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DEUTSCHLAND

ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN

DIE REISE DEINES LEBENS AUF DEN SPUREN DER RALLYE DAKAR DURCH SÜDAMERIKA JAN./FEB. 2018 € 2,50


Wen interessiert eigentlich die Luftlinie? Der neue 718 Boxster GTS. Einer, mit dem Sie gerne Umwege fahren. Dank 2,5-Liter-Turbo-Boxermotor mit 269 kW (365 PS), Porsche Active Suspension Management (PASM), Porsche Torque Vectoring (PTV) und 20-Zoll Carrera S Rädern kommen Sie trotzdem schnell ans Ziel. Umweg? Klingt plötzlich vernünftig: www.porsche.de/718GTS

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CONTRIBUTORS

EDITORIAL Der schmale Grat

David Fischer

FLAVIEN DUHAMEL/RED BULL CONTENT POOL (COVER)

Der Berliner Fotograf, der für „L’O∞­ ciel Hommes“, den „Playboy“ oder das „Zeit­Magazin“ arbeitet, inszenierte Pop­ Ikonen wie R.E.M.­Frontmann Michael Stipe oder Songwriter Adam Green. Wir schickten Fischer zum Shooting mit drei Charakter­ darstellern des deutschen Films. Ein Red Bulletin­Gespräch mit Moritz Bleibtreu, Kida Ramadan und Edin Hasanovic, ab SEITE 26.

Franck Seguin

„Wir suchten nach außergewöhn­ lichen Momenten in noch unbekann­ ten Tauchrevieren“, sagt der französische Fotograf Franck Seguin über seine drei Unter Unter­ wasser­Expeditionen mit Apnoe­Weltmeister Guillaume Néry. Die Bilder davon übertrafen alles, was wir kannten. Erkunden Sie japani­ sche Unterwassertempel und tauchen Sie an der Seite von Pottwalen, ab SEITE 36.

THE RED BULLETIN

„Was mich an der Medizin interessiert, sind die existenziellen Momente des Menschseins“, sagt der Berliner Arzt Tankred Stöbe im Interview ab Seite 48, „die Momente zwischen Leben und Tod, wo der Mensch auf seine Ursprungsfragen zurückgeworfen wird: Wer bin ich? Wo will ich hin? Will ich leben?“ Stöbe, der für Ärzte ohne Grenzen in Krisengebieten Leben rettet, verrät uns in dieser Ausgabe die Lehren aus sechs Extremsituationen bei seinen Einsätzen. Was Apnoetaucher Guillaume Néry unter Wasser erlebt, würden die meisten von uns ebenfalls als extrem bezeichnen: Der Franzose kann mit einem Atemzug hundert Meter tief tauchen. Im Meer vor Mauritius freundete er sich dabei mit einer Gruppe gewaltiger Pottwale an (Seite 36). Auf dem schmalen Grad zwischen Abenteuer und Risiko rasen auch die Starter der Rallye Dakar dahin. Zum Auftakt des härtesten Offroad-Rennens der Welt am 6. Januar haben wir für Sie den ultimativen Dakar-Reiseguide zusammengestellt (Seite 54). Erkunden Sie Südamerika, mit oder ohne Rennauto! Viel Spaß beim Lesen! Die Redaktion

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Tanken TankenSie SieR

Der Der Audi Aud A CO₂-Emissionen CO₂-Emissionen mit mi A

* Kraftstoffverbrauch * Kraftstoffverbrauch kombiniert: kombiniert: Benzin 6,3–5,6 Benzinl/100 6,3–5,6 km; l/100 CNG km; 4,2–3,8 CNGkg/100 4,2–3,8km; kg/100 CO₂-Emissionen km; CO₂-Emissionen kombiniert: kombiniert: Benzin Benzin e 143–126143–126 g/km; CNG g/km; 114–102 CNG 114–102 g/km. Angaben g/km. Angaben zu Kraftstoffverbrauch zu Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen und CO₂-Emissionen bei Spannbreiten bei Spannbreiten in Abhängigkeit in AbhängigkeiE im vom verwendeten vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. Reifen-/Rädersatz. ** Im reinen ** Im Gasbetrieb reinen Gasbetrieb (CNG) in einer (CNG)Well-to-Wheel-Betrachtung in einer Well-to-Wheel-Betrachtung (Umweltbilanz, (Umweltbilanz, die die Kraftstoffproduktion die die Kraftstoffproduktion und den Fahrund den Fahr-w betrieb des betrieb Fahrzeugs des Fahrzeugs mit einschließt) mit einschließt) im Vergleich im Vergleich zum Audizum A5 Sportback Audi A5 Sportback 2.0 TFSI 2.0 mit TFSI 140 kW mit (Kraftstoffverbrauch 140 kW (Kraftstoffverbrauch Benzin Benzv kombiniert: kombiniert: 5,9–5,5 l/100 5,9–5,5 km; l/100 CO₂-Emissionen km; CO₂-Emissionen kombiniert: kombiniert: 133–124133–124 g/km). Als g/km). g-tron Als Kunde g-tron tanken KundeSie tanken wie gewohnt Sie wie gewohnt an an l

Audi Vorsprung Audi Vorsprung durchdurch Technik Technik


eRückenwind. Rückenwind.

*. 80 *. 80 A5 di A5 Sportback Sportback g-tron g-tron %% weniger weniger ** ** Audi it Audi e-gas e-gas auch auch aus aus Windenergie. Windenergie.

audi.de/g-tron audi.de/g-tron

einer beliebigen einer beliebigen CNG-Tankstelle. CNG-Tankstelle. Die AUDIDie AG AUDI stellt AG sicher, stellt dass sicher, die auf dassBasis die auf derBasis gesetzlichen der gesetzlichen Normen zur Normen Verbrauchszur Verbrauchsund und Emissionsmessung Emissionsmessung nach NEFZ/WLTP nach NEFZ/WLTP sowie regelmäßig sowie regelmäßig von Audi von erhobener Audi erhobener statistischer statistischer Daten zurDaten jährlichen zur jährlichen Fahrleistung Fahrleistung der der t m Zeitraum im Zeitraum 7. März 2017–31. 7. März 2017–31. Mai 2018Mai bestellten 2018 bestellten Audi g-tron Audi Fahrzeuge g-tron Fahrzeuge errechneten errechneten Gasmengen Gasmengen durch Audi durch e-gas Audi ersetzt e-gas ersetzt werden –werden für 3 Jahre – fürab 3 der Jahre Erstzulassung ab der Erstzulassung als Neufahrzeug. als Neufahrzeug. Das Audi Das e-gas Audi wird e-gas in das wird europäische in das europäische Erdgasnetz Erdgasnetz eingespeist eingespeist und und verdrängt verdrängt somit fossiles somitErdgas. fossilesDer Erdgas. ebenfalls Der ebenfalls auf dieser auf Grundlage dieser Grundlage ermittelte ermittelte Umfang der Umfang CO₂-Einsparung der CO₂-Einsparung kann im tatsächkann im tatsächzin lichen Fahrbetrieb lichen Fahrbetrieb geringer geringer ausfallen. ausfallen. Mehr unter Mehr audi.de/g-tron unter audi.de/g-tron


INHALT Januar/Februar

BULLEVARD

Life and Style Abseits des Alltäglichen 10 John Boyega: Der „Star Wars“-

Held liebt Paintball-Battles.

12 Reisen: Diese Oase ist ein

Paradies für Sand-Boarder.

14 Interview: Funk-Legende 16 18 20 22 24

Bootsy Collins’ Bassfieber Das Survival-Kit de luxe Jaguar E-Type Zero: Wiedergeburt eines Klassikers Der Pantauro-Kalender 2018 Das derzeit spektakulärste Triathlon-Bike der Welt Guillermo del Toros Tequila

GUIDE

Get it. Do it. See it. 66 Destination Red Bull: Reisen

abseits des Alltäglichen

70 Quadratische Zeitmesser 72 Highlights auf Red Bull TV 74 Top-Termine des Monats 76 Winter-Special: die beste Aus-

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WEGE ZUM RUHM

Moritz Bleibtreu, Edin Hasanovic und Kida Ramadan (v. li.) über Mütter, Gangster und erfolgreiche Karrieren.

54 DAKAR-GUIDE

Der Reiseführer für die Südamerika-Strecke der Kult-Rallye 2018. Mit Insider-Tipps für Peru, Bolivien & Argentinien.

THE RED BULLETIN

DAVID FISCHER, FRANCK SEGUIN/BUREAU233, GETTY IMAGES

rüstung, die coolsten Events 90 Marcel Reifs Fußball-Kolumne 97 Impressum 98 Das Action-Foto des Monats


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UNTERWASSER-MANN

Guillaume Néry ist der Ästhet unter den Apnoetauchern. Hier gibt’s die besten Bilder seiner Reisen zu Wasser­ höhlen und Pottwalweibchen.

FEATURES 26 Gangster-Trio

Zum Kinostart ihres neuen Films: Moritz Bleibtreu, Kida Ramadan und Edin Hasanovic reden über gute Ratschläge und Verbrechen.

36 Der Wal-Flüsterer Der Franzose Guillaume Néry zählt zu den besten Apnoetauchern der Welt. Und – die Fotos beweisen es – zu den talentiertesten Unterwasser-Models.

48 Jedes Leben zählt Der Berliner Arzt Tankred Stöbe reist für Ärzte ohne Grenzen um die Welt, um Menschen zu retten. Uns erzählt er von den sechs prägendsten Erlebnissen während seiner Einsätze.

54 Reisen à la Dakar

Unser Reise-Guide, maßgeschneidert für die Rallye-Dakar-Route 2018. Wie man Peru, Bolivien und Argentinien offroad erkundet.

THE RED BULLETIN

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FLU¨U¨U¨GEL FU¨R JEDEN GESCHMACK. DIE RED BULL EDITIONS ORANGE UND PURPLE.

B NEU A8 201


BULLEVARD LIFE

&

STYLE

BEYOND

THE

ORDINARY

„Star Wars“-Star John Boyega über seine Visionen und dass er in Paintball-Battles unbesiegbar ist

SHAMIL TANNA

JOHN BOYEGA DIESER MANN HAT EINEN PLAN SEITE 10

THE RED BULLETIN

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BULLEVARD

John Boyega … … ist gerade mal 25, hebt ab mit „Star Wars“ und „Detroit“, pfeift auf Jachten und Villen und will vor allem eines: bitte nicht von kleinen Farbkugeln getroffen werden.

„HEY, ICH BIN EIN PAINTBALL-KILLER“ T

he red bulletin: Mit „Star Wars“ haben Sie das große Los gezogen. Was machen Sie eigentlich mit dem ganzen Geld? john boyega: Ich investiere es in meine Produktionsfirma. Keine Jachten, keine schicken Villen … Nein. Ich habe einen Master Master­ plan. Das heißt, ich will eine Karriere, die für sich selbst spricht, indem ich die richtigen Entscheidungen treffe. Dafür brauche ich kreative Freiheit, und die kriege ich nur, wenn ich mir mein eigenes Basis­ lager schaffe. Was für Entscheidungen schweben Ihnen vor? Ich will mit meinen Filmen ethnische Vielfalt promoten, und ich bin sehr stolz, dass der erste Film meiner Firma mit Schauspielern verschiedenster Ethnien besetzt ist. Mein Traum ist es, alle möglichen Menschen einzubeziehen und Geschichten aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Mir ist es auch wichtig, dass meine Filme lange Bestand haben. Das Thrillerdrama „Detroit“ (Regie: Kathryn Bigelow; Anm.) zum Beispiel wird der größte Film meiner Karriere sein, denn er wird eine gigan­ tische kulturelle Wirkung haben. Die Leute werden den noch ihren Kindern zeigen. Verschwenden Sie je einen Gedanken an die Möglichkeit des Scheiterns?

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Scheitern gehört zum Rezept für Erfolg. Es motiviert mich. Scheitern bedeutet: Es gibt einen anderen Weg, eine andere Taktik, um an eine Sache heranzugehen. Wenn die Menschen nicht jeden Tag rausgehen und scheitern würden, hätten wir nicht die Gesellschaft von heute. Abgesehen von der Schauspielerei haben Sie angeblich noch eine andere Passion – Paintball. Ich bin ein Killer beim Paint­ ball. Wollen wir das mal rich­ tig definieren. Was macht Sie zum Killer? Ich bin ein Strategie­Fan. Beim letzten Spiel sagte ich den Jungs, dass sie schon einen Tag vorher da sein soll­ ten, damit wir genau planen können, wie wir vorgehen. Bei einigen der Spiele weißt du, mit welchem Team du’s zu tun hast. Und so kann ich kalku­ lieren: Das wird unser Gegner tun. Und so kriegen wir ihn. Haben Sie beim letzten Mal gewonnen? Was ist das für eine Frage? Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht beim Paint­ ball verloren. www.starwars.com

John Boyega, 25, „Star Wars“-Star, Filmvisionär, Paintball-Killer THE RED BULLETIN


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SHAMIL TANNA

RÜDIGER STURM


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Unverwüstliche Oase

TANDEMSTOCK

REINER KAPELLER

In einer der trockensten Gegenden der Welt liegt Huacachina, eine mystische Oase mit gerade einmal 96 Einwohnern und einem Faible für Sandboarding.

DIESES BILD IST KEINE FATA MORGANA THE RED BULLETIN

gal wohin du blickst: Sand, Sand, Sand. Trilliarden von Sandkörnern, arrangiert zu immer neuen Formen, aus allen Wüstenwindrichtungen. Und dann stehst du, nach trostloser Anreise, plötzlich im peruanischen Nirgendwo vor einer Oase. Sie heißt Huacachina und verblüfft mit üppig blühenden Palmen, Hotels und einer grünlich schimmernden Lagune. Eine Fata Morgana? Die Folge von übermäßigem Genuss des peruanischen Nationalgetränks Pisco? Nein, keine Sorge. Die Frage, wie der kleine Ort in der Provinz Ica, gut 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima, hier bestehen kann, lässt sich ein­ fach beantworten: Ein unter­ irdischer Andenfluss spendet mineralhaltiges Wasser und schützt die Oase so vor dem Austrocknen. Lange Zeit wurde die Laguna de Huacachina als Heilbad gegen Rheuma ge­ nutzt, und um ihre Entstehung ranken sich allerhand Sagen. (Einer ganz bezaubernden zufolge betrauerte eine junge Frau den Tod ihres Geliebten, ihre Tränen verwandelten die Inkagötter in diese Lagune. Darum der Name Huacachina – weinendes Mädchen.) Das abgelegene Dorf hat sich viel von seinem Charme bewahrt. Besonders abends, wenn du auf an die hundert Meter hohe Sanddünen stapfst und das von Laternen erleuch­ tete Idyll in der untergehenden Sonne betrachtest. Ist dir in der Wüste hingegen mehr nach Action, buchst du eine Tour mit dem Sand­Buggy oder bretterst die Dünen mit den selbst gebauten Sandboards der Einheimischen hinunter. www.huacachina.com

Billiger als ein AlpenSkipass: Ab 40 Dollar geht’s in Peru im Buggy rauf und per Sandboard runter.

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Bootsy Collins Alte Mission, neues Album: Die BassLegende erklärt, warum wir alle mehr Funk im Leben brauchen und wie James Brown ihn zum Meistermusiker machte.

„MEIN BASS MUTIERTE ZUR SCHLANGE“ 14

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eine Sternbrille und die groovigen Bassläufe sind Kult, er selbst gilt als Vater der Funkmusik. Mit 18 spielte Bootsy Collins in James Browns Band, danach machte er sich als Mastermind der durchgeknallten SpaceCombo Parliament-Funkadelic unsterblich. Hier erklärt der 66-Jährige, wie der Funk dein Leben verbessert. the red bulletin: Mit Ihrer neuen Platte wollen Sie uns den Funk nahebringen … bootsy collins: Weil Funk eine Lebenshaltung ist! Kernaussage: Nimm, was du hast,

THE RED BULLETIN

DAVID CARLO

Mit seinem Funk-Vibe hat Collins Superstars von Dr. Dre bis zu den Red Hot Chili Peppers beeinflusst.

und mach das Beste daraus. Am Anfang meiner Karriere konnte ich mir keinen Bass leisten – also spannte ich Basssaiten auf meine Gitarre. Wie kriege ich mehr Funk in mein eigenes Leben? Mach etwas aus nichts. Und sei spontan! Niemand sagt zu einer Frau: „Lass uns um 19 Uhr Sex haben!“, oder? Das würde die Spannung rauben. James Brown holte Sie als Teenager in seine Band. Was haben Sie von ihm gelernt? Er war sehr streng. Nach jeder Show sagte er, dass wir nicht gut genug seien. Selbst wenn wir wussten, dass wir das Haus gerockt hatten. Klingt eher demotivierend. Er zwang uns in elegante Anzüge und feine Schuhe. Dabei wollten wir ausflippen, jung sein. Einmal hatte ich seine Standpauken so satt, dass ich vor dem Konzert Drogen nahm. Ich war so high, dass mein Bass sich in eine Schlange verwandelte. Browns Reaktion? Er dachte, seine Erziehungsmethoden hätten versagt. Dabei war das Gegenteil der Fall. Was mir damals nicht klar war: Je öfter er uns kritisierte, desto härter übten wir. Um es ihm zu zeigen. bootsycollins.com

FLORIAN OBKIRCHER

Im Oktober brachte Bootsy Collins „World Wide Funk“ heraus, sein erstes Album seit sechs Jahren.


