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SACHSEN MAGAZIN

Labhards

SACHSEN MAGAZIN

www.labhard.de

2017

Handwerkskunst in erzgebirgischer Perfektion Zwischen Tradition und Moderne

Im romantischen Kirnitzschtal Natur und Geschichte entdecken

500 Jahre Reformation PREIS: 5 EURO

Städte und Museen erinnern an das Weltereignis


WIR HABEN UNSER EIGENES REZEPT: GENUSS.

Wir Sachsen lassen uns das Leben schmecken. Hier verschmilzt eine Vielzahl von regionalen Köstlichkeiten mit einer besonderen Genusstradition. Ob herzhafter Biergenuss aus 1000-jähriger Tradition, Leipziger Lerchen, Eierschecke, Dresdner Stollen oder sächsischer Wein – wir verwöhnen uns und unsere Gäste gern. Wer das Zusammenspiel aus malerischer Kulturlandschaft und sächsischen Gaumenfreuden einmal selbst erlebt, wird verstehen, warum es heißt: Genuss und Lebensfreude sind hier zu Hause. Mehr dazu unter www.so-geht-sächsisch.de 1


Liebe Leserinnen und Leser, geht es Ihnen auch manchmal wie mir? Ich komme in eine Stadt, in der ich noch nie war, und will mir erst einmal einen Überblick verschaffen. Natürlich kann man sich vorher informieren, in Reiseführern oder im Internet, der Möglichkeiten gibt es viele. Und früher bin ich immer auf eigene Faust losgezogen und habe gedacht, ich werde schon die schönsten Stellen finden. Mittlerweile nehme ich gern den Service einer Stadtführung in Anspruch. Da erfährt man kompakt und kompetent die wichtigsten Dinge und witzige Details. Man bekommt sofort einen persönlichen Zugang zum Ort. Ich mag das. Und anscheinend nicht nur ich. In der SachsenMagazin-Redaktion ist uns aufgefallen, dass viele Städte geführte Rundgänge und Touren anbieten. Dabei sind der Differenzierung kaum noch Grenzen gesetzt. Ob es Interessensgebiete wie Architektur, Musik oder Historie sind, ob man zu Fuß, mit dem Rad, auf dem Wasser oder motorisiert unterwegs sein möchte oder ob man nach kindgerecht angelegten Führungen sucht – die Tourist-Informationen in Sachsen bieten mittlerweile vielerorts eine große Auswahl an. Fragen Sie doch auch einmal danach und lassen Sie sich (ver)führen. 2017 ist das Jahr, in dem deutschlandweit 500 Jahre Reformation gefeiert werden. Und auch in Sachsen widmen sich zahlreiche Städte und Museen diesem Jubiläum. Schließlich sind wir das „Mutterland der Reformation“. Was alles dahintersteckt, lesen Sie ebenfalls in diesem Magazin. Wir haben das SachsenMagazin wieder vollgepackt mit Anregungen für Ihre freien Tage. Sachsen bietet landschaftlich von Mittelgebirge bis Seenlandschaft, von Wäldern bis Heide intakte Natur, um durchzuatmen und aktiv zu sein. Rad- und Wanderwege in Hülle und Fülle mit kulinarischen oder kulturellen Haltepunkten links und rechts des Weges locken ebenso wie hübsche Städte mit einem buntgefä-

Foto: Jens-Michael Bierke

Editorial

Familienstadtführung in Bautzen

cherten Veranstaltungsangebot. Leider reicht der Platz nicht, um alles aufzuzählen, eines möchte ich aber hervorheben: Das Festival „Sandstein und Musik“ feiert 25 Jahre erfolgreiches Bestehen. Nehmen Sie sich Zeit und stöbern Sie durch dieses SachsenMagazin. Vertrauen Sie uns, auf den folgenden Seiten finden Sie gute Gründe, um Sachsen zu besuchen. Bei der Planung Ihrer Reise helfen die Serviceinformationen ab Seite 128. Und nicht vergessen möchten wir den Hinweis auf unsere Leserumfrage und unser Gewinnspiel auf Seite 143 – es warten tolle Preise auf Sie! Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Blättern und Lesen in diesem SachsenMagazin und hoffen, Sie bald hier begrüßen zu dürfen. Im Namen des gesamten Teams Iris Kupferschmied P. S. Besuchen Sie uns auch im Internet unter www.sachsenmagazin.de oder bei Facebook (www.facebook.com/SachsenMagazin) und Twitter (www.twitter.com/SachsenMagazin) – wir halten Sie aktuell auf dem Laufenden.

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Service

500 Jahre Reformation

Inhalt

Jubiläum eines Weltereignisses – Reise in ein prägendes Zeitalter ........ 14 Der Lutherweg in Sachsen – Entdeckungen im Mutterland der Reformation ....................................... 18 Sonderausstellungen in Zittau und Zwickau ............................................ 22 Torgau, Residenz der Renaissance und Reformation – Standfest. Bibelfest. Trinkfest. ................................................................... 23 Ausstellungen im Schlösserland Sachsen – Von Macht, Glauben und Politik ............................................................... 24 Schloss Augustusburg und die Reformation – Im Glanze Cranachs und Luthers .............................................................. 27 Zwickau, die zweite Stadt der Reformation – Wo Luther aus dem Rathausfenster predigte .......................................... 28 Auf Spurensuche in Wurzen – Imposante Zeugen der Geschichte ........................................................... 30 „Bankenzentrum“ Mügeln – Kleinstadt mit vielen Überraschungen ..................................................... 30 Borna im Kohrener Land – Zu Fuß oder per Rad vom Damals ins Heute ........................................... 31 Kurstadt Bad Düben – Hier schlägt die Stunde anders .......................... 32

Industriekultur und Bergbaugeschichte Industriekultur in Sachsen – Lebendige Zeugen eines goldenen Zeitalters .......................................... 36 Industrie- und Bergbaumuseen – Bilderbogen ........................................ 38 Raritäten der Zeitsprungland-Region Zwickau – Rendezvous mit Automobil-Legenden ..................................................... 39 Dresdner Bergbahnen und Kirnitzschtalbahn in Bad Schandau – Für Technikfans und Naturliebhaber ........................................................ 40 Lößnitzgrundbahn, Weißeritztalbahn und Fichtelbergbahn – Ein Ausflug in die Vergangenheit ............................................................. 41 Dampfbahn-Route Sachsen – Eine nostalgische Zeitreise ..................... 42 Döllnitzbahn – Unterwegs mit dem „Wilden Robert“ ........................... 44

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Faszination Handwerk Die zwei Seiten der erzgebirgischen Holzkunst – Von Nussknackern und Röhrenfiguren .................................................... 46 Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen – Besondere Einblicke in die Traditionsmanufaktur .................................... 51 Blank Kunsthandwerk – Faltenrockengel aus Grünhainichen ................ 51 Landurlaub in Sachsen – Von Brot backen bis Wolle spinnen ............... 52

Von Nussknackern und Röhrenfiguren In der erzgebirgischen Holzkunst liegen Tradition und Moderne eng beieinander – ein Besuch im Spielzeugdorf Seiffen.

Erlebnistage für Familien Ausflugsziele in Sachsen – Bilderbogen ................................................... 80

Kulturland Sachsen Festival „Sandstein und Musik“ – Nach 25 Jahren zurück zu den Wurzeln ................................................. 120 Kaleidoskop ............................................................................................... 122 Zu Besuch im Museum ............................................................................. 123 Ausstellungskalender 2017 ...................................................................... 128

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Service

Mit spitzem Stift

Editorial .......................................................................................................... 1 Sachsen auf einen Blick – Die Karte ........................................................... 4 Der große Terminkalender 2017 ............................................................. 131 Hier erhalten Sie Auskunft – Tourist-Informationen und Gästebüros .................................................. 136 Zu Gast … – Gastgeberadressen ............................................................ 138 Katalogservice .......................................................................................... 140 Impressum ................................................................................................. 142 Leserumfrage und Rätsel – Attraktive Preise zu gewinnen .................. 143

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Zeichnungen von zeitlosem Wert schuf e.o.plauen mit seinen Vater-und-SohnGeschichten. Im Vogtland wird an den Illustrator erinnert.


Reformationsjubiläum Sachsen gilt als Mutterland der Reformation. Den 500. Jahrestag würdigt ein vielgestaltiges Programm.

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Service

Dresden Neueröffnungen im Residenzschloss – Die Welt der Kurfürsten ............. 6 Kunstgenuss zur Blauen Stunde .................................................................. 8 Aufregende Kulturtempel im Herzen der Stadt – Bühnen frei! ............... 9

Erzgebirge Heimat erleben im Erzgebirge – Zwischen Montanerbe und Naturzauber ................................................. 54 5. Sächsischer Bergmanns-, Hütten- und Knappentag in Ehrenfriedersdorf – Ein Septemberwochenende im Zeichen des Bergbaus ...... 57 Silberstadt Freiberg im Herzen Sachsens – Kostbares aus glanzvollen Zeiten .............................................................. 57 Willkommen im Spielzeugdorf Seiffen * .................................................. 58 Westerzgebirge – Sagenhafte Ferien mit Aha-Effekt ............................. 59 Oederan. Klein-Erzgebirge. Einzigartig * ................................................. 62 Augustusburg – Immer viel zu entdecken ................................................ 63 Thermenregion Erzgebirge – Ein ganz besonderes Wasser ................... 64

Vogtland Das vogtländische Lebensgefühl – Wanderlust trifft Meeresrauschen ............................................................. 65 Mit spitzem Stift – Vater-und-Sohn-Geschichten von e.o.plauen ......... 69 Schwerelose Auszeit im Vogtland – Schweben in der Soletherme Bad Elster ................................................... 70

Chemnitz und Umgebung

Foto: Isabel Doil

101 Entlang der Kirnitzsch Im Tal der Flößer und Mühlen gibt es zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf mit Kahn, Bahn oder Wanderschuhen vieles zu entdecken.

Rochlitzer Muldental – Ein Reiseziel für Entdecker * .............................. 72 Chemnitz – Industriekultur ganz neu gedacht ........................................ 73 Das Zeitsprungland * .................................................................................. 74

Oberlausitz König-Friedrich-August-Turm Löbau – Je weiter der Blick, desto freier das Herz ................................................. 85 Herzlich willkommen in der Oberlausitz – Einfach unverwechselbar ............................................................................ 88 Lessingstadt Kamenz – Kunst von europäischem Rang ......................... 92 Auf Zeitreise in Görlitz – Ein Spaziergang durch Jahrhunderte ............. 93 Erlebnistage im Neißeland – Ein Mekka für Aktivurlauber ..................... 94 Oder-Neiße-Radweg – 630 aussichtsreiche Kilometer ........................... 95 Naturpark Zittauer Gebirge – Geheimtipp im Dreiländereck ................. 96

Sächsische Schweiz

120 Nach 25 Jahren zurück zu den Wurzeln Das Festival „Sandstein und Musik“ hat sich zu einer festen Größe im Kulturkalender der Sächsischen Schweiz entwickelt.

Mit Kahn, Bahn oder Wanderschuhen entlang der Kirnitzsch – Im Tal der Flößer und Mühlen .................................................................. 101

Sächsisches Elbland Das Sächsische Elbland jubiliert – Drei unvergleichliche Höhepunkte für 2017 ........................................... 106 Porzellan- und Weinstadt Meißen – Eintauchen in eine andere Welt ............................................................... 110 Riesa – Facettenreich und perfekt gelegen ............................................. 111

Region Leipzig Rundgang durch Delitzsch – Stadt mit historischem Flair ..................... 112 Urlaubsstimmung in Grimma – Schönheit am Muldeufer .................... 113 Die perfekte Woche im Leipziger Neuseenland * ................................. 114 Kaleidoskop ................................................................................................ 116 * Anzeigenpräsentation

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5 0 0 J A H R E R E F O R M AT I O N

Ovationen für ein

Weltereignis Seit 2008 hat die Lutherdekade auf das diesjährige Reformationsjubiläum hingeführt. 2017 steht nun ganz Sachsen in dessen Zeichen. Hier, im „Mutterland der Reformation“ mit zahlreichen Wirkungsstätten Martin Luthers und seiner Weggefährten, wird das denkwürdige Ereignis allerorten gefeiert. An Stationen des Lutherweges wie Torgau, Leipzig oder Zwickau, in Meißen, Augustusburg und Dresden bis hinein in die Oberlausitz laden vor allem Ausstellungen, aber auch musikalische Darbietungen und Theaterinszenierungen ein, tief in die Geschichte der Reformation und Gegenreformation einzutauchen.

Innenhof von Schloss Hartenfels in Torgau


Foto: TV Sächsisches Burgen- und Heideland e.V./BUR Werbeagentur

Foto: TMGS/Rainer Weisflog


Fotos: Thomas Bichler/www.best-of-wandern.de

500 Jahre Reformation

Unterwegs auf dem Lutherweg Sachsen bei Bad Düben

DER LUTHERWEG IN SACHSEN

Entdeckungen im Mutterland der Reformation Zu Gast in eindrucksvollen Burgen und Schlössern Von Leipzig aus begibt man sich zu Fuß oder mit dem Rad auf eine Reise in die Zeit. Der Weg beginnt in der geschichtsträchtigen Innenstadt Leipzigs und verläuft von dort durch eine faszinierende Seenlandschaft mit mehr als 20 Seen, die zu Wassersport und Baden einladen, und weiter durch idyllische Heidelandschaften und Wälder. Es gibt viel zu entdecken: Unterwegs säumen nicht nur Kirchen mit bedeutenden spielbaren Orgeln den Wegesrand, sondern auch eindrucksvolle Burgen und Schlösser. So kommen Wanderer

Foto: PUNCTUM/Peter Franke

Es tut gut, sich von dem, was im Alltag belastet, frei zu machen – der Lutherweg in Sachsen bietet dazu die Gelegenheit. Er führt als 550 Kilometer langer spiritueller Rundwanderweg durch eine außerordentlich reizvolle Landschaft und verbindet insgesamt 30 Orte. Folgen Wanderer oder Pilger dem grünen „L“ auf weißem Grund, begegnen sie Stätten, an denen Martin Luther und seine Wegbegleiter wirkten. Zahlreiche Informationstafeln entlang der Route informieren über Sehenswürdigkeiten und deren reformatorische Bedeutung.

Das Kloster Buch bei Leisnig ist eine besonders sehenswerte Station am Lutherweg Sachsen.

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Foto: LTM/Tom Schulze

500 Jahre Reformation

Im Leipziger Veranstaltungskalender dreht sich 2017 alles um das große Reformationsjubiläum. .

unter anderem an Sachsens schönster Ritterburg in Kriebstein und der mittelalterlichen Stadt Rochlitz mit ihrem 1.000-jährigen Schloss vorbei. Beide Stationen am Lutherweg gehörten im 16. Jahrhundert zum Besitz der Herzogin Elisabeth von Sachsen, die durch ihr energisches und entschlossenes Handeln ab 1537 die lutherischen Lehren einführte und damit zu den starken Frauen der 500-jährigen Reformationsgeschichte zählt.

Johann S. B. aus L. – bekennender Luther-Fan In der Leipziger Thomaskirche hätte Johann Sebastian Bach sein Idol theoretisch treffen können, wenn ihn nicht 200 Jahre von Luther getrennt hätten. Heute können Sie in Leipzig gleich beiden Herren über den Weg laufen, denn jeder von ihnen hat Spuren in der Stadt hinterlassen. Kommen Sie 2017 nach Leipzig und feiern Sie mit uns 500 Jahre Reformation! Erleben Sie Ausstellungen, Musik-Festivals, den Kirchentag auf dem Weg und, und, und ... www.luther-in-leipzig.de

Leipzig – auf dem Weg zum Reformationsjubiläum

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Der Weg folgt dem Verlauf der Zschopau zur Stiefelstadt Döbeln. Von dort geht es weiter in Richtung Leisnig, wo man bereits 1519 – nur zwei Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers – die Lehren des Reformators predigte. Im historischen Stadtgut Leisnig können Besucher in einer Ausstellung das älteste evangelische Sozialpapier, die Leisniger Kastenordnung, mit einem von Martin Luther verfassten Vorwort bestaunen.

Unser Reiseangebot 3 Tage – Martin Luther und Leipzig 2 x Übernachtung/Frühstück in einem Hotel in Leipzig Teilnahme am öffentlichen Stadtrundgang Auf Luthers Spuren im Restaurant „Auerbachs Keller“ inkl. LutherHausführung und Kaffeetrinken ab 159 € Besuch des Stadtgeschichtpro Person im DZ lichen Museums EZ-Zuschlag LEIPZIG CARD 3-Tageskarte ab 50 € 1 touristischer Faltplan Mehr Informationen und ein konkretes Angebot erhalten Sie über: Leipzig Tourismus und Marketing GmbH Augustusplatz 9, 04109 Leipzig Tel. +49 (0)341 7104-275 incoming@ltm-leipzig.de, www.leipzig.travel


Vergangenes und neues Klosterleben Ein besonderes Highlight sind die Klöster am Lutherweg. Unweit von Leisnig, am Ufer der Freiberger Mulde, lädt das ehemalige Zisterzienserkloster in Klosterbuch neben den beliebten Bauernmärkten zu kulturellen Events und Veranstaltungen ein. Aber auch das Kloster Marienthal bei Mügeln ist ein geschichtsträchtiger Ort, an dem Wanderer zur Ruhe kommen und zu sich finden können. Eine Besichtigung der Ruine des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Marienthron zu Nimbschen lohnt sich ebenso, denn hier verbrachte Luthers spätere Ehefrau Katharina von Bora ihre Kindheit und Jugend, bevor sie 1523 mit weiteren Nonnen über Torgau nach Wittenberg floh. Die Bürgerschaft der Orte und Gemeinden zwischen Wittenberg und Leipzig zeigte sich den neuen religiösen Ideen Martin Luthers gegenüber aufgeschlossen. Die damalige kursächsische Residenzstadt Torgau galt im 16. Jahrhundert als politisches Zentrum der Reformation. Pünktlich zum Jubiläum öffnet ab Mai 2017 im Schloss Hartenfels die neue Ausstellung „Torgau. Residenz der Renaissance und Reformation“ mit ausgewählten Exponaten der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (mehr auf Seite 23). Leipzig im Zeichen Luthers Eine wichtige und zentrale Station am heutigen Lutherweg ist unbestritten die lebendige Kulturstadt Leipzig. Martin Luther weilte oft in der Messeund Handelsmetropole. In der Leipziger Pleißenburg fand im Juni 1519 das tagelange rhetorische Duell zwischen Luther und dem katholischen Theologen Johannes Eck statt. Diese sogenannte „Leipziger Disputation“ gipfelte schlussendlich im Bruch Luthers mit der römisch-katholischen Kirche. Bis er jedoch in der Thomaskirche die Festrede zur Einführung der Reformation in Leipzig halten durfte, sollte es trotzdem noch 20 Jahre dauern. Thematische Rundgänge durch die Innenstadt verbinden jene Orte, an denen sich Luther und seine Weggefährten einst aufhielten – von Auerbachs Keller bis zur Pleißenburg. Als bedeutendes Zentrum des Buchdrucks spielte die Stadt Leipzig für die Verbreitung der reformatorischen Gedanken eine besondere Rolle. Hier wurden Luthers Schriften vervielfältigt und im ganzen Land verteilt. Vom 4. Mai bis zum 24. September 2017 widmet sich eine Sonderausstellung im Museum für Druckkunst Leipzig diesem Thema. Weitere hochkarätige Ausstellungen wie „Luther im Disput. Leipzig und die Folgen“ (12.4.2017–28.1.2018) im Stadtgeschichtlichen Museum, die CranachDauerausstellung im Museum der bildenden Künste und die Veranstaltung „Kirchentag auf dem Weg“ unter dem Leitspruch „Musik. Disput. Leben“ (25.–28.5.2017) unterstreichen die weitreichende Wirkung von Luthers Thesenanschlag bis in die Gegenwart. Auch musikalisch steht Leipzig 2017 ganz im Zeichen Luthers, sind von ihm doch mehr als 30 Kirchenlieder überliefert. 200 Jahre später sollte sich ein großer Komponist und Leipziger Thomaskantor dieser Lieder in seinen eigenen Kompositionen bedienen: Johann Sebastian Bach, Protestant und bekennender Lutheraner. Seine geistlichen Choräle und Orgelstücke haben bis heute nichts von ihrer Ausstrahlungskraft verloren. Das international bekannte „Bachfest Leipzig“ gehört zu den musikalischen Höhepunkten und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Ein schoen new Lied – Reformation und Musik“ (9.–18.6.2017). Egal, ob Wanderung, Erlebnisführung, Ausstellungsbesuch oder Konzert: Das Reformationsjubiläum 2017 ist ein wunderbarer Anlass, die Stadt Leipzig und die umliegende Region auf den abwechslungsreichen Etappen des sächsischen Lutherweges zu entdecken. Jeder Abschnitt erzählt dabei seine ganz eigene Geschichte.

w Leipzig Tourismus und Marketing GmbH Tourist-Information Katharinenstraße 8, 04109 Leipzig Tel. 0341 7104260, info@ltm-leipzig.de www.leipzig.travel, www.leipzig.region.travel www.luther-in-leipzig.de

Foto: Peter Hirth

500 Jahre Reformation

Der Thomanerchor interpretiert Johann Sebastian Bachs Werke auf unvergleichliche Art.

Ab 28. Januar 2017

Panometer Leipzig Richard-Lehmann-Straße 114 04275 Leipzig

Öffnungszeiten Di – Fr: 10 – 17 Uhr Sa, So & Feiertagen: 10 – 18 Uhr Montag geschlossen

Besucherservice T 0341.35 55 34-0 F 0341.35 55 34-50 service@panometer.de

asisi.de | panometer.de

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500 Jahre Reformation · Sonderausstellungen

Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz

Kulturhistorisches Museum im Franziskanerkloster

Die große Ausstellung in der Zittauer Franziskanerklosterkirche ist der einzigartigen Reformationsgeschichte in der Oberlausitz und ihren kulturellen Besonderheiten gewidmet: Reforma-

tion und Gegenreformation, die Bewahrung der Klöster und Stifte, ihr barocker Glanz, aber auch die Kultur der Exulanten, der Herrnhuter und die humanistische Bildungstradition der großen Gymnasien ließen die Region zu einem konfessionellen Schatzhaus der Neuzeit werden. Mit kostbaren Zeugnissen wird in der Sonderschau, die vom 30. Juli 2017 bis zum 7. Januar 2018 zu sehen ist, Aspekten rund um die Frage nach dem Sonderweg des Markgrafentums zwischen Hussitenkriegen und lutherischer Orthodoxie nachgegangen. Eine ausgewählte Sammlung an Exponaten ermöglicht es dabei, die personellen, wirtschaftlichen und künstlerischen Verflechtungen vom ausgehenden Mittelalter bis in nachreformatorische Zeiten wiederzubeleben. Die beiden Zittauer Fastentücher von 1472 und 1573 sowie die über 50 frisch restaurierten Gedächtnismale aus Renaissance und Barock, besser bekannt als der Zittauer Epitaphienschatz, zeigen anschaulich, welchen Sonderweg die Oberlausitz im Zuge der Reformation nahm und wie ihre Protagonisten lebten, wirkten und „unsterblich“ wurden.

Kleines Zittauer Fastentuch von 1573

w „Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz“ Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster Klosterstraße 3, 02763 Zittau Tel. 03583 554790 museum@zittau.de, www.museum-zittau.de Öffnungszeiten 30.7.2017–7.1.2018: Dienstag–Sonntag 10–17 Uhr Montag Gruppentag (auf Voranmeldung) Eintrittspreise Erwachsene: 8 Euro, Ermäßigte: 5 Euro Kinder bis 15 Jahre: frei Gruppen (ab 10 Personen je Person): 7 Euro

Erneuerung & Eigensinn – Zwickaus Weg durch die Reformation Foto: Gregor Lorenz

zusammengeführt. Besondere Exponate sind eine reich illustrierte lateinische Bibel von 1260/65, die aus Zwickau stammende älteste gedruckte Schulordnung Sachsens von 1523 sowie Münzen und einige weitere Alltagsgegenstände aus der Reformationszeit. Ein bemerkenswertes Ausstellungsobjekt aus den Beständen der Priesterhäuser ist eine Kanzeluhr von 1439, wie sie Martin Luther in seiner Funktion als Prediger in ähnlicher Form wohl auch benutzte. Das Zwickauer Stadtarchiv zeigt die Gehaltsquittungen Thomas Müntzers, unterschrieben mit den Worten „Thomas Müntzer – der für die Wahrheit in der Welt kämpft“. Die Ausstellung verrät auch, wie es um 1530 im Zusammenhang mit der Frage um die Befugnisse zur Besetzung der Pfarrstellen zum Bruch zwischen Luther und den Zwickauern kam.

w Ort der Sonderausstellung: die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum

Für die Schau vom 18. Februar bis zum 28. Mai 2017 erzählen die Ratsschulbibliothek, das Stadtarchiv und das Museum Priesterhäuser anhand historischer Schaustücke mit und in den Kunstsammlungen die Geschichte Zwickaus als Stadt der Reformation. Um 1500 gehörte sie dank des Bergbaus im nahen Erzgebirge zu den wohlhabendsten und bevölkerungsreichsten der Region – voller religiöser, sozialer und gesellschaftlicher Spannungen. Erstmals werden derart umfassend einmalige Archivalien, bibliophile Schriften und Drucke, Kunstwerke und Objekte der beteiligten Einrichtungen

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„Erneuerung & Eigensinn – Zwickaus Weg durch die Reformation“ KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum Lessingstraße 1, 08058 Zwickau, Tel. 0375 834510 kunstsammlungen@zwickau.de, www.kunstsammlungen-zwickau.de Öffnungszeiten 18.2.–28.5.2017: Dienstag–Sonntag 13–18 Uhr Eintrittspreise Erwachsene: 5 Euro, Ermäßigte: 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: frei Gruppen: 4 Euro (Vollzahler), 2,50 Euro (Ermäßigte) freier Eintritt an jedem ersten Mittwoch im Monat


Foto: Andreas Franke

Sonderausstellungen · 500 Jahre Reformation

Schloss Hartenfels mit dem berühmten Großen Wendelstein

T O R G A U , R E S I D E N Z D E R R E N A I S S A N C E U N D R E F O R M AT I O N

Standfest. Bibelfest. Trinkfest.

