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JAHRESBERICHT 2017

Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel


Inhalt

Ihre Ansprechpartnerinnen und -partner

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Inhalt, Impressum, Ansprechpartnerinnen und -partner

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Liebe Leserin, lieber Leser

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Nach Kr채ften Not lindern

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An den Wurzeln ansetzen

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Vision einer gerechteren Welt

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10 Jahre Bergkloster Stiftung SMMP

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Einnahmen, Verwendung, Verwaltungskosten

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Spenden und 채hnliche Einnahmen 2017 nach Zweck

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Unsere Seniorenwohnheime in Deutschland

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Gebet

Schwester Adelgundis Pastusiak E-Mail: sr.adelgundis@smmp.de Tel.: +49 3606 673-134

Heike Schmidt-Teige E-Mail: h.schmidt-teige@smmp.de Tel.: +49 3606 673-259

Impressum Erscheinungsdatum: Juni 2018; Auflage: 1.300 V. i. S. d. P.: Christian Uhl, Gesch채ftsf체hrer der Bergkloster Stiftung SMMP

Herausgeber: Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel, Bergkloster Stiftung SMMP, Friedensplatz 6, 37308 Heilbad Heiligenstadt Konzept und Gestaltung: GFS Fundraising Solutions GmbH Tel.: +49 3606 673-134 Fax: +49 3606 673-205 Redaktion: E-Mail: kontakt@smmp.de Sr. Adelgundis Pastusiak, Heike Schmidt-Teige, Internet: www.smmp.de Winfried Meilwes, Dr. Ulrich Bock www.bergklosterstiftung.de Fotos: SMMP

Winfried Meilwes E-Mail: w.meilwes@smmp.de Tel.: +49 2904 808-241


„Handelt nicht aus Furcht, sondern tut alles aus Liebe.“ hl. Maria Magdalena Postel


Liebe Leserin, lieber Leser,

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eine Mitschwester Margareta Kühn arbeitet in der Berliner „Manege“. Das ist ein Projekt, in dem wir uns gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos für Jugendliche engagieren, die wirklich durch jedes Raster unserer Gesellschaft gefallen sind. Meist stammen sie aus schwierigen Familienverhältnissen, sie haben keinen Schulabschluss und keine Berufsausbildung. In der „Manege“ geht es darum, diese Jugendlichen aufzufangen und ganz allmählich zurück in ein gelingendes Leben zu bringen.

Arbeits- und Öffnungszeiten. Schatzsucher ist man 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. So wie alle in der „Manege“. Und als Schatzsucher muss man sich auf den Weg machen, dorthin, wo die Schätze sind, an den Rand unserer Gesellschaft. Das ist mühsam, beschwerlich und nicht immer angenehm. Man holt sich Beulen. Aber, wie es Papst Franziskus in „Evangelii Gaudium“ sagt: Eine verbeulte Kirche ist besser als eine Kirche, die Angst davor hat, sich schmutzig zu machen.

Schwester Margareta hat mir von Maik* (Name geändert) erzählt. Maik hatte extremes Übergewicht. Und irgendwann war er so verzweifelt, dass er sich nicht mehr auf die Straße getraut hat. Er ist in der Wohnung geblieben und ließ niemanden zu sich herein. Über Wochen haben Schwester Margareta und die Mitarbeiter/-innen aus der „Manege“ versucht, Maik zu erreichen. Sie haben angerufen, angeklopft und jeden Tag einen Zettel unter der Tür hergeschoben: „Maik, wir machen uns Sorgen, melde dich.“ Irgendwann stand Maik dann plötzlich wieder in der „Manege“, mit all den Zetteln in der Hand, die man ihm geschrieben hatte. Von da an ging es aufwärts mit ihm. Er hat zuerst einen Hauptschulabschluss gemacht, dann sogar das Abitur. Heute studiert er und will seinen Doktor machen. Ich bin sicher, er schafft das.

Der Weg an die Ränder der Gesellschaft ist kein Weg, den Institutionen und Ämter wirklich bis zum Letzten gehen können. Aber es ist ein Weg, den Christen gehen können, den Kirche gehen kann. Unsere Gründerin hat uns Schwestern das vorgelebt: „Die Armen und Kranken sind meine Freunde.“ So schwierig der Weg auch sein mag – Geschichten wie die von Maik zeigen, dass es sich lohnt, ihn zu gehen. Und wir sind nicht allein! Christus ist bei uns. Und ich freue mich sehr, dass auch Sie uns begleiten mit Ihren Gebeten, Ihren guten Wünschen und Ihren Spenden. Dafür möchte ich mich im Namen all meiner Mitschwestern und all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Herzen bedanken. Ihre