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Überleben im Luxus Keine Angst mehr vor Katastrophen: Hier kommt der James Bond unter den Survival Kits.

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luten, Brände, Stür Stürme, Scharmützel, Asteroideneinschläge … das Angebot potentieller Desaster ist üppiger denn je. Bloß das nackte Überleben zu sichern hat den Ehrgeiz der Entwickler der ultra-luxuriösen SurvivalTasche Prepster Black dennoch nicht ausreichend gereizt. Sie meinten: Überleben sollte man stets mit Stil. Die Tasche enthält alles, was zwei Menschen benötigen, um mindestens 72 Stunden zu überleben: Proviant, Strom, Unterkunft, Funkgeräte. Die Hülle? Eine edle handgefer handgefertigte Ledertasche. Es gibt so-

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gar einen Kaviarkühler (samt Löffeln, doch ohne Kaviar), Leckereien wie Mast-BrothersSchokolade, Malin+GoetzGebetskerze, Kusmi-Tee und ein Backgammon-Set. Wieso sollte es beim Weltuntergang nicht kultiviert zugehen? Mit rund 4300 Euro ist die Tasche kein ausgesprochenes Schnäppchen, aber allzu viel vernünftige Verwendung wirst du für deine Kohle nach der nächsten globalen Katastrophe ohnehin nicht haben. preppi.co

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1. Solarmodul 2. Regenponchos 3. Ladegerät und USB-Kabel 4. Handschuhe 5. Schlafsäcke 6. Kaviarkühler und Servier-Set 7. GPS Satelliten-Messenger/ Notfunkbake 8. Taschenlampe 9. Allzweck-Seil 10. Leatherman Multitool 11. Fisher Astronautenstift 12. sturmfeste Streichhölzer 13 LED-Taschenlampe 14. Solar- und handbetriebenes Radio 15. Poker-Set 16. Notizbuch 17. Wasserbehälter 18. Verbandskasten 19. Gebetskerze 20. Schokolade 21. Handdesinfektionsmittel 22. Tee 23. Zahnpasta 24. Zahnbürste. Nicht im Bild u. a.: Zelt, LEDStirnband, Wasserfilter, Flachmann, Backgammon-Set, Nachtsichtbrille, Solarlampe THE RED BULLETIN


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Ganz oben: Sieht auch unter der Motorhaube vertraut aus. Nur an den Sound (vielmehr: dessen Fehlen) muss man sich gewöhnen. Oben: Die Modernisierung sieht man dem digitalisierten Armaturenbrett erst auf den zweiten Blick an, und das ist gut so.

E-Type Zero Das laut Enzo Ferrari „schönste Auto der Welt“ ist ein Jaguar. Der erlebt jetzt seine Wiedergeburt als Elektroauto.

KLASSIKER RELOADED THE RED BULLETIN

TOM GUISE

Jaguar Land Rover Classic), sogar gedrosselt. Bevor du jedoch zu einer Spritztour in die Alpen auf aufbrichst, vergiss nicht, dass die 40-kWh-Batterie für kaum mehr als 270 Kilometer standesgemäße Fahrt reicht und der Akku erst nach sechs Stunden wieder vollständig aufgeladen ist. Der Zero ist übrigens nur der Anfang eines größeren Plans. „Wir können diese Technologie für alle klassischen Jaguars mit XK-Motor nutzen“, betont Tim Hannig. „Wir wollen die Oldtimer für die Zukunft rüsten.“ Das ist auch insofern von Bedeutung, als Jaguar alle Modelle mit bloßem Verbrennungsmotor bis 2020 auslaufen lässt. Schließlich ist, wie Coco Chanel schon so schön sagte, „Lebenskunst die Kunst des richtigen Weglassens“. jaguar.com

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ode vergeht, Stil bleibt“, postulierte Coco Chanel einst treffend. Kaum auszudenken, was die legendäre Designerin heute über die fantasielos alltagstauglichen Smart EVs und Teslas sagen würde. Doch zum Glück hat jetzt Jaguar den E-Type, sein wohl berühmtestes Modell, als Elektroauto wiederauf wiederauferstehen lassen. Von außen sieht der E-Type Zero genauso aus wie ein 1.5 E-Type Roadster von 1968 – aus einem recht einfachen Grund: Jaguar Land Rover hat die gleiche Karosserie wie damals verwendet. (Es ist also tatsächlich möglich, einen Standard-Verbrennungsmotor einzubauen, falls man verrückt genug ist.) Unter der nostalgischen Haube schlägt nun das Herz der Zukunft: Den originalen XK-Sechszylinder (mit 3,8 oder 4,2 Liter Hubraum) ersetzte man durch einen 220-kW-Elek 220-kW-Elektromotor. Mit 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h unterbietet er seinen benzinfressenden Ahnen um rund eine Sekunde. Was angesichts der technischen Daten nicht überrascht: Der neue Motor macht das Auto um 46 Kilogramm leichter und leistet mit 300 PS um elf Prozent mehr als das Original mit seinen 269 PS. Und der E-Type Reborn hat durchaus das Potential, noch flinker zu werden. Die Leistung wurde, „um das optimale Fahrerlebnis zu schaffen“ (Tim Hannig, Direktor von


Aus heutiger Perspektive besitzt das „E“ im originalen E-Type etwas Prophetisches.

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Momentaufnahmen Gute Reise durch 2018: Zwölf Geschichten sind die Boote, auf denen wir losfahren.

IMMER DIE WAND ENTLANG alenderblätter bringen bunte Ordnung ins Leben – und nehmen dabei keinerlei Rücksicht auf unsere Sehnsucht. Es ist erstaunlich, was speziell die zwölf Blätter des Pantauro-Kalenders 2018 mit uns anstellen, auch weil sie mit nur jeweils einem Bild fabelhafte Geschichten erzählen. Etwa die von Snowboarder Travis Rice, der als Mastermind seines verblüffenden Films „The Fourth Phase“ auch nach Kamtschatka reiste. Vom Standpunkt der Zivilisation aus betrachtet, liegt diese russische Halbinsel beinahe auf dem Mond, tatsächlich aber am östlichen Ende Russlands, kurz vor dem Beginn Alaskas, besiedelt von Geysiren und Braunbären. Um die bloß eine Handvoll Sekunden im Film zu realisieren, harrten Rice und seine Begleiter Greg Wheeler und Eric Jackson vier Wochen in einer winzigen Hütte aus, mit einem feuer- und lavaspeienden Vulkan als schreck schrecklich-schöner Kulisse, weil Sturm, Schnee, Eis und Nebel andere Pläne hatten. Eine Übung in Demut, die Rice durchaus nicht fremd ist, schließlich war „The Fourth Phase“ bereits sein dritter Kinofilm mit dem Hauptdarsteller Snowboarden, nach „That’s It, That’s All“ und „The Art of Flight“. In diesen Filmen ging es stets um das Erwartenkönnen des entscheidenden Moments, so Rice: „Alles hängt vom richtigen Licht ab – dein Timing muss perfekt sein, weil es immer nur winzige Zeitfenster gibt, in denen du bei

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Premiere für Travis Rice: Für seinen dritten Kinofilm hinterließ er seine charakterischen Spuren im Schnee von Kamtschatka.

LUKAS PILZ/RED BULL CONTENT POOL, SCOTT SERFAS/RED BULL CONTENT POOL ROBERT SPERL

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bestmöglichen Bedingungen drehen kannst.“ Kurz bevor die russische Einsamkeit die Geduld von Travis und seinem Team auf aufgezehrt hatte, zeigte sich das Wetter gnädig – und erlaubte das Befahren der bis dahin von Snowboardern unberühr unberührten Hänge. Ein Erlebnis, das Travis Rice’ Demut recht gab: „Schließlich bewegen wir uns in einem Umfeld, in dem du das Ergebnis nicht vorausahnen kannst – der Natur.“ www.pantauro.com

Beyond the Ordinary 2018: Der Pantauro-Kalender versammelt Aufnahmen der besten Sportfotografen der Welt.

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ZEIT, HIRN, MASCHINE

LAUFRÄDER

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ie kanadische Rennrad-Manufaktur Cervélo hat in ihrer erst knapp über 20-jährigen Geschichte alles gewonnen, was man gewinnen kann: Tour de France, Giro d’Italia, WM-Titel. Ihre eigentlichen Wurzeln liegen jedoch im Triathlon. In diesem hochkomplexen Sport, wo beim Material jeder Millimeter und jedes Gramm zählen, lassen sich Revolutionen anzetteln, die später die gesamte Fahr Fahrradbranche erfassen. Cervélo hat 1996 den ersten Carbonrahmen mit einem Gewicht von unter einem Kilo gebaut

und damit die Industrie vor den Kopf gestoßen. Aerodynamik, Fahrkomfort, Integration der Komponenten: Das Team rund um die Firmengründer Gerard Vroomen und Phil White war immer ganz vorn. Wie viel Hirn in der jüngsten Entwicklung P5x steckt, lohnt eine genauere Betrachtung. Apropos Hirn: Der Firmenname ist eine Kombination aus cervello, italienisch für Gehirn, und dem französischen vélo (Fahrrad). Passend! www.cervelo.com

Das 1711 Gramm leichte, aero­ dynamisch optimierte Carbon­ Duo ist speziell für die Verwen­ dung mit Scheibenbremsen konstruiert und gilt als derezeit schnellstes Laufrad am Markt.

SITZEINHEIT

Die tropfenförmige Sattelstütze lässt sich in Modulen kürzen und hat zwei Ebenen, auf denen der Sattel justiert werden kann. Plus: integrierter Flaschenhalter.

UNTERROHR

LENKEINHEIT

SCHALTUNG

TRETLAGER

GEPÄCKRAUM

BREMSEN

Eine elektrische Schaltung (hier die Red eTap von SRAM) funktio­ niert nicht nur präziser und leiser als eine mit Seilzügen, sie spart wegen geringerer Bedienkräfte auch Energie.

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Um möglichst viel Kraft in den Vortrieb zu bringen, ist die linke Seite um 11 Millimeter breiter als die rechte. Ausgelegt für Kurbeln mit Powermeter, die die Kraft des Athleten messen.

Die Fasern der Carbonstruktur sind penibel gemäß den auf­ tretenden Belastungen aus­ gerichtet, Vorderrad und Trink­ flasche aerodynamisch in die Tropfenform integriert.

Gerade im Training brauchen Triathleten Platz. Das P5x inte­ griert Trinksystem und Stau­ raum für Regenjacke, Werkzeug und Nahrung schlüssig an drei Positionen des Rahmens.

Die einzelnen Teile lassen sich nicht nur millimetergenau ver­ stellen, sondern auch beidseitig verwenden – dann mit unter­ schiedlichen Winkeln. Dazu: integrierte Kabelführung.

Der Scheibenbremse gehört auch im Triathlon die Zukunft. Aerodynamisch integriert und dank echter Achsen stabiler als die alten Schnellspanner­ Lösungen. THE RED BULLETIN

WERNER JESSNER

Zwischen Fahrrad und Fetisch: Das ist die Technik des so spekta­ kulären wie schnellen Cervélo P5x.

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C O W B O Y S

R I D E

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wie Blut durch die Adern mei­ nes Landes, und Jalisco (der ‚Tequila-Bundesstaat‘; Anm.) steht für die Einheit zwischen dem Geist und der Erde, die Zeit und Tradition überdauert haben“, sagt del Toro. „Eine Quelle des Stolzes, die unsere Wurzeln bildet und uns prägt.“ Wer die Flasche (Preis: 550 €) öffnet, erlebt eine überwältigende Geschmacks­ melange, dem Reifeprozess in Fässern aus amerikanischer und französischer Eiche ge­ schuldet. Doch Guillermo del Toro hat seiner Kreation auch einen gelinden Hauch von Okkultismus verpasst: In der Verpackung lassen sich zwei Kerzen unterbringen. Mit diesem Altar, der beim Öffnen entsteht, soll sowohl dem Tequila als auch der mexika­ nischen Tradition gehuldigt werden. Übrigens ist der Tequila früher dran als Regis­ seur del Toro: Die Flasche ist bereits seit Wochen zu haben, sein neuester Film „The Shape of Water“ kommt erst am 15. Februar 2018 in die Kinos. www.patrontequila.com

Unvergleichlicher Schnaps, umwölkt von einem Hauch Grauen, mit besonderer Liebe zu Mexiko produziert. Maßgeblich beteiligt: Cineast Guillermo del Toro.

EIN TEQUILA ZUM STERBEN 24

Die Schachtel birgt zwei Flaschen: eine voll von Tequila, die andere mit Likör aus Zitrusfrüchten. Nach dem Öffnen wird die Schachtel zum Altar: Guillermo del Toro wollte seiner limitierten Auflage einen Schuss Mystik verleihen.

THE RED BULLETIN

COURTESY OF TEQUILA PATRÓN

Jenseitiges Elixier

as macht Guil­ lermo del Toro, wenn er als Regisseur nicht gerade einen seiner märchenhaften Filme dreht? Tequila. Der in Guada­ lajara geborene del Toro hat dieses Jahr mit den Meistern von Patrón Tequila eine Son­ deredition des typisch mexika­ nischen Getränks kreiert. Als „Patrón × Guillermo del Toro“ ist dieser Tequila nicht bloß Genuss für alle Liebhaber flüssiger Delikatessen, sondern auch fürs Auge jener, welche Flaschen nach der Verpackung kaufen. Das rührt daher, dass der Regisseur, Schöpfer der Filme „Pans Labyrinth“ (2006) oder „The Shape of Water“ (2017), an der Gestaltung der Schachtel sowie an den Illus­ trationen im Inneren der Box mitgewirkt hat. „Tequila fließt

ALEJANDRO SERRANO

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ALS KIND WAR ICH IMMER AM MEER. Eltern kann man sich halt nicht aussuchen.

silvretta-montafon.at


Ihr neuer Thriller spielt im Frankfurter Gangster-Milieu. Aber wie viel GangsterMilieu steckt in Moritz Bleibtreu, Edin Hasanovic und Kida Ramadan? Ein Gespräch mit den drei Kino-Stars über Karriere, Laden­diebstahl und die Rat­schläge ihrer Mütter. I N T E RV I E W: RÜ D I G E R S T U R M F O T OS : DAV I D F IS C H E R

ZWISCHEN

VERBRECHEN UND 

MORAL

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„Wer in einer schwierigen Gegend aufwächst, entwickelt eine Vorliebe für Gangster-Storys.“


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ie Schauspieler Moritz Bleibtreu, Kida Ramadan und Edin Hasanovic wuchsen an sogenannten sozialen Brennpunkten auf und machten auf völlig unterschiedliche Art in Deutschlands Filmgeschäft Karriere. Mit THE RED BULLETIN sprachen die Charakterdarsteller über ihre prägenden Jugenderlebnisse, den Kick beim Einschlagen einer Fensterscheibe und den schmalen Grat zwischen Verbrechen und Moral.

moritz bleibtreu Der Hamburger (46) zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Schauspielern im deutschsprachigen Raum. „Nur Gott kann mich richten“ ist sein Debüt als Produzent.

the red bulletin: Herr Bleibtreu, Herr Hasanovic, Herr Ramadan, in Deutschlands Filmindustrie lässt sich das meiste Geld mit Komödien machen. Aber Sie drehen eine düstere Gangstergeschichte wie „Nur Gott kann mich richten“. Haben Sie eine Schwäche für Kriminelle? kida ramadan: Ich habe eine Schwäche für Gangster­ filme, so viel steht fest. moritz bleibtreu: Geht mir genauso. Wir sind alle drei in gewissen Gegenden aufgewachsen. Es gibt eine schöne, politisch korrekte Bezeichnung dafür … edin hasanovic: … sozialer Brennpunkt? bleibtreu: Genau. Wenn du aus einer eher schwie­ rigen Nachbarschaft kommst, entwickelst du eine Vorliebe für Gangster Gangster­Storys. Einfach weil du den Alltag in den Straßen kennst. ramadan: Sagen wir so: Wir mussten nicht viel re­ cherchieren, um uns auf unsere Rollen vorzubereiten. In Ihrem Film spielen Sie drei Gangster. Wie sah denn Ihre Jugend aus? hasanovic: Ich bin in Bosnien geboren. Mein Vater starb im Krieg. Meine Mutter floh mit mir nach Deutschland, als ich noch ein Säugling war. Ich 29


„ Meine Mutter sagte: ‚Du gehst jetzt zurück in den Supermarkt und sagst, dass du den Apfel gestohlen hast.‘ Ich war sieben. Die Lektion saß.“ edin hasanovic

Kriminelle auf der Leinwand, Kumpels im richtigen Leben: Die Schauspieler Kida Ramadan, Moritz Bleibtreu und Edin Hasanovic (v. li.) beim The Red BulletinShooting in Berlin.

habe die ersten zehn Jahre in diesem Land in einem Flüchtlingsheim im tiefsten Osten verbracht. bleibtreu: Ich bin im Hamburger Stadtteil St. Georg aufgewachsen, praktisch als einziger Deutscher in einer Ausländergegend. Meine Mutter war Schau­ spielerin. Sie zog auch darum dorthin, weil die Woh­ nung nahe am Theater lag. Ich habe früh gelernt, die Welt aus der Perspektive einer Minderheit zu sehen. ramadan: Mein Vater ist während des libanesischen Bürgerkriegs mit seiner Familie nach Deutschland geflohen. Die ersten Jahre verbrachten wir in einem Wohnheim für Asylbewerber in Berlin. Ich kannte viele Leute, die Einbrüche gemacht haben. Am nächsten 30

Tag standen die dann mit dem Geld da, und ich hatte nichts. Das war schon hart. Warum sind Sie nicht einfach mitgegangen? ramadan: Ich hatte Schiss. Vor der Polizei? ramadan: Vor meinen Eltern! Mein Vater hat von morgens bis abends für uns sieben Kinder geschuftet. Und dann gehst du einbrechen und machst Scheiße? Sicher nicht. Ich hätte gerne dazugehört. Aber wenn die anderen zu einer Einbruchstour aufbrachen, habe ich gesagt: „Ich muss gehen, es ist spät.“ hasanovic: Ich hatte gar keine Zeit, Mist zu bauen. Ich habe schon mit zwölf mit der Schauspielerei THE RED BULLETIN


kida ramadan

„Ich vertraue meinem Erfolg nicht. Wenn ich keine Rollen mehr bekomme, gehe ich wieder ins Restaurant und wasche Teller.“

Der Sohn (41) libane­ sischer Flüchtlinge wurde von seinem Sozialarbeiter für den Film entdeckt. Ramadan spielte 2017 u. a. die Hauptrolle in der Berliner MafiaSaga „4 Blocks“.


edin hasanovic Der gebürtige Bosnier (25) stand bereits als Teenager vor der Kamera. 2016 gewann er die Goldene Kamera als bester Nachwuchsschauspieler und erhielt eine LolaNominierung für den Film „Schuld sind immer die anderen“.

