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Ausgabe 2/ 2019

Premium DAS LIFE SKILLS-MAGAZIN AUS DEM RACKET CENTER

MENSCH & VERTRAUEN

Dr. Caroline von Kretschmann IM INTERVIEW


MEDITERRANES AMBIENTE MIT EINEM HAUCH SÜDLÄNDISCHEM FLAIR

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STANDPUNKT Liebe Fürarbeiterinnen und Fürarbeiter,

der „Standpunkt“ dieser Ausgabe unter dem Leitthema „Mensch und Vertrauen“ wendet sich an Euch, liebe Teammitglieder – und lässt unsere Leser daran teilhaben. Als wäre das nicht ungewöhnlich genug, ziert diese Überschrift eine neue Wortkreation: „Fürarbeiter“. Wenn ich von nun an den Terminus der Ansprache an unser Team ändere, dann aus Respekt vor Euch. Wie ihr Euch engagiert, häufig weit über das Maß des üblichen hinaus, berührt mich! Ihr tut dies für unsere Kunden und für Eure Kollegen, und dies längst nicht mehr alleine in einer Form des Miteinanders, sondern des Füreinanders. Der Unterschied ist für uns als serviceorientiertes Unternehmen elementar. Im Racket Center arbeitet nicht jeder nur für sich, weil die Handlungsmotive des Einzelnen in einem unternehmerischen Sinne aufeinander abgestimmt sind und individuelle Vorteile verschaffen. Füreinander meint, dass individuelles Handeln sich zugleich auf den oder die anderen innerhalb Eures Teams bezieht. Ich spüre, dass für Euch untereinander – in konsequenter Zuwendung zu unseren Kunden – eines wichtig ist: Die Kooperation an sich. Sie birgt einen großartigen Eigenwert. Wir arbeiten füreinander, auch um des Füreinander willens. Wir alle rechnen nicht nur miteinander, wir können aufeinander zählen. Füreinander unterwegs zu sein, verpflichtet einander. Dem Kunden im Zentrum unseres Schaffens erweisen sich Fürarbeiter als verlässliche Partner. Wenn sich in unserer modernen Welt alles miteinander vernetzt – sogar Maschinen mit Maschinen – dann habt ihr dies zwischen Euch, die ihr innerhalb unserer Geschäftsbereiche arbeitet, längst getan. Und wir sind auf dem besten Wege, dies auch bereichsübergreifend immer besser zu gestalten. Dann arbeitet die Tennisakademie für den Shop, die Physiotherapie für das Fitnessstudio, das ZAP für den Racketsport, alle für die Gastronomie und unsere Eventagentur, das stets in wechselseitiger Weise – und alle gemeinsam für den Kunden. Fürarbeiter sind Kümmerer. Die Grundlage hierfür heißt: Vertrauen! Sich zu kümmern dient dem anderen, dem gesamten – und einem selbst. Darauf kann man bauen – nicht nur für ein berufliches, sondern für ein persönliches und ein gemeinschaftliches Fortkommen. Diese Kultur mit zu gestalten, ist ein Privileg. Wer dies versteht, gehört dazu. Dann bleibt keiner zurück. Das Unternehmen erweist sich als „Circle of Trust“. Was vielleicht romantisch klingen mag, ist in Wahrheit Ausdruck des Strebens nach Professionalität in einer veränderlichen, bisweilen disruptiven beruflichen und auch privaten Welt. Dass die Entwicklung einer solchen Kultur mit so vielen jungen Fürarbeiterinnen und Fürarbeitern gelingt, zeichnet Euch aus. Euer implizites Verstehen, worum es in der Arbeitswelt der Zukunft geht, gibt Kraft, Mut und Zuversicht für alles, was auf unser Racket Center zukommt … Oder – um mit den Worten von Reinhard K. Sprenger zu sprechen: Ihr arbeitet nicht nur in einem Unternehmen. Ihr seid das Unternehmen!

Euer

Dr. Matthias Zimmermann

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INHALT

Bildung & Wissen

S. 18

KURZ NOTIERT ... TITEL

Mensch und Vertrauen

3 Fragen - 3 Antworten Reinhard K. Sprenger

HÄTTEN SIE´S GEWUSST? BUCHTIPP

DU BIST DER PILOT! von Philip Keil

KOLUMNE

Vertrauen – eine ziemlich zerbrechliche Sache!

KOMMENTAR

Vertrauen in die Wissenschaft

STORY

Vertrauen in die Zukunft heißt Vertrauen in die Jugend

GSM PRAKTIKUM

Die Vertrauenskultur im Racket Center

EVENTS IM RC

WISSEN KOMPAKT

Chancen und Risiken des Cloud Computing

4 RC Premium 2/2019

S. 22

Gesundheit & Fitness

06

KURZ NOTIERT ...

42

18

FIRMENPORTRAIT

48

08

20 22 24 26 30 34 36 40

THERAPEUTENRAT Patient und Vertrauen

BoardingVillageHomes in Nußloch

EXPERTISE

der mehrfache IRONMAN-Sieger Timo Bracht im RC

HIDDEN DEVICES Bulgarian Split Squats

FIT & GESUND

Personal Training und Vertrauen Körperliche Aktivität und Krebs Schwimmkids durch Schwimmfix Clever radeln und Klima schützen

WELLNESS & ERHOLUNG

Salzlounge im AQWA Bäder- und Saunapark Walldorf

GESUND & LECKER

Freudensprung – bald auch in Nußloch Auberginentaschen mit Käsefüllung

44

50

52 54 58 60 62 64 66 68


IMPRESSUM

Leistung & Erfolg

S. 72

HERZLICH WILLKOMMEN

78

Jennifer Braunert und Andreas Scheibe

KINDERSPORT

Vertrauen im Tennistraining

SEHENSWERT

72

80

Augenoptikermeister Volker Dieterich über das Sehen beim Sport

82

WISSENSWERT

84

Der Dreiklang im Tennis

TIPP

cook&more services GmbH

SONDERMODELLE

Fiat feiert 120jähriges Jubiläum und Auto Peters GmbH in Heidelberg feiert mit

Herausgeber Racket Center Nußloch GmbH & Co. KG Walldorfer Straße 100 • 69226 Nußloch

Anzeigen, Kontakt & Beratung Laura Heberger (partner@gsm-mbh.net)

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Dr. Caroline von Kretschmann

DAS LIFE SKILLS-MAGAZIN AUS DEM RACKET CENTER

Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt Dr. Matthias Zimmermann (dr.zimmermann@racket-center.de)

KURZ NOTIERT ... IM INTERVIEW

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Produktion GSM Gesellschaft für Sportmanagement und Beratung mbH Walldorfer Straße 100 • 69226 Nußloch Layout, Satz, Grafik Denis Herrmann (herrmann@gsm-mbh.net) Fotos Denis Herrmann, Adobe Stock Auflage 6.000 Druck abcdruck GmbH Waldhofer Straße 19 69123 Heidelberg

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Bildung & Wissen

KURZ NOTIERT ...

Botic van der Zandschulp gewinnt den MLP-Cup 2019

Der „fliegende Holländer“ (RNZ vom 28.01.2019) ließ keinem Gegner eine Chance und stürmt zum Titel des „Internationalen Herrentennismeisters der Metropolregion Rhein-Neckar“. Eine traumhafte Turnierwoche habe er erleben dürfen, sagte der frischgebackene „Internationale Herrentennismeister der Metropolregion Rhein-Neckar“, Botic van de Zandschulp, nachdem er seinen Gegner Peter Heller mit 6:2 und 6:2 vom Platz gefegt hat. Als van de Zandschulp dann gleich im ersten Finalsatz fehlerfrei auf 4:0 davonzog, konnte Peter Heller (im Bild links) – der nie wirklich zu seinem Spiel fand – diese Lücke zu keinem Zeitpunkt mehr schließen. Zu schnell spielte der Holländer, zu hart und präzise kamen seine Schläge und zu fehlerfrei agierte er während des gesamten Matches. Beide Akteure durften sich über die anerkennenden Worte von Dr. h. c. Manfred Lautenschläger freuen. Er zollte dem Finalisten seinen Respekt für die tapfere und unermüdliche Gegenwehr, gratulierte dem überlegenen Sieger und würdigte die beiden sympathischen Sportler vor zahlreichen Zuschauern, die der Siegerehrung bis zum Schluss beiwohnten. Die Finalkulisse zeigte erneut die Beliebtheit des Turniers und unterstrich den Erfolg der 16. Auflage des MLP-Cup.

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Sport- & Snap!-Camp in den Sommerferien 2019

In diesem Jahr haben Jungen und Mädchen zwischen 10 und 12 Jahren die Möglichkeit, ihre Sportferien-Woche im Racket Center Nußloch mit einem Programmierkurs zu kombinieren. Neben viel Sport (Ballsportarten wie Fußball, Handball, Tennis, Badminton aber auch Gewandtheits- und Geschicklichkeitsübungen) erlernen sie die Grundlagen der Programmiersprache „Snap!“. Mit der Unterstützung erfahrener Coaches von der Initiative „#MitRat&Tat“ werden die Teilnehmer am Ende der Woche ihre eigenen Projekte zum Thema „Tennis und andere Spiele“ erstellen und präsentieren. Anmeldungen sind auf der Internetseite des TRC e. V. unter dem Menüpunkt „Sportferien“ möglich. » www.trcev.de


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TITEL

Mensch und Vertrauen

Über Vertrautheit und Verlässlichkeit, Misstrauen und Kontrolle, Sofort- und Selbstvertrauen von Matthias Zimmermann

W

enn der Präsident seinem Geschäftsführer und der Geschäftsführer seinem Sportdirektor, dieser seinem Trainer und der Trainer seinem Spieler vor versammelter Presse das „uneingeschränkte Vertrauen“ ausspricht, wenn der Regierungschef seinem Minister oder der Aufsichtsrat seinem Vorstand sein „vollstes Vertrauen“ öffentlich kundtut – ja dann, spätestens dann, wird’s ernst! Dann wissen wir: es ist Krisenzeit. Gemeint ist oft das Gegenteil dessen, was da gesagt wird. Vertrauen – eine Floskel? Wie hießen all diejenigen (bislang schon mehr als 40 Personen in Führungsämtern) gleich noch mal, denen der amtierende amerikanische Präsident seit Amtsantritt sein Vertrauen ausgesprochen hat, um sie dann kalt abzuservieren? So erwachsen aus Vertrauensbekundungen anstelle von Sicherheit und Gewissheit eher Zweifel und Besorgnis. Dabei ist Vertrauen etwas so Wertvolles und Wunderbares. Hat dieses Wort nicht einen romantischen Beiklang? Marketingfachleute bedienen sich seiner zuhauf, Berater und Banken lieben diesen Begriff, Politiker sowieso: „Ich bitte Sie ausdrücklich um Ihr Vertrauen.“. Das klingt immer auch ein bisschen verdächtig! Wenn auffallend viel von Vertrauen gesprochen wird, ist das schon mal ein Zeichen der Krise. Wie also gehen wir um mit diesem großen Wort? Vertrauen wird ausgesprochen, ausdrücklich erbeten, in Frage gestellt und entzogen. Man bekommt Vertrauen geschenkt, muss es sich verdienen, es beweisen und ihm gerecht werden. Mit alldem tun wir uns nicht leicht – weder in der Position des Vertrauensgebers noch des Vertrauensnehmers! Wir sollen jemandem Glauben schenken oder in ein Schuldverhältnis eintreten? Ungern! Lieber suchen wir nach klaren Regeln und eindeutigen Vorgaben, nach Garantien und

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Sicherheit. Und tatsächlich, dem Fortschritt sei´s gedankt, gab es nie zuvor derart viele Schutzsysteme und Auffangnetze, die für unsere (vermeintliche) Sicherheit sorgen. Autofahren und Flugzeugreisen, Ernährung, ärztliche und soziale Versorgung, Friedlichkeit und Unversehrtheit – in der Welt, in der wir leben, haben sich unsere Lebensverhältnisse in den letzten Jahrzehnten signifikant verbessert. Dennoch scheint trotz (oder vielleicht wegen?) unzähliger Gütesiegeln, glanzvoller Zertifikate und zunehmend ausgefeilter Vertragskonstrukte das Gefühl von Verunsicherung allgegenwärtig. Seit dem Aufkommen und dem Fortschreiten der Wissensgesellschaft werden die Umgebungsbedingungen unseres Lebens immer komplexer und veränderlicher. Die Bewältigung der enorm zugenommenen Komplexität und der Veränderungsgeschwindigkeit ist die große Herausforderung für Individuen, Organisationen und Gesellschaften schon heute – und erst recht in der Zukunft! Wie halten wir Schritt mit diesem Tempo? Was hilft, um mit einem überbordenden Maß an Informationen, Zeitdruck und Widersprüchen zurecht zu kommen? Die Antwort lieferte Systemtheoretiker Niklas Luhmann schon vor 30 Jahren mit seinem Buch „Vertrauen: Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität“ (Stuttgart 1989). Mag dieses Plädoyer für eine Vertrauenskultur heute noch dringlicher und wichtiger sein als damals, stellen sich dennoch die Fragen: Wozu bedarf es des Vertrauens, wo es doch – auch dank der Digitalisierung – immer bessere Kontrollsysteme gibt? Was ist Vertrauen überhaupt? Wie schaffen wir eine Umgebung des Vertrauens und welche Bedeutung hat Vertrauen für unsere ganz persönliche Suche nach einem gelingenden Leben?


Was sich mit Vertrauen so alles erklären lässt …

Eigentlich hätten wir an diesem Sonntag mit der ersten Boeing 737 Max8 der TUI nach Palma aufbrechen sollen. Das Flugzeug, getauft auf den Namen „Mallorca“, wäre an diesem Tag als erstes ihres Typs in den Dienst des deutschen Touristikunternehmens gestellt worden. Doch seit den tragischen Unglücken in Indonesien und Äthiopien bleibt die 737 Max8 auf dem Boden. Wenn dieser Artikel erscheint, sind wir längst wieder wohlbehalten zurück, geflogen mit einer Maschine anderen Typs – im Vertrauen darauf, dass alles gut geht. Und so tun wir das täglich in allen möglichen Lebenssituationen. Wir vertrauen Menschen, etwa unserer Familie und unseren Freunden, Vorgesetzten, Kollegen und Lieferanten, oder auch Institutionen, etwa einem Unternehmen – zum Beispiel einer Fluglinie oder einem Fitnessstudio – oder unserer Gesellschaft und Wirtschaftsordnung als Ganzes. Wie selbstverständlich zahlen wir mit unserer Kreditkarte, im Vertrauen, dass kein Cent mehr als der vereinbarte Zahlbetrag von unserem Konto abgeht. Dabei nutzen wir eine PAYBACK-Karte und geben damit unser Einkaufsverhalten preis – und damit viel von uns selbst. Wem das nicht reicht, der breitet voller Vertrauen(sseligkeit) sein Privatleben in den sozialen Medien aus, in der Hoffnung auf Aufmerksamkeit. Vertrauensseligkeit ist eine menschliche Eigenschaft, die verhängnisvolle Folgen haben kann. Ur-Vertrauen hingegen ist eine Voraussetzung für ein gelingendes Dasein. Dieses besondere Vertrauen in die Beständigkeit der Welt hat seine Grundlage in der frühkindlichen Mutter-Kind-Beziehung. Dem deutsch-amerikanischen Psychoanalytiker Erik Homburger Erikson zufolge ist das Ur-Vertrauen die Basis einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung. Demgegenüber stehen Angststörungen und Bindungsprobleme, deren Ursachen in einem unterentwickelten Ur-Vertrauen zu suchen sind. Mara Ewers (Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln, Juli 2016) konnte zeigen, dass die individuelle Entwicklung der

Persönlichkeit einen signifikanten Einfluss auf die Ungleichheit in der Gesellschaft hat. Erfolgreiche Bundesbürger in allen untersuchten Lebensbereichen weisen vor allem hohe Werte bei der emotionalen Stabilität und beim Vertrauen auf. Von den Bundesbürgern, die der Aussage „Im Allgemeinen kann man den Menschen vertrauen“ voll zustimmten, geben 72 Prozent eine hohe Lebenszufriedenheit an. Unter allen Deutschen trifft dies nur auf jeden zweiten zu. Dabei ist ein grundlegendes Vertrauen unter den Menschen für die Herausbildung, das Funktionieren und die Entfaltung unseres Gemeinwesens unabdingbar. Erst der wissende Mensch, der Homo sapiens sapiens, hat es geschafft, sich zum Erfolgsmodell der Evolution zu entwickeln (wobei es mehr als genug Menschen gibt, die daran zweifeln lassen). Wie ist dieses Vertrauen entstanden? Anthropologisch gründet Vertrauen auf Vertrautheit. Man kennt einander, erlebt Verlässlichkeit und verstetigt Beziehungen. Das hat im Laufe von Jahrmillionen zum Überleben des Individuums, der Sippe und letztlich der gesamten Spezies Mensch beigetragen. Vertrauen ist insofern ein konstitutives Merkmal der menschlichen Evolution, die auf Abhängigkeiten und Kooperationsnotwendigkeit fußt. So gesehen bildet Vertrauen den Kitt der Gesellschaft – erst recht in einer modernen Wirtschaftsordnung. Der USamerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama zeigt, dass der Entwicklungsgrad einer Volkswirtschaft mit dem Maß an gesellschaftlichem Vertrauen korreliert. Er behauptet, die Wohlfahrt und Wettbewerbsfähigkeit einer Nation sei „von einem einzigen, durchdringenden kulturellen Merkmal bestimmt: dem Maß an Vertrauen innerhalb der Gesellschaft“. Das leuchtet ein, denn ohne Vertrauen in die Kontinuität des Handels anderer, ihre Berechenbarkeit, Ehrlichkeit und Kooperationsbereitschaft ist arbeitsteiliges Handeln in einer modernen Wirtschaft undenkbar. Und der Grad der Arbeitsteilung bestimmt den Entwicklungsgrad einer Ökonomie.

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Bei der letzten Befragung aus dem Jahre 2018 gaben 66 Prozent der Niederländer an, dass sie ihren Mitmenschen vertrauen. Auf den Philippinen und im Karibikstaat Trinidad und Tobago gilt das lediglich für drei Prozent der Befragten. Eine weltweite Studie, die seit 1981 bislang sechsmal durchgeführt wurde, zeigt folgenden Trend: Damals sagten 36 Prozent der Studienteilnehmer „ja, wir können unseren Mitmenschen vertrauen“. Bei der jüngsten Befragung waren das nur noch 24 Prozent. Dies führt zu der These, dass die Bedingungen, unter denen Vertrauen gedeiht, im weltweiten Durchschnitt schlechter geworden sind (was freilich nichts aussagt über die Bedingungen bei uns in Deutschland oder in anderen Einzelstaaten). Welcher Trend sich in Deutschland abzeichnet, zeigt eine Langzeitstudie zum Medienvertrauen. In 2016 gaben noch 22 Prozent der Befragten an, dass sie Medienberichten etwa zu Umweltproblemen, Gesundheitsgefahren und politischen Skandalen „nicht“ oder „überhaupt nicht“ vertrauen. 2017 sagten das nur noch 17 Prozent. Das lässt hoffen! Das ist insofern bemerkenswert, als Vertrauen die menschliche Existenz als Sozialwesen erklärt. Und längst nicht nur die Existenz, sondern seine Persönlichkeitsentfaltung als Bildungs- und Kulturwesen. Reinhard K. Sprenger verweist auf alle psychologischen und soziologischen Fakten, die zeigen, dass der Mensch unter Vertrauensbedingungen aufblüht. „Er darf der sein, der er ist“. Welche Bedeutung dies für Arbeitnehmer und Unternehmen hat, zeigt Robert Levering, Mitbegründer und Direktor des Great Place to Work Institute in San Francisco. In einer groß angelegten Studie befragte er Mitarbeiter von 100 der besten amerikanischen Unternehmen nach ihrem Vertrauen in das Unternehmen und das Management sowie in Kollegen und unmittelbare Vorgesetzte. Daraus entwickelte er den Levering Trust Index und führt damit folgende Korrelation an: erfolgreiche Unternehmen haben einen hohen Levering Trust Index. Schon 1974 plädierte der britische Industriesoziologe Alan Fox für eine „High-TrustCulture“. Beides – die „Hoch-Vertrauens-Kultur“ und der „Index der Vertrauenskultur“ – erklärt einen signifikanten Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, der gerade in Zeiten knapp werdender Fachkräfte besonders zum Tragen kommt. Es sind schöne Erklärungen, die das Vertrauen liefert: Urvertrauen und soziale Existenz, Bindungsvermögen und Persönlichkeitsentfaltung, Vertrauenskultur und Leistungsbereitschaft, wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Entwicklung. Mächtig und wortgewaltig kommt es daher, oft als Appell, als flehentliche Bitte oder als romantische Liebeserklärung – und dann auch noch als „Schmierstoff für den Unternehmenserfolg“, doch …

… was eigentlich ist Vertrauen?

Mit Vertrauen kann man vieles erklären, was in der Beziehung zwischen Menschen, in den Abläufen innerhalb von Organisationen und im Miteinander innerhalb einer Gesellschaft funktioniert – oder eben nicht funktioniert. Und doch fällt es uns schwer zu sagen, was es ist. Es scheint einfacher

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zu begründen, warum wir jemanden misstrauen als zu sagen, warum wir jemanden vertrauen. Ist Vertrauen ein Gefühl? Oder sogar eine Moraldimension: Vertrauen ist gut, Misstrauen ist böse? Auf jeden Fall löst der Begriff große Gefühle aus. Was soll man sagen, wenn man gefragt wird: „Vertraust Du mir?“? Eine einfache Antwort mit „ja“ greift zu kurz. Die richtige Antwort müsste heißen: „Das kommt darauf an.“ Wobei wir mitten drin sind in einem brisanten Bereich. Wenn es um das Vertrauen geht sind wir hellwach, sensibel und anspruchsvoll. Ein Kompromiss bei einer Vertrauensfrage innerhalb einer Beziehung? Es kann nur ein ja oder nein geben! Oder geht´s vielleicht doch etwas genauer …? Bezogen auf die unmittelbare Sozialbeziehung entsteht Vertrauen aus Vertrautheit. Langes Beisammensein, bewiesene Glaubwürdigkeit und fortwährende Verlässlichkeit, begründet ein klares „Ja“ auf die Frage, „Vertraust Du mir?“. Dieses Ja bezieht sich auf die Person und die Erfahrungen aus der Vergangenheit. Für eine persönliche Vertrauensbeziehung ist dieses Bekenntnis unabdingbar. Man spricht von generalisiertem Vertrauen. Dies meint, dass man dem anderen glaubt, was er sagt. Kann man seinem Gegenüber ein Geheimnis anvertrauen? Wenn die Antwort lautet, „absolut und jederzeit!“, ist das ein Maß an Vertraulichkeit auf höchster Beziehungsebene, die wir uns sehr wünschen, meist aber nur in engsten persönlichen Bindungen finden. Spezifisches Vertrauen hingegen ist auf die Person in einer konkreten Handlungssituation bezogen. Ist die Liebe und das Grundvertrauen zu seinem Partner noch so groß, setzt man sich vielleicht doch gerne lieber selbst ans Steuer oder geht zum Haareschneiden zu einem Frisör, auch wenn man diesen noch nicht mal persönlich kennt! Zugrunde liegt die

Überzeugung, dass der es hinkriegen wird. Letztlich sind es drei Dimensionen, die das Vertrauen bestimmen: die Integrität, die gute Absicht und das Können. Maßgeblich ist also die konkrete Fähigkeit bei der Problemlösung. Wie ist das Qualifikations- und Erfahrungsniveau? Gibt es Regeln und Gepflogenheiten, an die es sich zu halten gilt? Wem eigentlich nutzt die erfolgreiche Handlung – nur dem Handelnden selbst oder auch dem Anderen, der Organisation oder der Gesellschaft als Gesamtheit? Der Nutzenorientierung kommt eine entscheidende Bedeutung zu, wenn es darum geht, die Vertrauenswürdigkeit von Berufsgruppen zu erklären. Wer innerhalb der Bevölkerung wie viel Vertrauen genießt, ermittelt die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) alle zwei Jahre durch Befragung von 2.000 Menschen. Die Studie „Trust in Professions 2018“ kam zu dem Ergebnis, dass Rettungskräfte (Feuerwehrleute und Sanitäter) den ersten Platz belegen. Zu den Top Ten der vertrauenswürdigen Berufe gehören auch Pflegekräfte, Ärzte, Lokführer, Busfahrer und Piloten. Gegenüber 2016 haben Pfarrer und Rechtsanwälte an Vertrauen eingebüßt. Im unteren Drittel landen Bänker, Journalisten, Werbefachleute und Versicherungsvertreter. Seit Jahren belegen Politiker mit Abstand den letzten Platz. Dabei ist es häufig so, dass das Vertrauen in seinen Versicherungsberater oder in den Politiker, den man persönlich kennt, sehr hoch ist, während bei Verallgemeinerung – also bei „den Politikern“ und „den Versicherern“ – der Vertrauenswert rapide abstürzt. Was sich hier offenbart, ist ein Mangel an Systemvertrauen. Strukturen des Systems werden in Zweifel gezogen. Organisations- und Anreizstrukturen in der Politik, zum Beispiel die Leistungsbemessung an Wahlversprechen

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(„was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“), oder auch im Journalismus, zum Beispiel die Leistungsbemessung an Einschaltquoten („Aufmerksamkeit um jeden Preis“), gewährleisten Integrität, Fachkompetenz und eine gute Absicht nur in unzureichendem Maße. Dabei sind wir mehr denn je mit unbekannten Situationen konfrontiert, die spezifisches Vertrauen und Systemvertrauen erforderlich machen. In der globalisierten Welt mit ihrer Veränderungsgeschwindigkeit und Komplexität, lässt sich Vertrauen nicht mehr auf die unmittelbare personale Sozialbeziehung gründen. Zu vielfältig sind die Kooperationen, zu neuartig und schnelllebig die Herausforderungen und zu unergründlich die Leistungsfähigkeit, der Leistungswille und die Nutzenorientierung desjenigen, auf den ich angewiesen bin. Dient der Vertragspartner mir – oder zuallererst sich selbst? So ist das heutzutage: wir sind als Mensch in unbekannten und unüberschaubaren Situationen von Unbekannten abhängig: Von einem Piloten, einer Geschäftspartnerin, einem Berater oder dem Mitglied in einem virtuellen Team, das sich zum Zwecke einer gemeinsamen Aufgabe über die gesamte Welt spannt, ohne dass man sich je persönlich getroffen hat. Allesamt Fremde! Die Moderne ist gekennzeichnet durch eine Trennung von Vertrauen und Vertrautheit. Vertrautheit verwaltet unsere bisherigen Erfahrungen. Vertrauen aber umgibt sich mit Neuem, Ungewissem und Überraschungen. Zwar hat die Wissensgesellschaft die Gewissheit des Glaubens abgelöst, den Menschen von der Vertrauensseligkeit in höhere Mächte befreit und ungeahnte Fortschritte beschert. Dennoch bewegen wir uns ständig in einem mittleren Zustand zwischen Wissen und Nicht-Wissen.

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Dieser vage Zustand zwischen Wissen und Nicht-Wissen, genau das ist es: Vertrauen! Zukunftsbezogen, ungewiss und stets begleitet von Überraschungen – eine Wette auf das, was kommt und jemand als nächstes tun wird. Wie singt Doris Day so schön: „Que será, será, whatever will be, will be, the future‘s not ours to see, …“ Man kann das auch unter Paragraph 2 des kölschen Grundgesetzes nachlesen: „Et kütt, wie et kütt.“ Wetten gehen eben auch mal verloren. Wenn dabei auch Vertrauen verloren geht, weil man sich betrogen fühlt, dann ist Vertrauen eben doch ein Gefühl, nämlich ein verdammt verletzendes!

Vertrauen und Kontrolle

Die Antwort auf diesen bedrückenden Gefühlszustand liefert ein Sprichwort, das Lenin zugeschrieben wird: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ Die überwiegende Mehrheit, so behaupten soziologische Studien, stimmt dieser Aussage zu. Tatsächlich aber – so die russische Akademie für Sprache und Dichtung – sagte der Revolutionär und Begründer der Sowjetunion: „Vertraue, aber kontrolliere auch.“. Das entspricht auch dem Motto Ronald Reagans: „Trust but verify.“ Und schon hört sich das ganz anders an, nämlich nicht mehr nach „entweder - oder“, sondern nach einem „sowohl als auch!“ Vertrauen und Kontrolle sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Man tut das eine, ohne das andere zu lassen. Außerdem wäre es ein Irrglaube, anzunehmen, man könne mit Kontrolle Menschen lenken und ihr Verhalten steuern. Gleichzeitig ist es fahrlässig und auch nicht zielführend, jedwede Art von Beziehung in einer emotionalen Sphäre der Vertrauens- (und Glück-)seligkeit zu führen. Vertrauen ist ein Relationsbegriff. Es entfaltet seine konstruktive Wirkung irgendwo zwischen grenzenlosem Vertrauen (blinder Vertrauensseligkeit) und totaler Kontrolle (Über-


wachungsstaat oder Misstrauensorganisation). Und dieses irgendwo definiert die Beziehungsqualität zwischen Individuen, zu Institutionen und innerhalb von Systemen. Daraus resultiert ein wichtiges Merkmal von Führungskompetenz: je nach Person, Aufgabe und Situation die richtige Mischung zwischen Vertrauen und Misstrauen, zwischen Kontrolle und Kontrollverzicht zu finden.

