besser: die Hypersexualität, kann mithilfe einer Psychotherapie bearbeitet und aufgelöst werden. Der Therapeut oder die Therapeutin befasst sich anfangs mit der sexuellen Lebens- und Familiengeschichte der Betroffenen, einem möglichen Missbrauch und dem allgemeinen Umgang mit Gefühlen. Negative Erfahrungen oder Prägungen werden durch positive Gefühle ersetzt. Eine liebevolle Selbstbindung wird jetzt zur Basis für emotionale Beziehungen zu einem Partner, der Weg aus der Nymphomanie steht offen. Spielen die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse auch eine Rolle? Ein historischer Blick auf die Nymphomanie zeigt: Die Sexualmoral ändert sich im Laufe der historischen Entwicklung. Was als „Normalmaß“ für Geschlechtsverkehr gilt, ist immer eine Frage der geltenden Normen. In streng christlichen und arabischen Kulturkreisen galt bzw. gilt vorehelicher Geschlechtsverkehr als sündhaft und ist verpönt. So werden Frauen aus der westlichen Welt, die vorehelichen Sex haben, aus deren Sicht als Nymphomaninnen bezeichnet. Ihr eigener Kulturraum und ihr Selbstbild fällt dagegen in die Kategorie „normal“. Auch im aufgeklärten Europa des 19. Jahrhunderts wurde außerehelicher Geschlechtsverkehr und Masturbation als Nymphomanie beschrieben und behandelt. Alte Medizinwerke berichten noch heute über kalte und heiße Methoden der Behandlung von Nymphomaninnen: Eis auf Geschlechtsteile legen war neben Zunähen der Schamlippen und Ampu-

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Einladung zur Verführung.

tieren der Klitoris noch das Harmloseste. Sie haben ja schon im Gespräch auf die Bedeutung der Psyche aufmerksam gemacht. Ja, mit Sigmund Freud verlagerte sich der Schwerpunkt in der Diagnose von Nymphomanie weg von Klitorisbeschwerden hin zu psychischen Ursachen. Nymphomanie wurde im 20. Jahrhundert in der Psychoanalyse als „Nervenstörung“ beschrieben. Das war immerhin ein Fortschritt, der die drastischen Behandlungsmethoden durch Psychotherapie ersetzte. Sexsucht oder gesundes, gesteigertes Verlangen – wo liegen die Unterschiede? Früher war die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs der Gradmesser für normale oder übertrieben gesteigerte Sexualität. Heute wird danach geschaut, ob die

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Fotos: Bilderbox

nymphomane Frau in ihrer Hypersexualität noch zu emotionalen Bindungen an ihre Partner fähig ist. Nymphomanie wird erst problematisch, wenn Frauen in ihrem sehr aktiven Sexualleben keine Befriedigung mehr empfinden und die Schuld allein beim Partner sehen. Dann begeben sie sich auf die Suche nach immer neuen Partnern, werden immer weiter enttäuscht und der Sog der Sucht beginnt. Wenn die Frau allerdings in der Lage ist, auch bei häufigen Partnerwechseln und sexuellen Aktivitäten einen Orgasmus zu erlangen, ist sie mit Sicherheit nicht sexsüchtig, sondern gesund. Sexualität nimmt bei ihr vielleicht einen größeren Stellenwert ein als bei anderen, doch wird ihr Leben nicht davon bestimmt. Gespräch: Frank Lehmann


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8 Oberstutenmeister Hans-Joachim Smirek im „Waschsalon” des Gestüts. Fotos: TZ/Lehmann

Die „Waschfrau“ vom Hauptgestüt Oberstutenmeister Hans-Joachim Smirek sorgt für blütenweiße Reinheit

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ferde machen nicht nur Mist, sondern auch eine ganze Menge Wäsche! Das glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich eines Besseren belehren. Die Antwort findet sich nämlich im Sächsischen Hauptgestüt in Graditz. Nicht auf den ersten Blick, aber zielsicher. Die Spur führt direkt zum Oberstutenmeister. Der heißt in diesem Fall Hans-Joachim Smirek.

Herausgeputzt Hier im Gestüt sind unter anderem die Stutenherde, die

Hauptbeschäler (Deckhengste) sowie Jungstuten und Junghengste untergebracht. Und wer als Züchter etwas auf sich hält, der will seine Tiere natürlich in voller Pracht präsentieren. Das ist für die Gestütsmitarbeiter selbstverständlich. Also wird täglich geputzt und gestriegelt. Darüber wacht Oberstutenmeister Smirek sehr genau. Und dann gibt es noch besondere Ereignisse, bei denen die Pferde speziell herausgeputzt werden. Dazu gehört beispielsweise die alljährliche

Gestütsschau. Da bekommen die gezeigten Prachtexemplare unter anderem die Mähne geflochten, die Fesseln mit weißen Bandagen umwickelt und unter den Sattel wird eine weiße, mit dem Gestütswappen und dem Wappen des Freistaates versehene Schabracke (Satteldecke) gelegt. Das sieht einfach toll aus!

Verschwitzt Doch so blütenweiß wie sie zum Einsatz kommen, sind Bandagen und Schabracken nach der Präsentation

wahrlich nicht mehr. Die Tiere schwitzen, Staub wird aufgewirbelt oder, wie im letzten Jahr, ist der Boden der Paradieskoppel vom Regen durchtränkt. So bleibt von dem herrlichen Weiß nicht mehr viel übrig. „Dann müssen Bandagen und Schabracken ganz schnell wieder gewaschen werden“, erklärt der Oberstutenmeister. Und diese Arbeit lässt er sich nicht nehmen. Schon seit Jahren ist er die „Waschfrau“ im Gestüt. Zu Vorwendezeiten stand ihm

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9 eine gute alte „Schwarzenberg“ zur Verfügung. Die hatte nicht mal einen Schleudergang. Von den Ausmaßen her fasste sie gerade mal zwei Satteldecken. Da war das Ganze körperliche Schwerstarbeit. „Aber irgendwie haben wir das schon gemeistert“, schmunzelt Hans-Joachim Smirek.

Moderne Technik Mit der Sanierung des Schlosses im Gestüt Graditz, eigentlich ist es ja das Landstallmeister-Haus, hielt auch moderne Technik in der Waschküche Einzug. Eine leistungsstarke Industriewaschmaschine und ein gewaltiger Wäschetrockner, der den Obestutenmeister deutlich überragt, wurden installiert. Mit der modernen Technik freundete sich Hans-Joachim Smirek sehr schnell an. Schließlich hielt sie, was sie versprach. Schon nach kurzer Zeit war auch der größte Wäscheberg, wie nach der Gestütsschau, bewältigt. Strahlend weiß und trocken kommen die Schabracken und Bandagen wieder ins Depot. Noch häufiger als diese sind die Abschwitzdecken zu waschen. Nach Übungseinheiten oder Präsentationen auf Zuchtschauen oder nach Turnieren gibt es für Hans-Joachim Smirek immer besonders viel zu tun. Doch er macht es gern, freut sich, wenn alles wieder sauber ist. Und auf welches

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Waschmittel schwört er? „Da gibt es keine Favoriten. Ich bitte meine Frau immer, das Angebot, was sie für uns zu Hause kauft, auch für meine Arbeit im Gestüt mitzubringen“, lautet die Antwort. Dann macht der Oberstutenmeister also zu Hause nicht die Wäsche? „Nein, darum kümmert sich meine Frau!“, und ein Lächeln umspielt dabei sein freundliches Gesicht.

Eigenverantwortlich Wie steht es um die weitere Dienstkleidung der Gestütsmitarbeiter? Die Uniformen kommen regelmäßig in die Reinigung, da das Material für eine Wäsche in der Waschmaschine nicht geeignet ist. Für die Reinigung zeichnet die Gestütsverwaltung verantwortlich. Um die Sauberkeit der Hemden, die übrigens auch von den Frauen getragen werden, hat sich jeder selbst zu kümmern. Das ist keine Frage. Gleiches gilt auch für die weißen Handschuhe, die bei bestimmten Anlässen zu tragen sind.

Der Oberstutenmeister Was sind nun die eigentlichen Hauptbetätigungsfelder des Oberstutenmeisters im Hauptgestüt Graditz? An erster Stelle ist er der Stellvertreter von Gestütsleiter Steffen Bothendorf. Ihm obliegt die gesamte betriebliche Arbeitsorgani-

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Auf der Paradieskoppel demonstriert er seine Fahrkünste bei einer sogenannten „Einhorn-Anspannung“, bei der drei Pferde zum Einsatz kommen.

sation. Darüber hinaus ist er verantwortlich für die Bedeckung der Stuten und die Fohlengeburten. Da spielt die Tageszeit keine Rolle. Wenn eine Stute ihr Fohlen erwartet, ist Hans-Joachim Smirek im Stall, quasi an ihrer Seite. Ein Strahlen huscht über sein Gesicht, wenn alles gut gegangen ist, Stute und Fohlen gesund sind. Ganz genau kennt er die Pferde im Gestüt, ist täg-

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lich in den Stallungen oder auf den Koppeln. Ein Leben ohne Pferde – für HansJoachim Smirek unvorstellbar. Er wohnt mit der Familie in Graditz, hat sich hier ein eigenes kleines Paradies geschaffen. Und wer da glaubt, der Oberstutenmeister kommt hoch zu Ross oder gar mit einer Kutsche, der irrt. Sein Dienstfahrzeug ist ein Fahrrad, nicht unbedingt modern, aber stabil!

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10 Meine, Deine, unsere Kinder – Patchwork-Familien sind heute keine Seltenheit mehr. Fotos: Bilderbox

Wie ein bunter Flickenteppich Patchworkfamilien – meine, Deine, unsere Kinder/ die rechtliche Seite nicht vergessen

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ir leben in einer Spaßgesellschaft. Da werden auch ernste Probleme im familiären Bereich lieber rosig umschrieben. Die englische Sprache macht es möglich. So ist aus einer Stieffamilie längst die Patchworkfamilie geworden.