„Die Lehrerin schrie: ,Es kann nicht sein, dass ein Ausländer besser Deutsch redet als ihr.‘ Ich dachte: ,Geil, geschafft!‘“

angefangen. Davor hat meine Mutter dafür gesorgt, dass ich nicht falsch abbiege. Sie hat mir die unter unterschiedlichsten Aktivitäten ermöglicht, Karateunter Karateunterricht zum Beispiel. Und sie hat mich so erzogen, dass ich ihr alles erzähle. Wenn du etwas anstellst und den Reflex hast: „Ich muss es meiner Mutter erzählen“, ist das echt hart. Was haben Sie denn angestellt als Jugendlicher? hasanovic: Einmal habe ich im Supermarkt einen Apfel geklaut, da war ich sieben … bleibtreu: Wie konntest du nur! hasanovic: Als meine Mutter davon erfahren hat, hat sie mich nicht angeschrien. Sie blieb ganz ruhig 32

und sagte: „Du gehst jetzt zurück in den Supermarkt und sagst, dass du den Apfel geklaut hast.“ bleibtreu: Tolle Reaktion. hasanovic: Das hat mich so geprägt, dass ich nie wieder in Versuchung gekommen bin. bleibtreu: Bei mir lief das ähnlich. Ich habe viel Quatsch gemacht, weil ich dazugehören wollte und die falschen Leute kannte. Aber alles, bevor ich mit vierzehn strafmündig wurde. Meine letzte Straftat war ein Einbruch in einen Skaterladen, wo wir neun Paar Sneaker und irgendwelchen anderen Scheiß gestohlen haben. Die einzige Person, der ich das erzählt habe, war ebenfalls meine Mutter. Ich werde THE RED BULLETIN


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nie vergessen, wie ich vor ihr stand, die Sneaker in den Händen, und meine Mutter mich anguckte. Können Sie diesen Blick beschreiben? bleibtreu: Sie hatte das große Talent, dich einfach so anzuschauen, dass du dich wie eine Assel gefühlt hast. Es gab Momente, da hätte ich mir eher ge­ wünscht, sie wischt mir eine. Ich habe erst später ver ver­ standen, dass es gar nicht um die Beute geht, sondern um den Kick: die Scheibe so einzuschlagen, dass das Glas in einem Stück zu Boden fällt, die Handschuhe anzuziehen, damit du keine Fingerabdrücke hinter hinter­ lässt, und so weiter. Als ich strafmündig wurde, war mir klar, dass ich dafür geradestehen muss. Da habe ich gesagt: „Jetzt lassen wir die krummen Dinger.“ Wenn Sie heute mit jungen Leuten konfrontiert wären, die auf die schiefe Bahn zu geraten drohen, was wäre Ihr Ratschlag? bleibtreu: Ich finde nichts schlimmer als Menschen, die anderen Ratschläge erteilen. Ich hüte mich davor. Das bringt nichts. Das Einzige, was etwas bringt, ist Hilfsbereitschaft. Mehr kannst du nicht machen. Und diese Hilfe ist bedingungslos. Wenn ich einem Obdachlosen einen Zehner gebe, dann sage ich nicht: „Aber kauf dir keinen Schnaps dafür.“ ramadan: Ich sehe das ähnlich. Niemand hat früher auf die Sozialarbeiter gehört, die meinten, man solle aufhören, Scheiß zu bauen. Es muss bei dir selbst „Klick!“ machen, und dann entscheidest du, wohin du abbiegst. Abgesehen davon wirst du leicht falsch verstanden. Wenn du jemand einen Ratschlag gibst, heißt es gleich: „Wer bist du denn? Was willst du?“ Inwiefern beeinflusst das Aufwachsen in einer schwierigen Umgebung Ihre heutige Einstellung im Berufsleben? hasanovic: Ich weiß, dass mir der Erfolg nicht in die Wiege gelegt wurde, gerade weil ich als Flücht­ ling ins Land gekommen und an einem Brennpunkt aufgewachsen bin. Ich kenne viele aus meinem Viertel, die falsch abgebogen sind. Deshalb bin ich einfach demütig und dankbar. ramadan: Das gilt für mich auch. bleibtreu: Wir haben hier verschiedene Flaschen mit Getränken auf dem Tisch stehen. Wenn du so eine Herkunft hast wie wir, dann denkst du dir: „Darf ich mir echt eine nehmen?“ Du denkst, dass alles seinen Preis hat. Das geht mir heute noch so. Im Ernst? Sie sind immerhin ein erfolgreicher Schauspieler … bleibtreu: Trotzdem. Jedes Mal, wenn ich einen Filmpreis bekomme, hoffe ich, dass ich es mit der Trophäe noch aufs Hotelzimmer schaffe. ramadan: Ich vertraue meinem Erfolg nicht. Meine Haltung ist: Wenn ich keine Rollen mehr bekomme, dann geh ich wieder ins Restaurant und wasche Teller. Aber ich tue alles, um weiter diesen Beruf machen zu können. Da ist es ganz wichtig, diszipliniert und konzentriert zu sein. Und auch respektvoll. Ein Groß­ teil der Schauspieler in Deutschland, die sich beim Dreh nicht benehmen können, ist arbeitslos. Aber Demut und Dankbarkeit allein reichen wohl nicht, um erfolgreich zu sein. ramadan: Man muss auch groß denken können. Als Junge habe ich Fußball gespielt, ich war einer der schlechtesten Spieler in der Mannschaft. Aber ich 34

„Niemand hat auf die Sozialarbeiter gehört, die meinten, du sollst aufhören, Scheiß zu bauen. Es muss bei dir selbst ,Klick!‘ machen. Dann entscheidest du, wohin du abbiegst.“ kida r amadan

habe gesagt, ich will Kapitän werden, und so lange um die Position gekämpft, bis ich es geschafft hatte. Die Mannschaft hat auf mich gehört, ich habe dirigiert. hasanovic: In diesem Beruf hat keiner Mitleid mit dir. Wenn du zum Casting gehst und sagst: „Ich brauche die Rolle unbedingt“, dann bekommst du sie nie, das kannst du vergessen. Aber ich habe trotz­ dem die Einstellung, dass ich irgendwann mit dem Oscar dastehe und meine Dankesrede halte. Und jetzt mache ich einen kleinen Trippelschritt nach dem anderen auf dieses Ziel zu. Klingt, als würden Sie sich gerne sportliche Ziele setzen. hasanovic: Als ich in der Schule war, wollte ich unbedingt perfektes Deutsch sprechen, damit man mir nicht anmerkt, dass ich Ausländer bin. Ich werde nicht vergessen, wie die Lehrerin mitten im Unter­ richt meine deutschen Mitschüler anschrie: „Ihr könnt es nicht zulassen, dass die Ausländer, die vor vier, fünf Jahren hergekommen sind, besser Deutsch sprechen und lesen können als ihr.“ Und ich dachte mir: „Geil, geschafft!“ ramadan: Ich bin nicht so wie Edin, aber ich habe auch nie aufgegeben. Um dich in diesem Beruf zu behaupten, brauchst du Konzentration, Geduld und Ehrgeiz. Und auch Ellenbogen? ramadan: Dazu möchte ich was über Moritz er­ zählen. Er ist der kollegialste Kollege überhaupt. Es gab eine Szene mit ihm und mir, wo der Regisseur ihn in Nahaufnahme zeigen wollte und er sagte: „Nein, ihr müsst die Nahaufnahme von Kida drehen.“ Das hätte kein anderer Kollege gemacht. Sie sind ja schon viel länger im Geschäft als Ihre Kollegen, Herr Bleibtreu. Können die etwas von Ihnen lernen? bleibtreu: Nein, gar nichts. Sie sollen ihr eigenes Ding durchziehen. hasanovic: Jetzt hast du uns gerade einen Rat­ schlag gegeben. bleibtreu: Das ist tatsächlich der einzige Ratschlag, den ich habe. Aber den finde ich wahnsinnig hilfreich. „Nur Gott kann mich richten”: ab 25. Januar im Kino

DER FILM: „ N U R G OT T KANN MICH RI C H T E N “ Atmosphärischer Thriller à la „Drive“ und „Training Day“: Ex-Häftling Ricky (Bleibtreu) plant mit Bruder Rafael (Hasanovic) und Kumpel Latif (Ramadan) einen letzten großen Coup. Als die Polizistin Diana (Birgit Minichmayr) auftaucht, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, das alle in den Abgrund zu reißen droht.

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Für mich zählt Power.

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DIE WUNDER UNTER WASSER Eine atemlose Reise durch die Unterwasserwelt mit dem Ausnahme-Apnoetaucher Guillaume Néry. Text: PH Camy  Fotos: Franck Seguin/Bureau233

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Besuch in einer anderen Welt: In einem heiligen Brunnen der Maya in Mexiko schwebt Guillaume Néry durch eine Wolke aus Wassersto≠sulfid.


Es war die Neuentdeckung der Schwerelosigkeit – vor den ­Toren zu Japans Atlantis, in den Tiefen der heiligen Brunnen der Maya in Mexiko, auf Tuchfühlung mit dem gewaltigsten Apnoetaucher im Tierreich vor Mauritius. Als Guillaume Néry, vielfacher Apnoe-Champion, und der preisgekrönte Fotograf Franck Seguin beschlossen, noch unbekannte Unterwasserwelten zu bereisen, hatten sie von Abenteuern geträumt. Dass die zwei Franzosen in der Tiefe von der Geschichte vergessene Ort entdeckten und auf Bewohner trafen, die ihnen Respekt einflößten, hat sie verblüfft. Begleiten Sie Néry und Seguin auf drei Etappen ihres Projekts „One Breath around the World“, einer bizarren Reise durch die Ozeane. 38  


Im Meer vor Mauritius: laut­lose Begegnung mit ­einem Pottwal, bevor das Tier in der Tiefe verschwindet


Umgeben von geschichtsträchtiger ­Vergangenheit: die „Unterwelt“ der Maya.


Wenn Guillaume Néry auf Bäume klettert, dann nur in Mexiko und unter Wasser.

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Damenkränzchen: Guillaume NÊry verbringt eine Stunde mit einer Gruppe Pottwalweibchen. Rechts: Tauchgang nahe Yonaguni (Japan)


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Nahe der Insel Yonaguni: 1985 entdeckt, ist diese erstaunliche Felsformation seit 1997 unter Tauchern bekannt. Ihr geologischer Ursprung ist ungewiss.

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Unter Tag: Den Maya dienten diese Höhlen für ­Opferrituale.


Die stille Reise durch die Ozeane

„Der Pottwal erscheint im Vergleich zum Hai eher grob geschnitzt“, sagt der Fotograf Franck Seguin. „Trotzdem ist er ein hervorragend modelliertes Raubtier für die Jagd in der Tiefsee.“

„Begib dich an außergewöhn­ liche Orte, und du findest auch außergewöhnliche Dinge“: So beschreibt Fotograf Franck Seguin das Projekt „One Breath around the World“: „Wir woll­ ten die Bewohner der Meere kennenlernen. Das allein erschien uns jedoch zu banal.“ Also rückten Fotograf Franck Seguin und Apnoetaucher Guillaume Néry drei Aspekte in den Mittelpunkt ihrer foto­ grafischen Reise, die im April begann: den Ort, die dort le­ benden Menschen und Tiere. Das größte Tier, dem sie begegneten, war der Pottwal. „Niemand weiß so ganz genau über ihn Bescheid“, sagt Seguin. „Wie Guillaume ist auch der Pottwal ein Rekord­ halter im Apnoetauchen – bis zu 90 Minuten lang und bis in 3000 Meter Tiefe kann er tauchen. Dort unten findet er seine Nahrung, zum Beispiel

Riesenkalmare.“ Mithilfe eines Hydrophons, einer akusti­ schen Sonde, kam Seguin im offenen Meer vor Mauritius auf die Spur der Riesen. In Mexiko tauchten die Franzosen ab in eine andere Welt: Sie waren an Land und dennoch unter Wasser. Nach fünf Stunden im Gelände­ wagen durch den Dschungel von Yucatán erreichten sie die Cenotes, Süßwasserreservoire und einst heilige Brunnen der Maya. „Vermutlich entstanden sie durch den Einschlag von Asteroiden“, so Seguin. „Knochenfunde deuten auf Opferrituale der Maya hin.“ Mystik ist auch in Japan allgegenwärtig, als Néry und Seguin die Unterwasserforma­ tionen nahe der Insel Yona­ guni erreichen, südlich von Okinawa. „Dieser vermutlich 5000 Jahre alte potentielle Unterwassertempel wurde erst 1985 entdeckt“, erklärt Seguin. „Es ist eine 200 Meter lange und 150 Meter hohe Gesteinsformation.“ Felsen, die bis heute ihr Geheimnis nicht preisgegeben haben. Was unumstritten ist: Yonaguni ist ein faszinierender Tauchplatz, den der französische Apnoe­ taucher Jacques Mayol 1997 bekannt gemacht hat. An allen Schauplätzen genoss Guillaume Néry, mehr mehr­ facher Weltmeister im Apnoe­ tauchen, einen Spaziergang unter Wasser – mitunter bis zum Äußersten. „Einige seiner Tauchgänge machte er mit leeren Lungen, als wäre er von innen versiegelt“, staunt Seguin. Er selbst taucht mit und ohne Sauerstoff, gemein­ sam mit einem Begleittaucher, der für die Sicherheit sorgt. Entscheidend für die Choreographie in der Tiefe: Das Bild wurde zuerst an der Oberfläche „in Szene gesetzt“, auch mit Hilfe von Nérys Lebensgefährtin Julie Gautier. Mit ihr sind Néry und Seguin bald in kühleren Regionen unterwegs: Ziel ist der Baikal­ see in Sibirien, der tiefste Süßwassersee der Welt. @franckseguinphoto; @guillaumenery 47


Text: Wolfgang Wieser Fotos: Christoph Voy 48  


„WER EXISTENZIELL GEFORDERT IST, KANN AUSSERGEWÖHNLICHES LEISTEN“ Er kämpfte sich mit der Machete durch einen verminten Dschungel. Arbeitete in einem EbolaLager bis zur völligen Erschöpfung. Und hatte den Mut, sämtliche Waffen aus dem Spital in Bengasi zu verbannen. Für Ärzte ohne Grenzen reist Tankred Stöbe an die gefährlichsten Plätze dieser Welt. Seine Erkenntnis: „Anderen zu helfen hilft mir, das Leben zu verstehen.“


„ICH MACHE DAS, WEIL ICH DAVON ÜBERZEUGT BIN.“ TANKRED STÖBE, BERLIN, SOMMER 2017

W

ir treffen Tankred Stöbe in Berlin. Vier Tage war er als Notarzt im Dienst. Heute hat er frei. Er wirkt ausgeruht. Entspannt. Der Mediziner ist ein Mann, der Risiken sehr genau abwägt. Und sie trotzdem manchmal ignorieren muss, um helfen zu können. Ein Arzt, der Grenzen überschreitet, weil er nur so in seinem persönlichen Kampf gegen die Ohnmacht bestehen kann. „Wer existenziell gefordert ist, kann Außergewöhnliches leisten“, sagt er. Sechs Geschichten erzählt der Arzt. Es sind Geschichten, die ihn gelehrt haben, was Erfüllung ist.

schwer krank, dass ich dachte, er schafft das nicht. Aber er hat überlebt. Und andere, von denen ich den Eindruck hatte, sie schaffen es vielleicht, sind gestorben. In dem Akutkrankenzelt, in dem ich zuständig war, ist jeder Zweite gestorben. Das waren fast alles junge Menschen um die zwanzig. Ich wusste, wir können nur ihre Sym­ ptome behandeln, ihnen Sauerstoff und Nahrung verab­ reichen – aber was diese Menschen vor allem brauchten, war menschliche Solidarität, mein Mitgefühl. Manche haben sich für die Hilfe bedankt, obwohl klar war, ich kann nicht so helfen, wie ich als Arzt helfen will, weil es für Ebola keine Medikamente gibt, ich kann ihnen nur beistehen in ihrem Sterben. Manchmal durch ein Gespräch, eine Nackenmassage oder einfach auch nur mal die Hand halten. Manchmal fragte ich die Patienten auch, warum sie wieder gesund werden wollen. Und das waren ganz echte Momente, weil sie erzählten, was sie am Leben hält. Ich sah dabei aus wie ein Außerirdischer. Ich trug einen gelben Schutzanzug, eine Schutzbrille, Mund­ schutz, da durfte kein Zentimeter Haut sichtbar sein. Auf dem linken Oberarm des Anzugs stand die Uhrzeit, zu der wir reingegangen waren. Wir hatten eine Stunde. Nach einer Stunde lässt die Konzentration nach, es be­ steht die Gefahr, Fehler zu machen.

