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DOSSIER Die Wallonische Region setzt auf Windkraft: Ziel 2020 verschafft der Branche Auftrieb AWEX: Exportpreise 2012 Tourismus Vier wallonische Zechen sind UNESCO Weltkulturerbe


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VORWORT

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Liebe Leserinnen und Leser, das neue Jahr hat bereits begonnen und damit ist es höchste Zeit, Ihnen Glück, Gesundheit und Erfolg für 2013 zu wünschen und die Schwerpunkte unseres internationalen Aktionsplanes vorzustellen.

DOSSIER Die Wallonische Region setzt auf Windkraft: Ziel 2020 verschafft der Branche Auftrieb AWEX: Exportpreise 2012 Tourismus Vier wallonische Zechen sind UNESCO Weltkulturerbe

INHALTSVERZEICHNIS 2 VORWORT 3-9 DOSSIER 3-7

ZIEL 2020 verschafft Xx der X Windkraftbranche Auftrieb 10 8

Xx Business Assistance

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Xx Ing Consult Visio

12 10

Xx Medical iStar

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Xx Chapellerie Herman

12-13 14 Exportpreise INVESTIEREN IN2012 DER WALLONIE

Xx 14 INVESTIEREN IN DER WALLONIE 15 Janssen WBT Pharmaceutica

Meet in Belgium - Wallonie 15 Bruxelles WBT Tourisme (WBT) 16

Vier wallonische Zechen sind Agenda Weltkulturerbe UNESCO

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Agenda

Die AWEX hat abermals ein geografisch und sektoriell sehr breit gefächertes Angebot an potenziellen Exportmärkten ausgearbeitet: Wir prospektieren in 75 Ländern und 25 Sektoren nach neuen Absatzmärkten und werden, über das ganze Jahr verteilt, 185 Aktionen auf die Beine stellen, unterstützt von unseren 108 Handelsattachés vor Ort. Noch mehr als im Vorjahr liegt der Fokus auf neue aufstrebende Märkte außerhalb der EU-15: 68 % des Aktionsprogrammes richtet sich auf diese Länder, wobei die so genannten BRICS-Staaten besonders intensiv bearbeitet werden. Auch auf die „Nächsten 12“, darunter die Türkei, Argentinien, die Philippinen, Thailand oder noch Vietnam und Mexiko, haben wir bereits unser Augenmerk fallen lassen. Mit fast einem Viertel ihres gesamten Aktionsplans deckt die AWEX die Märkte in Fernost ab. Die AWEX hat sich ebenfalls vorgenommen, Unternehmen aus hochtechnologischen Branchen zu unterstützen. In diesen Sektoren wächst zur Zeit eine neue Generation wallonischer Unternehmen heran, innovativ und dynamisch, die die Exportagentur mit einem Anteil von 40 % des Aktionsprogramms unterstützt. Weil viele KMU in der Wallonie ein Exportpotenzial haben, dass sie aus Mangel an Zeit und Mitteln nicht ausnutzen, haben wir ein flexibles und praktisches Incentive-Programm ausgearbeitet (Web2.B)/ Wir bieten den Unternehmern einen Exportcoach, der sie gezielt auf die Eroberung eines neuen geografischen Markts vorbereitet. Das Programm ist ein voller Erfolg! Weil es, wie uns die Unternehmer selbst versicherten, ihnen die Mittel zur Verfügung stellt, konkret über Partnerschaften und Perspektiven nachzudenken und das Auslandsgeschäfts endlich anzugehen. Weil die wallonische Regierung die Windkraft als Energie der Zukunft demnächst in ihrer Gesetzgebung verankert und ein klarer regulatorischer Rahmen dem Sektor neuen Auftrieb geben wird, stellen wir Ihnen die Entwicklung der Windenergie in der Wallonie und die Unternehmen der Windenergiewertketten, die im Februar auf der EWEA in Wien zu Gast sein werden. Ich wünsche Ihnen viel Spaβ bei der Lektüre.

Philippe Suinen Hauptgeschäftsführer der Wallonischen Exportförderungs- und Auslandsinvestitionsagentur Belgiens

Wallonia-export: Januar 2013 Wallonische Exportförderungs- und Auslandsinvestitionsagentur Belgiens Verantwortlicher Herausgeber: Philippe Suinen, Hauptgeschäftsfürer AWEX 2, place Sainctelette - 1080 Brüssel Tel.: +32 (0)2 421 82 11 - Fax: +32 (0)2 421 87 87 E-Mail: mail@awex.be www.wallonia-international.be

COPYRIGHTS DER FOTOS Der Herausgeber hat die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der Autorenrechte der Personen beachtet, die Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben. Für etwaige Beanstandungen bittet der Herausgeber, sich mit ihm in Verbindung zu setzen.

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COLOFON Redaktioneller Entwurf, Design, Produktion & Koordination: De Visu Digital Document Design. Redaktion: Martina Luxen Druck: IPM


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ZIEL 2020 verschafft der Windkraftbranche Auftrieb

Für 2020 hat sich die Regierung der Wallonischen Region überaus ehrgeizige Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien gesteckt: Die Kapazität der Windturbinen soll von gegenwärtig 543 MW auf 2000 MW pro Jahr aufgestockt werden. Ein Kraftakt sondergleichen: Indem das Windenergieziel einerseits die Nachhaltigkeit fördert, verschafft es den wallonischen Unternehmen andererseits neuen Auftrieb.

Als im November 2009 in Estinnes bei Mons die damals größten Windturbinen in der Entwicklungsgeschichte der Windindustrie offiziell in Betrieb genommen werden, hat sich sogar EU-Energiekommissar Andris Piebalgs auf die herbstlichen Äcker begeben, um dieser Premiere beizuwohnen. Seitdem ragen dort 11 Windturbinen über 140 m hoch in den Himmel. Ihre Flügel messen 127 m anstatt der üblichen Länge von 40 bis 90 m und ihre Produktionsleistung liegt bei ca. 7 MW. Seitdem die mit EU-Geldern geförderten ersten Megaturbinen vor vier Jahren in Estinnes aufgerichtet wurden, ist der Windturbinenpark in der Wallonie stetig gewachsen. Laut Tweed, dem

wallonischen Unternehmens- und Expertisezentrum für Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung, zählt die Wallonie 247 Windturbinen, verteilt über 52 Windkraftanlagen (Daten vom 27.06.2012). Heute sind sie in der Lage, den Energieverbrauch von 341.861 Haushalten zu versorgen, vorausgesetzt der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 3500 kWh/Jahr und bei einem durchschnittlichen Auslastungsgrad von durchschnittlich 2200 Stunden pro Jahr.

Rückenwind von der Region Trotz Besiedlungsdichte und Knappheit an großen windreichen Flächen spielt die Windenergiewirtschaft in Belgien und insbesondere in der Wallonie eine stets größere Rolle. Dass die Wallonie, anders als Flandern, keine Küste hat und also keine Offshore-Windanlage errichten 3

kann, konnte die Behörden nicht entmutigen. Im Gegenteil, so Cédric Brüll, Generaldirektor von Tweed und Initiator des Windenergieportals www.windturbinewallonia.be: „Die Wallonische Region hat sich ein besonders ehrgeiziges Ziel gesteckt, indem sie die Erzeugung von Windenergie bis 2020 versechsfachen und damit den EU-Vorgaben für erneuerbare Energien angleichen will. Im Januar 2013 verabschiedet die Regierung darüber hinaus ein Dekret, das die Windkraft als erneuerbare Energiequelle in der wallonischen Wirtschaft und Gesellschaft verankert.“ Innerhalb der nächsten acht Jahre soll der Windkraftpark in der Wallonie in einem Maße aufgestockt werden, sodass 2020 der Jahresverbrauch von 1.180.000 Haushalten gedeckt wird.


