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Ausgabe 2 2016

Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.

DM-Camp

Den Idolen ganz nah

Ferien 2016

On the edge Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf

Waldniel im GlĂźck

Nachwuchsarbeit

Neue Trainingsgruppe


Editorial

Inhalt Team-Cross-Challenge Hopp, hopp, hopp . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Liebe Leserinnen, liebe Leser, OSC intern ist wieder da und berichtet über den Sportsommer 2016 im OSC Waldniel.

37. Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf Waldniel im Glück . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Und dass es jede Menge Aktivitäten auf und neben der Laufbahn gab, zeigen die vielen Artikel in dieser Ausgabe. Der OSC Waldniel ist ein lebendiger Verein für alle Altersstufen. Rund 30 Nachwuchsläuferinnen und Läufer, die sich seit Ende August wöchentlich im Dr. Ernst van Aaken-Stadion treffen, sind ein Indiz für die tolle Nachwuchsarbeit des Vereins. Dass dies nur durch das Engagement von ehrenamtlichen Helfern möglich ist, versteht sich von selbst. Dem Trainerteam Silke Bommes, Anna Bommes und Philipp Krumm sei herzlich gedankt. Und nun noch viel Spaß beim Lesen und vielen Dank an die fleißigen Mitautoren. Dieses Postfach freut sich weiterhin über Kritik, Feedback und tolle Berichte: michaelinge5@aol.com. Eure Inge Schäben-Buscher

Olympia-Trainingslager in Köln Viva Colonia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ferien 2016 Wo ist Esens? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ferien 2016 Schnee im Hochsommer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Borkum 2016 Sonne, Meer und Trainingslager . . . . . . . . . . . . . . . DM-Camp Den Idolen ganz nah . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Staffellauf Weeze Tolle Teamleistung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 Meilen in Berlin Mauerweg zum Zweiten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . World Championship Retro. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V. erscheint zweimal im Jahr. Vereinsmitglieder erhalten es kostenlos.

Ausgabe 2 2016

OSC intern Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.

DM-Camp

Den Idolen ganz nah

Ferien 2016

Auflage: 500 Stück Redaktion: Inge Schäben-Buscher

On the edge Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf

Waldniel im Glück

Nachwuchsarbeit

Neue Trainingsgruppe

Layout: Horst Stuhlweissenburg Druck: WIRmachenDRUCK GmbH

Paarlauf Training einmal anders . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kreisvergleichskampf Fünffach. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31. HASPA Marathon BASTI voraus!. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ferien 2016 Triathlon auf Usedom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Big Sur Marathon On the edge. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ferien 2016 Jetzt mach doch mal Urlaub . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DLV-Laufabzeichen Minuten getragt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . In Kürze. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Titel: Wie man sieht, ist unserem Nachwuchs das Trikot noch viel zu groß. Johanna Verfürth muss noch reinwachsen.

Lauftreff Verschiedenes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Datenschutzhinweis: Entsprechend §18 der Vereinssatzung drucken wir Bilder oder persönliche Daten von Mitgliedern ab.

Ferien 2016 Bware of the bear . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Ein Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand der Veröffentlichung von Einzelfotos seiner Person sowie seiner personenbezogenen Daten allgemein oder für einzelne Ereignisse widersprechen. Ab Zugang des Widerspruchs unterbleibt die Veröffentlichung/Übermittlung und der Verein entfernt vorhandene Fotos bzw. Daten von seiner Homepage.

1.000 x 1.000 OSC Schüler sagen Danke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Bei all unseren Texten sprechen wir weibliche und männliche Personen an. Nur der besseren Lesbarkeit wegen bevorzugen wir oft in unseren Texten die männliche Schreibform. Wir bitten um Ihr Verständnis! Vielen Dank! 2 02/2016

Frauensportgemeinschaft Rurseewanderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Brüggener Burglauf Der letzte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BewegungsKiTa Schier Nachlese . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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OSC Waldniel Wir machen Sport.


Team-Cross-Challenge

Hopp, hopp, hopp, Läufer lauf Galopp Unter diesem Motto veranstaltete die TuRa aus Brüggen im Juli die erste Team-Cross-Challenge im Kreis Viersen.

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uch einige Läufer vom OSC ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen und gingen in unterschiedlichen Wettkämpfen an den Start. Gestartet wurde in drei unterschiedlichen Klassen. In einer Klasse konnten Familien miteinander laufen – wie es Sascha und Lara, Uschi und Karl sowie Harald und Lotte machten. In einer Anderen starteten die Jugendlichen bis 18 Jahre und in der dritten Klasse gingen die Erwachsenen Niklas und Marcel über drei Runden an den Start.

Da auf der ersten Runde alles noch eine Überraschung für uns Läufer war und wir ja nicht genau wussten, was uns erwarteten würde, mussten wir uns in den weiteren Runden ein wenig überwinden, nochmals mit durchnässten Laufsachen durch den Sand zu kriechen und danach auf der Wasserrutsche den Hügel hinunter zu rutschen. Auch der kleine Trail durch den Wald, der mit einigen natürlichen Hindernissen gespickt war, verlangte uns vor Erreichen des Zieles noch einmal einiges ab.

Bei idealen äußeren Bedingungen mussten wir Laufbegeisterte auf der ca. 1.000 m langen und hügeligen Strecke unterschiedliche Hindernisse überwinden. Für uns Teilnehmer war es eine echte Herausforderung, denn neben Ausdauer waren vor allem Kraft und Geschicklichkeit gefragt.

Was bei allen teilnehmenden Läufern nicht zu kurz kam, war der Spaß – der Spaß, am Laufen, aber eben anders als normal: getreu nach dem Motto: „Hopp, hopp, hopp, Läufer lauf Galopp ...!“

Es galt Strohballen und Palettenberge zu überwinden, in einer großen Sandkiste musste auf allen Vieren unter einem Netz hindurch gekrochen werden, ehe wir an der Wasserrutsche und an den Wasserkübeln ordentlich „nass“ gemacht wurden.

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37. Dr. Ernst van Aaken-Gedächtnislauf

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ie Wetterprognosen waren sehr ernüchternd - schwere Gewitter mit Hagel und Starkregen sollte es mal wieder geben, wenn in Waldniel der Start zum 37. Dr. Ernst van AakenGedächtnislauf stattfinden sollte. Doch die Waldnieler hatten Glück. Bei bestem Wetter, warmen Temperaturen und keinem Tropfen Regen konnten alle Wettbewerbe durchgeführt werden. Darüber hinaus konnten mit 1.105 Finishern erneut mehr Teilnehmer als im letzten Rekordjahr im Ziel gezählt werden. Dies ist zwar nur ein leichter Zuwachs, aber die Veranstaltung ist damit stabil. „Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Ihre Treue an der Waldnieler Veranstaltung und bedanken uns bei den vielen Schwalmtalern, die besonders in den Teamwettbewerben des 5-km-Laufes am Start waren,“ so Heinz Küsters vom Organisationsteam des OSC. KiTas und Grundschulen sorgen für Stimmung Wie immer machten um 17.15 Uhr die Volksbank Viersen PRIMAX-Läufe der KiTas den Anfang. Genau 346 Kinder waren auf der Strecke und die KiTa Bethanien Kaiserpark konnte den Titel in diesem Jahr vor der KiTa Nottbäumchen und der BewegungsKiTa Schier erringen. Anschließend folgten die beiden Läufe der Grundschulen, in denen zum zweiten Mal auch die KGS Niederkrüchten vertreten war. Leider mußte sich diese in diesem Jahr hinter der GGS Waldniel und der siegreichen GGS Amern mit dem dritten Platz begnügen. Die Teilnehmer hatten aber Ansporn genug, für das kommende Jahr viel Reklame zu machen, so dass eine bessere Platzierung möglich scheint.

Waldniel im Glück Die Teilnehmerzahl beim Dr. Ernst van Aaken-Lauf bleibt auf einem hohen Niveau stabil und auch das Wetter spielte in diesem Jahr mit.

Hinter den Erwartungen zurück bliebt wieder einmal der 1-km-Lauf, in dem 7 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Sieg unter sich ausmachten. Erfolgreich waren Dominik Rajter aus Mönchengladbach und Jóhanna Grétarsdóttir Noack. Staffelwettbewerb sehr erfolgreich Zum zweiten Mal ausgetragen wurde eine 3 x 1-km-Staffel, die für besondere Stimmung an der Strecke sorgte. 29 Teams in zwei Altersklassen gingen an den Start und siegreich in der Erwach-

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Volksbank Viersen eG senenklasse war das Team QTM Service GmbH 2 mit Fabian Frydek, Pascal Körfer und Marcel san Jose. Bei den Schüler und Schülerinnen hatte eine Staffel Scheerers/Stapper die Nase vorne. Simon Scheerers, Finn Stapper und Tobias Stapper freuten sich über den Siegpreis. Schwalmtal war mobil Das teilnehmerstärkste Rennen war mal wieder der 5-km-Lauf, der um 19.00 Uhr auf die Strecke ging. 300 Starter und Starterinnen erreichten das Ziel, das Kai Weyers von der Mönchengladbacher LG in 16:34 Min. als Erster erreichte. Bei den Frauen war erneut Anna Bommes vom OSC Waldniel in 18:50 Min. erfolgreich. Für die Schwalmtaler intereressant waren natürlich die Teamwertungen. Der Titel bei den Firmenteams ging an das Team der Volksbank Viersen eG mit Kai Hitzmann, Sebastian Sanders und Sebas-

tian Hermans. Bei den Familien waren die NAGELS mit Michael, Tobias und Laura erfolgreich. Die Teams für einen Tag entschied das Team Lobmeyer Lasse mit Maximilian Last, Lasse Lobmeyer und Timo Götz für sich und schließlich waren die AMG-Runenrs (Jan Wolters, Henning Ahlers und Phillip Stappen) in der Schulwertung an der Spitze zu finden.

Niveau gehalten Mit 168 Finishern ging der 10-kmHauptlauf zu Ende und sah mit Achim Tholen von der LC Phönix Geilenkirchen den fast schon gewohnten Sieger in 34:15 Min. Silke Optekamp von der Mönchengladbacher LG konnte bei den Frauen mit dem ersten Platz glänzen. Ihre Zeit: 38:56 Min.

Irren ist menschlich

Danke!

Einen Wermutstropfen in eine prima Veranstaltung vergoss ein Streckenposten, der die Teilnehmer am 5-km-Rennen in eine falsche Runde schickte. Hierdurch begneten sich nicht nur die Läufer auf der Strecke, sondern die Distanz war am Ende auch um 270 m zu kurz. Leider konnten die erzielten Zeiten damit nicht für die Bestenlisten gewertet werden.

„Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, bei allen Sponsoren und Helfern der Vereins und bei der Gemeinde Schwalmtal für die tatkräftige Unterstützung. Ebenso bedanken wir uns bei allen Anwohnern an der Strecke für ihr Verständnis für die Absperrmaßnahmen,“ so Horst Stuhlweissenburg vom ORGATeam des OSC. „Bis zum nächsten Jahr – am 23. Juni in Waldniel.“

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Olympia-Trainingslager Köln

Viva Colonia Anna, Kai, Elisabeth und Nicola organisierten ein Wochenendtrainigslager für unsere aktiven Jugendlichen in Köln und zeigten, dass man auch in der Stadt trainieren kann.

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ach lagen Wochen des Wartens war es am Freitag endlich soweit, es ging los in das Trainingslager nach Köln. Nachdem die Schule für viele von uns früher als normal geendet hatte, ging es noch kurz nach Hause, um die letzten Erledigungen zu machen und eine Kleinigkeit zu essen. Um 15.00 Uhr haben wir uns schließlich auf dem Parkplatz vor dem Dr. Ernst van Aaken-Stadion getroffen. Es waren natürlich alle pünktlich, sodass niemand direkt beim ersten Mal einen ,,Strafzettel‘‘ ziehen musste. Diese Regel hatte Anna eingeführt: Jeder, der zu spät kommt, muss einen Strafzettel ziehen, auf denen Strafen standen, die wir uns selber ausdacht hatten. Nun wo alle da waren, wurden die letzten Fragen geklärt, Eltern verabschiedet und wir Jugendlichen wurden auf die Autos verteilt. Gegen vier Uhr kamen wir in der Jugendherberge in Köln-Deutz an. Das letzte Elternteil wurde nun verabschiedet und Anna besorgte die Schlüssel für die Zimmer. Es gab zwei Mädchenund ein Jungen-Zimmer und, nicht zu vergessen, die beiden Betreuerzimmer für Anna und Kai. Als Anna uns die 6 02/2016

Schlüssel überreicht hatte, stürmten wir mit unseren Taschen und Koffern zu den Aufzügen und es ging zu den Zimmern im dritten Stock. Die Zimmer waren alle auf einem Flur, sodass Zimmerbesuche der jeweiligen Zimmer vorprogrammiert waren. Und schon Laufsachen anziehen. Doch zu allererst hieß es ankommen und Laufsachen anziehen, denn kaum hatten wir uns zurecht gefunden, stand die erste Trainingseinheit auf dem Plan. Wir sind zuerst in die falsche Richtung gelaufen, doch nach kurzer Orientierung haben wir den Rhein-Park erreicht, in dem wir laufen wollten. Dort haben wir uns in zwei Gruppen geteilt, eine schnellere, die mit Kai gelaufen ist, und eine langsamere, die von Anna begleitet

wurde. Am Ende trafen sich jedoch alle wieder, sodass alle zusammen zurück zur Jugendherberge gelaufen sind. Dort angekommen hieß es schnell duschen und fertig machen fürs Abendessen, denn man wollte ja nicht zu spät kommen, um keine Zettel ziehen zu müssen, die bis dahin geschrieben sein sollten. Es gab so etwas wie: Mit dem Schlafanzug durch die Jugendherberge laufen und „Alle meine Entchen“ singen oder gestylt und geschminkt werden (von den anderen Zimmern) und noch viele andere „Überraschungen“. Beim Abendessen konnte man zwischen Fisch und Rostbratwürstchen, jeweils mit Salzkartoffeln, wählen und zum Nachtisch gab es Wackelpudding. Unser Fazit: Man konnte alles essen, doch die Kartoffeln waren etwas hart und der ,,orangene‘‘ Wackelpudding hat etwas merkwürdig geschmeckt. Nach dem Essen gab es eine Einheit Dehnen und für den restlichen Abend entschieden wir uns für einige Runden Werwolf, bei denen im Laufe des Abends unschuldige Bürger getötet worden sind und die Hexe mehrmals die entscheiden-


de Rolle gespielt hat. Daneben gabe es ein paar Denkspiele, bei denen viel gelacht und gerätselt wurde. Um 23 Uhr verschwanden wir dann alle auf die Zimmr – nicht ohne den Jungs die Aufgabe zu stellen, Adrian am Schlafen zu hindern, denn wir hatten eine Überraschung geplant. Um Mittenacht gingen wir Mädchen dann durch die angelehnte Tür in das Zimmer der Jungs und haben ,,Happy Birthday‘‘ gesungen. Die Jungs haben schnell eingestimmt und als das Lied vorbei war, wurden die Karte und Süßigkeiten überreicht und nochmal gratuliert. Wir würden sagen, die Geburtstagsüberraschung ist geglückt. Doch waren alle so müde, dass wir nicht lange auf dem Zimmer der Jungs verbracht haben, sondern schnell zurück in unsere eigenen Zimmer gekehrt sind, um zu schlafen und halbwegs ausgeruht in den nächsten Tag starten zu können. Der nächste Tag startete um 7.30 Uhr. Wir haben uns um 8 Uhr zum Frühstück getroffen. Es waren natürlich alle pünktlich. Auch zu der anschließenden Trainingseinheit waren (man muss fast sagen ,,leider‘‘) alle pünktlich. Die Einheit führte uns am Rhein entlang, alle in ihrem Tempo, aber schon locker, denn es war ja erst Anfang des Tages.

Zimmer und haben wahrscheinlich gezockt.

lich in warmen Gebäuden aufgehalten. Der Weg der Mädchengruppe führte zuerst zu Starbucks und danach durch die verschiedensten Läden auf der Einkaufsmeile von Köln, was unsere Betreuer gemacht haben, haben wir nicht erfahren, doch sie wären fast zu spät gekommen.

Den restlichen freien Abend hat jeder

Zurück in der Jugendherberge hieß es für fast alle wieder umziehen und laufen gehen. Drei von uns sind wegen Knieschmerzen in der Jugendherberge geblieben. Die anderen mussten beim Training 2x1.000 m und 2x500 m machen, dazu kam ein Auslaufparcours. Nach dieser Einheit stand das Abendessen auf dem Plan. Diesmal gab es Nudeln mit entweder Gulasch, Bolognese- oder Tomatensoße und der Nachtisch war der gleiche, wie am vorherigen Tag. Zwischen dem Abendessen und den Stabi-Übungen hatten wir noch ein wenig Freizeit. Diese haben wir Mädchen dafür genutzt, um den Aufzug unsicher zu machen. Die Jungs waren auf ihrem

Nachdem die Einheit beendet und alle geduscht hatten, ging es los in die Innenstadt. Dort ist Elisabeth zu uns gestoßen und trotz einer Verletzung auch mit uns den Kölner Dom hoch gegangen. Nachdem wir alle, zwar mit zitternden Knien, aber heil wieder unten angekommen waren, haben wir uns aufgeteilt und sind in drei Gruppen durch die Innenstadt gezogen. Die Jungs haben sich was zu essen geholt und sich sonst hauptsäch-

Die Stabi-Übungen waren Neuland für uns und wir mussten uns zuerst daran gewöhnen, doch es wurde immer besser und es werden bestimmt ein paar Übungen zu Hause noch weiter gemacht.

für sich verbracht. Die Betreuer haben Karten gespielt, die Mädchen sind erst wieder Aufzug gefahren und haben sich danach auf den Flur gesetzt, um Musik zu hören. Die Jungs kamen nach einiger Zeit dazu. In der Zeit auf dem Flur sind einige interessante Bilder entstanden. An dem Tag waren alle spätestens gegen halb zwölf in ihren Betten, denn der Sonntag begann noch eine halbe Stunde früher. Um 7 Uhr hieß es de Wecker auszustellen und aufzustehen. Diesmal wurde erst gelaufen und dann gefrühstückt. Dementsprechend kamen die meisten mit verschlafenen Gesichtern zur letzten Trainingseinheit. Wir sind erst ein paar Kilometer eingelaufen, haben dann Halt gemacht, um mal ganz ausführlich Koordination zu machen und dann kam noch ein Koordinationsspiel: Elisabeth, die mit dem

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... Fortsetzung von Seite 7 Fahrrad nebenher gefahren ist, hat verschiedene Begriffe gerufen und wir mussten entsprechende Bewegungen während des Laufens ausführen (,,rechte Hand‘‘ – rechte Hand zum Boden führen; ,,linke Hand‘‘ - linke Hand zum Boden führen; ,,rechts‘‘ – linke Hand heben; ,,links‘‘ – rechte Hand heben; ,,Bimp‘‘ – ganze Drehung; ,,Bump‘‘ – 90 Grad Drehung und rückwärts weiter laufen). Beim Auslaufen hieß es einige ,,Hindernisse‘‘, wie Treppen oder kleine Hügel, die für Kinder zum Spielen sind, zu überwinden, doch auch diese Trainingseinheit war gut und es hat allen Spaß gemacht, denn es wurde immer noch viel gelacht. Bei der Jugendherberge angekommen, wurde schnell geduscht und es ging zum letzten Mal zum Speisesaal. Wir haben genügend gefrühstückt, damit wir ohne Essen auskommen, bis wir am Nachmittag zu Hause ankommen. Da wir vor dem Frühstück schon gepackt hatten (während die Zimmer Genossen/-innen geduscht haben) konnten wir nach dem Frühstück unsere Taschen aus den Zimmern holen, diese gut in einem Gepäckraum verstauen, die Zimmer halbwegs ordentlich verlassen und die Schlüssel bei Anna abgeben. Nachdem das alles erledigt war, machten wir uns auf dem Weg zum Sportler- und Olympiamuseum. Da wir noch zu früh waren, haben wir uns darauf geeinigt, zum nächsten Bäcker zu gehen. Manche haben sich eine kleine Stärkung geholt oder auch eine Kleinigkeit zu Trinken. Kai, Anna, Elisabeth und die am Vortag dazu gestoßene Nicola sind weiter gegangen, wir Jugendlichen haben es uns beim Bäcker gemütlich gemacht, denn dort war es warm. Doch keine fünf Minuten nachdem sich unsere Wege getrennt hatten, rief Anna an und informierte uns darüber, dass ganz in der Nähe ein Lauf 8 02/2016

