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Wir stellen Ihren Werten unsere Werte gegenüber. Verlässlichkeit, Nachhaltigkeit, Stabilität und den Mehrwert individueller Beratung.

Eine Marke der Landes-Hypothekenbank Steiermark AG und der Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG Paulustorgasse 4, 8010 Graz | +43 316 8051 - 5085 | www.premiumbanking.eu


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EDITORIAL

Über die am Leben Worauf haben wir nicht alles Lust! Wir würden fast so weit gehen, zu sagen: Noch nie hatten wir mehr Lust auf die Welt und alles, was sie zu bieten hat. Und das, obwohl wir immer schon sehr lustvolle Menschen waren. Der Frühling ist da und mit ihm die so lange ersehnten wieder gewonnenen Freiräume. Wir wollen uns umarmen — wir wollen die ganze Welt umarmen. Doch nicht nur, weil wir im letzten Jahr so viel von unserer Freiheit eingebüßt haben, ist die Lust am Leben das Gebot der Stunde: Unsere Frühlingsgefühle sind noch stärker als sonst und drängen uns dazu, unseren Gelüsten endlich wieder uneingeschränkt, vor allem mit gutem Gewissen, nachzugehen. Bei AIOLA heißt das ganz konkret: Wir haben Lust auf richtig gutes Essen und Trinken, darauf, uns neu einzurichten, Gäste einzuladen und sie zu verwöhnen, auf Erlebnisse in der Natur und natürlich auch aufs Reisen. Zu diesen Themen erzählen wir unterhaltsame Geschichten in der 6. Ausgabe des AIOLA LIVING Magazins, das ganz und gar der Lust in all ihren Facetten gewidmet ist. Der Verzicht, in dem wir uns so lange üben mussten, hat uns nicht vergessen lassen, wie lustvoll jeder einzelne Tag unseres Lebens sein kann. So lange durften wir unsere Arbeit nicht richtig ausüben. Und das, wo es uns doch wahnsinnig schwerfällt, die Beine still zu halten. Wir lieben unsere Arbeit, sie ist ein großer Bestandteil unseres Lebens. Wir können es kaum erwarten, wieder für unsere Gäste da sein zu dürfen. Dann freuen wir uns, wenn ihr zu uns kommt, ausgelassen seid und mit uns die Lust am Leben zelebriert!

Herzlich, Judith, Gerald & die Aiola-Family

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


INHALTSVERZEICHNIS

Inhalt

14

Interior

16

SLOW FURNITURE

21

SHOP THE FEELING

26

FIXSTARTER

28

AUF DEM PINKEN ELEPHANTEN REITEN

2

01

EDITORIAL

05

FEATURE: HANNES MAIR

06

MEET THE FAMILY

10

COVERSTORY


3

32

Kulinarik

34

LOKALAUGENSCHEIN: MOIN.

38

IN THE MOOD FOR FOOD

Lifestyle

46

ABSTAND VOM ABSTAND NEHMEN

48

LIGHT VIBES

52

ALL YOU NEED IS LOVE

58

AUF DIE SCHÖNSTEN ERLEBNISSE

63

UNTERNEHMUNGSLUSTIG

65

Impressum MEDIENINHABER, HERAUSGEBER & VERANT-

72

Reise

74

BETTGEFLÜSTER

78

Q&A MIT GERALD SCHWARZ

80

FRÜCHTE TRAGEN

WORTLICH FÜR DEN INHALT Aiola Living GmbH,

Landhausgasse 5, 8010 Graz · EDITORIAL CONCEPT & CHEFREDAKTION Nina Prehofer · REDAKTION Theresa

Hartlauer, Katharina Jauk, Doris Raminger, Kristina Sammer, Judith Schwarz · ART DIRECTION & EDITORIAL DESIGN Kristina Sammer · BILDREDAKTION Katharina Jauk · FOTOGRAFIE Liliia Chuba, Katharina Jauk, Joel Kernasenko, Markus

Mansi (Bobby's Agency) · LEKTORAT Marlene Zeintlinger (Zeichensetzer) · DRUCK Kreiner Druck- und VerlagsgesmbH & Co. KG · ANZEIGEN Doris Raminger, Judith Schwarz

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA LIVING

THE DAYDREAMER

T H E N E W WA L L PA P E R C O L L E C T I O N DESIGNED BY

Showroom | Piazza San Marco 4 | Milano | Italy | info@londonart.it | londonartwallpaper.com

Alle Tapeten sind bei uns im Aiola Living Store in der Landhausgasse 7, 8010 Graz, in unserem Onlinestore unter

Alle Tapeten sind bei uns im Aiola Living Store in der Landhausgasse 7, 8010 Graz, oder direkt überoder LondonArt www.londonart.it erhältlich. in unserem Online-store www.aiolalivingstore.com unter www.aiolalivingstore.com direktunter über LondonArt unter www.londonart.it erhältlich.

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FEATURE

5

5 / 20 — 80 x 80 cm, Acryl auf Leinen

„JEDERMANN“ — HANNES MAIR Die Lust zu leben, die Lust am Leben — dieses Werk des Grazer Künstlers Hannes Mair ist das fünfte aus dem Zyklus Jedermann. Darin verarbeitet er die Gefühlswelten des Jedermann, dargestellt durch verschiedene männliche Charaktere. Dieser junge Jedermann feiert sein Leben unbedarft, leidenschaftlich und zügellos. Sind es seine Hände, die ihn halten? Die HOFGALERIE HANNES MAIR befindet sich in der Hofgasse 9, 8010 Graz. Kontaktinformationen sowie weitere Details zu Künstler und Werk unter www.hannesmair.at

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA FAMILIE

© Katharina Jauk

JESSICA LANGER

EXECUTIVE ASSISTANT Es gab eine Phase in meinem Leben, da wusste ich nicht, wo mich mein

denke, die Essenz von AIOLA, das, was uns ausmacht, ist der starke

beruflicher Weg hinführen soll. Damals schrieb ich eine Initiativbewer-

Zusammenhalt. Meine Work-Life-Balance habe ich hier definitiv gefun-

bung an Judith und Gerald. Unser Gespräch war offen und interessant,

den. Mein schönstes Erlebnis war die Eröffnung des Aiola Living Interior

obwohl wir nicht gleich wussten, wohin meine Reise gehen sollte. Mitt-

Stores mit anschließender Präsentation des ersten Aiola Living Maga-

lerweile bin ich seit einigen Jahren schon Teil der Family. Ich liebe die

zins. Das war die erste große Veranstaltung, an der ich mitarbeiten durf-

Vielseitigkeit an meinem Beruf — dass ich in viele Dinge involviert bin

te. Es war eine Zusammenkunft vieler lieber Menschen — gehüllt in eine

und so in unterschiedlichsten Bereichen Erfahrungen sammeln kann.

wunderbar positive Atmosphäre.

Und natürlich meine KollegInnen, die für mich ganz wichtig sind. Ich

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7

MEET THE FAMILY

PARTNER MOIN • KÜCHENKONZEPT MISS CHO & PINK ELEPHANT Der Zufall wollte, dass ich nach Graz zu AIOLA kam. Ich war eigentlich

fangs war ich noch etwas launisch, wenn etwas nicht so gut lief. Mitt-

bei Tim Raue in Berlin angestellt — dann verliebte ich mich in meine

lerweile bin ich ruhiger geworden und gehe nach einem miesen Tag

Frau, die in Graz lebte. Wir überlegten, wo es uns gemeinsam hinzie-

lieber eine Runde laufen. Ich schätze das Vertrauen, das mir bei AIOLA

hen sollte. Als schließlich das tolle Angebot von Judith und Gerald kam,

entgegengebracht wird und dass ich mich in zwei so unterschiedlichen

musste ich nicht lange überlegen: Graz wurde mein Lebensmittelpunkt.

Betrieben, wie Miss Cho und Pink Elephant um das kulinarische Konzept

An meinem Beruf liebe ich die Kreativität und die Möglichkeit, mich

kümmern darf. Das schönste, gemeinsame Erlebnis war unser Food-

meiner Passion hinzugeben: unsere Gäste jeden Tag mit gutem Essen

Trip nach London, der sowohl sehr produktiv und bereichernd als auch

glücklich zu machen und damit zum Wiederkommen zu bewegen. An-

wahnsinnig lustig war.

© Katharina Jauk

DANIEL MARG

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA FAMILIE

© Katharina Jauk

GERNOT BÜTTNERVORRABER

PARTNER MOIN & OPERNCAFÉ Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten. Für mich bedeutet das, unseren

abzuwaschen oder Dienst an der Kaffeemaschine zu machen. Da wer-

Gästen eine glückliche Zeit zu bescheren und auch mit meinen Mit-

den meine Gedanken wieder frei. Einer der wohl schönsten Augenbli-

arbeiterInnen viel Zeit zu verbringen, um eine wohltuende, vertraute

cke meines Lebens war meine eigene Hochzeit im Aiola im Schloss. Kurze

Atmosphäre für alle zu schaffen. Bei AIOLA mache ich das seit 2009.

Zeit später folgte dann das erste eigene Lokal gemeinsam mit Alexan-

Wenn ein Arbeitstag einmal nicht so gut läuft, heißt es durchatmen und

der Robin. Meine AIOLA-Reise führte mich schon durch viele Betriebe

weitermachen. Es kann nicht immer alles perfekt laufen, so sehr man

— einen Hafen habe ich jetzt einerseits im Operncafé, andererseits auch

das auch möchte. Wichtig ist es, zu reflektieren und mit MitarbeiterIn-

im neuen MOIN. gefunden, das ich gemeinsam mit Daniel Marg über-

nen über Fehler zu sprechen. Was mir beim Nachdenken hilft, ist Gläser

nommen habe und das im Sommer neu eröffnen wird.

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MEET THE FAMILY

RESTAURANTLEITERIN CAFÉ PROMENADE Als ich 2009 nach Graz kam, war die AIOLA-Familie bereits ein fixer

steigern — das finde ich schön. Ich bin sehr impulsiv, daher versuche ich

Bestandteil meines Lebens. Schließlich arbeitete mein Bruder Simon

an Tagen, an denen es mal nicht wie gewünscht läuft, negative Energien

im damaligen Aiola City. Damals, als Studentin, fand man mich noch vor

bei einem schweißtreibenden Workout auszugleichen und zu reflek-

der Bar. Als Simon gemeinsam mit Gerald das Café Promenade eröffnete,

tieren. An meinem Job liebe ich, Teil eines ganzheitlichen Konzepts zu

war mir klar, dass auch ich Teil davon sein möchte. Für mich ist die Tä-

sein, das immer Platz bietet, sich selbst weiterzuentwickeln: AIOLA hat

tigkeit als Kellnerin weit mehr als das bloße Servieren von Speisen und

mich meinen Geschwistern noch nähergebracht, aber auch zum Teil

Getränken. Mit kleinen Gesten, einem Lächeln oder einem Quäntchen

einer neuen Familie gemacht.

mehr Aufmerksamkeit kann man die Zufriedenheit seiner Gäste extrem

© Katharina Jauk

VALENTINA POSSEGGER

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA COVERSTORY

Ich habe

REDAKTION Nina Prehofer FOTOGRAFIE  Katharina Jauk

Wie oft haben wir uns selbst sagen gehört: „Ich habe keine Lust“? Wie oft haben wir diesen Satz von einer nörgelnden Kinderstimme gehört? Wie oft mussten wir uns das von FreundInnen erklären lassen, als Antwort auf einen Vorschlag zur Freizeitgestaltung? — Wir sind uns einig: Keine Lust auf etwas zu haben, darf es ab sofort nicht mehr geben. Unser neuer Leitspruch lautet daher: ICH HABE LUST!

LISTE DER LUST

geschaut haben und dabei erbarmungslos

kehren und das Leben eines Unternehmens,

Was haben wir nicht alles vermisst im letzten

das Essen in die Tastatur unseres Laptops

in dem verschiedenste Leute aufeinander-

Jahr? Die Liste der Dinge, die uns schmerz-

bröseln ließen. Es ist unsere Pflicht, uns zu

treffen, erleben dürfen. Wir freuen uns,

lich abgegangen sind und auf die wir mitt-

erinnern und die Lust auf das Leben — denn

denn die Arbeit bietet wieder so viel mehr

lerweile eine unbändige Lust verspüren, ist

um nichts weniger handelt es sich — beizu-

als Arbeit. Sie ist nicht mehr nur der Anker,

endlos lang und wir sind überzeugt, jedes

behalten und sie zu hüten wie einen kleinen

der sie für viele geworden ist, in einer Zeit,

einzelne „Stück der Lust“ nachzuholen. Wir

Schatz. Denn die Lust treibt uns an, sie ist

als der Alltag sonst gedroht hätte zu entglei-

sollten uns dennoch die Mühe machen und

Motivation und gibt uns ein wohliges Gefühl

ten, sie ist Ort der Resonanz, sie ist Ort der

alles aufschreiben, um die Liste an einem

der Zufriedenheit.

Kommunikation, Ort des sozialen Lebens

Ort zu verwahren. Wofür das Ganze? Leider

und der Interaktion. Wir erfreuen uns so-

müssen wir an dieser Stelle etwas prophezei-

gar an weniger geliebten KollegInnen, denn

en: Irgendwann wird der Moment kommen,

VOR FREUDE ARBEITEN

auch sie sind echt und mit echten Emotio-

in dem uns dieser unsägliche Satz „Ich habe

„Guten Morgen, wie geht’s?“, „Sehen wir uns

nen verbunden. Die Arbeit kann wieder ei-

keine Lust“ wieder über die Lippen kommen

später an der Kaffeemaschine?“ — Endlich

nen normalen Rhythmus finden, denn sind

wird — und genau dann ist es Zeit für unsere

wieder Kommunikation, ganz in echt, mit

wir uns ehrlich: hat die Corona-Zeit für eini-

Liste der Lust. Als kleine Erinnerung an die

Menschen, die einen Körper haben, nicht

ge deutlich weniger Arbeit gebracht, hat sie

Zeit der Entbehrungen, in der wir für jeden

ab Brusthöhe abgeschnitten sind und so zu

für sehr viele Menschen auch viel mehr Ar-

Spaziergang unter Vorsichtsmaßnahmen

körperlosen Wesen werden, die verschwom-

beit bedeutet. Nie waren wir so durchgetak-

dankbar waren, für jeden kleinen sozialen

men oder eingefroren auf einem Bildschirm

tet von Videomeeting zu Videomeeting, teil-

Kontakt, sei es nur die Dame von der Kran-

erscheinen, in fantasievollen Settings, in die

weise überbucht, sind von einem ins andere

kenkasse am Telefon, der gegenüber wir un-

sie sich wie in einem schlechten Animations-

Meeting gehoppt und wieder zurück, haben

angebracht offen waren, für die kurzen Mo-

film nur mühevoll einfügen. Menschen, die

Breakout-Sessions mitgemacht, auf Mural

mente, in denen wir uns Speisen abgeholt

riechen, Menschen, die „aussehen“, Men-

Boards gezeichnet und uns ganz heimlich

haben, um uns ein wenig Trost zu schenken,

schen, die eine Körpersprache besitzen.

nach einem Flipchart gesehnt. Büroalltag,

während wir die hundertste Netflix-Serie an-

Endlich wieder an den Arbeitsplatz zurück-

wir sind so was von ready für dich!

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EDITORIAL

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AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA COVERSTORY

Wir haben Lust aufeinander, wir haben Lust darauf, als Gesellschaft wieder eins zu sein, zusammen und nicht getrennt von Ängsten und Befürchtungen. Kontakte zu haben, soll uns nicht den Tod vor Augen führen, sondern uns das geben, was es ist: Leben, Lebendigkeit & Lust.

IN CHAMPAGNER BADEN

FIT FOR FUN

BYE BYE BABYELEFANT

Unsere TischnachbarInnen im letzten Jahr

Vorbei die Zeit, in der wir alle JoggerInnen

Es wird der Tag kommen, an dem der Baby-

waren divers. Sie waren royal, wie die Queen

mit dem blanken Grauen im Gesicht ange-

elefant zu seiner Mama zurückkehren darf

oder Lady Diana, sie waren ungehobelt und

blickt haben, um uns dann bei nächster Ge-

und nicht mehr als Abstandhalter zwischen

schräg wie der Tiger King, sie waren hot wie

legenheit über diese und den sicherlich viel

uns Menschen fungieren wird müssen.

der Duke von Lady Bridgerton oder schnu-

zu hohen Aerosol-Ausstoß bei FreundInnen

Nachträglich betrachtet, ist es fast eine Ge-

ckelig wie Moritz, der versucht, online Dro-

am Telefon zu beschweren. Joggen ohne

meinheit, ein so liebenswertes Tier, noch

gen zu verkaufen. Die Optik war leider ein

Maske, wie ein altes Dieselfahrzeug ohne

dazu das Kind dieses Tieres, für diesen

bisschen schief, denn während die einen

Katalysator. Oder umgekehrt, der Blick als

Zweck zu instrumentalisieren. Ein Tierba-

perfekt gestylt, mitten im Leben oder zu-

JoggerIn in entsetzte Gesichter all jener

by als Keil zwischen uns Menschen, ein Keil

mindest nicht im Pyjama waren, waren wir

Menschen, die auch beim Spazierengehen

in unseren Emotionen, ein Keil in unseren

in Leggings oder Boxershorts, lagen im Bett

eine Maske trugen und einen am liebsten ge-

zwischenmenschlichen Beziehungen. Noch

und gaben uns Mühe, den Laptop und das

lyncht hätten, wenn man „nur“ einen Meter

schrecken wir vor Nähe zurück. Eine aus-

Essen so zu positionieren, dass wir nicht das

ausgewichen ist und nicht gleich die Stra-

gestreckte Hand ist wie der schnelle Griff

Gefühl hatten, uns total aufgegeben zu ha-

ßenseite gewechselt hat. Endlich darf man

eines Cowboys zur Waffe, der uns zurück-

ben, aber trotzdem noch einen guten Blick

wieder atmen! Wir dürfen unseren Körper

taumeln oder erstarren lässt. Wir fühlen

auf den Bildschirm hatten. Möglich, dass

wieder spüren und uns nach Lust und Lau-

uns angegriffen von der bloßen Geste, die

wir uns sowohl in Konversation bei Tisch als

ne in der Natur oder im Sportstudio aus-

uns viel zu lange als Bedrohung erschienen

auch in Tischmanieren wieder üben müssen,

powern. Wir dürfen unseren Körper wieder

ist. Wie wird es sein, wenn wir uns wieder

aber wir werden feststellen: Es wird so viel

stählen und formen — keine schlechte Idee

wahllos umarmen dürfen? Werden wir in

besser sein, wieder ein reales Gegenüber

nach einem Jahr Couch-Potato-Dasein

einen hippieesken Zustand verfallen, high

zu haben, mit dem die grundlegenden An-

— und wir dürfen ihn auch wieder zeigen.

wie von einer Droge über die pure Freude,

forderungen eines Gesprächs funktionie-

Denn, wenn wir uns ehrlich sind: Leider ist

Umarmungen zu geben und zu bekommen?

ren — die Kommunikation wird ihre Einsei-

der größte Antrieb für den perfekten Body

Was hat diese Zeit der Entbehrungen mit

tigkeit verlieren. Und das Beste daran: Wir

immer noch der, damit gesehen zu werden.

uns gemacht? Was hat sie mit unserer Lust

sitzen dabei in einem tollen Restaurant oder

Auch wenn wir es für uns tun sollten, es fällt

auf körperliche Nähe angestellt? Wird sie

einer coolen Bar und atmen so viel Atmo-

uns leichter, wenn wir es für uns tun, um uns

aus uns herausbrechen? Werden wir zu

sphäre ein, dass uns fast die Luft wegbleibt.

anderen zu zeigen. Und wir wollen uns über-

einer hedonistischen Gesellschaft, die so

Wir können uns auf spontane Treffen und

all zeigen: beim Sport, beim Stadtbummel,

viel Sex hat und sich allen Genüssen hin-

unerwartete Bekanntschaften freuen, uns

beim Spazieren am Strand, beim Erklimmen

gibt, wie niemals zuvor? Lust kann sich auf

lustvoll am Essen laben, das uns von netten

der Berge, im Spa im Wellnesshotel, im Frei-

so vielen verschiedenen Ebenen der Wahr-

Menschen serviert wird, mit denen wir auch

bad, im Restaurant, im Zug, im Flugzeug,

nehmung zeigen — beim Essen und Trinken,

ohne Maske reden dürfen. Der erste Restau-

überall. Denn die erste, unbeschwerte Reise

bei sportlicher Aktivität oder bei der Arbeit.

rantbesuch wird noch so viel schöner sein,

wird sich anfühlen wie ein wahr gewordener

Ihre größte Bestimmung findet sie jedoch

als wir uns das vorstellen können, die Drinks

Traum. Abenteuer werden wieder Abenteu-

im sexuellen Erleben. Befreien wir uns also

werden so gut sein, wie niemals zuvor. Ge-

er sein, wir dürfen frei sein. Wir dürfen uns

vom Babyelefanten, denn ein Kind im Bett

nuss, verweile doch, denn du bist so schön.

freuen — auf das lustvolle Leben.

zählt zu den größten Lustkillern überhaupt.