Warum schreibe ich Ihnen das? Maiks Geschichte zeigt mir, welch großes Potenzial in den Jungen und Mädchen „am Rande“ unserer Gesellschaft steckt. Dieses Potenzial dürfen wir nicht verschwenden. Wir müssen es nur entdecken und heben wie einen versunkenen Schatz. Aber Schatzsucher ist kein Bürojob mit festen

Schwester Maria Thoma Dikow Generaloberin 5


Nach Kräften Not lindern

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ieses Wort unserer Ordensgründerin ist eines der Leitworte, die das Engagement der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP) in allen Ländern prägen, in denen wir Schwestern tätig sind. Wir können keine großen Flüchtlingslager aufbauen oder in Kriegsgebieten Nothilfe leisten, da sind uns personelle und organisatorische Grenzen gesetzt. Das ist das Feld der großen nationalen und internationalen Hilfswerke. Aber an anderen Orten, dort, wo wir im Kleinen wirken, gehören Not- und Soforthilfe zu unserem Selbstverständnis. So kann zum Beispiel ein Kind nur lernen, wenn es etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf hat. Anhand einiger Beispiele möchten wir von unseren Maßnahmen im Bereich der Not- und Soforthilfe im Jahr 2017 berichten.

Hilfe für Menschen „an den Rändern“ Im brasilianischen Leme versucht die Ordensgemeinschaft mit ihren zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Hilfen für die Menschen am Stadtrand aufzubauen. Denn die Stadtränder wachsen aufgrund der Landflucht sehr stark, und dadurch bedingt wachsen auch Armut und Arbeitslosigkeit. Viele Familien müssen hungern und leben unter teils menschenunwürdigen Zuständen. Die Ordensgemeinschaft unter Leitung von Provinzoberin Schwester Aurora Tenfen hat in den letzten zwei Jahren begonnen, an den Stadträndern eine zukunftsorientierte Sozialarbeit aufzubauen. Bis Ende 2017 konnten wir in 10 Stadtteilen Hilfs- und Förderangebote installieren. Eine zentrale Anlaufstelle für Menschen in existenzieller Not ist auch das Sozialbüro von Schwester

Die Armut in Leme ist für uns kaum vorstellbar. Viele Familien leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.

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Maria Ludwigis Bilo und der deutschen Entwicklungshelferin Sabine Stephan im Provinzhaus. Bis zu 80 Menschen kommen täglich in die Sozialsprechstunde der erfahrenen und mit 90 Jahren noch sehr rüstigen Ordensschwester. Viele der Besucher haben so gut wie nichts zu essen, können den Strom oder die Medikamente nicht bezahlen, haben kein Dach über dem Kopf, können die Kinder nicht zur Schule schicken oder sind einfach verzweifelt. Durch punktuelle finanzielle Hilfen oder Lebensmittelkörbe wird hier die erste Not gelindert. Für diese und andere Nothilfen für die Menschen am Stadtrand von Leme wurden im Jahr 2017 Spendengelder in Höhe von 74.223 Euro eingesetzt.

Hunger und Kälte Aber auch die Altersarmut ist in unseren Einsatzländern ein Thema. So haben wir im bolivianischen Vallegrande einen Speisesaal für alte Menschen betrieben. Etwa 40 bis 50 Menschen besuchten 2017 regelmäßig den von Schwester María del Rosario Ostermann geleiteten Speisesaal im Zentrum der Stadt. Ende 2017 ist dieser Speisesaal in ein neu errichtetes Seniorenheim der Kirchengemeinde umgezogen. Diesen und zwei weitere Speisesäle in Cochabamba haben wir im Jahr 2017 mit insgesamt 3.559 Euro unterstützt. Aber es geht nicht nur um den Hunger. Die täglichen Treffs sind auch ein wichtiger Ort der Begegnung. Neuerdings bieten die Schwestern im Stadtzentrum von Vallegrande einen Seniorentreff an, um der Vereinsamung entgegenzuwirken.

Die Armenküche in Vallegrande: Besonders für alte Menschen in Bolivien ist das tägliche Brot keine Selbstverständlichkeit.

Ein anderes Beispiel ist der Mittagstisch für Kinder im rumänischen Siretu. Hier betreiben wir ein soziales Zentrum mit verschiedenen Angeboten. Eines davon ist der warme Mittagstisch. Hierzu kamen im Jahr 2017 täglich rund 30 Kinder. 11 Kinder erhielten zusätzlich vor der Schule auch ein Frühstück. Diese Kinder kommen aus sehr ärmlichen Familienverhältnissen und leiden immer wieder unter Hunger. Für den Mittagstisch und das Frühstück haben wir im Jahr 2017 insgesamt 7.863 Euro eingesetzt.