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ZIEL 2020 verschafft der Windkraftbranche Auftrieb

80 neue Turbinen pro Jahr bis 2020? „Um dieses ehrgeizige Ziel zu erfüllen, muss die Wallonie in den kommenden acht Jahren 600 bis 700 neue Windturbinen installieren“, so Cédric Brüll: „ein Marktpotenzial von ca. zwei Milliarden €!“ Zur Umsetzung dieser Strategie arbeitet die wallonische Regierung zurzeit einen regulatorischen Rahmen aus (u. a. Vorgaben für die Standortwahl, Planung und Errichtung von Windparks, Maβnahmen gegen Grundstücksspekulationen usw.), der per Dekret 2013 verabschiedet werden soll. Ein klarer gesetzlicher Rahmen wird vom Sektor dringend gefordert. Das gilt sowohl für die Unternehmen, die sich auf die technischen Komponenten der Windenergie (Türme, Generatoren, Übertragungsriemen, Glasfaser,

Transformatoren, …) spezialisiert haben als auch für jene, die alle bautechnischen, logistischen und gesetzlichen Komponenten (Vorstudien, Genehmigungen, Finanzierung, Versicherungen, Transport von Turbinenflügeln, Vernetzung, …) wahrnehmen.

Power Im Rahmen dieser Strategie fördert die Wallonische Region ein 3-jähriges Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das sich POWER nennt und für Power Optimization through Wind Energy steht. Zwei Universitäten (Brüssel und Mons) und drei Unternehmen (Maintenance Partners Wallonia, PEPITe und ATM-PRO) untersuchen externe Parameter, um die Zuverlässigkeit und Leistung von Windturbinen steigern zu können. Mit spezialisierter Software zur Datenerhebung

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und Auswertung (in der Fachsprache data mining) verarbeiten sie Daten aus unterschiedlichsten Quellen (Vibrationsmessergebnisse, Daten vom Wetterdienst und aus intelligenten Stromnetzen (smart grids) oder auch die Werte, die das Turbinenkontrollgerät über Windgeschwindigkeiten, UpM, … usw. einfängt). Das Resultat ist ein leistungsstarkes Monitoringsystem mit dem Namen Wintell, das aufgrund der haargenauen Analysen unterschiedlichster Parameter die erforderlichen Wartungen automatisch anordnet, ihre Zuverlässigkeit überprüft und den gesamten Lebenszyklus einer Windturbine managen kann. Vorbeugende Wartungsmaßnahmen und optimierte Instandhaltungen bei Windturbinen sind, angesichts der hohen Finanzierungen und ihrer strategischen Rolle als Energieversorger, zwingend.


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Daher das Interesse der wallonischen Behörden, die lokale Wartungsexpertise für den Windkraftsektor zu fördern und die Verstärkung dieses Tätigkeitszweiges sogar in ihrem Dekret über die Nutzung der Windkraft aufzunehmen, das 2013 von der Regierung verabschiedet wird. Ob die Wallonie mit dieser Strategie und diesen Maßnahmen den von der Europäischen Kommission angestrebten Anteil von 20 % erneuerbaren Energiequellen an der Energieversorgung liefern kann? Cédric Brüll: „Wir haben seit der Errichtung des ersten Windrads auf wallonischem Boden dafür gesorgt, dass unsere Anlagen mehr als 543 MW pro Jahr erzeugen. Die Leistung bis auf 4500 GW zum EU-Energieziel 2020 hochzuschrauben, dürfte uns gelingen.“

AWEX-Assistenz bei der EWEA in Wien Die Vertretung der AWEX in Wien hat, unter der Leitung von Philippe Walkiers, die Teilnahme potenzieller Aussteller an der EWEA aktiv vorbereitet. Auch während der vier Messetage ist der AWEX-Attaché vor Ort. Die Vertretung kann Unternehmen auch Geschäftsräume bereitstellen: „Ich hoffe aber“, so Walkiers, „dass wir in Wien, wo die Vertretung nicht nur die Kontakte zur österreichischen Unternehmenswelt pflegt, sondern auch Geschäftsmöglichkeiten bei den vielen internationalen Organisationen aufspürt, unseren Unternehmern bald ein vollwertiges „Welcome Office“ bereitstellen können.“

Geballte Expertise Seit 1998 das erste Windrat in Sankt-Vith entlang der Autobahn E42 Richtung Trier errichtet wurde, konnten die im Windkraftsektor tätigen Unternehmen eine solide Expertise sammeln. Mit dem Windkraftziel 2020 der Regierung wird das Know-how noch vertieft und erweitert. Unlängst hat das Tweed-Kompetenzzentrum alle wallonischen Stakeholder (Unternehmen, F&E-Zentren, Weiterbildung, …) der Windenergiewertkette auf dem Portal www.windturbinewallonia.be zusammengebracht. Viele dieser Unternehmen sind in der industriellen Tradition der Wallonie verwurzelt und haben den Windenergiesektor als neuen Absatzmarkt für ihre Kompetenzen und Leistungen entdeckt, u. a. im Bereich neue Werkstoffe (Unternehmen aus der wallonischen Luft- und Raumfahrtindustrie 5

wie 3B Fiberglass, Aerofleet, Cenaero, …), Logistik (Dufour, Faymonville, …), Wartung (CMI, Maintenance Partners, …) oder Präzisionsmechanik (ArcelorMittal, Ateliers de la Meuse, Mockel, …). Im Februar sind acht Unternehmen und das Kompetenzzentrum Tweed auf einem Gemeinschaftsstand der Awex auf der Fachmesse EWEA (4.-7. Februar 2013) in Wien vertreten.

Wallonische Teilnehmer an der EWEA in Wien Die EWEA (European Wind Energy Association) gehört zu den bedeutendsten europäischen Messen mit angeschlossenem Kongress zum Thema „Windenergienutzung-Onshore“. Die Messe findet jedes Jahr an unterschiedlichen Standorten statt. Die Ausgabe 2013 der EWEA wird im Februar in Wien veranstaltet.


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ZIEL 2020 verschafft der Windkraftbranche Auftrieb

Zu dieser kleineren aber hochkarätigen Fachmesse (ca. 14.000 m²) werden rund 10.000 Besucher erwartet. Die internationalen Fachaussteller bieten Lösungen in den Bereichen Energietechnik, Windkraftwerke, elektronische Komponenten, Generatoren, Kabelkanäle, Messtechnik, Rotorblätter, Kräne, Logistik usw. Die Teilnahme der folgenden acht Unternehmen aus der Wallonie wurde vor Ort vom Handelsattaché der AWEX-Vertretung (siehe Kasten) in Wien vorbereitet. 3B-the fibreglass company: Das HighTech-Unternehmen positioniert sich auf dem Windenergiemarkt mit innovativen Glasfaserlösungen. Es betreibt drei Glasfaserwerke in Battice (Belgien), Birkeland (Norwegen) und Goa (Indien) sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, das ebenfalls in Battice bei Lüttich angesiedelt ist. Neben der bewährten Advantex © hat 3B im vorigen Jahr die Hochleistungsglasfaser HiPer-tex™ W2020 auf den Markt gebracht, mit der längere und leichtere Rotorblätter für Offshore- und Onshore-Windanlagen herstellbar sind. Dank seiner optimierten Glaszusammensetzung in Verbindung mit einer präzisen Schlichtetechnologie für Epoxidharzsysteme können Hersteller

