Skip to main content

Offenblatt 30/2025

Page 1

UNSER AMTSBLATT

Ausgabe Nr. 30

www.offenblatt.de

Die Reihe „Klimafit im Quartier“ geht weiter: Seite 7.

Foto: Marx

Der Chatbot kommt an: Seite 11.

14. September 2025 +++ Revisionsarbeiten im Innenbereich des Freizeitbads: Seite 2 +++ Mehr zum Klimaanpassungskonzept der Stadt: Seite 3 +++ In Bühl wird das neue Bürgerhaus eingeweiht: Seite 9 +++ Die Hauptlese hat begonnen: Seite 12 +++

So kam Amerika zu seinem Namen Der „Taufschein“ des Doppelkontinents liegt in Offenburg – Themenschwerpunkt im Museum

Donnerstag, 6.11. um 19 Uhr Lebkuchengewürz und „neue“ Kontinente: Globalisierung vor 500 Jahren

GESCHICHTE cl Warum heißt

Amerika eigentlich nicht „Kolumbien“ – nach seinem ErstEntdecker Christoph Kolumbus? Des Rätsels Lösung: Der „Taufschein“ Amerikas liegt in Offenburg – genauer im Museum im Ritterhaus. Es handelt sich um eines von wenigen Originalen einer Segment-Karte aus dem Jahr 1507, erstellt von dem Kartographen Martin Waldseemüller, der damals in Sankt Didel , dem heutigen Saint-Dié-des-Vosges, im Herzogtum Lothringen wirkte. Er benutzte erstmals die Bezeichnung „Amerika“ für die Neue Welt.

„Medienrevolution“ Namenspatron war der im Auftrag spanischer und portugiesischer Höfe reisende Entdecker Amerigo Vespucci italienischer Herkunft. Er hatte – im Gegensatz zum ebenfalls aus Italien stammenden Christoph Kolumbus – erkannt, dass es sich bei dem neu entdeckten Land um einen eigenen Kontinent handelte. Die Waldseemüller-Karte fand rasch weite Verbreitung, nicht zuletzt auch dank einer „Medienrevolution“, der damals noch neuen Drucktechnik mit beweglichen Lettern. Die Segmentkarte, die sich zu einem Globus falten ließ, war Teil eines „Medienpakets“, bestehend aus einer Weltkarte in zwölf Teilen, einem kleineren Bastelbogen – der Globussegmentkarte – und

Mittwoch, 12.11. um 19 Uhr „Die Wiederentdeckung: Wie ein Pater die verschollene Geburtsurkunde Amerikas wieder fand“, Philipp Schöbi

Modell der Waldseemüller-Karte. Zusammengefaltet ergibt sie einen Globus. Rechts unten Amerika in der vor 500 Jahren bekannten Form. Foto: Fichtner

Erläuterungen in Buchform. Mit dem Werk setzte sich in der breiten Öffentlichkeit der Name „Amerika“ durch – auch international. Das Offenburger Exemplar ist eines von vier erhaltenen Originalen. Es wurde 1993 als Teil eines Buchumschlags in der humanistischen Bibliothek entdeckt. Ein weiteres Exemplar ist im Besitz der Kongressbibliothek in der US-Hauptstadt Washington.

550. Geburtstag – ungefähr Das Geburtsdatum des aus Wolfenweiler am Kaiserstuhl stammenden Martin Waldseemüller ist nicht genau bekannt. Schätzungen gehen von circa 1475 aus. Somit könnte sich dieses Jahr der Geburtstag zum 550. Mal jähren. Grund genug für das Offenburger Museum, die Waldseemüller-Karte und ihren Urheber für einige Monate in den Mittelpunkt zu stellen.

Schulklassen können folgende Kurse buchen, die sich mit Themen rund um die Waldseemüllerkarte befassen: – Die Macht der Karten – Druckwerkstatt – Die Humanistische Bibliothek

Eintritt zwischen 4 und 5 Euro. Anmeldungen und Buchungen von Führungen und Kursen sind möglich unter Tel. 0781 82 2460 oder museum@offenburg.de. Kurse für Kinder und Führungen im Rahmen des Formats „Kulturpause“ werden in der Tagespresse und im Internet unter www.museum-offenburg.de angekündigt.

Vorträge und Führungen: Dienstag, 30.9. um 19 Uhr „Waldseemüller und seine Amerikadarstellung: Geographie im Dienst politischer und wirtschaftlicher Großmächte“, Martin Lehmann Donnerstag, 2.10. um 19 Uhr, Sonntag, 26.10 um 11 Uhr Sonntag, 2.11. um 11 Uhr Wie die Waldseemüllerkarte nach Offenburg kam Sonntag, 12.10. um 11 Uhr Offenburg als Reichsstadt Dienstag, 28.10. um 19 Uhr Roman-Lesung „Der Meister der Karten“, Johanna von Wild

BAU- & RENOVIERUNGS-

WIR VERWIRKLICHEN IHRE VORSTELLUNGEN RUFEN SIE UNS AN!

0781 7872-902 bauservice@wackergruppe.de www.wackergruppe.de


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook