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The magazine for furniture production and related fields

Orgatec und Sicam in den Startlöchern

Automations- Stoffcutter technik wieder weiter auf Vormarsch auf Kurs 14:40 05.10.10 14:43


Macher & Märkte

„Die Sicam zählt in diesem Jahr 530 Aussteller“ Die Sicam ist 2010 die wichtigste Messeveranstaltung für die Zulieferer der Möbelindustrie. Entsprechend gefüllt präsentieren sich vom 20. bis zum 23. Oktober 2010 die Messehallen in Pordenone. Im Gespräch mit der Redaktion informiert Veranstalter Carlo Giobbi über das rasante Wachstum der Messe und Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Carlo Giobbi (Geschäftsführer der Exposicam) zeigt sich zufrieden. Carlo Giobbi (managing director of Exposicam) is highly satisfied. Photo: Sicam

material+technik: Herr Giobbi, wie viele Aussteller stellen dieses Jahr auf der Sicam aus? Giobbi: Die Sicam versammelt im Oktober insgesamt 530 Aussteller in neun Messehallen. Damit wird die gesamte Hallenfläche des Messegeländes in Pordenone belegt sein. Mit insgesamt 14.000 Quadratmetern Nettofläche liegen wir 45 Prozent über der Vorjahresveranstaltung.

viele Delegationen haben, z. B. aus Brasilien, Russland, Ukraine etc. Wir haben alle wichtigen Fachmessen der Welt besucht und auf den meisten waren wir mit einem Infostand präsent. Aus Deutschland haben wir bereits letztes Jahr sehr viel Besucher gehabt, erwarten aber dieses Jahr mehr Interessenten.

material+technik: Und wie viele italienische Firmen befinden sich darunter? Giobbi: Bei drei Viertel aller Aussteller handelt es sich um italienische Anbieter, das sind also ca. 390 Unternehmen. Die restlichen Teilnehmer stammen aus 29 Ländern, wobei davon die meisten aus Deutschland, Österreich und der Türkei kommen. material+technik: Welche weiteren Unterschiede gibt es zur Vorjahresveranstaltung? Giobbi: Den Besuchern wird zunächst einmal auffallen, dass die Hallen Hallen 4 und 6 außen renoviert worden sind. Aber auch die Anfahrt zur Messe gestaltet sich einfacher und schneller: Rechtzeitig zur Messe wird Ende September eine neue Autobahn von Conegliano nach Portogruaro eröffnet. Neu ist auch unsere Online-Registrierung: Die Besucher bekommen ihre Eintrittskarte direkt via Mail. material+technik: Welche Segmente werden auf der Sicam stärker vertreten sein? Giobbi: Im Grunde verfolgen wir das gleiche Konzept wie zur Sicam 2009, jedoch mit kontinuierlicher Verbesserung in allen Details. Wir sind davon überzeugt, dass alle Wa­­­12

rengruppen gut und mit den wichtigsten Unternehmen vertreten sind. material+technik: Können Sie uns hierzu einige Namen nennen? Giobbi: Die Besucher werden unter den Ausstellern viele wichtige Branchenunternehmen vorfinden, die dazu gekommen sind. Namen möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht nennen, um keinen wichtigen Aussteller zu vergessen. Interessierte Besucher finden jedoch auf unserer Webseite die vollständige Teilnehmerliste und können sich somit von dem hohen Stellenwert der Messe in der Branche selbst ein Bild machen. material+technik: Welche Erleichterungen gibt es für Besucher bei der Anreise mit dem Flugzeug? Giobbi: Wir setzen auch in diesem Jahr auf die bewährten Anreiseerleichterungen: Ein kostenfreier Shuttlebus verbindet vom 19. bis zum 23. Oktober den Flughafen Marco Polo (Venedig) mit dem Messezentrum von Pordenone. Im Flughafen finden die Anreisenden zudem einen Empfangsdesk, der sie mit den wichtigsten Informationen rund um die Messe versorgt. material+technik: Aus welchem Grund ist die Sicam auch für deutsche Besucher von Interesse? Giobbi: In diesem Jahr ist die Sicam die wichtigste Messe in der Branche und somit Treffpunkt der Branche. Wir rechnen daher mit vielen Neuigkeiten. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch auf unser interessantes Seminar- und Vortragsprogramm hinweisen, über dessen Details sich die Besucher auf unserer Webseite informieren können.

