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AZUBI FIBEL

DIE BEWERBUN G Welche Jobs haben in der Region eine Zukunft?

HEILBERUF E Hoher Anspruch – hohe Nachfrage.

T EST Wie fit bist Du für eine Ausbildung?

SONDERVERÖFFENTLICHUNG DER TORGAUER ZEITUNG 30. JANUAR 2013

So klappt der Einstieg

er Region d s u a te o b e g n sa g n u d – Ausbil heorie zu – Wer hilft, wenn die T schwer ist?

AZUBIEDITION

Dies ist eine Doppelausgabe . Um die Arbeitg eber-Edition de r Azubi-Fibel zu lesen, reicht es , das Heft zu w enden.

DUALES STUDIUM: DAVON PROFITIEREN AZUBI UND UNTERNEHMEN


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AZUBIFIBEL

Weltverbesserer wird man nicht über Nacht. Man muss es 3 Jahre lernen. Nachhaltigkeit und Klimaschutz kann man nicht herbeireden. Da muss man schon sägen, spachteln, lasern oder ausbilden. Das Handwerk setzt dabei auf Innovationen, Kundenzufriedenheit und natürlich auf seine Lehrlinge. Weltverbesserer sind im Handwerk deshalb goldrichtig. Wer wissen will, welche Betriebe Nachwuchs suchen, kann freie Lehrstellen über www.hwk-leipzig.de oder über die Smartphone-App LehrstellenradarƂPFGP#ODGUVGP gleich QR-Code nutzen, App gratis runterladen und los geht’s. www.lehrstellen-radar.de.

Die HOFFMANN Fördertechnik GmbH Wurzen ist ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen mit einem interessanten Produktmix. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben Elektrokettenzüge und Seilwinden für den deutschen und weltweiten Markt mit einem Exportanteil von mehr als 60 %. Unsere Erzeugnisse werden unter anderem als Industriekran, in der Licht- und Bühnentechnik und in Windkraftanlagen eingesetzt. Wir bieten in Wurzen Ausbildungsplätze (Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre) für das Ausbildungsjahr 2013

zum

CNC-Zerspanungsmechaniker (m/w)

Was erwartet Dich während Deiner Ausbildung bei uns?  1. Lehrjahr: → Grundlagen der Metallbearbeitung; Grundlagen der Dreh- und Frästechnik → Fertigung von verschiedenen Baugruppen nach Zeichnung  2. Lehrjahr: → Bedienen von CNC-Bearbeitungszentren; Eingliederung in die Serienfertigung  3./4. Lehrjahr: → CNC-Programmierung; Serienfertigung; Prüfungsvorbereitung Was erwarten wir von Dir?  Schulabschluss mit guten Leistungen, insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern (mind. Realschulabschluss)  Technisches und handwerkliches Verständnis und Interesse  Gutes räumliches Vorstellungs- und logisches Denkvermögen  Teamfähig, verantwortungsbewusst, sorgfältig Was können wir Dir bieten?  Eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Ausbildung in einem Bereich mit Zukunft  Einen modernen und sicheren Ausbildungsplatz in einem zukunftsorientierten, wirtschaftlich gesunden Unternehmen  Eine angenehme Arbeitsatmosphäre Bei Interesse freuen wir uns über eine aussagekräftige Bewerbung an: HOFFMANN Fördertechnik GmbH Wurzen; Dresdener Straße 64-68; 04808 Wurzen; E-Mail: sales@liftket.de


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AZUBIFIBEL

Liebe Leserinnen und Leser der Azubi-Fibel,

noch nie steckte die Azubi-Fibel so voller Informationen wie in diesem Jahr. Noch nie gab es so viel spannenden Lesestoff. Zwei Schwerpunkte dieses Heftes möchte ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen. Zum einen haben wir Heilberufe näher beleuchtet. Außerdem spielt das duale Studium eine zentrale Rolle in dieser Ausgabe, die zudem zeigt, wie viele Unternehmen gewillt sind, ihre Zukunft mit unserer Region zu verknüpfen. Sebastian Stöber Chefredakteur der Torgauer Zeitung Impressum Herausgeber: Torgauer Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Elbstraße 1–3, 04860 Torgau Tel. 03421 7210-0, Fax 721050 Geschäftsführer: Benno Kittler, Dr. Wolfgang Röhm Projektleitung: Sebastian Stöber Redaktion: Sebastian Stöber, Frank Lehmann Anzeigen: Brigitte Hartkopf, Sabine Zschiesche Druck: Torgau Druck Sächsische Lokalpresse GmbH Elbstraße 1–3, 04860 Torgau Nachdruck der von uns gestalteten und gesetzten Anzeigen sowie redaktioneller Beiträge (auch auszugsweise) nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages! Gerichtsstand ist Sitz des Verlages.

„Testet Eure Stärken“

„Wir zählen auf Euch!“

„Informieren ist das A und O“

Liebe Schülerinnen und Schüler, diese Ausgabe der Azubifibel fasst für Euch wieder viele hilfreiche Informationen rund um die Berufswahl zusammen. Natürlich sagen Euch die Texte nicht, was Ihr später mal werden solltet. Das entscheidet Ihr selbst, gemeinsam mit der Familie und nach Euren Interessen und Hobbies. Auf dem Weg dahin stehen Euch sämtliche Informationskanäle offen. Nutzt sie und kommt beim nächsten Gespräch mit dem Berufsberater darauf zurück. Die Erfahrungen zeigen immer wieder, dass persönliche Gespräche und Einsätze in der Praxis wichtige Säulen bei der Berufswahl sind. Mein Tipp: Sammelt Informationen und redet drüber, testet Eure Stärken aber ruht Euch darauf nicht aus, entscheidet gut abgewogen was am besten zu Euch passt und holt Euch dabei die passende Hilfe vom Berufsberater. Alles Gute und viel Erfolg! Eure Marlies Hoffmann-Ulrich (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oschatz)

Liebe Schülerinnen und Schüler, bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hinwill.“ Wer einen Beruf mit Zukunft und guten Karrierechancen will, ist im Handwerk richtig und herzlich willkommen. Denn ohne Handwerk läuft in unserem Alltag nichts. Handwerk steckt in Produkten aus der Nachbarschaft, wie Brötchen, Brille, Möbel oder Heizungen, aber auch in HightechErzeugnissen wie Satelliten, Hörgeräten und Autos. Damit wir auch künftig darauf nicht verzichten müssen, brauchen die Handwerksbetriebe junge motivierte Leute. Wir zählen auf Euch! Ralf Scheler (Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig)

Liebe Schülerinnen und Schüler, für einen gelungenen Start ins Berufsleben sind Informieren und Ausprobieren das A und O. Beim Finden des richtigen Ausbildungsplatzes unterstützt Euch die AzubiFibel dank vieler wertvoller Tipps und Blicke hinter die Kulissen. Auch die Ausbildungsberater der IHK zu Leipzig stehen Euch zur Seite. Sie sagen Euch, welche Berufe Zukunft haben und welche Anforderungen sie mit sich bringen – damit Ihr für Eure Zukunft die richtige Entscheidung trefft!

Azubi-Edition Grußworte 3 Bewerbungstest 4/5 Job und Azubi müssen zusammenpassen 6 Insidertipps zur Berufswahl in der Region 9 Wissenswertes rund um das Thema Duales Studium 10–13 Job-Chance Heilberufe 14/15

Viel Erfolg wünscht Wolfgang Topf (Präsident der Industrieund Handelskammer der IHK zu Leipzig) Arbeitgeber-Edition Das leisten HWK und IHK 3 Ausbildunsgbegleitende Hilfen 4/5 Unterwegs mit der Berufsberaterin 6 Schüler beschreiben ihren Wunsch-Arbeitgeber 8/9 Das machen BA-Studenten 10/11 Schule & Wirtschaft in einem Boot 12/13

SANITÄR HEIZUNG KLEMPNEREI

Wir bilden aus:

Kfz-Mechatroniker (m/w) Kfz-Karosseriebauer (m/w) Kaufmann im Einzelhandel (m/w) ˇ Ihr Skoda Vertragspartner

Autohaus Michael Glaubrecht

Döbernsche Str. 2 04860 Torgau Tel. 03421 77328-0

04889 Schildau • A.-Lange-Straße 19 • Tel. 034221 50281 WIR BILDEN AUS:

Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik Ausbildungsbeginn: 2. 9. 2013 • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre (guter Mittelschulabschluss, Schwerpunkt: Mathematik und Physik)


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Bist Du fit für die Ausbildung? Bewerbungstests werden immer beliebter: Mit der Azubi-Fibel kannst Du testen, ob Du ihnen gewachsen bist Mit dem kostenlosen Azubitest von handwerksblatt.de können Betriebsinhaber ihren Bewerbern auf den Zahn fühlen und Schulabgänger vorab checken, ob sie fit für eine Ausbildung im Handwerk sind.

Den Azubitest gibt es auch als kostenlose App! 18 verschiedene Tests, die ein Zufallsgenerator auswählt. 15 herausfordernde Aufgaben, die Kernkompetenzen aus den Bereichen soziales Verhalten, Sprach- und Leseverständnis, Rechtschreibung, Rechnen mit Mengen und Maßeinheiten sowie Logik und Konzentration testen. 20 Minuten Zeit, um alle Fragen zu beantworten. Im Handwerk hält man keine langen Reden, sondern packt direkt mit an. Los geht’s zum Test! Sowohl fürs iPhone als auch fürs iPad und natürlich für Android-Betriebssysteme. Einfach im Store „Azubitest“ als Suchwort eingeben oder einfach per QR-Reader: Frage 1: Sprach- und Leseverständnis Welche Begriffe bilden jeweils Gegensätze? Ziehe die Pfeile zu der jeweils passenden Antwort! altmodisch nichts allgemein modern verboten alles speziell fremd

legal bekannt

Ihr unter: itest Test findet ib u z A tt.de/azub n e la b s »D rk e w ww.hand » http://w

German Pellets ist eines der erfolgreichsten Unternehmen der Holzpellet- und Tierhygieneindustrie. German Pellets produziert mit rund 600 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich aus nachwachsenden Rohstoffen Holzpellets, hochwertige Tiereinstreuprodukte und Ökostrom. An unseren Standorten Torgau, Oranienbaum, Löbau und Osterfeld suchen wir zum Ausbildungsbeginn im August 2013

Auszubildende zum Industriemechaniker / zur Industriemechanikerin Weitere Infos unter: www.german-pellets.de German Pellets Sachsen GmbH Grit Heinersdorf Forstweg 3 04860 Torgau Kosten, die im Rahmen der Bewerbung entstehen, können durch uns nicht übernommen werden.

Frage 2: Soziales Verhalten Welchen Aussagen stimmst Du zu? Du bemerkst als Einziger, dass einem Gesellen ein Fehler unterlaufen ist. Dieser Geselle hatte Dich vorher lautstark und erregt auf einen Fehler hingewiesen, der Dir selbst unterlaufen ist. ☐ Du nutzt die Gelegenheit und revanchierst Dich ebenso lautstark. ☐ Du suchst das Gespräch mit dem Gesellen und machst ihn auf den Fehler aufmerksam. ☐ Du gehst zum Chef und klärst ihn auf, dass Du als Einziger den Fehler bemerkt hast. ☐ Du trägst zuerst die Information über den Fehler an andere Kollegen weiter. ☐ Um das Verhältnis zum Gesellen nicht noch weiter zu verschlechtern, sagst Du nichts weiter. Frage 3: Soziales Verhalten Welchen Aussagen stimmst Du zu? Du bist zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. ☐ Im Vorstellungsgespräch betonst Du eigene Stärken. ☐ Während des Gesprächs wird der Chef Dich über die berufsspezifischen Anforderungen aufklären. Daher musst Du Dich nicht vorher informieren. ☐ Du kannst dem Chef bereits während des Vorstellungsgesprächs Deine berufsbedeutsamen Neigungen und Abneigungen benennen. ☐ Wichtig ist es, in einem Beruf ein gutes Einkommen zu erzielen. Der Rest folgt dann automatisch.


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Frage 4: Rechtschreibung Welche der folgenden Wörter sind richtig geschrieben? ☐ Ennergie ☐ Erhohlung ☐ Erziehungsberechtigter ☐ Endwicklungsgeschichte ☐ Explosion Frage 5: Rechnen mit Mengen/Maßeinheiten Welche der folgenden Aussagen trifft zu? Ein Haushalt mit einer Fläche von 100 qm benötigte 5.000 (kWh) Kilowattstunden jährlich an Energie. Dafür mussten 1.000 Euro aufgewendet werden. ☐ Ein qm Fläche benötigte 150 kWh Energie jährlich. ☐ Eine kWh Energie kostete mehr als 25 Cent. ☐ Eine kWh Energie kostete 20 Cent. ☐ Ein qm Fläche benötigt jährlich Energie für mehr als 15 Euro. Die Auflösung zum Test finden Sie auf Seite 15.

● Wir bilden aus:

MAURER oder HOCHBAUFACHARBEITER zum

● Ab August 2013

Akazienallee 2 • 04880 Roitzsch Tel. 034223 60744 • Fax 034223 60761 • www.troepgen-bau.de

Wir bieten einen Ausbildungsplatz zum

FA C H A R RB BEITER

Habt Ihr Interesse an: • Bau von Sport- und Grünanlagen • Umgang mit Baumaschinen • Teamarbeit Dann bewerbt Euch unter: Barthel Sportanlagen GmbH Frau Rudolph Dübener Str. 30 04860 Großwig

Was und wann? 15. Hochschultag am 23.3.2013 von 9 bis 13 Uhr Wer stellt sich vor? • die Berufsakademien Sachsens • Universitäten und Hochschulen sowie • weitere Institutionen, u. a. Polizei, Bundespolizei, Deutsche Flugsicherung

Abiturienten/Fachoberschüler

Für wen? Abiturienten, Fachoberschüler und deren Eltern Außerdem? • informative Vortragsveranstaltungen Wo? Agentur für Arbeit Oststraße 3 04758 Oschatz

15. Hochschultag Samstag, 23.3.2013 9 bis 13 Uhr im BiZ Oschatz Hochschultag in Oschatz Hier ist was los!


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Die Zukunft ist flexibel Ein Job ist nichts, ohne jemanden, der in ausfüllt

„Insidertipps“ Häufig gestellte Frage an die Berufsberater: Welche Berufe haben Zukunft? Häufige Antwort der Berufsberater: So ziemlich alle. Klingt komisch, ist aber so. Selbst eingefleischte Analytiker können nur mit „einer gewissen Wahrscheinlichkeit“ den Blick in die Zukunft richten, wenn es um die wirtschaftliche Entwicklung geht. Den Berufsberatern geht es nicht anders. Oberstes Grundprinzip für sie ist, den jungen Leuten bei ihrer Berufswahl beste Entscheidungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Vor allem aber sollen Berufsanfänger vor dem Jobstart auch daran denken, wo sie sich in den nächsten 10 oder 20 Jahren beruflich sehen und natürlich was für ein Beruf am besten zu ihnen passt. Nahezu alle Branchen werben derzeit vermehrt um den Berufsnachwuchs.

