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PROGRAMMHEFT MÄRZ 2019


FILM x MUSIK TRAUMFABRIK #17 / 2019

Ein vielschichtiges Wechselspiel Beginn jeweils 15 Uhr

So 5. Mai

ERÖFFNUNGSGALA „90 JAHRE SCHAUBURG“ ENTR’ACTE (René Clair/Francis Picabia, 1924) & UN CHIEN ANDALOU (Luis Buñuel/Salvador Dalí, 1929) LIVE-Vertonung: Kammerflimmer Kollektief

METROPOLIS (Fritz Lang, 1927) So 19. Mai MODERN TIMES (Charlie Chaplin, 1936) So 12. Mai

So 26. Mai So 2. Juni So 9. Juni So 16. Juni So 23. Juni

Zum Schauburg-Technicolor-Festival

FANTASIA (Walt Disney, 1940, u.a.) SINGIN‘ IN THE RAIN (Stanley Donen / Gene Kelly, 1952) THE MAN WHO KNEW TOO MUCH (Alfred Hitchcock, 1956) SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD (Sergio Leone, 1968) 2001 – A SPACE ODYSSEY (Stanley Kubrick, 1968) FILMSEMINAR in der Schauburg – 6 Filmanalysen an 6 Terminen

ab Fr 28. Juni 17:30–19 Uhr FILM x MUSIK – vom Stummfilm zu Soundscapes

WOODSTOCK (Michael Wadleigh, 1969) KOYAANISQATSI – LIFE OUT OF BALANCE (Godfrey Reggio, 1982) So 14. Juli LOST HIGHWAY (David Lynch, 1997) So 21. Juli INSIDE LLEWYN DAVIS (Joel & Ethan Coen, 2013)

So 30. Juni

Gestaltung: kummerdesign

So 7. Juli

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Alle Filme mit Mikroeinführung und anschließendem Kinogespräch. Filmreihe kuratiert von Wolfgang Petroll und Herbert Born. Eintritt: 9€ / Studierende/ermäßigt 7,50€ /Seminarteilnehmer 6€

Mit freundlicher Unterstützung der


INHALT NEU IM MÄRZ AB 7. MÄRZ BEALE STREET DIE BERUFUNG –IHR KAMPF FÜR GERECHTIGKEIT GERMANIA KIRSCHBLÜTEN & DÄMONEN MID90S VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... AB 14. MÄRZ DESTROYER PORTUGAL – DER WANDERFILM REISS AUS – ZWEI MENSCHEN. ZWEI JAHRE. EIN TRAUM. TRAUTMANN AB 21. MÄRZ DAS HAUS AM MEER IRON SKY: THE COMING RACE EIN GAUNER & GENTLEMAN Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, VORHANG AUF FÜR CYRANO im Jahre 1929, also vor genau 90 Jahren, eröffnete die Schauburg als FREE SOLO erstes Karlsruher Großkino mit 600 Plätzen und (noch) einem AB 28. MÄRZ WEIL DU NUR EINMAL LEBST – DIE TOTEN HOSEN AUF TOUR Stummfilmprogramm. Aber schon ein knappes Jahr später hält dann THIS MOUNTAIN LIFE – DIE MAGIE DER BERGE bereits der erste Tonfilm in der Schauburg Einzug „The Singing Fool“ WILLKOMMEN IN MARWEN mit Al Jolson.

BEVOR DER VORHANG AUFGEHT

Dieses Jahr wird die Schauburg 90 Jahre alt und ist damit mit Abstand das älteste Traditionskino in Karlsruhe. Lassen Sie uns dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, einige Aspekte und Geschehnisse der langjährigen Schauburg Geschichte in dieser und den folgenden Ausgaben des Programmheftes aufzugreifen. Parallel wird ab 5. Mai mit der Eröffnungsgala der neuen „Traumfabrik“ das Schauburg Jubiläum auch unsere Filmprogramm mitbestimmen. Filmreihen, Sonderveranstaltungen und Film-Festivals erwarten Sie … dieses Programm wird Ihnen im April Heft ausführlich vorgestellt. Wir freuen uns mit Ihnen auf ein schönes Jubiläum.

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SPECIALS IN DER SCHAUBURG

90 JAHRE SCHAUBURG – DIE KUNST DER KINOKULTUR SPECIALS IM MÄRZ

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SONDERPROGRAMM KINDERKINO SENIORENKINO

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PROGRAMMVORSCHAU

Mit cineastischen Grüßen

UNSERE PROGRAMMVORSCHAU FÜR APRIL 2019

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IMPRESSUM AUSGABE #118

Schauburg Kino Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 Fax: 0721 38 00 47 redaktion@schauburg.de schauburg.de REDAKTION Herbert Born, Wolfram Hannemann (www.wolframhannemann.de) GESTALTUNG Dušan Tomić HERAUSGEBER

Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters, erscheint monatlich.


NEU IM MÄRZ 04

BEALE STREET »IF BEALE STREET COULD TALK« — USA 2018

Zwei Jahre nach seinem Oscar-Gewinner „Moonlight“ thematisiert Barry Jenkins erneut die afro-amerikanische Gegenwart und erzählt von Liebe und Rassismus und vor allem der Ungerechtigkeit des amerikanischen Justizsystems. Tish (Kiki Layne) und Alonzo (Stephan James) sind ein Traumpaar, jung, ein wenig naiv, voller Hoffnung und Liebe. Doch nun können sie sich nur noch durch eine Glasscheibe sehen, denn Alonzo sitzt im Gefängnis, angeklagt, eine Puerto-Ricanerin vergewaltigt zu haben. Niemand, der ihn kennt, glaubt an seine Schuld, zumal er am Abend der Tat mit Tish und seinem alten Kumpel Daniel (Brian Tyree Henry) zu Hause war. Doch das Alibi seiner Freundin ist nichts wert und Daniel war gerade erst selbst im Gefängnis und kann vom weißen Staatsanwalt leicht unter Druck gesetzt werden. Zu allem Überfluss teilt Tish ihren Eltern Sharon (Regina King) und Joseph (Colman Domingo) auch noch mit, dass sie schwanger ist. Doch während ihre Eltern voller Vorfreude auf den Familienzuwachs sind, reagiert Alonzos Mutter weit weniger freundlich. Sie habe schon immer gewusst, dass Tish Alonzos Unglück ist. 1974 schrieb James Baldwin seinen Roman „If Beale Street could talk“, in dem er die fiktive Straße im New Yorker Stadtteil Harlem zum Symbol der afro-amerikanischen Geschichte und Gegenwart macht. Jeder Schwarze, so schreibt Baldwin, der in Amerika geboren wurde, kennt Beale Street, was bedeutet, dass jeder Schwarze Rassismus und Polizeiwillkür kennt, Vorurteile und die Versuche, in einem von weißen Institutionen geprägten Land zu leben. Auch Jenkins‘ Film spielt zwar Anfang der 70er, aber er könnte auch heute spielen. Doch so harsch und düster will Jenkins die Realität nicht zeigen, im Gegenteil. In satte Farben und weiches Licht taucht er seine Figuren, erzählt in lyrischen Rückblenden von der idealisierten Liebe zwischen Tish und Alonzo, einer Liebe, so scheint es, die alle Hindernisse überstehen wird. Man mag das als kitschiges Märchen betrachten, als Illusion, die die Realität von Gefängnis, Rassismus und alleinerziehenden Müttern ignoriert. Vielleicht ist es aber auch eine notwendige Illusion, mit der eine bessere Welt beschworen wird und der Ungerechtigkeit der Realität eine zumindest im Kino mögliche Alternative entgegengesetzt wird.

AB 7. MÄRZ IN DER SCHAUBURG REGIE Barry Jenkins BUCH Barry Jenkins, nach dem Roman von James Baldwin DARSTELLER Kiki

Layne, Stephen James, Regina King, Colman Domingo, Brian Tyree Henry, Teyonah Parris, Michael Beach, Aunjanue Ellis LAUFZEIT 119 Minuten VERLEIH DCM


19. Internationale

Filmfestspiele Karlsruhe

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NEU IM MÄRZ 06

DIE BERUFUNG  IHR KAMPF FÜR GERECHTIGKEIT USA 2018

Diese Frau hat Geschichte geschrieben. Und sie tut es bis heute: die Supreme Court-Richterin Ruth Bader Ginsburg. Spannendes Biopic über die frühen Karrierejahre der inzwischen 85jährigen amerikanischen Gallionsfigur. Amerika in den 1950er Jahren. Frauen und Männer sind zwar angeblich gleichgestellt. Doch die Wirklichkeit sieht völlig anders aus. Auf der Leinwand strömt ein Heer aus jungen Männern in dunklen Anzügen auf den als Harvard Law School bekannten Tempel zu. In ihrer Mitte Ruth Bader Ginsburg (Felicity Jones), Die frischgebackene Jurastudentin ist eine von neun Frauen unter fast 500 Studenten. Obwohl sie ihr Jura-Studium in Harvard als Jahrgangsbeste abschließt, will keine Kanzlei die junge Mutter anstellen. Also bleibt ihr nur eine Stelle als Professorin. Doch ihr Ehemann Marty, ein versierter Steueranwalt, hat einen Tipp für sie: Der Fall Charles Moritz. Trotz der aufopfernden Pflege seiner kranken Mutter, wird dem Junggesellen der übliche Steuernachlass verweigert. Grund: Pflege sei Frauensache. Ruth wittert einen Präzedenzfall... Mit eisernem Willen und scharfem juristischen Verstand zieht sie, vorbehaltlos unterstützt von ihrem Mann, vor Gericht in einen leidenschaftlichen Kampf gegen die Geschlechterdiskriminierung. Smart, eloquent und mit sehr viel Biss liefert sie den verknöcherten Juristen einen temporeichen Schlagabtausch. Das spannende Biopic ist jedoch zugleich eine wunderbare Liebesgeschichte. Denn ihr Mann Marty, selbst ein Topjurist, unterstützt sie total. Selbstverständlich kümmert er sich um den Haushalt und die beiden Kinder. Im wirklichen Leben gab der Topjurist damals seinen Job in New York auf, damit sie in Washington ans Berufungsgericht gehen konnte. Er tat, was sonst von Ehefrauen erfolgreicher Männer erwartet wird. Regisseurin Mimi Leder gelingt das Kunststück, das hellsichtige Justizdrama über die frühen Karrierejahre der inzwischen 85jährigen Supreme Court-Richterin und amerikanische Gallionsfigur der Gleichberechtigung mit gerade einmal einer Szene in einem Gerichtssaal zu inszenieren. Doch die hat es in sich. Unerschrocken zeigt die junge britische Schauspielerin Felicity Jones in einer fast fünfminütigen Rede, dass sie ihrer anspruchsvollen Rolle voll und ganz gewachsen ist.

AB 7. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Mimi Leder​DARSTELLER Felicity Jones, Armie Hammer, Justin Theroux LAUFZEIT 121 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung) VERLEIH

Entertainment One (Fox)


NEU IM MÄRZ 07

GERMANIA Deutschland 2018

Burschenschaften und Studentencorps, zumal schlagende, stehen gemeinhin in einem zweifelhaften Ruf. Regisseur Lion Bischof bringt mit seinem Dokumentarfilm etwas Licht ins Dunkel. „Germania“ beginnt passenderweise mit dem Aufnahmegespräch eines Studenten, der dem titelgebenden Corps beitreten will. Zusammen mit dem Neuling aus Brasilien lernen wir die Abläufe und Traditionen der farbentragenden und schlagenden Verbindung kennen, die seit ihrer Gründung anno 1863 scheinbar kaum an die Zeitläufte angepasst wurde. Die Corpsstudenten singen Lieder, die sonst nur unsere Großeltern kennen, tragen fastnachtswürdige Kneipjacken und üben das Fechten, um die obligatorische Mensur zu bestehen. Der Unterschied zum gemeinen Studentenleben könnte kaum größer sein – im Corpsgeist lebt der Muff unter den Talaren fort. Lion Bischof taucht als stiller Beobachter in den Mikrokosmos der „Münchner Germanen“ ein, filmt Sitzungen, Übungen oder Trinkspiele und klärt die hierarchische Ordnung von „Jungfüchsen“ und „Alten Herren“. Das Leben im Verbindungshaus ist strikt reglementiert. Körperliche Ertüchtigung kommt ebenso vor wie regelmäßiger, oft beiläufiger und gern exzessiver Alkoholkonsum. Beides, Liegestütze wie Biertrinken, dient auch als disziplinarische Maßnahme. Die Frage, warum ein junger Mann im Jahr 2018 einem Corps beitritt, treibt den Film implizit um; immerhin steht das auf die preußische Art organisierte Verbindungsleben dem von individueller Entfaltung durchtränkten Zeitgeist diametral entgegen. Ihre Motive reißen die Corpsburschen in eingestreuten Interviews ein, bei denen die Fragen des Regisseurs ausgespart bleiben. Manche setzen auf das Verbindungsnetzwerk, das sie beim Berufseintritt anschieben kann, andere loben den Zusammenhalt im Corps oder wollen zu „richtigen Männern“ reifen. Außerdem ist die Miete in der von den Alten Herren mitfinanzierten Villa niedrig. Manchmal liegen die Gründe in der Familie: Einer ist in der dritten Generation Verbindungsmitglied. Die Bilder und Eindrücke lässt Bischof konsequent unkommentiert. Allein die punktuell eingespielte Musik von Matthias Lindermayr akzentuiert das Gezeigte gelegentlich mit kleinen Ausrufungszeichen.

AB 7. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE & DREHBUCH Lion Bischof LAUFZEIT 78 Minuten FSK 12 VERLEIH mindjazz pictures


NEU IM MÄRZ 08

KIRSCHBLÜTEN & DÄMONEN Deutschland 2019 

Dem depressiven Karl erscheinen seine toten Eltern als Geister. Ästhetisch bebildertes und geradezu meditatives Drama, das vom Leben, vom Tod, der Liebe und dem Unbekannten zwischen Himmel und Erde erzählt. Zehn Jahre nach dem Tod seiner Eltern Rudi und Trudi (Elmar Wepper, Hannelore Elsner) stehen die Dinge für deren jüngsten Sohn Karl (Golo Euler) schlecht. Karl trinkt zu viel, hat seinen Job verloren und darf seine von ihm getrennt lebende Tochter nicht sehen. Sein lebensmüder Blick verrät die Leere in seinem Leben; die Leitung zum Glück scheint gekappt. Karls traurige Existenz nimmt eine Wende, als die quirlige Japanerin Yu (Aya Irizuki) unverhofft vor seiner Wohnungstür steht. Yu, die im Vorgängerfilm dem trauernden Rudi beistand, begleitet Karl zum Grab der Eltern und in sein verlassenes Elternhaus im Allgäu, wo Kindheitserinnerungen aufschimmern und ihm die toten Eltern erscheinen. Vieles in dem Haus, von den Tellern angefangen, erinnert an die Vergangenheit. Karls Schwester Karolin (ein ruppiger Auftritt von Birgit Minichmayr) drückt das bei einem Besuch ganz salopp so aus: „Hier stinkt es wie früher.“ Die Frage, ob es sich bei den Geistern der Eltern um Halluzinationen oder reale Vorkommnisse handelt, bleibt in der Schwebe. Manche Hinweise lassen vermuten, dass Karl die Japanerin nur imaginiert. Schon ihre Begrüßung legt das nahe: „I am Yu,“ sagt sie, wobei der Name wie das englische „You“ ausgesprochen wird: „Ich bin du.“ Wenn sie Karls Selbstwertgefühl aufbaut („Du bist gut so wie du bist“), könnte sie auch ein Platzhalter für die wieder aufflackernde Selbstachtung des Manns sein. Letztlich ist es egal, was hier real ist und was eingebildet. Die Auswirkungen auf Karl zählen. Der erlebt im Verlauf der Geschichte noch großes Unglück, tritt seinem Schicksal aber gefasster entgegen. Zum Ende hin besitzt er wieder den Lebenswillen, den er vorher verloren hatte. Bis dahin spenden Yu und ein auf dem Smartphone abgespieltes Lagerfeuer Wärme. „Kirschblüten & Dämonen“ ist eine von verspielter Musik untermalte Meditation über das Leben, den Tod und die Liebe, die Doris Dörrie trotz ernster Themen auf leichte Weise erzählt.

AB 7. MÄRZ IN DER SCHAUBURG REGIE Doris Dörrie DREHBUCH Doris Dörrie DARSTELLER/INNEN Golo Euler, Aya Irizuki, Felix

Eitner, Floriane Daniel, Birgit Minichmayr, Sophie Rogall, Elmar Wepper, Hannelore Elsner LAUFZEIT 110 Minuten FSK 12 VERLEIH Constantin Film


NEU IM MÄRZ 09

„Voller Anmut und Intelligenz über das heutige Leben.“ Le Monde „Ein sehr ergreifender und emotionaler Film“ Corriere della Sera

Das Haus am Meer EIN FILM VON

MID90S

R O B E RT G U É D I G U I A N

USA 2018

Ein Teenager entdeckt die Welt des Skatens. Jonah Hills von den US-Kritikern hochgelobte Liebeserklärung an die 90er-Jahre. Stevie ist 13 und wächst unter schwierigen Verhältnissen in Los Angeles auf. Seine Tage verbringt er mit „Street Fighter II“ zocken und heimlich die CD-Sammlung seines großen Bruders rauf und runter hören. Als er anfängt, mit den Jungs vom Local Skateshop abzuhängen, öffnet sich ihm eine völlig neue Welt: Skaten an verbotenen Plätzen, Abhauen vor der Polizei, Hauspartys und natürlich Girls. Befreit aus der Umklammerung seiner alleinerziehenden Mutter und den Prügeln seines Bruders, fühlt sich Stevie unbesiegbar – bis er merkt, dass auch seine Idole auf die Schnauze fliegen können. Und das nicht nur beim Skaten. Jonah Hills („21 Jump Sterret“, „The Wolf of Wall Street“) Regiedebüt ist eine Zeitreise mitten in die 90er. Eine Zeit, in der Skateboarden sportliche Konventionen sprengte und man mit Mixtapes Mädels beeindrucken konnte. „mid90s“ ist Jonah Hills Liebeserklärung an die 90er-Jahre. Gedreht auf 16mm und mit einem Soundtrack von den Pixies bis zum Wu-Tang Clan, gelingt dem Hollywood-Star ein Nostalgietrip in eine Zeit, deren Mode und Popkultur heute Kult sind. Mit an „Board“ die jungen Profiskater Na-kel Smith und Olan Prenatt. Das alles macht „mid90s“, vergleichbar zum Klassiker „Kids“, zu einem Film wie ein Lebensgefühl in einer unzähmbaren Subkultur. Der Film landete in den Top 10 der US-Kinocharts, wo Jonah Hill mit seinem Erstlingswerk die Kritiker in Staunen versetzte. „Obwohl von einem Hollywood-Star gedreht, ist der Film keine nostalgische Indie-Fabel im körnigen Skate-PunkLook. Es ist etwas Kleineres und Reineres: ein Stück Straßenleben, das aus umherschwirrenden Momenten besteht, die eine tiefe Realität erreichen.“ (Variety)

AB 7. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Jonah Hill​DARSTELLER Sunny Suljic, Katherine Waterston, Lucas Hedges​LAUFZEIT 85 Minuten FSK 12 VERLEIH MFA (Filmagentinnen)

ab 21. März im Kino


NEU IM MÄRZ 10

PREMIERE

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE...

in Anwesenheit des Regisseurs Veit Helmer

Deutschland 2019 

Ein Lokführer sucht nach der Besitzerin des BHs, der sich in seiner Lok verfangen hat.Eine märchenhafte Geschichte ganz ohne Dialoge, dafür mit Witz, Situationskomik und Melancholie. Der Lokführer Nurlan (Miki Manojlovic) steht kurz vor der Pensionierung. Ein paar Mal noch die Lok durch die schmalen Gassen des aserbaidschanischen Dorfes steuern, in dem er lebt, dann kann er seinen Lebensabend genießen. Allerdings allein, denn Nurlan findet keine Frau. Doch bei seiner letzten Fahrt geschieht etwas Merkwürdiges: Bei der Fahrt durch die Gassen, wo die Menschen ihre Wäsche über der Bahnlinie aufgespannt haben, oft auf den Gleisen sitzen und erst im letzten Moment zur Seite springen, wenn der Zug vorbeirauscht, verfängt sich ein Büstenhalter an der Lok. Er gehört einer unbekannten Frau, die Nurlan einmal schemenhaft gesehen hat, als sein Zug an ihrem Fenster vorbeifuhr. Doch wie Frau und Büstenhalter zusammenbringen? Kurzentschlossen mietet sich Nurlan im Hotel des Vororts ein und macht sich auf die Suche... Statt Aschenputtels Schuh ist es in Veit Helmers märchenhaftem Film also ein Büstenhalter, mit dem die Angebetete gefunden werden soll. Allein dieses Konstrukt mutet schwierig an, zumal Helmer seinen nach Liebe Suchenden bisweilen in Situationen schickt, die streng genommen als sexuelle Belästigung bezeichnet werden müssen, etwa wenn Nurlan des Nachts in das Zimmer einer schlafenden Frau einsteigt, um ihre Brüste mit dem BH abzugleichen. Etwas gebrochen wird diese zumindest im Ansatz fragwürdig schlüpfrige Altherrenphantasie durch den märchenhaften filmischen Stil. Denn Helmer verzichtet vollständig auf Dialoge, bedient sich stattdessen eines ausgefeilten Sounddesigns und vor allem der Mimik seiner Darsteller. In satten Farben hat Helmer gedreht, teilweise bewusst Beleuchtungsfehler und Laufstreifen eingebaut, die das digitale Material wirken lassen wie altes, analoges Filmmaterial. Ein zeitloser visueller Stil entsteht dadurch, der ideal zum erzählerischen Ansatz passt, der nicht ganz Stummfilm ist, aber auch kein normaler Dialogfilm. In den besten Momenten mag man hier an die Filme von Tati denken, geprägt allerdings weniger von Satire, als von einer zarten Melancholie, die gerade zum Ende mit einer überraschenden Wendung aufwartet.

