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Der

Picknicker

SPEZIALAUSGABE NR. 2

www.polopicknick.de

F A S T E R

T H A N

SAMSTAG, 23.07.2011

H O C K E Y

ROUGHER THAN RUGBY T H A N

G O L F

Foto: Ibrahim Ot

S E X I E R

VORENTSCHEIDUNG GEFALLEN: HEUTE HALBFINALE

Auf geht’s, liebe Polofans! Das Polopicknick 2011 ist eröffnet. Heute um 12:30 Uhr wird Münsters Hugerlandshofweg für alle Freunde des rasanten Pferdesports zum Schauplatz für Polo der internationalen Güteklasse. Acht spannende Spiele, in denen acht hochgradig besetzte Teams um Tore und Siege kämpfen, warten ab heute auf

das Publikum. Bereits gestern standen für die Spieler und Pferde die Auftaktmatches auf dem Programm. Das heißt, die ersten Weichen auf dem Weg zum großen Triumph wurden bereits gestellt.

In vier Vorrundenspielen ging es ohne das Beisein der Öffentlichkeit um die Entscheidung, welche Teams in

den heutigen Halbfinalpartien um den Einzug ins Finale des Polopicknick-Cups spielen: Einen erfolgreichen Start ins Turnier feierten gestern die Mannschaften von Schnitzler (6:5,5 gegen Oeding-Erdel), Arns Schwering Kohne (11,5:6 gegen Immomia) und Beresa (10:6 gegen SX-Capital). Die „Nocheros“ machten sich ebenfalls erfolgreich auf den

Weg Richtung Titelverteidigung. Deutlich mit 5,5:2 setzten sich die Nachtschwärmer gegen das Team Cilian durch, den Finalgegner von 2010. Für die Verlierer der Vorrundenspiele winkt der sogenannte Wooden-Cup, dessen einzigartiges Finale in der ursprünglichen Form des Polo mit einem Holzball gespielt

wird. Eine charmante Tradition, die es nur bei Polopicknick gibt. Der Vorhang für das achte Polopicknick geht heute ebenso für Sie auf wie die zweite Ausgabe des PICKNICKERs. Lesen Sie in diesem Turnierbegleiter alles Wissenswerte über Polo und Picknick ... und, und, und . Viel Spaß!

Polopicknick 2011 – Hugerlandshofweg – Münster – 23.7. und 24.7.2011 Learning by Viewing

Heimliche Stars

Mission Titelverteidigung

Was ziehe ich an? Beim Polo gibt es einen Dresscode für die Spieler. Und was ist mit den Zuschauern? ....................................... Seite 4

Spieler gestehen ihren Ponys einen großen Anteil an guten Leistungen zu. Wir betrachten die heimlichen Stars genauer. .................... Seite 5

Die Los Nocheros gewannen 2010 den Polopicknick-Cup. Wie sind die Nachtschwärmer 2011 aufgestellt?............................Seite 6–7

Der PICKNICKER dankt für die Medienpartnerschaft

Ort: Hugerlandshofweg Beginn: jeweils 12:00 Uhr Eintritt: 8 € pro Person/Tag Freier Eintritt unter 12 Jahren news, lottery & reservation at www.polopicknick.de


FASTER THAN HOCKEY. ROUGHER THAN RUGBY. SEXIER THAN GOLF.

23. – 24. Juli 2011 ab 12 Uhr am Hugerlandshofweg in Münster www.polopicknick.de


Samstag, 23.07.2011

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WILLKOMMEN LIEBES PUBLIKUM! Grußwort von Alexander Schwarz Herzlich willkommen zu einem gesellschaftlichen und sportlichen Highlight des Jahres 2011! Im europäischen Polokalender ist dieses Turnier mittlerweile nicht nur als eine der sympathischsten, sondern auch wertigsten Veranstaltungen gelistet. Selbst für Profis aus Argentinien ist das Polopicknick längst ein fester Begriff, der für ein internationales Topturnier steht. Das Polopicknick ist zu einer echten Marke geworden, die Erfolg hat und von Jahr zu Jahr an Bekanntheit gewinnt. Die Akzeptanz bei den Spielern, den Besuchern, den Partnern und Sponsoren sowie den Medien ist gleichermaßen groß! Eine Win-winSituation für alle Beteiligten, nicht zuletzt für die immer

wieder gut ausgewählten Charity-Projekte, die durch das Polopicknick unterstützt werden. Auch in diesem Jahr werden die Spiele für Sie fachkundig durch mich und meinen sympathischen Kollegen Hugh Pierson kommentiert. Sie bekommen alle Spielszenen live und in Farbe geschildert. Dabei wird die Unterhaltung garantiert nicht zu kurz kommen. Hugh wird durch sein unverwechselbares Denglisch für eine gute Portion britischen Charme sorgen und damit ein würdiger Vertreter des sonst an dieser Stelle anzutreffenden Jan-Erik Franck sein. Uns erwartet bei der achten Auflage dieses Turniers eine gewachsene Veranstaltung, bei der die sportlichen Bedingungen sowie die Platzbedingungen immer weiter ver-

feinert wurden. So müssen wir mittlerweile nur noch auf gutes Wetter hoffen, damit wir das Polopicknick 2011 in Münster zweifellos als absolutes Highlight präsentieren können. Vielleicht geht ja 2012 endlich mein persönlicher Traum in Erfüllung, einmal selbst als Spieler am Polopicknick teilzunehmen. Bisher war für mich stets die Rolle des Fachmanns am Mikrofon oder an der Schiedsrichterpfeife vorgesehen, vielleicht erlaubt man mir ja im nächsten Sommer auch mal, meine Kompetenz am Stick unter Beweis zu stellen. Das wär’s doch! Bis es so weit ist, wünsche ich Ihnen ein tolles Polopicknick 2011! Ihr Alexander Schwarz

LOS NOCHEROS MIT TRAUMSTART Arns Schwering Kohne siegt durch acht Tore von Tucky Caivano gegen Immomia Die Spieler des Polopicknicks 2011 gönnten sich gestern keine Eingewöhnungsphase. Direkt wurde von allen Reitern und Pferden höchster Einsatz verlangt, denn wer den Start ins Turnier verpatzt, für den ist der Zug Richtung Siegerpodest bereits abgefahren. Während am Spielfeldrand von den vielen Helfern noch alles für ein perfektes Turnier hergerichtet wurde, lieferten sich die Aktiven bereits packende Chukker in höchster Geschwindigkeit. Das diesjährige Turnier machte auf perfekt präpariertem Platz direkt da weiter, wo das vergangene aufgehört hatte: Mit der Finalpaarung von 2010 startete das achte Polopicknick. Titelverteidiger „Los Nocheros“ bekam es zum Auftakt mit dem Team der Cilian AG zu tun. Doch eine Spannung wie beim Finalsieg im letzten Jahr kam bei diesem Aufeinandertreffen nicht auf. Die Nocheros erwischten beim letztlich ungefährdeten 5,5:2-Sieg einen absoluten Traumstart: Durch drei Tore des Holländers Aki van Andel, zwei Treffer von Sven Schneider und einer Torvorgabe stellten die Nachtschwärmer früh die Weichen auf Sieg. Federico Heinemann und Robert Lindner konnten zwar zwischenzeitlich verkürzen, ein viel besseres Teamplay auf Seiten der Sieger ließ aber nicht lange Zweifel am Erfolg der Blauen aufkommen. „Das hat einfach Spaß gemacht“, kommentierte ein sehr überzeugender Aki van Andel sein erstes Match in Münster. Das wirkte bei den Nocheros schon sehr harmonisch für das erste Spiel in dieser Formation. Aki van Andel, Sven Schneider, Sebastian Schneberger und Phi-

lipp de Groot müssen nach diesem Debüt zum engeren Favoritenkreis im Kampf um den Turniersieg gezählt werden. Auf Christopher Kirsch, Robert Lindner, Paul Netzsch und Federico Heinemann von Cilian wartet heute das Wooden-Cup-Halbfinale. Im zweiten Spiel der Vorrunde zwischen Schnitzler und Oeding-Erdel ging es deutlich spannender zu. Am Ende hatte Schnitzler mit 6:5,5 hauchdünn die Nase vorn und somit das Ticket für das Halbfinale des Polopicknick-Cups gebucht. Mit einer Torvorgabe startete das Team Oeding-Erdel, bestehend aus dem Düsseldorfer Brüderpaar Philipp und Oliver Sommer sowie Roger Orzelski und dem 5-Goaler Valentin Novillo Astrada, in die Partie gegen Schnitzler. Doch nach den ersten beiden Chukkern hatte Schnitzler mit Mark Hänni, Moritz Gädeke, Pedro Fernandez Llorente und Steve Rose die Partie durch jeweils zwei Tore von Gädeke und Llorente gedreht. Nach drei Treffern von Valentin Novillo Astrada, einem Tor von Philipp Sommer und dem dritten Treffer von Llorente ging es wieder-

um beim Stand von 5:4,5 aus Sicht von Schnitzler ins letzte Chukker. Im vierten Spielabschnitt ließen das Tempo und das Stellungsspiel beider Mannschaft merklich nach. Durch das vierte Tor von Astrada per Penalty aus 30 Yards lag Oeding-Erdel eine Minute vor Schluss in Führung, ehe Moritz Gädeke mit seinem Tor Nummer drei den 6:5,5 für Schnitzler herstellte. Auch das Team Arns Schwering Kohne startet heute nach einem 11,5:6-Auftaktsieg gegen Immomia im Halbfinale des Polopicknick-Cups. Als wollte Reto Gaudenzi das Polopicknick im Schnee erfinden, zogen für einen kurzen Moment Wolken und

kalter Wind über den Hugerlandshofweg, als das Match startete. Erst mit Beginn des dritten Chukkers kehrte die Sonne zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte Marcello „Tucky“ Caivano das Team ASK (außerdem mit Max und Sabrina Bosch sowie Steffi von Pock) durch sechs Treffer fast im Alleingang zu einer 7,5:5-Führung gebracht. Das siebte ASK-Tor besorgte Steffi von Pock. Doch Immomia blieb dank der Tore von Lucas Labat (3-mal), Reto Gaudenzi und Piero Dillier bis zur Halbzeit dran. Ab dem dritten Chukker konnten Labat, Gaudenzi, Dillier und Dirk Baumgärtner dann nicht mehr mit einem fantastisch aufgelegten Caivano mithalten. Zwei

weitere „Tucky“-Tore und zwei Treffer von Max Bosch bedeuteten den 11,5:6-Endstand. Immomia gelang in der zweiten Spielhälfte lediglich ein weiteres Tor durch Lucas Labat. Im letzten Vorrundenspiel am späten Freitagnachmittag schaffte zu guter Letzt auch Beresa den Einzug ins Halbfinale des Polopicknick-Cups durch einen 10:6-Erfolg gegen SX-Capital. Der PICKNICKER freut sich am heutigen Samstag auf packende Halbfinals um den Polopicknick- und den Wooden-Cup und wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen und Zuschauen!


