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Ausgabe 2/ 2017

Premium DAS LIFE SKILLS-MAGAZIN AUS DEM RACKET CENTER

MENSCH & ZUHAUSE IM INTERVIEW

Werner Tiki Küstenmacher

SPECIAL


MEDITERRANES AMBIENTE MIT EINEM HAUCH SÜDLÄNDISCHEM FLAIR

Ob rauschende Familienfeierlichkeiten, anspruchsvolle Meetings, erholsame Zeit zu zweit oder genussvolle Gaumenfreuden – die Villa Toskana bietet Ihnen mit ihren stilvollen Zimmern und Suiten, den professionellen Tagungs- und Veranstaltungsräumlichkeiten und einer hochwertigen Küche immer den passenden Rahmen.

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STANDPUNKT 25 Jahre Racket Center

Das Racket Center startet in seinen Jubiläumssommer 2017. Unser 25-jähriger Geburtstag ist ein Grund zu feiern. Warum? Weil wir diese besondere Einrichtung inmitten eines Landschaftsschutzgebiets als Geschenk betrachten. Wir fühlen uns am Kreuzungspunkt von Nußloch und Walldorf, Wiesloch und Sandhausen rundum Zuhause. Wer sich allein den zeitlichen Einsatz unseres Teams ansieht (bei Öffnungszeiten von 18 Stunden am Tag), kann ermessen, dass das Racket Center für uns nicht nur ein Arbeitsplatz ist, sondern eine berufliche Heimat. Für unsere Mitarbeiter darf ich sagen: wir alle kommen jeden Tag mit Freude und Leidenschaft hierher! Sicher auch deshalb, weil wir uns täglich beschenkt fühlen. Sie und viele Menschen, die hier Racket-, Gesundheits-, Fitness- oder Rehasport betreiben, therapeutisch betreut oder auch gastronomisch umsorgt werden, erweisen uns ihr Vertrauen und ihre Zuwendung. Fröhlich stimmende Gespräche zu führen und glückliche Gesichter zu sehen sind uns eine Bereicherung. Ganz besonders freuen wir uns über die persönliche Aufmerksamkeit, die uns zwei Menschen zuteilwerden lassen, denen wir uns sehr verbunden fühlen. Pianist Prof. Bernhard Maier beschenkt uns alle mit einem Klavierkonzert, Buchautor Werner Tiki Küstenmacher (simplify your life) mit einem Vortragsabend. Mit den „reBeatles“ feiern wir ein Geburtstagsfest, zu dem wir unsere Mitglieder ebenfalls herzlich einladen. Und gleich danach erfolgt bei laufendem Betrieb der große Umbau. Die Neugestaltung des gesamten Erdgeschosses wird ein Zeichen setzen für die Zukunft. Von nun an wird unser Slogan lauten: „Mein Sport hat ein Zuhause“. Haben Sie den die Veränderung bemerkt? Während der alte Slogan einer Aufforderung gleich kam („Dein Sport…“), folgt der neue einer Selbstbekenntnis: Wenn ich mich sportlich betätige, dann in einem Sportzentrum und im Kreise von Menschen, wo ich mich Zuhause fühle. Meine sportliche Heimat ist ein Ort, an dem Herzlichkeit die Atmosphäre prägt. Kurzum: „mein Sport hat ein Zuhause“ – das Racket Center Nußloch! Was bedeutet es, ein Zuhause zu haben? Was lässt sich unter dem Begriff Heimat verstehen? Diesen Fragen sind wir in unserem Leitartikel nachgegangen. Weitere Beiträge in dieser Ausgabe sind unter diese Überschrift gestellt. Um es vorweg zu nehmen: es geht dabei auch darum, bei sich selbst Zuhause zu sein! Und genau das ist es, was ich Ihnen zum Start in den Sommer von Herzen wünsche – verbunden mit unserem Geschenk an Sie: die aktuelle Ausgabe unseres RC Premium. Dieses Life Skills Magazin ist auch Ausdruck der Dankbarkeit, die wir empfinden – im Bewusstsein dessen, was wir am Racket Center und vor allem an den Menschen haben, mit denen wir hier zusammenkommen. Ihr

Dr. Matthias Zimmermann

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INHALT

Bildung & Wissen

S. 26

KURZ NOTIERT ...

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KOMMENTAR

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TITEL

Mensch und Zuhause

Bei sich selbst zuhause sein

HÄTTEN SIE´S GEWUSST? BUCHTIPP

Die neue Völkerwanderung Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten von Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate

WIR HELFEN ...

Ein Jahr – ein Land: Äthiopien

3 FRAGEN - 3 ANTWORTEN Dinkenesh Tameru

KOLUMNE

16

24 26 28 30

Zuhause an einem Ort der Kommunikation und Weiterentwicklung

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EXPERTENTIPP

34

Sachwerte gegen Vermögenserosion

S. 30

Gesundheit & Fitness

KURZ NOTIERT ...

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THERAPEUTISCHER RAT

40

ÄRZTLICHER RAT

Verletzungen und Überlastungsschäden der oberen Extremität Prähabilitation

GESUNDHEITSLINIEN

Beschwerden an der Wirbelsäule

GESUND & LECKER

Spaghettisalat mit Rucola

HIGHLIGHT

See und Freibad des AQWA

HERZLICH WILKOMMEN

Celine Hagemann und Felix Feller

WIR HELFEN ...

INDOOR ROWING GEGEN KREBS

PORTRAIT

Krebs hat ein Gesicht

WIR HELFEN ...

Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in Heidelberg

TIPP

Pflanzen, ernten und genießen

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44 46 48 50

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IMPRESSUM

Leistung & Erfolg

S. 62 60

SAVE THE DATE

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Werner Tiki Küstenmacher Business meets Fitness

RC CLUB

Tennis neu erleben

RC NACHWUCHS

Projekt: Mentale Stärke

FIRMENPORTRAIT

Hotel Villa Toskana in Leimen

EVENTTIPP

Glöckner von Notre Dame, Steinbruch Nußloch

RC FAMILIE

Ein Zuhause für die Viet Vo Dao-Familie

PRODUKTPORTRAIT Ein Fiat zum Niederknien!

LYRIK

DAS LIFE SKILLS-MAGAZIN AUS DEM RACKET CENTER

Herausgeber Racket Center Nußloch GmbH & Co. KG Walldorfer Straße 100 • 69226 Nußloch

Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt Dr. Matthias Zimmermann (dr.zimmermann@racket-center.de)

KURZ NOTIERT ... IM INTERVIEW

Premium

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70 72 74 76

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80 82

Autoren Dr. Matthias Zimmermann, Rolf Staguhn, Miriam Jungkind, Jana Kinscherf u.a. ... Anzeigen, Kontakt & Beratung Verena Waigel (partner@gsm-mbh.net) Produktion GSM Gesellschaft für Sportmanagement und Beratung mbH Walldorfer Straße 100 • 69226 Nußloch Layout, Satz, Grafik Denis Herrmann (herrmann@gsm-mbh.net) Coverfoto Werbestudio Mack (www.werbestudio-mack.de) Fotos Denis Herrmann, Dieter Jahn, istockphoto, visualhunt Auflage 6.000 Druck abcdruck GmbH Waldhofer Straße 19 69123 Heidelberg

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DANKE für 25 Jahre Racket Center Nußloch Am Anfang war die Idee Liebe Leserin, lieber Leser,

„am Anfang war die Idee“ – die Idee von Manfred Lautenschläger und seiner Familie: Junge Menschen sollen optimale Bedingungen erhalten, um zu guten Sportlern zu reifen. Der Tennissport dominiert den Gedanken, die wohl modernste Sport- und Freizeitanlage zu erbauen, die es deutschlandweit gibt. Ein Weltklassetennistrainer wird engagiert. Berater entwickeln ein Betriebskonzept und integrieren neben den Tennishallen und Tennisfreiplätzen auch Räumlichkeiten für Squash, Badminton, Shop, Gastronomie und Gymnastik. Aus der Idee erwächst ein Multifunktionszentrum für die ganze Familie. Daraufhin präsentiert der Architekt einen beeindruckenden Entwurf: einen Gebäudekomplex mit innovativen Cabriodächern, die es auch Hallentennisspielern ermöglicht, bei frischer Luft und blauem Himmel ihren Sport zu betreiben. Der Investor: Self-made Millionär, Familienmensch, Sportenthusiast und Ästhet. Das Grundstück einer ehemaligen Ziegelei besticht durch seine phantastische Lage im Landschaftsschutzgebiet der Nußlocher Wiesen. Dort wird im Frühjahr des Jahres 1992 der Grundstein gelegt. Schon im September schlagen Manfred Lautenschläger und seine Söhne mit dem Architekten, Geschäftsführer, Trainer und Berater die ersten Tennisbälle auf dem modernen Nadelfilzbelag des Racket Centers Nußloch. Auch mit dabei: ein junger Student der Universität Bayreuth, der in der Pre-Opening Phase des Racket Centers sein studentisches Pflichtpraktikum absolviert.

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Ein Vierteljahrhundert ist seitdem vergangen. Familie Lautenschläger wird zu keinem Zeitpunkt müde in das Racket Center zu investieren, es zu entwickeln und auf dem neuesten Stand zu halten. Heute präsentiert sich das Haus nicht mehr nur als Sport- und Freizeitanlage, sondern auch als Präventions- und Therapieeinrichtung, Fitnessstudio und Wellnessoase sowie als Kultur- und Eventcenter. Ihnen bieten sich Veranstaltungen, von Vorträgen und Buchlesungen über Sport- und Fitnessevents bis hin zu Firmenfeiern, Tagungen und Seminaren, die Ihren Aufenthalt bei uns zu einem Erlebnis machen. Unter der Geschäftsführung des jungen studentischen Praktikanten von damals vollzieht das Racket Center seit dem Jahr 2000 einen stetigen Wandel. Es beherbergt heute die Racket Center Nußloch GmbH & Co. KG mit acht Geschäftsbereichen. Darüber hinaus finden drei Vereine, zusätzlich zahlreiche Partner für ergänzende Sportangebote wie Ballett, Radsport, Schach und Viet Vo Dao sowie die GSM mbH ihr Zuhause. Die „Gesellschaft für Sportmanagement“ verantwortet die Bereiche Unternehmenskommunikation und Mediengestaltung, Beratung und Begleitung sowie Vermarktung und Veranstaltungen. Herausragendes Event-Ereignis ist der alljährlich im Januar stattfindende MLPCup, ein mit 25.000 US Dollar dotiertes Tennisturnier der Herren um ATP-Weltranglistenpunkte. Der RC Kultursommer, die Vortragsreihe „Gesundheitslinien“ und die Racketlon German Open sind


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Veranstaltungen der GSM. Auch außerhalb des Racket Centers ist die GSM mit seinem Agenturangebot aktiv. Das Lifeskills-Magazin „RC Premium“, das dreimal im Jahr erscheint, entspringt ebenfalls der kleinen Allround-Agentur. Wichtig ist dem RC-Team die Ausrichtung des alljährlich stattfindenden Kinderfests. In Kooperation zwischen der Gemeinde und dem Racket Center richtet das Haus zum Abschluss der Nußlocher Ferienfreizeit ein buntes Spielund Sportfestaus , an dem rund einhundert bewegungsbegeisterte Kinder teilnehmen. Kinder sind uns eine Herzensangelegenheit. Seit dem Jahr 2007 – insofern auch ein 10-jähriges Jubiläum – besteht ein großes Engagement zugunsten des Bildungsprojekts der TDKET. Die „Tariku and Desta Kids´ Education through Tennis Development Ethiopia“ bringt seit vielen Jahren Kinder aus Addis Abeba nach Nußloch. Dies führt zu Begegnungen mit Menschen aus der Region – auf dem Tennisplatz und darüber hinaus: „Tennis ist das Seil an dem die Kinder hochklettern“ in ihrem Kampf um bessere Lebenschancen durch eine engagierte Bildungsförderung auf zwei Tennisplätzen und einem Lernzimmer inmitten der äthiopischen Hauptstadt. Yonas, eines der ärmsten Kinder, hat es sogar geschafft, seiner Elendshütte zu entkommen und dank des Projekts zum

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Tennisstipendiaten in den USA aufzusteigen. Neben der Fürsorge von Mitgliedern des TDKET-Freundeskreises mitMäzen Dr. h. c. Manfred Lautenschläger, Läuferlegende Haile Gebrselassie und IC Präsidenten Alexander Kurucz, ist die Hingabe der studentischen Praktikanten erwähnenswert. Schon vor Jahren wurde das Racket Center ausgezeichnet mit dem Prädikat „Bestes Praktikumsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen deutschlandweit“. Für die Studierenden von Universitäten aus allen deutschsprachigen Ländern, die jeweils ein Studiensemester in Nußloch verbringen, ist neben zahlreichen akademischen Entwicklungs- und praktischen Gestaltungsmöglichkeiten auch das TDKET Projekt eine Motivation. Insgesamt finden im Racket Center über 100 Mitarbeiter in verschiedenartigen Beschäftigungsformen (ca. 40 Vollzeitkräfte, ansonsten Teilzeit- und Aushilfskräfte, Freiberufler, Auszubildende und studentische Praktikanten) ihr Auskommen oder Zubrot. Mit seinen fünf Frei- und drei Hallenplätzen und der Tennisakademie Rhein-Neckar, acht Badminton- und fünf Squashcourts, dem RC ProShop mit Online-Shop und dem italienischen Restaurant MAREA mit Gartenund Inselterrasse sowie dem Zentrum Aktiver Prävention (ZAP) mit Physiotherapie, Wellnessbereich und einem großzügigen Fitness-Trainingsbereich unter


Freizeitcenter • Familientreff • Sportanlage Eventlocation • Tagungsstätte • Moderne Tennis-, Badminton- und Squashcourts • Spor�achgeschä� • Fitness- & Präven�onszentrum • Wellnesslandscha� • Physiotherapie • Idyllisches italienisches Restaurant mit großer Garten- & Inselterrasse

SPORTFERIEN FÜR KINDER im Racket Center Ihnen bietet sich die Möglichkeit einer qualifizierten Ferienbetreuung für Ihre Kinder. Während der Camps werden die Kinder und Jugendlichen mit einem abwechslungsreichen Programm betreut.

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Racket Center • Walldorfer Str. 100 • 69226 Nußloch • Tel. 06224 99 09-0 E-Mail: info@racket-center.de » www.racket-center.de

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dem Cabrio-Dach zählt das Racket Center heute mehr denn je zu den schönsten Einrichtungen seiner Art. Dafür haben wir eine ganze Reihe an Auszeichnungen erhalten, worüber wir uns freuen: die Internationale Tennislehrerorganisation PTR ernannte das Racket Center zur „Private Facility of the Year“ und vom führenden Branchenmagazin Body Life erlangte das Zentrum Aktiver Prävention das Prädikat „Deutschlands Fitnessstudio des Jahres“. Ausschlaggebend dafür war nicht allein die Einzigartigkeit des Angebots „Fitness unter freiem Himmel“, sondern das besondere ZAP-Betreuungskonzept, das breitaufgestellte Fitness-Kursprogramm (u.a. Reha-sport, Spinning, Yoga) und die Sonderprogramme, allen voran die innovativen 8-Wochenkurse „Aktiv leben nach Krebs“ und „MBSR-Achtsamkeitstraining“. Auch im Betrieblichen Gesundheitsmanagement haben wir uns etabliert. Unternehmen bietet sich eine Reihe krankenkassenzertifizierter Präventionskurse, z.B. „Gesundheitstraining leicht gemacht“, „in acht Wochen zu einem aktiven Rücken“ oder das Achtwochenprogramm „figurscout – erfolgreich Abnehmen“ an. Und dabei werden das Racket Center bzw. seine Inhaber der Investitionen nicht müde. Gleich nach der großen 25-jährigen Jubiläumsfeier am 30. Juni startet ein groß angelegter Umbau. Das komplette Erdgeschoss wird umgestaltet, der Empfang verlegt, der RC ProShop in seinem Flächenangebot verdoppelt. Die (Sports-) Bar wird neu konzipiert

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und der Restaurantbereich zu einem genauso modernen wie angenehmen Ort gemacht, an dem es sich gemütlich verweilen und gut speisen lässt. Gemeinsam mit dem Zugangsbereich und der Gartenterrasse wird das Racket Center auf den neuesten Stand gebracht und als das wohl modernste multifunktionale Sport- und Freizeitzentrum seiner Art deutschlandweit etabliert. Dieses Engagement der Familie Lautenschläger zeugt von Vertrauen und Weitsicht. Dafür sind wir mehr als dankbar! Unter dem leicht veränderten Motto „Mein Sport hat ein Zuhause“ ist uns sehr daran gelegen, Ihnen – den Bürgerinnen und Bürgern aus Nußloch, der Metropolregion Rhein-Neckar und den teils weitgereisten Gästen – ein Angebot zu bieten, das hinsichtlich seiner Sportund Freizeitmöglichkeiten sowie seines Standards in Sachen Racketsport, Prävention und Therapie, Gesundheit und Fitness, Rehasport und Wellness höchste Maßstäbe setzt. Dass wir all dies tun dürfen, ist uns ein Anlass, an dieser Stelle allen Menschen um uns herum von Herzen zu danken: Danke an Familie Lautenschläger und an Sie, unsere Gäste. Danke auch für das aufmerksame Lesen dieses Dankschreibens, das zuerst an Sie ganz persönlich gerichtet ist! Ihr Matthias Zimmermann und das gesamte Team der Racket Center Nußloch und der GSM mbH


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The ReBeatles

am 30. Juni live im Racket Center Nußloch

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ie sind Legende: die Fab Four aus Liverpool. Und sie haben bis heute nichts an Popularität eingebüßt. Nur live erleben kann man sie nicht mehr. Aber fast ...

Mitte der 90er Jahre finden sich vier Musiker, die diese Lücke schließen wollen. Sie nennen sich The ReBeatles und touren seither quer durch Europa. Sie spielen mit den Ärzten, Kim Wilde, Jethro Tull, No Angels, Revolverheld und Alphaville, geben Konzerte in England, Italien, Frankreich, Belgien, Holland und Russland und spielen in der amerikanischen Fernsehshow „Amazing Race“ vor über 60 Mio. Zuschauern. Von „Love Me Do“ bis „Let It Be“ präsentieren The ReBeatles in wechselnden Original-Outfits die größten Hits der Beatles – absolut live und mit dem echten Beatles-Equipment! Die brillante Show hält das Publikum über zwei Stunden lang in Atem – Beatlemania garantiert! Der deutsche Rock- und Popmusikerverband schreibt über die von den ReBeatles produzierte CD „Fanthology“, es sei „die beste Beatles-Interpretation, die er jemals gehört hat“. Internationale Fan-Clubs feiern die Band als „überragendes Talent“ und Radio Zürich verkündet die „Auferstehung der Beatles“. 2010 bringen die ReBeatles zusammen mit Sony Music ihre CD „Get Back“ heraus. Es folgen TV-Berichte in den Tagesthemen, dem Heute-Journal sowie Auftritte bei der ARD, ZDF, SAT1, RTL2, NDR u.v.a. Die Kritiken überschlagen sich: „Großartig!“ BILD „Wirklich gelungen!“ BRIGITTE

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„Das Album würde John Lennon mögen“ STERN „Wer die Beatles mag, wird die ReBeatles lieben!“ FRIZZ


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Es spielen für Sie:

The ReBeatles DIE Beatles Tributeband in Deutschland. Karten nur im Vorverkauf 14.00 Euro (RC Rezeption)

Walldorfer Straße 100 • 69226 Nußloch Tel.: 06224 99 09-0 • info@racket-center.de

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Bildung & Wissen

KURZ NOTIERT ...

Partnerbetrieb des Spitzensports

Das Racket Center wurde gemeinsam mit seiner Auszubildenden Marie Retzer vom Landessportverband und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg offiziel zum „Partnerbetriebe des Spitzensports 2017“ ernannt. Marie wird in unserem Hause in Ihrer sportlichen Karriere unterstützt, indem sich ihre Arbeitszeiten nach ihrem Trainingspensum richten und sie sportliche Verpflichtungen durch Freistellungen wahrnehmen kann. Herzlichen Glückwunsch Marie und dem ZAP Team!

Das Therapeuten-Team der ZAP Physiotherapie zu Gast in der Anatomie in Marburg

Regelmäßig nehmen unsere ZAP Physiotherapeuten an internen wie auch externe Schulungen teil. In Marburg erlebten unsere Physiotherapeuten jedoch eine Schulung der besonderen Art. Am 18. März 2017 waren unsere Physiotherapeuten zu Besuch im Institut für Anatomie und Zellbiologie der Philipps-Universität Marburg. Prof. Dr. Ralf Kinscherf (stellv. Institutsleiter) ermöglichte den Therapeuten für mehrere Stunden spannende und „unter die Haut gehende“ Einblicke in die Anatomie des Menschen. Für alle Therapeuten war es eine sehr bereichernde Erfahrung, die anatomischen Strukturen, bekannt aus den Büchern, in natura betrachten zu können. Herzlichen Dank für diese absolut beeindruckende Erfahrung, Herr Prof. Dr. Kinscherf!

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TITEL

Mensch und Zuhause von Matthias Zimmermann

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as bedeutet das eigentlich: nach Hause kommen, Zuhause zu sein? Eine physische Adresse? Das Zuhause kann ein Ort sein, auch die Umgebung und eine Landschaft – die Berge, das Meer. Oder Menschen und Beziehungen, Sprache und Kultur, Empfindungen und Erinnerungen. Jedenfalls scheint es etwas Wichtiges zu sein, etwas, das uns beschäftigt und womit es sich zu beschäftigen lohnt – trotz oder gerade wegen der Mobilität und Flexibilität, die heutzutage erwartet wird, und der Unübersichtlichkeit und Komplexität, mit der wir uns bisweilen konfrontiert sehen. Selbst der Begriff Heimat erfährt eine Wiederbelebung. Bei der Suche nach den schönsten deutschen Wörtern erzielt das Wort Heimat stets einen der Spitzenplätze. Es erzeugt ein Gefühl der Behaglichkeit und hat beinahe normativen Charakter: Heimat muss ersichtlich schön sein. Gleichzeitig haftet dieser Vokabel noch immer eine unbehagliche Ambivalenz an – einige historisch belastete Assoziationen gehen damit einher. Dennoch: ein Zuhause zu finden, sich ein Zuhause zu schaffen, auch eine Heimat zu haben, all dies gehört wohl zu unseren Grundbedürfnissen und ist ein mitunter der - Pfeiler in unserem Lebensentwurf – womöglich gar mehr denn je unter den Vorzeichen der heutigen Zeit …!

Heimat und Zuhause

Es gibt nicht viele Begriffe in der deutschen Sprache, die nur im Singular existieren. Heimat und Zuhause sind zwei davon. Heimaten? Zuhäuser? Der Plural ist nicht vorgesehen, wenn wir uns darüber unterhalten wollen, dass wir uns möglicher-

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weise an mehreren Orten zuhause fühlen. In früheren Zeiten war es normal, nur ein Zuhause, eine Heimat zu haben. Wie ist das heute? In der modernen Welt, seiner Internationalität und Mobilität, geraten die Begriffe Heimat und Zuhause wieder verstärkt ins Bewusstsein. Woran mag das liegen? Historisch zeigt sich, dass Heimat als Thema immer dann besondere Anziehungskraft entfaltet, wenn die Lebensbedingungen tatsächlich oder vermeintlich schwieriger werden. Es war das Zeitalter der beginnenden Industrialisierung, das ab Mitte des 18. Jahrhunderts einen dramatischen gesellschaftlichen Umbruch mit sich brachte. Verstädterung und Landflucht führten zu einer Auflösung von Geborgenheit im vertrauten Umfeld mit der Folge der sozialen Entwurzelung einer rapide zunehmenden Anzahl an Industriearbeitern. Literatur, Kunst und Musik entdeckten so die Seele des Menschen als Thema, dem man sich im wahrsten Sinne des Wortes leidenschaftlich zuwandte – und dabei abwandte von der Antike und von klassischen Vorbildern, den Philosophen des alten Griechenlands und Roms. Ende des 18. Jahrhunderts nahm die Epoche der Romantik ihren Anfang und schickte sich an, die Strenge des Klassizismus und die Vernunft gerichtete Philosophie hinter sich zu lassen. Die romantisierende Aufladung des Heimatbegriffs war eine Kampfansage an die Moderne, an soziale Mobilität und Fremdheit – und eine Absage gegenüber dem Hochziel der reinen Rationalität.


Die Romantiker, ständig verliebt – in eine Frau, eine Landschaft, eine Seele – erkannten ein einfaches, aber gemütstiefes und sehnsuchtsreiches Leben im Einklang mit der Natur als ein Ideal. Gemälde, Lieder, Gedichte stilisierten Heimat und Zuhause zu einer deutschen Identität. Das Volk liebte sich zunehmend selbst und richtete seine Sehnsucht auf einen Nationalstaat, der 1871 in Versailles Wirklichkeit wurde. Ein aufbrandendes Deutschtum gipfelte in dem bezeichnenden Satz: „Am deutschen Wesen mag die Welt genesen.“ Erst neun Jahrzehnte später – nach einer Epoche voll von historisch unvergleichlichen Katastrophen – machte der damalige Bundespräsident klar, welch subalterner Unfug in diesem Satz von Emanuel Geibel („Deutschlands Beruf“, 1861) steckt: „Kein Volk ist besser als das andere, es gibt in jedem solche und solche“ (Theodor Heuß, 1952). Das so schöne Wort Heimat, welches Heimeligkeit, Vertrautheit, Sicherheit, Geborgenheit und Kindheit in sich birgt, hat eine Geschichte – und schleppt daraus zwiespältige Assoziationen wie in einem schweren Rucksack mit sich herum.

liche erheben. Wider jeglicher Erkenntnis der Evolution wird Heimat als eine vormoderne, organische und ursprüngliche Gemeinschaft voller Unschuld und Reinheit definiert. Die „Blut-und-Boden-Ideologie“ missbraucht und schädigt den Heimatbegriff in einer Weise, die diesen bis heute verdächtig macht und aus deren Fesseln er sich noch immer nicht gänzlich zu befreien vermag.

