Magazin für Mitarbeiter, Freunde und Förderer der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel
Kirche am Scheideweg „Wir müssen mehr absichtslos geben“ „Wir werden nicht mehr alle mitnehmen können“, bekannte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz beim Forum Weltkirche Anfang Oktober im Bergkloster Bestwig. „Kirche geht raus. Wohin? Mit wem?“ Diese Fragen diskutierte Bentz mit Generaloberin Schwester Maria Thoma Dikow, Schulsozialarbeiterin Melanie Schmitz und Sophie Rüther von dem Projekt „Augen auf!“ aus Menden vor rund 130 Zuhörern. Bentz hat als neuer Erzbischof von Paderborn mittlerweile die Dekanate seines Bistums besucht und dabei völlig unterschiedliche Räume kennengelernt. In Dortmund sehe der Bedarf ganz anders aus als im Sauerland, aber überall sehe er ganz viel Engagement, neue Räume für die Kirche zu erschließen. „Wir müssen aber auch sehen, dass wir viele Milieus verloren haben.“ Die Jugendarbeit der Kirchen erreiche noch die Jugend aus Bildungsmilieus, Jugendliche aus einem bildungsfernen sozialen Umfeld erreiche sie nicht mehr. Zurzeit sei die Kirche in einem großen Lernprozess darüber, was die Rolle von Kirche und Glauben
in einer säkularen Gesellschaft sei, so Bentz. „Wer wird das Gesicht der Kirche sein, wenn die hauptamtlichen Mitarbeiter weniger werden?“
blickpunkt. Mensch Februar 2025
V.l.: Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Dr. Ulrich Bock, Generaloberin Schwester Maria Thoma Dikow, Melanie Schmitz
In diesem Sinne müsse man junge Menschen ermutigen, das Gesicht der Kirche zu sein. „Menschen, die erfahren haben, dass Kirche ihnen geholfen hat, werden darüber nicht schweigen“, meint Bentz. „Menschen spüren allerdings, ob wir etwas von ihnen wollen oder ob wir absichtslos geben. Wir müssen mehr absichtslos geben.“ Lesen Sie hier mehr:
Engelsburg Gymnasium - Das Projekt Flex-Ü
Neue Möglichkeiten für Schüler:innen der Engelsburg
empfinden. Deshalb hat die Engelsburg den „flexiblen Übergang“ (Flex-Ü) entwickelt: Das Konzept informiert die Schüler:innen bereits in der 9. Klasse darüber, was es bedeuten würde, nach dem 1. Halbjahr der 10. Klasse direkt in das 2. Halbjahr der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe zu springen. Dabei wird der ganze Jahrgang 9 auf einmal angesprochen und auch über die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten oder max. 6-wöchigen Praktika in dieser Zeit informiert. „Im Schuljahr 2023/24 haben wir das Konzept mit einer Pilotphase gestartet und erleben nun das erste Mal, dass eine Gruppe von Schüler:innen gemeinsam ein Schuljahr überspringt, während andere ins Ausland gehen. Wir sehen Flex-Ü als gute Möglichkeit für alle Schüler:innen, die sich mehr Flexibilität in einem doch recht starren Schulsystem wünschen“, so Dr. Monika Rack, stellvertretende Schulleiterin.
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der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel
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„Aber doch nicht alleine!“ Schon lange beobachten die Lehrkräfte am Engelsburggymnasium Kassel, dass Schüler:innen, die ein Schuljahr überspringen möchten, den Verlust ihrer guten Klassengemeinschaft als größtes Hindernis
100 Jahre SMMP in Bolivien Vor 100 Jahren kamen die ersten Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel nach Bolivien. Im Dezember 1924 erreichten nach einer langen, abenteuerlichen Reise die ersten vier Schwestern Bolivien. Da sie kein Spanisch sprachen, mussten sie sich anfangs selbst Aufgaben suchen. Heute besuchen fast 5200 Schülerinnen und Schüler die Schulen der Schwestern in Oruro, La Paz und Cochabamba. Außerdem geben die Schwestern 140 jungen Mädchen, die aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen oder keine Eltern mehr haben, in ihren Kinderdörfern in Cochabamba und Vallegrande ein neues Zuhause. An der Cancha, einem der größten Märkte Südamerikas, betreiben sie einen
Kindergarten mit sechs Gruppen und 180 Kindern, die sonst bei ihren Eltern zwischen den Marktständen ausharren müssen. Und darüber hinaus sind viele der 30 Ordensschwestern in der Seelsorge tätig. Diese Erfolgsgeschichte der bolivianischen Ordensprovinz wurde im November gefeiert. Zum Höhepunkt, einer großen Messe in der Kathedrale San Sebastián in Cochabamba kamen Vertreter aller Einrichtungen der Schwestern in Bolivien, viele Freunde und Bekannte sowie eine Delegation aus Deutschland mit der Generaloberin der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel, Schwester Maria Thoma Dikow. Lesen Sie hier mehr: