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NEU IM FEBRUAR 20

PREMIERE

mit Hauptdarsteller Max Riemelt, Regisseur Savaş Ceviz und den Produzenten Christoph Holthof und Daniel Reich

KOPFPLATZEN

Dienstag, 31.03. um 20:00 Uhr

Deutschland 2019

Markus lebt als erfolgreicher Architekt von außen betrachtet ein sorgenfreies Dasein. Doch er verbirgt ein Geheimnis, das mit einem andauernden Kampf gegen seine Triebe einhergeht: Er fühlt sich zu Jungs hingezogen. Sein Begehren steigt ins Unermessliche, als ein neuer Nachbarsjunge in sein Leben tritt. Das mutige, emotional gewichtige Drama „Kopfplatzen“ erzählt von inneren Dämonen, dem Kampf gegen die eigene Identität und das Ringen um Glück. Markus verabscheut sich dafür und versucht seine Sexualität zu unterdrücken. Das wird umso schwerer, als die alleinerziehende Jessica (Isabell Gerschke) mit ihrem achtjährigen Sohn Arthur in die Nachbarswohnung einzieht. Arthur mag es, wenn Markus auf ihn aufpasst, und sieht in ihm schon bald eine Vaterfigur. Darüber ist auch seine Mutter glücklich, die sich schließlich in Markus verliebt. Doch insgeheim ahnt Markus, dass er sein Verlangen, das sich mehr und mehr auf Arthur konzentriert, nicht mehr lange zurückhalten kann. „Kopfplatzen“ ist das Spielfilmdebüt des türkischstämmigen Filmemachers Savaş Ceviz, der seit den 90er-Jahren zahlreiche Kurz- und Dokumentarfilme inszenierte. In seinem mit Max Riemelt („Die Welle“) und Isabell Gerschke („SOKO München“)prominent besetzten Drama lotet er sorgsam und mit Geduld das Innenleben einer gequälten Seele aus. „Kopfplatzen“ erzählt seine Geschichte ganz aus der Sicht dieser, sich selbst hassenden Person, die beständig gegen die eigenen Bedürfnisse angehen muss. Hauptdarsteller Riemelt, der mit seinem ausdrucksstarken mimischen Spiel seine Emotionen glaubhaft vermittelt, ist in fast jeder Szene des Films zu sehen. Die Kamera folgt ihm bei seinen Schwimmbadbesuchen, die er nur unternimmt, um die badenden Minderjährigen zu fotografieren. Sie ist dabei, wenn er von seinem Fenster aus die Kinder auf der Straße beobachtet. Oder wenn er sich – unter großem Selbsthass – selbst befriedigt und zur Stimulation unter anderem die selbst geschossenen Fotos nutzt. In all diesen Momenten zeigt sich zudem, wie sehr Markus mit sich sowie seiner Identität hadert und wie groß das Leid ist. Regisseur und Autor Savaş Ceviz gelingt ein durch und durch mitreißendes, berührendes Drama, das ebenso auf visueller Ebene überzeugt. Denn Markus‘ seelischer Schmerz spiegelt sich nicht zuletzt in der Optik und Farbgebung: Viele Szenen spielen in schwach ausgeleuchteten Räumen, manche in fast völliger Dunkelheit. Zudem wirken viele Bilder grau und trist – ganz dem Gemütszustand der Hauptperson entsprechend. Die letzte Einstellung nimmt einen lange gefangen und lässt darauf schließen, dass Markus die Kräfte für seinen alltäglichen Kampf allmählich verlassen.

AB 2. APRIL IN DER SCHAUBURG

REGIE & DREHBUCH Savaş Ceviz DARSTELLER Max

Riemelt, Isabell Gerschke, Oskar Netzel, Gabriele Krestan LÄNGE 100 Minuten VERLEIH Salzgeber​

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Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft März 2020  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für den Monat März 2020

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