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Studierendenzeitung der PH Zürich Nr. 40, 25. Mai 2021

Mode der 40er Jahre 10 Figuren aus unserer Kindheit 12 Schule in den 40ern 14


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Impressum

Einga be schlu s s 16. Ju li 202 1

Ausgabe: RePHlex Nr. 40, 25. Mai 2021, Auflage: ∞ Stück. Herausgeber: VS PH Zürich, Versammlung der Studierenden der PHZH; Lagerstrasse 2, Büro LAC-E073 8090 Zürich; vs@phzh.ch; www.facebook.com/vsphzh Redaktion: RePHlex, Zeitung des VS PH Zürich, Lagerstrasse 2, Büro: LAC-E073, 8090 Zürich; rephlex@phzh.ch Redaktionsleitung: Marcel Freuler Redaktion: Jelena Bosiokovic, Miro Müller, Teresa Dreßler, Lisa Rebmann, Chiara Profeta, Valentina Botic, Dorina Kista, Gioia Rodriguez, Marcel Freuler, Sabrina Fehr, Vera Kobler, Endrit Sula, Loreena Buchli Titelbild: Lisa Rebmann Layout & Gestaltung: Miro Müller und Vera Kobler Inserieren: public-relations@vs.phzh.ch – Einsendeschluss Ausgabe 41: 02.09.2021 2


40 4

Editorial

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Unnützes Wissen zur Zahl 40 Facts zu der Zahl 40

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Mode der 40er Jahre Wie sich die Menschen damals kleideten und welche Trends wir heute wieder finden.

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Figuren aus unserer Kindheit Wie geht es unseren Figuren von damals? Was ist aus ihnen geworden?

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Schule in den 40ern Ein Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft des Schulaltags.

2 Impressum 11 Pinnwand 21

Portraitiert

24 Literaturvorschläge:

40 dies, 40 das

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Test auf Teams

31 Comic 31 #phlife 32

Dr. PHlex

Exgüsi, dass ich all 40 Chicken-Nuggets selber gesse han.

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Swing Mit den 40er Jahren durchs einundzwanzigste Jahrhundert tanzen

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40 Must-haves für die Schule Die wichtigsten Gadgets fürs (Studi-)Leben auf einen Blick.

Die Zahl

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Kritische Motivation Eine Reihe an Ratschlägen, Tipps und Tricks, wie wir wieder an die vermisste Motivation gelangen können. oder was hast du gedacht?

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40

Ab heute zählt die Vier: Wir feiern mit unserer 40.  Ausgabe Geburtstag und laden dich herzlich ein, alles rund um die Zahl 40 zu erfahren. Das Wort Quarantäne können wir alle wohl langsam nicht mehr hören. Doch weisst du, weshalb man die Absonderung, Isolierung oder Separation so nennt? Du erfährst es in einem unnützen Wissen zur Zahl 40. Danach geht's weiter in die Modewelt der 40er, wo kurze Röcke im Allgemeinen als obszön galten. Nebst einem Rückblick ins Klassenzimmer der Kriegsjahre lassen wir dich mit den 40ern im Hollywood-Style-Swing durchs 21. Jahrhundert tanzen. Du weisst noch nicht, was du im Urlaub lesen sollst? Dann lass dich von unseren 40 Vorschlägen inspirieren!

Illustration Vera Kobler

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Studierenden herzlich bedanken, die über all die Jahre viel Herzblut in die RePhlex gesteckt haben, einen besonderen Dank gebührt natürlich unserem aktuellen Team. Wir wünschen euch allen eine angenehme Lektüre, erholsame und coole Sommerferien und hoffen, dich im September wieder in echt auf dem Campus anzutreffen. Marcel Freuler 5


Lernforum

«Herkunft» von Saša Stanišic Schweizer Vorlesetag, 26. Mai 2021 Ein Buch über das Ankommen in der Fremde und eine präzise Beschreibung der Schulerfahrung eines Geflüchteten.

© Katja Sämann

Onlinelesung der PH Zürich. tiny.phzh.ch/events

Bibliothek

Neue Lehrmittel im Bestand Jetzt neue Inhalte prüfen: «NaTech 9» und «dis donc! 9». Ausserdem in Kürze «connected 4» und «Mathematik Sek 1 klick». Titel vor Ort im F Süd (LEHR). Digital? Günstiges Studi-Abo lösen («Design Studio» ab neuem Schuljahr). tiny.phzh.ch/lmvzdigital

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N E S S I W S E Z T UNNÜ L H A Z R ZU

Zur 40. Ausgabe der RePHlex gibt’s nun endlich die Möglichkeit, mit «useless knowledge» zu prahlen: Willkommen beim unnützen Wissen zur Zahl 40! Text Marcel Freuler Illustration Chiara Profeta 7


Grössen Wenn man von der PHZH zum Chinagarten Zürich läuft, benötigt man (laut Google Maps) für diese 3,2 Kilometer 40 Minuten. 40 Zoll = 1.016 m 40 cm = 15.748 Zoll 40 °F = 4.44444 °C (Formel: 40 °F − 32) × 5/9) 40 °C = 104 °F (Formel: 40°C × 9/5) + 32) -40 °F = -40 °C (Formel:   (-40 °F − 32) × 5/9)

Minus 40 Grad ist die einzige Temperatur, die sowohl in Fahrenheit als auch in Celsius dieselbe ist. Hier braucht es also keine Umrechnung.

Stadt, Land, Fluss Die 40. grösste Metropolregion der Welt ist die japanische Grossstadt Nagoya. (9.113 Millionen Einwohner:innen) Die 40. grösste Stadt der Welt ist Teheran mit einer Bevölkerungszahl von 8.69 Millionen. (Volkszählung 2016) Der 40. längste Fluss der Welt ist mit 2'170 Kilometer der Irrawaddy River. Er fliesst von Tibet aus durch Burma. Mit 652'230 km2 liegt Afghanistan mit seiner Fläche weltweit auf dem 40. Rang. 8


Sport Folgende Eishockeyspieler aus der National League (Saison 2020/21) haben in der Schweiz die Rückennummer #40: Damiano Ciacco, HC Ambrì-Piotta Etienne Froidevaux, HC Lausanne Petteri Lindbohm, EHC Biel Jan Neuenschwander, SC Bern Sascha Rochow, SCRJ Lakers Flavio Schmutz, SCL Tigers In der Major League Baseball (MLB) ist 40 die maximale Anzahl an Spielern, die unter Vertrag genommen werden können.

Weitere Fakten Die RePHlex feiert im Frühjahr 2021 die 40. Ausgabe. Auf dem Monopoly-Spielbrett gibt es 40 Standardfelder. Auf dem Periodensystem der Elemente hat das chemische Element Zirkonium (Zr) die Ordnungszahl 40. In Ägypten sowie im antiken Griechenland plante man das Erntekalendarium nach dem astrologischen Vierzigerschema. Diese Zeit deuteten die Ägypter als vierzig Tage des Todes und des Fernbleibens von Osiris. Deshalb war auch das Fasten in dieser Zeit vorgeschrieben.

Room 40 (Zimmer 40) war im Ersten Weltkrieg eine nachrichtendienstliche Abteilung des Vereinigten Königreichs. In Deutschland ist im Grundgesetz festgelegt, dass der/die Bundespräsident:in mindestens 40 Jahre alt sein muss. Im Roman «Die vierzig Tage des Musa Dagh» verarbeitete der Schriftsteller Franz Werfel den Völkermord an den Armeniern.

