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Internet of Things

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INTERNET OF THINGS

April 2022

EINE PUBLIK ATION DES REFLEX VERLAGES

www.internet-der-dinge-info.de


Internet of Things

2 GRUSSWORT

Die Chance im Netz Die Industrie sucht nach Impulsen für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie nach neuen Umsatzpotenzialen. Das Internet of Things (IoT) bietet die Chance dafür. Im EUVergleich steht Deutschland dabei nicht schlecht da. Nach Eurostat-Zahlen haben 36 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten 2021 das Internet der Dinge genutzt. In Österreich, Slowenien, Finnland und Schweden liegt die Nutzung indes noch höher. Die Anwendungsmöglichkeiten für IoT-Technologien sind vielfältig. Fabriken und Baustellen sowie die städtische Infrastruktur können effizienter organisiert werden.

Auch im Gesundheitssektor, im Handel und schließlich auch in den privaten Haushalten sind die Möglichkeiten immens. In den kommenden Jahren werden immer mehr Bereiche mit interessanten IoT-Anwendungen in den Vordergrund treten. Allerdings laufen heute längst noch nicht alle IoT-Projekte reibungslos. Viele Firmen kämpfen zum Beispiel mit offenen Fragen der Cybersicherheit und heterogenen Technologielandschaften. In dieser Ausgabe wollen wir daher sowohl die Chancen als auch die Risiken dieser Technologien betrachten und interessante Lösungen vorstellen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Michael Gneuss Chefredakteur

INHALTSVERZEICHNIS leitartikel funktechnologien iot für gebäude industrial internet of things cloud - computing

Auf Wachstumskurs — 3 Drahtlos ans Ziel — 5 Wenn Häuser smarter werden — 6 Resilienter und nachhaltiger durch Vernetzung — 8 Grundlegende Technologie für das Geschäft von morgen — 10

Das Papier dieser Reflex Verlag-Publikation stammt aus verantwortungsvollen Quellen.


Auf Wachstumskurs

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Weitere Informationen unter  www.internet-der-dinge-info.de

LEITARTIKEL | VON MICHAEL GNEUSS UND JENS BARTELS

Das Internet der Dinge gehört zu den wichtigsten Technologie-Innovationen der vergangenen Jahre. Ob Alltagsgegenstände, smarte Gebäude oder hoch spezialisierte Sensorik: In immer mehr Bereichen spielt Vernetzung eine wichtige Rolle. Für die nächsten Jahre wird die Zahl der verbundenen Geräte stark zunehmen.

US-Dollar im Jahr 2030 schaffen. Die Zahlen machen deutlich: Eine nahtlose Kommunikation zwischen Menschen, Prozessen und Dingen entwickelt sich weltweit zu einem der großen Wachstumstreiber der nächsten Jahre.

Das Internet der Dinge verändert unsere gesamte Welt.

iStock / Jackie Niam

Das Internet der Dinge (IoT) ist nicht zu stoppen. Geschätzt mehr als 16 Milliarden Geräte kommunizieren laut Branchenanalysen weltweit miteinander. Und das ist erst der Anfang. Die Zahl der vernetzten Gegenstände wächst exponentiell und wird sich alleine in den nächsten fünf Jahren mehr als verdoppeln. Nach Berechnungen der Unternehmensberater von McKinsey kann die intelligente Vernetzung von Geräten und Maschinen einen globalen wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu 13 Billionen

Für das Wachstum werden unter anderem kundennahe Lösungen wie etwa Smart-HomeAnwendungen verantwortlich sein. Ob Smartwatches, intelligente Alarmanlagen oder per App zu bedienende Rollläden: Wer einmal solche Geräte nutzt, will dies nicht mehr missen. Von den Befragten einer Studie des Digitalverbandes Bitkom waren sich 88 Prozent sicher, dass Smart-Home-Anwendungen in ein paar Jahren in jedem Haushalt zu finden sein werden, mehr als drei Viertel würden in ihren eigenen vier Wänden am liebsten alle technischen Geräte miteinander vernetzen und digital steuern. Viel Potenzial für mehr Komfort, Sicherheit

Anzahl der Mobilfunkanschlüsse in Deutschland von 1992 bis 2021 (in Millionen)

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Werbebeitrag – Interview

„Das Erfolgsrezept der Digitalisierung? Technologie, Process und Change Management“

Noch nie war der Digitalisierungsdruck so groß wie jetzt. Eva Schönleitner, CEO von Crate.io, gibt Tipps für eine erfolgreiche digitale Transformation. Welche neuen Herausforderungen bringt der aktuelle Digitalisierungsboom für Unternehmen mit sich? Der Markt für neue Technologien ist komplex, das richtige Angebot zu finden ist eine Herausforderung. Unternehmen müssen die Lösungen mit den strategischen Zielen abstimmen, aber auch die innovativste Technologie ist auf funktionierende interne Prozesse und geschulte Mitarbeiter angewiesen. Das Erfolgsrezept einer erfolgreichen Digitalisierung besteht aus Technologie, Process und Change Management.

Was müssen Datenbanken in Zeiten von Industrie 4.0 und IoT leisten können? Industrie 4.0 und IoT benötigen Datenbanken, die rechenintensive Analysen leisten, bei denen schnell Terabyte an unstrukturierten Daten entstehen. Datenbanken müssen dabei hoch performant und flexibel sein, da sich Anwendungsfälle stetig ändern und Analysen oft in Echtzeit durchführbar sein müssen. Welche Rolle spielen die Lösungen von Crate.io für ­neueste technologische ­Konzepte wie Industrie 5.0? Die CrateDB-Datenbank ist intuitiv mit dem gängigen (SQL-)Toolset bedienbar, während Open-SourceTechnologien für die nötige Performance und Funktionalität für digitale Datensourcen sorgen. Die neueste SaaS-Lösung CrateOM ist speziell für Industrie 5.0 konzipiert und benutzt die CrateDB als ­„Motor“. Die Mobile App hilft Operators dabei, Fabriken optimal zu verwalten, Abläufe zu standardisieren und Predictive Notifications in Echtzeit zu adressieren. www.crate.io

94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21

0,95 1,77 2,48 3,76 5,55 8,29 13,91 23,47 48,25 56,13 59,13 64,84 71,32 79,27 85,65 97,15 107,25 108,26 108,85 114,13 113,16 115,23 112,63 113,83 129,87 132,28 134,52 140,72 150 161,31

