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smalltalk 2_19 (Juli)

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Die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Juli 2019

smalltalk INHALT S. 1 Schulterschluss mit dem USZ S. 3 Interview mit Prof. Dr. med. Gregor Zünd, CEO USZ S. 4 Annemarie Ritz blickt zurück S. 5 HR-News S. 6 Sven Staender: 20 Jahre Chefarzt S. 8 Wir gratulieren!

Editorial Liebe Leserinnen und Leser Diese smalltalk-Ausgabe nimmt einen langen Zeitraum in den Blick: Zum einen geht es um die Zukunft. Mit der nunmehr offiziellen Kooperation mit dem Universitätsspital Zürich (USZ) hat das SMA eine wichtige Weiche für die Zukunft gestellt. Im Hauptartikel erfahren Sie warum – und was Prof. Dr. med. Gregor Zünd (CEO des Universitätsspitals) zu dieser Kooperation sagt. PD Dr. med. Sven Staender feierte im Juni sein 20-Jahre-Jubiläum als Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin. Und Annemarie Ritz, Co-Leiterin Station 4.0, trat Ende Juni nach 21 Jahren SMA in den Ruhestand. Beide blickten für den smalltalk zurück und erzählen, was sie in den letzten beiden Jahrzehnten bei ihrer Arbeit bewegen konnten und was sie bewegt hat. Die Redaktion wünscht Ihnen coole Arbeitstage und warme Sommerabende!

Marco Winz, Redaktor

Dank der Kooperation mit dem USZ öffnen sich neue Türen.

Gemeinsam für die Gesundheit Der Kooperationsvertrag zwischen dem Spital Männedorf und dem USZ ist ein starkes Commitment – und eröffnet interessante Perspektiven, sowohl für die beiden Häuser als auch für die Mitarbeitenden. (mwn.) Dienstag, 14. Mai, kurz vor 12.30 Uhr. Die Aula des Spitals Männedorf ist bis auf den letzten Platz besetzt, weitere Stühle werden herbeigeschafft. Verwaltungsratspräsidentin Beatrix Frey-Eigenmann und CEO Stefan Metzker machen sich bereit. In wenigen Minuten beginnt eine ausserordentliche Mitarbeiter-Informationsveranstaltung. Einziges Traktandum: Die Kooperation zwischen dem Spital Männedorf und dem Universitätsspital Zürich (USZ). Diese wurde kurz vorher mit einem Kooperationsvertrag besiegelt. Versorgung sichern In der folgenden halben Stunde erläutern

­ eatrix Frey-Eigenmann und Stefan Metzker B den Mitarbeitenden, weshalb das Spital Männedorf diese Kooperation mit dem renommierten Partner USZ eingeht und was sie im Wesentlichen umfasst. Beatrix Frey-­ Eigenmann macht gleich zu Beginn deutlich: Das Zusammengehen mit dem USZ geht weit über die punktuellen Kooperationen in einzelnen Themen hinaus und hat für das Spital Männedorf eine strategische Dimension. Ziel dabei ist es, so die Verwaltungsratspräsidentin, «für die Menschen am rechten Seeufer eine ausgezeichnete, effiziente und wohnortnahe medizinische Versorgung langfristig zu sichern». Dazu, so ist sie überzeugt, ist der 1


Fokus

«Die angestrebte Beteiligung des USZ am Spital Männedorf ist eine Dokumentation der Verbindlichkeit.»

«Ein wichtiger Moment in der Geschichte des Spitals Männedorf.»

