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Ausgabe 2 2015

Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.

Steckbrief

Einfach nur Danke! R체ckblick

D체nne L채ufer, dicke Freunde Dr. Ernst van Aaken-Ged채chtnislauf

Und wieder Teilnehmerrekord Reisebericht

OSC in Olympia


Editorial

Inhalt

Liebe Leserinnen, liebe Leser, im Herbst verfärben sich die Blätter der Bäume und es erscheint die neue Ausgabe der OSC intern – so ist es auch in diesem Jahr.

Mehrkampf Ungewohnte Titel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36. Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf Und wieder Teilnehmerrekord . . . . . . . . . . . . . . . .

Der Sommer ist leider zu Ende, doch die Erinnerungen an die schöne Urlaubszeit sind noch wach. Und da das Laufen auch im Urlaub nicht aufhört, lassen uns einge OSCer in der Rubrik „Laufend im Urlaub“ an ihren Laufurlauben teilhaben.

Laufend im Urlaub Rote Felsen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Der Name Antje Hass steht für die sportlichen Erfolge des OSC Waldniel. Die Trainerin des OSC feierte in diesen Tagen ihren 70ten Geburtstag. Grund genug, einmal Danke zu sagen! Danke Antje!

Laufend im Urlaub Rund um den Kirchturm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Daneben berichtet OSC intern über viele sportliche Erfolge in den vergangenen Monaten.

Eure Inge Schäben-Buscher

Ausgabe 2 2015

Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V. erscheint zweimal im Jahr. Vereinsmitglieder erhalten es kostenlos.

Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.

Steckbrief

Einfach nur Danke! Rückblick

Auflage: 500 Stück Redaktion: Inge Schäben-Buscher

Dünne Läufer, dicke Freunde Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf

Und wieder Teilnehmerrekord Reisebericht

OSC in Olympia

Layout: Horst Stuhlweissenburg Druck: WIRmachenDRUCK GmbH Titel: Maren Siegers auf der antiken Laufbahn im griechischen Olympia. Datenschutzhinweis: Entsprechend §18 der Vereinssatzung drucken wir Bilder oder persönliche Daten von Mitgliedern ab. Ein Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand der Veröffentlichung von Einzelfotos seiner Person sowie seiner personenbezogenen Daten allgemein oder für einzelne Ereignisse widersprechen. Ab Zugang des Widerspruchs unterbleibt die Veröffentlichung/Übermittlung und der Verein entfernt vorhandene Fotos bzw. Daten von seiner Homepage. Bei all unseren Texten sprechen wir weibliche und männliche Personen an. Nur der besseren Lesbarkeit wegen bevorzugen wir oft in unseren Texten die männliche Schreibform. Wir bitten um Ihr Verständnis! Vielen Dank!

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In Kürze ........................................... Steckbrief Einfach nur Danke! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Und nun noch viel Spaß beim Lesen und vielen Dank an die fleißigen Mitautoren. Dieses Postfach freut sich weiterhin über Kritik, Feedback und tolle Berichte: michaelinge5@aol.com.

OSC intern

Laufend im Urlaub Jetzt geht‘s ja nur noch runter . . . . . . . . . . . . . . . . .

100 Meilen von Berlin Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen! Reisebericht OSC in Olympia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Service Gewürzquark . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Geschichten Dünne Läufer, dicke Freunde. . . . . . . . . . . . . . . . . . Geschichten Ganz o.k. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sportlerwahl der Rheinischen Post Erneut erfolgreich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nordrhein-Langstreckenmeisterschaften Gut gemacht! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Laufbericht Egal, ausblenden, weiter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Interview Nachfrage wird steigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . OSC‘er schon wieder in grün. . . . . . . . . . . . . . . . . . Toughmudder Arnsberg Raus aus der Wohlfühlzone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Laufabzeichen 2015 Dabei . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Laufend im Urlaub Oranje OSC boven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sport für Ältere Zu Ende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frauensportgemeinschaft Steigen an der Ahr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Lauftreff Diverses. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BewegungsKiTa Schier Fußballtalente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BewegungsKiTa Schier KIBAZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BewegungsKiTa Schier Siegreich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Mehrkampf

Ungewohnte Titel Ja, wir vom OSC können auch Mehrkampf! Dies bewiesen 12 OSCerinnen und OSCer in St. Tönis.

Am 28. August 2015 machte sich eine 12-köpfige Gruppe des OSC Waldniel auf den Weg nach St.Tönis zu den Kreismeisterschaften im Drei- bzw. Vierkampf. Im Kreis Niederrhein West mehr als Läufer bekannt, wollten wir aber an diesem Freitagabend auch einmal Mehrkampfluft schnuppern. Recht entspannt und mit guter Laune gingen die Athleten in verschiedenen Riegen ans Werk. Und alle gaben ihr Bestes. Es wurde gesprintet, weit- und sogar hochgesprungen und der Ball

geworfen bzw. die Kugel gestoßen. In diesen zwei Disziplinen sind wir auf jeden Fall noch ausbaufähig ;-).

bio Faulhaber, 4. Platz Jan Zwarg

Es gab viele neue Bestleistungen in den Einzeldisziplinen. Und am Ende gab es sogar für uns fünf erste Plätze und darunter sogar drei Kreismeistertitel.

W13: Kreismeisterin Anna Bommes, 3. Platz Julia Broll, 5. Platz Teresa Grafen

Unsere Leistungen im Einzelnen: M11: 1. Platz Jonas Krumm, 4. Platz Karl Wilms, 5. Platz Jonny Mex Helder, 9. Platz Chris Zwarg M14: 1. Platz Tom Zwarg, 2. Platz Fa-

M12: Kreismeister Adrian Helpertz

W14: Kreismeisterin Sophie Grafen Alle waren sich einig: Es war ein toller und erfolgreicher Abend für das OSCTeam in St. Tönis. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Antje Hass

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Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf

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nter dem Motto „ Schwalmtal macht mobil“, fand am Freitag, 19. Juni 2015, der 36. Dr. Ernst van AakenGedächtnislauf als alljährliche Abendveranstaltung des OSC Waldniel statt. Trotz einiger leichter Regenfälle erreichten 1.101 Läufer das Ziel. Mehr Finisher gab es bei einer OSC-Veranstaltung noch nie. Auf dem Schulhof der Europaschule Schwalmtal, in dessen Nähe sich Start und Ziel befanden, konnte man ein wahres Volksfest erleben. Für die vielen Menschen dort, waren Buden aufgebaut, die für das leibliche Wohl sorgten. Ein Luftballon-Wettbewerb fand großen Zulauf und die Kinder erfreuten sich an einer Hüpfburg, so dass vor dem Start keine Langeweile aufkam. KiTa-Läufe Wie stolz waren die Bambinis, als ihnen im Ziel eine Medaille umgehängt wurde. Der kleine Adrian schaute mich mit großen Augen an und hielt mir, es immer noch nicht fassen könnend, seine Medaille entgegen. Die Kleinen liefen locker ins Ziel und manche winkten den Zuschauern lachend zu. Der Bewegungskindergarten Schier siegte vor dem Familienzentrum Nottbäumchen und dem Familienzentrum Anna Polmans.

Und wieder Teilnehmerrekord Die 36. Auflage des traditionellen Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislaufs war so erfolgreich wie keine Veranstaltung zuvor.

Grundschulläufe Bei den Grundschulen gewann wieder einmal die GGS Waldniel vor der GGS Amern und der KGS Niederkrüchten, die alle einen großen, dreiarmigen Pokal für ihre Schule mitnehmen konnten. Teamstaffel Bei der erstmals ausgetragenen Teamstaffel über 3 x 1.000 m waren gleich 25 Mannschaften vertreten. Das Team „Bethanien“ lag bei den Erwachsenen vorn, bei den Schülern war es der SC Waldniel. 5-km-Lauf Mit 320 Läufern war der 5-km-Lauf der teilnehmerstärkste Wettbewerb

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an diesem Abend. Nick Kämpgen, für das AMG Dülken startend, siegte mit 17:12 Min.. Die 13jährige Anna Bommes vom OSC Waldniel schaffte den Sieg in 19:42 Min. Die Volksbank Viersen lag vorn bei der Fimen-Teamwertung, die AMG Runners Dülken bei der Wertung „Teams für einen Tag“, die Janusz-Korczak-Realschule Waldniel siegte bei den Schulen. Sie hatte 42 Schüler gemeldet. Auch die Feuerwehr Schwalmtal war mit einer großen Mannschaft zugegen. Der zweite Vorsitzende des OSC Waldniel Horst Stuhlweißenburg und Teamleiter Heinz Küsters hatten sowohl im Vorfeld als auch am Tag der Veranstaltung mit ihrem Team alle Hände voll zu tun, um die Veranstaltung so erfolgreich abwickeln zu können. So wurden auch verschiedene Neuerungen eingeführt. Nicht zuletzt die neue Zeitnahme per Chip brachte eine deutliche Entspannung im Zielbereich für alle Läufer und Läuferinnen. „Wir freuen uns, dass wir mit „Time & Voice“ einen kompetenten Partner gefunden haben, wenn es um die elektronische Zeitmessung per Chip geht,“ so Heinz Küsters. 10-km-Lauf Auf der kurvenreichen 10-km-Strecke der NEW-Serie um 20 Uhr siegte, wie im Vorjahr, Achim Tholen (LG Phönix Geilenkirchen) in 33:48 Min. Silke Bommes holte den Sieg bei den Frauen in 43:05 Min. und gewann damit auch den erstmalig ausgetragenen Schwalmcup. Bei den Männern siegte hier Marco Beerens (Athletik Waldniel). Danke „Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, bei allen Sponsoren und Helfern der Vereins und bei der Gemeinde Schwalmtal für die tatkräftige Unterstützung. Ebenso bedanken wir uns bei allen Anwohnern an der Strecke für ihr Verständnis für die Absperrmaßnahmen,“ so Horst Stuhlweissenburg vom ORGATeam. „Bis zum nächsten Jahr – am 24. Juni in Waldniel. Da regnet es zwar, aber die Fußballeuropameisterschaft hat spielfrei!“ Margret Crisp

Volksbank Viersen eG

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Laufend in Urlaub

Rote Felsen Carsten Rohn verbrachte seinen Urlaub auf Sardinien und war am Ende heilfroh, dass er seine Familie dabei hatte.

6 02/2015


Berühmt ist Arbatax für seine ungewöhnlichen roten Felsen. Sie leuchten in der Sonne besonders schön rot und sind, wenn man sich vom Meer her nähert, schon von weitem zu sehen. Dank ihrer Einzigartigkeit wurden sie zum Wahrzeichen für Sardinien.“ So steht es im Reiseführer Sardinien und da wollte ich hin. Allerdings nicht meine Familie. Von unserer Ferienwohnung aus konnte ich die Felsen in weiter Entfernung am gegenüberliegenden Ende der Bucht sehen. Also reifte der Entschluss, einen Trainingslauf dorthin zu starten. Zwei Versuche, Feldwege oder Nebenstraßen zu nutzen, scheiterten an der typisch italienischen Straßenführung. Während Feldwege häufig irgendwann im Nirwana (Feld, See oder einfach so) enden, sind auch Nebenstraßen nur unter äußerster Vorsicht zu nutzen. Bürgersteige und Radwege existieren außerhalb der Ortschaften einfach nicht. An Engpässen, wie Brücken, muss ein passender Moment zum Überqueren abgepasst werden. In Kurven ist feines Gehör gefragt. Bei herannahenden Motorgeräuschen muss mit Fahrzeugen gerechnet werden, die die Kurve schneiden. Dann hilft nur ein beherzter Sprung ins Gebüsch. Es gilt halt das Recht des Stärkeren.

