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FINANZ STRATEGIE Nachhaltige Geldanlage: Ein Fahrplan für die Zukunft

Anleger, die mit gutem Gewissen Vermögen aufbauen wollen, können in nachhaltige Fonds investieren. Worauf es bei der Auswahl geeigneter Produkte ankommt.

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ach Angaben des Forums Nachhaltige Geldanlage haben Anleger in Deutschland im Jahr 2018 insgesamt 219 Milliarden Euro in diesem Bereich investiert, nahezu 30 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Das zeigt deutlich: Nachhaltiges Investieren ist kein vorübergehender Hype, sondern wird zum dominanten Trend der Investmentbranche – für institutionelle wie für private Anleger. Denn viele Anleger interessiert nicht nur, welche Rendite ihr Vermögen erwirtschaftet, sondern auch, welchen gesamtwirtschaftlichen „Impact“ es hat und was es möglicherweise bewirken kann. Deshalb fließen in die Anlageentscheidungen immer stärker ökologische und soziale Aspekte ein. Das Problem: Trotz des Booms können viele Anleger den Begriff „nachhaltige Geldanlage“ immer noch nicht wirklich zuordnen. Das kam bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken heraus. Demnach hat zwar rund ein Drittel der Befragten (32 Prozent) den Begriff schon einmal gehört oder gelesen, doch nur die Hälfte davon (16 Prozent) weiß, was man tatsächlich darunter versteht. 54 Prozent der Befragten haben noch nie von nachhaltigen Geldanlagen gehört. Laut Umfrage haben erst 5 Prozent aller Befragten aktuell bereits in nachhaltige Geldanlagen, etwa in Form von Investmentfonds, investiert.

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Kein Nachteil bei der Rendite

Gut fürs Gewissen, aber schlecht fürs Geld? Bei einigen Anlegern hält sich dieses Vorurteil hartnäckig. Sie fürchten, dass man mit der nachhaltigen Geldanlage seine Renditechancen schmälert, weil man den Kreis der möglichen Investments eingrenzt. Doch für diese Befürchtung gibt es keine Anhaltspunkte. Es trifft eher das Gegenteil zu. Denn schließlich wird es für die Wirtschaft immer wichtiger, dass Geschäftsmodelle und Produktionsweisen nachhaltig wirken. Ist dies nicht der Fall, müssen Unternehmen mit operativen Problemen, Reputationsrisiken und niedrigeren Gewinnen rechnen. Mit anderen Worten: Nachhaltiges Handeln lohnt sich – für Unternehmen ebenso wie für Anleger. Dennoch gilt: Wer sich insbesondere für Geldanlagen mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt interessiert, muss sehr genau hinschauen. Denn nicht überall, wo „nachhaltig“ drauf steht, ist auch „nachhaltig“ drin.

Ganzheitliche Analyse

Verschiedene Nachhaltigkeitsprädikate wie das Klimarating Climetrics können erste Anhaltspunkte zur Auswahl liefern. Sie betrachten häufig aber nur ausgewählte Kriterien wie etwa die CO2-Bilanz von Unternehmen – und greifen deshalb zu kurz. Denn für viele Anleger spielen neben einer guten Klimabilanz auch Faktoren wie Diversity, Einhaltung von Menschenrechten

oder soziales Engagement von Unternehmen eine wichtige Rolle in ihrer Investitionsentscheidung. Gerade für Laien ist es nicht einfach, Geldanlagen zu identifizieren, die umfassenden Nachhaltigkeits-Kriterien entsprechen und zudem auch auf lange Sicht attraktive Leistung erbringen. Deshalb begleiten wir bei MLP unsere Kunden bereits seit 2012 bei der Auswahl entsprechender Lösungen und können dementsprechend auf viel Erfahrung und ein breites Wissen zurückgreifen. Dabei setzten wir auf einen wissenschaftlich fundierten Produktauswahlprozess, der alle relevanten Anbieter im Markt berücksichtigt, und bilden uns regelmäßig an unserer hauseigenen Corporate University in Nachhaltigkeitsthemen weiter.

Klare Kriterien

Besonders geeignet für den langfristigen grünen Vermögensaufbau sind insbesondere professionell gemanagte Investmentfonds – denn sie können je nach Branche oder Schwerpunkt die besten Unternehmen vereinen. Selektionskriterien sind neben den klassischen Kriterien Rendite, Risiko und Volatilität die sogenannten SRIEigenschaften (steht für: Social-Responsibility-Investment). Diese berücksichtigen, dass sich die nachhaltige Ausrichtung eines Unternehmens eben nicht nur aus der Umweltfreundlichkeit ergibt – sondern aus dem Zusammenspiel von ökologischen, sozialen, ethischen und ökonomischen Aspekten. In der SRI-Betrachtung gehen auch die sogenannten ESG-Kriterien auf, die in die drei grundlegenden Nachhaltigkeitsbereiche unterteilt: • • •

die ökologische Bilanz eines Unternehmens [E = Environment], das soziale Engagement eines Konzerns gegenüber seinen Mitarbeitern, Kunden und der Gesellschaft [S = Social], die ökonomische Basis und das Einhalten von Recht und Gesetz [G = Governance].

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