Verwaltungsratspräsidentin Beatrix Frey-Eigenmann

CEO Dr. med. Stefan Metzker

Schulterschluss mit dem USZ eine hervorragende Voraussetzung. Und die im Rahmen der Kooperation angestrebte Beteiligung von 20 Prozent des USZ am SMA (s. auch Interview Prof. Gregor Zünd, S. 3) ist, so Beatrix Frey-Eigenmann, eine «Dokumentation der Verbindlichkeit». Sie betont aber auch, dass trotz dieser angestrebten finanziellen und rechtlichen Verflechtung beide Partner ei-

genständig bleiben und die Aktienmehrheit weiterhin bei den Gemeinden liegen soll. Kontext Ambulantisierung Auch Stefan Metzker ist sichtlich erfreut und strahlt Zuversicht aus. Er spricht von einem «wichtigen Moment in der Geschichte des Spitals Männedorf» und von einem bislang «schweizweit einzigartigen Deal». Er hebt

Die Kooperation im Überblick Bestehende Zusammenarbeitsfelder • Pflege • Viszeralchirurgie (insbesondere bariatrische Chirurgie) • Geburtshilfe • Diagnostische und Interventionelle Radiologie • Angiologie • Onkologie • Neurologie (Stroke) • Infektionskrankheiten und Spitalhygiene • Hämatologie • Pathologie 2

Anvisierte Zusammenarbeitsfelder • Brustzentrum • Gastroenterologie • Zusätzliche Gebiete der Viszeralchirurgie • Dermatologische Chirurgie • Ophtalmologie • Kardiologie

zudem hervor, dass die Kooperation auch im Kontext der aktuellen Ambulantisierung und Digitalisierung zu sehen sei. So sei es mit einem starken Partner beispielsweise möglich, neue Formen der Behandlung und Betreuung zu etablieren und die hochspezialisierte Medizin zu den Patienten in der Region zu holen. Die Kooperation unterscheidet sich in der Tat von den heute im Gesundheitswesen üblichen gemeinsamen Projekten. Zum einen durch deren Umfang und zum anderen dadurch, dass sie mit dem Kooperationsvertrag langfristig angelegt ist. Das Spital Männedorf und das USZ arbeiten seit Jahren in verschiedenen Fachbereichen eng zusammen, beispielsweise in der Viszeralchirurgie (insbesondere Bariatrie), in der Geburtshilfe und in der Onkologie. In den kommenden Monaten wird nun eine Steuerungsgruppe mit Vetretern aus beiden Spitälern die konkrete Zusammenarbeit in verschiedenen Fachbereichen weiter ausarbeiten. Ein Beispiel dafür ist die gemeinsame Zertifizierung des Brustzentrums. Dank der Kooperation mit dem USZ können sich Patientinnen nach neusten medizinischen Erkenntnissen, zeit- und wohnortsnah von einem eingespielten Team behandeln lassen. Dadurch profitieren sie von einer sehr hohen Behandlungsqualität.


«Männedorf ergänzt uns ideal» Prof. Dr. med. Gregor Zünd ist Vorsitzender der Spitaldirektion und CEO des Universitätsspitals Zürich (USZ). Im smalltalk-Interview spricht er über die Kooperation mit dem SMA und verrät, worauf er selbst bei der Spitalwahl achtet. (mwn./mmz.) tinnen und Patienten. Für das USZ von Vorteil ist zudem, dass das Spital Männedorf uns bei der Infrastruktur entlasten kann, namentlich während der Bauzeit.

Prof. Dr. med. Gregor Zünd, CEO USZ

Attraktiv für Mitarbeitende Ein weiteres Beispiel ist die künftig intensivierte Zusammenarbeit in der Aus- und Weiterbildung. So werden für Assistenzärzte Rotationsangebote zwischen den beiden Häusern eingeführt und der fachliche Austausch bei gemeinsamen Weiterbildungen wird gefördert. Ein aktuelles Beispiel dazu ist der Bereich Infektionsprävention und Spitalhygiene. Die Nähe zwischen den beiden Häusern erleichtert zudem die langfristige Laufbahnplanung für junge Ärztinnen und Ärzte. So ist es denkbar, dass jemand nach seiner Weiterbildung in Männedorf am USZ als Oberarzt arbeitet und anschliessend etwa als Leitender Arzt nach Männedorf zurückkehrt. Damit eröffnet die Kooperation nicht nur strategische Optionen für das SMA, sondern auch interessante individuelle Möglichkeiten im Bereich Laufbahnplanung und Wissenstransfer. – Es ist kurz nach 13 Uhr. Die historische Mitarbeiterinfo ist zu Ende und die Anwesenden bedanken sich mit einem anhaltenden und warmen Applaus.