Foto: SKD, Grünes Gewölbe, Jürgen Karpinski

„Torgaus Bauten übertreffen an Schönheit alle aus der Antike, selbst der Tempel des Königs Salomo war nur aus Holz“, sagte Martin Luther vor fast 500 Jahren. Noch heute versetzen der weiträumige Marktplatz mit Renaissance-Rathaus und das prunkvolle Schloss Hartenfels die Gäste in Erstaunen. Kein Wunder, Torgau an der Elbe war im 16. Jahrhundert kursächsische Residenzstadt und das politische Zentrum der Reformation. Schloss Hartenfels ist das größte erhaltene Schloss der deutschen Frührenaissance und galt seinerzeit als modernstes Wohnschloss Sachsens. Die über 1.000-jährige Geschichte Torgaus lässt sich an authentisch erhaltenen Re-

Die „Torgauer Apotheke“, eine Perlmutterkassette

naissance-Häusern und in 20 Museen und Ausstellungen hautnah erleben. 2017 kommen noch weitere hinzu – man sollte sich also genügend Zeit nehmen für den Besuch in einer der schönsten Renaissancestädte Deutschlands. Die Lebenswelt der Kurfürsten In der Katharinenstraße wird am 1. April 2017 die Katharina-Luther-Stube neu eröffnet. Das kleine Museum im Sterbehaus von Luthers Ehefrau erzählt von ihrem bewegten Leben. Nur wenige Häuser weiter macht die Ausstellung „Klang & Glaube – Johann Walter und Georg Spalatin im Priesterhaus“ ab dem 21. Mai mit dem Schaffen des „Steuermanns“ und des „Urkantors“ der Reformation vertraut, die beide in Torgau gewirkt haben. Ab dem 19. Mai lädt die Schau „Torgau. Residenz der Renaissance und Reformation“ in den Albrechtsbau von Schloss Hartenfels ein. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden präsentieren Schätze des sächsischen Fürstenhofes aus der Rüstkammer und dem Grünen Gewölbe. Die Ausstellung zeigt dabei auch zum ersten Mal Exponate der Goldschmiedekunst, die seinerzeit in Torgau für den Fürstenhof gefertigt wurden, darunter die reich verzierte „Torgauer Apotheke“, die Utensilien für Körperpflege und Medizin enthält.

„Standfest. Bibelfest. Trinkfest. Johann Friedrich der Großmütige – der letzte Ernestiner Kurfürst“ lässt voller Spannung den 10. September erwarten, wenn die Kurfürstlichen Gemächer erstmalig mit einer Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Johann Friedrich der Großmütige war der führende weltliche Wegbereiter der Reformation. In seiner Regierungszeit wurde Schloss Hartenfels umfassend umgebaut und die Schlosskapelle als erster evangelischer Kirchenbau errichtet, die Martin Luther am 5. Oktober 1544 selbst einweihte. Johann Friedrich und seine Gattin Sibylle von Cleve gewähren den Besuchern mit modernen Medien Einblick in die Lebenswelt der Kurfürsten.

w Torgau-Informations-Center Markt 1, 04860 Torgau Tel. 03421 70140 info@tic-torgau.de www.tic-torgau.de www.schloss-hartenfels.de Veranstaltungstipps 2017 27.5. Reformer’s Day – Auf dem Weg nach Wittenberg 24./25.6. Katharina-Tag 5.–8.10. Festtage zur Weihe der Schlosskapelle mehr Informationen ab Seite 138

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DIE ZWEI SEITEN DER ERZGEBIRGISCHEN HOLZKUNST

Von Nussknackern und Rรถhrenfiguren


Foto: Sternkopf

Eine junge Frau, die bärtigen Nussknackern Beine macht, und ein Galerist, der in alten Wasserröhren die Zukunft sieht: Ein Besuch im Spielzeugdorf Seiffen zeigt, wie eng im Erzgebirge Tradition und Moderne beieinanderliegen. Bärtige Typen mit Biss Mit aller Kraft drückt Melanie Schneider den großen Hebel der Leimpresse nach unten. „Puh“, stöhnt sie mit einem Lächeln, „das ist ganz schön anstrengend!“ Und weiter geht’s: Zwei Tupfen Leim mit dem Pinsel in die dafür vorgesehenen Öffnungen des gedrechselten Körpers auftragen, die

langen Holzbeine genau in der richtigen Stellung einsetzen, andrücken und dann ab damit unter die Presse. Uuuund Druck. Wieder einer fertig. Erneut huscht ein Lächeln über ihr Gesicht. Melanie Schneider macht Nussknackern Beine. Die junge Holzspielzeugmacherin hat bei der Seiffener Volkskunst eG gelernt und wurde nach der Ausbildung sofort übernommen – als Beste ihres Jahrgangs. Nun arbeitet sie in der 1. Seiffener Schauwerkstatt und zeigt anderen, wie man bärtigen Typen mit Biss ordentlich Druck macht. Neben ihr sitzt Monika Hermann. Sie setzt dem Ganzen die Krone auf. Mit geübtem Pinselstrich veredelt sie den Kopfputz der Nussknacker, die in Reih und Glied vor ihr

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Faszination Handwerk

Aufstellung genommen haben. Wer sich seine Sporen redlich verdient hat, bekommt von ihr den schwarzen Helm mit Gold verbrämt. Eine Ehre für jeden Nussknacker, der etwas auf sich hält. So leicht und fluffig, wie es aussieht, ist das Malen dann aber doch nicht. Das kann man in der Schauwerkstatt sogar selbst ausprobieren und aus verschiedenen hölzernen Bastelsets wählen, was gebaut und bemalt werden soll: Räucherhäuschen, Rauchmann oder Nussknacker. Bewaffnet mit Kleber, Schleifpapier und speziellen Acrylfarbstiften – die Pinsel bleiben den Profis vorbehalten – geht es ans Werk. Nun heißt es leimen, passen, glätten, polieren, stricheln, tupfen, prüfen, „Schnee“ aufstäuben, pusten, lachen, staunen. Nach einer Stunde hält man stolz die erste selbstgebaute Erzgebirgsfigur im Arm.

Foto: Näumanns, Seiffen

Holzspielzeugmacherin Melanie Schneider sorgt für den festen Stand der Nussknacker.

Michael Näumann geht mit seiner Seiffener Galerie neue Wege in stilvollem Design.

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Tradition trifft Moderne Der Weg nach draußen führt vorbei am großen Fenster der Schauwerkstatt, hinter dem der Spanbaumstecher seinem Handwerk nachgeht. Mit großzügigen, sicheren Bewegungen schiebt er Span um Span von einer gedrechselten Spindel nach oben, bis sich die Späne zu kleinen Löckchen kringeln. Eine einzigartige Kunst, die es nur im Erzgebirge gibt. Die Spanbäume zieren nicht nur Pyramiden und Schwibbögen, sondern sind auch solo schmucke Accessoires für weihnachtliche Szenen. Davon können sich die Besucher im stilvoll dekorierten Ladengeschäft der Schauwerkstatt ein Bild machen, wo sie auch die bärtigen Nussknacker wiedertreffen. „Traditionelle Figuren sind nach wie vor überaus beliebt“, weiß Andreas Bilz, Geschäftsführer der Seiffener Volkskunst eG. „Unser klassisches Nussknacker-Sortiment ist seit Jahrzehnten der Renner.“ Doch auch Neuem gegenüber sind die über 40 Mitarbeiter aufgeschlossen. So wurde die Seiffener Volkskunst eG schon mehrfach beim Designwettbewerb Tradition & Form ausgezeichnet, der herausragende Gestaltungen der erzgebirgischen Volkskunst würdigt. „Wussten Sie übrigens, dass wir hier die Ureinwohner des Erzgebirges entdeckt haben?“, fragt Andreas Bilz mit einem Augenzwinkern und verweist auf die haarigen „Urkugler“, die es sich zusammen mit einer grimmig-witzigen Räucherdrachenfamilie in einer Höhle gemütlich gemacht haben. In Zusammenarbeit mit dem Designer Karsten Braune entstehen in Seiffen die lustigen Kugelfiguren – schier unglaublich zu sehen, was man aus einer Kugel alles machen kann. „Eigentlich sind es ja nur Holzkugeln. Aber sie leben durch ihre Ausstrahlung“, weiß Bilz. Das ist die große Kunst: Einem Stück Holz ein lebendiges Wesen einzuhauchen. Eine Kunst, die man im Erzgebirge seit Jahrhunderten beherrscht. Wie das früher aussah, darüber gibt ein Besuch im Seiffener Freilichtmuseum Aufschluss. Am Rande des Ortes erstreckt sich eine eigene kleine Streusiedlung, die zu einer Reise in vergangene Zeiten einlädt. Besucher entdecken die Stellmacherei und die Spankorbmacherwerkstatt, ein Bergmannswohnhaus und die Werkstatt des Massedrückers. Das Highlight ist immer wieder das Reifendrehwerk. Angetrieben von einem schnurrenden Riemen, der vom Wasserkraftwerk im Untergeschoss des Hauses in Schwung versetzt wird, dreht sich der Holzreifen unter dem Werkzeug des Drechslers, das Millimeter um Millimeter ein rätselhaftes Profil in die Oberfläche fräst. Das Geheimnis dieses Profils offenbart sich erst, wenn der Ring wie ein Brotlaib aufgeschnitten wird. Plötzlich erkennt auch das ungeübte Auge, was sich im Querschnitt der Reifenform verbirgt: Kühe und Schafe, Pferde und Ziegen, Hunde und Hühner – das berühmte Seiffener Reifenvieh. In vergangenen Jahrhunderten reisten die hölzernen Tiere in Millionenzahl in die Welt. Das Reifendrehen war sozusagen eine clevere Form der Serienproduktion, um das „Pfennigvieh“ in großen Stückzahlen effizient herzustellen. Erzgebirgischer Erfindergeist in Reinstform. Aus einem Reifen ließen sich so 50 bis 60 Tiere abspalten. Heute sind die Reifentiere, von Hand nachbeschnitzt und liebevoll bemalt, eine Rarität. Nur noch eine Handvoll Handwerker beherrscht die alte Kunst, lediglich mit ihrer Vorstellungskraft einen Reifen so zu gestalten, dass sein Querschnitt fantasievolle Formen freigibt.


Foto: TI Seiffen/Eva Schalling

Faszination Handwerk

Im Freilichtmuseum von Seiffen können Besucher die alte Kunst des Reifendrehens bestaunen.