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Aus aktuellem Anlass Der Ausdruck Quarantäne wird vom französischen Wort «quarante» (40) abgeleitet. Erstmals wurden im 14. Jahrhundert Isolationsperioden von 40 Tagen verhängt, um so die Pest-Epidemie zu bekämpfen.

Promis die 2021 zum ersten Mal eine Vier auf dem Rücken tragen Alicia Keys, 25. Januar Elijah Wood, 28. Januar Justin Timberlake, 31. Januar Paris Hilton, 17. Februar Jan Böhmermann, 23. Februar Jessica Alba, 28. April Natalie Portman, 9. Juni Simon Ammann, 25. Juni Meghan Markle, 4. August Roger Federer, 8. August Beyoncé Knowles-Carter, 4. September Serena Wiliams, 26. September Britney Spears, 2. Dezember 10


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MODE 40er JAHRE Text und Ilustration Chiara Profeta

Die 40er Jahre standen unter dem ständigen Einfluss des 2. Weltkriegs. Sowohl in den Kriegsjahren als auch in den Jahren danach hinterliess der Krieg seine Spuren in der Mode. Am Anfang der 40er Jahre beobachtete man keine starke Veränderung der Mode im Vergleich zu den Trends aus den 30er Jahren. In den Kriegsjahren wurde zunächst nicht allzu viel Wert auf Mode gelegt, da sich die Menschen weitaus anderen Problemen stellen mussten, als über Mode nachzudenken. Auf Grund von Sparmassnahmen schneiderten sich zu dieser Zeit die Frauen ihre Kleidung oft selbst. Getragene Kleidung aus der Familie wurde umgenäht, auseinandergeschnitten und zu völlig anderen Kleidungsstücken verändert. Kein Wunder also, dass es im Gegensatz zu den vorangehenden Jahrzehnten zu keinem Stilbruch in der Modewelt kam. Statt Innovation stand die Zweckmässigkeit der Kleidung im Vordergrund. Das Geld war nach dem Krieg knapp, weite ausladende Schnitte waren nicht zu finanzieren und auch wohlhabenden Frauen nicht gewährt. In manchen Städten wurden strenge Vorschriften zur Kleiderrationierung durchgesetzt, welche besagten, wie breit oder wie lang Röcke und Ärmel sein dürfen. So schneiderte man die Kleidung möglichst figurnah. Die Silhouette der Frau kam durch die engen Schnitte gut zur Geltung und wurde durch Gürtel zusätzlich betont. Die Mode der Kriegsjahre setzte so die weiblichen Rundungen wie Hüfte und Busen in Szene. Die Ressourcenknappheit der 40er Jahre zeigt sich besonders deutlich an den wenigen Accessoires des Jahrzehnts und den zweckmässigen, eher klobigen Schuhen. Das Tragen von Accessoires, als reine Dekoartikel war selten und in dieser Zeit teilweise sogar strafbar. In England wurde nicht nur die Ärmelweite vorgeschrieben, Pelzbesätze und Stickereien waren sogar verboten. Auch Schuhe wurden selbst neu aufgearbeitet. Gerade deshalb wirkten die Schuhe der 40er Jahre eher unmodisch und klobig an den Füssen der Frauen. Im Trend waren besonders Plateauschuhe, da Kork und Holz günstig zu beschaffen waren, wurden Schuhe meist aus diesen Materialien gefertigt. Freizügig war die Mode in den 40er Jahre grundsätzlich nicht. Kurze Röcke galten allgemein als obszön. Nicht nur die Knie waren in der Regel bedeckt, auch das Dekolleté war hoch verschlossen. Der hochgeschlossene Hals blieb das ganze Jahrzehnt hindurch und galt als Indiz dieser Zeit.

Als obszön wurden auch nackte Beine bezeichnet. Nylonstrümpfe waren Mangelware. Um den Schein zu wahren, wurden die rückwärtigen Nähte einfach auf das nackte Bein aufgemalt. Grau-, Blau-, Grün- und Brauntöne überwogen in der Mode der 40er Jahre. Helle Farbtöne oder gemusterte Stoffe in floralem oder gestreiftem Design bildeten die Ausnahme. Drei Jahre nach Ende des Krieges begannen die Frauen dann wieder ein anderes Modebewusstsein zu entwickeln und versuchten sich weitere Röcke (Petticoat-Röcke) zu leisten. Meist nur Frauen der gehobeneren Klasse konnten sich diese Röcke leisten und alle anderen zogen einfach eine enganliegende Bluse mit schmalen Etui-Röcken an. So setzten auch diese Frauen einen Trend und galten seiner Zeit als modebewusst. Frauen griffen in den 40er Jahren viele Details der 30er Jahre wieder auf oder führten diese fort. Nach wie vor waren breite Schultern angesagt. Schmetterlingsärmel und Schulterpolster betonten gekonnt die Schulterpartie und formten den weiblichen Körper zu einer Sanduhr-Silhouette. Die Kostüme schienen strenger und kantiger, die Schultern waren betont, die Taille schmal zugeschnitten. Auch die Röcke und Hosen betonten die weiblichen Formen und wurden highwaist getragen. Die Knie wurden durch die Röcke allerdings nur noch leicht oder kaum mehr verdeckt und nur zart umspielt. Die Oberteile hingegen waren am Hals sehr hochgeschlossen und das änderte sich auch in dem ganzen Jahrzehnt nicht. Besonders beliebt war der schmale Bleistiftrock, der die Taille der Frau ins rechte Licht rückte und highwaist getragen wurde. Kantige Kostüme mit einer betonten Schulterpartie ergänzten den Bleistiftrock. Auch heute liegt die Mode der 40er Jahre wieder voll im Trend und man kann sie immer mehr entdecken. Kantige Blazer mit integrierten Schulterpolstern und hochgeschnittene Röcke sind heute genauso im Trend. Ganz nach dem Vorbild einer modebewussten Frau aus den 40er Jahren. 13


eßer resa Dr ta Text The n Chiara Profe io t a r Illust

Kindheitserinnerungen sind etwas Wunderbares. Man erinnert sich an eine Zeit zurück, in der unsere grössten Probleme waren, ob die besten Freunde von nebenan zuhause sind, ob man am Sonntag fernsehen darf, wenn’s draussen nicht schön ist oder Ähnliches in dieser Güte. Wir wurden durch unsere Kindheit begleitet durch Figuren, Geschichten und Fernsehsendungen. Ich persönlich bin noch mit Kassetten aufgewachsen. Bei meinen Kassetten damals waren die drei ???, Benjamin Blümchen, Wendy, TKKG und viele andere vertreten. Die Frage ist, wie geht es unseren Figuren von damals? was ist aus ihnen geworden? Und womit beschäftigen sich unsere Schülerinnen und Schüler? Lerninhalte in Kindergeschichten Auf Benjamin Blümchen möchte ich gerne kurz eingehen. Seine Geschichten gibt es mittlerweile seit etwas mehr als 40 Jahren. Dazu muss man aber sagen, dass seine Persönlichkeit komplett revidiert wurde. Als die Figur ins Leben gerufen wurde, kreierte man einen anthropomorphen, sprechenden Elefanten mit einem 9-jährigen Jungen als besten Freund. Die Beiden waren sehr erwachsen und wussten viel, dass sie den zuhörenden Kindern vermittelten. Neben Einblicken in verschiedene Berufe wurden politische Themen aufgegriffen. Der Elefant streikt in mehreren Folgen erfolgreich gegen den Bürgermeister, Bauvorhaben und Lärm durch Autos. Dabei wird auch die Umweltbelastung durch Autos angesprochen, wohlbemerkt im Jahre 1978. Es gibt sogar eine Folge, in der das Thema Depression behandelt und erklärt wird. Des Weiteren werden Themen wie Tier- und Umweltschutz sowie Umweltverschmutzung des Öfteren behandelt. In einer Folge zum Beispiel, in der der Zoo umzieht, beginnen durch verschiedene Umstände die Zootiere zu 14