Das konstituierende Merkmal von Vertrauen ist die eigene Verletzlichkeit, die es eröffnet. Man macht sich angreifbar und stellt sich damit selbst in Frage – und das in vollem Bewusstsein der menschlichen Unzuverlässigkeit, deren beschränkten Erkennbarkeit und unzulänglichen Beherrschbarkeit! Verwundbarkeit ist ein Zeichen von Menschlichkeit. Wer dies erkennt und akzeptiert, entzieht dem Misstrauen die Macht über sich selbst!

Doch wie kommt es daher, das Vertrauen? Wie offenbart es sich bei den Verantwortungsträgern von Teams im Sport, in Unternehmen, in Schulen usw.? Als ein passives „lass mal machen“ und „schaun mer mal“? Oder als eine aktive und ermutigende Begleitung von Ideen, Handlungen und Ergebnissen Anderer, die mit einem ehrlichen Interesse einhergeht? Dadurch wird auch Kontrolle nicht als solche erlebt, nicht als Bevormundung, Herablassung und Entwürdigung, die Vertrauen untergräbt, sondern als interessierte Teilhabe, Förderung der Ergebnisorientierung und damit als eine Bedingung, die Vertrauen wachsen lässt. So ist auch Lernen ohne Kontrolle des Lernerfolgs ebenso unmöglich wie Lernen ohne Vertrauen.

Worin also liegt die Kompetenz im Umgang mit Vertrauen? In der Fähigkeit zur Kontrolle? Eben gerade nicht, denn unter der Bedingung von Sicherheit und Kontrollierbarkeit spielt Vertrauen keine Rolle. Dann geht es ums Funktionieren, um die Beherrschung der Gegenwart, ums Verwalten. Wenn es aber um die Zukunft geht, um kreatives Gestalten und um Kooperation unter den Bedingungen von Ungewissheit, dann bedarf es unternehmerischer Kompetenz in einem spezifischen Sinne: die Fähigkeit und die Bereitschaft, das Risiko, das dem Vertrauen innewohnt, abschätzen zu können und einigermaßen beherrschbar zu gestalten. So gesehen sind Unternehmertum und Vertrauen untrennbar miteinander verbunden. Um mit Verletzungen fertig zu werden und die Folgen zu bewältigen, bedarf es großem Selbstvertrauen. Selbstvertrauen besiegt die Sorge vor Vertrauensmissbrauch, kompensiert den Mangel an Wissen und überwindet die Vergänglichkeit von Vertrautheit. Wenn Kontrolle eine Rolle spielt, dann zuallererst als Form der Selbstkontrolle im Sinne von Selbstbeherrschung und eigenem Zutrauen. Das sind die Bedingungen, um Kooperationen erfolgreich zu gestalten.

In unserer Lebenswirklichkeit haben wir es eben nicht mit einer objektiv kontrollierbaren, sicherzustellenden Wahrheit zu tun. Vielmehr ist Vertrauen eine subjektive Überzeugung in die Richtigkeit von Handlungen und Einsichten. Wie groß diese subjektive Überzeugung ist, bemisst sich daran, wie groß der Spielraum ist, den man einem Anderen ermöglicht. Das Vertrauensmaß stellt die Frage: Wie weitreichend sind die Konsequenzen, die mir drohen, wenn ich mit der eigenen Überzeugung falsch liege und mein Vertrauen enttäuscht wird?

Daher ist Vertrauen eine ganz bewusste Entscheidung. Diese impliziert eine risikoreiche Wahl. Das Risiko liegt darin, bei enttäuschtem Vertrauen persönlich negative Konsequen-

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MANNHEIM Seckenheimer Landstraße 4 Tel. 0621 1234848-0 Fax 0621 1234848-10

LUDWIGSHAFEN Rathausplatz 10 – 12 Tel. 0621 57294-47 Fax 0621 57294-44

EBERBACH Friedrichstraße 1 Tel. 06271 9220-0 Fax 06271 9220-20

HEIDELBERG Kurfürsten-Anlage 59 Tel. 06221 65130-0 Fax 06221 65130-10

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WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT MANNHEIM Seckenheimer Landstraße 4 Tel. 0621 1234848-0 Fax 0621 1234848-10

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zen tragen zu müssen. Umso wichtiger ist es, eine solche Entscheidung reflektiert und kalkuliert zu treffen. Infolgedessen ist auch Vertrauen etwas, das man reflektiert und kalkuliert eingeht – eben so, dass es sich lohnt! Vertrauen bedeutet keine Absichtslosigkeit, sondern verbindet sich mit konkreten Erwartungen. Reinhard K. Sprenger erklärt Vertrauen als ein Produkt rationaler Erwägungen. Als Moraldimension eignet es sich jedenfalls nicht. Vertrauen ist nicht per se gut. Eingeschworene Geheimgesellschaften missbrauchen Vertrauenskodizes für unmoralische Umtriebe. Dieses Vertrauen zu brechen kann einem moralischen Anspruch entsprechen. Die Whistleblower lassen grüßen ...! Der instrumentelle Wert des Vertrauens folgt einem pragmatischen Handlungsprinzip. Vertrauen im organisationalen Kontext muss berechenbar sein. Es berechnet – und es muss sich rechnen. Ja, so ist es: Vertrauen kalkuliert!

Vertrauen und Kalkül

Kalkuliertes Vertrauen? Pfui! Heißt das jetzt, man unterzieht das Vertrauen einem nüchternen Kalkül, das ökonomischen Nutzenprinzipien folgt? Eine Dominanz des Nüchternen, des Ökonomischen, des Nutzwertorientierten über das so wunderbar freie und gleichermaßen verbindende Vertrauen – furchtbar! Wie anrüchig ist das denn? Ist es das wirklich? Nein, das ist es eben nicht! Vertrauen als bewusste Entscheidung ist die Verabredung zwischen mündigen Menschen, die sich einander öffnen, um gemeinsam an einem Problem zu arbeiten, deren Lösung ihnen gemeinsam nützt. Das ist der Mechanismus arbeitsteiliger Organisationen. Niemand möchte hier in Zweifel ziehen, dass Vertrauen um seiner selbst willen wertvoll ist. Wenn es aber in dem Maße wirken soll, wie ich Verletzlichkeit zulasse, dann muss es sich genauso rechnen. Dieses bewusste, kalkulierte Vertrauen ist das eigentliche Vertrauen. Ich weiß durchaus, dass ich betrogen werden könnte, ziehe dies in Betracht, schätze die Konsequenzen ab und definiere daraus das Maß an Vertrauen, das ich zu geben bereit bin. Genau das ist der Deal! Also bitte kein „Pfui“ aus dem Elfenbeinturm moralischer Erhabenheit. Vertrauen ist kein moralisches Handeln, das darin besteht, an die guten Absichten des Anderen zu glauben, sondern eine vernunftgeleitete Entscheidung, vom Anderen gute Ergebnisse zu erwarten. Es folgt keiner Bringschuld, sondern ist die Antwort auf eine Vorleistung, die nicht absichtslos erfolgt. Mit Vertrauen verbindet sich auch die Erwartung in ein konkretes Handeln und in ein Ergebnis. Wenn ich mich zu einer Zusammenarbeit entschließe, akzeptiere und respektiere ich das Recht des Anderen auf Vertrauen. Aber ich habe auch den eigenen Nutzen im Blick, der sich in einer vertrauensvollen Kooperation auf Augenhöhe als wirkungsmächtige Strategie erweist. Menschen haben ein Recht darauf, Vertrauen zu erhalten. Also ist es allemal angebracht und auch klug, dafür den ersten Schritt zu tun. Das Vertrauen, das wir heute brauchen, ist

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ein bewusst entschiedenes Vertrauen, das um die Möglichkeit der Enttäuschung weiß und unmittelbar greift, auch in kurzfristigen Kooperationen. Reinhard K. Sprenger nennt das Sofortvertrauen. Sofortvertrauen braucht keinen langen Vorlauf, keine Vertrauensbekundungen im Voraus und keine langjährige Probezeit gemeinsamer Erfahrungen. Erfahrungsbasierte Vertrautheit als Voraussetzung für Vertrauen lässt jedes Kalkül und damit jede Form vertrauensbasierter Kooperation im Ansatz scheitern. Dazu ist die moderne Zeit viel zu schnelllebig. Wer vom Anderen verlangt, er möge sich das Vertrauen erst einmal verdienen, verweigert Freiräume und behindert Entfaltungskraft, untergräbt Kreativität – und verliert den Anschluss. Wie ermutigend, vertrauensbildend und wertschätzend klingt da der verschmitzt vorgetragene Satz eines hochrangigen Unternehmenslenkers: „Mein Misstrauen müssen Sie sich erst verdienen.“ So geht kalkuliertes Vertrauen in Vorleistung und setzt ein Zeichen der Bereitschaft zur Verwundbarkeit. Je größer der mögliche Schaden, desto größer die Vertrauensleistung. John Locke sagt dazu treffend: „Vertrauen ist ein Handel auf Gegenseitigkeit auf einer bewussten Entscheidung, kein romantisches Bauchgefühl.“ Musiker, Filmteams, die Cockpitcrew in der Flugzeugkanzel – alle kooperieren auf der Basis von kurzzeitigem, projektbezogenem Vertrauen zum Zwecke eines gemeinsamen Ziels und gemeinsamen Weges, in einer definierten Zeit, mit spezifischen Rollen und einer Auftragsklärung. Souveränes und professionelles Vertrauen im Kontext gemeinsamer Aufgaben ist immer ein Vertrauen auf Probe. Durch die Prüfung von Ergebnissen erneuert es sich ständig wieder selbst. Und hierbei folgt – wie bereits erörtert – dem Vertrauen auch die Kontrolle, und zwar in einer Art und Weise, die dem Vertrauensnehmer die Ehre erweist, sich des Vertrauens würdig zu zeigen. Reporting und Auditing in diesem Sinne bedeutet: der Vertrauensnehmer darf seine Vertrauenswürdigkeit sichtbar machen. Selektives, kalkuliertes und offenbartes Vertrauen macht Vertrauen so wertvoll und nachhaltig. Darin steckt die größte Ressource für unsere Zukunft: die Vertrauensfähigkeit der Menschen – allen voran der Führungskräfte in unserer Gesellschaft! Wie wichtig diese Ressource ist, schreibt Peter Sloterdijk: „Die Gesellschaft der Zukunft ist zum Vertrauen verurteilt.“

Wie also Vertrauen erzeugen?

„Vertrauensbildende Maßnahme“ – man kennt dies aus Führungszirkeln, Motivationsseminaren und aus dem Instrumentenkasten der HR (Human Ressource) Abteilungen. Ein schönes Programm, wohltuende Atmosphäre, den Chef mal aus der Nähe erleben. Das darf man sich dann schon mal was kosten lassen. Vertrauen gegen Geld. Und dann ist alles gut!? Gut ist es schon mal zu wissen, was kein Vertrauen erzeugt, zum Beispiel vertrauensbildende Maßnahmen im Sinne von Aktionen, Workshops und warmen Worten oder Pseudotransparenz durch Mitarbeiterrundbriefe, Regelwerke und Appelle.


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Viel ist schon dadurch gewonnen, dass man alles unterlässt, was dem Vertrauen schadet: Überwachung, Bevormundung, Formalitäten. Konkurrenzdenken und fortwährend glorifizierte Leistungsrankings sind Gift für ein fruchtbares Miteinander. Ständige Offenlegungspflichten und tägliche Dokumentationen unterstellen jedem, dass er mit Informationen hinter dem Berg hält, Vorteile zu seinen Gunsten ausnutzt und sich selbst über andere und über das Ganze stellt. Wie soll Kooperation entstehen, wenn Teammitglieder auf Funktionsträger reduziert werden, die – aus einer zwangsläufigen Logik heraus – immer nur so weit funktionieren, wie es ihrer persönlichen Positionswahrung oder dem eigenen Fortkommen dient? Die Persönlichkeit ist der Stoff, der das Vertrauen weckt. In den persönlichen Beziehungen steckt das Geheimnis für gegenseitigen Mehrwert. Menschen, die sich um persönliche Beziehungen kümmern, nennt man Integrationsfiguren. Wer möchte das nicht sein, eine Integrationsfigur, die gefragt wird und der man sich zuwendet? Wir möchten Vertrauen bekommen, um diesem zu entsprechen, getreu dem Motto: Vertrauen ist eine Serie gehaltener Versprechen – wohlwissend, dass der Abbau von Vertrauen schneller geht als ihr Aufbau (wie Georg Vobruba von der Uni Leipzig in seinen soziologischen Studien belegen kann). Gerne geben wir Vertrauen, um beobachten zu dürfen, wie es sich bewährt. Vertrauen steckt in allen von uns – und es will geweckt werden, möchte sich zeigen und Erwiderung finden. Auf diese Weise folgt es dem Prinzip der so genannten Reziprozität. Diese Wechselbezüglichkeit ist ein biologisches und sozialpsychologisches Phänomen, das ein Grundprinzip menschlichen Handelns darstellt. Reziprozität liegt in unserer Natur – und darin liegt auch die Natur der bewusst getroffenen Vereinbarung: ein Vertrauensgeber geht den ersten Schritt und gewährt einen Vertrauensvorschuss. Führungskräfte sind Vertrauensgeber. Ihnen obliegt es, den Vertrauensprozess zu starten, also in den Tauschprozess und in das Vertrauensverhältnis einzutreten. Im Umkehrschluss verpflichtet sich der Vertrauensnehmer, diesem Vertrauen zu entsprechen. „Tit for tat“, lautet die bekannte englische Redewendung. „Zug um Zug“ werden die folgenden Schritte immer größer, Freiheiten

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wachsen (auch Verwundbarkeiten), Kreativität gedeiht und Wagnisse wachsen (auch Fehlschläge), Fortschritte nehmen Fahrt auf (auch manch ein Rückschritt muss verarbeitet werden) und aus einer Dynamik fruchtbarer Kooperation (auch Fehlerbewältigung) erwächst eine Kultur des Vertrauens. Vertrauen entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch einen fortwährenden Prozess gegenseitiger Verlässlichkeit in Integrität und Kompetenz, eingeübt durch tägliche Praxis. Jegliche Vorleistung, beiderseitig erbracht, bindet uns in einer gegenseitig empfundenen Abhängigkeit. Das Rechtfertigungsempfinden kann so stark ausgeprägt sein, dass es zu einer Sorge vor der Scham wird, dem Vertrauen nicht entsprechen zu können. Damit steuert Vertrauen das Verhalten des Anderen. Dies steht der Kontrolle nicht entgegen – im Gegenteil. Vertrauen ist Kontrolle, weil es verpflichtet und durch gewährte Freiheiten Bindung schafft. Der Überzeugung, dass dies so ist, liegen ein positives Menschenbild und ein progressives Freiheitsverständnis zugrunde. Es unterstellt, dass jeder seinen eigenen Qualitätsanspruch an sein Tun hat. Dazu muss der Mensch die Wahlfreiheit besitzen, Vertrauen zu schenken oder zu verweigern – und Vertrauen zu bestätigen oder zu enttäuschen. Entscheidet er sich für das Vertrauen, setzt er sich dem Risiko aus, enttäuscht zu werden – und gleichzeitig eröffnet er sich die Chance zur Wertschöpfung: kürzere Entscheidungswege, einfachere Abläufe und ein schnelleres Vorankommen. Vertrauen schafft Vorteile – und wirtschaftliche Vorteile führen zu Erfolg und Mehrwerten. Vertrauen ist eine Ressource, die bei Gebrauch zunimmt. Misstrauen hingegen ist teuer. Es verbrennt Ressourcen. Der Zukunftshorizont begrenzt sich, Vorleistungen reduzieren sich auf ein Mindestmaß, Erträge werden rasch realisiert. Die Neigung, „die Schäfchen ins Trockene zu bringen“, läuft einer zukunftsgerichteten Investitionsbereitschaft zuwider. Dies gilt für die Bereitschaft, in ökonomische Projekte zu investieren genauso wie für die Bereitwilligkeit zur Investition in menschliche Beziehungen. So braucht Vertrauen eben auch Mut (siehe RC Premium II/2018: „Mensch und Mut“, S. 8-13) und den erklärten Willen, zu vertrauen. Nicht vordergründig, sondern aus tiefstem Herzen.


Das ist durchaus eine emotionale Dimension. Doch dem Gefühl steht die Ratio zur Seite. Wollen wir die Gegenwart gestalten und Zukunft erschließen, müssen wir an den Bedingungen für die Möglichkeit von Vertrauen arbeiten. Und das beginnt damit, an sich selbst zu arbeiten. Freiherr von Stein formuliert das treffend: „Zutrauen veredelt den Menschen, ewige Vormundschaft hemmt sein Reifen.“ Dieser Satz lässt sich sehr gut an sich selbst richten. Eigenes Zutrauen, sich nicht bevormunden lassen, mutig seine Meinung sagen und dafür sorgen, dass andere in sich selbst Vertrauen finden, lässt Persönlichkeiten und Beziehungen reifen. Im Praktischen heißt das, Erwartungen erfüllen und Verlässlichkeit erweisen – oder auch: seinen Job machen und andere ihren Job machen lassen. Es zeigt sich: Vertrauen ist Kalkül – und doch viel mehr als das. Ist es nicht wunderbar, in einer Umgebung des Vertrauens zu leben und zu arbeiten, gemeinsam mit Menschen, die Anderen und sich selbst vertrauen? Vertrauenswürdigkeit entsteht aus Vertrauensfähigkeit. Wie das gelingt? Indem man es wagt, dem Vertrauen zu vertrauen …!

Fazit

„Wir schließen uns zusammen, stärken die Kräfte des Füreinanderarbeitens und lösen Zukunftsaufgaben von großer Bedeutung für alle, die bereit sind, daran mitzuwirken“. Diese Botschaft ist eine Vertrauensinitiative, die in verschiedenartigen Kooperationen wirkt – nicht nur, aber vor allem in Unternehmen. Sie soll etwas in Gang setzen, was sich als Vertrauensspirale bezeichnen lässt. Damit sich diese Vertrauensspirale nach oben dreht, bedarf es der aufrichtigen Überzeugung von einem menschlichen Grundprinzip: Wird man als vertrauenswürdiger Mensch behandelt, verhält man sich auch so. Vertrauen ist sowohl eine Voraussetzung als auch eine Folge von einer modernen Form der Zusammenarbeit – der „Fürarbeit“. Der Vorteil für einen selbst resultiert daraus,

dass es dem Anderen gut geht. Vertrauen in einer Kultur des Füreinanders ist nicht nur Mittel, sondern auch Zweck. In einer vertrauensvollen Umgebung zu leben und zu arbeiten ist ein hohes Gut. Erreicht wird dies nicht durch Regeln, Kontrollen und Sicherheiten, sondern durch verlässliche Menschen, die den Mut haben, sich immer wieder angreifbar zu machen im Vertrauen auf Erfolg, Fortschritt und einer Wertschöpfung, die dem Ganzen dient. Das hört sich alles so einfach an, so wohltuend positiv und hoffnungsfroh. Doch entsteht Vertrauensvorschuss erst dann, wenn dieser mit Verletzlichkeit einhergeht. Vertrauensmissbrauch führt zu Verletzungen. Diese auszuhalten, wieder aufzustehen und Enttäuschungen zu überwinden, braucht ein starkes Selbstvertrauen im Sinne von großer innerer Wertschätzung. Es obliegt den Führungskräften, mit Vertrauen in Vorleistung zu treten. So gesehen ist Führung das Management von Vertrauensbeziehungen. Der Nutzen aus Vertrauen ist die Selbstachtung, also das Gefühl, vertrauenswürdig, verlässlich und fair zu sein. Wer dem eigenen Ehrgefühl entspricht, fördert selbiges auch bei seinem Gegenüber. So heißt Vertrauen auch, Enttäuschungen aktiv möglich und sich selbst sogar ersetzbar zu machen – aber niemals auf Enttäuschungen sitzen zu bleiben. Selbstvertrauen entsteht aus Erfolgen. Und, vielleicht sogar noch wichtiger: aus Misserfolgen. Misstrauen schützt nicht vor Misserfolgen – es führt dazu. Sind wir uns bewusst, wie traurig es eigentlich ist, dass Misstrauische niemals einem vertrauenswürdigen Menschen begegnen werden? Dabei gibt es für die Gestaltung der Zukunft einer sich rapide verändernden Welt weder in der Wirtschaft, der Politik, der Wissenschaft noch der Gesellschaft als Ganzes irgendeine vernünftige Alternative zur Vertrauensorganisation. Darüber muss man sich allerdings im Klaren sein: Vertrauen ist risikoreich. Das größte Risiko aber besteht darin, keines einzugehen ...!

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FRAGEN ANTWORTEN

Vertrauen! Wie sehen Sie das, Herr Sprenger?

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Worauf es im Unternehmen wirklich ankommt beantworten Sie mit dem Buchtitel „Vertrauen führt“. Was genau ist eigentlich Vertrauen?

Vertrauen ist eine Strategie, das Risiko zu reduzieren, das der Andere durch sein Anderssein bildet. Ich kann nicht wissen, ob er mir schaden will; ich kann ihm ja nicht in die Seele schauen. Dennoch ist Vertrauen nicht notwendig etwas Gutes. Misstrauen ist in gewissen Situationen genauso wichtig. Von einem reflektierten Vertrauen können wir also erst sprechen, wenn wir es von Misstrauen unterscheiden und es situativ angemessen handhaben. Dieses Vertrauen ist weder blind, noch naiv. Es weiß, dass eine Wahl getroffen werden muss und keine Option ohne Verlust zu haben ist. Vertrauen ist daher die reflektierte Erwartung, dass kooperatives Handeln nicht ausgebeutet wird. Insofern ist das meine Definition: Ich bin bereit, die Kontrolle eines anderen zu reduzieren, weil ich erwarte, dass der andere kompetent, integer und wohlwollend ist. Ein solches Vertrauen können nur Menschen leben, die sich selbst vertrauen, die zurechnungsfähig sind, die selbstverantwortlich denken und handeln. Dennoch besteht immer die Gefahr, enttäuscht zu werden. Die Frage ist: Wieviel Macht gibt man einer möglichen Enttäuschung? Die Kontrolle sollte ja auch nicht vollständig aufgegeben werden, sondern zunächst einmal in einem ersten Schritt maßvoll zurückgenommen werden. Man darf den Raum der Selbsterhaltungsvernunft nicht verlassen.

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Reinhard K. Sprenger, geboren 1953 in Essen, studierte Philosophie, Psychologie, Betriebswirtschaft, Geschichte und Sport. 1985 erhielt er den Doktortitel im Fach Philosophie. Nach seiner ersten beruflichen Station als wissenschaftlicher Referent beim Kulturministerium des Landes Nordrhein-Westfalen wechselte er in die freie Wirtschaft und leitete den Bereich Personalentwicklung bei der 3M Medica in Borken.

1990 wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit und wurde schnell zu einem gefragten Vortragsredner, Trainer und Berater. Heute gilt er als profiliertester Managementberater Deutschlands. Er veröffentlichte bis dato 12 Bücher, die sämtlich zu Bestseller avancierten, von denen insb. die Titel „Vertrauen führt“, „Mythos Motivation“ und „Radikal führen“ die Managementwirklichkeit in den Unternehmen veränderten. Dabei zieht sich bei allen Veränderungen – nicht zuletzt sehr deutlich erörtert in seinem jüngsten Werk „Radikal Digital“ (erschienen 2018) – das Phänomen „Vertrauen“ wie ein roter Faden durch seine Analysen, Schlussfolgerungen und Ratschläge.


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In den 42 unbequemen Management-Wahrheiten aus „Sprengers Spitzen“ gehört das Wort Vertrauen zu den am häufigsten genannten Begriffen. Worin sehen Sie die Bedeutung und den Nutzen vertrauensvoller Kunden- und Mitarbeiterbeziehungen für eine gelingende Zukunft von Unternehmen.

Schauen wir zunächst auf den Markt: Unternehmen verkaufen keine Produkte, sie verkaufen Vertrauen. Die Werbebranche spricht von „trustmarks“. Sie wirken wie eine Navigationshilfe. Sie erleichtern es dem Kunden, zu entscheiden, ob sie dieses oder ein anderes Produkt kaufen. Wenn wir nach innen in die Unternehmen hinein schauen, dann wird immer deutlicher, dass die großen alten Steuerungsmittel „Macht“ und „Geld“ nicht mehr hinreichen, um das Handeln der Menschen im Unternehmen zu koordinieren. Insbesondere unter den Bedingungen der Wissensgesellschaft, dezentral strukturierter Organisationen und schneller Märkte. Hier muss Vertrauen die alten Steuerungsmittel ergänzen, ja zunehmend ersetzen. Dann können Unternehmen flexibel organisiert werden, dann werden Unternehmen schnell. Die heutigen Märkte geben uns nicht die Zeit, die Hierarchie hoch und runter zu gehen, um eine Entscheidung zu bekommen. Der Kunde wartet nicht mehr darauf, dass ein Unternehmen seine internen „checks“ und „balances“ abarbeitet. Wer zu spät kommt, den bestraft der Markt. Auch Kreativität ist nicht zu haben ohne einen hohen Vertrauenspegel im Unternehmen. Wer Innovation will, muss den Rechtfertigungsdruck zurückfahren. Vertrauen spart auch die Kosten permanenter Absprachen, expliziter Sicherungsmaßnahmen und MonitoringAktivitäten. Und letztlich kann eine Führungskraft nur erfolgreich sein, wenn ihr die Menschen folgen. Das tun sie nur, wenn sie vertrauen.

Worin zeigt sich eine vertrauensvolle Führung –

3 und zwar nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch im Privaten?

Wenn Sie wissen wollen, was Vertrauen entstehen lässt, dann gibt es darauf nur eine Antwort: Verwundbarkeit startet Vertrauen. Indem Sie sich aktiv verwundbar machen, bringen Sie den Vertrauensmechanismus in Gang. Kontrollverzicht ist Ihre Vorleistung, dann wird Vertrauen erwidert. Wohlgemerkt: aktiv verwundbar machen. Den ersten Schritt tun. Das tun Sie, indem Sie auf explizite Sicherungsmaßnahmen verzichten. Regularien abschaffen. Das Kontrollsystem abbauen. Zugangsbeschränkungen lockern. Auf zusätzliche Informationen verzichten. Wenn Sie die Misstrauensrituale der Zielvereinbarungen und angehängten Bonussysteme abschaffen. Wenn Sie Leute einstellen, die besser sind als Sie. Wenn der Mitarbeiter Mühe hat zu kündigen, weil er spürt, dass Sie sich auf ihn verlassen, dass er wirklich gebraucht wird. Wenn Sie Ihrem Mitarbeiter eine wichtige Aufgabe übertragen haben und ihm nicht ständig über die Schulter schauen - sondern darauf vertrauen, dass er zu Ihnen kommt, wenn er sich abstimmen möchte oder eine Frage hat. Wenn Sie darauf vertrauen, dass die Menschen einen eigenen Qualitätsanspruch an sich und ihre Arbeit haben (vereinbaren Sie Ergebnisse - und dann lassen Sie jede Person ihren eigenen Weg finden). Wenn Sie sich Ihren Mitarbeitern zur Wahl stellen. Wenn Sie ihnen die Möglichkeit einräumen, Sie abzuwählen. Das ist das Maximum an Verwundbarkeit, das im betrieblichen Rahmen möglich ist. Und das Maximum an Vertrauen.

Thema vertiefen

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HÄTTEN SIE´S GEWUSST?

Hätten Sie gewusst, dass …

… eine 20 Sekunden dauernde Umarmung den Oxytocin-Spiegel eines Menschen so sehr erhöht, dass danach zwischen den Umarmenden ein deutlich besseres Vertrauen besteht? Oxytocin deaktiviert das Stresszentrum des Gehirns und das Kritikzentrum im Frontalhirn, vermindert Angst- und Alarmreaktionen und vermittelt Vertrauen. Das Hormon fördert soziale Interaktionen und die Neigung, soziale Risiken einzugehen.

Hätten Sie gewusst, dass …

… Lächeln vertrauensbildend wirkt? Ein als ehrlich und authentisch empfundenes Lächeln macht einen Menschen gleich vertrauenswürdig. Und das auch zu Recht! Ein authentisches Lächeln wird unterbewusst eher dann eingesetzt, wenn es um höhere Gewinne geht und man es ehrlich meint. So zu lächeln scheint also Kosten zu haben, die man nur aufbringt, wenn es sich lohnt. Am authentischen Lächeln eines anderen lässt sich also verlässlich ablesen, ob er kooperativ ist.

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Hätten Sie gewusst, dass …

wir Personen, die uns ähnlichsehen, mehr vertrauen als anderen? Während einer Untersuchung konnten die Teilnehmer, je nachdem wie sehr sie dem Bild eines anderen Probanden vertrauten, Geld gewinnen oder verlieren. Sie schenkten denjenigen Teilnehmern ihr Vertrauen, welche ihrem eigenen Antlitz am meisten ähnelten.

Hätten Sie gewusst, dass …

… intelligentere Menschen vertrauensfähiger sind? Je höher der Intelligenzquotient eines Menschen, desto eher vertraut er anderen. Damit ist jedoch nicht blindes Vertrauen gemeint. Ganz im Gegenteil korreliert hohe Intelligenz mit einer besseren Menschenkenntnis. Intelligente Menschen können ihr Gegenüber somit besser beurteilen und wissen auch eher, wem sie vertrauen können und wem nicht.