So ist der Heimatbegriff eben auch beispielgebend dafür, wie sich eine wohlige Wortbedeutung aus einer verklärten Heiterkeit der Romantik zu einem überheblichen Selbstverständnis wandeln und bis in eine verachtenden Stimmung aus Ressentiments umschlagen kann. Aus dem Bedürfnis nach einem sicheren Ort erwächst eine Sehnsucht nach einer harmonischen Gemeinschaft und findet dann seinen Niederschlag in einem territorialen Anspruch. Aus Offenheit wird Ausgrenzung und statt Versöhnung überwiegt die Spaltung. Anstelle Heimat pflegen und bewahren rückt Heimat schützen und verteidigen. Friedlichkeit weicht schleichend der Gewalt – im Fühlen, Denken, in der Sprache und schließlich auch im Tun. Der harmlose und wohlklingende Begriff der Heimat, ursprünglich eine Verbindung aus „Haus“ und „Hof“, wurde durch nationalsozialistische Propaganda zum Kampfbegriff gegen alles Fremde und Andersartige stilisiert. Er legitimiert territoriale Besitzansprüche aus völkischem Zugehörigkeitsgefühl im Sinne einer Schicksalsgemeinschaft: „Heim ins Reich“ – wie es heißt, das Kampfwort der Autoritären, die bis ans Äußerste gehen und den Totalitarismus über alles Mensch-

My home is my castle!

Doch Heimat, aufgeladen mit kulturellen, sozialen und politischen Inhalten, ist nicht dasselbe wie Zuhause. Dem Zuhause liegt ein kleinräumiges Verständnis zugrunde: ein behüteter Ort, der Sicherheit vermittelt. Das sollte ein Zuhause bieten, denn der Mensch hat nun mal ein angeborenes Bedürfnis, in Geborgenheit zu leben, im Einklang mit seiner unmittelbaren Umgebung, in der er versteht und verstanden wird. Natürlich genießt nicht jeder dieses Privileg, was folgender – scherzhaft gemeinter, und dennoch mit ernstem Hintergrund versehener – Aphorismus zum Ausdruck bringt: „Der eine hat ein trautes Heim, der andere traut sich nicht heim.“ Aus der Sicht der Evolution kommt die Entwicklung der Menschheit einem Wunder gleich. Zu oft sind unsere Vorläufer – unterschiedliche Arten von Hominiden – im Laufe der Evolution ausgestorben. Wir Homo sapiens haben überlebt, und dies äußerst knapp. Vor rund 70.000 Jahren wäre beinahe Schluss gewesen mit unseren Vorfahren und damit auch mit uns. Nur wenige tausend Individuen retteten sich bis in die Epoche, die den Ausgangspunkt des zivilisatorischen Fortkommens kennzeichnet: die Abkehr vom Nomadentum. Die geografische Sesshaftigkeit verschaffte den Menschen ein festes Zuhause. Die Kultivierung – einhergehend mit der Gründung örtlicher Gemeinschaften – brachte den Menschen die Heimat. Gemeinschaftswerke ließen Städte wachsen. Dazu gehörte beispielsweise die gemeinschaftliche Arbeit an einem Kanalisationssystem, um als größere Menschenansammlung in einem geografischen Gebiet dauerhaft verweilen zu können. Auch der Bau von Mauern gehörte dazu, um der Gemeinschaft einen sicheren Raum zu geben.

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All diese zivilisatorischen Errungenschaften basierten auf dem Prinzip der Arbeitsteilung. Neben dem Vorhandensein natürlicher Ressourcen erlangten der Aufbau von Organisationen und die Gestaltung von Regelwerken ausschlaggebende Bedeutung. Rechtssysteme waren und sind für die Entstehung und Fortentwicklung von Staaten konstituierend. Sie definieren Autoritäten, stellen Tauschgerechtigkeit her und schaffen Frieden. Nur innerhalb eines Rechtsgebiets kann ein dort lebendes Staatsvolk eine gemeinsame Kultur entfalten: „Rechtsräume schaffen Freiheit“, so Paul Kirchhoff. Selbst universale Menschenrechte – unserem Kulturverständnis nach unabdingbar und von globaler Gültigkeit – sind in ihrer Ausgestaltung im Lichte geografischer Lebensräume zu interpretieren: Die Menschenwürde ist in einem Gebiet, in dem Dürre herrscht, anders zu schützen als in unserer Hochkultur. Die Sicherung des Existenzminimums folgt in Addis Abeba anderen Maßstäben als etwa in München. Aus kultureller Sicht ist das Streben nach Rechtsfortbildung innerhalb eines definierten geografischen Lebensraums für ein verbindliches Zusammenleben unabdingbar. Evolutionsbiologisch ist das Gefühl von Sicherheit ein prägender Aspekt von Heimat. Dieses Grundbedürfnis nach Sicherheit kennzeichnet heute die Gestaltung unseres Zuhauses – organisatorisch, technisch und räumlich. Auch ohne schriftliche Formalisierung trägt eine Hausordnung zur inneren Familieneintracht bei. Nach außen gilt das Rechtsgut des Hausfriedens. Der Schutz des Privaten genießt in unserem Rechtsstaat hohen juristischen Stellenwert. Das Zuhause auch räumlich zu schützen verschafft Anbietern technischer Lösungen für Gebäudesicherheit momentan gute Geschäfte. Sie schaffen es, aus einem Zuhause eine Burg zu machen. Ob eine solche „Burg“ auch die geistige Haltung prägt?

Ein Zuhause ist auch dort, wo eine Zukunft ist!

Eine Welt ohne Grenzen. Mauern einreißen. Die grenzenlose Freiheit mag in der Psyche des Individuums eine Idealvorstellung sein (die Romantiker lassen grüßen). Für das Zusammenleben in Gemeinschaften jedoch sei uns bewusst: Freiheit braucht Grenzen. In seiner kleinsten Einheit ist der Grenzraum das Zuhause. Grenzen gelten aber auch für Ortschaften, Regionen, Staatsgebiete und Staatenbünde. Wo und wann, wie und warum auch immer man sie zieht: Es gibt keine Sicherheit ohne Grenzen. Grenzen schaffen Freiheit. Erst eine Staatsgrenze schafft die Möglichkeit, sich einer Staatsgewalt zu unterstellen, um unter dessen Schutz in Frieden und Selbstbestimmung zu leben. Grenzen eröffnen aber auch die Möglichkeit, sich einer Staatsgewalt zu entziehen und über Grenzen hinwegtretend in einem anderen Staatsgebiet ein sicheres Zuhause zu suchen. Hausfrieden und Asyl sind Anverwandte, wenn es um den Schutz von Menschenrechten und Grundfreiheiten geht – genau so, wie auch Sicherheit und Freiheit Anverwandte sind: Es gibt keine Freiheit ohne Sicherheit. Es gibt aber auch keine Sicherheit ohne Freiheit! Geschätzte 65 Millionen Menschen weltweit gelten als Flüchtlinge, etwa zwei Drittel innerhalb des eigenen Staatsgebiets. Was bedeutet es, ein Flüchtling zu sein? „Man hat

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noch seine Augen, aber man sieht nichts mehr. Man hat noch seinen Mund, aber man ist sprachlos. Man hat noch seine Ohren, aber man hört nichts mehr, man hat seine Nase, aber man riecht nichts mehr.“, so eine Flüchtlingsstimme aus dem Lager Dadaab in Kenia, in dem wohl mehr als eine halbe Million Menschen leben, seit über fünfundzwanzig Jahren! Menschen – sämtlich „frei und an Würde und Rechten gleich geboren“ – die ihre Heimat verloren haben. Jeder und jede ein Individuum mit einer individuellen Vergangenheit und ganz persönlichen, unterschiedlichen und schwerwiegenden Gründen, die Heimat aufzugeben. Eines aber verbindet sie alle und schafft einen gemeinsamen Grund dafür, von Zuhause fortzugehen: Keiner hatte an dem Ort seiner Heimat eine Zukunft mehr für sich gesehen. Was also ist Heimat? Das, woher wir kommen, oder das, wohin wir wollen? Im Jahr 2015 wurden weltweit 244 Millionen Migranten gezählt, 41 Prozent mehr als noch im Jahre 2000. Prinz Dr. Asfa Wossen Asserate (siehe Buchvorstellung) nennt sie „Homo migrans“. Davon sind die wenigsten Flüchtlinge. Wanderungsbewegungen sind nicht zwingend von bitterer Not getrieben. Gemein haben die Migranten nur, dass sie sich Besseres erhoffen. Menschen verlagern ihren Lebensmittelpunkt räumlich, um sich ein neues Zuhause zu schaffen an einem Ort, den sie irgendwann als ihre Heimat sehen – und vielleicht auch fühlen …

Deutschland aus Sicht der Berliner

Deutschland aus Sicht der Bayern

„Dahoam is Dahoam“

Spricht man von Heimatgefühl, denkt man gerne an (die) Bayern. Landschaften und Klima, Traditionen und Brauchtum, Kirche und Glaube – all das scheint untrennbar verbunden mit dem Freistaat im Südosten Deutschlands. Die Bayern, so sagt man, prägt ein ganz besonderes Heimatgefühl. Dieses Gefühl ist auch gekennzeichnet von dem Blick der Bayern auf den Rest der Republik, einhergehend mit einer (hoffentlich so verstandenen) Portion Leichtigkeit und Selbstironie. Ob das bei Berlinern ähnlich ist? Die folgende Abbildung erlaubt ein Schmunzeln:

Aus „Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt: Die Welt in überwiegend lustigen Grafiken“, München 2011, von Katja Berlin und Peter Grünlich.

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„Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“, singt Herbert Grönemeyer (übrigens weder Bayer noch Berliner, sondern Bochumer, wie Musikfreunde wissen). Heimat stiftet ein besonderes „Wir-Gefühl“, trägt zur Ausbildung eines Selbstverständnisses und zur Entwicklung einer Identität bei. Wenn man die Menschen befragt, zeigen sich zuallererst die emotionalen Bindungen, die mit dem Begriff Heimat einhergehen:

Quelle: tatista.com

Die Antworten auf die Frage „Was ist Heimat für Sie?“ werden angeführt von Familie und Freunden. Erst dann folgt die geografische Bindung an den Geburtsort, wobei sich vermuten lässt, dass sich darin vordergründig die Kindheitserinnerungen widerspiegeln. Zur geografischen Verankerung gehört auch der Dialekt. Sprache und Sprachfärbung sind Grundlage für Verstehen und Verstanden werden. Der Heimatdialekt ist auch Ausdruck sozialer Zugehörigkeit und kulturellen Zusammenhalts: „Mia san mia!“

„Wir“ und „Die“ …

„Wir sind wir.“ Selbstbewusstsein oder Selbstbezogenheit? Abgrenzung oder Abschottung? Wo es ein „Wir“ gibt, muss es auch ein „Die“ geben. Abgrenzung birgt jedoch auch immer die Gefahr der Abschottung – geografisch und vor allem geistig. Sie macht aus Heimat im Sinne eines sicheren Hafens und wohltuenden Rückzugsgebiets einen Ort rückwärtsgewandter Engstirnigkeit. Dann macht das Weltbild an der Heimatgrenze halt. Das ist der ernst zu nehmende Teil der subtilen Botschaft der Deutschlandkarten. Das Zuhause ist planvoll, geordnet, aufgeräumt und einfach schön. Die Tür ist sicher verschlossen, davor steht ein Schild mit der Aufschrift: „geschlossene Gesellschaft“, und dahinter „ist die Welt in Ordnung“. Dort wird dann über die Heimat hier drinnen und die Welt dort draußen schwadroniert und ideologisiert. Solche Räume gibt es, physisch – als geografische Orte – und im Kopf von Menschen. Dort hinein drängen die Feinde der offenen Gesellschaft, die alles versprechen, einfache Antworten liefern und weder Nüchternheit, Be-

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scheidenheit noch Demut vor Freiheit und Selbstbestimmung zeigen. Sie stellen Sicherheit und Freiheit in einen Gegensatz, schüren die Angst vor allem Fremden und nutzen sie dazu, sich selbst großmäulig als Schutzpersonen zu gerieren und zu stilisieren. Alles schon mal da gewesen. (Da fällt mir gerade auf: Ich schreibe diesen Aufsatz ausgerechnet am 20. April!) Trotzdem – sie finden zunehmend Anhänger unter Gleichgesinnten. Nennen wir sie lieber Gesinnungsgleiche. Menschen, deren morbide Geisteshaltung ähnliche Symptome aufweisen: ein Lechzen nach Heimeligkeit in übersteigerter Selbstsucht, ichbezogen und rückwärtsgewandt. Ihr Leiden nennt man auch „Blasenkrankheit“. Sie leben in einer Blase – abgekürzt „WDS“. Diesem Wahrnehmungsdefizitsyndrom entspringt eine Weltanschauung, die gesellschaftlichen Entwicklungen und zivilisatorischem Fortkommen entgegensteht, ein friedliches Zusammenleben über Grenzen hinweg gefährdet und Universalgesetze der Menschlichkeit in Frage stellt. Schon Alexander von Humboldt wusste: „Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben.“

Heimat, Zuhause – und nun …?

Was können wir den hermetischen Weltanschauungen entgegenstellen? Die Überzeugung, dass sich offene Gesellschaften den geschlossenen Systemen gegenüber als die überlegene Lebensform erweisen. Offenheit bedeutet die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, ein Denken in Alternativen und im Plural. Ein sowohl als auch, also das Eine tun ohne das Andere zu lassen, ein Wechselspiel aus einem Hinaustreten in eine widersprüchliche, unbekannte Fremde und einem Heimkommen in ein vertrautes, behütetes Zuhause. Kultur und Identität brauchen beides – ein Öffnen und ein Abgrenzen – um nicht der Beliebigkeit zu verfallen. Denen, die sich der Offenheit entgegenstellen, ist mit eben derer zu begegnen. Das ist freilich ein hoher Anspruch, denn wer selbst nicht offen ist, neugierig und wissensdurstig, der ist auch schwerlich von Neuem, Gutem oder gar Besserem zu überzeugen. Verweigern wir denen aber unser Gehör, schnappt die Falle zu und wir landen selbst in einer Blase, die ebenso all jene zu umhüllen droht, die sich selbst als welt-

offen erachten. Die offene Gesellschaft reißt keine Mauern ein. Wohl aber zeigt sie zur Tür und sorgt für Durchgängigkeit, dabei aber stets wohlwissend, wer da rein und rausgeht … Freiheit ist nun mal das Recht, sich von anderen zu unterscheiden. Sie nährt sich von Überzeugungskraft, nicht von Zwang. Der offene Diskurs bestimmt seit drei, vier Generationen unsere Heimatordnung und beschert uns ein friedliches Zuhause, so selbstverständlich wie volle Regale im Supermarkt. Ein sicheres Heim ist das Resultat einer offenen Gesellschaft, deshalb attraktiv und es wert, alles dafür zu tun, diese nicht zu verlieren. Gutes geschieht dabei fast unmerklich, wie selbstverständlich, in kleinen Portionen – unaufgeregt und ohne Aufhebens, fern großmäuliger Ideologien, sondern in besonnener Wirklichkeit. Offenheit ist weder eine ideologische oder moralische Dimension, sondern eine Kulturtechnik, ein Motor der Zivilisation, der nicht laut aufheult, sondern uns verlässlich in die Zukunft befördert. Mobilität und Offenheit sind Anverwandte. Die moderne Welt hat sich ein Maß an Bewegungsfreiheit geschaffen, das es zu bewahren gilt. Die Bewegungsfreiheit wiederum schafft eine Modernität, die der Verbesserung der Lebensverhältnisse dient – und zwar für alle Menschen, nicht nur für einige wenige. Mobilität ist gleichermaßen Ursache und Folge kultureller Errungenschaften. Ein friedliches Zuhause zu haben aber ist mehr als das: ein friedliches Zuhause ist ein Menschenrecht! Gleichzeitig braucht Bewegungsfreiheit einen sicheren Stand, eine solide Basis, eine Heimat. Vielleicht ist Heimat das, was Helmut Schmidt ein ethisches Koordinatensystem nannte, eine Art innerer Kompass. Dieser lässt uns immer wieder unser Zuhause finden, wenn wir uns doch mal ein wenig zu weit in diese unbekannte, komplexe und hektische Welt der modernen Zeit hinausgewagt haben. Nicht vielleicht – mit Sicherheit lässt sich Heimat auch so verstehen: als ein festes Wertegefüge, das uns nicht nur irgendwo an einem Ort oder inmitten einer Vielfalt von Beziehungsmöglichkeiten, sondern zuallererst bei uns selbst zu Hause sein lässt.

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KOMMENTAR Bei sich selbst zuhause sein von Dipl.-Psych. Peter Fauser

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er Ort, den wir unser Zuhause nennen, trägt in vielfacher Weise zu unserem Wohlbefinden bei: Geborgenheit, Entspannung und Erholung, aber auch Gemeinschaft und Begegnung, Anregung und Unterhaltung. Zuhause ist auch ein Ort, also ein äußerer Rahmen, der es ermöglicht … … zu sich zu kommen – bei sich selbst anzukommen – bei sich selbst zuhause zu sein. Was meinen wir eigentlich damit, wenn wir sagen „bei sich selbst anzukommen – bei sich selbst zuhause zu sein“? Bevor Sie weiterlesen, können Sie ja einmal versuchen, dem nachzuspüren und diese Frage zunächst für sich selbst zu beantworten: „Wie fühlt es sich für mich persönlich an, wenn ich zu mir selbst gekommen - bei mir selbst angekommen bin?“

Aus der Perspektive der Achtsamkeit würden wir es als absichtliche und bewusste Kontaktaufnahme mit sich selbst im gegenwärtigen Moment beschreiben. Die dabei wichtigen Leitfragen sind:

Wie fühle ich mich körperlich? (müde, erschöpft, entspannt, unruhig, schwer, leicht, …) → also die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers Was beschäftigt mich gerade? (Erinnerungen, Sorgen, Pläne, Hoffnungen, Ideen …) → also die bewusste Wahrnehmung der eigenen Gedankenwelt Wie geht es mir gefühlsmäßig? (z.B. Reste von Frust und Ärger oder auch Zufriedenheit und Freude bezüglich Situationen des zurückliegenden Tages) → also die bewusste Kontaktaufnahme mit dem eigenen emotionalen Erleben im gegenwärtigen Moment

Also innehalten und die eigene Aufmerksamkeit bewusst und absichtlich in dieser Weise auf sich selbst zu richten. Dabei ist es wichtig, die eben angesprochenen Wahrnehmungen (Körper, Gedanken, Gefühle) zunächst einfach nur da sein zu lassen – sie, so wie sie sind, wohlwollend anzunehmen, ohne sie gleich verändern, weghaben oder auch festhalten zu wollen - sie so in der eigenen Wahrnehmung zu halten.

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Ein anderes Wort für diese Art der Aufmerksamkeit für sich selbst ist „Achtsamkeit“ oder „Gewahrsein“ für sich selbst. Genau diese Qualität, so im gegenwärtigen Moment mit sich in Beziehung zu treten - sich selbst so begegnen zu können – bedeutet aus der Perspektive der Achtsamkeit … zu sich zu kommen – bei sich selbst anzukommen – bei sich selbst zuhause zu sein. Allerdings sind wir normalerweise nicht sehr darin geübt diese Form der achtsamen Selbstbesinnung zu kultivieren. Es kommt uns eine Eigenart unseres Geistes dazwischen, die im englischen als „Mind Wandering“ bezeichnet wird. Im Deutschen sprechen wir von „in Gedanken spazieren gehen“, „in Gedanken sein“, „geistesabwesend sein“ oder „seinen Gedanken nachhängen“. Wir können hier zwischen einer willkürlichen und einer unwillkürlichen, „automatischen“ Variante unterscheiden. Bewusste und willkürliche „Tagträumereien“ – das freie oder spielerische Sinnieren ohne genaue Erwartungen an den „Output“ - kann durchaus positiv empfunden werden und liefert manchmal überraschende und kreative Einsichten („Die besten Ideen kommen mir unter der Dusche“). Problematisch ist die unwillkürliche, automatische Variante, bei der wir tatsächlich und im Wortsinn in unseren Gedanken verloren sind, weil wir dies lange


nicht einmal bemerken: Inneres Geplapper, Monologe mit uns selbst, phantasierte und erinnerte Gespräche, innere Vorwürfe und Rechtfertigungen, Interpretationen und Bewertungen – eben gedankenverloren statt geistesgegenwärtig!

Die psychologische Forschung beschäftigt sich seit einigen Jahren mit diesem Thema. Je nach wissenschaftlicher Studie wandert unser Geist während etwa 30 bis 50 Prozent unserer Wachbewusstseinsphasen: wir „gedankenträumen“ und bemerken nicht - wie in unseren „richtigen“ Träumen -, dass wir gerade träumen. Unser Geist wandert unwillkürlich automatisch in die Vergangenheit oder in die Zukunft und verliert damit den Kontakt mit dem Hier und Jetzt. Hinzu kommt noch ein anderer Aspekt. Entsprechende Forschungen legen nahe, dass ein automatisch wandernder Geist per se unglücklicher ist als ein Geist, der im Hier und Jetzt verankert und beheimatet ist. Die klassische Studie von M.A. Killingsworth & D.T. Gilbert heißt dann auch „A wandering mind is an unhappy mind“, Science (2010). In dieser Studie wurden 2.250 erwachsenen Versuchsteilnehmern per iPhone-App an zufällig generierten Zeitpunkten im Tagesverlauf folgende drei Fragen gestellt: Wie fühlen Sie sich gerade? (Frage nach „Glücksgefühl“: Skala von 1 – 100) Was tun Sie gerade?

Denken Sie gerade an etwas anderes als an das, was Sie gerade tun?

In 46,9 Prozent aller Fälle wurde Frage Nummer drei mit „Ja“ beantwortet, also Mind Wandering. Das wichtigste Ergebnis der Studie bestand jedoch darin, dass die Teilnehmer insgesamt unglücklicher waren, wenn sie zugleich auch in Gedanken waren. Wer also zum Beispiel auch bei der Arbeit ganz bei der Sache ist, ist glücklicher als derjenige, der arbeitet und gerade in Gedanken woanders ist.

Zurück zum Thema: Es dürfte deutlich geworden sein, dass ein solcherart unwillkürlich wandernder Geist keine gute Basis dafür ist, um … zu sich zu kommen – bei sich selbst anzukommen – bei sich selbst zuhause zu sein. Also was tun? Die oben aufgeführten achtsamkeitsorientierten Fragen zur Kontaktaufnahme mit sich selbst können auch eine Hilfestellung sein, unseren wandernden Geist wieder einzufangen. Dann würde es nur darum gehen irgendeinen Erinnerungsmarker zu kreieren, der uns an diese Fragen erinnert. Denn wenn wir sie uns stellen können, haben sie die Kraft uns in den gegenwärtigen Moment zurück zu „beamen“ („Beam me up, Scotty“). Eine Erinnerungshilfe vielleicht sogar an dem äußeren Ort, den wir hoffentlich unser Zuhause nennen dürfen, in Form eines Bildes, Zettels (auf dem diese Fragen stehen) oder eines anderen Symbols. Oder auch einen Marker, den wir mit uns führen (der berühmte Knoten im Taschentuch) um uns selbst bei Bedarf (!) einzuladen, ortsunabhängig ... zu sich zu kommen – bei sich selbst anzukommen – bei sich selbst zuhause zu sein. Zuhause sein bedeutet also aus diesem Blickwinkel körperlich und geistig im Hier und Jetzt anwesend und verortet zu sein. Sonst geht es einem ähnlich wie dem Urlauber, der von seiner wunderschönen Ferieninsel eine Postkarte nach Hause schreibt: „Wie Ihr sehen könnt ist es ganz schön hier, ich wünschte ich wäre hier ...“

Etwas dafür zu tun, um bei sich selbst zuhause zu sein, ist ein Ausdruck von Selbstfürsorge. Selbstfürsorge gründet auf einem unbedingten Wohlwollen gegenüber sich selbst, das – wie es das Wort „unbedingt“ zum Ausdruck bringt im Kern an keinerlei Bedingungen geknüpft ist. Sei gut zu Dir! Genau das ist es, was wir im Achtsamkeitstraining üben und kultivieren (ab September 2017 im Rahmen eines 8-Wochen-Präventionskurses wieder im ZAP).