Die gute alte Landkarte bestätigte mir, nur der beschwerliche Weg am Strand entlang führt stressfrei zum Felsen. Am vorletzten Ferientag auf Sardinien schnüre ich also später als geplant die Laufschuhe, greife meine Trinkflasche und mache mich auf den Weg. Bin halt kein Frühaufsteher, schon gar nicht im Urlaub. Nach kurzer Zeit ist der letzte Campingplatz in Strandnähe passiert und der sandige Teil meines Weges beginnt. Trotzdem bin ich motiviert, soll doch das Laufen im Sand gut für Muskulatur und die allgemeine Koordination sein. So geht es also mit kurzen Schritten am noch weitgehend einsamen Strand entlang. Nur vereinzelte Sonnenanbeter haben ihre Plätze bereits eingenommen

und es ist schon um diese Zeit sicher, dass sie auch am heutigen Tag nicht von ihr enttäuscht werden.

mit zwei Stunden weitaus mehr Zeit benötigt, als geplant. Jetzt aber schnell. Ein kurzer Anruf bei der Familie, „Alles in Ordnung“ und ich trete den Rückweg an.

Mittlerweile bin ich schon eine ganze Weile unterwegs, aber diese verdammten roten Felsen kommen nur zögerlich näher und ich versuche, im feuchten Sand nahe am Wasser zu laufen, um Kraft zu sparen. Dieser Sandstreifen ist oft so schmal, dass die Schuhe mittlerweile komplett nass sind. Dann endlich passiere ich die letzten Meter Sandstrand und habe festen Betonboden unter den Füßen. Eine Brückensanierung versperrt mir den Weg und lädt zu einer kurzen Verschnaufpause ein. Mittlerweile unwillig, meinen Weg unnötig zu verlängern, klettere ich über die notdürftige Absperrung und gehe vorsichtig hinüber. Unter mir schwappt brackiges, dunkles Hafenwasser. Man hatte mich vorgewarnt. Die Felsen sollen in unmittelbarer Nähe einer Werft und einer Papierfabrik liegen. Hinter der Brücke muss ich feststellen, dass beides recht weitläufig ist und ich doch einen Umweg in Kauf nehmen muss. So nah am Ziel und doch noch so weit. Jetzt nehme ich auch den direkten Weg an der Straße entlang, dann noch durch den kleinen Ort und ich finde mich hinter verfallenen Industriegebäuden auf einem schäbigen Parkplatz wieder. Am Ende des Platzes leuchten mir die Felsen tatsächlich rot, wie beschrieben, entgegen. Falls es denn einmal Felsen gewesen sind, viel ist nicht mehr davon übrig. Mit dem Handy klettere ich auf das was noch da ist und wähle meine Bildausschnitte, so dass das Ganze immer noch ansehnlich aussieht. Für den Hinweg habe ich

Glücklicherweise bin ich sparsam mit meinem bescheidenen Trinkvorrat umgegangen. Ich gehe noch ein Stückchen und nach mehreren zögerlichen Anläufen falle ich wieder in leichten Trab. An der baufälligen Brücke haben Bauarbeiter mittlerweile ihre Tätigkeit aufgenommen. Nach ein paar Brocken Englisch und Italienisch, mit Unterstützung meiner Hände, darf ich die Brücke wieder überqueren. Der Strand ist nun schon gut besucht. Immer häufiger lege ich nun Gehpausen ein. Mit jedem Schritt werden meine Schuhe enger. Der Sand im Inneren der Schuhe hat erstaunlich an Volumen zugenommen. Kraft und Motivation, diesem Zustand durch ein Ausziehen der Schuhe abzuhelfen, fehlen mittlerweile. Ich nehme den letzten großen Schluck aus meiner Flasche. Wie gut doch warmes Wasser schmecken kann. Die Familie ruft an. In der Annahme, unseren Ort bereits sehen zu können, weise ich das Angebot, abgeholt zu werden, dankend zurück. Aufgeben ist keine Option. Die Sonne brennt. Kurze Zeit später knicke ich ein. Das Angebot ist zu verlockend. Ich verlasse den Sandstrand sobald es möglich ist und stolpere querfeldein durch Gestrüpp und über Felder in die Richtung, wo ich die Straße vermute. Tatsächlich komme ich in der Nähe des verabredeten Platzes aus. Mit kühlem Eistee werde ich am Auto empfangen. Gerettet ;-) Auch wenn es nur der Wettkampf gegen mich selbst war, wird mir dieser Trainingslauf in guter Erinnerung bleiben. Carsten Rohn

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Laufend im Urlaub

a wir dieses Jahr leider als Reisetag den Samstag wählen mussten, konnten wir im Vorfeld bei unserem 3-Wochen-Urlaub im Allgäu nur zwei Wettkämpfe finden: Das war der Seenlauf durch das Tannheimer Tal in Österreich und der Brunnenlauf in Reute.

Zuerst fand der Lauf im Tannheimer Tal statt. Laut Ausschreibung eine ebene Strecke mit nur relativ wenig Höhenmetern. Hier sollte nach der Schwangerschaft endlich mein erster 10er stattfinden. Da es ja sowieso hügelig war, war die Zeit eher Nebensache. Ich wollte nur mal wieder etwas Tempohärte bekommen. Bei um die 35° C trafen wir dann in Österreich ein. Die Örtlichkeit war super, ein idyllisches Dorf mit Spielplatz im Start-/Zielbereich. Das hohe Startgeld war aufgrund der Teilnehmertüte gerechtfertigt. Bei drei Startern erhielten wir Unmengen von Nudeln, so dass die nächsten Abendessen erstmal gesichert waren. Außerdem gab es einen Gutschein für die dortige Bergbahn, den wir direkt umsetzten.

Jetzt geht‘s ja nur noch runter Österreich zählt zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen. Auch die Familie Kanditt hat es im Urlaub dorthin verschlagen. Natürlich nicht ohne an Wettkämpfen teilzunehmen.

Nachmittags starteten dann zunächst die Kinder über 1.000 m. Die Strecke verlief durch das Dorf und war nahezu flach. Finn war vom Start weg vor Kira, die sich dann jedoch langsam „anschlich“ und fünf Meter vor dem Ziel zum Zielsprint ansetzte. Finn konnte nicht mehr reagieren und Kira hatte schließlich eine halbe Sekunde Vorsprung im Kandittschen Duell, beide in 4:25 min. Finn war im Ziel sichtlich verärgert und beschwerte sich, dass Kira ihn noch überholen musste. Kira war hingegen sehr stolz, Finn geschlagen zu haben und die Zeit bedeutete eine neue Bestzeit. Kleine Anmerkung: Beim nächsten „gemeinsamen“ Lauf in Gladbeck sollte Finn den Spieß umdrehen und Kira im Ziel heulen, da sie den verlängerten Schlußsprint von Finn nicht halten konnte. Für Kira bedeutete das Platz 1 in der Klasse U10, für Finn Platz 3 in der U12. Kurz danach noch ein wenig gestillt, um das Wettkampfgewicht zu erreichen ;-), dann der Start. Die ersten 500 m waren gut zu laufen, flach und asphaltiert. Dann ging es aus dem Dorf raus in die Berge und Richtung See, wo ein Wendepunkt war und von dort wieder

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zurück. Stephan hatte vorher in einer Streckenbeschreibung gefunden, dass es ab Kilometer 6 nur noch bergab geht. Beim Wendepunkt angekommen, hatte ich bereits zu den vor uns startenden Halbmarathonis aufgeschlossen, so dass hinsichtlich Platzierung keinerlei Einschätzung mehr möglich war. Naja egal, „jetzt geht’s ja nur noch „runter“, dachte ich mir. Vorbei an den applaudierenden Badegästen, die ich ein wenig beneidete. Die Strecke wurde dann auch wieder asphaltiert und sehr gut zu laufen. Prima. Vor mir hatte ich eine Familie auf Fahrrädern im Blick. Mit dabei ein etwa sechs Jahre alter Junge, der staunend fragte: „Warum läuft die Frau bei der Hitze?“. Bei Kilometer 8 ging es dann wider Erwarten nochmals so richtig hoch. Die Strecke war wohl wegen eines Erdrutsches verändert worden. Da war dann das Kämpferherz gefragt, das irgendwie noch nicht so ganz wieder da war. Irgendwann war ich endlich oben und dann ging es wirklich nur noch steil bergab. Im Ziel zeigte die Uhr dann knapp 52 Minuten – bei der Hitze und 250 Höhenmetern aber durchaus o.k. Letztendlich war ich von 80 Frauen Sechste geworden und Zweite in meiner Altersklasse. Dann hieß es Warten bis zur Siegerehrung. Nachdem wir alle drei unsere Altersklassenpokale eingesammelt hatten, entschieden wir uns noch die Tombola der Startnummern abzuwarten. Mmh, zuerst die Kindertombola, alle Preise waren verlost, nur der Hauptpreis noch nicht. Es hatte Rucksäcke und allerhand tolle Preise gegeben, die sicher gut zu gebrauchen gewesen wären – bis dann die Startnummer für den Hauptgewinn gezogen wurde. Stephan sagte noch, dass die Finn oder Kira gehört hätte. Und dann hörte ich auch schon Kiras Namen. Kira, die direkt nach der Siegerehrung vorne geblieben war, hüpfte vor Freude,

wurde auf die Bühne gehoben, hüpfte noch mehr und — nahm ihre Langlaufskiausrüstung entgegen. Super, der Kofferraum war aufgrund von Kiras Rieseneinhorn, welches sie sich zum Geburtstag, der dieses Jahr in den Urlaub fiel, gewünscht hatte, sowieso schon aus allen Nähten geplatzt. Und jetzt auch noch Ski. Es sorgte auch für Heiterkeit, dass ausgerechnet ein Kind aus dem Skigebiet Düsseldorf die Ski gewonnen hatte. Aber Kira war von dem Gewinn nicht abzubringen – „gewonnen ist ja schließlich gewonnen“. Naja, ein paar Jahre dauert es noch, bis die guten Stücke von der Länge her passen, vielleicht erreicht uns bis dahin ja die Eiszeit. Mal abgesehen von der Art des Preises bei der Tombola war dieser schöne Lauf nicht zu toppen.