Hätten Sie gewusst, dass …

… Fehler zuzugeben, einer der schnellsten Wege ist, um Vertrauen zu gewinnen? Seine eigenen Fehler schnell und offen zuzugeben, ist vielleicht einer der

schwersten Aspekte der Vertrauensbildung, aber es funktioniert. Denn nichts ist ehrlicher, als die eigenen Fehler einzugestehen, und so dem Gegenüber eine Entschuldigung zu signalisieren.

Hätten Sie gewusst, dass …

… Vertrauen erlernbar ist? Letztlich ist Vertrauen ein erlerntes Verhalten, das bis in unsere Kindheit zurückreichen kann. Im Wesentlichen entstammt unsere Vertrauensseligkeit unserem Selbstvertrauen und unserem Fremdvertrauen gegenüber anderen Menschen. Beide Komponenten sind dem Wesen nach Erfahrungswerte. Wer also schon früh lernt, dass die meisten Menschen Vertrauen belohnen und Erfolge aufgrund des eigenen Könnens wiederholt werden können, bleibt auch im späteren Leben vertrauensvoll.

Hätten Sie gewusst, dass …

… einfache Namen besonders vertrauenswürdig wirken? Bereits unser Name kann beeinflussen, ob wir auf unsere Mitmenschen vertrauenswürdig wirken oder nicht. Zum einen spielen dabei natürlich klassische Klischees eine Rolle.


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Während wir einige Namen mit Glaubwürdigkeit und Authentizität verbinden, gelten andere als weniger intelligent und somit auch weniger vertrauenswürdig. Eine Studie fand jedoch heraus: Ist Ihr Name leicht auszusprechen, neigt Ihr Gegenüber dazu, Ihnen eher Glauben zu schenken und Sie als vertrauenswürdiger einzustufen.

Hätten Sie gewusst, dass …

… schon Kleinkinder der Mehrheitsmeinung vertrauen? Dies konnte Kathleen Corriveau von der Universität Harvard in einer Studie im Jahr 2009 zeigen. 32 Drei- und Vierjährige sahen ein Video von vier Frauen, die über den Namen eines Gegenstands diskutierten. Drei von ihnen vertraten stets dieselbe Meinung – und genau der schlossen sich auch die Kinder an. Im Anschluss diskutierte die Abweichlerin noch mit einer der drei Frauen – und wieder folgten die Kleinkinder dem Urteil der Frau, die zuvor die Mehrheitsmeinung vertreten hatte. Offenbar erkennen wir bereits in jungen Jahren, was die Mehrheit denkt – und vertrauen dieser Meinung automatisch mehr.

Hätten Sie gewusst, dass …

... 33 Prozent der Unternehmen weltweit die Farbe Blau in ihrem Branding nutzen? Sie soll Vertrauen und Sicherheit für ihre Kunden ausstrahlen.

Hätten Sie gewusst, dass …

… Vertrauen die Mitarbeiter motiviert? Sandra Robinson und Sabrina Deutsch Salamon von der York Universität in Kanada analysierten im Jahr 2008 für ihre Studie 88 Filialen eines Handelsunternehmens – und zwar nicht nur im Hinblick auf Verkaufszahlen und Umsätze, sondern auch mit Blick auf das Arbeitsklima. Dabei entdeckten die Wissenschaftlerinnen einen Zusammenhang: Mitarbeiter, die Vertrauen spürten, arbeiteten nicht nur härter und länger, waren motivierter und produktiver – sie waren auch freundlicher zu Kunden.

EMPFEH LU NG

2017 Z AH NAR Z T KREIS K ARL SRU H E

Hätten Sie gewusst, dass …

… ein positiver Zusammenhang zwischen Vertrauen und Einkommen besteht? Wer vertraut, verdient bis zu 20 Prozent mehr als Personen mit dem größten Misstrauen. Zu viel Vertrauen kann dem Portemonnaie allerdings auch wieder schaden. Auf einer Skala von 0 bis 10 schätzen die Bestverdiener ihr Vertrauen auf Level 8 ein. Wer jedoch darüber liegt, verdient im Durchschnitt 7 Prozent weniger.

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BUCH TIPP

DU BIST DER PILOT! Wie Sie selbstBEWUSST Ihre Ziele im LEBEN erreichen. von Philip Keil

Vertrauen ist der Treibstoff für Erfolg! Denn weder im Cockpit noch im Leben können wir bei Turbulenzen mal eben rechts ranfahren. Was es dann braucht ist ein klarer Kompass.

W

ie (überlebens-) wichtig das Vertrauen in die eigenen Stärken ist, habe ich 2009 am eigenen Leib erfahren. In buchstäblich letzter Sekunde konnte ich einen Absturz mit 189 Passagieren an Bord verhindern. Dieser Moment hat nicht nur mein Leben nachhaltig verändert, sondern er hat mich auch eine Menge gelehrt. In meinem Buch stelle ich zehn Erfolgsfaktoren vor, die auch am Boden den Unterschied machen zwischen Crash und Punktlandung.

Das Steuer in die Hand nehmen: Ziele erreichen durch Selbstwirksamkeit

Experten sehen die Zukunft der Arbeitswelt übereinstimmend in der Förderung selbstverantwortlicher Mitarbeiter. Das ist eine Herausforderung sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer: Die Führung muss diese Entwicklung zulassen, deren Wirkung sich nicht ab Tag eins an Kennzahlen festmachen lässt. Und der einzelne Mitarbeiter muss sich zutrauen, diese Verantwortung zu übernehmen. Der US-amerikanische Arbeitswissenschaftler und Psychologe Frederick Herzberg nennt das „Job enrichment“: Dem Mitarbeiter mehr Verantwortung zu übertragen, sorgt für ein Bewusstsein der Selbstwirksamkeit. „Die höchste Form der menschlichen Motivation ist Vertrauen. Es fördert das Beste im Menschen.“

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Der Autor „Deutschlands bekanntester Pilot“ (ERFOLG Magazin) fesselt seine Leser mit unglaublichen Erlebnissen und wertvollem Expertenwissen. Der Autor zählt seit Jahren international zu den „TOP100 Excellent Speakers“ und ist bekannt aus dem Fernsehen, wo er regelmäßig als Experte u.a. für RTL, Sat.1, Pro7 und WELT vor der Kamera steht. Weitere Informationen finden Sie hier: www.philipkeil.com


Jede widrige Situation im Leben lässt uns einen Gestaltungsspielraum. Wir können immer handeln und selbst die Kontrolle übernehmen. Ganz wichtig: Verantwortung muss immer auch klar kommuniziert werden. Allein dadurch könnten in vielen Unternehmen hohe Reibungsverluste vermieden werden. Sie entstehen, weil niemand die Verantwortung übernehmen will. In der Fliegerei kann es lebensbedrohlich werden, wenn Verantwortung nicht klar kommuniziert wird. 2010 kam es zum Absturz eines Airbus A340 der Air France aufgrund eines Missverständnisses. Der Joystick für die Steuerung dieser den Piloten noch relativ neuen Maschine verfügte über einen Override-Button. Wird er betätigt, übernimmt der jeweilige Pilot die Steuerung – nur wurde der ‚Override‘ dem anderen Piloten nicht durch eine Kontrollleuchte oder ähnliches angezeigt. So kam es dazu, dass keiner der Piloten mehr wusste, wer eigentlich gerade die Kontrolle hatte. Die Folge war ein Strömungsabriss und der Absturz der Maschine. Deshalb ist der Call-out „I have control“ so wichtig, wenn ein Pilot in der Luft die Verantwortung und die Steuerung übernimmt. Im Alltag machen wir das nicht – wir schenken uns selbst keinen Call-out. Dabei ist die Wirkung ganz bemerkenswert: Allein dadurch, dass wir diesen Satz aussprechen, nehmen wir physisch und mental eine andere Haltung ein. Probieren Sie es mal aus!

„Als Experte für Change-Management, Führung und Teamwork hat sich Philip Keil deutschlandweit einen Namen gemacht.“ (WELT)

Du bist der Pilot von Philip Keil Preis: 24,95 Euro Verlag: Raffler Verlag ISBN: 978-3-9816118-9-2

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KOLUMNE

Vertrauen – eine ziemlich zerbrechliche Sache! von Prof. Dr. Joachim E. Fischer

D

er Beifall am Broadway über das eben gespielte Lied ist erwartungsvoller Stille auf den nächsten Song gewichen. Bruce Springsteen führt ihn ein mit den Worten: „Trust in a relationship´s a fragile thing“ – „Vertrauen in einer Beziehung etwas Zerbrechliches“. Vertrauen in einer Beziehung, so fährt er fort, bedeute, den Anderen sehr tief in das eigene wahre Selbst blicken zu lassen. Und wer, fragt er nach einer kurzen Pause, möchte denn schon wirklich sein wahres Selbst schauen? Haben wir immer das Zerbrechliche bewahrt?

Vor fast 35 Jahren, ich wollte damals noch Fotograf und weniger Arzt werden, klingelte an einem verregneten Sonntagabend ein befreundeter Fotograf zornesrot an meiner Tür. Ich hätte mein Wort gebrochen und sein Vertrauen verletzt. Zehn Jahre später, inzwischen war ich Oberarzt auf einer Kinder-Intensivstation, stellte ich das Beatmungsgerät ab. Tage zuvor hatte ich der jungen Mutter lange die Hand gedrückt, ehe ich ihr Neugeborenes in den Rettungshubschrauber lud. „Es wird sicher gut“. Ich sehe noch heute die dunklen Augen verzweifelter Hoffnung vor mir. Seit Matthias mich gebeten hat, über Vertrauen zu schreiben, habe ich zwei Strichlisten über Vertrauen geführt. Vertrauen von mir in das Tun anderer und Vertrauen, das ich erhalte. Überrascht viele Striche selbstverständlichen Vertrauens in einer ganz normalen Woche. Beispielsweise, dass das Land pünktlich am Monatsende mein Gehalt überweist. Dass nun Mitte April die Blätter wieder

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nach Edinburgh. Dass meine Mitarbeiter im Institut keine Daten gefälscht haben, aus denen ich in Berlin vortrage.

Prof. Dr. med. Joachim E. Fischer ist seit Herbst 2006 Ordinarius für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und leitet das gleichnamige Institut. Er ist ferner Direktor des Zentrums für Medizin und Gesellschaft der Fakultät.

grün werden und das winterliche Grau vertreiben. Dass der Zug so ankommt, dass ich meinen Flug erreiche. Dass der Pilot auch nach Berlin fliegt und nicht

Und noch mehr überrascht, wieviel Vertrauen mir entgegengebracht wird: Beispielsweise dass ich anerkenne, wenn ein Nachwuchswissenschaftler in meinem Institut etwas erfunden hat. Dass ich ihnen die Ehre gebe, die dem Erfinder gebührt und nicht mich oder mein Bankkonto mit fremden Federn schmücke. Dass ich bei aller Unterschiedlichkeit zwischen den Menschen die Mitarbeiter fair bewerte und alle vergleichbar fair fördere. Aber ich sehe auch, gegen wieviel Misstrauen ich immer wieder mein Team schützen muss. Die Kontrollwut der Verwaltung, das Hinterfragen unserer Ausgaben, als würden wir ohne die Zuchtmaßnahmen des Controllings die uns anvertrauten Steuergelder ungeniert verprassen. Vertrauen und Misstrauen gedeihen wie Unkraut und Blumen im gleichen Garten. Leben könnten wir nur vom Vertrauen, das gilt auch für den KZKommandanten oder die Selbstmordattentäter von Sri Lanka. Sie vertrauen – leider in völliger Verblendung – auf die Richtigkeit ihrer Weltsicht. Der Durst nach Vertrauen und Sicherheit geht so weit, dass Menschen in Massen notorischen Lügnern folgen. Man braucht dazu gar nicht über den Atlantik schauen, sondern es reicht die eigene Familiengeschichte. Im Vertrauen auf die Weisheit des Kaisers hat mein Urgroßvater alle vier Söhne in den Ersten Weltkrieg geschickt – keiner kam zurück, von einem blieb nicht einmal etwas zum


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Beerdigen, als eine französische Granate vor Verdun in seinem Unterstand explodierte. Machen Sie einmal selbst eine Strichliste auch nur einen Tag, wo Sie überall – ohne es bewusst zu merken – auf andere vertrauen. Etwa auf den Mechaniker, der die Autoräder angeschraubt hat, auf die Kassierin im Supermarkt, auf den WaschmaschinenHersteller, auf den Banker, auf den Lokomotivführer, auf die anderen Verkehrsteilnehmer und die roten Ampeln. Nichts geht ohne Vertrauen, vom ersten bis zum letzten Atemzug. Das mit dem Risiko und dem Verlust des Vertrauens beginnt schon bei der Geburt. Neun Monate war einfach immer alles da, ohne irgendwelche eigene Anstrengung. Mit einem Mal aber gibt es Hunger. Hunger, der so weh tut, dass man schreit. Und dann das große Erleben, dass nach nicht allzu langem Schreien sich etwas Warmes ins Gesicht drückt, die schon bekannte Stimme wieder da ist und aus der Mitte des Warmen der Hunger gestillt wird. Manche Neugeborenen allerdings müssen die Erfahrung machen, dass man Ewigkeiten schreit, bis zur Erschöpfung und das Warme kommt nicht – weil die Trägerin des Warmen auf einen selbsternannten Fachmann vertraut, der Bücher darüberschreibt, dass man Kinder früh dazu erziehen solle, nicht zu Tyrannen über die Erwachsenen zu werden. So ist es mir ergangen und ich konnte Jahrzehnte später und nach Jahren empirischer Forschung in der Kindesentwicklung mit meiner Mutter darüber sprechen. Sie wollte wirklich das Beste für ihr Erstgeborenes und hat daher mehr dem Fachautor aus den frühen fünfziger Jahren vertraut, als ihren eigenen mütterlichen Gefühlen, die drängten: „nimm das Kind auf und tröste es“. Vertrauen ist also eine ziemlich zerbrechliche Sache – und wem können wir überhaupt noch vertrauen? Da hoffen Eltern, auf Gott vertrauen zu können, aber selbsternannte Botschafter auf Erden missbrauchen dieses Vertrauen und vergehen sich an den Kindern. Es ist nur zu nachvollziehbar, dass Menschen in gefühlter Not Starkmann-Politikern zulaufen, die versprechen, alles würde wieder gut, wie damals in den ersten

neun Monaten, wenn man nur den Juden, Mexikanern, Russen, Muslime, Indianern, Chinesen – oder wer auch immer gerade möglichst anders als man selbst ist – auf die Mütze gibt. Denn was Hoffnung macht, ist doch, dass der Starkmann es irgendwie geschafft hat nach oben, gegen alle Unsicherheit, dort an die Sonne. Nur, dieser Weg ist vergiftet mit dem Weg der Lüge, einer unstillbaren Gier nach Konsum oder Macht und dem „ich, ich, ich“. Wer hingegen einmal ein paar Jahre in einer Vertrauenskultur arbeiten durfte und sieht, wie dort auch durchschnittlich begabte Menschen gemeinsam Spitzenleistungen auf Weltklasse-Niveau erbringen, der möchte dieses Paradies auf Erden nicht mehr missen. Und der merkt dann, wie arm das Leben ohne Vertrauen ist. Was dabei oft verwechselt wird ist Vertrauen und Kuschelführung. Denn wer eine Vertrauenskultur führen möchte, braucht Mut und Entschlossenheit. Mut, bei einem Vertrauensbruch unmittelbar und mit scharfem Schwert energisch ein-zuschreiten. Sonst metastasiert der Vertrauensbruch als chronisches Misstrauen in einer Organisation, so rasch, wie sich Blutkrebs unbehandelt im Körper ausbreitet. Dazu braucht es Selbstvertrauen. Die wichtige Schwester des Vertrauens ist dieses Selbstvertrauen und auch das wiederum wurzelt in der Kindheit. Es braucht mehr Geduld, sein Kind beim Klettergerüst zu ermuntern „du schaffst es“ als dem Kleinen mit Kletterhilfe zum Vorteil über die anderen aus der Sandkiste zu verhelfen. Es braucht mehr Kraft und Zutrauen, seinen Kindern Malstifte statt iPad zu geben und abends Märchen vorzulesen, statt die Märchen-App aus dem Google-Play-Store zu bemühen. Am Ende aber legen wir mit zugewandtem Vertrauen in unsere Kinder die Wurzel dafür, überhaupt der Welt trauen zu können und sich auch selbst etwas zuzutrauen. Es hat genug Herausforderungen in der Welt, dass es viele junge Menschen gebrauchen kann, die sich etwas zutrauen – in einer Welt, die durch Vertrauen zusammenhält und nicht durch Missgunst, Misstrauen und Eigensinn zersplittert.

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KOMMENTAR

Vertrauen in die Wissenschaft

Wer Vertrauen zerstört, nimmt Fakten die Geltung von Matthias Zimmermann

W

enn wir uns die steigende Lebenserwartung und verringerte Kindersterblichkeit, die Zunahme der gesunden Lebensjahre und die Entwicklung des Lebensstandards im Bevölkerungsdurchschnitt anschauen, erkennt man die Erfolgsgeschichte unserer Spezies. Die Lebenserwartung bei Geburt hat sich während der letzten 200 Jahre weltweit von durchschnittlich 25 Jahren für Frauen auf 70 Jahre und für Männer auf 65 Jahre nahezu verdreifacht. Neben den Verbesserungen in Bildung, Wohlstand und Ernährung sind für eine verringerte Kindersterblichkeit und für bessere Überlebensbedingungen der Menschen über 65 Jahren drei Aspekte der medizinischen Entwicklung besonders relevant: Der Impfschutz, die Hygiene und die Erfindung des Penicillins – nebenbei bemerkt: ein Zufallsfund des Bakteriologen Alexander Fleming im Jahre 1928. Die Hygiene spielt für den Rückgang von Infektionskrankheiten in den letzten zweihundert Jahren eine wesentliche Rolle. Einen ersten empirischen Beleg lieferte Ignaz Semmelweis in den 1840er Jahren. Der Nachweis, dass Desinfektion die Übertragung von Krankheiten eindämmen kann – insbeson-

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dere das Kindbettfieber, das bis in das 19. Jahrhundert eine der Hauptursachen für die hohe Wöchnerinnensterblichkeit war – brachte ihm den Beinamen „Retter der Mütter“ ein. Erwähnt wird dies deshalb, weil er seine Erkenntnis vehement gegen den Widerstand der ärztlichen Kollegenschaft verteidigen und um Vertrauen regelrecht kämpfen musste. Seine Widersacher taten seine wissenschaftliche Arbeit als „spekulativen Unfug“ ab. Selbst eine Koryphäe wie Rudolf Virchow, ein Mediziner von Weltruf und Begründer der modernen Pathologie, stritt über Jahrzehnte die erforschten Zusammenhänge ab. Heute gilt die Semmelweis-Studie als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin. Hygiene zählt zu den bedeutsamsten Aspekten für eine steigende Lebenserwartung. Kein vernünftiger Mensch zieht das in Zweifel. Auch die Namen Max von Pettenkofer (Inhaber des ersten deutschen Lehrstuhls für Hygiene vor 150 Jahren), Robert Koch (im Robert Koch-Institut in Berlin tagt z. B. die Ständige Impfkommission) und Louis Pasteur („pasteurisierte Milch“) sind als Berühmtheiten der Medizingeschichte wohlbekannt.


Jeder Mensch kann ab der 8. Lebenswoche und im Laufe des Älterwerdens gegen mindestens 15 Infektionskrankheiten geschützt werden. Dazu aber müssen Eltern die Bereitschaft zeigen, ihr gesundes Kind schon im Babyalter einem medizinischen Eingriff auszusetzen.

abgeschwächten und vermehrungsunfähigen Viren hergestellt. Er macht den Körper nicht krank, sondern provoziert eine Schutzreaktion, in dem unser Immunsystem Antikörper bildet. Dabei geht jeder medizinische Eingriff, der eine Wirkung erbringen soll, unweigerlich mit Nebenwirkungen einher. Der Wunsch nach hundertprozentiger Sicherheit ist nicht zu erfüllen, sondern schlicht irreal – ja geradezu verwegen. Impfen ist insofern – wie das meiste im Leben – ein klassischer Fall von Risikoabwägung. Dabei ist es ein Merkmal des aufgeklärten Menschen, diese Abwägung mit der gebotenen Skepsis vorzunehmen. Es verbietet sich geradezu, automatisch zu erwarten, dass die Zustimmung zu einem solchen Eingriff eine Selbstverständlichkeit ist. Kinder impfen zu lassen muss kein unzweifelhafter Automatismus sein, sondern eine bewusste Entscheidung der Eltern, die auf zwei Grundlagen getroffen wird: auf der Grundlage medizinischer Fakten und auf der Grundlage von Vertrauen in die Wissenschaft.

Bei der Impfung gegen Masern, die üblicherweise in Kombination zusammen mit Mumps, Röteln und ggf. Windpocken erfolgt, wird idealerweise zwischen dem vollendetem 11. und 14. Lebensmonat eine Injektion mit sogenannten Lebendimpfstoffen verabreicht. Dieser wird aus echten, aber

Fakt ist nun mal, dass bei einer Masernimpfung etwa eines von zehn Millionen geimpften Kindern im schlimmsten Fall eine Gehirnhautentzündung entwickeln kann, mit möglichen bleibenden Schäden. Also ungefähr einmal alle 10 Jahre ein Kind in Deutschland. Wer aber tatsächlich an Masern

Zum Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis gehört auch, dass Impfungen für den Anstieg der Lebenserwartung mindestens so bedeutsam sind. Genau vor 200 Jahren wurde zum ersten Mal in Deutschland eine Impfplicht eingeführt. 180 Jahre später erklärt die World Health Organisation (WHO, 1980) die Pocken für ausgerottet. Wieder 10 Jahre später erkrankte der letzte Mensch in Deutschland an Polio (Kinderlähmung). Das sind nur zwei Beispiele für den Erfolg der präventiven Pharmakologie. Erkrankungen, die in früheren Zeiten Massen an Menschen grausam dahingerafft oder fürchterlich entstellt haben, sind heute kaum ein Thema mehr!

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Impfkalender (Standardimpfungen), Robert Koch-Institut

erkrankt, muss mit einem Sterblichkeitsrisiko rechnen, das etwa 10.000-mal höher liegt als bei einer Impfung dagegen. So sterben bei Masern in der EU immer noch eines von zweitausend erkrankten Kindern. Würde niemand mehr Masern impfen, gäbe es vermutlich jedes Jahr etwa so viel Todesfälle durch Masern wie Verkehrstote auf deutschen Autobahnen. Fakt ist auch, dass sich bei einer dauerhaften und flächendeckenden Impfrate von über 95 Prozent aller Kinder eine Krankheit nicht mehr ausbreiten kann. Man nennt dies Herdenimmunität – also die Unempfänglichkeit des Organismus gegenüber Infektionen innerhalb einer ganzen Population („Herde“). Dadurch sind auch nicht-immune Individuen geschützt. Das ist wichtig für Menschen, die nicht geimpft werden können, also Personen mit Immunsuppression, z. B. chronische Erkrankungen des Immunsystems oder nach einer Organtransplantation und Neugeborene, die noch nicht geimpft werden konnten. Es sind eben auch diejenigen geschützt, denen man niemals begegnen wird.

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Das bedeutet: Wer sich impfen lässt, übernimmt Verantwortung für die gesamte Gesellschaft. Oder anders formuliert: Impfgegner sind Egoisten, radikale, die eigentlich die Treue zu ihrer eigenen Weltsicht über das Wohl des Kindes und der Mitmenschen stellen. Erst jüngst hat die WHO Impfgegner auf ihre Liste der größten globalen Bedrohungen gesetzt, denn: die Bedrohung ist real. Bei der Schuleingangsuntersuchung 2016 wurde festgestellt, dass deutlich weniger als 95 Prozent der Kinder ausreichend gegen Masern geimpft waren. Folglich ist eine Population vor lokalen Ausbreitungen eben nicht geschützt. Was die UNICEF jüngst gemeldet hat, trifft auch für Deutschland zu: Maserinfektionen sind auf einem alarmierenden Vormarsch – entgegen des ursprünglichen Ziels der WHO, in Europa die Masern schon bis 2010 ausgerottet zu haben. Statt nun als hochentwickeltes und aufgeklärtes Land, als Wissenschaftsnation und privilegierte Gesellschaft im Kampf gegen vermeidbare und ernstzunehmende Erkrankungen voranzuschreiten, verbreiten fundamentalistische Impfgegner folgenreich krude Thesen.


Die Fanatiker allerdings sind nicht das Zünglein an der Waage. Diejenigen, die Impfungen grundsätzlich ablehnen, machen einen Bevölkerungsanteil von deutlich unter 5 Prozent aus. Wessen Vertrauen es zu gewinnen gilt, ist das der Skeptiker. Die Fakten, um jedem Argument und jeder These gegen das Impfen entschieden entgegenzutreten, sind theoretisch fundiert, empirisch belegt und logisch nachvollziehbar. Jeder Kinderarzt, der mit frischgebackenen Eltern über Impfschutzmaßnahmen spricht, kennt die Fakten. Doch reicht das? Was sind Fakten? Wer sind die Wissenschaftler, die Gremien und Forschungsstellen, die hinter den Fakten stehen? Oder kurz formuliert: Wie steht es um das Vertrauen in die Wissenschaft ganz allgemein? Auch und gerade vernunftbegabte Menschen haben ein Recht darauf, dass man um ihr Vertrauen wirbt. So hilft es zu wissen, dass die Wissenschaftler, die am Impfen zweifeln, unter Tausenden von seriösen Wissenschaftlern absolute Einzelfälle sind. Wenn verschiedene Urteilende unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis gelangen, nennt man die Objektivität – und diese ist ein wichtiges Kriterium für die Güte wissenschaftlich begründeter Fakten. Vertrauensbildend ist es, wenn die Objektivität dadurch gewährleistet wird, dass die Verantwortungsträger frei von Interessen jenseits des Patientenschutzes sind. Die Verantwortungsträger in der Frage des nationalen Impfschutzes sitzen in der STIKO, der Ständigen Impfkommission. Seit dem Gründungsjahr 1972 entscheiden diese 18 Personen, die im Geheimen und ohne explizite Begründung durch das Bundesministerium für Gesundheit ausgewählt wurden, über die Impfempfehlungen und damit auch über die Kostenträgerschaft durch die Krankenkassen. Der Staat sorgt für Vertrauen, in dem er sich verpflichtet, Opfer von Impfschäden finanziell zu entschädigen. Das Gremium selbst sorgt seit Ende 2009 dadurch für Integrität, dass jedes Mitglied einen 19-seitigen Fragebogen zu potenziellen Interessenskonflikten mit Pharmafirmen ausfüllen muss. Es schafft Vertrauen zu wissen, dass sich innerhalb von Europa sämtliche dieser Landesgremien darüber einig sind, dass neben der Impfung gegen Tetanus, Polio und Diphtherie auch die Masernschutzimpfung zu den Empfehlungen gehört. Es sollte als stärkstes vertrauensbildendes Argument gelten, „dass Impfungen zu den effektivsten Maßnahmen gehören, die von der Medizin je erfunden wurden“, so Thomas Mertens, Vorsitzender der STIKO. Sie haben mehr als alle anderen Maßnahmen die Lebenserwartung gesteigert, indem sie manche Krankheiten zu 99 Prozent zurückgedrängt oder gänzlich ausgerottet haben. Wenn man aber auf Vertrauensbildung setzt, ist schon sehr viel gewonnen, wenn man alles unterlässt, was Vertrauen zerstört. So muss sich auch der Wissenschaftsapparat fragen lassen, wie es geschehen konnte, dass die Veröffentlichung des britischen Arztes Andrew Wakefield aus dem Jahre 1998 bis in The Lancet gelangte. The Lancet ist eine der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der

Welt. Darin behaupteten Wakefield und seine Kollegen, dass die Dreifachimpfung gegen die Kinderkrankheiten Masern, Mumps und Röteln (MMR) zu Autismus führen könne. Als die britische Ärztekammer, das General Medical Council, entschied, aufgrund einer grob unwissenschaftlichen Vorgehensweise die Studie zurückzuziehen, nahm die Erosion des Vertrauens bereits ihren Anfang. Wakefield legte nochmals nach, wurde daraufhin von seiner Klinik gekündigt und die Welle brach los: Die Medien schlugen in die Kerbe und immer mehr Eltern lehnten die Impfung für ihre Kinder ab. Dadurch fielen die Impfraten in Großbritannien von 92 Prozent auf ein Rekordtief von 79 Prozent und im März 2006 verstarb dort erstmals nach 14 Jahren ein Kind an Masern. Um das richtig einzuordnen: Weltweit sterben alljährlich rund 70.000 Menschen an Masern, und das, obwohl es seit Jahrzehnten verlässliche Impfstoffe gibt!

