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Spielzeit

2016 / 2017

Staatsorchester Braunschweig Neu seit 429 Jahren!


I nhalt

3 Grußwort 7 Vorwort 9 Sinfoniekonzerte in der Stadthalle 33 Sonderkonzerte 51 Künstlerbiografien 59 Service Karten / Vorverkauf, Preise / Abonnement, Sitzplan 63 Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter 64 Impressum


Sehr geehrte Konzertbesucher, liebe Freunde des Staatsorchesters, nun sind es also drei Jahre geworden, in denen das Staatsorchester Braunschweig mir als seinem Ehrendirigenten die Auszeichnung und das Vertrauen geschenkt hat, regelmäßig an seinem Pult zu stehen und einen Teil der Programmverantwortung zu übernehmen. Ich erfülle diesen Wunsch auch für die vor uns liegende Konzert-Spielzeit mit der allergrößten Freude. Es verwundert sicherlich nicht, dass die Werke zweier Heroen der Gattung Sinfonie, nämlich Ludwig van Beethoven und Gustav Mahler, im Mittelpunkt stehen. Sie stellen eben doch die Gipfel des sinfonischen Repertoires dar, die gleichsam für Aufbruch und Ausklang der Ära der bürgerlichen Konzertkultur stehen. Das Staatsorchester hat sich in den letzten Jahren besonders intensiv mit diesen beiden Komponisten befasst; dabei hat es Beethovens sämtliche neun Sinfonien unter meiner Leitung neu erarbeitet und in Wolfsburg zu einer zyklischen Aufführung gebracht. Von Gustav Mahler werden diesmal die eher selten zu hörende 6. Sinfonie und seine 9. Sinfonie unter meiner Leitung erklingen. Mehrfach werden in der kommenden Konzertsaison Mitglieder des Staatsorchesters als Solisten bedeutende Solokonzerte mit ihren Kollegen zur Aufführung bringen. Dies freut mich ungemein, denn es spricht für den Spürsinn dieses nunmehr 430 Jahre alten Ensembles, dass es immer wieder exzellente junge Talente anzieht, die sich solche Herausforderungen zutrauen dürfen. Vor allem aber freue ich mich mit den Mitgliedern des Staatsorchesters auf Sie als unsere treuen, kritischen und wachen Zuhörer, die mir ihrem Interesse und ihrer Begeisterung unserem Tun erst Sinn geben. In diesem Sinne freue ich mich mit Ihnen auf bereichernde Konzerterlebnisse.

Stefan Soltesz Ehrendirigent des Staatsorchesters Braunschweig 3


»Wir verstehen nicht die Musik – sie versteht uns.« Theodor W. Adorno


Staatsorchester Braunschweig


Musik, die unbeantwortete Frage … diesen Titel hatte Leonard Bernstein, der als einer der bedeutendsten Wegbereiter aktueller Formen der Musikvermittlung und Ansprache des Konzertpublikums gesehen werden muss, für seine populäre Vorlesungsreihe an der Harvard Universität gewählt. Er bezog sich dabei auf den Avantgardisten Charles Ives, mit dessen bekanntestem Werk, »The Unanswered Question«, das letzte Sinfoniekonzert der Saison 2016 – 2017 beginnt. Unter der gleichlautenden Jahresüberschrift endet die dreijährige Interimszeit des Ehrendirigenten Stefan Soltesz als Schirmherr und künstlerischer Leiter der Sinfoniekonzertreihe des Staatsorchesters Braunschweig in der Stadthalle. Inhaltlich knüpft das Programm an die vorausgegangen Spielzeiten an, die unter den Titeln »Zwischen den Jahren« und »Zwischen den Welten« die »Klassische Moderne« der sogenannten E-Musik und mimetisch geprägte Musik mit ihren Verbindungen zur Bildenden Kunst und zur Literatur fokussiert hatten. Dabei geht es weniger um die Beantwortung der »unbeantworteten Frage«, als um das Aufwerfen weiterer Fragen, die uns in Form von Behauptungen begegnen – wie etwa: »Man hört nur, was man weiß« – in Anlehnung an Goethe – und »Man hört nur mit dem Herzen gut« – in Anlehnung an Saint-Exupery. Es geht also darum, zu fragen, ob beim Hören von Musik Erbauung und Information immer eine Symbiose gleichstarker Partner eingehen sollten. Muss man Musik »verstehen«, also intellektuell wahrnehmen? Oder reicht der intuitive Zugang, das Abwarten, welche Gefühle die gehörte Musik auslöst? Kann man beispielsweise die Botschaft der Sinfonie »Mathis der Maler« von Paul Hindemith vernehmen, die mit ihren »vertonten« Tafeln des Isenheimer Altars von Matthias Grünewald als Diskussionsbeitrag zum »Reformationsjahr 2017« auf dem Programm steht, wenn man nicht weiß, dass die drei Hauptthemen des ersten Satzes die Instrumentalisten des »Engelskonzerts« darstellen. Oder kann man die 9. Sinfonie von Gustav Mahler angemessen wahrnehmen, wenn man nicht weiß, dass aus dem sinfonischen Trümmerfeld einer Epochenuntergangsmusik für einen kurzen erlösenden Augenblick der anglikanische Choral »Abide with me« aufblüht? Gustav Mahler selbst meinte dazu: »Wenn ich Musik höre, vernehme ich ganz bestimmte Antworten auf all meine Fragen …«. Igor Strawinsky notierte diesbezüglich: »Das Phänomen der Musik … ist uns zu dem einzigen Zweck gegeben, eine Ordnung zwischen den Dingen herzustellen …« und John Cage stellte resümierend fest: »Musik ist die Kontinuität des Klanges«.

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Staatsorchester Braunschweig Neu seit 429 Jahren! Sinfoniekonzerte

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Sinfoniekonzerte in der Stadthalle 1. Sinfoniekonzert »Pilgerfahrt«

am 25. und 26. September 2016 Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93 Hector Berlioz »Harold in Italien« op. 16 Solistin Sara Kim Musikalische Leitung Stefan Soltesz

2. Sinfoniekonzert »Am Puls«

Verleihung des Louis-Spohr-Musikpreises Braunschweig am 23. und 24. Oktober 2016 Anton Webern 6 Stücke für Orchester op. 6 Moritz Eggert »Puls« für großes Orchester – Spohrpreisträger 2016 Johannes Brahms Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90 Musikalische Leitung Stefan Soltesz

3. Sinfoniekonzert »Prophetisch« am 13. und 14. November 2016 Gustav Mahler Sinfonie Nr. 6 a-Moll Musikalische Leitung Stefan Soltesz

4. Sinfoniekonzert »Premiere«

am 11. und 12. Dezember 2016 Franz Schubert Sinfonie Nr. 3 D-Dur (D 200) Bohuslav Martinů Oboenkonzert H.353 Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr.1 f-Moll op. 10 Solist Andrey Godik Musikalische Leitung Stefan Soltesz

5. Sinfoniekonzert »Auf dem Eis«

am 15. und 16. Januar 2017 Sergei Prokofjew / Sergei Eisenstein »Alexander Newski« (Historienfilm, 1938) Musikalische Leitung Ernst van Tiel

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6. Sinfoniekonzert »Scherzo«

am 19. und 20. Februar 2017 Antonio Vivaldi Blockflötenkonzert g-Moll op.10 Nr. 2 RV 439 »La notte« Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento D-Dur KV 136 Georg Philipp Telemann Blockflötenkonzert C-Dur TWV 52:C1 Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Solist und Musikalische Leitung Maurice Steger

7. Sinfoniekonzert »Traumgekrönt« am 19. und 20. März 2017 Alban Berg Sieben frühe Lieder Gustav Mahler Sinfonie Nr. 9 D-Dur Solistin Michaela Selinger Musikalische Leitung Stefan Soltesz

8. Sinfoniekonzert »Engelskonzert«

am 23. und 24. April 2017 Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 Paul Hindemith Sinfonie »Mathis der Maler« Solist Bernd Glemser Musikalische Leitung Gerd Schaller

9. Sinfoniekonzert »Pastorale«

am 21. und 22. Mai 2017 Georg Philipp Telemann Trompetenkonzert D-Dur TWV 44:1 Igor Strawinsky Concerto in D für Streichorchester »Basel« Giuseppe Romanino Trompetenkonzert D-Dur Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale« Solist Martin Weller Musikalische Leitung Alexander Joel

10. Sinfoniekonzert »Neue Welt«

am 11. und 12. Juni 2017 Charles Ives »The Unanswered Question« Henryk Wienawski Violinkonzert Nr.2 d-Moll op. 22 Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt« Solist Johannes Denhoff Musikalische Leitung Thomas Wilkins

Konzerteinführung mit Orchesterdirektor Martin Weller jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn   11


»Meine Intention war es, eine Reihe von orchestralen Szenen zu schreiben […]. Ausgehend von den poetischen Erinnerungen, die ich an meine Wanderungen in den Abruzzen hatte, wollte ich die Bratsche zu einer Art melancholischem Träumer machen, in der Art wie Byron Childe Harold sieht.« Hector Berlioz

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1. Sinfoniekonzert »Pilgerfahrt« am 25. & 26. September 2016 Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93 Hector Berlioz »Harold in Italien« op. 16 Solistin Sara Kim Musikalische Leitung Stefan Soltesz