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Sicam aus, wie läuft das Geschäft in der italienischen Möbelindustrie und bei ihren Zulieferern? Giobbi: Wie ich zuvor dargelegt habe, sind die Messehallen gut gefüllt. Die Branche atmet mit mehr Optimismus. Allerdings warten die italienischen Möbelproduzenten noch darauf, dass das Baugewerbe die Krise komplett überwindet, denn die Möbelindustrie ist der letzte Schritt in dieser Kette. Speziell in den letzten Jahren hat sich viel in der Branche geändert: Firmen haben geschlossen, manche sind von größeren Gruppen gekauft worden, es hat Fusionen gegeben. Wir werden auf der Messe sehen, was sich wirklich verändert hat und wie die Geschäftsentwicklung ist. material+technik: Wie lauten Ihre Prognosen in Bezug auf den Besuch? Giobbi: Von den online-Akkreditierungen her können wir ein sehr großes Interesse registrieren aus aller Welt. Wir werden dieses Jahr auch

material+technik: Bestehen für die Sicam noch Expansionsmöglichkeiten? Giobbi: Die Sicam hat sich nicht die Quantität, sondern die Qualität auf die Fahne geschrieben. Daher sehe ich keine wirklich großen Wachstumsmöglichkeiten, denn praktisch alle wichtigen Firmen stellen schon auf der diesjährigen Sicam aus. Bei dieser Gelegenheit möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass der Termin 2011 bereits festgelegt ist. Sie wird vom 19. bis zum 22. Oktober 2011 in Pordenone stattfinden. material+technik: Herr Giobbi, vielen Dank für diese Informationen. Das Interview führte Richard Barth.

“This year, the Sicam will be hosting 530 exhibitors” In 2010, the Sicam in Pordenone (Italy) will be the most important fair event for suppliers to the furniture industry. In an interview, Exposicam managing director Carlo Giobbi informed our editorial staff that, from 20 to 23 October, altogether 530 exhibitors will be participating at the fair, in nine exhibition halls. With a total net exhibition area of 14,000 m², the present fair will exceed the area of the Sicam 2009 by 45%. Three quarters of all exhibitors are Italian; the remaining exhibitors are from 29 different countries, most of them being from Germany, Austria and Turkey. In the opinion of Carlo Giobbi, all classes of products to be presented are of good quality and, above all, represented by the most important firms. The organisers expect a great deal of interest from all over the world. Giobbi forsees a large number of visitors from Germany. In 2011, the Sicam will be held from 19 to 22 October in Pordenone.

material+technik: Wie sehen die

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Panorama

Echtholz erlebt eine Renaissance. Real wood is experiencing a renaissance Photo: Nobilia

Küchentrends 2011

Kitchen trends 2011

Komfort hält Einzug. Comfort makes its appearance. Photo: Häcker

Soft ist „in“. Soft is “in”. Photos: Alno, Nolte

Stein – nun auch als Dekor auf den Küchenfronten. Stone – now as a reproduction decor in kitchen fronts. Photo: Nolte-Küchen

Italienisch wirkt der kontrastreiche Mix von Lack mit Holz. Italianate – heavily contrasting mixture of lacquer and wood. Photo: Nolte-Küchen

Braun mit einem Stich Grau. Brown with a tinge of grey. Photo: Wellmann

Wohnlich – Küchen schlagen die Brücke zum Wohnraum. Cosiness – kitchens serve as a bridge to the living-room. Photo: Poggenpohl

LED-Licht hat Hochkonjunktur. LED-light is highly popular. Photo: Hündling

Violett und Beerentöne schmücken ganze Küchenfronten. Violet and berry colours embellishes entire kitchen fronts. Photo: Häcker

Natürlichkeit ist gefragt. Naturalness is much in demand. Photo: Lechner

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Photo: Cosmit

Macher & Märkte

Italiens Möbelkonjunktur stockt Italiens Holz- und Möbelindustrie hat ein rabenschwarzes Jahr 2009 hinter sich. Nach den kürzlich veröffentlichten Statistiken schrumpfte der Branchenumsatz um 18,2 Prozent und auch die exportverwöhnten Unternehmen bekamen einen Dämpfer von fast 22 Prozent verpasst.

