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Offenblatt 41/2025

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UNSER AMTSBLATT

30. November 2025

www.offenblatt.de

Eva Mendelsson (hier mit ihrem Enkel) ist neue Ehrenbürgerin: Seite 3

Foto: Stadt

Foto: Dimitri Dell

Ausgabe Nr. 41

Neu in der Seelsorgeeinheit: Seite 7

Ein Lernort, viele Bedarfe Nach langem Umbau: Eichendorff-Gemeinschaftsschule neu aufgestellt SCHULE sni Die Eichendorff-Ge-

meinschaftsschule ist die erste und bisher einzige Gemeinschaftsschule (GMS) in Offenburg. In einem rund siebenjährigen Umbauprozess wurde sie nicht nur saniert, sondern speziell auf die Anforderungen dieser Schulform zugeschnitten. Die Stadt Offenburg investierte dafür rund 20 Millionen Euro und schuf moderne Klassenräume, offene Lernzonen und eine zeitgemäße digitale Ausstattung. „Im Mittelpunkt des pädagogischen Konzepts steht das Kind“, erklärt Rektor Thomas Würthle. Lehrkräfte agieren an einer GMS als Lernbegleiter*innen, die individuelle Lernwege vorbereiten und in Coaching-Gesprächen unterstützen. Flexibel nutzbare Lernräume und vielfältige Aufgabenformate entsprechen den unterschiedlichen Lerntypen. Von Ruhebereichen über Partnerarbeit bis zu digitalen Angeboten wie Erklärvideos findet jedes Kind die passende Lernform. Lernen erfolgt dabei immer im Dialog – Austausch und Reflexion gehören fest dazu. An drei Nachmittagen findet Ganztagsbetrieb statt. Ein weiterer Nachmittag dient den Lernbegleiter*innen als „Kooperationszeit“ für Schul- und Unterrichtsentwicklung, neue Lernstrategien und Absprachen zu allen drei Niveaustufen. „Diese Niveaus – grundlegend (G), mittleres (M) und erweitertes (E)

Der neu gestaltete Hof der Startchancen-Schule.

– können die Schülerinnen und Schüler für jedes Thema individuell wählen“, erklärt die erste Konrektorin Heike Joggerst. Die Entscheidung über den angestrebten Schulabschluss falle mit Eltern und Lernbegleitenden am Ende der Klasse 8. Die Schule versteht sich als gemeinschaftlicher Lernort, an dem Kinder aus rund 30 Nationen miteinander leben und lernen. Zwei Vorbereitungsklassen (VKL) unterstützen Kinder ohne deutsche Herkunftssprache beim Ankommen. Partizipation spielt eine große Rolle: Schulversammlungen, eine aktive SMV und gemeinsame Projekte – etwa die Einführung einer „handyfreien Zone“ – fördern demokratische Mitgestaltung.

Zusätzliche Förderung Als Startchancen-Schule erhält die Eichendorff-Gemeinschaftsschule zusätzliche Mittel, um Lern- und Entwicklungsangebote gezielt auszubauen. An der EichendorffSchule fließen diese Mittel

Foto: Sester

unter anderem in kulturelle Aktivitäten, musikalische Angebote sowie außerschulische Lernorte wie Naturprojekte. Ziel ist es, die Lernvoraussetzungen zu stärken und den Schüler*innen Impulse über den Unterricht hinaus zu geben. Zugehörigkeit spüren, Kompetenz und Selbstwirksamkeit erfahren, das sind Voraussetzungen für Lernen. Zusätzlich trägt die Schule das BoriS-Siegel, eine landesweite Auszeichnung für besonders gelungene Berufsorientierung. Die Eichendorff-Schule bietet hierzu ein breites Spektrum an Maßnahmen – etwa eine eigene Berufsinfomesse. Betriebserkundungen, Praktika und individuelle Beratungsgespräche begleiten beim Übergang in Ausbildung oder auf weiterführende Schulen. So präsentiert sich die Eichendorff-Gemeinschaftsschule heute als moderner, offener Lernort, der Vielfalt lebt und Kindern individuelle Wege ermöglicht – ein starkes Zeichen für Bildung in Offenburg.

+++ Die Sparkasse hat ihre Energieversorgung auf Fernwärme umgestellt: Seite 2 +++ Stadtgesichter: Heute stellen wir Hans-Jürgen Jäger von der Friedhofsverwaltung vor: Seite 7 +++ Die TBO verkaufen auch Christbäume: Seite 11 +++

Große Besorgnis BAHN Mit „großer Besorgnis

und Unverständnis“ haben u.a. OB Marco Steffens und Landrat Thorsten Erny auf die mit dem Fahrplanwechsel der Bahn verbundene Reduzierung der Fernverkehrshalte in Offenburg und Lahr reagiert. In dem Schreiben vom 20. November an die Konzernbevollmächtigte für BadenWürttemberg der DB, Clarissa Freindorfer, geht es u.a. um die Streichung von acht Halten in Offenburg: „Diese Entwicklung erfüllt uns mit großer Sorge“, so die Unterzeichner des Schreibens. Die Entscheidung sei unverständlich, da wesentlich kleinere Halte erhalten würden und sich zum Teil am Fahrplan keine sichtbaren Veränderungen ergäben: „Wir appellieren daher eindringlich an Sie, die Entscheidung zu überdenken.“

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