Es gibt viele gute Spitäler im Kanton Zürich. Weshalb hat sich das USZ für das Spital Männedorf entschieden? Mit Männedorf verbindet uns eine langjährige Partnerschaft. In verschiedenen Disziplinen kennen und schätzen sich die Teams bereits, arbeiten gut zusammen. Darauf können wir aufbauen. Wenn wir eine Kooperation anstreben, muss zudem die Systemleistung eines Spitals stimmen, also die Qualität von Pflege, Intensivmedizin, Anästhesie etc. In Männedorf ist diese hervorragend. Es ist von einer Kooperation «auf Augenhöhe» die Rede. Worin äussert sich diese? Beide Parteien bringen sich mit ihren jeweiligen Stärken gleichermassen ein. Wir am USZ sind in der spezialisierten und hochspezialisierten Medizin zu Hause. Das Spital Männedorf bringt die Kompetenz in der Grundversorgung und die Vernetzung in der Region mit. Damit ergänzen wir einander bestens. Welche Vorteile bringt die Kooperation dem USZ? Für das USZ ist es wichtig, Partner in der Grundversorgung zu haben. Männedorf ergänzt uns ideal. Dadurch schaffen wir ein neues Gesamtangebot zugunsten der Patien-

Das USZ strebt eine Beteiligung am SMA von 20% an. Weshalb? Einerseits ist es ein klares Bekenntnis des USZ zum Spital Männedorf. Wir schaffen damit Verbindlichkeit und auch die Möglichkeit einer gewissen Mitbestimmung. Anderseits wollen wir auch Sicherheit – für beide Seiten. Die Kooperation soll schliesslich auf eine lange Zeit hinaus Bestand haben. Welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfolgsfaktoren, damit sich die Kooperation langfristig bewährt? Wichtig ist, dass wir den bereits eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgen, die Kooperation Schritt für Schritt ausbauen. Die Basis ist gelegt, wir wissen, was funktioniert. Wir dürfen das Schiff aber nicht überladen. Wollen wir zu viel auf einmal umsetzen, riskieren wir, das System zu überlasten. Zugleich wollen wir Verbindlichkeit schaffen. Deshalb gilt es, die Gespräche zu den verschiedenen Kooperationsfeldern nun zügig voranzutreiben. Angenommen, sie müssten sich einer Spitalbehandlung unterziehen. Worauf achten Sie bei der Spitalwahl? Die Qualität ist zentral. Und zwar nicht jene des Essens, der Zimmerausstattung oder die Verfügbarkeit von Parkplätzen. Es geht um die Qualität des Spitals ingesamt, sprich der bereits genannten Systemleistung. Ein zentraler Anhaltspunkt ist für mich die «in hospital infection rate»: Ist diese zu hoch, nehme ich lieber eine weitere Anreise in Kauf.

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Im Gespräch

Pflegefachfrau mit Leib und Seele Nach 21 Jahren am SMA wurde Annemarie Ritz (Co-Leiterin Station 4.0) Ende Juni pensioniert. Im Interview erzählt sie, was sie in dieser Zeit bewegt hat – und warum es auch in schwierigen Situationen immer wieder schöne Momente gab. (mwn.)

Annemarie Ritz, wer sind Sie? Ich bin mit Leib und Seele Pflegefachfrau. Und ich bin jemand, der sehr klar seine Meinung vertritt, was nicht immer bei allen gut ankommt (lacht).

dürfnisse unserer Patienten anders ist, als auf anderen Stationen, mussten wir immer wieder erklären. Aber heute ist unsere Palliativstation für mich ein tolles Beispiel für eine wirklich interdisziplinäre und produktive Zusammenarbeit.