Köhler-Figuren, minimalistische Deckenpyramiden aus Metall, Engel mit Teigarmen, Hanfhaaren und Körpern aus grob behauenen Holzscheiten – in Näumanns Galerie für Holzkunst und Design findet man alles, was das Erzgebirge in die Zukunft katapultiert. Vor drei Jahren brachte das Ehepaar seinen ersten eigenen Lichterbogen auf den Markt – aus einem mineralischen Hightech-Werkstoff, der das Licht sanft hindurchscheinen lässt. „Ich möchte den Figuren eine Bühne

Foto: Freilichtmuseum Seiffen

Geschichte neu interpretiert Doch altes Handwerk erlebt eine Renaissance. Jüngstes Beispiel sind die modernen Röhrenfiguren von Marita und Michael Näumann, die in Seiffen eine Galerie für moderne Holzkunst betreiben. „Wir liegen etwas abseits der Touristenachsen“, sagt Michael Näumann. „Also mussten wir uns etwas einfallen lassen.“ Ihre Antwort: Anstatt der in Seiffen allgegenwärtigen Traditionsware setzen die Näumanns seit Jahren konsequent auf Modernes. Sternkopf-Engel und Björn-

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Faszination Handwerk

geben“, sagt Michael Näumann. Der erfahrene Händler weiß: Die Figuren einfach nebeneinander ins Regal zu stellen, ist langweilig. Vielmehr lassen sich mit den vielseitigen Kreationen die schönsten Arrangements zaubern. „Wir lassen die Figuren Geschichten erzählen“, verrät Näumann sein Geheimnis. Manchmal entstehen aus Geschichte und Geschichten ganz neue Ideen. So wie bei den Röhrenfiguren. „Die Frage war: Kann man in der erzgebirgischen Holzkunst überhaupt noch etwas Neues erfinden? Etwas, das es in dieser Form noch nie gegeben hat?“, erzählt Michael Näumann, wie es zur Gestaltung der innovativen Serie kam. Gemeinsam mit dem begnadeten Gestalter Andreas H. Fleischer, dessen Entwürfe seit Jahren einen Designpreis nach dem anderen gewinnen, gelang ihm der große Wurf: moderne Krippenfiguren, die auf dem uralten Prinzip des Röhrenbohrens basieren. Für die Figurenbildnerei hatte diese Technologie bisher noch niemand genutzt. „Wir haben eine alte, fast vergessene Tradition in ein zeitgemäßes Design verpackt“, sagt Michael Näumann. Die hohlen Holzröhren, aus denen früher Wasserleitungen gemacht wurden, dienen in der innovativen kavex-Kollektion als Grundkörper für eine Vielzahl krea-

R ATA G S H O L Z D E S I G N

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tiver Gestaltungsmöglichkeiten: Maria, Josef und das Jesuskind lassen sich damit ebenso stilvoll in Form bringen wie die Heiligen Drei Könige, Hirten und sogar Schafe, die je nach Stimmung den Kopf neigen können. Die Verbindung aus hochwertig verarbeitetem Holz und modernen Metallelementen schließt den Bogen zur Tradition der Wasserröhren, auf der die Formgebung der kavex-Kollektion beruht. Dazu gibt es eine ganze Palette an schicken Dekorationsmöglichkeiten, vom Teelichthalter bis zu gebogenen Pyramiden in verschiedenen Größen und Farbvariationen. Allen gemeinsam ist die innen ausgehöhlte Rundung – eine Hommage an die alte Technik des Röhrenbohrens, die man am Tag des traditionellen Handwerks im Freilichtmuseum Seiffen hautnah unter die Lupe nehmen kann. Mit mehr als 100 Jahre alten, zwei Meter langen Metallbohrern werden längsseits Löcher in meterlange Baumstämme getrieben. Aus den so entstandenen Röhren wurden früher Wasserleitungen gebaut. Und heute eben Designerfiguren. Weil im Erzgebirge Tradition und Moderne ganz eng beieinanderliegen. SYLVA-MICHÈLE STERNKOPF

FIRMA HOLGER SEIDEL

Filigrane Erzgebirgskunst

Besinnliche Weihnachten

Die Firma Ratags steht für Erfindergeist und erzgebirgisches Kunsthandwerk. Mit ihren hochwertigen Produkten hat sie sich bis über die Grenzen Deutschlands einen Namen gemacht. Alle Ratags-Artikel werden in filigraner Handarbeit in Langenwolmsdorf hergestellt. In der dortigen Schauwerkstatt können Besucher den Mitarbeitern beim Bauen und Bemalen von individuellen Schwibbögen, Pyramiden, Räuchermännern und vielem mehr über die Schulter schauen. Verschiedene Geschäfte wie Weihnachtshaus, Frühlingshaus, Bastelladen oder Modewelt bieten tolle Einkaufsmöglichkeiten. Die Gaststätte ist bekannt für frische, hausgemachte Speisen. Sie verfügt über vier Gasträume und liebevoll eingerichtete Pensionszimmer.

Erzgebirgische Schwibbögen sind für viele Menschen der Inbegriff der Vorweihnachtszeit – und gehören zusammen mit den traditionellen Weihnachtspyramiden zu den beliebtesten Holzschnitzarbeiten Europas. In der Firma Holger Seidel werden die kleinen und großen Kunstwerke nach jahrhundertealten Vorlagen bis heute von Hand gefertigt. Eine Spezialität der Manufaktur aus Schönheide ist der Seidel-Dom – eine vierstöckige Dompyramide mit filigranen Schmuckelementen, wie man sie an vielen Kirchenbauten findet. Damit entsteht ein ganz besonderes Weihnachtsgefühl. Im hauseigenen Werkstattladen werden auch Artikel anderer namhafter Hersteller wie Wendt & Kühn, Björn Köhler und Christian Ulbricht verkauft.

RATAGS Holzdesign HEIPRO GmbH Hauptstraße 120 01833 Stolpen OT Langenwolmsdorf Tel. 03597 362490 contact@ratags.de www.ratags.de www.facebook.com/Ratags.Holzdesign

Firma Holger Seidel Waldstraße 12 08304 Schönheide Tel. 037755 4298 kontakt@pyramiden-schwibbogen.de www.pyramiden-schwibbogen.com

Öffnungszeiten täglich 10–18 Uhr


Faszination Handwerk

W E N D T & K Ü H N - W E LT I N G R Ü N H A I N I C H E N

Besondere Einblicke in die Traditionsmanufaktur

Foto: Thomas Kretschel

Weg des Holzes durch die verschiedenen Meistereien der Manufaktur geschieht und welche Arbeitsschritte notwendig sind, um aus einem grob geschliffenen Brett eine kunstvolle Figur zu fertigen. Neugierige aller Altersgruppen dürfen sich an verschiedenen analogen, virtuellen und interaktiven Exponaten ausprobieren. Der unterhaltsame Streifzug endet in einer Farbwelt. Hier steht eine Malerin Rede und Antwort, wenn sie sich bei ihrer kunsthandwerklichen Tätigkeit über die Schulter schauen lässt.

w In der Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen wird die berühmte Marke als Gesamtkunstwerk inszeniert. Hier ist der Mythos erlebbar – durch die Begegnung mit den Ursprüngen, mit erhalten gebliebenen Werten und mit überlieferter Meisterschaft. Das Herzstück des historischen Bereichs ist der legendäre Musterschrank mit 600 außergewöhnlichen figürlichen Kompositionen. Er steht für die künstlerische Schaffenskraft von Firmengründerin Grete Wendt und

ihrer langjährigen Begleitern Olly Wendt, geb. Sommer. Den Übergang zum Verkaufsbereich bilden regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die spezielle Aspekte der Unternehmensgeschichte beleuchten. Im Verkaufsraum werden das rund 400 Artikel umfassende aktuelle Sortiment sowie Einzelstücke einer Raritäten-Linie angeboten. Im Erlebnisbereich sind die Besucher zu einer Entdeckungsreise eingeladen und können nachempfinden, was auf dem

Wendt & Kühn-Welt Chemnitzer Straße 40 09579 Grünhainichen Tel. 037294 86128 erlebnis@wendt-kuehn.de www.wendt-kuehn.de Öffnungszeiten täglich 10–17 Uhr 24. und 31.12 10–13 Uhr Schließtage: 25./26.12., 1.1. Veranstaltungstipp 2017 25.–28.5. und 2./3.12. Schautage

BLANK KUNSTHANDWERK

Foto: photographisches.com/Thomas Kruse

Faltenrockengel aus Grünhainichen

Die Firma Blank Kunsthandwerk aus Grünhainichen ist bekannt für feines, erzgebirgisches Kunsthandwerk und begeistert nicht nur mit traditioneller Weihnachtsdekoration, sondern auch mit allerlei zeitlosen Geschenkideen. Seit mehr als 60 Jahren fertigt das Unternehmen Faltenrockengel Stück für Stück in Handarbeit. Jede Figur wird liebevoll hergestellt, von den Mitarbeiterinnen aufwändig bemalt und so zu einem Unikat. Die Holzspielzeugmacher produzieren in dritter Generation außerdem Blumenkinder, Weihnachtspyramiden, Schwibbögen oder Nussknacker und Räuchermännchen der Marke „Franz Karl“. Alle Artikel aus dem Hause Blank

entstehen im deutschen Teil des Erzgebirges und ausschließlich aus heimischen Hölzern. Dafür wurde das Unternehmen vom Verband der Erzgebirgischen Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V. geprüft und zertifiziert. Wer sich selbst von der traditionellen Herstellung überzeugen möchte, hat zu den Tagen der offenen Tür während des Pyramidenfests am zweiten Advent und auf Anmeldung das ganze Jahr über bei Führungen durch die Produktion Gelegenheit dazu. Direkt an die Engelwerkstatt angeschlossen ist übrigens das Fachgeschäft „Kunststube“, wo das gesamte Sortiment des Unternehmens und andere erzgebirgische Marken angeboten werden.

w Blank Kunsthandwerk Chemnitzer Straße 59 B 09579 Grünhainichen Tel. 037294 1710 info@blank-engel.de www.blank-engel.de Öffnungszeiten Kunststube Montag–Freitag 9–18 Uhr Samstag 10–16 Uhr Sonntag 13–16 Uhr November, Dezember: Samstag 10–17 Uhr Adventssonntage 10–17 Uhr Veranstaltungstipp 2017 9./10.12. Pyramidenfest mit Tagen der offenen Tür und Weihnachtsmarkt

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E R L E B N I S TA G E F Ü R FA M I L I E N

Auf zum Gute-Laune-Urlaub Badeseen und Schwimmbäder stehen bei Kindern immer hoch im Kurs, genauso Freizeit- und Abenteuerparks. Für Abwechslung nicht nur bei den Kleinsten sorgen auch Ausflüge in den Zoo oder in Museen und Schauwerkstätten. Der Urlaub wird noch einmal so angenehm, wenn eine familienfreundliche Ferienanlage für das passende Umfeld sorgt. In Sachsen werden all diese Wünsche und noch viele mehr erfüllt.


Foto: Trixi Ferienpark/Tobias Ritz

Waldstrandbad im Trixi Ferienpark GroรŸschรถnau


Erlebnistage für Familien · Bilderbogen

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Drachenhöhle Syrau – Mystisches Tropfsteinreich

Seit etwa 25 Millionen Jahren löst eindringendes Sickerwasser den Knotenkalk in der Drachenhöhle Syrau und bildet bizarre Formen und Tropfsteine. Über sieben Millionen Menschen bewunderten schon diese unterirdischen Schätze in der einzigen Schauhöhle Sachsens nahe Plauen.

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Öffnungszeiten Drachenhöhle April–Oktober: täglich 9.30–17 Uhr (Mai–15.10.: Lasershow) November–März: täglich 10–16 Uhr Januar, Dezember: auf Anfrage Öffnungszeiten Windmühle 1.5.–3.10.: Samstag, Sonntag, Feiertag 11–16 Uhr Juli, August: Dienstag–Sonntag 11–16 Uhr Veranstaltungstipp 2017 11.–13.8. Höhlenfest *

werke der Erde, errichtet im Maßstab 1:25, stehen in der fünf Hektar großen Parklandschaft in unmittelbarer Nähe zueinander. Beim Spaziergang durch tausende Jahre Baugeschichte von der Antike bis zur Moderne werden alle Sinne angesprochen: Am Leuchtturm geht das Licht an, die Wuppertaler Schwebebahn fährt, an der Frauenkirche erklingt Orgelmusik. Funkferngesteuerte Boote fahren auf der Nord- und Ostsee und der Airbus A310 dreht über den Köpfen der Besucher seine Runden. Beim XXL-„Menschärgere-dich-nicht“-Spiel schlagen Kinderherzen höher. Sogar die antiken Weltwunder sind in der Miniwelt zu neuem Leben erwacht. Der Besuch des 360-Grad-Kinos Minikosmos ist im Eintritt inbegriffen – mit unterhaltsamen 3-D-Vollkuppelshows und „Weltraumflügen“.

