Impuls 5/2014 | Nr. 124
Die Wirtschaftsregion Hochfranken wird gefördert durch:
Der Newsletter der Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. HOCHFRANKEN
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Raumedic: Grundsteinlegung für 26-Millionen-Euro-Neubau „Dies ist nicht nur eine Investition in die Zu-
Kollegen hinzu kommen, denn Raumedic will sein jährli-
kunft Hochfrankens, sondern auch eine Investition in die
ches Belegschaftswachstum von zehn bis fünfzehn Pro-
Zukunft unserer Mitarbeiter“, kommentiert Raumedic-
zent auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten.
Vorstand Martin Bayer die Grundsteinlegung für den Neubau in Helmbrechts. Vor zehn Jahren mit 240 Mitar-
Als Entwicklungspartner und Systemlieferant ist Raum-
beitern gestartet, arbeiten im Gewerbepark „A 9 Mitte“
edic weltweit für die medizintechnische und pharma-
in der Ottengrüner Heide jetzt 420 Menschen für den
zeutische Industrie tätig. Das 2004 aus einer Sparte der
Entwickler und Hersteller kundenspezifischer Produkte
Rehau AG + Co entstandene Unternehmen hat 2013 ei-
aus thermoplastischen Polymeren und Silikon. Mittler-
nen Umsatz von 84,2 Millionen Euro erzielt. Von den welt-
weile sind die Raumverhältnisse so beengend geworden,
weit rund 580 Mitarbeitern sind etwa 420 am Hauptsitz in
dass Raumedic einen Neubau von 26 Millionen Euro am
Helmbrechts tätig.
Wünschten mit symbolischen Hammerschlägen einen guten Bauverlauf und gute Geschäfte (von links): Jobst Wagner, Präsident der REHAU-Gruppe, Martin Bayer, Vorstand der RAUMEDIC AG, Bauunternehmer Alois Dechant und Raumedic-Projektleiter Martin Silbermann
Standort Helmbrechts errichtet. „In der Produktionshalle kann man sich fast nicht mehr bewegen“, beschreibt Bayer den Platzmangel. Bald sollen auch neue Kolleginnen und 1
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Werksleiter Sigmar Lindner (rechts) übernahm die Führung durch das Werk in Geroldsgrün und erläuterte die Arbeitsschritte vom Formenbau bis hin zur Montage eines fertigen Schreibproduktes
Besichtigung des Faber-Castell-Werks in Geroldsgrün
100 Millionen Stifte pro Jahr „Made in Geroldsgrün“ Gegründet im Jahre 1761 und bereits in
stift oder einen Fasermarker mit der Aufschrift „Fa-
der achten Generation Produzent von Blei- und Farb-
ber-Castell“ erwirbt, kauft somit ein Produkt „Made
stiften: Die Marke Faber-Castell ist ein international
in Geroldsgrün“. Seit mehr als 150 Jahren besteht nun
agierendes Familienunternehmen mit einer Produk-
das Zweigwerk im Frankenwald, das seine Stifte über
tionskapazität von über zwei Milliarden holzgefassten
die Logistikzentrale in Stein bei Nürnberg in alle Welt
Stiften pro Jahr. Allein in Deutschland werden mehr
vertreibt. Werksleiter Sigmar Lindner betont: „Hier bei
als 900 Mitarbeiter beschäftigt. Weltweit vertreten
uns in Geroldsgrün befindet sich für das weltweite
ist das Unternehmen in 120 Ländern und hat im Ge-
Unternehmen Faber-Castell das Kompetenzzentrum
schäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von 590,4 Milli-
Kunststoff.“ Weitere Kompetenzzentren sind auf der
onen Euro erwirtschaftet. Rund 20 Teilnehmer einer
ganzen Welt verstreut. Vor 60 Jahren begann am
von der Wirtschaftsregion Hochfranken organisierten
Standort im Frankenwald die Kunststoffverarbeitung.
Führung hatten kürzlich die Gelegenheit, das Werk
1978 wurde die Spritzguss-Fertigung nach Gerolds-
in Geroldsgrün mit seinem einzigartigen Farbkonzept
grün verlegt. Seitdem wurden völlig neue Produk-
und verschiedenen Produktionsstätten für Schreiben
te eingeführt, wie beispielsweise Kosmetikstifte. Im
und Zeichnen sowie Kosmetik zu besichtigen.
Werk in Geroldsgrün arbeiten derzeit 250 Mitarbeiter, die 100 Millionen Stifte für den Weltmarkt produzie-
„Ich habe selbst bis zur dritten Klasse auf den Schie-
ren.
fertafeln von Faber-Castell geschrieben“, beginnt Werksleiter Sigmar Lindner die Führung. Zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens gründet Lothar von Faber im Jubiläumsjahr 1861 eine Schiefertafelfabrik in Geroldsgrün. Wer heute in Berlin, Paris oder New York in einem Fachgeschäft einen hochwertigen Druckblei2
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„Das neue Zentrum ist ein europaweit einmaliges Projekt“
EZD-Leiter Dr. Felipe Wolff-Fabris (rechts), im Gespräch mit dem Selber Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch (links), SKZ-Direktor Prof. Martin Bastian und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner
Einweihung des Europäischen Zentrums für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb Nach knapp neun Monaten Bauzeit konnte das EZD in Anwesenheit von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner feierlich in Betrieb genommen werden. Es gilt als europaweit einmaliges Projekt, das von Deutschlands größtem Kunststoff-Institut, dem SKZ, in enger Kooperation mit der Industrie und durch Unterstützung des Freistaats Bayern von 5,2 Millionen Euro errichtet wurde. Aigner selbst sieht in der Einrichtung eines neuen Europäischen Zentrums für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb einen Beitrag zur Förderung der Region Oberfranken. „Mit der neuen Einrichtung wird Oberfranken als Zentrum für neue Werkstoffe weiter ausgebaut. Mit dem EZD gelingt die Verbindung von Theorie und Praxis im Labor und in der Aus- und Fortbildung. Das EZD ist damit europaweit eine Einrichtung mit Alleinstellungsmerkmal“, lobte die Wirtschaftsministerin den Bau. Auf einer Fläche von ca. 650 Quadratmetern werden zukünftig in den Laboren des Zentrums alle wesentlichen Entwicklungsarbeiten rund um das Thema Dispersionen durchgeführt. Das EZD ist auf Anregung regionaler Unternehmen entstanden, für die sich die Einrichtung eines eigenen Labors nicht lohnt. Eine bessere Beherrschung der Dispersionsverfahren kann für die Unternehmen mehrere Vorteile haben: Der Energieverbrauch bei der Herstellung von Produkten kann durch eine Optimierung der Dispergierprozesse reduziert sowie die Haltbarkeit und Qualität der Produkte erhöht werden.