Es war ein Kuraufenthalt in Böhmen 1811, der Ludwig van Beethoven, nach Phasen intensiven und kräftezehrenden Schaffens, wieder Energie für neue Kompositionen gab. Mit Plänen für zwei weitere Sinfonien kehrte er nach Wien zurück und machte sich umgehend ans Werk: Heraus kamen die 7. und die 8. Sinfonie, zwei Werke von ungewohnt heiterem Charakter, was so manchen zeitgenössischen Beethovenkenner irritierte und die Nase rümpfen ließ. Besonders die »Achte« ist von sprühender Lebensfreude und deutlicher Zurücknahme alles ­Heroischen gekennzeichnet. Sie verzichtet sogar auf den formal typischen langsamen Satz und setzt an zweite und dritte Stelle stattdessen ein Allegretto scherzando und ein gemütliches Menuett. Vielleicht war diese durchgehende lebensbejahende Heiterkeit der Grund dafür, dass das Werk bei der Uraufführung im Februar 1814 in Wien beim Publikum durchfiel. In diesem Konzert wurde auch die »Siebte« gespielt, die aufgrund ihrer kraftvollen Emotionalität und des tänzerischen Duktus mehr Anklang fand, was den Komponisten maßlos ärgerte. Laut seinem Schüler Carl Czerny soll Beethoven gesagt haben, dass die »Achte« deshalb nicht so gut ankam, »weil sie viel besser« sei als die »Siebte«. Der »Teufelsgeiger« Niccolò Paganini höchstpersönlich suchte zu Beginn des Jahres 1834 Hector Berlioz auf, um den Komponisten zu bitten, ihm ein Werk für Solobratsche zu schreiben. Berlioz, der sonst kaum Auftragsarbeiten annahm, sagt zu und ließ sich, wie schon zuvor bei seiner »Symphonie fantastique« von der Literatur inspirieren. In diesem Falle griff er auf die Verserzählung »Childe Harolds Pilgerfahrt« des englischen Dichters Lord Byron zurück, die Geschichte eines jungen Schildknappen, der aus Enttäuschung über sein luxuriöses Leben auf Wanderschaft geht, um ferne Länder zu entdecken. Zwar lehnte Paganini das Werk letztendlich ab – er wollte mehr darin zu spielen haben, was der Komponist ablehnte –, doch Berlioz schuf nun aus den bereits fertigen Skizzen eine eigenständige Sinfonie in vier Sätzen, in der mit romantischem Tonfall die Fahrt des jungen Harold beschrieben wird. Die Bratsche ließ Berlioz dennoch mit einem sehr anspruchsvollen Solopart zu Wort kommen, so gleich zu Beginn, wenn sie, gemeinsam mit den Harfen, das überaus lyrische Harold-Thema anstimmt.

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»Dieser Puls ist nicht regelmäßig, sondern beschleunigt sich, verlangsamt sich, wie bei einem Marathon­ läufer, wie bei einem Liebesakt. […] Ein Stück über den Puls ist auch ein Stück über den Beginn des Hörens. Notenlinien werden wie Adern behandelt, durch die ein beständiger Strom aus Tönen fließt.« Moritz Eggert

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2. Sinfoniekonzert »Am Puls«

Verleihung des Louis-Spohr-Musikpreises Braunschweig am 23. & 24. Oktober 2016 Anton Webern 6 Stücke für Orchester op. 6 Moritz Eggert »Puls« für großes Orchester – Spohrpreisträger 2016 Johannes Brahms Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90 Musikalische Leitung Stefan Soltesz

Anton Webern wandte im Laufe seiner Karriere mehr und mehr atonale Kompositionstechniken an, was nicht zuletzt der Begegnung mit Arnold Schönberg zu verdanken war, der sein Lehrer und Mentor wurde. Seine 1909 entstandenen 6 Stücke für Orchester zeugen von dieser Hinwendung. Webern selbst schrieb: »Um den Charakter der Stücke – sie sind rein lyrischer Natur – kurz zu beschreiben: das erste drückt die Erwartung eines Unheils aus, das zweite die Gewissheit von dessen Erfüllung; das dritte die zarteste Gegensätzlichkeit; es ist gewissermaßen die Einleitung zum vierten, einem Trauermarsch; fünf und sechs sind ein Epilog: Erinnerung und Ergebung.« Der Komponist Louis Spohr ist untrennbar mit seiner Geburtsstadt Braunschweig verbunden und die Erinnerungen an ihn sind nach wie vor lebendig. Dafür sorgt auch der nach ihm benannte Louis-Spohr-Preis, der alle drei Jahre verliehen und mit dem eine Komponistin oder ein Komponist der jüngeren Generation für ihre bzw. seine Verdienste um die zeitgenössische Musik geehrt wird. In diesem Jahr darf sich das Braunschweiger Publikum im Rahmen des 2. Sinfoniekonzerts auf den Münchener Komponisten Moritz Eggert als Spohrpreisträger 2016 sowie auf sein 2011 in München uraufgeführtes Werk »Puls« freuen, mit dem Eggert eine ganz außergewöhnliche musikalische Reise antritt: »[…] durch das Unterbewusstsein, durch die Geräusche des eigenen Körpers (Eggert).« Die Sommerfrische 1883 in Wiesbaden sollte für Johannes Brahms eine äußerst produktive Zeit sein: Das Resultat dieser Monate war die 3. Sinfonie, mit der sich Brahms endgültig als Vollender der »Wiener Klassik« empfahl (und die Bruckner-Anhänger zugleich vollends gegen sich aufbrachte). Von den Verfechtern »absoluter Musik« wurde das Werk aufgrund seines Melodienreichtums einhellig gelobt: Antonín Dvořák etwa schwärmte, dass ihm beim Anhören das Herz aufgehe. Und Clara Schumann konstatierte: »Welch ein Werk, welche Poesie, die harmonischste Stimmung durch das Ganze, alle Sätze wie aus einem Gusse, ein Herzschlag, jeder Satz ein Juwel!«   15


»Die Sinfonie muss sein wie die Welt. Sie muss alles umfassen.« Gustav Mahler

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3. Sinfoniekonzert »Prophetisch« am 13. & 14. November 2016 Gustav Mahler Sinfonie Nr. 6 a-Moll Musikalische Leitung Stefan Soltesz

Gustav Mahler komponierte seine 6. Sinfonie a-Moll in den Sommermonaten 1903 / 1904 in dem kleinen Örtchen Maiernigg, in dem er seine Sommerferien verbrachte. Seine Frau Alma bezeichnete später diese beiden Sommer als die glücklichste Zeit ihrer Ehe. Als der Komponist ihr das fertige Werk am Klavier erstmals vorspielte, weinten beide und waren überzeugt, dass es das bislang persönlichste sei, was Mahler zu Papier gebracht hatte. Am 27. Mai 1906 wurde die Sinfonie unter seinem Dirigat auf dem Musikfest des »Allgemeinen Deutschen Musikerverbandes« in Essen zur Uraufführung gebracht, doch ein Erfolg stellte sich zunächst nicht ein. Das Publikum war von dem der Sinfonie innewohnenden Ernst und der düsteren Stimmung weniger beeindruckt als vielmehr unangenehm überrascht. Später erhielt sie den Beinamen »Die Tragische«, was ihrem musikalischen Gehalt tatsächlich entgegen kam. Doch glaubte man, Mahler habe in ihr seinen weiteren tragischen Werdegang – den Tod seiner Tochter, die Demission an der Wiener Hofoper, sein Herzleiden – bereits prophezeit und in Töne gesetzt, was natürlich nur als Anekdote angesehen werden kann. Aber: »Meine VI. wird Rätsel aufgeben, an die sich nur eine Generation heranwagen darf, die meine ersten fünf in sich aufgenommen und verdaut hat«, schrieb er an seinen Biografen Richard Specht und gab damit der Gerüchteküche um die inhaltliche Ausrichtung des Werks gehörig Nahrung. Der Mahler-Forscher Hans F. Redlich traf letztlich mit seiner Analyse der »Sechsten« den Nagel auf den Kopf: »Das philosophische Rätsel dieser Sinfonie ist von den kriegerischen Tatsachen des 20. Jahrhunderts selbst gelöst worden, in dessen Erstlingsjahren es entstand.« Zwar antizipierte Mahler mit ihr nicht die »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts«, den Ersten Weltkrieg. Doch er fing musikalisch eine tragische Grundstimmung ein, die sich im Fin de siècle immer mehr ausbreitete, in der die Gesellschaft zwischen Tradition und Moderne schwankte und das althergebrachte Wertesystem des 19. Jahrhunderts auf dem Prüfstein stand – eine die Menschen zutiefst verunsichernde Zeit. Auch die »Kindertotenlieder« schrieb Mahler in dieser seiner seltsamerweise persönlich »glücklichsten« Zeit nieder und ließ sie ganz bewusst und zielorientiert in seine neue Sinfonie mit einfließen.

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»Der erste Satz ist durchwegs bezaubernd, der zweite voll schlichter Anmut und höchst melodiös, während das Finale wiederum ein Meisterstück ist und sogar […] einen Vergleich mit dem Finalsatz der ›Großen‹ C-DurSymphonie standhalten kann.« The Musical Times, 1881 über Schuberts 3. Sinfonie

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4. Sinfoniekonzert »Premiere« am 11. & 12. Dezember 2016 Franz Schubert Sinfonie Nr. 3 D-Dur (D 200) Bohuslav Martinů Oboenkonzert H.353 Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10 Solist Andrey Godik Musikalische Leitung Stefan Soltesz