Die Demografie stellt gleich eine Doppelfalle auf. Zu Beginn der 1990er-Jahre gingen die Geburtenzahlen drastisch zurück, was als sog. Nachwendeknick in die Geschichte eingegangen ist. Die Babys von damals fehlen heute dem Arbeitsmarkt als Berufsanfänger bzw. Fachkräfte. Auf der anderen Seite stehen die geburtenstarken Jahrgänge der 1950erJahre aktuell vor dem Rentenübertritt bzw. haben diesen bereits vollzogen. „Vor diesem Hintergrund findet bei der Arbeitsagentur der Begriff Insidertipp auf der Bewerberseite keine Verwendung“, meint Eckehard Thau, Teamleiter für die Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Oschatz. Er schränkt allerdings ein, dass das noch vor einigen Jahren anders aussah, als die Zahl der verfügbaren Bewerber die der angebotenen Lehrstellen um ein Vielfaches übertraf. Seine Empfehlung klingt recht nüchtern und schnörkellos. „Jede Bran-

? T Z T E J D N U . .. .. .. S SCHULE AU ZUKÜNFTIG ETWAS BEWEGEN Wir sind ein leistungsfähiges und zukunftsorientiertes Unternehmen der Lebensmittelbranche in Sachsen und Thüringen und gehören zur SpreheUnternehmensgruppe. Zur Förderung des Nachwuchses und Verstärkung unseres Fachkräftepersonals bilden wir ständig junge Berufsstarter aus. Folgende Ausbildungsberufe bieten wir an: • Industriekaufmann/-frau • Bürokaufmann/-frau • Fachkraft für Lebensmitteltechnik m/w • Fachkraft für Lagerlogistik • Mechatroniker • Berufskraftfahrer • Tierwirt Ausbildungsbeginn 01. 08. 2013 Bewerbungen bitte an folgende Adresse: Gräfendorfer Geflügel- und Tiefkühlfeinkost Produktions GmbH Reichsstraße 3, 04862 Mockrehna Ansprechpartner: Frau Zaspel, Telefon: 034244 58-100 Internet: www.graefendorfer.de und www.sprehe.de

che und jeden Beruf für sich betrachten, überlegen, was zu einem passt, aber auch wo sich das entsprechende Tätigkeitsfeld in den nächsten etwa zehn Jahren befinden könnte.“ Wer seine Berufswahl weitblickend treffen will, der müsse auch mal azyklisch denken. „In den 1990er-Jahren bzw. Anfang der 2000er-Jahre nahmen beispielsweise viele Abstand vom Erzieherberuf. Dieser ist aktuell wieder sehr gefragt. Da sich dort aber das Altersgefüge der Arbeitnehmer nicht gleichmäßig abbildet und der Markt nur begrenzt aufnahmefähig ist, tritt irgendwann eine Übersättigung ein.“ Mit solchen Beispielen sollen in den Beratungsgesprächen mit den Jugendlichen und deren Eltern nicht Träume zerplatzen. Jede Familie, und Berufswahlentscheidungen werden meist im familiären Kreise besprochen, soll daran auch erkennen, welchen Schwankungen die eigene berufliche Zukunft unterliegen kann.

InsiderTipp

Am meisten gesucht werden in der Region Lehrlinge für die Berufe Elektroniker, Kraftfahrzeugmechatroniker, Mechaniker für Land- und Baumaschinen sowie Friseur Wunschberuf nicht dabei? Wer von seinem Berufsziel überzeugt ist, schafft es auch andere zu überzeugen. Nicht aufgeben, schauen, welche Berufe ähnliche Ausbildungsinhalte haben und frühzeitig in den Betrieben vorsprechen.

Wir bilden aus:

Kauffrau/-mann im Einzelhandel PREISWERT + KOMPETENT!

600 Mal in Deutschland 3000 Mal in Europa • Hifi • TV • Video • SAT • CD • Computer • Telekom • Elektro • Beschallungen • Telefon-/Kabelanlagen • Service für Hausgeräte • Schwachstromanlagen

E TEinkaufs-Park Torgau • Außenring 1 • 04860 Torgau • Tel. 03421 774050 im Prima

Wir bilden aus:

Informationselektroniker (m/w)

Die Adresse für Service, Reparatur und Kabelanschluss: Zinnaer Straße 1a • 04860 Torgau … 03421 77400 wählen!


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Agrargenossenschaft Arzberg eG Wir bieten engagierten jungen Leuten einen Ausbildungsplatz für den Beruf

Bildung ist das A und O? Falsch: Es ist das I, H und K.

Landwirt &Tierwirt

Warum, weiß die

Die Berufstheorie wird in Wurzen vermittelt. Dem Auszubildenden kann bei Bedarf eine Unterkunft gestellt werden.

Ausbildungsbeginn: 1. August 2013 Ausbildungsdauer: 3 Jahre Agrarr genossenschaft Arzberg eG Mühlenviertel 4 04886 Arzberg Tel.: 034222 4410

wirtschaft-bewegen.de/bildung

Du hast Fragen zu: „ Berufsbildern „ Offenen Lehrstellen 2013 „ Praktikumsplätzen im In- und Ausland „ Einstiegsqualifizierungen als Türöffner für eine Ausbildung

Dann informier Dich! Regionalbüro der IHK zu Leipzig Breite Straße 19, 04860 Torgau, Telefon 03421 703086, E-Mail: lk-nordsachsen@leipzig.ihk.de www.leipzig.ihk.de

Nimm Deine Zukunft in die Hand! Die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH ist ein überregionaler Trinkwasserversorger in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Wir gewinnen Trinkwasser höchster Qualität aus dem Rappbodetalsperrensystem im Harz sowie dem Grundwasser der Elbaue und verteilen es über ein mehr als 700 Kilometer langes Leitungssystem in die Netze der örtlichen Wasserversorgungsunternehmen.

Du willst mit technischen Geräten, Anlagen und Maschinen oder dem Werkstoff Metall umgehen? Du hast einen guten Realschulabschluss und Interesse an Technik ? Du bist ten Fachkraft ausgebildet werden?

Wir bieten Dir eine interessante Perspektive und einen soliden Start in Sommer 2013 eine(n) Auszubildende(n) für das Berufsbild:

Anlagenmechaniker/-in Fachrichtung Rohrsystemtechnik Die Ausbildung erfolgt in Kooperation mit dem Ausbildungsverbund Südsachsen gGmbH für die Dauer von 3,5 Jahren in Chemnitz und in unserem Betriebsbereich Ostharz in Wienrode/Harz.

Sende Deine Bewerbung bis 10. Februar 2013 an : Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH Personalabteilung Naundorfer Straße 46 04860 Torgau www.fwv-torgau.de


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Arbeit und Bildung Torgau e.V. Nutze Deine Chance ! Melde Dich bei uns! Wir bieten ab 1. 9. 2013 freie FSJ-Einsatzstellen:

◗ in der Altenpflege ◗ in Kindergärten ◗ in Schulen ◗ in Krankenhäusern Süptitzer Weg 51, 04860 Torgau Telefon: 03421 704067, Fax: 03421 906877, Mobil: 0163 7349823 E-Mail: abt.torgau-ev@gmx.de • www.abt-torgau-ev.de Ansprechpartnerinnen: Frau Hähnel u. Frau Wartenberger

Startet mit uns erfolgreich in die Zukunft Für das Schuljahr 2013/2014 bieten wir an unserem Standort Torgau Ausbildungsplätze in den Fachbereichen:

r.

Anlagen- und Formstückbau

Altenpflege Ergotherapie Erzieher Heilerziehungspflege Krankenpflegehilfe

Tag der offenen Tür

PRETZSCH GmbH

Wir bilden aus zum

am 1. März 2013 13 – 17 Uhr

A N L AGENMECHANI K ER Seit über 40 Jahren fertigen wir Sonderformstücke für die Gas- und Wasserwirtschaft. Bewerbungen an Anlagen- und Formstückbau Pretzsch GmbH Am Bahnhof • 06905 Bad Schmiedeberg OT Pretzsch Fon 034926 57430 • Fax 034926 57390

www.heimerer.de

Sozialpflegeschulen Heimerer GmbH Schloßstraße 26 04860 Torgau Tel. 03421 7287-0 Fax 03421 7287-99 E-mail: torgau@heimerer.de

Agrargesellschaft Langenreichenbach mbH Am Heidelbach 25 • 04862 Mockrehna OT Langenreichenbach Tel. 034221 50464 • Fax 034221 50004 • E-Mail: Ag.Langenreichenbach@t-online.de

Ausbildung mit Erfahrung und Zukunft Lange Tradition in der Ausbildung Die Agrargesellschaft Langenreichenbach mbH blickt auf eine mehr als 20-jährige erfolgreiche Ausbildungstradition zurück. Fast alle Mitarbeiter starteten ihre Karriere nach erfolgreicher Ausbildung bei uns als Tier- oder Landwirt in unserem Unternehmen. Die dreijährige Ausbildung in der Agrargesellschaft Langenreichenbach mbH gestaltet sich mit ihren vielseitigen Arbeitsfeldern im Pflanzenbau, der Rinderzucht mit Spezialisierung Milchproduktion sowie der nachhaltigen Erzeugung von Energie interessant und abwechslungsreich. In Kooperation mit anderen Unternehmen kann auch die Spezialisierung zur Schweinezucht und Rindermast abgesichert werden. Mit dem soliden Wissen und den angeeigneten Fähigkeiten können sich unsere Auszubildenden ihre Zukunft in der Landwirtschaft erschließen. Dabei unterstützen wir sie auch im Bestreben zur weiteren Qualifizierung oder Ansiedelung im Dorf.


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Das bietet die Region: ERNÄHRUNGSBERUFE – „Gegessen wird immer“ lautet eine über Jahrzehnte überlieferte Berufswahlweisheit. Und in der Tat werden beispielsweise Bäcker und Fleischer händeringend gesucht. Auch die Wurst und das Brot vom Laden um die Ecke sind gefragt. Dahinter stehen Fachleute, die sich damit auskennen und denen die Verbraucher vertrauen.

LANDWIRTSCHAFT Wenn die Landwirte nichts produzieren, würde es auf unseren Tischen beim Essen anders aussehen. Die Branche ist längst hochtechnisiert. Zwar kommt der Tierwirt Rinderhaltung nach wie vor nicht ohne eine Gabel aus, doch in der Hauptsache steuert er computerunterstützt u. a. Melk- bzw. Fütterungsprozesse. Auch der Fuhrpark in der Bodenbearbeitung hat es in sich. Einige Maschinen wie Mähdrescher bringen es lokker auf einen sechsstelligen Anschaffungsbetrag. Eine hohe Herausforderung für junge Leute, aber auch große Verantwortung. Die Branche kämpft seit Jahren um einen Imagewechsel und setzt auch auf diverse überregionale Marketingeffekte.

INDUSTRIE – Rund ein Fünftel aller sozialversiche-

rungspflichtigen Arbeitsplätze kommt vom verarbeitenden Gewerbe. Dazu zählen auch Bereiche wie der Maschinenund Anlagenbau, die Holzverarbeitung oder die Nahrungsund Genussmittelindustrie. Mitunter haftet der Branche auch das Image von Fließbandarbeit an. Nicht aber bei guter Ausbildung. Die Fachkräfte planen, steuern und setzen um, sind in der Regel ein wichtiges Rad im Gesamtgetriebe. Die einzelnen Berufe wie Verfahrensmechaniker Glasindustrie weisen Spezialisierungen auf. Aufgrund der Branchengröße hat die Industrie den größten Nachwuchsbedarf.

HANDEL – Nach wie vor interessieren sich viele junge Leute für eine Tätigkeit im Handel. Mit dem Tätigkeitsfeld hat man im Alltag oft Berührung, z.B. wenn man sich im Laden eine Uhr kauft oder ein neues Handy. Die Branche zählt gegenwärtig nicht zu den Wachstumsbranchen. Der Internethandel tut sein Übriges. LOGISTIK – Rund um Leipzig haben sich mehrere große Logistikunternehmen angesiedelt. Die Branche wächst. Die beruflichen Anforderungen sind immer spezieller geworden. Zum Fachlageristen (zweijährige Ausbildung) kam

vor Jahren die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft Lagerlogistik hinzu, die auch kaufmännische Kenntnisse und Distribution beinhaltet.

InsiderTipp

GESUNDHEIT/PFLEGE Die Branche mit dem wohl kontinuierlichsten Wachstum der letzten Jahre. Allein aus demografischer Sicht (wir werden immer älter) ist der Fachkräftebedarf wohl auch in den nächsten Jahren sehr hoch.

BÜROBERUFE – Egal in welchem Unternehmen, irgendwo steckt immer ein gewisser Teil Büro und Verwaltung drin. Zu den Klassikern gehören Bürokaufmann/-frau und Bankkaufmann/-frau. Spezialisierungen wie ITSystemkaufmann/-frau oder Groß- und Außenhandelskauffmann/-frau holen indes auf, stellen aber die spezielleren Anforderungen. HANDWERK – Das Handwerk wirbt um Nachwuchs. Gesucht werden neben guten Fachleuten auch die Meister von morgen. Spezielle Kundenwünsche und moderne Fertigungsmethoden erfordern ein hohes Maß an Vorstellungsvermögen und Geschick. Nicht zuletzt hat das Handwerk eine jahrhundertealte Tradition und viele schwierige Zeiten erfolgreich überlebt.

Unter www.ihk-lehrstellenboerse.de kann punktgenau nach freien Ausbildungsplätzen in der Region recherchiert werden. Für Torgau bzw. den Umkreis von Torgau sind aktuell interessante Angebote für Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Mechatroniker/-in oder Industriemechaniker/-in eingestellt. Auch logistische Berufe wie Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik sind in Nordsachsen gefragt. Interessierte Jugendliche können die „Woche der offenen Unternehmen“ vom 11. bis 16. März 2013 nutzen, um die Unternehmen kennenzulernen und sich selbst vorzustellen. Weitere Informationen dazu unter www.schaurein-sachsen.de

WIR BILDEN AUS!

Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik Am Schwarzen Graben 123

04862 Audenhain Tel. 034244 532-0 • Fax 532-88 Internet: www.elektro-haupt.de E-Mail: zentral@es-haupt.de Planung, Installation, Reparatur und Revision von Elektroanlagen bis 20 kV für Haushalt, Gewerbe und Industrie


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Duales Studium ist beliebt Die Berufsakademie (BA) Sachsen bietet die Kombination von Studium und Praxis Der lebendige Wechsel von Theorie und Praxis beim Dualen Studium kommt gut an. Das Angebot an Dualen Studiengängen in Deutschland stieg im Jahr 2010 um 12,5 Prozent. Das belegt die Auswertung der Datenbank „AusbildungsPlus“ Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Praxisnähe, eine kurze Studiendauer, spannende Studienfächer – Die Beliebtheit des Dualen Studiums erklärt sich von selbst. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Dualen Studium an der Berufsakademie Sachsen (BA) sind im Folgenden zusammengefasst. Was ist ein Duales Studium? Beim Dualen Studium findet ein zwölfwöchiger Wechsel zwischen theoretischen Studienabschnitten an der Berufsakademie und praktischen Phasen in einem Unternehmen statt. Ziel des dualen Studienkonzepts ist es, ein praxisintegriertes und zugleich wissenschaftsbezogenes Studium anzubieten. Wie lange dauert das BA-Studium? Das Duale Studium dauert drei Jahre (sechs Semester). Beginn ist immer am 1. Oktober des jeweiligen Jahres. Welche Voraussetzungen gelten für Bewerber? Zugangsvoraussetzungen für die Aufnahme eines Studium sind die Allgemeine Hochschulreife, die

Berufsakademie in Leipzig

Fachhochschulreife und die fachgebundene Hochschulreife. Aber auch ohne Abitur kann man an einer Studienakademie studieren: mit einer Meisterprüfung oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung muss noch eine Zugangsprüfung bestanden werden. Wie finde ich ein Ausbildungsunternehmen? Die Suche nach Unternehmen und die Bewerbung für die Ausbildung während der Praxisphasen basiert auf Eigeninitiative. Die Mitarbeiter der jeweiligen Studienangebote helfen durch die Vermittlung von Firmenkontakten. Auf der Webseite der Studienakademien gibt es aktuelle Firmenlisten unter dem jeweiligen Studienangebot. Ebenso können Praxispartner vorgeschlagen werden. Wie finanziere ich mein Studium? Gibt es Studiengebühren und eine Förderung? Studiengebühren fallen nicht an. Die BA-Studenten haben An-

Foto: BA Leipzig

spruch auf BAföG. Grundsätzlich sind sie finanziell unabhängig, da der Praxispartner über die drei Jahre eine Ausbildungsvergütung bezahlt (ungefähr 250 Euro). Welche Prüfungen gibt es? Wie sieht die Abschlussarbeit aus? Klausuren schließen jedes Semester ab. Hinzu kommen Testate, Studienarbeiten oder Praxisberichte. Abschließend reicht jeder Student einen Bachelor ein und verteidigt die Arbeit. Ist der Abschluss bundesweit anerkannt? Das Diplom der Berufsakademie ist seit 1995 dem Fachhochschuldiplom bundesweit berufsrechtlich gleichgestellt. Alle Studienrichtungen werden als Bachelorstudium angeboten. Die ersten Studienprogramme mit diesem Abschluss haben 2006 begonnen. Der akkreditierte Bachelorabschluss der Berufsakademie Sachsen ist hochschulrechtlich dem Bachelorabschluss an Unis und Hochschulen gleichgestellt.