Quelle: Bundesnetzagentur, 2022

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oder Energieeffizienz gibt es mit Blick auf IoT auch in großen Gebäuden, im Bereich der Gesundheit oder bei der Entwicklung von smarten Städten. Noch größeren Mehrwert für das Internet der Dinge sieht McKinsey allerdings im Bereich der Industrie. Chancen für Unternehmen Zwar übersteigt die Zahl der vernetzten IoT-Geräte im Konsumgütersektor derzeit noch die Zahl der Geräte im Industriesektor, aber insbesondere die Investitionen in die smarte Fabrik sowie in intelligente Lösungen im Sektor Transport und Logistik werden in den nächsten fünf Jahren deutlich anwachsen. Zu diesem Ergebnis kommt der Report „Industrial IoT: A Reality Check“ des Beratungsunternehmens Reply. Vor allem branchenübergreifende Lösungen und auf konkrete Bedürfnisse zugeschnittene Geräte werden das Wachstum von IoT in der Industrie vorantreiben. Betrachtet man die fünf großen westeuropäischen Volkswirtschaften Frankreich, Belgien, Niederlande, Italien und Deutschland gemeinsam, wird dort der Smart-FactoryMarkt laut Reply trotz Fachkräftemangel bis 2025 um nahezu das Dreifache auf 23 Milliarden Euro wachsen. Ganz besonders stark wird dem

IoT-Lösungen werden immer unabhängiger von der Unternehmensgröße eingesetzt. Report zufolge die Anzahl der Plattformen zunehmen, da Unternehmen sich auf diese Weise Verbesserungen im Qualitätsmanagement sowie Kostensenkungen versprechen. Im Hinblick auf smarte Lösungen in der Transport- und Logistikbranche wird Deutschland im westeuropäischen Vergleich führend bleiben, doch auch die anderen Länder werden einen erheblichen Zuwachs verzeichnen. Laut der Prognose werden die

iStock / metamorworks

Internet of Things

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Branchenübergreifende Lösungen und auf konkrete Bedürfnisse zugeschnittene Geräte treiben das Wachstum voran.

Investitionen auf ein Gesamtvolumen von 3,6 Milliarden Euro ansteigen. Kostenvorteile nutzen Zur starken Verbreitung von Industrial IoT tragen unter anderem die Einführung kostengünstiger Sensoren und des leistungsfähigen 5G-Netzes, aber auch Mobilfunk-Technologien wie die Narrowband-IoT bei. Dieser Funkstandard ist speziell dafür vorgesehen, Geräte im Internet der Dinge zu vernetzen und ganz neue IoT-Anwendungen erst möglich zu machen. Zu den großen Vorteilen dieser schmalbandigen Datenübertragung gehören eine gute Netzabdeckung sowie der geringe Energieverbrauch. Auf diese Weise werden vernetzte IoT-Geräte wartungsfreundlicher und können schon mit kleinen Batterien auch an schwer zugänglichen Orten problemlos über lange Zeiträume kommunizieren. Eine Hoffnung besteht darin, dass mit der zunehmenden Verbreitung der IoT-Technologien die dazugehörige Hardund Software günstiger wird und auch darüber die Anwendungen an Attraktivität zunehmen. Erwartet wird, dass die verbesserte Kommunikation zwischen autonomen Fahrzeugen, Robotern und Maschinen in Verbindung mit erhöhter Rechenleistung und sehr geringer Latenz nicht nur die Effizienz, sondern auch deren Sicherheit

erhöht. Darüber hinaus wird es mit Cloud-Computing, zunehmend offenen Plattformen und immer mehr Standardisierung insbesondere für Unternehmen einfacher, die für sie passende IoT-Lösung einzusetzen. Kleine Betriebe holen auf Dabei zeigt sich, dass IoT-Lösungen immer unabhängiger von der Unternehmensgröße zur Anwendung kommen werden. Während größere Unternehmen über längere Zeit bei der Umsetzung innovativer IoT-Projekte die Nase vorn hatten, schließen kleine Betriebe immer mehr die Lücke zu ihren großen Wettbewerbern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Internet of Things 2022“ von IDG Research Services, bei der 350 Entscheider aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Ansichten, Plänen und Projekten rund um das Thema befragt wurden. Danach gilt dieser Trend auch für den Reifegrad der IoT-Anwendungen, sei es bei der Produktverbesserung durch IoT-Daten, der Vernetzung von Produkten und Geräten oder bei der verbesserten Wartung durch Predictive Maintenance. In all diesen Kategorien liegen die großen Firmen noch vorn, die mittleren und kleinen Betriebe haben aber aufgeholt. Damit bestätigt sich auch hier: Die kleinen Firmen ziehen beim Thema IoT nach und verringern ihren Rückstand. 

Werbebeitrag – Unternehmensporträt

Sicherheit für das Smart Home Vernetzte Geräte im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) sorgen für Komfort und Barrierefreiheit. Allerdings sind sie auch anfällig für Cyberangriffe und bedrohen damit die Datensicherheit und die Privatsphäre. Zertifizierte Cybersicherheit hilft Herstellern und Markeninhabern, Vertrauen zu schaffen und den Markterfolg zu sichern. Smarte Fernseher und Leuchten sowie Türschlösser und Kameras: Das Internet der Dinge umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte. Im Jahr 2020 waren weltweit bereits 11,7 Milliarden IoT-Geräte vernetzt – Tendenz steigend. Mit dem Marktwachstum geht aber auch eine höhere Gefährdung durch Cyberkriminalität einher.

Übliche Einfallstore sind schwache Standardpasswörter, fehler­ hafte Teilkomponenten oder Softwarepakete und mangelnde

Verschlüsselung. Angegriffene Systeme bedeuten eine Gefahr für die Privatsphäre und das Eigentum. Gekaperte Geräte können­ z udem für Angriffe auf ­ weitere Systeme verwendet werden. Hersteller und Markeninhaber müssen dann mit Haftungskosten und einem Imageverlust rechnen. Neue Anforderungen der Funkanlagenrichtlinie Angriffe sind insbesondere gegen drahtlose Geräte wie Smartphones, Babymonitore, Smartwatches oder Fitness-Tracker gerichtet. Seit Januar 2022 gilt bei der EU-Funkanlagenrichtlinie (RED) ein delegierter