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Im mosambikanischen Metarica betreiben wir seit Jahren einen Kindergarten und eine Grundschule. Die Anzahl der Kinder ist rasant gewachsen. Im Jahr 2017 haben 513 Mädchen und Jungen die Schule besucht. Aber auch hier gilt: Ohne etwas im Magen zu haben, kann man nicht lernen. So gehört eine gesunde und vitaminreiche Ernährung – vor allem ein Mittagessen – zum Tag. Gerade die Regelmäßigkeit trägt zur Gesundheit der Kinder bei. Für die Verpflegung der Kinder haben wir im Jahr 2017 monatlich 1.000 Euro (d. h. insgesamt 12.000 Euro) zur Verfügung gestellt. Zusätzlich tragen der Anbau von Gemüse und eine kleine Schweinezucht zur Selbstversorgung bei. Nicht nur Hunger oder Krankheit sind Notlagen. Auch die Kälte kann bedrohlich werden. Dies gilt besonders für die rumänischen Dörfer rund um Schineni, wo unsere Schwestern seit über 15 Jahren wirken. Hier kann es im Winter bis zu minus 20 Grad kalt werden. Da viele Menschen dort immer noch in ärmlichen Häusern bzw. Hütten leben und mit Holz heizen, ist die Kälte eine große Bedrohung und kann zu Erfrierungen und schweren Erkrankungen führen. So stellen wir diesen Familien oder allein lebenden alten Menschen im Winter immer Holz zur Verfügung, damit sie gesund und ohne Erfrierungen durch den Winter kommen. Etwa drei Fuhren Holz benötigt eine Familie für einen Winter. Im Jahr 2017 haben wir pro Fuhre 150 Euro aufgebracht. Insgesamt hat unsere rumänische Schwester Carmen Tereza Rusu für rund 5.000 Euro Brennholz eingekauft. Einigen Familien haben wir zusätzlich eine neue, warme Matratze geschenkt. Hier beliefen sich die Kosten auf rund 42 Euro pro Matratze.

Schwester Carmen Tereza Rusu in Schineni/Rumänien auf dem Weg zu einer „ihrer“ Familien.

„Wir sind also gerufen, den Armen die Hand zu reichen, ihnen zu begegnen, in ihre Augen zu schauen, sie zu umarmen, sie die Wärme der Liebe spüren zu lassen, die den Teufelskreis der Einsamkeit zerbricht. Die Hand, die sie ihrerseits uns entgegenstrecken, ist eine Einladung, aus unserer Sicherheit und Bequemlichkeit auszubrechen. Sie lädt uns ein, den Reichtum zu erkennen, den die Armut in sich selbst bereithält.“ Papst Franziskus am 1. Welttag der Armen am 19.11.2017 8


An den Wurzeln ansetzen

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ll unser Handeln für sozial benachteiligte Menschen orientiert sich am Leitgedanken „Hilfe zur Selbsthilfe“. Daher setzen wir neben Not- und Soforthilfen an den Wurzeln von Not und Ungerechtigkeiten an. Und dies sind vor allem fehlende Bildungsmöglichkeiten, eine unzureichende Infrastruktur, aber auch zum Beispiel die Wasserknappheit. Um mittelfristig Wirkungen und Erfolge zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen zu erzielen, haben wir an fast all unseren internationalen Standorten Projekte auf den Weg gebracht, die auf Veränderungen und Verbesserungen hinzielen. Von einigen Projekten möchten wir berichten. In Metarica im afrikanischen Mosambik war von Beginn unseres Wirkens an der fehlende Zugang zu Wasser ein Thema. Zusammen mit der Bevölkerung und dank der Unterstützung von Spendern aus Deutschland wurden mehrere Tiefenbrunnen gebaut. Ein zusätzliches Wasserreservoir verbessert seit 2016 die Wasserversorgung von Kindergarten, Vor- und Grundschule.

Lesen und Schreiben lernen

„Ich unterstütze die Bildungsprojekte der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in Brasilien und Bolivien, weil ich finde, dass Bildung bereits im Kindesalter sehr wichtig ist. Bildung ebnet den Weg für eine selbstständige und gute Zukunft.“

In Metarica und Nametória, Mosambik, bieten wir Alphabetisierungskurse für Erwachsene an. Diese Alphabetisierungsprogramme stärken das Selbstbewusstsein, insbesondere von Frauen und tragen wesentlich zur gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe bei. Gerade hier ist der Bedarf riesig, denn 66 Prozent der Frauen in diesem Land gelten als Analphabetinnen. In Metarica haben im letzten Jahr 17 Frauen und ein Mann, in Nametória 40 Frauen an dem Programm teilgenommen. Die Altersstufe der Teilnehmerinnen liegt zwischen 30 und 70 Jahren.