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…, dass derzeit über 60 Millionen Menschen aufgrund von Krieg, Verfolgung und Konflikten ihre Heimat verlassen haben - das ergibt einen Durchschnitt von 24 Menschen pro Minute. Würden alle diese Flüchtlinge, Vertriebenen und Asylsuchenden gemeinsam einen Staat gründen, wäre er so groß wie Großbritannien. …, dass jedes halbe Jahr fünf neue Praktikanten aus ganz Deutschland im Racket Center ihr Zuhause finden? Während

ihres sechs monatigen Praktikums arbeiten sie nicht nur zusammen, sondern wohnen auch gemeinsam in einer WG im oberen Geschoss der Freizeitanlage. …, dass China mit 1.379 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Welt ist, dicht gefolgt von Indien mit 1.310 Millionen Einwohnern. Die USA, die sich in diesem Ranking auf dem dritten Platz befindet, weist demgegenüber nur eine Bevölkerungszahl von 324 Millionen Einwohnern auf. Deutschland belegt in dieser Statistik den 17. Platz.

Hier sind rund 82 Millionen Menschen beheimatet. …, dass der ursprüngliche Begriff für Heimat aus dem Germanischen kommt und „hämatli“ lautet. Der Begriff wurde primär bis Mitte des 19. Jahrhunderts im juristischen und geographischen Sinne verwendet. Er diente der Lokalisierung und Personalisierung von Bürgern in Verwaltungsangelegenheiten. Wer allerdings mittellos war, der galt gleichzeitig als heimatlos bei Amt und Polizei.

Unsere studentischen Praktikanten

NÜRNBERG Sophia Wende, 23 Jahre B.Sc. Sportökonomie an der Universität Bayreuth BAYREUTH Verena Waigel, 23 Jahre B.Sc. Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth HALLE Sandra Bischoff, 23 Jahre B.A. Sportwissenschaften mit Nebenfach Psychologie an der MLU Halle-Wittenberg MAINZ Nicolas Liebthal, 24 Jahre B.Sc. Wirtschaftswissenschaften an der Universität Würzburg LEIMEN (UNI KARLSRUHE) Moritz Nägele, 25 Jahre B.A. Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Fitness- und Gesundheitsmanagement am KIT Karlsruhe

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…, dass die Zahl der Pendler in Deutschland, die, um zu ihrer Arbeit zu kommen, eine Fahrt in eine andere Gemeinde auf sich nehmen, einen neuen Rekordwert erreicht hat? Während es laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Jahr 2000 noch 53 Prozent waren, stieg diese Zahl im Jahr 2015 auf 60 Prozent an. Platz eins geht dabei an die bayrische Landeshauptstadt München, gefolgt von Frankfurt und Berlin. Dabei ist nicht nur die Zahl der Pendler angestiegen, sondern auch die Distanz zum Arbeitsplatz. Während es 2.000 noch 14,6 Kilometer im Durchschnitt waren, stieg die Zahl bis zum Jahr 2015 auf 16,8 Kilometer an. ..., dass in Deutschland 20 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln leben und arbeiten, darunter neben qua-

lifizierten Fachkräften auch Künstler und Kulturakteure und andere aktive Gestalter unserer Gesellschaft. …, dass 45 Prozent der Deutschen mit dem Heimatbegriff ihre Familie verbinden? Während 16 Prozent bei diesem Begriff an ihren Wohnort und 15 Prozent an ihren Geburtsort denken, so denken nur sechs Prozent der deutschen Bevölkerung dabei zunächst an ihre Freunde. ..., dass der deutsche Wohneigentumsmarkt im internationalen Vergleich von einer verhältnismäßig geringen Wohneigentumsquote geprägt ist. Während in Großbritannien 66 Prozent, in Belgien 78 Prozent oder Spanien 85 Prozent der Wohnungen von Eigentümern genutzt werden, sind es in Deutschland nur rund 46 Prozent.

..., dass wir innerhalb Europas - objektiv statistisch betrachtet - in den sichersten Zeiten leben, die es je gegeben hat? Die Anzahl terroristischer Opfer in den 70er, 80er und in den 90er Jahren waren um ein vielfaches höher als in den Jahren des 21. Jahrhunderts. Auch extreme Gewalt war noch nie auf einem so niedrigen Niveau wie heute. ..., dass der durchschnittliche Spielraum eines neun- bis 14-jährigen Kindes rund um sein Zuhause vor einhundert Jahren noch bei acht bis neun Kilometern lag und damit um einiges größer war als der heutiger Kinder? ..., dass mit Jeffersons Unabhängigkeitserklärung vor über 200 Jahren auch der Mythos Amerikas als „Heimat der Freiheit“ entstanden ist?

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BUCHTIPP

... sich mit Afrika beschäftigen! von Matthias Zimmermann

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ie Situation geflüchteter Menschen in Deutschland und die Herausforderungen für uns Deutsche und Europäer sind ein bestimmendes Thema in Politik und Gesellschaft – spätestens seit den Septemberwochen 2015. In den Folgemonaten kamen neueren Schätzungen zufolge knapp 900.000 Menschen nach Deutschland, davon mehr als die Hälfte aus Syrien und Afghanistan. Nimmt man den Irak hinzu, stellen diese drei Länder über zwei Drittel aller Flüchtlinge. Menschen aus Eritrea, Somalia, Nigeria und Gambia bilden im Vergleich dazu eine untergeordnete Zahl. Die aktuelle Flüchtlingskrise ist vor allem den Ereignissen im Nahen Osten geschuldet. Dabei gerät eine langfristig viel bedrohlichere Entwicklung aus dem Blick: die Völkerwanderung Zehntausender Afrikaner nach Europa. Das Szenario: auf der einen Seite eine Bevölkerung, die sich in den nächsten Jahrzehnten verdoppelt, auf der anderen Seite die dramatische Zunahme von „failed states”, von Korruption, Misswirtschaft und Unterdrückung.

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Schaut man auf die demografische, politische und wirtschaftliche Entwicklung in Afrika – insbesondere der Länder südlich der Sahelzone – wird die Zukunft ganz anders aussehen: was von dort seinen Anfang nehmen wird, oder bereits genommen hat, wird die kommenden Jahrzehnte das globale Zusammenleben der Menschheit prägen: eine neue Völkerwanderung. So lautet auch der Titel des Buches, mit dem Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate die Situation fundiert beschreibt und einen Blick in die Zukunft wagt. Als langjähriger Afrika-Berater deutscher Unternehmen kennt Prinz Asserate die Ursachen genau, benennt sie mit präziser Kenntnis und belegt sie mit umfangreichem Zahlenwerk. Die zentrale These des Buches lautet: um einer neuen Völkerwanderung vorzubeugen, müssen die Ziele und Prioritäten der deutschen und europäischen Entwicklungszusammenarbeit klarer gesetzt werden – vor allem politisch. Die wirtschaftlichen Beziehungen zu Afrika

sind bei weitem nicht bedeutsam genug, als dass klare politische Grundsätze der deutschen Wirtschaft enorme Verluste zufügen würden. Europa darf sich nicht länger erlauben, seine eigenen Wertmaßstäbe in Afrika aufzugeben und zu verraten. Als langjähriger Afrika-Berater deutscher Unternehmen kennt Prinz Asserate die Missstände genau. Afrika verliert durch westliche Handelsbarrieren und Agrarprotektionen jährlich das Doppelte dessen, was es an Entwicklungshilfe erhält. Zudem werden Gewaltherrscher hofiert. Gerade diejenigen, die der Kontinent für seine Entwicklung dringend braucht, kehren ihrer Heimat den Rücken. Dieser „Braindrain“ ist ein Aspekt. Von 1,2 Milliarden Menschen, die wir zurzeit in Afrika haben, sind 85 Prozent Jugendliche unter 25 Jahren! Vorwiegend die Kräftigsten, also die jungen Männer, sind es, die sich auf den Weg machen. Dies sorgt an beiden Enden des Fluchtweges für Probleme: am Ort des Aufbruchs und am Ort der Ankunft.


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Arbeitsrecht Worin ist die Lösung zu suchen? Der Untertitel des Buches weist den Weg: „Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten“. Europa, so Asserate, muss Afrika als Partner behandeln und gezielt diejenigen Staaten unterstützen, die demokratische Strukturen aufbauen und in ihre Jugend investieren. Nur so kann es gelingen, den fluchtbereiten Afrikanern eine menschenwürdige Zukunft auf ihrem Kontinent zu ermöglichen. Die Realität aber sieht anders aus. Die Direktinvestitionen in Afrika sind kaum der Rede wert. Wer in einem der 53 afrikanischen Staaten ohne Südafrika investieren möchte, muss diese ohne Exportkreditversicherung der Bundesrepublik Deutschland (so genannter Hermesdeckungen) wagen. Auch in der gemeinsamen Erklärung des ersten UN-Gipfels zu Flüchtlingen und Migration auf der Ebene der Regierungschefs und Staatsoberhäupter kommt der Blick auf die Situation in Herkunftsländern wie Afrika dabei zu kurz. Es müsse vielmehr gegen die Fluchtursachen getan werden, so Asfa-Wossen Asserate – einst selbst Flüchtling mit einer ganz persönlichen Fluchtgeschichte. Prinz Asfa-Wossen Asserate hält mit seiner Kritik an die afrikanische Führungselite nicht hinter dem Berg. Er hält es für geradezu unglaublich, dass es bis zum heutigen Tag keinen Gipfel der afrikanischen Führer bei der Afrikanischen Union gegeben hat, um sich dem Thema Flüchtlinge zu widmen. So folgt er mit seinem Buch regelrecht dem Aufruf Angela Merkels anlässlich des Wirtschaftstags 2016 der CDU in Berlin: „Wir müssen uns mit Afrika beschäftigen“. Nun kann man auf 219 Seiten viel Hintergrundwissen zur Situation in den afrikanischen Herkunftsländern vieler Flüchtlinge und Migranten erwerben. Geschichte und Kultur, Gesellschaft und Ethnien, Geografie und Politik – Inhaltsreichtum, dargeboten in einer

wunderbaren Sprache, schärft den Blick auf den afrikanischen Kontinent und die Perspektiven seiner Bewohner. Dieser Blick ist unerlässlich, um eine Form der Zusammenarbeit zwischen Europa und einigen Ländern Afrikas zu finden, die die Flüchtlingsproblematik in den Griff kriegen lässt. Und dieser ist dringend notwendig, denn die derzeit herrschenden Methoden werden sich erschöpfen und zu keiner nachhaltigen Lösung führen, so der Autor. Sein überzeugender Appell stattdessen: die Europäer müssen sich von ihrer Afrikapolitik der letzten 40 Jahre trennen, die aus wirtschaftlichen Interessen mit Gewaltherrschern kooperiert und deren Macht stützt – das ist unabdingbar! Denn: Die größten Exporteure von Migranten auf dieser Welt sind afrikanische Gewaltherrscher, die ihrem eigenen Volk nicht die Möglichkeit geben, in ihren eigenen Ländern nicht ein reiches, aber ein menschenwürdiges Dasein zu führen.

Zur Person

Prinz Asfa-Wossen Asserate, geboren 1948 in Addis Abeba, lebt seit den 1970er Jahren als Unternehmensberater und Autor in Frankfurt/ Main. Er ist Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, Urenkel der Kaiserin Menen II. und Sohn des ehemaligen Gouverneurs und Vizekönigs von Eritrea. 2014 erschien sein Buch über Haile Selassie, Der letzte Kaiser von Afrika, im Propyläen Verlag. Ebendort erschien im vergangenen Jahr sein neues Buch Die neue Völkerwanderung.

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WIR HELFEN ... Ein Jahr – ein Land: Äthiopien

Das Gymnasium Englisches Institut blickt über den nationalen Tellerrand von Vera Schwind, Abteilungsleiterin Wenn Frieden in Europa wachsen und gedeihen soll, müssen die Schülerinnen und Schüler die Welt kennenlernen, andere Sichtweisen entdecken und globale Zusammenhänge verstehen. Kurzum einen offenen Blick auf die Welt entwickeln. So lautet die Kernidee des Englischen Instituts Heidelberg, denn – um mit den Worten von Alexander von Humboldt zu sprechen: „Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.“ Impulse in diesem Sinne werden auch durch unser Projekt „Ein Jahr ‒ ein Land“ gesetzt. Im Rahmen dieses Projekts beschäftigen wir uns in jedem Schuljahr mit einem anderen Land. Seit September weht nun am Eingangstor die Schulfahne mit der äthiopischen Flagge und erinnerte an das Land, welches die Schulgemeinschaft durch dieses Schuljahr begleitet: Äthiopien. Im Fokus unserer vielfältigen inner- und außerunterrichtlichen Aktionen steht die Unterstützung einer äthiopischen NGO, die „Tariku and Desta Kids‘ Education through Tennis Development (TDKET)“ in der Hauptstadt Addis Abeba, die durch den Tennissport unterprivilegierte Kinder an höhere Bildung heranführt. Getreu dem Motto „global denken – lokal handeln“, sammeln wir durch den Verkauf von Kuchen und durch Spendensammelaktionen Gelder, die der Organisation bei dem Besuch der äthiopischen Kinder von TDEKT in Heidelberg am Ende des Schuljahres persönlich übergeben werden sollen. Dabei stellt die Begegnung mit den weitgereisten Gästen eine besondere Bereicherung dar, zumal eine geplante Reise unserer Schülerinnen und Schüler nach Äthiopien leider aufgrund der politisch instabilen Lage in dem afrikanischen Land ausfallen musste. Umso mehr hat es uns gefreut, das Englische Institut beim diesjährigen VIP Empfang anlässlich des MLP-Cup 2017 vertreten zu dürfen. Bei dieser Gelegenheit lernten wir Tariku Tesfaye persönlich kennen und konnten einen Eindruck gewinnen, wie groß und rührig das Engagement für die äthiopischen Tenniskinder ist. Vor allem der Bildungsanspruch, den die Förderer, allen voran Dr. h. c. Manfred Lautenschläger und der Präsident des Internationalen Club (IC von Deutschland), Herr Alexander Kurucz, mitbringen, haben uns sehr beeindruckt.

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Athiopische Fahne am Eingang zum Englischen Institut

Bereits jetzt freuen wir uns darauf, wenn wir im Juli eine Gruppe der Tenniskinder – die auf „Tennistour“ in Deutschland sein werden – in unserem Hause begrüßen dürfen und mit einer Scheckübergabe zur Fortführung des Projekts auch unseren Beitrag leisten können. Schon Mitte November vergangenen Jahres hat uns AfrikaKorrespondent Philipp Hedemann mit einer Lesung aus sei-


Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate

Photo: Anna Meuer

Alexander Kurucz, Dr. h.c. Manfred Lautenschläger und Dr. Matthias Zimmermann übergeben Tariku Tesfaye einen Scheck über 20.000 Euro. Neben Zuwendungen von Mitgliedern des IC und Erlösen aus diversen Spendenaktionen im Racket Center ist ein Gutteil der Summe aus dem Nachlass von Gertrud Zalud, sich zu ihren Lebzeiten dem Projekt dank der Fürsprache von Dieter Schmich und Ann-Kathrin Pfeifer mit großen Interesse zugewandt hat.

nem Buch „Der Mann, der den Tod auslacht“ dieses wunderschöne Land am Horn von Afrika näher gebracht. Lebendig wurde die äthiopische Kultur zudem am Tag der offenen Tür durch eine Kaffeezeremonie, die alle Besucher zu einer kurzen kulinarischen Reise nach Äthiopien einlud.

Wir laden Sie ein

Prominenten Besuch dürfen wir nun Anfang Juni begrüßen: Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate wird am 1. Juni um 19.30 Uhr im Englischen Institut einen Vortrag zu seinem Buch „Die neue Völkerwanderung - wer Europa bewahren will, muss Afrika retten“ halten. Geplant ist außerdem eine anschließende Diskussion. Beschäftigen wird uns dabei vor allem die Frage, was wir in Europa tun müssen, um den Menschen unseres afrikanischen Nachbarkontinents die Perspektive

auf ein würdiges Leben zu ermöglichen. Insbesondere die aktuelle Flüchtlingskrise verlangt diesen Blick auf Afrika ‒ um den Frieden in Europa zu bewahren. Diese Veranstaltung ist öffentlich. Wir freuen uns, wenn interessierte Gäste bei dieser Gelegenheit in unser Gymnasium Englisches Institut kommen. Es freut uns daher, an dieser Stelle eine herzliche Einladung aussprechen zu dürfen.

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FRAGEN ANTWORTEN

Dinkenesh Tameru

Dinkenesh – „Du Wunderbare“. Welch eine schöne Bedeutung dieser Name doch hat. Dinkenesh „Lucy“ Tameru trägt diesen zurecht. Sie ist ein außergewöhnlicher Mensch – eine Botschafterin ihres Landes und des Projekts, das sie zu dem gemacht hat, was sie heute ist: eine selbstbewusste junge Frau, die mit großem Ehrgeiz und viel Disziplin daran arbeitet, für sich selbst – aber auch für ihre Familie und ihre Freundinnen und Freunde aus dem Kindertennisprojekt ihrer Heimat – eine Zukunft zu schaffen. Dabei ist nicht nur sie alleine diejenige, die durch das Projekt der „Tariku and Desta Kids´ Education through Tennis Development“ eine enorme persönliche Entwicklung erfahren hat. Sie trägt auch zur Existenz ihrer Familie bei – wie so viele Kinder und Jugendliche in Äthiopien. Und sie hat es geschafft, nach (im wahrsten Sinne des Wortes) mühsamem Kampf mit ihren Eltern die Erlaubnis zu erhalten, Tennis zu lernen und eine Schulförderung zu erhalten. Besonders der Widerstand ihres Vaters fiel rigide aus. Heute ist er stolz auf seine Tochter. Sie hat sein Denken verändert. Und genau darum geht´s in dem Engagement zugunsten und innerhalb des Projekts der TDKET inmitten von Addis Abeba.

1 Du bist jetzt für 1 Jahr hier in Deutschland. Fühlst Du Dich hier bereits zuhause?

Ja, genau. Ich bin jetzt für ein Jahr hier in Deutschland und sehr glücklich darüber. Ich fühle mich hier schon sehr zuhause, da ich schon einige Male hier war. Während meiner Besuche hier in den letzten Jahren habe ich bereits viele neue Freunde gewonnen und habe die Umgebung näher kennengelernt. Im Moment lebe ich bei Familie Neuner in Schönau. Sie haben mich wirklich herzlich in ihrer Familie willkommen geheißen. Manche Personen kümmern sich dabei mehr um mich als ich es selbst tue. Eine davon ist Dr. Matthias Zimmermann, dem ich auf diesem Weg besonders danken möchte. Er hat wirklich viel für mich und das TDKET Projekt gemacht. Alle meine Freunde und befreundete Familien, die ich aus der Region hier kenne, kommen mich auch regelmäßig besuchen. Außerdem spiele ich jede Woche im Racket Center Tennis. Dabei kommen immer wieder Erinnerungen an die Zeit vor neun Jahren auf, als ich das erste Mal hierher kam. Besonders im Racket Center fühle ich mich zuhause.

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2 Was bedeutet Addis Abeba für Dich – hast Du manchmal Heimweh?

Eine der wichtigsten Dinge im Leben ist die Familie. Weit weg von ihnen zu leben ist wirklich hart. Ich vermisse meine Familie sehr. Das kommt besonders daher, da wir in der äthiopischen Kultur eine starke Verbundenheit innerhalb der Familie pflegen. Wenn wir über Familien reden, denke ich immer auch an TDKET. Ich habe bis jetzt mehr als mein halbes Leben mit TDKET verbracht, ich vermisse alles davon: meinen Trainer Tariku, der immer die guten Seiten an mir sieht, all die wunderbaren Kinder, die wie Geschwister für mich sind, all meine Unterstützer, alle, die dort arbeiten und meine Freunde. Ich liebe Äthiopien, nicht nur weil es mein Mutterland ist. Vielmehr ist es für mich ein Land mit verschiedenen Kulturgütern, verschiedenen Sprachen und Religionen - wir sind vereint in unserer Vielfalt. Die Personen in meinem Umfeld sind großartig! Ich bin stolz darauf, dass ich zu einem Land gehöre mit solch wundervollen Menschen wie Tariku und Desta.

3 Wie schauen deine Zukunftspläne aus?

Ich bin hier in Deutschland um verschiedene Erfahrungen zu sammeln. Im Moment ist meine komplette Aufmerksamkeit darauf gerichtet, Deutsch zu lernen und meine Trainerlizenz im Tennis zu erhalten. Tennistrainer zu sein ist mein Traum seit ich mit dem Tennisspielen angefangen habe und ich würde es sehr gerne nutzen, um beim TDKET Tennis Projekt mitzuarbeiten. Ich hatte eine großartige Zeit, als ich beim TDKET als Trainer ausgeholfen habe. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich mehr Kenntnisse und Erfahrungen brauche. Daran möchte ich unter anderem in nächster Zeit arbeiten. Mein Plan für die Zukunft ist es, als Tennistrainerin zu arbeiten, Kinder auf dem Weg zu höherer Bildung zu begleiten und der TDKET in Addis Abeba zu helfen …

2004

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Das Team vom Hotel Bären in Leimen möchte Sie in freundlicher und familiärer Atmosphäre herzlich willkommen heißen. Die Zimmer haben wir für Sie komfortabel und geschmackvoll eingerichtet. Der Stil aus Tradition und Moderne spiegelt dabei die über 350 Jahre alte Tradition unseres Hauses wieder. Sie finden uns im Herzen der Stadt Leimen in der Kurpfalz direkt am Georgi-Marktplatz und in unmittelbarer Nähe zur Stadt Heidelberg in Mitten der Metropolregion RheinNeckar. EZ: ab 54,- EUR / Nacht DZ: ab 64,- EUR / Nacht (Preise exkl. Frühstück) Frühstück an unserem reichhaltigen Buffet: 7,90 EUR pro Person Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Ihr Bären - Team

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KOLUMNE Zuhause an einem Ort der Kommunikation und Weiterentwicklung Toastmaster fühlen sich wohl im Racket Center von Oliver Wildenstein, Schatzmeister

N

icht alle Menschen bewerten ihr Zuhause gleich. Für die einen ist es das Dach über dem Kopf, für die anderen ihre Heimat. Während es von manchen wie das tägliche Hemd gewechselt und trotzdem jeweils als Zuhause empfunden werden kann, brauchen andere Menschen dort das Gefühl von Verwurzelung. Aber egal, ob kurze Bleibe oder warmes Nest, eins prägt doch jedes Zuhause: Es ist ein Wohlfühlort mit Raum für zwischenmenschliches Vertrauen. Die Basis für ein solches Gefühl von Sicherheit bietet die Kommunikation. Das geschützte Gespräch bildet die Behausung dafür, sich zu öffnen und viel von sich preiszugeben: Wertschätzung und Achtsamkeit geben und bieten Geborgenheit.

stimmt selbst, worauf es seinen Fokus legen will. Die Führungsteams der lokal organisierten Clubs werden jährlich neu festgelegt. Jeder kann eine Rolle übernehmen und wird durch erfahrene Toastmasters (Mentoren) unterstützt. Die wichtigste Aufgabe eines ToastmastersClub besteht also vor allem darin, eine gegenseitig unterstützende und positive Lernumgebung zu schaffen. In dieser Umgebung kann jedes einzelne Mitglied seine Kommunikations- und Führungsqualitäten entwickeln und so sein Selbstvertrauen stärken und sein persönliches Wachstum fördern. Diese vier Grundwerte bilden die Basis für Toastmasters: Integrität (Integrity), gegenseitige Wertschätzung (Respect), Unterstützung (Service) sowie Spitzenleistung (Excellence).

Sprachverständigung ist ein ganz wichtiges Element möglicher Vertrautheit oder Zugehörigkeit. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist ein sozialer Hunger, der uns dazu veranlasst, unseren Platz in der Gesellschaft zu finden. Die Stillung von physiologischem Hunger oder Durst bewahrt unser Überleben. Aber ein Platz, an dem man sich wohl fühlt, prägt und fördert die Weiterentwicklung. Und der kann innerhalb des Familiensystems oder auch durchaus in einer Gruppe außerhalb der Familie liegen.

