Die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Juni 2020
smalltalk INHALT S. 1 Corona: Gespräch mit Stefan Metzker und Sven Staender S. 4 Wie Corona die Arbeit am SMA verändert hat S. 6 Klärende Antworten auf dringende HR-Fragen
Foto: Georg Liesch, Chirurgie
S. 8 Wir gratulieren
Editorial Liebe Leserinnen und Leser «Wie hat Corona Ihre Arbeit verändert, und was haben Sie am meisten vermisst?» Smalltalk hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den unterschiedlichsten Bereichen des SMA diese Fragen gestellt. Ihre Antworten lesen Sie ab Seite 4. In diesen ersten Juniwochen scheint das Ärgste der Corona-Krise überstanden zu sein. Im SMA werden wieder sämtliche Operationen durchgeführt, Restaurants und Geschäfte sind wieder offen und unsere Kinder gehen wieder zur Schule. Es herrscht also «Normalität», wenn auch mit Einschränkungen. Zeit also für einen Rück- und Ausblick und eine erste Corona-Zwischenbilanz. Stefan Metzker und Sven Staender haben diese für den smalltalk gezogen. Wie sie ausfällt, und warum man sich von der neuen «Normalität» nicht täuschen lassen soll, erfahren Sie im Interview ab Seite 1. Es macht den Auftakt zu dieser Corona-Sondernummer. Die Redaktion wünscht Ihnen einen schönen, in jeder Hinsicht möglichst normalen Sommer. Marco Winz
März: Die SMA-Mitarbeitenden erfahren Solidarität - und bedanken sich.
Coronafrühling 2020 – eine Zwischenbilanz Im smalltalk-Gespräch sprechen Stefan Metzker und Sven Staender darüber, wie sie die vergangenen Corona-Wochen erlebt haben, was das SMA aus der Krise lernen kann und wie Corona ihr persönliches Leben verändert. (mwn.) Am 16. März erklärte der Bundesrat die ausserordentliche Lage. Wenn Sie zurückdenken, was waren zu diesem Zeitpunkt die grössten Herausforderungen für das SMA? Sven Staender: Es war einerseits der Zeitdruck, unter dem alles stand. Wir mussten zusätzliche Intensivkapazitäten inklusive Beatmungsplätze schaffen, den Notfall verstärken, die Isolierstation erweitern etc. Das wiederum hiess, Einsatzpläne fürs Personal neu zu schreiben, Personal zu schulen und Material in Windeseile zu beschaffen. Die andere Herausforderung war, dass wir das alles basie-
rend auf einer dürftigen Faktenlage angehen mussten. Niemand konnte genau sagen, wann der Ansturm kommt und wie gross die Belastung der Spitäler wirklich werden würde. Stefan Metzker: Wichtig war zudem, dass wir uns so organisierten, dass wir agil blieben und rasch auf Veränderungen reagieren konnten. Was ist aus heutiger Sicht gut gelaufen? Wo gab es Probleme? Stefan Metzker: Mein erster leider etwas archaischer und damit autoritärer Reflex war es, die Zügel in die Hand zu nehmen und die Probleme mit einer stark hierarchischen 1
Fokus
«Die Situation ist mit einem Schwelbrand vergleichbar, der jederzeit wieder aufflackern kann.»