die Länge der Rotorblätter erhöhen, ohne dabei gleichzeitig das Gewicht erhöhen zu müssen. Der neue Werkstoff steigert die Effizienz der Turbinen und senkt die Kosten pro Kilowattstunde. www.3B-fibreglass.com ATM-PRO steht für „Atmospheric Transport Modelling for Professional Applications“ und hat sich auf professionelle Anwendungen für atmosphärische Transportmodelle spezialisiert. Mit anderen Worten: Das 1995 als Spinoff des „Institut d’Astronomie et de Géophysique G. Lemaître“ der Universität Lüttich gegründete Unternehmen entwickelt realistische 3D-Modellisierungen von Freisetzungen in der Atmosphäre. Dabei werden Faktoren wie Topografie und Bewirtschaftung des Bodens berücksichtigt, sodass die Folgen der Umweltverschmutzung wirklichkeitsnah eingeschätzt werden können. Mit den von ATM-PRO verwalteten Softwarelösungen haben die Anwender (Unternehmen, Umweltberater, Behörden, …) ein starkes Tool zur Hand, um Umweltverträglichkeitsstudien, Notpläne und realistische Risikoeinschätzungen vorzunehmen. ATM-PRO ist, wie oben zu lesen, übrigens Partner des F&E-Projekts POWER für die optimierte Wartung von Windturbinen. www.atmpro.be

© OPT-JL Flémal

CRM Group: Am 1. Januar 2011 ist die CRM Group aus dem „Center for Research in Metallurgy“ und „ArcelorMittal Liege Research“ hervorgegangen. Dank der Zusammenlegung ihrer Forschungs- und Entwicklungskompetenzen ist die CRM Group heute in der Lage, dem Markt eine einzigartige Bandbreite an Know-how und Leistungen zu bieten. Die Partner der CRM Group können auf 230 hochqualifizierte Doktoranden, Ingenieure und Techniker mit verschiedensten kulturellen Backgrounds zurückgreifen sowie auf eine erstklassige technische Infrastruktur, darunter Simulationslabore und Pilotanlagen für alle Etappen der Stahlproduktion. www.crmgroup.be

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Katastrophe für Unternehmen und Verbraucher auslösen kann, sind Störungsfälle unbedingt zu vermeiden. Das 1934 gegründete Unternehmen CE+T bietet AC/A- sowie DC/AC-Spannungswandler nach hohen industriellen Standards. Übrigens stammt der gegenwärtig leistungsstärkste Wechselrichter auf dem Markt von CE+T, das u. a. an dem Energieforschungsprojekt OPTISHARE beteiligt ist und mit der Universität von Lüttich nach einem Mix aus Solar- und Windenergie forscht. www.cet.be Technologie-Cluster Wallonie, Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit: Dieses technologieübergreifende Expertennetzwerk versammelt ca. 100 Betriebe, die im Bereich nachhaltige Energie aktiv sind. Es vernetzt die verschiedenen Akteure der Windenergiewirtschaft, leistet technische Unterstützung bei Forschungs- oder Investitionsprojekten, übernimmt die Projektführung bei einer gemeinsamen Teilnahme an belgischen oder europäischen Ausschreibungen usw. Der Cluster tritt ebenfalls als Berater der Wallonischen Region auf, die im Januar 2013 ein richtungsweisendes Dekret über die Verankerung der Windenergie als alternative Energiequelle der Zukunft verabschieden wird. www.clustertweed.be CMI: Ein Expertisebüro in den Bereichen Energie, Verteidigung, Stahl und Industrie, das seit 200 Jahren in der wallonischen Industrietradition verwurzelt ist und dessen drei Buchstaben für „Cockerill Maintenance & Ingénierie“ stehen. Studien, Voruntersuchungen, Wartungsund Ingenieursleistungen für industrielle Anlagen und Ausrüstungen weltweit werden von CMI und seinen über 3400 Mitarbeitern geboten. Die Gruppe konnte jüngst den Wartungsvertrag für die 5 MW-Turbinen von C-Power vor der belgischen Küste einholen. www.cmigroupe.com CE+T: Weil eine Panne, die zur Schließung eines Kraftwerks führen würde, eine mehr oder weniger große wirtschaftliche 7

Maintenance Partners Wallonie: Der Wartungsdienstleister für Rotationsmaschinen (Gasturbinen, Generatoren, Kompressoren …) hat sich auf vorbeugende Wartungsmaßnahmen, Vibrationsanalysen, Thermografiken usw. spezialisiert. Onshore betreut das 6-köpfige Team heute bereits die Aufzuganlagen in wallonischen Windkraftparks und ist für die Renovierung der Turmhäuser zuständig. Mit dem Konzept RMP (Rotating Machines Partnerships) bietet Maintenance Partners seinen Kunden die Möglichkeit, die ganze Instandhaltung (Regelwartungen, vorbeugende Wartung, Instandsetzungen und Reparaturen) für sein rotierendes Equipment zu einem Komplettpreis auszusourcen. www.maintenancepartners.com Numflo: Spezialisiert hat sich das Ingenieurbüro auf Simulationen von Strömungen (CFD), Wärmetransfer, aeroakustische und strömungsbedingte Interaktionen. Im Rahmen der Planung von Windkraftanlagen in der Wallonie wurde Numflo mit Untersuchungen von Windströmungen und aerodynamischen Analysen beauftragt. Anhand von spezialisierter Simulationssoftware berechnet Numflo beispielsweise die optimale Länge von Turbinenflügeln unter Berücksichtigung der Wind- oder Bodenverhältnisse. Numflo ist eine Geschäftseinheit von Numeca International aus Nürnberg und war u. a. für Enercon und Suzlon tätig. www.numflo.eu


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UNGET A B E R M A NR N / H U U R CE S SO

BUSINESS ASSISTANCE Sachverständige und praktische Assistenz bei der Niederlassung

Isabelle Van Regemoorter hat den Durchblick, wenn es um Arbeitsrecht, Sozialversicherungswesen oder Geschäftsgepflogenheiten in Belgien geht. Unterstützt von Juristen und Steuerexperten hilft sie Unternehmen, die in Belgien Fuß fassen oder ein Problem lösen wollen. Mitte November hat Isabelle Van Regemoorter ihre Mission für den großen internationalen Bauteileproduzenten Schlegel Systems erfolgreich beendet. Der Konzern mit Sitz im englischen Rochester bat die Juristin zu untersuchen, welche Personalkosten bei einer Umstrukturierung seines Werks in Gistel anfallen würden und welches Sozialversicherungsstatut für ausländische Beschäftigte gilt, die in Belgien steuerpflichtig sind. Nach zwei Monaten konnte Van Regemoorter ihre Mission bei Schlegel abschließen, zur großen Zufriedenheit des Kunden übrigens. „Die Vorteile, die durch das Outsourcing der Büroorganisation und anderer unterstützender Dienste wie Personalbeschaffung, Arbeits- und Wirtschaftsrecht usw. entstehen, sind für den Kunden enorm“, sagt die Unternehmerin: „Er hat einen direkten Ansprechpartner und muss die

Business Assistance Rue Sainte-Barbe, 140 B-1400 NIVELLES Gsm: +32 (0)474/32 41 28 www.business-assistance.be ivr@business-assistance.be Ansprechpartner: Isabelle Van Regemoorter (Geschäftsführerin)

kompetenten Leute, die er braucht, nicht selbst suchen. Das spart viel Zeit. Er zahlt nur die erbrachten Leistungen, und kann sich auf sein Kerngeschäft fokussieren.“

Unter die Arme greifen Wir positionieren uns ebenfalls als Ergänzung zu den Leistungen, die von der AWEX für ausländische Investoren erbracht werden, so Van Regemoorter: „Investoren erhalten von der wallonischen Auslandsinvestitionsagentur logistische und finanzielle Unterstützung insbesondere bei der Suche nach Partnern und Kompetenzen. Die Verwaltung des täglichen Betriebs (Humanressourcen, Administration, rechtliche Aspekte, Buchhaltung,…) aber müssen sie selbst erledigen. Deswegen braucht ein ausländisches Unternehmen bei der Ansiedlung jemanden, der ihm unter die Arme greift, der die Verwaltungen und Gesetze, die Gewohnheiten und Kniffe des Geschäftsumfelds kennt und alles Notwendige veranlassen kann.“ Mit eben dieser Frage nach konkreter praktischer Unterstützung bei der Niederlassung treten exportwillige Unternehmen besonders häufig an die debelux AHK (deren Mitglied Business Assistance übrigens ist) heran, heißt es dort.