AB 7. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Veit Helmer BUCH Leonie Geisinger & Veit Helmer DARSTELLER Miki Manojlovic, Denis

Lavant, Chulpan Khamatova, Ismail Quluzade, Maia Morgenstern, Paz Vega LAUFZEIT 90 Minuten FSK 6 VERLEIH Neue Visionen

Sonntag, 3. März um 17:00 Uhr


NEU IM MÄRZ 12

DESTROYER USA 2019 engl. Originalversion

Eine abgewrackte Polizistin geht auf einen Rachefeldzug. Eine spektakuläre schauspielerische Leistung von Nicole Kidman ist Herz und Seele eines modernen Film Noir, der die unschönsten, brutalsten Seiten von Los Angeles zeigt. Eine Leiche mit einem markanten Tattoo im Nacken liegt im Dreck, neben ihr ein markierter 100 Dollar-Schein. Erin Bell (Nicole Kidman), eine Detektivin der Mordkommission in Los Angeles, scheint die Leiche zu kennen, scheint zu wissen, was der Schein bedeutet: Silas (Toby Kebbell) ist zurück in der Stadt, ein brutaler Gangster, der seinen exzessiven Lebensstil mit Banküberfällen finanziert. Vor 17 Jahren war Bell, damals noch junge, unerfahrene Polizisten zusammen mit ihrem Kollegen Chris (Sebastian Stan) auf Silas angesetzt. Undercover schlichen sie sich in Silas Welt, erlangten sein Vertrauen, doch irgendetwas muss schief gegangen sein. Langsam enthüllen Rückblenden, was Bell damals widerfahren ist, wie sie mit harten Drogen in Kontakt kam, an einem Banküberfall teilnahm, wer der Vater ihrer 16jährigen Tochter Shelby (Jade Pettyjohn) ist, die ihrer Mutter zunehmend entgleitet. Kaum noch handlungsfähig, von Alkohol zerfressen, hat Bell nur noch einen Wunsch: Rache zu nehmen für das, was ihr einst geschehen ist. Das erste Bild von Karyn Kusamas Film zeigt Nicole Kidmans Augen, müde, kaum noch von dieser Welt, wie in einem Fiebertraum in die Ferne starrend. Was folgt wirkt zunächst wie eine lineare Geschichte, wie ein typischer Film Noir, in dem eine harte, zynische Polizistin an einem Fall arbeitet. Doch bald wird deutlich, dass man der Narration nicht zu sehr trauen sollte, dass wir uns in Erin Bells Kopf befinden, in dem enormes Chaos herrscht. Zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit springt die Geschichte nun fortwährend hin und her, liefert in den Rückblenden einen Ansatz für den physischen, vor allem auch psychischen Verfall, der aus einer jungen, optimistischen Polizistin eine lebende Leiche gemacht hat. Im Kern erzählt „Destroyer“ auch dank Kidmans radikaler Performance auf ergreifende Weise vom allzu lang gehegten Wunsch nach Rache und dem Gefühl, sein Leben verpfuscht zu haben. Viel düsterer könnte ein moderner Film Noir kaum sein, aber gerade diese unbarmherzige Radikalität macht „Destroyer“ trotz seiner Schwächen zu einem bemerkenswerten Film.

AB 14. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Karyn Kusama DARSTELLER Nicole Kidman, Toby Kebbell, Sebastian Stan, Jade Pettyjohn, Scoot McNairy, Bradley Whitford LAUFZEIT 123 Minuten FSK 12 VERLEIH Concorde


NEU IM MÄRZ 13

PREMIERE

in Anwesenheit der Filmemacher Sonntag, 2. März um 15:00 Uhr

REISS AUS ZWEI MENSCHEN. ZWEI JAHRE. EIN TRAUM. PREMIERE

in Anwesenheit der Filmemacher

PORTUGAL – DER WANDERFILM

Sonntag, 14. März um 20:30 Uhr

Deutschland 2019

1000 Kilometer zu Fuß entlang der Küste von Sagres über Lissabon bis Porto. Nach ihrem erfolgreichen Südafrikafilm erobern Silke Schranz und Christian Wüstenberg jetzt Portugal zu Fuß. Eigentlich wollten die Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg nur den Wanderweg Rota Vicentina laufen, aber aus geplanten einhundert Kilometern wurden am Ende eintausend. Die wunderschöne Landschaft, die unbändige Natur und die tosenden Wellen an der portugiesischen Küste haben die beiden Filmemacher absolut in ihren Bann gezogen. So sehr, dass aus der Wanderung jetzt ein Kinofilm entstanden ist. In ihrem Lieblingsland Portugal haben Silke Schranz und Christian Wüstenberg schon so ziemlich jede Ecke bereist. Oft sind sie zu wunderschönen Stränden gefahren, sind am Wasser entlanggelaufen und fanden es so schade, irgendwann umdrehen zu müssen. Zurück zum Mietwagen! Ihre Sehnsucht, einfach weiterzulaufen, zu erfahren, was sie hinter der nächsten Kurve, dem nächsten Felsen erwartet, wurde so groß, dass sie es eines Tages einfach gemacht haben. Auf dem Rücken nur knapp 5 Kilo Gepäck und in der Hand immer die Kameras, denn die Filmemacher wollten ihre Wanderung mit den vielen Herausforderungen, die sie zu meistern hatten, dokumentieren: Was, wenn der Weg plötzlich zu Ende ist, weil Felsen mitsamt Pfad ins Meer gestürzt sind? Oder wenn Flüsse ihren Weg kreuzen, wenn die Blasen an den Füßen höllisch schmerzen oder wenn es dunkel wird und sie immer noch keine Unterkunft gefunden haben. Ihre Wanderung führt sie dabei entlang der Küste von der Algarve über Lissabon bis hoch in den Norden nach Porto.

Deutschland 2018 — Dokumentation

Für sechs Monate wollten Lena Wendt und Ulrich Stirnat eine Auszeit nehmen und mit einem Geländewagen von Hamburg nach Südafrika fahren. Aus den sechs Monaten wurden schließlich zwei Jahre. Ein sehr persönlicher Reisefilm. Auch wenn er erst Ende 20 war, hatte Ulrich Stirnat einen Burnout, der ihn dazu veranlasste, seine Partnerin Lena Wendt auf einer Reise zu begleiten. Während Wendt schon oft in Afrika unterwegs war, war es für Stirnat die erste Reise auf den Kontinent. Mit einem Geländewagen ging die Reise los, quer durch Europa, über die Straße von Gibraltar nach Marokko und weiter die Küste entlang. Ursprünglich war der Plan offenbar, immer weiter zu fahren, bis Südafrika erreicht ist, doch äußere wie innere Hindernisse zwangen immer wieder zu Unterbrechungen, die teils Tage, teils Monate dauerten und sowohl das Auto als auch die Beziehung des Paares an ihre Belastungsgrenze brachte. So zumindest wird es in „Reiss aus - Zwei Menschen. Zwei Jahre. Ein Traum“ geschildert, einem langen Reisefilm, bei dem nicht zu übersehen ist, dass er zufällig geboren wurde. Denn geplant hatten Wendt und Stirnat nicht, einen Film über ihre Reise zu drehen, die Idee entstand erst im Nachhinein, als das Material gesichtet und für gut befunden wurde. Da Wendt als Journalistin schon oft Reportagen gedreht hatte, war der Grund, dass überhaupt eine semiprofessionelle Kamera dabei war, mit der das Duo immer wieder Schnipsel drehte, touristisch anmutende Aufnahmen von Land und Leuten, von der Schönheit der unterschiedlichen afrikanischen Länder, mit ihrer wechselhaften Flora und Fauna, aber auch von der Armut und Umweltverschmutzung zu drehen. Vor allem aber filmten sie sich selbst und ihr Auto, das mit schöner Regelmäßigkeit liegen blieb und notdürftig repariert werden musste, oft nur mit Unterstützung der stets hilfsbereiten Einwohner. Die oft mit Weisheiten im Stile von „Ich habe erkannt wie wichtig es ist, offen zu sein“ belegte Selbstfindung des Regieduos gibt dem gesamten Projekt eine sehr persönliche Note. Dem Endergebnis kann man vor allem zu Gute halten, dass es überzeugend gefilmt ist und einige schöne, wenn auch sehr sprunghafte und punktuelle Einblicke in die Wirklichkeit afrikanischer Länder gibt.

AB 14. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

AB 14. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Silke Schranz, Christian Wüstenberg LAUFZEIT 151 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Comfilm

REGIE Lena Wendt & Ulrich Stirnat BUCH Lena Wendt LAUFZEIT 120 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung) VERLEIH Abgefahren GbR VERTRIEB 24 Bilder Film GmbH


NEU IM MÄRZ 14

TRAUTMANN Deutschland, Großbritannien 2018

Die spannende Lebensgeschichte des Ausnahmesportlers als bewegendes Melodram, das spannend und unterhaltsam und mit einem glänzenden David Kross eindeutig aufs ganz große Publikum zielt. Taschentücher nicht vergessen! Im Bernd „Bert“ Trautmann kommt als junger Kriegsgefangener nach England. Schon im Lager wird sein Torwart-Talent entdeckt, und so dauert es nicht lange, bis der Trainer des örtlichen Fußballclubs auf ihn aufmerksam wird und ihn sich ab und an mal ausleiht. Den Vorurteilen der Fans begegnet Bert mit Geduld und Fairness. Dank Bert gelingt es dem kleinen Provinzverein, die Klasse zu halten. Doch damit nicht genug: Bert verliebt sich in die Tochter seines Förderers und beschließt, in England zu bleiben, als der Krieg vorbei ist. Manchester City holt ihn als Torwart, obwohl die Stimmung im krisengeschüttelten Nachkriegsengland extrem deutschfeindlich ist. Schließlich gewinnt Bert mit seinem Team sogar die Meisterschaft und geht dabei in die Fußballgeschichte ein: Trotz eines Halswirbelbruchs bleibt er im Tor und rettet damit den Sieg. Das Publikum erwartet ein solide gebautes, bewegendes Sport-Melodram nach einer wahren Geschichte. Das Drehbuch lässt einige reale Fakten aus, die den Handlungsfaden aufgehalten oder das Gesamtbild womöglich getrübt hätten. Das ist dramaturgisch vertretbar und manchmal geradezu notwendig, zumal ein paar zusätzliche Aspekte ins Spiel kommen, die – erfunden oder nicht – der Story noch mehr Ernsthaftigkeit geben. Dazu gehört vor allem Berts Kriegstrauma. Marcus H. Rosenmüller hat den alten Bert Trautmann noch kennengelernt, und so ist zu vermuten, dass der junge Soldat tatsächlich vieles gesehen und miterlebt hat, was ihm bis zum Tod zu schaffen machte. David Kross (u. a. „Der Vorleser“) spielt Bernd Trautmann als lediglich äußerlich stabilen Kerl, der den Sport als willkommene Ablenkung begreift, um mit seinem Kriegstrauma fertig zu werden. Mit seinem liebenswerten, feinen Lächeln erobert er nicht nur das Herz seiner Liebsten, sondern bezaubert auch das Publikum. Der Film macht aus ihm einen sportlichen Helden ohne Fehl und Tadel, lässt ihn aber auch privat– gerade in seiner Gebrochenheit durch das Kriegsgeschehen – sympathisch wirken.  

