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DOSSIER Die Wallonie, Land kleiner und großer Genüsse Belgien ist Partnerland der ISM 2012 AudioFocus Mit Mundorf in Weltpremiere in Frankfurt


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VORWORT

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Liebe Leserinnen und Leser,

DOSSIER Die Wallonie, Land kleiner und großer Genüsse Belgien ist Partnerland der ISM 2012 AudioFocus Mit Mundorf in Weltpremiere in Frankfurt

INHALTSVERZEICHNIS 2

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VORWORT

DOSSIER

Die wallonie, land kleiner und großer genüsse Belgien ist Partnerland der ISM 2012 9

Domaine du Ry d‘Argent Mit deutschen Reben auf Innovationskurs

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Audiofocus Zusammenarbeit mit Mundorfin Weltpremiere in Frankfurt

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Conpalux Kosmetikkonzerne vertrauen Conpalux vom Konzept bis zum Vertrieb

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Cover 3D Allround-Lösung für Außenschreinerarbeiten in Aluminium und PVC

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Unisensor Multipler Antibiotika-Test für Milch brachte den Durchbruch

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INVESTIEREN IN DER WALLONIE

Bspace.be Praktisches Online-Tool unterstützt Investoren in Echtzeit 15

Ein Jahr ist vorbei, ein neues beginnt… Der richtige Zeitpunkt also, um Ihnen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr zu wünschen und die Schwerpunkte unseres internationalen Aktionsplanes für 2012 vorzustellen. Den wallonischen Exportunternehmen bietet die AWEX auch im neuen Jahr ein geografisch und sektoriell sehr breit gefächertes Angebot an potenziellen Märkten: Wir erschließen neue Absatzmärkte in 81 Ländern und 25 Sektoren. Seit vielen Jahren können wir dabei auf unsere Handelsattachés im Ausland rechnen (aktuell 107 Mitarbeiter), die Exportmöglichkeiten für wallonische Unternehmen ausmachen und umsetzen. Mehr und mehr fokussiert sich die AWEX auf neue aufstrebende Märkte außerhalb der EU-15: 65 % des Aktionsprogrammes wendet sich übrigens an diese Länder, wobei die so genannten BRICS-Staaten Vorrang haben. Unsere Exportambitionen richten sich auch auf neue Märkte, darunter die „Nächsten 12“, wie u. a. die Türkei, Argentinien, die Philippinen, Thailand oder noch Vietnam und Mexiko bezeichnet werden. Zu den 215 Aktionen (insbesondere Messeteilnahmen) für 2012 gehört auch die Intensivierung der Geschäftsbeziehungen zwischen den Regionen der Großregion (die Wallonie, Luxemburg, das Saarland, Rheinland-Pfalz und Lothringen). Nachdem wir 2011 den norddeutschen Markt als prioritären Markt ins Visier genommen haben, möchten wir 2012 Norditalien für unseren Export oder für den Investitionsstandort Wallonien erschließen. Regionen wie Mailand, Turin oder Genua bilden das Rückgrat der italienischen Wirtschaft – sie erwirtschaften 55 % des BIP – und stellen drei Viertel der Exportgeschäfte dar. Hier sind die großen italienischen Konzerne wie Fiat, Iveco, Olivetti oder Omnitel zu Hause. Aber auch viele kleine und mittlere Unternehmen, aktiv in unterschiedlichsten Sektoren von der Agrar- und Lebensmittelindustrie über die Biotechnologie und Pharmazeutik bis zur Elektronik und Feinchemie, stellen für unsere Unternehmen neue Exportchancen dar. Zum Auftakt des neuen Jahres halten Sie die jüngste Ausgabe unserer Wirtschaftszeitschrift in den Händen. Ich freue mich, Ihnen einen besonders genussvollen Inhalt anzubieten: „La Wallonie des Saveurs“ dreht sich um die authentischen Genüsse unserer Gastronomie und ist bis 2013 das zentrale Thema unseres Fremdenverkehrsverbandes Wallonie Bruxelles Tourisme. Ich wünsche Ihnen viel Spaβ bei der Lektüre.

WBT

Philippe Suinen

Chocolatiers aus der Wallonie

Hauptgeschäftsführer der Wallonischen Exportförderungs- und Auslandsinvestitionsagentur Belgiens

Wenn Tradition und Innovation miteinander verschmelzen 16

Agenda

Wallonia-export: Januar 2012 Wallonische Exportförderungs- und Auslandsinvestitionsagentur Belgiens Verantwortlicher Herausgeber: Philippe Suinen, Hauptgeschäftsfürer AWEX 2, place Sainctelette - 1080 Brüssel Tel.: +32 (0)2 421 82 11 - Fax: +32 (0)2 421 87 87 E-Mail: mail@awex.be www.wallonia-international.be

COPYRIGHTS DER FOTOS Der Herausgeber hat die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der Autorenrechte der Personen beachtet, die Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben. Für etwaige Beanstandungen bittet der Herausgeber, sich mit ihm in Verbindung zu setzen.

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COLOFON Redaktioneller Entwurf, Design, Produktion & Koordination: De Visu Digital Document Design. Redaktion: Martina Luxen Druck: IPM


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DIE WALLONIE, Land kleiner und großer Genüsse

Nicht nur ein Jahr sondern gleich zwei Jahre lang, 2012 und 2013, steht der südliche Teil Belgiens ganz im Zeichen der Gastronomie. „La Wallonie des Saveurs“ – zu deutsch „Die Wallonie für Genießer“ – stellt die regionale Küche und ihre Produkte sowie die unverwechselbare Bistrot- und Brasseriekultur der Wallonie in den Mittelpunkt. Ihr Ziel? Der einheimischen Gastronomiekultur die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient. Bestimmte Erzeugnisse aus wallonischen Landen sind im Laufe der Zeit derart bekannt geworden, dass sie ein eigenes Leben führen, ja quasi zum Begriff geworden sind. Das Städtchen Spa ist, seitdem der europäische Adel sich in seinen Heilbädern einfand, im französischen und angelsächsischen Sprachraum zum Inbegriff für „Kuren“ geworden. Heute werden die mehrfach ausgezeichneten Tafelwässer von Spa und Chaudfontaine, der anderen großen Quelle der Ardennen, in Hotels und Restaurants weltweit ausgeschenkt. Mit dem Trappistenbier verhält es sich ähnlich: Wer „Un trappiste, s’ilvous-plaît“ bestellt, denkt häufig zuerst an Orval, Chimay oder Rochefort, drei von fünf anerkannten belgischen Trappistenbiere, die in der Wallonie gebraut werden. Auch der Jambon d’Ardenne, ein Schinken aus kontrolliertem Anbau, oder die„Gaufres de Liège, Waffeln aus knusprig braunem Hefeteig und dicken Zuckerperlen, haben sich zu (wenigstens) überregional bekannten Spitzenprodukten aus der Wallonie etabliert. Solche und andere typischen Feinkosterzeugnisse eigenen sich vorzüglich als Aushängeschild der wallonischen Gastronomiekultur. Aber das Thema „La Wallonie des Saveurs“, das der Fremdenverkehrsverband Wallonie-Brüssel Tourisme (WBT) sich für die nächsten zwei Jahre auf die Fahnen geschrieben hat, besitzt einen viel breiteren Aktionsradius.