«Mich hat beeindruckt, was wir als Team in kurzer Zeit auf die Beine stellen konnten.» PD Dr. med. Sven Staender Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin
Dr. med. Stefan Metzker, CEO
Organisation anzugehen. Dann machten wir aber schnell die positive Erfahrung, dass sich alle im Team ja gut ergänzten, wir als Kollektiv stark waren und gemeinsam auch rasch gute Lösungen fanden. Sven Staender: Es ist eigentlich alles gut gelaufen und diese Erfahrung hat mich sehr beeindruckt: Wirklich jeder im Spital hat mitgezogen. Und genau dieser «Spirit», der das Spital ausmacht, war der grosse Erfolgsfaktor. Darauf dürfen wir alle stolz sein. Probleme gab es genug, aber durch eben dieses Engagement und die Flexibilität aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten die Probleme irgendwie gelöst werden. Würden Sie rückblickend etwas anders machen? Sven Staender: Im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer und jetzt ist es einfach zu sagen, dass wir wahrscheinlich den Routinebetrieb in den Sprechstunden oder den OP-Sälen vielleicht noch ein paar Tage länger hätten laufen lassen können. Wir standen damals aber unter dem Eindruck der Bilder aus Italien und mussten befürchten, dass es uns ähnlich trifft. Stefan Metzker: Heute bin ich auch versucht zu sagen, dass wir am Anfang ruhig noch etwas mehr auf unsere Improvisationsfähigkeit hätten vertrauen dürfen. Auch den sehr 2
schnellen und nahezu vollständige Fokuswechsel auf Corona würde ich aus heutiger Sicht ein Stück weit hinterfragen. Dazu muss man sagen, dass auch die Improvisation und entsprechende Organisationsformen eprobt sein müssen und dass das vor allem Vertrauen benötigt. Jetzt wissen wir, dass wir das beim nächsten Mal können. Aufgrund des Mangels an Schutzmaterialien hat das SMA rasch selbst die Initiative ergriffen, um mitzuhelfen, dieses Material zu beschaffen. Wie kam es dazu? Stefan Metzker: Auslöser war ein dringender Aufruf der Kantonsapotheke um Mithilfe bei der Beschaffung von Schutzmasken und -anzügen etc. Aufgrund meiner früheren Tätigkeit als CEO einer internationalen Firma im Medizinalproduktebereich verfüge ich auch heute noch über entsprechende Kontakte, unter anderem in China. Dies erwies sich in dieser Situation als Glücksfall. Dank dieser Kontakte war es möglich, dass dringend benötigtes Schutzmaterial nach Zürich eingeflogen werden konnte. Das Material kam vielen Spitälern, auch in anderen Kantonen, zugute. Zudem war es mir ein Anliegen, unsere strategische Rolle als starker Pfeiler im regionalen Gesundheitswesen auch in dieser Krisensituation zu leben und etwas für unsere Partner zu tun, nicht zuletzt auch für die Geblog (Red.: Beschaffungsgemeinschaft von Spitälern).
Was konnte das SMA in diesen anspruchsvollen Wochen lernen? Sven Staender: Mich hat es sehr beeindruckt, was wir als Team in kurzer Zeit alles auf die Beine stellen konnten. Die intensive Zusammenarbeit, auch im Führungsstab, war nicht nur ein wichtiger Erfolgsfaktor, sondern hat gezeigt, dass man durch enge und häufige Koordination und Kooperation ein Spital sehr effizient führen kann. Stefan Metzker: Wir konnten die überschaubare Grösse unseres Haus ausspielen. Die kurzen Wege und der Umstand, dass man sich kennt und gut zusammenarbeitet, erwiesen sich in dieser schwierigen Zeit als enormer Vorteil. Hat Corona für Sie persönlich und Ihr Leben etwas verändert? Stefan Metzker: Die Krise hat mich daran erinnert, dass unser gegebener und funktionierender Alltag nicht selbstverständlich ist. Sie war aber auch eine Chance für den Zusammenhalt und dafür, eine grosse Herausforderung gemeinsam zu meistern. Diese Erfahrungen motivieren mich aber auch, unsere ausgeprägte Individualität und unsere Anspruchshaltung zu überdenken. Sven Staender: Ja, ich mache Ferien in der Schweiz und freue mich auf ein paar ruhige Tage im Engadin mit Wandern und Aquarellmalen.
