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I.P.

46. Jahrgang · Bozen, Dezember 2011 · Nr. 11

www.HGV.it

Tourismusabgabe und Kurtaxe rücken näher Viele Einzelheiten müssen noch im Detail geklärt werden

Spedizione in a.p. - 45 % - art. 2 comma 20/b legge 662/96 - Filiale di Bolzano

Landesrat Hans Berger und die Landesregierung wollen mit der Einführung einer Tourismusabgabe und einer Kurtaxe nun ernst machen.

Der Gesetzentwurf von Landesrat Hans Berger

sieht nun eine landesweit einheitliche Regelung der Tourismusfinanzierung vor und schreibt die Möglichkeit der Einhebung von zwei Finanzierungsmöglichkeiten fest. Dabei handelt es sich um eine von den Gemeinden einzuhebende Kurtaxe von bis zu zwei Euro, die vom Gast pro Übernachtung geschuldet ist, und um eine Tourismusabgabe für all jene, die direkt oder indirekt vom Tourismus profitieren. Diese Abgabe kann für jene, die direkt vom Tourismus profitieren, also Hotels und Gastbetriebe, Privatzimmervermieter und Urlaub auf dem Bauernhof, höchstens ein Prozent des im jeweiligen Betrieb generierten Umsatzes ausmachen. Für die indirekt profitierenden Unternehmen, etwa Handwerk, Dienstleistungsbereich, usw. sieht der Gesetzentwurf eine Abgabe von maximal ein Promille auf den Jahresumsatz vor. Landeshauptmann Luis Durnwalder betonte jedoch bei der Vorstellung des Gesetzesvorhabens, dass die Tourismusabgabe nur eingeführt werde, wenn es ein Einvernehmen aller beteiligten Wirtschaftssektoren und somit auch von Seiten des HGV gebe. »Wir haben immer wieder betont, dass wir nur dann für die Einführung

Wie geht es nun weiter? Nach Übermittlung des Gesetzentwurfs an den Rat der Gemeinden und entsprechenden Beratungen mit den verschiedenen Organisationen und Verbänden wird der Entwurf der Gesetzgebungskommission des Landtags vorgelegt. Danach erfolgt die Debatte im Landtag. Landesrat Hans Berger ist überzeugt, dass sein Gesetzentwurf die politische Mehrheit erhalten kann und meinte: »Wenn man vom Tourismus als Motor der Wirtschaft spricht, dann muss man diesem Motor doch auch die nötige Energie geben«. Nach der Behandlung im Landtag müssen noch viele Details mittels Durchführungsverordnung bestimmt werden. Somit sind erst nach deren Verabschiedung die Auswirkungen auf die Betriebe konkret absehbar.

Bauschäden sind kostspielig

Informationen speziell für Gastronomiebetriebe

Informationen über die Aktivitäten der HGJ

Seite 8

Seiten 12–13

Seiten 26–29

Die Landesregierung hat einen Gesetzentwurf, welcher ausdrücklich die Einführung einer Tourismusabgabe und einer Kurtaxe vorsieht, einstimmig genehmigt. »Wir beharren auf dieser Tourismusfinanzierung, weil die Abgabe auf Staatsebene bereits eingeführt worden ist und wir die Übernahme dieser Regelung bisher immer mit dem Verweis auf eine eigene Abgabe abgelehnt haben«, erläuterte Landeshauptmann Luis Durnwalder. Mit dem Steuerföderalismus hatte Italien den Gemeinden bzw. Regionen die Einführung einer Tourismusabgabe ermöglicht. Die Südtiroler Landesregierung und insbesondere Landesrat Hans Berger hatten beschlossen, die staatliche Regelung nicht zu übernehmen, sondern eine eigene Form der Finanzierung der Tourismusorganisationen auszuarbeiten.

Eigener Gesetzentwurf

einer Kurtaxe sind, wenn zugleich auch die anderen Sektoren in irgendeiner verpflichtenden Form zur Finanzierung des Tourismus beitragen«, betont HGV-Präsident Walter Meister. Bei den nun anstehenden Verhandlungen wird sich zeigen, ob sich diese HGVBedingung erfüllen kann.

Diskussion im Landtag

Frohe Weihnachten und viel Glück im neuen Jahr wünschen Ihnen und Ihrer Familie

Walter Meister HGV-Präsident

Dr. Thomas Gruber HGV-Direktor


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AKTUELL Standpunkt

DEZEMBER 2011

Zitate des Monats

Wichtig nur in den Sonntagsreden? VON HGV-PRÄSIDENT WALTER MEISTER Der Tourismus ist der Motor der heimischen Wirtschaft. Der Tourismus trägt wesentlich dazu bei, dass Einheimische bis in die letzten Fraktionen unserer Täler attraktive Arbeitsplätze finden. Der Tourismus kurbelt mit seinen Investitionen das heimische Handwerk an. Dies sind Aussagen, die

wir alle bei unzähligen Sonntagsreden und Versammlungen hören. Nur: Beim Erstellen des Landeshaushaltes und bei der Aufteilung der verfügbaren öffentlichen Geldmittel wird unser Sektor bereits seit einigen Jahren benachteiligt. Landesrat Hans Berger hat Recht, wenn er kürzlich in einer Pressekonferenz feststellte, dass das Tourismuskapitel im Landeshaushalt nicht die Bedeutung des Tourismus für Südtirols Wirtschaft widerspiegelt. Es mag daher schon als Erfolg

gesehen werden, dass die Gesamtsumme der für den Tourismus bereitgestellten Mittel für 2012 gehalten werden konnte. Trotzdem gibt es für die einzelbetriebliche Förderung nur zehn Millionen Euro im Jahr 2012, was bedeutet, dass der Förderstopp ein weiteres Jahr gelten wird. Rund fünf bis sieben Millionen Euro würde es noch brauchen, damit alle aufliegenden Förderansuchen ausbezahlt werden könnten. Die Tatsache, dass es keine politische Mehrheit gibt, diese zusätzlichen Geldmittel für den Tourismus zur Verfügung zu stellen, sagt schon viel aus über die Wertschätzung gegenüber diesem Sektor. Nein: Der Tourismus ist kein Selbstläufer. Das zu denken, wäre ein gefährlicher Trugschluss. Deshalb brauchen die Hoteliers und Gastwirte und die Branche insgesamt endlich klare politische Signale. Schade, dass die Politik dieses Signal, nämlich die Aufhebung des Förderstopps bereits mit 1. Januar 2012, nicht gegeben hat. Und wenn, wie Landesrat Berger andeutete, Mitte des kommenden Jahres die Ansuchen um den Rotationsfonds in den entwickelten Gebieten wieder zugelassen werden könnten, so ist dies für uns zu wenig. Die Förderungen müssen für alle so schnell wie möglich wieder zugänglich werden.

»In Zukunft geht es nicht mehr um schneller, größer, mehr, sondern um besser, bewußter, langsamer.« MICHL LAIMER LANDESRAT

»Im Miteinander des Schöpfers, seiner Engel und der Menschen ist Südtirol ein außergewöhnlich schönes Land.« PAPST BENEDIKT XVI

»Südtirol verbindet Ruhe, Kultur, gutes Essen und wunderbare Berge miteinander.« ANGELA MERKEL BUNDESKANZLERIN

In dieser Aktuell

Gastro-Info

250.000 Besucher

20 Sterne leuchten hell

Kleinbetriebe können zu einem Vorzugspreis auf den HGV-Portalen »Einfach Südtirol« und »Booking Südtirol« präsent sein und dadurch ihre Präsenz im Internet erhöhen. Seite 4

Der Michelin-Führer zeichnet 2012 drei weitere Südtiroler Köche aus. Südtirol hat mit Abstand die meisten Sterne-Restaurants Italiens. Seite 12

»Sicherheit und Gesundheit fördern« Die Südtiroler Tourismuskasse (STK) hat sich auch 2012 das Thema Gesundheit und Sicherheit als Schwerpunkt gesetzt. Seite 8

STK/HGV-Kurse Aktuelle STK/HGV-Seminare Die aktuellen Seminare und Lehrgänge aus dem neuen Kursprogramm der Südtiroler Tourismuskasse und des HGV. Seite 17

Märkte&Trends Herausforderung »KlimaHotel« Das »KlimaHotel« steht für mehr Transparenz und Komfort für Gastgeber und Gäste und bringt somit auch einen Mehrwert für die Vermarktung des touristischen Angebotes. Seite 19 Gastbetriebe mit Tradition prämiert

So werden Sie vom Gast gefunden!

Mit der Pension »Briol« in Barbian/Dreikirchen wird erstmals ein Gebäude im Bauhausstil mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Das Wirtshaus »Vögele« in Bozen erhielt eine besondere Auszeichnung. Seiten 14-15

Viele Gäste reisen mit Hilfe des Navigationsgerätes an ihr Urlaubsziel. Die Fahrt dorthin kann der Gastgeber optimieren. Seite 20

Bezirke

HGJ-Info Wenn der Junior Chef wird Mehr als 200 interessierte Gastwirtinnen und Gastwirte haben die diesjährige Fachtagung der HGJ und der EURAC zur Betriebsnachfolge im Hotel- und Gastgewerbe besucht. Seiten 26-27 »Chance 2.0« startet Die Junge Wirtschaft sucht 50 motivierte Jugendliche für ebenso viele Praktikumsplätze in Südtiroler Vorzeigeunternehmen. Seite 29

Panorama Große Leistungen schaffen Motivation Zum ersten Mal wurden die Südtirol Awards vergeben. Die Preisträger sind die Unternehmen »Kohl«, »Loacker«, »Nordpan« und »Salewa«. Seite 32

Info & Rat Neuerungen für Kleinstunternehmen Mit Jahresbeginn 2012 treten neue Bestimmungen für Kleinstunter nehmen in Kraft. Es geht um Vereinfachungen und Steuererleichterungen. Seite 47

Neustart im Vinschgau Das touristische Vinschgau wird mit Jahresbeginn seine Kompetenzen und Stärken optimaler bündeln. Seite 24

Kleinanzeiger Der aktuelle Kleinanzeiger in der »HGV-Zeitung«. Seiten 48–49


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AKTUELL

DEZEMBER 2011

Tourismus ist im Haushalt unterdotiert Tourismuslandesrat Hans Berger präsentierte Haushaltsentwurf 2012 Im Mittelpunkt steht die Aufarbeitung der Rückstände bei den Förderbeiträgen. Die Tourismusabgabe und die Kurtaxe sollen eingeführt werden. Für Landesrat Hans Berger ist klar: Hält man sich die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsmotor vor Augen, ist er im Landeshaushalt unterrepräsentiert. Trotzdem könne mit rund 36,5 Millionen Euro einiges bewegt werden, wenn man weiterhin professionelles Marketing betreibe, die Zusammenarbeit zwischen den Tourismusorganisationen forciere und neue Formen der Finanzierung

finde. Bei der Vorstellung der Schwerpunkte im Haushaltsentwurf der Landesregierung für das Jahr 2012 betonte Berger, dass es auch im Bereich Tourismus gelungen sei, Kürzungen zu verhindern. Mit 36,5 Millionen Euro stehe dieselbe Summe zur Verfügung wie im laufenden Jahr. »Diese Summe spiegelt zwar nicht die Bedeutung des Tourismus für unsere Wirtschaft wider«, betonte Berger. Der Tourismus müsse allerdings auch selbst imstande sein, sich eine bessere Finanzierungsbasis zu schaffen. Landesrat Hans Berger hat dabei auf die Möglichkeit der Einführung einer Kurtaxe und einer Tourismusabgabe verwiesen. Sorgen bereiten Berger nach

Landesrat Hans Berger.

wie vor die Rückstände bei der Abwicklung der einzelbetrieblichen Förderansuchen. »Wir werden 2012 mit zehn Millionen Euro die Rückstände aus den Jahren 2007 bis 2009 abarbeiten«, erläuterte Berger. Für 2013 blieben dann noch weitere fünf bis sieben Millionen

Euro, die zur Auszahlung anstünden. Trotzdem wolle man andenken, im zweiten Halbjahr 2012 die Förderung touristischer Investitionen über den Rotationsfonds auch in entwickelten Gebieten wieder zu ermöglichen. Mit den neuen Förderkriterien, die Kapitalbeiträge nur mehr im Ausnahmefall vorsehen, während die Förderung über den Rotationsfonds zum Normalfall werden soll, sollten keine größeren Rückstände mehr angehäuft werden.

Tourismuswerbung Rund zwölf Millionen Euro aus dem TourismusBudget fließen an die SMG, die damit den Marktauftritt Südtirols als Tourismusdestination finanziert. »Das

mag auf den ersten Blick nach viel Geld aussehen. Wenn wir vergleichen, was in anderen Ländern dafür zur Verfügung steht und was für Erfolge damit eingefahren werden, dann kann die Leistung der SMG gar nicht hoch genug eingeschätzt werden«, meinte Berger. Für die Finanzierung der 82 Tourismusvereine und elf -verbände werden 2012 insgesamt 9,7 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Allerdings wünscht sich der Landesrat von den Organisationen eine engere Zusammenarbeit und mehr Kooperationen. Positive Beispiele seien der sogenannte »Vinschger Weg« und die Bemühungen im Pustertal, gemeinsam Marketingaktionen zu starten.

»ASA Hotel light« bringt Ordnung in Gästedatei EDV-Hotelverwaltungsprogramm für HGV-Mitglieder zum Vorzugspreis »ASA Hotel light« bietet einen schnellen Überblick über die aktuelle Buchungssituation. Die gut strukturierten Eingabemasken bieten den idealen Einstieg in die Verwaltung der Gästedaten. Mailings sowie Seriendru-

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zum Unterschreiben ausgedruckt werden. Die elektronische Gästemeldung kann durch die Eingabe der konformen Datei sofort erstellt und dann auf den Webserver der Polizei geladen werden. Mit »ASA Hotel light« lässt sich auch der Zimmerplan ins TIC stellen. Somit kann die Sichtbarkeit auf

Suedtirol.info und auf dem HGV-Buchungsportal »Booking Südtirol« wesentlich gesteigert werden. Das Hotelverwaltungsprogramm »ASA Hotel light« kann für eine jährliche Miete von 295 Euro installiert werden. Enthalten sind die Nutzung von »ASA Hotel light« sowie alle Hilfestellungen am Telefon von

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geschulten HGV-Mitarbeitern. Lediglich bei der Installation fällt eine Aktivierungsgebühr von 150 Euro an. Diese beinhaltet auch eine Einschulung in das Programm. Weitere Auskünfte erteilt gerne die Abteilung EDV/ Technik im HGV-Büro Bozen, Tel. 0471 317 700, E-Mail EDV@HGV.it. ep


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AKTUELL

DEZEMBER 2011

Staus vermeiden Bautenressort hat Maßnahmenkatalog erstellt In den kommenden Monaten sollen an den verkehrsreichen Wochenenden spezielle Maßnahmen zur Vermeidung von Staus greifen. Auf Einladung von Bautenlandesrat Florian Mussner wurde rechtzeitig zur Wintersaison eine Sensibilisierungskampagne zur Vermeidung von Verkehrsstaus ausgearbeitet. Vorrangig geht es dabei um die Pustertaler Straße, welche an verkehrsreichen Wochenenden schnell überlastet ist. Das soll im heurigen Winter, soweit es geht, verhindert werden, lautete der Auftrag des Landesrates

Mussner. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern des Bautenressorts des Landes, der Brennerautobahngesellschaft A22, der Landesverkehrsmeldezentrale, der SMG und des HGV hat konkrete Maßnahmen ausgearbeitet. Gemeinsam werden diese nun umgesetzt. Speziell an den Tagen, wo ein starker touristischer Rückreiseverkehr angenommen wird (11. Dezember, 1. und 2. Januar, 7. Januar, 18. und 25. Februar 2012), werden die Verkehrsteilnehmer, welche auf der Pustertaler Straße unterwegs sind, mittels elektronischer Beschilderung auf Alternativrouten hingewiesen. Um den Verkehrsfluss bei der Autobahneinfahrt in

qáééë=ÑΩê=fÜêÉ=oΩÅâêÉáëÉ iáÉÄÉê=d~ëíI= wirfreuenuns,dassSieihreUrlaubstageinSüdtirolgenießen. WirempfehlenIhnenauchdieRückreisesorgfältigzuplanenunddamit eventuellenStausauszuweichen.AlternativkönntenSiesichnocheinen SonnentaginSüdtirolgönnenunderstamspäterenNachmittagabreisen, umdannbequemerundschnelleranIhrenHeimatortzugelangen. táê=ïΩåëÅÜÉå=fÜåÉå=ÉáåÉ=ëÅÜ∏åÉ=eÉáãêÉáëÉ=ìåÇ=ÑêÉìÉå=ìåë=~ìÑ=fÜêÉå å = ®ÅÜëíÉå==_ÉëìÅÜ> IhrGastgeber

AktuelleVerkehrsinformationen erfahrenSiebeiIhremGastgeberoderbei f olgendenVerkehrshotlinesundWebseiten:

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Ein Infoblatt für die Gäste gibt Tipps für ein staufreiere Rückreise.

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Vahrn flüssiger zu gestalten, wurden eine neue Abbiegespur für ein reibungsloseres Einbiegen in die Brennerstraße Richtung Norden und eine breitere Zufahrt zur Mautstelle errichtet.

Infoblatt für Gäste Der HGV wird den Mitgliedern, speziell im Pustertal, jeweils an den neuralgischen Tagen mittels Newsletter ein Infoblatt zuschicken, mit welchem die Gäste ersucht werden, die Rückreise sorgfältig zu planen und gegebenenfalls erst am späteren Nachmittag abzureisen. Erfahrungsgemäß sind die Stoßzeiten sowohl auf der Staatsstraße als auch auf der Autobahn zwischen 9 Uhr und 17 Uhr. Die Brennerautobahngesellschaft wird auf ihrer Internetseite www.a22.it laufend aktualisierte Verkehrsmeldungen veröffentlichen. Zudem können pro Fahrtrichtung an jeder Stelle maximal nur rund 3.400 Fahrzeuge pro Stunde in die Autobahn einfahren. Damit will man einen flüssigen Verkehr auf der Autobahn garantieren. Aktuelle Auskünfte über die Verkehrssituation und eventuelle Ausweichrouten gibt es auch auf der Seite der Verkehrsmeldezentrale www.provinz.bz.it/vmz. Die Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG) wird vor allem über die Fanseite der Christkindlmärkte auf Facebook auf idealere Abreisezeiten hinweisen. st

Manifest für Südtirol Mit dem »Manifest für Südtirol« will Landesrat Michl Laimer die Entwicklung des Landes in Zukunft festschreiben. Das Manifest soll zu einer »Kultur der Nachhaltigkeit« in den Köpfen der Südtiroler beitragen. Diese findet im Manifest in zehn Grundsätzen ihren Ausdruck, welche. die Wirtschaft genauso umfassen, wie die Gesellschaft, die Vorsorge, die Bildung und die Innovation.

Der Internetauftritt von »Einfach Südtirol«.

250.000 Besucher »Einfach Südtirol« steigert Sichtbarkeit Kleinbetriebe können zu einem Vorzugspreis auf den HGV-Portalen »Einfach Südtirol« und »Booking Südtirol« präsent sein und dadurch ihre Präsenz im Internet erhöhen. Um die Sichtbarkeit des eigenen Betriebes zu erhöhen und erfolgreiches OnlineMarketing zu betreiben, sind Online-Portale ein wichtiges Medium. Der HGV betreibt für seine Mitglieder neben dem erfolgreich gestarteten »Booking Südtirol« auch das Portal »Einfach Südtirol«, mit dem vor allem Kleinbetriebe bis 15 Zimmereinheiten und mit höchstens drei Sternen beim Zimmerverkauf unterstützt werden. Das Portal »Einfach Südtirol« unterscheidet sich neben einem größerem Informationsangebot auf der Seite auch dadurch, dass es keine direkten Buchungen möglich macht, sondern den Fokus auf die Anfragen legt. Im laufenden Jahr gab es auf »Einfach Südtirol« mehr als 250.000 Besucher, welche über 10.000 Anfragen an die Betriebe gestellt haben. Dies ist sicherlich ein Erfolg und würde auch weiteren Unterkünften – vor allem auch in den Wintersportgebieten – Chancen bieten. Um den Zugang für interessierte Betriebe zu »Einfach Südtirol« zu erleichtern, wurde beschlossen, den Eintrag auf »Einfach

Südtirol« kostengünstiger zu machen. Der jährliche Beitrag wird deshalb auf 200 Euro gesenkt bei gleichbleibender Leistung, auch für die schon eingeschriebenen Betriebe. Für kleinere Betriebe ist die tagesaktuelle Datenpflege und Kontrolle der Zimmerverfügbarkeit nicht immer leicht zu bewältigen, weshalb für diese das Portal »Einfach Südtirol« die optimale Lösung darstellt. Langfristig sollten jedoch auch die kleineren Betriebe die Chancen nutzen, die durch eine direkte Buchbarkeit entstehen. Bei einigen Gästen ist dies auch ein Ausschlusskriterium, oder besser gesagt, sie suchen nur nach Betrieben mit direkter Buchbarkeit. Bei »Booking Südtirol« erhält der Betrieb neben der Sichtbarkeit auf dem Portal auch ein kostenloses Buchungstool für die eigene Website.

Günstiges Angebot Das Portal »Booking Südtirol« wird in Kombination mit dem Portal »Einfach Südtirol« ab 2012 vergünstigt für 300 Euro angeboten. Nutzen Sie also die Chance für eine bessere Sichtbarkeit im Internet und präsentieren Sie Ihren Betrieb auf den HGV-Portalen! Weitere Infos erteilt die Abt. EDV/Technik im HGV Bozen, Telefon 0471 317 700. »Einfach Südtirol« ist im Internet unter www.einfachsuedtirol.info präsent; »Booking Südtirol« unter www. bookingsuedtirol.com.


BOOKING SÜDTIROL – DAS BUCHUNGSPORTAL DES HGV

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Informationen, Konditionen und Registrierung: Abteilung EDV/Technik, HGV-Bozen, Tel. 0471 317 700, www.HGV.it.


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AKTUELL

DEZEMBER 2011

»Sicherheit und Gesundheit fördern« Südtiroler Tourismuskasse (STK) und INAIL Bozen stellen DVD vor – ab sofort kostenlos erhältlich Die Südtiroler Tourismuskasse (STK) hat sich auch 2012 das Thema Gesundheit und Sicherheit als Schwerpunkt gesetzt. Mit einer DVD zu Arbeitssicherheit und Unfallvermeidung will die Südtiroler Tourismuskasse Arbeitnehmer und Unternehmer für das heikle Thema sensibilisieren. Die DVD wurde gemeinsam mit der Landesdirektion des Unfallinstituts INAIL der Provinz Bozen realisiert. Arbeitsunfälle können bei Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen zu bleibenden gesundheitlichen Schäden führen, manchmal sogar zum plötzlichen vorzeitigen und ungewollten Ende des Berufslebens. Arbeitsunfälle verursachen aber auch einen wirtschaftlichen Schaden für den Betrieb durch Arbeitsausfall. »Jeder Arbeitsunfall ist daher einer zu viel und Unfallverhütung ist ein unverzichtbarer Bestandteil

Das Handbuch und die DVD sollen für Sicherheit am Arbeitsplatz beitragen. foto: allesfoto

einer erfolgreichen Unternehmensführung«, zeigte sich Gottfried Schgaguler, Präsident der Südtiroler Tourismuskasse (STK), bei der Vorstellung des neuen Produkts überzeugt. Zusammen mit der Landesdirektion des Unfallinstituts INAIL der Provinz Bozen hat die STK daher eine Initiative zum Thema »Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz im Hotel- und Gastgewerbe« ins Leben gerufen. Mit der

neuen DVD sollen Arbeitnehmer und Unternehmer über die Risiken am Arbeitsplatz aufgeklärt werden bzw. auch dafür sensibilisiert werden, dass die Verantwortung für die Gesundheit nicht bei den gesetzlichen Schutzbestimmungen endet.

Humorvoller Zugang Die Filme, die in Deutsch, Italienisch und Englisch zur Verfügung

stehen, geben humorvoll einen guten Überblick über die häufigsten Gefahrenquellen in den Arbeitsbereichen Küche, Service, Etage, Hausmeistertätigkeit sowie Schwimmbad, Sauna und Wellness. Die bekannten Südtiroler Schauspieler Erich Meraner, Susan LaDez, Miriam Kaser, Ingrid Lechner und Roland Selva stellen die Szenen gekonnt und mit einem Augenzwinkern dar. »Die Filme sollen zum

Nachdenken anregen, um Gefahren frühzeitig zu erkennen und so Unfälle zu vermeiden«, erklärte die STK-Vizepräsidentin Ulrike Egger. Die DVD ist bereits der dritte Baustein der Aktion »Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz« der Südtiroler Tourismuskasse. Gestartet wurde diese vor zwei Jahren mit dem Vertrieb kostenloser Gesundheits- und Sicherheitsschuhe für Mitarbeiter sowie Unternehmer. Über 6.000 Paar Schuhe konnten im Rahmen der sehr erfolgreichen Aktion bereits verteilt werden. Den zweiten Baustein stellt das Handbuch zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz dar, das Mitte dieses Jahres erschienen ist und als Grundlage für die DVD gedient hat.

Kostenlos erhältlich Das Handbuch und die DVD in einer Auflage von 1.000 Stück sind ab sofort in allen HGV-Bezirksbüros kostenlos erhältlich. pa

Die HGV-Mappe präsentiert sich neu Der praktische Organizer für HGV-Mitglieder – Formulare unter www.HGV.it Alle Neuerungen und Änderungen wurden eingearbeitet. Die Formulare und Vordrucke sind auf den HGV-Internetseiten zu finden. Überarbeitet und mit allen Neuerungen versehen, präsentiert sich ab sofort die »HGV-Mappe« als organisatorisches Hilfsmittel zur Betriebsführung. Übersichtlich können durch das RingmappenSystem alle notwendigen Dokumente, Vordrucke und Formulare, die zur Betriebsführung notwendig sind, abgelegt werden. Von der Arbeitssicherheit bis zu den Zutatenschildern sind alle Informationen und Ablageregister in der Mappe gesammelt. Nun wurde der praktische »Organisator«

neu aufgelegt und alle rechtlichen Änderungen und Neuerungen wurden eingearbeitet. Die Formulare und Vordrucke können von den HGV-Internetseiten unter www.HGV.it heruntergeladen werden. Das spart Zeit und unnötigen Papieraufwand. Die Vordrucke einfach am PC ausfüllen, an die jeweiligen Ämter und Behörden schicken und in der HGV-Mappe ablegen. Die lückenlose Dokumentation hilft bei unangenehmen Besuchen von Kontrollbehörden.

Neuerungen bei Einlageblättern Da es auch bei den Verzeichnissen und Einlageblättern Änderungen gegeben hat, sind auch diese auf den HGV-Internetseiten zu finden. Unter dem

Die »HGVMappe« wurde aktualisiert. Foto: allesfoto

Punkt »HGV-Mappe« im Navigationspunkt »Bürokratie & Co.« sind diese als PDF gespeichert. Einfach ausdrucken und sie gegen die alten in der HGV-Mappe austauschen. So sind Sie im Bereich Lizenzwesen,

Hygiene und Lärmschutz wieder auf dem neuesten Stand. Lassen Sie die Formulare und Vordrucke aber bitte weiterhin in der HGVMappe eingeordnet. Unter www.HGV.it sind übrigens auch alle für Hote-

liers und Gastwirte relevanten Informationen, ob zu Brandschutz oder Förderungen, gesammelt. Einfach mit der HGVMitgliedsnummer einloggen und vom 24-StundenService profitieren. pa


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AKTUELL

DEZEMBER 2011

Bauschäden: Was kann man tun? – HGV-Unternehmensberatung und HGV-Rechtsabteilung sind behilflich

Bauschäden sind kostspielig Bei Baumängeln empfiehlt es sich, rechtzeitig zu reagieren und sich fachliche Unterstßtzung zu holen. Wer kennt sie nicht: Baumängel in den eigenen vier Wänden. Die Umbauarbeiten liegen schon eine Weile zurßck und niemand fßhlt sich dafßr zuständig. Ärgernisse, die oft an die Substanz gehen kÜnnen. Der Wasserschäden kÜnnen verschiedene Ursachen haben. Preis dafßr sind viel Ärger, viel Zeit und unter Umständen auch viel Geld. Eine LÜsung ist, gleich mit schweren Geschßtzen aufzufahren: Rechtsanwalt, Gericht, Parteisachverständiger usw. Diese Vorgehensweise bringt aber leider in vielen Fällen kein Ergebnis, vor allem nicht in kurzer Zeit. Zusätzlich fallen meist erhebliche Kosten an, die in der Regel nicht, wie gewßnscht, abgedeckt werden.

