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ZAP Impuls 1/2026

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AUSGABE

1/2026

Impuls DAS LIFE SKILLS-MAGAZIN AUS DEM ZENTRUM AKTIVER PRÄVENTION

MENSCH & POLITIK IM INTERVIEW

DANIEL STRIGEL

LEITUNG OLYMPIASTÜTZPUNKT METROPOLREGION RHEIN-NECKAR


Seit mehr als 30 Jahren SAP® IT-Dienstleister für die Energiewirtschaft aus der Metropolregion Rhein-Neckar.

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WER IST DSC?

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DSC ist seit mehr als 30 Jahren einer der führenden SAP® IT-Dienstleister für die Energiewirtschaft in der D-A-CH-Region und eng mit der SAP SE verbunden. Neben Standorten in Regensburg und Wien (Österreich) sowie einer eigenen DSC GmbH in der Schweiz befindet sich der Firmenhauptsitz in Schriesheim bei Heidelberg – also mitten in der Metropolregion Rhein-Neckar.

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Mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir uns auf die IT-Beratung, Systemintegration und Softwareentwicklung in der Energiewirtschaft spezialisiert. Unser Schwerpunkt liegt auf den SAP for Utilities-Komponenten innerhalb des SAP S/4HANA- und SAP Cloud-Portfolios. Darüber hinaus beschäftigen wir uns intensiv mit aktuellen und innovativen Technologien – insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI).

ANSPRECHPARTNERINNEN: Alessa Mörgenthaler | Personalreferentin alessa.moergenthaler@dsc-gmbh.com Dr. Ines Anhorn | Personalreferentin ines.anhorn@dsc-gmbh.com

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Liebe Freundinnen und Freunde des ZAP liebe Wählerinnen und Wähler,

STANDPUNKT

sind Sie ein „politischer Mensch“ – interessiert, informiert, engagiert? Dann sind auch Sie gespannt, wie viele Bürgerinnen und Bürger unseres Bundeslandes am 8. März 2026 wählen gehen werden. Zum ersten Mal gilt in BadenWürttemberg ein Wahlalter ab 16 Jahren. Das Statistische Landesamt erwartet gut 7,7 Millionen Wahlberechtigte, also rund 62 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bei der letzten Landtagswahl im Jahre 2022 lag die Wahlbeteiligung bei 63,8 Prozent. (Den Höchststand gab es 1980 mit 80 Prozent, den Tiefststand 2006 mit 53,4 Prozent). So gesehen erklären nur rund 44 Prozent aller BadenWürttemberger ihren politischen Willen, nämlich die Wahlberechtigten, die auch ihrer Bürgerpflicht nachkommen. Wobei – „Bürgerpflicht“? Mein Standpunkt ist, dass es heißen müsste: Wir Wähler nehmen unser „Bürgerprivileg“ wahr, und zwar mehr denn je mit Achtung und Dankbarkeit, denn: Studien deuten darauf hin, dass die Demokratie weltweit auf dem Rückzug ist. Selbst etablierte Demokratien geraten durch Populismus, gesellschaftliche Polarisierung und Vertrauensverlust unter Druck. Kurzum: Gehen wir wählen und nutzen wir die Gelegenheit einer freien Wahl auch dazu, unser Bewusstsein zu schärfen für das, worum es wirklich geht: Wir sind aufgerufen, nicht nur im Lichte einer Wahl, am Gelingen des Dreiklangs aus Freiheit, Sicherheit und Wohlfahrt mitzuwirken. Diesem Dreiklang wohnt eine innere Gegensätzlichkeit inne. Freiheit, Sicherheit und Wohlfahrt stehen in einem ständigen Spannungsverhältnis und ringen fortwährend um Ausgleich. Wer Freiheit maximieren will, muss Abstriche bei der Sicherheit hinnehmen – und umgekehrt. Wohlfahrt, wie wir sie kennen, verliert ohne Freiheit und Sicherheit ihre Basis. Doch Sicherheit hat ihren Preis. Und ohne Wohlfahrt keine Freiheit. Zugleich bedeutet die Freiheit des Einzelnen nicht automatisch die Freiheit aller. Dieser komplexe Interessenausgleich ist der Kern demokratischer Politik. Ihr Ziel ist es, unser Zusammenleben so zu gestalten, dass es von einer breiten Gesellschaft als fair und gelingend empfunden wird. Das macht die Suche nach Kompromissen zur genuinen Herausforderung des demokratischen Willensbildungsprozesses (und Hegels Dialektik zu ihrem Prinzip). Dies bedarf der Bereitschaft, gegensätzliche Argumente offen anzuhören, den eigenen Standpunkt zu reflektieren und mit konstruktivem Geist auf andere zuzugehen. Wenn wir diese Fähigkeit von Politikerinnen und Politikern erwarten, möchten wir diesen Anspruch dann auch gegen uns selbst gelten lassen? Gelingt uns im Kleinen – im täglichen Zusammenleben in der Familie oder einer Arbeitsgruppe, in einem Betrieb oder Verein – nicht nur ein Kompromiss, sondern gar ein Konsens? Sind wir fähig zu konvergentem Denken und Handeln, oder dominiert der eigene Durchsetzungswille? Streben wir nach einem Resultat, bei dem es nicht darum geht, einen Unterschied zwischen Gewinnern oder Verlierern zu machen, sondern um ein gelingendes Miteinander, begleitet von einem guten Gefühl aller? Bleiben wir realistisch: Oft ist es eben doch nur ein Kompromiss – nicht selten einhergehend mit Bauchgrummeln und Kummer. Das muss man dann eben auch mal aushalten. Und vielleicht ist dieses „Aushaltenkönnen“ genau das, was für ein gelingendes Zusammenleben das Wichtigste ist. Dabei wünsche ich uns alles Gute. Und wenn´s mal nicht gut ist? Dann halten wir das aus – am besten gemeinsam! Ihr Dr. Matthias Zimmermann

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INHALT

Foto: Harald Kroemer

Bildung & Wissen

S. 28

KURZ NOTIERT ... 10 TITEL 12 Mensch und Politik

HÄTTEN SIE´S GEWUSST?

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BUCHTIPP 28 Was ist heute Politik? von Emanuel Richter

DEMOKRATIE LEBEN 30 Ausgewählte Bewerberinnen und Bewerber des Wahlkreises Wiesloch für den Landtag BW

PARTNERUNI 38 Universität Bayreuth

HARMONIE 40 Yoga ist nicht politisch – oder doch?

IMMOBILIENRECHT 42 Immobilie verschenken, Steuern sparen, Familie absichern

S. 30

Gesundheit & Fitness

KURZ NOTIERT ... 44 EXPERTENRAT

Arthrose, Verschleiß und Verletzungen an Schulter und Ellenbogen Verletzungen des Kniegelenks Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) Der neue Standard in der Prostatavorsorge

THERAPEUTENRAT 54 Schultergürtel- und Nackenbeschwerden

FIT & GESUND

Ayurveda in der modernen Prävention 58 ZAP Yoga-Convention 2026 62 Prävention in Deutschland 64 Alzheimer vorbeugen 66 Tischtennis – Bewegung für Muskeln und Kopf 68 Muskelkater 70

HIDDEN DEVICE 72 Rückenstreckung (Hyperextensions)

NEW DEVICE 74 Sensopro Luna und Sturzprävention

GESUND & LECKER Süße Gefahr Gefüllte Süßkartoffel

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78 80


IMPRESSUM

Leistung & Erfolg

S. 84

Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt Dr. Matthias Zimmermann (zimmermann@gsm-mbh.net)

KURZ NOTIERT ... 82 IM INTERVIEW 84 Daniel Strigel

ARBEITSSCHUTZ 90 Psychische Gefährdungsbeurteilung (GBU)

NEUROLOGIE IM FOKUS PARKINSON

92

PARTNERUNTERNEHMEN 96 Elektro-Technik Werner Münch GmbH

SPORT & SEHEN 98 Optik Dieterich

LEBENSQUALITÄT IM ALTER Augustinum Heidelberg

100

RACKETSPORT 102 Squash

ES WAR EINMAL ... ZAP Sportferien

Herausgeber Zentrum Aktiver Prävention GmbH & Co. KG Walldorfer Straße 100 • 69226 Nußloch

Anzeigen & Beratung Fabian Almritter (almritter@gsm-mbh.net) Fragen an ... interesse@zap-nussloch.de Produktion GSM Gesellschaft für Sportmanagement und Beratung mbH Walldorfer Straße 100 • 69226 Nußloch Layout, Satz, Grafik Denis Herrmann (herrmann@gsm-mbh.net) Fotos Denis Herrmann, Adobe Stock, KI Auflage 6.000 Druck Print Media Group GmbH Niederlassung Leimen Gutenbergstraße 4 • 69181 Leimen

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KINDERSPORT 106 ZAP Ballschultag

HERZLICH WILLKOMMEN 108 DINNERSHOW 110 Palazzo Mannheim

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Tennis auf höchstem spielerischem Niveau, menschliche Begegnungen und ein starkes Zeichen für gesellschaftliches Miteinander

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eit über zwei Jahrzehnten eröffnet der MLP-Cup das Tennisjahr in der Metropolregion Rhein-Neckar – getragen von sportlichem Ehrgeiz, langjährigen Partnerschaften und der besonderen Atmosphäre im Zentrum Aktiver Prävention. Vom 25. Januar bis zum 01. Februar 2026 heißt Nußloch erneut nationale wie internationale Profis willkommen, die um ATP-Weltranglistenpunkte und ein Preisgeld von 30.000 US-Dollar kämpfen. Die beeindruckende Geschichte des Turniers ist reich an sportlichen Höhepunkten: Zahlreiche Davis-Cup-Spieler, spätere Grand-Slam-Teilnehmer und international etablierte Profis machten in Nußloch Station – darunter Jan-Lennard Struff, Philipp Petzschner, Kevin Krawietz, Mario Ancic oder Publikumslieblinge wie Dustin Brown und Gaël Monfils. Der MLP-Cup war und ist ein Meilenstein auf dem Weg vieler Athleten. Ein besonderes Augenmerk lag beim MLP-Cup 2025 auf der deutschen Nachwuchshoffnung Justin Engel. Der Achtzehnjährige, der zu diesem Zeitpunkt bereits zu den Top 400 der Welt zählte, überzeugte in Nußloch mit einer bemerkenswert reifen Spielweise und großer mentaler Stärke, die ihn bis ins Halbfinale trug. Sein sportlich äußerst erfolgreiches Jahr 2025, in dem er sich bei mehreren internationalen Turnieren durchsetzte und wichtige ATP-Punkte sammelte, bestätigte sein großes Potenzial eindrucksvoll. Das Jahr 2025 schloss er unter den Top 200 der Welt ab. Der MLP-Cup steht jedoch nicht nur für sportliche Spitzenleistungen. Gerade in einer Zeit, in der politische Debatten zunehmend polarisieren und gesellschaftliche Spannungen spürbar sind, zeigt der MLP-Cup, welche verbindende Kraft der Sport besitzt. Spieler aus verschiedensten Nationen kommen zusammen, um gegeneinander – aber auch miteinander – in einen fairen Wettstreit zu treten. Respekt, fairer Umgang, gemeinsamer Einsatz und eine internationale

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Gemeinschaft, die sich über den Sport versteht: Das sind Signale, die auch gesellschaftlich und politisch Gewicht haben. Der MLP-Cup wird damit zu einem Ort, an dem wir erleben, wie kulturelle Vielfalt, gegenseitige Anerkennung und sportliche Höchstleistung harmonisch zusammenwirken. Ein zentrales Fundament dieses Turniers ist seit vielen Jahren das außerordentliche Engagement der Menschen aus der Region. Ehrenamtliche Strukturen, wie sie in Vereinen und Initiativen täglich gelebt werden, sind die eigentliche soziale und „politische“ Basis unserer Gesellschaft. Ballkinder, Linienrichter und Helfer bilden ein Netzwerk, ohne das der MLPCup nicht denkbar wäre. Sie verkörpern jene Form von gesellschaftlicher Teilhabe, die unsere demokratische Kultur trägt: gemeinschaftliches Handeln, Verantwortung füreinander und die Bereitschaft, Zeit und Energie für ein gemeinsames Ziel einzusetzen. Zur guten Tradition gehört auch 2026 die MLP-Cup Wildcard Challenge, die ambitionierten Spielern aus der Region die Chance eröffnet, sich für das Hauptfeld zu qualifizieren. Gerade jungen Talenten wird damit ein Weg aufgezeigt, der ihnen Mut macht – ein Beispiel dafür, wie der MLP-Cup gesellschaftliche Verantwortung lebt. Neben den sportlichen Highlights lädt das ZAP mit seinem besonderen Ambiente zu Begegnungen ein, zu Gesprächen und zu Momenten, in denen Menschen miteinander in Kontakt kommen – unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Hintergrund. Sponsoren, Gäste, Vereinsvertreter und Tennisfreunde füllen diese Turnierwoche mit Leben und machen sie zu einem Ereignis, das weit über den Sport hinausreicht. In diesem Sinne laden wir Sie herzlich ein: Erleben Sie den MLP-Cup 2026 in Nußloch – eine Woche voller Emotionen, sportlicher Spitzenleistungen, menschlicher Nähe und gesellschaftlicher Verbundenheit.


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ATP-CHALLENGER

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NEUNKIRCHEN SAARLOUIS

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ITF-HERREN WEIDEN

ITF-DAMEN

LEIMEN NUSSLOCH GRÖTZINGEN PFORZHEIM

BAD RAPPENAU

ITF-JUNIORS DTB Premium Tour REGENSBURG

WAIBLINGEN

OBERKOCHEN STUTTGART-VAIHINGEN

RUTESHEIM OBERKIRCH

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ITF DAMEN ab W50

METZINGEN HECHINGEN

VILLINGEN-SCHWENNINGEN

HOFKIRCHEN PASSAU ALLERSHAUSEN

MEITINGEN ULM

ISMANING AUGSBURG OBERHACHING

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Finale MLP-Cup 2025 I Foto: Lukas Adler

Die Turnierwoche Wochentag

Datum

Uhrzeit

Ereignis

Sonntag

25. Januar

ab 09.30 Uhr

1. Tag Qualifikationsspiele

Montag

26. Januar

ab 10.00 Uhr

2. Tag Qualifikationsspiele

Dienstag

27. Januar

ab 11.00 Uhr

1. Runde Hauptfeld Einzel / 1. Runde Hauptfeld Doppel

Mittwoch

28. Januar

ab 11.00 Uhr

1. Runde Hauptfeld Einzel / Viertelfinalspiele Doppel

Donnerstag

29. Januar

ab 12.00 Uhr

Achtelfinalspiele Einzel / Halbfinalspiele Doppel

Freitag

30. Januar

ab 11.00 Uhr

Viertelfinalspiele Einzel

Samstag

31. Januar

ab 13.00 Uhr

Halbfinalspiele Einzel / Finalspiel Doppel

Sonntag

01. Februar

14.00 Uhr

Finalspiel Einzel

Ticket

Runde

Preis

So., 25.01. bis Mi., 28.01.26 Quali / Hauptfeld

Eintritt frei

Tageskarte (Do., Fr. oder Sa.) Hauptfeld

12,00 Euro

Tageskarte (Sonntag)

Finale

20,00 Euro

Dauerkarte (Do. bis Sa.)

Hauptfeld

30,00 Euro

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Die Einnahmen durch die Eintrittskarten gehen vollständig an das Bildungsprojekt TDKET. Kinder und Jugendliche (bis 16 Jahre) sind vom Eintritt befreit. Wir freuen uns jedoch über eine Spende für TDKET.

www.mlp-cup.de

Auf der Turnierseite finden Sie Online-Tickets, Livestreams, Spielpläne, Ergebnisse, Videos, Fotogalerien und viele weitere Informationen.


DTB TOUR 2.0

OFFIZIELLER BALLPARTNER DES DEUTSCHEN TENNIS BUNDES

OFFIZIELLER PARTNER


Bildung & Wissen

KURZ NOTIERT ...

Bildquelle: VRN

Mit neuer Mobilität ins ZAP

Das Zentrum Aktiver Prävention ist jetzt noch leichter zugänglich: Ab sofort erreichen die Nußlocher Bürgerinnen und Bürger das vielfältige Angebot des ZAP bequem per VRNflexline – dem flexiblen On-Demand-Service des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar. Nahtlose Vernetzung für selbstbestimmte Gesundheitsvorsorge Die Integration ins öffentliche Verkehrsnetz macht das umfassende Programm des ZAP – von Fitness, Yoga, Rehasport über Physiotherapie bis hin zu gezielten Präventionskursen – nun für alle zugänglich. Der Service verbindet sämtliche Nußlocher Bushaltestellen sowie zahlreiche weitere Standorte in der Region mit dem ZAP. Die Haltestelle „Walldorfer Str. 100“ bringt Sie direkt ans Ziel. Flexibilität durch intelligente Buchung Die Fahrt lässt sich unkompliziert reservieren: per myVRN-App, VRNflexline-App oder telefonisch unter 0621-10 77 077. Für telefonische Buchungen ist eine einmalige schriftliche Registrierung erforderlich. Die Kleinbusse verkehren montags bis freitags von 5 bis 24 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 7 bis 24 Uhr. Mit einem Deutschland-Ticket oder einer gültigen VRN-Fahrkarte können Sie den Service nutzen ohne Zusatzkosten. Spontanreisende profitieren von der Check-in-/Check-out-Funktion mit automatischer Bestpreisabrechnung. Entspannung beginnt bereits unterwegs Die Anfahrt zum ZAP wird Teil der Entschleunigung, denn die neue Anbindung beseitigt Mobilitätsbarrieren und macht professionelle Gesundheitsprävention unabhängig vom eigenen Fahrzeug oder kostspieligen Fahrdiensten möglich – ein echter Gewinn an Selbstbestimmung und Lebensqualität. Infos und App unter: www.vrn.de/flexline

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Praxisnah weiterbilden

Das ZAP wünscht Fabian Almritter für sein duales Masterstudium Marketing & Sales Management an der Universität Bayreuth viel Erfolg! In der GSM mbH, der Vermarktungsagentur des ZAP, verantwortet er das Event- und Partnermanagement. Mit dem berufsbegleitenden MBA bringt er neue Impulse aus Vorlesungen und Projekten direkt in den Arbeitsalltag ein und entwickelt bestehende Prozesse aus einer neuen Perspektive weiter. Das Studium verbindet Theorie und Praxis auf natürliche Weise und ermöglicht Weiterentwicklung, ohne den Bezug zur laufenden Geschäftstätigkeit zu verlieren. Lernen wird so Teil der täglichen Arbeit.


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TITEL

Mensch und Politik

Versuch einer „politischen Ortsbestimmung“ … von Matthias Zimmermann „Mensch und Politik? Du schreibst über Politik? Ist das dein Ernst? Da kannste nix gewinnen. Und überhaupt – Politik? Nö, lass mal gut sein!“ So klingt das, wenn man einem Politikverdrossenen begegnet. Politisch Interessierte dagegen zeigen sich gespannt: „Na, da will ich aber mal sehen, was dabei rauskommen soll“, und skeptisch: „Willste deine schlaue Meinung kundtun, gell?“ Skepsis ist dem Politischen ein häufiger Begleiter: „Als ob sich mit deiner Schreiberei an der Politik etwas ändern würde.“ Enttäuschungen, die Politik für Teile der Bevölkerung beständig erzeugt, liegen quasi in ihrer Natur. Politische Führung, die es allen recht macht, ist noch nicht einmal in Zeiten hohen Wirtschaftswachstums und gesellschaftlicher Hochstimmung möglich. Zielkonflikte und Meinungsverschiedenheiten sind natürliche Phänomene überall dort, wo Menschen zusammenkommen und in Austauschbeziehungen treten. Das macht Politik zu einer Notwendigkeit – für jede Form von Institutionen oder „Verbänden“ (wie Max Weber das nennt): für supranationale Organisationen, die 195 international anerkannten Staaten auf unserem Globus, für Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen, Vereine oder auch in der Nachbarschaft. Auch in Familien steht diese Frage im Raum – oder gehört geradezu auf den Tisch: Wie wollen wir unser Miteinander gestalten, heute und in einer Zukunft, über die wir allenfalls begründete Annahmen treffen können, wie sie wohl aussehen wird? Ansichten zu teilen, gemeinsame Entscheidungen zu treffen und unterschiedliche bzw. gegensätzliche Ausrichtungen zu akzeptieren, ist „Familienpolitik im Kleinen“ – und selbst dort bestimmt von Komplexität und Ungewissheit. Dennoch spüren wir in der Familie ganz unmittelbar, was ei-

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nem gelingenden Zusammenleben förderlich ist und was ihm prinzipiell entgegensteht: selbstgerechte Haltungen, unaufrichtige Versprechungen und überzogene Erwartungen. Das trifft auch auf dieses Essay zu. Bescheidenheit ist ein guter Rat. Dieser gilt vor allem für den Autor, der zu Werken wie „Was ist heute Politik?“ von Emanuel Richter, „Gute Politik“ von Peter Kurz, „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“ (Jäkel, de Maizière, Steinbrück, Voßkuhle) oder gar zu Größen wie Max Weber („Politik als Beruf“), Hannah Arendt, Karl Popper u. a. allenfalls ehrfürchtig aufschauen und sich daran sanft anlehnen kann. Wer also eine Idee hat und sogar den Anspruch erhebt, daraus eine Botschaft abzuleiten oder zumindest zur Diskussion zu stellen, dem sei Demut angeraten. Denn das eine ist es, eine Idee darzulegen oder zu kommentieren – was so manche reichlich tun: Journalisten, Lobbyisten und vor allem Kritiker, die auch wir gerne sind. Etwas völlig anderes ist es, Ideen tatsächlich umzusetzen: Überzeugungsarbeit zu leisten und Mehrheiten zu erwirken, Regularien zu erarbeiten und für deren Durchsetzung zu sorgen, Budgets zuzuteilen, zu investieren und zu alimentieren. Jedoch scheint sowohl politisch als auch administrativ ein Mangel an Funktionalität allgegenwärtig. Womit wir wieder bei der Politik sind – und damit bei uns. Wir alle, die wir das Privileg haben, in einer Demokratie zu leben und daraus für uns einen geschützten Freiheitsraum mit Rechten und Möglichkeiten ableiten zu dürfen, sind Teil dessen, was sich Politik nennt. Genau genommen: der wesentliche Teil. Das Volk.