Was ist in der aktuellen Normalisierungsphase besonders wichtig? Stefan Metzker: Die Belastung der Mitarbeitenden war unterschiedlich und von unterschiedlicher Art. Zusammen haben wir die Herausforderung jedoch im Vergleich mit anderen Häusern gut gemeistert. Das gibt mir eine gewisse Befriedigung. Ich wünsche mir nun, dass wir mit diesem Selbstbewusstsein die Nach-Krisenzeit angehen und auch den Schwung mitnehmen, der in den letzten Monaten stark spürbar war. Sven Staender: Wir müssen einerseits versuchen, den Rückstand bei den Operationen und ambulanten Betreuungen aufzuholen und anderseits die Ressourcen bei den Mitarbeitenden nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist ein schmaler Grat, auf dem wir uns hier bewegen. Wie schätzen Sie das Risiko einer zweiten Welle ein? Sven Staender: Wir müssen lernen, nun mit diesem Virus und anderen Viren zu leben. Das Virus ist ja nicht plötzlich aus der Welt und somit wird die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Anstiegs von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängen, zum Beispiel von der Einhaltung der Hygiene-Massnahmen, vom Umgang mit Grossveranstaltungen, von der Reisetätigkeit usw. Diese Faktoren können wir aber nicht direkt beeinflussen.
Das Virus wird weiterhin spürbar bleiben, möglicherweise für lange Zeit. Was bedeutet das für das SMA? Stefan Metzker: Wir müssen aufmerksam bleiben, denn dieses Virus hat ein hohes Ansteckunspotenzial und eine starke Dynamik. Die Situation ist mit einem Schwelbrand vergleichbar, der jederzeit wieder aufflackern kann. Deshalb ist eine aufmerksame Feuerwache weiterhin nötig. Wir haben in den letzten Wochen schnell und viel gelernt. Diese Fähigkeit müssen wir uns nun auch für den sogenannten Normalbetrieb bewahren. Sven Staender: Wir werden unsere Prozesse dieser Situation anpassen müssen. Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung müssen im SMA behandelt werden können, ohne dass wir die Mitarbeitenden gefährden und ohne dass wir eine spezielle Infrastruktur aufbauen müssen. Wir müssen lernen, diese Patienten wie alle anderen infektiösen Patienten, in den gegebenen Räumlichkeiten und mit diesem Personal zu behandeln.
Betrieb mit voller Effizienz laufen zu lassen. Ich bin zuversichtlich, dass uns auch das gelingen wird. Stefan Metzker: Der Schaden durch Corona ist zwar erheblich. Aber wir werden unsere Strategie konsequent weiterfolgen. Das heisst, wir setzen uns weiterhin für eine integrierte Medizin ein, für eine zweckmässige und moderne Spital-Infrastruktur und bieten gute Arbeitsplätze hier in der Region an. An unserer Vision «ein gesundes rechtes Zürichseeufer» ändert sich also nichts. Ich bin stolz auf unser Spitalteam, das in der Krise einen so tollen Job gemacht hat und bin zuversichtlich, dass wir daher auch weiterhin positiv bleiben dürfen.
Welche Herausforderungen kommen in den nächsten Monaten auf das SMA zu? Sven Staender: Wir werden uns strecken müssen. Wenn nämlich der Applaus auf den Balkonen die einzige Unterstützung war, dann werden wir Ende Jahr ein erhebliches Defizit haben. Wir müssen nun also unter Berücksichtigung der Ressourcen versuchen, den 3
Susanne Frick Physiotherapie Wie hat Corona Ihre Arbeit verändert? Ich habe während sechs Wochen, bis auf ein paar vereinzelte Therapien auf den Stationen, keine physiotherapeutischen Behandlungen mehr durchgeführt und war sogar kurzzeitig auf der Intensivstation als Assistenz im Einsatz. Flexibilität war sehr gefragt, da man nicht wusste, was einem am nächsten Tag erwartet.
Claudia Engler Pflege Wie hat Corona Ihre Arbeit verändert? Es war kein langfristiges Denken mehr möglich, ich schaute nur noch von Tag zu Tag. Und ich konnte nicht mehr abschalten, wenn ich nach Hause ging. Dass ich mein Team durch diese Krise begleiten durfte, war schön und hat mir einmal mehr bestätigt, dass ich den richtigen Job habe, den ich täglich mit viel Freude ausübe. Irgendwie hat uns das Ganze noch näher zusammengebracht!