Ursachen herausfinden

Wasserinfiltration und Schimmelbildung.

Klaffende Fliesenfugen ein häufig auftretende Mangel. Risse in Putz und Mauerwerk.

Die Problematik ist, dass ein so genannter Laie die Bauschäden meistens gar nicht richtig beurteilen kann. Ein Sachverständiger hingegen kann, aufgrund seiner in der Praxis gemachten Erfahrungen, gewisse Häufungen von Schadensbildern, zusammenhängend mit immer wieder ähnlichen Ursachen, in Verbindung bringen. Die am häufigsten auftretenden Baumängel sind Risse im

Putz oder im Mauerwerk, Risse im FuĂ&#x;bodenestrich, Wassereintritte, allgemeine Tauwasserschäden, Schimmelbildung und Feuchtigkeit. Aus Schaden wird man klug, sagt der Volksmund. Der erfahrene Hotelier weiĂ&#x; aber auch: Durch Bauschäden wird man arm. Daher empfiehlt es sich, auf Bauschäden oder Baumängel schon bei deren ersten

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SICHERFRISCH

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Anzeichen beziehungsweise bei der Bauabnahme zu reagieren und rechtzeitig fachliche UnterstĂźtzung zu holen.

HGV bietet UnterstĂźtzung Die Zusammenarbeit zwischen der HGV-Rechtsabteilung und den Bauexperten der HGV-Unternehmensberatung macht es

mĂśglich, bei einem auĂ&#x;ergerichtlichen Schlichtungsversuch weiterzuhelfen. Nach Wunsch erstellen die Bauexperten des HGV ein Gutachten und ordnen, sofern mĂśglich, den Schaden einer Ursache zu, wodurch auch eine Zuständigkeit in der Folge leichter nachgewiesen werden kann. In einem Schlichtungsversuch mit allen Beteiligten wird versucht, eine Eini-

gung fßr alle Parteien zu finden. Das Ergebnis wird schriftlich dokumentiert und ist somit jederzeit nachvollziehbar. Der HGV kann Ihnen gerne bei Fragen zu Baumängeln behilflich sein. Nähere Auskßnfte erhalten Sie bei der HGV-Unternehmensberatung in Bozen unter Tel. 0471 317 780 oder mittels E-Mail an baucontrolling@HGV.it. mp

Wussten Sie, dass... • auf statische Strukturen und Abdichtungen eine 10-jährige Garantie und auf einzelne Bauteile in der Regel eine zweijährige Garantie laut Gesetzgeber gewährleistet werden muss?

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• bei Vollwärmeschutzarbeiten an der Fassade nur in bestimmten Fällen eine 10-jährige Garantie auf das Gesamtpaket besteht?

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• die häufigsten Wassereintritte auf fehlerhafte oder mangelhafte Anschlßsse zurßckzufßhren sind und es hier geeignete Verfahren gibt, um undichte Stellen zu lokalisieren?

• Silikon und andere Verfugungen meist Wartungsfugen sind und einer jährlichen ĂœberprĂźfung unterzogen werden mĂźssen? • unzureichend getrocknete Estriche groĂ&#x;e Sachschäden bewirken kĂśnnen? • sich Kondenswasser hinter MĂśbelstĂźcken, an kalten Mauern und an Fensterrändern niederschlägt? • die falsche Ausbildung von Details zu LärmbrĂźcken und SchallĂźbertragungen fĂźhren kann?


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AKTUELL

DEZEMBER 2011

HGV und »Roner« bleiben Partner Unterstützung bei verschiedenen Veranstaltungen und Initiativen Der HGV und die Brennereien »Roner« haben ihre Partnerschaft verlängert. Bereits seit mehreren Jahren besteht zwischen dem Hoteliers- und Gastwirteverband und den Brennereien »Roner« eine erfolgreiche Partnerschaft. Vor Kurzem zogen der HGV und »Roner« Bilanz und blickten dabei auf ein weiteres erfolgreiches Jahr der Zusammenarbeit zurück. In den vergangenen zwölf Monaten präsentierte sich die Traminer Brennerei gemeinsam mit dem HGV bei den verschiedensten Veranstaltungen. Im Rahmen der Fachmesse »Hotel« in Bozen konnten die Besucher des Restaurants »HGVissimo« und der Bar auf dem HGVMessestand verschiedene Destillate und Liköre von

Erfreut über die gute Zusammenarbeit. Von links: HGV-Vizepräsident Helmut Tauber, Ludwig Kaneppele, Geschäftsführer Weingut »Ritterhof«, Kaltern, HGV-Präsident Walter Meister, Karin Roner, Geschäftsführerin der Brennereien »Roner«, Tramin, HGV-Vizepräsident Thomas Walch, HGV-Direktor Thomas Gruber. »Roner« verkosten. Auch bei der Spezialitätenwoche »Eisacktaler Kastanienwochen«, die alljährlich von Mitte Oktober bis Anfang November stattfindet, haben die teilnehmenden Betriebe ihren Gästen verschiedene Produkte der Brennereien »Roner« ange-

boten. Zudem sind auch die Teilnehmer der diesjährigen Landesversammlung des HGV in Meran in den Genuss der »Roner«-Produkte gekommen. Bereits seit vielen Jahren präsentieren sich die Brennereien im HGV-Reservierungsbuch, das in den

Südtiroler Restaurants und Gasthäusern gern genutzt wird und entsprechend stark nachgefragt wird. Nun wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit von HGV und »Roner« für ein weiteres Jahr verlängert. »Mit den Brennereien ›Roner‹ zählen wir ein sehr

wichtiges heimisches Unternehmen zu unseren Partnern. Gemeinsam können wir unsere Stärken bei den verschiedensten Veranstaltungen und Initiativen unter Beweis stellen«, freut sich HGV-Präsident Walter Meister. Auch Karin Roner, Geschäftsführerin der Brennereien »Roner«, zeigt sich erfreut über die Partnerschaft mit dem HGV. »In den letzten Jahren haben wir sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Deshalb werden wir die Aktivitäten des HGV auch im kommenden Jahr unterstützen.« Für die nächsten Monate sind wieder zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen und Initiativen geplant. »Wir möchten uns bei ›Roner‹ für die bisherige gute Zusammenarbeit bedanken und wir freuen uns auf alle weiteren gemeinsamen Aktionen«, betont bp Meister abschließend.

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AKTUELL

DEZEMBER 2011

Prämierung der besten Lehrlinge STK zeichnete Koch- und Service-Lehrlinge für ihre hervorragenden Leistungen aus 18 Lehrlinge wurden für ihre Lernerfolge belohnt und erhielten einen Geldpreis. Sie sind motiviert und wissbegierig, beteiligen sich aktiv am Unterricht, lernen begeistert mit und setzen das Gelernte gekonnt in die Praxis um. So kann man die Lehrlinge beschreiben, welche die Südtiroler Tourismuskasse (STK) im Rahmen der Fachmesse »Hotel 2011« für ihre besonderen schulischen Leistungen ausgezeichnet hat. Insgesamt wurden 18 Lehrlinge der Landesberufsschule »Savoy«, Meran, der Landesberufsschule »Emma Hellenstainer«, Brixen, und der italienischen Berufsschule »Cesare Ritz«, Meran, prämiert. Die Prämierten haben das vergangene Schuljahr alle mit einem Notendurchschnitt von

Die ausgezeichneten Lehrlinge mit STKPräsident Gottfried Schgaguler und Vizepräsidentin Ulrike Egger (vorne Mitte).

über neun abgeschlossen. »Diese Schülerinnen und Schüler haben die besten Voraussetzungen, um hervorragende Servicefachkräfte und Köche zu werden, auf die Südtirol stolz sein kann«, betonte STKPräsident Gottfried Schgaguler. Die besten Service-Lehrlinge der Landesberufsschule »Savoy«, Meran, waren im Schuljahr 2010/2011 To-

bias Frank, Angelika Reichhalter, Ivan Tratter und Simon Weithaler. Die besten Service-Lehrlinge der Landesberufsschule »Emma Hellenstainer«, Brixen, waren Werner Hinteregger, Doris Steiner und Lisa Unterkircher. Bei den KochLehrlingen waren Marion Außerhofer, Monika Plattner, Lisa Rizzolli und Marlies Zingerle die Besten. In der Berufsschule »Cesare

Ritz«, Meran, haben die Service-Lehrlinge Mukesh Chawala und Visara Vata das Schuljahr 2010/2011 am besten abgeschlossen. Ausgezeichnet wurden auch jene Lehrlinge, die das Schuljahr 2009/2010 an der Berufsschule »Emma Hellenstainer« mit einem Notendurchschnitt über neun abgeschlossen haben. Dies waren die ServiceLehrlinge Elisabeth Mitter-

rutzner und Moritz Tratter und die Kochlehrlinge Felix Tauber, Marco Verginer und Manuel Winkler. Sie alle durften sich über einen Scheck in der Höhe von 500 Euro freuen. »Mit dieser Auszeichnung wollen wir die Schülerinnen und Schüler für das Geleistete belohnen und ihnen gleichzeitig einen Ansporn geben, mit viel Begeisterung weiter zu lernen und weiterzuarbeiten«, betonte Schgaguler. »Die Berufsausbildung ist eine entscheidende Grundlage für jeden Menschen, sich eine gesicherte Existenz aufzubauen. Darüber hinaus ist es für jeden Betrieb wichtig, gute und fähige Fachkräfte zur Verfügung zu haben. Je besser die Qualität in der Ausbildung, umso bessere Chancen bestehen im späteren Berufsleben«, ist Ulrike Egger, Vizepräsidentin der STK, sm überzeugt.

Sommerpraktika sind beliebt Immer an deiner Seite.

Viele Gastbetriebe nehmen Praktikanten in Küche und Service auf Praktikumsplätze sind bei Schülern und Studenten sehr beliebt, denn so sammeln sie Berufserfahrung.

Steh’ auch du hinter unserer ehrenamtlichen Tätigkeit und hilf uns dabei, Leben zu retten. Werde Mitglied 2012. Danke!

Die neueste Ausgabe der »Arbeitsmarkt news« der Beobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt zieht eine Bilanz über die Sommerpraktika in diesem Jahr. Mehr als 4.000 Jugendliche haben im Laufe des Sommers ein Praktikum in Südtiroler Unternehmen und Betrieben absolviert. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Anzahl konstant. Die durchschnittliche Dauer der Praktika beträgt zwei Monate, die meisten Praktikanten sind Oberschüler, nur ein Fünftel Berufsschüler und ein Zehntel Studenten der Universität. Für 60 Prozent der Praktikanten war es das erste Praktikum und für 25 Prozent der Betriebe das erste Mal, dass ein Praktikant

aufgenommen wurde. Wie viele Praktikanten ein Betrieb beschäftigen darf, hängt von dessen Größe ab. Hat ein Betrieb keine unselbständig Beschäftigten, z.B. ein Alleinunternehmer, so darf er auch keine Praktikanten aufnehmen. 31 Prozent der Betriebe, die Praktikanten aufgenommen haben, waren Gastbetriebe, 26 Prozent Handelsbetriebe, 17 Prozent Handwerks- und 15 Prozent

Industriebetriebe. Was die Berufsbilder anbelangt, so überwiegen im Gastgewerbe die Berufe Kellner, Koch, Barist und Hotelsekretär. 16 Prozent der Jugendlichen absolvieren ihr Praktikum als Bürofachkraft, eine Tätigkeit, die quer durch die Sektoren verbreitet ist. Fast alle Betriebe gewähren den Praktikanten Vergünstigungen, wie beispielsweise ein Taschengeld oder Essensgutscheine. mw

Viele Praktikanten arbeiten im Gastgewerbe. Foto: allesfoto


AKTUELL

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»Glück aktiv erleben« Glücklich sein kann man lernen

PROGRESS Thermowand

Heide-Marie Smolka ist Psychologin und Autorin und hat im Rahmen der Exklusiv-Veranstaltung für Gastwirtinnen »Nur für SIE!« das Glücklichsein genauer unter die Lupe genommen. Welche Rolle spielt die persönliche Einstellung beim Glücklichsein? Smolka: Die Einstellung spielt eine ganz wesentliche Rolle beim Glücklichsein. Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Sehe ich immer nur den Fehler oder kann ich mich über Gelungenes freuen? Das Feine ist, dass Einstellungen veränderbar sind. Das ist reine Übungssache. Der erste Schritt ist die Bewusstmachung über die aktuelle Einstellung und der zweite Schritt ist die Änderung. Wie wichtig ist ein gutes Arbeitsklima für Glücksmomente im Betrieb? Smolka: Das Arbeitsklima hat einen ganz wesentlichen Einfluss auf das Glücklichsein. Wenn das Arbeitsklima stimmt, macht die Arbeit automatisch mehr Spaß. Und was Spaß macht, macht man gerne, was man gerne macht, macht man gut. Abgesehen davon ist ein gutes Arbeitklima der beste Puffer gegen Stress. Was ist der erste Schritt zum Glücklichsein? Smolka: Der erste Schritt zum Glücklichsein ist das Richten der Aufmerksamkeit auf das Positive. Was gelingt, was erfreut mich, was läuft gut? Sich dessen bewusster zu werden mehrt automatisch das Glück. Zeit als »Glücksräuber« aber auch als »Glücksbringer«? Smolka: Ständig das Gefühl zu haben, dass man keine Zeit hat, das kann wirklich das Glück sehr trüben. Deshalb ist es sehr, sehr wichtig, sich immer wieder aktiv Zeit zu nehmen. Es

Beste Dämmwerte für Ihr KlimaHaus

Die Psychologin und Autorin Heide-Marie Smolka. kann auch sehr hilfreich sein, den Satz »Ich habe keine Zeit« umzuwandeln in »Dafür nehme ich mir keine Zeit«. Da werden Sie automatisch vom Opfer zum Entscheider. Und das macht einen großen Unterschied. Wie kann man sich kleine Glücksmomente im Alltag schaffen? Smolka: Die kleinen Glücksmomente lauern überall. Sie brauchen nur wahrgenommen zu werden. Der Zaubertrick dafür: mit der Aufmerksamkeit in die Gegenwart zu kommen und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Von einem Apfel abzubeißen kann auch ein Glücksmoment sein – vorausgesetzt ich schenke ihm meine Aufmerksamkeit. Bewusst zu atmen, kann auch ein Glücksmoment sein. Die Glücksforschung zeigt, dass es beim Glücklichsein mehr auf die Häufigkeit, als auf die Menge an Glücksmomenten ankommt. Es ist daher sinnvoll, die vielen kleinen Augenblicke bewusst wahrzunehmen und damit die Basis für Glück zu schaffen.

Intelligent und ästethisch: Bauen mit gedämmten Betonfertigteilen Das Bauen mit gedämmten Betonfertigteilen steht für eine innovative und zukunftweisende Bauweise. Die Massivität des Baustoffes Beton, kombiniert mit Fertigteilen mit innenliegender Wärmedämmung ergibt optimale Dämmeigenschaften für ein Wohlfühlklima im „KlimaHaus Standard“. Betonfertigteile ermöglichen eine ungeahnte Symbiose aus Individualität, anspruchsvoller Architektur sowie energieeffizienter und nachhaltiger Bauweise.

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GASTRO-INFO

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20 Sterne leuchten hell Michelin-Führer zeichnet 2012 drei weitere Südtiroler aus

Sicherheit und Gesundheit im Gastgewerbe Jeder Arbeitsunfall ist einer zu viel! Dieser Meinung ist auch die Südtiroler Tourismuskasse (STK) und hat gemeinsam mit dem INAIL Bozen eine Mappe herausgegeben, die einen guten Überblick gibt über die häufigsten Gefahrenquellen in den Arbeitsbereichen Küche, Service, Etage, Hausmeistertätigkeit sowie Schwimmbad, Sauna und Wellness. Die richtige Bedienung von Geräten und Anlagen, die persönliche Schutzausrüstung oder die Ergonomie sind textlich in drei Sprachen und mit anschaulichen Fotos dargestellt. Im Folgenden ein Auszug aus dem Bereich Küche:

Umgang mit Messern Tragen Sie Messer immer mit der Schneide nach unten.

Arbeiten Sie mit Messern immer auf einem geeigneten und rutschfesten Untergrund.

Halten Sie die Finger beim Schneiden immer gekrümmt und heben Sie das Messer nicht über Fingerhöhe.

Südtirol hat mit Abstand die meisten SterneRestaurants Italiens. Und auch dieses Jahr gab es wieder eine Steigerung. Drei weitere Spitzenköche haben sich einen der begehrten Michelin-Sterne erkocht. Somit leuchten in Südtirol 20 Sterne vom Gourmet-Himmel. »Wir sind stolz auf die Arbeit und Leistungen unserer Köche. Sie sind durch ihren Einsatz, ihren Fleiß und ihre Kreativität Leitfiguren Südtirols«, freut sich HGVPräsident Walter Meister. Besonders zu erwähnen ist, dass es 2012 drei neue Sternelokale in Südtirol gibt. Das Restaurant »Siriola« im Hotel »Ciasa Salares« in St. Kassian überzeugt mit dem Küchenchef Fabio Cucchelli. Der zweite neue Stern geht nach Wolkenstein ins Restaurant »Alpenroyal Gourmet« im Hotel »Alpenroyal« mit Chef Felice Lo Basso. Über den dritten neuen Stern Südtirols darf sich Markus Baumgartner in der »Johannes Stube« im Hotel »Engel« in Welschnofen freuen. Drei Südtiroler Spitzenköchen wurden ihre zwei Sterne bestätigt: Gerhard Wieser vom Restaurant »Trenkerstube« im Hotel »Castel« in Tirol, Norbert

Südtirols Sterne-Betriebe 2012 Zwei Sterne • Restaurant »St. Hubertus«, Hotel »Rosa Alpina«, St. Kassian, Norbert Niederkofler • Restaurant »Jasmin«, Hotel »Bischofshof«,Klausen, Martin Obermarzoner • Restaurant »Trenkerstube«, Hotel »Castel«, Tirol, Gerhard Wieser Ein Stern • Restaurant »Zur Rose«, Eppan, Herbert Hintner • Restaurant »Kuppelrain«, Kastelbell, Jörg Trafoier • Restaurant »Zum Löwen«, Tisens, Anna Matscher • Restaurant »Schöneck«, Pfalzen, Karl Baumgartner • Restaurant »La Passion«, Obervintl, Wolfgang Kerschbaumer • Restaurant »Auener Hof«, Sarnthein, Heinrich Schneider • Restaurant »Gourmetstube Einhorn«, Romantikhotel »Stafler«, Mauls, Peter Girtler • Restaurant »La Stüa de Michil«, Hotel »La Perla«, Corvara, Arturo Spicocchi • Restaurant »Kleine Flamme«, Sterzing, Burkhard Bacher • Hotel Restaurant »Castel Fragsburg«, Meran, Alois Haller • Restaurant »Sissi«, Meran, Andrea Fenoglio Neue Michelin-Sterne-Betriebe • Restaurant »Alpenroyal Gourmet«, Hotel »Alpenroyal«, Wolkenstein, Felice Lo Basso • Restaurant »Johannes Stube«, Hotel »Engel«, Welschnofen, Markus Baumgartner • Restaurant »La Siriola«, Hotel »Ciasa Salares«, St. Kassian, Fabio Cucchelli

Niederkofler vom Restaurant »St. Hubertus« im Hotel »Rosa Alpina« in St. Kassian sowie Martin Obermarzoner vom Restau-

rant »Jasmin« im Hotel »Bischofshof« in Klausen. Die gesamten MichelinSterne-Betriebe in obenstehender Übersicht. pa

Südtirol als Genussparadies Landesrat Hans Berger zu den Auszeichnungen der Gourmetführer

Lagern Sie Schneidemesser immer an einem sicheren Ort (z. B. Messerblock, magnetische Leisten, Messerschub-lade).

Die Mappe ist kostenlos erhältlich: Die STK-Mappe zu »Sicherheit und Gesundheitsschutz in Hotels und Gastbetrieben« ist für STKMitglieder kostenlos in allen HGV-Bezirksbüros erhältlich.

IN

IL

DIREZIONE PROV.LE BOLZANO LANDESDIREKTION BOZEN

Die Leistungen in Hotellerie und Gastronomie sind top. »Mit drei neuen Sternerestaurants stellt auch Michelin der Südtiroler Gastronomie ein exzellentes Zeugnis aus«, freut sich Tourismuslandesrat Hans Berger über die zahlreichen Auszeichnungen. »20 Michelin-Sterne sind für ein so kleines Land wie Südtirol europaweit eine Ausnahme«, unterstreicht Landesrat Berger. Diese Dichte an ausgezeichneten

Landesrat Hans Berger.

Restaurants könne nur funktionieren, wenn sowohl Einheimische wie Gäste

sich für Spitzenleistungen in den Restaurant- und Hotelküchen interessieren. »Wenn wir die Erfolge der Spitzenweine Südtirols dazunehmen, die in den letzten Jahren die höchste Auszeichnung der Drei Gläser im ›Gambero Rosso‹ geschafft haben, dann hat sich Südtirol in Europa die Position eines Genuss-Paradieses erarbeitet«, sagt Berger. Diese Leistungen der Hotellerie und Gastronomie seien die beste Produktentwicklung, die man sich für eine Destination vorstellen kann, so Berger.


GASTRO-INFO

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»Hat es geschmeckt?« Ein praktischer Service-Tipp Auch »stille« Reklamationen sollen angesprochen werden. Ein halb leerer Teller kann mehrere Ursachen haben: Vielleicht war dem Gast die Portion zu groß, vielleicht hat es ihm nicht geschmeckt, vielleicht fühlt er sich nicht wohl. Wer wirklich wissen will, ob allen Gästen alles recht war, findet das nur heraus, wenn er jeden fragt. Eine allgemeine Frage in die Runde werden immer zuerst diejenigen beantworten, denen es gefallen hat. Für eine kritische Antwort, dazu vielleicht noch mit einer Erklärung, braucht es mehr Anstrengung. Doch genau von hier kommen wichtige Anregungen. Also sollte das Servicepersonal ganz gezielt Gäste fragen, die nicht zufrieden aussehen. So erst erfährt man von den »stillen« Reklamationen.

Gezielte Frage stellen – Den Gast ansehen und direkt nachfragen, z.B. »Und bei Ihnen? War etwas nicht in Ordnung?« – Zuhören und Einzelheiten nachfragen sowie Antworten aus der Küche zu-

sichern, wenn darin die Ursache liegen sollte. – Einen Ausgleich anbieten, das besänftigt den Gast. – Wenn an der Gästemimik erkennbar ist, dass etwas nicht in Ordnung ist, hingehen und nachfragen: »Ist alles in Ordnung oder kann ich Ihnen helfen?« oder wenn Gäste mit suchendem Blick im Raum stehen: »Suchen Sie etwas, kann ich etwas für Sie tun?«. Nicht alle Gäste, die unzufrieden sind, sagen das eben laut. Nur wenn nachgefragt wird, kann herausgefunden werden, ob ein Gast zufrieden war oder nicht. Es muss daher immer gelten: den Gast unbedingt ansprechen. Es wird nicht besser, wenn über unzufriedene Gesichter hinweggesehen wird, nicht für den Gast und nicht für den Gastwirt. Der Gast verlässt das Lokal und erzählt anderen von seinem Ärger und zwar mindestens dreimal so oft, als wenn es ihm gut gefallen hätte. Dieser Service-Tipp ist entnommen aus dem Buch »service-check. gastronomie und hotellerie« von Christine Possler und Ulla Thombansen, »Matthaes Verlag«, pa Augsburg.

Foto: allesfoto.com

Topfenstrudel Zutaten für 4 Portionen Ziehteig 150 g Mehl, 15 ml Öl, Salz, 100 ml Wasser Füllung 60 g Butter, 20 g Zucker 1/2 Pkg. Vanillezucker 1 Msp. Zitronenschale, gerieben Salz, 2 Eigelb, 200 g Topfen 120 ml Sahne, geschlagen 25 g Mehl, 20 g Sultaninen 2 Eiweiß, 50 g Zucker Zubereitung • Für den Strudelteig aus Mehl, Öl und Salz unter Zugabe des Wassers einen Ziehteig herstellen. Mit Klarsichtfolie abdecken und 20 Minuten rasten lassen.

• Eine hohe Backform (z.B. wie für Marmorkuchen) ausbuttern. • Für die Füllung die Butter mit 20 g Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz schaumig rühren. Eigelb nach und nach zugeben. Den Topfen beigeben, glattrühren und dann die geschlagene Sahne, das Mehl und die Sultaninen untermischen. • Das Eiweiß aufschlagen, 50 g Zucker einrühren, zu Schnee schlagen und unter die Topfenmasse heben. • Den Strudelteig ausziehen (ca. 30 x 30 cm), mit flüssiger Butter bestreichen, füllen und einrollen. • Den Strudel in die Backform geben, mit Butter bestreichen und im vorgeheizten Backrohr bei 170° C ca. 40 Minuten backen. • Den leicht abgekühlten Strudel mit Vanillezucker bestreuen und portionieren.


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»Der historische Gastbetrieb des Jahres 2012« – Sieger wurden vorgestellt

Gastbetriebe mit Tradition prämiert Mit der Pension »Briol« in Barbian/Dreikirchen wird erstmals ein Gebäude im Bauhausstil mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Denkmäler, dazu gehören auch die historischen Gastbetriebe, vermitteln und verkörpern als lebende Zeugen kulturelle Werte zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Seit nunmehr sechs Jahren würdigen die Stiftung Südtiroler Sparkasse, das Landesdenkmalamt und der HGV mit dem Wettbewerb »Der historische Gastbetrieb des Jahres« die Eigentümer, die nach streng denkmalpflegerischen Kriterien ihre Gastbetriebe restaurieren und schützen. »Es ist wichtig, dass ein solches Projekt von der Politik, der Wirtschaft und der Bevölkerung mitgetragen wird. Nur so kann unsere Vision und Mission, Denkmäler dauerhaft zu erhalten, erfüllt werden. Es liegt im öffentlichen Interesse, diese Herausforderung anzunehmen, nicht zuletzt, da historische Gebäude als Zeugnis vergangener Zeiten unsere Kultur und Entwicklung aufzeigen«, unterstreicht Karl Pichler, Ver-

waltungsratsmitglied der Stiftung Südtiroler Sparkasse. Die Pension »Briol« in Barbian/Dreikirchen von Johanna von Klebelsberg erhielt »in Anerkennung des besonders sorgsamen Umganges mit dem wertvollen Bauwerk bei gleichzeitiger Bewahrung seiner historischen Authentizität« die Auszeichnung »Historischer Gastbetrieb des Jahres 2012« zuerkannt. Zudem ist das Wirtshaus »Vögele« in Bozen (Pächter Birgit und Willy Alber) mit der »Besonderen Anerkennung 2012« ausgezeichnet worden (siehe Artikel auf Seite 15).

Eine besondere Atmosphäre

Die Wettbewerbsjury mit Karl Pichler, Mitglied des Verwaltungsrates der Stiftung Sparkasse, Familie von Klebelsberg, Besitzer der Pension »Briol«, Barbian/Dreikirchen und den Schwestern Kamaun, Besitzerinnen des Wirtshauses »Vögele«, Bozen, Nach Jahren, in denen mit dem Pächter Willy Alber. zumeist historische Gastbetriebe aus der Zeit der Jahrhundertwende, der so genannten Belle Époque, ausgezeichnet wurden, ist der diesjährige Sieger ein Architekturdenkmal aus der Zwischenkriegszeit, ganz dem nüchternen Bauhausstil verpflichtet, der sich im sachlichen Einsatz der Materialien so wie in der puristischen Formgebung und Ausstattung widerspiegelt. Die Pension »Briol« liegt an einem Sonnenhang auf

1310 m Meereshöhe, ist nur zu Fuß erreichbar, verfügt über keinen modernen Wellnessbereich und ist dennoch ein begehrtes Urlaubsziel. Der Hauptgrund für die Attraktivität von »Briol« liegt zweifellos in der einzigartigen Atmosphäre, die von diesem Haus ausgeht und in ihm herrscht. Da ist zunächst die grandiose Kulturlandschaft der Prioler Wiesen,

Die Pension »Briol« beeindruckt durch Sachlichkeit und natürliche Materialien.

die sich wie ein Balkon über dem Eisacktal ausbreiten und die Besucher verzaubern, die abseits vom Lärm und der Unruhe des Tales die Schönheiten der Natur und den großartigen Ausblick auf die Dolomiten genießen. Und inmitten dieses bestehenden Paradieses steht plötzlich ein Haus, perfekt hineingesetzt in eine wunderbare Landschaft und auf sie Rücksicht nehmend, ohne seinen selbstständigen Charakter einzubüßen. »Es ist ein unglaublich spannender Kontrast, den das Bauwerk mit der Natur bildet, und gleichzeitig eine perfekte Symbiose«, sagt Franz Caramelle, Jurymitglied und ehemaliger Landeskonservator von Tirol über das »Briol«.