„Beraubt“ Stiefmutter und Stiefvater beziehungsweise Stiefkinder – die Vorsilbe „Stief“ kommt aus dem Germanischen und

bedeutet „beraubt“. Eine „Beraubung“ durch den Tod eines Elternteils machte lange eine schnelle Wiederverheiratung notwendig, um die Familie über die Runden zu bringen. Stiefeltern stehen aber – wie wir aus den Märchen wissen – nicht im allerbesten Ruf. Heute spricht man lieber von Patchworkfamilien. „Das klingt viel lustiger – nach buntem Flickenteppich“. Neu ist diese Familienform nicht. Bis ins vergangene Eilenburger Straße 1 04860 Torgau Tel. 03421 904166 • Fax 03421 7739667 E-Mail: heinrichschuetz@t-online.de

Jahrhundert hinein führte vor allem der Tod eines Elternteils dazu, dass neue Partner – eventuell mit eigenen Kindern – in die Familie kamen und sich so eine Stieffamilie gründete. Heute sind es vorrangig Scheidungen, die zu Stieffamilien führen. Zu den Patchworkfamilien können auch Pflege- und Adoptivfamilien sowie gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit Kindern gezählt werden – eben bunt zusammengewürfelte Familie.

Stiefkinder und Stiefeltern gelten gesetzlich nur als verschwägert, nicht als verwandt. Stiefkinder sind damit nicht erbberechtigt, wenn sie nicht im Testament als

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Über Dreiviertel der minderjährigen Kinder in Deutschland wachsen bei ihren leiblichen Eltern auf. Doch in knapp 14 Prozent aller Haushalte leben Kinder in Stieffamilien.

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11 Erben eingesetzt werden. Ein Anspruch auf Unterhalt gegenüber Stiefeltern besteht nicht. Unterhaltspflichtig bleiben die leiblichen Eltern. Ebenso bleiben sie in der Regel gemeinsam sorgeberechtigt – über Scheidung und Wiederverheiratung hinaus. Das bedeutet: Stiefeltern können für Stiefkinder keine Entscheidungen treffen. Es sei denn, die leiblichen Eltern erteilen dem neuen Partner eine Vollmacht, die es auch ihm gestattet, Alltagsentscheidungen für das Kind zu treffen. Das ist vor allem dann ratsam, wenn zum Beispiel die Stiefmutter den Alltag mit dem Kind lebt. Anders sieht es aus, wenn der leibliche Elternteil das alleinige Sorgerecht hat. Dann kann er dem Stiefvater oder der Stiefmutter das „kleine Sorgerecht“ übertragen. Dann kann bei Dingen des täglichen Lebens auch der Stiefelternteil Entscheidungen für das Kind treffen. Ja, er kann notfalls, wenn der leibliche Elternteil nicht erreichbar ist, auch über schwerwiegende Dinge wie etwa eine Operation entscheiden.

Loyalitätskonflikte Wer wem was sagen darf, kann sich besonders dann kompliziert gestalten, wenn beide Partner Kinder aus früheren Beziehungen in die Patchworkfamilie einbringen und vielleicht noch gemeinsame Kinder hinzukommen. In einer solchen Familienkonstellation ist jenseits der rechtlichen Seite Fingerspitzengefühl notwendig und vor allem Geduld mit den Kindern. Zumal sich die Position eines Kindes in der Patchworkfamilie gegenüber der Zeit zuvor unter Umständen erheblich ändern kann. Vielleicht wird es jetzt zum jüngsten oder ältesten Kind, muss die Position des

einzigen Mädchens jetzt mit einem anderen Mädchen teilen, ja, muss vielleicht überhaupt teilen lernen, wenn es zuvor ein Einzelkind war. Vor dem Beginn einer Patchworkfamilie liegt für das Kind meist die Trennung der Eltern, die ihm zu schaffen macht. Säuglinge und Kleinkinder, die bei ihrer Mutter bleiben, verkraften die Trennung relativ gut. Kinder im Kindergarten und Vorschulalter brauchen hingegen eine Trauerzeit, um sich mit der Trennung der Eltern zurechtzufinden. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren haben es besonders schwer, sie sollen jetzt an Stelle des geliebten Vaters oder der geliebten Mutter einen Ersatzvater oder eine Ersatzmutter akzeptieren und geraten in erhebliche „Loyalitätskonflikte“, wenn sie den neuen Partner auch sympathisch finden. Teenies wiederum haben Schwierigkeiten, die Autorität des neuen Partners zu akzeptieren.

„Einbenennung“

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Auch die rechtlichen Seiten wollen bei Patchwork-Familien bedacht sein.

meinsamem Sorgerecht mit dem Expartner muss dieser der Einbenennung allerdings zustimmen. Seine Einwilligung kann jedoch durch das Familiengericht ersetzt werden, wenn es das Wohl des Kindes erfordert. Wenn das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat, ist auch seine Einwilligung zur Namensänderung notwendig. Wichtig: Die Einbenennung ist endgültig, eine Rückkehr zum ursprünglichen Namen ist nicht möglich.

Durch eine Stiefkindadoption wird ein Kind gemeinsames Kind der Eheleute. Das Abstammungsverhältnis zum anderen leiblichen Elternteil wird beendet. Die Stiefkindadoption führt damit zum vollständigen Verlust der Rechtsbeziehungen zum getrennt lebenden leiblichen Elternteil und dessen Verwandtschaft, auch zu den Großeltern des Kindes – es gibt kein Erbund Umgangsrecht mehr. Ein weitßreichender Schritt! Dafür übernimmt das adoptierte Kind gegenüber dem Stiefelternteil alle Verpflichtungen, wie sie auch ein leibliches Kind hat, und zwar unabhängig davon, ob die neue Ehe seiner Mutter oder seines Vaters Bestand hat.

Wenn Vater oder Mutter wieder heiraten und einen neuen Familiennamen tragen, behalten die in die neue Beziehung mitgebrachten Adoption Kinder ihren Geburtsnamen. Oft besteht der Wunsch, Der „andere“ Nachname Stiefkinder als Zeichen der kann aber möglicherweise die Integration des Kindes in Zusammengehörigkeit zu die neue Familie erschweren. adoptieren. Dem muss aber immer der andere leibliche Um auch äußerlich ein Zeichen für die ZusamElternteil zustimmen. mengehörigkeit der neuen Familie zu setzen, gibt es im Bürgerlichen Gesetzbuch nach § 1618 BGB die Möglichkeit der sogenannten Einbenennung: Der leibliche Elternteil und sein neuer Ehepartner können dem Kind %6W'DWHQXQGJJI=XVlW]HJHPl‰YHUSÀLFKWHQGHP 0HUNEODWW]XU0LWJOLHGHUZHUEXQJHLQIJHQ durch eine%6W'DWHQXQGJJI=XVlW]HJHPl‰YHUSÀLFKWHQGHP Erklärung vor %6W'DWHQXQGJJI=XVlW]HJHPl‰YHUSÀLFKWHQGHP [[[[[ %6W'DWHQXQGJJI=XVlW]HJHPl‰YHUSÀLFKWHQGHP %6W'DWHQXQGJJI=XVlW]HJHPl‰YHUSÀLFKWHQGHP 0HUNEODWW]XU0LWJOLHGHUZHUEXQJHLQIJHQ 0HUNEODWW]XU0LWJOLHGHUZHUEXQJHLQIJHQ %6W'DWHQXQGJJI=XVlW]HJHPl‰YHUSÀLFKWHQGHP dem Standesamt ihren Ehe[[[[[ 0HUNEODWW]XU0LWJOLHGHUZHUEXQJHLQIJHQ 0HUNEODWW]XU0LWJOLHGHUZHUEXQJHLQIJHQ [[[[[ Eilenburger Straße 8, 04860 Torgau 0HUNEODWW]XU0LWJOLHGHUZHUEXQJHLQIJHQ %6W'DWHQXQGJJI=XVlW]HJHPl‰YHUSÀLFKWHQGHP [[[[[ [[[[[ [[[[[ [[[[[ [[[[[ oder diesen Beratungsstellenleiterin[[[[[ RA´in Diana Krause namen erteilen 0HUNEODWW]XU0LWJOLHGHUZHUEXQJHLQIJHQ [[[[[ [[[[[ [[[[[ [[[[[ Telefon 03421 7739577[[[[[ [[[[[ [[[[[ [[[[[ dem bisherigen Nachnamen [[[[[ d.krause@krauseundkollegen.de [[[[[ des Kindes zufügen. Bei ge[[[[[

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Das Stadtmagazin

12 Alljährlich zum Weihnachtsmarkt beteiligt sich der Rotary-Club mit seiner Orangen-Aktion am Gelingen. Foto: TZ/Archiv

S

„ ind kein geschlossener, elitärer Zirkel“ Gespräch mit Lorenz Eskildsen, Präsident des Rotary-Clubs Torgau-Oschatz

Lorenz Eskildsen.

S

Foto: privat

o manch ein Verein hat mit gewissen, vorgefertigten Ansichten zu kämpfen. Dazu gehören auch die Rotarier. Ihnen haftet die Meinung an, hier seien nur besonders Reiche und speziellen Schichten angehörende Mitglieder organisiert. Dass

dies nicht der Fall ist, zeigt ein Interview mit Lorenz Eskildsen, Präsident des Rotary-Clubs Torgau-Oschatz. Seit wann haben Sie den Vorsitz inne? Ich bin seit dem 1. Juli 2012 Vizepräsident an der Seite des amtierenden Präsidenten Dr. Thomas Näser und übernahm das Amt des Präsidenten zum 1. Juli dieses Jahres. Warum wechselt der Vorsitz regelmäßig? Der Vorsitz wechselt generell jährlich, alle Ämter sollten nach einer gewissen Zeit regelmäßig wechseln. Wir wollen eingefahrene Gleise verlassen, uns regelmäßig erneuern und erwarten von jedem, der das Amt des Präsidenten ausübt, im Amtsjahr überdurchschnittliches Engagement. Ein mehr

an Verantwortung wird bei Rotary über ein Zeitfenster weitergereicht und somit unter den Mitgliedern aufgeteilt. Welche Ziele verfolgen die Rotarier allgemein? Rotary International ist eine weltweite Vereinigung von Männern und Frauen, die sich unter dem Motto „Selbstlos dienen“ in Klubs zusammengefunden haben. Frieden, Völkerverständigung und die Schaffung menschenwürdiger Lebensbedingungen überall auf der Welt sind die Ziele. Das internationale Schwerpunktprojekt „Polio Plus“` gilt dem Kampf gegen die Kinderlähmung. Rotary International brachte für dieses Projekt 200 Mio. Dollar auf und von der Billund-Melinda-Gates-Stiftung

kamen nochmals 155 Mio. Dollar hinzu. International fördern wir die Gesundheit von Kindern und Müttern, halten sauberes Wasser für ein wertvolles Gut, fördern Krankheitsprävention und machen uns stark gegen Malaria und Aids, betrachten Lesen und Schreiben als Schlüssel zu einer sicheren Zukunft in Entwicklungsländern und fördern auch hier die kommunale Wirtschaftsentwicklung. Das Motto des derzeitigen Weltpräsidenten 2012/13 lautet „Frieden durch Einsatz“. Was macht das Klubleben aus? Wir treffen uns wöchentlich und es gilt in den Klubs eine Präsenzpflicht. Intern betrachten wir uns als Freunde und wollen über die Freundschaft Kräfte für unser sozia-