Birgit Schrowange, Moderatorin 9

© ADLER / Sandra Weimar

Einer der von uns gebauten Brunnen in Mosambik: Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht.


sen Stempel haben, kommen sie zu Schwester Margareta in das Zentrum. Aber mit viel Mühe und Einfühlungsvermögen kann man auch diese Jugendlichen erreichen (vgl. Editorial). Das Team in der Manege versucht, den jungen Leuten ihre Würde zurückzugeben. In letzter Zeit ist spürbar, dass die sozialen Defizite noch stärker geworden und die Gewaltbereitschaft gestiegen sind. Trotzdem ist und bleibt das Zentrum das ganze Jahr durchgehend 24 Stunden geöffnet und hält in besonderen Krisensituationen eine Notunterkunft bereit. Die Jugendlichen werden nicht aufgegeben, und das mit Erfolg – wenn auch nicht immer. In der alltäglichen Arbeit kämpft Schwester Margareta hartnäckig um eine verlässliche Förderung ihrer Einrichtung mit den vielen differenzierten Angeboten. Als ein großer Erfolg im Jahr 2017 ist es zu verzeichnen, dass nach vielen Gesprächen, auch mit der Bundeskanzlerin, erreicht werden konnte, dass es jetzt im Sozialgesetzbuch II den neuen kleinen Paragraphen 16h gibt, der diesen und ähnlichen Projekten nun mehr finanzielle Planungssicherheit verschafft. Besonders beeindruckend ist, dass das Zusammenleben der Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren mit den 900 Flüchtlingen sowie den 700 Obdachlosen in zwei Unterkünften in der unmittelbaren Nachbarschaft funktioniert und durch Solidarität geprägt ist. Aus Spendengeldern sind im Jahr 2017 rund 4.000 Euro in das Projekt Manege geflossen.

Manege Berlin: Schwester Margareta Kühn mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Da die Kurse so erfolgreich und professionell durchgeführt wurden, sind sie in Metarica mittlerweile staatlich anerkannt und haben dadurch eine „Pilotfunktion“.

Armut durch Bildung überwinden Es gibt auch nationale Projekte, die an den Wurzeln von Benachteiligungen und Chancenungleichheit ansetzen. In Berlin-Marzahn betreibt unsere Ordensgemeinschaft in Zusammenarbeit mit den Salesianern Don Boscos das Jugend- und Integrationsprojekt Manege. Hier betreut Schwester Margareta Kühn mit ihrem 50-köpfigen Team kontinuierlich mehr als 200 Jugendliche. Für die Jobcenter sind die Jugendlichen „nicht marktnah“ und nicht erreichbar. Wenn sie die-

Weiterhin sehr erfolgreich läuft das Projekt „Wege in die Selbstständigkeit“ in Bolivien. In Vallegrande und Cochabamba betreiben wir Kinderheime und unter10


stützen junge Männer und Frauen nach dem Verlassen des Kinderheimes mit 18 Jahren durch ein Stipendienprogramm auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Da sie häufig eine Berufsausbildung oder ein Studium in den Städten Cochabamba, Santa Cruz oder Vallegrande aufnehmen, haben wir dort sogenannte Regionalgruppen als Anlaufpunkte gebildet. In monatlichen Treffen werden hier unter Begleitung einer unserer Ordensschwestern Erfahrungen ausgetauscht und Fragen und Herausforderungen besprochen. Während der Zeit ihrer Ausbildung bzw. ihres Studiums erhalten die jungen Erwachsenen ein Stipendium in Höhe von monatlich 40 Euro. Als Nachweis müssen sie halbjährlich ihre Prüfungsnoten und später ihre Ausbildungsabschlüsse vorlegen. Außerdem sollen sie sich je nach ihren Möglichkeiten ehrenamtlich engagieren. Im Jahr 2017 konnten wir so 28 junge Frauen und Männer fördern. Insgesamt haben wir für dieses Förderprogramm im letzten Jahr 15.520 Euro bereitgestellt. Es verwirklicht besonders unseren Leitgedanken „Armut durch Bildung überwinden“.

und Firmen aus der Stadt durch Lebensmittelspenden unterstützt wird. Mittlerweile werden in dem kleinen Zentrum auch Seminare angeboten, zum Beispiel das Backen von Brot, Nähen von Kleidung oder die Herstellung von Seife. In diesen Kursen erlernen die Teilnehmer unterschiedliche Fertigkeiten mit dem Ziel, sie zu befähigen, sich selbst ein kleines Einkommen zu erarbeiten. Gerade Frauen nutzen diese Angebote.