AB 14. MÄRZ IN DER SCHAUBURG REGIE Marcus H. Rosenmüller DREHBUCH Robert

Marciniak, Marcus H. Rosenmüller, Nicholas J. Schofield DARSTELLER David Kross, Freya Mavor, John Henshaw, Gary Lewis, Harry Melling LAUFZEIT 120 Minuten FSK 12 VERLEIH SquareOne Entertainment


NEU IM MÄRZ 15

DAS HAUS AM MEER »LA VILLA« — Frankreich 2017  

Nach Jahren treffen sich drei Geschwister wieder im elterlichen Haus. Ein mit Bedacht inszeniertes Familiendrama, das viel zwischenmenschliche Spannung aufbaut und mit einer sehr späten Wende erstaunt. Ein Schlaganfall ihres Vaters bringt die drei Kinder des Mannes in dessen Villa in einem Küstenort bei Marseille zusammen: die in Paris lebende Theaterschauspielerin Angèle (Ariane Ascaride), den frisch entlassenen Professor Joseph (Jean-Pierre Darroussin) und Armand (Gérard Meylan), der seit einer Weile das väterliche Fischrestaurant weiterbetreibt. Die erzwungene Familienzusammenkunft wühlt Vergangenes auf. Während der irreversibel geschädigte Vater den ganzen Film über komatös im Bett liegt oder auf der Terrasse sitzt, geraten die Schwingungen um ihn herum in Bewegung. Der mit dem Älterwerden hadernde Joseph streitet mit seiner mitgebrachten, viel jüngeren Geliebten Bérangère (Anaïs Demoustier), die ihn nicht länger bemitleiden will. Der ruhige Armand fühlt sich mit der Verantwortung für den Vater alleingelassen. Und Angèle hat den Heimatort seit zwanzig Jahren nicht besucht, seit ihre kleine Tochter Blanche im Meer vor der Villa ertrank … Das Meer ist in beinahe jeder Szene präsent, meistens direkt im Bild, manchmal nur auf der Tonspur. Das Wasser steht symbolisch für die Tochter, die darin umkam, und für die geteilte Vergangenheit der Geschwister, die in kurzen, atmosphärisch umgesetzten Rückblenden aufflackert. Still und leise nähern sich die Geschwister wieder einander an, während die regelmäßig über eine Eisenbahnbrücke vorbeifahrenden Züge stets die Möglichkeit einer vorzeitigen Abreise offenhalten. Im Schlussteil vollführen Robert Guédiguian und sein Co-Autor Serge Valletti eine ungewöhnlich späte Wendung ins Zeitpolitische, als Armand und Joseph drei gestrandete Flüchtlingskinder im Wald entdecken und vorübergehend in der Villa aufnehmen. Die als Spiegelung der Geschwister angelegten Kinder wirken wie Echos aus der Vergangenheit und verleihen dem Plot einen neuen Impuls, der dem Film an dieser Stelle guttut. Wo zuvor erzählerischer Stillstand drohte, baut Guédiguian mit dem Auftauchen der Kinder unverhofft Spannung auf und bereitet ein wunderbar passendes Schlussbild vor, das beide Handlungsstränge harmonisch zusammenführt.

AB 21. MÄRZ IN DER SCHAUBURG REGIE Robert Guédiguian DREHBUCH Robert Guédiguian, Serge Valletti DARSTELLER/INNEN

Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan, Jaques Boudet, Anaïs Demoustier, Robinson Stévenin, Yann Trégouët LAUFZEIT 107 Minuten VERLEIH Film Kino Text


NEU IM MÄRZ 16

IRON SKY: THE COMING RACE Finnland, Deutschland u.a. 2019

Adolf Hitler auf einem T-Rex? Das Wettrennen um die Zukunft der Menschheit hat begonnen! Wenn respektloser Humor auf spektakuläre Effekte trifft, entsteht Kult 20 Jahre nachdem die Nazis vom Mond aus einen Nuklearkrieg begannen, ist die Erde unbewohnbar geworden. Seitdem formieren sich die Überlebenden zu einer großen Kolonie auf der ehemaligen Mondbasis der Braunhemden. Doch der Trabant droht auseinanderzubrechen. Die einzig verbleibende Möglichkeit für Wissenschaftlerin Obi Washington (Lara Rossi): Flucht ins Erdinnere. Auf ihrer Mission zu einer dort verborgenen Stadt trifft die Tochter von Renate Richter (Julia Dietze) und James Washington aber keineswegs auf standhafte Verbündete. Stattdessen begegnet sie einer prähumanen Dinosaurierwelt und früheren Weltherrschern, die sich unter ihrer menschlichen Maske nur versteckt gehalten haben. Seit Jahrhunderten kontrollieren die „Vril“ die irdischen Staatsregierungen mit dem Ziel, die Vorherrschaft ihrer reptilen Rasse über die Menschen zu erringen. Ein Wettrennen um die Zukunft beginnt. Obi Washingtons größter Konkurrent: Adolf Hitler auf einem T-Rex! Mondnazis never die! Nach dem durchschlagenden Erfolg von „Iron Sky“ (2012) legt der finnische Independent-Regisseur Timo Vuorensola mit „Iron Sky: The Coming Race“ noch mal eine ganze Schippe drauf. Die skurrile tiefschwarze Science-Fiction-Komödie führt die Menschheit in den ultimativen Endkampf gegen ihren Erzfeind: Nazi-Zombie-Hitler mit seiner prähistorischen Kampfdinosaurier-Armee. „Iron Sky: The Coming Race“ strotzt vor neuen, spektakulären Effekten, atemberaubenden Designs und mehr als respektlosem Humor. Zur geballten Starpower gehören Udo Kier („Downsizing“, „Blade“), Julia Dietze („Fack ju Göhte 3“), Lara Rossi („Crossing Lines“), Vladimir Burlakov („Deutschland 83“) und Tom Green („Road Trip“). Unser Schauburg-Tipp: mit Popcorn und Bier bewaffnen und nichts wie ab in den Kinosaal!

AB 21. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Timo Vuorensola DARSTELLER Lara Rossi, Vladimir Burlakov, Udo Kier​LAUFZEIT 93 Minuten FSK 12 VERLEIH Splendid (24 Bilder)


NEU IM MÄRZ 17

AB 28. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE David Lowery DARSTELLER Robert Redford, Sissy Spacek, Casey Affleck, Danny Glover, Tom Waits, Tika Sumpter LAUFZEIT 93 Minuten FSK 6 VERLEIH DCM Filmdistribution

EIN GAUNER & GENTLEMAN »THE OLD MAN & THE GUN« — USA 2018  

Ein Bankräuber will es noch einmal wissen und gründet eine Rentnergang. David Lowery erzählt in seiner Gangsterkomödie aus dem Leben des vermutlich einzigen Gentleman-Gangsters der Welt: Forrest Tucker. Der in die Jahre gekommene Bankräuber Forrest Tucker (Robert Redford) blickt auf eine bemerkenswerte Karriere als Ganove zurück: In der Vergangenheit war es ihm nicht nur zigfach gelungen, Banken um ihr Geld zu erleichtern. Auf die anschließenden Verhaftungen und Urteile ließ er über ein Dutzend Gefängnisausbrüche folgen. Sogar von der sagenumwobenen Insel Alcatraz gelang ihm die Flucht. Mittlerweile lebt er in einer Seniorenwohnanlage und wollte eigentlich mit seiner Bankräuberkarriere abschließen, doch noch immer juckt es ihm in den Fingern. Er stellt eine Gang aus Rentnern zusammen, mit denen er fortan eine Bank nach der anderen überfällt und dabei eine Menge Kohle macht. Als er dann auch noch die sympathische Pferdeliebhaberin Jewel (Sissy Spacek) kennen-

lernt, scheint sein Ruhestandsleben gesichert. Doch der ehrgeizige Detective John Hunt (Casey Affleck) ist fest entschlossen, der Ganovenbande das Handwerk zu legen … Tucker gab es wirklich. Er lebte von 1920 bis 2004 und konnte zum Zeitpunkt seines Todes eine bemerkenswerte Lebensgeschichte vorweisen. Dabei kommt die ständige Bezeichnung „Ganove“, ein mittlerweile eher veraltetes Wort für Gangster, nicht von ungefähr, genauso wenig wie die im Filmtitel zusätzlich genannte Beschreibung des Gentlemans. „Ein Gauner & Gentleman“ erzählt nämlich nur in zweiter Instanz von den Banküberfällen an sich. Es geht vor allem um die dazu im direkten Kontrast stehende Attitüde der Räubergang, die es sich vor ihren Eskapaden zum Auftrag machte, niemals Gewalt anzuwenden. Die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der Tucker hier sein routiniertes Handwerk vollzieht, fördern nicht selten komische Situationen zutage. Die parallel zu den Überfällen stattfindende Ermittlerarbeit, in denen sich der solide von Casey Affleck („Manchester By The Sea“) verkörperte Detective John Hunt verbissen auf die Spur des Trios begibt, nimmt im Film nicht weniger Raum ein. Das ist wichtig, um Forrest Tuckers Taten nicht zu verklären und immer wieder deutlich zu machen, was und wem man hier eigentlich gerade zusieht.

3. TECHNICOLOR FILMFESTIVAL 24.- 26. Mai 2019

15. TODD-AO 70mm Filmfestival

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Foto: © agsandrew – Adobe Stock

4.— 6. Oktober 2019

Mit freundlicher Unterstützung der

GROSSBILDWAND


NEU IM MÄRZ 18

VORHANG AUF FÜR CYRANO »EDMOND« — Frankreich 2018

Die Entstehungsgeschichte des „Cyrano de Bergerac“ als prächtig ausgestatteter, sehr vergnüglicher Film ganz im Stil von „Shakespeare in Love“. Sein letztes Stück war ein monumentaler Flop, nun jedoch versucht Edmond Rostand den bekannten Schauspieler Conston Coquelin für ein neues Stück zu begeistern. Nur hat Rostand noch gar keine Idee, die über die hinausgehen würde, dass die Hauptfigur ein Mann mit deformiertem Gesicht, aber ein echter Haudegen ist. Rostand ist jedoch gut im Improvisieren und kann Coquelin von seiner Idee überzeugen. Der hat ohnehin Bedarf, da sein jüngstes Stück vorzeitig abgesetzt wurde. Entsprechend bleiben nur wenige Wochen, um „Cyrano de Bergerac“ zu schreiben und auch auf die Bühne zu bringen. Aber nach wie vor sucht Rostand nach Inspiration, die er schließlich um sich herum findet – bei seinem Freund Volny, für den er den romantischen Einflüsterer geben muss, damit der bei seiner angebeteten Jeanne landen kann. Irrungen und Wirrungen sind vorprogrammiert, während im Theater das Chaos herrscht, Widrigkeiten und Hindernisse sich häufen, aber ein Mann seine Vision verwirklicht und ein unsterbliches Meisterwerk erschafft, das – wie man am Ende hört – im Lauf des letzten Jahrhunderts mehr als 20.000-mal überall auf der Welt aufgeführt wurde. Die Geschichte von Cyrano de Bergerac kennt jeder, sie wurde in historischem, aber auch modernen Kontext mannigfaltig verfilmt. „Vorhang auf für Cyrano“ wirft nun einen locker-beschwingten Blick darauf, wie dieses Werk zum Leben erweckt wurde. Natürlich ist es pure Fiktion, der sich Alexis Michalik hier hingibt, aber wie schon beim Barden aus Stratford-upon-Avon, dem in „Shakespeare in Love“ ein ähnliches Denkmal gesetzt wurde, ist es hier auch der Wortwitz und die auf hohem Niveau funktionierende Situationskomik, die dafür sorgt, dass fast zwei Stunden Laufzeit wie im Flug vergehen. „Vorhang auf für Cyrano“ ist ein unglaublich schneller, sehr verspielter, höchst vergnüglicher Film, der nicht nur eines der größten Stücke aller Zeiten, sondern auch das Theater selbst feiert.

AB 21. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Alexis Michalik DARSTELLER Alexis Michalik LAUFZEIT 110 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung Verleih Prokino VERTRIEB

Studiocanal


NEU IM MÄRZ 19

OSCAR 2019

FREE SOLO

Bester Dokumentarfilm

USA 2018

Ein Freeclimber will als Erster ohne Sicherung den El Capitan besteigen. Dokumentation, die mit atemberaubenden Bildern aufwartet, die einem den Atem stocken lassen. Ein grandioser Film – ein echtes Erlebnis! Fast 1.000 Meter ist der El Capitan mit seiner fast senkrechten Wand hoch. Er hat Kletterer von jeher fasziniert, aber niemand hat es gewagt, ihn ohne Sicherung zu besteigen. Davon hat der Free-SoloKletterer Alex Honold fast schon sein ganzes Leben geträumt und er stellt alles in den Dienst der Verwirklichung dieses Traums. Honold bereitet sich ausgiebig auf die Besteigung vor, macht zahllose Testläufe mit Kletterseil und stellt sich dann einer Herausforderung, bei der jeder noch so kleine Fehler den Tod bedeuten kann. „Free Solo“, der in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ für den Oscar nominiert ist, ist das atemberaubende Porträt eines Mannes, dem sehr wohl bewusst ist, was er alles mit diesem Sport riskiert. Der Film versteht es, dem Zuschauer ein Gefühl davon zu vermitteln, wieso der Extremsportler macht, was er macht. Man glaubt gerne, dass man sich in diesen Momenten an der Wand dem Leben näher als je zuvor fühlt, oder sich selbst für größer als das Leben hält, wenn man absolute Perfektion erreicht, die notwendig ist, um einen solchen Aufstieg zu überstehen. Aber der Film unterschlägt auch nicht, dass Free-Solo-Kletterer oftmals nicht alt werden. Viele sind durch Abstürze ums Leben gekommen. Ein Schicksal, das auch Honold blühen könnte, weswegen ihm ein Freund schließlich rät, aufzuhören, solange er es noch kann. Aber dem Ruf des Bergs kann sich Honold nicht entziehen. Der Zuschauer wiederum kann sich der Wirkung dieses Films nicht entziehen. Die Aufnahmen vom Kletterer an der Wand sind atemberaubend. Manche Einstellungen verursachen gar ein mulmiges Gefühl und als Honold beginnt, die gefährlichen Passagen des El Capitan ohne Sicherung zu besteigen, da ist das spannender und aufregender als bei jedem noch so guten Thriller.