Rechtsakt, der die IT-Sicherheit bis August 2024 f­ordert. Die dazu anzuwendenden harmonisierten Normen sind noch in Erstellung und werden voraussichtlich nicht vor Oktober 2023 fertig sein. Hersteller sollten also bereits heute ihre Produkte von einer unabhängigen Prüfstelle b ­ ewerten lassen. TÜV SÜD unterstützt bei der Planung und Umsetzung von Maß­ nahmen zur Cybersicherheit. Mit dem Prüfzeichen „Cybersecurity Certified“ (CSC) weisen Hersteller die Qualität und die Sicherheit ihrer zertifizierten Produkte nach und erhalten einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. www.tuvsud.com/ ps-informationssicherheit


Drahtlos ans Ziel

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Egal, ob im smarten Zuhause oder in der Industrie: Drahtlose Verbindungen beherrschen das Internet der Dinge. Welche Funkstandards dabei Verwendung finden, das hängt vom konkreten Einsatzzweck ab. Prinzipiell sind meist Technologien gefragt, die wenig Strom benötigen. Datenübertragung per Funk ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Internets der Dinge. Verbindungen per Kabel sind prinzipiell zwar weniger anfällig für Störungen und für Datendiebstahl. In vielen Fällen ist jedoch das Verwenden von Kabeln entweder zu aufwendig, nicht möglich oder aber zu unkomfortabel – beispielsweise dann, wenn eine große Zahl von Sensoren zum Einsatz kommt, die an schwer zugänglichen Orten angebracht sind. Auch bei der Verwendung von Inspektionsdrohnen sind Funktechnologien zwingend erforderlich. Gleiches gilt bei tragbaren Geräten für Privatanwender, wie zum Beispiel Fitness-Armbänder oder smarte Akkubohrer. Dementsprechend verbreitet sind Funkverbindungen: Laut der Farnell-Studie „Die Zukunft des IoT“ kommunizieren derzeit 74 Prozent der IoT-Geräte in den Wirtschaftsräumen Europa, Naher Osten und Afrika sowie Amerika über drahtlose Verbindungen. Vielfältige Einsatzzwecke Im Internet der Dinge gibt es aber nicht die eine Funktechnologie, die sich durchsetzt. Denn verschiedene Einsatzzwecke stellen unterschiedliche Bedingungen: Bei vielen Geräten beispielsweise ist ein niedriger Stromverbrauch wichtig, bei anderen hingegen eine hohe

Übertragungsgeschwindigkeit. Bei anderen Anwendungen kann die Reichweite entscheidend sein. Zum Einsatz kommen daher unterschiedliche Funktechnologien, darunter bekannte Vertreter wie Wi-Fi, Mobilfunk und Bluetooth, allerdings oft in IoT-spezifischen Ausführungen. Von Zentimetern bis Kilometern Am übersichtlichsten lassen sich die Funktechnologien anhand ihrer Reichweite gruppieren: Zu den Technologien mit geringer Reichweite (typischerweise einige Zentimeter bis etwa zehn Meter) gehören die Standards ANT (für den Einsatz in Sport- und Gesundheitsgeräten), RFID (zum Identifizieren von Gegenständen) und NFC (für das kontaktlose Bezahlen mit Smartphone oder Geldkarte). Funktechnologien mit mittlerer Reichweite können in der Regel Entfernungen von bis zu 100 Metern überwinden. In diese Gruppe gehören Bluetooth, Wi-Fi und ZigBee. Typische Anwendungen sind das Anbinden von Lautsprechern, die Internet-Versorgung von mobilen Geräten sowie das Ansteuern von Heimautomatisierungsgeräten und von Produktionsanlagen in der Industrie. Funktechnologien mit hoher Reichweite schließlich sind in der Lage, mehrere Kilometer zu überbrücken, und eignen sich daher beispielsweise für die Anbindung von Stromzählern,

Landwirtschaftsmaschinen und Fertigungsanlagen. Hier dominieren derzeit LPWAN-Netze, die entweder (wie LoRaWan und Sigfox) lizenzfreie Frequenzbänder benutzen oder aber (wie NB-IoT und LTE-M) auf bestehenden Mobilfunknetzen aufbauen. Eine ernst zu nehmende Konkurrenz dazu wird in Zukunft der derzeit neueste Mobilfunkstandard 5G sein, der bis 2025 flächendeckend in Deutschland zur Verfügung stehen soll. Er bietet einerseits Funktionen, die bei niedrigen Datenraten einen geringen Energieverbrauch verursachen, und andererseits Funktionen, die zuverlässige Verbindungen mit geringer Verzögerung ermöglichen, wie sie zum Beispiel für autonome Fahrzeuge und für Industrieanlagen erforderlich sind. 

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Digitale Vernetzung für eine vernetzte Wirtschaft Die Vernetzung der Dinge, das Internet der Dinge hebt das Potenzial von Geräten, Maschinen und Anlagen auf ein neues Niveau. Mittels Sensoren können Daten erfasst werden, die als Rohstoff weiterverarbeitet werden. Die Vernetzung bringt Intelligenz in technische Systeme und bietet die Basis für datengetriebene Anwendungen, die automatisiert und clever gesteuert für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit sorgen. Mobilfunk vernetzt unabhängig vom Standort flächendeckend und das auch mobil über Ländergrenzen hinweg. Insbesondere Funktechnologien wie Narrowband-IoT, LTE-M und 5G als neuere Mobilfunkstandards sorgen durch ihre technischen Eigenschaften für eine große Bandbreite an möglichen Einsatzfeldern. Für verschiedenste Anwendungsfälle stehen die Vernetzungstechnologien mit der passenden Eigenschaft zur Verfügung – ganz gleich, ob es um viele Sensoren mit möglichst langer Batterielaufzeit, automatisierte Transportsysteme oder ferngesteuerte Anwendungen mit hohem und

zeitgleich schnellem Datentransfer geht. Mit 46 Millionen Mobilfunkanschlüssen vernetzt o2 / Telefónica Deutschland bereits Millionen von Menschen und Dingen. Das Telekommunikationsunternehmen baut seine Netze für weiteres Wachstum aus und ermöglicht Unternehmen intelligente Konnektivitätsdienste für eine sichere und verlässliche Vernetzung. Dazu gehören auch private 5G-Campus-Netze. Damit haben Firmen die Möglichkeit, ihre Fabriken zu vernetzen, noch intelligenter und damit effizienter zu machen. Das eigene Campus-Netz macht Infrastrukturen robuster, sensible Produktionsdaten bleiben intern und Unternehmen haben jederzeit Zugriff auf ihr vernetztes Inventar und Fertigungsanlangen. Um die Möglichkeiten der Digitalisierung mit und für Kunden aufzuzeigen, bietet Telefónica mit dem IoT-Marktplatz ein digitales Schaufenster in das IoT. Telefónica ist Wegbereiter der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Heute und morgen.

Besuchen Sie Telefónica auf der Hannover Messe vom 30.05. bis 02.06.2022, Halle 8 Stand D 06 Kontakt: Telefónica Germany GmbH & Co. OHG Rufen Sie uns kostenlos an (werktags von 8 bis 17 Uhr): 0800 666 00 15. Oder schicken Sie uns eine E-Mail: digital-info@telefonica.com iot.telefonica.de

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FUNKTECHNOLOGIEN | VON HARTMUT SCHUMACHER


Wenn Häuser smarter werden IOT FÜR GEBÄUDE | VON JENS BARTELS

Vernetzte Lösungen im Gebäudebereich nehmen an Beliebtheit zu. Sie steigern nicht nur den Komfort, sondern sorgen auch für mehr Energieeffizienz und Sicherheit. Immer mehr Angebote kommen auf den Markt: Intelligente Lampen und Leuchten bleiben dabei die meistgenutzte Smart-Home-Anwendung – vor der Videoüberwachung. Der Saugroboter fährt selbstständig durch das Wohnzimmer, das Licht wird per SmartphoneApp gelöscht, und beim Verlassen der Wohnung drosselt sich automatisch die Heizung: Eine wachsende Anzahl an Menschen nutzt in den eigenen vier Wänden Smart-Home-Anwendungen. Aktuell verfügen laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom 41 Prozent der Menschen in Deutschland über vernetzte Geräte in ihrem Zuhause. Hiervon sind 88 Prozent sicher, dass Smart-Home-Anwendungen in ein paar Jahren in jedem Haushalt zu finden sein werden. Wer Smart-Home-Anwendungen installiert, spricht übrigens auch gerne mit dem smarten Zuhause. Schon 65 Prozent steuern die Anwendungen per stationärem Sprachassistenten

oder per Sprachbefehl über das Smartphone, das Tablet oder die Smartwatch. Im Jahr 2020 waren es noch 52 Prozent. Zu den Treibern für die Nutzung vernetzter Lösungen gehört ein Plus an Komfort und Sicherheit. So sind Lampen und Leuchten, die sich auch aus der Ferne ein- oder ausschalten beziehungsweise dimmen lassen, die meistgenutzte Smart-Home-Anwendung. Besonders beliebt sind auch smarte Kameras, die das Zuhause von innen und außen immer im Blick haben. Gerne installiert werden auch intelligente Alarmanlagen oder Rollläden sowie Markisen. Sie sind ideal für Nutzer, die von unterwegs online auf die Anwendungen zurückgreifen möchten und damit unter anderem potenziellen Langfingern signalisieren, dass jemand zu Hause ist. Energiebedarf senken Ein weiterer wichtiger Grund vieler Bundesbürger für die Nachfrage nach smarten Lösungen für das Zuhause ist der Wunsch, energieeffizienter zu leben. Dies gilt beispielsweise für intelligente Heizkörper und Thermostate, die etwa in der Lage sind, die Temperatur in der Wohnung

Smart-Home-Lösungen steigern Komfort, Energieeffizienz und Sicherheit.

immer optimal anzupassen. Eine im Mai 2020 veröffentlichte Studie des Öko-Instituts ergab, dass sich mit Smart-Home-Anwendungen zwischen neun Prozent Heizenergie in der Wohnung und 14 Prozent im Haus einsparen lassen. Diesem Einsparpotenzial steht jedoch ein höherer Stromverbrauch für die intelligenten und vernetzten Geräte gegenüber. Idealerweise informieren sich Interessierte schon vor dem Kauf, wie viel Energie sich mit neuen Geräten im Haushalt einsparen lässt. Das Öko-Institut empfiehlt in diesem Zusammenhang, sich individuell ein Rechen- und Entscheidungstool zu erstellen. Dort werden die jeweiligen Eckdaten eingetragen und anschließend mögliche

Offen und flexibel Das KNX-System – weltweiter ISOStandard – ist offen und flexibel erweiterbar, da mehr als 8.000 KNX-Produkte von 500 international tätigen Herstellern miteinander kompatibel sind. Es gibt keine Herstellerabhängigkeit und keine zentrale Einheit wie bei anderen Systemen. Die Gebäudenutzerin oder der -nutzer kann aus einem breiten Sortiment von verschiedenen Herstellern das entsprechende optimale Produkt aussuchen und einsetzen.

ÜBER KNX

Ein ganzheitlich integratives System für Gebäudeautomation

Nachhaltiger Investitionsschutz Sowohl die KNX-Produkte als auch die dazugehörige InbetriebnahmeSoftware (ETS) sind abwärtskompatibel konzipiert. Das heißt, dass die in einem Projekt in den letzten 30 Jahren eingesetzten Geräte heute noch mit der aktuellen ETS gewartet, gepflegt und erweitert werden können. KNX-Produkte können jederzeit ersetzt werden. Auch wenn genau das Gerät aus zum Beispiel 1998 nicht mehr hergestellt wird, so steht ein Nachfolgeprodukt des gleichen oder

KNX Association

Werbebeitrag – Unternehmensporträt

IoT mit dem Marktführer Die branchenübergreifende Optimierung des Energieverbrauches in Gebäuden dient in der globalen Klimakrise der politisch gewollten Reduzierung von CO2Emissionen. Auf Basis der Gebäudeautomation kann man die Energieanwendungen Wärme, Elektrizität und Mobilität automatisch managen. Die Energienutzung in Gebäuden lässt sich somit flexibel dem augenblicklichen Energieangebot und Energiebedarf anpassen. Mit KNX (früher EIB) hat sich dafür ein seit 30 Jahren bewährtes System für Smart Buildings etabliert.

iStock / RossHelen

Internet of Things

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eines anderen KNX-Herstellers als Ersatz zur Verfügung und kann jederzeit an dessen Stelle in Betrieb genommen werden. Erweiterungen sind somit ebenso jederzeit ohne großen Aufwand möglich. Klimaschutz mit neuer Technologie Nachhaltige Gebäude ohne Automation sind nicht denkbar. Auf diesem Gebiet hat sich KNX als weltweit etablierte Haus- und Gebäudeautomation in Tausenden von Objekten rund um den Globus

