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Ausgabe 2 2014

Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.

Erfahrungsbericht

Eine ganz große Runde Mein Training

Alles braucht seine Zeit Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf

Wiederholung inbegriffen Army Urban Run

Richtig viel Spaß!


Editorial

Inhalt

Liebe Leserinnen, liebe Leser, da ist sie wieder – die ausgezeichnete „OSC intern“. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die „OSC intern“ wurde beim Wettbewerb des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes um die besten Vereinszeitschriften mit dem Titel „Beste Vereinszeitung Leichtathletik“ ausgezeichnet. Das Thema „Spaß am Laufen“ setzen wir durch viele Erfahrungsberichte von außergewöhnlichen Laufevents fort – obwohl es sich nicht immer nur nach „Spaß“ anhört, was unsere Autoren zu berichten haben. Spaß gibt es in jedem Fall bei unserem Lauftreff, der übrigens nach Nachwuchs sucht.

In Kürze ........................................... Ellemeet Trainingslager 2.0. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Urbantrail Lyon Treppauf, treppab . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Nachlese Ein Karnevalssamstag der besonderen Art . . . . . . Erfahrungsbericht Eine ganz große Runde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Ausgabe 2 2014

OSC intern

Redaktion: Inge Schäben-Buscher

Bonn Marathon Meine Qualen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Tweo Oceans Marathon Marathon „etwas länger“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Eure Inge Schäben-Buscher

Auflage: 500 Stück

35. Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf Wiederholung inbegriffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

FrauenSport Gemeinschaft Mit den Mädels! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Schließlich noch viel Spaß beim Lesen und vielen Dank an die fleißigen Mitautoren. Dieses Postfach freut sich auch weiterhin über Kritik, Feedback und tolle Berichte: michaelinge5@aol.com.

Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V. erscheint zweimal im Jahr. Vereinsmitglieder erhalten es kostenlos.

Army Urban Run Richtig viel Spaß! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.

Erfahrungsbericht

Eine ganz große Runde Mein Training

Alles braucht seine Zeit Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf

Wiederholung inbegriffen Army Urban Run

Richtig viel Spaß

Layout: Horst Stuhlweissenburg Druck: WIRmachenDRUCK GmbH

Mein Training Alles braucht seine Zeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Steckbrief Lauferfolge überschaubar. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bewegungskindergarten Schier Jubiläum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4. Läufertag des OSC Waldniel Schnupperlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auf Schalke Gut beschildert Lauftreff des OSC Waldniel Spendenlauf und mehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bewegungskindergarten Schier Wir sind fit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Titel: Anna Bommes siegt bei den Mädchen beim Army Urban Run in Eindhoven Datenschutzhinweis: Entsprechend §18 der Vereinssatzung drucken wir Bilder oder persönliche Daten von Mitgliedern ab. Ein Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand der Veröffentlichung von Einzelfotos seiner Person sowie seiner personenbezogenen Daten allgemein oder für einzelne Ereignisse widersprechen. Ab Zugang des Widerspruchs unterbleibt die Veröffentlichung/Übermittlung und der Verein entfernt vorhandene Fotos bzw. Daten von seiner Homepage.

OSC Waldniel Wir machen Sport.

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Nach einer längeren Fahrt kamen wir (Mama, Peter, Isabella und ich) auf dem Militärübungsgelände an, auf dem der Lauf stattfinden sollte. Sofort holten wir unsere Startnummern. Ich lief mich ein bisschen ein und schon war mein Start auch schon da. Die Erwachsenen wollten später beim 10 Kilometerlauf an den Start gehen.

Army Urban Run

Peng! Und schon ging es los. Sofort das erste Hindernis hatte es in sich: Wir mussten durch einen kleinen See (welcher eher an einen Matschtümpel erinnerte). Tja Anna, Pech gehabt, dass fast alle anderen einen Kopf größer waren und somit nur bis zu den Knien im Wasser standen. Aber ich stand bis zum Bauch im Wasser! Na egal. Das nächste Hindernis bestand darin, durch einen anderen See zu rennen. Das war ganz schön anstrengend und sehr nass. Deshalb beeilte ich mich aus dem See raus zu kommen und stand wenig später vor fünf Militärlastwagen, wo es drüber zu klettern galt. Über den Ersten, dann den Zweiten usw. Zwischendurch auch noch aufpassen, nicht auszurutschen, war nicht nur körperliche Arbeit, sondern strengte auch noch den Kopf an! Bei der nächsten Aufgabe konnte der Kopf mal Pause machen , denn die Veranstalter verlangten allen Ernstes von uns, durch einen großen, mehr oder weniger, Moorsee zu waten. Dieser war so matschig, dass mein Schuh einmal fast hängen geblieben wäre. Viele dachten jetzt vielleicht, dass gleich das Ziel naht, doch da hatten sie völlig daneben gelegen. Bevor wir im Ziel waren mussten wir noch über 100te kleine Sandhügel und über viele Baumstämme klettern, bergauf und bergab laufen. Doch irgendwann kam dann tatsächlich das letzte Hindernis: Es bestand darin, in große Militärcontainer zu klettern und auf der anderen Seite wieder raus zu springen. Ist ja nicht weiter schlimm, hab ich gedacht, doch in diesen Containern befand sich eiskaltes Wasser! Da ich weit vorne war, hatte ich Glück, dass das Wasser noch sauber war, als ich kam. Auf der Zielgeraden sah man dann schon voller Erleichterung die Soldaten, die die Medaillen verteilten. Man war ich froh als ich im Ziel war! Doch eine Überraschung gab es noch: Ich war sogar noch das erste Mädchen geworden! Doch egal wie anstrengend es auch war, eins weiß ich ganz genau: Bis zum nächsten Jahr Army Urban Run. ICH KOMME WIEDER!

Richtig viel Spaß! Am 13.April 2014 machte sich Anna Bommes nach Holland auf, um dort in Eindhoven am Army Urban Run teilzunehmen.

Denn so etwas wie dieser Lauf ist etwas ganz Besonderes und macht richtig viel Spaß! geschrieben, erlebt und verfasst von Anna Bommes

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35. Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf

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er 35. Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf am 29.06.2914 rund um die Europaschule hätte nicht besser beginnen können. Eine wie immer tolle Stimmung herrschte bei den vier PRIMAX-Läufen der Schwalmtaler KiTas, in dem insgesamt 318 Kinder das Ziel erreichten. Sieger und damit „Fittester Kindergarten“ wurde der Bewegungskindergarten Schier, der stolze 97% aller seiner Kinder an den Start brachte. Im PRIMAX-Lauf der Grundschulen hatte die GGS Waldniel die 18,6% aller Schüler die Nase vorn vor der GGS Amern mit mehr als 13%. Tolle 376 Läufer und Läuferinnen kamen ins Ziel des 5-km-Laufes. „Wir bedanken uns bei allen Starter und Starterinnen. Ein besonderer Dank geht jedoch an alle Schwalmtaler. Schwalmtal macht eben mobil,“ so Heinz Küsters. Die erste Mannschaft des AWO Familienzentrum Nottbäumchen gewann hier die Teamwertung. Bei den Firmen verteidigte das Team der Volksbank Viersen eG seinen Titel aus dem Vorjahr und bei den Familien war es erstmalig die Familie Korfmacher, die die Nase vorn hatte. Die neue Wertung der weiterführenden Schulen entschied die erste Mannschaft der AMG Runners für sich.

Wiederholung inbegriffen Mehr als 1.200 Voranmeldungen ließen erneut einen Teilnahmerekord beim Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf erwarten. Doch ein heftiges Gewitter führte zum Abbruch des 10 km-Rennens.

Viktoria-Lynn Klee beim 1-km-Lauf

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Sicherheit geht vor! Um 19.30 Uhr schien die Welt also noch in Ordnung – bis ein Gewitter über Waldniel um 20.05 Uhr zum Abbruch des gerade gestarteten 10-km-Rennens führte. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und hatten das Wetterradar ständig im Blick,“ so Heinz Küsters vom Organisationsteam. „Vielleicht wäre es besser gewesen, den Lauf erst gar nicht zu starten. Aber wir wollten es eben versuchen. Die Sicherheit unserer Läufer und Läuferinnen geht jedoch vor und nachdem das Gewitter genau über Waldniel zog und das Wetterradar nichts Gutes prophezeite, blieb nur der Rennabbruch.“ Für einen erneuten späteren Start gab es auch keine vernünftige Prognose. „Für die angereisten Starter und Starterinnen tut es uns sehr sehr leid, aber wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung.“, sagte Heinz Küsters. So


bot der Veranstalter allen Läufern und Läuferinnen spontan die Rückzahlung des Startgeldes an. Durch die frühzeitige Abreise aufgrund des Gewitters konnten auch nicht alle Preise des 5 km-Laufes übergeben werden. Diese Preise wurden in den nächsten 14 Tagen nachgeschickt. MARS Strassenlauf Cup Für die Cupwertung im MARS Strassenlauf hat man sich darauf geeinigt, dass allen gemeldeten LäuferInnen des 10-km-Rennens dieser Lauf als „teilgenommen“ gutgeschrieben wird. Für die Gesamtwertung zählen nunmehr die zwei besten Zeiten (statt bisher drei).

NEW Laufserie 2014 Aufgrund des wetterbedingten Rennabbruchs fehlte den Teilnehmern und Teilnehmerinnen an der NEW-Laufserie 2014 ein möglicherweise entscheidendes Wertungsrennen. Und so entschloss sich das Orgateam nach Rücksprache mit der NEW-Rennleitung dazu, am 20.08.2014 ein 10.000-m-Bahnrennen auf der Kunststoffbahn in Waldniel anzubieten. 43 Starter und Starterinnen nahmen diese Chance auf der Kunststoffbahn in Waldniel wahr. Nach dem „üblichen“ Gewitter in Waldniel gegen 18.00 Uhr sah man in den beiden Zeitläufen viele gut gelaunte Gesichter, fanden diese Läufe doch bei Trockenheit und in sehr familiärer Athmosphäre statt. Angefeuert durch die vielen Rundenzähler gab es die ein oder andere Bestzeit zu feiern. Nicht unerwartet konnte Achim Tholen von der LC Phönix Geilenkirchen die Männerwertung für sich entscheiden. Er siegte in 33:45,6 Min. Ebenso setzte sich die Favoritin Silke Optekamp von der tri Team Maxmo LGM in der Frauenwertung durch und siegte in 37:24,9 Min. Damit nahm der 35. Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf doch noch ein glückliches Ende und der OSC läd schon heute zur 36. Auflage am 19.06.2015 recht herzlich nach Waldniel ein. Erneut geht ein herzliches Dankeschön an alle Helfer und Sponsoren, die dieses Event erst möglich machen.