Oliver Wildenstein

Der Club „Toastmasters Europe - ZAP“ bietet so einen Platz. Ich möchte Ihnen diesen Club gerne etwas näher vorstellen, indem ich erläutere, was er für mich bedeutet. Doch lassen Sie mich Ihnen zunächst kurz das generelle Konzept der Toastmasters vorstellen:

Die Toastmasters (www.toastmasters.org) sind eine nicht-kommerzielle Bildungsorganisation, die ihren Mitgliedern ein Trainingsprogramm zur Verbesserung der Kommunikations- und Führungsfähigkeiten anbietet. Jedes Mitglied be-

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Jeder Club trifft sich alle zwei Wochen für ca. zwei Stunden. Ziel ist es, so viel wie möglich zu kommunizieren. Zusätzlich werden vorbereitete Reden gehalten und bewertet. Der Aufbau neuer Clubs schult in Organisation und Führung und wirkt sich so nachhaltig auch auf die Position im Beruf aus. Zusätzlich werden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Redewettbewerbe veranstaltet. Wer Mitglied bei den Toastmasters ist, kann weltweit an jedem Clubtreffen teilnehmen, denn Gäste sind jederzeit willkommen. Ich persönlich gehöre dem „Toastmasters Europe - ZAP“ (http://zap4.tmclub.eu/) an. Im Racket Center in Nußloch beheimatet, in einer der wohl schönsten multifunktionalen Sport- und Freizeitanlagen


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deutschlandweit, ist in unserem Kreise jeder herzlich willkommen, der sich über ein offenes und tolerantes Weltbild definiert. Hierfür ist das Racket Center für uns der perfekte Ort für einen Umgang miteinander in Wertschätzung und Achtsamkeit. Das spiegelt auch der gesamte Ablauf der Abende, in dem es viel um konstruktives Feedback geht, wider. Die Abende sind sehr konkret strukturiert und folgen dem Schema aller Toastmastersclubs: Zu Beginn stellt der Präsident nach der Begrüßung den Toastmaster des Abends vor, der den Abend moderiert. Diese Rolle wechselt reihum. Die Leitung verteilt Mitgliedern ihre Aufgaben, z.B. das Zeitmessen oder das Zählen von Füllwörtern. Anwesende Gäste werden begrüßt und kurz in die Prinzipien des Toastmastersclubs eingeführt. Von Anfang an ist eines ganz wichtig: Jeder Gast darf etwas sagen – er muss aber nicht! Jeder Toastmaster hingegen muss auf Aufforderung des Toastmasters des Abends antworten oder sogar eine spontane Rede halten. Jeder Abend steht unter einem bestimmten, vorher bekannten Motto. Darauf beruht eine Eingangsrunde, in der jeder kurz etwas zum Thema aus seiner subjektiven Sicht sagt. Jedes dieser Statements wird beklatscht. Dann übernimmt der Stegreifreden-Moderator und fordert einzelne Mitglieder auf, zu einem vorgegebenen Thema eine entsprechende spontane Rede zu halten. Nach einer kurzen Pause schließen sich die vorbereiteten Reden an. Diese sind durch Handbücher vorgegeben. Das erste Handbuch ist der „Kompetente Redner“, das jeder Toastmaster zu Beginn seiner Karriere „an die Hand“ bekommt. Die erste Rede nennt sich „Eisbrecher“. Mit ihr stellt sich ein Mitglied persönlich vor. Die weiteren neun Reden geben entsprechende Ziele unter dem Aspekt vor: Wie kraftvoll überzeugen oder inspirieren Sie Ihre Zuhörer. Alle Redner werden mit Applaus empfangen und „entlassen“, denn: das Selbstvertrauen zu stärken, ist wichtiges programmatisches Ziel der Clubs. Doch

werden die Reden auch kritisch bewertet: durch Redebewerter, die in ihrem Feedback die positiven Aspekte hervorheben, aber auch idealerweise mindestens eine kritische Anmerkung machen und gleich einen konstruktiven Tipp dazu liefern, die der Weiterentwicklung des Redners dienen soll. Welche Ziele hatte die Rede? Wurden diese Ziele erreicht? Auch deren Bewertung selbst ist wieder in eine Rede gekleidet. Die Runde kennzeichnet gegenseitiges Wohlwollen und die Freude am gemeinsamen Wachstum. Nach Abschluss der kompletten Runde aus Spontanreden, vorbereiteten Reden und Redebewertungen, wird der Beste mittels schriftlicher Abstimmung jedes Teilnehmers gewählt. Hernach bewertet der Gesamtbewerter den kompletten Ablauf des Abends. Der Präsident kürt die Gewählten und verabschiedet die Teilnehmer. Danach nietet sich allen die Möglichkeit, freiwillig an einem geselligen Ausklang teilzunehmen. So steht unser Versammlungsort sowieso auch unter dem Stichwort der Geselligkeit. Als „Racket-Club“ bietet er nicht nur Tennis und Squash mit entsprechenden Trainern an, sondern verfügt auch über einen großen Fitness- und Wellnessbereich, in dem man es sich gut gehen lassen kann. Neben reiner Entspannung gibt es auch Physiotherapeuten, die professionell und umfassend Sportverletzungen behandeln können. Wir haben mit dieser Club-Location einen perfekten Ort gefunden, in dessen Ambiente sich die Maßstäbe und Ziele der Toastmasters hervorragend umsetzen und leben lassen.

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Wer entspannt sieht, ist auch auf dem Court erfolgreicher!

Ich fühle mich den Menschen dort verbunden und dieses Wissen um die eigene Zugehörigkeit gibt nicht nur die Sicherheit, frei zu reden. Es macht offen für die Begegnung mit einer Vielfalt und mit Neuem und fit für die Integration von fremden Elementen in sein Leben. So wird „das eigene Zuhause“ um einen ganz wertvollen Teil erweitert: den eines öffentlichen Ortes, der mich schon nach kurzer Zeit hat heimisch fühlen lassen ...! Friedrich-Ebert-Platz 1 · 69117 Heidelberg 0 62 21 / 97 23 - 0 · www.optik-dieterich.de

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EXPERTEN TIPP

Sachwerte gegen Vermögenserosion

von Dr. Heinz-Werner Rapp, Vorstand und Chefanlagestratege der FERI AG, Bad Homburg

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ie Rahmenbedingungen für die Geldanlage haben sich grundlegend geändert. Die neuen Risiken heißen monetäre Verwässerung und Inflation, stille Enteignung und finanzielle Repression. Für Investoren wird Vermögensschutz daher zum zentralen Ziel. Im Rahmen einer Sachwert-Strategie kann ein speziell konzipiertes Aktien-Portfolio mit stabilen und langfristig erfolgreichen Unternehmen dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Die Parameter der Wirtschafts- und Finanzpolitik haben sich grundlegend verändert. Im Zuge der Finanzkrise haben die Notenbanken die Rolle des Spielmachers übernommen. Überall auf der Welt agieren Zentralbanken seitdem als „Retter ohne Limit“, die das Finanzsystem mit neu gedrucktem Geld fluten. Dies geschieht in bisher undenkbarem Ausmaß - inzwischen wurde die Marke von 15 Billionen Dollar erreicht - und ohne Rücksicht auf drohende Spätfolgen. Eine weltweite monetäre Verwässerung von Vermögenswerten ist die Folge.

Riskante Vermischung von Geld- und Fiskalpolitik

Viele der bereits vor der Finanzkrise hoch verschuldeten Staaten haben seitdem ihre Verschuldung weiter erhöht. Die durch Käufe der Notenbanken künstlich gedrückten, inzwischen extrem niedrigen Zinsen boten dafür zusätzlichen Anreiz. Zentralbanken wie die EZB kaufen inzwischen im großen Umfang sogar Papiere mangelhafter Bonität, die institutionellen Anlegern verboten wären. Sie betreiben damit direkte oder indirekte Staatsfinanzierung und halten bankrotte Banksysteme mit fragwürdigen Nothilfen und „Zombie-Finanzierungen“ über Wasser. Diese „Neue Normalität“ ist rund um den Globus bereits deutlich spürbar, wird aber in der breiten Öffentlichkeit kaum kritisch hinterfragt. Weltweit ist eine weiter steigende Staatsverschuldung bei gleichzeitiger Aufblähung der Notenbankbilanzen inzwischen die Regel. In Ländern wie Großbritannien und den USA haben sich die Noten-

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Dr. Heinz-Werner Rapp

bankbilanzen seit 2008 mehr als verfünffacht. Diese zunehmend offene und gezielte Vermischung von Fiskal- und Geldpolitik birgt große Risiken. Speziell in Japan und der Euro-Zone werden dringend notwendige Reformen verschleppt, während gleichzeitig das Risiko einer erneuten Systemkrise steigt. Radikale Ansätze fordern deshalb unter dem harmlos klingenden Kürzel „OMF“ (Overt Monetary Financing) bereits eine weitgehende Übernahme aller Staatsschulden durch die jeweilige Notenbank.


Neue Normalität auch für Investoren

Der Paradigmenwechsel hin zur „Neuen Normalität“ verlangt von Anlegern viel Weitsicht, Disziplin und Entschlossenheit. Alte Gewissheiten, die bislang Grundpfeiler jeder Anlagestrategie waren, gelten nicht mehr: Investoren müssen sich von der Idee des risikolosen Zinses oder der Vorstellung sicherer Staatsanleihen verabschieden. Entsprechend müssen tradierte Anlagestrategien auf den Prüfstand. Exzessive Geldschöpfung der Notenbanken, minimale oder sogar negative Zinsen, vermehrte politische Eingriffe ins Finanzsystem sowie überblähte und systemisch fragile Finanzmärkte sind die neuen Risiken. Da diese Faktoren größere Vermögen teilweise existenziell bedrohen, müssen speziell diese Privatanleger sowie Stiftungen und Family Offices reagieren.

Szenarien finanzieller Repression

Neben der bereits stattfindenden monetären Verwässerung durch Notenbanken ist auch der politische Kompass der jeweiligen Regierung relevant. Einem überschuldeten Staat steht prinzipiell ein ganzes Arsenal an dirigistischen Eingriffen zur Verfügung, um seine finanzielle Lage zu verbessern. Dazu kann er Steuern anheben oder durch Negativzinsen Investoren enteignen. Er kann auch Zwangsanleihen auflegen oder einen Schuldenschnitt durchsetzen. Im Extremfall könnte er Vermögensabgaben erzwingen, Vermögenswerte abschöpfen oder enteignen und zusätzlich sogar Anlageverbote erlassen, wie etwa für Gold in den USA ab 1933. Nicht jedes Szenario einer solchen finanziellen Repression muss tatsächlich eintreten. Investoren sollten sich aber der wachsenden Risiken bewusst sein. Die jüngeren Krisen um Griechenland oder Zypern haben dies sehr deutlich gezeigt. In Zeiten gezielter Vermögenserosion sowie zunehmender systemischer und politischer Risiken sind deshalb Konzepte gefragt, die ein Vermögen umfassend schützen.

Reale Vermögenswerte schützen vor Vermögenserosion

Der Spielraum für sinnvolle Kapitalanlagen engt sich in der „Neuen Normalität“ zunehmend ein. Staatsanleihen sind inzwischen extrem renditearm, bonitätsschwach und bei steigenden Zinsen noch verlustgefährdet. Das gilt bei einer erhöhten Inflation für alle Nominalwerte. Im Gegensatz dazu bieten qualitativ gute Sachwerte wie Immobilien, Direktbeteiligungen und Aktien hier mehr Schutz und gleichzeitig bessere Ertragschancen. Innerhalb der Kategorie „Sachwerte“ bieten Aktien letztlich die größten Vorteile, da sie Anteile am Produktivvermögen einer Volkswirtschaft repräsentieren. Gut geführte Unternehmen werden langfristig stets eine Kapitalrendite über dem Zinssatz risikoarmer Anlageformen erzielen. Und Unternehmen mit stabilem Geschäftsmodell und starker Marktposition können in der Regel auch Krisen erfolgreich überstehen.

Vor diesem Hintergrund hat FERI eine spezielle Anlagestrategie entwickelt, ein speziell für den Vermögensschutz konzipiertes globales Aktien-Portfolio, das in der Schweiz verwaltet wird. Für dieses Portfolio gelten strenge Auswahlkriterien: Die Unternehmen müssen sich durch stabile Geschäftsmodelle, konstante Gewinne, solide Bilanzen und eine starke Marktposition auszeichnen. Sie sollten ihr Wachstum aus eigener Kraft finanzieren, Gewinne durch operatives Geschäft und nicht durch Finanzinvestments erzielen und eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik betreiben. Darüber hinaus sollten sie möglichst schuldenfrei sein oder zumindest Schulden zuverlässig aus laufenden Einnahmen bedienen können – denn nur dann sind sie auch in Krisenzeiten handlungsfähig.

Ein solches Aktien-Portfolio kann Teil einer langfristigen Strategie zum Vermögensschutz sein. Gerade für Inhaber größerer Vermögen gilt es jedoch, die gesamte Vermögenssphäre kritisch zu überprüfen und zukunftsfest zu machen. Neben dem realen Werterhalt sollten dabei die finanzielle Dispositionsfreiheit und der Schutz vor staatlicher Willkür nicht außer Acht gelassen werden.

Mehr erkennen. Mehr erreichen.

Vor 30 Jahren entstand im Umfeld einer Bad Homburger Industriellenfamilie eine Vermögensberatungsfirma mit eigener Wirtschaftsforschung. Die Idee, eine bankenunabhängige Vermögensberatung und -verwaltung für mehrere große Familien mit eigenem Kapitalmarktresearch zu gründen, ist im deutschsprachigen Raum bislang einzigartig. Heute ist FERI eines der größten bankenunabhängigen Investmenthäuser in Europa und bietet maßgeschneiderte Lösungen für private und institutionelle Kunden in den Bereichen Investment Management, Investment Consulting/Family Office sowie Investment Research. Mit über 180 Mitarbeitern betreut FERI als Teil der MLP Gruppe Vermögenswerte von 31,5 Mrd. Euro.

FERI AG Haus am Park Rathausplatz 8-10 61348 Bad Homburg

Telefon: +49 (0) 6172 916-0 Fax: +49 (0) 6172 916-9000 E-Mail: info@feri.de Internet:www.feri.de

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Gesundheit & Fitness

KURZ NOTIERT ...

Über 100 Kilo in acht Wochen

Motiviert durch den inspirierenden Vortrag von Christa Hackl über die Effekte einer gesunden Ernährung in Verbindung mit Sport haben sich im Januar 25 Teilnehmer entschlossen, diese Erkenntnisse praktisch umzusetzen.

Gesund und Fit durch den (RC Jubiläums-)Sommer 2017

Am 31.05.2017 fällt der Startschuss für alle, die einen Einstieg in ein gesundheitsorientiertes Fitness- und Muskeltraining anstreben. Unsere Referenten Dr. Matthias Zimmermann, Christian Schumann und Felix Feller präsentieren in einem kurzweiligen Vortrag die wohltuende Wirkung von Muskeltraining für ein gesünderes Leben in einem fitteren Körper. Schwerpunkt der Veranstaltung ist auf das Prinzip „Wohlfühlen und Figuroptimierung“ gerichtet. Dieser Infoabend richtet sich an Interessierte, die in einer angenehmen Atmosphäre und unter Gleichgesinnten Ihre Trainingsziele erreichen wollen. Dabei werden Sie von unseren Fitness- und Gesundheitsberater sowie Physiotherapeuten begleitet. Für einen optimalen Start in Ihr gesundheitsorientiertes Training bieten wir Ihnen über den Sommer ein 4 Wochen-Programm für nur 49,00 Euro an. Darin enthalten ist ein Gesundheitscheck (Körperstrukturanalyse), sowie einen individuell auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse abgestimmter Trainings- und Ernährungsplan. Zudem erhalten Sie in diesem Zeitraum freien Zugang zum ZAP Kurs- und Wellnessbereich.

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Mithilfe des figurscout Ernährungsplans, der individuell auf die Bedürfnisse der Einzelpersonen abgestimmt ist, haben sie die Trainings- und Ernährungsvorgaben umgesetzt. Innerhalb der acht Wochen blieben insgesamt 103,7 Kilogramm Körperfett, im Schnitt also rund 4 kg pro Person, auf der Strecke. Und das alles in einem gesundem Maß und ohne zu hungern.

Wir wachsen weiter – und suchen DICH (m/w)!

Interessenten an einer Mitarbeit im Zentrum Aktiver Prävention sind uns herzlich willkommen. Wir bieten Möglichkeiten einer Mitarbeit als studentischer Praktikant, Diät-Assistent, Dual-Studierender, Kursleiter, HerzKreislauf-Trainer und Gesundheits- und Trainingsbetreuer auf unserer ZAP Trainingsfläche.


Der Mensch im Mittelpunkt

Orthopädietechnik Kinderorthopädie Sportversorgung Kompressionsstrümpfe und Bandagen

Brustprothetik Rehabilitationstechnik Hilfsmittel für die Krankenpflege

> Am Taubenfeld 27 69123 Heidelberg Telefon (0 62 21) 755 82 10 Telefax (0 62 21) 755 82 29 Öffnungszeiten: Montag - Freitag 8.00 - 17.00 Uhr und nach Vereinbarung

> M7, 16 – 17 68161 Mannheim Telefon (06 21) 10 55 42 Telefax (06 21) 2 45 51 Öffnungszeiten: Montag - Freitag 9.00 - 18.00 Uhr 10.00 - 14.00 Uhr Samstag


ÄRZTLICHER RAT Verletzungen und Überlastungsschäden der oberen Extremität

von Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Pötzl, Vulpius Klinik Bad Rappenau

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ie großen Gelenke der oberen Extremität - Schulter-, Ellenbogen- und Handgelenk - bilden eine zusammenhängende funktionelle Kette. Aufgabe dieser Funktionseinheit ist es, die Hand als Werkzeug im dreidimensionalen Raum uneingeschränkt positionieren und einsetzen zu können. Sportverletzungen und chronische Überlastungsschäden können diese Kette empfindlich stören und zu erheblichen Behinderungen beim Sport, im Beruf, aber auch bei der Bewältigung einfacher Alltagsanforderungen führen.

Eine typische Sportverletzung der Schulter ist die traumatische Gelenkluxation. Sie betrifft häufiger junge Patienten und tritt bei einem Sturz z.B. beim Skifahren oder bei Kontaktsportarten beim Zusammenprall mit dem Gegenspieler auf. Die Reposition erfolgt in der Regel im Krankenhaus in Sedierung und unter kontrollierten Bedingungen. Vor brüsken Repositionsversuchen am Spielfeldrand kann nur gewarnt werden. Sie können Sekundärschäden z.B. Knochenbrüche verursachen. Das Risiko nach der ersten traumatischen Schulterluxation eine chronische Gelenkinstabilität zu entwickeln hängt vom Alter und dem sportlichen/beruflichen Aktivitätsniveau des Patienten ab. Im Alter von unter 30 Jahren und bei hohen sportlichen Ansprüchen besteht ein Reluxationsrisiko von 80 bis 90 Prozent. Dieser Patientengruppe empfehlen wir in der Regel bereits nach dem ersten Unfallereignis eine operative Intervention. Dabei werden im Rahmen eines minimal-invasiven ambulanten Eingriffes das abgerissene Labrum gleniodale und die Gelenkkapsel rekonstruiert und in der ursprüngli-

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Abb. 1 Röntgen: Schulterluxation

Abb. 2 Skizze: OP nach Nirschl


chen anatomischen Position refixiert. Die Nachbehandlung ist wie nach vielen Schultergelenksoperationen relativ langwierig. Überkopf- und Kontaktsportarten sollten erst wieder fünf bis sechs Monate nach dem Eingriff durchgeführt werden. Die Erfolgsaussicht der arthroskopischen Schulterstabilisierung liegt bei über 90 Prozent. Ein häufiger, chronischer Überlastungsschaden des Ellenbogengelenkes ist die Epicondylopathia humeri radialis, im Volksmund Tennisellenbogen genannt. Durch Fehl- und Überlastung kommt es zur Degeneration im Bereich des gemeinsamen Strecksehnenursprunges am radialen Epicondylus. Betroffen sind Sportler, die Schlägersportarten wie Tennis, Squash oder Badminton ausüben, aber auch Arbeiter mit vermehrter Belastung des Armes und der Hand oder Schreibkräfte mit chronischer Überlastung im Rahmen von montoner PC-Arbeit. Die Epicondylopathie äußert sich in Schmerzen am Ellenbogen, die anfangs nur bei typischer Belastung, später aber auch in Ruhe auftreten können. Im weiteren Verlauf kommt es neben den Schmerzen zu erheblichen Funktionseinschränkungen. Die Therapie ist primär konservativ. Zur Anwendung kommen zum Beispiel Querfriktionsmassagen, Iontophorese und exzentrische Dehnübungen. Parallel ist es sehr wichtig, Fehlbelastungen zu identifizieren und zu vermeiden. Bei Schlägersportarten sollte in diesem Rahmen auf die richtige Grifftechnik, den optimalen Griffdurchmesser und die korrekte Bespannung des Schlägers geachtet werden. Die konservative Therapie der radialen Epicondylopathie sollte für mindestens sechs Monate konsequent durchgeführt werden. Erst wenn dies keine Beschwerdelinderung bringt ist eine Operation gerechtfertigt. Wir führen in solchen Fällen eine sogenannte Operation nach Nirschl durch. Dabei wird der degenerierte Anteil der Strecksehnen am Epicondylus exzidiert, der darunter liegende Knochen mehrfach angebohrt, um dadurch die Sehnenheilung zu induzieren. Auch dieser Eingriff kann ambulant durchgeführt werden. Das Ellenbogengelenk wird nach der Operation für zwei Wochen in einer Orthese ruhiggestellt.

Abb. 3 Röntgen: Skaphoidfraktur (links), versorgt mit kanülierter Schraube (rechts)

Bei Stürzen auf das Handgelenk kommt es häufig zu Skaphoidfrakturen. Betroffen sind typischerweise junge Männer, meist Fußballer. Diese ernstzunehmende Verletzung wird von den betroffenen Sportlern leider oftmals bagatellisiert. Entscheidend für die Therapie ist die Beantwortung der Frage, ob die Fraktur stabil oder instabil ist. Dislozierte Frakturen, Frakturen mit Trümmerzonen und Frakturen im proximalen Drittel des Skaphoides sind per definitionem als instabil zu werten. Das typische klinische Zeichen ist der lokale Druckschmerz in der Tabatiere. Zur Bildgebung genügen primär korrekte Röntgenaufnahmen des Handgelenkes in zwei Ebenen sowie eine sogenannte „Stecher“-Aufnahme. Zeigt sich die Fraktur auf den Röntgenbildern bereits als instabil, sollte eine Operation erfolgen. Ergibt die nativ-radiologische

Untersuchung keinen Hinweis auf eine Instabilität, wird sinnvollerweise ein CT durchgeführt, da zirka 44 Prozent der primär scheinbar stabilen Frakturen im CT klare Instabilitätskriterien aufweisen. Im Rahmen der operativen Therapie wird die Fraktur mit einer kanülierten Herbert-Schraube stabilisiert. Dieser Eingriff kann in der Regel ambulant erfolgen. Sicher stabile Frakturen können konservativ behandelt werden. Dazu wird das Handgelenk für sechs Wochen in einem Unterarmgips mit Daumeneinschluß ruhig gestellt. Eine Ruhigstellung des gesamten Armes mit Einschluss des Ellenbogens ist weder notwendig noch sinnvoll. Unbehandelt führt die Skaphoidfraktur häufig zu Pseudarthrosen mit schwerwiegenden Folgen für das gesamte Handgelenk.

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THERAPEUTISCHER RAT

Prähabilitation

Ein neuer Begriff prägt die physiotherapeutische Vorbereitung auf eine Operation von Miriam Jungkind und Jana Kinscherf

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homas K., 64 Jahre, stellte sich bei uns in der Physiotherapie mit Beschwerden in den Kniegelenken vor, die seit vielen Jahren immer mehr zunahmen. Durch eine hochgradige Arthrose leidet er bei Belastungen wie Gehen, Bücken und Tragen von schweren Lasten unter Schmerzen in den Knien und mittlerweile auch im Rücken. Eine Operation kam für ihn bisher nicht in Frage, da er, wie er selbst sagt, „zu Hause gebraucht wird“. Seine Frau erlitt vor zwei Jahren einen Schlaganfall. Seither ist sie ein Pflegefall und Thomas K. kümmert sich weitgehend alleine um sie. Zudem hat sein Sohn den Familienbetrieb zwar bereits übernommen, doch greift der Vater seinem Sohn beruflich noch tatkräftig unter die Arme. Herr K. hat sich und seinen Körper die letzten Jahre demnach immer hinten angestellt und war für seine nächsten Mitmenschen da. Er kann sich nicht vorstellen, aufgrund der Knieoperation eine längere Zeit – Experten sprechen von ca. drei bis sechs Monaten - „auszufallen“ und seine Familie somit im Stich zu lassen. Arthrose ist eine Gelenksveränderung, von der weltweit viele Menschen betroffen sind. Darunter wird der langsame Verlust des Gelenkknorpels verstanden.

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„Hüftmuschel“ zur Kräftigung der Abduktoren/Außenrotatoren betreut durch Physiotherapeutin Miriam Jungkind

Ist das Hüftgelenk betroffen, wird nach Ausschöpfung aller anderen, nicht operativen, Behandlungsmethoden eine Endoprothese eingesetzt. Damit die Patienten später auch voll von ihrem Implantat profitieren können, benötigen sie eine physiotherapeutische Anleitung zur Op-

timierung der Bewegungsabläufe – nach und sogar schon vor der Operation. Physiotherapie gehört nach Operationen, bei denen aufgrund einer Gelenkarthrose ein neues Knie- oder Hüftgelenk eingesetzt wurde, mittlerweile zum


Standard. Dass Kräftigungs- und Mobilisationsübungen vor einer OP hilfreich sein können, um Symptome zu lindern und die Patienten mit einem besseren körperlichen Zustand in die Operation starten zu lassen, ist noch nicht lange bekannt. Die Wirksamkeit von physiotherapeutischen Maßnahmen im Vorfeld einer Hüft-TEP-Operation konnte jedoch bereits in mehreren Studien belegt werden. Zum Thema präoperative Physiotherapie, oder auch „Prähabilitation“ genannt, bei einer Gelenkendoprothese der unteren Extremität, vor allem bei Knie und Hüfte, wurden schon zahlreiche klinische Studien durchgeführt. Um sich einen gewissen Überblick über die Ergebnisse der einzelnen Studien zu verschaffen, wurden sogenannte „reviews“, auf Deutsch „Übersichtsarbeiten“, vorgenommen, die alle klinisch relevanten Studien zu diesem Thema zusammenfassen. Hierbei wurden alle Studien, die die Effektivität von Physiotherapie und/oder Patientenschulung vor einer Gelenkendoprothese der unteren Extremität untersuchten, aus den Datenbanken herausgefiltert und zusammengeführt. Uns beschäftigten vor allem die Übersichtsarbeiten, die sich mit dem Einfluss von Physiotherapie auf die Regeneration nach einer Knie- oder Hüft-TEP auseinandersetzen.