stattfand. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen und machten uns mit der ganzen Gruppe auf den Weg. Leider war der Start etwas verzögert, sodass wir etwas in der Kälte warten mussten. Doch dann kamen die Läufer und wir haben tüchtig angefeuert. Nachdem die Spitze das zweite und damit das letzte Mal bei uns vorbeikam, machten wir uns auf den Weg zurück zum Museum. Dort warteten wir noch eine gute dreiviertel Stunde bis unsere Führung begann, doch zum Glück im Warmen. Die Zeit nutzen wir gut, denn Nicola musste den ersten Strafzettel ziehen (Sie war zur morgendlichen Trainingseinheit zu spät gekommen). Die Strafe war, dass sie ein Tattoo mit Kugelschreiber aufgemalt bekommen hat. Wir suchten uns die Wange aus und dort wurde von Elisabeth „Rio und die 5 olympischen Ringe“ aufgemalt. Um halb 12 begann die Führung dannn endlich Es wurden einige Interessante Sachen erzählt, doch das Beste war eh das Trikot von Dr. Ernst van Aaken, das in einer Vitrine zusammen mit einem Text über ihn hing. Nach der Führung durften wir uns noch so im Museum umschauen und wir fanden erneut ein Trikot von Dr. Ernst van Aaken, nur diesmal nicht das von Olympia, sondern ein altes vom OSC Waldniel. Um 14:15 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück zur Jugendherberge. Dort holten wir unsere Taschen und warteten auf unsere Eltern. Um kurz nach 3 Uhr waren wir alle in Autos untergebracht und machten uns auf den Heimweg. Damit ging ein wunderschönes Wochenendtrainingslager zu Ende. Ein riesen Dank gilt Anna, Kai, Elisabeth und Nicola, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre, aber auch an die Fahrer auf der Hin- und Rückfahrt. Wir hoffen alle, dass es nächstes Jahr vielleicht wieder die Möglichkeit gibt, so ein Wochenende zu verbringen. Vielleicht klappt das ja so... Lea


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Ferien 2016

ach 2012 und 2014 konnte ich nun bereits zum 3. Mal während unseres Familienurlaubes beim Sparkassenlauf im ostfriesischen Esens starten. Dieses Mal erstmals für den OSC! Bei allerbestem Laufwetter starteten die gut 200 Teilnehmer des 10 km-Laufes leider zeitgleich mit etwa noch einmal so vielen Startern des 5 km-Laufes.

Wo ist Esens?

Der sehr eckige Rundkurs durch die Esenser Innenstadt war viermal zu bewältigen. Tolle Stimmung herrschte dann stets bei Start und Ziel auf dem Marktplatz, wo der Kommentator wie immer große Emotionen zeigte und etliche Läufer zu flotten Zeiten motivierte. Für einige Verwirrung sorgte aber die Tatsache, dass die 5 km-Läufer natürlich nach zwei Runden fertig waren und somit das Feld plötzlich sehr gelichtet wurde. Meine schöne Tempogruppe war weg und die zweite Hälfte des Rennens musste ich nun alleine laufen.

Marko Klose schaut schon seit einigen Jahren extra nach, ob es am Urlaubsort einen Lauf gibt, denn es macht ihm richtig Spaß, mal an ganz anderen Orten als üblich zu starten.

In jeder Runde habe ich mit meiner Tochter Ann-Kathrin abgeklatscht. Richtig gefreut hat mich dann der 3. Platz in der AK M40 und ein 17. Gesamtplatz (43:07 Min). Da war es dann auch nicht so schlimm, dass die Strecke lt. Ausschreibung und mangels DLVVermessung ca. 10 km war (es waren gut 300 Meter mehr)! Marko Klose

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ein Vater und ich fuhren am 16.7 zum Großglocknerlauf nach Heiligenblut. Unser Weg führte und über den Großglockner, den höchsten Berg Österreichs, auf dem sogar Schnee lag und eisige Temperaturen herrschten. Und das, mitten im Hochsommer.

Schnee im Hochsommer Leonie Gudden berichtet vom Ihrem Sommerwettkampf.

In Heiligenblut angekommen startete ich dann bei zumindest 8 Grad beim Kinderlauf, der für meine Altersklasse 1,2 km lang war. Als ich mich kurz nach dem Start ganz hinten in dem kleinen Feld wiederfand, war ich kurz verwundert, holte dann aber doch einige ein. Nach drei kurzen, aber steilen Anstiegen wurde ich in 4:23 Min. Erste in meiner Altersklasse. Als Preis gab es einen Schuhgutschein der Marke Viking, über den ich mich sehr gefreut habe. Diesen konnte man dort sofort an einem Stand einlösen. Nach meinem ersten internationalen Wettkampf bin ich nun um ein Paar Laufschuhe und die Erkenntnis, dass ich auf jeden Fall wieder kommen werde, reicher. Leonie Gudden

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Borkum

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ndlich! Trainingslager auf Borkum! Darauf hatte nicht nur ich mich jetzt schon eine ganze Weile gefreut. Als sich alle am Mittwoch, dem 4. Mai, auf den Weg auf die Nordseeinsel machten, war es dann soweit: Unser erstes „echtes“ Trainingslager stand an. Nach einer vierstündigen Anreise mit Auto, Fähre, Bimmelbahn und zu Fuß trafen wir (Felix, Mama und ich) als Vorletztes bei unserer Unterkunft ein. Dort empfing uns erst einmal gähnende Leere und eine Portion Nudeln mit Tomatensoße für jeden von uns. Die anderen waren schon einmal auf einen ersten Ausflug zum Strand gegangen und kamen kurz darauf zurück. Dann wurden die Zimmer bezogen, Betten verschoben und ein Teil des Gepäcks verstaut und nachdem das alles erledigt war, kamen alle zusammen, um noch etwas zu trinken und sich auf das Trainingslager einzustimmen. Nach diesem ersten, recht langen Abend fielen alle in die quietschenden Betten, um sich für den nächsten Tag auszuruhen.

Sonne, Meer und Trainingslager Anfang Mai fand auf Borkum ein durch Norbert Bläsing organisiertes Trainingslager des OSC Waldniel statt. Anna Bommes nimmt uns mit auf die Insel.

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Am Morgen machte man sich dann um 6:30 Uhr auf zur ersten Trainingseinheit. Teresa, Lea, Sophie, Judith und ich machten uns mit den Erwachsenen auf den Weg, doch später teilte sich die Gruppe in 3 kleinere auf. Unsere Route führte quer durch den Ort, vorbei am Leuchtturm, über einen kleinen Trimmdich-Pfad und – natürlich – mit nackten Füßen durch den Sand und durchs Meer. 1 ½ Stunden später erschienen alle frisch geduscht beim Frühstück, was sich als sehr reichhaltig entpuppte, und da wir


Nachdem der Mann weg war schwammen sogar ein paar Seehunde im Wasser herum und kamen in unsere Richtung.

die ersten beiden Tage ganz allein in der Jugendherberge waren, trockneten wir noch ab. Danach teilten wir uns auf zwei Fahrradverleihe auf, damit sich jeder ein Rad für den gesamten Aufenthalt ausleihen konnte. Mit den Fahrrädern und unter der Leitung von Gerald machten wir uns auf den Weg, um ein paar Geocaches zu suchen (Geocaching ist eine Schatzsuche, wobei man anstatt einer Karte mit GPS geführt wird ) und waren sogar erfolgreich. Pünktlich zum Mittagessen kamen wir wieder bei unserem Haus an. Danach verbrachte jeder seine Zeit, bis zum Bahntraining auf dem Sportplatz des TuS Borkum, so wie er wollte. Von unserer Unterkunft aus liefen wir zum Platz und absolvierten den mitgegebenen Trainingsplan von Frau Hass. Am Abend fuhren Lea, Sophie, Judith, Teresa und ich noch einmal mit den Fahrrädern zum Strand, um uns von den Dünen aus den Sonnenuntergang anzugucken. Die Erwachsenen haben sich noch einmal getroffen, um in einer

Strandbar etwas zu trinken. Ja, und so ging dann auch der erste ganze Tag auf der Insel zu Ende. Am nächsten Morgen brachen nur die Erwachsenen morgens zum Laufen auf. Später unternahmen wir einen geführten Ausflug zu den Robbenbänken. Auf dem Weg erfuhren wir ein paar interessante Dinge über Borkum und die Geschichte der Insel. Am Strand angekommen beobachteten wir zunächst die Seehunde auf ihrer Sandbank, bis auf einmal die Polizei kam, um einen Fotografen, der verbotenerweise auf die Sandbank und zu nah an die Robben herangegangen war, zu verwarnen.

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand und gingen ein bisschen im Meer schwimmen oder lagen einfach nur in der Sonne, die an diesem Tag besonders heiß war.

Strandbar gesetzt und ließen dort den Abend und das Trainingslager ausklingen. Der Abreisetag begann für Sophie, Judith , Mama, Felix und mich schon um 6 Uhr, da wir noch die 3x800 m-Staffel im Rahmen der NRW-Meisterschaften laufen wollten.

Das abendliche Training wurde diesmal nicht auf der Bahn, sondern auf der Strandpromenade erledigt, was durch den teilweise starken Gegenwind auch noch Krafttraining war. Die Krönung war dann noch eine abschließende Runde Stabi vor unserem Haus. Der Tag wurde mit ein paar Spielen oder einem kleinen Ausflug in den Ort zu Ende gebracht. Am letzten Tag hieß es dann für Teresa und mich ganz ganz früh aufstehen, weil wir wollten einmal den Sonnenaufgang von der hohen Düne aus sehen. Das sah echt schön aus. Als wir zurückkamen, machten sich die anderen gerade auf den Weg zu ihrem Dauerlauf. Außer dem Sonnenaufgang hatte das frühe Aufstehen auch noch den Vorteil, dass wir ausnahmsweise mal nicht zum Essen rennen mussten, weil wir zu spät dran waren, was sonst recht häufig der Fall gewesen ist. Dann sind wir auf den Leuchtturm von Borkum, von dem man unser Haus, den Sportplatz, die Robbenbank und generell einen Großteil der Insel überblicken konnte, gestiegen. Danach wurde noch ein Eis gegessen, ein bisschen durch den Ort gebummelt und Andenken besorgt. Um 18 Uhr trainierten wir noch ein letztes Mal auf dem Sportplatz des TuS Borkum, bevor wir alle schon einmal den Großteil unseres Gepäcks wieder zurück in die Taschen gepackt und die Fahrräder zurück zum Verleih gebracht haben. Abends gingen wir zusammen mit Felix noch einmal zum Strand und machten ein paar Fotos. In der Zwischenzeit hatten sich die Erwachsenen in die

Wir fuhren mit dem Katamaran wieder aufs Festland und von da aus vier Stunden mit dem Auto zu unserem Wettkampf. Dort kamen wir leider in den Langsameren der beiden Läufe und konnten als zweite Staffel ins Ziel kommen. Insgesamt hieß es dann für uns am Ende Platz 7 und für unsere erste 800 m-Staffel mit langer Anreise waren wir doch ganz zufrieden. Nach uns ist dann auch noch die Staffel mit Tom, Fabio und Adrian über 1.000 m an den Start gegangen. Die Jungs liefen am Ende auf den zweiten Platz und wurden damit Vize-Nordrhein-Westfalen-Meister! Zu dieser Zeit traten die anderen OSCer von Borkum aus die Heimreise an. So ging ein wunderschönes Trainingslager zu Ende und alle waren traurig, dass es so schnell vorbei gegangen war. Vielleicht (oder besser gesagt „hoffentlich“) kommt das Trainingslager noch einmal zustande!? Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, denn alle hatten ihren Spaß auf Borkum und konnten die Tage dort genießen. :-) Anna Bommes

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DM-Camp

Den Idolen ganz nah In diesem Jahr veranstaltete das DLV-Jugendteam zum ersten mal ein DM-Camp. Neben der Chance, Jugendliche aus anderen Vereinen kennen zu lernen, stand auch der Besuch der Deutschen Meisterschaft im Mittelpunkt.

