Theaterzeitung Januar/Februar 2023

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Jan / Feb  2023

Umschlagfotos:

Michael Klamp, Orchester

Zachariah N. Kariithi, Musiktheater

Gina Henkel, Schauspiel

Lotta Sandborgh, Tanztheater

Fotografie: Volker Conradus

Liebes Publikum,

ein unsortiertes Häufchen mit 73 Buchstaben liegt vor mir. Wie lassen sich diese in eine sinnvolle Anordnung bringen? Der Spieltrieb wächst und ich lege ein erstes Wort:

S P I E L P L A T S

So ganz gelungen scheint das noch nicht zu sein. Aber mir gefällt es dennoch. Theater braucht diese spielerischen Momente, dafür muss man nicht gleich Schiller zitieren, na vielleicht doch: »Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt«. Eine anarchische Freiheit liegt darin, die Freiheit unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, radikale, böse, schräge, gute, kluge… Weiter geht’s:

F E R A N T W O R T U N G

Das klingt nach Spaßbremse, nach Lustverlust, nach ›F‹ehler. Aber Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen, sich zu fragen, welche Konsequenzen das eigene Handeln hat, für sich, für die Menschen in der Nähe, für kommende Generationen, das kann auf der Spielwiese des Theaters sinnlich werden. Warum wir was wann wie tun, entscheidet auch über unsere:

L E B E N S K W A L I T A E T

Vor ein paar Jahren titelte der Deutsche Bühnenverein: »Theater muss sein«. Dass Kunst, Theater, überhaupt etwas muss, erscheint ganz falsch. Wenn die Qualität stimmt, dann macht mich Theater auch heute noch, nach gefühlten Ewigkeiten im Beruf, glücklich. Immer dann, wenn es sich auf die Suche macht, wenn es das Denken herausfordert, ästhetisches Neuland betritt, dann kann es mich zutiefst berühren.

Und wie Sie sehen, kann ich 73 Buchstaben sinnvoll anordnen, so, dass es verheißungsvoll ist und drei Schauspiel-Premieren im Januar ankündigt. Drei Stücke, die sich im Kern mit Fragen der Verantwortung beschäftigen – auf ganz unterschiedlichen Spielplätzen.

Titel der Meldung

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von.

Wussten Sie schon? Ermäßigungen, die nicht jede:r kennt …

Titel der Meldung

Studierende und Auszubildende bis zum vollendeten 30. Lebensjahr erhalten Tickets zum halben Preis. Beim Erwerb einer StarterCard für einmalig 29,00 € können Studierende alle Veranstaltungen für nur 5,00 € besuchen. Studierende der TU Braunschweig und der HBK Braunschweig bekommen ab drei Tage vor den Vorstellungen nach Verfügbarkeit Freikarten an der Tageskasse (StudiFlat).

Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen.

Titel der Meldung

Kinder und Schüler:innen erhalten Karten zum halben Preis. Beim Erwerb einer StarterCard für einmalig 29,00 € (tolles Weihnachtsgeschenk!) können Schüler:innen Veranstaltungen für nur 5,00 € besuchen.

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ.

Beim Familienticket für zwei Erwachsene in Begleitung von Kindern für Vorstellungen des JUNGEN! Staatstheaters zahlen die Erwachsenen denselben Tarif wie die Kinder.

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N
P R O F E S S O R M A M L O C K N I E M A N D W A R T E T A U F D I C H D E R W E G D E R A R B E I T S S E I N S P A R A D I E S E N D E K L A

Freiheit und Widerstand –Ich bin nicht Sophie Scholl

Wiederaufnahme des im letzten Jahr mit großem Erfolg uraufgeführten performativen Jugendstücks von Regina Wenig & Ensemble über Widerstand und die Poetik des Flugblattes in den historischen Räumen des ehemaligen Luftflottenkommandos der SS, der heutigen Integrierten Gesamtschule Franzsches Feld. Bitte informieren Sie sich über die aktuell noch in Planung befindlichen Termine für Februar und März auf unserer Website.

Großes Haus
Friedrich Wolf – Collage: Lisa Blädtke

Schauspiel | Premiere

Professor Mamlock

Ein jüdischer Arzt erlebt durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten Anfeindungen und Bedrohungen – und glaubt doch bis zuletzt an Gerechtigkeit und Rehabilitation. Christoph Mehler, der am Staatstheater Braunschweig zuletzt mit großem Erfolg Hans Falladas »Kleiner Mann, was nun?« auf die Bühne brachte, wird das Stück von Friedrich Wolf inszenieren.

Es ist das Jahr 1933, kurz nach den Reichstagswahlen: Professor Mamlock ist ein angesehener Chirurg, der seine Klinik mit viel Engagement aufgebaut hat. Er ist auch ein überzeugter Patriot, im ersten Weltkrieg verwundet und militärisch hochdekoriert und von den »typischen« deutschen Werten wie Pflichterfüllung, Disziplin und Gehorsam erfüllt. Mamlock wähnt sich vollkommen in der Mitte der Gesellschaft. Der faschistische Antisemitismus aber ist wie eine Säure, die jede Gewissheit und jeden Glauben an Gerechtigkeit und Moral zersetzt. Demokratische Prinzipien werden mit dem Stiefel getreten, Mamlock wird diskreditiert und seines Amtes enthoben. Dennoch will er die Folgen für seine eigene Existenz nicht wahrhaben …

Friedrich Wolf (1888 – 1953), Arzt, Schriftsteller und Kommunist, schrieb das Schauspiel unmittelbar nach der Machtergreifung der Nazis im französischen Exil. Durch die zeitliche Unmittelbarkeit entwickelt der Text eine beklemmende Dringlichkeit. Er ist ein Warnschrei, der bereits in dieser frühen Phase die furchtbaren Folgen faschistischer Gewaltherrschaft deutlich vor Augen führt. Heute birgt der Text mehr Brisanz, als uns lieb sein sollte. Angesichts des Erstarkens rechtsnationaler, faschistischer Bewegungen müssen wir achtsam sein und unsere Demokratie nicht als Selbstläufer betrachten.

