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ÖSTERREICH MAI 2018, € 3,50

ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN

DIE KUNST DES LEBENS RENÉ PRÊTRE RETTETE 6000 KINDER. INDEM ER DIE SCHÖNHEIT IHRER HERZEN WIEDERHERSTELLTE.


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EDITORIAL

LEIDENSCHAFT IST LEBEN René Prêtre rettete 6000 Kinder. Der Schweizer Chirurg operiert – als einer der Weltbesten seines Fachs – die Herzen von Neugeborenen. Täglich. Teilweise zwölf Stunden am Stück. Mit Handgriffen, bei denen Bruchteile von Millimetern über Tod und Leben entscheiden. In der Titelgeschichte spricht Prêtre ab Seite 48 über seine Arbeit unter höchster Anspannung, Zweifel, Leidenschaft und über die Mentalität eines Arztes, der Leben rettet, indem er die Schönheit eines Herzens wiederherstellt.

MIT AN BORD IN DIESEM HEFT

DAVID FISCHER

Explodierende Golfbälle, ein pfeil­ schneller Oldtimer, eisige Wind­ böen über Berlin: Beim Shooting mit Kino­Charismatiker Freddy Lau ging der Berliner Fotograf (seine Bilder erscheinen u. a. im „Zeit Ma­ gazin“ und in „Intersection“) mit Model und Crew ans Limit. „Freddy hat sich richtig ins Zeug gelegt“, sagt Fischer. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ab Seite 28.

CARINA ANTL

Außergewöhnliches Model an ungewöhnlicher Location: Unsere Story über Bewegungs­Guru Ido Portal (li.) fotografierte der Schweizer Cyrill Matter im alten Palmkernölspeicher in Berlin­Stralau. Ab Seite 56

LUKAS MAEDER (COVER)

Ohne eine große Portion Leidenschaft schafft man es auch nicht ins Ziel der Rallye Dakar. Wir haben mit jener Motorradpilotin gesprochen, die bei der härtesten Rallye der Welt neun von zehn Männern schlägt. Wie KTMWerksfahrerin Laia Sanz in ihrem Sport an der Spitze bleibt? Laias 15 persönliche Erfolgsregeln: ab Seite 64.

„Lustig, sympathisch, für jeden Blödsinn zu haben“, so beschreibt die Wiener Fotografin ihr Aufeinan­ dertreffen mit Granada, der Indie­ Pop­Sensation aus Graz. Wie man eine fünfköpfige Band dazu bringt, einen langen Shooting­Tag ­­Tag durch­ zuhalten, konnte uns Antl eben­ falls verraten: „Sänger Wolfgang Petritsch hatte Geburtstag, wir tranken Sekt.“ Die Granada­Story ab Seite 80.

Viel Spaß beim Lesen! Die Redaktion

THE RED BULLETIN

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INHALT Mai

FEATURES

28 Freddy Lau in 20 Zitaten

Der Berliner Filmstar über Urban Golf, Karate und die Mafia.

36 Der Himmel über Island Eine Surf-Crew jagt unter dem Polarlicht nach Wellen.

46 Die Vermessung der Welt Das geniale Kartographie-System des Chris Sheldrick.

48 Meister der Herzen

Chirurg René Prêtre über seinen Job, der keine Fehler zulässt.

56 Beweg dich endlich!

Der Israeli Ido Portal kennt deinen Körper besser als du.

64 Benzin-Schwester

KTM-Motorrad-Pilotin Laia Sanz und ihr Weg an die Spitze.

79 So gehst du mit Kritik um Die fünf Lektionen des Eishockey-Trainers Greg Poss.

80 Die Indie-Pop-Sensation Die Philosophie der Grazer Senkrechtstarter Granada.

84 Sarah Cooper: Boss-Level

Diese Ex-Google-Managerin weiß, wie du im Büro aufgeigst.

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POLARLICHTSURFER

Eine Expedition in den Nordwesten Islands zu jenen Wellen, die selbst nachts hell er erleuchtet sind.

IAMDDB

gilt als Englands größtes Musiktalent seit Amy Winehouse. Wir haben die fünf Gründe ihres Erfolgs analysiert.

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BULLEVARD Life & Style abseits des Alltäglichen

8 Hawaiis coolste Surferin 10 12 14 16 18 20 22 24 26

trainiert das Überleben Songs, die Musiker empfehlen Rad-Laufräder zum Falten Auf dünnem Eis: Schweden mit Schlittschuhen erfahren Special Food: Sushi-Sneakers Englands neuer Soul-Star Wasserfallspringen mit 60 Film-Fiesling Jeffrey Dean Morgan im Interview Dieser Jetski kann fliegen Tipps eines Survival-Profis

GUIDE

See it. Get it. Do it. 100 Highlights auf Red Bull TV 102 Uhren: 100 Jahre Hamilton 104 Save the Date: 106 108 110 121

CHRIS BURKARD, ALEXIS CHABALA, CYRILL MATTER

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Termine zum Vormerken Das globale Kleinfeld-Turnier Wings for Life World Run: alles, was du wissen musst Equipment: Laufsport-Special Impressum Action-Highlight

56 IDO PORTAL

lehrt nicht bloß WeltWelt meister und Olympiasieger die Geheimnisse der Bewegung – seine Erkenntnisse helfen auch dir.

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NUR FRUCHT + ZINK


BULLEVARD L I F E & S T Y L E A B S E I T S D E S A L LTÄ G L I C H E N

ROCK ’N’ ROLL

PAUL NICKLEN/NATIONAL GEOGRAPHIC/GETTY IMAGES

Mit 20-Kilo-Felsen über den Meeresgrund zu rennen kann dir das Leben retten. Meint zumindest die hawaiianische Surferin HA‘A KEAULANA.

Ha‘a Keaulana, 26, beim Training auf dem Meeresboden, neun Meter unter der Wasserober­ fläche des Pazifiks

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BULLEVARD

Keaulana (rechts) und ihre beste Freundin Maili Makana tauchen auf dem Weg zu einem Surfspot in Mākaha unter einer Welle durch.

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„SO ÜBERLEBST DU, WENN DICH WELLEN UNTER WASSER HALTEN“ Keaulanas voller Vorname Kaiha’ale’a bedeutet „fröhlich tanzendes Meer“.

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PAUL NICKLEN/NATIONAL GEOGRAPHIC/GETTY IMAGES

uf Hawaii ist Sur Surfen mehr als ein Sport: Es ist eine Art zu leben. Und zwar eine lebensgefährliche. Die heftigen Wellen am North Shore der Insel O‘ahu können Surfer vom Brett schleudern und sie minutenlang unter Wasser drücken. Kein Wunder, dass die alten Hawaiianer einen „Kahuna“ (Priester) ihr Brett segnen ließen. Zeitgenössische Inselbürger wie Ha‘a Keaulana interpretieren die Traditionen neu. Die 26-jährige Surferin aus Mākaha auf O‘ahu taucht auf den neun Meter tiefen Meeresgrund, packt einen Felsbrocken und läuft damit eine Minute lang. Schon als Kind trainierte sie so. „Mein Vater hatte mir das gezeigt. Erst fragte ich mich, was das bringen soll“, sagt Keaulana. „Aber dann wurde mir klar: Aha, wir trainieren für den Fall, dass uns Wellen unter Wasser halten.“ Zwischen zwei Wellen ver vergehen rund zwei Sekunden – wer also eine Minute lang ohne Luft auskommen kann, hat sogar dann noch eine Überlebenschance, wenn ihn vier oder fünf Wellen unter Wasser halten. „Das Training steigert die Lungenkapazität, und die Tiefe bereitet dich auf den Druck unter Wasser vor.“

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Ihr Vater Brian Keaulana ist übrigens ein großer Name in der Szene: Der Big-WaveSurfer spielte sich selbst in den Serien „Baywatch Hawaii“ und „Hawaii Five-0“. Und er revolutionierte mit Jet-Skis die Rettung verunfallter Surfer. Der sogar noch größere Star ist allerdings Brians Vater. „Mein Großvater ist einer der ursprünglichen ‚Beachboys‘ von Waikiki, dem Geburtsort des Surfens“, erzählt Ha‘a. Richard „Buffalo“ Keaulana war in den 1950er-Jahren mehrmals Mākahas inter internationaler Bodysurfing-Champion, 1960 gewann er auch die Surfing-Championships. Er war einer von Mākahas ersten Rettungsschwimmern und 1976 der Steuermann von „Hōkūle‘a“, einem polynesischen Doppelrumpf-Kanu, das mit uralten Navigationsmethoden von Hawaii nach Tahiti segelte. Heute ist Buffalo 83. Während wir mit seiner Enkelin sprechen, präsentiert er die 42. Ausgabe seines Events „Big Board Surfing Classic“ in Mākaha. „Es heißt so, weil das Board nicht kürzer als drei Meter sein darf“, sagt sie. „Mein Großvater will diesen Aspekt unserer Kultur bewahren – ohne es zu übertreiben. Wir sollen uns dem Ozean verbunden fühlen, aber dabei auch unseren Spaß haben.“ Ein Ansatz, der auch bei vielen Profi-Surfern Anklang findet. „Kelly Slater trat vor ein paar Jahren beim KanuSurfen an“, erzählt Keaulana stolz. Aber dieses Jahr brachte eine sogar noch größere Über Überraschung: „Die legendäre ‚Hōkūle‘a‘ segelte in die Bucht. Es war wunderschön, wie ein Gruß der Vergangenheit, fast schon spirituell.“ haakeaulana.life 9


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Julien Barbagallo

DIESE 4 SONGS MACHTEN MICH ZUM MUSIKER

Vor Tame Impala spielte Barbagallo in der IndiepopBand Tahiti 80.

Und warum der Drummer von Tame Impala so spät zu seiner Muttersprache fand.

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ame Impala ver­ danken wir die Renaissance des Psychedelic Rock. Nach dem 2015er­Album „Currents“ legte die austra­ lische Band eine Pause ein, doch ihr französischer Drum­ mer Julien Barbagallo startete eine Songwriter­Karriere. Vor kurzem veröffentlichte er sein drittes Soloalbum „Danse dans les ailleurs“ („Tanz in anderen Welten“) – eine Woge melancholischer Klänge im Stil von Experimental­Pop­ Meister Serge Gainsbourg. Hier erzählt Barbagallo, wie der verstorbene Chansonnier und drei kultige Bands seine eigene Musik beeinflussten.

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AIR „SEXY BOY“ (1998)

„Mit zehn entdeckte ich diese Progressive-Rock-Band. Ich hatte keine Ahnung, worüber Peter Gabriel sang, aber ich war beeindruckt, dass sie so viele Melodien und Stimmungen auf einmal in einen Song packen konnten. Ich fühlte mich in einer Märchenwelt der Sounds. Und ich war von Phil Collins’ Drumming begeistert – komplex und dennoch groovig. Das hat mich als junger Schlagzeuger sehr inspiriert.“

„Ich hörte es mit vierzehn im Radio, und es haute mich um. Ich war von Genesis Rock gewohnt, der komplexer war. Ich dachte mir: ‚Wow, der Beat ändert sich nicht ständig, und es sind einfache Melodien.‘ Es motivierte mich, selbst Songs zu schreiben. Ich war regelrecht besessen von Gallaghers Rockstar-Gehabe, also kaufte ich mir eine gefälschte GibsonLes-Paul-Gitarre – und wollte selbst auf der Bühne stehen.“

„Ich war fasziniert von Air, der ersten französischen Band meiner Generation, die international berühmt wurde. Ich hätte das nie für möglich gehalten, vor allem weil sie ihr Franzosentum stark betonten – das Lied ist mit seinem Text und dem 70er-Vibe ein tolles Beispiel dafür. Air bewies, dass man Erfolg haben kann, wenn man mit Sounds experimentiert und achtminütige Lieder ohne Gesang macht.“

SERGE GAINSBOURG „VARIATIONS SUR MARILOU“ (1976) „Für mich der Inbegriff des Poetic Pop. Über sieben Minuten lang, die eine Hälfte singt er, die andere spricht er. Du hast keine greifbare Melodie, das macht es so aufregend. Das tragende Instrumental ist cool, der Text wunderschön. Erst nach Jahren traute ich mich, in meiner Muttersprache zu singen. Weil es so schwer ist, an Gainsbourgs geniale Poesie heranzukommen.“

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FLORIAN OBKIRCHER

OASIS „SUPERSONIC“ (1994)

TAJETTE O’HALLORAN

GENESIS: „GET ’EM OUT BY FRIDAY“ (1972)


DER FORD KUGA jetzt ab

€ 18.990,– bei Leasing

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Dein bester Freund für jedes Abenteuer. Survival-Camp oder Nobelitaliener? Der Ford Kuga steht bereit! Sein intelligenter Allradantrieb bringt Dich überall hin, und in der Stadt macht er ebenso eine gute Figur wie vor der Almhütte. Und bei den vielen Ausstattungsvarianten findest Du genau den Kuga, der am besten zu Dir passt. Der Ford Kuga. Jetzt sofort bei deinem Ford Händler verfügbar.

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Zusammengeklappt gerade mal 226 Millimeter Durchmesser: einfach zu transportieren, leicht zu lagern

Die isokinetische hexagonale Struktur von Revolve dehnt sich aus wie ein Muskel.

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Das Rad passt problemlos auf die meisten handelsüblichen Fahrräder.

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Herkömmliche FaltBikes haben 400 bis 500 Millimeter RadRad durchmesser. Revolve misst 665 Millimeter.

QUADRATUR DES KREISES

Ein Deutscher hat das Rad neu erfunden: ein Laufrad, das sich auf die Größe dieses Magazins zusammenfalten lässt.

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ls Designer bei Audi, Alfa Romeo und Maserati hatte Andrea Mocellin so manchen HeurekaMoment. Doch sein bester Einfall kam ihm beim Radfahren in Tokio. „Dort musste ich das Rad in meine winzige Wohnung schleppen, weil ich es nirgends

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anhängen konnte“, sagt der Deutsche. Ein Ärgernis, das auch ein Faltrad nicht aus der Welt schaffen würde. Es sei denn, man könnte auch die Laufräder zusammenfalten … Die Erleuchtung kam in Form eines Spielzeugs aus alten Zeiten: des Hoberman Sphere. Diese sogenannte geodätische Kugel lässt sich dank ihrer Scherengelenke winzig klein zusammenklappen. Mocellin kopierte das Prinzip, investierte drei Jahre Arbeitszeit, hundert 3D-Modelle und zehn Prototypen und lieferte schließlich das „Revolve“. Sein 665-Millimeter-Rad mit RoboGelenken misst zusammengeklappt schlanke 226 Millimeter und spart so 60 Prozent Platz. Ein Tastendruck löst den Magnetverschluss, und schon ist das Rad fahrbereit – dank Vollgummibereifung noch dazu komplett pannensicher.

Geht es nach Mocellin, wird das Klapp-Rad den Markt revolutionieren, weil man es überallhin mitnehmen und leicht aufbewahren kann. Doch Mocellin denkt noch weiter. Seine Erfindung könnte nicht nur für Fahrräder und Rollstühle genutzt werden, sondern Geburtshelfer für ganz neue Transportmittel sein. Sein nächster HeurekaMoment kommt bestimmt. revolve-wheel.com

Das erste Fahrrad, das als Handgepäck durchgeht THE RED BULLETIN

WERNER JESSNER

Revolve Wheel


MESSERSCHARF UND PRÄZISE

BEREIT, DEINE LIEBLINGSSTRECKE VÖLLIG ANDERS ZU ERFAHREN? Dann erlebe sie auf der neuen KTM 790 DUKE. Ihr revolutionärer LC8c-Reihenzweizylinder, der bis ins kleinste Detail neu entwickelt wurde, sorgt für einen ausgeprägten Punch – modernste Elektronik, Leichtbauweise und ein messerscharf abgestimmtes Fahrwerk für pures READY TO RACE-Feeling!

Gezeigte Fahrszenen bitte nicht nachahmen, Schutzkleidung tragen und die anwendbaren Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung beachten! Die abgebildeten Fahrzeuge können in einzelnen Details vom Serienmodell abweichen und zeigen teilweise Sonderausstattung gegen Mehrpreis.

Foto: R. Schedl

KTM 790 DUKE

IDEALLINIE INKLUSIVE


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Schweden

Stockholm

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HENRIK TRYGG

TOM GUISE

„Ein Freund von mir bietet Eis-Touren an und verleiht auch das nötige Equipment“, sagt Outdoor-Fotograf Henrik Trygg. „Vorkenntnisse sind nicht nötig. Als Gruppe schafft man, je nach Geschwindigkeit, pro Tour zwischen 30 und 100 Kilometer.“ Infos: iceguide.se

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„Wenn du ein­ brichst, dreh um – zurück auf stabi­ leres Eis“, sagt Henrik Trygg (re.). „Die meisten ma­ chen den Fehler und laufen in dieselbe Richtung weiter.“

Kufen-Abenteuer

AUF GANZ DÜNNEM EIS

… ist eine Redensart bei uns. In Schweden kannst du tatsächlich darauf laufen.

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tockholm ist die Schlittschuh-Hauptstadt der Welt“, sagt der schwedische Outdoor-Fotograf Henrik Trygg, „wir sind von November bis April am Eislaufen. Zuerst auf den kleinen Teichen, dann auf den größeren Seen und schließlich durch den Schärengarten, die Ostsee-Inselgruppe vor den Toren der Stadt.“ Trygg sucht aber einen speziellen Nervenkitzel: hauchdünnes, jungfräuliches Schwarzeis. „Wir halten uns von dickem, totem Eis fern“, sagt er, „und suchen die unberührten Stellen. Wir wollen das Eis hören und fühlen. Wollen spüren, wie es lebt.“ Das ist durchaus wörtlich zu verstehen: „Dünnes Eis knackt und biegt sich. Drau-

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ßen im Schärengarten, auf Salz-Eis, läuft man wie bergauf oder über Wellen, so elastisch ist die Eisschicht.“ Der hohe Ton, den die Kufen auf dem Eis erzeugen, klingt wie eine Laserpistole im ScienceFiction-Film. „Je höher der Ton, desto dünner das Eis.“ „Für den Fall, dass wir mal durchbrechen, haben wir eine Art Rettungsboje mit trockenen Klamotten dabei. Dazu ein Messer, mit dem wir uns zurück aufs Eis ziehen können, und Seile, die man sich gegenseitig zuwerfen kann. Alles halb so wild, man muss sich dann nur schnell umziehen.“ Trygg und sein Kumpel Mårten Ajne (am Foto linke Seite) schaffen pro Tag rund 100 Kilometer: „Manchmal ziehen wir Kreise, manchmal laufen wir von A nach B, aber die interessanten Touren sind die von A nach X. Wenn wir nicht wissen, wie weit wir kommen werden. Vielleicht sitzen wir am Ende auf einer Insel fest und müssen ein Boot oder einen Hubschrauber rufen.“ Mehr Fotos: henriktrygg.com 15


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Im Uhrzeigersinn von links oben: Vans Old Skool; Pharrell × Adidas NMD; Adidas Superstar

H Leckere Sneaker

SCHUH-FISCH

Cool: Koch Yujia Hu kreiert aus Sushi-Zutaten klassische Sneakers. Noch cooler: Du kannst das jetzt auch.

Küchenchef Hu: „Keinen Bock mehr, jeden Tag dasselbe zu machen.“

YUJIA HU

CHRISTIAN EBERLE-ABASOLO

Die essbare Interpretation eines Klassikers: Nike Air Jordan 1, 1985. Das Logo besteht aus Meeresalgen.

unger? Wie wäre es mit Nike Air Max? Oder hättest du doch lieber einen Adidas Stan Smith? Im Restaurant Sakana Sushi in Mailand gibt’s legendäre Sneakers zu essen. Dafür verantwortlich: Küchenchef Yujia Hu. Seit 2015 kreiert der gebürtige Chinese kleine Kunstwerke aus rohem Fisch, Gemüse, getrockneten Meeresalgen und Reis. „Sushi ist eine Kunst“, sagt Hu. „Und ich stelle die Kunst auf neue Art dar.“ Der kreative Ansatz des 29-Jährigen ist zugleich Versöhnung mit seinem Schicksal. Als Achtzehnjähriger musste er die Kunstakademie abbrechen, um im Restaurant seiner Eltern zu arbeiten. Harte Ausbildung zum SushiMeister inklusive: „Ich musste jeden Tag stundenlang dasselbe machen, immer dieselben

Bewegungen, mit den immer gleichen Zutaten.“ Doch mit einfachen Mitteln kann man Fantastisches schaf schaffen. Basketball-Fan Hu fertigte zunächst NBA-Spieler und andere Stars aus Onigiri (japanischen Reisbällchen), später ihr Schuhwerk und Streetwear. Bilder davon zeigte er auf Instagram und profitierte von immer mehr Followern: „Sie haben mich dazu gebracht, noch besser zu werden.“ Der Instagram-Feed wurde zur Spezialitätenkarte des Restaurants. Ab 25 Euro bekommt man „Shoeshi“, für das Hu 15 bis 45 Minuten braucht. „Das Schwierigste sind die Details auf den Schuhen, Logos, Schnürsenkel, Ösen“, erklärt Hu, „aber es ist alles nur eine Frage der Übung.“ Deswegen hat Hu unlängst ein „Shoeshi“-Buch veröffentlicht, in dem er Tipps und Rezepte teilt. Dann ist er auch nicht mehr allein mit dem einzigartigen Gefühl, das beim Verspeisen jeder Kreation aufkommt: „Genuss, gepaart mit Groll – weil du gerade ein Kunstwerk zerstörst.“ Instagram: @theonigiriart

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IAMDDB, 22, arbeitet gerade an ihrem DebĂźtalbum, das sie im Herbst herausbringen will.

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Musikerin zu sein – und fand meinen eigenen Stil“, sagt sie über den so unorthodoxen wie einzigartigen Trap-JazzGenre-Mix ihrer Songs.

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innen einem Jahr stieg Diana De Brito alias IAMDDB vom No-Name zur heißesten Newcomerin der britischen Musikszene auf. Julie Adenuga, geniale Musik Musikentdeckerin des Apple-Radiosenders Beats 1, bezeichnet die Sängerin aus Manchester gar als „Zukunft der Musik“; bei der prestigeträchtigen „Sound of 2018“-Expertenwahl der BBC, die schon die Karriere von Adele oder Sam Smith beflügelte, belegte sie Rang drei. Der Grund: Ihr revolutionärer Mix aus harten Hip-Hop-Beats und souligem, jazzigem Gesang bringt zwei Welten zusammen, die bislang als inkompatibel galten. Hier fünf Gründe, warum IAMDDB das Zeug zum Superstar hat.

