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Der

Picknicker

SPEZIALAUSGABE NR. 2

www.polopicknick.de

F A S T E R

T H AN

SAMSTAG, 31.07.2010

H O C K E Y

ROUGHER than RUGBY S E X I E R

Polopicknick 2010. Endlich hat das Warten ein Ende! Der Startschuss ist gefallen, der Vorhang aufgegangen! Das siebte Polopicknick ist hiermit ebenso eröffnet wie die zweite Ausgabe des PICKNICKERs, der das Turnier aktuell für Sie begleitet. Während sich am gestrigen Freitag das komplette Polopicknick-

Gelände am Hugerlandshofweg so richtig für Sie in Schale geworfen hat und unter der Hilfe vieler fleißiger Hände aufgebaut und vorbereitet wurde, wurden bereits die ersten sportlichen Weichen gestellt. Ohne große Kulisse, dennoch hochbrisant, setzte diese so aufregende Sportart eine erste Duftmarke.

T H AN

Faster than Hockey. Rougher than Rugby. Sexier than Golf. So lauten die Qualitätsmerkmale dieser Veranstaltung, bei der Schnelligkeit, Härte und Eleganz sportliche Garantien sind. In vier Vorrundenbegegnungen trafen am Freitag die acht teilnehmenden Teams aufei-

G O L F

nander, um die Entscheidung herbeizuführen, wer beim Polopicknick 2010 ab heute um die Polopicknick-Trophäe und somit um den Turniersieg spielen wird. Die Verlierer des Freitags tragen ab heute den nicht weniger beachtenswerten Wooden Cup aus. Einen aktuellen Bericht zum sportlichen Geschehen des gestrigen

Tages finden Sie auf der übernächsten Seite dieser Zeitung. Heute geht es also richtig los. Vier spannende Spiele stehen uns bevor. Alles Weitere, was Sie zum Polopicknick wissen müssen, erfahren Sie natürlich in dieser Zeitung, der zweiten Ausgabe des PICKNICKERs.

Polopicknick 2010 – Hugerlandshofweg – Münster – 31.7. bis 1.8.2010 Learning by Viewing

Ein Spiel geht um die Welt

Poloroid – berühmte Polospieler

Verschaffen Sie sich genaue Einblicke in die verschiedenen Schlagtechniken, mit denen die Spieler beim Polo arbeiten. Alle Techniken und Begriffe im Pololexikon Nummer zwei. ..... Seite 4

Wer hat eigentlich Polo erfunden? In unserer Reportage begeben wir uns auf Spurensuche. Wo nahm das Spiel seinen historischen Ursprung? Eine Reise von Indien nach Münster. ................... Seite 5

Es macht immer wieder Spaß, einen Blick auf die Stars und Sternchen im Polodress zu werfen. Diesmal porträtieren wir Spencer Tracy, Steve McQueen und Nacho Figueras...........................Seite 11

Der PICKNICKER dankt für die Medienpartnerschaft

Ort: Hugerlandshofweg Beginn: jeweils 12:00 Uhr Eintritt: 7 € pro Person/Tag Freier Eintritt unter 12 Jahren Please bring your own picknick! Internet: www.polopicknick.de


FASTER THAN HOCKEY. ROUGHER THAN RUGBY. SEXIER THAN GOLF.

31. Juli und 1. August 2010 ab 12 Uhr am Hugerlandshofweg in M端nster www.polopicknick.de


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Samstag, 31.07.2010

Picknicker

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Grusswort Sven Schneider Liebe Polopicknicker, als Erstes einen ganz herzlichen Gruß von der momentan von der sonnenversöhnten Insel Sylt. Schön, dass Sie alle so zahlreich in Münster zum Polopicknick gekommen sind, schade, dass wir nicht dabei sein können, schade, dass Sie nicht auf Sylt dabei sein können. Wir sind in diesem Jahr sehr glücklich, bei den German Polo Masters auf Sylt acht internationale Teams begrüßen zu dürfen. Genau wie das Polopicknick in Münster hat sich das Turnier immer mehr etabliert und wir freunen uns, es dieses Jahr zum 7. Mal veranstalten zu dürfen. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt durch die Terminüber-

schneidung unserer beiden Turniere, konnten wir noch nie in Münster spielen, Sebastian nicht auf Sylt. Sebastian Schneberger und wir werden uns direkt nach diesem Wochenende zusammensetzen, um Termine für unsere Turniere zu finden, die hintereinander liegen, so dass wir alle nächstes Jahr zum ersten Mal beide Turniere spielen könnten. Wir freuen uns schon sehr darauf! Ich grüße Sie im Namen der ganzen Familie Schneider Sven Schneider

Titelverteidiger in der Vorrunde gestoppt Schnitzler unterliegt im Auftaktmatch hauchdünn gegen SX Capital

Packende Duelle im vollen Galopp, spannende und schonungslose Matches gleich zum Auftakt. Die Spieler des Polopicknicks 2010 waren am gestrigen Freitag direkt voll da! Während am Spielfeldrand noch letzte Vorkehrungen für die siebte Ausgabe des großen Turnierspektakels getroffen wurden, wussten die Akteure auf den Pferderücken bereits, was die Stunde geschlagen hatte. Dass die Spiele am Freitag noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, hemmte die acht Mannschaf-

ten keineswegs. In vier Vorrundenpartien fiel bereits die Entscheidung, welche Teams als Sieger der Freitagsspiele am Samstag und Sonntag um den Turniersieg, den sogenannten Polopicknick-Cup, spielen dürfen. Die unterlegenen Teams kämpfen ab heute sicher nicht weniger engagiert um den Wooden Cup.

ter ein Foul an Tillous nicht gepfiffen haben. Da war er auf dem Weg zum Siegtreffer.“

Für das Team Schnitzler fand das Vorhaben Titelverteidigung bereits im ersten Spiel des diesjährigen Turniers ein

jähes Ende. Das Quartett aus Vanessa Schockemöhle, Niels Osterbaan, Ignacio Tillous und Dirk Baumgärnter ging aufgrund der Handicap-Differenz mit eineinhalb Toren Rückstand in die Begegnung mit dem Team SX-Capital. Teamcaptain Mark Hänni hatte für SX Sybille Maeder, Stefan Prioiettis und den

treffsicheren Argentinier Matias Maiquez um sich gescharrt. Maiquez lieferte sich als vierfacher Torschütze ein spannendes Kopf-an-KopfRennen mit dem ebenfalls auf der „4“ spielenden argentinischen Gegenüber Ingnacio Tillous, der für Schnitzler im ersten Spiel auf fünf Treffer kam. Am Ende hatte das Team SX-Capital das glückliche Ende für sich, obwohl es nach dem zweiten Chukker so aussah, als würde Schnitzler an die starke Leistung des Vorjahres anknüpfen. Mit einem 5:3½-Vorsprung ging es für die Mannschaft um den dreifachen Torschützen und Teamcaptain Dirk Baumgärtner ins dritte Chukker. Dort erkämpfte sich SX-Capital das halbe Tor Vorsprung, das am Ende beim 8½:8-Sieg den Unterschied machte. „Die Niederlage war sehr unglücklich“, resümierte Schnitzlers Niederländer Niels Osterbaan nach der Partie. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt, hatten am Ende aber Pech, als die Schiedsrich-

Auch im zweiten Spiel ging es eng knapp zu: Das Team Beresa musste sich in eine 6½:8-Niederlage gegen das Team Cilian fügen. Schon im ersten Chukker übernahm Cilian mit Renske Quellhorst, Pascal Zantman, Luis Duggan und Simon Luginbühl die Führung mit 2:1½ und gab sie bis zum 6½:8-Endstand nicht mehr her. Überragender Akteur bei Cilian war mit sieben Treffern Luis Duggan. Das achte Tor für Cilian steuerte Eva Brühl per Eigentor bei. Auf Steffi von Pock, Eva

Brühl, Pedro F. Llorente und Bernt Sannwald, die für das Beresa-Team im Sattel saßen, wartet heute also die Wooden-Cup-Runde. Cilian startet in den Wettbewerb um den Polopicknick-Cup. Die Paarungen für die Begegnungen des heutigen Tages können Sie unserer Programmübersicht auf Seite 13 – soweit sie vor Redaktionsschluss feststanden – entnehmen. Der PICKNICKER freut sich auf spannende Spiele beim diesjährigen Polopicknick und wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen und Zuschauen!