Titel der Meldung

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von.

Titel der Meldung

Titel der Meldung

Friedrich Wolf verkörperte die politische Zerrissenheit seiner Zeit. Über die Schweiz und Frankreich emigrierte er zunächst in die Sowjetunion, kam nach Frankreich zurück, ging neuerlich in die Sowjetunion. 1945 entschied der sich für den Osten Deutschlands, die spätere DDR, gehörte dort er zu den Mitbegründern der »Deutschen Akademie der Künste« in Berlin (Ost). In der DDR zählte »Professor Mamlock« zur Standardlektüre an den Schulen, im Westen war es nahezu unbekannt.

Regie: Christoph Mehler, Bühne und Video: Stefano di Buduo, Kostüme: Jennifer Hörr, Musik: David Rimsky-Korsakow, Dramaturgie: Holger Schröder. Es spielen Heiner Take als Professor Mamlock sowie Julius Ferdinand Brauer, Cino Djavid, Valentin Fruntke, Gina Henkel, Klaus Meininger, Georg Mitterstieler, Robert Prinzler, Lea Sophie Salfeld, Mattias Schamberger, Nina Wolf.

Premiere im Großen Haus am 21. Januar 2023, weitere Vorstellungen am 28. Januar, 03., 05., 10., 16. und 26. Februar sowie 02. und 23. April.

Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen.

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ.

Großes Haus 05

Dog Days

Die Oper von David T. Little und Royce Vavrek, uraufgeführt 2012, zeichnet das Portrait einer amerikanischen Familie in unmenschlichen Lebensumständen. Eines Tages erscheint ein Mann in einem Hundekostüm auf ihrem Grundstück. Die New York Times schrieb: »Mal ehrlich: Wann ist Ihnen das letzte Mal eine neue Oper so unter die Haut gegangen wie ein Schauspiel von Edward Albee?«.

Großes Haus

Bühnenbild-Modelle (l. und o.) von Stephan Mannteuffel

Ein Krieg hat Amerika ins Chaos gestürzt – die Schulen sind geschlossen, Strom und Gas abgestellt, die Straßen leer bis auf militärische Fahrzeuge. Diese aber bringen schon lange keine Rationen mehr. Erst verschwanden die Nachbarn, nun sind auch keine Tiere mehr da. Dennoch zieht Vater Howard täglich mit seinem Gewehr los, um Nahrung für seine fünfköpfige Familie zu erbeuten – erfolglos. Während ihre beiden Brüder sich langweilen und zunehmend antisozial werden, findet die junge Lisa plötzlich einen ungewöhnlichen Freund: Prince, einen Mann in einem Hundekostüm. Anfangs befremdet von dem verkleideten Mann, wird er nach und nach mehr wie ein Haustier behandelt und beeinflusst die Dynamiken innerhalb der Familie. Schließlich wird seine Anwesenheit unbequeme Fragen aufwerfen: Wie handeln wir, wenn die Welt um uns herum verroht und wie lange können wir human sein, wenn der Ausnahmezustand Alltag geworden ist?

David T. Little und Royce Vavrek zeichnen mit ihrer Adaption der Kurzgeschichte »Dog Days« der Autorin Judy Budnitz ein Porträt einer Familie, die extremen Umständen ausgesetzt ist. Littles atmosphärische Musik verbindet klassische Opernelemente wie Ensembles und gefühlvolle Arien mit zeitgenössischen Kompositionstechniken und Einflüssen aus Rock und Heavy Metal.

Titel der Meldung

Titel der Meldung

Regisseur Balázs Kovalik, u. a. von 2007 bis 2010 Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper, hat zuletzt Christian Josts »Rote Laterne« am Prinzregententheater München, Jacques Offenbachs »Hoffmanns Erzählungen« am Theater Erfurt und Viktor Ullmanns »Der Sturz des Antichrist« an der Oper Leipzig inszeniert.

Titel der Meldung

Musikalische Leitung: Alexis Agrafiotis, Bühne und Kostüme: Stephan Mannteuffel, Dramaturgie: Sarah Grahneis. Mit Michael Mrosek, Matthew Peña, Veronika Schäfer, Milda Tubelytė u. a. und dem Staatsorchester Braunschweig.

Zu dieser Produktion findet keine Matinee am Sonntagvormittag statt. Stattdessen bieten wir Ihnen eine Einführung inklusive Einblick in eine Bühnenorchesterprobe am 7. Februar 2023. Kostenlose Zählkarten erhalten Sie an der Kasse.

Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen.