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ALEXIS CHABALA/KINTZING

FLORIAN OBKIRCHER

Weil sie neu definiert, was es überhaupt heißt, Musikerin zu sein. IAMDDB nahm als Elfjährige erstmals im Tonstudio auf, vor vier Jahren veröffentlichte sie unter ihrem bürgerlichen Namen eine Pop-Single („This Movement“ – hält sie mittler mittlerweile für zu beliebig). Ihre musikalische Erleuchtung fand sie 2015, als sie ihren Vater in Angola besuchte, als Sängerin in seiner Afro-JazzBand einstieg und mit ihm auf Tour ging (inklusive Privatauftritt für den Präsidenten). „Ich lernte, was es heißt, eine

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Weil sie den Mut hat, ihrem Instinkt zu folgen. 2016 schrieb sich IAMDDB in Manchester an der Universität ein. Ihr Studium schmiss sie allerdings gleich wieder hin – nach nur einer Stunde. Weil sie im Vorlesungssaal erkannte, dass sie ihre wahre Bestimmung bereits gefunden hatte: Musik. Von dieser Erkenntnis inspiriert, ging sie nach Hause und schrieb innerhalb weniger Stunden ein neues Stück. Besagter Song, „Leaned Out“, verhalf ihr wenig später zum Durchbruch, das selbst produzierte Musikvideo hält mittler mittlerweile bei über sechs Millionen Klicks auf YouTube.

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Weil sie eine Rebellin ist – und dabei Respekt vor den Großen hat. Von ihrer Mutter hat sie die Liebe zu Bob Marley geerbt, den sie als ihren größten musikalischen Einfluss bezeichnet. „Bei uns daheim lief ständig Bobs Musik. Bei der Art, wie ich Songs schreibe, wie ich Harmonien finde, orientiere ich mich stark an ihm“, sagt sie. Hören kann man das zum Beispiel in ihrem Song „More“, wenn sie die sanfte Phrasierung, für die der Reggae-Musiker berühmt ist, stimmlich nachahmt. Ihr Marley-Lieblingssong? „Waiting in Vain“.

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Weil sie stark genug ist, Kompromissen zu widerstehen. Seit dem Hype um ihre Person wird IAMDDB von Plattenfirmen umgarnt. Sie allerdings lehnt Angebote strikt ab, um unabhängig zu bleiben. Sie findet, dass nur volle Kontrolle über das kreative Schaffen und Authentizität zum Erfolg führen. „Wenn du bei einer Plattenfirma unterschreibst,

Newcomer

DIE SOULRAKETE

So klingt die Zukunft: fünf Gründe, warum IAMDBB die größte britische Musikhoffnung seit Amy Winehouse ist.

wird von dir erwartet, dass du Kompromisse eingehst“, sagt sie. „Dafür bin ich nicht zu haben, das verspreche ich euch!“

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Weil sie sich für andere einsetzt. Ihr oberstes Ziel als Künstlerin: junge Frauen zu inspirieren und ihnen Sebstvertrauen zu geben. In IAMDDBs Songs wie „Teardrop“ spornt sie ihre Hörer dazu an, ihre Verletzlichkeit nicht zu verbergen und Fieslingen im Alltag die Stirn zu bieten. „Online ver versuchen Typen ständig, mich runterzumachen und meinen Erfolg zu schmälern. Ich habe fast Mitleid mit denen. Weil ich glaube, dass sie deshalb so negativ sind, weil sie sich selbst nicht mögen“, sagt sie.

Die aktuelle EP von IAMDDB, „Hoodrich Vol. 3“, gibt’s auf iamddb.bandcamp.com

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REKORDSPRINGER

OPAS LIEBSTES HOBBY 2008 sprang Di Huanran erstmals über den Daoshuilou-Wasserfall in den Fluss Mudan Jiang im Nordosten Chinas: schaurige 12,19 Meter tief, Weltrekord. Im Jahr darauf wollte er das Gefühl noch mal erleben. Und dann noch mal. Di Huanran, mittlerweile 60, wiederholt seinen Weltrekord-Sprung noch immer Jahr für Jahr. Jeder braucht wohl ein Hobby. 20

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TOM GUISE

Wasserfall-Fan: Di Huanran, 60, beim jährlichen Rekordsprung. Shen Min schoss das Bild mithilfe einer DJI-Mavic-Pro-Drohne. skypixel.com THE RED BULLETIN

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öse“ ist sein dritter Vorname seit „The Walking Dead“, denn zwei hat er ja schon seit seiner Taufe: Jeffrey Dean Morgan, in der Zombie-Kultserie als Negan in den TV-Schurkenhimmel auf aufgestiegen, interpretiert das Bosniglhafte seiner Paraderolle aber ohnehin pragmatisch – „Hey, der Typ will einfach überleben …“ – und wendet dieses Prinzip vermutlich haargleich jetzt auch in „Rampage“ an, unter anderem während der gesundheitsgefähr gesundheitsgefährdenden Begegnung mit einem geflügelten 15-Meter-Wolf. Was den Mann sonst so antreibt? Erfahren wir hier. ICH MÖCHTE EINFACH EINE TOLLE ZEIT HABEN Filme wie „Rampage“ sind der Grund, warum ich Schauspieler geworden bin. Denn wenn ich einen Job mache, möchte ich Spaß haben.

STÄNDIG NEUES PROBIEREN! Ich spiele Charaktere selten so lange wie Negan – ich bin gern ein Jahr lang in einer Serie, aber dann habe ich genug. Auch Filme mache ich gern, die dauern ja nicht ewig. Darum will ich in der Rolle des Negan möglichst viele ver verschiedene Dinge ausprobieren. BÖSE IST RELATIV Ich habe Negan nie als Bösewicht betrachtet. Wenn man in dieser Welt so lange überlebt, muss man ja irgendwas richtig machen. Ich denke, er wird als böse wahrgenommen, weil er die Charaktere bekämpft, die wir seit acht Jahren kennen und lieben. Aber ich weiß, es ist mein Job, der Bösewicht zu sein. Und natürlich helfen da die Lederjacke und der Baseballschläger. Aber ich spiele ihn als jemanden, der bloß überleben will. Das finde ich interessanter.

NUR BESTE VORBILDER Keiner macht seinen Job besser als Dwayne Johnson. Er ist ein Schrank von einem Kerl, kann aber über sich lachen, ist charmant, sorgt für gute Stimmung und arbeitet unglaublich hart. Beispiel: Während wir gerade „Rampage“ drehten – mit ihm in der Hauptrolle –, moderierte er „Saturday Night Live“ und flog zu einer Filmpremiere, alles in einer Woche. Er ist zu Recht die Nummer eins unter den Filmstars.

Morgan auf Instagram: @jeffreydeanmorgan

Monsterjäger: Morgan, 51, spielt Regierungsagent Harvey Russell in „Rampage“

ICH BLEIBE MIR TREU Ich habe noch nie so einen großen Film gemacht, musste noch nie gegen einen 15 Meter großen Wolf mit Flügeln kämpfen. Aber ich arbeite genauso wie sonst. Egal ob in „The Walking Dead“ oder sonst wo, ich bringe immer meine Persönlichkeit ein.

JAMES LUXFORD

Best of Böse

MATTHIAS CLAMER/CONTOUR BY GETTY IMAGES

KEINE ANGST! ER WILL JA NUR ÜBERLEBEN Film-Fiesling Jeffrey Dean Morgan über den korrekten Einsatz von Lederjacke und Baseballschläger. 22

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KHAKI X-WIND

AUTOMATIC SWISS MADE


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Zapata Flyride

DEIN BOOT LERNT FLIEGEN Aufsteigen, Knopf drücken, abheben: Hier kommt das Jet-Bike für den Kunstflug-Piloten in uns.

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ir kennen Franky Zapata seit 2012, da erfand er sein Flyboard – eine Art JetskiBoard, das du dir an die Füße schnallst und womit du übers Wasser fliegst. 2016 ging der französische Geschäftsmann einen Schritt weiter: Er entwickelte sein Flyboard Air, mit dem er nonstop zwei Kilometer über Land flog und damit einen neuen Guinness-Weltrekord für den weitesten HoverboardFlug aufstellte. 2017 gefiel das

Franky Zapata (li.) und sein Flyride in Aktion: Kunstflugmanöver für jedermann

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aber den französischen Behörden gar nicht mehr, weil er „die Mindestvorschriften für den Betrieb eines Fluggeräts nicht eingehalten“ hatte. Zapata, ein früherer JetskiProfi, ließ sich davon freilich nicht entmutigen. Er entwickelte das Flyride, einen fliegenden Jetski, angetrieben vom Wasser-Antriebssystem des legendären Flyboard. Und jetzt das Allerbeste: Im Gegensatz zu den ein wenig zickigen Vorgängern Flyboard und Flyboard Air benötigt man laut Zapata kein Training, um als Pilot mit dem Flyride glänzen können, „ein Kinder Kinderspiel, jeder Sechsjährige kann es fliegen!“, sagt er. Mit der gyroskopischen Stabilisierung startet und landet das selbstbalancierende Wunderding automatisch wie eine Drohne, erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 35 km/h und führt auf Knopf Knopfdruck sogar sein Meisterstück aus, die Fassrolle. Einziges Hindernis auf dem Weg zum abgehobenen Freizeitvergnügen: der Preis von knapp 4400 Euro – ohne Schläuche, Zusatzteile und den antreibenden Jetski. zapata.com THE RED BULLETIN

TOM GUISE

Das Flyride lenkst du auch in der Luft mit einer Lenkstange – genau wie einen normalen Jetski auf dem Wasser.


Der neue SEAT Arona

Der SEAT Leon ST Kombi

Der neue SEAT Ibiza

SEAT Fast Lane - Lieferung in 14 Tagen.* Einsteigen & starten statt monatelanges Warten! Mit dem SEAT Ibiza bereits ab € 11.790,–** Mehr Infos auf seat.at und bei Ihrem SEAT Händler.

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Verbrauch: 4,1-5,2 l/100 km, CO2-Emission: 106-120 g/km. Symbolfotos.*Sollte die Regellieferzeit des Leon Fast Lane von 14 Werktagen

in einzelnen Ausnahmefällen überschritten werden, informiert Sie Ihr SEAT Händler umgehend. ** Modell SEAT Ibiza Reference 75 PS. Unverbindl., nicht kart. Richtpreis inkl. MwSt., NoVA. Preis inkl.Porsche Bank Bonus für Privatkunden (Ibiza € 500,-; Leon und Arona € 1.000,-) und € 500,- Versicherungsbonus bei Finanzierung über die Porsche Bank und Abschluss einer vollKASKO-Versicherung über die Porsche Versicherung. € 500,- Servicebonus erhältlich für SEAT Ibiza und Arona bei Abschluss eines Porsche Bank All Inclusive-Pakets. Mindestlaufzeit 36 Monate. Mindestnettokredit 50 % vom Kaufpreis. Alle Aktionen gültig bis 30.06.2018 (Antrags- und Kaufvertragsdatum) für SEAT Neuwagen. Stand 03/2018. Die Boni sind unverbindl, nicht kart. Nachlässe inkl. MwSt. und NoVA und werden vom Listenpreis abgezogen. ***Die Garantie von 5 Jahren oder 100.000 km endet, wenn die vereinbarte Zeitdauer oder das KM-Limit überschritten wird, je nachdem welches der beiden Ereignisse früher eintritt. Aktion gültig bis auf Widerruf.


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Wie du …

AN DER FRONT ÜBERLEBST

schützen nur ans Schießen und Töten, dabei verbringt man die meiste Zeit mit Sitzen, Beobachten, Horchen. Du bist Augen und Ohren deiner Einheit. Manchmal starrst du zehn Tage lang auf eine feindliche Stellung, hast nichts zu tun, als die Augen offen zu halten und Informationen weiterzugeben. Ja, es ist langweilig. Aber du musst auf aufpassen. Langeweile ist lebensgefährlich. Du musst immer konzentriert bleiben. Im Krieg ist Nachlässigkeit tödlich.“

… oder gar hinter den feindlichen Linien. Aldo Kane war dort – als Scharfschütze, ganz auf sich allein gestellt. Und kam wieder raus.

Schieß nicht „Jeder Scharfschütze verrät sich beim ersten Schuss. Dann ist ziemlich schnell klar, wo du steckst, und im Zweifel jagen sie einfach alles in die Luft, was irgendwie nach deinem Unterschlupf aussieht. In manchen Situationen musst du also einfach stillhalten.“

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Sei unsichtbar „Dein Auftrag lautet, bei Tageslicht von A nach B zu kommen, ohne gesehen zu werden. Du lernst, nicht nur mit deinen Ohren zu hören, nicht nur mit den Augen zu sehen. Aus welcher Richtung kommt der Wind? Eine Drehung des Kopffes verrät es dir. Du wirst eins mit der Umgebung, riechst wie sie, siehst aus wie sie, machst dieselben Geräusche wie sie. Das ist deine Tarnung. Mittler Mittlerweile gehe ich sogar zu Hause auf meinen Fußkanten. Ich habe mir das angewöhnt. Weil ich so weniger Lärm mache.“ Ertrage Langeweile „Krieg ist zu 95 Prozent Langeweile. Jeder denkt bei Scharf Scharf-

Leb mit dem Risiko „Feindkontakt ist gefährlich, klar, aber friendly fire kann auch tödlich sein – nicht jeder Kamerad weiß, wo du gerade bist und was du tust. Und manchmal bist du tagelang auf dich allein gestellt, auf Diät mit Brei und trockenen Keksen. Du kackst in Plastik Plastiktüten und pinkelst in Flaschen. Denn alles, was mit dir auf den Posten kommt, muss auch wieder mit dir weg.“

Aldo Kanes Abenteuer auf Twitter: @AldoKane THE RED BULLETIN

MATT RAY

A

ldo Kane verdient sein Geld als Expeditionsleiter für Film- und TVTeams, die sich exponierteren Aufgaben stellen. Weil er eine Sache besser kann als alle anderen: überleben. Als Scharf Scharfschütze einer Spezialeinheit der britischen Royal Marines wagte er sich zum Beispiel im Irak-Krieg weit in feindliches Gebiet und hielt gemeinsam mit einem Kameraden zehn Tage diesen vorgeschobenen Posten. „Zwei Mann, völlig auf sich allein gestellt, alles ist ver vermint, darum gab es einfache Spielregeln: Pass auf, dass dich keiner sieht, und bleib am Leben“, sagt der 39-jährige schottische Abenteurer.

ALDO KANE

Aldo Kane beim Einsatz im Irak. Er agierte hinter den feindlichen Linien – ganz allein oder mit einem Kameraden.

Bleib cool „Im Irak gerieten wir einmal in einen Hinterhalt. Überall Lärm und Panik, eines meiner schlimmsten Erlebnisse. In einem Gefecht musst du, wenn du lebend rauskommen willst, die Kontrolle behalten: gleichzeitig schießen, Deckung suchen, dir einen Überblick verschaffen: Bekommen wir Verstärkung? Sollen wir Munition anfordern? Ist Hilfe für die Verletzten unterwegs?“


CH-BIO 004 EU/NICHT-EU Landwirtschaft


„ICH DARF DAS EIGENTLICH NICHT SAGEN …“

… aber für The Red Bulletin tut er es doch: FREDDY LAU, 28, prägender Schauspieler seiner Generation, erzählt von seinem Leben zwischen Baukränen, Wettmafia und Filmset. Eine Begegnung in 20 Szenen. Text ANDREAS ROTTENSCHLAGER  Fotos DAVID FISCHER


Freddy Lau, Kino-Grenzgänger und Hobbygolfer, beim Red BulletinShooting in Berlin: „Neugier ist der beste Antrieb für ein interessantes Leben.“

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F

reddy Lau kann seine linke Augenbraue mit derselben Hingabe heben, mit der er seinem Filmgegner einen Backstein an den Kopf schmettert. Längst zählt der 28-jährige Berliner zu den führenden Schauspielern seiner Generation. Im preisgekrönten Kino-Experiment „Victoria“ (einem zweistündigen Film ohne Schnitt) hetzte Lau 2015 als Bankräuber durch Berlin. Mit dem Gangster-Epos „4 Blocks“ lieferte er 2017 den Serienerfolg des Jahres. Diesen Monat kommt Laus neuer Thriller „Spielmacher“ in die Kinos. Lau spielt einen ehemaligen Fußballer in den Fängen der Wettmafia. Dem Red Bulletin hat Lau erzählt, was ihn im wirk wirklichen Leben inspiriert. Das Porträt eines Kino-Grenzgängers – erzählt in 20 Szenen.

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Meine prägende Kindheitserinnerung: als Jugendlicher nachts auf Baukräne klettern. In Berlin-Steglitz stand einer neben dem Botanischen Garten. Da sind wir nachts über die Mauer rein, durch das Gewächshaus, vor vorbei an den fleischfressenden Pflanzen. Dann rauf auf die Kranleiter, bis hoch ins Führer Führerhäuschen. Dann sitzt du da. Blick über die leuchtende Stadt. Diese Aussicht hatte niemand sonst.

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Auf der Kranleiter gibt’s immer so ’ne Metallklappe, die den Aufstieg versperrt. Die musst du aufmachen. Ab dann geht’s einfach.

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Wenn ich Arbeit in eine Aufgabe investiere, möchte ich ein Erfolgserlebnis daraus ziehen. Vor der Schauspielerei war das beim Judo der Fall. Jeder Fehler kann bestraft werden. Jeder falsche Schritt kann dich aus dem Gleichgewicht bringen. Du brauchst Fokus, um zu gewinnen. Wie im richtigen Leben.

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Mein Spezialwurf war der Tomoe nage, ein Wurf, bei dem du selbst mitfällst. Ich glaube, den hat sonst keiner in Berlin gemacht. Mit zehn kämpfte ich um die Berliner Jugendmeisterschaft. Vor dem Finale rasierte ich mir den Schädel und ließ nur zwei Haarbüschel links und rechts über der Stirn stehen. Hörner, verstehst du? Ich wollte aussehen wie der Teufel.

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Am Sonntag nach dem Wettkampf suchte ich den Turnierbericht auf der Jugendseite der „Berliner Zeitung“. Aber da war kein Bericht. Nur ein Inserat: „Wir suchen einen sportlichen 9- bis 10-jährigen Jungen für ein Casting.“ Ich ging hin, Nummer 53, ich musste einen Text vorlesen. Dem Agenten gefiel, wie ich las. Ich war zehn Jahre alt, als ich meinen ersten Film drehte.

Styling SOO-HI SONG Styling-Assistenz MARINA BOLL Bomberjacke ALPHA INDUSTRIES Shirt, Jeans, Sneakers LACOSTE Golfausrüstung: Schläger, Tasche, Ball und Handschuh TAYLOR MADE


BEST OF LAU

Schüler, Bankräuber, Kicker, Polizist: vier prägende Rollen in Freddy Laus Karriere

DIE WELLE (2008)

Remake des Klassikers über politische Propaganda. Lau, damals 19, spielt den Klassen-Außenseiter Tim. Deutscher Filmpreis als bester Nebendarsteller.

VICTORIA (2015)

PICTUREDESK.COM, SENATOR FILM VERLEIH, 2017 TURNER BROADCASTING SYSTEM EUROPE LIMITED & WIEDEMANN & BERG TELEVISION GMBH & CO, WARNER BROTHERS/ GORDON TIMPEN,SMPSP

Ein zweistündiger Trip durch die Berliner Nacht – gedreht in einem einzigen Take. Laus Figur Sonne wird vom Partygast zum Bankräuber.

4 BLOCKS (2017)

Hip-Hop, Schutzgeld, Prügel und Gefühle: Lau als Undercover-Cop Vince, der sich in einen VerbrecherClan in Berlin-Neukölln schleust, erstklassiger Soundtrack inklusive. Immer sportlich: Lau spielte in seiner Jugend Eishockey, mit zehn war er Berliner Judo-Meister. Sein aktuelles Hobby Golf? „Hat etwas Meditatives.“

SPIELMACHER (2018)

Die dunkle Seite des Profi-Fußballs. Lau spielt den vorbestraften Ex-Kicker Ivo, der sich um einen jungen Fußballer kümmert – und ins Visier der Wettmafia gerät.

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Ziel im Fokus: Lau drehte seinen ersten Film mit zehn. „Ich bin Autodidakt“, sagt der Grimme-Preisträger. „Ich habe keinen Plan B.“

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„Ich weine gern. Ich finde, Männer sollten öfter weinen. Das ist der ehrlichste Gefühlsausdruck, den es gibt.“


Der Schwung sitzt: Lau-Abschlag bei einer Partie Urban Golf in Berlin.

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Ernsthaftigkeit ist ein guter Weg zum Erfolg. Wenn du just for fun an eine Aufgabe rangehst, schaffst du sie ziemlich sicher nicht. Ich hatte diese Ernsthaftigkeit schon als Teenager. Wenn du deine Leistung bringst, deine Kollegen respektierst und ein wenig Talent hast, kannst du vieles schaffen.

Ernsthaftigkeit 7 heißt nicht, dass man seine kindliche Seite verliert.

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Ich bin mit sechzehn in meine erste Wohnung gezogen, Steglitz, 50 Quadrat­ meter, unmöbliert. Das blieb ein Jahr so. Mit siebzehn habe ich meinen ersten Filmpreis gewonnen und vom Preisgeld die Wohnung eingerichtet. Bett mit Lederbezug, schwarze Ledercouch mit weißen Wür Wür­ felkissen, alles zusammen­ geballert vom Discounter. Sah schrecklich aus. Aber es war meines.

kann ganz 9bis Ich viele Sachen heute nicht

besonders gut. Lesen. Schreiben. Zeichnen? Kannste keinem zeigen. Was ich gut kann: neue Situationen schnell analysieren. Das sagt zumindest meine Frau. 34

„Ich genieße auch kleine Erfolge“, sagt Lau über seine Arbeit. „Der Regisseur lächelt nach der Szene, und ich denke: ‚Yesss!‘“


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Mit sechzehn drehte ich mit August Diehl. Da er er­ lebte ich zum ersten Mal einen richtigen Schauspieler. Ich analysierte ihn sofort. Jeder seiner Schritte hatte ideales Timing. Jeder Atemzug drück drück­ te etwas aus. Er machte keine einzige Bewegung, die sinnlos war. August war eine große Inspiration für mich – ich hab ihm das bis heute nie gesagt.

Ziehe Freude aus kleinen Dingen. Nach einer Szene gucke ich oft den Regisseur an. Dann gibt’s vielleicht den Daumen hoch. Oder ein kurzes Lächeln. Und du denkst dir: „Yesss! Ich bin auf dem richtigen Weg.“ Für mich sind kleine Erfolge oft viel tiefgründiger als plumpe, große Siege.