Volksbank Viersen eG

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Bonn Marathon

Meine Qualen Katja Kanditt blickt auf ihren Start beim Bonn-Marathon zurück.

Lange habe ich hin und her überlegt, welcher Frühjahrsmarathon es dieses Jahr werden sollte. Mein vorerst letzter langer Lauf sollte schon etwas Besonderes sein. Es sollte ein Städtelauf sein, nicht zu weit weg, etwas Stimmung und eher ein Frühjahrs- als ein Sommerlauf sein. Schließlich habe ich mich dann für Bonn entschieden. Freitags habe ich mit den Kindern die Startunterlagen abgeholt. Verkehrschaos in der Innenstadt vom Feinsten, geparkt haben wir schließlich im Parkhaus und dann irgendwie auch in der Innenstadt – in der ich ziemlich ortsunkundig bin – das Orgazelt gefunden. Die Messe war überschaubar, aber recht gut organisiert. Samstags die Kinder noch nach Ostwestfalen zu den Schwiegereltern gebracht und dann den freien Abend „genossen“. Andere Eltern würden einen freien Abend ohne Kinder, den wir ja nur extrem selten haben, sicher anders verbringen, aber ich stimmte mich „mental“ auf den Marathon ein. Etwas verrückt ist man schon!

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Geplant hatte ich so eine Zielzeit unter 3:20 Stunden. Die Vorbereitung hatte ich eigentlich ganz gut – also ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse – überstanden, und in Salzkotten bei den Westdeutschen war ich ja drei Wochen zuvor mit einer Zeit von 40:12 Min.

so schnell gelaufen wie schon seit vier Jahren nicht mehr. Aber irgendwie fühlte ich mich im Kopf doch etwas müde. Mal schauen, was der Lauf bringen würde. Geschlafen hatte ich sehr gut, fast zu gut, ich war kaum nervös, vom blauen Himmel strahlte die Sonne. Startschuß war mit 10:30 Uhr sehr spät. Anreise erfolge mit dem PKW, da wir ja im Anschluß noch die Kinder aus OWL wieder abholen wollten.

Also wurden wir auf einen großen Parkplatz geschickt, der leider bereits von den vorher startenden Halbmarathonläufern voll war. Ab ins Wohngebiet und dann zu Fuß zum Pendelbus zurück. In etwa 20 Minuten erreichten wir die Innenstadt. Hier war die Beschilderung eher unübersichtlich, so dass wir uns unter zahlreiche umherirrende Marathonläufer mischen konnten, die den Startbereich suchten. Schließlich fanden wir diesen jedoch. Die Sonne war mittlerweile stärker geworden und ich überlegte noch, vielleicht nicht doch lieber ein Sonnenbad auf der Wiese zu nehmen. Dann habe ich mich aber doch für den Lauf entschieden. Anfangs lief es auch prima – leider verflog dieses Gefühl recht schnell. Bei Kilometer 8 merkte ich schon, dass es


einfach zu warm war und ich bereits zu diesem Zeitpunkt Mühe hatte, meinen 4:37-Min.-Schnitt zu halten. Dann kam eine lange Passage am Rhein, wo der Wind einem schön ins Gesicht blies. Das war der Punkt, wo ich bereits sämtliche gute Zeiten abschrieb. Halbmarathon bin ich dann bei etwa 1:40 Std. durchgegangen, aber ich merkte, dass ich teilweise andere Läufer, die mich zuvor überholt hatten, wieder einholte. Die Sonne war nun auch von Wolken verdeckt. Ich biss mich an einer anderen Frau fest. Die konnte ich dann etwa bei Kimometer 28 – an der langweiligen Rheinpassage – entgültig überholen und abschütteln. Das gab natürlich Aufwind, zumal das Frauenfeld sehr schwach besetzt war. Irgendwann ging es dann wieder in die Innenstadt, wo auch mehr Zuschauer waren und das Ziel schon zum Greifen nah war. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel kam dann noch eine andere Frau von hinten angeflogen, die aber – wie sich später herausstellte – wohl eine Staffelläuferin war. Allerdings wollte ich mich nicht noch auf den letzten Metern überholen lassen und setzte zu einem Endspurt an. Den letzten Kilometer lief ich so in 4:20 Min. Naja wenn da nicht die vielen Kilometer davor gewesen wären, hätte ich zufrieden sein können. Im Ziel war ich dann nach einer gefühlten Ewigkeit mit einer Zeit von 3:26 Stunden. Als Erkenntnis nehme ich mit, dass die zweite Hälfte noch ganz ordentlich war und ein Marathon vor allem im Kopf entschieden wird. Und der ist zur Zeit bei mir einfach nicht frei….., aber das kommt schon wieder.

In Kürze OSC intern siegt

Neugestaltung

Die Fußball- und Leichtathletikvereine in Nordrhein-Westfalen produzieren vielfach qualitativ hochwertige und überaus informative Publikationen. Herausragend war die Teilnahme am Wettbewerb „Vereinszeitung 2013/2014“, zu dem der WFLV (Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband) gemeinsam mit „Vereinszeitung24.de“ aufgerufen hatte. Nach mehreren Beratungen mit ausgiebiger Sichtung aller erhaltenen Zeitungen, Festschriften, Stadionheften, etc. und unter Berücksichtigung verschiedener Bewertungsaspekte hat die Jury nunmehr die bemerkenswertesten Exemplare verglichen und die Gewinner in den verschiedenen Kategorien ermittelt.

Die traditionelle Jahresabschlussfeier des OSC Waldniel soll laut Wunsch der Jahreshauptversammlung 2013 neu gestaltet werden. Hierzu hat sich ein Ausschuss gebildet, der bereits im März erstmals getagt hat. Voraussichtlich wird die nächste Jahresabschlussfeier nicht im Dezember 2014, sondern im Januar 2015 stattfinden.

Noch eine Ehrung Bei der Wahl zur Sportmannschaft des Jahres 2013 der Rheinischen Post konnten die Deutschen Vizemeisterinnen im Crosslauf Theresa Berg, Nicola Orths und Elisabeth Rohbeck unerwartet einen 2. Platz belegen.

Sieger in der Kategorie „Vereinszeitung Leichtathletik“ wurde die OSC intern des OSC Waldniel.

Geburtstag

Vielleicht tut jetzt auch mal eine längere Pause ganz gut!

Die Prämie der RP von 1.000 Euro, die für die Weiterentwicklung und Förderung der Nachwuchssportler in der Jugendarbeit vorgesehen ist, wurde zwischen dem OSC und den Sportlerinnen aufgeteilt.

Katja Kanditt Diese Drei sind die einzigsten noch Aktiven, die die FrauenSport Gemeinschaft FSG mit gegründet haben. Lilo Kietzer (li.) feierte in diesem Jahr ihren 80sten Geburtstag. In der Mitte Rolf Strickling und rechts Ria Schäben.

Mehr OSC Waldniel – www.oscwaldniel.de

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Z

wei Jahre nachdem Reiner Bohnen das erste Mal ein „Trainingslager“ über die Ostertage organisiert hat, waren wir auch in diesem Jahr wieder im Ferienpark Kaverweide zu Gast. Nach der regen Beteiligung in der Vergangenheit, in der wir das 34-PersonenHaus mit Leben und Laufsachen füllten, ist die diesjährige Gruppe auf zwölf Teilnehmer geschrumpft. Einige meldeten schon im Voraus ihren Ausfall durch Studium, etc., andere wiederum zogen einen Platz im Krankenhaus spontan der niederländischen Nordsee vor. Der Vorteil einer solch überschaubaren Gruppe stellt sich schnell als ausgezeichnetes Gruppenklima mit Kontakt zu jedem Mitglied heraus. Dies sollte auch unser Leidfaden, neben dem Laufen, für die knapp vier Tage sein. Für die einen begann das Trainingslager bzw. die Anreise dorthin schon am frühen Freitagmittag. Nach einer dreistündigen Autofahrt mit überschaubaren Staus drehten Philipp, Reiner K., Kai und ich unsere erste Runde im Wald von Burgh-Haamstede. Die „großen“ Jungs waren schon voller Vorfreude, da es ihre absolute „Lieblingsrunde“ ist. Für die anderen hieß es da also mitlaufen, mithalten, die Natur bewundern und sich selbst wunden, wie gut die Strecke doch ausgeschildert ist. Das war vor zwei Jahren definitiv anders! ;-) Kurz zum Streckenprofil: 5,5 km bergauf und ab, über Waldboden und Sand, vorbei an kleinen Seen, Schilf, kurvig, steil und einem tollen Ausblick auf den Leuchtturm.

Fazit: Hier macht es wirklich unglaublich viel Spaß zu laufen, selbst wenn man normalweise keine Crossläufe liebt, so wie ich ;-) Nach der ersten kleinen Trainingseinheit ging es dann an‘s Schlüssel abholen und an‘s reservieren der besten Zimmer, bevor die anderen ankommen. Da die zweite und dritte Gruppe Ankömmlinge im Gegensatz zu der ersten Gruppe noch nicht trainiert hatten, zogen diese flott ihre Laufschuhe an, um einen kurzen Strandlauf zu absolvieren. Wem das Nachmittagstraining noch nicht genügte, schloss sich der Gruppe eben noch einmal an. Im Anschluss daran konnten die mitgebrachten Speisen zum Abendessen verputzt werden und der Abend in geselliger Runde ausklingen. Die Morgende begannen jeweils mit der ersten Trainingseinheit des Tages. Am Samstag, wie auch am Sonntag, hieß es 60 Min.-Strandlauf. Während die Mehrzahl der Gruppe entweder laufend oder radfahrend fleißig unterwegs war, bereitete Steffi uns ein reichhaltiges Frühstück vor, bestehend aus Brot, Brötchen, Müsli, Aufschnitt, Käse, Obst und Eiern. Unsere Energiereserven wurden wieder gefüllt, sodass die nächste Herausforderung gemeistert werden konnte. Für die einen hieß das lernen, für die anderen die umliegenden Orte besuchen, die Matschgrube unsicher machen oder einfach nur schlafen – zur zweiten Trainingseinheit in Burg-Haamstede wollte man(n) ja schließlich wieder fit sein. Erstaunlicherweise wollten die Jungs die Runde von gestern wieder laufen, nur schneller. Highlight dieses Trainings war allerdings eine Gruppe Wildpferde, die zottelig dreinblickend am Eingang des Naturparkes standen, sowie die

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Ellemeet

Trainings Zwei Jahre nachdem das erste Mal ein „Trainings tage organisiert hat, diesem Jahr wieder im Ferien