In ein paar Wochen sind Sie pensioniert. Wie fühlen Sie sich? Ich fühle mich gut und werde mit einem weinenden und einem lachenden Auge in Pension gehen. Weinend, weil ich etwas verlasse, was mir immer sehr wichtig war. Lachend, weil ich mich auf die kommende Zeit freue. Sie waren 21 Jahre lang in der Pflege des Spitals Männedorf. Welches waren die wichtigsten Meilensteine? Mein Einstieg 1998 war sicher ein erster Meilenstein. Das SMA war damals schon ein Haus mit Visionen und einem innovativen Pflegedienst. Gerade das Thema Bezugspflege hat mich sehr interessiert. Eine wichtige Zeit war auch der Aufbau der Onkologie-Pflege 2007 bis 2009. Ein weiterer Meilenstein war die Eröffnung der Palliativstation mit vier Betten 2012 auf dem 4U. Die Zertifizierung der Palliativstation war ebenfalls ein besonderer Moment. Welche Erinnerungen nehmen nun Sie mit? Die schönen Erinnerungen überwiegen ganz klar. Ich denke an zahlreiche Begegnungen mit Patienten und Angehörigen. Ich denke aber auch an mein Team und die verschiedenen anderen Berufsgruppen. Ich konnte mit vielen tollen Leuten zusammenarbeiten und wir konnten gemeinsam den Wandel positiv mitgestalten. Das habe ich sehr geschätzt. Was mich manchmal störte, 4 6

Was haben Sie gelernt in dieser langen Zeit mit unheilbar kranken Menschen? Ich habe gelernt, dass es auch in schwierigsten Situationen schöne Momente gibt. Der Humor spielt eine wichtige Rolle dabei.

«Die schönen Erinnerungen überwiegen ganz klar.»

sind Kolleginnen und Kollegen, die Mühe haben, sich ein freundliches «Grüezi» abzuringen. Zusammen mit einem interdisziplinären Team haben Sie in den letzten Jahren das 4.0 zu einer zertifizierten Palliativstation ausgebaut. Das war ein anspruchsvolles Projekt. Ja, das war eine intensive und wichtige Zeit für uns alle. Mittlerweile kommt auch viel zurück von den Patienten und wir haben einiges erreicht. Allerdings mussten wir uns unseren Platz zuerst erkämpfen und das Vorurteil «Sterbestation» widerlegen. Auch dass unser Alltag aufgrund der Be-

Worauf kommt es an, dass es im Team gut läuft? Vertrauen ist das Wichtigste. Ich habe meine Mitarbeiterinnen gefördert und ihnen genug Freiräume gelassen. Wichtig scheint mir auch, die individuellen Fähigkeiten zu erkennen und die Mitarbeitenden entsprechend einzusetzen. Und schliesslich sollte man Erfolge feiern. Bei Ihrer auch emotional anspruchsvollen Aufgabe ist der Ausgleich zum Beruf besonders wichtig. Ich kann gut abschalten und mein langer Arbeitsweg trägt dazu bei, Distanz zu gewinnen. Wir haben einen grossen Garten, wo ich mich gerne betätige. Ich mag Opern, mache Näharbeiten und im Winter zieht es mich auf die Skipiste. Was für Pläne haben Sie für den neuen Lebensabschnitt? Ich habe keine grossen Pläne. Ich bin aber offen für spontane Unternehmungen und Ideen. Ich gehe mit dem Gefühl, meinen Beitrag geleistet zu haben und lasse nun den neuen Lebensabschnitt mit Zuversicht auf mich zukommen.


Wir

PEP wird mobil Den Dienstplan ausdrucken? Einen zusammengefalteten Zettel mit sich herumtragen? Das war gestern! Denn demnächst bringt ein neues App das PEP auf mobile Geräte.

teilungen unterschiedlich angewendet wird (z.B. nur Diensteinsicht ohne Möglichkeit, Dienstwünsche anzubringen etc.).

Demnächst wird es möglich sein, mit der neuen PEP-Mobile-App den Dienstplan, die Agenda und die Zeiterfassung auf mobilen Geräten darzustellen und damit zu arbeiten.

Es ist vorgesehen, die App in einer ersten Phase (ab August/September 2019) in zwei, drei Abteilungen einzuführen und dann zu optimieren. In einer zweiten Phase (ab Januar 2020) soll sie dann in allen Abteilungen eingeführt werden.