Antworten des Robert Koch-Instituts und des PaulEhrlich-Instituts zu den 20 häufigsten Einwänden gegen das Impfen unter: https://bit.ly/2etICE5 Zynisch könnte man sagen, dass es die Studie „immerhin“ zu einer „hochkarätigen Veröffentlichung“ brachte. Zwar kam es, außer bei Wakefield selbst, zur Reue und zum Rückzug – wohl aber zu spät: bis heute geistert diese unsägliche Studie durch den Argumentationsdschungel der Impfgegner. Und das bedeutet, dass nicht nur die Forscher und Studienautoren, sondern auch Reviewer, Gutachter und das Editorial Board als Ganzes völlig versagt haben. Der Instanzenweg bis zur Veröffentlichung von medizinischen Forschungsergebnissen in Fachmagazinen ist lang und begleitet von kritischem, teils hart geführtem wissenschaftlichen Diskurs. Der Weg bis zur Zulassung von Medikamenten und Instrumenten, therapeutischen und diagnostischen Verfahren ist noch länger und voller Prüfinstanzen. Und natürlich steht ganz am Ende des Wegs die Chance einer Markteinführung, der medialen Vermarktung der Erfindung (wohl auch der Erfinder) und der finanziellen Partizipation. Aber eben am Ende des Weges – und nicht am Anfang. Stellt man die Verfahren zur Qualitätssicherung des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns auf den Kopf, darf man sich über den Zweifel an Fakten nicht wundern. Wissen schaffen heißt, in besonderer Weise Verantwortung zu tragen, sich der Wahrheit zu verpflichten und Vertrauen in vorrangiger Weise zu schützen. Wenn im Wissenschaftsbetrieb andere Interessen als das Interesse an der Wahrheitsfindung in den Vordergrund drängen, wird Verantwortung mißbraucht und Vertrauen zerstört. Gegen zerstörtes Vertrauen kommen auch Fakten nicht an und das Fundament der aufgeklärten Gesellschaft gerät ins Wanken. Dabei sind die größten Vertrauenskiller wohl bekannt, als da sind: Ignoranz, Eitelkeit und Gier!

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STORY Vertrauen in die Zukunft heißt Vertrauen in die Jugend

Jannis Rimikis berichtet von „Fridays for Future“ mit Greta Thunberg in Berlin

I

m Jahre 2014 haben wir die Forschungsexpedition des damals 13-jährigen Schülers Jannis Rimikis zum Nordkap unterstützt, über die er in der Ausgabe III/2014 unseres LifeSkills Magazins berichtete. Mittlerweile ist Jannis Mitglied des Heidelberger Life-Science Labs. Im Alter von 16 Jahren absolvierte er ein Praktikum im Deutschen Bundestag, das ihn in seiner Absicht bestärkte, sich politisch zu engagieren. Gegenwärtig ist er Mitorganisator der Heidelberger „Fridays for Future“-Bewegung und kandidiert als unabhängiger Kandidat der freien Wählervereinigung „Bürger für Nußloch“ für den Gemeinderat. Bereits zum zweiten Mal in Folge nimmt er am Jugendwirtschaftskongress „Young Economic Summit“ teil. Im folgenden Beitrag berichtet er nicht nur von seinen Gedanken zum Thema Klimawandel, sondern auch von seinen Aktivitäten, seinem Engagement und dem Wunsch, lokalpolitisch aktiv zu werden.

Meine Reise zur großen „Fridays for Future“ Demonstration nach Berlin

Während eines Besuches in Köln warf der ehemalige USPräsident Obama neulich folgende Frage auf: „Ihr würdet euren Großvater niemals darüber entscheiden lassen, was ihr anzieht oder welche Musik ihr euch anhört. Aber ihr lasst ihn darüber entscheiden, was mit der Umwelt geschieht, in der ihr leben werdet?“ Nein, dieser Meinung bin ich nicht! Ich nehme die Sache, wie viele Gleichaltrige selbst in die Hand, nicht nur indem ich freitags für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehe, sondern auch in dem ich meinen eigenen Lebensstil versuche, verantwortlicher zu gestalten. Denn die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz sind zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen bei weitem nicht ausreichend. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern auch die Meinung von rund 2 Millionen jungen Menschen, die allein am 15. März beim internationalen Klimastreik weltweit auf die Straße gingen. Es handelt sich hierbei um eine Erklärung der „Scientist for Future“ auf Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse. Deswegen habe ich meine Sachen gepackt und bin am Donnerstag, den 28. März, selbstverständlich CO₂-neutral, mit dem Zug nach Berlin gefahren, um am Freitag an einer

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Jannis Rimikis

Großdemonstration mit Greta Thunberg aus Schweden teilzunehmen. Pünktlich in Berlin angekommen, wusste ich zuerst nicht, wohin. Eigentlich war vorgesehen, dass Mitglieder der Berliner Ortsgruppe Schlafmöglichkeiten zur Verfügung stellen würden. Allerdings kam es zu einem Missverständnis und man hatte mich wohl vergessen. Das fängt schon einmal gut an, dachte ich mir, als ich müde am Bahnhof stand. Als dann noch ein Mitreisender einen epileptischen Anfall erlitt und ich als ausgebildeter Sanitäter half, bis der Rettungswagen eintraf, fragte ich mich ernsthaft, ob ich nicht besser zu Hause geblieben wäre, nichtahnend, was die kommenden zwei Tage mit sich bringen würden.


Über Umwege bekam ich letztendlich die Adresse eines Hotels zugeschickt, in dem bereits gebucht war. Dieser Umstand erwies sich als ein Glücksfall. In dem Hostel waren die europäischen Initiator*innen der „Fridays for Future“Bewegungen der jeweiligen Länder beherbergt, mit denen ich mich schnell anfreundete. Gemeinsam mit meinen neugewonnenen Freund*innen haben wir uns angeregt über unsere Zukunftspläne und Visionen für „Fridays for Future“ unterhalten. Mit diesen aufgeschlossenen und motivierten Menschen insgesamt drei Tage zusammenzusitzen, gemeinsam zu essen und sich dabei tiefgründig auszutauschen war eine große Bereicherung. Dabei drehte es sich auch um die Frage: Wie gewinnen wir das Vertrauen der Menschen in die wissenschaftlich erhärteten Erkenntnisse über die Klimaveränderung, deren Folgen für das Leben auf unserem Planeten und die Konsequenzen für unsere gemeinsame Lebensgestaltung in der Zukunft? Am 29. März gingen in Berlin über 25.000 Jugendliche auf die Straße, um sich friedlich für eine bessere Klimapolitik einzusetzen. Wir wollen jeden einzelnen in der Bevölkerung wachrütteln und auffordern, nicht weg zu schauen, sondern sich den Herausforderungen zum Erhalt unserer Lebensgrundlage zu stellen. Dies gilt insbesondere für unsere Politiker*innen! Denn die Fakten liegen auf dem Tisch. Um nur eine Handvoll von ihnen zu nennen: 1.

2. 3.

Weltweit ist die Durchschnittstemperatur bereits um etwa 1° C angestiegen (relativ zu 1850 – 1900) (Weltklimarat, IPCC 2018). Rund die Hälfte des Anstiegs erfolgte in den letzten 30 Jahren (NASA 2018; Weltklimarat, IPCC 2014). Weltweit waren die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018 die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (NASA 2019). Der Temperaturanstieg ist nahezu vollständig auf die von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen

Jannis mit der für den Friedensnobelpreis nominierten Greta Thunberg am Rande einer Großdemonstration in Rom

4.

5.

zurückzuführen (US Global Change Research Programm 2017; Weltklimarat, IPCC 2014). Bereits mit der aktuellen Erwärmung sind wir in vielen Regionen mit häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen und deren Folgen wie Hitzewellen, Dürren, Waldbränden und Starkniederschlägen konfrontiert (z. B. Weltklimarat, IPCC 2012; US-Wissenschaftsakademien, NASEM 2016; IPCC 2018). Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind zudem eine Gefahr für die menschliche Gesundheit (Watts et al. 2015; Watts et al. 2018). Neben den oben genannten direkten Folgen sind dabei auch indirekte Folgen der globalen Erwärmung wie Ernährungsunsicherheit und die Verbreitung von Krankheitserregern und -überträgern zu beachten.

Auszug aus der Stellungnahme der „Scientists for Future“: scientists4future.org > Downloads > Stellungnahme deutsch als PDF

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Jannis in den italienischen Sky News bei seiner Rede in Rom auf dem „Piazza del popolo“ (Platz des Volkes) vor 25.000 Demonstrierenden

Der Wissenschaft vertrauen

Über 26.800 Wissenschaftler*innen allein im deutschsprachigen Raum sind der Auffassung, dass unsere Anliegen berechtigt und gut begründet seien. Auf internationaler Ebene titelten die Wissenschaftler von „Scientist for Future“ im renommierten Wissenschaftsjournal Science: „Concerns of young protesters are justified.“ (Die Bedenken von jungen Demonstrierenden sind gerechtfertigt). Damit rufen sie zu einer noch größeren, internationalen Unterschriftenaktion auf, die bereits jetzt eine 52-seitige Unterstützer*innenliste hat. Und dennoch gibt es Klimaskeptiker, die der Wissenschaft nicht trauen und den vom Menschen verursachten Klimawandel in Frage stellen. Denn bis in die höchsten politischen Ämter, beispielsweise auf der anderen Seite des Atlantiks, findet man Menschen, die den humanoiden Klimawandel, in Frage stellen. Ein gewisser Skeptizismus ist dem aufgeklärten Menschen eigen. Aufgeklärtheit geht allerdings im gleichen Maße mit der Bereitschaft einher, Vernunft, Logik und Fakten nicht außer Acht zu lassen. Darüber hinaus warnte Barack Obama bei seinem Auftritt in Köln, es sei eine der größten Gefahren für die Demokratie, wenn kein Konsens mehr über grundlegende Fakten existiere. Darum fordern wir der Wissenschaft zu vertrauen und setzen gleichzeitig auch ein Zeichen gegen die so genannten Klimaskeptiker. Als wissenschaftlich denkender Mensch bin ich davon überzeugt, dass die Menschheit vor einer einzigartigen und existentiellen Herausforderung steht. Stellen wir uns mal ganz hypothetisch vor, alle Wissenschaftler*innen hätten Unrecht. Was würde passieren? Marc-Uwe Kling formuliert das kabarettistisch: „Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun, aber wenn wir dann in fünfzig Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns schön ärgern.“ Als äußerst bedenklich bewerte ich es, wenn Politiker*innen uns „Fridays for Future“-Demonstrierenden ausreichendes

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Wissen beim Klimaschutz absprechen. Und wer die Klimaproblematik schon mit der Flüchtlingskrise in einen Zusammenhang bringt und einem offenen, zukunftsgerichteten sowie globalen Denken als auch Handeln Naivität unterstellt, der sollte auch über folgende Konsequenz nachdenken: Wenn wir keine Kehrtwende in unserer Klimapolitik machen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis noch mehr Flüchtende in Folge der globalen Erwärmung an den europäischen Grenzen stehen und auch an unsere Tür klopfen. Das sind genau die Menschen, die Ernährungsunsicherheit und die Verbreitung von Krankheitserregern und -überträgern durch den Klimawandel erleben. Ich halte es für unwürdig, wenn fundierte Vorschläge einer Expertenkommission, in der anerkannte „Profis“ sitzen, denen man die Angelegenheit laut Politiker*innenratschlag überlassen sollte, als „gegen jeden Menschenverstand verstoßend“ bezeichnet werden und die Beratungen in Folge dessen abgesagt werden.

Gemeinsames Abendessen der europäischen Initiatoren von „Fridays for Future“ in Berlin

Ins Handeln kommen

Über all das zu schreiben und an Kundgebungen teilzunehmen ist das eine. Etwas anderes ist es, selbst politisch zu handeln. Damit möchte ich jetzt beginnen. Deshalb möchte ich mich in Nußloch und Maisbach in die Kommunalpolitik einbringen. Zwar ist der Klimawandel ein globales Problem, das allerdings lokale Lösungsansätze erfordert. Als junger Mensch möchte ich Verantwortung übernehmen, für eine lebenswerte Gegenwart einstehen und die Zukunft mitgestalten. So wesentlich der Aspekt des Klimawandels dafür sein mag, so wichtig sind auch die anderen drängenden Herausforderungen in unserer Gemeinde, an deren Lösung ich mich gerne beteiligen möchte. Als eine ganz dringende Herausforderung erachte ich die Bewahrung und Förderung unserer Demokratie. Das bedeutet konkret: Ihre Stimme zählt. Gehen Sie am 26. Mai wählen – für unsere Gemeinde und für die Zukunft Europas. Und eine Bitte hätte ich noch: Vertrauen Sie in die Jugend! Ihr Jannis Rimikis


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GSM PRAKTIKUM

Erfolgreich im Praktikum durchstarten Die Vertrauenskultur im Racket Center von Patrick Graf und Lena Walberer

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in Ausflug in die Praxis ist für jeden Studenten eine interessante und spannende Erfahrung. Im Racket Center Nußloch kann dieser Ausflug unterschiedlich lange dauern. Zwischen drei und sechs Monate sind möglich, wobei sechsmonatige Praktika für beide Seiten den größten Nutzen stiften. Das Racket Center Nußloch bietet Studenten so die besondere Chance, für den jeweiligen Zeitraum in die Praxis einzutauchen und Projekte eigenständig zu organisieren. So erging es auch uns. Seit Anfang Januar bzw. März sind wir nun Praktikanten im Racket Center und durften schon einige eigene Aufgaben und Projekte übernehmen. Zu diesen Projekten zählt beispielsweise der MLP-Cup – ein internationales 25.000 US$ Herren Weltranglistentennisturnier – das auch wir dieses Jahr mitorganisieren durften. Ein weiteres großes Projekt, dessen Organisation in unsere Verantwortung fällt, sind die 11. IWT Racketlon German Open – ein Turnier, das die vier Sportarten Tennis, Badminton, Squash und Tischtennis umfasst und in diesem Jahr vom 2. bis 4. August im Racket Center stattfindet. In den Tagen vor unserem Praktikumsstart plagte uns schon das ein oder andere Mal die Ungewissheit über den

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se konnten wir uns die Vorlesungen noch so legen, um jeden Morgen entspannt auszuschlafen. Nun wird purer Einsatzwille und Engagement verlangt. Doch vom ersten Tag an fühlten wir uns im Praktikum gut aufgehoben. Wir kamen in ein Team aufgeschlossener junger Leute mit Werten wie Offenheit, Vertrauen und Wertschätzung. Und diese Werte leben sie auch im täglichen Miteinander. Die Vertrauenskultur, die im Racket Center herrscht, spürt man nicht nur im kollegialen Umgang miteinander, sondern auch im Feedback der Kunden.

Lena Walberer: „Mein Praktikum in zwei Worten: Verantwortung & Vertrauen. Ich durfte von Anfang an eigene Projekte übernehmen und wurde direkt ins Team integriert.“

neu anstehenden Lebensabschnitt. Schließlich wird man aus seiner Komfortzone direkt in das „anstrengende“ Arbeitsleben geworfen. In der Studienpha-

Während andere Praktikanten die erste Zeit hauptsächlich damit beschäftigt sind, ihren Vorgesetzten „Kaffee zu holen“, durften wir von Anfang an eigenverantwortlich Projekte erarbeiten und umsetzen. Dadurch wird uns gezeigt, dass unseren Kompetenzen vertraut wird, sowie die Gelegenheit geboten, uns auszuprobieren und mit unserer Arbeit zu überzeugen. Das in uns gesetzte Vertrauen motiviert und treibt an. Schließlich möchte man seine Kollegen und Vorgesetzten nicht enttäuschen, sondern den zugesprochenen Handlungsspielraum rechtfertigen und gute Resultate liefern. Dazu gehört es aber auch, Fehler zu begehen. Wie soll ein Student ohne einen


Funken Berufserfahrung (den ein oder anderen Ferienjob mal ausgenommen) direkt alles fehlerfrei bewältigen können? Fehler werden hier aber keinesfalls als Vertrauensbruch angesehen – es sind dann einfach Fehler, die einem in den ersten Monaten noch passieren. Dabei ist es jedoch wichtig, nicht auf diesen negativen Erfahrungen sitzen zu bleiben, sondern sie in etwas Positives umzuwandeln. Denn Vertrauen wächst vor allem in schwierigen Situationen wenn der Wille besteht, den Konflikt gemeinsam zu lösen. Dass bei einem siebentägigen Event wie dem MLP-Cup nicht alles rund läuft und es zu Problemen und Konfliktsituationen kommt, ist nicht verwunderlich. Doch auch diese schwierigen Situationen haben wir gemeinsam als Team gemeistert – nicht zuletzt dank des Vertrauens, das wir jederzeit von der Firmen- und Bereichsleitung gespürt haben.

Die Redensart „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ wird im Racket Center nicht gelebt. Das gibt uns die Möglichkeit frei zu arbeiten, in dem Wissen, nicht auf Schritt und Tritt überwacht zu werden. Genau diese besondere Philosophie und Vertrauenskultur geht vollkommen auf. Eine Vielzahl von erfolgreichen Turnieren geht auf das Konto von anfänglich noch unerfahrenen Praktikanten. Das Racket Center ist somit der beste Beweis, was man mit Vertrauen alles erreichen kann.

Patrick Graf: „Im wöchentlichen Praktikanten-Kolloquium nimmt sich Herr Dr. Zimmermann Zeit für alle Praktikanten und Auszubildenden um aktuelle Aufgaben, Probleme und Ziele zu diskutieren.“

Auch wir hoffen, den erhaltenen Vertrauensvorschuss zu rechtfertigen und unsere nächsten großen Projekte – die Racketlon German Open präsentiert von HEKA energy und das RC Sommerfest – mit vollem Erfolg umzusetzen. Besuchen Sie uns und überzeugen Sie sich selbst vom Ergebnis!

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Vom Enkel des Firmengründers bis zum kundn.de

Wir stehen für unser Familienunternehmen: Seit 1897 in Iserlohn und seit 1992 in Heidelberg blitzblank und natürlich auch in Zukunft. Im Bild sehen Sie die 3. bis 6. Generation: Karl Breer sen., Karl Breer, Nils Breer und Henry*.

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EVENTS IM RC Racketlon – sportlicher Wettstreit & eine tolle Community Auch Du kannst mitspielen! von Patrick Graf

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n diesem Jahr findet die 10. Auflage der IWT Racketlon German Open präsentiert von HEKA energy vom 02. bis 04. August im Racket Center Nußloch statt. Bei dieser Sportart ist vor allem Ausdauer und Vielseitigkeit gefragt. Gespielt wird jeweils ein Satz bis 21 Punkte in den Sportarten Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis. Wir freuen uns, diesen Sommer wieder internationale TopAthleten, aber gerade auch Freizeitsportler, die mit Ehrgeiz und ebenso viel Spaß zu den Schlägern greifen, bei uns begrüßen zu dürfen. Vor allem für sogenannte First-Timers lohnt es sich dieses Jahr besonders, da das Startgeld für Neueinsteiger reduziert ist. Gespielt wird in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen, sowohl in männlichen, weiblichen, gemischten und Doppelkategorien. Genau dieser Kontrast zeichnet die German Open nun schon seit Jahren aus. Auf der einen Seite absolute Weltklassespieler, die sich um die ersten Plätze der Weltrangliste duellieren. Auf der anderen Seite Neulinge, die einfach nur Spaß an Spiel

und Sport haben. Wird auf dem Platz noch um jeden Punkt gekämpft, steht danach umso mehr die Geselligkeit im Vordergrund. Sei es beim entspannten Abkühlen im Pool, beim traditionellen Beer Pong-Turnier oder bei der abendlichen Players Party. Darüber hinaus bietet sich Ihnen die Möglichkeit z. B. für das gemeinsame Zelten oder zum Shoppen im Sportshop des Racket Center. Erleben Sie gemeinsam mit anderen ein spannendes Wochenende voller verschiedener Möglichkeiten! Ihre Anmeldung kann noch bis Montag, den 22. Juli, erfolgen. Informationen finden Sie unter www.racketlon-nussloch.de. Um ihre Fertigkeiten vorher nochmal aufzufrischen, heißen wir Sie im Racket Center jederzeit gerne willkommen! An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Jochen Rieger und seine Firma HEKA energy, die als regionales Unternehmen aus Nußloch dieses sportliche Event möglich macht.

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EVENTS IM RC Lampenfieber - des Künstlers ambivalenter Begleiter Ohne Lampenfieber geht’s nicht – und ohne Vertrauen in sich selbst auch nicht! von Matthias Zimmermann Ein Klavierstück kann schon mal 3.500 Tastenanschläge bergen. 3.500 klangvolle Möglichkeiten, anderen Sinnesfreude zu bereiten – oder sich 3.500 mal zu blamieren. Je wertiger das Instrument, desto beeindruckender das Klangerlebnis – und desto unverzeihlicher der Fehlgriff. Zu den Höhepunkten des Musikerdaseins gehören stehende Ovationen. Der Applaus ist das Brot des Künstlers. Zum Alptraum jedes Pianisten gehört es allerdings, den Faden zu verlieren und dann auch vor kleinstem Publikum einsam und verlassen da zu sitzen. Prof. Bernhard Maier weiß, wovon er spricht. Die Minuten, die vergehen, bis man auf die Bühne schreitet und vor den Augen des Publikums am großen Flügel Platz bezieht, sind die schlimmsten. Lampenfieber! Mit den ersten Tastenschlägen und dem aufkommenden Gefühl höchster Konzentration und Beherrschtheit weicht das Lampenfieber. Der Pianist trägt sein Stück vor. Die Musik trägt den Musiker – und umgekehrt. Die Sphäre des Einsseins mit seinem Klanginstrument und dem, was es erzeugt, entschädigt den Interpreten für sein Lampenfieber. Über Jahrzehnte hat er sich aus tiefer Überzeugung und mit großer Freude diesem Wechselspiel aus An- und Entspannung, aus Lampenfieber und Applaus, aus Chance auf Erfolg und Risiko des Scheiterns hingegeben. Noch heute sitzt der 78-jährige einige Stunden täglich am Klavier. Die Zeit der großen Konzerte ist Vergangenheit. Der Genuss an der Musik schöpft sich auch aus der Selbstbestimmtheit. Dass ein fremdbestimmter Terminkalender, ein Übermaß an Lampenfieber und ein Missverhältnis zwischen Anspannung und Erfolgserleb-

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nissen zu einer nachhaltigen Erschöpfung führen können, weiß er nicht nur von vielen Kollegen. So lässt auch die Welt des klassischen Klaviers manch einen ausgebrannt zurück …

hilft dabei! Erfolg braucht Anspannung. Dieses unter Kontrolle zu behalten braucht Übung (Übung und nochmals Übung), Erfahrung und ein feines Gespür dafür, was man sich zutrauen darf.

Das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten, die innewohnenden Kraftreserven und in das kreative Leistungsvermögen sind nicht gottgegeben, keine Selbstverständlichkeit und schon gar keine Konstante. Das Selbstvertrauen will ständig neu erarbeitet, geschöpft und gepflegt werden. Das Wissen, welch wichtiger Begleiter das Lampenfieber ist – noch heute, selbst bei kleineren Konzerten –

Und daher ist es so, wie überall im Leben: auf die richtige Bühnengröße kommt es an! Es beginnt meist auf der Musikschulbühne, führt im Idealfall – wie bei Bernhard Maier – über die Alte Aula der Uni Heidelberg bis wieder zurück in Räume, die vertraut und überschaubar sind. Alles zu seiner Zeit, und gut so, wie es ist – sagt Bernhard Meier. Und wirkt dabei sich selbst vertraut und aufgeräumt.

Die Bühne am 29. Mai 2019 befindet sich im Racket Center, Seminarraum oben. Ab 18.00 Uhr: Get-together auf der Gartenterrasse 18.30 Uhr: Konzert Teil 1 – Mozart 19.00 Uhr: Kurze Pause 19.15 Uhr: Konzert Teil 2 – Chopin anschließend: Gemütliches Beisammensein bei Büfett (optional) Anmeldung im RC Veranstaltungskalender unter www.racket-center.de!


SOMMER

FEST

Fr. , 19. Juli 2019 Start: 19 Uhr I Eintri� frei

J������� W�������� � F������ Racket Center Nußloch Walldorfer Str. 100 69226 Nußloch

Johannes Willinger (Mi�e, Schlagzeug) & Friends 2015 im Racket Center

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WISSEN KOMPAKT

Germany goes Cloud

Chancen und Risiken des Cloud Computing von Matthias Schmitt / Dr. Jonas Tritschler

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loud-Lösungen als Form des IT-Outsourcing haben laut dem Cloud-Monitor der bitkom vom 12.06.2018 den deutschen Markt erobert. Bereits im Jahr 2017 nutzten über zwei Drittel aller Unternehmen Rechenleistungen aus der Cloud. Auch im privaten Alltag nutzen wir vermehrt Cloud Services – teils ohne uns darüber im Klaren zu sein, was es bedeutet und welche Risiken es enthält. WAS VERSTEHT MAN UNTER CLOUD COMPUTING? Unter Cloud Computing versteht man aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Infrastruktur und ITDienstleistungen (Cloud Services) wie beispielsweise Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware über das Internet mit der Besonderheit, dass die Nutzung eines solchen Services flexibel ausgestaltet werden kann. Im privaten Bereich handelt es sich vorwiegend um die Nutzung von Public Cloud Services, die jedermann über das Internet frei zugänglich sind. Hier runter fallen grundsätzlich alle Apps, die Sie in Ihrem Smart-Phone nutzen. Die größten Anbieter sind hier Google, Amazon und Microsoft sowie die Social-Media Plattformen (Facebook, WhatsApp, Instagram, LinkedIn, …). Im betrieblichen Bereich sind dies neben den gennanten Anbietern Rechenzentren oder Softwarehersteller wie SAP, Oracle und IBM. „Software as a Service“ als eine Cloud-Variante spielt dabei eine bedeutende Rolle.

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Nicht ohne Grund fokussiert das wertvollste deutsche Unternehmen „SAP“ seine Entwicklung auf die Cloud-Software „SAP S/4HANA Cloud“. Diese Software bedarf keinerlei Installation oder technischer Administration beim Unternehmen selbst, es wird lediglich ein Internet-Browser und ein „Account“ benötigt, um die ERP-Software nutzen zu können. VORTEILE DER CLOUD Die Cloud bietet viele Vorteile wie höhere Flexibilität am Arbeitsplatz, Effizienz, Produktivität und Skalierbarkeit der benötigten IT-Ressourcen. Die benötigte Rechenleistung, der Speicherplatz sowie die Anzahl der User kann jederzeit bedarfsgerecht angepasst werden. Die Cloud-Lösungen zeichnen sich damit aus, dass keine Verträge verhandelt werden müssen und die Interaktion mit dem Provider auf ein Minimum reduziert wird (Hotline, Ticketsystem). Dadurch können fixe IT-Kosten variabilisert und die Gesamtkosten reduziert werden. Ein Großteil der Unternehmen bestätigte, dass sich durch die Einführung von Cloud-Anwendungen nach einem gewissen Zeitraum sowohl der Verwaltungsaufwand als auch die ITKosten deutlich gesenkt haben. Ein weiterer Vorteil besteht in der schnelleren Skalierbarkeit der eigenen Ressourcen. Der „Speed of Change“ spielt für die meisten Unternehmen eine große Rolle. So kann die frühzeitige Einführung einer


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cloud-basierten Lösung für viele Unternehmen langfristig zu einem erheblichen Wettbewerbsvorteil führen. Mit cloud-basierten Anwendungen erreicht man auch die volle Flexibilität am Arbeitsplatz hinsichtlich der Unabhängigkeit von Ort, Zeit und der Art der genutzten Endgeräte (PC, Laptop, Handy, Tablet, …). HERAUSFORDERUNGEN DES CLOUD-COMPUTING Bei der Einführung einer cloud-basierten Anwendung sollte man sich immer bewusst sein, dass dies auch mit Risiken verbunden ist. Die Sorge um den Verlust der Kontrolle über die eigenen Daten, der Verstoß datenschutzrechtlicher Vorschriften sowie die Gefährdung der allgemeinen IT-Sicherheit sind wesentliche Gründe, weshalb ein Teil der Wirtschaft noch nicht in die Cloud gewechselt hat. Auch die Abhängigkeit vom Dienstleister und dessen Schicksal kann hier als weiterer Grund angeführt werden. Aus diesen Überlegungen ist der Weg in die Cloud sachgerecht vorzubereiten und zu planen. Dabei handelt es sich beim Gang in die Cloud nicht alleine um einen Teil der IT-Strategie, sondern vielmehr um einen bedeutenden Teil der Unternehmenstrategie, was Auswirkung auf das gesamte Geschäftsmodell einer Organisation haben kann.

Aus Zahlen Perspektiven entwickeln

Hierzu ist es ratsam, sich ausführlich beraten zu lassen. So wie der Bau eines Gebäudes von einem Architekten geplant und begleitet wird, ist auch beim Aufbau einer modernen auf cloud-basierten IT-Intrastruktur vorzugehen. Ein digitaler Architekt („Digital Architect“ oder „Cloud Architect“) kann Ihnen dabei zur Seite stehen. In diesem Zusammenhang kann die FALK IT Audit & Consulting GmbH für Sie ein kompetenter Partner werden und Sie in der Rolle eines sogenannten „Cloud-Architekten“ Schritt für Schritt bei der Einführung von cloudbasierten Strukturen und Anwendungen begleiten. Ausgehend von einer digitalen Zielstruktur können Datenflüsse und Prozesse umgestaltet und entsprechende Software genutzt werden. Dabei hilft FALK bei der grundlegenden Konzeption, Auswahl der Lieferanten und Software sowie bei der Begleitung der Umsetzung. Mit modernen Tools können Prototypen von Datenmodellen und Dashboards zur Steuerung der Cloudlösungen ent-wickelt werden. Auch bei der Minimierung der Risiken hinsichtlich IT-Sicherheit und Datenschutz, stehen Ihnen Spezialisten der FALK IT Audit & Consulting GmbH gerne als Ansprechpartner und „Cloud-Architekt“ für einen sicheren und einfachen Weg in die Cloud zur Verfügung.