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Ein Sprungbrett für die Karriere: Unternehmerbörse an der FH Hof Anregungen und Infos für die berufliche
das Veranstaltungsmanagement. Eiber und Professor Ro-
Zukunft holten sich rund 1000 Studenten auf der
nald Hechtfischer haben die Börse in diesem Jahr erneut or-
diesjährigen Unternehmerbörse der Hofer Hoch-
ganisiert. Seit der ersten Kontaktmesse haben sie viele An-
schule.
regungen dazu genutzt, die Börse attraktiver zu gestalten. Die Unternehmerbörse an der Hochschule
Hof eröffnete den Studierenden zum bereits 15. Mal die
„Auch in diesem Jahr sind wieder einige neue Arbeitgeber
Möglichkeit, sich über potenzielle Arbeitgeber aus Handel,
mit ihren Ständen vertreten“, sagt Eiber. „2015 werden
Industrie und IT zu informieren. Mit über 80 ausstellenden
wir die Messe eventuell erweitern und auch die Fläche des
Unternehmen ist die Messe, die jährlich im Mai stattfindet,
iisys-Institut nutzen. Dort könnten sich neue Firmen mit ih-
die größte Hochschulkontaktmesse in Nordbayern. Seit der
ren Ständen ansiedeln - vor allem jene Unternehmen, die
Gründung der Hochschule vor 20 Jahren ist die enge Ver-
akademischen Nachwuchs im Bereich Informatik suchen.“
zahnung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft einer der
Diese Idee sei jedoch noch nicht dingfest, sondern lediglich
wichtigsten strategischen Erfolgsfaktoren. „Vor 15 Jahren
eine Überlegung, betont Eiber. Die 16. Unternehmerbörse
haben wir mit 22 Ausstellern begonnen“, erinnert sich Ga-
findet am Dienstag, den 5. Mai 2015 wieder an der Hoch-
briele Eiber. Sie kümmert sich an der Hochschule Hof um
schule statt.
hochschule hof University of Applied Sciences
Bebauungsplan Hochschul-Viertel: Warten auf die Zusage aus München Der Bebauungsplan, der zum einen auf die
lichkeit, durch eine entsprechende Beschilderung den Ver-
Weiterentwicklung der Hochschulen zielt und zum an-
kehr anders zur Hochschule zu leiten“. Der Stadtdirektor
deren eine alternative Zufahrtsmöglichkeit zu eben dieser
verspricht sich auf diese Weise dann auch eine „Verkehrs-
bietet, liegt vor. Der Stadtrat hat vor Wochen bereits einen
beruhigung in den Wohngebieten, die an die Hochschule
Auslegungs- und Billigungsbeschluss gefasst. Nun wartet
angrenzen“. Doch noch fehlt das Signal aus München. Die
Stadtdirektor Franz Pischel auf Post aus München. Nur
Einwilligung des Finanzministeriums würde nichts anderes
wenn von dort die Einwilligung zu dem Plan kommt, wird
bedeuten, als dass damit die Finanzierung des Vorhabens
das Vorhaben auch weiterverfolgt und der Bebauungsplan
gesichert wäre. Schätzungsweise 2,2 Millionen Euro für
öffentlich ausgelegt. Insgesamt umfasst der Bebauungs-
den Vollausbau der Enoch-Widman-Straße bis zur Haidter
plan eine Fläche von etwa acht Hektar. Mit der vorgelegten
Straße, weitere 520 000 Euro für eine Stichstraße müssten
Planung eröffnet sich laut Pischel „endlich auch eine Mög-
aufgebracht werden. 4
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Hochschulranking: Oberfranken liegt über dem Durchschnitt Im neuen CHE-Hochschulranking haben
Hochschulranking, das alljährlich von der Wochenzei-
die Universitäten in Bayreuth und Bamberg sowie die
tung ZEIT in Auftrag gegeben wird, eine umfassende
Hochschulen für angewandte Wissenschaft in Hof
Informationsquelle für Studieninteressierte aus dem
und Coburg überdurchschnittlich gut abgeschnitten.
deutschsprachigen Raum. Die Hochschule in Hof liegt
Über 300 Universitäten und Fachhochschulen wurden
bei sieben von fünfzehn bewerteten Kriterien bun-
getestet, mehr als 2500 Fachbereiche, 7500 Studi-
desweit in der Spitzengruppe, bei acht weiteren im
engänge, 33 Fächer unter die Lupe genommen und
Mittelfeld. Punkten konnten die Hofer vor allem im
von ihren Studierenden bewertet: Damit ist das CHE-
Bereich „Praxisbezug“.
Carl Weiss: neuer Eigentümer für den Fliesen- und Baustoffhändler Das Hofer Familienunternehmen Carl Weiss wurde von Jürgen Thomas, Inhaber der Fliesen Thomas GmbH, gekauft. Der Betrieb, der sich 147 Jahre in Familienhand befand, hat in ganz Hochfranken sein Geschäft mit Fliesen- und Baustoffen betrieben. Die Thomas-Gruppe betreibt ihre Zentrale für Fliesen und Naturstein in Burgstädt bei Chemnitz. Dazu kommen Geschäfte in Plauen, Gera, Leipzig und Brand-Erbisdorf. Das Unternehmen beschäftigt etwa 140 Mitarbeiter.
HSB Systemhaus fusioniert mit Schwestergesellschaft von Rödl & Partner Der IT-Dienstleister HSB Systemhaus fusioniert mit einer Schwestergesellschaft von Rödl & Partner. Die entsprechenden Verträge wurden jetzt beim Notar unterzeichnet. Damit agiert das Selber Unternehmen künftig unter dem Namen Rödl IT Operation. Die Fusion ermöglicht ein breiteres Servicespektrum. Außerdem werden 10 bis 15 neue Arbeitsplätze geschaffen.