Premiere im Großen Haus am 11. Februar 2023, weitere Vorstellungen am 19. Februar, 3. und 26. März, 13. April sowie 13., 18. und 28. Mai.

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von.

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ.

Großes Haus
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Die letzte Pflanze... wird die erste sein.

Was ist nur auf der Erde passiert? Schon lange leben dort nur noch Roboter und alles ist voller Beton, Metall und Plastik. Eine letzte Pflanze scheint aber noch irgendwo auf der Welt verborgen zu sein und auf einer abenteuerlichen Reise versuchen die Roboter diese wieder zum Leben zu erwecken. Tanzstück von Teresa Rotemberg für Kinder ab 6 Jahren und Familien. Vorstellungen am 08., 09. , 10., 12., 14. Februar, Kleines Haus.

Tanztheater | Uraufführung

Silent Bodies –Loud Voices

Der dreiteilige Tanzabend »Silent Bodies - Loud Voices« bringt die vier Choreograf:innen Stijn Celis, Ihsan Rustem, Guy Nader und Maria Campos zusammen, die auf ganz eigene Weise ihre Stimmen erheben.

Stijn Celis, Ballettdirektor am Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, nimmt die Musik, die Literatur und die biografischen Wendepunkte im Leben der amerikanischen Sängerin und Poetin Patti Smith als Ausgangspunkt für sein Stück. Ihn interessiert das Thema Kunst und Widerstand. Dazu leiht er sich die Stimme einer Künstlerin, die sich mit den Barrieren der amerikanischen Gesellschaft der 60er-, 70er- und 80er-Jahre auseinandergesetzt hat.

Der Choreograf Ihsan Rustem stammt aus London. Seine Kreation »Long Story Short« ist in einer Zeit entstanden, die für ihn von großen Veränderungen geprägt war. Nachdem er seine Karriere als Tänzer beendet hatte, durchlebte er drei unterschiedliche Phasen – Loslassen, sich im Ungewohnten suchen sowie Stille. Diese drei Prozesse liegen dem Aufbau des Stücks zugrunde, das 2014 mit der Hubbard Street Dance Company in Chicago uraufgeführt wurde.

Das Choreograf:innen-Duo Guy Nader und Maria Campos aus Barcelona sind in Braunschweig keine Unbekannten. Ihr Stück »Perpetuum«, welches die Idee des Pendelns und Schwingens in die Bewegung aufnahm, war 2019 ein großer Erfolg. Diese Spielzeit kehren sie zurück und beschäftigen sich mit dem Raum und dem Ort, in dem Bewegung stattfindet. Die Expansion und das Zusammenziehen des Körpers sowie die Art und Weise, wie dieser sich über Akkumulation und Wiederholung und den Aufbau einer choreografischen Struktur verändert, sind die Kommunikationsmodi in ihrem neuen Stück.

Bühne & Kostüme: Imme Kachel, Dramaturgie: Ira Goldbecher. Mit dem Tanzensemble des Staatstheaters Braunschweig.

Premiere im Großen Haus am 25. Februar 2023, weitere Vorstellungen am 18. und 24. März, 16. April, 04. und 27. Mai.

Großes Haus
Maria Campos und Guy Nader Foto:

Titel der Meldung

Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen. Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von.

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, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ.

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Stijn Celis – Foto: Sabrina Weniger
Haus &
Haus
Ihsam Rustem – Foto: Aline Paley
Großes
Kleines
Jan / Feb Mo 02 19:00 O P Wellen und Wogen VWH Fr 06 19:30 S Der Prozess I –Eichmann  KH 20:00 S Woyzeck GH Sa 07 19:30 M Zauberflöte GH 19:30 S Der ideale Mann KH 20:00 Lesung: Lisa Krusche AQ So 08 11:15 S Einführungsmatinee  zu »Professor Mamlock« & »Niemand wartet auf dich« KH 15:00 & 18:00 J! S Robin Hood, H* um 15:00 GH 18:00 S Der ideale Mann KH 20:00 S Das Lied der Stadt, E*2 AQ Fr 13 19:30 M S AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS Das Rheingold, E*1 GH 19:30 S P Niemand wartet auf dich KH Sa 14 19:30 S Salfeld singt Brecht. Und Brechtartiges. KH 20:00 S Woyzeck GH 20:00 S Einführung ins  Paradies |||  AQ So 15 11:00 O 2. Kammerkonzert LSS 18:00 S Der ideale Mann KH 20:00 S Direktmusik AQ Mi 18 19:30 M Cloclo, E*1 GH Do 19 18:45  S Achtung Durchlauf!  zu »Professor Mamlock«, A*1 GH Fr 20 19:30 S Niemand wartet auf dich KH 20:00 S UA Der Weg der Arbeitenden Klasse ins Paradies AQ Sa 21 10:30 & 11:30 J! O knistern knuspern rauschen  KH 19:30 S  Professor Mamlock  GH So 22 11:15 M Matinee »Der hinkende Teufel / Die Geschichte vom Soldaten« KH 14:30 TO AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS Siegfried – Eine Bewegung, mit Nachgespräch, E*1 GH 19:30 S Der ideale Mann KH 20:00 S Das Lied der Stadt AQ Fr 27 19:30 M Cloclo, E*1 GH M Musiktheater S Schauspiel T Tanztheater J! JUNGES! O Staatsorchester 19:30 S Der Prozess I –Eichmann KH Sa 28 19:30 S  Professor Mamlock GH 19:30 S Niemand wartet auf dich KH 20:00 S Slow Violence I  AQ So 29 11:00 O P  SCHWERPUNKT BECKMANN  5. Sinfoniekonzert, E*1, K* GH 19:30 S Der ideale Mann KH 20:00 S Slow Violence I  AQ Mo 30 20:00 O  SCHWERPUNKT BECKMANN  5. Sinfoniekonzert, E*1 GH Do 02 20:00 S Der Weg der Arbeitenden Klasse ins Paradies AQ Fr 03 10:30 & 11:30 J! O knistern knuspern rauschen KH 19:30 S  Professor Mamlock GH 20:00 S Der Weg der Arbeitenden Klasse ins Paradies AQ Sa 04 19:30 M P Der hinkende Teufel / Die Geschichte vom Soldaten KH 20:00 S Woyzeck GH So 05 18:00 S  Professor Mamlock GH 19:30 S Niemand wartet auf dich KH Di 07 19:15 J!T Achtung Durchlauf! zu »Die letzte Pflanze... wird die erste sein.«, A*2 KH Mi 08 10:30 J!T WA Die letzte Pflanze... wird die erste sein. KH Do 09 10:30 J!T Die letzte Pflanze... wird die erste sein. KH 19:30 S Der Prozess I –Eichmann KH Fr 10 10:30 J!T Die letzte Pflanze... wird die erste sein. KH 19:30 S  Professor Mamlock GH 19:30 S Niemand wartet auf dich KH Sa 11 19:30 M P Dog Days, E*1 GH 20:00 S Slow Violence II AQ 18:30 Die Geschichte vom Soldaten HAUM AQ Aquarium GH Großes Haus HAUM Herzog Anton Ulrich-Museum KH Kleines Haus LSS Louis Spohr Saal TiP Tanzsaal im Park VWH Volkswagen Halle Februar