Nur neun Tage hätte Franz Schubert für seine 3. Sinfonie D-Dur benötigt. Da ihm jedoch zwischenzeitlich das Notenpapier ausgegangen war, musste er eine schöpferische Zwangspause von knapp drei Wochen einlegen. Die »Dritte« entstand 1815 für ein Liebhaberorchester, das unter der Leitung des Violinisten Josef Prohaska stand und in dem Schubert Bratsche spielte. Eine erste Aufführung fand vermutlich mit diesem Klangkörper in privatem Rahmen statt, zur offiziellen und vor allem vollständigen Uraufführung gelangte das Werk jedoch erst 1881 in London. Trotz der eindeutigen Nähe zu den späten Sinfonien Haydns und Mozarts, lässt Schubert in ihr einen individuelle Stil erkennen, der ihn eindeutig als kommenden Vertreter der Frühromantik ausweist. Bohuslav Martinů zählt zu den Komponisten des 20. Jahrhunderts, die in ihren Werken freie Kompositionsformen bevorzugten, die jedoch die Grenzen der Tonalität nie überschritten oder sich gar einer bestimmten avantgardistischen Stilistik verschrieben. Die Nähe zu Strawinsky und den französischen Komponisten der »Groupe des Six« blieben dabei aber ebenso Konstanten wie die Hinwendung zu tschechischen Folklore oder (später) dem Jazz. Martinůs Oboenkonzert entstand 1955 auf Anregung des tschechischen Oboisten Jiři Tancibudek, dessen Kenntnisse in Bezug auf das Soloinstrument ihm bei der Konzeption des Werks von größter Wichtigkeit waren. Im Rahmen der Olympischen Spiele 1956 in Sidney wurde es mit dem Sydney Symphony Orchestra zur Uraufführung gebracht. Wie so oft bei großen Komponisten des 20. Jahrhunderts ist die 1. Sinfonie gleichzusetzen mit der Abschlussarbeit an der jeweiligen Musikhochschule. So auch bei Dmitri Schostakowitsch, der seinen sinfonischen Erstling 1924 / 1925 mit gerade einmal 19 Jahren zu Papier brachte, als er noch Student am Leningrader Konservatorium war. Das Werk ist kammermusikalisch transparent angelegt, erinnert an die frühen Werke Strawinskys und Prokofjews und lässt bereits die Handschrift erkennen, für die der Komponisten später berühmt werden sollte: Groteske Fröhlichkeit trifft auf pathosgeladene Orchesterwogen, geistvolle Leichtigkeit auf üppige Instrumentation.   19


»Prokofjew[s Musik ist] erstaunlich plastisch, wird nirgends Illustration, sondern offenbart mit ihrer überall funkelnden, triumphierenden Anschaulichkeit verblüffend ­ die dynamische Struktur des inneren Verlaufs der Erscheinungen, in denen sich die Emotion und der Sinn der Ereignisse verkörpern. […] Deswegen ist Prokofjew nicht nur einer der größten Komponisten der Gegenwart, sondern nach meiner Ansicht auch der großartigste Filmkomponist.« Sergei Eisenstein

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5. Sinfoniekonzert »Auf dem Eis« am 15. & 16. Januar 2017 Sergei Prokofjew / Sergei Eisenstein »Alexander Newski«

Historienfilm, 1938 Musikalische Leitung Ernst van Tiel

1938 schuf der sowjetische Regisseur Sergei Eisenstein, der weltweit zu den großen Pionieren auf dem Gebiet der Filmkunst zählt, mit »Alexander Newski« ein cineastisches Meisterwerk, das punktgenau den damaligen politischen Verhältnissen in seinem Land angepasst ist: propagandistisch, patriotisch und voll von unverhohlener Abneigung gegenüber dem Naziregime in Deutschland. Im Mittelpunkt der Handlung steht der russische Volksheld Fürst Alexander Newski. Man schreibt das Jahr 1242: Im Osten sind weite Teile des Landes von Mongolen besetzt, als plötzlich von Westen her eine neue Bedrohung naht. Ein Heer des Deutschen Ordens fällt ins Land ein, besetzt die Stadt Pskow und regiert hier mit brutaler Hand. Dies ist die Stunde von Alexander Newski, der seine Landsleute zu motivieren weiß und sich an die Spitze des Widerstandes stellt. Es kommt zur entscheidenden Schlacht auf dem zugefrorenen Peipussee, auf den Newski die Ordensritter lockt und sie vernichtend schlägt. Vom Volk wird er dafür begeistert gefeiert. »Alexander Newski« gilt heute als Meilenstein der Filmgeschichte, nicht zuletzt aufgrund der epischen und pathosgeladenen Musik Sergei Prokofjews. Der in 23 Nummern unterteilte Soundtrack ist ein Mix aus folkloristischen und martialischen Klängen, die für ein idealisiertes Russland bzw. für die gegnerische Ritterschaft stehen. Bemerkenswert ist, dass Prokofjew seine Musik nicht nur auf den bereits geschnittenen Film komponierte, vielmehr schnitt Eisenstein seine Bilder auf die bereits geschriebene Musik – eine für die damalige Zeit ungemein moderne Vorgehensweise. Über viele Jahre war eine Rekonstruktion der Musik Prokofjews fast unmöglich, da die Partitur als verschollen und das Originalbildmaterial als zu abgenutzt galt. Umso sensationeller war der Fund der Originalnoten 2003, die das Werk wieder in die Kinos bzw. die Konzertsäle brachte. Unter dem deutschen Dirigenten Frank Strobel wurde »Alexander Newski« im Filmkonzert zunächst in Berlin (2003) und schließlich in Moskau (2004) erstmals wieder aufgeführt.

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»Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz niederbeugen soll es mich gewiss nicht.« Ludwig an Beethoven an seinen Freund Franz Gerhard Wegeler während der Arbeit an der 2. Sinfonie

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6. Sinfoniekonzert »Scherzo« am 19. & 20. Februar 2017 Antonio Vivaldi Blockflötenkonzert g-Moll op.10 Nr. 2 RV 439 »La notte« Wolfgang Amadeus Mozart Divertimento D-Dur KV 136 Georg Philipp Telemann Blockflötenkonzert C-Dur TWV 52:C1 Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Solist und Musikalische Leitung Maurice Steger

Neben der Violine und dem Cello favorisierte Antonio Vivaldi vor allem Holzblasinstrumente für Solokonzerte, so auch verschiedene Arten von Flöten. Die Konzerte seines op. 10 hatte er allesamt für Blockflöte angelegt, wo einige dieser hochvirtuosen Konzerte – wie im Barock durchaus üblich – programmatische Titel tragen, die die Idealisierung von Natur und Naturstimmungen zum Thema haben. So auch das zweite Konzert diese Reihe, das den bedeutungsvollen Titel »La notte« trägt: »Die Nacht«. Während sich Vivaldi in Italien mit Hingabe dem Solokonzert widmete, tat sich Georg Philipp Telemann zeitgleich in Deutschland schwer mit dieser Gattung, doch konnte er sich der Popularität dieser Musik nicht entziehen. So schrieb auch er Konzerte für Blockflöte, wobei er stilistische Anregungen aus Italien und Frankreich aufnahm und diese gekonnt mit der deutschen sogenannten »gelehrten und arbeitssamen Vielstimmigkeit« verband. Sein Divertimento D-Dur KV 136 schrieb Wolfgang Amadeus Mozart 1772 nieder, als er nach den erfolgreichen Aufführungen seiner Opern »Mitridate« und »Ascanio in Alba« in Mailand ins heimatliche Salzburg zurückkehrte. Die Studien, die er während seines Italienaufenthalts betrieben hatte, flossen nun in drei zierliche Divertimenti ein, die aufeinander Bezug nehmen und allesamt einer dreisätzigen Architektur folgen: auf ein singendes Allegro folgt ein kantables Andante, das wiederum in ein tänzerisches Finale mündet. Im Gegensatz zur 1. Sinfonie schärfte Ludwig van Beethoven mit seiner »Zweiten« deutlich sein Eigenprofil: Der reifere Mozart und nicht mehr der für die Zeit antiquierte Haydn schimmert hier als Inspirationsquelle durch. Mit diesem Werk markierte Beethoven endgültig die Wende von der heiteren und unbeschwerten Klassik hin zur gefühlsgetränkten und schwermütigeren Frühromantik. Die Zeitgenossen reagierten auf dieses Übergangswerk zunächst irritiert, denn dieser »wilden Koloss« entsprach nur bedingt ihren Erwartungshaltungen. Von »wahrem Feueratem« sprach man angesichts der ungestüm-kraftvollen Musik nach der Uraufführung des Werks am 5. April 1803 im Theater an der Wien – eine Aufführung, die die Zuhörer sichtlich in den Bann gezogen hatte.   23


»Ich habe wieder einmal die IX. Mahler-Symphonie durchgespielt. Der erste Satz ist das Allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat. Es ist der Ausdruck einer unerhörten Liebe zu dieser Erde, die Sehnsucht, in Frieden auf ihr zu leben, sie, die Natur, noch auszugenießen bis in ihre tiefsten Tiefen – bevor der Tod kommt.« Alban Berg an seine Frau Helene (1912)

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7. Sinfoniekonzert »Traumgekrönt« am 19. & 20. März 2017 Alban Berg Sieben frühe Lieder Gustav Mahler Sinfonie Nr. 9 D-Dur Solistin Michaela Selinger Musikalische Leitung Stefan Soltesz

»Was lange währt, wird endlich gut« – dieses Sprichwort gilt besonders für die »Sieben frühen Lieder« von Alban Berg. Auf die Poesie von Theodor Storm, Rainer Maria Rilke und anderen Dichtern destillierte er sie in den Jahren 1905 bis 1908 aus früheren Kompositionen. Doch erst 1917 brachte er die Lieder in Reinschrift und es sollte nochmals zehn Jahre dauern, bis er sie sowohl in einer Klavier- als auch in einer Orchesterfassung erstmals publizierte. Das Liedschaffen Gustav Mahlers war ihm in jeder Hinsicht Vorbild: Durch einige der Lieder schimmert unverkennbar die spätromantische Färbung der Musik Mahlers hindurch, andere Lieder wiederum lassen Merkmale der Atonalität erkennen, die Bergs späteres Markenzeichen wurde. Alle Lieder, so unterschiedlich sie stilistisch auch sein mögen, haben eines gemeinsam: Sie tragen die Widmung »Meiner Helene« und sind damit Zeugnis der innigen Beziehung Bergs mit seiner Ehefrau. Die Uraufführung am 26. Juni 1912 der 9. Sinfonie D-Dur sollte ihr Schöpfer nicht mehr erleben. Schon als Gustav Mahler 1908 mit der Komposition begann, waren seine persönlichen Umstände geprägt von Krankheit und Verlust: Im Jahr zuvor war seine Tochter gestorben, bei ihm selbst wurde ein Herzleiden diagnostiziert und er hatte seinen Rücktritt vom Posten des Wiener Hofoperndirektors zu verkraften. An Bruno Walter, der später die Uraufführung mit den Wiener Philharmonikern dirigieren sollte, schrieb Mahler über diese Sinfonie: »Es ist da etwas gesagt, was ich seit längerer Zeit auf den Lippen habe – vielleicht (als Ganzes) am ehesten der IV. an die Seite zu stellen. (Doch ganz anders.)« Beiden Werken, der »Vierten« wie der »Neunten«, sind Gedanken an die Vergänglichkeit immanent. Während aber die »Vierte« in sich geschlossener erscheint, tritt in der »Neunten« deutlich eine Art Brüchigkeit hervor. Auch über diese Verbindung hinaus finden sich in der »Neunten« alle Züge, die charakteristisch für die Sinfonik Mahlers sind; und dennoch beschritt er neue Wege: So beginnt und endet die »Neunte« unkonventionell mit einem langsamen Satz, während die beiden mittleren Sätze schnell sind. Damit wohnt in allem das Prinzip einer quasi unaufgelösten Dialektik inne: Wie Mahler am Beginn des Werks die Entstehung von Musik komponiert, so thematisiert er an dessen Ende ihr Verstummen und richtet den Blick – wie Theodor W. Adorno formulierte – »fragend ins Ungewisse«.   25