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EDITORIAL

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AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA INTERIOR

Interior

Auszeit nehmen und über das Leben nachdenken. Mit unseren Aiola Interior Inspirationen macht man sich das Dasein und das Zuhause schöner. Damit man sich wohlfühlt und eine Insel der Glückseligkeit schafft.

Es war einmal ...

Tretet ein in die verwunschene Outdoorbar der Katze Katze Was versteckt sich da hinter dem Dickicht? Was hat da so geblitzt und gefunkelt? Ein Wald, der die Fantasie anregt, denn hinter jedem Baum könnte sogleich ein magisches Wesen hervorblicken und einen mit Blicken lockend tiefer in das Gehölz hineinziehen. Aufregend, ist es im Märchenwald, denn man weiß nie, auf wen man treffen und wer vor einem in Erscheinung treten wird. Die Hofsaison verwandelt sich dieses Jahr in einen mysthischen Märchenwald. Und gut ist es, denn wir können alle wieder ein bisschen

Welcome Kathie & Thomas!

Verstärkung für den Aiola Living Interior Store Mit Kathie und Thomas hat das AIOLA LIVING Store Team tatkräftige und geschmackssichere Verstärkung bekommen. Die beiden beraten gerne bei allen Dekorationsfantasien, Interior-Herausforderungen und Geschenksideen, vom idealen Duft einer Kerze oder Diffuser für die perfekte Atmosphäre bis hin zum richtigen Sessel oder Esstisch. Seien es wunderbare Geschenke für geliebte Menschen oder die anlassbezogene Gestaltung der eigenen vier Wände, Kathie und Thomas helfen dabei, stets das Richtige zu finden.

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Magie in unseren Leben gebrauchen.


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INSPIRATION

Dé Tableware

Ein Universum der Ausdrucksformen

by Ann Demeulemeester für Serax

Maßgeschneiderte Tapeten von LondonArt

Mit Dé hält das für Modedesignerin Ann Demeulemeester so typi-

Wandschmuck authentischer Herkunft, Kunstwerke in einer Vielfalt

sche Spiel des Chiaorscuro, die Begegnung von Licht und Schat-

an Mustern und Farben, kreiert von DesignerInnen, die mit ihren

ten, Einzug in die Tischkultur und in den Aiola Living Store. Das

Händen, Augen und Ideen inspirierende, naturalistische, urbane

Ergebnis ist Schattenmalerei auf Porzellan und große Freude bei

oder illustrative Stimmungen erarbeiten. LondonArt Tapeten ma-

uns. Die im Dégradé ausgeführten Ränder der feinen Teller entste-

chen aus Räumen aufregende Welten, die die Individualität unter-

hen durch eine akribisch von Hand gemalte Schraffur in mehreren

streichen und starker Ausdruck von Persönlichkeit sind. Die Ästhetik

Schichten. Viel handwerkliches Geschick verwandelt jeden Teller

fügt sich dabei in verschiedene Wohndimensionen ein, harmonisch

in ein einzigartiges Kunstwerk mit unzähligen Kombinationsmög-

und funktional. Mit internationalem Geist und dem Know-How

lichkeiten. Je nach Gast, Atmosphäre und Gericht lassen sich die

eines handwerklichen Ateliers entstehen bei LondonArt Tapeten

einzelnen Gedecke individuell unterschiedlich arrangieren.

großer Designkunst. In unserem Aiola Living Boutiquehotel findet man eine kleine, aber feine Auswahl der wunderbaren Tapeten von

Erhältlich bei uns im AIOLA LIVING Store.

LondonArt an den Wänden und Decken. Sie geben dem Hotel und den Zimmern ihren Charakter und laden zu überraschenden (Tag-) Träumen ein. Also: Vorbeikommen, träumen und sich für die eige-

AIOLA LIVING

nen vier Wände inspirieren lassen. Und dann im Aiola Living Store

Landhausgasse 7

gleich die Lieblingstapete mitnehmen.

8010 Graz

316 811 911 – 90 www.aiolalivingstore.at

Alle Tapeten sind bei uns im Aiola Living Store in der Landhausgasse 7, 8010 Graz, in unserem Onlinestore unter www.aiolalivingstore.com oder direkt über LondonArt unter www.londonart.it erhältlich.

Willkommen im Club!

Mit Aiola-App Punkte sammeln und eintauschen

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Mit der Aiola-App wird man für seine Treue belohnt. Ob Gutscheine für den Aiola Living Store, Kaffee und Frühstück im Aiola upstairs oder Promenade, ein Cocktail in der Katze Katze oder ein Upgrade im Aiola Living Hotel — diese und viele andere Geschenke kann man mit dem digitalen Treueprogramm gegen gesammelte Punkte einlösen. Ganz nebenbei erfährt man News aus der Aiola-Welt, Gutscheine für alle Betriebe kaufen, Reservierungen tätigen oder digital im Aiola Living Magazin schmökern. Übrigens: Neuerdings kann man auch ganz bequem von zu Hause aus im Aiola Living Click & Collect Online-Store Ideen oder Interior-Inspiration sammeln und online shoppen!

Für alle Smartphones & Betriebssysteme verfügbar. Die Aiola-App ist eine KundenbindungsApp von hello again.

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA INTERIOR

Slow

INTERVIEW Nina Prehofer FOTO Philipp Thonet

Furniture

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INTERIOR TALK: SEBASTIAN HERKNER

Poetische Kompositionen und aufregende Formen, umgesetzt mit außergewöhnlicher Handwerkskunst — das prägt die Entwürfe von Produktdesigner Sebastian Herkner. Wir sprechen mit ihm über die kommunikative Beziehung zu Möbelstücken, die wachsende Bedeutung von „Slow Furniture“ und die Parallelen zwischen dem Beruf des Kochs und des Designers.

Sebastian, ich freue mich immer, dass du persönlich auf Presseanfragen ant-

Viele von uns haben im letzten Jahr neue Beschäftigungen für sich entdeckt.

wortest. Wie nimmst du dir dafür die Zeit?

Du auch?

SEBASTIAN HERKNER: Ich finde, mich selbst um Presseanfra-

Netflix. Das ist der Wahnsinn, was wir alles an Serien und Dokumen-

gen zu kümmern, macht es um einiges unkompliziert, direkter und

tationen gesehen haben! Natürlich auch das Kochen, das bewusster

schneller. Außerdem ist es mir wahnsinnig wichtig, denn ohne den

geworden ist. Alles ist bewusster geworden.

Job der JournalistInnen wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Denn sie waren es auch, die über mich berichtet haben, als ich auf dem Salone

Über welches Möbelstück warst du während der Pandemie froh, dass du es zu

Satellite als Jungdesigner stand und mich keiner kannte. Das hat für

Hause hattest und warum?

mich etwas mit Respekt zu tun. Außerdem sind wir nicht so ein gro-

Ich glaube, während der Pandemie ist es ein Privileg, einen großen

ßes Büro. Wir arbeiten zu fünft — ich gehe samstags selbst Getränke

Esstisch zu besitzen. Der wurde bei uns zu einem Allround-Tisch,

oder Spülmittel einkaufen.

auf dem ich gearbeitet habe und auf dem wir auch gemeinsam gegessen haben. Ich denke aber, man kann das nicht an einem Möbel-

Die Pandemie hat uns alle kalt erwischt. Was hat sich für dich im letzten Jahr

stück festmachen, obwohl ich natürlich auch ein „Material Boy“ bin.

konkret verändert?

Der Möbelmarkt in den DACH-Ländern war die letzten Monate so

Ich habe natürlich, wie wir alle, auch viel mehr Zeit zu Hause ver-

erfolgreich, weil die Menschen erkannt haben, dass sie andere Mö-

bracht. Normalerweise bin ich einen sehr großen Teil meiner Zeit

bel brauchen, wenn sie mehr als vier Stunden am Tag zu Hause sind.

auf Reisen. Jetzt konnte ich mit meinem Mann sehr viel mehr Zeit

Nämlich Möbel mit mehr Funktionalität, Qualität und Sinnlichkeit.

verbringen — und wir sind immer noch verheiratet! Zuletzt waren wir

Das verändert den Zugang zu Möbeln und zum Wohnen allgemein.

sogar in Quarantäne, weil wir beide Corona hatten. Generell fand ich, dass die „Quality Time“ gewachsen ist. Nicht nur in der Familie,

Du betonst oft das Zusammenspiel von Mensch und Design: Wann funktio-

sondern auch im regen Austausch mit KollegInnen, befreundeten

niert diese Beziehung und wie hat sie sich zuletzt möglicherweise verändert?

JournalistInnen oder KundInnen. Insofern hat mich diese intensive

Design ist für die Menschen — auch wenn ich manchmal Anfragen

Zeit auch bereichert.

bekomme, ob ich mir vorstellen könnte, Möbel für Katzen zu entwerfen. Design hat in jeder Phase unglaublich viel mit Kommunikation

Und wie war Ihre Erfahrung, Corona zu haben?

zu tun: Ich kommuniziere mit meinem Team und meinen KundInnen,

Die war natürlich erschreckend. Mein Mann hat seitdem keinen

die HändlerInnen wiederum mit ihren KundInnen und letztendlich

Geruchs- und Geschmackssinn mehr, das ist psychisch sehr belas-

das Möbelstück mit den NutzerInnen. Diese interpretieren etwas hi-

tend. Ich sage oft, dass es bei Design um die Sinne geht. Man muss

nein, geben dem Mobiliar Patina und stellen es in einen Kontext mit

es fühlen, sehen, aber auch riechen oder sogar schmecken. Der Be-

anderen Möbeln. Wenn wir ein Möbelstück entwickeln, dann den-

ruf des Kochs ist dem des Designers sehr ähnlich. Es geht um Zu-

ken wir nicht an Zielgruppen, sondern an Situationen. Was braucht

taten, Werkzeuge und die Kreation. Man hat seine Parameter, um

der Hotelgast in der Lobby? Wann nutze ich einen Ohrensessel?

etwas Schönes darzubieten. Der Geruchssinn ist ja auch auf Reisen

Wie würde ich auf etwas sitzen? Wenn ich auf Reisen bin, sauge ich

wichtig. Wie riechen Tokyo oder Wien oder das Wiener Schnitzel

sehr viel in mich auf und höre in Gesprächen auch sehr genau zu, um

und der Kaiserschmarren? Das hängt für mich sehr stark mit meiner

immer wieder neue Lösungen für Menschen zu entwickeln.

Kreativität zusammen. Wenn ich auf Reisen bin, in Kolumbien oder in Murano oder in einer Holzwerkstatt bei Thonet, da rieche ich das

Wie hat deine Kommunikation mit Möbelstücken begonnen?

Holz, das Leder — das ist so unglaublich wichtig. Die Sinne beglei-

Ich komme aus Baden-Württemberg und da herrscht die Kultur des

ten uns in unserem Alltag und unterstützen uns.

„Schaffe, schaffe Häusle baue“. Hier ist also eine Affinität zum Hand-

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA INTERIOR

werk in der Kultur verankert. Ich glaube, ein Schlüsselmoment war tatsächlich die „Sendung mit der Maus“. Ich fand es immer schon spannend, wie etwas entsteht, und die haben oft Werkstätten wie etwa die von Thonet besucht. Es spielte auch bestimmt eine Rolle, dass meine Eltern mit mir in meiner Jugend mit dem Camper durch ganz Frankreich gefahren sind. Ich kenne dort gefühlt jeden Stein und jede Kirche und auch viele Manufakturen. Die eine Stadt ist spezialisiert auf Seide und Spitze, die andere auf Nougat. Unterbewusst haben mich sicher auch die vielen Kirchen beeinflusst, mit ihren tollen Glasfenstern und ihrer Handwerkskunst. In unserem Alltag hatte Design nämlich damals noch keinen sehr großen Stellenwert. Das hat sich ja gewaltig verändert. Sehr! Deutschland ist aber nach wie vor ein „Auto-Land“, wenn ich das zum Beispiel mit Dänemark vergleiche, wo in der Arbeitersiedlung die Jacobsen-Leuchte von der Decke hängt. Dort ist Design ein Kulturgut. In Wien gibt es durch die Kaffeehauskultur sicher auch ein anderes Bewusstsein zu einem Stuhl. Die junge Generation verändert Deutschland allerdings, denn für sie spielt die Herkunft, die Ästhetik und Qualität von Produkten bereits eine größere Rolle. Das Thema hat auch durch Corona einen Aufschwung bekommen. Ja, wir wollen verstärkt wissen, wo etwas hergestellt wird. Ich habe letztens eine spannende Dokumentation über Fast Fashion gesehen. Genauso gibt es auch „Fast Furniture“. Ich weiß natürlich schon, dass sich nicht jeder Cassina und Co. leisten kann, aber ich denke, es ist wichtig, die Menschen über gutes Design und gute Qualität

ClassiCon Bell Table

aufzuklären. Ich freue mich immer wahnsinnig, wenn ich ein Bild von einem Möbelstück von mir geschickt bekomme und mir KundInnen sagen, dass sie lange darauf gespart haben und nun so glücklich sind, es sich endlich kaufen zu können. Wir als DesignerInnen müssen kommunizieren, was Handwerk bedeutet, warum es so besonders und auch wichtig ist, etwas wirklich haben zu wollen. Viel Handwerk ist ja leider tatsächlich schon aus Europa verschwunden. Ja, aber es gibt gerade in Österreich auch viele tolle Projekte und Firmen, die hier produzieren. Ich habe vor Ewigkeiten in Wien bei den „Passionswegen“ mitgemacht, da kommt man mit so vielen HandwerkerInnen in Berührung, die Kunst des Handwerks wird richtig kommuniziert. Ich kann mich noch an einen jüdischen Hutmacher erinnern und natürlich an Lobmeyr oder die Schwäbische Jungfrau. Das sind alles SpezialistInnen, die schützenswert sind und deren Existenz ein echtes Privileg ist. In Porto, in Portugal, gibt es Geschäfte, die vom Bürgermeister unter Denkmalschutz gestellt worden sind und nicht abgerissen oder geschlossen werden dürfen. Manchmal haben Menschen vielleicht aus finanziellen Gründen eine Hemmschwelle und gehen deshalb nicht in bestimmte Läden, aber es ist so wichtig, die Türen offen zu halten. Damit die Menschen die Materie besser verstehen und vielleicht etwas entdecken, worauf sie sparen wollen. Gab es ein Möbelstück auf das du gespart hast, als du noch jünger warst?

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INTERIOR TALK: SEBASTIAN HERKNER

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Während meines Studiums hatte ich einen Nebenjob und habe gespart, um mir beim Möbelhändler eine Casteglioni-Leuchte zu kaufen. Ich wollte sie unbedingt und war dann sehr stolz, als ich sie mir endlich leisten konnte. Natürlich habe ich sie nach wie vor. Der große Vorteil von Europa und den Marken hier ist, dass sie vor Ort und mit Qualitätsstandards produzieren, die es nicht überall gibt. Bist du handwerklich begabt? Ich denke schon. Und das ist auch wichtig. In der Arbeit geht es mir immer um die Balance zwischen Handwerk, Innovation und Technologie, um ein Produkt wirklich ökonomisch zu produzieren. Das war auch eine Aufgabe beim Stuhl 118 für Thonet. Wir wollten einen Esstischstuhl und Restaurantstuhl, der hier produziert wird, einen bestimmten Preis hat, aber auch die typische DNA von Thonet besitzt. Also gibt es Teile aus Bugholz und Geflecht, andere wiederum werden CNC-gefräst. Es war ein schönes Projekt, bei dem ich gelernt habe, was es heißt, hier zu produzieren und was es später kosten wird. Ich kann also sagen, wir können das in Europa auch. Das muss nicht nach China oder Indonesien ausgelagert werden. Handwerk ist schließlich auch ein Kulturgut, das es zu erhalten gilt. Was hast du aus der deutschen Kultur mitgenommen? Sicherlich die Präzision, die Haltung und die Art und Weise, wie wir arbeiten. Doch ich bin nicht der typisch deutsche Designer. Mein großer Antrieb ist die Neugierde, auf Reisen Neues kennenzulernen. Wenn ich in Kolumbien oder Simbabwe bin, dann lebe ich mit den Einheimischen. Da geht es nicht nur um Arbeit, sondern um gemeinsames Kochen und Familienleben. Interdisziplinarität und Interkul-

Thonet 118

turalität sind mir wichtig — und das sieht man in meiner Arbeit. Worauf hoffst du für dieses Jahr noch? An erster Stelle steht natürlich, dass wir unser ganz großes weltweites Problem lösen. Wenn ich mir etwas für mich wünschen darf, dann hoffe ich, wieder reisen und Produkte präsentieren zu können. Über kleinere neue Formate und Veranstaltungen würde ich mich sehr freuen. Und natürlich möchte ich auch endlich wieder ins Restaurant gehen und einfach aus dem Alltag ausbrechen können.