Aber auch der zweite Lauf sollte sehr schön werden. Im Rahmen eines kleinen Volksfestes, welches nach dem Lauf eröffnet wurde, fand dieser in der Kleinstadt Reute im Allgäu statt. Gemeldet hatten wir eine Familienstaffel (3 x 500 m), Kira den Bambinilauf, Finn den Schülerlauf und ich den 10-kmLauf. Auch an diesem Tag herrschten tropische Temperaturen. Kurzfristig mussten wir dann noch die Besetzung unserer Staffel ändern. Eigentlich waren

die Kinder und ich geplant, doch Finn wollte bei der Hitze keinen Doppelstart. So musste Stephan nachrücken. Die Adduktorenverletzung ausgeheilt könnte er schließlich auch mal wieder was für seine Schnelligkeit tun. Zuerst war Kiras Bambinilauf, dann Finns Schülerlauf an der Reihe. Beide hatten ihren Spaß, bevor es dann zur Staffel ging. Es gab noch genau eine weitere Staffel, die aus einem Papa mit seinen Söhnen (Jahrgänge 2001 und 2003) bestand. Dummerweise musste die Reihenfolge schon bei Abholung der Startunterlagen angegeben werden, so dass wir uns für die Reihenfolge Kira, ich und dann Stephan entschieden hatten. Kira trat dann als Startläuferin gegen den anderen doch recht ambitionierten Papa an. Da die Söhne nicht wirklich aus der Leichtathletik kamen, wäre eine andere Paarung sicher reizvoller gewesen. So war nach dem ersten Wechsel trotz Kiras guter Runde in glatt 2 Minuten nur noch Schadensbegrenzung angesagt. Als zweite Staffel durften wir am Ende einen Konditorgutschein für eine Geburtstagstorte in Empfang nehmen. Da Kira einen Tag später Sieben wurde, war das ein passender Preis. Und die Sachertorte war auch sehr lecker!!! Mein anschließender 10er war irgendwie nicht so meiner. Es war einfach zu heiß. Dennoch habe ich auf der zweiten Hälfte nur noch überholt, weil die meisten dann doch zu schnell angegangen waren, und konnte mich am Ende über 49:30 Min. freuen. Erste der Altersklasse wurde ich damit immerhin. Katja Kanditt

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Laufend im Urlaub

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as erste was in den Urlaubskoffer kommt sind selbstverständlich unsere Laufschuhe. Ohne die geht es in keinen Urlaub. Im Vorfeld hatte ich mich schon für zwei Wettkämpfe angemeldet. Spontan kam noch ein dritter dazu. Es ging los mit dem Reschenseelauf. Ich wollte schon immer mal die 15,3 Kilometer um den Reschensee mit der Kirchturmspitze mitten im See herum laufen. Mit über 3.700 Startern war es eine tolle Veranstaltung. Aber auch sehr anstrengend. Die 35° C und einige Hügel taten ihr übriges. Eine Woche später ging es nach Österreich ins Kühtai. Dort stand „xtelix“, ein Extrem-Hindernislauf direkt im Herzen der Alpen, an. Hier wurden Härte und Schönheit auf einzigartige Weise kombiniert; schroffe Felsen auf knapp 2.500 m Höhe, ein atemberaubendes Alpenpanorama und die stille, unberührte Schönheit türkiser Bergseen! Michael und ich nahmen die Herausforderung an und meisterten die berüchtigten XLETIX -Hindernisse auf dem am höchsten gelegenen Hindernislauf der Welt!

Rund um den Kirchturm Gleich drei Wettkämpfe hatten die „Schäben-Buschers“ mit in ihr Reisegepäck gelegt. In Südtirol ist dies jedoch eine besondere Herausforderung!

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Schon einen Tag später ging es dann ins italienische Ultental zum Höfelauf. Dort standen 8,3 Kilometer auf dem Programm. Für mich als Flachlandtiroler voll anstrengend. Der Ultner Höfelauf ist das größte und beliebteste Volkssportevent im Ultental. Eine Veranstaltung für alle, die gerne beim Laufen Kultur erleben und dies mit viel Spaß verbinden wollen. Die Streckenführung verläuft entlang des beliebten Ultner Höfeweges von Kuppelwies bis St. Gertraud und führt auf der anderen Talseite wieder zurück. Es ging ca. vier Kilometer nur bergauf und das mit knallender Sonne im Nacken, zurück dann bergab im schattigen Wald. Drei tolle Veranstaltungen. Zur Regeneration ging es danach ins Thermalbad von Meran. Inge Schäben-Buscher


In Kürze Deutsche Meisterin Alexandra Schwartze wird in ihrer Altersklasse W50 Deutsche Meiste-

Er wurde für 25 Jahre Sprecher der sporttreibenden Vereine Schwalmtal und 40 Jahre Vorsitzender des OSC Waldniel geehrt.

Mai über 5.000 m auf der Bahn nicht zu schlagen. Erfreulich auch der Vizemeistertitel von Reiner Kirchner (M30) über 10.000 m.

Swalmen Nachdem die Veranstalter des Swalmener Osterlaufs und des Dr. van AakenGedächtnislaufs sich für die Ausrichtung des 1. Internationalen Schwalmcups entschieden hatten, startete eine recht große

Herzlichen Glückwunsch!

Nachwuchs

rin über 10.000 m in hervorragenden 38:40,51 Min.

Scheck erhalten Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des KreisSportBundes Viersen am 24. Juni 2015 in Tönisvorst wurden 14 Vereinen, die Kooperationsmaßnahmen in den Bereichen Ganztags- und

Der OSC begrüßt die neue Erdenbürgerin Sophie Kröckert sehr herzlich und wünscht ihr und ihren Eltern alles Gute. Sophie Kröckert, Tochter von Mareike Kröckert, wurde am 02. April 2015 mit 3.030 g geboren und war 49 cm groß.

Sportplatznutzung

Kindertageseinrichtungen durchführen, ein 1.000- Euro-Scheck übergeben. Der OSC Waldniel gehörte dazu. Rolf Strickling und Inge Schäben-Buscher, die den Antrag auf den Weg gebracht haben, durften zusammen mit John Crisp in einer kleinen Feierstunde den großzügigen Scheck entgegen nehmen.

Ehrung für John E. Crisp Im Rahmen der Mitgliederversammlung des KreisSportBundes Viersen bekam unser Vorsitzender John E. Crisp die goldene Ehrennadel des KSB überreicht.

Läufergruppe des OSC am Ostermontag in Swalmen.

Burglauf Beim 30. Burglauf in Brüggen konnten die Männer und Frauen des OSC Waldniel jeweils die Mannschaftswertung für sich entscheiden.

Der Vorstand des OSC Waldniel weist alle Mitglieder noch einmal darauf hin, dass die Nutzung des Dr. van Aaken-Stadions nur während der offiziellen Trainingszeiten des OSC Waldniel erlaubt ist. Ferner bittet der Vorstand alle Eltern und Begleiter davon abzusehen, die Laufbahn und den Innenraum zu betreten.

Doppeltitel Alexandra Schwartze (W50) konnte sich gleich über zwei Meisterschaftstitel bei den neu eingeführten NRW-Meisterschaften freuen. Im April siegte sie über 10 Kilometer und war auch im

Termin Bitte vormerken: Die nächste Familienfeier des OSC Waldniel findet am Sonntag, dem 17. Januar 2016, im kath. Pfarrheim in Waldniel statt.

(v.r.n.l.) Reiner Kirchner, Alexandra Schwartze, Hermann-Josef Stefes (LGM)

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Steckbrief

Wie heißt Du? Antje Hass Wie lange bist Du schon im OSC Waldniel? Sehr lange! Wie lange bist Du schon Trainerin? Seit 1983 Was bedeutet Dir der Verein? Sehr viel! Wie bist Du in den Verein gekommen? Durch meine Tochter Daniela. Was gefällt Dir besonders am OSC? Das Training mit den Athleten. Was gefällt Dir nicht so gut? Uns fehlt der Trainernachwuchs. An welche besonderen Situationen im OSC erinnerst Du Dich? Da gibt es so viele, dass ich sie an dieser Stelle gar nicht aufzählen kann. Läufst Du selber? Nicht mehr, ich jogge nur.

Einfach nur Danke! Antje Hass ist eine der beiden Trainersäulen im OSC Waldniel und steht für die sportlichen Erfolge des Vereins. Sie feierte in diesen Tagen ihren 70. Geburtstag. Hierzu gratuliert der OSC ganz herzlich.

Wenn ja, wie oft trainierst Du die Woche? Ein- bis zweimal mit Vicky (Hund). Wie viele Kilometer? Keine Ahnung. Ich bin rund 5o Minuten unterwegs. Bist Du auch Wettkämpfe gelaufen? Ja. An welchen besonderen Wettkampf erinnerst Du Dich gerne zurück? An den Berlinmarathon 1990. Was war Deine Lieblingsdistanz? In meiner Jugend bin ich gerne die Strecken zwischen 200 und 400 m gelaufen. Später im OSC waren es eher die 10 Kilometer. Wie lauten Deine Bestzeiten? Für die 400 m habe ich 62 Sekunden benötigt, allerdings auf einer Aschenbahn. Über 10 Kilometer auf der Straße liegt meine Bestzeit bei 38:50 Min. Was Du schon immer sagen wolltest? Danke an alle OSCer, die mir bei Wolfgangs Tod Kraft und Trost gegeben haben.

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E

in Jahr war es her, da war ich meine ersten 100 Kilometer beim Thüringen Ultra gelaufen. Damals fragte mich eine Lauffreundin, ob ich direkt mit nach Berlin zum 100-Meilen-Lauf komme. Ich sagte: „Oh nein, das ist zu weit“.

100 Meilen von Berlin

Und doch: der Gedanke ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich dachte immer wieder daran und beschloss, wenn ich einen Laufkollegen finde, der mich begleitet, dann werde ich 2015 die 100 Meilen laufen. Besonders reizte mich das Shirt mit dem Spruch vom Mauerbau: „Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen.“ Im Oktober 2014 fand ich dann einen guten Lauffreund, der versprach, mit mir gemeinsam die 100 Meilen zu absolvieren. Vorbereitung Damit begann die Vorbereitung. Diese bestand aus vielen Marathonläufen, zum Teil auch als Doppeldecker, d.h. zwei Marathonläufe an einem Wochenende, Samstag und Sonntag. Und 100-kmLäufe standen auf dem Programm. Davon habe ich als Vorbereitung gleich fünf absolviert. Wieder einmal war auch der Thüringen Ultra mit 100 km dabei. Mein letzter Lauf vor Berlin. Alles lief super. Neue Bestzeit in 14:33 Std. und ein zehnter Platz bei den Frauen. Ich war vorbereitet! Am 15. August morgens um sechs Uhr ging es los. Da stand ich in Berlin gemeinsam mit meinem Lauffreund Peer im Stadion unter all den Ultra Freaks, echte Profiläufer, ich war beeindruckt. All‘ die Läufer um mich herum sahen so fit aus. Sie erzählten von den letzten 100 Meilen und wie es wohl heute wird. So viel Erfahrung! Und nun bin ich hier als „Ultra-Anfänger“. Es ging ganz gemütlich los. Nach 20 Kilometern, am Grenzturm, entschieden wir uns spontan hochzuklettern. Es war ein herrlicher sonniger Morgen. Die Sonne sollte uns allerdings später noch zu schaffen machen. Also wieder weiter.

Niemand hat die Absicht, 100 Meilen zu laufen! Prof. Dr. Claudia Cavaleiro ist für ihre Ultralangläufe bekannt. Doch 160,9344 Kilometer sind eine besondere Herausforderung!

Erster Verpflegungspunkt bei Kilometer 33, zweiter bei 70 Kilometern und dann der letzte bei 100 Kilometern. Die

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Liebe Laufkolleginnen und Laufkollegen,

Reisebericht

wer sich etwas intensiver mit ausdauersportgerechter Ernährung befasst, wird ziemlich bald auf die Bedeutung von eiweißreicher Kost (v.a. auch im Kontext kohlenhydrath-reduzierter TrainingsErnährung) stoßen. Seit einigen Jahren schon ein Klassiker ist der Gewürzquark des führenden Sporternährungsexperten Dr. Wolfgang Feil (Ultrasports). Ich habe Euch hier mal das Rezept, mit einigen Tipps, aufgeschrieben. Das ergibt ein sättigendes,

Olympia Olympia war das Heiligtum des Zeus in Elis, im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes. Es war der Austragungsort der Olympischen Spiele der Antike.

Hallo OSC, dieses Jahr in den Osterferien habe ich etwas ganz Besonderes erlebt. Ich war mit meinen Eltern in Olympia im richtigen, allerersten Olympiastadion! Natürlich habe ich die 200 Meter lange Laufbahn ausprobiert und ein Beweisfoto im OSC T-Shirt gemacht. Wer es nachmachen möchte: Wir waren mit einer Familien-Studienreise

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vom Veranstalter Studiosus zu verschiedenen antiken Stätten in Griechenland unterwegs. In Olympia gab es auch ein sehr beeindruckendes Museum mit archäologischen Funden aus alten Zeiten. Die Laufbahn mit Start- und Zielmarkierung und Kampfrichtertribüne ist sehr gut erhalten und darf wirklich benutzt werden. Ein beeindruckender Moment!, fand auch Mama. Maren Siegers

Zutaten 250 g Quark 20% oder 40 % (oder Magerquark mit einem guten Schuss Sahne), 4 Teelöffel Leinöl, 2 Teelöffel Kurkuma gemahlen, 1 Teelöffel Zimt gemahlen, Pfeffer, Salz, Chili-Gewürz, 1-2 cm frischen Ingwer, 2 Esslöffel Hanfnüsse geschält (ersatzweise Hasel- oder Wallnüsse), Flohsamen, nach Geschmack z.B. Rosinen oder andere getrocknete Beeren, Honig, andere Trockenfrüchte etc. Zubereitung 4 Teelöffel Leinöl in eine Schüssel geben, Kurkuma, Zimt und Flohsamen dort einrühren. Dann 20 Minuten ziehen lassen. Ingwer klein schneiden oder reiben (wenn es schnell gehen muss oder kein frischer Ingwer zur Hand ist, tun es auch ein bis zwei Teelöffel gemahlener Ingwer). Ingwer, weitere Zutaten wie Rosinen oder getrocknete Beeren (s.o.), Salz und (großzügig!) Pfeffer, sowie eine Messerspitze Chili-Gewürz, 2 Esslöffel Hanfnüsse, nach Bedarf Honig und den Quark dazu geben und gut vermischen.

Warum läu Weil Diät keine


... Fortsetzung von Seite 13 nährstoff- und vor allem eiweißreiches Frühstück und ermöglicht so auf (kohlenhydrathreiches) Brot morgens ganz oder teilweise zu verzichten. Außerdem ist es lecker! Ich kann aus Erfahrung sagen, dass man sich sehr dran gewöhnen kann. Macht vielleicht nicht unmittelbar zählbar schneller, aber unterstützt sportgerechte Ernährung und – für den, der es will/braucht – auch das Abnehmen. Probiert´s doch mal aus - bei uns zuhause steht es Fifty-Fifty: Zwei stehen drauf, zwei mögen´s nicht. Norbert Bläsing

... ersten 100 Kilometer waren in 14:27 Std. absolviert. Noch besser als in Thüringen und ich war noch frohen Mutes. Die Lufttemperatur war inzwischen auf 38° C angesteigen und ich merkte meine brennenden Fußsohlen. Doch es ging weiter. Um 21 Uhr haben wir gegessen (leider stellte ich später fest etwas zu wenig), uns eine halbe Stunde ausgeruht und dann das Rennen wieder aufgenommen. Gegen Mitternacht erreichten wir die 120-Kilometer-Marke und ich hatte wie-

Hält sich zwei Tage im Kühlschrank.

Leinöl gibt es bei diversen kleinen Ölmühlen, die online vertreiben (lassen), z.B. zu erhalten über allsani.de. Es i st sehr gesund aufgrund des extrem hohen Omega-3-Anteils. Obwohl es bei DM den Testsieger der aktuellen StiftungWarentest-Ausgabe günstig gibt, empfiehlt Dr. Feil örtliche Ölmühlen, weil das Leinöl bereits acht Wochen nach der Produktion bitter wird und seiner Wirkung verliert (auch das DM-Öl schmeckt deutlich bitter!).

ufst Du? e Option ist!

Das waren sie also, die letzten 40 Kilometer. Also der letzte und 4. Marathon des 100-Meilen-Laufes. Ja der ist schmerzhaft und hart. Reihenweise haben Läufer hier aufgegeben. Die Quote der Aussteiger lag schließlich bei 40 %. Ich entschloss mich weiter zu machen. Ich wollte durchkommen und mein tolles Shirt mit dem Spruch in Empfang nehmen. Und so wanderten wir (laufen war beim besten Willen nicht mehr möglich) erst an der Mauergalerie, dann am Brandenburger Tor und zuletzt am Reichstag vorbei.

Vor dem Verzehr nochmal 20 Minuten ziehen lassen.

Tipp/Hinweise: Diese Menge ergibt zwei Portionen einer sehr eiweiß- und auch sonst ausgesprochen an Nährstoffen reichen Mahlzeit, z.B. als Frühstück. Für die gleiche Menge Eiweiß müsste man z.B. vier Eier essen. Die Hanfnüsse kauft man z.B. in Bio-Qualität günstig bei Ebay oder Amazon. Das Gleiche gilt für die übrigen Zutaten wie Zimt oder Kurkuma, die man in größerer Menge kaufen sollte, wenn man den Gewürzquark regelmäßig isst (bei den Minimengen im Supermarkt oder Bioladen wird’s auf die Dauer ziemlich teuer).

unter den Fußsohlen gebildet. Jetzt konnten wir kaum noch gehen und die schwierigste Phase begann. Mitten durch Berlin, an der Mauer entlang mit vielen Schmerzen.

der Hunger. Ich aß einfach Nudeln mit Tomatensoße und war glücklich, endlich einen vollen Magen zu haben. Aber dieses Glück war nur von kurzer Dauer. Wenig später wurde mir schlecht und dieses Gefühl hielt sich bis morgens um drei Uhr. Dies war eine schwierige Phase und wir konnten nur noch wandern. Zwischen vier und sechs Uhr wurde mein Lauffreund immer müder und wir mussten immer wieder längere Zeit für einen Kurzschlaf pausieren. Gegen sechs Uhr morgens bekamen wir Probleme mit unseren brennenden Fußsohlen, denn es hatten sich riesige Blasen

Und plötzlich, da war es … unglaublich! Das Ziel! Was für ein wunderschöner Moment. Die schönste Stadionrunde der Welt. Es war kaum zu fassen, endlich die Ziellinie. Mein Lauffreund Peer und ich waren glücklich. Ich verdrückte ein paar Freudentränen, bekam mein hart erkämpftes Shirt und eine tolle Medaille. Ja ich habe 100 Meilen geschafft. Wie sagt der Läufer so schön: Der Schmerz geht, der Stolz bleibt. Claudia Cavaleiro

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Geschichten

Dünne Läufer, dicke Freunde! Das Studium hat die ehemalige Trainingsgruppe von Elisabeth Rohbeck, Deutsche Vizescrossmeisterin 2013, in alle Winde verstreut.

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un ist es schon ein Jahr her, dass Nicola und ich unsere Abiturprüfungen bestanden haben, sodass man sich nur noch schwer an den Schulalltag zurückerinnern kann und einige Kontakte im Heimatort zurückgelassen hat.

fergruppe und das Trainergesicht etwas anders aus. Das hindert aber nicht daran, dass man bei Wettkämpfen nicht doch ab und zu auf die einstigen Trainingspartner trifft und per Whatsapp vorher mal neue Infos kundtut.

Was jedoch nicht verloren geht, sind die zahlreichen Erinnerungen an die Wettkämpfe mit unserer Trainerin Frau Hass, die wunderschön anstrengenden Trainingslager, Staffelläufe in Weeze, Zeltabende oder auch die Treffen unserer Jugendgruppe (außerhalb der 400-mBahn) zum regelmäßigen Updaten der Neuigkeiten. Auch wenn wir keine Elf waren, die einem Fußball gemeinsam hinterher gestürmt sind, konnten wir doch meist genug Leute ins Rennen schicken und einen professionellen Coach an den Rand stellen. Unser gemeinsames Hobby hat uns viel Zeit miteinander verbringen lassen und tiefe Freundschaften geschaffen. Nachdem einige zur Unterstützung ihrer sportlichen Karriere einem neuen Verein beigetreten sind, sieht die Läu-

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Die Wettkämpfe heutzutage haben vielleicht einen etwas anderen „Charakter“ bekommen, wenn man den „Color Run“ überhaupt noch zu einem Wettkampf zählt. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht mit Nicola und meinen Lauffreunden aus Essen daran teilzunehmen, um kunterbunt und total erholt das Ziel zu erreichen. Da kann es auch schonmal vorkommen, dass man die rosarote Brille

aufgesetzt bekommt oder angeheitert blau von der Warming-up-Party in den Wettkampf startet. Mit einer überragenden Zeit von 42 Min. (inklusiv Fassbrause-Pause und der Unterbrechung an den Farbstationen) konnten wir unterwegs viele Walker, Alibi-Jogger oder Sportmuffel auf der Rollbahn am Flughafen in Mühlheim überholen. (Zum Selbstschutz erwähne ich lieber nicht, dass es sich um einen 5-km-Lauf gehandelt hat). Ein anderes Wiedersehen fand bei den deutschen Hochschulmeisterschaften in Münster statt, zu denen sich neben Nicola und mir auch noch René gewagt hat. Leider konnten wir seinen 5.000er am Vortag nicht sehen. Wir beide waren froh, gemeinsam die alten WettkampfVorbereitungen durchzuziehen, teilweise professionell zu wirken und auf unserer neuen Lieblingsstrecke (die 1.500 m) zu glänzen. Der Uni-Lauf in Aachen bot sich perfekt für ein nächstes Treffen an. Im Anschluss an den Lousberglauf wurde bei Sarah und Martin geschmaust, um die von Sarah, Nicola, Sebastian und


Geschichten

René verbrannten Kalorien direkt wieder aufzufüllen. „Erwischt“ beschreibt es ganz gut, als einige unauffällig beim anschließenden Gesellschaftsspiel gewinnen wollten. Egal ob bei der NRW-Gala in Bottrop, dem OSC-Lauf in Waldniel, dem Elite-Lauf in Korschenbroich oder dem mud-Masterslauf in Weeze – überall sind wir vertreten und freuen uns im Vorfeld schon tierisch darauf, einige aus

Ganz o.k. Stefan Broker tauschte seine Laufschuhe gegen das Rennrad und fuhr den Alpenbrevet in der Schweiz.

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igentlich sollte 2015 ein reines Laufjahr werden, jedoch hat mir eine Reizung der Plantarsehne frühzeitig einen Strich durch die Rechnung gemacht.

der alten Läufergruppe zu treffen. Dabei behalten wir auch die Tradition unserer ausgewogenen Ernährung nach dem Wettkampf mit Kuchen und Schokolade bei. Dies soll auch die jüngeren Läufer motivieren (nicht das Essen!), über die eigene (Lauf-)Bahn hinaus einen Schritt auf andere zu zugehen, denn Freundschaft ist das, was man über den Verein hinweg für‘s spätere Leben mitnimmt. Klar heimsen wir ab und zu mal Lorbeeren für hartes Training ein. Dafür ist neben dem Grundgerüst vom OSC aber auch das jeweilig aktuelle Training sehr entscheidend.

Wie ihr seht, treffen wir uns außerhalb der Heimat ganz schön oft und können uns an Wettkämpfe wagen, die vorher eher schlecht bis gar nicht in den Wettkampfplan gepasst haben. Ich jedenfalls freue mich, wenn ich Nicola und andere OSCer viele weitere Male an der Startlinie bei Wettkämpfen oder Trainingsläufen antreffe. Elisabeth Rohbeck

Also beschloss ich zunächst den Ötztaler Radmarathon zu fahren Da es dort aber immer nur eine begrenzte Anzahl an Startplätzen gibt und ich leider nicht ausgelost wurde, habe ich als Alternative den Alpenbrevet in der Schweiz gebucht. Man konnte dort wählen zwischen Platin-, Gold- und Silber-Stecken, wobei die Auswahl während des Rennens getroffen werden kann. Da ich als Alpenrookie schon Respekt vor den vielen Höhenmetern hatte, entschied ich schon im Vorfeld die Silber-Strecke mit 132 Kilometern und ca. 3.800 Höhenmetern zu fahren. Gefahren wurde über Grimsel-, Furkaund Sustenpass, wobei der Furka der höchste (2.450 m) und auch der steilste Pass mit max. 15 Prozent war. Die ersten beiden Pässe waren auch noch recht angenehm zu fahren, da die Temperatur aufgrund des frühen Starts in Meiringen um 6:45 Uhr noch sehr erträglich war.

Der letzte Pass (Susten) war mit 27 Kilometern Länge bei knapp 32° C eine kollektive Partie zum Massensterben. Ich glaube, dass ich bisher bei keinem Laufmarathon so lange, nämlich 2,5 Std., auf der letzten Rille gefahren bin. Letztlich war ich dann sehr froh, oben angekommen zu sein, um die letzte Abfahrt dann zu genießen. Es war eine supertolle und gut organisierte Veranstaltung mit richtig guten, aber leider sehr vollen Verpflegungsstationen auf den Passhöhen und mit guter Unterhaltung durch Alphörner. Geschlafen wurde in einem Gemeinschaftsschlafsaal im Dachgeschoss einer Schule mit 120 Leuten bei 30° C und zwei Toiletten. Aber ich finde das gehörte eben mit dazu und war auch recht lustig. Einziger Nachteil war, dass die Strecke nicht, wie es beim Ötzi der Fall ist, für den Autoverkehr gesperrt war. Aber es hielt sich alles in Grenzen und war nicht so sehr störend. Achso, meine Nettofahrzeit lag bei 7:25 Std., was für‘s erste Mal ganz o.k. ist.

Was ich allerdings sehr unterschätzt habe, waren die Abfahrten. Ich hätte nicht gedacht habe, dass ein Rennrad so schnell beschleunigt und Bremsen am Rad in der Tat auch wichtig sein können.

Nächstes Jahr geht‘s dann hoffentlich zum Ötzi, wenn ich gelost werde. Sonst würde ich aber auch gerne nochmal in die Schweiz fahren, um dann die Goldtour in Angriff zu nehmen.

Ich hatte ziemlich schnell 70 km/h erreicht und genauso viel Angst vor den Kehren. Ok, bei der zweiten Passabfahrt hatte ich dann schon etwas Übung und es ging ganz gut runter.

Und eigentlich habe ich das mit dem Laufen ja auch noch nicht so ganz aufgegeben und hoffe nochmal an alte Zeiten anknüpfen zu können. Stefan Brocker

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Sportlerwahl der Rheinischen Post

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nde Mai stand nun nach fünf langen Monaten das Ergebnis der Sportlerund Mannschaftswahl des Jahres 2014 der Rheinischen Post fest bzw. es wurde endlich verkündet. Für unsere spontan zusammengestellte Mannschaft bei den LVNCrossmeisterschaften im November in Wassenberg wurden wir, dank unseres Mannschaftstitels, nominiert. Voller Spannung und Ungewissheit, wie viele diesmal für uns abgestimmt haben, fuhren Natalie und Nicola zur Bekanntgabe ins Waldbistro nach Süchteln. Elisabeth ließ sich aufgrund von Pflichtveranstaltungen in der Uni entschuldigen. In den vergangen Jahren konnte man immer stolz auf seine Sammlung an Unterschriftszetteln sein, mit denen man fleißig Nachbarn, Arbeitskollegen oder Mitschüler genervt hatte. Die anderen Vereinsmitlgieder haben ja hoffentlich gerne und freiwillig für die jeweils nominierten OSCer abgestimmt. Für die Ehrung des Jahres 2014 wurde das Wahlsystem aber auf Telefon und eine Internetabstimmung umgestellt.

Erneut erfolgreich Die Sportlerwahl der Rheinischen Post wurde erstmalig mit Hilfe von Telefonanrufen und Internetabstimmungen durchgeführt und das Ergebnis deshalb kaum vorhersehbar.

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In Süchteln angekommen konnten wir Rolf und John begrüßen, die zu unserer Unterstützung von offizieller Vereinsseite gekommen waren, sowie unsere „verbündete“ Einzelsportlerin Sarah Schmidt von der LAZ Mönchengladbach samt Trainer. Man kennt sich halt unter den Läufern. Dementsprechend wurden schnell zwei Tische zusammengeschoben und dann begann das bunte Treiben. Im vergangen Jahr fand die Ehrung in sehr kleinem Kreise in den Räumen der Kreisverwaltung in Viersen statt. Dieses Jahr erstmalig beim ASV Süchteln und dieser hatte sich ein recht ansprechendes Programm überlegt. Nach der offiziellen Begrüßung und dem üblichen Vorstellen alle Verantwortlichen, führten die Judoka einige Grundlagen ihrer Sportart vor, bevor die Trampoliner ihr Können unter Beweis stellen. Beide Sportarten präsentierten


so ihre Vorzüge, auch wenn wir spontan beschlossen, doch lieber bei dem relativ langweiligen Laufen zu bleiben ;-) Da das Essen noch etwas auf sich warten ließ, wurde die Ehrung der Sportler vorgezogen. Deswegen waren wir ja eigentlich auch da, aber gegen späteres Essen hatte natürlich auch niemand etwas einzuwenden. Insgesamt war die ganze Ehrung wesentlich schöner gestaltet als noch im vergangen Jahr. Bei der Wahl zum Sportler des Jahres konnte Sarah Schmidt sich über den 3. Platz freuen, während Nick Kämpgen (ebenfalls Läufer & Leichtathlet aus Niederkrüchten vom ASV Süchteln) die Einzelwertung gewann. So weit schon einmal keine schlechte Bilanz für die Leichtathleten, die es im Vergleich zu den großen Mannschaftssportarten ja doch meist schwer haben. Wir waren doch sichtlich nervös als im Anschluss die Mannschaften geehrt werden sollten. Eine Chance hatten wir uns nach dem 2. Platz des Vorjahres höchstens für den 3. Platz ausgerechnet. Zumal die großen Mannschaften des TV Lobberichs und TSV Boisheim mit uns nominiert waren. Außerdem konnten wir absolut nicht einschätzen, wie gut

unsere Werbetrommel v.a. über Facebook funktioniert hatte. Die Plätze 3 und 2 gingen dann auch an besagte Mannschaften in den Bereichen Handball und Fußball weg, weswegen wir uns aber fragten, welche große Mannschaft wir denn übersehen hatten? Zu unserem absoluten Erstaunen bestand diese Mannschaft aus genau drei weiblichen Mitgliedern. Und kam vom OSC Waldniel – wir hatten gewonnen!!! Damit hatten wir absolut nicht gerechnet, was uns jetzt leider auch ein kleines Interview einbrachte, auf das jeder der vorne stand sicher gerne verzichtet hätte. Auf die Preise selbstverständlich nicht. Für den Verein bzw. dessen Jugendarbeit gab es

zudem 1.500 Euro, einen Pokal, eine Urkunde und ein Handtuch. Und selbstverständlich noch ein Siegerfoto. Dieser Sieg hier war beinah mehr Arbeit als unser Sieg bei den Crossmeisterschaften ;-) Nach dieser gelungenen Überraschung bedienten wir uns, nach reichlich Händeschütteln und Fotoshooting, dann aber auch reichlich am sehr leckeren, vielseitigen Büffet. Das hatten wir uns ausnahmsweise auch einmal ohne gelaufen zu sein verdient (wir sind es ja sozusagen vorher schon). Sehr schade war, dass Elisabeth den Sieg nicht direkt mit uns feiern konnte, auch wenn sie selbstverständlich als erste informiert wurde. Vielen herzlichen Dank an alle, die für uns abgestimmt und somit überhaupt den Sieg ermöglicht haben. Er kommt uns allen schließlich zu gute, sodass jeder etwas „zurück“ bekommt. Natalie, Elisabeth, Nicola

Nordrhein-Langstreckenmeisterschaften

Gut gemacht Bei den Nordrhein-Langstreckenmeisterschaften in Essen der Altersklasse U16 (14/15 Jahre) durfte Anna Bommes aufgrund ihrer guten Langstreckenzeiten als 13jährige mitlaufen.

Es war ihre erste Nordrheinmeisterschaft. Da ist man naturgemäß etwas aufgeregt. Ich muss sagen, sie hat die Aufgabe bravourös gemeistert. Klug lief sie im Mittelfeld mit und versuchte jede aufkommende Lücke wieder zu schliessen, um den Anschluß nicht zu verlieren. Die ersten 1.000 m in 3:24 min. waren schnell für sie, aber zu schaffen. „In der

letzten Runde geht die Post ab“, hatte ich ihr eingeschärft, „da musst du aufpassen.“ Sie hat alles gegeben und eine super Zeit von 6:54,55 min. war der Lohn. Ein vierter Platz als 13jährige beim älteren Jahrgang in einer Nordrheinmeisterschaft ist beachtenswert. Gut gemacht Anna! Antje Hass

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Marathon

Egal, ausblenden, weiter ... Stephan Kanditt lief in Düsseldorf zur Bestzeit über die Marathondistanz. Aber ein perfekter Lauf sieht in seinen Augen anders aus.

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ur Vorgeschichte: Nachdem vor Ostern über eine Woche infektbedingt gar nix mehr ging, wurde aus einer bis dahin perfekten Vorbereitung auf Rotterdam reine Improvisation. Was tun war die Frage. Rotterdam ging nicht, wurde auch aus ärztlicher Sicht strikt verboten. Die Wettkampfsperre am 1.4. war für zwei bis drei Wochen ausgerufen worden. Ein Plan musste her, aber welcher? Ein kurzer Blick auf den Terminkalender lies auf das Wochenende 9./10. Mai schließen, entweder Coesfeld oder Maasmarathon. Beide eher klein und überschaubar. Zunächst ging es erstmal darum, überhaupt wieder an’s Rollen zu kommen. Die erste Einheit am 8. April über 6 km war erwartet katastrophal, der Rotterdam-Startplatz wurde wenigstens erfolgreich an Jörg transferiert. Am darauf folgenden Freitag ging es etwas besser, sodass ich parallel zum Rotterdamer Marathon ein Experiment startete. Geplant

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war erstmal eine langsame 15-km-Runde und dann weitersehen. Daraus wurden 32 km, zwar langsamer als sonst, aber es ging eher darum festzustellen, ob die Konditionsgrundlage den Infekt überstanden hatte. Ungefähr ab da rückte der Düsseldorfer Marathon wieder ins Blickfeld. O.k., das Kind war im Brunnen, jetzt ging es darum, das beste daraus zu machen. Die Wetterprognosen standen günstig, also wieder in den alten Marathonplan rein und die letzen beiden Wochen noch einmal in der Hoffnung abspulen, dass die Wetterprognose stabil bleibt. Am Sonntag vorher den Korschenbroicher Citylauf als Belastungstest etwas langsamer als Marathonrenntempo. Am Mittwochabend fiel dann die Entschei-

dung, Düsseldorf zu laufen. Am Donnerstag Startplatz im Büro akquiriert und Freitag erfolgreich umgeschrieben. Freitag war dann noch ein Kollege als persönlicher Pacemaker im Gespräch. Leider machte sein Fuß nicht mit und die Absage kam am Samstagnachmittag – ein schlechtes Omen? Egal, ausblenden, weiter ... Zum Lauf: Erstmalig in die Bahn gesetzt und zur Kleiderbeutelabgabe bis zur Altstadt gefahren. Der Gurt der „exklusiven Kleiderbeuteltasche nur für die Marathonis“ zerlegte sich wegen minderwertigster Nähte schon da in seine Einzelteile – ein schlechtes Omen? Egal, ausblenden, weiter ... Pünktlich um 8:40 Uhr am Start, (zu?) kurz eingelaufen, beim Kids-Cup noch die erfolgreiche Titelverteidigerin Anna


Bommes angefeuert und dann rein in den Startblock. KM 0-5 Startschuss, direkt hinter den Spitzenblock eingruppiert, minimal zu schnell angelaufen (4:33 Min.), die 3:15er-Gruppe ziehen lassen, um dann festzustellen, dass ich das geplante Renntempo von 4:42 Min. nicht mal ansatzweise treffe. Entweder 5 bis 10 Sekunden drunter, oder drüber, aber nicht passend. Die Wade zwickt? Jetzt schon? Vielleicht wäre mehr Einlaufen doch besser gewesen. Der Kilometer 5 – Kopfsteinpflaster am Aquazoo – sollte dann für einen ersten Schockmoment sorgen: Fast fünf Minuten. GPS Fehler? Egal, ausblenden, weiter ... KM 5 - 14 Manchmal hat man in so einem Marathon auch gute Ideen. Der TuSem Essen kommt in einem 3er- bis 4er-Rudel an mir vorbei. Ich frage Stefan Losch, wohin die Reise gehen soll. Antwort: „4:42erSchnitt“. Passt. Ich denke nicht lang nach und bleibe erstmal bei denen. Von der Wade spüre ich nichts mehr. Ich beginne einen eigenen Rhythmus zu finden. Kilometer 10 zeigt eine 47:20 Min. als Durchgang, etwas zu langsam? Egal, ausblenden, weiter ... KM 14 - KM 37 Ich merke, dass ich immer wieder abstoppe und kürzere Schritte mache, um in der Gruppe nicht aufzulaufen. Hochrechnung für den Halbmarathon liegt bei 1:39:45 Std. Zu langsam, da bliebt kaum Puffer für unter 3:20 Std. Also an der Gruppe vorbeigehen, auch wenn dem Oberschenkeln gerade der Gegenwind in Oberkassel nicht schmeckt. Im Schnitt bin ich jetzt unter 4:40 Min. pro Kilometer unterwegs, also besser als geplant. Halbmarathon bei 1:39:32 Std.. Ich orientiere mich an einem älteren Herren aus Freiburg, der sehr stabiles Tempo macht und einer Japanerin, die

im Hello Kitty-Kostüm, inkl. Haarreifen und angenähtem Schwanz an der langen Tight, unterwegs ist. Sachen gibt’s, aber auch sie läuft sehr stabil ihr Rennen. Die Stimmung bis Kilometer 22 ist besser, als ich sie in Erinnerung hatte, doch danach wird’s mau. Bei Kilometer 32 kommt plötzlich wieder ein bekanntes Gesicht an mir vorbei. Karsten Kruck, deutscher Spitzenläufer und Inhaber des Bunert-Shops in Duisburg leistet einer unbekannten hübschen jungen Dame Pacemakerdienste. „Was wollt ihr laufen, Karsten?“ „Unter 3:20 Std.,“ sagt er. Ich antworte noch: „Da bin ich dabei,“ um den beiden schon nach 10 Metern nicht mehr folgen zu können, da sie viel zu schnell für mich sind und mach dann doch lieber mein eigenes Ding. (Im Ziel sollten sie dann eine 3:16 Std. haben ...) Egal, ausblenden, weiter ... KM 37 - 40 Nee, der Kilometer 37 war wirklich nicht meiner. Zuerst kippe ich mir am Getränkestand versehentlich einen richtig vollen Becher ISO statt Wasser über den Kopf, danach meldet die GPSUhr nur noch lakonisch „Akku leer“. Einzelne Kilometersplits zeigt sie noch für wenige Sekunden an. Problem war allerdings, das leise Piepsen mitzubekommen. Am Hafen ist vornehm ausgedrückt „nicht mehr ganz soviel los“ wie in den Vorjahren. Vor mir kriegt eine belgische Altersklassenläuferin schwere Krämpfe, läuft extrem unrund, schreit fürchterlich, liegt am Boden, wird von zwei Vereinskameraden verarztet. Die Kilometer, die ich auf meiner Uhr sehe, liegen bei 4:50 Min.. Geht noch, aber keine Lust mehr, weitere U-Turns zu laufen, um auf die 42 Kilometer zu kommen. Das Ziel ist doch so nah. Manchmal ist fehlende Ortskenntnis gar nicht so übel. Egal, ausblenden, weiter ... KM 40 - 41

Auf einmal kommt die Belgierin wieder von hinten an mir vorbei, schnellen Schrittes. Wie sie es macht, ist mir ein Rätsel. An der Kö angekommen. Ah, Kilometer 40. Ooops, fast eine Minute über dem 3:19er Plan, den ich gottseidank als Pace-Armband aufgedruckt am rechten Arm trage. Wie kann das sein? Na klar, GPS-Abweichungen. Das letzte Piepsen war doch deutlich vorher. In der Endabrechnung sind es fast 400 Meter Abweichung zwischen Strecke und Uhr. Dafür höre ich das Piepsen bei Kilometer 41 und eine 5:09 Min. wird angezeigt. Na super, wenn ich so weiter laufe, vergurke ich die 3:19 Std. doch noch. Egal, ausblenden, weiter ... KM 41 - Ziel OK, dann gehen wir mal „ALL IN“, wie man das so in nächtlichen Pokersendungen nennt. Bestzeit habe ich schon, selbst wenn ich noch Gehpausen einlegen müsste. Also: Gas, Gas, Gas. Vorbei an Hello Kitty, dem alten Knochen aus Freiburg und einer Dame aus Lüttringhausen, die ebenfalls sehr stabil unterwegs war. Ankunft am Apollo Theater und weiter die Rampe runter. Die Uhr meldet 4:38 Min. für den letzten Kilometer. Familie Kanditt steht am Gitter, Kira sprintet neben dem Gitter mit. „Schneller Papa, den kriegst‘e noch.“ Das muss doch reichen. Ich sehe die Zieluhr und komme bei 3:19:44 Std. brutto rein. Geht doch, netto waren es noch 5 Sekunden weniger. ENDLICH nicht mehr weiter!

Fazit: War harte, harte Arbeit. Absolutes Wunschziel wie geplant erreicht. Ein perfekter Lauf, wie es auf dem Papier aussehen mag, war es lange nicht. Ob‘s nochmal schneller oder runder geht? Schau‘n mer mal ;-) Egal, ausblenden, weiter trainieren! Stephan Kanditt

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Wie ist Dein Name? Hrissohoidis, Niko

Interview

Wie alt bist Du? 25 Seit wann bist Du Mitglied im OSC? Seit 2000. Das sind 15 Jahre. Unfassbar! Wie oft trainierst Du? In letzter Zeit zu wenig. Zu meinen besten Zeiten viermal die Woche. Wer sind Deine Trainingspartner? Früher Alex Kaminski, Daniel Donner und die Hahn-Brüder. Jetzt trainiere ich manchmal mit Reiner Kirchner im Fitness Studio. Wer ist Deine Trainerin? Es sind gleich zwei – Antje Hass und Maria Strickling. Was sind Deine Bestzeiten? 100 m: 12,6 sek.; 200 m: 24 sek.; 300 m: 40 sek.; 400 m: 56 sek. Was ist Deine Lieblingsdistanz? 100 m bis 400 m Was ist das Besondere am OSC Waldniel? Das familiäre und freundschaftliche Verhältnis zwischen den Mitgliedern, das gute Training und die Erinnerungen, die ich mit dem OSC Waldniel und meiner Kindheit bzw. Jugend verbinde.

Nachfrage wird steigen Niko Hrissohoidis ist seit langen Jahren im Verein und betreut die Facebookseite des Vereins. Nun hat er seinen Übungsleiterschein gemacht.

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Wie bist Du auf die Idee den Übungsleiterschein zu absolvieren gekommen: Ich habe schon während meiner Schulzeit überlegt einen Trainerschein zu machen. Da ich während meiner Abiturzeit schon als Koordinations- und Sprinttrainer bei dem benachbarten Fußballverein VSF Amern tätig war und im letzten Jahr wieder mit dieser Tätigkeit bei Fortuna Mönchengladbach angefangen habe, wollte ich nun den Übungsleiterschein machen, damit ich nächstes Jahr meinen C-Trainer Wettkampfsport im Bereich Leichtathletik machen kann. Zudem konnte und kann ich bei meinem besten Freund Benedict Weeks sehen, wie erfolgreich man auch schon in jungen Jahren im Trainerbereich sein kann. Benni hat dieses Jahr die DFBJugend-Elitelizenz in Duisburg-Wedau erworben und ist nun schon seit ein paar Jahren erfolgreich Trainer der B-JugendMannschaft des SC Union Nettetal.