Handfeste Barmherzigkeit: die neue Suppenküche In Bonsucesso, einem Vorort des brasilianischen Leme, nutzen wir ein Haus für soziale Aufgaben. Hier wurde im Sommer 2016 ein Bildungs- und Ausbildungszentrum eröffnet, das gerade im Jahr 2017 an „Fahrt“ aufgenommen hat. Es wurde zum Beispiel eine Suppenküche eingerichtet, die mittlerweile von einem fünfköpfigen, ehrenamtlichen Team organisiert wird. Über 90 Haushalte haben dieses Angebot 2017 genutzt. Erfreulich ist, dass das Projekt von Supermärkten

Lange Schlangen in der Suppenküche in Bonsucesso/Brasilien. Viele Familien sind auf das Angebot angewiesen.

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Unsere „Missionare auf Zeit“ feierten 2017 das 20-jährige Jubiläum dieses für die jungen Menschen großartigen Auslandseinsatzes. 12


Vision einer gerechteren Welt

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nser nationales und internationales Engagement ist geprägt von der Vision einer gerechteren Welt. So verfolgen wir mit einer Vielzahl unserer Projekte eine langfristige Wirkung – hinein in Kirche und Gesellschaft. Dabei konzentrieren wir uns insbesondere auf die Vermittlung und Weitergabe von Werten, einen verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung und eine gerechte Verteilung der Güter auf unserer Welt.

in den jeweiligen Schulen aus völlig verschiedenen Bevölkerungsschichten stammen, ist es schon eine riesige Herausforderung, allen gerecht zu werden. Die Warteliste bei den Schülern, die gern aufgenommen werden wollen, ist lang. Bereits Ende 2016 hat die Schule begonnen, ihr Fächerspektrum sowohl inhaltlich als auch methodisch weiterzuentwickeln. So können Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe unterrichtsbegleitend Kenntnisse in der EDV oder der Buchhaltung erhalten. Aktuell ist damit begonnen worden, einen technischen Ausbildungszweig aufzubauen. Denn der Erwerb beruflicher Kompetenzen neben dem normalen Unterricht ist eine weitere Besonderheit der Schule. Das Schulzentrum gehört zum internationalen und staatlich anerkannten Erziehungsverband „Fe y alegriá“. Der Großteil der laufenden Kosten wird aus öffentlichen Mitteln finanziert, der Rest und alle Kosten einer Schulpastoral müssen über Spendengelder finanziert werden. Insgesamt besuchen knapp 10.000 Kinder und Jugendliche unsere Schulen in Bolivien und Brasilien.

Den größten Raum nimmt in unserem nationalen und internationalen Engagement die Werteerziehung ein. Insbesondere in unseren Schulen wollen wir eine Sensibilität und ein Verantwortungsgefühl für Solidarität und Gerechtigkeit einüben und vermitteln. Dies gilt gerade für die Länder, die durch Korruption geprägt sind und instabile Regierungen haben. Als Konsequenz legen wir in unseren Schulen auf Unterrichtsinhalte sowie Projekte mit dem Aspekt der Werteerziehung einen besonderen Fokus. Zum Beispiel wird dies immer wieder thematisiert bei Lehrerfortbildungen in Bolivien und Brasilien.

Bei unseren auf Langfristigkeit angelegten Projekten spielen auch Gesundheitsprävention und Ernährung eine wichtige Rolle. Armut, und dadurch bedingt einseitige Ernährung, aber auch klimatische Herausforderungen gefährden die Gesundheit der Menschen in den Regionen, in denen wir als Ordensgemeinschaft wirken. Von daher haben Projekte der Prophylaxe immer einen hohen Stellenwert. Ein Beispiel ist Metarica in Mosambik. Hier haben wir vor einigen Jahren das sogenannte „Milchprojekt“ ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um die Begleitung und Bewusstseinsbildung von Müttern, die nicht ausreichend Milch

Auf Langfristigkeit angelegt Ein Beispiel sind die Schulen im bolivianischen Santa Cruz. Hier läuft der Betrieb in drei Schichten: morgens, nachmittags und abends. Anders lässt sich der Unterricht für die insgesamt 2.884 Schülerinnen und Schüler nicht organisieren. Vor allem die Abendschule ist ein besonderes Angebot, denn hier können auch junge Erwachsene zum Unterricht kommen, die tagsüber arbeiten und ihren Abschluss quasi auf dem zweiten Bildungsweg nachholen. Und da diese Menschen 13


haben, oder um die Versorgung von Kindern, deren Mutter bei der Geburt gestorben ist. Diese Kinder sind häufig unterernährt. Im Jahr 2017 konnten durchschnittlich 30 bis 35 Kinder im Monat unterstützt werden, in der Mehrzahl Zwillinge und sogar Drillinge. In regelmäßigen Abständen müssen sich die oftmals sehr jungen Mütter den Schwestern vorstellen. Das Kind wird gewogen, untersucht und die Ernährung für die nächsten Wochen besprochen. Vielen wird Milchpulver oder andere Säuglingsnahrung mitgegeben. Mit diesem Projekt haben wir über die Jahre eine sehr hohe Erfolgsquote erreicht und die Kindersterblichkeit ist in dem Ort stark zurückgegangen. Diese Erfahrungen sollen genutzt werden, ähnliche Projekte auch an anderen Standorten der SMMP aufzubauen. Im Jahr 2017 sind 2.000 Euro in dieses Projekt geflossen.