© Philippe Lermusiaux

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DIE WALLONIE,

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Land kleiner und großer Genüsse

© EmmanuelMathez

Regional, authentisch, vielfältig In ihrer ganzen Vielfalt soll die Gastronomie der Wallonie während dieser Themenjahre beworben und gefördert werden. Eine hervorragende Gelegenheit, auch weniger bekannte regionale Spezialitäten zu entdecken. Oftmals mit einem Brauch, Ort oder einer Tradition verbunden werden sie in einheimischen Bäckerstuben oder Fleischereien noch stets mit Liebe und nicht selten nach einem Hausrezept zubereitet.

Es ist nicht einfach, die wallonische Gastronomie auf einen Nenner zu bringen: So verschieden sind die lokalen Akzente, Zutaten und Vorlieben. Wirft man jedoch einen Blick auf die geografische Beschaffenheit des belgischen Südens, springt einem der „Nährboden“ für diese typische Gastronomiekultur sofort ins Auge: Ein dichter grüner Teppich aus Wiesen und Wäldern mit Dörfern und Städtchen, in denen die 4

Menschen die hausgemachte Wurst, den selbst gebrannten Schnaps oder den Reisfladen zur Kirmes in Ehren halten. Ein zweiter Blick auf die Wallonie offenbart eine weitere Einflussquelle: Der Bergbau, die Eisen- und Stahlindustrie haben Gastarbeiter aus Italien und Nordafrika nach Lüttich, Charleroi oder Mons gelockt. Heute setzen die italienische und maghrebinische Küche in diesen Städten lokale Akzente. Übrigens


Es ist nicht einfach,

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die wallonische Gastronomie

auf einen Nenner zu bringen: So verschieden sind die lokalen Akzente, Zutaten und Vorlieben.

ist so manchem Beobachter schon aufgefallen, dass ein nicht zu unterschätzender Anteil der angesagten Jungköche in der Wallonie dieser Mischkultur entstammt.

Einwandererland Die Wallonie, seit eh und je ein Einwandererland: Gallier, Römer, Spanier, Burgunder oder Germanen haben ihre Spuren in den Töpfen und Tellern hinterlassen. Der traditionelle Vervierser Reisfladen mit Makronenstückchen – unverzichtbar in der Auslage der Konditoreien im belgisch-deutschen Grenzgebiet – soll venezianischen Ursprungs sein. Andere wiederum behaupten, der berühmte, drei Fürstbischöfen dienende Koch Lancelot de Casteau habe das Rezept erfunden und 1604 niedergeschrieben… Auch die Einwohner von Chimay mögen heute noch rätseln, wer ihnen ihre „escavêche“ (in Essig marinierter Fisch) zuerst aufgetischt hat. Den Erzählungen nach sollen es die Perser gewesen sei… Vielleicht aber auch die Spanier im 16. Jahrhundert…

ten, die manchmal sogar auf einen lokalen Brauch zurückgehen. Woher sonst stammt wohl das hier zu Lande so beliebte Brasserie-Gericht „Américain Frites“, (virgule) wenn nicht von der Gewohnheit, am „mardi gras“ – in der Wallonie der Karnevalsdienstag – Brötchen mit rohem gewürztem Rinderhack als Katerfrühstück zu servieren?

Eine Karawane der Genüsse Zwei Jahre lang soll die Initiative „La Wallonie des Saveurs“ die wallonische Küche und ihre Spezialitäten im In- und Ausland bewerben. Wallonie-Brüssel Tourismus setzt große Mittel ein, um die Wallonie als Land der Genüsse und des authentischen Geschmacks anzupreisen. Unterwegs in einem umgebauten Lkw, voll geladen mit regionalen Erzeugnissen, die von renommierten Küchenchefs für diese Gelegenheit zubereitet werden, setzt sich die „Caravane du goût“ 2012 in Bewegung. Sie peilt Messen, touristische Events, Haltestellen an der Radroute „ Beau Vélo de Ravel“ an, um Einheimische und Touristen von den Vorzügen der wallonischen Küche zu überzeugen.

Wallonie und Brüssel sind Ehrengäste. Hiesige Chefköche werden die wallonische Gastronomie in mehreren Restaurants von Montréal vorstellen. Im August plant WBT ein GastronomieEvent am Rande der Olympischen Spiele, wenn die ganze Welt an der Themse zu Gast ist. Hip und ein bisschen schräg, so wie es die Briten lieben, soll der Standort aussehen, wo wallonische Köstlichkeiten von renommierten Chefs zubereitet und von den Gästen verkostet werden können.

Website und Broschüre Eine wahre Goldgrube mit vielen Informationen, Tipps und Adressen ist die Website „LaWalloniedesSaveurs.be“. Auch in deutscher Sprache enthält sie eine all-

Locavorism Die Wallonie der Genüsse definiert sich darüber hinaus über die charakteristische Bistrot- und Brasseriekultur in den Dörfern, Klein- und Großstädten. Gastfreundlich und herzlich der Empfang, herzhaft und frisch die Speisen, die in einem solchen Gasthof auf der Tageskarte stehen. Der neue Gastronomietrend, locavorism, wird hier avant la lettre gelebt. Locavorism bedeutet in etwa, vorwiegend regional gezüchtetes Obst und Gemüse zu kaufen und zu verzehren. War es in diesen ländlichen Gegenden jemals anders? In die Töpfe und auf den Tisch kommen vorwiegend frische und authentische Zutaten aus dem eigenen Gemüse- und Obstgarten, aus den umliegenden Feldern und Wäldern, den Ställen der Bauern, aus klaren Flüssen und Bächen… Wer sich an den Tischen der Bistrots und Brasserien niederlässt, bekommt, genau wie die Einheimischen, bodenständige und schmackhafte Mahlzeiten angebo-

Picknick im Park Die nächste Initiative verbindet ebenfalls die Vorstellung der Gastronomie mit der Entdeckung touristischer und kultureller Reize: Neun unter Denkmalschutz stehende und der Öffentlichkeit zugängliche Parkanlagen, darunter die Schlossgelände von Seneffe (3. Juni 2012) und La Hulpe (1. Juli 2012) laden zu einem zünftigen Picknick vor dieser eindrucksvollen Kulissen ein. Teilnehmer können hierfür einen mit lauter Delikatessen der Wallonie gefüllten Picknickkorb vorbestellen. In jedem Park werden gleichzeitig musikalische, schauspielerische oder künstlerische Aktivitäten angeboten.