Haben Sie Fragen? Ihre Experten der FALK IT Audit & Consulting GmbH, Im Breitspiel 21, 69126 Heidelberg stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Dr. Jonas Tritschler Wirtschaftsprüfer Steuerberater CISA T: +49 6221 399 3070 jonas.tritschler@falk-itcs.com Matthias Schmitt Bachelor of Arts (Steuer & Prüfungswesen) T: +49 6221 399 3061 matthias.schmitt@falk-itcs.com

Ein starker Verbund Prüfen, beraten und gestalten – das zeichnet unsere interdisziplinäre Unternehmensgruppe aus. Vertrauen Sie auf eine umfassende und qualitativ hochwertige Beratung aus einer Hand. FALK – Ihr Experte für Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Unternehmensberatung und IT-Beratung.

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Gesundheit & Fitness

KURZ NOTIERT ...

Für Ihre Gesundheit immer auf dem neuesten Stand Das ZAP- Team auf der weltweit größten Fitnessmesse „FIBO“ in Köln

Einen interessanten, eindrucksvollen Tag verbrachte das ZAP Trainerteam auf der FIBO in Köln, um sich über neue Entwicklungen in Sachen Gesundheit, Fitness und Therapie zu informieren. Und dem Team wurde beim Anblick der über 1.100 Aussteller auf 160.000 m² und ca. 40.000 Besuchern an diesem Tag sehr schnell wieder bewusst, wie heterogen und bunt der Fitnessmarkt ist. Die Technisierung des Trainings ist auf dem Vormarsch. Überall Fotos auf monströsen Flat Screens, Videos, laute Musik und Fitnessbegeisterte, die sich beim Training filmen, um dies in die digitale Welt zu senden.

Am 08. Mai ist es soweit. Gemeinsam mit den ZAP Mitgliedern treten die Trainer und Physiotherapeuten des ZAP, sowie Empfangsmitarbeiter des Racket Center beim Walldorfer Firmenlauf an. In 4er-Teams wird nach Ruhm, Ehre aber besonders nach Spaß gestrebt. Das gesamte ZAP Laufteam wird aus 52 hochmotivierten Teilnehmern/Teilnehmerinnen bestehen.

Da war es für das Team schön zu sehen, dass dieser digitale Hype nur der erste oberflächliche Eindruck war. Nach über sechs Stunden und vielen Gesprächen mit anderen Besuchern und Ausstellern kristallisierte sich eine Meinung ganz klar heraus: Es darf beim Training nicht nur um Show, um das sogenannte „Sehen und gesehen werden“ gehen.

Der olympische Gedanke steht zwar im Vordergrund, aber es wird auch um die vordersten Plätze gelaufen. Die Laufzeiten der vier Teammitglieder werden zum Teamergebnis aufsummiert. Dieses bestimmt dann letztendlich das Teamergebnis in den Kategorien „Damen“, „Herren“ und „Mixed“. Neben den sportlichen Zielen gibt es auch Sonderwertungen, die gewonnen werden können. Bei 52 Teilnehmern und damit 13 Teams kann sich das ZAP Team berechtigte Hoffnung auf den Preis „Unternehmen bzw. Einrichtung mit den meisten Teams“ machen.

Digitale Trainingsgeräte sind zwar eine sinnvolle Hilfe, jedoch macht die Beziehung zwischen Kunde und Trainer den eigentlichen Mehrwert des Trainings aus. Es geht darum in einer angenehmen Atmosphäre mit Gleichgesinnten gesundheitsbewusst zu trainieren.

Das Team freut sich schon sehr darauf mit den ZAP Mitgliedern diese sportlich fröhliche Herausforderung in Angriff zu nehmen und trainiert fleißig dafür.

Das ist die Philosophie, mit der sich das ZAP Team identifizieren kann.

Lauf ZAP, lauf …

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THERAPEUTEN RAT

Patient und Vertrauen

Wie die Beziehung zwischen Patienten und ihren Behandlern das Behandlungsergebnis beeinflussen kann. von Dominik Klaes und Jana Kamer, ZAP Physiotherapie

„Sie nehmen jetzt drei Wochen lang diese Tabletten ein, dann sind ihre Beschwerden weg.“ Solche oder ähnliche Sätze bekommen Patienten in den Praxen öfter zu hören. Anschließend nehmen aber viele Patienten ihre Medikamente trotzdem nicht ein. Wir Physiotherapeuten hören dazu häufig Sätze wie „Ich bin nicht so für Tabletten.“. Doch wieso setzen die Patienten nicht einfach um, was Sie von ihrem Behandler gesagt bekommen? Sind Sie einfach nur eigensinnig oder vertrauen sie ihrem Behandler etwa nicht? Für uns stellt sich gleichzeitig die Frage, ob es noch zeitgemäß ist, von Patienten zu erwarten, Anweisungen entgegen zu nehmen und diesen einfach zu folgen. Der „mündige Patient“ wird an vielen Stellen gefordert, doch gleichzeitig ecken genau diese Patienten mit ihrem „mündigen“ Verhalten häufig an. Dieser Beitrag beleuchtet die Beziehung zwischen Patient und Behandler. Der Inhalt ist grundsätzlich auf jeden Patienten, Behandler und auf jede Situation übertragbar und deshalb auch für uns Physiotherapeuten relevant. Das Rollenverständnis der Arzt-PatientenBeziehung ist seit Jahren im Wandel. Durch intensive Forschung ist mittlerweile klar, dass nicht nur die Kompetenz, das Wissen und die Erfahrung des Arztes ausschlaggebend für den Erfolg einer erfolgreichen Behandlung sind. Entscheidend scheint vor allem das Verhältnis zwischen Arzt und Patient zu sein. Insbesondere eine partnerschaftliche Beziehungsebene scheint für die Um-

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Die nötigen Therapiemaßnahmen werden durch den Therapeuten festgelegt. Der Patient wird nicht miteinbezogen (alte hierarchische Vorgehensweise).

Der Patient wird in die Planung der Therapie miteinbezogen, seine Erfahrungen und Überzeugungen werden berücksichtigt.


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Gemeinsam wird auf Augenhöhe die zukünftige Strategie festgelegt. Es werden die Wünsche des Patienten und die medizinisch erforderlichen Maßnahmen aufeinander abgestimmt.

setzung der besprochenen Therapiestrategie (z. B. Ernährungsveränderungen, Tabletten, …) von Vorteil zu sein. Doch gerade mit einem Rollenverständnis, bei dem sich Patient und Behandler auf Augenhöhe befinden, tun sich viele der im Gesundheitswesen arbeitenden Personen schwer. Das ist nicht verwunderlich, schließlich wird nicht weniger als ein echter Kulturwandel verlangt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts waren Arztkontakte in der Regel durch Hausbesuche im eigenen Umfeld geprägt. Der Arzt wurde vom Patienten bezahlt. Er trat als Dienstleister auf und tat alles, um für eine erfolgreiche Behandlung zu sorgen. Therapien wurden mit den Betroffenen und ihrem direkten Umfeld abgestimmt und gemeinschaftlich durchgeführt. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden vermehrt Kliniken mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu übernehmen. Ärzte wurden nicht mehr von einem Mentor in einer Art „Lehre“, ähnlich dem Handwerk, ausgebildet. Die Ausbildung fand in universitär geprägten Kliniken statt. Ärzte hatten einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag und Patienten hatten den Anweisungen der Ärzte Folge zu leisten. Der fachliche Austausch fand zwischen den Ärzten statt, die Patienten wurden nicht mehr als kompetente Ansprechpartner wahrgenommen, sondern

mehr und mehr als entindividualisierte Krankheitsfälle betrachtet. Patienten wurden zunehmend in eine passive Rolle gedrängt, die Distanz zwischen Arzt und Patient wurde größer. Das Beziehungsverhältnis war nun geprägt von bürokratischen und anonymen Interaktionen. Ein beginnender Wandel zeigte sich erstmals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als den Patienten Rechte zugesprochen und den Behandlern zusätzliche Pflichten auferlegt wurden. So mussten die Behandler ab diesem Zeitpunkt Patienten formalrechtlich aufklären und der Patient musste aktiv in die Durchführung der Behandlung einwilligen. Formalrechtlich gesehen waren nun Behandler und Patient gleichgestellt. Trotzdem war der Patient weiterhin aufgrund des unveränderten Rollenverständnisses (er sah sich immer noch dem Behandler und dessen Meinung untergeordnet), in Abhängigkeit vom Behandler. Anfang der 60er Jahre wurde mit zunehmender Forschung deutlich, dass Verhaltensweisen des Patienten großen Einfluss auf den Erfolg der Genesung haben. Da sich zudem die Lebenserwartung ausdehnte, traten chronische Erkrankungen in den Fokus der Medizin. Diese stellen einen immensen Kostenfaktor für das Gesundheitssystem dar.

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Gerade bei chronischen Erkrankungen hängt der Therapieerfolg in höchstem Maße mit dem Verhalten des einzelnen Patienten zusammen. Je aktiver Patienten ihre Therapie mitgestalten, umso besser scheinen die Ergebnisse zu sein. Patienten sollten für die Entwicklung der eigenen Gesundheit maßgeblich mitverantwortlich sein, in dem Sie vom passiven Medizinkonsumenten zum „Koproduzenten ihrer Gesundheit“ werden können. Da das Informationsangebot ausführlicher und auch für Patienten leicht zugänglich wurde, stellten diese die Behandlungsansätze häufig in Frage. Der Wissensvorsprung des medizinischen Fachpersonals schrumpfte. Patienten begannen bei dem Entscheidungsprozess der Therapie mitzuwirken. Zusätzlich konkurrierten verschiedene Dienstleister auf dem Gesundheitsmarkt um den Patienten als Kunden. So scheint sich die Rolle vom „Halbgott in Weiß“ wieder zum Berater des Patienten und einer Begegnung auf Augenhöhe, zu wandeln. Es wird also angestrebt, gemeinsam Therapiemöglichkeiten in Einklang mit den Gewohnheiten und Lebensweisen des Patienten zu finden. Der Begriff der Adhärenz drückt aus, inwieweit sich der Patient an die erarbeitete Therapiestrategie gebunden fühlt und diese umsetzt. Durch eine hohe Adhärenz lässt sich maßgeblich die Prognose von chronischen Erkrankungen verbessern und somit Kosten sparen. Das Risiko schlechter Behandlungsergebnisse lässt sich um bis zu 26 Prozent reduzieren, wenn gemeinsam erarbeitete, therapeutische Programme von Patienten auch umgesetzt werden. Hierfür spielt die Qualität der Beziehung zwischen Behandler und Behandeltem die nachgewiesen größte Rolle. Trotzdem scheint dieses Umdenken im Alltag nicht überall anzukommen. Ein Großteil des medizinischen Fachpersonals ist weiterhin im traditionellen Rollenverständnis verhaftet. Um den Behandlungsprozess positiv zu beeinflussen, sollte sich die Beziehung zwischen Behandler und Patient verändern. Die Neuaufteilung der Behandlungsverantwortung ist hierbei wichtig. Das Krankheitsmanagement muss vom

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Die im Dialog erarbeitete Strategie wird vereinbart und gemeinsam umgesetzt.

Patienten aktiv mitgestaltet werden. Es geht also nicht mehr darum, dass der Patient alleine auf die Ratschläge des Behandlers vertrauen muss, sondern er muss zusammen mit dem Behandler eine auf ihn individuell abgestimmte Therapie finden. Geschieht das nicht, können sich negative Faktoren für die Prognose der Behandlung ergeben. Von Patientenseite aus sind das u. a. mangelnde Krankheitseinsicht, schlechte körperliche Wahrnehmung oder zu hohe/niedrige Ängstlichkeit. Von Seiten der Behandler sind das u. a. nicht vollständige und unangemessene Aufklärung, mangelnde Kommunikation oder Fehler bei der Dosierung von Medikamenten. Als förderlich für die Mit- und Zusammenarbeit gelten Offenheit und Freundlichkeit des Behandlers, aktive Einbeziehung des Patienten in die Planung der Therapie, Kommunikation auf Augenhöhe sowie Thematisierung persönlicher Erwartungen des Patienten. Für ein optimales Behandlungsergebnis ist es wünschenswert, dass sich Behandler und Patient nach Möglichkeit auf Augenhöhe begegnen. Auf Basis der Wünsche des Patienten, dessen Lebensweise sowie der medizinischen Notwendigkeiten sollte gemeinsam eine abgestimmte Therapie erarbeitet werden. So ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass die Maßnahmen, die zum Behandlungserfolg führen sollen, vom Patienten auch umgesetzt werden.

Im Gespräch mit unseren Patienten erfahren wir häufig, dass sich die Bereitschaft zum Gespräch mit dem Patienten in den verschiedenen Gesundheitsprofessionen sehr unterscheidet. Häufig wird über Zeitmangel im Gespräch berichtet, der es fast unmöglich macht, gemeinsam Lösungen auszuarbeiten. Teils berichten Patienten über Gesprächskontakte mit ihren Behandlern von wenigen (zwei bis drei) Minuten. Für viele scheint das Gespräch mit dem Patienten kein Teil der Therapie zu sein, sondern gehört am besten schnell abgehandelt. Wir als Physiotherapeuten sind durch die vorgegebenen Zeitfenster von 15 bis zu 60 Minuten in einer deutlich besseren Position. Uns ist es möglich, mit den Patienten genaue und individuelle Gespräche zu führen und die Therapiestrategie gemeinsam festzulegen. Nicht umsonst gelingt es uns dadurch häufig, mittel- und langfristige Therapieerfolge zu erzielen und Patienten bei ihren ersten Schritten in einen langfristig selbstständigen Umgang mit ihrer gesundheitlichen Einschränkung zu begleiten. Wer sich auf der Trainingsfläche umhört wird viele Kunden finden, die gemeinsam mit uns Physiotherapeuten die ersten Schritte zur Änderung ihres Lebensstiles gegangen sind. Für viele von ihnen war es der Beginn eines neuen Lebensgefühls und neuer Lebensqualität.


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DIE INDIVIDUALITÄT UND DER MENSCH STEHEN BEI UNS IM MITTELPUNKT

Das Sanitätshaus Mayer & Rexing ist Ihr verlässlicher und professioneller Gesundheitspartner für Lösungen, ein Leben mit mehr Lebensqualität in Bewegung und Selbstständigkeit führen zu können. Als Fachgeschäft für Orthopädie-, Sport- und Reha technik bieten wir Ihnen Produkte und Dienstleistun gen der Spitzenklasse. Unser Team aus hoch qualifizierten Gesundheitsexperten sind an neun Standorten Ihre kompetenten Ansprechpartner für alle Fragen rund um Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Im Zentrum unserer individuellen Beratung stehen zwei Dinge: gesunde Menschen gesund zu erhalten und Personen mit Erkrankung/Handicap Hilfestellung zu leisten und sie dabei zu unterstützen, die Herausforderungen des Alltags meistern zu können.

Eine Herzensangelegenheit sind unsere Versorgungen in der Großorthopädie Prothesen und Orthesen von Mayer & Rexing – Hightech trifft Handarbeit Eine Amputation oder Parese eines Körperteils ist ein gravierender Eingriff in den menschlichen Bewegungsapparat. Mit viel Fingerspitzengefühl und Sensibilität für die Außergewöhnlichkeit der Situation entwickeln wir Prothesen und Orthesen, die mehr sind als nur ein Ersatz oder Funktionsteil. Unser Anspruch ist es, dass der Anwender so weit als möglich ein normales Leben führen kann - mit maximaler Bewegungsfreiheit, Mobilität und mit neuem Selbstbewusstsein. Ein wichtiger Baustein für die Akzeptanz einer Prothese oder Orthese ist die Passform. Wir bieten alle gängigen Schaftformen, vom mikroprozessorgesteuertem Kniegelenk bis zum M.A.S.-Schaft. Eine absolute Innovation ist die Fertigung des M&R Liners für Knieex und Oberschenkelamputationen in eigenem Hause – ein Silicon-Haft-Schaftsystem mit den besten Eigenschaften zur direkten Ansteuerung der Prothese. Wir beraten Sie gerne. Persönlich, individuell und fachlich kompetent.

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FIRMEN PORTRAIT

BoardingVillageHomes in Nußloch Wertvoll Wohnen auf Zeit

BoardingVillageHomes – Gutes Wohnen hat einen Namen.

Vielleicht gefällt Ihnen Nußloch als Wohnort. Die BoardingVillageHomes sind eingebettet in das historisch gewachsene Umfeld der Gemeinde. Sie bilden einen Wohnpark. Das Aussehen der Häuser und die Gestaltung des Außenraums passen zusammen. Sie haben freien Blick in die Rheinebene bis hinüber ins Elsass nach Frankreich.

Qualität und Funktion – Beides gilt.

Überzeugen Sie sich davon: Handwerkliches und fachliches Können vieler Unternehmen sorgten dafür. Das Wieslocher Architekturbüro Kollenz + Konsorten GmbH setzte auf dem 3.500 qm großen Areal stilsicher neue Akzente mit moderner Leichtigkeit und geometrischer Klarheit. Gutes Wohnen braucht Freiraum – auch um die Häuser. Deshalb haben die Limburgerhofer Landschaftsarchitekten Hofmann-Röttgen einladende Außen-

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und Grünflächen geplant. Die ausgewählten Bäume und Pflanzen sind so angeordnet, daß sich Treffpunkte und Ruhezonen ergeben. So sind die BoardingVillageHomes Ihr Zuhause auf Zeit, in dem Sie sich wohlfühlen werden: bestens gelegen, attraktiv gestaltet und sehr gut ausgestattet.

Das BoardingVillage – Hochwertige Passivhäuser.

Weil Nachhaltigkeit und Umweltschutz höchste Priorität haben, sind Passivhäuser ein Muss. Berechnet hat sie das Heidelberger Ingenieur Büro Acker. Das Ergebnis überzeugt: Die BoardingVillageHomes verbrauchen 80 Prozent weniger Heizenergie als die gesetzlich vorgeschriebenen Neubauten. Der überwiegende Teil des Wärmebedarfs wird nicht über die Heizung, sondern durch Sonneneinstrahlung sowie durch Wärmerückgewinnung gedeckt. Hinzukommen hochwärmegedämmte Gebäudehüllen sowie Fenster mit Dreifach-

verglasung. Alle diese Beiträge sorgen für Passivhausstandards. Die moderne und ansprechende Ausstattung, die überzeugenden Details und das klare, moderne Design sorgen für Komfort, und sie stehen für die vier Elemente: TERRA (Erde), AQUA (Wasser), IGNIS (Feuer) und AER (Luft). Für die Namen der Häuser hat das Lateinische Pate gestanden – eine kleine Erinnerung an die Zeit, in der Nußloch römisch war. Mit Können und viel Liebe zum Detail hat die Mannheimer Firma KAHL Büroeinrichtungen GmbH Innenräume realisiert, die sich durch Wertigkeit und Funktion auszeichnen. Die hochwertigen Möbelmaterialien schaffen jenes Vertrauen, dem man sich gerne überlässt. Die BoardingVillageHomes bieten Wohnräume für Familien, Paare und Singles. Sie stehen für Freiheit und Ruhe, für gutes Leben im Haus und draußen.


BoardingVillageHomes – Das Wichtigste.

• Passivhaus • 160 qm Wohnfläche • Großes Wohn-/ Esszimmer mit offener Küche, Speisekammer, Arbeitszimmer, drei Schlafzimmer, eine Ankleide, zwei Bäder, Gäste-WC • Lichte Raumhöhen von 2,55 m • Bodentiefe Fensterelemente mit dreifacher Wärmeschutzverglasung • Via SmartHomeApp steuerbare Beleuchtung und Rollläden • Hochwertiges Eichenparkett • Fußbodenheizung mit Raumthermostaten • Multimedia-Heimnetzwerk • Komfortable Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung • Großzügige Terrasse mit Zugang zum eigenen Garten • Zwei überdachte PKW-Stellplätze • Großer Brief- und Paketkasten (myRENZbox)

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EXPERTISE

Sieg Ironman Mallorca 2015 mit neuem Streckenrekord Foto by Kutsche

Schneller, höher, weiter, gesünder – Weltklasse Triathlet und IRONMAN Sieger Timo Bracht 20 Jahre Hochleistungssport hinterlassen Spuren …

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eit mehr als zwei Jahrzehnten war der gebürtige Eberbacher Timo Bracht nun schon als Triathlet aktiv. Er hat es geschafft sein Hobby zum Beruf zu machen. Neben drei Europameister-Titeln und zehn IRONMAN Siegen über die Langdistanz, studierte er Sport- und Erziehungswissenschaften, ist Sportunternehmer und Coach im Ausdauersport. Die Zeit als Hochleistungssportler hat aber auch ihre Spuren hinterlassen – eine Spur, die er immer verfolgt hat, war den Einklang zwischen herausragenden sportlichen Erfolgen und einem gesunden Lebensstil zu finden. Deshalb hat er sich schon in den Anfängen seiner Karriere nach spezifischen Maßnahmen umgeschaut, um damit präventiv auf Risikofaktoren zu reagieren. Dazu gehörte von Beginn an auch ein Screening der Herz-Kreislauf-Tätigkeit. Oftmals waren solche Untersuchungen mit einem großen

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Aufwand und sehr viel Zeit für die Analyse mit dem BetreuerTeam verbunden. Wie wichtig solche Untersuchungen jedoch sind, bekam er selbst vor Augen geführt, als beim IRONMAN in Südafrika zwei Amateur-Sportler beim Schwimmen durch Herz-Kreislauf-Versagen starben. Es schien so, als ginge die Anzahl der Überlastungsschäden und Todesfälle durch den zunehmenden Teilnehmer-Boom in den Ausdauersportarten stark nach oben. Aus diesen gesammelten Erfahrungen entstand 2018 das Kompetenzzentrum Triamedica Sport in Mosbach. Timo Bracht ist es sprichwörtlich eine Herzensangelegenheit, die gewonnenen Erkenntnisse mit seinen Kollegen an Sportler weiterzugeben.


Über Triamedica Sport

Wenn sich Know-How, Fachwissen, Erfahrung und die Liebe zum Sport und der Bewegung verbinden, kann Großes passieren. Getreu diesem Motto haben sich der ehemalige Weltklasse Triathlet, sein langjähriger Physiotherapeut/Osteopath Dirk Lederer und der Sportmediziner Udo Bergler zusammengetan. Drei Berufsgruppen unter einem Dach bedeutet gebündelte Kompetenz von medizinischem, orthopädischem, sportwissenschaftlichem und praktischem Wissen mit der Möglichkeit der Durchführung aller relevanten und neuesten Untersuchungsmethoden. Ein Zentrum in dieser Form ist deutschlandweit wahrscheinlich einzigartig. In den Räumen von Triamedica Sport vereint sich Sportmedizin, Leistungsdiagnostik, Trainingswissenschaft, Bewegungsanalyse, Gewichtsmanagement und Verletzungsberatung. Die Basis der Beratung ist eine möglichst exakte, individuelle Diagnostik der Fähigkeiten. Triamedica Sport ist mit den besten und modernsten Geräten zur Bewegungsanalyse, Kraft-, Leistungsdiagnostik und Spiroergometrie ausgestattet, welche auch durch das Medizinproduktegesetz (MPG) zugelassen sind. Sie erhalten einen ganzheitlichen Leistungscheck der individuell angepasst wird. Die gesetzlichen Krankenversicherungen erstatten in der Regel einen Teil der sportmedizinischen Untersuchung. Privatpatienten bekommen die Kosten je nach Tarif erstattet.

Kontakt

Triamedica Sport • Eisenbahnstr. 14-1 • 74821 Mosbach Tel.: 06261 937679 • E-Mail: info@triamedica-sport.de Öffnungszeiten: Individuelle Terminvereinbarung

Timo Bracht im ZAP der mehrfache IRONMAN-Sieger kommt am Mittwoch, 22. Mai ab 18.30 Uhr ins Racket Center Nußloch

Der Ausnahmesportler und mehrfache IRONMANSieger Timo Bracht referiert über seinen sportlichen Werdegang und die daraus gewonnen Erkenntnisse für seine Gesundheit. Es ist nicht immer einfach, die sportlichen Herausforderungen mit einem gesunden Lebensstil in Einklang zu bringen. Gerade deshalb ist es ihm eine Herzensangelegenheit, seine Erfahrung weiterzugeben. Foto by Ch_Ernst

Anmeldung/weitere Infos: www.zap-nussloch.de

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HIDDEN DEVICES

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Bulgarian Split Squats

von Timo Weilemann, ZAP Personal Trainer

Bulgarian Split Squats sind eine sehr effektive Übung für die Oberschenkelsowie Gesäßmuskulatur. Die primären Muskeln, auf die der Bulgarian Split Squat abzielt, finden sich im oberen Quadrizeps und in den Pobacken, weshalb sie als hervorragende Verbindungsübung angesehen wird (mehrere Verbindungen und Muskeln werden in nur einer Übung belastet). Während der Übung werden die rückseitige Oberschenkelmuskulatur, die Waden und die Pobacken zur Stabilisierung eingesetzt. Im Vergleich zum normalen Hantel-Squat setzt der Bulgarian Split Squat seinen Schwerpunkt deutlich stärker auf die rückseitige Oberschenkelmuskulatur und Pobacken. Trotzdem fällt die Belastung auf den Quadrizeps deutlich geringer aus, als beim normalen Squat.

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Die Vorteile

primäre Muskeln Quadrizeps Beinbeuger Gesäß

Einseitige Bewegung Der Bulgarian Split Squat ist als einseitige Unterkörper-Bewegung bekannt. Von einer einseitigen Bewegung spricht man immer dann, wenn nur ein Glied belastet wird – also ein Bein oder ein Arm, wohingegen eine beidseitige Bewegung auf die simultane Bewegung beider Glieder setzt. Typische Beispiele für eine einseitige Bewegung sind ein Kabelzug mit nur einem Arm, alternative Hantel Curls und in diesem Fall der Bulgarian Split Squat. Einseitige Übungen können für Ihr Training viele Vorteile bieten, nicht nur aus ästhetischer Sicht, sondern auch

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sekundäre Muskeln zweibäuchiger Wadenmuskel & Schollenmuskel 1.

Bulgarian Split Squats mit Kurzhantel Ausgangs/Endposition

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Bulgarian Split Squats mit Kurzhantel Zielposition

3.

Bulgarian Split Squats mit Langhantel Zielposition


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was die athletische Leistungsfähigkeit betrifft. So können sie unter anderem Ungleichgewichte und Schwächen innerhalb der Muskeln ausgleichen, die Stabilisierungs-Muskeln stärken und die Verletzungsanfälligkeit verringern. Dreifache Streckung Eine Bewegung mit einer dreifachen Streckung ist eine Übung, bei der drei Gelenke gleichzeitig gestreckt werden. Die Hüfte, die Knie und die Knöchel. Diese Übung beinhaltet die Abstufung aus einer Position mit einer niedrigen Neigung, bei der sich alle Gelenke auf die Bewegung in eine ausgestreckte Position vorbereiten. Bestes Beispiel für diese Art von Übung sind Deadlifts, Squats, Ausfallschritte oder eben der Bulgarian Split Squat. Wenn Sie jede Woche eine Übung für die dreifache Streckung in Ihr Training einbauen, bietet das viele Vorteile. Der Hauptvorteil liegt allerdings darin, dass dadurch die Bänder und Muskeln in Ihrem Körper konditioniert werden, sodass Sie schneller rennen, fester drücken und explosiver springen können. Freisetzung von Testosteron Wachstumshormone und Testosteron sind natürlich vorkommende Hormone, die das Muskelwachstum anregen. Je mehr davon der Körper freisetzt, desto besser und schneller können sich Muskeln aufbauen und entwickeln. Das Beintraining setzt deshalb so viel Testosteron und Wachstumshormone im Körper frei, weil die Beine ein paar der größten Muskeln beherbergen, die sich im menschlichen Körper finden lassen. Der Körper muss also mehr Wachstumshormone freisetzen und hilft somit auch anderen Körperteilen beim Wachsen. Körper-Symmetrie Neben der einseitigen Ausbalancierung der Beine führt das Training des Unterkörpers, beispielsweise mit dem Bulgarian Split Squat, auch dazu, dass sich die Symmetrie Ihres gesamten Körpers verbessert.

Die Ausführung

1. Stehen Sie 10 bis 15 cm vor der Bank mit den Füßen etwa schulterbreit auseinander. Der Körper sollte nach vorne, weg von der Bank schauen. 2. Heben Sie die Langhantel im Obergriff auf Ihre Brust. Heben Sie sie dann über den Kopf und lassen sie auf den Schultern ruhen. Als Alternative können Sie auch Kurzhanteln wie im Bild verwenden – im Obergriff mit den Armen nah am Körper. 3. Ein Fuß sollte sich langsam nach hinten bewegen und auf der Bank platziert werden, während der andere Fuß direkt davor positioniert ist. 4. Senken Sie dann stufenweise das Bein ab bis es niedrig genug ist und Sie eine Kontraktion spüren. Stellen Sie sicher, dass das Knie nicht den Boden berührt und sich oberhalb der Zehen befindet. 5. Während Sie ausatmen, heben Sie das Bein in die Ausgangsposition zurück. 6. Einmal durchgeführt, kehren Sie in die Ausgangsposition zurück und wechseln auf das andere Bein.