Neue Sachlichkeit 1928 modernisierte der Eigentümer des »Briol«, der Innsbrucker Maler und Architekt Hubert Lanzinger, die Pension nach den Prinzipien der neuen Sachlichkeit. Satteldach und Erker wichen einem schlichten Pultdach und einer nüchternen Fassade mit einer erhöhten Stirnmauer. Dadurch enstand eine horizontale Attika, die dem Gebäude eine kubische Wirkung

verleiht. Die Treppe in der Mitte der Längsachse wird durch ein Oberlicht erhellt. Das vorherrschende Material der Ausstattung ist Holz, welches Wärme ausstrahlt. Die Einrichtung ist schlicht und funktional.

Schlichtheit erhalten Bis heute ist die Pension im Detail unverändert geblieben. Dies ist nicht zuletzt der Familie von Klebelsberg zu verdanken, die – mit Sinn für Tradition und Qualität – sich gegen den Bau von einem klassischen Wellness-Hotel an einem so malerischen Ort entschieden hat. Nicht Urlaubsstress mit Sport- und Wellnessprogramm wird der Gast hier finden, sondern Ruhe, Natur, ein ausgezeichnetes gastronomisches Angebot und eine unvergleichliche Atmosphäre für Kenner und Genießer. »Die universelle Harmonie von Haus und Umgebung spiegelt sich bis zur Vollendung auch im Inneren wider, wo in bester Bauhausmanier ein Gesamtkunstwerk geschaffen wurde und vom Geschirr über die Einrichtung bis zur Farbgebung alles aufeinander abgestimmt ist«, bekräftigt Jurymitglied Franz Caramelle.


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»Der historische Gastbetrieb des Jahres 2012« – besondere Auszeichnung vergeben

Wirtshaus »Vögele« ausgezeichnet Das »Vögele« in Bozen beweist, dass alte Bausubstanz und neue Einrichtung kein Widerspruch sein müssen. Im Rahmen des Wettbewerbs »Der historische Gastbetrieb des Jahres« wurde heuer auch »Die besondere Anerkennung 2012« vergeben. Ausgezeichnet wurde das Wirtshaus »Roter Adler« in Bozen, besser bekannt als »Vögele«. Die Auszeichnung wurde »in Anerkennung des besonders sorgsamen Umganges mit wertvollen Bauwerken bei gleichzeitiger Bewahrung der historischen Authentizität« vergeben. Das Wirtshaus »Vögele« wird seit 1988 von Birgit und Willy Alber mit großem Engagement geführt. »Betritt man das Haus, steht man in einem kleinen Raum, dessen Gewölbe und dicke Mauern sofort das Flair eines alten Stadthauses vermitteln. Außerhalb der Stoßzeiten, wenn das Lokal nicht zur Gänze mit Gästen gefüllt ist, nimmt man die sorgfältig gestaltete Theke aus Holz, den eleganten Steinboden und die gediegene Einrichtung wahr. Die Einbauten, für die Wiedereröffnung des Betriebes 1988 angeschafft, beweisen, dass alte Bauten und neue

Der Mittelpunkt des »Vögele« in Bozen, die gemütliche Goethestube.

Einrichtung keinen Widerspruch darstellen, sofern Qualität und Sensibilität stimmen. Die größte Überraschung stellt sich aber ein, wenn man von der Bar in die daneben liegende Gaststube wechselt. In dem nach rückwärts schmäler werdenden Raum fühlt man sich schlagartig in die Vergangenheit zurückversetzt«, beschreibt Helmut Stampfer, der ehemalige Landeskonservator, das traditionsreiche Wirtshaus.

Die Goethestube Als die Bozner Stadtverwaltung 1901 die Straße, an der das Wirtshaus liegt, von Predigergasse in Goethestraße umbenannte, erkann-

te der damalige Wirt Alois Kamaun die Gunst der Stunde. Er gestaltete das Wirtshaus in »altdeutschem« Stil aus und gab ein Bild des jungen Goethe in Auftrag, das den Gästen vermitteln sollte, schon Goethe könne in dieser Stube auf seiner Italienreise gezecht haben. Die Erwartungen des findigen Wirtes an den Aufschwung des Fremdenverkehrs dürften in Erfüllung gegangen sein. Der Werbeeffekt des bei einem Glas Wein sitzenden und auf die Gäste herunterblickenden Dichterfürsten ließ nicht lange auf sich warten. Schon bald wurde in den Reiseführern die »Goethestube« im »Roten Adler« zu Bozen eigens er-

Während andere schlafen, sind wir für Sie da. 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr!

wähnt und auf Ansichtskarten festgehalten. Als die Faschisten den Namen, der an das Tiroler Wappen erinnert, verboten, kam die Bezeichnung »Vögele« auf.

Neue Gasträume Nur der Blick zurück wird dem Lokal aber nicht gerecht. Würden Service sowie Qualität der Getränke und Speisen nicht stimmen, so vermöchte auch die schönste Raumgestaltung nicht zu überzeugen. So fügt sich aber alles, auch die gelungene neue Beleuchtung, zum ausgeprägten Charme des Lokals. Als sich Karl Kamaun, »Vögele«-Wirt und Maler ab 1959, zu Beginn der 80er-

Jahre aus Altersgründen auf den Ritten zurückzog, schien die Zukunft des Gastbetriebes ungewiss. Seine Töchter bewiesen allerdings Sensibilität und ließen die einzigartige Erbmasse, in der die Lage des Hauses, die Ausstattung der Räume und die Tradition der Gaststätte zusammenflossen, nicht lange brachliegen. 1988 wurde der Gastbetrieb ohne Zimmer wieder eröffnet und erfreute sich sofort regen Zuspruchs, sei es vonseiten der Bozner als auch fremder Gäste. Mitte der 90er-Jahre wurden in den Zimmern des ersten Stockes zusätzliche Gasträume eröffnet, denen die Möbel und Bilder einen besonderen Charme verleihen. Dass sogar auf dem kleinen Treppenpodest vor dem Hausgang noch ein zusätzlicher Tisch Platz gefunden hat, beweist die Tüchtigkeit der Pächterfamilie Alber ebenso wie die Beliebtheit des Lokals. Schließlich wurden auch im zweiten Stock noch zwei Räume aus ehemaligen Zimmern hinzugewonnen. Die 2001 erfolgte Verlegung der Küche in den ersten Stock stellte eine wesentliche Verbesserung in funktionaler Hinsicht dar, die Restaurierung der Bilder von Albert Stolz 2008 hat den kulturellen Wert des Hauses gesichert.

Beim 7-TagePlus-Hotel-Support stehen unsere Mitarbeiter für Sie jeden Tag, und somit auch am Wochenende zur Verfügung: von 07.00 Uhr Morgens bis 22.00 Uhr Abends. Durch den 7-TagePlus-Hotel-Support brauchen Sie keine Bange mehr vor turbulenten arbeitsreichen Wochen und Wochenenden haben. Denn wenn mal was passiert – Kontakt genügt – und wir sind stets in Ihrer Nähe. Information und Anfrage: www.hotel-solutions.it/7-Tage.

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Quästur informierte Lokalbetreiber

Die Fachgruppe der Diskothekenbetreiber im HGV bei der Versammlung (rechts: Vorsitzender Bartl Thaler).

Neuerungen bei Personal für Kontrolldienste Den Diskothekenbetreibern ist die Sicherheit ein großes Anliegen. Kürzlich organisierte die Quästur Bozen für die Mitglieder der Fachgruppe Diskothekenbetreiber im HGV eine Informationsveranstaltung zum Thema »Personal für Kontrolldienste«. Die geltende Regelung sieht vor, dass das Sicherheitspersonal – die sogenannten »buttafuori« - innerhalb 31. Dezember 2011 in ein eigenes Verzeichnis eingetragen werden muss, um ab 1. Januar 2012 die Tätigkeit weiterhin ausüben zu dürfen. Das Verzeichnis wird in der Quästur Bozen geführt. Voraussetzung für die Eintragung ist der Besuch eines Kurses, der neunzig Unterrichtsstunden umfasst. Eingetragen werden kann nur, wer strafrechtlich gesehen eine weitgehend »weiße Weste« hat. Aufgrund der Tatsache, dass der Bereich neu geregelt wurde und auch mit Aufschüben und Übergangsregelungen nicht gespart worden ist, gab es bei vielen Lokalbetreibern Unsicherheiten. Sie hatten einige offene Fragen zu dem zu Jahresende voraussichtlich definitiv in Kraft tretenden Gesetz zur Regelung des Personals für Kontrolldienste. Deshalb wurde ein Treffen organisiert, bei dem die zuständigen Vertreter der Quästur Bozen den anwesenden Lokalbetreibern die

Auflagen noch einmal im Detail vorgestellt haben. Bei der Veranstaltung ergab sich zudem für die Lokalbetreiber die Möglichkeit, offene Fragen rund um die mit dem Betreiben des Lokals unmittelbar in Zusammenhang stehenden Fragen der öffentlichen Sicherheit direkt mit den Behörden zu klären. Zur Sprache kamen dabei insbesondere die Themen Eintrittskontrolle, Lokalverbot, Zusammenarbeit mit den Ordnungshütern und Alkoholausschank. Dabei ist klar zum Ausdruck gekommen, dass die Ordnungshüter und die Lokalbetreiber im Grunde ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich die Gewährleistung von »sicheren« Unterhaltungsmöglichkeiten für alle.

Informationen Nähere Informationen zu den Bestimmungen über das Personal für Kontrolldienste erteilt die HGVRechtsabteilung unter Tel. 0471 317 760 oder mittels E-Mail an Recht@HGV.it. Nähere Infos zu den Kursen für das Personal für Kontrolldienste sind unter Tel. 0471 540 720 bzw. E-Mail an weiterbildung@berufs schule.bz (Kurse in deutscher Sprache) und Tel. 0471 414 438 bzw. E-Mail an die Adresse sicurezza.fp@ provincia.bz.it (Kurse in italienischer Sprache) erhältlich. dw

Kampf gegen unlautere Konkurrenz Jahresversammlung der Fachgruppe Diskothekenbetreiber Im November hat die Fachgruppe der Diskothekenbetreiber im HGV in der »Forst« in Algund ihre Jahresversammlung abgehalten. Bartl Thaler, der Vorsitzende der Fachgruppe, gab einen Rückblick über die Tätigkeiten im abgelaufenen Jahr und bedankte sich in diesem Zusammenhang beim HGV und bei den Abgeordneten in Rom für die gute Zusammenarbeit. Thaler informierte die Diskothekenbetreiber über die Einzahlungsmodalitäten des Entgelts für die Musikproduzenten (SCFGebühr) und bestärkte die Mitglieder im Kampf gegen die unlautere Konkurrenz, welche den Diskotheken in Form von »privaten« Partys und Festen das Leben schwermacht. »Diese Veranstaltungen von Privaten

werden von den Gemeinden allzu freizügig genehmigt und stellen für uns eine große Konkurrenz dar«, betonte Thaler. Während sich die Betreiber von Unterhaltungslokalen an eine Vielzahl von Bestimmungen bezüglich Öffnungszeiten, Lärmbelästigung, Fassungsvermögen, Hygiene, Sicherheit und Brandschutz, Urbanistik, behindertengerechtes Bauen, Enpals, u.v.m. halten müssen, werden von »privaten« Organisatoren Veranstaltungen abgehalten, ohne alle genannten Auflagen berücksichtigen zu müssen.

Ausbildungspflicht für Sicherheitspersonal David Winkler, Betreuer der Fachgruppe im HGV, informierte über die bevorstehende Ausbildungspflicht für das Sicherheitspersonal, welche stufenweise ab 1. Januar 2012 in Kraft tritt.

Die Kurspflicht gilt für alle Personen, die für Kontrolldienste bei Unterhaltungen und Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Orten oder in öffentlichen Betrieben zuständig sind. Ein weiteres Anliegen der Diskothekenbetreiber ist der Ausbau des Nightliner-Dienstes, welcher dazu beitragen soll, dass Nachtschwärmer die Möglichkeit haben, mit öffentlichen Verkehrsmitteln sicher nach Hause zu kommen. Ulrich Ladurner und Manuel Masl von der Aktivgruppe »Nachtverkehr« erläuterten den Anwesenden die zu Jahresende anstehenden Neuerungen des Fahrplanes und der Streckenführung. Ziel sei es, bis zum Jahr 2013 einen landesweiten Nachtbusdienst anzubieten. Für die verstärkte Bewerbung des Nightliner-Dienstes wurde eine engere Zusammenarbeit mit den Diskothekenbetreibern angeregt. dw

Nachtzug Rom-Bozen: Sen. Pinzger protestiert Seit über 20 Jahren Fitness und gesunder Lebensstil! Eine moderne Fitnessausstattung setzt Maßstäbe für Gäste bei der Hotelwahl und kann zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal werden, denn es zieht Gäste an, die Fitness und Gesundheit als Teil Ihres persönlichen Lebensstils verstehen. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne: Tel. +39 0473 641734, St. Martin in Passeier

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»Trenitalia will aus wirtschaftlichen Gründen die Nachtzugverbindung RomBozen zum Fahrplanwechsel im Dezember einstellen. Es kann nicht sein, dass zum wiederholten Male Südtirol, das bereits heute mit der Bahn schlecht und schwer zu erreichen ist, der Rationalisierungspolitik von Trenitalia zum Opfer fallen muss. Mit der Streichung des Nacht- bzw.

Autozuges wird nicht zuletzt auch der umweltfreundliche Tourismus in Südtirol erheblich eingeschränkt«. Das betont SVPSenator Manfred Pinzger, der in einem Schreiben an Trenitalia- Geschäftsführer Mauro Moretti und das Transportministerium gegen dieses Vorhaben protestiert. »Privat- und Geschäftsreisende sowie Touristen, die den Nachtzug

besonders in den Wintermonaten genutzt haben, um mit dem Autozug zum Wintersport nach Südtirol zu fahren, werden so ins Flugzeug oder Auto gezwungen«. Manfred Pinzger fordert die italienische Bahngesellschaft auf, ihre Planung für den neuen Winterfahrplan zu überprüfen und auch weiterhin ein regelmäßiges Nachtzugangebot nach Südtirol anzubieten.


Englischkurs in London STK/HGV-Sprachkurs vom 14. bis 21. März in London Die Kursteilnehmer verbessern ihre EnglischKenntnisse und erkunden London. Wo lernt man eine Sprache am besten? Natürlich dort, wo alle Menschen diese Sprache sprechen! Deshalb bieten die STK und der HGV im März wieder den beliebten Englischkurs in London an. In einer Woche verbessern die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer ihr Englisch, lernen die wichtigsten Redewendungen in englischer Sprache für ihre tägliche Arbeit im Gastbetrieb kennen und überwinden garantiert ihre

Hemmungen, englisch zu sprechen. Am Vormittag besuchen die Teilnehmer in Kleingruppen direkt im Hotel »Park Plaza Victoria« einen Sprachkurs mit Fokus auf Tourismus-Englisch, der von qualifizierten Fachkräften englischer Muttersprache geplant und durchgeführt wird. Am Nachmittag und Abend mischen sich die Kursteilnehmer dann unter die Leute: Bei einem abwechslungsreichen Kulturprogramm können sie ihre Sprachkenntnisse im lockeren Gespräch vertiefen und sie erkunden die Sehenswürdigkeiten Londons, unter anderem den Buckingham Palace, die Houses of

Infos zum Sprachkurs in London Titel: Englisch intensiv in London Referenten: qualifizierte Fachlehrer englischer Muttersprache, London Datum: Mittwoch, 14., bis Mittwoch, 21. März 2012 Ort: London STK-Gebühr: 1.564 Euro (+ 21% MwSt.) Reguläre Kursgebühr: 2.110 Euro (+ 21% MwSt.) Nähere Infos und Anmeldung bei der Abteilung Weiterbildung im HGV, Tel. 0471 317 790. Für den Sprachkurs sind Englisch-Grundkenntnisse erforderlich!

Parliament, den Big Ben, Westminster Abbey, die St. Paul’s Kathedrale und den Tower of London. In den gläsernen Gondeln des Riesenrades »London Eye« können die Teilnehmer die Hauptstadt Großbritanniens aus der Vogelperspektive kennen lernen. Verschiedene Museen wie das Natural History Museum, die National Gallery und das Tate Modern werden besichtigt, und als weitere Highlights der Sprachreise stehen das Musicals »The Lion King« und ein Bummel durch den einzigartigen Markt in der Portobello Street in Notting Hill auf dem Programm. Zudem haben die Teilnehmer die einmalige Möglichkeit, in den besten Hotels und Restaurants Londons einzukehren und mit Inhabern und Geschäftsführern interessante Gespräche zu führen. Eingekehrt wird unter anderem im »The Soho Hotel«, im französischen Restaurant »L’Escargot«, im »The Lanesborough«, im »The Ritz Hotel« und im ehemaligen Wasserkraftwerk »The Wapping Project«, wo das Abschlussessen genossen wird.

Lehrgang für Baristen STK/HGV-Lehrgang im Januar in Bozen In diesem Kurs eignen sich Interessierte alles Wichtige für die Arbeit hinter der Theke an. Während sich die Gäste in einer Bar um den letzten Platz raufen und dichtgedrängt am Tresen stehen, herrscht in der Bar nebenan gähnende Leere. Dieses Phänomen kann man immer wieder beobachten, auch in Südtirol. Aber nach welchen Kriterien suchen die Gäste eine Bar aus? Wer bzw. was entscheidet darüber, ob ein Lokal »in« ist oder nicht? Eine große Rolle dabei spielt die Person, die hinter dem Tresen steht. Die Baristin bzw. der Barist sorgt für gute Stimmung

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WEITERBILDUNG

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und vor allem für gute Getränke. Die Gäste erwarten sich einen flotten, aufmerksamen Service und sie legen großen Wert auf fachmännische Beratung und auf die »richtige« Getränkeempfehlung. Im Januar bie-

ten die STK und der HGV einen interessanten Lehrgang an, in dem Christian Gruber, Barchef in der Cocktail Bar »Grifoncino« in Bozen, die angehenden Baristen Schritt für Schritt in die Geheimnisse der Arbeit hinter der Bartheke einweiht.

Infos zum Lehrgang Titel: Lehrgang für Baristen Referent: Christian Gruber, Barchef in der Cocktail Bar »Grifoncino«, Bozen Datum: jeweils montags und dienstags, 16., 17., 23., 24., 30. und 31. Januar 2012 Dauer: jeweils von 14 Uhr bis 18 Uhr Ort: Cocktail Bar »Grifoncino«, Bozen STK-Gebühr: 115 Euro (+ 21% MwSt.) Reguläre Kursgebühr: 326 Euro (+ 21% MwSt.) Nähere Infos und Anmeldung zum Kurs bei der Abteilung Weiterbildung im HGV, Tel. 0471 317 790.

STK-HGV-Kurse und Seminare ■ Service und Getränke

Servicetraining für Einsteiger In diesem Kurs werden Einsteiger in die professionelle Arbeit im Service eingeweiht. Ort: Bozen Donnerstag, 22. Dezember 2011 ■ Wellness und Fitness

Einfach Wellness: Südtirol erleben In diesem Kurs erfahren Sie, wie Sie Ihren Gästen auch als kleiner Betrieb einen unvergesslichen Wohlfühlurlaub bieten können. Ort: Raas bei Natz/Schabs Freitag, 16. Dezember 2011

Nähere Infos und Anmeldung: Abteilung Weiterbildung im HGV, Tel. 0471 317 790, oder im Internet unter www.HGV.it.


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MÄRKTE & TRENDS

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Architektur: Tagung zum Thema »Kultur – Landschaft – Bauen«

Bauen ist ein dynamischer Prozess Die Belastbarkeit der Landschaft erkennen und die Balance zwischen Erhalten und Gestalten in der Architektur finden, dies sind die Anforderungen an Bauherrn und Planer. Im Rahmen der Fachmesse »Hotel« fand heuer auch eine Tagung zum Thema Hotelarchitektur im Alpenraum statt, bei der die Referenten über Sünden und Erfolge des Bauens sprachen. »Um die Authentizität Südtirols zu erhalten, ist es wichtig, wertvolle Bausubstanz wie z.B. alte Bauernhöfe, zu erhalten«, betonte Gernot Rössler, Präsident der Messe Bozen. Dieser Meinung ist auch HGV-Präsident Walter Meister. Er unterstrich die Bedeutung der traditionellen Umgebung Südtirols mit seinen kleinstrukturierten Betrieben für den Tourismus. Weiters gelte es laut Meister, die Balance zwischen Erhalten und Gestalten des Landschaftsbildes zu finden. Es brauche auch neue Strukturen, die allerdings mit Rücksicht auf das bestehende Landschaftsbild

Die Architektur im Alpenraum ist oft eine Gratwanderung zwischen Tradition und Moderne.

wortungsvolles Bauen, auch im Sinne der Landschaftsgestaltung, sensibilisiert und ausgebildet werden. Neben dem Bauherrn trage auch der Architekt große Verantwortung für die landschaftliche und kulturelle Einbindung eines Gebäudes, so der Architekt Alberto Cecchetto. Der Planer muss sich überlegen, wie er zwischen seinem Gebäude und der Umgebung eine stimmige Beziehung herstellen kann.

Integration gebaut werden sollen. In der Vergangenheit habe es dabei einige Sünden und Vergehen im Alpenraum gegeben, nicht nur im Bereich des Hotelbaus. Viele »Bausünden« seien Privatgebäude oder Gewerbebauten. Das Tourismus-Entwicklungs-Konzept des Landes (TEK) sieht 11.000 zusätzliche Betten für Südtirol vor, was der HGV-Präsident für untragbar hält. Es wäre besser, in Qualität anstatt in Quantität zu investieren.

Verantwortung Adriano Oggiano, Direktor der Abteilung Natur und Landschaft der Provinz

Bozen, betonte die Bedeutung der sozialen Verantwortung eines Betriebes. Diese erhöhe die Qualität eines Unternehmens und stärke das Vertrauen der Bevölkerung in ein Unternehmen. Der Kunsthistoriker Christoph Hölz kennt Bausünden und Bauerfolge aus allen Bereichen, im Hotelbau genauso wie beim Bau von Wirtschaftsgebäuden, Bauernhöfen, usw. Er forderte alle Institutionen und Verbände auf, ihre Mitglieder aufzuklären über Baustile, Bauweisen und Bausünden. Besonders die jungen Menschen müssten für nachhaltiges und verant-

Für Peter Kluska, Landschaftsarchitekt aus München, prägt nicht nur der Mensch die Landschaft, sondern die Landschaft auch den Menschen. Sie hat Einfluss auf die Kultur, die Sprache, die Traditionen, die Musik, usw. Die Landschaft sei nach Kluske vielerorts in Gefahr, nicht nur im Alpenraum. Sie sei in Gefahr durch Privatbauten, Gewerbe, Industrie, Energiegewinnung und auch durch den Tourismus. Dabei stelle sich die Frage, wie belastbar die Landschaft ist und wann die Balance kippt. Ist eine Landschaft aus der Balance, hat sie ihre Schönheit verlo-

ren und sie wird auch keine Touristen mehr anziehen. »Bauen ist ein dynamischer Prozess, der sich immer weiterentwickelt. Was einmal als schön empfunden wurde, ist heute hässlich und umgekehrt«, erklärte Kluska. Bauen sollte deshalb möglichst schrittweise erfolgen, mit Pausen zur Kontrolle, um Fehler zu entdecken und zu korrigieren. Neue Siedlungen und Gewerbegebiete werden oft in kürzester Zeit in die Landschaft gebaut, ohne dass sich jemand Gedanken darüber macht, wie man die Gebäude besser in die Umgebung integrieren kann. Diese Gebäude stören dann oft erheblich die Balance eines Landschaftsbildes. Der Architekt Andreas Gottlieb Hempel stellte schließlich gelungene Hotelprojekte aus Südtirol vor, die sich seiner Meinung nach besonders gut in die Umgebung integrieren und den Charakter der Region widerspiegeln. Am Ende der Tagung führte Hempel schließlich ein kurzes Gespräch mit dem Eigentümer des Naturhotels »Lüsnerhof«, Franz Hinteregger, der mit seinem Naturhotel ein Vorzeigeprojekt für Südtirol errichtet hat. mw

Gäste suchen verstärkt Extreme als Ausgleich Neue Trends für den Freizeitgenuss – gesellschaftliche Veränderungen bringen auch touristischen Wandel mit sich Tourismustrends gehen in entgegengesetzte Extreme über: von lebensbedrohlichen Grenzerfahrungen bis hin zu totaler Entschleunigung. Freizeitgenuss definiert sich zukünftig nicht mehr über freie Zeit, sondern über deren Lebensentwicklungspotenzial. Die neueste Studie des Zukunftsinstituts von Matthias Horx zeigt den Wandel der Genusskultur und – unter anderem – dessen Auswirkungen auf Ferien und Freizeit

auf. Laut einer aktuellen Umfrage des Reiseveranstalters TUI erleben 80 Prozent der Befragten ihre glücklichsten Momente bei Strandferien, denn diese vermitteln ihnen Freiheit und Leichtigkeit. In Zukunft, sagt Horx, werden Strandferien nur noch Zwischenstopp sein auf der Suche nach dem wahren Erlebnis: dem Erleben der Naturgewalten. Denn die gewaltige Macht und die atemberaubende Schönheit der Natur ließen alltägliche Probleme kleiner erscheinen. Die Suche nach Ursprünglichem locke den Reisenden weg vom Luxushotel in die Wildnis. Alternative

Übernachtungsmöglichkeiten kommen heute schon diesem Bedürfnis entgegen. In Frankreich laden in Bäumen hängende Holzkonstruktionen zum Nächtigen ein. In Schweden kann der Reisende Suiten auch in Baumwipfeln buchen. Wüste statt Wald erlebt er in Luxuszelten in Australien, Hyänen- und Löwengebrüll im sicheren Luxus-Zeltlager des Airport-Hotels Nairobi.

Grenzerfahrungen und Langsamkeit Auf Pocketvillage, einer Plattform für außerordentliche Reisen, kann man Ferien buchen, die das

Leben verändern sollen. Einige Erlebnisse dauern nur ein paar Stunden – etwa die marokkanische TajineKochschule. In der Schweiz kann man nach authentischen, alten Rezepten kochen. Gefragt sind auch Extremsituationen. Bungeejumping war früher, »unsi-chere« Orte und Länder sind es heute. Dieser Risikound Grenzgebietstourismus führe die Reisenden an ihre eigenen Grenzen und erweitere ihren Blick für Neues. Die Gegenentwicklung der heutigen Digitalwelt führt zu einem weiteren Trend: der Suche nach Ruhe. In der sich rasant wandelnden Gesellschaft

müsse der Umgang mit Zeit neu erlernt werden. Etwa Zeit mit Nichtstun statt mit Aktivität zu füllen, die eigenen Schubladen durchzukämmen statt die Weiten des Internets. Dabei gehe es weniger um Stille als um eine Lebenshaltung.