Die Idee von einem „politischen Orientierungsraum“ und von „politischen Handlungsprinzipien“

Die Politik in der Bundesrepublik Deutschland fußt auf dem Grundgesetz vom 8. Mai 1949, verabschiedet taggenau vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Helmut Schmidt meint dazu: „Das Grundgesetz erlaubt sowohl schlechte als auch gute Politik. Schlechte Politik ist nicht grundgesetzwidrig, sie ist nur schlecht. Deswegen brauchen wir nicht allein den Verfassungsgehorsam der Gesetzgebenden und der Regierenden, wir brauchen nicht allein die Kontrolle durch ein Verfassungsgericht, sondern wir brauchen vor allem die Kontrolle der Politik durch die wählenden Bürger und ihre öffentliche Meinung“ (Siebte Weltethos-Rede vom 8. Mai 2007). So interpretiert der Altbundeskanzler Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, in dem es heißt: „(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat“, und: „(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“

Demgemäß ist dieses Essay keine – weil unmöglich – komprimierbare Zusammenfassung von allumfassend erklärenden Büchern und Aufsätzen über das hochkomplexe, vielfältige Thema Politik (siehe dazu die Buchempfehlungen in diesem Magazin). Er nimmt allenfalls für sich in Anspruch, ein gedanklicher Entwurf zu sein, um Politik unter folgenden Aspekten zu betrachten und zu diskutieren: 1. Weltbild und Menschenbild als Dimensionen eines politischen Orientierungs- bzw. Positionierungsraums. 2. Konvergenz und Divergenz als Dimensionen, auf welche Art und Weise Politik betrieben wird, oder – wie Max Weber es umschrieb – auf welche Art und Weise das Recht auf physische Gewaltsamkeit als spezifisch konstituierendes Merkmal für einen Staat beansprucht, gestaltet und ausgeübt wird. Der Darlegung und Erörterung dessen, was hier als Idee angekündigt ist, liegt folgende modellhafte Veranschaulichung zugrunde:

Nur: Wo geht sie hin? Dies zu erörtern folgt einer Idee – dem „Versuch einer Ortsbestimmung“: Die Staatsgewalt folgt der Politik, die von einer demokratischen Mehrheit durch Wahlen legitimiert ist. Diese Mehrheit kommt zustande durch die persönliche politische Positionierung nach individuellen, subjektiven Präferenzen. Hinter diesen Präferenzen stehen zwei Fragen: 1. Wie blicken wir auf die Welt? 2. Wie blicken wir auf das Menschsein? Diese beiden Blickrichtungen eröffnen das, was im Folgenden als „politischer Orientierungs- bzw. Positionierungsraum“ bezeichnet wird. Dieser sogenannte politische Positionierungsraum wird demnach von nur zwei Dimensionen aufgespannt. Politikerinnen und Politiker verorten sich mit ihren politischen Standpunkten in diesem Raum – entsprechend ihres „Weltbildes“ und ihres „Menschenbildes“. Innerhalb dieses Positionierungsraums agieren Politiker wiederum nach nur zwei, aber fundamentalen Handlungsprinzipien. Ziel politischen Handelns ist es, Wählerinnen und Wähler um eine Position herum zu versammeln sowie Machterhaltungs- und Machtverschiebungsinteressen zu befriedigen. 1. Das eine Prinzip wird „Divergenz“ genannt: Es kennzeichnet ein Streben nach Unterscheidung und Abgrenzung. 2. Das andere Prinzip wird „Konvergenz“ genannt: Es kennzeichnet ein Streben nach Gemeinsamkeit und Zusammenführung. Diesen beiden Prinzipien des politischen Agierens wird für das gesellschaftliche Zusammenleben und dessen Fortentwicklung mindestens ebenso große Bedeutung beigemessen wie der politischen Positionierung. Gründe, warum dies so ist und welche Konsequenzen dies hat, werden im Fazit zur Diskussion gestellt.

Abb. 1 (Eigene Grafik): Ein politischer Orientierungsraum in zwei Dimensionen: Von einer bipolaren (links/rechts) zu einer multipolaren (links/rechts – national/international) Sicht auf Politik, und politische Handlungsprinzipien, geprägt von Konvergenz und Divergenz.

Das überholte, bipolare politische System

Seit der erste Deutsche Bundestag am 7. September 1949 im großen Plenarsaal des Bonner Bundeshauses zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentrat, folgt die Sitzordnung des Parlaments dem politischen Spektrum von „links“ nach „rechts“. Der Ursprung dieses Schemas liegt in der Französischen Nationalversammlung am 5. Mai 1789 in Versailles. Zum ersten Mal teilen sich die Mitglieder der Nationalversammlung in Anhänger des Ancien Régime zur Rechten des Präsidenten und die Anhänger der Revolution zu dessen Linken auf. Die Konservativen auf der rechten Seite sitzen den Progressiven auf der linken Seite gegenüber. Das LinksRechts-Spektrum als System zur Klassifizierung politischer Positionen, Ideologien und Parteien ist geboren. Auch die

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Sitzordnung in der Paulskirche 1848/1849 folgte diesem Schema. Nicht nur in Frankreich werden fortan die Sozialisten (in den USA: „Liberals“) als links und die Konservativen als rechts bezeichnet.

Bundestag auf fünf Parteien erweitert, schwingt das Pendel der politischen Ausrichtung der Bundespolitik beständig zwischen „links“ und „rechts“. Dieses bald 70 Jahre währende politische Spektrum wird hier als bipolar bezeichnet.

Wenn der Bundestagspräsident (als zweiter Mann im Staat) in den Plenarsaal unter der Kuppel des Reichstags schaut und seinen Blick schweifen lässt, sieht er im aktuellen Bundestag am linken Rand folgerichtig DIE LINKE, daneben die Grünen, dann die SPD, schließlich die Union und am rechten Rand die AfD. Nicht mehr dabei ist die FDP. Der 21. Bundestag konstituiert sich aus fünf Fraktionen (die CDU und CSU als eine Fraktion der Union sowie den Südschleswigschen Wählerverband SSW mit einem Sitz, folglich ohne Fraktionsstatus, hier nicht mitgerechnet). In der vorherigen Legislaturperiode waren mit der FDP – platziert zwischen der CDU und der AfD im rechten Teil des Parlaments – noch sechs Fraktionen vertreten.

Was aber kennzeichnet diese Bipolarität? Und welche Überzeugung ist es, die den Vertretern der beiden gegensätzlichen Pole innewohnt?

Im ersten Bundestag 1949 nehmen elf Parteien Platz, bis die Einführung der bundesweiten Fünf-Prozent-Hürde im Jahre 1953 das Parlament auf neun, im dritten Deutschen Bundestag 1957 auf drei Parteien reduziert. Was danach folgt, ist eine fast 25-jährige „Drei-Parteien-Epoche“ aus SPD, Union und FDP. Erst mit dem Einzug der Grünen in den 10. Deutschen Bundestag im Jahre 1983 erweitert sich das Parteienspektrum auf vier Parteien. Dennoch bleibt die FDP das Zünglein an der Waage. Ihr politischer Schwenk von sozialliberal zu konservativ-liberal im Jahre 1982 beendet sechzehn Jahre SPD-Regierungsbeteiligung. Als Partei mit selten mehr als zehn Prozent der abgegebenen Wählerstimmen behält die FDP über einen Zeitraum von beinahe 50 Jahren die Regierungsmacht – bis 1998 den Grünen die Rolle als Zünglein an der Waage zufällt und das politische Pendel wieder nach links schwenkt. Auch nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990, als die SEDNachfolgepartei PDS in den ersten gesamtdeutschen Bundestag einzieht und sich das Parteispektrum im Deutschen

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Traditionell ist die Achse gekennzeichnet durch Konservatismus und Kapitalismus auf der einen, Progressivität („vorwärts immer, rückwärts nimmer“) und Sozialismus auf der anderen Seite. Rechtsseitig findet sich das Ideal des Marktes, linksseitig das Ideal des Staates. Konservative folgen der Überzeugung, der Markt regele den Ausgleich von Angebot und Nachfrage, schaffe im fairen Wettbewerb eine gesellschaftlich wertvolle Leistungsgerechtigkeit, woraus insbesondere dem Unternehmertum ein hoher Stellenwert zugesprochen werde. So entfaltet sich die Kraft des Individuums, getragen von einem hohen Maß an Selbstverantwortung, motiviert durch die Chance auf Privateigentum und individuelle Selbstverwirklichung. Demgegenüber steht der Glaube an das Wirken des Staates und seiner Beamten zum Wohle der sozialen Gerechtigkeit. Solidarität und Fürsorge sind die Prinzipien, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt sicherstellen. Das Individuum ist eingebettet in eine Gemeinschaft, die von Gemeinwohlvermögen und Kollektiveigentum getragen wird. Welche Überzeugung liegt den beiden Positionen zugrunde? Diese Interpretation des politischen Antriebs der Akteure ist inspiriert von dem ersten Satz, mit dem Karl R. Popper das Vorwort zu der Zusammenfassung seiner Vorträge und Aufsätze aus 30 Jahren (Auf der Suche nach einer besseren Welt, München 1984) eröffnet: „Alles Lebendige strebt nach einer besseren Welt.“


Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe

So sehen die einen im Menschen ein Freiheitswesen, für das eine bessere Welt darin besteht, sich individuell vollumfänglich entfalten zu dürfen. Im Extremfall ist der äußerste rechte Pol geprägt von der Überzeugung, Macht folge dem Recht des Stärkeren. Der Markt wird zum Kampfplatz statt zu einem ordnenden Rechtsraum für das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage, und die Freiheit wird zum Kampfbegriff selbstherrlicher Egoisten degradiert, statt demokratisch legitimierte Perspektiven (Stichwort „Chancengleichheit“) für alle Staatsbürger zu schaffen. Demgegenüber sehen die anderen im Menschen ein Gemeinschaftswesen, für das die bessere Welt in der Gleichwertigkeit aller individuellen Lebensverhältnisse liegt. Im Extremfall ist der äußerste linke Pol geprägt von der Überzeugung, alle Menschen fänden Gerechtigkeit in der Gleichheit, und der Machtzweck bestehe im planwirtschaftlichen Nivellieren aller Lebensumstände. Der Staat ist Vormund statt Garant der Freiheit. Kurzum: Die Bipolarität des politischen Spektrums ist gekennzeichnet von einem diametral unterschiedlichen Menschenbild (Freiheitswesen versus Gemeinschaftswesen). Um die beiden Pole dieses bipolaren politischen Spektrums auf dem festen Boden der demokratischen Verfassung zu festigen, erlässt das Bundesverfassungsgericht an beiden Polen bzw. Rändern Parteienverbote. Am rechten Rand betraf das Verbot im Jahre 1952 die NSDAP-Nachfolgepartei SRP (Sozialistische Reichspartei), am linken Rand 1956 die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands). Das BVerfG kommt zu dem Ergebnis, dass diese beiden Parteien aktiv die freiheitliche demokratische Grundordnung bekämpfen und über eine realistische Chance verfügen, diese zu beseitigen. So werden den Ausschlägen des bipolar schwingenden politischen Pendels zu beiden Seiten hin klare Grenzen gesetzt.

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Ein neues, multipolares politisches System

Als der Sozialdemokrat Paul Löbe am 7. September 1949 als Alterspräsident unter dem Eindruck der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs den ersten Deutschen Bundestag eröffnet, nennt er die Wiedergewinnung der deutschen Einheit als wichtigste Aufgabe und versichert als überzeugter Europäer, „dass dieses Deutschland ein aufrichtiges, von gutem Willen erfülltes Glied eines geeinten Europas sein will“. Nach dem Nationalismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt der Integration in die internationale Staatengemeinschaft das oberste Bestreben. Nationale und reaktionäre Tendenzen sind im Parlament weitestgehend Randerscheinungen. Obwohl es Ämterbesetzungen gibt, die als historisch hochbelastet gelten, ist die Politik der Gesellschaft diesbezüglich voraus: Öffnung, Internationalität und Anschluss gelten für Westdeutschland als politische Selbstverständlichkeiten und Überlebensnotwendigkeiten. Deutschland liegt in Schutt und Asche – ökonomisch, politisch und moralisch. So ist für den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer die sogenannte Westbindung das politische Leitmotiv schlechthin. Nach und nach integriert sich die Bundesrepublik Deutschland in die politischen, ökonomischen und militärischen Bündnisse des Westens. Nach dem Leid, das von deutschem Boden ausgehend über die Welt kam, ist dies eine herausragende Vertrauensarbeit. Gewiss: Vor allem der geostrategischen Bedeutung Deutschlands auf dem europäischen Kontinent in räumlich-politischer Abgrenzung zur Sowjetunion (1922– 1991) ist es zu verdanken, dass Deutschland globalpolitisch von der alliierten Staatengemeinschaft nicht ins Abseits gestellt wird und dank des US-amerikanischen Wiederaufbauprogramms (Marshallplan) wieder auf die Beine kommt. Am 24. Oktober 1945 gründen sich in San Francisco die Vereinten Nationen, um den brüchigen Weltfrieden künftig besser sichern zu können. China gilt als das erste Land, das


die UN-Charta unterzeichnete. Auch die UdSSR ist Gründungsmitglied. Deutschland und die DDR werden hingegen erst im Jahre 1973 in die UN aufgenommen. Einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat hat Deutschland bis heute nicht. Wohl aber gelingt 1951 die Aufnahme als Mitglied des Europarats und der Montanunion, 1955 – im Gründungsjahr der Bundeswehr – die Aufnahme in die NATO und in die Westeuropäische Union, 1957 in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und Euratom. Höhepunkt der Politik der Westbindung sind die Wiedererlangung der Souveränität (1955) und der deutsch-französische Freundschaftsvertrag von 1963. Die sogenannte Entspannungspolitik während des Kalten Krieges gipfelt in der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) vor genau 50 Jahren. Die Schlussakte von Helsinki, unterzeichnet von 35 Staaten des Westens und des Ostens am 1. August 1975, gilt als wegweisend für den Fall des Eisernen Vorhangs und ein geeintes Europa. Mit der deutschen Wiedervereinigung wird Deutschland Anfang der 1990er-Jahre zur treibenden Kraft für die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Währungsraums. Der Zerfall der Sowjetunion 1990, der Niedergang des Kommunismus (mit wenigen verbliebenen Ausnahmen) und ein weltweiter Aufstieg der Demokratien festigen die Überzeugung, dass Weltoffenheit und Internationalität, Weltgemeinschaft und supranationale Institutionen den Weg in eine bessere Welt weisen. Für die drittgrößte Volkswirtschaft und Exportnation, zu der sich Deutschland in den achtzig Jahren seit Kriegsende emporarbeitet, ist eine internationale Ordnung elementar. Das Eingebundensein in ein Geflecht aus Freihandelsabkommen ist dabei nur ein Aspekt. Noch viel mehr ist die Achtung der Charta der Vereinten Nationen, des Völkerrechts und der uni-

versellen Menschenrechte für Deutschland auch ein Wohlstandsfaktor. Das Ansehen unseres Landes in der Welt ist gut; wir sind als Wirtschaftspartner wohlgelitten – auch aufgrund eines starken Bewusstseins für unser historisches Erbe und unsere globale Verantwortung für Frieden und Freiheit. In einem globalen, multilateralen System kommt der Bundesrepublik Deutschland aufgrund ihrer ökonomischen und diplomatischen Stellung besondere Bedeutung zu. Deutschland ist der größte Nettozahler der Europäischen Union und nach den USA, China und Japan der viertgrößte Geldgeber der Vereinten Nationen. Hauptprinzip des internationalen Engagements der Bundesrepublik Deutschland ist es zu jeder Zeit, einer Rückkehr des deutschen Nationalismus entgegenzuwirken. Etwa ein Vierteljahrhundert später erlebt die Welt eine Abkehr von politischer Internationalisierung und ökonomischer Globalisierung. „America First“-Politik, Handelsschranken und der Bedeutungsverlust transnationaler und transkontinentaler Bündnisse sind deutliche Zeichen für einen Schwenk weg von Multilateralität. Seit etwas mehr als zehn Jahren werden Weltoffenheit und Kooperationsstreben – bis dahin Common Sense – infrage gestellt. Die „National Security Strategy of the United States of America“ vom November 2025 sorgt einerseits für große geopolitische Beunruhigung – und das zu Recht. Andererseits ist dieses Pamphlet auch ein Ausweis von Wirrheit, Widersprüchlichkeit und disruptivem diplomatischem Dilettantismus. DER SPIEGEL (51/2025, S. 12) schreibt dazu: „Es ist ein Loblied auf nationalen Egoismus und eine Absage an internationale Organisationen, die von den Vereinigten Staaten mit aufgebaut worden waren.“ Der Heidelberger Historiker und Inhaber des Curt-EngelhornLehrstuhls für Amerikanische Geschichte, Prof. Manfred Berg, konstatiert in einem Interview mit der Tagesschau am 8. Dezember 2025: „Die transatlantische Allianz existiert nicht

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mehr. Die Europäische Union wird als Gegner angesprochen. Die Trump-Regierung möchte am liebsten die Europäische Union auflösen und mit den europäischen Staaten bilaterale Beziehungen führen oder zumindest eine Rückstufung der Europäischen Union zu einer Art Freihandelszone.“ Die amerikanische Haltung gegenüber der internationalen Staatengemeinschaft zeigt sich in Zahlen und in der Verlässlichkeit von Verabredungen. Erstmals sinkt jüngst das Budget für die Vereinten Nationen. Nationalstaaten halten Zahlungen zurück. Die USA haben rund 1,1 bis 1,5 Milliarden US-Dollar Schulden bei der UNO aus Pflichtbeiträgen für den regulären Haushalt 2023/24. Insgesamt fehlen über 3,2 Milliarden USDollar für Friedenssicherungseinsätze – mit der Folge einer dauerhaften finanziellen Instabilität der gesamten Organisation. Geleistet werden allenfalls Teilzahlungen. All dies sind Zeichen für die Abkehr vom Internationalismus. Stattdessen erlebt der Nationalismus eine Renaissance – in den USA, bereits seit Anfang der 2000er-Jahre in vereinzelten Staaten Europas und mit zeitlicher Verzögerung auch in Deutschland. Mit der Bundestagswahl 2017 erweitert sich der 19. Bundestag auf sechs Parteien: Die „Alternative für Deutschland“, gegründet im Jahre 2013, zieht als drittstärkste Kraft erstmals ins Parlament ein. Die Finanzkrise Ende der Zehnerjahre und die Schuldenkrise, die Griechenland im Jahre 2015 an den Rand der Staatspleite bringt und andere europäische Länder mit in den Abgrund zu ziehen droht, schüren Zweifel an der Solidarität mit Europa. Mit diesem politischen Thema stellt die AfD die europäische Integration und die Währungsunion offen infrage. So hält eine zweite Achse Einzug in das traditionelle bipolare Ordnungsschema der bundesdeutschen politischen Landschaft. Ihre Pole sind gekennzeichnet durch Internationalität und Nationalität. Die einen sehen das Heil in der Heimat, in der Lokalität – die anderen im Globalismus, in der Universalität. Kleinbürger trifft auf Weltbürger. Auf der einen Seite bestehe die bessere Welt aus lokalen Regularien und Heimatordnung – auch im Brauchtum im Sinne „ungeschriebener Gesetze“. Auf der anderen Seite herrschen Menschenrechte als Universalrechte. Begriffe wie „Leitkultur“ und „Multikulti“ treffen aufeinander und erzeugen erhebliche Emotionen. Kurzum: Die beiden Pole dieser Achse sind gekennzeichnet von einem diametral unterschiedlichen Weltbild (Weltgemeinschaft versus Nationalstaatlichkeit). An den äußersten Rändern dieser Achse stehen zwei gegensätzliche Ideen: Eine Welt als grenzenloser Raum für eine Globalgesellschaft steht einer Welt aus abgeschotteten Nationalstaaten gegenüber – mit einem Deutschland, „befreit“ von allem Nicht-Deutschen. Das Jahr 2025 geht zu Ende – und die völkische Weltanschauung ist wieder da. Die AfD-Jugend lässt grüßen. Nicht in Sicht ist ein Parteiverbotsverfahren beim Bundesverfassungsgericht ähnlich der Jahre 1952 und 1956.