Variationen

Für den Bulgarian Split Squat gibt es eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten, die gerade Anfängern, Menschen mit einer schlechten Stabilität oder einfach denjenigen, die ihr Training verändern möchten einige Vorteile bieten können. Varianten dieser Übung können beispielsweise Split Squats mit Kettlebell, Überkopf Split Squats, Kabel Split Squats, oder Split Squats mit dem eigenen Körpergewicht sein.

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FIT & GESUND

Personal Training und Vertrauen

von Moritz Nägele, ZAP Personal Trainer

W

ie hängt Personal Training mit dem Thema Vertrauen zusammen? Hierfür muss erstmals geklärt werden, was Vertrauen ist und wieso es im Personal Training wichtig ist?

Was ist Vertrauen?

Prinzipiell unterscheide ich zwei Arten von Vertrauen. Das Vertrauen anderen Personen gegenüber und das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten. Sicherlich kennen Sie die Situation und das Gefühl, wenn man von einem Freund/-in oder Kollege/-in enttäuscht wurde. Wie auch immer diese Situation zustande gekommen ist, das Vertrauen in diese Person ist erst einmal gesunken. Darunter leidet unterbewusst auch das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen. Ist man überzeugt, Probleme und Schwierigkeiten in der Zukunft zu meistern, fällt einem das Vertrauen anderen gegenüber wieder leichter.

Rudern am Gerät

Auf dem Gebiet des Personal Trainings spielen beide Arten eine bedeutende Rolle. Der Kunde muss sich seinem Personal Trainer öffnen und anvertrauen. Häufig sind die Probleme an Rücken, Beinen oder Schulter schnell erzählt. Es fällt deutlich leichter über körperliche Probleme zu reden, als über die eigene Motivation oder das Ziel, einen flachen Bauch zu bekommen. Denn hier muss man sich eine innere Schwäche eingestehen. Gerade diese sind jedoch der Antrieb regelmäßig zum Training zu kommen. Der Personal Trainer muss sich die Frage stellen, kann ich mit meinen Fähigkeiten den Kunden betreuen? Dies sollte idealerweise immer mit einem Ja beantwortet werden. Dennoch ist es aus Sicht des Trainers wichtig, seine eigenen Stärken zu kennen und den Kunden, falls notwendig, an einen Kollegen zu verweisen, der auf einem anderen Gebiet Experte ist. Die nicht minder wichtige Frage ist jedoch: „Passt die zwischenmenschliche Beziehung zwischen mir und meinem Klienten?“ Denn nur wenn diese stimmig ist, können Personal Trainer und Klient erfolgsorientierte Trainingsziele in Angriff nehmen. Denn Vertrauen ist die Basis auf dem Weg zu Ihrem Ziel.

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Startposition Rudern im Stehen


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Zielposition Rudern im Stehen

Obergriff

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Vertrauen in die eigenen Werte

Was waren ihre Beweggründe sich im Zentrum Aktiver Prävention anzumelden? Wieso gehen Sie regelmäßig trainieren? Sie haben für sich beschlossen, „Meine Gesundheit ist mir wichtig, ich muss etwas tun.“ In den meisten Fällen kam diese Einsicht nach einer Verletzung, einem Unfall oder aus Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Nach mehreren Wochen haben Sie festgestellt, dass sich ihr Körper und Geist an das Training gewöhnt hat. Sie haben beispielsweise weniger Schmerzen im Rücken oder der Schulter. Der Bauchansatz hat sich verringert und die Hosen passen wieder besser. Das Gefühl, welches Sie nach dem Training spüren, wird häufig als „glücklich“ oder „zufrieden“ beschrieben. Sie haben ein Vertrauen aufgebaut, das Ihnen zeigt, Krafttraining bringt mich weiter und hält mich fit und gesund.

Was passiert jedoch, wenn Sie dieses Gefühl nicht mehr verspüren? Versuchen Sie folgende Fragen zu beantworten. Seit wann trainieren Sie im ZAP? Was trainieren Sie? Merken Sie noch Fortschritte im Training? Wann hatten Sie Ihren letzten Trainingstermin? Wenn Sie sich mit dem Zeitpunkt Ihres Einstieges vergleichen, was fällt Ihnen auf? Eine Frage ist besonders wichtig: Merken Sie noch Fortschritte im Training? Haben Sie diese Frage mit „Nein“ beantwortet, ist es an der Zeit, ihrem Training kleine Impulse hinzuzufügen, um wieder einen Fortschritt zu spüren. Das muss sich nicht zwingend in Form von Muskelkater äußern. Vielmehr sollten Sie wieder das Gefühl der Zufriedenheit verspüren, das Sie aus der Anfangszeit Ihres Trainings kennen.

Wie kann ich meinem Training neue Impulse geben?

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Sie können die Wiederholungszahl verringern oder erhöhen (das Gewicht muss dementsprechend angepasst werden), die Pausenlänge kann verkürzt werden oder das Gewicht kann über den Belastungszeitraum statisch gehalten werden.

Vertrauen in ein neues Training Training ohne Sitzen

Wieso im Stehen trainieren? Überlegen sie kurz, wie sieht Ihr Alltag aus? Wie viel Zeit verbringen Sie im Sitzen oder Liegen? Bei einem Bürojob sind es zwischen 70 bis 90 Prozent der Zeit am Tag. Vorteile: • Kein Sitzen •

Mehr Muskelgruppen werden trainiert

Höherer Kalorienverbrauch

Neuer Impuls

Muskelaufbau

Bewegung in der Wirbelsäule

Steigerung der Koordination & des Gleichgewichts

Wer kann im Stehen trainieren? Jeder!. Es gibt jedoch Unterschiede zu beachten. Je nach Gesundheits- und Leistungsniveau müssen die Übungen angepasst und modifiziert werden. Mit einem 55-jährigen Neueinsteiger sind anfangs andere Übungen zu absolvieren, als mit einem 25-jährigen Leistungssportler. Jedoch wird der 55-Jährige schneller Erfolge feiern, als der junge Sportler. Probieren Sie einfach mal die beschriebene Übung aus – Vertrauen Sie mir, sie werden einen Unterschied spüren.

Variation Rudern im Stehen auf einem Bein

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Habe ich Ihr Interesse geweckt? Wünschen Sie eine ausführliche Beratung oder Unterstützung? Dann sprechen Sie mich auf der Fläche an, oder schreiben Sie mir eine E-Mail an naegele@zap-nussloch.de.


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FIT & GESUND

Körperliche Aktivität und Krebs Dem eigenen Körper wieder vertrauen von Daniela Völker, ZAP Sonderprogramme „Sie haben Krebs!“ – Diese Diagnose ändert schlagartig das Leben der Betroffenen und versetzt sie nach wie vor in einen Ausnahmezustand. Es löst Unsicherheit und Ängste aus: Angst vor der kräftezehrenden Behandlung und den damit verbundenen Nebenwirkungen, vor Schmerzen, vor dem Tod, aber auch Angst um die Familie. Daran konnten auch die enormen Fortschritte in der Therapie nichts ändern. Heute sind Tumorerkrankungen in vielen Fällen zwar heilbar oder mit einer längeren Überlebenszeit verbunden, doch die Behandlung belastet Körper und Geist in großem Ausmaß. Die Leistungsfähigkeit wird reduziert, das Selbstwertgefühl schwindet und erschwert somit auch die psychische Bewältigung der Krankheit.

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An Krebs erkrankt also oft nicht nur der Körper, auch die Seele kann aus dem Gleichgewicht geraten. Das Vertrauen in bisherige Strukturen und Gewohnheiten geht verloren. Je nach Intensität der medizinischen Therapie und den damit verbundenen Nebenwirkungen wird auch das Vertrauen in den eigenen Körper erschüttert. Dennoch gibt es viele Wege, mit den Nebenwirkungen der Erkrankung und der Therapie umzugehen, das Selbstvertrauen zurückzugewinnen und ein positives Lebensgefühl zu stärken. Seelische Begleitung, Bewegung und ausgewogene Ernährung spielen dabei eine große Rolle. Nicht zu vernachlässigen ist allerdings auch das Thema „Vertrauen“. Vertrauen in Ärzte, Therapeuten, Familie, Freunde

und seinen eigenen Körper sind für die Genesung entscheidend. Die Betroffenen benötigen Unterstützung bei der Suche nach Aktivitäten, die ihrem Körper sowie der Seele gut tun und die ihnen die Möglichkeit geben, neue Energie zu tanken. Darüber hinaus ist die Hilfe, ins normale Leben zurückzufinden und auch während der Therapie am normalen Leben teilhaben zu können, obwohl sich viele Patienten lieber zurück ziehen würden, ein entscheidender Faktor. Körperliche Aktivität und soziale Kontakte können dabei der Schlüssel zum Erfolg sein. Denn wissenschaftliche Studien belegen: Bewegung wirkt sich positiv auf Wohlbefinden und Lebensqualität aus – unabhängig ob man gesund oder krank ist. Bei Krebsbetroffenen kann die Müdigkeit


und das Erschöpfungssyndrom reduziert und in gewissem Maß sogar die medizinische Therapie verträglicher werden. Soziale Kontakte werden geknüpft und die Lebensfreude steigt wieder. Durch den Austausch mit Gleichgesinnten kann neuer Lebensmut gefasst und neues Vertrauen in den eigenen Körper geschöpft werden. Sportliche Aktivitäten und Gesellschaft sind also in der Lage sowohl körperliche als auch seelische Aspekte zu verbessern. Sport kann viel bewegen! Haben Sie also nun das Vertrauen in Ihre eigene Stärke und die Kraft Ihres Körpers wieder erlangt, sollten vor der Aufnahme der körperlichen Aktivität einige Aspekte berücksichtigt werden. Lassen Sie sich von Fachleuten beraten, welche Möglichkeiten für Sie in Frage kommen. Kontaktieren Sie zunächst Ihren behandelnden Arzt, um die körperliche Leistungsfähigkeit und die Funktions-

fähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems überprüfen zu lassen und um mögliche Kontraindikationen auszuschließen. Eine sportmedizinische Untersuchung kann sinnvoll sein, um zu entscheiden, in welchem Ausmaß körperliches Training für Sie in Frage kommt. Schenken Sie einem ausgebildeten Sporttherapeuten oder Fitness- und Gesundheitstrainer Ihr Vertrauen und lassen Sie sich beraten. Dort erhalten Sie Unterstützung bei der Gestaltung Ihres persönlichen Bewegungs- und Ernährungsplans. Dabei sollten immer Ihre persönlichen Voraussetzungen, Ihre Erfahrungen aber auch Ihre Vorlieben im Vordergrund stehen. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die in jeweils angepasster Form in allen Therapiephasen möglich sind. Gewinnen können Sie dabei vieles: mehr Beweglichkeit, mehr Kraft und Ausdauer, eine günstige Beeinflussung der körpereigenen Abwehr, Spaß und neue Erleb-

nisse, neue Bekanntschaften und Ablenkung, weniger Müdigkeit, mehr Energie und Selbstvertrauen – um nur einige positive Nebeneffekte zu nennen. Lassen Sie sich von Ihrem Trainer auf dem Weg zum „Abenteuer Bewegung“ begleiten und finden Sie gemeinsam heraus, was Ihnen Freude bereitet, welche Ziele Sie erreichen möchten und spüren Sie die Veränderungen, die damit einhergehen. Zum Abschluss möchte ich Ihnen folgendes Zitat von Marie von Ebner-Eschbach (1830 – 1916) mit auf den Weg geben: „Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.“ In diesem Sinne: Vertrauen Sie auf die Kraft Ihres Körpers und werden Sie aktiv! Ich berate Sie gerne!

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FIT & GESUND

Schwimmkids durch Schwimmfix bald auch in Walldorf

von Dr. Klaus Reischle, Annette Kietzmann & Nadine Strifler „Wenn Kinder etwas lernen, liegt es an den Lehrern. Klassengrößen, finanzielle Ausstattung der Schule, Strukturfragen – alles zweitrangig. Das hat der Bildungsforscher John Hattie vor Jahren in einer internationalen Metastudie festgestellt.“ Milena Reimann „Die ZEIT“ Nr. 37, 7. September 2017

Bereits im Vorschulalter und vor allem im frühen Schulkindalter sind die motorischen Voraussetzungen gegeben, um das Schwimmen und die Schwimmarten effektiv, d. h. mit einem überschaubaren Zeitaufwand, zu lernen. Eine Statistik, die 2009 vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg erhoben (Tab. 1) wurde, belegt allerdings, dass viele Primarschüler diese spezifischen Bewegungs- und Sozialerfahrungen in der Bewegungssituation Wasser erst spät oder eventuell nie sammeln können. Schülerinnen

Schüler

Klasse 1

67,6 %

68,4 %

Klasse 2

53 %

54,3 %

Klasse 3

41,8 %

44 %

Klasse 4

30,4 %

32 %

Anzahl der Nichtschwimmer und Halbschwimmer in Baden-Württemberg (Stichprobe 2009: 1500 Primärschulen)

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• •

Das Wasser ist eine Bewegungssituation, an die sich viele Schüler erst gewöhnen müssen, die zur Bewältigung herausfordert und in der die Schwimmschüler ganz spezifische Effekte erleben, denn in der Bewegungssituation können die Schüler miteinander spielen und sich vergleichen, Bewegungen lernen und ein bisher noch fremdes Element bewältigen, einander helfen, mit leistungssportlichen, präventiven oder rehabilitativen Zielsetzungen trainieren sowie Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen erfahren.

Klassenstufe

Effekte von denen Schwimmschüler profitieren

• • • •

Positive Emotionen beim Springen, Tauchen, Schwimmen, Spielen, Sebstwirksamkeit erfahren Sozialerfahrungen sammeln, miteinander lernen, spielen, probieren, Mitschülern helfen Selbstwert gewinnen, z. B. Bewältigung der Bewegungssituytion Wasser (erstmals im Tiefwasser schwimmen) Gesundheit, z. B. von aeroben Belastungseffekten profitieren Basis für Freizeit im Frei- und Hallenbad, See und Meer Basis für Sportschwimmen, im Verein lernen und trainieren Sicherheit – Es Ertrinken durschnittliche 46 Kinder und Jugendliche pro Jahr (Alter: 1 bis 15 Jahre)

Schwimmen hat viel mit Vertrauen zu tun und man kann nur dann Vertrauen entwickeln, wenn der Lehrer das Kind persönlich und nah betreuen kann. Dieses vertrauensvolle Schüler-Lehrer-Verhältnis wird durch das Schwimmfix-Konzept gewährleistet. Die Ziele und Inhalte des SchwimmfixKonzepts orientieren sich an dem motorischen Entwicklungsstand der Schwimmschüler, den Standards der Bildungspläne, dem geringen Zeitbudget und den örtlichen Gegebenheiten. Wenn die Schüler Vertrauen zum Element Wasser gefasst haben, werden die grobgeformten Teilbewegungen des Brustarmzuges, Kraularmzuges, Paddelbewegungen in Rückenlage, Kraul- und Rückenbeinschlag und die regelmäßige


Ferienkursen, die dank der großzügigen Unterstützung der Manfred Lautenschläger-Stiftung und der Landfriedstiftung in Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Unterfranken installiert wurden, konnten zum Beispiel nach einer Woche 83 Prozent der Primarschüler schwimmen, also mit „Hubschrauber“, „Raddampfer“ und „Ruderboot“ eine mehr oder weniger lange Schwimmstrecke bewältigen.

Schwimmschüler „watscheln“ mit ihrem Schwimmlehrer zum Beckenrand (Foto: W. Fogel)

Ein- und Ausatmung von den Schwimmschülern gelernt und zu den Basistechniken, d. h. den Vorformen der Schwimmarten – „Hubschrauber“, „Raddampfer“ und „Ruderboot“ – kombiniert. Die Schüler haben dann erste Erfahrungen in der Bewegungssituation Wasser gesammelt, d. h. sie besitzen Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und beherrschen Techniken, die eine tragfähige Basis liefern um relativ zügig die Schwimmarten zu lernen. Die meisten Primärschulen können immer nur eine Schwimmstunde pro Woche anbieten, d. h. der Lerneffekt ist dementsprechend relativ gering. Neurologische Studien zeigen, dass die Lerneffektivität durch kontinuierliche Angebote und durch möglichst geringe Zeitabschnitte zwischen den Vermittlungseinheiten gesteigert werden kann. Effektiver wären demnach zwei bis drei Schwimmstunden pro Woche über ein halbes Schuljahr statt einer Schwimmstunde pro Woche über das gesamte Schuljahr verteilt. Am effektivsten sind allerdings Kompaktkurse, die gewährleisten, dass an jedem Tag der Woche Schwimmunterricht stattfindet. In diesen

Ein Schwimmschüler übt die regelmäßige Einatmung über der Wasseroberfläche und unter der Wasseroberfläche (Foto: W. Fogel)

Bereits diesen Sommer wird es diese Kompaktkurse dank der Unterstützung des Lions Club auch in Walldorf geben, damit unsere Kinder nicht nur schwimmen lernen sondern auch Selbstwirksamkeit sowie Selbstvertrauen erfahren! Literatur: K. Reischle, Carola Ahner, Thomas Gundelfinger, Clemens Rinderknecht & N. Strifler (2018). Schwimmen lernen-im Grundschulalter. Schorndorf: Hofmann

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FIT & GESUND

Clever radeln und Klima schützen

Gesundheit fördern und nebenbei etwas für den Geldbeutel tun – Clever! von Eric Sattel, ZAP Fitness

„Clever radeln und Klima schützen“ – auf den ersten Blick ein großes Versprechen. Die drängendste Frage, die sich einem selbst bei so einem Versprechen stellt ist: Wie soll das denn funktionieren? Unbestritten ist, dass moderates HerzKreislauftraining gut für die Herzgesundheit ist. (Was genau moderat bedeutet, können Sie gerne mit unseren Trainern im Zentrum Aktiver Prävention erörtern.) Man muss sich lediglich dazu aufraffen loszulegen, sich auf das Rad zu schwingen und raus in die Natur zu fahren. Die frische Luft und die Bewegung sorgen dann dafür, dass sich ruck zuck ein Wohlgefühl einstellt. Der Teil des Versprechens ist also sehr einfach nachzuvollziehen.

Was aber hat es nun mit dem Klimaschutz zu tun?

Das Klima-Bündnis, ein europaweites Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen, organisiert einmal im Jahr einen Wettbewerb zur Suche der fahrrad-aktivsten Kommunen und Städte: das Stadtradeln.

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Und auch unsere Region ist mit dabei. Vom 18. Mai bis zum 07. Juni 2019 können nicht nur die Menschen, die in der entsprechenden Kommune wohnen, sondern auch diejenigen, die dort arbeiten, in einem Verein tätig sind oder sich auf andere Weise in die Kommune

einbringen, Fahrradkilometer sammeln. Einzige Voraussetzung ist, dass man sich registriert und seine Kilometer zeitnah dokumentiert. Los geht es direkt am 18. Mai auf dem Hockenheimring ab 10:00 Uhr mit einer kleinen Radtour. Es zählen natürlich nicht nur die großen


Strecken, auch die Fahrt zum Einkaufen anstatt mit dem Auto mit dem Fahrrad zu unternehmen, trägt zum gemeinsamen Erfolg und zum Klimaschutz bei. Die Ziele des Klima-Bündnises und der Aktion sind zum einen, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr zu steigern und zum anderen, unnötige Kohlendioxid Emissionen generell zu vermeiden. Nach Zahlen des Umweltbundesamts entsteht etwa ein Fünftel der klimaschädlichen CO₂-Emissionen in Deutschland alleine im Verkehr. 7,5 Millionen Tonnen CO₂ ließen sich beispielsweise vermeiden, wenn etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer nicht mit dem Auto zurückgelegt würden.

Erleichterung für den Geldbeutel

Neben der Förderung unserer Gesundheit entlasten wir unseren Geldbeutel schon alleine durch den Umstieg auf das Fahrrad, und sei es nur in Teilen. Wir

verfahren keinen Sprit und das Auto verliert nicht durch die Nutzung an Wert. Nun haben Arbeitgeber ergänzend noch die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern ein Dienstfahrrad zur Verfügung zu stellen. Das Prinzip ist das Gleiche wie bei einem Dienstwagen. Der Mitarbeiter erhält lediglich ein Fahrrad anstatt eines Autos. Die Leasinggebühren werden entsprechend vom Unternehmen beglichen und dem Mitarbeiter als Sachbezug zugerechnet. Es fallen keine Steuern an. Inzwischen gibt es auch die Möglichkeit zum Beispiel über die Benefit-Card den Sachbezug eins zu eins auf diese Karte

aufzuladen. Die Benefit-Card funktioniert wie eine Kreditkarte und kann überall dort eingesetzt werden, wo auch eine Kreditkarte genutzt werden kann. Über diesen Weg bekommt der Mitarbeiter tatsächlich eine Netto-Gehaltserhöhung – unbelastet von Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Insgesamt also für alle Beteiligten ein cleverer Weg, gleich einen Rundumschlag für Klima, Gesundheit und Geldbeutel durchzuführen. Natürlich sind wir als Racket Center bei so einer Möglichkeit aktiv dabei und unterstützen sowohl das Stadtradeln als auch die BenefitCard, für ein Mehr an Lebensqualität.

Weitere Informationen zum Stadtradeln erhalten Sie unter www.stadtradeln.de/rhein-neckar-kreis

Kontakt in der Kommune zum Thema Stadtradeln: Xenia Schilling • Tel.: 06224-901-138 • nussloch@stadtradeln.de

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Gartengestaltung und Landschaftsbau auf höchstem Niveau

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dank Tradition und Innovation.

Wer viel bewegen möchte, braucht ein starkes Team. Das haben wir. Zudem bringen wir als Familienunternehmen in 3. Generation über 50 Jahre Erfahrung ins Spiel. In der Metropolregion kennen wir uns aus. Und hier kennt man auch uns - und vertraut auf unsere professionelle Projektabwicklung und termingerechte Übergabe. Mit innovativen Methoden und Freude an der Verwirklichung anspruchsvoller Aufgaben meistern wir alle Herausforderungen.

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Auch für die Haut ist die Salzlounge eine kleine Verjüngungs-Kur: Denn in den Hautzellen bindet das vernebelte Salz die Feuchtigkeit und unterstützt so die Regeneration und sorgt für ein frischeres und erholteres Aussehen. Die Salzlounge stellt gerade in den kühleren Jahreszeiten eine Aufladestation für Ihre Abwehrkräfte und die Ihrer Kinder dar. In gerade mal 45 Minuten werden hier der Stoffwechsel angekurbelt, die Bronchien atmen auf und auch Haut- und Atemwegserkrankungen können gelindert werden.

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GESUND & LECKER Freudensprung – Obstbau und Hofladen in Dielheim und bald auch in Nußloch

Leidenschaft in 3. Generation

Im Jahr 1963 begann unser Opa Franz zusammen mit unserem Vater Reinhold den Obstbaubetrieb aufzubauen. Heute wird schon in der 3. Generation durch Uwe Freudensprung Obst angebaut und das Sortiment wächst stetig. Die ständige Weiterentwicklung durch neue Sorten und die neuen Anbauverfahren stellen eine große Herausforderung dar und machen unserer Familie jeden Tag aufs Neue viel Freude.

unseren Hofläden und an unseren Verkaufsständen. In unserem Hofladen in Dielheim können Sie sich den Spargel auf Wunsch auch direkt schälen – kostenlos. Seit dem Jahr 2018 bauen wir aufgrund der großen Nachfrage auch Grünen Spargel an.

Selbstverständlich legen wir beim Anbau unseres Obstes größten Wert auf Qualität. Denn nur wenn unsere Kunden zufrieden sind – sind wir es auch!

... das erhalten Sie bei uns aus eigenem Anbau: Liebe Kunden und alle die es noch werden möchten, wir geben täglich unser Bestes, um auch Sie von unseren Produkten und unserem Service zu begeistern. Testen Sie uns – wir freuen uns auf Sie! Herzliche Grüße Uwe und Tanja Freudensprung und das Freudensprung-Team

Äpfel & Birnen Unser Apfel- und Birnensortiment umfasst mehr als 20 verschiedene Sorten. Die Apfelernte beginnt Anfang August mit den Frühsorten und endet Ende September mit den Spätsorten. Durch modernste Lagerung erhalten Sie einen Großteil unserer Apfelsorten noch bis Mitte August des Folgejahres

Spargel Seit 1997 kultivieren wir unseren zarten Spargel, der direkt hinter unserem Betrieb zwischen Dielheim und Baiertal wächst. Der schwerere und somit auch wertvollere Boden macht unseren Spargel so aromatisch. Probieren Sie es selbst! Das königliche Gemüse ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und hat eine entschlackende Wirkung. Unseren feldfrischen Spargel erhalten Sie von Mitte April bis Ende Juni in

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Erdbeeren Unsere aromatischen Erdbeeren sind weit über die Grenzen Dielheims hinaus bekannt. Durch die frühzeitige Abdeckung mit Vlies und durch gute Bewässerung erhalten Sie unsere fruchtig-süßen Erdbeeren in der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Juli täglich frisch vom Feld. 100 Gramm Erdbeeren haben nur 37 kcal (155 kJ). Das ist noch weniger, als die meisten heimischen Obstsorten haben. Erdbeeren haben einen hohen Gehalt an Ballaststoffen (vor allem Pektine und Zellulose), Vitaminen, Fruchtsäuren, Fruchtzuckern und Mineralien. Im Vergleich zu Kern- und Steinobstarten haben Beerenfrüchte wie die Erdbeere einen höheren Gehalt an Fruchtsäuren, Mineralstoffen und Vitamin C.

Und noch ein Grund die Erdbeerzeit so richtig zu genießen …


Erdbeeren selbstpflücken? – Das Erlebnis für Jung und Alt. Immer gegen Ende der Erdbeersaison öffnet unser Selbstpflückfeld seine Pforten. Die Pflückzeiten erfahren Sie zu gegebener Zeit auf unserer Internet- oder auf unserer Facebook-Seite.

Neben Äpfeln, Birnen, Spargel und Erdbeeren erhalten Sie bei uns auch noch Himbeeren, Süßkirschen sowie im Herbst dann Kürbisse, Walnüsse und Zwetschgen aus eigenem Anbau. Unser selbst angebautes Obst und Gemüse erhalten Sie in unseren beiden ganzjährig geöffneten Hofläden in Dielheim, Erlenbachhof 1 und in Mauer, Bahnhofstraße 6.

Unser Hofladen in Dielheim

Schätzen Sie persönliche Atmosphäre, guten Service und entspanntes Einkaufen? Wollen Sie kompetent beraten und gut gelaunt bedient werden? Dann sind Sie bei uns richtig. Außerhalb hektischen Treibens, inmitten von Feldern und mit vielen Parkplätzen finden Sie unseren Hof zwischen Dielheim und Horrenberg. Im großzügig gestalteten Hofladen können Sie auf über 120 m² ganz entspannt einkaufen. Wir bieten Ihnen frisches Obst und Gemüse aus eigenem Anbau, sowie viele hochwertige Produkte von ausgesuchten Lieferanten aus der Region. So können wir Ihnen meist regionale und vor allem frische Produkte anbieten.

Das Kaffeestadl auf unserem Obsthof in Dielheim

Seit dem 10. Dezember 2016 gibt es unser Kaffeestadl auf unserem Obsthof in Dielheim. Nehmen Sie Platz in unserer urigen Blockhütte und suchen Sie aus unseren vielen hausgemachten Leckereien und köstlichen Kaffee- und Getränkespezialitäten das Passende für sich heraus. Im Sommer lädt auch unsere überdachte Außenterrasse zum Verweilen ein. Genießen Sie eine kleine Auszeit vom hektischen Treiben des Alltags, denn Gastfreundschaft wird bei uns GROSS geschrieben.

Verkaufsraum Hofladen in Dielheim

Falls Sie Fragen zu unserem Speisenund Getränkeangebot haben, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen.

ideales Ausflugsziel für Wanderungen bzw. Radtouren. Auch Ihre Vierbeiner sind bei uns herzlich willkommen.

Inmitten der Natur zwischen Dielheim, Horrenberg, Unterhof und Baiertal finden Sie unser Kaffeestadl – ein

Zum 21. Januar 2016 haben wir den Hofladen von Familie Stern in der Bahnhofstraße 6 in 69256 Mauer übernommen. Entdecken Sie auf schnuckeligen 55 m² unser reichhaltiges Sortiment an nachhaltigen und gesund produzierten regionalen Produkten und besuchen Sie uns auch online auf obstbau-freudensprung.de.

Das erwartet Sie: • Frühstück • Mittagessen • Salate, Vesper • Kaffeespezialitäten und hausgemachter Kuchen

Unser Hofladen in Mauer

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GESUND & LECKER Zutaten für 4 Personen Zubereitunsgzeit ca. 35 min 1 große Aubergine Salz 2 EL Olivenöl 250 g Quark 20 % 2 EL Tomatenmark 2 EL Kapern 1 TL Tzatzikigewürz oder italienische Kräutermischung 2 große Tomaten 40 g geriebener Käse 30 % 2 EL gehackte Kräuter (Petersilie, Thymian, Majoran, Minze) Frische Basilikum- und Pfefferminze- oder Petersilienblättchen 250g Vollkornbaguette

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Dieses und weitere tolle Rezepte finden Sie in Ihrem individuellen figurscout Kochbuch.