Sebastian Herkner gehört zu den gefragtesten DesignerInnen unserer Zeit. Er entwirft unter anderem für Thonet, Moroso oder Wittmann, hat ein besonderes Auge für Handwerkskunst und lässt so neue Klassiker entstehen. Alle Infos unter: www.sebastianherkner.com

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ADVERTORIAL

Self-Care im Home-Spa Je größer die Herausforderungen sind, vor die uns das Leben stellt, desto mehr sollten wir auf unser Wohlbefinden achten. Self-Care lautet das Zauberwort: sich Zeit nehmen, zurückziehen und die digitale Welt hinter sich lassen. Genau dafür gibt es in jedem Zuhause den perfekten Ort: das Badezimmer. Dort braucht es oft nicht viel, um aus dem rein funktionalen Nassraum eine ganz persönliche Wellness-Oase zu machen, in der die Größe gar keine so große Rolle spielt.

Das Badezimmer dient heute weit mehr als nur der Hygiene. Für immer mehr Menschen wird es zum Rückzugsort, wenn die Welt um uns herum mal wieder Kopf steht, zu einem Ort, an dem wir uns eine Auszeit vom hektischen Alltag gönnen, uns Zeit für uns selbst nehmen und einfach mal treiben lassen. Besonders gut gelingt das dann, wenn jedes funktionale Element auch optisch anspricht. Ob Armaturen in zartem Rosa oder hochwertige Fugenveredlung in Gold und Silber – der Kreativität und Individualität sind kaum Grenzen gesetzt.

„Die Zusammenarbeit mit der Firma Roth war ein Traum. Dank ihr wurde aus unserem Spa eine echte Wohlfühloase für unsere Gäste." — Christina Mauracher, Geschäftsführerin Aryuveda Resort Mandira

HIGH-TECH TROTZ NASSRAUM

ALLTAG RAUS, WELLNESS REIN

Auch die Kombi aus Badezimmer und Strom ist heute längst kein

Da viele unserer Tage ohnehin von Hektik und Stress geprägt sind,

No-Go mehr, denn moderne Lösungen sorgen neben einer siche-

sollte die Verwandlung des Badezimmers nicht unbedingt noch

ren Stromversorgung im Home-Spa auch für den richtigen Sound

einen draufsetzen. Gut, dass es Partner wie die Roth Handwerks-

und praktische Lademöglichkeiten für Handy und Tablet. Raffiniert

meister gibt. Sie sorgen dafür, dass die eigene Auszeit schon bei

verbaut versprechen die technologischen Komponenten dabei ein

der Neu-Planung beginnt und erst endet, wenn alles zur Zufrieden-

Höchstmaß an Sicherheit. Beim Thema Licht kann sich die High-

heit umgesetzt wurde. Vom Interior Design über die handwerkliche

tech-Austattung dann nach Belieben fortsetzen. Hier lässt sich

Realisierung bis zum letzten Deko-Schliff – bei Roth kommen alle

das Ambiente im eigenen Wellness-Bereich zum Beispiel mit edlen

Produkte und Services aus einer Hand, oder, um genau zu sein, aus

Lichtspiegeln und indirekten Beleuchtungslösungen perfekt auf die

vielen verschiedenen Expertenhänden. Einen ersten Eindruck er-

Ansprüche und Wünsche der Erholungsuchenden abstimmen.

halten Sie dank 3D-Rundgang im Schauraum bereits online. Für einen unverbindlichen Beratungstermin kontaktieren Sie gerne die fachkundigen Berater von Roth. Wir freuen uns, Sie in einem unserer

KALT /  WARM

Schauräume in Gnas, Graz oder Gleisdorf begrüßen zu dürfen.

Wer entsprechend Platz hat und gerne ins Schwitzen kommt, gönnt sich am besten eine eigene Sauna im Badezimmer. Die gibt es auch im Kompaktformat mit drei integrierten Funktionen: Bio, Finnisch & Infrarot. Perfekt wird das Spa-Erlebnis mit modernen Armaturen,

ROTH Handel & Bauhandwerkerservice

die es auf Wunsch regnen lassen, Verspannungen wegmassieren und

St.-Peter-Gürtel 12a

sogar mit Lichteffekten therapieren. Es sind besondere Extras wie

8042 Graz

diese, die den Wellness-Traum aus dem letzten Urlaub auch in den

0316 831 018

eigenen vier Wänden wahr werden lassen.

www.roth-online.at

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SHOP THE FEELING

Shop the

Feeling

Es zählt zu den schönsten Gefühlen, das Lieblingscafé oder das liebste Restaurant zu betreten und damit in der Sekunde das Belohnungszentrum des Gehirns zu aktivieren. Warum sich nicht ein kleines Stückchen davon mit nach Hause nehmen? Ein bisschen wohlige Kaffeehausatmosphäre oder cooles Dinnerclubambiente, aufregende Details und interessante Formen, leichte Farben und gefühlvolle Stoffe – wer von den von Judith Schwarz gestalteten Interior Looks des Operncafés und der Miss Cho nicht genug bekommen kann, holt sie sich jetzt einfach vom Aiola Living Store in die eigenen vier Wände.

REDAKTION Nina Prehofer FOTO  Tina Herzl

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AIOLA INTERIOR

Luster Vittoria in unterschiedlichen Größen erhältlich ab 2.3 50,00 €

Getrockneter Blumenstrauß light purple

35,00 €

Pudrige Farben, kristalline Formen, leuchtende Details & üppige Pflanzen: der Pariser Chic macht das Operncafé zu einem wahren Hingucker.

Wandleuchte Caruso vintage messing 590,00  €

Aiola Glas kristallklar

Tischleuchte Ivot gold & roséfarben

6,50 €

23,00 € Eukalyptuszweig Kunstblume

17,00 €

Esszimmerstuhl Lizzy Samt, rosé & schwarz

490,00 €

Windlicht Aviglia metallic mattgold

43,00 €

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SHOP THE FEELING

Miso Bowl indie grey

Vase Niya metallic gold

17,50 €

199,00 €

Hängeleuchte Ophelia in unterschiedlichen Größen erhältlich ab 168 ,00 € Kerzenständer Oktopus

42,00 € Blumenzweig Osmanthus

21,00 €

Dé Geschirrset schwarz & weiß

einzeln ab 18,50 €

Wandspiegel metallic mattgold

126,00 €

Stuhl Westside Samt, grau

ab 570,00 € Natürliche Formen, extravagante Details und mystische Farbkombinationen — dieser Look lässt auch die eigenen vier Wände wie eine andere Welt erscheinen.

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AIOLA INTERIOR

Onlinestore

© Aiola / Paul Bauer

Aiola Living

WIR SIND JETZT AUCH ONLINE ZU HAUSE Teller unter Vasen, neben Lampen über Tischen, hinter Sesseln vor Regalen; all die wunderbaren Dinge, die begeistern und das Wertvolle bewahren. Dekoration und Interieur — handselektiert aus aller Welt. Tretet ein, in die traumhafte Welt von AIOLA LIVING, staunt und schmökert. Hier findet ihr kleine Einblicke in einen inspirierenden Ort, der im Herzen von Graz sein Zuhause hat und für BesucherInnen aus aller Welt weit offen steht. Zwischen kleinen Blickfängen und großen Statements, blühen Besonderheiten auf. Mit einem

ONLINESTORE aiolalivingstore.com

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© Irina Gavrich

kleinen Klick in eine große Welt und weiter in ein neues Zuhause.


ONLINESTORE & DEKORATIONSVERMIETUNG

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& Dekorationsvermietung BRING AIOLA EVERYWHERE Für alle, die gerne spontan umdekorieren. Und auch schnell mal ihre Meinung ändern. Für alle, die sich nicht festlegen wollen. Trends setzen. Oder immer Neues suchen. Für alle, die das Besondere schätzen. Und für die, die in allen Facetten leben: unser AIOLA LIVING Dekorationsmietservice. Egal, ob für private Haushalte, Büros, Sets, Schaufenster oder Auslagen, bei uns können fast alle Dekoartikel auch angemietet werden. Dabei kümmern wir uns um Zustellung und Aufbau des Interior Designs inklusive persönlicher Beratung. Viermal im Jahr bieten wir eine wechselnde Dekoration und komplette Umgestaltung an.

AIOLA LIVING STORE

© Tina  Herzl

Landhausgasse 5 8010 Graz 0316 811 911 — 90 livingstore@aiola.at

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Fixstarter AIOLA INTERIOR

REDAKTION Nina Prehofer FOTOGRAFIE  Tina Herzl

BREITENTHALER Hauptstraße 11 8431 Gralla 0345 282 729 – 0

servus@breitenthaler.at

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INTERIOR TALK: BREITENTHALER

Wer einmal den besten Partner gefunden hat, kann sich glücklich schätzen. So ging es Judith & Gerald Schwarz mit dem Tischlereibetrieb von Wilfried Breitenthaler. Über eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

An die 15 Jahre ist es her, dass Wilfried Breitenthaler und die Fami-

dition als Kaffeehaus, zu dem prominenten Platz und auch zu den

lie Schwarz zusammengefunden haben. Das aiola upstairs brauch-

Gästen.“ Gemischt wurde der traditionelle Charakter mit internatio-

te eine umfassende Überarbeitung und da entstand die bis heute

nalem Flair, welches sich aus der Frische der Farben ergibt. „So fühlt

andauernde Partnerschaft zwischen Breitenthaler und Aiola. „Ich

man sich wie in Paris oder London.“ Durch die überlegten Eingriffe

schätze sehr, dass dieses große Vertrauen zueinander von Haus aus

von Judith und Wilfried in die Gestaltung konnte im Operncafé eine

da ist. Wenn man einander vertraut und weiß, dass man sich aufei-

komplett neue Stimmung erzielt werden. Das gelang ihnen ebenso

nander verlassen kann, dann kann Großartiges entstehen“, ist sich

im Pink Elephant. Mit durchdachten Maßnahmen entstand eine ver-

Wilfried Breitenthaler sicher. Mittlerweile verbindet die Partner die

rückt-fröhliche Bar, in der die Umsetzung einer grafischen Idee im

Zusammenarbeit für fast alle Aiola-Betriebe und ein freundschaftli-

Mittelpunkt steht. „Mit cleveren Ergänzungen konnten wir dann ein

ches Verhältnis nicht nur zu Judith und Gerald, sondern auch zu den

in sich stimmiges Bild schaffen. Frisch sieht es aus und modern.“

anderen Aiola Family Mitgliedern, die diese Betriebe führen. Die

Wer Wilfried Breitenthaler kennt, weiß, dass er nicht so gerne über

Vorschusslorbeeren, die Wilfried bekommt, weiß er zu schätzen und

sich spricht. Er macht seine feinen Dinge lieber im Stillen und lässt

bemüht sich entsprechend besonders. „Wenn man so in eine Sache

seine Arbeit sprechen. Das Wichtigste für ihn: Umsetzung und

hineinwächst, dann funktioniert das immer gut. Wir sind offen und

Kreation in höchster Qualität, mit der seine KundInnen eine große

authentisch zueinander und schaffen eine professionelle, aber emo-

Freude haben. Wenn man ihn nach seinem Lieblings-Aiola fragt, be-

tionale Atmosphäre. Dann gelingt Zusammenarbeit einfach gut. Wir

kommt man erstmal eine lange Pause zu hören, und dann ein: „Ich

haben uns als Partner wirklich gefunden.“ „Wenn wir etwas Neues

kann mich nicht entscheiden! Jeder einzelne Betrieb ist speziell und

umsetzen wollen, dann sprechen wir mit Wilfried. Er ist unser Fix-

bietet etwas Besonderes. Leider konnten wir das im letzten Jahr viel

starter bei allen Betrieben“, sagt auch Judith Schwarz.

zu wenig zelebrieren.“ Da verstehen wir Wilfried sehr gut, denn auch wir könnten diese Frage nicht beantworten. Und was die Frequenz der Besuche betrifft: Das wird sich ja zum Glück wieder ändern.

FEINE DINGE Das Operncafé ist perfekter Ausdruck dieser Zusammenarbeit. Die Wandverkleidungen stammen aus der Werkstatt von Breitenthaler, ebenso wie die eleganten und sehr bequemen Sitzbänke. Um den Botanischen-Garten-Look umsetzen zu können, wurde ein System

Breitenthaler ist ein moderner Tischlereibetrieb im Süden Österreichs.

aus Metallstangen entwickelt, auf dem die Pflanzen befestigt werden

Mit Hand und Herz werden Ideen geformt und Lebensräume gestaltet.

können. „Die Wandverkleidungen haben den Räumlichkeiten einen

So entstehen Möbelstücke von ehrlicher Qualität. Weitere Infos unter:

ganz neuen Charakter gegeben. Diese passen zu der langen Tra-

www.breitenthaler.at

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AIOLA INTERIOR

Auf dem

REDAKTION Nina Prehofer FOTOGRAFIE  Joel Kernasenko

pinken Elefanten

reiten

Diese Sentenz könnte zu einem geflügelten Wort werden für all jene, die im Pink Elephant am Eisernen Tor in Graz ein paar Mal zu oft sehr tief ins Cocktailglas geschaut haben — und sich danach beim Blick in die Deckencollage verloren haben.

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EDITORIAL

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AIOLA INTERIOR

Es ist eigentlich nicht zu empfehlen, sich in

bald mit einem Platschen auf dem Boden

einer Bar auf den Boden zu legen, aber im

landen. Spätestens nach ein paar Drinks

Pink Elephant ist es fast zu schade, es nicht

kann man sich mit diesem Sinnesspiel ge-

zu tun: Denn an der Decke der mexikani-

danklich vergnügen. Am Holztresen mit

schen Tagesbar erstreckt sich eine verrückt-

Blick auf die elegante, verspiegelte Bar sitzt

fröhliche Collage, in der man bei jedem Hi-

es sich gemütlich. Wer seinen Rücken stüt-

naufblicken etwas Neues entdecken kann.

zen möchte, nimmt an der gegenüberliegen-

Hier fährt ein Sportwagen auf einer Perlen-

den Wand Platz und drückt sich gemütlich

kette spazieren, blickt eine Französische

in die gepolsterte Sitzbank, auf der man ab-

Bulldogge argwöhnisch auf das wilde Trei-

gesteppt den Elefanten erkennen kann, den

ben in der Bar oder versteckt sich ein mexi-

man erst noch in schrillem Pink an der De-

kanisches Kummerpüppchen hinter wilden

cke gesucht hat.

Blumen und treiben Totenköpfe ihr Unwesen. Doch wo verbirgt sich eigentlich der pin-

Serviert wird neben abgewandelten Cock-

ke Elefant, der Namensgeber dieses Ortes?

tailklassikern eine Mischung aus Tex-MexKüche und traditionellen mexikanischen Gerichten. Die nimmt man auch gerne in

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FANTASIEVOLLER GARTEN

einem der bekanntesten Grazer Gastgärten

In dem von Alexander Knoll, Simon Posseg-

ein, den Springbrunnen am Eisernen Tor

ger und Daniel Marg von der Aiola Gruppe

und die nächtens beleuchtete Mariensäule

vor noch nicht allzu langer Zeit eröffneten

in Sichtweite. Hier sitzt man umgeben von

Lokal — einer Mischung aus Café, Bar und

bunten Kunstblumen, die den Gästen das

Restaurant — ist die Decke sicher der erste

Gefühl geben, in einem fantasievollen Gar-

Hingucker beim Betreten. Die schwarzen

ten gelandet zu sein. Am „Empfang“ steht

Luster darauf wirken, als würden sie lang-

zwar nicht der pinke Elefant, zumindest

sam, aber stetig von der Decke tropfen und

aber die pinke Giraffe.


PINK ELEPHANT

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EXOTISCH & SCHARF Der „Walk“ auf die Toilette bereitet einem im Pink Elephant ebenso Freude, denn das „stille Örtchen“ ist, was die Schreikraft seiner Farben betrifft, gar nicht leise. Gelb, Orange-Rot, Violett, rot geschminkte Münder, exotische Vögel und scharfe Chilis machen sich auf den Wänden breit, schütten Glücksgefühle und Adrenalin im Körper aus. Das mit punktuellen Eyecatchern gestaltete Interieur harmoniert wunderbar mit den Cocktailkreationen von Simon Possegger und Alexander Knoll und spiegelt einen neuen, leichten und „happy“ Lifestyle wider. Mit viel Freude wurden schrille Elemente mit geradlinigen Holzmöbeln gemischt und ergeben so einen unbekümmerten Stil. Unter großen Sonnenschirmen können laue Nächte und süße Churros genossen werden. Am Ende einer längeren Nacht und nach süffigen Cocktails träumt man sich dann hinein in dieses kleine Kuriositätenkabinett an der Decke, bis man meint, ein Teil davon zu werden. Dann fühlt man sich vielleicht ein bisschen wie Hunter S. Thompson auf einem Meskalin-Trip — und entdeckt möglicherweise doch noch den pinken Elefanten. Unsere Qeeboo Giraffen-Leuchten sind in unterschiedlichen Größen & Farben im Aiola Living Store, Landhausgasse 7 erhältlich.

PINK ELEPHANT Am Eisernen Tor 1 8010 Graz 0316 822 310 pinkelephant@aiola.at www.pinkelephant.at

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AIOLA KULINARIK

Kulinarik

Ob süß, sauer, salzig, bitter oder umami — wenn es schmeckt, dann schmeckt es. Kulinarik ist die Kunst des Kochens und Genießens und zählt wohl zu unseren absoluten Lieblingsbeschäftigungen. Sowie das ganze Drumherum.

Vorfreude schenken

Mit unseren Gutscheinen für alle AIOLA-Betriebe

Wo gehe ich nur zuerst hin? Ins Operncafé, den Landhauskeller, das Promenade, ... Nach so langer Abstinenz fällt die Entscheidung schwer. Deswegen am besten jeden Tag woanders hin, schließlich steht auch jeder Aiola-Betrieb für einen individuellen Style und Geschmack. Mit dem AIOLA-Gutschein kann man sich selbst und anderen Vorfreude auf den nächsten Besuch schenken. Und irgendwie haben wir das Gefühl, dass wir diesen Sommer unsere Zeit besonders oft und gerne im Lokal unserer Wahl verbringen werden!

Operncafé Eis

Den Frühling mit Eis aus dem Operncafé feiern

Auf N wie neu!

Das Café Promenade

verändert sich Die Eissaison im Operncafé ist eröffnet! Wenn Sacherwürfel mit Vanilleeis, Kaiserschmarren mit Marille oder Nougatknödel mit

Wenn der Frühling da ist,

Malaga verschmelzen, ist ganz schön was los im Eisbecher! Dann

wächst die Lust auf Verän-

gelingt einem der ganz große Coupe Steiermark, fällt der Shake-

derung. Sowie es uns in die

speare in Love und beim Süßen Ensemble wird sogar dem Kaiser

Natur und in die Gastgärten

heiß. Ein Sorbetto Rigoletto oder einen Nußknacker genießt man

der Stadt treibt, wollen wir

im Ersten Akt, im Zweiten trifft man Sancho Bananza in einem

voller Freude Neues ent-

Sommernachtstraum. Und falls das jetzt für euch alles keinen Sinn

decken. Beim Café Prome-

ergeben hat, dann werft einen Blick in die Eiskarte des Operncafés

nade wird die Frühlings-

und kostet euch durch das Eis-Ensemble. Für den kleinen Genuss

veränderung ansehnlich —

wartet ein Affogato Doppio auf euch.

wir dürfen gespannt sein!