Was haben Sie am meisten vermisst? Beruflich habe ich meinen gewohnten Alltag mit physiotherapeutischen Tätigkeiten vermisst. Privat haben mir Treffen mit Freunden und Familie gefehlt sowie der sportliche Ausgleich durch das gestoppte Volleyballtraining.
Mandy Dumrese
Was haben Sie am meisten vermisst? Beruflich eigentlich nichts, in unserem Beruf musste man ja schon immer sehr flexibel sein. Privat habe ich die sozialen Kontakte vermisst. Meine Mutter zum Beispiel habe ich zwei Monate nicht mehr gesehen.
Radiologie Wie hat Corona Ihre Arbeit verändert? Man hatte Zeit für Dinge, die man sonst nie erledigen konnte.
«Wir haben die Spontanität zwischen den Leuten vermisst»
Was haben Sie am meisten vermisst? Ausser den Kontakten zu Freunden nur wenig, denn es war mehr Zeit für Familie da.
Seit Mitte März ist die Welt eine andere. Corona hat das Berufs- und das Privatleben einschneidend verändert. Smalltalk hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verscheidensten Bereichen des SMA gefragt, wie Corona ihre Arbeit verändert hat und was sie in dieser Zeit am meisten vermisst haben. (mwn.)
Dr. med. Oliver Steinfeld Orthopädie & Traumatologie Wie hat Corona Ihre Arbeit verändert? Ich wurde im März für drei Wochen in den Arztdienst auf unsere temporäre Ausweich-IPS auf der Überwachungsstation eingeteilt. Dies war eine interessante Erfahrung und erforderte eine medizinisch-fachliche Anpassung. Da die grosse Corona-Welle glücklicherweise ausblieb, war allerdings auch das Arbeitspensum während dieser Zeit überschaubar. Was haben Sie am meisten vermisst? Beruflich habe ich meine normale chirurgische Tätigkeit am meisten vermisst. Durch meine Umteilung auf die IMC, aber auch danach durch das reduzierte OP-Programm, kam die Chirurgie leider zu kurz.
Rahel Jost Onkologie Zentrum Wie hat Corona Ihre Arbeit verändert? Corona hat zu einer grossen Verunsicherung bei unseren onkologischen Patientinnen und Patienten geführt, die ja zur Risikogruppe gehören. Die anfangs fast stündlichen Änderungen der Massnahmen brachten Unsicherheit mit sich und waren aufwändig. Auch an das Distanzhalten zu Teamkolleginnen und –kollegen sowie zu Patientinnen und Patienten mussten wir uns erst gewöhnen. Zudem mussten wir uns im Team neu organisieren, da wir das Team splitteten und die eine Hälfte im Homeoffice arbeitete und die andere Hälfte im OZM vor Ort anwesend war.
Claudia Zanetti Prozess- und Qualitätsmanagement Wie hat Corona Ihre Arbeit verändert? Im Büro waren wir oft nur zu zweit. Es gab eine Teamaufteilung und eine Aufteilung in Büro- und Homeoffice-Tage. Die Sitzungen haben vor allem mit Zoom oder mit Teams stattgefunden. Dies war sehr gut, um gewisse Themen trotz Corona voranzutreiben. Eine Herausforderung war natürlich, Homeoffice mit Home Schooling/Kinderbeschäftigung unter einen Hut zu bringen. Schön und abwechslungsreich war der Einführungsmorgen in der Pflege auf dem 5.4. Da aber die Auslastung nie so hoch war, folgte kein weiterer Einsatz. Was haben Sie am meisten vermisst? Beruflich freue ich mich auf den ersten Team- und Stabskaffee mit allen. Einige Personen habe ich schon sehr lange nicht mehr oder nur sporadisch gesehen. Privat freue ich mich am meisten auf mein Schwimmtraining. Wie schnell die Hallenbäder öffnen, ist noch ungewiss, aber die Seen werden bestimmt bald wärmer.
Dr. med. Claudia Hutzli Gynäkologie & Geburtshilfe Wie hat Corona Ihre Arbeit verändert? Als Brustspezialistin sehe ich in meiner Sprechstunde überwiegend Brustkrebspatientinnen; ich operiere diese auch. In Covid-Zeiten war es immer erlaubt, Krebspatienten zu behandeln. Somit hat sich nicht viel verändert an meiner Tätigkeit hier am SMA. Das Homeoffice für administrative Aufgaben habe ich intensiviert. Was haben Sie am meisten vermisst? Die ersten vier Wochen des Lockdown habe ich verpasst, weil wir auf einem Kreuzfahrtschiff plötzlich unter Quarantäne gestellt wurden in Brasilien… Schliesslich kamen wir dann mit grosser Verspätung auf dem Seeweg nach Europa. Am meisten vermisst habe ich danach, hier zu Hause Freunde zu treffen, meine Eltern zu umarmen, ins Restaurant oder Gartenbeizli zu gehen (vor allem bei diesem schönen Wetter, das wir im April hatten), Dampfschifffahrten auf dem Zürichsee etc. Die Mitarbeitenden und Patientinnen auch ausserhalb des OPs nur hinter Masken zu sehen, ist schade, aber natürlich eine Notwendigkeit. Die Mimik fehlt und man kann vor allem auch Menschen, die man noch nicht kennt oder nicht weiss wie sie aussehen, schwieriger einschätzen. Lustig fand ich die jungen Zivilschützer, welche die Patienten begleiteten, das brachte eine lockere Abwechslung und sie waren meist cool und nett.
Ivanka Markovic Für das Team Lingerie Wie hat Corona Ihre Arbeit verändert? In der Kinderkrippe gab es weniger Arbeit, weil wenig Kinder da waren. Im Personalhaus war es ebenfalls ruhiger als sonst. Man merkte, dass die Leute sich nicht mehr so treffen, im Aufenthaltsraum etwa. Die Arbeit in der Wäscherei hingegen war herausfordernd und interessant, da ja das Schutzmaterial knapp war. Was haben Sie am meisten vermisst? Wir alle haben die sozialen Kontakte vermisst und die Spontanität im Umgang der Leute untereinander.
Was haben Sie am meisten vermisst? Am meisten vermisst habe ich den Kontakt zur Familie und eine Normalität im Alltag. Dazu gehören auch die Absehbarkeit eines Endes dieses Zustands beziehungsweise eine gewisse Planbarkeit. 4
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Wir
Fotos: Georg Liesch, Chirurgie
Impressionen aus dem Corona-Frühling 2020.
Klärende Antworten auf drängende HR-Fragen Die veränderte Situation während der Corona-Krise hat auch zu zahlreichen Fragen rund um die Arbeit am SMA geführt. Das HR hat die wichtigsten Fragen zusammengestellt und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantwortet. (mwn.) Ich kann kein Homeoffice machen, bei meiner üblichen Tätigkeit kann ich aktuell nicht eingesetzt werden, komme ich dadurch ins Minus? Personen, die momentan nicht arbeiten können, werden individuell kontaktiert. Je nach Grund für die Arbeitsverhinderung sind Ferienbezug, unbezahlter Urlaub oder der Einsatz in einem anderen Bereich möglich. Wir müssen Minusstunden machen. Weshalb ist das so, das SMA könnte ja auch Kurzarbeit anmelden? Wir sind uns bewusst, dass viele Mitarbeitende Minusstunden schrieben, wir sind aber finanziell in der Lage die Löhne zu 100% weiter zu bezahlen. Wir haben in der Zwischenzeit Kurzarbeit angemeldet, werden aber die Löhne weiterhin zu 100% auszahlen. Minusstunden sind ein grosses Thema, auch die Aufarbeitung zu einem späteren Zeitpunkt. Wie soll ich diese Minusstunden mit einem Teilzeitpensum je wieder aufholen können? Es ist sehr wichtig, dass die effektiven Arbeitszeiten korrekt erfasst werden. Wir müssen unsere Kosten inkl. Arbeitsausfall (Minusstunden) aus der Krise gegenüber der Gesundheitsdirektion bzw. dem Bund nachweisen können. Alle Mitarbeitenden sind aufgefordert, ihre effektive Arbeitszeit zu erfassen. Arbeitsrechtlich dürfen Minusstunden aufgrund von Annahmeverzug des Arbeitgebers nicht vom Lohn abgezogen werden. Aus dem PEP ist jederzeit ersichtlich, wann die Minusstunden entstanden sind. Rechtlich können die Mitarbeitenden nicht gezwungen werden, die Minusstunden aufzuarbeiten. Wir sind auf den Goodwill der Mitarbeitenden angewiesen und hoffen, dass sie 6
