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Ausgabe 06 /// umsonst

facebook.com/hafenfreunde

Der Hafen im Fokus

NEUE PERSPEKTIVEN Themenschwerpunkt Fotografie

Interview mit Ludger Kolodziej

Zu Besuch bei Gro L端hn

KLICK KLICK HURRA

AUF DER KINDERS FEUERWACHE WIR MACHEN 2 DAS


HIMMLISCH HERRLICH SPEISEN Gテ傍TLICH FEIERN Restaurant: dienstags bis samstags: 19:00 - 23:00 Uhr Club: mittwochs, freitags, samstags und vor Feiertagen: 23:00 - 5:00 Uhr Reservierungen und VVK Tickets unter www.heaven-muenster.de Firmeneventanfragen unter www.dockland.de Hafenweg 31 - Mテシnster - Tel: 0251-6090585 - facebook.com/heavenmuenster Hol dir die neue Heaven-App! www.heaven-muenster.de


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BILDERFLUT Der Vorlaut Redaktionsinterne, keineswegs repräsentative Mitarbeiterbefragungen haben ergeben, dass wohl durchschnittlich jeder Mensch in diesem Land mindestens eine Digitalkamera plus eine Handykamera besitzt. Damit produziert dieser Mensch pro Jahr im Schnitt etwa 320 Fotos, von denen - so ergaben es ebenfalls Schätzungen infolge unserer nicht repräsentativen Befragung - vermutlich 84 Prozent keine Sau interessieren. Soviel zur Wissenschaft. Eine wahre Bilderflut rauscht da also über uns hinweg, dokumentiert jeden unserer Schritte, lässt uns nicht aus den Augen, will uns inszenieren und dabei konservieren für die digitale Ewigkeit. Das geht soweit, dass manche Leute heutzutage eine Form von allergischer Reaktion auf die grassierende Digitalfotografie zeigen

und sich durch eine Rückkehr zur analogen Fotografie selbst therapieren. Sie sind Außenseiter und damit wie so oft Trendsetter. Ihre Fotos wirken heute anders, echt und deshalb besonders sehenswert, obwohl das alles schon mal da war und aus damals guten Gründen abgeschafft wurde. Für die Fotografen von heute ist es zweifellos schwieriger, Bilder zu produzieren, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Umso höher ist es einzuschätzen, dass es tatsächlich einer ganzen Reihe von guten Fotografinnen und Fotografen noch immer tagtäglich gelingt, wunderbare Akzente zu setzen innerhalb der grauen Masse von Autofokus-Amateuren. Wir haben eine Handvoll dieser Fotografen getroffen und gesprochen und freuen uns, sie und ihre Kunst an dieser Stelle zu präsen-

Chefredakteur: Malte Limbrock

tieren! Und natürlich – ihr hättet es euch denken können – setzen die Protagonisten dieser Ausgabe besonders gerne unseren Hafen in Szene. Juche! Viel Spaß beim Scharfstellen auf unsere sechste Ausgabe! Die HAFENfreunde

Inhalt 4..... HAFENtratsch 6..... Klick Klick Hurra! 8..... Heute leider kein Foto für dich 10... Von Müll und Poesie 13... HAFENfreunde-Freundeskreis No. 1 20... Landschaft steht Modell 29... HAFENfreunde-Freundeskreis No. 2 30... Die richtige Wahl 37... HAFENfreunde-Freundeskreis No.3 38... Kinders, wir machen das zusammen 42... Bus(i)ness-Talk 50... Wir machen’s uns gemütlich

57... Time to Shine 63... Mindshot 71... HAFENfreunde-Freundeskreis No. 4 72... Münster muss bunter werden 76... HafenFreunde im Netz 76... Impressum 78... Gute Nachrichten


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HAFENTRATSCH

EINFACH BOMBE Am 14. Oktober hielt die Sprengung einer Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg die Stadt in Atem. Sie steckte seit Jahren im Dortmund-Ems-Kanal fest, das wünscht man niemandem. Mensch, da war was los, bis es endlich einen lauten Knall gab und das Wasser spritzte. Sperrbezirk, Menschen auf der Flucht, illegale Webcams an Brückengeländern forderten die Einsatzkräfte zusätzlich heraus. Am Rande der Sprengung ist uns eine Sache besonders aufgefallen: Medien mögen Zahlen. Das geht uns übrigens genauso. Deshalb folgt nun eine Zusammenstellung unserer liebsten Bombenzahlen vom 14.10. Gewicht der Bombe: 125 Kilogramm Alarmierte Einsatzkräfte: 220 Größe Sicherheitsradius: 300 Meter Zeitpunkt der Entschärfung: 11:52 Evakuierte Bewohner: 100 Schutzsuchende Anwohner in der

Betreuungsstelle Stadthaus III: 30 Höhe der Fontäne (Schätzung MZ): 15 m (Schätzung WN): 30 m (Schätzung Hafenfreunde): 22,5 m Aktualisierungen Liveticker MZ: 3 Zugriffe auf die Web-Kamera der

Stadt Münster: 80.000 Todesopfer durch Detonation: 3 Fische Durch Vorsprengung gerettete Fische: alle bis auf drei

Ex-Feuerwerker namens Wilhelm Mester, die behaupten, das sei nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und keine Bombe gewesen: 1


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EIMERWEISE HIGHTECH Mülleimer stecken seit ihrer Erfindung in einem Imagedilemma: Angetreten mit dem ehrenwerten Ziel, diese Welt ein bisschen sauberer zumachen, waren sie selbst am Ende immer die Dreckspatzen. Dauernd überfüllt, übel riechend und meistens zu mangelhaft im Stellungsspiel, als dass sie die ganz großen Erfolge hätten feiern können. Damit ist jetzt Schluss! Denn die Mülleimer der Zukunft sind Edeltechniker. Sie heißen Big Belly und waren seit Anfang August in einer achtwöchigen Pilotphase an Münsters Hafen und am Aaseeufer im Einsatz. Solarstrom betreibt in ihrem Inneren eine kleine Müllpresse, die jeglichen Unrat verdichtet, der durch die Klappe eingeworfen wird. Jeder Belly kann dank dieser Technik etwa 700 Liter Müll fassen, sechsmal so viel wie die antiquierten Artgenossen. Die innovative Technik kommt aus den USA, 5000 Euro kostet ein solcher High-Tech-Mülleimer, der obendrein noch per Internet mit den Abfallbetrieben verbunden ist. Diese haben den Füllstand der Eimer permanent im Blick, weshalb sie sich besser auf die vollen Abfallbehälter einstellen und diese gezielt anfahren können. Halleluja!

UNSER COVERGIRL Das da vorne drauf auf unserem Cover ist Britta. Sie arbeitet für den Monsenstein & Vannerdat Verlag am Hawerkamp und - wie ihr sicher schon gemerkt habt – sie sieht super bei der Arbeit mit einer stylischen Retrokamera aus. Dass wir das rausgefunden haben, war reiner Zufall, aber umso mehr freuen wir uns über das tolle Antlitz unserer neuen Ausgabe. Britta, wir danken dir!


Fotografie im Hafen

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KLICK KLICK HURRA! Fotograf und HAFENfreunde-Mitherausgeber Thomas Schmitz zum aktuellen Themenschwerpunkt: Fotografie

Wir haben lange mit uns gerungen, ob wir es uns erlauben können, unseren Fotografen und Mitherausgeber, den Mann mit der Kamera im Gesicht und dem Hund am Bein, tatsächlich „schreiben“ zu lassen. Wir haben uns getraut und freuen uns außerordentlich über das Ergebnis.


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Es begann vor etwas über zwei Jahren, im Sommer 2010. Damals stieß ich zum Dachboden-Team. Unser erstes gemeinsames Projekt: Das HAFENfreunde-Magazin. Zu diesem Zeitpunkt war das Heft, das ihr heute in seiner sechsten Ausgabe in den Händen haltet, noch nicht mehr als eine gute Idee, die es mit Leben zu füllen galt. Ich sollte federführend die Fotografie für das Magazin übernehmen. Nachdem wir unsere Ideen für die Inhalte der ersten Ausgabe konkretisiert hatten, war auch ungefähr klar, was wir alles benötigen würden, um das Magazin so zu gestalten, wie wir es haben wollten. Und dazu benötigten wir eine ganze Menge Material. Wir wollten von Anfang an alle Themenschwerpunkte des Magazins – Leben, Arbeiten, Gastronomie und Kultur im Hafen – durch starke Bilder flankieren. Im Hafen kann man eigentlich immer ein gutes Foto machen. Jedes Wetter hat seinen Reiz, jede Tageszeit und am Ende natürlich auch die verschiedenen Jahreszeiten. Das Hansa-Hafengebiet ist mit weitem Abstand das Viertel mit der größten Dynamik in dieser Stadt. Von den alten Speichern über die kleinen Underdog-Läden bis hin zu den gestylten Neubau-

ten und schicken Restaurants: Die Bandbreite ist enorm – wie im richtigen Leben. Deswegen ist das Hafenareal auch das Ziel so vieler Fotoenthusiasten von nah und fern. Gerade an Wochenenden sieht man sie – alleine, zu zweit oder manchmal sogar in ganzen Gruppen. Jeder mit ganz individuellem Equipment. Ob Profi mit Großbildkamera oder Tourist mit kleiner Knipse, alle Gattungen sind vertreten. Analog und digital. Jeder mit eigenem Blickwinkel und eigener Perspektive. Vielfalt pur! 2011 haben wir damit begonnen, auf Flickr die interessantesten Fotos, die wir zum Thema Hansa-Hafen finden konnten, zu sammeln und in unsere Flickr-Hafenfreunde-Gruppe (http://www. flickr.com/groups/hafenfreunde/ ) einzuladen. Anfangs waren wir selbst überrascht von der Vielfältigkeit der Bilder: Waren die Motive auch stets ähnlich, so waren doch die Ergebnisse völlig unterschiedlich. Mittlerweile haben sich in der Gruppe rund 1000 Bilder zusammengefunden – ein Sammelsurium verschiedenster Stile und Blickwinkel. Besucht die Seite, werft die Slideshow an und lasst euch überraschen! Einige HAFENfreunde haben

Fotografie im Hafen

wir nun in dieser Ausgabe dazu eingeladen, ihre Arbeiten im Magazin vorzustellen. Den Anfang machen wir auf den folgenden Seiten mit Markus Rödder, DJ, Blogger, Fotograf – und last but not least Bewohner des Hansaviertels. Markus‘ Fotos spiegeln den Charme des Viertels auf seine ganz spezielle Art wider. Weiter geht’s mit Susanne Klostermann, auch bekannt als s.u.s.a. n.i.k.o., die mit verschiedenen analogen Kameras eher experimentelle Fotografie betreibt und unglaublich charmante Ergebnisse erzielt. Danach folgt Heinz Wille, den ich selbst schon mehrmals im Hafen getroffen habe, während wir beide mit unseren Kameras unterwegs waren. Heinz fotografiert klassisch schwarz-weiß und verfügt über ein ganzes Arsenal von analogen Kameras. Und final unser Freund Uwe Clephas, der als Mitherausgeber und als Art Director für das Layout des HAFENfreunde-Magazins verantwortlich ist. Uwe ist als Fotograf ein echter Purist, liebt Festbrennweiten und den schnellen Schuss aus der Hüfte. Und nun viel Spaß beim Durchblättern unseres HAFENfreunde-Foto-Spezials. // Thomas Schmitz


Porträt einer Fotografie imSzene Hafen

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HEUTE LEIDER KEIN FOTO FÜR DICH Larissa Schwedes fragt: Welchen Moment deines Lebens hast du verpasst, zu fotografieren? Man möchte es kaum glauben, aber es kommt selbst im heutigen, digitalen Zeitalter vor, vermutlich sogar tagtäglich mitten in Münster am helllichten Tag und auf offener Straße vor, dass Menschen es nicht schaffen, alle wichtigen Augenblicke ihres Lebens auf ein Foto zu bannen. Das ist für die Betroffenen schrecklich, kaum zu fassen, aber irgendwie doch vor allem eins: beruhigend.