Tatsache, dass Frauen es trotz neuer Beschilderung noch schaffen, sich zu verlaufen. Vielleicht gab es doch keine Verbesserung des Leitsystems, sondern nur einen Austausch der alten Schilder. Da Training aber in jeden Fall hungrig macht, wurde abends mit allem Drum und Dran gegrillt, sogar ein Kasten Bier hatte Tom (5 Jahre) gesponsert. Der Wettergott meinte es gut mit uns und ermöglichte es, die ein oder andere Stunde draußen zu sitzen. Dennoch zog es einige vor den Fernseher, um die Sportschau nicht zu verpassen. Wie im Trainingslager üblich wurden abends die Spiele rausgeholt und der sportliche Ehrgeiz auf das Kartenspiel übertragen. Auf Platz 1 der beliebtesten Spiele in Ellemeet schaffte es nach seinem Erfolg 2012 auch dieses Jahr erneut das Hornochsenspiel. Ziel dieses Spiels ist es, möglichst wenig Karten (mit Hornochsen) am Ende auf der Hand zu haben.

nachmittags auf die neu geteerte Straße vor dem Brouwersdam ging – für 500-mTempoläufe. Am letzten Abend wurde dann in gemütlicher Runde bei Wein, Bier, Chips und Schokolade (obwohl oder gerade weil wir im Trainingslager waren) zusammen der französische Kinoerfolg „Ziemlich beste Freunde“ geschaut. Alle, die den Film noch nicht kannten, waren begeistert. Der letzte Tag begann mit einer letzten Trainingseinheit in Burg-Haamstede auf der hoch favorisierten Runde. Spätestens heute lernten auch die Letzten diese Runde kennen und lieben. Während sich fast alle 5,5 km lang die Sanddünen rauf und runter quälten, war Daniel auf Grund seiner Blasen an den Füßen mit Tom ein letztes Mal in der Matschgrube. Nach dem Frühstück machten sich die ersten Autos auf den Heimweg Richtung Waldniel. Einzelne hatten uns schon am Sonntagabend verlassen, andere blieben noch ein bis zwei Stunden für eine Portion Kibbeling und eine Cacaomelk am Strand.

lager 2.0 Reiner Bohnen lager“ über die Osterwar der OSC auch in park Kaverweide zu Gast.

Am Sonntagmorgen war es dann endlich so weit: Ostersonntag, mit anderen Worten die Eiersuche begann direkt nach dem Strandlauf. Osterhase Reiner lief extra schnell an diesem Tag, um sein Pensum zu erfüllen. Tom, mit seinen fünf Jahren der kleinste und jüngste in der Runde, hatte mächtig Spaß und wollte am liebsten den ganzen Tag weiter suchen. Leider gab es so viele Ostereier dann doch nicht, obwohl sich auch auf dem Frühstückstisch einige zwischen den Osterlämmern versteckten. Einige fleißige Läufer versammelten sich später um die Mittagszeit zum Lernen im Wohn- & Esszimmer, während, wie am Vortag, andere von ihren Fahrrädern Gebrauch machten bevor es

Gott sei Dank konnten wir uns in diesem Jahr vor zusätzlichen Einheiten Stabi „drücken“. Nichts desto trotz war es neben einem schönen Wochenende innerhalb einer guten Gruppe sicher auch ein effektives kleines Trainingslager. Und das vor allem was das Krafttraining angeht. Strand- und Waldeinheiten sei Dank. Ein weiteres Dankschön geht an Reiner für die Organisation und an Steffi für die ausgezeichnete Verpflegung. Nicola Orths

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Urbantrail Lyon

K

ann ein neues Jahr besser beginnen als meines?

Das ist wohl kaum zu toppen. Mit großer Freude habe ich die Mail von Runnersworld gelesen, in der stand, dass es Fortuna sehr gut mit mir gemeint hat. Hatte ich doch tatsächlich ein komplettes Laufwochende nach Lyon zum Urbantrail gewonnen. Inkl. Flug und Übernachtung für zwei Personen. Bin ich ein Glückspilz! Obendrauf gab es sogar noch Schuhe von Salomon und einen Startplatz für den Urbantrail. Worauf ich mich da einließ wurde mir erst bewußt, als ich mich kundig machte und die ersten Videos zu diesem etwas anderen Städtelauf im Internet anschaute. Viele Berge, unzählige Treppen und 600 Höhenmeter sollten quer durch die Stadt bewältigt werden. Hörte sich echt spannend an. Am Samstag, dem 12.4.2014, trat ich diese interessante Reise zusammen mit meinem Mann an. Um 4:20 Uhr klingelte schon der Wecker. Ganz schön früh, aber so hatten wir auch was vom Wochenende.

Treppauf, treppab! Urbantrail nennt sich die neueste Variante von Städteläufen, die ungeachtet von steilen Treppenpassagen quer durch die Städte führt. Inge Schäben-Buscher ging in Lyon auf die 12 km-Runde.

Nach völlig problemloser Anreise nach Frankreich konnten wir schon um zehn Uhr das Hotelzimmer beziehen und meine Wettkampfunterlagen holen. Zum Glück hatte ich mich in Deutschland einer sportärztlichen Untersuchung unterzogen. Denn hinter diesem Zertifikat war der Veranstalter akribisch her. Am nächsten Tag wurde schon um sieben Uhr ein Baguette mit Honig gefrühstückt, damit ich gut gestärkt um 9:30 Uhr an den Start gehen konnte. Tausende Gleichgesinnte versammelten sich schon am Rathausplatz. Wenn ich mich so zwischen den gut gelaunten Läufern umschaute, fiel mir auf, dass fast alle Trailer einen Getränkerucksack trugen. Ich nicht. Sollte ich das etwa bereuen? Wussten die etwas, was ich nicht wußte? Wie sich nachher herausstellte und wie ich im Vorfeld auch gelesen hatte, gab es doch unterwegs zwei Getränkestationen. Also konnte ich mir die Last auf dem Rücken doch gut ersparen. Pünktlich um 9:30 Uhr fiel dann auch der Startschuss. Aber was war das?

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Welches Tempo schlugen die Franzosen denn hier an?! Voll langsam! Nichts für mich. Ich überholte auf dem leeren Bürgersteig. Nach ca. 500 m war mir dann aber sofort klar, warum die anderen dieses Tempo angeschlagen hatten. Es ging mindestens 500 m durch einen Tunnel bergauf. Aber so was von steil. Puh! Hammer!!! Ich habe noch nie bei einem Wettkampf so viele direkt auf den ersten Metern keuchen hören. Dieses Geräusch sollte mich auch die nächsten Kilometer bis zum Ziel begleiten. Eine gerade Strecke ohne Steigung oder Gefälle ... Fehlanzeige! Für mich absoluten Flachlandtiroler eine echte Herausforderung. Es hieß unzählige Treppen rauf und runter zu bezwingen. Manchmal war an Laufen gar nicht zu denken. Da war ich nur froh, die nächste steile Passage zu überwinden. Kopf runter, Arme an den Seiten mitnehmen und Schritt für Schritt denken. Teilweise gab es solche Engpässe, dass man sogar stehen bleiben musste. Zwei Brücken musste die Läuferschar überqueren, dass war vielleicht seltsam. Die Brücke wackelte dermassen, dass ich mir wie auf einem riesig langen Trampolin vorkam. Ein ganz komisches Gefühl! Ungefähr zur Hälfte ging es recht steil den unwegsamen Berg wieder herunter. Da habe ich das Schlimmste gedacht. Meldete sich doch mein Knie, mit welchem ich über ein halbes Jahr verletzungsbedingt meine Laufeinheiten runter schrauben musste. Das war ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Gott sei Dank hatte ich es getapet, sodass ich beim nächsten Hochlaufen dem Schmerz davonrennen konnte.

Nachdem wir den höchsten Punkt Lyons über Steine und ungleiche Stufen erreicht hatten, ging es über eine Wiese quer Feld ein wieder runter Richtung Fluss. Dort ging es durch einen sehr schönen 1.700 m langen Tunnel. Das Rohr durch die Erde wurde von Lichtspielen angestrahlt und mit Musik untermalt. Eine Wohltat für den geschundenen Läufer. Und das Schönste: Es war völlig flach. Schnell habe ich einen schönen, langen und zügigen Wettkampfschritt gefunden. Da die Kilometeranzeige ziemlich rar ausgeschrieben war, konnte ich überhaupt nicht einschätzen, wie viele Kilometer ich schon absolviert hatte. Meine laufende Stoppuhr half mir auch nicht wirklich weiter. Durch die ganzen kräftezehrenden Bergaufpassagen war es unmöglich, anhand der Zeit die zurückgelegte Strecke zu bestimmen. Egal, tapfer weiter! Nach etlichen Treppen ging es dann Richtung Rathaus. Die Sportbegeisterten liefen quer durch das Gebäude und dann ging es nur noch einige Treppen runter. Dort landete man sofort in dem total überfüllten Zielbereich. Ich mußte mich erst einmal durch die verschwitzten Mitstreiter kämpfen, um meine geleerten Wasserspeicher wieder aufzufüllen. Ich habe schon hunderte Wettkämpfe bestritten, aber dieses Event gehört eindeutig zu eines der härtesten. Von der Ausdauer her kein Problem, aber die Kraft! Es war toll, dabei gewesen zu sein. Es war zwar ein anstrengendes, aber auch ein spannendes Erlebnis. Und geschenkt ist nunmal geschenkt. Inge Schäben-Buscher

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Witzig Der kürzeste Läuferwitz der Welt: „Treffen sich zwei gesunde Läufer.“

Treffen sich ein Walker und ein Läufer. Meint der Walker: „Und gehts?“ Darauf der Läufer: „Es läuft !“

Die Lehrerin sagt zu einem Schüler: „Konjugiere das Verb gehen.“ Der Schüler: „Ich gehe ... ähm... sie gehen ... ehmm ... er geht ...“ „Wie wäre es etwas schneller?“, fragt die Lehrerin. Und der Schüler: „Ich laufe, du läufst, sie läuft....“

Wer Probleme mit dem Kreislauf hat, sollte mal geradeaus laufen.