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Ich weine gern. Und ich schaue fremden Leuten gern beim Weinen zu. Ich finde es wichtig, dass Männer öfter weinen. Denn das ist der ehrlichste Gefühlsausdruck, den es gibt. Über dem Bett meines Sohnes hängt ein Poster, auf dem „Boys Don’t Cry“ steht (ein Song der britischen Band The Cure; Anm.). Wir haben das „Don’t“ durch­ gestrichen. „4 Blocks“ ist eine fiktionale Geschichte. Aber Kida Ramadan (der in der Krimiserie den Clanchef „Toni“ Hamady spielt; Anm.) und ich sind Berliner Kids. Wir sind nicht doof. Wir wissen, was in der Stadt abgeht. Wir fanden es wichtig, eine Serie aus der Sicht der Verbrecher zu machen und zu zeigen, wie es bei denen zu Hause in den Familien zugeht. Au­ ßerdem lieben die Zuschauer Geschichten über dunkle Geschäfte, wie bei „Der Pate“ oder „Scarface“. Die Serie war so erfolgreich, dass Kida sogar umziehen musste. Er ist ja jetzt berühmt.

Das ist das Schwierigste und Wichtigste überhaupt: sich etwas zu trauen, Gefühle zuzulassen, ehrlich zu sein.

THE RED BULLETIN

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Wenn dich der „Hollywood Reporter“ mit dem jungen Marlon Brando vergleicht, freust du dich natürlich. Aber letztendlich kannst du dir nichts dafür kaufen.

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Mein Vater besaß einen Trödelladen, der mal besser, mal schlechter lief. Ich war ein Flohmarkt­Kind. Wir wurden belächelt, ich komme schon eher von unten. Daraus habe ich aber viel Kraft gezogen. Ich wollte es immer allen zeigen. Ich wollte dazugehören. In meinem aktuellen Film „Spielmacher“ geht es um die kroatische Fußball­ Wettmafia. Dafür habe ich wieder Fußballspielen gelernt. Ich war beim U17­ Jugend­Pokalfinale. Ich habe mit Spielern geredet, deren Karriere gescheitert ist. Ich hab mir Trainingseinheiten von Jugendmannschaften angeguckt und selbst mit­ trainiert. Ich hab mir auch die Unterwelt angeguckt. Ich darf das hier eigentlich gar nicht sagen.

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Du fragst die richtigen Leute. Die kennen wieder andere Leute. Ich habe zu einem dieser Typen gesagt: „Ich mache einen Film, kann ich mit dir abhängen?“

Wenn du dann dort bist, kommt es nicht so gut an, Fragen zu stellen. Also habe ich rumgesessen, habe stumm beobachtet, wie die Typen im Wettcafé sitzen, wie sie Dinge anfassen, wie sie ihren Stift halten, wenn sie Wettscheine ausfüllen. Du saugst Kleinig­ keiten auf. Da kannst du irr irr­ sinnig viel mitnehmen.

Neugier zahlt sich immer aus. Sie ist der beste Antrieb für ein interessantes Leben. Das ist wie mit dem Baukran, auf den ich früher geklettert bin. Du kommst nur schwer hoch. Aber dafür ist die Aussicht von oben unvergleichlich.

„Spielmacher“ läuft ab 13. April exklusiv im Village Kino Wien. 35


Erleuchtung: Logis Expeditionskollege Timmy Reyes erwischt eine isländische Welle unter den Polarlichtern.

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LICHT-­ GESTALTEN Surfen unter Polarlichtern. Auf Wellen, die im Wintersturm entstanden: die ­Geschichte der Expedition von Islands einzigem Profi-Surfer HEIÐAR LOGI ins entlegenste Revier seiner Heimat. Text ANTHONY ROWLINSON Fotos CHRIS BURKARD


An Bord des Segelboots „Aurora“ erklärt Kapitän Sigurður Jónsson die Route. Links: Islands einziger Profi-Surfer Heiðar Logi

eiðar Logi verbindet eine tiefe Hass­ liebe mit dem nordatlantischen Wind, wie mit einem wilden, betrunkenen, unberechenbaren Freund, der jedes Mal ohne Rücksicht in die Kneipe poltert – dabei aber jeden sofort mit seiner unbändigen Energie in seinen Bann zieht. Als professioneller Surfer braucht Logi genau solche Typen um sich. Denn nur wenn der Sturm über den Nord­ atlantik tobt, entstehen so perfekte Wellen, dass keine Surferseele widerstehen kann. Surfen auf Island, das klingt nach: sehr kalt, sehr entlegen, sehr windig. Und genauso ist es. Aber Logi ist egal, dass die isländischen Gewässer erst bei minus acht Grad Celsius frieren. „An die Kälte hab ich mich gewöhnt“, sagt der 25­Jährige, der sich beim Surfen bloß mit einem 7­Millimeter­ Millimeter Neopren­ Millimeter­ anzug (und landestypischer Zähigkeit) schützt. „Wenn du in Island surfst, machst du dir eher Gedan­ ken darüber, ob die Wellen gut sind. Und ob du eine Chance kriegst, sie zu reiten, solange sie halten.“ Egal ist ihm auch, dass es in Island nicht mal einen Surfshop gibt für die 330.000 Bewohner (was aller aller­ 38

dings einen betriebswirtschaftlich nachvollziehbaren Grund hat: Kaum zwei Dutzend Isländer surfen – Logi, der in Reykjavík lebt, ist der erste und einzige Profi des Landes). Ganz und gar nicht egal aber: Die Wintergewässer an der Ost­ und Nordwestküste der Insel bieten ein paar der unglaublichsten Surf Surf­Erlebnisse der Welt. Dass sie als Geheimtipps gelten, hat einen guten Grund: Hier ist alles ziemlich entlegen, selbst für isländische Verhältnisse. Allein die Anreise ist ein Abenteuer für sich. Der Vorteil wiegt aber alles auf: Du könntest auf einer Welle surfen, die nie jemand vor dir gesurft hat. Du musst sie nur zuerst finden. Die Suche nach solchen unentdeckten Surfspots lockte Logi, eine Crew von vier Surfkollegen und den amerikanischen Fotografen, Abenteurer und Filme­ macher Chris Burkard in Islands äußersten Nord­ westen. Auf ihrer Suche nach der perfekten Welle (und tollen Bildern davon) waren sie entschlossen, sogar nachts unter den Polarlichtern zu surfen. Der Nordatlantikwind hatte jedoch ganz andere Pläne. Pünktlich zu Expeditionsbeginn begann der schlimmste Wintersturm seit 25 Jahren über die Insel zu rasen. Windspitzen bis zu 260 km/h bedeuteten


Pünktlich zum Start der Expedition begann der schlimmste Wintersturm seit 25 Jahren.

Expeditionsmitglied Justin Quintal beendet eine spontane Surf-Session auf dem Weg zur Nordwestküste. „Justin wollte auf unserer Reise u ­ nbedingt surfen“, sagt Logi. „Er hat sogar versucht, eine F­ lusswelle zu reiten!“


für die sechs Reisenden, dass ein Weiterfahren mit ihren beiden Geländewagen unmöglich wurde – der Sturm hätte sie von der Straße gefegt. Sie mussten sich zwei Tage lang in einer Hütte am Straßenrand verstecken, ehe sie ihre Reise fortsetzen konnten. Eine weniger entschlossene Gruppe hätte während dieser Zwangspause wohl reflektiert und wäre zum Schluss gekommen, dass die Reise vielleicht doch keine so großartige Idee war. Dass nicht grundlos kaum jemand hier im äußersten Nordwesten lebt und dass es wohl auch einen Grund hat, dass Surfen in Island kein Massensport wurde. Aber Burkard und Logi hielten es für eine tolle Idee, das Reflektieren auf später zu verschieben. Das hatte ebenfalls einen Grund: Die beiden hat­ ten ein paar Tage zuvor bei ihren Erkundungen auf offener See einen perfekten Wellengang entdeckt, waren dorthin gesegelt, surften sogar kurz, „und es war der absolute, absolute Wahnsinn“, sagt Logi. Doch das Wetter wurde Minute für Minute bedroh­ licher, Sturm „Diddú“ kündigte sich auf brachiale Weise an, und die Vorhersagen waren alles andere als beruhigend: „Diddú“, hieß es, sei ein „Big One“, eines der Vierteljahrhundert­Specials, bei denen die

Häfen verbarrikadiert werden und sogar die Isländer zu Hause bleiben. „Ich war auf dem Boot“, erinnert sich Logi, „und wir hatten gerade angefangen zu paddeln, als uns Siggi, der Kapitän, zurief: ‚Schneller! Wir müssen zu­ rück – sofort!‘ Uns stand Islands schlimmster Schnee­ sturm seit 25 Jahren bevor. Kaum hatten wir den Hafen erreicht, brachen diese unfassbaren Stürme los. Ich habe selten so verrücktes Wetter erlebt – und ich habe mein ganzes Leben in Island verbracht.“ Pragmatischere Männer hätten ihre Expedition wohl ein wenig aufgeschoben. „Doch uns hat das Wetter eigentlich motiviert“, sagt Logi. „Und es hat sich wirklich ausgezahlt.“ Denn was dann folgte, war „die pure Euphorie“, wie Logi sagt, „vielleicht die unglaublichste Erfahrung in meinem ganzen Leben“: Surfen in schweren, arktisch kalten Gewässern, in sternenklarer Dunkelheit, unter den Polarlichtern. „Es war dann doch auch ziemlich kalt“, sagt er, „es war dunkel, es war wild. Aber es war unvergess­ lich. Denn wir hatten mit den Wellen das unglaub­ lichste Glück, das du dir vorstellen kannst.“ Chris Burkards Dokumentarfilm „Under an Arctic Sky“ läuft aktuell auf Netflix.

Islands entlegene Westfjorde haben jede Menge frische Surfspots für ambitionierte Surfer zu bieten – falls die entschlossen genug sind. „Sagen wir’s so: Island ist keine Surfdestination, die für die Massen taugt“, sagt Heiðar Logi.

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Der Kapitän rief: „Schneller! Wir müssen zurück. Sofort!“

Timmy Reyes surft bei minus sechs Grad. Die „Aurora“ liegt hinter der Welle, kurz bevor der Wetterdienst einen Sturm ankündigt – das heißt, dass sie zum Hafen zurückmuss.


„Der Wind hier ist launisch, wild, verrückt.“

Heiðar Logi: „Als Kind wurde ich immer vor dem Wasser gewarnt. Ich solle nicht hinein­ gehen, es sei gefähr­ lich. Mag ja alles stim­ men. Aber ich tat es dennoch. Zum Glück.“


„Natürlich, manchmal denkst du nach und hast das Gefühl, immer nur Wellen nachzu­ jagen – dein ganzes Leben lang – ist doch ziemlich egoistisch“, sagt Logi. „Aber wenn du dann siehst, wie deine Freunde mitten im Nirgendwo den Swell ihres Lebens er­ wischen, ist es das In­ spirierendste, was du dir vorstellen kannst.“

Unter Deck der „Aurora“. Wenn ein Haufen passionierter junger Surfer den Traum vom Surfen an entlegenen Orten jagt, halten nicht einmal die wildesten Stürme sie auf – auch wenn sie sich kurzzeitig an Land in Sicherheit bringen müssen. THE RED BULLETIN

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Islands Norden: Hier kannst du Wellen surfen, die niemand je zuvor gesurft hat.

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Heiðar Logi und Justin Quintal paddeln durch die Dunkelheit, um in eisigen Gewässern zu surfen. „Wir blickten auf zu den Polar­ lichtern und sahen Millionen Sterne und jede Menge Stern­ schnuppen“, sagt Logi. „Eineinhalb Stunden ging das so. Du musst dir vor Augen halten, dass das, auch wenn dir so kalt ist, ein einzig­ artiger Moment in deinem Leben ist, den man genießen soll.“ THE RED BULLETIN

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Weltvermesser: Chris Sheldrick, 36, Brite, Gründer von What3Words

Der Clou der Idee: Jeder Ort der Welt ist nur drei Wörter von dir entfernt.“ CHRIS SHELDRICK

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TAKE FIVE

Gründer CHRIS SHELDRICK darüber …

WIE DU DIE WELT MIT 3 WÖRTERN VERÄNDERST

Der Gründer von What3Words überzieht die Welt mit kleinen Quadraten. Und erleichtert damit Festivalbesuchern und mongolischen Postboten das Leben.

dich mit dem Status nicht 1 Gib zufrieden

Ich war zehn Jahre Chef einer LivemusikAgentur und hatte wahnsinnig oft Schwierigkeiten, Musikern den Weg zum Treff Treffpunkt zu beschreiben. Wenn ich 40 Leute buchte, riefen 40 an, weil sie sich verirrt hatten. Längen- und Breitengrade hätten geholfen, sind aber nervig.

2 Finde eine einfache Lösung

Dann kam die Idee, Wörter zu benutzen – schließlich kennt jeder Mensch Unmengen davon. Wenn man die Welt in 3 × 3 Meter große Quadrate teilt, ergeben 40.000 Wörter genug Kombinationen, um jedes Quadrat der Welt mit einem einzigartigen Namen aus drei Wörtern zu ver versehen. Ganz einfach – aber ich glaube fest daran, dass einfache Lösungen die besten sind!

3 Denke die Welt neu

Wir erstellten Gitternetz, Wortliste und Algorithmus, dazu einen Raster, den man auf jeder Karte dieser Welt anwenden kann. Es gab keine große Testphase, wir standen bloß im Büro in Abständen von drei Metern zueinander und marschierten von einem Quadrat zum nächsten – und sahen, dass es klappt. Wir wählten die Wörter nach dem Zufallsprinzip aus, mein Londoner Büro befindet sich zum Beispiel bei index-haus-floss. Wir bieten What3Words in 22 verschiedenen Sprachen an.

4 Finde deine Zielgruppe

LEVON BISS

What3Words ist nichts, was du allein verwendest. Das heißt, wir mussten Communitys finden, die von unserer Innovation profitierten. Zum Beispiel Paragleiter,

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Fallschirmspringer, Tiefseetaucher oder Kanufahrer, die viel Zeit an selten besuchten Orten verbringen. Und zum ersten Mal hat jeder einzelne Ort in ihrer Welt eine Adresse. Wir hatten eine Partner Partnerschaft mit dem Glastonbury Festival – dort waren 200.000 Menschen auf einem Fleck mit nur einer Postleitzahl. Da fragt man sich schon mal: „Wo ist mein Zelt?“ Wir erstellten für sie eine maßgeschneiderte Karte der Location, um alles Organisatorische zu erleichtern. Und seit kurzem arbeiten wir mit Mercedes zusammen, die eine einfache Methode finden wollten, um eine Adresse ins Navi zu sprechen.

5 Werde global

What3Words wird laufend erweitert, weil es so viele Orte auf der Welt gibt, an denen es nützlich sein kann. Wir waren auf den Philippinen und haben mit der Regierung von Tonga gesprochen. Das Programm wird von Menschen in den Wüsten des Nahen Ostens, Afrikas und Mexikos genutzt. Oder von schwangeren Frauen in den Townships von Durban, die, sobald sie ihre Wehen bekommen, dem Krankenwagen genau sagen können, wo sie sind. Die erste Regierung, mit der wir einen Vertrag abgeschlossen haben, war die der Mongolei. Das Land ist so riesig, dass die Post große Probleme damit hat, ihre Kunden zu finden. Jeder Mensch in jedem Land soll eine Drei-Wort-Adresse auf einer Kontaktseite sehen – und dann mühelos dorthin finden können.

what3words.com Interview RUTH MORGAN Foto LEVON BISS 47


René Prêtre ist einer der besten Kinderherzchirurgen der Welt. Wie lebt man damit, niemals einen Fehler machen zu dürfen? Text STEFAN WAGNER Foto LUKAS MÄDER Grooming JEHAN RADWAN 48  


Diese Hände retteten 6000 Kinder


„Mein Großvater, er war Uhrmacher, hat mir wohl das Talent fürs Filigrane vererbt.“ Prêtre ist eines von sieben Kindern einer Bauernfamilie. Er stammt aus Boncourt im Kanton Jura.


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ené Prêtre, seit Jänner sechzig, Leiter der Herz- und Gefäßchirurgie am Universitätsspital Lausanne, operiert täglich ein bis zwei Herzen von Kindern, meist die von Neugeborenen. Die Chirurgie kennt keine größere Herausforderung als die Arbeit an diesen walnussgroßen Wunderwerken der Natur. Bei den bis zu 14 Stunden langen Operationen steht Prêtre regungslos vornübergebeugt, trinkt nur ein paar Tropfen Wasser aus einem Strohhalm, um ja nicht austreten zu müssen, trägt eine Lupenbrille mit fünffacher Vergrößerung. Erfolg oder Misserfolg entscheidet sich in Millimetern, manchmal Bruchteilen davon, und Erfolg oder Misserfolg heißt: Leben oder Tod, Zusammenbrüche der Eltern oder Freudentränen. Prêtre setzt sich nicht nur der medizinischen Aufgabe aus, sondern auch den Emotionen: Er selbst führt die Vorgespräche mit den Eltern, und er ist es, der, wenn er aus dem Operationssaal kommt, zum Handy greift. Fünf-, sechsmal pro Jahr beginnt das Gespräch mit einer Mutter mit den Worten „Es tut mir leid …“. Frühnachmittags, ein vollgeräumtes Büro im zehnten Stock der Universitätsklinik von Lausanne: Beethoven-CDs, Jura-Kaffeeautomat, Geschenkpakete. „Meistens Wein oder Pralinen“, sagt Prêtre und macht sich an der Verpackung einer Bonbonniere zu schaffen. Er sieht erstaunlich jugendlich aus, drahtig, mittelgroß, spricht auffallend leise, fast hauchend, das Deutsch ist vom französischen Akzent weichgespült. Als ich bei der Begrüßung sage, dass ich erstmals in 25 Jahren bei der Vor Vorbereitung auf ein Interview geheult habe, an den Stellen seines Buchs, in denen er über Kinder schreibt, die er verloren hat, über die Tragödien, seine eigene Ver Verzweiflung und die der Eltern, aber auch wie er eigentlich unrettbare Leben rettete, lächelt er kurz und nickt. „Möchten Sie eine Praline?“ the red bulletin: Professor Prêtre, es ist kurz nach 14 Uhr, ein normaler Donnerstag im November. Was haben Sie heute bisher gemacht? réne prêtre: Heute begann gestern Nacht. Um elf klingelte mein Telefon, ein Notfall, man wollte die Taktik mit mir THE RED BULLETIN

René Prêtre an der Arbeit im Universitäts­ spital Lausanne: Operationen dauern bis zu 14 Stunden.

absprechen. Um drei Uhr morgens war alles fertig, es geht dem Patienten gut. Um sieben operierten wir einen Säugling und dann einen Jungen, einen schweren Fall. Bei der OP entdeckten wir, dass alles noch komplizierter war als erwartet. Eine Herzklappe, die gestern im Ultraschall gut aussah, schloss nicht hundertprozentig richtig. Man hätte das akzeptieren können, aber ich wollte das in Ordnung bringen, denn eine perfekte Klappe bedeutet viel Lebensqualität, sie wächst ja mit wie eine eigene, nicht wie eine Prothese, die man später ersetzen muss, die Medikamente erfordert. Die erste Operation dauerte bis zehn, danach konnte ich die OP machen, die eigentlich für heute Vormittag vorgesehen war. Vor zwanzig Minuten wurde ich fertig. Es tut mir leid, dass ich Sie ausgerechnet an einem solchen Tag störe. Oh, keine Sorge, das ist ein ziemlich gewöhnlicher Tag. Als Skifahrer würde ich sagen: rote Piste, nicht schwarze. Können Sie heute Abend abschalten? Oder wenigstens Ihr Handy? Das Telefon des Spitals nicht. Aber ich stelle es auf lautlos, ich bin auf einem Fundraising-Abend für Kinderherzchirurgie. Es genügt, wenn ich alle halben Stunden nachsehe, ob ein Anruf war. Sie wuchsen als eines von sieben Kindern auf einem Bauernhof auf, der einzige Kontakt zur Medizin war der

zum Tierarzt. Wenn es auf dem Feld viel zu tun gab, holte Sie Ihr Vater während des Unterrichts aus der Klasse. Ihr Studium finanzierten Sie sich als Regionalliga-Fußballer. Das ist nicht der direkte Weg in die Spitzenmedizin. War es eine Art magischer Berufung? Nein, Zufall. Ein Freund sagte: Hey, heute endet die Anmeldefrist fürs Medizinstudium. Ich wusste nicht recht, was tun, also meldete ich mich an. Es gefiel mir zu Beginn auch nicht. Im zweiten Jahr des Studiums musste ich mit älteren Patienten arbeiten, es war mehr Pflege als Heilung, man konnte so wenig verändern, das deprimierte mich. Aber als ich die erste Operation sah, einen Blinddarm, wurde alles anders. Der schwer kranke Patient war plötzlich gesund, durch die Arbeit des Chirurgen, da kommt le grand sorcier (der große Zauberer; Anm.) und schneidet einfach die Erkrankung weg, wie mit einem baguette magique (Zauberstab; Anm.). Das faszinierte mich. Woher hat ein Bauernjunge mit Schwielen an den Händen von der Feldarbeit das Zeug zum Weltklasse-Chirurgen? Mit den Händen zu arbeiten, das kannte ich. Auf dem Bauernhof reparierten wir alles selbst, Traktoren, Maschinen, so bekommt man ein Verständnis für Mechanik, für Rekonstruktionen in drei Dimensionen. Mein Großvater, er war Uhrmacher, hat mir wohl das Talent fürs Filigrane vererbt. Schon als Kind bastelte ich stundenlang winzige Häuschen. Da wurde wohl der Grundstein gelegt, dass ich heute Gefäße von Kindern nähen kann mit nicht mehr als einem Millimeter Durchmesser. Das war mein erstes Training für die Finger. Die Finger sind das Wichtigste in Ihrem Beruf? Augen, Finger, Konzentration. Den Augen kann man helfen, mit der Vergrößerung der Brille. Den Fingern kann man nicht helfen. Wenn man zittert, ist es vorbei. Aber niemand zittert gar nicht. Ich bin da relativ gut. Unter der Brille mit fünffacher Vergrößerung sehe ich kein Zittern. Man sieht es erst unterm Mikroskop, das habe ich mir einmal angesehen, das hat mich interessiert. Wenn Sie zu Hause ein Bild aufhängen, schlagen Sie den Nagel selbst ein? Ich kann auch mit der Axt Holz machen! Viele erfolgreiche Menschen sagen, wirklich gut macht sie die Leidenschaft für das, was sie tun, fürs Singen, fürs Tennisspielen, fürs Forschen, was auch 51


immer. Erfolg ist dann nur die Folge davon. Ist das bei Ihnen auch so? Ja, sehr. Ich liebe es, zu operieren. Wenn Ihnen ein Fehler passiert, ist ein Leben zerstört. Wie kann man am Ab­ grund Freude empfinden? Indem man die Operation nicht als Gefahr sieht, sondern als Möglichkeit, zur Gestaltung, zur Rettung. Es hat ein bisschen etwas von Kunst, was wir tun, von Bildhauerei, wir arbeiten ja in drei Dimensionen, und Ästhetik ist wichtig. Wenn ein Herz nach der Rekonstruktion schön aussieht, funktioniert es gut. Aber nur ein kleiner Fehler, und …! Fehler passieren. Das ist unvermeidlich. Man kann ihre Zahl minimieren, indem man nicht ans Scheitern denkt, sondern ans Gelingen. Stéphane Lambiel, der 2006 Olympia-Silber im Eiskunstlauf gewann, wurde einmal gefragt, ob er keine Angst vor einem Sturz hat. Er antwortete: Nein, er denkt an nichts als an die korrekten Bewegungen. Das hat mich im ersten Moment erstaunt, dann fiel mir auf: Ich denke ja genauso. Ich denke an den Weg, nicht an das Hindernis. An die Lösung, nicht an das Problem. Am gefährlichsten sind auch nicht die komplizierten Fälle. Am gefährlichsten wird es, sobald man denkt, es kann nichts passieren, wenn sich einschleicht, was man Routine nennt. Aber Sie haben in dreißig Jahren rund 6000 Kinderherzen operiert.