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it dem Zug machten Anna, Lea, Sophie, Teresa, Fabio, Adrian, Philipp und ich uns am Freitagnachmittag auf den Weg nach Kassel. Wir konnten es alle kaum erwarten. Und als wir nach 3 1/2 Stunden dann endlich ankamen, empfing uns Nicola, die das Camp mit organisiert hatte, in Kaufungen in der Sporthalle. Dort übernachteten wir auch.

Nachdem wir uns die besten Schlafplätze gesichert hatten, ging es los mit ein paar Kennenlernspielen. So kamen wir in erste Gespräche mit jungen Athleten aus ganz Deutschland und konnten uns über Lieblingsdisziplinen, Bestzeiten u.s.w. austauschen. Am Abend quatschten wir noch etwas und spielten „Wer bin ich“. Zum Abendessen gab es Pizza. Am nächsten Morgen ging es dann los! Nach dem Frühstück machten wir uns mit unseren Betreuern Robin und Nicola auf den Weg zum Auestadion. Die Stimmung war, wie auch die Sportler selbst berichten, echt toll! LaOla-Wellen gingen durch das ganze Stadion und wir feuerten unsere Stars so laut an wie wir nur konnten. Auf die 100 m der Männer hatten wir Mädchen uns ganz besonders 12 02/2016

gefreut, denn dass Julian Reus gut aussieht, ist ja wohl keine Frage. Er hat den Lauf natürlich gewonnen, was uns dann noch mehr freute. Zwischen den Wettkämpfen gingen wir immer mal wieder auf Autogrammjagd. Jedoch erwies es sich als gar nicht so einfach, Autogramme zu bekommen, da die meisten Sportler wenig Zeit hatten. Aber nachdem wir einmal den Dreh raus hatten, klappe es eigentlich ganz gut. Man musste nur schnell genug sein! Ganz besonders habe ich mich über das Autogramm von Gesa Krause (Bild re.) gefreut, denn sie ist mein Vorbild! Sie hat ihren Lauf ganz souverän mit über 100 Metern Vorsprung gewonnen!

Ein absolutes Highlight an diesem Tag war dann auch noch am Abend der Athleten-Talk mit Cindy Roleder! Wir durften sie alles fragen, was wir wollten und sie war total nett. Sie gab uns Tipps zum Hürdenlauf (ihrer besten Disziplin) und verriet uns, dass auch sie vor den Wettkämpfen noch aufgeregt ist. Leider hatte sie nicht so viel Zeit, da sie noch zur Dopingkontrolle musste. Als wir nach dem AthletenTalk auch noch Julian Reus trafen und mit ihm ein Foto machen konnten (s.u.), war der Tag perfekt! Am Sonntag sind wir vor dem


Frühstück eine Runde laufen gegangen. Als wir zurück kamen haben die meisten noch geschlafen. Wir machten uns wieder auf zum Stadion, um auch den zweiten Tag der Deutschen Meisterschaften nicht zu verpassen.

Staffellauf Weeze

Es ging los mit Hammerwurf, 3x800 m-Staffel, Kugelstoßen, Hochsprung und noch vielem mehr. An diesem Tag freute ich mich besonders auf die 1.500 m mit Konstanze Klosterhalfen! Als der Startschuss fiel waren wir alle total aufgeregt! Konstanze hatte schnell die Führung übernommen, auch wenn dies, wie sie in einem späteren Interview berichtet, nicht ihr Plan war. Letztendlich gewann sie dann auch den Lauf! Wir haben sie nachher sogar dann nochmal getroffen. Wir bekamen ein Autogramm, welches sie mit „KOKO“ unterschrieb und konnten sogar ein Foto mit ihr machen (o.l.). Sie war sehr nett, aber auch ziemlich schüchtern.

Tolle Teamleistung Am 24. Septembe 2016 rief der VSV Weeze zum 31. 5x5 kmStaffellauf und auch der OSC war dabei.

E

ine Staffel „DuKönntestJetztHierSein“ hatte sich sehr zeitig angemeldet, eine Andere, „Die Seniorentrainingstruppe“, hingegen hatte erst drei Tage vorher ihre Mannschaft zusammen. „DuKönntestJetztHierSein“ ist eine Mannschaft, die aus vier ehemaligen OSC´ern und einem Aktiven besteht. Schon seit Jahren nehmen sie gemeinsam an dieser Veranstaltung teil und das sollte sich auch nicht ändern, obwohl die 5 mittlerweile aufgrund von Beruf/Studium getrennte Wege gehen. Zu dieser Staffel gehören Rene Giesen, Martin Rohbeck, Niklas Podszus, Sebastian Gisbertz und Kai Weyers. „Die Seniorentrainingstruppe“ besteht aus Senioren, zumindest fast – ganz kurzfristig sprang Jan Zwarg noch ein, um die Mannschaft um Harald Lange, Marcel Hamann, Anna Schmitz und Silke Bommes zu komplettieren.

Beide Mannschaften waren in ihren Wertungsklasse sehr erfolgreich. „DuKönntestJetztHierSein“ belegte in der Klasse Männer 1 einen sehr guten zweiten Platz in einer Gesamtzeit von 1:26:58,93 Std. „Die Seniorentrainingstruppe“, die sich auch „Die 5 Jahrzehnte“ (1968/1974/1982/1993/2001) hätte nennen können – den Geistesblitz hatten wir leider erst während der Fahrt – belegte den 1. Platz in der Mixed-Wertung in einer Zeit von 1´38:15,32 Std. Ach ja, da war ja auch noch Phillip Sieben. Phillip nahm mit seinen Kollegen am Staffellauf teil. Er hatte ganz viel Spaß und er war ganz schön schnell. Zu schnell für unsere Kamera. Lieber Phillip, vielleicht bist Du ja nächstes Jahr in unserem Team? ;-)

Wir schauten uns noch die anderen Wettkämpfe an, aßen China-Nudeln und erkundeten die Sponsorenstände. Am Nachmittag mussten wir uns dann leider auf den Weg nach Hause machen, denn wir hatten noch eine lange Fahrt vor uns. So ging ein sehr aufregendes und schönes Wochenende zu Ende und wir waren uns alle einig: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei! Anna Bommes

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100 Meilen in Berlin

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a sind wir wieder ein Jahr älter, am Start zu 100 Meilen Berlin, nun also zum zweiten Mal. Ich bin genauso aufgeregt. Erinnere mich noch, wie weit und schwierig es im letzten Jahr beim ersten Mal war. Den Schmerz habe ich vergessen. Jaja – der Schmerz geht, der Stolz bleibt.

Mauerweg zum Zweiten Ultralange Laufstrecken sind seit Jahren die Domäne der Professorin Dr. Claudia Cavaleiro. Und so sind die 100 Meilen von Berlin nun schon zu zweiten Mal auf dem Programm.

Samstags morgens um 6 Uhr am 13. August, der Tag des Mauerbaus vor 55 Jahren, geht es los. Ich bin enthusiastisch. Ich habe das ja schon mal gemacht, das kann ich. Ich hatte aber vergessen, dass jeder Lauf seine eigenen Gesetze schreibt. Erstmal geht es mit einem leichten Marathon gut los. Easy. Fühlt sich gut an. Es gibt Fotos unter dem Brandenburger Tor. In diesem Jahr laufen wir die Strecke genau anders herum. Alle Sehenswürdigkeiten am Anfang, wo wir noch frisch sind. Wir machen viele Fotos. Schade, an der Mauer Gallery überall Bauzäune. Dabei wären das die schönsten Fotos. Nach 50 km erwischt es mich mental. Ich kann mir nicht vorstellen, noch 110 Kilometer zu Laufen. Verdammt, eben ging es noch gut, jetzt geht es soooo schwer. Es wird schlimmer und ich erkläre meinem Lauffreund Peer, dass ich heute bei 60 Kilometer rausgehe. Angekommen bei 60, mache ich eine lange Pause. Eine Läuferin aus Thüringen möchte auch aufhören. Wir sagen uns jedoch: „Naja, bis 90 Kilometer können wir doch mal weiterlaufen.“ Etwas frischer geht es also wieder raus in die Hitze. Die Strecke zieht sich. Nach 12 Stunden sind 80 Kilometer erreicht, die Hälfte. Theoretisch kann man also 100 Meilen in 24 Stunden laufen. Ha ha, ich muss so lachen. Sigrid Eichner, unsere Weltrekordhalterin mit 2.000 absolvierten Marathons, sagt immer: Laufen ist keine Mathematik. Recht hat sie! Gabi, eine Lauffreundin, kommt nun mit. Als Dreiergespann soll es durch die Nacht gehen. Vor der Nacht gibt es noch das „drop bag“ bei Kilometer 90. Mit