Einfachheit Gefragt ist wieder der ursprüngliche Lebensstil, wie ihn Großmutter pflegte. Die neuen touristischen Idealziele sind möglichst schlicht und einfach. Gesucht wird die ursprüngliche Natur. Hier haben ländliche Regionen wieder ihre Chancen. Quelle: htr


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MÄRKTE & TRENDS

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Herausforderung »KlimaHotel« Ein Qualitätssiegel für nachhaltigen Tourismus – Zielsetzungen und Kriterien »KlimaHotel« steht für mehr Transparenz und Komfort für Gastgeber und Gäste und bringt somit auch einen Mehrwert für die Vermarktung. Die Marke »KlimaHotel« ist ein Qualitätssiegel für einen nachhaltigen Tourismus und wurde von der KlimaHaus Agentur ins Leben gerufen. In groben Zügen lässt sich das Konzept mit den drei Bewertungssäulen Natur, Leben und Transparenz beschreiben. »Natur« steht dabei im Wesentlichen für die Energieeffizienz der Gebäudehülle und die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes nach KlimaHaus Standard B sowie für die Umweltverträglichkeit der

Die Familie Peintner und die Planer bei der Übergabe des Vorzertifikates zum KlimaHotel an das Hotel »Gitschberg« in Meransen.

verwendeten Baumaterialien. Auch das Wassermanagement wird in diesem Teil bewertet. »Leben« hingegen steht für das Wohlbefinden des Gastes, und zwar mittels der ›Bewertung‹ des Komforts, der Barrierefreiheit und der gebotenen

Die KlimaHausPlakette steht für Qualität und nachhaltiges Bauen.

Sicherheit in allen Lebenslagen. Unter diesen Aspekt fallen auch die Bewertung der Qualität des Innen- und Lebensraumes sowie der Landschaft und deren Merkmale, die allgemein das Wohlbefinden des Gastes positiv beeinflussen. Das Bewertungskriterium »Kultur« befasst sich unter dem Aspekt »Leben« mit den entsprechenden Maßnahmen zur Stärkung der Authentizität und der Verwendung lokaler Produkte. Das Kriterium »Transparenz« bewertet zum einen die Konstruktion und den Unterhalt, um eine Kontrolle und Transparenz der Investitionskosten bereits in der Planungsphase zu gewährleisten. Zum anderen werden aber auch indirekte

Faktoren, wie beispielsweise Fragen nach der Langlebigkeit der Konstruktion oder die Organisation der geplanten betriebsinternen Abläufe, bewertet. Schlussendlich geht es auch um die Kommunikation von Nachhaltigkeit, sei es gegenüber dem Mitarbeiter als auch gegenüber dem Gast.

Gütesiegel Für den Bauherrn sind die drei Säulen »Natur«, »Leben« und »Transparenz« Garanten für Qualität, umweltverträgliches Bauen und Transparenz der Investitionskosten. Gemeinsam tragen sie zu einem Mehrwert in der Vermarktung bei. »Für den Gast ergeben sich ein höherer Komfort

und eine Transparenz von Service und Qualität. Für den Planer sind es letztendlich Leitlinien für eine nachhaltige Planung«, ist Geometer Michael Pichler von der Abteilung Unternehmensberatung/Baucontrolling im HGV überzeugt. Die Zertifizierung zum »KlimaHotel« erfolgt durch die KlimaHaus Agentur, wobei es grundsätzlich drei Stufen gibt, die Vor-Zertifizierung, die Zertifizierung und gegebenenfalls die ReZertifizierung. In Südtirol sind derzeit folgende Beherbergungsbetriebe als »KlimaHotels« gelistet: – »theiner's garten Bio Vitalhotel«, Gargazon, zertifiziert; – Hotel »vigilius mountain resort«, Vigiljoch, zertifiziert; – Hotel »Pfösl«, Deutschnofen, vorzertifiziert; – Hotel »Gitschberg«, Meransen, vorzertifiziert. Wie bereits in der letzten Ausgabe der »HGV-Zeitung« berichtet, wurden der Umbau des Hotels »Gitschberg« in Meransen und die Ausrichtung zum »KlimaHotel« von der HGV-Unternehmensberatung begleitet. Genauere Informationen zum »KlimaHotel« erteilt gerne die HGV-Unternehmensberatung (Geom. Michael Pichler) in Bozen unter Tel. 0471 317 780, E-Mail baucontrolling@HGV.it.

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MÄRKTE & TRENDS

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So werden Sie vom Gast gefunden! Daten in Navigationsgeräten und »Google Maps« – Gastwirte können Verbesserungen vornehmen Viele Gäste reisen mit Hilfe des Navigationsgerätes an ihr Urlaubsziel. Die Fahrt dorthin kann der Gastgeber optimieren. Sie sind zum treuen Begleiter fast aller Reisenden geworden und nur wenige Autofahrer, die sich auf den Weg in den Urlaub machen oder sonst eine längere Fahrt antreten, kommen noch ohne sie aus. Die Rede ist von den Navigationsgeräten. Sie zeigen einem den schnellsten, kostengünstigsten oder oft auch den schönsten Weg ans Urlaubsziel. So mancher Autofahrer verlässt sich auf der Straße blind auf seinen digitalen Helfer, und der Ärger ist groß, wenn uns die nette Stimme aus dem Computer nicht ans gewünschte Ziel, sondern in eine Einbahnstraße oder an den völlig falschen Punkt leitet. Grund dafür ist meistens, dass die Karten, die den Herstellern von Navigationsgeräten zur Verfügung stehen, zu ungenau sind.

Die Daten können auf »Mapinsight« schnell und einfach aufgegeben werden.

Viele Ziele können auf der Karte nicht gefunden werden oder werden falsch angesteuert. So passiert es, dass manche Gäste das von ihnen gesuchte Hotel oder Restaurant nicht finden können. Viele wissen nicht, dass es eine Möglichkeit für jeden Einzelnen gibt, zur Verbesserung der Karten beizutragen. Auf speziellen Internetseiten hat jeder die Möglichkeit, sein Hotel oder Restaurant auf der Karte richtig zu positionieren, damit die Anfahrt für Gäste einfacher wird. Auch Einbahnstraßen können ein-

gezeichnet oder gesperrte Straßen signalisiert werden, damit kein Gast mehr in die Irre geleitet wird.

Möglichkeiten zur Verbesserung Folgendes können Sie tun, damit Sie von Ihrem Gast und dessen Navigationsgerät schneller gefunden werden: 1. Tragen Sie Ihren Betrieb in »Google Maps« ein. Die meisten Benutzer, die im Internet einen Betrieb suchen, verwenden die Karten von »Google«, da dort eine einfache Suche

möglich ist. Auch viele der Smartphones greifen auf diese Karten zurück, weshalb sich der kostenlose Eintrag lohnt. Gehen Sie dafür auf die Startseite von »Google Maps« und dann auf den Punkt »Tragen Sie Ihr Unternehmen bei Google Maps ein«. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, Ihren Betrieb auf der Karte zu markieren. Weiters können Sie auch eine Beschreibung und wichtige Kontaktdaten einfügen, was zusätzliche Vorteile bringt. 2. Legen Sie den Standpunkt Ihres Unternehmens auf den Karten der Naviga-

tionsgeräte fest. Nur zwei Firmen stellen Karten für Navis her: das niederländische Unternehmen »Teleatlas« (gehört mehrheitlich zum Navigationsgeräte-Hersteller »TomTom«) und der US-Betrieb »Navteq« (die meisten fest eingebauten Navis verwenden diese Karten, aber auch Hersteller wie »Becker«, »Navigon« oder »Nokia«). Beide Hersteller verfügen über Websites, auf denen man den Standort des eigenen Betriebs markieren kann. Nach einer Überprüfung seitens der Kartenhersteller werden die Änderungen dann für die neueste Version übernommen und sind nach der Aktualisierung auf dem Navigationsgerät verfügbar. Auf folgenden Internetseiten können Sie Ihren Standpunkt festsetzen und Änderungen übermitteln: – mapinsight.teleatlas.com – www.mapreporter.navteq. com Probieren Sie es aus und tragen Sie Ihren Betrieb auf den digitalen Karten ein, damit Sie von Ihren Gästen schnellstmöglich gefunden werden! sg

Servicequalität ständig auf dem Prüfstand Zita Langenstein referierte bei der HGV-Gastronomie-Fachtagung über Qualität im Service Die Mitarbeiter sollen die Wünsche der Gäste mit Leidenschaft erfüllen. »Servicequalität ist, wenn das Gewöhnliche außergewöhnlich gut gemacht wird«. So definierte Zita Langenstein, Leiterin der Abteilung Weiterbildung von »Gastro Suisse« und diplomierter Butler aus der Schweiz, bei der heurigen HGV-Gastronomie-Fachtagung den Begriff Servicequalität. Bei der Tagung, die im Rahmen der Fachmesse »Hotel« stattgefunden hat, referierte Zita Langenstein zum Thema »Herzlichkeit, Gastlichkeit und Servicequalität – Erwartungen der

Gäste – Anforderungen an die Gastwirte und an die Mitarbeiter«. Zu Beginn des Referates sprach Langenstein über die drei Dimensionen der Servicequalität: Die Gäste erleben die Servicequalität, die Mitarbeiter machen die Servicequalität und das Management bzw. die Leitung steuert die Servicequalität. Für die Mitarbeiter in gastgewerblichen Betrieben sei die Servicequalität eine immer größer werdende Herausforderung. »Die Gäste haben immer mehr Erfahrung, sie werden immer kritischer und haben sehr hohe Erwartungen«, betonte Langenstein. Die Servicekette Ferienerlebnis von der Anfrage bis zur Abreise sei ein sehr langer Prozess, bei dem die Quali-

tät des Gebotenen immer wieder aufs Neue bewertet und auf die Probe gestellt wird. Wie man die Gäste trotz hoher Erwartungen zufriedenstellen bzw. begeistern kann, zeigte die Referentin anhand der »Hierarchie der Gästeerwartungen«. Auf jeden Fall müsse der Grundnutzen und das, was sich der Gast erwartet, erfüllt werden. Wenn es zusätzlich gelingt, Erwünschtes, also das, was der Gast nicht als selbstverständlich voraussetzt, aber als angenehm empfinden würde, zu bieten, so sei man auf dem besten Weg, um den Gast für sich zu gewinnen. Und zum guten Schluss: Wer seinen Gästen etwas völlig Unerwartetes bietet, das sie wirklich begeistert, dem ist

das Höchstmaß an Gäste zufriedenheit sicher. Die Mitarbeiter haben nach Langenstein die Aufgabe, die Bedürfnisse der Gäste zu erkennen, Engagement zu zeigen und Emotionen zu wecken. »Servicequalität bieten ist Höchstarbeit«, sagte die Expertin in diesem Zusammenhang und wünschte sich von den Mitarbeitern, dass sie die Wünsche der Gäste mit viel Leidenschaft erfüllen.

Aufgaben für Vorgesetzte Und wie können die Vorgesetzten die Servicequalität positiv beeinflussen? »Sie müssen die Gästeerwartungen und die Mitarbeitererwartungen kennen und Zufriedenheit errei-

chen, im Team arbeiten, mit Partnerbetrieben zusammenarbeiten, die Mitarbeiter motivieren und allgemein die Mitarbeiter fördern und fordern«, zählte Langenstein die Anforderungen an Vorgesetzte auf. In diesem Zusammenhang kam die Referentin auch auf das Thema Beschwerdemanagement zu sprechen und gab den Gastwirtinnen und Gastwirten einige nützliche Ratschläge dazu. Mit einem Zitat von Hansruedi Müller schloss Langenstein bei der HGVGastronomie-Fachtagung ihr Plädoyer für einen hochwertigen Service ab: »Die Frage darf nicht lauten, was Servicequalität kostet, sondern was es kostet, die Pflege der Servicequalität zu vernachlässigen«. sm


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Skifahrer werden dringend gesucht! Die Skibranche steht vor großen Herausforderungen – eine Analyse Die Skibranche und der Wintertourismus müssen sich zunehmend um ihren Wertschöpfungsanteil sorgen. Wenn eine trockene Witterung den Beginn der Wintersaison unsicher macht, dann macht dies die Hoteliers, die Skihersteller und die Betreiber von Aufstiegsanlagen zunehmend nervöser. Alle Branchen, die mit dem Wintertourismus in den Alpenregionen zu tun haben, tragen zu einem erheblichen Teil zum Bruttoinlandsprodukt bei. In Österreich trägt der Wintertourismus etwa rund 15 Prozent zum BIP bei und stellt rund 570.000 Vollzeitarbeitsplätze zur Verfügung. Das Interesse am Skiurlaub hat jedoch nachgelassen. Skihersteller mussten in den zurückliegenden Jahren starke Einbußen

hinnehmen. Anfang der neunziger Jahre sind weltweit rund acht Millionen Paar Alpin-Ski in der Saison verkauft worden. In der bevorstehenden Saison dürften es dreieinhalb Millionen werden.

Weniger Skifahrer Probleme bereitet den Skiherstellern weiters der schrumpfende Anteil an Alpinskifahrern. Laut Umfragen fahren etwa zwei Drittel aller Österreicher überhaupt nie Ski. »Das ist sehr viel für den angeblichen Volkssport Nummer eins«, lässt sich Rainer Zellmann, Leiter des Instituts für Freizeitforschung in Wien, zitieren. Mitte der neunziger Jahre waren nur 42 Prozent Nichtskifahrer. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch in Deutschland. Nur noch fünf Prozent der Deutschen geben an, regelmäßig Ski zu fahren, also

Nur das

Die Wintersportler müssen immer stärker umworben werden. Foto: SMG/Blickle

im Winter einmal wöchentlich. Anfang der neunziger Jahre waren es dreimal so viele. Die Gründe dafür sind vielfältiger Art. Zum einen

Beste

haben die Skigebiete versucht, die Pisten schneesicher zu machen und sichern mit dem künstlich erzeugten Schnee die Abfahrtspisten vom Saisonauftakt bis Ostern. Das kostet Geld, welches der Kunde mit teureren Liftkarten bezahlt. Zudem haben sich auch die Übernachtungspreise und die Skiausrüstung verteuert. Als zentraler Grund, welcher allmählich ins Bewusstsein rückt, gilt jedoch der fehlende Nachwuchs im Wintertourismus. Der Skisport hat, zumindest in Österreich, eine ganze Generation verloren, weil in den neunziger Jahren die vormals verpflichtenden Schulskikurse abgeschafft wurden. So haben viele in der Altersgruppe unter 40 Jahren gar nicht Skifahren gelernt. Diese Generation ist für den Skisport verloren. Zudem wird die Zahl der deutschen Touristen im-

mer kleiner. In Österreich entfällt ein gutes Drittel der Übernachtungen auf die Nachbarn. In Südtirol ergibt sich folgendes Bild: 39,3 Prozent der Nächtigungen im Winter werden von deutschen Gästen getätigt (Winter 2009/10). Im Winter 2006/07 lag dieser Anteil bei 42,7 Prozent. Die italienischen Gäste sorgten in Winter 2009/10 für 40 Prozent der Gesamtnächtigungen, im Winterhalbjahr 2006/07 waren es 41,3 Prozent. Insgesamt konnte Südtirol jedoch die Gästenächtigungen im Winter von 2006 bis 2009/2010 steigern, von 10,21 Millionen auf 11,23 Millionen. Hoffnungen setzen die Tourismusunternehmer der alpinen Regionen zunehmend auf die Osteuropäer. Seit dem Fall des Eisernen Vorhanges steigt die Zahl der Touristen aus dem ehemaligen Ostblock von Jahr zu Jahr.

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BEZIRKE

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Wirtesenioren besuchten das Pustertal Tagesausflug der Gastwirtesenioren des HGV-Bezirks Bozen und Umgebung BOZEN

Die Tagesfahrt bot eine gute Gelegenheit zum Austausch unter Kollegen. Die Gastwirtesenioren des HGV-Bezirks Bozen und Umgebung haben heuer erstmals gemeinsam einen Tagesausflug unternommen. Ziel des Ausfluges war das Pustertal. 65 Teilnehmer aus 15 HGV-Ortsgruppen des Bezirkes haben zunächst das neue Messner Mountain Museum »RIPA« auf Schloss Bruneck besichtigt. Im Museum werden Kultur, Religion und Lebensweise von Bergvölkern aus Asien, Afrika, Südamerika und Europa vorgestellt. Auch der Turm des Schlosses, von dem aus man einen schönen Blick über die Stadt Bru-

Die HGV-Senioren mit HGV-Bezirksobmann Gottfried Schgaguler und HGV-Vizedirektorin Ester Demetz, welche die Senioren begleitet haben. neck und die umliegenden Dörfer genießt, wurde besichtigt. Weiter ging es

dann in Richtung Ahrntal. Auf der Fahrt dorthin gewährte Toni Innerhofer,

ehemaliger Bürgermeister von Sand in Taufers und selbst Gastwirt, den Teil-

nehmern interessante Einblicke in die Geschichte und die Entwicklung des Tales. Auch ein Abstecher zu den bekannten Reinbachwasserfällen mit kurzem Spaziergang durfte natürlich nicht fehlen. Im Kräuterrestaurant »Arcana« im Naturhotel »Moosmair« in Ahornach genossen die Gastwirtinnen und Gastwirte ein köstliches Mittagessen. Auf der Rückfahrt besichtigte die Gruppe das Museum in der »Lodenwelt« in Vintl, wo die Gastwirtesenioren einen Einblick in die Produktion des bekannten und beliebten Lodenstoffs bekamen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Seniorenausflug ab 2012 auch im Bezirk Bozen und Umgebung jährlich stattfinden soll, stellt er doch eine tolle Gelegenheit des Austauschs unter Kollegen dar. de

HGV für Ausbau Vinschger Straße: Engstellen vermeiden SCHLANDERS

Die Verkehrssituation im Vinschgau beschäftigte den HGVGebietsausschuss bei seinem letzten Treffen.

Restaurant »Grissino« in Bozen eingeweiht Nach einer zwölfwöchigen Einarbeitungsphase luden die Betreiber des Restaurants »Grissino« in Bozen zur offiziellen Einweihung des Lokals. Bereits im August hatte das Lokal im Cineplexx-Gebäude seine Tore geöffnet. Seither verwöhnen Familie Xia und ihr Team die Gäste mit asiatischen Spezialitäten, Sushi und Pizza. »Nachdem wir bereits in Brixen sehr gute Erfahrungen gemacht haben, freut es mich, nun auch in

Bozen ein Lokal zu eröffnen«, freut sich Markus Huber, der das Lokal zusammen mit Familie Xia betreibt. Die Glückwüsche des HGV überbrachten Präsident Walter Meister, Direktor Thomas Gruber und Vizepräsident Helmut Tauber. Von links: HGV-Präsident Walter Meister, Renate Huber, HGV-Vizepräsident Helmut Tauber, Markus Huber und HGV-Direktor Thomas Gruber.

Der Ausschuss des HGVGebiets Vinschgau hat sich bei seiner letzten Sitzung einstimmig für den Ausbau der Vinschger Straße ausgesprochen. Priorität solle dabei die Realisierung der schon längst geforderten Umfahrung von Kastelbell und Tschars haben. Gerade die Engstelle bei Schloss Kastelbell berge zum einen ein hohes Unfallgefahrenpotenzial und sei zum anderen auch ein Nadelöhr, das in verkehrsintensiven Zeiten lange Staus verursacht, betonten die Vinschger HGV-Funktionäre. Gebietsobmann Karl Pfitscher ersuchte die Landesregierung, dieses Vorhaben in der Budgetplanung für öffentliche Arbeiten der

nächsten Jahre zu berücksichtigen. Der HGV-Gebietsausschuss sprach sich aber auch klar für die Verwirklichung des ersten Bauloses der Umfahrung bei Forst aus. Durch den Bau der Tunnels auf der Strecke Forst-Töll sei es gelungen, die Verkehrssicherheit zu steigern und für einen flüssigen Verkehr zu sorgen. Durch den Ausbau der Straße sei die ehemals berüchtigte Unfall- und Gefahrenstrecke Forst-Töll vollständig entschärft worden. Seither habe es keinen tödlichen Verkehrsunfall auf diesem Straßenabschnitt gegeben, wurde betont. »Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer muss uns wichtiger sein als die in manchen Statistiken zitierte leichte Zunahme des Verkehrs«, betonte Pfitscher. Der Ausbau der Vinschgauer Straße soll auch forciert werden, um den Tagestourismus in den Vinschgau und vom Vinschgau in Richtung Burggrafenamt zu fördern. hr


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BEZIRKE

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Neustart im Vinschgau Kompetenzzentrum im Aufbau SCHLANDERS

Das touristische Vinschgau wird mit Jahresbeginn seine Kompetenzen und Stärken optimaler bündeln.

Faszinierende Herbstreise des Bezirkes Eisacktal Die weltberühmten Teeplantagen Sri Lankas auf über 2000m Höhe waren nur ein Höhepunkt der diesjährigen Herbstreise des HGV-Bezirkes Eisacktal. Die knapp 40 Teilnehmer der Gruppe entdeckten die ganze Vielfalt des mittlerweile befriedeten Landes im indischen Ozean mit seinem Reichtum an kulturellen Schätzen und seiner faszinierenden Flora & Fauna. Im Anschluss genoss die Gruppe erholsame Strandtage auf den Malediven unter blauem Himmel, an wei-

ßen Stränden und im kristallklaren Wasser. Bevor es nach Hause ging, stand noch Abu Dhabi mit seiner gewaltigen Moschee und der F1 Rennstrecke auf dem Programm. Ein weiterer Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss der Reise war die Auffahrt auf den »Burj Khalifa«, das mit 818m höchste Gebäude der Welt. Eine Reise voller exotischer Entdeckungen und Erlebnissen, die sicher allen Teilnehmern lange in guter Erinnerung bleiben wird. Im Foto die Reisegruppe.

Nach intensiven Vorarbeiten, Aussprachen mit den Politikern auf Gemeindeebene und mit Tourismuslandesrat Hans Berger, Abstimmungen in den sieben Tourismusvereinen des Vinschgaues und zahlreichen Treffen der Arbeitsgruppe »Der Vinschger Weg« wird es nun konkret. Die Arbeitsgruppe hat unter der Leitung des Malser Bürgermeisters Ulrich Veith ein umfangreiches Konzept erarbeitet, welches einen Neustart der Ferienregion Vinschgau ermöglichen wird.

Geschäftsführung

Hotel »Gitschberg« in Meransen eingeweiht Das in kurzer Bauzeit erweiterte und umgebaute Hotel »Gitschberg« in Meransen ist Ende Oktober feierlich eröffnet worden. Die Wirtefamilie Peintner lud dazu neben den Handwerkern zahlreiche Freunde und Gäste ein. In ihrer Dankesrede lobte die Wirtefamilie die Projektsteuerung, die Architekten, Firmen und Handwerker für die gute und angenehme Zusammenarbeit. Kathrin Oberleitner, Vizebürgermeistern der Gemeinde Mühlbach, überbrachte die Glückwünsche der Gemeindeverwaltung und gratulierte zum über-

aus gelungen Umbau des Hotels. Diesen Glückwünschen schloss sich auch Franz Stolz, Obmann der HGVOrtgruppe Mühlbach, an und unterstrich die Wichtigkeit solcher Investitionen für den Tourismus und das gesamte Gemeindegebiet. Seitens des HGV waren bei der Einweihungsfeier auch Projektmanager und Geometer Michael Pichler und Katrin Feichter, Mitarbeiter der Abt. Unternehmensberatung, anwesend. Im Foto: Fam. Peintner mit HGVOrtsobmann Franz Stolz bei der Überreichung des HGV-Präsents.

Fest steht auch die Geschäftsführung der neuen Ferienregion. Diese Position wird mit Jahresbeginn 2012 Kurt Sagmeister aus Mals wahrnehmen. Er wird ein vierköpfiges Team führen. Ulrich Veith dankte anlässlich der Vorstellung Sagmeisters auch Landesrat Hans Berger, der wesentlich zur Neuausrichtung der Ferienregion Vinschgau beigetragen hat. Landesrat Berger sprach der Arbeitsgruppe und den politischen Vertretern des Tales ein Kompliment dafür aus, dass das Projekt zeitgerecht zu einem guten Ende gebracht worden ist. Auch der scheidende Präsident des Tourismusverbandes Vinschgau und HGV-Gebietsobmann Karl Pfitscher sieht mit Optimismus in die Zukunft. Die Voraussetzungen für einen Neustart seien nun ge geben.

Das Konzept Im Mittelpunkt des neuen touristischen Konzeptes für den Vinschgau steht die

Schaffung eines neuen Kompetenzzentrums, das in Glurns angesiedelt wird. Auch damit wollen die Politiker und Touristiker des Tales einen Neustart signalisieren. Zu den Aufgaben des Kompetenzzentrums gehören eine stärkere Bündelung der Kräfte, mehr Kompetenz und Professionalität, mehr Netzwerkarbeit, mehr Kommunikation mit den Tourismusvereinen, mehr gemeinsame und regionale Produktentwicklung, mehr Auslastung und Wertschöpfung, die Stärkung der einzelnen Saisonen und nicht zuletzt eine Stärkung der Tourismusgesinnung im Vinschgau. Als zentrale Themen wurden definiert: »Bewegung und Naturerlebnis« sowie »Kultur und Genuss«. Das Kompetenzzentrum selbst beschäftigt sich mit dem strategischen Themenaufbau, mit der zentralen Marketingplanung, mit einem neuen und einheitlichen Markenauftritt und mit dem Erstellen gemeinsamer Werbemittel. Auch die Pressebetreuung, der gemeinsame Internetauftritt, die Organisation größerer Veranstaltungen mit Strahlkraft für das ganze Tal und die Zusammenarbeit mit der SMG, dem Tourismusverband Meraner Land und weiteren Partner gehören zum Aufgabenbereich des neuen Kompetenzzentrums. Die örtlichen Tourismusvereine werden sich im Wesentlichen um die Gästebetreuung vor Ort und um die Umsetzung von Angeboten vor Ort kümmern.

Gremien Der neuen Struktur steht eine Gesellschafterversammlung vor, die sich vorerst aus Vertretern der sieben Tourismusvereine zusammensetzt. Weiters sollen ein fünfköpfiger Verwaltungsrat und ein fünfköpfiger Beirat eingesetzt werden. Im Beirat wird der HGV mit einem Vertreter präsent sein. st


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BEZIRKE

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Profilierung »Tal der Wege« stärken Tourismusbetriebe im Eisacktal können sich an der Initiative »Mein Weg« beteiligen BRIXEN

Gastwirte können durch persönliche Wandertipps einen Mehrwert für Wandergäste schaffen und dadurch die Destination Eisacktal stärken. Mit dem Profil »Eisacktal – Tal der Wege« will die Ferienregion Eisacktal eine Positionierung innerhalb Südtirols erreichen, denn schließlich sind es die Wege, über welche das Tal und all seine Besonderheiten erlebt werden können. »Wichtig für den Erfolg einer Ferienregion ist die fortlaufende Kommunikation ihrer Kernkompetenz nach außen«, betont Thomas Plank, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Eisacktal. Vor fast genau einem Jahr stellte der Tourismus-

verband Eisacktal gemeinsam mit der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG) die Profilierung und Maßnahmen zur Umsetzung des Profils »Tal der Wege« vor. Seitdem wird konsequent an der Umsetzung gearbeitet. Ziel der Profilierung ist es, die Begehrtheit der Ferienregion Eisacktal zu stärken. Dazu ist es notwendig, das Thema »Tal der Wege« auf allen Ebenen mitzutragen. Die gastgewerblichen Betriebe des Eisacktals bekommen mit dem Projekt »Mein Weg« die Möglichkeit, sich aktiv in diese Entwicklung einzubringen und davon zu profitieren.

Die Initiative »Mein Weg« Täglich geben Gastwirte und Hoteliers persönliche Wanderempfehlungen an ihre Gäste weiter. Ebendiese persönlichen Tipps bil-

Daten und Toureninfos der gesamten Region kostenlos nutzen.

Mehrwert für Gäste

Die Destination Eisacktal soll als »Tal der Wege« in der Wahrnehmung des Gastes verankert werden. den den Kern für das Projekt »Mein Weg«. Auf einer digitalen Südtirol-Karte, die das gesamte Tourenangebot (Wandertouren, Radwege, Schneeschuhwanderungen, Klettertouren u.v.m.) der Ferienregion Eisacktal enthält, kann der Gastwirt sei-

nen persönlichen Wegetipp auswählen oder einzeichnen. Die gesamte SüdtirolKarte wird dann ohne großen Aufwand in die jeweilige Website der Tourismusbetriebe eingebunden. Der Gast kann so auf der Website des Betriebes GPS-

Mit diesem Zusatzangebot zielt der Gastwirt genau auf die Bedürfnisse der Wandergäste, die sich vermehrt von zuhause aus über das Tourenangebot am Urlaubsort informieren. Die Sichtbarkeit der Wege und die Beschreibung der Touren mittels digitaler Karte auf den Websites der Gastbetriebe geben der Profilierung »Tal der Wege« die nötige Kraft und Glaubwürdigkeit und heben die Ferienregion somit als attraktive Urlaubsdestination in den Alpen hervor. Alle Gastwirte, die an der Karte interessiert sind, können sich beim Tourismusverband Eisacktal unter Tel. 0472 802 232 oder mittels E-Mail an info@ eisacktal.com melden.