Italiens Holz- und Möbelindustrie wartet sehnsüchtig auf den Aufschwung. Im bisherigen Jahresverlauf war davon allerdings recht wenig zu verspüren. Die Umsatzkurve zeigte im ersten Quartal weiter nach unten und auch die Exporte wollen nicht im gewohnten Maße anspringen. Ersten Angaben zufolge hat die Einrichtungsindustrie im ersten Quartal 2010 einen weiteren Rückgang von 2,2 Prozent hin-

nehmen müssen. Dank des schwachen Euros konnten sich jedoch die Exporte verbessern. Hier gab es ein Plus von 3,4 Prozent. Lediglich die italienischen Küchenproduzenten sehen einen Silberstreif am Himmel. Der Grund: Der Kauf einer neuen Küche mit energiesparenden Einbaugeräten wird vom italienischen Staat bis zum Jahresende 2010 mit 10 Prozent Preisnachlass (bis zu 1.000 Euro) unterstützt.

Beim Kauf neuer Kücheneinbaugeräte beträgt der Abzug sogar 20 Prozent (bis zu 500 Euro) zumindest solange die bereit gestellten Mittel reichen. IKEA wächst weiter Über eine erfreuliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2009/2010 (1.9.2009 – 31.07.2010) berichtet dagegen der italienische Ableger von IKEA. Der Umsatz auf dem ita-

Möbelindustrie Italien: Entwicklung 2008–2011 | Veränderung in % Italy´s furniture industry: development 2008–2011 in %

Produktion Production ­14

Export Exports

Import Imports

Rechn. Verbrauch Consumption

Quelle / Source: CSIL, Arredo

lienischen Markt wuchs um 11,3 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro, wobei der Wohnbereich sogar um 14,2 Prozent zulegen konnte. Allerdings wurden im Geschäftsjahr auch drei neue Filialen eröffnet. Kein Erfolgsjahr Das italienische Marktforschungsinstitut CSIL rechnet für das Gesamtjahr 2010 erneut mit einem sinkenden Produktionsumsatz. Allerdings werde der Rückgang mit 3,1 Prozent nicht so hoch ausfallen wie 2009. Erst in 2011 werden die italienischen Möbelproduzenten – so CSIL – wieder ein Plus von 1 Prozent verzeichnen. Trotz der staatlichen Fördermaßnahmen beim Küchenkauf werde auch der Möbelkonsum im Inland 2010 um weitere 1,9 Prozent schrumpfen und erst 2011 wieder steigen. Beim Export prognostizieren die Marktforscher aus Mailand für 2010 einen weiteren Rückgang, jedoch könnte die Euro-Schwäche das Blatt im Jahresverlauf noch wenden. Dann erwartet Rosario Messina, Präsident des Branchenverbandes FederlegnoArredo, am Ende des Jahres doch noch ein Branchenplus von 2 Prozent.

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Produktion | Production

20,53

Export | Exports

9,8

Import | Imports

2

Rechn. Verbrauch | Consumption Quelle | Source: FederlegnoArredo (Daten umfassen auch Matratzen) (Figures include matresses)

Rabenschwarzes 2009 Die im Sommer vorgelegten Jahresdaten der Branche für das Jahr 2009 waren keineswegs zufriedenstellend. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise bescherte der Branche einen Umsatzrückgang von 17,6 Prozent auf 20,53 Mrd. Euro. Hierbei machte sich die starke Exportorientierung der Unternehmen negativ bemerkbar. Denn die Auslandsumsätze gingen um 21,6 Prozent auf 9,8 Mrd. Euro zurück, während sich der Inlandsumsatz nicht in diesem Maße verschlechterte. Bei einem Importrückgang auf rund 2 Mrd. Euro (–14,7 %) lässt sich der rechnerische Inlandsverbrauch auf rund 12,8 Mrd. Euro beziffern und lag damit um 14,8 Prozent unter dem vorausgegangenen Jahr. Am Gesamtumsatz der Holz- und Möbelindustrie ist der Einrichtungsbereich zu rund zwei Drittel beteiligt. Dieser Bereich umfasst neben Wohn- und Büromöbeln auch Matratzen, Leuchten und Wohnaccessoires und umfasst

12,8

die Daten von 33.145 Betrieben mit rd. 227.227 Beschäftigten. Hier gab es im Vergleich zum vorausgegangenen Jahr nur geringe Veränderungen in Höhe von 1,9 (2,4) bzw. 2,9 (3,1) Prozent.