Laufschuhe sind technische Wunderwerke. Die neuen Modelle können sogar das Wetter vorhersagen. Ich frage in einem Sportgeschäft danach und die Verkäuferin erklärt mir den Superschuh: „Lassen Sie Ihre Laufschuhe vor dem Fenster für eine kleine Weile stehen. Wenn sie nass sind, regnet es. Wenn sie trocken sind, ist es sonnig und wenn Sie sie nicht mehr sehen können, ist es neblig!“

„Stimmt es, dass die wilden Tiere im Dschungel einem nichts tun, wenn man eine Fackel in der Hand trägt?“ „Kommt darauf an, wie schnell man mit der Fackel läuft.“

„Joggen ist die schönste Sportart!“ „Ach ja, was sind Sie denn von Beruf?“ „Orthopäde!“

Zwei Läufer auf der Bahn: „Sch..., da kommt ein aggressiver Hund hinter uns angerannt!“ „Keine Angst, wir haben doch einige Runden Vorsprung.“

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m 30. Mai starteten 38 FSG-Mitglieder – Rolf mit seinen Frauen. Fahrer Peter sagt: „Mit den Mädels!“ Wie immer bestens gelaunt, chic und adrett ging es Richtung Weser– und Wiehengebirge. Nach der Ankunft im GOP Hotel Kaiserpalais im Kurpark wurden die Zimmer belegt und alle freuten sich auf eine Hotelführung. Anschließend wurde die Innenstadt mit vielen gemütlichen Cafes und schönen Geschäften erkundet. Der sehr gepflegte Kurpark mit seinen Wasserfontänen war sehenswert. Das abendliche Essen war für uns etwas Außergewöhnliches. Aus einer Vielzahl von frischen Zutaten stellte sich jeder Gast individuell eine Kreation zusammen, die anschließend auf dem Mongolengrill zubereitet wurde. Nach dem Essen ging es in den wunderbaren Varietée-Saal mit der Show „Je t’aime“. Den Abend beendeten die Frauen mit einem Besuch der zur Auswahl stehenden vier Diskotheken. Das Frühstücksbuffet überwältige uns und niemand hatte eine Idee, was noch zu ergänzen wäre. Am zweiten Ausflugstag wurde eine Wanderung angeboten. Einige blieben jedoch im Park, bummelten durch das Städtchen und ließen es sich gut gehen. Von der Stadt Porta Westfalica vorbei am Fernsehturm war das nächste Ziel das weit sichtbare Kaiser-WilhelmDenkmal. Leider erhielten wir von einem absteigenden Wanderer eine ungenaue Wegbeschreibung. Da aber der Weg das Ziel ist, ging es treuergeben hinter Helga kreuz und quer weglos hoch zum Wittekindsberg. Wir hangelten an Wildzäunen und nahmen dicke Stöcke als Stütze. Helga motivierte uns: „Jetzt sind wir schon bis hier und es gibt kein zurück!“ Die Belohnung am Fuße des großen Wilhelm war eine tolle Fernsicht. Weiter ging es in die Ausflugsoase „Salz und Zuckerland.“

Im Brunnenmeisterhaus servierten fleißige Hände Kuchen wie aus Omas Zeiten. Wir besuchten die Bonbonküche und bestaunten das Angebot von außergewöhnlichen Seifen und Süßigkeiten. Vorbei an der Saline atmeten wir salzhaltige Luft ein. Dann wartete der Bus auf uns für die Fahrt ins Hotel – einige Unermüdliche gingen auch noch den Rest des Weges zu Fuß. Im Restaurant Palmengarten feierten wir das 50jährige Jubiläum. Es gab eine Laudatio auf Rolf und die Organisatoren dieses besonderen Wochenendes und auch Dankeschöngeschenke. Ganz besonders freuten sich alle Mitglieder


gefüllt. So erklang auf der Rückfahrt einstimmig ein Dankeslied. Danke für diesen schönen Ausflug danke für diese schöne Zeit danke das wir uns all gefunden heut an diesem Tag über das Erinnerungfotobuch aus den letzten 50 Jahren. Ein ganz besonderes Menü gehörte auch dazu. Zum Ausklang des Tages saßen wir alle bei beleuchteten Wasserspielen auf der Terrasse. Nach dem Frühstücksbuffet wartete noch eine Überraschung auf die Jubelgruppe. Mit einem Schiff befuhren wir den Weserberglandkanal. Die Stimmung erreichte einen weiteren Höhepunkt. Das Glas der Lebensfreude war randvoll

Danke für diese schönen Tage danke für all den Sonnenschein danke für all das gute Essen und den leckeren Wein Danke für diesen schönen Ausflug danke für diese tolle Show danke an unsern Fahrer Peter der uns sicher fährt Danke für diese 50 Jahre danke an unsern Trainer Rolf

danke für deine Übungsstunden und für die Geduld Und ganz zum Schluss – mit Sologesang – bedankte sich Regina als Organisatorin sogar noch bei uns Frauen. Die gute Stimmung und Begeisterung war grenzenlos. Es wurde überlegt, nicht esrt in fünf Jahren, sondern in einem kürzeren Abstand wieder zu fahren. Einige fragten schon nach der Anmeldeliste! Claire van de Flierdt

FrauenSport Gemeinschaft

Mit den Mädels! Der Höhepunkt des Jubiläumsjahres der FSG war die dreitägige Fahrt nach Bad Oeynhausen.

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Two Oceans Marathon

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rühjahr 2012: Ich: „Wie wär’s mit Urlaub in Süd Afrika?“ Helen (meine Frau): „Schön! Wann?“ Ich: „Ostern 2014.“ Helen: „Genau dann? Wieso?“ Ich: „Ähhh … ein Lauf!“ Helen: „Ok! Marathon?“ Ich: „Etwas länger!“ September 2012: Familienhochzeit in England. Ich sitze neben einer Tante der Braut aus Johannesburg. Sie: „Warst Du schon in Südafrika?“ Ich: „Nein, noch nicht. Wir werden dort zu Ostern 2014 sein.“ Sie: „Und wo?“ Ich: „Kapstadt. Ich laufe den Two Oceans.“ Sie: „Ach was!“ Obwohl es zahlreiche Läufe in Südafrika gibt, kennt jeder die zwei Großen, nämlich Comrades und Two Oceans (und hält die Teilnehmer für wahnsinnig!). Jetzt ist es öffentlich, die ganze Familie weiß es und es gibt kein zurück. Weihnacht 2012: Die erste grobe Planung: In 2013 sollen es drei bis vier Marathonläufe sein. 2.500 Jahreskilometer sollen absolviert und ein ÜberdistanzLauf durchgestanden werden. Januar 2013: Schon der erste Marathon in Kevelaer in 4:12 Std. ist akzeptabel. April 2013: Marathon in Wien ist angesagt. Familie und Freunde bringen etwa zehn LäuferInnen zusammen, plus einer Staffel aus der erweiterten Familie aus Ungarn.

Marathon „etwas länger“ In Südafrika findet jährlich ein Lauf über 56 km zwischen dem Indischen und dem Atlantischen Ozean statt. Alan Friend (M65) nahm im Frühjahr 2014 daran teil und bewältigte die mehr als 1.500 Höhenmeter.

Also nach Wien. Wir treffen die Familie: Steph (später Verlobte eines Neffen) will mit mir laufen und versuchen, unter vier Stunden zu bleiben. Das wird hart, aber ich glaube, dass ich mindestens bis Kilometer 30 mitlaufen kann. 14. April, 8 Uhr. Wir reisen zum Start, wo ich Steph treffe. Es wird warm. Wir finden gleich das angestrebte Tempo, aber ich merke schon früh, dass es bei dieser Temperatur etwas zu schnell ist. Richtung Schönbrunn ist mir klar, dass wir es nicht durchziehen können und sage Steph Bescheid. Sie ist erleichtert! Ich überrede sie, im Ziel nicht beim Halbmarathon einzubiegen (was in Wien immer angeboten wird – unterwegs auf die kurze Distanz umzuschalten und in die Halbmarathonwertung kommen). Bei Kilometer 25 bin ich dann alleine. Bei Kilometer 28 bekomme ich eine Krise und Steph kommt wieder ran; und so wechseln wir uns auch weiterhin bis ins Ziel ab. 4:25 Std. – PSZ (Persönliche Schlechteste Zeit). Enttäuschend.

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August 2013: Der Überdistanz-Lauf steht an. Der Solinger Klingenpfadlauf ist ein Etappenlauf auf Waldwegen, Pfaden und Straßen rund um Solingen, mit einer Länge von 73,5 km. Ich bin ihn schon einmal gelaufen. Start ist um 6 Uhr und gleich zu Beginn gibt es Treppen!

Fahrt Richtung Hotel. Unterwegs passieren wir das Congress Centre und machen kurzen Halt um die Startnummer usw. abzuholen.

Doch alles läuft problemlos – bis Kilometer 68. Hier habe ich dann einen Anfängerfehler gemacht und mich für eine kurze Pause hingesetzt. Als ich wieder zu Laufen begann, habe ich sofort Krämpfe in beiden Waden bekommen und konnte mich nur schleppend ins Ziel retten.

Samstag, 19. April: Viertel vor Vier. Ich bin schon wach! Schalte den Wecker aus. Krieche ins Badezimmer, wo mein Laufdress bereitliegt. Ankleiden. Zurück ins Schlafzimmer. Helen ist wach. Ich: „Bis später!“ Helen: „Viel Glück!“

Also, aufpassen mit Pausen! Oktober 2013: Am 15. Oktober wird die Anmeldung für den Two Oceans eröffnet. Die Qualifikation verlangt für Einheimische einen nach den 1. Juli absolvierten Marathon (Ausländer müssen dies nicht, aber es wäre „wünschenswert“). Ich plane also am 13. Oktober in Essen zu laufen. Aber es kommt eine Familienangelegenheit dazwischen und ich muss mich kurzerhand nach Alternativen umschauen. Meine Wahl fällt auf Witten am 12. Oktober. Zwei Runden, teilweise off-road, hügelig, schön. 4:09 Std. sind es am Ende. Zufriedenstellend!

Freitag, 18. April: Autofahrt nach Hout Bay über den „Chapman’s Peak“. Hier wird morgen gelaufen!

Also ist das Jahresziel erreicht.

Im Flur treffe ich ein jüngeres Paar. Sie gehen Richtung Ausgang. Ich: „Geht Ihr schon?“ Sie: „Ja, laufe Halbmarathon.“ (Start ist um 6, halbe Stunde vor dem Ultra).

Am ersten Wochenende im Januar laufe ich den Kevelaer Marathon in 4:02 Min. Auf Kurs! Februar / März 2014: Unterstützt durch das milde Wetter geht das Training bestens voran. Meist wird, wie seit Jahrzehnten, früh morgens gelaufen. Fast immer in der Dunkelheit mit Stirnlampe und blinkendem Halsband für meine Hündin Layla. Eine typische Woche sieht jetzt so aus: Täglich:

Aufwärmen und Lockern auf dem Rudergerät

Montag

Fartlek (10x300 Schritte)

Dienstag

Pause

Mittwoch

Mittlerer Dauerlauf

Donnerstag 15. Oktober, 10:00 Uhr, angemeldet! Gleich danach Flüge gebucht. Weihnachten 2013: Jetzt tüftele ich an einem detaillierten Trainingsplan. Zum ersten Mal seit langem bringe ich Struktur in den Plan. Mit Tempoeinheiten, Bergläufen, Erholungsläufen, Tempowechselläufen usw. Lange Läufe sollte ich bis auf vier Stunden ausbauen. Der Wochenumfang ist auf 60 bis 65 Kilometer gesetzt. Drei Wochen Zyklus, viermal durch und anschließend Tapering (Anm. der Redaktion: Tapering bezeichnet die Reduktion des Trainingsumfangs vor einer großen Ausdauerbelastung (Wettkampf)). Übrigens: Mit meinem Silvesterlauf in Wegberg komme ich auf 2.501 Kilometer in 2013. Dazu drei Marathonläufe und ein Ultra.