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HGJ-INFO

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Wenn der Junior Chef wird Fachtagung der HGJ und der EURAC zur Betriebsnachfolge im Hotel- und Gastgewerbe Mehr als 200 interessierte Gastwirtinnen und Gastwirte haben die Fachtagung besucht. Um die Herausforderungen, die auf die Junggastwirte zukommen, wenn sie einen Gastbetrieb übernehmen, ging es bei der Fachtagung, zu der die Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) Ende November gemeinsam mit dem EURAC-Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement eingeladen hat. »Die Betriebsnachfolge ist in jedem Unternehmen ein wichtiges Thema, an das oft zu wenig bzw. zu spät gedacht wird«, begründete HGJ-Obmann Anton Dalvai die Themenwahl für die Fachtagung. Es sei wichtig, dass die Übergeber und die Übernehmer offen über ihre Vorstellungen und Erwartungen sprechen und dass die Betriebsübergabe gezielt geplant wird. Neben den zahlreichen anderen Herausforderungen, denen sich ein junger Gastwirt nach der Über nahme des Betriebes stellen muss, sei es auch die finanzielle Unsicherheit, die vielen Junggastwirten Sorgen macht, betonte Dalvai und verwies auf die ausgesetzte Tourismusförderung. »Wir brauchen ein konkretes Zeichen, dass die Politik an

Die Referenten. Von links: Daniela Sarrazin, Oliver Call, Harald Pechlaner, Ester Demetz, Walter Meister, Hiltrud Gufler, Moderatorin Miriam Weiß, Anton Dalvai, Moderator Philip Ganthaler, Alois Kronbichler und Jürgen Stadelmann. uns glaubt, dass sie besonders an uns junge Nachfolger glaubt«, forderte der HGJ-Obmann.

Frühzeitig an Nachfolge denken Dass die Betriebsnachfolge ein Thema ist, das den Hoteliers unter den Nägeln brennt, betonte auch Harald Pechlaner, Leiter des Instituts für Regionalentwicklung und Standortmanagement der EURAC. Er verwies darauf, dass die Nachfolger auch heute noch nicht ausreichend auf die zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden. »Schon in dem Moment, wenn man selbst den Betrieb von den Eltern übernimmt, muss

man beginnen, an die Übergabe des Betriebs an die nächste Generation zu denken«, formulierte Pechlaner überspitzt seinen Aufruf an die Gastwirtefamilien, sich möglichst früh mit dem Thema Betriebsnachfolge auseinanderzusetzen. In dieselbe Kerbe schlug auch Landesrat Hans Berger, der die Bedeutung der Altersabsicherung nach der Betriebsübergabe unterstrich. »Vielen fällt es oft schwer, den Betrieb an die nächste Generation abzugeben, weil sie fürchten, danach nichts mehr ›Wert‹ zu sein oder ihren Lebensstandard nicht mehr halten zu können«, bat Berger die junge Generation um Nachsicht mit den Vorgängern.

Da in Südtirol nur sieben Prozent der gastgewerblichen Betriebe in der Hand von unter 30-Jährigen sind, wünschte sich Berger politische Maßnahmen, die Anreize für eine Betriebsübernahme schaffen. Alois Kronbichler von der Unternehmensberatung »Kohl & Partner« zählte bei der Fachtagung sieben »Kardinalfehler« auf, die bei der Übergabe bzw. Übernahme von Gastbetrieben immer wieder gemacht werden und zeigte den mehr als 200 anwesenden Gastwirtinnen und Gastwirten, wie sie die Betriebsübergabe optimal gestalten können. Unter anderem gab Kronbichler den Ratschlag, klar zwischen »Privatfamilie« und

»Betriebsfamilie« zu trennen und klare Zeiträume zu schaffen, in denen nicht über den Betrieb gesprochen wird. Über die rechtlichen Aspekte der Betriebsübernahme informierte Ester Demetz, Leiterin der HGVRechtsabteilung und Vizedirektorin des HGV. HGV-Präsident Walter Meister rief die Übergeber der Gastbetriebe auf, mutige Entscheidungen zu treffen und sich im Prozess der Betriebsübergabe eventuell von einem professionellen Berater begleiten zu lassen. Wie die junge Generation den elterlichen Gastbetrieb erfolgreich weiterführen und dabei das Lebenswerk der Eltern erhalten kann, zeigte die Mediatorin Daniela Sarrazin. Jürgen Stadelmann von der DEHOGA-Akademie Baden Württemberg sprach über den Unterschied zwischen Vorgesetzten und Führungskräften. Aufgelockert wurde die Fachtagung durch interessante Erfahrungsberichte von jungen Gastwirtinnen und Gastwirten. Oliver Call vom Wellnesshotel »Almhof Call« in St. Vigil, Hiltrud Gufler vom Hotel »Ansitz Golserhof« in Dorf Tirol und Elisabeth Rabensteiner vom »Ansitz zum Steinbock« in Villanders erzählten von ihrer Betriebsübersm/mw nahme.

Betriebe weiterführen – Lebenswerke erhalten Die emotionale Komponente wird oft unterschätzt – Daniela Sarrazin bei der Fachtagung der HGJ Bei der Betriebsübernahme in Familienbetrieben sind die emotionalen Aspekte häufig Ursache für Erfolg oder Misserfolg. Als Coach und Mediatorin hat Daniela Sarrazin zahlreiche Familienbetriebe bei der Betriebsübergabe von einer Generation auf die nächste begleitet. Aus diesen und auch aus persönlichen Erfahrungen hat sie gelernt, dass nicht die

steuerlichen oder die rechtlichen Aspekte die größten Hürden darstellen. Oft sind es die zwischenmenschlichen Beziehungen und somit die emotionalen Aspekte, welche das größte Konfliktpotenzial bergen. »Bei der Unternehmensnachfolge geht es darum, sich emotional in eine völlig veränderte Rollenstruktur in Unternehmen und Familie hineinzufinden«, so Sarrazin. Das eigene Lebenswerk in andere Hände zu geben, falle vielen schwer, und das Vertrauen in die nächste

Generation sei oft nicht oder zu wenig ausgeprägt. »Manche Betriebsnachfolger möchten den Betrieb gar nicht übernehmen, fühlen sich aber dazu gezwungen«, berichtete die Mediatorin. In dieser Situation sei es für die Beteiligten oft schwierig, miteinander zu kommunizieren, und die Fronten verhärten sich. Der emotionale Konflikt kreiere oft eine Situation, unter der auch die wirtschaftliche Seite des Betriebes leidet, bis hin zur Insolvenz. »Nicht selten entstehen in

solchen belastenden Situationen auch psychologische Probleme«, wusste Sarrazin zu berichten. Deshalb sei es wichtig, das Thema Nachfolge früh genug anzugehen, für eine Absicherung nach der Betriebsübergabe zu sorgen und den designierten Nachfolger auf seine Rolle vorzubereiten. Beide Seiten, sowohl die übergebende Generation als auch die übernehmende Generation, sollten dabei frei über Wünsche, Ängste, Sorgen, usw. sprechen können. Nur so könne das emotionale

Konfliktpotenzial so gering wie möglich gehalten werden. Nicht wenige Familien seien an der Frage, »Wer übernimmt den Betrieb und wie« sogar zerbrochen. Bevor es zu einer solchen Situation kommt, sollte eine Familie den mutigen Schritt nach außen wagen und sich externe Hilfe holen. Eine Person, die nicht emotional involviert ist, könne leichter zwischen den Parteien (jung und alt) vermitteln und so den Dialog wieder in Gang bringen, betonte Sarrazin. mw


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DEZEMBER 2011

Mit klaren Zielen führen Jürgen Stadelmann bei der Fachtagung der HGJ Die Erwartungen an Vorgesetzte und Mitarbeiter sind hoch. Durch klare Zielvorgaben kann man die Zusammenarbeit verbessern. Jürgen Stadelmann, Erfolgscoach der DEHOGAAkademie Baden-Württemberg, unterstrich in seinem Referat bei der HGJ-Fachtagung in der EURAC in Bozen den feinen Unterschied zwischen einem Vorgesetzten, der – wie das Wort besagt – jemandem »vorgesetzt« wird, und einer Führungskraft, die es durch Qualifikation vermag, ein Team erfolgreich zu führen.

Führungsaufgaben Um nicht nur ein Vorgesetzter zu sein, sondern eine Führungskraft, brauche es neben Fachwissen auch gewisse Schlüsselqualifikationen wie Sozialkompetenz, Methodenkompetenz und Persönlichkeitskompetenz, so Stadelmann. Die Sozialkompetenzen beziehen sich auf den Umgang mit anderen. Methodenkompetenz ist die erfolgreiche Anwendung eines Führungsstils und kann auch erlernt werden. Für die Persönlichkeitskompetenz ist es wichtig, dass die Führungskraft ein eigenes Werteverständnis entwickelt und dieses auch klar definiert und kommuniziert. Zu den Führungsaufgaben gehören laut

Nicht jeder Vorgesetzte ist eine gute Führungskraft. Erfolgstrainer Stadelmann: – klare Zielvorgaben, – Mitarbeiter regelmäßig beurteilen und Gespräche führen, – Aufgaben delegieren, koordinieren und Abläufe organisieren, – Mitarbeiter fördern und weiterbilden, – Mitarbeiter nicht demotivieren. Nur wer seinen Mitarbeitern klare Ziele und Werte vorgibt, könne auch erwarten, dass diese erfüllt werden. »Dabei hilft auch das Verfassen einer Unternehmensvision in ein bis zwei aussagekräftigen Sätzen und eines Leitbildes. Durch die schriftliche Niederlegung von Vision und Leitbild kann sich eine Führungskraft auch besser über die persönlichen Ziele klar werden und diese dann besser den Mitarbeitern kommunizieren«, betonte Stadelmann. Regelmäßige Gespräche verbessern das Vertrauensverhältnis zwischen Führung und Mitarbeitern. Viele Probleme könnten

dadurch bereits an der Wurzel eliminiert werden. Ein Feedback gebe beiden Seiten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Chance, sich zu verbessern. Die Aufgabe einer guten Führungsperson sei es, die Arbeiten zu delegieren, so Stadelmann. Eine zielorientierte Delegierung, bei der nur das Ergebnis und nicht der Weg dorthin vorgegeben wird, nehme viel Verantwortung und Belastung von der Führungsperson. Es sei nämlich nicht die Aufgabe eines Vorgesetzten, jedes einzelne Detail vorzugeben, denn gute Mitarbeiter erfüllen die Aufgaben ohne Schritt-für-Schritt-Anleitung. »Gute Mitarbeiter wollen aber auch gefördert werden und mit ihren Aufgaben wachsen können«, sagte der Erfolgscoach. Die Möglichkeit zur stetigen Weiterbildung sei dabei Förderung und Ansporn zugleich und vermittele ein hohes Maß an Wertschätzung. Als einen wichtigen Punkt bezeichnete der Erfolgscoach die Motivation: »Eine Führungspersönlichkeit hat nicht die Aufgabe, die Mitarbeiter ständig zu motivieren. Die Motivation muss der Mitarbeiter mitbringen. Allerdings darf der Vorgesetzte die Mitarbeiter auf keinen Fall demotivieren.« Die Aufgabe eines Arbeitgebers sei es, ein geeignetes Umfeld für motiviertes Arbeiten zu schaffen und durch korrekte Umgangsformen ein Vorbild zu sein. mw

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HGJ-INFO HGJ-Partner »Sparkasse« informiert

Vorsorge: Je früher, desto besser Nur wer ergänzend und ausreichend vorsorgt, muss auch im Ruhestand nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten. Die Sparkasse widmet sich bis zum Jahresende speziell dem Thema »Vorsorge« und bietet maßgeschneiderte Vorsorgelösungen an. Immer mehr Leute fragen sich, wie viel sie privat sparen müssen, um im Alter genug Geld zu haben. Denn wer auch nach seiner Pensionierung einen angemessenen Lebensstandard halten will, muss bereits in jungen Jahren auf die richtige Vorsorge setzen. Die künftige gesetzlich geregelte Rente wird bei den meisten Personen, selbst wenn sie in ihrem Beruf viele Jahre gut verdient haben, vergleichsweise niedrig ausfallen und für viele auf unter 50 Prozent des letzten Bruttogehalts sinken. Zwischen dem gewohnten Einkommen und der zu erwartenden staatlichen Altersrente klafft eine sogenannte Versorgungslücke. Die Vorsorge sollte auf drei Säulen aufgebaut werden: Zusätzlich zur gesetzlichen Rente benötigt man einen Zusatzrentenfonds und auch private Sparformen zu Vorsorgezwecken. Die Südtiroler Sparkasse widmet sich dem brandaktuellen Thema mit den »Vorsorge-

Aktionswochen«. Unsere Berater wurden gezielt auf diese Thematik geschult, um Sie professionell zu beraten. In den einzelnen Filialen werden für die Kunden zahlreiche Infor mationsveranstaltungen organisiert. Dort besteht die Möglichkeit, sich einem personalisierten Vorsorgecheck zu unterziehen. Unsere spezialisierten Berater machen eine unverbindliche Vorsorgeanalyse und bieten verschiedene Produkte für Ihre maßgeschneiderte Vorsorgelösung an. Lieber rechtzeitig mit der Altersvorsorge beginnen, um auch im Alter nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten zu müssen! Vereinbaren Sie jetzt Ihren persönlichen Beratungstermin in allen Filialen der Südtiroler Sparkasse! Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.sparkasse.it.

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DEZEMBER 2011

HGJ im neuen Sudhaus Zu Besuch in der Spezialbier-Brauerei »Forst« Braumeister Manfred Biechl führte die Junggastwirte durch das neue Sudhaus. Am 8. Dezember 2009 wurde der Grundstein für das neue Herz der Traditionsbrauerei »Forst« in Algund gelegt. In nur knapp zwei Jahren wurde das Sudhaus fertiggestellt und am 16. Juni 2011 in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste feierlich eingeweiht. Bei einer Führung erhielten die HGJ-Mitglieder einen Einblick in Italiens größte Privatbrauerei und konnten sich so selbst ein Bild von der Entstehung des Bieres machen. Braumeister Manfred Biechl führte die Teilnehmer persönlich durch die Brauerei und durch das neue Sudhaus und erklärte ihnen im Detail, wie die verschiedenen

Braumeister Manfred Biechl zeigte das neue Sudhaus. Biersorten anhand der modernsten Technologien hergestellt werden. Nach der Führung hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit, bei einer herzhaften Marende Fragen an

den Braumeister zu stellen. Die HGJ-Mitglieder waren sichtlich beeindruckt von der Besichtigung des Betriebes und der Unternehmenskultur, die im ganzen Haus spürbar ist.

HGJ befasste sich mit dem TIS Landesleitung informierte sich über Tätigkeitsfelder Der HGJ ist es ein wichtiges Anliegen, sich über neue, innovative Konzepte und Unternehmen in Südtirol zu informieren und mit diesen zusammenzuarbeiten. Der TIS – innovation park bietet Südtiroler Unternehmern wichtige Hilfestellungen, wenn es darum geht, eine Idee in ein erfolgreiches Konzept umzuwandeln, ein Produkt zu entwickeln und auch die richtigen Netzwerke zu knüpfen. Manuela Irsara, Verantwortliche des Cluster »Alpine Wellbeing«, stellte im Rahmen einer Landesleitungssitzung der HGJ das TIS und die verschiedenen Dienstleistungen des TIS im Bereich Tourismus vor.

Zusammenarbeit »Es ist für uns Junggastwirte immer wichtig zu wissen, welche Dienstleistun-

Die Mitglieder der HGJ-Landesleitung mit Manuela Irsara (vorne links), verantwortlich für den Cluster »Alpine Wellbeing« beim »TIS innovation park«. gen die einzelnen Institutionen anbieten, damit man das Wissen und das Knowhow auch in unserem Bereich bestmöglich einsetzen kann«, betonte HGJ-

Obmann Anton Dalvai bei der Landesleitungssitzung. Vereinbart wurden dabei auch ein intensiverer Austausch und eine engere Zusammenarbeit mit dem TIS.


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»Chance 2.0« startet

Algund

Meran

Projekt der Jugendorganisationen geht in die zweite Runde

Elisabeth Ladurner, Pension »Oberdorner«

Die Junge Wirtschaft sucht 50 motivierte Jugendliche für ebenso viele Praktikumsplätze in Südtiroler Vorzeigeunternehmen.

Bozen

Norman Grosse, Hotel Restaurant »Castel Fragsburg«

Zukunft im Tourismus Die HGJ organisiert und betreut dabei die Praktika im Bereich Tourismus. »Für uns ist es wichtig, den Jugendlichen einen praktischen Einblick in die Berufe des Hotel- und Gastgewerbes zu geben, damit sie sich die Arbeitswelt konkret vorstellen können. Auch wollen wir den Jugendlichen zeigen, dass es in Südtirol interessante und vielfältige Betriebe mit Zukunft gibt«, betont HGJ-Obmann Anton Dalvai. Die Praktikums-Betriebe wiederum haben die Möglichkeit, ihren Beitrag zur Förderung der Jugendlichen zu leisten und viel-

Die Top-Praktika im Tourismus • Kochen im Gourmetrestaurant »Sassegg« mit Küchenchef Hannes Malfertheiner, Seis • Kochen im Restaurant »Zum Löwen« mit Sterneköchin Anna Matscher, Tisens • Kochen im Restaurant »Zur Rose« mit Sternekoch Herbert Hintner, St. Michael/Eppan • Service im von Gault Millau mit dem Service-Award für vorbildliche Gastfreundschaft ausgezeichneten Hotel »Elephant«, Brixen • Service im neu eröffneten Fünf-Sterne-Hotel »Alpina Dolomites Health Lodge & Spa«, Seiser Alm • Service im Sternerestaurant »Castel Fragsburg«, Meran • Assistent/in der Hotelchefin Martina Feichter im Alpine Wellness Resort »Majestic«, Reischach • Assistent/in des Direktors Roland Margesin im Parkhotel »Laurin«, Bozen • Eventorganisation im Stadtmarketing des Tourismusvereins Brixen • Marketing und Destinationsentwicklung in der Südtirol Marketing Gesellschaft, Bozen Nähere Infos zu den Praktikumsplätzen unter www.chance.bz.it.

leicht sogar einen zukünftigen, festen Mitarbeiter auszubilden. Der Weg zum Traumpraktikum führt, wie bei einer Bewerbung für eine richtige Arbeitsstelle, durch mehrere Phasen: Bewerbung, Test und Bewerbungsgespräch. Durch das Auswahlverfahren sollen die Jugendlichen auch lernen, wie man sich richtig bewirbt und auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet. In den fünf Wirtschaftsbereichen – Tourismus und Gastgewerbe, Handel und Dienstleistungen, Handwerk, Industrie und Landwirtschaft – konnten Vorzeigeunternehmen für das Praktikumsprojekt gewonnen werden. Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online. Bis zum 21. Januar 2012 können sich die Jugendlichen über die Homepage www. chance.bz.it für eine oder maximal zwei Praktikumsstellen aus demselben Wirtschaftssektor bewerben. In dieser Phase ist Kreativität gefragt, schließlich geht es darum, sich von den Mitbewerbern abzuheben: Neben Lebenslauf mit Foto und Motivationsschreiben kann der Bewerber mit Videoclips, Audiobotschaften, Powerpoint-Präsentation oder einem digitalen Fotoalbum überzeugen. Die besten vier Bewerber pro Praktikumsplatz kommen in die Testphase. Hier gilt es, einen berufsspezifischen Multiple-Choice- sowie einen Praxis-Test zu absolvieren. Außerdem findet ein Miniworkshop zum Thema »Das Bewerbungsgespräch« statt. Die besten zwei Teilnehmer pro Praktikumsstelle kommen schließlich in die dritte Phase; im zehnminütigen Bewerbungsgespräch haben sie die letzte Möglichkeit, die Jury von ihrem Potenzial und ihren Fähigkeiten zu überzeugen. In dieser Phase werden auch die Unternehmen, die die Praktikas zur Verfügung stellen, vertreten sein. Partner der Aktion sind die Handelskammer Bozen, die Südtiroler Landesregierung, die Stiftung Südtiroler Sparkasse sowie die Medienpartner Athesia, Südtirol Journal und NBC. mw

Mühlbach

Luca Chiodi, Hotel »Hell«

Hannes Steger, Gasthof »Zur Linde«

Brixen Armin Hilpold

Mühlwald

Dorf Tirol

Alexandra Huber, Hotel »Mühlwald«

Melanie Wenter, Hotel »Paradies«

Schenna

Girlan Andreas Mauracher, Hotel »Mandelhof« Langtaufers Madalina Hohenegger, Residence »Weisskugel« Latsch Markus Gluderer, Residence »Obstgarten«

Christine Holzer, Hotel »Schwefelbad« Seiser Alm Carmen Gobbo, Hotel »Seelaus« St. Leonhard/Passeier Christian Pichler, »Apfelhotel Torgglerhof« Maria Pircher »Apfelhotel Torgglerhof«

Ankündigung HGJ-Magazine In wenigen Tagen erscheint die zweite Auflage des diesjährigen »HGJ-Magazines«. Es wird als Sonderdruck zur »HGV-Zeitung« allen HGJ-Mitgliedern zugeschickt. In dieser Ausgabe

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erfahrt ihr alles rund um die Fachtagungen der HGJ in diesem Jahr und alle Infos zur Aktion »Chance 2.0«. Weiters enthalten sind die Infos zu den nächsten HGJVeranstaltungen.

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Nach der überaus erfolgreichen ersten Auflage des Gemeinschaftsprojektes Chance 1.0 haben die HGJ, die Jungen im hds, die Junghandwerker, die Jungunternehmer und die Südtiroler Bauernjugend beschlossen, in die zweite Runde zu gehen und das Projekt weiterzuführen. Unter dem Titel »Chance 2.0 – ergreife deine Chance« werden 50 einmalige Praktikumsplätze für eine Dauer von vier bis acht Wochen für den Sommer 2012 vergeben, zehn Praktika pro Wirtschaftssektor. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten aller drei Sprachgruppen im

Alter zwischen 16 und 21 Jahren mit Wohnsitz in Südtirol. Die Verantwortlichen der Jugendorganisationen möchten mit dieser Aktion eine Brücke zwischen Schule und Arbeitswelt schlagen.

Neue HGJ-Mitglieder

2 I 201

E R S T E+N E U E WEIN aus K ALTERN

Kellereistraße 5 – 10, Kaltern www.erste-neue.it, T +39 0471 963122


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PANORAMA Was & Wann HGJ Montag, 16. Januar 2012

Veranstaltung des Tourism Management Clubs zum Thema »Markenkonzepte in der Hotellerie«. Referenten: Olivier Harnisch, Hilton Worldwide, Frankfurt; Stephan Gerhard, Treugast Solutions Group, München. Ort: Raiffeisenforum, Bruneck, 4. Stock; Beginn: 20 Uhr. Dieser TMC-Abend wird von der HGJ-Pustertal mitgetragen.

Messen Dienstag, 10. Januar bis Sonntag, 15. Januar 2012

VAKANTIEBEURS – Touristik- und Freizeitmesse in Utrecht, Niederlande.

Donnerstag, 12. Januar bis Sonntag, 15. Januar

Ferien-Messe – Messe für Urlaub, Reisen und Freizeit in Wien.

Freitag, 13. Januar bis Sonntag, 15. Januar

FESPO Genf – Messe für Tourismus, Sport und Freizeit in Genf.

Samstag, 14. Januar bis Sonntag, 22. Januar

CMT – Internationale Ausstellung für Caravan, Motor, Touristik, Fahrrad und Erlebnisreisen, Golfund Wellnessreisen in Stuttgart.

Montag, 16. Januar bis Sonntag, 22. Januar

imm cologne – Internationale Einrichtungsmesse in Köln.

Mittwoch, 18. Januar bis Sonntag, 22. Januar

FITUR – Internationale Tourismusmesse in Madrid.

Freitag, 20. Januar bis Sonntag, 22. Januar

VAKANZ – Tourismusmesse in Luxemburg.

Freitag, 20. Januar bis Sonntag, 29. Januar

Internationale Grüne Woche – Ausstellung für Ernährungswirtschaft und Landwirtschaft in Berlin.

Samstag, 21. Januar bis Sonntag, 22. Januar

Ferien – Ferienmesse in Graz.

Donnerstag, 26. Januar bis Sonntag, 29. Januar

FESPO Zürich – Messe für Ferien, Reisen und Sport in Zürich.

Essen für einen guten Zweck Benefiz-Gala-Dinner im Hotel »Masatsch« in Kaltern Der Erlös kommt Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten zugute.

DEZEMBER 2011

Mitgliederaktion gestartet Vorteile für Förderer des Weißen Kreuzes Die Mitglieder unterstützen die 2.500 Freiwilligen und die Projekte des Weißen Kreuzes und erhalten im Gegenzug attraktive Vorteile. Im November ist die Mitgliederaktion 2012 des Landesrettungsvereines Weißes Kreuz gestartet. Im Jahr 2011 gab es über 50.000 Jahresmitgliedschaften, davon sind mehr als die Hälfte Familienmitgliedschaften. Mit der Familienmitgliedschaft können alle Familienmitglieder die attraktiven Vorteile für Mitglieder nutzen: sechs kostenlose Krankentransporte, Rabatte auf weitere Transporte, Gratis-Ticket bei einem Flugrettungseinsatz, der kostenlose Anschluss des Hausnotrufgeräts sowie ein Erste-Hilfe-Grundkurs. »Dass uns die Südtiroler Bevölkerung so überzeugt und stark unterstützt, bestätigt unser Tun. Wir machen daher auf unserer Linie weiter und danken unseren Mitgliedern dafür, dass sie es uns ermöglichen, unsere Langzeitprojekte wie Notfallseelsorge, Jugendgrup-

pen und interne Ausbildung durchzuführen und weiter zu verbessern«, betont Präsident Georg Rammlmair. Mit den kostenlosen Krankentransporten für Mitglieder bietet der Verein Weißes Kreuz einen Dienst an, den die öffentliche Hand aufgrund der allgemeinen Sparmaßnahmen kontinuierlich abbauen muss. Zumindest einmal im Leben sollte auch jeder einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen, um im Ernstfall über das nötige Grundwissen zu verfügen und richtig Erste Hilfe leisten zu können. Die Jahresmitgliedschaft »Südtirol« kostet 25 Euro im Jahr. Die Mitgliedschaft »Weltweiter Rückholdienst« gibt die Sicherheit, im Notfall auch aus fernen Ländern sicher und kostenlos nach Hause transportiert zu werden und kostet für die gesamte Familie 95 Euro. Ob nun Mitglied »Südtirol« oder »Weltweiter Rückholdienst«, einzeln oder für die ganze Familie, es lohnt sich, Jahresmitglied beim Weißen Kreuz zu werden. Weitere Infos im Internet unter www.wk-cb.bz.it, unter Tel. 0471 444 310/313 oder E-Mail mga@wk-cb.bz.it.

Arbeitsmarkt online EURES TransTirolia mit neuer Homepage

»Als Gast willkommen und als Mensch mit besonderen Bedürfnissen erwünscht.« So lautet der Leitspruch des Hotels »Masatsch in Oberplanitzing in Kaltern. Und Gäste kamen viele, als das Team des Hotels »Masatsch« im November zum zweiten Benefiz-GalaDinner geladen hat. Das besondere Gala-Dinner stand unter dem Motto »east meets west«. Unter Verwendung vorwiegend einheimischer Produkte orientierte sich das Menü an der Fünf-Elemente-Ernährung der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wurde mit orientalischen Kräutern und Gewürzen vollendet. Meisterkoch Florian Krit-

Die neue Homepage mit grenzüberschreitender Jobbörse und Infos zum Arbeitsmarkt ist online.

Landesrat Richard Theiner (links) und Christian Etl, Direktor des Hotels »Masatsch«. zinger mit Team und die Kellerei »Peter Sölva & Söhne« verwöhnten mit acht sorgfältig aufeinander abgestimmten Gerichten sowie erlesenen Weinen und ausgesuchten Tees. Angelika Pichler Etl, diplomierte Ernährungsberaterin (TCM), und Stephan

Sölva begleiteten durch den Abend. Der Erlös des FünfElemente-Benefiz-Gala-Dinners kommt dem Arbeitsinklusionsprojekt der Lebenshilfe Südtirol im Hotel »Masatsch« zugute und fördert somit Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten.