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Offside Picknicker

Samstag, 31.07.2010

Pololexikon

Learning by Viewing II Die Schlagvarianten – eine Einführung

Es sieht ja so leicht aus! Wenn die Polospieler in packenden Duellen auf ihren Ponys über den Platz galoppieren, erscheinen die Schläge, mit denen die Akteure den Ball treiben, wie eine Nebensache. Doch beschäftigt man sich etwas genauer mit den unterschiedlichen Schlagtechniken, kann man bestimmte Spielsituationen völlig neu entdecken.

Das ging7doch leicht, oder? Noch genauer lassen sich Poloschläge klassifizieren, in4 den Varianten die dem man Abstufungen „Drive“ (1 – 4), „Pull“ 12 oder „Cut“ hinzufügt. Sie ergänzen die Schlagseite

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Wenige Grundbegriffe genügen, um die vielen, teilweise recht anspruchsvollen Schlagvarianten zu kategorisieren und zu beschreiben: Zunächst unterscheidet man zwischen einem „Nearside“, dem Schlag auf der linken Seite des Pferdes, und einem „Offside“, der auf der rechten Seite ausgeführt wird. Beim Nearside muss sich der Spieler, der den Stick nur mit der rechten Hand führen darf, mit dem Oberkörper also nach links über das Pferd drehen.

Die Schlagrichtung wird durch die nachgestellten Begriffe „Forehander“ (nach vorne gerichteter Schlag) und „Backhander“ oder kurz „Back“ (nach hinten gerichteter Schlag) angegeben. Durch die unterschiedliche Kombination beider Begriffe lassen sich bereits vier Schlagvarianten recht präzise benennen, wodurch unser Repertoire nun bereits Nearside Forehander 1 , Nearside Backhander 2 , Offside Forehander 3 und den Offside Backhander 4 umfasst.

Nearside

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8 und die Ballrichtung einzelner Techniken um die genaue Beschreibung der Flugrichtung des Balles. Beim „Pull“ versucht der Spieler, den Ball unter dem Hals – Neck Shot – oder unter dem Hinterteil seines Pferdes – Tail Shot – diagonal hindurchzuschlagen. Hier werden die uns bekannten Schlagtechniken also schon um vier Schläge erweitert: Offside Forehander Neckshot 5 , Nearside Forehander Neckshot 6 , Offside Backhander Tailshot 7 und

Durch die Schlagtechniken Nearside Forehander Cut 9 , Offside Forehander Cut 10 , Nearside Backhander Cut 11 und Offside Backhander Cut 12 sind die gängigen Schläge komplett. Im Übrigen hat der Polo-Stick (auch „Mallet“ genannt) einen Griff mit einer Schlaufe, an der man den Stick an der Hand hängen lassen kann. Er besteht aus dem Schaft (Cane) und dem Kopf aus Bambuswurzel oder Hartholz und wiegt insgesamt um die 200 g. In der Länge rangieren die Sticks von 48 bis 54 inches (122–137 cm) — je nach Größe des Ponys. Der Ball wird mit der Längsseite der etwa 25 cm langen Cigar geschlagen.

Nearside

Offside

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Nearside Backhander 5 Tailshot 8 . Die Grundbezeichnung des Schlages mit dem 3 Zusatz „Cut“ verdeutlicht, dass die Flugrichtung des Balles schräg vom Pferd10 verläuft. Die Cuts werden wiederum

6 danach unterschieden, ob sie Nearside oder Offside durchgeführt werden und ob sie nach vorne oder hinten ausgerichtet sind.

Um diese Vielzahl unterschiedlicher Schlagvarianten noch besser verstehen zu können, muss man sie einfach immer wieder sehen. Learning by Viewing, da haben wir es wieder. Wie schön, dass die beiden Topspieler Martin Podesta und Tomas Dartiguelongue die möglichen Techniken unter www. polopicknick.de per Videoclip lehrbuchartig vorführen. So tritt der Laie wieder einen Schritt näher heran an die Tiefen der Faszination Polo.

Die German Polo Tour Chukker, Sudden Death, Golden Goal – bei diesen Begriffen kann es einem heiß-kalt den Rücken runterlaufen. Kommen dann noch der Sound und die Geschwindigkeit des live erlebten Sports hinzu, wundert es nicht, dass Polo in Deutschland immer populärer wird. Die Einführung der German Polo Tour ist ein weiterer Entwicklungsschritt des Polosports auf dem Weg nach vorn. Am Ende dieser Serie von deutschen Poloturnieren gewinnt das beste Team die sogenannte „Trophy“. Durch die Teilnahme an den von der Tour ausgeschriebenen Turnieren können die Mannschaften Siegpunkte für ein Gesamtklassement sammeln. Das Team, das während der Tour die meisten Punkte holt, erringt am Ende den Gesamtsieg. Auch Münsters Polopicknick zählt zu den insgesamt sechs Turnieren der German Polo Tour. Die Höhe der Punktzahl, die eine Mannschaft auf einem GPTTurnier erspielen kann, richtet sich nach dem Niveau des Turniers. Wie hoch dieses angesiedelt wird, entscheidet die Höhe des Gesamthandicaps des Teilnehmerfeldes. Die Siegpunkte werden für Platzierungen vom ersten bis zum sechsten Platz vergeben. Jedes Team bekommt für die reine Teilnahme weitere 100 Punkte. Bei einem High-Goal-Turnier bekommt das Siegerteam 1200 Punkte gutgeschrieben. Der Sechste erhält noch 200 Punkte. Ob ein Turnier der High-Goal- oder Medium-Goal-Klasse zugeordnet wird, entscheidet das Gesamthandicap des Turniers. Bei einem Medium-Goal-Turnier fährt der Sieger 1000 Punkte ein, für Platz sechs werden 100 Punkte vergeben. Münsters Polopicknick ist ein Turnier der Kategorie Medium Goal. Das Team Handicap darf +8 nicht überschreiten. Pro Team ist beim Polopicknick ein Profispieler erlaubt. Dem Sieger winken neben dem Polopicknick-Cup also 1000 Siegpunkte auf dem Weg zur „Trophy“ der German Polo Tour. Mehr Informationen unter www.polo-tour.de


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Poloreport

Ein Spiel geht um die Welt Die Geschichte des Polospiels

Geschichte, Geschichte, Geschichte. Je öfter man dieses Wort liest, desto größer wird die Vorfreude auf das, was folgt: Zahlen, Daten, Fakten. 1931 verpasste Coca-Cola dem Weihnachtsmann seinen schicken roten Mantel, 1954 traf Helmut Rahn in der 84. Spielminute zum 3:2 für Deutschland gegen Ungarn. 1989 sang David Hasselhoff die Berliner Mauer nieder. Ach ja … Jahreszahlen sind was Feines … Am 29. Januar 1886 ließ sich Carl Benz das erste Automobil patentieren. Am 17. Dezember 1903 starte-

Aber wer hat eigentlich Polo erfunden? Vermutlich bahnte sich Polo von Zentralasien aus den

Großbritannien Deutschland

USA

Argentinien

ten die Brüder Wilbur und Orville Wright den ersten Motorflug der Welt. Zwei Erfindungen, die für unbändige Leidenschaft, einen kraftvollen Antrieb und minutiöse Präzision stehen. Und wann kommen wir zum Polo? Schon passiert: Denn Leidenschaft, Kraft und Präzision sind ebenfalls unerlässlich für einen erfolgreichen Polospieler und sein Pferd.