Welchen Moment deines Lebens hast du verpasst, zu fotografieren?

Nadine, 21, Studentin (Germanistik und Kommunikationswissenschaft)

„Als mein Bruder mich als Baby zum ersten Mal angelächelt und so mein Herz erobert hat.“

Jenny, 28, Studentin (Erziehungswissenschaft)

„Als ich mein erstes Uni-Abschlusszeugnis bekommen habe.“

Martin, 33, Stadtplaner

„Ich habe nichts verpasst, zu fotografieren. Die wichtigen Erinnerungen habe ich vor meinem inneren Auge, die gehen nicht verloren.“


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Ulrike, 51, Therapeutin

„Als ich vor ein paar Tagen mit dem Heißluftballon abgehoben bin. Da gibt es leider kein Foto von.“

Max, 18, Schüler und Katharina, 17, Schülerin

„Ich hätte gern ein Foto von meiner Geburt.“ „Von meiner Schulabschluss-Party gibt es leider keine Bilder.“

Wolfgang, 49, momentaner Krankenfall

„Eigentlich fällt mir da nichts ein, weil ich leidenschaftlich gern und viel fotografiere. Ich spiele Darts und schieße bei Turnieren eine Menge Bilder. Kann sein, dass ich da schon mal ein wichtiges Finale vergessen habe.“

Aysel, 34, alleinerziehende Hausfrau

„Mich interessiert meine Kindheit. Davon habe ich kein einziges Foto und weiß sehr wenig darüber.“

Jelena, 29, Physiotherapeutin

„Mein Rücken ohne Tattoo. Vor der Tätowierung habe ich da gar nicht dran gedacht.“

Florian, 22, Student (Umwelt und Gebäudetechnik)

„Ich bin dieses Jahr Pate geworden. Leider gibt es von der Taufe kein Foto von dem Augenblick, als ich die Hand auf dem Kopf meines Patenkindes habe.“

Fotografie Porträt einer imSzene Hafen


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Fotografie im Hafen

VON MÜLL UND POESIE Perspektivwechsel mit Markus Rödder

Jeder Mensch ist anders. Und jeder Mensch sieht anders. Erkennbar wird das auf Fotos. Denn durch sie sehen wir, wie man die Welt noch wahrnehmen kann. Oder eine Stadt. Oder ein Viertel. Nehmen wir zum Beispiel unser Hansaviertel.

An Objekten und Objektiven mangelt es hier nicht. Und so gibt es wohl zigtausende von Aufnahmen vom Hafenbecken, dem Elefanten, der A-Seite und der B-Seite. Ich wette, auch auf deinem Handy findet sich die eine oder andere „Ente vor Hafenkulisse im Abend- oder Morgenrot“. Doch es hat auch andere Seiten, dieses urbanste Viertel Münsters. Man muss nur genau hinschauen. So wie Markus Rödder. Seinen etwas anderen Blick aufs Hafenviertel zeigt er uns in seinem

music.dj.photo.life.entertainment. blog (www.subcess.de). Markus fotografiert abgefetzte Plakate, halbleere Cocktailgläser, einen leeren Popcornbecher. Dinge, die die meisten Menschen gar nicht oder vielleicht als Müll wahrnehmen würden. Auf seinen Bildern verwandeln sie sich in ästhetische Arrangements des Alltags. In morbide Stillleben, die uns von der Flüchtigkeit des Moments erzählen. Weil hier was war, das nicht mehr ist. Die Party ist vorbei, sagen sie uns.

Markus selbst hätte das so wahrscheinlich nicht beschrieben. Einen bestimmten Stil habe er eigentlich nicht. „Ich hab‘ wohl ‘nen Hang zu Street Art und Graffiti. Zum Kaputten, zur Industrie.“ Aber eigentlich knipst er, was ihm gefällt. Mit einer kleinen Systemkamera. Oder mit dem Handy. „In Deutschland geht‘s ja oft nur um Technik – dabei kommt es letztendlich doch auf die Motive an. Aber das ist eben typisch deutsch.“ Wie fühlst du dich, wenn


Fotografie im Hafen

du fotografierst? „Das ist: die Umgebung genießen, das Leben genießen. Das ist keine Suche. Ich knipse einfach, was mir gefällt. Wenn ich fotografiere, nehme ich die Wirklichkeit viel intensiver wahr. Mit jedem Foto sieht man mehr, sieht man Dinge, die man vorher vielleicht nicht gesehen hat.“ Markus traut sich, die Perspektive zu wechseln. In seinen Bildern zeigt er uns die Randschauplätze der Realität. Seine Aufnahmen

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sind voller Poesie. Und wenn es nicht so schwülstig klänge, würde ich behaupten, dass Markus es schafft, ein Stückchen Hansaseele sichtbar zu machen. Was den DJ, Familienvater und Immobilienkaufmann mit dem Münsteraner Hafen verbindet, lässt sich mit einem Wort sagen: Heimat. Seit 2000 wohnt er hier, inzwischen mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen. Sein Blog betreibt er seit 2004. „Es ist ganz

schön viel Arbeit, so etwas zu pflegen. Aber Arbeit, die Spaß macht. Ein gewisses Mitteilungsbedürfnis gehört natürlich dazu.“ Markus grinst. „Und man freut sich, wenn andere das lesen und kommentieren.“ Und das machen zurzeit immerhin etwa 20.000 Besucher pro Monat. Nicht schlecht. Solltest du auch mal vorbeischauen. www.subcess.de

// Daniela Wolff


13 HAFENFREUNDE-FREUNDESKREIS NO. 1

Tepper Aufzüge GmbH

Tepper Aufzüge Fachbetrieb für Personenaufzüge, Glasaufzüge, Lastenaufzüge und Service.

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SUSANNE KLOSTERMANN In Düsseldorf zu Hause. Seit 2011 in Münster. Im anderen Leben Dozentin an der Uni Münster. WAS SIND DEINE MOTIVE? Meine Themen finde ich am Meer, auf der Straße, eigentlich an allen möglichen Orten. Wenn ich ein faszinierendes Motiv entdeckt habe, überwinde ich auch gerne mal Bauzäune, Mauern und andere Absperrungen. Es spielt keine Rolle, wann, wo oder wie du dein Foto gemacht hast, sondern was du in diesem

Moment gefühlt hast. Das ist so etwas wie mein fotografisches Credo, formuliert hat das mal der amerikanische Fotograf Saul Leiter. WER ODER WAS IST DEINE INSPIRATION? Ich habe immer irgendwie durch einen Sucher geguckt. Mit einer einfachen Agfa-Knipse habe ich schon als Kind alles um mich herum abgelichtet und mit großen Augen auf die entwickelten Bilder geschaut, auf denen meine Welt so

vertraut und doch gleichzeitig so fremd aussah. Dieser Widerspruch fasziniert mich bis heute. Zuletzt haben mich die Bilder der Polaroid-Künstlerin Stefanie Schneider sehr beeindruckt, ebenso die Polaroids von Julian Schnabel. Ich mag auch die Arbeiten von Stephen Shore sehr. WAS ZIEHT DICH IN DEN HAFEN? Als ich von Düsseldorf nach Münster gezogen bin, habe ich den Rhein am meisten vermisst, da hat es mich natürlich in


den Hafen gezogen. Einfach dazusitzen und die Beine ins Hafenbecken baumeln zu lassen, ist `ne schöne Sache. Die unbebaute Seite des Hafenbeckens, wo gerade die Halle mit der tollen Streetart abgerissen wurde, gefällt mir. Eine Stadtlandschaft im Wandel, hoffentlich nicht hin zu einem weiteren Shopping-Center! Das Hafenviertel ist auch ein bisschen alternativ, weniger aufgeräumt als das restliche Münster, das mag ich.

DIGITAL ODER ANALOG – WAS IST IN DEINEM BAG? Ich fotografiere digital und analog. Das Lensbaby ist zurzeit mein digitales Lieblingsobjektiv! Analog arbeite ich mit unterschiedlichen Kameras und Filmen. Mein ständiger Begleiter ist die Holga, ich mag die unendlichen kreativen Möglichkeiten und ihre perfekten unperfekten Bilder. Meine neue Leidenschaft ist allerdings die Polaroid-Fotografie. Ich habe die legendäre SX-70, eine Polaroid 1000, eine Polaroid Spectra

sowie eine Polaroid 420. Du drückst auf den Auslöser und in wenigen Minuten ist der gerade vergangene Moment zu einer verblassten Erinnerung geworden, die du in den Händen hältst. DU IM WEB: susanneklostermann.jimdo.com www.flickr.com/photos/susaniko


HEINZ WILLE Maschinenbautechniker Automatisierungstechnik WAS SIND DEINE MOTIVE? Landschaftsaufnahmen und Architekturaufnahmen, aber gelegentlich auch Portraits im Studio. WER ODER WAS IST DEINE INSPIRATION? Nach vielen Jahren der Abstinenz bin ich vor einigen Jahren wieder auf den Geschmack gekommen. Der digitale Workflow bietet heute eine Menge an Möglichkeiten – Autofokus, automatische Belichtung, Weißabgleich und verstellbare Filmempfindlichkeiten sind interessante Möglichkeiten und waren für mich beim Wiedereinstieg absolutes Neuland, haben mich aber nicht wirklich überzeugt. „Back to the roots – klassische Silberhalogenid-Fotografie oder auch die Entschleunigung des digitalen Wahnsinns!“ Seit geraumer Zeit fotografiere ich wieder nur noch analog. Beim analogen Schwarzweiß sehe ich die Wahl von Emulsion und der individuellen Entwicklung als kreativen, gestalterischen Prozess an. Es wird im Voraus festgelegt, anstatt im Nachhinein via EBV. Der Lernprozess über Bildwirkung ist so

sehr hoch. Man kann nur wenig mit dem Ergebnis spielen, sondern muss tatsächlich sein Bild planen. Bei der Arbeit in der Dunkelkammer setzt man sich dann noch mal sehr intensiv ein weiteres Mal mit den Bildern auseinander, bis dann letztendlich der fertige Print auf Baryt in der Schale schwimmt! Gerne lasse ich mich auch von den großen und bekannten Fotografen inspirieren, aber ich mache meine eigenen Fotos! Inspiration und Bildideen finde ich ausreichend als frei denkender und mit offenen Augen durch‘s Leben gehender Mensch! Es hat keinen Wert, nur über das Fotografieren zu reden. Du musst es probieren, du musst dran glauben, die Kamera auspacken und fotografieren. WAS ZIEHT DICH IN DEN HAFEN? Der Hafen zieht mich immer wieder magisch an, ganz besonders der Kontrast zwischen modern und marodem auf den beiden Hafenseiten. Ich mag sowohl den Trubel im Sommer als auch die Ruhe im Winter. Beide Jahreszeiten haben besonders im Hafen eine ganz spezielle Stimmung. DIGITAL ODER ANALOG – WAS IST IN DEINEM BAG? Ausrüstung habe ich mittlerweile in ausreichender Menge. Sicherlich braucht man auch eine entsprechende

Ausrüstung zum Fotografieren, aber die wichtigsten Elemente beim Fotografieren sind das Licht und der Mensch hinter der Kamera. Als Fotograf muss man sein Werkzeug blind beherrschen, um den Kopf für das Motiv frei zu bekommen. Nach der Befreiung vom Technikwahn kann man sich wieder auf die wesentlichen Elemente der Fotografie konzentrieren: Blende, Belichtungszeit, Brennweite. Meine Werkzeuge: Pentax K1000 (analog Kleinbild) Revue 6x6 (analog 6x6) Voigtländer Bessa R2A (Kleinbild) Pentacon Six (analog 6x6) Kiev 88cm (analog 6x6) ICA Dresden 9x12, Zeiss Tessar 13,5 cm, Compur Zentralverschluss M.P.P Monorail 4x5“ Fachkamera mit Xenar f4,5/150mm Lichtstarkes Glas vom A wie Arsat bis Z wie Zeiss Analog > Digital Epson Perfection V750 PRO/SilverFast Ai Studio Aperture 3 Photoshop (nur für das allernotwendigste) DU IM WEB: www.hw-fotowelt.de www.flickr.com/photos/dc1yhw


UWE CLEPHAS Mitherausgeber HAFENfreunde und freiberuflicher Creative- und Art-Director WAS SIND DEINE MOTIVE? Ich fotografiere schon seit der Kindheit, damals noch mit der Cosina meines Vaters und später mit allerlei kuriosen Apparaten - darunter zum Beispiel die legendäre Kodak Eastman EK 2, die Exa mit Lichtschacht und die „gute alte“ Agfa Super Silette L. Übrigens auch eine Messsucherkamera, so wie ich sie noch heute verwende. Interessante Fotos habe ich aber auch schon mit dem iPhone geschossen. Dabei entstand die Reihe „Just a minute ago“. Doch im Großen und Ganzen fotografiere ich alles, was mich inspiriert – angefangen von Architektur, Landscapes oder - was immer eine besondere Herausforderung ist - Menschen und Situationen auf der Straße.