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Der politische Orientierungsraum und das erweiterte Spektrum an Entwicklungsrichtungen

Dieser zweidimensionale Orientierungsraum schafft Platz für neue politische Entwicklungsrichtungen. Das derzeit dominierende Beispiel in der Parteienlandschaft zeigt einen ideologischen Weg, für den – in einer richtungsweisenden Reihenfolge – folgende Namen stehen: Lucke > Petry > Gauland > Meuthen > Weidel > Chrupalla > Krah > Höcke > Hohm (letzterer, Jean-Pascal Hohm, ist seit dem 30.11.2025 erster Vorsitzender der AfD-Jugend „Generation Deutschland“, Nachfolgeorganisation der gesichert rechtsextremen „Jungen Alternative“). Ein weiteres Beispiel für eine neue Entwicklungsrichtung ist der Vorstoß einer ehemaligen DIE-LINKE-Politikerin in eine sich neu geöffnete Lücke. Bündnis Sahra Wagenknecht – wie sie die Partei in einem bemerkenswerten Selbstverständnis benennt – wird zu Beginn des Jahres 2024 gegründet. Das BSW besetzt das politisch freie Feld aus linker und nationaler Orientierung. Es erringt ohne langen zeitlichen Vorlauf in Brandenburg und Thüringen eine Regierungsbeteiligung und verfehlt bei der Wahl im darauffolgenden Jahr den Einzug ins Bundesparlament nur um Haaresbreite. Mit lediglich 0,019 Prozentpunkten (9.529 Stimmen) scheitert die Partei so knapp wie noch keine zuvor. Mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht auf Neuauszählung ist zu rechnen. Mit dem Rückzug der Protagonistin wird sich zeigen, wie viele Wähler dieser politischen Position nachhaltig folgen werden oder ob deren Persönlichkeit der dominierende Entscheidungsaspekt war. Mitunter finden sich in diesem politischen Orientierungsraum auch Antworten auf die Frage, wo und warum die FDP ihre Verortung verloren hat. Die seit Jahrzehnten zunehmende Reduktion politischer Inhalte auf einen Wirtschaftsliberalismus in Reinkultur lässt die Traditionspartei unter die Fünf-Prozent-Hürde rutschen. Das Feld für den geistigen Liberalismus und seine Grundwerte – Weltoffenheit und freies Denken, Bürgerrechte und Selbstverantwortlichkeit – bleibt nach dem Tod von Gerhart Baum am 15.02.2025 weitgehend ohne einen prominenten Vorkämpfer. Um die Verschiebungen im Laufe der letzten Legislaturperioden in diesem politischen Orientierungsraum beispielhaft vor Augen zu führen, sei an dieser Stelle eine (natürlich hypothetische) Diskussionsfrage gestellt: Wem stand Gerhart Baum in diesem politischen Orientierungsraum wohl näher – Christian Lindner oder Robert Habeck? Der aufgespannte politische Orientierungsraum gibt weitere unbesetzte Felder frei für mögliche neue Parteien und politische Bewegungen – und vor allem für Wechselwähler. Trotz Fünf-Prozent-Hürde wird der Bundestag auf absehbare Zeit ein „Mehrparteienparlament“ bleiben oder sich möglicherweise noch weiter ausdifferenzieren. DER SPIEGEL, Ausgabe 50/2025, S. 26 f., meint, die Klage des BSW vor dem Bundesverfassungsgericht werde wohl kommen, was im Falle eines Erfolgs das Parlament durcheinanderwirbeln würde. Dies


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gälte in ähnlicher Weise für ein theoretisches AfD-Verbot, welches unverzüglich eine „linke“ Regierung zur Folge hätte. Was sind die Konsequenzen? Die vier Pole, die den politischen Orientierungsraum aufspannen, verändern die Pendelbewegung der politischen Ausrichtung der Bundespolitik. Statt beständig und bewährt mal nach links und mal nach rechts – und folglich stets über die Mitte – zu schwingen, bewegt sich das Pendel der politischen Orientierung bei der Suche nach Positionierung und Mehrheiten in Kreisen. Auf dieses – bildlich veranschaulichte – kreiselnde Pendel wirken politische Kräfte aus mehreren unterschiedlichen Richtungen. Stellt man den politischen Orientierungsraum (siehe Abb. 1) als eine Uhr dar, würde das Pendel stark in Richtung 16 / 17 Uhr ausschlagen. Das Kreissegment rechts unten bestimmt mehr denn je zuvor die politische Diskussion in unserer Republik (verdeutlicht durch den dick gezeichneten gestrichelten Pfeil in der entsprechenden Abbildung). Kaum ein Redner im Bundestag, der seine Ansprache und seinen Blick in den Plenarsaal nicht vorrangig nach rechts richtet.

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Und kaum ein Stöckchen – aus dieser Richtung geworfen –, über das nicht leichtsinnig, gedankenlos oder gar bereitwillig gesprungen wird. Im Folgenden ließen sich unzählige Strategien erörtern, erklären, bewerten und diskutieren, wie sich die politische Mitte wiederfinden und stärken lässt. Tatsächlich jedoch geht es darum, diesen freiheitlich-demokratischen Orientierungsraum vor der Zerstörung („Disruption“) zu bewahren. Was ist grundlegend, um das politische System, wie es die Gründungsväter – und letztlich wir Demokraten in unserem Land alle gemeinsam – seit 1949 aufgebaut haben, zu erhalten? Grundlegend ist die Art und Weise, wie Politik gemacht wird und in welcher Form um Anhänger geworben wird. Wie also erfolgt politisches Agieren – weniger im Sinne von Strategien, sondern im Sinne von Kultur? Diese Idee folgt einem Motto des Management-Gurus Peter Drucker, der den Satz prägte: „Culture eats strategy for breakfast.“ Übersetzt in die deutsche Führungslehre lautet der Grundsatz: „Kultur schlägt Strategie.“


Politische Handlungsprinzipien und die Gegensätzlichkeit der Kräfte: „Konvergenz“ und „Divergenz“

Ziel politischen Handelns ist es, Wählerinnen und Wähler um eine Position herum zu versammeln, Machterhalt zu sichern und Machtverschiebungsinteressen zu befriedigen. Das Streben nach Mehrheiten für politische Positionen innerhalb dieses Positionierungsraums erfolgt nach zwei fundamentalen, weil kulturprägenden Handlungsprinzipien: Konvergenz und Divergenz. Die Kräfte, die in dem politischen Orientierungsraum wirken, lassen sich auch mit physikalischen Begriffen beschreiben: Die konvergent wirkenden, sogenannten Zentripetalkräfte, ziehen das Pendel in die politische Mitte (in Abb. 1 das helle Zentrum). Die divergent wirkenden, sogenannten Zentrifugalkräfte, ziehen das Pendel hinaus an den politischen Rand. In diesen düsteren Gefilden schimmert der Lichtschein von Demokratie, Pluralität und Rechtsstaatlichkeit allenfalls schwach oder gar nicht mehr. Das ist gemeint, wenn man von dunklen Zeiten spricht – von Zeiten, von denen man hofft, sie seien endgültig Vergangenheit. Wie also agieren diejenigen, die das politische Feld ihres Landes eindunkeln oder gar gänzlich zum Wanken bringen möchten bzw. es bereits tun – Mächte, die nach einer Veränderung der politischen Landschaft streben? Woran lassen sich die Feinde der Demokratie erkennen, die ihre wahren Positionen zu verbergen versuchen und sich zuvorderst im Politikstil offenbaren? Welche Wirkung hat der Kulturverfall des politischen Diskurses auf die Gesellschaft – und wie bewahren wir im Umgang miteinander Stil, Kultur und Mentalität, die das Fundament für die Funktionsfähigkeit von Staat und Gesellschaft, Verwaltung und Behörden, Unternehmen und Medien sowie auch von Familien und Nachbarschaften bilden? Wie kann es gelingen, dass wir alle – Wähler und Medienvertreter, Unternehmer und Familienväter – uns nicht an den politischen Rand ziehen lassen oder uns gar das gesellschaftliche Fundament entziehen lassen?

Die Zugkraft in Richtung Mitte oder Rand erkennt man an der Sprache. Genaues Hinhören offenbart die wahren Absichten des Sprechers – oder, wie Martin Heidegger sagt: „Die Sprache ist das Haus des Seins. In ihrer Behausung wohnt der Mensch.“ Sprache, die nach Konvergenz strebt, argumentiert, statt zu agitieren. Sie wiegelt nicht auf, sondern begründet, bedient sich sachlicher Argumente und – selbstverständlich – auch der Kritik, aber keiner Narrative und erst recht keiner Häme. Ihre Stilmittel sind Präzisierung, Pointierung und Mehrwertorientierung in der Sache, ganz im Gegensatz zu Pauschalisierung, Diffamierung und Entwürdigung von Personen. Politiker, die nach Divergenz streben, polarisieren und polemisieren. Demgegenüber wird diskutiert, ohne selbst bei gravierender Gegensätzlichkeit in der Sache den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufzukündigen. Jemand, der eine andere politische Position vertritt, mag ein politischer Gegner sein. Ein Feind aber ist er nicht. Die um sich greifende Überzeugung, „Politik bestehe darin, dass ein Teil der Bevölkerung den anderen Teil besiegt“ (Volker Wissing, ehemals FDP), hat verheerende Auswirkungen auf den demokratischen Diskurs. Helmut Schmidt, auch Mitherausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT, sagte: „Eine Demokratie, in der nicht gestritten wird, ist keine.“ Jedoch gilt: Bei aller Gegensätzlichkeit der Argumente bleibt ein Streit ein Gespräch miteinander und kein Gefecht gegeneinander. Wer den gesellschaftlichen Zusammenhalt als Primat verantwortlichen Handelns begreift, betreibt – auch unter dem Einfluss ideeller Überzeugungen – pragmatische Sachpolitik und stützt seine Argumente auf Fakten. Die anderen erkennt man an ihrer gleichermaßen belanglosen wie überhöhenden Symbolpolitik ohne Anspruch auf Relevanz und Realisierbarkeit. Die Währung der „Konvergenten“ ist das Vertrauen. Die „Divergenten“ zahlen mit ungehemmter Aufmerksamkeit und verschaffen sich Gehör mit Ängsten, Missgunst und manchmal auch Hass. Die Konvergenten kennzeichnet Wohlwollen, das

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Streben nach Kompromissen und pragmatischen Lösungen. Demgegenüber steht der Demagoge, dem mit besonderer Vorsicht zu begegnen ist. Ihn erkennt man daran, dass er stets laut daherkommt und die Massen mit plärrenden Problemen mobilisiert, als deren (Er-)Löser er sich geriert. Hingegen strebt der Schlichter nach leisen Lösungen. Sein Agieren erfolgt sacht – leider jedoch findet er Gehör nur bei guten Zuhörern. Wer nach Zusammenhalt und politischer Mitte strebt, handelt nach Art des „Reflexionismus“. Nachdenklichkeit und Differenziertheit bestimmen die politische Sphäre, in der das Recht herrscht. Dagegen gebietet am politischen Rand stets ein Führer, der spaltet, um zu herrschen. Niccolò Machiavelli lässt grüßen: „Divide et impera.“ Der (vermeintlich) charismatische Führer, der mit unlauteren Absichten Menschen in seine randständige Sphäre zu ziehen trachtet, untergräbt die Demokratie, den Rechtsstaat und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei entlarvt er sich durch seine spalterische Methode: den Populismus. Populisten beanspruchen, den Volkswillen unverfälscht und überzeugend in das politische Geschehen einzubringen. Hört man genauer zu, entpuppt sich dieser Anspruch als falsches Versprechen. Der Wille des Volkes oder gar die Interessen derer, die sie zu vertreten vorgeben, sind den Populisten vollkommen egal. Stattdessen wird das Volk „zu einer verschworenen Gruppe von Randständigen und Bedrohten stilisiert, die […] als national geschlossene Schicksalsgemeinschaft daherkommt und die sich gegen jede Art von Missachtung, von Gängelung und von Unterwanderung zur Wehr setzen müsse“ (Richter 2025). Die Feinde der Demokratie stellen die demokratische Politikgestaltung infrage mit der Begründung, dass zu viele und die falschen Akteure mitwirkten. Deren Kompromissbereitschaft werten sie als Zeichen der Schwäche. Es brauche Durchsetzungskraft eines gemeinsamen und einzigen Willens, der dem Volk indoktriniert werde. Die Methode des Populismus lässt sich daran erkennen, dass sie gezielt auf Nöte, Sorgen und Ängste der Menschen abzielt. Kein menschlicher Instinkt ist niederträchtig genug, als dass er nicht geweckt würde, solange er zur Spaltung im Sinne der eigenen politischen Interessen taugt. Gleichzeitig wird eine Legitimation, Überlegenheit und Vorrechtsstellung suggeriert, die sich auf Volkszugehörigkeit bei gleichzeitiger Benachteiligung durch Eliten stützt. Es herrscht der Tenor: „Da will uns jemand etwas wegnehmen! Wir sind die Verlierer. Wir müssen uns wehren!“ Das Paradox dabei – das durchaus auch bei gut situierten und (vermeintlich) reflektierten Bürgern verfängt – ist die Forderung der Populisten nach Gefolgschaft und nach Verringerung von Teilhabe. Eine Beschränkung der Sprache und eine Senkung des Kommunikationsniveaus folgen zwangsläufig. Was lässt sich dem entgegensetzen? Freimütig mitteilen – wohlwollend zuhören – wahrheitsorientiert sprechen – konstruktiv argumentieren. Nichts schadet dem konstruktiven Streit und dem demokratischen Diskurs unter Wahrung des

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gesellschaftlichen Zusammenhalts mehr als die Reduktion der Sprache. Eine differenzierte Sprache ist das Instrument für Konvergenz. Primitive Sprache schafft Divergenz. An der Sprache offenbart sich der Bruch der politischen Kultur. Kurzum: Es gibt keine Ausreden – die Identifikationsmerkmale von Populisten, deren Parteien und Bewegungen liegen offen auf dem Tisch. Erst wird Angst geschürt – vor allem Fremden, vor Kriminalität etc. Dann werden Experten diffamiert und das System dämonisiert. Begriffe wie „Lügenpresse“ und „Wissenschaftsdiktatur“ werden unverblümt wieder hervorgeholt. Alles schon einmal dagewesen. Auch die Opferrolle gehört zum Populismus („Ich darf mich ja nicht frei äußern“). Verantwortlich gemacht werden immer die anderen: die Eliten, die EU, Universitäten und andere. Schlussendlich liefert man dann einfache Schuldige: Geflüchtete, Verwaltungsbeamte, unliebsame Wissenschaftler, Bürgergeld-Beziehende bzw. Grundsicherungsbeziehende…

FAZIT

Kaum jemand leugnet noch, dass unser politisches System zunehmend unter Druck gerät – von innen und von außen gleichermaßen. Mehr als je zuvor? Erinnern wir uns an die Epoche der Achtundsechziger, der Außerparlamentarischen Opposition (APO) bis hin zur Rote-Armee-Fraktion (RAF) und ihrem terroristischen Treiben. Vergessen wir nicht den Kalten Krieg und die Widerstandsbewegungen gegen die Stationierung US-amerikanischer Atomraketen, gegen Atom- und Wiederaufbereitungsanlagen oder Atommülltransporte. Ein Blick in die junge Geschichte der Bundesrepublik relativiert diese Frage. Gleichwohl gelten die Dysfunktionalität des Staates und seiner Organe, ein ernst zu nehmender Verfall der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, der Verlust klarer Verortungen der Parteien im „politischen Orientierungsraum“ sowie der Einfluss „divergenter“ politischer Kräfte als anerkannte Probleme. Das Gespenst national-reaktionärer Kräfte geht um. Ihr politischer Einfluss nimmt zu – und das Niveau der Sprache ab. Antidemokratische Absichten werden kaum mehr verschleiert. Der Druck von außen – von Russland, China und auch von den USA – auf Deutschland und auf die EU tut ein Übriges. Im Inneren spielen die (a)sozialen Medien eine immer bedeutendere Rolle für die politische Willensbildung. Der Einfluss einer sich wandelnden Medienlandschaft und die Intransparenz der Einflussnahme KI-generierter „Nachrichten“ auf die Politik sind von einer derart zunehmenden Wucht, dass bereits von einem „postfaktischen Zeitalter“ die Rede ist. Deren analytische Erörterung bedürfte einer eigenen Bearbeitung, die hier nicht möglich ist, gleichwohl sie geboten wäre. Kurzum: Die Summe dieser Einflüsse stürzt Politik und Gesellschaft in eine Vertrauenskrise, die durchaus auf Gegenseitigkeit beruht (siehe Stefan Willeke in DIE ZEIT, Nr. 42/2025: Verachten Politiker uns? Womöglich gar: zu Recht? Egoistisch, unwissend, unsozial: So sehen Politiker laut einer Studie ihre Wähler).


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Darüber, dass „verloren gegangenes Vertrauen zurückgewonnen werden muss“, besteht Einigkeit. Daher begründen die Autoren (Jäkel et al.) ihre Initiative für einen handlungsfähigen Staat (Freiburg 2025) mit diesem Statement und formulieren eine klare Absicht. Was dringend geboten ist, steht auch als Titel über dem Buch des ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Mannheim und Präsidenten des Städtetags Baden-Württemberg, Peter Kurz: Gute Politik. Gleichzeitig erweisen sich Regierungskoalitionen im Bund als zunehmend brüchig. Kanzlerschaften über mehrere Legislaturperioden hinweg dürften der Vergangenheit angehören. Die politische Kontinuität schwindet. Die Konjunktur leidet nicht unter einer bloßen Delle, wie man sie in der Vergangenheit immer wieder erlebt hat. Sie steckt in einer strukturellen Krise, die bis auf Weiteres kein ökonomisches Wachstum erwarten lässt. Dagegen sind langfristige strategische Entwürfe, die angesichts des Niedergangs des „Wirtschaftsmodells Deutschland“ dringend geboten wären, nicht zu erkennen. Das „deutsche Geschäftsmodell“ trägt nicht mehr in eine Zukunft, die sich die Bürger als prosperierend erhoffen. Bei der Transformation in Richtung Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung hinkt Deutschland hinterher. Politik und Gesellschaft stehen vor epochalen Herausforderungen. Umso wichtiger sind ethische Grundsätze, demokratiebewusstes Konvergenzstreben und gelebte Kultur im täglichen Miteinander. Freiheit, Sicherheit und Wohlstand zu bewahren ist eine Frage der Mentalität – und der Sprache, durch die sie zum Ausdruck kommt. Eine differenzierte Sprache ist das Instrument, um die Balance zu finden zwischen ideellen Zielen und einem pragmatischen Handeln, das sich an der Realität messen lassen kann. Eine pragmatische politische Orientierung erkennt an, dass Heimatverbundenheit und Weltbürgertum keine Gegensätze sind. Ein regelbasierter Multilateralismus unter Wahrung nationaler, kulturspezifischer Loyalitäten ist nicht nur möglich, sondern erstrebenswert. Pragmatismus beim Agieren im politischen Orientierungsraum erkennt auch an, dass der Mensch beides sein kann: solidarisch und selbstwohlorientiert, fürsorglich und eigenverantwortlich, freiheitsliebend und voller Gemeinsinn, dem Markt vertrauend bei gleichzeitiger Anerkennung staatlicher Regeln. Ebenso, dass sich im Laufe eines Lebens die individuelle Positionierung verschieben kann. Pointiert formuliert: „Wer als 20-Jähriger kein Linker ist, hat kein Herz. Wer mit vierzig immer noch ein

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Linker ist, hat keinen Verstand“, wie Winston Churchill meinte – oder war es Theodor Fontane, Bertrand Russell oder George Bernard Shaw, wem auch immer man dieses Bonmot (wenn es denn eines ist) zuschreibt. Tatsächlich liegen Stabilität und Zukunft unseres demokratischen Systems in der politischen Mitte, im „Sowohl-als-auch“, im pragmatischen Streben nach Vernunft unter Akzeptanz der Realitäten und ohne Verleugnung eigener Werte und Ideale für ein besseres Leben. Eine gelingende Demokratie erweist sich in der prinzipiellen Koalitionsfähigkeit der etablierten Parteien, in einem friedlichen Regierungswechsel und in anständiger Machtübertragung. Sie gewährleistet auf der einen Seite verlässliche inhaltliche Kontinuität im Bewusstsein der eigenen Stärken. Andererseits ist sie fähig zu elementaren strukturellen Veränderungen im Bewusstsein veränderter geopolitischer, ökologischer und technologischer Rahmenbedingungen. Und: Eine gelingende, auch wehrhafte und damit erhaltenswerte Demokratie wird hörbar in der Sprache der Demokraten. So gehört es zum bürgerlichen Anstand, der Politik und ihren Akteuren mit kritischer Achtung zu begegnen, denn: „Wer der Politik verächtlich gegenübertritt und sie als ein Versagen des Regierens einstuft, der bezeugt mittelbar die eigene Betroffenheit und kritisiert sich mithin immer auch selbst“ (Richter 2025). Daher schließt dieses Essay nicht mit einer Aufforderung an die Politik, sondern mit einem Hinweis an uns selbst – an den lesenden und sprechenden Bürger: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter (bzw. deine Mentalität). Achte auf deinen Charakter / deine Mentalität, denn er / sie wird dein Schicksal.“ (Aus dem Englischen nach Charles Reade, 1814–1884 – möglicherweise angelehnt an ein chinesisches Sprichwort.) In diesem Sinne: Bleiben wir offen, bleiben wir wachsam, bleiben wir auch streitbar – aber stets konvergent.


HÄTTEN SIE´S GEWUSST?

Kaiser Augustus ließ zwischen 19 und 11 v. Chr. die Römische Agora östlich der antiken Agora in Athen erbauen.

Hätten Sie gewusst, …

… dass das älteste bekannte Parlament der Welt das isländische Althing ist, gegründet im Jahr 930? Es existiert bis heute und ist ein Symbol für frühe demokratische Mitbestimmung. Das Althing tagte ursprünglich auf einer großen Ebene im Freien, wo sich Stammesführer und freie Männer trafen. Dort wurden Gesetze verlesen, Streitigkeiten beigelegt und wichtige politische Entscheidungen gefällt. Mit der Christianisierung Islands wurde auch das Althing zu einem zentralen Ort der religiösen und rechtlichen Ordnung. Heute gilt es als nationales Kulturerbe und touristische Attraktion.

Hätten Sie gewusst, …

… dass das Wort „Politik“ aus dem Griechischen „polis“ stammt, was „Stadtstaat“ bedeutet? Es geht also ursprünglich um die gemeinsame Organisation des Lebens in einer Gemeinschaft. In der Antike war die Polis nicht nur ein Verwaltungsgebilde, sondern auch ein kulturelles und soziales Zentrum. Philosophen wie Aristoteles betrachteten den Menschen als „zoon politikon“ – also als ein Wesen, das nur in Gemeinschaft wirklich leben kann. Politik war daher eng mit Philosophie und Ethik verbunden. Der Begriff hat sich bis heute erhalten, auch wenn moderne Politik weitaus komplexere Strukturen umfasst.

„Es gibt keine Rechtfertigung

für Politik ohne Moral. 26 ZAP Impuls 1/2026

Václav Havel

Hätten Sie gewusst, …

… dass politische Satire schon im alten Rom beliebt war? Dichter wie Juvenal verspotteten die herrschenden Eliten in bissigen Texten. Diese Satiren wurden in literarischer Form verfasst und kritisierten Korruption, Machtmissbrauch und moralischen Verfall. Obwohl sie unterhaltsam waren, konnten sie für die Autoren gefährlich werden, da Kritik an den Mächtigen riskant war. Satire war aber auch ein Ventil für Unzufriedenheit im Volk. Sie gilt als Vorläufer der modernen politischen Karikatur und Kabarettkultur.

Hätten Sie gewusst, …

… dass Montesquieu mit seiner Idee der Gewaltenteilung bis heute die moderne Politik prägt? Der französische Philosoph formulierte diese Theorie 1748 in seinem Werk „Vom Geist der Gesetze“. Er argumentierte, dass Macht missbraucht wird, wenn sie in den Händen weniger konzentriert ist, und deshalb auf Legislative, Exekutive und Judikative aufgeteilt werden muss. Diese Trennung sollte


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Freiheit sichern und Willkür verhindern. Montesquieus Gedanken beeinflussten maßgeblich die Verfassung der USA sowie viele europäische Verfassungen. Auch das deutsche Grundgesetz basiert auf diesem Prinzip. Damit gilt Montesquieu als einer der wichtigsten Vordenker moderner Demokratie und rechtsstaatlicher Ordnung.

Hätten Sie gewusst, …

… dass die erste moderne Demokratie in den USA entstand, nachdem 1776 die Unabhängigkeit erklärt wurde? Die Verfassung von 1787 gilt bis heute als eine der einflussreichsten politischen Texte der Welt. Sie führte Gewaltenteilung, Grundrechte und ein System von „Checks and Balances“ ein. Dieses Modell wurde von vielen anderen Staaten übernommen. Allerdings war die Demokratie zunächst auf weiße, wohlhabende Männer beschränkt – Frauen, Afroamerikaner und indigene Völker waren ausgeschlossen. Erst durch jahrzehntelange Bürgerrechtsbewegungen wurde das Wahlrecht tatsächlich für alle durchgesetzt.

Hätten Sie gewusst, …

… dass die Idee der Menschenrechte erstmals 1789 in der Französischen Revolution offiziell festgehalten wurde? Die „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“ legte fest, dass alle Menschen frei und gleich geboren sind und unveräußerliche Rechte besitzen – darunter Freiheit, Eigentum, Sicherheit und Widerstand gegen Unterdrückung. Diese Grundsätze beeinflussten nicht nur die Verfassungen vieler Staaten, sondern auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948. Sie gelten bis heute als Fundament moderner Demokratien und erinnern daran, dass Freiheit und Gleichheit ständig verteidigt werden müssen.

Hätten Sie gewusst, …

… dass das längste Grundgesetz der Welt das von Indien ist? Es umfasst über 400

Artikel und regelt in großer Detailtiefe das Zusammenleben des Vielvölkerstaats. Verabschiedet wurde es 1950, nach der Unabhängigkeit von Großbritannien. Es berücksichtigt die enorme kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt des Landes. Besonders hervorzuheben sind die Grundrechte, die alle Bürger vor Diskriminierung schützen sollen. Trotz seiner Länge wird das Grundgesetz regelmäßig angepasst, um aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen.

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Hätten Sie gewusst, …

… dass Machiavellis „Der Fürst“ bis heute als Klassiker der politischen Theorie gilt? Es wird oft fälschlicherweise ausschließlich mit „Macht um jeden Preis“ verbunden. Tatsächlich beschrieb Machiavelli sehr nüchtern, wie Herrscher ihre Macht sichern und behalten können. Er argumentierte, dass moralische Prinzipien in der Politik nicht immer Vorrang haben. Sein Werk war so umstritten, dass es jahrhundertelang als Inbegriff des Zynismus galt. Heute wird „Der Fürst“ jedoch auch als realistische Analyse der Politik verstanden, die Machtmechanismen klar benennt.

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Hätten Sie gewusst, …

… dass Frauen in der Schweiz erst 1971 das landesweite Wahlrecht erhielten? In einem Kanton, Appenzell Innerrhoden, wurde das Frauenstimmrecht sogar erst 1990 eingeführt. Dies geschah nicht freiwillig, sondern nach einem Urteil des Bundesgerichts, das die Diskriminierung aufhob. Interessanterweise hatten andere europäische Länder wie Deutschland oder Österreich das Frauenwahlrecht schon nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt. Bis heute gilt die Schweiz daher als Spätzünder in Sachen Gleichberechtigung. Das zeigt, dass politische Veränderungen oft lange gesellschaftliche Kämpfe erfordern.

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BUCH TIPP

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Was ist heute Politik?

Merkmale, Handlungsfelder, Problemstellungen. von Emanuel Richter

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as ist heute Politik? In Zeiten von Umweltkrisen, sozialen Spannungen, Migration, Populismus und neuen Kriegen richten sich große Erwartungen an die Politik. Die herausragende Bedeutung und der hohe Stellenwert der Politik sind unumstritten, die öffentliche Aufmerksamkeit für sie ist beständig und groß, selbst im Kreis der Politikverdrossenen. Was aber ist die Politik, was macht sie so bedeutsam? Es herrschen überwiegend grobe, einseitige und unzureichende Vorstellungen über die Charaktermerkmale der Politik vor. Die gängigen Verständnisse der Politik erweisen sich als unzureichend. In erster Linie rechnet man Bestandteile wie den Staat, die Regierung, die Gremien und Institutionen, die Parteien, Interessengruppen sowie die hauptamtlichen Politikerinnen und Politiker zu den wichtigsten Elementen der Politik. Es gibt darüber hinaus aber auch unsere persönliche Einbindung in die Politik, als sachlich und emotional Betroffene, als Teilhaber der gemeinsamen Lebensbewältigung, als Angehörige eines Volkes und als unmittelbare Mitgestalter. Wir alle sind viel enger mit dem politischen Geschehen verwoben, als uns bewusst und manchem lieb ist. Die Einsicht in das notwendige Miteinander und in die Teilhabe jedes Einzelnen an der Organisation des Zusammenlebens

schwindet jedoch, der Sinn für das Gemeinsame verblasst. Zudem wird die Politik vom Erfordernis der verstärkten Steuerung in zentralen Lebensbereichen geprägt, etwa hinsichtlich des Marktgeschehens, der technologischen Neuerungen und des Mensch-Natur-Verhältnisses. Die großen Menschheitsfragen rufen nach politischen Lösungen. Das macht ein neuartiges Verständnis von Fortschritt und Zukunft erforderlich. Die Politik erlangt angesichts von aktuellen, krisenhaften Entwicklungen einen umfassenden Gestaltungsauftrag, der sich mittlerweile auf alle Lebensformen und auf das gesamte Erdgeschehen erstreckt. Wie vielgestaltig die Politik ist, wie allgegenwärtig sie unser Zusammenleben bestimmt, wie umfassend ihr Gegenstandsbereich ausfällt und welch weitreichenden Gestaltungsauftrag sie aktuell erlangt – all das muss gründlich neubestimmt werden.

BUCHTIPP

Was ist heute Politik?: Merkmale, Handlungsfelder, Problemstellungen Autor: Emanuel Richter Herausgeber:Campus Verlag Seitenzahl der Print-Ausgabe: 353 Seiten ISBN-10: 3593519356 ISBN-13: 978-3593519357

Emanuel Richter, geboren 1953, Studium der Politischen Wissenschaft, Soziologie, Germanistik und Philosophie in Mainz, Bonn und Paris, Dr. phil. 1982 in Bonn, Habilitation 1990 in Kassel, 1991 Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung an der New School for Social Research in New York, 1992 Referent des Oberbürgermeisters der Stadt Kassel, 19971999 Gastprofessor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes an der University of California in Irvine, USA, 2000-2020 Professor für „Politische Systeme“ im Institut für Politische Wissenschaft der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, seit April 2020 emeritiert. Weiterhin Tätigkeit als Autor, Publizist und Experte auf Tagungen, Kongressen und Diskussionsveranstaltungen sowie als Kommentator des politischen Zeitgeschehens in Hörfunk- und Fernsehmedien (u. a. Phoenix, ZDF, WDR, HR, SWR, RBB, Deutschlandradio). Er ist zudem in Fachgremien und wissenschaftlichen Publikationsorganen als Berater, Beiratsmitglied oder Herausgeber präsent.

Zahlreiche Bücher sowie Fachaufsätze zu den Themengebieten Europäische Integration, Transnationale Demokratie, Globalisierung, Politische Ideengeschichte und Demokratietheorie. Jüngere Buchveröffentlichungen: Seniorendemokratie – Die Überalterung der Gesellschaft und ihre Folgen für die Politik, Suhrkamp Verlag 2020; Demokratischer Symbolismus. Eine Theorie der Demokratie, Suhrkamp Verlag 2016.

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DEMOKRATIE LEBEN D

ie Bürgerinnen und Bürger unseres Bundeslandes Baden-Württemberg sind am 8. März zur Wahl des Landtags aufgerufen. In Zeiten, in denen die Idee der Demokratie und ihrer rechtsstaatlichen Ordnung hinterfragt, in anderen Ländern offen infrage gestellt oder gar faktisch und rechtlich zurückgedrängt wird, wäre es angemessener zu sagen: Wir alle dürfen wählen! Dazu stellen sich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, die Bewerberinnen und Bewerber um das Landtagsmandat für den Wahlkreis Wiesloch mit einem Statement vor. Wir haben uns entschieden, den Kandidatinnen und Kandidaten der politischen Mitte ein Forum zu geben und zur Einordnung und Darstellung ihrer politischen Positionen beizutragen. Sind wir deshalb – ist dieses Magazin also – ein „politisches Organ“? Möchten wir das sein? Welcher Auffassung schließen wir uns damit an? Überall dort, wo viele Menschen zueinanderkommen – in unserem ZAP sind es mehrere Tausend im Laufe einer Woche – findet Austausch statt, bisweilen auch Ausgleich. Die Menschen – unsere Gäste und Mitglieder – unterscheiden sich in ihren Bedürfnissen und Interessen. Im Rahmen der geltenden Rechtsordnung sind wir befugt und aufgerufen, für unser Haus verbindliche Regeln und Strukturen festzulegen. Insofern ist für uns als ZAP vorrangig wichtig: auf welche Art und Weise stellen wir den Interessensausgleich her? Wie gehen wir mit unterschiedlichen Ansprüchen und Meinungen um? Dabei ist eine Frage ganz entscheidend: Welcher Sprache bedienen wir uns? Sprache ist kulturbildend. Durch sie formulieren wir, wie wir im ZAP miteinander umgehen. Und das sollte den kulturdefinierenden Regeln des Anstands entsprechen. Das prägt unsere Unternehmenspolitik. Insofern: Ja, wir sind – in diesem Sinne – ein politisches Haus.

Christiane Staab CDU

Politik mache ich, weil ich fest daran glaube, dass unser Zusammenleben nur dann gelingt, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Dieses Verständnis begleitet mich schon mein ganzes Leben: als Mutter von vier Kindern, ehrenamtlich bei der Feuerwehr, als Juristin, als langjährige Bürgermeisterin der Stadt Walldorf und heute als Landtagsabgeordnete. Überall habe ich erlebt, wie stark wir sind, wenn wir auf unsere Stärken vertrauen: Fleiß, Verlässlichkeit, Zusammenhalt und die Bereitschaft, anzupacken. Ich gestalte Politik, die den Menschen dient und ihnen den Alltag leichter macht.

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Mein politisches Ziel für unser Land lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Baden-Württemberg lebenswert zu halten – für alle Generationen. Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum ebenso wie gute Kitas und Schulen, starke Städte und Gemeinden, eine moderne Infrastruktur und ein innovativer, mittelstandsfreundlicher Wirtschaftsstandort. Dazu gehört auch, dass man sich sicher fühlt, sich entwickeln und etwas erreichen kann. Die Basis meiner Politik sind Bodenständigkeit und Zuhören. Die besten Lösungen entstehen, wenn man zunächst versteht, was die Menschen bewegt. Und deshalb bin ich so viel in allen Städten und Gemeinden unseres Wahlkreises Wiesloch unterwegs: in Kitas, Schulen, Unternehmen, bei Vereinen und auf Ehrenamtsabenden, bei Gesprächen mit Bürgermeistern und Initiativen. Gerade auch im Rahmen meiner Bürgersprechstunden suche ich den direkten Austausch, weil Politik nur dann glaubwürdig ist, wenn sie die Lebenswirklichkeit kennt und respektiert. Wer mich kennt, der weiß: Mir geht es nicht um die schnelle Schlagzeile, sondern um verlässliche Entscheidungen, die Bestand haben. Ich stehe für Mutmachen und nicht für Miesmachen. Ja, wir stehen in bewegten Zeiten, aber ich sehe in unserem Land unglaublich viel Kraft, Ideen und Zuversicht. Wenn wir dies gemeinsam nutzen, bleiben wir das, was Baden-Württemberg immer stark gemacht hat: ein Land der Chancen. Für dieses Land arbeite ich, jeden Tag. Und mit voller Überzeugung und ganzem Herzen.


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Xenia Rösch SPD

Was treibt Sie an?

Ich weiß, wie sich Hürden im Leben anfühlen – und wie viel Kraft es kostet, sie zu überwinden. Ich bin in Sandhausen aufgewachsen, war auf der Hauptschule und habe mich Schritt für Schritt bis zum Masterabschluss hochgearbeitet. Diese Erfahrung hat mich geprägt: Ich weiß, wie wichtig Chancen sind – und wie entscheidend ein Bildungssystem ist, das niemanden zurücklässt. Mich treibt aber nicht nur meine eigene Geschichte an – sondern vor allem meine Heimat. Ich will, dass unsere Region rund um Wiesloch stark bleibt und die Menschen hier gute Perspektiven haben. Dass junge Familien sich ein Leben hier leisten können, dass unsere Unternehmen die Unterstützung bekommen, die sie verdienen, und dass die Gemeinschaft, die unsere Region so besonders macht, erhalten bleibt. Seit 2019 setze ich mich im Gemeinderat in Sandhausen für genau das ein: Politik, die den Menschen dient, nicht umgekehrt. Politik, die zuhört und gemeinsam Lösungen findet. Ich will, dass Baden-Württemberg – und meine Heimat – ein Ort bleibt, an dem jede und jeder die Chance hat, etwas aus sich zu machen – unabhängig vom Elternhaus oder Geldbeutel.

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Was sind Ihre politischen Ziele:

Mein Ziel ist es, Baden-Württemberg wieder stark und zukunftsfähig zu machen – wirtschaftlich, sozial und demokratisch. In unserem Wahlkreis Wiesloch treffen innovative Weltunternehmen, engagierte Mittelständler und starkes Handwerk aufeinander. Doch viele Betriebe kämpfen mit Bürokratie, Fachkräftemangel und steigenden Kosten. Damit sie wieder durchstarten können, brauchen wir eine echte Innovationsoffensive, weniger Papierkram und endlich digitale Genehmigungsverfahren und E-Akten. So schaffen wir moderne Strukturen, sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit und bringen Fachkräfte schneller in Arbeit. Damit das gelingt, müssen wir die berufliche und schulische Bildung gemeinsam denken. Denn gut ausgebildete Menschen sind das Fundament einer starken Wirtschaft. Die Meisterausbildung muss gebührenfrei werden – sie verdient die gleiche Wertschätzung wie ein Studium. Gleichzeitig müssen wir dem Lehrkräftemangel entschieden begegnen: mit mehr Studienplätzen, attraktiveren Bedingungen im Referendariat und klaren Qualifizierungswegen für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Und auch Kitas sollten endlich kostenfrei sein – damit Familien entlastet und Kinder von Anfang an die besten Chancen bekommen. Mir ist wichtig, dass Baden-Württemberg ein Land bleibt, in dem man gut leben und wohnen kann – mit bezahlbarem Wohnraum, fairen Chancen und einer starken Demokratie. Gerade in Zeiten wachsender Spaltung will ich Haltung zeigen und Vertrauen zurückgewinnen. Politik muss wieder verlässlich sein – damit die Menschen spüren: Es lohnt sich, mitzumachen.

Was ist Ihr politischer Stil:

Ich mache Politik auf Augenhöhe. Für mich heißt das: zuhören, die Sorgen der Menschen ernst nehmen und dann auch wirklich handeln. Ich komme nicht aus einer Politikerfamilie, sondern aus der Mitte der Gesellschaft. Ich weiß, wie es ist, sich etwas erarbeiten zu müssen, und genau deshalb will ich Politik machen, die verständlich bleibt und sich an der Lebensrealität der Menschen orientiert.


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8. März 2026 Landtagswahl BW Yannick Veits

Bündnis 90/Die Grünen

Was mich antreibt? Politik für Baden-Württemberg zu machen!

Politik funktioniert am besten, wenn man sie gemeinsam denkt. Mit Herz, Verstand und einem klaren Kompass. Davon bin ich überzeugt. Ich komme nicht aus der klassischen Politikblase, sondern aus Ehrenamt und kommunaler Praxis. Seit vielen Jahren bin ich Gemeinderat in Nußloch und Vorsitzender des Musikvereins. Dort lernt man schnell: Wenn man etwas bewegen will, braucht es Teamgeist über Unterschiede hinweg. Im Gemeinderat und darüber hinaus habe ich erlebt, wie viel entstehen kann, wenn man miteinander statt gegeneinander arbeitet. Besonders beim Bürgerentscheid 2023 in Nußloch war das spürbar: Menschen mit ganz unterschiedlichen Überzeugungen haben gemeinsam Verantwortung übernommen. Dieses Miteinander – sachlich, aber leidenschaftlich – zeigt, wie lebendig Demokratie sein kann.

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Meine politischen Ziele:

Mir liegt am Herzen, dass die Kommunen in unserer Heimat handlungsfähig bleiben. Städten und Gemeinden werden immer mehr Aufgaben zugeteilt, aber oft nicht genug Mittel, um sie solide umzusetzen. Als jemand, der beruflich im Finanzwesen tätig ist, weiß ich, wie entscheidend stabile Strukturen und verlässliche Budgets sind. Kommunen brauchen weniger Bürokratie und mehr Vertrauen – etwa über pauschalierte, planbare Zuweisungen. So schaffen wir echten Gestaltungsspielraum, zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Zukunftsfähigkeit heißt für mich aber auch: gute Bildung und echte Chancengerechtigkeit. Jedes Kind soll unabhängig vom Geldbeutel der Eltern die Möglichkeit haben, sich zu entfalten. Frühkindliche Bildung, hochwertige und bezahlbare Betreuung sowie Schulsozialarbeit sind Investitionen in unsere gemeinsame Zukunft. Denn nur wer faire Startbedingungen hat, kann später Verantwortung übernehmen – in unserer Gesellschaft, Wirtschaft und im Ehrenamt. „Zwischen Ökonomie und Ökologie gehört kein oder“ – diesen Satz habe ich schon vor Jahren von Cem Özdemir gelernt, und er begleitet mich bis heute. Nachhaltiges Wachstum, saubere Energie und Innovation sichern unseren Wohlstand. Besonders die Gesundheitswirtschaft in unserer Region zeigt, wie stark Forschung, Entwicklung und regionale Wertschöpfung zusammenwirken können.

Mein Stil:

Als ehemaliger Handballer und Footballer weiß ich, was Teamgeist bedeutet. Politik ist für mich kein Sololauf, sondern Mannschaftssport. Ich möchte zuhören, fair streiten und gemeinsam Lösungen finden – mit Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Vereinen und Verwaltungen. Ich setze mich für ein Baden-Württemberg ein, das ökologische Innovation fördert, wirtschaftlich erfolgreich handelt und als Gesellschaft zusammenhält.


Am Samstag, den 31. Januar 2026, um 11.00 Uhr laden wir Interessierte zu einer Talkveranstaltung im Zentrum Aktiver Prävention Nußloch ein. Zu Gast sind ausgewählte Bewerberinnen und der Bewerber des Wahlkreises Wiesloch für den Landtag Baden-Württemberg. Claudia Felden, Xenia Rösch, Christiane Staab und Yannick Veits sprechen mit Matthias Zimmermann darüber, was ihre Parteien – und sie persönlich als mögliche Vertreter unseres Wahlkreises – für die kommenden Jahre planen, wofür sie stehen und worauf wir uns einstellen müssen.