„ACHTE AUF GELASSENHEIT“ MON-STAAT, MYANMAR, OKTOBER 2002 – AUGUST 2003

„BEWAHRE DIR DEINE ZÄRTLICHKEIT“ FREETOWN, SIERRA LEONE, JANUAR 2015

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Wir hatten da einen großen, mächtigen Mann, der guckte immer so grimmig. Der machte uns allen Angst. Wir hatten ihn aufgenommen, weil er Ebola­positiv war. Der stromerte rum und machte anderen Patienten Angst. Irgendwann brach er erschöpft zusammen. Er war so

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Das war ein kolossaler Sprung in eine andere Welt. Ich hatte gekündigt – meine Arbeitsstelle, meine Wohnung. Das Auto hatte ich stillgelegt, meine ganzen Sachen in einem Keller verstaut, ich war wirklich weg. Als ich in Myanmar ankam, sah alles so romantisch aus. Aber alles war vermint. Viele Jahre war es gar nicht mög­ lich gewesen, sich dort zu bewegen. Wir waren das erste Team, das die Mon besuchen konnte. Sie sind eine ethni­ sche Minderheit an der Grenze zu Thailand und lebten dort in zehn Lagern. Zu einem der Lager mussten wir uns zwei Tage und Nächte mit Macheten durch den Urwald kämpfen. Die ersten Wochen habe ich mit großen offenen Augen gestaunt. Und es gab jeden Tag Situationen – und das ist bei Ärzte ohne Grenzen bis heute so –, in denen ich an meine Grenzen gehen musste. Jeden Tag gab es Fragen, für die es vorerst einmal keine Antworten gab: Es gab dort einen Mann, der hatte seine Hütte an einem Berg gebaut. Eines Tages war er irgendwo hinunter­ gestürzt, und er wurde furchtbar zugerichtet zu uns ge­ bracht. In Berlin wären wir in die Charité gefahren, und ein Team von 15 Ärzten hätte sich auf ihn gestürzt. Ich war aber der einzige Arzt. Und wir hatten weder Röntgen noch Ultraschall, noch CT oder MRT. Wir konnten nur seine Wunden reinigen und zusammennähen, was zu­ THE RED BULLETIN

TANKRED STÖBE/MSF, ÄRZTE OHNE GRENZEN

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sammenzunähen war. Ein paar Wochen später habe ich ihn wiedergesehen, wie er zu Fuß in die Klinik kam – das war so ein Moment, wo ich dachte, wir können hier schon etwas erreichen. Ich lernte, dass wir mit unserer einfachen Medizin sehr viel machen können. Wichtig ist auch, zu gucken, was denken die anderen, die Mitarbeiter zu fragen – schließlich ist es nicht immer der Arzt, der die beste Idee hat. Was ich dort auch gelernt habe, war: Wer einmal laut wird, verspielt seine Autorität für immer.

„BLEIBE HARTNÄCKIG“ BENGASI, LIBYEN, SEPTEMBER 2016

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Natürlich war uns klar, dass wir hier auch Kämpfer behandelten. Es war eines der größten Kranken­ häuser Libyens. Die Männer kamen ganz selbstverständ­ lich mit ihren Waffen. Ich setzte mich also mit dem Sicher Sicher­ heitschef des Krankenhauses zusammen und sagte, dass es aus unserer Erfahrung besser ist, keine Waffen in der Rettungsstelle zu haben. Weil es das Gefühl der Verletz­ ten, hier auch wirklich sicher zu sein, erhöht, es keine neuen Verletzungen gibt, weil eben nicht geschossen wird, und ein neutraler Raum entsteht. Die erste Reaktion war, dass man mir gesagt hat: Herr Stöbe, haben Sie keine Angst, Ihnen passiert nichts. – Da musste ich erst erklä­ ren, dass es nicht um mich, sondern um die Erkrankten ging. Es war ein wochenlanger Prozess, sich immer wie­ der hinzusetzen, aber irgendwann habe ich gesehen, dass der Sicherheitschef bewaffnete Soldaten gebeten hat, die Rettungsstelle zu verlassen. Das hat mich total gerührt, weil ich gesehen habe, dass meine Geduld ge­ wirkt hat. Ich glaube, da hilft es, sich einzugestehen: Ja, es ist Sisyphusarbeit – dann erwarte ich nicht so viel und bin schon glücklich, wenn ich sehe, dass irgendwann weniger Steine den Berg runterrollen. Wenn man eine Beziehung aufbaut, geht es immer um Menschen. Es geht um Menschen, die einander kennenlernen, die sich in ihrer Verschiedenheit auch wertschätzen. Wir sagen ja nicht: Wir wollen hier eine Friedensbotschaft verbreiten. Sondern uns geht es darum, zu sagen: Wir sind eine medizinisch­humanitäre Organisation, wir wollen hier medizinische Hilfe leisten, und wir wollen, dass die Kran­ ken, die Krankenhäuser und die Ärzte geschützt werden. Dafür stehen wir, und das klingt banal, aber die Umset­ zung ist oft schwierig. In Afghanistan haben wir monate­ lang verhandelt, um sicherzustellen, dass die Kranken­ häuser tatsächlich waffenfreie Zonen werden.

„RISKIERE IMMER EINEN ZWEITEN BLICK“ MOGADISCHU, SOMALIA, AUGUST 2011

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Wir fuhren sehr schnell durch die Stadt, hinter einem Pick Pick­up her, auf dem Männer mit schweren Waffen saßen. Ohne bewaffnete Begleiter unterwegs zu sein war unmöglich, obwohl Ärzte ohne Grenzen das sonst kategorisch ablehnt. Unbewaffnet, das gab es nicht in diesem Land im Ausnahmezustand. Ich kam mittags an, und um 14 Uhr öffneten wir die Klinik. Ab diesem Tag haben wir im Dreischichtsystem, sieben Tage die Woche, Kinder aufgenommen, und wir mussten richtig schwer arbeiten, um sie durchzubringen. Die ganze Stadt war in diesem Sommer ein Flüchtlingslager, die Kinder wurden meist sehr spät gebracht, oft waren sie schon im Koma. Viele starben, weil die Situation so hoffnungslos war. Immer wieder erlebten wir, dass Eltern, deren Kind noch lebte, sagten: Wir gehen jetzt zurück, zurück zu unserer Familie, den anderen Kindern. Auf den ersten Blick barbarisch. Aber in Wahrheit extrem couragiert. Sie mussten abwägen. Sie waren auch noch für ihre anderen Kinder verantwortlich. Diese absolut existenziellen Ent­ scheidungen, die diese Eltern treffen mussten – das war sehr, sehr beeindruckend. In den vier Wochen, die ich in Mogadischu war, war ich nur vier vier­, fünfmal draußen. Wie so oft hat sich gezeigt, dass die Not der anderen immer viel größer ist als meine eigene.

„SEI DIR DEINER AUFGABE BEWUSST“ MISURATA, LIBYEN, JANUAR 2017

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Eines der letzten intensiven Erlebnisse war der Be­ such eines Gefangenenlagers in Libyen. Es war ein kleines Lager für 400 Flüchtlinge. Nur 40 waren da. Man möchte annehmen, nahezu ideale Bedingungen – das Gegenteil war der Fall. Es waren junge Frauen aus Nige­ ria, die zuvor viele Monate unterwegs gewesen, nachts gegen ihren Willen in ein Schlauchboot gedrängt und

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„ERLAUBE DIR ZWEIFEL“ MITTELMEER, SEPTEMBER 2015

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Ich arbeitete vier Wochen auf dem Rettungsschiff „Dignity I“ im Mittelmeer. Auf diesem Schiff hatten wir in den vier Wochen nur einen Toten, einen Jungen aus Somalia. Der war schwer krank, es war eigentlich ein Wunder, dass er es lebend bis auf das Schiff geschafft hatte. Er war so schwer krank, dass man ihn sofort auf eine Intensivstation hätte bringen müssen, nur gab es die nicht. Er hat aber auf alles, was wir ihm gegeben haben, sehr positiv angesprochen – Sauerstoff, Flüssigkeit, Antibiotika. Sein Zustand hat sich in den ersten 24 Stunden so gebessert, wie ich das selten erlebt hatte. Er hatte nur einen Wunsch: Er wollte einmal raus auf Deck, raus aus dem engen Behandlungsraum. Die Krankenschwester hat ihn gestützt. Und gerade als er draußen war, brach er zusammen und war tot. Das sind Momente, in denen ich an mir zweifle, mich frage, ob ich alles richtig gemacht habe. Aber auch das gehört zu meinem Alltag. www.aerzte-ohne-grenzen.de

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DAS INTERVIEW TRÄNEN, TODESANGST UND EINE WICHTIGE BOTSCHAFT the red bulletin: Sind Sie während Ihrer Einsätze jemals selbst krank geworden? tankred stöbe: Ja, aber nie ernsthaft. Ich hatte nicht einmal Malaria, obwohl ich in vielen Malaria-Gebieten gearbeitet habe. Pures Glück, also? Ja. Natürlich kann man sich ein bisschen schützen. In meinem Fall war es aber schlicht glücklicher Zufall. Genießen Sie aufgrund Ihrer Arbeit für Ärzte ohne Grenzen einen besonderen Status unter Ihren Kollegen? Eigentlich nicht. Dass ich nebenher humanitäre Hilfe mache, ist zwar etwas Besonderes. Aber es bedeutet auch, dass ich auf eine klassische Krankenhauskarriere ver verzichten muss. Warum wollten Sie nie die angesprochene Krankenhauskarriere machen? Was mich an der Medizin inter interessiert, sind die existenziellen Momente des Menschseins. Diese Momente zwischen Leben und Tod, wo der Mensch auf seine Ursprungsfragen zurückgeworfen wird: Wer bin ich? Wo will ich hin? Will ich leben? Will ich nicht leben? Das ist ungeheuer spannend und zutiefst menschlich. Ein gutes Leben zu führen heißt für mich, helfen zu dürfen. Wieso haben Sie diese Entscheidung getroffen? In letzter Konsequenz weiß ich es noch nicht. Ich kann nur sagen, dass sich – nach ein paar Jahren Medizin in Deutschland – für mich die Frage aufdrängte: Was kommt jetzt? Und dann sagte ein Freund zu mir: Hey, bewirb dich doch bei Ärzte ohne Grenzen. Haben Sie während Ihrer Einsätze Angst zu sterben? Nicht unmittelbar, es gibt Momente, wo ich Angst be-

komme – nicht häufig, weil nicht überall eine existenzielle Lebensbedrohung ist. Aber wenn sich die einstellt, dann merke ich das schon – und dann will ich leben. Haben Sie Mitgefühl mit Ihren Patienten? Ja. Aber ich sehe dieses Mitleid nicht als Lähmung. Das Leid der anderen drängt mich, etwas zu tun. Auf der Facebook-Seite von Ärzte ohne Grenzen steht, dass die Menschen immer wieder zu Tränen gerührt werden. Geht es schon dar darum, auch ein Bewusstsein für die Ungerechtigkeiten dieser Welt zu wecken? Eines der Hauptmotive für die Gründung von Ärzte ohne Grenzen war – neben der medizinischen und humanitären Arbeit –, als Sprachrohr für die Menschen in Not dienen. Das sagen mir die Menschen auch ganz oft. Sie sagen: Du wirst zurückgehen nach Europa, bitte vergiss uns nicht, bitte erzähl unsere Geschichte. – Ich mache das, weil ich davon überzeugt bin. Weinen Sie? Selten. Es gibt schon emotionale Momente, die mir auch nahegehen. Und es sind vor allem die Geschichten der Menschen, die mir nahegehen. Die haben so Ungeheures durchgemacht, wo ich sicher bin, ich könnte das nicht. Das ist das Schöne in der humanitären Hilfe: zu sehen, was Menschen in Extremsituationen zu leisten fähig sind. Schlafen Sie gut? Immer. Selbst wenn ich nachts als Notarzt unterwegs bin, schlafe ich oft noch bei der Anfahrt immer wieder ein (lacht). Manchmal ist es eher schwer, wach zu bleiben. Wissen Sie, wie vielen Menschen Sie das Leben gerettet haben? THE RED BULLETIN

MARTA SOSZYNSKA/MSF

später auf dem offenen Meer von der libyschen Küstenwache aufgegriffen worden waren. Als ich dort hinkam, erlebte ich einen Grad der Verzweiflung wie selten zuvor unter Menschen. Sie flehten mich an, sie in ihre Heimat zurückzubringen, und ich musste sagen: Ich kann das nicht, ich bin Arzt, kein Diplomat. – Die Situation in dem Lager war katastrophal. Im Badezimmer standen Urin und Kot knöcheltief, es gab kein fließendes Wasser, keine Toiletten, die Menschen haben unter entsetzlichen Bedingungen gehaust. Die meisten hatten Hautinfektionen, viele körperliche Schmerzen, was oft auf seelische Traumata zurückzuführen ist. Es gab auch Versuche, einzelne Frauen rauszuholen, und sie wussten, dann würden sie in der Zwangsprostitution landen. Seit einem Monat hatten sie keine Außenkontakte, die Familien wussten nicht, ob sie noch lebten. Wie alle Schwarzafrikaner in Libyen waren sie vogelfrei. Völlig wahllos hielt man sie in diesen Lagern fest, ohne Perspektiven und fast ohne medizinische Versorgung, dafür sexueller Gewalt ausgesetzt. Diese Menschen können oft nicht mehr nach Hause. Ich habe Dutzende gesprochen, die gesagt haben, sie würden gern nach Hause, können aber nicht. Die einzige Möglichkeit rauszukommen war über das Mittelmeer.


ZUR PERSON Dr. Tankred Stöbe, geboren am 1. Februar 1969. Vater Heilpraktiker, Mutter Kindergärtnerin (baute Ende der 1980er-Jahre im südafrikanischen Township Khayelitsha einen Kindergarten auf). Der Mediziner hat zwei Geschwister und drei Halbgeschwister aus der zweiten Ehe seines Vaters. Seit 2011 ist er verheiratet. Mit seiner Frau Judith, 34, einer Ärztin, lebt er in Berlin-Charlottenburg. Wenn er nicht für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz ist, arbeitet er im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe und als leitender Notarzt.

Nein, weil die Menschen manchmal sterben – trotz al­ lem, was wir tun. Und manch­ mal überleben sie trotz allem, was wir nicht tun können. Die menschliche Natur ist ja nicht vorhersehbar. Ihre Botschaft? Wir leben in einem globalen Dorf. Dieses Dorf hat Wunder THE RED BULLETIN

und Schrecken. Die großen Übel dieser Welt – Krank­ heiten und Kriege –, die gab es immer schon, aber wir wa­ ren noch nie dermaßen fähig, diesen Dingen etwas entgegen­ zusetzen. Das Wissen fehlt uns nicht mehr; was fehlt, ist der politische und mensch­ liche Wille, es umzusetzen.

Bis 2015 war Dr. Tankred Stöbe Präsident der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen. Aktuell ist er Mitglied des internationalen Vorstandes. Ärzte ohne Grenzen ist mit rund 35.000 Mitarbeitern in 500 Projekten in rund 70 Ländern aktiv, wobei neun von zehn Mitarbeitern nationale Mitarbeiter sind. Von den 3500 internationalen Mitarbeitern sind ein Drittel Ärzte, ein Drittel medizinische Mitarbeiter und ein Drittel Logistiker, Koordinatoren etc. 53


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FREDERIC LE FLOC‘H/DPPI

Die Rallye Dakar ist der Indiana Jones unter den Motorsport­ bewerben. Legende, Abenteuer und ultimative Herausforderung – nicht nur für Teilnehmer, sondern auch für dich als Zuseher: Hier kommt dein Profi­Reiseführer zur Dakar 2018 – für 15 hochoktanige Tage mit 14 Etappen durch Peru, Bolivien und Argentinien.