sprechen. Sie werden gefragt, wie sie sich ihr neues Gehege wünschen würden. Das Eisbärbaby sagt, dass es nicht immer angestarrt werden will und die Eisbärenmutter sagt, dass es ihnen generell viel zu warm wäre und dass sie lieber in ihre Heimat zurückwollen würden. Die Krokodile hätten gerne den Nil durchs Gehege fliessend. Ein Löwe erklärt, dass wenn er einen Wunsch frei hätte, würde er gerne den Wildjäger, der ihn damals eingefangen hatte, zum Jagen haben. Der andere ergänzt, dass das auch zum Fressen gut wäre. Ob dies eine kindgerechte Vermittlung der Lerninhalte ist, sei dahin gestellt. Ich denke, dass man Kindern durchaus viel zutrauen kann. Nach etwa 80 Folgen hat man die Persönlichkeit der Figur Benjamin Blümchen verändert. Heute ist er eher dümmlich. Sein immer noch 9-jähriger Freund Otto erklärt ihm viel, und wenn der nicht weiter weiss, kommt jemand Erwachsenes zur Hilfe. Schattenseite Es gibt natürlich auch viele aus heutiger Sicht fragliche bis verwerfliche Inhalte in Kindergeschichten von früher. Angefangen bei dem N-Wort, dass früher frei verwendet wurde und heute ein absolutes Tabu ist. Das Paradebeispiel aus meiner Kindheit war das N-Wort-Meitli Susu aus einer 1970 erschienenen Chasperli-Geschichte. Es war zwar in meiner Kindheit Thema und man wusste, dass diese Geschichte verwerflich ist, aber es wurde nicht ernst genommen. Zu meiner Primarschulzeit war meine beste Freundin ein Mädchen mit israelischem


Hintergrund. Sie hatte schwarze Locken und einen leicht dunkleren Hautton als die meisten. Wir nannten sie damals liebevoll Susu. Wir Kinder und auch sie fanden das wirklich lustig. Aber keiner hat es jemals böse gemeint. Weitere Inhalte, die man heute niemals mehr in einer für Kinder produzierten Geschichte finden würde, sind die Verherrlichungen von Alkohol und Zigaretten. Wer früher gerne mal Pumuckl geschaut hat, kennt es. Der kleine kindliche Kobold Pumuckl ein bisschen Bier und stiehlt sich Zigaretten von Meister Eder, ohne Konsequenzen. Die Erwachsenen Figuren in der Geschichte sind ständig leicht beschwipst und trinken bei der Arbeit sowie in der Freizeit gerne Bier. Sendung zerstört Ist es nicht wunderbar, wenn man zum Beispiel krank ist und dann in den Genuss des Tagsüber-Fernsehens kommt, wie damals in Ausnahmefällen an Regentagen. Nein, ehrlich gesagt ist es das nicht. Kennt jemand noch die Sendung Eins, Zwei oder Drei? Dieses blaue Tier, ein Moderator namens Elton und drei Teams, je eins aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Quizfragen, bei denen man mitraten konnte und die Kinder, die sich vor die Abbildung der Antwort stellen mussten, so schnell wie sie nur konnten. Dazu der immer gleiche Spruch: «Eins, Zwei oder drei, letzte Chance vorbei.» dicht gefolgt von: «Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht.» Dann ging ein Leuchtregen wie bei einem Silvesterkracher bei der entsprechenden Antwort an. Heutzutage sind an der Wand und auf dem Boden zwei riesige Bildschirme, die die drei Antwortoptionen zeigen. Die Kinder sollen sich nach wie vor zu der Antwort stellen, die sie für richtig halten. Dann nach dem Spruch: «Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht.» geht kein Licht an. Die Bildschirme werden ausgefüllt mit der Farbe der richtigen Antwort. Auch wenn die Sendung wahrscheinlich immer noch viele interessante und wissenswerte Inhalte vermittelt, hat sie aus meiner Sicht etwas an Originalität und Charisma verloren.

Wandel durch die Zeit Es lassen sich viele Unterschiede von den Medien damals zu den Medien heute feststellen. Ein gravierender Punkt aus meiner Sicht ist die Schnelligkeit. Früher gab es bei Hörspielen noch Dialoge, die mehrere Minuten lang gingen, ohne dass etwas Weltbewegendes oder Spannendes passierte. Heutzutage sind die Gespräche schnell geschnitten, die Geräusche heftiger und die Stimmen schriller. Der Aspekt mit den Stimmen stört mich aktiv. Wenn ich, neben dem Studium, Kinder betreue und die ein Hörspiel hören, «chumi schier Vögel über». Es passiert jeweils so viel in so kurzer Zeit und die Stimmen sind so schrill, dass man kaum aushält zuzuhören. Ich fühle mich jeweils richtig alt, wenn ich sehe, dass die Kinder nebenher noch Spiele spielen oder Bücher anschauen und ich schon durch das Hörspiel alleine eine totale Reizüberflutung erfahre. Bei Zeichentricksendungen kann man ähnliches feststellen. Die Sendungen werden heutzutage anders produziert als damals. Die Bilder wirken dadurch realitätsnäher und echter und die Figuren viel lebendiger. Vielleicht bin ich allein damit, aber ich habe die einfache Schlichtheit einer Biene Maja oder eines Wickies damals sehr geschätzt. Was bedeutet das nun alles? In was für einer Welt wachsen unsere Kinder auf? Das Dilemma zwischen der grenzenlosen Behütung, geschützt vor jeglichen fraglichen Inhalten, und der totalen Reizüberflutung von klein auf. Ich dachte, als diese Veränderung im Fernsehen begann, dass ich meine Kinder nur mit den (überarbeiteten) Astrid Lindgren Geschichten aufwachsen lassen würde und mit den Kassetten, die ich selbst vertreten kann von damals. Das ist natürlich keine Lösung. So würden die Kinder nur den Anschluss zu ihrer Generation verlieren und zu Aussenseitern mutieren. Man muss auch anerkennen, dass sowohl die Alten als auch die Neuen Geschichten Vor- und Nachteile haben. Ich denke, dass wir gerade als Lehrpersonen damit leben müssen, welche … , Fortnite, Drei !!!, etc. - Geschichten zu uns ins Klassenzimmer getragen werden. Wir könnten uns höchstens wappnen, indem wir auch mal reinhören. Vielleicht lernen wir noch was.