WER ODER WAS IST DEINE INSPIRATION? Beim Fotografieren lasse ich mich von der Situation und vor allem vom Licht inspirieren. Der Moment des Auslösens folgt dann dieser Inspiration. Und um neue Sichtweisen und Blickwinkel zu entdecken, schaue ich recht viele Blogs zum Thema Reportage- und Straßenfotografie an.

WAS ZIEHT DICH IN DEN HAFEN? Der Hafen ist eine große fotografische Spielwiese mit kurzen Wegen. Selbst bei einem Spaziergang von nur 15 Minuten kann man so viel Interessantes vor die Linse bekommen, dass man den halben Nachmittag damit beschäftigt sein kann, seine „Beute“ auszuwerten. Und je nach Wetterlage, Jahres- oder Tageszeit ändern sich die gleichen Motive in vollkommen neue. Selbst Gelegenheitsknipser kommen so am Hafen auf ihre Kosten und an schöne Motive.

DIGITAL ODER ANALOG – WAS IST IN DEINEM BAG? Eigentlich beides zugleich. Bei meiner Kamera und den Objektiven muss noch alles von Hand eingestellt werden. Es gibt weder Zoom, Autofokus, noch Blümchenmodus. Einziger Luxus ist die Belichtungsautomatik oder der automatische Weißabgleich. Bei einer Messsucherkamera muss man sogar noch selbst scharf stellen – für manche kaum vorzustellen, da moderne Spiegelreflexkameras mittlerweile nicht nur das, sondern auch das Auslösen automatisiert haben. Das Digitale fängt erst beim Vollformat-Sensor an und hört bei der „Entwicklung“ in Lightroom auf. DU IM WEB: www.designversorgung.de www.flickr.com/photos/cuclephas


Fotografie im Hafen

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LANDSCHAFT STEHT MODELL Absolut faszinierend: Thomas Wredes fotografische Bildwelten

Real Landscapes, Drive-In Theatre, 2009, 140 x 190 cm


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Fotografie im Hafen

Klick. Zack. Foto. – Eigentlich ganz einfach, oder? Aber Foto ist natürlich nicht gleich Foto und schon gar nicht, wenn man einen Fotokünstler besucht. Das machen wir heute, denn in der Kunstlandschaft, die sich hinter den Türen des Speichers 2 am Hafen entfaltet, befindet sich das Atelier von Thomas Wrede. Und Landschaft ist dabei genau das richtige Stichwort …

Landschaften begleiten Thomas schon seit Beginn seiner künstlerischen Arbeit. Aber erst mal stehen wir mitten in einer Modellwelt, denn beim Betreten des Ateliers finden wir uns zwischen verschiedensten Modellhäuschen, -bäumen und anderen Elementen wieder. Auf dem Boden liegt ein

kleines Fußballfeld und auf einem Tisch ist das Modell eines Freibades aufgebaut. Huch, da sind wir mitten in die Arbeitssituation gestolpert! Tatsächlich entstehen die Ideen für seine „landscapes“ und andere Bilder meist im Atelier. Hier werden dann Skizzen und Testaufnahmen gemacht und

Überlegungen zu Perspektive und Beleuchtung angestellt. Manchmal muss auch das richtige Modell erst noch beschafft werden. Das endgültige Bild entsteht dann draußen. Thomas sagt: „Im Prinzip muss man das alles vergessen. Und dann bin ich einsam draußen in der Landschaft und


Fotografie im Hafen setze irgendwo ein Motiv oder ein Häuschen rein.“ Stimmt, die Bilder sind eindrucksvoll und erinnern überhaupt nicht mehr an die einzelnen Modelle. Thomas Wrede versteht es, die Modelle in realer Landschaft in Szene zu setzen und lässt einzigartige Bilder entstehen. Manchmal muss er dafür tagelang warten, bis das Wetter mitspielt, manchmal bieten sich auch unerwartete Bedingungen für spontane Bilder an. Das Thema Landschaft hat ihn im Studium von Anfang an begleitet. Von der Malerei und Zeich-

22 nung kam er bald zur Fotografie und hat dann auch sein Examen zum Thema Landschaft gemacht. Im Jahr 2000 hat er unter dem Titel „domestic landscapes“ Privaträume mit Fototapeten fotografiert. Ein Bild im Bild, eine Landschaft mitten im Wohnraum. Zu jedem der Bilder kann er eine Geschichte erzählen. Und seine Bilder erzählen Geschichten, die immer wieder zu einem neuen Blick einladen. Besonders interessant finde ich die Vermischung der Motive Idylle und Katastrophe. In seinen

verschiedenen „landscapes“ treten sie oft in Dialog miteinander und zeigen nicht nur Sehnsüchte, sondern auch Vergänglichkeit auf. Im flachen Wasser des Watts entstehen überflutete Siedlungen, ein einsames Haus steht in einer Schneelandschaft, Hochhäuser in karger Einsamkeit wie nach einem Erdrutsch oder ein Haus am Rande des Abgrunds. Faszinierende Illusionen, die man kaum als Modell erkennt. Teils sind es Untergangsszenarien, die inzwischen längst denkbar sind und sogar passieren. Anregungen


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Real Landscapes, Dari King Drive In, 2007, 170 x 220 cm

Real Landscapes, Eisloch, 2010, 95 x 120 cm

Fotografie im Hafen


Real Landscapes, Bergrutsch, 2005, 190 x 150 cm


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sammelt Thomas auch in Magazinen und Zeitschriften. Wenn man da Katastrophenbilder sieht, scheint das fast unwirklich und modellhaft, ist allerdings real. „Auf einmal werde ich von der Realität ziemlich überholt“, stellt Thomas fest. Und wirklich war er schon hautnah dabei, denn 2001 war er zufällig zur Zeit der Terroranschläge für eine Ausstellungseröffnung in New York. Damals hat er die Fragilität unserer heilen Welt besonders deutlich erlebt. In seinen Bildern spielt er damit,

zeigt sie dem Betrachter, schafft Sehnsuchtsorte und zugleich Zerbrechlichkeit. Aber immer findet sich auch ein Anhaltspunkt, der die Illusion seiner Landschaften verrät. New York war vor Jahren eine glückliche Fügung, denn der Kunstmarkt dort ist für einen deutschen Künstler nicht so leicht zu entern. Heute schon gar nicht, weder dort noch hier. Daher gehört auch viel Organisation und Bürokratie dazu, um am Ball zu bleiben. New York, London, Düsseldorf, Wien, Berlin, Thomas

Fotografie im Hafen

ist schon weit rumgekommen. Doch sein Heimathafen liegt immer noch in Münster. Neben den „landscapes“ macht er natürlich auch andere Projekte, wie beispielsweise 2009 die „Manhattan Picture Worlds“. Auch momentan heckt er wieder etwas Neues aus, aber was es ist, hat er uns noch nicht verraten. Könnte mit Landschaft zu tun haben, oder nicht? Wir sind gespannt!

// Annalena Brix

THOMAS WREDE wurde 1963 in Letmathe geboren. Die Kunst verschlug ihn nach Münster, wo er an der Kunstakademie studierte. Thomas reist viel für seine Arbeit und auch seine Bilder sind schon weit gereist, bis nach New York und anderswo. Doch die Entwicklung seiner Ideen passiert vor allem im Atelier, hier bei Real Landscapes, Drive-In Theatre, 2009, 140 x 190 cm.

www.thomas-wrede.de


Restaurant & Club

Heaven Euro-Asiatische Küche: Di bis Sa von 19h - 23h Öffnungszeiten Club: Fr & Sa von 23h - 5h Fr: Thank God It‘s Heaven (Funk, Disco, House) Sa: Followme & Fullhouse Night (House, Electro) Tischreservierung unter: 0251 6090585 oder online

Keramische Farben GmbH Hafenweg 26 a | 48155 Münster www.botz-glasuren.de

Hafenweg 31 | 48155 Münster www.heaven-muenster.de

Tapas- & Grillrestaurant

EsCape Spanische- und Mediterrane-Küche. Öffnungszeiten: Restaurant & Bar, Di-Sa ab 17:00 h Sonntags: Brunch ab 10:00 h geöffnet bis 23.00 h Anfragen für Firmen-, Familien- & Hochzeitsfeiern an: Mail: info@es-cape.ms | Telefon: 0251 1445929

www.gators-pizza.de

Hafenweg 46-48 | 48155 Münster Telefon: 02 51 - 777 59 87 www.es-cape.ms


HAFENFREUNDE-FREUNDESKREIS NO. 2

Münster Dortmunder Str. 17 Tel. 02 51-6 48 65 Fax 0251/6743113 www.fleischerei-erpenbeck.de Jeden Tag ein anderes belegtes Brötchen und sonstige Köstlichkeiten Mo: Grillschinkenbrötchen mit Kraut und Soße Di:

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DIE RICHTIGE WAHL Die Erfolgsgeschichte von Haus G: Monsenstein & Vannerdat

Ein Mediziner und ein Archäologe gründen einen Verlag. Eine Schnapsidee, aber eine gute. Denn zwölf Jahre später sitzen Johannes Monse und Tom van Endert an der Spitze ihres Verlagshauses „Monsenstein & Vannerdat“. Ihr Werdegang bietet Stoff genug für ein ganzes Buch, aber erst mal bringen die beiden fremde Worte zu Papier. Und schreiben damit ihre eigene Geschichte weiter …


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Hafenarbeiter


Hafenarbeiter

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Zugegeben, das Haus G am Hawerkamp 31 wirkt nicht wie ein typisches Verlagshaus, mitten auf dem ehemaligen Büschergelände und mit buntem Graffiti an der Fassade. Doch wer sich näher heranwagt, hört aus den Kellerräumen das gleichmäßige Surren der Digitaldrucker. Es riecht nach Toner und Papier, seitenweise Text

„Uns war klar: Es wird nicht leicht!“

Monse die Anfangszweifel. Doch die beiden Autodidakten sollten Erfolg haben. Tom van Endert arbeitete während seines Studiums im CCC, der Digitaldruckerei an der Coerdestraße. Hier lernte der Archäologiestudent alles über den Digitaldruck und kam schließlich auf die entscheidende Idee: Books

on Demand für Privatautoren. Seitdem bedienen die beiden Münsteraner neben dem klassischen Verlagswesen auch den Publikationsdienstleistungsbereich.