Seit November ist die neu gestaltete Homepage der grenzüberschreitenden Arbeitsmarktinitiative www. eures-transtirolia.eu online. Damit werden die Infos zum Arbeitsmarkt in der Grenzregion sowie zur Jobbörse noch übersichtlicher und klarer präsentiert. Die Initiative EURES TransTirolia umfasst die Regionen Nord-, Ost-, Südtirol und Graubünden. »Ziel der grenzüberschreitenden Partnerschaft«, betont Hel-

muth Sinn, Direktor der Landesabteilung Arbeit und Präsident von EURES TransTirolia, »ist die Förderung der Mobilität der Arbeitskräfte und des Arbeitskräfteaustausches in der Grenzregion sowie der Abbau der wenigen noch bestehenden Mobilitätshemmnisse«. Auf der Homepage finden sich alle wichtigen Informationen über die Partnerschaft, die Grenzgängerbroschüre mit Infos zu arbeits-, sozial- sowie steuerrechtlichen Aspekten und eine Jobbörse mit derzeit rund 6.300 aktuellen Stellenangeboten, 900 davon mit Arbeitsort in Südtirol, 5.200 in Tirol und 200 in Graubünden.


PANORAMA

DEZEMBER 2011

Von links: Peter Dipoli, Wolfgang Tratter, Kellermeister Kellerei St. Pauls, Gerhard Sanin, Kellermeister »Erste & Neue Kellerei«, Monika Unterthurner, Präsidentin »Rieslingtage Naturns«, Gabriele Marchesi, Präsident »Valle del Riesling«, Ignaz Niedrist, Andreas Huber, »Pacherhof«, Enrico Paternoster, Kellermeister »Istituto Agrario San Michele all‘Adige«, Thomas Dorfmann, Kellermeister Eisacktaler Kellerei, Hannes Baumgartner, »Strasserhof«.

Südtiroler Rieslinge überzeugen Bei »Meraner WineFestival« beste Rieslinge prämiert In diesem Jahr fand die Verkostung zum 7. »Nationalen Rieslingwettbewerb« in Kooperation mit der Vereinigung »Valle del Riesling« statt. »Dem Riesling eine zweite Heimat geben«. Unter diesem Motto stand die erste Auflage der »Rieslingtage Naturns«, die im November 2005 stattfand. Wurden bei der Premiere beim Rieslingwettbewerb nur Südtiroler Rieslinge bewertet, so findet der Wettbewerb mittlerweile internationale Aufmerksamkeit.

tung von Armin Kobler statt. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde das Ergebnis bei der RieslingGold-Prämierung im Stadttheater »Puccini« im Rahmen des »Meraner WineFestival« bekanntgegeben.

Zahlreiche Auszeichnungen

Von den 46 am Wettbewerb beteiligten Rieslingen wurde der »Südtirol Eisacktaler DOC« vom Strasserhof des Hannes Baumgartner in Neustift als »Bester Riesling 2010« auf nationalem Gebiet ausgezeichnet. Gleich drei Weine wurden mit »Riesling Silber 2010« ausgezeichnet: Der »Südtirol Eisacktaler DOC Kaiton« vom Kuenhof des Zusammenarbeit Peter Pliger in Brixen, der Um der Rebsorte Weißer »Trentino DOC« des »IstiRiesling auch auf nationa- tuto Agrario San Michele ler Ebene zu mehr Aufmerk- all’Adige« sowie der »Südsamkeit zu verhelfen, wurde tiroler DOC« der Kellerei eine St. Pauls. Jahr diesem in Zusammenarbeit mit der Die Auszeichnung »RiesVereinigung »Valle del Ries- ling Bronze 2010« wurde an ling« gestartet. Der »Natio- vier Südtiroler Rieslinge nale Rieslingwettbewerb« vergeben: An den »Südtirol fand daher auch in Oltrepò Eisacktaler DOC Aristos« Pavese in der Lombardei der Eisacktaler Kellerei, unter der bewährten Lei- Klausen, an den »Südtirol

Eisacktaler DOC« vom Pacherhof des Andreas Huber, Neustift, an den »Südtiroler DOC Berg« des Ignaz Niedrist, Girlan, sowie an den »Südtiroler DOC Rifall« der Erste & Neue Kellerei, Kaltern. Dass es in diesem Jahr so viele Südtiroler Rieslinge in den Spitzenbereich geschafft haben, schätzt die Präsidentin der »Rieslingtage Naturns«, Monika Unterthurner, wie folgt ein: »Die hohen Bewertungen rühren daher, dass der Jahrgang 2010 sehr positiv für den Riesling war. Die Durchschnittstemperaturen im August mit kühlen Nächten sowie große Temperaturunterschiede im September waren positiv für eine langsame Reifung der Trauben. Sie waren deshalb hochwertig, fruchtbetont und aromatisch.« »Die Ergebnisse des heurigen nationalen Rieslingwettbewerbs haben wieder bewiesen, dass der in Südtirol angebaute Riesling im nationalen Vergleich einsame Spitze ist«, urteilte Peter Dipoli, Mitbegründer und Vize-Präsident der Südtiroler Rieslingtage Naturns.

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LHF-Schüler auf Sprachkurs

Die Träger und Gewinner der Südtirol Awards. Von links: Hubert Hofer, TIS-Direktor, Christina Zuenelli, »Loacker», Ulrich Stofner , BLS-Direktor, Thomas Kohl, »Obsthof Troidner«, Christoph Engl, SMG-Direktor, Heiner Oberrauch, »Salewa«, Markus Prugger, »Nordpan«, Roberto Bizzo, Landesrat für Innovation, Thomas Widmann, Landesrat für Wirtschaft. Foto: SMG

Große Leistungen schaffen Motivation Zum ersten Mal wurden die Südtirol Awards vergeben Südtirols wichtigste Wirtschaftspreise wurden an die Unternehmen »Kohl«, »Loacker«, »Nordpan« und »Salewa« verliehen. Die Südtirol Awards der Wirtschaft sind heuer erstmals vergeben worden. Fast 60 Unternehmen hatten sich in den Kategorien Marketing, Export, Innovation und Investment beworben. Im Rahmen einer Galanacht wurden die jeweils ersten drei Nominierten jeder Kategorie vorgestellt und die vier Gewinner ausgezeichnet: Als Sieger der Kategorie Marketing wurde das Unternehmen »Kohl Bergapfelsäfte« vom »Obsthof Troidner« vom Ritten ausgezeichnet. Den ExportPreis erhielt das Unternehmen »Loacker« vom Ritten, der Innovation-Award ging an das Unternehmen »Nordpan« aus Olang. Den Investment-Award holte sich das Bozner Unternehmen »Salewa«. Im Auftrag der Landes-

räte Hans Berger, Thomas Widmann und Roberto Bizzo hatten die vier Organisationen BLS, EOS, SMG und TIS innovation park alles daran gesetzt, die Prämierung der Südtirol Awards im Stadttheater Bozen vor 700 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu einem besonderen Erlebnis zu machen. »Südtirol hat ein enormes Potenzial und tolle Unternehmen, auf die wir stolz sein können«, sagte Landeshauptmann Luis Durnwalder in der Eröffnungsrede.

Großes Potenzial in den Kategorien In der Kategorie Marketing ging es um ein innovativ umgesetztes Marketingprojekt. »In dieser Kate gorie ließen sich fast alle von der Idee leiten, aus etwas Traditionellem etwas Zukunftsfähiges zu machen«, sagte Landesrat Hans Berger. Die Fachjury einigte sich auf das Rittner Unternehmen »Obsthof Troidner«.

»Thomas Kohl gelingt es, den Apfelsaft als südtiroltypisches Prämiumprodukt zu positionieren«, zitierte Landesrat Hans Berger die Fachjury. In der Kategorie Export waren strategisches Vorgehen und neue Wege bei der Erschließung neuer Absatzmärkte gefragt. Hier setzte sich der international arbeitende Waffelproduzent »Loacker« durch. »Loacker beeindruckt durch seine Konsequenz in der Markenführung und beim Aufbau eines starken Vertriebs weltweit«, begründete Landesrat Thomas Widmann die Entscheidung der Fachjury. In der dritten Kategorie stand die Innovation, eine der wirtschaftlichen Schlüsselqualifikationen schlechthin, im Fokus. »In dieser Kategorie hatte die sechsköpfige Fachjury kein konkretes Projekt zu bewerten, sondern es geht um nichts Geringeres als die Innovationsfähigkeit des gesamten Unternehmens«, erklärte Landesrat Roberto Bizzo

den Anspruch an den Innovation-Award. Am überzeugendsten in puncto technologische Innovation und Prozesse war die Firma »Nordpan« aus Olang, Hersteller von Massivholzplatten. In der Kategorie Investment hatte sich die Fachjury auf die Firma »Salewa« mit ihrem neuen Firmensitz in Bozen geeinigt. »Das ungewöhnliche Gebäude von »Salewa« ist nicht nur ein neues Wahrzeichen der Stadt Bozen, sondern es werden dort auch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit großgeschrieben. Maßnahmen für das Wohlbefinden der Mitarbeiter qualifizieren »Salewa« für diesen Preis ebenso wie die öffentlich zugängliche Kletterhalle«, zitierte Widmann aus der Jurybegründung. Die Gestaltung des Preises hatte der Südtiroler Designer Harry Thaler übernommen. Der Preis zeigt die geographischen Umrisse von Südtirol und drückt Innovation, Dynamik und Weltoffenheit aus.

Bereits seit neun Jahren wird an der Landeshotelfachschule »Kaiserhof« vor Schulbeginn ein zweiwöchiger Italienischkurs in der Toskana angeboten. Auch heuer haben wieder viele Schüler und Schülerinnen der dritten Klassen das Angebot genutzt und haben Anfang September an einem Sprachaufenthalt in der Toskana teilgenommen. Untergebracht wurden sie bei italienischen Gastfamilien in der Umgebung von Lucca und Florenz. Auf dem Programm stand ein intensiver Sprachkurs am Vormittag in Lucca und an der Sprachschule in Florenz-Orbitello, während an den Nachmittagen Ausflüge unternommen wurden. Höhepunkte bildeten dabei der Besuch des Thermenhotels »Terme di Saturnia«, eine Bootsfahrt nach Cinque Terre und eine Olivenöl- und Weindegustation sowie die Verkostung typischer Produkte der Region. Am Ende des Kurses legten die Schüler und Schülerinnen eine Prüfung über die erworbenen Sprachkenntnisse ab. Finanziert wird das Projekt zum Teil von der Autonomen Provinz Bozen und der Region Trentino-Südtirol.

Weinlesung Literatur, Unterhaltung und Genuss standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der kürzlich die Fachgruppe Deutsch im »Kaiserhof« in Zusammenarbeit mit der Schulbibliothek an der Landeshotelfachschule in Meran geladen hat. Die Gestaltung des »Literarischen Salons« übernahmen die Innsbrucker Schauspielerin Gabi Mitternöckler sowie die »Kaiserhof«Fachlehrerin und Sommeliére Ingrid Egger. Den begeisterten Zuhörern wurde bei dieser außergewöhnlichen Veranstaltung vor allem humorvolle literarische Kost – vom romantischen Weinmärchen bis hin zum hinterlistigen Mord im Weinkeller – serviert. Bei der anschließenden Weinverkostung konnten die Schülerinnen und Schüler auch ihr eigenes Weinkunde-Fachwissen mit einbringen.


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Berufsausbildung hat hohes Niveau Alfons Steiner, ehemaliger Direktor der LBS »Johannes Gutenberg« in Bozen, im Gespräch Berufsschuldirektor Alfons Steiner ist in den Ruhestand gegangen. Ein Rückblick. Was waren Ihre Ziele als Berufsschuldirektor? Steiner: Ich wollte ein ehrlicher Partner für die Jugend sein. Beruflich gesehen ist die Jugend zu meinem Lebensinhalt geworden. Ich habe für sie gekämpft, ich habe in sie viel Zeit investiert, ich habe aber auch viel verlangt. Die Grundlage meines beruflichen Engagements als Lehrer und Direktor war es, der Jugend ein würdiges, stärkeorientiertes Menschenbild zu vermitteln. Vor allem als Direktor war es mir ein großes Anliegen, die guten Schüler zu fördern und den schwachen Schülern zu helfen. Für mich war wichtig, immer optimistisch zu sein und nicht nachtragend.

Alfons Steiner leitete seit 25 Jahren die Landesberufsschule »Johannes Gutenberg« in Bozen.

Welche Rolle spielte für Sie der Bereich Hotelund Gastgewerbe? Steiner: Ich war immer der Auffassung, dass die Landesberufsschule in Bozen auch im Bereich Gastgewerbe eine Ausbildung ermöglichen muss. Es war mir ein persönliches Anliegen, diesbezüglich in Bozen eine

gute Ausbildung zu schaffen. Das ist nun gelungen, auch dank der Unterstützung des HGV. Es war aber nicht einfach. Seit zwei Jahren führen wir in Bozen nun die zweijährige Hotelfachschule. In den Jahren vorher haben wir die gastgewerblichen Biennien allerdings durchgeführt, nicht in der Schule selbst, sondern in diversen Hotels und Gastbetrieben. Seit zwei Jahren haben wir alle Räumlichkeiten unter einem Dach und können damit ein hohes Ausbildungsniveau gewährleisten. Darüber bin ich sehr froh. Welches Ziel wird in der gastgewerblichen Ausbildung verfolgt? Steiner: Unser Anliegen ist es, jungen Menschen eine Lernumgebestmögliche bung und qualitativ hochwertige Lernangebote zur Verfügung zu stellen. Als berufsbildende Schule ist es

unser Anspruch, unseren Schülern praxisorientiertes Fachwissen und eine fundierte Allgemeinbildung zu vermitteln. Unsere Devise ist es, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Zukunft in der Gastronomie und Hotellerie vorzubereiten. Wie beurteilen Sie die Qualität der Berufsausbildung? Steiner: Die Berufsausbildung in Südtirol hat in den letzten Jahren ein sehr hohes Niveau erreicht. Die Zeugnisse werden auch in anderen Staaten anerkannt und der Weg zur Berufsmatura ist geebnet worden. Das sind für mich wichtige Meilensteine für eine attraktive Ausbildung für die Jugend. Ich darf ruhigen Gewissens behaupten, dass die Berufsschule keine zweitrangige Ausbildung mehr ist und dass sie von der Fach-

ausbildung und vom Allgemeinwissen ein hohes Niveau aufweist und somit gleichwertig zu den anderen Pfeilern der Ausbildung in Südtirol zu sehen ist. Ist dies eine Behauptung oder Realität? Steiner: Es muss zur Realität werden. Es stimmt, dass die Schwächeren gerne den zugeführt Berufsschulen werden. Das ist aber fatal, denn gerade die Wirtschaft braucht bestens ausgebildete und vorbereitete Fachkräfte, egal, in welchen Bereichen. Die Berufsbildung muss ihren Stellenwert und ihre öffentliche Präsenz weiterhin behaupten. Bedenklich stimmt mich jedoch die Entscheidung, die Berufsbildung Abteilung nicht weiterhin als eigenständige Abteilung zu führen. Ich hoffe, dass die Berufsbildung im neuen Bildungsressort den Stellenwert erhält, der ihr zusteht.

Buch im Gespräch

Literarischer Reiseführer Ein Reisehandbuch der besonderen Art hat Ferruccio Delle Cave mit seinem Werk »Südtirol. Ein literarischer geschaffen, Reiseführer« welches im »Raetia«-Verlag erschienen ist. Südtirol ist reich an literarischen Zeugnissen. Namhafte Dichter, Schriftsteller und Gelehrte haben Südtirol über den

Auf den Spuren berühmter Autoren.

Brenner gen Süden passiert, das Land bereist und ihre Eindrücke in Texten hinterlassen. »Vor unserem Wirtshaus zur Sonne ein solcher Obstmarkt, als Ihr in Eurem Leben nicht gesehen habt«, schrieb Gottfried Herder 1788 auf seinem Weg durch Bozen an seine Frau in Weimar. In diesem Kulturführer erschließt sich Südtirol dem Leser über die schönsten und anschaulichsten Zeugnisse berühmter Autoren wie Machiavelli, Goethe und Rielke. Die Geschichten vereinen sich mit Tipps für Sehenswürdigkeiten und Kulturadressen zu einem lesenswerten Werk. Übersichtliche Karten erleichtern die Orientierung und sollen zusammen mit den Texten der berühmten Autoren anregen, die beschriebenen Orte neu zu entdecken. »Südtirol. Ein literarischer Reiseführer« ist im Buchhandel zum Preis von 18 Euro erhältlich.

START

REISE

ZIEL

Weissburgunder Riserva Passion 2009 - Drei Gläser Gambero Rosso 2012

Kellerei St. Pauls I Eppan I Südtirol I www.kellereistpauls.com


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Viel Liebe zum Detail

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Bücher im Gespräch

Die Spezialbier-Brauerei »FORST« informiert – Teil 9

Durch Südtirols Gasthäuser

Der letzte Teil der Artikelserie zeigt auf, dass zum eigentlichen Brauhandwerk auch die Nachbetreuung beim Verkaufspunkt sowie die Wartung und Pflege der Schankanlage gehören.

In Südtirol ist das Gasthaus im Dorf traditionell ein wichtiger Treffpunkt. Dort, wo Einheimische gemütlich beisammensitzen, sich auf ein Glas Wein oder zu einem Kartenspiel treffen, wird vielerorts auch vortrefflich gespeist. Neben den Klassikern wie Speckknödel oder Bauerngröstl gibt es da und dort auch extravagante Kreationen und zeitgemäß ambitionierte aktuelle Interpretationen traditioneller Gerichte. Oswald Stimpfl, der Verfasser zahlreicher Reiseführer für Südtirol, führt den Leser im Buch »Traube, Post und Goldener Adler – Dorfgasthäuser in Südtirol«, das im »Folio«-Verlag erschienen ist, zu seinen Lieblingsgaststätten. Quer durch Südtirol hat er die Dorfgasthäuser besucht und viele Plätze gefunden, die es zu besuchen lohnt. Denn diese Lokale überzeugen durch besonderes Ambiente, liebenswerten Charme und einnehmende Atmosphäre. Bei jedem Gasthaus verrät der Autor, was es

Wir sind am Ende unserer Artikelserie angelangt. Zusammenfassend sei noch einmal erwähnt, dass das Bierbrauen, wie zu Beginn der Artikelserie in der »HGV-Zeitung« bereits geschildert, ein sehr komplexes Geschäftsfeld ist. Es genügt nicht nur, ein hervorragendes Produkt zu brauen und dessen Qualität ständig zu kontrollieren

Margherita Mannstein.

Fuchs

von

und auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Wesentlich ist auch die Nachbetreuung der Kunden. »Bei FORST wird stets auf Qualität geachtet, sei es bei der Auswahl der Rohstoffe als auch beim

Brauverfahren selbst. Auch der Einsatz von natürlich gewonnener Kohlensäure für den Ausschank unserer Biere ist Teil dieser Unternehmensphilosophie. Die professionelle Betreuung der Kunden durch unsere technischen Mitarbeiter verleiht uns den entscheidenden Wettbewerbsvorteil«, ist Margherita Fuchs von Mannstein, geschäftsführende Gesellschafterin der Spezialbier-Brauerei »FORST«, überzeugt.

Kontakt Weitere Informationen erteilt die SpezialbierBrauerei »FORST«, Vinschgauerstr. 8, Forst/Algund, Tel. 0473 260 111, E-Mail: info@forst.it.

Vom Lehrling zur Fachkraft Diplomverleihung an der LBS »Emma Hellenstainer« Bei einem Empfang mit musikalischer Umrahmung wurden die Absolventen gefeiert. An der Landesberufsschule für das Gast- und Nahrungsmittelgewerbe »Emma Hellenstainer« in Brixen haben im vergangenen Schuljahr 109 Lehrlinge und 34 Berufsfachschüler aus den Bereichen Service, Küche, Metzgerei, Bäckerei und Konditorei ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Um diesen besonderen Moment des Übergangs von einem Lebensabschnitt in

den nächsten zu würdigen, lud die Direktorin Brigitte Gasser Da Rui alle Absolventinnen und Absolventen zur feierlichen Diplomverleihung an der Schule ein. Hartwig Gerstgrasser, Bereichsleiter der Deutschen Berufsbildung, kam bei der Diplomverleihung auf aktuelle Themen der Berufsbildung wie etwa die Überarbeitung des Lehrlingsgesetzes auf nationaler Ebene sowie die intensiven Vorbereitungsarbeiten für ein viertes und fünftes Ausbildungsjahr mit dem Ziel Matura zu sprechen. Zudem lud er die Jugendlichen ein, das Geleistete zu genießen

Die Direktorin Brigitte Gasser da Rui und Hartwig Gerstgrasser, Bereichsleiter Deutsche Berufsbildung, bei der Diplomübergabe.

und nach vorn zu schauen. »Ihr habt berufliche Kompetenzen und grundlegende Schlüsselqualifikationen erworben. Setzt auf eure Stärken und ihr werdet euren Weg machen«, betonte Gerstgrasser. Cäcilia Baumgartner, Amtsdirektorin für Lehrlingswesen und Meisterausbildung, gratulierte den Absolventen zum erfolgreichen Abschluss. »Für euch beginnt ein neuer Lebensabschnitt, in dem ihr beruflich zunehmend mehr Verantwortung übernehmen werdet. Ihr seid nicht mehr Lehrlinge, sondern Fachkräfte«, so Baumgartner. Unterstützt durch Vertreter der Berufsverbände und Behörden überreichte Brigitte Gasser Da Rui den Jugendlichen die Diplome. Den Absolventen mit besonders guten Leistungen wurde als Zeichen der Anerkennung ein Sachbuch überreicht. Die Feier – musikalisch umrahmt vom Klarinettenquartett der Musikschule Brixen – endete mit einem Aperitif-Empfang, bei dem die Gäste mit Köstlichkeiten aus Küche und Keller verwöhnt wurden.

Sehenswertes in der Nähe gibt, oder empfiehlt eine kurze Wanderung. Kompakte Informationen zu Speisen und Weinen sowie zu Öffnungszeiten und Platzangebot runden das Buch ab. Das Buch »Traube, Post und Goldener Adler – Dorfgasthäuser in Südtirol« ist im »Folio«-Verlag erschienen und im Handel für 12,90 Euro erhältlich.

Der »Gasthausführer«.

Bäuerliche Rezepte Südtirols bäuerliche Küche zwischen Tradition und Gegenwart präsentiert sich im neuen Kochbuch des »Folio«-Verlags. »Schneemilch und Pressknödel – Südtiroler Bäuerinnen und ihre Rezepte« stellt alpine Gerichte nach bäuerlichen Rezepten vor. Die Autorin Isolde von Mersi hat dazu neun Bäuerinnen auf ihren Höfen besucht und in deren Kochtöpfe geschaut. Entstanden ist ein Kochbuch mit alpinen Gerichten zwischen Bodenständigkeit und Kreativität. Reportagenartig werden die traditionellen Gerichte gezeigt. Die Rezepte bilden dabei ein sehr persönliches Panorama der kulinarischen Geschmacksvielfalt in Südtirols Tälern. Süßes und Saures, Leichtes und Deftiges, Brot, Marmeladen, Suppen, Nudelrezepte, verschiedene Knödel, Nocken und Fleischgerichte, Kuchen, Joghurt, Desserts und

vieles mehr findet der Leser in diesem Kochbuch. Die über 80 Rezepte sind Schritt für Schritt beschrieben, einfach nachzukochen und mit Bildern von Frieder Blickle bestens illustriert. »Schneemilch und Pressknödel – Südtiroler Bäuerinnen und ihre Rezepte« ist für 34 Euro erhältlich.

Traditionelle Rezepte zum Nachkochen.


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Bestnoten für Südtirol Südtirol als meistprämiertes Weinbaugebiet Italiens Ende November wurden alle ausgezeichneten Weine zur Verkostung gereicht. Die neuen Ausgaben der Weinführer werden jedes Jahr auch in Südtirol mit großer Spannung erwartet. Das Warten hat sich für die heimischen Weinproduzenten heuer auf jeden Fall gelohnt. Die renommiertesten Weinführer haben nämlich insgesamt 92 Südtiroler Weine mit Bestnoten bedacht.

Die besten Weine 25 Weine hat der »Gambero Rosso« mit der Höchstnote »Tre Bicchieri« ausgezeichnet, 25 Südtiroler Weine haben die »Cinque Bottiglie« vom »L’Espresso« erhalten, 18 Weine dürfen stolz sein auf die »Super Tre Stelle« von »Veronelli«, mit den »Cinque Grappoli« hat »Duemilavini /AIS« 20 Südtiroler Weine ausge-

zeichnet, elf Weine hat »Slow Wine« zu »Grandi Vini« auserkoren. »Vinibuoni/Touring« hat 13 Weine mit den »Le Corone« ausgezeichnet und zwei Weine von Südtiroler Produzenten hat »Sparkle/ Cucina & Vini« mit »Cinque Sfere« bedacht. 21 Weine erhielten außerdem 92 Punkte und mehr vom österreichischen Wine Guide »Falstaff«. Einige der Weine wurden mehrfach prämiert. Die Auszeichnungen teilen sich dieses Jahr 47 Kellereien, Weingüter und freie Weinbauern. Damit bestätigt Südtirol einmal mehr seinen Ruf als eine der führenden Weinbauregionen Italiens. Mit nur 0,7 Prozent der italienischen Weinbaufläche gewann die Region über fünf Prozent der Auszeichnungen und war dadurch das meistprämierte Anbaugebiet Italiens im Verhältnis zur Weinbaufläche. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass sich Südtirol immer mehr zum

Die besten Südtiroler Weine wurden vorgestellt.

Weißweinland entwickelt: Rund zwei Drittel der Bestnoten erhielten die Weißweine, allen voran der Gewürztraminer, gefolgt von Riesling und Weißburgunder. Bei den Rotweinen ist der Lagrein vor dem Blauburgunder die meistprämierte Sorte.

Verkostung Mit der Veranstaltung »Top of Südtirol Wines« hat das Konsortium Südtiroler Wein Ende November allen Weinliebhabern im Parkhotel »Laurin« in Bozen erstmals die Gelegenheit geboten, alle prämierten Weine zu verkosten. »Wir freuen uns sehr über die vielen Auszeichnungen, die die Qualität und die Vielfalt der Südtiroler Weine einmal mehr bestätigen. Die Bewertungen der Weinführer dienen auch als wichtige Orientierung für die Konsumenten«, betont Anton Zublasing, Präsident des Konsortiums Südtiroler Wein. »Natürlich handelt es sich hierbei immer nur um eine Auswahl; Südtiroler Betriebe punkten auch in zahlreichen anderen Führern«, sagt Anton Zublasing. So kürt zum Beispiel Luca Maroni den Chardonnay Riserva »Burgum Novum 2008« des Weingutes Castelfeder zum zweitbesten Weißwein Italiens, während der Führer »Guida ai Vini d’Italia bio« das Weingut Manincor zum »Betrieb des Jahres« ernennt. Die Liste der ausgezeichneten Weine finden Interessierte auf der Internetseite www.suedtirolwein.com.

Die begeisterte Gästegruppe bei ihrer Rundtour durch Südtirol.

Die Bio-Radtour Eine Jubiläumsaktion der »Bio-Hotels« Die Kooperationsgruppe »Bio-Hotels« feierte heuer ihr zehnjähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurden diverse Aktionen durchgeführt, unter anderem auch die Aktion »180 Tage im BioHotel«. Die fünf Südtiroler »Bio-Hotels« haben zum Jubiläum eine Bio-Radtour durch Südtirol organisiert. Die Gäste haben dabei in zehn Tagen die fünf »BioHotels« (Biohotel »Panorama«, Mals, Landhotel »Anna«, Schlanders, »theiner's garten BIO Vitalhotel«, Gargazon, Biohotel »Kaufmann« Auer, »Tauber's Bio Vitalhotel«, St. Sigmund) kennen gelernt und

dabei Südtirol auf ihren Rädern erkundet. Die Teilnehmer haben jeweils zwei Tage in einem Hotel verbracht und sind dann mit den Rädern zum nächsten Hotel der Kooperationsgruppe geradelt. Jedes Hotel hat den Teilnehmern ein spezielles Rahmenprogramm geboten, das von einer Weinverkostung durch das Bioweingut »Loacker«, über eine Verkostung von Biodestillaten, eine Kutschenfahrt, einen Besuch der Gärten von Schloss Trauttmansdorff, eine Einführung in die Kneipp-Gesundheitslehre bis zum Latschenkieferbad reichte. Kurzum: Eine gelungene Aktion, die alle Südtiroler Mitglieder der »Bio-Hotels« eingebunden hat.