Das Stadtmagazin

13 les Engagement bündeln. Wir fordern eine entsprechende Toleranz und Disziplin im Umgang untereinander. Welche konkreten Projekte wurden in den letzten drei Jahren im Bereich TorgauOschatz realisiert? In Oschatz sind die Projekte noch überschaubar, weil unsere Erweiterung in diese Richtung noch als sehr jungfräulich bezeichnet werden kann. Entsprechend dem Motto des Weltpräsidenten haben wir einen finanziellen Beitrag für die Unterstützung der Friedensgespräche der Hubertusburg geleistet. In Torgau konnten wir 1000 pädagogisch wertvolle Kinderbücher an Schulen verteilen. Wir organisieren und finanzieren alljährlich eine Exkursion der 9. Klasse in eine KZ-Gedenkstätte und würdigen hervorragende Schulabsolventen mit einer festlichen Veranstaltung und Preisverleihung. Weiter gab es zahlreiche finanzielle Zuschüsse: – Kauf eines Musikinstrumentes für ein Musikprojekt des Johann-WalterGymnasiums Torgau – für den Kinderschutzbund e. V. für die Beschäftigung einer Sozialarbeiterin an der Grundschule Beilrode – zum Schul- und Kräutergartenprojekt „Grünes Klassenzimmer“ einer Grundschule in Torgau – für Sachkosten der Ganztagsbetreuung in der Grundschule TorgauNordwest

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– als Sponsoren zum JoePolowski-Gedächtnislauf – zum Frühenglischprogramm der Grundschule Weidenhain – als jährliche Spende an den Weißen Ring e. V. zur Hilfe für Kriminalitätsopfer – durch Auslobung eines Förderpreises der Internationalen Sächsischen Sängerakademie Stiftung Torgau Schloss Hartenfels – für Sachkosten der Mittelalterprojekte der Mittelschule Beilrode – an zwei ambulante Hospizdienste in Torgau Welche stehen gegenwärtig an? Gerade abgeschlossen wurde die Unterstützung im Bereich des Jugendsports. Hier wurde der örtliche Fußballverein mit Trikots ausgestattet, weil wir die Marke Rotary bekannter machen wollen. Weiterhin unterstützen wir gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde in Wermsdorf und einer Torgauer Schule eine Internatsschule für Aidswaisen in Sambia, die wir mit einem Internetzugang und PC-Technik ausgestattet haben. Warum haben sich die Rotarier gerade dafür entschieden? Weil wir der Meinung waren, dass unsere Hilfe in diesen Bereichen angemessen ist und die Unterstützungen auch Erfolge erzielen. Welches größere Vorhaben wollen die Rotarier künftig in Angriff nehmen? Innentüren, Haustüren Garagentore Fensterbänke Holzverbinder Fenster- und Türbeschläge Insektenschutz Briefkastenanlagen Schlösser, Schließtechnik Lasuren, Bauchemie Trockenbaumontage Montage von vorgefertigten Bauelementen E-Mail: info@bail.de Internet: www.bail.de

Torgau

Mit Beginn des neuen rotarischen Jahres 2013/14 (Das rotarische Jahr beginnt immer am 1. Juli des jeweiligen Jahres.) wollen wir im Bereich der Völkerverständigung ein kleines Zeichen setzen. Das Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland hat aufgrund seiner Geschichte weiterhin reichlich Bedarf zur weiteren Versöhnung. Es ist unser Ziel, ein Dreiländertreffen mit anderen klubs zu organisieren. Noch in diesem Jahr wollen wir Kontakte zu Rotary nach Trebic knüpfen, der Partnerstadt von Oschatz. Ziel ist es, dass wir in spätestens 4 Jahren ein rotierendes Treffen zur Regelmäßigkeit werden lassen. An einem weiteren Serviceprojekt in Oschatz wird derzeit gearbeitet. Wie wird man Mitglied im Rotary-Club? Rotary ist kein geschlossener Zirkel, sondern ein integraler Teil der Gesellschaft. Der Dienst für das Gemeinwohl steht im Mittelpunkt der Klubs, in denen sich alle Berufsgruppen zusammenfinden. Die Aufnahme in einen Klub läuft auf Empfehlung der Mitglieder. Eines oder mehrere Mitglieder eines Rotary-Clubs werden „Pate“ für einen Kandidaten. Und nach einiger Zeit wird so aus einem Kandidaten vielleicht ein Rotary-Mitglied. Es ist weltweit nicht möglich, sich für eine rotarische Mitgliedschaft bei einem Rotary-Club zu bewerben. Immer sind es

die rotarischen Freunde eines Klubs, die sich um die „neuen Kandidaten“ kümmern. Rotarier sein, dabei zu sein, ist also (ausnahmsweise) etwas, was man in dieser, manchmal sehr merkantil ausgerichteten Welt, tatsächlich nicht kaufen kann. Ist es eine Frage des Geldes oder des Alters? Nein, natürlich nicht, wie Sie es aus meiner vorherigen Antwort entnehmen können. Wir versuchen ein möglichst gemischtes Klubleben auszubauen. Wenn eine Berufsgruppe bereits präsent ist, sind wir bemüht, diese nicht doppelt zu besetzen. Wichtig ist, dass ein möglicher Kandidat das Klubleben besonders im Sinne unserer Freundschaft und im Hinblick auf unsere Projekte bereichern kann. Gerne sehen wir es natürlich, wenn junge Kandidaten Voraussetzungen erfüllen, weil auch wir uns den demografischen Besonderheiten stellen. Was hat Sie persönlich bewogen, den Rotariern beizutreten? Früher war ich Mitglied bei den Round-Tablern in Leipzig. Tabler verlassen den Klub, wenn Sie das vierzigste Lebensjahr überschritten haben. Ich war dann einige Jahre „solo“ unterwegs und habe Projekte realisiert. Die Sehnsucht nach Gesellschaft, Gemeinsamkeit und Freundschaft hat es dann gewollt, dass ich Rotarier wurde. Gespräch: Frank Lehmann

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Das Stadtmagazin

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Dem Drang der Ahnen folgen

Fliegenpilze sind oft ein echter Hingucker, gehören aber nicht in den Sammelkorb. Foto: Bilderbox

Das Sammeln von Pilzen und Beeren gehört zu den menschlichen Urinstinkten

„L

eicht ist es, Silber und Gold, Mantel und Toga zu verschenken; schwer aber ist es, auf Pilze zu verzichten.“ So schrieb bereits der römische Dichter Marcus Valerii Martialis bereits im 1. Jahrhundert nach Christi. So ist der gefüllte Pilzkorb auch ein Symbol archaischer, also uralt-einfacher Lebenssicherung. Suchen wir mit den Pilzen vielleicht auch die Urform unserer Versorgung? Und vergewissern wir uns, anders herum, auf diese Weise nicht: Wie entfremdet, wie gesichtslos ist die Massenware, die wir in den Regalen der Supermärkte zumeist vorgesetzt bekommen? Jäger und Sammler –was von unseren Ahnen steckt noch heute in den Menschen? Das Sammeln von

Pilzen und Beeren zur Sicherung der Lebensgrundlage gehört wohl dazu, scheint uns angeboren.

Entschleunigung Wenn am Rande eines entlegenen Waldweges Meter voraus plötzlich eine Rotkappe wie mit flammender Baskenmütze salutiert, wenn im dämmerigen Fichtendickicht auf einmal eine Steinpilz-Gesellschaft stramm steht: Was von dem, das wir gesucht haben, haben wir in diesem Augenblick gefunden? Der Pilzsammler sucht im Geheimen sich selbst. Dazu entkoppelt er sich von Alltagsgewohnheiten. Er tauscht Auto, Werkstatt, Schreibtisch, Fernseher, Freizeitsport und anderes mehr gegen einen ruhigen Gang mit dem Vorsatz zu

finden. Indem er sich von Hektik und Stress entschleunigt, vereinfacht er sein Leben enorm. Er wendet sich seinem Eine tolle Ausbeute. Foto: TZ/Archiv Instinkt zu. Er gibt sich der Zufälligkeit preis. „Nicht du suchst die Pilze, die Pilze su- Sie Pilze herausdrehen, chen dich“, lautet ein altes denken Sie bitte daran, das Tiroler Sprichwort. entstandene Loch wieder zu „verschließen“. Anders ist dies mit Sicherheit bei der Praktische Tipps: Pilzzucht. Schneidet man hier den Pilz ab, besteht die Sammeln Sie nur Pilze, die Sie auch zu 100 Prozent ken- Gefahr, dass das Substrat nen. Eine kleine Unachtsam- kontaminiert. Dieses ist viel anfälliger als in freier Natur. keit kann im schlimmsten Transport der Pilze Fall zum Tod führen! Es gibt Auf keinen Fall dürfen Pilze keine Regeln, die Gift- von Speisepilzen unterscheiden. in Plastik-Tüten transportiert werden. Dies beschleunigt Abschneiden oder Herausden Verderb enorm. Sie drehen? Nach den neuesten Erkennt- brauchen Luft und dürfen nissen ist es völlig egal, nicht zerquetscht werden! ob Sie Pilze abschneiden Benutzen Sie Körbe oder im oder herausdrehen. Falls Notfall eine Stofftüte.


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Pilze schützen Lassen Sie zu junge und zu alte Pilze stehen. Zu junge Exemplare können oftmals nicht korrekt bestimmt werden, zu alte Pilze können zu einer Vergiftung führen. Sie haben einen großen, leicht verderblichen Eiweißanteil. Geben Sie den Pilzen die Chance, ihre Sporen abzuwerfen und für den Arterhalt zu sorgen. Schließlich möchten Sie ja auch in der Zukunft noch Pilze sammeln.