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REHAU AG: Innovation für den Citroën C4 Cactus Der neue Citroen C4 Cactus gehört zu
gegen Kratzer und Dellen dienen sollte. Das Produkt
den viel beachteten Stars des diesjährigen Gen-
verkleidet die Längsseiten des Fahrzeugs und basiert
fer Auto Salons. In der Tat wartet der franzö-
auf luftgefüllten Kapseln aus Polyurethan, einem Ther-
sische Crossover mit zahlreichen technischen
moplast, das sich durch hohe Flexibilität auszeichnet.
Neuerungen auf und könnte zudem den Auto-
Bei einem leichten seitlichen Stoß können die Kapseln
mobilbau in Sachen Sicherheit neu definieren.
bis zu zwei Zentimeter tief einsinken und anschlie-
Automobilzulieferer REHAU entwickelte für die
ßend ihre ursprüngliche Form wieder annehmen. Ein
Modellreihe in Frankreich mit der Innovation
zusätzlicher Schutz am Fahrzeug, der insbesondere
„Airbump“ eine neue Generation des Seitenauf-
im Verkehr der Großstädte oder auf Parkplätzen zahl-
prallschutzes.
reiche Vorteile bietet. Er bewahrt vor Schäden beim Anschlagen von Autotüren oder bei Zusammenstößen
Der
Polymerspezialist
fertigt
die
mit Einkaufswagen. „Die Entwicklung von Innovatio-
„Airbump“-Türbeplankung für den Citroën „C4 Cac-
nen sind für REHAU weltweit grundlegend und prä-
tus“ inklusive der Luftkapseln an seinem spanischen
gen unsere wichtigste strategische Ausrichtung“, sagt
Produktionsstandort Tortosa und liefert ab April 2014
Stéphane Heising, Head of Key Account Management
direkt an die PSA-Montagelinien in Madrid. PSA Peu-
PSA bei REHAU. Im heutigen Automotive-Geschäft
geot Citroën stellte die Anforderung, eine Türbeplan-
seien marktfähige Innovationen unumstritten wich-
kung aus elastischem Material zu konzipieren, die
tige Wachstumsfaktoren, die zahlreiche menschliche
sowohl als Designelement als auch als Seitenschutz
und finanzielle Ressourcen mobilisieren.
Neuer Seitenaufprallschutz: „Airbump“ ist eine Innovation, die REHAU an seinem französischen Standort Morhange ins Leben rief und auf den Weg brachte.
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HFO Telecom AG startet eigenes Telefonnetz und neue Produktpalette Der bundesweit agierende Festnetzspezialist HFO Telecom ändert mit Beginn des Jahres 2014 seine komplette Festnetzproduktpalette. Aus einem der ersten Wiederverkäufer für Preselection und später für Komplettanschlüsse im deutschen Markt wird nun ein eigenständiger Netzbetreiber. Möglich macht das die neue NGN-Infrastruktur, neue strategische Partnerschaften und eine sich wandelnde Händlerlandschaft bei den Hofern. Im Interview Vorstandsvorsitzender Achim Hager: Redaktion: Was sind die Gründe für die neue
Service-Parameter werden von uns gesetzt. Alle ver-
Ausrichtung der HFO?
wendeten Abschlussgeräte liegen in unserem Netzwerkmanagement. Die Portierungsprozesse in unser
Hager: Wir wollen erstmals eine eigenständige, ma-
eigenes Netz werden direkt von uns betreut. Und – es
ximal unabhängige Produktpalette auf den Markt
ist 100 Prozent NGN. Wir gehören zu den ersten 20
bringen, die wir nahezu frei von Konventionen der
Prozent der bundesdeutschen Anbieter, die den neuen
Vorlieferanten gestalten können. Es geht uns darum,
offiziellen Zusammenschaltungsvertrag mit der Deut-
dass wir die Hoheit über alle Prozesse gewinnen wol-
schen Telekom nicht nur gesichtet, sondern auch ge-
len – vom Angebot bis zur Anschaltung. Insbesonde-
schlossen und umgesetzt haben.
re wollen wir bei Störfällen dem Händler und seinen Kunden viel schneller und direkter helfen können. Wir
Redaktion: NGN heißt Next-Generation-Net-
waren schlichtweg unzufrieden, wie schlampig man-
work. Bedeutet dies, dass man eine neue IP-fä-
che Vorlieferanten mit Prozessthemen bei Störungen
hige Telefonanlage braucht, um HFO-Produkte
umgehen. Für so etwas wollten wir nicht länger unse-
künftig nutzen zu können?
ren Namen hergeben. Hager: Nein, das braucht man nicht zwingend. Ideal Redaktion: Wie unterscheiden sich die neuen
sind generell künftig IP-Telefonanlagen oder Hybridan-
Produkte technisch von den bisherigen?
lagen, die sowohl ISDN als auch IP-Telefonie unterstützen. Wir haben mit dem Produkt Business-ISDN aber
Hager: Der gesamte Anschluss samt Leitung wird von
die Möglichkeit auch ganz normale alte ISDN-Anlagen
uns betrieben und nicht durch einen Vorlieferanten.
anzuschließen.
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Die Popularität des Holzes:
Frankenwaldtag 2014 Holz und Wald spielen seit alters her eine wichtige Rolle in der Region Frankenwald und haben seine Bewohner und deren Handeln über Jahrhunderte hinweg wesentlich geprägt. Veränderungen in der Gesellschaft und der zu erwartende Klimawandel haben aber auch in dieser Waldregion Deutschlands in den letzten Jahrzehnten ihre sichtbaren Spuren hinterlassen. Damit ist auch die Notwendigkeit zur Nutzung alternativer Energien verbunden. Im Interview erzählen Thomas Krämer, Bereichsleiter Forsten der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg und Kulmbach, und Erster Bürgermeister der Stadt Schwarzenbach am Wald, Dieter Frank, wie der Rohstoff neue Popularität erlangt. Redaktion: Die Forst- und Holzwirtschaft hat
Thomas Krämer: Die Forstwirtschaft wird immer
im Frankenwald eine lange Tradition. Auch heu-
häufiger mit dem Vorwurf der Übernutzung der Wäl-
te dominiert diese Branche das wirtschaftliche
der konfrontiert. Das Potential der Wälder in unserer
Geschehen in vielen Gemeinden. Welche Rolle
Region wird jedoch entgegen mancher Befürchtun-
spielt der Wirtschaftsfaktor Holz heute generell
gen noch bei Weitem nicht voll ausgeschöpft. Insbe-
und in unserer Region im Speziellen?