Claudia Felden FDP

Bund und Land den Mut hätten, Dinge zu vereinfachen. Deshalb setze ich mich mit ganzer Kraft dafür ein, dass in Baden-Württemberg bürgerschaftliches Engagement, unternehmerischer Geist und kommunale Eigenverantwortung wieder großgeschrieben werden.

Was ist mein bevorzugtes politisches Ziel für unser Land?

Was treibt mich an, Politik für Baden-Württemberg zu machen?

Wer regelmäßig Sport treibt, weiß: Erfolg entsteht durch Disziplin, Ausdauer und den Willen, immer ein Stück besser zu werden. Genau das treibt mich auch in der Politik an. Es ist mir ein großes Anliegen, Baden-Württemberg in der Spitzenklasse zu sehen – als Land, das Freiheit, Engagement und Leistung fördert. Baden-Württemberg ist ein starkes, innovatives und lebenswertes Land – und genau das möchte ich bewahren und weiterentwickeln. Ich bin entschlossen Politik zu gestalten, die den Menschen etwas zutraut, statt sie zu gängeln, und die Verwaltung so aufstellt, dass sie ermöglicht, statt zu blockieren. Als Bürgermeisterin erlebe ich jeden Tag, wo Bürokratie bremst und wie viel mehr wir erreichen könnten, wenn

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Mein Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches und kommunales Handeln so zu gestalten, dass Freiheit und Wohlstand dauerhaft gesichert bleiben. Wir brauchen weniger Bürokratie, mehr digitale Effizienz und eine verlässliche Finanzausstattung der Kommunen. Nur so können Städte und Gemeinden handlungsfähig bleiben und Zukunft gestalten. Ich will, dass Baden-Württemberg wieder zum Land der Macherinnen und Macher wird – mit klaren Zuständigkeiten, schnellen Verfahren und einem Staat, der Vertrauen in seine Bürgerinnen und Bürger hat. Wirtschaftliches Handeln braucht Planungssicherheit, nicht ständig neue Vorschriften. Ich strebe nach einem Baden-Württemberg, das Chancen eröffnet statt sie zu verhindern.

Was kennzeichnet meinen politischen Stil?

Mein politischer Stil ist geprägt von Klarheit, Pragmatismus und Teamgeist. Ich spreche offen an, was nicht funktioniert, und suche nach Lösungen, die umsetzbar sind – nicht nach Ideallösungen auf dem Papier. In der Kommunalpolitik habe ich gelernt, dass Erfolge nur entstehen, wenn man zuhört, Verantwortung übernimmt und Menschen mitnimmt. Politik braucht für mich einen offenen Diskurs in klarer Sprache und Entscheidungsfreude. Als Liberale kämpfe ich für Freiheit, Demokratie und Wohlstand, da diese nicht selbstverständlich sind, sondern täglich erarbeitet und verteidigt werden müssen.


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Vertrieb neu denken – Internet & KI erfordern Kurswechsel von Prof. Dr. Herbert Woratschek

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igitalisierung, Internet und KI haben den Vertriebsalltag umgekrempelt: Informationen sind für alle verfügbar, Bewertungen und Foren prägen Meinungen, KI verdichtet Gespräche, zieht Daten und beschleunigt Entscheidungen.

In diesem Umfeld überzeugt nicht mehr der glatte Verkäufer im Gespräch, sondern eine funktionsübergreifende Führungskraft, die eine gemeinsam erzeugte, sichtbare Wirkung erzielt– und zwar mit den Kunden und deren sozialen Bezugsgruppen: den Menschen, die später im Alltag mit der Lösung leben, über Budgets wachen, Prozesse betreuen oder Empfehlungen in ihren Communities aussprechen. Dabei wächst der Vertrieb immer mehr mit dem Marketing zusammen und bildet die Schnittstelle zu anderen Funktionen in der Unternehmung: Einkauf, Produktion, Marketing, After Sale Services und Controlling.

Praxisbild 1 – Industrieller Vertrieb, sozial verankert

Ein Account-Team möchte eine Zustandsüberwachung verkaufen. Früher: Demo, Angebot, Nachfassen.

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Heute beginnt es dort, wo Entscheidungen tatsächlich fallen – im Netzwerk der Kundenseite. Am Tisch sitzen die Führungskräfte des Kunden: Bereichsleitung Produktion, Instandhaltung, zwei erfahrene Anlagenbedienende als künftige Anwender, IT und Informationssicherheit, Einkauf und Controlling. Dazu kommen im Idealfall zwei Externe: der Integrationspartner, der später Sensorik und Datenfluss einbindet, und ein ReferenzkundenQuartett (Instandhalter, Power-User, IT-Admin und Einkäufer), das seinen Weg offen schildert: Was hat funktioniert, wo gab es Reibung, wie wurde gerechnet? Der Vertrieb moderiert nicht als Verkäufer, sondern als Übersetzer. Aus den Stimmen entsteht ein gemeinsamer Zielrahmen: In vier Wochen sollen ungeplante Stillstände an zwei kritischen Aggregaten sichtbar sinken; dafür werden genau diese Aggregate ausgewählt, Datenquellen freigeschaltet und eine kurze, verständliche Auswertung verabredet. KI hilft beim Ordnen der Protokolle und beim Entwurf einer einseitigen Entscheidungsvorlage; den Takt geben die Menschen im Raum vor. Während der Erprobung meldet die Linie täglich

Beobachtungen zurück, die IT passt Berechtigungen an, der Integrationspartner glättet Schnittstellen, das Referenzteam steht für Rückfragen bereit. Nach vier Wochen liegen Vorher/Nachher-Werte, zwei kleine Prozessänderungen aus der Linie und eine belastbare Kosten-Nutzen-Skizze vor. Die Zustimmung kommt nicht, weil jemand rhetorisch brilliert, sondern weil alle relevanten Gruppen ihren Teil wiederfinden: Anwender erleben Entlastung, Führung sieht Verlässlichkeit, IT vertraut der Lösung, Einkauf und Controlling verstehen die Rechnung. Das „Ja“ zum Leistungsangebot ist durch das Engagement vieler Akteure sozial abgesichert.

Praxisbild 2 – Vertrieb im Golfclub: Kundschaft wird zur Gemeinschaft

Ein Golfplatz mit Restaurant, Golf-Shop und Empfang (Sekretariat) will Auslastung und Bindung erhöhen. Statt Rabatten und generischen Kampagnen beginnt der Vertrieb mit den Beziehungen rund um die Besucher: Vereinstrainer, Mitarbeiter im Restaurant, Golf-Shop und Empfang, Golfspieler– und aus-


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drücklich die Partner, Angehörige, Freunde und Kinder der Golfspieler, weil sie über Zeitfenster, Wege und Motivation oft mitentscheiden. In einem gemeinsamen Abendtermin entsteht ein Tagesbild: Wer kommt morgens, wer mittags, wer abends, welche Hürden gibt es (Verkehrsanbindung, Betreuung, Unsicherheit, „Ist das was für mich?“), und was würde man im eigenen Umfeld gern empfehlen? Aus dieser Runde wachsen Programme, die Engagement ermöglichen: Ein früher Abend-Slot, in dem Eltern Golf spielen, während die Kinder betreut werden und spielerisch Bewegung oder das Golfen kennenlernen; ein Vereins-Dienstag, an dem Trainer kostenfrei Schnuppergruppen bilden und im Restaurant ein leichtes Menü als Paket bereitsteht; ein „Offener-Tag“-Samstag, an dem die Partner, Angehörigen und Freunde der Golfspieler, Schulgruppen oder andere Sportvereine kommen und die Golfanlage in allen Facetten kennen lernen, während Golfer auf der Driving Range und den Übungsplätzen zum Probieren einladen. Der Vertrieb agiert als Gastgeber: Menschen werden persönlich eingeladen, Buchung und Einlass sind unkompliziert, Erfolge werden als geteilte Geschichten sichtbar gemacht – echte Stimmen, kleine Clips, klare Zahlen („x Erstbesuche, y Wiederkehrer, z Minuten Aufenthalts-plus“). Weil die sozialen Gruppen – Trainer, Kinder, Lehrer, Schulen – mitgestaltet haben, entstehen Empfehlungen aus Überzeugung, nicht aus Incentives. Das Restaurant plant verlässlichere Stoßzeiten, die Mitarbeiter der Golfanlage

lernen die gegenseitigen Ansprüche, sowie die Ansprüche der Kunden und deren sozialen Bezugsgruppen besser kennen und die Golfanlage wird zu einem Ort, den man gemeinsam nutzt.

Was ist der Kern in beiden Beispielen?

Wert entsteht durch interaktiven Austausch. Interaktiver Austausch benötigt Engagement-Plattformen: Gemeinsamer Tisch mit Account-Team, Integrationspartner und Referenzkunden-Quartett bzw. gemeinsamer Abend im Golfclub sowie die sich daraus ergebenden verschiedenen Programme. Genau hier zeigt sich auch die politische Dimension: Politik bedeutet, unterschiedliche Interessen sichtbar zu machen, einen Konsens zu finden und Entscheidungen gemeinsam zu legitimieren. Vertrieb funktioniert heute ähnlich – nicht als Bühne für den glänzenden Einzelauftritt, sondern als Mikropolitik des Aushandelns, Übersetzens und gemeinsamen Wirkens.

Was braucht es dafür?

Haltung, Methode, Sprache und Werkzeug: die Haltung, Wert mit den Kunden und ihren Bezugsgruppen zu erzeugen; die Methode, kurze Erprobungen in den Vertriebsprozess zu weben; die Sprache, die Technik und Alltag verbindet; und das Werkzeug, digitale und KI-Hilfen nüchtern für Daten, Dokumentation und Verständlichkeit einzusetzen. Weiterbildung macht das stabil.

Ein MBA führt zum Ziel, weil er Denken, Methode und Umsetzung bündelt. Ideal ist ein MBA, der genau dieses neue Vertriebsverständnis lehrt – über Abteilungen hinweg, mit echten Projekten und engem Praxisbezug. Genau hier überzeugt der MBA „Marketing & Sales Management“ der Universität Bayreuth. Er hilft, das zuvor Beschriebene zur Gewohnheit zu machen – damit Vertrieb gemeinsam Wirkung erzeugt. Wert-Kokreation und Engagement-Plattformen bilden den roten Faden. Du lernst, mit Kunden und ihren Bezugsgruppen gemeinsame Wirkung zu erzeugen—durch saubere Problemdefinition und Projektarbeiten. In kleinen Gruppen wird Kompetenz in KI und im „Vertrieb neu denken“ erzielt: Wirkung statt Folien. Wissenschaftlich fundiert, berufskompatibel und direkt umsetzbar.

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HARMONIE

Yoga ist nicht politisch – oder doch?

Wie Yoga Gesundheit, Frieden und Politik miteinander verbindet. von Stefan Oettlein, ZAP Yogawelt

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er entspannt in die Yogastunde geht und einen liebevoll gestalteten Raum mit Kerzenschein betritt, denkt wohl kaum an Politik. Doch Yoga ist weit mehr als Bewegung und Entspannung – es hat, bewusst oder unbewusst, auch gesellschaftliche und politische Dimensionen. Ein Blick auf seine Rolle in Gesundheit, Kultur und Frieden zeigt, wie viel Einfluss in dieser stillen Praxis steckt.

Lachyoga etwa wird in Indien und weltweit in Reha-Zentren, Schulen, Psychiatrien und Betrieben eingesetzt – als Ergänzung medizinischer Behandlung. „Lachyoga ist kein Ersatz für Medizin, sondern Medizin ohne Nebenwirkungen.“ — Dr. Madan Kataria, Gründer der Lachyoga-Bewegung

Yoga in der Gesundheitspolitik

Eine Schlüsselfigur in der Verbindung von Yoga und Medizin ist Swami Sivananda (1887–1963), in dessen Tradition auch viele Lehrer im Zentrum Aktiver Prävention unterrichten.

Yoga ist ein Übungssystem, das Körper, Geist und Seele durch Asanas (Körperhaltungen), Pranayama (Atemtechniken) und Meditation in Einklang bringt. Zahlreiche Studien belegen inzwischen, dass Yoga die Gesundheit nachhaltig stärkt. Das haben auch die Krankenkassen erkannt: Viele bezuschussen heute Yoga-Präventionskurse – eine Entscheidung, die erst mit der Gesundheitsreform im Jahr 2000 möglich wurde. Mit dem § 20 SGB V „Leistungen zur primären Prävention und Gesundheitsförderung“ entstand die gesetzliche Grundlage. Seit 2014 sorgt die Zentrale Prüfstelle Prävention für einheitliche Qualitätsstandards. Yoga als ergänzendes Element im Gesundheitssystem ist jedoch keine neue Idee. In Indien, wo Yoga vor Jahrtausenden entstand, ist es bis heute Bestandteil einer ganzheitlichen Gesundheitsphilosophie – kein Fitnessprogramm, sondern ein Weg zu körperlicher, geistiger und spiritueller Balance. Indien verfügt über ein pluralistisches Gesundheitssystem, das verschiedene medizinische Richtungen anerkennt. Neben der westlichen Medizin existiert das System AYUSH – Ayurveda, Yoga, Unani, Siddha und Homöopathie. Das 2014 gegründete AYUSH-Ministerium fördert Forschung, Ausbildung und Integration dieser Systeme in das öffentliche Gesundheitswesen.

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Swami Sivananda – Brücke zwischen Medizin und Spiritualität

Sivananda war Arzt, bevor er Yogi wurde. Während seiner Tätigkeit in Malaysia erkannte er: „Ich behandelte Körper, aber die Menschen litten weiter an Angst, Gier und Unwissenheit. Ich erkannte, dass wahre Heilung von innen kommt.“ Zurück in Indien verband er medizinisches Wissen mit Yoga, Vedanta und Ayurveda zu einem ganzheitlichen Heilsystem, das Körper, Geist und Seele gleichermaßen anspricht. Er sah keinen Widerspruch zwischen Schulmedizin und Yoga – im Gegenteil: Medizin heilt den Körper, Yoga den Geist, Spiritualität die Seele. 1932 gründete er die Divine Life Society, die bis heute weltweit aktiv ist. Das von ihm entwickelte Sivananda-Yoga-System vereint fünf Prinzipien: Körperübungen, Atemübungen, Entspannung, richtige Ernährung und Meditation. Sivananda gilt als Vorreiter der integrativen Medizin – lange bevor der Begriff existierte. Viele moderne Programme zur Yoga-Therapie oder Mind-Body-Medizin beruhen auf seinem Denken und ebneten den Weg für Yoga in der Gesundheitspolitik.


Auch der im Zentrum Aktiver Prävention praktizierte Yogastil steht in dieser Tradition – und wird von allen Krankenkassen bezuschusst. Gesundheit, so Sivananda, bedeutet nicht bloß Abwesenheit von Krankheit, sondern Harmonie von Körper, Geist und Seele.

Yoga als Friedensbewegung

Yoga kann auch als Friedensbewegung verstanden werden – innerlich wie gesellschaftlich. Die zentrale Idee: Innerer Frieden ist Voraussetzung für äußeren Frieden. Im „Yoga-Sutra“ heißt es: „Yogaś citta-vṛtti-nirodhaḥ“ – Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken im Geist. Ziel ist innere Klarheit, Mitgefühl und Gewaltlosigkeit (Ahimsa). Mahatma Gandhi übertrug diese Prinzipien auf das gesellschaftliche Handeln – seine Lehre der Gewaltlosigkeit wurzelt tief im Yoga. Im 20. Jahrhundert prägten spirituelle Lehrer wie Swami Sivananda, Sri Aurobindo und Paramahansa Yogananda das Bild von Yoga als Symbol für universelle Verbundenheit und interkulturellen Frieden. „Serve, Love, Give, Purify, Meditate, Realize“ – diene, liebe, gib, reinige, meditiere und verwirkliche. — Swami Sivananda „Yoga kultiviert den Weg zur Erkenntnis, dass wir alle eins sind.“ — B. K. S. Iyengar Die UNO erklärte 2015 den 21. Juni zum Internationalen Yoga-Tag, um den Beitrag des Yoga zu Gesundheit, Harmonie und Frieden zu würdigen. Heute nutzen viele NGOs Yoga und Atemtechniken in Konfliktregionen, um Traumata zu lindern und Versöhnung zu fördern. Yoga ist keine politische Bewegung im klassischen Sinn, aber eine spirituelle Praxis des Friedens, die Menschen innerlich verändert – und damit auch das Miteinander. Innerer Frieden schafft zwischenmenschlichen Frieden – und daraus erwächst globaler Frieden.

Om Namo Narayanaya – das Mantra des Friedens

Ein Mantra steht im Yoga wie kein anderes für Weltfrieden: Om Namo Narayanaya. Es gehört zu den ältesten und kraftvollsten Mantras der vedischen Tradition – ein Gebet für universelle Liebe, Einheit und Frieden. Übersetzt bedeutet es: „Ehrerbietung (Namo) an Narayana (das Göttliche in allem).“ In der Linie Swami Sivanandas gilt es als Shanti-Mantra, das das Herz öffnet, Angst löst und Mitgefühl stärkt. Oft wird es in Gruppenmeditationen wiederholt, um eine „Welle des Friedens“ zu erzeugen.

Namaste – Geste der Einheit

Jede Yogastunde beginnt und endet mit Namaste – einer Geste, die weit über eine Begrüßung hinausgeht. „Namaste“ stammt aus dem Sanskrit: Namas bedeutet Ehrerbietung, te heißt dir. Sinngemäß: „Ich verneige mich vor dir“ oder „Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.“ Die Geste mit aneinandergelegten Händen und geneigtem Kopf symbolisiert Demut, Gleichwertigkeit und Einheit. Sie erinnert daran, dass wir nicht getrennt sind, sondern Ausdruck desselben Bewusstseins. So wird „Namaste“ zu einer Friedensbotschaft ohne Worte – universell verständlich, jenseits von Sprache, Religion und Kultur. Wer sie bewusst praktiziert, schenkt Frieden in jeder Begegnung. Auch bestimmte Asanas – etwa der Kopfstand (Sirsasana) – gelten als Symbol für Weltfrieden: Er „stellt die Welt auf den Kopf“ und lädt ein, Dinge aus einer neuen Perspektive zu sehen – weg vom Ego, hin zu Mitgefühl und globalem Verständnis. Balance und Konzentration, die der Kopfstand erfordert, stehen sinnbildlich für das Gleichgewicht zwischen Nationen, Kulturen und inneren Konflikten – die Grundlage wahren Friedens. In diesem Sinne – Namaste und herzlich willkommen im ZAP.

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IMMOBILIEN RECHT Immobilie verschenken, Steuern sparen, Familie absichern – Heid Immobilienbewertung zeigt, wie es geht

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er eine Immobilie besitzt, kennt die Situation: Irgendwann stellt sich die Frage, wie das Vermögen sinnvoll an die nächste Generation weitergegeben werden kann. Viele Eigentümer schieben das Thema auf – dabei lohnt es sich, frühzeitig zu handeln. Denn wer seine Immobilie noch zu Lebzeiten überträgt, kann steuerliche Freibeträge nutzen, den Familienfrieden sichern und trotzdem im eigenen Zuhause wohnen bleiben. Voraussetzung für all das ist ein belastbarer Immobilienwert.

Schenkung oder Erbschaft – was ist der Unterschied?

Bei einer Erbschaft wird das Vermögen erst nach dem Tod auf die nächste Generation übertragen. Die Erben haben dann wenig Gestaltungsspielraum: Der Wert wird vom Finanzamt festgelegt, die Steuer ist sofort fällig, und nicht selten entstehen Konflikte unter den Hinterbliebenen. Eine Schenkung zu Lebzeiten bietet dagegen deutlich mehr Möglichkeiten. Der Schenker entscheidet selbst, wann und an wen die Immobilie übergeht. Er kann sich vertraglich absichern und die Übertragung steuerlich optimal gestalten. Zudem erlebt er noch mit, dass sein Vermögen in guten Händen ist.

Freibeträge clever nutzen

Kinder haben bei Schenkungen einen Freibetrag von 400.000 Euro, Ehepartner sogar 500.000 Euro. Auch Enkel profitieren mit 200.000 Euro von großzügigen Freigrenzen. Das Besondere: Diese Freibeträge können alle zehn Jahre erneut ausgeschöpft werden. Wer frühzeitig plant und die Übertragung über mehrere Jahre staffelt, kann erhebliche Summen steuerfrei weitergeben.

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André und Katharina Heid, Geschäftsführer der Heid Immobilienbewertung

Die Heid Immobilienbewertung GmbH zählt zu den führenden Sachverständigenbüros für Immobilienbewertung in Deutschland. Seit 2005 ist das inhabergeführte Unternehmen zu einem bundesweiten Netzwerk mit über 180 zertifizierten Gutachtern gewachsen. Jährlich entstehen bei Heid rund 6.000 Gutachten für Privatpersonen, Unternehmen, Gerichte und Institutionen. Kompetenz und Qualität Alle Gutachten basieren auf persönlichen Objektbesichtigungen, dem Vier-Augen-Prinzip erfahrener Sachverständiger und der Anwendung anerkannter Bewertungsverfahren nach ImmoWertV. Die Gutachter der Heid Immobilienbewertung sind öffentlich bestellt und vereidigt oder nach DIN EN ISO 17024 zertifiziert und werden regelmäßig von DEKRA, DIA, EIPOS, HypZert und TÜV geprüft. Leistungsspektrum Heid Immobilienbewertung unterstützt Eigentümer, Käufer, Verkäufer und Investoren in allen Bewertungsanlässen – etwa bei Kauf oder Verkauf, Erbschaft und Schenkung, steuerlichen Bewertungen, Scheidung, AfA, Portfoliobewertungen und Technical Due Diligence. Bewertet werden Wohn-, Gewerbe- und Sonderimmobilien ebenso wie Grundstücke und Erbbaurechte.