Off Gourmet Olympics in London Schon im Februar (16. bis 26. Februar) fliegen acht wallonische Chefköche und ein Chocolatier Richtung Kanada, um an „Montréal en lumière“ teilzunehmen, einem der größten Kunst- und Kulturfestivals Nordamerikas (900.000 Besucher): Die 5

© Philippe Lermusiaux


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DIE WALLONIE,

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gemeine Einführung zu den Herzstücken der wallonischen Gastronomie (z. B. die Wildsaison, regionale Erzeugnisse, Biere, Pralinen…) sowie praktische Ratschläge, Adressen von Restaurants, Herstellern, Kochkursen, Brauereien oder Schokoladenateliers mit Führung, Veranstaltungskalender… In der Broschüre achtet WBT ebenfalls darauf, die kulinarische Entdeckung mit den anderen Pluspunkten der Wallonie – u. a. Natur, Sport- und Freizeitangebote, Jagdsaison – zu kombinieren. Sie enthält beispielsweise eine praktische Karte, auf der alle Kleinbrauereien (40 Brauereien insgesamt) und ca. 15 Chocolatiers mit ihren Ateliers und ihrer Anschrift eingezeichnet sind. Nichts geht über einen Besuch, der

Belgien Tourismus WallonieBrüssel (Deutsche Repräsentanz des Wallonie-Bruxelles Tourismus – WBT) c/o Delegation der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Französischen Gemeinschaft & der Wallonischen Region Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53 D-10117 Berlin mice@belgien-tourismus.de Tel.: Xx +49 (0)30 20 60 71 605 Fax: + 49 (0)30 20 60 71 606

die Sinne anspricht, der vor dem geistigen Augen, in der Nase oder auf der Zunge einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Zeit zum Entdecken Zwei Jahre lang wird Wallonie Brüssel Tourismus die kulinarischen Genüsse der Wallonie im In- und Ausland bewerben. So viel Zeit muss wohl sein, um eine regionale Küchentradition wachzuküssen, die viele Jahre als zu lokal oder einfach galt. Jetzt aber, wo Kochen mit natürlichen und regionalen Erzeugnissen im Trend liegt, wo 6

vergessene Gemüse- und Obstsorten sich ihren angestammten Platz zurückerobern, wo Nachhaltigkeit und umweltschonende Produktionsverfahren angesagt sind, hat die wallonische Küche ein besonders gutes Sprungbrett, um sich neben anderen regionalen Küchen zu profilieren. Aus vielen verschiedenen Gründen ist die wallonische Küche stets mit ihrer unmittelbaren Umgebung verbunden geblieben, so kocht der junge Chef en vogue genauso mit authentischen Zutaten wie die Wirtsfrau, die im Dorfsgasthaus das Tagesmenü auf die Speisekarte setzt.


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Belgien ist Partnerland der ISM 2012 Als offizieller Partner der größten internationalen Süßwarenmesse weltweit stehen die belgischen und darunter die wallonischen Süßwaren Ende Januar in Köln im Rampenlicht.

Eine Küche, die entdeckt werden will, auf einem Tagesausflug nach Lüttich, Tournai oder Charleroi, während eines Wochenendes in den Ardennen oder im Hohen Venn. Vielleicht sind auch die vom Themenjahr bestimmten Ausstellungen ein Anlass, auf den Geschmack zu kommen: Das Wellington-Museum in Waterloo beispielsweise verrät, welche kulinarischen Genüsse unter dem Empire den Geschmack der Zeit trafen, und das Euro Space Center in Redu stellt Astronautenkost vor…

Nein, in diesem Jahr kommt kein Besucher der tonangebenden ISM an den Chocolatiers, Konditoren und anderen Waffelund Zuckerbäckern aus hiesigen Landen vorbei. Belgien und seine drei Regionen (die Wallonie, Brüssel und Flandern) sind Partner der viertägigen Fachmesse (29. Januar bis 1. Februar 2012). Alle Kommunikationsmittel der ISM, vom Logo über die Werbeplakate bis zu den Eintrittskarten, unterstützen diese gemeinsame Marketingaktion.

Show Cooking Am Montag, den 30. Januar, haben die wallonischen Aussteller ihren großen Auftritt. Mit der Präsenz von Außenhandelsminister Marcourt wird die Aufmerksamkeit auf die Delegation aus der südlichen Landeshälfte verstärkt, zudem wechseln sich die Chocolatiers aus den drei Regionen (die Wallonie, Brüssel und Flandern) wechseln sich beim Show Cooking ab. Sie geben während der Messe insgesamt acht Vorstellungen ihres kreativen Könnens. Da belgische Chocolatiers in der ganzen Welt für ihre raffinierte Verarbeitung von Schokolade gerühmt werden, sollten Besucher sich dieses Event nicht entgehen lassen (täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr in der Galerie zwischen Halle 2 und 3).

Schokolade in allen Formen Vom knackigen Riegel bis zur edlen Praline… Schokolade ist natürlich das Vorzeigeprodukt der belgischen und wallonischen Süßwarenindustrie schlechthin. 7


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Belgien ist Partnerland der ISM 2012 Belgische Schokolade unterscheidet sich dadurch, dass sie den Qualitätsanspruch ausschließlich Kakaobutter und kein Pflanzenfett zu verwenden, erfüllt. (Mehr über wallonische Chocolatiers ist in diesem Magazin übrigens auf Seite 15 zu lesen, wo der Fremdenverkehrsverband Wallonie Brüssel (WBT) „La Wallonie des Saveurs“ vorstellt, zentrales Thema seiner Marketingstrategie für 2012-2013. Welche Erzeugnisse bestücken noch die traditionelle Süßwarenpalette der Wallonie? Zweifellos sind Waffeln und Wäffelchen, hierzulande auch gerne „galette“ genannt, zum Exportgut avanciert. Typische Kekse und Kleingebäck, ursprünglich mit religiösen Bräuchen verbunden wie der Cougnou – ein Hefegebäck in Jesuskindform – sind inzwischen nicht mehr nur für ein bestimmtes Fest, sondern das ganze Jahr im Angebot. Wie die Extraktion des Zuckers aus Rüben im 19. Jahrhundert die Süßwarenindustrie in der Wallonie beflügelt hat, haben auch die ausgedehnten Obstbaumplantagen im Herverland und in der Gaume zu dem reichhaltigen Angebot an Marmeladen, Sirupen, Fruchtgummis oder anderen Sünden geführt – wie die einmaligen „Cuberdons“ auch „chapeau de curé“ (Paffenhut) genannt: Zuckerkegel mit einer weichen Himbeergeleefüllung. Was an Süßigkeiten aus Belgien und der Wallonie besonders geschätzt wird?