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Schule in den 40ern

Text Jelena Bosiokovic

1940

Verzweiflung. Letzte Erinnerungen werden gesammelt. Brüder werden als Soldaten eingezogen. Traurigkeit. Ständig laufen die Nachrichten. Briefe werden geschrieben. Wie geht es meinem Kind wohl? Söhne fallen im Krieg. Fliegeralarm! Überforderung. Fehlgeburten. Die Zeit während des Zweiten Weltkriegs war für alle sehr schwierig. Jeden Tag herrschte Ungewissheit. Ungewissheit, ob der eingezogene Sohn noch lebt. Ungewissheit, ob heute der eigene Wohnort angegriffen wird. Heizmittel waren knapp. Es gab keine Kohlen, keine Briketts. Dadurch war es unmöglich, im Winter zur Schule zu gehen. Die Kinder erhielten «Kohleferien» – das heisst, dass sie zur Schule gingen, um ihre Aufgaben abzuholen und diese dann aber zu Hause erledigen mussten. Zweimal wöchentlich mussten die Hausaufgaben in der Schule abgegeben werden und dann erhielt man gleich neue Aufgaben. Die meiste Zeit verbrachten die Kinder zu Hause. An manchen Orten fiel der Unterricht wegen Bombenangriffen komplett aus, an anderen fand er mit wenigen Ausnahmen durchgehend statt. Als der Krieg endete, gab es keine Bücher und alles musste neu aufgebaut werden. Vor allem in Deutschland musste vieles angepasst werden. Die Regierung war ja schliesslich nicht mehr die Gleiche und dementsprechend konnten auch nicht die gleichen Bücher und didaktischen Materialien verwendet werden. Die Nationalsozialisten waren weg und die Demokratie wurde eingeführt. Am Schulalltag hat sich jedoch nicht viel verändert. Die Schülerinnen und Schüler sassen immer zu zweit an Bänken, die hintereinander standen. Geschrieben wurde mit Tinte und Griffel. Das Schreiben wird an der Schiefertafel im Holzrahmen, an welchem ein Schwamm und ein Lappen hingen, gelernt. Die eine Seite der Schiefertafel hatte Striche für Buchstaben, Wörter und Sätze und die andere Seite Häuschen für die Zahlen. Hausaufgaben gab es so viele, wie auf der Schiefertafel Platz hatte. Hefte kamen erst später. Es gab natürlich keine Junglehrer, da diese in den Krieg ziehen mussten. Aus diesem Grund sind viele bereits pensionierte Lehrpersonen wieder zurückgekommen. Die Situation in der Schweiz war nicht ganz so prekär wie in Deutschland. Wir sind uns aber einig, dass der der Fokus im Jahre 1940 und den darauffolgenden ein ganz anderer war wie heute. In der Welt geschah so vieles. Die Menschen waren einfach dankbar, wenn sie problemlos zur Schule kamen respektive einfach den Tag überstanden.

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Seit 1940 sind mittlerweile 81 Jahren vergangen, während das Jahr 2040 fast schon vor der Tür steht – naja, «fast schon vor der Tür» … Es sind doch noch 19 Jahre, bis zu den 40er Jahren des 21. Jahrhunderts. Entwicklung geschieht fortlaufend und meistens schleichend, sodass wir von Tag zu Tag gar keine Veränderungen sehen, im Vergleich jedoch sich dann gefühlt alles verändert hat. Wie sehr hat sich Schule seit 1940 verändert? Und… wie wird sie sich noch verändern? Natürlich, kann keiner von uns wissen, wie die Zukunft aussieht – ich meine… Wer von uns hätte diese Krise erwartet? – ich kann euch aber verraten, wie ich die Zukunft der Schule sehe.

2040

Was fällt euch ein, wenn ihr an Schule im Jahr 2040 denkt? Digitalisierung. Individualität. Künstliche Intelligenz. Akzeptanz. In den nächsten 19 Jahren wird sich bestimmt Einiges in der Gesellschaft und dementsprechend auch in der Schule verändern. Beispielweise könnte sich der LIDA-Ansatz meiner Meinung nach in den Schulen durchsetzen. LIDA steht für lernen, individuell, digital, adaptiv und setzt auf ein Lernangebot, das beim individuellen Vorwissen und Können der Lernenden ansetzt. Eine künstliche Intelligenz bietet den Einzelnen ein auf sie massgeschneidertes Lernprogramm an, welches sich durch den stetig wiederholenden Ablauf von Diagnose, Input, Übung und Evaluation dem jeweiligen Kompetenzstand der Lernenden ideal anpasst. Das Programm hinter der künstlichen Intelligenz lernt ständig dazu und passt sich an, Es hat unbegrenzt Zeit und bleibt immer geduldig und freundlich. An Schulen mit LIDA-Ansatz arbeiten nur noch wenige Lehrpersonen. Beängstigend, nicht? Da stellt sich mir die Frage, welche Rolle die Lehrperson im Jahre 2040 überhaupt noch spielen wird. Die künstliche Intelligenz könnte in Zukunft den Kindern fachlich das Gleiche beibringen,

wie eine Gymnasiallehrperson, wobei die künstliche Intelligenz keine Fehler machen würde. Wozu braucht es Lehrpersonen in Zukunft also noch? Als Vorbild? Um emotionales Lernen zu ermöglichen? Um Authentizität und Begeisterungsfähigkeit zu vermitteln? Ob sich dieser Ansatz wirklich durchsetzen wird, steht in den Sternen, aber die Schule wird auf jeden Fall digitaler unterwegs sein. Ich denke, dass es kaum noch Schulbücher und Arbeitsblätter geben wird, sondern eher mit Lernplattformen, digitalen Werkzeugen und audio-visuellen Materialien gearbeitet werden wird. Eigenständiges, interdisziplinäres und überfachliches Lernen sind wichtige Pfeiler dabei. Die Schule wird für alle ein Ort der Begegnung bleiben, wobei wir entweder in Richtung Homeschooling und Begegnungen mit vielen zeitlichen, räumlichen oder virtuellen Möglichkeiten gehen werden oder bei reellen Gebäuden mit strukturiertem Stundenplan, Schulklassen und direkten Begegnungen zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern bleiben. In jedem Fall müsste die Gemeinschaft zum Wohl der Schülerinnen und Schüler erhalten bleiben und die Schule sollte zur Verbesserung der Welt beitragen.

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Bild 1 Jitterbug dancers in 1938 (Quelle: Wikipedia)

Bild 1 Jitterbug dancers in 1938 (Quelle: Wikipedia)

Mit den 40er Jahren durchs einundzwanzigste Jahrhundert tanzen Text Dorina Kista und Gioia Rodriguez Illustration Valentina Botic

Das Jahrzehnt 1940 bis 1950 hat als wohl markantestes Ereignis den Zweiten Weltkrieg mit sich gebracht. Dazu haben wir alle schon viel gehört und gelernt, deshalb fokussieren wir uns in diesem Beitrag auf nur einen Aspekt dieser ereignisreichen Jahre: Das Tanzen und Ausgehen. Bald schon ist Sommer und das heisst vor allem eines: Grillier- und Festival-Saison! Etwas verhindert durch die leider immer noch aktuelle Pandemie und sicher nicht dasselbe wie auch schon, aber nichtsdestotrotz werden sich die Menschen treffen und zu lauter Musik tanzen. Etwas, was dabei gerne wieder zu hören ist: Elektro-Swing. Aber woher kommt das? Findet man das nur versteckt auf Festivals und kleinen Garten-Partys? 18