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Möbelindustrie Italien 2009 in Mrd. Euro Italy´s furniture industry 2009 in Mrd. Euro

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Gesamtbranche im Minus Der Gesamtumsatz der Holz- und Möbelindustrie rutschte 2009 um 18,2 Prozent auf 32,4 Mrd. Euro ab. Bereits im Jahr davor hatte die Branche einen Umsatzrückgang von 5,6 Prozent hinnehmen müssen. Schuld am schlechten Jahresergebnis 2009 waren ebenfalls die Exporte. Diese gingen im vergangenen Jahr um 21,9 Prozent zurück, während sich der Absatz auf dem Inlandsmarkt um 16,8 Prozent verringerte. Mit rund 10,9 Mrd. Euro erzielte Italiens Holz- und Möbelindustrie nach wie vor rund ein Drittel des Umsatzes im Ausland. In der Möbelindustrie liegt der Anteil sogar bei über 50 Prozent. Rückläufig (–19,1 %) waren auch die Importe, die allerdings weniger als die Hälfte der Exporte ausmachten. Insgesamt beliefen sich diese 2009 auf 4,9 Mrd. Euro. Voraussichtlich wird die italienische Holz- und Möbelbranche erst 2014 wieder den Umsatz des Jahres 2007 erreichen können. Hierfür würden nämlich jährliche Umsatzsteigerungen von 4 Prozent notwendig sein. ba

Italy’s furniture industry stagnating During the first quarter of 2010, the Italian furnishings industry recorded a fall in sales of 2.2 %. Exports rose by 3.4 %. Admittedly, Italian kitchen manufacturers in 2010 profited from special promotion offers made to customers purchasing a new kitchen with energy-saving built-in devices; however, the Italian market research institute CSIL forecasts a fall in sales of 3.1 % for the entire year 2010. Already in 2009, due to the worldwide economic and financial crisis, the furnishings industry suffered a fall in sales of 17.6 %, to EUR 20.53 billion. Export sales went down to EUR 9.8 billion (–21.6 %), while inland sales fell to approx. EUR 12.8 billion (–14.8 %). Total sales of the woodworking and furniture industry in 2009 plummeted to EUR 32.4 billion (–18.2 %). It will probably be 2014 before the industry again achieves the sales level of 2007. -m aterial+technik möbel 05|10 ­­­15

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Produkte & Konzepte

„Sonoma Eiche“ weist Negativporen sowie holztypische Details wie Markstrahlen und Sägespuren auf. “Sonoma Eiche“ (oak) reveals negative pores, in addition to typical wood features such as medullary rays and saw marks.

Die originalgetreue Steinreproduktion „Vesuv“ zeigt eine interessante Dreidimensionalität durch die leicht offenporige Optik. With its light, open-pore appearance, the authentic stone reproduction “Vesuv” displays an interesting 3-D effect.

Großzügige angeschnittene Blumen und eine breite Plankung zeichnen das Nussbaumdekor „Noce Dozuki“ aus. Generous cathedrals and a broad planking pattern are characteristic of the walnut decor “Noce Dozuki”. Photos: Schattdecor

Italienische Dekorspezialitäten Mit einer Fülle neuer Dekorideen im Rucksack fiebert Schattdecor seiner erstmaligen Beteiligung an der Sicam in Pordenone entgegen. Dort will der Thansauer Dekordrucker mit italienischen Dekorspezialitäten, außergewöhnlichen Oberflächeneffekten und digitalen Visionen aufwarten. Auffallende Optik gepaart mit fühlbarer Haptik, das ist das Motto der diesjährigen SchattdecorPräsentation auf der Sicam in Pordenone. Mit einer bisher so noch nie gezeigten Selektion neuer Dekorvariationen, die mit einer jeweils perfekt dazu abgestimmten Oberfläche als Melamin- bzw. Foliendekor von Matt bis Hochglanz gezeigt werden, demonstriert das Unternehmen die ganze Bandbreite seiner Dekorentwicklungs- und Oberflächenkompetenz. Facettenreiche Darstellung Besonders im Fokus steht die facettenreiche Darstellung sägerauer Oberflächenanmutungen als Melamin- oder Folienoberfläche. Feingliedrige Nussbaumstrukturen stehen in einem spannenden Dialog mit ausdrucksstarken Eichedekoren und besonders die neu ent­ wickelte „Frassino Ryoba“, also die italienische Interpretation einer effektvollen Eschestruktur, wird die Kunden begeistern. Für „Vesuv“, eine originalgetreue Steinreproduktion, wurde ein vulkanisches Material mit feiner Struktur ausgesucht. Diagonal verlaufende unregelmäßige Streifen betonen die Natürlichkeit des modernen Dekors. „Noce Dozuki“ zeichnen großzügige, angeschnittene Blumen und ­­­16