Man muss sich auf jede Operation vor vorbereiten, als wäre es die erste, mit der derselben Verantwortung und Konzentration und Anspannung. Das ist entscheidend. Sie haben vorhin eher nebenbei gesagt: „Fehler sind unvermeidlich.“ Dürfen Sie das so sagen? Eltern von Kindern, die Sie operieren, lesen hier mit. Man muss ehrlich sein. Und man muss immer alles tun, so gut man kann. Unver Unverzeihlich wäre ein Fehler aus mangelnder Vorbereitung oder Konzentration. In diesem Büro sprechen Sie mit Eltern? Ja. Warum führen Sie die Gespräche selbst? Das ist doch eine riesige Belastung. Wäre es nicht einfacher, Sie kennen nur die Fakten und sehen nur eine blutende Walnuss, die repariert gehört? Ich würde genauso kämpfen. Aber es würde etwas fehlen. In diesem Büro übergeben mir die Eltern das Leben ihres Kindes. Das ist ein Vertrauen, das ich niemals verraten darf. Es passiert sehr selten, aber es passiert, dass wir in eine Situation kommen, in der wir eigentlich nichts mehr tun können, keine Chance. Aber du kämpfst trotzdem weiter, und manchmal geht es doch noch gut aus. Das würdest du nicht tun, wenn es um Walnüsse geht. Ich erinnere mich an einen Fall, einen sehr, sehr schweren. Man hat als Chirurg ein großes Ego, aber als die Eltern eine zweite Meinung einholten, hoffte ich, sie

„Die Eltern übergeben mir das Leben ihres Kindes. Das ist ein Vertrauen, das ich nie verraten darf.“ 52

würden den anderen Chirurgen wählen. Sie kamen dann doch zurück. Bei der Operation habe ich gesehen, es geht nicht, wir kämpften stundenlang, es war aussichtslos, wir waren erschöpft. Ich bin hinaus auf den Korridor, da standen die Eltern, ich sagte: „Es wird nicht gehen. Wir haben keine Chance.“ Die Mutter brach zusammen, sie hat so geweint, es war unglaublich, der Vater, so verzweifelt … ich konnte dieses Bild nicht ertragen. Ich habe dann gesagt, wir probieren es noch einmal, ich bin wieder in den OP hinein, alles noch mal ganz von vorn, Stunden, wir waren alle weit über unseren Grenzen. Aber es ist dann doch gelungen. Wie lange hat die Operation gedauert? Ich weiß nicht mehr, 14 Stunden? Manchmal geht man morgens in den OP, und plötzlich ist es Mitternacht. Das muss egal sein. Nur Profi sein ist nicht genug. Es gehört das Herz dazu. Ich will glücklich machen, ich will helfen, und ich habe die Möglichkeit dazu. Das ist unser Privileg. Privileg? Sind Sie eine Sekunde un­ konzentriert, kann ein Kind sterben! Wenn Sie mit dem Auto bei Rot über die Kreuzung fahren, kann auch jemand sterben. Und Konzentration lässt sich trainieren wie ein Muskel. Ich kann konzentriert bleiben, weil ich das seit dreißig Jahren täglich mache. Und ich kann auf zwei Systemen parallel laufen: Die Finger erledigen ihre Aufgaben automatisiert, während das Gehirn die weitere Strategie durchdenkt. Meine Arbeit ist schwierig, aber sie ist kein Wunder. Freunde oder Verwandte operieren Sie dennoch nicht. Ich habe einmal die Mutter eines Freundes operiert. Es ist gut gegangen, aber es waren zu viele Emotionen. Unnötiges Risiko. So etwas werde ich nicht mehr tun. 98 Prozent der Operationen gehen völlig glatt. Dennoch werden Sie immer ausführlich zu den Problemen befragt, auch von mir jetzt. Ärgert Sie das nicht? Es sind 95 Prozent. Wir haben je zwei, zweieinhalb Prozent Mortalität und schwere Komplikationen. Und ich verstehe, dass Sie danach fragen. Das tun alle. Was war Ihr letzter schöner Erfolg? Am Montag, ein Junge, ein paar Tage alt. Der Anästhesist sah die Klappe und sagte: „Die kannst du nicht flicken, unmöglich.“ Es gelang mir. Und die Klappe wurde wunderschön. Das sind besondere Momente, wenn ein Kollege ein Limit sieht und du es überschreitest. THE RED BULLETIN


den Rücken; Anm.), diese Schönheit, das Charisma des Herzens … Macht man da abends ausnahmsweise eine besondere Flasche auf? Nein, das geht nicht. Ein Glas kann ich trinken. Kein zweites. Man muss zur Tagesordnung übergehen. Es gibt Fälle, bei denen können Sie das nicht, zur Tagesordnung übergehen. Sie schreiben im Buch über Robin, einen elfjährigen, lebensfrohen Jungen. Ja. Eine große Tragödie. Wir haben die OP nicht gemacht, weil er unmittelbar in Lebensgefahr war, sondern um seine Lebensqualität zu verbessern, seine Lebenserwartung. Es war auch kein besonders komplizierter Eingriff. Kurz vor dem Termin bekam die Mutter aber Angst. Sie wollte die Operation nicht mehr. Ich habe sie überredet. Nach der OP gab es eine starke Blutung, der Kreis­ lauf stand still, Robins Gehirn war ein bisschen zu lang ohne Blut. Ich konnte den Eltern nicht in die Augen schauen. Sie wollten danach aufhören. Ja. Ich war in einem sehr schlechten Zu­ stand. Sehr schlecht.

René Prêtre wurde 2009 zum „Schweizer des Jahres“ gewählt. Während der TV-Gala war er auf einer Hilfsmission in Mosambik.

Wieso haben Sie doch weitergemacht? Nach langen, langen Gesprächen; mit meiner Anästhesistin, der ich sehr ver ver­ traue, mit dem Klinikdirektor. Ich wusste, ich hatte sorgfältig gearbeitet. Und die Zeit hilft. Es ist wie nach einem miss­ lungenen Sprung vom Zehnmeterbrett. Du knallst aufs Wasser, es tut so weh, und du kannst dir nicht vorstellen, je wieder zu springen. Aber nach ein paar Tagen beginnst du wieder … von drei Metern, dann von fünf, und so weiter.

Ist nicht die Dankbarkeit der Eltern das größte Lob? Emotional ja, fachlich nein. Eltern können nicht unterscheiden, ob meine Leistung besonders war. Ein Loch zwischen den Vorkammern flicken, das kann in Wahr Wahr­ heit jeder, aber die Eltern sind danach genauso dankbar, als hätte ich das Kind unter Herzmassage gerettet. Wie haben Sie Montag gefeiert? Oh, es war wunderschön, in der Echo­ graphie zu sehen, wie das Herz wieder zu schlagen anfängt, Kraft aufnimmt, wie das Leben zurückkehrt. Man sieht, die Klappe schließt gut, öffnet sich perfekt, keine Turbulenzen mehr, les frissons dans le dos (da läuft einem der Schauer über

THE RED BULLETIN

Robin war ein Fall von 6000. Es waren drei, vier in den dreißig Jahren. Umgekehrt, wie oft haben Sie Kinder gerettet, die ohne Sie gestorben wären? Pro Jahr wahrscheinlich drei oder vier. Kein Rhythmus mehr, keine Kontraktion, das Kind ist eigentlich fast tot, aber wir holen es trotzdem noch zurück. Ja, meine Bilanz ist gut. Aber wollen Sie ein Leben gegen das andere aufrechnen? Sie haben Eltern vor sich, die ihr Kind verloren haben, und Sie fühlen sich verantwort­ lich. So etwas werden Sie nicht mehr los. Der Junge vom Montag, wäre der gestorben ohne die Operation? Nein, da kann ich nicht behaupten, ich hätte ein Leben gerettet. Die Lebens­ qualität wäre schlecht gewesen, ja. Der 53


Junge hätte in der Schule nicht mit seinen Kameraden spielen können. Und bei jeder Infektion hätte es binnen Tagen vorbei sein können. Er wäre dreißig, vierzig Jahre alt geworden, maximal. Und jetzt, nach der Operation? Die neue Klappe hält wahrscheinlich nicht sein Leben lang, aber mindestens vierzig Jahre. Dann wird man sie leicht ersetzen können. Der Junge kann jetzt spielen, Sport machen, herumtollen, er kann siebzig, achtzig werden, ein fast normales Leben.

„Ganz wichtig in unserem Beruf ist Demut. Gerade nach großen Erfolgen. Ein Chirurg ohne Respekt vor jedem Eingriff ist gefährlich.“

Aber das ist eine Art von Leben retten, Herr Professor. Ein bisschen, ja. Vielleicht. Aber man muss vorsichtig sein, gerade nach solchen Erfolgen wie denen am Montag. Solche Freuden können enivrant sein (berau­ schend; Anm.). Aber man ist nicht toutpuissant (allmächtig; Anm.), man ist kein Gott auf Erden, die Natur hat immer das letzte Wort. Ganz wichtig in unserem Beruf ist l’humilité (Demut; Anm.). Ein Chirurg ohne Respekt vor jedem Eingriff ist gefährlich. Sie wurden Anfang des Jahres sechzig. Was geben Sie jungen Kollegen weiter, die Sie unterrichten? Das Handwerk … … ja, aber mindestens ebenso wichtig ist die Strategie. Eigentlich arbeiten wir nicht in drei Dimensionen, sondern in vier, denn die Zeit kommt dazu. Manchmal muss alles sehr schnell gehen, manchmal müssen wir vorausdenken, manchmal müssen wir Operationen rückwärts denken. Du kannst ein noch so guter Handwerker sein, wenn du Strategie nicht verstehst, landest du in einer Sackgasse, no way out. Woran erkennen Sie an einem jungen Chirurgen: Das wird ein Guter? Das merkt man schnell … Fleiß, großer Einsatz. Gute Leute fühlen sich immer verantwortlich. Ergreifen Initiative, war war­ ten nicht, bis man etwas braucht. Gehen in die Literatur, ohne dass man es ihnen sagt, suchen die Diskussion. Gute Leute strahlen. Sie lieben, was sie tun. In New York, ich war ganz am Anfang, sagte mir der Boss: Um ein guter Herzchirurg zu werden, musst du zehn Jahre lang zehn Stunden pro Tag operieren, „ten years, ten hours“. Ich lachte zuerst. Jetzt weiß ich, er hatte recht … Eine wichtige Sache habe ich noch vergessen: Wenn Sie Kinder Kinder­ herzchirurg werden möchten, brauchen Sie künstlerische Begabung, Sie müssen etwas gestalten können, das ästhetisch ist, sonst funktioniert es nicht. Es gibt Stu­ denten, denen sagt man: Zeichnen Sie ein Gesicht. Und sie zeichnen Augen, Nase, 54

Lupenbrille mit fünffacher Vergrößerung: Prêtre operiert walnussgroße Säuglingsherzen, näht Gefäße mit gerade mal einem Millimeter Durchmesser.

Ohren, Mund, aber alles bleibt leblos. Ein anderer zeichnet ein Gesicht, und es hat Ausstrahlung. Den suche ich. Sie sehen viel jünger aus als sechzig. Woher kommt die Energie? Ich habe nie etwas anderes gekannt, als viel zu arbeiten. Es war klar, dass ich als Siebenjähriger mit den Kühen, mit dem Traktor arbeite. Wenn es Arbeit auf dem Feld gab, holte uns der Vater aus der Schulklasse, und Kühe müssen ja auch Samstag und Sonntag gemolken werden. Als ich später Zeit für Fußball gebraucht habe, musste ich eben früher aufstehen. Und was denken Sie: Wenn drei, vier Not­ fälle kommen, dass wir irgendwann sagen,

ich habe keine Kraft mehr, ich gehe jetzt nach Hause? (Lacht herzlich.) Wie oft lassen Sie Ihr Herz checken? Meines? Noch nie … doch, einmal hatte ich vor einer Reise nach Mosambik un­ spezifische Beschwerden. Da machte ich ein EKG, mit Laufband. Aber ich kon­ trolliere manchmal meinen Blutdruck. Es stimmt also: Kein Beruf hat schlechtere Gesundheitsvorsorge als Ärzte. (Lacht.) Ja, ich sollte an meine Kinder denken. In Lausanne wird man jemanden finden, der meine Arbeit übernehmen kann. Aber in Mosambik, in Kambodscha? Als ich das erste Mal in Afrika war, zwölf Tage, hatten wir am Ende 25, 30 Kinder operiert. Sie alle wären sonst in ein paar Monaten, maximal Jahren gestorben. Sie liefen durchs Spital, diese kleinen schwarzen Kinder mit den weißen Kitteln, sie haben gelacht. Da hatte ich ein Gefühl, dass ich irremplaçable bin (unersetzlich; Anm.). Hier in Lausanne, wenn ich mein Bein breche, haben wir zwei, drei Tage ein Problem. Ich habe sehr gute Leute im Team, und wir können unsere Kinder nach Zürich schicken. Hier wird kein Kind sterben, weil ich mir das Bein gebrochen habe. Die schweren Fälle hier in der Schweiz, die liebt mein Ego. Aber meine wahre Wichtigkeit merke ich in Mosambik und Kambodscha, bei einfachen Fällen, um die sich sonst niemand kümmert. Werden Sie durch Ihre Erfahrung immer besser? Oder werden Sie durchs Nachlassen Ihrer körperlichen Funktion immer schlechter? Ich werde schlechter sein. Noch bin ich an meiner Spitze. Ich habe aber jetzt einen jungen Chirurgen in meinem Team, der wirklich sehr gut ist, so gut wie ich. Er wird diese schweren Operationen machen, wenn er besser als ich ist, denn die Arbeit gehört ja nicht mir. Ich werde vielleicht dann keine Säuglinge mehr operieren, was immer sehr, sehr schwer ist, vielleicht operiere ich dann nur mehr Kinder ab drei Monaten, wieder ein paar Jahre später ab einem Jahr. Und immer noch bleibt so viel zu tun in Mosambik und in Kambodscha.

www.le-petit-coeur.ch

„In der Mitte schlägt das Herz“, Rowohlt, 2017, 352 Seiten THE RED BULLETIN


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Ido Portal, Bewegungsguru: „Pfeif drauf, was die anderen sagen!“

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„Ich wurde oft aus Fitness-Studios geworfen“ Er lässt sich von Affen, Komikern und Kindern inspirieren und verdient sechsstellige Summen mit Privatkursen: Der Bewegungsexperte IDO PORTAL trainiert Körper und Gehirn von Top-Athleten. Die gute Nachricht: Seine Lehre funktioniert auch bei dir. Text ANDREAS ROTTENSCHLAGER Fotos CYRILL MATTER


„Ich arbeite oft mit Stöcken“, sagt Portal. „Man kann sie balancieren und werfen, sie sind leicht und billig.“


Trainer Ido Portal beim Red BulletinShooting in Berlin: „Ich lehre Dinge, die dir Angst machen.“

U

m den Erfolg des Bewegungstrainers Ido Portal zu ver verstehen, reicht ein Blick in seinen Ter Terminkalender. Zwei Wochen vor unserem Treffen, das Anfang März in Berlin stattfindet, korrigiert Portal in den USA die Wurftechnik des Profi-Baseball-Pitchers Michael Lorenzen. Eine Woche später feilt er in Bulgarien an der Choreografie einer millionenschweren Bollywood-Produktion. Mit dem zweifachen Schwimm-Olympiasieger Anthony Ervin (USA) verbindet Portal eine lange Trainingspartnerschaft. Während unseres Interviews senden sich die beiden Nachrichten via WhatsApp. Ido Portal ist Gründer der „Movement Culture“. Statt Einzeldisziplinen wie CrossFit oder Yoga unterrichtet der Israeli THE RED BULLETIN

die Vielfalt aller Bewegungen des menschlichen Körpers. Bekannt wurde Portal 2015, als er den Mixed-MartialArts-Fighter Conor McGregor, mittler mittlerweile ein Weltstar, auf dessen WM-Kampf im Federgewicht vorbereitete. Portal ließ den tätowierten Iren wie eine Eidechse über Mattenböden kriechen und Spielkarten im Flug auffangen. McGregor gewann seinen Kampf durch K. o. nach 13 Sekunden in der ersten Runde. Spitzenathleten zahlen seither Beträge im sechsstelligen Bereich für zweiwöchige Privattrainings mit Portal. Firmen wie Google oder Facebook lassen ihn für Mitarbeitertrainings einfliegen. Sitzt man Portal gegenüber, wirkt er eher wie ein frisch geduschter Sportlehrer mit T-Shirt, Sneakers und Rucksack. Sein Alter will der ehemalige Soldat und Capoeira-Lehrer nicht verraten, dafür die Grundzüge seiner Lehre.

„Wenn Sie normal sein wollen, habe ich eine schlechte Nachricht für Sie: Sie sind normal. Sie sind Homer Simpson!“

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„KÄMPFEN, TANZEN, IN DEN SUPERMARKT SCHLENDERN“ Das Prinzip der Movement Culture

the red bulletin: Herr Portal, Sie sind ein Weltstar der Bewegungslehre. Stimmt es, dass Sie mal aus einem Fitness-Studio geworfen wurden? ido portal: Ich wurde oft aus FitnessStudios geworfen. Warum? Weil ich Handstände auf Geräten mache, zum Beispiel. Ist mir in Berlin passiert. Der Mitarbeiter meinte, ich könnte mir wehtun. Dabei bin ich auf den Händen sicherer als die meisten Menschen auf den Beinen. Ich kann eine Minute lang auf einer Hand balancieren. Das schaffen die meisten Menschen auf einem Bein nicht. Dabei geht es Ihnen nicht nur um spek spektakuläre Handstände. Sie unterrichten „Bewegung“ für Top-Athleten. Was machen denn die meisten Leute falsch? Sie sehen Bewegung nicht als Übung. Sie denken nicht über ihren Körper nach, weil er ohnehin da ist, bis zu der Sekunde, in der er sie im Stich lässt. Brechen Sie sich den Knöchel, wird Ihnen Ihre Körper Körperlichkeit sofort wieder bewusst. Sie sind Begründer der „Movement Culture“. Was bedeutet der Begriff? Movement Culture beinhaltet das gesammelte Wissen der menschlichen Bewegung: atmen, kämpfen, tanzen, sitzen, morgens in den Supermarkt schlendern. Die Methode haben Sie auf einer mehrjährigen Rucksack-Weltreise entwickelt, auf der Sie bei verschiedenen

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„Dieser Muskel neben meinem Ellenbogen: Den gibt es im Anatomiebuch so nicht.“ Meistern gelernt haben, darunter Zirkusartisten, Yogis, Kampfsportler oder Tänzer. Wie haben Sie sich Ihre Trainer ausgesucht? Nach Themen. Das Thema Balancieren wollte ich zum Beispiel bei einem Handstand-Meister lernen. Einem Mann, der sein ganzes Leben dem Thema Handstand gewidmet hatte. Ich dachte, er habe die Antwort auf die Balance-Frage. Was ich stattdessen herausfand: Er hatte die Antwort auf die Handstand-Frage. Sobald er auf seinen Füßen balancieren musste, war er nicht mehr sattelfest. Ich will Bewegung als Ganzes verstehen, das treibt mich an. Die Spezialisten haben mich überraschend oft enttäuscht. Gab es auch Lehrer, die Sie positiv überrascht haben? Affen und Kleinkinder. Wie bitte? Wenn Affen im Zoo aus einer Behausung ausbrechen oder Kleinkinder zum ersten Mal aufrecht gehen, müssen sie ihr Bewegungswissen in einem völlig neuen Kontext anwenden. Das ist Bewegung in ihrer rohen Form – extrem spannend. Erwachsene hingegen wollen sich meist spezialisieren. Sie wollen etwas verbessern, was sie ohnehin schon können.

Es muss doch einen Erwachsenen geben, der als Vorbild für ein AllroundBewegungstalent taugt? Jackie Chan vielleicht. Er kann kämpfen, tanzen, turnen und singen, und das bis ins hohe Alter. Und natürlich Charlie Chaplin. Ein Komiker? Chaplin war Akrobat, Teufelskerl und Stuntman in einer Person. Sein Spiel war extrem physisch. Er konnte auf mehrere Arten ausdrucksstark gehen und Gefühle nur mit seinen Gesichtsmuskeln ausdrücken. Schauspieler von heute sollten mehr Bewegung trainieren, genauso wie Hobbysportler und Büromenschen.

„MAN KANN SOGAR HAARE TRAINIEREN“

Von Bewegungen, die die Sinne aufwecken Was würde ich in Ihren Kursen lernen? Bewegungen, die Sie noch nicht kennen. Sehen Sie diesen Muskel neben meinem Ellenbogen? (Portal zeigt auf einen murmelgroßen, festen Knubbel.) Das ist der Pronator teres, der Muskel der Einwärtsdrehung. In Anatomiebüchern sieht der nicht so aus. Die Leute nutzen ihn nur selten, aber er macht schnell. (Portal führt einen blitzschnellen Schlag mit der linken Hand aus. Man hört ein kurzes Zischen – ffft! –, wie Luft, die entweicht, wenn man kurz und fest auf eine Radpumpe drückt.) Wie kriege ich den? Versuchen Sie, fest zugeschraubte Flaschen aufzudrehen. Eine andere Übung mit großer Wirkung: Ziehen Sie sich einen Haargummi über Daumen und kleinen Finger und versuchen Sie, ihn ohne die

THE RED BULLETIN


Multitalent Portal: „Ich kann dir fünfzehn verschiedene Arten beibringen, über den Boden zu rollen.“

„Charlie Chaplin ist ein Vorbild. Er war Akrobat, Stuntman und Teufelskerl in einer Person.“

Hilfe der anderen Hand abzustreifen. Ich arbeite in meinen Kursen mit jedem Teil des Körpers, mit den Ohren, den Augen, den Haaren … Man kann Haare trainieren? Sie schließen die Augen. Ein Übungs­ partner bewegt seine Hand knapp über Ihren Armrücken. Sie würden sofort beginnen, Ihre Haare als Sensoren zu nutzen, um die Position der fremden Hand zu erahnen. Und was habe ich davon? Eine neue Sinneswahrnehmung. Etwas, was Sie jederzeit hätten machen können, aber noch nie gemacht haben. Dasselbe gilt für Ängste: Wenn Sie sich bei einer Übung unwohl fühlen, gehe ich genau in diese Richtung.