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Pololexikon

LEARNING BY VIEWING Dresscode

Wenn die Polospieler in dreckigen, ehemals weißen Hosen ans Buffet treten, fragt sich der eine oder andere: warum? Warum ausgerechnet weiße Hosen? Ganz einfach: Den Herren – manchmal auch Damen – in weißen Jeans ruft man ein „Viel Glück!“ zu, denen mit dreckigen Hosen ein „Gut gespielt!“ Der Deutsche Polo Verband meint zum Ausrüstungspunkt „Hose“: „Klassisch ist eine weiße Jeans.“ – Streng genommen klassisch sind allerdings keine weißen Jeans, sondern die sogenannten White Breeches. Das sind oberschenkelweite Hosen, die schon immer beim Pferdesport getragen wurden – oben weit, unten eng, sodass sie leicht in die Reitstiefel passen. Schon auf Bildern aus der Kolonialzeit sieht man Iren und Engländer in weißen Hosen Polo spielen. Nur der Schnitt und der Stoff haben sich im Laufe der Zeit geändert.

soll verhindert werden, dass man dem Gegner beim Abreiten die schwarze Schuhcreme in die weiße Hose schmiert. Bei anderen Pferdesportarten können bedenkenlos

Dresscode 1

1. Stick 2. Knieschützer 3. Lederstiefel 4. Stumpfe Sporen 5. Helm 6. weiße Jeans 7. Tremse mit Doppelzügel 8. Stoßzügel 9. Polosattel, Steigbügel, Übergurt 10. Satteldecke 11. Protektoren, Bandagen 12. eigeflochtener Schweif 13. geschnittene Mähne

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Stick

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Vorsicht: schwarze Schuhcreme

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schwarze Stiefel getragen werden, denn Kontakt mit anderen Reitern ist hier nicht

Sportlich-lässig bis très chic – so ziemlich alles scheint erlaubt. Polo-Shirt, Spaghetti-Top, luftiges Kleidchen, Kostüm und heller Sommeranzug, mit oder ohne Krawatte – Herr und Dame geben einen bunten Reigen ab. Gar nichts falsch machen kann man mit einem La-MartinaShirt, ganz Polospieler-like. Die Hemden aus Argentinien gibt es mit der Lieblings-Spielernummer darauf oder aber auch mit der Lieblingsmannschaft. Da bekommt das Anfeuern gleich einen viel größeren Nachdruck. Die Auswahl der Schuhe ergibt sich automatisch. Auf keinen Fall darf dabei jedoch Rücksicht genommen werden auf das Eintreten des Rasens. Dies wäre sicher in richtigen Boots effektvoller, sieht in Pumps oder Sandaletten mit Pfennigabsatz jedoch weitaus eleganter aus.

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braune, naturfarbene Lederstiefel getragen werden. Der Grund liegt auf der Hand: So

in ihre Reitstiefel. Nach dem Spiel können sie die unbequemen Stiefel wieder gegen ihre Schuhe eintauschen. Fertig.

Und wie kleidet sich der Zuschauer?

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Heute üblich – aber nicht vorgeschrieben – ist Jeansstoff. Denn das stabile Denim Cotton ist sehr strapazierfähig. Doch zur klassischen Poloausrüstung gehörte noch mehr: Neben den weiten, weißen Reithosen zählten auch der Bombay Bowler, ein Tropenhelm, sowie naturbraune Lederstiefel zur Ausstaffierung. Und hier liegt das Besondere: Denn Polo ist der einzige Turniersport, bei dem

üblich. Der Reißverschluss an den meisten Stiefeln hat dabei einen äußerst praktischen Aspekt – denn „Umkleidekabinen“ gibt es auf Polofeldern nicht. Die Spieler kommen in

weißen Jeans und bequemen Schuhen zum Turnier und steigen kurz vor dem Spiel

Und das richtige PoloEintret-Feeling ergibt sich erst beim Stöckeln über den grünen Rasen. © POLO+10

DAS PERFEKTE OUTFIT FÜRS POLOPICKNICK MODEHAUS SCHNITZLER AM PRINZIPALMARKT IST IHR KOMPETENTER BERATER

Immer wenn das Polopicknick naht, ist das Modehaus Schnitzler an Münsters Prinzipalmarkt gerne bei Ihrer Entscheidungsfindung rund um das persönliche Outfit behilflich. „Der Trend geht auf jeden Fall in Richtung Sportlichkeit“, weiß Andreas Weitkamp, Inhaber vom Modehaus Schnitzler. Zudem passe hochwertiges, braunes Leder perfekt ins Ambiente von Pferdesätteln und Reitstiefeln. Die Fachleute unseres Teamsponsors beraten in der Vorbereitung des Turnierwochenendes nicht nur theoretisch, im Modehaus findet der Besucher auch ganz konkrete Kombinationen, stilsicher in Szene gesetzt, wie Sie hier erkennen können. Viel Spaß beim Einkleiden und Einkleidenlassen!

Links

Er: Jacke Belstaff, Hose Dockers, Strickjacke & Hemd Gant Sie: Steppweste & Schal Burberry, Hose Mason’s, Tasche Fredsbruder Junior: Sweat-Pullover Scotch Shrunk, Jeans Closed

Rechts

Er: Lederjacke Belstaff Poloshirt & Hemd Ralph Lauren, Jeans 7 for all mankind Sie: Lederjacke Belstaff , Bluse Robert Friedman, Strickjacke FTC, Jeans 7 for all mankind Tochter: Blazer, Poloshirt & Jeansrock Tommy Hilfiger, Bluse Gant


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Poloreport

HEIMLICHE STARS Das Polopony in Nahaufnahme

Sie sind knapp 1,60 m groß, extrem wendig und unglaublich diszipliniert – und sie sind die heimlichen Stars jeder Polo-Veranstaltung: die Ponys. Wie bereitet sich eigentlich ein Polopony auf ein Turnier vor? Wie erlebt es den Turniertag und wo hat es seine Wurzeln? Wir nehmen diese so einzigartigen Pferde genauer unter die Lupe.

Zucht in Argentinien Die für das Polospiel erforderlichen körperlichen Voraussetzungen fand man vor allem bei englischen Vollblutpfer-

„Rosewater“ und seine Söhne werden unterdessen als Stammväter des heutigen Polopferdes angesehen. Die meisten Poloponys werden heute nach wie vor in Argentinien gezüchtet. Nirgendwo sonst gibt es so viele 10-Goaler und leistungsstarke Pferde. Im Vergleich zu mitteleuropäischen Maßstäben sind in der argentinischen Pampa nahezu unendlich große Flächen für die Zucht und den Sport verfügbar. In England hat es außerdem Tradition, Ex-Rennpferde für den Polosport umzutrainieren und ihnen damit die Chance auf eine zweite Laufbahn zu geben. Hierzulande werden überhaupt erst seit dem Ende der 90er-Jahre zunehmend Polopferde gezüchtet. Es gibt Bestrebungen, die deutsche Polopferdezucht einheitlich zu organisieren und ein Zuchtbuch für das „Deutsche Polopferd“ aufzubauen.

Das Polopony im Einsatz

Eine enge Beziehung zwischen dem Spieler und seinem Pony ist eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden im Polomatch. Harmonie ist gefragt, gegenseitiges Verständnis. Die erfolgreichsten Polospieler der Welt sagen, dass mindestens 60 Prozent der Leistung eines Spielers von der Qualität der Pferde abhängt. Das Polopony ist eigentlich ein normales Pferd, das optimalerweise zwischen 155 bis 160 cm groß ist. Die wichtigsten Eigenschaften, über die es verfügen muss, sind eine extrem schnelle Beschleunigung und die Fähigkeit, jederzeit abrupt abzubremsen zu können. Es darf vor Körperkontakt mit anderen Pferden nicht zurückscheuen und muss auf mögliche Geschehnisse rund um das Polospiel vorbereitet sein. Diese Eigenschaften eignet sich ein Polopony schon als Fohlen an. So

kommt es vor, dass Pferde mit unerfahrenen Spielern auf ihrem Rücken Situationen auf dem Spielfeld früher erkennen und darauf reagieren als der Reiter.

den und den argentinischen Arbeitspferden, den sogenannten Criollos. Die meisten Poloponys sind Kreuzungen genau dieser Rassen. Der englische Vollbluthengst

Weil der Schutz der Pferde die oberste Maxime des Polos ist, werden die Tiere für das Spiel durch dicke Bandagen an Beinen und Gelenken geschützt. Der Schweif wird aus demselben Grund einge-

flochten. Verliert ein Pferd eine Schutzbandage, wird das Spiel augenblicklich unterbrochen. Stürzt „lediglich“ ein Spieler, läuft das Spiel

weiter. Die meiste Zeit muss sich das Pferd während eines Turniers an der sogenannten Ponyline gedulden, während es die sorgsamen Hände der Grooms immer an seiner Seite weiß. Durch die Pfleger werden die Ponys auf den Wettkampf vorbereitet, sie reiten die Pferde warm und nach dem Einsatz wieder trocken. Im Regelfall verbringen die Tiere auf diese Weise etwa zwei Stunden am Tag auf dem Turniergelände. Ein Pferd darf niemals zwei Chukker nacheinander bestreiten. Höhere Einsatzzeiten wären eine zu hohe Belastung, da die Ponys während des Spiels überwiegend im Galopp unterwegs sind. Zudem kosten die vielen Richtungs- und Tempowechsel Kraft. Um die Ponys auf die kurze, aber intensive Belastung eines Matches vorzubereiten, werden sie mindestens zweimal am Tag in Form von Lockerungsübungen und Konditionsaufbau trainiert. Zwei Pferde sind das Minimum, über das ein Spieler für ein Turnier verfügen muss. Vier Pferde sind professionell, fünf optimal. Beim Polopicknick sind in jedem Jahr über 160 dieser einzigartigen Poloponys im Einsatz.