Wir bilden aus: • Bürokauffrau/-mann • Mechaniker/-in für Land- und Baumaschinen • Fachkraft für Lagerlogistik Voraussetzung: guter Realschulabschluss Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an:

Gruber Agrartechnik GmbH Mittelstraße 1, 04880 Elsnig Tel. 034223 4310, Fax 034223 40309 www.gruber-agrartechnik.de info@gruber-agrartechnik.de

Wir suchen: * technisches Interesse * Ehrlichkeit/ Aufrichtigkeit * Zuverlässigkeit

Was sind die Vorteile des BAStudiums? Die Vorteile des Dualen Studiums liegen auf der Hand: Praxisnähe, finanzielle Unabhängigkeit, gute Jobaussichten oder eine kurze Studiendauer. Das duale Studiensystem verbindet Bildung und Markt eng miteinander. Zukünftige Führungskräfte lernen somit frühzeitig, unternehmerisch zu handeln. Zudem wird in kleinen Gruppen studiert. Praxis- und Studienaufenthalte sind im Ausland möglich. Und welche Nachteile gibt es? Die kurze Studiendauer erfordert ein sehr zeitintensives Studium mit Präsenzpflicht. Auf weniger Freizeit sollte man sich einstellen. Welche Perspektiven habe ich nach dem Abschluss? Ist ein Masterstudium möglich? Studienabbrecher gibt es kaum an der Berufsakademie. Der Unterschied zu Unis und Fachhochschulen ist deutlich: Fast alle StudienanfängerInnen kommen zum Abschluss. Je nach Studienrichtung werden 70 bis 90 Prozent der AbsolventInnen vom Ausbildungsbetrieb in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Der akkreditierte Bachelorabschluss der Berufsakademie Sachsen ist dem der Hochschulen gleichgestellt und berechtigt in der Regel zu einem anschließenden Masterstudium. In Vorbereitung ist die Entwicklung von kooperativen Masterprogrammen mit Hochschulen. Quelle: BA Sachsen


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Klare Kriterien für Praxispartner Interview mit Prof. Dr. habil. Ulrike Gröckel, Direktorin der Studienakademie Leipzig Theorie und Praxis bilden beim dualen praxisintegrierten Studium eine untrennbare Einheit. Es ist wichtig, dass die Praxispartner einheitliche Voraussetzungen erfüllen. Zu den Details äußerte sich Prof. Dr. habil. Ulrike Gröckel, Direktorin der Staatlichen Studienakademie Leipzig, einem Standort der Berufsakademie (BA) Sachsen.

Prof. Dr. habil. Ulrike Gröckel, Direktorin der Staatlichen Studienakademie Leipzig. Foto: BA Sachsen

Welche rechtlichen Grundlagen liegen der Auswahl von Praxispartnern der BA Sachsen zugrunde? Prof. Dr. U. Gröckel: Aufgrund von § 3 Abs. 2, Satz 3 des Gesetzes über die Berufsakademie im Freistaat Sachsen (Sächsisches Berufsakademiegesetz - SächsBAG) vom 11. Juni 1999 (SächsGVBl. S. 276) hat jeder Standort der BA Sachsen eine Ordnung über die Grundsätze für die Anerkennung von Praxispartnern der Berufsakademie Sachsen zu erstellen. Welche Kriterien spielen dabei eine Rolle? Betriebe der Wirtschaft, vergleichbare Einrichtungen außerhalb der Wirtschaft, insbesondere solche der freien Berufe sowie Einrichtungen von Trägern sozialer Aufgaben können als Praxispartner anerkannt werden, wenn sie personell und sachlich geeignet sind, die in der jeweiligen Studienordnung vorgeschriebenen Inhalte

der praxisintegrierten Studienabschnitte (Studieninhalte) studiengemäß zu vermitteln. Die Eignung bezieht sich insbesondere darauf, in den Unternehmen fachkompetente Betreuer mit einem adäquaten Hochschulabschluss, auch BA- Abschluss, vor Ort zu haben. Selbstverständlich muss gesichert sein, dass alle in den Modulen Praxis festgeschriebenen Studieninhalte durch den Praxispartner vermittelt werden können. Praxispartner können sich dazu auch mit Kooperationspartnern zusammenschließen. Wir achten darauf, dass in den Unternehmen nur so viele Studenten aufgenommen werden, dass mit allen individuell gearbeitet und learning -by-doing begleitet werden kann. Weitere Details findet man unter http://www.ba-leipzig.de/uploads/ media/EigPraxisBA.pdf Durch wen erfolgt die Prüfung der notwendigen Voraussetzungen? In der Koordinierungskommission wird die fachliche Eignung geprüft und bestätigt. Die Koordinierungskommission regelt die Zusammenarbeit zwischen der Staatlichen Studienakademie und den Praxispartnern. Ihre Aufgaben und Zusammensetzung sind gesetzlich geregelt. Die Koordinierungskommission ist paritätisch besetzt mit Vertretern der Praxispartner, Vertretern der Studienakademie. Die Studenten sind mit studentischen Mitgliedern vertreten. Hat die Koordinierungskommission weitere Aufgaben? Ja, die Koordinierungskommission wird in allen wesentlichen Grundsatzfragen zur Entwicklung einer Studienakademie gehört – das ist Grundprinzip eines dualen praxisintegrierten Studiums! Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Koordination des Studiums zwischen Studienakademie und Praxispartner, die Abstimmung der Studienplatzkapazitäten, Empfehlungen für die Bestellung der Studiengangleiter und wie oben

schon geschildert eben die Anerkennung von Unternehmen als Praxispartnern. Welche Chancen bieten sich den Praxispartnern durch die Zusammenarbeit mit der BA Sachsen? Da möchte ich an erster Stelle die gezielte Heranbildung des Fachkräfte- und Führungskräftenachwuchses für das Unternehmen hervorheben. Unsere Absolventen sind sofort nach dem Studium und ohne Einarbeitungszeit berufsfähig. Der systematische Wechsel von Theorie- und Praxisphasen bedingt, dass die Studenten ganz nahe an allen betrieblichen Prozessen und auch Problemen dran sind. In gemeinsamen Projekten arbeiten Studenten häufig bereits während des Studiums an Innovationen und neuen Lösungen zur Weiterentwicklung von Produkten und Prozessen – sie leisten Know-how-Transfer. Überaus interessant und bereichernd für das Studium ist auch die Mitwirkung von Dozenten aus den Unternehmen der Praxis. Wer wählt den jeweiligen Praxispartner aus? Dem Charakter eines dualen Studiums folgend, ist von den Studienbewerbern zunächst ein Ausbildungsvertrag mit einem fachlich geeigneten Unternehmen abzuschließen. Dies kann ein Praxisunternehmen sein, das bereits Studenten im Studium begleitet – auf der Homepage der Studienakademie sind die aktuellen Listen

immer einsehbar! Bewirbt sich ein Studieninteressierter bei einem neuen Unternehmen, ist vor Abschluss eines Ausbildungsvertrages die fachliche Eignung einzuholen. Welche Vorteile machen ein duales Studium besonders attraktiv? Es handelt sich um ein praxisintegriertes Studium, das aktive Mitwirkungsmöglichkeiten der Wirtschaft bei Entscheidungen über Studienangebote und -inhalte sowie Studienplatzkapazitäten zwingend erfordert – wir sind immer ganz nahe am Arbeitsmarkt. Die Studenten sind finanziell unabhängig, da die Unternehmen in der Regel eine Vergütung zahlen. Für Unternehmen bietet sich eine nachhaltige Variante der Gewinnung, Profilierung und Bindung von qualifiziertem Nachwuchs– vorrangig für kleine und mittelständische, auch regionale Unternehmen. Alle BA-Abschlüsse sind passfähig am deutschen und auch internationalen Arbeits- und Bildungsmarkt. Eine glänzende berufliche Karriere in sächsischen Unternehmen ist gesichert, braucht unsere Wirtschaft doch Fach - wie Führungskräftenachwuchs, Unternehmensnachfolger werden gesucht ebenso wie Unternehmensgründer gebraucht werden. Ein Masterstudium lässt sich allemal auch später noch aufsetzen! Gespräch: Frank Lehmann

Wir bieten die

Berufsausbildung zum Forstwirt/ zur Forstwirtin. Ziel der dreijährigen Ausbildung ist die Qualifikation in den Bereichen der Pflege und Erhaltung des Waldes, der Holzernte und des Wald- und Naturschutzes. Sie sind dann in forstlichen Dienstleistungsunternehmen, in privaten Forstbetrieben und im Garten- und Landschaftsbau einsetzbar. Oder Sie wählen eine Weiterbildungsmöglichkeit zum Forstwirtschaftsmeister, Maschinenführer oder Baumpfleger. Die Ausbildung findet in Doberschütz sowie an der überbetrieblichen Ausbildungsstätte in Morgenröthe-Rautenkranz statt. Für Abiturienten besteht die Möglichkeit der Verkürzung der Ausbildungszeit auf 2 Jahre. Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bis Anfang Februar an den Forstbezirk Taura, Neußener Str. 28, 04889 Belgern- Schildau OT Taura 034221 54190.


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Die Einheit von Theorie und Praxis Die Berufsakademie Sachsen (BAS) bietet ein breites Spektrum Neben Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen gibt es im Freistaat die Berufsakademie Sachsen an den sieben Standorten Bautzen, Breitenbrunn, Dresden, Glauchau, Leipzig, Plauen und Riesa. Die Berufsakademie Sachsen wurde 1991 nach dem baden-württembergischen Modell als staatliche Bildungsinstitution des tertiären Bereichs gegründet. Wesensmerkmal des Studiums ist das duale Prinzip: Wirtschaft und Wissenschaft kooperieren bei der anspruchsvollen akademischen und zugleich praxisintegrierenden Ausbildung. An der Berufsakademie Sachsen werden jeweils betriebswirtschaftliche, ingenieurwissenschaftlichtechnische sowie sozialwissenschaftliche Studienrichtungen angeboten. Jedes Semester umfasst einen wissenschaftlich-theoretischen und einen praktischen Studienabschnitt. Beide Studienabschnitte sind inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt. Das Studium erfolgt in Seminargruppen von in der Regel 30 Studierenden, sodass ein optimales Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden besteht. Studienabbrecher kennt die Berufsakademie so gut wie nicht! Anders als an Universitäten und Fachhochschulen erreichen fast alle Studienanfänger/-innen auch

das Studienziel. Studierende erfahren ihren Praxispartner zugleich als Lehr- und Lernort und als zukünftigen potenziellen Arbeitgeber. Je nach Studiengang werden 80 – 100 Prozent der Absolventen/ -innen vom Ausbildungsbetrieb in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Zulassungsbedingungen Als Zugangsvoraussetzung benötigen Sie eine der in der rechts stehenden Abbildung aufgeführten Abschlüsse (gemäß SächsBAG). Der Ausbildungsvertrag mit einem anerkannten Praxispartner (Unternehmen) ist ebenso Voraussetzung für die Zulassung an der Berufsakademie (SächsBAG §8). Die Bewerbung um einen Studienplatz erfolgt durch eigene Kontaktaufnahme und Bewerbung bei einem geeigneten Unternehmen. Die Mitarbeiter der jeweiligen Studienangebote helfen Ihnen gern durch die Vermittlung von Firmenkontakten. Zudem können Sie selbstständig auf den Internetseiten der Studienakademien die aktuellen Firmenlisten für jedes Studienprogramm einsehen. Persönliche Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium an der BA Sachsen sind Motivation, Kontaktfreudigkeit und die Fähigkeit zum abstrakten, vernetzten sowie kreativen Denken. Sie müssen den Willen haben, zielstrebig und mit hohem Engagement in Theorie wie Praxis zu arbeiten. Sie benöti-

Nach dem 1. Monat n entscheiden: Zufriede oder Geld zurück!

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gen für die technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Studienangebote eine gute theoretische Vorbildung in mathematisch-naturwissenschaftlichen Gebieten und mindestens einer Fremdsprache.

Studienangebot Wirtschaft: Fit fürs Management Unternehmen im Produktionsund Dienstleistungssektor brauchen Mitarbeiter, die sich den permanent ändernden Anforderungen der Wirtschaft dynamisch und kompetent stellen. Die Lerninhalte im Studienbereich Wirtschaft orientieren sich klar an diesem Anforderungsprofil: Schwerpunkte bilden Vorlesungen, Seminare und Fallstudienübungen zu Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Recht, EDV und Statistik. Darüber hinaus besitzt die Vermittlung von funktionsübergreifenden Kompetenzen durch Fremdsprachen, Management- und Verkaufstraining, Kommunikations- und Rhetorikkurse sowie Planspiele einen hohen Stellenwert. Technik: verantwortungsbewusst einsetzen und nutzen „Die Chancen des Fortschritts nutzen, seine Risiken erkennen und sie vermeiden“ – unter diesem Leitmotiv lernen Studierende im Studienbereich Technik ingenieurgemäß zu denken und zu arbeiten. Neben soliden Grundkenntnissen in der Mathematik und den rele-

vanten Naturwissenschaften werden die fachspezifischen Inhalte in moderner Studien- und Laborumgebung vermittelt. Weitere Schwerpunkte sind in der Mikroelektronik und Informatik gelegt. Mit der Vermittlung funktionsübergreifender Kompetenzen durch Fremdsprachen, Recht sowie Management- und Kommunikationstraining werden die Ingenieurabsolventen bestens auf ihr Berufsleben vorbereitet. Sozialwesen: Soziale Verantwortung professionell übernehmen Moderne Sozialpädagogen/-innen müssen über ein umfangreiches theoretisches und praktisches Wissen verfügen, das sie im Interesse ihrer Klienten, des Arbeitgebers sowie der Gesellschaft nutzbringend einsetzen kann. Aspekte des modernen Managements sind hier ebenso zu berücksichtigen wie die soziale Verantwortung für das Gemeinwohl. Die Lehrinhalte orientieren sich an den Erfordernissen der Praxis Sozialer Arbeit, integrieren aber auch grundlagentheoretische und ethische Aspekte. Schwerpunkte bilden Vorlesungen, Seminare und Übungen zu Sozialarbeitswissenschaft, Psychologie, Soziologie, Recht, Politik, Wirtschaft, Diagnostik und Methodik. Darüber hinaus besitzt die Vermittlung von funktionsübergreifenden Kompetenzen durch Informatik, Fremdsprachen und Rhetorikkurse hohen Stellenwert.

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Anlagenmechaniker/-innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Die Tätigkeit im Überblick Anlagenmechaniker/-innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik planen und installieren versorgungstechnische Anlagen und Systeme. Sie warten diese auch und setzen sie instand. Hauptsächlich arbeiten Anlagenmechaniker/-innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zum Beispiel in Klempnereien, Installationsbetrieben oder bei Heizungs- und Klimaanlagenbauern. Darüber hinaus gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Montage von Solar- oder Regenwassernutzungsanlagen, bei Hausmeisterdiensten oder bei technischen Wartungsdiensten. Die Ausbildung im Überblick Diese bundesweit geregelte 3 1/2-jährige Ausbildung wird in Industrie und Handwerk angeboten.