AB 21. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Jimmy Chin, Elizabeth Chai Vasarhelyi DARSTELLER Alex Honold, Tommy Caldwell LAUFZEIT 98 Minuten VERLEIH Capelight VERTRIEB

Central

Ein Film von

MARCUS H. ROSENMÜLLER


NEU IM MÄRZ 20

WEIL DU NUR EINMAL LEBST DIE TOTEN HOSEN AUF TOUR Deutschland 2019 — Dokumentarfilm

Eine Punkband auf Tour. Da denkt man an Alkohol und Exzesse, doch bei den Toten Hosen ist das inzwischen anders. Sehr behutsame Dokumentation – für Fans der deutschen Punklegenden ein absolutes Muss Bei Namen wie Andreas Frege, Michael Breitkopf oder Andreas von Holst denkt man nicht unbedingt an Punkrocker, Campino, Breiti oder Kuddel hört sich dagegen schon eher nach simplen Akkorden und gegrölten Refrains an, zu denen das alkoholgeschwängerte Publikum Pogo tanzt. Anfang der 80er Jahre gründeten sich Die Toten Hosen in Düsseldorf und sind inzwischen längst im Establishment der Bundesrepublik angekommen. Ihre Konzerte füllen Stadien und gerade Leadsänger Campino tritt immer wieder als eine Art Elder Statesman auf, der sich auf Podien und anderen Veranstaltungen gegen Rassismus und Nazis ausspricht. Eine Haltung, die den Punkern stets zu eigen war und dieser Gehör zu verschaffen bedauerlicherweise immer noch notwendig ist. So sind auch die Konzerte der Toten Hosen-Tour, die Cordula Kablitz-Post in ihrer Dokumentation zeigt, immer wieder Fanale gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechte. Nicht nur in dieser Hinsicht hat sich bei den Toten Hosen in ihrer über dreißigjährigen Bandgeschichte wenig geändert, auch die Akkordfolgen ihrer Lieder sind gleichbleibend schlicht – im besten Fall aber höchst effektiv und mitreißend. Denn das vor allem zeigt die liebevolle Dokumentation: Die Konzerte der Toten Hosen sind ein Ereignis, ein kollektives Fest. Während ihrer Tour 2018 begleitete Kablitz-Post die Band, doch wenn man hier Exzesse, Groupies und klapprige Tourbusse erwartet, wird man enttäuscht. Die Toten Hosen operieren längst als mittelständisches Unternehmen, die eine Hundertschaft – fast ausschließlich - männlicher Mitarbeiter beschäftigt, kurven in komfortablen Bussen durch die Republik und trinken vor den Auftritten eher Kräutertee als Alkohol. Die Begeisterung der Fans ist enorm und exzessiv und wohl der Grund, warum es immer weitergeht. Vor allem das ist die Qualität einer ansonsten sehr behutsamen, nicht in die Tiefe gehenden Dokumentation: Anzudeuten, was die Toten Hosen für ihre zahlreichen Fans bedeuten, die sie oft seit Jahrzehnten kennen und mit ihnen älter, ein bisschen weiser, aber nicht einen Deut leiser geworden sind.

AB 28. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Paul Dugdale, Cordula Kablitz-Post


NEU IM MÄRZ 21

THIS MOUNTAIN LIFE – DIE MAGIE DER BERGE Kanada, USA 2018

Ein Teenager entdeckt die Welt des Skatens. Jonah Hills von den US-Kritikern hochgelobte Liebeserklärung an die 90er-Jahre. Die durch Berglandschaften hervorgerufene Begeisterung ist universell – und doch wagen sich die meisten Einheimischen in einem Gebiet, das zu 75% aus Bergen besteht, nur selten in die wahre Wildnis. Es gibt allerdings einen besonderen Schlag von Menschen, welche sich nicht nur über das Alter, ihr Geschlecht, den Beruf oder ihre Vergangenheit definieren, sondern vor allem über die Anziehungskraft der Berge, die für Sie so stark ist, dass sie ihr ganzes Leben darauf ausrichten. „This Mountain Life – Die Magie der Berge“ porträtiert fesselnd und mitreissend die menschliche Leidenschaft, die in der Wildnis der Berge von Kanada zu finden ist. Nach Monaten der Vorbereitung brechen Martina und ihre 60 Jahre alte Mutter Tania auf eine sechsmonatige Reise über 2.300 Kilometer auf. Von Squamish, British Columbia, nach Alaska, durch die erbarmungslose Wildnis der Berge. Es gibt weitere Menschen, die ihre Leidenschaft für das Leben in den Bergen teilen: Eine Gruppe von Nonnen, die ein Kloster in den Bergen bewohnen um Gott näher zu sein; ein Fotograf, der unter einer Schneelawine begraben ist; ein leidenschaftlicher Alpinist; ein hochkonzentriert arbeitender Schneekünstler; ein Paar, welches seit 50 Jahren vom Versorgungsnetz abgekoppelt in den Weiten der Berge lebt. Was bewegt diese Leute dazu, ihren Komfort, die Familie und die eigene Sicherheit für ein Leben in den Bergen zu opfern? „This Mountain Life – Die Magie der Berge“ porträtiert fesselnd und mitreisend die menschliche Leidenschaft, die in den verschneiten Bergen von Kanada zu finden ist.

AB 28. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

ein film von jonah hill

EXKLUSIV AM 7.3. NUR IM KINO! REGIE Grant Baldwin​LAUFZEIT 77 Minuten VERLEIH Camino

Weitere Termine unter kino.de

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NEU IM MÄRZ 22

WILLKOMMEN IN MARWEN »WELCOME TO MARWEN« — USA 2018

Infolge eines schweren Traumas flüchtete sich der amerikanische Künstler Mark Hogancamp im April 2000 in eine von Puppen bevölkerte Fantasiewelt – und in die taucht jetzt auch Robert Zemeckis in seiner Tragikomödie ein. Am liebsten spielt er mit seinen Puppen aufregende Kriegsabenteuer nach, doch hinter Mark Hogancamps (Steve Carell) außergewöhnlichem Hobby steckt eine dramatische Geschichte: Es ist noch nicht allzu lange her, da wurde der leidenschaftliche Maler und Sammler von Damenschuhen in einer Bar überfallen und fast zu Tode geprügelt. Mit viel Aufwand und unter jeder Menge Schmerzen musste Mark ganz alltägliche Dinge neu lernen. Auch wenn er mittlerweile wieder einwandfrei laufen und sprechen kann, wird er von den bruchstückhaften Erinnerungen an die besagte Nacht verfolgt. Vor dem bevorstehenden Gerichtstermin der festgenommenen Täter hat er große Angst. Als ins Haus gegenüber die charmante Nicol (Leslie Mann) einzieht, traut sich Mark erstmals auch ohne seine ihm zu Stärke und emotionalem Halt verhelfenden Puppen vor die Tür. Doch mittlerweile ist Mark so sehr in seiner eigenen Welt gefangen, dass es schwer für ihn ist, wieder ein normales Leben zu führen … Das Skript zu „Willkommen in Marwen“ (Robert Zemeckis und Caroline Thompson) entwickelt seinen Reiz aus der vollkommen subjektiven Erzählperspektive. In kaum einer Szene ist nicht entweder Mark Hogankamp als reale Person, oder sein puppenhaftes Alter Ego Captain Hoagie zu sehen. Dadurch kommen wir den Beweggründen seiner Figur, seinen Gedanken und Ängsten ganz nah und können auch die Verbindung herstellen zwischen dem, was in der Realität passiert und der Art, wie Mark das alles über sein Puppenspiel verarbeitet. Steve Carell, der nach „Foxcatcher“ (mindestens) ein zweites Mal Oscar-würdig aufspielt, legt seine Figur mit einer feinfühligen Mischung aus absoluter Selbstaufgabe und zaghafter Zuversicht an und sammelt damit auch trotz merklicher Ecken und Kanten Sympathiepunkte. Nicht unerheblich am positiven Eindruck von „Willkommen in Marwen“ beteiligt, ist die technische Aufmachung. Nicht umsonst findet sich der Film auf der Oscar-Shortlist für die „Besten visuellen Effekte“.

AB 28. MÄRZ IN DER SCHAUBURG

REGIE Robert Zemeckis DARSTELLER Steve Carell, Leslie Mann, Diane Kruger, Eiza González, Gwendoline Christie LAUFZEIT 116 Minuten FSK 12 VERLEIH Universal Pictures


90 JAHRE SCHAUBURG 23

DIE KUNST DER KINOKULTUR FASZINATION AUTHENTISCHEN KINOS Friedrich Schumacher

1971 war Georg Fricker bei seiner Schauburg-Übernahme in Karlsruhe klar, dass künstlerisch interessante Kinoprogramme nicht ausschließlich aus Filmverleihlagern gestaltet werden können. Aber abgesehen vom damals praktizierten Blockieren wichtiger Filmtitel seitens großer Kinos, berechtigt der Besitz einer Filmkopie grundsätzlich keineswegs zu deren Filmtheatereinsatz! Kino ist für Filmbegeisterte mehr als nur ein Abspielort zeitgeistiger Blockbuster. Große Kinosäle sind heutzutage sogar bei StummfilmWiederaufführungen mit Live-Orchester (z. B. ‚Metropolis‘) voll, weil diese stilechte Vermittlung authentischer Kinokultur begeistert. Zu solchen Vorstellungen benötigte Filme und „Datenträger“ basieren häufig auf privaten Sammlerfilmkopien - oft mühselig zusammengesucht in aller Welt. Hätten Sammler nicht über Jahrzehnte unwiederbringliche Kulturgüter gerettet, gäbe es sie heute gar nicht mehr. Georg Fricker hatte erkannt, dass ein von Kinokultur begeistertes Publikum langfristig zu treuer Stammkundschaft wird. Die beiden damals noch ganz jungen Wolfgang Rihm (ja, DER!) und Thomas Rübenacker durften bei ihm auf dem Kinoklavier Laurel & HardyStummfilme untermalen, als kein Filmverleih diese anbot, noch Jahre vor ‚Väter der Klamotte‘ u. ä. im TV-Programm. Ohne Frickers gesammelte Kopien wäre das nicht möglich gewesen. Er prognostizierte treffend das langfristige Potenzial des Sammelns. Besonders ging es ihm zudem um authentisch angemessene Filmpräsentationen: Hatte ein Verleih einen älteren Film noch im Angebot, konnte man ihn zwar buchen, bekam dann aber oft nur abgenutzte 35 mm Lichttonkopien. Bei ursprünglich als 70 mm Todd AO Film konzipierten Werken ist eine solche Präsentation ein technischer Rückschritt, die künstlerische Einbuße des film- und kinotechnisch Erreichten. Dann konnte man aber in der Schauburg die ursprüngliche 70 mm Version mit 6 Kanal Magnetton aus der eigenen Sammlung oder von Sammlerfreunden heranziehen. Das Bildfeld auf dem Film ist dreimal so groß wie bei herkömmlichen 35 mm Film, die Tonqualität genügte höchsten Profiansprüchen. Zu solchen Vorstellungen „pilgerten“ Besucher von weither nach Karlsruhe.