Puls 85 - 90%

4:20 Min.

15 km

Puls 77%

5:37 Min.

Tempolauf

5 km

Puls: 85%

4:58 Min:

Freitag

Jogging

6 km

Samstag

Pause

Sonntag

Dauerlauf

Puls: 78%

2:40 Std.

Gesamt: April 2014: Der Marschplan für den Two Oceans ist zusammen gestellt: 5:50-Min.-Tempo mit Gehpausen bei Anstiegen. Insgesamt sind 16 km Gehen mit einem Malus von 1:30 bis 2:00 Min. geplant. Daraus ergibt sich eine Endzeit von 5:55 Std. Mittwoch, 16. April: Flug nach Kapstadt über London. Etwa 14 Stunden unterwegs. Donnerstag, 17. April: Ankunft in Kapstadt, Mietwagen abgeholt und

28 km 68 km

Richtung Frühstückszimmer treffe ich Peter, unseren Hotelwirt. Ich: „Was machst Du hier um vier Uhr morgens?“ Er: „Ich muss auf meine Gäste aufpassen, auf die verrückten Läufer.“ Zwei andere Läufer sind auch noch da. Ich verabrede mich, sie zum Start zu begleiten. Viertel vor 5 Uhr: Unser Taxi ist da. Immer mehr Verkehr als wir Richtung Universität fahren. Lange Warteschlangen zu den Parkplätzen. Unser Fahrer

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... Fortsetzung von Seite 11 macht einen Umweg. Wir springen vorher raus und wandern mit der Horde (ca. 25.000 Menschen für die zwei Läufe) in Richtung Startbereich. Um 6 Uhr startet der Halbmarathon. Danach nehmen wir in den Startblöcken Aufstellung. Ich bin in Block D. Habe eine rosa Nummer, was „Ausländer“ bedeutet. Die Stars werden vorgestellt, die Nationalhymne gesungen (von den anderen) und Punkt 6:30 Uhr fällt der Startschuss. Nach drei Minuten erreiche ich die Startlinie und wir laufen gemütlich leicht bergauf durch die dunklen Straßen der südlichen Vororte. Nach gut einer halben Stunde werden die Straßenlampen ausgeschaltet und es wird hell. Eine Brise ist im Gesicht spürbar und bedeutet, dass wir später Rückenwind bekommen werden, was allerdings mit steigenden Temperaturen nicht optimal wird. 16 km: Wir sind am Ozean angekommen, dem Indischen! Mein Tempo ist genau richtig: 5:45 Min., aber mein Puls ist höher als gewünscht. Muss der Adrenalineffekt sein, einfach ignorieren! 22 km: Wir biegen vom Meer ab. Ich spüre sofort die Änderung der Windrichtung. Es ist schon über 20° warm. 25 km: Plan 2:25:50; Ist 2:25:00! Perfekt! 26 km: Wir werden kurz angehalten und müssen hinter einem gespannten Seil warten. Es ist ein Art Schleuse, die es erlaubt, den Verkehr stoßweise zu kreuzen. 28 km: Der erste ernst zu nehmende Anstieg. Der Vorbote von Chapman’s Peak, genannt „Little Chappies“. Erste Gehpause. Und damit bin ich nicht alleine. Man freut sich! 30 km: Plan 3:00:30; Ist 2:56:33. Ist doch prima! Die Gehpausen sind kürzer und schneller als geplant. Aber – der erste Wadenkrampf war schon da! 32 – 35 km: Anstieg zum Chapman’s Peak. Gehpause mit kurzer Laufeinheit für die Kamera. 35 km: Der Gipfel ist erreicht. Wieder ein Wadenkrampf. Pause für eine Massage. Die Verbesserung ist spürbar und los geht’s im Laufschritt. 100 m später –

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CRASH! Mit meinem typischen „MarathonSchlappschritt“ bin ich anfällig für Stolpersteine und ein Katzenauge hat mich erwischt. Mit voller Wucht schmeißt es mich auf den Boden. Helfende Hände; schimpfen; fluchen; abtasten; wieder laufen. Läufer: „Geht’s dir gut?“ Ich: „Nein.“ Läufer: „Schau mal deinen Arm an!“ Ich schaue. Hautfetzen und Blut. Viel Blut. Tropft von meinen Fingern. Nochmals fluchen.

Ist gleich irgendwas plus irgendwas, bis endlich eine Zeit von 6:20 Std. plausibel zu sein scheint. 47 km: Ganz oben und die dritte Massage. Gleich danach geht es bergab und ich kann richtig laufen! 49 – 55 km: Wieder wechselweise Laufen und Gehen. Es ist sehr warm, aber durch die botanischen Gärten auch schattig. Ich laufe wie im Trance. 56 km: Jetzt noch einmal zusammenreißen. Unbedingt laufen, egal wie, aber durch den Zielbogen. Ende, vorbei, Weinkrämpfe, Muskelkrämpfe. Zwei Medizinstudentinnen kommen auf mich zu: Sie: „Geht’s dir gut?“ Ich: „Nein.“ Ich zeige meinen Arm. Sie „Brauchst du eine Behandlung?“ Ich: „Ja, amputieren.“ Sie: „Ellbogen oder Schulter?“ Ich: „Schulter. Nimm den Ganzen.“ Wir lachen.

Läufer: „Du solltest zur Ersten Hilfe!“ Ich: „Quatsch, ich bin hier zum Laufen!“ Der sechs Stunden Pacemaker trabt mit seinem Tross vorbei. Er ruft alle paar Sekunden „Passt auf die Katzenaugen auf!“. Zu spät! Ich schließe mich der Gruppe an und wir laufen weiter. 39 km: Flachland und dann wieder ein Krampf. Die Sechsstundengruppe läuft weg und ich gebe meine angestrebte Zielzeit auf. Erleichterung! Ab jetzt eine Mischung zwischen Laufen und Gehen. Bin nicht der Einzige, überall sehe ich andere mit gleichen Problemen. Es ist jetzt 24° warm. 41 km: Der Anstieg auf den „Constantia Nek“ beginnt. Der Plan für diesen Abschnitt war sowieso gehen. Der Marathonbogen steht vor mir. Für eine zweite Massage mache ich Pause. Die Marathonzeit liegt knapp unter 4:30 Std. Ich marschiere weiter und versuche mir ein neues Ziel zu setzen. Mein Gehirn funktioniert kaum und es dauert eine Ewigkeit um zu rechnen: 16 km noch, die eine Hälfte im Laufschritt (6 Min.) und die andere Hälfte im Gehschritt (8 Min.).

Ich höre meinen Name. Helen eilt zu mir. Hilft mir zum Massagezelt. Zwei Masseure (die Medizinstudentinnen suchen noch das Skalpell), einer um mich festzuhalten und der andere um mich zu foltern. Helen holt mir drei Donuts. Ich vernasche diese in Sekunden.


Irgendwie finden wir unseren Weg zu einem Taxi und fahren zum Hotel. Dusche, Bier trinken, schlafen und dann ab ins Restaurant. Ich habe großen Hunger! Am nächsten Tag brechen wir nach Robben Island auf. Überall sehen wir humpelnde Wesen in leuchtend grünen Finisher-T-Shirts. Ein Spiegelbild meiner Selbst. Auf dem Schiff begegne ich einem langen Farbigen. Er humpelte gewaltig. Ich: „Wie war’s?“ Er: „Habe mein Bein aufgeschlitzt.“ Ich: „Wobei?“ Er: „Bin hingefallen. Bei Kilometer 35 km, ein Katzenauge.“ Ich: „Ich auch!“ Er zeigt seine Blessuren. Ich zeige meine. Wir lachen. Kriegshelden. Und zum Schluss die wichtigsten Details: Strecke: Höhenmeter:

56,2 km 1.501 m

Nachlese

Ein Karnevalssamstag der besonderen Art Manchmal ist es so im Leben dass tolle Menschen 75 Jahre alt werden. Dazu gesellte sich ein weiteres Jubiläum galant die Frauensportgemeinschaft hat jetzt schon 50 Jahre hat Bestand. Rolf Strickling lud alle FSG-Frauen ein zu einem lustigen Beisammensein. Selbst aus Aachen kam ein Gratulant er ist in Schwalmtal teils gut bekannt. Begleitet von zwei Messdienerinnen konnten sie mit ihren Lobgesängen viel Freude bringen. Monika Hauers und Iris Louven machten ihre Sache gut trugen sie doch einen Kuchenspitzenhut. Dann gab es heißen Kaffee mit leckerem Kuchen herzliches Lachen brauchte man an diesem Tag nicht zu suchen.

Streckenprofil: Ergebnis: Zeit: Anmelder: Im Ziel:

siehe Abbildung 5.349. Platz 6:21:01 B; 6:17:34 N. 11.000 8.260 Alan Friend

Auch einige Dülkener Möhnen ließen es sich nicht nehmen als FSG-Frauen an der Feierstunde teilzunehmen. Ihre eigene Karnevals-CD war perfekt im Rhythmus wurden die Hände zum Himmel gestreckt. Besonders musste John Crisp alte Gründungsmitglieder erwähnen die Namen sind Rolf Strickling, Lilo Kietzer und Ria Schäben Perfekt folgten viele einzelne Vorträge die FSG-Frauen sind nicht nur beim Sport sehr rege. Magrit Seidemann hatte ein Tänzchen einstudiert auch hiermit wurde Rolf überrascht und gratuliert. Sylvia Bockers hatte wieder perfekt das Geschenk für Rolf in einem Karton versteckt. Eine Nachtlampe wird Rolf an die Stirn sich binden so wird er den Weg zur Turnhalle und zu seiner Maria finden. Und Nina Schwarze wollen wir nicht vergessen gestaltet sie immer die Geburtstagskarten wie besessen. Rolf und Maria – ein tolles Team die beiden sind für den OSC immer ein Gewinn. Gerne denken wir an diese Stunden zurück und wünschen euch weiterhin ganz viel Glück.