Geschichtlicher Hintergrund Es stellt sich heraus, dass die Tanzrichtung Swing aus den 1920 Jahren kommt – The Great Gatsby ist uns allen ein Begriff – und zu dieser Zeit in den USA eine sehr beliebte Tanz Art wurde. Die Tanz-Art ist ein Rhythmus und bildete sich 1920 aus den Afro-Rhythmen, der nach Amerika verschleppt und versklavten Yoruba und Bantu Völker und der europäischen Marschmusik. So wie wir die Tanz-Form heute kennen, soll sie in den geräumigen und glitzernden Ballsälen des lebendigen New York Citys entstanden worden sein. Dort spielten grosse Jazz Orchestren, die die Jazzmusik zur orchestralen Swing-Musik weiterentwickelt haben. (Bild 1) Swing in den 40er Jahren Im berühmten und glamourösen Hollywood der 1940er wurde die bis heute bekannteste SwingVariante getanzt, der Hollywood-Style-Swing. Nach der Swing-Renaissance, also Ende der 30er Jahre, tanzte vor allem die Filmindustrie so und manchmal wurde es auch Dean-Collins-Style genannt. Dean Collins war ein Tänzer, der in New York aufwuchs und im berüchtigten Savoy-Ballroom in Harlem getanzt hatte. Er wurde 1935 sogar vom New Yorker zum besten Tänzer in NewYork gekrönt. Ihm wird oft zugeschrieben, diesen Tanz nach Kalifornien gebracht zu haben, wo er in über 40 Hollywood-Filmen mitgetanzt und bei vielen auch mitchoreografiert hatte. Die verschiedenen Untergruppen Die Swingtänze haben dadurch, dass sie von allen und überall in der USA getanzt wurden, ganz viele verschiedene Namen. Sie sind Schwungvoll und lassen Raum zur Improvisation, was dazu führt, dass sie bis heute immer weiterentwickelt und erweitert werden. Zur Familie der Swingtänze gehören musikalisch gesehen Slowfox, Quickstep, Lindy Hop, Jitterbug, East Coast Swing, West Coast Swing, Boogie-Woogie, Rock’n’Roll und Jive. In der Tanzwelt werden damit aber eher die «offenen» Paartänze mit Swing- und Boogie-Musik bezeichnet. Vor allem die Medien nannten den Tanz auch Jitterbug, einer der wohl amüsantesten Namen, der einer Erzählung nach davon kommt, dass die weissen Swing-Tänzer aussahen wie «zitternde Käfer» und der Tanz so zum Namen «Jitter-Bug» kam. Swing in Europa Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Swingtänze nach Europa importiert, später wurde eine Version unter dem Namen Boogie-Woogie sehr bekannt. Beeinflusst wurden diese europäischen Swingtänze durch die etwas andere Musik der europäischen Tanzbands, aber mit dem wichtigen Vorbild des Hollywood-Style-Swing. Abgelöst wurden sie allmählich vom Rock 'n' Roll und der Disco-Kultur, sie erleben aber ständig wieder Revivals. Fortsetztung auf S. 20 19


Fortsetztung S. 19 «Mit den 40er Jahren durchs einundzwanzigste Jahrhundert tanzen.»

New Music – Old Moves: A little party never killed nobody The Great Gatsby – der wohl begehrteste Junggeselle und für seine wöchentlichen Swing-Partys bekannte Millionär, ist in unserer heutigen Gesellschaft tief verankert, trotz seiner fiktiven Persönlichkeit. Jetzt fragst du dich sicher, weshalb. Hattest du nicht auch während des Filmschauens das Bedürfnis an einer seiner berüchtigten Partys das Tanzbein zu schwingen und die Nacht durchzuzappeln? Ein Tanzstil und eine Musikrichtung, die in den 40ern ihren Höhepunkt hatten und ein halbes Jahrhundert Zeit brauchten, um wieder einen Aufschwung erfahren zu dürfen. Dabei muss man wissen, dass nicht nur der herkömmliche Swing sein Comeback erleben durfte, sondern elektronisch aufgepeppt und mit ihm der Lindy Hop. There ain’t no party like a Gatsby party Nicht zu vergessen, da gibt es noch die berüchtigten Partys wie «Party like Gatsby», um als Swing-Liebhaber im 21. Jahrhundert hautnah die 40er Jahre zu erleben und für eine Nacht eine Zeitreise zu machen. Die «Party like Gatsby» kann man sich als eine der glamourösesten Retro-Partys vorstellen: bunt und pompös, mit Dekorationen aus Farbkombinationen von schwarz oder weiss kombiniert mit Gold, was Reichtum, Eleganz und Dekadenz ausstrahlt. Zur Garderobe der Ladies gehören Flapperkleider, Federboas oder Charleston-Stirnband, währenddessen die Gentlemen im stylischen Smoking, mit Hosenträger und Schiebermütze daherkommen. Weniger Glamour, mehr Tanz Für die, die es weniger glamourös und dafür häufiger brauchen, gibt es zum Beispiel in Luzern den Verein zur Förderung des Swingtanzes. Die Standorte der Anlässe sind überall in der Luzerner Altstadt. Das Schöne an diesen Anlässen ist, dass die Organisatorinnen selbst begeisterte Swingund Bluestänzerinnen sind und diese Begeisterung ihren Mitmenschen weitergeben möchten. Aus diesem Grund sind die Eintritte kostenfrei und daraus entnehme ich das Motto: Tanz so viel du kannst und entfalte dich. Nicht nur in Luzern gibt es Swingabende, auch Zürich hat da einiges zu bieten: Am Bürkliplatz, im Herzen von Zürich steht ein Pavillon, der genau genommen für Konzerte gedacht ist. Doch läufst du an einem warmen, sommerlichen Abend daran vorbei, hörst du unerwartet bereits von der Quaibrücke leise Swingklänge und Gelächter. Je näher du kommst, desto besser hörst du die Musik und siehst die lachenden, glücklichen und etwas verschwitzten Gesichter. Paarweise tanzen die Swingliebhaber:innen miteinander, ob Mann und Frau, Frau und Frau oder Mann und Mann ist durch und durch gleich, Hauptsache ist, sie haben Spass und ziehen dich in ihr Bann von Glück. Swing hat sich von der Art nicht verändert, er ist nach wie vor ein ausgesprochen lebendiger Tanz und das wird er auch immer bleiben. Was besonders auffallend ist, ist dass der Tanz sowie das Genre nicht stagniert sind, sie haben sich weiterentwickelt und sich der heutigen Zeit angepasst. Dies spricht für diese Tanzrichtung, denn Improvisation ist ein grosser Teil davon und auch für kreative Tänzer unter uns eine Bereicherung.

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40?

Cash me ousside howbow dah! Text Endrit Sula Illustration Vera Kobler

Glückwunsch! Ich habe dich ausgewählt. Genau dich. Dich möchte ich portraitieren. Denn immer, wenn ich dich sehe, denke ich an die Zahl 40. Sehe ich schon so alt aus?

Jonas Singer Primar H19

Spass beiseite. Wie stellst du dich mit 40 Jahren vor? Unabhängiger Ökofanatiker, sozial und aufgeschlossen, glücklich, mit zwei oder mehr Hunden und wenn möglich nicht mehr auf Instagram. Wenn du von einem Produkt 40 Einheiten haben könntest, was wäre das? Wieso? 40 Flaschen Kokoswasser. Ich bin süchtig danach geworden. 40 Leistungsnachweise in einem Semester! Welche Gefühle erwecken in dir? Angst, Schrecken, Grauen, Wut, Ärger und das mulmige Gefühl, dass die PH da was vermasselt hat. Ging deine längste Beziehung länger als 40 Tage? Ja, Gott sei Dank schon. Aller guter Dinge sind 40. Kannst du vierzig Punkte nennen, welche dich in dieser CoronaPandemie am meisten aufregen/aufmuntern? Du darfst auch nur drei Punkte nennen ;) Mich muntert am meisten auf, dass der Sommer langsam kommt, dass ich trotz der aktuellen Situation momentan eine so tolle Klasse unterrichten darf und dass ich meine Freunde und meine Familie immer noch in meiner Nähe spüre. 21