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Standorte der Berufsakademie Sachsen

Bauunternehmen im: Gleisbau, Tiefbau, Brückenbau, Wasserbau, Rohbau, An- und Umbauten, Kleinkläranlagenbau, Beton- und Erdarbeiten, Abdichtungen Wir bilden mit dem Sächsischen Bauindustrieverband in folgenden Fachrichtungen aus:

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Immobilienkaufmann/-frau Ausbildungsbeginn: August 2013 Ihre ausführlichen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an: Torgauer Wohnstätten GmbH Lassallestraße 10 Tel.: 03421 750-0 04860 Torgau Fax: 03421 710245 E-Mail: kontakt@torgauer-wohnstaetten.de www.torgauer-wohnstaetten.de

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• Ausbildungszeit: jeweils 3 Jahre • Tarifliche Entlohnung • Ausbildung erfolgt an 3 Stellen: – berufsorientierte Ausbildung im ÜAZ – theoretische Ausbildung in der Berufsfachschule – praktische Ausbildung im Betrieb an verschiedenen Baustellen Tauraer Straße 7 • 04874 Belgern Tel. 034224 40257 • Fax 034224 40258 sekretariat@montra-gmbh.de


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Bei jungen Leuten hoch im Kurs Berufe im Bereich Gesundheit und Soziales sind auch in Nordsachsen sehr gefragt Der Bereich Gesundheit und Soziales zählt zu den Wachstumsbranchen, auch in der Region Torgau. Damit stehen Berufe wie Altenpfleger/ -in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/-in bei Schülern hoch im Kurs, wenn es um die Berufswahl geht. Was steckt eigentlich hinter diesen Berufen und warum entscheidet man sich dafür? „Häufig entscheiden sich junge Leute für einen sozialen Beruf, weil sie gern mit Menschen umgehen, helfen wollen und in ihrem Umfeld diverse Berührungspunkte zum Beruf haben“, erklärt Berufsberaterin Birgit Schmidt von der Agentur für Arbeit Oschatz. Zu ihren Aufgaben als Berufsberaterin gehört es auch zu hinterfragen, warum sich Jugendliche für diese Berufsrichtung entscheiden wollen und ob sie ausreichend über das spätere Tätigkeitsfeld informiert sind. „Erfahrungsgemäß zeichnet sich das Interesse für Gesundheits- und Sozialberufe frühzeitig ab. Man merkt, dass derjenige eine gewisse Ader dafür hat“, beschreibt die Berufsberaterin. Doch erst die Praktikumseinsätze schärfen erfahrungsgemäß den Blick. Da zeige sich, ob man auch mit den vermeintlichen Schattenseiten des Berufs klar kommt. Schmerzen, Blut, Tränen, Hilflosigkeit und auch der Tod gehören für Gesundheits- und Krankenpfleger oder Altenpfleger beispielsweise zum Berufsalltag. Hinzu kommen Schichtdienste und diverse Dienstvorschriften. Man möchte meinen, das schreckt eher ab. Doch dem ist nicht so, schätzt Birgit Schmidt ein. Die meisten Jugendlichen wissen in etwa, was auf sie zukommt. Vor allem aber würden die Praktikanten oftmals das Gefühl von Dankbarkeit mitnehmen, das ihnen bei ihrem Einsatz von den Patienten entgegengebracht worden ist. Vorsichtig ist die Berufsberaterin, wenn herauszuhören ist, dass der Berufswunsch eher von den Eltern kommt als von den Jugendlichen selbst. „Das ist keine gute Grundlage für die Berufswahl. Gerade dort, wo man viel mit Menschen zu tun hat, geht es ohne das gewisse Feuer für den Beruf nicht.“ Ist die Entscheidung gefallen, muss man vor allem die Bewerbungsfristen beachten. In Krankenhäusern bewirbt man sich üblicherweise bereits etwa ein Jahr vor dem Ausbildungsbeginn. Gute Noten in Mathe und Deutsch sowie Biologie und Chemie sind dabei wichtig. Auch die Ausbildung selbst fordert ein hohes Maß an theoretischen Kenntnissen, ohne die in der Praxis wenig läuft.

Aktuelle Zahlen Beschäftigtenzahl im Gesundheits- und Sozialwesen: Per 30. 6. 2011 waren in der Region Torgau insgesamt 1.878 Arbeitnehmer im Bereich Gesundheit/Soziales sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht einem Beschäftigtenanteil von 12,8 Prozent. Noch zwei Jahre zuvor lag der Anteil an allen Beschäftigten bei 11,4 Prozent. Die Branche hat damit höhere Anteile als beispielsweise Bau bzw. Handel, die jeweils bei etwa 10 Prozent liegen. In den letzten zwei Jahren ist die Beschäftigtenzahl im Bereich Gesundheit/Soziales um 185 Arbeitnehmer bzw. 10,9 Prozent gewachsen. Zum Vergleich: Die Gesamtbeschäftigtenzahl in der Region Torgau ist im gleichen Zeitraum nur um 41 Arbeitnehmer bzw. 0,3 Prozent gewachsen.

Häufig schalten Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) vor. Das erleichtert den Berufseinstieg und man lernt das Tätigkeitsumfeld besser kennen. Nach der erfolgreichen Ausbildung bietet der Arbeitsmarkt auch perspektivisch gute Jobchancen im sozialen Bereich. Dabei wirkt die demografische Komponente gleich doppelt. Zum einen wird die Bevölkerung immer älter, sodass der Bedarf im Gesundheitsbereich tendenziell zunimmt. Andererseits verlassen in den kommenden Jahren altersbedingt eine Reihe erfahrender Fachkräfte die Branche. So ist schon jetzt die Personalanforderung für den sozialen Bereich kontinuierlich hoch. Der Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und Jobcenter veröffentlicht den Großteil der Stellenofferten im Einverständnis mit den Unternehmen. Auslernende Azubis und Absolventen von Weiterbildungen haben gegenwärtig quasi Übernahmechancen wie nie zuvor. Überblick und Hinweise zu den Berufen in den Bereichen Pflege/Gesundheit sowie allen übrigen über 400 Berufen gibt es auch im Internet unter www.planet-beruf. de <http://www.planet-beruf.de> . Einfach in der Rubrik Schüler über die linke Navigationsleiste Mein Beruf auswählen. Dort gibt´s den Überblick zu allen Berufen von A bis Z. Empfehlenswert sind die Beschreibungen einzelner Tagesabläufe und die Videoclips zum Beruf.

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Medizinische Berufsfachschule Torgau mit langer Tradition

Ausbildung zum/ zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in erfolgt in Kooperation mit Kliniken Die medizinische Berufsfachschule in Torgau ist eine traditionsreiche Ausbildungsstätte im Bereich der professionellen medizinischen Pflege. Ausgebildet werden aktuell Gesundheits- und Krankenpfleger/ -innen der Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“ gGmbH, der Kreiskrankenhaus GmbH Delitzsch/ Eilenburg, der Collm-Klinik Oschatz und des Kreiskrankenhauses Mühldorf am Inn. Die Ausbildung erfolgt durch festangestellte Lehrer, Ärzte und Praxisanleiter. Sie endet mit der staatlichen Examensprüfung. In zwölf Themenkomplexen werden fundierte Praktische Übungen ge hören zur Au sbildung theoretische Kenntnisse sowohl beFotos: KKH rufsbezogener als auch berufsübergreifender Bereiche vermittelt. Die leranz gegenüber anderen Meinun- von Krankenhäusern, Arztpraxen, praktische Ausbildung erfolgt in fol- gen oder Lebenseinstellungen, Ver- Pflegeeinrichtungen wie Altersheigenden Fachgebieten: Innere Medi- antwortungsbewusstsein und Zu- men, in der ambulanten Betreuung, zin, Geriatrie, Chirurgie, Gynäkolo- verlässigkeit, Wille zur eigenverant- der Gesundheitsberatung und in Sogie/Geburtshilfe, Urologie, Pädia- wortlichen Mitarbeit, körperliche zialstationen. trie, Neurologie, Psychiatrie und Gesundheit und psychische Stabili- Vielfältige Weiterbildungsmöglichambulante Pflege. tät. Voraussetzung sind der Real- keiten nach erfolgreichem AbAusbildungsbeginn ist alljährlich schulabschluss oder ein anderer schluss stehen für die Bereiche Staam 1. September. Die Dauer der gleichwertiger Abschluss bzw. eine tions- und Bereichsleitung, OP- und Ausbildung beträgt drei Jahre. Mit- abgeschlossene zweijährige Ausbil- Anästhesie, Wundmanagement, bringen sollten Interessenten Offen- dung als Krankenpflege- bzw. Alten- Diabetesberatung, Praxisanleitung, heit und Freude im Kontakt mit pflegehelfer. Künftige Einsatzmög- Pflegemanagement und vieles mehr Menschen verschiedenen Alters, To- lichkeiten bestehen im Pflegebereich offen.

ter ationen un usbildung/ rm fo In e h » Ausführlic .kkh-torgau.de/job-a ww » http://w schule c fa berufs h Theoretische Kenntnisse vermittelt hier Schulleiterin Christina Stößer.

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Offene Türen für Nachwuchs Gespräch mit Petra Weinert, Oberin im Kreiskrankenhaus Torgau Die Pflege alter, kranker und behinderter Menschen ist eine der wichtigsten Aufgaben in einer Klinik, wie dem Kreiskrankenhaus Torgau. 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche ist die Betreuung der Patienten abzusichern. Das stellt hohe Anforderungen an das Personal. Zu Fragen der Nachwuchsgewinnung sprach TZ mit Oberin (Leiterin des Pflegedienstes) Petra Weinert. TZ: Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, ist ein schöner, abwechslungsreicher Beruf, der ein hohes Maß an Engagement und ständiges Lernen beinhaltet. Wie finden Sie denn Ihre künftigen Mitarbeiter? P. Weinert: Wir haben unser Haus stets für interessierte junge Leute geöffnet. Die Palette reicht von Schnupperangeboten für Schüler über Praktika bis hin zur Ferienarbeit. Ich kann sagen, das Interesse am medizinischen Beruf, auch im Bereich der Pflege, ist geblieben. Jedoch kommen manche Interessenten mit falschen Vorstellungen, gar Illusionen, die sie aus Fernsehserien mitbringen. Und die müssen Sie ihnen nehmen? Wir haben eine klare Erwartungshaltung, auch hinsichtlich der schulischen Voraussetzungen und des Grundwissens. Seit einem Jahr gibt es auch für Schüler mit nicht so guten Noten die Möglichkeit, über zwei Jahre den Abschluss als Krankenpflegehilfe zu erwerben. Die Ausbildung erfolgt beispielsweise am BSZ Torgau und der Heimerer Schule. Der praktische Teil wird in unserem Haus, einer anderen Klinik oder in Pflegeheimen bestritten. Wie steht es um die Beschäftigungsmöglichkeiten nach dem erfolgreichen Abschluss? Die Chancen stehen echt gut. Auch eine Weiterbildung zum/ zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in ist möglich. Wichtig sind die Fähigkeit zur Arbeit im Team und die Bereitschschaft zur Schichtarbeit. Sie sprachen zu Beginn bereits von möglichen Praktika und Schnupperkursen. Wie kommt man als Schüler da ran? Da wären zunächst die obligatorischen Schulpraktika, die ja von vielen Schulen mit einem klaren Lernauftrag und einem Praktikumsbericht verbunden werden. 18 ausgebildete und pädagogisch geschulte Praxisanleiter stehen

Petra Weinert

Foto: Privat

den jungen Leuten beim Start in unserem Haus zur Seite. Klare Belehrungen zur Hygiene, zum Arbeitsschutz, zum Datenschutz und zur Schweigepflicht sind selbstverständlich. Ja und dann lernen die jungen Leute den ungeschminkten Alltag in der Klinik kennen. Körperliche und psychische Anstrengungen bleiben nicht aus. So kann jeder am Ende für sich entscheiden, ob ihm der künftige Beruf auch zusagt. Sprechen Sie auch mit den jungen Leuten über deren Eindrücke und mögliche Vorschläge? Aber selbstverständlich! Ein Auswertungsgespräch mit Hinweisen und Verbesserungsvorschlägen bildet den Abschluss jedes Praktikums, auch bei Ferientätigkeit. Übrigens, wer die Chance eines Ferienpraktikums nutzen möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden. Ist denn ein Blick in den OP-Bereich im Rahmen von Praktika möglich? Chefarzt Dr. Müller offeriert Abiturienten dieses Angebot. Wenn ich abschließend zusammenfassen darf, dann bietet das Kreiskrankenhaus Torgau jungen Leuten bereits im Vorfeld der Berufswahl vielfältigste Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln, sich auszuprobieren und sich zu entscheiden. Genau so ist es! Gespräch: Frank Lehmann

Lösungen für den Bewerbungstest auf Seite 4 der Azubi-Edition: Frage 1: altmodisch -> modern, alles -> nichts, allgemein -> speziell, fremd -> bekannt, legal -> verboten; Frage 2: richtig: Du suchst das Gespräch mit dem Gesellen und machst ihn auf den Fehler aufmerksam. Frage 3: richtig ist: Im Vorstellungsgespräch betonst Du eigene Stärken. Du kannst dem Chef bereits während des Vorstellungsgesprächs Deine berufsbedeutsamen Neigungen und Abneigungen benennen.; Frage 4: richtig: Erziehungsberechtigter, Explosion; Frage 5: Eine kWh Energie kostete 20 Cent.


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Bei jungen Leuten hoch im Kurs Berufe im Bereich Gesundheit und Soziales sind auch in Nordsachsen sehr gefragt Der Bereich Gesundheit und Soziales zählt zu den Wachstumsbranchen, auch in der Region Torgau. Damit stehen Berufe wie Altenpfleger/ -in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/-in bei Schülern hoch im Kurs, wenn es um die Berufswahl geht. Was steckt eigentlich hinter diesen Berufen und warum entscheidet man sich dafür? „Häufig entscheiden sich junge Leute für einen sozialen Beruf, weil sie gern mit Menschen umgehen, helfen wollen und in ihrem Umfeld diverse Berührungspunkte zum Beruf haben“, erklärt Berufsberaterin Birgit Schmidt von der Agentur für Arbeit Oschatz. Zu ihren Aufgaben als Berufsberaterin gehört es auch zu hinterfragen, warum sich Jugendliche für diese Berufsrichtung entscheiden wollen und ob sie ausreichend über das spätere Tätigkeitsfeld informiert sind. „Erfahrungsgemäß zeichnet sich das Interesse für Gesundheits- und Sozialberufe frühzeitig ab. Man merkt, dass derjenige eine gewisse Ader dafür hat“, beschreibt die Berufsberaterin. Doch erst die Praktikumseinsätze schärfen erfahrungsgemäß den Blick. Da zeige sich, ob man auch mit den vermeintlichen Schattenseiten des Berufs klar kommt. Schmerzen, Blut, Tränen, Hilflosigkeit und auch der Tod gehören für Gesundheits- und Krankenpfleger oder Altenpfleger beispielsweise zum Berufsalltag. Hinzu kommen Schichtdienste und diverse Dienstvorschriften. Man möchte meinen, das schreckt eher ab. Doch dem ist nicht so, schätzt Birgit Schmidt ein. Die meisten Jugendlichen wissen in etwa, was auf sie zukommt. Vor allem aber würden die Praktikanten oftmals das Gefühl von Dankbarkeit mitnehmen, das ihnen bei ihrem Einsatz von den Patienten entgegengebracht worden ist. Vorsichtig ist die Berufsberaterin, wenn herauszuhören ist, dass der Berufswunsch eher von den Eltern kommt als von den Jugendlichen selbst. „Das ist keine gute Grundlage für die Berufswahl. Gerade dort, wo man viel mit Menschen zu tun hat, geht es ohne das gewisse Feuer für den Beruf nicht.“ Ist die Entscheidung gefallen, muss man vor allem die Bewerbungsfristen beachten. In Krankenhäusern bewirbt man sich üblicherweise bereits etwa ein Jahr vor dem Ausbildungsbeginn. Gute Noten in Mathe und Deutsch sowie Biologie und Chemie sind dabei wichtig. Auch die Ausbildung selbst fordert ein hohes Maß an theoretischen Kenntnissen, ohne die in der Praxis wenig läuft.

Aktuelle Zahlen Beschäftigtenzahl im Gesundheits- und Sozialwesen: Per 30. 6. 2011 waren in der Region Torgau insgesamt 1.878 Arbeitnehmer im Bereich Gesundheit/Soziales sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht einem Beschäftigtenanteil von 12,8 Prozent. Noch zwei Jahre zuvor lag der Anteil an allen Beschäftigten bei 11,4 Prozent. Die Branche hat damit höhere Anteile als beispielsweise Bau bzw. Handel, die jeweils bei etwa 10 Prozent liegen. In den letzten zwei Jahren ist die Beschäftigtenzahl im Bereich Gesundheit/Soziales um 185 Arbeitnehmer bzw. 10,9 Prozent gewachsen. Zum Vergleich: Die Gesamtbeschäftigtenzahl in der Region Torgau ist im gleichen Zeitraum nur um 41 Arbeitnehmer bzw. 0,3 Prozent gewachsen.