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Auberginentaschen mit Käsefüllung

• Die Aubergine der Länge nach in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und 15 Minuten schwitzen lassen. Anschließend trocken tupfen, mit dem Olivenöl bestreichen und im Backofen 15 min bei 230° C Umluftgrill oder Backblech garen. • Den Quark cremig rühren, das Tomatenmark und die Kapern unterziehen und mit dem Tzatzikigewürz oder der Kräutermischung würzen. • Den geriebenen Käse mit den Kräutern vermischen und die Auberginenscheiben 1 Minute bevor sie fertig sind damit bestreuen. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

• Die Tomaten in Scheiben schneiden. Die Auberginenscheiben mit der Quarkmasse bestreichen, jeweils auf eine Auberginenhälfte eine Tomatenscheibe legen und zusammenklappen. Mit den Kräuterblättchen dekorieren und das Brot dazu anrichten.

1 Portion enthält ca.: 317 kcal I 12 g Fett I 33 g Kohlenhydrate I 18 g Eiweiß I 7 g Ballaststoffe I 13 mg Cholesterin


Wellnessurlaub mit unendlich vielen Inspirationen Spirit & Spa Hotel BIRKENHOF AM ELFENHAIN im Herzen des Bayerischen Waldes: magisch.mystisch.menschlich…

Schwimmen unter freiem Himmel im 32° C warmen Wasser mit traumhaftem Blick auf die unendlichen Weiten der Bayerwaldberge, wohltuende Anwendungen in der märchenhaften Wellnesspagode „SinnesReich“ genießen – das Spirit & Spa Birkenhof am Elfenhain inmitten der Hügel und Wälder des Bayerischen Waldes ist ein 4-Sterne Wellnesshotel für die Sinne. Neben dem klassischen Wellnessbereich auf 3.500 qm mit 8 verschiedenen Saunen verwöhnt in der fernöstlichen anmutenden Pagode ein engagiertes Team die Gäste mit klassischen Treatments

und ausgefallenen Spa-Anwendungen im Zeichen der 4 Elemente oder aus fernen Ländern. Im Birkenhof ist die Natur spürbar nah. Die Chefin des Hauses hat das GartenReich liebevoll gestaltet und zahlreiche Ruheinseln laden zum ausgiebigen Relaxen ein. Ein Chakra-Spazierweg führt auf eine Reise durch den Körper, im mystischen Elfenhain kann man herrlich die Seele baumeln lassen und auf dem keltischen Baumpfad findet jeder seinen ganz persönlichen Baum. Wer im Birkenhof InspirationsWellnessurlaub verbringt, kann

einfach mal „schnuppern“: Ob Hui Chun Gong, Pranayama, Yoga, Aquafitness oder Schamanische Trommelreisen: Offenheit und Kreativität schaffen eine besondere Wohlfühlatmosphäre. Vielseitigkeit und Varietät bietet auch das Restaurant „GaumenZauber“. Das Küchenteam zaubert von regionalen Landgenuss-Schmankerln bis veganvegetarischen Gourmet-VitalGerichten eine bunte Palette köstlicher Wellnesskulinarik. Freuen Sie sich auf uns wir freuen uns auf Sie!

magisch.mystisch.menschlich...

3/5/7 Übernachtungen

365 Tage

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Spirit & Spa Birkenhof am Elfenhain | Auf der Rast 7 | 93479 GRAFENWIESEN BAYERISCHER WALD | Info-Telefon 09941/4004-0 | info@hotel-birkenhof.de Ferienhotel Birkenhof Johann Gmach KG | AG Rgsb. HRA 6436

mit allen Birkenhof-Inklusivleistungen und WunschWellnessanwendungen nach unseren 7 Elfenqualitäten ¾-Kulinarik: buntes Frühstücksbuffet, süß-herzhaftes Nachmittagsbuffet, kreative Menü- oder Buffetabende 1/2/3x Wunschanwendung bei 3/5/7 Übernachtungen

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Leistung & Erfolg

KURZ NOTIERT ...

MLP-Cup Gewinnspiel für den guten Zweck

Für unser Kinderbildungsprojekt in Äthiopien (www.tdket.org), wurden während des MLP-Cup Spenden gesammelt. Jede Spende wurde in einen Spielschein umgewandelt und alle Spender nahmen damit am großen Gewinnspiel teil und hatten die Chance, hochwertige Preise zu gewinnen. Der Gewinner Dr. Joachim Hinz darf sich auf eine Urlaubswoche in Ischgl (Österreich) freuen. Ein ZAP-Mitglied auf ein Wochenende im 4-Sterne WellnessHotel Birkenhof in Grafenwiesen und Alfred Kiefer auf ein Wochenende mit dem neuen 911 Porsche. Wir gratulieren allen Gewinnern und wünschen viel Freude mit den Preisen! Auch im Namen der äthiopischen Kinder bedanken wir uns herzlich bei allen Spendern.

Großes Tennis fängt im Kleinfeld an

Unsere beiden Talentinos Ana Stratulat und Nidhi Amar haben sich durch Siege in der Altersklasse bis 10 Jahre für das Finalturnier in Stuttgart qualifiziert. Beide trainieren seit einem Jahr bei uns. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg wünscht Euch das RC Team.

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Dr. Matthias Zimmermann und Gewinner Alfred Kiefer bei der Preisübergabe


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Dr. Caroline von Kretschmann

IM INTERVIEW

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„Ein vertrauensvoller Umgang mit anderen und vertrauensvolle Führung brauchen ein gutes Vertrauen in sich selbst.“

Dr. Caroline von Kretschmann, geschäftsführende Gesellschafterin und 4. Generation des Europäischen Hof Heidelberg, Hotelmanagerin des Jahres 2017 (Große Hotel & Restaurant Guide) und Ehrensenatorin der Ruprecht-Karls-Universität im persönlichen Gespräch mit Matthias Zimmermann.

E

s waren einige Einladungen, die in den vergangenen Jahren an Caroline von Kretschmann ergingen. Der Veranstaltungskalender des Racket Centers bot ganz unterschiedliche Gelegenheiten, unser Haus kennen zu lernen. Es hat nie sollen sein. Zu viele Engagements zwischen Heidelberg und Berlin, im eigenen Unternehmen und in verschiedenen Verbänden oder vielfältige sonstige Verpflichtungen haben die Plätze im Terminplan der Familienunternehmerin besetzt –

Liebe Frau Dr. von Kretschmann, im Oktober vergangenen Jahres wurde Ihnen in der Alten Aula der Universität Heidelberg die Ehrensenatorenwürde verliehen. Inwiefern werten Sie dies als einen Vertrauensbeweis? VON KRETSCHMANN: Die Nachricht, mich in den Kreis der Ehrensenatoren und -senatorinnen der Universität Heidelberg aufzunehmen, erreichte mich völlig unerwartet. Und ich bekenne: sie hat mich sehr berührt. Ich fühlte Dankbarkeit, Stolz und auch eine respektvolle Spannung, zukünftig einem Kreis bedeutender Persönlichkeiten anzugehören, die sich auf unterschiedlichen Ebenen um die Ruperto Carola verdient gemacht haben. Die Senatorenwürde werte ich als Anerkennung für das Engagement meiner

manchmal auch kurzfristig, aber nie ohne eine verbindliche Rückmeldung (was heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist, bei ihr aber sehr wohl!). Nun ist irgendwann immer das erste Mal. Als ich auf meine Einladung hin die Zusage zu diesem Gespräch erhielt, wusste ich: darauf ist Verlass. Endlich klappt es mit einer Führung durch unser Haus und einem gemeinsamen Lunch. So trafen wir uns im Racket Center und sprachen über das Leben, den Beruf und über Vertrauen …

gesamten Familie, der eine vertrauensvolle und verlässliche Partnerschaft zwischen dem Europäischen Hof und der Universität immer sehr wichtig war und für die Zukunft auch bleiben wird. Es ist immer eine Freude und Ehre, Vertreter der Universität und deren Gäste aus der ganzen Welt bei uns begrüßen zu dürfen und für sie ein Treffpunkt oder Zuhause auf Zeit zu sein. In dieser Hinsicht empfinde ich die Ehrensenatorenwürde auch als Vertrauensbeweis. Welche Bedeutung messen Sie dem Vertrauen im privaten und im beruflichen Leben bei? VON KRETSCHMANN: Ich bin ein Mensch der vertraut und damit privat und beruflich sehr gute Erfahrungen gemacht hat.

Ohne pathetisch zu werden, glaube ich, dass ich das Glück hatte, so etwas wie Urvertrauen entwickeln zu dürfen, was mir jetzt hilft, vertrauensvoll durch die Welt zu gehen. Ich bin groß geworden in einem Umfeld mit viel Liebe, hoher Verlässlichkeit, emotionaler Sicherheit und auch Mut. Das hat mich gestärkt, denn ohne ein gutes Grundvertrauen in sich selbst ist ein vertrauensvoller Umgang mit anderen oder zum Beispiel vertrauensvolle Führung unmöglich. Das habe ich in mehreren Weiterbildungen zum systemischen Berater und Coach gelernt. Wer einem anderen vertraut, muss etwas aushalten können und darf keine Angst vor Kontrollverlust haben. In diesem Sinn ist Vertrauen das Risiko, einem Anderen eine gute Absicht zu unterstellen.

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Dr. Caroline von Kretschmann studierte nach einer Banklehre bei der Deutschen Bank in Frankfurt an der Universität St. Gallen Betriebswirtschaftslehre. Parallel zu ihrer Tätigkeit in einer internationalen Beratungsgesellschaft promovierte sie zum Thema „Einführung von Produktmanagement im Öffentlichen Personennahverkehr“.

Die Managementberatung Metropolitan Consulting Group, die sie im Jahre 1998 in Berlin gegründet hat, verkaufte sie acht Jahre später erfolgreich an Lloyds Register Rail. Bevor sie 2009 mit ihrer Partnerin die Firma DUE CONSULTANTS gründete, war Caroline von Kretschmann noch drei Jahre als Geschäftsführerin bei Lloyds Register Rail tätig.

Im gleichen Jahr stieg sie als Leiterin für Marketing und Vertrieb in das elterliche Unternehmen ein. Ende 2012 übernahm sie in vierter Familiengeneration als geschäftsführende Gesellschafterin die Führung des Europäischen Hof Heidelberg. Darüber hinaus ist sie in zahlreichen regionalen und bundesweiten Verbänden und Stiftungen Mitglied des Präsidiums, Vorstandes oder des Beirats. 2017 kürte der Große Hotel & Restaurant Guide Dr. Caroline von Kretschmann zur „Hotelmanagerin des Jahres für Deutschland“.

Erlebt man nicht große Enttäuschungen, wenn man im beruflichen Leben vertraut statt kontrolliert? VON KRETSCHMANN: Der deutsche Soziologe und Gesellschaftstheoretiker Niklas Luhmann hat beschrieben, dass Vertrauen ein Mechanismus zur Reduktion sozialer Komplexität und, paradoxerweise, die höchste Form der Kontrolle sei. Kontrolle als primäres Führungsprinzip ist aus meiner Sicht ineffizient und funktioniert nicht – nicht in Staatsgebilden, nicht in Unternehmen und auch nicht im Familiären. Kontrolle bindet Ressourcen, verlangsamt, erstarrt und wiegt in trügerischer Sicherheit. Als Unternehmensberaterin habe ich mich intensiv mit Führung und Controlling beschäftigt. Controlling übersetzt sich

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nicht mit Kontrolle, sondern mit „Steuerung“. Unternehmenssteuerung unter strategischen, organisatorischen und vor allem kommunikativen Gesichtspunkten war mein Schwerpunkt in meiner beruflichen Zeit in Berlin. Was ich damit ausdrücken will: Es geht nicht um blindes Vertrauen. Natürlich braucht Vertrauen klare Richtwerte und einen verlässlichen Ordnungsrahmen und auch die Überprüfung der Einhaltung des Vereinbarten. Meine Erfahrung ist aber, dass Menschen wachsen, wenn man ihnen vertraut und dieses Vertrauen mehrfach rechtfertigen. Wer Vertrauen schenkt, verpflichtet andere zur Selbstständigkeit, zum Erwachsen werden. Dies aber bei gleichzeitiger Bereitschaft, Enttäuschungen zu erleben und damit umzugehen. Insofern

heißt Vertrauen eben auch, nicht auf seinen schlechten Erfahrungen sitzen zu bleiben, wie ich es einmal gelesen habe. So steht an erster Stelle Ihrer Unternehmensgrundsätze „wir vertrauen unseren Mitarbeitern …“. VON KRETSCHMANN: „… und schaffen Rahmenbedingungen, dass sie ihre Fähigkeiten freisetzen und ganzheitlich entwickeln können“. Und das bedeutet, das Miteinander so zu gestalten, dass jeder einzelne vor allem sich selbst vertraut und sein ganzes Potenzial hebt. Dann wird das Arbeiten in einem Team zu einer emotionalen, vor allem zu einer ermutigenden Sache. Ich betrachte das Produkt Hotellerie, die gesamte Branche und im Besonderen unser 5 Sterne Supe-


rior Hotel inmitten einer der schönsten Städte Deutschlands als hochemotionale Angelegenheit. Deshalb steht über allem unser Grundsatz: „Wir lieben, was wir tun“. Von jedem an seinem – und vor allem richtigen – Platz, alleine und im Team. Wenn Sie mir die theoretische Frage stellten, ob ich das, was ich tue, auch ohne Vergütung tun würde, dann antworte ich: ja. Inwieweit mussten Sie – bei aller betriebswirtschaftlicher Expertise und beruflicher Erfahrung – in die Aufgabe der Hotelmanagerin eines so renommierten Hauses wie des Europäischen Hof Heidelberg hineinwachsen? VON KRETSCHMANN: Das ist eine gute Frage, denn ich musste ja nicht, ich durfte hineinwachsen. Das ist der entscheidende Unterschied. Ich durfte zunächst einmal den Berufsweg einschlagen, den ich wollte. So absolvierte ich nach dem Abitur zunächst eine Banklehre, studierte in St. Gallen und schrieb während meiner ersten Beratertätigkeit in einer internationalen Strategieberatung projektbegleitend meine Doktorarbeit. Nach vier tollen Jahren machte ich mich in Berlin selbstständig, konnte mein erstes Unternehmen nach 8 Jahren erfolgreich verkaufen und gründete mit meiner Partnerin mit der DUE CONSULTANTS ein neues. Der Stadt Berlin fühle ich mich bis heute sehr verbunden. Mir war klar, dass meine Eltern sich natürlich gefreut hätten, wenn ich in den elterlichen Betrieb einsteigen würde. Beim ersten konkreten Gespräch, als Nachfol-

ger nach Heidelberg zu kommen, sagte ich meinen Eltern noch ab. Sie zeigten großes Verständnis und ließen mich völlig frei. Ihnen war es vor allem wichtig, dass ich glücklich werde und meinem eigenen Weg folge. Diese Größe, die Kinder frei zu lassen und deren privates Glück über das Unternehmensschicksal zu stellen, ist nicht typisch für Familienunternehmer, die wie meine Eltern ihr Leben in großem Maße einem Betrieb verschrieben haben. Das ist es, in der Tat. Aber nichtsdestotrotz hat dieses Gespräch etwas in Ihnen ausgelöst. Wie sind Sie dann doch in die Rolle geschlüpft, die Sie heute innehaben? VON KRETSCHMANN: Ihre Frage beinhaltet tatsächlich einen Teil der Antwort. Das sehr konkrete Angebot meiner Eltern ließ mich fortan nicht mehr los. Obwohl meine Eltern mich aufrichtig frei gelassen hatten, spürte ich eine Verantwortung und Verpflichtung dem Unternehmen gegenüber. Es ist für Außenstehende oft nicht nachvollziehbar, welchen Sog ein Familienunternehmen entwickeln kann. Schon ein Jahr nach dem ersten Nein haben wir uns darauf verständigt, dass ich in der Rolle eines Beraters zunächst ein Projekt im Hotel übernehme. Wir haben einen Relaunch des Internetauftritts des Europäischen Hof durchgeführt und über die Inhalte – also wer wir sind, wie wir uns verstehen, was uns ausmacht und wie wir uns nach Innen und Außen darstellen möchten – gründlich diskutiert.

Das brachte mich in einen sehr intensiven Austausch mit der gesamten Belegschaft. In der Zeit verbrachte ich zwei Tage pro Woche in Heidelberg und schlief jeden Aufenthalt in einem anderen Zimmer. Besser kann man das Produkt nicht kennen lernen. Als wir analysiert haben, dass wir im Bereich Marketing und Vertrieb mehr machen können, haben wir diesen Aufgabenbereich in meine operative Verantwortung übertragen. So wurde ich auch formal ein Teil des Teams. Ich schlüpfte von der Beraterhinein in die Führungsrolle – und damit auch hinein in die Hotelbranche. Das klingt nach einem idealtypischen Integrationsprozess …? VON KRETSCHMANN: … womit wir wieder beim Vertrauen wären. Integration bedeutet maßgeblich gegenseitigen Vertrauenserwerb. Das schrittweise Hineinschlüpfen bis in die Gesamtverantwortung für dieses renommierte Haus bedeutete auch einen zunehmenden Aufbau von Vertrauen. Prinzip des Gelingens ist in einem Nachfolgeprozess auch, dass die Geschäftsführung – in unserem Fall der Familienkreis – nach innen durchaus in Offenheit konstruktiv streitet, um nach außen als Einheit aufzutreten. Vor allem dann, wenn man Dinge anders angeht und neue Wege einschlägt. Neuland zu betreten heißt, auch in Unvertrautem das Vertrauen in sich selbst schrittweise aufzubauen. Und schließlich, das ist mit entscheidend, heißt die Übernahme der Geschäftsführungsverantwortung nicht nur Verantwortung gegenüber der

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Familie und einer großen unternehmerischen Tradition, sondern auch gegenüber einem Kollegenkreis von über 170 Personen, die unserem Haus teils seit Jahrzehnten tief verbunden sind. Alle 170 gehören quasi zum erweiterten Kreis der Familie. Auf jeden Einzelnen und jede Einzelne sind wir stolz. Nur zwölf Prozent der Familienunternehmen schaffen die Weitergabe in die dritte Generation, nur ein Prozent in die fünfte! Wie schwer wiegt diese Verantwortung? VON KRETSCHMANN: Als Mitglied im Präsidium beim Verband DIE FAMILIENUNTERNEHMER kenne ich diese Zahlen und ich weiß um die Herausforderungen des unternehmerischen Generationenübergangs und um die Tragweite eines möglichen Scheiterns. Der Europäische Hof steht im Branchenfokus. Es gibt nicht mehr viele familiengeführte Stadthotels dieser Kategorie in Deutschland. Die Auszeichnung zur Hotelmanagerin des Jahres 2017 vom Großen Hotel & Restaurant Guide birgt mindestens so viel Anerkennung wie Erwartung in sich. Ich möchte weder Repräsentant der Familiengeneration sein, die das Unternehmen abwickeln muss noch der Repräsentant in der Branche, dem es nicht gelingt, ein Haus dieses Typus in die Zukunft zu führen. Und die Zukunft ist nicht rosig: 40 Prozent mehr Bettenkapazitäten in Heidelberg, riesige Investitionen von kapitalstarken Konzernen in Hotelketten bundesweit, strenge Reisekostenrichtlinien, die 5 Sterne Hotels ausschließen, zunehmende Macht der Buchungs-Plattformen und noch vieles mehr. Von einer drohenden politischen und ökonomischen Krise ganz zu schweigen. Wir müssen jedes Jahr kämpfen, um das Unternehmen zu erhalten und nicht zu scheitern. Die unternehmerische Belastung ist enorm. Ich habe großen Respekt vor meinen Eltern, die diesen Druck über 53 Jahre ausgehalten haben. Sie sprechen offen die Herausforderungen Ihrer Branche an. Wie steht es um den Nachwuchs? VON KRETSCHMANN: Wir wollen bis 2025 das herzlichste 5 Sterne Stadthotel Deutschlands werden. Nach Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs und des Branchenhochs zeichnet es sich schon

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jetzt spürbar ab, dass wir auf herausfordernde Zeiten zugehen. Wir merken das immer als erste. Wir begrüßen die Chancen der Digitalisierung, sehen darin aber nicht die Strategie, die unserem Geschäftsmodell die Zukunft sichert – im Gegenteil. Mitbewerber werden stärkeren Nutzen aus den Zukunftstechnologien ziehen können als wir. Unsere Strategie ist es, mit Herzlichkeit, Zuwendung und Haltung eine Gegenwelt zu bieten, also ein Ort der Sicherheit in einer unsicheren und verunsichernden Welt. Für uns ist der Mitarbeiter keine Personalnummer und der Gast kein Datensatz. Unser Weg zum Erfolg ist ein vertrauensvoller, herzlicher und vor allem gemeinsamer. Jeder Einzelne in unserem Team darf sich dafür des Respekts, der Fürsorge und – ja, auch das – der Zuneigung der Familie sicher sein. Wer Großes ernten will, muss auf Kleinigkeiten achten. Das tun wir bei jedem einzelnen Kollegen in einer positiven, bestärkenden Weise und entwickeln ihn oder sie entsprechend seiner oder ihrer Stärken und Vorlieben. Ich bin davon überzeugt, dass Vertrauen der so genannten Reziprozität unterliegt. Wenn wir Vertrauen schenken, werden wir Vertrauen ernten. Es gibt nichts Schlimmeres, als Vertrauen zu enttäuschen und nichts Schöneres, als jemand anderem

eine Freude zu bereiten – all dies unterliegt dem Prinzip der Wechselseitigkeit. Die jungen Menschen, die wir bei uns beschäftigen, haben das verstanden. Das prägt ihr persönliches Wertegefüge und stärkt ihr Selbstverständnis. Ich kann über den Nachwuchs nur Positives sagen. Die jungen Kollegen, wir bilden im Schnitt ca. 40 Auszubildende aus, tragen wesentlich zum Erfolg des Europäischen Hof bei. Sie beeindrucken und berühren uns immer wieder. Dem Negativbild von der „heutigen Jugend“, dem man leider viel zu häufig begegnet, kann ich nicht zustimmen. Mit dieser Vertrauenskultur schaffen Sie aber auch eine Erwartungshaltung. Mit so viel Vertrauen umzugehen, muss man auch emotional verkraften können. Können Ihre vielen jungen Menschen mit dieser Art von – ich nenne es mal – „freiheitsbetonter“ oder sogar „freiheitsfördernder Führung“ umgehen? VON KRETSCHMANN: Zunächst müssen wir – auch im Zeichen unseres Anspruchs und unserer Strategie – vielleicht noch sorgfältiger als andere Unternehmen schauen, wer zu uns passt und ob die Kollegen nicht nur die fachlichen Kompetenzen sondern vor allem die Herzensbildung haben, die für uns essentiell ist. In der Tat wird das zunehmend schwie-


rig, nicht nur bei uns, wie Sie sicherlich selbst wissen. Trotzdem finden wir sie, die jungen Menschen, die dann – wenn sie neu zu uns kommen – in unser Team integriert werden. Das ist ein fortwährender Lernprozess. Und dieser fängt bei mir selber an. Wir hören nie auf zu lernen. Und ich glaube, Menschen wollen auch lernen und sich entwickeln. Ich muss zum Beispiel immer aufs Neue lernen, auch mal klare Ansagen zu machen, Nein zu sagen und kritisches Feedback zu äußern. Und trotzdem betrachte ich bei höchster Professionalität die Arbeitswelt gerade auch bei uns als großartigen Freiheitsraum. Sich als Mitarbeiter darin zu entfalten, führt unweigerlich dazu, dass auch Fehler passieren. Fehler oder Unzulänglichkeiten dürfen aber niemals als Vertrauensverlust interpretiert werden oder gar zu einer Art „Liebesentzug“ führen. Fehler sind tatsächlich eine große Chance zu lernen und diese Fehlerkultur gilt es zu entwickeln. Ich habe viel über Vertrauen, Führung und Teamplay in meiner Jugend gelernt. Im Sport! Meine Zeit als Hockeyspielerin war prägend. Hier lernt man vieles, was man später im Leben und insbesondere im Beruf und als Führungskraft anwenden kann. Gewinnen und verlieren, führen, geführt werden, teilen, kämpfen, loslassen, vertrauen und noch vieles mehr. Dass ich es damals bis in die Jugendnationalmannschaft gebracht habe, hat mir nicht nur meine schlechte Haltung eingebracht, sondern auch ein gewisses Selbstvertrauen, mit Drucksituationen umzugehen.

Wie sieht es denn heute aus mit Sport? VON KRETSCHMANN: Tatsächlich könnte ich ohne Sport und Bewegung nicht sein. Die Verantwortung für den Europäischen Hof zu übernehmen, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Trotzdem gebe ich offen zu: manchmal habe ich auch quälende Gedanken und schlaflose Nächte. Während ich in meiner 15-jährigen Tätigkeit als Unternehmensberaterin Strategien ausgearbeitet und Entscheidungen vorbereitet habe, muss ich als Unternehmerin Entscheidungen treffen, umsetzen und hafte persönlich dafür. Viele Menschen sind davon betroffen und Herzblut ist immer mit im Spiel. Die Reaktionen von Mitarbeitern und die Feedbacks von Gästen gehen bei mir durchaus ins Innerste. Wenn jemand in einem der Online-Bewertungsportale zum Beispiel in rüdem Ton unser Haus und die Kollegen abwertet und die Preiswertigkeit unserer Leistungen pauschal und ohne Konkretisierung in Frage stellt, trifft mich das wirklich ins Herz. Da werden Resilienz und Belastbarkeit beansprucht. Dass diese ausgeprägt sind, hat viel mit Sport zu tun. Mein Tag, egal wie früh er startet, beginnt mit einer dreißigminütigen Einheit auf dem Ergometer. Und er schließt, egal wie lange der Tag dauert, mit einer Einheit Yoga. Also ist ein regelmäßiges Bewegungsprogramm für Sie eine unabdingbare Bewältigungsstrategie? VON KRETSCHMANN: Bewegung ist tatsächlich für mich unabdingbar, aber Bewältigungsstrategie klingt vielleicht etwas zu anspruchsvoll. Sport ist für

mich integraler Bestandteil meines Lebens und Garant für meine psychische und physische Balance. Er tut mir einfach gut und gibt mir Energie. Ich glaube auch dank des Sports bin ich eigentlich immer gut gelaunt. Die Art von Sport, die ich mache, erlaubt es mir, über den Tag nachzudenken, zu reflektieren und zu verarbeiten. Besonders denke ich darüber nach, was bestimmte Situationen – egal ob erfreulich oder eben auch unerfreulich – mir eigentlich zeigen möchten. Welche Botschaft steckt in dem, was mir heute widerfahren ist? Und dann versuche ich stets das Sinnstiftende in dem zu erkennen, was um mich herum passiert. Glauben Sie mir: solange ich und die Menschen, die ich liebe, gesund sind, kann ich jeder Situation etwas abgewinnen. Ich bin einfach sehr dankbar für das, was mir bisher im Leben widerfahren ist und weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Nennen Sie es in dem Wissen um die Macht positiver Gedanken Gottvertrauen, wenn man in der Hoffnung lebt, dass es in der Zukunft irgendwie gut weitergehen wird … … und da man eben nicht weiß, was die Zukunft bringt, helfen Selbstvertrauen und Offenheit, um ein gelingendes Leben zu führen. Dass es das regelmäßige Sporttreiben ist, das Ihnen dabei hilft, erfolgreich durchs Leben zu gehen, ist natürlich eine wunderbare Botschaft gerade für unsere Leser. Liebe Frau Dr. von Kretschmann, für dieses offene Gespräch danke ich Ihnen sehr und wünsche Ihnen das Beste!

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iebe Leserinnen und Leser, ich heiße Jennifer Braunert, bin 19 Jahre alt und arbeite seit Februar im Racket Center Nußloch. Hier werde ich zur Gesundheitsmanagerin ausgebildet. Sport war schon immer mein größtes Hobby. Mit vier Jahren lernte ich Schwimmen und seitdem habe ich das Wasser nur noch sehr ungern verlassen. Mit sechs nahm ich an meinem ersten Wettkampf teil. Die folgenden 11 Jahre habe ich fünf- bis sechsmal wöchentlich trainiert, mit dem Ziel, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Mir war schon früh bewusst, dass ich gut bin aber dass es für meinen Traum nicht reicht. Die Freude an diesem wundervollen Sport hat es mit aber nicht genommen. Mit 14 fing ich an, den Kleinsten in meinem Verein Schwimmen beizubringen. Mittlerweile habe ich auch die Verantwortung für die erste und zweite Wettkampfmannschaft. Es bereitet mir große Freude, den Kindern mein Wissen weiterzugeben und das Erreichen ihrer Ziele mitzuerleben. 2017 habe ich mein Abitur geschrieben und mir daraufhin einen anderen großen Traum erfüllt – eine Reise durch Australien. Dort habe ich ein halbes Jahr lang „Work and Travel“ gemacht und dabei die Ostküste Australiens entdeckt. Auf dieser Reise konnte ich sehr viele Erfahrungen sammeln und vor allem viel über mich selbst lernen. Nach diesem Abenteuer musste ich mich entscheiden, was ich aus meinem Leben machen möchte. Mir war klar, mein Studium muss etwas mit Sport zu tun haben. Bei meiner Recherche bin ich auf den Studiengang Gesundheitsmanagement gestoßen. Und wo bietet es sich mehr an, als im Fitnessstudio des Jahres 2018 zu studieren? Spätestens nach meinem Bewerbungsgespräch war klar, dass ich hier perfekt aufgehoben bin. Das Racket Center bietet mir so viele verschiedene Möglichkeiten. Hier steht nicht nur das reine Fitnesstraining im Vordergrund, sondern auch der Gesundheitssport, die Physiotherapie und das Management.