sondere in den Wäldern in Privateigentum haben sich die Holzvorräte in den letzten Jahrzehnten deutlich
Thomas Krämer: Die Verwendung von Holz steht
erhöht. So ist der durchschnittliche Vorrat pro Hektar
für Naturnähe und Nachhaltigkeit. Der vielseitige
Wald in Privatbesitz in den Jahren 1987 bis 2002 von
Rohstoff Holz wird gerade neu entdeckt und so stark
280 Festmeter auf 400 Festmeter angestiegen. Da
nachgefragt wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr.
der Anteil des Privatwaldes über die Hälfte des ge-
In Bayern sind im Cluster Forst und Holz mittlerwei-
samten Waldes ausmacht, ist diese Zahl von großer
le über 200.000 Arbeitsplätze angesiedelt. In unserer
Bedeutung. Wenn man bedenkt, dass die nachhalti-
Region sind neben den traditionellen, nach wie vor
ge Nutzung von 100 Festmeter Holz pro Jahr einen
sehr zahlreichen Sägewerken im Frankenwald und
Arbeitsplatz im Cluster Forst und Holz sichern kann,
im Fichtelgebirge große Werke in den benachbarten
errechnet sich hier bei einer konsequenten Nutzung
Bundesländern Thüringen und Sachsen entstanden.
des gesamten Zuwachses im Privatwald in unserer Re-
Des Weiteren ist neben dem Hauptprodukt Säge-
gion ein zusätzliches Potential von etwa 2000 Arbeits-
holz die Nachfrage nach den Holznebenprodukten
plätzen für die Region. Dieses Potential liegt jedoch
enorm angestiegen. Mittlerweile gibt es neben der
in der Entscheidungsbefugnis von über 10.000 Eigen-
früher üblichen Weiterverarbeitung der sogenannten
tümern. Die Beratung und Förderung dieser Waldei-
Resthölzer zu Zellstoff auch großen Bedarf für Faser-
gentümer ist die wichtigste Aufgabe der Bayerischen
platten, Spanplatten sowie viele neue innovative Holz-
Forstverwaltung. Diese Aufgabe wird von den Äm-
werkstoffe.
tern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit den dazugehörigen Revierförstern wahrgenommen.
Redaktion: Ökologisches Bauen mit Holz und
Wachsende Unterstützung kommt von den Selbsthil-
Heizen mit Holz sind in der breiten Bevölkerung
feeinrichtungen der Waldbesitzer, den sogenannten
wohl momentan die populärsten Themen. Wie
Waldbesitzervereinigungen. Diese bieten vor allem
hat sich die Forst- und Holzwirtschaft in den
eine professionelle Vermittlung und Überwachung
letzten Jahren entwickelt, was bewegt sie und
von Forstunternehmern sowie der Abwicklung des
welche sind die Zukunftsthemen?
gesamten Holzverkaufes. 8
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Redaktion: Der Frankenwaldtag ist Informa-
in das Bewusstsein einer breiten Masse von Menschen
tionsplattform und regionale Leistungsschau
gerückt werden. Auf lange Sicht kann damit eine reg-
zugleich. An wen richtet sich die Veranstaltung
ionale Wertschöpfungskette Holz in Gang gesetzt
und was ist das Ziel der Veranstalter?
werden, die sich unter anderem in der Holzverarbeitung und -bearbeitung bis hin zum Bau von Holzhäu-
Dieter Frank: Allein zu unserem gemeinsamen Wald-
sern im Passivenergiehaussektor bemerkbar macht.
tag laden wir über 10.000 Waldbesitzer aus den Landkreisen Hof und Wunsiedel mit den an Schwarzenbach am Wald angrenzenden Frankenwaldgemeinden der Landkreise Kulmbach und Kronach und der Stadt Gefrees ein, die eine Fläche von über 50.000 Hektar Wald besitzen. Daneben sind alle an Wald und Holz interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Ziel der Veranstaltung ist es, die Bedeutung des Waldes für die Region herauszustellen und den Besuchern einen Einblick in aktuelle Themen der Waldbe-
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg Bereich Forsten Bad Steben
wirtschaftung zu geben. Redaktion: Das Holzforum Schwarzenbach am Wald ist Veranstalter des Frankenwaldtages. Was ist das Holzforum und was ist dessen Aufgabe? Dieter Frank: In einer Studie zur städtebaulichen Entwicklung der Städte Naila, Selbitz und Schwarzenbach am Wald ist das Kompetenzfeld HOLZ konkret für die Stadt Schwarzenbach am Wald als einer der Bereiche ermittelt worden, die ein zukunftsträchtiges Entwicklungspotenzial aufweisen. Aufgrund dieser Aussage ist Mitte 2009 das Holzforum Schwarzenbach am Wald auf Initiative der Stadt Schwarzenbach am Wald ins Leben gerufen worden. Dieses Gremium bündelt eine hochkarätige Expertenrunde aus den Bereichen
Ein Tag z Wald und Hol um rund e e Famili für die ganz
Forst und Holz sowie verschiedener Behörden, Regional- und Wirtschaftsverbände. Die heimischen Ressourcen Wald und Holz soll mit Blick auf die Nachhaltigkeit aber auch der Wertschöpfung neu betrachtet werden und die Privatwald-Besitzer wie auch die Öffentlichkeit bei diesen Themen zu einem Nach- und Umdenken anregen. Hierbei spielen der Waldumbau verbunden mit einer professionellen Waldpflege und die damit einhergehende Waldhygiene ebenso eine Rolle wie die notwendige Ressourcennutzung für die Volkswirtschaft. Durch die Speicherung von Kohlenstoff in Wald und Holz und die Verwendung von Holz als Rohstoff und CO2-neutralem Energieträger werden außerdem enorme Massen an Treibhausgasen vermieden. Diese Zusammenhänge von Wald und
29. JUNI 2014
(Ausstellung zu Holz, Wald und Forstwirtschaft)
Waldparcours
(Forstwirtschaft „Live“ im Wald am Festgelände)
9 - 18 Uhr in Schwarzenbach a.Wald
Fachvorträge
zu aktuellen Fragen
m!
gram + Kinderpro für Essen und Trinken ist bestens gesorgt!