Fabio Mauro, Abteilungsleiter food & beverages bei der AWEX: „Dass es traditionelle Produkte sind und unsere Hersteller große Erfahrung besitzen. Aber auch ihre Eigenschaft, sich dem wechselnden Geschmack der Verbraucher anzupassen, zu innovieren und neue Trends aufzuspüren.“

Auf der 42. Ausgabe der ISM sind Belgien und seine Regionen in der Halle 4.2 anzutreffen. Von wallonischer Seite sind 28 Unternehmen beteiligt. Mit insgesamt 138 Ausstellern stellt Belgien in diesem Jahr die stärkste Delegation dar. Übrigens nehmen belgische Aussteller seit über 20 Jahren an der Kölner Fachmesse teil, ein Zeichen für die Treue, die es der ISM hält.

Wallonische Exportförderungs - und Auslandsinvestitions agentur Belgiens Place Sainctelette 2 1080 Brüssel Belgien Tel.: + 32 (0)2 421 82 11 mail@awex.be www.wallonia-export.be 8


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DOMAINE DU RY D‘ARGENT Mit deutschen Reben auf Innovationskurs

Mit deutschen Rebsorten wie Dornfelder, Solaris und Regent gelingt es dem Jungwinzer JeanFrançois Baele, neue überraschende Wein- und Aperitifgenüsse zu erzeugen. Nicht nur private Weinkenner sind auf den Geschmack der Weine des Domaine du Ry d’Argent gekommen. Auch im Großhandel finden die belgischen Weine regelmäßige Abnehmer. „2011 war ein hervorragender Jahrgang“, bestätigt Jean-François Baele die Pflichtfrage an jeden Winzer: „Wir hatten viel Sonne. Der August und September waren außerdem sehr trocken. Wir sind sehr zufrieden, denn auch 2009 und 2010 waren sehr gute Jahrgänge, sowohl von der Qualität als von der Quantität her.“ Weine aus der Wallonie? Da blicken manche zunächst vielleicht argwöhnisch auf das 5 Hektar große Weinanbaugebiet – ein ausgedehnter Südhang zwischen Samber und Maas in der Nähe von Namur – das Baele zwischen 2005 und 2007 auf den Ländereien seines Vaters angelegt hat. „Mir ging es darum, unseren klassischen Landwirtschaftsbetrieb (Weizen und Zuckerrüben) zu diversifizieren. Nach und nach habe ich unsere Fleisch- und Milchkühe abgeschafft und Reben angebaut.“

Inspiration aus der Pfalz Reben, wie sie auf jedem Weinberg in Frankreich wachsen, wollte der junge Bauer nicht pflanzen. Baele blickte eher

über die Grenze nach Osten und inspirierte sich bei seinen Winzerfreunden in der Pfalz. Er brachte Dornfelder, Solaris, Regent und Cabernet Jura (eine Züchtung des Schweizer Winzers Valentin Blattner) nach Namur, mit dem Ziel, innovative Wein- und Aperitiferzeugnisse zu schaffen. „In Deutschland entsteht aus Dornfelder hauptsächlich Rotwein, aber wir erzeugen einen hervorragenden Rosé-Sekt. Völlig überraschend für meine Pfälzer Freunde, genau wie der Weißwein, den wir aus der Solarisrebe gewinnen: In Deutschland ergibt sie einen Wein mit milder fruchtiger Note. Die gleiche Rebsorte an unserem Hang ergibt aber einen trocknen frischen Weißwein,“ erläutert der junge Weinbauer, dem die Begeisterung für den innovativen Umgang mit klassischen Weinsorten in jedem Satz anzuhören ist. Ausgesucht hat er diese Rebsorten auch, weil sie sich als besonders beständig gegen Schimmel und Fäulnis erwiesen haben und er den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln um ein Vielfaches reduzieren kann.

den Verbraucher in Deutschland überzeugen kann. Er hofft, einen Großhändler zu finden, der seine Weine bald auf die Weinkarte deutscher Spitzenrestaurants setzen kann. Übrigens hat der Berufsverband der flämischen Sommeliers den Rotwein „Boisé 2009 Domaine du Ry d’Argent“ (Verschnitt Cabernet Jura und Régent) mit dem zweiten Platz des Wettbewerbs „Bester belgischer Rotwein“ ausgezeichnet.

Innovation aus klassischen Sorten Der Jahrgang 2011 setzt sich aus vier Rotweinen (davon drei mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung AOC für Appellation d’Origine Contrôlée), einem Weißwein (AOC für Vin de pays des jardins de Wallonie) und einem Roséwein zusammen. Der Einzelund der Großhandel haben ihren Weg zur Domaine du Ry d’Argent bereits gefunden. Jean-François Baele ist überzeugt, dass er mit seinem Ansatz – innovative Weine und Aperitifs aus klassischen Rebsorten – auch 9

Domaine du Ry d’Argent Rue de la Distillerie, 51 5081 LA BRUYERE Tel.: +32 (0)81 56 65 45 Fax: +32 (0)81 56 65 45 hubertbaele@skynet.be www.domainedurydargent.com Ansprechpartner: Jean-François BAELE, Directeur – Export Manager


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AUDIOFOCUS Zusammenarbeit mit Mundorf in Weltpremiere in Frankfurt

Auf der internationalen Leitmesse der Veranstaltungstechnik Prolight + Sound 2012, vom 21. bis 24. März in Frankfurt, stellt der belgische Audio-SystemeHersteller AudioFocus das Ergebnis seiner Partnerschaft mit dem hochspezialisierten deutschen Lautsprecherhersteller Mundorf erstmals vor. Gut möglich, dass die Zusammenarbeit mit der Kölner Firma Raimund Mundorf den jungen Soundspezialisten von AudioFocus auch die Eintrittskarte für den Vertrieb ihrer professionellen Audiosysteme auf dem deutschen Markt liefert. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines besonders anspruchsvollen Soundsystems für Konzerthallen, Freilichtbühnen, Stadien und andere großflächige Räume. „Wir wollen eine neue Anlage in WST-Verfahren entwickeln, die völlig neuen, bis her nicht erreichten Qualitätskriterien entspricht“, erklärt Stéphane Melotte, der mehr als 30 Jahre Erfahrung im Soundgeschäft hat und als Exportmanager für AudioFocus tätig ist: „Konkret ist es uns gelungen, die Qualität der

Community Europe – Abteilung Audiofocus Rempart de la Tour, 29 5590 CINEY Tel.:+32 (0)83 21 80 54 Fax: +32 (0)83 21 80 57 steph@audiofocus.eu Ansprechpartner: Stéphane MELOTTE, Export Manager

garantiert zudem europäische Bauteile, sodass auch Qualität und Zuverlässigkeit vorgegeben sind.