eine breite Plankung aus. Zusätzlich ist ein feiner Perlmutteffekt eingearbeitet. Ausdrucksstarke Oberflächenanmutung Die Sicam in Pordenone wird außerdem neue Dekore mit einer ausdrucksstarken Oberflächenanmutung in Smartfoil- und Postfoil-Qualität zeigen. Die „Sonoma Eiche“ wurde mit einer dezenten Plankung und einem ausgewogenen, interessanten Farbspiel entwickelt. Eine Vielzahl neuer Dekore und Oberflächen präsentiert das Unternehmen erstmals mit seiner neuen Postfoil-Kollektion, die das Thema „Mobilität“ trägt. Speziell die Bedürfnisse der Cara-

van- und Wohnwagen-Industrie werden dabei berücksichtigt. Schattdecor will dieses Segment in den nächsten Monaten und Jahren weiter ausbauen. Last but not least wird Schattdecor die digitale Vision des ´Giant Wood` präsentieren und damit auch in Italien für Gesprächsstoff sorgen. Mit der Standpräsentation und Standarchitektur betritt das Unternehmen in Italien ebenfalls Neuland. Ausgehend von den überaus positiven Reaktionen der vorangegangenen Messen wurde die Standkonzeption den Wünschen seiner italienischen Tochter angepasst und wird auch in Italien eine „bella figura“ machen. ba

Italian decor specialities A striking appearance combined with palpable haptics – such is the motto behind the first presentation by the decor printer Schattdecor at the Sicam in Pordenone (Italy). Well to the fore is the multifacetted reproduction of rough-sawn surface effects, as a melamine or foil surface. Among the highlights is, above all, the newly developed decor “Frassino Ryoba” – an Italian interpretation of an impressive oak structure. For “Vesuv”, an authentic stone reproduction, Schattdecor selected a volcanic material with a fine structure. “Noce Dozuki” features generous cathedrals and a broad planking pattern; further: new decors with a highly expressive effect in Smartfoil and Postfoil quality. With its new Postfoil collection, Schattdecor intends to meet the needs of the caravan industry and extend this market segment still further.

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Produkte & Konzepte

Bodenträger mit Pfiff „Kerala“ wurde speziell für den Einsatz in Küchenmöbeln entwickelt. “Kerala“ was specially developed for use in kitchen furniture. Photos: Italiana Ferramenta

Shelf supports with chic This autumn, Italiana Ferramenta will be presenting both new and older, well-proven hardware solutions at the Sicam 2010 in Pordenone. The shelf support pin “Kubic” has been specially developed for pre-assembled furniture with glass shelves, and also permits tool-less fitting of glass shelves without the need for the doors to be taken off. “Kerala” was specially developed for the kitchen furniture industry. It consists of a support element, which is fitted into the shelf, and a dowel, which is inserted into the carcass side. The shelf is fixed in position simply by pressing down.

Mit neuen und bewährten Beschlaglösungen tritt Italiana Ferramenta auf der Sicam an. Im Gepäck hat der italienische Beschlagspezialist unter anderem „Kubic“. Dieser Glasbodenträger wurde speziell für vormontierte Möbel mit Glasböden entwickelt. Der Bodenträger zeichnet sich nicht nur durch sein topaktuelles Design aus, sondern ermöglicht auch das werkzeuglose Einsetzen von Glasböden, ohne dass die Türen abgenommen werden müssen. Zudem ist der Glasboden gegen Herausrutschen und Kippen gesichert. Mit „Kerala“ hat das Unternehmen indessen einen formschönen Bodenträger speziell für die Küchenmöbelindustrie entwickelt. Er besteht aus zwei Teilen: dem Träger-element, das in den Einlegeboden eingelassen wird und einem Dübel, der in die Korpusseite ge-

steckt wird. Die Montage – selbst bei vormontierten Türfronten – gestaltet sich damit äußerst leicht, da der Dübel wie bei „Kubic“ durch simples Runterdrücken des Einlegebodens selbstständig einrastet.