Zertifizierte Mediatorin Wenn ausländische Unternehmen in einen Interessenkonflikt mit belgischen Behörden, Privatpersonen oder Unternehmen geraten, empfiehlt die von der Mediationskommission des föderalen 8

Justizministeriums zertifizierte Vermittlerin, es mit einer außergerichtlichen Einigung zu versuchen: „Anstatt sofort Klage vor Gericht zu erheben, beispielsweise zur Beitreibung von Forderungen, lohnt es sich, mit einem erfahrenen Mediatoren eine Vereinbarung zu Papier zu bringen, die auf Antrag die Wirkung eines vollwertigen Gerichtsurteils hat und vollstreckbar ist“, unterstreicht Isabelle Van Regemoorter, die in ihre Vermittlerrolle positives Denken und Optimismus miteinbringt. Um die Qualität und Effizienz ihrer Dienstleistungen zu gewährleisten, umringt Isabelle Van Regemoorter sich mit Fachkräften für Humanressourcen, Arbeits- oder Steuerrecht, je nachdem wie es der Kundenauftrag verlangt. Zu ihrem festen Team gehört u. a. die Engländerin Julia Howett, die drei Jahre lang in mehreren deutschen Unternehmen tätig war, darunter in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg bei u. a. HDW (TyssenKrupp), TurboMed, Duravit, Pfizer und Streck. „Wir haben praktische Erfahrung. Wir kennen die Behördengänge und die Türen, wo man anklopfen muss“, unterstreicht Van Regemoorter: „Mit unserem Service wollen wir Unternehmen mittelund langfristig begleiten, auf partnerschaftlicher Basis zusammenarbeiten und einen rundum maßgeschneiderten Service bieten.“


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STIKÄTSI G LO A L IT LE /QU TROL KON

VISIO ING CONSULT Optimierte Qualitätskontrollen und eine effiziente Logistik

Ein kleines Team (nur drei festangestellte Ingenieure und Informatiker), aber jede Menge hochspezialisiertes Wissen über Softwarelösungen für visuelle Qualitätskontrollen und effizientere Logistik: Visio Ing Consult hat es geschafft, dass einige der großen Namen der internationalen Wirtschaft, darunter Audi, Inbev und Delhaize, auf sein Know-how vertrauen. Nicht nur am Hauptsitz in Belgien nimmt der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev die Fachkenntnisse des Software-Integrators aus dem wallonischen Hannut in Anspruch. „In Bremen haben wir für die Brauerei, unser größter Kunde in Deutschland, eine EDV-Schnittstelle zwischen den Produktions- und Förderbandsystemen einerseits und der SAP-Betriebswirtschaftssoftware entwickelt. Der Kunde wollte seine Lagerverwaltung optimieren und bat uns, eine Lösung auszuarbeiten, um die Kennzeichnung der Paletten zu erfassen und diese Daten dann direkt mit seiner Lagerverwaltungssoftware zu verbinden“, sagt Geschäftsführer Frédéric Gerard: „Mit dem Ergebnis, dass die Brauerei ihren Lagerbestand heute genauestens kontrollieren und in Echtzeit verwalten kann.“ Bei dem Projekt in Bremen installierte

Visio Ing Consult einen Bruchteil seines Lagerverwaltungssystems SGW-StockGetWay, hofft aber, diese dort bald in vollem Umfang umsetzen zu können.

Leergutannahme bei Delhaize Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen entwickelte das Team das schlüsselfertige Softwarepaket Vic-Control. Es nimmt u. a. Analysen und Messungen von Farbund Formveränderungen auf Etiketten oder Verpackungen vor und kann, aufgrund dieser Daten, beispielsweise Sortierprozesse einleiten. Darüber hinaus erfasst es Porosität und andere Mängel während des Produktionsprozesses, liest und entschlüsselt Daten, die u. a. die Kontrolle von Paketinhalten ermöglichen. Wie eine Vic-ControlAnwendung in der Praxis funktioniert, können Delhaize-Kunden wissen, denn die belgische Warenhausgruppe steuert die Leergutannahme von Getränkekisten (Sortieren von Leergutkästen sowie von leeren und vollen Kästen) mit der Softwarelösung des Teams von Frédéric Gerard.

Geolokalisierung

Visio Ing Consult Rue de Wavre, 17 B-4280 HANNUT Tel.: +32 (0)19/63 64 48 www.visioingconsult.be f.gerard@visioingconsult.be Ansprechpartner: Frédéric Gerard (Geschäftsführer)

Das zweite Standbein von Visio Ing Consult ist ein neuartiges Geolokalisierungssystem: Es verfolgt in Echtzeit Personen und/oder Fahrzeuge, kontrolliert deren An- oder Abwesenheit und kann ggf. Alarm auslösen, sollte sich die Person oder das Fahrzeug einer Gefahrenzone im Werk nähern. Das Softwarepaket beinhaltet zudem Produktionsleitsysteme (MES), WMS- und YMS-Logistiklösungen. Hervorgegangen ist Vic-Control aus einem Programm, das Visio Ing Consult seit vielen Jahren für Inbev entwickelt und betreut. „Diese Anwendungen wurden intern entwickelt und können bis ins kleinste Detail

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auf die Anforderungen des Kunden zugeschnitten werden“, erläutert Frédéric Gerard, diplomierter Industrieingenieur, der Visio Ing Consult 2004 gründete. Als Software-Integrator kommt das Unternehmen für alle Komponenten des Projekts, von der Hardware über die Installation bis zur Wartung und den Updates auf.


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iSTAR MEDICAL Mit innovativen bioverträglichen Augenimplantaten gegen den grünen Star

Erhöhter Augeninnendruck, fortschreitender Sehnervenschwund, schleichender Verfall des Gesichtsfelds … Gegen Glaukom, auch „grüner Star“ genannt, hat iSTAR Medical ein Augenimplantat aus bioverträglichem Material entwickelt, das den Augeninnendruck reduziert und die allmähliche Erblindung des Patienten verhindert. Weltweit bekunden ophtalmologische Vertriebe großes Interesse. Mitte Dezember kündigte CEO Michel Alvarez die Unterzeichnung eines neuen Vertriebsvertrags mit dem türkischen Makina Optik an. Im November und im August hatten der französische Großvertrieb für medizinische Geräte Cristalens und der renommierte australische Lieferant Device Technologies bei iSTAR Medical den exklusiven Vertrag gezeichnet, der STARflo™ Glaucoma bei den Ophtalmologen in ihrem Land introduzieren und vertreiben soll. Viele andere Vertriebe für ophtalmologische Produkte und Geräte interessieren sich ebenfalls für das pflasterähnliche bioverträgliche Implantat, das die Flüssigkeit, die den Augeninnendruck und die allmähliche Verengung des Gesichtsfeld auslöst, dräniert und den Druck lindert.

iSTAR Medical Rue Phocas Lejeune Bâtiment Regain 25 bte 3 5032 ISNES Tel.: +32 (0)81/72 86 51 www.istarmed.com michel@istarmed.com Ansprechpartner: Michel Alvarez (CEO)

Fast entsteht der Eindruck, als wolle Alvarez das Tempo dämpfen, mit dem der Spin-out sein wichtigstes – und bislang einziges Produkt – kommerzialisieren will. Aber von der Entwicklung bis zur Kommerzialisierung eines medizinischen Produkts werden ohnehin andere Weichen als bei den meisten anderen Produkten gestellt.