Claire van de Flierdt

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Erfahrungsbericht

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ange daran gedacht und mit vielen Marathons darauf vorbereitet, nun war es soweit, mein erster 100-km-Lauf! Dieser sollte beim Thüringen Ultra in Fröttstädt stattfinden – eine grosse Runde durch den Thüringer Wald. Am Freitag waren wir mit meinem Mann Pedro und Markus aus Sonsbeck gemeinsam angereist. Als wir ankamen , warteten schon Steffi und Ralf (beide aus der Gegend um Hettstedt) auf uns, die auch den 100er laufen wollten, Steffi schon ihren Dritten. Steffi war diejenige, die mir schon vor zwei Jahren von Fröttstädt erzählt und mir das tolle Video vom Lauf gezeigt hatte. Andrea aus Berlin begrüßte mich auch direkt. Sie wollte so wie Markus und ich auch ihren ersten 100er laufen. Erstmal Zelt aufbauen, Startunterlagen holen und sich noch mit einer „Ultrafreundlich“-Tasse vom Veranstalter Gunther versorgen lassen. Insgesamt waren wir super positiv überrascht: Ein sehr schöner Campingplatz, tolle Organisation. Einfach nur eine schöne gemütliche Ultra-Atmosphäre vor dem Lauf.

Eine ganz große Runde

Da Deutschland Fußball WMViertelfinale spielte, stellten wir uns noch einen kleinen Laptop hin, um zuschauen zu können. Während wir vom nahen Public Viewing schon den Jubel hörten, brauchte unser Gerät noch zehn Minuten für seinen „Live Stream“. Wie alle wissen: Deutschland gewann gegen Frankreich, das war schon mal gut!

Prof. Dr. Claudia Cavaleiro schreckt vor langen Strecken nicht zurück. Aber 100 km waren auch für Sie eine echte Herausforderung. Nach 17 Stunden und 17 Minuten erreichte sie das Ziel.

Hoffentlich geht mein Ultra morgen auch gut!? Also versuchte ich es ab zehn Uhr mit Schlafen, aber wie vielen anderen Läufern sollte mir das erstmal nicht gelingen. Um drei Uhr rüttelte mich das

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Handy aus dem kurzen Schlaf und ich wollte nicht glauben, dass es jetzt losgehen sollte.

anspruchsvoller 100er. Mich fragte zwischendurch auch einer von den Radbegleitern, warum ich mir als ersten 100er so einen schweren ausgesucht habe. Was soll ich sagen: der Rennsteig ist einfach magisch und zieht die Läufer an.

Pünktlich um vier Uhr gingen 273 Läufer auf die 100-km-Strecke. Markus und ich waren sehr aufgeregt. Es war etwas gruselig im Dunkeln, aber mit den tollen Fackeln und Lampen vom Veranstalter war es ganz gemütlich. Es wurde erstmal viel geschwatzt, denn alle waren wohl so aufgeregt wie wir.

Das Wetter war inzwischen recht heiß geworden, aber insgesamt war es für mich immer noch erträglich. Das Laufen ging dann so einigermaßen bis Kilometer 81. Aber dann wollten meine Beine nicht mehr laufen.

Ich sollte dann mit Markus bald Ruhla erreichen. Ruhla ist die Stadt mit den Ruhla Uhren. Dort wurde dann doch mal ein Streckenfoto von uns geschossen. Leider mussten sich Markus und ich dort trennen, denn während es bei mir recht schnell ging, musste Markus erstmal langsam machen. Ungefähr bei Kilometer 59 ist Markus dann rausgegangen, denn es war kaum noch möglich, die Zielschlusszeit zu erreichen. Ab Ruhla lief ich etwas schneller weiter und fühlte ich mich super dabei. Ich hängte mich erstmal an den „ultraerfahrenen“ Stevie vom LTF Marpingen dran und es lief wirklich gut. Danke Stevie! Aber wie sagte Peer so schön: „Wenn es Dir beim Ultra zu gut geht, mach Dir keine Sorgen, das geht vorbei.“ Und der erste Hänger kam dann doch bei Kilometer 60 und es wurde recht schwer. Bei Kilometer 70 fing ich mich wieder, nachdem ich meinem Hungerast nachgab und erstmal eine dicke Käseschnitte und einen Muffin verspeist hatte. Alles gut, ich konnte wieder laufen, das Spittertal war doch sehr schön! Doch obwohl die Strecke landschaftlich sehr schönist, ist sie doch sehr sehr bergig und damit ist es ein super

Gar nicht mehr laufen können, das hatte ich so auch noch nicht erlebt. Aber zum Glück konnte ich noch schnell gehen, also weiter! Meine Blasen wurden allerdings beim Gehen schlimmer. Also Zähne zusammenbeißen! Und dann sah ich Heiner Schütte, der einige 100 m vor mir war. Also dachte ich mir: „Sehr gut, da häng ich mich doch mal dran.“ Und es funktionierte so prima mit der Motivation, dass Heiner und ich uns bald gegenseitig abwechselten. Im lezten Ort vor Fröttstedt erklärte mir ein Zuschauer: „Nur noch acht Kilometer!“ Das war zwar mental erstmal prima, doch dann sah ich Heiner wieder und er meinte, dass es wohl eher elf Kilometer seien.

Dann kam noch Ludwig (der Sohn von Steffi) mit dem Fahrrad dazu und wir waren zu Viert. Begleitet von der Diskussion, wann Kilometer 97, 98 und 99 kommen und ob es nun wirklich nur noch ein Kilometer bis zum Ziel ist, waren wir ganz schnell da. Was für ein tolles Gefühl nach 100 Kilomtern ins Ziel zu laufen. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Man realisiert es gar nicht richtig. Toller Empfang im Ziel und das schöne T-Shirt und eine direkt ausgehändigte Zeiturkunde machten das ganze noch schöner. Fröttstedt ist auf jedem Fall eine Reise wert. Der Veranstalter hat tolle Bedingungen geschaffen und es herrscht eine familiäre Atmosphäre. Auch zu empfehlen ist das Sonntags– Ultra-Frühstück. Hier wurde dann auch nochmal bei Tageslicht das letzte Finisher Foto geschossen. Für jeden 100er gibt es einen Stern. Steffi hat schon drei – und wir anderen sind auch sehr stolz auf den ersten Stern.

Und so war es dann auch. Heiner und ich beschlossen also gemeinsam weiter zu laufen. Und so wurde es dann äußerst kurzweilig. Wir konnten darüber reden, bei welchem Kilometer die Verpflegungsstände kommen und hatten damit unseren Spaß, wer wohl recht hat. (Wir hatten immer beide Recht.) An dieser Stelle nochmal Danke Heiner, für die nette Begleitung. Bei Kilometer 95 war es dann besonders schön, denn eine tolle Tanzgruppe sorgte für herrliche Motivation. Pedro stand dort und damit war die „letzte 5-km-Gruppe“ perfekt. Frei nach dem Bannerspruch: „Das ist eigentlich ein 5-km-Lauf mit 95 Kilometer Anlauf“.

100 km Finisher: Ralf, Steffi und Claudia. Auf Wiedersehen Fröttstädt. Prof. Dr. Claudia Cavaleiro

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Mein Training

1. Seit wann beschäftigst Du Dich systematisch mit dem Lauftraining? Mit vier Jahren bin ich in den Verein gekommen, nachdem mein Bruder mich zum Laufen inspirierte. Anfangs habe ich nur montags in der Turnhalle mitgespielt und mich bewegt, bis ich dann nach verschiedenen Trainern unter die Fittiche von Frau Hass gekommen bin. 2. Was sind die wichtigsten Einflüsse oder Vorbilder für Dein Training? Meine Trainingspartner üben neben Frau Hass einen großen Einfluss auf meinen Sportsgeist aus, indem man ihren Leiden und ihren Anstrengungen eine Art „Mitgefühl“ entnehmen kann. Sie ermutigen einen oft, „dran zu bleiben“, weiter zu machen und noch mehr Leistung zu zeigen. 3. Beschreibe bitte kurz die wesentlichen Prinzipien bzw. Regeln Deines Trainings!

Alles braucht seine Zeit! In der Rubrik „Mein Training“ stellen Trainer/innen und Läufer/innen ihren Trainingsansatz vor und geben Tipps zu Themen rund um das Lauftraining, um Anregungen für andere zu bieten. Heute steht uns die Deutsche Vizemeisterin Elisabeth Rohbeck Rede und Antwort.

Niemals pünktlich um 18.00 Uhr anfangen (je früher man anfängt, desto länger wird das Programm!). Vorzugsweise die Innenbahn benutzen! Immer auf Fußballer und herumfliegende Bälle achten (ansonsten besteht eine K.O.-Gefahr). Nach jeder Trainingseinheit folgt beim Auslaufen eine „Kalorienrunde“! 4. Hast Du ein Lieblings-Training? Kannst Du eine Trainingseinheit kurz darstellen, die Du für besonders effektiv hälst? Generell bevorzuge ich Cross- oder Geländetraining bei kühlem Regenwetter: Es ist sehr abwechslungsreich und danach fühlt man sich richtig erschöpft, aber auch glücklich. Auf der Bahn freue ich mich immer über eine lockere Pyramide (≤ 500er) vor und nach Wettkämpfen. 5. Welche Rolle spielt bei Deinem Training Gymnastik, Dehnen und Kräftigung?

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Wer rastet, der rostet und das gilt auch fürs Dehnen. Damit man nach dem Training noch etwas Geselligkeit hat, dehnen wir meistens zusammen. Abendliche Stabiübungen sind genauso wichtig, um einer schlechten Laufhaltung mit muskelstärkenden Maßnahmen vorzubeugen. 6. Für wie wichtig hälst Du eine sportspezifische Ernährung? Was ist hier aus Deiner Sicht besonders zu beachten? Hälst Du die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln und Sportgetränken für hilfreich? Wenn ja, welche kannst Du besonders empfehlen? Übers Essen sprechen Nicola (Orths) und ich fast jeden Tag. Dabei ist mir eine ausgewogene Ernährung wichtig (auch Schokolade sollte dabei sein, damit man sinnvoll die Kalorienrunde laufen kann!). Nach einem harten Wettkampf hilft mir Frubiase Sport meinen Mineralien- und Vitaminspeicher aufzufüllen. 7. Welche Entwicklungen der letzten Jahre in Bezug auf das Training von Läufern gefallen Dir gut? Welche siehst Du kritisch? Genauso wichtig, wie der sportliche Erfolg und neue Bestzeiten, sind die Freundschaften die man knüpft und die

persönliche Entwicklung. Darunter zähle ich das Erlernen von Disziplin, Eifer, Körpergefühl, Fairness und Teamgeist (zumindest bei den von mir heiß geliebten Mannschaftswettkämpfen). Schade finde ich, dass wenig Beteiligung seitens der Schule existiert und wenig Jugendliche neu dazukommen, so dass eine Nachwuchsförderung recht schwierig ist.

Steckbrief Name:

Elisabeth Rohbeck

Jahrgang:

1995

Lauferfahrung:

Alter gibt Erfahrung, deshalb unbedingt dabei bleiben und Wettkämpfe als super Trainingseinheiten mitnehmen.