Kontakt Miniwelt Sachsen GmbH Chemnitzer Straße 43 09350 Lichtenstein Tel. 037204 72255 park@miniwelt.de www.miniwelt.de Öffnungszeiten 31.3.–5.11.: täglich 9–18 Uhr Eintrittspreise Erwachsene: 10 Euro Kinder (5–15 Jahre): 8 Euro Familien (2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder 5–15 Jahre): 30 Euro Veranstaltungstipp 2017 12.8. Miniwelt bei Nacht *

Seepark Auenhain – Wo Langeweile ein Fremdwort ist

Urlaub am See und trotzdem nichts vom Trubel der Leipziger City verpassen? Der Seepark Auenhain mit seinen ganzjährig nutzbaren 32 Ferienhäusern und zwölf Ferienappartements im zertifizierten Fünf-Sterne-Niveau schafft diesen Spa-

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Kontakt Drachenhöhle Syrau Höhlenberg 10 (Eingabe Navigationsgerät: Paul-Seifert-Straße) 08548 Rosenbach OT Syrau Tel. 037431 3735 info@syrau.de, www.syrau.de

Miniwelt Sachsen – An einem Tag um die ganze Welt

Es gibt einen Ort am Fuße des Erzgebirges, da lässt sich an einem Tag die ganze Welt umrunden – die Miniwelt in Lichtenstein. Hier geht die große Reise geschwind von Paris nach Dresden und New York. Mehr als 100 bedeutende Bau-

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Seit 2014 erstrahlt die Höhle in neuem, spektakulärem Licht. Von den mystischen und romantischen Effekten können sich die Besucher bei einer Führung in 15 Metern Tiefe ein Bild machen. In den Sommermonaten verwandeln zusätzlich bunte Laserstrahlen die Höhle. Über Tage lädt ein Park mit Spielplatz, Imbiss und dem Erlebnisgarten „Terra viva – lebendige Erde“ zum Verweilen ein. Ausflüge in die herrliche Umgebung sind mühelos mit einem gemieteten E-Bike möglich. Spaß macht auch eine Wanderung auf dem neuen Drachenweg rund um Syrau. Hier kommt man an der letzten Windmühle des Vogtlandes vorbei, die als Museum zu besichtigen ist. Besonders beliebt bei Gruppen sind dort die Projekte mit Mehlmahlen und Stockbrotbacken (nach Voranmeldung).

gat spielerisch. Idyllisch fügt sich das Ferienresort in die Landschaft oberhalb des Markkleeberger Sees ein. Mit seiner unmittelbaren Nähe zum Kanupark Markkleeberg und zum AbenteuerReich Belantis sowie zur Innenstadt Leipzigs ist der Seepark Auenhain ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung Leipzigs und des sich neu gestaltenden Leipziger Neuseenlandes. Zum Entspannen im Seepark Auenhain bestens geeignet ist die Wellnessoase „Haus Seestern“ mit ihren vier verschiedenen Themensaunen und einem 28-Quadratmeter-Indoor-Pool. Der hauseigene Friseur „Salon am See“ und der Massageund Beautybereich „Vital am See“ runden das vorhandene Angebot ab und sorgen so für ein „Rundum-Wohlgefühl“ der Gäste. Aber auch Kinderfreundlichkeit wird am Markkleeberger

See großgeschrieben. So stehen für die jüngsten Gäste das „Haus Seepferdchen“ und ein eigener Kinderspielplatz zur Eroberung bereit, sodass Langeweile zum Fremdwort wird.

Kontakt Seepark Auenhain Am Feriendorf 2 04416 Markkleeberg Tel. 034297 98680 info@seepark-auenhain.de www.seepark-auenhain.de Veranstaltungstipp 2017 13.10. Bisonabend * * mehr Veranstaltungen ab Seite 131


Bilderbogen · Erlebnistage für Familien

Leipzig

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3 9 Dresden

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Chemnitz

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Drachenhöhle Syrau Miniwelt Sachsen in Lichtenstein Seepark Auenhain in Markkleeberg Zoo Leipzig Sonnenlandpark Lichtenau Familienangebote in Gelenau Wendt & Kühn-Figurenwelt Seiffen

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Elbe-Freizeitland Königstein Massenei-Bad Großröhrsdorf Irrgarten Kleinwelka Saurierpark Kleinwelka Manufaktur Herrnhuter Sterne Trixi Ferienpark Zittauer Gebirge

Zoo Leipzig – Artenreichtum in grüner Oase

Fotos: Zoo Leipzig

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Mit seinem Konzept aus Abenteuererlebnis, Bildung und Erholung gehört der Zoo Leipzig zu den modernsten Tiergärten der Welt. Er ist an Programmen zur Zucht von über 80 vom Aussterben bedrohten Arten beteiligt. Bis zum Jahr 2020 wird ein weitestgehend gitterloser und naturnaher Zoo der Zukunft gestaltet. Ein sympathischer Neuzugang war 2016 Koala Oobi-Ooobi. Ab Sommer 2017 gibt es als neues Highlight die Hochgebirgswelt „Himalaya“ zu entdecken. Damit bereichert ein weiterer Themenbereich die Weltreise mitten im Großstadtdschungel. In Asien schauen die Besucher den größten Katzen der Welt in der Tiger-Taiga tief in die Augen oder bestaunen die Badefreuden der * mehr Veranstaltungen ab Seite 131

Elefanten. Afrikaliebhaber unternehmen eine Expedition in den Okapi-Wald oder eine Safari durch die Savanne, wo Giraffen erhaben über die weite Fläche stolzieren und Strauße inmitten von Gazellen Pirouetten drehen. Chileflamingos, Mähnenwölfe und Humboldtpinguine sind in Südamerika zu beobachten. „Pongoland“ heißt das Zuhause der Bonobos, Orang Utans, Schimpansen und Gorillas. Die Menschenaffenanlage entstand in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und ist heute Ort internationaler Primatenforschung. Im urwüchsigen Regenwald von „Gondwanaland“ tummeln sich 300 exotische Tiere von Komodowaranen über Totenkopfäffchen bis zu Zwergflusspferden.

Kontakt Zoo Leipzig GmbH, Pfaffendorfer Straße 29 04105 Leipzig, Tel. 0341 5933385 safaribuero@zoo-leipzig.de www.zoo-leipzig.de Öffnungszeiten 21.3.–30.4./1.–31.10.: täglich 9–18 Uhr 1.5.–30.9.: täglich 9–19 Uhr 1.11.–20.3.: täglich 9–17 Uhr 24. und 31.12. bis 15 Uhr Eintrittspreise (A = 21.3.–31.10., B = 1.11.–20.3.) Erwachsene: 21 Euro1 (A), 17 Euro1 (B) Ermäßigte: 17 Euro1 (A), 14 Euro1 (B) Kinder (6–16 Jahre): 13 Euro1 (A), 10 Euro1 (B) Familien: 51 Euro1 (A), 41 Euro1 (B) 1

inklusive Artenschutz-Euro ab 21.3.2017

Veranstaltungstipp 2017 25.–28.5. Entdeckertage „Jungtiere im Zoo“ *

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Erlebnistage für Familien · Bilderbogen

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Sonnenlandpark Lichtenau – Das 3-in-1-Familienerlebnis

Drei Freizeitangebote in einem begeistern Familien im Sonnenlandpark Lichtenau direkt an der Autobahn A 4 (Abfahrt Chemnitz-Ost). Auf 26 Hektar finden sie neben dem Erlebnispark auch ein Wildfreigehege und einen Indoorspielplatz.

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Kontakt Sonnenlandpark Lichtenau Sachsenstraße 6, 09244 Lichtenau Tel. 037208 883978 info@sonnenlandpark.de, www.sonnenlandpark.de

Öffnungszeiten Februar, März: Ferien und Samstag, Sonntag 10–18 Uhr April–Oktober: täglich 10–18 Uhr November: Samstag, Sonntag 10–18 Uhr Veranstaltungstipp 2017 5.8. Schulanfangsparty für alle ABC-Schützen *

Megaspaß bei Geschwindigkeiten von bis zu 40 Stundenkilometern. Steilkurven, rasante Wegbiegungen und ein Jump warten auf ActionFans. Spätestens nach der ersten Runde mit der Alpine-Coaster-Bahn fahren alle darauf ab. Das benachbarte beheizte Erlebnisfreibad ist ein Magnet für Sonnenanbeter, Wasserratten, Erholungsuchende und Sportskanonen. Schwimmer ziehen ihre Bahnen im großen Becken, während nebenan auf der Großwasserrutsche im Erlebnisbecken die Post abgeht. Beachvolleyball, Tennis, Tischtennis, Minigolf und ein Fahrradverleih gehören ebenso zum Angebot. Wer lieber hoch hinaus will, bewältigt die 136 Stufen des Aussichtsturms und genießt ein beeindruckendes Erzgebirgspanorama. Für Naturliebhaber und Wissenshungrige sind das Wildgehege mit

Damwild und der Lehrpfad ein absolutes Muss. Abends wird gegrillt und für süße Träume stehen auf dem Freibadgelände zehn Blockhütten bereit. Ab Juni 2017 gibt es auch einen Wohnmobilstellplatz. Kontakt Gemeindeverwaltung Gelenau/Erzgeb. Rathausplatz 1 09423 Gelenau Tel. 037297 84960 gemeinde@gelenau.de www.gelenau.de Öffnungszeiten Alpine-Coaster-Bahn April–Oktober: Samstag, Sonntag, Feiertag, Ferien 13–18 Uhr November–März: ausgewählte Öffnungstage

Wendt & Kühn-Figurenwelt – Staunen und selbst kreativ werden

Foto: Juliane Mostertz

Egal ob Eltern mit ihren Kindern oder Oma und Opa mit ihren Enkeln – bei Wendt & Kühn im Erzgebirgsdorf Seiffen verleben alle unvergessliche Stunden. In der Figurenwelt bekommen sie

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Gastronomie und ein Grünes Klassenzimmer. An Schlechtwettertagen lädt der Indoorspielplatz IN-Sola zum Rutschen, Hüpfen und Toben ein.

Freizeit und Erholung in Gelenau – Darauf fahren alle ab

Freizeitvergnügen für die ganze Familie ist im Erholungsgebiet an der Kemtauer Straße in Gelenau garantiert. Eine 580 Meter lange spektakuläre Rodelbahn sorgt für Bauchkribbeln und

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Im Außenbereich mit unzähligen Schattenplätzen warten beispielsweise riesige Hüpfkissen, ein großes Kletterparadies, Flöße, Minidampfer, Bagger, Tretautos und ein Abenteuerspielplatz. Für Action sorgen Wellenflieger, BumperBoats, Schlauchrutschen, Nautic-Jet, Butterfly und Überschlagsschaukeln. Lust auf Entdeckungen machen Fuchsbau und Waldirrgarten, die Jüngsten erkunden derweil tolle Klanginstrumente und das Kleinkindparadies. In der Saison 2017 kommt eine Kinderkrananlage hinzu und das Wassermatsch-Paradies wird erweitert. Der parkeigene Wald beherbergt ein Rothirschgehege, Wildschweine, freilaufende Sikahirsche und Mufflons sowie einen Streichelzoo. Die Traktorbahn „Anton“ fährt bis zum 33 Meter hohen Riesenrad. Außerdem gibt es 22 Grillstellen,

vielfältige Anregungen zum Schenken und Dekorieren. Ein absoluter Hingucker sind die zwei fast drei Meter hohen Spieldosen, die mehrmals in der Stunde erklingen. Vielleicht macht sich auch ein ganz persönliches Andenken mit auf den Heimweg, denn in der Kreativ-Galerie können Besucher unter fachkundiger Anleitung individuelle Schmuckstücke selbst fertigen. So entsteht beispielsweise eine eigene Bühne für die Lieblingsfigur: Der von Hand bemalte Holzrahmen, dekoriert mit passenden Accessoires, setzt jeden Engel oder auch ein Blumenkind in Szene. Außerdem ist es möglich, kleine Holzutensilien zu verzieren, die, an Osterstrauch oder Adventskranz befestigt, jedes Arrangement zum Strahlen bringen. Das Kreativ-Angebot wird je nach Jahreszeit um

weitere Aktionen ergänzt. Für die Teilnahme an der Kreativ-Galerie ist eine vorherige Anmeldung nötig. Kontakt Wendt & Kühn-Figurenwelt Hauptstraße 97 09548 Seiffen Tel. 037362 8780 erlebnis@wendt-kuehn.de www.wendt-kuehn.de Öffnungszeiten Januar–September: täglich 10–17 Uhr Oktober–Dezember: täglich 10–18 Uhr 24. und 31.12. 10–13 Uhr Schließtage: 25.12., 1.1. Veranstaltungstipp 2017 15./16.4. und 14./15.10. Schautage * * mehr Veranstaltungen ab Seite 131


Bilderbogen · Erlebnistage für Familien

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Elbe-Freizeitland Königstein – Action für jedermann

Im direkt an der Elbe gelegenen Elbe-Freizeitland Königstein können Jung und Alt richtig schön toben, spielen oder sogar reinsten Ner-

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Kontakt Elbe-Freizeitland Königstein Am alten Sägewerk 3, 01824 Königstein Tel. 035021 99080 info@elbefreizeitland-koenigstein.de www.elbefreizeitland-koenigstein.de www.facebook.com/elbefreizeitland Öffnungszeiten 14.4.–31.10.: täglich 10–18 Uhr Eintrittspreise Erwachsene: 12 Euro Kinder (3–12 Jahre): 9 Euro Familien (2 Erwachsene mit 2 bis 4 Kindern): 38 Euro Veranstaltungstipp 2017 22.7. Familien- und Treidlerfest *