»Sicher ist, dass für die Geltung deutscher Musik in der Welt keiner der jungen Generation mehr getan hat, als Paul Hindemith. Im Übrigen ist es heute natürlich nicht anzusehen, welche Bedeutung das Werk Hindemiths einmal für die Zukunft haben wird. […] Wir können es uns nicht leisten, angesichts der auf der ganzen Welt herrschenden unsäglichen Armut an wahrhaft produktiven Musikern, auf einen Mann wie Hindemith so ohne weiteres zu verzichten.« Wilhelm Furtwängler (»Der Fall Hindemith«, 1934)

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8. Sinfoniekonzert »Engelskonzert« am 23. & 24. April 2017 Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 Paul Hindemith Sinfonie »Mathis der Maler« Solist Bernd Glemser Musikalische Leitung Gerd Schaller

Bevor sich Ludwig van Beethoven der Gattung der Sinfonie widmete, eroberte er als blendender Klaviervirtuose die Stadt Wien wie im Sturm. Fünf Solokonzerte sollte er zwischen 1793 und 1809 schreiben, letzteres in Es-Dur gelangte am 28. November 1811 in Leipzig zur Uraufführung und zeigte sich seinem musikalischen Duktus nach von welthistorischen Ereignissen geprägt: Von der Zeit der »Französischen Revolution« und der Befreiungskriege gegen Napoleon ­Bonaparte. Schon seit den frühen 1790er Jahren schwärmte Beethoven von dieser Revolution, deren Ideale »Liberté – Égalité – Fraternité« er durch Napoleon verkörpert sah. Doch als dieser die Kaiserkrone usurpierte, Europa mit Krieg überzog und Wien besetzte, wandelte sich Beethoven zu dessen schärfstem Kritiker. So hat der Komponist das 5. Klavierkonzert mit seinem z. T. militärischen Duktus auch nicht etwa – wie lange Zeit fälschlich vermutet – zu Ehren Napoleons komponiert. Vielmehr spiegeln sich im klanglichen Reichtum der Musik patriotische Gefühle und ein Optimismus, als wollte Beethoven den Sieg über den verhassten Napoleon bereits voraus nehmen. »Alte Volkslieder, Streitgesänge aus der Reformationszeit und der Gregorianische Choral bilden den nährenden Boden für die Musik«, schrieb Paul Hindemith über sein Werk »Mathis der Maler«, das zunächst im Februar 1934 als dreisätzige Sinfonie und zwei Jahre später als Oper zur Uraufführung gelangte. Im Mittelpunkt beider Kompositionen steht der Renaissancekünstler Matthias Grünewald, der Erbauer des berühmten Isenheimer Altares: Mathis erachtet seine Kunst in den Zeiten der Bauernkriege als nebensächlich und ergreift Partei für die kämpfenden Bauern. Doch von diesen und von der Politik bitter enttäuscht, träumt er sich zurück in eine Vision vom Künstlertum als göttlichen Auftrag. Hindemith sah im Schicksal des Malers Parallelen zu seiner eigenen Situation in Deutschland nach 1933. Die Nazis machten ihm das Leben schwer, aus allen Ämtern, die er inne hatte, wurde er entlassen. Nichtsdestotrotz – oder vielleicht gerade deshalb – wurde die Uraufführung der Sinfonie »Mathis der Maler« mit den Berliner Philharmonikern am 12. März 1934 ein voller Erfolg und löste einhellige Begeisterung beim Publikum aus. Alle drei sinfonischen Sätze fanden auch später, wenngleich in anderer Reihenfolge, Eingang in die Oper.   27


»Mein Dekret: nur im Lande bleiben. Wie leicht ist in jedem Flecken dieses erfüllt! Mein unglückseliges Gehör plagt mich hier nicht. Ist es doch, als ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande: heilig, heilig!« Ludwig van Beethoven

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9. Sinfoniekonzert »Pastorale« am 21. & 22. Mai 2017 Georg Philipp Telemann Trompetenkonzert D-Dur TWV 44:1 Igor Strawinsky Concerto in D für Streichorchester Giuseppe Romanino Trompetenkonzert D-Dur Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale« Solist Martin Weller Musikalische Leitung Alexander Joel

Als in den ersten beiden Dekaden des 18. Jahrhunderts das Solokonzert mehr und mehr in Mode kam, konnte sich auch Georg Philipp Telemann dem Boom dieser musikalischen Gattung nicht entziehen. Spätestens als er 1708 als Konzertmeister in Eisenach debütierte, widmete er sich mit Eifer dieser musikalischen Gattung. Zu den bedeutendsten Kompositionen, die Telemann dabei der Trompete zugedacht hat, zählt sein Trompetenkonzert D-Dur, das mit seiner galanten Stimmführung Tendenzen zur Frühklassik erkennen lässt. Dieser so genannte »Galante Stil« findet sich auch in Giuseppe Romaninos Trompetenkonzert D-Dur, was darauf schließen lässt, dass dieses hochvirtuose und mit so mancher spieltechnischen Raffinesse versehene Werk um das Jahr 1760 komponiert wurde. Es war Paul Sacher, Chefdirigent des Baseler Kammerorchesters, der Igor Strawinsky 1946 zu seinem Concerto in D anregte. Strawinsky schuf daraufhin ein reines Streicherstück, mit dem er an die Gattung des barocken Concerto grosso, insbesondere an Bachs »Brandenburgische Konzerte«, anknüpfte. Als ihn Sacher um eine Einführung in das Werk bat, lehnte Strawinsky dieses ab und meinte: »[…] dass das Werk für Streichorchester ist – man wird es sogleich sehen; dass es drei Sätze hat – man wird es im Programm in aller Form lesen; dass es alles andere als atonal ist – wollen Sie nicht dem Publikum das Vergnügen lassen, es selbst zu entdecken?« Seine »Fünfte« und »Sechste« Sinfonie schrieb Ludwig van Beethoven fast zeitgleich in den Jahren 1807 / 1808. Und dennoch könnten beide Werke kaum unterschiedlicher sein. Mutet erstere eher kraftvoll und heroisch an wie ein Revolutionsgemälde, so ist letztere dagegen ein zart tönendes Naturgemälde – der musikalische Inbegriff der Romantik. Das Idealbild der Idylle, das hier beschrieben wird, hatte laut Schiller den Zweck, »den Menschen im Stand der Unschuld, d. h. in einem Zustand des Friedens mit sich selbst und von außen darzustellen«. Die »Pastorale«, wie die 6. Sinfonie auch genannt wird, atmet diese Idylle in jeder Nuance und diente zugleich als Wegweiser in Richtung »Programmmusik«.   29


»Mir scheint, der amerikanische Boden wird eine wohltuende Wirkung auf meine Gedanken haben; und ich möchte fast sagen, Sie können davon schon etwas in der neuen Symphonie hören.« Antonin Dvořák

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10. Sinfoniekonzert »Neue Welt« am 11. & 12. Juni 2017 Charles Ives »The Unanswered Question« Henryk Wienawski Violinkonzert Nr. 2 d-Moll op. 22 Antonín Dvořák Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt« Solist Johannes Denhoff Musikalische Leitung Thomas Wilkins

Charles Ives gilt als Erfinder der klassischen Musik in den USA und avancierte zu einem der Pioniere der musikalischen Moderne. Ein Werk, das die Experimentierlust Ives’ in Bezug auf ungewöhnliche Klangkonstellationen besonders anschaulich macht, ist die 1908 entstandene Komposition »The Unanswered ­Question«, mit der er sich auf philosophische Pfade begab. Im Raum steht laut Ives die immerwährende Frage nach dem Sein, die nie beantwortet werden kann. Musikalisch stellt sich der Komponist dieser Problematik, in dem er mit verschiedenen althergebrachten Formen bricht und u. a. durch das Zusammenstellen neuer Instrumentengruppen sowie durch die abgestufte Dynamik einzelner instru­ mentaler Blöcke eine einzigartige und faszinierende Raumwirkung erzeugt. Der Pole Henryk Wieniawski, ein Zeitgenosse und Weggefährte Chopins, zählt zu den großen Violinvirtuosen des 19. Jahrhunderts. Die meisten seiner Werke komponierte er ausschließlich für den eigenen Gebrauch und passte sie dementsprechend seinen spielerischen Fähigkeiten exakt an. Und die waren von außergewöhnlicher Brillanz, wovon man sich vor allem in den vornehmen Salons in ganz Europa überzeugen konnte. Auch sein Violinkonzert Nr. 2 d-Moll strotzt nur so vor spieltechnischen Herausforderungen und atmet in allen drei Sätzen den Geist der folkloristisch-polnischen Musik. Bis heute zählt es aufgrund seiner melodischen Opulenz zu den beliebtesten Solokonzerten der Romantik. 1892 siedelte sich Antonín Dvořák in New York an und folgte damit einem Ruf an das National Conservatory of Music, an dem er eine junge amerikanische Musikergeneration heranbilden sollte. Er selbst komponierte während seiner dreijährigen »amerikanischen« Periode gleich mehrere Werke, darunter seine Sinfonie Nr. 9 »Aus der Neuen Welt«. Der Anteil genuin amerikanischer Musik in dieser Sinfonie wurde und wird zwar kontrovers diskutiert. Doch ob amerikanisch oder nicht: Dvořák gelang mit seiner »Neunten« ein Schlüsselwerk in der Musikgeschichte des Landes. Die Uraufführung am 16. Dezember 1893 in der New Y ­ orker Carnegie Hall wurde stürmisch bejubelt. Und das Werk avancierte kurz darauf auch in Europa zu Dvořáks größtem Erfolg.   31