So 12 11:00 J!T Die letzte Pflanze... wird die erste sein. KH 11:00

Dom, persönliche Startzeit buchbar über www.derprozessdrei-honecker.info

Tickethotline

0531 1234 567

Kasse

Kassenhalle, Großes Haus Am Theater, 38100 Braunschweig Di – Fr 10:00 – 19:30 | Sa 10:00 – 14:00

Telefon 0531 1234 567 | Fax 0531 1234 570 besucherservice@staatstheater-braunschweig.de www.staatstheater-braunschweig.de

Buchung für Schul- und Kindergartengruppen: schulgruppen@staatstheater-braunschweig.de

Die Veranstaltungskasse öffnet im Großen und im Kleinen Haus eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Vorverkauf

Der Vorverkauf für viele Vorstellungen bis zum Ende der Spielzeit 2022/2023 ist eröffnet. Weitere Termine werden zum Ersten des Vormonats freigeschaltet.

Tickets für die kommende Burgplatz-Produktion »Tosca« (26.08.-13.09.2023) sind bereits erhältlich.

Für Abonnent:innen sowie StaatstheaterFreunde und Besitzer:innen der Theatercard sind Karten bereits zwei Werktage vor dem offiziellen Vorverkauf verfügbar.

Detaillierte Hinweise zu Ihrem Besuch lassen wir Ihnen bei Ihrem Kartenkauf oder rechtzeitig vor der Vorstellung per E-Mail zukommen. Die aktuell geltenden Hygienebestimmungen finden Sie auf unserer Homepage unter dem Menüpunkt »Ihr Theaterbesuch«.

Titel der Meldung

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von.

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Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen.

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, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ.

O Kammerkonzert LSS 20:00 O Meisterkonzert Lucas
»Mozart
GH 20:00 S Slow
AQ 18:30 Die Geschichte vom Soldaten HAUM Di 14 10:30 J!T Die
wird die
KH Mi 15 19:30 M Der
/ Die
Soldaten KH 20:00 S Das Lied der
(nicht
dich) AQ Do 16 19:30 S  Professor Mamlock GH 20:00 Direktmusik AQ Fr 17 19:30 M Cloclo, E*1 GH 19:30 S Der Prozess I  –  Eichmann KH 20:00 S Der Weg der Arbeitenden Klasse ins Paradies AQ Sa 18 19:30 M Der hinkende Teufel / Die Geschichte vom Soldaten KH 20:00 S Woyzeck GH So 19 11:15 T Matinee Silent Bodies KH 19:30 M Dog Days, E*1 GH 19:30 S Der ideale Mann, H* KH Do 23 18:45 T Achtung Durchlauf! zu »Silent Bodies - Loud Voices«, A*2 GH Fr 24 19:30 S Niemand wartet auf dich KH Sa 25 19:30 T P Silent Bodies - Loud Voices, E*1 GH 19:30 S Der ideale Mann KH 20:00 S Slow Violence III AQ So 26 11:00 O P 6. Sinfoniekonzert, E*1, K* GH 15:00 T Tanzworkshops für alle zu »Silent Bodies –Loud Voices«, A*2 TiP 19:30 S  Professor Mamlock GH 20:00 S Slow Violence III AQ 21:00 M Opernjukebox KH Mo 27 20:00 O 6. Sinfoniekonzert, E*1 GH P Premiere UA Uraufführung WA Wiederaufnahme A*1 Anmeldung: merlinmoelders@ staatstheater-braunschweig.de A*2 Anmeldung: brigitteuray@ staatstheater-braunschweig.de E*1 Einführung 45 min vor Beginn E*2 Einführung 30 min vor Beginn K* Kinderbetreuung ab 10:30 Uhr, Anmeldung: junges@staatstheater-braunschweig.de G* + Gebärdensprachdolmetschung H* + Hörfassung / Audiodeskription S* bis Nov 16 täglich, im Braunschweiger
Debargue:
im Gepäck«
Violence II
letzte Pflanze...
erste sein.
hinkende Teufel
Geschichte vom
Stadt
für
geöffnet Mi bis So im Kleinen Haus ab 18:30 Uhr
mir Aquavit.
Gebt
William Shakespeare: Romeo und Julia

