Das Dorf am Ende der Welt
Heimatleuchten in Tirol

Wald der Wunder
Maria und die Heilkraft aus der Natur

Feine Alpenküche Winter-Rezepte aus dem Kleinwalsertal

Daheim im Glück
Einzigartige Wohnkultur im Mostviertel


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Das Dorf am Ende der Welt
Heimatleuchten in Tirol

Wald der Wunder
Maria und die Heilkraft aus der Natur

Feine Alpenküche Winter-Rezepte aus dem Kleinwalsertal

Daheim im Glück
Einzigartige Wohnkultur im Mostviertel


Still und heimlich über Nacht hüllt er die Welt in eine weiche weiße Decke. Er lässt das Leben langsamer werden, leiser und leichter. Doch hinter seiner Schönheit steckt noch mehr: Schnee schützt, was wieder wachsen will, und macht uns bereit für einen Neubeginn.
TEXT: MARGRET HANDLER

Wie das Weiß die Welt zur Ruhe bringt Schnee nimmt der Welt die Farben und stellt ihre Zeiger auf null. Für unser Auge bedeutet das Weiß Entlastung: keine Formen, keine Reize, sondern nur Klarheit und Weite. Hier in Vorarlberg, hoch über dem Lechtal, liegt Bürstegg auf 1.719 Metern zwischen Warth und Lech am Arlberg, am Fuß des Karhorns. Eingebettet in weiße Kissen, ruht die malerische Walsersiedlung, ein historischer Ort, der heute als Alpe bewirtschaftet wird.


2026, davon ist Servus-Mondexperte Thomas Poppe überzeugt, ist ein gutes Jahr für Veränderung. Wie es uns mit kleinen Schritten gelingen kann, unliebsame Gewohnheiten abzulegen. Und wie uns der Mond dabei hilft.
VERENA RANDOLF UND ANDREA MAUKISCH-THEK ILLUSTRATIONEN: ANDREAS POSSELT

Wie kochen die Menschen in einem 15 Kilometer langen Tal, das auf Straßenweg nur über Bayern erreichbar ist?
Servus-Koch Alexander Rieder interpretiert die Kleinwalsertaler Küche in ihrer Einzigartigkeit.

Das Kleinwalsertal ist nicht nur geografisch, sondern sicherlich auch kulinarisch eine Besonderheit, denn: Obwohl es nur 15 Kilometer lang ist, hat es einen ganz eigenen Küchenstil. Woran das liegt?
Jahrhundertelang ernährten sich die Walser, die aus dem Piemont und dem Wallis nach Graubünden, Tirol und Vorarlberg eingewandert waren, wie für ein Bergbauernvolk üblich. Sie lebten vor allem von Milchprodukten und Fleisch, dazu gab es Beeren, Pilze und Kräuter. Erst mit dem Handel wurden Getreide, Mais und Wein ins Tal hereingebracht.
Auf dem Straßenweg nur über das Allgäu erreichbar, haben deutsche Touristen das Kleinwalsertal schon besucht, lang bevor sie Südtirol und Italien für sich entdeckten. Die Reisenden und der Wohlstand, den sie mit sich brachten, ließen die einfache Küche in den Hintergrund treten. In der gehobenen Küche hat sich mit dem touristischen Aufschwung ab den 1950er-Jahren ein unbestreitbarer französischer Einschlag etabliert. Auf den Hütten wurden Pommes und Kaiserschmarrn serviert.
Mittlerweile aber haben sich viele Wirte wieder auf ihre Wurzeln besonnen: Acht Köche aus dem Tal haben sich zusammengetan und „Önsche Walser Chuche“ gegründet, mit dem Ziel, die traditionelle Walser Alpenküche mit Produkten aus der Region zeitgemäß umzusetzen. Weniger im Sinne von Schnitzel und Kässpätzle, die sich bei Touristinnen und Touristen bewährt haben, sondern im Sinne ihrer acht Grundsätze, die sich unter anderem auf die sorgsame Auswahl der Zutaten beziehen: „Einheimische Produkte von Walser Bauern und Jägern werden in der Walser Chuche immer bevorzugt eingesetzt und mit Produkten der Region VorarlbergBodensee-Allgäu ergänzt.“ Aber auch Haltung beweisen: „Önsche Walser Chuche ist ein Versprechen an die Zukunft, Bewährtes zu erhalten und in die Moderne zu überführen.“
Servus-Koch Alexander Rieder hat – ja, es ist schon ein bisserl her –, seine Lehrzeit dort verbracht, jetzt in seinen Erinnerungen gekramt und seine Interpretation der Kleinwalsertaler Küche zu sechs Gerichten verkocht.
Am Ökohof Feldinger in Wals steht der Grünkohl den ganzen Winter lang am Feld. Für den Verkauf wird er nach und nach geerntet. Im Bild rechts: Paula Bründl und Marktbetreiberin
Elisabeth Feldinger in der Küche.


Das Sauerkraut ist eingelegt, der Grünkohl wird mit dem Frost nur besser, und der Salat hat es im Glashaus schön bequem.
Servus-Köchin Paula Bründl besucht den Ökohof Feldinger in Wals und verkocht das kräftigende Wintergemüse. TEXT:
Das Zuhause von Anna und Markus Schweitzer im Mostviertel wirkt, als wäre es immer schon da gewesen. Dabei ist es ein Neubau – errichtet auf alten Mauern und eingerichtet mit viel Liebe.
TEXT: SILVIA PFAFFENWIMMER FOTOS: HARALD EISENBERGER


Der Esstisch lässt sich ausziehen und bietet dann bis zu zwanzig Gästen Platz – der wird auch dringend gebraucht, wenn Annas große Verwandtschaft zu Besuch kommt.

Wie lebt es sich in der kleinsten eigenständigen Gemeinde Österreichs, wenn der Winter das Land in glitzerndes Weiß hüllt? Zu Besuch in Gramais, wo 43 Seelen beweisen, dass wahre Größe nichts mit der Einwohnerzahl zu tun hat.

Gramais im Winter – ein kleines Nest inmitten großer weißer Landschaft. Hier, in einem Seitental des Tiroler Lechtals, endet die Straße auf 1.321 Metern in einer Sackgasse, weiter rein ins Tal kommt man nur mit Schneeschuhen oder Tourenski.