Was ist möglich mit der Mobile-App? • Man kann sich über anstehende Dienste informieren • Man meldet einen Urlaubs- und/oder Dienstwunsch an • Man kann seine Arbeitszeit oder einen Piketteinsatz erfassen • Die Mobile-App steht sieben Tage die Woche zur Verfügung

Das Design der App ist für den Einsatz auf Smartphones optimiert. Zur Benutzung der Polypoint-Mobile-App wird lediglich eine drahtlose Datenverbindung (Mobilnetz oder WLAN) vorausgesetzt. Sie kann auf beliebigen Geräten, unabhängig von Betriebssystem (iOS, Android) und Displaygrösse, genutzt werden. Wie und in welcher Form die Mobile-App bei uns im SMA zum Einsatz kommt, wird vorab mit der IT beziehungsweise dem HR und den Abteilungsleitendenden evaluiert. Es ist denkbar, dass die App in den Ab-

Wir sind überzeugt, dass mit dem Einsatz der Web-App die Planung sowie die Kontrolle und Übersicht über die Dienste effizienter, schneller und einfacher erfolgen kann.

Neues Lohnsystem Per 1. Juli 2019 führt das Spital Männedorf ein neues Lohnkonzept ein. Dies sind die Fakten im Überblick: • Das neue Lohnmodell besteht aus 29 Lohn-

bändern anstatt wie bisher aus Klassen und Stufen. • Die neuen Lohnbänder entsprechen den bisherigen Klassen (wer z.B. heute in der

Grafik 1

Grafik 2

Kriterium Lage im Lohnband • Die Mitarbeiter/innen «A» und «B» sind gleich alt • «A» liegt oberhalb der Tendenzkurve und «B» unterhalb • Die Lohnentwicklung von «B» soll über die Jahre höher ausfallen als von «A»

Kriterium Anstieg der Tendenzkurve • Mitarbeiter/in «A» ist jünger als «B» • Beide weisen die gleiche Lage zur Tendenzkurve auf • Die Lohnentwicklung von «A» soll über die Jahre höher ausfallen als von «B»

Lohnklasse 5 ist, ist künftig im Lohnband 5). • Mit wenigen Ausnahmen (z.B. Auszubildende) werden alle Stellen und Mitarbeitenden einem spezifischen Lohnband zugeordnet. • Jedes Lohnband wird durch ein Lohnminimum und Lohnmaximum begrenzt. Innerhalb dieses Bereichs können sich die Löhne anhand einer Tendenzkurve individuell entwickeln. • Die Tendenzkurve berücksichtigt den schweizerischen, insbesondere den regionalen Arbeitsmarkt einer Berufsgruppe sowie Alter und Erfahrung der Mitarbeitenden. • Kriterien der individuellen Lohnentwicklung sind die Lage im Lohnband, d.h. zur Tendenzkurve (Grafik 1) und der Anstieg der Tendenzkurve (Grafik 2) sowie die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. • Der Verwaltungsrat legt die für Lohnerhöhungen zur Verfügung zu stellenden finanziellen Mittel jährlich neu fest. Für 2019 steht 1% der Lohnsumme zur Verfügung. 5


Foto:mwn

Portrait

Das Anästhesie-Team vor rund 20 Jahren.

Ein Haus mit «Spirit» – Erinnerungen aus zwei Jahrzehnten Vor genau 20 Jahren habe ich, vom Unispital Basel herkommend, meine Tätigkeit als Chefarzt des Instituts für Anästhesiologie und Intensivmedizin am SMA aufgenommen. Für den smalltalk habe ich in meinen Erinnerungen gekramt. Dabei sind ein paar Anekdoten zum Vorschein gekommen, die den «Spirit» dieses besonderen Spitals treffend zum Ausdruck bringen. An meinem ersten Arbeitstag fand ich mein Büro im damaligen Stockwerk D verschlossen vor. Einen Schlüssel hatte man mir vorgängig nicht gegeben und so bin ich zur Telefonzentrale gegangen, wo mir Susan Pafis freundlich lächelnd den Passepartout-Schlüssel aushändigte. Während ich am Empfang stand, kam ein junger Assistent der Chirurgie die Treppe heruntergestürzt und fragte mich atemlos: «Bist Du der neue Unterassistent?». «Nein», sagte ich erstaunt, «ich bin der neue Chefarzt». Sein Gesicht, das von blass zu Rot wechselte und den leicht geöffneten, sprachlosen Mund werde ich nie vergessen. Nach 6