KNX ist der weltweite ISO-14543Standard für Smart Home und Smart Building mit derzeit 500 namhaften Herstellern, die mit 8.000 zertifizierten KNX-Geräten mehr als 80 Prozent der in Europa verkauften Geräte für Heim- und Gebäudeautomation vertreten. KNX ist bereits seit 30 Jahren in 185 Ländern weltweit etabliert und ist laut aktueller Umfrage derzeit in jedem zweiten smarten Haus und in mehr als 80 Prozent der Bürobauten in Deutschland verbaut. Das System benötigt keine Zentrale, ist herstellerunabhängig und wird von jedem Elektroinstallateur als leitungsgebundene oder auch als Funklösung angeboten.

bewährt und spart so 30 Prozent der Energiekosten. Stete Entwicklungen und Anpassungen an Erfordernisse in Gebäuden und den technischen Fortschritt – aktuell mit KNX Secure und KNX IoT – ­belegen, dass man mit KNX heute schon für die Anforderungen von morgen gerüstet ist. Auch hier ist die KNX Association stolz darauf, dass diese IoT-Themen der Zukunft bereits heute ein wesentlicher Bestandteil des KNX-Standards sind. www.knx.org


Datensicherheit erhöhen Genauso gewissenhaft sollten Nutzer auch bei der Datensicherheit im smarten Zuhause vorgehen. So warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik immer wieder davor, dass alle internetfähigen Geräte potenziell Ziele für Cyberkriminelle sein können. Klar muss sein: Je mehr smarte Geräte in ein System integriert werden, umso gefährdeter ist das System in seiner Gesamtheit. Grundsätzlich gilt es also, vorhandene Schwachstellen zu beseitigen. Der Schutz wird verbessert, wenn die Geräte und dazugehörigen Apps stets auf dem neuesten Stand sind und verfügbare Updates immer zeitnah installiert werden. Zudem gehört ein starkes Passwort zu einem sicheren smarten Zuhause. Auch wichtig: Router-Netzwerke für PC und Smart Home sollten getrennt sein. Auf diese Weise können Cyberkriminelle nicht automatisch auf den Computer zugreifen, wenn

sie den Zugang zum Smart-Home-System oder -Gerät gehackt haben und umgekehrt. Gebäudeautomation vorantreiben Im Gegensatz zum Smart Home bezeichnet der Begriff Smart Building die intelligente Vernetzung und Automation in Zweckgebäuden. Dazu zählen Bürohäuser, Flughäfen oder Einkaufszentren. Allerdings bleibt trotz der unterschiedlichen Bereiche das Ziel gleich: mehr

Smarte Anwendungen im Büro schaffen ein Arbeitsklima für mehr Produktivität. Komfort und Sicherheit bei sinkendem Energieverbrauch. Diese Aufgaben lassen sich in einem smarten Gebäude durch die Vernetzung im Internet der Dinge (IoT), vor allem durch Automatisierung und zentrale Steuerungsoptionen, leichter bewältigen. Zu den großen Pluspunkten

zählt, dass moderne IoT- und Sensortechniken heute kostengünstig in vielen Anlagen realisierbar sind und dank des Funkstandards Narrowband-IoT sehr einfach zur flächendeckenden Vernetzung auch in schwierigen Umgebungen wie etwa im Kellerbereich eingesetzt werden können. So melden in einem Smart Building die Aufzüge einen Fehlerstatus, Parkscheinautomaten den Wunsch nach Wechselgeld oder Tiefgaragen den Grad der Belegung. Insgesamt kann die Vernetzung alle möglichen Systeme einschließen vom Hausnotruf über Zugangskontrollen bis zur Klimatisierung. Zeitgleich erfasst das Smart Building via IoT-Sensorik kontinuierlich seine eigenen technischen Daten, visualisiert diese über eine webbasierte Oberfläche und liefert auf diese Weise eine umfassende Transparenz. Dadurch sind Energieverbrauch oder Nutzungszeiten, aber auch mögliche Störungen oder dringende Wartungsarbeiten für einzelne Gebäudekomponenten jederzeit einsehbar. Dies erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern verhindert auch zusätzliche Kosten durch mögliche Ausfälle und sorgt letztendlich für ein effizientes Gebäudemanagement. 

Werbebeitrag – Produktporträt

VUCA lässt uns Fertiger vieles neu denken Liefersicherheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit – das sind die drei Top-Anforderungen, die die Industrie an uns stellt. Unsere Lösungen und Performance als verlässlicher Smart-FactoryPartner helfen, die industriellen Wertschöpfungsketten zu flexibilisieren und zu verbessern. Die ESG-Kriterien für Nachhaltigkeit stehen dabei im Fokus. „Gerade in der jetzigen VUCA-Welt heißt es für uns produzierende Unternehmen, möglichst umsichtig, flexibel und vorausschauend zu agieren“, erläutert Volker Bibelhausen, Technologievorstand und Vorstandssprecher der WeidmüllerGruppe, und folgert: „Nur so handeln

wir wirtschaftlich und kundenorientiert. Strategische Partnerschaften werden wichtiger, stehen sie doch für mehr Planungssicherheit und zukunftsfähige Innovations- und Fertigungsprozesse." Bibelhausen zur Weidmüller-Strategie: „Unsere Strategie richten wir an smarten Lösungen aus, damit wir unseren Kunden stets mit drei Schwerpunktaktivitäten entsprechen.“ Liefertreue Resiliente und stabile Lieferketten haben höchste Priorität. Dafür haben wir die Strukturen unseres Fertigungsnetzwerks in Europa, China sowie in den USA angepasst. Wir setzen noch stärker auf

local-for-local, auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Digitalisierung Kundenbedarfe und Ökosysteme unterstützen wir mit einem breiten Portfolio an Industrial-Connectivity- und Industrial-IoT-Lösungen. Intern nahezu voll vernetzt, können uns unsere Kunden über Customer Self Services wie Konfiguratoren kontaktieren, zeitlich und räumlich flexibel. Nachhaltigkeit Nicht nur unser unternehmerisches Handeln, auch unsere Innovationen stehen im Zeichen der Nachhaltigkeit. Konkret erfüllen wir ESG-Kriterien (Environmental,

Volker Bibelhausen, Technologievorstand und Vorstandssprecher der Weidmüller-Gruppe

Social and Corporate Governance), was uns auch immer wieder bestätigt wird. www.weidmueller.de

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Weitere Informationen unter  www.internet-der-dinge-info.de

Einsparpotenziale bei der Heizenergie sowie dem höheren Stromverbrauch der smarten Geräte entwickelt. Wer schließlich beide Werte gegenüberstellt, kann sehen, ob sich die geplante Smart-Home-Anwendung wirklich lohnt.