Massenei-Bad Großröhrsdorf – Spiel und Spaß im kühlen Nass

Das Massenei-Bad Großröhrsdorf ist mit seinen großzügigen Badebecken und Freiflächen ein wahres Paradies für Badenixen, Sonnenanbeter und Erholungsuchende. Auf etwa 60.000 Quadratmetern locken neben ausgedehnten Liegewie-

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venkitzel verspüren. Im Familienbereich heißt es: Klettern auf dem Kletterberg, Runden drehen im Twister, Springen auf dem BungeeTrampolin oder Umherirren im Erlebnislabyrinth. Hier kann sich die gesamte Familie bei jeder Menge Unterhaltung und Spaß aktiv betätigen. In der Action-Zone versprechen die waghalsigen Attraktionen wie die 25 Meter hohe Kletterwand, der 250 Meter lange „Flying Fox“ oder der „Freie Fall“ Adrenalin pur. Ein weiteres Highlight sind die Falkner-Shows im Miniaturenpark. Der Falkner zeigt seinem Publikum von Mittwoch bis Sonntag dreimal täglich die Jagd mit Falke und Uhu. Die Gäste haben die einmalige Gelegenheit, Uhu Mira oder Schleiereule Elli hautnah zu sehen und sogar zu streicheln.

sen, Spiel- und Sportplätzen zwei über 60 Meter lange Wasserrutschen Jung und Alt in das Erlebnisbad. Ein Strömungskanal, Wasserfall, Regenpilz, Wasserblume und eine Breitrutsche sorgen für genügend Abwechslung im kühlen Nass. Der 5-Meter- und der 3-Meter-Sprungturm sowie die vier Wettkampfbahnen à 50 Meter bieten olympische Bedingungen in natürlicher Idylle. Auch eine Wärmehalle garantiert an nicht so warmen Tagen einen angenehmen Aufenthalt. Die Badebecken sind über einen Ausschwimmkanal erreichbar. Natürlich wurde auch an Behinderte und Rollstuhlfahrer gedacht: Alle Einrichtungen sind barrierefrei. Zwei Badgaststätten mit Terrasse, Sanitäreinrichtungen für Mutter und Kind und ausreichend kostenlose Parkplätze runden den Besuch im Massenei-Bad Großröhrsdorf ab.

Das Bad liegt inmitten des Massenei-Waldes in Großröhrsdorf, etwa 30 Minuten von der Landeshauptstadt Dresden entfernt. Gäste aus Richtung Radeberg erreichen das Bad über die S 158, aus Richtung Dresden und Görlitz über die A-4Abfahrt Pulsnitz (10 min entfernt). Auch mit der Buslinie 193 ist die Anreise möglich. Kontakt Massenei-Bad Stolpener Straße 100 01900 Großröhrsdorf Tel. 035952 32925 info@grossroehrsdorf.de www.massenei-bad.de Öffnungszeiten Mai–September: täglich 9–20 Uhr

Irrgarten Kleinwelka – Spannung, Sport und Rätselfieber

In Deutschlands größtem Irrgarten finden Abenteuerlustige Spaß ohne Grenzen. An jeder Ecke vermutet man, andere zwischen den Hecken Umherirrende zu treffen. Und wer von beiden ist nun richtig? Stolze 30.720 Wegvarianten

* mehr Veranstaltungen ab Seite 131

gibt es bis zum Ziel in der Mitte des Irrgartens. Dort ist auch der Aufgang zu einer alles überspannenden Brücke, von der den anderen Besuchern geholfen werden kann. Mutige wagen eine Seilbahnfahrt und fliegen über die gesamte Anlage. Anschließend lädt der Rätselirrgarten dazu ein, das eigene Wissen zu testen und sich einmal wie bei „Wer wird Millionär?“ zu fühlen. Kinder können in den 13 Rätselfeldern leichtere Märchenfragen lösen. Im Abenteuerirrgarten mit Hindernissen und Riesenrutsche geht es sportlich zu, zum Beispiel beim Balancieren über eine wackelige Brücke oder beim Klettern übers Wasser. Gäste mit Handicap erkunden einen Rundweg ohne Hindernisse. Alle drei Irrgärten gehören zusammen und können nacheinander absolviert werden.

Kontakt Irrgarten Kleinwelka Am Saurierpark 2 02625 Bautzen OT Kleinwelka Tel. 035935 20575 info@irrgarten-kleinwelka.de www.irrgarten-kleinwelka.de

Öffnungszeiten 1.4.–5.11.: täglich 9–18 Uhr Eintrittspreise Erwachsene: 5 Euro Kinder (4–14 Jahre): 3,50 Euro Veranstaltungstipp 2017 23. und 30.9., 2.10. Geisternacht im Irrgarten *

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Erlebnistage für Familien · Bilderbogen

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Saurierpark – Urzeitriesen in der Nähe von Dresden gesichtet

In Kleinwelka bei Bautzen steht eine „Zeitmaschine“! Im Saurierpark reisen die Besucher zurück in die Welt vor 80 oder gar 100 Millionen Jahren, denn das einzigartige Freizeitareal bevöl-

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Öffnungszeiten April–Juni, September, Oktober: täglich 9–18 Uhr Juli, August: täglich 9–19 Uhr Eintrittspreise Erwachsene: 13 Euro Kinder (3–14 Jahre): 8 Euro, Familien: 35 Euro Veranstaltungstipp 2017 Eröffnung des neuen Eingangsbereiches 8.4. „Mitoseum“ *

der Herrnhuter Brüdergemeine, wo Anfang des 19. Jahrhunderts der erste Stern aus Papier und Pappe leuchtete. Heute falzen in Herrnhut noch immer fleißige Hände kleine und große Zacken, mittlerweile in einer modernen Manufaktur mit angeschlossener Schauwerkstatt. Und weil es manchen sicher beim Beobachten in den Fingern kribbelt, gibt es die Gelegenheit, sich einmal selbst an den Arbeitstisch zu setzen und dort auszuprobieren. Das begeistert nicht nur große Sternefans, sondern ist auch ideal für den Nachwuchs. Noch mehr Eindrücke versprechen die HerrnhuterVeranstaltungen übers Jahr: Zum großen Erlebnistag am 12. August ist gleich das komplette „Sterneland in Kinderhand“. Basteln gehört natürlich zum Programm, aber auch Puppentheater, Zauberei und Clownerie, Quad- und Baggerfahren,

ein Riesenrad und vieles mehr. Weitere beliebte Termine der Manufaktur sind der Tag der offenen Tür (13.5.), der Weihnachtsmarkt (2.12.) und das besinnliche Sternebasteln im Advent (3.12.). Kontakt Herrnhuter Sterne GmbH Oderwitzer Straße 8 02747 Herrnhut Tel. 035873 3640 info@herrnhuter-sterne.de www.herrnhuter-sterne.de Öffnungszeiten Montag–Freitag 9–18 Uhr Samstag 10–17 Uhr Veranstaltungstipp 2017 12.8. Erlebnistag „Sterneland in Kinderhand“ *

Trixi Ferienpark Zittauer Gebirge – Alles kann, nichts muss

Der Trixi Ferienpark Zittauer Gebirge liegt idyllisch ruhig, direkt am Waldesrand. Vögel und Grillen geben ein Konzert für die Bewohner der 96 komplett ausgestatteten Ferienhäuser, die Pärchen, Familien, aber auch Gruppen den bes-

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Kontakt Saurierpark Saurierpark 1 02625 Bautzen OT Kleinwelka Tel. 035935 3036 info@saurierpark.de www.saurierpark.de www.facebook.com/Saurierpark

Manufaktur Herrnhuter Sterne – Vorfreude auf Weihnachten

In Sachsen und sogar weit darüber hinaus ist es eine schöne Tradition, die Weihnachtszeit mit einem Herrnhuter Stern zu beginnen. Seinen Ursprung hat das Kunstwerk in den Internatsstuben

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kern über 200 lebensgroße und täuschend echt wirkende Urzeitriesen. Abenteuerlustige sind hier an der richtigen Stelle: Mutige können dem Tyrannosaurus ins weit geöffnete Maul schauen, Hobbyforscher an der Ausgrabungsstätte nach Saurierzähnen suchen oder den Kletterurwald im Herzen des Saurierparks bezwingen. Absoluten Nervenkitzel verspricht der Themenbereich „Vergessene Welt“. Weitere Erlebnisstationen wie das 350 Quadratmeter große Wasserspiel machen den Familienausflug perfekt. Zum Saisonstart 2017 kommen mit der Eröffnung des neuen Eingangsbereiches „Mitoseum“, der mit seiner spektakulären Fassade für Aufsehen sorgen wird, zwei weitere spannende Attraktionen hinzu. Da sind jede Menge Überraschungen für kleine und große Gäste garantiert.

ten Komfort bieten. Zur Anlage gehören zudem ein Campingplatz mit modernem Sanitärgebäude, ein Erlebnisbad und viele Spiel- und Freizeitmöglichkeiten. Der Ferienpark ist der ideale Urlaubsort für kleine, große und erwachsene Kinder. Gleich nebenan erstreckt sich das TRIXI-Waldstrandbad mit Gebirgsquellwasser. Wenn draußen kein Badewetter ist, gibt‘s im Trixi-Freizeitbad die nächste Adrenalintankstelle – bei temporeichen Fahrten in der 60 Meter langen Black-Hole-Rutsche. Im Solebad kann man durchatmen im Solenebel des Gradierwerkes. Nach ein paar Stunden in der Saunalandschaft nach finnischem Vorbild fühlt sich jeder entspannt. Kein Wunder bei diesem Duft nach heißem Holz, aromatischen Aufgüssen und dem fantastischen Ausblick auf das Zittauer Gebirge ...

Kontakt Trixi Ferienpark Zittauer Gebirge Jonsdorfer Straße 40, 02779 Großschönau Tel. 035841 6310 info@trixi-ferienpark.de, www.trixi-ferienpark.de www.facebook.com/trixipark Öffnungszeiten Ferienpark ganzjährig geöffnet Ferienhäuser ab 70 Euro p. N. Öffnungszeiten TRIXI-Bad täglich ab 10 Uhr Eintrittspreise TRIXI-Bad (Tageskarte inklusive Solebad) Erwachsene: 12 Euro Ermäßigte: 10 Euro Veranstaltungstipp 2017 30.10. Flenntippl-Fest * * mehr Veranstaltungen ab Seite 131


Fotos: Sylvio Dittrich

K Ö N I G - F R I E D R I C H - A U G U S T- T U R M L Ö B A U

Je weiter der Blick, desto freier das Herz Es begab sich im Jahre 1854, dass der Löbauer Bäckermeister Friedrich August Bretschneider seinem König und Namensvettern Friedrich August II. von Sachsen einen Aussichtsturm errichtete. Es sollte ein Bauwerk von besonderer Schönheit und Eleganz werden, achteckig aufstrebend, aus ornamentalen Eisengussteilen montiert, in nur zweieinhalb Monaten vollendet. Doch der König, der zur feierlichen Eröffnung geladen war, verunglückte im Urlaub in Tirol tödlich. Groß war die Bestürzung bei den Turmbauern. Die Einweihung wurde schließlich am 9. September, einen Monat nach dem Unfall, begangen, im Gedenken an die Verdienste des Verstorbenen. Den Namen König-Friedrich-August-Turm trägt der „Gusseiserne“ aus Löbau bis heute. Der Retter in der Not Eine „märchenhafte“ Geschichte, die sich hier am Löbauer Berg abspielte, um den sich seit jeher allerlei Sagen und Legenden ranken. Zugegeben, sie ist etwas idealisiert, obwohl es sich im Grunde wirklich so zugetragen hat. Aber auch schon damals war Geld das Zünglein an der Waage. Wohl hatten sich Löbauer Bürger zum Ziel gesetzt, ebenfalls einen Aussichtsturm aufzustellen, nachdem 1850 der Czorneboh-Gipfel gut zehn Kilometer entfernt einen solchen aus Stein bekommen hatte. Höchstwahrscheinlich inspiriert von Joseph Paxtons Crystal Palace, dem 1851 bei der Weltausstellung in London vorgestellten ersten europäischen Montagebau aus Gusseisen, wurde ein ähnlich filigran konstruierter Turm favorisiert und das Hüttenwerk Bernsdorf sogar um ein Angebot gebeten. Allein, der Stadt fehlten die finanziellen Mittel und das Vorhaben kam nicht weiter voran. In dieser Situation wurde der Bäcker-

meister Bretschneider zum Retter in der Not. Er, der schon in seinem eigenen Garten einen kleinen Aussichtsturm besaß, erklärte sich bereit, die sämtlichen Kosten von geschätzten 5.500 Talern zu übernehmen. Im Gegenzug erhielt er auf 15 Jahre das Nutzungsrecht für den Turm und die daneben erbaute Gastwirtschaft. Auch wenn die Arbeiten derart rasch voranschritten, dass sich die mehr als 1.000 Einzelteile – Platten, Säulen, Treppen, Geländer, Streben, Anker und so fort – binnen kürzester Zeit zu einem 70 Tonnen schweren Gesamtkunstwerk zusammenfügten, werden sie Bretschneider alsbald

Cunewalde im schönsten Tal der Oberlausitz

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Fotos: Sylvio Dittrich

Oberlausitz · G 3, H 3/4

Drei reich mit Ornamenten verzierte Aussichtsplattformen umgeben den Turm hoch über Löbau, der alten Konventstadt des Oberlausitzer Sechsstädtebundes.

schlaflose Nächte bereitet haben. Die Kosten explodierten regelrecht, am Ende musste der Bäcker das Fünffache berappen! Ein tragischer Wohltäter? Überliefert ist jedenfalls, dass ihn angesichts des insgesamt 25.000 Taler teuren Baus große Schulden drückten und er daraufhin viele Grundstücke aus seinem Besitz verkaufte. Die Einnahmen des Restaurants und die Gebühren für die Turmbesteigung brachten weniger Geld ein als erwartet, selbst wenn sich in das Gästebuch sogar weitgereiste Besucher aus Brasilien, Kanada und Haiti eintrugen.