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allo, ich bin Andreas Scheibe und im 52sten junggebliebenen Lebensjahr. Seit dem 1. Februar 2019 bin ich im ZAP Trainerteam Fitness- und Prävention tätig. Zeit meines Lebens habe ich immer sehr viel Sport getrieben und sehr schnell meine Liebe zur Leichtathletik entdeckt. In den Jahren von 1980 bis 1986 habe ich mich daher für eine leistungssportliche Weiterentwicklung im damaligen Sportgymnasium SC Motor Jena in Thüringen entschieden. Meine sportliche Spezialisierung wurde auf den Sprintbereich gelegt, in welchem ich einige gute nationale Erfolge sowie auch Rekorde erreichen konnte, die zum Teil noch heute Bestand haben. In dieser Zeit habe ich auch erfolgreich meinen beruflichen Grundstein bei CarlZeiss-Jena mit der Ausbildung in den Bereichen Feinoptik und Feinmechanik abgeschlossen. In diesem Beruf war ich dann nur wenige Jahre tätig, da sich mein berufliches Interesse Anfang der 90er Jahre immer mehr in die Richtung einer persönlichen Kundenbetreuung in Verbindung mit einer vertrieblichen Tätigkeit verlagerte. In den kommenden zweieinhalb Jahrzehnten war ich in der zahnmedizinischen Branche sowie in der deutschen Automobilindustrie im kaufmännisch/technischen Vertrieb tätig. Nach über 25 Jahren erfolgreicher Ausübung ereilte mich eine schwere kardiologische Erkrankung und ich entschloss mich, mein Leben anders zu gestalten und zu meinen früheren sportlichen Wurzeln zurückzukehren. Nach meiner erfolgreichen Ausbildung zum lizenzierten Gesundheits- und Fitnesstrainer bekam ich im Racket Center Nußloch die Möglichkeit, Aufgaben in der persönlichen Trainingsbetreuung von Mitgliedern und in der Neukundenberatung auszuüben. Hierbei gefällt mir vor allem die Vielseitigkeit meiner Aufgaben sowie der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern, bei der für mich immer der sportliche und vor allem der gesundheitliche Nutzen der Kunden im Vordergrund steht.

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Vertrauen im Tennistraining Aus der Sicht des Trainers

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m Sommer 2018 hat sich Yuki dem Teamtraining der Tennisakademie Rhein-Neckar angeschlossen. Yuki ist ein sympathischer elfjähriger Junge und gebürtiger Japaner. Ich habe Yuki schon auf Turnieren erlebt, als tollen Kämpfer und guten Läufer, allerdings auch mit dem Defizit, dass er die Bälle vor allem mit der Vorhand nur mit wenig Geschwindigkeit spielen konnte. Da Yuki in den Sommermonaten fast an jedem Wochenende Turniere gespielt hat – auch für seine Mannschaft vom Tennisclub Schwarz-Gelb Heidelberg – haben wir während dieser Zeit vor allem an seinem Aufschlag und im taktischen Bereich gearbeitet. Am ersten Trainingstag der Wintersaison konfrontierte ich Yuki mit einem Vorschlag: „Was hältst Du davon, Deinen extremen Vorhand-Griff zu verändern!“ Ich habe ihm auch gesagt, dass das eine Weile dauern wird, bis er sich daran gewöhnen wird, da sich durch den neuen Griff der Treffpunkt ändern wird. Als erfahrener Trainer weiß ich, dass die Veränderung des Griffes zunächst viele „Miss-Hits“ nach sich zieht. Ich habe das in meiner Zeit als Nachwuchsspieler selbst erlebt, da ich auf Anweisung meines Trainers mit dem „Semicontinal-Griff“ sowohl Vorhand als auch Rückhand spielen musste. Und irgendwann habe ich für mich beschlossen, mehr „umzugreifen“. Die Umgewöhnung hat eine komplette Saison gedauert, in der ich auch dadurch Niederlagen in Kauf nehmen musste. Aber letztlich habe ich es geschafft. Später – im Seniorentennis – war das mein großer Vorteil, da ich die Rückhand (auch heute noch) ziemlich offensiv spielen kann. Bevor ich die konsequente Veränderung des Griffes bei Yuki in Angriff nahm, war ich mir einer Sache gewiss – ich hatte das Vertrauen, dass Yuki es schaffen wird.

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Ich „erlaubte“ Yuki, dass er am Anfang mit der Umstellung die erwarteten Probleme hatte mit vielen „Ausbällen“ und „Fehlschlägen“. Im Laufe der letzten Wochen hat Yuki bewiesen, dass sich die Arbeit gelohnt hat und dass er mittlerweile auf einem höheren Niveau spielt. Heute kann ich sagen: „Super Yuki – Du hast es geschafft!“.


Aus der Sicht des Schülers

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ein Name ist Yuki Usuda. Im Sommer 2018 besuchte ich ein Camp der Tennisakademie Rhein-Neckar im Racket Center Nußloch. Das Training hat mir so gut gefallen, dass ich im Anschluss ein regelmäßiges Teamtraining und später auch Einzelstunden bei Akademieleiter Rolf Staguhn wahrgenommen habe. Das Training hat mir viel gebracht, vor allem im taktischen Bereich. Bei der Planung für die nachfolgende Wintersaison hat meine Mutter meinem Drängen nachgegeben, so dass ich sogar viermal in der Woche ins Racket Center zum Training fahren darf. Am ersten Tag des Wintertrainings eröffnete Rolf das Training mit den Worten: „Yuki, ich empfehle Dir, Deinen Griff bei der Vorhand zu ändern. Du spielst mit einem extremen Top Spin Griff und dadurch bist Du eingeschränkt“. Auf die Frage „Bist Du bereit, Deinen Griff zu ändern?“ hatte ich zwei Gedanken: „Ja ich bin bereit“ und „ich vertraue dem Ratschlag von Rolf“. Er zeigt mir den „angepassten Griff“ und machte zunächst intensive „Treffpunktschulung“. Das gelang mir schon ziemlich gut, aber in den „normalen Ballwechseln“ hatte ich natürlich Probleme – mit vielen Ausbällen und einem „komischen Gefühl.“ Aber Eines war für mich in dieser Umstellungsphase ganz wichtig – das Lob des Trainers, wenn ich gute Bälle spielte – und ganz ehrlich diese Bälle waren deutlich schneller als die mit meiner „alten Vorhand“. In der Vergangenheit konnte ich eigentlich nur den Ball im Spiel halten und hatte Schwierigkeit mit offensiven und schnell geschlagenen Bällen. Heute kann ich sagen: Ich bin viel stärker geworden. Das zeigt sich vor allem auch daran, dass ich inzwischen mit den guten Spielern meines Alters in einer Gruppe zusammen trainieren darf: mit Amir, Noah, Jeremy und Mika.

„Jungs, der nächste Sommer kann kommen. Da erwartet Euch auch auf den Turnieren ein offensiv spielender und erfolgreicher Yuki.“

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85 Jahre

SEHENS WERT

1933 - 2018

Volker Dieterich Inhaber in dritter Generation Schon vor 86 Jahren wurde Optik Dieterich gegründet. Heute ist es ein hochmodernes Fachgeschäft für Augenoptik und Brillenmode.

Sportliches Team, sportliche Sehberatung Augenoptikermeister Volker Dieterich über das Sehen beim Sport Fachleute für Augenoptik & Sport

„Wenn ich zum Sehen beim Sport beraten will, muss ich selbst sportlich aktiv sein.“ Diese Maxime verfolgt Augenoptikermeister Volker Dieterich aus Heidelberg mit seinem Team ganz bewusst. Im vergangenen Jahr, zum 85-jährigen Bestehen des Unternehmens, hat der Unternehmer die sportlichen Leidenschaften seiner Mitarbeiter sogar in eine Werbung einfließen lassen: „Wir haben unsere Experten mit schönen Brillen gezeigt, aber auch mit Fotos zum Hobby, und da stand der Sport natürlich weit vorne.“

Merkmale einer guten Sportbrille

Fahrradfahren, Wandern, Skifahren, Golf, Tennis oder auch Fitness-Training: Beim Sport ist gutes Sehen oft von großer Bedeutung – für Ihre Sicherheit, aber auch für den sportlichen Erfolg. Deshalb gibt es besondere Sportbrillen, mit denen man sich voll auf seinen Lieblingssport konzentrieren kann.

Je nach Einsatzgebiet werden an eine Sportbrille andere Anforderungen gestellt als an eine „Alltagsbrille“, weiß Volker Dieterich: „Sie muss gut sitzen, einen hohen Tragekomfort bieten, leicht und robust sein und sich flexibel jeder Situation anpassen. Oft müssen sie zudem eine ausreichende Luftzirkulation ermöglichen, damit man

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auch bei großer körperlicher Anstrengung klare Sicht genießt. Auch optisch unterscheiden sich die sportlichen Begleiter von „normalen“ Brillen: Sie liegen oft näher am Gesicht an, haben eine ergonomische Form und häufig gewölbte Gläser, die ein großes Sichtfeld bieten.“

Tönungen und ihre Wirkung

Besonders bei Outdoor-Sportarten ist ein umfassender Schutz der Augen wichtig. Und dies auch für Sportler, die im Alltag auf eine Brille verzichten können. Denn widerstandsfähige Kunststoffgläser sind mehr als eine Sehhilfe: Sie schützen die Augen vor (Fahrt-)Wind, Schnee und Regen, Blendung, Insekten oder UV-Strahlung. Auch reine Sportsonnenbrillen werden im Outdoor-Bereich immer beliebter (z. B. beim Joggen oder Wandern).

Neue Tönungen von adidas

Die Sportexperten von adidas haben jetzt eine neue Tönung für ihre Sportbrillen entwickelt, die Volker Dieterich gerade Menschen empfiehlt, die bei jedem Wetter draußen aktiv sind: „Dank der Light Stabilising TechnologyTM (LST) werden Kontraste lebendiger und ablenkende Veränderungen von hell zu dunkel werden effektiv gefiltert. Dadurch kann der Sportler sich besser konzentrieren und eine

bessere Leistung bringen. Egal ob man sich auf einen Ball oder den Schatten der Skipiste konzentriert. Hier geht es gar nicht um den reinen Blendschutz, den jeder kennt, der bei starkem Sonnenlicht sportlich unterwegs ist. Hier geht es wirklich um angenehmes Sehen bei jedem halbwegs guten Wetter.“

Top-Team Kontaktlinse & Sportbrille

Die Empfehlung des Heidelberger Sehexperten: „Es gibt nicht die eine Sehlösung für alle Sportarten. Aber Kontaktlinsen und dazu im Einzelfall eine spezielle Sport- oder Skibrille, damit ist man schon ziemlich gut ausgestattet.“ Der Vorteil von Kontaktlinsen: Die kleinen Sehzauberer bieten die perfekte Rundumsicht und werden nicht so schnell von der Nase geschubst wie eine Brille. Auch bei schweißtreibenden Workouts im Fitnessstudio behält man mit Linsen besser den Durchblick als mit einer Brille, die permanent rutscht. Wer sich zu seiner Sportart beraten lassen oder auch Kontaktlinsen testen möchte, kommt am besten vor dem nächsten Training zu Optik Dieterich in Heidelberg am Friedrich-Ebert-Platz in der Plöck.


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Informieren Sie sich jetzt bei uns im Geschäft mitten in Heidelberg. ergen oder n in den Weinb Beim Radfahre die Sonnenbrille immer am Neckar ist Tatomir, Augenoptikerin a dabei: Johann ertin bei Optik Dieterich. xp tte ta ks er W d un

Setzt im Handballtor auf Lauerwald, AugenoptikerinLinsen: Sandra linsen-Anpasserin bei Op und Kontakttik Handball-Torwartin beim Dieterich und TV Brühl.

„Die Alltagsbrille ist beim Sport oft nicht die bequemste Wahl. Wer viel draußen ist oder richtig schweißtreibenden Sport betreibt, sieht mit Sportbrille und Kontaktlinsen entspannter.“ Volker Dieterich, Inhaber von Optik Dieterich und leidenschaftlicher Outdoor-Sportler.

• Kontaktlinsen: Bei welchen Sportarten sind sie für Sie sinnvoll? • Sportbrillen: Welche sitzen gut und schützen Ihre Augen perfekt? • Kinderbrillen: Was empfehlen Experten für den Schul- und Freizeitsport? • Seh-Beratung Sport & Job

Wer entspannt sieht, ist auch auf dem Court erfolgreicher!

Sportbrillenkauf - 10 Dinge, auf die Sie achten sollten 1. 2. 3.

Zuverlässig: Die Brille sollte gut sitzen, wenn Sie sich bewegen Bequem: Die Brille sollte weder rutschen noch drücken. Haltbar: Bruchfestes Material für Fassung und Gläser (meist Polycarbonat) 4. Große Gläser: Die Sportbrille sollte beste Rundumsicht bieten. 5. Blendschutz: Je nach Sport sollten die Gläser getönt sein, eventuell mit einem Verlauf. 6. Kontraststark: Polarisation oder Blaufilter – damit Sie die Bodengegebenheiten besser sehen. 7. UV-Schutz: Der Filter (mit CE- Gütesiegel!) sollte mindestens 400 nm betragen. 8. Luftig: Wenn Sie schwitzen, braucht die Brille ein Belüftungssystem. 9. Flexibel: Kombinierbar mit einem Clip in Sehstärke oder Kontaktlinsen. 10. Schön: Sie sollten die Sportbrille einfach gerne tragen. Es klingt verlockend, die Sportbrille gleich mit den Schuhen zusammen im Sportfachhandel zu kaufen. Wer aber neben dem Schutzaspekt auch das präzise Sehen braucht, sollte sich beim Augenoptiker beraten lassen.

Optik Dieterich eK., Inh. Volker Dieterich Friedrich-Ebert-Platz 1 · 69117 Heidelberg 0 62 21 / 97 23 - 0 · optik-dieterich.de optikdieterich

@optikdieterich

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WISSENS WERT Der Dreiklang im Tennis

von Stev Kleine, Leiter RC ProShop und Tennistrainer

I

n der Musik kennen wir einen Dreiklang als ein akustisches Gebilde, das sich für unser Ohr entweder gut oder nicht gut anhört. Man empfindet ihn als angenehm oder als unangenehm, als „passt zusammen“ oder eben als nicht passend. Die drei Töne entsprechen beim Tennisschläger den Bausteinen Schläger, Besaitung und Griffstärke. Nur wenn alle drei Bausteine optimal ausgewählt sind, empfindet sie der Spieler als angenehm und passend.

1. Der Schläger

Die ITF („International Tennis Federation“) hat Normen aufgestellt, welche die Hersteller bei der Entwicklung und beim Bau von Tennisschlägern einhalten müssen. Der Rahmen des Schlägers darf 73,7 cm in der Gesamtlänge und 31,7 cm in der gesamten Breite nicht überschreiten. Die Schlagfläche darf in der Länge nicht größer als 39,4 cm sein und in der gesamten Breite nicht größer als 29,2 cm. Moderne Rahmen werden vor allem aus Graphit als Basiselement hergestellt. In hochwertigeren und teureren Rahmen wird das Material ineinander verwoben und nicht gewickelt. Mit dieser Technik wird ein sogenannter gleichbleibender RA- Wert (Rahmensteifigkeit) erreicht, der auch nach mehrmaligem Besaiten nicht sinkt. Im preiswerteren Rahmenbau hingegen findet man oft noch Fiberglasfasern, welche höhere Schwingungen beim Ballaufprall erzeugen und den Schläger instabiler werden lassen. Verschiedene mitverwendete Materialien wie Keramik-, Titan- oder Aramidanteile (Kevlar) erhöhen die Rahmensteifigkeit und spielen bei der Gewichtsreduktion eine bedeutende Rolle.

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Schlägerwerte wie Gewicht, Länge, Kopfgröße und Balancepunkt stehen meistens in der Innenseite im Schlägerherz

Basaltfasern (wie beispielsweise beim Hersteller Wilson) erhöhen das Ballgefühl. Kupferkonstruktionen (beim Hersteller Dunlop) im Griff nehmen Vibrationen auf, leiten Sie an die Hand weiter und schaffen ein natürliches Spielgefühl. Graphene ist ein weiteres Material, dass insbesondere bei HEAD Modellen zur Anwendung kommt. Durch das extrem niedrige Gewicht und der hohen Steifigkeit wird es im Schlägerherz verwendet und ermöglicht so das Verschieben der ursprünglichen Materialien in den Kopf und in den Griff. Daraus resultieren eine Umverteilung des Gewichts, eine höhere Manövrierbarkeit und ein höheres Schwunggewicht. Die entscheidenden Parameter bei der Rahmenauswahl für einen Spieler sind: • Gewicht • Balance • Saitenbild • RA- Wert und Rahmendicke

Die meisten Parameter findet man am Rahmen aufgedruckt. Meist in der Innenseite im Schlägerherz, oder im unteren Teil des Schlägerkopfes.

2. Die Saite

Wussten Sie, dass mehr als 60 Prozent der Spieleigenschaften abhängig von der Saite sind? Sie entscheidet über Gefühl, Armschonung, Power und Kontrolle, wobei die Längsseite für die Beschleunigung und die Quersaite für die Kontrolle zuständig ist. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Naturdarmsaiten und Synthetiksaiten. Naturdarmsaiten werden in einem sehr aufwändigen Verfahren aus Kuhdarm hergestellt. Dies rechtfertigt auch den höheren Preis. Sie glänzen mit einem Maximum an Elastizität, Ballgefühl, Power und Kontrolle. Allerdings sind Naturdarmsaiten anfällig bei Feuchtig-


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keit und extremer Hitze. Die Lebensdauer ist deutlich geringer als bei Synthetiksaiten. Die heutigen Synthetiksaiten bestehen unter anderem aus Nylon oder Polyurethan beziehungsweise Polyamid.

Am Griffende ist eine Griffkappe angebracht, welche sich in Richtung Schlägerende verbreitert. Sie gibt der Hand halt und verhindert das Herausrutschen des Schlägers aus der Hand. Der Griff ist meist mit einem Synthetik Griffband (Basis-Griffband) umwickelt.

Sie werden in zwei Gruppen unterschieden: Bei der monofile Bauweise besteht die Saite aus einem Kern, meistens mit einer Schutzummantelung. Der Vorteil von monofilen Saiten ist die Haltbarkeit. Darüber hinaus sind sie oft sehr preisgünstig. Allerdings erleiden monofile Saiten einen relativ schnellen Spannungsverlust, da sie weniger elastisch sind. Das Ballgefühl geht eher verloren als bei multifilen Saiten.

Bei der Griffwahl entscheiden zwei Dinge: Erstens sollte die Hand den Griff nicht vollständig umschließen, es dürfen ein bis zwei Millimeter Platz zwischen den Fingerkuppen und dem Handballen sein. Zweitens muss der Spieler das Gefühl haben, dass er mit der Hand gut um den Griff herumkommt und er den Schläger beim Probeschwung locker und entspannt halten kann.

zu großer Griff

Muss Kraft in den Fingern beziehungsweise im Unterarm aufgewendet werden, um den Schläger beim Probeschwung am Griff zu halten, so ist der Griff zu groß.

Multifil meint, dass sich mehrere Fasern (bis zu 1500 Fasern) zu einer Saite vereinigen. Sie liegen entweder parallel oder werden ineinander verdreht und sind immer ummantelt. Der Vorteil von multifilen Saiten liegt in ihrer Spannungsstabilität und Elastizität. Multifile Saiten versprechen mehr Power und Ballgefühl. Allerdings ist die Haltbarkeit begrenzt und die Anschaffung gegenüber monofilen Saiten teurer.

Berühren sich die Fingerspitzen und der Handballen oder empfindet der Spieler den Griff so, als ob er, zum Beispiel einen dünnen Ast in der Hand hält, ist der Griff zu klein.

zu kleiner Griff

Es besteht auch die Möglichkeit die Vorteile von monofilen Saiten (Längssaite monofil) und multifilen Saiten (Quersaite multifil) miteinander zu kombinieren. Hierbei spricht man von einer hybriden Besaitung.

1.

2.

Für welche Saite man sich auch entscheidet, die Saite ist der Motor im Tennis. Die Kombination aus dem perfekten Racket mit der passenden Saite macht also den Unterschied zwischen Erfolg und Mißerfolg, zwischen Spaß und Frust aus

3.

3. Der Griff

Der Griff eines Tennisschlägers besteht aus einem gehärteten Schaum oder aus einer vorgeformten Griffschale. Er ist immer achteckig, mit vier leicht breiteren und vier schmaleren Seitenflächen jeweils im Wechsel.

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4.

1. Schlägerkopf 3. Schlägerherz

2. Besaitungsbild 4. Griff

Zu große Griffe führen zu einem verstärkten Zudrücken der Finger und somit zu einer Verspannung in der Hand- und Unterarmmuskulatur. Dies verhindert wiederum ein lockeres und entspanntes Schwingen des Schlagarmes und bringt eine schnellere Ermüdung der betroffenen Muskulatur. Es fehlt an Beschleunigung und Präzision, sodass technische Mängel entstehen können. Zu kleine Griffe beeinträchtigen die Ballkontrolle, da der Schläger nicht präzise genug geführt beziehungsweise geschwungen werden kann. Das Racket „wackelt“ in der Hand, der Treffpunkt des Balles auf dem Saitenbett wird ungenau und damit leidet die Zielgenauigkeit. Gerne berate ich Sie zu Ihrem neuen, perfekten Schläger vor Ort im RC ProShop im Racket Center Nußloch!


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TIPP

cook&more services GmbH

Event-, Location- und Messe-Caterings

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en Ursprung hat die cook&more services GmbH im Bereich des Event-, Location- und Messe-Caterings. Hier verfügt das facettenreiche Team über fundierte Erfahrungen und Kenntnisse. Beste Qualität an Produkten und Service sind der Anspruch und die Realität. Die Erfahrungen und das Feedback der Kunden helfen dabei die Leistung und den Service stetig auszubauen und zu optimieren. Dies alles ist nicht nur Geschäftskunden für Firmenveranstaltungen vorbehalten, sondern kann auch Ihrem privaten Anlass meisterhaft zur Anwendung kommen. Egal, ob Sie Ihre Veranstaltung im Rhein-Neckar-Kreis, Mannheim, Heidelberg oder auch sonstwo in Deutschland planen, cook&more kommt dorthin, wo Sie feiern möchten. Sie nennen uns die Location, wir kümmern uns um Ihr kulinarisches Erlebnis, so dass jedes Event stimmungsvoll und für Sie entspannt ablaufen kann. Dies wird nicht zuletzt durch geschultes Personal erreicht, sondern auch durch eine sorgfältige Planung im Vorfeld mit Ihnen zusammen.

Genießen! Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums haben wir den Haustrunk wiederaufleben lassen.

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Eventlocation & Restaurant Neben dem Catering betreibt die cook&more services GmbH ein gemütliches und stilvolles Restaurant. Der Badische Hof in Mannheim-Seckenheim bietet zudem verschiedenste Möglichkeiten mit unterschiedlichen Räumlichkeiten. Zu einer schönen Feier gehören gutes Essen und ein stilvolles Ambiente. Der Badische Hof bietet die ideale Location für Ihr Event. Egal ob Weihnachtsfeiern, Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen, Feste in großer Gesellschaft oder im kleinen Freundeskreis – Der richtige Raum mit charaktervollem Ambiente steht schon für Sie bereit

Eventlocations im Badischen Hof Der Jugendstilsaal

Der Jugendstilsaal mit seiner historischen Atmosphäre bietet Platz für ca. 100 Personen.

Die Vinothek

Die Räumlichkeit im Badischen Hof für Gäste mit gehobenen Ansprüchen – für bis zu 38 Personen

Der Gewölbekeller

Im ehemaligen Malzkeller der Brauerei Pfisterer können ca. 90 Gäste unbeschwert feiern. Es könnte etwas lauter werden? Das ist hier gar kein Problem: speziell angefertigte Platten sorgen für eine optimale Dämmung und sorgen dafür, dass Sie und Ihre Gäste voll aufdrehen können.

Reservierung

telefonisch unter: 0621/97861430 oder online unter: www.opentable.de/r/ badischer-hof-seckenheim-mannheim

Weitere Infos:

www.badischerhof.net www.cookandmore.net

Impressionen/ Eindrücke:

Facebook: @badischerhofseckenheim Instagram: @badischerhofseckenheim

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SONDER MODELLE

Fiat feiert 120jähriges Jubiläum Auto Peters GmbH in Heidelberg feiert mit

A

uf dem diesjährigen Genfer Autosalon präsentierte Fiat die „120th“ Sondermodelle der Fiat 500 Familie, eine sehr elegante und hervorragend vernetzte Modellreihe. Mit der neuen Version, die für 500, 500X und 500L erhältlich ist, feiert Fiat seinen 120. Geburtstag - ein Meilenstein, den nur sehr wenige Automobilhersteller auf der ganzen Welt erreicht haben. Gleichzeitig wird das Thema Konnektivität weiterentwickelt, das bereits 2018 in der 500 Mirror-Familie eine wichtige Rolle gespielt und bewiesen hat, wie groß die Bedeutung der intelligenten Vernetzung des Smartphones im Auto ist. Die Ikone 500 ist ebenfalls als Sondermodell „120th“ erhältlich und präsentiert sich in der neuen zweifarbigen Lackierung Tuxedo in schwarz und weiß. Durch die Chromleiste auf der Motorhaube, die 16“ Leichtmetallräder mit kupferfarbenem Finish und das schwarze Dach (der gleiche Farbton wie für das Verdeck der Cabrio Version) wirkt er noch eleganter. Die gleiche Eleganz findet sich auch im Innenraum wieder, wo die schwarze Blende des Armaturenbretts und das exklusive Nadelstreifendesign der Sitze (schwarz mit vertikalen Streifen) einen exklusiven Eindruck hinterlassen. Der obere Teil der Sitze ist aus Vinyl, bestickt mit dem „500“ Logo. Der Fiat 500 „120th“ ist sehr gut ausgestattet - serienmäßig sind zum Beispiel bereits Nebelscheinwerfer, eine 50/50 umklappbare Rücksitzbank und personalisierte Fußmatten mit an Bord – und sowohl als Limousine als auch in der Cabrio Version erhältlich. Das Motorenangebot reicht vom 1.2 Benzinmotor mit 51 kW (69 PS), über den 0.9 TwinAir Zweizylindermotor mit 63 kW (85 PS) bis zur besonders effizienten LPG Version mit 51 kW (69 PS). Das Fahrzeug ist auch in den Farbtönen Cortina Grau, Carrara Grau, Vesuvio Schwarz, der Dreischichtlackierung Ghiaccio Weiß und Gelato Weiß erhältlich.

UconnectTM 7“ HD LIVE Touchscreen, kompatibel für Apple CarPlay* und Android AutoTM**

Das moderne Infotainment-System UconnectTM HD LIVE mit 7“ Touchscreen ist bei allen „120th“ Sondermodellen der Fiat

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500 Familie serienmäßig an Bord. Das UconnectTM-System der neuesten Generation verfügt über einen hochauflösenden 7-Zoll-Touchscreen, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Audio-Streaming, Textleser und Spracherkennungsfunktion, sowie USB-Anschlüsse mit iPod-Integration und Bedienelemente am Lenkrad. Neben dem Angebot an UconnectTM LIVE-Diensten sind die Integration von Apple CarPlay* und die Kompatibilität mit Android AutoTM** die wichtigsten Merkmale des UconnectTM-Systems. Apple CarPlay* sorgt über „Karten“ für eine auf die Verkehrssituation optimierte Navigation und kann zum Telefonieren, Senden und Empfangen von Textnachrichten sowie zum Streamen von Apple Music verwendet werden, ohne den Fokus von der Straße zu nehmen. Es ermöglicht es dem Fahrer auch, andere Apps wie Nachrichten, Hörbücher und Podcasts zu nutzen. CarPlay* verfügt über die Siri-Sprachsteuerung und ist speziell für Fahrsituationen konzipiert. Das UconnectTM-System ist auch mit Android AutoTM** kompatibel, um die Android-Nutzung im Auto fortsetzen zu können, indem die Apps und Dienste auf das zentrale Display im Auto gespiegelt werden. Es wurde entwickelt, um das Abrufen von Informationen während der Fahrt einfacher und sicherer zu machen. Der Fahrer erhält mit Google MapsTM oder Waze eine Navigation und kann einfach auf Musik, Multimedia-Inhalte und seine bevorzugten Messaging-Anwendungen zugreifen. Erleben Sie die exklusiven 120th Sondermodelle ab sofort bei Auto-Peters GmbH in Heidelberg – Industriegebiet Rohrbach-Süd. Das Auto-Peters Team freut sich auf Ihren Besuch. Haberstr. 8 in 69126 Heidelberg, Tel. 06221 30 00-22 www.autopeters.com


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