dieser stürmischen Begrüssung ging ich dann in mein Büro, wo mich ein Blumenstrauss von der damaligen Pflegedienstleitung (Rosa Saxer und Andrea Dörig) erwartete und ein Glückwunschschreiben der Spitalleitung. Auf dem Schreibtisch lagen mein Piepser und ein Notizzettel meines Vorgängers. Darauf stand «Alles Gute» und wie man den Piepser bedient. Damit war der offizielle Teil des Einführungsprogramms auch schon beendet. Dringende Angelegenheiten Ebenfalls am ersten Arbeitstag besuchte mich der damalige Co-Chefarzt Chirurgie, Dr.

Andreas Vollenweider. Er wollte mich wegen einer wichtigen Angelegenheit unbedingt am gleichen Tag noch sprechen. Da war ich natürlich gespannt. Nach dem Mittag kam er in mein Büro und machte eine Skizze (s. Foto) und sagte: «Das sind die Chefarzt-Parkplätze. Ich habe gesehen, dass Du ein kleines Auto fährst (ein blaues Golf-Cabriolet). Wäre es möglich, dass wir die Plätze tauschen und Du diesen kurzen Parkplatz am rechten Rand nimmst?» Selbstverständlich willigte ich ein und dachte mir, dass damit die wichtigsten Probleme besprochen sind und ich nun mit meiner Arbeit als Anästhesist anfangen könn-


Sven Staender: «Herzlichen Dank an alle, mit denen ich in den letzten 20 Jahren hier arbeiten durfte.»

te. Im OP fand ich dann eine Anästhesie-Infrastruktur vor, die, vorsichtig ausgedrückt, die Notwendigkeit zur Modernisierung deutlich zum Ausdruck brachte. Immerhin hatte mein Vorgänger das erkannt und im Budget einen hohen Betrag für neue Geräte reserviert. Rückblickend muss ich sagen, dass dieses Vorgehen enorm weitsichtig war, da mir damit die Entscheidung über die neuen Geräte überlassen wurde. Nachträglich deshalb ein herzliches Dankeschön an Prof. H.J. Schär. Technik von damals Überhaupt die damalige Technik: Computer gab es nur im Rechnungswesen und zwar als einzelne, nicht vernetzte Geräte. Die modernen Sekretariate hatten Schreibmaschinen mit integriertem Bildschirm. Um per E-Mail meine Kontakte zu pflegen, musste ich meinen privaten PC (eine Kiste mit weit ausladendem Bildschirm und 250 Megabyte Festpatte) mit der Hilfe von Bruno Baldauf via Modem ans Telefonnetz anschliessen. Das waren aber nur die technischen Herausforderungen. Daneben galt es, die gesamte Abteilung sanft aber bestimmt zu modernisieren. So war ich mit einem kleinen ärztlichen Team (wir waren damals zu viert) vom ersten Tag an gut ausgelastet. A propos ärtzliches und pflegerisches Team: Ich konnte von Anfang an auf viele liebe, gute und loyale Mitarbeite-

Anästhesie-Material Ende der 90er-Jahre.