Freier Tänzer: In seiner Jugend leitete Portal eine CapoeiraSchule. Von Einzeldisziplinen hat er sich mittlerweile verabschiedet. THE RED BULLETIN

Hört sich nicht nach Spaß an. Spaß ist kein guter Leitfaden fürs Leben. Etwas Neues zu entdecken ist viel stärker. Mein Lieblingsphilosoph Slavoj Žižek sagt: „Warum soll ich Spaß haben, wenn ich neugierig sein kann?“ 61


Herr der Ringe: Sechs bis acht Stunden pro Tag widmet sich Portal seinen BewegungsĂźbungen. Hier sehen wir das Ergebnis.


„Spaß ist kein guter Leitfaden fürs Leben. Warum soll ich Spaß haben, wenn ich neugierig sein kann?“ Zahlen Ihnen Spitzensportler deshalb so viel Geld? Weil Sie ihnen völlig neue Dinge beibringen? Es gibt Videos, in denen Sie Mixed-Martial-Arts-Weltmeister Conor McGregor mit Spielkarten bewerfen. Er hat dabei gelernt, wie man schnell von Plan A auf Plan B wechselt und wenn nötig auf Plan C. In Mixed-Martial-ArtsKämpfen wissen Sie nie, ob Sie Ihr Gegner schlagen, werfen, kicken oder würgen will. Wenn ich Spielkarten auf Sie werfe, machen Sie eine Prognose über die Flugrichtung. Aber Karten ändern ihre Flugrichtung ständig. Also müssen auch Sie Ihren Plan ständig ändern.

Sie haben McGregor auch wie eine Eidechse über den Mattenboden kriechen lassen. Diese „Animal Moves“ kennt man ja aus der Fitness-Welt. „Animal Moves“, haha. Ein sexy Begriff. Es ging nicht um die Eidechse. Sondern? Ich will den Kämpfer mit dem Boden vertraut machen. Gegen einen MMAKampfer, der auch ein guter Ringer ist, kann der Boden zum Feind werden. Und das Letzte, was Sie brauchen, ist ein weiterer Feind im Ring. Durch die Kriechbewegungen verwandle ich den Boden in einen Freund.

„UNSER HIRN IST EINE WAFFE“

Welche Bewegungen uns klüger machen Unter Ihren YouTube-Videos ist mir eines besonders aufgefallen: Sie rollen mit Ihren Schülern über eine Wiese, wie Kleinkinder beim Spielen … … weil Spielen ein ganz essenzieller Teil unseres Lebens ist. Der Spieltrieb sitzt so tief in uns drinnen, dass wir ihn nicht entfernen können. Der Kollege im Büro, der mit dem Kugelschreiber klickt? Das ist sein Körper, der schreit: „Lass uns spielen! Lass uns spielen!“ Aber die meisten Leute antworten: „Nein, ich bin ein seriöser Erwachsener.“

EINFACH BEWEGLICH

Drei Trainingsgeräte, auf die Ido Portal schwört

1. Tennisbälle

Dein bester Trainingspartner, wenn du allein trainierst: Tennisbälle hüpfen, man kann sie jonglieren oder gegen die Wand boxen. Außerdem sind sie gratis. Ich stehle alte Bälle immer von den Plätzen.

2. Gymnastik-Ringe

Der Inbegriff von Oberkörpertraining. Du kannst unter oder über ihnen arbeiten. Sie drehen sich 360 Grad, immer zu deinem schwächsten Punkt hin. Die Ringe wollen dir stets eins auswischen – und machen dich dadurch noch stärker.

3. Holzstock

Stöcke greifen sich gut. Perfekt zum Balancieren oder um seinen Partner zu zwingen, Stockhieben auszuweichen. Das Ausweichen trainiere ich mit Mixed-Martial-Arts-Profis – oder mit meiner 67-jährigen Mutter. THE RED BULLETIN

Ich würde gern spielen. Aber wenn ich im Park über die Wiese rolle, rufen die Passanten einen Krankenwagen. Das ist schade. Weil wir uns damit durch die Augen der Gesellschaft beurteilen. Das hält uns davon ab, unseren Leidenschaften zu folgen. So werden Menschen depressiv. Ich glaube aber, dass wir mittlerweile einen Punkt erreicht haben, an dem immer mehr Leute sagen: „Pfeif drauf, was die anderen sagen!“ Lassen Sie mich raten: Sie unterstützen diese Einstellung. Ich sage: „Sei der Verrückte.“ Conor McGregor ist ein Verrückter, Elon Musk ist ein Verrückter. Wenn Sie normal sind, habe ich schlechte Nachrichten für Sie. Die wären? Sie sind normal! Sie sind Homer Simpson! Sie haben ein Problem, wenn Sie nicht auf dem Boden rollen wollen. Die positiven Auswirkungen von Bewegung auf unser Gehirn sind immer wieder Thema Ihrer Videos. Welche Bewegungen helfen, uns schlauer zu machen? Alle Bewegungen, die Sie neu lernen müssen. Werden Sie zum Anfänger! Unser Gehirn ist eine mächtige Waffe. Es baut ständig neue neurologische Verbindungen, wenn es neue Dinge lernen muss. Es würde mich also klüger machen, wenn ich – nach dreißig Jahren Pause – wieder wie ein Kind über die Wiese rollen würde? Klingt romantisch, aber so einfach ist es nicht. Schade. Ich könnte Ihnen allerdings fünfzehn ver verschiedene Arten zu rollen beibringen und wie man sie miteinander verbindet. Ihr Gehirn braucht einen Langzeitplan, der die Komplexität Ihres Körpers respektiert. Dann funktioniert es. Und wenn ich nicht so lange warten will? Nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben Sie eine kurze Geschichte, während Sie laut von zwanzig rückwärts auf null zählen. Eine sehr gute Übung, um ver verschiedene Informationsströme gleichzeitig zu handhaben – hilft Ihnen auch beim Sport. Falls Ihnen das zu einfach ist: Schreiben Sie über ein spezielles Thema und zählen Sie in Dreierschritten von hundert auf null.

Instagram: @Portal.Ido 63


KTM/PHOTOSDAKAR.COM

Laia Sanz, KTM-Werkspilotin: 100 Prozent Zielankünfte beim härtesten Motorsport-Event der Welt – also 100 Prozent richtig gemacht

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DIESE FRAU SCHLÄGT 9 VON 10 MÄNNERN BEI DER RALLYE DAKAR Weil sie ihre Träume lebt, obwohl ihr alle davon abgeraten haben. Die Spanierin LAIA SANZ und ihr 15-Punkte-Programm für ein erfolgreiches Leben an der Spitze. Text WERNER JESSNER


1 Liebe das, was du tust.

Ja, ich bin eine Frau, doch mich musste nie jemand zum Motorradfahren überreden. Es war mir immer ein Bedürfnis.

2 Glaube an deinen Traum.

Schon als kleines Mädchen habe ich jede Minute der Rallye Dakar vor dem Fern­ seher regelrecht gefressen. Klar war es anfangs bestenfalls eine verrückte Idee, dereinst selbst hier starten zu wollen, noch dazu als Teenie. Aber schau mich heute an: Jetzt war ich schon achtmal am Start und noch jedes Mal im Ziel!

3

Setz dir kleine Ziele und verfolge sie – Schritt für Schritt. Ich denke

4 Vergiss andere Meinungen.

Keine davon ist so relevant wie deine eigene. Was theoretisch möglich gewesen wäre, was du wirklich kannst, das weiß niemand so gut wie du selbst. Dasselbe gilt für deine Fehler. Fremde Einschät­ zungen bringen dich nicht weiter.

Fürchte dich nicht davor, deine 9 Träume in die Realität umzusetzen.

Der Moment, als ich am Start meiner ersten Dakar Rallye stand, wird für immer bei mir bleiben. Bloß hier zu stehen, mit dem Bike zwischen meinen zitternden Beinen, war ein Sieg. Sie dann auch noch zu beenden war der nächste Sieg. Die letzten zehn Kilometer habe ich geflennt wie ein … ja, wie ein Mädchen.

du von hinten kommst, 5 Definiere deine eigenen Regeln. 10 Wenn musst du mehr arbeiten. Ich bin immer gegen Buben, später Männer angetreten – und habe sie ge­ schlagen. Damenwertungen haben mich nie interessiert.

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Dein Gegner bist du selbst.

Schau nicht, was die anderen machen, sondern versuche, dein persönliches Maximum zu erfassen – und es auch um­ zusetzen. Aktuell beste Frau bei der Rallye Dakar? Was soll ich mir davon kaufen? Irrelevant. Kann ich morgen schneller fahren als heute? Das ist interessant!

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Konzentriere dich auf deine Stärken. Es hat keinen Sinn, sich

8

Setz dir neue Ziele. Wenn du

den Kopf über Dinge zu zerbrechen, die du nicht ändern kannst. Männer sind körperlich überlegen und risikofreudiger. Dafür bin ich vielleicht schlauer und ma­ che weniger Fehler.

weiterkommen willst, musst du etwas riskieren. Ich war Trial­Profi und konnte gut davon leben. Trotzdem habe ich alles hingeworfen, um mir den Traum von der Dakar zu erfüllen. Heute bin ich Dakar Dakar­ Profi und kann noch besser davon leben. Blicke ich zurück? Niemals. 66

Gerade als Frau in einer frauenuntypischen Sportart musst du Sponsoren und Partner davon überzeugen, dass du vieles genau­ so gut kannst wie ein Mann – und einiges um vieles besser.

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Habe Geduld. Lang­

fristig lohnt es sich – und stärkt dich. Ich habe ungefähr 14 Weltmeistertitel und bin seit dem Jahr 2000 Profi. Aber erst seit 2018 bekomme ich im KTM­Werksteam das exakt gleiche Material wie meine männlichen Kollegen. Und vielen anderen habe ich den Vorteil voraus, zu wissen, dass ich auch mit unterlegenem Zeugs mein Können bereits bewiesen habe.

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Liefere Resultate. Ab

einem gewissen Niveau zählt nur noch das, was auf dem Papier steht. Selbst wenn Insider wissen, wie gut du bist: Irgendwann musst du es auch für die anderen sichtbar machen. Mein neunter Platz bei der Rallye Dakar 2017 hat mir viele Türen geöffnet.

13 Schaffe dir ein Netzwerk.

Ich umgebe mich mit verlässlichen Menschen, die mir erlauben, mich auf meine Stärken zu konzentrieren. In einer von Seilschaften getragenen Welt brauchst du deine eigenen, um mitzu­ halten. Du musst die Regeln kennen und für dich nutzen. Ob Daddy, Mechaniker, bester Freund: Was dir hilft, ist legitim.

14 Bleib realistisch.

Egal wie sehr ich mich noch verbessere: Ich werde die Dakar auf dem Motorrad höchstwahrscheinlich niemals gewinnen können. Für eine Frau ist ein niedriges Top­10­Resultat das Maximum. Diesem Maximum will ich mich annähern.

15 Träum weiter.

Ein Dakar Dakar­Sieg wäre schön. Das geht aber wohl nur im Auto. In einem guten Team. Dazu braucht man ein perfektes Netzwerk. Mein Job heute ist, parallel zur erfolg­ reichen Motorrad­Karriere die ersten Puzzlesteine dafür vorzubereiten.

laiasanz.es THE RED BULLETIN

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Laia Sanz, 32 Jahre, 1,78 Meter: „Natürlich habe ich auch den richtigen Körper für diesen Sport.“


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TAKE FIVE

Eishockeytrainer GREG POSS über …

DEN RICHTIGEN UMGANG MIT KRITIK Nach einer Niederlagenserie und dem letzten Tabellenplatz hing wochenlang ein „Poss raus!“­Transparent ­­Transparent in der Salzburger Eisarena. Drei Monate später führte sein Team die Liga an. Führungsfigur ist es dein 2 Als Job, Kritik auf dich zu ziehen.

Klar habe ich das „Poss raus!“­Transparent ­ ­Transparent gesehen. Egal ob ich das berechtigt finde: Als Chef habe ich mich vor mein Team zu stellen. Seine Leute zu schützen gehört zum Berufsbild jeder guten Führungsfigur. Ich lese keine Zeitungen und bin nicht auf Social Media, weil ich nicht kontrollieren kann, was man über mich schreibt. Kopf runter und durch. Das Transparent ist dann ja auch wieder verschwunden.

nie kritisiert wird, 3 Wer wird niemals gut.

Qualität entsteht in Zeiten von Problemen, wenn du dich verändern musst. Das ist niemals lustig. Erfolg blendet. Ich musste lernen, dass häufig erst dann alle an einem Strang ziehen, wenn man wirklich „im Eck“ ist. Am Anfang meiner Karriere hat es mich noch geärgert zu verlieren. Heute weiß ich, dass man nur so besser wird. Kritik ist Bedingung für Verbesserung.

darauf, wie dich deine 4 Achte eigenen Leute kritisieren.

Das Motto von Greg Poss, 52, EC Red Bull Salzburg: Das tun, was wir lieben und können – selbst wenn uns kräftiger Gegenwind anbläst.

GEPA PICTURES/ MATHIAS MANDL

1 Man muss zwi­ schen Kritik von außen und Kritik von innen differenzieren. Kritik von außen kann ich nicht beeinflussen.“ GREG POSS

THE RED BULLETIN

Kritik hat immer einen Grund. Beseitige ihn.

Unsere Fans, unsere Kunden haben jedes Recht, uns zu kritisieren, wenn sie nicht damit einverstanden sind, was wir ihnen bieten. Es ist wichtig, was sie über deine Arbeit denken. Noch wichtiger ist, den Grund für die Kritik zu beseitigen. Wenn du kritisiert wirst, hat etwas nicht gepasst. Das weißt du meistens auch selbst. Dein Job ist es jetzt, die Gründe dafür heraus­ zufinden und wieder auf die richtige Bahn zu kommen. Kritikern bloß zuzuhören und recht zu geben wäre Zeitverschwendung.

Wenn Spieler andere Ideen haben als ich, höre ich ihnen genau zu. Niemand hat immer recht. Unter vier Augen darf mir jeder alles sagen, aber die Entscheidungen treffe ich. Würde mich einer vor der Mann­ schaft kritisieren, müsste ich das schnell und hart unterbinden. Wenn dich Mit­ arbeiter offen angreifen, hast du verloren.

ist nicht das Ende 5 Kritik der Welt.

Worum geht es? Um den Sieg bei einem Eishockeyspiel. Klar kann und soll man kritisieren, wenn wir verlieren. Man darf den Maßstab nicht verlieren. Als Daniel Welser in diesem Winter fast gestorben wäre, hat uns das gezeigt, wie privilegiert wir sind: nämlich aufzustehen und das zu tun, was wir lieben und können.

www.ecrbs.redbulls.com Interview WERNER JESSNER Foto MATHIAS MANDL/GEPA PICTURES 79


Alles eh ok

Die Band GRANADA entstand durch einen Zufall, deshalb muss sie auch nichts. Damit sind die Musiker aber ziemlich erfolgreich. Bandleader THOMAS PETRITSCH übers Runterkommen, um abzuheben. Text JONAS VOGT Fotos CARINA ANTL

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Erfolg dank Laid-back-Mentalität: Granada, die vielleicht entspannteste Version von Austropop

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D

ie besten Dinge entstehen ja manchmal aus Zufall und aus fehlenden Erwartungen: betrunkene Abende, Kinder, neue Lebensabschnitte (nicht unbedingt, aber möglicherweise in dieser Reihenfolge). Und manchmal auch Bands. So wie die Grazer von Granada, die seit mittlerweile drei Jahren den Markt der deutschsprachigen Bands mit ihrem entspannten Entwurf von IndiePopmusik aufmischen. Obwohl das Ganze eigentlich nur eine Auftragsarbeit von Bandleader Thomas Petritsch war. Doch der Reihe nach. Petritsch machte bereits seit Jahren unter dem Namen Effi Musik, als er 2014 ein Mail von Regisseur Michael Riebl bekam. Riebl drehte gerade den Film „Planet Ottakring“ und fragte Petritsch, ob er nicht Lust habe, die Titelmusik für besagten Film zu machen. Ähnliches war Petritsch ein paar Jahre zuvor auch schon bei „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ passiert. Und so stolperte der Grazer Musiker ein zweites Mal eher zufällig in die Filmmusik. 82

Granada von links nach rechts: Lukacz Custos, Roland Hanslmeier, Jürgen Schmidt (hinten), Thomas Petritsch, Alexander Christof THE RED BULLETIN


Ein paar Jahre nach diesem Mail sitzt Thomas Petritsch in einem Wiener Café und erinnert sich an diesen Tag: „Mein erster Gedanke war: Scheiße, wie geh ich das an?“ Das war alles gar nicht so ein­ fach: plötzlich auf Deutsch (Effis Songs waren auf Englisch) und als Steirer über Wien singen. Klappte aber. Er schrieb ein paar Stücke und noch mehr Entwürfe. Riebl suchte sich am Ende „Eh ok“ und „Ottakring“ aus. Damit sollte es dann eigentlich auch gut sein – es kam aber anders. Petritschs Manager hörte sich die Songs an und überredete ihn, es doch mal zu versuchen. Da könnte doch ein gutes Spaßprojekt dabei rauskommen. Petritsch fand sich mit ein paar anderen Musikern aus der Grazer Szene zusammen, man probte ein wenig herum und merkte schnell: Das macht Spaß. Granada war geboren. Man spielte als Supportband von Fiva, und kurz darauf wurde klar, dass daraus ein Album werden würde. Im September 2016 erschien „Granada“. „Wir hatten null Druck und haben eigentlich auch heute noch keinen“, sagt Petritsch. Man habe von Anfang an ge­ dacht: Wir machen das, solange es uns Spaß macht. „Und wenn es gut ankommt, kommt es gut an.“ Und es kam gut an. Aus der Hüfte geschossene Mundart­ musik, ein bisschen poppig, mit Akkor­ deon, Balkan­Einflüssen und viel österrei­ chischem Lokalkolorit, ohne provinziell zu wirken.

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Kein Druck

Ob „Palmen am Balkon“ oder „Eh ok“ – aus den Songs von Granada strömt die Entschleunigung, das Nicht­Müssen. Auch live einer der größten Hits ist das sehr reduzierte „Wien woat auf di“, eine Billy­Joel­Coverversion („eine ganz spon­ tane Idee“). Ein Song darüber, dass man sich Zeit lassen soll, weil ja nichts weg­ läuft. Schon gar nicht Wien. Eine Grund­ einstellung, die man dem gemächlich vor sich hin rauchenden Petritsch sofort ab­ kauft. „Ich bin am Land in der Südsteier Südsteier­ mark aufgewachsen, wir wohnen alle im eher gemütlichen Graz“, sagt Petritsch. „Ich brauch das. Mir wäre schon Wien zu hektisch, auch wenn ich es liebe.“ Ok. THE RED BULLETIN

Jetzt kommen halt viele Menschen vom Land und werden im späteren Leben trotzdem Hektiker. Wie bewahrt man sich das? Petritsch überlegt lange. Es sei eine Einstellungssache. Man könne ja keinem die Entschleunigung aufzwingen. „Man sollte sich, glaube ich, immer fragen: Bin ich glücklich mit dem, was ich mache? Und kann ich eine Pause machen, ohne schon wieder an das Nächste zu denken?“ Die Lockerheit sei auch beim Musik­ machen wichtig. Einfach mal drauflos­ spielen. Die besten Elemente in Granada­ Songs seien passiert, weil sich jemand bei der Probe verspielt habe. Auch den Erfolgsdruck will sich Petritsch nicht einreden lassen. Da ver ver­ krampfe man ja nur. „Es ist super, wenn wir eine Halle in München füllen. Aber ich spiel genauso gerne im kleinen B72 in Wien“, sagt er. „Wenn ich mir jetzt vor vor­ nehme, in zwei Jahren den Prater auszu­ verkaufen, dann mach ich mir ja selber irren Druck.“ Die Band spiele ihre besten Shows auch eher in Wien, nicht in Graz. In Graz stehe halt die Mama in der ersten Reihe, die ganzen Freunde seien da. „Da hat man größeren inneren Druck, und dann macht man alles falsch.“ Granada machen hingegen vieles rich­ tig. Im Sommer spielten sie als Support für die Sportfreunde Stiller, im Herbst ihre erste eigene Tour mit Dates in Deutschland. Und die Musik kam nicht nur in Österreich und Süddeutschland, sondern auch in Hamburg oder Köln gut an. Es steckt viel Universelles in Granada. Aber eben auch eine Entspanntheit, die man den Österreichern gerne zuschreibt und die offenbar auch woanders als er er­ strebenswert angesehen wird. Selbst im

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Granada live on stage beim Konzert-Highlight am 9. Mai.

„Celebrating Sounds of Austria“ – unter diesem Motto trifft sich am 9. Mai Österreichs Musikszene am Wiener Riesenradplatz. Zu hören: über 30 Acts quer durch alle Genres. Konzerte gibt es auf drei Bühnen und – als besonderes Erlebnis – in den Riesenrad-Waggons. Alle Infos sowie Tickets: redbull.com/musicfestivalwien

„Entschleunigung ist Einstellungs­ sache. Mit zu viel Druck machst du alles falsch.“ hohen Norden. Der aktuelle Erfolg von österreichischen Bands wie Wanda wird sicher auch ein wenig helfen.