neben den legitimen Eigeninteressen auch die Herausforderungen der Spitäler würdigen, die Arbeitsplätze zu sichern. Kann ich bereits geplante Ferien beziehen? Ferien richten sich nach den betrieblichen Bedürfnissen. Nach Möglichkeit werden Wünsche der Mitarbeitenden berücksichtigt. Bereits geplante Ferien sollen wenn möglich zu Erholungszwecken bezogen werden, mit Ausnahme von Mitarbeitenden, die zwingend am Arbeitsplatz gebraucht werden. Bis Ende August 2020 sollen alle Mitarbeitenden 3 Wochen Ferien beziehen, damit wir Ende Jahr keine Planungsschwierigkeiten haben. Mir fehlen Informationen bezüglich Arbeitsgesetz unter Covid-19. Das Arbeitsgesetz wurde in der Corona-Verordnung vom BAG ausser Kraft gesetzt. Die Ruhezeiten sollten und wurden trotzdem nach Möglichkeit eingehalten. Übermüdete oder kranke Mitarbeitende helfen niemandem! Inzwischen erfordert die Situation keine weitere Einschränkung in der Beachtung des Arbeitsgesetzes. Die Dienstplanung erfolgt wieder ganz normal. Die Planbarkeit der Arbeit ist aktuell schwierig. Welche Unterstützung bei der Kinderbetreuung ausserhalb von Männedorf ist möglich und wer übernimmt die Kosten? Die vom SMA organisierte Kinderbetreuung lief gut. Die Kinder fühlten sich sehr wohl und wurden gut betreut. Da wir eine verantwortungsbewusste, kostenlose Betreuung in Gruppen von max. 5 Kindern von 7.00 bis 18.00 Uhr in unserer alten KiTa angeboten haben, sahen wir keine Notwendigkeit andere private Lösungen zu finanzieren. Aktuell wur-
de kein Bedarf nach weiterer Kinderbetreuung gemeldet. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus musste das Arztzeugnis bis auf Weiteres ab dem 5. Tag beigebracht werden. Gilt diese Regelung nach wie vor? Nein. Das Arztzeugnis muss wieder gemäss Personalreglement nach dem 3. Tag eingereicht werden. (Art. 3.9, Absatz 2: Dauert eine Arbeitsverhinderung länger als 3 Kalendertage, ist der vorgesetzten Stelle unaufgefordert ein Arztzeugnis zuzustellen, welches auch eine allfällige Restarbeitsfähigkeit beurteilt.) Gerne wüsste ich, welche Mitarbeitenden auf Covid-19 positiv getestet wurden (die weiterhin arbeiten). Der Datenschutz sollte da sekundär sein. Positiv getestete Mitarbeitende kommen nicht zur Arbeit. Sie bleiben für die übliche Isolationszeit von mindestens 10 Tagen und bis zum Abklingen der Symptome zu Hause. Der Daten- und Persönlichkeitsschutz unserer Mitarbeitenden sind auch in der aktuellen Situation absolut Pflicht und von Gesetzes wegen vorgeschrieben. Informationen zum Gesundheitszustand eines Mitarbeitenden gehören zu den besonders schützenswerten Daten. Falls ein Mitarbeitender freiwillig Auskunft über seine Erkrankung gibt, ist das seine Sache. Aber der Arbeitgeber ist zur Auskunftserteilung nicht berechtigt. Mich verunsichert, dass weiterhin kaum Pflegepersonal und ärztliches Personal getestet werden kann. Es sollten alle Mitarbeitenden mit Symptomen getestet werden. Solange es von der Kapazität her möglich ist, sollten alle Mitarbeiter auch mit leichten Symptomen zu Hause bleiben.