rinnen und Mitarbeiter zählen, die mitgeholfen haben, den «Karren» zu ziehen und von denen nicht wenige heute noch dabei sind. Auch dafür mein herzlichster Dank! Das besondere Spital Und so ging es mit den «Besonderheiten» des Spitals Männedorf weiter. Zu erwähnen sind etwa die spitaleigenen Boote, wobei das Motorboot für die festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reserviert war und die Schülerinnen und Schüler sowie die Unterassistentinnen und -assistenten nur das Ruderboot benutzen durften. Eine weitere Besonderheit ist das Seehüsli, das dem Spital von den Geschwistern Krauer vererbt worden war mit der Auflage, es nie zu verkaufen und immer dem Personal zur Verfügung zu stellen. Zu nennen ist sicher auch das Rechnungsbüro: Eine Katze, notabene mit Katzenklo und Katzentreppe in den Garten, gehörte fest zum Team. Ich erinnere mich noch an den Aufschrei, als die Katze verbannt werden sollte … Und in der grossen Halle beim Empfang gab es einen Schalter des Rechnungsbüros, wo damals die Löhne ausbezahlt wurden. Oder der erste Mitarbeiter, der für Patientenreklamationen zuständig war: Ein ehemaliger Hausarzt aus der Region, der noch während seinem Berufsleben erblindete. Er war der perfekte Zuhörer für alle unsere Patientinnen

Parkplatzangelegenheiten.

und Patienten, die etwas auf dem Herzen hatten. Und ich erinnere mich gerne daran, wie er mit seinem Blindenhund jeweils ins Spital kam und der Hund dann ergeben unter seinem Schreibtisch lag, während er mit den Patienten telefonierte. Dies alles sind Anekdoten. Sie machen aber deutlich, wie besonders das SMA war und ist: die Menschen, die Umgebung, vor allem aber der einmalige «Spirit», der am SMA herrscht! In diesem Sinne mein herzlicher Dank an alle, mit denen ich diese letzten 20 Jahre hier arbeiten durfte. Ich freue mich auf die gemeinsame Zukunft! PD Dr. med. Sven Staender Chefarzt Institut für Anästhesie und Intensivmedizin 7


Pinnwand

Jubliarinnen & Jubilare Juli bis September 2019

20 Jahre

20 Jahre 25 Jahre

20 Jahre

Margrit Kunz Kinderkrippe

Bruno Baldauf Informatik

Adina Frei-Kuster Pflegedienst Onkologie Zentrum

Margrit Berclaz Labor 20 Jahre 20 Jahre

Esma Malicevic Stationsreiningung

15 Jahre

Tomo Hrkac OP-Pflege

Thilo Heimes Kardiologie

15 Jahre

liche Herz tion! ula Grat

15 Jahre

15 Jahre

Wolfgang Suttner Anästhesiepflege

Ursula Wolf Überwachungsstation

Claudia Engler Station 4.2 10 Jahre

5 Jahre

Angelo Urso Rettungsdienst

Alexios Gonidis, Radiologie

Beat Hirter Rettungsdienst Virpi Jyvälä Station 4.2 Meliha Malicevic Reinigung Nebenbetriebe Heidi (Britta) Mark Human Resources

Karin Sandra Jordi, Reinigung Nebengebäude

SMA-Agenda August Di 13. öffentliche Kinderführung

Karin Oehri, Facility Management

September

Ceyda Satiral, Station 5.4

Do 5. Informationsveranstaltung für Mitarbeitende Mi 11. öffentliche Kinderführung Sa 14. Neuzuzügeranlass Gemeinde Männedorf So 22. slowUp Zürisee 2019 Fr 27. Mitarbeiterfest

Maria-Beatriz Bonet Beltran, Physiotherapie Lisa Fuchs, Gebärabteilung Lara Jüni, Mitarbeiter-Pool Janine Jud, Station 4.3 Fiona Straub, Rechnungswesen Regina Zieprich, Restaurant/Café-Bar Brigitte Guetg-Breitenmoser Restaurant/Café-Bar Marc Nielsen, Rettungsdienst

e Save The Dat

iterfest 2019 SMA-Mitarbetember Freitag, 27. Sep

Jona Bächlihof, 8645 rty Pa y tr un Co Motto:

IMPRESSUM: Herausgeber: Spital Männedorf AG, Asylstrasse 10, 8708 Männedorf Redaktion: Marco Winz (mwn.), Martina Meyer (mmz.) Gestaltung: Designport GmbH, Zürich Kontakt: medien@spitalmaennedorf.ch «smalltalk» ist die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spitals Männedorf und erscheint viermal jährlich.


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