Neue Produkte Klangwiedergabe noch zu steigern und dabei den Verzerrungsgrad bei hoher Lautstärke zu reduzieren.“ Ein besonders solides Soundprodukt also, das AudioFocus aus dem wallonischen Ciney mit Bauteilen der renommierten Firma Raimund Mundorf aus Köln erarbeitet hat. Auf der Frankfurter Fachmesse geht das neue Produkt Ende März in Weltpremiere. Die Frankfurter Fachmesse ist wahrscheinlich auch der richtige Augenblick, um den in Deutschland noch relativ unbekannten Hersteller kennen zu lernen. Das 1998 von Ingenieuren errichtete Unternehmen baut professionelle Audiosysteme, von der kleinen Festinstallation bis zum großen Konzertsystem. Erhältlich in aktiver oder passiver Variante werden die AudioFocus © -Systeme von professionellen Anwendern für ihre hohe Betriebssicherheit (z. B. durch die PPS©Schutzschaltung) geschätzt. Andere Pluspunkte sind die ständige Verfügbarkeit aller Produkte und Ersatzteile. AudioFocus 10

2011 hat AudioFocus die EL-Serie auf den Markt gebracht, die technisches Knowhow und Stabilität zu erschwinglichen Preisen anbietet. Wie bei allen anderen Produkten stammen Design und Fertigung auch dieser Serie aus Belgien. Für Installationsanwendungen hat AudioFocus eigens die Produktlinie FiX entwickelt: Die Lautsprecher sind zum Teil sowohl für Innen- als auch Außenanwendungen gefertigt. Bei hoher Luftfeuchtigkeit getestet und für gut befunden, werden die Lautsprecher jetzt auch noch Kältetests bis zu -30° unterworfen. Unlängst hat AudioFocus ein Abkommen mit dem deutschen Vertrieb Mischkultur abgeschlossen, der das Interesse des deutschen Markts 2012 systematisch und an der Basis wecken soll. Wer sich vorab über die Produkte von AudioFocus, über das Unternehmen und seine Philosophie informieren möchte, findet klare und sachliche Informationen, auch in deutscher Sprache, auf www.audiofocus.eu.


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CONPALUX Kosmetikkonzerne vertrauen Conpalux vom Konzept bis zum Vertrieb

Das ganze Menü oder „à la carte“… Beim Verpackungsspezialisten Conpalux in Bertrix können Kosmetik – oder Pharmakonzerne ein Produkt komplett in Auftrag geben oder spezifische Bearbeitungen in Auftrag geben, für die das junge Unternehmen aus Bertrix die erforderlichen Kompetenzen besitzt.

Kosmetikgigant L’Oréal und seine Haarpflegelinie Garnier vertrauen Conpalux seit mehreren Jahren die Produktion verschiedener Serien an. Die belgische Naturkosmetikmarke Tilman Pharmacie lässt sogar vollständige Produktserien, vom Konzept und von der Formulierung über die eigentliche Produktion bis zur Verpackung und zum Vertrieb von Conpalux herstellen. Seit der Gründung des Unternehmens hat sich Conpalux mit seinem All-inclusive-Ansatz

und seiner großen Reaktionsschnelligkeit einen Namen bei den Herstellern von Arzneimitteln, Kosmetika, Haushaltsreinigungsprodukten… gemacht. Neben brandneuen Produktionsateliers (7.200 m²) verfügt der Betrieb auch über zwei Reinräume der ISO-Klasse 8 sowie eine Lagerhalle (2.500 m²), wovon 500 m² konstant auf einer Raumtemperatur von 15° Celsius gehalten werden. „Von der Konkurrenz unterscheiden wir uns dank unseres All-in-Ansatzes“, sagt Unternehmensleiter Jean-Pierre Gribomont: „Unsere Kapazität, vom Konzept bis zum Vertrieb praktisch das ganze Produkt mitzutragen, ist eine eher seltene Gegebenheit in unserem Metier. Mitbewerber sind häufig nur in der Lage, die Füllung zu bewerkstelligen. Zu uns kann der Kunde auch kommen, wenn er nur eine Idee hat. Wir kümmern uns um den Rest.“ Neuen Tendenzen gegenüber aufgeschlossen hat das Unternehmen, das mit Mitteln privater Anleger und der Beschützenden Werkstätte „Les Ateliers du Saupont“ aufgerichtet worden ist, sich auch um den Erlangung verschiedener Qualitätslabels bemüht. Darunter das Ecocert-Zertifikat für Kosmetik und das Ecocert-Zertifikat für Reinigungsmittel. „Dass wir die Qualitätskriterien von L’Oréal erfüllen und alle Audits des Kosmetikgiganten im Vorfeld geschafft haben, verdanken wir unserer Professionalität und hochspezialisierten Ausrüstung,“ erklärt Gribomont. Weil Conpalux neues Entwicklungspotenzial auf dem islamischen Markt aufgespürt hat, hat der Kosmetik11

Dienstleister mittlerweile auch das HalalZertifikat erworben, mit dem die aus islamischer Sicht einwandfreie und erlaubte Beschaffenheit von Lebensmitteln, Kosmetika und anderen Konsumgütern dokumentiert wird. Weil der Transport nur einen geringen Anteil der Produktionskosten darstellt, ist es auch für deutsche Kosmetikmarken interessant, die Infrastruktur und das Know-how des Unternehmens zu nutzen.

Conpalux Rue de Lonnoux, 2 6880 BERTRIX Tel.: +32 (0)61 41 18 16 Fax: +32 (0)61 41 45 82 jp.gribomont@saupont.be Ansprechpartner: Jean-Pierre GRIBOMONT, Direktor


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RE- NG A T W LU SOFTWICK EN

COVER 3D Allround-Lösung für Außenschreinerarbeiten in Aluminium und PVC

Zum ersten Mal erfasst eine Software in nur einer einzigen Anwendung alle Standardfunktionen, die bei der Planung und beim Bau von Wintergärten, Fenstern, Fassaden… anfallen. Vom Konzept über das Projektmanagement bis zur Preisberechnung und Übertragung an CNS-gesteuerte Maschinen. Als Michel Rousseau und sein Team nach zweijähriger Entwicklungsarbeit und Investitionen noch immer keine einzige Lizenz ihrer Allround-Software für Außenschreinerarbeiten an den Mann gebracht hatten, „…kam schon so etwas wie Panik auf“, erinnert sich Michel Rousseau dieser Pionierjahre. Ende der 80er hatte der damals in einem Studienbüro für Schreinerarbeiten tätige Unternehmer feststellen müssen, dass es zwar nicht an Berechnungsprogrammen für Fensterrahmen und Türen mangelte, dass Schreiner für Veranden, Vorhangwände, Gewächshäuser… aber noch stets mit Metermaß, Bleistift und Papier losziehen mussten. Also entschloss Rousseau sich, eigene Mittel in die Entwicklung eines umfassenden Tools für alle Anwendungen der Außenschreinerei zu investieren: Zum ersten Mal konnten Fachleute auf eine Software zurück-

greifen, die von der Vorstellung über die Berechnung bis zur Herstellung alle Funktionen erfüllte. Außerdem wurde die Herstellung von Fenstern und Türen erstmals in 3D realisiert – auch dies ein revolutionärer Vorgang, der den Kunden ein besseres Verständnis der Systeme vermittelt und die ästhetischen Qualitäten unterstreicht.