Ein Rechenbeispiel verdeutlicht das Potenzial: Eine Immobilie im Wert von 800.000 Euro soll an ein Kind übergehen. Bei einer Erbschaft würde der Freibetrag von 400.000 Euro einmalig greifen – auf die verbleibenden 400.000 Euro wären rund 60.000 Euro Erbschaftsteuer fällig. Wird die Immobilie hingegen in zwei Schritten verschenkt, etwa die Hälfte heute und die andere Hälfte in zehn Jahren, bleibt die gesamte Übertragung steuerfrei. Mit sogenannten Kettenschenkungen – bei denen Vermögen schrittweise an Kinder und Enkel fließt – lassen sich die Freibeträge sogar mehrfach nutzen. Ein professionelles Gutachten ist die Voraussetzung, um diese Strategien rechtssicher umzusetzen.

den tatsächlichen Zustand der Immobilie und bietet eine objektive Grundlage für die Argumentation gegenüber dem Finanzamt.

Fairness in der Familie

Warum der Immobilienwert entscheidend ist

Ohne professionelles Gutachten greift das Finanzamt auf pauschale Bewertungsverfahren zurück, die individuelle Besonderheiten der Immobilie nicht berücksichtigen. Sanierungsstau, ungünstige Grundrisse, Lärmbelastung oder ein veralteter energetischer Zustand – all das fließt in den Standardwert nicht ein. Ist der angesetzte Wert zu hoch, zahlt der Beschenkte unnötig viel Schenkungssteuer. In der Praxis zeigt sich: Die Differenz zwischen dem pauschalen Finanzamtswert und dem tatsächlichen Verkehrswert kann schnell 50.000 Euro oder mehr betragen. Bei einem Steuersatz von 15 Prozent bedeutet das eine Mehrbelastung von 7.500 Euro – Geld, das sich mit einem qualifizierten Gutachten einsparen lässt. Das Gutachten dokumentiert

Ein weiterer Vorteil: Wohnrecht und Nießbrauch senken den steuerlichen Wert der Immobilie, da ihr Kapitalwert vom Verkehrswert abgezogen wird. Die Berechnung erfolgt nach dem Bewertungsgesetz und berücksichtigt die statistische Lebenserwartung des Schenkers. Je jünger der Schenker, desto höher der Abzug – und desto geringer die Steuerlast.

Sicherheit behalten: Wohnrecht und Nießbrauch

Eine häufige Sorge bei Schenkungen: Verliere ich nach der Übertragung die Kontrolle über mein Zuhause? Die Antwort ist ein klares Nein – vorausgesetzt, die richtigen vertraglichen Regelungen werden getroffen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Das Wohnrecht erlaubt dem Schenker, die Immobilie weiterhin selbst zu bewohnen. Der Nießbrauch geht noch weiter – er berechtigt zusätzlich dazu, die Immobilie zu vermieten und die Mieteinnahmen zu behalten. Beide Rechte werden notariell im Schenkungsvertrag festgehalten und ins Grundbuch eingetragen.

Neben steuerlichen Aspekten spielt auch der Familienfrieden eine zentrale Rolle. Wird nur ein Kind beschenkt, fühlen sich Geschwister schnell benachteiligt. Pflichtteilsergänzungsansprüche – vielen unbekannt – können noch bis zu zehn Jahre nach der Schenkung geltend gemacht werden. Dabei gilt eine jährliche Abschmelzung: Im ersten Jahr nach der Schenkung wird der volle Wert angerechnet, danach reduziert sich der Anspruch jedes Jahr um zehn Prozent. Nach zehn Jahren ist die Schenkung pflichtteilsfest. Ein neutrales Verkehrswertgutachten schafft Transparenz und liefert eine objektive Grundlage, auf die sich alle Beteiligten verlassen können.

Früh planen, sicher schenken

Die Schenkung einer Immobilie bietet große Chancen, erfordert aber sorgfältige Vorbereitung. Wer frühzeitig und strukturiert vorgeht, kann steuerliche Vorteile nutzen, rechtliche Sicherheit gewinnen und den Familienfrieden bewahren. Der erste Schritt ist die professionelle Wertermittlung – sie bildet das Fundament für alle weiteren Entscheidungen.

Heid Immobilienbewertung Hauptstr. 21, 69190 Walldorf

E-Mail: kontakt@heid-immobilienbewertung.de Telefon: 0800 – 9090 282 Internet: www.heid-immobilienbewertung.de

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Gesundheit & Fitness

KURZ NOTIERT ...

Training im Einklang mit dem weiblichen Körper

In der sportwissenschaftlichen Forschung standen lange Zeit vor allem Männer im Fokus. Jedoch zeigt sich immer deutlicher, dass Frauen aufgrund ihres Hormonhaushalts im Verlauf eines Monats mit unterschiedlichen Leistungsphasen trainieren. Hormone beeinflussen Kraft, Ausdauer, Regeneration und Belastbarkeit maßgeblich und sollten deshalb im Training unbedingt berücksichtigt werden. Wer diese biologischen Abläufe kennt, kann nicht nur effizienter, sondern auch gesünder trainieren. Aus diesem Grund hat sich Elisabeth Schieler zur Fortbildung „Female Health Coach“ entschieden. Ihr Ziel ist es, Frauen dabei zu unterstützen, ihr Training besser an ihren Zyklus anzupassen und so Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und langfristige Gesundheit zu fördern. Neugierig geworden? Lassen Sie sich beraten und entdecken Sie, wie eine zyklusorientierte Trainingsplanung Ihre Leistungsfähigkeit und Ihre Erfolge nachhaltig verbessern kann. Sprechen Sie Elisabeth direkt bei Ihrem nächsten Training auf der Trainingsfläche an, vereinbaren Sie einen Termin am ZAP Empfang oder senden Sie eine E-Mail an schieler@zap-nussloch.de.

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REHASPORT Rehasportverein ProAktiv Nußloch e. V. erweitert sein Angebot im ZAP

Der Rehasportverein ProAktiv Nußloch e.V. erweitert sein Angebot und ergänzt den etablierten orthopädischen Rehasport um internistische und neurologische Gruppen. Damit werden zusätzliche spezifische Trainingsmöglichkeiten für Menschen mit Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- oder neurodegenerativen Erkrankungen geschaffen. Ziel ist es, Betroffene noch gezielter auf ihrem Weg zu mehr Belastbarkeit, Stabilität und Alltagssicherheit zu unterstützen. Weitere Infos unter rehasport-proaktiv.de


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EXPERTEN RAT TEIL 1

Arthrose, Verschleiß und Verletzungen an Schulter und Ellenbogen

Moderne medizinische Behandlungsmethoden und ihre Perspektiven von Dr. med. Sven Lichtenberg und Prof. Dr. med. Marc Schnetzke

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ie Schulter und der Ellenbogen gehören zu den komplexesten Gelenken im menschlichen Körper. Sie ermöglichen uns das, was unsere Hände wertvoll macht: Greifen, Heben, Halten, Werfen, Tragen, Arbeiten, Kommunizieren. Sie sorgen für Kraft, Mobilität und Ausdruck. Die Kehrseite dieser hohen Leistungsfähigkeit ist jedoch ihre Verletzlichkeit. Überlastungen aus Beruf und Alltag, altersbedingter Verschleiß sowie akute sportliche Verletzungen führen zunehmend zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen – mit teils gravierenden Folgen für Lebensqualität, Schlaf, Selbstständigkeit und Leistungsfähigkeit. Arthrose an Schulter oder Ellenbogen ist dabei kein seltenes Problem. Studien zeigen, dass degenerative Gelenkerkrankungen an Bedeutung gewinnen – nicht nur im höheren Lebensalter, sondern zunehmend auch in jüngeren, beruflich oder sportlich aktiven Menschen. Während früher der Gelenkverschleiß oft als „Schicksal des Alters“ hingenommen wurde, hat die moderne Medizin in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Prävention haben sich weiterentwickelt – und eröffnen heute individuelle Lösungen weit über schmerzlindernde Medikamente hinaus.

Wie entsteht Arthrose – und weshalb ist sie nicht immer gleich Arthrose?

Gelenkverschleiß ist mehr als das Bild eines „verbrauchten Gelenks“. Er kann die Folge wiederholter Mikroverletzungen, Unfälle, genetischer Faktoren, beruflicher Belastung oder entzündlicher Erkrankungen sein. Besonders an Schulter und Ellenbogen beeinflussen Muskelkraft, Stabilität, Sehnenfunktion und Gelenkmechanik einander so eng, dass die Ursache des Schmerzes nicht immer dort liegt, wo er empfunden wird. Eine instabile Schulter kann Arthrose begünstigen, eine verletzte Bizepssehne Schmerzen bewirken, ein Tennisarm eine Fehlbelastung auslösen, die langfristig den Knorpel schädigt.

Was bedeutet die Diagnose wirklich – und welche Schritte ergeben sich daraus?

Für die Diagnose bedarf es einer körperlichen Untersuchung und einer durchaus ausgedehnten Bildgebung, welche von der Ultraschalluntersuchung über Röntgen und MRT (Magnet-

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Resonanz-Tomographie) bis zum CT (Computer-Tomographie) zur präoperativen Planung reicht. Abb. 1 zeigt schwere Arthrosen der Schulter (a, b) und des Ellenbogens (c).

Abb. 1a: Fortgeschrittene Arthrose des Schultergelenks (Omarthrose) mit aufgehobenem Gelenkspalt und knöchernen Anbauten an Kopf und Pfann (Osteophyten).

Abb.1b: Rotatorenmanschettendefekt-Arthropathie mit Höhertreten des Humeruskopfes und sekundärer Abnutzung des Schulterdaches (Acromion) und oberem Verbrauch der Gelenkpfanne (Glenoid) aufgrund eines lange bestehenden Sehnendefekt der Rotatorenmanschette.

Abb. 1c: Posttraumatische Arthrose des Ellenbogens mit noch einliegender Platte im Bereich des Speichenkopfes.


Konservative Behandlung – mehr Möglichkeiten als früher

Bevor operiert wird, stehen zahlreiche moderne Methoden zur Verfügung: • Physiotherapie mit gelenkspezifischen Trainingsansätzen • Manual- und Bewegungstherapie, stabilisierende Übungen • Stoßwelle und andere physikalische Therapien • Biologische Verfahren wie PRP (Eigenbluttherapie), Hyaluronsäure oder moderne Injektionen • Medikamentöse Entzündungsreduktion mit klar definierten Einsatzbereichen • Gelenkschonende Arbeits- und Sportanpassung Wichtig ist: Konservativ bedeutet heute nicht Passivität. Der Patient ist aktiv beteiligt. Bewegung kann schädigen – aber auch heilen, stabilisieren und schützen. Die moderne konservative Arthrosebehandlung verfolgt das Ziel, Schmerzen zu reduzieren, Lebensqualität zu erhalten und Operationen zu vermeiden oder sinnvoll vorzubereiten.

Abb. 2a: Postoperatives Röntgenbild nach Implantation einer anatomischen Schulterprothese

Abb. 2b: Postoperatives Röntgenbild nach Implantation einer inversen Schulterprothese

Abb. 3: Postoperatives Bild nach Implantation einer Ellenbogentotalprothese

Dr. med. Sven Lichtenberg

Prof. Dr. med. Marc Schnetzke

Operationen – gezielter, schonender, präziser

Dank minimal-invasiver Techniken sind Eingriffe an Schulter und Ellenbogen deutlich schonender geworden. Die Bandbreite reicht von arthroskopischen Glättungen, Rekonstruktionen und Sehnenrefixationen bis hin zum endoprothetischen Gelenkersatz. Dabei ist Chirurgie heute stärker personalisiert: Alter, Funktionsanspruch, Gewebequalität, berufliche Belastung und sportliche Ambitionen bestimmen gemeinsam den besten Weg. Speziell beim Gelenkersatz an der Schulter hat sich ein Paradigmenwechsel vollzogen: Moderne Prothesen ermöglichen funktionelle Wiederherstellung selbst in Situationen, die vor 15 Jahren kaum lösbar waren. Dies gilt genauso für die anatomische wie auch für die immer beliebter werdende inverse Prothese (Abb. 2a, 2b). Für den Ellenbogen gilt: Prothetik bleibt Spezialfall – aber dort, wo sie sinnvoll ist, eröffnet sie neue Belastbarkeit und Lebensqualität (Abb. 3).

Rehabilitation – oft der entscheidende Faktor für den Erfolg

Therapie endet nicht mit der Diagnose und nicht mit der Operation. Der entscheidende Teil findet im Alltag statt: Training, Bewegung, Kraftaufbau, Gewebeheilung, Belastungssteuerung. Moderne Reha-Konzepte setzen früher ein, gestalten sich individueller und werden digital besser begleitet als früher. Schlaf, Ernährung, Stress und Lebensstil werden heute als Verstärker oder Bremser von Heilungsprozessen verstanden. Ziel ist stets: zurück zur Bewegung, zurück zur Teilhabe, zurück zu Aktivität – aber mit Struktur.

Ein Blick in die Zukunft – was sich weiter verändern wird

Neue regenerative Ansätze, verbesserte Bildgebung, datengestützte Therapieplanung, maßgeschneiderte Implantate, biologische Knorpelrekonstruktion und Verbindung moderner Technologie mit Bewegungstherapie – all das verändert das Verständnis von Gelenkgesundheit. Gelenkbehandlung wird präziser, individueller und nachhaltiger.

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EXPERTEN RAT

TEIL 2

Verletzungen des Kniegelenks

Über Prävention, konservative und operative Therapiemöglichkeiten sowie die Bedeutung der Rehabilitation von Prof. Dr. med. Holger Schmitt und Dr. med Gregor Berrsche

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as Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers und zugleich eines der am stärksten beanspruchten – insbesondere bei sportlicher Aktivität. Als komplexes DrehScharniergelenk vereint es Knochen, Menisken, Bänder, Knorpel und Muskulatur zu einem hochleistungsfähigen System. Genau diese Komplexität macht das Knie jedoch auch anfällig für Verletzungen. Sportarten wie Fußball, Handball, Skifahren oder Laufen stellen hohe Anforderungen an Stabilität, Koordination und Muskelkraft. Schnelle Richtungswechsel, Sprünge und wiederkehrende Belastungen können sowohl akute Verletzungen als auch schleichende Überlastungsschäden verursachen. Knieprobleme zählen daher zu den häufigsten Gründen für Trainingsunterbrechungen, Wettkampfausfälle und langfristige Einschränkungen der Beweglichkeit.

Typische Knieverletzungen im Sport

Zu den häufigsten sportbedingten Verletzungen des Kniegelenks gehören Schäden an Menisken, Kreuz- und Seitenbändern sowie am Gelenkknorpel. Besonders gefährdet ist das vordere Kreuzband, vor allem bei Sportarten mit abrupten Stopps, Drehbewegungen und Sprüngen. Daneben treten

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häufig Überlastungsbeschwerden wie patellofemorale Schmerzen oder beginnende Knorpelabnutzungen auf. Entscheidend ist, belastende Bewegungsmuster frühzeitig zu erkennen und Warnsignale ernst zu nehmen. Nicht jede Knieverletzung erfordert unmittelbar eine Operation – oft ist eine differenzierte Beurteilung notwendig, um die passende Therapie zu wählen.

Prävention: Verletzungen vermeiden, Leistungsfähigkeit erhalten

Ein gezieltes Präventionskonzept ist einer der wirksamsten Wege, Knieverletzungen vorzubeugen. Zentrale Bausteine sind ein ausgewogenes Krafttraining der Bein- und Rumpfmuskulatur, Koordinations- und Gleichgewichtsübungen sowie eine saubere Bewegungsqualität. Auch Faktoren wie angemessenes Aufwärmen, ausreichende Regeneration, kluge Belastungssteuerung und technische Schulung spielen eine wesentliche Rolle. Präventive Trainingsprogramme lassen sich sowohl im Freizeitsport als auch im Vereinssport effektiv integrieren und tragen maßgeblich dazu bei, die Belastbarkeit des Kniegelenks langfristig zu erhalten.


Konservative Therapie: Bewegung statt Stillstand

Eine Knieverletzung bedeutet nicht zwangsläufig das Ende sportlicher Aktivität. In vielen Fällen ermöglichen moderne konservative Therapieansätze eine erfolgreiche Behandlung ohne Operation. Voraussetzung ist ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept, das sich an der Art der Verletzung und der tatsächlichen Belastbarkeit des Kniegelenks orientiert. Physiotherapie, gezielter Muskelaufbau, Stabilisations- und Koordinationstraining, manuelle Techniken sowie entzündungshemmende Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund. Ziel ist es, funktionelle Stabilität wiederherzustellen, Schmerzen zu reduzieren und eine sichere Rückkehr in Alltag und Sport zu ermöglichen – ohne unrealistische Erwartungen an den Heilungsverlauf.

Rehabilitation und sicherer Return to Sport

Unabhängig davon, ob konservativ oder operativ behandelt wird: Die Rehabilitation ist der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg. Ein strukturierter, individuell angepasster Rehabilitationsprozess bildet die Grundlage für die sichere Rückkehr in Alltag und Sport. Gerade im sportlichen Umfeld besteht die Gefahr, zu früh wieder voll einzusteigen. Ein unzureichend rehabilitiertes Knie erhöht das Risiko für erneute Verletzungen und chronische Beschwerden. Der schrittweise Wiederaufbau von Kraft, Beweglichkeit und Koordination, ergänzt durch sportartspezifisches Training, ist daher unerlässlich. Klare Kriterien für den „Return to Sport“ helfen, Fehlbelastungen zu vermeiden und die Belastbarkeit realistisch einzuschätzen. Geduld und Konsequenz in der Rehabilitation zahlen sich langfristig aus.

Fazit

Ein gesundes Knie ist kein Zufallsprodukt. Wissen über typische Verletzungsmechanismen, konsequente Prävention, eine individuell abgestimmte Therapie und eine strukturierte Rehabilitation bilden gemeinsam die Basis für langfristige Kniegesundheit. Wer sein Knie versteht und ernst nimmt, schafft die Voraussetzungen für nachhaltige Leistungsfähigkeit – im Sport ebenso wie im Alltag.

Prof. Dr. med. Holger Schmitt

Dr. med. Gregor Berrsche

Operative Therapie: Wann ist ein Eingriff sinnvoll?

Bei schweren oder instabilen Verletzungen, insbesondere bei sportlich sehr aktiven Menschen, kann eine operative Versorgung notwendig sein. Moderne arthroskopische Verfahren erlauben heute eine schonende und präzise Wiederherstellung von Band-, Meniskus- und Knorpelstrukturen. Dabei steht zunehmend die biologische Rekonstruktion im Fokus, um die natürliche Funktion des Kniegelenks bestmöglich zu erhalten. Nicht jede strukturelle Verletzung profitiert automatisch von einer Operation. Eine sorgfältige Abwägung von Nutzen, Risiken und individuellen Anforderungen ist entscheidend, um langfristig gute Ergebnisse zu erzielen.

Deutsches Gelenkzentrum Heidelberg in der ATOS Klinik Heidelberg Bismarckstraße 9-15 • 69115 Heidelberg

Tel.: 06221 983–180 Mail: gelenkzentrum@atos.de www.deutsches-gelenkzentrum.de

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EXPERTEN RAT Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) – was Aktive und Sportler wissen sollten von Dr. med. Bernd Wiedenhöfer

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oder „Parkbank-Phänomen“ bekannt sind (medizinisch: Claudicatio spinalis). Die Betroffenen können nur kurze Strecken gehen, verspüren dann Schwere und Müdigkeit in den Beinen und müssen sich hinsetzen oder nach vorne beugen, um Erleichterung zu verspüren. Häufig werden auch Gangunsicherheit mit Problemen auf Treppen oder bei schlechter Beleuchtung sowie gelegentlich Schwellungen der Beine beschrieben. Rückenschmerzen können dabei sogar ganz fehlen.

an unterscheidet zwischen angeborenem und erworbenem Wirbelgleiten (Spondylolisthesis). Die Häufigkeit variiert je nach Alter, Geschlecht und geographischer Region. Schätzungsweise 5 bis 10 Prozent aller Erwachsenen weisen ein Wirbelgleiten auf – häufig völlig ohne Beschwerden und oft nur als Zufallsbefund entdeckt. Ab einem Alter von 65 Jahren steigt die Häufigkeit auf 20 bis 30 Prozent

Angeborene Formen finden sich bei bis zu 8 Prozent der Allgemeinbevölkerung. Sie bleiben im Kindes- und Jugendalter meist unauffällig, können aber im späteren Leben – besonders bei Frauen und ab dem 50. Lebensjahr – Beschwerden verursachen. Wenn Symptome auftreten, äußern sich diese häufig durch anhaltende, therapieresistente Rückenschmerzen. Seltener treten Nervenreizungen (Ischialgien) mit Kribbeln, Gefühlsstörungen oder sogar Kraftverlust auf. Diese Beschwerden können bei bis zu 15 Prozent der Betroffenen vorkommen und treten vor allem unter Belastung im Stehen auf. Viele reduzieren daraufhin ihre körperliche Aktivität – was die Symptome kurzfristig lindern, langfristig aber zu weiterem Stabilitätsverlust führen kann. Auffällig ist, dass überdurchschnittlich häufig jugendliche Leistungssportler betroffen sind. Als Ursache werden wiederholte Stressreaktionen und Ermüdungsbrüche der Wirbelbögen angenommen. Besonders häufig betroffen sind Sportarten mit starker Rückbeugung oder hoher Wirbelsäulenbelastung wie Ballett, Speerwurf, Rudern und Gewichtheben.

