Die Winterruhe trügt

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Wann wird der Strom günstiger? Über den derzeitigen Stand der Dinge beim Vinschgauer Energiekonsortium VEK und der Stromverteilung im Obervinschgau informierte VEK-Obmann Alexander Telser. In Schluderns seien bisher über 509 VION-Verträge abgeschlossen worden: 201 Verträge als Mitglied der Genossenschaft und 308 Verträge als

Nichtmitglied. Telser informierte auch über den geplanten Ankauf der Primärkabine in Glurns von der Edyna zu einem Preis von ca. 2,2 Mio. Euro: „Wir hoffen, dass die Gemeinden innerhalb März dem Ankauf zustimmen und die Geldmittel dafür bereitstellen.“ Auf die Frage von Brigitta Stecher Parth, ob der Strom nicht bald günstiger wird („das sollte ja das Ziel des Ganzen sein“),

meinte Telser: „Hier sind uns die Hände irgendwie gebunden, denn Begünstigungen können wir nur für den effektiven Strompreis vorsehen und dieser macht nur rund ein Drittel des Gesamtpreises aus.“ Kritik übte Franz Kofler (Dorfliste) daran, dass das VEK Statutenänderungen vorgenommen hat, ohne vorab die Gemeinderäte damit zu befassen. Laut Kofler wäre eine Miteinbeziehung

der Gemeinderäte verpflichtend gewesen. „Früher waren nur die Gemeinden und Energiegenossenschaften Mitglieder und jetzt beläuft sich die Mitgliederanzahl auf weit über 1.000“, so Kofler. Er erinnerte auch daran, dass die Gemeinden dem VEK beim Ankauf des zig Millionen Euro teuren Stromnetzes viel Vertrauensvorschuss gegeben haben. Telser konterte, dass er von keiner gesetzlichen Vorgabe in Kenntnis sei, wonach Statutenänderungen den Gemeinderäten zu unterbreiten wären. Das Stromnetz sei von den Gemeinden angekauft worden und verbleibe in deren Besitz. Es seien die Untervinschger Gemeinden gewesen, die auf die Statutenänderungen gedrängt hätten, „weil man befürchtete, dass die Einnahmen aus der Beteiligung am Zufritt-Stausee zur Deckung eventueller Defizite im Obervinschgau verwendet werden könnten.“ Das VEK und VION seien daher organisatorisch und buchhalterich voneinander getrennt worden. SEPP

Antrag angenommen

- Dem Beschlussantrag von Monika Gunsch (Mitnond Freie Liste Schluderns) und Franz Kofler (Bild rechts), 2 Parkplätze vor der Raiffeisenkasse in der Kugelgasse als Parkplätze für Menschen mit Beeinträchtigung bzw. Zubringerdienste zu kennzeichnen (siehe Fotomontage im Bild links) stimmte der Gemeinderat mit Ausnahme von Edwin Lingg einhellig zu. Lingg begründete sein Nein nicht damit, dass er gegen SCHLUDERNS

die Kennzeichnung sei, „sondern wegen der Art und Weise, diese Kennzeichnung mit einem Beschlussantrag zu fordern.“ Der Bürgermeister kündigte an, dass die Kennzeichnung im Frühjahr SEPP erfolgen wird.

DER VINSCHGER 04/18

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