Kammerkonzerte

Im Januar und Februar präsentieren Musiker:innen des Staatsorchesters die Kammerkonzerte 2 und 3 dieser Spielzeit im Louis-Spohr-Saal. Am 15.01. begibt sich das Blechbläser-Quintett auf einen Streifzug durch die Jahrhunderte. Am 12.02. spielt das Bläseroktett Werke von Schubert, Rosetti, Krommer und Gershwin.

Neujahrskonzert

Wienerlied, Operetten, Polka und natürlich der typisch wienerische Walzer der Komponistendynastie Strauß: Nach der pandemiebedingten Pause in den vergangenen zwei Jahren steht das Neujahrskonzert mit dem Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung von Srba Dinić am 2. Januar ganz im Zeichen der Musik, die Wien seit dem 19. Jahrhundert geprägt und verzaubert hat. 02.01.2023, 19:00 Uhr, Volkswagen Halle Braunschweig.

Großes Haus
Srba Dinić dirigiert das Staatsorchester Braunschweig – Foto: Thomas M. Jauk / Stage Picture

Zyklus Beckmann

Steffen Schleiermacher Porträt mit Saxofon –Hommage à Max Beckmann

Bob Mintzer Rhythm of the Americas

Richard Strauss

Ein Heldenleben op. 40 Musikalische Leitung Srba Dinić

Solist:innen clair-obscur, Saxofonquartett

Staatsorchester Braunschweig

5. Sinfoniekonzert

Dritter Teil des Max Beckmann-Schwerpunkts mit Werken von Steffen Schleiermacher, Bob Mintzer und Richard Strauss. Musikalische Leitung Srba Dinić.

Musik und Musikinstrumente prägten Max Beckmanns Schaffen. Insbesondere das Saxofon ist in vielen seiner Gemälde vertreten, auch in Selbstporträts. Steffen Schleiermacher nähert sich in seiner Komposition der musikalischen Welt an, die Beckmann selbst gehört haben mag – die der »Halbwelt«, der Varietés und Kabaretts.

Das Saxofon steht auch im Zentrum von »Rhythm of the Americas«, einer – wie der Titel verrät – rhythmischen Annäherung an den amerikanischen Kontinent. Es spielt das Saxofonquartett clair-obscur, das seit vielen Jahren mit Auftritten u. a. in der Carnegie Hall, der Philharmonie Berlin, beim Luzern Festival und beim Schleswig-Holstein Musik Festival begeistert.

Richard Strauss lieferte verschiedene programmatische Erläuterungen zu seinem 1899 in Frankfurt am Main uraufgeführten Werk »Ein Heldenleben«, die im Laufe der Jahre jedoch immer wieder variierten. So schrieb er beispielsweise an den französischen Musikkritiker Romain Rolland: »Sie brauchen mein Programm nicht zu lesen. Es genügt zu wissen, dass es einen Helden im Kampf mit seinen Feinden beschreibt«. An anderer Stelle jedoch beschreibt er das Werk als den Wunsch eines außergewöhnlichen Menschen, innere Ruhe und Eintracht zu finden. »Ein Heldenleben« ist ein orchestral opulent besetztes Klangporträt, in dem in sechs Abschnitten die einzelnen Stationen der Existenz des Helden immer wieder durch Leitmotive tonmalerisch und farbenprächtig bebildert werden: Der Held als Mensch, des Helden Widersacher, des Helden Gefährtin, des Helden Walstatt, des Helden Friedenswerke und am Ende – mit einer zarten Kadenz der Solovioline, die für die Loslösung der Seele vom Körper steht – des Helden Weltflucht und Vollendung. Sonntag, 29. Januar 2023, 11:00 Uhr (mit Kinderbetreuung), Montag, 30. Januar 2023, 20:00 Uhr. Konzerteinführung in neuem Format, 45 Minuten vor Konzertbeginn in der Hausbar mit Steffen Schleiermacher als Gast.

6. Sinfoniekonzert

Abschiedskonzert für Martin Weller, den langjährigen Orchesterdirektor des Braunschweiger Staatsorchesters, der in den Ruhestand tritt. Unter dem Titel »Bruchstücke« werden u. a. Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Gustav Mahler, Arnold Schönberg, George Antheil aufgeführt.