„Lunges“ als Koordinations- und Kräftigungsübung

Nach einer ausführlichen Literaturrecherche konnten wir drei interessante Übersichtsarbeiten finden, die sich mit diesem Thema beschäftigten. Deren Autoren sind A. Blasimann, Kwok et al. und Ackerman und Bennell. Ziel der Prähabilitation ist es, die Dauer der Rehabilitation zu verkürzen oder diese zu vereinfachen. Die physiotherapeutischen Maßnahmen, die in den

vorliegenden Studien miteinander verglichen wurden, setzten sich aus verschiedenen Anteilen zusammen. Die Probanden mussten Dehn- und Kräftigungsübungen und/oder Stabilisationstraining ausführen, bekamen physikalische Therapie-Anwendungen (z.B. Wärme/Kälte, Elektrotherapie), führten Mobilisationsübungen durch und/oder erhielten gezielte Patientenschulungen. Die Parameter, an denen man festmachen wollte, ob

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die Prähabilitation auf die Rehabilitation nach der Operation positive Auswirkungen hatte, waren sehr unterschiedlich. Hierzu zählten u.a. Kraftmessungen der Beinmuskulatur, die Krankenhaustage, das Bewegungsausmaß der betroffenen Gelenke, die Länge der Gehstrecke sowie ein Fragebogen, mit dem die Probanden ihre Einschränkungen in Bezug auf die Arthrose in ihre Grade einteilen konnten. Das Physiotherapie-Programm wurde meist sechs bis acht Wochen vor der geplanten OP gestartet und zwei- bis dreimal in der Woche durchgeführt. Das Resümee aus der Übersichtsarbeit von A. Blasimann lautet: Für die Prähabilitation bei einer Knieendoprothese im Hinblick auf die Krankenhaustage konnte keine klinische Relevanz festgestellt werden. Jedoch zeigte sich in den gelesenen Studien eine positive Auswirkung auf die Lebensqualität der Patienten nach der Operation, was sich wiederum positiv auf die Gesundheitskosten auswirkt. Zudem kann eine Physiotherapie vor der OP den bevorstehenden Gelenksersatz hinauszögern. Ebenso konnten Kwok et al. zwar keine klinisch relevante Verbesserung der Prähabilitation auf das Bewegungsausmaß, die Schmerzen oder den Krankenhausaufenthalt verzeichnen, jedoch zeigten die Probanden eine Kraftzunahme der Beinmuskulatur durch die präoperative Physiotherapie. Dies führte wiederum zu einer Verkürzung der Reha.

Training auf dem Pedalo zur Verbesserung des Gleichgewichts mit Physioherapeutin Jana Kinscherf

Ackerman und Bennell konnten stattdessen in ihrer Übersichtsarbeit positive Effekte der Prähabilitation bei einem Hüftgelenksersatz finden. Die Gehstrecke der Studienteilnehmer nach der Operation war deutlich länger als ohne Prähabilitation. Auch das Bewegungsausmaß des Hüftgelenks sowie die Kraft der Beinmuskulatur waren größer.

Auch wenn für die Prähabilitation keine klinische Relevanz bewiesen werden konnte, wurde dennoch eine positive Entwicklung hinsichtlich der Patientenzufriedenheit verzeichnet.

Der ausbleibende positive Effekt der Prähabilitation bei einer Knie-TEP kommt dadurch zustande, dass die Teilnehmerzahl der Studien zu gering war und somit die guten Ergebnisse nicht auf die Allgemeinheit übertragen werden können.

Somit lässt sich abschließend sagen, dass vor allem größer angelegte Studien durchgeführt werden müssen, um die sich andeutenden positiven Effekte der Prähabilitation eindeutig belegen zu können. Trotz all dem kann man sich

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sicher sein, dass physiotherapeutische Maßnahmen vor einer anstehenden OP auf keinen Fall negative Auswirkungen haben können. Im Gegenteil: Unsere persönlichen Erfahrungen zeigen, dass die Patienten durch eine gewisse Aufklärung/Schulung in Kombination mit Training vor der anstehenden, vielleicht auch noch ungewissen OP, dieser mit mehr Mut und Zuversicht entgegenblicken können.


Der zu Beginn erwähnte Patient Thomas K. absolvierte vor seiner Knieendoprothesen-Operation sechs Wochen lang zwei Trainingseinheiten pro Woche. Diese fanden in Form von Krankengymnastik am Gerät bei uns im Haus statt. Er stärkte seine Bein- und Rückenmuskulatur und konnte die Stabilität der Kniegelenke etwas verbessern. Somit ließen seine Rückenbeschwerden, die aufgrund des unrunden Gangbildes aufgetreten waren, nach. Er war über den schwindenden Rückenschmerz und das verbesserte Gangbild sehr glücklich und konnte so positiver und leistungsfähiger zur Operation gehen. Der Eingriff verlief komplikationslos und der Patient konnte relativ schnell seine Alltagstätigkeiten, die Pflege seiner Frau und seinen Job wieder aufnehmen.

Fazit:

Soll bei starker Arthrose eine Hüft- oder Knieendoprothese eingesetzt werden, kann Physiotherapie dabei helfen, den Patienten durch Aufklärung und ein gezieltes Trainingsprogramm gut auf eine bevorstehende Operation vorzubereiten. Auch die Lebensqualität und Kraft können schon im Vorfeld eines orthopädischen Eingriffs verbessert werden. In der Rehabilitationsphase können Physiotherapeuten dazu beitragen, dass sich der Patient besser erholt und schneller wieder seinen alltäglichen Aktivitäten nachgehen kann. Quellen können gerne bei den Autoren erfragt werden. Kniebeugen mit Langhantel

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GESUNDHEITSLINIEN Beschwerden an der Wirbelsäule Konservative Therapie oder Operation? von Matthias Zimmermann

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ückenschmerzen sind eine der häufigsten Ursachen für Krankheitstage in Unternehmen. Manche sprechen sogar von einem Volksleiden. Kaum jemand, der noch nie Rückenschmerzen verspürt hat. Nur: Was steckt dahinter? Wie sind Rückenschmerzen zu werten und was ist zu tun? Reicht ein Bewegungsprogramm, braucht es Physiotherapie, ärztlichen Beistand oder ist sogar ein chirurgischer Eingriff geboten? Was kann ich präventiv tun und wohin wende ich mich, wenn es einer Therapie bedarf? Genau darüber konnten sich die Besucher am Sonntag, den 09. April 2017 beim ZAP Physio-Aktiv-Tag, im Racket Center Nußloch informieren. Unter dem Titel „Verschleiß und Schmerzen an der Wirbelsäule“ referierten Fachärzte der Wirbelsäulenchirurgie aus der Schön Klinik Lorsch gemeinsam mit Therapeuten aus der ZAP Physiotherapie und einem Fachmann des Sanitätshauses Mayer & Rexing. Damit eröffnete das Referententeam einen neuen Blick auf die Probleme mit der Wirbelsäule, deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Was also kann ich aktiv für meinen Rücken tun? – so die am häufigsten gestellte Frage. Bemerkenswert dabei war, wie groß die Akzeptanz der konservativen Wirbelsäulentherapie sowohl von ärztlicher als auch von physiotherapeutischer Seite war. Therapeuten als auch Ärzte waren sich einig darüber, dass der größte Teil der Wirbelsäulenveränderungen nicht als problematisch einzustufen ist. Die kritische Selbstsicht der Ärzte auf operative Eingriffe machte gleichzeitig deutlich, dass es in einigen Fällen unabdingbar sein kann, schnell zu reagieren und Probleme durch operative Eingriffe unter Kontrolle zu bekommen. Insofern ist die chirurgische Kunst nach dem neusten Stand der Technik für viele Menschen segensreich. Gerade wenn konservative Therapieversuche gescheitert sind oder Körperstrukturen in Gefahr geraten, ist ein guter Operateur eine medizinische Errungenschaft. Dies konnten Dr. Bernd Wiedenhöfer, Chefarzt in der Schön Klinik Lorsch, sowie Herr Dr. Markus Eichler, leitender Oberarzt, anhand ihrer Vorträge eindrucksvoll belegen. Am Ende bleibt es immer eine individuelle Entscheidung, ob man auf die nachhaltige konservative Therapie vertraut oder sich eventuell einer Operation unterzieht. Diese Entscheidung

44 RC Premium 2/2017

Dr. med. Bernhard Wiedenhöfer, Dr. med. Markus Eichler (Schön-Klinik Lorsch), Dominik Klaes (ZAP Physiotherapie) und Christian Krüger (Sanitätshaus Mayer & Rexing)

hat nach wie vor der Betroffene selbst zu fällen. Wichtig ist es, dass durch eine eingehende Beratung mit medizinischem Fachpersonal Vertrauen aufgebaut wird. Ein verantwortungsvoller Arzt oder Therapeut kennt die Grenzen des eigenen Handelns sehr genau und weiß, wo die eigene Kompetenz endet und die eines anderen anfängt. Durch die Vorträge und die anschließende Fragerunde konnten den Zuhörern viele Ängste genommen werden, die häufig bei Problemen mit der Wirbelsäule auftauchen. Insgesamt eröffnete sich den Besuchern des Physio-Aktiv-Tages ein breites Spektrum an Möglichkeiten, um sich zu informieren und auch selbst prophylaktisch zu arbeiten. Methoden, wie man Rückenschmerzen und Verschleißerscheinungen vorbeugen kann, konnten sehr anschaulich und praktisch gezeigt und erprobt werden. Neben dem patientenorientierten Zusammenspiel aus Prävention und Therapie erweist sich dabei das ZAP Ärztenetzwerk als eine weitere gute Möglichkeit, den Besuchern ganzheitliche Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Vertrauen aufzubauen.


Wellnessurlaub mit unendlich vielen Inspirationen Spirit & Spa Hotel BIRKENHOF AM ELFENHAIN: magisch.mystisch.menschlich…

Schwimmen unter freiem Himmel im 32° C warmen Wasser mit traumhaftem Blick auf die unendlichen Weiten der Bayerwaldberge, wohltuende Anwendungen in der märchenhaften Wellnesspagode „SinnesReich“ genießen – das Spirit & Spa Birkenhof am Elfenhain inmitten der Hügel und Wälder des Bayerischen Waldes ist ein 4-Sterne Wellnesshotel für die Sinne. Neben dem klassischen Wellnessbereich auf 3.500 qm mit 8 verschiedenen Saunen verwöhnt in der fernöstlichen anmutenden Pagode ein engagiertes Team die Gäste mit klassischen Treatments und aus-

gefallenen Spa-Anwendungen im Zeichen der 4 Elemente oder aus fernen Ländern. Im Birkenhof ist die Natur spürbar nah. Die Chefin des Hauses hat das GartenReich liebevoll gestaltet und zahlreiche Ruheinseln laden zum ausgiebigen Relaxen ein. Ein Chakra-Spazierweg führt auf eine Reise durch den Körper, im mystischen Elfenhain kann man herrlich die Seele baumeln lassen und auf dem keltischen Baumpfad findet jeder seinen ganz persönlichen Baum. Wer im Birkenhof InspirationsWellnessurlaub verbringt, kann einfach mal „schnuppern“: Ob

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GESUND & LECKER

Zutaten für 4 Personen 250 g Spaghetti 50 g Pinienkerne 250 g Cocktailtomaten 50 g grüne Oliven 2 EL Kapern 50 g Pecorino oder Parmesan 1 Bund Rucola ( ca. 30 g) 2 Schalotten 2 Knoblauchzehen Salz, Pfeffer Italienische Kräutermischung 5 EL Balsamicoessig 2 EL Olivenöl 1 Bund Basilikum

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Spaghettisalat mit Rucola

• Die Spaghetti in ausreichend Salzwasser al dente kochen und bis auf einen kleinen Rest Nudelwasser abgießen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett hell anrösten.

• Die Tomaten halbioeren und mit den Oliven und den Kapern zu den Nudeln

geben. Den Käse in feine Stücke schneiden oder hobeln und ebenfalls unter-

mischen. Den Rucola waschen, die langen Stiele abzupfen und auf etwa 4 cm Länge schneiden.

• Die Schalotten und die Knoblauchzehen sehr fein hacken, mit Salz, Pfeffer,

den Kräutern, den Balsamico und dem Olivenöl zum Salat geben, 10 Minuten durchziehen lassen und denn nochmals nachwürzen.

• Vor dem Anrichten den Rucola unterheben und die Pinienkerne und das Basilikum darüber streuen.

1 Portion enthält ca.: 434 kcal I 18 g Fett I 52 g Kohlenhydrate I 15 g Eiweiss I 6 g Ballaststoffe I 10 mg Cholesterin


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HIGHLIGHT

Im Sommer ist das Leben ein bisschen leichter ...

See und Freibad des AQWA endlich wieder geöffnet!

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er Sommer steht vor der Tür. Wie viel besser fühlt sich das Leben im Sommer an! Sonnenschein auf der Haut, eine leichte Brise im Gesicht, ein kühles Getränk in der Hand – so lässt sich das Leben genießen. Gefreut haben sich alle Frischluft- und Freibad-Wasser-Fanatiker auf den Mai. Denn seitdem haben das Freibad und der Badesee des AQWA in Walldorf wieder die Pforten geöffnet. Das AQWA steht für doppelten Badespaß: Die Schwimm- und Badebecken lassen die Herzen von sportlichen Schwimmern höher schlagen. Im Olympia-Becken mit 50 Meter Länge ziehen den ganzen Sommer hindurch ambitionierte Wassersportler schon ab 7.00 Uhr morgens ihre Runden in entspannter Atmosphäre und begrüßen so den Tag. Im großen Badesee lässt es gemütlich planschen, tauchen und dümpeln.

Auch die Kleinen kommen hier voll auf ihre Kosten

Das Nichtschwimmerbecken ist bevölkert von kleinen Wasserratten, die gemeinsam die Rutsche erobern und durchs Wasser toben. Die Kleinsten stürmen in den Kleinkindbereich und entern das Piratendorf oder planschen im Wasserspielgarten am seichten Seeufer. Auf dem Wasserspielplatz wird derweil fleißig gearbeitet: Hier entstehen Wasserstraßen, auf denen kleine Schiffchen schippern und kunstvolle Dämme das Wasser aufstauen. Über allen Kleinkindbereichen hängen im AQWA große Sonnensegel, damit sich niemand einen Sonnenbrand holt. Der große Badesee mit flachem Sandstrand weckt bei allen Wasserfreunden Urlaubsgefühle. Alle Outdoor-Freunde und Naturliebhaber fühlen sich hier pudelwohl – ob beim Schwimmen im glasklaren Wasser, beim Dösen am Seeufer oder beim Sandburgenbauen am Strand. Schattige Plätzchen finden sich im angrenzenden naturbelassenen Wald. Sonne satt hingegen bekommen Sonnenhungrige auf den terrassenartigen Liegeflächen direkt am See – das Plätschern der Wasserkaskaden ist dabei inklusive.

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Lust auF SommEr?

Bälle fliegen hier um die Wette

Wer sich bewegen möchte, hat im AQWA die Wahl zwischen Beach-Volleyball, Soccer, Basketball oder Tischtennis. Das Angebot gleicht dem einer Multifunktions-Sportstätte. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten. Natürlich darf da auch eine Minigolf-Anlage nicht fehlen. Sie ist auch zugänglich, ohne Gast im AQWA zu sein. Denn: Minigolf geht immer. Das ist einfach ein Sport für Groß und Klein. Eben für die ganze Familie - und das bei fast jedem Wetter. Die Seebühne, die vom Ufer aus zugänglich ist, eröffnet auch diesen Sommer wieder beeindruckende Klangerlebnisse und atemberaubende Shows in den Abendstunden. Die Lage auf dem Wasser sorgt für eine außergewöhnliche Akustik und eröffnet ganz neue Blickwinkel. Deren Ankündigungen erfahren Sie rechtzeitig über die Tagespresse und die Website des AQWA.

adsaison

b Eröffnung der Frei

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ab dem 30.04.201

Mal richtig entspannen!

Wer sich mal etwas richtig Gutes gönnen möchte, lässt sich im schönen Massagetempel im Saunagarten „durchkneten“. Eine Massage von fachkundigen und gut ausgebildeten Masseuren ist immer eine Wohltat für den Körper und die Seele. Jegliche Form der Berührung ist für den Körper heilsam und wohltuend. Wählen kann man zwischen unterschiedlichen Massagen. Bei der Engelmassage mit Aroma-Öl werden auch die olfaktorischen Sensoren angeregt. Duft ist für ein Rundum-Wohlgefühl von entscheidender Bedeutung. „Erwachen im Paradies“ kann man nach der gleichnamigen 45-minütigen Massage, bei der heiße Steine zum Einsatz kommen, auch bekannt unter Hot Stone. Unter dem schönen Titel „Loslassen und Vertrauen“ verwöhnt einer der drei Masseure die Kunden 80 Minuten lang mit einer Ganzkörpermassage inklusive Fuß- und Kopfbehandlung. Eilige erhalten in 30 Minuten auch schon die größtmögliche Entspannung bei einer klassischen Massage, gerne auch verlängerbar für noch mehr Genuss. Termine werden ganz einfach und unproblematisch an der Kasse des Bades vereinbart. Wer nach so viel Action Hunger bekommen hat, muss nur ein paar Schritte zum nächsten Kiosk gehen. Pommes, Bratwurst oder Süßigkeiten, dazu eine eiskalte Cola oder einen Radler – das gehört zum Sommer einfach dazu. Zum Nachtisch dann noch ein leckeres Eis, es bleiben keine Wünsche offen!

Trendsportart Stand Up Paddling

Wer mal etwas Neues probieren möchte, der leiht sich einfach ein Brett und stellt sich drauf. Stand Up Paddling nennt sich die neue Trend-Sportart, die eine Menge Ausdauer und Geschicklichkeit verlangt. Dabei paddelt man im Stehen auf einem Surfboard: Ein hervorragendes Ganzkörper-Workout! Kennenlernkurse finden dienstags und donnerstags abends statt. Für Fortgeschrittene werden Ausflüge zu nahe gelegenen Waldseen oder in alte Rheinnebenarme angeboten. Den Boardsport organisiert das AWQA direkt vor Ort für neugierige Sportler, die gerne einmal etwas ausprobieren möchten.

Entspannung

re ness, Sauna, Manikü Erholung mit Well pel im Freien. und Massagetem

Konzerte

Jahr k! Auch in diesem Von Soul bis Klassi auf te er ngsreiche Konz wieder abwechslu . unserer Seebühne

Ferienspaß

mit gramm für Kinder Großes Ferienpro ns wimmen, Inte ivMeerjungfrauensch nde, rse für Kinder, Eisstä Ferienschwimmku d Minigolf. Piratenspielplatz un

g Stand Up Paddlin

Schon gewusst?

Zu guter Letzt noch ein geheimer Supertipp: Besuchen Sie im Sommer doch mal die Sauna! Menschenleer wie sie dann ist wird sie zu einem riesigen Genusstempel. Auch bei höheren (Außen-)Temperaturen ist ein Saunagang anregend und wohltuend. Zudem ist die eiskalte Erfrischung danach im Tauchbecken nie erwünschter und wohltuender als im Hochsommer. Also, los geht’s, Badetasche gepackt und rein ins erfrischende Vergnügen nach Walldorf! Übrigens, die Eintrittspreise bleiben 2017 stabil. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 4,50 Euro, Kinder zahlen 3 Euro. Die Ausleihgebühren für eine halbe Stunde Stand Up Paddling betragen 10 Euro, Kurse werden ab 30 Euro angeboten. Die Öffnungszeiten sind von 7.00 bis 20.00 Uhr. Je nach Wetter und Jahreszeit werden sie angepasst.

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49 260 Schwetzinger Str. 88 | Tel.: 06227 - 8288 www.aqwa-walldorf.de


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Kurz notiert ...

Mein Name ist Celine Hagmann. Ich wurde am 30.06.1997 in Heidelberg geboren und wohne seitdem in Sandhausen. Ich habe letztes Jahr mein internationales Abitur am Friedrich-EbertGymnasium in Sandhausen absolviert. Seit Oktober letzten Jahres studiere ich Gesundheitsmanagement an der DHfPG in Saarbrücken und arbeite im Rahmen meines dualen Studiums hier im Racket Center. Man findet mich an der Rezeption der Physiotherapie, im Rehasport und auf der Fitnessfläche.

Lebensmotto:

Everything happens for a reason.

Warum hast du dich entschieden, für das RC zu arbeiten?

Schon bei meinem ersten Vorstellungsgespräch ist mir der tolle Umgang unter den Kollegen aufgefallen. Ich habe mich schon in der ersten Sekunde wohl gefühlt! Außerdem habe ich hier die Möglichkeit, Theorie und Praxis zu verbinden und eine Menge Erfahrungen zu sammeln.

Was gefällt dir an deinem Job am besten?

Ich finde es toll, dass ich die Möglichkeit habe, in drei verschiedenen Bereichen Erfahrungen zu sammeln und dabei mit den unterschiedlichsten Menschen arbeiten zu können. Jeder Tag bietet Abwechslung und gerade deshalb macht jeder Tag hier Spaß.

Wenn ich mal frei habe,

verbringe ich meine Zeit sehr gerne mit meinen Freunden und meiner Familie. Wenn das Wetter schön ist, verbinde ich damit gerne Spaziergänge. Im letzten Jahr habe ich vor allem Spaß an Städtetrips gefunden und hoffe, zukünftig noch viele Städte besuchen zu können.

Größten Respekt habe ich vor Menschen, …

Kurz notiert ...

Ich heiße Felix Feller und bin 1991 in Bad Soden am Taunus geboren. Seit Ende 2016 wohne und lebe ich, zusammen mit meiner Freundin, in Heidelberg. Es war mir schon früh klar, dass ich immer mit Menschen zusammenarbeiten will. Daher habe ich mich auch dazu entschlossen, eine Ausbildung als Physiotherapeut an der Hochschule Fresenius zu beginnen, die ich im September 2016 erfolgreich abgeschlossen habe. Darüber hinaus habe ich eine GesundheitstrainerLizenz erworben und betreue gerne Trainierende auf unserer ZAP Fläche.

An meinem Beruf fasziniert mich …

dass kein Tag wie der andere ist! Jeden Tag kommen Menschen mit Beschwerden zu mir in die Behandlung und schenken mir das Vertrauen, sie behandeln zu dürfen. Dabei hat jeder eine andere spannende Geschichte zu erzählen. Ich finde es großartig, ein Teil davon zu sein und dabei helfen zu dürfen, ihre Beschwerden zu lindern oder sie davon zu befreien.

Warum hast du dich entschieden für das RC zu arbeiten?

Das Konzept des Racket Centers gefiel mir sehr gut, vor allem die intensive Zusammenarbeit des ZAP Fitness und der ZAP Physiotherapie. Dieses Konzept von Sport und Therapie mit dem hier herrschenden Ambiente ist herausragend. Das Team hat mich herzlichst aufgenommen und ich fühle mich sehr wohl, was ich auch meinen Kunden und Patienten gerne weitergeben möchte.

Wenn ich mal frei habe …

… findet man mich in Zukunft vermehrt auf dem Wasser. Seit kurzem habe ich das Rudern und das Stand Up Paddling für mich entdeckt und möchte dem auch künftig aktiv nachgehen. Ich bin sehr gerne mit meiner Freundin und mit Freunden unterwegs.

die sich von nichts und niemandem unterkriegen lassen, egal wie viele Steine sie in den Weg gelegt bekommen.

Lebensmotto

Welche Ziele hast du für die Zukunft?

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Momentan konzentriere ich mich voll und ganz auf mein duales Studium. Was danach folgt, weiß ich noch nicht. Aber eins steht schon fest: ich will definitiv mehr von der Welt sehen!

Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast.

Zunächst einmal mit dem Racket Center einen guten Start ins Berufsleben zu schaffen. Darüber hinaus gesund zu bleiben und alles machen zu dürfen, was ich mir vorgenommen habe.

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WIR HELFEN ... INDOOR ROWING GEGEN KREBS

Startschuss für das Engagement zugunsten der Stiftung Leben mit Krebs und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg von Matthias Zimmermann

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ünktlich um 19.00 Uhr fiel am Montag, den 6. März 2017, im Racket Center Nußloch der Startschuss: In einem „Fernduell“ wurden die Teilnehmer der Internationalen Deutschen Meisterschaft im 30-Minuten-Ergoruderwettbewerb, der tags zuvor in Starnberg stattfand, herausgefordert. Von dort kamen auch die Bestzeiten, die in Deutschland den Maßstab setzen. Neben dem guten Zweck spielte daher auch der sportliche Ehrgeiz eine Rolle: Konnten die deutschen Bestmarken erreicht werden? Im INDOOR ROWING GEGEN KREBS traten an: in der Altersklasse Ü50 Prof. Dr. Dirk Jäger und Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus (beide Mediziner am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg), in der Altersklasse Ü55 Prof. Dr. Andreas Kulozik (ärztlicher Direktor an der Angelika-Lautenschläger-Kinderklinik des Universitätsklinikums Heidelberg) und Mäzen Dr. h. c. Manfred Lautenschläger bei den über 75-Jährigen.

Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus, Prof. Dr. Dirk Jäger, Prof. Dr. Andreas Kulozik und Dr. h. c. Manfred Lautenschläger

Damit begab sich die Besetzung des Ruder-Vierers der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ auf die vier bereit gestellten Trockenrudergeräte im Racket Center. Ob ein „Deutscher Meister“ gekürt werden konnte? Wer die Teilnehmer kennt, der weiß: Ein ambitioniertes Ziel gehört dazu! Dabei sind Zielwerte von 8.365 Metern in 30 Minuten bei Herren über 50 Jahren, von 7.975 Metern bei über 55 und von 6.592 Metern bei über 75 Jahren echte Meilensteine. Dahinter verbergen sich die Spitzenleistungen geübter „Indoor Rower“, die seit Jahren trainieren und an Wettkämpfen wie in Starnberg teilnehmen.

Ein Pokal als Anerkennung für Dr. h. c. Manfred Lautenschläger, er bricht den deutschen Rekord Ü70 (daneben Prof. Dr. Andreas Kulozik)

Entsprechend groß war die Spannung und ebenso enorm die Leistung von Andreas Kulozik, der mit 7.260 Metern ähnlich knapp die Bestmarke verpasste wie Jürgen Debus mit 7.720 Metern. Spannend wurde es bei Dirk Jäger. In der letzten halben Minute und mit allerletzter Kraft übertrumpfte er die Bestmarke von 8.365 Metern um äußerst enge 75 Meter. Und schließlich galten die Anfeuerungsrufe, die quer durch das ganze ZAP hallten, Manfred Lautenschläger. Der Mäzen hatte für jeden geruderten Meter einen Euro ausgelobt. Und tatsächlich: Es fiel die deutsche Bestmarke! Erst wenige Stunden

zuvor bei den Internationalen Deutschen Rowing Meisterschaften aufgestellt, hielt diese nur einen Tag. Um sage und schreibe 209 Meter überbot der 78-jährige „Hobbyleistungssportler“ die 6.592 Meter des Siegers der Altersklasse Ü75 von Starnberg. Mit 6.801 Metern übertraf er auch sein persönliches Ziel und freute sich – nicht nur über den inoffiziellen Titel eines „Deutschen Indoor Rowing Meisters“, sondern über jeden Meter und Euro für ein ganz besonderes Projekt.

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REKORD

TEILNEHMER INDOOR ROWING GEGEN KREBS

ANMERKUNG

Ü75: 6.592 Meter

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger: 6.801 Meter

209 Meter über der Bestmarke der internationalen Deutschen Meisterschaften in Starnberg

Ü50: 8.365 Meter

Prof. Dr. Dirk Jäger: 8.440 Meter

75 Meter über der Bestmarke der internationalen Deutschen Meisterschaften in Starnberg

Ü55: 7.975 Meter

Prof. Dr. Andreas Kulozik: 7.260 Meter

./. 715 Meter

Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus: 7.720 Meter

./. 255 Meter

Vanessa Weil, Mitarbeiterin der MLP AG, ist an Krebs erkrankt. Bemerkenswert ihr Wunsch und Streben, ein Zeichen zu setzen für Menschen, die ihr Schicksal teilen. Dafür hat sie Fotografen gewonnen, um unter dem Motto „Krebs hat ein Gesicht“ einen Fotokalender zu gestalten. Bevor dieser Kalender zugunsten des NCT verkauft werden kann, muss er gedruckt werden. Der Druck des Kalenders kostet Geld. Dieses Geld hat sie mit einer Spendenübergabe aus den Händen von Manfred Lautenschläger nun beisammen. Dass der Scheck über den Betrag von 10.000 Euro ausgestellt werden konnte, hat sie vor allem ihren MLP Kollegen zu verdanken. Diese haben einen Euro pro geruderten Kilometer auf ihren Chef gesetzt – gewonnen hat das Projekt von Vanessa Weil. Überglücklich zeigte sie sich über diese erfolgreiche Veranstaltung, weil damit deutlich gemacht werden konnte: Es gibt ein Leben mit Krebs. „Krebs hat ein Gesicht“. Die MLP AG hat wunderbare Mitarbeiter, die sich für Kollegen einsetzen. Manfred Lautenschläger ist ein Mutmacher in jeder Hinsicht, wie sie auch in ihrer Dankesrede betonte. Und schließlich wurde ein Signal gegeben für eine Reihe an Veranstaltungen, die im Laufe dieses Jahres stattfinden werden: Radeln gegen Krebs (der Radtreff Rhein-Neckar) am 9. Juli 2017 im Racket Center Nußloch und Rudern gegen Krebs am

Scheckübergabe an Vanessa Weil

9. September 2017 auf der Neckarwiese in Heidelberg. Damit wird viel Geld zusammenkommen – und viel Motivation für die Ärzte, die am NCT gegen den Krebs kämpfen. Mit wie viel Einsatz und Ehrgeiz sie dies tun, konnte jeder beobachten, der an diesem Abend Gast eines in jeglicher Hinsicht intensiven Events im Racket Center war.

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PORTRAIT

Foto: Claus Baumann Digital art

Krebs hat ein Gesicht Ein Projekt von Vanessa Weil

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ein Name ist Vanessa Weil und ich habe Dottersackkrebs - einen sehr seltenen und eigentlich sehr gut heilbaren Keimzellenkrebs. Meine Diagnose heißt jedoch: unheilbar. Ich möchte die verbleibende Energie und Zeit nutzen, um anderen zu helfen. Deswegen habe ich das Projekt „Krebs hat ein Gesicht“ ins Leben gerufen. Für mein Projekt konnte ich 13 wundervolle Fotografen gewinnen, die das Thema mit mir interpretieren. Die Resultate daraus werden in einem Kalender erscheinen. Die Verkaufserlöse gehen zu 100 Prozent an das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg und werden für ein völlig neues „Patenprogramm“ verwendet.

Foto: Stefan Beutler I Visagistin: PuderLiebe Sarah Giebing

Warum tue ich das? Ich möchte alle einladen, die nächsten Monate mit mir zu gehen, zu hoffen, zu lachen, zu lieben, zu weinen und zu LEBEN. Ich stehe für alle, die vielleicht traurig, ohne Hoffnung oder mutlos sind. Ich will Krebs ein Gesicht geben! Wir sind wandelbar, haben viele Seiten und diese gilt es zu entdecken und zu zeigen. Jeden Monat präsentiere ich auf meinem Blog „Und auf einmal war er da - Dottersacktumor“ eines oder mehrere Bilder. Mitte des Jahres wird ein Kalender erstellt, der bereits ab April auf meiner Internetseite vorbestellbar ist. Ich hoffe, dass ich noch genügend Zeit habe, beide Projekte, „Krebs hat ein Gesicht“ und das „Patenprogramm“, fertigzustellen.

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Foto: Anreas Jorns

Herzlich bedanken möchte ich mich bei allen Fotografen und Visagistinnen, die bei meinem Projekt mitgewirkt haben. Eine Auflistung all meiner Unterstützer finden Sie auf meiner Internetseite www.krebs-hat-ein-Gesicht.de.


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WIR HELFEN ...

In Bewegung bleiben gegen Krebs

Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in Heidelberg von Stephanie Hoffmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit NCT Heidelberg

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ewegung spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Krebs. Insbesondere aber auch bei Krebspatienten kann ein körperliches Training dazu beitragen, während und nach einer Krebstherapie Komplikationen und Nebenwirkungen abzumildern oder zu vermeiden. Damit mehr Patienten von diesen positiven Aspekten profitieren, veranstaltet die Stiftung Leben mit Krebs an elf Standorten die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“. Am 09. September fällt zum 8ten Mal der Startschuss für die Rennen in Heidelberg. In Deutschland sind über vier Millionen Menschen an Krebs erkrankt, von denen nur ein Bruchteil ausreichend körperlich aktiv ist. Dabei kann gezielte sportliche Betätigung die Lebensqualität nachweislich verbessern. „Die Behandlung von Krebs ist körperlich und psychisch belastend. Bewegung kann dazu beitragen, Nebenwirkungen abzumildern und die Lebensqualität zu steigern. Die positiven Effekte konnten in wissenschaftlichen Studien bereits nachgewiesen werden“, erklärt Dr. Joachim Wiskemann, Leiter

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des Patientenprogramms Bewegung und Krebs am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg. Damit mehr Patienten von diesen Erkenntnissen profitieren können, setzt sich die Stiftung Leben mit Krebs schon lange für Bewegungsprogramme speziell

für Krebspatienten ein. „Mit der Sportveranstaltung „Rudern gegen Krebs“ möchten wir möglichst viele Patienten dabei unterstützen, regelmäßig körperlich aktiv zu sein“, erklärt Stefan Grünewald-Fischer, der zuständige Vertreter der Stiftung Leben mit Krebs.


Seit 2005 haben deutschlandweit schon über 21.000 Menschen bei mehr als 80 Regatten an 23 Standorten teilgenommen. Damit ist „Rudern gegen Krebs“ die größte Breitensportveranstaltung dieser Art in Deutschland. „Die RGH ist stolz darauf, den Patienten des NCT ein modernes Therapieprogramm mit einem Bezug zum Sport zu ermöglichen und gleichzeitig so vielen interessierten Menschen einen Einblick in unseren schönen Rudersport geben zu können“, berichtet Sönke Hartung-Rey, Abteilungsleiter der Rudergesellschaft Heidelberg 1898 e.V.. Am 09. September findet die Benefizregatta bereits zum 8ten Mal auf dem Neckar in Heidelberg statt. Gerudert wird in Vierer-Booten zusammen mit einem Steuermann. Anfänger sind dabei genauso willkommen wie erfahrene Ruderer. Die Regattateilnehmer können sich mit drei kostenfreien Trainingseinheiten durch die Rudergesellschaft Heidelberg 1898 e.V. (RGH) vorbereiten. Im Wettkampf unterstützen Steuerleute der RGH die Teams. Mehr als 70 Ruderteams und etwa 5.000 Besucher werden erwartet. Auf der Neckarwiese dürfen sich die Besucher auf Unterhaltung und Verköstigung für die ganze Familie freuen. Die Erlöse der Benefizveranstaltung kommen dem NCT-Programm „Bewegung und Krebs“ zu Gute. An dem NCT-Sportprogramm für Krebspatienten nehmen im Jahr ca. 500 Krebspatienten teil. „Bei Menschen mit Krebs können Bewegungsprogramme während und

Veranstaltung im Überblick 8. Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ Samstag, 09. September 2017, ab 9:00 Uhr Veranstaltungsort: Neckarwiese Neuenheim, Heidelberg Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Dr. h. c. Manfred Lautenschläger Anmeldeschluss: 31.7.2017 Informationen und Anmeldung unter: www.rudern-gegen-krebs.de

nach der Therapie die Lebensqualität teilweise deutlich verbessern“, erklärt Professor Dirk Jäger, Ärztlicher Direktor am NCT in Heidelberg. „Sport- und Bewegungstraining neben einer Krebstherapie hat sich daher bei uns zu einem wichtigen Schwerpunkt entwickelt.“ Um krebsranken Menschen auch wohnortnah Sport- und Bewegungsanbieter vermitteln zu können, haben Dr. Joachim Wiskemann und Beate Biazeck die Initiative OnkoAktiv ins Leben gerufen. Ziel ist es mit Unterstützung von Kooperations-

zentren eine möglichst flächendeckende Versorgung zu erreichen. Sportanbieter werden speziell geschult, damit sie betroffene Patienten während oder nach einer Therapie mit einem passenden Bewegungsangebot unterstützen können. Als Kooperationszentrum von OnkoAktiv bietet das Racket Center Nußloch das Programm „Aktiv leben nach Krebs“ an. Der Kurs soll Patienten nach einer Krebstherapie bei ihrem Wiedereinstieg in ein aktives Leben unterstützen.

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TIPP Pflanzen, ernten und genießen im eigenen Zuhause von Christian Müller, Fa. Müller Lebensraum Garten Ein Hochbeet pflanzen hat viele Vorteile

Schon auf kleinstem Raum lässt sich mit einem Hochbeet ein Nasch-, Gemüse- oder Kräutergarten realisieren, der nicht nur kulinarisch etwas zu bieten hat, sondern durch eine abwechslungsreiche Bepflanzung auch das Auge erfreut und zugleich Gestaltungselement ist. Einer der größten Pluspunkte eines Hochbeets ist die Arbeitshöhe. Die Pflanzen können gepflanzt, gepflegt und geerntet werden, ohne sich zu bücken oder hinzuknien. Das schont den Rücken und die Gelenke. Daher sind Hochbeete die ideale Lösung für das im eigenen Zuhause angelegte Gemüse- und Kräuterbeet, sowie ein idealer Ort für Naschobst. Dazu besteht die Möglichkeit Mischkulturen in seinem Hochbeet anzupflanzen, welche nicht nur eine Vielfalt auf ihren Speisezettel zaubert sondern auch eine gegenseitige positive Beeinflussung der verschiedenen Pflanzen fördert.

können für frische Smoothies verwendet werden. Smoothies werden in einem Mixer aus Obst, Gemüse oder Früchten und Wasser hergestellt. Im Unterschied zu Frucht- und Gemüsesäften wird also alles genutzt, nicht nur der Saft. Durch den Mixvorgang werden die Pflanzenzellen aufgeschlossen und unser Körper kann die vielen wertvollen Inhaltsstoffe einfacher aufnehmen.

Aus dem eigenen Naschbalkon ernten

Reif geerntete Früchte und Gemüse schmecken viel besser, und auch frisch geerntete Kräuter sind bedeutend aromatischer als gekaufte. Die Aromen und Düfte von Kräutern und Obst bringen Abwechslung und Spannung in Gerichte, Desserts und Getränke. Selbst auf dem eigenem Balkon lässt sich ein kleines kulinarisches Paradies realisieren. Lassen Sie Ihrer Fantasie beim Arrangieren der Kräuter und Obstgehölze in Gefäßen freien Lauf. Wie wäre es mit einer Kombination von Säulenäpfeln und essbaren Blüten? Gerne zeigen wir Ihnen in Müller Lebensraum Garten unser vielfältiges Sortiment für Naschbalkone. Viele süße Versuchungen erwarten Sie. Ebenfalls finden Sie in Müller Lebensraum Garten die ganze Saison über ein umfassendes Sortiment an verschiedensten Kräutern und Obstgehölzen der Marke Fruchtbengel, welche Sie bei sich zu Hause direkt ernten können. Viele Kräuter schätzen einen warmen sonnigen Standort und gedeihen sehr gut in Gefäßen. Probieren Sie es einfach aus!

Smoothies aus dem eigenen Garten genießen

Man bekommt sie mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt. Doch frisch zubereitet schmecken sie noch besser und sie können bedeutend vielseitiger und variantenreicher kreiert werden – je nach Geschmack und Fantasie. Fast alle Nutzpflanzen aus dem Garten oder dem Hochbeet

58 RC Premium 2/2017

Smoothie Rezept

Zutaten für 2 Personen 2 kleine Zucchini 150 ml Buttermilch Blätter von 4 Zweigen Minze Blätter von 4 Zweigen Petersilie Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung Zucchini in große Stücke schneiden. In einem Mixer mit der Buttermilch und den Kräutern pürieren und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Tipp: Schmeckt auch gut mit Salatgurke.


FEIER ABEND

MOONLIGHT-SHOPPING MI, 14. JUNI 2017 | BIS 22 UHR Nutzen Sie den Abend, um in entspannter Atmosphäre bis 22 Uhr einzukaufen. Lassen Sie Ihren Tag bei einem Glas Wein ausklingen und lauschen Sie der Live-Musik! Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

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Leistung & Erfolg

KURZ NOTIERT ...

Racketlon German Open 28. - 30. Juli 2017 im Racket Center Nußloch Die Champions League zu Hause im Racket Center – Racketlon mal anders

Vom 28. bis 30. Juli 2017 findet die IWT German Open im Racketlon statt, bei der sich Teilnehmer in den beliebtesten vier Racketsportarten – Tischtennis, Badminton, Squash & Tennis einen spannenden Wettkampf liefern. Auch in diesem Jahr dürfen wir Racketsportler aus über 20 Nationen bei uns im Racket Center Nußloch begrüßen und beobachten, wer am Ende verdient zum Turniersieger gekrönt wird. Für die Profis geht es dabei zusätzlich um das Sammeln wichtiger Weltranglistenpunkte. Auch als Amateur- und Freizeitsportler kann man an diesem Wochenende mittendrin statt nur dabei sein. So können die Teilnehmer zwischen verschiedenen Alters- und Leistungsklassen im Einzel und auch im Doppel wählen und die einzigartige Atmosphäre hautnah miterleben. Egal ob Zuschauer oder Racketsportler – dieses Jahr erwartet Sie ein weiteres Spektakel, denn das Racket Center ist zeitgleich Veranstaltungsort der Racketlon Champions League. Hierbei treten die acht besten Teams aus unterschiedlichen Ländern gegeneinander an. Die erste Austragung fand bereits im Februar in Schweden statt und soll nun im Racket Center Nußloch seinen Jahreshöhepunkt finden. Unseren Zuschauern werden somit noch mehr Spannung und professionelle Ballwechsel als in den Jahren zuvor garantiert. Jeder, der sich für (Racket-)Sport interessiert, sollte diesen großen Event nicht verpassen. Zumal der Eintritt für Zuschauer kostenlos ist und man sich als Freizeitspieler ein paar Tricks von den Profis abschauen kann. Alle Infos unter: www.racketlon-nussloch.de

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Rhein-Neckar Junior Open 2017 Die Rhein-Neckar Junior Open um den Fiat-Cup des Autohauses Peters, vom 17. bis 18. Juni 2017, werden auch in diesem Jahr wieder ein sportliches Highlight für Jugendliche in den Altersklassen 10 bis 16 Jahren sein.

Wir erwarten bei diesem offenen Jugendranglistenturnier wieder etwa 100 tennisbegeisterte Juniorinnen und Junioren, die im Rahmen der Tennis-Turnierserie WILSON JUNIOR RACE in einem fairen Wettbewerb um Ranglistenpunkte und Pokale kämpfen werden. Meldeschluss ist der 12. Juni 2017. Die Anmeldung erfolgt über das Turnierportal des Badischen Tennisverbandes: www.badischertennisverband.de


Frühstücksbuffet

Preis pro Person 14,00 €*

Immer sonntags von 9.30 bis 13.00 Uhr Ristorante Marea im Racket Center Nußloch

RISTORANTE & BAR

im Racket Center Nußloch Walldorfer Str. 100 69226 Nußloch

www.marea-nussloch.de

Gäste unseres Frühstücksbuffets haben die Möglichkeit, die freistehenden Tennis-, Badminton- und Squashplätze sowie den ZAP Fitnessbereich in der Zeit von 7.00 bis 10.00 Uhr kostenfrei zu nutzen. Bi�e reservieren Sie vorab Ihren Tisch auf www.marea-nussloch.de,

E-Mail an info@marea-nussloch.de oder per Tel. unter 06224 99 09-55. (Racketsportplätze können nicht vorab reserviert werden.) * Kinder von 6 bis 12 Jahren zahlen 8,00 Euro. Kinder unter 6 Jahren sind frei.


Werner Tiki Küstenmacher

IM INTERVIEW

62 RC Premium 2/2017


„Zuhause ist der Ort, den meine Frau und ich unser Eigen nennen“ Werner Tiki Küstenmacher, Theologe, Buchautor, Karikaturist, Publizist und Redner, im persönlichen Gespräch mit Matthias Zimmermann Es bedarf keiner besonders ausgeprägten Phantasie, um auf den ersten Blick zu erkennen: Das hier ist ein besonderer Fleck Erde. Hier haben sich Menschen ein Zuhause geschaffen, das kreative Schaffenskraft und erholsame Einkehr unter einem Dach vereint. An diesem Ort wird gewohnt, gelebt und gearbeitet. Hier werden Ideen geboren, Gedanken gesponnen und Schriften geschrieben, die Millionen Menschen erreichen – durch Funk und Fernsehen, Bücher und Videobotschaften oder durch unseren Interviewpartner persönlich. Werner Tiki Küstenmacher zieht als Redner, Schriftsteller und Zeichner unzählige Zuhörer in den Bann seiner zentralen Botschaft: „simplify your life“ – vereinfache Dein Leben. Mache es nicht komplizierter als es ist, nimm die Komplexität und Vielfalt der Welt positiv und dankbar an, lerne Entscheidungsfreude und mache stets das Beste daraus. Das Erfordernis, klug und kraftvoll zu gestalten, Herausforderungen zu bewältigen und

Lieber Herr Küstenmacher, wir wollen über das Thema Zuhause reden. Das geht natürlich nirgends besser als direkt an Ihrer Wohnstätte. Insofern zunächst gleich mal ein Dankeschön an Sie, dass ich mich zu Ihnen einladen durfte …! KÜSTENMACHER (lacht): Na dann – herzlich willkommen. Sie sehen also, hier sind wir zu Hause. Schauen Sie sich um. Das ist meine Heimat. Ich empfinde es als Privileg, durch meine Vorträge an viele zum Teil wunderschöne Orte zu gelangen. Ich genieße das Reisen. Aber nichts geht über das Gefühl, wieder nach Hause zu kommen. Was bedeutet Heimat für Sie? KÜSTENMACHER: Martin Walser hat einmal gesagt: „Eine Heimat zu haben heißt, nicht zur Miete zu wohnen.“ Als ich meine Frau kennengelernt habe, waren wir beide Anfang zwanzig, und ich war gerade Vollwaise geworden. Sie hatte ihren Vater verloren, als sie 17 war, und recht bald nach unserer Hochzeit starb auch ihre Mutter. Für uns war es selbstverständlich, dass wir unsere Erbanteile

ständig Lösungen zu finden, wird dich Zeit deines Lebens begleiten. Es hilft, wenn man dies erkennt und akzeptiert. Veränderungen sind das Elixier des Lebens. Seine Lebensweisheiten, dargeboten in unzähligen praktischen und gut umsetzbaren Tipps, lebt er selbst. Nestbauer waren Marion und Tiki Küstenmacher, seit sie 1983 das erste Kind bekamen. Ständig haben sie etwas an ihrer Doppelhaushälfte in Gröbenzell vor den Toren Münchens umgebaut. Als 1998 das dritte Kind kam, kauften sie ein größeres Haus im gleichen Ort – und haben es in noch größerem Maßstab umgestaltet. Mittlerweile sind die drei Kinder hinausgezogen in die Welt, aber das Haus bleibt in Veränderung. Die Küstenmachers sorgen dafür, dass in den Innenräumen und dem Garten ständig weitergebaut wird – eine treffende Metapher für ein vitales und kreatives Leben als Paar.

verwenden, um ein eigenes Zuhause zu kaufen. So sind wir dann aus dem Herzen Münchens hierher nach Gröbenzell gezogen. Heimat ist für uns weniger eine Kindheitserinnerung wie bei vielen anderen Menschen, sondern ein Gefühl von Gemeinsamkeit, ein Commitment zu einem Ort und zu seiner Umgebung. Daraus entstehen auch ein Bekenntnis und eine Verantwortung füreinander. Nach unserer Auffassung gehört es sich auch, sich für seinen Heimatort zu engagieren. Insofern haben Sie sich sehr bald für diesen beschaulichen Münchner Vorort entschieden. Heute haben Sie hier Wurzeln geschlagen. KÜSTENMACHER: Als unser erstes Haus nach der Geburt des dritten Kindes zu klein wurde, haben wir uns verändert – aber zuerst im gleichen Ort gesucht. Ende der 90er Jahre fanden wir dann dieses Haus hier, das damals ganz anders aussah. Es war vernachlässigt und galt als schwer verkäuflich. Für uns – beide zu der Zeit beruflich selbstständig und mit

drei wunderbaren Kindern gesegnet – war das schon eine Herausforderung, die viel Mut erfordert hat. Vieles haben wir hier selbst geschaffen, gerade am Anfang, in jungen Jahren. Aber der Traum, an einem Ort zu wohnen und zu arbeiten, hat uns immer wieder angetrieben. Sie können sich vorstellen, dass uns dabei nie langweilig wurde. Wenn Sie gemeinsam für einen Ort, für ihr Zuhause, einstehen, dann stehen sie auch für ihre Familie und ihre Partnerschaft ein. Meine Frau und ich sind überzeugt, dass ein gemeinsames Nest für ein gelingendes Miteinander enorm wichtig ist. Sie haben von Mut gesprochen. Die Menschen streben ja heute sehr nach Sicherheit. In dieser „multioptionalen“ Welt suchen viele nach einem festen Halt. Gleichzeitig ist die Neigung, sich zu binden – in jedweder Hinsicht – offenkundig geringer geworden. Sie scheinen einen guten Weg für sich gefunden zu haben. KÜSTENMACHER: Viele Menschen klagen, dass das moderne Leben so eine riesige

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Vielzahl an Möglichkeiten bietet. Sie empfinden Komplexität als bedrohlich. Gleichzeitig aber wollen sie auch nicht wirklich auf all die Annehmlichkeiten verzichten, von den großartigen Entwicklungen in der Medizin bis zu der riesigen Auswahl an Medien und Kommunikationsmitteln. Es gehört zu den Wahrheiten des Daseins, sich für etwas entscheiden zu müssen – auch wenn das schwer fällt. Als freiberuflicher Autor und Zeichner bin ich, wie das Wort es sagt, frei. Ich muss aber auch regelmäßig etwas liefern, das das Publikum haben will. Sonst verdiene ich nichts. Meiner Frau als freie Lektorin und Autorin geht das genauso. Wir können entscheiden, ob wir einen Auftrag annehmen oder nicht, und entscheiden damit auch, ob wir Geld verdienen wollen oder nicht. Freiheit ist im wahrsten Sinne ein teures Gut. Als wir damals den großen finanziellen Schritt für dieses Haus gemeinsam gewagt haben, konnte uns keiner sagen, ob wir das schaffen werden. Das Leben schenkt uns vieles, aber keine Garantien. Wir sind damals einfach gesprungen, wir hatten Vertrauen in unsere Talente, in unser Durchhaltevermögen und natürlich vertrauen wir immer auch auf Gottes Segen. Für eine Ehe ist ein gemeinsames Projekt übrigens eine enorme Energiequelle. Etwas Großes zusammen zu meistern, schweißt zwei Menschen zusammen. Es gehört also immer auch eine gute Portion wohlwollender höherer Fügung dazu, um ein gelingendes Leben zu führen? KÜSTENMACHER: Zum Mut gehört die Demut. Für sein Glück ist man nie allein verantwortlich, das wäre anmaßend. Gottvertrauen ist für mich und meine Frau ein wichtiger Aspekt unseres Lebens – was sie von zwei studierten Theologen auch erwarten dürfen. Ich kann es Ihnen ganz offen sagen: Der Erfolg mit der ersten Auflage von „simplify your life“ (siehe Buchvorstellung in Magazin I/2017) kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Es hat unser Hausprojekt hier gerettet. Keiner hatte auch nur ansatzweise erwartet, dass sich dieses Buch am Ende fast vier Millionen Mal verkaufen wird, in über 40 Sprachen. Wir sind sehr dankbar für die Unabhängigkeit, die uns dieses Buchprojekt verschafft hat.