Elsa Sek 1 H19

Glückwunsch! Ich habe dich ausgewählt. Genau dich. Dich möchte ich portraitieren. Denn immer, wenn ich dich sehe, denke ich an die Zahl 40. Fühle mich geehrt. Danke. Spass beiseite. Wie stellst du dich mit 40 Jahren vor? Mit 40 sehe ich mich wohnhaft in der Nähe eines Strandes. Irgendwo, wo ich jeden Tag die Sonne geniessen kann. Wenn du von einem Produkt 40 Einheiten haben könntest, was wäre das? Wieso? 40x Concealer von Too Faced – Born this way. Ich liebe dieses Produkt, es ist aber sehr teuer. Ein riesiger Vorrat davon wäre nicht schlecht. 40 Leistungsnachweise in einem Semester! Welche Gefühle erwecken in dir? Stress, Bauchschmerzen, Wut auf meinen Studienentscheid, und irgendwann Gleichgültigkeit, vermute ich mal. Andererseits liebe ich den Lehrerinnenberuf, weshalb ich trotzdem mit Motivation rangehen würde! Ging deine längste Beziehung länger als 40 Tage? Ja, drei Jahre. (proud of that) Aller guter Dinge sind 40. Kannst du vierzig Punkte nennen, welche dich in dieser Corona-Pandemie am meisten aufregen/aufmuntern? Du darfst auch nur drei Punkte nennen ;) Aufregen: – Menschen, die denken, ihre Meinung wäre die einzig richtige. – Leute, die ständig ihre Meinung unaufgefordert kundtun – Endlose Diskussionen über Corona, oft das einzige Gesprächsthema – Verlust vieler sozialer Kontakte – Das Leben wurde viel langweiliger Aufmuntern: – Verbringe viel mehr Zeit mit meiner Familie – Mehr Zeit für künstlerische Hobbies – Schönes Wetter

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Jehona Aslani Sek 1 H19

Glückwunsch! Ich habe dich ausgewählt. Genau dich. Dich möchte ich portraitieren. Denn immer, wenn ich dich sehe, denke ich an die Zahl 40. Haha, wieso an mich und wieso genau denkst du an die Zahl 40? Spass beiseite. Wie stellst du dich mit 40 Jahren vor? Sicherlich gesund und dass ich glücklich mit meiner eigenen Familie in einem wohligen Zuhause lebe. Mit 40 möchte ich in der Karriere erfolgreich sein und laufende (Hilfs-)Projekte haben, bei denen ich was zurück an die Menschen gebe. Wenn du von einem Produkt 40 Einheiten haben könntest, was wäre das? Wieso? Hmm, schwierig zu sagen. Ich glaube 40 Bücher, wenn das auch als Antwort zählt. (Anm. der Red.: Ja, das zählt ;) 40 Leistungsnachweise in einem Semester! Welche Gefühle erwecken in dir? Angst, nicht mit dieser überfordernden Situation klarzukommen und Stress, weil ich sofort daran denke, wie ich das am besten plane und schaffe. Ging deine längste Beziehung länger als 40 Tage? Amüsante Frage. Ich war bis jetzt noch nie in einer Beziehung. Aller guter Dinge sind 40. Kannst du vierzig Punkte nennen, welche dich in dieser Corona-Pandemie am meisten aufregen/aufmuntern? Du darfst auch nur drei Punkte nennen ;) Gutes Wetter zum Spazieren, gutes Essen, in ungewöhnlichen Umständen machen mich erledigte Aufträge glücklich, weil man eher dazu tendiert, faul zu sein. Selbstreflexion, Wahrheitsfindung, Zeit für die Familie, Freiheit. Rücksichtslose Menschen, Schubladen-Denken, Panikmache, Ungewissheit, nicht immer logische Massnahmen, wiederholte Shutdowns, Einschränkungen bei Reisen, Maske, da man die Mimik des Gegenübers nicht mehr sieht und dies sehr unnatürlich ist. Restaurants etc., die geschlossen bleiben und Menschen dadurch ihre Existenzen verlieren.

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LITERATURVORSCHLÄ Text Gioia Rodriguez

40 als Thema unter Bücher und sonstigen Medien, die wir gerne konsumieren, ist eher einseitig. Vor allem findet man Bücher mit Tipps, was man ab 40 alles so mit seinem Leben anfangen kann, jetzt wo man ja so alt ist und nichts mehr mit sich anzufangen weiss. Interessanter zu lesen sind sicher Bücher mit einer spannenden Handlung; oder wenn es schon solche Bücher mit Tipps sind, dann vielleicht zu Finanzen, Outfits oder gutem Essen. Was findet man denn zu fiktionalen Geschichten im Zusammenhang mit 40? Nach etwas Recherche zu Romanen, findet man, dass zum Beispiel einige Bücher mit Hauptfiguren die etwa 40 sind, «seasoned romance» oder «midlife love» genannt werden, ein Genre das nicht wirklich im Alltagswortschatz liegt. Aber wie das so mit alltagsferneren Dingen so ist, man kommt in ein Rechercheloch. Wie kann man sich nur zwischen all diesen Möglichkeiten entscheiden? Weil wir (zu Recht) alle ganz andere Bücher lesen und Grosszügigkeit noch nie jemandem geschadet hat, folgen: 40 Buchvorschläge, die irgendwie mit 40 zu tun haben.

TIPPS, TRICKS, CHALLENGES ETC. Jahrgang 1981 – Nadja Kühnlieb 40 Outfits To Style – Noor Almahdi Master Natural Bodybuilding: Bestform für Männer ab 40 – Berend Breitenstein 40 Baroque Pieces by 40 Baroque Composers for Easy Classical Guitar – Mark Phillips 40 Fantasiereisen für Kinder – Petra Silberbauer Zuckerfrei: Die 40 Tage-Challenge – Hannah Frey Rente mit 40: Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus – Florian Wagner, Matthias Hinz, et al. Der Alltags-Chillosoph: 40 kluge Pausen – Fabrice Midal, Julian Horeyseck, et al. 40 Tage durch die Wüste: Homeschooling in Zeiten von Corona – Ilka Wasserzier 40 Algorithms Every Programmer Should Know – Imran Ahmad 40 tägliche Übungen op. 337: für Klavier – Adolf Ruthardt und Carl Czerny Anything You Want: 40 Lessons for a New Kind of Entrepreneur – Derek Sivers 40 Wegweiser für ein gesegnetes Leben Fantastische Wesen: 40 Ideen mit LEGO-Steinen – Kevin Hall Konflikte in Projekten: 40 Bausteine für konstruktive Konfliktlösungen Norah Gaugha: 40 Timeless Knits – Vogue Knitting Magazine Examples: The Making of 40 Photographs – Ansel Adams Gartenhäuser: 40x individuell geplant – Thomas Drexel Hiergeblieben! 40 grandiose Reiseziele – Ralf Johnen, Renate Nöldeke, et al. 40 Inspiring Icons: Music Legends – Hervé Guilleminot, Jerome Mansi Anfang 40, Ende offen – Franka Bloom 24


ÄGE: 40 DIES, 40 DAS COMICS, THRILLER, ROMANE ETC. 40 Stunden – Kathrin Lange Der Rächende Sohn: Warhammer 40.000 – Guy Haley, Johannes Steck, et. al Die 40 Geheimnisse der Liebe – Elif Shafak Die vierzig Tage des Musa Dagh – Franz Werfel Detektiv Conan 40 – Gosho Aoyama Ab 40 wird’s einfach nicht schwer – Sylvia Kling Ali Baba und die 40 Räuber – Ernesto Lecuona The Ginger Man – JP Donleavy Bleach, Vol. 14: Includes Vols. 40, 41 & 42 – Tite Kubo Enthologien 40: Donald von Duckenburgh – Walt Disney, Gerlinde Schurr From the Ground Up – Jennifer Van Wyk The One Plus One – Jojo Moyes TripleX – Angelisa Stone, Christine Zolendz The Fall – Nia Forrester True Gold – Michelle Pace Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry – Rachel Joyce Adam Bede – George Eliot Tell Me A Riddle – Tillie Olsen Bombay Time – Thrity Umrigar Our Endless Numbered Days – Claire Fuller Bevor die Welt erwacht – Monica Wood