Das Handicap Handicaptafel Mickey Mousers Mickey Mouse The Goof Big Bad Wolf Donald Duck

10 9 10 10 39

Ein schlechter Spieler könnte selbst auf dem besten Pferd kein gutes Polo spielen. Dennoch räumen die Spieler ihren vierbeinigen Partnern stets einen Anteil von mindestens 60 Prozent an starken Leistungen ein. Auch für ein hohes Handicap ist es für einen Spieler eine wichtige Voraussetzung, über eine Vielzahl guter Pferde zu verfügen. Beim Polo hat jeder Spieler ein „HDC“. Ähnlich wie

beim Golf, nur dass dort ein sehr niedriges Handicap auf die große Klasse eines Spielers hinweist. Beim Polo ist es umgekehrt: Je höher das Handicap, desto besser der Spieler. Eine Handicap-Kommission bestimmt nach internationalen Maßstäben die Einstufung der einzelnen Spieler. Diese reicht von -2 (Anfänger) bis +10 (Vollprofi). Torund Turniererfolge können das Handicap eines Spielers

nach oben schrauben. Die besten Polo-Spieler der Welt mit einem HDC von +10 kommen zum größten Teil aus Argentinien. Die besten deutschen Spieler liegen in Leistungsklassen von +4 und +5. Die HDC-Kategorisierungen sind ausschlaggebend für die Zusammensetzung der Teams. Die Summe der Einzelhandicaps eines Teams bilden das Gesamthandicap einer Mannschaft. Wenn Mannschaften mit

unterschiedlichen TeamHandicaps gegeneinander antreten, erhält die Mannschaft mit dem geringeren Handicap eine Torvorgabe. Turniermäßig ausgeschrieben werden Leistungsklassen vom „Low Goal“ bis zum „High Goal“, Beschränkungen und Handicaplimits inklusive. High Goal Polo ist die höchste Spielklasse; hier beginnt das MannschaftsHandicap bei +10.


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Come Closer

MISSION TITELVERTEIDIGUNG Sven Schneider und die Los Nocheros stehen vor einer schweren Aufgabe

Sven Schneider hat den Polo-Sport in die Wiege gelegt bekommen. Sein Vater Jo kann als erster Lehrer und Mentor genannt werden. In diesem Jahr sitzt Sven zum ersten Mal in Münster im Sattel – Turnierverpflichtungen auf Sylt haben einen früheren Einsatz nie zugelassen. Mit Sebastian Schneberger, Aki van Andel und Philip de Groot bildet Sven in Münster die „Los Nocheros“. Schon bei früheren Einsätzen der Nachtschwärmer war Sven im hellblauen Dress im Einsatz, nun also das Debüt beim Polopicknick. Man darf gespannt sein, wie die vier Freunde sich im Turnierverlauf schlagen werden. Gefragt nach den Erfolgsaussichten deines Teams hat Mannschaftskollege Philip de Groot ein Problem aufgezeigt: Ihr alle habt eine Leidenschaft für gutes Essen und Partys. Das könnte den Turniererfolg gefährden. Richtige Einschätzung? [Lacht] Es gibt natürlich Turniere, die in der Team-Konstellation schon gefährlich anfangen. Wir vier sind alle wie aus einem Holz und wenn wir überall die gleiche Intensität verfolgen, diese dann auch noch nach dem Spiel ausbauen, kann es natürlich relativ gefährlich werden.

Du spielst nicht nur Polo, sondern organisierst selbst auch noch Turniere. Da scheint kein Blatt zwischen dich und Polo zu passen? Die Turnierorganisation ist mehr eine Familiensache. Meine Familie organisiert im Jahr zwei Turniere auf Sylt. Das erste findet über Pfingsten in Hörnum auf Sand statt und das zweite Turnier folgt

stattfinden. Für den Zuschauer sind diese Veranstaltungen amüsant und witzig, da das Polomatch durch den Untergrund um ein Vielfaches langsamer ist. Außerdem ist der Zuschauer näher am Geschehen, alles wirkt wesentlich kompakter. Ist jeder Rasen-Polospieler auch gut auf dem anderen Untergrund? Das kann man so nicht sagen. Es gibt Spieler, die ein Faible dafür haben, den Ball in die Luft zu nehmen und zu halten. Andere Spieler wiederum sind anders beritten und bevorzugen ein schnelleres und aggressiveres Spiel auf Rasen. Es hängt also schon davon ab, ob man ein Schönspieler oder eher der Draufgänger ist.

Polo ist in Deutschland nicht gerade die Sportart Nr. 1. Was muss passieren, um die Popularität von Polo in Deutschland zu steigern? Dadurch, dass wir momentan viele gut besuchte Turniere haben, haben wir es geschafft, den Leuten den Polosport näherzubringen. Bei den Turnieren bleibt für interessierte Besucher immer Zeit, sich genügend zu informieren und sich Dinge erklären zu lassen. Außerdem gibt es seit den letzten Jahren viele Polo-Schulen in Deutschland, wo die Leute einfach mal die Chance nutzen können, sich auf ein Pferd zu setzen, einen Schläger in die Hand zu nehmen und ein gewisses Gefühl zu entwickeln. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung hat Polo in den vergangenen

Das ist alles? Diese Aussage sollte diplomatisch genug sein. Wie bist du dem Polo verfallen? Ich hatte das Glück, dass ich durch meinen Vater, der selbst seit 36 Jahren mit ganz viel Herzblut Polo spielt, den Einstieg in diesen Sport gefunden habe. Somit hatte ich ganz früh den Zugang zu Pferden, habe angefangen zu reiten, einen Schläger in die Hand genommen und insgesamt ein erstes Gefühl für Polo entwickelt. Die ersten Chukker habe ich mit 15, die ersten Turniere mit 16 Jahren spielen können. Was macht für dich den Reiz dieser Sportart aus? Die Kombination zwischen Tier und Mensch ist nicht zu unterschätzen. Es ist der einzige Mannschaftssport, bei dem als Team in Verbindung mit Tieren gespielt wird. Außerdem ist die Dynamik und Schnelligkeit dieser Sportart unbeschreiblich. In einer Mannschaft muss man sich jederzeit auf seine Mitspieler verlassen können, um intuitiv entscheiden zu können, wo sich eine neue Spielsituation aufbaut.

hat sich die Jugendarbeit durch Clubs und den nationalen Verband enorm verbessert, um ehrgeizige und erfolgreiche Jugendliche heranzuführen. Was außer Polo verbindet dich mit Hamburg? Ich bin gebürtiger Hamburger, aufgewachsen in Hamburg, ich wohne gegenwärtig in Hamburg und ich werde Hamburg auch nicht verlassen, außer man lockt mich mit einem Angebot ab dem Breitengrad Karibik oder weiter Richtung Süden. Wie eng sollte die Verbindung zwischen einem Polospieler und seinen Pferden sein? Man muss absolut wissen, wo das jeweilige Tier seine Stärken und Schwächen hat und wie man es am effektivsten einsetzt. Der Spieler muss sich also auf das Pferd verlassen können und umgekehrt das Tier auf seinen Reiter. Den Erfolg im Polosport machen zu 60 bis 70 Prozent die Pferde aus, den Rest bringt der Spieler mit. Aber: Kein schlechter Spieler wird auf einem sensationellen Pferd gut spielen können. Du hast ein Handicap von +3. Ist dir das wichtig?

»Der Spieler muss sich auf das Pferd verlassen können und umgekehrt das Tier auf seinen Reiter. « Sven Schneider

Für mich ist es in erster Linie wichtig, dass ich für mein Handicap sehr gut spiele. Mir bringt es nichts, ein Handicap von 4, 5 oder 6 zu haben, wenn ich trotzdem schlechter spiele, als ich geratet bin. Mir ist es wichtig, dass ich für mein Team dienlich arbeiten kann und dafür muss ich mein Handicap voll ausspielen können.

Warm anziehen müssen sich die „Los Nocheros“ für die Mission Titelverteidiung. Das Team von Sebastian Schneberger bekommt 2011 Verstärkung von Sven Schneider (rechts). Gemeinsam haben die beiden schon so manche Poloschlacht erfolgreich geschlagen, doch in Münster war Sven wegen der früheren Terminkollision mit seinem Sylt-Turnier noch nie dabei.

Vielen Dank für das Gespräch!

im Anschluss nach Münster auf Rasen. Sebastian Schneberger und ich haben es in diesem Jahr zum ersten Mal geschafft, die Turniere auf Sylt und Münster hintereinander zu legen und nicht miteinander kollidieren zu lassen. Münster ist für mich als Spieler also eine Premiere.

Interview Claus Hensel

Worin liegt der Unterschied, Poloturniere auf Rasen, Sand oder Schnee auszutragen? Jeder gute Polospieler belächelt die Turniere, die entweder auf Sand oder Schnee

Du spielst fast jedes Wochenende ein Turnier. Wie begeht ein Polospieler den Rest der Woche? Bevor die Polo-Saison startet, trainiere ich viermal die Woche. Man bestreitet Trainingsspiele, um die Pferde langsam an eine höhere Intensität zu gewöhnen. Dazu werden die Pferde noch einzeln trainiert. Egal, ob Stopp, Drehung oder Galopp, das Pferd muss eine gewisse Statur aufbauen und den Winterspeck ablegen, um wettbewerbsfähig zu sein.

Jahren schon an Bedeutung gewonnen. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen, sondern wir müssen diese Dinge weiter forcieren. Wie sehen die Entwicklungen im Jugendbereich aus? Bei uns in Hamburg läuft die Jugendarbeit sensationell. Wir haben 15 bis 20 Spieler, die zwischen 15 und 22 Jahre alt sind, die einerseits durch ihre Eltern, den Verein und durch den Deutschen Poloverband gefördert werden. Aber auch deutschlandweit

Los Nocheros „Nachtschwärmer“ heißt der Name des Teams von Veranstalter Sebastian Schneberger übersetzt. Ein Name, der nicht von ungefähr kommt: Die Teammitglieder der Nocheros sind für hohe Leistungsbereitschaft auch nach Sonnenuntergang bekannt.