64 RC Premium 2/2017

Im Kraftzentrum des Zuhauses der Familie Küstenmacher. Im Büro betrachten der Hausherr und sein Besucher ein Familienalbum – und entdecken dabei aus Zufall eine Gemeinsamkeit. Werner Tiki Küstenmachers Eltern lebten in den Fünfzigern einige Jahre in Bad Kötzting, dem Heimatort von Matthias Zimmermann. Im Hintergrund die Bücherwand mit den unzähligen Werken des Bestsellerautors in verschiedenste Sprachen übersetzt, oben auf dem Schrank zwei glückliche Limbis.

Es wäre wohl aber gänzlich falsch zu behaupten, ein solches Buch zu schreiben und zu veröffentlichen sei primär dem Ruf des Geldes geschuldet …?! KÜSTENMACHER: Danke, dass Sie die Antwort vorweg nehmen. Wer nichts anderes tut, als Geld zu verdienen, der verdient auch nichts anderes als Geld. Ein nachhaltiger Erfolg ohne Leidenschaft? Daran kann ich nicht glauben. Es ging mir nie darum, mit meinen Schriften und Zeichnungen reich zu werden. Zumindest nicht reich an Geld, allenfalls reich an Bildung, Lebenserfahrung und an emotionalen Momenten wie denen, wenn man ein frisch gedrucktes Buch in seinen Händen hält und denkt: „Da ist es, das hab´ ich geschrieben“ – und es wird tatsächlich von vielen Menschen gelesen. Das kann ich nachvollziehen – das geht mir sogar mit unserem vergleichsweise unbedeutenden Magazin so. Immer wieder von vorne anzufangen, sich immer wieder an die Arbeit zu machen, neue Ideen zu entwickeln und am Schreibtisch zu grübeln braucht eine Motivation, die aus einem selbst heraus entsteht!

KÜSTENMACHER: Das Wort „unbedeutend“ würde ich so nicht stehen lassen. Erst mal ist es für Sie bedeutend, bestimmt für Ihr Team und für Ihre Mitglieder. Ich sage: Wohl dem, der etwas in sich trägt. Das ist ja die Voraussetzung: Sie brauchen eine Geschichte und gute Gedanken, sonst haben Sie nichts zu erzählen! Ihr Magazin zeigt, dass Sie etwas zu erzählen haben, und dass ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter eine Geschichte haben. Die Geschichte hinter „simplify your life“ ist übrigens folgende: Ende der 90er Jahre haben meine Frau und ich die Rollen getauscht. Marion, meine Frau, die mit der Geburt unserer ersten beiden Kinder beruflich zurückgesteckt hatte, wollte in Vollzeit als freie Verlagslektorin arbeiten – und ich sollte Hausmann werden. Das war für mich ein erst mal sehr exotischer Gedanke! Aber – Gott sei Dank – setzte sie sich durch und ich blieb zu Hause, mit damals zwei kleinen Kindern. Also Putzen, Waschen, Kochen, Kinderhüten? KÜSTENMACHER: … alles wertvolle Tätigkeiten! Nebenbei habe ich als Buchillustrator gearbeitet, zum Beispiel für


unseren gemeinsamen Freund Lothar Seiwert. Lothar war damals als Autor und Speaker schon eine Größe in der Branche und sehr erfolgreich. Ich empfand es als ehrenvoll, für ihn zu arbeiten. Seine Bücher und Ratschläge, wie zum Beispiel „Mehr Zeit für das Wesentliche“ oder „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam“, waren damals schon legendär. Nach ein paar Jahren Angestelltenleben haben meine Frau und ich beschlossen, es gemeinsam als Freiberufler zu wagen. 1998 bekamen wir ein Angebot des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG in Bonn, einen monatlichen Beratungsbrief über Lebensvereinfachung zu schreiben. Da haben wir sofort angebissen, weil ich meine Erfahrungen als Hausmann dabei gut einbringen konnte. Das Blatt hieß zunächst „Glücklicher und einfacher leben“. Als nach einem neuen Titel gesucht wurde, schlug ich „simplify your life“ vor, das war damals gerade ein Trendbegriff in den USA. Mit dem neuen Titel kam der Durchbruch, unsere selbst erprobten Vereinfachungstipps bekamen ein großes Publikum. Nach drei Jahren hatten wir so viel Material zusammen, dass Lothar Seiwert sagte: „Tiki, da musst du ein Buch draus machen!“ Dann half er mir, so wie er vielen Menschen hilft – getreu dem Motto: Erfolgreich ist, wer andere erfolgreich macht. Wir fanden einen Verlag und verhandelten mit dem Verleger. Verhandeln und vermarkten kann Lothar sehr gut. Der erste Verlag übrigens wollte „simplify your life“ nicht haben. Ich sage nicht, welcher es war,

weil mir Schadenfreude fremd ist. Aber die Verleger haben sich danach wohl die Haare gerauft. Die Schriftstellerin Joanne K. Rowling hat eine ganze Reihe an Verlagen abgeklappert, bis sich ein kleiner Verlag fand, der eine Auflage von 500 Stück des ersten Harry Potter Romans auf den Markt brachte … KÜSTENMACHER (lacht): Das ist noch mal eine ganz andere Nummer. Wie dem auch sei: Mit der Hilfe von Lothar haben wir gemeinsam einen Verlag gefunden und überzeugen können. Daher steht Lothar Seiwert auch als Mitautor auf dem Buch. Kurzum: Die Erstauflage wurde 2001 veröffentlicht und kletterte von da an die Spiegel Bestsellerliste empor. Wie Sie ja in der vorangegangenen Ausgabe dieses Magazins dargestellt haben, ist kürzlich eine total überarbeitete Neuauflage veröffentlicht worden, mit neuen Zeichnungen, die mir gleichermaßen viel Arbeit und Freude gemacht haben. Jetzt beschert mir das Buch fortwährend Termine zu Vorträgen und Einladungen ins Fernsehen oder Radio, was ich sehr gerne mache. Wichtig sind mir auch die Gespräche mit Leserinnen und Lesern, die für die eigene Lebensgestaltung, für die Beziehung zu ihren Mitmenschen oder auch für ihre berufliche Karriere etwas aus dem Buch lernen können. Immerhin über 100 Bücher sind so entstanden. Das sind mehr als die meisten Menschen in ihrem Leben wahrschein-

lich jemals gelesen haben. Sie wären nicht erfolgreich, würden Sie nicht die Wünsche, Sorgen und Gedanken, Lebens- und Verhaltensweisen der Menschen kennen. Wie lässt sich das aushalten – woher nehmen Sie diese Schaffenskraft? KÜSTENMACHER: Ich habe einfach großes Interesse an meinen Mitmenschen. Es freut mich, wenn ich von jemandem etwas lernen oder abschauen kann. Dadurch bin ich immer auf der Suche nach Vereinfachungen oder, wie man heute dazu sagt, „life hacks“. Das hat eigentlich schon während meiner Zeit als Gemeindepfarrer angefangen. Da habe ich mir öfter gedacht: Du stehst hier auf der Kanzel und redest von großen theologischen Fragen – aber die Menschen dort in den Bänken denken „Habe ich den Herd ausgeschaltet?“ oder „Wie soll ich nur die Miete nächsten Monat bezahlen?“. Handfeste Tipps für den Alltag sind auch eine Tat der Nächstenliebe, glaube ich. Und so haben Sie Kanzel und Kirche mit Rednerpult und Homeoffice getauscht? Dass ich das nun alles von unserem Zuhause aus tun kann, empfinde ich als Privileg, für das ich dankbar bin. Ich tue, was ich immer tun wollte und führe an diesem Ort hier ein Leben wie auf einem Kraftfeld. Von meinem Beruf muss ich mich nicht erholen. Ich weiß, was es bedeutet, das von sich behaupten zu dürfen. Neben dem Interesse an meiner unmittelbaren Umgebung und am persönlichen Austausch gilt meine Neigung

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Mit Werner Tiki Küstenmacher unter dem blühenden Kirschbaum im Garten seines Hauses in Gröbenzell, 9. April 2017

Werner Tiki Küstenmacher, mit seinem Zweitnamen benannt nach einem Sonnengott der Inka, kam im Jahre 1953 in München zur Welt. Er studierte nach dem Abitur evangelische Theologie und war anschließend zwei Jahre Vikar in Freising. Statt eine typische Kirchenlaufbahn einzuschlagen entwickelte er ein ausgeprägtes Interesse an Medien, weshalb er beim „Münchner Merkur“ und beim Bayerischen Rundfunk Journalismus lernte. In den achtziger Jahren nutzte er erstmals eines seiner Hobbys. Als begabter Zeichner illustrierte er witzige Bilderbögen zu religiösen Themen, die er veröffentlichte. Es folgten zahlreiche Taschenbücher und Begleithefte für den Konfirmandenunterricht. Werner Tiki Küstenmacher hat bis heute mehr als 100 Bücher veröffentlicht. „simplify yor life“ war etwa das 70. und wurde 2001 ein Bestseller. Das Buch wurde mit einer Weltauflage von vier Millionen in 40 Sprachen übersetzt. www.simplify.de ist inzwischen ein riesiges Webportal zum Thema Lebensvereinfachung.

Mit Limbi hat er eine Figur geschaffen, die durch sein neuestes Buch führt, um den Lesern Erkenntnisse über sich selbst zu verschaffen, die sich aus der Gehirnforschung herleiten lassen. „Limbi – der Weg zum Glück führt durchs Gehirn“ ist seine aktuellste Veröffentlichung, womit er ein weiteres Mal den Blick schärft und Spuren legt zu einem gelingenden Leben.

Werner Tiki Küstenmacher gehört zu den 100 meistgebuchten Rednern Deutschlands und wurde 2009 in die „Hall of Fame“ der German Speakers Association (GSA) aufgenommen. Er lebt mit seiner Frau Marion in Gröbenzell bei München und hat drei Kinder.

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auch den Wissenschaften. Mein Vater war Diplomingenieur für Elektrotechnik. Schon in den 1950er Jahren hatte jeder bei uns zu Hause einen eigenen – riesigen – Radioapparat. Von meinem Vater habe ich die Neugier und den Forschergeist geerbt. Ich liebe es, mich in neue Fachgebiete einzulesen. Für das Buch „Limbi“ über unser Gehirn habe ich neurowissenschaftliche Vorlesungen im Internet gehört und mich durch dicke Fachbücher gefressen. Früher bekam ich mal den originellen Auftrag, einen Reiseführer für „Reisen zum Mond“ zu schreiben, eine der letzten Lücken im Markt der Reisebücher. Da habe ich mich in astronomische und astronautische Literatur eingearbeitet – und fand das herrlich. Außerdem habe ich gemerkt: Es gibt auch in den absonderlichsten Fachgebieten etwas, das man für seinen eigenen Alltag lernen kann. Seit einiger Zeit beschäftigen Sie sich mit den Erkenntnissen der Gehirnforschung. Hat dies dazu geführt, „simplify your life“ noch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten? KÜSTENMACHER: Auf jeden Fall. Die Beschäftigung mit unserem Gehirn, auch unter evolutionsbiologischen Gesichtspunkten, hat nicht nur zu ein paar neuen Lebensweisheiten geführt, sondern zu einem innovativen Prinzip für gelingende Lebensführung. Der Weg zum Glück führt durch das Gehirn – das ist die Grundidee. Und zwar durch eine kluge Balance zwischen unserem planenden Verstand und unserem impulsiven emotionalen Gehirn, dem limbischen System. Aus diesen Erkenntnissen ist ihr neues Buch entstanden – und eine neue Figur, die hier vom Bücherschrank auf Sie herabschaut, wenn Sie am Schreibtisch sitzen. KÜSTENMACHER: Genau. Gestatten, dass ich vorstelle: Limbi, der Protagonist des gleichnamigen Buches „Limbi: Der Weg zum Glück führt durchs Gehirn“. Limbi ist der Bewohner unseres Innersten, genaugenommen ist sein Zuhause mitten in unserem Gehirn. Das limbische System, unser emotionales Gehirn, ist in seiner Schnelligkeit und seiner Impulsivität gut vergleichbar mit einem kleinen Säugetier, so zwischen Maus und Hund. Evolutionsgeschichtlich ist das limbische


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System nach dem Hirnstamm, der die wesentlichen Vitalfunktionen unseres Organismus steuert, der älteste Bereich unseres zentralen Nervensystems. Das Großhirn dagegen ist – insbesondere in seiner komplexesten Ausprägung bei uns Menschen, dem präfrontalen Kortex – viel jünger. Dieser Teil verschafft uns Bewusstsein. Dadurch wissen wir, dass wir etwas wissen. Damit planen wir, entscheiden nach gründlicher Abwägung und handeln vernünftig. Darauf sind wir stolz, denn es macht uns Menschen zu dem, was wir heute sind. Limbi aber sieht das anders: Er ist impulsiv und spontan, ein Opponent und Negativbewerter. Viele nennen ihn „inneren Schweinehund“. Und damit ist der Konflikt vorprogrammiert. Dafür sieht Limbi Ihrer Zeichnung nach eigentlich ja ganz goldig aus. Also eher wie ein Knuddeltier als ein Schweinehund, den es zu bekämpfen gilt. KÜSTENMACHER: Das haben Sie gut erkannt – und damit sind wir bei dem Postulat, wie Sie es selbst genannt haben. Das Limbische System ist ja bei

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Werner Tiki Küstenmacher kommt nach Nußloch ins Racket Center – und präsentiert: „Limbi – der Weg zum Glück führt durchs Gehirn“. Wann: am Mittwoch, den 12. Juli 2017, 18:30 – 19:15 Uhr (anschließende Fragen sind willkommen).

Wo: in der Tennishalle des Racket Center Nußloch bei geöffnetem Dach (wenn das Wetter es erlaubt). Danach: gemütliches Beisammensein auf der RC Gartenterrasse zum Grillabend mit dem MAREA. Herr Küstenmacher spendet diesen Abend unserem Äthiopischen Kindertennisprojekt TDKET. Dafür sagen wir: DANKE!!!

uns Säugetieren deshalb so alt, weil es wichtige Funktionen erfüllt. Limbi ist vorsichtig, schont unsere körperlichen Reserven, vertraut auf Emotionen. Das sind Eigenschaften, die uns über Jahrmillionen hinweg das Überleben gesichert haben. Heute aber ärgern sie uns oft, weil Limbi uns davon abhält, das zu tun, was wir gerade für gut und vernünftig halten. Zum Beispiel Sport treiben oder endlich mal den Schreibtisch aufräumen. Also: Was ist zu tun …? KÜSTENMACHER: Meine zentrale Schlussfolgerung: Wir müssen lernen, mit Limbi zusammenzuarbeiten. Ihn nicht als Schweinehund zu beschimpfen, sondern seine enorme Power sinnvoll zu nutzen. Ziele so formulieren, dass Limbi sagt: „Ok, ich mache mit.“ Das ist oft nur eine winzige Veränderung unserer Sichtweise. Wenn ich eine unangenehme Aufgabe wie etwa die Steuererklärung erledigen muss, steht Limbi im Weg, denn etwas Unangenehmes will er nicht machen. Dann hilft es nicht, ihn mit Argumenten zu überzeugen. Limbi ist ein emotionales Wesen. Viel schlauer wäre es, ihn an das tolle Gefühl zu erinnern, wenn man so etwas Ätzendes wie die Steuersachen termingerecht geschafft hat. Da beißt Limbi in der Regel an und sagt: „Okay, so gesehen ist es eigentlich ein Riesenspaß, diese blöden Formulare auszufüllen.“ Wenn man es schafft, den eigenen Limbi als Freund zu sehen, hilft er einem bei der Suche nach dem Glück. Wichtig für ein glückliches Leben ist es also nicht nur, an einem Ort zu Hause zu sein und mit seiner Umgebung in Einklang zu leben, sondern auch, in sich selbst zu Hause zu sein. Lieber Herr Küstenmacher, ich denke, es lohnt sich wirklich, Limbi noch näher kennen zu lernen. Er ist eben nicht nur ein wertvoller Begleiter durch Ihr neues Buch, sondern auch unser Begleiter durch ein gelingendes Leben. Ich danke Ihnen nochmals sehr, Gast in Ihrem Zuhause sein zu dürfen. Ihr sehr persönlicher Einblick in Ihr berufliches Schaffen und Ihr privates Zuhause bestärkt den Eindruck, den Sie in Ihrem Schrifttum vermitteln. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre anstehenden Projekte, für Ihre Familie und für Sie ganz persönlich.

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SAVE THE DATE Business meets Fitness

von Bettina Hofstätter, Speaker und Business Mentor

S

oul@Work - was im angloamerikanischen Sprachraum eine wunderschöne Botschaft beinhaltet, lässt sich ins Deutsche wohl nur sperrig übersetzen: Seele am Arbeitsplatz. Sich mit anderen auszutauschen und von erfahrenen Experten Ideen und Konzepte zu erhalten – ohne dabei den Menschen aus dem Auge zu verlieren, prägt die Initiative Soul@ Work. Dies im Zusammenspiel mit der Initiative Connect.Hidden.Potentials. in eine Symbiose zu bringen, ist naheliegend. Die Veranstaltung im Ambiente des Racket Centers in Nußloch in Szene zu setzen, macht dieses Event zu etwas Außergewöhnlichem. Der letzte ohrenbetäubende Trommelschlag verhallt im Refektorium des Klostergewölbes. Stille! Dann folgt der nicht minder ohrenbetäubende Applaus der 300 Kongressteilnehmer für die Escola de Samba. Das Drumming-Team verpasst dem Soul@Work-Kongress 2016 im Kloster Eberbach einen weiteren Höhepunkt - das Ende eines rundherum gelungenen Kongress-Tages. Es sind die praxisbezogenen Erfolgsrezepte, die innovativen Ansätze aus der Unternehmenspraxis und die mit Impulsen und Tipps gespickten Vorträgen für den Arbeitsalltag, die Entscheider aus Unternehmen unterschiedlichster Branchen alljährlich ins wunderschön gelegene Kloster in Eltville am Rhein locken. Die Idee der 2012 gegründeten Initiative Soul@Work von Resilienz-Expertin Katharina Maehrlein und Heidi Lensing ist einfach: „Wir alle verbringen einen großen Teil unserer Zeit am Arbeitsplatz. Was liegt also näher, als unser Arbeits-

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Das Autorenteam der Soul@work-Bände (Heidi Lensing und Katharina Maehrlein [2. und 3. v.l.]), sowie Initiatoren und Speaker des Soul@work-Kongresses

umfeld so zu gestalten, dass es auch für den Erhalt unserer psychischen Gesundheit und der Lebensqualität förderlich ist“, so Katharina Maehrlein. Nicht nur dem bekannten Benediktinerpater und Managertrainer Pater Anselm Grün spricht sie damit aus der Seele. Neben ihm begleiten viele prominente Menschen die Aktivitäten von Soul@Work ob Walter Kohl als offizieller Botschafter, Dr. Eckhard von Hirschhausen, Prof. Dr. Lothar Seiwert oder Vorzeige-Hotelier Bodo Jansen. Mit einem ähnlichen Ansatz geht die 2015 von Bettina Hofstätter gegründete Initiative Connect.Hidden.Potentials. (kurz CoHiPo) an den Start. Mit ihrer innovativen Idee, Unternehmen und

Fachkräfte regional gezielt in Austausch zu bringen, trifft sie den Nerv des zunehmenden Fachkräftemangels. Gemeinsam mit den Mitgründern und IT-Unternehmern Peter Piekenbrock und Peter Schubert geht es in ihrem Herzensprojekt darum, Potenziale von Mitarbeitern optimal auszuschöpfen und eine zukunftsorientierte Unternehmenskultur zu schaffen. „Der demografische Wandel bietet uns die einzigartige Chance, Menschen gezielt in den Mittelpunkt der Arbeitswelt zu stellen. Potenziale auszuschöpfen und Persönlichkeit zu entfalten, führt mittelfristig dazu, dass Menschen glücklich und zufrieden im Unternehmen mitarbeiten, die Produktivität steigt und eine Magnetwirkung für Kunden, Partner und Mitarbeiter entsteht.“


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Bettina Hofstätter, (Mit-)Initiatorin von CoHiPo und Organisatorin von „soul@work vor Ort“ im Racket Center

Beim Event der Initiative CoHiPo entlockt die Moderatorin den Führungskräften im „Couch-Gespräch“ Tipps und Tricks attraktiver Arbeitgeber. Es sind nicht nur die flexiblen Arbeitszeitmodelle, das Übernehmen von Verantwortung, die Freude am Tun und das Leben einer Fehlerkultur, welche Mitarbeiter regelrecht zum Aufblühen bringen. Im Rahmen eines World-Cafés wird Zukunft gestaltet: bei Häppchen und einem Glas Wein ersinnen Fachkräfte ihr TraumUnternehmen, während am Stehtisch nebenan Führungskräfte nach der Beschreibung ihres Traum-Mitarbeiters suchen. Impulse, die regelrecht nach Umsetzung schreien. Auf der Internetseite der Initiative Connect.Hidden. Potentials. gibt es dazu Spannendes zu entdecken (www.cohipo.de). Werfen Sie doch auch mal einen Blick in einen der Soul@Work-Themenbände mit informativen Beiträgen bekannter Autoren: www.soulatwork-themenband.de. Dass die beiden Initiativen Soul@Work und CoHiPo heute intensiv kooperieren ist kein Zufall. Bettina Hofstätter erkennt den engen Zusammenhang und bringt den Stein ins Rollen. Donnerstagmorgen 7.50 Uhr in Nußloch ... Nach getaner (Fitness-)Arbeit, genießt Stammgast Lothar Seiwert sein gesundes Frühstück im Restaurant des Racket Centers. Der mit dem Soul@Work-Award ausgezeichnete Keynote-Speaker ist es auch, der die Lokation für den ersten gemeinsamen Event von Soul@Work und CoHiPo ins Spiel bringt. Im Gespräch mit Dr. Matthias Zimmermann wird

schnell klar: das Event-Trio ist perfekt. Seine Denk- und Arbeitsweise passen perfekt zu den beiden Initiativen. „Die Arbeitswelt wird schneller, komplexer und für viele auch unübersichtlicher. Es sind jedoch immer Menschen, die die Arbeitswelt prägen. Und diese Kraft ihrer Neigungen, ihrer Potenziale und ihrer Ansprüche immer dort in Einsatz zu bringen, wo sie sich im Sinne des Unternehmens als Ganzes entfalten können, gehört nicht nur zur Führungspolitik, sondern ist regelrecht eine Kunst.“, so der Geschäftsführer des Racket Centers, das sich dieses Jahr zum 25. Geburtstag eine Neugestaltung der Räumlichkeiten gönnt.

Hörgeräte Hörtraining Hörtest Hörgeräte-Batterien

Unternehmensentscheider aus der Region treffen sich beim ersten „Soul@Work vor Ort“ am Mittwoch 20. September 2017 in Nußloch im Racket Center. Es ist der Auftakt einer außergewöhnlichen Event-Reihe, die sich zukünftig über ganz Deutschland erstrecken wird. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Vorträgen, Talks, Couch-Gesprächen und einem Show-Act macht dieses Event für die Teilnehmer zu einem neuen Highlight in der Rhein-Neckar-Region. Erleben Sie die Herzensangelegenheiten der Initiativen CoHiPo und Soul@Work hautnah und lassen Sie sich vom Feuer der Referenten anzünden. Die Vorteile für Sie liegen klar auf der Hand: Knüpfen Sie exklusive Kontakte mit Unternehmern und Führungskräften aus der Region. Tanken Sie Impulse und Praxistipps renommierter Soul@WorkAutoren, die Ihnen als Experten aus der Wirtschaft, den Blick auf eine zukunftsorientierte Arbeitswelt schärfen. Und zwischendurch lassen Sie einfach auch mal die Seele bei kulinarischen Genüssen in sportlichem Ambiente baumeln.

