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Gründer-Journal 2025

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UNABHÄNGIG & WELTOFFEN

2025/Nummer 25

Sieg in Manila: Wo sind die Ohne Männer 1,5 Milliarden Euro ? Seite 5

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sagen beim Mindset. Da gibt es Menschen, die machen sich unabhängig davon, die sehen das nicht, die machen das einfach. Es könnte mehr sein, wenn das Mindset besser wäre“.

Sinnlose Bürokratie hemmt Gründung

Roland Koch von der „Ludwig-Erhard-Stiftung“ zur sozialen Marktwirtschaft

Frankfurt. - Ludwig Erhard (4. Februar 1897– 5. Mai 1977), Wirtschaftsminister und später Bundeskanzler, hat nach dem Krieg mit dem „Wirtschaftswunder“ den Wohlstand gebracht, hat unter anderem 1948 durch die Freigabe vieler Preise die Marktwirtschaft in Gang gesetzt. Und er hat 1967 auch dafür gesorgt, dass seine Bestrebungen um die soziale Marktwirtschaft nicht verloren gehen durch die Gründung eines Vereins mit dem Namen „Ludwig-Erhard-Stiftung“. Für den seit 2020 wirkenden Vorsitzenden Roland Koch ist ganz klar: die soziale Marktwirtschaft muss nicht neu erfunden werden. Alle aktuellen Fragen können mit ihr bewältigt werden. In einem Gespräch hat Andreas Hammer als Herausgeber des „Gründer-Journal“ mit Roland Koch die aktuellen Fragen erörtert unter dem Motto, welche wirtschaftlichen Maßnahmen würde Erhard heute umsetzen, um die Gründungsdynamik anzukurbeln. Für Hammer ist dies von besonderer Bedeutung, hatte er doch schon 2008 in einem Interview mit Koch, damals noch „Landesvater“, die Situation des „Gründerlandes Hessen“ erörtert. Roland Koch sieht das Problem der schrumpfenden Gründungsdynamik zu einer Hälfte in der Psychologie und zwar hier in zwei Teilen. Da sei zunächst das Arbeitsethos, das nichts Dummes sei, sondern eine persönliche Befriedigung und eine Nutzung der eigenen Gestaltungsmöglichkeit. Der andere Teil ist unsere Gesellschaft selbst, die im Vergleich zu anderen Gesellschaften unge-

wöhnlich innovationsskeptisch sei. In vielen aufstrebenden Wirtschaften, sagt Roland Koch, sei man neugierig auf die moderne Medizin, auf Robotics, auf Daten-

In Deutschland muss Neugierde gefördert werden, muss Neugierde prämiert werden, allerdings seien die Finanzierungsrandbedingungen nicht gut. Koch dazu:

Roland Koch zitiert die „unaussprechlich bürokratische Anforderung“: Menschen werden zu sinnlosen Arbeiten gezwungen. Und Koch zitiert weiter und nennt die „starren Arbeitsverträge, die steuerlich schwergemachten Beteiligungsmöglichkeiten für Start-up-Mitarbeiter, die Dokumentationspflichten“. Die bürokratischen Regeln führten dazu, dass der Mensch keine Zeit mehr habe, etwas zu erfinden und es auf den Markt zu bringen. „Er muss nämlich die Regeln der Bürokratie einhalten.“

verarbeitung – in Deutschland tun junge Leute etwas total Neues aber unter dem Motto „muss das sein“.

Roland Koch

„Ein nennenswerter Teil des Rückganges, den wir im Augenblick bei uns haben, hat mit der Bürokratie zu tun. Wir sind sozu-

Die hessische Start-up-Szene soll in fünf Jahren gründungsführend sein, hat die hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus auf

Fazit von Roland Koch: Man muss die Psychologie ein Stück ändern, man muss die Finanzierung ein Stück ändern, man muss die Bürokratie ändern. Zum Bürgergeld hat Roland Koch eine deutliche Meinung: Es hält die Empfänger vom Arbeiten ab. Bei den unteren Lohngruppen würden sich die Gelder bei einer Familie mit zwei Kindern zu einem Lohnabstand von rund 200 Euro zum Nettoeinkommen addieren. Und dieser Unterschied sei leicht „mit einem kleinen Schuss Schwarzarbeit“ zu verdienen. (wi.) Zur Person

Andreas Hammer

IN FÜNF JAHREN: FÜHREND BEI START-UPGRÜNDUNGEN?

Roland Koch, 1958 in Frankfurt am Main geboren, ist deutscher Manager, Rechtsanwalt und ehemaliger Politiker (CDU). Von April 1999 bis August 2010 war er Ministerpräsident des Landes Hessen, danach von 2011 bis 2014 Vorstandsvorsitzender des Baukonzerns Bilfinger. Seit November 2017 ist er Professor of Management Practice in Regulated Environments an der Frankfurt School of Finance & Management. Seit November 2020 ist er Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung. Roland Koch, dessen Vater auch in der Politik aktiv war, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Quelle: Wikipedia

eine entsprechende Anfrage von Gründer-Journal-Herausgeber Andreas Hammer mitgeteilt. Und gleichzeitig erläuterte sie, dass der Startup-Beauftragte Holger Follmann dem Digitalministerium zugeordnet sei. „Wir haben einen echten Experten für uns gewinnen können, der uns unterstützt, in fünf Jahren führend bei Start-up-Gründungen zu sein“, so Sinemus. Es sei begrüßenswert, so Sinemus weiter, dass es neben dem „TechQuartier“ eine weitere Initiative gebe, um Start-ups in Frankfurt und der Region ein Zuhause zu geben. Da die Nachfrage sehr hoch und das „TechQuartier“ seit einiger Zeit voll vermietet sei, freue man sich, mit dem „Bertramshof“ über einen weiteren Standort mit der Möglichkeit, Büroflächen anzumieten, zu verfügen. Es werde ein „Powerhouse“ entstehen. Die Ministerin dazu: „Beide Angebote stärken die Start-up-Szene auf ihre eigene Weise und ziehen gemeinsam an einem Strang. Genau dies benötigen wir.“ Seite 1


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