ADAM HAY-NICHOLLS

DAK AR


ERSTE REIHE FUSSFREI


Dakar-Reiseführer / PERU START: LIMA

Status: Perus Hauptstadt Terrain: Wüste Durchschnittstemperatur: 24 °C Einwohner: 10 Millionen Essen: Meerschweinchen – wirklich! Es heißt „cuy“. Im Dakar-Stammlokal „Malabar“ serviert es Küchenchef Pedro Miguel Schiaffino mit Flussschnecken

vom Amazonas und pikanter ChorizoSauce. Trinken: Pisco Sour – Pisco (siehe rechts), verrührt mit Eiweiß, Limettensaft und Sirup. Im „Gran Hotel Bolivar“ soll Orson Welles 42 davon am Stück weggeputzt haben. LIMA–PISCO: drei Stunden (240 km) südwärts auf der Panamericana (1S).

PISCO

wie Tequila für Mexiko. Wer nüchtern bleiben will, probiert die riesigen Smoothies in der Saftbar „Los Tres Duendes“ („Die drei Elfen“). PISCO – SAN JUAN DE MARCONA: Weitere 300 Kilometer südlich auf dem Highway 1S, die Fahrt dauert rund viereinhalb Stunden.

Status: Hafenstadt Terrain: Wüste Durchschnittstemperatur: 24 °C Einwohner: 134.000 Essen: pikantes Kartoffelpüree mit Oktopus im „As de Oro’s“ Trinken: Pisco natürlich! Dieser gelbliche Traubenbrand wurde hier erfunden, er ist für Peru

„DIE RALLYE DAKAR IST NICHT NUR FÜR DIE FAHRER EINE HERAUSFORDERUNG, SONDERN AUCH FÜR DIE ZUSCHAUER.“

PERU

GREG PAUL, RALLY TOURS NZ

BRASILIEN

Lima Pisco San Juan de Marcona

BOLIVIEN

Arequipa

La Paz

PERU Brütend heiße Tage, bitterkalte Nächte, der Pazifische Ozean zu deiner Rechten, mächtige Sandformationen zu deiner Linken. Und südlich von Lima bietet Perus Küste vertrautes Terrain für alle, die die Rallye Dakar noch in ihrer afrikanischen „Heimat“ erlebten: steile Sanddünen und krasse Drops, die Autofedern und Wirbelsäulen kaputtrütteln. Als Proviant hast du Lama-Spieße und eine Thermosflasche mit dampfendem Kokatee dabei. Wenn du in Ica von der Panamericana Richtung Wüste abbiegst, hörst du bald brummende Motoren. Du siehst einen Kamaz-Lkw, der sich eine Düne raufkämpft und dann ins Tal taumelt wie eine übergewichtige Hummel. Setz dich auf die Ladefläche deines Pick-ups und genieß das Spektakel.

Uyuni Tupiza PARAGUAY

CHILE Salta

Belén Chilecito Córdoba San Juan

URUGUAY

ARGENTINIEN

LOS GEHT’S

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JEAN MICHEL LE MEUR/DPPI, GETTY IMAGES

Die 40. Auflage der Rallye Dakar startet zum ersten Mal nach fünf Jahren wieder in Lima. Der australische Rennsport-Freak Guy Basile war damals, 2013, dabei und schwärmt immer noch davon. „Den Start darfst du auf keinen Fall verpassen. Hier mit zwei Millionen Menschen zu stehen ist unbeschreiblich“, sagt Basile. „Direkt neben dem Strand, weit und breit nur Fans, in unendlich vielen Reihen. Die Leidenschaft der Südamerikaner. Der unglaubliche Lärm. Hast du das einmal erlebt, vergisst du es nie wieder.“ Peru ist wie geschaffen für Rallyes. „Südamerikas beste Rallyes finden hier statt“, sagt Stéphane Peterhansel, dreizehnfacher Dakar-Sieger und amtierender Champion in der Auto-Kategorie. „Mächtige Dünen, viel Wüste – ein bisschen wie Afrika. Das Gelände ist wahnsinnig interessant, eine besondere Herausforderung.“ Fans werden in Peru mit klassischer DakarAction belohnt. „Sanddünen gehören zur Dakar einfach dazu“, sagt Greg Paul, Eigentümer von Reisespezialist Rally Tours NZ. „Peru ist ein großartiger Ort, um Offroad-Action zu erleben.“ THE RED BULLETIN


Dakar-Reiseführer / PERU SAN JUAN DE MARCONA

Status: Gilt dank des Bergbaus als „Eisen-Hauptstadt“ Terrain: Wüste Durchschnittstemperatur: 29 °C Einwohner: 20.000 Essen: Ceviche – an diesem Gericht aus rohem Fisch in Zitrone und Limettensaft labt sich

Peru angeblich schon seit zwei Jahr Jahrtausenden. Trinken: Chicha morada, ein alkoholfreies Getränk aus PurpurMais (maíz morado), das sehr süß sowie gut für Herz und Blutdruck ist. SAN JUAN DE MARCONA–AREQUIPA: neun Stunden und 570 Kilometer entlang der peruanischen Küste.

AREQUIPA

Status: Perus zweitgrößte Stadt Terrain: Wüste Durchschnittstemperatur: 15 °C Einwohner: 870.000 Essen: der berühmte Ceviche mixto con erizo (Seeigel) in der Cevichería „Fory Fay“. Oder im Ofen gebratenes Schweinefleisch, begleitet von Pan-

flötenmusik, in der Picantería „La Nueva Palomino“. Trinken: Craft Beer im zu Recht sehr beliebten „Chelawasi Public House“. AREQUIPA–LA PAZ: zehn Autostunden bzw. 550 Kilometer westlich auf den Routen 34A und 3S nach Bolivien. Oder mit Latam Airlines über Lima.

„DIE ERSTEN VIER TAGE GIBT ES EINE MENGE SAND, ABER ES MACHT HÖLLISCH SPASS. UND DU MUSST HÖLLISCH AUFPASSEN. DENN DU WEISST HIER NIE, WAS AUF DICH ZUKOMMT.“ TOBY PRICE, DAKAR-MOTORRAD-SIEGER 2016

Der Südafrikaner Giniel de Villiers rast über eine Sanddüne: Dakar 2012, zwölfte Etappe von Arequipa nach Nazca, Peru.

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Dakar-Reiseführer / BOLIVIEN Status: höchstgelegene Hauptstadt der Welt Terrain: Wüste Durchschnittstemperatur: 9 °C Einwohner: 800.000 Essen: Palmenmark mit knusprigem Alpaka­Trockenfleisch und pochiertem Eigelb im modern eingerichteten „Gustu“ (Quechua­

Wort für „Geschmack“). Trinken: Ganz gleich was, solange es in der schrulligen, industriell eingerichte­ ten „Diesel Nacional“ ist, einer der coolsten Bars von La Paz. LA PAZ– UYUNI: 540 Kilometer auf den Routen 1 und 30 – geschätzte Dauer: sieben Stunden, 20 Minuten.

BOLIVIEN Du fühlst dich benommen, das Atmen fällt dir schwer, und der Altiplano, das breiteste Plateau der Anden, erstreckt sich in alle Richtungen bis zum Horizont: Auf über 4000 Meter Höhe wird allein schon die Navigation zur Herkulesaufgabe. Es ist nass, kalt, du hast nur noch ein Sandwich mit Kalbszunge übrig und bist hundemüde. Das Geröll unter den Reifen rüttelt dich durch, dein Kopf wird hin und her geschleudert, das Lenkrad reißt an deinen Händen. Auf dem Weg nach La Paz brummt ein Motorrad an dir vorbei. Nach La Paz erwartet dich Uyuni mit dem ersten nur aus Salz errichteten Hotel der Welt. Danach das Ödland von Tupiza, wo Butch Cassidy und Sundance Kid ihr Ende fanden. Im Gegensatz zu ihnen wirst du es weiter schaffen.

ERWARTE EXTREME

Extreme Terrains, extremes Klima: Die Rallye Dakar ist gleichermaßen Härtetest für Material, Fahrer, Teams und Zuseher. „Die erste Woche wird kein Honiglecken“, sagt Jean-Marc Aublanc-Piolot, der die diesjährige Strecke gemeinsam mit den Dakar-Or Dakar-Organisatoren von ASO plante. „Nach den ersten Etappen in der peruanischen Wüste geht es unterwegs von Arequipa nach La Paz auf den Altiplano hinauf – auf 4000 Meter Seehöhe. Hier beginnt die Bergstrecke, die bis Salta reicht. Der Sauerstoffmangel setzt dir zu. Später, in Argentinien, ist die Höhe kein Problem mehr – dafür die Hitze.“ Die Höhe und Boliviens unberechenbares Andenwetter machen diesen Abschnitt zu einer immensen Aufgabe. „Wegen des Sauerstoff Sauerstoffmangels wirst du müde und machst Fehler. Das Lenken 58

wird schwieriger“, sagt Flugzeugtechniker Lyndon Poskitt. Der Brite ging bei der Dakar 2013 in der Klasse „Malle Moto“, also solo und ohne Service-Team, an den Start. „Bolivien ist der einzige Ort, an dem ich mich jemals ver verfahren habe – und wenn du keine anderen Menschen siehst, kriegst du wahnsinnig

UYUNI

Status: Tor zur größten Salzebene der Welt Terrain: Salzwüste und Eis Durchschnittstemperatur: 10 °C Einwohner: 10.300 Essen: pikante Kalbszunge – hier ein Grund­ nahrungsmittel – und die beliebte Quinoa­Pizza. Trinken: boliviani­

scher Kaffee. Den besten – und eis­ gekühlte Biere – findest du in einem Lokal direkt neben dem Uhrturm, dem Wahrzeichen von Uyuni. UYUNI–TUPIZA: vier Stunden (206 km) auf der Route 21. Oder nimm den Zug „Expreso del Sur“ über Atocha, Fahrzeit: fünf Stunden, 20 Minuten.

schnell Panik. Die Dakar soll dich an deine Grenzen bringen – schließlich wurde sie dafür erfunden –, aber Bolivien schafft das besonders gut mit seinen Schlammbetten, den ausgetrockneten Flüssen, der dichten Vegetation und den kaputten Straßen.“ Fans, die heiß auf die buchstäblich atemberaubende Action sind, sollten gut ausgerüstet sein. „Es könnte wie im vergangenen Jahr viel regnen“, sagt Mathias Grill von Horizonte Tours. „Dann ist es nass und kalt, überall gibt’s Schlamm. Also denk auch an einen Regenschirm und ordentliche Stiefel.“ Doch manchmal nützt selbst die beste Vorbereitung nichts. „Bei einer Etappe war mir derart kalt, dass mir ein bolivianischer Polizist einen dicken Wollschal schenkte. Der Mann hat mein Leben gerettet“, sagt der britische Malle-Moto-Fahrer Max Hunt. „Einmal hatte es morgens in Bolivien minus fünf Grad. Und am Abend in Argentinien hatte es 45 Grad Hitze. Du musst wirklich auf alles vor vorbereitet sein. Vergangenes Jahr wurde sogar ein Fahrer vom Blitz getroffen!“

GETTY IMAGES

LA PAZ

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Dakar-Reiseführer / BOLIVIEN TUPIZA

Status: Boliviens Wilder Westen. Letzter Aufenthaltsort der legen­ dären Banditen Butch Cassidy und Sundance Kid Terrain: Wüste Durchschnittstemperatur: 19 °C Einwohner: 26.000 Essen: preis­ werte Parillades (Fleisch und Fisch,

gegrillt) und uriges Ambiente im Bahnarbeiter­Stammlokal „Sede Social Ferroviaria“. Trinken: Chufflay, eine Mischung aus Limonade und Boliviens Nationalschnaps Singani. TUPIZA – SALTA: 500 Kilometer auf den Routen 14 und 9 – dauert etwa sechs Stunden, 45 Minuten.

„BOLIVIEN IST PERFEKT FÜR FANS. ES IST NASS, KALT, SCHLAMMIG … OHNE ALLRADAUTO BIST DU AUF­ GESCHMISSEN. ABER ICH LIEBE ES.“ GREG PAUL, RALLY TOURS NZ

Sergio Anguiano Reig (ESP) stellt sich mit seiner KTM 450 Rally Replica der achten Etappe der Dakar 2017.

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BLEIB FLEXIBEL

Details über die Strecke wer wer­ den häufig erst am Tag vor dem Start einer Etappe ver­ öffentlicht. Keine zusätzliche Schikane, sondern schiere Notwendigkeit: Die meisten kurzfristigen Änderungen sind vom schlechten Wetter erzwungen. Es ist also schon schwierig genug, überhaupt die richtige Strecke zu finden – geschweige denn, sie im Renntempo zu befahren. „Wir planen, so gut es geht“, sagt Greg Paul. „Aber von den Organisatoren gibt es kaum Infos, du musst extrem flexibel sein. Aber mein Job ist eben, dass du die Rallye siehst.“ Was für die Fahrer gilt, gilt auch für die Fans: Je härter du arbeitest, desto größer ist die Belohnung. „Es ist auch für uns Zuschauer alles andere als leicht“, sagt Julie Tuck. Sie verfolgte die Dakar 2017 in ihrem Wohnmobil, einem Iveco Daily 4×4. „Auf dem Altiplano jagten wir tagelang dem Tross hinterher, in letzter Minute wurden die Strecken geändert. Spanisch zu können hilft, weil kaum Englisch gesprochen wird. Auch die spanische Dakar Dakar­Homepage war 2017 aktueller als die englische. Besorg dir die bes­ ten Papierlandkarten, die du finden kannst. Rechne stets mit kurzfristigen Änderungen. Erkunde die Gegend im Vor Vor­ hinein, notiere dir die besten Aussichtspunkte. Denn es lohnt sich: Wenn die Piloten vorbeidonnern, ist das ein irrer Nervenkitzel.“ „Oder frag Einheimische“, sagt Guy Basile. „Sie kennen die besten Plätze. Und es macht Spaß, mit ihnen zu plaudern. Wir haben uns mit vielen angefreundet. Sie haben uns Bier und Essen gegeben – und Schnaps aus weiß der Geier was.“ 59


Dakar-Reiseführer / ARGENTINIEN SALTA

Status: hispanisches Lebensgefühl in argentinischer Talsenke Terrain: Wüste Durchschnittstemperatur: 22 °C Einwohner: 619.000 Essen: traditionelle Kaninchengerichte plus Aussicht auf die Palmen der Plaza Güemes im Restaurant „Jovi Dos“

Trinken: Torrontés, lokal produzier­ ter Weißwein, in der historischen Bar „Peña Gauchos de Güemes“. Hier tranken einst die Helden des argen­ tinischen Unabhängigkeitskrieges. SALTA–BELÉN: sechseinhalb Autostunden, 450 Kilometer gen Süden auf den Routen 68 und 40.

BELÉN

Status: die abgelegenste Stadt der Rallye Dakar Terrain: Gestein Durchschnittstemperatur: 26 °C Einwohner: 12.000 Essen: beeindruckend große, beeindruckend saftige Fleischspieße im typisch argentini­ schen Restaurant „1900“. Trinken:

Nach einem Ausflug zu den groß­ artigen Inka­Ruinen im nahe ge­ legenen El Shincal entspannst du dich bei einem Glas Mendoza­Wein in der gemütlichen Bar „Oasis“. BELÉN–CHILECITO: 215 Kilometer auf der Route 40 nach Süden – dauert zwei Stunden, 45 Minuten.

ARGENTINIEN Geteerte Straßen, Weinberge, glühende Sonne, die Abschlussfeier in Córdoba ist in Sicht. Du rast durch Purmamarca, vorbei am „Berg der sieben Farben“ mit seinem in Rosa, Grün, Violett, Grau, Orange, Braun und Weiß schimmernden Fels. Weiter geht es zum Tal des Mondes, der Heimat von Gesteinsformationen wie nicht von dieser Welt. Am Horizont erscheint bald die Zivilisation – und die Zielflagge. Du hast das größte aller Rennen überstanden. Deine Helden und du, ihr werdet mit dem Pisco anstoßen, den du in Peru eingepackt hast.

Als Fan bist du bei der Dakar alles andere als passiver Zuschauer. Du musst für deinen optimalen Beobachtungspunkt erst mal hart arbeiten. Und wenn du dort bist, kann es passieren, dass die richtige Arbeit erst beginnt. Greg Paul begleitet seit 2013 Rallye-Touristen auf der Dakar. „Wir ler lernen manche Fahrer persönlich kennen. Und die Touristen bekommen das Gefühl, sie wären auch Teil der Rallye“, sagt er. „Wir haben schon kaputte Fahrzeuge abgeschleppt und 60

Motorradfahrer gerettet. Und wir sind ernsthaft offroad unterwegs. Du musst darauf vorbereitet sein, immer wieder im Nirgendwo festzustecken.“ Für die Fahrer sind diese Hardcore-Fans eine zusätzliche Motivation. „Dass es immer Briten bei der Dakar gibt, finde ich großartig“, sagt Sam Sunderland, Dakar-Sieger 2017 und Red Bull KTMFahrer. „Ihre Unterstützung ist sensationell. Vergangenes Jahr stoppte ich während einer Verbindungsetappe in dieser riesigen Salzwüste auf

4000 Meter Höhe. Ein paar Fans hatten Yorkshire-Tee dabei, ich wärmte mich auf, und wir plauderten sehr nett.“ So manchem Fahrer haben die Fans aber auch schon das Rennen gerettet. „Am vor vorletzten Tag stürzte ich bei einer Flussquerung“, sagt Max Hunt. „Der Motor soff ab. Die Zuschauer kamen mir sofort zu Hilfe. Sie packten das Bike und halfen, es auf den Kopf zu stellen und es zu schütteln, bis das Wasser rausgeflossen war. Als ich wieder starten konnte, jubelte die Menge.“

ERIC VARGIOLU/DPPI, REUTERS/FRANCK FIFE/POOL

ACTION NONSTOP

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Dakar-Reiseführer / ARGENTINIEN CHILECITO

Status: Kleinstadt mit Blick auf schneebedeckte Berggipfel Terrain: Gestein und Kies Durchschnitts­ temperatur: 24°C Einwohner: 38.000 Essen: Cazuela de gallina (herzhafter Hühnereintopf) und eine große Auswahl anderer regionaler

Spezialitäten im beliebten „El Rancho de Ferrito“. Trinken: dampfender Kaffee oder kühles Bier in der ausgefallenen Bar „Yops“, wo man sich am Schachbrett duelliert. CHILECITO–SAN JUAN: eine 400-Kilometer-Fahrt auf der Route 40 nach Süden, die etwa fünf Stunden dauert.