Georg Fricker hat unermüdlich Zeit und Geld darauf verwendet, bedeutende Meisterwerke der Kinokultur in ihren originalen kinotechnischen Formaten zu bewahren, manchmal gar im allerletzten Moment vor der Vernichtung zu retten. All zu oft stand bei kaufmännischen Überlegungen den Filmverleihern das Problem hoher Lagerkosten bis zum Hals. Wenige von ihnen hatten den langen Atem und das Unternehmensziel, wenigstens einen Teil ihrer Filmbestände angemessen zu archivieren. Viel öfter ist leider kurzer Prozess gemacht worden und Raritäten der Filmkultur wurden rückstandslos vernichtet. Filme, deren Bedeutung und deren Macher zuweilen erst Jahrzehnte später „entdeckt“ wurden und werden und sich gegen solche Zerstörungen nicht (mehr) wehren konnten. Was weg ist, ist für immer verschwunden. Es gab nie einen offiziellen Markt für alte Filmkopien, die schwer, sperrig und unberechenbar in ihrer chemischen Haltbarkeit sind. Und wer hatte schon die Technik zur Verfügung, sie abzuspielen? Kinopublikum, Filmkritiker und Museumsprofis haben die Gefahr des Kulturverlustes viel zu spät mitbekommen oder nicht ernst genommen. Und wenn man erst nach Jahren erkennt, was alles unwiederbringlich verschwunden ist, existiert der Film nirgends mehr… Fricker begann früh, Filmkopien zu sammeln, für die sich keiner mehr interessierte oder damit abgeben wollte. Er hat nicht etwa nur Meisterwerke vor dem Vergessen gerettet, sondern auch Nischenprodukte, Eintagsfliegen, Regionales. 50er Jahre Sexspielfilme des Karlsruher Rotlicht-Originals Margarethe Reinhardt zum Beispiel. Wochenschauen, Werbefilme für kommende Kinofilme, Kurzfilme, Fotos, Plakate - das alles besitzt historisch-zeitgeistiges Potenzial. Darauf ist Fricker schon gekommen, als Historiker noch beim Thema Kino und Film verächtlich die Nase rümpften. „Wenn wir [Kinomacher] das nicht retten, schmeißt Ihr ja alles weg!“ argumentierte er bei seinen Fischzügen in Filmlagern, um zig Kilo schwere Filmkisten zu retten für sein un-subventioniertes Archiv. Immerhin wiegt eine einzige 70 mm Filmkopie von ‚Ben Hur’ in ihren 16


90 JAHRE SCHAUBURG 24

Georg Fricker: Unerfüllte Kinoliebe brachte ihn in den 50ern dazu, ein mobiles Wanderkino in Baden und der Pfalz zu riskieren: Dorfkino mit zusammengesuchten Projektoren, Filmauswahl kundenorientiert, improvisiert in Kneipen, Gemeinde-, Tanzsälen, im Freien, aber nicht in Palästen. Organisationstalent, perfekt und knallhart, einfallsreich und mutig hatte er, um zu überleben, Hindernisse schaffte er beiseite. „Träume muss man erkämpfen“. Den Kampf gewann Fricker 1971, als er die Schauburg kaufte, sanierte und zu dem machte, was wir heute genießen.

35 mm oder CinemaScopefilme mit 4 Kanal-Magnetton ergatterte er im Laufe der Jahre für seine Sammlung. Wer heute solche Archivperlen, allen voran 70 mm Filme, vorführen möchte, muss sich dazu recht umständlich Einzellizenzen beschaffen. Natürlich deckt der Kartenverkauf diese Kosten bei weitem nicht ab. Hier kann die Schauburg ihren Kunden nur dank der Georg Fricker Stiftung subventionierte Kinokultur zugänglich machen.

Alucontainern 300 kg ! Oft war die Lizenz abgelaufen; solche Sammelstücke durften im Kino nicht eingesetzt werden. Doch es ging ja zunächst immer darum, sie für das Kinokulturgedächtnis zu retten, damit man sie eines Tages zukünftigen Generationen nacherlebbar zugänglich würde machen können. Bei diesem Ziel waren Einzelheiten der späterer Nutzung nebensächlich.

Für Karlsruhe und Deutschland hat sich die Schauburg über Frickers Tod hinaus dieses Alleinstellungsmerkmal sorgfältig pflegend bewahrt, oder wie er selbst formulierte: „Einen authentischen Ort mit funktionierender Technik“ über alle Entwicklungen und Zeitläufte hinaus erhalten. Der Autor, der noch mit Georg Fricker zusammen an Technik und Filmprogrammen gearbeitet hat, sieht die Gründung seiner Stiftung als durchdachtes Vermächtnis. Jahrzehntelang hatte er sich ja stets gegen die müde Branche und die vom nackten Kommerz gelenkten Kinomacher abgesetzt.

Schauburgeigentümer Fricker war klar, dass man „demnächst“ einmal froh sein würde, überhaupt Filme in ihrer medienadäquaten Version zur Verfügung zu haben. So rettete er der Nachwelt die deutsche 70 mm Fassung von ‚Hello Dolly‘, ‚El Cid‘, ‚55 Tage in Peking‘ um nur einige Titel zu nennen. Echte Technicolor Kopien in

Inzwischen unternahm die Schauburg zielstrebig alles Erdenkliche auf dem Weg zu einer Kinokulturinstitution. Das Ziel wurde erreicht: Sie ist eins der wenigen Kinos in Europa, die auf stark gekrümmter Bildwand noch Filme in originaler Technik mit der fantastischen Wirkung von Kinofeeling präsentieren können. Auszeichnungen und Preise haben dieses Engagement gewürdigt. Fricker gelang es als einem der letzten Kinokulturbewahrer in dieser Nische wirtschaftlich zu überleben ! Zu den Festivals kamen und kommen regelmäßig Gäste aus aller Welt. Unter ihnen sind internationale kinotechnische Kapazitäten, weil die so etwas so schnell woanders gar nicht mehr geboten bekommen können. Erfreulicherweise war es ihm vergönnt, die Früchte seines Lebenswerkes noch zu erleben und in Herbert Born einen auf genau dieses Kinokulturverständis eingeschworenen Sachwalter gefunden zu haben.

Bei den Programmkino-, Filmkunst- und Wirtschaftsverbänden forderte er für Kinos die medienadäquate Filmpräsentation unnachgiebig ein. Lange bevor Ray Dolby das nach ihm benannte Stereotonverfahren für Kinos entwickelte, hatten ausgerechnet kleine Filmkunstkinos u. a. in Essen, Düsseldorf, Bonn, Münster und eben auch in der Karlsruher Schauburg die aufwändige 4 bzw. 6 Kanal Magnettontechnik gepflegt und bei den Filmverleihern hartnäckig eingefordert. Letztere bevorzugten aus Kostengründen viel billigere Mono Lichttonversionen der Filme. Aber ‚Woodstock‘, ‘Tommy-The Who‘ in Mono?! Das ist wie ‚Grand Prix‘ auf dem Handy ! Seine über Jahrzehnte laufenden Investitionen in die 70 mm Projektoren, Verstärker, Lautsprecher, Magnettonköpfe, Projektionsoptiken und all die erforderlichen Montagestunden hat Fricker als unabdingbar zur Pflege von Kinokultur unternehmerisch gestemmt. Der wirtschaftliche Erfolg gab ihm Recht - ohne dass er sich etwa dem 16 mm Schmalfilm oder anderen kinotechnischen Entwicklungen verschlossen hätte. Für die Schauburg war und ist es ein Besucher anlockendes Alleinstellungsmerkmal. Genau das hat der Stifter vorausschauend erkannt und als Stiftungsziel festgelegt. Als ein erfolgreicher Programmkinomacher-Kollege und selbst leidenschaftlicher Filmsammler nach Frickers Tod 2008 seine gewaltige Sammlung an Herbert Born abtrat, wollte er sein Kulturgut Film so lange wie möglich im Original gerettet wissen. Er und weitere Sammler haben das Vertrauen in die Schauburg-Sammlung und wünschen sich die kinooptimierte Nutzung bei der Gewähr vom bestmöglichen Erhalt - für das Kino. So vertrauten sie Karlsruhe mehrere Lkw-Ladungen voller Filmraritäten an.


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FILMKOPIEN Kinofilm - gemeint ist der 35 und 70 mm breite Film - ist technisch eine empfindliche Materie. Farben verblassen, Perforationslöcher schrumpfen, Tonträger lösen sich auf. Das wäre tolerierbarer Verschleiß, gäbe es immer und von allem unbeschädigte Zweitkopien oder gar Originalvorlagen (Negative, Tonbänder …), und gäbe es noch Kopierwerke, die so etwas überhaupt fertigen könnten! Physisch als Film vorgeführte Werke haben eine medientypische Aura, bringen ein Kinoerlebnis, das sich digital kaum vermitteln lässt. Inzwischen gibt es in unseren Kinos überwiegend nur noch digitale Datenträgerbeamer, also schon seit langem keine Filme im technischen Sinne mehr.

Jacques Tatis 70 mm Film ‚Playtime‘ war zur Fertigung der vollständigen Blu-ray-Ausgabe nur noch bei privaten Sammlern verfügbar. Produzenten und Rechteinhaber freuen sich, wenn Sammler noch einen „verschollenen“ Film in ihrem oft jahrzehntelang gepflegten Fundus haben. Darauf greifen alle gern zurück, auch wenn man zuvor Sammlern keinen Meter Film offiziell abgegeben hatte. Es gibt inzwischen sehr viele berühmte Filme, von denen weltweit überhaupt keine Originalvorlagen mehr verfügbar sind. Festival-, Kino-, Blu-ray- und TV-Redakteure kennen dieses mühevolle Problem und sind begeistert, wenn Sammler und Archive ihnen helfen können.

Filmkritiker, Historiker und Kulturschaffende, selbst Filmemacher, glaubten lange Zeit, die großen Produktionsgesellschaften würden in ihren Zentralen etwa in den USA Negative und Tonbänder komplett und angemessen archivieren. Das ist jedoch leider nur selten so. Feuer, Hochwasser, Erdbeben, Kriege, politische Umstürze und Insolvenzen besorgen den Rest… Selbst das Bundesarchiv jammert spät, aber wehleidig, markante deutsche Filmwerke nicht im Bestand zu haben und unwiderruflich nie mehr rankommen zu können. Wer alte Filme (wieder-) entdecken möchte, hat es heute einfacher als noch vor 20 Jahren. Sogar seltene Titel sind inzwischen auf Bluray / DVD oder als Dateien verfügbar. Aber leider bleiben das alles immer systemtechnisch bedingt bescheidene Reduzierungen auf Ersatzformate. ‚2001 Odyssee im Weltraum‘ kann man sich gar nicht in weniger als 70 mm Projektion vorstellen. Regisseure, Kameramänner, Filmmusikkomponisten und Tontechniker haben Filme wie ‚Ben Hur‘ oder ‚West Side Story‘ nicht für bescheiden kleine Heimkinowände gestaltet, denn dort können sie ihre Wirkung nur andeuten. Und genau aus diesem Grund werden immer noch neue 70 mm Filme gemacht (‚Hateful 8‘), die man zwar als Kompromiss auch in kleineren Formaten ansehen, aber nur auf 70 mm Bildwänden medienadäquat erleben kann. Stanley Kubrick ließ einmal Kinos technisch überprüfen, bevor sie überhaupt einen Film von ihm spielen durften… VistaVision, CinemaScope und 70 mm Todd AO sind zudem bild- und tontechnisch eigentlich nur auf über 100 m² großen Bildwänden in ihrer künstlerisch durchkomponierten Gestaltung erlebbar - im Kino. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, an das im Heimbereich verfügbare Geräte nur herankommen. Heute mag „Fernsehen“ zwar nicht mehr Kaugummi für die Augen sein, aber von einer perfekten Projektion im 70 mm Kino hat man eben immer noch viel mehr, ja alles vom Film !