Das Programm, in dessen Zentrum die »Haffner-Sinfonie« von Wolfgang Amadeus Mozart steht, trägt den Titel »Bruchstücke« und bietet in Form einer Collage einen Rückblick auf die Arbeit des Programmgestalters und Musikvermittlers, der mit seinen Themenschwerpunkten und mehrjährig angelegten Programmzyklen die Braunschweiger Konzerte in besonderer Weise geprägt hat. Unter Überschriften wie »Musik und Raum«, »Musik und Müll«, »Musik und Maschine«, »Musik und Bauhaus«, »Der letzte Glanz der Sinfonie« und »Oper im Konzert« kam es dabei zu Verbindungen und Auseinandersetzungen mit außermusikalischen Inhalten, die einerseits der Verstehbarkeit musikalischer Strukturen und Inhalte dienen sollten und andererseits die Verortung der sogenannten klassischen Musik im gesellschaftlichen Raum und sozialen Kontext kenntlich machen sollte. Die programmatische Rückblende ist der Versuch, die Kerngedanken des Vermittlungsansatzes noch einmal konzentriert deutlich werden zu lassen.

Musikalische Leitung Srba Dinić

Titel der Meldung

Titel der Meldung

Titel der Meldung

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Staatsorchester Braunschweig

Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen.

Sonntag, 26. Februar 2023, 11:00 Uhr (mit Kinderbetreuung), Montag, 27. Februar 2023, 20:00 Uhr.

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ.

13  Großes Haus
SCHWERPUNKT BECKMANN Staatsorchester
Staatsorchester

Der hinkende Teufel / Die Geschichte vom Soldaten

Was braucht der Mensch zum Leben? Und warum nur lässt sich er sich so oft auf den Teufel ein? In Kammermusikwerken von Jean Françaix und Igor Strawinsky wird das Verhältnis vom Menschen zu den äußeren und inneren Dämonen ausgelotet.

Zwei Facetten des Diabolischen und seiner Verführungskraft auf den Menschen nimmt dieser Doppelabend in den Blick: In Françaix’ Kammeroper »Der hinkende Teufel« ist es ein heiter-frivoles Teufelchen, das durch die Großstadt zieht und in die Häuser hineinlinst. Dort sieht es Ehebrecher, leichte Damen und eine brave Anwaltstochter, die ausgerechnet ihren alles andere als ehrlichen Vater zum Thema ihres Aufsatzes »Der ehrliche Mann« macht. Mit Witz und spitzer Zunge kommentiert der Teufel das Treiben, doch ohne einzugreifen – die Menschen sind schon durchtrieben genug. In Strawinskys »Geschichte vom Soldaten« hingegen wird der Teufel aktiv: Er bietet einem Soldaten große Reichtümer an, wenn der ihm im Gegenzug seine Geige überlässt. Doch bald muss der Soldat feststellen, dass Geld allein nicht glücklich macht und setzt nun alles daran, wenigstens seine Geige zurückzugewinnen …

Regie führt Jessica Schauer, die zuletzt im Kleinen Haus »The Last Five Years« inszenierte. Im Rahmen der Kooperation mit dem Herzog Anton UlrichMuseum zur Ausstellung »Max wird Beckmann. Es begann in Braunschweig« wird »Die Geschichte vom Soldaten« außerdem in zwei Sondervorstellungen am 11. und 12. Februar 2023 im HAUM zu sehen sein.

Musikalische Leitung: Mino Marani, Regie: Jessica Schauer, Bühne und Kostüme: René Neumann, Dramaturgie: Theresa Steinacker. Mit Krista Birkner, Benjamin Kempf, Maximilian Krummen, Stefan Liebermann, Gabriela Luque.

Premiere im Kleinen Haus am 04. Februar 2023, weitere Vorstellungen am 15. und 18. Februar, 02., 11., 19. und 25. März, 21. April, 30. Juni sowie 02. Juli 2023 (mit Audiodeskription).

Bühnenbild-Modell von René Neumann zu »Der hinkende Teufel / Die Geschichte vom Soldaten«

Kleines Haus
Musiktheater | Premiere

Niemand wartet auf dich

Götz van Ooyen stellt in Lot Vekemans' Solo-Stück die Frage nach der Verantwortung menschlichen Handelns. Eine Koproduktion mit dem Kellertheater Winterthur (CH).

Götz van Ooyen in »Niemand wartet auf dich«

Wofür entscheiden wir uns? Für ein nachhaltiges Leben oder doch lieber für hedonistische Leichtigkeit? Wie und was können wir mit unserem individuellen Verhalten überhaupt beeinflussen? Wer übernimmt die Verantwortung für globale Herausforderungen?

Ein alter Mann, ein Politiker und ein Schauspieler treten nacheinander auf, bewegt von der Frage nach der Sinnhaftigkeit ihres Tuns, von der Frage, welche Spuren sie in der Gesellschaft hinterlassen. Es sind drei völlig unterschiedliche Perspektiven auf die gleiche Sache: Gibt es ein richtiges Leben im falschen?

Lot Vekemans ist eine der erfolgreichsten zeitgenössischen Autorinnen der Niederlande. In ihren Stücken (»Judas«, »Gift«, »Schwester von…«) setzt sie sich mit Fragen der Ethik und des verantwortungsbewussten Handelns auseinander. Und so könnte man ihr unterstellen, dass sie eher am philosophischen Disput denn am Theater interessiert sei. Doch Vekemans stellt Figuren in den Mittelpunkt ihrer Stücke, die so psychologisch präzise und dicht gestaltet sind, dass sie uns nah rücken, zu unseren Verbündeten und Gegenspielern werden, zu denen, die wir lieben oder ablehnen – die uns auf jeden Fall niemals kalt lassen.