Mit den Jahren bei sich ankommen

Petritsch spielt schon seit seiner Schulzeit in Bands. Er hat Germanistik studiert, lebt aber heute von der Musik. Auch seine Bandkollegen sind Vollblutmusiker mit zahlreichen anderen Projekten. Wie ändert sich das Arbeiten mit den Jahren? „Der Blick auf die Welt wandelt sich“, sagt Petritsch. „Alles Gute und Schlechte, was man erlebt, fließt ein. Es wird eigent­ lich mit dem Alter immer besser.“ Die Gefahr sei halt, dass man irgendwann zu abgeklärt werde, die Dinge schon zu oft gemacht habe, die Naivität verlorengehe. „Du schreibst mit zwanzig Jahren ein anderes Liebeslied als mit dreißig. Inter­ essant ist auch die Frage, wie man es mit fünfzig Jahren schreibt, wenn man glaubt, alles gesehen zu haben.“ Die Aufnahmen zum neuen Album, das im Sommer erscheint, sind quasi ab­ geschlossen. Die Band war dafür in Lari, einem kleinen Bergdorf in der Toskana, eine halbe Stunde von Livorno entfernt. 1200 Einwohner, eine Nudelfabrik und ein kleines Studio. „Da ist weit und breit nichts. Zwei Cafés, ein kleiner Super Super­ markt, keine Ablenkung. Einfach perfekt.“ Man lebte zu sechst im Apartment, spielte die Songs ein. Das Aufnehmen sei etwas, was mit den Jahren immer ein­ facher wird. Man lerne ja dazu, werde mutiger, sagt Petritsch. Was genau lernt man? Technik zum Beispiel. „Aber viel wichtiger: Man lernt mit den Jahren, das zu finden, was zu einem passt. Die Granada­Platte haben wir zum Beispiel live eingespielt.“ Das sei nicht besser oder schlechter als andere Möglichkeiten, aber für die Band und die Platte sei das eben das Richtige gewesen. So haben sie das halt gemacht in Lari. Einfach so, wie das meiste in ihrer Karriere. Irgendwann im Sommer erscheint sie dann.

granadamusik.com 83


WIE DU IN MEETINGS SCHLAUER WIRKST

(OHNE SCHLAUER SEIN ZU MÜSSEN) SARAH COOPER machte als Designerin bei Google Karriere. Jetzt brilliert sie als beißende, alberne, schlaue Satirikerin mit dem Spezialthema Business. Und ist der witzigste Konferenzraum-Coach, den du dir vorstellen kannst. Text SETH ABRAMOVITCH Fotos KLARA FUCHS


Sarah Cooper macht dich im Job erfolgreicher. Weil sie ein Auge fßr deine Schwächen hat.

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Mach dich wichtig: Illus­ tration aus Coopers Buch „100 Tricks, um in Mee­ tings schlau zu wirken“

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täglichen Bürowahnsinn“ erschienen, randvoll mit augenzwinkernden Beobachtungen und witzigen Erinnerungen aus ihrer eigenen Zeit im Top-Management, ergänzt mit schlauen Tipps für alle, die ihren Ausstieg aus den herkömmlicheren Karrierewegen noch vor sich haben. Aktuell arbeitet sie bereits an der Fortsetzung des Bestsellers (US-Originaltitel: „How to Be Successful Without Hurting Men’s Feelings“, also sinngemäß „Wie wird man erfolgreich, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen“), einem ironischen Guide für Frauen im Arbeitsalltag, praktischerweise zeitlich passend zur #MeToo-Ära. Wird also wohl der nächste Erfolg werden. Besonders bemerkenswert an Sarah Coopers Geschichte: Sie hat es als afroamerikanische Frau geschafft, sich gleich in zwei Bereichen durchzusetzen, die notorisch von weißen Männern dominiert werden: IT und Comedy. Dass sie gelernt hat, sich zu behaupten, hat sie zum Teil ihrer Erziehung zu ver verdanken. 1980, Sarah war drei Jahre alt, zogen ihre Eltern – der Vater Ingenieur, die Mutter Human-Resources-Managerin – aus ihrer Heimat Jamaika nach Maryland in den USA. Als sie aufwuchs, berichtet Cooper, „war ich begeistert davon, zu performen, aufzutreten, auf der Bühne zu stehen. Zuerst wollte ich überhaupt Sängerin werden. Aber, nun ja, meine Stimme wollte das nicht. Dann entdeckte ich das Theater für mich.“ Ihr Plan, an der University of Maryland Schauspiel als Hauptfach zu belegen, scheiterte am Veto ihrer Eltern. Cooper schlug also nicht ganz freiwillig den Weg Richtung Vernunftstudium ein, machte auch ihren Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, „ein Schauspiel-Diplom wäre genauso nützlich gewesen“, meint sie, „aber so was weiß man ja immer erst am Ende eines solchen Studiums“. Der Zufall wollte, dass sie in ihrem letzten Semester einen Multimedia-Design-Kurs belegte – „und ich wusste sofort, das ist mein Ding“. Es folgten der Abschluss an der Georgia Tech, einem der angesehensten Technologie-Institute der Welt, und der erste Job (damals bei Yahoo). Mit dreißig dann der erste Ausstieg. „Ich wollte es damals so richtig mit der Schauspielerei versuchen“, lässt sie uns wissen. „Ich ging zu jeder Menge Auditions. Und war richtig schlecht darin, THE RED BULLETIN

SARAH COOPER

atsächlich änderte sich Sarah Coopers Leben von einem Moment auf den anderen. Sie erzählt über die wichtigste und zugleich verrückteste Entscheidung ihres Lebens in ihrer Stand-up-Comedy-Show: „Da war dieser Online-Artikel, einer von denen, der sagt: Kündige deinen Job! Lebe deine Träume! Der übliche Quatsch. Aber ich fand ihn gut. Also kündigte ich. Erst später wurde mir bewusst, dass die Leute, die diese Artikel schreiben, eigentlich nur deinen Job haben wollen.“ Cooper war nicht irgendwer bei Google, sondern sie leitete ein Team bei dem maßgeblichen Projekt Google Docs. Ihre Entscheidung sah zunächst nicht wirklich wie ein Aufstieg aus: Sie verdiente sich in den Monaten danach ihre Miete mit Kellnern und Uber-Taxi-Fahren. „Alle hielten mich für verrückt“, sagt sie. „Wirklich. Alle.“ Aber sie blieb auf ihrem Weg. Sie begann einen Blog, der so durch die Decke ging, dass sie nur sechs Monate nach dem Ausstieg bei Google einen lukrativen Buchdeal in Händen hielt. Mittlerweile ist „100 Tricks, um in Meetings schlau zu wirken. Das Überlebenshandbuch für den


Coopers neues Buch: „Wie man erfolgreich wird, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen“.


Coopers Google-Karriere wurde zum Recherche-Tool -Tool einfach ungeschickt vor der Kamera. Ich fühlte mich nicht einmal wohl dabei. Das mit der Schauspielerei ging derart schief, dass ich sogar wieder bei meinen Eltern einziehen musste.“ Aber sie gab nicht auf. Um sich dem ultimativen Schauspielstress auszusetzen, meldete sie sich zu einer „Open Mic Comedy Night“ an – um den blanken Horror zu überwinden, den sie davor hatte. „Meine Idee war: Ich tue das, wovor ich die größte Angst habe. Fühle mich danach in meiner Haut wohler – und werde dadurch zu einer besseren Schauspielerin.“ Zu ihrer eigenen Überraschung gab es aber keinen Horror. Nur Spaß. Das improvisierte Umfeld gefiel ihr. Und wurde zum Startpunkt ihrer Comedy-Karriere.

Sarah Cooper erklärt die vier besten Hacks, mit denen du im nächsten Meeting garantiert wie ein Boss auftrittst.

1. Rechnen

„Ich habe es oft beobachtet und fand es total witzig. Wenn jemand zum Beispiel sagt: ‚25 Prozent der Menschen klicken auf diesen Button‘, sag etwas wie ‚Oh, also ungefähr einer von vier‘. Klingt bescheuert, aber funktioniert! Leute lassen sich von Mathe-Kenntnissen ziemlich beeindrucken.“

2. PowerPoint-Takeover

„Den Vortragenden zu bitten, eine Folie zurückzugehen, ist großartig, denn es ist völlig egal, was du danach sagst. Sobald du sagst: ‚Können Sie eine Folie zurückgehen?‘, denkt jeder, dir sei als Einzigem etwas aufgefallen, was die anderen verpasst haben. Du kannst dann ruhig so etwas wie ‚Oh, ah – was bedeuten diese Zahlen?‘ sagen. Und es sieht aus, als würdest du echt aufmerksam zuhören.“ 88

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leite zu sein, bei ihren Eltern zu wohnen – all das hatte sie bald satt, und die Aussichten auf baldigen Reichtum waren überschaubar: Bezahlt wurde sie für ihre Auftritte nur, wenn sie ihre Freunde dazu brachte, in die Clubs zu kommen, in denen sie auftrat, und Drinks zu konsumieren. Das sah nicht wirklich nach einer Geschäftsidee aus. Deshalb beschloss Cooper, wieder in ihren Plan-B-Beruf zurückzukehren. Sie bekam einen Job in den New York City Headquarters von Google. Dort bestätigte sich zunächst auch alles, was man über Google-Büros so hört: „Es war alles perfekt. Sie gaben sich extrem viel Mühe, die Arbeitsatmosphäre angenehm zu gestalten. Es gab kleine Arbeitswinkel. Es gab eine Bibliothek. Es gab versteckte Wände, die man auf aufmachen konnte, um dahinter zu arbeiten oder ein Nickerchen einzulegen – was ich ziemlich oft gemacht habe. Und es gab Cafeterias in jedem Stock, die Frühstück, Mittag- und Abendessen servierten.“ Doch die Sehnsucht nach dem Rampenlicht war den Annehmlichkeiten und den Karrierechancen zum Trotz zu stark, um sie zu ignorieren. Also ging Cooper nach langen Arbeitstagen, an denen sie sich der Gestaltung des Google Doc Toolbar gewidmet hatte, noch in New Yorker Comedy Clubs. Bei einem ihrer Auftritte traf sie auf Szene-Star Todd Glass, dem gefiel, was die junge Managerin machte, und er gab ihr einen entscheidenden Rat. „Er sagte: ‚Dein Leben ist die Basis deiner Comedy. Je mehr du erlebst und je bewusster du es erlebst, desto mehr MateTHE RED BULLETIN

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rial hast du.‘ Damit meinte er aber keine tollen Abenteuer. Er meinte Aufmerksam­ keit und Konzentration auf das, was ohne­ hin Tag für Tag passierte.“ Cooper kletterte die Google­Karriere­ leiter zwar höher – aber mit einer anderen Perspektive. Ihr Job wurde ihr wertvollstes Recherchetool, „ich musste nur genauer hinsehen!“. Und sie sah jede Menge. Angefangen von den Programmierern („Die sind so stolz darauf, bei Google zu arbeiten, dass sie sogar beim Sex ihre Mitarbeiterausweise tragen“) bis zum Umgang mit Multikulturalität („Wir nennen neue Mitarbeiter Newglers, alte Mitarbeiter Grayglers und schwarze Mit­ arbeiter David and Sean.“) Über die Jahre fielen ihr immer mehr Comedy­würdige Situationen auf, zum Beispiel die verschiedenen Arten, wie angeregte Diskussion beendet werden können: indem einer alle aufforderte, „einen Schritt zurück“ zu machen. Oder wie ein anderer in seinem ergonomisch geformten Herman­Miller­ Miller Aeron­Sessel Miller­ vom Tisch rollte und anfing, im Konferenz­ raum auf und ab zu gehen. Oder wie ein Junior Exec aus dem Meeting stürmte, um einen vermeintlich wichtigen Anruf an­ zunehmen. Jedes Mal fiel Cooper bei den Betreffenden ein gewisses Leuchten auf – als würde sie eine geheimnisvolle Aura der Kompetenz umgeben. Cooper begann, diese Tricks zu sammeln und zu posten. „Das Ding verbreitete sich wie verrückt“, spricht sie über „10 Tips to Appear Smart in Meetings“. 2014 gründete sie Cooper Review. Bald darauf verließ sie Google.

3. Einen Schritt zurück

„Das ist ein Spitzentrick: Wenn alle einen Haufen Ideen in die Runde werfen und du nicht wirk­ lich etwas beizutragen hast, unterbrich sie und sag einfach: ‚Leute, lasst uns einen Schritt zurück machen. Welches Pro­ blem wollen wir wirklich lösen?‘ Und jeder wird versuchen, das zu beantworten, und dich als jemanden betrachten, der wirk­ lich die Übersicht behalten hat.“

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ür das anstehende Buch „How to Be Successful Without Hurting Men’s Feelings“ verwendete Sarah Cooper ihre Erfahrungen aus zwei ganz unterschiedlichen Bereichen, die aber eines doch gemeinsam haben: Sie werden von weißen Männern domi­ niert. „In der Comedy war ich oft die ein­ zige Frau, die in einer Show aufgetreten ist“, sagt sie. Zuerst versuchte sie, erfolg­ reichen männlichen Komikern nachzu­ eifern. „Aber dann kapierte ich, wenn ich einfach ich selbst bin, klappt das viel bes­ ser.“ Die gleiche Erfahrung hatte sie auch tagsüber bei Google gemacht. „Ich wollte mein Team anders führen als die ganzen Männer in den Top­Positionen. Und auch hier hatte ich gelernt, dass es ganz okay ist, seinen eigenen Weg zu gehen.“ 90

4. Der Aufsteh-Trick

„Das habe ich bei Google oft gesehen. Jedes Mal, wenn du aufstehst, zum Fenster rüber­ gehst, dich an die Wand lehnst und im Raum auf und ab gehst, werden sich die Leute fragen, worüber du nachdenkst, und du wirkst automatisch schlau.“

Im Buch geht es um die Doppelmoral, der Frauen in der Arbeitswelt begegnen. „Zum Beispiel die Sache mit dem Lächeln: Wenn Frauen nicht lächeln, werden sie als Bitch wahrgenommen. Also solltest du lächeln. Aber ja nicht zu viel! Mein schlechter Rat ist also: ‚Finde eine Art zu lächeln, die irgendwo dazwischen ist, auch wenn du dich dabei fühlst, als wür wür­ dest du gerade einen Schlaganfall er­ leiden.‘ Es geht im Prinzip darum, diese ganzen Business­Ratschläge für Frauen auf die Schippe zu nehmen, die einander so komplett widersprechen.“ Männer bekommen erwartungsgemäß ihr Fett ab. In einem anderen Kapitel, betitelt mit „Men’s Achievement Stickers“, empfiehlt sie, Männern als Belohnung für außergewöhnliche Leistungen im Büro Sticker zu verleihen. Auf denen etwa steht: „Ich habe heute noch niemandem meinen Penis gezeigt.“ Cooper selbst war zwar nie Opfer, aber sie war überhaupt nicht über über­ rascht über die Enthüllungen rund um sexuelle Belästigungen bei Uber, die im Juni 2017 schließlich zum Rücktritt von CEO Travis Kalanick führten. „Weder war ich überrascht, noch kann ich mir vor­ stellen, dass irgendeine Frau überrascht war, was da aufkam“, meint sie. „Es war wohl eher für viele Männer ein ‚O Gott, so was passiert wirklich?!‘­Moment. Aber Frauen kennen so was. Es ist Teil ihres All­ tags. Nur haben Frauen diese Dinge lange unter den Teppich gekehrt. Wahrschein­ lich auch aus Angst um ihre Karriere.“ Heute ist Cooper eine gut gebuchte Speakerin, zuletzt sprach sie 30 Minuten über die Zukunft der IT, „zum Beispiel über raw water (in den USA finden sich immer mehr Leute, die ungefiltertes, unbehandeltes und unsterilisiertes Quell­ wasser um 30 Euro pro 10 Liter ver­ kaufen, und immer mehr, die es auch kaufen; Anm.), über Bitcoins und wie Roboter uns umbringen werden. Titel des Vortrags: „Das ist die Zukunft“. Coopers eigene Zukunft sieht rosiger aus. Doch trotz ihrer Erfolge bleibt sie so pragmatisch, wie es jemandem mit IT­­Vergangenheit IT­ Vergangenheit entspricht. „Du hast es nie wirklich geschafft“, sagt sie. „Es bleibt eine Tretmühle, jeden Tag, egal was du tust und egal wie weit du gekommen bist. Und das Einzige, worum es geht: den nächsten Schritt zu machen.“

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„Business-Tipps für Frauen widersprechen einander.“


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Run / Sommer

DIE AGILE SERIE

Hydration im Brustbereich Soft Flask Der Allrounder: Der Agile 6 Set versorgt Sie beim Mittelstreckenlauf, Hike oder Fahrrad­ ausflug. Zwei Soft Flasks im Brustbereich speichern bis zu einen Liter Wasser. Nach einem Schluck wird das Plastikgefäß zusammen­ gezurrt, sodass das Wasser nicht hin und her schwappt. Packmaß: 6 Liter.

Sie wollen die optimale Trainingsbelastung? Die Forerunner 935 misst Laufeffizienzwerte wie Schrittlänge, Bodenkontaktzeiten, verti­ kales Verhältnis und mehr. Barometer, Höhenmesser und elektronischer Kompass inklusive.

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Der Einfache: Der Hydro 45 Trinkgürtel bietet beim Laufen einen einfachen und schnellen Griff zur Trinkflasche (600 ml). So stillen Sie Ihren Durst beim Laufen oder Wandern praktisch nebenbei. Perfekt für kurze Laufeinheiten von höchstens einer Stunde. Inklusive Fach für Schlüssel oder Münzen.

Fit in Motion für perfekten Halt durch zweifache Gurte/3D­Mesh

€ 30,00

RUN VORTEILSPASS

LAUFEN MACHT SICH BEZAHLT Der Cloud X mit seiner innovativen Dämpfung richtet sich an Neutralfußläufer mit stabiler Lauftechnik und leichter Überpronation. Sein Einsatzgebiet: die Straße.

Der Adizero Tempo ist ein flacher, leichter Trainings­ und Wettkampfschuh für ambitionierte Normalfußläufer. Auch leichten Überpronierern gibt er spürbaren Halt.

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Radar EV Path € 222,00

Sichern Sie sich kosten­ los den Run Vorteilspass beim Kauf eines Laufschuhs ab einem Wert von € 120. Profitieren Sie von Vorteilen wie: • 20 % bei Kauf eines Zweit­ laufschuhs • 15 % bei Kauf eines Folge­ laufschuhs • 15 % bei Kauf von drei Teilen Laufbekleidung • 15 % bei Kauf einer TomTom Sportuhr • 15 % auf Sportnahrung • Zufriedenheitsgarantie: Umtauschrecht innerhalb zweiwöchiger Laufprobe gigasport.at www.gigasport.at 95


Sommer / Outdoor

ALPINE TOUREN

Lässige Trucker-Kappe mit funktionellem Rückteil aus atmungsaktivem Mesh, das den Kopf auch an heißen Tagen schön kühl hält. Als Damen­ und Herren­Version erhältlich. € 29,99

FIT FÜRS ABENTEUER

Diese Outdoor-Ausrüstung bringt Sie bestens auf jeden Gipfel – und hält Sie warm bei Wind und Wetter.

Der äußere Cordura­Mate­ rialmix der Herren-Weste Merino Shield Tec Pala schützt vor schroffem Fels, während Merinowolle den Feuchtigkeitsabtransport auf der Innenseite reguliert. € 149,99

Colodri ist die passende Hose zur Weste. Die leichten 2­Wege­Stretch­Kletter­ shorts aus widerstands­ fähigem Materialmix sind sehr robust, elastisch und atmungsaktiv und haben Merino­ Cool­Einsätze am Bund und in den Taschen. € 119,99

Leichte, atmungsaktive 3 L Hardshell-Jacke mit GORE-TEX® Active Membran für schnelle Wanderungen.

Extrem leichte, atmungs­ aktive 3 L GORE-TEX® Active Jacke mit GORE® C­KNIT™ Futter­Technologie. Ideal für den schnellen Aufstieg.

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Leichte, wasserwabweisende SoftshellJacke mit integrierter Balaclava Balaclava­Kapuze für den alpinen Einsatz. € 189,95

Der Wanderrucksack Traverse 30 eignet sich für ausgedehnte Tages­ oder Mehrtagestouren – auch im alpinen Bereich. Volumen: 30 Liter. Damenmodell: 28 Liter.

Die Gear S3 Frontier ist die Smartwatch für den modernen Abenteurer. Das edle Stück vereint Flieger­ uhrenoptik mit innovativen Funktionen: Sie misst Puls und Höhen, verfügt über GPS, Barometer und Lagesensor.

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Leichte, elastische und windabweisende Alpin­ Hose für einen breiten Einsatzbereich im hochalpinen Gelände und am Fels. € 149,95


Outdoor / Sommer

GUT AM FUSS

WEGBEGLEITER Rauf geht’s! Berg- und Wanderfreunde finden hier die perfekten Treter für Zustieg, Hiking und Gelände.

Cooler Allrounder: Der X-Hiker Maddox GTX Low Multifunktionsschuh für Damen ist mit seiner neuen Schnellschnürung und dem GORE-TEX® Laminat für jedes Gelände geeignet.

Der X-Hiker Terrex Two Boa für Herren ist mit dem neuen BOA Schnürsystem und der TRAXION Sohle aus Continental Gummi ausgestattet und an den wichtigen Stellen abriebfest.

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Klassischer Zustiegsschuh: Der Herren X-Hiker Wildfire GTX mit Obermaterial aus atmungsaktivem Netzfutter und GORE-TEX® Laminat garantiert perfekte Kletterperformance.

Komfortables Vibram® Sohlensystem mit Innenfilz und Obermaterial aus Textil machen den X-Hiker Diagonal Lite Lady zu einem angenehmen Hikingund Approach-Schuh.

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DER ERSTE ANPASSBARE OUTDOOR-SCHUH

Individuell anpassbare Einlegesohle.

Der Forge S hat als Obermaterial einen synthetischen Stretch mit TPU-laminierter Verstärkung. Inklusive GORETEX® Membran. Für Damen und Herren. € 249,99 Innovatives Overlap Design.

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WO DER SPORT DIE NR. 1 IST

Gigasport Zufriedenheitsgarantie – wenn der neu gekaufte Schuh drückt und einfach nicht passen will, bringen Sie ihn innerhalb von 14 Tagen retour. Wir tauschen ihn gegen ein neues Modell aus. RUNNING SHOE FITTING: DER PASSENDE SCHUH FÜR SIE

BIKEFITTING: PERFEKTE KAUFBERATUNG DURCH KÖRPERSCAN

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1. PERSÖNLICHES GESPRÄCH

Als Erstes sprechen unsere Experten mit Ihnen über Ihre Berdürfnisse, Ihre Wünsche und Ihre Motive.

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Präzise, berührungslose Vermessung des Körpers für Ihre individuelle Sitzposition.

• komplette Überprüfung aller Teile (inklusive Laufräder) auf Verkehrssicherheit • Bremsen und Schaltung einstellen • Antrieb schmieren • alle Arbeiten ohne Material

SPORT, WIE GIGA E-BIKE-SERVICE ICH IHN WILL 49,99 2. STATISCHE ANALYSE

Im zweiten Schritt inspizieren wir Ihre Füße und analysieren Ihre Beinachsen.

INDIVIDUELLE RADEMPFEHLUNG Empfehlung des idealen Modells und Bestimmung der optimalen Rahmengröße.