Internet of Things

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Resilienter und nachhaltiger durch Vernetzung INDUSTRIAL INTERNET OF THINGS | VON HARTMUT SCHUMACHER

Der Einsatz des Internets der Dinge in der industriellen Umgebung spart Geld und Ressourcen. Allerdings nutzen die deutschen Unternehmen die Potenziale dieser Technologie erst teilweise – unter anderem aus Sicherheitsbedenken. Das Industrial Internet of Things (IIoT) ist ein fundamentaler Bestandteil von modernen, smarten Fabriken – also von dem, was hierzulande als Industrie 4.0 bezeichnet wird. Das Ziel ist die weitestgehend automatische Übertragung von Informationen und Steuerungsanweisungen. Das betrifft nicht nur die Vernetzung von Geräten untereinander, sondern auch die Anbindung an die Enterprise-Resource-Planning- und die Customer-Relationship-Systeme der Unternehmen.

iStock / metamorworks

Deutsche Unternehmen nutzen die Potenziale des Internet of Things nur teilweise.

Mit „Geräten“ sind neben Produktionsmaschinen auch Sensoren gemeint – die beispielsweise die Luftfeuchtigkeit messen, die Temperatur oder den Füllstand von Behältern. Und sogar die bearbeiteten Produkte selbst können in die Vernetzung eingebunden sein, um ihre Position zu melden oder um Anweisungen an die Geräte zu geben. Der Begriff „Internet der Dinge“ ist dabei nicht allzu wörtlich zu nehmen: zum einen, weil in die Vernetzung nicht nur Dinge, sondern auch Menschen einbezogen sind. Und zum anderen, weil der Datenaustausch nicht unbedingt tatsächlich über das eigentliche Internet stattfinden muss, sondern auch über unternehmensinterne Netze erfolgen kann. Diese Vernetzung erhöht die Effizienz, steigert die Flexibilität, senkt die Kosten, verbessert die Transparenz und spart schließlich auch Ressourcen. So steigert das IIoT zudem die Nachhaltigkeit der Unternehmen. Auch auf Störungen in der Lieferkette – zum Beispiel bei Versorgungsengpässen mit Rohstoffen – oder auf Nachfrageschwankungen können gut vernetzte Betriebe besser und schneller reagieren. Und das macht sie zusätzlich resilienter. Das industrielle Internet der Dinge beschränkt sich aber nicht auf Fabriken: Auch in der Agrarwirtschaft, bei Logistikunternehmen, bei der Energieversorgung und im Gesundheitssystem kommen IIoT-Technologien zum Einsatz. In der Agrarwirtschaft beispielsweise sammeln Sensoren Informationen über Boden- und Wetterbedingungen, um

optimale Dünge- und Bewässerungspläne zu ermöglichen. Hinzu kommen implantierte Chips, die es erlauben, sowohl die Standorte als auch die Gesundheit der Nutztiere zu überwachen. Bei der Energieversorgung erlauben es IIoT-Technologien – unter anderem mithilfe von intelligenten Stromzählern und smarten Stromnetzen –, den Verbrauch und die Erzeugung von Energie effizient miteinander zu koordinieren. Digitale Kooperationen Bereits 58 Prozent der Unternehmen haben laut der Studie „Industrial IoT in Deutschland 2021“ von der Marktforschung IDC ihre Geräte und ITSysteme abteilungsübergreifend vernetzt. „Großes Potenzial liegt aber auch darin, sich mit externen Partnern zu verbinden“, erläutert Marco Becker, Senior Consultant und Projektleiter bei IDC. „Immer mehr Wertschöpfung wird digital

Großes Potenzial liegt auch darin, sich mit externen Partnern zu verbinden. und in Kooperationen mit anderen Unternehmen in Ökosystemen stattfinden – zunehmend auch zwischen komplett verschiedenen Branchen.“ Für die Schaffung gemeinsamer datenbasierter Geschäftsmodelle hätten sich immerhin schon etwa 39 Prozent der Nutzer von IIoT-Lösungen mit externen Partnern vernetzt. Es gibt keine Branche, die nicht in irgendeiner Form

Gastbeitrag

IoT im Mittelstand: Die Neudefinition der Supply Chain Die Coronapandemie und der Schock des Ukraine-Krieges haben nicht nur großes Elend gebracht, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Europa eine harte Lektion erteilt: So wie bisher geht es nicht weiter. Harald Dittmar, Fachgruppensprecher „Internet der Dinge“ des BITMi und Geschäftsführer der sys-pro GmbH, erklärt, warum das IoT unerlässlich für die Digitalisierung ist. Über Jahre ging es in den Lieferketten vor allem darum, Prozesse und Know-how in die Ferne zu verlagern. Für kurzfristige Globalisierungsgewinne haben wir in Asien

den Aufstieg neuer Champions gefördert, die Kontrolle über die Supply Chain abgegeben und uns in tiefe Abhängigkeiten manövriert. Wie gelingt jetzt die schnelle Wende? Indem wir die digitale Transformation vom Kopf auf die Füße stellen! Die Fakten sind klar: Lohnkostenunterschiede zwischen Kontinenten werden irrelevant, wenn man Prozesse automatisiert und Transportwege verkürzt. Nicht das Verbilligen, sondern die Innovationsführerschaft schafft Marktmacht und Wohlstand. Und wenn sich Märkte über Nacht verändern, sind Tempo und Flexibilität entscheidend.

Was hat das mit IoT zu tun? Alles! Denn smarte IoT-Technologien und -Devices gestalten Supply Chains schnell und oft sogar „on-the-fly“ um: Erneuerung ohne große Projekte dank autonomer Integration. Items mit RFID-Fingerprint für ihren ganzen Lebenszyklus. Sensoren, die Prozesse über alle Grenzen hinweg verfolgen, Daten bereitstellen und Aktionen auslösen. Robotikbasierte Workflows für barrierearmes Arbeiten. CloudData-Stores, in Echtzeit von EdgeDevices gespeist. Partnerschaftliches Teilen von Fakten zwischen Produzenten, Distributoren und Abnehmern – zum kollektiven Nutzen. Microservices, die neue

Harald Dittmar, Fachgruppensprecher „Internet der Dinge“ des BITMi und ­Geschäftsführer sys-pro GmbH

Applikationen on demand ausrollen. Und ein Information Lifecycle Management, das für europäische Maßstäbe im Datenschutz sorgt. IoT gehört in den Mittelstand, weil er von vernetzten und nachhaltigen Wirtschaftsmodellen unmittelbar profitiert. Konsequenz wird belohnt – auch hier!