SAN JUAN

Status: Zentrum der zweitgrößten Weinbauregion Argentiniens Ter­ rain: Erde und Kies Durchschnitts­ temperatur: 24 °C Einwohner: 113.000 Essen: „Remolacha“ ist das größte Parrilla (Steakrestaurant) der Stadt. Trinken: Syrah, Malbec,

Cabernet Sauvignon, Bonarda, Chardonnay, Torrontés – was sonst? SAN JUAN–CÓRDOBA: siebeneinhalb Autostunden bzw. 580 Kilometer gen Osten auf der Route 20. Alternative: zwei Flüge am Tag mit Aerolíneas Argentinas, Flugdauer: etwas über eine Stunde.

Der Franzose Sébastien Loeb und Beifahrer Daniel Elena auf einem heiklen Strecken­ abschnitt der achten Etappe (von Uyuni/Boli­ vien nach Salta/Argentinien) der Dakar 2017.

„SALTA HAT EXTREME LAND­ SCHAFTEN, ÄUSSERST INTERESSANTE ETAPPEN, ABER DAS NAVIGIEREN IST SCHWIERIG. HIER KANNST DU SEHR LEICHT VERLORENGEHEN.“ MATHIAS GRILL, HORIZONTE TOURS THE RED BULLETIN

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Dakar-Reiseführer / ARGENTINIEN ZIEL: CÓRDOBA

Status: zweitgrößte Stadt Argentiniens, Zielort der Dakar Terrain: Schotter und Asphalt Durchschnittstemperatur: 25 °C Einwohner: 1,4 Millionen Essen: die Dinner-Tango-Show im „El Arrabal“, einem der wenigen

traditionell ausgerichteten Restaurants im Stadtviertel Nueva Córdoba. Trinken: Wer Whisk(e)y schätzt, kann im Hipster-Lokal „X-Bar“ im Stadtviertel La Cañada unter gut 200 Sorten wählen.

„ICH WAR AUF HUNDERTEN RALLYES, ABER KEINE IST WIE DIE DAKAR. ES IST EIN PRIVILEG, SIE ERLEBEN ZU DÜRFEN.“ DAN PROSSER, JOURNALIST über 7500 Kilometer zurück zurückgelegt“, sagt Max Hunt. „Die Distanzen sind ein Wahnsinn. Du musst wirklich für diesen Sport brennen.“ Wem das zu heftig ist, der kann auch auf halbem Weg dazustoßen. „In Argentinien ist das Zuschauen am einfachsten, weil du dort problemlos Fahrzeuge mieten und Aussichtspunkte erreichen kannst“, sagt Greg Paul. „Ich empfehle Salta als Ausgangsort. Von dort aus kannst du das Rennen ganz locker vier Tage lang verfolgen. Und dann zur Abschlussfeier nach Córdoba fahren.“

Etappe 12 der Dakar 2016 in Córdoba, Argentinien: Der Franzose Cyril Despres zeigt den Fans, was sie sehen wollen.

SEI BEREIT

Die Support-Teams hausen im Zeltlager, das nach jeder Etappe neu aufgestellt wird. Und sie schlafen in ihren Trucks, auf Campingbetten oder anderen behelfsmäßigen Konstrukten rund um die Autos. Die Zuschauer finden meistens Hotels entlang der Strecke. Aber Vorsicht: „Die Hotels können ausgebucht sein. Oder die Straße zu deinem Hotel ist wegen der Rallye gesperrt“, warnt Mathias Grill von Horizonte Tours. „Also nimm Zelt und Schlaf Schlafsack mit. Und achte darauf, dass du genügend Wasser und Essen dabeihast.“ „Camping ist der beste Weg, um die Action unmittelbar mitzuerleben“, sagt Julie Tuck. „An den Rennorten sind Unterkünfte schwer zu bekommen. Am besten, du reist mit Wohnmobil oder Zelt. So bleibst du flexibel genug, um zum rechten Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.“

INVESTIERE ZEIT

Und welches Vehikel ist das beste? „Die Dakar ist riesig“, 62

sagt Greg Paul. „An manchen Tagen werden 800 Kilometer zurückgelegt. Mit den Support-Trucks bildet sich eine Karawane aus 3000 Fahr Fahrzeugen. Aber du kannst nicht einfach in Bolivien ein Auto mieten und dann über die Grenze nach Argentinien fahren. Wir lösen dieses Problem so: Wir verschiffen auslandszugelassene Toyota Land Cruiser nach Südamerika. So können wir die gesamte Rallye verfolgen.“

Der wahre Ausdauertest beginnt dann vor Ort. „Der Dakar zu folgen bringt lange Tage mit wenig Schlaf“, sagt Guy Basile. „Wir wollten möglichst viele Special Sections verfolgen. Das heißt, wir sind den Teilnehmern sozusagen vorausgefahren und haben die Action nur jeden zweiten Tag erlebt.“ Hardcore-Fans werden bei der Dakar zu Kilometerfressern. „Ich habe mit meiner Frau in unserem Wohnmobil

Die Sieger werden im Ziel gefeiert – aber Helden sind alle, die in Córdoba ankommen. Und dank der Partys an der Ziellinie fühlt sich jeder wie ein Gewinner. „Am Ziel wird alles sehr emotional“, sagt Paul. „Die Dakar passt wirk wirklich zu Südamerika, weil die Einheimischen gern feiern.“ „Die Leute dachten, wir wären Fahrer, und baten uns um Autogramme und Fotos“, sagt Basile. „Es wurde immer schwieriger, zu erklären, dass wir auch nur Zuschauer waren, also spielten wir irgendwann einfach mit. Und wir fühlten uns wie Rockstars.“ Hunt erlebte das Finish der Dakar zum ersten Mal als Zuschauer – und im Jahr dar darauf als Teilnehmer. „Das Zuschauen war ein echtes Abenteuer. Aber durch Argentinien zu fahren, wenn tausende Menschen die Straßen säumen, das schlägt alles. Wenn du diese Atmosphäre erlebt hast, dann willst du auch teilnehmen. Sei also nicht über überrascht, wenn du zuschaust und dich beim nächsten Mal als Fahrer anmeldest.“ redbull.com/dakar THE RED BULLETIN

REUTERS/MARCOS BRINDICCI, GETTY IMAGES (3), ALAMY(4)

HALTE DURCH


Dakar-Reiseführer / ÜBERBLICK kann, wie handgewobene Ponchos und Decken aus der Wolle von Lamas, Alpakas und Schafen ent­ stehen. Neben den Webereien („teleras“) lohnt ein Besuch der Inka­Ruinen von El Shincal. Zwei Autostunden westlich von Belén findest du den spektakulären Nationalpark Laguna Blanca [1] mit traumhaften Lagunen und den Malereien in der Höhle Salamanca.

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CHILECITO „La Riojana Cooperativa“ produ­ ziert jedes Jahr 30 Millionen Liter Wein (und lädt zur Verkostung). SAN JUAN Bizarr: Im Naturreservat Ischigua­ lasto erinnern Gesteinsformatio­ nen an Alltagsobjekte.

LIMA Die Pyramide Huaca Pucllana im Süden Limas wurde um 500 n. Chr. gebaut, besteht aus sieben über­ einandergestapelten Lehmplatt­ formen und war einst ein zentraler Treffpunkt für alles, was Religion, Kultur oder Politik betraf.

CÓRDOBA Verpass auf keinen Fall die offizielle Dakar­Abschlussfeier und die After­ Show­Party von Red Bull!

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PISCO Die Ballestas­Inseln [2] gelten als „Galápagos für Arme“, was unge­ recht ist: Unglaublich reiche Fauna ist nur zwei Bootsstunden entfernt. SAN JUAN DE MARCONA Im Küstenschutzgebiet Punta San Juan leben Seebären und Seelöwen, und hier gibt’s Perus größte Kolonie der vom Aussterben bedrohten Humboldt­Pinguine. AREQUIPA Zum Nationalreservat Salinas und Aguada Blanca gehören die Höhlen von Sumbay mit ihren über 500 Höhlenmalereien [3], die 6000 bis 8000 Jahre alt sind. LA PAZ Auf dem Hexenmarkt werden Lama­ föten als Glücksbringer angeboten (man rechne hier mit abergläubi­ schen Dakar­Fahrern in der Warte­ schlange). Etwa zehn Kilometer 5

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außerhalb der Stadt befindet sich das Tal des Mondes, ein Labyrinth von mondartigen, jahrtausendelang erodierten Felsschluchten. UYUNI Die faszinierende Salzwüste [4] ist hier als Salar de Uyuni bekannt. Im nahe gelegenen Zugfriedhof ruhen die Überreste des Bahnnet­ zes, das britische Ingenieure im 19. Jahrhundert errichtet haben. TUPIZA Nach San Vicente [6], ein Dorf 100 Kilometer nordwestlich von Tupiza, flüchteten Butch Cassidy und Sundance Kid nach einem Raubüberfall auf eine Bergbau­ firma. Die bolivianische Armee tauchte auf und tötete die Gangster in einer legendären Schießerei.

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SALTA 90 Autominuten von Salta entfernt liegen Purmamarca und der Berg der sieben Farben – der in Rosa, Grün, Violett, Grau, Orange, Braun und Weiß schimmert. Die 16­stün­ dige Fahrt mit dem „Zug in die Wol­ ken“ („tren a las nubes“) führt in die Anden auf 4200 Meter empor. Auf der Strecke liegen 29 Brücken, 21 Tunnel und 13 Viadukte. BELÉN Es gibt viele Textilwerkstätten in der Stadt, in denen man miterleben THE RED BULLETIN

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DER EINZIGE LAUF, BEI DEM DICH DAS ZIEL EINHOLT 6. MAI 2018 MÜNCHEN, 13:00 UHR 100% DER STARTGELDER FLIESSEN IN DIE RÜCKENMARKSFORSCHUNG.

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Gründe, gut zuzuhören

JOHN CARTER/RED BULL CONTENT POOL

WINDTALKERS

Es heißt ja immer, man soll von den Besten lernen. Warum also nicht von einem 42fachen Weltmeister? Wir präsentieren: Bjørn Dunkerbeck, WindsurfIkone, im Bild rechts. Das darüber? Das könnten Sie sein, seinen Inputs folgend. Alle Infos auf den nächsten Seiten.

THE RED BULLETIN

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GUIDE

Do it

Reisen abseits des Alltäglichen

THE RED BULLETIN: Was kann ich von Bjørn Dunkerbeck lernen, was mir kein anderer Surflehrer beibringen kann? BJØRN DUNKERBECK: Wenn ich eine Surfgruppe betreue, ist mir eines ganz besonders wichtig: nahe dran sein. Da ich neben den Kursteilnehmern mitsurfe, sehe ich relativ schnell, was einer verkehrt macht. Und aufgrund meiner Erfahrung erkenne ich, wo Bjørn Dunkerbeck, Verbesserungspotential ist. 48, im Weltcup bis Und das macht mich besser? 2014, nochmals Weltmeister 2016 Hier gilt wie überall: Wer die Anweisungen befolgt, der lernt viel. (Lacht.) Im Besonderen kommt dazu: Je besser die Kenntnisse, desto mehr lernt man. Wenn ich nun aber noch nie gesurft bin? Dann wird’s höchste Zeit, es auszuprobieren! Glaub mir: Wer einmal draußen ist und diese Freiheit spürt, kommt nicht mehr weg davon. Auf dem Wasser wird der Kopf frei. Du fühlst dich wie neugeboren. Irgendwann muss ich aber wieder runter vom Board. Leider. Aber keine Sorge, ob Tauch- oder Mountainbike-Tour, Dinner oder Insel-Erkundung – langweilig wird dir auf Gran Canaria nicht. Dafür sorgen wir schon. Nur Strandliegen an der Playa del Inglés wird es nicht spielen. (Lacht.)

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„AUF DEM WASSER WIRD DEIN KOPF FREI“

Sportstars und andere Ausnahmekönner nehmen Sie mit in ihre Welt. In diesem Fall: auf die Kanaren – das „Hawaii Europas“.

RAY DEMSKI/RED BULL CONTENT POOL, MANUEL FERRIGATO/RED BULL CONTENT POOL

O

b Segeln mit Doppel-Olympiasiegern, Abhängen mit Ausnahme-MCs oder die Teilnahme an einer Eisrallye – Destination Red Bull definiert die Beziehung zwischen Fan und Idol neu. Aus Helden werden Gefährten, aus Weltmeistern Lehrmeister. Bestes Beispiel: Bjørn Dunkerbeck, 48-jährige Windsurflegende und während einer einzigartigen Erlebnisreise auf Gran Canaria sieben Tage Ihr persönlicher Instruktor.

THE RED BULLETIN


Destination Red Bull

Bjørn Dunkerbecks „Wohnzimmer“ be­ geistert: 20 Grad im Wasser, super Wetter, konstanter Passatwind

THE RED BULLETIN

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Do it

REISEN ABSEITS

Entdecken Sie die faszinierende

Schnee, Eis und Platz, sich darin auszutoben

Schulter an Schulter mit Sportidolen Unvergessliches erleben. Events aus Perspektiven feiern, die sonst nur Professionals vorbehalten sind. Hier zeigen wir Ihnen eine Auswahl der Reisen abseits des Alltäglichen. Willkommen bei „Destination Red Bull“!

Weitere Infos und Buchung unter www.destinationredbull.com

Eisrallye-Experience mit Mattias Ekström

HOT SEAT? WORTWÖRTLICH!

THE RED BULLETIN: Was erwartet die Teilnehmer, wenn sie Sie in Jukkasjärvi, 200 Kilometer nördlich des Polar­ kreises, besuchen? MATTIAS EKSTRÖM: Spaß in einem Winterparadies. Von so viel Schnee, Eis und Platz kann man anderswo nur träumen. Was ist mit Ihren Reisebegleitern genau geplant? Wir werden viel Auto und Snowmobile fahren und eine Tour mit Schlittenhunden machen. Geschlafen wird im Eishotel. Das, was wir Schweden im Winter halt so tun, wenn wir nicht in der Sauna sitzen. Was ist mitzubringen? Gute Laune, lange Unterhosen, dicke Socken und gute Handschuhe. Und vielleicht eine Taschenlampe. Denn viel Tageslicht gibt es hier oben im Winter nicht. Können Teilnehmer etwas falsch machen? Auf jeden Fall! Snowmobile fahren ist wie eine Mattias Ekström, Rallye für Amateure. Ist man zu flott unterwegs, 39, Motorsport­ kommen einem die Bäume schneller entgegen, Universalgenie, ist Ihr Fahrlehrer. als einem lieb ist. Wie schafft man es, die Fahrt in der Kälte tatsächlich zu genießen? Das Fahren selbst ist der größte Genuss. Wann kannst du im Auto schon hemmungslos Gas geben? Am Snowmobile bist du exponierter. Da spürst du Kälte, Wind, Geschwindigkeit – bis dir das Adrenalin einschießt. Und schon ist dir warm.

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ICE RALLY MIT MATTIAS EKSTRÖM Der schwedische Motorsport-Meister entführt Sie in sein persönliches Eisparadies.

ABENTEUER-WOCHE MIT SOFÍA MULÁNOVICH IN PERU Genießen Sie eine ganze Woche mit Sofía und erleben Sie ihren Surfing-Lifestyle.

WINDSURFEN MIT BJØRN DUNKERBECK Im Fahrwasser des 42fachen Weltmeisters behaupten Sie sich gegen Wind und Wellen.

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GUIDE Redaktion: Gisbert L. Brunner

Get it „Cintrée“ steht für die abgerundeten Ecken der Cartier-Uhr, „Skeleton“ für skelettiert.

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QUADRATUHR DES KREISES

Der brasilianische Pilot Alberto Santos-Dumont flog zwar nicht das erste Motorflugzeug der Welt – das taten schon die Gebrüder Wright drei Jahre vor ihm –, er schaffte es dennoch in die Geschichtsbücher der Luftfahrt. Bei einem Essen im Jahr 1904 mit seinem Freund Louis Cartier, Enkel des Gründers des renommierten Pariser Schmuck Schmuckhauses, klagte Santos-Dumont darüber, dass er beim Steuern seines Flugzeugs nicht nach der Taschenuhr greifen könne. Diese Anregung brachte Cartier dazu, die erste Armbanduhr des Unter Unternehmens zu entwickeln: die quadratische Cartier Santos. Mit der Uhr am Handgelenk gelang Santos-Dumont am 12. November 1906 in seinem Doppeldecker der erste 220-Meter-Motorflug – es war die Geburtsstunde der Fliegeruhr.

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Ein Panzer in Platin Louis Cartiers Liebe zu quadratischen Uhren bewog ihn 1917 zu seiner wohl berühmtesten Schöpfung: der Cartier Tank. Die eckige Uhr, in ihrer Formgebung von den Panzern des Ersten Weltkriegs inspiriert, war ein Geschenk an den legendären USGeneral Pershing, begeisterte aber auf Anhieb auch Adelige und Promis. Bis herauf in die Gegenwart: Lady Diana und Michelle Obama, Truman Capote, Yves Saint Laurent, Andy Warhol und Elton John besaßen bzw. besitzen eine Cartier Tank – der Sänger schrieb sogar ein Lied über Cartier. Kim Kardashian ersteigerte bei einer Auktion die Tank von Jackie Kennedy für 379.500 Dollar. Das hundertjährige Jubiläum der Uhr feiert Cartier mit der Tank Cintrée Skeleton in Roségold und Platin, jeweils auf – natur naturgemäß – 100 Stück limitiert. cartier.de

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Das Weltcup­Skimodell Redster G9 garantiert Top­Performance bei hoher Geschwindigkeit. Mit der erprobten Renn­ technologie Servotec vermittelt der Ski Agili­ tät und ein dynami­ sches Rennfeeling bei hoher Stabilität. Der High­Performance­Ski­ schuh Redster CS 130 mit präziser Kraftüber­ tragung und optimalem Halt komplettiert dieses perfekt abgestimmte Set­up. www.gigasport.at

Das Xperia XZ1 und das Xperia XZ1 Compact, beide neu, liefern per­ fekte Technik – wie die Funktion Super Slow Motion durch die Motion Eye™­Kamera, den neu­ en 3D Creator, der Ge­ sichter und Objekte in 3D­Avatare verwandelt, oder den leistungs­ starken Snapdragon­ 835­Prozessor – in zwei Größen. Tauch mit noch mehr Sony­Tech­ nologien in die neue Welt der XZ­Familie ein. www.sonymobile.com

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GUIDE

See it „As the Crow Flies“ ist vom selben Team wie der 2015er-Film „Follow Your Nose“.

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Ob du den Spuren der Ausnahmekönner im Schnee oder im Wüstensand folgen willst – auf Red Bull TV erreichst du dein Ziel.

18 Dezember

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PREMIERE

AS THE CROW FLIES

Gigi Rüf: seit seinem neunten Lebensjahr fest mit dem Snowboard verbunden

Der Sportabenteuerfilm von Pirate Movie Production begleitet die öster österreichische Snowboard-Ikone Gigi Rüf und seine Freunde, darunter die USStars Pat Moore und Travis Rice, auf ihrer Jagd nach Schnee, Sprüngen und vor allem Spaß. Das Jagdrevier: Öster Österreich, Italien, Japan, Alaska und Kanada. Ihre Waffen: Perfektion und Vielseitigkeit auf dem Board – die ideale Ausrüstung für Ausritte in urbanen Playgrounds sowie im Backcountry.

Alle Infos: www.redbull.tv

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Dezember / Januar

Doku

ON DEMAND

WEITERGEHEN

KIN MARCIN/RED BULL CONTENT POOL, MATTHIAS HESCHL/RED BULL CONTENT POOL, ORIGINAL MEDIA/RED BULL CONTENT POOL

Der erfolgreichste Skispringer im Weltcup, von Siegen verwöhnt, von Fans verehrt. Doch dann: Verletzung, Formkrise, Sinnkrise. Der Film von Gerald Salmina zeigt Gregor Schlierenzauers Weg zurück zur Freude am Sport.

THE RED BULLETIN

Doku-Serie

ON DEMAND

THE HORN

Real-Life-Drama! Über 1700 Einsätze fliegen die Retter der Air Zermatt im Jahr. Dank der faszinierenden Doku-Serie bist du bei ausgewählten Rettungstaten dabei. Ein Blick hinter die Kulissen der „Schutzengel“ vom Matterhorn.

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bis 20. Januar

LIVE

RALLYE DAKAR 2018

Die Route führt 10.000 Kilometer von Lima über La Paz nach Córdoba. Dazwischen geht’s über einige der unfreundlichsten Terrains, auf denen sich je Wege bahnten. Kurz gesagt: der ultimative Test für Mensch und Maschine.


GUIDE

Do it

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Januar/ Februar

bis 30. Januar Radsport: Six Day Berlin Weltklasse-Bahnradsport meets DJ-Sets und IndoorParty: Im Berliner Velodrom kämpfen an sechs aufeinanderfolgenden Abenden Radsportler in Zweierteams um den Gesamtsieg. Auf dem Programm stehen u. a. ein Madison-Rennen (Zweier-Teamfahren) oder das spektakuläre 200-MeterZeitfahren gegen die Stoppuhr. Programm: www.sixday.com

2

Februar Neu im Kino: „White Boy Rick“ Nervenaufreibendes Krimi-Drama mit Oscar-Preisträger Matthew McConaughey: Regisseur Yann Demange orientiert sich an der wahren Geschichte des Amerikaners Richard Wershe Jr., der in den 1980ern mit nur 14 Jahren als Undercover-Informant des FBI im Detroiter Drogenmilieu recherchierte, bevor er selbst zu einem der führenden KokainDealer der USA aufstieg. Ab 2. 2. im Kino; sonypictures.de

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Februar Auf Tour: Mando Diao Die schwedische Rockband rund um Sänger Björn Dixgård war Mitte der 2010er Jahre maßgeblich an der weltweiten Indie-Rock-Welle beteiligt und schrieb mit „Dance with Somebody“ (2009) einen Superhit. Im Gepäck auf der Deutschlandtour: das aktuelle Album „Good Times“. 9.2. Stuttgart, 10.2. Dresden, 11. 2. Frankfurt, www.mandodiao.com

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bis 21. Januar

LIVE IN CONCERT: DEPECHE MODE

Die britischen Synthie-Pop-Giganten (mehr als 100 Millionen verkaufte Alben seit 1976) beehren Deutschland auf ihrer „Global Spirit Tour“ mit acht Hallenkonzerten. Wer Sänger Dave Gahan, Gitarrist Martin Gore und Keyboarder Andrew Fletcher (v. li.) plus Live-Tourband sehen möchte, sollte sich rasch Tickets sichern: Das aktuelle Album „Spirit“ erreichte Top-Platzierungen in den Charts, das Fan-Interesse ist riesig.

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bis 14. Januar ADAC Supercross Dortmund Die internationale Supercross-Elite misst sich beim Traditions-Event in der Westfalenhalle, die mittels 200 Lkw-Fuhren Lehm in eine Motocross-Arena verwandelt wird. Gestartet werden die Rennen in zwei Profiund Nachwuchsklassen. Als zusätzliches Highlight zeigen jeden Abend einige der weltbesten Freestyle-Motocross-Profis Salti und andere irre Tricks über große Rampen.

ANTON CORBIJN, JAN BRUCKE

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Termine: 15. 1. Köln, 17. und 19. 1. Berlin, 21. 1. Nürnberg; www.depechemode.com

Infos und Tickets: supercross-dortmund.de

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SNOW STYLE Über Jahrtausende waren Berge für Menschen eisige, unüberwindbare und todbringende Barrieren. Doch dann schnallten sie sich Bretter an die Füße … und der Spaß begann. Fotos: HAMISH BROWN Styling: SARAH ANN MURRAY

Linke Seite: Rossignol Soul 7 HD-Freeride-Ski, rossignol.com; Dynafit TLT SpeedfitSkitourenschuh, dynafit.com/de-de Rechte Seite – sie, von oben: DC Joyfull CuffBeanie, dcshoes.com; GLORYFY Gi12 Bon Voyage StylediverSonnenbrille, gloryfy. com; SUPERDRY Hooded Fur Sherpa SD-Wind-AttackerJacke, superdry.com; MONTANE Primino 220 Zip Neck MerinoBaselayer, montane. co.uk; DC Franchise SE Snowboard/SkiFäustlinge, dcshoes. com; K2 WildheartSnowboard, de.k2snowboarding. com; O’NEILL Jones Sync Ski/SnowboardHose, oneill.com; BURTON Limelight Step On-Snowboardstiefel, burton.com

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GU I D E Er, von oben: SMITH Code-Helm, smithoptics.com; SCOTT LCG Compact-Ski/Snowboardbrille, scott-sports.com; DARE2B CoalesceT-Shirt, dare2b.com; JACK WOLFSKIN Exolight Range-Jacke, jack-wolfskin. de; DC Shelter-Snowboard-Handschuhe, planet-sports.com; ­SALOMON Assassin-Snowboard, ­salomon.com; BURTON SouthsideHose, burton.com; DC Mutiny-SchnürSnowboardstiefel, dcshoes.com


Rechte Seite, links oben: ATOMIC Redster World Cup 110-Skischuh, atomic.com; K2 Spyne 130 HV-Skischuh, global.k2skis.com Rechts oben: MONTANE Windjammer Halo-Beanie, montane. co.uk; ADIDAS Progressor Splite-Skibrille, adidas.de; BUFF Cordes, buffwear. com; COLUMBIA OutDry Ex ECO-Daunenjacke, columbiasportswear.de; LÖFFLER Transtex WarmSeamless-Shirt und -Thermo-Handschuhe, loeffler.at; SALOMON MTN Alu S3-Stöcke, salomon. com; O’NEILL 88’ Shred Bib-Ski/Snowboard-Hose, oneill.com; LA SPORTIVA Crossover 2.0 GTX-Mountain-Running-Schuhe, lasportiva.com Links unten: BURTON Linden Beanie, burton.com; SMITH Squad XL Skibrille, smithoptics.com; BUFF Midweight Light Military Melange, buff.eu; ABSOLUT PARK Crew Neck, absolutpark.com; DC Network Technical Riding Weste, dcshoes. com; BURTON Heritage Collared-Daunenjacke, burton.com Rechts unten: DOUCHEBAGS The Douchebag-Ski- und Snowboard-Tasche, douchebags.com; BURTON Talent Scout-Snowboardund Step-on-Bindung, burton.com; STANCE Stoney Ridge-Socken, stance.com; K2 SaperaSnowboardstiefel, de.k2snowboarding.com

Von oben: ROSSIGNOL Progress EPP-MIPS-Skihelm, rossignol.com; SALEWA Puez TirolwoolDamenjacke, salewa.com; LANGE RX 120-Skischuh, lange-boots.com

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GU I D E

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GU I D E Linke Seite, links oben: FISCHER Streif-Ski, fischersports.com; SALOMON MTN Alu S3-Stöcke, salomon.com Rechts oben: BURTON Nana-Beanie, burton. com; GLORYFY G9 XTR-Brille, gloryfy. com; SHACKLETON Submariner-Jumper, shackletoncompany. com; MONTANE IcarusJacke, montane.co.uk; CANADA GOOSE Arctic Down-Fäustlinge, c­ anadagoose.com; BLACKYAK Active Flex-­ Hose, global.blackyak. com; REEF Rover Mid WT-Schuhe, reef.com; HEAD Kore 105-Ski, head.com; TYROLIA AAAttack² 16 GWBindung, tyrolia.com Links unten: POC Auric Cut-Helm, pocsports.com; ANON WM1-Skibrille, burton.com; DARE2B Motif Luxe Ski-Mid­ layer-Jacke, dare2b. com; O’NEILL Jones Contour-Ski/Snowboard-Jacke, oneill. com; SPOT Gen3-GPSTracker, findmespot. eu; EVOC FR Day 16LTeam-Rucksack, evocsports.com; DC Franchise-Snowboard/ Ski-Handschuhe, ­dcshoes-uk.co.uk Rechts unten: JACK WOLFSKIN Exolight Slope-Hose, jackwolfskin.de; STANCE PangeaSocken, stance.com; DC Search Boa-­ Snowboardstiefel, dcshoes.com Rechte Seite, von oben: K2 Diversion-Helm, de.k2snowboarding. com; ADIDAS Progressor Splite-Ski/Snowboardbrille, adidas. com; BLACKYAK VividJacke und Hooded-­ Silhouette-Fleece, global.blackyak.com; MAMMUT Pulse Barryvox 3-Antennen-LVSGerät, mammut.com; ARVA Airbag Reactor 25 Ultralight-AirbagRucksack, arva-­ equipment.com

Set Stylist: Sarah Gobourne Fashion Assistent: Emily Bulford Haare und Make-up: Bella Costanzo Models: Erika Pattison und James Crabtree@Select


GUIDE

Do it

WINTER EVENTS

Die kalte Jahreszeit zwingt dich, zu Hause zu bleiben? Falsch! Die kalte Jahreszeit lockt mit Pisten, Gletscher-Touren, Open-Air-Events und Partys. Hier sind unsere sieben Tipps für einen aktiven Winter.

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und 6. April Electronic Mountain Festival Du denkst bei elektronischer Musik an dunkle Clubs, vibrierende Wände, Schweiß an der Decke? Dann wird es Zeit, dieses Bild zu überdenken. Denn Anfang April beehren die angesagtesten Electro-Acts die Ötztaler Berge und bringen die Massen zum Beben. Open Air auf 2300 Meter Höhe – „Oben Air“ also. Bleibt eine Frage: Klingt der Bass so hoch immer noch tief? Giggijoch, Sölden; electric-mountain-festival.com

Was für einen Skispringer die Vierschanzentournee, ist für die Nordischen Kombinierer das Triple in Seefeld. Der Modus des SaisonHighlights, kurz erklärt: Freitag und Samstag je ein Sprung von der Schanze und ein Langlauf über 5 bzw. 10 km, Sonntag das Finale der besten 30 mit zwei Sprüngen und dem 15-kmLauf. Der Gewinner am Finaltag kürt sich zum Gesamtsieger. Oder noch kürzer ausgedrückt: dreifaches Leistungsabrufen, doppelte Weltcuppunkte, einfach genialer Event. Casino Arena, Seefeld; weltcup-seefeld.com

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RUDI WYHLIDAL, GP PHOTO, ROHRBACHER17

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bis 28. Jänner Nordic Combined Triple


Winter Action

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bis 21. März Spring Battle Ein Hauch von Filmfestival weht zu Frühlingsbeginn durch Flachauwinkl. Dem einzigartigen Format Follow Cam Jam Session sei Dank. Fünf Tage lang haben die besten Freestyle-Skier und -Snowboarder Zeit, Videos zu drehen und einzureichen, ehe eine Fachjury den Sieger bestimmt. Die Hauptdarsteller variieren, der Plot ist derselbe: knallharte Slopestyle-Action. Ungeschnitten. Absolut Park, Shuttleberg; absolutpark.com

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GUIDE

Do it Ganzjährig Ötzi Glacier Tour am Schnalstaler Gletscher Wer alpine Historie mit sportlichem Einsatz ver­ binden will, kann sich am Schnalstaler Gletscher in Südtirol auf die Spuren der 5000 Jahre alten Gletschermumie Ötzi begeben. Die von Alpinisten be­ gleitete Tour führt von der Bergstation der Schnals­ taler Gletscherbahn zum 3200 Meter hohen Tisen­ joch, wo der „Mann im Eis“ 1991 entdeckt wurde. Preis: 100 Euro. Dauer: sieben bis acht Stunden. Infos und Anmeldung: schnalstal.com

30

Dezember Vierschanzen­ tournee: Oberstdorf Während die meisten Gäste in den Skigebieten Neujahr im Partymodus verbringen, steigt für die weltbesten Skispringer rund um den Jahreswechsel das Highlight der Saison. Beim Auftakt der Vierschanzentournee pushen 35.000 Fans ihre Lieblingsathleten über die Große Schattenbergschanze. Wer laut „Ziiieeehhh!“ schreit, macht dabei alles richtig.

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Dezember Rise & Fall in Mayrhofen Das Leben ist ein einziges Auf und Ab. Und bei kaum einem Event wird das so deutlich dar­ gestellt wie bei diesem Staffelwettbewerb im Zillertal. Ein Team besteht aus vier Sportlern – Skibergsteiger, Paragleiter, Mountainbiker und Skifahrer/Snowboarder. Jeder der vier muss auf seine Art 430 Meter Höhendifferenz überwinden, Tourengeher und Biker rauf, die anderen zwei runter. Gewinner? Wer auf Skiern/Board zuerst unten ist, dessen Team steht dann ganz oben. Mayrhofen, Zillertal; www.riseandfall.at

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PETER SANTER, BRIGITTE WALTL-JENSEN/VIERSCHANZENTOURNEE, RISE&FALL MAYRHOFEN/D.EBENBICHLER

Erdinger Arena, Oberstdorf; vierschanzentournee.com


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Winter Action bis 17. Dezember Skicross/ Snowboardcross Auf der Weltcupstrecke battlen sich die besten Athleten um die ideale Linie, auf der Bühne im Anschluss zwei Top-Acts um die Gunst der Fans. Während im Schnee die internationale Elite um den Sieg eifert, wird der musikalische Part zum Duell zwischen Deutschland, vertreten durch das Hip-Hop-Duo 257ers („Ich und mein Holz“), und Schweden, repräsentiert von den Rockgiganten Mando Diao. Silvretta/Montafon, montafon.at

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XICO UND MIRADORES DEL MAR VERACRUZ

1863 gegründet, zählt die Stadt heute mehr als 8 Millionen Einwohner. An der Küste (Golf von Mexiko) ist das Klima tropisch, in den Gebirgsregionen sind die Temperaturen mild – Vielfalt auf einer Fläche von 71.820 Quadratkilometern.