SPECIALS IN DER SCHAUBURG

SONDERVORSTELLUNG IN ANWESENHEIT VON PROTAGONIST & REGISSEUR ANSELM PAHNKE

ANDERSWO. ALLEIN IN AFRIKA DIENSTAG, 5. MÄRZ UM 19:00 UHR

SONDERVORSTELLUNG

PLASTIC PLANET

DIENSTAG, 12. MÄRZ UM 19:00 UHR Im Rahmen der Südstadtaktion „Plastik-Fasten – Ein Indianer kennt kein Plastik“ zeigen wir die passende Dokumentation: „Plastic Planet“ klärt über gesundheitliche Risiken und die umweltzerstörerische Kraft des Wunderstoffs auf. Ein Jeder kann unterstützen: Bringen Sie zum Einkaufen eigene Behältnisse oder Stoffbeutel mit, verzichten Sie beispielsweise auf Plastiktüten oder den Coffee-To-Go-Becher (auch gerne an unserer Kinotheke).

15.000 Kilometer, 414 Tage, 15 Länder — Ein Film über eine Entdeckungsreise, die Suche nach dem Abenteuer und nach dem Ich. Nur mit dem Fahrrad ist Anselm durch den afrikanischen Kontinent gefahren. Er hat weder Bus noch Bahn genutzt und während der kompletten Reise auf den Kauf von Trinkwasser verzichtet. „Denn ich wollte Afrika erleben, wie es wirklich ist. Den Menschen und der Natur wirklich nah sein.“ Anselm Pahnke wird zur Vorstellung zugegen sein und gerne mit den Zuschauern ins Gespräch kommen.

KARLSRUHER WOCHEN GEGEN RASSISMUS, MIT ANSCHLIESSENDER DISKUSSION

I AM NOT YOUR NEGRO

SAMSTAG, 16. MÄRZ UM 16:30 UHR

ROSENMONTAGS-SPECIAL

THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW Engl.

OV

MONTAG, 4. MÄRZ UM 21:00 UHR

Als Mainstream-Flop wurde diese Produktion mehr oder weniger ungewollt zum Midnight Movie-Hit. Erst nach dem New Yorker Kinobetreiber den Streifen in Ihren Mitternachtsschienen platzierten ging der Siegeszug um Rocky, Brad und Janet so richtig los. Mit der Zeit etablierten sich feste Rituale, die jede Vorstellung begleiteten: Ausrufe, das Werfen von Reis und Konfetti, wildes Tanzen und Klatschen. Auch Jahrzehnte danach pilgern die Rocky-Horror Fans alljährlich zum Rosenmontag in die Schauburg, um die Party fortleben zu lassen.

Raoul Peck („Der junge Karl Marx“) inszeniert eine fulminanten Collage aus Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung in den 1950er- und 60er-Jahren, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weiße Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner.

IN KOOPERATION MIT DER „GESELLSCHAFT FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT KARLSRUHE E.V“ IM RAHMEN DER „WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT“

LIZA RUFT

SAMSTAG, 16. MÄRZ UM 19:00 UHR

FILM FESTIVAL

BANFF MOUNTAIN FILM FESTIVAL 2019 SONNTAG, 17. MÄRZ UM 17:00 UND 20:30 UHR

Mit dem Banff Mountain Film Festival macht das renommierteste Outdoorfilm-Festival der Welt auch in Eurer Schauburg wieder halt. Schnallt Euch an für halsbrecherische Features, exklusiv auf unserer gewölbten Cinerama-Leinwand. Der Vorverkauf hat begonnen.

Ein politischer Dokumentarfilm über den Holocaust, den jüdischen Widerstand und die Erinnerungspolitik in Litauen und das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt. Im Gespräch mit Fania Brantsovskaya, ihren Angehörigen und Weggefährten schafft „Liza ruft!“ das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau, die beides ist: ein Opfer von fortwährender Verfolgung ebenso wie eine unermüdliche und streitbare Akteurin im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit.


SPECIALS IM FEBRUAR 27

PREMIERE MIT EINEM GLAS SEKT

DO. 7. MÄRZ 21:00 UHR MID90S

Engl. OmU

PREVIEW MIT EINEM GLAS SEKT IN ANWESENHEIT DER FILMEMACHER

SA 02. MÄRZ 15:00 UHR REISS AUS – ZWEI MENSCHEN. ZWEI JAHRE. EIN TRAUM SO 03. MÄRZ 17:00 UHR VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE... FR 29. MÄRZ 21:00 UHR THIS MOUNTAIN LIFE – DIE MAGIE DER BERGE

AUFZEICHNUNG AUS DEM BOLSCHOI IN MOSKAU

DORNRÖSCHEN

SONNTAG, 10. MÄRZ UM 16:00 UHR Das strahlendes Märchenballett beinhaltet magische Figuren, Feen und Rotkäppchen, den gestiefelten Kater und eine atemberaubende junge Prinzessin Aurora, dargestellt durch Olga Smirnova, ein „wahrlich außergewöhnliches Talent“ (The Telegraph). Klassisches Ballett vom Feinsten!

SONDERVORSTELLUNG IN ANWESENHEIT DER REGISSEURE

DO 14. MÄRZ 20:30 UHR PORTUGAL – DER WANDERFILM

PREMIERE MIT EINER BIERSPEZIALITÄT VON HOEPFNER

DO. 28. MÄRZ 20:30 UHR WEIL DU NUR EINMAL LEBST – DIE TOTEN HOSEN AUF TOUR

PREVIEW MIT EINEM GLAS SEKT IN ANWESENHEIT DER FILMEMACHER

SCALA ADIEU ... VON WINDELN VERWEHT LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DER METROPOLITAN OPERA IN NEW YORKS

LA FILLE DU RÉGIMENT VON GAETANO DONIZETTI SAMSTAG, 2. MÄRZ UM 19:00 UHR

Die Oper erzählt die Geschichte einer jungen Liebe, die anfangs zu scheitern droht, aber am Ende siegreich ist. Sie bietet dem Komponisten das, was er für eine erfolgreiche Oper benötigt: reichlich Gelegenheit zu schwungvoll-rhythmischer Musik, mal militärisch, mal tänzerisch-beschwingt, mal romantisch. Und dem Tenor bietet sie die anmutige Cabaletta „Ah! Mes Amis“ mit den gefürchteten neun hohen Cis!

LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DER METROPOLITAN OPERA IN NEW YORKS

DIE WALKÜRE VON RICHARD WAGNER SAMSTAG, 30. MÄRZ UM 17:00 UHR

Seine Nachkommen sollen Wotans Macht sichern. Das Zwillingsund Liebespaar Siegmund und Sieglinde scheint dafür wie geschaffen. Doch die Geschwisterliebe verstößt gegen Gesetze. Vergebens versucht Brünnhilde, Wotans Lieblingstochter, das inzestuöse Paar zu schützen. Siegmund und auch sie muss der Vater opfern. Ein Wiedersehen mit Lepages atemberaubender Inszenierung mit dem per Videofeuer entzündeten Walkürenfelsen.

MITTWOCH, 27. MÄRZ UM 18:00 UHR

In Konstanz am Bodensee kämpft das alt-ehrwürdige Programmkino "Scala Filmpalast" ums Überleben, es sll einem Drogeriemarkt weichen. Als Regisseur Douglas Wolfsperger den magischen Ort der eigenen Kinosozialisation besucht, ist der Bürgerprotest gegen die drohende Schließung bereits in vollem Gange. Nach der Vorstellung bitten Wolfsperger zu einer Podiumsdiskussion.

QUEERFILMNACHT

FREAK SHOW Engl. OmU

MITTWOCH, 27. MÄRZ UM 21:00 UHR Nachdem Billy Bloom von einer Gruppe homophober Mitschüler krankenhausreif geprügelt wird, holt er zum Gegenschlag aus: Er erklärt seine Kandidatur zur Homecoming Queen und bereitet einen Auftritt vor, vor dem selbst Lady Gaga vor Neid erblassen würde. Als unscheinbare High-School-Komödie getarnt, erzählt FREAK SHOW mit entwaffnendem Humor, skurrilen Nebenfiguren und ganz viel Herz die Außenseitergeschichte eines sonderbaren Jungen als berührendes nicht-heterosexuelles Selbstermächtigungs-Märchen.


TÄGLICH 15.00 UHR

KINDERKINO IM MÄRZ nur

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roß & Kl

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28. FEBRUAR – 06. MÄRZ

07. – 13. MÄRZ

14. – 20. MÄRZ

WILDHEXE

DER KLEINE EISBÄR 2

ELLA UND DAS GROSE RENNEN

Die 12­jährige Clara ist wie jedes andere Mädchen, bis sie von einer schwarzen Katze gekratzt wird. Sie kann jetzt mit Tieren sprechen. Sie ist eine Wildhexe und dazu noch eine ganz besondere.

Phantasievolle Verfilmung der Eisbärabenteuer von den Regisseuren Piet De Rycker und Thilo Rothkirch basierend auf den erfolgreichen Kinderbüchern von Hans de Beer.

Kinderfilm um die kleine Ella, die gemeinsam mit ihren Freunden gegen die Schließung ihrer Schule kämpft. 2012 / 83 MIN. / FSK: 0

2005 / 81 MIN. / FSK: 0 JAHR: 2018 / LÄNGE: 90 MIN. / FSK: 6

21. – 27. MÄRZ

28. MÄRZ – 03. APRIL

04. – 10. APRIL

PETTERSSON & FINDUS – FINDUS ZIEHT UM

DIE BIENE MAJA

DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT 3

Findus geht Pettersson mit seinen Turn­ übungen im Bett richtig auf die Nerven. Da hilft nur eines: er braucht sein eigenes Haus.

Biene Maja widersetzt sich allen Regeln des Bienenstocks und bringt die Ordnung der Arbeitsgesellschaft mit ihrem Entdeckergeist mächtig durcheinander.

Hicks ist als neuer Stammesführer in die Fuß­ stapfen seines Vaters getreten. Rückblickend erinnert er sich an seine Abenteuer mit dem Drachen Ohnezahn.

JAHR: 2018 / LÄNGE: 81 MIN. / FSK: 0

JAHR: 2014 / LÄNGE: 88 MIN. / FSK: 0

JAHR: 2019 /LÄNGE: 104 MIN. / FSK: 6

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GEBURTSTAGSFEIER IM KINO??

Es ist ganz einfach und viel günstiger als Sie vielleicht denken. Wenn gewünscht inklusive Feier mit Kuchen, Kakao und Führung hinter die Kulissen der Schauburg. Sprechen Sie uns einfach an ... Telefon 0721 35000 15 / ­17 / ­18 (Büro) info@schauburg.de

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat die SCHAUBURG von 1976 bis 2017 jährlich für ein hervorragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm ausgezeichnet.


MÄRZ

SENIORENKINO Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 5€ inkl. 1 Glas Sekt

13.03.

20.03.

27.03.

Foto: © Monkey Business – fotolia.com

06.03.