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DER SPÄTZÜNDER

Erst im Alter von 35 Jahren kam Philip de Groot zum Polo Es scheint so, als wäre Philip de Groot (hdc 0) etwas ganz Besonderes im Polo. Damit ist nicht gemeint, dass der gebürtige Niederländer seit fünf Jahren in Belgien lebt und arbeitet. Eher ist dies eine Anspielung auf seine noch junge Polokarriere. Am Polopicknick in Münster nimmt Philip zum ersten Mal teil, nachdem ihn im letzten Jahr eine Verletzung an der Teilnahme hinderte. Im Team mit Aki van Andel, Sven Schneider und Sebastian Schneberger stehen die Chancen auf den Turniersieg nicht schlecht – gäbe es da nicht dieses eine Problem … Wann bist du mit Polo angefangen? Das ist bei meiner Person eine sehr interessante Frage, da ich erst seit drei Jahren Polo spiele. Ich habe also im Alter von 35 Jahren zum ersten Mal auf einem Pferd gesessen und einen Poloschläger in der Hand gehalten. Das klingt ziemlich ungewöhnlich. Beginnt man nicht eigentlich schon als Jugendlicher? Zur damaligen Zeit hatte ich zwei Freunde, die Polo gespielt haben. Fast ein Jahr lang habe ich sie jedes Wochenende auf Turnieren begleitet. Ich dachte immer, dass dieser Sport zu schwierig für mich sei. Als meine

Freunde mich überredeten, es einmal auszuprobieren, habe ich sofort Gefallen daran gefunden. Seitdem versuche ich, jeden Tag auf einem Pferd zu sitzen, um Polo zu spielen. Im Normalfall beginnt man natürlich als Jugendlicher. An meiner Person sieht man aber, dass Polo auch noch ab einem gewissen Alter möglich ist. Nun bist du beim Polopicknick 2011 dabei. Eigentlich ist es deine erste Teilnahme, oder? Im letzten Jahr war zwar mein Team beim Turnier dabei, aber ich war verletzt. In diesem Sinne ist es meine erste Teilnahme in Münster, ja.

Wo auf der Welt spielst du Polo?

mit Verletzungen verwickelt sind. Die Folgen sind nicht immer gravierend, aber Knochenbrüche sind schon dabei.

In Europa spiele ich hauptsächlich in Belgien, Holland, Deutschland und Frankreich. Im nächsten Jahr werden aber auch Turniere in Spanien dazukommen.

Hast du neben dem Polo überhaupt Zeit für andere Dinge, zum Beispiel Hobbys?

Den kompletten vergangenen Winter warst du in Argentinien unterwegs. Warum? In Europa endet die Polosaison im September. Ab Oktober bin ich dann für sechs Monate nach Argentinien geflogen, um dort an der Saison teilzunehmen. Seit April bin ich wieder in Belgien. Polo wird auf Rasen, Sand und Schnee gespielt. Hast du einen Lieblingsuntergrund? Ich bevorzuge das „normale“ Polo auf Rasen. Das Feld ist größer und das Spiel ist rasanter und schneller. Natürlich ist es auch reizvoll, auf Schnee zu spielen, zum Beispiel in Kitzbühel, aber das gleicht mehr einer Spaßveranstaltung.

Polo ist in Deutschland in einer relativ kleinen Szene verhaftet. Wie sieht es in Holland und Belgien aus? Das verhält sich dort ähnlich. Wir haben in Belgien nicht gerade viele Spieler, von denen auch nur sehr wenige auf einem hohen Level spielen. Wir sind also eine überschaubare Gruppe – man kennt sich untereinander. Du hast das Polopicknick 2010 wegen einer Verletzung verpasst. Ist Polo ein gefährlicher Sport? Ja, auf jeden Fall! Es gibt eine Menge Spieler, die in Unfälle

Mein größtes Hobby ist mein Beruf, meine Arbeit. Natürlich ist auch meine Familie sehr wichtig. Ich gebe aber zu, dass der Polosport schon einen Großteil in meinem Leben einnimmt. In Münster spielst du zusammen mit Aki van Adel, Sven Schneider und Sebastian Schneberger. Wie hoch sind eure Chancen auf die Titelverteidigung? [Lacht] Ich denke, dass wir ein sehr gutes Team haben. Wir haben aber ein ganz großes Problem! Wir vier haben eine Schwäche für das Nachtleben. Es ist möglich, dass diese Konstellation uns an diesem Wochenende den Sieg kostet. Vielen Dank für das Gespräch! Interview Claus Hensel

THE UNEXPECTED MOVE

Aki van Andel: Auf und neben dem Platz für Überraschungen gut Seit zehn Jahren ist der junge Holländer Aki van Andel für die Nationalmannschaft unterwegs, in den Niederlanden ist er einer der wenigen Spieler mit Handicap 3. Er nennt zwei Polo-Farms in Holland und Argentinien sein Eigen und er ist sich nicht zu schade, den Schlafplatz auch mal mit seinem Lieblingspony Muneca zu teilen. Aki, du bist das erste Mal beim Polopicknick dabei, freust du dich?

man bedenken, dass Sebastian und ich zum ersten Mal in einem Team spielen.

Ja klar, ich bin schon sehr gespannt. Wir werden eine gute Party daraus machen. Aber wichtiger ist natürlich, dass wir ein gutes Team ergeben und schönes Polo spielen.

Wann kamst du zum Polo?

Gerade die Los Nocheros, die du dieses Jahr tatkräftig unterstützt, sind für ihr Engagement nach Sonnenuntergang berüchtigt. Werdet ihr eurem Ruf auch diesmal gerecht? Na, das hoffe ich doch! Es ist immer wichtig, ein gutes Spiel abzuliefern. Erst beim Polo, dann bei der Party. Letztes Jahr konnten die Los Nocheros den Sieg nach Hause tragen. Werdet ihr diesen Triumph 2011 wiederholen? Ich werde mein Bestes geben, das ist sicher. Natürlich muss

Mit dem Reiten habe ich mit neun Jahren angefangen, aber damals verstand ich noch nicht wirklich, worum es ging. Was zum Beispiel ein Pferd ausmacht. Also begann ich, auf einer Pferde-Farm zu arbeiten. Ich habe Springunterricht genommen, die Ställe ausgemistet und die Pferde geputzt. Mit dreizehn war ich dann so weit, mich ans Polospielen zu wagen. Und mittlerweile hast du eine eigene Farm in Argentinien … Ja, und eine in Holland. Ich züchte und verkaufe dort Poloponys. Die Farm in Argentinien ist darüber hinaus auch ein Country Club mit dem Namen „El Metejon“. Es ist eine große Farm, aus der wir ein Hotel gemacht haben.

Im Moment ist das eine Stute mit dem Namen Muneca. Ich habe sie gekauft, als sie vier Jahre alt war, jetzt ist sie zwölf. Mit ihr war damals noch nicht viel gearbeitet worden und ich habe ihr alles beigebracht, was ich wusste. Eine letzte Frage: Ich habe gehört, du seist ein wahrer Womanizer. Stimmt das? Haha … das war ich mal. Jetzt nicht mehr, auch ich werde älter. Was fasziniert dich an deiner Sportart? Als ich das erste Mal Polopferde an mir vorbei galoppieren sah, dachte ich: „Cool, das will ich auch.“ Polo ist einfach eine ganz wunderbare Kombination aus Pferdesport, Teamsport und Ballsport. Es ist dieser ganze Polo-Lifestyle, der dich nicht mehr loslässt.

gute Zeit zu haben. Aber das wirklich Besondere am Polo sind natürlich die Ponys. Ich liebe es einfach, wenn man morgens zu den Pferden auf die Weide geht, nachsieht, ob sie alle o.k. sind, und mit ihnen redet. Sie kommen dann zu dir und stupsen dich an. Wenn eines der Ponys noch auf dem Boden döst, lege ich mich manchmal einfach dazu.

Der Lifestyle ist ja wirklich berüchtigt.

Wow, dafür müssen sie dir aber ganz schön vertrauen.

Ich mag es einfach, dass im Sommer fast jedes Wochenende irgendwo auf der Welt so viele Leute und Freunde zusammenkommen, um eine

Ja, das stimmt. Ich glaube, sie mögen mich einfach. Hast du ein heimliches Lieblingspony?

Also müssen sich die Münsteraner Ladys nicht vor dir in Acht nehmen? Nein, nein, obwohl, man weiß ja nie, ich bin immer gut für einen „unexpected move“. Vielen Dank für das Interview! Interview Anna Lohmeier


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FIGHT FOR YOUR RIGHT Steffi von Pock weiß sich auf dem Platz zu behaupten

Die Erde bebt, der Staub wirbelt durch die Luft, ein 90-Kilo-Hüne donnert samt Vierbeiner auf Steffi von Pock (Team Arns Schwering Kohne) zu. Und was macht die? Sie lacht, saust ihm furchtlos entgegen und schlägt Mr. Muscle den Ball schneller unter der Nase weg, als der gucken kann. Frauenpower? Nein, Teamwork! Ist es nicht unglaublich anstrengend, fast jedes Wochenende auf dem Pferderücken zu verbringen?

mehr. Hauptsache, die Pferde und das leibliche Wohl bleiben erhalten und man hat viel Freude bei den Spielen.

Wenn man einmal damit angefangen hat, dann kann man auch so schnell nicht wieder aufhören. Hinzu kommt, dass die Zeit auf dem Pferderücken sich auf knapp eine Stunde beschränkt. Die effektive Spielzeit beträgt davon nur die 4 Chukker, also 4 x 7 ½ Minuten.

Kann man das Drumherum als Spieler auch genießen?

Was ist so faszinierend am Polo, dass man nicht wieder damit aufhören kann? Wenn man ein gutes Team hat, ist dabei so viel Spaß im Spiel, dass man nicht nur die nächsten Tage, sondern auch die nächsten Wochenenden mit diesem Team weiterspielen will. Wenn man dann noch gewinnt, macht das natürlich doppelt Spaß. Letztes Jahr konntest du beim Polopicknick mit dem Team Beresa den Wooden-Cup gewinnen. Wie hoch sind deine Erwartungen für dieses Jahr? Ich wünsche mir, dass es ein schönes Event wird und man wie immer viele Freunde und alte Bekannte trifft. Wichtig ist, dass man Spaß hat, und wenn man dazu noch gewinnt, freut man sich umso

Auf alle Fälle. Wir Spieler sind eigentlich immer sehr, wie sagt man, partyfreudig und für alle Späße zu haben. Beim Polopicknick sind immer wieder viele Freunde mit ihren Kindern dabei. Die fragen im Vorfeld schon: „Fahren wir dieses Jahr wieder nach Münster?“ Beim Polopicknick gibt es für Klein und Groß aber auch immer wieder etwas Neues zu entdecken. Polo ist eine der wenigen Sportdisziplinen, in der Männer und Frauen miteinander bzw. gegeneinander spielen. Findest du das gut? Ganz ehrlich, ja! Ich fände es schade, wenn es hieße, ihr Frauen dürft bei diesem Turnier nicht mitspielen. Ab einem gewissen HandicapLevel gibt es natürlich Turniere, die überwiegend von Männern bestritten werden, und auf der anderen Seite gibt es auch Damenturniere. Ich spiele aber immer sehr gerne in gemischten Teams. Bekommt man nicht ganz schön Muffensausen, wenn

Frauenpower + Teamwork = Steffi von Pock (2. von rechts)

ein 90-Kilo-Mann auf einen zugaloppiert?

Pferd nicht mitmacht, bin ich lahmgelegt.

Man weiß ja vorher, mit wem man es zu tun hat. Man muss halt das „fight for your right“-Prinzip durchziehen. Von außen betrachtet sieht ein 90-Kilo-Hüne auf einem extremst muskulösen Pferd schon sehr beeindruckend aus, aber sobald man auf dem Pferd sitzt und in solche Zweikämpfe gelangt, hat man dieses Bild nicht mehr im Kopf. Durch Größe und Stärke hat man natürlich Vorteile, aber oft genug kann auch ein kleiner Spieler diese durch Technik wettmachen.

Hast du gerade das Glück, gute Pferde zur Verfügung zu haben?

Und auf die Pferde kommt es sicherlich auch immer an. Mit Sicherheit. Wenn ein Pferd zum Beispiel nicht stoppt oder viel zu langsam ist, da könnte ich noch so tolle Bälle schlagen. Wenn das

Ja, man hat zwar immer mal einen Ausfall wegen Schnupfens oder Ähnlichem, oder vielleicht gibt es auch ein Pferd, das so langsam in Rente geht. So ist es bei mir gerade. Deswegen ist man manchmal nicht ganz perfekt aufgestellt. Denn besser, schöner, größer geht immer. Gibt es denn immer auch das eine Pferd, zu dem man eine besonders gute Verbindung hat?

Glück, noch nicht, denn die Persönlichkeit macht auch die Pferde aus. Ich habe ein größeres Pferd, das ist etwas langsamer, aber sehr wendig. In manchen Spielsituationen wünsche ich mir dann genau dieses Pferd, ein paar Sekunden später hätte ich dann jedoch gerne mein kleines Rennschwein, das einfach nur schnell ist. Im ersten Chukker nehme ich meinen kräftigen, wendigen Burschen, im nächsten habe ich dann meine superschnelle Flitzmaus. Im letzten Chukker braucht man dann sein bestes Pferd. Im Endeffekt sind Spieler und Pferde Individualisten. Was machst du, wenn du gerade kein Polo spielst? Im Winter halte ich meine Kondition im Fitnessstudio aufrecht. Ich gehe oft Skifahren und Snowboarden und gelegentlich spiele ich noch Golf. Aber sobald ich einen Golfschläger in die Hand nehme, denke ich, da könnte ich doch auch einen Poloschläger nehmen. Vielen Dank für das Gespräch. Interview Anna Lohmeier

Ja klar. Man hat immer seinen Liebling, von dem man sagt, am liebsten würde ich dieses Pferd vier Mal klonen. Aber dieses Wunschprogramm gibt es leider, oder auch zum

BITTE EINTRETEN

Das „Tritt-in“ in den Spielpausen hat beim Polo Tradition Wer annimmt, dass alle Aktivität beim Polo bei Spielern und Pferden liegt, der irrt gewaltig. Nicht nur von Pferden und Reitern, auch von den Zuschauern wird beim Polo höchster Einsatz erwartet. Schon in der nächsten Spielpause heißt es wieder: „Tritt-in“! Wieder und wieder strömt die ganze bunte Schar in den Spielpausen auf den grünen Platz zum traditionellen „Tritt-in“ oder auch „Eintreten“ – in Münster sogar mit Livemusik begleitet. Dabei sollen die von den Pferdehufen und Spielerschlägern herausgerissenen Rasenstücke mit den Schuhspitzen wieder an ihren rechtmäßigen Platz geschoben und dort mit ganzem Körpergewicht fixiert werden: Der zerfurchte Rasen wird wieder eben getreten – oder eben auch einfach platt getrampelt.

Und so schreitet Herr mit großen Schritten, während Dame mit Pumps hinterdrein trippelt und aufpasst, dass sie mit ihren Absätzen nicht noch tiefere Löcher in den Rasen reißt. In Großbritannien obliegt es bei manchen Turnieren der Queen persönlich, beim Trittin den Anfang zu machen. Aber nicht nur die Zuschauer sind eingespannt, den Rasen zu „reparieren“. In den Poloregeln vom Deutschen Polo Verband ist unter Abschnitt „7. Der Torrichter“, Unterab-

schnitt „j“ zu lesen: „Er kann sich nützlich machen durch Eintreten herausgerissener Grasnarben vor seinem Torbereich (...).“ Doch weniger das Ebnen des Platzes als vielmehr ganz andere Beweggründe liegen dem begeisterten Rasentreten zugrunde: Den echten Fan zieht es natürlich auf das Pologrün, um einmal den Ort des Geschehens aus der Perspektive des Spielers – oder auch des Pferdes – zu betrachten, um einmal den Hauch einer Ahnung von der Atmosphäre auf dem Spielfeld zu bekommen. Außerdem kann man hier auf dem Platz seine Stars, Pferd oder Reiter, hautnah erleben, einmal einen Polostick in der Hand halten oder einmal dem gefleckten Schimmel über die

Nase streicheln. Und welche Glückseligkeit ist es dann, sogar einen Poloball zu finden, der dem scharfen Auge des Schiedsrichters entgan-

gen ist. Teil der Motivation ist auch das Über-den-RasenFlanieren und Zur-Schau-Tragen der Hüte und Kleider.

Platzfehler: Damit so etwas nicht passiert, bitte eintreten!

© Text: Polo+10


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WELCOME TO THE HAUNTED MANSION Am Ende von moosbewachsenen Wegen, umgeben von dunklen Wäldern liegt einsam das verfallene Herrenhaus. Unglaubliche Geschichten ranken sich um die düstere Ruine, Gänsehaut befällt alle, die es wagen, näher zu kommen. Die wenigen Augenzeugen, die sich dennoch heranwagten, berichten von nahezu undurchdringlichen Nebelschwaden, Gargoyles mit versteinerten Mienen, Grabsteinen und Gruften, sogar Vampiren. Ersticktes Gelächter dringt durch das schmiedeeiserne Tor und das marode Mauerwerk. Dunkle Engel und unheimliche Hexenwesen tanzen mit geheimnisvollen Herren, die zum Takt unhörbarer Musik ihren Zylinder lüften – vielleicht sind sie aber auch einfach nur verrückt geworden …

absolutes Highlight der Veranstaltung hält in jedem Jahr der Samstagabend bereit. Dann ist alles in mühevoller Kleinarbeit hergerichtet für die offizielle Polo Players Party. Traditionell handelt es sich dabei aber keineswegs um ein gewöhnliches Beisam-

WELCOME TO THE HAUNTED MANSION So lautet das Partymotto für die offizielle Polo Players Night 2011. Als „Polo between the parties“ bezeichnen viele Spieler scherzhaft das Polopicknick. Ein Running Gag, der auf die fröhliche Abendgestaltung des Rahmenprogramms abzielt. Ein

Wenige Restkarten an der Tageskasse für 90 € pro Person erhältlich!

mensein zu Speis und Trank. Für die offizielle Party eines besonderen Turniers bedarf es auch einer besonderen Atmosphäre. Die speziellen Mottos der Polopicknick-Party machen

die Samstagnacht in jedem Jahr zu einem unvergesslichen Erlebnis. Themen wie „Seven Sins“, „Red Light District“ oder im letzten Jahr der „Prohibition Ball“ haben die Messlatte für 2011 ziemlich

hochgelegt. Doch die Veranstalter sehen dem Ereignis gelassen entgegen. Auch diesmal versprechen sie ihren Gästen selbstbewusst ein rauschendes und unverwechselbares Fest!

DER EXPERTENTIPP

Thomas Wirth, Herausgeber von Polo+10, setzt auf Gastgeber Thomas Wirth, Herausgeber von Deutschlands größtem Polomagazin Polo+10, war in diesem Jahr extra aus Hamburg zur Teamverlosung zum Hugerlandshof gereist. Dort nutzte er die Gelegenheit, selbst ein paar Stunden auf dem Pony sein Polo zu verbessern. Anschließend verfolgte er die Auslosung. Mit Blick auf die Zusammensetzung der Teams gab der Poloexperte folgenden Favoritentipp ab ... „Ich denke, in diesem Jahr sind die Nocheros und Immomia die stärksten Teams. Die Nachtschwärmer sind vielleicht noch ein bisschen besser. Und das, obwohl Teamcaptain Sebastian Schneberger sich kurzfristig an der Hand verletzt hat. Die Nocheros haben in diesem Jahr einfach das homogenste Team, außerdem spielt ein Sven Schneider in guter Form besser als Handicap +3. Das Team Immomia hat mit Lucas Labat (+7) den Spieler mit dem höchsten Handicap des Turniers in seinen Reihen. Außerdem sind Piero Dillier und Labat ein eingespieltes Gespann, das schon mehrfach das Sylt-Turnier gewonnen hat. Deshalb werden sie weit vorne landen.“ Weil das Turnier auf Sylt und das Polopicknick in diesem Jahr ausnahmsweise nicht auf das gleiche Wochenende

fallen, kann Thomas Wirth erstmalig persönlich am Hugerlandshof das Spielgeschehen verfolgen. Polo+10 ist offizieller Kooperationspartner aller deutschsprachigen Poloverbände. Das Magazin berichtet täglich online über das Polopicknick unter: www.polo-magazin.de Kurzfristig stieß mit Valentin Novillo Astrada (auf dem Foto links) ein 5-Goaler zum Team Oeding-Erdel: „Ich freue mich riesig auf mein erstes Polopicknick. Die anderen Spieler meines Teams kenne ich zwar bisher noch nicht als Partner, aber ich weiß, dass sie gut drauf sind und das es funktioneren wird.“

Thomas Wirth (rechts) beim Polotraining mit Valentin Novillo Astrada (hdc+5).