fällt aus den bebenden Maschinen. Jeden Monat entstehen hier mehrere Tausend neue Bücher. Und alle stammen aus dem Hause „Monsenstein und Vannerdat“. Die münstersche Verlagsgruppe wurde 1999 von Tom van Endert

Die Idee war gut, der Anfang schwer: Nachts standen Tom und Johannes stundenlang mit

und Johannes Monse gegründet. Ein Comic war es, der ihre Leidenschaft für das Verlagswesen weckte. Mit einer Auflage von 1000 Stück vertrieben die beiden ehemaligen Studenten einen Cartoon ihres Freundes Rainer Gellern. „Uns war klar: Es wird nicht leicht, in diesem Geschäft Fuß zu fassen“, beschreibt Johannes

einem stumpfen Pizzamesser und Pinsel bücherbastelnd in Toms Wohnung, die damals auch noch den Verlag nebenher beherbergte. Eine Handschneidemaschine war die größte Investition der beiden, alles andere wurde improvisiert und mühsam zusammengesetzt. Der Arbeitsaufwand hat sich zwar


33 kaum gerechnet, aber die Leidenschaft fürs Büchermachen war größer als das finanzielle Interesse. „Es war auch toll“, erklärt van Endert. „Letztendlich haben wir dadurch alles von der Pike auf gelernt. Die Zeit möchte ich nicht missen.“

Hafenarbeiter

Seit 2002 sitzt das Verlagshaus

nun am Hawerkamp. Hier konnte sich das junge Unternehmen über die Jahre gut entwickeln. Inzwischen zählen Monse und van Endert zu den alten Hasen im Verlagsgeschäft. Ihre Bilanz: Über 2000 Werke unterschiedlicher Autoren, darunter Stars wie Nele Neuhaus oder Feridun Zaimoglu. Hinzu kommen wissenschaftliche

Publikationen nationaler Universitäten, die in „Monsenstein und Vannerdat“ einen professionellen Partner gefunden haben. Dank „Books on Demand“ wurde der Markt auch für Laienautoren geöffnet. „Viele Leute wollen sich mit dem eigenen Buch einen Traum erfüllen“, weiß Monse. Ihre Kunden sind so

bunt wie die Republik selbst. Von Gedichtbänden über Zeitzeugenberichte bis hin zum klassischen Fachbuch und jeder Menge Belletristik haben die beiden schon alles publiziert. Dabei ist es egal, ob von einem Buch nur zehn oder tausend Ausgaben verkauft werden. Denn bei „Books on

Demand“ wird nur gedruckt, was auch bestellt wird. Ein risikoarmes Geschäft, das für Autoren durchaus erfolgreich sein kann. Bestes Beispiel: Die berühmte Krimibuchautorin Nele Neuhaus. Monse und van Endert bekommen ein Leuchten in den Augen, wenn sie von der „Märchenstory

Neuhaus“ erzählen. Damals veröffentlichte die Hobbyautorin ihre ersten Taunus-Krimis bei „Monsenstein und Vannerdat“. Heute schreibt sie für Ullstein, ihre Bücher belegen weltweit die obersten Plätze der Bestsellerlisten und ihre Geschichten wurden jüngst vom ZDF verfilmt.


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Monsenstein und Vannerdat: Mehr als eine Schnapsidee ...

Die Erfolgsgeschichte Neuhaus zeigt, was die Öffnung des Büchermarktes durch den Digitaldruck möglich macht. Monse erinnert sich noch an laute Kritikerstimmen, die einen Wertverfall im deutschen Buchmarkt prophezeiten. „Das ist Quatsch, niemand kauft Scheiße“, winkt er trocken ab. Und die Praxis zeigt, dass das Konzept „Books on Demand“ eine dankbare Alternative zum klassischen Verlagswesen ist. Neben dem Dienstleistungszweig gehören zur Verlagsgruppe „Monsenstein und Vannerdat“ aber auch mehrere Imprint-Ver-

lage: Der Pospero Verlag, der Oktober Verlag, der Wissenschaftsverlag MV-Wissenschaft sowie die Edition Monsenstein und Vannerdat. Letztere entstand

„Das ist Quatsch, niemand kauft Scheiße!“ aus Tom van Enderts privatem Buchprojekt „Mit Hammer und Schlüssel“. Der langjährige Besitzer eines russischen Motorrads veröffentlichte 2003 das passende Fachbuch. Heute gesellen sich zu Toms Buch großformatige Coffeetablebooks wie das große Bugat-

tibuch oder der mit dem ADACMotorbuchpreis ausgezeichnete Riesenschmöker „Automobilität“. Keine Frage, Tom van Endert und Johannes Monse haben die richtige Wahl getroffen. „Wir wollten ursprünglich gar nicht ins Verlagswesen einsteigen“, erklären sie lachend. Mit der nötigen Portion Leidenschaft und Freude an ihrer Arbeit wurde die Schnapsidee zu einer Erfolgsgeschichte, die sich in drei Worte zusammenfassen lässt: „Es macht Spaß!“ Und das ist die Hauptsache.

// Sandra Kozok


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HAFENkult

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KINDERS, WIR MACHEN DAS ZUSAMMEN Zu Gast bei K端nstlerin Gro L端hn: Wie der Industriehafen zum Kreativkai wurde


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Gro Lühn liebt das Wasser. In Oslo geboren, war es der innige Wunsch der norwegischen Künstlerin, ihr Atelier im Hafen zu errichten. Deshalb wagte sie 1996 diesen einen großen Schritt, der das Bild des Viertels nachhaltig verändern sollte. Gemeinsam mit dem mittlerweile verstorbenen Grafiker Günter Schmidt hatte sie die Idee, zusammen mit Freunden ein Atelierhaus am Hafenbecken zu bauen. Es war die Geburtsstunde dessen, was wir heute Kreativkai nennen …

HAFENkult


HAFENkult Die Skizze eines Hauses auf einer Serviette, das war der Anfang. Ein paar Kugelschreiberstriche, 1996 gezeichnet vom Architekten Professor Josef Kleihues. Kurz vorher, damals vor 16 Jahren, hatte der renommierte Planer seinen schwarzen Mercedes direkt ans Hafenbecken gelenkt, war ausgestiegen und dem kleinen Empfangskomitee entgegengetreten. „Kinders, wir machen das zusammen“, warf er Gro Lühn und Günter Schmidt entgegen. Die beiden „Kinders“, Künstler und Investoren in Personalunion, hatten ihn aufgeregt erwartet, ihren Hoffnungsträger. Einen Wimpernschlag später saßen die drei zusammen am Tisch einer Kneipe, vor sich die Serviette und den ersten gemeinsamen Schnaps. Noch 16 Jahre später erinnert sich Gro Lühn an ihren ersten Münsterländer Korn, als hätte sie ihn gestern getrunken. Es fällt ihr nicht schwer, die Erinnerung wach zu halten, denn damals begann die Realisierung eines Traums. Der erste Neubau am Hafen. Lühn und Schmidt wollten unbedingt hier investieren, „denn dieser Teil von Münster war so herrlich anders als der Rest.“ Das etwas gesetzte Münster hatte die Norwegerin sogar „ein bisschen erschreckt“, als sie 1963 aus dem Vier-Millionen-Einwohner-Land nach Deutschland zog, um an der Werkkunstschule Münster Design zu studieren. Danach ging sie zum Kunststudium an die Hochschule für bildende Künste nach Hamburg .1972 kam sie zurück aus der Stadt, die alleine so viele Einwohner hat wie ganz

40 Norwegen. Nach der Rückkehr nach Münster war es Wolfgang Hölker, mit dem sie ihr erstes Projekt umsetzte. Den Verleger kannte sie bereits aus ihren allerersten Münstertagen. Es ging um ein Buch über Münster. Gro Lühn fotografierte, Hölker verlegte das Buch später erfolgreich. Es folgten ein weiteres gemeinsames Buch und Engagements als Designerin bei den Verlagen Ravensburger und Ellermann, ehe sich Gro Lühn 1976 komplett der Kunst verschrieb. 1987 zog sie in ihr erstes Atelier am Hawerkamp, wo sie viele Jahre arbeitete.

„So wie Kleihues es auf das Stück Papier gezeichnet hatte, haben wir das Haus schließlich auch gebaut.“ Der Entwurf auf der Serviette sollte Gültigkeit behalten. „So wie Kleihues es auf das Stück Papier gezeichnet hatte, haben wir das Haus schließlich auch gebaut.“ Als Investor holte sich die Baugemeinschaft den Projektplaner Grimm & Partner ins Boot. Die anderen beiden der vier geplanten Künstlerateliers bezogen Susanne Hegmann, Boris Doempke und der Farbwissenschaftler W.R. Cramer. Und mit dem Fotografen Klaus Altevogt und der Werbeagentur KJM mit Michael Jauczius schien die Gruppe perfekt. Gemeinsam begannen die Gespräche mit der Firma Rhenus und den Stadtwerken, mit Architekten und Statikern. Der Weg war steinig: Einige Gebäude am Hafenbecken, die in Frage kamen, standen unter Denkmalschutz,

andere waren zu aufwändig zu renovieren. Statt Strom und fließendem Wasser fanden die Investoren Heu, Vogelmist und viel zu kleine Fenster vor. Es schien günstiger, einen Neubau zu errichten. Und als dieser schließlich am Hafenbecken stand, wurde vielen das riesige Potenzial für Stadtentwicklung an dieser Stelle erstmals bewusst. Zuvor gab es keinen Entwicklungsplan für den alten Industriehafen, der bald weitere Neubauten entstehen sah. Die beiden Künstler hatten die Stadtentwickler quasi mit der Nase darauf stoßen müssen: Gro Lühn und Günter Schmidt, der 2001, nur zwei Jahre nach der Fertigstellung des Hauses, im Alter von nur 55-Jahren starb. Seit 13 Jahren steht das neue Haus nun am Hafenweg, es trägt die Nummer 22. Rechts und links wird es heute von weiteren Neubauten flankiert. Lokale, in denen man an schönen Sommertagen unter Olivenbäumen essen kann wie im Süden. Auch dadurch hat sich der Hafen zu einer ausgesprochenen Attraktion entwickelt. „Wir hatten keine Vorstellung von der Entwicklungsgeschichte, die wir an dieser Stelle auslösen würden. Aber wir wussten: Das hier ist etwas ganz Besonderes.“ Ist es das heute immer noch? Ja, aber vieles habe sich verändert - und nicht alles nur zum Vorteil. „Es herrschte viel mehr von diesem rauen Industriecharme. Manchmal sind wir auch einfach ins Hafenbecken gesprungen und herum geschwommen, wenn uns danach war.“ Eine Idylle mitten in der Stadt.