Häufig schalten Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) vor. Das erleichtert den Berufseinstieg und man lernt das Tätigkeitsumfeld besser kennen. Nach der erfolgreichen Ausbildung bietet der Arbeitsmarkt auch perspektivisch gute Jobchancen im sozialen Bereich. Dabei wirkt die demografische Komponente gleich doppelt. Zum einen wird die Bevölkerung immer älter, sodass der Bedarf im Gesundheitsbereich tendenziell zunimmt. Andererseits verlassen in den kommenden Jahren altersbedingt eine Reihe erfahrender Fachkräfte die Branche. So ist schon jetzt die Personalanforderung für den sozialen Bereich kontinuierlich hoch. Der Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und Jobcenter veröffentlicht den Großteil der Stellenofferten im Einverständnis mit den Unternehmen. Auslernende Azubis und Absolventen von Weiterbildungen haben gegenwärtig quasi Übernahmechancen wie nie zuvor. Überblick und Hinweise zu den Berufen in den Bereichen Pflege/Gesundheit sowie allen übrigen über 400 Berufen gibt es auch im Internet unter www.planet-beruf. de <http://www.planet-beruf.de> . Einfach in der Rubrik Schüler über die linke Navigationsleiste Mein Beruf auswählen. Dort gibt´s den Überblick zu allen Berufen von A bis Z. Empfehlenswert sind die Beschreibungen einzelner Tagesabläufe und die Videoclips zum Beruf.

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Medizinische Berufsfachschule Torgau mit langer Tradition

Ausbildung zum/ zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in erfolgt in Kooperation mit Kliniken Die medizinische Berufsfachschule in Torgau ist eine traditionsreiche Ausbildungsstätte im Bereich der professionellen medizinischen Pflege. Ausgebildet werden aktuell Gesundheits- und Krankenpfleger/ -innen der Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“ gGmbH, der Kreiskrankenhaus GmbH Delitzsch/ Eilenburg, der Collm-Klinik Oschatz und des Kreiskrankenhauses Mühldorf am Inn. Die Ausbildung erfolgt durch festangestellte Lehrer, Ärzte und Praxisanleiter. Sie endet mit der staatlichen Examensprüfung. In zwölf Themenkomplexen werden fundierte Praktische Übungen ge hören zur Au sbildung theoretische Kenntnisse sowohl beFotos: KKH rufsbezogener als auch berufsübergreifender Bereiche vermittelt. Die leranz gegenüber anderen Meinun- von Krankenhäusern, Arztpraxen, praktische Ausbildung erfolgt in fol- gen oder Lebenseinstellungen, Ver- Pflegeeinrichtungen wie Altersheigenden Fachgebieten: Innere Medi- antwortungsbewusstsein und Zu- men, in der ambulanten Betreuung, zin, Geriatrie, Chirurgie, Gynäkolo- verlässigkeit, Wille zur eigenverant- der Gesundheitsberatung und in Sogie/Geburtshilfe, Urologie, Pädia- wortlichen Mitarbeit, körperliche zialstationen. trie, Neurologie, Psychiatrie und Gesundheit und psychische Stabili- Vielfältige Weiterbildungsmöglichambulante Pflege. tät. Voraussetzung sind der Real- keiten nach erfolgreichem AbAusbildungsbeginn ist alljährlich schulabschluss oder ein anderer schluss stehen für die Bereiche Staam 1. September. Die Dauer der gleichwertiger Abschluss bzw. eine tions- und Bereichsleitung, OP- und Ausbildung beträgt drei Jahre. Mit- abgeschlossene zweijährige Ausbil- Anästhesie, Wundmanagement, bringen sollten Interessenten Offen- dung als Krankenpflege- bzw. Alten- Diabetesberatung, Praxisanleitung, heit und Freude im Kontakt mit pflegehelfer. Künftige Einsatzmög- Pflegemanagement und vieles mehr Menschen verschiedenen Alters, To- lichkeiten bestehen im Pflegebereich offen.

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Offene Türen für Nachwuchs Gespräch mit Petra Weinert, Oberin im Kreiskrankenhaus Torgau Die Pflege alter, kranker und behinderter Menschen ist eine der wichtigsten Aufgaben in einer Klinik, wie dem Kreiskrankenhaus Torgau. 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche ist die Betreuung der Patienten abzusichern. Das stellt hohe Anforderungen an das Personal. Zu Fragen der Nachwuchsgewinnung sprach TZ mit Oberin (Leiterin des Pflegedienstes) Petra Weinert. TZ: Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, ist ein schöner, abwechslungsreicher Beruf, der ein hohes Maß an Engagement und ständiges Lernen beinhaltet. Wie finden Sie denn Ihre künftigen Mitarbeiter? P. Weinert: Wir haben unser Haus stets für interessierte junge Leute geöffnet. Die Palette reicht von Schnupperangeboten für Schüler über Praktika bis hin zur Ferienarbeit. Ich kann sagen, das Interesse am medizinischen Beruf, auch im Bereich der Pflege, ist geblieben. Jedoch kommen manche Interessenten mit falschen Vorstellungen, gar Illusionen, die sie aus Fernsehserien mitbringen. Und die müssen Sie ihnen nehmen? Wir haben eine klare Erwartungshaltung, auch hinsichtlich der schulischen Voraussetzungen und des Grundwissens. Seit einem Jahr gibt es auch für Schüler mit nicht so guten Noten die Möglichkeit, über zwei Jahre den Abschluss als Krankenpflegehilfe zu erwerben. Die Ausbildung erfolgt beispielsweise am BSZ Torgau und der Heimerer Schule. Der praktische Teil wird in unserem Haus, einer anderen Klinik oder in Pflegeheimen bestritten. Wie steht es um die Beschäftigungsmöglichkeiten nach dem erfolgreichen Abschluss? Die Chancen stehen echt gut. Auch eine Weiterbildung zum/ zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in ist möglich. Wichtig sind die Fähigkeit zur Arbeit im Team und die Bereitschschaft zur Schichtarbeit. Sie sprachen zu Beginn bereits von möglichen Praktika und Schnupperkursen. Wie kommt man als Schüler da ran? Da wären zunächst die obligatorischen Schulpraktika, die ja von vielen Schulen mit einem klaren Lernauftrag und einem Praktikumsbericht verbunden werden. 18 ausgebildete und pädagogisch geschulte Praxisanleiter stehen

Petra Weinert

Foto: Privat

den jungen Leuten beim Start in unserem Haus zur Seite. Klare Belehrungen zur Hygiene, zum Arbeitsschutz, zum Datenschutz und zur Schweigepflicht sind selbstverständlich. Ja und dann lernen die jungen Leute den ungeschminkten Alltag in der Klinik kennen. Körperliche und psychische Anstrengungen bleiben nicht aus. So kann jeder am Ende für sich entscheiden, ob ihm der künftige Beruf auch zusagt. Sprechen Sie auch mit den jungen Leuten über deren Eindrücke und mögliche Vorschläge? Aber selbstverständlich! Ein Auswertungsgespräch mit Hinweisen und Verbesserungsvorschlägen bildet den Abschluss jedes Praktikums, auch bei Ferientätigkeit. Übrigens, wer die Chance eines Ferienpraktikums nutzen möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden. Ist denn ein Blick in den OP-Bereich im Rahmen von Praktika möglich? Chefarzt Dr. Müller offeriert Abiturienten dieses Angebot. Wenn ich abschließend zusammenfassen darf, dann bietet das Kreiskrankenhaus Torgau jungen Leuten bereits im Vorfeld der Berufswahl vielfältigste Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln, sich auszuprobieren und sich zu entscheiden. Genau so ist es! Gespräch: Frank Lehmann

Lösungen für den Bewerbungstest auf Seite 4 der Azubi-Edition: Frage 1: altmodisch -> modern, alles -> nichts, allgemein -> speziell, fremd -> bekannt, legal -> verboten; Frage 2: richtig: Du suchst das Gespräch mit dem Gesellen und machst ihn auf den Fehler aufmerksam. Frage 3: richtig ist: Im Vorstellungsgespräch betonst Du eigene Stärken. Du kannst dem Chef bereits während des Vorstellungsgesprächs Deine berufsbedeutsamen Neigungen und Abneigungen benennen.; Frage 4: richtig: Erziehungsberechtigter, Explosion; Frage 5: Eine kWh Energie kostete 20 Cent.


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Mittler zwischen den Interessen Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Torgau als wichtiges Bindeglied bei der Berufswahl Wir haben das gemeinsame Ziel, Kontakte zwischen Schülern, Schule und regionalen Betrieben praxisnah herzustellen und tragfähig zu machen! Zeigen wir unseren Jugendlichen unser Interesse an ihnen! So lautet das Credo des Arbeitskreises SchuleWirtschaft Torgau. Zur Entwicklung und den aktuellen Aufgaben des Arbeitskreises standen dessen Leiterin Sylvia Brandt, stellvertretende Schulleiterin am BSZ Torgau, und Stefanie Kahle, Projektkoordinatorin des regionalen Übergangsmanagements beim Landratsamt Nordsachsen, Rede und Antwort. Was sehen Sie als wesentlichste Aufgabe des Arbeitskreises an? Sylvia Brandt: Für viele Schülerinnen und Schüler und deren Eltern stellen sich spätestens ab der Klassenstufe acht unter ande-

Stefanie Kahle (l.) und Sylvia Brandt bei einer Vorberatung zu den BIT 2013.

rem die Fragen: Welchen Beruf möchte ich erlernen?, Wo kann ich meine Fähigkeiten, Neigungen und Interessen am besten einbringen?, Welche Anforderungen stellt der künftige Arbeit-

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2013

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tŝƌǀĞƌŐĞďĞŶƵƐďŝůĚƵŶŐƐƉůćƚnjĞ͗ &ĂĐŚŬƌĂŌĨƺƌ>ĂŐĞƌůŽŐŝƐƟŬ;ŵͬǁͿ 'ƌŽƘͲƵŶĚƵƘĞŶŚĂŶĚĞůƐŬĂƵīƌĂƵͬŵĂŶŶ ƵďŝƐƚďĞŝƵŶƐƌŝĐŚƟŐ͕ǁĞŶŶ͗ Du gefördert und gefordert werden willst, Du in 2013 die Schule beendest mit mindestens ns Hauptschulabschluß / Realschulabschluß, Du aufgeschlossen, lernwillig und teamfähig bist.

Na los doch, bewirb Dich jetzt! ^ĞŶĚĞƵŶƐĞŝŶĞǀŽůůƐƚćŶĚŝŐĞŶĞǁĞƌďƵŶŐƐƵŶƚĞƌůĂŐĞŶʹŐĞƌŶĞĂƵĐŚƉĞƌDĂŝů͘ Ś ŝů tŝƌĨƌĞƵĞŶƵŶƐĂƵĨĞŝŶƉĞƌƐƂŶůŝĐŚĞƐ'ĞƐƉƌćĐŚŵŝƚŝƌ͊

Nerlich & Lesser EĞƌůŝĐŚΘ>ĞƐƐĞƌ<'ͮnj͘,͘&ƌĂŶŬƵŚůͮ^ĂŶĚǁĞŐϭͮϬϮϵϳϵ^ĞŝĚĞǁŝŶŬĞů

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geber/Ausbildungsbetrieb an mich? An dieser Stelle setzt der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft an. Wir stellen den Kontakt her zwischen unseren Schülerinnen und Schülern und den unter-

Foto: TZ/Lehmann

schiedlichen und vielfältigen regionalen Ausbildungsbetrieben. Wer gehört alles zum Arbeitskreis Schule-Wirtschaft? S. Brandt: Wir sind ein ganzes Team, dem außer uns beiden

Anlagen- und Sonderformstückbau Dommitzsch GmbH Dommitzsch (PR/HL). Sonderformstücke aus Dommitzsch sind europa- und weltweit gefragt. Speziell und individuell konstruierte Einzelteile für Kraftwerke in Deutschland oder einer Raffinerie in Dubai gehören zu ganz normalen Aufträgen der aktuell 60 fest beschäftigten Mitarbeiter der Anlagen- und Sonderformstückbau Dommitzsch GmbH. „Auch die Lehrlingsausbildung ist immer ein Thema bei uns”, erklärt Geschäftsführer Bernd Grauert. „Momentan bilden wir zwei Lehrlinge aus, zwei wurden im vergangenen Jahr übernommen.” Die auszubildenden Anlagenmechaniker werden mindestens drei Jahre in Dommitzsch mit allen betriebsinternen Abläufen vertraut gemacht, die überbetriebliche Ausbildung erfolgt seit Oktober

2010 in Leipzig. Die Chancen, eine Festanstellung in Dommitzsch zu finden, stehen wie erwähnt nicht schlecht. Zudem sind die Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens offensichtlich längst noch nicht ausgeschöpft.

Sonderformstücke werden hergestellt.

Ausbildung zum

ANLAGENMECHANIKER Voraussetzung: • Realschulabschluss • Interesse an Technik • handwerkliches Geschick • räumliches Vorstellungsvermögen Wir bieten: • einen technisch interessanten Ausbildungsund Arbeitsplatz • individuelle Arbeitsabläufe im Zweischichtbetrieb Gewerbegebiet 1 • 04880 Dommitzsch • Tel. 034223 41902 • Fax 41906


AZUBIFIBEL

noch die Beratungslehrer der Mittelschulen, Kerstin Klage von der Handwerkskammer, Tina Kretschmer von der IHK, Anett Zander vom Landratsamt/Bereich Landwirtschaft) Berufsberaterin Gabi Dieke von der Agentur für Arbeit sowie Veronika Seidel als Vertreterin der Bildungsagentur angehören. Wie oft kommen Sie zusammen? Stefanie Kahle: Der engere Kreis trifft sich etwa einmal im Monat. In großer Runde kommen wir zwei- bis dreimal jährlich zusammen. Dann sind auch Vertreter von hiesigen Firmen, Bürgermeister und Schulleiter dabei. Das trifft besonders auch auf die Auswertung der BIT zu. Seit wann existiert der Arbeitskreis? Sylvia Brandt: Er wurde im Schuljahr 2007/2008 durch den damaligen Schulleiter des BSZ Torgau, Andreas Bidmon, ins Leben gerufen. Die erste Aufgabe des Arbeitskreises war die Vorbereitung, Organisation und Gestaltung der ersten Berufsin-

formationstage (BIT) im März 2008. Und was bringen solche Berufsinformationstage? Stefanie Kahle: Wir können die Bedarfswünsche der Schüler und der Firmen erfassen. Die Mädchen und Jungen erhalten zusätzliche praktische Einblicke, die ihnen helfen, Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig ihre Berufswahlentscheidung zu manifestieren beziehungsweise zu überdenken. Wie ist das Interesse an den BIT? Sylvia Brandt: Das ist über die Jahre enorm gewachsen, was auch auf die Akzeptanz zutrifft. Es gelang zunehmend, die Schüler genau und gezielt mit Firmen zusammenzubringen, wo die Interessen übereinstimmen Können Sie das auch mit Zahlen untersetzen? Stefanie Kahle: Oh ja, die Schüler können einen Erst-und einen Zweitwunsch hinsichtlich der BIT angeben. Bis zu 85 Prozent konnten wir im letzten Jahr den Erstwunsch der Neuntklässler

„Genau unsere Ausbildung!“ Praxisnah und fundiert.

realisieren. Nur ganze zwei Prozent musste in einen ganz anderen Bereich wechseln. Kommt dabei nicht unsrer landwirtschaftlich geprägte Region zu kurz? Stefanie Kahle: Ganz und gar nicht: Aus der Landwirtschaft kamen 40 Prozent der BIT-Angebote. 34 Prozent der Schüler zeigten dafür Interesse. Das spricht doch eine deutliche Sprache. Welche Aufgaben hat der Arbeitskreis gegenwärtig zu bewältigen? Sylvia Brandt: Wir bereiten die nun schon 6. Berufsinformationstage vor, die am 13. und 14. März dieses Jahres stattfinden werden. 374 Jungen und Mädchen aus den 8. und 9. Klassen unserer vier Mittelschulen werden sich daran beteiligen. Bisher liegt die Zusage von 50 Firmen zur Mitarbeit vor. Ist dies schon ausreichend? Stefanie Kahle: Ehrlich gesagt, nein, doch wir hoffen noch, dass sich bis zum Ende der Meldefrist weitere Firmen finden. Schließlich haben wir ab Mitte Dezem-

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ber 2012 insgesamt 220 Unternehmen angeschrieben. Zum Start 2008 waren es 91 Firmen. In welche Richtung gehen hauptsächlich die Berufswünsche der jungen Leute? Sylvia Brandt: Eine große Rolle spielen der Erzieherberuf, die Bereiche Informatik, Medien (speziell die Torgauer Zeitung) die Zahntechnik sowie die Betreuung alter und kranker Menschen. Hier haben wir im Kreiskrankenhaus Torgau einen guten Partner. Aktuell spielt für Hauptschüler die Ausbildung zum Alten- und Krankenpflegehelfer eine ganz wichtige Rolle. Schließlich dient sie auch als Sprungbrett zum Erwerb des Realschulabschlusses. Und welchen Wunsch hat das Team des Arbeitskreises für die Zukunft? Stefanie Kahle/Sylvia Brandt: Unser größter Wunsch ist die Weiterführung des Arbeitskreises und damit der BIT, da das regionale Übergangsmanagement leider im August 2013 endet!