Eintritt frei!
Sonntag,
u.a.: Waldforum
Schirmherr: Dr. Hans-Peter Friedrich, MdB Bundesminister a.D. Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach Bereich Forsten Stadtsteinach
Energie aber auch von Holz und Umweltschutz sollen 9
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Greiffenberger-Gruppe startet 2014 mit gutem erstem Quartal Die Greiffenberger-Gruppe erzielte im ersten Quartal 2014 einen Gesamtumsatz von 37,7 Millionen Euro und übertraf damit den Vorjahreswert leicht um ein Prozent. Bei einem hohen Auftragseingang ergibt sich eine Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, von rund 1,1. Damit setzt sich der Wachstumstrend weiter fort. Beim Umsatz deutlich überproportional wachsen konnte im ersten Quartal der Unternehmensbereich Antriebstechnik (ABM) mit einer Umsatzsteigerung um 3,1 Prozent auf insgesamt 23,5 Millionen Euro. Auch der Unternehmensbereich Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl (Eberle) hat den Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert und erzielte Erlöse in Höhe von 11,5 Millionen Euro. „Mit unserer langfristig angelegten Wachstumsstrategie setzen wir uns gezielt in den für uns interessanten Nischenmärkten ein und treiben dort Innovationen voran. Bei einem über den Umsätzen liegenden Auftragseingang erwarten wir eine dynamische Entwicklung für das Gesamtjahr 2014“, so Stefan Greiffenberger, Vorstand der Greiffenberger AG.
IHK: Positive Konjunkturlage für die oberfränkische Industrie Die Verantwortlichen der Industrie- und Handelskammer (IHK) haben vor Kurzem in Bayreuth die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturbefragung präsentiert. Nicht nur die aktuelle Lage wird als überaus positiv eingeschätzt, auch die Aussichten sind so optimistisch wie schon lange nicht mehr. „Mit diesen Zahlen läuten wir das Jahrzehnt Oberfrankens ein“, sagte IHK-Präsident Heribert Trunk überaus optimistisch, dass der Trend anhalten wird. Nun komme es darauf an, dass die Rente mit 63 oder der Mindestlohn so gestaltet wird, dass die Entwicklung im Regierungsbezirk nicht darunter leidet, denn dann könnte sich das durchgehend positive Bild auch weiterhin fortsetzen. „Tatsächlich entwickelten sich derzeit alle Eckdaten positiv, so IHK-Konjunkturreferent Peter Belina. Im Zehn-Jahres-Vergleich sei beispielsweise die Arbeitslosenquote von 10,4 auf 4,3 Prozent gesunken. Die aktuelle bayerische Quote liege mit 3,8 Prozent geringfügig vor Oberfranken, die Bundesquote mit 6,8 Prozent deutlich hinter Oberfranken. Peter Belina gab dabei auch zu bedenken, dass etwa Berlin oder MecklenburgVorpommern eine Arbeitslosenquote von aktuell 11,4 Prozent haben. 10
HOCHFRANKEN
Verbandspräsident Dr. Christian Heinrich Sandler wurde in seinem Amt bestätigt
NEWS
Verband der Bayerischen Textilund Bekleidungsindustrie blickt optimistisch in die Zukunft „Textil- und Bekleidungsindustrie haben
Geschäftsverlauf zufrieden. Erfreulich ist laut Sandler,
sich in den letzten Monaten etwas auseinanderentwi-
dass die Anzahl der Betriebe 2013 nahezu konstant
ckelt. Insgesamt machen unsere Umfrageergebnisse
blieb. „Auch die Beschäftigtenzahlen konnten mit
aber Mut“, so Dr. Christian Heinrich Sandler, Präsident
rund 23.000 auf dem bisherigen Niveau gehalten
des Verbands der Bayerischen Textil- und Bekleidungs-
werden.“ Sandler sieht für die Branche gute Pers-
industrie e. V., auf der Mitgliederversammlung in der
pektiven aufgrund einer international renommierten
BMW Welt in München. Der Umsatz im Textilgewerbe
Forschungslandschaft, effektiver Förderungssysteme,
lag in Bayern 2013 bei 2,183 Milliarden Euro, was ein
guter Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten
Plus von 1,2 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Mitglieds-
sowie hoch motivierter und gut ausgebildeter Mitar-
unternehmen aus den beiden Branchen sind mit dem
beiter am Standort.
Den Oberfranken bleibt am meisten Geld übrig Die Oberfranken verfügen über das bayernweit höchste Realeinkommen. Das geht aus dem neuen Sozialbericht für Bayern hervor, den Sozialministerin Emilia Müller vergangene Woche veröffentlicht hat. Demnach stehen jedem Oberfranken - bereinigt um das regionale Preisniveau – 20.487 Euro zur Verfügung. Der bayernweite Durchschnitt liegt bei 20.211 Euro. Real am wenigsten Geld in der Tasche haben die Oberpfälzer mit 19.183 Euro. In Unterfranken liegt das Realeinkommen bei 19.898 Euro. Hauptgrund für den oberfränkischen Topwert sind die niedrigen Lebenshaltungskosten. Deshalb können sich die Oberfranken trotz niedrigerer Einkommen von ihrem Geld mehr leisten als zum Beispiel die BruttoMehrverdiener in Oberbayern. Erfreulich ist auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Oberfranken, die von 2000 bis 2012 um 3,2 Prozentpunkte so viel wie in keinem anderen Bezirk sank.