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Gro Lühn und das Wasser. Das war stets der rote Faden, der sich von frühester Kindheit bis ins Alter zieht. Aber Alter, was heißt das eigentlich für einen Menschen wie sie? Während ihre Zeitgenossen alle nacheinander erleichtert in den Ruhestand gehen, erfindet sich die Künstlerin in diesen Tagen neu. „Bei mir ist das ein bisschen anders: Kunst ist nicht nur meine Arbeit, sondern eine Art zu leben.“ Es bleibt also Kunst, was sie tut, doch die Disziplinen dürfen gerne nach wie vor variieren. Für eine Ausstellung, deren Inspiration alte Fotos von ihrem Großvater aus Norwegen waren, begann Lühn, Keramiken zu entwerfen. Sie sollten ihre Kindheitserinnerungen an die Landschaften und Momente widerspiegeln, die sie auf alten Glasnegativen ihres Großvaters entdeckt hatte. Dieser war einer

der ersten Fotografen Norwegens. Ein Jahr Arbeit steckte Lühn in das Projekt. Von September bis Oktober war die Ausstellung „Ansgar und ich – über Mäuse und Läuse“ mit Schwarz-WeißFotos, Spiegelobjekten und Keramiken in der Galerie Clasing zu sehen. Ob sie die Serviette von Kleihues noch habe? Nein, die habe er damals natürlich mitgenommen, schließlich war das sein Entwurf. Schade eigentlich, denn es wäre heute ein schönes Andenken. Die Relikte, die an die ersten Tage des neuen Hafens, an die Aufbruchs-

HAFENkult

stimmung von damals erinnern, sterben aus. „Für meine Begriffe ist es entweder schon gekippt oder gerade dabei zu kippen.“ Das betrifft nicht nur all die Servietten und so manches Luftschloss, das einst auf ihnen gezeichnet wurde. Dass hafentypische Gebäude reihenweise der Modernisierung zum Opfer fielen und fallen, tut auch Gro Lühn manchmal weh. „So kann ein Stadtteil auch seine Substanz verlieren.“ // Malte Limbrock

DAS PROJEKT HAFENWEG 22 Zweimal jährlich lädt das Haus am Hafenweg 22 eine Künstlerin oder einen Künstler der Kunstakademie ein, das gläserne Treppenhaus zu gestalten. Das Projekt wird von Gro Lühn geleitet und in Zusammenarbeit mit Professor Dirk Löbbert, Künstler und Rektor der Kunstakademie Münster, kuratiert. Gesponsert wird die Ausstellungsreihe von Grimm & Partner-Unternehmens- und Wirtschaftsberatung GmbH.


Dazugesetzt

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BUS(I)NESS-TALK Dazugesetzt: Tobias Andreae, sein VW und ihr Innenleben.

Dass sich ein Besuch auf der urwüchsigen Dirty Side des Bassins immer lohnt, müssen wir nicht mehr näher erklären. Wir treten einfach kommentarlos den nächsten Beweis an.


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Dazugesetzt


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Dazugesetzt Hey, was machst du denn da? Ganz unterschiedlich, manchmal arbeite ich hier an Konzepten. Und manchmal genieße ich mit Freunden einfach nur den Tag am Hafen. Welches Baujahr hat dein VW-Bus? 1978. Welche persönlichen Features hast du dem Fahrzeug verpasst? Ich habe knapp ein Jahr daran geschraubt und bin immer noch nicht ganz fertig. Als ich den Bus gekauft habe, hatte er nur

zwei Sitzbänke hinten drin. Die sind direkt im ersten halben Jahr rausgeflogen. Ich habe danach überlegt, mir eine Westfalia-Campingausstattung einzubauen, aber mich dann doch lieber für ein eigenes Design entschieden. Welcher Art? Der komplette Innenausbau ist aus Holz und in der kleinen Küche fanden ein Kühlschrank sowie ein kleiner Gasherd Platz. Die hintere Sitzbank ist so konzipiert, dass ich sie auf ein 2x2-MeterBett umklappen kann. Ich schlafe nirgendwo so gut wie in meinem Bus! Nachdem ich einige Male damit unterwegs war, überlegte

ich mir noch, ein Aufstelldach einzubauen, was das Kochen noch luxuriöser machte. Das war doch wohl noch nicht alles? Ok, stimmt. Was hab ich noch eingebaut? Eine Musikanlage, ein Hydraulik- Fahrwerk, damit ich den Bus hinten hochfahren kann, wenn`s mal über ein Feld geht. Dann noch einen Dachgepäckträger, Fahrer- und Beifahrersitze habe ich neu und passend zum Lack beziehen lassen. Die Felgen habe ich mir anfertigen lassen und passend lackiert. Und nach zwei Motorschäden habe ich mir einen Passat-Motor mit 115 PS einbau-


45 en lassen. Spitzengeschwindigkeit: 180 Km/h.

Dazugesetzt

will ich mit meiner Freundin ein halbes Jahr auf Reisen gehen, mal sehen, wie weit wir es schaffen.

Das sind nur einige Gründe von vielen, diese Ecken der Stadt zu erhalten.

Hat Hamm auch so schöne Ecken, wie diese hier an Münsters Hafen?

Was machst du so, wenn du nicht gerade unterwegs bist?

Ich komme aus und wohne in Münster. Es ist schön, dass es in Münster noch Plätze wie die „Dirty Side“ am Hafen gibt. Es ist immer wieder eine Art Familientreffen, bei dem die verschiedensten Leute uns immer wieder schöne Abende und Tage bereiten. Zum Beispiel Yorgo, der mit seinem Sonnenwagen immer für schöne Musik sorgt. Und Roots Plague, die hin und wieder ihre selbstgebauten Boxentürme auspacken.

Ich bin selbständig, in einem jungen Team namens Kunststoff-Team (kunststoff-team. eu). Wir sind sechs junge Leute, die aus verschiedenen Berufen kommen. Das geht von Film über Fassadengestaltungen bis hin zu Werbetechnik & Printmedien. Ich bin für die Filmproduktionen zuständig und versuche im Moment, in Münster Fuß zu fassen.

Sind weitere Dinge in Planung? Klar. Was jetzt noch fehlt, ist eine Solaranlage auf dem Dach, vielleicht wird das ja nächsten Sommer etwas. Wo bist du damit überall schon gewesen, was war die weiteste Tour? Weit bin ich leider in den letzten vier Jahren noch nicht gekommen. Ich hatte Pech, da mein Bus gerade in den Sommermonaten oft in die Werkstatt musste. Wenn aber nächstes Jahr alles gut geht,

Vielen Dank für den Plausch!


Mode im Hafen

Tristan, 24, Grafik-Designer Cardigan: H&M T-Shirt: Zara Schal: Gina Tricot Jacke: H&M Hose: Cheap Monday Weekday Schuhe: Flohmarkt

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Youngju, 37, Grafik-Designerin M端tze: Flohmarkt T-Shirt: Tom Tailor Irgendwas: Old Daddy Cardigan: Tom Tailor Jeans: Herrlicher


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Alina, 21, Studentin (Politik und Wirtschaft) Tasche: Skunkfunk (Barcelona) Mantel: Zara Hose: Levis (10% Studentenrabatt!) Schal: Gina Tricot Schuhe: GĂśrtz

Mode im Hafen

Nadine, 21, Studentin (Germanistik und Kowi) Pullover: Vero Moda Mantel: Primark Tasche: Kleiderwirbel (MS Mädelsflohmarkt) Schal: Primark Jeggins: H&M Schuhe: Primark Brille: Fielmann


Mode im Hafen

Frederico, 30, Austauschstudent aus Argentinien Mantel: Levis Hose: Americanino Schuhe: Bensimon Schal: H&M

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Annesine, 18, Sch端lerin Shirt: New Styles Jacke: Tommy Hilfiger Strumpfhose: Primark Schal: Tommy Hilfiger Hose: H&M Stiefel: Tommy Hilfiger T asche: Flohmarkt in Hongkong


Tel. + 49 251 270 7689 0


Sonderveröffentlichung

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WIR MACHEN’S UNS GEMÜTLICH Die Hafenbewohner richten sich winterfest ein. Aber worauf muss man beim Thema Innenausbau besonders achten?

Noch schnell die letzten Blätter wegharken und dann in die warme Bude zum Winterschlaf betten. Der Hafen bereitet sich auf die kalte Jahreszeit vor. Unsere Einrichtungsspezialisten von Lignum zeigen uns aktuelle Wohntrends und warnen vor typischen Fehlern beim Innenausbau. Wie macht man es richtig in den eigenen vier Wänden?

Dass die kalte Jahreshälfte den Münsteraner dazu verleitet, verstärkt in die eigenen vier Wände zu investieren, kann Michael Krause vom Holzfachmarkt Lignum nur bestätigen: „Während sich die Menschen zwischen Mai und August vor allem um ihren Garten kümmern, widmen sie sich zwischen September und April vornehmlich dem Innenausbau.“ Als Prokurist des Holzfachmarktes Lignum hat Krause ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Münsteraner, wenn es darum geht, sich daheim schön einzurichten. Er kennt sich mit Fußböden, Türen oder Bauelementen bestens aus und hat stets im Blick, welche Wohntrends gerade en vogue sind.

Und wer hätte das gedacht: Mit dem Fußboden ist es wie bei Modetrends. Was vor 30 Jahren schon mal „in“, danach plötzlich alles andere als angesagt war, ist jetzt wieder schwer im Kommen. So zum Beispiel die Eiche, die seit ein, zwei Jahren wieder der Renner in Sachen Fußboden ist. Bei Türen hingegen läuft Eiche derzeit gar nicht so gut. Stattdessen muss alles weiß oder aus Glas sein. „Die Leute wollen es heutzutage hell in ihren Wohnungen und Häusern haben“, sagt Krause. Innentüren werden bei Lignum heute zu 80 Prozent in weiß gekauft. Außerdem sollen diese mittlerweile oft flächenbündig sein, nicht aufgesetzt, also

mit der Zarge abschließend. Und die Menschen sind offensichtlich gewachsen. Während Türen früher überwiegend in 1,98 m genommen wurden, dürfen es heute immer häufiger 2,11 m Höhe sein. Bei Außentüren zeigt der Münsteraner allerdings mehr Mut zur Farbe. Dort wird mehr variiert, sich mehr getraut. Die Nachfrage nach individuellen Außentüren ist in der jüngeren Vergangenheit stark gestiegen, weshalb Lignum die eigene Haustürenausstellung gerade erst auf 16 Exponate aufgestockt hat. „Da ist normalerweise für jeden Kunden etwas dabei.“


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Das Schöne an Lignum ist, dass man hier für jedes Thema einen Experten findet. Und so beantwortet uns Gregor Pauck alle Fragen zum Verlegen von Fußboden, während Jens Heckenkamp uns einen Überblick über die aktuellen Fußbodentrends im Münsterland gibt. Herr Pauck, was kann man beim Verlegen von Fußboden falsch machen? Ich rate zum Beispiel davon ab, als Laie beim Innenausbau einer neuen Wohnung sofort als erstes Parkettdielen aus Massivholz selbst verlegen und kleben zu wollen. Da können Sie die Uhr nach

„Da können Sie die Uhr nach stellen, dass das in die Hose geht.“ stellen, dass dieses vergleichsweise schwierige Vorhaben in die Hose geht. Warum? Wer sich mit Dingen wie Dehnungsfugen und Übergängen nicht wirklich gut auskennt, rührt meistens zu viel Kleber an. Oft wird auch die Problematik unterschätzt, einen alten Teppichboden unter dem neuen Parkett liegen zu lassen. Außerdem ist die Grundierung des Bodens das Maßgebliche. Der Boden sollte zudem

versiegelt, geschliffen und geharzt werden. Sonst geht das nach hinten los. Die Katastrophe zeigt sich dann oft erst, wenn sich das Klima mit der Jahreszeit etwas verändert. Dann fängt das Holz an zu arbeiten. Zum Glück sind wir aber mit unserer Beratung im Vorfeld meist erfolgreich, weshalb wir viele Kundinnen und Kunden vor bösen Überraschungen beim Selbstverlegen bewahren können. Wann sollte man denn optimalerweise seinen Fußboden verlegen? Sie können den im Grunde zu jeder Zeit verlegen. Sie müssen nur darauf achten, dass das Raumklima und die Feuchtigkeit


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Die LIGNUM-Experten für alle Fragen rund um das Thema Fußböden: Jens Heckenkamp und Gregor Pauck


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des Bodens passen. Da macht es zum Beispiel auch einen Unterschied, ob man im Altbau oder Neubau verlegt. Bei einem Neubau haben wir oft das Problem, dass die Architekten sagen, der Fußboden muss jetzt rein, obwohl man zu diesem Zeitpunkt noch zu viel Feuchtigkeit im Estrich hat. Das geht dann auch oft schief. Davor kann man als Handwerker aber meist nur warnen. Das kann Ihnen sonst den ganzen Estrich rausreißen. Darf man Ihrer Meinung nach auch selbst irgendwo Handanlegen? Was Sie selbst verlegen können, ist Laminat. Trotzdem würde ich mir von der Firma, bei der Sie die Ware kaufen, jemanden rauskommen lassen, der sich anschaut,

ob das so, wie Sie es planen, überhaupt geht. Ist der Untergrund vielleicht zu wellig? Der handelsübliche Trittschalldämpfer kann das nur bedingt ausgleichen. Wenn hier nicht die richtigen Vorkehrungen getroffen werden, kann später auch das Laminat Wellen schlagen oder sich hochdrücken.