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World Championship

grosser Pause. Ich lege mich sofort auf eine Decke. Es sollte ein entscheidender Punkt im Rennen werden. Erstmal bekomme ich ein Kompliment: „Claudia, du siehst wirklich schlecht aus“, von einem Läufer, der mich kennt. Danke! Sehr ermutigend! Dann sitzt zufällig die Thüringerin neben mir und erklärt, das sie aufhört. Sie fragt, ob ich auch aufhöre und sie hat schon einen Transport zurück – in zehn Minuten. Ich schaue sie an und sage: „Nee, ich laufe weiter“. Habe ich das wirklich gesagt? Also Lampe auf, Leuchtweste an und ab in eine lange Laufnacht. Schon um 23 Uhr werde ich wieder müde und setze mich für fünf Minuten auf eine Bank. Sofort schlafe ich tief und fest ein. Ein Bedürfnis, dass die ganze Nacht wieder kommen sollte. Ich habe im Dunkeln Baumstämme und Bänke zum Sitzen und Schalfen gesehen. Die verschwanden jedoch beim Näherkommen. Man nennt es wohl Halluzinationen durch Müdigkeit und Anstrengung. Gabi verstand sowieso kaum, dass man fünf Minuten tief schlafen kann. Jedenfalls, man will es nicht glauben, aber die unendlich lange Nacht ging vorbei. Mit dem Licht kamen die Kräfte wieder. An der letzten grossen „drop bag“-Station bemerkte ich meine grossen, schmerzenden Blasen unter beiden Ballen. Noch 34 Kilometer, das muss doch gehen. Es wurde lang und hart. Das Auftreten immer schmerzhafter. Nur ohne Auftreten geht es nicht vorwärts. Also Zähne zusammen beißen und ans Ziel denken. Die letzten vier Kilometer gemeinsam mit Gritta und Oliver, die wir trafen. Das waren dann auch die Schönsten. Die Stadionrunde sind wir sogar noch schön gelaufen. Als 4er-Team waren wir sogar kurz im Fernsehen. Im Ziel flossen die Tränen. Es war so toll, es geschafft zu haben. Der Moment des Zieleinlaufs nach 161 Kilometer ist unbeschreiblich. Wir haben uns gefeiert und bei der Siegerehrung war ich megastolz. Ein echter Finisher mit „backto-back-Medaille“, zwei Jahre in Folge 161 Kilometer gefinished. Was war schwerer, dieses oder letztes Jahr? Das weiss ich nicht. Es ist einfach immer hart. Aber es geschafft zu haben, macht alles wieder gut. Claudia Cavaleiro

Retro Was macht man in der heutigen Zeit, wenn man Nachts nicht schlafen kann. Surfen! Leider nicht im Meer, zumindest nicht ich. Nein, durchs Internet, durch Facebook und was es da noch so alles gibt ...

U

nd plötzlich war ich hier gelandet: 6th IRR RetroRunning World Championchip in Essen.

In Essen angekomen fand ich eine sehr nette, mit Liebe zum Detail, ausgerichtete Veranstaltung vor.

Running? Englisches Wort für Laufen, oh, interessant! Da gucken wir doch mal genauer hin.

Schnell nachmelden, bevor ich es mir doch noch anders überlege. Nochmal zurück zum Auto. Auf dem Parkplatz hielt gerade ein Bus. Aus Italien, 30 Athleten stiegen aus. Jetzt gibt es kein zurück mehr. Die Anmeldung ist gerade abgegeben.

Da ist doch tatsächlich dieses Wochenende die Weltmeisterschaft im Rückwärtslaufen in Essen. Na, da fahre ich doch morgen mal hin und schaue mir das mal an. Habe ja nichts anderes vor. So der erste Gedanke. Einige Minuten später: Wie? Nachmelden geht auch? Eine jecke Idee war geboren. Wenn ich nachher, wir hatten mittlerweile 3 Uhr morgens, rechtzeitig wach werde, falls ich nicht noch in einen tiefen erholsamen Schlaf falle, fahre ich nach Essen und werde mich über 1.500 m nachmelden und an dieser WM teilnehmen. Und wie sollte es anders sein. Gegen 8.00 Uhr saß ich, noch ein wenig müde, im Auto auf dem Weg nach Essen. Ein paar Zweifel machten sich breit. Kann ich wirklich 1.500 m rückwärts laufen? Vorwärts, kein Thema, aber rückwärts? Ich werde mich bestimmt auf die Nase legen. Was mache ich hier? Egal, auf ins Abenteuer.

Die Haupttribüne des Stadions „Am Hallo“ füllte sich mehr und mehr. Insgesamt 20 Nationen nahmen an dieser WM teil. Alle üblichen Laufdisziplinen, die es vorwärts auch gibt, außer Hürden und Hindernis, stehen für die Rückwärtsläufer auf dem Programm. Die Zeit verging und es wurde Zeit für mich, mich ein wenig einzulaufen, vorwärts! Auf einem kleinen Nebenplatz probierte ich dann aber doch einmal, so ganz für mich alleine, aus, wie es sich anfühlt, rückwärts zu laufen. 200 Meter, okay, die klappen. Fehlen mir ja nachher nur noch 1.300 m. Beim Einlaufen lernte ich dann eine andere deutsche Athletin kennen. Sie ging auch über 1.500 m an den Start. „Wie lange läufst Du denn schon rückwärts“, so die Frage an mich.

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Wir waren uns einig, dass diese Veranstaltung ein Training der besonderen Art war. Silke Bommes

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Man glaubt gar nicht, wie oft man dabei 400 Meter rennen muss. Und wenn man sich einen schnellen Teamkollegen aussucht, ist es sehr „erschreckend“, wie schnell er wieder da ist, man kaum erholt und selber schon wieder wieder an der Reihe ist. Ist aber die halbe Stunde vorbei, ist man sehr froh über jede Runde, die man abwechselnd geschafft hat. Und die OSC Läufer/innen, egal ob jünger oder älter, haben viele Runden geschafft.

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Die Regeln lauten wie folgt: Jedes Team versucht innerhalb der vorgegebenen Zeit so viele Runden bzw. Meter wie möglich zu laufen. Gewonnen hat das Team, welches nach dieser Zeit die meisten Meter zurückgelegt hat. Von jedem Team ist immer nur ein Läufer auf der Laufstrecke. Der Wechsel erfolgt innerhalb der markierten Wechselzone durch Abschlagen. Und jeder Läufer darf nur eine Runde laufen, dann muss gewechselt werden!

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Am 6. April 2016 rief Antje Hass ihre Trainingsgruppe zu einem besonderen Training zusammen. Das anstehende Training sollte beim Halbstunden-Paarlauf des Erkelenzer TV stattfinden. Immer zwei Athleten mussten sich zusammenfinden. So konnte der OSC Waldniel mit dreizehn Teams anreisen, insgesamt waren bei der Veranstaltung 70 Teams anwesend. Die Summe des Alters der Teamstarter (es gilt das aktuelle Geburtsjahr) ergab dabei die Einteilung für die Teamwertung.

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... Fortsetzung von Seite 15 „Ähhhhh, noch nie?!“ Verwunderte und begeisterte Blicke. Direkt und sehr nett noch schnell ein paar Tipps vom Profi eingeholt und schon standen wir an der Startlinie. Jede Athletin wurde einzeln aufgerufen und vom Publikum beklatscht. Eine tolle Stimmung. Insgesamt standen zwölf Athletinnen an der Startlinie, aufgeteilt in drei Altersklassen. Ich gehörte der Altersklasse Masters 1 an. On your marks – PENG Los ging es. Ganz schön ungewohnt zu laufen ohne zu sehen, wohin man läuft. Im Pulk hatte ich wirklich Angst, jemanden umzulaufen. Aber die Regel bei den Rückwärtsläufern besagt, dass diejenige, die überholt wird, derjenigen, die überholen möchte, den Platz frei machen muss. Dann ging es auch schon in die erste Kurve. Das war nicht so einfach. Vom Kopf her musste man umschalten, um rechtzeitig in die Kurve zu laufen. Das hätte ich wohl vorher besser mal üben sollen. Einige Kurven später hatte ich aber den Trick raus. Schnell zog sich das Feld auseinander und ich konzentrierte mich: „Weiter Silke, konzentriere dich. So schwer ist es gar nicht.“

Schwer nicht, nur ein bißchen komisch im Kopf. Vom angetrengten auf die Linien gucken wurde es mir ein bißchen schwindelig im Kopf. Es war so wie rückwärts Bus oder Zug fahren.

Danke für eine schlaflose Nacht in Waldniel und gut, dass ich mich einfach auf dieses Abenteuer eigelassen habe, denn sonst könnte ich Euch das jetzt nicht erzählen.

Das ist auch nicht so meins.

Essen war auf jeden Fall einen Ausflug wert. Ich bin um eine tolle Erfahrung reicher und, nicht zu fassen:

Es war nicht mehr weit. Nur noch eine Kurve. Die Gegnerinnen fest im Blick,. Das ist der große Vorteil beim Rückwärtslaufen. Ich beendete das Rennen nach 8:41,06 Minuten als Vierte insgesamt und das bedeutete die Silbermedaille, da zwei Konkurrentinnen der jüngeren Altersklasse angehörten.

Vizeweltmeisterin über 1.500 m RetroRunning. Eine Ablenkung auf eine ganz besondere Art. Danke für diesen tollen, bunten und vor allem friedlichen Tag mit rund 20 verschiedenen Nationen. Silke Bommes

Gemeinsam mit Antje Strohtmann -GER- (amtierende Weltrekordhalterin über 800 m), freuten wir uns über Gold und Silber. Bronze ging an Italien. Die Siegerehrung war sehr stimmungsvoll. Zum Klang der Nationalhymne ließen wir uns feiern und nahmen die sehr schönen Medaillen in Empfang.

Kreisvergleichskampf

Fünffach Fünf Sportler und Sportlerinnen des OSC Waldniel vertraten unseren Kreis Niederrhein-West am 25.09.2016 beim Vergleichskampf der Kreise in Troisdorf. Neben den vier Sportlern im Bild links war auch Sophie Grafen dabei.

Von links nach rechts: Adrian Helpertz, Henry Krumm, Fabio Faulhaber, Tom-Luka Zwarg 02/2016

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31.HASPA Marathon

Patrick Ridgeway, Startnummer 7.151

BASTI voraus! Patrick Ridgeway nimmt uns mit auf eine besondere Sightseeing-Tour in Hamburg.

#Die Vorbereitung

#Meine Ttrainingspartner

Berlin 2014: 4:12 Std. Danach Düsseldorf 2015 mit einer Steigerung auf 3:39 Std. Mein selbstgestecktes Ziel für den HaSpa Marathon 2016 in Hamburg war nun die Bestätigung dieser Zeit. Während meiner Vorbereitungsphase musste ich mir jedoch eingestehen, dass diese dann doch nicht so optimal verlief wie geplant. Also, dann doch eine Sightseeing-Tour durch Hamburg und irgendwie eine Zeit unter vier Stunden. Das schien mir realistischer.

An dieser Stelle schon einmal VIELEN DANK an alle OSC-Sportler, mit denen ich zahlreiche Kilometer zur Vorbereitung gelaufen bin. MERCI!