Um die Aussagekraft des Abstrichtests zu verbessern, testen wir unsere Mitarbeitenden dann, wenn ein hoher Verdacht besteht. Das heisst, bei Symptomen und Krankheitsgefühl. Dass in der auslaufenden Grippe- und beginnenden Heuschnupfensaison alle Mitarbeitenden mit leichtem Laufen der Nase oder Husten zu Hause bleiben, ist nicht denkbar. Angesichts der Tatsache, dass wir uns alle mit Schutzmasken bewegen, ist diese Regelung sicher vernünftig. Nehmen Sie aber im Zweifelsfall mit unserem Personalarzt Dr. med. Beat Frank (Tel. 2396) Kontakt auf. Wie ist die Handhabung im Spital bei Mitarbeitenden, welche einen direkten Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten? Einerseits gibt es Mitarbeitende, die im Patientenkontakt mit positiv Getesteten zu tun hatten. Bei diesen Kontakten wurden sämtliche Schutzmassnahmen umgesetzt (inkl. Schutzkittel und -Brille). Damit kann man sie als nicht exponiert betrachten. Anderseits besteht die Möglichkeit, dass man, insbesondere im privaten Umfeld, ungeschützten Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte: • Wenn es Ihnen gut geht und Sie keine Symptome haben, dürfen Sie zur Arbeit kommen – mit entsprechenden Schutzmassnahmen: Maske tragen (auch Mitarbeitende in der Administration) und nicht im Personalrestaurant die Pause verbringen. • Wenn Sie Symptome haben (Fieber oder Erkältungssymptome): bleiben Sie zu Hause. > Melden Sie sich aber in beiden Fällen bei unserem Personalarzt Dr. med. Beat Frank, Tel. 2396 7
Pinnwand
Jubliarinnen & Jubilare April bis Juni 2020
15 Jahre
20 Jahre 30 Jahre
Nanthakumar Sothilingam Transporte/Entsorgung
Dr. med. Katharina Marquardt Anästhesie & Intensivmedizin
Harold Jerry René Salazar Garzon Transporte/Entsorgung
15 Jahre
Käthi Kern Patientenaufnahme/Empfang
15 Jahre 20 Jahre
Lenka Lonská Notfallpflege
Monika Dubach Anästhesiepflege
liche Herz tion! ula Grat
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Dr. med. Christoph Meier Anästhesie & Intensivpflege
10 Jahre
Dr. med. Elisena De Conno Braunschweig Anästhesie & Intensivmedizin Corina Kuster Berger, Station 4.3 Carmen Breitenmoser-Diezi Medizinische Sprechstunde Claudia Wurmann Ärztesekretariat Medizin Christina Günther Station 5.4 Esther Eichenberger Pflegerische Spezialberatung
15 Jahre
Branco Pantelic Notfallpflege
5 Jahre
Dr. med. Elektra Schobinger Anästhesie & Intensivpflege
Silvia Bierschenk, OP-Pflege Myria Czernetzki, Notfallpflege
Nadja Stahel Station 4.2
Berta Willimann, Pflege
Dr. med. Steffen Ross, Radiologie Emilie van der Feltz, Ärztesekretariat Gynäkologie & Geburtshilfe Martina Capizzi, Station 3.0 Eva Haller, Gynäkologie & Geburtshilfe Flurina Richter, Mitarbeiter-Pool Dr. med. Isabella Bernasconi, Gynäkologie & Geburtshilfe Mina Russo, Human Resources Christine von Ahlen, Prozess- und Qualitätsmanagement Dalia Pestana, OP-Reinigung
IMPRESSUM: Herausgeber: Spital Männedorf AG, Asylstrasse 10, 8708 Männedorf Redaktion: Marco Winz (mwn.), Martina Meyer (mmz.) Gestaltung: Designport GmbH, Zürich Kontakt: medien@spitalmaennedorf.ch «smalltalk» ist die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spitals Männedorf und erscheint viermal jährlich.