Da wird der Kunde oft alleingelassen mit den späteren Schwierigkeiten. Unser geschultes Fachpersonal würde da immer anders beraten. Wir bieten die Verlegung auch direkt mit an und müssen sagen, der Trend geht dahin, dass Kunden dabei auch alles aus einer Hand haben möchten.

Was sind sonstige Verlegefehler?

Herr Heckenkamp, welche Nachfragetrends sehen Sie im Bereich des Fußbodens?

Zu gering gewählte Abstände an den Wänden. Mindestens einen Zentimeter brauchen Sie in der Regel. Außerdem kann es Probleme mit sich bringen, Laminat einfach direkt auf den alten Teppich zu legen, weil sich der Flor eines Teppichs im Laufe der Jahre auch verändern kann. Da hören sie in vielen Baumärkten von den Angestellten: Kein Problem, das können Sie einfach darauf legen.

Eiche wird heute in jeglichen Farben sehr stark nachgefragt. Außerdem sollen die einzelnen Dielen so groß und breit wie möglich sein. Was ist so toll an Eiche? Eiche passt sehr gut zur Fußbodenheizung, die heute fast jeder


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„Verschiedene Oberflächen können wir Ihnen rund 400 zeigen. ... Neubau hat. Und es handelt sich um ein einheimisches Holz. Schon vor 25 Jahren war Eiche sehr gefragt. Dieser Trend kehrt heute zurück.

... So viele würden wir Ihnen natürlich nicht vorführen, da wären Sie wahrscheinlich ein bisschen überfordert.“

Das ist ja fast wie in der Mode? Das kann man definitiv so sagen. In der Zwischenzeit war Eiche weniger beliebt. Die Leute waren auf Ahorn, Kirsche oder Buche umgeschwenkt, jetzt kehren sie zur Eiche zurück. Beim Fußboden liegt die Nachfrage nach Eiche momentan bei rund 80 Prozent. Ansonsten werden im Fußbodenbereich neben Laminat auch viele Vinylfußböden, zum Beispiel im Holzdekor, gekauft,

einfach weil sie sehr pflegeleicht sind. Auch für das Kinderzimmer gut geeignet: Warm, strapazierfähig und leicht zu reinigen. Wie viele verschiedene Böden hat man zur Auswahl, wenn man sich mal bei Lignum umsieht? Verschiedene Oberflächen können wir Ihnen rund 400 zeigen. So viele würden wir Ihnen natürlich nicht vorführen, da wären

Sie wahrscheinlich ein bisschen überfordert. Wir würden Sie nach Ihrem Geschmack und Ihrer sonstigen Einrichtung fragen und dann käme wahrscheinlich noch ungefähr ein Drittel des Sortiments in Frage. Ich würde Ihnen auf jeden Fall empfehlen, lieber nicht all Ihr Geld für den teuersten Fußboden auszugeben, wenn dann nichts mehr dafür übrig bliebe, das Holz professionell verlegen zu lassen. Am Ende haben Sie so mehr davon. Gut zu wissen, vielen Dank für die vielen Tipps! Weitere Infos: www.lignumonline.de


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Wem haben wir es zu verdanken, dass Münster während seiner dunklen Dezembertage in weihnachtlichem Glanz erstrahlt? Wer hängt die 10.000 Lichter an die leuchtenden Weihnachtsbäume der Domstadt? Hier kommt die Antwort: Danke sehr, ihr Weihnachtsmänner der Stadtwerke!

Der Mann im Korb: Martin Pfitzner


TIME TO SHINE Licht wächst nicht auf Bäumen. Trotzdem leuchten in Münster 50 von ihnen jedes Jahr zur Weihnachtszeit. Warum bloß?


HAFENarbeiter


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HAFENarbeiter

Team 1.: (v. l.) Ludwig Völker, Martin Pfitzner und Kay Schlüter.

Die Blätter der Platane am Servatiiplatz sind tief in roten und goldenen Herbsttönen eingefärbt, die warme Sonne bringt sie an diesem Oktobertag wunderbar zum Leuchten. „So viel Glück mit den

Baumkrone geschwungen werden. Wir erleben das „Team 1“ im Einsatz, drei Männer, die im Korb des Hubwagens durch die Luft schweben und immer wieder in

1. Facts & Figures: 50 Bäume Wetterbedingungen wie in dieser ersten Woche der Weihnachtsvorbereitungen haben wir nicht in jedem Jahr“, freut sich Ernst Wiesmann, der Gruppenleiter Straßenbeleuchtung der Stadtwerke. In ein paar Tagen werden es nicht mehr die Herbstfarben sein, die diesen Baum zum Leuchten bringen, sondern rund 400 Glühbirnen, die in diesem Moment an 400 Metern Kabel durch die

der Baumkrone verschwinden. Ernst Wiesmann bleibt mit uns am Boden. Er leitet die heute insgesamt 13-Mann-starke Einsatzflotte seit 1981. Seit 32 Jahren ist er selbst bei den Stadtwerken. Wiesmann und seine Männer sind das ganze Jahr für insgesamt rund 27.000 Straßenleuchten auf gut 1.000 Kilometern verantwortlich.

2. Facts & Figures: 10.000 Glühbirnen

Seit 32 Jahren bei den Stadtwerken: Ernst Wiesmann, Gruppenleiter Straßenbeleuchtung.

Doch zur Weihnachtszeit werden sie mit einer ganz besonderen Aufgabe betreut: Münster weihnachtlich in Szene zu setzen. Dafür rücken sie mit vier Hubfahrzeugen aus, in diesem Herbst zwischen dem 15. Oktober und 26. November. Danach muss unbedingt alles


HAFENarbeiter fertig sein, denn dann fällt der Startschuss für den Weihnachtsmarkt. „Es ist für uns schon etwas ganz Besonderes, wenn dann am ersten Montag des Weihnachts-

3. Facts & Figures: 10.000 Meter Lichterkette marktes die Lichter angehen, wir durch die Straßen spazieren und das Ergebnis unserer Arbeit auf diese Weise genießen können.“ Manchmal wird es knapp, rechtzeitig alle Glühbirnen in den Bäumen zu haben. Dann, wenn das Wetter nicht mitspielt, wenn Herbststürme, Regen oder früher Schnee den Zeitplan verwehen. „Bis jetzt waren wir aber immer rechtzeitig fertig“, sagt Wiesmann.

60 Auch in diesem Jahr wird es klappen, da ist er sich jetzt schon sicher. Eigentlich beginnen die Vorbereitungen für die Weihnachtsbeleuchtung aber schon im Juli. Dann trifft das Stadtmarketing die Entscheidung, welche Bäume geschmückt werden und ob es Veränderungen gegenüber dem Vorjahr gibt. Danach wird geplant, terminiert und Mitte Oktober dann schließlich losgelegt. Meistens ist die Grundaufstellung die gleiche: Immer sind es rund

4. Facts & Figures: Standard-Glühbirne: 7-Watt 50 Bäume, die Münster in der Vorweihnachtszeit zum Leuchten

5. Facts & Figures: Beleuchtung: 26.11.2012 bis 07.01.2013 bringen. Insgesamt verteilt Wiesmanns Team rund 10.000 Glühbirnen an 10.000 Metern Kabel in die auserwählten Kronen. Ein Meter Kabel trennt jeweils zwei der 7-Watt-Birnen. Nun steigen wir einmal selbst mit in den Hubkasten. Bis zu 27 Meter hoch reicht der Maschinenarm. Oben angekommen grüßen wir ein paar Mitarbeiter der Signal Iduna-Versicherung, die wir im fünften Stock von ihrer Raucherpause aufschrecken. Von hier oben hat man die Stadt bestens im Blick. Bei Königswet-

Gib Kette: Rund 400 Meter Lichterkette bekommt die Platane am Servatiiplatz.

Kay Schlüter (vorne) und Martin Pfitzner.


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Heute keine Bodenhaftung – und das mitten in Westfalen.

ter wie heute ist das sicher nicht der schlechteste Ort, um seiner Arbeit nachzugehen. Das finden

6. Facts & Figures: Aufhängung vom 15.10. bis 26.11.2012 auch die Stadtwerke-Kollegen der Straßenbeleuchtung, denen ihr Job sichtlich Freude bereitet. Die Voraussetzung ist natürlich, dass man schwindelfrei ist. Sonst würde es schwierig, in diesen luftigen Höhen die nötige Fingerfertigkeit zu behalten. Komplett ausfahren müssen sie den Hubarm für das Schmücken der Bäume aber nur selten. Die meisten Bäume wachsen nicht so hoch. Einer der absoluten Riesen steht an der Promenade Ecke Kreuztor/ Buddenturm. „Auf jeden Fall sehenswert“, verspricht Wiesmann.

Das gilt mit Sicherheit auch für den Weihnachtsbaum am Hafenplatz, direkt vor der Haustür der Stadtwerke. Der ist im Gegensatz zu den restlichen Bäumen mit 200 1-Watt-LED-Lampen geschmückt. Er leuchtet als einziger in Weiß, anstelle des sonst gelb-scheinenden Glühlampenlichts. Bis zum 07. Januar müssen die Glühbirnen durchhalten. 43 Tage „Time to shine“. Dann haben sie ihre Birnenschuldigkeit getan. Eine zweite Chance für den Weihnachtseinsatz bekommen sie nicht. Denn alle Lampen werden für die nächsten Festtage erneuert, selbst wenn sie noch intakt sind. Vielleicht haben sie aus dem Vorjahr durch das Schlagen der Lichterkette bei Wind und Wetter Beschädigungen davon getragen. Sie würden wohl nur noch wenige Stunden brennen und müssten

dann erneuert werden. Dafür steigt das Stadtwerke Team nicht noch einmal extra in den Baum, da ist der direkte Austausch effektiver. Wer sich übrigens für die kleinen Veränderungen in der Weihnachtsbeleuchtung interessiert, die von Jahr zu Jahr vorkommen, der sollte diesmal den Weg zur Bahnhofsstraße antreten. Auf einem

7. Facts & Figures: Lampenvorrat der Stadtwerke reicht noch ca. 5 Jahre, dann müssen neue her Stück zwischen Urbanstraße und Servatiiplatz stehen dort auf einer Mittelinsel neue Bäume, die 2012 ihre Premiere feiern. Herzlich willkommen im Weihnachtsaufgebot des Münsteraner Bestandes!


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MINDSHOT Ein Bild, ein Gedanke

Von wegen überfischt …


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Zu über 100 Einsätzen, vorrangig im Rettungsdienst, rückt die Feuerwehr Münster pro Tag aus. Einen Teil dieser Einsätze leisten die Männer der Feuerwache 2. Doch auch wenn gerade mal kein Alarm eingeht, wird den Feuerwehrleuten an der Theodor-ScheiweStraße so schnell nicht langweilig: Ob beim Fitnessprogramm in der eigenen Sporthalle, beim Training der Höhensicherung im hauseigenen Kletterturm oder in diversen Arbeitsdiensten an Fahrzeugen und Geräten, in der Feuerwache 2 gibt es immer was zu tun.