Zu allem Unglück fiel auch noch sein Haus am Altmarkt einem Brand zum Opfer. Bevor er sein neues Zuhause beziehen konnte, verstarb Bretschneider 1863. Von Sagen und Mythen Vergessen wurde sein Eintreten für Löbaus einzigartige Sehenswürdigkeit jedoch nie. 1904 legten die Menschen zum 50. Jubiläum der Turmeröffnung ihm zu Ehren Kränze an seinem Grab nieder. Der ihm zugeschriebene

Oberlausitzer Bergland Wandern, radeln und Überraschendes entdecken Südlich der 1000-jährigen Stadt Bautzen erstreckt sich entlang der Spree ein wundervoller Landstrich mit interessanten Orten, reizvollen Tälern, gemütlichen Bergbauden und herrlichen Ausblicken: unser Feriengebiet Oberlausitzer Bergland. Entdecken Sie bei uns: - Erholungsgebiet Stausee in Sohland/Spree - Erlebbares Handwerk in Neukirch (Töpfereien) - Umgebindehaus-Park in Cunewalde - Pumphutsteig und Weinbrennerei in Wilthen - Oppacher Brunnenpfad in Oppach - Sonnenuhrendorf Taubenheim - Krippenausstellung in Schirgiswalde - Heimatmuseum in Schmölln-Putzkau

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G 3, H 3/4 · Oberlausitz

König Friedrich August II. von Sachsen wurde als Namensgeber am Bauwerk verewigt.

Der Aufstieg erlaubt fortwährend Aus- und Durchblicke.

Ausspruch „Je weiter der Blick, desto freier das Herz!“ findet sich heute an so manchem Aussichtspunkt, beschreibt er doch treffend dieses erhebende Gefühl beim Schauen ins offene Land. Die Worte zieren auch eine der Tafeln am Löbauer Turm. Außerdem ist Friedrich August Bretschneider auf der Platte rechts des Eingangs namentlich gemeinsam mit dem vor ihm verschiedenen sächsischen König verewigt. Eine weitere Tafel kann als Reminiszenz an den Sagenschatz der Gegend verstanden werden. Darauf ist in Gedichtform die Rede von der Wunderblume, die Gold und Edelsteine an ihren Wurzeln verbirgt. Sie zeige sich alle 100 Jahre in der Johannisnacht, jedoch nur dem, der sich ihr mit reinem Sinn nähere. Etliche solcher Mythen machen den Löbauer Berg zu einem geheimnisvollen Ort – glaubt man ihnen, muss er tatsächlich voller Reichtümer stecken. Nur entdeckt hat sie in jüngerer Zeit keiner, nicht die vergrabene französische Kriegskasse, nicht den mit Schätzen gefüllten Geldkeller. Auch die kegelschiebenden Zwerge und ihre Kugeln aus purem Gold oder der eine Diamantengrube hütende feurige Hund sollen irgendwo zwischen den schroffen Felsen, dichten Bäumen und sumpfigen Gebüschen ihren Unterschlupf haben.

für Teil repariert oder neu gegossen und schließlich abschnittsweise neu errichtet. Der Zeitplan war eng, schließlich stand ein Jubiläum bevor. Genau 140 Jahre nach seiner Eröffnung drehte sich der Schlüssel im Schloss des Turms wieder und die Löbauer feierten an diesem 9. September zu Tausenden die Rettung ihres Wahrzeichens. www.loebau.de CLAUDIA KAESLER

Ein Kunstwerk durch und durch Der Turm überstrahlt all diese Geschichten. Wer sich nicht von seiner luftigen Bauweise und den dekorativen Aussparungen in den Treppenstufen abschrecken lässt, sich stattdessen bis in 24 Meter Höhe zur obersten Galerie wagt, dessen Sportsgeist wird bei entsprechendem Wetter mit Fernsichten ins bergig-hügelige Dreiländereck zwischen Zittauer Gebirge, Tschechien und Polen belohnt. Fast immer zu erkennen ist der Ješteˇd, der Hausberg der tschechischen Stadt Liberec. In den merklich flacher werdenden Landstrichen gen Norden zeichnen sich die Braunkohle-Kraftwerke von Boxberg und Schwarze Pumpe dies- und jenseits der brandenburgischen Grenze ab, schemenhaft durchs Fernglas sogar noch das in Jänschwalde nahe Cottbus. Im Schulterschluss mit dem Schafberg gleich nebenan bildet der Löbauer Berg eine gemeinsame Formation, die mehrere Wanderwege verbinden. Dortiger Blickfang ist der Fernsehturm. Der Abstieg lenkt das Augenmerk noch einmal nachdrücklich auf die faszinierende Konstruktion des König-Friedrich-August-Turms, dessen Bestandteile in der Hauptsache zusammengesteckt und mit Blei verschlagen wurden. Künstlerisch durchbildet bis ins kleinste Detail, fallen nur die schmucklosen Diagonalverspannungen etwas aus dem Rahmen, die wohl in sprichwörtlich allerletzter Minute vor dem Abschluss des Baus noch aus Stabilitätsgründen eingezogen worden sind. Seit der dringend nötigen Restaurierung 1993/94 geben einige ergänzende Verschraubungen und Stahlsäulen in den hohlen Gusssäulen zusätzliche Festigkeit, das historische Steckprinzip blieb aber erhalten. Innerhalb von exakt zwölf Monaten wurde der Turm damals bis auf das Fundament abgebaut, Teil

Dieser Beitrag wurde dem Magazin „Labhards Weitblicke – Dresden und Umgebung“ entnommen – mehr dazu auf Seite 45. Körse16-88x126-Sauna1_Layout 1 07.11.16 12:03 Seite 1

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K U LT U R L A N D S A C H S E N

VIRTUOS UND MEISTERHAFT

Gewandhausorchester Leipzig


Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden

Foto: Staatliche Kunstsammlungen Dresden/Hans Christian Krass

Foto: Gewandhaus Leipzig/Jens Gerber

Die sächsische Kultur- und Festivallandschaft ist wahrlich reich, bunt und sagenhaft – ein jeder kann hier fündig werden. Chöre, Orchester und Theater genießen nicht nur innerhalb des Landes, sondern oft genug international großes Ansehen. Vielgestaltig präsentieren sich auch die Museen in großen und kleinen Städten. Spannende Themen oder wechselvolle Historie werden hier anschaulich und zeitgemäß vermittelt und mit Angeboten für jede Alters- und Interessengruppe verknüpft.


Foto: Sandstein und Musik e. V.

Spielstätten mit Atmosphäre – von Kirchen und Schlössern bis zu Steinbrüchen – gehören zu den Markenzeichen des Festivals.

F E S T I VA L „ S A N D S T E I N U N D M U S I K “

Nach 25 Jahren zurück zu den Wurzeln Papstdorf, April 1992: Das Publikum in der restlos ausverkauften Kirche feiert den Trompetenvirtuosen Ludwig Güttler und seinen Partner Friedrich Kircheis an der Orgel. Stehende Ovationen, minutenlang. Die Begeisterung ist zum Greifen, doch niemand kann zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass dies die Geburtsstunde eines neuen Musikfestivals ist. Was wäre, wenn … Initiiert hatten das Konzert die Gebrüder Brähmig. Klaus Brähmig, Bundestagsabgeordneter, und dessen Bruder, der damalige Papstdorfer Bürgermeister Eckhard Brähmig, standen noch unter dem Eindruck des soeben Erlebten, als sie gemeinsam mit Künstlern und einigen Gästen bei einem Glas Wein in die Zukunft spannen. Was wäre, wenn …? Man müsste doch … „Eine Idee ist umso großartiger, je aussichtsloser ihre Umsetzung scheint“ – im Rückblick

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greift Ludwig Güttler zu diesem Paradoxon. Denn zunächst spürten die Initiatoren in der Sächsischen Schweiz vor allem Gegenwind. Die Idee, ein Festival für Papstdorf aus der Taufe zu heben, wurde rasch verworfen. Als Ludwig Güttler ein Vierteljahr später vor Stadtoberhäuptern der Landkreise Pirna und Sebnitz die Bedeutung der Kultur proklamierte, flammte der Festivalgedanke wieder auf, bekam Konturen. Güttler und einige Bürgermeister besprachen die wichtigsten Eckpunkte für ein solches Projekt. Es sollte ein regionales Musikfestival sein, bekam einen Namen, ein Logo und im September 1992 einen Träger: Sandstein und Musik e. V., eingetragen im Vereinsregister Pirna. Mit Hochdruck wurde der erste Jahrgang vorbereitet. Es galt, Künstler zu gewinnen, Fördergelder, Sponsoren, private Spender – nicht zuletzt Publikum. Dessen Interesse überstieg die Erwartungen, wie Vorab-Konzerte in Papstdorf und Pirna zeigten.

Dreiklang aus Musik, Natur und Architektur Lohmen, März 1993: Die „Feuertaufe“, das Eröffnungskonzert in der Kirche mit den Virtuosi Saxoniae unter Ludwig Güttlers Leitung, wurde grandios bestanden. „Sandstein und Musik“ entwickelte sich über die Jahre zu einer immer festeren Größe. Ohne Sponsoren, Spender und ehrenamtliche Helfer könnte auch dieses Festival nicht existieren. Eine besonders starke Säule ist jedoch das Publikum. Knapp die Hälfte des Haushaltes wird über Kartenverkäufe erwirtschaftet. Die Region ist in dieser Erfolgsgeschichte ein wichtiges Kapital – landschaftlich, architektonisch. Im Gebiet zwischen Großsedlitz und Papstdorf, Rammenau und Rosenthal mit seinen reizenden Kirchen, Gärten, Burgen und Schlössern bekommt die hochklassige Musik einen einzigartigen Rahmen. Gerade dies begründet den Wert von „Sandstein und Musik“. Den Spielstätten entsprechend bedient das Festival vor allem kleinere Formen – doch nicht nur. Zu den regel-


Foto: Sandstein und Musik e. V.

Foto: Daniel Förster

Kulturland Sachsen

Nachwuchsförderung: Die Musikschule Sächsische Schweiz wird mit Instrumenten unterstützt.

selbar ganzheitlich erleben. Erstmals auch vom berühmtesten Podium der Sächsischen Schweiz: der Felsenbühne Rathen. Dort singen vier Bergsteigerchöre. Nachwuchskünstler und Rekorde „Sandstein und Musik“ heute: Die einstige Initiative ist zu einer Konzertreihe gewachsen, die aus der Region nicht wegzudenken ist. Der Vereinsvorsitzende Klaus Brähmig nennt Zahlen, die diese beeindruckende Entwicklung belegen: „Seit 1993 haben 156 Musiker bzw. Ensembles in 573 Konzerten an 44 Spielorten über 158.000 Zuschauer in ihren Bann gezogen.“ So viele Gäste wie 2016 kamen noch nie zu den jeweils rund 25 Konzerten pro Saison. Im Mai konnte der 150.000. Besucher seit Festivalstart 1993 begrüßt werden. Auch an die musikalische Zukunft wird gedacht. So treten Schüler

der Musikschule Sächsische Schweiz in Vorprogrammen auf und dank einer 2003 begonnenen Spendenaktion konnten für die Einrichtung bereits Instrumente im Wert von knapp 50.000 Euro erworben werden. KARSTEN BLÜTHGEN

w Festival Sandstein und Musik e. V. Maxim-Gorki-Straße 1 01796 Pirna Tel. 03501 446572 info@sandstein-musik.de www.sandstein-musik.de 25. Festival „Sandstein und Musik“: 25.3.–10.12.2017 Karten unter Tel. 0351 2841043

Foto: J. R. Oesen

mäßigen Gästen zählen auch Klangkörper wie der Dresdner Kreuzchor. Das stilistische Spektrum ist im 25. Jahrgang 2017 breit gefächert, reicht von Orgelkonzerten bis zu Liederabenden. Brücken zu Theater, Literatur und Malerei werden geschlagen. Ludwig Güttler und seine Ensembles zählen zu den tragenden Marken bei „Sandstein und Musik“. Im Jubiläumsjahr wird in Neustadt ein chorsinfonisches Konzert unter dem Dirigat des künstlerischen Leiters stattfinden. Countertenor Franz Vitzthum, Himlische Cantorey, Flautando Köln und das Trio Gaspard gehören ebenfalls zu den Höhepunkten der Spielzeit. Gunther Emmerlich mit Band und die Kammerharmonie der Sächsischen Staatskapelle kommen erneut zu dem Festival, das 2017 dem Motto „Zu den Wurzeln“ folgt. Von März bis Dezember lassen sich felsige Natur, Architektur und Musik unverwech-

Ob Swing, Liederabend, Kammer- oder Orchestermusik – das Programm ist vielseitig.