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HOCHFRANKEN
NEWS
LivingLogic AG im Finale des diesjährigen Wettbewerbs des German Accelerator „Einer der 26 Finalisten eines Startup-
schaft und Energie finanziert. „Get your daily work
Wettbewerbs auf Bundesebene zu sein, bei dem sich
done with a smile“. Mit der Produktidee hinter diesem
mehr als 100 herausragende Startups beworben hat-
Slogan schaffte es LivingLogic bis ins Finale des Ger-
ten, das bestärkt uns darin, den Markteintritt in den
man Accelerators. Die zentrale Aufgabenstellung bei
US-Markt weiter voranzutreiben.“, so Dr. Alois Kast-
der Entwicklung lautete: wie können selbstgebaute,
ner-Maresch, Vorstand der LivingLogic AG. Der Ger-
einfache IT-Lösungen die täglichen kleinen Arbeiten,
man Accelerator suchte in einem deutschlandweiten
die mit viel Handarbeit umständlich erledigt werden
Wettbewerb die besten deutschen Startups zur Teil-
müssen, erleichtern? Dazu hat LivingLogic den App-
nahme am German Accelerator Programm. Die in der
Builder entwickelt. Er kann in Unternehmen installiert
Endrunde ausgewählten Unternehmen erhalten als
(Private Cloud) oder im öffentlichen Internet (Public
Teilnehmer am drei- bis sechsmonatigen Programm
Cloud) ohne jede Hürde und Einarbeitung sofort ge-
ein intensives Coaching, Arbeitsplätze und Zugänge
nutzt werden. Ziel ist eine besser organisierte Welt,
zu interessanten Netzwerken (Risikokapitalgebern,
in der die vielen kleinen Aufgaben auf einer einzigen
Kunden in den USA) vor Ort im Silicon Valley, Kali-
mächtigen Lösungsplattform erledigt werden können.
fornien. Ziel ist es, ein deutsches Unternehmen beim
Die LivingLogic AG liefert sowohl standardisierte als
Markteintritt in den USA bestmöglich zu unterstützen.
auch individuelle Lösungen für die Public und die Pri-
Das Programm wird vom Bundesministerium für Wirt-
vate Cloud.
Dr. Alois-Kastner-Maersch (links)und Phillip Ambrosch freuen sich über den Einzug in die Endrunde des German-AcceleratorWettbewerbs.
Güterverkehrszentrum Hof: Jetzt sollen Interessenten her Die Stadt Hof wirbt jetzt aktiv um Interessenten für das Güterverkehrszentrum (GVZ) am Güterbahnhof. Insgesamt 50.000 Quadratmeter Fläche seien für Logistikunternehmen frei, heißt es in einer Mitteilung. Damit sich dort auch Unternehmen ansiedeln war die Stadt beim 8. Symposium “Logistik Innovativ” in Prien am Chiemsee dabei. Dort wurde das GVZ bei mehr als 300 Teilnehmern aus der Branche bekannt gemacht – darunter auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. 12
HOCHFRANKEN
NEWS
Blick hinter die Kulissen eines Automobilherstellers
Besichtigung des BMW-Werks Regensburg „Wer BMW fährt, fährt mit Produkten
ten Automobilfabriken der Welt und produziert seit
aus Hochfranken!“ war das Motto des Ausflugs
1986 Fahrzeuge am Standort Regensburg.
zum BMW-Werk in Regensburg, den die Wirt-
Sieben
schaftsregion Hochfranken organisiert hatte. Mit
über die gleichen Produktionsanlagen im Press-
den beiden Fahrten am 26. April und 24. Mai ge-
werk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage ge-
hörten rund 100 Teilnehmer aus Hochfranken zu
führt und für jeden Kunden individuell gefertigt.
den 20.000 Gästen aus aller Welt, die jedes Jahr
Pro Tag werden auf dem 1,4 Millionen Quadrat-
die Faszination der Automobilproduktion erleben.
meter großen Werksgelände mehr als 1.100 Fahrzeuge
Das Werk ist eines der modernsten und flexibels-
produziert.
unterschiedliche
Fahrzeugtypen
werden
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HOCHFRANKEN
NEWS
Dr. Peter Kreuz gehörte zu den Keynotes Speakers auf dem Kongress.
Wirtschaftsregion Hochfranken präsentiert sich beim
Ökonomiekongress Bayreuth Seit dem Jahr 2009 versammeln sich in
te und stellt die Frage, welche Perspektiven sich dar-
Bayreuth jährlich erstklassige Referentinnen und Re-
aus für Deutschland ableiten lassen. Erneut konnten
ferenten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft,
für die Auftaktveranstaltung namhafte Referenten
um mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie
gewonnen werden wie Prof. Dr. Wolfgang Huber als
Führungskräften von heute und morgen über aktu-
einer der profiliertesten Theologen Deutschlands und
elle Fragestellungen zu diskutieren. Mit rund 1.500
Mitglied des Ethikrates sowie auch Dr. Peter Kreuz,
Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der Kongress
Querdenker und Bestsellerautor, und Prof. Dr. Hans-
mittlerweile der größte von Studierenden organisierte
Jörg Bullinger, langjähriger Präsident der Fraunhofer-
Wirtschaftskongress Europas. Zum mittlerweile sechs-
Gesellschaft. Die Wirtschaftsregion Hochfranken war
ten Mal fand das Ereignis auf dem Campusgelände
in diesem Jahr mit einem eigenen Messestand vertre-
der Uni Bayreuth statt. Unter dem Motto „Innovati-
ten und warb für die Karrierechancen in der Region.
onen schaffen, Werte bewahren“ verknüpft der dies-
Der siebte Bayreuther Ökonomiekongress findet am
jährige Kongress die Thematik von Innovationen und
7. und 8 Mai 2015 an der Universität Bayreuth statt.
Claus Verfürth ist Director Senior Executive Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung der von Runstedt & Partner GmbH. Er ist für den Bereich Karriereberatung und –entwicklung sowie den Bereich Coaching für Manager der obersten Führungsebenen tätig.
Unternehmenswachstum mit der Diskussion um Wer-
Sport im Fichtelgebirge: 24,5 Millionen Euro für das Sportcamp in Bischofsgrün Landessportverband
nach Inzell von insgesamt vier in Bayern werden. Da-
(BLSV) tätigt eine Millioneninvestition im Fichtelge-
Der
Bayerische
bei handelt es sich nicht nur um die größte Investition
birge. Mit einem Volumen von 24,5 Millionen Euro
des Verbandes seit 20 Jahren, sondern auch um eine
wird in der Gemeinde Bischofsgrün bis zum Spät-
der größten, die jemals in der Region getätigt wurden.
herbst 2017 ein hochmodernes Sportcamp mit allen
Die restlichen viereinhalb Millionen werden der BLSV
Annehmlichkeiten entstehen. Es soll das zweitgrößte
und die Oberfrankenstiftung stemmen.