Zum Glück brennt es ja nicht jeden Tag in Münster. Ich nehme an, dass Sie und Ihre Leute deshalb nicht nur Däumchen drehen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen in der Wache 2 aus? Wir fangen um halb acht mit der Diensteinteilung an. Danach erfolgt die Fahrzeugübernahme mit der Überprüfung der Einsatztauglichkeit aller Geräte bis Viertel nach acht. Im Anschluss wird eine Dreiviertelstunde ausgebildet. Frühstückspause von neun bis halb zehn. Danach geht man in die Arbeitsdienste, z. B. in die Werkstatt, zur Geräteprüfung, in die Rettungsdienst- oder Brandschutzhalle, bis Viertel nach

zwölf. Es folgt die Mittagspause bis 13:00 Uhr. Dann geht’s wieder in die verschiedenen Arbeitsdienste bis 16:00 Uhr. Danach eine Stunde Sport. Um 17:30 Uhr beginnt die Bereitschaftszeit bis zum nächsten Morgen. Was sind das für Einsätze, die Sie zusätzlich tagtäglich durchführen? Das sind vorwiegend Einsätze im Rettungsdienst und Krankentransport. Das geht von Verlegungsfahrten und Verkehrsunfällen wie Fahrradstürzen über die Notfallrettung beim Herzinfarkt oder Schlaganfall bis hin zu Schulunfällen wie dem eingeklemmten Finger eines Kindes.

Da kommt ja was zusammen … Einsätze unter 100 pro Tag, auf das Einsatzgeschehen im Feuerund Rettungsdienst bezogen, sind eher die Ausnahme. Was war der größte Einsatz der letzten Jahre? Der Brand des Fahrradhandels in der Königbergerstraße 2010. Waren Sie da selbst vor Ort? Ich habe den Einsatz „aufgemacht“. Wir sind gerufen worden mit „Feuer 1“. Das bedeutet für uns, ein Löschzug rückt aus. Also ein Einsatzleitwagen, zudem zwei


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Interview mit Ludger Kolodziej, dem Leiter der Feuerwache 2

HAFENarbeiter


HAFENarbeiter Löschfahrzeuge, eine Drehleiter, ein Tanklöschfahrzeug und ein Rettungstransportwagen. Als wir aus der Halle raus fuhren, konnte man wegen der Rauchentwicklung schon auf Sicht fahren. Daraufhin erfolgte auf der Anfahrt die Alarmstufenerhöhung auf „Feuer 3“. Am Ende waren wir bei „Feuer 5“.

66 dem Kanal das Löschwasser entnehmen. Wie oft haben Sie einen Brand dieser Größenordnung schon erlebt? Solche Großbrände sind selten. Das war schon mit Abstand der größte in der jüngeren Vergangenheit.

Wie viele Feuerstufen gibt es? Die höchste Alarmierungsstufe ist „Feuer 6“, aber bei „Feuer 5“ ist bereits die halbe Feuerwehr Münster auf den Beinen. Man hätte diesen Fall auch schneller in den Griff bekommen, wenn er zum einen schneller erkannt und dadurch früher gemeldet worden wäre, und andererseits uns das Hydrantennetz in der Königbergerstraße nicht im Stich gelassen hätte. Wir mussten letztlich aus

Wie lange dauert für Sie ein Arbeitstag bei einem solchen Großbrand? Das kann ich Ihnen ziemlich genau sagen: Beim Brand des Fahrradhandels sind wir um kurz nach elf gestartet und es hat bis nach 21 Uhr gedauert, bis der Brand abgelöscht war. Der Einsatz hat für mich also gut zehn Stunden gedauert. Darüber hinaus wurde eine Brandsicherheitswache bis

zum anderen Morgen gestellt. Steht man dann diese zehn Stunden auch permanent unter Strom? Die schlimmste Phase hat man eigentlich direkt zu Beginn. Wenn dann irgendwann die Aufgaben verteilt sind und der Einsatz vor Ort sich eingespielt hat, dann wird es ein bisschen ruhiger. Natürlich ist die Anspannung besonders hoch, solange man nicht weiß, ob noch Personen gefährdet sind. In wie weit werden Sie auf solche Einsätze vorbereitet? Zum einen durch die Ausbildung, zum anderen durch die organisatorischen Vorbereitungen im Hause. Dadurch wissen wir sofort, was wir zu welchem Einsatz an Personal und Fahrzeugen


Hafenpolitik Hafenkult


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Nur eine Minute Zeit für die Garderobe. Alles muss sofort sitzen!

mitnehmen. Welche Leistungsfähigkeit müssen unsere Fahrzeuge haben, was können diese z. B. an Wasser abgeben? Diese Vorkenntnisse sowie das Wissen über taktische Maßnahmen und mögliche Gefahren an der Einsatzstelle werden intensiv in der Grundausbildung zum Feuerwehrmann und durch Übungen geschult. Abläufe werden entsprechend der Dienstvorschriften standardisiert. Aber einen Ernstfall wie in der Königbergerstraße können Sie nicht proben … Das stimmt, wir müssen immer unseren Standardmaßnahmen folgen, entsprechend den Informationen, die wir haben. Wenn wir einen Kellerbrand haben, sagen wir automatisch: Ok, ein Trupp muss in den Keller, ein Trupp muss in den Flurbereich, damit dort die Leute sicher abgeholt werden. Die Person, die ich

sehe, die Person, die ich höre, die Person, die ich vermute – in dieser Reihenfolge wird gerettet. Sie folgen also einem Maßnahmenkatalog, den Sie absolut verinnerlicht haben und auch in Drucksituationen parat haben. Wann müssen Sie improvisieren? Gewisse Standardsachen können Sie zwar immer wieder abspulen, aber improvisieren müssen Sie im Prinzip an jeder Einsatzstelle. Sind Sie auch oft Lebensgefahr ausgesetzt? Das ist nie auszuschließen. Deshalb ist es immer wichtig, auf die ersten visuellen Hinweise und Informationen zu achten, um nicht blind in die Gefahr hinein zu laufen. Wenn Sie in einen Haushalt und dort in den Keller gehen, müssen Sie im Prinzip mit allem

rechnen. Sie könnten dort auf gefüllte Benzinkanister, Gasflaschen, Spraydosen und so weiter treffen. In großen Mietshäusern haben Sie dann oft Gitterboxen der einzelnen Mieter im Keller. Hier besteht, unter bestimmten Umständen, durchaus die Gefahr einer Durchzündung. Und wie reagiert man, wenn man in diesem Moment vor Ort ist? In einem solchen Moment bleibt einem nur noch der schnellstmögliche Rückzug. Entscheidender ist es, schon zu Beginn eines derartigen Einsatzes die Anzeichen einer Durchzündung zu erkennen. Dann habe ich die Möglichkeit, unter Einsatz eines Strahlrohres, effektive Löschmaßnahmen durchzuführen. Dieses Vorgehen kann und wird in Flash-Over-Containern trainiert.


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HAFENarbeiter

Sofort auf visuelle Hinwiese achten: Orangene Warntafel! Welche Gefahren erwarten mich?

Ganz schön viel, an das man denken muss … So ist es. Wie viel Zeit vergeht zwischen dem Eingang des Alarms und dem Zeitpunkt, zu dem die Mannschaft im Auto sitzt? Etwa eine Minute. Innerhalb von höchstens acht Minuten nach dem Alarmruf müssen wir innerhalb unseres Bezirks am Einsatzort sein. Gibt es bei den überwiegend ernsthaften und schlimmen Einsätzen, zu denen Sie täglich gerufen werden, zwischendurch auch mal Gelegenheit zu scherzen? Natürlich hilft einem ein bisschen angemessene Lockerheit hin und wieder auch über die Eindrücke der meist ernsten Fälle

hinweg. Wenn es wirklich tiefgreifender wird, haben wir aber auch andere Möglichkeiten der Verarbeitung. Wir haben hier ein Team aus Fachkräften, Psychologen, Sozialarbeitern und geschulten Kollegen, die Hilfe leisten. Gibt es auch Bilder, die Sie nie vergessen werden? Es gibt Einsätze, bei denen ich heute noch ganz genau weiß, wo was gestanden hat. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Früher hat man salopp gesagt, „der Feuerwehrmann ist nicht aus Zucker“. Zum Glück hat sich das Bewusstsein heutzutage dahin gehend geschärft, dass in der Feuerwehruniform auch ein Mensch steckt.

// Malte Limbrock

LUDGER KOLODZIEJ: … ist Leiter der Feuerwache 2. Er begann seinen Dienst bei der Feuerwehr Münster 1992. Herzlichen Glückwunsch zum 20-jährigen Jubiläum. Mit dem Umzug der Wache 2 kam Kolodziej 2004 in das neue Gebäude an der Theodor-ScheiweStraße. Hier wachen im Schichtdienst permanent 15 Mann über den Wachbezirk. Die drei Züge der Feuerwache 2 umfassen 90 Mann. Insgesamt gibt es in Münster knapp 300 Berufsfeuerwehrleute, die auf drei Feuer- und Rettungswachen und weitere zwei Rettungswachen aufgeteilt sind. An der Feuerwache 2 sind neben den Feuerwehrfahrzeugen vier Rettungsdienstfahrzeuge stationiert, außerdem weitere Krankentransport- und Ersatzfahrzeuge. In ganz Münster rückt die Feuerwehr für knapp 40.000 Einsätze im Jahr aus. Bei rund 400 dieser Einsätze handelte es sich 2011 um Brände.


HAFENleben

MINDSHOT Ein Bild, ein Gedanke

„Einmal Pommes mit Pony, bitte!“

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HAFENkult

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MÜNSTER MUSS BUNTER WERDEN Interview mit Kristin Franke, CORNERSTONE

Kristin, an was arbeitest du da gerade?

Darauf bin ich gedrillt, nur dass ich eben das ganze Teil alleine mache.

Das ist eine Maßbluse.

oder einen Ring mitnehmen, bis hin zur 70jährigen Dame, die sich hier ein Kostümchen schneidern lässt.

Warst du schon immer so bunt? Wie lange sitzt man da so dran? Wenn man den Schnitt nicht noch aufstellen muss, sollte so eine Bluse eigentlich nach acht bis zehn Stunden fertig sein. Maximal. Oha. Ich komme aus der Industrie und nicht aus dem Handwerk. Deswegen bin auf Genauigkeit und Schnelligkeit gepolt.

Ich habe meine Jugend auf dem Lande verbracht, da hatte man nicht so die Möglichkeiten. Daher habe ich mit sowas eher später angefangen. Deswegen hält sich das wahrscheinlich jetzt auch immer noch. Ich hab da sehr viel Nachholbedarf! (lacht) Das ist wirklich ein großer Mädchentraum hier … Ja, ein kunterbuntes Paralleluniversum.

Was hast du denn gelernt? Ich bin richtige Modeschneiderin, habe in der Industrie gelernt, in einem Musteratelier. Ich kenne die Verarbeitung vom Akkord.

Wer kommt denn so zu dir in den Laden? Von 16jährigen Mädels, die sich nur mal ein paar Ohrringe

Da hast du bestimmt eine große Stammkundschaft … Ja, definitiv. Wer uns einmal findet, der kommt auch immer wieder. Ganz klar. Was war das schönste Kompliment, das du je für deine Arbeit bekommen hast?


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Es gibt diese Läden, die man betritt und weiß: Hier werde ich gerne arm. Einfach nur, weil alles so schön ist, dass man es kaufen will. Ja, dass man es kaufen muss! Als ich zum Interview mit Kristin Franke in den CORNERSTONE komme, treffe ich nicht nur eine spannende Frau und talentierte Modedesignerin, sondern entdecke auch einen Laden, der Mädchenträume wahr macht.