Von Seattle nach Namur Rund zehn Jahre hatten die Wissenschaftler der Universität von Seattle zusammen mit Healionics in die Entwicklung des bioverträglichen Grundmaterials STAR© (für Sphere Templated Angiogenic Regeneration) investiert: Sie entdeckten den so genannten sweet spot, die präzise Porengröße und insbesonder Porengeometrie, die dem Material seine biointegrativen Eigenschaften verleiht. Als das US-amerikanische Labor Möglichkeiten für klinische Studien untersuchte, bekam Helionics von der Wallonischen Region das Angebot, diese im biowissenschaftlichen Gewerbepark Créalys bei Namur anzusiedeln. „Die Unterstützung seitens der Behörden war sehr interessant. Wir haben die klinischen Studien für STARflo™ Glaucoma zusammen mit den Behörden finanziert. Zudem konnten wir unseren Bedarf an wissenschaftlichen Profilen auf dem lokalen Arbeitsmarkt erfüllen“, unterstreicht Michel Alvarez, der entschlossen ist, auch die Entwicklung, Kommerzialisierung und den Export anderer Anwendungen des STAR©-Biomaterials von Namur aus zu betreiben. 10

Das biomedizinische Labor, das seit 2011 in Isnes bei Namur angesiedelt ist und 10 Personen, mehrheitlich Wissenschaftler und Ingenieure beschäftigt, hat die Zertifizierungen ISO 13485:2003, ISO 9001:2008 sowie das EG-Zertifikat aufgrund der Richtlinie Nr. 93/42 EWG, das ein vollständiges Qualitätssicherungssystem für Medizinprodukte garantiert, erworben.

Das Interesse an dem neuen biovertäglichen Implantat, das bei Patienten zur Verringerung des Augeninnendrucks eingesetzt wird und die Anzahl Arzneimittel für Glaucoma und ihre Anwendungsfrequenz eines Tages reduzieren und/oder sogar überflüssig machen könnte, hält unvermindert an. Trotzdem möchte Alvarez die Markteinführung seines bioverträglichen Glaukoma-Implantats kontrolliert und selektiv durchführen. „Wir wollen auch in der Markteinführungsphase methodisch vorgehen, erst die Augenchirurgen und spezialisierten Vertriebsfirmen überzeugen“, erklärt der CEO: „iSTAR Medical hat noch andere hochinteressante ophtalmologische Anwendungen „im Brutkasten“ und ist bedacht, langfristige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen aufzubauen.“


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L IEN I T T E X DE /MO

CHAPELLERIE HERMAN Seit 130 Jahren die richtige Nase für Kopfbedeckungen aller Art

Ob Hüte mit schmaler oder breiter Krempe, Schapkas mit oder ohne Pelz, schicke Mützen oder klassische Kappen, für die Dame und für den Herrn, für Jung und Alt … Jedes Jahr bringt das Unternehmen Chapellerie Herman sowohl im klassischen wie im sportlichen Segment eine Sommer- und eine Winterkollektion heraus. Welchen Kopfputz wir in den nächsten Monaten und Jahren wohl tragen werden? Auf eine Prognose für die all zu ferne Zukunft will Frédéric Toussaint, Verkaufsleiter bei dem Hutmacher aus Wellin nahe der französischen Grenze, sich nicht festnageln lassen. Aber den Schleier über die Trends des nächsten und übernächsten Jahres kann der Modefachmann dennoch lüften: „Nach der Mütze im nepalesischen oder peruanischen Stil, haben sich vor vier bis fünf Jahren die Schapkas, Fellmützen mit herunterklappbarem Ohrenschutz, durchgesetzt. Jetzt feiert die Wollmütze ein Revival: mit dicker Wolle, mit Quasten oder Überlänge nach Schlümpfen-Façon gestrickt … Die Wollmützenmode wird sich noch ein bis zwei Jahre halten“, so Frédéric Toussaint, „vielleicht übernimmt die Kappe dann wieder das Trendzepter

bei den Kopfbedeckungen. „Wie dem auch sei“, fügt er hinzu: „Der Trend wird immer von der Straße diktiert. Und neuerdings auch vom Internet.“ Gespür für Trends und für das, was die Fachgeschäfte und die Großwarenhäuser in der Winter- und Sommersaison bieten wollen: Diese Vorzüge machen den 1847 gegründeten Familienbetrieb 130 Jahre später zu einem beliebten Designer von Kopfbedeckungen, die im Benelux, Frankreich (70 % der Exportumsätze), in der Schweiz, Spanien, Italien, Japan, … erfolgreich ankommen. Chapellerie Herman gibt pro Jahr sowohl im Winter als auch im Sommer drei Kollektionen heraus: „Chapellerie“ mit einem klassischen und hochwertigen Programm für den Boutiquenmarkt, „R Mountain“ mit einem sportlichen Angebot für Outdoor- und Sportaktivitäten für den Fachhandel sowie „Basics“, einfache Mützen aus Fleece und Akryl für den Vertrieb in Großwarenhäuser. Auch in Deutschland (Düsseldorf und Berlin) konnte Chapellerie Herman bereits sporadisch Fuß fassen und die Reaktionen der Kundschaft, so Toussaint, waren hervorragend: „Deutsche Kunden

schätzen insbesondere, dass sie bei uns alles finden, sowohl die Grundausstattung an Kopfbedeckungen als auch sportliche Artikel und gehobene Boutiquenware. Sie sind also nicht auf mehrere Lieferanten angewiesen. Darüber hinaus sind sie von unseren Preisen angenehm überrascht.“ Für die nahe Zukunft visiert Chapellerie Herman auch den deutschen Markt an. Dass es seine Exportgeschäfte nach Deutschland noch nicht ausdehnen konnte, lag allein daran „dass wir noch keine Zeit gefunden haben“, sagt Toussaint. Mit Unterstützung der AWEX sucht der belgische Traditionsbetrieb deutsche Vertreter, die die Hut- und Mützenmode in ihrem Programm aufnehmen.

Auf der IPSO in München Vom 3. bis 6. Februar nimmt Chapellerie Herman an der internationalen Leitmesse für das Sportbusiness in München teil. Dort werden die Besucher u. a. von Steve Baert begrüßt, der zurzeit den Vertrieb in den Nachbarländern betreut. Hut ab übrigens für die Fotoreportage, die den attraktiven Stand des belgischen Designers auf der Prêt-à-porter-Messe in Paris (Sparte „Actualités“) zeigt.

Chapellerie Herman Rue Jean Meunier, 6 6922 HALMA Tel.: +32 (0)84/38 81 03 www.chapellerieherman.be info@chapellerieherman.be Ansprechpartner: Steve Baert (Vertreter Deutschland) Besuchen Sie uns auf Facebook ! 11


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EX AW CHNE T ZEI

EXPORTPREISE 2012

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Jahrgang 2012 geht aus einer besonders qualitätsvollen Auslese hervor Der große Sieger der Ausgabe 2012 ist CE+T Power, in seiner Branche als Stromnetzwerkspezialist für die Erfindung des modularen Wechselrichters bekannt. Zwei weitere Unternehmen sind ebenfalls für ihre erfolgreichen Auslandsgeschäfte mit den begehrten Auszeichnungen belohnt worden: der Düngerproduzent Rosier, der über 90 % seiner Düngemittel ausführt, und T.D. Williamson, einer der führenden Dienstleister für Pipeline- und Rohrleitungssysteme. Insgesamt wurden 6 Preise vergeben.

Weitere Informationen zu den wallonischen Exportpreisen sind erhältlich bei: Marie-Catherine Duchêne mc.duchene@awex.be www.awex.be

Alle zwei Jahre zeichnet die Wallonische Exportförderungs- und Auslandsinvestitionsagentur (AWEX) die Unternehmen aus, die ihr Exportvolumen ansehnlich steigern oder auf besonders schwierigen Märkten Fuß gefasst haben. 36 kleine und mittelgroße Unternehmen hatten ihre Kandidatur für die 13. Ausgabe eingereicht, wobei die Qualität der Kandidaten 2012, so betonte die Jury des Exportwettbewerbs sehr viel höher lag als in den Jahren zuvor. Nach einer ersten Auswahl aufgrund von objektiven Bilanzzahlen bewertet die Jury darüber hinaus die Erfolge auf neuen oder schwierigen Märkten. Steigende Exportumsätze über drei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre sind ebenfalls eine Voraussetzung. Aber genauso gut spielen qualitative Faktoren wie die positive Auswirkung auf das Image der Wallonie bei der Kür eine entscheidende Rolle. Gewinner des „Grand Prix Wallon à l’Exportation“ ist CE +T Power, ein Lütticher Unternehmen, das seit zwei Jahrzehnten als Leader auf dem Markt der Leistungselektronik und Energiesystemtechnik gilt und sich einen Namen als Erfinder des modularen Wechselrichters gemacht hat. Mit einem Umsatz von 40 Millionen Euro und 200 Beschäftigten ist CE +T Power mit Anwendungen zur 12

Sicherung hochempfindlicher Stromnetzanlagen, die keinen Ausfall dulden, inzwischen eine Referenz in seinem Sektor. Präsent in 55 Ländern auf allen Kontinenten stellen die Exportgeschäfte 85 % des Umsatzes dar. In den vergangenen Jahren ist es dem Stromnetzwerkspezialisten gelungen, eine Exportzunahme von 12 % zu verzeichnen. Dieses Wachstum belohnte die AWEX jetzt mit dem „Grand Prix“, ein Preis für ein Unternehmen, das sich dank seiner Exportleistungen sowohl auf den EU- als auf den Fernmärkten unterscheiden konnte. Auf dem deutschen Markt zählt CE +T Power mehrere Partner, die seine Anwendungen wiederum in ihren Projekten für die Deutsche Bahn oder die Telekom integrieren. „Globale Stromanlageexperten, wie Emerson und Eltek, gehören auch zu unseren Kunden in Deutschland und bauen unser Knowhow in ihren Niederlassungen weltweit ein“, sagt Marketingmanager Xavier Bartholomé. „Der Export nach Deutschland beträgt derzeit 3 % und ist ausbaufähig. Wir suchen noch den richtigen Partner.“ Vom 8. bis 12. April nimmt CE+T Power an der Hannover Messe teil. Einen Termin können Besucher schon im Vorfeld über Philippe Grandfils vereinbaren. CE+T Power Rue du Charbonnage, 12 B-4020 WANDRE Tel.: +32 (0)498/12 84 24 www.cet-power.com p.grandfils@cet-power.com Ansprechpartner: Philippe Grandfils

Rosier Jährlich produziert der Düngemittelhersteller 750.000 Tonnen mineralischer Düngemittel, die unter den Markennamen Rosafert®, Rosaliq® und Rosasol® vertrieben werden. 133 Jahre nachdem der ingeniöse Unternehmer Alfred Rosier ein Atelier zur Herstellung von Phosphatdünger in Moustier eröffnete, trägt der mittlerweile in 123 Ländern der Welt ausführende Düngerhersteller noch immer den Namen seines Gründers und hat sich in Moustier, ganz in der Nähe der französischen Grenze, fest verwurzelt. Dort


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FOTOS: 1 Die Gewinner der Ausgabe 2012 der Wallonischen Exportpreise 2 BRUNO HUBERT von TDWilliamson und PHILIPPE SUINEN, Hauptgeschäftsführer AWEX 3 ROBERT EYBEN, DIREKTOR CE+T und JULIEN COMPÈRE, Vertreter von Minister Jean-Claude Marcourt 4 DANIEL RICHIR, CEO Rosier und PHILIPPE SUINEN, Hauptgeschäftsführer AWEX

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sind mehrere Produktionsanlagen für Granulat-, Flüssig- und wasserlösliche Düngemittel in Betrieb. Von der in Nordfrankreich intensiv betriebenen Landwirtschaft haben die Exportgeschäfte der Gruppe Rosier seit jeher profitiert. Rosier erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von mehr als 250 Millionen Euro auf allen Kontinenten. Im Segment Gr anulatdünger ist Deutschland einer der fünf wichtigsten Auslandsmärkte von Rosier. „Wir sind schon so lange präsent, dass wir den deutschen Markt fast als einen lokalen Markt betrachten“, sagt Verkaufsleiter Raphaël Derijcke. Das Potenzial seiner Produkte im Segment Blattdünger will der wallonische Düngerhersteller in Zukunft besser ausschöpfen und sucht daher einen zuverlässigen Partner auf dem gesamtdeutschen Markt. Rosier S.A. Route de Grandmetz, 11A B-7911 Moustier Tel.: +32 (0)69 87 15 10 www.rosier-be.com raphael.derijcke@rosier.eu Ansprechpartner: Raphael Derijcke

T.D. Williamson Das Unternehmen aus Nivelles hat sich auf dem Nischenmarkt für Produkte und Leistungen für Pipeline- und Rohrleitungssysteme, On-Shore und Offshore, fokussiert und 2011 58 Millionen Euro Umsatz er wirtschaftet. An seinem

Hauptsitz beschäftigt der Betrieb 180 Personen. T.D. Williamson hat weltweit Dutzende Filialen errichtet, darunter in den USA, Kanada, Norwegen und im Vereinigten Königreich. In Deutschland ist der Pipeline- und Rohrleitungsexperte im Leitungstief- und Kläranlagenbau über seine Filiale in Stuttgart aktiv. Die Jury unterstrich in ihrer Begründung, dass es TDW über sein Filialennetzwerk im Ausland gelungen sei, den Markt global abzudecken und seinen Exportumsatz zu vervielfachen. Der Anteil von Deutschland am Exportgeschäft beträgt 1,33 % des Umsatzes. T. D. Williamson Rue du Travail, 6 B-1400 Nivelles Tel.: +32 (0)67 28 36 11 www.tdwilliamson.com bruno.hubert@tdwilliamson.com Ansprechpartner: Bruno Hubert Die Gewinner der Verleihung, auf der drei weitere Exportpreise in den Kategorien Dienstleistungen und junge Unternehmen vergeben wurden, erhalten Sachpreise im Werte von 30 000 Euro von den Sponsoren der Veranstaltung – Le Ceran (eine internationale Sprachenschule) und Classe Export (Messedienstleister) – und werden von der Awex zu einer für sie kostenlosen Teilnahme an einer Handelsmission in Europa eingeladen. Der Träger des Großen Preises erhält zusätzlich eine kostenlose Teilnahme an einer internationalen Handelsmission.