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Stallgeflüster

WO WOHNEN CHAMPIONS? Viele Spieler des Polopicknicks finden ihren Siegerschlaf im Factory Hotel

Wie schläft eigentlich ein Polospieler? Braucht er diesen unverwechselbaren Stallgeruch, den Duft seiner Pferde, Stroh unterm Kopfkissen, damit er am nächsten Tag als Sieger vom Poloplatz reiten kann? „Das ist es nicht wirklich …“, weiß David Deilmann.

Der Geschäftsführer des Factory Hotels hat bereits im vergangenen Jahr einige der Spieler untergebracht, die auch an diesem Wochenende wieder über den Hugerlandshof fegen und um den Polopicknick-Cup streiten. Und es scheint den Polistas gut gefallen zu haben, denn nur zu gerne quartierten sich einige von ihnen 2011 wieder im Norden Münsters ein. „Nachdem wir 2010 schon knapp 20 Zimmer mit Gästen vom Polopicknick belegt hatten, sind es dieses Jahr weit über 30. Das spricht für

eine hohe Zufriedenheit der Polo spielenden Besucher“, sagt Geschäftsführer David Deilmann. Das Factory Hotel hat einen ganz eigenen, aufregenden Charakter: Denkmalgeschützt und modern, industrielle Elemente und wohnlicher Komfort, nah am Stadtkern und ruhig gelegen – hier findet der Besucher Kontraste, scheinbare Gegensätze vereinen sich zu einem unverwechselbaren Ganzen. Dazu wurde das gesamte Gelände der ehemaligen Germania Brauerei umgestaltet. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude und ein See bilden das Herzstück des Viertels, das mit Restaurants, Clubs und vielem mehr Treffpunkt für Hotelgäste und Münsteraner gleichermaßen ist. Es geht das Gerücht, einige Spieler hätten in der Samstagnacht des vergangenen Polopicknicks nach der Rückkehr von der Players Party im Hotelaufzug den falschen Knopf gedrückt. Daraufhin seien sie

noch im Club „Grey“ statt im Bett gelandet. Ob das eventuell eine Rolle beim Ausgang der Finalspiele am Sonntag gehabt hat? Wir wissen es nicht. „Ich glaube nicht, dass die falsche Aufzugrichtung ausversehen gewählt wurde“, schildert Deilmann einen nicht unbegründeten Verdacht. „Polospieler sind bescheidene Gäste, allerdings sollte die Hotelbar schon gut bestückt sein.“ Als Teil des neuen Germania Campus hat sich das Factory Hotel im aufstrebenden Szeneviertel der Stadt angesiedelt. Hier wurde ein hochkreatives Quartier geschaffen, das originelles Gewerbe, stilvolle Gastronomie und ein vielfältiges Ausgeherlebnis in aufregende Architektur einbettet. Der Norden der Stadt hat ein ganz eigenes Gesicht bekommen, das Altes mit Neuem wirkungsvoll verbindet. Kein Wunder, dass sich hier sowohl die anspruchsvolle als auch ruhebedürftige Seele eines Polospielers gerne zum Siegerschlaf bettet. factoryhotel-muenster.de


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Polopicknick Charity

FARBE BEKENNEN

Das Polopicknick 2011 macht eine Baumspende 2007 hat der Sturm Kyrill in Münster 1.500 Bäume zerstört oder so stark beschädigt, dass sie gefällt werden mussten. 2008 begann unsere Stadt mit der Wiederaufforstung. Eine Initiative, die fleißig dabei hilft, heißt „Münster bekennt Farbe – Baumpatenschaften“. Das Polopicknick 2011 unterstützt diese Initiative durch einen Teil der Einnahmen in Form einer Baumspende. Der Projektleiter von „Münster bekennt Farbe“, Wolfram Goldbeck (Foto), hat uns erklärt, wie das denn genau abläuft, wenn man eine Baumspende macht …

Die Sache hat sich mehr als überraschend gut entwickelt. Baumpatenschaften sind ja nur eine Facette der Initiative „Münster bekennt Farbe“. Es ist sehr erfreulich, wie viel Engagement Münsters Bürger insgesamt im Rahmen dieser Initiative für die Allgemeinheit zeigen. Alle Infos: muensterbekenntfarbe.de

Viel älter dürfen sie nicht sein, sonst kann man sie überhaupt nicht mehr verpflanzen. Nichtsdestotrotz dauert es natürlich noch etliche Jahre, bis durch die neuen Bäume das alte Bild mit einem hohen Baumbestand im Bereich der Promenade wiederhergestellt ist. Wie lange braucht so eine Winterlinde dann noch, bis sie ausgewachsen ist? Bis sie dann etwa 25 Meter misst, wird es sicherlich nochmal 20, 30 Jahre dauern.

WE LIKE WWW.FACEBOOK.DE/POLOPLUS10 1972

DPV UT

Wo genau werden die Bäume hinkommen, die durch Einnahmen vom Polopicknick finanziert werden?

DE

Das ist sehr schwer abzuschätzen. In der Innenstadt wurden vor allem im Promenadenbereich sehr viele Bäume zerstört. Dort sind wir in den letzten Zügen, die freien Stellen wieder zu schließen. Im Bereich der Hohen Ward beispielsweise wird es noch Jahre dauern, dort sind ganze Wälder niedergemacht wor-

Jeder Spender bekommt in Form einer Plakette eine individuelle Widmung, die an den Pfählen angebracht wird, die den Baum stabilisieren. Glücksbäume, Geburtstagsbäume, Erinnerungsbäume, Schattenspender, Familienbäume … die Anlässe für eine Spende sind vielseitig. Auch auf unserer Internetseite wird jeder Spender mit seiner

Welche Bilanz ziehen Sie als Projektleiter zum Verlauf des Projektes Baumpatenschaften?

Nein, einfach ist das nicht. Die Bäume, die wir im Innenstadtbereich pflanzen, sind schon acht bis zehn Jahre alt.

V.

Wie lange wird es dauern, das alte Stadtbild wiederherzustellen?

Geht das denn so einfach?

Das hängt zum Teil vom Betrag ab, der zusammenkommt. Auf jeden Fall werden aber dank dieser Spende

SC

E.

Für einen neuen Baum heben wir rings um den Standplatz den Boden aus, fügen Spezialsubstrat ein und pflanzen dort in der Regel eine Winterlinde. Diese wird dann in den ersten zehn Jahren besonders gepflegt, damit sie schnell nach oben aufschließt und eine richtig große Krone bekommt. Die Patenschaft für einen Baum kostet ca. 1.000 €. Wir haben mittlerweile über 240 Bäume mithilfe von Baumpatenschaften innerhalb des Promenadenringes gepflanzt.

den. Weil in Münsters Innenstadt relativ große Bäume zerstört worden sind, versuchen wir, ebenfalls möglichst große Bäume wieder einzupflanzen.

Wird auch kenntlich gemacht, wer der jeweilige Baumpate ist?

konkreten Aktion abgebildet.

Polo+10 Das Polo-Magazin ist offizieller Kooperationspartner aller deutschsprachigen Poloverbände. | abo@polo-magazin.de

D

Wie genau funktioniert eine Baumspende, Herr Goldbeck?

Bäume an der Promenade am Neutor, Hindenburgplatz, gepflanzt.

HE

RB R PO LO VE

AN

GERÄTE UND SPIELZEUG FÜR KMT Freundeskreis Knochenmarktransplantation erhält 6.500 €

6.500 € hat das Polopicknick 2010 für den guten Zweck eingespielt. Das Charity-Projekt, das im vergangenen Jahr durch die Veranstaltung unterstützt wurde, war der Freundeskreis Knochenmarktransplantation Münster. Mit der Zuwendung finanziert der Verein neue Geräte, Möbel oder Spielzeug für das KMTZentrum der Uniklinik. Anders als bei anderen Poloturnieren werden die Teams beim Polopicknick nicht um eine Startgebühr, sondern um eine Spende für das aktuelle Charity-Projekt gebeten. Außerdem wird ein Teil der Einnahmen in jedem Jahr gespendet. Der Erlös des Polopicknicks 2010 ging an den Freundeskreis Knochenmarktransplantation Münster, der von Sebastian Schneberger einen Scheck über 6.500 € überreicht bekam. Der Verein setzt sich für das KMT-Zentrum der Uniklinik

ein. Schatzmeister und stellvertretender Vorsitzender Dirk Fahrmeyer: „Wir helfen dem KMT-Zentrum bei der Anschaffung neuer Geräte oder Möbel, haben Spielzeug und Laptops angeschafft, damit die Kinder sich trotz steriler Krankenhausatmosphäre wohlfühlen, oder finanzieren Hospitationen der Ärzte in den USA.“

Für weitere Infos: klinikum.uni-muenster.de 6.500 € vom Polopicknick 2010: Schatzmeister Dirk Fahrmeyer (links) nimmt den Scheck von Sebastian Schneberger entgegen.


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Picknick-Pinnwand

Fahrrad unterm Hammer

Vorstellungen:

22.7. – 20.8. jeweils Mi., Do., Fr., 20 Uhr, Sa., 17 und 20.30 Uhr, So., 14 und 17 Uhr.

Premiere:

Cirque Bouffon in Münster Das MultimediaPicknick Das Polopicknick 2011 ist so multimedial wie nie zuvor: Die neuesten Fakten unter: facebook.com/polopicknick Alle Spiele im Livestream: www.polopicknick.de Außerdem alles zu Polo und Picknick. Alle Picknicker-Ausgaben: im iTunes-App-Store unter „Polopicknick“

Endlich ist es so weit, der Cirque Bouffon spielt in Münster. Und zwar vom 22. Juli bis 20. August 2011 mit seiner neuen, faszinierenden Show „Angell Vol. 2“. Der Vorverkauf für die Veranstaltung auf dem Hindenburgplatz hat begonnen. Mit seinem neuen Programm „Angell Vol. 2“ und einem internationalen Künstlerensemble verzaubert der Zirkus das Publikum im Stil des französischen Nouveau Cirque mit einer sinnlich poetischen Show, die das Herz und die Zeit berührt. Das Publikum darf sich auf artis-

tische Höchstleistungen und magische Momente in einer atemberaubenden, zeitgemäß visuellen Umsetzung freuen. „,Angell Vol. 2‘ ist für den Zuschauer eine außergewöhnliche ästhetische Erfahrung“, verspricht Frederic Zipperlin, künstlerischer Leiter des Cirque Bouffon. Fréderic Zipperlin, ehemaliges Mitglied des weltbekannten Cirque du Soleil, realisiert gemeinsam mit Anja Krips und ihrer Compagnie Cirque Bouffon eine neue Art des Artistik-Theaters mit der Philosophie des französischen Nouveau Cirque.