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

GROSSBILDWAND


PROGRAMMVORSCHAU 30

UNSERE PROGRAMMVORSCHAU FÜR

APRIL 2019

4. APRIL 2019

11. APRIL 2019

Nach dem Millionenerfolg von „Monsieur Claude und seine Töchter“ erobert die lieb gewonnene Familie Verneuil erneut die Kinoleinwand. Claude Verneuil (der französische Filmstar Christian Clavier) und seine Frau Marie müssen sich als traditionsbewusste Schwiegereltern erneut ihren Toleranzgrenzen stellen, als die zauberhaften Töchter und ihre unversöhnlichen Ehemänner ihrem wundervollen Heimatland Frankreich den Rücken kehren wollen.

Im Stil von Cinema Verité blickt die spannende Doku hinter die Kulissen der „Floating Piers“ des bulgarisch-amerikanischen Künstlers Christo im norditalienischen Iseo-See und verfolgt die turbulente Entstehungsgeschichte dieses gigantischen Projekts samt Hürden, Erfolgen und Widerständen. Dabei entsteht ein feinfühliges Porträt des 81jährigen legendären Ausnahmekünstlers. Ein sinnliches Kinoerlebnis, nicht nur für Kunstliebhaber.

REGIE Philippe de Chauveron DARSTELLER Christian Clavier, Chantal Lauby

REGIE Andrey Paounov

REGIE Marco Kreuzpaintner DARSTELLER Elyas M'Barek, Heiner Lauterbach, Alexandra Maria Lara

18. APRIL 2019

18. APRIL 2019

25. APRIL 2019

Vielleicht ist ein Künstler der Richtige, einen Film über einen Künstler zu drehen. Zumal es dem Maler und Filmemacher Julian Schnabel in seinem Film weniger darum geht, einen klassischen biographischen Film zu drehen, als einen filmischen Weg zu finden, den besonderen Blick zu verstehen, den van Gogh auf die Welt hatte. Ein außerordentlicher Film über einen außerordentlichen Maler.

Eine alleinerziehende Mutter kämpft um die Nähe zu ihrem Sohn. Sie hat den Kontakt zu ihm vollständig verloren, weil er seit langem sein Zimmer nicht mehr verlässt. Über einen Online-Chat bekommt sie eines Tages unverhofft die Möglichkeit, sich ihm anonym und vorsichtig anzunähern. Thematisch brisanter, hochaktueller Mix aus Kammerspiel und Mutter-Sohn-Drama, der wichtige gesellschaftliche Fragen aufwirft und durch beachtenswerte Darstellerleistungen besticht.

Sir Michael Caine, Meister der Ironie und des zündenden Wortwitzes, spielt in dieser Kriminalkomödie gemeinsam mit einigen der besten und ältesten Haudegen der britischen Film- und Theaterwelt: Jim Broadbent, Michael Gambon, Tom Courtenay. Es geht um den legendären „Hatton Garden-Einbruch“, bei dem 2015 Diamanten im Wert von ca. 200 Millionen Pfund gestohlen wurden. Sehenswert und sehr kurzweilig.

REGIE Julian Schnabel DARSTELLER Willem Dafoe, Oscar Isaac, Rupert Friend

REGIE Marcus Richardt DARSTELLER Katja Riemann, Jasmin Tabatabai, Nils Rovira-Munoz

REGIE James Marsh DARSTELLER Sir Michael Caine, Charlie Cox, Michael Gambon

MONSIEUR CLAUDE 2

VAN GOGH – AN DER SCHWELLE ZUR EWIGKEIT

CHRISTO – WALKING ON WATER

GOLIATH96

18. APRIL 2019

DER FALL COLLINI Was treibt einen völlig unbescholtenen Mann zu einem Mord? Und was hat Recht mit Gerechtigkeit zu tun? Mit diesen Fragen sieht sich Elyas M’Barek als Pflichtverteidiger in dem spannungsgeladenen Drama nach dem gleichnamigen Roman des Erfolgsautors Ferdinand von Schirach konfrontiert, das von einem der größten deutschen Justizskandale erzählt.

EIN LETZTER JOB


AB DO

7.3.

Von Anna Boden und Ryan Fleck Mit Brie Larson („Kong: Skull Island“) Samuel L. Jackson („The Hateful Eight“) Ben Mendelsohn („Ready Player One“) Jude Law („Spy“) CAPTAIN MARVEL beschreibt, wie Carol Danvers alias Captain Marvel in den 90er Jahren zu einer der bedeutendsten und wichtigsten Superheldin des Universums aufsteigt – lange vor den Avengers und in einer Zeit, in der die Erde durch den galaktischen Kampf zweier Alienrassen bedroht ist. Das actionreiche Kinospektakel beleuchtet damit eine bisher noch unbekannte, aber bedeutungsvolle Episode im Marvel Cinematic Universe.

FILMhighlights im MÄRZ DIE GOLDFISCHE

21.3.

Von Alireza Golafshan () Mit Tom Schilling („Who Am I“) Jella Haase („Fack ju Göhte“) Birgit Minichmayr („Der Untergang“) Axel Stein („Knallharte Jungs“)

RATE YOUR DATE

Oliver arbeitet hart für seinen Erfolg. Aber als er sich auf dem Weg zu einem Termin die freie Gegenspur zur privaten Fastlane macht, rast er in einen verheerenden Crash. Diagnose: Querschnittlähmung. Drei Monate Reha sollen ihn auf ein Leben im Rollstuhl vorbereiten. Doch Oliver will raus aus diesem „Gefängnis“ mit schlechtem Internet. Auf der Suche nach dem stärksten WLAN-Signal lernt er eine schräge Behinderten-WG kennen: Magda eine blinde Zynikerin, zwei Autisten, den 80ies-Pop-Fan Rainman und den stummen Michi, Franzi, ein selbstbewusstes Mädchen mit Down-Syndrom sowie ihre zwei Betreuer Laura und Eddy. Oliver, der neben seiner Behinderung nun auch noch damit zu kämpfen hat, dass sein Schweizer Schließfach mit steuerfrei beiseite geschafftem Vermögen aufzufliegen droht, erkennt die Vorteile positiver Diskriminierung...

AB DO

7.3.

Von David Dietl („König von Deutschland“) Mit Alicia von Rittberg („Herz aus Stahl“) Edin Hasanovic („You Are Wanted“) Nilam Farooq („SOKO Leipzig“) Marc Benjamin („Vielmachglas“) Dating in der Großstadt ist wie Überleben in der Wildnis. Dating-Profi Teresa und ihre beste Freundin Patricia haben keine Lust mehr, verarscht zu werden. Wenn man doch vorher wüsste, was für ein Typ einem am Abend gegenüber sitzt! Und da trifft Teresa den Informatiker und überforderten Dating-Anfänger Anton. Gemeinsam haben die beiden DIE Idee für eine Dating-App, die alle User in Kategorien einteilen lässt. Zusammen mit Patricia, dem Womanizer Paul, der schon länger auf der Suche nach der perfekten Start-Up ist, setzen sie ihre Idee in die Tat um. Doch schnell kommt die Erkenntnis, dass Liebe doch nicht in Schubladen passt und kein Algorithmus der Welt vor einem gebrochenen Herzen schützen kann...

CAPTIVE STATE

Mit John Goodman („10 Cloverfield Lane“) Vera Farmiga („Up in the Air“) Madeline Brewer („Orange Is the New Black“) Die Erde ist seit fast 10 Jahren von außerirdischen Invasoren besetzt. Offiziell existiert kein Verbrechen mehr, die Arbeitslosigkeit ist auf einem historischen Tief und Armut wurde ausgemerzt. Doch diese scheinbar perfekte Welt hat eine düstere Kehrseite. Die Menschheit steht unter aufoktroyierter Kontrolle, die meisten ergeben sich ihrem Schicksal und kollaborieren. In Chicago jedoch formiert sich Widerstand im Untergrund: eine kleine Gruppe Aufständischer ist fest entschlossen, sich gegen die Eindringlinge zur Wehr zu setzen. Was nicht nur die Machthaber aus der fremden Galaxie, sondern auch deren Handlanger mit allen Mitteln verhindern wollen. Es beginnt eine erbarmungslose Jagd auf die Verschwörer, bei der nur eine Seite überleben kann…

nur Mi 19.9. um 19:45 Uhr

ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKS

AB DO

14.3.

Von Louis Clichy und Alexandre Astier („Asterix im Land der Götter“) Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein! Das unbeugsame Volk leistet natürlich zu jeder Zeit Widerstand! Der Druide Miraculix sorgt sich um die Zukunft des Dorfes und macht sich gemeinsam mit Asterix und Obelix auf, einen Nachfolger zu finden, dem er das Geheimnis des legendären Zaubertranks anvertrauen kann. Doch auch der hinterhältige Dämonix versucht, in den Besitz der magischen Formel zu kommen und schreckt dafür nicht einmal vor einem Pakt mit den Römern zurück. Während Asterix und Obelix auf ihrer Suche nach einem würdigen Druiden-Lehrling ganz Gallien durchqueren, müssen die Frauen das Dorf allein gegen die römischen Soldaten verteidigen. Und die Zaubertrank-Vorräte reichen nicht ewig…

PREVIEW am Mi 10.3. 14:30 Uhr AB DO

21.3.

Von Til Schweiger („Keinohrhasen“) Mit Sophie Lane Nolte Nick Nolte („Warrior“) Matt Dillon („Verrückt nach Mary“) Emily Mortimer („Mary Poppins Rückkehr“) Veronica Ferres („Schtonk“) Amadeus hat Alzheimer und es fällt ihm schwer, den Verlust seiner Frau zu verarbeiten. Immer wieder fragt er seinen Sohn Nick, wo seine geliebte Ehefrau ist, immer wieder erschüttert ihn die Nachricht von ihrem Tod aufs Neue. Seine Enkelin Matilda versucht alles, um ihrem Opa zu helfen und hat eines Tages die rettende Idee: Amadeus hat seine Frau in Venedig kennengelernt. Sie will daher mit ihm zusammen eine Reise zu dem Ort, an dem seine große Liebe begann, unternehmen…

LadyPalast inkl. ein Glas Sekt nur Mi 20.3. um 19:45 Uhr

AB DO

28.3. Von Rupert Wyatt („Planet der Affen“)

LadyPalast inkl. ein Glas Sekt

HEAD FULL OF HONEY

AB DO

DUMBO

3D

AB DO

28.3.

Von Tim Burton („Alice im Wunderland“) Mit Collin Farrell (Phantastische Tierwesen) Danny Devito („Matilda“) Alan Arkin („Argo“) Michael Keaton („Spider-Man“) Eva Green („300“) Das Leben des ehemaligen Zirkusstars Holt Farrier ist aus den Fugen geraten, seit er aus dem Krieg zurückgekehrt ist. Zirkusbesitzer Max Medici stellt ihn ein, um für einen neugeborenen Elefanten zu sorgen, dessen übergroße Ohren ihn zur Zielscheibe für Hohn und Spott machen. Doch als Holts Kinder Milly und Joe herausfinden, dass Dumbo fliegen kann, setzt nicht nur die angeschlagene Zirkustruppe ihre Hoffnungen in den kleinen Dickhäuter. Der überzeugungskräftige Unternehmer V.A. Vandevere und die charmante Luftakrobatin Colette Marchant treten ebenfalls auf den Plan…

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PROGRAMMHEFT MÄRZ 2019

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BERUFUNG AB 7. MÄRZ IM KINO www.dieberufung-derfilm.de

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IHR KAMPF FÜR GERECHTIGKEIT

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Programmheft Schauburg Cinerama Karlsruhe März 2019  

Das Programm des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für den Monat März 2019

Programmheft Schauburg Cinerama Karlsruhe März 2019  

Das Programm des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für den Monat März 2019