Lieblingsstrecken:

Jede Distanz im Cross, 5 km Straße

Bestzeiten:

800 m – 2:22,26 Min.; 1.500 m – 4:54 Min.; 3.000 m – 10:19 Min.; 5.000 m – 18:36 Min.; 10.000 m – 39:25 Min.

Erfolge:

Deutsche Vizemanschaftsmeisterin im Cross; sechs Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften; mehrere vordere Platzierungen bei Nordrhein- und Westdeutschenmeisterschaften (z.B. zweimal Vizemeisterin über 10 km) Kreismeisterin im Cross und auf der Bahn „Erfolg hat immer das gleiche Prinzip: Fleiß, Ausdauer, Begabung und Glück.“

Und sonst:

Hatte ich eine wuderschöne Jugendzeit beim OSC!

8. Viele Läufer sind oft verletzt. Was ist aus Deiner Sicht die sinnvollste Vorbeugung? Gott sei Dank hatte ich noch keine schwerwiegende Verletzung. Ich kann jedem nur raten, zukunftsorientiert zu denken und früh genug zu pausieren, um die jeweilige Verletzung schnell auszukurieren und nicht noch zu verschlimmern.

Wenn Frau Hass mit einem Lächeln auf die Stoppuhr schaut und sich nicht über zwei quasselnde Hobbyläuferinnen beschwert.

9. Welche Rolle spielt Deiner Meinung nach die mentale Einstellung, „der Kopf“, für den Wettkampferfolg? Lässt sich das trainieren? Wenn ja: hast Du eine Empfehlung hierzu? Da ich meine Aufregung und mein Unwohlbefinden vor Wettkämpfen nur schwer reduzieren kann, empfehle ich, den Kopf einfach abzuschalten. Der könnte nur hinderlich sein, wenn die Beine erstmal loslegen.

11. Welchen Tipp kannst Du jemandem geben, der mit dem wettkampforientierten Training beginnt?

10. Wann bist Du mit dem Training besonders zufrieden?

Alles braucht seine Zeit und wer Zeit zum Trainieren findet, der hat gute Aussichten, sich stetig zu verbessern.

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Steckbrief

Lauferfolge überschaubar Horst Stuhlweissenburg ist langjähriges Vorstandsmitglied des OSC Waldniel und ist heute 2. Vorsitzender. Er stellt sich hier den Fragen der Redaktion.

Wie lange bist Du schon im OSC Waldniel? Ich gehöre dem Verein seit 1966, d.h. seit 48 Jahren an.

book, Twitter und Co. und legt durch fairen Wettkampf und Geselligkeit eine wichtige Grundlage und Erfahrung für‘s Leben.

Was bedeutet Dir der Verein? Der Verein ist ein Teil meines Lebens. Ich verbrachte einen Großteil meiner „behüteten“ Jugend im Verein und wurde durch ihn zu meinem Sportstudium animiert. Im Vorstand finde ich heute eine Freizeittätigkeit „unter Freunden“. Nicht zu vergessen sind „Die Mauken“, die zählen zu meinen längsten Freunden und mit denen macht es einfach Spaß, am Sonntagmorgen durch den Wald zu joggen.

Was gefällt Dir nicht so gut? Schwierig ist die Nachwuchssituation im Trainerbereich. Immer weniger „junge Erwachsene“ sind bereit, sich hier zu engagieren. Einerseits ist das verständlich (Studium, Beruf und andere Interessen), andererseits wird es den OSC auf Dauer nicht geben können, wenn sich hier niemand findet.

Wie bist Du in den Verein gekommen? Durch meine Mutter Marianne und meine Tante Maria Strickling. Was gefällt Dir besonders am OSC? Der OSC Waldniel ist ein besonders familiärer Verein, in dem es seit vielen Jahren wenig Auseinandersetzungen und Streitigkeiten gibt. Der Verein bietet der Jugend eine gesundheitsfördernde Freizeitbeschäftigung fernab von Face-

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Wir können wirklich froh sein, dass mit Maria Strickling und Antje Hass noch zwei Trainerinnen da sind, die für den OSC leben. Natürlich möchte ich nicht die übrigen fleißigen Übungsleiter/ innen vergessen. Auch an diese geht mein Dank. Aber es fehlt halt der Trainernachwuchs – und natürlich eine tragfähige finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand. An welche besondere Situation im OSC erinnerst Du Dich? Es gibt viele Situationen, an die ich

mich gerne zurückerinnere. Die vielen Trainingslager an der Nordsee, viele mehr oder weniger erfolgreiche Vereinsfeten oder das sonntägliche Training im Rheindahlener HQ. Besonders gerne erinnere ich mich an das 1. Welttreffen der Marathonläuferinnen in Waldniel. Ich durfte damals u.a. als Fahrdienst die internationalen Läuferinnen vom Flughafen abholen und diese täglich von den Hotels in der Umgebung zum Training an die Strecke bringen. Die Läuferinnen waren alle super nett und für mich war es schon sehr aufregend, so sahe am Puls der „Laufgeschichte“ zu sein. Läufst Du selber? In bescheidenem Rahmen kann man sagen ja. Wenn Ja, wie oft trainierst Du in der Woche? Im Winter sind es meistens drei Einheiten, während der Tennissaison eher nur zwei oder nur eine. Wie viele Kilometer? Zwischen 8 und 10 Kilometer. Bist Du auch Wettkämpfe gelaufen?


Ja, in meiner Schüler- und Jugendzeit. Der Erfolg war allerdings „überschaubar“. Als Lauftalent konnte man mich sicherlich nicht bezeichnen.

Bewegungskindergarten Schier

Was war Deine Lieblingsdistanz? Im Wettkampf ging es meistens über die Mittelstrecken, aber das Training war für mich wichtiger. Hier war ich auch häufig schneller als im Wettkampf. Wie lauten Deine Bestzeiten? 200 m 24,8 Sek. 400 m 56,4 Sek. 800 m 2:06,6 Min. 1.000 m 2:46,1 Min. 1.500 m 4:21,4 Min. 5.000 m 17:51,0 Min.

Jubiläum

Was Du schon immer mal sagen wolltest? Leider muss ich hier etwas gesellschaftskritisch werden. Ein absolutes Dorn im Auge ist es mir, wie unsere Umwelt schon im kleinen Rahmen unserer Gemeinde verschmutzt wird. Egal wo man hinschaut – überall sind unsere Straßen- und Wegeränder oder größtenteils auch unsere Wälder und Wiesen „vermüllt“. Von der achtlos weggeworfenen Zigarettenkippe über die Plastik- oder Alugetränkedose bis hin zu vorsätzlich „entsorgten“ Plastiksäcken mit Hausmüll, Autoreifen, Kanistern oder ähnlichem. Man schaue einfach mal links und rechts der Autobahnabfahrten in unserem Gemeindegebiet, einfach nur auf die Waldparkplätze oder auf das Gelände rund um unsere Schulen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Auf einer Müllkippe kann es oft nicht schlimmer aussehen. Gerade wir Läufer lieben die Natur und mir tut es wirklich weh, zu sehen, wie achtlos hier Müll entsorgt wird.

Unser Kooperationskindergarten feierte in diesem Jahr sein 30jähriges Jubiläum.

M

it einem schönen Tanz eröffneten die Kinder das abwechslungsreiche Treiben auf dem Gelände des Kooperationskindergartens Schier. Danach konnten die Kids an vielen Spielen teilnehmen: Schätze aus dem großen Sandkasten buddeln, sich Schminken lassen, an einem Luftballonwettbewerb teilnehmen, einen der vielen Preise in der Tombola abstauben, bunte Schleuderbilder erstellen, Button gestalten, leckeres Popcorn essen, sich mit einem Slusheis abkühlen und am vielseitigen Buffet schlemmen.

Das war ein tolles Fest. John Crisp sowie Rolf und Maria Strickling ließen es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren und mitzufeiern. Wir vom OSC Waldniel gratulieren unserem Kooperationspartner. Domenic Schrynemakers (Bild unten) hat mit seiner Mutter eine tolle Geburtstagstorte gebacken. Das war eine schöne Überraschung. Inge Schäben-Buscher

Ich kann nur an alle Eltern appellieren, ihren Kindern als gutes Beispiel voranzugehen und Müll nicht einfach in der Natur zu entsorgen und unsere Kinder dazu zu erziehen, verantwortungsvoll mit unserer Umwelt umzugehen. Wer schon als kleines Kind gelernt hat, Abfallkörbe zu benutzen, wird dies in der Regel später auch tun. Möglichkeiten, seinen Müll geordnet und preiswert loszuwerden, gibt es genügend. Der Aschenbecher im Auto kann ebenso wie die leere McDonalds-Tüte im Hausmüll entsorgt werden und muss nicht achtlos aus dem Autofenster geworfen werden. Man muss sich nur etwas Mühe geben!

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4. Läufertag des OSC

Schnupperlauf

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m 21.05.2014 richtete der OSC Waldniel erneut die Kreis-Langstreckenmeisterschaften des Kreises Niederrhein-West im Dr. Ernst van Aaken-Stadion aus. Erfreulich gegenüber dem Vorjahr war die Teilnahme am 5.000-m-Lauf. Auf dieser Strecke fanden zwei Zeitläufe statt. Bei den Männern siegte Benedikt Patzelt von der Mönchengladbacher LG, nachdem der Mitfavorit Kai Weyers wegen eines Krampfes in der Wade aufgeben musste. Bei den Frauen setzte sich die OSCerin Nicola Orths in 19:26,62 Min. durch. Der 2000-m-Schülerlauf der Klassen U14 und U16 mit insgesamt 15 Teilnehmern (davon 10 vom OSC Waldniel) so-

wie der 3.000-m-Jugendlauf der Klassen U18 und U20 mit nur vier Teilnehmern waren enttäuschend besetzt. Die Kreistitel auf der 2.000-m-Strecke sicherten sich in hervorragenden 7:07,68 Min. die 12jährige Anna Bommes sowie Hannah Wilms bei den 13jährigen in 7:23,84 Min., beide vom OSC Waldniel. Der erst 11jährige Adrian Helpertz, ebenfalls vom OSC, startete eine Klasse höher und siegte in 7:12,54 Min. Einen weiteren Titel für den ausrichtenden OSC sicherte sich Elisabeth Rohbeck bei der weibl. Jugend U20 über 3.000 m in 11:06,24 Min. Die angebotenen Strecken außerhalb der Kreismeisterschaften über 50, 75 und 100 m waren mit nur 22 Teilneh-

Knäckebrot Zutaten 100 g Speisestärke 1/2 TL Paprikapulver 2-3 EL Rapsöl 4 EL Sesam 2 EL Leinsamen 2 El Kürbiskerne 2 EL Sonnenblumenkerne 1 TL Salz Zubereitung Speisestärke, Sesam, Leinsamen, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne

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mern ebenfalls überschaubar besetzt. Dagegen fand der erstmalig angebotene Schnupperlauf über eine bzw. zwei Stadionsrunden regen Zuspruch – dank des Bewegungskindergartens Schier, von dem über 30 Kinder teilnahmen. Das war schon toll zu sehen, wie die jungen Sportler mit ihren schnellen Beinen um die Rundbahn liefen. Da so viele motivierte „Athleten“ gemeldet waren, wurden zwei Läufe gestartet, damit sich das Ganze etwas entzerrt. Stolz präsentierten die Kinder ihren Eltern nach dem Ziel ihre Urkunden. Eine größere Startergruppe für die zwei Stadionrunden brachte die TSF Bracht an den Start. Antje Hass

verrühren. Dann Salz, Paprikapulver und Rapsöl unterrühren. Das Ganze anschließend in 150 ml kochendes Wasser einrühren und etwa 10 Minuten quellen lassen. Den Backofen auf 150 Grad Umlauft vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und die Masse darauf verteilen. Ein zweites Backpapier auf der Masse hilft, den Teig dünn und gleichmäßig auszustreichen. Die Bleche etwa 45 Minuten in den heißen Ofen schieben. Nicola Orths


Auf Schalke

Gut beschildert! Die Staffelrennen in der Arena auf Schalke ziehen auch die OSCer jährlich in ihren Bann.