Das Milchprojekt in Metarica, Mosambik: Man sieht, wie gut die regelmäßige Ernährung Mutter und Kind tut. Lebensfreude pur!

Mit Patenschaften nachhaltig helfen

Und die Tendenz ist steigend. Die Patenschaftsgelder werden überwiegend eingesetzt für Lebensmittel, Medikamente und Kleidung, aber auch für Schulgeld und Bücher sowie Einrichtungsgegenstände. Jede Patenfamilie wird von einer Ordensschwester oder einer Mitarbeiterin vor Ort begleitet. 140.400 Euro sind als Fördergelder in dieses Projekt im Jahr 2017 geflossen.

Ein weiteres länderübergreifendes Projekt sind die Familien- und Projektpatenschaften. Seit über 10 Jahren vermitteln wir Familienpatenschaften in Bolivien, Brasilien, Mosambik und Rumänien. Mit diesem Förderinstrument wollen wir bewusst und nachhaltig das soziale System „Familie“ stärken. Es geht uns dabei um die Stabilisierung von Familien. Deren Kinder sollen geschützt und gefördert werden. Gleichzeitig sollen dadurch das Gemeinwesen und das Umfeld stabilisiert werden. Aktuell werden 390 Familien im Ausland durch deutsche Patenschaften mit einem monatlichen Beitrag von in der Regel 30 Euro finanziell unterstützt. Verteilt auf die Länder profitieren davon 117 Familien in Mosambik, 106 in Rumänien, 92 in Brasilien, 73 in Bolivien und je eine im Kongo und in Indonesien.

Ein auf Nachhaltigkeit und Bewusstseinsbildung angelegtes Projekt ist die 12.058 qm große Gartenanlage im Kinderdorf Cuatro Esquinas im Cochabamba/Bolivien. Im Frühjahr 2011 ist das Projekt unter dem Namen „Mutter Erde“ gestartet. Durch zahlreiche Maßnahmen haben wir diese wertvolle Anlage einer langfristigen Bewirtschaftung zugeführt. Unter Anleitung der bolivianischen Ordensschwester Rógida Montaño lernen 14


hier die Kinder und Jugendlichen durch ihre Mitarbeit den Kreislauf von Säen, Wachsen und Ernten kennen. Zusammen mit Schwester Rógida kochen sie Früchte ein und lernen Marmelade und Säfte herzustellen und zu verkaufen. Dadurch wird mittlerweile ein Eigenanteil zur Bewirtschaftung des Kinderdorfes erwirtschaftet. In den letzten Jahren wurde dieses Projekt durch eine kleine Tierzucht erweitert. So gibt es seit dem Jahr 2017 im Kinderdorf ein Meerschweinchenhaus. Die 180 Tiere sind aber kein Streichelzoo. Sie werden für den Verkauf gezüchtet – und gegessen. Meerschweinchen gelten in Bolivien als Delikatesse. Ein ähnliches umweltpädagogisches Projekt mit dem Schwerpunkt Gartenbau gibt es auch in den zwei Kinderheimen der Ordensgemeinschaft in Vallegrande. Mittlerweile kann sich das Projekt „Mutter Erde“ durch eigene Einnahmen finanzieren und verwirklicht dadurch eindrucksvoll unser Ziel der „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Seit 2017 haben auch junge Leute aus Afrika und Südamerika die Chance, ein Jahr als Freiwillige bei den Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in Deutschland zu leben und zu arbeiten.

men. Aufgrund der ersten sehr guten Erfahrungen soll dieses sogenannte „MaZ-in-Deutschland-Projekt“ in den nächsten Jahren fortgeführt werden. Dieser in der Regel 6- bis 12-monatige Freiwilligendienst soll zur Persönlichkeitsbildung beitragen, globales Lernen fördern, interkulturelle Erfahrungen ermöglichen sowie der Völkerverständigung dienen. Dieser Dienst wird überwiegend aus dem entwicklungspolitischen Förderfonds „weltwärts“ der Bundesregierung finanziert. Gleichwohl mussten wir dafür im Jahr 2017 noch Eigenmittel in Höhe von 59.877 Euro aufbringen.

