Weniger Bürger, aber mehr Sorgen

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Chalandamarz Foto: paparazzo erwin

VAL MÜSTAIR - Der Chalandamarz im Val Müstair ist ein traditioneller Frühlingsbrauch, mit dem am 1. März der Winter vertrieben und der Frühling willkommen geheißen wird. Heuer beteiligten sich am 1. März erstmals Kinder aus dem gesamten Val Müstair am Kinderfest. Es wurde mit Kuhglocken geschellt, gesungen und mit Peitschen geknallt. Im Bild der Start des Umzuges in Tschierv. RED

LESERBRIEFE

Südtirol braucht die Ökowende bis 2030! Zorn und Ärger sind keine guten Ratgeber! Anstatt den Überbringer schlechter Nachrichten wie das Umweltinstitut München in Misskredit zu bringen, sollte die Südtiroler Landwirtschaftspolitik endlich die negativen Auswirkungen von chemisch-synthetischen Pestiziden auf Umwelt und Gesundheit der Menschen ernst nehmen. Seit Jahren zeigen Messdaten, dass chemisch-synthetische Pestizide weit über die eigentlichen Zielgrundstücke hinaus auffindbar sind. So wurden südtirolweit auf Kinderspielplätzen, auf Bioflächen oder in Wohngebieten Pestizid-Cocktails gemessen, die dort nichts verloren haben. Das Bienensterben, der gravierende Rückgang von Schmetterlingen und Hummeln sind in Südtirol eindeutige Hinweise für einen ökologischen Konflikt, der zwischen der industriellen Landwirtschaft, Tourismus und Wohnen zu eskalieren droht. Daher ist Südtirol gut beraten, sich mit voller Kraft auf die Ökowende 2030 zu konzentrieren und alle Maßnahmen zu treffen, den exzessiven Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden einzuschränken und schrittweise bis zum Jahr 2030 aus der Pestizid-Wirtschaft auszusteigen. DIE GRÜNE FRAKTION IM LANDTAG (HANSPETER STAFFLER, BRIGITTE FOPPA, RICCARDO DELLO SBARBA), BOZEN, 08.03.2019

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DER VINSCHGER 09/19

Auch Anrainer der Stilfser Joch Straße haben ein Anrecht auf Wohnqualität Kürzlich wurde eine Gruppe Anrainer der Hauptstraße in Prad am Stilfser Joch beim Gemeindeausschuss vorstellig, um ihre Anliegen zum Thema Verkehrssicherheit an der Stilfser Joch Straße vorzubringen. Dieses Thema wurde seit über 10 Jahren immer wieder angesprochen. Die Situation hat sich seither extrem verschärft und Maßnahmen sind aus Sicht der Anwohner unabdingbar. Nachdem von Seiten der Anwohner konkrete Vorschläge zum Thema Verkehrsberuhigung, Lärmreduzierung, Verkehrssicherheit und entsprechende Kontrollen sowie Fragen zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen gestellt worden waren, hatte die Gemeindeverwaltung das Wort. Dabei wurde das Problem des stetig wachsenden Verkehrsaufkommens auf der Hauptstraße mit dem Verweis auf erheblich höhere Fahrzeugzählungen auf der Vinschger Staatsstraße in Reschen, Spondinig und auf der Töll heruntergespielt. Auch könne der Dorfpolizist nicht an allen Orten zugleich präsent sein, um etwaige Kontrollen durchzuführen. Man habe bereits einige Speed-Check-Boxen und Fahrbahnteiler installiert, um den Verkehr zu verlangsamen. Den Anrainern wurde zugesichert, dass elektronische Tafeln zur Geschwindigkeitsanzeige angefordert worden seien. Wann

diese installiert werden, wollte man nicht sagen. Auch zur geforderten Reduzierung des Geschwindigkeitslimits wurden keine Zusagen gemacht. Auf die Frage nach einem nachhaltigen Mobilitätskonzept unter Einbindung der Anrainer im Hinblick auf die „Erlebnisstraße Stilfser Joch“ wurde mitgeteilt, dass dies Aufgabe der noch zu gründenden Betreibergesellschaft sei. Was den Schluss zulässt, dass für die Prader Gemeindeverwaltung eher kostenintensive Lösungen statt einfacher Maßnahmen wie z.B. Reduzierung des Geschwindigkeitslimits und regelmäßige Kontrollen auch an Wochenenden und Feiertagen, verhandelbar sind. Schließlich wurden die Anrainer darauf verwiesen, dass die Anhörung nun zu Ende sei, weil im Ausschuss noch wichtige Fragen zu besprechen sind. Die Anwohner der Stilfser Joch Straße planen nun für die Zeit der Sommeröffnung einige Aktionen, um auf das Verkehrsproblem aufmerksam zu machen.

fordern, die Parkplatzsituation im Bereich des Krankenhauses Schlanders zu überdenken. Meiner Meinung nach sind Parker der beiden zahlungspflichtigen Parkplätze zu 70% Besucher/Patienten des Krankenhauses. Viele kommen von auswärts. Eine genaue Dauer der Arztvisiten und/ oder Untersuchungen ist nicht voraussehbar und so passiert es allzu schnell, dass die bezahlte Parkdauer überschritten wird. Wenn man einmal während der Behandlung ist, hat man auch keine Möglichkeit mehr, den Wagen zu verstellen bzw. nachzuzahlen. Es geht nicht an, dass die übereifrigen Ortspolizisten nur darauf warten, bis die eingegebene Parkdauer auch nur kurz überschritten ist. Hier muss eine kundenfreundlichere Regelung mit höherer Toleranzgrenze vorgesehen werden oder auf andere Möglichkeiten (Sonderticket vom Krankenhaus, über Handy aufladbare Parkscheine etc.) gefunden werden. Man hat nämlich so den Eindruck, neben physischen Schmerzen BERGER GERDA UND MAURER RUDOLF (IM und medizinischen UnannehmNAMEN VON 9 UNTERZEICHNERN), PRAD, lichkeiten auch noch extra zur 03.03.2019 Kasse gebeten zu werden. Eine galante Lösung bzgl. Parkticket wäre meines Erachtens auch eine Parkplatzsituation beim Mindestgebühr für 3 Stunden. Krankenhaus überdenken Das würde sicher jeder Parker viel lieber bezahlen, als einen Ein heutiges Strafmandat möch- Strafbescheid zu kassieren und te ich zum Anlass nehmen, die in 3 Stunden können die meisten Verwaltung der Gemeinde KH-Visiten und Besuche erledigt Schlanders und die Verantwort- werden. lichen des gemeindeübergreifenden Ortspolizeidienstes aufzu- FRANZ G. ANGERER, KORTSCH, 08.03.2019


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