Typische Beschwerden

Bei Kindern und Jugendlichen Schon in jungen Jahren können sich starke Muskelverspannungen im Bereich der

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Diagnostik – wie wird Wirbelgleiten festgestellt? Lendenwirbelsäule zeigen, begleitet von Schmerzen bei Bewegung, insbesondere beim Aufrichten. Beim Abtasten der Wirbelsäule kann ein kleiner „Versatz“ der Dornfortsätze auffallen, der häufig zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel tastbar ist. Begleitend finden sich oft ein verstärktes Hohlkreuz und eine Steilstellung des Beckens. Je nach Ausmaß kann die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule eingeschränkt sein. Bei Erwachsenen Im Erwachsenenalter stehen meist belastungs- und bewegungsabhängige Rückenschmerzen im Vordergrund. Bei stärkerem Wirbelgleiten oder verschleißbedingtem Bandscheibenschaden kann es zur Einengung von Nervenwurzeln kommen. Charakteristisch sind dann: • ausstrahlende Schmerzen in Gesäß und Beine • Kribbeln oder Taubheitsgefühle • ein Instabilitätsgefühl im unteren Rücken In manchen Fällen entsteht zusätzlich eine Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose). Dann treten Beschwerden auf, die als „Schaufensterkrankheit“

Grundlage ist eine Röntgenaufnahme der Lendenwirbelsäule im Stehen, ergänzt durch Funktionsaufnahmen in Vor- und Rückbeugung, um die Stabilität zu beurteilen. Zur genaueren Planung können eingesetzt werden: • Strahlungsarme Ganzwirbelsäulenaufnahmen (EOS-Imaging) zur Beurteilung der Körperhaltung • MRT zur Darstellung von Nerven und Weichteilen (unverzichtbar in der Therapieplanung) • CT zur knöchernen Beurteilung, insbesondere bei angeborenen Formen • bei Bedarf Elektromyographie (EMG) oder Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen

Therapie – was hilft wirklich?

Die Behandlung richtet sich immer nach den individuellen Beschwerden. Konservative Therapie (ohne Operation) Bei fehlenden neurologischen Ausfällen ist eine gezielte physiotherapeutische Therapie sehr effektiv. Im Vordergrund stehen: • Koordinations- und Stabilisationstraining • gezielter Muskelaufbau der Rumpfmuskulatur • Beweglichkeitstraining • Gewichtsmanagement bei Bedarf


Abbildung a zeigt das kollabierte Segment L5/S1 mit dem Wirbelgleiten L5 über S1 (blauer Pfeil). Das darüber liegende Segment L4/5 ist unauffällig (weißer Pfeil). Der orange Pfeil zeigt die Unterbrechung der hinteren Strukturen. Oberhalb hat sich ein kompensatorisches Hohlkreuz ausgebildet. Das Kreuzbein hat sich aufgerichtet, sichtbar durch Horizontalisierung der Deckplatte (weiße Linie). Abbildung b zeigt die Neuausrichtung des rekonstruierten Bewegungssegments L5/S1(blauer Pfeil), das nun wieder die natürliche Trapezform aufweist. Das Hohlkreuz hat wieder abgenommen und die natürliche Beckenkippung ist wieder hergestellt.

Wichtig ist: Der Erfolg hängt stark vom Eigenengagement ab. Innerhalb von etwa 3 Monaten sollte sich eine deutliche Besserung zeigen. Falls nicht, können gezielte entzündungshemmende Injektionen an die kleinen Wirbelgelenke vorübergehend Linderung verschaffen. Operative Therapie Wenn neurologische Symptome auftreten, wird unterschieden: • Liegt nur eine Claudicatio spinalis vor, ohne relevante Instabilität, reicht oft ein kleinerer Eingriff durch eine minimalinvasive Erweiterung des Spinalkanals, die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule komplett erhält und eine schnelle Rehabilitation ermöglicht. • Bestehen zusätzlich relevante Rückenschmerzen und/oder Nervenwurzelreizungen, ist die durch das Wirbelgleiten verursachte Instabilität meist so ausgeprägt, dass eine rein entlastende Operation nicht ausreicht. Dann ist eine stabilisie-

rende (versteifende) Operation mit Wiederherstellung der natürlichen Ausrichtung des Segments erforderlich (vgl. Abbildungen a und b). Die Ergebnisse sind von Beginn an belastungsstabil und die Mobilisation kann sofort beginnen. Diese Eingriffe erfordern im Vergleich zu den Erweiterungen eine längere, aber gut planbare Rehabilitation. • Nach Abschluss der jeweiligen Rehabilitation sind die meisten vorher praktizierten Sportarten und Alltagsaktivitäten wieder möglich. Nach bewegungserhaltenden Erweiterungen kann auch mit Sportarten mit ausgeprägter Drehbelastung der

Lendenwirbelsäule, wie z. B. Tennis oder Golf nach etwa 3 Monaten wieder begonnen werden. Nach Stabilisationen ist mit einer Karenz von 6 Monaten zu kalkulieren. Nordic Walking, Fahrradfahren und andere Sportarten mit geringer Druck- und Drehbelastung können deutlich früher begonnen werden. Zusammenfassend lassen sich mit einem individuell auf die Ursache und die geklagten Beschwerden angepassten Therapiekonzept in den meisten Fällen sehr gute funktionelle Ergebnisse und auch die Wiedereingliederung in den Sport erzielen.

Dr. med. Bernd Wiedenhöfer Die Wirbelsäule – Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie Dr. Wiedenhöfer & Kollegen an der ATOS Klinik Heidelberg Bismarck Str. 9-15 • 69115 Heidelberg www.wirbelsaeule-heidelberg.de

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EXPERTEN RAT

PSA, MRT & Fusionsbiopsie – der neue Standard in der Prostatavorsorge Vom Abtasten zur Hightech-Untersuchung: So hat sich die Prostatakrebs-Früherkennung verändert von Dr. med. Jakob Büchler, Facharzt für Urologie

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rostatakrebs ist das häufigste Karzinom des Mannes. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 75.000 Männer neu daran – oft überraschend, weil die Erkrankung im frühen Stadium kaum Beschwerden verursacht. Genau darin liegt das Problem: Wer wartet, bis Symptome auftreten, kommt häufig zu spät. Die Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden sich jedoch deutlich je nachdem, ob ein Tumor früh entdeckt wird oder bereits fortgeschritten ist. Nur bei früher Detektion des Prostatakarzinoms ist Heilung möglich. Die gute Nachricht: Die Vorsorge hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Sie ist heute präziser, schonender und verlässlicher als jemals zuvor. Das bedeutet: Die Chance, ein Karzinom früh zu finden – und vollständig zu heilen – war nie größer.

Der PSA-Test ist zurück – und wichtiger denn je

Die Diskussionen der vergangenen Jahrzehnte haben viele verunsichert. Mal sei der PSA-Wert überbewertet, mal unterschätzt. Heute sind die Empfehlungen eindeutig: Sowohl die deutsche S3-Leitlinie als auch die Europäische Urologische Gesellschaft (EAU) sprechen sich klar für den PSA-Test in der Früherkennung aus. Der PSA-Test selbst ist unkompliziert – er besteht lediglich aus einer einfachen Blutabnahme. Warum? Weil der PSA-Wert früh anschlägt – oft Jahre bevor ein Tumor tastbar wäre. Und weil moderne Diagnostik es ermöglicht, erhöhte Werte viel genauer einzuordnen als früher. Ein erhöhter PSA-Wert ist keine Krebsdiagnose, sondern ein Hinweis auf eine Veränderung der Prostata. Unterstützend

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hilft der transrektale Ultraschall dabei, das Prostatavolumen zu bestimmen oder entzündliche Veränderungen der Prostata zu erkennen und den PSA besser zu interpretieren. Die klassische Tastuntersuchung spielt in der Vorsorge dagegen nur noch eine Nebenrolle und wird vor allem bei erhöhtem PSA eingesetzt. Für viele Männer entfällt dadurch eine der größten Hemmschwellen der Vorsorgeuntersuchung.

Prostatakrebs früher erkennen – warum Vorsorge heute wichtiger ist als je zuvor

Ein erhöhter PSA-Wert führt heute nicht mehr automatisch zur Biopsie. Die Diagnostik ist differenzierter geworden. Einen zentralen Stellenwert hat das multiparametrische MRT (mpMRT). Diese Untersuchung zeigt mit hoher Genauigkeit, ob ein verdächtiger Herd vorliegt oder nicht. Häufig kann sie sogar Entwarnung geben und unnötige Biopsien verhindern. Trotz ihrer hohen Aussagekraft ist die mpMRT-Untersuchung derzeit keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie muss meist privat bezahlt werden und kostet je nach Anbieter zwischen 300 und 500 Euro. Viele Männer entscheiden sich dennoch dafür, weil die Untersuchung häufig Klarheit schafft und Eingriffe vermeiden kann. Erst wenn das mpMRT etwas Auffälliges zeigt, wird eine Biopsie empfohlen. Diese strukturierte Vorgehensweise macht die Diagnostik sicherer und nimmt Betroffenen viel Unsicherheit.


Dr. med. Jakob Büchler, Facharzt für Urologie • • • • • • • • •

Abitur am Englischen Institut Heidelberg (2011) Studium der Humanmedizin an der Universität Ulm 2011 - 2018 Praktisches Jahr in München, Hongkong, Adelaide (Australien) und Ulm Approbation als Arzt (2018) Ärztliche Tätigkeit in der Klinik und Poliklinik für Urologie am Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München (2019 – 2025) Allgemeinchirurgische Rotation an die GRN Klinik Sinsheim 2022 Facharzt für Urologie (2024) Seit Juli 2025 Facharzt für Urologie im Zentrum für Urologie Walldorf – Wiesloch – Sinsheim

Die Fusionsbiopsie – heute der diagnostische Goldstandard

Wenn eine Biopsie notwendig ist, entscheidet deren Qualität über die Zuverlässigkeit des Ergebnisses. Die Fusionsbiopsie kombiniert MRT- und Ultraschallbilder und ermöglicht eine punktgenaue Gewebeentnahme – ein großer Fortschritt gegenüber früheren, „blinden“ Verfahren. Entscheidend ist die Erfahrung des Operateurs. Studien zeigen, dass Fusionsbiopsien umso treffsicherer sind, je routinierter der Untersucher ist. Erfahrung schützt vor Fehldiagnosen und erhöht die Sicherheit, besonders bei kleinen oder ungünstig gelegenen Tumoren. In unserer Praxis wird die Fusionsbiopsie schmerzarm in Vollnarkose durchgeführt und unter der Leitung von Dr. Ludger Sentker vorgenommen. Für Patienten bedeutet das: Sie erleben den Eingriff entspannt, und gleichzeitig kann der Operateur unter idealen Bedingungen besonders präzise arbeiten. Die Kombination aus hoher Expertise, umfangreicher Erfahrung und Schmerzfreiheit in Vollnarkose sorgt für eine diagnostische Qualität, die nur wenige Einrichtungen anbieten können. Das schafft Vertrauen – und vor allem Klarheit.

Urologie betrifft alle – nicht nur Männer ab 45

Viele Menschen verbinden die Urologie fast ausschließlich mit Prostatavorsorge. Tatsächlich betrifft das Fach aber Frauen und junge Männer ebenso wie ältere Patienten. Für junge Männer ist ein Thema besonders wichtig: die Früherkennung von Hodenkrebs. Es ist die häufigste Tumorerkrankung zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr – und gleichzeitig eine, die sich mit einer einfachen Maßnahme früh entdecken lässt: regelmäßiges eigenständiges Abtasten der Hoden. Die Selbstuntersuchung dauert nur Sekunden, lässt sich einmal im Monat durchführen und ist die effektivste Strategie, einen Hodentumor rechtzeitig zu bemerken. Wer eine Verhärtung, Schwellung oder Veränderung tastet, sollte zeitnah einen Urologen aufsuchen. Früh erkannt ist Hodenkrebs fast immer heilbar – die eigenständige Vorsorge ist also denkbar einfach und sehr wirkungsvoll.

Auch Frauen haben regelmäßig mit urologischen Beschwerden zu tun: wiederkehrende Harnwegsinfekte, Drang- oder Belastungsinkontinenz, Schmerzen oder funktionelle Probleme sind weit verbreitet und gut behandelbar. Viele dieser Themen werden unnötig lange hingenommen, obwohl ein urologisches Gespräch schnelle Hilfe bieten kann. Damit wird klar: Die Urologie ist ein wesentliches Fachgebiet der allgemeinen Gesundheitsvorsorge – weit über die Prostata hinaus.

Fazit: Früher handeln lohnt sich

Die moderne Prostatavorsorge ist heute klar strukturiert, gut validiert und technisch auf dem neuesten Stand. PSA, mpMRT und eine präzise Fusionsbiopsie bilden zusammen eine Diagnostik, die Leben retten kann. Wer früh zur Vorsorge geht, hat die besten Chancen auf eine vollständige Heilung. Und wer Fragen hat oder unsicher ist, sollte das Gespräch mit einem Urologen suchen. Eine gute Beratung, verständliche Aufklärung und ein klarer Plan geben Sicherheit – und genau darum geht es in der modernen Urologie. Ich lade Sie herzlich ein, diese Punkte am 11.02.2026 im Rahmen der ZAP Gesundheitslinien in meinem Vortrag weiterzuführen und gemeinsam zu diskutieren.

Zentrum für Urologie

Wiesloch • Sinsheim • Walldorf

Dr. med. Samet Sözeri I Dr. med. Peter Firek Dr. med. Svea Leendertz I Dr. med. Marcus Henrici Dr. med. Jakob Büchler I Dr. med. Daniel Knauf E-Mail: info@zf-urologie.de Internet: www.zf-urologie.de

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THERAPEUTEN RAT Wenn die Last auf den Schultern liegt Warum Schultergürtel- und Nackenbeschwerden zunehmen – und wie Physiotherapie entlasten kann von Stephanie Späth, ZAP Physiotherapie & T-RENA

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iele Menschen kennen das Gefühl, wenn sich der Alltag plötzlich im Körper bemerkbar macht. Oft beginnt es mit einer leichten Spannung im Nacken oder einem Ziehen über der Schulter, das sich schleichend in den Tag legt. Anfangs wird es kaum beachtet oder als vorübergehend abgetan. Doch was zunächst nur gelegentlich auftritt, kann sich über Wochen oder Monate zu einem ständigen Begleiter entwickeln. Solche Beschwerden entstehen selten aus einem einzelnen Grund. Meist wirken verschiedene Faktoren zusammen: langes Sitzen bei der Arbeit am Laptop, wenig Ausgleichsbewegung, die ständige Nutzung des Smartphones und ein hoher mentaler Anspruch im Alltag. Innere Anspannung spiegelt sich dabei direkt im Körper wider, sodass sich Muskelverspannungen entwickeln, die wir im ersten Moment kaum bewusst wahrnehmen. In diesen Situationen wird deutlich, wie sensibel der Schultergürtel auf Belastungen reagiert und wie eng körperliches Wohlbefinden, Haltung und tägliche Routinen miteinander verbunden sind.

Warum der Schultergürtel so bedeutsam ist

Der Schultergürtel bildet die funktionelle Verbindung zwischen Armen, Brustkorb, Halswirbelsäule und oberem Rücken. Er besteht aus einem komplexen Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Gelenken, das nicht nur Kraft überträgt, sondern vor allem Bewegungsfreiheit

ermöglicht. Jede Armbewegung – ob Heben, Tragen oder Greifen – setzt eine stabile und gleichzeitig bewegliche Schulter voraus. Dieses fein abgestimmte System muss ständig zwischen Halt und Flexibilität vermitteln. Schon kleine Veränderungen, etwa eine dauerhaft nach vorne gezogene Schulterhaltung oder ein erhöhter Muskeltonus, können das Gleichgewicht stören. Häufig entstehen diese Ungleichgewichte nicht durch Verletzungen, sondern durch anhaltende Fehlhaltungen oder emotionale Spannungszustände. Der Körper passt sich an, verliert dabei jedoch an Effizienz, sodass sich der Bereich schneller müde, schwer oder überlastet anfühlt – selbst ohne strukturelle Schädigung.

Woher die Beschwerden kommen

Oft reichen bereits wenige äußere Einflüsse, um Verspannungen zu verstärken. Dazu zählen wechselnde Temperaturen, Zugluft oder ein Arbeitsalltag, der wenig Bewegung zulässt. Besonders problematisch sind statische Sitzpositionen, die über lange Zeit beibehalten werden, sowie Arbeitsplätze, die nicht ergonomisch angepasst sind. Der Schultergürtel wird dabei permanent in einer einseitigen Position gehalten. Hinzu kommt psychischer Stress, der den Körper in eine dauerhafte Anspannung versetzt. Diese Schutzspannung äußert sich besonders im Nacken- und Schulterbereich und kann selbst in Ruhephasen kaum vollständig abgebaut werden.

Rudern am Kabelzug Start-/Endposition: stabiler, aufrechter Stand, Arme gestreckt halten Ausführung: Ellenbogen am Körper vorbei nach hinten ziehen, Schultern unten lassen

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SCHNELLERE ERHOLUNG NACH VERLETZUNGEN UND OPERATIONEN

Rent Recovery und ZAP Nußloch eröffnen gemeinsam neue Wege für eine schnellere und effektivere Genesung nach Verletzungen und Operationen. Das Game Ready Pro 2.1 einfach mieten und zu Hause optimal regenerieren, um schnellstmöglich wieder in den Alltag zurückzukehren.

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Mit der Zeit verkürzen sich Muskeln, die Durchblutung wird schlechter und die natürliche Beweglichkeit nimmt ab. Der Schultergürtel verliert an Freiheit, Bewegungen werden steifer und fühlen sich zunehmend eingeschränkt an.

Wie sich die Beschwerden bemerkbar machen

Viele Betroffene berichten von einem Nacken, der schnell ermüdet, von Schultern, die sich dauerhaft schwer oder angespannt anfühlen, oder von Kopfdruck und Spannungskopfschmerzen, die sich im Tagesverlauf verstärken. Auch nächtliches Zähneknirschen oder morgendliche Steifheit können Hinweise auf anhaltende Spannung sein. Häufig gleicht der Körper die eingeschränkte Beweglichkeit unbewusst aus, indem andere Regionen stärker belastet werden. Drehbewegungen erfolgen vermehrt aus der Wirbelsäule, Armbewegungen werden kompensiert oder vermieden. Diese Strategien helfen kurzfristig, führen jedoch langfristig zu Überlastungen in angrenzenden Bereichen wie Brust- oder Lendenwirbelsäule. Da die Beschwerden meist schleichend beginnen, werden sie leicht unterschätzt, bis sie Konzentration, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität spürbar beeinträchtigen.

Was wirklich hilft

Verbesserungen entstehen oft schon dann, wenn der Körper wieder mehr Abwechslung erfährt. Regelmäßige Positionswechsel, kurze Bewegungspausen im Alltag und bewusste Atem- oder Entspannungsmomente entlasten den Schulterbereich deutlich. In der Physiotherapie wird dieser Prozess gezielt begleitet. Mobilisationstechniken fördern die Beweglichkeit von Gelenken und Weichteilen, Triggerpunktbehandlungen lösen tiefsitzende Spannungen, und gezielte Kräftigungsübungen stellen das muskuläre Gleichgewicht wieder her. Ein besonderer Fokus liegt auf der Wahrnehmung der eigenen Haltung und von

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Dehnungsübung für die seitliche Nackenmuskulatur (Kopf auf die Seite neigen, Arm nach unten schieben)

Bewegungsmustern. Durch ein individuell angepasstes Übungsprogramm wird die Muskulatur nicht nur gelockert, sondern langfristig belastbarer und widerstandsfähiger. Entscheidend ist eine Therapie, die den persönlichen Alltag berücksichtigt und nachhaltige Veränderungen ermöglicht.

Das Wichtigste im Überblick

Schulter- und Nackenbeschwerden sind häufig ein Zeichen dafür, dass der Körper sein Gleichgewicht verloren hat. Wer

frühzeitig reagiert, kann nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch ein besseres Gespür für die eigenen Belastungsgrenzen entwickeln. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Bewegung, bewusster Haltung und professioneller physiotherapeutischer Unterstützung lässt sich der Schultergürtel spürbar entlasten – und der Alltag wieder freier, leichter und deutlich angenehmer gestalten.


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FIT & GESUND

Ayurveda in der modernen Prävention: Stärker im Körper, ruhiger im Geist, ausgeglichener im Leben von Stefan Oettlein, ZAP Yogawelt

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n einer Zeit, in der Stress, Schlafprobleme und LebensstilErkrankungen stetig zunehmen, wenden sich immer mehr Menschen ganzheitlichen Gesundheitssystemen zu. Eine dieser traditionellen, aber heute hochaktuellen Heilwissenschaften ist Ayurveda – ein über 5.000 Jahre altes indisches Medizinsystem, das Körper, Geist und Seele als Einheit versteht und deren Balance in den Mittelpunkt stellt.