HAFENkult


HAFENkult Ich habe eine Kundin, die ist in meiner Eröffnungswoche 60 Jahre alt geworden. Aber sie ist ganz mutig und will immer die richtig bunten Stoffe. Und sie sagte dann, wenn sie die Kleidungsstücke von mir trage, dann ginge die Lebenseinstellung, die ich hätte und diese Leichtigkeit, wie ich mit dem Leben umginge, auf sie über. Dann gehe es ihr gleich viel besser. Was mir direkt positiv aufgefallen ist: Du machst keine Mode für Magermodels! Genau. Grundsätzlich soll meine Mode die Nische der großen Größen bedienen. Es ist nach wie vor nicht so einfach, da etwas Buntes und Pfiffiges zu finden. Es

74 gibt Firmen, die fertigen in großen Größen. Das Problem ist nur, dass der durchschnittliche Modedesigner Größe 36 trägt und keine Ahnung hat, wie die Mode in großen Größen zu sitzen hat. Und da ich nun mal auch für mich nähe, weiß ich, wo da die Kniffe und Tricks sind und worauf ich achten muss. Das macht es einfacher. Ich sehe schon: Dein Auftrag ist es, Münster etwas bunter zu machen! Definitiv. Das habe ich mir auf die Fahnen geschrieben! Laufen die Münsteraner denn wirklich so spießig rum?

Immer. Also, die meisten jedenfalls. Dieses Graubraunschwarz finde ich ganz schrecklich. Wobei ich es auf der anderen Seite auch ganz traurig fände, wenn alle so rumlaufen würden wie ich. Dann würde ich ja nicht mehr auffallen. Das stimmt… Die Aufmerksamkeit genieße ich schon. Ich laufe gerne durch die Stadt und werde dann angesprochen. Da wird man sofort Visitenkarten los. Aber grundsätzlich stimmt: Münster soll bunter werden. Das halte ich sowohl mit meinen Haaren, mit meiner Kleidung, als auch hier draußen mit der Fassade und dem Laden. Da gebe ich mir überall Mühe.


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Gibt es einen Wintertrend, den du jetzt schon empfehlen willst? Nein. Weil du grundsätzlich gegen Trends bist? Genau. Ich finde einfach, dass jeder seinen eigenen Geschmack hat. Und da ist es ganz schreck-

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HAFENkult

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lich, dass man eben auch gezwungen ist, sich der Mode anzupassen, ob es einem gefällt oder nicht. Wenn in dem Jahr braune Stiefel „in“ sind, dann kriegt man auch keine Schwarzen. Und deswegen gibt es hier den Laden. Um eben gegen die Trends zu schwimmen.

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Einen grauen Hosenanzug. Welche Farbe wäre dir denn lieber? Pink. Also, grundsätzlich pink. Ich bin ein Mädchen. (lacht) Danke für das nette Gespräch!

Was würdest du niemals anziehen?

// Sandra Kozok


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HAFENFREUNDE IM NETZ www.facebook.com/hafenfreunde www.flickr.com/groups/hafenfreunde www.youtube.com/user/HAFENfreunde www.twitter.com/hafenfreunde

IMPRESSUM: HAFENfreunde Dachboden Werbeagentur GmbH & Co. KG , Thomas Schmitz, Uwe Clephas, Thorsten Kambach, Rothenburg 14-16 | 48143 Münster | Telefon 0251 481 68 3 | Idee, Konzeption: Thorsten Kambach, Uwe Clephas, Thomas Schmitz, Malte Limbrock | Chefredaktion: Malte Limbrock | Gestaltung: Uwe Clephas - Designversorgung | Bildredaktion / Fotos: Thomas Schmitz | Titelbild: Thomas Schmitz Redaktion: Thomas Schmitz, Larissa Schwedes, Annalena Brix, Sandra Kozok, Daniela Wolff, Malte Limbrock. Druck: druck- und medienhaus stegemöller GmbH & Co. KG, Anzeigen: kontakt@hafen-freunde.de | www.hafen-freunde.de


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MINDSHOT Ein Bild, ein Gedanke

WeiĂ&#x; wer, welche App das ist?


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GUTE NACHRICHTEN

Die Überbringer von schlechten Nachrichten machen sich selten beliebt. Ein gewisser Hiob schaffte es als echter Unglücksrabe aus der Bibel sogar in die Hitliste der ewigen Sprichwörter. Doch von schlechten Nachrichten haben wir die Nase nun voll. Es gibt schließlich so viele schöne Neuigkeiten – vor allem am Stadthafen tragen sich täglich wunderbare Dinge zu. Ja, es gibt sie noch: richtig gute Nachrichten!

FLECHTHEIMSPEICHER AUS DER FROSCHPERSPEKTIVE Schwarz-weiß, in der Panoramaansicht oder aus der Froschperspektive: Der Flechtheimspeicher hat sich jüngst bei den Stadtwerken auf einmaligen Bildern gezeigt. Eine Fotoausstellung der Stadtwerkemitarbeiter Markus Fröndhoff, Mike Huesmann und Klaus Kruithoff zeugte von vielen unbekannten Innenansichten des Speichers, ebenso vom Verladekran aus den 60ern sowie vom umliegenden Gelände. Als passionierter Hobbyfotograf hat Klaus Kruithoff Licht ins Dunkle gebracht: „Mir war es besonders wichtig, das Innenleben des Speichers festzuhalten, da sich ja dort in den kommenden Jahren einiges verändern wird.“ Mit den Außenansichten und den verschiedenen Lichtstimmungen beschäftigte sich Markus Fröndhoff: „Die verschiedenen Jahreszeiten und Wetterbedingungen lassen die Atmosphäre stets aufs Neue wirken: Taucht der Sonnenaufgang an einem Tag den Hafen und den Speicher in ein goldenes Licht, so steht am nächsten Tag der Kran in dickem Nebel und wirkt wie ein riesiges Urtier.“ Mike Huesmann präsentierte ein Panorama, das vom Dach des Flechtheimspeichers aufgenommen wurde. Die 360-Grad-Ansicht bietet einen Rundumblick über Münster. Wir halten euch auf dem Laufenden, wann sich die nächste Möglichkeit auftut, die Ausstellung zu bewundern.


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KALENDER ZEIGT OSMO & CO.

SPUTNIK ERÖFFNET BÜROS IN BERLIN UND BONN 2012 war wieder ein gutes Jahr für Münsters PR-Satelliten. Die Agentur Sputnik – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist weiter auf Wachstumskurs. Nachdem die Geschäftsführer Klaus Baumann und Maik Porsch 2011 mit ihrem Team vom alten Güterbahnhof an den Hafenweg expandierten, standen auch im Folgejahr nicht unerhebliche räumliche Veränderungen an. Durch die Eröffnung von Büros in Berlin und Bonn demonstriert die bundesweit tätige Agentur ab sofort noch mehr Kundennähe. „Wir wollten für unsere Mandanten jenseits des Münsterlandes noch besser erreichbar sein“, sagt Klaus Baumann. „Auch räumliche Nähe ist für viele unserer Kunden ein wichtiger Faktor.“ Zudem spüre man an beiden neuen Standorten regen Bedarf an mittelstandsorientierter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit journalistisch-professionellem Anspruch. Trotz der geografischen Erweiterung bleibt Sputnik seinen Wurzeln treu, wie Maik Porsch betont: „Unsere Heimat ist das Münsterland. Der Großteil unseres Beraterteams wird deshalb auch zukünftig am Hafenweg wirken.“ www.sputnik-agentur.de

Norbert Frede

Münster Hafen 2013

Osmo-Hallen und Umgebung aus architektonischer Sicht Das Hafengebiet in Münster ist ein aktuell und breit diskutiertes Beispiel für städtebauliche Entwicklung und konkrete Neuplanung. Als Architekt und Bewohner des Hansa-Viertels hat Norbert Frede ein besonderes Interesse an städtebaulicher Entwicklung. Das Hafengebiet in Münster ist ein lebendiges Beispiel dafür – und hier sind es die Osmo-Hallen, die das auf eine faszinierende Art repräsentieren. Lassen Sie sich einladen zu einem Streifzug durch diesen Ort und seine Umgebung, um dessen besondere gestalterische Bedeutung wahrzunehmen – aus einem Blickwinkel, der schon jetzt in dieser Form nicht mehr möglich ist! ISBN: 978-3-941895-33-1 Format 30 x 30 cm 14,95 €

Das Hafengebiet in Münster ist ein aktuell und breit diskutiertes Beispiel für städtebauliche Entwicklung und konkrete Neuplanung. Als Architekt und Bewohner des Hansa-Viertels hat Norbert Frede sein besonderes Interesse an städtebaulicher Entwicklung jetzt in einen Fotokalender zum Hafengebiet einfließen lassen. Ein Streifzug der besonderen Art durch diesen Ort und seine Umgebung mit dem Ziel, dessen gestalterische Bedeutung wahrzunehmen. Zwölf von Fredes Aufnahmen sind nun im 30x30-Kalenderformat im Oktober Verlag erschienen, im vergangenen Oktober (wie passend!) hat Frede das Werk im Verlagshaus Monsenstein & Vannerdat erstmals vorgestellt. Der Kalender bietet zu weiten Teilen Einblicke, wie sie heute wegen der derzeitigen Absperrung des Geländes um die Osmohallen schon nicht mehr möglich sind und vielleicht nie mehr sein werden. „Münster Hafen 2013 - Osmohallen und Umgebung aus architektonischer Sicht.“ Definitiv ein 1A-Weihnachtsgeschenk für die Industrienostalgiker unter euren Liebsten! ISBN: 9783-941895-33-1; Format 30 x 30 cm; Kostet: 14,95 €


Anjas Friseursalon

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Hamburger Str. 8 48155 Münster 0251 661655 www.anjas-friseursalon.de

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Lütkenbecker Weg 8 48143 Münster 0251 3900620 www.lignumonline.de

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Hafenweg 46 48155 Münster 0251 1445929 www.es-cape.ms

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Dortmunder Straße 17 48155 Münster 0251 64865 www.fleischerei-erpenbeck.de

Hafenweg 46-48 48155 Münster 0251 1621734 www.meistersinger.net

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Stadtwerke Münster GmbH

Hansaring 44 48155 Münster 0251 666600 www.gators-pizza.com

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Allen HAFENfreunden danken wir für ihre ng! großartige Unterstützu e.de kontakt@hafen-freund


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IDEEN. Seit 1999 überzeugt Dachboden durch außergewöhnliche Ideen und Konzepte. Dabei steht immer das Ziel des Kunden im Fokus der Maßnahmen. Ein Beispiel: Als das Rote Kreuz überlegt, wie es neue Blutspender werben könnte, denkt Dachboden nach. Vier Gründe gibt es, die Nichtspender zu Spendern machen könnten: Geld, Sex, Ruhm oder Drogen. Sex und Drogen fallen aus und Geld wird das Rote Kreuz den Neuspendern auch nicht anbieten. Also bleibt nur der Ruhm. Nun kann aber das Rote Kreuz nicht jeden neuen Blutspender berühmt machen, oder? Doch. Und Dachboden weiß wie.

PUBLISHINGS. Corporate Publishing, Fashion Magazines und Consumer Magazines, die Disziplinen sind vielfältig, der Anspruch von Dachboden jedoch immer der gleiche: hinreissende, perfekt auf die jeweilige Zielsetzung zugeschnittene Redaktionskonzepte, eine überzeugende Visualisierung und ein erfolgsorientiertes Vertriebs- und Vermarktungskonzept. Diese Gesamtkonzepte haben Dachboden in wenigen Jahren im Corporate Publishing in der Region zu einer qualitativen Spitzenposition geführt.


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HAFENfreunde Ausgabe 6 | 2013  

Die neue HAFENfreunde ist da! In der neuen Ausgabe haben wir eine Handvoll Fotografen getroffen und gesprochen und freuen uns, sie und ihre...

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