Weg hinaus in die große, weite Welt. Um ca. 600 v. Chr. werden die Anfänge des Polosports im antiken Persien vermutet. Die Perser galten als die besten Kavalleristen der Antike. Dort wurde Polo gespielt, um Ross und Reiter für den Kriegsfall in ständiger Übung zu halten. Das Polospiel avancierte in Persien zum Nationalsport und breitete sich im Zuge der

Wooden Cup Das Polopicknick auf dem Holzweg? Weit gefehlt. Als Wooden Cup betitelt man das kleine Finale beim Polopicknick in Münster. Als einziges Polomatch in Deutschland wird dies mit den traditionellen alten Polobällen aus Holz gespielt. Selbstverständlich würde man die Entwicklung des Sports in Sachen Tempo und Attraktivität untergraben, würde man noch heute ausschließlich mit dem traditionellen Spielgerät aus Holz agieren. Nur in Münster geht man einmal im Jahr „back to the roots“, um die Herkunft des Spiels und den dazugehörigen Charme wieder aufleben zu lassen. Dass dieses Spiel im „kleinen Finale“ des Polopicknicks alles andere als hölzern ist, beweisen die besonders spannenden Spielverläufe der letzten Jahre. „Pu-lu“ nannten die Menschen in Tibet jene Weidenknorren, aus denen einst der Poloball gemacht wurde und die dem Spiel seinen Namen gaben. Bei dieser ursprünglichen Variante des Spieles fliegt der Ball nicht so weit wie sein heutiges Pendant aus Kunststoff. Auch plötzlich aufkommender Regen kann die Spieleigenschaften gewaltig verändern. Zudem ist der Verbrauch an Holzbällen im Spielverlauf deutlich höher als beim Spiel mit den haltbareren Pendants aus heutigen Tagen. Der Wooden Cup – das Finale der am Freitag unterlegenen Teams – stellt höchste Anforderungen an die Spieler: Größtes Geschick und Spielpraxis sind gefragt. In diesem Jahr wird der Wooden Cup übrigens von der immomia Verwaltungsgesellschaft mbH überreicht. Bleibt uns nur, allen Mannschaften „gut Holz“ zu wünschen!

islamischen Expansion nach Arabien und Indien aus. Ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. gibt es viele Hinweise auf die schnelle Verbreitung des Sports über den ganzen Orient. China erreichte es im Jahre 628, Korea und Japan im 9. Jahrhundert.

Indien: Geburtstätte des modernen Polosports

coon kriegte sich kaum wieder ein, nachdem er zum ersten Mal Polo erlebt hatte. Noch in Großbritannien kaufte er sich Ausrüstung und begann daheim direkt mit der Ausbildung geeigneter Pferde. Das Spiel verbreitete sich schnell über den Kontinent. Bereits 1888 führten die Amerikaner als Erste ein Handicap-System ein.

Rasche Verbreitung in Argentinien

Britische Offiziere brachten Polo nach Europa, nachdem sie ein Polospiel während eines Feldzuges am Hof des Maharadschas von Manipur erlebt hatten. Spontan beeindruckt gründeten sie 1862 den Calcutta Poloclub, der bis heute besteht und als ältester

In Argentinien verbreitete sich das Polospiel noch rasanter. 1894 gab es dort bereits 21 Poloclubs, Polo wurde ziemlich flott zum Nationalsport. Kein Wunder, dass die Argentinier bis heute die absolute

Poloclub der Welt gilt. Die in Kolonien stationierten und vom Polovirus infizierten Offiziere wollten nicht auf ihre neue bevorzugte Beschäftigung verzichten. Den amerikanischen Kontinent eroberte das Polospiel 1876. James Bennett, nordamerikanischer Zeitungsty-

Weltspitze des Polos bilden. Dort hat man nun mal massenweise Platz und Pferde. Auf den Feldern der Argentinier wurden stets viele der besonders wendigen Criollos zur Arbeit eingesetzt. Als die Polobegeisterung das Land ergriff, standen die robusten vierbeinigen Ausdauerläufer

China Persien Indien

schon bereit. Was für ein Timing. Durch Kreuzung mit schnellen englischen Vollblütern entstand das ideale Polopony. Seit den 1930er-Jahren ist Argentinien in der Polopferdezucht weltweit führend.

Deutschland, ein Polo-Nachzügler Hierzulande kann man vor den Polokünsten der Argentinier nur seinen Hut bzw. Helm ziehen. Seinen Weg nach Deutschland fand der faszinierende Pferdesport nämlich ziemlich spät. Kurz nach den Olympischen Spielen 1898 wurde der erste Poloclub in Hamburg gegründet. Bei den olympischen Wettkämpfen 1936 in Berlin sorgte der Polosport für Furore: Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Kämpfe um Gold auf den Rängen des Maifeldes, nicht ahnend, dass sie den bis dato letzten olympischen Polowettkampf sahen. Wenn die Poloszene in Deutschland im Vergleich zu Polonationen wie Argentinien, Großbritannien und USA auch noch relativ klein sein mag, nimmt der Sport mittlerweile auch bei uns eine durchaus positive Entwicklung. Inzwischen wird Polo auf allen fünf Kontinenten gespielt, in über 50 Ländern. Und in Münster. Beim Polopicknick! Auch hier wird seit dem Jahre 2004 n. Chr. Pologeschichte geschrieben.


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Samstag, 31.07.2010

SCHNELLER, HÄRTER, REITER!

Thorsten Kambach und Sebastian Schneberger sprechen über das Polopicknick 2010 Was macht ihr an diesem Wochenende? Picknicken ist eine gute Idee. Wie praktisch, dass ein Team rund um Sebastian Schneberger das ähnlich sieht und schon mal alles für ein tolles Picknick vorbereitet hat. Natürlich hat er nicht einfach nur ein paar Picknickdecken vorbereitet, sondern gleich ein ganzes Polopicknick! Und so treffen sich am Samstag und Sonntag in Münster wieder Tausende von Menschen und Hunderte von Polopferden, um Zeuge zu werden und Spaß zu haben an der schnellsten nicht motorisierten Sportart der Welt: Polo. T: Mit voller Fluggeschwindigkeit einen 200 Gramm schweren Ball an den Kopf zu bekommen, ist sicherlich nicht die angenehmste Art von Sportunfall. Aber genau solche Unfälle können einem beim Polospiel passieren. Wie schützt man sich dagegen? S: Gar nicht. Aufpassen, wo der Ball herkommt und vor allem, wo der Ball sich im Spiel befindet.

S: Die dürfen wir bei den Klischees natürlich nicht vergessen. Große Hüte, genau. Aus Sportlersicht allerdings ist es anders, denn die meisten Spieler, die ich kenne, sitzen nachher irgendwo und trinken Bier, keinen Champagner. Und wenn man sich die Leute anschaut, die schon ein paar Mal ein Polospiel besucht haben,

S: ... nächste Frage. T: Was war dein verrücktestes Polospiel? S: Sportlich gesehen, oder verrückt-verrückt? T: Zunächst einmal sportlich gesehen.

S: In Kitzbühel, der PoloWorld-Cup on Snow. Das Verrückte war, es lag wenig bis gar kein Schnee. Deshalb haben die Organisatoren sogenannten Baumschnee in der Arena verteilt. Mit einem der damaligen Organisatoren übrigens spiele ich auf dem Polopicknick in meinem Team.

T: Das passt dann ja wiederum. Ein Höhepunkt für mich bei den vergangenen Polopicknicks waren die Pausen in den Spielen. Denn da ergreift plötzlich der Zuschauer die Initiative und wird Teil des Polospiels. Denn da darf, nein, soll der Zuschauer das Spielfeld betreten, um den

T: Das ist bei der Geschwindigkeit, die der Ball erreicht, aber bestimmt nicht so leicht. Siehst du den Ball während des rasenden Spiels denn gut? S: Ja, außer der kommt direkt aus der Sonne, geblendet ist nicht so gut. T: Das hätte ich nicht gedacht, immerhin ist der Ball nur sieben Zentimeter groß. S: Aber trotzdem sieht man ihn gut, denn man achtet ja die ganze Zeit drauf. Trotzdem ist die Frage nicht ganz unberechtigt, denn wenn man den Ball an den Kopf bekommt, hat man zumindest den Schutz durch den Helm, kriegt man aber den Ball ins Gesicht, das ja ungeschützt ist, wird man nicht begeistert sein. T: Sprechen sich die Spieler während des Spiels ab, indem sie einander Kommandos zurufen, oder wird das vor dem Spiel festgelegt? S: Im Vorfeld wird eine Taktik festgelegt, die natürlich auch damit zu tun hat, wer wo spielt und wie gut derjenige diese Position ausfüllt. Aber natürlich wird auch während des Spiels miteinander kommuniziert. Ein Spieler ruft zum Beispiel laut: „Schlag – Achtung!“ oder: „Spiel nach vorne, lass den Ball liegen!“ Allerdings im Allgemeinen auf Spanisch oder Englisch. Es macht nämlich wenig Sinn, einem argentinischen Spieler auf Deutsch zu fragen: „Kannst du mir bitte mal eben den Ball direkt vor mein Pferd schlagen?“ T: Es gibt viele Vorurteile gegenüber der Sportart Polo. S: Ja, Klischees eben. Pretty Woman, Prince Charles und Champagner, so ungefähr und immer wieder. T: Und Hüte!

Thorsten Kambach die bringen einen Hut mit, weil es eben draußen stattfindet. Direkt unter der Sonne also. Die Sonne ist übrigens auch der Grund für die etwas seltsame Optik der Polohelme, denn das waren ursprünglich Tropenhelme. Polo wurde nämlich früher in Indien von den britischen Kolonisten gespielt und da ist es doch noch etwas wärmer als in Münster oder Hamburg meistens. Die englischen Soldaten waren übrigens so begeistert vom Polo, dass sie den Sport in ihrer Heimat importierten, womit wir langfristig bei Prince Charles und Co. landeten. Und von England aus erreichte das Spiel Argentinien. T: 1936 war Polo noch olympische Disziplin und die Polospiele zogen damals mehr Besucher an als alle anderen Sportarten. Wieso ist Polo seitdem nicht mehr olympische Disziplin?

S: In Argentinien habe ich einmal eines der bekanntesten Turniere gewonnen. Da waren knapp 80 Teams am Start. Das Turnier wurde im KO-System gespielt, das heißt, man hat immer nur eine Chance. Und das Coole ist da gewesen, das Endspiel wurde in der Kathedrale gespielt. Allerdings in der Kathedrale des Polos – Palermo in Buenos Aires. Die Kathedrale ist ein riesiges Polostadion mit 25 000 Zuschauern Fassungsvermögen. T: So viele haben dir zugesehen? S: Naja, bei uns waren es bei dem Spiel nicht ganz so viele. Wir gehen heute noch von 94 Zuschauern pro Team aus. T: Da gab es noch ein gewisses Restkontingent an Karten. Was war denn dein verrücktverrücktestes Poloerlebnis?

S eb as tia n S ch ne be rg er T: Toll, aber was ist denn Baumschnee? S: Sägespäne. Ich bin also Weltmeister im Sägespanpolo. T: Cool. Steve McQueen stand gerne im Scheinwerferlicht und nebenher auf dem Poloplatz. Da er recht sportlich auf mich wirkt, passt das irgendwie. Aber bei Winston Churchill musste ich mich doch etwas wundern. Denn der ist ja nicht gerade für seine Athletik bekannt geworden. Wie passen die beiden zusammen, Winston und Polo? S: Der hat ja gespielt, als er jung war, damals bei der Army. Und da dürfte der durchaus sportlich gewesen sein. Ihm wird übrigens nachgesagt, auf dem Poloplatz recht energisch zur Sache gegangen zu sein.

vom wilden Spiel geschundenen Rasen zu ordnen – mit seinen Füßen. Das sieht irgendwie lustig aus und ist sonst, wenn ich mich nicht irre, in keiner anderen Sportart zu finden. Gab es diese Tradition schon immer beim Polo? S: Ich weiß nicht, seit wann es diese Tradition gibt. In England ist das noch extremer, da tritt nämlich die Königin höchst selbst auf bzw. den Rasen ein. Und sie eröffnet auch durch ihren Auftritt das Feld. T: Na gut, dann müssen wir eben selber zutreten. Das können wir sicherlich gut und ich freue mich auf Samstag. Vielen Dank für das Gespräch! S: Gerne doch!


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Was soll das bloß bedeuten? 7 Polosticks haben sich zu einer magischen Formation mit Helm zusammengefunden. Das kann kein Zufall sein!

Picknick-Panorama

Body & Soul Porträt: Die 7

Heute im Porträt: die 7. Und was hat die 7 mit dem Polopicknick zu tun? Sie werden sehen: eine ganze Menge. Die 7 ist die natürliche Zahl zwischen 6 und 8, sie ist ungerade und sie ist eine Primzahl. Vor allem aber ist die 7 die Summe aus 3 und 4, die für den Körper und den Geist in der christlichen Zahlensymbolik stehen. Nun ist es so, dass beim Polo genau diese beiden Teile ein Ganzes ergeben, nämlich den idealen Polospieler. Dass das Polopicknick in diesem Jahr zum siebten Mal stattfindet, ist eine Tatsache, die die Veranstaltung mit Sicherheit unter einem guten Stern stehen lässt. Geglänzt hat die 7 aber schon häufig. Schon das Alte Testament beginnt mit der 7-tägigen Schöpfungsgeschichte. Ein sicherer Beweis dafür, dass auch ER den Polosport schon kannte. Warum sonst hat der Ball einen Durchmesser von 7 Zentimetern? Warum sonst hat ein Chuk-

ker 7 Minuten? Ein Polospiel besteht aus 7 Spielabschnitten (manchmal auch 4 oder 8 oder etwas dazwischen), wobei jeder einzelne Abschnitt 7 ½ Minuten dauert. Die halbe Minute setzt in diesem Falle der 7 das Krönchen auf. 7 ist die Anzahl der schon frühzeitig mit bloßem Auge sichtbaren, scheinbar beweglichen Himmelskörper: Sonne und Mond, dazu die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn.

Einfluss aus dem Universum

7 Polospieler und ihre Ponys

Und das ist nicht alles: Durch die Addition der ersten 7 Zahlen erhält man 28, also die Anzahl von Tagen eines Mondzyklus (1+2+3+4+5+6+7=28). Dies ist der mathematische Beweis des Himmlischen – sagte mal jemand. Anders formuliert für unsere aktuellen, neuzeitlichen Interessen:

Die 7 beflügelt Polospieler und ihre Ponys bis hin ins Kosmische. Mindestens. Auch ins Märchen hat es die 7 geschafft: die 7 Zwerge hinter den 7 Bergen, 7 auf einen Streich beim tapferen Schneiderlein und bei Wilhelm Busch erledigen Max und Moritz 7 Streiche.

In der Form und Darstellungsweise zeichnet sich die Sieben durch Ecken und Kanten aus – und dabei hat sie doch einen offenen Charakter (im Gegensatz zu ihren verschlossenen Nachbarzahlen 6 und 8). Das Polopicknick ist offen für alles und jeden. Packen wir also unsere Siebensachen für ein grandioses Polopicknick – und danken der 7 für ihre Offenheit und ihre Unterstützung!