Höft GmbH

Maschinen – Stahlbau – Fördertechnik Hauptstr. 38–40 04861 Torgau OT Mehderitzsch 1. Februar 2013 / 14 – 16.30 Uhr Tag der offenen Tür

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Staatlich geprüfte/r Sozialassistent/-in Staatlich anerkannte/r Erzieher/-in Europa-Korrespondent/-in ESO International Administration Manager ESA Berufsschule Wirtschaft (in Vorbereitung)

Berufliche Perspektiven für die Zukunft in den Ausbildungsberufen:

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Realschulabschluss

für die duale Ausbildung im kaufmännischen Bereich

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Realschulabschluss

Bachelor of Engineering im Studiengang Maschinenbau/Riesa

Abitur

• Diplom-Ingenieur/-in Berufsakademie Riesa im Studiengang Maschinenbau/Riesa

Abitur


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Studium ist gute Kombination Der Torgauer Thomas Litka studiert an der Berufsakademie in Leipzig versitäten und Fachwieder, dass ich Gelerntes besser verstehochschulen. Die he, wenn ich es auch B erufsakademie Leipzig bot ebenfalls praktisch umsetzen kann. In meinen Aueine Informationsgen erschien eine Beveranstaltung in dierufsausbildung die ser Woche an. Ich bessere Wahl. Die besuchte zu Hause Welches Berufsziel haben Sie? Ausbildung als Bankdie Homepage der Mit dem erfolgreichen Abschluss kaufmann entsprach Thomas Litka Foto: privat BA und es stellte meines Dualen Studiums setze ich meinen Interessen an sich heraus, dass die den Grundstein für meine berufli- der Wirtschafts- und Finanzwelt. Hochschule seit 1997 explizit eine che Karriere. Spätestens nach den Da mein Opa als Bankkaufmann Studienrichtung Bankwirtschaft 3 Jahren Studium weiß ich, in wel- tätig war, hatte ich somit seit mei- anbietet. Genau die Ausbildung, cher Abteilung ich arbeiten möch- ner Kindheit einen Bezug zu dieser die ich gesucht hatte. te. Ich könnte mir auch vorstellen, Branche. Ein Studium hätte ich Was reizt Sie an der dualen Ausirgendwann ein Masterstudium zu anschließend noch nachholen bildung? beginnen oder eine leitende Funk- können. Das BA-Studium ist Das Duale Studium bereitet mir tion zu übernehmen. glücklicherweise eine Kombinati- durch den Wechsel der TheorieWarum haben Sie sich für ein on. Es verbindet Studium und Pra- und Praxisphasen sehr viel Spaß. Studium an der Berufsakademie xis in nur drei Jahren. Gerade die Bankwirtschaft lebt entschieden? von ihrer Anwendung. Ein Duales Was hat Sie dazu angeregt? Die Entscheidung, ein BWL-Stu- Während der Studienorientie- Studium bedeutet nicht nur stupidium zu beginnen, habe ich schon rungswoche auf dem JWG in der des Auswendiglernen, sondern sehr zeitig getroffen. Jedoch be- 11. Klasse besuchten uns einige auch Verstehen, wie man das Gemerkte ich in der Schule immer Professoren verschiedenster Uni- lernte in der Wirtschaftswelt anwendet. Sind Ihre Erwartungen bisher erfüllt worden? Auf jeden Fall! Besonders beeindruckend sind die Lernumstände. Von meiner Schwester weiß ich, dass es auf vielen Unis sehr schwierig ist, mit seinem Professor außerhalb der Vorlesungen ins Gespräch GLASS zu kommen. Ihnen fehlt oft leider die Zeit. Auf meiner BA ist das anWir bieten ab August 2013 Ausbildungsplätze für eine ders. Hier finden die meisten VorBerufsausbildung als lesungen in Klassenräumen statt, Mechatroniker/-in wie man sie aus der Schule kennt. Elektroniker/-in für Betriebstechnik Die Anzahl der Studenten in einer Verfahrensmechaniker/-in Glastechnik. Seminargruppe liegt weit unter 30. Die Dozenten haben so mehr Zeit Wir suchen interessierte und engagierte Schulabgänger/ für die Studenten. -innen mit Freude am Umgang mit Glas und moderner Ist eine solche Ausbildung nicht Technik, die folgende Voraussetzungen in die besonders stressig? Berufsausbildung einbringen: Klar, es gibt auch Nachteile. – Realschulabschluss Zum Beispiel ist es während dem – gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern Unterricht echt schwierig, einfach – technisches Verständnis und handwerkliche Fertigkeiten mal abzuschalten und eine kurze – Bereitschaft zur Schichtarbeit „Denkpause“ einzulegen, da der Wenn Sie Interesse an einer Berufsausbildung in einem Dozent den ganzen Raum übervon der IHK zu Leipzig ausgezeichneten Ausbildungsblickt. Man muss viel mitarbeiten, betrieb haben, richten Sie Ihre Bewerbung bitte schriftlich zum Ausruhen sind die Pausen da an die folgende Adresse: … Des Weiteren haben wir keine Semesterferien wie ein „normaler“ SAINT-GOBAIN GLASS FLACHGLAS TORGAU GMBH Personalabteilung I Solarstraße 1 I 04860 Torgau Student. Wir müssen uns mit den Urlaubstagen begnügen. Davon Zunächst einige biografische Daten: Thomas Litka Wohnort: Torgau Alter: 19 Schulbildung/Abschluss: Abitur

Glasklare Chancen für Ihre Ausbildung

gehen einige allein für die Prüfungsvorbereitung drauf. Da man den Praxispartner im Rücken hat, kommt man wenigstens nicht in die Versuchung, seine Prüfung vor sich herzuschieben, wodurch man seinen Abschluss garantiert auch in den 3 Jahren schafft. Ein bisschen Druck vom Arbeitgeber tut manchmal auch gut. Welches Unternehmen haben Sie sich als Praktikumsfirma ausgewählt? Wie kam es dazu? Mein Praxispartner ist die Volksbank Leipzig. Sie bietet jedes Jahr Ausbildungs- und Studienplätze an. Demzufolge hat sie Erfahrung mit BA-Studenten und allgemein ein gutes Image. Als Genossenschaftsbank ist sie regional in Leipzig und Umgebung ansässig, was mir als großer Vorteil erscheint. Wollen Sie später in dem Unternehmen arbeiten oder haben Sie bereits ein Angebot für eine Stelle in einer anderen Firma? Natürlich möchte ich gern in meinem Ausbildungsbetrieb weiterarbeiten. Wie erfolgt die Unterstützung durch den Praktikumsbetrieb? Die Bank gewährt mir Einblicke in jede einzelne Abteilung. Ich durfte von Anfang an selbstständige Arbeiten übernehmen, wodurch man sich sofort als Mitarbeiter anerkannt fühlt. Die Aufgaben in den Praxisphasen werden möglichst so eingeteilt, dass sie sich mit den Themen aus der vorherigen Theoriephase decken. Natürlich zahlt der Praxispartner eine monatliche Ausbildungsvergütung. Ein wichtiges Argument für das Duale Studium, weil man schnell lernt, auch finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Dies ist meiner Meinung nach ein wichtiger Schritt zum Erwachsenwerden. Gibt es in Ihrem Bekanntenkreis bereits Erfahrungen mit einem Studium an der Berufsakademie, wenn ja, welche? Leider gab es nicht viele. Jedoch waren viele BA-Studenten in sozialen Netzwerken erreichbar und offen für alle möglichen Fragen.


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Theorie und Praxis als Einheit Laura Pietsch absolviert ein Studium an der Berufsakademie in Riesa Die Zahl der Interessenten an einem Dualen Studium ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Das belegen aktuelle Zahlen. Doch was macht den Reiz dieser Ausbildungsform aus. Laura Pietsch, die in der Torgauer Verlagsgesellschaft den für sie idealen Praxispartner fand, erklärt ihre Entscheidung. Name: Laura Pietsch Wohnort: Riesa Alter: 23 Schulbildung/Abschluss: Fachoberschule, Ausbildung Bürokauffrau Welches Berufsziel haben Sie? Ich möchte einmal Sport- und Eventmanagerin werden oder als Mitarbeiter in einer Marketingabteilung tätig sein. Warum haben Sie sich für ein Studium an der Berufsakademie entschieden?

Die Verknüpfung von das ist ja auch ein Theorie und Praxis ist Studium. Es ist schon für mich ein wichtiger etwas stressig, weil Bestandteil der Ausbilauch in der Praxisdung. Die Lehrveranphase theoretische staltungen werden in und wissenschaftliSeminar-/Klassengröche Arbeiten geferße abgehalten und sind tigt werden müssen. dadurch individuell Laura Pietsch. Foto: priv. Sie haben sich die Torgauer Verlagsgegestaltbar. Ich meine damit , dass die Studenten hierbei sellschaft als Praktikumsfirma nicht nur eine Matrikelnummer wie ausgewählt. Wie kam es dazu? an einer Universität oder Fachhoch- Durch das regelmäßige Lesen des schule sind, sondern sie sind Men- SonntagsWochenBlattes bin ich schen mit Namen und Gesicht. auf die Stellenanzeige bei der TorgauWas hat Sie zu dieser Ausbil- er Verlagsgesellschaft mbH & Co. dungsform angeregt? KG aufmerksam geworden. Ich war Ich will mich weiterbilden, um im sofort begeistert und fand die Vorweiteren Leben bessere Berufs- stellung, bei einer Zeitung zu arbeichancen und weitere Bildungsmög- ten, sehr interessant. Ich habe mich lichkeiten zu haben. sofort beworben und es hat geklappt. Ist eine solche Ausbildung nicht Wollen Sie später in dem Unterbesonders stressig? Sind Ihre Er- nehmen arbeiten? wartungen bisher erfüllt worden? Für alle späteren Entscheidungen Die Ausbildung ist schon im ersten bin ich offen und möchte mich derSemester sehr anspruchsvoll, aber zeit noch nicht festlegen.

Wie erfolgt die Unterstützung durch den Praktikumsbetrieb bzw. die spätere Arbeitsstelle? Mein Praxispartner ist sehr bemüht, mich bei meinem Studium zu unterstützen, wie zum Beispiel bei Studienfahrten, Praxistransferarbeiten und vielem mehr. Gibt es in Ihrem Bekanntenkreis bereits Erfahrungen mit einem Studium an der Berufsakademie, wenn ja, welche? Leider gibt es in meinem Bekanntenkreis keine Erfahrungen mit einem BA-Studium. Haben Sie noch einen Tipp an junge Leute, die sich für ein BAStudium interessieren? Jeder, der sich dafür interessiert, sollte unbedingt den „Tag der offenen Tür“ oder am „Fachhochschultag“ die Berufsakademie besuchen und sich vor Ort mit Professoren und Studenten unterhalten.

VOLKSSOLIDARITÄT bietet

ZUKUNFT ● HIER LEBEN ● HIER LERNEN ● HIER ARBEITEN Torgau. Die Volkssolidarität bildet in Kooperation mit den Heimerer Schulen Azubis zum/zur

Altenpfleger/-in aus. Während in den Heimerer Schulen die theoretischen Kenntnisse vermittelt werden, erfolgt die praktische Ausbildung im Seniorenheim und beim ambulanten Pflegedienst der Volkssolidarität. Jährlich werden mehrere Lehrlinge ausgebildet, wobei die besten nach Möglichkeit übernommen werden. Eine Vorqualifikation, zum Beispiel ein abgeschlossenes freiwilliges soziales Jahr, ist erwünscht und kann auch bei uns im Verein geleistet werden. Im Rahmen der praktischen Ausbildung werden die Azubis befähigt, bei allen angebotenen Leistungen die Würde, die Selbstbestimmung und die Individualität des Betreuten zu wahren.

WIR BILDEN AUS: ➤ Medienkaufmann/-frau Digital & Print ➤ Mediengestalter/-in für Digital & Print Fachrichtung: Gestaltung & Technik

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guter Realschulabschluss

2. September 2013

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 31. März 2013 an: Torgauer Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Personalbüro Elbstraße 1 – 3 oder per E-Mail an liane.grosse@haus-der-presse.de 04860 Torgau

TORGAUER VERLAGSGESELLSCHAFT


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l l o v s i n d n ä t s r e v d n Geduldig u ilder er warten

n Arbeitgeber oder Ausb

künftige Was Schüler von ihrem

ge n Berufes ist für jun Die Wahl des künftige rde sfo rau eine echte He Leute in der Schule shlü sc un ch no nch einer rung. Da ist sich so ma itn ihrem künftigen Arbe vo sie s wa m, sig. In de , ten ar ildungsbetrieb erw geber oder dem Ausb n. Vorstellunge herrschen meist klare

Struck Henriette tmanan ve E : lrode) (15/MS Bei Traumberuf. An ein gerin ist m ule in Leipzig, die ch ts va ri P er n en ist, ei ehr zugelass en m t h ic n en leider ff o en Tag der nutzte ich d ation. Es gab sorm Tür zur Info kat. Ich konnte tifi er Z n gar ei lanung lossen, er Projektp rt waren total aufgesch eine n ei an rt o d do chte ll! Die Leute en. Es herrs arbeiten. To auen entgeg as wüntr w et er V o S el e. vi är ir Atmosph e ll brachten m vo as motiis D n . d verstän rbeitgeber A en ig ft n offene und ü on von bei einem k s Talent sch sche ich mir ir dabei geworden, das geht. tm hts viert. Klar is ohne Engagement nic er ab t, is Vorteil

Maria Kunze (14/MS Beilrode): Ich möchte einmal in die medizinische Richtung gehen. Pharmazie oder PTA könnte ich mir vorstellen. Ein Praktikum in der Roland-Apotheke in Belgern hat mich darin bestärkt. Dort wurde ich mit offenen Armen empfangen. Ich fand jegliche Unterstützung und mir wurde auf jegliche Art geholfen. Das finde ich toll und wünsche mir dies auch für meinen Ausbildungs- oder Arbeitsbereich. Zunächst strebe ich noch ein Praktikum als MTA bei der Bundeswehr an, um auch einen Vergleich zu haben. Dort sind die Strukturen ja ganz anders.

fenbeil Maximilian Stau el ist Zi n ei M : (15/MS Beilrode) interh Ic r. itu Ab zunächst das sc Japani h und essiere mich für , würde das by Musik als Hob näher kennenferne Land gern terschiedlichlernen. Durch un r Kita, eine ei ste Praktika in trieb und eibe ei er m nem Zim bei den Stadtte Einblicke nem Ferienjob n verschiedens ho sc ir d m h ic n fall nett sein un werken habe sollten auf jede er nA ild ss sb da , Au ft. ich af versch ichtig finde walten lassen. W werden. Nachsichtigkeit ilfen angeboten H d un t är kl er u na ge n forderunge

owarra Vivien N or a n o v -B l th ar in a ( 1 5 / Ka öchte gern einma m ie h Ic m ): n S o M n. V r in werde Erzieher igen Arbeitgebe ft n d ü n k u e fr m ne ss er h mir, da erhoffe ic tt ist. Wichtig wä e n rd A n u e lich egelt auch ger ren mir n. beitszeite

Laura Zschintzsch (16/MS Beilrode): Ich möchte das Abitur ablegen, um dann zu studieren. Mein Berufswunsch ist Tierärztin. Ich habe daher schon entsprechende Praktika gemacht und habe auch viele Haustiere. Freundlich und nett sollten Arbeitgeber beziehungsweise Ausbilder sein. Mir scheint es wichtig, dass gut erklärt und Geduld aufgebracht wird. Praktische Hilfen halte ich für sehr wich tig. Schließlich kann ein Lehrling noch nicht alles könn en und wissen.