Säubern und Aufbewahren Pilze dürfen in der Regel nicht mit Wasser gewaschen werden. Befreien Sie Ihre Pilze mit einer kleinen Bürste von „Waldresten“ und Erde. Pilze sollten und dürfen zum Großteil nicht roh gegessen werden. Erhitzen Sie Ihre Pilze hoch und lang genug, nicht zuletzt um z. B. Larven des gefährlichen Fuchsbandwurms zu töten. Pilze können getrocknet (mit einem Dörrgerät oder bei niedriger Temperatur im Backofen) oder eingefroren werden und sind so sehr lange haltbar. Sie können ebenso in Essig eingemacht werden. Pilze haben nur sehr wenige Kalorien (ca. 15 kcal/100g). Eine zunehmende Bedeutung mit Blick auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung erfahren auch

unsere heimischen Beeren. Was so alles in ihnen steckt, beschäftigt Wissenschaftler, Pharmazeuten, Ärzte und Lebensmittelchemiker. Erstaunliche Erkenntnisse wurden bereits gewonnen. Von wahren Heilkräften ist da sogar die Rede. Doch betrachten wir uns einige der leckeren Früchte mal etwas genauer. Heidelbeere Heidelbeeren halten Blutgefäße frei und sauber. Bekannt ist, dass eine Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, das Risiko für die Entstehung von Arteriosklerose senken kann. Praktisch wäre es nun aber, wenn man genau wüsste, welche Früchte oder welche Gemüse denn in dieser Hinsicht besonders wirkungsvoll sind. Ein amerikanisches ForscherTeam hat sich dieser Thematik angenommen und hat als Erstes die Heidelbeere (auch Blaubeere genannt) als Anti-Arteriosklerose-Frucht entdeckt. Die Heidelbeeren sind ab frühestens Juni reif – man sollte Heidelbeeren allerdings nur vollreif ernten, wenn sie fast schon schwarzblau sind. Denn greift man zu früh zu, haben die Heidelbeeren noch nicht genügend Geschmack und sommerliche Süße – und einmal gepflückt, reifen Heidelbeeren nicht mehr nach. Wenn es endlich so weit ist, gibt es nichts Schöneres, als bei einem sonnigen Sonntagsspaziergang „in die Beeren“ zu gehen und einen

Torgau

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Heidelbeeren, so wie sie in unserer Region in den Wäldern wachsen.  Foto: TZ/Archiv

Eimer voller Heidelbeeren zu pflücken. Die Freude über die blauen Heidelbeeren ist allerdings durch die Gefahr des Fuchsbandwurms bei manchen geschmälert – dabei ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung über Waldbeeren wie auch Himbeeren oder Brombeeren laut Expertenmeinung gering. Natürlich sollte man die Beeren vor dem Verzehr gründlich waschen und wer doch ganz sicher gehen will, nutzt selbst gesammelte Heidelbeeren nur für Konfitüre, Marmelade und Gerichte, bei denen die Heidelbeeren gekocht werden.

Brombeere Fast schwarz schimmert die Brombeere ab Juli an den Sträuchern – am besten, man pflückt die gesunden Beeren selbst, denn je frischer, desto besser ist ihr Geschmack! Egal ob pur vom Strauch in den Mund, in Brombeerkuchen und sahniger Torte, als Marmelade, Sirup oder Likör: Die Brombeere ist nicht nur eine farbliche Zierde, sondern auch eine köstliche Vitaminbombe! Falls Sie nicht die Möglichkeit haben, Brombeeren frisch vom Strauch zu pflücken, sondern sie im Geschäft kaufen, dann soll-

Programmtipps Herbst – Winter 2013 Sa., 21. 9., 19.00 Uhr

21,00/23,00 € Show der Paare Eine Welt voll Musik mit Petra Kusch Lück und Roland Neudert

& Andrea und Wilfried Peetz

Fr., 27. 9., 20.00 Uhr

14,00/16,00 € Kabarett: Die Kaktusblüte mit „Auch Zwerge werfen lange Schatten”

Sa., 19. 10., 19.00 Uhr

26,00/29,00 € OPERA & PASTA mit dem Leipziger Symphonieorchester u. Solisten

Di., 19. 11., 19.00 Uhr

14,00/17,00 € Im Weißen Rößl – Operettenabend der Landesbühnen Sachsen

Fr., 29. 11., 20.00 Uhr

10,00/12,00 € Medizynischer Satiregipfel mit U.S. Levin und Dr. Vogel – satirische Lesung

Sa., 30. 11., 20.00 Uhr

13,00 € Konzert mit dem Beat Club Leipzig Die Oldieband Nr. 1 aus Sachsen

Fr., 6. 12., 20.00 Uhr

15,00/17,00 €

Kabarett: Pfeffermühle mit „Drei Engel für Deutschland”

So., 8. 12., 15.30 Uhr

26,50/29,50 € Zauberhafte Weihnacht Galaprogramm mit Solisten, Ballett und Orchester

Sa., 14. 12., 15.00 Uhr

Erw. 15/16 € Kinder 9 /10 € Drei Haselnüsse für Aschenbrödel Kindermusical/Landesbühnen Sachsen

Kartenvorverkauf: Torgau: Kulturhaus 03421 903523, TIC 03421 70140, alle bekannten VVK-Stellen, www.eventim.de

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ten Sie wissen, dass Brombeeren nicht nachreifen. Die Brombeere sollte also schon ihre volle Farbpracht erreicht haben, prall geformt sein und gut duften, wenn Sie sie kaufen. Sie ist auch sehr empfindlich: Länger als zwei Tage sollte man die frischen Schwestern der Himbeere nicht aufbewahren, sondern schon viel frßher in KÜstlichkeiten verwandeln. Nicht nur fßr saftige Brombeertorten, Muffins und anderes fruch-

Das Stadtmagazin

tiges Gebäck eignet sich die sĂźĂ&#x;e Brombeere, sondern auch fĂźr alle Arten von SĂźĂ&#x;speisen, mit denen ihr leicht säuerlicher Geschmack harmoniert: Brombeercreme, Quarkspeise, Parfait und Eis bekommen durch die Brombeere eine ganz besondere Note – und eine beeindruckende Farbe noch dazu! Wer zu viele Brombeersträucher abgeerntet hat oder wie in diesem Jahr im heimischen Garten einen wahren Ernte-

16 segen erlebt, der kann LikĂśr, Sirup oder Marmelade aus den zarten FrĂźchten zaubern. Wegen der vielen Kerne ist auch Brombeergelee sehr beliebt. Aber nicht nur fĂźr SĂźĂ&#x;es ist die Brombeere geeignet: Brombeersauce passt hervorragend zu Wild und Ente, genauso wie zu HĂźhnchen und Fisch. Die Brombeere ist zusätzlich zu all ihren geschmacklichen Vorteilen auch noch gesund und gilt als Heilpflanze:

Blutreinigend soll sie sein, fiebersenkend und gut fßrs Herz. Sie enthält zudem jede Menge Vitamin A und C, Magnesium, Kalzium und Kupfer. Wie praktisch – wenn man das nächste Mal ein kÜstliches Stßck Brombeertarte mit Vanilleeis verspeist oder sich nach dem Wildbraten mit Brombeersauce noch einen BrombeerlikÜr gÜnnt, kann man behaupten, man tue es nur fßr die Gesundheit!

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widerlich finden, sich vor etwas ...

Halbgott der griechischen Sage

italienisch: drei Tonsilbe

Hochstapler Geruch Abk.: Epoche

12

altrĂśmisches Gewicht (Unze)

11

kaufm.: Bestand

Edelpelz

KĂśrperorgan

bereits Roman von Zola pakistan. Provinz

altertĂźmlich Mongolendorf

1 sĂźddeutsch: StraĂ&#x;enbahn

Gedächtkurz fßr: nisverlust an dem Initialen d. Pulver

2

3

4

5

6

7

8

9

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11

12

Nebenfluss der Elbe

5

Symbolfigur des Brudermordes

7

4

englische Dynastie Fragewort Pferd bei Karl May

erzählend Kfz-Z. Kassel

hundertäugiger Riese

zerfledderte Kleidung

Fremdwortteil: ehemals

marok. Gebirge Stadt bei Raab

6 abweichende Strecke

vor allem weil

Gewaltherrscher Protestmarsch (Kw.)

Madame (Abk.)

zu keiner Zeit

Zeitwort englisch: nach, zu

bloĂ&#x;

9

Stadt am Zuckerhut (Kw.)

Leid, Schmerz

1

rund, zirka

Strom durch St. Petersburg japanischer Wallfahrtsort

rote Filzkappe

tragbarer poetisch: KassetFrĂźhtenrekorjahr der

russische Republik



rĂśm. Zahlzeichen: vier

Vorname der Dagover †1980 Ankßndigung im Handel

spanischer Ausruf ugs.: nein

zusammengehĂśrende Teile

span. Mehrzahlartikel

Abk.: Nebenausgabe franzĂśsischer Artikel

gesetzlich erlaubt

Tierprodukt

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Männername Insekt

Aasvogel

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Rheinstädter KaribikInsel griech. GÜttin

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Rinde portugiesischer Eichen

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Aus allen richtigen Einsendungen werden

selten

2

nordamerikanische Indianer

3

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10

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 16. 9. 2013!