#Mein Joker Diesmal lief ich mit meinem persönlichen Tempomacher! Sebastian Kosakowski, noch nie einen Marathon gelaufen, hat sich kurzentschlossen angemeldet, weil BASTI ist immer fit. BASTI gehört zur Spezies der Sportskanonen! 18 02/2016

#RUN THE BLUE LINE #Zum Marathon Morgens 6 Uhr: kleines Power-Frühstück, dann mit der S-Bahn zur Messe. Insgesamt werden etwa 16.000 Laufverrückte durch das Messegelände zur Startlinie geschleust. Bereits hier merkt man, dass die Or-

ganisation in Hamburg große Klasse ist. Nahezu keine Wartezeiten. Wir fühlen uns gut, ideales Laufwetter. Unter solch tollen Bedingungen haben wir uns dann doch eine Zielzeit von 3:45 Std. vorgenommen. Die Musik und die Redner heizen die Stimmung an. Diese Atmosphäre ist bei den einschlägigen Stadtmarathons immer ein Erlebnis und treibt die Stimmung und Motivation auf den „ersten“ Höhepunkt. Die meisten Läufer bewältigen die vollen 42,195 Kilometer als Einzelläufer, immerhin etwa 12.000 von ihnen. Das macht den Marathon zu einem Lauf unter „Gleichen“, denn „Der Marathon beginnt erst bei Kilometer“. Bei den zahlreichen Staffelläufern ist das eine völlig andere Laufsituation. #Die Strecke Das erinnert einen wohl eher an einen Städte-Rei-


Ferien 2016

Triathlon auf Usedom Uschi Wilms nahm in ihrem Urlaub am Volkstriathlon auf der deutschen Ferieninsel teil.

seführer. Start „Messe“, direkt über die sündige Meile „Reeperbahn“, entlang der „Elbchaussee“ mit Blick auf „Das Tor zur Welt“, Hamburgs Hafen. Vorbei am berühmten „Fischmarkt“, den „Landungsbrücken“, die „Elbphilharmonie“ und der „Speicherstadt.“ Bisher haben wir die ersten Kilometer bereits unter unserer angepeilten Durchschnittszeit von 5:15 Min. locker gelaufen. Die komplette Strecke voller Zuschauer, einfach ein super Laufgefühl! Alle Läufer durchqueren jubelnd und klatschend den Wallringtunnel. Das pushed uns teilweise unter 5 Min./km und führt uns durch das Stadtherz an der Binnenalster entlang. Hier wurden wir von unseren mitgereisten Frauen und Töchtern angefeuert (Klasse!) und liefen zur Lombardsbrücke an der wunderschönen Außenalster – „Die grüne Lunge Hamburgs“. Von hier laufen wir zum nördlichsten Punkt in Olsdorf. Die „kühlen Nordlichter“ wissen wie man feiert. Über den Maienweg und die Alsterkrugchaussee geht es in Richtung Hexenkessel — Eppendorfer Baum. Auch Architekturbegeisterte kommen in den Villenvierteln der Nordcity auf ihre Kosten. Die „Schönen & Reichen“ stehen meist mit ihrer Familienbande vor ihrem prunkvollen Eigentum und feiern die zahlreichen Läufer. Die schnell wechselnden Szenen in den verschiedenen Stadtvierteln machen den Marathon zu einem kunterbunten Erlebnislauf. Ab Kilometer 32 werden die Beine schwer. Die Durchschnittszeit kippte teilweise auf 5:30 bis 5:45 Min/km. Basti lief noch locker sein Tempo. Das hatte ich mir fast ge-

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ch habe in unserem Urlaub auf Usedom an einem Volkstriathlon teilgenommen! 500 m Schwimmen in der Ostsee (War ganz schön anstrengend.), 11 km Fahrradfahren und 3 km Strandlaufen in genau 1:00:00 Std.!

dacht. Mir war bewusst, nun beginnt der Kampf. Ab hier ist jeder Kilometer die nächste Etappe.

Hat mega viel Spaß gemacht! Sollten wir nächstes Jahr wieder dort sein (Was ganz danach aussieht.), bin ich wieder dabei. Uschi Wilms

Ab Kilometer 36 ging es wieder in der vorgenommenen Laufgeschwindigkeit. Wir hatten die Versorgungspunkte zuvor gut genutzt, so dass wir auf der Zielgeraden am Stadtteil Rotherbaum die kurz aufeinanderfolgenden Versorgungsstationen auslassen konnten und uns somit auf den Zieleinlauf konzentrierten. „Bloß nicht nachlassen“, dann ist die Zielzeit von 3 Std. 45 Minuten noch machbar. Mit Blick zum Fernsehturm ist in der Karolinenstraße an der Hamburg Messe das Ziel erreicht. #Basti: 3:39:25, Plaz 3164, Platz AK 564 #Patrick. 3:42:36 , Platz 3470, Platz AK 608 Wir haben beschlossen, das wir den nächsten HaSpa Marathon 2017 wieder laufen möchten. Patrick Ridgeway

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Big Sur Marathon

On the edge Am Rande der amerikanischen Ostküste findet alljährlich der Marathon von Big Sur statt. Altersklassenläufer Alan Friend nimmt uns mit an den Rand des Kontinents.

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rgendwann habe ich eine Annonce oder einen Flyer mit der schönen Überschrift „Running on the edge of the western world“ in die Hand bekommen und dazu ein Bild vom Lauf auf der Pacific Highway- und Bixby-Brücke. „Da musst Du hin“, habe ich gedacht und nach einem kurzem Gespräch beschlossen, im 2017 als M70er dort zu laufen. Aber, nachdem ich in der Ausschreibung von der Teilnehmerbegrenzung auf 4.000 gelesen hatte, plante ich schon in diesem Jahre einen Probewettkampf zu bestreiten. Mitte Juli 2015 war es also soweit. Am 15.7 habe ich mich online gemeldet. Drei Wochen später kam eine E-Mail mit der Nachricht, dass ich einen Platz im Losverfahren erhalten habe und mir diesen Platz durch die Bezahlung des Startgeldes sichern könnte. Gesagt, getan! Jetzt begann die Planung: eine Woche Marathon, Sightseeing und Walbeobachtung in Monterey; einige Tage Autofahren; eine Woche im Yellowstone National 20 02/2016

Park; Rückfahrt und Weinverkostung in Napa Valley. Flüge und Hotels waren schnell gebucht. Es fehlte nur noch das Training. 2016 begann, wie schon seit vielen Jahren, mit dem Marathonlauf in Kevelaer. Bis 35 Kilometer nach Plan (6-MinutenTempo) und dann ziemlich platt! Aber mit 4:26 Std. war ich zufrieden. Über die nächsten Monate ging es weiter mit 50 bis 60 km pro Woche. Ein Halbmarathon, Anfang April in Düsseldorf mit 1:51 Std. gab Hoffnung auf eine Zeit um 4:15 Std. Und damit sind wir freitags nach San Francisco geflogen. Samstag: Marathonmesse, Startunterlagen abholen und Logistik für Sonntag festlegen. Vorab hatte ich unseren Hotelier gefragt, ob andere Marathonis im Hotel waren: „Ja, etwa 12“.

Als wir zurück ins Hotel kamen, klopfte einer an der Tür: „Du wolltest Transport für morgen? Kann ich leider nicht helfen. Bin der Coach der Eliteläufer und bringe die Jungs in letzter Minute zum Start. Aber viel Erfolg!“ Also, Plan B. Das hieß um 2:30 Uhr morgens zum Marathonziel fahren und den Bus um 3:30 Uhr zum Start nehmen. Da die Straße ab Mitternacht voll gesperrt wurde, sind alle 4.000 Starter mit gelben Schulbussen zum Start befördert worden. Helen sollte einige Stunden später mit dem Taxi folgen. So. Sonntagmorgen: um 2 Uhr aufstehen, Laufklamotten anziehen. 2:30 Uhr losfahren. Kein Mäuschen unterwegs, alles still und dunkel. Aber nach und nach erscheinen andere Autos in die gleiche Richtung.


Start. 6:30 Uhr und die Übrigen dürfen ran. Danach kommt mein Freund mit den Eliteläufern, die in die ersten Reihe dürfen. Dann Soldaten mit einer USFlagge und untermalt von der Nationalhymne. Und um 6:45 Uhr heißt es dann LOS! Windstill hatte der Starter angekündigt. Und es ist noch still, und dunkel, und es geht bergab. Ich habe mich in der Nähe des 4:15-Pacemakers eingereiht und sehe, wie die 4:00 Std.-Gruppe langsam vor mir verschwindet. Also, gut im Plan, aber wir haben ein Tempo von 5:45 Min. drauf! Hoffentlich ist es nicht zu schnell! Es wird allmählich heller und wir können den Ozean schon hören. Plötzlich ist der Wald zu Ende und wir laufen ins Tageslicht – und in den Wind! Er bläst kräftig von vorne, und, da wir den ganzen Lauf über in eine Richtung laufen, heißt es, dass wir für die nächsten 35 Kilometer Gegenwind erwarten können. Wie schön! Jetzt gibt es angenehm welliges Gelände, einige hundert Meter vom Pazifik entfernt. 10 Kilometer in 56 Minuten. Das war nicht geplant! Bei Kilometer 16 hört man

Um 3:15 Uhr parken auf dem großräumigen Schulgelände. Überall Laufgestalten. Um 3:30 Uhr im Bus. Konzipiert sind diese für etwa 60 Kinder, Beinfreiheit gibt es kaum. Aber wir sind erst der zweite Bus und nur halbvoll. Später wird es abenteuerlicher und unbequemer. Jetzt beginnt die Fahrt zum Start. Eine Stunde lang zusammengefaltet auf den Kindersitzen. Kurzschlaf ist ausgeschlossen. 4:45 Uhr sind wir am Startgelände auf einem Wanderparkplatz im Wald. Es kommen immer mehr Busse und der Platz füllt sich auf. 6 Uhr und die Läufer mit einer Erwartung von 4:30 Std. oder mehr werden zum Startbereich gerufen. Da der Start kurz aufwärts vom Parkplatz ist, mussten sich die Langsamste als erstes aufstellen. 6:15 Uhr und der nächste Block, 4:30 bis 3:30, geht zum