„Kubic“ ermöglicht das Einsetzen von Glasböden bei vormontierten Türen. “Kubic” permits the use of glass shelves in pre-assembled doors.

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Forschung & Entwicklung

Neue Office-Perspektiven Die Fakten: Rund 17 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland an Büroarbeitsplätzen. Über 50 Prozent der Deutschen leiden an Rückenschmerzen. Durch arbeitsbedingte Erkrankungen in Deutschland entstehen jährlich volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 43,9 Mrd. Euro.

Feste Arbeitsplätze werden zunehmend durch Desksharing, temporäre Arbeitsplätze und wechselnde Besucher ergänzt, klassische Einzelbüros durch offene Raumstrukturen. Ein 50-jähriger Mitarbeiter benötigt etwa die doppelte Lichtmenge wie sein 25-jähriger Kollege. In offenen Bürolandschaften kommt es zu Akustikproblemen.

Im Büro ist Lärm häufig der Stressfaktor Nummer 1. Der Büroarbeitsalltag wird zunehmend komplexer.

Nicht nachhaltige Büros sind in ein paar Jahren nicht mehr viel wert.

New perspectives for the office The new-style office furniture is responding to the fact that roughly 17 million people in Germany work in offices, and more than 50 % of the German population suffer from back pains. Furthermore, permanent jobs are increasingly being supplemented by desk-sharing, temporary jobs and fluctuating personnel; and classical individual offices by openplan structures. In view of these facts, the demand ­­­24

for sit-stand desks is increasing continually. In the case of office chairs, backrests and seat areas are becoming more and more flexible. Manufacturers are working to reduce noise levels in the office by means of sound-absorbing surfaces and structural elements. And, with appropriate design and products, feel-good atmospheres are being created for which special lounge furniture is being designed.

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Forschung & Entwicklung

Die Lösungen: Mehr Sitz-Steh-Arbeitstische Sie sorgen für mehr Bewegung und tragen zur Leistungsfähigkeit und zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei.

Green Office Die Nachfrage nach ökologisch korrektem Büromobiliar wächst rasant. Vollständig biologisch abbaubare Materialien stehen im Fokus.

Individuelle Verstellbarkeit Aufgrund der wachsenden Bandbreite an Körpermaßen der Mitarbeiter nehmen die Verstellbereiche und die Beinfreiheit unter den Tischen zu.

Natur, Nachhaltigkeit und Sinnlichkeit erobern das Büro Das funktionelle Hightech-Büro hat ausgedient. Durch entsprechendes Design und Produkte werden Wohlfühlatmosphären geschaffen.

„Intuitives“ Sitzen Bei Bürostühlen werden Rückenlehnen und Sitzflächen immer flexibler. Gewichts- und SynchronAutomatik sorgen häufig automatisch für richtiges Sitzen. Korrekt ausgeleuchtet Individuelle Regulierbarkeit der Beleuchtung des Arbeitsplatzes wird immer wichtiger. Schall absorbierende Oberflächen und Elemente halten Einzug Trennwände, Akustikdecken und Wandverkleidungen – häufig auch künstlerisch gestaltet - senken den Lärmpegel.

Photo: Steelcase

Recyclinggerechte Konstruktionen avancieren zum „Must“ Büromöbel müssen leicht zu demontieren und reparieren sein. Spezielle Medienmöbel sind gefragt Die professionelle Integration von Konferenzund Medientechnik in die Bürowelt gewinnt an Bedeutung. Arbeitszeit ist Lebenszeit Mit Loungemöbeln ausgestattete Zonen halten in Büros Einzug. Sie sollen Wohlbefinden und Kreativität der Mitarbeiter steigern. -m aterial+technik möbel 05|10 ­­­25

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material & technik möbel Ausgabe 5 / 2010