S

onntagmorgen, 6.40 Uhr, der Wecker klingelt! Ich kann es nicht glauben. Zeit für Knoppers ist es auf jeden Fall nicht! Stattdessen Brote schmieren, Gemüse und Obst schnibbeln, Julian und Adrian wecken. Alle anderen liegen um diese Uhrzeit noch verständlicherweise im Koma – sogar unser Hund. Vor dem Haus trafen wir noch andere Familien, die wohl auch nicht schlafen konnten und fuhren gemeinsam zur Schalke-Arena. Nachdem ich dort die Startnummern geholt hatte, trudelten auch die letzten Läufer mit den Eltern ein – besser spät als nie :-)). Ratz fatz aufgewärmt, die letzten Toilettenbesuche und ab in die Halle hinter die Absperrung. Dieses Jahr war es meiner Meinung nach ein wenig besser organisiert, als in den Jahren zuvor. Es wurde mehr Platz gelassen in der Wechselzone und wären einige Eltern bzw. Trainer nicht so rücksichtslos, dann würde es da auch noch wesentlich ruhiger zugehen. Alles in allem sind die Kinder aber wesentlich entspannter und

organisierter als die Erwachsenen, das haben wir eindeutig festgestellt. Dank des „OSC-Schildes“, das Julian immer schön hochhielt und damit herumwedelte, fanden unsere Kinder immer schnell ihren Läufer. Wir sahen einen erwachsenen(!) Läufer, der doch tatsächlich seine Freunde nicht gefunden hatte und nachdem er zweimal in der Wechselzone hin- und hergelaufen war, „knallte“ er den Staffelstab wutentbrannt auf den Boden. Dieser zerbrach dann in zwei Teile und die Lacher hielten sich danach auch nicht in Grenzen. Zwei Staffeln für den Kinderlauf, 5x1 km, hatten wir vorzuweisen. Für die erste Staffel gingen Anna Bommes, Viktoria-Lynn Klee, Maike Götz, Jonas Krumm und Adrian Helpertz an den Start. Diese Staffel beendete das Rennen als Zweiter, eine tolle Leistung. In der zweiten Staffel liefen Teresa Grafen, Lilly Steinmetz, Felix Bommes, Greta Gutheil und Mia Rohn. Hier war

der 10. Platz zu verbuchen und das war ebenfalls eine tolle Leistung. Einen ganz besonderen Dank erhält Mia Rohn, denn sie hat es noch möglich gemacht, dass die zweite Staffel überhaupt starten konnte. Bei den „größeren“ Kindern (die Mädels mögen wir den Ausdruck verzeihen:-))), die dann schon in der Schülerstaffel die 5x5 km absolvieren mussten, flitzten Lisa-Sophie Klee, Natalie Bongartz, Lea Maaßen, Judith Bläsing und Hannah Wilms auf den zweiten Platz. Auch hierzu herzlichen Glückwunsch. Super gemacht! Im Ziel gab es dann für alle Teilnehmer eine Medaille. Es ist immer eine ganz besondere Atmosphäre, in und um die Arena zu laufen. Es wäre schön, wenn sich für nächstes Jahr wieder viele entscheiden könnten, beim Staffellauf auf Schalke mitzumachen. Bitte tragt euch im Terminkalender schon mal den 14.06.2015 ein. Anke Helpertz

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Lauftreff des OSC Waldniel

Spendenlauf und mehr Der Lauftreff des OSC Waldniel nimmt regelmäßig an Veranstaltungen in der Region teil und sucht noch nach Nachwuchs.

Spendenlauf Am Spendenlauf des Rotary Clubs nahmen bei herrlichem Läuferwetter sechs Läufer des Lauftreffs teil. Eine sehr schöne Strecke über die Süchtelner Höhen wurde angeboten, alle Läufer liefen die 18-km-Strecke. Der Lauf war sehr gut organisiert und hat Spaß gemacht. Gerne im nächsten Jahr wieder. Halbmarathon Drei Läufer unseres Lauftreffs nahmen am Halbmarathon von Athletik Waldniel

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teil. Hans Bert Jansen, Roswitha Vohn und Marina Gehrmann erreichten bei sehr warmem Wetter das Ziel. Alle drei kamen auf‘s Treppchen: Hans Bert Jansen 1. Platz AK 70, Roswitha Vohn 2. Platz AK 60 und Marina Gehrmann 2. Platz AK 55. Radtour Nach einer recht langen Pause hat der Lauftreff mal wieder eine Fahrradtour unternommen. Organisiert und ausgekundschaftet wurde sie von drei netten Damen. „Start“ war in Waldniel, dann ging es nach Hehler, wo weitere Radler schon warteten.

Auf verschlungenen Wegen kamen wir zur Mittagszeit im „Bunten Garten“ in Mönchengladbach an. Dort war schon ein leckeres Picknick für uns aufgebaut. Nach der Stärkung und einigen Nickerchen ging es wieder weiter auf verschlungenen Wegen bis zum „Haus Waldfrieden“. Da stand schon ein kühles Getränk für uns bereit. Das war auch nötig, da uns der bestellte Sonnenschein den ganzen Tag über begleitet hatte. Nach ausgiebiger Rast machten wir uns auf den Heimweg. Es war ein schöner Tag mit ganz vielen Leuten und einer tollen Stimmung. Dank an Andrea und Ria für die gute Verpflegung. W. Engel


Gesucht ! Mitläufer, Walker OSC Lauftreff Waldniel wann :

jeden Sonntag 8.00 Uhr jeden Mittwoch 8.00 Uhr

wo:

Parkplatz Schomm

zusätzlich nach Absprache: Dienstags, 18.30 Uhr Rösler Stadion 10 km Runde Wir sind eine altersgemischte Gruppe von Läufern und Walkern, die auf verschiedene Strecken (je nach Stärke, Motivation und Ausdauer) laufen oder walken. Anfänger werden durch erfahrene Teilnehmer betreut . Wir freuen uns, neue Mitläufer/-walker kennen zu lernen und mit ihnen gemeinsam etwas für die Gesundheit zu tun.

Info: 02163-47568, oder einfach mal beim Treffpunkt mitmachen.

Was sonst noch so „läuft“! Unsere älteren Läufer (der Älteste August Gorden ist mitttlerweile 80 Jahre) vom Lauftreff, die sich immerhin noch dreimal in der Woche treffen, lassen ihre Trainingskarriere mal Revue passieren. Sie haben das Gefühl, dass sie den Jüngeren hinterher trödeln. Sie entdecken hier einen Baum, dort einen Strauch – alles schön anzusehen. Die kleinen Blümchen, über ihnen der Specht. Ganz besonders der Sonnenuntergang über Lüttelforst und das niedliche Hängebauchschwein haben es ihnen angetan. Sie stehen an der Strasse und warten, ob nicht ein Auto kommt, damit sie nicht rüber müssen. Tja, sie stellen fest, dass sie nicht mehr so schnell hinterher kommen, wie vor einigen Jahren noch. Sie müssen ihrem Alter eben Tribut zollen. Sie laufen zwar die gleiche Zeit, aber nicht mehr die gleichen Kilometer. Sie haben das Gefühl, dass es so langsam in einen Landschaftslauf übergeht. Ihr lieben „alten Hasen“. Seid doch einfach froh, dass ihr lauft. Und wenn es mal nicht mehr läuft, dann geht einfach bis es wieder läuft. Die Hauptsache ist doch, dass ihr euch an der frischen Luft bewegt und etwas für eure Gesundheit tut. Toll, dass ihr noch immer so fleissig und ehrgeizig seid. Weiter so!!!

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Bewegungskindergarten Schier

Wir sind fit! Der „PRIMAX--Lauf der Kindergärten“ bei der Traditionsveranstaltung des OSC war mal wieder mächtig gut besetzt.

Fittester Kindergarten 2014: der Bewegungskindergarten Schier

A

lle neun Einrichtungen der Gemeinde Schwalmtal haben sich an diesem tollen Event beteiligt. Insgesamt sind 314 kleine Sportler stolz ins Ziel gekommen. Das war so schön anzusehen, wie die Jungs und Mädels mit ihren schnellen Beinen die 400 m absolviert haben.

Mittlerweile sind Erzieherinnen, Kinder und Eltern schon so gut informiert, dass ein reibungsloser Ablauf gegeben war. Fast jede Einrichtung hatte die Kinder mit entsprechenden Kindergarten-TShirts ausgestattet. Richtig toll. Selbst im Rollstuhl wurde ein Kind mitgenommen, um dabei zu sein.

Im Bewegungskindergarten Schier wurde einige Tage nach dem Lauf eine tolle Läuferparty gefeiert: Fittester Kindergarten der Gemeinde Schwalmtal! Es wurde um den großen Pokal getanzt und die Urkunden verteilt. Jedes Kind wurde mit dem goldenen Preis fotografiert. Stolz präsentierten die Kinder den Gewinn.

Bild oben: Hochmotivierte Eltern und Erzieherinnen unseres Kooperationspartners waren im 5 km-Teamlauf mit dabei!!! Bilder links: Zwei der neun KiTas: Waldnieler Heide und Anna Polmanns

Profile for Horst Stuhlweissenburg

OSC intern - Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.  

Ausgabe 2/2014

OSC intern - Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.  

Ausgabe 2/2014

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