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INSPIRATION

Marktplatz im Aiola im Schloss St. Veit

Gutes hausgemacht aus Liebe & Achtung für unsere Umwelt Biljana, Diana und Walter vom Aiola im Schloss haben sich viel vorgenommen: nämlich nichts Geringeres, als die Welt zu verbessern. Mit ihrem neuen Marktplatz im Schloss nehmen sie sich

das Zero-Waste-Konzept zu Herzen. Möglichst alles, was nicht verbraucht wird, oder einfach so den Gaumen auch zu Hause entzücken soll, wird zu kleinen Köstlichkeiten in Gläsern verarbeitet. Hier kann man sich Mittags- oder Abendessen, Marmelade für klassisch-österreichische Palatschinken oder eine herrlich mediterrane Sauce aus fruchtigen, sonnengereiften Tomaten kaufen und sich so ein sommerliches Glücksgefühl auch im Winter nach Hause holen. Gulasch, Aufstriche oder Öl, alles ist in der Schlossküche handgemacht und steht am Marktplatz zur Abholung bereit. Das Gute to go ist Teil des neuen Konzepts im Aiola im Schloss, wo es darum geht, im Jahreskreis zu arbeiten, die sai-

Chandon Garden Spritz

Spritz mit natürlichem Orangenschalen-Extrakt

sonale, regionale und hausgemachte Küche in den Vordergrund zu stellen, alle Sachen zu verwerten und damit unserer Umwelt

CHANDON Garden Spritz kombiniert einen außergewöhnlichen

Respekt zu zollen. Das ist das beste Beispiel für eine Win-Win-

Schaumwein mit Bitterlikör aus natürlichem Orangeschalen-Ex-

Situation: denn was gut für die Umwelt ist, ist auch gut für unsere

trakt, Kräutern und Gewürzen. Das Hausrezept ist komplett ser-

Gäste. Unser Marktplatz hat während der regulären Restaurant-

vierfertig und, sobald die Flasche gekühlt ist, perfekt zum Teilen.

Öffnungszeiten geöffnet.

Am besten mit Eiswürfeln, einer getrockneten Orangenscheibe Mi & Do ab 17:00 Uhr

und einem Rosmarinzweig serviert! Ohne künstliche Aromen, ohne

Fr & Sa ab 12:00 Uhr

künstliche Farbstoffe. Natürlicher Geschmack. Bald auch in ausge-

So ab 12:00 Uhr

wählten Aiola-Betrieben zum Genießen erhältlich.

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Nordisch  by AIOLA KULINARIK

„Moin!“, hört man es über den Mehlplatz rufen. Ein Hamburger Gruß ist in die Grazer Innenstadt gezogen und wird in Zukunft die nordische Gastfreundschaft in den Süden Österreichs bringen.

REDAKTION Nina Prehofer FOTOGRAFIE  Katharina Jauk CORPORATE IDENTITY seite zwei

Nature „Moin“ ist der Ausdruck hanseatischer Wärme. Ein universeller Gruß, der immer passt, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Denn „Moin“ bedeutet nicht „Morgen“, sondern stammt von dem Plattdeutschen Wort „moi“ ab, was „angenehm, gut, schön“ bedeutet. Dieser Gruß kommt von Herzen und damit gleicht er auch schon dem neuen Lokal am Mehlplatz, dem er seinen Namen leiht. Denn mit dem MOIN. in den ehemaligen EcksteinRäumlichkeiten erfüllt sich der Hamburger Daniel Marg gemeinsam mit Geschäftspartner Gernot Büttner-Vorraber einen Herzenswunsch. „Wir mussten Judith und Gerald ganz schön auf die Nerven gehen, damit ich doch noch mein Lokal bekomme. Aber es war immer ein klar definiertes Ziel von mir, mich selbstständig zu machen. Ich konnte nicht nachgeben“, erzählt der Koch — nun auch Restaurantbesitzer — Daniel Marg lachend. Den Hamburger zog es vor einigen Jahren der Liebe wegen nach Graz, wo er als Miss Cho-Küchenchef die Gäste geschmacklich begeisterte. „Ich bleibe der Miss Cho und auch dem Pink Elephant weiterhin treu, nur eben nicht operativ. Da widme ich mich nun voll und ganz der hanseatischen Küche.“ Auch Gernot Büttner-Vorraber hat nun eine „zweite Heimat“ in Graz, denn nicht nur im MOIN. ist er Partner, sondern auch im kürzlich neu eröffneten Operncafé.

FUTTERN WIE BEI MUTTERN Heimat ist da, wo man sich zu Hause fühlt. In Graz fehlte Daniel Marg aber etwas Wesentliches, um seine neue Heimat vollends in sein Herz zu schließen: Es war die Küche, wie er sie aus seiner Familie, vor allem von seiner Oma und seinem Opa, kannte. Fischbrötchen, Königsberger Klopse oder Hamburger Backfisch heißen seine Stücke zum Glück. Diesen wohligen Zustand des heimatlichen Soulfoods bringt er sich nun selbst in die Stadt. „Das Ganze steht unter dem Motto ‚Futtern wie bei Muttern‘. Im MOIN. servieren wir das, was ich von zu Hause kenne.“ Auch Gernot Büttner-Vorraber freut sich schon auf die Königsberger Klopse. „Ich liebe Hausmannskost! Die deutsche Küche ist zwar anders als die österreichische, aber genauso wohlig.“

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LOKALAUGENSCHEIN: MOIN.

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AIOLA KULINARIK

Für das nordische Soulfood werden die Produkte regional und saisonal bezogen, nur beim Unvermeidlichen, wie etwa dem Kabeljau, weichen sie aus. Wichtig ist Marg und Büttner-Vorraber, dass im MOIN. nur Bio-Fleisch auf den Teller kommt, die Qualität muss passen. Auf der Speisekarte finden sich auch vegetarische und vegane Speisen, die Weinkarte ist umfangreich mit österreichischen Weinen bestückt. Auf der Bierkarte stehen Hamburger Klassiker wie Astra oder Flensburger und weitere 10 bis 15 Biersorten. „Bei uns wird auch der typische Hamburger Kümmelschnaps serviert. Den kann man eigentlich immer trinken. Nach dem Essen oder als Shot beim Fortgehen. Mit unserem Konzept wollen wir eine neue Barszene ins Leben rufen und das MOIN. zu einer Edelkneipe machen.“

FAMILIÄR & GEMÜTLICH Die „Edelkneipe“ ist für die beiden ein Ort, an dem man sich trifft, bevor man ausgeht und dann doch dort versackt. Ein Ort mit lockerer Stimmung, wo alles ein bisschen familiärer ist. Diese Idee des Zusammenseins wird aufgegriffen — und dazu werden bodenständige Kochkunst und gute Getränke serviert. Unterstrichen wird die gemütliche Atmosphäre vom Interior Design, das nicht ganz so auffällig sein wird wie in den anderen Aiola-Betrieben. „Als Koch ist man normalerweise reiselustiger, doch mit Familie war mir klar, dass ich in Graz bleiben will. Nun gehen für mich zwei Wünsche gleichzeitig in Erfüllung: Ich betreibe gemeinsam mit Gernot endlich mein eigenes Lokal und führe damit meine zwei Heimaten zusammen“, freut sich Daniel. Na, denn! Moin!

MOIN. Mehlplatz 3 8010 Graz 0316 828 701 moin@aiola.at www.moingraz.at

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In the mood for food AIOLA KULINARIK FAMILIE

REDAKTION Nina Prehofer

FOTOGRAFIE  Katharina Jauk

„Ich liebe das gute Essen. Und je älter man wird, umso mehr spürt man, dass essen wie Sex ist, ein körperliches Lustgefühl, das mitunter zu einer Art Orgasmus führt“, erklärte der legendäre Bud Spencer einst in einem Interview. Dem haben wir eigentlich nichts mehr hinzuzufügen; außer drei Rezepten der Küchenchefs Daniel Marg & Alexander Robin für sinnliche Genussmomente auf dem Teller.

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REZEPTE

Tacos Pollo Asado mit Guacamole & Sriracha

ZUTATEN 2 kleine Hähnchenfilets 2 Avocados 1 Limette 1 gelbe Paprika 2 Zwiebeln 4 EL Öl 1  EL Tomatenmark 6 EL Sriracha (scharfe Chilisoße) 6 Stück Hard Tacos 200 g Feta Salz & Pfeffer Koriander & Limette zum Verzieren Rezept von DANIEL MARG aus der Tex-Mex-Küche des Pink Elephant

ZUBEREITUNG Das Fleisch gut waschen und in einem Topf

1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Pa-

mit kochendem, leicht gesalzenem Wasser

prika und Zwiebeln darin anbraten. Fleisch

12 bis 15 Minuten köcheln. Herausnehmen,

mit zwei Gabeln zerzupfen, zugeben und

dabei ca. 4 EL Garsud beiseitestellen.

kurz weiterbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Tomatenmark mit 4 EL Sriracha und

Für die Guacamole die Avocados halbieren,

dem Garsud verrühren, in die Pfanne geben

den Kern entfernen und das Fruchtfleisch

und alles gut mischen.

aus der Schale lösen. Fruchtfleisch und Limettensaft in einer Schüssel mit einer Gabel

Hard Tacos im Ofen erwärmen, anschlie-

grob zerdrücken, mit Salz und Pfeffer nach

ßend füllen und mit grob zerbröckeltem Feta

Belieben abschmecken. Paprika putzen und

und Koriander bestreuen. Mit Limette und

waschen; Zwiebeln schälen, halbieren. Bei-

restlicher Sriacha beträufeln. Guacamole

des in feine Streifen schneiden.

dazu reichen und genießen.

Schon gewusst? Tacos sind gefaltete, halboffene Tortillas. Werden diese gerollt anstatt gefaltet, nennt man sie Burritos. Hard Tacos werden zusätzlich noch knusprig frittiert, um die typische Schalenform zu erhalten.

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AIOLA KULINARIK

Vitello Tonnato auf gebackenen Kapern & Rucola-Öl

ZUTATEN 600 g Kalbsschale Salz & Pfeffer

FÜR DIE TUNA-CREME 100 g Tuna in Lake 20 g Essiggurkerl 10 g Kapern 50 ml Griechisches Joghurt 50 ml Milch 75 ml Olivenöl 2 Eidotter

FÜR DAS RUCOLA-ÖL 50 g Rucola 50 ml Olivenöl Radikresse, Kapern, Rucola & Radicchio sowie Parmesanchips zum Verzieren Rezept von ALEXANDER ROBIN aus der mediterranen Operncafé-Küche

ZUBEREITUNG Die Kalbsschale putzen, salzen und pfeffern.

Für die Garnitur die restlichen Kapern in

Die Kalbsschalen schön auf dem Teller an-

In einer Pfanne kurz scharf anbraten und bei

Mehl wälzen und bei 180 Grad in einer tie-

richten, mit Rucola-Öl und Balsamico-Es-

90 Grad im Ofen garen, bis das Fleisch eine

fen Pfanne frittieren. Für die Parmesanchips

sig marinieren, abschließend mit schwarzen

Kerntemperatur von 54 Grad erreicht hat.

geriebenen Parmesan auf einem Backpapier

Oliven, gebackenen Kapern und Parmesan-

Aus dem Ofen nehmen, rasten und ausküh-

verteilen und im Backrohr schmelzen, an-

chips garnieren. Guten Appetit!

len lassen.

schließend trocknen lassen. Den Radicchio fein schneiden.

Für die Tuna-Creme Eidotter in ein hohes, schmales Gefäß schlagen, mit dem Stabmi-

Für das Rucola-Öl den frischen Rucola, das

xer mixen. Langsam das Olivenöl beifügen,

Olivenöl und eine Prise Salz mixen. Anschlie-

dann die restlichen Zutaten beigeben, pürie-

ßend durch ein feines Sieb oder ein Passier-

ren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

tuch abseihen.

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REZEPTE

Scharf angebratenes Rindfleisch nach Yunann-Art mit fruchtigem Zitronengras-Dressing

ZUTATEN 300 g Ribeye-Steak 100 g Butter 1 EL Pflanzenöl Salz & weißer Pfeffer

FÜR DAS DRESSING 2 EL Weißer Reisessig 2 EL klarer Honig 1 TL helle Sojasauce 1 TL gehacktes Zitronengras 1 Prise Salz 1 Prise weißer Pfeffer 1 EL Limettensaft 1 TL fermentierte Chilibohnenpaste klein gewürfelte Gurkenstücke & einige frittierte sowie frische Minzeblätter zum Garnieren Rezept von DANIEL MARG aus der panasiatischen Miss Cho-Küche

ZUBEREITUNG Eine trockene und schwere Bratpfanne sehr

Das Fleisch in ca. 3 mm dünne Scheiben

heiß werden lassen. Das Rindfleisch mit dem

schneiden und auf dem Teller verteilen. Mit

Öl einreiben, salzen und pfeffern und von

Dressing beträufeln und mit den Gurkenwür-

beiden Seiten scharf anbraten, bis eine brau-

felchen, den frittierten sowie den frischen

ne Kruste entstanden ist.

Minzeblättern bestreuen; Letztere vorher in der Hand ein wenig zerdrücken, damit sie ihr

Anschließend Butter in der Pfanne schmelzen und das Fleisch je nach gewünschtem Gargrad 1 bis 5 Minuten damit begießen. Das Fleisch aus der Pfanne heben, beiseite

Aroma entfalten können. Mahlzeit!

Tipp: Achten Sie beim Kauf des Fleisches auf eine schöne Marmorierung. Diese ist ein deutliches Zeichen für Qualität & verspricht ein besonders saftiges, zartes, intensives Geschmackserlebnis.

stellen und ca. 10 Minuten ruhen lassen. Für das Dressing alle Zutaten in einem Topf vermengen und sanft erwärmen.

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Rundum schön ADVERTORIAL

Hinter dem Namen MARA versteckt sich ein einzigartiges Schönheitskonzept mit Fokus auf ästhetischer Medizin und Chirurgie, verbunden mit einem Ausbildungszentrum, Forschungsprojekten, Lifestyle, Med-Spa und Kunst.

MARA steht nicht nur für Schönheit. MARA steht auch für Medical

BODENSTÄNDIG UND EHRLICH

Aesthetic Research Academy und beinhaltet zugleich die Namen

Den Blick auf ihre Grundwerte verlieren Dr. Rappl und Dr. May bei

der beiden Gründer Dr. Simone May und Dr. Thomas Rappl. Das

ihren vielfältigen Engagements nie: Bodenständigkeit, Heimatver-

Powerpaar, das sich beruflich und privat zwischen Paris, Saint Tro-

bundenheit, Naturverbundenheit, Ehrlichkeit und Freundschaft.

pez und Graz bewegt, ist weit über die Grenzen Österreichs bekannt

Aus ihrer Vision, Gesundheit, Ästhetik, Ästhetische Chirurgie,

und wurde für seine vielfältige Expertise im Bereich der ästhetischen

Wohlbefinden, Kunst und Kulinarik zu verbinden, machten sie ein

Medizin bereits mehrfach international ausgezeichnet. Mit MARA

Konzept, bei dem sie den Menschen mit all seinen Bedürfnissen in

realisierten die beiden Mediziner ein einmaliges Konzept rund um

den Mittelpunkt stellen – und zwar in einem Umfeld, das Seele und

Schönheit, Gesundheit und Wohlbefinden, das sie nun im Rahmen

Geist beflügelt. Privat verbringen sie neben der Arbeit viel Zeit in der

ihres neuesten Projekts im Imlauer Hotel Schloss Pichlarn fortsetzen

Natur und finden in den Bergen nicht nur Freiheit, Ausgeglichen-

und erweitern.

heit und Glück, sondern auch Inspiration für immer neue Projekte. Nach Paris und an die Côte d’Azur, ihre zweite Heimat, brachte sie nicht nur ihre berufliche Laufbahn. Hier fanden sie auch ihren priva-

STRAHLEND SCHÖN

ten Seelenfrieden und haben sich mit ihrer eigenen Champagner-,

Mit einem Team aus 6 Ärzten bietet MARA das gesamte Spektrum

Rosé- und Rotwein-Marke einen Herzenswunsch erfüllt.

der ästhetischen Medizin und Chirurgie an: von hochwertiger Hautpflege mit SkinCeuticals Produkten über minimalinvasive Behandtiven plastisch-chirurgischen Eingriff. Auch Gefäßtherapien und

NEU: MARA IM IMLAUER HOTEL SCHLOSS PICHLARN

Venenbehandlungen sowie Ernährungs- und Lasermedizin runden

Parallel zum Standort Graz führen Dr. Rappl und Dr. May ihr Kon-

das auf Gesundheit und Wohlbefinden fokussierte Konzept ab. „Für

zept künftig im Imlauer Hotel Schloss Pichlarn fort und bieten im un-

uns sind Harmonie und Ästhetik der Innbegriff seelischen Wohlbe-

vergleichlichen Ambiente des 5-Sterne-Hotels alle Leistungen von

findens. Mit persönlicher Beratung und maßgeschneiderten Kon-

MARA an, um auch hier Ästhetik auf höchstem, internationalem Ni-

zepten möchten wir unsere Patienten auf ihrem Weg begleiten und

veau zu garantieren und die Schönheit Ihrer Patienten zum Strahlen

ein Maximum an Natürlichkeit bewahren“, erklärt Dr. Simone May.

zu bringen. In der Kombination mit einem erholsamen Spa-Aufent-

Daher beinhalten die speziellen Med-Spa-Angebote von MARA ne-

halt, der einzigartigen Haubenküche im preisgekrönten Restaurant,

ben ästhetischen Eingriffen auch Vorsorge-Maßnahmen wie klassi-

einem einmaligen Naturerlebnis mit Blick auf den mächtigen Grim-

sche Gesunden-Untersuchungen, Ernährungsberatung, Heilfasten

ming oder einem Abschlag auf dem Golfplatz wird jeder Aufenthalt

oder Vollblutanalysen. Sein breitgefächertes Wissen gibt das Team

zum unvergesslichen Erlebnis – und MARA umso mehr zu einem Ort

von MARA im Rahmen seiner Academy auch gerne an externe Kol-

zum Wohlfühlen und Entspannen, an dem man sich vertrauensvoll in

leginnen und Kollegen weiter und veranstaltet gemeinsam mit inter-

die professionellen Hände des Ärzteteams rund um Dr. Simone May

nationalen Firmen Kurse, Seminare und Kongresse.

und Dr. Thomas Rappl begibt.

lungen mit Botulinomtoxin oder Hyaluronsäure bis hin zum opera-

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© Jean van Lülik

© Jean van Lülik

MA—RA

INTERVIEW MIT DR. SIMONE MAY UND DR. THOMAS RAPPL Plastische Chirurgie und Leitende von MARA Dienst im öffentlichen Krankenhaus, Ordinationen in Österreich, berufli-

DR. RAPPL: Unser Grundsatz lautet: Körper und Geist müssen im

ches Engagement in Paris, internationale Vorträge und Workshops. Wie ist

Einklang stehen. Nur dann ist der Kunde wirklich zufrieden. Und

das zu bewältigen?

diese Zufriedenheit ist es, die ein Strahlen hervorzaubert und das

DR. MAY: Die Arbeit im öffentlichen Krankenhaus erdet mich, denn

Gegenüber fasziniert. In Hinblick auf das klassische Schönheitsideal

das „Danke“ eines Patienten ist sehr erfüllend. Die Ansprüche der

haben wir festgestellt, dass heutzutage immer mehr Paradigmen wie

ästhetischen Klientel sind deutlich höher. Meine Energie und Kraft

der Goldene Schnitt über den Haufen geworfen werden. Social Me-

hole ich in den Bergen und verbringe sehr viel Zeit im Ennstal.

dia hat unser Bild von Schönheit und Ästhetik in nur einer einzigen

DR. RAPPL: Ich habe als plastischer, ästhetischer und rekonstrukti-

Generation grundlegend verändert. Plötzlich liegt das Unpropor-

ver Chirurg meine Berufung gefunden. Die Kunst der Ästhetik treibt

tionale voll im Trend. Ich persönlich hoffe, dass in der nächsten Ge-

mich in die Perfektion meines Tuns. Durch meine Reisen finde ich

neration wieder die über Jahrtausende gültigen ästhetischen Regeln

neue Inspirationen. Meine Tätigkeiten als international anerkannter

zurückkommen.