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Das Stadtmagazin

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Ein alter F7 wird zum Restaurieren angeliefert. Foto: Frank Lehmann

PS-Veteranen sind Herzenssache Aus der Arbeit des Torgauer Oldtimervereins

V

or nunmehr 16 Jahren gründeten sieben technisch interessierte Motorrad- und Autofahrer den hiesigen Oldtimerverein. Die ersten Vereinsmitglieder waren Sammler und Fahrer von schon damals mehr als 20 Jahre alten OstFahrzeugen. Zu dieser Zeit konnte man noch überall in Mitteldeutschland die ver-

TSR

schiedensten Fahrzeuge aus den Zeiten des Ostblocks fahren sehen. Obwohl der Torgauer Oldtimerverein kein Verein ist, der sich auf eine Marke oder bestimmte Fahrzeugtypen eingrenzt, soll eine Zahl als Beispiel dafür dienen, wie schnell doch der Bestand der uns von früher vertrauten Fahrzeuge abgenommen hat. Gab es 1997 im Gründungs-

jahr des Vereins noch über 407000 Trabis auf deutschen Straßen, so sind es aktuell noch 28000, wobei dies nun fast ausschließlich schon gepflegte Oldtimer mit mehr als 25 Jahren sind. Bei anderen Fahrzeugen dieser Zeit sind es schon viel, viel weniger. Historisch gesehen ging es beim hiesigen Oldtimerverein natürlich mit den

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PS-Veteranen los, die bis vor 25 Jahren das hiesige Straßenbild geprägt hatten. Viele dieser Pkw, Krafträder, Lkw, Anhänger, Wohnwagen, Arbeitsmaschinen (Dumper, Steher-Ameisen) und Stationärmotion hatten damals fast durchweg nur noch einen geringen „Markt“Wert. Es gehörte schon eine Menge Enthusiasmus und Weitblick dazu, sich dieser

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Das Stadtmagazin

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Thomas Scholz gehört zu den aktivsten Mitgliedern des Torgauer Oldtimervereins. Fotos: TZ/Archiv

Eine alte Raupe wurde mithilfe der Firma Ziesmann Baugeräte wieder in Gang gesetzt.

Technikgeschichte anzunehmen. Oldtimer werden im Torgauer Verein also nicht als Geldanlage gesammelt, sondern um ein Stück Technikgeschichte des IFAund RGW-Fahrzeugbaus zu pflegen. Natürlich sind inzwischen auch verschiedene Oldtimer aus westlicher Produktion hinzugekommen. Auch für diese Sparte haben sich einige Mitglieder des Vereins spezialisiert. So rollen neben älteren BMW-Automobilen und Motorrädern auch amerikanische 8-Zylinder- Pkw und Dieselmotorräder aus Indien mit zu den Ausfahrten. Eine ganze Reihe von Fahrzeugen, die kurz vor der Möglichkeit der Oldtimerzulassung (30 Baujahre) stehen, warten auf ihre Wiederbelebung beziehungsweise sind schon in Arbeit. Nach den ersten Anfängen, die sich in den Garagen und auf den Höfen der ersten Vereinsmitglieder entwickelten, ist es den mittlerweile 25 Oldtimerbrüdern gelungen, aus einer von der Stadt Torgau zur Verfügung gestellten Bauruine mit eigenen Mitteln, der Kraft der Vereinsmitglieder und Unterstützung vieler Sponsoren ein ansehnliches Vereinshaus mit drei Werk-

8. September, der 30. Torgauer Oldtimer-Teilemarkt statt“, erklärt stolz Thomas Scholz für den Verein. Die Arbeit des Vereins ist auch in den nächsten Jahren weiterhin auf die Bewahrung der Technikgeschichte, speziell

stätten, Hebebühnen, den anderen notwendigen Werkzeugen und Ausrüstungen, aber auch einer Kaffeestube, einem Versammlungssaal, einer Küche und Sanitäranlagen zu schaffen. „Dank der Tatkraft der Mitglieder des Torgauer Oldtimervereins sind wir, vor allem mit unseren jährlich zwei Oldtimer-Teilemärkten, weit über die Region und den Freistaat Sachen hinaus eine wahrnehmbare Größe in der deutschen Oldtimerszene. Zu uns kommen Händler und Besucher aus ganz Deutschland und vielen unserer Nachbarländer. Demnächst findet am Sonntag, dem

der der Kraftfahrzeuge gerichtet. Damit würdigen die Mitglieder des Torgauer Oldtimervereins die Arbeit und Errungenschaften der Vorfahren und leisten ihren Beitrag zu einem besseren Verständnis der Geschichte.

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Der Ringbrandofen in Großtreben ist eines der Großprojekte des Vereins. Fotos: Ostelbienverein

Der Ostelbien-Verein: Engagiert für eine ganze Region

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m 20. Mai 1997 wurde der „Verein zur Bewahrung und Förderung des ländlichen Raumes Ostelbien im Landkreis Nordsachsen e. V.“ von Inge Stolze († 2006) und 14 weiteren Mitstreitern in Beilrode gegründet. Der Verein mit seinen heute insgesamt 67 Mitgliedern (zwei Gemeindeverwaltungen, acht Vereine, neun Unternehmen und 48 Privatpersonen) engagiert sich laut seiner Satzung „… für die Bewahrung des regionalen Brauchtums und die Förderung des heimatlichen Gedankens in Ostelbien“. „Unser Verein kümmert sich mit vielen großen und

kleinen Projekten um die Entwicklung der gesamten Region Ostelbien“, erklärt Vorsitzender Holger Reinboth (47) das Verständnis des Vereins. Die Aushängeschilder des kurz auch als „Ostelbien-Verein“ bezeichneten Zusammenschlusses sind auch wichtige Vorhaben für die Region. Die umfangreiche Vereinstätigkeit teilen sich hauptamtliche Mitarbeiter in den einzelnen Projekten, aber auch viele ehrenamtlich Engagierte. Der Vorsitzende wirbt bereits jetzt für die beiden nächsten öffentlichen

Aktivitäten des Vereins: „Am 8. September laden wir alle Interessierten von 10 bis 13 Uhr zum Tag des offenen Denkmals an den Ringbrandofen nach Großtreben, und am 6. Oktober gibt’s den letzten Ostelbischen Bauernmarkt Pülswerda in diesem Jahr.“

Unser Kontakt: Verein zur Bewahrung und Förderung des ländlichen Raumes Ostelbien im Landkreis Nordsachsen e. V. Bahnhofstraße 3c 04886 Beilrode Fon/ Fax: 03421 718290 E-Mail: info@ostelbien.de Internet: www.ostelbien.de

Verein zur Bewahrung und Förderung des ländlichen Raumes Ostelbien im Landkreis Nordsachsen e. V. (Ostelbien-Verein) Bahnhofstraße 3 c, 04886 Beilrode Tel./Fax 03421 718290, E-Mail: info@ostelbien.de

ERLEBENSWERT Willkommen zum Ostelbischen Bauernmarkt Pülswerda

(nächster Termin: 6. Oktober 2013) Angebote im Ostelbischen Mehrgenerationenhaus Arzberg (O-M-A) (Tel. 034222 48008) Ringbrandofen Großtreben (Tag des offenen Denkmals: 8. September 2013) Mehr Informationen zu Verein und Region: www.ostelbien.de


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Der Verein ist: – Verwalter des ostelbischen Mehrgenerationenhauses Arzberg (O-M-A) – Organisator vom Ostelbischen Bauernmarkt Pülswerda – Träger des Regionalmanagements der ILE-Region „Ostelbien – Brücke im Dreiländereck“ – Mitwirker im europäischen Projekt „Kulturelles Kapital zählt“ mit zehn Partnern aus sechs Ländern – Gestalter der Parkanlage in Triestewitz – Sanierer des Ringbrandofens Großtreben – Ideengeber im Projekt Landschaftsgarten Ostelbien – Betreuer geförderter Beschäftigungsmaßnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt – Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst – Moderator von regionalen Demografie-Projekten – Verfasser der Chronik Ostelbiens – Beschaffer von Fördermitteln für die Region

Der ostelbische Bauernmarkt in Pülswerda zieht alljährlich mehrfach unzählige Besucher aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg in seinen Bann.

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H A N N E L O R E A R N D T- S C H Ü T Z E Geschäftsführerin

– Initiator der Öffentlichkeitsarbeit für die Region Ostelbien sowie – Hauptakteur und Kooperationspartner im Netzwerk der Region.

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2013 Die neue Druckmaschine ist2/50_Stadtmagazin da Torgau (gt). „Mit unserer Technik befinden wir uns auf dem derzeit modernsten Stand“, bringt es Matthias Kopielski auf den Punkt, während seine Mitarbeiter und die Männer vom beauftragten Transportunternehmen gerade die schwere neue Druckmaschine durch das geöffnete große Fenster von der Bahnhofstraße her in die Druckerei befördern – Millimeterarbeit an großem „Brocken“, wenn man es bildhaft so nennen möchte. Am Montag, 22. Juli 2013, erhielt die Druckerei ihre neue Technik. Ein großer Schritt für die seit gut einem Jahrhundert hier in Torgau ansässige Firma, so Matthias Kopielski: „Es handelt sich um das Modernste, was sich zzt. auf dem Markt befindet – eine Vier-Farb-Heidelberger-Offsetdruckmaschine auf dem neuesten Stand der Technik.“ Die Investition wurde zum Teil durch die SAB mithilfe von EFRE-Mitteln der Europäische Union gefördert. Die Druckerei Kopielski brachte damit ihre Technik zum dritten Mal in den Jahren seit der Wende 1989/90 auf den jeweils neuesten Stand, um den wachsenden Anforderungen auf dem Markt und den Erwartungen der Kunden bestmöglich gerecht zu werden. Es werden von den Auftraggebern Kriterien und Prämissen hinsichtlich Quantität und vor allem Qualität gesetzt, die zum Beispiel vor wenigen Jahren so noch nicht relevant waren. „Die Auftragge-

ber setzen berechtigt ihre Normen, denen wir gerecht werden müssen. Mit unserer neuen Technik gelang uns daher auch eine effiziente Steigerung in unseren Produktionsabläufen. Mit unserer alten Ausrüstung hätten wir das einfach nicht mehr geschafft“, erklärt Matthias Kopielski. Zurzeit stehen in der Druckerei Kopielski insgesamt sechs Mitarbeiter in Lohn und Brot. Die Auftragslage ist gut, so der Chef: „Gerade in den letzten drei Jahren haben wir erneut Zuwächse verzeichnet, vor allem auch was Aufträge für die Verpackungsindustrie betrifft. Wir setzen nach wie vor aber auf das große Vertrauen unserer Kunden aus der hiesigen Region. Das Leistungsspektrum geht inzwischen weit über den reinen Offsetdruck hinaus. Digitaler Laserdruck, personalisierte Drucke, Entwicklung von Logos und Corporate Designs sowie Konzeption und Umsetzung von Internetauftritten gehören für die Druckerei längst zum Standard. Die Kundennähe mit kompetenter Beratung und hoher Produktionsflexibilität ist für die Druckerei Kopielski das A und O. Sorgfältige Bearbeitung in der Druckvorstufe sowie modernstes Datenmanagement sind Voraussetzung bei der Herstellung von Druckerzeugnissen für den geschäftlichen und privaten Bereich. Motivierte und qualifizierte Mitarbeiter bieten Lösungen nach Wunsch und Bedarf, sei es für Einla-

dungen, Flyer oder hochwertige Broschüren und Kundenzeitschriften u. v. m. Die Drucksachen können eine besondere Wertigkeit bekommen durch Prägedruck, Ausstanzung, Duftlack, Numerierung, Perforierung bis hin zu raffinierten Veredlungstechniken. Die Kunden profitieren von jahrzehntelangem Praxiswissen, sei es im Rahmen eines persönlichen Gesprächs oder

durch detaillierte Anleitungen im Servicebereich auf der Internetseite www. druckerei-kopielski.de. Die Druckerei sieht sich gern als zuverlässiger Lieferant als auch dauerhafter Partner für ihre Kunden, unter dem Motto „Qualität ist bei uns kein Zufall, sondern langjährige Erfahrung“.