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HOCHFRANKEN
NEWS
Verband der Keramischen Industrie:
Unternehmen setzen auf Qualität und Innovation Die im Verband der Keramischen Indust-
ein Umsatzplus von 1,0 Prozent auf rund 729 Millio-
rie (VKI) organisierten Porzellanunternehmen erwirt-
nen Euro. Erfreulich sei die Entwicklung der Mitarbei-
schafteten 2013 einen Umsatz in Höhe von rund 302
terzahlen, sagte VKI-Vorsitzender Rolf-Michael Müller
Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 2,5
auf der Jahres-Mitgliederversammlung in Selb. Die
Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Erlöse der Ma-
gesamte Branche beschäftigte zum Dezember vergan-
nufakturen legten um 4,3 Prozent auf 18,4 Millionen
genen Jahres 10.492 Menschen - ein Zuwachs von 1,1
Euro zu. Die Hersteller Technischer Keramik erzielten
Prozent.
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HOCHFRANKEN
NEWS
An der Realschule Helmbrechts übergab Carolin Roth (4.v.l.) von der Wirtschaftsregion Hochfranken im Beisein von Landrat Dr. Oliver Bär (3.v.l.), der dritten Helmbrechtser Bürgermeisterin Kitty Weiß (links) und Inhabern, Angestellten und Ausbildern der beteiligten Unternehmen den Firmenwegweiser, stellvertretend für die anderen Schilderbäume, seiner Bestimmung.
Wirtschaftsregion Hochfranken weiht neues Schulprojekt ein
Firmenwegweiser sollen Orientierung geben Hochfränkische Unternehmen genießen
mens und dem Firmenlogo auch die Entfernung von
über die Grenzen der Region hinweg einen ausgezeich-
der jeweiligen Schule bis zu den einzelnen Betrieben.
neten Ruf und sind international erfolgreich. Damit das
„Wir freuen uns über die riesige Resonanz der Unter-
so bleibt, sind die Betriebe nahezu ständig auf der Su-
nehmen und planen deshalb auch, die Aktion auf wei-
che nach guten Nachwuchskräften. Mit dem Projekt Fir-
tere Standorte auszudehnen“, so Carolin Roth, die das
menwegweiser an Schulen möchte die Marketingagen-
Projekt betreut. Bei der offiziellen Vorstellung des Pro-
tur Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. dazu beitragen,
jektes an der Realschule in Helmbrechts waren neben
dass mehr junge Menschen nach dem Schulabschluss
Vertretern regionaler Unternehmen und der Realschule
in der Region bleiben und die heimischen Firmen stär-
auch der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär und die dritte Bür-
ker in den Fokus der Jugendlichen rücken. Firmenweg-
germeisterin von Helmbrechts, Kitty Weiß, anwesend.
weiser auf Schulhöfen sollen den Schülern als Orientie-
„Dies ist eine Maßnahme, mit der den Schülern die in
rungshilfe dienen und vor Augen führen, wie vielfältig
der Region vorhandenen besten Perspektiven aufge-
die beruflichen Möglichkeiten in der unmittelbaren
zeigt werden“, sagte Oliver Bär. Kitty Weiß freute sich
Umgebung sind. „Wir stellen häufig fest, dass Schüler
darüber, dass die Helmbrechtser Schule in das Projekt
zu wenig über die regionale Wirtschaft und die ansäs-
eingebunden wurde. „Die Information über die hier
sigen Firmen wissen“, sagt Jörg Raithel, der Geschäfts-
ansässigen Firmen ist neben
führer der Regionalmarketingagentur. Wenn junge
Ausbildungsmessen,
Menschen, die hier verwurzelt sind, deshalb weggin-
messen und der Berufsbera-
gen, sei das unnötig, so Raithel. „Das Unternehmen,
tung an den Schulen ein wei-
das ich nicht kenne, wird auch nie mein Arbeitgeber
terer Baustein, die vielfältigen
werden.“ Schon heute klaffe eine Lücke zwischen der
wirtschaftlichen Sparten im
Zahl der Bewerber und der freien Stellen auf dem Aus-
Landkreis kennenzulernen.“
bildungsmarkt. Und dieser Trend werde sich wegen der
Viele Jugendliche wüssten
demografischen Entwicklung in Zukunft weiter ver-
nicht, welche erfolgreichen
schärfen. Mit der Schilderaktion möchte der Verein in
Mittelstandsbetriebe,
erster Linie Aufklärung betreiben und das Bewusstsein
umsonst als „Hidden Cham-
dafür schärfen, dass sich die wirtschaftliche Situation
pions“ bezeichnet, hier wir-
in Hochfranken in den vergangenen Jahren deutlich zu
ken und wie breit das Spek-
Gunsten der Bewerber verbessert habe. „Die Chancen
trum der Ausbildungsberufe
und Wahlmöglichkeiten für junge Leute sind so gut wie
gefächert ist.
Haus-
nicht
nie zuvor“, sagt Raithel. An insgesamt zehn Schulen in Hochfranken wurden bereits Schildermasten installiert. 40 Unternehmen sind an der Aktion beteiligt. Auf den Schildern stehen neben dem Namen des Unterneh-
Realschule Wunsiedel
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HOCHFRANKEN
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Hof
Selb
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Helmbrechts
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Wunsiedel
Marktredwitz
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HOCHFRANKEN
INTERN
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An die Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. Bahnhofstraße 55 95028 Hof
BEITRITTSERKLÄRUNG Ja, ich möchte die Tätigkeit der Wirtschaftsregion Hochfranken durch meine Mitgliedschaft im Verein Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. unterstützen. Mein Mitgliedsbeitrag beläuft sich entsprechend der geltenden Beitragsordnung auf (bitte ankreuzen): Privatpersonen
50,- €
Kommunen und Vereine
100,- €
Verbände
500,- €
Unternehmen bis 25 Mitarbeiter
100,- €
Unternehmen 26 bis 100 Mitarbeiter
250,- €
Unternehmen 101 bis 250 Mitarbeiter
350,- €
Unternehmen 251 bis 500 Mitarbeiter
500,- €
Unternehmen 501 bis 1.000 Mitarbeiter
1.000,- €
Unternehmen > 1.000 Mitarbeiter
2.000,- €
Freiwillig erhöhter Beitrag
Der Mitgliedsbeitrag wird zum 1.1. des Jahres fällig. Die Rechnungsstellung erfolgt durch die Wirtschaftsregion Hochfranken e.V.