Mehr als 4000 Nutzer Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten ging alles rasend schnell: „Zuerst konnten wir die wichtigsten Aluminium Extruder in Belgien und Frankreich (darunter Flandria Aluminium, Remi Claeys heute die Sapa-Gruppe…) überzeugen“, so Rousseau rückblickend. In Deutschland erkannte der Veranden- und Sonnenschutzspezialist Weinor die Vorteile der Cover-3D-Software. Seitdem arbeitet er mit der belgischen Lösung.

COVERGROUP Rue Grande Couture, 4b 7503 FROYENNES Tel.: +32 (0)69 36 08 60 Fax: +32 (0)69 77 78 61 michel.rousseau@cover3d.com Ansprechpartner: Michel ROUSSEAU, Direktor

Über 4000 Nutzer zählt der SoftwareEntwickler aus dem wallonischen Ciney heute und es werden immer mehr, wie unschwer am Umsatz zu erkennen ist. „Jährlich wachsen wir um 15 bis 20 %“, stellt Michel Rousseau fest, „und das ganz ohne die Unterstützung einer strukturellen Verkaufsorganisation, denn 12

dafür hatten wir bislang keine Zeit.“ Im Klartext: In Cover 3D steckt noch jede Menge Potenzial. Das hat wohl auch die Fachjury der Baufachmesse Batimat in Paris erkannt, als sie Rousseau und sein Team 2009 mit der Silbermedaille für innovative Produkte auszeichnete. Dass ihre Software nach anfänglicher Zurückhaltung heute von der Branche geschätzt und verwendet wird, erklärt der Software-Unternehmer mit einem Physikstudium-Abschluss so: „Die Kunden arbeiten völlig unabhängig, können ihre eigene Bibliothek mit Anwendungen erstellen oder uns mit dieser Aufgabe betrauen und sie nachher allein weiterführen.“ Während der Berechnung selbst wird auch noch die kleinste Umänderung automatisch auf alle internen Elemente reflektiert. Für den deutschen Markt sucht das 12-köpfige Unternehmen mit Niederlassungen in Frankreich (6 Mitarbeiter) und Marokko (7 Mitarbeiter), wo die großen französischen Alu-Fabrikanten angesiedelt sind, einen Vertrieb oder eine Form der Zusammenarbeit, die die Kommerzialisierung und die Weiterentwicklung der Software ermöglicht.


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L– E T T SMIE/ N E I LEB USTRE/ K IND LOGI ZEUTI BIO ARMA PH

UNISENSOR Multipler Antibiotika-Test für Milch brachte den Durchbruch

Als das wallonische Unternehmen Unisensor vor acht Jahren den Antibiotika-Testinstallationssatz Twinsensor für die simultane Erkennung von gleich zwei Antibiotika in der Rohmilch entwickelte und einführte, gab es keinen Halt mehr. Die ersten drei unter den Top 20 Milchverarbeitern in Europa – Danone, Nestlé und auch Lactalis – haben sich von den Eigenschaften des Twinsensor überzeugen lassen. Zu den Abnehmern des AntibiotikaTestinstallationssatzes gehören ebenfalls Laboratorien, die im Agrar- und Lebensmittelbereich spezialisiert sind, sowie selbstständige Landwirte oder landwirtschaftliche Kooperativen, die die Qualität ihrer Milch prüfen möchten. „Unsere großen Konkurrenten, wie Charm Sciences oder Neogen, kommen vor allem aus den USA und, in den letzten Jahren, auch verstärkt aus China. Aber Unisensor ist es gelungen, sich auf diesem umkämpften Markt nicht nur als Produzent und Lieferant von Diagnosemitteln im Agrar- und Lebensmittelsektor zu positionieren, sondern auch als ein Experte für Antibiotika“, unterstreicht Olivier Heynen, Verkaufsdirektor, „ein Mehrwert, den unsere Kunden sehr zu schätzen wissen und der uns gegenüber den großen US-amerikanischen Konkurrenten unterscheidet.“

Fast jeder zweite Mitarbeiter in F&E Systematische und kontinuierliche Forschung und Entwicklung sind ein sehr wichtiger Bestandteil des UnisensorBetriebskapitals. Das noch junge Unternehmen – 1997 aus einer Spin-off der Universität Lüttich hervorgegangen – beschäftigt heute +/- 30 Mitarbeiter. 40 % der Beschäftigten (darunter 5 Doktorate) sind einzig und allein in der F&E-Abteilung tätig. Außerdem tritt Unisensor als Partner mehrerer europäischer Forschungsprojekte wie Confidence und Good Food auf: „Für uns sind diese Partnerschaften von herausragender Bedeutung“, erklärt Olivier Heynen „denn sie gewährleisten uns Zugang zu Forschungsgeldern, interessanten Technologien und neuesten Wissensständen.“ U n i s e n s o r i st we l t we i t a k t i v. Deutschland und seine großen Milchverarbeitungskonzerne stellen ein gewaltiges Potenzial für den TwinsensorTestsatz und die Antibiotika-Expertise des Lütticher Unternehmens dar.

Weltproduktion von Nahrungsmitteln mit Mykotoxinen verunreinigt sind. Gegen diese Bedrohung hat Unisensor einen neuen Test entwickelt: 4MYCOSENSOR, ein schneller multipler Testsatz für Mykotoxine in Getreide. Der Milch- und Getreideindustrie stellt Unisensor nicht nur eine breite Palette an Diagnoseinstrumenten bereit, sondern auch wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet der Erkennung von Lebensmittelkontaminanten, sagt Olivier Heynen: „Mit unserem Know-how, unseren Stärken und unserer Flexibilität können wir sofort auf die spezifischen Anliegen unserer Kunden reagieren.“

Mykotoxine Mittlerweile hat Unisensor sich auch auf die Erkennung von Schimmelbefall in Lebensmitteln spezialisiert. Mykotoxine zählen zu den wichtigsten natürlichen Kontaminanten von Getreide. Die FAO schätzt, dass bis zu 25 % der

Unisensor Rue du Dossay, 3 4020 WANDRE Tel.: +32 (0)4 252 66 02 Fax: +32 (0)4 252 90 55 olivier.heynen@unisensor.be Ansprechpartner: Olivier Heynen, Verkaufsdirektor 13


WALLONIA EXPORT • JANUAR 2012

N IN E R E STIELLONI E V IN WA DER

BSPACE.BE Praktisches Online-Tool unterstützt Investoren in Echtzeit

Für Unternehmer steht die Zeit nie still. Sie wollen, auch nach Büroschluss, ihre Pläne und Projekte weiterbringen. Wie praktisch erweist sich da die aufgerüstete Fassung der ehemaligen Datenbank „Parks“, die seit dem 14. November 2011 mit mehr Inhalten unter dem neuen Namen „BSpace. be“ online ist: In wenigen Klicks finden Unternehmer den Standort, der sich in der Wallonie für eine Niederlassung eignen könnte.