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Zukunft gestalten, Tradition bewahren Südtiroler Köcheverband feierte 40-jähriges Bestehen – Norbert Kostner geehrt Wer die Zukunft gestaltet, leistet einen entscheidenden Beitrag, um Tradition zu bewahren, hieß es bei der 40. Generalversammlung des SKV. Eine große Schar an Gratulanten, zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste und zwei weltbekannte Starköche wohnten der Jubiläumsveranstaltung des Südtiroler Köcheverbandes (SKV) im Kongresszentrum der Messe Bozen bei. Reinhard Steger, erneut bestätigter Präsident des SKV, erwähnte in seinem Impulsreferat den Gründungspräsidenten des Südtiroler Köcheverbandes, Andreas Hellrigl, welcher 1971 maßgeblich zur Gründung des SKV beigetragen hat. »Die Erfolgsgeschichte von Hellrigl zeigt uns auf, dass man auch unter schwierigen Verhältnissen viel gestalten und äußerst erfolgreich werden kann. Gerade aus der Lebensgeschichte Hellrigls heraus muss es auch weiterhin ein Kernanliegen des SKV sein, Zukunft in der Südtiroler Küche und im Kochberuf zu gestalten und damit Tradi-

Der SKV feierte mit den Starköchen Harald Wohlfahrt und Norbert Kostner und Kochkollegen aus Kärnten. Foto: SKV

tionen zu sichern«, erläuterte Steger.

Regional und frisch In seinem Referat zeigte Steger auf, wie der SKV Zukunft gestalten und Tradition bewahren will. Tradition und Moderne seien weiterhin die Grundlage für den Erfolg der Südtiroler Küche. »Eines unserer Kernziele muss es sein, wichtige traditionelle Werte der Südtiroler Küche zu erhalten, zu schützen, teils wiederzubeleben und weiterzuentwickeln«, sagte Steger. Auch in den Schulen und im Bereich der Aus-

und Weiterbildung gilt es, die richtigen Entscheidungen zu treffen. »Als SKV werden wir uns dabei weiterhin an den Besten der Welt im Kochberuf orientieren«, gab Steger die Richtung vor. Auch für die heimische Kochjugend sei es wichtig zu wissen, wo die Schwerpunkte in der Ausbildung und in der Südtiroler Küche liegen. Eine zentrale Rolle spielen dabei nach wie vor die regionalen Produkte und die Frischeküche. In einer globalen Welt suchen die Menschen immer mehr Halt am Ursprung und an der Herkunft der Produkte.

»Daher muss es unser Kernanliegen sein, die Produkte der Bauern noch gezielter und in spannenderer Art und Weise in unsere Speisekarten einzubauen und die Gäste damit immer wieder neu zu überraschen«, fuhr Steger fort. Das Netzwerk zwischen Tourismus und Landwirtschaft müsse deshalb gestärkt werden. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Servicequalität im Betrieb, denn ohne den perfekten Service können die kulinarischen Leistungen nicht entsprechend kommuniziert und nicht in das richtige Licht gerückt werden. Schließlich, so

betonte SKV-Präsident Steger, haben der Verband und die Ausbildungsstätten die Aufgabe, die Jugend für die Berufe im Hotel- und Gastgewerbe zu begeistern und ihr die Passion für das Schöne, das Faszinierende, für den guten Geschmack und für Kreativität zu vermitteln.

Ehrungen Neben den vielen Gratulationen zum Jubiläum wurden bei der Generalversammlung auch zahlreiche Personen geehrt. Die Ehrenurkunde des SKV erhielten die besten Kochlehrlinge und der Ausbildungsbetrieb und der Ausbilder des Jahres sowie Norbert Kostner für sein kulinarisches Lebenswerk und seine herausragenden Leistungen zum Wohle des Kochberufes. Kostner ist Küchenchef im Luxushotel »Oriental« in Bangkok. Ein bewegender Moment war auch der Auftritt von Pia Maria Hellrigl, welche an das gastronomische Wirken ihres Mannes Andreas Hellrigl erinnerte. Sie dankte dem SKV und Erik Platzer für die Biografie über Hellrigl, welche vor Kurzem im »Athesia«-Verlag erschienen ist. st

»Wir müssen uns immer am Besseren orientieren« Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt war Stargast bei der SKV-Generalversammlung Die Ausbildung darf an den Notwendigkeiten der Wirtschaft nicht vorbei zielen. Mit großer Spannung erwartet wurde der Auftritt eines der besten Köche der Welt bei der 40. Generalversammlung des Südtiroler Köcheverbandes. Harald Wohlfahrt, Drei-SterneKoch und Küchenchef im Restaurant »Schwarzwaldstube« im Fünf-Sterne-Hotel »Traube-Tonbach« in Baiersbronn sprach in einem Dialog mit SKV-Präsident Reinhard Steger über seine Küchenphilosophie. Wohl-

fahrt plädierte für eine zielorientierte Ausbildung, welche auf die Bedürfnisse der Gastronomie und Hotellerie zugeschnitten ist. »Die Ausbildung ist das Um und Auf«, unterstrich Wohlfahrt. Er legte ein Bekenntnis für regionale Produkte ab, jedoch müsse man auch aufgeschlossen sein für Produkte aus anderen Weltgegenden. »Jedes Produkt schenkt uns ein Aroma, mit dem man etwas Spannendes machen kann«, brachte es der erfahrene Drei-SterneKoch auf den Punkt. Die Beachtung der Wertschöpfung und die richtige Kalkulation sind weitere Eckpunkte, welche für den

Erfolg der Gourmetküche ausschlaggebend sind. »Der Markt gibt den Preis vor. Mein Instrument, auf dem ich spiele, ist der Herd«, formulierte Sternekoch Wohlfahrt. Wichtig sei dabei auch die richtige Mitarbeiterauswahl und deren Förderung und Anerkennung. Neben den praktischen Ratschlägen von Harald Wohlfahrt drückten auch mehrere Ehrengäste ihre Wertschätzung für die Arbeit des SKV aus. Landeshauptmann Luis Durnwalder dankte dem Köcheverband für seine wertvolle Arbeit in puncto Aus- und Weiterbildung. Sehr erfolgreich war der SKV auch bei

der Aufwertung des Kochberufes, welche sich letztendlich auch auf die Berufswahl bei den Jugendlichen positiv auswirkt. Darauf verwies auch Landesrat Hans Berger und betonte, dass der Beruf des Kochs der beliebteste Lehrberuf ist. Auch Berger gratulierte dem SKV zu seinem 40-jährigen Wirken und hob dabei auch die Pionierleistung des Gründungspräsidenten Andreas Hellrigl hervor. Dass die heimische Küche salonfähig geworden ist, führt Berger nicht zuletzt wesentlich auf das Wirken des Köcheverbandes zurück. »Unser Gast sucht heute das, was uns Südtiro-

lern schmeckt. Das war nicht immer so«, betonte Berger. Die Glückwünsche des HGV überbrachte SterneKoch und Ausschussmitglied Herbert Hintner, welcher zusammen mit HGVVizepräsident Helmut Tauber und Direktor Thomas Gruber der Jubiläumsveranstaltung beiwohnte. Hintner gratulierte dem SKV zu seinen Tätigkeiten und meinte, dass die Köche in Zukunft verstärkt auf die gesunde Ernährung achten müssten. Regionalität und gesunde Ernährung bleiben die Megatrends der Zukunft, ist Herbert Hintner überzeugt. st


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Kleinanzeiger in den HGV-Medien

Foto: SKV

Kleine Worte, große Wirkung!

»Bad Schörgau« in Sarnthein ausgezeichnet Zum 15. Mal kürte der Südtiroler Köcheverband bei seiner diesjährigen Generalversammlung den Ausbildungsbetrieb und den Ausbilder des Jahres. Zum Ausbildungsbetrieb des Jahres wurde das Hotel »Bad Schörgau« mit Wirtefamilie Wenter gewählt. Der Ausbilder des Jahres ist dessen Küchenchef, Küchenmeister Egon Heiss. Die Ehrung erfolgte im Beisein von Tourismuslandesrat Hans Berger, welcher Gregor Wenter und Küchenchef Egon Heiss zur Auszeichnung gratulierte. Berger verwies auf die große Anzahl an Kochlehrlingen in Südtirol und dankte

den Gastwirten und deren Mitarbeitern für die Ausbildung und Förderung der Jugend. Gregor Wenter dankte für diese Ehrung und meinte, dass es »eine Riesenfreude macht, mit jungen Leuten zu arbeiten«. Zusammen mit seinem Küchenchef Egon Heiss versicherte er, weiterhin viel Engagement in die Förderung junger Leute zu setzen und ihnen die Freude am Kochberuf zu vermitteln. Im Foto von links: SKV-Vize-Präsident Andreas Köhne, Gregor Wenter, Landesrat Hans Berger, KM Egon Heiss und SKV-Präsident Reinhard Steger.

Suchen oder Finden? Kaufen oder Verkaufen? Wortanzeigen in der HGV-Zeitung und im Kleinanzeiger auf den HGV-Internetseiten unter www.HGV.it sind für HGV-Mitglieder kostenlos. Schicken Sie uns Ihren Text per Fax oder E-Mail. HGV-Mitglieder können ihre Annonce auch direkt auf den HGV-Internetseiten eingeben. Ein Hinweis: Personalanzeigen werden im Kleinanzeiger der HGV-Medien nicht veröffentlicht!

Foto: SKV

Die besten Kochlehrlinge des Jahres 2011 Bereits zum 18. Mal hat der Südtiroler Köcheverband (SKV) im Rahmen seiner Generalversammlung die besten Kochlehrlinge ausgezeichnet. Der SKV will damit die Leistungen der Nachwuchskräfte der Südtiroler Gastronomie bereits in der Ausbildung honorieren. Die besten Kochlehrlinge 2011 sind (im Foto erste Reihe von links): David Hofer, Pfelders (letzter Lehrbetrieb: Hotel »Küglerhof«, Dorf Tirol); Marlies Zingerle, Lüsen (letzter Lehrbetrieb: »Naturhotel Lüsnerhof«, Lüsen);

Monika Plattner, Völs (letzter Lehrbetrieb: Hotel »Haus am Hang«, Kaltern); Michael Falser, Karneid (letzter Lehrbetrieb: Hotel »Cristal«, Obereggen); Roland Kröss, Lajen (letzter Lehrbetrieb: Hotel »Bad Schörgau«, Sarnthein); Michael Kuppelwieser, Ulten (letzter Lehrbetrieb: Hotel »Unterpichl«, Ulten). Im Foto mit LH Luis Durnwalder, dem Leiter des Bereichs Deutsche Berufsbildung Hartwig Gerstgrasser, den Direktorinnen der Berufsschulen und der Führungsspitze des SKV.

HGV-Zeitung HGV-Zeitung@ HGV.it • www.HGV.it Schlachthofstraße 59 • 39100 Bozen Tel. 0471 317 700 • Fax 0471 317 701


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Ein großes Dankeschön zum Jubiläum Zum zehnten Mal Ausflug zum Hotel »Garnellenhof« in Kaltern unternommen Einmal im Jahr verbringen die Bewohner des Seniorenheims Kaltern einen entspannten Nachmittag im Hotel »Garnellenhof«. Bereits zum zehnten Mal lud heuer Margot Gamper die Bewohner der Altenheimstiftung Kaltern »Heinrich von Rottenburg« zu sich in das Hotel »Garnellenhof« in Kaltern/Oberplanitzing ein. Dies freute die Heimbewohner und ihre Betreuer besonders, denn es ist nicht selbstverständlich, dass ein renommiertes Hotel jährlich alle Bewohner eines Altenheimes einen ganzen Nachmittag bewirtet und so seine Verbundenheit zu einer sozialen Einrichtung zum Ausdruck bringt. Bei traumhaftem Herbstwetter

zogen die Bewohner zusammen mit ihren Begleitpersonen vom Altenheim los und spazierten nach Oberplanitzing, wo sich ihnen im »Garnellenhof« ein herzlicher Empfang bot. Auf der Hotelterrasse verwöhnten die Hausherrin und ihre Mitarbeiterinnen die 45 Gäste mit Kaffee, Kuchen, Torten und Eis. Das schöne Panorama und die angenehme Atmosphäre trugen zusätzlich zum Wohlbefinden aller Beteiligten bei. Die Gäste konnten den lauen Herbstnachmittag in vollen Zügen genießen und traten gestärkt und zufrieden den Heimweg an. »Wir wissen die Gastfreundschaft von Margot Gamper sehr zu schätzen und möchten ihr im Namen der Heimbewohner unseren Dank aussprechen«, unterstreichen die Betreuer der Altenheimstiftung Kaltern.

Die Kalterer Senioren freuen sich jedes Jahr über die Einladung. Frau Roschatt überreichte Hausherrin Margot Gamper als Dank einen Blumenstrauß.

Die besten Südtiroler Weißburgunder prämiert Preisverleihung im Zuge der Veranstaltungsreihe von »VinoCulti« in Dorf Tirol Die Kellereien St. Michael Eppan und Karl Martini & Sohn sowie das Weingut Niklas gewannen den »VinoCulti« Weißburgunderpreis. Gleich in drei Kategorien wurden die besten Südtiroler Weißburgunder im Zuge der Veranstaltungsreihe »VinoCulti« in Dorf Tirol prämiert. Eine Fachkommission, bestehend aus Vertretern der Südtiroler Weinakademie, dem Organisator des »Merano WineFestivals«, Helmut Köcher, und dem italienischen Weinjournalisten Ian D’Agata, bewerteten die Weine vorab.

Die Sieger Insgesamt hatten Südtirols Kellereien 44 Weine ins Rennen um den besten Südtiroler Weißburgunder 2011 geschickt. Die besten zehn Kellereien werden jedes

Jahr mit einem Diplom ausgezeichnet. In der Kategorie »Stahl« gewann die Kellerei Karl Martini & Sohn, Girlan, mit dem »Weißburgunder Palladium 2010«, der von der Jury mit 93 Punkten bewertet wurde. Auf Platz zwei schaffte es die Kellerei Nals Margreid mit dem »Weißburgunder Sirmian 2010« (92 Punkte), und auf Platz drei folgte die Weinkellerei Franz Kuppelwieser, Kurtinig, mit dem »Pinot Bianco Kuppelwieser 2010«, der mit 91 Punkten bewertet wurde. Dahinter platzierten sich ex aequo die Kellerei Bozen mit dem »Weißburgunder Dellago 2010«, die Kellerei St. Michael Eppan mit dem »Weißburgunder Schulthauser 2010«, das Weingut Malojer-Gummerhof, Bozen, mit dem »Weißburgunder 2010«, die Kellerei Schreckbichl, Girlan, mit dem »Weißburgunder Weisshaus Praedium 2010«, die Weinkellerei Castel Sallegg, Kaltern, mit dem »Pinot Bianco 2010«, das Weingut Peter

Zemmer, Kurtinig, mit dem »Weißburgunder Peter Zemmer 2010«, sowie die Tiefenbrunner-Schlosskellerei Turmhof, Kurtatsch, mit dem »Weißburgunder Anna Turmhof 2010«. In der Kategorie »Barrique« holte sich

Kellermeister Hans Terzer von der Kellerei St. Michael Eppan mit dem »Weißburgunder St. Valentin 2009« den Sieg. In der Kategorie »Der besondere Weißburgunder« ging der erste Preis an das Weingut Niklas,

Kaltern, mit dem »Weißburgunder Klaser Riserva 2008«. Auf Platz zwei folgten das Landesweingut Laimburg mit dem »Weißburgunder Rayèt 2009« und auf Platz drei die Kellerei Tramin mit dem »Tauris 2008«.

Die prämierten Kellereien mit den Organisatoren und der Jury. Von links: Alexander Dilitz, Präsident Tourismusverein Dorf Tirol, Lukas Martini, Kellerei Karl Martini & Sohn, Dieter Sölva, Weingut Niklas, Hans Terzer, Kellerei St. Michael Eppan, Christine Mayr, Südtiroler Weinakademie, Helmut Köcher, Merano WineFestival, Manuela Zischg, Direktorin Tourismusverein Dorf Tirol.


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25 Jahre Passion für Küche und Keller Sterne-Restaurant »Schöneck« in Mühlen bei Pfalzen feierte Jubiläum Kulinarische Genüsse in stilvollem, gemütlichem und familiärem Ambiente kennzeichnen das Sterne-Restaurant »Schöneck«. Angefangen hatte der gastronomische Werdegang der Brüder Karl und Siegfried Baumgartner 1980 in Mühlbach, wo sie, ohne einschlägige Erfahrung oder Ausbildung, zusammen mit ihrem jüngsten Bruder Hansi das Restaurant »Pichler« eröffneten. Karl, zu dem Zeitpunkt 20 Jahre alt, und sein Bruder Hansi zauberten in der Küche nicht nur Tiroler Spezialitäten, sondern versuchten sich auch an mediterranen Gerichten. Bruder Siegi übernahm mit seinen 19 Jahren den Service und widmete sich mit Leib und Seele der Weinkunde. Wenig später wurde durch die Hochzeit von Karl

Die Gastgeber im »Schöneck«. Von links: Karl, Mary und Siegfried Baumgartner.

mit Mary das familiäre Serviceteam erweitert. Die innovativen Ideen und der jugendliche Enthusiasmus gefielen und so lockte das »Pichler« zahlreiche Gäste nach Mühlbach.

Treffpunkt für Gourmets 1986 kauften Karl und Siegi Baumgartner das heu-

tige »Schöneck« in Mühlen bei Pfalzen. Die Liebe zu seinen Gerichten und seine Kreationen, zwischen lokaler Bodenständigkeit und mediterraner Leichtigkeit, bescherten Karl Baumgartner im Jahr 1996 den Michelin-Stern, welchen er bis heute halten konnte. Auf diese begehrte Auszeichnung folgten im Laufe der Jahre etliche weitere für

das »Schöneck«, sowohl der Küche, als auch des Services wegen. Zum heurigen 25-jährigen Geburtstag wurde das Restaurant vom Gourmetführer »Gault Millau« auch mit der zweithöchsten Bewertung, einer dritten Haube, bedacht. Auch durch den Umbau des Lokals im Jahr 2001 hat das Ambiente nichts von seinem lieblichen und

idyllischen Charakter eingebüßt. Das Restaurant ist nach 25 Jahren immer noch ein gern besuchter Treffpunkt für Liebhaber der gehobenen Gastronomie sowie für feierlustige Gäste. Das Restaurant »Schöneck« zeichnet sich eben nicht nur durch seine originellen Gaumenfreuden von den Amuse-Gueules bis zum Dessert aus, sondern die Gebrüder Baumgartner gelten auch als Garant für gesellige Stunden. Um das Jubiläum mit den Gästen gebührend zu feiern, standen in diesem Jahr einige besondere Veranstaltungen auf dem Programm. Mitte November luden Karl, Siegi und Mary etwa zu zwei sizilianischen Abenden, bei denen sich Enrico Briguglio und David Tamburini vom SterneRestaurant »Casa Grugno« in Taormina zusammen mit Karl Baumgartner dem Thema »Fisch« widmeten.

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Ötzi in den USA Neue Ötzi-Dokumentation gezeigt Die Eismumie und das UNESCO Weltnaturerbe »Dolomiten« wurden in Washington vorgestellt. Anlass der Präsentation von Ötzi in den USA war die Reportage über die neuesten Erkenntnisse zur Gletschermumie im Wissenschaftsmagazin »National Geographic«. Im Rahmen der Veranstaltung in der italienischen Botschaft wurde eine neue Dokumentation über Ötzi gezeigt, und eine Multimedia-Ausstellung über das UNESCO Welterbe »Dolomiten« wurde in Washington eröffnet. Landesrat Michl Laimer bedankte sich bei den Vertretern der »National Geographic Society« für ihr ständiges Interesse und die finanzielle Unterstützung der Forschungen rund um Ötzi. Die von Brando Quilici im Auftrag von »National

Geographic« produzierte 45-minütige Doku über die letzten wissenschaftlichen Untersuchungen an der Mumie fand beim Fachpublikum große Anerkennung. Alle Filmszenen wurden in den vergangenen zwei Jahren in Südtirol gedreht. »Wir beabsichtigen, mit ›National Geographic‹ ein längerfristiges Ötzi-Forschungsprojekt zu vereinbaren, das aus einem gemeinsamen Topf finanziert werden soll«, berichtet Landesrat Michl Laimer, der die Führungsspitze von »National Geographic« nach Südtirol eingeladen hat, um den Mann aus dem Eis und das Weltnaturerbe der Dolomiten aus nächster Nähe zu erleben. Mit Landesrat Laimer in Washington waren die Direktorin des Archäologiemuseums, Angelika Fleckinger, Mumienforscher Albert Zink, Reinhold Messner und SMGDirektor Christoph Engl.

Kulinarium im »Wörndle«-Stadl in Bruneck Am 9. November war es wieder so weit: Der Lebensmittelspezialist »Wörndle Interservice« lud seine Kunden zum diesjährigen Kulinarium nach Bruneck. Mitten im Grünen, in einem Stadel und umgeben von Strohballen, fand die große Produktverkostung statt. 30 Aussteller präsentierten dabei mit großer Begeisterung ihre Neuheiten und die mit viel Sorgfalt ausgewählten

Mobiler Rechtsdienst

Recht bequem!

Lebensmittel. 550 Kunden von »Wörndle« verkosteten mit großem Interesse und Professionalität die Produkte und Delikatessen. Die Firma »Wörndle Interservice« mit Inhaber Helmuth Wörndle nutzte das Kulinarium im Stadl wieder, um ihre Professionalität und ihr Leistungsspektrum im Gastronomiesektor unter Beweis zu stellen. Kurzum: Eine bestens gelungene Veranstaltung.

Was bedeutet HACCP konkret? Erfüllt Ihr Betrieb alle Bestimmungen zu Brandschutz und Arbeitssicherheit? Auf ganz bequeme Weise beraten wir Sie in allen rechtlichen Fragen, direkt in Ihrem Betrieb: • • • • • • •

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MARKTBLICK

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Von 60 auf 100 Prozent Verantwortungsvolle Nutzung der Wasserkraft Die Landesenergiegesellschaft SEL wird die vormaligen »EDISON«Kraftwerke zur Gänze übernehmen. Die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Südtirol hängt auch vom Vorhandensein einheimischer Ressourcen ab. Im Tourismus zum Beispiel spielt die Ressource Landschaft eine mitentscheidende Rolle. Im kulturellen Bereich liegt der Wert eines Gebietes auch in seinen Kunstdenkmälern und ihrer Geschichte. Nach ähnlichen Kriterien können auch Südtirols Wasservorkommen eingestuft werden. Südtirols Wasserkraft ist eine kostbare Ressource. Die Zukunft im Energiebereich gehört der erneuerbaren und sauberen, nicht die Umwelt belastenden Energie. Also auch der Wasserkraft. Südtirol ist

reich an Wasserkraft. In der Vergangenheit stand diese Ressource nur zu einem geringen Teil der hiesigen Bevölkerung zur Verfügung, der größte Anteil wurde von zwei italienischen Konzernen nach Süden abgezweigt. Die Südtiroler Politik ist seit Jahrzehnten bemüht, die Kontrolle über die Ressource Wasser ins Land zurückzuholen.

Ziel ist vollständige Übernahme Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Südtiroler Elektrizitätsaktiengesellschaft SEL AG beauftragt. Im Jahr 2000 hat die SEL 50 Prozent Anteil an den beiden »EDISON«-Kraft-

P R Ä M I E R U N G

D E R

werken Kastelbell-Tschars und Glurns übernommen. Im April 2008 folgten 60 Prozent Anteil an weiteren sieben Großkraftwerken der »EDISON«. 2010 kamen 60 Prozent Anteile aller vormaligen großen und kleinen ENEL-Kraftwerke hinzu. Jetzt kommt der nächste große Schritt: Nach zähen Verhandlungen hat die SEL eine »Option« auf die restlichen 40 Prozent »EDISON«Anteile erreicht. Innerhalb eines Jahres werden die vormaligen »EDISON«Kraftwerke zu 100 Prozent von der SEL übernommen. Man kann sagen, dass diese Rückholung für Südtirol massive Standortstärkung und energiepolitische Zukunftssicherung bedeutet. Diese Erfolge der SEL sind wesentlicher Bestandteil der Leistungen, welche Südtirol in den letzten Jahrzehnten wirtschaftlich und sozial gefestigt und fit für die Zukunft gemacht haben.

A R B E I T S T R E U E

Besuch bei »Fruma« Worin liegt der Unterschied zwischen italienischen und holländischen Tomaten? Weshalb werden so viele verschiedene Sorten Kartoffeln verkauft? Warum kommen grüne Bananen in den Handel? Solche und viele weitere Fragen beantwortete Franz Innerhofer, Inhaber des Bozner Obst- und Gemüsegroßhandels »Fruma«, bei einer Stippvisite der dritten Klasse der »Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern«. Bei der Betriebsführung erfuhren die Schüler neben vielen Produkteigenheiten auch Technisches und Bürokratisches. So staunten die Besucher, als es um die unterschiedlichen Lagertemperaturen in den verschiedenen Kühlzellen, um die Abwicklung des Bestellwesens und um logistische Vorgänge für die Warenauslieferung ging. Im Foto die Besucher mit Firmeninhaber Franz Innerhofer.

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Fleiß und Ausdauer sind keine Selbstverständlichkeit und so will die Handelskammer Bozen auch heuer wieder traditionsreiche Unternehmen und fleißige Mitarbeiter ehren. Die Handelskammer zeichnet heuer zum 60. Mal Unternehmen mit einer mehr als 50-jährigen Tätigkeit und Arbeitnehmer mit 35 und mehr Dienstjahren aus. Hinzu kommen Mitarbeiter, die das Unternehmen, in dem sie tätig waren, unter bestimmten Voraussetzungen übernommen haben. Die Teilnahme an der Prämierung ist kostenlos. Gerne helfen Ihnen die Mitarbeiter der Handelskammer das Teilnahmeformular auszufüllen. Informationen: Handelskammer Bozen, Tel. 0471 945 613, management@handelskammer.bz.it, www.handelskammer.bz.it


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MARKTBLICK

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Innenausbau bei 80 cm Neuschnee »Resch« realisierte schlüsselfertigen Innenausbau der Schutzhütte »Raschötz« Auch hüfttiefer Neuschnee konnte die Fertigstellung der Einbauarbeiten innerhalb der geplanten 60 Tage nicht verhindern. Die neu errichtete Schutzhütte »Raschötz« auf 2.120 Metern Meereshöhe in St. Ulrich ist nicht nur ein energetisch-ökologisches Meisterwerk, sondern auch ein Beispiel guter Innengestaltung. Der Besucher wird gleich beim Eintritt auf das überraschend phantasievolle und heimelige Ambiente aufmerksam. Bei der Innenausstattung wurden bewusst urige, traditionelle und innovative Elemente kombiniert, die dem Gast die Südtiroler Gemütlichkeit spürbar machen.

Hochwertige Innenausstattung Der Auftrag beinhaltete jedoch nicht nur Tischlerarbeiten, sondern auch die gesamte Umsetzung des schlüsselfertigen Einrich-

Urig, traditionell und innovativ. Die Schutzhütte Raschötz.

tungsprojektes, beginnend mit der Bodenverlegung aus gehauenen Grödner Porphyr-Platten und übergehend auf gehobelte Eichenast-Bodenriemen, der Verlegung der Trockenmauer in Naturstein an der Theke und das Aufmauern des traditionellen Bauernofens. Neben der Rundtheke mit Kühlmöbeln und der ganzen Küchenausstattung wurde auch die Gaststube mit

50 Sitzplätzen in heimischem Zirbenholz und mit großflächigen Tischen in Eiche massiv und sichtbarer Rindenkante eingebaut und gestaltet. Dazu wirken die originellen Beleuchtungskörper aus geschwärztem Eisenblech besonders gut. Einladend und heimelig präsentieren sich auch die Gästezimmer in gedämpfter Fichte mit Vorhängen aus Lodenstoff.