Große Namen stehen neben jungen Musikern, Neulinge neben etablierten Interpreten, die dem Festival über Jahre, manche von Anfang an, die Treue halten.

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Service

Gratis-Kataloge und -Prospekte Dieses Angebot des SachsenMagazins erleichtert Ihnen die Urlaubsplanung. Kreuzen Sie einfach auf der beigehefteten Postkarte die gewünschten Informationen an oder nutzen Sie das Online-Formular unter www.sachsenmagazin.de. Wir leiten Ihre Bestellung weiter. Die kostenlosen Prospekte werden Ihnen dann direkt von den jeweiligen Orten/Regionen und touristischen Anbietern zugesandt. (Versand in Deutschland und innerhalb Europas)

Augustusburg Informationen zur Stadt mit Weitsicht

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Bad Schandau Gastgeberverzeichnis und Urlaubstipps mit Routenvorschlägen für Wanderungen, Radtouren und vieles mehr

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Delitzsch Unterkunftsverzeichnis, Veranstaltungsplan, Stadtführer, Stadtplan, Broschüren zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

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Erzgebirge (Wandern) Pure Wanderlust – Der Wanderbegleiter durch das Erzgebirge

mehr zum Erzgebirge ab Seite 54

Großröhrsdorf Ein herzliches Willkommen in der liebens- und lebenswerten Stadt im Oberen Rödertal

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Leipzig und Region (Check-in) Check-in 2017 – Reise- und Übernachtungsangebote, Hotels und Pensionen

mehr zu Leipzig und Region ab Seite 18

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Bad Elster Gesundheits-, Kur- und Wohlfühlangebote der Sächsischen Staatsbäder GmbH, Gastgeberverzeichnis für Bad Elster und Bad Brambach, Soletherme Bad Elster mehr zu Bad Elster ab Seite 70

Chemnitz Das Reisemagazin der Stadt

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Dresdner Heidebogen Ausflugsziele – Karte mit Wander- und Radwanderwegen

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Freiberg Die Silberstadt Sachsens individuell entdecken – Sehenswürdigkeiten, Stadtrundgang, Pauschalangebote, Ausflugstipps

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Großschönau Imagebroschüre von Großschönau und dem Erholungsort Waltersdorf im Naturpark Zittauer Gebirge mit Gastgeberverzeichnis

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Leipzig und Region (Lutherweg) Wanderheft zum Lutherweg in Sachsen

mehr zum Lutherweg ab Seite 18

Bad Lausick Gastgeberverzeichnis, Wellnessangebote, Kurinformationen, Sehenswürdigkeiten

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Dampfbahn-Route Sachsen Präsentation der Stationen und Partner mit Angeboten und Veranstaltungsterminen für Liebhaber und Neugierige

mehr zur Dampfbahn-Route Sachsen ab Seite 42

Erzgebirge (Bergbau) Bergstädte und Kulturschätze – Eine Erlebnisreise entlang der Silberstraße

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Görlitz Informationspaket zu Görlitz mit Material zur Stadt, zu Unterkünften und Reiseangeboten

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Landurlaub in Sachsen Erlebnisreiseführer mit Beherbergungs- und Freizeitangeboten sowie Veranstaltungstipps für Urlaub auf dem Land

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Meißen Gastgeberverzeichnis für Meißen und die Umgebung

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Service

Naturpark Zittauer Gebirge Gastgeber, Ferienorte, Ausflugstipps, Gastronomie und Veranstaltungen

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Oberlausitzer Bergland Imageheft Oberlausitzer Bergland … Überraschendes entdecken

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Oybin Faltprospekte zum Kurort Oybin und dem Luftkurort Lückendorf

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Rochlitzer Muldental Angebote für Erwachsene, Jugendliche und Kinder – Handwerk, Geschichte und Natur erleben

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Sebnitz Das Urlaubsmagazin der Sächsischen Schweiz

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Torgau Martin Luther und Katharina von Bora – Interessantes in Wort und Bild zu beiden Persönlichkeiten und zu Torgau als Stadt der Reformation und Renaissance mehr zu Torgau auf Seite 23

Westerzgebirge Gastgeberverzeichnis von Schwarzenberg, Breitenbrunn, Grünhain-Beierfeld, Johanngeorgenstadt, LauterBernsbach und RaschauMarkersbach mehr zum Westerzgebirge ab Seite 59

Neißeland Erlebnis- und Gastgeberangebote zwischen dem UnescoWelterbe Fürst-Pückler-Park Bad Muskau und der Europastadt Görlitz-Zgorzelec

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Oberlausitzer Heideund Teichlandschaft Unterwegs im Land der tausend Teiche

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Plauen Plauen-Informationspaket: Gastgeberverzeichnis, Stadtflyer mit Stadtplan, Veranstaltungen, weitere touristische Angebote

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Sächsisches Elbland (Kultur) Kultur, Natur und Genuss – Städte, Meissener Porzellan, Schlösser, Ausflüge ins Grüne, geführte Wander- und Radtouren, historische Verkehrsmittel, Weingüter, kulinarische Erlebnisse mehr zum Sächsischen Elbland ab Seite 106

Seiffen Gastgeberverzeichnis des Spielzeugdorfes Seiffen und der Umgebung

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Verkehrsverbund Oberelbe Historische Verkehrsmittel – Fahrpläne, Preise und Informationen zu Schmalspurbahnen, der Kirnitzschtalbahn und den Dresdner Bergbahnen mehr zum Verkehrsverbund Oberelbe auf Seite 40

Zeitsprungland Die Freizeitkarte mit Tipps für Freizeitsprünge und Anregungen für einen Erlebnisurlaub in der Tourismusregion Zwickau

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Oberlausitz Das Ferienmagazin Oberlausitz zeigt Kulturelles, Historisches, Sehenswertes, Gastliches und Entspanntes in der Region.

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Oederan Ein Tag in Oederan

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Riesa Riesa erleben – Sehenswürdigkeiten, Kunst und Kultur, Sport und Freizeit, Kulinarisches

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Sächsisches Elbland (Weinstraße) 25 Jahre Sächsische Weinstraße – Jubiläumsveranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, Weinerlebnisse, Gastronomieangebote mehr zum Sächsischen Elbland ab Seite 106

Thermenregion Erzgebirge Gastgeberverzeichnis der Bergstadt Wolkenstein mit allen Ortsteilen

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Vogtland Gastgeberverzeichnis – Unterkünfte und Pauschalangebote

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Zwickau KultourZeit – informiert viermal im Jahr über Veranstaltungshöhepunkte und touristische Highlights in Zwickau

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Service

Die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen hält zu vielen Themen Broschüren bereit (teils mit buchbaren Angeboten). Eine Auswahl finden Sie hier, mehr unter www.sachsen-tourismus.de.

Buchungskatalog Sachsen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Privatzimmer, Pauschalen

Familienurlaub in Sachsen Als besonders familienfreundlich zertifizierte Beherbergungs- und Freizeiteinrichtungen stellen ihre Angebote vor.

Frischluft Sachsen Das Aktiv-Magazin

Kulturlandschaft Sachsen Eine über 1.000-jährige Geschichte zeigt sich in der Museums-, Musik- und Architekturlandschaft sowie in den Künsten der alten und neuen Meister.

Landpartie Urlaub in qualitätsgeprüften sächsischen Dörfern

Mutterland der Reformation Auf Luthers Spuren: buchbare Angebote für Gruppen, Veranstaltungshöhepunkte

Musiklandschaft Wissenswertes zu exzellenten Orchestern und atemberaubenden Spielstätten, genialen alten Meistern, großartigen Festivals und zum weltweit gefragten Instrumentenbau

Route der Industriekultur Lebendige Zeugen eines goldenen Zeitalters

Sachsen barrierefrei Unterkünfte sowie Kulturund Freizeiteinrichtungen für Menschen mit Behinderung

Sachsen Vital Magazin für Vital- und Gesundheitsreisen

Stadtschönheiten Sachsen Lieblingsplätze der Geschichte: Diese Städte zählen zu den Geheimtipps Sachsens.

Winterurlaub in Sachsen Events und Angebote der kalten Jahreszeit in Erzgebirge, Vogtland und Oberlausitz

Impressum ISBN 978-3-944741-30-7 © Labhard Medien GmbH SachsenMagazin ist eine Publikation der Labhard Medien GmbH. www.labhard.de Labhard Medien GmbH Max-Stromeyer-Straße 116 78467 Konstanz Tel. 07531 90710 Fax 07531 907131 verlag@labhard.de Labhard Medien GmbH Büro Sachsen Saalhausener Straße 51 b 01159 Dresden Tel. 0351 7958830 Fax 0351 79588315 sachsen@labhard.de

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Geschäftsführer Thomas Willauer twillauer@labhard.de

Layout & Bildbearbeitung Z&Z Werbeagentur Dresden

Gabriele Schindler gschindler@labhard.de

Druck Brühlsche Universitätsdruckerei Gießen GmbH & Co. KG

Projektleitung Iris Kupferschmied ikupferschmied@labhard.de

Karte Elsner & Schichor, Karlsruhe © Labhard Medien GmbH

Redaktion und Produktion Claudia Kaesler Iris Kupferschmied Elke Czaplewski Susanne Kailitz

Titelbild (Kaufexemplar) © Leipzig Tourismus und Marketing GmbH/Peter Hirth; Motiv: Bergkirche zu Beucha

Anzeigen & PR Labhard Medien GmbH

Titelbild (Aktionsexemplar) © Tobias Ritz, Motiv: Festival „Sandstein und Musik“

Vertrieb IPS Pressevertrieb GmbH, Meckenheim Presse-Vertrieb Dresden GmbH & Co. KG Labhard Medien GmbH

Wenn nicht anders vermerkt, wurden die Fotos im Magazin von den betreffenden Tourist-Informationen, Unternehmen etc. zur Verfügung gestellt.

Alle Veranstaltungstermine, Öffnungszeiten und Eintrittspreise im Magazin beziehen sich auf das Jahr 2017. Änderungen vorbehalten Redaktionsschluss 16.12.2016 Wir danken unseren Partnern bei der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, den Tourismusverbänden, Tourist-Informationen, Gästebüros und Wirtschaftsförderungen in Sachsen für die sachkundige Unterstützung und Beratung. Das SachsenMagazin 2018 erscheint im Januar 2018.


Happiness zum Anziehen. Wie fĂźr dich gemacht. ShoppingspaĂ&#x; im Herzen Leipzigs.

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B e s u c h e n s i e d e n Vat e r d e r r e f o r m at i o n . i m m u t t e r l a n d d e r r e f o r m at i o n .

Das Erbe Martin Luthers ist in Sachsen allgegenwärtig: In Torgau, dem politischen Zentrum der Reformation, wo er auf Schloss Hartenfels den ersten protestantischen Kirchenbau weihte. In Leipzig, der Stadt der Disputation, mit ihrer einzigartigen kirchenmusikalischen Tradition. Oder in Dresden mit den Staatlichen Kunstsammlungen sowie der weltweit größten Sammlung an Exponaten aus

der Reformationszeit und Gemälden aus der CranachWerkstatt. Auf dem 550 km langen Lutherweg in Sachsen können Sie 27 authentische Stätten besuchen und alles über Martin Luthers Leben und Wirken erfahren. Am besten Sie starten hier: www.mutterland-der-reformation.de oder bei der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, Bautzner Str. 45-47, 01099 Dresden, Tel. 0351/49 17 00.

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SachsenMagazin 2017 (Auszug)  
SachsenMagazin 2017 (Auszug)  

Auf 144 Seiten erwarten die Leser des SachsenMagazins 2017 jede Menge Anregungen für unterhaltsame Urlaubstage und Unternehmungen im Freista...

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