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Z.A.P. o Aktiv die Gesundheit stärken!

Dosierte Bewegung ist das beste Medikament

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ls ich diesen Artikel für das neue RC Premium zu schreiben begann, war es draußen noch ungemütlich - mittlerweile ist die Outdoor-Saison schon fast wieder vorbei! „Einmal am Tag schwitzen“ ist eine Bauernweisheit, die mehr denn je Gültigkeit hat. Viele so genannte „Zivilisationskrankheiten“ ließen sich durch regelmäßige körperliche Aktivität verhindern. Legten Menschen vor 100 Jahren noch fast 20 Kilometer pro Tag unter Einsatz ihrer Muskulatur zurück, so ist diese Strecke heutzutage auf 100 bis 400 Meter geschrumpft. Fehlfunktionen durch Bewegungsmangel sind vorprogrammiert. Spätestens seit den 70er Jahren ist bekannt und mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen, dass körperlich Inaktive, im Vergleich zu aktiven Menschen, ein erhöhtes Krankheitsrisiko haben. Bewegungsmangel kann verschiedene Organe oder den Bewegungsapparat betreffen. Auch psychische Beschwerden können die Folge sein. Den weitaus größten Anteil bilden jedoch Erkrankungen des Stoffwechsels sowie des Herz-Kreislauf-Systems.

“Legten Menschen vor 100 Jahren noch fast 20 Kilometer pro Tag unter Einsatz ihrer Muskulatur zurück, so ist diese Strecke heutzutage auf 100 bis 400 Meter geschrumpft.”

Bei körperlicher Inaktivität werden die Energiespeicher in den Muskeln nicht genutzt, die Energietanks sind randvoll. Bei weiterer Energiezufuhr kommt es zum

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Radfahren: fördert Fitness & macht Spaß!

Aufstau der Nahrungsbestandteile im Blut, besonders des Zuckers, der nicht mehr in die bereits vollen Zellen gelangen kann. Der Blutzucker steigt, was zur vermehrten Bildung des Hormons Insulin in der Bauchspeicheldrüse führt. Wenn nun die zugeführten Zuckermoleküle nicht in die Muskelzellen aufgenommen werden können, obwohl der Körper vermehrt Insulin ausschüttet, spricht man von der so genannten Insulinresistenz. Sie ist gekennzeichnet durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel sowie eine gleichzeitig erhöhte Insulinkonzentration und gilt als Vorstufe für die spätere Entwicklung des Diabetes Typ II. Die Kohlehydrate, die nicht zur Deckung des Energiebedarfs verwendet werden können, werden zu Fetten umgewandelt und gespeichert. Auf längere Sicht entsteht Übergewicht durch Fetteinlagerungen sowie Störungen des Fettstoffwechsels. Entgegen vieler Vorurteile ist das Fettgewebe kein träges Organ, das einzig und allein die Funktion hat, Energie zu speichern. Es ist vielmehr hochaktiv und das größte endokrine (absondernde) Organ des Menschen. Es produziert wichtige Bestandteile des Immunsystems und verschiedene Hormone, die entscheidend

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bei der Entstehung eines Bluthochdrucks beteiligt sind. Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Typ-IIDiabetes sind Krankheitsbilder, die über einen gemeinsamen Entstehungsmechanismus sehr eng in Beziehung stehen. Sie werden als „metabolisches Syndrom“ (tödliches Quartett) bezeichnet. Aus dem beschriebenen Mechanismus lässt sich die Sinnhaftigkeit regelmäßiger Bewegung zur Prävention aber auch zur Therapie des Typ-II-Diabetes ableiten. Bereits nach einer einmaligen Trainingseinheit ist die Insulinempfindlichkeit der Muskelzellen erheblich gesteigert, der Organismus benötigt weniger Insulin, um eine bestimmte Menge Zucker in die Muskelzellen zu transportieren. Dass sich Bewegung positiv auf den Blutdruck auswirkt, ist gut dokumentiert und in vielfältigen Studien nachgewiesen worden. Die besten Ergebnisse bei der Blutdrucksenkung werden durch Ausdauerbelastungen von mittlerer Intensität erreicht. Unmittelbar nach einmaliger körperlicher Belastung nimmt der Blutdruck etwa 10 mm systolisch (oberer Wert)

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