Genauso wirkt auch der private Wohnungsbereich für die Gastwirtefamilie. Die gesamte Inneneinrichtung führte die Tischlerei »Resch GmbH« aus Gargazon unter der Leitung des Geschäftsführers Norbert Lunger nach dem Projekt der Firma »Art Domus« und Ing. Flavio Mussner aus. Die Tischlerei »Resch« hat den Ruf, ein kompetenter und verlässlicher Part-

ner für den schlüsselfertigen Ausbau von Hotels bzw. Restaurants und bei der Umsetzung von anspruchsvollen Einrichtungskonzepten zu sein. An den vielen aussagekräftigen Referenzprojekten, die im Kundenkatalog für Hoteliers gesammelt sind, ist ersichtlich, wie flexibel »Resch« in der Realisierung von hochwertigen Innenausstattungen ist.

Der Kaffee für den anspruchsvollen Genießer »Sommelier« – exklusive Selektion aus dem Hause Caroma in Völs am Schlern Der »Sommelier« ist ein 100-Prozent-ArabicaKaffee von leichter Säure und zartem Aroma nach Walnüssen und Schokolade. Was ist das Erfolgsrezept für den »Sommelier«? Valentin Hofer von Caroma aus Völs wählt nur feine Hochland-Bohnen, veredelt sie in schonender Langzeitröstung und verpackt sie sofort im Anschluss dank Qualitäts-Ventil aromasicher. Röstfrisch wird der Kaffee an die Unternehmen geliefert. Diese Selektion ist für feine Gaumen bestimmt. Der »Sommelier« ist ein 100-Prozent-Arabica-Kaffee von leichter Säure und zartem Aroma nach Walnüssen und Schokolade. Die richti-

Feine HochlandBohnen, schonend geröstet und aromasicher verpackt.

ge Zubereitung ist wichtig für das volle Aroma in der Tasse. Der »Sommelier« wird frisch gemahlen serviert. Valentin Hofer und

seine Mitarbeiter stehen bei Fragen gerne beratend zur Seite und kümmern sich um die Wartung der Maschinen. Weiters werden

im Schulungszentrum in Völs am Schlern Kurse zur Vertiefung des Wissens angeboten: vom Schnupperkurs über Latte-Art-Lehr-

gänge bis hin zur BaristaAusbildung. Caroma bietet die passenden Produkte, um diesen besonderen Kaffee begreifbar zu machen: Ein Zertifikat im Eingangsbereich bestätigt die hohe Wertigkeit des »Sommelier«. Eigens personalisierte Mühlen machen auf den besonderen Kaffee aufmerksam. Tischaufsteller und Kärtchen informieren mit Hintergrundwissen und machen den »Sommelier« erlebbar. So können Unternehmen die Wertschöpfung des Kaffees steigern und gleichzeitig Kaffeegenuss auf höchstem Niveau servieren. Weitere Informationen bei der Spezialitätenrösterei Caroma des Valentin Hofer, Handwerkerzone 92, Völs, Tel. 0471 725 651, www.caffe-caroma.it.


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Stimmiges für ein behagliches Ambiente Polstermöbel von »Rossin« für die kalte Jahreszeit Der Polsterbetrieb »Rossin« in Neumarkt/Laag bietet seit über 45 Jahren eine breit gefächerte Palette an Polstermöbeln für Hotels und Gastbetriebe. In der Vorweihnachtszeit, wenn Reif und vereinzelte Schneefälle den bevorstehenden Winter erahnen lassen und die traditionsreichen Südtiroler Christkindlmärkte Gäste aus dem norditalienischen Raum anlocken, dann wünscht sich wohl jeder Hotelier, seine Gäste in einem behaglichen Ambiente mit wohlig warmer Atmosphäre verwöhnen zu dürfen. Der Polsterbetrieb »Rossin« in Neumarkt/Laag bietet hierfür seit über 45 Jahren eine breit gefächerte Palette an Polstermöbeln: gemütliche Sessel für das Kaminzimmer und die Eingangshalle, Stühle in den verschiedensten Ausführungen für den Bar- und

Der Aufenthaltsraum der Residence »Sonja« in Wolkenstein mit dem »Rossin« Modell »Free«.

Restaurantbetrieb, einfach zu bedienende Schlafsofas und Polsterbetten mit komfortablen Matratzen. Einmal das passende Modell ausgewählt, steht Ihnen bei der Wahl der Bezugsstoffe ein Team von geschulten Fachberatern zur Seite. Um den Polstermöbeln Individualität und Einzigartigkeit

zu verleihen, bietet »Rossin« ein reichhaltiges Angebot an Stoffen, Leder und Kunstleder bester Qualität.

Warme Stoffe Gerade in der kälteren Jahreszeit werden aber auch vermehrt hochwertige Woll- und Lodenstoffe ge-

wählt und verarbeitet. Dem Farbspektrum dieser Stoffe sind keine Grenzen gesetzt. Es reicht von der Trendfarbe Violett bis hin zum klassischen Grün- und Braunton. Auch verschiedenste Muster zieren diese Stoffqualität. Um den Wünschen aller Kunden gerecht zu werden,

wird das fassettenreiche Angebot für das behagliche Hotelambiente durch die beiden Kollektionen von »Rossin«, »DESIGN« und »HOME«, abgerundet. Die »DESIGN«-Linie, bestückt mit Sitzmöbeln von renommierten internationalen Designern, besticht durch Geradlinigkeit, Formschönheit und Einzigartigkeit. Die Polstermöbel eignen sich besonders gut für Aufenthaltsräume und Lounge-Bereiche in Hotels, Bibliotheken, Büro-Gebäuden, öffentlichen Einrichtungen, usw., während die »HOME«-Linie in erster Linie auf die Anforderungen der Privatkunden ausgerichtet ist.

Kontakt Weitere Informationen zu der Produktpalette von »Rossin« finden Sie unter www.rossin.it oder überzeugen Sie sich selbst von der großen und vielfältigen Auswahl und besuchen Sie die »Rossin«-Ausstellung in Neumarkt/Laag.

Berufsbekleidung für das Gastgewerbe präsentiert »Country Hotel Kleidung« auf der »Hotel«: eine Nachschau Fröhlich, unkompliziert, zwanglos, zuverlässig. So lassen sich die jeweiligen Kollektionen von »Country Hotel Kleidung« mit Sitz in Frangart/Eppan beschreiben. Die Bozner Fachmesse »Hotel« ist für den Experten in trendiger Hotelbekleidung zur Tradition, ja sogar zu einem Muss geworden. »Diese Fachmesse ist zu einem Stelldichein für uns und unsere Kunden geworden. Dabei wird Neues, Trendiges und Altbewährtes in Augenschein genommen«, betonen Susanna und Sebastian Amberger, Inhaber von »Country Hotel Kleidung« in Frangart. Die Fachmesse eignet sich aber auch dazu, mit

den Kunden Erfahrungen, Trends, Rückblicke und Ausblicke auszutauschen und zu besprechen. Ebenso werden auf dieser wichtigen Leitmesse für das heimische Hotel- und Gastgewerbe Sonderwünsche und Sonderanfertigungen für die »Country«-Kunden bereits in Angriff genommen. »Denn wir präsentieren nicht nur unsere derzeit aktuelle fröhlich-unkomplizierte Kollektion, sondern auch unsere gewohnt gekonnt-zuverlässige Basiskollektion«, fährt Amberger fort.

Trends auszutauschen und sich Anregungen für die kommende Tourismussaison zu holen. »Man kennt sich, man vertraut sich.

Deswegen sagen wir all unseren langjährigen und treuen Kunden ein großes Dankeschön und begrüßen alle unsere Neukunden

herzlich«, unterstreichen Susanna und Sebastian Amberger. Weitere Infos unter www.country-online.com.

Erfahrungsaustausch mit Kunden Viele Kunden, die inzwischen auch zu Freunden geworden sind, nutzten auch heuer wieder die Gelegenheit, ein nettes Gespräch zu führen, sich über neue

Drei Modelle, gesehen bei »Country Hotel Kleidung« bei der Fachmesse »Hotel«.


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Info & Rat

DEZEMBER 2011

Terminkalender 16. Dezember

Steuer

Hinterlegung PEC-Adresse: Terminaufschub Bekanntlich mussten alle Gesellschaften bis 29. November 2011 ein zertifiziertes elektronisches Postfach, kurz PEC, aktivieren und im Handelsregister der Handelskammer eintragen lassen. Die Strafen für eine Unterlassung dieser Meldung

betragen von 103 Euro bis 1.032 Euro. Nun hat das zuständige Ministerium die Handelskammern in den letzten Tagen mit einem Rundschreiben aufgefordert, von einer Bestrafung der säumigen Gesellschaften bis zum 31. Dezember 2011 abzusehen.

Dies kommt somit de facto einer Verlängerung des Termins gleich. Wir empfehlen allen Gesellschaften, welche die Hinterlegung der PECAdresse noch nicht veranlasst haben, die Zeit zu nutzen und die notwendigen Schritte vorzunehmen. hh

Option für das Normalsystem Wer bei Unterhaltungsund/oder Darbietungstätigkeiten (intrattenimenti e spettacoli) die Mehrwertsteuer nicht (mehr) im Forfaitsystem abrechnen will, muss ausdrücklich für das Normalsystem optieren. Dies erfolgt mit – einer schriftlichen Mitteilung an die SIAE vor Jahresbeginn bzw. bei Beginn

UTF – Staatslizenz für Strom- und Not-Stromaggregate / für Eigengebrauch Bezahlung der Lizenzgebühr von 23,24 Euro für 2012 mit Posterlagschein, K/K Nr. 218396, lautend auf den Staatsschatzdienst Bozen. Bei der Einzahlung muss die Nummer der Lizenz für das Aggregat (BZE + Nummer) angegeben werden. Hinweis: Not-Stromaggregate bis 200 KW und kleine Stromaggregate bis 30 KW in Berggebieten unterliegen keiner Melde-, Gebühren- und Erneuerungspflicht.

INTRASTAT-Meldung Bei monatlicher Abgabepflicht: Meldung der Ein- und Verkäufe des Monats November 2011 aus bzw. in EULänder sowie der innergemeinschaftlichen Dienstleistungen. Telematisch, zuständiges Zollamt

der Tätigkeit, – durch Ankreuzen der entsprechenden Option in der MwSt.-Jahreserklärung für das Jahr 2012. Die Option für das Normalsystem hat den Vorteil, dass man nicht zwei getrennte Buchhaltungen führen muss und gilt bis auf Widerruf, aber für mindestens fünf Jahre. ak

seit 2008 geltenden Vereinfachungen und Steuererleichterungen bei den Kleinstunternehmen, den sog. »contribuenti minimi«, ein-

Gemeindesteuer auf Immobilien »ICI« Bezahlung des Restbetrages für das Jahr 2011 Post oder Konzessionär

27. Dezember

F24 – einheitlicher Zahlungsvordruck für Steuern und Beiträge Bezahlung des MwSt.-Akontos für den Monat Dezember 2011 bei monatlicher Abrechnung bzw. für das 4. Trimester 2011 bei trimestraler Abrechnung. Elektronische Überweisung

31. Dezember Black List – Geschäftsvorfälle mit Ländern aus Steuerparadiesen Bei monatlicher Abgabepflicht: Meldung der Ein- und Verkäufe des Monats November 2011 von bzw. in Steuerparadiese. Telematisch an zuständige Agenturen der Einnahmen

Neuerungen für Kleinstunternehmen Mit dem Nachtragshaushalt, welcher Mitte Juli verabschiedet wurde, sind einige wesentliche Änderungen in Bezug auf die

F24 – Einheitlicher Zahlungsvordruck für Steuern und Beiträge Mehrwertsteuer – Betriebe mit monatlicher Abrechnung – November 2011 Lohnsteuer – November 2011 Steuereinbehalt auf Provisionen, Honorare an Freiberufler, Verwalter und freie Mitarbeiter – November 2011 NISF/INPS – Sozialbeiträge für das Personal – November 2011 NISF/INPS – Sozialbeiträge für Verwalter und freie Mitarbeiter – November 2011 Elektronische Überweisung

geführt worden. Diese Neuerungen treten mit 1. Januar 2012 in Kraft. Siehe Seite 47

RAI und SIAE Abmeldung der nicht mehr im Betrieb genützten Radios, TV, Tonband, CD, usw. bei der Abonnentenabteilung der RAI, Duca-d’Aosta-Straße 61, 39100 Bozen bzw. bei der jeweils zuständigen Zweigstelle der SIAE mittels Einschreibebrief mit Rückantwort. Der RAI muss zusätzlich die neue Zweckbestimmung und der neue Benützer des Geräts/der Geräte mitgeteilt werden.

10. Januar 2012 NISF/INPS – Privathausangestellte Bezahlung der Sozialbeiträge des vierten Trimesters 2011 (Oktober bis Dezember) Elektronische Überweisung


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INFO & RAT

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Recht

Aufzüge richtig warten Vorschriften und Pflichten – ein Überblick von HGV-Rechtsabteilung und Unternehmensberatung Alle Aufzüge, welche ab 1. Januar eingebaut werden, müssen mit einem zusätzlichen Überwachungsinstrument versehen sein. Ist im Hotel ein Fahrstuhl in Betrieb, so müssen einige Vorschriften beachtet werden. Dabei ist vorauszuschicken, dass die Anlage ausschließlich von befähigten Fachleuten oder Fachunternehmen in Betrieb genommen und gewartet werden darf. Hat der Eigentümer des Betriebes eine Wartungsfirma ausgewählt, so beauftragt er diese, die Aufzugsanlage in Betrieb zu nehmen und schließt einen Wartungsvertrag ab. Die Laufzeit des Wartungsvertrages ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die vom Aufzugsunternehmen vorgeschlagene Laufzeit ist also nicht bindend und kann vor Unterzeichnung im gemeinsamen Einverständnis vereinbart werden. Vor Ablauf des Wartungsvertrages kann sich der Eigentümer ver-

schiedene Angebote bei anderen Firmen einholen und diese neu verhandeln. Vor Ablauf und neuer Beauftragung muss der Vertragsinhaber schriftlich darüber informiert werden, dass der Wartungsvertrag nicht mehr verlängert wird. Mindestens alle sechs Monate muss eine sogenannte »vorbeugende Überprüfung« durchgeführt werden, bei der die wichtigsten Bauteile, insbesondere die Türen und Verschlüsse auf den Geschossen sowie die Seile überprüft werden. Zudem werden die Bauteile ge-reinigt und geschmiert. Technische Normen schreiben genauestens vor, wie die Wartung durchzuführen ist und welche Bestandteile kontrolliert werden müssen. Am 1. Januar 2012 tritt eine weitere technische Norm in Kraft, welche vorschreibt, dass alle Aufzugsanlagen, welche ab diesem Datum eingebaut werden, über ein zusätzliches Überwachungsinstrument verfügen müssen. Letzteres soll u.a. verhindern, dass die Kabine unkontrollierten Bewegungen unterliegt und

dass die Türen während der Fahrt offen bleiben bzw. dass die Kabine nicht genau auf dem Geschoss stehen bleibt.

Sicherheitstechnische Überprüfung Der Eigentümer muss zudem ein befähigtes Unternehmen beauftragen, die sicherheitstechnischen Überprüfungen vorzunehmen. In welchem Abstand diese Überprüfung zu machen ist, wird von den technischen Normen oder von den Herstelleranweisungen festgelegt. Die Überprüfungen sind aber mindestens alle drei Jahre durchzuführen. Auf dem Schild in der Kabine muss angegeben sein, welches Unternehmen die sicherheitstechnische Überprüfung durchgeführt hat. Bei der Kontrolle muss auch der Wartungstechniker anwesend sein und die vom Ingenieur, welcher sich mit der Kontrolle befasst, angeordneten Überprüfungen durchführen. Bei diesen Überprüfungen wird kontrolliert, ob die für die Anlagensicherheit wichtigen

Einige Ratschläge • Vertrauen Sie die Wartung des Aufzuges einem handwerklichen, befähigten Fachunternehmen an. • Die Unterlagen zur Anlage sollten möglichst im Maschinenraum verwahrt werden. • Rufen Sie nicht andere Gewerke für Arbeiten am Fahrstuhl oder Aufzug, sofern sie nicht das Wartungsunternehmen beaufsichtigt. • Stellen Sie sicher, dass das Wartungsunternehmen die an den Sicherheitseinrichtungen ermittelten Prüfergebnisse vorschriftsmäßig - alle sechs Monate einträgt. • Lesen Sie das von der Aufsichtsbehörde durch einen Ingenieur verfasste Protokoll aufmerksam, und befolgen Sie alle dort enthaltenen Vorschriften. • Das Wartungsunternehmen muss die Alarmanlage und das bilaterale Kommunikationssystem sowie die Beleuchtung in der Kabine, im Maschinenraum und an den Zugängen rechtzeitig wieder instand setzen. • Stellen Sie den Fahrstuhl-/Aufzugbetrieb unverzüglich ein, wenn sich ein Unfall ereignet; melden Sie den Unfall unverzüglich dem Wartungsunternehmen.

Bauteile und die Sicherheitsvorkehrungen einwandfrei arbeiten und ob Vorschriften, die unter Umständen bei früheren

Kontrollen erteilt worden sind, befolgt wurden. Die Kosten für die Überprüfungen gehen zu Lasten des Eigentümers. vg/kk

Streit mit den Telefonanbietern? Landesbeirat für Kommunikationswesen in Bozen hat neue Aufgaben erhalten Der Landesbeirat hat nun auch bei Streitfällen im Telefonsektor Entscheidungsbefugnis. Ungewollte Anbieterwechsel, unerwünschte Dienste auf der Rechnung, über Tage hinweg tote Leitungen und unerklärliche Rechnungsbeträge – im Kampf um die Kunden sind Telefongesellschaften erfinderisch geworden und scheuen sich oft auch nicht davor, rechtlich fragwürdige Methoden anzuwenden. Wer Opfer solcher Vorgehensweisen wird, kann bekanntlich sein Recht nicht un-

mittelbar auf gerichtlichem Weg einklagen, sondern muss zuerst einen Schlichtungsversuch beim Landesbeirat für Kommunikationswesen unternehmen. Dieser Beirat hat nun mit der zentralen Aufsichtsbehörde für das Kommuni-

kationswesen eine Konvention abgeschlossen, welche eine Ausdehnung der Befugnisse des Landesbeirates zur Folge hat. Zusätzlich zu der bereits oben erwähnten Schlichtungskompetenz hat der Landesbeirat nun unter

Streitfälle nun schneller lösen. Foto: allesfoto

anderem auch die Entscheidungsbefugnis bei Streitfällen im Telefonsektor inne. Konkret bedeutet dies, dass der Landesbeirat nun in Streitfällen zwischen Bürgern bzw. Unternehmen und Telefongesellschaften Entscheidungen treffen kann. Wenn also beispielweise eine überhöhte Telefonrechnung eintrudelt oder eine schlechte Internetverbindung den Betriebsablauf behindert, die Telefonlinie nicht mehr funktioniert oder der Telefonanbieter die Kündigung des Vertrages nicht anerkennt und der Schlichtungsversuch keine einvernehmliche Beilegung

des Streitfalles ermöglicht hat, kann sich der Kunde bzw. Bürger nun kostenlos an den Kommunikationsbeirat wenden. Dieser wird in zweiter Instanz den Fall untersuchen und gegebenenfalls auch über eventuell zustehende Schadenersatzzahlungen befinden.

Information und Kontakt Nähere Informationen zum Thema oder Beistand bei Streitfällen mit dem Telefonanbieter erteilt bzw. gewährt HGV-Mitgliedern gerne die HGV-Rechtsabteilung in Bozen unter Tel. 0471 317 760. vg


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INFO & RAT

DEZEMBER 2011

Steuer

Neuerungen für Kleinstunternehmen Neue Bestimmungen gelten ab Januar 2012 – ein Überblick Mit Jahresbeginn 2012 treten neue Bestimmungen für Kleinstunternehmen in Kraft. Es geht um Vereinfachungen und Steuererleichterungen. Mit dem Nachtragshaushalt, welcher Mitte Juli verabschiedet wurde, sind einige wesentliche Änderungen in Bezug auf die seit 2008 geltenden Vereinfachungen und Steuererleichterungen bei den Kleinstunternehmen, den sog. »contribuenti minimi«, eingeführt worden. Diese Neuerungen treten mit 1. Januar 2012 in Kraft. Im Folgenden die wichtigsten Neuerungen im Überblick: – Das »neue« System der sog. »contribuenti mini-

Kleinstbetriebe haben steuerliche Vorteile. Foto: allesfoto

mi« können nur mehr physische Personen (Einzelfirmen), welche jünger als 35 Jahre sind, anwenden. Sie dürfen ihre unternehmerische oder freiberufliche Tätigkeit erst nach dem 31. Dezember 2007 erstmals aufgenommen haben. In den drei Jahren vor Tätigkeitsbeginn dürfen sie keine unternehmerische oder freiberufliche Tätigkeit, auch nicht als

Familienmitarbeiter oder Gesellschafter, ausgeübt haben. – Das »neue« System kann für maximal fünf Jahre (bei Eintrittsalter 31 Jahre oder mehr) bzw. bis zum Erreichen des 35. Lebensjahres (bei Eintrittsalter unter 31 Jahre) angewandt werden. – Die Ersatzsteuer (für IRAP, IRPEF, regionale oder Gemeindezusatz-

steuern), welche auf die Differenz zwischen den Einnahmen und den dokumentierten Ausgaben errechnet wird, beträgt nicht mehr 20 Prozent, sondern fünf Prozent.

Unverändert Unverändert bleiben die folgenden Voraussetzungen: – Der Jahresumsatz darf höchstens 30.000 Euro betragen. – Es dürfen keine Angestellten beschäftigt werden. – In den letzten drei Jahren dürfen insgesamt nicht mehr als 15.000 Euro an Anlagegütern angekauft worden sein (inklusive gemietete oder geleaste Anlagegüter). – Es darf keine Beteiligung an einer Gesellschaft vorliegen. Die Vereinfachun-

gen und Steuererleichterungen bestehen auch nach dem neuen System darin, dass keine MwSt.Bücher oder Buchhaltung geführt, keine Branchenstudien ausgefüllt und keine IRAP und Mehrwertsteuer gezahlt werden müssen. All jene Betriebe, die bis jetzt Kleinstbetriebe waren, aber nun aufgrund der neuen Bestimmungen nicht mehr die Voraussetzungen dafür erfüllen, brauchen auch weiterhin keine Buchhaltung zu führen und keine IRAP zu zahlen. Alle anderen bisher genossenen Vereinfachungen fallen aber weg (z.B. Ersatzsteuer oder Branchenstudien). Die Mehrwertsteuer muss in einer einmaligen Zahlung innerhalb 16. März abgeliefert werden. gm

G R U PPEG U T. I T

ICI–Saldo 2011 fällig Die Bestimmungen im Detail Bis Freitag, 16. Dezember 2011, ist der ICISaldo für das Jahr 2011 zu entrichten. Die Restschuld beträgt 50 Prozent der Gesamtschuld für das Jahr 2011, nachdem im Juni bereits ein Akonto in Höhe von 50 Prozent eingezahlt wurde. Steuerpflichtig sind die Eigentümer und Fruchtnießer von Immobilien sowie jene, die ein anderes dingliches Recht (z.B. Nutzungsoder Wohnungsrecht) auf

Immobilien besitzen und/ oder Leasingnehmer von Immobilien sind. Als Bemessungsgrundlage wird bei den eingetragenen Gebäudeeinheiten der Katastralertrag mit dem für die betreffende Kategorie (A, B, C oder D) vorgesehenen Koeffizienten multipliziert und dann mit fünf Prozent aufgewertet. Bei bebaubaren Flächen (z. B. Baugrund) hingegen gilt der Marktwert als Bemessungsgrundlage. Wichtig ist, dass bei der Berechnung des ICI-Saldos alle Änderungen am Besitz, welche

50 Prozent der ICI sind nun fällig.

sich bis inklusive 16. Dezember 2011 ergeben haben, berücksichtigt werden. Die ICI-Befreiung für Erstwohnungen (samt Zubehör) gilt auch weiterhin.

Inkassosystem Dieses Jahr wenden einige Gemeinden ein neues Inkassosystem an. Anstatt der üblichen Posterlagscheine haben die Steuerschuldner in diesen Gemeinden im Juni ein Mod. F24 erhalten, mit dem die Zahlung vorzunehmen ist. Hier ist zu beachten, dass die Inhaber einer Mehrwertsteuernummer das Mod. F24 nicht einfach zur Bank bringen können, da die Zahlung in diesem Falle nur auf telematischem Wege möglich ist. Falls man sie nicht über Homebanking vornimmt, muss das F24 dem Steuerberater weitergeleitet werden, damit dieser die telematische Zahlung vornehmen kann. gm

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Impressum Redaktion: Dr. Nikolaus Stoll, Dr. Sigrid Mair, Dr. Beate Pachler, Dr. Michaela Walder Anzeigenverwaltung: Sylvia Gschwenter Eigentümer und Herausgeber: HGV-Service Genossenschaft bei Hoteliers- und Gastwirteverband, 39100 Bozen, Schlachthofstr. 59, Tel. 0471 317 700, Fax 0471 317 701, E-Mail: HGV-Zeitung@HGV.it Verantwortlich für den Inhalt: Hansjörg Dariz Druck: Ferrari-Auer, Bozen, Kapuzinergasse 7–9 Reg. Trib. Bozen 3/65 - 1965; erscheint monatlich. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen.

LANDESGERICHT BOZEN Außenstelle: Meran-Schlanders-Brixen-Bruneck Gerichtliches Versteigerungsinstitut Kanzlei und Verkaufssaal: Turinstraße Nr. 82/A · 39100 BOZEN Tel. 0471 921 284 - 921 680 · Fax 0471 921 680 Handy 335 816 87 84 · 335 574 36 16 E-Mail: ist.vend.giud.bz@brennercom.net www.ivgonline.it · www.aste.it · www.aste.com Am Dienstag, dem 17. Jänner 2012, wird um 14 Uhr, im Hotel Goldene Krone in 39042 Brixen, Stadelgasse Nr. 4, eine gerichtliche Versteigerung stattfinden und zwar des gesamten Mobiliars und sonstigen Inventars des Hotels (unter anderem der gesamten Kücheneinrichtung, der Bar- und Restaurantausstattung, verschiedener elektronischer Geräte - TV, Computer, industrielle Waschmaschinen, etc.- der Möbel der 48 Zimmer, der Geräte und Einrichtungen der Wellness-Abteilung, eines Geländefahrzeuges der Marke Mitsubishi Modell Pajero 2.5 TDI Baujahr 1997 sowie des gesamten Wein- und Getränkelagers). Sollten bei obigem Versteigerungstermin keine Kaufangebote abgegeben werden, wird eine zweite Versteigerung, mit einem Abschlag des Ausrufpreises von 20 %, am Dienstag, dem 7. Februar 2012, um 14 Uhr, immer im Hotel Goldene Krone, stattfinden. Die laut Veröffentlichung in der November-Ausgabe 2011 der »HGV-Zeitung« für den 06.12.2011 und den 21.12.2011 festgesetzten Versteigerungstermine sind von Amtes wegen auf die obengenannten Termine verschoben worden. Nähere Informationen und die Auflistung sämtlicher Versteigerungsgüter finden Sie unter: http://www.aste.com/scheda_ivg.aspx?id_ivg=282

Haben Sie Fragen in Pensionsangelegenheiten? Für individuelle Auskünfte wenden Sie sich an das Patronat für Gastwirte und Kaufleute (ENASCO) beim Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds), Bozner Boden, Mitterweg 5, Tel. 0471 310 316.

Die Sprechstunden: Bozen:

Montag bis Donnerstag, 8 Uhr bis 13 Uhr, 14.30 Uhr bis 16 Uhr

Sterzing:

21. Dezember von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr hds Sterzing, Neustadt 17, Tel. 0472 766 070

Bruneck:

21. Dezember, von 11 Uhr bis 12.30 Uhr hds Bruneck, Romstraße 3, Tel. 0474 555 452

Brixen:

21. Dezember und 12. Januar 2012, von 14 Uhr bis 16 Uhr hds Brixen, Plosestraße 38/b, Tel. 0472 271 411

Meran:

jeden Dienstag und Mittwoch, 8 Uhr bis 13 Uhr hds Meran, Lauben 218, Tel. 0473 272 511

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