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Staatsorchester Braunschweig Neu seit 429 Jahren! Sonderkonzerte

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Lunchkonzerte in der Stadthalle Kunst & Kulinarisches zur Mittagszeit

Seit der Spielzeit 2012 / 2013 erfreuen sich die »Lunchkonzerte« wachsender Beliebtheit und haben aus vielen Braunschweigerinnen und Braunschweigern neue Klassikfans gemacht. Zudem bietet die Lunchkonzert-Reihe die Möglichkeit, die wohlverdiente Mittagspause einmal ganz anders zu verbringen und neue Kraft für den Arbeitsalltag zu schöpfen. Die Programme sind reichhaltig: Für die musikalische Seite sorgen die Mitglieder des Staatsorchesters mit ausgewählten Werken von Barock über Romantik bis zur Moderne. Und für das Kulinarische steht die Gastronomie der Stadthallen GmbH bereit, die Sie mit kleinen Speisen und gepflegten Getränken verwöhnt. Durch die Programme führt Orchesterdirektor Martin Weller. am 31. Oktober 2016 am 28. November 2016 am 27. Februar 2017 am 30. März 2017 am 4. Mai 2017 Die Konzerte beginnen jeweils um 13.00 Uhr. Die jeweiligen Programme entnehmen Sie bitte den Monatsspielplänen.

Kammerkonzerte im Louis-Spohr-Saal am 11. September 2016 am 16. Oktober 2016 am 20. November 2016 am 5. Februar 2017 am 26. März 2017 am 7. Mai 2017 Die Konzerte beginnen jeweils um 11.00 Uhr. Die jeweiligen Programme entnehmen Sie bitte den Monatsspielplänen.

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Filmkonzerte Die Braunschweiger Filmkonzerte haben sich mittlerweile zu einer Institution entwickelt. Seit mehr als zehn Jahren kooperieren das Internationale Filmfest Braunschweig und das Staatsorchester miteinander und sorgen gemeinschaftlich immer wieder für Sensationen und ausverkaufte Häuser. Mit der Aufführung der rekonstruierten Fassung von Fritz Langs »Metropolis« in der Alten Oper Frankfurt gelang dem Staatsorchester 2011 eine Sensation. Auch auf dem Filmfest sorgte dieser Meilenstein der Filmgeschichte wenige Monate später für zwei ausverkaufte Filmkonzerte. Dass Filmkonzert nicht nur klassischer Stummfilm bedeutet, bewiesen Staatsorchester und Filmfest im Jahr 2012: Mit »The Artist« zeigten sie in der Stadthalle erstmals einen aktuellen Film mit großer Orchesterbegleitung. Umjubelter Star des Abends war der Komponist und Oscar-Preisträger Ludovic Bource. Besonderer Gast beim Eröffnungsfilm 2013 »Blancanieves« war der spanische Komponist Alfonso de Vilallonga. 2014 und 2015 wurden erstmals im Filmkonzert aktuelle Tonfilme nebst Soundeffekten vom Orchester begleitet: »Alice im Wunderland« (Regie: Tim Burton & Musik: Danny Elfman) und »Die Päpstin« (Regie: Sönke Wortmann & Musik: Marcel Barsotti). Auch in dieser Spielzeit dürfen sich Konzertliebhaber und Filmfans gleichermaßen auf verschiedene Leinwandspektakel mit Orchesterbegleitung freuen. 7. November 2016 | 20.00 Uhr in der Stadthalle Braunschweig

27. Film+MusikFest Bielefeld vom 21. Oktober bis 6. November 2016 Seit dem Jahr 2010 kooperieren das Film+MusikFest Bielefeld und das Staatsorchester Braunschweig. Auch 2016 wird diese erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt, u. a. mit Charlie Chaplins Stummfilmklassiker »The Kid«. Weitere Filmkonzerte: 6. November 2016 | in der Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld 19. November 2016 | »Modern Times« in Salzgitter-Bad 26. April 2017 | »Alice im Wunderland« in Wolfsburg

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Weihnachtskonzert »In dulci jubilo« – Festliches Advents- und Weihnachtskonzert am 27. November, am 10. und am 25. Dezember 2016 im Großen Haus Weihnachten steht vor der Tür. Das bedeutet jedoch nicht nur geruhsame Vorfreude auf den Nikolaus bei Gänsebraten, Plätzchen oder Glühwein. Für viele von uns wird die Adventszeit nicht selten zum Stress. Volle Straßen, Busse, Weihnachtsmärkte und Kaufhäuser und natürlich die alljährlich wiederkehrende und bohrende Frage: Habe ich auch alle Geschenke? Und vor allem die richtigen? Wie gut dass es zur Entspannung das Staatstheater gibt. Advent und Weihnachten im Theater sind schließlich immer Erlebnisse der besonders festlichen Art. Dieser Grundsatz gilt in diesem Jahr umso mehr, denn erstmals finden das Staatsorchester Braunschweig sowie Chor, Kinderchor und Solisten zusammen, um die vorweihnachtliche Zeit und natürlich Weihnachten selbst gebührend und mit viel Musik zu feiern. »In dulci jubilo« – »In süßer Freude«, so lautet das Konzertmotto. Von Barock bis Modern, quer durch alle Epochen und über alle Ländergrenzen hinweg, vom musikalischen Klassiker wie Johann Sebastian Bachs »Weihnachtsoratorium« bis hin zu Raritäten oder gar noch nie gehörten Neuheiten – für jeden von Klein bis Groß ist etwas dabei, das viel Lust macht auf das Fest aller Feste. Musikalische Leitung Georg Menskes mit Staatsorchester Braunschweig, Chor, Kinderchor und Solisten des Staatstheaters Braunschweig

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Schüler- & Jugendkonzerte | 14+ Meer Impressionismus! am 10. März 2017 im Großen Haus Claude Debussy »La Mer« Moderation Gerda Maiwald Lost in Space am 15. Juni 2017 im Großen Haus Gustav Holst »The Planets« op. 32 Moderation Gerda Maiwald

Konzertprobenwerkstätten

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Flötentöne am 17. Februar 2017 in der Stadthalle Braunschweig Georg Philipp Telemann Blockflötenkonzert C-Dur TWV 52:C1 Solist & Musikalische Leitung Maurice Steger Moderation Martin Weller Anmeldung GerdaMaiwald@staatstheater-braunschweig.de

POP MEETS CLASSIC am 27. April 2017 in der Volkswagenhalle Braunschweig Musikalische Leitung Helmut Imig Moderation Gerda Maiwald Anmeldung GerdaMaiwald@staatstheater-braunschweig.de

Zurück zur Natur am 19. Mai 2017 in der Stadthalle Braunschweig Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale« Musikalische Leitung Alexander Joel Moderation Martin Weller Anmeldung GerdaMaiwald@staatstheater-braunschweig.de

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Klasse im Konzert | 14+ Vor dem Konzertbesuch laden wir zu einer Konzertprobe ins Große Haus ein. Neben einer 30-minütigen Werkeinführung gibt es die Möglichkeit zum Gespräch mit Dirigenten/innen, Solisten/innen und den Orchestermusikern/innen. Anmeldung GerdaMaiwald@staatstheater-braunschweig.de

Expedition zum Sinfoniekonzert | 14+ Zu ausgewählten Sinfoniekonzerten sind Schulklassen ab dem 9. Jahrgang eingeladen, mit eigenen künstlerischen Mitteln intensiv zu Werken und Komponisten zu forschen. Mit Techniken der bildenden Kunst, der Klangkunst, des Tanzes oder des kreativen Schreibens entsteht eine künstlerische Auseinandersetzung mit Themen und Kompositionsprinzipien der jeweiligen Werke. Daneben beinhaltet die Expedition einen Proben- und Konzertbesuch. In Absprache kann die Expedition individuell angepasst werden. Kontakt Gerda Maiwald

Kinderkonzert im Schulpaket | 5+ Wie weit ist es denn noch? Unterwegs mit Mozart am 19. September 2016 im Kleinen Haus Wolfgang Amadeus Mozart Ausgewählte Werke Moderation Gerda Maiwald König Drosselbart am 8. Juni 2017 im Kleinen Haus Gunther Martin Göttsche Singspiel nach einem Märchen der Brüder Grimm Moderation Gerda Maiwald

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Notenkarussell | 5+ Die vier Elemente am 22. & 23. Mai 2017 auf der Probebühne 1 / 2 In der Spielzeit 2015 / 2016 sammelten Kinder Klänge zu den vier Elementen und ließen sie mit Hilfe eines Komponisten zu einem musikalischen Gesamtkunstwerk werden. Daran anknüpfend werden wir noch weiter forschen, wie aus Wasser, Feuer, Erde und Luft Musik entstehen kann.

Kinder- & Familienkonzerte | 5+ Wie weit ist es denn noch? Unterwegs mit Mozart am 18. September 2016 im Kleinen Haus Wolfgang Amadeus Mozart Ausgewählte Werke Moderation Gerda Maiwald Jack und die Bohnenranke am 12. Februar 2017 im Großen Haus Andreas N. Tarkmann Ein Orchestermärchen für Sprecher und großes Orchester Moderation Gerda Maiwald König Drosselbart am 4. Juni 2017 im Kleinen Haus Gunther Martin Göttsche Singspiel nach einem Märchen der Brüder Grimm Moderation Gerda Maiwald

Die Konzertangebote für Kinder, Schüler, Jugendliche und Familie werden großzügig unterstützt von der Braunschweigischen Landessparkasse, der Braunschweigischen Sparkassenstiftung und der Öffentlichen Versicherung.