Vortragender im Bereich der Ästhetik bereiten mir nicht nur Freude, der Austausch mit Experten pusht mich vorwärts und garantiert Ex-

Wie sind ihre weiteren Pläne?

pertise.

DR. MAY: Wir werden den eingeschlagenen Weg fortsetzen und unseren Visionen folgen …

Was sind die neuen Trends im Bereich der ästhetischen Medizin?

DR. RAPPL: … ganz im Sinne der ständigen Innovation und Perfek-

DR. MAY: Ich erkenne zurzeit unterschiedliche Trends. Die jüngere

tion für die Sicherheit und Zufriedenheit unserer Klientel.

Generation ist völlig auf Social Media fokussiert, wodurch die Individualität zu kurz kommt. Der Wunsch nach einem Promi-Gesicht bis hin zu Russian Lips oder noch extremeren Auswüchsen lassen einen

MARA — Medical Aesthetic Research Academy

gewissen Trend in Richtung uniformen Aussehens erkennen. Meine

Kaiser-Franz-Josef-Kai 48

oberste Priorität ist jedoch ein natürliches und ästhetisch schönes

8010 Graz

Ergebnis. Daher vermeide ich es, übertriebenen Vorstellungen nach-

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zukommen.

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AIOLA LIFEST YLE

Lifestyle Seit vielen Jahren steht AIOLA nicht nur für Kulinarik, sondern für einen ganz besonderen Lebensstil. Ob Office- oder Kaffeekultur, inspirierende PartnerInnen oder Tipps für den Alltag — es ist ein Lebensgefühl, das wir miteinander teilen.

Best Buddies Kuscheln erlaubt!

Wenigstens die Vierbeiner dürfen noch miteinander kuscheln. Wir schauen einfach zu und holen uns dabei das Gefühl von Nähe und Miteinander ab. Manchmal legen wir uns auch einfach in die Mitte hinein, denn zwischen uns und den Hunden muss kein Babyelefant

Operncafé & J. Hornig

Platz finden. Let's cuddle!

Gernot Büttner-Vorraber vom Operncafé hat sich mit den Kaffee-

Saphir Ring RAINBOW

Mit Vergnügen Kaffeetrinken

röstern von J. Hornig zusammengetan, um eigene Röstungen für

In allen Farben des Regenbogens leuchten

das Operncafé zu kreieren. Das finden wir großartig, denn bei J. Hornig werden nur die hochwertigsten Bohnen aus den bes-

Einem Farbenfeuerwerk gleich funkeln 23

ten Anbaugebieten der Welt geröstet. Und das mit der Methode

Saphire von insgesamt 1,60 Carat im glän-

der schonenden Langzeitröstung. Dabei bekommt jede unserer

zenden 18-karätigen Roségold. Ein außer-

Bohnen genau so viel Zeit, wie sie braucht, um den perfekten Ge-

gewöhnlicher Memoire-Ring, der in allen

schmack zu entfalten. Wie zum Beispiel der „Premium Dark“, eine

Farben des Regenbogens begeistert.

aromatische Arabica-Robusta-Mischung, aus der kräftiger Kaffee mit vollem Körper und intensivem Geschmack entsteht. Kommt

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INSPIRATION

Der interaktive Cityguide

Zusammenschluss, baby!

Erkunden Sie die Grazer Innenstadt interaktiv mit Ihrem persön-

Nach langer Zusammenarbeit und großartigen Drehmomenten ha-

lichen Multimedia Cityguide am Smartphone! Der Spaziergang

ben Andrea Eidenhammer und Stefan Schmid sich dazu entschlos-

führt zu insgesamt 17 Stationen, welche man sehen und gehört

sen im Jänner 2021 gemeinsam die AVbaby motion pictures GmbH

haben muss. Start ist der wohl beliebteste Treffpunkt der Stadt:

zu gründen. Damit werden die Kräfte vereint und der Filmproduk-

die Weikhard Uhr am Hauptplatz.

tion neuer Antrieb gegeben. Wir durften uns bei unserem Fashion

Die Grazer Grazien — Die interaktive Tour quer durch Graz

Andrea Eidenhammer & Stefan Schmid gründen AVbaby

Shooting bereits an ihrem professionellen, virtuellen Studio erfreuEine spielerische Note gibt's für alle RätselliebhaberInnen: An je-

en. Das größte Film- und Fotostudio in der Steiermark bietet außer-

der Station können knifflige Quizfragen beantwortet werden, die

dem den idealen Rahmen für die Produktion von Kino-, TV-, Image-,

am Ende des Rundgangs ein Lösungswort ergeben. Als Beloh-

Werbe- und Produktfilme.

nung gibt's eine kleine Überraschung in der Graz Tourismus In-

Dabei bekommt man von

formation zum Abholen! Für den Rundgang ist keine Internet-

der Konzeption bis hin zur

verbindung notwendig, alle Inhalte werden automatisch über GPS an den jeweiligen Stationen geöffnet. Alle Infos unter: www.graztourismus.at

Veröffentlichung alles aus einer Hand.

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Wie funktioniert's? • Locandy App downloaden — verfügbar für iOS und Android • App installieren & öffnen • Mittels QR-Code-Suche den Rundgang starten

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Light Vibes AIOLA LIFEST YLE

Mode mit Good-Vibes-Garantie! Starke Farben, verspielte Muster und entspanntes Mix & Match. Diese Looks, kuratiert von Stephan Lanzer vom Lanzer Loft, sind wahre Stimmungsaufheller.

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EDITORIAL

links: Hemd, Jacke & Hose: Dsquared rechts: Kleid: Zadig & Voltaire

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


Jacke, Rock & Schuhe: Isabel Marant

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FASHION

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oben links: Jacke & Hoodie: Closed, Hose: Maurizio Massimino, Sneaker: Autry • oben rechts: Sweater & Rock: MSGM • unten: Top & Rock: Etro, Sandalen: Isabel Marant, Sakko, Shirt & Hose: Etro, Schuhe: Silvano Sassetti, Tasche: Numero 10 AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA LIFEST YLE

Sakko: Tonello, Halstuch: Faliero Sarti

Alle Outfits erhältlich im Lanzer LOFT. MP09 Liebenauer Tangente 4-6 8041 Graz 0664 9275041 www.loftselected.com EDITOR & INITIATOR Aiola Graz · FOTOGRAFIE Markus Mansi — Bobby's Agency · ART DIRECTION Patricia Pillinger — ­­­ Bobby's Agency · MODELS Lydia & David — Addicted To Models · FASHION Lanzer LOFT. Graz · LOCATION AVBaby Motion Pictures · HAIR Christoph Skoff — Noblestyle · MAKE UP Christina Halitzki · PROJEKTMANAGEMENT & ORGANISATION Katharina Jauk · REDAKTION Nina Prehofer

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FASHION

Stricktop & Hose: Helmut Lang Sandalen: Isabel Marant Tasche: Numero 10

Kleid & Tasche: GANNI Schuhe: Silvano Sassetti

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA LIFEST YLE

Abstand vom

REDAKTION Nina Prehofer FOTOGRAFIE  Katharina Jauk

Abstand

nehmen

Die Sehnsucht ist groß! Seit der letzten Vorstellung im Grazer Schauspielhaus am 9. März 2020 haben über 375 Vorstellungen und Gastspiele nicht stattgefunden. Wir wollten wissen: Wie geht es den SchauspielerInnen seitdem? Ein Gespräch mit Henriette Blumenau und Frieder Langenberger.

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SCHAUSPIELHAUS

Wie ist es euch das letzte Jahr ergangen?

Deswegen haben wir auch begonnen, Online-

HENRIETTE: Ich kann mich noch gut an den

Formate zu entwickeln und Videos zu drehen,

Moment erinnern, als unsere Intendantin in

um irgendwie weitermachen zu können.

die Probe kam und sie abbrechen musste. Da

HENRIETTE: Ich merke, ich bin so lustvoll!

legte sich ein Schleier der Ungewissheit über

Ich bin begierig darauf, alles zu zeigen, was

mich — ­ und eine unendliche Traurigkeit.

wir geprobt haben, bereits bestehende Stücke

FRIEDER: Dieses Gefühl des Stillstands habe

wieder zu spielen, diese Energie nach draußen

ich in unserem sonst so schnelllebigen Beruf

zu schicken und diesen gemeinsamen, ener-

noch nie erlebt. Danach verlief mein Gemüts-

getischen Raum mit dem Publikum erzeugen.

zustand wie die Pandemie: in Wellen. Es gab

Das Spielen fehlt mir so unglaublich.

Momente, in denen ich besser zurechtkam, in

FRIEDER: Ich hatte aber auch ein schönes

anderen war ich sehr frustriert.

Erlebnis: Vor dem Schauspielhaus wird einmal wöchentlich für die Evakuierung von Moria

Hat die Pandemie etwas in eurem Leben oder in

demonstriert. Dort habe ich mit KollegInnen

euch verändert, das nicht mehr rückgängig zu

Texte vorgelesen. Das war für mich versöhn-

machen ist?

lich, da ich der Bewegung meine Stimme lei-

FRIEDER: So endgültig kann ich das noch gar

hen durfte und konnte.

nicht sagen, denn wir stecken ja doch noch mittendrin. Was sich auf jeden Fall verändert

Musstet ihr feststellen, dass eure Lust auf das

hat, ist, dass ich anders reflektiere. Welche

Spielen in gewissen Momenten auch schwand?

Aufgabe habe ich als Künstler? Was macht

HENRIETTE: Keinesfalls! Die Proben und

HENRIETTE BLUMENAU

meinen Beruf aus? Wie übe ich ihn aus? Was

alternativen Formate, so toll sie auch sind, er-

In Halle an der Saale geboren, kam die Schau-

bedeutet es, Schauspieler zu sein, wenn man

setzen niemals diesen Moment auf der Bühne

spielerin zum Studium ans Max Reinhardt

nicht spielen darf? Diese Form der intensiven

vor Publikum. Die Lust darauf ist riesengroß.

Seminar nach Wien. Bei Iris Laufenberg war

Auseinandersetzung mit meinem Beruf hätte

FRIEDER: Was mich zweifeln ließ, war der

sie bereits am Konzert Theater Bern en-

sonst nicht stattgefunden — und daraus kann

Moment, als das Wort „systemrelevant“ auf-

gagiert. Seit Beginn der Intendanz von Iris

ich sicher vieles ziehen.

tauchte und man merkte: Okay, nun ist man

Laufenberg in Graz 2015 / 2016 ist sie fixes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Graz.

HENRIETTE: Mir fehlt einfach dieser Mo-

raus. Sich damit auseinanderzusetzen, ob

ment des gemeinsamen Zusammenseins so

der eigene Beruf systemrelevant ist oder wel-

sehr! Scheinbar muss es immer so sein, dass

chen Beitrag man damit für dieses System

man etwas erst zu schätzen weiß, wenn es

leisten kann, war eine schwierige Frage. Man

nicht mehr da ist. Da wird einem plötzlich

darf nicht spielen, muss sich verorten und

bewusst, wie viel auf der Haben-Seite des Le-

fragt sich: Wo ist eigentlich meine Position als

bens steht. In einem Alltag, in dem es meist

Künstler in der Pandemie? Bin ich überhaupt

„schneller“ und „noch mehr“ heißt, verliert

relevant für das System? Das hat an der Lust

man manchmal den Blick dafür und für die

gekratzt, geschwunden ist sie aber nie. Ich bin

kleinen Momente, die von so großer Intensi-

absolut davon überzeugt, dass Kunst system-

tät und Schönheit sein können.

relevant ist und dass wir sie als geistige Nahrung brauchen. Jetzt mehr denn je.

Was bedeutet es, seinen Beruf so lange nicht ausüben zu können?

Was wird den Menschen genommen, wenn man

FRIEDER: Es war ein sehr schmerzhafter Vor-

ihnen den Zugang zum Theater oder zur Kunst

gang. Das Proben ist nur die halbe Miete, denn

generell nimmt?

zu unserem Beruf gehört es einfach dazu, vor

HENRIETTE: Man nimmt ihnen das Blut.

Publikum auf der Bühne zu stehen. Erst in der

Kunst ist ein Trainieren der seelischen Orga-

Interaktion mit dem Publikum können wir im

ne. Wie wäre es, wenn man sich nicht mit Mu-

besten Sinne gesellschaftspolitisch handeln

sik motivieren, sich nicht durch ansteckendes

und Denkanstöße geben. Wir proben, um das,

Gelächter im Theater befreien oder durch die

was wir machen, in der Vorstellung dem Publi-

Anteilnahme an fremden Schicksalen ausgie-

kum zur Disposition zu stellen — und um es zu

big weinen könnte? Kunst ist eine Form der

verhandeln. KünstlerInnen haben immer auf

Erlösung — ohne sie würde der Mensch ver-

Krisen reagiert und Bezug darauf genommen.

kümmern.

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA LIFEST YLE

FRIEDER: Man nimmt den Menschen die Freiheit. Für mich ist Theater oder Kunst im Allgemeinen ein uneingeschränkter Ort der Freiheit. Wir teilen ihn, um frei denken zu können, um gemeinsam nachdenken und im besten Falle gesellschaftspolitisch handeln zu können. Kunst darf natürlich auch unterhalten, sie darf kathartische Zustände hervorrufen. Das Theater ist ein „Lustraum“, in dem man sich bewegt. Als KünstlerIn hat man immer einen sehr guten Blick auf die Gesellschaft. Wie würdet ihr den Zustand unserer Gesellschaft derzeit beschreiben? HENRIETTE: Ich glaube, wir alle sind wahnsinnig hungrig — auf Gemeinschaft, auf Nähe — und gleichzeitig müde und erschöpft von dieser großen Anstrengung und den Doppelbelastungen. Ich denke, Erschöpfung und Sehnsucht beschreibt es am besten. FRIEDER: Es gibt auch einen Zustand der Unsicherheit und der großen Fragen über die Zukunft. Ist die Kunst nach der Pandemie anders? FRIEDER: Davon gehe ich aus. Theater muss auf gesellschaftliche Phänomene und Entwicklungen reagieren. Wir können nicht ignorieren, was seit einem Jahr da ist und in der Gesellschaft schlummert. Das hat ja auch Folgen! Wie ist das, wenn wir nach der Pandemie erstmal wieder lernen müssen, zu leben? Die Kunst wird nicht außer Acht lassen können, dass wir uns so lange in einem Zustand der Isolation und Distanz befunden haben. Darauf muss man als Theater natürlich reagieren. Wir werden aber hoffentlich nicht nur „Die Pest“ von Camus spielen. Das wäre schade und so kurz nach der Pandemie will das auch keiner sehen. HENRIETTE: Die Kunst hat sich ja bereits verändert. Doch die vielen virtuellen Formate ersetzen nicht das „Da-Sein“. FRIEDER: Man muss vor allem im Denken darauf reagieren. Ich möch-

FRIEDER LANGENBERGER

te es als Chance begreifen, Dinge zu hinterfragen, um zu sehen, was wir

Der in Stuttgart geborene Schauspieler studierte

daraus lernen und wie wir als Gemeinschaft weiterleben wollen und wer-

an der Kunstuniversität Graz und ist seit der

den. Ich bin gespannt auf die Antwort der Kunst und das Danach. Wann

Spielzeit 2019 / 2020 festes Ensemblemitglied

immer das Danach auch kommt.

am Schauspielhaus Graz. Er ist momentan im VR-Projekt „Krasnojarsk: Eine Endzeitreise in

Wie wird es sein, wenn die Türen des Schauspielhauses wieder öffnen?

360°“ zu sehen, bei dem das Publikum eine VR-

HENRIETTE: Es wird wunderschön. Eine Premiere ist so gefüllt mit

Brille nach Hause geliefert bekommt.

Adrenalin und Auseinandersetzung. Dieses gemeinsame Zusammenkommen danach mit dem Publikum, wo man das, was stattgefunden hat, nachwirken lässt, ist nicht zu ersetzen. Wir haben unseren Probenprozess bis zu dem Tag, an dem die Premiere stattgefunden hätte, fortgeführt und dann die Stücke „eingefroren“. Nach diesen internen Aufführungen ohne Publikum, wenn man dann auch noch alleine nach Hause geht, fühlt man es so stark, dieses Alleinsein oder auch „Abgetrenntsein“, weil einem der gemeinsame Moment fehlt. FRIEDER: Ich freue mich so sehr darauf, mit dem Publikum wieder in Kontakt zu treten. Aktiv auf der Bühne in diesem energetischen Austausch und in dem gemeinsamen Denkraum, aber auch in diesen Nachgesprächen mit den ZuseherInnen. Ich glaube, auch sie werden sich verändert haben. Ich möchte so gerne wissen, wie sie ihre Zeit verbracht haben, während man sich nicht gesehen hat. Wie sind sie durch diese Zeit gekommen? Was haben sie für Fragen? Wie reden wir über die Stücke, die wir zeigen, vor dem Hintergrund Corona, Pandemie und Isola-

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SCHAUSPIELHAUS

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tion? Ich denke, das Publikum und wir werden uns so viel zu erzählen haben, einfach weil wir so lange nicht konnten. Wir können noch einmal anders in den Diskurs kommen, im Sprechen über Kunst und die Erlebnisse, die wir gemacht oder eben nicht gemacht haben. Theater kommt erst zur Welt, wenn es gesehen wird — welche Beziehung pflegen Publikum und SchauspielerInnen zueinander? FRIEDER: Die Verbindung ist im besten Fall eine hoch aktive. Ich glaube, dass es in dem Moment, wo Menschen zusehen, politisch wird. Wir befinden uns in einem gemeinsamen, energetischen Prozess, in dem ich als Spieler auf der Bühne auf das reagiere, was da unten im Publikum stattfindet — und das Publikum reagiert auf mich. Ein Thema, über das wir uns sechs Wochen Gedanken gemacht haben, wird am Abend der Vorführung hinausgestellt und bietet sich an, die Fragen zu stellen, die wir uns gestellt haben. Das ist das politische Moment dahinter und das Spannende, wo Theater wirkt und seine Kraft entfalten kann. Wir katapultieren die Kunst hinaus in den Kosmos und diese Spannung entlädt sich. Dieser Kommunikationsprozess ist sehr wichtig für mich. HENRIETTE: Es ist ein kollektives Erlebnis, im besten Fall mit gemeinsamem Lachen und Weinen, auch zwischen dem Ensemble auf der Bühne. Theater soll eine Offenheit in den Menschen erzeugen. Sie sollen alle Gefühle und Gedanken zulassen, diese mitnehmen, sich verzaubern lassen oder auch mal ärgern. Möglicherweise andere Perspektiven kennenlernen und dadurch wiederum im eigenen Alltag neue Impulse bekommen, die eigene Einstellung zum Leben überdenken und sich beflügeln lassen. Theater darf aber auch ein-

fach dieses erleichternde Lachen hervorrufen und die seelischen Organe der Menschen ansprechen und sie inspirieren.