• komplette Überprüfung aller Teile (inklusive Laufräder) auf Verkehrssicherheit • Bremsen und Schaltung einstellen • Antrieb schmieren • Systemcheck inklusive Fehleranalyse des E-Antriebs • alle Arbeiten ohne Material

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• komplette Überprüfung aller Teile (inklusive Laufräder) auf Verkehrssicherheit • Bremsen und Schaltung einstellen • Antrieb schmieren • Systemcheck inklusive Fehleranalyse des E-Antriebs • Reinigung des E-Antriebs • Software- und System-Update • alle Arbeiten ohne Material

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Als Drittes testen Sie die von uns empfohlenen Schuhe auf dem Laufband. Anhand einer ­V ideoanalyse finden wir den Richtigen für Sie.

Alle­Services­von­Gigasport­finden­Sie­unter:­ www.gigasport.at/service

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guide Get it. Do it. See it.

28 April

BRUTALER HÄRTE-TEST

JAANUS REE/RED BULL CONTENT POOL

Station 5 der Rallye-Weltmeisterschaft 2018, erbitterter Kampf um Zehntelsekunden auf Bergstraßen und Schotter: redbull.tv ist live dabei bei der ArgentinienRallye, dem brutalen Härtetest für Mensch und Material (im Bild: der Este Ott Tänak, der 2017 in Argentinien Dritter wurde).

THE RED BULLETIN

99


GUIDE

See it

SCHRITTE, TRITTE, DRIFTS

Downhill-Mountainbiken in Kroatien, die Rallye in Argentinien und Laufen für die, die es nicht können – die Monats-Highlights auf Red Bull TV.

SO SIEHST DU RED BULL TV ÜBERALL

Red Bull TV ist deine globale digitale Destination für Entertainment abseits des Alltäglichen, empfangbar rund um die Uhr an jedem Ort der Welt. Geh auf redbull.tv, hol dir die App oder connecte dich via Smart-TV. Alle Infos: redbull.tv

100

22 April

LIVE

UCI MTB WORLD CUP KROATIEN

Neue Location für die Elite der DownhillMountainbiker beim zweiten Event des Weltcup-Kalenders 2018, und die Insel Lošinj vor der kroatischen Küste bietet eine einzigartige Kulisse fürs Rennen: Auf malerischen Straßen schlängelt sich die Strecke zwischen Steinmauern durch die mittelalterliche Stadt Veli Lošinj zum Hafen. Sei dabei, wenn sich 300 Fahrer dieser neuen Herausforderung stellen. Live auf Red Bull TV, auch mit deutschem Kommentar.

THE RED BULLETIN


April / Mai

Die Französin Myriam Nicole beim Weltcup in Leogang, Österreich, vergangenen Juni

Aaron Gwin (USA) hatte vergangenen August in Val di Sole, Italien, Grund zu feiern.

THE RED BULLETIN

BARTEK WOLINSKI/RED BULL CONTENT POOL (2), JAANUS REE/RED BULL CONTENT POOL,KIN MARCIN FOR WINGS FOR LIFE WORLD RUN, B. RAIN BENNETT / RED BULL CONTENT POOL

Ausgewählte Musik und inspirierende Künstler-Interviews. Aktuelle Empfehlung:

28

bis 30. April

LIVE

RALLYE ARGENTINIEN

Auf Station 5 der Rallye-WM warten einige höchst aufregende und knifflige Aufgaben auf die weltbesten Fahrer: enge Bergstraßen, Schotter, Fels, Flussübergänge, Schlamm. Die ganze Action driftet live auf Red Bull TV.

MOVEMENT FESTIVAL LIVESTREAM

6 8

Mai

LIVE

WINGS FOR LIFE WORLD RUN Tausende in aller Welt laufen wieder für die, die es nicht können. Wer beim Wings for Life World Run zugunsten der Erforschung und Heilung von Querschnittslähmung nicht selbst mitläuft, ist via Red Bull TV live dabei.

Mai

ON DEMAND

RAISE UP

Wie wurde eigentlich aus dem New Yorker Trend, nur mit dem eigenen Körpergewicht zu trainieren, ein globaler Sport? Die Doku, Untertitel: „Workout unter freiem Himmel“, erzählt die Erfolgsgeschichte von Calisthenics.

26 Mai

ON AIR

Das Movement Festival in Detroit, dem Geburtsort des Techno, ist Nordamerikas wichtigstes Elektronik-Festival. Auf der diesjährigen Red Bull Music-Bühne legen unter anderen Diplo, Modeselektor, Laurent Garnier, DJ Premier, BadBadNotGood und DJ Holographic (im Bild) auf. Via Red Bull RadioLivestream kommst du drei Tage lang (von 26. bis 28. Mai) in den Genuss dieser und weiterer elektrisierender Acts.

AUFDREHEN: REDBULLRADIO.COM

101


GUIDE

Get it

Uhren

Die Limited-EditionHamilton gibt es entweder mit Armband aus wüstenbraunem Leder (Bild) oder Edelstahl.

OMEGA SEAMASTER RAILMASTER

Abgehärtet

Die originale Railmaster wurde 1957 für Eisenbahnarbeiter gebaut und konnte Magnetismus von 1000 Gauß aushalten. Dieses aktualisierte Modell nimmt es sogar mit einem fünfzehnmal stärkeren Feld auf. omegawatches.com

CO-PILOT

Hamilton, gegründet 1892, ist untrennbar mit der Geschichte der Luftfahrt verbunden. 1918 wurden die Uhren aus Pennsylvania erstmals im Luftver Luftverkehr eingesetzt, im damals neuen US-Luftpostdienst zwischen Washington und New York. Acht Jahre später waren Richard E. Byrd – der erste Pilot, der den Nordpol überflog – sowie Albert Hegenberger und Lester Maitland auf ihrem transpazifischen Rekordflug vom US-Festland nach Hawaii mit einer Hamilton am Handgelenk unter unterwegs. Und in den 1930er-Jahren war sie die offizielle Uhr von vier US-Airlines. Kaum verwunderlich also, dass Hamilton ein Jahrhundert später der offizielle Zeitnehmer des Red Bull Air Race ist.

102

RAYMOND WEIL TANGO 300

Tiefgründig

HAMILTON KHAKI X‑WIND AUTO CHRONO LIMITED EDITION

100 Jahre in der Luft

Sein erstes Jahrhundert in der Luftfahrt feiert Hamilton mit einer Limited Edition der X-Wind. Die trägt ihren Namen wegen ihres Driftwinkel-Rechners – ein komplexer, von einer drehbaren Lünette unterstützter Mechanismus, der zusammen mit den Fluginstrumenten Seitenwinde berechnet. Das Edelstahlgehäuse umrahmt ein großes 45-mm-Zifferblatt mit leuchtenden Ziffern, die bei Tag- und Nachtflügen gleichermaßen gut ablesbar sind. Und im Inneren läuft Hamiltons erstes Uhrwerk mit Silikon-Spiralfeder. Sie ist antimagnetisch und weniger stoßanfällig, was für bessere Haltbarkeit und längere Genauigkeit sorgt. Es wurden nur 1918 Exemplare dieser Uhr hergestellt – als Referenz an das Jahr, in dem Hamilton erstmals abhob. hamilton.com

Die Zahl im Namen bezieht sich auf die Tiefe, die diese Taucheruhr überstehen kann: 300 Meter. Doch mit Saphirkristallglas, Edelstahlgehäuse und -armband macht sie auch an der Oberfläche gute Figur. raymond-weil.com

PORSCHE DESIGN CHRONOGRAPH 911 TURBO S

Sportlich

911 Turbo S fürs Handgelenk: Vollgas-Chronograph mit korrekter Lackierung, entsprechenden Materialien (Titangehäuse, CarbonZifferblatt, Sitzleder-Armband) und den Rädern nachempfundener Rückseite. porsche-design.com

THE RED BULLETIN


FOTO: KLEIDER BAUER

dress to success


GUIDE

Do it

14

April Awolnation Bei ihrem letzten Wienbesuch im Dezember gab die US-Band ein intimes Geheimkonzert (nachzusehen auf redbull.tv), nun präsentieren Awolnation ihr drittes Album „Here Come the Runts“. Im Vergleich zu „Sail“, dem rockigen Electro-Hit von 2011, klingen die neuen Songs organischer und ruhiger, auf der Bühne gibt die Band aber wie gewohnt volle Power. WUK, Wien; awolnationmusic.com

20

April A1 E-Sports League Austria 4Gamechangers Festival für Gamer. Am dritten Tag des Digital-Events steigt das Finale von Österreichs erster E-Sports-Liga. Die besten nationalen „League of Legends“Teams kämpfen um den Titel, die Top-Sechzehn-„CARS 2“Spieler sogar um die Europameisterschaft. Marx Halle, Wien; 4gamechangers.io

26

28

April Nils Frahm Er wird von Klassikliebhabern und Club-Kids gleichermaßen gefeiert: Nils Frahm. Der 35-jährige Hamburger verbindet fragile Pianomelodien auf einzigartige Weise mit experimentellen Elektronikeffekten. Das 2013 erschienene Live-Album „Spaces“ verschaffte ihm internationale Anerkennung. Sein neues Werk „All Melody“ präsentiert er nun erstmals live in Österreich. Posthof, Linz; nilsfrahm.com

April bis 1. Mai

SURF WORLD CUP NEUSIEDL AM SEE Da gehen die Wogen hoch! Zum 20. Mal beehren die Stars der European Freestyle Pro Tour den Neusiedler See und bringen den Lifestyle der coolsten Strände Europas ins Burgenland. Auf die Besucher wartet neben sportlichen Höchstleistungen ein üppiges Rahmenprogramm: Beachbars und Foodtrucks, Shoppingmeile, 18 Acts beim Singer/Songwriter-Festival, Funsport-Areal, Musikbühnen und jede Menge Partys. surfworldcup.at

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MARTIN REITER, INGO PERTRAMER, PHILLIP AUMANN

12

April Kreisky Mit bissig-satirischen Texten und lärmigen Gitarren-Songs haben sich die Wiener in den letzten zehn Jahren den Ruf erspielt, eine der cleversten Indie-Rock-Bands im deutschen Sprachraum zu sein. Vergangenen Oktober vertonte das Quartett ein Theaterstück von Sibylle Berg live, nun kehren Kreisky mit ihrem fünften Album „Blitz“ auf die Konzertbühne zurück. PPC, Graz; weitere Tour-Termine gibt’s auf kreisky.net

THE RED BULLETIN


April / Mai

27 April

DONAUFESTIVAL KREMS

Für Freunde innovativer Klänge ist das Donaufestival der Höhepunkt des Frühlings. An zwei Wochenenden gibt’s die spannendsten Künstler zwischen Rock und Elektronik zu entdecken. Die Highlights: das südafrikanische Duo FAKA, das den House-Trend GQOM vorstellt, und die US-Musikerin Laurel Halo (Foto) mit ihren psychedelischen Sounds zwischen Techno und Jazz. 27. 4. – 29. 4./4. 5. – 6. 5., Krems; donaufestival.at

THE RED BULLETIN PROMOTION

I

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DER NEUE SUZUKI SWIFT SPORT

ULTIMATIVER FAHRSPASS Suzuki legt den SWIFT Sport neu auf – und bringt einen echten Hot Hatch auf Österreichs Straßen, der ab Sommer für Furore sorgen wird.

n der 3. Generation präsentiert sich der SWIFT Sport so dynamisch, leicht und antriebsstark wie nie zuvor. Sein Herzstück: ein kraftvoller 1.4-Liter-BoosterjetTurbomotor mit 140 PS. Auch optisch legt der Vorzeigesportler einen Gang zu und beeindruckt mit exklusivem Kühlergrill, polierten LeichtmetallFelgen sowie dezentem Dachspoiler. Rote Akzente verleihen dem Interieur einen unverwechselbaren Look und bringen den Charakter des SWIFT Sport perfekt zur Geltung. Was Komfort und Sicherheit anbelangt, bleibt ebenfalls kein Wunsch offen – zur Ausstattung zählen hochwertige Sportsitze, ein Infotainmentsystem mit Smartphone-Anbindung und ein umfassendes Sicherheitspaket mit cleveren Assistenten.. Verbrauch „kombiniert“: 5,6 l/100 km CO2 -Emission 125 g/km

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GUIDE

12 Do it

Mai bis 23. Juni

NEYMAR JR’S FIVE

Das größte Kleinfeldturnier der Welt: Über 100.000 Spieler kämpfen auf sechs Kontinenten um den Einzug ins Finale in Brasilien. Und damit um die Chance, sich mit einem der weltbesten Fußballer Schienbein an Schienbein zu messen. Infos und Anmeldung: neymarjrsfive.com

B

ei den fünf regionalen Qualifiern (Termine siehe rechts) sind die Teilnehmerplätze begrenzt. Das heißt: schnell registrieren. Die jeweils drei besten Teams qualifizieren sich fürs Landes­ finale am 23. Juni in der Wiener Marx Halle. Dort wird ermittelt, wer Österreich beim Weltfinale am 21. Juli in Brasilien vertritt. In Brasilien, genauer: im Instituto Projeto Neymar Jr. in Praia Grande, São Paulo, misst du dich dann mit den 60 anderen Landessiegern. Als zusätzliche Belohnung warten ein Spiel gegen Neymar Jr. und seine Freunde im Anschluss ans Finale sowie ein Besuch in Paris inklusive Meet & Greet mit dem Star von Paris Saint­Germain.

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5

TERMINE, DIE DU DIR MERKEN MUSST

12. Mai Samstag – Graz, Karmeliterplatz 19. Mai Samstag – Innsbruck, Olympiaworld 25. Mai Freitag – Linz, Ars Electronica Center 9. Juni Samstag – Salzburg, Red Bull Akademie 22. Juni Freitag – Wien, Marx Halle

THE RED BULLETIN

FABIO PIVA/RED BULL CONTENT POOL

Mehr als nur Namensgeber: Neymar Jr. im Spiel gegen das Team România, den globalen Sieger 2017


Mai / Juni Edis Sakic

5 WERTE, AUF DIE ES ANKOMMT Edis Sakic, Kapitän der Ballerz, ÖsterreichSieger 2017 und Fünfter beim Weltfinale in Brasilien

Teamwork Das Team ist der Star. Abgedroschen, aber wahr. Sei nicht ballvernarrt, spiel schnell, vertrau deinen Kollegen. Das war unsere Stärke.Nist Beim Weltfinale et ut hit volor war erst Endstation, dasaceaquiaals volup voluptatque aditAxim Team nicht mehr eingreifen konnte: im Golden Goal 1 vs. 1. Offenheit Bei Neymar Jr’s Five lernst du viele Menschen kennen. Das ist cool … und hilfreich. Als wir gegen Brasilien angetreten sind, hatten wir mehr Support als die Lokalmatadoren. Weil wir uns mit den Teams aus Bosnien und Rumänien angefreundet hatten.

5 GRUNDREGELN

Aberglaube Rituale schaffen Sicherheit. So wie unser Jubel. Wir springen wie Basketballer beim Wurf. Wir haben damit aus Jux begonnen, und es hat Glück gebracht. Also haben wir es beibehalten. Und durften weiter jubeln.

Weitblick Siegermentalität ist wichtig für den Erfolg. Dennoch haben wir auf den Sieg im Qualifier ver verzichtet und im Penaltyschießen freiwillig verschossen. Warum? Weil es kalt war und der Zweite auch aufsteigt. Am nächsten Tag war Österreich-Finale – wir haben gewonnen. Ehrgeiz ist gut, Vernunft ist besser.

– Gespielt wird 5 gegen 5 ohne Tormann auf einem maximal 35 × 21 Meter großen Feld. (Die Tore messen 1,5 × 0,8 Meter.) – Kassiert ein Team ein Gegentor, muss ein Spieler vom Feld. – Die Spielzeit beträgt 10 Minuten – oder so lange, bis ein Team keine Spieler mehr auf dem Feld hat.

Bezahlte Anzeige

– Es gibt keine Geschlechtertrennung. – Ein Team besteht aus 5 bis 7 Spielern im Alter von 16 bis 25 Jahren, wobei zwei Teammitglieder über 25 sein dürfen.

Ernsthaftigkeit Ohne Spaß an der Sache ver verlierst du die Lust. Doch für den Erfolg ist entscheidend, auch auf ernst schalten zu können. Im Qualifier haben wir alles locker genommen, ab der Gruppenphase beim Österreich-Finale und vor allem in Brasilien waren wir aber voll bei der Sache.

Wir vermitteln Glanz und Leistung. Eine geschulte Fachkraft, wie Lackiererin Rebecca, vollbringt Leistungen, die Ihre Kundinnen und Kunden zum Strahlen bringen. Wir tun alles, um für Ihr Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden oder auszubilden, die fachlich und menschlich glänzen. Erfahren Sie mehr: unternehmen.ams.at

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GUIDE

Do it

Fitness

LAST MINUTELASTTOPFORM

Trainingsplan für Kurzentschlossene. Zusammengestellt von Klara Fuchs. Woche 1

Drei Einheiten: gemütlicher Dauerlauf (Distanz je nach Leistungsniveau), Intervalltraining, kürzerer Dauerlauf. Dazu zweimal 25 Minuten Rumpfstabilisation.

Woche 2

Drei Läufe pro Woche als Basis bleibt bestehen. Lauf-Abc (Anfersen, Skipping) zum Aufwärmen.

Woche 3

Verkürze die Ruhepausen der Intervallläufe. Du brauchst Abwechslung? Lauf über Stiegen.

Woche 4

Kein Intervalltraining in der Wettkampfwoche. Am Vortag des Events 20 Minuten locker laufen mit drei zügigen Sprints.

Klara Fuchs, Mentaltrainerin und Fitness-Bloggerin (klarafuchs.com), über Laufen als Kopfsache.

Klara Fuchs, 23: vom Leistungssport (Triathlon) zur Tutorin für 50.000 Follower

THE RED BULLETIN: Du bist zum zweiten Mal als Botschafterin des Wings for Life World Run am Start. Welchen Rat gibst du Menschen, die es nicht schaffen, dauerhaft den inneren Schweinehund zu überwinden? KLARA FUCHS: Stell dich der Heraus­ forderung im Team. 95 Prozent der Leute scheitern, weil sie sich keinem gegen­ über verpflichtet fühlen. Läufst du mit Freunden, ist die Chance geringer.

Das Rennen am 6. Mai hat keine fixe Ziellinie. Macht es das schwerer oder leichter? Interessanter. Und leichter. Im Gegen­

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LIVE DABEI AM 6. MAI

Die wichtigsten Facts zum Wings For Life World Run. satz zu anderen Läufen wirst du das Ziel immer erreichen, weil es auf dich zu­ kommt. Das bedeutet weniger Druck. Du kannst einfach loslaufen, dir eigene Ziele setzen. Du hast nichts zu verlieren! Wie sehr ist Laufen eine körperliche, wie sehr eine mentale Überwindung? Beides gleichermaßen. Durchzuhalten ist sicher zu 50 Prozent Kopfsache. Das musst du trainieren. Wichtig ist dabei, das Warum zu verstehen. Also dir klar zu werden: Warum laufe ich eigentlich? Weil es gesund ist. Schon klar. Weil du etwas für deine Gesundheit tun, besser aussehen, dich besser fühlen, ausgeglichener sein willst. Stimmt. Aber du läufst auch für andere, die von deinem besseren Ich, deiner Aus­ strahlung profitieren. Und beim Wings for Life World Run gilt dieser altruis­ tische Gedanke umso mehr. Denn da läufst du, um Querschnittsgelähmten helfen zu können. Und das motiviert noch einmal mehr. Anmeldung: wingsforlifeworldrun.com

So läuft’s

Start in Wien (und weltweit) ist der 6. Mai, 13 Uhr. 30 Minuten später fährt das Catcher Car los. Das Rennen ist beendet, wenn es den letzten Läufer überholt hat.

So läufst du

Die Anmeldung ist bis 3. Mai, 13 Uhr, möglich. Alternativ kannst du von überall per Wings for Life World Run App teilnehmen.

LAUFBUDDY

Suunto Spartan Trainer Wrist HR: misst Höhenmeter, Distanz und Speed, dazu kommen Tracking und Point-of-Interest-Navigation. suunto.com

THE RED BULLETIN

PHILIP PLATZER FOR WINGS FOR LIFE WORLD RUN, JULIAN KOCH

FIT FÜR DEN WINGS FOR LIFE WORLD RUN

Prunkbauten am Ring: Diese Kulisse wartet am 6. Mai in Wien.


LEISTUNGSTIEF? Kenn ich nur vom Hörensagen! Therese Feuersinger, Triathletin

Der innere Schweinehund fletscht die Zähne, der Muskelkater zeigt die Krallen und trotzdem wartet die nächste Trainingseinheit. Wenn sich ein Leistungstief ankündigt oder es einfach an Kraft und Ausdauer fehlt, müssen die richtigen Nährstoffe her!

Jetzt in der Apotheke:

NEU!

Der Gipfel ist zum Greifen nah und trotzdem geht gar nichts mehr, die Beine sind nach der letzten Laufeinheit schwer wie Blei und beim Krafttraining fehlt es am letzten Kick? Wer für einen Wettbewerb trainiert oder beim Freizeitsport Gas gibt, weiß, dass ausgiebiges und häufiges Training alleine nicht immer zum Erfolg führt. Im Gegenteil: Die Muskeln werden schnell müde, Krämpfe treten auf – der innere Schweinehund hat leichtes Spiel, wenn es darum geht, sich zur nächsten Einheit aufzuraffen. Die Lösung: Regelmäßige Regenerationsphasen einplanen und den Körper mit dem richtigen Nährstoff-Mix versorgen. Denn so können Kraft, Ausdauerleistung und Regeneration gezielt verbessert werden.

Was braucht der Körper wirklich beim Sport? Zu allererst die Mineralstoffe Magnesium und Kalium – die schmecken dem inneren Schweinehund und dem kratzbürstigen Muskelkater nämlich gar nicht. Als echtes Power-Duo stellen sie sicher, dass die Muskeln ihr ganzes Leistungspotenzial ausschöpfen und Krämpfe keine Chance haben. Magnesium sorgt außerdem für volle Energiespeicher und Kalium ist für den Blutdruck besonders wichtig. Aminosäuren: Leistung, Regeneration und Fettverbrennung Absolute Must-have-Nährstoffe für Sportler sind auch die „verzweigtkettigen“ Aminosäuren, die auch als BCAAs (Branched-Chain Amino Acids) bezeichnet werden. Sie

werden bei körperlicher Anstrengung schnell verbraucht. Die Folge: Man wird schneller müde, die Ausdauerleistung ist im Keller und die Muskulatur kann sich nicht optimal aufbauen. Um sportlich voll durchzustarten, gibt’s also nur eines – BCAAs beim Sport gezielt zuführen, um die Leistung, aber auch die Regeneration zu verbessern. Was man dazu wissen muss: BCAAs stehen der Muskulatur als rasche Energiequelle zur Verfügung. Bei lang andauernder Belastung werden sie in Glucose umgewandelt und stabilisieren so den Energiehaushalt, somit hat eine Unterzuckerung keine Chance. Und auch die Fettverbrennung wird durch Aminosäuren verbessert: Die Aminosäure L-Carnitin zündet den Fettverbrennungsturbo in den Muskelzellen.