PSFweb Anlässlich der Vergabe der Wallonischen Exportpreise wurden drei weitere Unternehmen ausgezeichnet. Der Exportpreis in der Kategorie Dienstleistungen ging an PFSweb,ein one-stop-shop (Logistik, Finanzverwaltung, Marketing, onlineVerkauf usw.) für internationale e-commerce-Lösungen und MultichannelMarken. Die hervorragende Logistikinfrastruktur der Wallonie beschert dem Unternehmen Vorteile im internationalen Wettbewerb. 13

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PSFweb Rue Louis Blériot, 5 B-4460 Grâce-Hollogne Tel.: +32 (0)4 364 41 11 www.pfswebeurope.com sslegers@europe.psfweb.com Ansprechpartner: Sandrine Slegers, Operational Marketing Manager

STX-Med Der Preis für junge Exportunternehmen ging an die Lütticher Start-up STX-Med: Ein Team aus Ingenieuren und Ärzten entwickelt elektrotherapeutische Geräte, darunter das patentgeschützt Anti-Migräne-Gerät Cefaly ® , das inzwischen in 25 Länder exportiert wird und einen wichtigen Beitrag zum Wachstum des jungen Unternehmens(+ 30 % Umsatzsteigerung in 2012) leistet. STX-Med ZI des Hauts Sarts 4ème Avenue 5-6 B-4040 Herstal Tel.: +32 (0)4 367 67 22 www.stx-med.com m.verhage@stx-med.com Ansprechpartner: Mélanie Verhage, Marketing Manager

Fishing Cactus Die Spieleentwickler des Indie-Studios wurden mit dem „Juniorenexportpreis“ ausgezeichnet. Zu ihren Erfolgen gehört u. a. „Shift“, eines der 10 beliebteste IPhone-Spiele aller Zeiten oder auch das Skateboard-Spektakel „Shaun White“. Letzteres übrigens von UbiSoft in Auftrag gegeben. Auch andere Spielegiganten wie SEGA oder Big Ben klopfen bei dem 30-köpfigen Unternehmen an, das Inhalte für IOS, Android, Windows, Mac, Nintendo, … erstellt. Fishing Cactus Rue Descartes, 1, Initialis Park B-7000 Mons Tel.: +32 (0)65 22 58 86 www.fishingcactus.com sophie.schiaratura@fishingcactus.com Ansprechpartner: Sophie Schiaratura, PR-Assistentin


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N IN E R STIELLONIE E V IN WA DER

JANSSEN PHARMACEUTICA Neues Vertriebszentrum für Europa in La Louvière verstärkt Präsenz in der Wallonie

Das neue Vertriebszentrum für Arzneimittel in La Louvière ist Teil des weltweiten Vertriebsnetzwerks der Gruppe Johnson & Johnson. Es zentralisiert die Arzneimittelprodukte mehrerer europäischer Produktionsstätten und verteilt sie an Niederlassungen von Janssen in 11 Ländern Europas sowie an Filialen von Johnson & Johnson in der ganzen Welt.

Das europäische Vertriebszentrum in La Louvière versetzt Janssen Pharmaceutica in die Lage, die Auslieferung seiner Arzneimittel effizienter zu gestalten. Für die Krankenhäuser hat die neue Struktur zudem den Vorteil, dass ein Teil ihres logistischen und administrativen Aufwands wegfällt. Ein weiterer Pluspunkt der 49 Millionen Euro schweren Investition entsteht durch „die Zusammenlegung des Managements der drei belgischen Vertriebszentren (Beerse, Courcelles en La Louvière)“, so Tom Heyman, Vorstandsvorsitzender von Janssen Pharmaceutica: „Durch die geografische Nähe können wir Synergien voll ausnutzen und bewährte Verfahren und Expertise austauschen.“ Dass der Pharmakonzern sich für La Louvière als europäischen Hub seines Arzneimittelvertriebs entschieden hat, war insbesondere der vorhandenen Logistik sowie der Nähe zu wichtigen Autobahnanbindungen und zum Flughafen von Charleroi zu verdanken. Der Standort mitten in Europa und die hervorragende Infrastruktur haben Janssen Pharmaceutica ebenfalls überzeugt. „Nicht zuletzt pflegen wir gute Beziehungen zur wallonischen Regierung, die uns während des gesamten Projekts unterstützt hat“, fügte Tom Heyman bei der offiziellen Eröffnung des Vertriebszentrums am 3. Oktober 2012 in Anwesenheit des belgischen Premierminister Elio di Rupo hinzu.

WALLONIA EXPORT & INVESTMENT (AWEX) WALLONISCHE AGENTUR FÜR AUSLANDISCHE INVESTITIONEN Melanie Cordonnier Projektmanager : Deutschland Österreich - Schweiz Tel. : +32 81 33 28 58 Fax : +32 81 33 28 69 mcordonnier@investinwallonia.be www.investinwallonia.be

Der für das Ressort Wirtschaft und Außenhandel zuständige Regionalminister JeanClaude Marcourt blickte bei dieser Gelegenheit auf das Jahr 2005 zurück, als Johnson & Johnson sich entschied, sein erstes Vertriebszentrum für medizinisches Material in der Wallonie zu errichten. Mit der neuen Infrastruktur bestätige Janssen Pharmaceutica die Wallonie nicht nur als idealen Standort für logistische Aktivitäten mit hohem Mehrwert, sagte der Minister, sondern auch die Qualität und Produktivität der lokalen Arbeitskräfte. Marcourt betrachtet das Arzneimittelvertriebszentrum als wichtigen Partner in der wallonischen „bio-logistischen“ Wertkette.

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Bei dieser Gelegenheit bekräftigte Janssen auch seine resolute Entscheidung zugunsten des Standorts Belgien und hoffte, dass ein stabiles steuerliches und wirtschaftliches Klima dem Konzern nach wie vor erlaube, seine langfristige Strategie zu verwirklichen.

160 Mio. Arzneimittelpackungen pro Jahr Janssen Pharmaceutica entschied sich für ein Gelände von 70.000 m³ im Logistikgewerbezentrum Garocentre Sud in La Louvière (nur 24 km vom Regionalflughafen von Charleroi). Das neue Vertriebszentrum mit einer Fläche von 21.500 m² verarbeitet pro Jahr 385.000 Arzneimittelorder oder ca. 160 Millionen Arzneimittelverpackungen. Bei der Wahl des Standortes für das nach umweltfreundlichen Kriterien konzipierte Vertriebszentrum waren auch die Gegebenheiten vor Ort ausschlaggebend. Beim Bau wurden wiederverwertbare Materialien aus lokalen und regionalen Quellen sowie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet. Effiziente Dämmverfahren und eine Solarzellenanlage, die für 2013 geplant ist, unterstützen die energieschonende Bewirtschaftung der Vertriebsanlage.