Qualität ist bei uns kein Zufall sondern langjährige Erfahrung! Ein Besuch lohnt sich!

gegründet 1907

Bahnhofstraße 10b · 04860 Torgau · Tel. 03421 713502 info@druckerei-kopielski.de · www.druckerei-kopielski.de


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Der Torgauer Notar Frank Scherzer berät auch zu Fragen rund um die Vereinsgründung. Foto: Frank Lehmann

Vorstand, Satzung, klares Ziel

Notar Frank Scherzer zu rechtlichen Fragen der Vereinsgründung

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ie Motive sind verschieden. Am Anfang steht jedoch meist die Idee: „Wir gründen einen Verein!“ Der Entschluss ist schnell gefasst, doch die Umsetzung hat auch eine rechtliche Seite. Der Torgauer Notar Frank Scherzer erläutert, worauf es ankommt und was zu beachten ist.

bekommen sind. Solche Mustersatzungen sind meist kostenlos. Wer sich bezüglich von Formulierungen oder Inhalten im Unklaren ist, kann jederzeit Rat und Hilfe bei einem Notar holen. Nun steht die Satzung. Wie geht es weiter? Als zweiter Schritt ist eine Gründungsversammlung notwendig. Mindestens sieben Nehmen wir an, ich möchte Mitglieder/Teilnehmer sind mit Gleichgesinnten einen dazu erforderlich. Dort wird Verein aus der Taufe heben. die Satzung beschlossen Was ist der erste Schritt? und der erste Vorstand F. Scherzer: Um einen Verein gewählt und alles in einem zu gründen, bedarf es minschriftlichen Protokoll festdestens sieben Mitglieder gehalten. Danach ist der und einer Satzung. Die regelt neue Verein beim Vereinsregister zur Eintragung die innere Ordnung, im Klartext: Name, Ziele und Zweck, anzumelden. Dafür müssen die Vorstände das Gründie Zusammensetzung des dungsprotokoll und die von Vorstandes, die Form der Willensbildung und alle weite- den Gründern unterschrieberen Rechte und Pflichten der ne Satzung beim Notar Mitglieder. All dies muss klar vorlegen, die von ihm vorund eindeutig formuliert sein. bereitete Anmeldung unterDazu nutzt man zweckmäßischreiben. gerweise Satzungsmuster, Der Notar veranlasst dann die sich in vielfältigster Form die Anmeldung des Vereins im Vereinsregister. im Internet finden lassen, aber auch beim Notar zu Wo wird dies geführt?

Dies geschieht zentral für unsere Region beim Amtsgericht Leipzig. Mit welcher Zeitspanne ist zu rechnen, bis die Eintragung bestätigt wird? Das dauert circa einen Monat.

Stichwort „Gemeinnützigkeit“ – für die meisten Vereine ja ein ganz wichtiger Faktor. So ist es. Gemeinnützige Vereine genießen verschiedene steuerliche Vergünstigungen. Voraussetzung ist aber,

laden Sie herzlich ein zum Mitmachen in der ZeitOase. Sie können sich informieren bei: Koordinatorin Christine Kewitz ZeitOase, Spitalstraße 26, 04860 Torgau Tel. 03421 708825, Mobil 0174 1524524, E-Mail: kewitz@diezeitstifter.de

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23 dass der Zweck des Vereins als gemeinnützig gilt und die Vereinssatzung bestimmte Regelungen enthält. All dies ist in der Steuergesetzgebung detailliert geregelt. Deshalb empfehle ich, sich im Vorfeld mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen. Auch Informationsbroschüren wie „Verein und Steuern“ können sehr hilfreich sein, um den Verein optimal zu führen. Wie steht man von staatlicher Seite zu Vereinsgründungen? Durchweg positiv! Daher auch die geringen Notarkosten, die in diesem Zusammenhang und auch bei der Satzungsberatung entstehen. Übrigens findet man auch im Internet noch Informationen zum Bereich Verein und Steuern. Worauf würden Sie noch hinweisen wollen?

Das Thema Versicherung sollte gerade für Vereine, die öffentliche Veranstaltungen organisieren, nicht unterschätzt werden. Wichtig ist, dass der Verein auch bei plötzlichem Ausfall von Vorstandsmitgliedern handlungsfähig bleibt. Deshalb sollte schon bei der Gründung über Befugnisse und Verantwortlichkeiten der Vorstände gründlich nachgedacht werden. Jegliche Wechsel /Neuwahlen im Vorstand und Satzungsänderungen sind über den Notar zum Vereinsregister anzumelden. Erleben wir aktuell eigentlich eher viele Vereinsneugründungen oder ein Sterben von Vereinen? Weder noch. In Deutschland gibt es circa 600 000 Vereine, Tendenz leicht steigend. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass in vielen Vereinen Personalnot bezüglich ehrenamtlicher Verantwortungsträger herrscht.

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Manchmal bleibt als letzter Weg nur die Auflösung. Was ist dabei zu berücksichtigen? Eine Mitgliederversammlung ist einzuberufen, die mit einer Dreiviertel-Mehrheit die Auflösung beschließen muss. Der bisherige Vorstand oder andere Personen werden dann als Abwickler eingesetzt. Die Auflösung ist in der Zeitung bekannt zu machen. Und das war es dann? Oft ist noch ein Restgeld in der Vereinskasse. Das darf

bei gemeinnützigen Vereinen nicht an die Mitglieder ausgezahlt werden, sondern ist frühestens ein Jahr nach der Bekanntmachung der Auflösung gemeinnützig zu verwenden. Hier empfiehlt sich, Rücksprache mit dem Finanzamt zu halten. Wenn die Prozedur der Abwicklung beendet ist, muss dies über den Notar angemeldet werden. Der kümmert sich dann um die Löschung im Vereinsregister. Gespräch: Frank Lehmann

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Foto: privat

Prachtstück war ein Zander

Der Hobbyangler Uwe Fiukowski links und rechts bei der Bauabsprache als Geschäftsführer des westelbischen Zweckverbandes mit Polier Matthias Golze von der Firma EZEL. Foto: TZ/Lehmann

Uwe Fiukowski, Geschäftsführer des westelbischen Zweckverbandes ist Petrijünger

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as Wasser ist sein Metier, sowohl im Beruf als auch in der Freizeit. Die Rede ist von Uwe Fiukowski, Geschäftsführer des westelbischen Trink- und Abwasserzweckverbandes mit Sitz in Torgau. Tausende von Haushalten, aber auch unzählige Firmen der Region vertrauen auf die zuverlässige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung durch den Zweckverband. Da trägt der Chef eine gehörige Portion an Verantwortung. Kein Wunder also, dass er ab und an schon mal das eine oder andere Stündchen Entspannung braucht. Und die findet Uwe Fiukowski unter anderem wieder am Wasser, nämlich beim Angeln. Begonnen hat alles in der Kindheit des heute 47-Jährigen. Vaters Betrieb besaß

ein Ferienobjekt am Teupitzsee vor den Toren Berlins. „Da gehörte das Angeln einfach mit dazu“, erinnert sich Uwe Fiukowski. Zwar nahm der Vater nur sporadisch die Angel in die Hand, doch Uwe war dann stets an seiner Seite. Schließlich ging das alles ganz unkompliziert zu. Man kaufte lediglich eine Angelkarte und schon konnte es losgehen. Nach einem Fischereischein frate damals niemand. „So richtig zum Angeln bin ich dann durch meine Kollegen beim Zweckverband gekommen. Viele von ihnen betreiben das Hobby seit Jahren. Ich entdeckte es für mich als sehr gute Möglichkeit zum Abspannen“, verriet Uwe Fiukowski. Als dann noch über sechs Jahre ein Dauercampingplatz am Kiebitzsee in Falkenberg für die Familie zum abendlichen

Ziel oder am Wochenende wurde, stand die Frage nach dem Angeln sehr konkret. „Deshalb erwarb ich im Jahr 2006 meinen Fischereischein, damals noch in der Gaststätte in Döbern bei Herrn Hengst. Das war eine schöne Zeit“, schmunzelt der junge Mann. Er selbst bezeichnet sich als Entspannungsangler. Nicht der große Fisch sei sein Ziel. „Wenn nichts beißt, geht die Welt auch nicht unter“, lautet seine Devise. So zieht es ihn auch nicht allmorgendlich oder allabendlich mit Rute und Kescher an die Gewässer in der Region. Gelingt ein akzeptabler Fang, dann trifft man ihn schon häufiger in Döbern oder an der Elbe. Überwiegend geht er auf Raubfische, gern auf Aal. „Auch ein ordentlicher Karpfen ist nicht zu verachten“,

sagt der Hobbyangler. Nicht verstehen kann er Typen, die er als Aggressionsangler bezeichnet. „Die füttern an wie die Weltmeister, wollen um jeden Preis viel Fisch an Land holen“, sagt er. Das ist nicht sein Pläsier. Die als Köder von ihm verwendeten Würmer stammen meist aus dem eigenen Kleingarten. Natürlich ist auch ein Mann wie Uwe Fiukowski nicht frei von Stolz über einen prächtigen Fang. So wurde auch der 72 Zentimeter lange Zander, den er aus der Elbe holte, fotografisch festgehalten. Wie genau er den tollen Burschen an den Haken bekam, das verrät er nicht. Das gilt auch für die Stelle, an der er einen 78 Zentimeter großen Karpfen fing. „Das Tolle daran: Ich hatte einen Gummifisch als Köder verwandt. Also nichts für


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25 einen Karpfen. Doch jener Kollege war so gierig, dass er sofort nach dem Auswurf

Der prächtige Zander maĂ&#x; 72 cm. Foto: privat

zuschnappte. Ich dachte zunächst an einen Hecht – doch dann zog ich den groĂ&#x;en Karpfen an Land“, weiĂ&#x; Uwe Fiukowski noch genau. Und was passiert dann mit dem Fisch? „Der wird natĂźrlich verspeist. Die Wasserqualität der Elbe ist gut. Die Fische sind gesund. Da kann mit Appetit gegessen werden“, ist er sich sicher. Seine Eltern und die Schwiegermutter sind dankbare Abnehmer. Seine Frau hingegen macht sich nicht viel aus Fisch. Die Angelleidenschaft ihres Vaters haben beide Kinder nicht geerbt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Auf jeden Fall unternehmen Fiukowskis keine speziellen Urlaube, nur um zu angeln. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, in Ordnung. Aber Ăźber Tage nur am Ufer oder einem Boot zu sitzen, das kommt nicht infrage. „Ich bin und bleibe eben ein Entspannungsangler“, bekräftigt der 47-Jährige zum Schluss.