Die Vorzüge dieses optimierten Tools offenbaren sich bereits nach den ersten Klicks – ein gutes Zeichen für seine benutzerfreundliche Struktur. Auf der Startseite erscheinen die neuesten Verkaufs- und Mietangebote für Gewerbefläche in der gesamten Wallonie. Klickt man eines der verfügbaren Gelände an, öffnet sich ein Fenster, das die gesamte Palette wissenswerter Informationen enthält. Übersichtlich mit Foto, Beschreibung, Kontaktdaten, Karte und Satellitenbild usw. präsentiert. Tabellen zeigen die Entfernung des Standorts zu den nächstgelegenen Flughäfen, Bahnhöfen, Binnenhäfen, Städten oder Autobahnausfahrten. Auch andere Points of Interest (POI) sind aufgelistet, darunter Hochschulen, Forschungsund Kompetenzzentren…

Erweitertes Angebot Nationale und internationale Investoren finden in dieser Datenbank, mit aktuellen und in Echtzeit gespeisten Daten, ein umfangreicheres Angebot als früher. Alain De Roover, Generalsekretär der wallonischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die die Immobilienplattform in Zusammenarbeit mit der AWEX entwickelt hat: „Zusätzlich zu den Immobilien der Interkommunalen stellen jetzt auch andere öffentliche (Hafengesellschaften…) und private Immobilienverwalter (Banken…) ihr Angebot ins Netz.“ Um jedoch zu vermeiden, dass die Plattform von gewissen Anbietern als virtueller Marktplatz missbraucht wird, unterzeichnen sie eine Charta, die u. a. den rein informativen Charakter der Bspace. be-Datenbank bestätigt und, dank der Zulassungskriterien, die Relevanz der angebotenen Immobilien gewährleistet.

Gezielte Suche

BSpace.be Alle Kontaktangaben unter www.bspace.be/de/contact.php

Das Online-Tool für Investoren kann über verschiedene Wege abgefragt werden. Der Nutzer hat nicht nur direkten Zugang zu den neuesten Angeboten, die auf der Startseite erscheinen. Über „Akteure“ gelangt er zu einer Übersicht der 10 Anbieter von Investitionsflächen in der Region. Klickt er dort beispielsweise die Gewerbeverwaltungsstelle 14

Idelux an, öffnet sich die Seite mit den in der Provinz Luxemburg vorhandenen Gewerbegebieten und Vermögenswerten. Jedes Angebot wird wiederum vollständig präsentiert.

Gezielte Suche Kriterien wie Vermietung oder Verkauf, Betriebs- oder Bürogebäude, Anzahl Quadratmeter für innen und außen, die Distanz zum nächsten Flughafen oder Binnenhafen… ermöglichen eine äußerst präzise Suche. Sogar die an einem Standort produzierten Güter können als Suchvorgabe dienen: „Wer für seinen künftigen Standort in der Wallonie bestimmte Rohstoffe oder Halbfertigprodukte sucht, kann auch nach diesen Informationen in der Datenbank suchen. Ein Investor erhält also wirklich eine genaue Vorstellung davon, wo er sich niederlassen kann“, so Alain De Roover: „Will er gleich konkrete Informationen über einen bestimmten Standort, liefert unsere Datenbank ihm den richtigen Ansprechpartner direkt, ohne Umwege.“


WALLONIA EXPORT • JANUAR 2012

WB

T

CHOCOLATIERS AUS DER WALLONIE Wenn Tradition und Innovation miteinander verschmelzen Als Schlemmerland trifft die Wallonie nicht nur in der Jagdsaison ins Schwarze. Ihre handwerklich betriebenen Brauereien hat sich der Bierliebhaber das ganze Jahr über auf seine Pilgerroute geschrieben. Seit geraumer Zeit wecken auch die Schöpfungen wallonischer Chocolatiers Neugierde und Verlangen: Verankert in der belgischen Schokoladentradition treibt sie der Ehrgeiz, mit Schokolade neue Kreationen und höchste Genüsse zu schaffen.

Neben großen belgischen Pralinennamen wie Neuhaus, Godiva, Leonidas – deren Ursprung ein Familienbetrieb war – zählt Belgien heute noch ca. 400 Chocolatiers, die der handwerklichen Tradition treu geblieben sind. Wer hierzulande Schokolade erzeugt, kann nicht umhin, sich den gleichen Qualitätsansprüchen zu beugen wie seine Vorgänger, die belgische Schokolade berühmt gemacht haben. Darunter ein gewisser Jean Neuhaus, eigentlich ein Schweizer, der Ende des 19. Jh. in seiner Brüsseler Schokoladenmanufaktur in der feinen Geschäftsgalerie de la Reine (übrigens die erste ihrer Art auf dem Kontinent und heute noch genauso schick wie damals) die Praline erfand: mundgerechte Häppchen mit einer Creme oder anderen Zutaten gefüllten Schokolade. Nicht weit von dieser sehenswerten Galerie direkt an der Grand’Place liegt die Chocolaterie Galler. Jean Galler, Bäckersohn aus dem ländlichen VauxSous-Chèvremont in der Wallonie, war einer der ersten Chocolatiers, der es wagte, die Praline mit neuen ungewohnten Zutaten wie Gewürzen, Kräutern, Früchten und sogar Wein zu veredeln. Heute findet man Schokolade von Galler

an den Hotspots dieser Welt. So weit braucht man aber nicht zu reisen, denn Galler betreibt u. a. auch in Lüttich, Huy und Bastogne elegante Verkaufsstellen, die sich „Chocolat-Thé“ nennen. Wer eine Erklärung für den guten Ruf belgischer Schokolade sucht, wird bei Defroidmont im Ardennendörfchen Erezée fündig: Neben seinem Atelier und Restaurant hat der Chocolatier ein kleines Museum (seit 2009) eingerichtet, das die Geschichte der Schokolade von der Kakaobohne bis zum raffinierten Konfekt erzählt (www.chocolatierdefroidmont.be). Ganz im Süden von Belgien ist einer der zehn besten Chocolatiers Belgiens zu Hause. Nach einem siebenjährigen Aufenthalt in Italien, wo Edouard Bechoux lernte, seiner „Kreativität freien Lauf zu lassen und Gestalt zu geben“, eröffnete er ein Atelier mit angrenzender Boutique in Florenville. Später folgte eine Geschäftseröffnung in LuxemburgStadt. Bechoux, der sich einen Namen als Schokoladenexperte gemacht hatte und mit zahllosen Preisen ausgezeichnet wurde, gibt ebenfalls Vorführungen seiner Kunst (www.leschocolatsdedouard.com). 15