WARUM HIER? Xico ist eine hübsche Stadt am Fuße des imposanten erloschenen Vulkans Cofre de Perote. Miradores del Mar ist eine kleine Ortschaft fern der Touristenströme in einer nahezu unberührten Umgebung.


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CHOLULA UND PERICOS PUEBLA

Im Osten Mexikos, 1823 gegründet, zählt der Ort heute über 6 Millionen Einwohner. Hier stieß man auf die ältesten Zeugnisse des Maisanbaus.

WARUM HIER? Cholula bedeutet auf Nahuatl „Ort derer, die geflohen sind“. Es handelt sich um eine interessante präkolumbische Stadt im Herzen von Puebla. In Pericos herrscht eine besonders friedliche Atmosphäre, die in Kombination mit der dortigen klaren Luft ideal zum Bouldern ist und Boulderprobleme/-routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden verspricht.


TEPOZTLÁN UND YECAPIXTLA MORELOS

Der Name stammt von José María Morelos y Pabón, einer der Protagonisten der Unabhängigkeit Mexikos. Mit 4.893 Quadratkilometern handelt es sich um einen der kleinsten und am dichtesten besiedelten Bundesstaaten des Landes. Hier beginnt die Gebirgsregion, in der sich der Vulkan Popocatépetl befindet.

WARUM HIER? Es gibt zauberhafte Orte mit angenehmem Klima und alten Traditionen, malerische Städte und eine besonders schöne Landschaft.


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CREEL UND PEÑOLES CHIHUAHUA

Der größte Staat des Landes, mit einer Bevölkerung von mehr als 3 Millionen Einwohnern. Im Norden grenzt das Land an die Vereinigten Staaten. Der berühmte Burrito stammt aus dieser Gegend.

WARUM HIER? Creel liegt im Herzen der beeindruckenden Sierra Tarahumara und ist einer der wenigen Pueblos Mágicos im Norden von Mexiko. Peñoles gilt als eine der bekanntesten und interessantesten Kletterregionen des Landes. Die felsige Landschaft ist tatsächlich ein Traum und Anfang Frühling oder im Herbst kann man zudem perfekt zelten.


GUIDE

Read it Marcel Reif

TV-Kommentator, Sportjournalist, Buchautor: Der Fußballexperte hat dank seiner Leidenschaft und Präzision eine Fangemeinde – auch wenn seine scharfen Analysen mitunter das Publikum spalten. Diesmal muss Reif an Weihnachten denken, auch wenn er dabei nicht allzu sanft gestimmt ist.

JASCHON IST DENN

WEIHNACHTEN? 90

enauso atemberaubend schnell wie das Umschaltspiel der Hoffen­ heimer und Leipziger rast auch das Jahr 2017 auf die Ziellinie zu. Nun ist ja die stille Zeit dafür prädestiniert, Bilanz zu ziehen, zu reflektieren, gute Vorsätze zu erneuern und schlechte Gewohnheiten wieder mal endgültig abzulegen. Und natürlich Geschenke an seine Lieben zu verteilen. Was legt man aber dem FC Bayern unter den Weihnachtsbaum? Einem Ver Ver­ ein, der ohnehin alles hat und der erst kürzlich mit zu Recht stolzgeschwellter Brust verkündete, dass man soeben mit 640 Millionen einen neuen Umsatzrekord erwirtschaftet habe? Einen Jupp namens Heynckes haben sie ja schon bekommen. Der trägt zwar keinen Rauschebart, hat aber als Rächer aller frühzeitig pensionierten Fußball­ lehrer die sich unter Carlo Ancelotti im Dolce Vita suhlenden Bayern mit einem prallen Sack voller Erfahrung, Disziplin und bereits als anachronistisch emp­

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BLAGOVESTA BAKARDJIEVA

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Reif für die Bundesliga

fundener Arbeitsmoral molto rapidamente aufgeschreckt. Da kann man auch locker verkraften, dass die Merchandising­Abtei­ lung Ancelottis Bild im vorproduzierten Adventskalender wieder abkleben musste.

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as den Herren Hoeneß & Rum­ menigge durch das Comeback von Heynckes wirklich geschenkt wurde, ist Zeit. Zeit zur Erleuchtung, um die Koordinaten für die Zukunft des deut­ schen Branchenleaders abzustecken. Die Bayern werden sich entscheiden müssen, ob sie das große Spiel der Manchester Manchester­ Twins, von Real Madrid, Barcelona oder Paris Saint­Germain mitspielen wollen. Ob sie das Risiko nehmen, die unter Hoeneß zum Heiligen Gral erhobene öko­ nomische Vernunft über Bord zu werfen und sich an Transfers jenseits der James­ Rodríguez­Schmerzgrenze zu wagen. Und damit Gefahr laufen, die bajuwarische Identität und „Mia san mia“­Philosophie zu verlieren. Ein schmerzhafter Spagat, jedoch alternativlos. Außer man gibt sich damit zufrieden, sich nach Siegen über Celtic und Anderlecht feiern zu lassen. Bei allem Respekt: Soll das künftig die Messlatte sein? Will man es widerstands­ los schlucken, dass wechselwillige High Potentials wie Leroy Sané, Toni Kroos, Kevin De Bruyne, Ousmane Dembelé oder Naby Keïta die Bayern gar nicht mehr auf dem Zettel haben? Und: Wer beerbt Heynckes nach seinem Interregnum? Der hemdsärmelige Spielerversteher und Matchplaner Julian Nagelsmann, der grad mal ohne Ausweis Bier kaufen darf? Oder das asketische Taktikgenie Thomas Tuchel, dem ein spaßbefreites Verhältnis zur üppigen Münchner Wies’n­Kulinarik nachgesagt wird? Oder hat Hoeneß längst einen Wunschzettel ans Christkind ab­ geschickt, um Ralph Hasenhüttl an die Säbener Straße heim zu holen? Der BVB schien im Herbst lange wunschlos glücklich zu sein. Guardiola­ Lookalike Peter Bosz ließ mit einem furiosen Saisonstart die Erinnerung an Thomas Tuchel verblassen. Spektakel­ Fußball Marke Cruyff Cruyff­Offensive, koste es, was es wolle. Die in der Bundesliga gegen bestenfalls mittelmäßige Gegner heiß­ gelaufenen Dortmunder wurden in der Champions League eiskalt erwischt: Sogar Apoel Nikosia entschlüsselte den Bosz­Code, Aubameyang und Freunde dürfen im Frühjahr in der Europa League weitermachen. Sollten die Dortmunder Bosse ihrem wichtigsten Angestellten

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Je größer die Not, desto skurriler die Methoden: Viereckige Bälle, vom Trainer verordnetes Zähneputzen – wenn alle Stricke zu reißen drohen, ist jedes Mittel recht, um die Spirale des Grauens zu stoppen.

nicht bald doch eine unholländische Ausweitung seines Spektrums ans Herz legen? Gilt variables, situationselastisches Denken und Handeln nur für die Profis in kurzen Hosen?

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iese Sorgen sind RB Leipzig fremd. Nach Stotterstart läuft die Pressing­ maschine wieder wie geschmiert, die Neuzugänge Bruma und Augustin glänzen wie Blue Chips der Marke Dem­ belé. Dreifachbelastung? Kein Thema und keine Ausrede für Trainer Hasenhüttl, der sein Profil immer weiter schärft. Ziemlich vorbildlich, würde ich sagen, wie da im Osten gearbeitet wird. Einziger Wermuts­ tropfen: Timo Werner hat den irrsinnigen Aufwand wohl übertrieben, mit dem er sich in der Bundesliga, beim Confed Cup und in der Champions League zum großen WM­Hoffnungsträger hoch­ katapultiert hat. In Wolfsburg ist der ehemalige DTM­ Rennmechaniker Martin Schmidt ange­ treten, den Volkswagen­Verein ­­Verein wieder flottzumachen. Je größer die Not, desto skurriler die Methoden. So verordnete Schmidt seinen Profis Zahnpflege nach jedem Training, um angeblich freigesetzte Säuren zu neutralisieren. Kölns Peter Stöger, den ich wegen seiner sachlich­ unaufgeregten Art sehr schätze, ließ die Mannschaft mit eckigen Bällen trainieren. Wenn alle Stricke reißen, ist eben jedes

Mittel recht, die Spirale des Grauens zu stoppen. Und ich will Stöger gar nicht unterstellen, dass er damit vielleicht ziemlich pointiert seine Meinung über die Abschlussqualitäten seiner Spieler zum Ausdruck gebracht hat. Aus lauter Verzweiflung wurde dann im närrischen Köln auch noch die korrekte Reihenfolge des Rücktritts verwechselt: Sportdirektor Jörg Schmadtke dankte ab und ließ den verdutzten Stöger mit offensichtlich schlechtem Gewissen zurück. Bei so viel Aktionismus fällt fast unter den Tisch, dass Deutschlands Schieds­ richter eitel wie Pfaue aufeinander los­ gehen und, wie der HSV, dringend einen Mediator brauchen. Mäzen Klaus­Michael Kühne dreht den Geldhahn zu, der Trainer beschwert sich über den Kader – werde ich es noch jemals erleben, dass der (poten­ tielle) Topklub seine Resistenz gegen den gesunden Menschenverstand ablegt?

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undestrainer Jogi Löw und der neue DFB­Superminister Oliver Bierhoff könnten hingegen sechs Monate vor der WM in Russland eigentlich besoffen sein vor Glück: Die Nationalmannschaft bleibt der Leuchtturm des deutschen Fuß­ balls. Was soll man sich noch wünschen, wenn die Mannschaft durch die WM­Qua­ lifikation spaziert wie ein heißes Messer durch die Butter und auch die B­Elf kon­ kurrenzfähig genug war, um den Confed Cup zu gewinnen? Der sich selbst immer wieder neu erfindende Löw wird höchs­ tens einen Würfelbecher benötigen, damit er aus einem Pool von hochtalentierten 50 Mann die richtigen 23 für Russland herausfiltert. Und trotzdem muss man sich um die heimische Liga sorgen, auch wenn die nächste Ernte an hoffnungsvollen Spielern bereits gesät ist. 12 Niederlagen gab es bis Anfang November in den 24 Spielen der aktuellen Saison für die Bayern, den BVB, Leipzig, Hoffenheim, Köln und Hertha in den europäischen Klubbewerben. Im UEFA­Ranking liegt man damit jenseits von Gut und Böse hinter Griechenland, Aserbaidschan, Bulgarien, Zypern, Israel und … Österreich. Bei allem Respekt: inakzeptabel! Offensichtlich ist die Bundesliga doch nicht so gut, wie man uns immer wieder eintrichtern wollte. Ja ist denn schon Weihnachten?, würde Franz Beckenbauer sagen. Oder klingt das in den Ohren der verwöhnten deutschen Fußballfans nicht doch eher wie Aschermittwoch?

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TECHSPECS Kühlfächer: 257 l Gefrier fächer: 109 l B 59,5 × H 201 × T 65,5 cm Ener gieeffizienzklasse: A+++ Spek tr um von A+++ bis D

... TUTTI FRITTI! TECHSPECS Heißluf t technologie Leistung: max. 2.100 W Füllmenge: 1.200 g Spülmaschinenfest

PHILIPS AIRFRYER XL FRITTEUSE Dein Lieblingsgemüse hat nun das Zeug zum Superfood: Die Airfryer XL Fritteuse macht Pommes mit Heißluft außen schön knusprig und frittiert sie innen zart. Das Gesunde: Du sparst bis zu 80 % Fett. PERFEKT FÜR DICH, WENN … … Frittiertes deine Grundnahrung ist.

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... Pasta bene! PHILIPS NUDELMASCHINE

DIE BIRNE AN! WAS WÄRE, WENN die Weihnachtsgans dieses Jahr sogar Omi vom Hocker hauen soll – was ist zu tun? RALF JAKUMEIT SAGT: Ganz einfach. Koch sie im „Rocking Chefs“-Style!

Ob Spaghetti, Fettuccine, Tagliatelle – mit dem Philips Pastamaker bastelst du deine Nudeln nach Maß. In nur 10 Minuten presst er aus dem Teig 300 Gramm Nudeln auf den Teller. Automatisch. PERFEKT FÜR DICH, WENN … … Pastafari deine Religion ist.

9 SCHRITTE ZUR WEIHNACHTSGANS

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TECHSPECS 8 Nudel-Aufsätze 2 Messbecher Integrier te Waage

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Inkl. Rezepthef t

... heiss, heiss, Baby!

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BAUKNECHT HEISSLUFTBACKOFEN Der BIR 4 DH 8 F2PT kommt auch ohne Vorspiel auf Touren: Seine PowerHeißluft macht das Vorheizen unnötig. AutomatikProgramme wie „Teig gehen lassen“ oder „Pizzabacken“ erledigen den Rest. PERFEKT FÜR DICH, WENN … … du schneller zum Genuss willst.

TECHSPECS

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7 traditionelle Funktionen, 8 Automatik-Programme Integrier te Reinigung Nischenbreite: 56 cm Energieeffizienzklasse: A+ Spektrum von A+ bis D

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UNSER ADVENTSGEWINNSPIEL

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Mach dir ein Weihnachtsgeschenk! Mit etwas Glück gewinnst du die passenden Küchenhelfer für dein „Rezept zum Glück“. Bis 22. 12. 2017 verlosen wir jede Woche neue und coole Preise. Mitmachen auf: www.koch-mit.de/advent

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Füllen: Zwiebel, Knoblauch, Kürbis, Lauchzwiebel und Ingwer mit Äpfeln, Lebkuchen, Brezeln und verquirlten Eiern mischen und abschmecken. Würzen: die Innereien der Gans zerkleinert mit der Füllung vermengen. Ihr Fett in den Bräter geben. Die Gans innen und außen mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Zucker würzen. Zuschneiden: die Flügel am oberen Knochen einschneiden und am Gelenk abtrennen. Die Haut am Hals lösen, zurückstülpen, den Schlossknochen herausschneiden – so gelingt später das Tranchieren besser. Stopfen und Nähen: die Gans mit der Füllung stopfen und mit Küchengarn zunähen. Keulen und Flügel mit Garn fixieren, damit die Gans in Form bleibt. Garen: 200 °C Umluft vorheizen. Die Gans mit Gemüse in den Bräter legen, mit Rotwein und Bier übergießen und Wasser auffüllen. Zuerst 20 Minuten bei 200 °C, dann weitere 25 Minuten bei 150 °C. Danach Gans drehen. Duschen im Saft: den Bräter wieder für 20–30 Min. in den Ofen. Die Gans alle 20–30 Min. mit dem eigenen Saft übergießen. 8–10-mal wiederholen. Knusprige Haut: danach die Gans auf ein Backblech bei 80 °C. Einen Spalt offen lassen, damit der entweichende Dampf die Haut schön knusprig macht. Saft aufkochen: die Sauce im Bräter am Herd aufkochen. Nach dem Fett-Abschöpfen passieren und mit Soja- und Austernsauce abschmecken. Gans tranchieren: für jeden Gast ein Stück Keule und Brust mit Füllung und Sauce anrichten. Frohe Weihnacht(sgans)!

Das Rezept wird in der Kochshow zubereitet – am 18. 12. um 18.30 Uhr auf koch-mit.de/live-kochshow


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ÖSTERREICH GREGOR SCHLIERENZAUER Der erfolgreichste Ski­ springer der Gegenwart erzählt vom schwierigsten Comeback seiner Karriere.

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Ihr neuer Thriller spielt im Frankfurter Gangster-Milieu. Aber wie viel GangsterMilieu steckt in Moritz Bleibtreu, Edin Hasanovic und Kida Ramadan? Ein Gespräch mit den drei Kino-Stars über Karriere, Ladendiebstahl und die Ratschläge ihrer Mütter. I N T E RV I E W: RÜ D I G E R S T U R M F O T OS : DAV I D F IS C H E R

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„Verrückt … sprachlos … jetzt geht’s ab zur Siegerparty.“ Kurt Sorge, inzwischen 29, Sieger des Red Bull Rampage 2017, informiert Sekunden nach der Zieleinfahrt über seine Gefühlswelt.

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ÜBERZEUGT. VON ANFANG AN. Der neue T-Roc mit optionalem 4MOTION Active Control. Wer Neuland betreten will, sollte auf einiges vorbereitet sein. Deshalb stehen Ihnen im neuen T-Roc mit optionalem 4MOTION Active Control unterschiedliche Fahrprofile zur Verfügung. So können Sie auch abseits der Straße selbstbewusst auftreten – nicht nur optisch.

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