Juliane Uh l (1 Zunächst st 4/MS Beilrode): rebe ich das an, würde d Abitur an studieren b n gern Pharmazie zw werden wo . PTA oder PKA llen. Ich hab e ein zehnw öchiges Sch bereits ulpraktikum in der Bah Torgau abso nhofsapotheke in lv sehr gut gefa iert. Das hat mir llen. Die M itarbeiter dort waren seh und mir ge r nett und höflich genüber st ets aufgeschlossen u nd hilfsber eit. Alle Fra gut beantw gen wurden ortet. ge

rn und


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Sophie Jah (16/MS B ei n lro rufswunsch de): Mein B eist tin. Ich wer Ergotherapeude mich b ei d Heimerer S chulen in T en orgau bewerben. Zu ich im Ange nächst möchte stelltenverh äl gern in ein em Seniore tnis, nheim, arb eiten. S päter reizt mich auch die S elbstst än dig keit. Me in A rb e it g e b e r so ll te freundlich , aber auch streng sein, mir Feh le ren, wie es ri r klar aufzeigen und n at chtig und b esser zu mac ürlich auch erklähen ist.

Ruben Schubert (16/MS Beilrode): Ich möchte gern Abitur machen und dann in die Richtung Medizin oder Wirtschaft gehen. Ein Studium muss nicht unbedingt sein. Von meinem künftigen Arbeitgeber erhoffe ich mir Verständnis und Toleranz. Er sollte mir klar erläutern, was meine Aufgaben sind, was wichtig ist.

Anna Hähnel ra-MS): (14/ Katharina-von-Bo ch das no n ger te Ich mö ch besuum asi mn Gy he isc hn Tec nistu Le ine chen, wenn es me n ine me r Fü n. be au gen erl he nsc wü künftigen Arbeigeber g nicht ich mir, dass ein Lehrlin t oder raf lfsk Hi e lig bil nur als wird. en eh gar Putzfrau anges das in e hm fna Au lle stets Die schne heidend, denn es sollte tsc ten rher Team halte ich für mi vor tum ger gän ht ein Einzel ter ein Miteinander und nic bei tar Mi r, dass man als neuer schen. Ich wünsche mi iger Chef sollnft kü in Me d. wir t ier anerkannt und akzept n. n offen und ehrlich sei te kein Diktator, sonder

Christian Engel (16/ Katharina-von-Bora-MS): Mein Berufswunsch geht in Richtung Mechatroniker beziehungsweise Mess- und Regeltechniker. Ich wünsche mir, dass ich auf freundliche Mitarbeiter treffe, die auch hilfsbereit sind. Mein künftiger Chef sollte nett und verständnisvoll sein. Wichtig wäre mir auch, dass in kritisweise bei Krankheiten schen Situationen wie beispiel Gerechtigkeit in allen d. wir eigt gez Entgegenkommen Bereichen sollte gegeben sein.

Marco Czabok e): Ich möchte (17/MS Beilrod r werden. Bei ge Krankenpfle higen Praktieinem zweiwöc rankenhaus in kum am Kreisk cht nur sehr ni es Torgau war ern auch eine interessant, sond meinen Ber Bestätigung fü wirkliche Arrufswunsch. Die en durfte ich beit am Patient ng, einfühlsam di ul aktikanten gege erleben. Ged s Personal den Pr r da ne en ei ar m w i ch be ei und hilfr auch künftig he ich mir das sc ün w So . er üb Ausbildung.

Elisa Kern (10b/MS M ockrehna): Mei künftigen Arbeitgeber nen st ich mir seh r erfolgsori elle entiert und sozial vor. Er soll te eine gewisse Au to Durchsetzu rität besitzen, ngs aauch für se vermögen, aber ine Mitarb eiter da ssein, wenn sie ih sollte zuhöre n brauchen. Er n und Tat zu können, mit Rat r Seite steh en und die Stärken der Anfang unse Auszubildenden förd ern. Da wir rer Berufsau er sbildung st wünschen, ehen, würd st am dass Fehler e ich mir und Proble behoben wer m e lösungsori den und an st en tik geübt w ird. Ich per elle von Tadel konstrukt tiert sö ive Krin geber, der m lich wünsch e mir einen it A mir es ermö gutem fachlichen Bei spiel voran rbeitglicht, eben geht und so ten zu könn erfolgreich im Berufsle en. ben star-

Maik Süpti (15/ Kathar tz inaMein B eru von-Bora-MS): fswunsch g eht in Richtung Elektronik beziehungsweise Informatio nselektronik. Tole ranz sollte die Atmosphäre b ei meinem künftigen Arbeitg eb Wenn Fehle er bestimmen. r gemacht w erd kann man diese aufz en, eigen, gleichzeitig ab einmal sch er auch Hilfe anbieten nell in das bestehende . Ich wünsche mir, und als des Team aufgen sen Mitglie d akzeptier t zu werden ommen .


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Als echte Partnerin akzeptiert Gabi Dieke ist als Berufsberaterin der Agentur für Arbeit an Schulen gefragt

Berufsberaterin Gabi Dieke im Gespräch mit dem Schüler Marco Czabok. Foto: TZ/Lehmann

8. Januar 2013 – ein regnerischer Tag, an dem es gar nicht recht hell werden will. Das Wetter drückt aufs Gemüt. Doch davon ist bei Gabi Dieke nichts zu spüren. Mit Schwung und Elan trifft die Berufsberaterin der Agentur für Arbeit Oschatz gegen 7.45 Uhr bereits an der Mittelschule Beilrode ein, wo sie herzlich von Schulleiterin Silke Dartsch und Beratungslehrerin Silvia Blüthgen begrüßt wird. Hier herrscht ein vertrauensvolles Miteinander. Das ist sofort zu spüren. Denn schon ist man im Gespräch. Schulleiterin Dartsch berichtet von einer Schülerin, die so schnell wie möglich das Kapitel Schule beenden möchte. Ihre Schulpflicht hat sie längst erfüllt, aber keinen Abschluss. Gabi Dieke kennt das Mädchen, weiß sofort, worum es geht, zeigt mögliche Wege auf, wie es weitergehen könnte. Nur Minuten später steht die Schülerin selbst im Sprechzimmer, das die Berufsberaterin an der Mittelschule Beilrode für ihre Aufgaben nutzen kann. Sie schildert die Lage aus ihrer Sicht. Geduldig hört Gabi Dieke zu, unterbreitet zwei Vorschläge: sofortiger Wechsel an das BSZ oder als Alternative eine BVB. Vor- und Nachteile werden erörtert. Es ist zu spüren, wie das Mädchen der Erklärungen der Berufsberaterin folgt, ihr vertraut. Mit

Nachdruck weist Gabi Dieke darauf hin, welche Verpflichtungen das Mädchen per Gesetz in Bezug auf die Berufsschulpflicht hat. Hier wird nicht etwa Schulmüdigkeit unterstützt, sondern Klartext gesprochen. Gabi Dieke weiß: Ich muss und will mich kümmern, wie es schon morgen weitergeht! Dann geht es Schlag auf Schlag. Vor allem Schüler der neunten und zehnten Klassen nutzen den Sprechtag zur Beratung. Einige von ihnen haben einen Termin, andere stecken spontan den Kopf durch die Tür und bitten um Hilfe beziehungsweise die Beantwortung von Fragen. Man spürt, Gabi Dieke wird als echte Partnerin akzeptiert. Sie ist nicht die Frau vom Amt, sie ist eine Vertrauensperson. Das liegt wohl auch daran, dass sie die jungen Leute als Persönlichkeiten anerkennt, das förmliche „Sie“ in der Ansprache verwendet und den erhobenen Zeigefinger als Arbeitsinstrument komplett verbannt hat. Sehr einfühlsam führt Berufsberaterin Dieke die Gespräche. Sie gibt Ratschläge, Tipps, bietet Kontaktdaten und weitere Hilfen. Druck ist ein Fremdwort in diesen Beratungsrunden, Bestimmtheit jedoch durchaus zu spüren. Sehr anschaulich erfolgt die Darlegung der Fakten. Und wenn die Noten für ein bestimmtes Berufsziel halt nicht ausrei-

Wunsch der jungen Leute nach einer Ausbildung in Leipzig zur Sprache. „Da ist ganz einfach mehr los“, lautet einer der Beweggründe. Nichts dagegen zu sagen. Wie aber steht es um das künftige Zeitkonto, wenn man täglich fahren müsste? Kann eine Wohnung in Leipzig finanziell überhaupt in der Familie gestemmt werden? Wie viel mehr Zeit beanspruchen Lehre Gabi Diek oder Abitur überhaupt? All das e - geboren in sind Fragen, die Gabi Dieke ander heutige n Gemeinde spricht. Bei der Beantwortung Arzberg - dort besu chte sie au ch nimmt sie die jungen Leute die Obersch - Abitur am ule Beruflichen Schulzentr nicht etwa an die Hand, sonum - Studium zu in Torgau. dern regt vielmehr zum Nachr Dipl.-Betr iebswir tin a Berufsakad n d denken an, fördert deren Mite r - seit dem Ja emie in Dresden hr 2002 be verantwortung. All diese Geid für Arbeit tä er Agentur spräche finden ihren Niedertig - verheirate t, eine Toch schlag in der sogenannten ter (11) - Hobbys: Vo lleyball Eingliederungsvereinbarung. Darund Musik in wird konkret festgehalten, wer wofür verantwortlich ist (Agentur/ chen, dann macht sie dies auch Schüler). Der Berufswahlpass spielt deutlich. Gleichzeitig zeigt sie Al- ebenfalls eine wichtige Rolle. „Es ternativen auf, stimuliert auch den gibt kein Schema, das man bei der Lernwillen. Immer wieder wird Berufsberatung anwenden kann. deutlich: Die künftigen Arbeitge- Nur das individuelle Eingehen auf ber sind es, die klare Vorgaben an jeden Schüler, jede Schülerin soihre Lehrlinge oder Mitarbeiter wie der Kontakt zu den Eltern sind haben. Mehrfach kommt der mir wichtig“, sagt Gabi Dieke.

Was macht die Berufsberaterin? Als neutrale Person verstehe ich mich in meiner Position als Berufsberaterin der Agentur für Arbeit als Mittlerin zwischen vielen Wünschen und den Möglichkeiten junger Ausbildungssuchender, speziell in unserer Region Torgau. Nicht nur die Vorstellung der verschiedensten Informationsmöglichkeiten, sondern auch Hilfen zum Sondieren und Wichten von Informationen gehören zu meinen Aufgaben. Sind ein oder mehrere Ausbildungsberufe gefunden, unterstütze ich zusätzlich mit der Vermittlung von Ausbildungsstellen und kann auch finanziell beisteuern, z. B. für Bewerbungskosten oder Reisekosten zu Vorstellungsgesprächen. Neben den jungen Menschen arbeite ich mit vielen weiteren Bezugspersonen zusammen, so z. B. Eltern, Lehrern, Sozialpädagogen. Dabei sind die Schulen mein „zweiter“ Arbeitsplatz. Um möglichst oft erreichbar für die Schüler zu sein, finden monatlich Schulsprechstunden in den Mittelschulen statt. Hier nehme ich Anfragen, Wünsche und Ideen von Schülern, aber auch Lehrern auf. Für die Eltern stehe ich bei Elternabenden und Elternsprechzeiten zur Verfügung. Bei intensiverem Beratungsbedarf empfehle ich eine Terminvereinbarung in der Agentur für Arbeit Torgau.


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Grüne Berufe in der Landwirtschaft

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Amtzell I Bad Kreuznach I Kaiserslautern I Radeberg I Schrozberg I Wermsdorf I Worms

zukunftsorientiert · anspruchsvoll · naturverbunden Die landwirtschaftlichen Unternehmen im Landkreis Nordsachsen bilden in folgenden Berufen aus:

Landwirt/-in Tierwirt/-in im Bereich Rinder-, Schweine-, Geflügelzucht

Fachkraft Agrarservice (m/w) Bewerber können sich umfassend über die grünen Berufe auf folgenden Internetseiten informieren und Ausbildungsbetriebe finden.

www.ausbildung-gruen.de

www.smul.sachsen.de/bildung/

Wir suchen Dich!

Interessenten haben die Möglichkeit, uns an den „Tagen des offenen Hofes“ im Mai und Juni zu besuchen und sich selbst einen Eindruck von einem modernen landwirtschaftlichen Betrieb in der Region zu machen. Alle Information dazu gibt es unter: www.offener-hof-sachsen.de

Als moderner Flachglasveredelungsbetrieb suchen wir engagierte Auszubildende für die Berufe

Jederzeit können Sie diese Informationen auch über unsere Geschäftsstelle erhalten. Regionalbauernverband Delitzsch e. V.

Regionalbauernverband Torgau e. V.

Reinhard Eggert Schkeuditzer Str. 80 • 04509 Delitzsch Tel. 034202 53123 • E-Mail: kbv.delitzsch-torgau@t-online.de

Ausbildung ist Zukunft • Fachangestellte/r für Bäderbetriebe • Bürokauffrau/-mann • Fachinformatiker/in für Wir sind ausgezeichnet in Systemintegration der Nachwuchsförderung • Bachelor of Arts (BA) Informieren Sie sich jetzt: Telefon 03421 74 16 00 · kontakt@stadtwerke-torgau.de · www.stadtwerke-torgau.de

Flachglasmechaniker/in Industriekaufmann/-frau Fachkraft für Lagerlogistik (m/w) Kaufmann/-frau für Bürokommunikation Maschinen- und Anlagenführer (m/w). Im Internet gibt‘s weitere Informationen zu unserem vielfältigen Ausbildungsangebot.

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Torgau-Kuvert – Ausbildung mit Perspektive Wir bieten für 2013 Ausbildungsplätze als:

♦ Packmitteltechnologe ♦ Bürokauffrau/-mann Du bist teamfähig und bereit zu neuen Aufgaben? Zielstrebigkeit und Leistungswillen zählen zu Deinen Stärken? Dann bewirb Dich bei uns! Sende Deine Unterlagen, gern auch per E-Mail, an folgende Adresse: Torgau Kuvert GmbH & Co. KG Am Gewerbepark 1, 04860 Süptitz Ansprechpartner: Frau Gosdschick silke.gosdschick@torgau-kuvert.com www.torgau-kuvert.com

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Wir bieten Dir auch gern die Möglichkeit eines Probepraktikums in unserem Unternehmen.


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Wenn das Lernen schwerfällt Ausbildungsbegleitende Hilfen werden geboten Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) sind nach §§ 75 ff SGB III Maßnahmen für lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte junge Menschen, die über die Vermittlung von betriebs- und ausbildungsüblichen Inhalten hinausgehen. Die Hilfen zielen darauf ab, die Aufnahme, die Fortsetzung und den erfolgreichen Abschluss einer betrieblichen Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen zu ermöglichen. Die Hilfen können sowohl ein betriebliches Berufsausbildungsverhältnis als auch ein außerbetriebliches Berufsausbildungsverhältnis begleiten. Bis zum 31. Dezember 2015 können die ausbildungsbegleitenden Hilfen darüber hinaus auch während einer, der eigentlichen Ausbildung vorgeschalteten Einstiegsqualifizierung nach § 54a geleistet werden, die aber schon beim späteren Ausbilder stattfindet. In diesem Fall müssen die Hilfen über die Vermittlung der vom Betrieb im Rahmen der Einstiegsqualifizierung zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten hinausgehen. Ausbildungsbegleitende Hilfen sind: Maßnahmen zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten, Maßnahmen zur Förderung fachpraktischer und fachtheoretischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten und Maßnahmen zur sozialpädagogischen Begleitung. Die Kernelemente der ausbildungsbegleitenden Hilfen sind Stütz- und Förderunterricht sowie sozialpädagogische Hilfen, welche dazu dienen, den Erfolg der Ausbildung zu sichern. Neben diesen beiden wesentlichen Elementen werden auch Aktivitäten in der Freizeit angeboten, durch die Lernen in Situationen ermöglicht werden soll, die nicht

in erster Linie leistungsbezogen sind. Stützunterricht gibt es sowohl für gewerblich-technische als auch für kaufmännische Berufe, außerdem oft für die Grundlagenfächer Mathematik und Deutsch. Die Maßnahme-Teilnehmer kommen in ihrer Freizeit zusätzlich zur Ausbildung im Betrieb und zum Besuch der Berufsschule regelmäßig zum abH-Unterricht. Diese Unterrichte werden i.d.R. in Kleingruppen zu maximal acht Personen durchgeführt. Die Kleingruppen werden möglichst homogen, d. h. mit Auszubildenden des gleichen Lehrberufes und Lehrjahres, zusammengesetzt.