Das globale Lernen fördern Zur Bewusstseinsbildung und Förderung einer gerechteren Welt soll auch unser Projekt „Missionarinnen und Missionare auf Zeit“ (MaZ) beitragen. Dahinter verbirgt sich die Entsendung von jungen Freiwilligen ab 18 Jahren aus Deutschland in eines unserer Projekte oder in Projekte von Partnern. Im Jahr 2017 konnten wir unser 20-jähriges Jubiläum feiern. Bisher haben 307 junge Erwachsene diese Möglichkeit genutzt. Jährlich werden durchschnittlich 20 junge Frauen und Männer in unsere Partnerländer entsendet. Erstmalig haben wir 2017 einen jungen Mann sowie eine junge Frau aus Brasilien und zwei Schwestern aus Mosambik für einen Freiwilligendienst in Deutschland aufgenom15


10 Jahre Bergkloster Stiftung SMMP

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aber auch an Spenden ca. 15,6 Mio Euro. in die Projekte der Ordensgemeinschaft in Brasilien, Bolivien, Mosambik, Rumänien und vermehrt auch Deutschland weiterleiten.

Jahre Bergkloster Stiftung SMMP ist für eine Stiftung kein Alter. Die Tatsache, dass die Gründung der Stiftung eingebettet ist in die 210-jährige Tradition unserer Ordensgemeinschaft und letztlich das i-Tüpfelchen der Förderungsmöglichkeiten unserer Projekte darstellt, ist umso bedeutender. Seit 210 Jahren hilft, unterstützt und bildet SMMP.

An vielen Stellen konnte und kann hier Not gelindert, können christliche Werte vermittelt werden, kann Jugend gebildet und alten Menschen geholfen werden. Diese Erfolge und Entwicklungen, die unsere Schwestern vor Ort begleiten und von denen wir uns regelmäßig überzeugen, sind nicht möglich ohne Ihre tatkräftige Unterstützung, liebe Spender und Stifter. Darum bedanken wir uns ganz herzlich bei Ihnen und schauen so auch positiv auf das nächste Jahrzehnt der Stiftung.

Neben Einzelspenden, Spenden zu einem bestimmten Anlass oder Jubiläum, regelmäßigen Spenden, Vermächtnissen und Erbschaften sind der Ordensgemeinschaft seit 10 Jahren nun auch Zustiftungen und Stifterdarlehen willkommen. Bei diesen Unterstützungsformen bleibt das zugewendete Geld vollumfänglich für immer (Zustiftung) oder auf Zeit (Stifterdarlehen) erhalten und die Zinsen daraus unterstützen unsere Projekte. Jahr für Jahr!

Ihr

Zustiften kann man jeden Betrag, ein Stifterdarlehen sollte fünfstellig sein. In den vergangenen 10 Jahren konnten wir so an Zustiftungen über 1,1 Mio. Euro und an Stifterdarlehen knapp 0,5 Mio. Euro verzeichnen: Zinserträge, die (Jahr für Jahr) einen festen Bestandteil unserer Förderung ausmachen. In den vergangenen 10 Jahren konnte die Bergkloster Stiftung

Christian Uhl Geschäftsführer

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Armut durch Bildung ßberwinden: Schwester Carmen Tereza hilft in Schineni/Rumänien bei den Hausaufgaben.


Einnahmen, Verwendung, Verwaltungskosten Einnahmen und Ausgaben einschließlich der Ergebnisse der von der Bergkloster Stiftung SMMP treuhänderisch verwalteten, rechtlich unselbstständigen Stiftungen, deren Stiftungszwecke den Stiftungszwecken der Bergkloster Stiftung SMMP entsprechen.

Einnahmen 2017 2016 Spenden und ähnliche Einnahmen • Einzel- und Anlassspenden/Familien-, Projekt- und Firmenpatenschaften, 2.092.620 € 1.924.413 € Erlöse aus Basaren, Gemeindeaktivitäten, Schulinitiativen etc. • Zuwendungen von Hilfswerken 75.202 € 36.942 € • Erbschaften/Vermächtnisse 104.503 € - € 209.456 € 133.206 €

294.956 € 82.632 €

Gesamteinnahmen 2.614.987 € Zuzüglich im Vorjahr noch nicht verwendeter Mittel 171.443 €

2.338.943 € 259.220 €

Stifterdarlehen und Zustiftungen Zinsen und Kapitalerträge

Verwendung

2017

2016

Projektausgaben • Projektförderung (eingesetzte Mittel) 1.278.809 € 1.540.838 € 80.291 €64.030 € • Projektbegleitung/-betreuung • Projektkampagnen, Bewusstseinsförderung etc. 379.056 €350.959 € Stifterdarlehen und Zuführung der Zustiftungen zum Kapitalstock, Zuführung zu den Rücklagen