In der laufenden Spielzeit durfte das Schauspielhaus — trotz Lockdowns — die Proben fortsetzen. Es entstanden zahlreiche Produktionen, die auf ihre Premiere warten. Darunter auch „Making a Great Gatsby“ nach dem Roman von F. Scott Fitzgerald, in der Regie von Claudia Bossard, mit Frieder Langenberger als NICK CARRAWAY und Henriette Blumenau als JORDAN BAKER. Die Produktion wird in der kommenden Spielzeit in HAUS EINS Premiere feiern. Nähere Infos unter: schauspielhaus-graz.buehnen-graz.com

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AIOLA LIFEST YLE

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SCHAUSPIELHAUS

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AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA LIFEST YLE

All you  need is

Ganz klar, die wichtigste Zutat für jede Hochzeit ist die Liebe. Damit am schönsten Tag im Leben auch alles rundläuft, ist das Team im Aiola im Schloss St. Veit ganz für die Wünsche seiner Brautpaare da. Denn eines ist sicher: Damit man am Hochzeitstag ganz entspannt die Kulinarik und Atmosphäre genießen und sich lustvoll dem gemeinsamen Tag hingeben kann, braucht es die perfekte Organisation. Und die Liebe für Details.

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WEDDING STORY

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Love Bites — elegante „Leckerbissen“

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA LIFEST YLE

Kleine

Geheimnisse,

kostbare

Erinne-

kleineren Kreis statt, in denen das Paar im

rungen, aufregende Erlebnisse und ge-

Mittelpunkt steht. Eleganz und Zeitlosig-

meinsame Gedanken — all das teilen Lie-

keit untermalen die Hochzeit, auf Wunsch

bende miteinander. Egal, ob man sich bei

kann Dekoration vom Aiola Living Store

Whiskey und Zigarre kennengelernt hat

angemietet werden. „Wir lernen unsere

oder bei Yoga und Tee: Im Aiola im Schloss

Brautpaare sehr gut kennen, damit wir alles

können Paare ihre individuellen Geschich-

perfekt auf sie abstimmen können.“ So freut

ten in die vielen kleinen Details eines Hoch-

sich Alexandra Ully stets aufs Neue und ist

zeitsfestes miteinfließen lassen. Bei der Pla-

gleichermaßen gespannt wie gerührt, wenn

nung wird großer Wert auf die Individualität

Sie ihr Ihre persönliche Liebesgeschichte

der Paare und ihre persönlichen Wünsche

erzählen.

gelegt. „Jedes Paar findet hier seinen Platz, denn eine Hochzeit wird bei uns immer ganz

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persönlich geplant. Jede Liebe hat ihren Ur-

AIOLA IM SCHLOSS

sprung; bei uns wird diese Liebesgeschichte

Andritzer Reichsstr. 144

am Hochzeitstag nacherzählt“, so Alexand-

8046 Graz

ra Ully, Hochzeits-Mastermind im Schloss.

0316 890 335

Einen Trend kann sie dennoch erkennen:

schloss@aiola.at

Hochzeiten finden wieder vermehrt im

www.schloss.aiola.at


WEDDING STORY

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Kostbar — für das Auge & den Gaumen

Zweisamkeit — die Liebe im Mittelpunkt

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AIOLA LIFEST YLE

Abenteuer — das Leben zu zweit ist aufregend

Natürlich & naturverbunden unter freiem Himmel speisen

EDITOR & INITIATOR Aiola Graz · FOTOGRAFIE Liliia Chuba · DECORATION & ART DIRECTION Natalia Denegina · BRAUTPAAR & MODELS Christoph Skoff & Fred Pichorner · FASHION Pilatus Fashion Graz · MAKE UP Tatjana Marija · WEDDING CAKES & SWEETS Süße Boutique by Lisa Eberdorfer · LOCATION Aiola im Schloss · INTERIOR DESIGN & DEKO Aiola Living · REDAKTION & TEXT Nina Prehofer

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SCHLOSSGESCHICHTEN

Aufgepasst, es gibt Neuigkeiten! Unser Aiola im Schloss St. Veit hat zwei neue „Liebschaften“ gefunden. Und so wie wir Biljana Abadzic & Diana Mang kennen, wird daraus die ganz große Liebe.

© Katharina Jauk

Auf die schönsten Erlebnisse Was zusammengehört, sollte man nicht trennen. Das kann man auch

sich „sein Stück vom Glück“ mit nach Hause nehmen zu können.

über Biljana Abadzic und Diana Mang sagen. Wie gut, dass sie ihre

„Wir interessieren uns sehr für das Zero-Waste-Konzept. Wir wollen

bereits so intensive Freundschaft — die beiden sind verantwortlich

alles verwerten und nichts wegschmeißen. Produkte durch ihre Ver-

für das aiola upstairs, Biljana als Geschäftsführerin und Diana als

arbeitung haltbar zu machen, ist uns also ein großes Anliegen.“

ihre rechte Hand und Sommeliere — noch weiter vertiefen. Als Duo werden sie ab sofort das Aiola im Schloss als Geschäftsführerinnen und Partnerinnen erweitern und bilden damit mit Leiterin Alexandra

DAS GROSSE GLÜCK FÜR ALLE

Ully und Küchenchef Walter Hintner das neue „A-Team“ im Schloss.

Was braucht es, um eine ganze Großfamilie glücklich zu machen? Eine perfekt sortierte Speisekarte, in der sich von der veganen Tochter bis hin zum Backhendl-verliebten Opa alle wiederfinden.

AUF DIE PERFEKTE DREISAMKEIT

Dieses Glück beim Genuss wollen Diana und Biljana in den Ge-

In dem von ihnen mit Walter Hintner neu erdachten Küchenkonzept

sichtern ihrer Gäste sehen. Ergänzt wird dieses Glück durch neu

stehen Regionalität, Tierwohl und Qualität ganz oben auf der Spei-

geschaffene Plätze rund um das Schloss, bei denen die Oma mit

sekarte. Um wirklich sicherzugehen, dass Produkte halten, was sie

dem Enkerl kleine Abenteuer erleben kann, Verliebte romantische

versprechen, besuchen sie regelmäßig ihre regionalen LieferantIn-

Flecken entdecken oder Gestresste ihre Portion Ruhe finden kön-

nen und schauen ganz genau hinter die Kulissen in der Herstellung.

nen. Schließlich ist „das Schloss wie eine Flucht aus dem Alltag“, wie

Regionalität bedeutet für die beiden aber auch, dass man mit der Na-

die beiden sagen. Das hat bereits Alexandra Ully die letzten Jahre

tur das Jahr erlebt. Tomaten im Winter? „Nur wenn wir unsere eige-

als Leiterin der Eventlocation perfektioniert. Jetzt haben sie sich

nen im Sommer eingekocht haben.“ Dabei hoffen sie, dass ihre Gäste

gemeinsam noch etwas Besonderes einfallen lassen: Diana wird zur

das auch annehmen. „Denn das heißt ja auch, dass es vielleicht das

Traurednerin ausgebildet, um so in Zukunft freie Trauungen selbst

Lieblingsdessert im Winter nicht gibt, weil schlicht die Zutaten nicht

vornehmen zu können. „Ich selbst bin sehr romantisch und freue

regional verfügbar sind.“ Biljana und Diana führen Gutes im Schil-

mich so auf diese neue Aufgabe.“ Die märchenhafte Hochzeitsloca-

de. Ihre Liebe und Wertschätzung gegenüber der Umwelt schmeckt

tion bekommt also eine weitere Facette und soll noch mehr Träume

man — wenn man möchte, auch zu Hause. Denn der Marktplatz im

wahr werden lassen. Genau so, wie sich für die beiden besten Freun-

Wirtshaus wird mit eigens hergestellten Produkten, unter anderem

dinnen ihr Traum vom eigenen, gemeinsamen Restaurant nun end-

Marmeladen, eingelegtes Gemüse, Sirup und mehr, revitalisiert, um

lich erfüllt — wie passend, dass es gleich ein Schloss geworden ist.

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ADVERTORIAL

Dem

Urlaub

so nah

Wir haben so viel Zeit wie nie zuvor in unseren eigenen vier Wänden verbracht und dabei haben wir ihnen einiges abverlangt: funktionales Home Office, wohliger Rückzugsort, praktischer Klassenraum und erholsames Hotelzimmer. Wie man das Zuhause auch noch zu einer Outdoor-Oase mitten in der Stadt macht, zeigt uns Fliese & Parkett by Teubl.

Je länger die Einschränkungen, umso intensiver die Träume von endlosen Stränden, pulsierenden Städten und luftigen Almen. Unser Geist sehnt sich nach Abwechslung unser Körper nach Erholung. Schön, wenn man sich beides zusammen erfüllen kann, denn auf seiner eigenen Terrasse oder Balkon kann man sich die Ferne ganz nah zu sich holen und damit die Arbeitsatmosphäre gegen Urlaubsgefühle eintauschen. Auch für bloße Füße: 90X45 Feinsteinzeugfliese in Schieferoptik, anthrazit-grau

KLASSE TERRASSE Endlich kommt sie wieder: die Zeit mit den lauen Abenden, an de-

Terrasse unkompliziert verlegt werden konnte. Besonders haben wir

nen man viele Stunden auf der eigenen Terrasse verbringen kann.

uns auch über die super Nachbetreuung gefreut!“ Also warum in die

Für das Projekt „Outdoor-Oase“ wurde die komplette Terrasse

Ferne schweifen? Ab sofort ist der Urlaub nämlich wieder in greif-

einer Eigentumswohnung am Stadtrand von Graz saniert. Neben

bare Nähe gerückt.

den stilistischen Anforderungen war ein robuster Boden, der die vorhandene Fläche optimal in Szene setzen sollte, gefragt. „Für uns war es wichtig eine große Auswahl im Showroom an Musterplatten zu sehen. Wir konnten eine engere Auswahl treffen und diese sogar

Fliese & Parkett by Teubl

mit nach Hause nehmen, um uns selbst einen Eindruck vor Ort zu

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verschaffen und die Fliesen auf uns wirken zu lassen.“ erzählen die EigentümerInnen. Mit kompetenter Fachberatung und individueller

Showroom Grazer Innenstadt

Ausstellung Graz Puntigam

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entschied man sich für eine anthrazit-graue Fliese in Schieferoptik-

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Das Verlegen der Fliesen war schnell abgewickelt. „Die Firma Teubl

Mo – Fr 15:00 – 18:00 Uhr

Mo – Fr 8:00 – 17:00 Uhr

hat uns fachkundige HandwerkerInnen vermittelt, mit denen die

Samstag 10:00 – 13:00 Uhr

Termine nach tel. Vereinbarung

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UNTERNEHMERLUST

Unternehmungs– lustig

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Was uns nicht umbringt, macht uns stärker! Vielleicht ist jedes Mitglied der Aiola Family bei der Geburt in den Topf mit dem Zaubertrank gefallen oder einfach nur mit besonderer Resilienz gesegnet, denn trotz Coronakrise haben sie nie den Mut verloren und blicken hoffnungsvoll in die Zukunft. Über die Höhen und Tiefen des letzten Jahres, die Freude auf das, was kommt, und die Lust am Unternehmertum.

REDAKTION: Nina Prehofer FOTOGRAFIE: Katharina Jauk

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ILLUSTRATION: Kristina Sammer

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ern

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Begleitet uns beim Spaziergang mit unseren Unternehmungslustigen durch die Grazer Gassen & auf einen kleinen Plausch mit den BetriebsleiterInnen unserer absoluten Lieblingsspots.

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA LIFEST YLE

MATTHIAS: In den gut zwei Jahren, in denen das SnoBeFit Personal Training Studio nun im Hotel Aiola Living besteht, musste es sechs Monate geschlossen halten. Man kann sich vorstellen, wie sich das für mich anfühlt. Ich möchte Menschen dabei unterstützen, gesund zu bleiben und ihr Wohlbefinden zu fördern. Und gerade in Zeiten, in denen das wichtiger gewesen wäre denn je, konnte ich meinen Beruf nicht ausüben. Das war schon hart. Wie war die Stimmung zuletzt im Betrieb? DORIS: Die allgemeine Stimmung war zum Glück gut. Zu Beginn haben alle die Ruhe und Zeit für sich genutzt. Danach kam der Step, das Zuhause in eine Wohlfühloase zu verwandeln und diese zu genießen. Jetzt, nach der langen Zeit der Isolation, freut sich aber jedes Teammitglied wieder auf die KollegInnen und natürlich vor allem auf unsere lieben Gäste. Wie veränderte die Krise deine Sicht auf das Unternehmerdasein? DORIS: Die Krise ist mit Sicherheit ein tiefer Einschnitt in das Unternehmerdasein, da man die Härte des unternehmerischen Risikos auf dem Tablett serviert bekommen hat. Etwas Kalkulierbares wurde völlig uneinschätzbar. Es heißt aber, dass jede Krise eine Chance birgt und ich denke, das wird auch in unserer Branche so sein. Also Doris Raminger ist Hotelmanagerin im AIOLA LIVING Boutiquehotel. Matthias

freuen wir uns auf das, was kommt!

Snobe ist Health-Experte, Gründer & Betreiber des SnoBeFit Studios im Hotel.

Was habt ihr euch während des letzten Lockdowns unternehmerisch für die Zukunft vorgenommen? DORIS: Für die Zukunft habe ich mir eine Ausweitung des Kundensegments vorgenommen. Als Stadthotel begrüßen wir sowohl Business- als auch Individualgäste. Ich möchte in beide Bereiche inves-

AIOLA LIVING HOTEL Landhausgasse 5 www.aiolaliving.com

tieren und uns breiter aufstellen. Vor allem im Individualtourismus ist Graz Tourismus gefordert, die Stadt noch attraktiver zu machen. MATTHIAS: Gerade in einer Krise wie dieser, hat sich gezeigt, dass der gesundheitliche und psychologische Wert von Training und Bewegung als Vorsorge hoch einzuschätzen ist. Den Ansatz, Sport und Bewegung als Präventive zu sehen, will ich gemeinsam mit KollegInnen in Zukunft noch stärker verbreiten. Denn Vorsorge bedeutet

DORIS & MATTHIAS

auch eine Entlastung für unser Gesundheitssystem.

Wie hart hat euch die Krise getroffen, geschäftlich, aber auch emotional?

Worauf freut ihr euch in diesem Jahr am meisten?

DORIS: Die Krise hat tatsächlich jeden von uns getroffen. Geschäft-

DORIS: Ich freue mich am meisten auf neue und auf wiederkehren-

lich verspürte ich ein Gefühl der Hilflosigkeit: Man wollte unbedingt

de Gäste. Die wiederum glücklich und zufrieden das Haus verlassen

etwas tun, aber war aufgrund der vielen Unsicherheiten doch ein-

und uns weiterempfehlen — ganz nach dem Motto: A Stay To Take

geschränkt. Wir konnten zwar die eine oder andere Renovierungs-

With You. Guest Relations im Allgemeinen ist ohnehin eines meiner

arbeit erledigen, aber selbst diese sind irgendwann abgeschlossen.

liebsten Tätigkeiten, aber wenn einmal ein Check-in oder Check-out

Nach drei Lockdowns geht einem langsam, aber doch die Arbeit aus.

benötigt wird, mache ich das liebend gerne. Denn die Nähe zu mei-

Emotional war es ein Auf und Ab — an manchen Tagen war ich to-

nen Gästen ist mir sehr wichtig.

tal positiv und dachte mit Freude an die Zukunft; an anderen Tagen

MATTHIAS: Ich freue mich, meiner Leidenschaft wieder nachgehen

nahmen die negativen Gedanken überhand. Aber man muss positiv

zu können und darauf, dass Menschen mir ihre Lebenszeit und Ge-

bleiben: für seine MitarbeiterInnen und nicht zuletzt für sich selbst.

sundheit anvertrauen. Und auf all ihre persönlichen Geschichten.

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UNTERNEHMERLUST

SIMON & ALEX Wie hat euch die Krise getroffen, geschäftlich, aber auch emotional?

die geplante „150 Jahre Promenade“–Feier nachholen zu können.

ALEX: Hart. Nicht nur geschäftlich war die Pandemie ein Albtraum,

ALEX: Echte Normalität, Zusammenhalt, die gleiche Zufriedenheit

sondern auch emotional eine Talfahrt. Dieses Szenario kennt man

und Ausgelassenheit, wie wir sie vor der Pandemie kannten. Auf alle

aus dem Sport; ein Team hat einen guten Lauf, gewinnt viele Spiele,

Gäste, auf das Tun und das Machen.

macht Punkte wie am Fließband, begeistert seine Fans und plötzlich, wie aus dem Nichts, erzielt es keine Tore mehr, die Punkte werden

Eure liebste Nebentätigkeit bei der Arbeit?

sogar abgezogen. Man fällt dann in ein Loch, dir sind sprichwörtlich

ALEX: Meine liebste Nebentätigkeit ist, Cocktails zu kreieren, zu

die „Beine“ gebunden. Ähnlich war das auch mit unserem neu eröff-

den Wurzeln zurückzukehren, die einzelnen Komponenten vorbe-

neten Pink Elephant: Das positive Feedback war enorm, und dann ist

reiten, den Duft der frischen Minze zu inhalieren, den Sound vom

man gezwungen, von heute auf morgen zu schließen.

Shaker zu hören und ein anerkennendes Nicken zu bekommen oder

SIMON: Bei mir war lange alles gut, doch pünktlich am 1. Jänner hat

einen erfreuten Schmunzler — dann ist die Welt voll Sonnenschein.

sich bei mir die Stimmung merklich verändert. Ganz komische Ge-

SIMON: Auf alle Fälle Besteck polieren. Dafür stehe ich immer in

fühle kamen plötzlich hoch: Ich fühlte mich unnütz, unausgelastet

einer Ecke, von der aus ich das ganze Lokal überblicke und alle Men-

und unsicher — quasi meiner Bestimmung beraubt. Nach ein paar

schen unauffällig beobachten kann (lacht).

guten Gesprächen mit meiner Familie und meinen GeschäftspartnerInnen wurde ich wieder zuversichtlicher. Wir wussten einfach, dass wir das gemeinsam schaffen müssen und werden! Wie hat die Coronakrise eure Sicht auf das Unternehmerdasein verändert? SIMON: Ich denke, hier hat die Zeit zwischen den Lockdowns gezeigt, dass wir uns als Aiola Family schon in der Vergangenheit viele Vorteile erarbeitet haben, um auch in Zukunft relevant zu sein! Unse-

PINK ELEPHANT Am Eisernen Tor 1 www.pinkelephant.at

re Lokale waren ab Mai 2020 durchgehend gut besucht, im Sommer teilweise noch besser als in den vorigen Jahren. Wir müssen weiterhin mit unseren Konzepten frisch und mutig voranmarschieren, den Gästen ein wohliges Gefühl vor Ort geben, den MitarbeiterInnen einen sicheren Arbeitsplatz mit Zukunftsaussichten bieten. Glaubt ihr, die Pandemie wird die Gastronomie nachhaltig verändern? SIMON: Diese Frage ist wirklich interessant! Seit den ersten Anzeichen der Pandemie denke ich sehr viel darüber nach. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass die Pandemie und deren Nachwirkungen unsere Gesellschaft verändern wird. Aber wir werden sehen. ALEX: Ich denke, dass insbesondere das Thema Hygiene nun nicht nur bei Betrieben, sondern auch bei den Menschen zu Hause ganz oben auf der Liste steht. Das war bei uns ohnehin schon immer so und das hat uns beruhigt. Aus wirtschaftlicher Sicht sollte man darauf vorbereitet sein, dass es uns wieder treffen kann, und deswegen in guten Zeiten möglichst gut wirtschaften. Was wünscht ihr euch für eure Betriebe 2021? SIMON: Ich wünsche mir für alle Aiola-Betriebe, dass wir so richtig überrannt werden. Ich wünsche mir, dass ich jeden Abend mit müden Füßen komplett erschöpft ins Bett fallen werde, dass alle MitarbeiterInnen wieder die Freude an ihrer Arbeit haben und dass jeder Gast unsere Lokale glücklich verlässt und die Aussage „Kannst du dich noch erinnern, damals, als wir nicht miteinander ausgehen konnten?“ maximal ein müdes Lächeln auslöst, weil es wieder so ir-

Alex Knoll ist Partner im Miss Cho, im Landhauskeller & Katze Katze; Simon

real klingt, wie vor der Pandemie. Außerdem würde ich mich freuen,

Possegger im Café Promenade; gemeinsam führen sie das neue Pink Elephant.

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA LIFEST YLE

GERNOT & ALEX Wie hat euch die Krise getroffen, geschäftlich, aber auch emotional?

ALEX: Ich nehme es positiv. Mich hat als Unternehmer nun bereits

ALEX: Da das Unternehmertum für mich noch sehr frisch war, traf

schon sehr jung eine große Krise beschäftigt. Aber ich habe daraus

mich der Lockdown schon sehr hart. Nach nur knapp 1,5 Monaten

lernen dürfen und wachsen können, was mir in Zukunft sicher auch

das neu umgebaute Lokal wieder zu schließen, war nicht einfach. Es

in anderen herausfordernden Situationen helfen wird.

fing gerade an, sich einzuspielen, gut zu laufen. Das müssen wir nun wieder aufholen. Aber ich freue mich darauf.

Was wünscht ihr euch und euren Betrieben für die Zukunft? ALEX: Beständigkeit, viele nette Gäste, eine gute Routine in

Wie ist die Stimmung in den Betrieben?

den Arbeitsabläufen, um effektiver zu werden, motivierte Mit-

GERNOT: Unsere MitarbeiterInnen sind froh, dass sie in einem sta-

arbeiterInnen, die gerne mit uns wieder Vollgas geben und ge-

bilen Umfeld arbeiten können und haben auch dank der Kurzarbeit

nerell ein erfolgreiches Jahr ohne größere Zwischenfälle. Ich

nicht die Angst, ihren Job zu verlieren. Aber alle wären natürlich sehr

freue mich wieder sehr darauf, unsere Gäste glücklich machen

froh, ihre Arbeit wieder aufnehmen zu können, denn so schön es zu

zu können, im Lokal zu stehen und den Trubel live mitzuerleben.

Hause auch sein mag, wir alle brauchen Abwechslung, Beschäfti-

GERNOT: Dem kann ich nur zustimmen.

gung und soziale Kontakte. ALEX: Ich möchte aber auch unbedingt gesagt haben, dass Gerald

Die liebste Nebentätigkeit bei der Arbeit?

und Judith uns allen ein enormes Sicherheitsgefühl geben und stets

ALEX: Im Lager räumen und schlichten oder hinter der Bar Gläser

beruhigend auf uns einwirken, wenn kurz die Schnappatmung ein-

spülen — und dabei die Atmosphäre mitzunehmen und so richtig zu

setzt.

genießen.

Wie verändert die Krise eure Sicht auf das Unternehmerdasein? GERNOT: Ich glaube, dass man noch mehr an das große Ganze denkt — das bedeutet: Verantwortung und Wertschätzung gegenüber Gästen, MitarbeiterInnen und LieferantInnen.

Gernot Büttner-Vorraber & Alexander Robin sind Geschäftspartner im 2020 neu eröffneten Operncafé. Hier wird die Tradition neu gedacht und die Kaffeehauskultur gelebt und zelebriert.

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UNTERNEHMERLUST

OPERNCAFÉ Opernring 22 www.operncafe.at

DANIEL & GERNOT Wie hart hat euch die Krise getroffen, geschäftlich, aber auch emotional? DANIEL: Da mein Lokal erst Mitte dieses Jahres eröffnet, ist es geschäftlich zum Glück nicht so schlimm gewesen. Emotional war es aber am Anfang hart für mich, so „tatenlos“ zu sein; nach ein paar

Daniel Marg eröffnet heuer mit Gernot Büttner-Vorraber am Mehlplatz sein

Wochen akzeptierte ich die Situation aber mehr und mehr und be-

neues Lokal MOIN. mit Schwerpunkt auf deutsch-steirischer Crossover-Küche.

gann, die gewonnene Zeit mit meiner Familie zu genießen. Welche Veränderungen sind eurer Meinung nach notwendig geworden, die auch in Zukunft noch relevant sein werden? DANIEL: Ich glaube, wir werden alle wieder ein bisschen dazu gezwungen, bewusster zu leben — und das ist gut so. Es ist eben nicht notwendig, 20 Mal im Jahr zu fliegen! Regionalität bekommt mit Sicherheit wieder eine stärkere Bedeutung und die Wertschätzung der kleinen Dinge, wie einfach nur Kaffee trinken zu gehen, steigt. GERNOT: Ich glaube, Take-Away und Lieferservice werden fixer Bestandteil vieler Betriebe bleiben. Aber der Lokalbesuch kann dadurch niemals ersetzt werden. Gemütlich im Kaffeehaus oder in der Kneipe sitzen, miteinander reden und lachen, die Stimmung er-

MOIN. Mehlplatz 3 www.moingraz.at

leben, das ist noch einmal etwas ganz anderes. Worauf freut ihr euch in diesem Jahr am meisten? DANIEL & GERNOT (einstimmig): Auf die Eröffnung unseres neuesten Lokals — das MOIN. — natürlich! Eure liebste Nebentätigkeit bei der Arbeit? DANIEL: Beim Aufräumen und Sortieren bekomme ich den Kopf frei, aber am liebsten kreiere ich neue Gerichte. GERNOT: Kaffee zaubern oder tatsächlich auch abwaschen. Ich packe einfach gerne überall mit an.

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA LIFEST YLE

BILJANA, DIANA & ALI Wie hart hat euch die Krise getroffen, geschäftlich, aber auch emotional?

Wie verändert die Krise eure Sicht auf das Unternehmerdasein?

BILJANA: Geschäftlich haben wir die Krise natürlich gespürt, wir be-

BILJANA: In Zeiten wie diesen wird einem noch mehr bewusst, wel-

finden uns in einer Branche, die stark von den Corona-Maßnahmen

che Verantwortung man als UnternehmerIn trägt. Aus persönlicher

betroffen ist. Jeder Betrieb, der für Monate unfreiwillig geschlossen

Sicht kann ich sagen, dass wir alles Mögliche für unsere Mitarbeite-

wird, hat zu kämpfen. Natürlich schätzen wir aber auch die Hilfspa-

rInnen tun, um ihnen ein halbwegs normales Leben ermöglichen zu

kete, die uns die Regierung bieten konnte. Ohne diese Maßnahmen

können. Aufgrund der Kurzarbeit mussten wir glücklicherweise nie-

wäre es für uns wirtschaftlich noch viel schwieriger. Emotional ge-

manden kündigen und konnten ihnen viele Ängste nehmen. Ich glau-

sehen war es eine große Berg- und Talfahrt — aber geht es bergab,

be, jede/r UnternehmerIn muss von Grund auf ein gewisses Paket an

dann geht es irgendwann auch wieder bergauf.

Persönlichkeitsmerkmalen mitbringen, um den Schritt in die Selbst-

DIANA: Geschäftlich hat mich die Krise, vor allem im ersten Jahr der

ständigkeit nicht zu bereuen. In der Krise sind es definitiv die soziale

Selbstständigkeit, hart getroffen. Diese sprühende Euphorie, die

Kompetenz und emotionale Stärke, die wesentlich dazu beitragen,

Vorfreude auf alles, was kommen wird, wenn man den Schlüssel für

um auch bei unsicheren Gegebenheiten die richtigen Entscheidun-

das erste eigene Restaurant bekommt — und dann darf dieses nicht

gen treffen zu können. Besonders aber ist mir bewusst geworden,

für die Gäste öffnen. Das ist natürlich niederschmetternd.

wie dankbar ich für Judith und Gerald sowie den Rückhalt bin, den

ALI: Da wir nicht nur ein Restaurant, sondern auch eine Event Lo-

mir die Aiola Family in meinem Unternehmerdasein gibt.

cation sind, sehr stark. Geschäftlich hat das kostenfreie Stornieren der vielen Events zu unglaublichen Verlusten geführt. Emotional hat

Welche Veränderungen sind notwendig geworden, die auch in Zukunft noch

es aber noch mehr wehgetan, die mit viel Freude, Arbeit und Enga-

Relevanz haben werden?

gement verbundenen Events und Hochzeiten wieder und wieder

DIANA: Ich hoffe, dass die Pandemie ein Anlass zum Umdenken ge-

verloren zu haben. Wir haben im Jahr 2020 vieles geplant, umdis-

worden ist und die Wertschätzung in Bezug auf unser gesamtes Le-

poniert, neu überlegt — und mussten schlussendlich erst viele Ver-

ben wieder steigt. Man sollte erkennen, dass nichts, was wir besitzen,

anstaltungen absagen. Besonders mit unseren Brautpaaren haben

selbstverständlich ist, nicht einmal Freiheit. Nimmt die Dankbarkeit

wir mitgefühlt.

in der Gesellschaft zu, nehmen — so hoffe ich — auch Zusammenhalt und Nachhaltigkeit zu. Der zwischenmenschliche Umgang sowie das Umweltbewusstsein sollten mehr im Fokus stehen. Beziehungen, die Welt, auf der wir leben, und alle Privilegien, die wir genießen, sollten mit Achtsamkeit gepflegt und geschätzt werden. Was habt Ihr euch während des letzten Lockdowns unternehmerisch für die Zukunft vorgenommen? ALI: Nach wie vor ist jeder Gast keine Selbstverständlichkeit, sondern das Resultat unseres täglichen Strebens nach Qualität. Nachhaltigkeit, Regionalität und höchste Qualität beizubehalten ist, war und wird immer unser Ziel bleiben. Worauf freut ihr euch nach der Coronakrise am meisten? ALI: Auf das wunderschöne Gefühl, Menschen zu begeistern, endlich wieder diesen besonderen Glanz in den Augen einer Braut sehen zu dürfen und auf das unglaubliche Gefühl, müde und erschöpft, aber sehr zufrieden ins Bett fallen zu können. BILJANA: Besonders freue ich mich auf mein neues Projekt, das Aiola im Schloss. Optimistisch blicke ich in die Zukunft und kann es kaum erwarten, mit Diana, meiner Geschäftspartnerin und besten Freundin, all unsere Ideen gemeinsam im Team zu realisieren. Aber natürlich freue ich mich auch ganz besonders auf mein aiola upstairs-Team, unsere lieben Stammgäste und hoffe, alle, sobald es geht, wieder ganz fest umarmen zu können. DIANA: Ich freue mich im Jahr 2021 am meisten darauf, dass ich in

Biljana Abadzic ist Partnerin im aiola upstairs; gemeinsam führen sie, Diana

meinem persönlichen Traum, also im eigenen Restaurant, arbeiten

Mang, Alexandra Ully & Walter Hintner das Aiola im Schloss.

darf. Im Fokus steht, ganz vielen Pärchen besondere Hochzeitsmo-

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UNTERNEHMERLUST

mente zu schenken und alle Gäste im Restaurant mit viel Wärme und Herz begrüßen zu können. Ich freue mich auf ganz simple Dinge, wie spontan essen gehen zu können, Leute umarmen zu können und gemeinsam, am liebsten mit 20 Personen an einem Tisch, ohne Angst lachen zu können. Auch werden mir ganz einfache und unbeschwerte Begrüßungen mit meinen Gästen und KollegInnen eine riesige Freude bereiten.

WALTER & SAJO Wie hart hat euch die Krise getroffen, geschäftlich, aber auch emotional? SAJO: Emotional hat mich die Krise natürlich schwer getroffen. Ich bin mit Leib und Seele bei der Arbeit und ein großer Teil meines geliebten Alltags fehlte nun. Es war eine schwere Zeit und ich hoffe, diese bald gänzlich überwunden zu haben. Wie hat die Krise eure Sicht auf das Unternehmerdasein verändert? WALTER: Vor allem in solch schweren Zeiten ist es wichtig, uns gegenseitig Vertrauen zu schenken. Besonders gegenüber unseren MitarbeiterInnen müssen wir als UnternehmerInnen Stärke und Sicherheit ausstrahlen. Die Gastronomie ist ja ohnehin eine schwierige Branche, weshalb wir nun noch positiver und zuversichtlicher wirken müssen.

Walter Hintner ist Küchenchef im Aiola im Schloss St. Veit & führt gemeinsam mit Sajo Ahmetovic den OH MY DOG-Foodtruck.

Was habt ihr euch unternehmerisch für die Zukunft vorgenommen? WALTER: Meine zwei persönlichen Meilensteine sind ein hauseige-

tag ausklingen zu lassen — das möchte ich auch in Zukunft wieder

nes Brot, das im Holzbackofen für unser Wirtshaus gebacken wird,

tun können. Beruflich freue ich mich natürlich auf die neue Chance

und die Kreation eines veganen Hotdog für OH MY DOG. Nachhal-

im Aiola im Schloss, mich nochmals mehr als kreativer Koch bewei-

tigkeit und eine Absage an die Verschwendung wichtiger Ressour-

sen zu dürfen und noch ein vielseitigeres Team zu werden. Denn nur

cen stehen bei mir im Fokus. Auch möchte ich — von der Anlieferung

gemeinsam sind wir stark.

über die Lagerung bis hin zum Verkauf — ein komplett plastikfreies Unternehmen werden.

Was liebt ihr an eurer Arbeit? WALTER: Neben dem Kochen liebe ich es, meinen Geschmack zu

Was wünscht ihr euch für euren Betrieb im Jahr 2021?

entwickeln. Das Verkosten regionaler Produkte von heimischen An-

SAJO: Am meisten wünsche ich mir, ganz viele Gesichter, sei es

bieterInnen begeistert mich am meisten. Ich entdecke gerne Neues!

Personal, aber auch Gäste, von denen ich mich zwangsweise verabschieden habe müssen, im neuen Jahr wieder begrüßen zu dürfen. Auch sind wir in Gedanken bei unseren tollen LieferantInnen und hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Worauf freut ihr euch am meisten? WALTER: Um ehrlich zu sein, freue ich mich am meisten auf die wiedergewonnene Freiheit. Mich spontan an eine Bar zu stellen, ein Getränk zu bestellen und wieder sorgenfrei mit meinen FreundInnen Spaß haben zu können. Eines meiner persönlichen Lieblingsrituale ist es, nach dem sehr intensiven Mittagsgeschäft am Sonntag im

AIOLA IM SCHLOSS Andritzer Reichsstr. 144 www.schloss.aiola.at

OH MY DOG Am Eisernen Tor 1 www.aiola.at

Schloss zum OH MY DOG-Foodtruck zu fahren, um dort den Sonn-

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA REISE

Für uns ist das Reisen eine Lebenseinstellung! Länder, Städte, Regionen, Orte, mit Fahrrad, Auto, Van, Boot, Flugzeug oder einfach zu Fuß, in Hotels, Hütten oder Häusern: Wir lieben es die Welt zu erkunden — und alles, was man dafür braucht.

Eine Reise für die Sinne

Unsere neue Baobab-Duftkerzen-Kollektion

Wenn die Möglichkeit des Reisens nicht gegeben ist, schafft die Baobab-Kerze Rainforest-Amazonia Abhilfe: Ihr frischer Duft von Bergamotte, grünem Tee und Zedernholz erinnert an die leuch-

Start exploring!

tenden Farben des tropischen Waldes und entführt in eine ferne, exotische Welt voller Geheimnisse.

Das Vanlife von Travelblogger Daniel Schwarz ab 94,00 € — erhältlich in unserem Aiola Living Store in Mit seinem Van erkundet Daniel Schwarz normalerweise Europa,

der Landhausgasse 7 oder in unserem Online-Store unter:

die Kamera stets im Gepäck, um eindrucksvolle Berge, monumen-

www.aiolalivingstore.com

tale Architektur oder berühmte „Landmarks“ festzuhalten. Doch auch das weniger Bekannte innerhalb der Landesgrenze steht auf der „Bucket-List“ des steirischen Reisebloggers, wie der Wildensteiner Wasserfall in Kärnten und andere österreichische Naturjuwelen. Die Vanlife-Saison hat er dieses Jahr bereits eröffnet und möchte über Social Media wieder viel seiner Reise-Inspiration mit uns teilen und weitergeben: „Es ist großartig da draußen! Ihr findet wunderschöne Orte, tolle Menschen und vielleicht auch euch selbst.“ Nichts weniger wünschen wir uns für dieses Jahr. Daniel Schwarz • Travelblogger & Fotograf Instagram: @danieljschwarz www.danieljschwarz.com

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INSPIRATION

Aiolas liebste Bücher für die Reise empfohlen von Biljana Abadzic

LIV STRÖMQUIST — DER URSPRUNG DER LIEBE „What is love?“, fragte sich der deutsche Eurodance-Star Haddaway bereits 1993. In „Der Ursprung der Liebe“ sucht Liv Strömquist neue Antworten auf diese allgegenwärtige Frage. Ihre Suche führt sie von der Prüderie des 19. Jahrhunderts, über nordische Göttinnen, Anti-Romantik und soziologische Theorien, bis hin zur Psychoanalyse.

Spitzenoptik für beeindruckende Seherlebnisse KOWA Genesis Prominar 22 Ferngläser

Die Politikwissenschaftlerin Liv Strömquist ist eine der bekanntesten Comic-KünstlerInnen und wichtigsten feministi-

Perfekte Anblicke bei Foto Weiss in der Kalchbergasse: die Kompakt-

schen Stimmen der zeitgenössischen schwedischen AutorIn-

modelle der KOWA Genesis Prominar-Reihe mit 22mm Objektiv-

nenschaft.

durchmesser verfügen über zwei hochwertige XD-Linsen. Sie sind in

© avant-verlag

zwei Modellvarianten (wahlweise 8- oder 10-facher Vergrößerungsfaktor) erhältlich und bestechen durch ihr auffallend angenehmes Handling genauso wie durch hohe optische Qualitäten. Die über Jahrzehnte entwickelte KOWA-Linsenbeschichtungstechnologie erhöht die Lichtdurchlässigkeitseigenschaften aller Linsen und weist Schmutz und Flüssigkeit ab. Das hochauflösende ED-Glas enthält große Mengen an Fluoritkristall, dem besten derzeit verfügbaren Material zur Vermeidung chromatischer Aberrationen und Farbsäumen sowie zur Intensivierung des Kontrasts. Erleben Sie natürliche Farben und gestochen scharfe Details — perfekt für atemberaubendene Ausblicke auf die Natur. KOWA Genesis Ferngläser sind außerdem vollständig wasserdicht und mit Stickstoff gefüllt, um ein Beschlagen im Gehäuse-Inneren zu verhindern — mit ihren kompakten Abmessungen, dem ergonomischem Design und ihrer hoher Robustheit stellen die KOWA Genesis 22 Fernglasmodelle die idealen Begleiter auf Reisen, Wanderungen und vielen weiteren Outdoor-Abenteuern dar. KÜBRA GÜMÜŞAY — SPRACHE UND SEIN

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Dieses Buch folgt einer großen Sehnsucht nach einer Sprache, die

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Menschen nicht auf Kategorien reduziert. Nach einem Sprechen, das Sprache in ihrem Facettenreichtum existieren lässt. Nach wirklich gemeinschaftlichem Denken in einer sich polarisierenden Welt. Kübra Gümüşay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Und wie können wir alle – in einer Zeit der immer hasserfüllten Diskurse – wirklich miteinander kommunizieren? FOTO WEISS OG Die in Hamburg geborene Deutschtürkin Kübra Gümüşay

Kalchberggasse 1

ist mehrfach ausgezeichnete Autorin, Journalistin und Aktivis-

8010 Graz

tin. Die studierte Politikwissenschaftlerin befasst sich in ihrem

0316 830 556

Werk mit gesellschaftspolitischen Themen wie Rassismus, Fe-

info@foto-weiss.at

minismus und Netzkultur.

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© Carl Hanser Verlag

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA REISE REDAKTION Nina Prehofer

Bettgeflüster mit

FOTOGRAFIE  Markus Mansi

Michael Pachleitner

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BET TGEFLÜSTER

Lebenslust, Abenteuerlust oder sogar Fleischeslust: Für den Grazer Unternehmer Michael Pachleitner besteht das Geheimnis eines gelungenen Lebens in der Ausgewogenheit. Mit uns spricht er, gut gebettet in der „Famous Suite“ im Aiola Living Hotel, über Visionen, Meilensteine und die Zusammengehörigkeit in seinem „Optik-Clan“.

Wie geht es Ihnen? Tagsüber haben Sie wahrscheinlich nicht oft die Gelegen-

Hatten Sie bereits eine Vision, als Sie von Ihrem Vater übernommen haben?

heit, zu ruhen?

Ja, aber die hat mit der Realität von heute wenig zu tun. Ich habe

Da sind Sie auf der falschen Fährte. Mit dem Bau unseres Headquar-

Rechtswissenschaften studiert, habe sogar das Gerichtsjahr ge-

ters in Graz vor zehn Jahren habe ich mir den Luxus der Privatsphäre

macht und wollte Notar werden. Als Unternehmerkind hatte ich aber

angeschlossen an mein Büro geleistet. Ich wollte immer einen direk-

eine andere Betrachtungsweise zum Unternehmertum. Wohnen und

ten Zugang zu einem Bad und einer Erholungsmöglichkeit haben. Es

Arbeit waren in meiner Kindheit räumlich unmittelbar miteinander

kann also durchaus passieren, dass ich mich untertags mal kurz hin-

verbunden. Ich glaube, das hat dazu geführt, dass ich unabhängig

lege. Nach 30 Jahren harter Arbeit darf man das, glaube ich.

sein und diese Freiheit in der Selbstständigkeit finden wollte. Das ist heute natürlich ein vollkommener Trugschluss, denn man hat immer

Was hat sich für Sie im letzten Jahr persönlich wie beruflich verändert?

Abhängigkeiten, egal ob man UnternehmerIn oder DienstnehmerIn

Der 16. März des letzten Jahres, an dem der erste Lockdown ausge-

ist. Gänzliche Unabhängigkeit wird man im Leben nie erreichen. Für

rufen wurde, war schon der Start einer gewaltigen Veränderung, die

mich geht es um die Freiheit, zu tun, was ich möchte.

man gespürt hat ohne zu wissen, was wirklich auf einen zukommt. Im Nachhinein würde ich sagen, wir haben das Schiff ein Jahr lang

Was war für Sie der wichtigste Meilenstein in Ihrem Leben?

durch eine sehr raue See gesteuert und es ist uns überdurchschnitt-

Zu heiraten und drei Kinder zu haben. Das erzeugt ein Gefühl, aus

lich gut gelungen. Zum Zeitpunkt des Lockdowns haben wir sofort

dem man viel Kraft schöpft. Wirtschaftlich gesehen war es der erste

drei Parallel-Budgets für die gesamte Gruppe erstellt. Wir sind in

Zukauf eines Unternehmens, das sich mit der Produktion von opti-

60 Ländern tätig und haben in fünf Ländern eigene Standorte und

schem Brillenglas beschäftigt. Das hat uns gezeigt, dass da viel mehr

Unternehmungen. Für jeden Standort, für jedes Land wurden also

möglich ist. Indem wir zum Produzenten geworden sind, sind wir in

ein Best-Case-, ein Worst-Case- und ein Realistic-Case-Szenario er-

eine andere Welt vorgedrungen.

arbeitet. Und heute, nach ziemlich genau zwölf Monaten, kann ich sagen: Wir sind besser aus der Krise herausgekommen, als wir uns

Wie würden Sie die Michael Pachleitner Group beschreiben?

das zum damaligen Zeitpunkt erhofft haben.

Ich sehe uns als „Clan“, wobei ich nicht weiß, ob das das richtige Wort ist. Aber wir sind ein „Optik-Clan“, das bedeutet für mich: Wenn je-

Sie haben aus dem Optik-Unternehmen Ihres Vaters mit vier Mitarbeite-

mand dazugehören möchte, ist er oder sie dabei, mit all seinen oder

rInnen ein international agierendes und relevantes Unternehmen mit über

ihren Problemen und Schwächen. Es bedeutet für mich, dass man

1.000 MitarbeiterInnen geschaffen. Was treibt Sie an?

aufeinander schaut und alles füreinander tut. Man kann anderer

Die Freude, neue Dinge anzupacken, etwas zum ersten Mal zu tun

Meinung sein und andere Ideen haben, aber man hält zusammen.

und die Sache selbst mit Emotion zu füllen und diese auch zu erzeu-

Ich traue mich zu sagen: Wenn ich mich vor meinem Management

gen. Nicht nur für mich selbst, sondern auch für meine Gegenüber.

verkehrt zum Abgrund stelle, wird mich keiner hinunterstoßen.

Das finde ich in drei Bereichen: in der Familie, im Sport und auch im Unternehmen. Das Adrenalin, die Energie und diese Kraft, die ich

Was haben Sie 2021 unternehmerisch vor?

aus diesen drei Bereichen schöpfe, führen dazu, dass es mir Freu-

Wir wollen weiterwachsen und zukaufen und sind davon überzeugt,

de macht. Der wirtschaftliche Erfolg ist schön, aber für mich ist es

dass wir positiv durch die Krise kommen werden. Mit ein paar Dellen

ebenso wichtig, zu wissen, dass ich nach einem sehr anstrengenden

und Rückschlägen zwar, aber wir werden es überleben. Ich glaube,

Tag im Büro positiv gestimmt und zufrieden zu meiner Familie nach

dass sich die Wirtschaft schnell erholen wird, hoffe aber, dass wir

Hause fahren kann.

alle viel aus der Krise lernen. Wie früher wird es nicht mehr sein.

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA REISE

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BET TGEFLÜSTER

Ihr größtes Learning? Dass Dinge funktionieren, von denen man sich im ersten Moment überhaupt nicht vorstellen hätte können, dass sie es tun. Dass wir mit viel mehr Umweltbewusstsein ähnliche Ergebnisse erzielen können. Dass wir nicht wegen jeder Kleinigkeit vor Ort sein müssen. Dass wir Menschen doch eine große Anpassungsfähigkeit besitzen. In unserem aktuellen Magazin geht es um Lust. Worauf sollte man als UnternehmerIn immer Lust haben? Für mich sind Familie und Unternehmertum ganz stark verbunden. Beim Wort „Lust“ fällt mir als erstes meine Frau ein, und die Lust zu leben. Die Lust, mit der Familie Zeit zu verbringen, auf Urlaub zu fahren. Die Lust, erfolgreich zu sein und den eigenen Job auszuüben. Abenteuerlust, Lebenslust, Unternehmungslust, Fleischeslust, ... Welche Lust ist Ihnen am nächsten und warum? Da ist eine Wertung schwierig. Ich gehe in die Vollen und nehme alles, wenn Sie erlauben. Für mich besteht das Geheimnis in der Kombination aus allem. Die Gefahr ist vielleicht, dass man sich manchmal in die eine oder andere Lust verrennt. Ich strebe eine Ausgewogenheit an, nicht nur meinetwegen, sondern auch meiner Umwelt zuliebe. Wie ist Ihr Schaffen mit der Stadt, in der Sie leben, verbunden? Hier sind meine Wurzeln, hier bin ich familiär verbunden. Ich denke, es ist nicht notwendig, in der Bundeshauptstadt oder in einer internationalen Großstadt zu sitzen. Manchmal wünsche ich mir zwar, man würde hier in der Politik etwas großzügiger denken und die Infrastruktur international konkurrenzfähiger machen. Aber: Ich bin bekennender Steirer und das wird auch so bleiben, denn Graz ist eine der schönsten Städte überhaupt.

3 TIPPS FÜR GRAZ VON MICHAEL PACHLEITNER • der Lendplatz an einem Samstagvormittag • ein Tagesausflug in die Südsteiermark • die Abendszene, wenn wir wieder dürfen: In Graz ist es etwas Besonderes, am Abend durch die Altstadt zu spazieren und sich von Lokal zu Lokal treiben zu lassen

Die Michael Pachleitner Group mit Sitz in Graz wurde von Michael Pachleitner 1984 übernommen und ausgebaut. Teil der Gruppe sind nun bekannte Brillenmarken wie Robert La Roche oder Red Bull SPECT, eine Glas-Produktion und Optik-Fachhandlungen. Tätig ist die MP Group in 60 Ländern mit fünf weiteren Standorten. Weitere Infos unter: www.michaelpachleitnergroup.com

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


AIOLA REISE

Q&A  mit

Gerald  Schwarz

© Markus Mansi

Auch wenn wir derzeit nicht so reisen können, wie wir uns das wünschen würden — davon zu träumen, kann uns niemand nehmen.

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ABENTEUERLUST

Gerald Schwarz ist leidenschaftlicher Sportler, Reisender & Gründer der Marke AIOLA.

Wovon träumst du, wenn du an die Berge denkst?

Welche Gefühle weckt der Anblick eines Gipfel-

GERALD: Von der Ruhe, der Freiheit

kreuzes in dir?

und Grenzenlosigkeit, die man dort ver-

Ein unglaubliches Glücksgefühl, Zufrie-

spürt. Vom „Geerdet-Sein“ und der Nähe

denheit, weil man den Aufstieg geschafft

zur Natur. Berge sind massiv, imposant,

hat und natürlich ein wenig Stolz.

unerschütterlich und auch ein wenig furchteinflößend. Das Wandern ist eine

Das beste Gipfelfrühstück?

Leidenschaft und weckt immer ein wenig

Bei Sonnenaufgang das tolle Panorama ge-

Abenteuerlust in mir.

nießen und sich mit einem Schinken-KäseBrot und warmem Tee stärken.

Was geht dir durch den Kopf, während du einen Berggipfel erklimmst?

Die schönste Belohnung nach dem Abstieg?

Die Dankbarkeit für das Leben. Dankbar,

Das unglaublich gute und zufriedene Ge-

dass ich das erleben darf und auch die

fühl, sich sportlich bewegt zu haben und

Hoffnung, dass noch ganz viele dieser Mo-

so dem Körper und der Seele etwas Gutes

mente folgen. Ich bekomme meinen Kopf

getan zu haben.

frei und fühle mich im Einklang mit der Natur. Das lange Gehen und ausgedehnte

Wann stehst du wie ein Berg im Leben und wann

Wandern ist Balsam für Seele und Körper.

kommst du ins Wanken?

Der Anblick einer gigantischen Felswand

Wenn es um berufliche — also unterneh-

ist auch gut, um sich selbst zu relativieren,

merische — Entscheidungen geht, haben

denn plötzlich kommt man sich irgendwie

sich meine Standfestigkeit und Stabilität

klein und unbedeutend vor.

innerlich manifestiert. Wenn ich aber nicht hundertprozentig von dem überzeugt bin,

Wie riecht Bergluft?

was ich mache, und ein Stück weit Emo-

Frisch, blumig, aber auch herb und würzig,

tionen im Spiel sind, dann kann ich unent-

nach Freiheit und nach ganz viel Lebens-

schlossen und schnell zum unendlichen

kraft.

Zweifler werden.

Worauf hast du immer Lust, wenn du Bergluft

Deine Lieblingsorte in den Bergen und warum?

einatmest?

Aufgrund der Nähe fahre ich mit meinem

Auf Kasnocken und ein kühles Bier.

Mountainbike gerne auf den Schöckel. Mein letzter Bergurlaub in den Dolomiten

Auf welchen Gipfelsieg bist du am meisten stolz?

hat mich wirklich sehr beeindruckt und na-

Auf die Peitlerkofel-Umrundung in Süd-

türlich sind Österreichs Berge, wie die im

tirol. Die Kulisse dort ist beeindruckend.

Zillertal, immer etwas Besonderes.

AIOLA LIVING • AUSGABE 6


Früchte tragen Wenn Lust auf Neues zwischen jeder Zeile leise flüstert und harte Arbeit Früchte trägt. Wenn Fotos, Farben, Punkte, Striche & Geschichten zu einem großen Ganzen heranwachsen, entstehen Momente, die ein Stückchen Ewigkeit versprechen. Und dahinter: Wir, die ansonsten das Rampenlicht scheuen, aber diesmal doch ein wenig mehr erzählen möchten: Von der Lust am Leben, dem Verändern von Bestehendem, dem Schaffen von Neuem & allen Hürden dazwischen.

Kristina Sammer

Katharina Jauk

Theresa Hartlauer

AIOLA MARKETING

Am Anfang steht der Platz, den es zu füllen gilt. Dort, wo Gedanken zu Ideen werden, entsteht aus der Vorstellung ein Produkt, das länger währt als der bloße Einfall, aus dem es entsprungen ist. Und dabei schwingt sie immer mit: die Lust. Die Lust, etwas zu verändern, kreativ zu sein, aus Komfortzonen auszubrechen und selbst in schwierigen Zeiten ein wenig Mut zu beweisen. Unsere Geschichte eben. Wir, das sind die Gesichter des Aiola Marketings, die sich für gewöhnlich hinter Fotografien, Texten, grafischen Kunststücken, allerlei Content und — seit dieser Ausgabe — eben auch hinter dem Aiola Living Magazin verbergen. Grafikdesignerin Kristina, die die Aiola-Ästhetik in ein harmonisches Layout übersetzt hat. 80 Seiten voll eleganter Strukturen, klarer Linien, bewusst platzierter Farbkleckse und durchdachter Leichtigkeit. Im Alleingang verwirklicht — gewohnt anders und unbekannt vertraut. Fotografin Katharina, die mit ihren ausgefeilten Bildkonzepten jedem Foto Leben einhaucht. Mit einem Lächeln, Licht und Schatten und viel Liebe erzählt sie Geschichten, die auch ohne Worte verstanden werden. Videografin und Texterin Theresa, die gerne in ihre kreativen Gedanken abtaucht und Content zum Träumen zaubert. Und unsere Kooperation mit Chefredakteurin Nina, die mit Worten malt, was viele nicht auszudrücken vermögen. Es ist die Zusammenarbeit mit Menschen und Ideen, Geschichten und Inspirationen, die über das Papier hinaus schwappen und weite Kreise ziehen. Und es ist auch immer wieder die Lust, die zwischen den Seiten hervorblinzelt und uns daran erinnert, warum wir so lieben, was wir tun: Weil unsere Arbeit Früchte trägt. Aber es ist auch so viel mehr als das. Es ist ein Produkt, das widerspiegelt wer wir sind — ein Produkt unserer Geschichte. Drei Frauen, die aus unterschiedlichsten Lebensbereichen zusammengefunden haben, deren große Gemeinsamkeit die Freude am kreativen Schaffen ist. Die alle ein bisschen was von allem können, aber eben Expertinnen in ihren Bereichen sind. Aus gleichgesinnten Fremden sind schnell vertraute Freundinnen geworden. Und so gehen auch Text, Foto, Grafik, Video, Kommunikation und Content bei uns Hand in Hand. Hinter dem Vorhang treten wir hervor, auf einen

REDAKTION & FOTOGRAFIE

kurzen Ausflug ins Rampenlicht und wieder zurück in unsere kreative Wohlfühlzone hinter

Theresa Hartlauer, Katharina Jauk &  Kristina Sammer

den Kulissen. Manchmal laut, dann wieder leise, aber immer da.

80

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aiola living – Das Magazin – Ausgabe 6  

ÜBER DIE LUST AM GENUSS Am Anfang stehen Worte, die uns lustvoll zuflüstern. Zuerst nur ganz leise – aus einem Bild heraus, einer Geschicht...

aiola living – Das Magazin – Ausgabe 6  

ÜBER DIE LUST AM GENUSS Am Anfang stehen Worte, die uns lustvoll zuflüstern. Zuerst nur ganz leise – aus einem Bild heraus, einer Geschicht...

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