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Weitere Konzerte Gastkonzerte (Auswahl) am 21. August 2016  | 18.00 Uhr im Kloster Walkenried am 6. September 2016 | 20.00 Uhr im Theater Wolfsburg am 17. September 2016 | 19.30 Uhr im Juleum Helmstedt am 18. September 2016 | 18.00 Uhr im Kaiserdom Königslutter am 2. Oktober 2016 | 19.30 Uhr in Northeim am 18. Oktober 2016 | 20.00 Uhr im Theater Wolfsburg am 19. Oktober 2016 | 20.00 Uhr in der St. Andreas Kirche Seesen am 6. Dezember 2016 | 20.00 Uhr in der Congress Union Celle am 7. Dezember 2016 | 20.00 Uhr im Theater Wolfsburg am 13. Dezember 2016 | 20.00 Uhr im Theater Hameln am 7. Januar 2017 | 20.00 Uhr im Regentenbau Bad Kissingen am 22. Februar 2017 | 20.00 Uhr in der Congress Union Celle am 26. Februar 2017 | 17.00 Uhr in der Konzerthalle Bamberg am 28. Februar 2017 | 20.00 Uhr im Theater Hameln am 7. Mai 2017 | 17.00 Uhr im Regentenbau Bad Kissingen am 9. Mai 2017 | 20.00 Uhr im Theater Wolfsburg am 28. Mai 2017 | 11.30 Uhr im Lessingtheater Wolfenbüttel Weihnachtskonzerte am 27. November, 10. & 25. Dezember 2016 im Großen Haus Neujahrskonzerte (Auswahl) am 1. Januar 2017 | 20.00 Uhr in der Stadthalle Gifhorn am 2. Januar 2017 | 20.00 Uhr in der Stadthalle Braunschweig am 4. Januar 2017 | 20.00 Uhr im Kursaal, Bad Harzburg am 8. Januar 2017 | 18.00 Uhr im Theater Wolfsburg am 9. Januar 2017 | 20.00 Uhr in der Congress Union Celle POP MEETS CLASSIC am 29. April 2017 | 20.00 Uhr in der Volkswagenhalle Braunschweig Klassik im Park am 5. Juni 2017 | ab 15.00 Uhr im Bürgerpark Braunschweig

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Keine Angst vor Klassik Die Förderung von Bildungsprojekten für Kinder und Jugendliche liegt uns als Braunschweigische Landessparkasse besonders am Herzen. Neben Projekten zur Vorbereitung auf die Ausbildung in Theorie und Praxis und die Unterstützung von Bewerbertrainings fördern wir auch immer wieder Projekte, in denen Kunst und Kultur im Mittelpunkt stehen. Über mehrere Jahre gehörte dazu auch das Projekt »Theater.Fieber«, in dem wir gemeinsam mit dem Staatstheater Braunschweig viele Schülerinnen und Schüler an die Schauspielkunst herangeführt haben. Inzwischen sind Schulpartnerschaften mit einer Vielzahl von Schulen im gesamten Braunschweiger Land entstanden. In der Spielzeit 2016 / 2017 begleiten wir erstmalig gemeinsam mit unserer Braunschweigischen Sparkassenstiftung den Bereich Konzertpädagogik mit seinen Kinder- und Jugendkonzerten. Die Idee des Braunschweigischen Staatstheaters, junge Menschen für Klassik zu begeistern, ist überaus unterstützenswert. Für alle Altersstufen werden Konzerte angeboten und pädagogisch begleitet. Mit dem Projekt werden Berührungsängste vor klassischer Musik abgebaut und die Grundlagen des Zuhörens und Zuschauens vermittelt. Mit der Förderung dieser und ähnlicher Projekte wollen wir – oft auch gemeinsam mit unserer anlässlich unseres 250. Geburtstages im Jahr 2015 gegründeten Braunschweigischen Sparkassenstiftung – die Lebens- und Bildungschancen der Bürgerinnen und Bürger im Braunschweiger Land nachhaltig verbessern.

Christoph Schulz Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Landessparkasse und Vorstandsmitglied der NORD / LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale

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Staatsorchester Braunschweig Neu seit 429 Jahren! KĂźnstlerbiografien

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Johannes Denhoff war bereits mit 13 Jahren Jungstudent in Münster. Nachdem er auf zahlreichen nationalen Wettbewerben als Sieger hervorgegangen war, erhielt er ein Stipendium der Stiftung Musikleben des deutschen Musikrates. Nach seinem Studium in Köln wurde er im Alter von nur 24 Jahren als damals jüngster Konzertmeister der Bundesrepublik bei den Remscheider Sinfonikern engagiert. 1984 wechselte er in der gleichen Position zum Staatsorchester Braunschweig. Zahlreiche kammermusikalische Tätigkeiten sowie Rundfunk- und CD-Einspielungen zeugen von seiner künstlerischen Vielseitigkeit. Bernd Glemser erhielt mit 7 Jahren seinen ersten Klavierunterricht und gewann als Schüler von Vitalij Margulis ab 1981 hintereinander 17 internationale Musikwettbewerbe (u. a. Cortot, Rubinstein, Busoni und den ARD Musikwettbewerb 1987). Seitdem gehört er zu den gefragtesten Pianisten weltweit. Sein Repertoire umfasst zahlreiche Werke quer durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart hinein. Dabei gilt er als Spezialist für das Klavier-Œuvre von Franz Liszt, Alexander Skrjabin, Ferruccio Busoni und Sergei Rachmaninow. Anlässlich Rachmaninows 100. Geburtstag interpretierte er dessen 3. Klavierkonzert unter Wolfgang Sawallisch in Philadelphia. Unter seinen mehr als 30 CD-Einspielungen finden sich Gesamtaufnahmen der Sonaten Robert Schumanns und Sergej Prokofjews. Für sein künstlerisches Wirken wurde er mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Andor-Foldes-Preis (1992), dem Europäischen Pianisten-Preis (Zürich 1993), dem Bundesverdienstkreuz (2003), dem Kunstpreis der Stadt Würzburg (2006) und dem Kulturpreis der E.ON Bayern AG (2012). Noch als immatrikulierter Studierender wurde er 1989 als Professor an die Hochschule für Musik Saar nach Saarbrücken berufen. Seit 1996 ist er Professor an der Hochschule für Musik Würzburg. Auf dem Braunschweiger Konzertpodium war er zuletzt im Februar 2016 mit Beethovens 2. Klavierkonzert zu erleben.

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Andrey Godik wurde 1989 in Moskau geboren und begann das Musikstudium im Fach Oboe bereits im Alter von sechs Jahren. 1996 kam er an die Gnesinyh Musikschule, die er 2003 mit Auszeichnung abschloss. 2004 begann er sein Studium an der Zentralen Musikfachschule am Moskauer Konservatorium »Peter-I.-Tschaikowsky« und vertiefte seine Studien bei dem Oboisten Dmitriy Kotenok. 2008 wurde er in der Klasse von Prof. Francois Leleux an der Hochschule für Musik und Theater München angenommen und war zudem Student von Prof. Ingo Goritzki. Weitere Anregungen erhielt er auf zahlreichen Meisterkursen. 2011 wurde er Stipendiat von »Live Music Now«, einer Stiftung, die der Geiger Yehudi Menuhin ins Leben gerufen hatte. In der Saison 2012 / 2013 war er Akademist der Münchner Philharmoniker. Seit 2015 ist er als Solo-Oboist im Staatsorchester Braunschweig engagiert. Alexander Joel war von 2007 bis 2013 Generalmusikdirektor des Staatstheaters Braunschweig und dirigierte in dieser Position eine Vielzahl an Opern und Konzerten, zuletzt u. a. Verdis »La Traviata« auf dem Burgplatz, Wagners »Parsifal« im Großen Haus und Bruckners 9. Sinfonie und »Te Deum« in der Stadthalle. Er studierte zunächst Klavier und Komposition in Wien und begann 1991 dort sein Dirigierstudium am Konservatorium der Stadt, das er 1996 mit Auszeichnung abschloss. Es folgten Stationen als Kapellmeister an den Opernhäusern in Baden bei Wien, Klagenfurt und an der Wiener Volksoper. Ab der Spielzeit 2001 / 2002 war er als erster Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein engagiert. Als Opern- und Konzertdirigent ist er seit vielen Jahren international tätig. Zukünftige Projekte führen ihn u. a. an die Vlaamse Opera Antwerpen (»Simone Boccanegra«), die Volksoper Wien (»La Traviata«), das Royal Opera House Covent Garden nach London (»Rigoletto«) sowie nach Amsterdam (»Manon Lescaut«) und an das Staatstheater Wiesbaden (»Der Ring des Nibelungen«). Auf seinem aktuellen Terminplan finden sich zudem Sinfoniekonzerte in Genf, Brno, Wiesbaden und Antwerpen.