Natürlich ist hier eine überwältigende Anzahl von Büchern aufgelistet, bei der man sich auf keinen Fall sofort entscheiden kann. Zur ersten Spalte, Tipps, Tricks und Challenges, da kann sich jeder das aussuchen, was ihn oder sie am meisten anspricht. Bei den fiktionalen Geschichten kann etwas nachgeholfen werden: Interessant sind zum Beispiel Adam Bede von George Eliot und Bombay Time von Thrity Umrigar. Beides sind Bücher, die von ihren Autorinnen erst mit, oder kurz nach 40 publiziert wurden. Adam Bede ist ein altes Buch über das Leben im ländlichen Hayslope und wurde seiner Zeit sogar vom berühmten Charles Dickens hoch gelobt. Ebenfalls von Interesse könnte The Ginger Man von JP Donleavy sein, dessen Hauptcharakter Sebastian Dangerfield, der von der Website «ShortList» als erster der 40 coolsten Charakter in Literatur aufgelistet wurde. 25


t du di Fühls ls Stu rt? a l a e anchm erford minar dich m Alltag üb en, Se ittag m g e r n o i e m tag chm mit d Diens cht am Na -Schicht m a b ir fli ng Prüfu esenheitsp ne Nebenjo g kommt d i a e s, T nw mit A bend noch hgetaktete htiger ist e in wic urc mA ir de und a n. Dieser d vor. Umso ast, die d er kannt tui od ehme abei h übern heinlich be Gadgets d alender, E einer K c d n wahrs ie richtige fachen. Ob e Dinge in en t d du welch diesen Sei ist verein , r n i dass e d b n un ige Auf i-)Le (Stud erät, wir ze n dürfen. ium, n de d u t S le o Ladeg e nicht feh les für dein den QR-C h d n c oo ca em Tas u 32 D t gefragt! S aves bequ d t s e ä sth ivit find Kreat e deine Mu phone. e n i e l d mart ood und d auf dem S ass! p Viel S

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Kritische Motivation Text und Illustration Valentina Botic

In den letzten Kolumnen kritisierte ich die Gesellschaft in Sache Beziehungen oder Egoismus. Obwohl ich unsere kaputte Gesellschaft sehr gerne kritisiere, nehme ich mich diesmal selbst an der Nase. Versteht mich nicht falsch, ich werde auch weiterhin unsere Bevölkerung mit grösster Freude begutachten, attackieren und rügen, da es einerseits Teil meiner Kolumne ist und anderseits ein Teil von mir selbst ist. Nun gibt es ein Thema, welches ich ansprechen möchte, welches mir in der letzten Zeit wirklich fehlt: Motivation. Gute Kritik fängt bekanntlich beim Positiven an: Nun ja, ich hatte sie mal. Nachdem ich Google um Rat gefragt habe, fand ich eine Reihe an Ratschlägen, Tipps und Tricks, wie ich meine vermisste Motivation wiedererlangen kann. Ich habe mir da einige herausgepickt und ausprobiert. Nun möchte ich euch berichten, was gut und was eher schlechter lief.

Motiviert in drei schnellen Schritten: So aktivierst du in kurzer Zeit deine Motivation zum Lernen Erkenne, was dich persönlich motiviert und 1. nutze diese Erkenntnis Dabei geht es darum, zu wissen was mich motiviert, damit ich mein Lernen entsprechend gestalten kann. Gesagt, getan und erkannt: Meine Motivation liegt überall, nur nicht dort, wo sie im Moment sein sollte. Klar gibt es natürlich das Oberziel, dass ich mein Studium erfolgreich beende, aber es bringt mich nicht dazu, meinen Minimalismus in manchen Studienwochen, aufzugeben und Tatsache ist, dass es meist auch mit minimalem Aufwand funktioniert. Meine Erkenntnis der Motivation einfach ändern würde ja gehen, aber ich darf mich doch nicht selbst belügen, sonst lande ich noch in einem psychischen Konflikt mit mir selbst. Motiviere dich durch Belohnungen Wie oft habe ich das schon gelesen und wie wenig hat es mir gebracht. Setze ich mir bewusst eine Belohnung, halte ich weder die Aufgabe, noch die Belohnung wirklich ein. Die Belohnung, trifft manchmal

2.

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sogar vor der gesetzten Aufgabe ein. Wenn ich mich aufrapple und einen Auftrag erledige, belohne ich mich unbewusst mit irgendetwas, worauf ich gerade Lust habe, denn mein Hirn sagt: Immerhin hast du das erledigt, also darf ich jetzt ohne schlechten Gewissens den restlichen Tag das schöne Wetter geniessen. Ich wünschte nur, dass diese Belohnung nicht gleich nach dem ersten Auftrag eintrifft, wo doch fünf Aufträge geplant waren.

3.

Setze dich unter künstlichen Zeitdruck: Deadlines Die berühmten Deadlines nützen echt was. Ich setze mir eine Deadline sogar mehrmals. Meine Deadlines haben eben diese unglaubliche Fähigkeit, dass sie ihre wundervollen Flügel ausbreiten und über die Kalenderwochen fliegen können. Fazit dieser 3-Schritt-Theorie ist, dass es bei mir nur teilweise funktioniert. Ich suche also weiter und stosse immer wieder auf die gleichen Schritte, nur anders benannt. Der erste Schritt sei angeblich immer der Schwierigste. Also was kann ich zu Beginn tun?


Motivationstief Wie ich bereits erwähnt habe, hatte ich mal die Motivation. Ein Motivationstief während dem Studium zu überwinden, ist gar nicht so einfach. In der Recherche fand ich ganz viele Tipps, wie man so ein Tief überwinden kann. Hier meine Kommentare dazu: Bilde Lerngemeinschaften Datumsfindung gibt mir den Rest und wieder sitz ich in einer Teamssitzung fest.

Der erste Schritt zur Motivation: Der Schlachtplan! Dieser eine vorgeschlagene Schritt funktioniert echt gut! Wochenpläne,Tagespläne und Zeitpläne festhalten, das ist mir zu viel Aufwand und ich verbringe das Semester nur noch mit Planen ohne wirkliche Taten. Nein, ein genereller Plan über das ganze Semester muss her. Noch bevor das Semester begonnen hat, entscheide ich mich, was ich in diesem Semester schlachten möchte. Die Leistungsnachweise und alle grossen Aufträge, die für das Bestehen des Moduls nötig und an ein Abgabedatum gefesselt sind, gehören zum auserwählten Vieh. Unsere Dozierende an der PH sind oft bereits ca. zwei Wochen vor Semesterbeginn enthusiastisch dabei, uns jegliche Informationen über ihr wunderbares Modul zu geben. Diese Zeit vor dem Semester nutzte ich meine hohe Motivation aus, um jeden Semesterplan zu durchforsten und mir die jeweiligen LNWs und Gross-SOLs auf ein Blatt herauszuschreiben inkl. Abgabedatum, ohne gross zu überlegen, wie ich das zu erledigen habe. Das kläre ich dann, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Selbst ohne Mail vom Dozierenden, erhalte ich viele Informationen vom heiligen ILIAS. Finde ich dort nichts, sehe ich nach, ob im Teams-Kursordner was zu sehen ist. Wer sucht, der findet. Nachdem ich alle Informationen gesammelt habe, ordne ich diese auf einem A4 chronologisch nach Datum kurz und bündig mit Fach und einem Begriff wie LNW1 oder SOL2. Nun nehme ich mir die Zeit, diese Liste zu betrachten Module zu vergleichen, mich aufzuregen, den Sinn zu hinterfragen und alle Emotionen rauszulassen, dann hänge ich sie auf. So kann ich mit kühlem Kopf in das Semester starten, weiss wann mehr zu tun ist und wann weniger. Während dem Semester kann ich mich nur noch dem Gefühl mit der höchsten Befriedigung bezüglich dem Studieren widmen: dem Durchstreichen auf der Liste.