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Kinder-Pinnwand

Kleine Leute, große Künstler

Kinderspaß beim Polopicknick

In unserer ersten Ausgabe, die am vergangenen Wochenende erschienen ist, hatten wir für die Künstler unter euch einen Malwettbewerb ausgeschrieben. Da wir bisher aber nur wenige Einsendungen erhalten haben, dürft ihr über den Einsendeschluss hinaus auch am heutigen Samstag noch am Wettbewerb teilnehmen. Erkundigt euch am Eingang nach Buntstiften und Papier (nur solange der Vorrat reicht) und legt los. Malt ein tolles Kunstwerk zum Thema Polopicknick. Schreibt euren Namen und eure Adresse auf die Rückseite eures Werkes und erkundigt euch ebenfalls am Eingang, wo ihr es abgeben könnt. Alle eingereichten Bilder stellen wir auf dem Turnierwochenende aus.

Natürlich ist das Polopicknick nicht nur was für Erwachsene. Auch für euch, liebe Kinder, wird an diesem Wochenende am Hugerlandshof viel geboten. Während des gesamten Turnierwochenendes können Kinder für nur einen Euro eine große Runde auf geführten Shetland-Ponys reiten. Die kleine Spende für diesen Spaß kommt dem Freundeskreis Knochenmarktransplantation Münster e.V. zugute. Wer also ein paar Münzen mehr in die Spendendose wirft, unterstützt das CharityProjekt des Polopicknicks 2010. Außerdem gibt es eine Schminkaktion, bei der ihr euch tolle Gesichter malen lassen und so in alles Mögliche verwandeln lassen könnt. Wer etwas mehr Action braucht, wird sich sicherlich über die Hüpfburg freuen, die wir für euch aufgebaut haben.

Und jetzt kommt das Beste: Die Urheber der drei Bilder, die eine Jury am Samstag als die schönsten auswählt, gewinnen eine Nintendo-DSKonsole. Zehn weiteren Teilnehmern winken tolle Überraschungspakete von der Münsterschen Zeitung.

Wir freuen uns auf eure Kunstwerke! Viel Spaß beim Malen und viel Glück!

Ihre Daten werden ausschließlich zum Zwecke der Durchführung des Gewinnspiels und einer eventuellen Gewinnbenachrichtigung gespeichert. Teilnahmeschluss ist der 31.07.2010. Nicht teilnehmen dürfen Mitarbeiter des Polopicknicks und deren Angehörige. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Kleine Leute, groSSe Künstler


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Picknick-Pinnwand Picknick Pinnwand

www.polopicknick.de

Surfin‘ Polopicknick

Gewinnen & Picknicken

Eine tolle Veranstaltung wie das Polopicknick hat selbstverständlich auch eine tolle Website: unter www.polopicknick.de wird der attraktive Auftritt am Hugerlandshof durch einen attraktiven Auftritt im Netz umfangreich begleitet. Die offizielle Internetpräsenz des Turniers versorgt Sie mit umfangreichen Informationen und allen wissenswerten Details rund um den Polosport und das traditionsreiche Polopicknick. Klicken Sie sich durch das Regelwerk, die Geschichte des Sports und alle raffinierten Feinheiten dieses faszinierenden Spiels. Ein besonderes Highlight dieser Website sind sicherlich die eingebauten Kurzfilme, in denen mit Martin Podesta und Tomas Dartiguelongue zwei große Könner des Polosports alle gängigen Schlagtechniken des Spiels lehrbuchmäßig vorführen. Genießen Sie außerdem eindrucksvolle Bilder und Berichte vergangener Picknicks. Auch ein Interview mit Picaza, dem Polopony von Sebastian Schneberger, wartet dort auf Sie!

Ein prall gefüllter Picknickkorb ist der perfekte Begleiter eines jeden Zuschauers, der sich heute auf den Weg zum Hugerlandshof begibt. Doch einen solchen Korb mit richtig tollen Sachen zu füllen, bedarf ja schon des ein oder anderen Handgriffs. Wer sich Handgriffe sparen will, es sei denn, er kann einfach zugreifen, sollte unbedingt bei der heutigen Verlosung von zehn Picknickkörben beim Polopicknick teilnehmen. Alles, was man für ein rundum gelungenes Mahl im Freien braucht, gibt es hier in toller Polopicknick-Optik. Jeder Korb ist mit einer Polopicknick-Decke, einem Polopicknick-Cap, Besteck, Porzellantellern, Sektgläsern aus Glas, Isolierkanne mit Becher und Tischdecke gefüllt und hat einen Schultergurt, Tragegriff und Drehverschluss. Die Verlosung findet am Samstag, 31. Juli, unter allen Besuchern statt. Lassen Sie sich überraschen!

Surfin’ Polopicknick 2010 – nur einen Mausklick entfernt: www.polopicknick.de

Verbotene Freuden: Prohibition Party Official Polo Players Night 2010

Dahinten steht er angelehnt. Im dunkelsten Winkel des Raumes. Die Hutkrempe tief ins Gesicht gezogen. Das linke Bein angewinkelt. Die Sohle an der Wand. Der Anzug sitzt maßgeschneidert. Der Dunst aus der Zigarre verschleiert sein Gesicht. Al Capone bittet zum Tanz. Natürlich widmet sich das Polopicknick mit all seiner Leidenschaft nicht nur dem Sport, sondern auch mit größter Hingabe der Zeit dazwischen. Mit anderen Worten: Ein absolutes Highlight der Veranstaltung findet Samstagnacht statt; die offizielle Polo Player‘s Night steht in großen roten Lettern auf der Agenda des Polovolkes. Es wird allerdings nicht einfach nur gefeiert. Eine besondere Party für ein besonderes Turnier muss her. So steht die Poloparty in jedem Jahr unter einem speziellen Motto, 2010 lautet dieses: Prohibition Party. Nach den unvergesslichen Partys in den letzten Jahren

zu Themen wie „Seven Sins“ oder „Bling Bling“ darf sich das Publikum nun im Amerika der 20er Jahre wähnen. Während der Prohibitionszeit waren in den USA die Produktion, der Verkauf und der Konsum von Alkohol gesetzlich verboten. Die organisierte Kriminalität erlebte ihre Blütezeit. Schmugglerbanden bauten Transportnetzwerke auf, Prostitution und Glücksspiel florierten. Die Mafia verdingte sich bestens in den illegalen Geschäftsfeldern. Allen voran: Al Capone. Der Prototyp des amerikanischen Gangsterbosses lädt sein Gefolge nun ein, und zwar zu ei-

Hardfacts Was?

Official Polo Players Party 2010

Wann?

31.07., 21:00 h

Wo?

Due to Prohibition: Non official Information.

Motto?

Prohibition Party Noch wenige Tickets erhältlich unter www.polopicknick.de

ner höchst illegalen Party am Samstag, dem 31. Juli. Zu vermuten ist, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugehen wird. Aber pssst…


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Samstag, 31.07.2010

Glücksmomente auf dem Pferderücken

Aus bedürftigen Kindern werden kleine Reiterkollegen Das Polopicknick macht nicht nur Spaß, es hilft auch. Seit der Premiere des Turniers im Jahre 2004 werden lokale CharityProjekte durch Spenden unterstützt. Gleich drei Mal, 2006, 2008 und 2009, durfte sich das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten über finanzielle Mittel freuen. Sogar ein Polopony wechselte für den guten Zweck schon seinen Besitzer und ist heute eines der Therapiepferde im Kuratorium. Wie die Spenden genutzt werden und wo das Polopony seinen nun verhältnismäßig ruhigen Alltag erlebt, berichtet uns Ina El Kobbia, die neue Geschäftsführerin des DKThR.

den Universitätskliniken Aachen, Bochum und Tübingen, eine Studie durch, nach der wir uns den Anforderungen eines verordnungsfähigen Heilmittels stellen wollen. Wir wollen damit erreichen, dass die Kosten für diese spezielle Art der Therapie von den Krankenkassen übernommen werden können.