Eintritt: 29 €, Kinder (5–14 Jahre) 19 €, Kinder bis einschließlich 4 Jahre haben freien Eintritt. Studenten: 15 €. Familientickets nur Sa., 17, und So., 14 Uhr. 2 Erwachsene / 2 Kinder: 82 €, 2 Erwachsene / 1 Kind 67 €. Rollstuhlfahrer und ein Begleiter benötigen nur eine Karte. Karten sind im Vorverkauf erhältlich bei Westticket.de und ab 17 Uhr ausschließlich an den Spieltagen direkt an der Abendkasse. Achtung, Poloaktion: 2 für 1

Geheimtipp:

Nennen Sie ausschließlich an der Theaterkasse ab 17 Uhr das Wort POLOPICKNICK und Sie erhalten für jede gekaufte Karte eine weitere gratis dazu. Dies gilt für alle Veranstaltungen – soweit Karten vorhanden sind – und bis zum 6. August 2011. Weitere Infos: www.cirque-bouffon.com

Abbildung ähnlich.

André Elbing

22.7. Keine Vorstellungen am 28., 29., 30. Juli!

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten … verkauft für den guten Zweck! Die Spenden-Aktion des Polopicknicks hat Tradition und prägt den Charity-Charakter dieser Veranstaltung. In jedem Jahr findet deshalb unmittelbar vor dem Finale am Sonntag eine große Versteigerung statt, deren Ertrag in die aktuellen Charity-Projekte des Polopicknicks fließt. 2011 stellt die Firma Trelock, Münsters Spezialist für Fahrradschlösser, exklusiv ein Polopicknick-Fahrrad für die Versteigerung bereit – ein echtes Unikat, mit dem man sich in der Fahrradhauptstadt der Nation bestens sehen lassen kann. Die Einnahmen kommen in diesem Jahr der Initiative „Münster bekennt Farbe“ und der „Waldschule Münsterland“ zugute.

ALLES GUTE KOMMT VON OBEN Wie kamen die Polopicknicker auf den Dachboden?

Gemeinsam ritten sie einst nach einem anstrengenden Match auf den Rücken ihrer Poloponys in den Sonnenuntergang, als sie plötzlich eine Idee hatten: Sebastian Schneberger und sein Freund Thorsten Kambach, der Geschäftsführer der Dachboden Werbeagentur, wollten zusammen eine Zeitung machen. Es sollte Polo drin vorkommen … und Superman. Naja, das mit dem Sonnenuntergang könnte durchaus stimmen, vielleicht waren es aber eher Barhocker, auf denen sie saßen, die gemeinsame Idee hatten Thorsten und Sebastian trotzdem. Die Konsequenz ist diese schöne, bunte Zeitung. Aber warum überhaupt?

Thorsten: Wie es der Zufall will, sind Sebastian und ich ja schon lange befreundet. Da kann es schon mal vorkommen, dass man gemeinsam ein bisschen rumspinnt. Sebastian: Wir saßen im Frühling 2010 irgendwann mal bei einem kühlen Getränk zusammen und hatten

plötzlich die Idee, eine neue Zeitung für das Polopicknick zu entwerfen.

Werbeagentur GmbH & Co. KG

Thorsten: Aber nicht so eine Nullachtfünfzehn-Turnierzeitung, sondern richtig schön. Sebastian: Außerdem sollte die Zeitung die Informationen zur Sportart und zu den Rahmenbedingungen des Picknicks für eine breite Öffentlichkeit zugänglich machen. Thorsten: So kamen wir auf das Zeitungsformat und dachten uns, dass auch die Verpackung als Beilage in der Münsterschen Zeitung cool wäre. Sebastian: Ich wollte schon immer Mal ein Magazin machen, das eine ähnliche Optik hat wie der Daily Planet aus den Superman Comics. Zum Glück denkt Thorsten da genauso ausgefallen wie ich. Thorsten: Also haben wir mal ein bisschen experimentiert. Und Publishings können wir vom Dachboden nun mal ganz gut.

Dachboden Werbeagentur GmbH & C0. KG Rothenburg 14 - 16 48143 Münster

Grübel, grübel, grübel ... und dann: eine Idee! Wir machen eine Zeitung zusammen.

Danke für den PICKNICKER und das Gespräch!

www.dachboden.de


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PROGRAMMÜBERSICHT Freitag, 22.7., Samstag, 23.7., Sonntag, 24.7.2011 Spielergebnisse: Freitag, 22.07.2011 Los Nocheros vs Cilian AG

5½:2

Schnitzler vs Oeding-Erdel

6:5½

ASK vs Immomia

11 ½ : 6

SX-Capital AG vs Beresa / AMG

Spielplan Samstag, 23.07.2011

6 : 10

Spielplan Sonntag, 24.07.2011

12.00 Uhr

Einlass

12.00 Uhr

Einlass

12.30 Uhr

Wooden-Cup Semifinal 1 Oeding-Erdel vs Immomia

12.30 Uhr

Wooden-Cup – Spiel um Platz 3

14.00 Uhr

Wooden-Cup Semifinal 2 Cilian AG vs SX-Capital AG

14.00 Uhr

Polopicknick – Spiel um Platz 3

15.30 Uhr

Polopicknick Semifinal 1 Beresa vs Los Nocheros

15.30 Uhr

Wooden-Cup Finale

17.00 Uhr

Polopicknick Semifinal 2 ASK vs Schnitzler

17.00 Uhr

Polopicknick Finale

Samstag Samstag

Sonntag Sonntag

Samstag Samstag

Polopicknick Semifinal 1

Wooden-Cup Semifinal 1

Gewinner von Samstag

Gewinner von Samstag Polopicknick Semifinal 1

Wooden-Cup Semifinal 1 Wooden-Cup Spiel Platz 3

Polopicknick Spiel Platz 3

FINALE Wooden-Cup Polopicknick Semifinal 2

Wooden-Cup Semifinal 2

Gewinner von Samstag

Gewinner von Samstag Wooden-Cup Semifinal 2

Sonntag Sonntag

Polopicknick Semifinal 2

FINALE Polopicknick


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DAS PERFEKTE PICKNICK

MUST-HAVES UND NO-GOS FÜR EIN GELUNGENES MAHL IM FREIEN Picknick kann doch jeder? Das sagen Sie so leicht! Weil beim Polopicknick nun mal perfekte Voraussetzungen für ein herrliches Picknick herrschen, sollten Sie es auch dementsprechend vorbereiten. Denn: Was auf den ersten Blick nach keiner großen Nummer aussieht, entwickelt sich schnell zu einer kleinen Wissenschaft, wenn man die Sache ernst nimmt. Und das sollten Sie!

PicknickMust-haves: Picknickdecke: Unverzichtbar für das entspannte Mahl im Freien ist natürlich die Picknickdecke. Sie sollte für zwei Personen mindestens vier Quadratmeter Sitz- und Liegefläche bieten, damit alle Teilnehmer die mitgebrachten Leckereien entspannt genießen können. Kaufbar beim Polopicknick.

Getränke: Damit sie ihre erfrischende Wirkung nicht einbüßen, sollten Getränke bis unmittelbar vor der Abreise so kalt wie möglich aufbewahrt werden. Picknick-Profis schützen ihren Trank zusätzlich durch Kühlmanschetten. Natürlich darf auch ein Flaschenöffner nicht fehlen. Viele Getränkeflaschen sind nämlich immer noch auf seine Hilfe angewiesen.

korbus delicti: Wer zu bequem ist, selber einen Picknickkorb zu bestücken, kann sich ganz einfach einen Korb bestellen und in der Neubrückenstraße 73 abholen: www.korbus-delicti.de, Tel.: 0251 1495167. Außerdem stellt Ihnen korbus delicti dirrekt vor Ort am Hugerlandshofweg Ihren pesönlichen Picknickkorb zusammen.

Tischdecke: Das Picknick gewinnt enorm an Klasse, wenn man eine kleine Tischdecke mitbringt – am besten rot-weiß-kariert.

Gläser:

Speisen: Die Königsdisziplin des Picknicks – gut ausgewählte, leichte Kost: belegte Brote, Fingerfood, Salate, hart gekochte Eier, druckunempfindliches Obst, trockener Kuchen, Muffins und Kekse. Praktisch sind für den Transport Kunststoffdosen mit fest schließenden Deckeln. So kann nichts auslaufen oder zerdrückt werden. Wer es deftig mag, darf auch gerne Frikadellen vorbereiten und diese durch Senf aus der Tube veredeln. Fleisch- und Geflügel sollten gut durchgebraten sein und in der Kühltasche transportiert werden.

Wer nicht aus der Flasche trinken möchte, was sich bei bestimmten Getränken ja auch wirklich nicht schickt, darf die Gläser nicht vergessen. Möglichst nicht die Teuersten, denn Edelexemplare sind schnell dahin, sollte es später lebhaft auf der Picknickdecke zugehen. Wer die Prioritäten auf „praktisch“ legt, darf auch Plastikbecher nehmen.

Salate: Gemüse-, Kartoffel-, Nudelund Reissalate eignen sich generell besser fürs Picknick als empfindliche Blattsalate. Sollten Sie dennoch Blattsalate bevorzugen, nehmen Sie die Soße separat in bruchsicheren Gefäßen mit. Gießen Sie die Soße erst kurz vor dem Verzehr über den Salat.

Schokolade:

PicknickNo-Gos:

Lassen Sie unbedingt jegliche Schokolade zu Hause. Diese als Glücklichmacher populäre Süßigkeit macht bei Sonneneinstrahlung eher unglücklich.

Klebrige Finger:

Gier:

Zuverlässiges Gegenmittel gegen die klebrigen Spaßbremsen: Servietten. Sie schützen vor Obstfingern oder den Konsequenzen einer geschüttelten Prosecco-Flasche.