+ Aminosäuren Der erfrischende Brausedrink mit einer ausgewogenen Kombination aus Aminosäuren, Magnesium, Kalium, Vitaminen und Spurenelementen – für mehr Leistung beim Sport und die schnelle Regeneration danach. Einnahmezeitpunkt vor bzw. beim Sport: • Für mehr Muskelkraft und Ausdauerleistung beim Sport Einnahmezeitpunkt nach dem Sport: • Für die schnelle Muskelregeneration danach.


GUI D E 1 HOKA ONE ONE MACH

Passform und Komfort sind die Stärken des Hoka One One Mach. Das leichte Gewicht (190 g), die Dual-Den­ sity-Zwischensohle, die ­flexible Ferse und der feste Vorfuß des Mach ermöglichen spritzige und ­dynamische Runs. 150 €; hokaoneone.com 2 NEW BALANCE 890 V6

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UND LOS!

Verstärkte Zwischensohle und leichte 256 Gramm Gewicht – der New Balance 890 v6 ist ein dynamischer Schuh für schnelle Runs, aber auch für Ganztagesrennen. Mit seinen neu entworfenen Leisten bietet der Schuh etwas mehr Raum in der Zehenbox und minimiert so die Blasengefahr. 120 €; newbalance.de 3 PUMA SPEED 600 IGNITE 3

Durch das atmungs­ aktive Mesh-Material „Netfit“ kannst du beim Schnüren die optimale Passform herstellen. Eine energieabsorbierende Dämpfung garantiert Extra-Schwung. 140 €; puma.de

Egal ob du auf der Straße oder durchs Gelände läufst: Diese Schuhe, Gadgets und Outfits helfen dir, jedes Ziel zu erreichen.

2

Text TISH HAMILTON Fotos DIMITRI NEWMAN

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ROAD

UNDER ARMOUR HOVR SONIC CT 4

Der Sonic überzeugt durch eine Dämpfungsschicht aus HOVR-Foam vom Vorfuß bis zur Ferse. Im Bereich des rechten Mittelfußes steckt zudem ein Sensor, über den du Geschwindigkeit, Distanz, Laufrhythmus und Schrittlänge nachverfolgen kannst. 120 €; underarmour.de 5 ASICS GEL NIMBUS 20

Bereits zum 20. Mal kommt dieser neutral gedämpfte Klassiker auf den Markt: Fans lieben die leichte Flyte-FoamZwischensohle, die Gelpolster im Fersen- und Vorfußbereich sowie die Mesh-Toebox für Zehenfreiheit. Mit dieser eleganten Platin-Edition feiert das K ­ ultobjekt seinen ­Geburtstag. 200 €; ascis.de

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6 NIKE EPIC REACT FLYKNIT

Davon träumen Läufer: Dämpfung und Energieabsorption ohne zusätzliches Gewicht. Dieser Schuh bietet ein cooles Paket aus passgenauem Flyknit-Obermaterial und einer dynamischen, leichtgewichtigen ­React-Foam-Laufsohle. 150 €; nike.de 7

ON CLOUD X

Für fast jedes Training: Dieser leichte und gleichzeitig stabile Schuh kombiniert eine markante schlauch­ förmige Unterfuß­ dämpfung mit atmungsaktivem Mesh-Obermaterial sowie verstärkter Mittel­sohle, die deine Seitwärtsbewegungen stabilisiert. 149,95 €; on-running.com

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TRAIL 1 SALOMON S/LAB SENSE ULTRA 2

Diese Neuauflage aus der Sense-Ultra-Serie bietet eine verbesserte Passform dank reibungsfreiem, weil nahtlosem Innenschaft mit außenliegendem SensifitSystem, dessen Futter zusätzlich den Mittelfuß stabilisiert. Ein tiefes Profil an Ferse und Vorfuß gewährleistet eine satte Landung und unterstützt deine Schnellkraft. 179,95 €; salomon.com

2 SALEWA ULTRA TRAIN 2

3 LA SPORTIVA BUSHIDO MOUNTAIN RUNNING

Der Ultra Train 2 eignet sich für Speed Hiking und Mountain Training und orientiert sich im Einsatzbereich an Adventure-Sportarten. Das an Bergschuhe angelehnte Schnürsystem ist auf Passform ausgerichtet, und die Michelin-Sohle gewährleistet effektiven Antritt und Grip auf nassen und rutschigen Oberflächen. 150 €; salewa.de

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SAUCONY KOA TR

Echter Hybrid: Dank niedriger Profiltiefe rollt dieser Schuh perfekt auf der Straße ab, bietet aber gleichzeitig Grip auf erdigem Untergrund. Eine abgeschrägte Zehenbox bietet zusätzliche Stabilität und erlaubt maximale Ausdehnung beim Durchstarten. ca. 100 €; saucony.de

Auf fels- und wurzeldurchsetzten Trails wünschst du dir den Schutz dieses kraftvollen Schuhs. Ein tiefes Profil bietet effektiven Antritt sowie Stabilität. Eine dicke TPU-Zehenkappe verhindert ein Anstoßen der Zehen, und die stabile Mittelfuß-Konstruktion vermindert ein Rutschen. Trotzdem gewährt der Schuh einen flinken Lauf. 149 €; sportiva.com

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GUIDE

TECH 1 GARMIN FORE­ RUNNER 235

Marathon-Veteranen und Hobby-Jogger lieben die klassische Forerunner 235 aufgrund ihrer bequemen Handhabung, der präzisen ganztägigen Aktivitätsüberwachung, der optischen Herzfrequenzanzeige, der nahtlosen Hochlad-Möglichkeit in Garmin Connect und der einfachen Synchronisierung mit Strava und anderen SportApps. 299,99 €; garmin.de

3 JAYBIRD RUN TRUE WIRELESS SPORT KOPFHÖRER

4 SKULLCANDY METHOD BT SPORT EARBUD

Komfortabel und schweißbeständig mit minimalistischer On-Ear-Bedienung, bieten die Run-True-Kopfhörer sauberen, frischen Sound. Und wenn du durch eine Extra-Einheit richtig ins Schwitzen kommen willst, verschafft dir die Schnellaufladung von Jaybird in fünf Minuten eine Stunde Wiedergabezeit. 199 €; jaybirdsport.com

5 FITBIT IONIC SMARTWATCH

Diese soft klingenden, bluetoothfähigen Kopfhörer sind durch ein Nackenband miteinander verbunden, dessen Enden mit Bedienknöpfen versehen sind. Das Extra für Langstreckenläufer und Co: Method BT ist schweißresistent, wetterbeständig und bietet beeindruckende 9 Stunden Wiedergabezeit mit nur einer einzigen Aufladung. 59,99 €; skullcandy.de

2 BOSE SOUNDSPORT FREE WIRELESS KOPFHÖRER

Diese Kopfhörer bieten bis zu fünf Stunden kraftvolles, basslastiges Audiovergnügen mit einfacher On-EarSteuerung. Wasserabweisendes Mesh-Material an den In Ear-Kopfhörern verhindert das Eindringen von Schweiß. Über verstellbare Stöpsel passt sich der SoundSport Free gezielt deinen Ohren an und bleibt dank Einsätze immer in Position. Auch top: der schlichte Ladekoffer mit LED-Anzeige. 199,95 €; bose.de

Diese Uhr zeichnet Distanz, Geschwindigkeit und Dauer von Lauf-, Rad- und Schwimmtrainings mittels eingebautem GPS auf, misst die ganztägige Herzfrequenz. Sie speichert 300 Songs und unterstützt Apps wie Fitbit Pay. Zudem verfügt sie über eine Akkulaufzeit von gut drei Tagen. 349,95 €; fitbit.com

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HUAWEI WATCH 2

Die robuste Android Wear 2.0-kompatible Huawei Watch 2 verfügt über GPS, einen NFC-Chip und eine anpassbare App-Anzeige. Dazu bietet sie WorkoutAufzeichnung, Herzfrequenzmonitor und voreingestellte Workouts. Du kannst außerdem mit ihr telefonieren sowie Textnachrichten empfangen und versenden. In Europa ist die Uhr in einer entsprechenden 4G-Version erhältlich. ca. 280 €; via: amazon.de

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SAMSUNG GEAR SPORT

Die farbenfrohe Gear Sport bietet leistungsstarke Features zur Aufzeichnung deines Fitnessprogramms, u. a. Herzfrequenz, Schrittzähler, Höhenangabe, Zeit und Distanz. Sie ist mit diversen Apps kompatibel und ermöglicht die Bezahlung über NFC und den Zugriff auf Spotify. € 349; samsung.com

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LÖFFLER HOTBOND REFLECTIVE LIGHTJACKET

JACK WOLFSKIN FLYWEIGHT TRAIL JACKET Die federleichte Trailrunning-Jacke ist windabweisend und dank der MeshEinsätze unter den Armen und des Vförmigen Einsatzes am Rücken hoch atmungsaktiv. Sie verfügt über zwei Reißverschlusstaschen und eine Innentasche für Wertsachen. € 129,95; jack-wolfskin.com

In dieser leichten, atmungsaktiven, reißfesten Jacke steckt die hotBONDTechnologie – die Nähte werden für bessere Sichtbarkeit mit reflektierendem Material verschweißt. Formschön verfügt sie über eine kleine seitliche Tasche für Kleinteile. € 99,99; loeffler.at

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GUIDE ICEBREAKER FLUID ZONE LONG SLEEVE ZIP 1

Diese leichte Merino­ jacke verfügt über flache Taschen und atmungsaktive Mesh­ Einsätze am Rücken und unter den Armen, damit du einen kühlen Kopf bewahren kannst. 159,95 €; icebreaker.com 2 NIKE SHIELD CONVERTIBLE RUN JACKET

Diese wasserabweisende Jacke mit Kapuze lässt sich in einer praktischen Tasche verstauen. In den Taschen mit Reiß­ verschluss kannst du Telefon, Schlüssel und Karten sicher unter­ bringen. 100 €; nike.de 3 2XU MID RISE 7/8 COMPRESSION TIGHTS

PATAGONIA HOUDINI JACKET 4

Federleicht, komforta­ bel, atmungsaktiv – die Houdini macht ihrem Namensgeber alle Ehre. Sie schützt zuverlässig vor Wind und Regen, lässt sich auf Hand­ größe verpacken und in einer winzigen Tasche mit Karabinerhaken ver­ stauen. Praktisch! 100 €; patagonia.com 5 UNDER ARMOUR THREADBORNE STREAKER SHIRT

Die Microthread­Tech­ nologie in diesem mit Flachnähten versehe­ nen, weichen T­Shirt transportiert Schweiß in Rekordzeit nach außen und lässt es so schnell wieder trocknen. 30 €; underarmour.de

OUTFIT

SAXX KINETIC RUN 5'' SHORTS 6

Laufhose, die alles in Position hält – für Typen, die bequeme Walkshorts mit kom­ fortabler Innenhose möchten. Neun Mesh­ Einsätze in der „Ball­ Park Pouch“ im Inneren der Shorts sind der Clou, wobei die flachen Nähte kein unangenehmes Scheuern verursachen. ca. 67 €; via: amazon.de

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Neben der Kompressi­ onsfunktion im Bereich der Oberschenkel, des Gesäßmuskels und der Waden stärkt der Bund dieser Hose deinen Bauchbereich. Extra: eine kleine Tasche für Kreditkarten und Co. ca. 96 €; 2xu.uk

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GUI D E

ACCESSORIES

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BUFF PRO RUN CAP

Über seitliche Schlitze verschafft diese Kappe deiner Sonnenbrille festen Sitz, blockt UV-Strahlen, belüftet deinen Kopf über minimale Öffnungen und transportiert deinen Schweiß ab, bevor er dir in die Augen tropft. ca. 27 €; buff.eu

2 USWE VERTICAL 10 HYDRATION PACK

Das Meshgewebe hält den Rucksack trocken, in den zahlreichen Taschen lassen sich Telefon und Snacks verstauen, die 1,5-LiterShape-Shift-Trinkblase lässt sich über einen Schieber öffnen und für heiße Tage mit Eis befüllen. Nach deiner Rückkehr kannst du sie zum Reinigen ganz einfach umstülpen. ca. 148 € uswe-sports.com

3 OAKLEY FLAK DRAFT PRIZM ROAD SONNENBRILLE

Diese High-Definition-­ Sonnenbrille aus der FlakSerie von Oakley belüftet zuverlässig durch ihr Halbrahmen-Design. Das Auswechseln der Gläser (Ersatzgläser nicht inklusive) erfolgt über das benutzerfreundliche Auslösesystem. 182 €; oakley.com

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MOUNTAIN BIKE LEOGANG WORLD CUP SALZBURGERLAND

FESTIVAL SAALFELDEN LEOGANG

07. - 10. JUNI 2018 #OUTOFBOUNDS PRESENTING SPONSOR

MAIN SPONSORS

OFFICIAL SPONSORS

MTB-WELTCUP.AT OFFICIAL SUPPLIERS

Konzept & Design

INSTITUTIONAL PARTNERS

.at | Fotos: ©Bartek Wolinski, ©Stefan Voitl


GUIDE

ACCESSORIES

GLORYFY G9 RADICAL HELIOZ WINGS FOR LIFE WORLD RUN SONNENBRILLE

Die offizielle Sonnenbrille zum Wings for Life World Run am 8. Mai (siehe EventVorschau auf S. 108 in diesem Heft) ist modisch und praktisch. Die konturierte Form bietet besonders kontrastreichen Schutz, und die biegsamen Bügel sind bruchresistent. € 199; gloryfy.com

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1 STANCE MINIMALISM CREW SOCKS

Einer Kombination aus Design und Funktion verdankt das junge Unternehmen Stance seinen Kultstatus in der Laufszene. Die Minimalism Crew Socks versprechen ausgereifte Fußspezifität (links/rechts), Kompression, leichte Dämpfung und einen bunten Look. ca. 19 €; stance.com

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2 NIKE DRI-FIT TEMPO 360 FLASH LAUF-HANDSCHUHE

Seidige Dri-Fit-Handschuhe halten deine Hände an kühlen Tagen warm und trocken, während du mit den touchscreenfähigen Spitzen an Zeigefinger und Daumen dein Gerät bedienen kannst. Die charakteristischen Streifen machen den Handschuh zum Hingucker. ca. 33 €; via: 21run.com

3 ADIDAS ZONYK AERO MIDCUT PR

Für den Multisportler ist die leichtgewichtige Zonyk die perfekte Brille, die deine Augen durch ihre geschwungene Form vor Insekten, Schmutz und Wind im Gelände oder auf der Straße schützt. Ein abnehmbares Schaumstoffband absorbiert den Schweiß. 209 €; adidassporteyewear.com


SEI DABEI!

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GUIDE

Check it

THE RED BULLETIN WELTWEIT

FRANKREICH MATTHIAS DANDOIS

Wie man dank positiven Gedanken schneller läuft, die Eroberung der „Dawn Wall“ in Kalifornien und ein BMX-WeltBMX-Weltmeister, der ins Kino wechselt: die Highlights unserer Ausgaben im Mai.

Ein BMX-Star, der SchauSchau spieler werden will? Die Kollegen aus Frankreich trafen Monsieur Dandois zum Cover-Interview.

The Red Bulletin als E-Paper: redbulletin.com

KTM/PHOTOSDAKAR.COM

Laia Sanz, KTM-Werkspilotin: 100 Prozent Zielankünfte beim härtesten Motorsport-Event der Welt – also 100 Prozent richtig gemacht

DIESE FRAU SCHLÄGT 9 VON 10 MÄNNERN BEI DER RALLYE DAKAR Weil sie ihre Träume lebt, obwohl ihr alle davon abgeraten haben. Die Spanierin LAIA SANZ und ihr 15-Punkte-Programm für ein erfolgreiches Leben an der Spitze.

Text WERNER JESSNER

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ÖSTERREICH LAIA SANZ Wie sich die spanische KTM-Werkspilotin an der Spitze der Motorrad-Rallyes dieser Welt behauptet – ab Seite 64.

Freddy Lau, Kino-Grenzgänger und Hobbygolfer, beim Red BulletinShooting in Berlin: „Neugier ist der beste Antrieb für ein interessantes Leben.“

„ICH DARF DAS EIGENTLICH NICHT SAGEN …“

„WAS IST DAS SKATEBOARD? ICH SAGE: EINE PHILOSOPHIE.“

… aber für The Red Bulletin tut er es doch: FREDDY LAU, 28, prägender Schauspieler seiner Generation, erzählt von seinem Leben zwischen Baukränen, Wettmafia und Filmset. Eine Begegnung in 20 Szenen. Text ANDREAS ROTTENSCHLAGER

Fotos DAVID FISCHER 33

DEUTSCHLAND FREDDY LAU Auf dem Cover der Deutschland-Ausgabe: Kinostar und Urban-Golfer Freddy Lau.

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SCHWEIZ JIM ZBINDEN Der Chef des ehemaligen Genfer Skate-Museums „Pulp68“ zeigt uns die Schätze seiner Sammlung.

THE RED BULLETIN


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IMPRESSUM ÖSTERREICH

Ido Portal, movement guru: “To hell with what other people say!”

“I’ve been thrown out of gyms on many occasions” Monkeys, comedians and children inspire him, and he earns six-figure sums through his private training sessions. Movement expert IDO PORTAL gives top sports stars’ minds and bodies a workout. The good news is that his teachings will work for you, too Words ANDREAS ROTTENSCHLAGER

Photography CYRILL MATTER

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GROSSBRITANNIEN IDO PORTAL Der Mann, der aus Fitness-Studios geworfen wird, obwohl er Spitzensportler trainiert, tanzt in England auf dem Cover.

USA THE DAWN WALL Eroberer der El-CapitanFelswand und eindeutig schwindelfreie Stars: die Coverstory über die Kletterer Tommy Caldwell und Kevin Jorgeson.

EL SECRETO ES LA PASIÓN La mayoría de los atletas e investigadores del deporte coinciden en que la clave para lograr un mejor desempeño –correr más rápido, aguantar más kilómetros, por ejemplo– está en la mente. JUAN LUIS BARRIOS, el mejor fondista mexicano en la actualidad, no opina lo mismo. Para él, el corazón es el que domina y el que te hace sacar lo mejor de ti. Cuerpo y mente son los que hacen caso

El atleta mexicano se destaca por su resistencia al correr los maratones más pesados... y lo disfruta.

Texto KARINA RODRÍGUEZ Fotografía MAURICIO CARRANZA 48

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MEXIKO JUAN LUIS BARRIOS Mentaler Turbo: Der mexikanische Mittel- und Langstreckenläufer erzählt, wie du im Kopf – und somit auf der Strecke – schneller wirst.

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THE RED BULLETIN Österreich, ISSN 1995-8838 Länderredaktion Christian Eberle-Abasolo Lektorat Hans Fleißner (Ltg.), Petra Hannert, Monika Hasleder, Billy Kirnbauer-Walek Country Project Management Kristina Hummel Leitung Media Sales Alfred Vrej Minassian Sales Promotion & Project Management Stefanie Krallinger Digital Sales Bernhard Schmied Media Sales Franz Fellner, Thomas Hutterer anzeigen@at.redbulletin.com Abo Abopreis: 25,90 EUR, 12 Ausgaben/Jahr, www.getredbulletin.com, abo@redbulletin.at Druck Prinovis GmbH & Co. KG, Betrieb Nürnberg, D-90471 Nürnberg Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Informationen zum Medieninhaber sind ständig und unmittelbar unter folgender Web-Adresse auffindbar: redbull.com/im/de_AT Redaktionsadresse Heinrich-Collin-Straße 1, A-1140 Wien Telefon +43 1 90221-28800 Fax +43 1 90221-28809 Kontakt redaktion@at.redbulletin.com

Chefredakteur Alexander Macheck Stv. Chefredakteur Andreas Rottenschlager Creative Director Erik Turek Art Directors Kasimir Reimann (Stv. CD), Miles English Head of Photography Fritz Schuster Photo Director Rudi Übelhör Chefin vom Dienst Marion Lukas-Wildmann Managing Editor Ulrich Corazza Redaktion Stefan Wagner (Textchef), Arek Piatek Freie Mitarbeiter: Werner Jessner, Florian Wörgötter Grafik Marco Arcangeli, Marion Bernert-Thomann, Martina de Carvalho-Hutter, Kevin Goll, Carita Najewitz Fotoredaktion Marion Batty, Susie Forman, Ellen Haas, Eva Kerschbaum, Tahira Mirza Commercial Director Franz Renkin Anzeigendisposition Andrea Tamás-Loprais Creative Solutions Eva Locker (Ltg.), Verena Schörkhuber, Edith Zöchling-Marchart Country Management & Marketing Sara Varming (Ltg.), Magdalena Bonecker, Julia Gerber, Kristina Hummel, Melissa Stutz Commercial Design Peter Knehtl (Ltg.), Simone Fischer, Alexandra Hundsdorfer, Martina Maier Head of Commercial & International Publishing Birgit Gasser Produktion Wolfgang Stecher (Ltg.), Walter O. Sádaba, Friedrich Indich, Michael Menitz (Digital) Lithografie Clemens Ragotzky (Ltg.), Claudia Heis, Nenad Isailović, Maximilian Kment, Josef Mühlbacher Office Management Kristina Krizmanic (Ltg.), Yvonne Tremmel IT Systems Engineer Michael Thaler Abo und Vertrieb Peter Schiffer (Ltg.), Klaus Pleninger (Vertrieb), Nicole Glaser (Vertrieb), Yoldaş Yarar (Abo) Verlagsanschrift Heinrich-Collin-Straße 1, A-1140 Wien Telefon +43 1 90221-28800 Fax +43 1 90221-28809 Web www.redbulletin.com Medieninhaber, Verlag & Herausgeber Red Bull Media House GmbH, Oberst-Lepperdinger-Straße 11–15, A-5071 Wals bei Salzburg, FN 297115i, Landesgericht Salzburg, ATU63611700 General Manager & Publisher Andreas Kornhofer Geschäftsführer Dkfm. Dietrich Mateschitz, Gerrit Meier, Dietmar Otti, Christopher Reindl

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GUIDE

PIERRE-HENRI CAMY

Makes you fly

Wildwasser-Ballett Nein, das ist kein Sturz. Sondern Freestyler Tom Dollé, 17, der auf der Rhône in Lyon, Frankreich, seinen „Blunt“ übt – eine 180-Grad-Rotation auf der Nase seines Kajaks. Chapeau!

Die nächste Ausgabe des RED BULLETIN erscheint am 8. Mai 2018 122

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TOUS DROITS RESERVES-KEVIN SAUSSURE

Action-Highlight


FOTO: LORENZ HOLDER/RED BULL CONTENT POOL

ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN

JAHRESABO

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The Red Bulletin Mai 2018 - AT  
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