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VIER WALLONISCHE ZECHEN SIND UNESCO WELTKULTURERBE Eine Würdigung der industriellen Vergangenheit Belgiens und Europas

Die stillgelegten Zechen von GrandHornu im Borinage, Bois-du-Luc in La Louvière, Bois du Cazier bei Charleroi und Blegny-Mine bei Lüttich sind einzigartige Zeugen einer industriellen Epoche, die das Leben von Generationen von Menschen geprägt hat. Im Juli 2012 hat die UNESCO diese vier Zechen als Weltkulturerbe anerkannt. In Zukunft sollen sie touristisch noch besser erschlossen werden, aber auch heute lohnt sich bereits der Umweg! Bei der Schließung des Zechenbetriebs war Blegny-Mine die älteste Grube der Region. Heute fahren Besucher mit dem Förderkorb hinab, um sich ein Bild von den unmenschlichen Arbeitsbedingungen vor rund 200 Jahren zu machen. Sie entdecken auch, wie sich die Technik des Steinkohleabbaus bis ins späte 20. Jahrhundert weiterentwickelt hat. Im oberirdischen Zechenmuseum wird die Vergangenheit mit infrarotgesteuertem Lichteffekten und Animationen inszeniert. In der Grube von Le Bois de Cazier bei Charleroi ereignete sich am 8. August 1956 einer der tragischsten Unfälle der europäischen Bergbaugeschichte: 262 Tote, darunter 136 Italiener, 95 Belgier und 31 Kumpel mit einer anderen Nationalität starben. Die Tragödie nimmt einen zentralen Platz im heutigen Zechenmuseum ein, das der toten Bergleute mit Porträtfotos und einer Baumallee der Erinnerung gedenkt. Es widmet sich aber insbesondere auch der Völkerwanderung, die der Bergbau in ganz Europa auslöste. Wuchtige Fördertürme in einem Backsteingiebel, original erhaltene Generatoren, Förderbänder, eine elektrische Straßenbahn (von 1904), sogar ein komplettes Blechwalzwerk (Mitte des 19. Jh.) und viele andere Dinge helfen dem Besucher, sich vorzustellen, wie es anno dazumal war. Die historische Zeche St.-Emmanuel ist das architektonische Prunkstück des einstigen Bergbaubetriebs „Société du

© OPT - JP Remy

Bois-du-Luc“: Den Eingang flankieren mittelalterlich wirkende Rundtürme und aus einem der Dächer ragt das Stahlgerüst eines Förderturms empor. Zu diesem großen Komplex gehörten verschiedene Bergarbeitersiedlungen, die nach der Stilllegung 1959 noch bewohnt blieben und deren Bewohner als erste den Erhalt der historischen Bausubstanz forderten. Bei einem Besuch im Ecomusée du Boisdu-Luc erlebt der Besucher den typischen Tag in einem Zechenbetrieb. Le Grand-Hornu bei Mons mag wohl das bekannteste der vier ehemaligen Kohlebergwerke sein, weil in einem Teil des prächtig restaurierten Grubenkomplexes seit 2002 u. a. internationale Design- und Kunstausstellungen stattfinden. Avantgarde, das muss gesagt werden, war Grand-Hornu seit seit eh und je. Beginn des 9. Jh. ist der riesige Zechenkomplex ist ein Paradebeispiel funktionaler Städtearchitektur im Industriezeitalter. Er umfasste 425 Arbeiterhäuschen, Wohnhäuser für die Verwalter und den Zechendirektor, eine Schule, eine Kirche, eine Bibliothek, Stallgebäude, Scheunen, Läden und sogar einen Tanzsaal. Neuerdings bietet Grand Hornu, ausgestattet für Konferenzen und Veranstaltungen, Führungen für Einzelbesucher (ebenfalls auf Deutsch). 15

Übrigens verbinden diese vier wallonischen Abbaugebiete die Industriegebiete des Nord-Pas-de-Calais fast nahtlos mit dem Aachener Braunkohlerevier. Die Route ließe sich also sogar in beide Richtungen über die Grenze fortsetzen …

Belgien Tourismus WallonieBrüssel (Deutsche Repräsentanz des Wallonie-Bruxelles Tourismus – WBT) c/o Delegation der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Französischen Gemeinschaft & der Wallonischen Region Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53 D-10117 Berlin mice@belgien-tourismus.de Tel.: +49 (0)30 20 60 71 605 Fax: Xx + 49 (0)30 20 60 71 606


WALLONISCHE WIRTSCHAFTSUND HANDELSATTACHÉS IN DEUTSCHLAND Frau Isabella PROFETA c/o Belgisches Konsulat Cäcilienstraße 46 D-50667 KÖLN Tel. +49 (0)221 25 41 73 Fax +49 (0)221 25 46 18 cologne@awex-wallonia.com

Herr Jacques MEESSEN Wallonische Exportagentur Belgiens Dennewartstraße 25-27 D-52068 AACHEN Tel. +49 (0)241 96 315 60 Fax +49 (0)241 96 315 69 aixlachapelle@awex-wallonia.com

Herr Marc DE VESTELE Belgische Wirtschaftsvertretung Maximilianplatz 12a D-80333 MÜNCHEN Tel. +49 (0)89 389 89 20 Fax +49 (0)89 389 89 220 munich@awex-wallonia.com

Herr Frank COMPERNOLLE c/o Belgisches Konsulat Langenhorner Markt 9 D-22415 HAMBURG Tel. +49 (0)40 532 42 02 oder 32 Fax +49 (0)40 532 42 52 hambourg@awex-wallonia.com

Herr Thierry FARNIR c/o Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53 D-10117 BERLIN Tel. +49 (0)30 20 65 86 406 Fax +49 (0)30 20 65 86 430 bruxawexberlin@t-online.de

DELEGATION DER DEUTSCHSPRACHIGEN GEMEINSCHAFT, DER FRANZÖSISCHEN GEMEINSCHAFT UND DER WALLONISCHEN REGION Herr Stefan FÖRSTER I c/o Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53 I D-10117 BERLIN Tel. +49 (0)30 20 61 86 410 I Fax +49 (0)30 20 61 86 411 delegation-berlin@DGCFRW.de www.DGCFRW.de I www.wallonie-bruxelles.de Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel Büro Berlin - Abt. Meetings & Incentives Herr Hans J. KREMER I c/o Délégation Wallonie-Bruxelles Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53 I D-10117 BERLIN Tel. +49 (0)30 20 60 71 605 I Fax +49 (0)30 20 60 71 606 mice@belgien-tourismus.de www.meetingpointbelgium.de Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel (Offizielle Vertretung in Deutschland des O.P.T.) Herr Marc GOULIER Cäcilienstraße 46 I D-50667 KÖLN Tel. +49 (0)221 277 59 0 I Fax +49 (0)221 277 59 100 info@belgien-tourismus.de I www.belgien-tourismus.de

WALLONISCHE EXPORTFÖRDERUNGS- UND AUSLANDSINVESTITIONSAGENTUR BELGIENS (AWEX) Förderung des Außenhandels Place Sainctelette 2 B-1080 BRÜSSEL Tel. +32 (0)2 421 82 11 Fax +32 (0)2 421 87 87 mail@awex.be www.wallonia-international.be Förderung der Ausländischen Investitionen Avenue des Dessus de Lives 6 B-5101 NAMUR Tel. +32 (0)81 33 28 50 Fax +32 (0)81 33 28 69 welcome@investinwallonia.be www.investinwallonia.be

ISM Agrarindustrie – Ernährung – Horeca – Gastronomie

27-30/01/2013 I Köln

AG EN DA

BIOFACH Agrarindustrie – Ernährung – Horeca – Gastronomie

13-16/02/2013 I Nürnberg

HANNOVER INDUSTRIEMESSE Ausrüstungsgüter (Maschinen, mechanisches Engineering, Mechatronik) – Zulieferung

08-12/04/2013 I Hannover

ConhIT IuK (Multimedia, Hightech, Informatik, Bürotechnik, Telekommunikation, …) medizinisch und paramedizinisch Gesundheit – LifeScience

09-11/04/2013 I Berlin


Wallonia Export _ januar 2013