chen Verwaltungskanälen, sondern werden so effizient wie möglich genutzt. So auch die Polopicknickspenden? Ja, genau. Die Spenden des Polopicknicks gehen in unseren Kinder-UnterstützungsFonds, der unmittelbar die Therapiekosten für Kinder bedürftiger Eltern finanziert.

de. Sie müssen sich intensiv auf ihren Reiter einlassen. Es gibt eine ganz besondere Verbindung zwischen Mensch und Pferd, eine ganz spezielle Art der Kommunikation. Deswegen ist eine Reittherapiestunde grade auch für Kinder so eine wunderschöne Erfahrung. Haben Sie das selbst schon miterlebt? Ja, und es ist eine Riesenfreude, zu sehen, wie viel Spaß die Kinder auf dem Pferd haben, wie sie aus sich herauskommen und mehr und mehr Selbstbewusstsein entwickeln. Ohne dass es sich wie eine Therapiestunde anfühlt, werden beim Reiten automatisch Konzentration und Haltung gefördert. Es wird eine Stimulation der Muskeln erreicht, die keine Maschine imitieren kann. Insbesondere behinderte Menschen merken auch, dass das Pferd keinen Unterschied zwischen gesunden und kranken Reitern macht; es nimmt den Menschen an, wie er ist. Pferde haben anscheinend einen sehr ausgeprägten Teamgeist. Das stimmt tatsächlich und das kann man auch bei jeder Pferdesportart, sei es Dressur, Springen oder auch Polo, beobachten. Sind Sie auch ein Polofan? Polo ist schon etwas sehr Besonderes, was man nicht alltäglich zu sehen bekommt. Ich finde, es ist eine sehr spannende und schöne Sportart mit viel Tradition. Es ist nun mal „the game of the kings“ und es freut mich sehr, dass die Polopicknicker mit ihren Spenden wiederum ein Reitprojekt unterstützen. Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn wir erneut Berücksichtigung fänden, denn es gibt viele Bereiche, in denen wir uns weiter engagieren möchten.

Frau El Kobbia, wofür ist das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten eigentlich genau da? Das DKThR bietet eine ganze Bandbreite an Leistungen. Wir sind der Fachverband des Therapeutischen Reitens in Deutschland und staatlich anerkannter Weiterbildungsträger für Reittherapeuten. Hinzu kommt, dass wir den Behindertenreitsport von den Anfängen bis hin zur olympischen Disziplin verwalten. Bei den diesjährigen Weltreiterspielen in Kentucky treten fünf Dressurreiterinnen von uns an. Darunter Welt- und Europameisterinnen, worauf wir sehr stolz

sind. Darüber hinaus haben wir vor über zehn Jahren den Kinder-UnterstützungsFonds (KUF) für Kinder bedürftiger Eltern ins Leben gerufen, hierbei übernehmen wir die Kosten für die notwenigen Therapieeinheiten. Reiten als Therapie, hat das auch eine wissenschaftliche Grundlage? Ja. Wir betrachten das Therapeutische Reiten als eine fundierte Wissenschaft. Wir arbeiten daher in regelmäßigem Austausch mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. Momentan führen wir mit fünf Forschungseinrichtungen, zum Beispiel

Das hört sich nach jeder Menge Arbeit an. Das ist es bestimmt auch. Dabei kommt das Kuratorium mit einem äußerst schlanken Verwaltungsapparat aus: Gerade einmal vier Mitarbeiterinnen und ich selbst als Geschäftsführerin sind hauptamtlich für das Kuratorium tätig, daneben steht uns ein siebenköpfiger ehrenamtlicher Vorstand zur Seite. Wir haben das Glück, von einem unglaublichen Netzwerk an äußerst engagierten ehrenamtlich Tätigen bundesweit unterstützt zu werden. Dadurch verschwinden Gelder, die uns zur Verfügung gestellt werden, nicht in irgendwel-

Dadurch konnte schon vielen Kindern mit Behinderungen oder Auffälligkeiten geholfen werden. Wie geht es dem Polopony, das vom Polopicknick gespendet wurde? Macht es sich gut als Therapiepferd? Das hoffe ich doch sehr. Wir haben das Polopony an das Pegasus Reit- und Therapiezentrum in Steinfurt, einer anerkannten Einrichtung des DKThR, vermittelt, weil wir wussten, dass es ihm dort sehr gut gehen wird. Ein Therapiepferd muss einen guten und stabilen Charakter haben; eine Therapiestunde ist sehr anstrengend für die Pfer-

Vita: Ina El Kobbia wurde in Kairo geboren, besuchte dort eine deutsche Schule und studierte im Anschluss Rechtswissenschaft in Osnabrück und Saarbrücken. Bevor sie am 1. Juli 2010 Geschäftsführerin des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten in Warendorf wurde, war sie als Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied des Instituts für europäische Rechtswissenschaft der Universität Osnabrück beschäftigt. Seit 2004 arbeitet sie nebenberuflich als freie Journalistin und Vorstandsmitglied bei der internationalen Pferdesportzeitschrift „Horse Times“.


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Die Ikone

Sp en ce r Tra cy

Da schlummerte wohl eine gewisse Ambiguität im Inneren des großen Charakterdarstellers Spencer Bonaventure Tracy. Von seinem Vater streng katholisch erzogen und als frommer Messdiener bekannt, prügelte sich der kleine Spencer so häufig mit seinen Klassenkameraden, dass er bis zum Ende der 8. Klasse 14 Mal die Schule wechseln musste. Später, als Schauspieler, war er vor allem bei den Regisseuren sehr beliebt, da er stets seinen Text beherrschte und eine ungeheure Disziplin und Konzentration an den Tag legte. Allerdings nur solange er auch wirklich am Set erschien, denn nicht selten blieb er Dreharbeiten einfach fern, um sich tagelang in seinem Hotelzimmer zu betrinken. Auch in Bezug auf die Frauen bewies Tracy „two-facereske“ Züge: Obwohl er bis zu seinem Tod 1967 mit seiner Frau Louise Treadwell verheiratet blieb, machte ihn vor allem seine skandalöse Liaison mit Katherine Hepburn berühmtberüchtigt. Das Techtelmechtel begann bereits 1941 während der Dreharbeiten zu ihrem ersten gemeinsamen Film und verhalf ihm unter anderem zur Auszeichnung als „der Mann, der amerikanische Frauen emotional am stärksten beeinflusst“. Besonders konträr zu seinem sonst eher zurückhaltenden Auftreten und seinen diversen körperlichen Gebrechen war dann auch die Wahl seines Lieblingshobbys: Spencer Tracy war mit Leib und Seele Polospieler und machte sich bei den zahlreichen polobegeisterten Hollywoodgrößen der 30er-Jahre einen Namen als Draufgänger im Sattel.

The King of Cool Polo ist ein elitärer Sport? Dieses Vorurteil lässt sich nur schwer aufrechterhalten, wenn man bedenkt, dass einer der berühmtesten Vertreter der Sportart schon in frühester Kindheit Mitglied diverser Jugendbanden war und als 14-Jähriger in ein Heim für schwererziehbare Jungen eingewiesen wurde. Steve McQueen, Held unzähliger Western, Abenteuer- und Actionfilme und einer der „glorreichen Sieben“ suchte zeitlebens besonders abenteuerliche sportliche Herausforderungen. Diese fand er vor allem im Rennsport. So war er 1964 Mitglied der US-amerikanischen Nationalmannschaft bei der Internationalen Sechstagefahrt im Motorradgeländesport in Erfurt. Doch nicht selten tauschte McQueen die geballte Motorenkraft seines Porsche 908/02 gegen einen lediglich 1-PS-starken Untersetzer, das Polopony. Objektiv betrachtet um ein Vielfaches langsamer, erfordert der Polosport jedoch solch ein hohes Maß an Präzision, Mut und Kampfgeist, dass er wie gemacht war für den draufgängerischen Filmstar. Ein angenehmer Nebeneffekt seiner Pololeidenschaft war, dass McQueen für die in den zahlreichen Western vorkommenden, gewagten Reiterszenen kein Stuntdouble benötigte und dadurch sein Image als „man without fear“ bekräftigen konnte.

Steve McQu een Das Gesicht

„Nacho“ heißt eigentlich Ignacio. Kaum einer nennt den 32-Jährigen jedoch bei seinem richtigen Vornamen. Nacho Figueras ist ein argentinischer Polospieler, den man wohl als den David Beckham seines Sports bezeichnen könnte. Das Besondere an Nacho ist nicht sein beachtliches Handicap von sechs, sondern dass ihn Ralph Lauren 2005 zum Gesicht seines „Black Labels“ machte und dass er seit 2009 Laurens gesamte Produktlinie „Polo Fragrances“ repräsentiert. Im Juni 2009 wurde Figueras von den Lesern der Vanity Fair zum zweitattraktivsten Mann der Welt hinter Robert Pattinson und vor Brad Pitt gewählt. Trotzdem bezeichnet der dreifache Familienvater Polo nach wie vor als seine große Leidenschaft: „Meine Mission ist es, der Welt den Polosport ein bisschen näher zu bringen.“

Nacho F igueras

Poloroid Prominente Polospieler


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Picknick – SpickzetteL Polo hat seine eigene Sprache. Die ist größtenteils Englisch. Nicht, dass wir das nicht verstehen würden, aber beim ersten Hören oder Sehen erschließt sich vielleicht nicht jedem gleich alles. Deshalb gibt’s nun alle wichtigen Begriffe im Schnelldurchlauf:

Time-out:

Stick: Der Polo-Stick (auch „Mallet“) hat einen Griff mit einer Schlaufe, an der man den Stick hängen lassen kann. Er besteht aus Schaft (Cane) und Kopf (Cigar) und wiegt um die 200 g. In der Länge rangieren die Sticks von 48 bis 54 inches – je nach Größe des Ponys.

Die Zeit wird angehalten, wenn ein Foul begangen wurde. Zeitschinden durch Wälzen am Boden und Schauspielerei, wie man es sonst auf grünen Rasenflächen oft sieht, ist dadurch ausgeschlossen.

Torvorgabe: Beim Polo bekommt der nominell Schwächere einen Vorsprung: Die Differenz des Gesamthandicaps einer Mannschaft wird durch 6 dividiert und mit der Anzahl der Chukker des Spiels multipliziert. Das ergibt die Anzahl der vorgegeben Tore für die schwächere Mannschaft. Bruchteile zählen als halbes Tor.

Umpire: Einer von zwei berittenen Schiedsrichtern, die das Match überwachen und dem unberittenen Third Man unterstellt sind. Sie haben den besten Überblick und wachen über das regelkonforme Handeln aller Beteiligten!

Third Man: Es gibt beim Polo doch tatsächlich jemanden, der nicht auf einem Pferd unterwegs ist: der unberittene Oberschiedsrichter, der an der Seitenlinie sitzt. Falls sich die beiden Umpire nicht einig sind, fällt dieser die endgültige Entscheidung.

Wegerecht: Safety first! Beim Polo gilt dieses Motto immer: Der Spieler, der der Balllinie folgt oder als Erster die Linie des rollenden Balles aufnimmt, darf nicht von einem anderen Spieler gekreuzt werden, wenn dadurch Pferd oder Spieler behindert oder gefährdet würden.

Throw-in: Zu Beginn eines jeden Chukkers und nach den meisten Spielunterbrechungen wird der Ball durch einen Schiedsrichter zwischen die beiden Teams eingeworfen. Irgendwie muss es ja losgehen!

Tritt-in: Nicht zu verwechseln mit einem grünen Politiker, auch wenn es hier durchaus um das Grün geht. Das Eintreten der Rasenstücke auf dem Poloplatz durch die Zuschauer in den Pausen ist hier gemeint.


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Programmübersicht Samstag, 31.7., Sonntag, 1.8.2010 Spielergebnisse: Freitag, 30.07.2010 Schnitzler vs SX-Capital AG

8:8½

Beresa / AMG vs Cilian AG

6½:8

Immomia vs Oeding-Erdel

9:4½

Los Nocheros vs ASK

n. R.

Spielplan Samstag, 31.07.2010

Spielplan Sonntag, 01.08.2010

12.00 Uhr

Einlass

12.00 Uhr

Einlass

12.30 Uhr

Wooden Cup Semifinal 1

12.30 Uhr

Wooden Cup - Spiel um Platz 3

13.45 Uhr

Polopicknick Semifinal 1

13.45 Uhr

Polopicknick - Spiel um Platz 3

15.00 Uhr

Wooden Cup Semifinal 2

15.00 Uhr

Wooden Cup Finale

16.15 Uhr

Polopicknick Semifinal 2

16.15 Uhr

Polopicknick Finale

Team Oeding-Erdel 1 Robert Lindner

Team Schnitzler

0

Los Nocheros

ARNS-SCHWERING-KOHNE

1 Vanessa Schockemöhle

0

1 Marion Grunow

0

1 NSebastian Schneberger

+1 +4

2 Mark Pandenburg

+2

2 Niels Osterbaan

0

2 Patrick Maleitzke

+2

2 Martin Podesta

3 Christopher Kirsch

+4

3 Ignacio Tillous

+7

3 Cristobal Durrieu

+4

3 Tito Gaudenzi

+1

4 Peter Kienast

+1

4 Dirk Baumgärtner

+1

4 Flaco Gabrin

+1

4 Maurice van Druten

+2

+7

+8

Team SX-Capital

+8

+7

Team Immomia

Team BEresa/AMG

1 Sabrina Bosch

Team Cilian 1 Renske Quellhorst

1 Sybille Maeder

0

1 Steffi von Pock

2 Mark Hänni

0

2 Eva Brühl

+1

2 Max Bosch

+2

2 Pascal Zantman

+1

+6

3 Luis Duggan

+5

0

3 Matias Maiquez

+6

3 Pedro F. Llorente

+5

3 Marcos Riglos

4 Stefan Prioiettis

+0

4 Bernt Sannwald

+1

4 Ulrich Bosch

+6

Samstag Samstag

+7

Sonntag Sonntag

0

0 +8

Samstag Samstag

+2 +8

Sonntag Sonntag

Polopicknick Semifinal 1

Wooden Cup Semifinal 1

Gewinner von Samstag

Gewinner von Samstag Polopicknick Semifinal 1

Wooden Cup Semifinal 1 Wooden Cup Spiel Platz 3

Polopicknick Spiel Platz 3

FINALE Wooden Cup Polopicknick Semifinal 2

Wooden Cup Semifinal 2

Gewinner von Samstag

Gewinner von Samstag Wooden Cup Semifinal 2

4 Simon Luginbühl

0

Polopicknick Semifinal 2

FINALE Polopicknick


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DIE Magie Des Augenblicks!