Die 4:15er-Gruppe läuft vorbei, ich versuche mit zu gehen, aber schaffe es nicht. Ziel korrigiert. 4:20 Std. muss möglich sein. Noch ein kleiner Anstieg. Manchmal laufen wir direkt neben dem Strand. Keine Zuschauer (die Straße ist gesperrt), nur Läufer. Viele davon machen kurze Pausen, um Fotos zu machen. Es ist so schön, wäre nur nicht dieser blöde Wind! Immer wieder kommen Kilometer mit Zeiten von über Sieben Minuten, gefolgt von Kilometern unter sechs Minuten. 39 km und der „Heartbreak Hill“. So hoch ist er nun auch nicht, nur kommt er zum falschen Zeitpunkt im Rennen. Ich schleppe mich hoch. Die 4:30er-Gruppe kommt vorbei. 41 km. Nur noch bergab. Eine Frau neben mir jubelt laut. Wir traben Richtung Ziel, sehen endlich die ersten Zuschauer, noch eine Kurve und …. gelandet! 4:31 Std.! Der schönste und härteste Marathonlauf meiner Karriere. Medaille nehmen, essen, trinken, essen, trinken, Auto holen, zum Hotel, schlafen, essen, trinken, schlafen. Tage später befahre ich die Marathon Strecke, besuche das Monterey Aquarium, treffe auch dort auf mehrere humpelnde Wesen, mache eine Radtour rund um Monterey und Carmel, fahre zur Walbeobachtung, und über den Lake Tahoe schließlich nach Yellowstone. Ein gelungener Urlaub! Alan Friend

die japanischen Kriegstrommler, die die Läufer auf den Anstieg zum „Hurricane Point“ peitschen: 4 Kilometer lang und 170 Meter hoch. Zunächst sind wir ein bisschen vom Wind geschützt, aber oben angekommen ist es wieder wie gegen eine Mauer zu laufen. Danach geht’s zum Glück bergab, Richtung Bixby Bridge und man hört vom weitem Klaviermusik! Auf der Brücke steht einen Konzertflügel und der Pianist im Frack spielt für uns!

Zusammenfassung: Netto Zeit: 4:31:14 Platz 1.478 von 3.161 Finisher Platz 853 von 1.551 männlicher Finisher Platz 8 von 42 M65 Finisher 608 Höhenmeter Insgesamt 1.610 weibliche und 1.551 männlicher Finisher!

Halb des Weges, und es wird ernst. Ein zweiter Anstieg, nur 120 Höhenmeter, aber danach kaum ein Kilometer flach. Immer rauf, runter, rauf, runter.

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Ferien 2016

Da wandern wir dann hoch bis oben, wo nichts mehr wächst.“ Felix‘ Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Noch zu Hause in der Vorplanung. Ich war auf der Suche nach Schlechtwetteralternativen (Dem Sommer hier in Deutschland traut man ja nicht mehr so über den Weg.) in und um unseren Ferienort Fischen im Allgäu, als ich plötzlich auf den 15. Tegelberglauf stieß. Tegelberglauf? Okay, nur 8 km. Ist ja gar nicht so viel. Okay, 920 Höhenmeter? Das sagt mir jetzt nichts. Aber einen Berglauf wollte ich immer schon mal mitmachen. Vom Termin her passt es auch sehr gut. Dann sind wir gerade eine Woche dort, könnte ich vorher ja noch ein wenig trainieren und dann ab auf den Tegelberg.

Jetzt mach doch mal Urlaub Für die Familie Bommes sollte es im Urlaub in die Berge gehen, da waren sich Anna, Felix und Silke einig.

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen hatte, dass in diesem Jahr anläßlich dieses Tegelberglaufs auch noch die Deutschen Berglaufmeisterschaften stattfinden. Noch cooler! Meldung über den OSC losgeschickt und schon hieß das Ziel für den 7.8.2016: Deutsche Berglaufmeisterschaften anläßlich des 15. Tegelberglaufs in Füssen/ Schwangau. Endlich Urlaub. Am 31.7. ging es los nach Fischen. Die Woche war geprägt von viel Sonnenschein, wenig Regen, viel guter Laune und sehr langen Wanderungen und nicht so viel Lauftraining. Man muß schließlich auch mal Urlaub machen! Am Morgen des 7.8. ging es dann, gegen 8.00 Uhr, auf von Fischen nach Schwangau. Eine knappe Stunde später standen wir an der Talstation am Fuße des Tegelbergs – und mir wurde ein wenig bewußter, was 920 Höhenmeter bedeuten. Von hier unten konnte man weit oben die Bergstation sehen, die für den heutigen Wettkampf des Ziel bedeuten sollte. Ufff! Schön aber auch der Blick auf Schloss Neuschwanstein, das über dem Start im Berg zu sehen war. Anna und Felix hatten sich entschieden, am Nachwuchslauf teilzunehmen, der später auf einem Teilstück der Strecke im oberen

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Bereich stattfinden sollte. Somit durften die beiden bequem die Bahn nach oben nehmen, denn ihre Startnummern waren zugleich das Bahnticket. Wir verabredeten, dass sie den Start anschauen, dann hoch fahren und wir uns später oben wiedertreffen. Ich lief mich ein wenig warm. Am besten nicht zu viel, wer weiß was noch kommt. Aufgeregt? Nein, ich glaube nicht wirklich. Eher gespannt. Gespannt, ob ich als Flachlandtiroler diese Herausforerung meistern kann. Hier verlasse ich meine Komfortzone und begebe mich in ungewohntes Terrain. Aber keine Zeit mehr zum Nachdenken. Ab an den Start. Mal besser nicht in die erste Reihe. Auf die Plätze – Peng. Los geht´s. Mensch, die laufen ganz schön schnell. Okay, noch geht es auch sehr flach bzw. sogar ein wenig abschüssig. Damit war aber nach einem Kilometer Schluß. Jetzt geht´s aufwärts. Eine stetige Steigung, Kilometer 2, 3, 4. Steigung, Steigung, Steigung. Wahnsinn. Meine Oberschenkel, meine Waden, sie fragen mich gerade: „Hey Silke, was ist hier los.“ Und dann plötzlich ging gar nichts mehr. Kein Laufen mehr möglich. So sehr ich mich auch anstrengte, aber meine Beine waren nicht mehr in der Lage diese Steigung zu laufen. Okay. Gehen !!! Hier gehen schon so viele. Also ging ich mit. Ich versuchte möglichst schnell zu gehen. Es wird ein bißchen flacher. Also laufen! So ging bzw. lief es weiter. Kilometer 5, 6, und was ist das jetzt?! Hier geht ja fast schon gehen nicht mehr. Auf den letzten zwei Kilometern waren die letzten 400 Höhenmeter zu absolvieren. Die Uhr piepst, nein, ich möchte die Zwischenzeit nicht wissen. Weiter, alle Kräfte mobilisieren. Einfach weiter gehen. Jetzt auch noch ein Steilhang, eine Kuhweide und plötzlich endlos wirkende Treppen. Vorlage behalten, sonst purzelst du noch rückwärts

runter. Weiter, weiter, weiter. Das Publikum am Rande der Strecke feuert uns an. Sie motivieren uns. Noch 500 m, noch 200 m. Ich sehe das Ziel. Es will mich noch jemand überholen. Nein, gegenhalten, kämpfen, geschafft. Ich habe es wirklich geschafft. Nach 1:01:30 Std. erreiche ich völlig k.o., aber total glücklich das Ziel. Ich habe es geschafft! Ja, ich habe unterwegs ans Aufhören gedacht. Aber ich habe es nicht gemacht. Was man alles schaffen kann. Ich genieße die Aussicht, ich schaue mir die Talstation an. Da unten bin ich gestartet. „Mama, Mama“, ich werde aus meinen Gedanken geholt. Anna und Felix kommen angeflitzt. Die beiden haben so gerade noch meinen Zieleinlauf gesehen, denn er gab eine lange Warteschlange an der Tegelbergbahn. Wie gut, dass ich hochgelaufen bin. Habe ich mir doch das lange „Schlangestehen“ an der Bahn erspart. Anna und Felix wollten genau wissen, wie es war. „Das kann man schlecht erklären“, aber sie durften es ja später ausprobieren. Nach 500 m in 5:39 Min. für Anna und 6:59 Min. für Felix wussten beide, was ich meinte. „Man konnte da ja gar nicht laufen.“ – „Genau, das meinte ich!“ Belohnt wurden wir am Ende mit meinem 7. Platz bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften in der Klasse W40, einem Sieg für Anna und einem 4. Platz für Felix. Aber an diesem Tag waren die Platzierungen gar nicht so wichtig. An diesem Tag war viel wichtiger, was wir heute erleben durften. Für viele Mitläufer etwas Alltägliches, war es für uns doch etwas ganz besonderes, was ich auf jeden Fall nocheinmal wiederholen werde.

Um die Beine zu schonen, ging es dann runter mit der Bahn. Da nahm ich dann auch das „Schlangestehen“ in Kauf. Unten angekommen genoss ich die Sonne und die Kids die Sommerrodelbahn. Urlaubsmodus an. Eine weitere Woche verging, kaum zu glauben, komplett ohne Muskelkater, mit gutem Wetter, wenig Regen, langen Wanderungen, viel Eis und entspannter und guter Laune, bis ..... bis ich plötzlich vom 10. Allgäu Panorama-Marathon hörte, der doch tatsächlich durch unseren Urlaubsort führen sollte. Wann? An unserem Abreisetag! Da gab es doch morgens um 9.00 Uhr auch noch einen Halbmarathon. Gemeinsam beschlossen wir, daran teilzunehmen. Die Kids samstags am Kids-Run bzw. 5 km-Lauf und ich dann halt sonntags. Gesagt getan. Anna lief über die 5 km zum Gesamtsieg, Felix über einen Kilometer auf Platz 4. Bei der Nudelparty, nach den Kinderläufen, noch ein wenig gestärkt und dann am Sonntagmorgen auf zum Halbmarathon mit 250 Höhenmetern. Immerhin schon weniger als 920). Am Start war der Moderator auch ganz begeistert: „Heute könnt ihr bei diesem tollen Wetter und auf dieser flachen Strecke Bestzeiten laufen.“ Was man so im Allgäu eine flache Strecke nennt, bedeutete für mich zwischen Kilometer 12 und 14 doch wieder mal ein kurzes Teilstück zu gehen. Man kommt um die Ecke und dann ist sie da: Die Steigung. Uff!!! Nach 1:41:02 Std. war ich im Ziel. Es war bestimmt eine anstrengende Strecke, aber auf jeden Fall der landschaftlich schönste Halbmarathon, den ich bisher gelaufen bin. ...und das Beste kommt zum Schluß. In meiner Altersklasse habe ich den 3. Platz belegt und durfte ein ganz tolles „Steinmännle“ als Andenken mit nach Waldniel bringen. Manche werden jetzt sagen: „Mensch Silke, jetzt mach doch mal Urlaub“. Dem kann ich nur entgegnen: „DAS IST URLAUB!“ Silke Bommes

02/2016

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DLV-Laufabzeichen

Minuten gefragt Am 04.10. rief der OSC Waldniel bei allerschönstem Herbstwetter die OSCer auf, im Stadion das DLV-Laufabzeichen abzulegen.