Ein Picknick-Korb will getragen werden und sollte deshalb niemals schwer sein. Das kann die Stimmung schneller verderben als eine Flasche warmer Wein.

Jetzt müssen nur noch ein Fernglas zum Poloschauen, Teller, Mülltüte, Taschenmesser für die Äpfel und eine Mückenkerze für den Fall, dass Sie länger bleiben wollen, in den Picknickkorb. Dann steht dem gelungenen Mahl im Freien nichts mehr im Wege. Guten Appetit!


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WO DIE WERSE FLIESST …

Ostholte

Viele Wege führen zum Hugerlandshof L567

Wo die Werse ist, ist auch ein Weg. Ein Weg? Quatsch, das Polopicknick ist diesbezüglich eine regelrechte Mehrweg-Veranstaltung. Für ein entspanntes Beisammensein im Kinderhaus ländlichen Idyll, in der direkten Nachbarschaft dieses herrlichen Fließgewässers, nehmen Sie doch sicher gerne ein paar Meter auf sich. Und wie Sie persönlich die Anreise zum Polopicknick meistern, das können Sie nach der Lektüre folgender Reisetipps frei entscheiden … Zwei Buslinien können die Picknicker zum Beispiel ganz relaxt zum Polo an der Werse befördern. Zum einen die Linie 2, die vom Clemenshospital über den Hauptbahnhof nach Handorf fährt. Zum anderen Linie 10, deren Route von Roxel über Mecklenbeck, Aaseestadt, Hauptbahnhof und St. Mauritz bis nach Handorf verläuft. Vom Hauptbahnhof A bis zur Station Pleistermühlenweg braucht der Bus nur gute zehn Minuten. Wer lieber selbst das Steuer in die Hand nimmt und aus Richtung Innenstadt kommt, sollte den Ludgerikreisel über die Hafenstraße verlassen und dieser so lange folgen, bis sie von der Warendorfer Straße gekreuzt wird. Dort rechts auf die Warendorfer Straße abbiegen und 3,4  km geradeaus fahren. Dann nur noch einmal links auf den Hugerlandshofweg

Münster-Coerde

K7

Handorf

K43

abbiegen und schon taucht das Polopicknickgelände am 219 Horizont auf. Wer aus Richtung Telgte anreist, hat’s sogar noch leichter: Einfach der Umgehungsstraße 51 Richtung Münster folgen, bis auf 54 der rechten Seite der Hugerlandshofweg zu sehen ist.

K16

K13 51 K33

L587

51

219

Für Fahrradfahrer zu empfehlen ist die unwesentlich längere Seitenstraßenroute. Kurz hinter dem Hohenzollernring von der Warendorfer Straße in die Dechaneistraße abbiegen, die nach einigen Metern in die St.  MauritzFreiheit mündet. Auf der linken Seite taucht dann bald der Prozessionsweg auf, durch Wiesen und Felder geht’s direkt bis zum Pleistermühlenweg.

Mariendorf

L843

K16

Münster 51 54

St. Mauritz L793

51

L793

Mitte Süd

54

K16

Dort noch einmal links abbiegen, und schon kann man sich vom Rückenwind zum Hugerlandshofweg treiben lassen!

51 K36

Gremmendorf 54

Kinder-Pinnwand

POLOPICKNICK IST DOCH KINDISCH Während Mami und Papi gebannt das Spielgeschehen auf dem Polorasen verfolgen und über den schnellsten Mannschaftssport der Welt staunen, tauchen die lieben Kleinen in eine völlig andere Welt ab – doch die ist mindestens genauso abenteuerlich wie die spannenden Chukker auf dem Spielfeld. Auch für Kinder bedeutet das Polopicknick ein wahres Schlaraffenland an Betätigungsfeldern. Polobegeisterte Eltern brauchen sich keine Sorgen zu machen, ihre Kinder könnten sich auf dem Turniergelände langweilen oder sie gar

Hüpfburg Schminken Ponyreiten Spieltische Kinderpolo Malen am Rockzipfel nach Hause zerren, ehe das erste Match beendet wurde. Am Hugerlandshofweg wartet der sprichwörtliche „Spaß für die ganze Familie“. Wenn man den ganzen Tag

von so vielen tollen Pferden umgeben ist, liegt zum Beispiel die Versuchung nah, selbst mal in den Sattel zu steigen. Zum Glück werden während des gesamten Turnierwochenendes ShetlandPonys auf einer großen Runde über das Gelände geführt, sodass auch Kinder völlig ungefährlich erste Reiterfahrungen sammeln können. Für einen ausgiebigen Ritt wird um eine Spende von einem Euro für das aktuelle CharityProjekt des Polopicknicks gebeten. Die Einnahmen kommen den Projekten „Münster bekennt Farbe – Baumpatenschaften“ und „Waldschule Münsterland e.V.“ zugute. Wer also zufällig ein paar Münzen mehr in die Pony-Dose wirft, gibt dies für einen guten Zweck. Wer gerade nicht auf einem Ponyrücken unterwegs ist, kann stattdessen hüpfen, bis die Beine nicht mehr wollen. Natürlich darf bei einer Veranstaltung wie

dem Polopicknick der ganz große Hüpfburgspaß nicht fehlen. Eine echte Attraktion ist in jedem Jahr auch das Kinderschminken. Was wäre ich denn gerne mal? Ein Tiger? Ein Indianer? Ein Pirat? Ganz egal. Heute darf jeder sein, was er möchte … Außerdem können sich die Kinder beim Malen, Minipolospielen oder an unserer großen Spielzeugautobahn austoben. Viel Spaß, liebe Kinder! Auf dass ihr am Abend glücklich und todmüde ins Bett plumpst.

L793


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Samstag, 23.07.2011

NACH(T)WORT von Sebastian Schneberger

Was für eine gute Überschrift, Nachtwort: Gestern saßen wir am Stall bei unserem Asado, wie in Argentinien – Steaks, Bier und Brötchen. Mehr brauchen die meisten Polospieler und Grooms nicht, um happy zu sein. Ganz wie in Argentinien sitzen alle um das Feuer, freuen sich, sich wiederzusehen, und irgendwann fängt jemand an, Gitarre zu spielen und einige singen mit. Es sind zwei Freunde und Nachbarn aus Argentinien, welche ihre Europareise extra so geplant haben, dass sie hier in Münster vorbeikommen können. Sie wollen die Jungs auch hören? Dann schnell zum Poloplatz! Bier leer – Party vorbei. Nachwort: Die Glocke läutet. Gerade ist wieder eins von vier Vorrundenspielen vorbei. Ich hatte ja eher auf einen anderen Ausgang getippt. Aber so ist Polo nun mal, es kommt oft anders, als man denkt. Wir haben heute unser Spiel gewonnen, herrlich war es. Nicht das Gewinnen, sondern mit meinen Freunden

Aki, Sven und Philip zu spielen, ein gutes Spiel zu haben, mein Lieblingspferd Piedrita nach einigen Wochen Auszeit wieder spielen zu können. (Naja, Gewinnen macht auch Spaß …)

Schal zu versorgen und sein Team anzufeuern. Lautstark! Aber der 100-jährige Kalender sagt: Alles wird gut. Das denke ich auch und freue mich, Sie morgen zahlreich zu sehen.

Ich hoffe, Petrus ist mit uns und gönnt uns ein paar Sonnenstrahlen. Ich kann jedem nur jetzt den Tipp geben, sich poloplayerlike mit Hoody und

Sebastian Schneberger

WHAT‘S NEXT? Ein Blick in die nächste Ausgabe

Während die Halbfinalspiele des heutigen Samstags darüber entscheiden, wer beim großen Showdown um den PolopicknickCup mitstreiten darf und wer im Rennen um die Wooden-CupTrophäe bleibt, ist eins bereits sicher …

»Guck mal, Mami:

Manchmal springt ein gutes Pferd doch höher, als es muss!

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Auch am Finaltag des Polopicknicks begleitet Sie der PICKNICKER mit vielen bunten Bildern und spannenden Artikeln zum Turniergeschehen. Unsere Interview-

partner in Ausgabe drei sind zweifellos echte Highlights: Unter anderem haben wir für unsere Rubrik „Come Closer“ die Herren Micky Duggan und Thomas Winter ins Rampenlicht gebeten. Beide sind zugleich außergewöhnliche und erstmalige Teilnehmer beim Polopicknick. Micky Duggan berichtet zum Beispiel von seinem Großvater, der 1936 auf dem Berliner Maifeld Olympisches Gold gewann. Thomas Winter ist der deutsche Spieler mit dem höchsten Handicap (+5) und nebenbei passionierter St.Pauli-Fan und Teichspieler. Was es mit Letzterem auf sich hat, möge der Hamburger in der nächsten Ausgabe selbst erklären. Selbstverständlich betreiben wir fleißig weiter Aufklärung rund um den Polosport: Unsere lexikalische Rubrik „Learning by Viewing“ befasst sich mit der Terminologie der verschiedenen, beim Polo gängigen Schlagvarianten. Im Poloreport erklären wir, warum sich ein Polo-Team,

anders als in den meisten anderen Mannschaftssportarten, von Woche zu Woche neu zusammensetzen kann und muss. Um den dritten und vielleicht sogar besten PICKNICKER der 2011er-Trilogie in die Hand nehmen zu können, müssen Sie sich spätestens am Sonntag, 24. Juli leibhaftig auf den Weg zum Hugerlandshofweg machen. Denn den Picknick-Begleiter Nummer drei gibt’s ganz exklusiv und ausschließlich vor Ort. Fantastischerweise wirft die Münstersche Zeitung extra für uns die Druckmaschinene an. Tausend Dank dafür. Wenn Sie ganz viel Glück haben, treffen Sie vielleicht auch einen Verteiler in der City. Besser aber, Sie gehen auf Nummer sicher und kommen zum Polopicknick. Denn neben der lohnenswerten Turnierzeitung warten natürlich auch die atemberaubenden Chukker des Finaltages auf Sie. Es grüßt der PICKNICKER

Impressum: Der PICKNICKER wird herausgegeben von der Polopicknick GmbH, Münster. Redaktion und Gestaltung: Dachboden Werbeagentur GmbH und Co. KG. Rothenburg 14-16, 48163 Münster

Der Picknicker 2 | 2011  

Auf geht’s, liebe Polofans! Das Polopicknick 2011 ist er- öffnet. Heute um 12:30 Uhr wird Münsters Hugerlands- hofweg für alle Freunde de...

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