Da es meiner Meinung nach in Zukunft immer wichtiger wird, Elemente wie Koordination, Athletik, Stabilisationsübungen und Sprints in das Fußballtraining einzubauen, habe ich mich entschieden, diesen Weg, neben meinem Beruf, jetzt etwas aktiver anzugehen. Außerdem gibt es nicht Viele in meinem Alter, die einen Übungsleiteroder Trainerschein haben bzw. machen. Gleichzeitig suchen immer mehr Leichtathletik- und Fußballvereine qualifizierte und motivierte Nachwuchstrainer. Da ich mir vorstellen kann, wenn alle Rahmenbedingungen passen, als Trainer tätig zu sein, versuche ich jetzt den Grundstein zu legen. Ich bin noch jung genug und kann Erfahrungen sammeln. Wie lange dauert diese Ausbildung? Die Ausbildung für den Üungsleiterschein „C-Basismodul“, welchen ich jetzt absolviert habe, dauerte insgesamt 30 Lehreinheiten. Diese fanden an zwei Wochenenden jeweils samstags und sonntags von 9 bis 15 Uhr statt. Was ist bei Dir besonders hängen geblieben? Der Sport an sich verbindet so viele Menschen und wird gerade in der heutigen Zeit, meiner Meinung nach, immer wichtiger, um jungen Menschen bestimmte Werte vermitteln zu können und gleichzeitig auch die körperliche und sportliche Entwicklung voranzutreiben. Ich hatte einige sehr konstruktive Gespräche mit Hans Peter van der Blömen, stv. Bürgermeister von Kempen. Hans Peter hat auch am dem Lehrgang teilgenommen und sitzt auch im Kempener Sportausschuss. Er sagte mir, dass Vereine in Zukunft verstärkt nach jungen, qualifizierten Trainern suchen werden und dass die Altersgruppe zwischen 10 und 20 Jahre verstärkt in die Vereine drängt, um Sport zu treiben. Die Nachfrage nach Sportangeboten in Vereinen dürfte demnach bereits vorhanden sein und in Zukunft noch steigen. Welches Thema beinhaltete Dein Lehrgang? In dem Lehrgang wurden grundlegende Dinge besprochen und vermittelt, wie zum Beispiel der Aufbau und die Phasen einer Sportstunde, Grundelemente der Koordination und Kondition sowie die Aufgaben und Eigenschaften eines Übungsleiters.

OSC‘er schon wieder in Grün Wenn der Kreis Niederrhein West nominierte Sportler zum Kreisvergleichskampf ruft, dann schlüpfen auch unsere OSC-Athleten schon einmal gerne ins grüne Trikot des Kreises.

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o auch am 20. September 2015 beim Kreisvergleichskampf in Remscheid. Dort trafen sich Sportler aus den 13 Kreisen des Leichtathletik Verbandes Nordrhein, um dort miteinander, aber auch gegeneinander, anzutreten. Für unseren Verein hatten dort Judith Bläsing und Sophie Grafen ihren ersten Einsatz in Grün. Für Fabio Faulhaber und Anna Bommes war es bereits der zweite Einsatz, nachdem sie im letzten Jahr beim Kreisvergleichskampf im Crosslauf schon einmal starten durften. Schon ein wenig aufgeregt fuhren die vier Athleten nach Remscheid. Den Anfang machte Fabio, der sich auf der 800-m-Strecke beweisen durfte. Mit einem tollen Rennen in 2:19,65 Min., ganz nah an seiner Bestzeit, belegte er einen tollen 12. Platz. Damit lag er nicht einmal eine Sekunde hinter seinem Teamkollegen, der mit seinem 11.Platz vier Punkte für seine Mannschaft männlich U16 „einfahren“ konnte. Bei den Vergleichskämpfen ist es so, dass in Laufwettbewerben zwei Athleten einer Mannschaft starten dürfen und der Schnellere für die Punktewertung zählt. Dann kam Sophie über 300 m zum Einsatz. Im zweiten Zeitlauf teilte

sie sich das Rennen sehr gut ein und sammelte bis zur Ziellinie alle Konkurrentinnen ein. Mit einer tollen Zeit von 45,48 Sek. belegte sie somit Platz 1 in ihrem Lauf und insgesamt den 6. Platz. Das machten dann 8 Punkte fürs Team weiblich U16. Für dieses Team starteten dann im 2.000-m-Rennen Judith und Anna. Beide machten ein tolles Rennen. Anna lief von der Spitze weg und erkämpfte sich Platz Eins in einer Zeit von 6:59,88 Min.. Judith lief mit einer Zeit von 7:31,61 Min. auf den neunten Platz. Der erste Platz von Anna bedeuteten 13 Punkte für das Team. Zum Abschluß aller Wettbewerbe wurden alle Leistungen zusammengerechnet und die Mannschaften geehrt. Mit dem Team der männlichen Jugend U16 durfte sich Fabio über 69 Punkte und einen 8. Platz freuen. Mit dem Team der weiblichen Jugend U16 durften sich Sophie, Judith und Anna über 81 Punkte und einen 5. Platz freuen. Herzlichen Glückwunsch zu diesen Leistungen!!! Und: Für so einen Anlass sehen wir unsere OSC-Athleten doch gerne mal in GRÜN. ;-) Silke Bommes

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W denn?!

ie, wo, was!!! Ich habe wieder was gewonnen?! Wie cool ist das

Cool im wahrsten Sinne des Wortes. Über Pfingsten ging es für mich zum „Toughmudder“ nach Arnsberg. Und wer schon einmal was von „Toughmudder“ gehört hat, weiß, das wurde kein Zuckerschlecken. Ich wurde das komplette Wochenende vom Hauptsponsor „Nokian Tyres“ gesponsert, mit super Klamotten ausgestattet und auch die zwei Übernachtungen inkl. vorzüglichem Dinner wurden von den Finnen bezahlt. Im Vorfeld konnte man sich im Internet für dieses tolle Abenteuer bewerben. Insgesamt schickten fünf Länder Tschechischen, Norwegen, Finnland, Schweden und Deutschland jeweils fünf Teilnehmer in den Matsch. Ich ging also für Team Germany an den Start. Bevor es losging bekam jeder seine spezielle Gesichtsbemalung: mit der Startnummer auf der Stirn und Reifenspuren. Dann ging es zum Warm-up! Durch einen Motivator wurden wir auf das Bevorstehende eingestimmt.

Über eine kleine Rampe rutschte man ohne Vorwarnung in ein Becken, welches komplett mit Eiswürfeln gefüllt war. Brrrr! Das war hart. Aber ein toughmudder jammert ja nicht! Tapfer weiter.

war eine eingeschworene große Truppe. Super!!! Nachdem man die Hindernisse stolz überquert hatte, wurde immer und überall abgeklatscht. An einer Stelle, wo sich die Sportler auf einer Länge von ca. 500 m entgegen kamen, lief jeder, aber auch jeder mit ausgestreckter Hand und klatschte den Mitstreiter kurz ab. Wenn es an den einzelnen Hindernissen zu langen Wartezeiten kam, hüpften alle gemeinsam im Takt und riefen lauthals: „Wer nicht springt, der ist kein mudder!“. Das schwor alle zusammen und verkürzte die Wartezeit. Jetzt kommen wir aber mal zu den Hindernissen. Das erste hieß „Kiss of mud“. Und so war es auch. Es ging auf dem Bauch unter Stacheldraht durch. Der Untergrund bestand nur aus Schlamm und Modder. Danach war man ganz schön eingesaut. Der Matsch quoll nur so aus

Die Spannung wurde immer größer. Und dann fiel endlich der Startschuss. Insgesamt 18 km hatten wir vor uns. Das schöne Sauerland bot uns dabei keine gerade Strecke. Es ging durch Feld und Wiese, nur bergauf und bergab. Teilweise mit 45 Prozent Steigung.

24 02/2015

Electroshock Therapy an. Von oben hingen Schnüre herunter, die einem Elektroschläge verpassten. Unten mußte man mit Strohballen und Matsche zurecht kommen. Das kostete ganz schön Überwindung. Ich bin zum Glück ohne Probleme durchgekommen. Entweder stand ich eh schon unter Strom oder hab‘ einfach einen guten Augenblick erwischt. Aber die Schweden sind komplett auf die Knie gefallen, aus meinem Team hat es jemanden an der Schulter erwischt und ein Finne hat es heftig am Allerwertesten getroffen. Dann haben wir (da es lange Wartezeiten an einigen Hindernissen gab) nach 4 Stunden glücklich und überaus stolz das Ziel erreicht.

Aber das war nicht alles! Das Eigentliche, was dieses große Event ausmacht, waren die 21 Hindernisse, die es in sich hatten. Teilweise konnte man sie nur im Team erfolgreich schaffen. Wie schön, dass ich so viele taffe Jungs um mich herum hatte. Die haben teilweise einfach an meinen Armen gezogen oder von hinten gedrückt. Der Teamgedanke stand absolut im Vordergrund. Das Motto war: Einer für Alle – Alle für Einen! Das gesamte Starterfeld

Und so ging es weiter und weiter. Immer durch tiefen Matsch und alle 800 m wartete eine besondere Herausforderung. Zum Schluss hieß es nochmal allen Mut zusammen nehmen! Da stand die

den Schuhen heraus. Was beim Laufen natürlich besonders toll war. Davon habe ich auch eine kleine Erinnerung in Form von eine Blutblase unter‘m dicken Zeh mitgenommen. Danach ging es schon direkt ins Artic Enemy.

Ich hatte noch eine zusätzliche Herausforderung zu bewältigen: da wir in den gesponserten Klamotten laufen mussten, meine Hose etwas zu groß war und man diese nicht zuschnüren konnte, hatte ich Sorge, diese zu verlieren und musste sie immer wieder hochziehen. Ganz schön nervig. Die sehr einfachen Waldduschen stellten sich zum


Toughmudder Arnsberg

Ende noch als die allergrößte Herausforderung dar. Ich als bekennender Heißduscher bin darunter fast erfroren. Hui! Was war das eisekalt. Aber den gröbsten Dreck wollte ich schon entfernen. Im Hotel hab ich dann erst einmal ausgiebig und heiß geduscht. In den Ohren, im Bauchnabel, wirklich in jeder Pore war Dreck und Schlamm. Für die kommenden Wochen brauche ich keine Gesichtsmaske oder Fangopackung mehr. Am nächsten Tag präsentierte zum Frühstück jeder stolz sein FinisherT-Shirt. Bis auf einige blaue Flecken, Blasen unterm Fuß und wunderschönem Muskelkater habe ich das Event heil überstanden. Es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein. Toughmudder zieht dich aus deiner Wohlfühlzone heraus. Ab und an sollte man sich ruhig solchen Herausforderungen mal stellen.

Raus aus der Wohlfühlzone Die Zahl der alternativen Laufwettkämpfe nimmt ständig zu. Dabei wird auch die Schwierigkeit ständig erhöht. Inge Schäben-Buscher lässt uns am Toughmudder in Arnsberg teilhaben.

Inge Schäben-Buscher

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Laufbabzeichen 2015

A

Dabei Durch die Landesverbände des Deutschen Leichtathletik-Verbands werden Lauf- und Walkingabzeichen in verschiedenen Stufen verliehen. Die als Stoffabzeichen oder Anstecknadel erhältlichen, runden Abzeichen zeigen ein „L“ oder ein „W“ vor unterschiedlich gefärbtem Hintergrund.

Laufend im Urlaub

Oranje OSC boven! Die Geschwister Zwarg haben gleich mit fünf Läuferinnen und Läufern den OSC Waldniel im Nachbarland vertreten.

