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TRAINING Functional Training von Miriam Wolter, ZAP Trainerin

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ie Fitnessbranche befindet sich in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Das Angebot verschiedener Fitnessstudios und Gesundheitsinstitutionen wird immer größer. Die Nachfrage der Gesellschaft an Fitness und Gesundheit steigt fortwährend.

Wir, das ZAP als eine Institution für Gesundheit und Prävention, möchten uns distanzieren von kurzzeitigen Fitnesstrends, die nur eine Saison lang angesagt sind, oder von Trainingsmethoden, die in kurzer Zeit mit wenig Aufwand große Erfolge versprechen und dabei bei hohen Kosten keinen nachhaltigen Trainingserfolg sichern. Die Kombination aus Training, Ernährung und mentaler Entspannung mit dem Ziel eines gesünderen Lebensstils gewinnt dafür immer mehr an Bedeutung. Das Bewegungs- und Ernährungsverhalten der Menschen hat sich jedoch noch nicht grundlegend verändert. Da ein gutes Training mit dem Verständnis und der Überzeugung beginnt, möchte ich Ihnen Functional Training und seine langfristigen, nachhaltigen Wirkungen näher bringen. Denn gerade im Functional Training lassen sich Training und Alltagsbewegungssituationen perfekt in Einklang bringen.

Functional Training schafft ein neues Verständnis für den Sport

Was bedeutet eigentlich „funktional“? Funktional steht in Beziehung zur Funktion eines Muskels, vielmehr noch zur Funktion einer sogenannten kinematischen Kette. Jeder Muskel und jedes Gelenk erfüllt eine bestimmte Aufgabe im und für den Körper, die im herkömmlichen Training an geführten Kraftgeräten nicht gefördert wird. An herkömmlichen Maschinen wird ein Muskel für sich alleine trainiert. Sie können damit beispielweise einen Ball über ein halbes Fußballfeld werfen. Fehlt jedoch die Kontrolle über die Kraft, haben sie Probleme die Richtung, in die sie werfen, selbst zu bestimmen. Im Funktional Training hingegen findet ein Ganzkörper-Training statt, bei dem Alltagsbewegungen in allen Bewegungsrichtungen geschult und trainiert werden. Und gerade dadurch erhalten sie eine zunehmende Kontrolle über ihren Körper, auch wenn es zu ungeplanten Bewegungen kommt. Je besser ihre Körperkontrolle ist, umso eher werden sie nur stolpern, anstatt zu fallen. Das Training kann sanft mobilisierend, hochintensiv oder als Intervallmethode durchgeführt werden. Somit ist es möglich, alle individuellen Bedürfnisse und Trainingsziele jedes

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ZAP Personal Trainerin und staatl. geprüfte Physiotherapeutin Miriam Thürer zeigt die Übung „Kurzhantel Ausfallschritte“

Einzelnen, egal ob Freizeit-, Rehabilitations- oder engagierter Leistungssportler, perfekt zu integrieren. Während Kraftmaschinen bestimmte Bewegungen vorgeben und führen, werden die funktionellen, dreidimensionalen Übungen frei, mit dem eigenen Körpergewicht oder mit Kleingeräten, wie Hanteln oder dem Kabelzug, durchgeführt. Auf diese Weise wird das Training komplexer, vor allem weil in kinematischen Ketten trainiert wird. Das bedeutet, dass verschiedene, miteinander verbundene Gelenke sowie mehrere Muskelgruppen eine komplexe Übung ausführen. Gerade durch diese Komplexität ist es absolut empfehlenswert, dass der Einstieg unter geschulter Anleitung vorgenommen wird, um somit falsche Bewegungsabläufe vorzubeugen. Der Grundgedanke des Functional Training liegt darin, dass gesundheitsfördernde Übungen auch die besten Übungen zum Beibehalten und Verbessern des alltäglichen Wohlbefindens sind. Hinzu kommt, dass uns im Alltag keine maschinelle Unterstützung, sondern nur unsere eigene Muskulatur zum stabilen Bewegungsablauf zur Verfügung steht.

RC Premium 3/2017  

www.racket-center.de

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