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Edge-Computing und KI Ein wichtiger Trend im industriellen Internet der Dinge ist Edge-Computing. Gemeint damit ist das Verarbeiten von Daten nicht in zentralen Servern, sondern am „Rand“ des Netzes, also direkt in den Endgeräten. Das hat große Vorteile: Edge-Computing entlastet das Netz, weil weniger Daten übertragen werden müssen. Auch die Rechenleistung der Server wird w ­ eniger stark in Anspruch genommen. Und nicht zuletzt resultiert das örtliche Verarbeiten von Daten in niedrigeren Reaktionszeiten, wodurch zeitkritische Anwendungen erleichtert oder erst ermöglicht werden. Bereits etwa 42 Prozent der Unternehmen, die für die IDC-Studie befragt wurden, setzen Edge-Computing produktiv oder zumindest in Pilotprojekten ein, und weitere 29 Prozent haben entsprechende Pilotprojekte geplant. Ein weiterer nicht zu ignorierender Trend

ist Künstliche Intelligenz (KI). Sie kann die Unmengen von Daten, die im industriellen Internet der Dinge anfallen, automatisch analysieren, um Voraussagen aus ihnen abzuleiten. Ein beträchtlicher Teil dieser KI-Algorithmen wird in Zukunft direkt in den Endgeräten ablaufen. Zu den häufigsten Einsatzzwecken von Künstlicher Intelligenz zählen die vorausschauende Wartung, die Sicherung der Produktionsqualität, das Automatisierungsmanagement und die Bedarfsprognose. Derzeit kommt künstliche Intelligenz schon in 49 Prozent der befragten Unternehmen produktiv oder in Pilotprojekten zum Einsatz. Ungenutzte Potenziale Die Möglichkeit, IIoT-Technologien zum Schaffen neuer Geschäftsmodelle zu verwenden, wird der IDC-Studie zufolge allerdings häufig noch nicht genutzt: Nur 23 Prozent der befragten Unternehmen haben diesen Schritt bereits unternommen. Hier gibt es für deutsche Industrieunternehmen noch viel Marktpotenzial. Beispiele für neue derartige Geschäftsmodelle sind das Monetarisieren der eigenen Daten oder aber das Anbieten von Produkten als Dienstleistung. Die größte Hürde für die Umsetzung von IIoT-Projekten besteht laut

IDC in Sicherheitsbedenken: Die anfallenden Daten müssen nicht nur zur Wahrung von Betriebsgeheimnissen und aus Gründen der Betriebssicherheit gut geschützt werden, sondern auch aufgrund von gesetzlichen Vorgaben. Zu den weiteren Hürden gehören die Kosten, der hohe Entwicklungsaufwand und das fehlende interne ­Fachwissen. 

Z A H L Z U M S TAU N E N

91 Prozent der Fertigungsunternehmen in den großen Industrieländern setzen heute schon IoT-Technologien ein. Quelle: Studie „IoT Signals” von Microsoft und Hypothesis Group, 2022

Werbebeitrag – Unternehmensporträt

Wie Sie Ihre Fertigungsleistung mit Digital Performance Management optimieren Seit Jahrzehnten streben produzierende Unternehmen nach kontinuierlicher Verbesserung mit dem Ziel der Kostensenkung, Umsatzsteigerung und Wettbewerbsdifferenzierung. Angesichts der Pandemie beschleunigten zudem fast 70 Prozent der Hersteller ihre Initiativen zur digitalen Transformation, investierten in das industrielle Internet der Dinge (IIoT) und Industrie-4.0-Technologien inklusive Datenanalysen, Augmented Reality und innovativen MenschMaschine-Schnittstellen. Überraschend ist jedoch, dass diese digitalen Lösungen die operative Exzellenz trotzdem oft nicht effektiv beeinflussen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Die meisten Unternehmen berichten, dass sie über viele Daten verfügen, sich diese aber ohne standardisierten Zugang nur bedingt für die Entscheidungsfindung nutzen lassen. Für sie ist es nicht möglich, die kritischsten

Produktionseinschränkungen systematisch zu identifizieren, zu priorisieren und die Ressourcen darauf zu konzentrieren. Die schiere Menge der Variablen, die sich auf die Produktionsleistung auswirken, macht es praktisch unmöglich, versteckte Muster aufzudecken und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln, wenn keine ganzheitlichen Einblicke vorliegen. Die Folge: Trotz aller Mehrwerte von Industrie 4.0 setzen nur wenige Hersteller die Technologien so ein, dass sie tatsächlich Veränderungen

erreichen. Legt man die besten nachgewiesenen Produktionszeiten oder -geschwindigkeiten zugrunde, können die besten Fabriken mit hoher Qualität eine Kapazitätsauslastung von 85 Prozent erreichen. Viele Hersteller arbeiten jedoch mit einer durchschnittlichen Effizienz von 40 bis 60 Prozent. Mit einem systematischen Ansatz für ein digitales Closed-Loop-Leistungsmanagement – ThingWorx Digital Performance Management (DPM) von PTC – können Hersteller die Ansatzpunkte mit dem größten Potenzial für finanzielle Verbesserungen leichter

identifizieren, priorisieren, analysieren und validieren. Mit einem solchen Best-Practice-Ansatz und den passenden digitalen Schlüsseltechnologien unterstützt PTC seine Kunden dabei, ihren Durchsatz um bis zu 20 Prozent zu erhöhen, die Produktion um bis zu 30 Prozent zu steigern, Umrüstzeiten um bis zu 70 Prozent zu verkürzen und Kosten für Qualitätssicherung um bis zu 20 Prozent zu reduzieren. Wie auch Sie Einschränkungen entlang der Fertigungskette schneller identifizieren und die Problemlösung beschleunigen, haben wir in einem Leitfaden für Sie zusammengestellt:

www.ptc.com

Weitere Informationen unter  www.internet-der-dinge-info.de

vom IoT profitieren könnte. Führend bei der tatsächlichen Umsetzung sind produzierende Unternehmen. Aber auch Unternehmen der Branchen „Handel“, „Energie- und Wasserversorgung sowie Abfallentsorgung“ und „Transport, Logistik und Verkehr“ sind nicht weit abgeschlagen.


