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Offenblatt 37/2025

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UNSER AMTSBLATT

Ausgabe Nr. 37

2. November 2025

Foto: Gregotsch

Archiv: Stadt Offenburg

www.offenblatt.de

Mehr Artenvielfalt und weniger Pflegeaufwand: Seite 2

Den Weg freimachen: Seite 3

+++ Deutsch-französischer Austausch wird bei der Kunstschule großgeschrieben: Seite 4 +++ In Gurs wurde an die Deportation vor 85 Jahren erinnert: Seite 5 +++ Der Treff am Mühlbach wurde vor 30 Jahren gegründet: Seite 12 +++

Bundespräsident a. D. im Salmen „In kurzer Zeit viel dazugelernt“: Joachim Gauck spricht mit Jugendlichen und Unternehmern SALMEN cl Der ehemalige Bun-

despräsident Joachim Gauck hat in der vergangenen Woche die Gedenkstätte Salmen besucht. Oberbürgermeister Marco Steffens hieß das frühere Staatsoberhaupt in der Freiheitsstadt Offenburg willkommen und verband mit seiner Begrüßung das Leitmotiv „Freiheit“. Es habe Gaucks Leben und besonders auch seine Zeit im höchsten Staatsamt geprägt. „Mit der Verabschiedung der 13 Forderungen 1847 als erstem Grundrechtekatalog in deutscher Sprache bildet der Salmen einen Glanzmoment der deutschen Geschichte ab. Die Verwüstung der im Salmen befindlichen Synagoge 1938 durch einen nationalsozialistischen Mob bildet dagegen einen Tiefpunkt. Das Haus zeigt damit die besten und die schlimmsten Seiten der deutschen Geschichte“, erläuterte der Oberbürgermeister.

„Nehmen wir doch zwei junge Leute mit aufs Bild“, schlug Bundespräsident a. D. Joachim Gauck (M.) nach dem Eintrag ins Goldene Buch vor. Von links: Sparkassen-Chef Jürgen Riexinger, Volleyballerin Leni Peters, Alt-Präsident Joachim Gauck, Badminton-Spielerin Lilith Funken, Oberbürgermeister Marco Steffens. Foto: Ditfurth

engagierten Jugendlichen und Offenburger Unternehmerinnen und Unternehmern, bevor es zu einem weiteren, noch umfangreicheren Gesprächsformat vor großem Publikum in der Oberrheinhalle ging.

damaligen DDR unterstützte Joachim Gauck die Bürgerrechtsbewegung in Rostock und darüber hinaus. 1990 wurde er Abgeordneter in der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR.

Doppelte Botschaft

Für Bürgerrechte

„Gauck-Behörde“

Joachim Gauck zeigte sich beeindruckt: „Ein Gebäude mit einer doppelten Botschaft“, sagte er mit Blick auf den Salmen. „Ich habe in sehr kurzer Zeit sehr viel dazugelernt.“ Großes Interesse zeigte Gauck an der jüngst stattgefundenen Aufnahme Offenburgs in das Netzwerk der Verfassungsstädte. Nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Offenburg traf er sich zu einer Gesprächsrunde mit ehrenamtlich

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock geboren. Seine Familie war streng gegen das DDR-Regime eingestellt. Nach dem Studium der Theologie wurde Gauck evangelischer Pfarrer in Mecklenburg (Lüssow und Rostock). Sein ursprünglicher Berufswunsch war Journalist. Dies war unter dem DDR-Regime nicht in unabhängiger Form möglich. Vor und während der friedlichen Revolution 1989 in der

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands war er zehn Jahre lang „Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes“ der früheren DDR. Seine Dienststelle wurde als „Gauck-Behörde“ bekannt. Von 2012 bis 2017 war Gauck der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Er äußerte sich immer wieder meinungsstark zur Tagespolitik.

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