IM BETRIEB IST MAN MIT MEINEM SOHN TOTAL IST MANZUFRIEDEN. MIT MEINEM

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Das unterrichtende Personal soll sich aus erfahrenen Handwerkern, Ausbildern und Lehrkräften zusammensetzen. Um eine Tätigkeit als Stützlehrer aufnehmen zu können, wird neben dem Abschluss einer Berufsausbildung oder einer sonstigen Fachschul- oder Hochschulausbildung zusätzlich eine mindestens dreijährige berufliche und pädagogische Erfahrung vorausgesetzt. Die sozialpädagogischen Mitarbeiter (Sozialpädagogen) unterstützen die Auszubildenden bei deren beruflichen und privaten Problemen und helfen bei Lernproblemen und Prüfungsangst. Damit wird die persönliche Entwicklung der jungen Menschen gefördert und stabilisiert. Bei dieser Arbeit ist eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Eltern und sozialem Umfeld der Teilnehmer vorgesehen. Zur Methodik der sozialpädagogischen Begleitung gehören Gruppen- und Einzelfallhilfe. Sie geben auch Tipps bei Bewerbungen, wenn Auszubildende nach der Ausbildung nicht vom Betrieb übernommen werden. Die Ausbildungsbegleitenden Hilfen können in verschiedenen Phasen der Ausbildung eines jungen

Gute Arbeit, aber schlechte Noten? Da sollten Sie schnell handeln, bevor die Lehrstelle Ihres Kindes in Gefahr gerät. Informieren Sie sich jetzt über ausbildungsbegleitende Hilfen (abH). Bei unserer Berufsberatung, telefonisch unter 01801-555 111 (Festnetzpreis 3,9 ct /min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct /min) oder im Internet unter www.ich-bin-gut.de.

DIE BE RUFSBE R ATUNG


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Menschen gewährt werden, und zwar – während einer betrieblichen Berufsausbildung oder einer Einstiegsqualifizierung, um Abbrüche zu vermeiden, – nach der vorzeitigen Lösung eines betrieblichen Berufsausbildungsverhältnisses zur Überbrückung bis zur Aufnahme einer weiteren betrieblichen oder einer außerbetrieblichen Berufsausbildung oder

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– nach erfolgreicher Beendigung einer mit ausbildungsbegleitenden Hilfen geförderten betrieblichen Berufsausbildung bis zur Begründung oder Festigung eines Arbeitsverhältnisses Die Möglichkeit, ausbildungsbegleitende Hilfen im Zusammenhang mit einer betrieblichen Berufsausbildung durch Abschnitte der Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung zu ergänzen, ist mangels praktischer Relevanz weggefallen.

Eine enorme Erfolgsquote erreicht Matthias Scheidig, Niederlassungsleiter der ASG zu ausbildungsbegleitenden Hilfen

Das Gebäude der ASG Sachsen in Torgau.

Partner der Agentur für Arbeit hinsichtlich der Umsetzung ausbildungsbegleitender Hilfen im Raum Torgau ist die ASG – Anerkannte Schulgesellschaft Sachsen mbH. Zu Details stellte sich Matthias Scheidig, Niederlassungsleiter der ASG für Nordsachsen, den Fragen der Torgauer Zeitung: TZ: Welche Formen der abH werden in Torgau angeboten? M. Scheidig: Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) werden in allen Ausbildungsberufen der Wirtschaft angeboten. Die Palette reicht zum Beispiel von Hand-

Foto: TZ/Lehmann

werks- und Dienstleistungs- bis zu Industrieberufen. Wie stellt sich die aktuelle Nachfrage dar? AbH wird nicht nur von den Auszubildenden, sondern auch immer häufiger von den Betrieben als wichtiger Baustein in der Ausbildung zum Facharbeiter geschätzt. Durch die individuelle, auf den Auszubildenden abgestimmte Lehrunterweisung wird in den prüfungsgefährdeten Fächern der Lernerfolg sichtbar. Durch den demografischen Wandel und dem damit verbundenen Rückgang an Bewerbern

für betriebliche Ausbildungsstellen sind die Chancen für Jugendliche mit Matthias Scheidig Lernschwierigkeiten gestieFoto: TZ/Lehmann gen, trotz Defiziten in der Theorie, ihre Ausbildung erfolgreich zu beenden Wie wurde und wird diese In welcher Form werden abH Chance genutzt? wirksam? Die ständige Zuweisung, die Die Umsetzung der abH erfolgt durch die Agentur für Arbeit in Einzelunterricht, in Klein- Oschatz erfolgt, die Nachfragen gruppenunterricht und zuneh- durch Auszubildende, Eltern mend durch spezielle Einzelför- und Unternehmen steigt in den derung. Der zeitliche Rahmen letzten Jahren kontinuierlich. beträgt pro Woche und Teilneh- Damit steigt auch die Zahl der mer individuell zwischen drei Nutzer der abH. und acht Stunden. Wie stellt sich die Erfolgsquote Gibt es für die abH spezielle dar? Lehrkräfte oder wie erfolgt die Im Prüfungsjahr 2012 bestanpersonelle Absicherung in dem den 98 Prozent der abH-Teilnehmer ihre Prüfung. jeweiligen Fall? Die personelle Absicherung wird Wie erfolgt die Zusammenardurch festangestellte Mitarbeiter beit mit Berufsschule und Ausder ASG gewährleistet, für Split- bildungsbetrieb? terberufe (zum Beispiel das Die Zusammenarbeit mit den Schornsteinfegerhandwerk) Ausbildungsbetrieben und den kommen externe Dozenten auf Berufsschulen erfolgt durch den Honorarbasis zum Einsatz. verantwortlichen MaßnahmeleiSeit wann werden in Torgau ter sofort nach Zuweisung durch abH angeboten? die Agentur für Arbeit, weiter Die ASG Sachsen mbH bietet mindestens monatlich zum Verseit dem 1. September 2009 im lauf und individuell bei ProAltkreis Torgau-Oschatz an blemlagen des Auszubildenden. mehreren Standorten die ausbildungsbegleitenden Hilfen. Gespräch: Frank Lehmann


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Seit 1999 bietet die Wohnungsbaugenossenschaft Torgau eG jungen Menschen mit Realschulabschluss oder Abitur die Möglichkeit der Ausbildung. Ein Beruf mit Zukunftschancen – die 3-jährige Ausbildung mit dem Abschluss

Immobilienkauffrau oder Immobilienkaufmann. Wir bilden kontaktfreudige, pfiffige junge Leute aus, die neben kaufmännischer Tätigkeit Freude am Umgang mit Menschen haben und sich für die vielfältigen Bereiche der Wohnungswirtschaft interessieren. Bei uns können Sie viel lernen – werden aber auch gefordert.

Sind Sie der oder die Richtige? Wir erwarten viel von unseren Auszubildenden. Sie sollten wissen, dass Sie sich bei einer Genossenschaft bewerben. Unsere Mitglieder stehen im Vordergrund. Wir wünschen uns von Ihnen Lernbereitschaft, freundliches Auftreten, Kommunikations- und Teamfähigkeit. Gute Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Informatik und Wirtschaft sind Voraussetzung für diese Ausbildung. Jeder will gut wohnen. Helfen Sie mit, gemeinsam diesen Anspruch zu erfüllen.

Wir schaffen Vertrauen, bieten Chancen, erwarten Motivation. Wohnungsbaugenossenschaft Torgau eG Eilenburger Straße 64 • 04860 Torgau Telefon: Fax: E-Mail:

0 34 21 72090 0 34 21 720950 kontakt@wbgtorgau.de

Ausbildung ist uns wichtig !

Stora Enso ist eine leistungsstarke, rke k in innov innovative novat vati at ve und weltweit weltw we t eit agierende agier ag ierrend ende e Unte U Unternehmensnternehme mens n gruppe. An Standorten in über 35 Ländern stellen wir Papier in allen Qualitäten her. Im Werk Eilenburg haben wir uns auf die Verarbeitung von Altpapier spezialisiert. Moderne Verfahren, automatisierte Produktion und computergestützte Arbeitsprozesse sichern unsere Marktposition und eine umweltschonende Papierherstellung. Wir bieten attraktive Ausbildungsplätze für den Ausbildungsstart im Herbst 2013 an: Papiertechnologe /-in Elektroniker /-in für Betriebstechnik Mechatroniker /-in Industriemechaniker /-in Egal für was du dich entscheidest: Hochqualifizierte Mitarbeiter begleiten und unterstützen dich während der gesamten Ausbildungszeit und bieten dir fachlich kompetente Betreuung. Stora Enso Sachsen GmbH · Am Schanzberg 1 · 04838 Eilenburg www.storaenso.com/sachsen · Job.Sachsen@storaenso.com

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Karriere und Lehre

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Das bietet die IHK

Handwerkskammer ist Partner für Betriebe und Lehrstellensuchende

Wie unterstützt die IHK zu Leipzig Unternehmen bei der Suche nach Auszubildenden?

Ob Lehrling oder Ausbildungsbetrieb – die Handwerkskammer informiert in allen Fragen vom vorberuflichen Praktikum bis zum Berufsabschluss.

Unternehmen bei der Sicherung ihrer Zukunft zu helfen, ist das Tagesgeschäft der IHK zu Leipzig. Was speziell die zukünftigen Mitarbeiter angeht, sollen hier fünf wichtigen Werkzeuge genannt werden.

Region der Handw albüro erk zu Leipzig skammer in Breite Str Torgau aße 19 04860 To rgau

Kerstin K

la

ge Tel.: 0342 1 902417 Fax: 0342 1 704282 E-Mail: kla ge.k@ hwk-leipzi g.de

Den richtigen Lehrling für das eigene Unternehmen zu finden, ist für Unternehmerinnen und spräche in den Schulen, die pasUnternehmer ebenso schwer, wie senden Bewerber zu finden. Dafür den Jugendlichen sich für bei werden auch Kriterien einbeden richtigen Beruf zu entschei- zogen, die über die reine Papierform hinausgehen. Schüler den. Die Handwerkskammer unter- können außerdem in einen Teil stützt diesen Findungsprozess. der Handwerksberufe freiwillig Schüler bekommen beispielswei- einen theoretischen und praktise die Möglichkeit, schen Eignungstest absolvieren. Das Ergebnis gibt frühzeitig HandProjekt einerseits Orientiewerksber ufe „Passgen und die Anrung für die Schüau Vermittlun e forderunler und ist andeg“ gen, die an rerseits eine Mathias C e i n e n Entscheidungshurs Tel. 0342 hilfe bei der Bekünftigen 91 30-21 2 Fax 0342 werberauswahl L e h r l i ng 91 E-Mail: ch 30-122 für die Betriebe. gestellt urs hwk-leipzig .m@ werden, kenBei guten Ergeb.de nenzulernen – nissen kann so manüber Schülerprakcher Bewerber seinen tika, Ferienkurse, zukünftigen Chef, trotz vielSchnuppertage, Tag der offenen leicht schlechterer Schulleistung, von sich überzeugen. Tür und vieles mehr. Viele Jugendliche haben Lust auf einen der mehr als 100 Hand- Betriebe in der Heimatregion zu werksberufe und auch die Be- finden, die im Wunschberuf austriebe wollen ihren Nachwuchs bilden, ist für die Jugendlichen selbst ausbilden. Dennoch blei- nicht schwer. Am einfachsten ben Lehrstellen unbesetzt und geht es mit dem Lehrstellenradies in fast allen Berufen, weil dar. Die Gratis-App ist für AnUnternehmen nicht die Bewer- droid-Smartphones und iPhones ber finden, die exakt in das Anverfügbar. Einmal installiert bieforderungsprofil des UnterLehrstelle nten sie innehmens passen. börse im In ternet Lehrlinge brechen ihre teraktive www.hwk-l eipzig.de/ Ausbildung im ersten Suchlehrstellen Jahr ab, weil sie falfunk. Handwerk sbetriebe sche Vorstellungen können t i o ihre freien vom Ausbildungsben e n Lehrstelle n und ihre P ruf hatten. Um das n ach raktikums angebote do zu vermeiden, gibt es St i ch rt kostenfr e i in der Handwerkskamw o r t en einstellen . mer zu Leipzig das Pround Berujekt „Passgenaue Vermittfen sowie eine Live-Umkreissuche, lung“. Ein Projektbetreuer erstellt genaue Anforderungsprofi- mit der sich die Suchergebnisse le der zu besetzenden Lehrstellen über die Handykamera orten lasund versucht durch gezielte Ge- sen.

IHK-Lehrstellenbörse für Unternehmen und Jugendliche Die IHK zu Leipzig beteiligt sich an der bundesweiten Lehrstellenbörse der IHKs. Sie ist für Unternehmer und Jugendliche erreichbar unter www.leipzig.ihk.de/ lehrstellenboerse. Betriebe, die ihre freien Ausbildungsplätze dort einstellen, dehnen ihren Suchradius auf ganz Deutschland aus. Umgekehrt haben Jugendliche, die sich für einen ganz speziellen Beruf interessieren, bessere Chancen, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden – wenn nicht in der Heimatregion, dann vielleicht in der nächsten Stadt. Die Suche funktioniert einfach und diskret: Die Bewerber entscheiden selbst, ob Unternehmen sehen können, dass sie sich für ihr Angebot interessieren. Unterstützung beim Vermitteln von Schülerpraktika Erst beim Ausprobieren erkennen viele Jugendliche, was sich hinter einem Berufsbild wirklich verbirgt und ob ihnen dieser Job liegt – hierin liegt die Stärke des Betriebspraktikums. Deshalb unterstützt die IHK zu Leipzig die Unternehmen bei der Vermittlung von Schülerpraktika. Dazu hat sie einen Katalog mit Anforderungsprofilen erstellt. Unternehmen können in einem Anforderungsprofil die Ansprüche, die sie an Praktikanten stellen, detailliert darstellen. Dieses wird an die Schulen der Region weitergeleitet. Aktionstag Lehrstellen in Leipzig Am 25. Mai 2013 findet in Leipzig wieder der Aktionstag Lehr-

stellen statt – der größte Berufsorientierungstag in Mitteldeutschland. Unternehmen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stellen unter freiem Himmel im Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig am Ritterschlösschen insgesamt über hundert Berufe aus Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft, öffentlichem Dienst, dem Kommunikations- und Mediensektor sowie Bundeswehr vor und können mit dem Fachkräftenachwuchs ins Gespräch zu kommen. Azubi-Speed-Dating: Der kurze Weg zum Berufsnachwuchs Auch 2013 führt die IHK zu Leipzig zum Aktionstag Lehrstellen ein Azubi-Speed-Dating zwischen Jugendlichen, die eine Lehrstelle suchen, und ausbildenden Unternehmen durch. Dabei bleiben Unternehmenschef und möglichem Azubi nur zehn Minuten für eine kurze Vorstellung. Ist die Zeit um, wechseln die Bewerber zum nächsten Gesprächspartner. Interessierte Unternehmen melden sich in der IHK zu Leipzig bei Frank Tanzmann (Tel. 0341 1267-1354, E-Mail: tanzmann@leipzig.ihk.de) Passgenaue Vermittlung Vielen kleinen und mittelgroßen Unternehmen fällt es oft schwer, die richtigen Bewerber zu finden. Sie können unkompliziert ihre Angebote der IHK zu Leipzig mitteilen. Die Ausbildungsberater erfassen die Anforderungen des Unternehmens, unterstützen bei der Suche nach geeigneten Bewerbern und vermitteln interessierte Jugendliche, die zum Anforderungsprofil passen. Ansprechpartner bei der IHK zu Leipzig: Evelyn Baumann (Tel. 0341 1267-1359; E-Mail: baumann@leipzig.ihk.de)


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PAR T NERIN Unterwegs mit einer Berufsberaterin der Agentur

LEIST UNGEN Wie IHK und HWK bei der Lehrlingssuche helfen.

UMGEHÖR T Das erwarten Schüler vom künftigen Arbeitgeber.

SONDERVERÖFFENTLICHUNG DER TORGAUER ZEITUNG 30. JANUAR 2013

So klappt die Ausbildung

CHEFEDITION

Dies ist eine Doppelausgabe . Um die Azubi -Edition der Azubi-Fibel zu lesen, reicht es , das Heft zu w enden.

ergänzen le u h c S d n u ft a h c ts ir – Wie sich W eorie-Lahme“ – Direkte Hilfe für „Th

DUALES STUDIUM: DAVON PROFITIEREN AZUBI UND UNTERNEHMEN


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