Erkenne und durchbreche Aufschiebemechanismen Erkannt, Aufschub erfasst bis mir der Zeitdruck einen Tritt in den Arsch verpasst. Formuliere konkrete Ziele Formuliertes Ziel nützt aufgeschoben nicht viel. Kommuniziere die festgelegten Ziele Kommuniziert und Erinnerung ignoriert. Beseitige Hindernisse und löse private Probleme Ein Problem bewältigt und mit einem Neuen beschäftigt. Wertschätze die eigenen Erfolge Eine Aufgabe in dieser Woche geschafft, echt fabelhaft.

Aus diesen ganzen Tipps und Tricks schliesse ich, dass es nicht DAS Motivationskonzept gibt. Ich finde oft etwas anderes zu tun, Hobbys habe ich eben mehr als genug. Wenn ich die Motivation aber mal am richtigen Ort habe, nutze ich sie komplett aus und erledige so viele Aufträge wie möglich im Voraus. So kann ich ohne schlechten Gewissens ein paar freie SOL-Tage haben. Wenn ich etwas aufschiebe, bin ich mir dann einfach bewusst, dass die nächste Woche voller sein wird und ich mich damit abfinden muss. Ich nenn es die Friss-oder-stirb-Methode. Diese funktioniert mit meiner dickköpfigen Person und sporadischen Motivation ziemlich gut. Wer ist schon jeden Tag motiviert – anstatt es zu ändern, meditieren und mich anzulügen, passe ich den Aufwand in den hohen Motivationsphasen auf das absolute Maximum an. Selbstreflexion auf hohem Niveau: Kenne dich selbst und verteile die Aufgaben so im Semester, wie deine Motivationskurve aussieht. So tut dir das Motivationstief gar nicht weh und es gibt keinen Schweinehund zu überwinden, weil du es bereits erledigt hast. 29


Test auf Teams von Sabrina Fehr Open Window - Call Pünktlichkeit

1. Ich komme gar nicht (5) 2. Ich bin pünktlich (15) 3. Ich bin einige Minuten vorher auf Teams (20) 4. Ich bin 1 Minute später auf Teams (10) Open Window - Call Präsenz

1. Ich beteilige mich am Unterricht (15) 2. Ich freue mich, und beteilige mich am Unterricht (20) 3. Ich bin da, und doch nicht da (5) 4. Ich mache mir Notizen (10) Open Window - Call Place

1. Ich sitze auf einem Stuhl (15) 2. Ich liege im Bett (5) 3. Ich sitze in meiner Küche (10) 4. Ich sitze in meinem Büro (20) Open Window - Call To-Does

1. Ich mache keine SOL-Aufträge (5) 2. Ich arbeite intensiv an meinen SOL- Aufträgen (20) 3. Ich gebe meine SOL-Aufträge pünktlich ab (15) 4. Ich mache, was ich machen kann (10) Open Window - Call Feelings

Open Window - Call Work-Life Balance

1. Ich bin am Ende (5) 2. Ich brauche Ferien (10) 3. Ich brauche mehr Unterricht (20) 4. Ich mache das Beste daraus (1)

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1. Ich gebe mir Mühe (15) 2. Ich fühle mich blendend (20) 3. Ich bin OK (10) 4. Ich bin gestresst (5)

AUSWERTUNG 30 – 49 Punkte Du brauchst Hilfe 50 –70 Punkte Bleibe am Ball und verlier ihn nicht 71 – 100 Punkte Du bist im Gleichgewicht 100  –120 Punkte Gönn dir mal eine kleine Pause


Comic von Vera Kobler

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Pädagogische Hochschule Zürich Lehrmittelverlag Zürich

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Dr. PHlex

Gratis Mitgliedschaft für Studierende

Es plagt dich PH-Kummer? Du kannst dich nicht konzentrieren? Nicht zögern: Dr. PHlex konsultieren! Lieber Dr. PHlex Letzten Sonntag habe ich meinen 40. Geburtstag gefeiert und musste unzählige Witze über mich ergehen lassen, die im Grunde alle darauf aus sind, dass ich schon halb über den Berg bin. «Halb über den Berg», was bedeutet das überhaupt? Wieso erklimmen wir diese Spitze? Sollten wir irgendwann über eine Landschaft hinaussehen können? Es bleiben mir noch 40 Jahre und dabei sollen die besten Jahre bereits vorüber sein. Was steht mir noch bevor? Abgenutzte Gelenke und ein nachlassendes Gehirn? Im Grunde genommen ist dieser Witz nichts anderes als eine tragikomische Art, damit umzugehen, dass wir älter werden müssen. Wahrscheinlich war mein 40er Geburtstag nichts anderes als ein Freischein in eine Midlife-Crisis.

Gratis: • 5x jährlich ZLV-Magazin • Stellenbörse auf Homepage • Merkblätter, Newsletter

Verbittert und allein Daheim Fier Zig

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Rabatte: • ZLV-Fachtagungen • Einkauf in verschiedenen Shops • Sunrise Mobile-Abo

Grösster Lehrerverband im Kanton Zürich

Lieber Fier Ich gratuliere dir zu deinem 40sten! Ich hoffe, du konntest trotz der schlechten Witze doch noch einen schönen Tag geniessen. Nun ja, Midlife-Crisis oder nicht, natürlich gibt es gute Gründe, älter zu werden! Senioren sind emotional stabil. Hast du gewusst, dass es belegt worden ist, dass ältere Leute weniger psychische Symptome haben als jüngere? Übung macht den Meister und niemand hat mehr Übung als Senioren, da haben sie uns gegenüber einen klaren und etwas unfairen Vorteil. Die Lebenserfahrung bringt Gelassenheit mit sich, die Alten reagieren sicherer und gezielter, weil sie neue Situationen besser einschätzen können und sie Risiken realistischer einschätzen könne. Die Senioren haben mehr Menschen gesehen, differenzierte Situationen erlebt, mehr Wandel wahrgenommen. Einfach gesagt, sie wissen, wer sie sind, was sie von der Welt erwarten können und was sie von der Welt haben wollen. Was mich auf meinen nächsten Punkt bringt: Senioren sind sexy. Abgesehen vom imminenten körperlichen Verfall sind alte Beziehungskünstler. Wo die Jungen Unsicherheiten und Unwissen plagt, müssen die Alten keine Experimente mehr durchführen oder die Bedeutung der Geschlechter erforschen. Sie wissen, wer sie sind, d. h. wen sie mögen und wie sie behandelt werden möchten. Paare, die sich in älteren Jahren treffen, passen besser zueinander, weil die Beziehungen reifer geworden sind. Ich selbst freue mich auf die Zeit, in der die Zusammenhänge der Welt sich mir erschliessen und mir die Meinungen der anderen egal sind. Dann werde ich meinen Rollator mit Knallfröschen füllen und mit meinen Heimbewohnern um die Wette lärmen. Freue dich auf die kommenden Jahre, mein lieber F., werde gelassen und bleibe jung. Vielleicht sehen wir uns ja im Heim Dr. PHlex

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RePHlex Ausgabe 40  

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