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Sara Kim geboren 1988 in Daejon / Südkorea, erhielt ihren ersten Violinunterricht mit acht Jahren an der Gnessin Musikakademie Moskau. 2006 wechselte sie an die Musikhochschule »Hanns Eisler« nach Berlin und tauschte die Violine endgültig gegen die Viola ein. Seit ihrem Abschluss 2014 an der Berliner Universität der Künste absolviert sie das Zertifikatsstudium Meisterklasse bei Prof. Nils Mönkemeyer an der Hochschule für Musik und Theater in München. Erst kürzlich gewann die bereits vielfach international ausgezeichnete Künstlerin den renommierten »Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb« in Berlin im Fach Viola. Nach zahlreichen Solo- und Kammermusikauftritten deutschlandweit, ist sie seit 2013 als Solo-Bratschistin im Staatsorchester Braunschweig engagiert und war solistisch 2015 in der Braunschweiger Sinfoniekonzertreihe bereits mit Béla Bartók Konzert für Viola und Orchester zu erleben. Sie spielt auf der Bratsche von Paolo Antonio Testore (Mailand um 1740), eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben. Gerd Schaller begann seine dirigentische Laufbahn 1993 an der Staatsoper Hannover, wechselte 1998 als Erster Kapellmeister an das Staatstheater Braunschweig, und wirkte von 2003 bis 2006 als Generalmusikdirektor am Theater Magdeburg. Seither arbeitet er als Gastdirigent mit zahlreichen bekannten Orchestern im In- und Ausland. Insbesondere widmet er sich der Wiederentdeckung vergessener Opern und Raritäten des Konzertrepertoires. So wurde u. a. seine Wiederaufführung von Carl Goldmarks Oper »Die Königin von Saba« ebenso wie die Ersteinspielung der »Fedra« von Johann Simon Mayr in Kooperation mit dem Norddeutschen Rundfunk begeistert gelobt. Großen Beifall von Publikum und Kritik erhielt auch Schallers Interpretation der romantischen Oper »Merlin« von Carl Goldmark, die er in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk auf CD herausbrachte (ECHO Klassik-Preis 2010). Des Weiteren feierte er bedeutende Erfolge im deutschen und italienischen Fach mit Werken von Richard Wagner, Richard Strauss und Giuseppe Verdi. Im Konzertbereich erarbeitete er sich ein vielfältiges Repertoire und arbeitet europaweit als Gastdirigent mit vielen renommierten Orchestern zusammen. 2011 startete er mit der von ihm gegründeten Philharmonie Festiva eine Gesamteinspielung der Sinfonien Anton Bruckners, der nun das sinfonische Œuvre von Johannes Brahms folgt. Zudem ist er Gründer und künstlerischer Leiter des Ebracher Musiksommers.

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Michaela Selinger erhielt ihre Gesangsausbildung an der Universität für Musik in Wien sowie am Konservatorium Basel. Sie begann ihre Theaterlaufbahn am Stadttheater Klagenfurt und am Landestheater Innsbruck, bevor sie von 2005 bis 2010 zum Ensemble der Wiener Staatsoper gehörte. Gastengagements führten die Mezzosopranistin u. a. zum Glyndebourne Festival sowie an die Opernhäuser nach Hamburg, Essen, Lyon, Rom und Straßburg, wo sie Partien wie Cherubino (»Le nozze di Figaro«, W.A. Mozart), Octavian (»Der Rosenkavalier«, R. Strauss), Mélisande (»Pelléas et Mélisande«, C. Debussy) oder Charlotte (»Werther«, J. Massenet) interpretierte. 2013 erschien die mehrfach ausgezeichnete CD-Einspielung von Dvořáks »Stabat Mater« unter der Leitung von Philippe Herreweghe. Sie ist Trägerin des Eberhard Wächter Preises für Nachwuchssänger der Staatsoper Wien. Erst kürzlich gab sie mit Mozarts »Requiem« ihr Debüt im Großen Saal des Konzerthauses Wien und trat an gleicher Stelle auch in Beethovens 9. Sinfonie unter Georges Prêtre auf. Zudem gastierte sie im Oktober und November 2014 als Idamante (»Idomeneo«, W.A. Mozart) an der Oper Leipzig und als Charlotte am Aalto Theater Essen. Zukünftige Verpflichtungen in Oper und Konzert führen sie u. a. zu den Salzburger Festspielen sowie als Brangäne in Wagners »Tristan und Isolde« an die Polnische Nationaloper Warschau. Stefan Soltesz war von 1997 bis 2013 Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker und Intendant des Aalto-Theaters. Der gebürtige Ungar studierte an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst Dirigieren bei Hans Swarowsky sowie Komposition und Klavier. Nach Stationen als Dirigent in Wien und Graz und als musikalischer Assistent von Karl Böhm, Christoph von Dohnányi und Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen war er von 1983 bis 1985 ständiger Dirigent der Hamburgischen Staatsoper. In gleicher Position war er von 1985 bis 1997 an der Deutschen Oper Berlin tätig. Als Generalmusikdirektor wirkte er von 1988 bis 1993 am Staatstheater Braunschweig. Von 1992 bis 1997 hatte er die Position des Chefdirigenten der Flämischen Oper Antwerpen / Gent inne. Er dirigiert regelmäßig an allen großen Opernhäusern weltweit und leitet Sinfoniekonzerte und Rundfunkaufnahmen in zahlreichen Metropolen, wobei er immer wieder mit renommierten Orchestern zusammenarbeitet. Seine CD-Einspielungen umfassen u. a. Opern von Giacomo Puccini, Giuseppe Gazzaniga und Alexander von Zemlinsky, Arien und Lieder mit Grace Bumbry, Lucia Popp und Dietrich Fischer-Dieskau sowie Alban Bergs »Lulu-Suite« und Hans Werner Henzes Orchesterwerk »Appassionatamente plus« mit den Essener Philharmonikern und der Sopranistin Julia Bauer. Im Rahmen seiner Intendanz und der Arbeit als Generalmusikdirektor erhielten das Aalto-Musiktheater und die Essener Philharmoniker mehrfach   55


Auszeichnungen und Preise, u. a. 2004 den »Großen Kulturpreis der Rheinischen Sparkassen« und 2008 die Ernennung zum »Opernhaus und Orchester des Jahres«. Überdies erfolgte 2009 die Ehrenauszeichnung zum »Bürger des Ruhrgebietes«, 2010 die Ernennung zum Professor h.c. durch das Land NRW und 2012 zum Ehrendirigenten des Staatsorchesters Braunschweig. Maurice Steger ist es gelungen, sich mit seiner weltweiten Konzerttätigkeit als Blockflötensolist sowie mit zahlreichen preisgekrönten CD-Einspielungen als einer der beliebtesten Solisten auf dem Gebiet der Alten Musik zu etablieren. Besonders gefragt ist er u. a. bei Ensembles, die sich der historischen Aufführungspraxis gewidmet haben wie z. B. der Akademie für Alte Musik Berlin oder Musica Antiqua Köln. Aber auch in der zeitgenössischen Musik ist der Künstler zuhause. Zwei Solokonzerte für Blockflöte und Orchester brachte er 2009 zur Uraufführung. Nach Studien bei Marcus Creed in Stuttgart sowie angeregt durch Reinhard Goebel ist er seit einigen Jahren auch als Dirigent tätig. Auf dem Braunschweiger Konzertpodium war er zuletzt im Februar 2015 sowohl als Solist wie auch als Dirigent mit Werken von Vivaldi, Wagenseil und Mozart zu erleben. Ernst van Tiel studierte Klavier und Schlagzeug am Konservatorium in Utrecht. Gastdirigate führten ihn zu den großen Radiosinfonieorchestern seines Heimatlandes. Beim Philharmonischen Orchester Rotterdam war er Assistent von Valery Gergiev und erarbeitete hier ein breites Repertoire mit Werken von Beethoven, Berlioz, Mendelssohn, Bruckner und Schostakowitsch. Dank seiner Zusammenarbeit mit Gergiev wird er immer wieder ans Marinsky-Theater nach St. Petersburg eingeladen, wo er u. a. Produktionen von »Rigoletto«, »Elektra« oder »Die Frau ohne Schatten« dirigierte. Weitere Gastverpflichtungen führten ihn in Konzert und Oper durch ganz Europa, u. a. ans Teatro Comunale di Bologna, zum Orchestre de Paris, zum Philharmonischen Orchester Brüssel, zum Concertgebouw Orchester Amsterdam und zum London Symphony Orchestra. 2012 wurde er zum Chefdirigenten des Baltic Filharmonic Orchestra berufen. Mit den Brüsseler Philharmonikern spielte er 2011 den Soundtrack zu dem oscarprämierten Film »The Artist« ein und tourt seitdem durch ganz Europa, um diese Komposition auf dem Konzertpodium zu präsentieren. Im November 2012 war er mit »The Artist« auch im Braunschweiger Filmkonzert zu Gast. Am Staatstheater Braunschweig hatte er zuletzt die musikalische Leitung von Meyerbeers »Le prophète« inne.

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Martin Weller studierte Musikwissenschaft und Kunstgeschichte in Göttingen sowie Instrumentalmusik in Hamburg. Nach einem kurzen Engagement an der südfranzösischen Landesbühne wurde er 1983 Solotrompeter des Staatsorchesters Braunschweig. Er ist Mitglied mehrerer Kammerensembles, wirkte bei zahlreichen CDEinspielungen und Rundfunkaufnahmen mit und gastierte u. a. bei den Sinfonieorchestern des NDR und WDR, beim Gewandhausorchester Leipzig und beim Bayerischen Staatsorchester München. Als Solist arbeitete er z. B. mit den Dresdener Kapellsolisten, dem Leipziger BachEnsemble und den Münchner Bachsolisten zusammen. Seit 1998 managt er das Staatsorchester Braunschweig und nimmt als Orchesterdirektor des Staatstheaters Braunschweig auch Aufgaben als Programmgestalter und Musikvermittler wahr. Wesentliche Beiträge leistete er bei der Entwicklung der Braunschweiger Burgplatzbespielung, der Lunchkonzerte und von Formaten wie »Klassik im Park«. Zudem realisierte er eine Reihe von Filmkonzertprojekten, die mit den deutschen Erstaufführungen von »The Artist«, »Blancanieves« und der rekonstruierten Fassung von Fritz Langs »Metropolis« das Profil des Braunschweiger Orchesters geprägt haben. Als Leiter der FESTLICHEN TAGE NEUER MUSIK konnte die deutsche Erstaufführung des »Helikopter-Streichquartetts« von Karlheinz Stockhausen nach Braunschweig holen. Radio Okerwelle produziert mit ihm regelmäßig Kurzeinführungen zur klassischen Musik. Seit der Wiedereröffnung des Scharoun-Baus ist er auch künstlerischer Berater und Musikvermittler am Theater Wolfsburg. Immer wieder arbeitete er auch als Lehrbeauftragter im Bereich interdisziplinärer Kunstvermittlung an den Universitäten in Hannover, Kassel und an der TU Braunschweig. Thomas Wilkins wurde in Norfolk / Virginia (USA) geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung am Shenandoah Conservatory sowie am New England Conservatory of Music in Boston. Nach ersten Verpflichtungen als Dirigent des Richmond Symphony Orchestra, des Detroit Symphony Orchestra und des Florida Orchestra wurde er 2005 zum Chefdirigent des Omaha Symphony Orchestra berufen, eine Position, die er bis heute inne hat. Zudem ist er Principal Conductor des Hollywood Bowl Orchestra und seit 2011 musikalischer Leiter der Familien- und Jugendkonzerte des Boston Symphony Orchestra. Er dirigierte nahezu alle renommierten Orchester der USA, einschließlich des Philadelphia Orchestra, des Cleveland Orchestra und des Boston Pops Orchestra. In der Saison 2015 / 2016 gab er sein Debüt bei den New Yorker Philharmonikern. Lehrtätigkeiten führten ihn an die North Park University, an die Virginia Commonwealth University sowie an die Universität von Tennessee nach Chattanooga.