Firma: Name: Anschrift: Email:
Ort, Datum: Unterschrift:
Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. Bahnhofstraße 55 95028 Hof Bankverbindung: Sparkasse Hochfranken Bankleitzahl: 780 500 00 Kontonummer: 220 072 672 Vorstandsvorsitzender: Bernd Hering Tel. 09281 / 7798-610 info@hochfranken.org www.hochfranken.org
Vorteile für Mitglieder · Mitsprache bei der inhaltlichen und strategischen Ausrichtung des Vereins · Veröffentlichung der Logos und Kontaktdaten im Mitgliederbereich auf www.hochfranken.org · kostenloser Premium-Eintrag im Firmenportal Hochfranken für alle Mitglieder aus Hochfranken · Rabatt auf Diensleistungsangebote der Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. · regelmäßige Information über Veranstaltungen wie Betriebsbesichtigungen und Exkursionen (vereinseigene Veranstaltungen sind größtenteils kostenfrei) · regelmäßige Mitgliederworkshops Den Mitgliedsantrag können Sie einfach als Pdf unter www.hochfranken.org/Mitgliedschaft.htm herunterladen!
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Seminar-Vorankündigung Wer ist eigentlich diese viel zitierte
dargestellten Handlungsempfehlungen grundsätzlich
Generation Y?
daran an, Führung zu verbessern und die Unterneh-
Mit dem Begriff „Generation Y“ werden die zwischen
mensattraktivität zu steigern.
1980 bis ca. 2000 Geborenen beschrieben. Sie unter-
Für Angehörige der Generation Y habe ich es oftmals
scheiden sich in ihren Werten und Einstellungen deut-
als bereichernd erlebt, wenn sie einen objektiven Spie-
lich von früheren Generationen. Sie hinterfragen zum
gel vorgehalten bekommen und dadurch erfahren
Beispiel Karrierestreben und Statusdenken und kom-
wie sie überhaupt wahrgenommen werden. Die Re-
men mit dem Wunsch nach Selbstverwirklichung und
flektion über die Erwartungshaltung in den Betrieben
Sinnsuche in das Unternehmen. Sie betrachten ein
führt bei manchem dazu, sich - aus der Perspektive
erfülltes Privatleben und Arbeiten nicht als Gegensät-
der Unternehmen heraus - professioneller zu verhal-
ze sondern wollen beides gleichzeitig erreichen. Die
ten, ohne dabei selbstverständlich die eigene Identität
typischen Vertreter der Generation Y sind gut ausge-
aufzugeben.
bildet, häufig mit akademischem Bildungsgrad und einem ausgeprägten Selbstbewusstsein. Damit werden sie einerseits als anspruchsvoll, selbstüberschätzend
Kurzprofil Vera Dorschner
bis hin zu realitätsfremd erlebt, andererseits sind sie äußerst leistungsfähig und flexibel.
Vera Dorschner ist in Rehau geboren und aufgewachsen. Die Diplomkauffrau war langjährig als Fach- und
Welche Inhalte werden in dem Vortrag
Führungskraft in Marketing, Personalwesen und Per-
behandelt?
sonalentwicklung für internationale Konzerne der Au-
Auch wenn das Thema „Generation Y“ nicht mehr ganz neu ist, stelle ich doch immer wieder fest, wie wenig Führungskräfte auf die Generationenunterschiede vorbereitet sind und wie hilflos damit teilweise von Managementseite umgegangen wird. In dem Vortrag geht es also primär darum, Wissen
tomobil- und produzierenden Industrie tätig, mit Stationen in Wolfsburg, Detroit (USA) und Rehau. Vera Dorschner arbeitet mit DORSCHNER CONSULTING als selbständige Management-Trainerin und HR-Beraterin mit Schwerpunkt in Hochfranken. Ihre Kernthemen sind Führung, Kommunikation und Selbstmanagement sowie Organisationsberatung.
und Hintergründe über die Eigenschaften der Generation Y zu vermitteln und Handlungsempfehlungen zum konstruktiven Umgang und zur zukunftsfähigen Ausrichtung des Unternehmens aufzuzeigen. Für wen ist dieser Vortrag interessant und warum?
Die Generation Y im Unternehmen Verstehen – Führen – Halten
Ein Fachvortrag für Personalverantwortliche, Angehörige der Generation Y und Interessierte.
Dieser Vortrag richtet sich vorrangig an Personalverantwortliche, das heißt Mitarbeiter aus dem Personalbereich und Führungskräfte. Die Generation Y wird die Arbeitswelt prägend verändern: sie löst die vorhergehenden Generationen zunehmend ab und ihre ersten Vertreter sind mittlerweile in Führungspositionen angekommen. Sich auf diese Herausforderungen einzustellen ist also ökonomisch sehr sinnvoll. Auch wenn es in dem Vortrag hauptsächlich um die neue Generation im Unternehmen geht, so setzten die
Termin: Montag, 23. Juni, 18 – 19.30 Uhr, Landesamt für Umwelt, Hof Referentin: Vera Dorschner (DORSCHNER Consulting, Training, Coaching, HR Services Gebühren: Kostenlos Anmeldeschluss: Mittwoch, 18. Juni, die Teilnehmerzahl ist begrenzt Anmeldung unter www.hochfranken.org/termine.htm Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der IHK für Oberfranken Bayreuth durchgeführt. 20
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Kontaktieren Sie uns einfach! Telefon: 09281 / 7798-610 Email: info@hochfranken.org
Unsere neuen Mitglieder im Mai:
•
Iprotex GmbH & Co. KG, Münchberg
•
Dr. Silke Launert, MdB
Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. Das Regionalmarketing für Hochfranken. Die Wirtschaftsregion Hochfranken wird gefördert von:
Kontakt: Vorsitzender: Bernd Hering Geschäftsführung: Jörg Raithel Geschäftsstelle: Bahnhofstraße 55, 95028 Hof Telefon: 09281 / 7798-610 e-mail: info@hochfranken.org, www.hochfranken.org
Konzeption & Gestaltung: SCHROEDER Werbeagentur GmbH Schloßstr. 2, 95131 Schwarzenbach/Wald Breitengraserstr. 6, 90482 Nürnberg Tel. 09289 / 97 09 700, Tel. 0911 / 21 65 54-60 info@schroeder-oe.de, www.schroeder-oe.de
Mit freundlicher Unterstützung der Frankenpost.
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