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DAS GENIE

beherrscht die Karos!

Trendfarben oder klassische Grautöne ausdrücklich erlaubt. Fotos: Julia Tiedke

Die Herbstmode wird einer Diva würdig – also Ihnen!

Glänzende Aussichten für nostalgischen Retro-Chic

S

tellen Sie sich vor, es wäre Futurismus und niemand ginge hin. So oder ähnlich könnte man die Herbst- und Wintermode übertiteln, denn – Sie werden es lieben! – Sie haben sicherlich bereits das eine oder andere Teil im Schrank. Vielleicht gehört es auch gar nicht Ihnen, sondern ist ein Erbstück der Mutter, Großmutter oder eine Leihgabe Ihres Liebsten. Eines ist jedenfalls sicher: In dieser Saison sind Sie nicht einfach eine Frau, sondern Sie sind Teil jener Spezies, für die Mode geschaffen wird – eine waschechte Lady.

“Das Schönste an den meisten Männern ist die Frau an ihrer Seite.”

Henry Kissinger

Der Herbst ist die Jahreszeit des Unterschlupfsuchens und der Geborgenheit. Und was für die Suche nach schützenden Dächern gilt, wird diesmal auch auf die Jacken- und Mantelauswahl der Designer übertragen: je größer, desto besser – je weiter, desto wärmer. Deshalb ist es keine Schande, beim Hinausgehen ab und an nach dem Trenchcoat des Mannes zu greifen! Entweder

Sie lassen es wie ein Versehen aussehen (wieder und wieder ...) oder Sie machen Nägel mit Köpfen und verlieben sich auf der nächsten

Shoppingtour in ein eigenes Exemplar. Farblich sollten Sie es aber eher ruhig angehen lassen. Braun-, Grün-, Navy- und Grautöne

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verdecken in diesem Herbst das wunderbar weiche Farbreich „darunter”. Doch dazu später mehr.

„Es sieht zu modern aus. Modern ist veraltet.“ Bertolt Brecht Seine Schulterbreite ist Ihnen eine Spur zu maskulin? Dann sollten Sie die einzig wahre Alternative zum eher androgynen Comeback der derben und auch stofflich eher robusten „Langweiler” wählen und Ihre Kurven betonen, in dem Sie auf Formen und Muster der fünfziger und sechziger Jahre zurückgreifen. Es scheint zur Tradition zu werden, dass die Modemacher gerade für die kalten Jahreszeiten gern in die Trickkiste Altbekanntens greifen und die großen Sprünge wie Neonfarben, grelle Prints und ausgefallene Mustermixe lieber

Die

Plus Grafische

dem Frühling und Sommer überlassen. Jetzt schmiegt frau sich in nostalgische taillierte Karo-Jackets, die ihr zudem im Hinblick aufs Beinkleid noch die Wahl lassen: Teller- oder Bleistiftrock? Ebenfalls kariert oder uni? Kurz oder mittlere Länge? Bei eisigerem Wind darf es auch gern noch ein bisschen länger sein und die Waden umspielen, niemand riskiert so diese Saison eine modische Grippe.

„Eine richtige Frau wirkt voll bekleidet auf einen Mann anziehender als ein nacktes Weib.” Romy Schneider Bleibt noch die Frage nach dem „Leibchen”. Auch hier gilt die Regel des Herbstes: Schöne Frauen sollten nicht zittern. Die Trendfarben bewegen sich ganz ladylike

Freizeit soll beides sein –

warm und lässig. Setzen Sie auf

schlichte Schnitte und kuschlige Stoffe.

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und der Herbstliebling

Wolle – ein starkes Team in Sachen Mode.


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28 im Bereich der alljährlich triumphierenden Beerentöne, letzte Edelsteinnuancen des Vorjahres (Saphir, Aquamarin, Rubin) schmeicheln dem verblassenden Sommerteint und Rosatöne verleihen jeder Altersgruppe – richtig ausgewählt – etwas Mädchenhaftes. Die Materialien reichen dabei von verführerisch glänzendem Satin und weich fließender Seide über den Kuschelklassiker Wolle bis hin zu schwer und prunkvoll anmutendem Brokat. Wer der strahlende Stern über jeder Party sein

möchte, der achtet auf expressive, aber stilvoll dem Mittelalter und Barock entlehnte Goldapplikationen. Wem ein „rätselhafter Schimmer” á la Marlene Dietrich reicht, der kombiniert Lurexstoffe mit Lederaccessoires. Vorsicht! Sie sollen nicht nach Bikerbraut aussehen, sondern allenfalls nach der Diva, der man galant auf der Beifahrerseite aus der 1953er-Corvette hilft. Setzen Sie Ledereinsätze oder -jacken sparsam ein, kombinieren Sie sie mit feminineren Materialien wie

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Wolle, Seide oder Plissee und lassen Sie das Hart/ Zart-Ensemble auf diese Weise wunderbar zufällig wirken. Oder setzen Sie ein Statement hinsichtlich Ihres selbstredend vortrefflichen Musikgeschmacks mithilfe von Band-Shirts (keine Mottoshirts, bitte!). Übrigens: Die Edelsteinfarben der letzten Herbstsaison sind noch immer absolut trendy, also greifen Sie gern in die Bernstein-, Saphir- oder Rubinpalette, um auch ganz schlichten Pullovern und Blusen eine

Plus

Prise Glamour einzuhauchen. Hinzu kommt eine besondere Hommage an die Edelmetalle. Sie kennen das vielleicht aus der sommerlichen Schuhmode, die glänzende Spitzenpumps und polierte Absätze populär gemacht und uns Frauen bis zehn Zentimeter Verführerischer gemacht hat. Und so lange die Wollsocken noch nicht vonnöten sind, sollten wir uns diese Grazie bewahren. Obwohl – wie sahen doch die Stiefelneuheiten der siebziger Jahre gleich aus?... Julia Tiedke

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30 Museumsleiterin Cornelia König mit einer typischen Kittelschürze und einem Kinderbadeanzug in Malimo aus DDR-Zeiten. Foto: TZ/Lehmann

Vom Papierkleid bis zum schweren Pelz

Diesjährige Torgauer Museumsnacht steht ganz im Zeichen der Mode

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ode – jeder nimmt diesen Begriff in den Mund. Vielleicht nicht täglich, aber sehr häufig. Frauen reden sehr oft darüber, analysieren aktuelle Modetrends und begutachten die aktuellen Kollektionen der Modeläden. Definieren Sie doch bitte mal den Begriff Mode mit einem Satz! Na? Keine Chance, oder? Eine Mode-Definition fällt gar nicht so leicht.

Was ist Mode eigentlich? Eine Sonderausstellung im Torgauer Stadt- und Kulturhistorischen Museum (noch bis zum 17. November zu sehen) sowie die diesjährige Museumsnacht am 14. Sep-

tember widmen sich einer speziellen Seite, nämlich der Mode in Form von Bekleidung. Der Begriff „Mode” hat – wie so viele Begriffe – seinen Ursprung im Lateinischen (modus, die Art). Die hergeleitete Übersetzung „Art” kommt schon mal ganz gelegen, um genauere Definitionsversuche vorzunehmen: Mode – die Art. Mode ist also unter bestimmten Menschen die zurzeit (!) übliche Art, etwas zu machen, etwas zu tragen. Wichtig ist der Zeitbegriff. Die „übliche Art”, also die Mode, ist immer auf eine Zeitepoche zu beziehen. Was gestern in Mode war, ist morgen schon wieder altmodisch.


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Schätze vom Kleiderbügel Mode in der DDR und dann auch noch mit dem Etikett „Chic“ versehen? Da kann doch nicht sein? Das Gegenteil beweist die aktuelle Sonderausstellung im Museum in Torgau. Hier wird deutlich, dass es weit mehr als ausgebeulte Trainingshosen und Unterhemden für Männer oder Kittelschürzen für Frauen gab. Sogar eine Hörecke mit der Musik der jeweiligen Jahrzehnte wurde eingerichtet. Und wer selbst an sich sehen möchte, wie ihm die damalige Mode steht, der kann dies in einer Probierecke. Möglich gemacht hat die Sonderschau die Zusammenarbeit mit Brigitte Scheffler, Autorin des Buches „Chic im Osten“ und Sammlerin von Originalmodellen aus dem Ende der 40er-Jahre bis hin zu 1989. Aber auch viele Schätze aus Kleiderschränken in der Region sind als Schenkungen oder Leihgaben in die Schau eingeflossen. Ein Teil davon wird am 14. September ab 20 Uhr im Rahmen einer Retromodenschau im Zuge der Museumsnacht im Stadtund Kulturhistorischen Museum zu sehen, ja zu bestaunen sein. Da reicht die Palette vom Papierkleid über Hochzeitsrobe bis hin zur Berufsbekleidung.