Regie: Udo van Ooyen, Bühne und Kostüme: Loriana Casagrande. Mit Götz van Ooyen. Premiere im Kleinen Haus am 13. Januar 2023, weitere Vorstellungen am 20. und 28. Januar, 05., 10., und 24. Februar, 23. und 29. März sowie 30. April. Einführungsmatinee am 08. Januar um 11:15 Uhr.

Schauspiel

Slow Violence

Vierteiliges Mini-Residenzprogramm im Aquarium zum Thema »langsame Gewalt«, kuratiert von Lukas Pergande und in einer Rauminstallation von Florian Barth.

Titel der Meldung

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»Slow Violence« beschreibt eine Form von Gewalt, die sich langsam und unbemerkt ausbreitet, von Leid und Schaden, die über Jahre oder Jahrzehnte entstehen. Die Verantwortlichen sind ebenfalls nicht offensichtlich, aber die Opfer sind es. Alle vier Gruppen in dieser Reihe forschen eine Woche im Aquarium, um anschließend ihre Ergebnisse an zwei Abenden im Rahmen einer Performance vorzustellen. Den Auftakt machen Bezugsgruppe Rainer Rauch (BRR), eine Künstlergruppe aus Braunschweig. Sie beschäftigen sich in ihrer Residenz mit den Themen Klimawandel, Bürokratie und Punkrock. Die vierköpfige HipHop-Band Bokoya lässt sich durch den Begriff »Slow Violence« zu einer klanglichen und rhythmischen Performance inspirieren. rubarb dance & art ist der Zusammenschluss des Choreografen und Tänzers Ruben Reniers und der Illustratorin und Papiertheaterkünstlerin Barbara Steinitz. Sie setzen sich mit den künstlerischen Mitteln von Tanz, Zeichnung und bewegten Bildern unter anderem mit der Frage auseinander: Warum bleiben wir häufig stumm, statt das Gespräch zu suchen?

Bezugsgruppe Rainer Rauch, 28. & 29. Januar, 20:00 Uhr

Bokoya, 11. & 12. Februar, 20:00 Uhr rubarb dance & art, 25. & 26. Februar, 20:00 Uhr

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, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von.

Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen.

Fortsetzung im März mit dem Institut für Widerstand im Postfordismus, 11. & 12. März, 20:00 Uhr.

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ.

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Schauspiel | Premiere

Einem sozialen Alptraum gleicht Büchners Drama, kongenial erweitert durch die betörenden Songs von Tom Waits und Kathleen Brennan, die Büchners messerscharfe Sätze in wilde, raue Musik verwandeln. »Dieser Woyzeck ist kein Kinski-mäßiger Theatraliker des Elends, sondern ein stiller, devot verzweifelter Untergeher. Packend, sehenswert ...«. (Braunschweiger Zeitung)

Vorstellungen am 06. und 14. Januar, 04. und 18. Februar sowie am 19. März und 04. April.

Foto: Roman Konieczny

© Thomas M. Jauk

Der ideale Mann

In Oscar Wildes brillanter und pointenreicher Gesellschaftskomödie, die Elfriede Jelinek in ihrer Übersetzung inhaltlich und sprachlich noch zugespitzt hat, dreht sich alles um das wechselvolle Verhältnis von Politik und Moral.

»Die Spielfreude der Darstellerinnen und Darsteller setzen dem Abend schauspielerische Glanzlichter auf.« (Braunschweiger Zeitung)

Vorstellungen am 07., 08., 15., 22. und 29. Januar, 19. (mit Audiodeskription) und 15. Februar sowie am 04. März, Kleines Haus.

Foto: Klaus Meininger, Cino Djavid, Lea Sophie Salfeld, Ana Yoffe

© Joseph Ruben Heicks

Robin Hood

Im diesjährigen Familienstück des Staatstheaters erzählen Regisseur Stephan Beer und Bühnenbildner Georg Burger vom Mythos Robin Hood. Nicht nur für Kinder ab 6 Jahren. »Große, starke Bilder. Macht Braunschweig zu Grünschweig!« (Braunschweiger Zeitung).

Letzte Vorstellungen am 08. Januar, 15:00 Uhr (mit Audiodeskription) und 18:00 Uhr, Großes Haus.

Foto: Saskia Petzold, Benedict Sieverding, Valentin Fruntke

Schauspiel  Woyzeck
Schauspiel

Musiktheater

Das Rheingold

Die Wogen des Rheins, die Kraft der Natur… Im vielfach als »mystisch« beschriebenen Es-Dur entwickelt sich über Minuten der Beginn des Vorabends des »Ring des Nibelungen«, den Srba Dinić als Musikalischer Leiter und Isabel Ostermann als Regisseurin mit Fokus auf die Machtverhältnisse und Abhängigkeiten in Richard Wagners Familiendynastien gestalten.

»Regisseurin Isabel Ostermann zieht etwas auf, was als mutigste »Rheingold«-Inszenierung der letzten Jahrzehnte durchgehen kann. Schockierend fantastisch.« (Opernwelt)

Vorstellung am 13. Januar sowie 07. und 13. Juni, Großes Haus.