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Polopicknick-Navigation

Viele Wege führen zum Hugerlandshof Wo die Werse ist, ist auch ein Weg. In idyllischer Lage ruht die Polowiese des Hugerlandshofweges in der Nähe dieses schönen Fließgewässers, inmitten der Natur. Wer den Hugerlandshof an diesem Wochenende weniger ruhig, aber dennoch in voller Blüte erleben will, den führen verschiedene Wege und Verkehrsmittel dorthin. Auto, Bus und Leeze. Jeder darf kommen, wie er mag! Zum Glück fahren Münsters Busfahrer regelmäßig raus zum Hugerlandshof. Zwei

erhaus

L567

Buslinien besser gesagt, die auch den bequemen Picknicker ganz relaxt an die Werse

Münster-Coerde

befördern. Zum einen die Li- sollte man aussteigen, wenn nie 2, die vom Clemenshos- man nicht unnötig Kilometer pital über den Hauptbahnhof machen möchte – braucht der nach Handorf fährt. Zum Bus nur rasante 10 bis 15 Mianderen die Linie 10, deren nuten. Und für all diejenigen, Route von Roxel über Meck- die das Polopicknick bis in die lenbeck, Aaseestadt, Ostholte Haupt- späten Abendstunden geniebahnhof und St. Mauritz bis ßen möchte, steht auch noch nach Handorf verläuft. Vom der Nachtbus N83 bereit. Hauptbahnhof A bis zur Station Pleistermühlenweg – hier

Für Steuermänner

Mariendorf

K7

Handorf

K43

K16

K13 219

K33

L587

51

54 219

L843

K16

Münster 51 54

St. Mauritz L793

51

L793

54

Wer lieber selbst das Steuer in die Hand nimmt und aus Richtung Innenstadt kommt, sollte den Ludgerikreisel über die Hafenstraße verlassen und dieser so lange folgen, bis 51 sie von der Warendorfer Straße gekreuzt wird. Dort rechts auf die Warendorfer Straße abbiegen und ganz entspannt 3,4 km geradeaus fahren. Dann nur noch einmal links auf den Hugerlandshofweg (sehr praktisch, dass der so heißt) abbiegen und schon taucht das imposante Polopicknickgelände am Horizont auf. Wer aus Richtung Telgte anreist, hat’s sogar noch leichter: Einfach der Umgehungsstraße 51 Richtung Münster folgen, bis auf der rechten Seite der Hugerlandshofweg zu sehen ist.

Für die Leeze Die nicht nur passiv, sondern auch aktiv Sportbegeisterten unter den Zuschauern könnten sich natürlich selbstbewusst an der Wegbeschreibung für Autofahrer orientieren und somit ohne Umwege ans Ziel gelangen. Viel schöner ist jedoch die unwesentlich längere Seitenstraßenroute. Wählt man diese, muss man kurz hinter dem Hohenzollernring von der Warendorfer Straße in die Dechaneistraße abbiegen, die nach einigen Metern in die St. Mauritz-Freiheit mündet. Auf der linken Seite taucht dann schon bald der klangvolle Prozessionsweg auf, welcher ganz romantisch entlang der Wiesen und Felder direkt bis zum Pleistermühlenweg führt. Dort noch einmal links abgebogen und schon kann man sich vom Rückenwind über den Hugerlandshofweg zum Gelände des Polopicknicks treiben lassen. Und jetzt nichts wie ran an den Picknickkorb!


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Nach(t)wort

von Sebastian Schneberger Liebe Leser, liebe Besucher, nun haben wir defacto den Startschuss. Es ist die zweite Ausgabe des Picknickers und das Turnier fängt in ziemlich genau 2 ½ Stunden an. Heute, am Freitag, haben wir die ersten Qualifikationsspiele, dies heißt aber auch, dass alle LKWs mit allen Ponys angekommen sind angekommen sind – mehr als 150 insgesamt. Alle Spieler, außer mein Teamkollege, der erst in einer Stunde aus Spanien abfliegt, aber das macht es spannend, sind angekommen. Der Platz ist gemäht, die Linien gezogen, Zelte aufgebaut und die Getränke kaltgestellt. Es gibt tatsächlich noch Leute, die

nicht wissen, was ein Nearside Back ist oder dass dieses Wochenende in Münster Polo gespielt wird. Gestern haben wir mal wieder spontan am Stall gegrillt, die ersten eingetroffenen Spieler, die Helfer, Freunde und irgendwie alle, die davon erfahren haben. Neben den letzten Korrekturen wurde aber vor allem eins klar, es geht nur gemeinsam. Gemeinsam beim Polo als Team, gemeinsam beim Organisieren als Gruppe, gemeinsam verantwortungsvoll den

Mitmenschen gegenüber. Deshalb meine Bitte an Sie: Machen Sie heute etwas Gutes, geben Sie etwas, nichts, was Sie bereuen, etwas, was jemanden berührt. Vielen Dank und herzlich willkommen in der Welt des Polo!

Ihr Sebastian Schneberger im Namen aller Organisatoren

What‘s NExt? Ein Blick in die nächste Ausgabe

Und wieder verhallen langsam die donnernden Hufen der Poloponys. Die Reiter wischen sich den Schweiß von der Stirn, lüften die Kappe und steigen vom Ross. Auch die zweite Ausgabe Ihres ganz persönlichen Picknick-Begleiters ist nun schon wieder auf der letzten Seite angelangt. Was den zweiten Turniertag angeht, bleibt Ihnen jetzt also nur noch übrig, selbst den Blick auf den Polorasen und somit den Ort des eigentlichen Geschehens zu richten.

ten Turniertags abermals spannende Hintergrundgeschichten. Das Pololexikon vertieft dann abermals das Thema Regelwerk. Was genau ist Verboten, was ist erlaubt? Nach diesem kleinen Vokabeltraining können auch Sie unerschrocken am Spielfeldrand fachsimpeln.

Wir stellen Ihnen zudem das diesjährige Charity-Projekt des Turniers, den Freundeskreises Knochenmarktransplantation Münster e.V., ganz genau vor. Schließlich sollen Sie erfahren, wem der Erlös dieser Veranstaltung, die auch Ihre Veranstaltung ist, zugutekommt.

Der sportliche Wettkampf hat bereits volle Fahrt aufgenommen. Die Vorrundenspiele sind passé, die ersten Weichen zum Erfolg sind für die acht teilnehmenden Teams gestellt. Dennoch sind die meisten hochbrisanten Fragen nach Siegen und Niederlagen im Picknick-Jahr 2010 noch offen: Wer dominiert am Sonntag den Wooden Cup? Wer greift nach dem ganz großen Triumph, dem Polopick-

Unsere große Poloreportage nimmt Sie danach mit auf eine Pilgerreise nach Südamerika. Wir wenden uns nach Argentinien, dem Mekka dieser Sportart. Außerdem beschäftigen wir uns mit den besonderen Bedingungen des Polospiels am Strand oder im Schnee. Im Beach- oder Snowpolo stehen derweil auch im wetterfesten Deutschland attraktive Turniere auf der Poloagenda.

Natürlich dürfen auch die Stars und Sternchen dieses Mannschaftsreitsports in unserer dritten Ausgabe nicht fehlen: Adolfo Cambiaso, der beste Polospieler der Welt, sowie die Schauspiel-Ikonen Stefanie Powers und Tommy Lee Jones posieren für uns in der dritten Poloroid-Ausgabe, die ein weiteres Mal prominente Akteure der Sportart vor die Linse stellt.

nick-Cup? Auch am letzten Turniertag, an dem nur eine Mannschaft den entscheidenden Schritt in die Hall of Fame des Polopicknicks schaffen kann, begleitet Sie der PICKNICKER durch alles Wissenswerte rund um den Sport und das Picknick. In Ausgabe drei erwarten Sie neben der brandaktuellen Berichterstattung zum sportlichen Verlauf des zwei-

Bei der königlichen Familie Englands hat Polo übrigens eine ganz lange Tradition. Die Queen höchstpersönlich in Reitstiefeln und Stick. Das alles erfahren Sie morgen in der dritten und letzten Ausgabe des PICKNICKERs. Und um dieses begehrte Blatt in die Finger zu kriegen, müssen Sie sich nun schließlich doch auf den Weg zum Hugerlandshof machen. Denn den dritten Teil des Picknickers bekommen Sie nur dort, ganz exklusiv. Wir sehen uns also auf der Polowiese. Zum Finaltag des Polopicknicks 2010.

Es grüßt der PICKNICKER

Impressum: Der PICKNICKER wird herausgegeben von der Polopicknick GmbH, Münster. Redaktion und Gestaltung: Dachboden Werbeagentur GmbH und Co. KG. Rothenburg 14-16, 48163 Münster

Der Picknicker 2 | 2010  

Ausgabe Nr. 2 des Picknickers

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