Im Zeichen der Mode Schon traditionell stellen die Macher der Torgauer Museumsnacht diese alljährlich unter ein spezielles Motto. In diesem Jahr lautet es „Mode, Museen und Musik“. Das Programm wird diesem Anspruch voll gerecht. Alle Museen im Bereich

der Stadt werden am 14. September von 18 bis 23 Uhr geöffnet haben. Hinzu kommt die Ausstellung im Schloss Hartenfels. „Natürlich haben wir dabei auch an die Kinder gedacht“, macht Museumsleiterin Cornelia König deutlich. Und da wird es echt spannend. In luftiger Höhe, nämlich auf dem Hausmannsturm von Schloss Hartenfels, ist eine spezielle Veranstaltung für die Mädchen und Jungen geplant. Im Braumuseum in der Fischerstraße startet um 19 Uhr eine GespensterKellerführung mit einem Gruselrätsel. Die Lange Nacht der Museen erfährt ihre offizielle Eröffnung um 19 Uhr in der Wintergrüne mit Musik und der Schau „Chic im Osten“, Mode aus der DDR-Zeit. Ein Vortrag wird sich mit der Mode im Wandel der Zeiten beschäftigen. Außerdem erhalten Besucher die Möglichkeit, Kleidung aus dem Ende der 40er bis zum Jahre 1989 selbst einmal anzuprobieren. Also den Fotoapparat nicht vergessen! Da werden Erinnerungen an wilde Zeiten wach. Den Abschluss der Museumsnacht bilden ab 22.30 Uhr eine Mischung aus Musik, Feuer, Tanz und einem Kräutertrunk im Stadtmuseum. Doch bevor es so weit ist, gibt es in den anderen Teilen des Museumspfades noch vieles zu sehen und zu entdecken. Im Handwerkerhaus am Rosa-Luxemburg-Platz warten Führungen sowie Einblicke in die Bauernmode auf die Nachtschwärmer. Im Bürgermeister-RingenhainHaus in der Breite Straße steht selbstredend die Renaissance-Zeit im Mittelpunkt. Die Renaissancetänzer geben hier einen Einblick in ihr Repertoire. Mode aus jener Epoche wird gezeigt und man kann auch

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bestimmte Stücke selbst anprobieren. Im Braumuseum in der Fischerstraße erwartet die Besucher um 20 Uhr eine kleine Bierverkostung. Gezeigt wird Mode der Brauer und rund um das Bier. Für die passende Unterhaltung sorgt Live-Musik, in deren Mittelpunkt Sauf- und Trinklieder stehen. Und da das Interesse an Torgaus Unter-

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Plus

welt ungebrochen ist, können Erwachsene ab 21.30 Uhr an einer interessanten Kellerführung teilnehmen. „Wir hatten viel Freude an der Vorbereitung des Programms für die Museumsnacht und ich kann versprechen, dass die Besucher voll auf ihre Kosten kommen werden“, versichert Museumsleitern Cornelia König.

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Finanzierungsbeispiel* UVP 16.950,00 € Nachlass 3.360,00 € Finanzierungspreis 13.590,00 € Laufzeit (Monate) 48 Anzahlung 4.038,00 € Nettodarlehensbetrag 9.552,00 €

Gesamtbetrag 9.552,00 € Effektiver Jahreszins 0,00% Sollzins, p.a. gebunden für die gesamte Laufzeit 0,00% Bearbeitungsgebühren 0,00 € Monatl. Rate (48 mal) 199,– €

Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 8,7–4,0; außerorts 5,2–3,3; kombiniert 6,4 –3,6. CO2-Emission in g/km: 150–94. (Alle Werte gemessen nach 1999/94/EG).

Kreditvermittler der Honda Bank GmbH * Ein unverbindliches Finanzierungsangebot der Honda Bank GmbH, Hanauer Landstraße 222-224, 60314 Frankfurt am Main auf Basis der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) von Honda Deutschland für einen Civic 1.4 S. Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 6,6; außerorts 4,7; kombiniert 5,4. CO2-Emission in g/km: 128. (Alle Werte gemessen nach 1999/94/EG). Angebot gültig für Privatkunden bis 30.09.2013. Abbildung zeigt Sonderausstattung.

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Wenn die Nacht unfreiwillig zum Tag wird. Foto: Bilderbox

Schlafstörungen – ein leidiges Thema

Experte stellt sich den Fragen vieler Leser und Betroffener

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rof. Dr. phil. Egon Stephan, Direktor der Schlafambulanz am Psychologischen Institut der Universität zu Köln, leitet unter anderem Kurse zur Behandlung von Schlafstörungen, die unter anderem stressbedingt sind. Er beantwortet die aktuellen Fragen.

Experte Prof. Dr. phil. Egon Stephan

Foto: djd

Welche Folgen hat Schlafmangel für den Körper und ab wann sollte man zum Arzt gehen, um etwas gegen Schlaflosigkeit zu unternehmen?

Prof. Dr. Stephan: Das Schlafbedürfnis von Menschen ist sehr unterschiedlich. Allerdings ist eine durchschnittliche Schlafdauer von weniger als fünf Stunden pro Nacht sicherlich unzureichend. Schlafmangel und Schlafstörungen führen zu einer Schwächung der Immunabwehr und häufig bei chronischer Belastung auch zu Bluthochdruck und/ oder Herzerkrankungen. Ein Arztbesuch ist notwendig bei ständiger Übermüdung und dann, wenn die eigenen Schritte zur Verbesserung


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33 der Situation versagt haben. In welchen Fällen empfehlen Sie den Besuch eines Schlaflabors, um Schlafstörungen auf die Spur zu kommen? Der Besuch eines Schlaflabors ist insbesondere dann notwendig, wenn beispielsweise der Partner oder die Partnerin hört, dass der oder die Schlafende in der Nacht immer wieder mit dem Atem über längere Zeit aussetzt und gleichzeitig am Morgen trotz normal langen Schlafes – also sechs bis neun Stunden – unausgeschlafen und erschöpft ist. Sind Schlafstörungen eher bei beruflich stark eingespannten Menschen anzutreffen oder zieht sich das Problem durch alle Bevölkerungsschichten? Schlafstörungen sind in allen Bevölkerungsschichten anzutreffen. Häufig entstehen sie durch einen unregelmäßigen Lebensrhythmus oder auch dann, wenn man beispielsweise Alkohol als Einschlafmittel benutzt. Wer im Job stark unter Druck steht, greift unter Umständen häufiger zu frei verkäuflichen Schlafmitteln, um auch mal zur Ruhe zu kommen. Was halten Sie davon? Können diese Schlafmittel süchtig machen und welche Alternativen gibt es? Die wirksamen Schlafmittel führen,

auch wenn sie rezeptfrei sind, bei regelmäßigem Konsum zur Abhängigkeit. Dazu kommt, dass sie auch noch sehr schnell ihre Wirkung verlieren. Deshalb sollten solche Mittel wirklich nur ausnahmsweise eingesetzt werden. Viel besser ist es, sich durch regelmäßigen Ausdauersport wie etwa Joggen oder der Bewegung auf dem Fahrradergometer nach der Schreibtischarbeit körperlich müde zu machen. Schnarchen ist ein großes Alltagsproblem – für den Betroffenen selbst, aber auch für den Partner. Raten Sie hier generell zu einer Behandlung bzw. ab welchem Stadium sollte man etwas unternehmen? Schnarchen kann, vor allem in Verbindung mit Atemaussetzern, ein Hinweis auf eine Schlafapnoe sein und muss in diesen Fällen im Schlaflabor untersucht werden. In leichteren Fällen kann aber auch eine Zahnschiene helfen und das Schnarchen verhindern. Eventuell kann sich auch der nicht schnarchende Partner mit Ohropax behelfen. Wie sollte man sich verhalten, wenn man partout nicht einschlafen kann? Am besten ist eine sehr regelmäßige Lebensführung, man sollte möglichst also immer zur selben Zeit ins Bett gehen und aufstehen. Wenn man Einschlafstörungen

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hat, sollte man auch auf keinen Fall tagsüber oder abends vor dem Fernseher ein „Nickerchen“ machen. Und schließlich sollte man erst dann ins Bett gehen, wenn man so müde ist, dass man sich regelrecht nach der Matratze sehnt. Was genau versteht man unter den verschiedenen „Schlafphasen“? Meistens wird der Schlaf in vier Phasen eingeteilt: die Einschlafphase – also der Übergang zwischen Wachzustand und Schlafen, der stabile Schlaf, der Tiefschlaf und schließlich die REMPhase. In der REM-Phase träumen wir. Während der gesamte Körper sehr entspannt ist, bewegen sich die Augen schnell hin und her. Welches sind die optimalen äußeren Bedingungen für einen guten Schlaf und gibt es Schlaf fördernde Matratzen oder Kissen? Der Schlafraum sollte gut gelüftet und dunkel ohne blinkende Elektronik sein. Die Matratzen sollten dem Rücken einen festen Halt geben, also nicht zu weich sein. Der Körper sollte warm gehalten werden, ohne ins Schwitzen zu geraten. Smartphones, Tablets etc. sind Fluch und Segen zugleich. Man kann zwar ständig kommunizieren, ist aber auch ständig erreichbar, selbst nach Feierabend und am Wochenende. Kann dieses „Dauerbombardement“ an Mails und SMS auch Auswirkungen auf die Schlafqualität haben und wie kann man sich schützen? Arbeitsbereich und Freizeitbereich sollten möglichst klar getrennt werden. Die Erreichbarkeit an jedem Wochentag zu jeder Tageszeit führt zu einem ständigen Spannungszustand im Körper. Dies verhindert die

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Auch ohne Wecker ständig wach.

Foto: djd Ergo Direkt Versicherungen K. Tiedge

notwendige Erholung in der Freizeit und im Schlaf. Dadurch wird das Einschlafen und Durchschlafen bei vielen Menschen in schwerer Weise gestört. Deshalb sollten dienstliche Handys und Laptops in der Freizeit ausgeschaltet bleiben! Wann würden Sie generell davon sprechen, dass jemand Schlafstörungen

hat und etwas dagegen unternehmen sollte? Von Schlafstörungen reden wir, wenn Menschen sich ständig müde fühlen, obwohl sie regelmäßig acht Stunden und mehr im Bett liegen und schlafen beziehungsweise zu schlafen versuchen. Dabei kommt es entscheidend darauf an, ob der oder die Betroffene sich

bereits am Morgen oder auch schon tagsüber müde und erschöpft fühlt. Schlafstörungen zeigen sich vor allem durch langes Warten auf das Einschlafen, Aufwachen mitten in der Nacht, ohne wieder einschlafen zu können und zu frühes Aufwachen am Morgen, ohne dass man sich ausgeschlafen fühlt.


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