Foto: Aris Argiris, Rainer Mesecke, Jisang Ryu © Thomas M. Jauk

Musiktheater

Cloclo

Die Tänzerin Cloclo Mustache wäre gern der neue Stern am Pariser Nachthimmel – doch bis es soweit ist, verleiht sie den Herren ihres Salons eben Fantasietitel, um die Aufmerksamkeit der Presse auf sich zu ziehen … Mit schmissigen Foxtrotts, glutvollen Tangos, Blues und Java atmet Lehárs Operette »Cloclo« den Geist, Witz und Schwung der 1920er Jahre.

Vorstellungen am 18. und 27. Januar, 17. Februar sowie am 05. (mit Audiodeskription) und 12. März, Großes Haus.

Foto: Maximilian Krummen, Jasmina SakrEnsemble Musiktheater

© Thomas M. Jauk

Eine Bewegung

Titel der Meldung

Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ zu begegnen.

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Komponist Steffen Schleiermacher und Choreograf Gregor Zöllig erzählen in dieser Uraufführung den vorletzten Tag von Richard Wagners Bühnenfestspiel »Der Ring des Nibelungen« als Befreiungskampf des jungen Siegfried und seiner Gruppe gegen die überholten, starren Strukturen einer Generation, die nichts mehr mit ihrer eigenen zu tun hat. »Dieses gelungene Tanztheater lässt frisch über den Wagnerschen Helden nachdenken.« (Deutschlandfunk Kultur)

Vorstellung am 22. Januar sowie am 09. und 16 Juni, Großes Haus.

, präsentiert das Staatsorchester unter der Leitung von Srba Dinić. Zum Ausklang des Beethovenjahres 2020 präsentiert das Staatstheater Braunschweig einen »Fidelio«, wie Sie ihn noch nie gehört haben. Um den erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen – die auch für Orchestergräben gelten – kreativ.

Foto: Ensemble Tanztheater © Konrad Kästner

AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS
Siegfried –
AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS  Tanztheater

»Fragmente aus dem Arbeitskampf« - Fotomontagen von Juri Roschkow nach Wladimir Majakowskis Gedicht »Den Arbeitern von Kursk«

Schauspiel | Uraufführung

Der Weg der Arbeitenden Klasse ins Paradies

Vor der Folie historischer Arbeitskämpfe im Film »La classe operaia va in Paradiso« aus dem Jahr 1971 (Elio Petri / Ugo Pirro) beschäftigt sich Daniele Szeredy in seiner Uraufführung mit aktuellen Arbeitsverhältnissen.

1971. Lulù, Prototyp des männlichen Beschäftigten in der Schwerindustrie, folgt Aufstiegs- und Konsumversprechen des Wirtschaftsbooms und nimmt ungeheure Arbeitszeiten und körperliche Anstrengung in Kauf. Nach einem Arbeitsunfall erkennt er seine entfremdete Lage, politisiert sich und verliert den Arbeitsplatz. Durch gewerkschaftlichen Druck wird er zu leicht verbesserten Bedingungen wiedereingestellt. Zurück am Fließband, umgeben vom Lärm der Maschinen, erscheint ihm im Traum die Wand, die die Arbeitende Klasse durchbrechen muss, um ins Paradies zu gelangen.

Fünfzig Jahre später schleppen prekär Beschäftigte Pakete die Treppe hinauf oder Schmutzwäsche hinunter, befüllen Supermarktregale, antworten am Ende von Hotlines, steuern Lkw, Busse oder die Räder von Bringdiensten. Vereinzelt und unorganisiert scheinen zersplitterte Gruppierungen nur für ihr individuelles Wohl zu kämpfen. Gleichzeitig lässt der Wirtschaftswandel, geprägt von Outsourcing, Flexibilisierung und Digitalisierung, alte Emanzipationslosungen überholt und utopisch klingen. Aber die Arbeitende Klasse besteht weiter, sichtbar als Körper im öffentlichen Raum und zugleich unsichtbar als politische Stimme. Und sie sucht weiter nach ihrem Weg ins Paradies.

Regie: Daniele Szeredy, Rauminstallation: Florian Barth, Kostüme: Alena Nienstedt, Dramaturgie: Katharina Gerschler. Mit Luca Füchtenkordt, Naima Laube, Ana Yoffe.

Premiere im Aquarium am 20. Januar 2023, weitere Vorstellungen am 02., 03. und 17. Februar 2023.

Herausgeber

Staatstheater Braunschweig Am Theater, 38100 Braunschweig Generalintendantin Dagmar Schlingmann Verwaltungsdirektor Stefan Mehrens Redaktion Presse- und Marketingabteilung, Dramaturgie, Vermittlung, Künstlerisches Betriebsbüro, Orchesterbüro, Besucherservice

»Der hinkende Teufel / Die Geschichte vom Soldaten« wird unterstützt von

Das Staatstheater Braunschweig ist eine Einrichtung des Landes Niedersachsen und wird gefördert von der Stadt Braunschweig.

Fotografie Umschlagseiten Volker Conradus Gestaltung Lisa Blädtke Redaktionsschluss 01.12.2022 Änderungen vorbehalten
Kulturpartner Sponsor von »Woyzeck«
der Produktionen: »Cloclo«, »Das Rheingold«, »Siegfried – Eine Bewegung«, »Robin Hood« und »Die letzte Pflanze... wird die erste sein«
Förderer

Staatstheater Braunschweig