Grundlegende Technologie für das Geschäft von morgen CLOUD - COMPUTING | VON HARTMUT SCHUMACHER

Ob Büro, smarte Fabrik oder automatisiertes Zuhause: Cloud-Computing ist aus der modernen IT-Welt nicht mehr wegzudenken: 82 Prozent der deutschen Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten arbeiten schon heute mit der Cloud, ergab der „Cloud-Monitor 2021“ des Digitalverbands Bitkom Research. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren es erst 37 Prozent. „Cloud-Anwendungen haben sich in der gesamten Wirtschaft durchgesetzt. Die Unternehmen haben verstanden, dass Cloud-Computing eine grundlegende Technologie für das Geschäft von morgen ist“, erläutert Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research. Lediglich drei Prozent der Unternehmen hätten gar kein Interesse an diesem Thema. Flexible IT-Ressourcen Cloud-Computing ermöglicht es, zentrale ITRessourcen übers Internet oder ein Unternehmensnetz von vielen dezentralen Geräten aus zu nutzen. Zu diesen Ressourcen gehören Speicherplatz und Rechenleistung, aber auch Anwendungs-Software. In der Regel stellt ein externer Anbieter diese Ressourcen zur Verfügung. Die wichtigsten Vorteile dabei: Die genutzten Ressourcen lassen sich leicht nach oben oder unten skalieren, um sie einem wechselnden Bedarf anzupassen. Zudem hat

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An der Cloud führt kaum ein Weg vorbei. Unternehmen können dank der Datenwolke Speicherplatz und Rechenleistung, aber auch Anwendungs-Software dezentral nutzen. Bei der Anbieterwahl sollten sie jedoch genau überlegen, welche Arten von Cloud-Lösungen sie in Anspruch nehmen möchten.

Speicherplatz, Rechenleistung und Software kommen aus der Cloud.

das Unternehmen keine hohen anfänglichen Kosten für die Investitionen in die ServerHardware und muss sich auch nicht um die Wartung der Server kümmern. Nicht zuletzt stehen die IT-Ressourcen den Mitarbeitenden orts- und geräteunabhängig zur Verfügung.

Cloud-Anwendungen haben sich in der gesamten Wirtschaft durchgesetzt. Die häufigsten Anwendungszwecke in Clouds sind Beschaffungsanwendungen (45 Prozent), branchenspezifische Anwendungen (41 Prozent) und Office-Anwendungen (41 Prozent). Internetder-Dinge-Anwendungen stehen mit 29 Prozent im Mittelfeld. Mehrere Cloud-Arten Bei einer „öffentlichen Cloud“, der sogenannten „Public Cloud“, stellt ein externer Anbieter

seine IT-Ressourcen einer größeren Anzahl von Unternehmen oder Endanwendern zur Verfügung. Das sorgt für relativ niedrige Preise. Bei der „privaten Cloud“ dagegen betreibt der Anbieter Rechenzentren, in denen sich Server ausschließlich um die IT-Bedürfnisse eines Kunden kümmern. Eine Variante dieser privaten Cloud liegt dann vor, wenn ein Unternehmen seine eigenen Server-Zentren betreibt. Der Vorteil einer privaten Cloud besteht darin, dass sich die sensiblen Firmendaten leichter vor dem Zugriff Unbefugter schützen lassen. Eine derartige Cloud-Lösung beschert dem Unternehmen mehr Kosten und Aufwand als eine Public Cloud. In Deutschland verwenden Unternehmen zu 63 Prozent Private-Cloud-Lösungen und zu 46 Prozent Public-Cloud-Lösungen. In einer ganzen Reihe von Unternehmen kommen beide Arten von Clouds zum Einsatz. Das nennt sich dann „Hybrid-Cloud“. Dabei können die Unternehmen entscheiden, welche Daten und welche Anwendungen in der öffentlichen Cloud landen und welche doch lieber in der privaten Cloud bleiben. 

Wie wichtig sind die folgenden Kriterien und Leistungen bei der Auswahl eines Cloud-Providers für Ihr Unternehmen? Leistungsfähigkeit und Stabilität der Cloud Vertrauen in Sicherheit und Compliance des Cloud-Providers

Innovationskraft der digitalen Werkzeuge aus der Cloud Interoperabilität der Lösungen verschiedener Cloud-Provider

86 %

14 %

Rechenzentrum im Rechtsgebiet der EU Unabhängigkeit beziehungsweise Offenheit des Cloud-Providers

89 %

11 %

75 %

22 %

10 %

54 %

36 % 44 %

3% 13 %

37 %

Befragt wurden 540 Unternehmen, die Cloud-Lösungen nutzen, ihren Einsatz planen oder diskutieren.

53 %

51 %

„Must-have“ „Nice-to-have“ „ Nicht wichtig“, „Weiß nicht“ und „keine Angaben“

Quellen: KPMG; Bitkom Research, 2021

Internet of Things

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U N S E R E N ÄC H S T E AU S G A B E

Das Internet der Tiere Was in Fabriken funktioniert, muss doch auch auf der Alm anzuwenden sein, dachten sich Wissenschaftler der Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein. Und tatsächlich konnten sie im vergangenen Jahr das Projekt „WeideGPS“ erfolgreich abschließen. Dafür wurden Weidetiere auf 85 österreichischen Almen mit GPS-Trackern aus der Fahrzeugindustrie ausgestattet. Erleichtert wird damit die Tierkontrolle. Oft dauert es mehrere

Stunden oder gar Tage, wenn Tiere auf den offenen Weideflächen im Gebirge gesucht werden müssen. Mit dem Einsatz der GPS-Tracker sparen die Bauern gut zwei Drittel ihrer Zeit. Darüber hinaus kann die Technologie auch zur Optimierung der Weideplanung eingesetzt werden. Dazu werden die Bewegungsmuster der Weidetiere aufgezeichnet, um einer Verbuschung der Weideflächen gezielt vorzubeugen. Auch Schafe werden also immer häufiger online gehen.

Michael Gneuss Chefredakteur

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SCHLUSSWORT

KLIMASCHUTZ& ENERGIEWENDE einfach machen

Mai 2022

EINE PUBLIK ATION DES REFLEX VERLAGES

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Klimaschutz & Energiewende Die Themenkomplexe „Klimaschutz“ und „Energiewende“ bewegen sich aktuell in einem wirtschaftspolitischen Spannungsfeld. Entscheider benötigen daher zielführende Informationen, um nachhaltig und kosteneffizient und damit in die richtigen Infrastrukturen, Technologien, Lösungen und Dienstleistungen investieren zu können. Erfahren Sie mehr am 17.5. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Weidmüller-Gruppe 7 Klingenbergstraße 26 32758 Detmold www.weidmueller.de

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Nothilfe Ukraine Danke für Ihre Solidarität. Danke für Ihre Spende. www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

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