26 02/2015

m 1. September war es wieder soweit. Rund 70 Schüler, Jugendliche und Erwachsene trafen sich bei sommerlichen Temperaturen in unserem schönen van Aaken-Stadion, um dort gemeinsam das Laufabzeichen abzulegen. Eltern, Geschwister oder auch Großeltern feuerten die motivierten Sportler an, eine Runde nach der anderen zu drehen. Waren die Einen zum Großteil schon letztes Jahr dabei, so gab es auch Einige,

I

n den Ferien waren wir in den Niederlanden in Urlaub. Dort haben wir, natürlich im OSC-Outfit, an verschiedenen Straßenlaufveranstaltungen teilgenommen. Die Laufroute führte uns durch die Dörfer und Felder. Für die Kinder bis acht Jahre fanden 750-Meter-Läufe statt. Unsere Mia hat an all diesen Läufen mit Bravour teilgenommen und beim Boulevardlauf in Ijzendijke lief sie sogar als erste deutsche Läuferin ins Ziel. Die 8 bis 12-jährigen Läufer hatten 1.500 m zu überwinden. Hier konnten Hannah und Chris glänzen. Von 20 Teilnehmern hat Chris zweimal den ersten Platz belegt. Alle älteren Teilnehmer konnten sich zwischen ca. 3 bis 4 km, 5 bis 6 km oder 9 bis 10 km entscheiden. Wir liefen immer die kurze Strecke. Und auch hier konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Jedoch das Wichtigste daran war der Spaß. Im nächsten Jahr sind wir bestimmt wieder mit dabei! Jan-Bastian und Tom-Luka Zwarg


Sport für Ältere

Zu Ende die diese Herausforderung zum ersten Mal auf sich nahmen und erfolgreich meisterten. Individuell nach 15, 30 oder 60 Minuten beendete so jeder seinen Lauf und darf sich auf die Verleihung des Abzeichens und der dazugehörigen Urkunde bei der nächsten Jahresfeier des OSC Waldniel freuen. Silke Bommes

Seit 17 Jahren leitet Dorothee Wolters die Gruppe „Sport der Älteren“, die sich den Namen „Herbstzeitlose“ gegeben hat. Dieses Angebot wird nun beendet.

M

St. Tönis mit älteren Damen und Herren aus dem ganzen Kreis. Dieses Fest hat uns allen viel Spaß gemacht.

Übungsmaterial brachte ich vom Altenheim mit, welches ich mir dort freundlicherweise ausleihen durfte. Wie umständlich war anfangs doch Alles.

Die Geselligkeit sollte auch nicht zu kurz kommen. So leisteten wir uns in der Vorweihnachtszeit regelmäßig ein Frühstück mit Liedern, Gedichten und Erzählungen.

it vier Frauen fing ich 1998 im Ganges-Zimmer des Rathauses an. John musste jedes Mal alle Tische wegrücken.

Es kamen immer mehr Frauen (bis zu 25) – Männer blieben nur kurz – , so dass ich in den neuen Saal des Altenheimes übersiedeln musste. Welch ein Luxus! Der Raum war groß, sauber, hell und warm. Unsere Gruppe war immer willkommen. Auch einige Bewohner des Altenheimes konnten jetzt wieder am Sportangebot teilnehmen. Im Saal hat sich die Sportgruppe immer wohlgefühlt und als kleines „Dankeschön“ bei manchen Veranstaltungen des Altenheimes mit Tänzen auf dem Stuhl zum Fest beigetragen. Eine große Herausforderung war die Teilnahme an einem Hallensportfest in

Im Laufe der Jahre ist die Gruppe sehr geschrumpft und ich werde deshalb zum Jahresende aufhören; ein Abschied mit Wehmut, aber auch voll schöner Erinnerungen. Leider findet sich keine neue Übungsleiterin für den Aufbau einer neuen Gruppe. Meinen Sportfrauen danke ich ganz herzlich für viele gemeinsame frohe und ernste Stunden mit guten Gesprächen. Unserer Kassiererin Jakobine Raths spreche ich ein dickes Lob aus, die Kasse hat immer gestimmt. John und Rolf danke ich für die gute Zusammenarbeit. Mit sportlichen Grüßen, Dorothee Wolters, geb. van Aaken

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Frauensportgemeinschaft

Steigen an der Ahr Zu den jährlichen Events der Frauensportgemeinschaft zählt die Herbstwanderung. Dieses Mal ging es an die Eroberung des Ahrsteigs.

D

er jährliche Tagesausflug war wieder fällig. Früh im Bus ging es schon los mit Sekt und Selters. Richtig sportlich und gut für die Kondition. Eine Turnschwester hatte Geburtstag. In diesem Jahr ging es an die Eroberung des Ahrsteigs. Seit einiger Zeit heißen die Wanderwege alle „Steig“. Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es los. Wer nicht ganz so gut zu Fuß war, konnte eine ebene Strecke entlang

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der Ahr wandern. Die Anderen mussten zuerst ein ganzes Stück auf den Berg steigen und gingen dann oben weiter. Da hatten wir bei strahlendem Sonnenschein natürlich eine herrliche Aussicht. Zwischendurch konnte man sich auf der schönen Waldmöblierung auch einmal ausruhen. Das letzte Stück des Weges um ins Tal zu kommen, wurde allgemein als das Schönste empfunden. Es war sehr schmal, ziemlich steil und mit vielen Unebenheiten und Wurzeln übersät.

Eine echte Herausforderung. Aber das machte der FSG nichts aus – sie ist durch ihren Trainer Rolf gut trainiert. Zur Belohnung gönnten wir uns ein sehr gutes Abendessen. Anschließend brachte uns unser „ganz persönlicher“ Busfahrer wieder heil nach Hause. Vielen Dank an die Organisatorin Ria und ihre Helfer. W. Engel


Lauftreff Wanderung Der Lauftreff machte unter Leitung von Waltrud Engel und Ria Schäben Ende der Sommerferien eine wunderschöne Wanderung von Wildenrath über den Premium Wasserwanderweg bis nach Wassenberg. Nach abwechslungsreichen 10 Kilometern gab es in der Eisdiele eine kalte Erfrischung in Form von großen Eisbechern. Waltrud Engel

Rotweinwanderweglauf Bei gutem Wetter starten in diesem Jahr leider nur drei Läufer von Lauftreff beim Rotweinwanderweglauf in Dernau. Die Stimmung und Atmosphäre war wie immer gut. Es ist immer einen Herausforderung den Lauf zu bestreiten, da wir als Flachlandläufer diese Steigungen nicht kennen. Eine herrlliche Gegend und schöne Aussichten auf das Ahrtal bestimmen die Strecke. Wir werden es bestimmt im kommenden Jahr nochmal angehen (bzw. besser anlaufen). Marina Gehrmann

Rotary Spendenlauf Lauf auf den Süchtelner Höhen Bei guten Wetter am 10. Mai 2015 (Muttertag) haben neun Läufer vom OSC Lauftreff am Rotary Spendenlauf teilgenommen. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert, fast perfekt und es machte allen Spass die 12 oder 18 Kilometer mit zu laufen. Marina Gehrmann

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KIBAZ?

BewegungsKiTa Schier

Die Kinder des Bewegungskindergartens Schier konnten das Kinderbewegungsabzeichen, kurz KIBAZ genannt, erwerben. Das KIBAZ-Abzeichen wird vom Landessportbund gefördert und kann von den Kooperationsvereinen in den Bewegungskindergärten angeboten werden. Durch die Kooperation der BewegungsKiTa Schier mit dem OSC Waldniel ergab sich diese schöne Möglichkeit für die Schierer Kids. Das KIBAZ stellt die kindgemäße Heranführung an sportliche Bewegungsabläufe sowie die Freude und das Erleben von persönlichen Erfolgen in den Vordergrund und ist damit ein Persönlichkeitsabzeichen im Sinne einer persönlichen Wertschätzung für die Teilnahme und der individuell erbrachten Leistung.

Fußballtalente

Das KIBAZ besteht aus verschiedenen Bewegungsstationen für 3-6 jährige Kinder, die in Form eines Parcours durchlaufen werden.

Auch Fußballspielen können die Kinder vom Kindergarten Schier! Dies bewiesen sie in einem Fußballturnier.

Möchtet ihr an unserem Kindergarten-Fußballturnier teilnehmen?“. So kam völlig spontan und unerwartet die Anfrage eines ehemaligen Kindergartenkindes, heute selbst sehr gute Fußballspielerin, an uns. Natürlich wollten wir. Was für eine Frage?! Bewegung, da sind wir als Bewegungskindergarten natürlich dabei. Fix die größten Fußballtalente und die, die es werden wollen, zusammen gestellt. Leider nur wenig trainieren können, weil das Turnier schließlich schon fünf Tage später stattfand und dann mit einer Menge Fans in Form von Mamas, Papas, Omas, Opas und Geschwistern an einem frühen Sonntagmorgen auf nach Merbeck. Dort wurde die gesamte Fußballmannschaft, elf Kinder stark, mit einheitlichen,

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gesponsorten Trikots eingekleidet. Vielen Dank an die Teamsport Welt aus Wegberg. Ein tolles Bild!!! Als es losging verloren wir das erste Spiel leider mit 0:3, aber mit einer veränderten Taktik gelang danach der erste Sieg. Die Motivation der Kinder war auf dem Höhepunkt und somit gewannen wir auch noch die letzten beiden Spiele und konnten punktgleich mit dem Siegerteam den Pokal für den zweiten Platz in Empfang nehmen. Für den Sieg hatten wir leider zwei Tore zu wenig geschossen. Stolz präsentierten die Kicker den mitgereisten Fans und am nächsten Tag dem gesamten Kindergarten ihre Trophäe. Silke Bommes

Wer will, findet Wege! Wer nicht will, findet Gründe!

Eigentlich sollte dieses sportliche Event draußen stattfinden. Aufgrund der Wetterverhältnisse wurde kurzerhand umdisponiert und die einzelnen Stationen in den Räumen des Kindergartens aufgebaut. So ging es u.a. durch einen Parcours aus Tischen oder quer über eine Bewegungsbaustelle. Auch Fühlkästen, Balancierparcours und Spiele wie „Make ´N´ Break“ waren mit von der Partie. Die Veranstalter haben in der Auswahl der Spiele darauf geachtet, dass alle Entwicklungsbereiche der Bewegung mit einbezogen wurden. Das Engagement und die Begeisterung ließ sich auf den Gesichtern der Kinder ablesen. Zum Abschluss der Veranstaltung bekam jedes Kind eine Urkunde sowie eine Medaille überreicht.


36.

Dr. Ernst van AakenGedächtnislauf 2015

BewegungsKiTa Schier

URKUNDE Siegreich!

Die siegreichen KiTas beim PRIMAX-Lauf der Kindergärten feierten noch einmal ihren Erfolg beim diesjährigen Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf.

Bild li.: Die BewegungsKiTa Schier konnte ihren Titel aus dem Vorjahr knapp verteidigen.

Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Teilnahme am PRIMAX-Lauf.

Bild re.: Die KiTa Nottbäumchen belegte den zweiten Platz.

19. Juni 2015

OSC Waldniel e.V.Platz. Bild li.: Die KiTa Anna Polmanns belegte 1953 den dritten

Volksbank 31 eG Viersen

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OSC intern - Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.  

Ausgabe 2 2015

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