Wer der wallonischen Hauptstadt Namur demnächst einen Besuch abstattet, sollte als Schokoladenliebhaber auf jeden Fall „La Maison des Desserts“ aufsuchen. Untergebracht in einem beeindruckenden Haus aus dem 17. Jahrhundert bietet der Familienbetrieb Hucorne-Fronville hier köstliche Schokoladenkreationen und andere unwiderstehliche Desserts (www.maisondes-desserts.be). Über www.tourisme-ettradition.be werden Führungen (auch in deutscher Sprache) organisiert. Cyril Chocolat in Samrée in den Ardennen hat sich mit persönlich gestalteten Schokoladentafeln und Verpackungen einen Namen gemacht. Bei einem Atelierbesuch mit Vorführung (samstagnachmittags und auf Reservierung) lädt Chocolatier Yves Lemaire seine Besucher in die spannende Welt des Kakaos und der Schokolade ein (www.cyrilchocolat.be). Alle Angaben und weitere Informationen über belgische Schokolade und die feine Kunst der Schokoladenverarbeitung in der Wallonie: www.lawalloniedessaveurs.be.

Belgien Tourismus WallonieBrüssel (Deutsche Repräsentanz des Wallonie-Bruxelles Tourismus – WBT) c/o Delegation der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Französischen Gemeinschaft & der Wallonischen Region Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53 D-10117 Berlin mice@belgien-tourismus.de Tel.: +49 (0)30 20 60 71 605 Fax: + 49 (0)30 20 60 71 606


WALLONISCHE WIRTSCHAFTSUND HANDELSATTACHÉS IN DEUTSCHLAND

DELEGATION DER DEUTSCHSPRACHIGEN GEMEINSCHAFT, DER FRANZÖSISCHEN GEMEINSCHAFT UND DER WALLONISCHEN REGION

Frau Isabella PROFETA c/o Belgisches Konsulat Cäcilienstraße 46 D-50667 KÖLN Tel. +49 (0)221 25 41 73 Fax +49 (0)221 25 46 18 cologne@awex-wallonia.com

Herr Jacques MEESSEN Wallonische Exportagentur Belgiens Dennewartstraße 25-27 D-52068 AACHEN Tel. +49 (0)241 96 315 60 Fax +49 (0)241 96 315 69 aixlachapelle@awex-wallonia.com

Herr Marc DE VESTELE Belgische Wirtschaftsvertretung Maximilianplatz 12a D-80333 MÜNCHEN Tel. +49 (0)89 389 89 20 Fax +49 (0)89 389 89 220 munich@awex-wallonia.com

Herr Frank COMPERNOLLE c/o Belgisches Konsulat Langenhorner Markt 9 D-22415 HAMBURG Tel. +49 (0)40 532 42 02 oder 32 Fax +49 (0)40 532 42 52 hambourg@awex-wallonia.com

Herr Thierry FARNIR c/o Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53 D-10117 BERLIN Tel. +49 (0)30 20 65 86 406 Fax +49 (0)30 20 65 86 430 bruxawexberlin@t-online.de

Herr Jan OFFNER c/o Belgisches Konsulat Buchsenstaße 9 D-70174 STUTTGART Tel. +49 (0)711 223 88 06 Fax +49 (0)711 226 24 88 stuttgart@fitagency.com

Herr Stefan FÖRSTER I c/o Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53 I D-10117 BERLIN Tel. +49 (0)30 20 61 86 410 I Fax +49 (0)30 20 61 86 411 delegation-berlin@DGCFRW.de www.DGCFRW.de I www.wallonie-bruxelles.de Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel Büro Berlin - Abt. Meetings & Incentives Herr Hans J. KREMER I c/o Délégation Wallonie-Bruxelles Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53 I D-10117 BERLIN Tel. +49 (0)30 20 60 71 605 I Fax +49 (0)30 20 60 71 606 mice@belgien-tourismus.de www.meetingpointbelgium.de Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel (Offizielle Vertretung in Deutschland des O.P.T.) Herr Marc GOULIER Cäcilienstraße 46 I D-50667 KÖLN Tel. +49 (0)221 277 59 0 I Fax +49 (0)221 277 59 100 info@belgien-tourismus.de I www.belgien-tourismus.de

WALLONISCHE EXPORTFÖRDERUNGS- UND AUSLANDSINVESTITIONSAGENTUR BELGIENS (AWEX) Förderung des Außenhandels Place Sainctelette 2 B-1080 BRÜSSEL Tel. +32 (0)2 421 82 11 Fax +32 (0)2 421 87 87 mail@awex.be www.wallonia-international.be Förderung der Ausländischen Investitionen Avenue des Dessus de Lives 6 B-5101 NAMUR Tel. +32 (0)81 33 28 50 Fax +32 (0)81 33 28 69 welcome@investinwallonia.be www.investinwallonia.be

GENERIS-APROPOS – © PHOTOS: TOMASZ GULLA, DREAMTIME - ANDRÉ STEVENS - RYAN MCVAY, PHOTODISC - BRUNO BALSAMA - ARCHITECTES: P. VAN DER STRAETEN & SIGMA 3, PH. SAMYN

Schaffen > Austauschen > Wachsen

Wallonien

AP AWEX DE 264x183.indd 1 AP AWEX DE 264x183.indd 1

/ Belgien

Die Exzellenz im Herzen Europas

> Trümpfe des Wachstums

DA N E AG ISM (Agroindustrie, Lebensmittel, HoReCa-Gewerbe, Gastronomie) 29/01/2012-01/02/2012 I Köln BIOFACH (Agroindustrie, Lebensmittel, HoReCa-Gewerbe, Gastronomie) 15-18/02/2012 I Nürnberg

Finanzielle Beihilfen für den Export und für die Standortentwicklung, ein vereinfachtes Steuersystem der Unternehmen und ein erleichterter Zugang zum Kapital regen das wallonische Wachstum an.

MEET AND GREET (Geschäftstreffen) Februar-März 2012 I Aachen

> Eine Partnerschaftskultur

Die wallonische Exzellenz basiert auf der Vernetzung hochqualifizierter Arbeitskräfte und Einheiten der Forschung und Entwicklung im Dienste der Innovation.

GENUSSGIPFEL (Agroindustrie, Lebensmittel, HoReCa-Gewerbe, Gastronomie) 23/04/2012 I Hamburg

> Eine wettbewerbsfähige Region

Transport und Logistik, Luft- und Raumfahrt, Agrarindustrie, Maschinenbau und Life Sciences: 5 Wettbewerbspole und andere Cluster platzieren Wallonien an die Spitze des Fortschritts.

HANNOVER MESSE (Ausrüstungsgüter (Maschinen, Automation, Maschinenbau, Mechatronik), Zulieferung) 23-27/04/2012 I Hannover 21/03/11 12:02:03 21/03/11 12:02:03

Wallonia Export _ januar 2012  

Wallonia Export _ januar 2012

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