Es ging darum, je nach Trainingsstand und Alter, 15, 30 oder 60 Minuten zu laufen. 93! OSCer im Alter von 5 bis 51 Jahren waren dem Aufruf gefolgt. Um 18.00 Uhr ertönte das Startsignal und die Laufbahn wurde munter bevölkert.

In Kürze Wichtiger Termin!

Jetzt schon schnell in den Terminkalender eintragen. Am 22. Januar 2017 findet die OSC Familienfeier statt. Einladungen folgen noch!

Noch ein Termin Die Sportabzeichenverleihung ist am Sonntag, dem 15.01.2017, im Bürgerhaus.

Geburtstag Alan Friend wurde am 24. Juli 70 Jahre. John Crisp gratulierte im Namen des OSC.

Unter Anfeuerungsrufen der mitgereisten Fans, in Form von Mama, Papa, Oma, Opa, Onkel, Tante, Bruder, Schwester usw.... drehte jeder Athlet in seinem eigenen Tempo Runde für Runde. Nach 15 Minuten der erste Pfiff, die erste Stufe war erreicht und 12 Athleten verließen zufrieden die Bahn. Für den Rest ging es weiter. Der nächste Pfiff nach 30 Minuten. Für weitere 16 Athleten bedeutete dies das verdiente Ende.

Der Nachwuchs wächst rein! Seit dem 30.08.2016 drehen ca. 30 Nachwuchsläufer im Alter von 6 bis 9 Jahren ihre Runden auf der Tartanbahn. Angefeuert und tatkräftig unterstützt werden sie vom Trainerteam Silke Bommes, Anna Bommes und Philipp Krumm.

Weiteres Gründungsmitglied verstorben Am 9. April verstarb im Alter von 81 Jahren unser Gründungsmitglied Hans Bergh.

24 02/2016

Bis zum dritten Pfiff waren es noch 30 Minuten. Dies konnte aber weitere 65 Läufer/inen nicht davon abhalten, weiterzumachen. Am Abend lagen in Waldniel und Umgebung wohl viele Kinder in den Betten und träumten von der OSC-Jahresfeier im Januar, bei der doch dann endlich das wohlverdiente DLV-Laufabzeichen verliehen wird. Wir sind der Meinung: Ihr wart Spitze! Silke Bommes

1935 am Steeg geboren, war Hans ein leidenschaftlicher Leichtathlet, Laufpartner von Dr. Ernst van Aaken und gründete mit ihm zusammen den OSC Waldniel. Er spielte aber auch Handball und war die Torwartlegende „Schang“ in der Rösler Betriebsmannschaft. Als „Neller“ Jung trug er die Uniform des Kapitänszuges der Sankt Michael Bruderschaft Kirspel Waldniel. Sein Sohn Uwe setzt die Verbundenheit zum Verin fort und unterstützt als Sponsor mit seiner Firma Sign & Design den jährlichen Dr. Ernst van AakenGedächtnislauf.


Lauftreff Für den guten Zweck Wieder einmal starteten Läufer vom Lauftreff bei dem sehr gut organisierten Rotary-Lauf für einen guten Zweck auf den Süchtelner Höhen.

Fest zum 40 jährigen Bestehen Zum 40. Geburtstag des Lauftreffs gab es am 14. Februar 2016 eine zünftge Feier mit großer Beteiligung aller Aktiven und vielen Ehemaligen.

Rotary-Lauf

Waltrud und Ria als Lauftreffleiterinnen haben mit einem kleinen Comitee ein gelungenes Programm ausgearbeitet. Leckeres Mittagessen, Ehrungen, Sketche, Lieder und prima Stimmung.

Mud Masters Weeze Nun hat das Fieber der „Schlammrennen“ auch den Lauftreff infiziert. Christina Waindok nahm als Erste an diesem anspruchsvollen Lauf teil.

Wanderung Trotz hochsommerlicher Temperaturen hat der Lauftreff eine Wanderung unternommen. Gestartet sind wir am Poelvennsee. Ria hatte eine sehr schöne Strecke über ca. 10 km ausgesucht. Die meiste Zeit hatten wir ein grünes Dach über uns, was die Hitze etwas erträglicher machte. Zur Hälfte der Strecke kamen wir beim Holzmichel vorbei. Das ist ein nettes Lokal. Dazu gehört noch ein großer Campingplatz. Dort haben wir Pause gemacht. Wer wollte, konnte u.a. MegaWindbeutel essen. Frisch gestärkt haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. W. Engel

Läufernachwuchs Hurra, der Lauftreff hat Nachwuchs bekommen

Wanderung am Poelvensee

Seit Anfang des Jahres sind mehrere junge Frauen zum Lauftreff gestoßen. Nach anfänglichen Bedenken, halten wir überhaupt 1 Stunde durch, laufen sie nun fröhlich und fit mit über. Zwei von ihnen, Petra und Margrit, haben sich sogar schon beim womensrun in Köln versucht. Waltrud und Ria sagen im Namen des Lauftreffs herzlich willkommen. Wir freuen uns jeder Zeit über Zuwachs. Sei es Männlein oder Weiblein, jung oder alt. Wir treffen uns immer mittwochs und sonntags jeweils um 8:00 Uhr in der Schomm am Parkplatz.

Szenen zur Jubiläumsfeier

02/2016

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Ferien 2016

Nach fünf Kilometern sollte ich mich umdrehen. Hmmm. Sieht aber so aus, als wenn ich hier komplett um den See laufen könnte. Was tun?! Umdrehen oder weiter? Ich will doch viel sehen. Also weiter.

Beware of the bear

Aber dann das: Es gibt keine Abzweigung mehr. Sechs Kilomter, sieben Kilometer, acht Kilometer neun Kilometer. Shit! Umkehren wäre jetzt auch doof. Dann geht es langsam links herum. ENDLICH. Aber leider kann ich nur auf dem Highway wieder zurück. Ein kleiner Streifen steht mir zum Laufen zur Verfügung. Was Michael wohl denkt? Bin ja schon eine ganze Weile unterwegs.

Inge Schäben-Buscher ist für ihre besonderen Trainingsstrecken bekannt. In Kanada ist das aber nicht immer so vernünftig, wenn man dort alleine unterwegs ist.

„Gehst du heute noch laufen?“ „Ja“, lautete die Antwort. Es gibt vernünftige Duschen. Von daher kann ich ein Ründchen angehen. Gesagt, getan. „Aber nach fünf Kilometern drehst du um“, lautet Michaels Anweisung. Ok. Dann los. Ab in den Nationalpark Algonquin.

Ob das Schild „Vorsicht Bären“ was zu bedeuten hat? Keine Ahnung. Einfach laufen. Obwohl? Könnte aber sein. Das ist schon ein mulmiges Gefühl. Oder kommt vielleicht gleich ein Elch aus dem Busch? Kann alles sein. Egal, tapfer weiter. Bin doch ein Toughmudder.

Oh, oh. Er wartet schon draußen am Wohnwagen. Sichtlich erleichtert. Er hat sich wirklich Sorgen gemacht, der Arme. Unser freundlicher Nachbar wollte ihm schon ein Fahrrad ausleihen. Zum Glück ist nix passiert. Letztendlich hatte ich 15 Kilometer absolviert und bin einmal um den See herum. Das war mal wieder eine typische Laufgeschichte unter dem Motto: ich bin mal eben weg! Inge Schäben-Buscher

FSG

Einruhr Traditionell wandert die Frauensportgemeinschaft (FSG) in den Herbst. In diesem Jahr war sie in internationaler Besetzung unterwegs.

26 02/2016

E

s ging schon früh mit Sonne los und sie hat uns den ganzen Tag begleitet.

Nach einem speziellen Frühstück in Erkensruhr machten wir uns auf den Weg. Die ersten 300 m mussten wir steil bergauf klettern. Kein Problem für uns. Danach ging es meist ziemlich eben weiter. Nur ab und zu gab es kleine Steigungen. Dazu hatten wir meistens einen schönen Blick auf den Stausee. Und der Ginster stand in voller Blüte.

Von Einruhr aus sind wir mit dem Schiff bis Rurberg gefahren. Danach ging es wieder zu Fuß weiter auf einer sehr schönen Strecke mit viel Wald. Unser Ziel war der Landan Freizeitpark an der Staumauer in Schwammenauel. Dort haben wir den Tag in entspannter Atmosphäre bei einem verdienten und guten Abendessen ausklingen lassen. Ein ganz herzlicher Dank geht an das Orga-Team. W. Engel


Brüggener Burglauf

Der Letzte Beim Brüggener Burglauf waren die roten Läufer vom OSC wieder sehr gut vertreten. Besonders bei den Schüler und Bambiniläufen. Einige der Bambinis haben ihren ersten Start im OSC Trikot absolviert und waren ganz stolz über die gewonnenen Medaillen. Aber auch die Erwachsenen waren stark vertreten. Leider war es der letzte Brüggener Burglauf. Schade!

1.000 x 1.000

Schüler sagen Danke Beim Training durften sich die OSC- Schüler über neue Trainingsmaterialien freuen.

D

er KreisSportBund rief vor einiger Zeit, mit der Maßnahme „1.000x1.000 – Anerkennung für den Sportverein“ Vereine auf, sich zu bewerben. Diese Vereine müssen eine Kooperationsmaßnahme im Bereich Ganztags- und

Kindertageseinrichtungen durchführen Der OSC Waldniel, der schon seit langer Zeit als Kooperationspartner den Bewegungskindergarten Schier hat, machte mit und kam nun von den Fördermitteln profitieren.

geschafft. Eine tolle Aktion, die viele Kinderaugen hat strahlen lassen. DANKE!

Die Übergabe der Fördergelder fand im Kreishaus Viersen statt. Juchhu. John und Inge konnten den Scheck in einer kleinen Feierstunde abholen. Unter anderem einen Sprungstab, Trainingshindernisse, Ringe, Hütchen, Übungsspeere usw. wurden neu an-

Letzte Seite

Traditionell erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am PRIMAX-Lauf der KiTas ihre Urkunden im Rahmen einer kleinen Feierstunde.

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BewegungsKiTa Schier

KiTa Anna Polmans

Bethanien Kinder- und Jugenddorf

KiTa Nottbäumchen

28 02/2016

OSC intern - Das Vereinsmagazin des OSC Waldniel 1953 e.V.  

Ausgabe 2 2016

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