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Staatsorchester Braunschweig Neu seit 429 Jahren! Service

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Karten / Vorverkauf Karten und Abonnements Kassenhalle Großes Haus, Mo bis Sa 10.00  bis 18.30 Uhr vom 27. Juni bis 6. August: Mo bis Fr 10.00 bis  18.30 Uhr Sa 10.00 bis 14.00 Uhr Telefonischer Vorverkauf und Kartenversandservice Mo bis Fr 8.00  bis 18.00 Uhr | Sa 8.00  bis 13.00 Uhr | Telefon (0531) 1234 567 Online-Kartenverkauf www.staatstheater-braunschweig.de Der Vorverkauf der Vorstellungen im freien Verkauf für einen Kalendermonat beginnt jeweils am 1. des Vormonats. Sollte der erste Tag des Vormonats auf einen Sonn- oder Feiertag fallen, beginnt der Vorverkauf am Samstag (ausgenommen Sonderveranstaltungen und Gastspiele). Reservierte Karten werden bei Lastschriftverfahren gegen Gebühr zugeschickt. Bei Abholung gilt die angegebene Reservierungsfrist, in der die Karten an der Tageskasse abgeholt werden müssen. Die Abendkasse öffnet in den Spielstätten eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Im Haus Drei öffnet die Abendkasse 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung. An der Abendkasse erhalten Sie ausschließlich Karten für die jeweilige Vorstellung. Weitere Vorverkaufsstellen • Geschäftsstellen der Braunschweiger Zeitung und der neuen Braunschweiger • Braunschweig Stadtmarketing GmbH, Touristinfo, Kleine Burg 14, 38100 BS • Musikalienhandlung Bartels, Schlosspassage 1, 38100 BS • Wolfsburger Allgemeine, Porschestraße 74, 38440 Wolfsburg • Kulturbund Wolfenbüttel, Stadtmarkt 7 A, 38300 Wolfenbüttel • Konzertkasse Gifhorn, Steinweg 78, 38518 Gifhorn

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Preise / Abonnement Platzgruppen Stadthalle Sinfoniekonzerte

PG I

36,00

PG II

33,00

PG III

29,00

PG IV

23,00

PG V

20,00

PG VI

16,00

Abonnement Sinfoniekonzerte | Stadthalle Braunschweig Bei diesen Abos erleben Sie alle zehn Sinfoniekonzerte mit dem Staatsorchester Braunschweig. Sie haben die Wahl zwischen den Konzerten am Sonntag um 11.00 Uhr oder am Montag um 20.00 Uhr. Am Sonntagvormittag bieten wir zudem eine Kinderbetreuung an. Wenn Sie zu unseren Konzerten mit dem Auto kommen, sollten Sie sich diesen Vorteil sichern: Zusammen mit dem Abo können Sie zehn Ausfahrtscheine zum Vorzugspreis erwerben. Sollten Sie an einem Konzerttermin keine Zeit haben, behält der Ausfahrtschein seine Gültigkeit. sonntags um 11.00 Uhr

montags um 20.00 Uhr

25.09.2016 1. Sinfoniekonzert 26.09.2016 1. Sinfoniekonzert 23.10.2016 2. Sinfoniekonzert 24.10.2016 2. Sinfoniekonzert 13.11.2016 3. Sinfoniekonzert 14.11.2016 3. Sinfoniekonzert 11.12.2016 4. Sinfoniekonzert 12.12.2016 4. Sinfoniekonzert 15.01.2017 5. Sinfoniekonzert 16.01.2017 5. Sinfoniekonzert 19.02.2017 6. Sinfoniekonzert 20.02.2017 6. Sinfoniekonzert 19.03.2017 7. Sinfoniekonzert 20.03.2017 7. Sinfoniekonzert 23.04.2017 8. Sinfoniekonzert 24.04.2017 8. Sinfoniekonzert 21.05.2017 9. Sinfoniekonzert 22.05.2017 9. Sinfoniekonzert 11.06.2017 10. Sinfoniekonzert 12.06.2017 10. Sinfoniekonzert Platzgruppe   I    II    III    IV    V    VI Preise in Euro   270,00 

247,50  217,50 

172,50 

150,00 

120,00

  61


Sitzplan Stadthalle

Platzgruppen

62 

I

II

III

IV

V

VI


Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter Ehrendirigent

Sabine Renz

Christian Bußmann

Horn

Stefan Soltesz

Karin Allgeier

Roxana Blaga

Àaron Könczei

Orchesterdirektor

Barbara Buschenhenke

Jan Bauer

Michael Klamp

Martin Weller

Maria Brunner

Gastdirigenten/innen

Claudia Wink

Kontrabass

Robert Vogel

Srba Dinić

Karlis Norde

Christian Horn

Martin Hecht

Helmut Imig

N.N.

Ulrich Förste

Jens Köhli

Norbert Wetzel

N. N.

Alexander Joel

Sophie Günther

Gerd Schaller

2. Violine

Siegfried Dietrich

Stefan Soltesz

George Dudea

Michael Klaus

Trompete

Maurice Steger

N.N.

Wen-Jyun Lai

Martin Weller

Ernst van Tiel

Luciana Duta

Corinna Mitterer

Dennis Melzer

Thomas Wilkins

Winfried Bolte

Orchesterinspektor

Uwe Wagner

Harfe

Schulz-Klingner

Martin Wiese

Anja Schönfelder

N.N.

N. N.

Mitarbeiterin des

Cornelia Rumpp

Orchesterbüros

Wiktor Gazda

Flöte

Kerstin Werner

Marit Kipping

Günther Westenberger

Posaune

Dramaturgie

Anne Rose van Gils

Sandrine Vialette

N. N.

Christian Steinbock

Yun Ji Lee

Hanna Reuter

Stefan Zitka

Konzertpädagogin

Mohammed Hassan Ali

Tilmann Russ

Andreas Günther

Gerda Maiwald

Mao Takasaki

Friedemann

N. N.

Heinrich Auhage Oboe

Orchestervorstände Robert Vogel

Viola

Andrey Godik

Tuba

Winfried Bolte

Sara Kim

Christiane Knetsch

Henricus Lüschen

Martin Hecht

Daniel Jerzewski

Nicolai Borggrefe

Orchesterwarte

Jenny Salomon-Christ

Eriko Kößler-Nambu

Christoph Glaßmann

Susanne Scholz

Dumitru Manolache

Ulrike Simpfendörfer

Klarinette

Winfried Junius

Steffen Schöne

Frank Strauch

Matthias Lang

1. Violine

Matthias Ebert

Wolfgang Bayer

Jörg Oesterle

Johannes Denhoff

Hans-Ullrich Kolf

N. N.

Jannik Fröhlich

Felix Gutgesell

Hubertus von Conta

Michael Hussing

Alexander Lenk

Josef Ziga

Violoncello

Fagott

Solisten/innen

Mihalj Kekenj

Karl Huros

Jusara Moser

Bernd Glemser

Martin Baumgarte

Guchao Zhao

Berthold Weber

Michaela Selinger

Mari Ono

Henning Bundies

Georg Renz

Maurice Steger

Wolfgang Brodbeck

Christoph

Alfred Böhm

Luisa Heimbrock

Lagemann-Wink

Pauke & Schlagzeug Jörn Hansen

Joachim Heimbrock

  63


Textnachweise

Die Texte zu den Konzerten sind Originalbeiträge von Christian Steinbock. Der Text »Musik, die unbeantwortete Frage« ist ein Originalbeitrag von Martin Weller.

Bildnachweise

Johannes Denhoff Karl-Bernd Karwasz Bernd Glemser Olli Rust Andrey Godik privat Alexander Joel Karl-Bernd Karwasz Sara Kim Urban Ruths Gerd Schaller Cella Seven Michaela Selinger Saad Hamza Stefan Soltesz Matthias Jung Maurice Steger Marco Borggreve Ernst van Tiel privat Martin Weller Martin Wiese Thomas Wilkins privat

Impressum

Herausgeber Staatstheater Braunschweig, Am Theater, 38100 Braunschweig Generalintendant Joachim Klement Verwaltungsdirektor Stefan Mehrens Redaktion Christian Steinbock, Martin Weller, Martin Wiese Fotos Volker Beinhorn Konzept Heinrich Kreyenberg Gestaltung, Satz Caroline Drechsel Druck oeding print GmbH, Braunschweig Redaktionsschluss 2. Mai 2016 Änderungen vorbehalten.

Das Staatstheater Braunschweig ist eine Das Staatstheater Braunschweig wird Einrichtung des Landes Niedersachsen gefördert von der Stadt Braunschweig

Das Staatstheater Braunschweig ist Mitglied der European Theatre Convention

Kulturpartner

Das Staatstheater Braunschweig ist Mitglied von Opera Europa

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Staatsorchester Braunschweig Konzerte Spielzeit 2016 / 2017  
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