234.185 €

307.988 €

Allg. Werbe- und Verwaltungsausgaben • Werbung und allg. Öffentlichkeitsarbeit 53.891 € • Verwaltung 82.046 €

43.875 € 119.030 €

Gesamtausgaben 2.108.278 €

2.426.720 €

Noch nicht verwendete, aber verplante Mittel per 31.12. 678.152 €

171.443 €

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Spenden und ähnliche Einnahmen 2017 nach Zweck

Zustiftungen/ Stifterdarlehen 8,34 %

Zinsen 5,31 %

Bolivien 9,65 % Brasilien 13,43 %

Hilfswerke 3,00 %

Freie Spenden 17,13 % Rumänien 23,85 %

Internationale Projekte 3,14 % Deutschland 1,80 %

Mosambik u. a. 14,35 %

Der Jahresabschluss 2017 der Bergkloster Stiftung SMMP wurde durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert.

Eingesetzte Mittel 2017 Eingesetzte Mi�el 2017 Interna�onale Projekte Deutschland Mosambik u. a. Rumänien Brasilien

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400

350

300

250

200

150

100

50

0

Bolivien

Tausende


Unsere Seniorenwohnheime in Deutschland

Haus Maria Haholdstraße 2 59590 Geseke

Seniorenzentrum Am Eichendorffpark Eichendorffstraße 13 59302 Oelde

Reginenhaus Sankt-Reginen-Platz 9 59069 Hamm

Haus St. Josef Pastoratsweg 11 46359 Heiden

W

enn wir alt werden, ist es nicht leicht, das eigene, oft über Jahrzehnte vertraute Umfeld zu verlassen. Am eigenen Haus oder an der Wohnung hängen die Erinnerungen eines ganzen Lebens. Hier sind vielleicht die Kinder aufgewachsen, hier hat man gemeinsam gelacht, gefeiert, aber auch

geweint und gebetet. Doch manchmal macht im Alter die Gesundheit es einfach erforderlich, das eigene Zuhause zu verlassen. Niemand möchte gern im Heim leben. Aber wenn es unausweichlich ist, dann sollte das Heim möglichst zu einer neuen Heimat werden. Darum bemühen wir 20


Haus St. Martin Johanniterstraße 3 45701 Herten

St. Franziskushaus Moorwiese 3 59302 Oelde

Haus St. Josef Diestedder Straße 4 59329 Wadersloh

Haus Maria Regina Lange Straße. 16 59329 Wadersloh

uns in unseren Seniorenwohnheimen in Deutschland. Wir bieten Raum für Privates, für Gemeinschaft und Nähe. Zugleich sollte sich das neue Zuhause nach den modernsten Anforderungen der Altenpflege richten. Professionelle Pflege und menschliche Geborgenheit, darauf legen wir Wert. Denn wie es unsere Gründerin gesagt hat: „Die Armen und Kranken sind meine Freunde.“ 21

Weitere Einrichtungen unserer Gemeinschaft finden Sie im Internet unter www.smmp.de.


Gebet Herr, wenn ich einsam bin, schaffe in mir ein frohes Herz, das deine Gegenwart fühlt. Herr, wenn ich erschöpft bin, schaffe in mir ein zuverlässiges Herz, das mich an den Sinn des Lebens erinnert. Herr, wenn ich leide, schaffe in mir ein geduldiges Herz, das die Schwierigkeit schweigend erträgt. Herr, wenn ich versucht werde, schaffe in mir ein festes Herz, das gegen die Versuchung ankämpft. Herr, wenn ich schuldig geworden bin, schaffe in mir ein glaubendes Herz, das deine Vergebung empfängt. Herr, wenn ich mit Wohlstand gesegnet bin, schaffe in mir ein großzügiges Herz, das deine Gaben mit Armen teilt. Herr, wenn ich mit anderen zusammen bin, schaffe in mir ein mutiges Herz, das sich nicht scheut, ein Zeuge des Evangeliums zu sein. (Autor unbekannt)

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Dankkerzen leuchten im Kloster Neamt/Rumänien, fotografiert während einer Spenderreise nach Rumänien.


Bergkloster Stiftung SMMP Friedensplatz 6 37308 Heilbad Heiligenstadt Tel. +49 3606 673-134 Fax +49 3606 673-205 kontakt@smmp.de www.smmp.de Bankverbindungen: DKM Darlehnskasse Münster eG IBAN: DE59 4006 0265 0000 1003 00 BIC: GENODEM1DKM Sozialbank Köln IBAN: DE17 3702 0500 0001 1000 00 BIC: BFSWDE33XXX

Jahresbericht 2017  

Bergkloster Stiftung SMMP

Jahresbericht 2017  

Bergkloster Stiftung SMMP