SAVE THE DATE

„Business meets Fitness“ am 20. Sept. 2017 von 15 bis 20 Uhr im Racket Center Nußloch. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zum Event Soul@Work vor Ort finden Sie auf www.soulatwork-themenband.de.

Moderne Hörgeräte sind klein und haben ein geschmackvolles Design. Mit ihrer hohen Leistungsfähigkeit gleichen sie Hörschwächen aus. Sander Vieth, Hörgeräte-Akustikmeister

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RC CLUB

Tennis neu erleben von Rolf Staguhn

T

ennis spielen gehört zweifellos zu den attraktivsten Freizeitgestaltungen unserer Zeit. Die Vorteile liegen hier klar auf der Hand. Tennis bringt nicht nur viel Spaß mit Freunden, sondern hilft auch

„Ich war der Meinung, dass Tennis schwer erlernbar ist und es eine lange Zeit benötigt, um auf einem Niveau zu spielen, mit dem es auch Spaß macht. Aber durch das Spielen mit druckreduzierten Bällen hat es mir ab der ersten Stunde Spaß gemacht.“

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den allgemeinen Gesundheitszustand aufrecht zu erhalten. So werden Herz und Kreislauf in Schwung gebracht und der alltägliche Stress abgebaut . Außerdem ist Tennis eine Sportart, die man bis

„Ich spiele in meiner Freizeit gerne Tennis. Dabei Verpflichtungen nachzukommen, die in einem Verein meist dazu gehören, z. B. Platzpflege fehlt mir aber die Zeit .

Daher kommt mir der RC Club sehr gelegen. Hier kann ich meine freie Zeit komplett nutzen, um einfach nur Tennis zu spielen. Das Zeitproblem haben auch viele meiner Freunde, weswegen früher oft Spiele nicht zustande gekommen sind. Das passiert mir nur noch selten, da ich durch den vom RC Club organisierten „Spieltreff“ viele neue Mitspieler kennen lerne.“

in ein hohes Alter spielen kann. In der heutigen Zeit kommen allerdings besondere Anforderungen und Kriterien hinzu, die wir mit dem Konzept des RC Clubs umsetzen.

„Tennis war schon immer ein Sport, der mich sehr interessiert hat. Oft nahm ich mir vor damit anzufangen, doch einzelne Trainerstunden waren mir zu teuer. Dann ist mir das Angebot TennisXpress ins Auge gesprungen. In diesem Einsteigerkurs für Erwachsene, erlernt man die grundlegenden Techniken des Tennissports schon ab der ersten Stunde.“


Unsere RC Club-Vorteile:

In den vom RC Club angebotenen Tenniskursen erlernen und vertiefen Sie Technik und Taktik. Außerdem gewährt Ihnen der RC Club im Sommer ein kostenloses Spielrecht auf fünf Außenplätzen und drei Hallenplätzen. Darüber hinaus können Sie freie Plätze im Winter mit Rabatt nutzen. Bei den RC Spiel- und Clubtreffen stehen Ihnen die RC Club-Trainer zur Seite und organisieren Einzel-, Doppel- und Mixpaarungen.

Sie fühlen sich angesprochen? Dann steigen Sie jetzt ein!

Wir bieten jetzt in der Sommersaison spezielle 6-Wochen-Kurse für Freizeitspieler zum Preis von 119 Euro inklusive Platzmiete und Trainer und auf Wunsch auch Leihschläger. Dieses Angebot besteht aus sechs Trainingseinheiten à 90 Minuten. Die Trainingszeiten werden von Montag bis Freitag ab 18 Uhr und Samstagvormittag organisiert.

Alle Interessenten, Einsteiger und Neugierige sind eingeladen zu unserer „RC Club Sommersaison Eröffnung“ am 20. Mai von 10 bis 12 Uhr zu kommen. Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite www.racket-center.de.

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RC NACHWUCHS

Mentale Stärke – verstehen, trainieren und umsetzen! von Rolf Staguhn, Leiter Tennisakademie Rhein-Neckar

Bei dem Mentalprojekt 2016/2017 hat die Tennisakademie Rhein-Neckar einige Neuigkeiten geboten und erfolgreich umgesetzt. Mit der Unterstützung von Mentalcoach Friedrich Ittner wurden erstmalig im Vorfeld an die Teilnehmer Fragebögen verteilt und im Workshop bearbeitet. Die Fragen daraus bieten wir nachfolgend allen jugendlichen Tennisspielern an, um ebenfalls davon zu profitieren: 1.

Wie viele Matches hast Du in der Saison 2016 gespielt? Wie viele Matches davon hast Du gewonnen?

2.

Bist Du insgesamt mit dem Gesamtergebnis zufrieden? Kannst Du Dich an mindestens ein Match erinnern, das Du verloren hast und das für Dich ein besonders negatives Erlebnis war? Kannst Du dieses Gefühl beschreiben?

3.

Kannst Du Dich an mindestens ein Match erinnern, das Du gewonnen hast und das für Dich ein besonders positives Erlebnis war? Kannst Du dieses Gefühl beschreiben?

4.

Wenn Du ein Turnier spielst, wie bereitest Du Dich auf das Match vor? Wie gestaltest Du die Vorbereitung einen Tag vorher, wie gestaltes Du sie am gleichen Tag?

5.

Was erwartest Du von Deinen Eltern? Wie können Sie Dir helfen? … bei gewonnen bzw. verlorenen Matches und bei der Turniervorbereitung

Allein durch die Beantwortung der Fragen ergab sich im theoretischen Teil des Mentalworkshops eine interessante Diskussion mit den Jugendlichen und den Eltern. Unter der Leitung von Friedrich Ittner und Rolf Staguhn gab es viele

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So sehen Sieger aus: Lars Krüger mit Pokal


Anregungen und Hinweise mit dem Ziel, Jugendlichen ihre „Eigenverantwortlichkeit“ deutlich zu machen. Vor allem Wettkämpfe bieten die Möglichkeit, den aktuellen Leistungsstand zu überprüfen und daraus spezielle Trainingswünsche abzuleiten. Als Anregung für „Wettkampfvorbereitung“ und „Wettkampfbeurteilung“ wurden spezielle Wettkampfchecks verteilt, mit der Empfehlung, diese bei den kommenden Turnieren zu nutzen. Auch die begleitenden Eltern erhielten wertvolle Tipps. Gerne kann auch dieser „Ratgeber“ (… Eltern spielen immer mit) auf der Internetseite der Tennisakademie Rhein-Neckar nachgelesen werden: www.tennisakademie-rhein-neckar.de Im praktischen Teil des Workshops stand dann die konsequente Umsetzung verschiedener Schwerpunkte im Vordergrund: Neben dem Aufbau einer mentalen Bereitschaft für zweckmäßiges technisches und taktisches Lösen von Situationen und der Antizipation gegnerischer Handlungen

wurde der Fokus zudem auf verschiedene Entspannungs- und Konzentrationsrituale zwischen einzelnen Punkten während eines Spiels gelegt. Eine Möglichkeit hierbei ist das „Zonentraining“. Dabei sind drei Zonen zu unterscheiden: Zunächst werden in der „Emotionalzone“ Gefühle zur Vergangenheit verarbeitet. Das Ziel der anschließenden „Neutralzone“ ist es Gedanken auszuschalten und sich bewusst auf die Atmung zu konzentrieren. Zuletzt wird sich in der „Bereitschaftszone“ auf die nächste Handlung fokussiert. Zum Abschluss wurde jeder Teilnehmer mit einem Pokal in den Händen fotografiert. Und auch hier wurden die Erwartungen erfüllt: Alle zwölf Teilnehmer fühlten sich mit dem Pokal in den Händen sofort als Sieger und nahmen entsprechende Posen ein. Fazit: Wenn Du ein Sieger werden willst, handle auch wie ein Sieger: selbstbewusst und konzentriert!

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FIRMEN PORTRAIT

Hotel Villa Toskana in Leimen

Wachstum – aber nicht nur um des Wachstums Willen

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or 15 Jahren ging in Leimen ein neues Hotel an den Start: 80 Zimmer, drei Veranstaltungsräume, Garni. Seitdem ist das Hotel Villa Toskana kontinuierlich gewachsen und gilt heute als größtes – und eines der renommiertesten – in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Baugruben und -kräne gehören fast schon zum gewohnten Bild der Villa Toskana. So auch jetzt: Bis Ende 2017/Anfang 2018 – so die Planung – entsteht ein weiterer Gebäudekomplex, mit Dachgarten und Einzelhandelsgeschäften. Es ist der nunmehr achte und wird die Zahl der Zimmer und Suiten der ganz im südländischen Flair gestalteten Anlage auf über 300 zuzüglich 21 Tagungsräume wachsen lassen. Seit 2002 wurden dazu immer wieder neue Grundstücke hinzugekauft, so auch 2016, als die Vinothek „Villa di Vino“ – ein Eldorado für Liebhaber edler Tropfen und mediterraner Feinkost – entstand.

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„Größe und Wachstum allein sind jedoch nichts wert, wenn sich die Qualität nicht im gleichen Maße mitentwickelt“, so Tim Schreiber, der das Haus als Direktor und zugleich Mitglied der Inhaber-Familie Schreiber, die auch das Hotel Villa Medici in Bad Schönborn betreibt, führt. „Es gilt, kontinuierlich zu renovieren, in die unterschiedlichsten Bereiche zu investieren und dem eigenen hohen Anspruch konsequent treu zu bleiben.“ Und das tut die Villa Toskana – vor und hinter den Kulissen: Allein 2015/16 wurden rund 1,5 Millionen Euro unter anderem in einen Küchenumbau mit neuen Herden, Kühlhäusern oder einer Spülstrasse, neue Boxspring-Betten in den Gästezimmern, Zimmersanierungen, neues Tagungsmobiliar, eine Erweiterung der Lobby, ein erweitertes W-LAN oder auch eine neue Software für die Verwaltung gesteckt. Hinzu kommen Umweltschutz-Investitionen wie ein eigenes Miniblockheizkraftwerk oder Isolierungsmaßnahmen.


„Als ein fest mit der Region verbundenes Unternehmen legen wir großen Wert darauf, möglichst viele Aufträge auch an lokale Firmen und Dienstleister zu vergeben“, so Schreiber weiter. „Das bedeutet für uns auch ein Stück weit Patriotismus und Solidarität. Genannt seien hier nur Logistikunternehmen, Wäschereien, Druckereien, Handwerker, Blumengeschäfte, Innenarchitekten oder Lebensmittellieferanten.“ Priorität hat jedoch Qualität in der Villa Toskana: „Ein großer Teil unseres Mobiliars oder der Textilien und Kunstgegenstände kommt aus Italien oder dem europäischen Ausland, nachdem wir es zuvor individuell ausgesucht haben.“ Zudem engagiert sich die Villa Toskana auch als Sponsor für diverse Sportvereine in der Region. Mit rund 90 Mitarbeitern sowie 14 Auszubildenden trägt die Villa Toskana nicht nur wirtschaftliche Verantwortung. „Allein in den letzten zwei Jahren stieg die Mitarbeiterzahl um 15 Prozent – hier ist es wichtig, auf Qualifikation und Motivation zu achten“, sagt Schreiber. „Wir bieten eine Reihe von Seminaren und Fortbildungen an, besuchen Berufsmessen, Schulen und Fachtagungen, organisieren einen ’Azubi-WelcomeDay’, veranstalten ein gemeinsames Sommer- und Sportfest oder honorieren gute Leistungen mit Bonuszahlungen. Dinge, an die wir vor 15 Jahren kaum gedacht hätten. Doch nur so gelingt es, Gutes in Zukunft noch besser zu machen.“ Der Erfolg und jährlich mehr als 70.000 zufriedene Übernachtungsgäste geben ihm recht.

Hotel Villa Toskana Hamburger Str. 4-10 · 69181 Leimen Telefon 06224 8292 0 www.hotel-villa-toskana.de

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EVENT TIPP

Steinbruch-Kulisse 2013 „Die Heiratsvermittlerin“

Der Glöckner von Notre Dame Ein mittelalterliches Spektakel im Steinbruch von Heiko Richter, 1. Vorsitzender IGV Nußloch

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er Roman von Victor Hugo aus dem Jahre 1831 zählt bis heute zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Ein praller Theaterstoff, der für die Freilichtinszenierung im Nußlocher Steinbruchgelände wie geschaffen ist. Im mittelalterlichen Paris, in dem das Leben von Liebe, Laster und Leidenschaft geprägt ist, stehen sich in dieser bigotten, abergläubischen Zeit zwei Extreme gegenüber. Zum einen die schöne und lebensfrohe Tänzerin Esmeralda, die vom einfachen Volk bewundert und verehrt wird. Zum anderen der scheinbar rationale Erzdiakon Frollo, der gleichzeitig fasziniert und erschreckt ist über die Leidenschaft Esmeraldas. Dazwischen steht Quasimodo, hässlich und entstellt, verliebt in die schöne Zigeunerin und von allen Seiten benutzt. Er setzt alles aufs Spiel, um seine Angebetete, die als Hexe verfolgt wird, vor den Fängen der Inquisition zu retten.

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Die Zuschauer erwarten im Sommer 2017 mit DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME auf der Freilichtbühne Nußloch ein außergewöhnliches Theater-Spektakel mit berührendem Tiefgang. Die Interessengemeinschaft Nußlocher Volksschauspiele wird mit dieser Neuinszenierung unter einer neuen Regie geführt. Nach fast 11-jähriger sehr erfolgreicher Zusammenarbeit mit Peter Nassauer, freuen wir uns auf ein ebenso erfolgreiches Gestalten und Wirken des nun neu verpflichteten Regisseurs Georg Veit. Freuen Sie sich, verehrte Zuschauer, mit uns auf eine spannende, unterhaltsame aber immer höchst anspruchsvolle Theaterzeit auch in den kommenden Jahren. Ich wünsche Ihnen beste Unterhaltung im Steinbruch von Nußloch.


Georg Veit ist Autor, Regisseur und Literaturwissenschaftler. Als künstlerischer Leiter prägt er seit vielen Jahren das Capitol in Mannheim. Im Bereich Musiktheater und Kindertheater ist er dort völlig neue Wege gegangen und arbeitet mit international bekannten Künstlern der Branche zusammen. Darüber hinaus hat er mit „Die Schaubude“ ein eigenes Kindertheater, in der er seine Vorstellung von Theater verwirklicht. Sein Interesse gilt besonders den Geschichten hinter den Geschichten. Frei nach dem Credo: „Das, was nicht geschrieben steht, wollen wir auf der Bühne zeigen“.

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RC FAMILIE

Ein Zuhause für die Viet Vo Dao-Familie von Kristina Schröder

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or 22 Jahren sind Viet Vo Dao und Viet Tai Chi in Nußloch eingezogen. Seitdem ist das Racket Center für viele Trainierende mehr als nur eine Sportstätte und Viet Vo Dao und Viet Tai Chi mehr als nur ein Sport. „Wir sind wie eine große Familie.“ So beschreiben manche Trainer den Zusammenhalt in diesen beiden Bewegungsformen. Eine Aussage, die von manchen Außenstehenden oder Neueinsteigern nicht immer sofort richtig verstanden wird. Was verbirgt sich hinter diesem Gemeinschaftsgefühl „Familie“?

Eine Gemeinschaft aller Generationen

Die jüngsten Aktiven sind sechs Jahre, die Ältesten über 70 Jahre. Und so sieht es dann manchmal vor dem Kursraum im ersten Stock aus: Oma oder Papa stehen vor der Tür bis das eigene Training beginnt, während Enkel oder Tochter noch fleißig Tritte zählen. Daneben steht eine Mutter, die auf ihren älteren Sohn wartet. Die zweijährige Tochter an ihrer Hand zieht Richtung Trainingsfläche. Ein Gespräch kommt zu Stande: „Na, will die Kleine auch schon?“ - „Jaja, sie kann es kaum erwarten, mitzumachen.“ Hier im Haus entstanden auch die „Drachenkids“: ein Trainingskonzept, mitinitiiert von Nußlocher Eltern, für Kinder ab vier Jahren mit und ohne Entwicklungsverzögerungen. Von diesen Kindern sind mittlerweile viele hier im regulären Training angekommen, teils schon in den Jugendgruppen. Alle gestalten also mit, nicht nur die Trainer. Und man wächst zusammen, nicht nur im sportlichen Sinne. Manch eines der früheren Drachenkids zeigt sich heute bei den Vorführungen auf dem Brunnenfest. Früh übt sich, wer später selbst einmal vor der Gruppe als Trainer stehen möchte.

Damals und heute ...

Erinnerungen werden wach, wenn eine junge Erwachsene nach dem Training ihrer Freundin einen Viet Vo Dao-Flyer zeigt: „Schau mal, die Neunjährige da auf dem Bild, das bin ich!“

78 RC Premium 2/2017


Die Viet Vo Dao-Gemeinschaft begleitete schon einige ins Erwachsenwerden, mit allen Höhen und Tiefen. Auch das ist eine Eigenschaft, die einer starken Familie eigen ist: man hilft sich in schwierigen Lebenssituationen, auch außerhalb der Trainingsfläche. Und das kann alles sein, von der Wohnungsrenovierung bis hin zum Streit mit Freund oder Freundin. Der Zusammenhalt ist groß und nicht selten wird genauer nachgefragt, wenn ein Trainingspartner plötzlich nicht mehr kommt. „Was ist denn los? Hast du was von ihm/ihr gehört?“

Stichwort Verantwortung

Hier sind die Größeren für die Kleineren da. Das beginnt schon damit, dass die Älteren den Jüngeren dabei helfen, den Gürtel zu binden oder unterstützen, zu Beginn des Trainings bei der Begrüßung den richtigen Platz zu finden. Wer lange dabei ist, und das gilt vor allem für die, die schon Prüfungen abgelegt haben, ist für die Anderen, „Jüngeren“, da. Gemeinschaft, Zusammenhalt und Verantwortungsbereitschaft werden hier gelebt. Ein gutes Gefühl für alle, die sich vielleicht noch neu oder fremd fühlen. Keiner ist lange alleine. Und andersherum? Natürlich sind die Älteren Vorbilder. An die kann man sich wenden, sie um Rat fragen und man respektiert auch die größere Erfahrung – eben wie in einer richtigen Familie. Konflikte? Naja, natürlich gibt es die auch mal. Ohne diese und vor allem ohne ihre Lösung, gäbe es keine Entwicklung. Alles in Allem wachsen wir an- und vor allem miteinander.

Und die Trainer?

Die Trainer lernen hier im Racket Center selbst immer weiter. Entweder im eigenen Training und bei den Trainerfortbildungen hier im Haus oder von den Jüngeren. Denn so wie Eltern an ihren Kindern wachsen, wenn sie sich in ihnen wiedererkennen, so geht das auch den Viet Vo Dao- und Viet Tai ChiTrainerinnen und Trainern mit ihren Schülern - lebenslanges Lernen für alle. Und wenn samstags alle Vierteljahre die Prüfungen zum nächsten Cap (Bezeichnung der Weißgurtstufe im Viet Vo Dao) im Racket Center stattfinden, fiebern nicht nur Eltern, sondern auch die Trainer mit. Wie gut, dass sich nach Prüfungsaufregung und Training alle zusammen im Gastronomie- und Wellnessbereich entspannen können – eben ganz wie zu Hause. „Danke dafür!“, sagt die Viet Vo Dao- und Viet Tai Chi-Familie.

Wir laden Sie herzlich ein:

Tag der offenen Tür am 21. Mai 2017, 14 - 16 Uhr 14.00 Uhr Begrüßung 14.10 Uhr Viet Vo Dao und Viet Tai Chi Vorführung Im Anschluss gibt es ein Mitmach-(Schnupper-) Training für alle Interessierten

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PRODUKT PORTRAIT

Ein Fiat zum Niederknien!

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er neue Fiat 124 Spider erweckt die Legende wieder zum Leben und bringt seinen klassischen italienischen Stil und seine Leistungsstärke für eine neue Generation zum Ausdruck. Als Hommage an den Urahn 124 Spider verbindet der Fiat 124 Spider – fast 50 Jahre nach seiner Einführung – als ultimativer italienischer Roadster Erfahrung mit Fahrvergnügen, modernster Technologie und Sicherheit in Kombination mit dem kultigen italienischen Design.

Das Design huldigt der Tradition und lässt die Formensprache der Vergangenheit auf moderne Weise wieder aufleben

Der vom Centro Stile in Turin (Italien) entworfene neue Fiat 124 Spider greift Elemente des Originals, dem Spider aus dem Jahr 1966, der als einer der schönsten Fiat aller Zeiten gilt, auf – und interpretiert sie den heutigen Bedürfnissen entsprechend neu. Der 124 Spider glänzt durch seine zeitlose dynamisch tiefer gelegte Präsenz, mit einer klassisch schönen Seitenführung, ausgewogenen Proportionen und einem sportlichen Verhältnis von Fahrerkabine und Motorhaube. Merkmale wie der obere Hexagon-Kühlergrill sowie das Grill-

80 RC Premium 2/2017

muster, Hutzen („Powerdomes“) an der Fronthaube und markante horizontale Rückleuchten erinnern en détail an den historischen Spider.

Exzellente Fahrleistung dank der Kombination aus Hochleistungsmotor und Hinterradantrieb

Durch sein agiles Handling, hervorragendes Leistungsgewicht, den MultiAir Turboantrieb, den Einsatz von Leichtbaumaterialien und einer Feinmechanik, glänzt der neue Fiat 124 Spider durch ein dynamisches Fahrerlebnis, das sowohl als Synonym des ikonischen Fiat 124 Spider, der vor fast 50 Jahren präsentiert wurde, gilt, aber auch den heutigen Anforderungen mehr als nur gerecht wird.

Umfangreiches Systempaket in puncto Sicherheit und Technologie

Der brandneue Roadster zeichnet sich durch modernste Sicherheitssysteme, wie etwa das adaptive Frontscheinwerfersystem AFLS und eine Rückfahrkamera aus. Eine hochfeste Karosserie sorgt für eine hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht.


Der Fiat 124 Spider wartet auch mit einer Reihe an technischen Leistungsmerkmalen für zusätzlichen Komfort und Benutzerfreundlichkeit auf und enthält zum Beispiel ein 7-Zoll-Touchscreen-Display mit Digitalradio-MultimediaSteuerung, Bluetooth-Verbindung, beheizbaren Sitzen und dem schlüssellosem Enter’n-Go-System. Ein hochwertiges Bose® Premium Sound-System mit neun Lautsprechern, dual integrierten Lautsprechern in der Kopfstütze sorgt auch mit geöffnetem Verdeck für höchste Klangqualität.

Die Modellvariante Lusso (Luxus) ist serienmäßig ausgestattet mit 17-Zoll Leichtmetallfelgen, silberlackierter Umrahmung der A-Säule und Abdeckung für Überrollbügel sowie einer verchromten Auspuffanlage mit Doppelendrohren und Nebelscheinwerfern. Das Interieur zeichnet sich durch Premium-Ledersitze in der Farbe Nero (schwarz) oder in Sattelleder-Optik, Lederbezug mit sichtbaren Nähten sowie Klimaautomatik aus.

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LYRIK Racket Center Nußloch: Mein Sport hat ein zu Hause. von Rolf Staguhn

Der Mensch, so heißt es landesweit, neigt gerne zur Bequemlichkeit. Bei Ferseh`n, Chips und Gläschen Wein, da soll es stets gemütlich sein. Doch dieser Satz lässt ihn nicht ruh‘n: So geht‘s nicht mehr – Du musst was tun! Statt Dich auf faule Haut zu legen, steh endlich auf, tu Dich bewegen!

Den Beschluss sodann führt er gleich fort: ab heute macht er fleißig SPORT. Bleibt jetzt die Frage noch „wohin“ – ihm kommt das Racket Center in den Sinn. Das ZAP ist nun sein Ziel, gehört davon hat er schon viel. Mit einem Coach und Fitnessplan macht er sich an Geräte ran. Muskeltraining, Laufprogramm so steht er schwitzend seinen Mann. Zieht seinen Vorsatz durch, gar unverdrossen, hat schnell Kontakt zu „Leidgenossen“ Und gibt´s mal „Rücken“, „Schulter“, „Knie“, hilft schnell die Physiotherapie. So füllt er auf den leeren Tank, und fühlt sich besser - Gott sei Dank. Er schaut sich um in and´re Hallen, und findet schnell noch mehr Gefallen: Tennis, Squash und Federball reizen ihn auf jeden Fall. Probieren tut er alles aus – und holt das Letze aus sich raus.

Nach Training, Toben, eifrig Schwitzen, geht’s ab zur Sauna – zum Wohlfühl-Sitzen. Hier spürt er den verdienten Lohn: Urlaubsgefühl, Regeneration.

Und ganz zum Schluss- wie soll´s sonst sein, schaut er ins MAREA rein. Hier locken Nudeln und Salate füllen auf seine Kohlenhydrate. So ist er voller Energie: Körper und Geist in Harmonie. Ein Tag im Racket Center, zufrieden geht er raus. Denkt: „Morgen komm ich wieder, mein Sport hat ein Zuhaus´“!

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