Die Grundlagen: Doshas, Elemente und individuelle Balance

Ayurveda bedeutet „Wissenschaft vom Leben“. Es ist weit mehr als eine Therapieform: Es beschreibt grundlegende Prozesse, die Gesundheit entstehen lassen, erhalten oder wiederherstellen. Die Basis bilden die fünf Elemente – Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde – sowie die drei daraus hervorgehenden Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Diese Funktionsprinzipien beeinflussen alle körperlichen und mentalen Abläufe – Verdauung, Stoffwechsel, Energie, Emotionen und Denkprozesse. Spannend ist, dass moderne Forschungsfelder wie personalisierte Ernährung, Chronobiologie oder Stressmedizin heute zunehmend bestätigen, wie entscheidend individuelle Funktionsmuster für Gesundheit sind. Ayurveda arbeitet mit dieser Individualität bereits seit Jahrtausenden.

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Krankheit wird im Ayurveda nicht als isoliertes Ereignis gesehen, sondern als Folge eines gestörten inneren Gleichgewichts. Prävention bedeutet daher, subtile Dysbalancen früh zu erkennen und auszugleichen, bevor Beschwerden entstehen.

Traditionelle Diagnostik trifft moderne Prävention

Eine zentrale Rolle spielt die Pulsdiagnose (Nadi Pariksha). Sie ist eine nicht-invasive Methode, die Hinweise auf Konstitution, aktuelle Ungleichgewichte und potenzielle Risikobereiche liefert. Im ZAP nutzt die Ayurveda-Therapeutin Sisi Modise diese Analyse, um individuelle Präventionsstrategien zu entwickeln und passgenaue Maßnahmen abzuleiten. Ob Ernährung, tägliche Routinen, Stressmanagement oder Kräuterempfehlungen – die ayurvedischen Programme verfolgen stets dasselbe Ziel: den Körper in seinen optimalen Funktionszustand zurückzuführen.

Ernährung als Medizin – ein Kernelement des Ayurveda

„Nahrung kann Medizin oder Gift sein“ – diese grundlegende ayurvedische Erkenntnis wird heute auch von der modernen Ernährungswissenschaft bestätigt. Ayurveda arbeitet seit jeher mit maßgeschneiderten Ernährungsempfehlungen, die die Dosha-Konstitution berücksichtigen.


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Die ayurvedische Ernährungsberatung umfasst: • die Bestimmung der individuellen Dosha-Balance • Empfehlungen zu nährenden und ausgleichenden Lebensmitteln • die Identifikation unverträglicher oder ungünstiger Nahrungsmittelkombinationen • personalisierte Rezepte und Kräuterempfehlungen So wird Ernährung zu einem präzisen therapeutischen Werkzeug, das Stoffwechsel, Energie, Stimmung und Schlafqualität direkt beeinflusst.

Ayurvedische Lebensstilmedizin: überraschend modern

Ayurveda integriert zahlreiche präventive Methoden, die heute aktueller sind denn je: • Dinacharya – tägliche Routinen zur Unterstützung von Stoffwechsel und Regeneration • Ritucharya – saisonale Anpassungen zur Stärkung des Immunsystems • Atemtechniken, Achtsamkeit und mentale Hygiene • Selbstpflegepraktiken wie Abhyanga (Selbstmassage), Marma-Techniken und Mudras Viele dieser Ansätze decken sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen der Stressreduktion, Schlafmedizin und Resilienzforschung.

Detox, Regeneration und Stressreduktion – Programme mit Tiefenwirkung

Die Ayurveda-Programme im ZAP basieren auf traditionellen Prinzipien, werden jedoch alltagsgerecht umgesetzt. Sie fördern: • Stressabbau • bessere Schlafarchitektur • mentale Stabilität • Regeneration von Körper und Nervensystem Individuelle Ernährungs- und Schlafpläne, tägliche Übungen, Öl-Rituale und geführte Entspannungseinheiten wirken dabei

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Ayurveda im Zentrum Aktiver Prävention

Ayurveda-Therapeutin Sisi Modise verbindet traditionsreiche Diagnostik mit modernen Präventionsmethoden. Ihre individuell abgestimmten Programme umfassen Pulsdiagnostik, Ernährungsempfehlungen, Lebensstilberatung, Atemtechniken und Entspannungsverfahren. Das Ergebnis: ganzheitliche Konzepte, die nachweislich Wohlbefinden, Stressresilienz und Vitalität fördern können – alltagsnah, individuell und wissenschaftlich orientiert. Mit dem QR-Code gelangen Sie auf die ZAP Internetseite (Gesundheit & Fitness » Yogawelt) mit weiteren Infos und Buchungsmöglichkeiten.

synergetisch und stabilisieren das vegetative Nervensystem – die Grundlage für emotionale Balance, Leistungsfähigkeit und ein starkes Immunsystem.

Ganzheitlich, individuell, wissenschaftlich orientiert

Ayurveda bietet ein umfassendes Verständnis menschlicher Gesundheit, das in der modernen Präventionsmedizin zunehmend an Bedeutung gewinnt. Sisi Modise verbindet im Zentrum Aktiver Prävention traditionelles Wissen mit zeitgemäßen Methoden und zeigt, wie Menschen stärker im Körper, ruhiger im Geist und ausgeglichener im Leben werden können. Die Programme sind wissenschaftlich orientiert, individuell anpassbar und leicht in den Alltag integrierbar – eine ideale Ergänzung zum modernen Gesundheitswesen, besonders im Bereich der chronischen Prävention.


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FIT & GESUND

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ZAP Yoga-Convention 2026: Entdecke Wege zu Dir selbst.

Ein Wochenende. Dreißig Workshops. Inspirierende Menschen von Stefan Oettlein, ZAP Yogawelt

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m 18. und 19. April 2026 verwandelt sich die Yogawelt im Zentrum Aktiver Prävention, Nußloch, in einen Ort der bewussten Begegnung. Die 2. ZAP Yoga-Convention bringt prägende Persönlichkeiten der Yogaszene zusammen – Lehrende, die Yoga nicht nur unterrichten, sondern verkörpern. Mit inspirierenden Workshops und einer aufmerksamen Community sind Anfängerinnen und Anfänger ebenso wie erfahrene Praktizierende eingeladen, ein Wochenende zu erleben, das die eigene Lebensqualität bereichert. Schon beim Betreten wird klar: Hier geht es um weit mehr als Asanas. Die Convention schafft einen Raum, in dem sich Achtsamkeit, Gesundheit und persönliche Entwicklung auf natürliche Weise verbinden. Musik durchzieht die Räume, das hauseigene Restaurant Amici serviert vegetarische und vegane Spezialitä-

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ten, der Sauna- und Wellnessbereich lädt zum Verweilen ein. Überall begegnen sich Menschen, die ihre Praxis vertiefen

und ihre Perspektive erweitern möchten. Eine Atmosphäre, die inspiriert – und gleichzeitig erdet.


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Lernen von den Besten

Das Herzstück der Convention bildet ein außergewöhnliches Ensemble von über zwanzig erfahrenen Yogalehrenden. Sie bieten ein breites Spektrum an Zugängen: von traditionellen Praktiken bis zu zeitgenössischen Ansätzen, die aktuelle Erkenntnisse aus Neurowissenschaft und Faszienforschung integrieren. Sundaram, Meister des Mantra-Yoga und einer der gefragtesten Kirtansänger im deutschsprachigen Raum, führt in die transformative Kraft des Klangs ein. Marc Fenner teilt seine Expertise in Yoga Nidra, der Kunst der bewussten Entspannung. Sonja Gäng übersetzt als LachyogaTrainerin Leichtigkeit und Lebensfreude in Bewegung. Viele weitere Lehrende ergänzen das Programm mit ihrer jeweiligen Expertise.

Yoga & Gesundheit: Wissen trifft Praxis

Ein zentraler Schwerpunkt widmet sich dem Thema „Yoga & Gesundheit“ – einem Bereich, der zunehmend auch wissenschaftliche Anerkennung findet. Wie reguliert die Atmung das autonome Nervensystem? Welche Rolle spielt Faszienarbeit bei chronischen Beschwerden? Wie beeinflusst Yoga die Hormonbalance und den Stoffwechsel? Vorträge, Workshops und vertiefende Übungseinheiten verbinden aktuelle Forschungsergebnisse mit jahrzehntelanger praktischer Erfahrung. Teilnehmende erhalten konkrete Werkzeuge für den Alltag: Atemtechniken zur Stressregulation, Bewegungssequenzen zur Mobilisierung, Meditationspraktiken zur Förderung mentaler Klarheit. Amiena Zylla demonstriert, wie funktionale Bewegung und Faszienarbeit zu-

sammenwirken. Annika Wahl zeigt die Verbindungen zwischen Nervensystem und Bewegungsmustern im Neuro-Yoga. Shakti Lehner vermittelt die Prinzipien des Hormonyoga, während Maheshwara Lehner, direkter Schüler von Paul Grilley, die anatomischen Dimensionen des Yin-Yoga erschließt.

Bewusstsein über die Matte hinaus

Der Market Place bietet mehr als Produkte – er lädt zur Auseinandersetzung mit einem nachhaltigen Lebensstil ein. Die Bausinger Yogamanufaktur präsentiert Matten und Zubehör aus deutscher Produktion, ergänzt durch ausgewählte Yogawear und bewusst hergestellte Lebensmittel. Ein besonderes Highlight: Der WWF ist mit der Aktion „Yoga für Artenvielfalt“ vor Ort und stellt die Verbindung zwischen persönlicher Achtsamkeitspraxis und ökologischer Verantwortung her. Ein Impuls, der die Perspektive erweitert – vom individuellen Wohlbefinden zum planetaren Bewusstsein.

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Die 2. ZAP Yoga-Convention ist mehr als eine Veranstaltung. Sie ist eine Einladung, innezuhalten und sich neu auszurichten – in Bewegung, in Stille, in Gemeinschaft. Namaste und herzlich willkommen im ZAP. Infos & Anmeldung unter: zap-nussloch.de/gesundheitfitness/yoga-convention

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FIT & GESUND Prävention in Deutschland: Zwischen guter Absicht und realer Umsetzung – Wo stehen wir heute? von Daniel Völker, ZAP Gesundheit & Fitness

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eutschland verfügt über ein Gesundheitswesen, das eine der besten medizinischen Grundversorgungen weltweit bietet. Doch gleichzeitig steht es vor einem grundlegenden Problem: Ein Großteil der Ressourcen fließt in Behandlung und Heilung – nicht in Vorbeugung. Immer mehr Stimmen fordern daher, dass präventive Gesundheitsförderung nicht nur als beiläufiger Baustein, sondern als tragende Säule wahrgenommen wird. Mit dem Präventionsgesetz (PrävG) wurde 2015 ein wichtiger Schritt gegangen: Prävention und Gesundheitsförderung sollten gesetzlich verankert und strukturell gestärkt werden.

Was das Präventionsgesetz regelt

Dennoch gibt es strukturelle Kritik: Zwar sind individuumsorientierte Kurse gefördert, aber die Idee der Prävention als gleichwertige „vierte Säule“ neben Therapie, Pflege und Rehabilitation hat sich im Alltag kaum durchgesetzt. Das Gesetz bleibt in vielen Teilen eine Ergänzung — nicht das Herzstück des Systems. Außerdem hängt vieles von der konkreten Umsetzung bei den Krankenkassen ab — Ausstattung, Kursfrequenz, Flexibilität und Qualität der Anbieter. Wer als Versicherter nicht mobil ist, Schichtarbeiter oder pflegender Angehöriger, kann durch unverändert starre Strukturen oft kaum profitieren.

Ziel des Präventionsgesetzes ist es, Gesundheitsförderung systematisch dort anzusetzen, wo Menschen leben, lernen, arbeiten und älter werden — also in Kitas, Schulen, Betrieben, Kommunen oder Pflegeeinrichtungen. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wurde verpflichtet, Angebote zur Gesundheitsförderung und primären Prävention bereitzustellen – insbesondere Kurse zu Bewegung, Ernährung oder Stressbewältigung, aber auch Maßnahmen, die Strukturen und Lebenswelten gesundheitsfreundlicher gestalten.

Warum Prävention trotz guter Angebote oft nicht ausreichend stattfindet

Für gesetzlich Versicherte heißt das konkret: Bei Teilnahme an zertifizierten Präventionskursen — etwa Rückenschule, gesundheitsorientiertes Training oder Ernährungsseminare — können Kosten ganz oder teilweise erstattet werden. Meist übernehmen die Krankenkassen nach Vorlage der Teilnahmebescheinigung zwei Kurse pro Jahr. Damit besteht für viele Menschen ein realer finanzieller Anreiz, etwas für ihre Gesundheit zu tun, bevor Probleme entstehen.

Darüber hinaus zeigen Studien, dass trotz guter Zugänglichkeit viele Menschen den Schritt zur aktiven Prävention nicht gehen. Bewusste Lebensstiländerung bleibt auf individueller Motivation und Selbstdisziplin beruhen — das reicht nicht, um breite Teile der Bevölkerung dauerhaft zu erreichen.

Vom Ansatz zur Praxis und wo die Stolpersteine liegen

Tatsächlich zeigt die Bilanz: Die Ausgaben der Krankenkassen für Prävention sind seit 2015 fast verdoppelt worden — von vergleichsweise geringen Beträgen stiegen sie mit dem Präventionsgesetz deutlich an. Auch die Zahl der Menschen, die solche Angebote wahrnehmen, wächst nach offiziellen Berichten.

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Dass Präventionsangebote existieren, heißt nicht, dass sie auch von allen genutzt werden. Kritiker weisen darauf hin, dass unser Gesundheitssystem im Wesentlichen ein „Krankheitssystem“ sei, nicht ein „Gesundheitssystem“. Die medizinische Infrastruktur, Finanzierung und Aufmerksamkeit konzentrierten sich stark auf Diagnose und Behandlung — auf das Reparieren, statt auf das Vorbeugen.

Ein Blick in die Zukunft

Die politische und gesetzliche Grundlage sind gelegt. Doch sie sind nur der Anfang. Damit Prävention nicht zum Inseldasein wird, braucht es eine deutlich stärkere gesellschaftliche und systemische Verankerung: bessere Rahmenbedingungen, flexible Angebote, niedrigschwellige Kurse, Gesundheitsförderung auch für sozial benachteiligte Gruppen. Es bedarf Förderung, die individuell, bedarfsnah und alltagsintegrierbar ist. Zugleich ist klar: Gesetze und Zuschüsse allein können nur Impulse setzen. Dauerhafte Gesundheit braucht Selbstverantwortung und Selbstfürsorge jedes Einzelnen. Wer sich


nicht selbst für Bewegung, Ernährung und Stressmanagement interessiert, wirkt dem ganzen System entgegen. Ein gesamtgesellschaftlicher Wandel, der Gesundheit und Prävention wertschätzt, braucht beide: strukturelle Rahmen und individuelle bewusste Entscheidungen.

befähigen, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen — körperlich, mental und sozial. Wir nutzen Angebote des Präventionsgesetzes, um Kurse und Workshops anzubieten. Aber wir wissen auch: Der Impuls muss von jedem Einzelnen kommen.

Warum gerade jetzt handeln wichtig ist

Mein Appell an alle Leserinnen und Leser: Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Gesetz und Krankenkassen bieten! Aber lassen Sie das nicht Ihr einziges Engagement sein. Übernehmen Sie Verantwortung für sich und Ihre Gesundheit und entscheiden Sie sich für ein gezieltes, fachlich gut begleitetes Trainingsprogramm, ausgewogene Ernährung, Stressbewältigung und einen bewussten Lebensstil. Denn langfristige Gesundheit entsteht nicht im Wartezimmer, sondern im Alltag.

Die demografische Entwicklung, steigende chronische Erkrankungen, zunehmender Stress und Bewegungsmangel führen dazu, dass die Ausgaben für Heilbehandlungen mittelfristig dramatisch steigen werden. Viele Expert/-innen warnen vor einer Überlastung des Systems, wenn nicht frühzeitig gegengesteuert wird. Deshalb ist Prävention heute wichtiger denn je. Es geht nicht nur um die Vermeidung von Krankheit, sondern um Lebensqualität, gesellschaftliche Teilhabe und nachhaltige Gesundheit.

Ein Aufruf zur Selbstfürsorge und zur gemeinsamen Verantwortung

Nur so kann Prävention wirklich mehr sein als ein Angebot – und zu einer tragenden Säule unseres Gesundheitssystems werden.

Wir, die in einem präventionsorientierten Zentrum arbeiten, sehen unsere Aufgabe darin, Menschen zu ermutigen und zu

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FIT & GESUND Alzheimer vorbeugen – wie kleine Alltagsübungen Großes bewirken können von Daniela Völker, ZAP Gesundheit & Fitness

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emenz ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, bei denen geistige Fähigkeiten wie Gedächtnis, Orientierung oder Sprache nach und nach verloren gehen. Besonders häufig tritt die Alzheimer-Krankheit auf, die rund zwei Drittel aller Demenzen ausmacht. Erste Anzeichen zeigen sich meist in Form von Vergesslichkeit oder Schwierigkeiten beim Lernen neuer Informationen, später kommen Orientierungsprobleme, Sprachstörungen und Einschränkungen im Alltag hinzu. Eine Heilung gibt es bisher nicht, doch viele Faktoren lassen sich beeinflussen. Genau hier setzt ein aktiver Lebensstil an: Für die Vorbeugung braucht es keine komplizierten Programme oder stundenlange Gedächtnismarathons. Viele Maßnahmen lassen sich ganz nebenbei in den Alltag einbauen. Ein entscheidender Punkt ist Bewegung, denn Herz-Kreislauf-Gesundheit und Gehirngesundheit sind eng miteinander verbunden.

Bluthochdruck, Übergewicht oder Bewegungsmangel gelten nicht nur für HerzKreislauf-Erkrankungen als Risikofaktoren, sondern auch für Demenz. Wer also Treppen statt Aufzug nutzt, kurze Wege bewusst zu Fuß erledigt oder regelmäßig spazieren geht, tut seinem Gehirn bereits etwas Gutes. Schon leichte körperliche Aktivität oder ein gezieltes Muskeltraining verbessert die Durchblutung und damit die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff.

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Neben dem Körper braucht auch der Geist neue Impulse. Das kann überraschend einfach sein: Etwas mit der „falschen“ Hand zu tun, wie beispielsweise Zähneputzen, Schreiben oder sogar Tischtennis spielen, zwingt das Gehirn dazu, neue Wege zu gehen. Eckart von Hirschhausen macht genau das. Wie er in einem aktuellen Medienbericht schildert, spielt er gelegentlich mit links Tischtennis, um sein Gehirn herauszufordern, und betont gleichzeitig, dass er manchmal Angst vor Demenz hat, wenn er Dinge vergisst. „Alles, was gut ist fürs Herz, ist auch gut fürs Hirn“, fasst er zusammen und trifft damit den Kern vieler Forschungsergebnisse. Entscheidend ist nicht, Sudoku auf dem Sofa zu lösen, sondern Körper und Kopf gleichermaßen in Schwung zu halten. Auch geistige und soziale Aktivität spielen eine große Rolle. Wer liest, schreibt, Neues lernt oder intensive Gespräche führt, aktiviert verschiedene Hirnregionen und trainiert neuronale Netzwerke. Noch effektiver wird es, wenn soziale Komponenten hinzukommen. Menschen, die regelmäßig Freunde treffen, sich engagieren oder gemeinsame Hobbys pflegen, bleiben geistig länger fit und beugen sozialer Isolation vor, die als Risikofaktor gilt. Dazu gehört auch, sich selbst immer wieder kleine Lernaufgaben

zu stellen, egal ob es das Erlernen einer neuen Sprache, eines Instrumentes oder einfach nur ein neues Rezept ist. Ergänzt wird all das durch eine gesunde Lebensweise. Mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Obst und gesunden Fetten kann sich positiv auf das Demenzrisiko auswirken, ebenso wie ausreichend Schlaf und die Kontrolle von Blutdruck und Cholesterin. Die Summe dieser Alltagselemente baut eine Art „kognitive Reserve“ auf, die das Gehirn widerstandsfähiger gegenüber altersbedingten Veränderungen macht. All diese Erkenntnisse zeigen: Jeder kleine Schritt zählt. Alzheimer entsteht nicht plötzlich, sondern entwickelt sich über viele Jahre. Deshalb lohnt es sich, früh anzufangen – nicht mit Perfektion, sondern mit Freude an Bewegung, Neugier und einem aktiven sozialen Umfeld. Wer seinen Alltag bewusst gestaltet, schafft gute Bedingungen, um Körper und Geist möglichst lange leistungsfähig zu halten. Die Vorbeugung beginnt also nicht in speziellen Trainingsräumen, sondern dort, wo wir leben: im Bad, auf dem Weg zur Arbeit, beim Spielen, im Gespräch oder beim Spaziergang um den Block.


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FIT & GESUND

Ein kleiner Ball, zwei große Effekte: Bewegung für Muskeln und Kopf von Luisa Schumacher, ZAP Sport & Spiel

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er einmal erlebt hat, wie ein kleiner weißer Ball über die Platte hüpft, versteht schnell: Tischtennis ist weit mehr als ein Rückschlagspiel. Es vereint fast alles, was moderne Gesundheitsforschung empfiehlt: Koordination, Gleichgewicht, Reaktionsvermögen, Ausdauer und Konzentration. Das Schöne daran: Es fühlt sich nicht nach hartem Training an – man hat einfach Spaß dabei. Gerade im besten Alter ist Bewegung, die Freude macht, Gold wert. Medizinisch betrachtet ist das Spiel ein wahres Multitalent. Während der Ball fliegt, schalten sich gleich mehrere Gehirnregionen ein: jene für Bewegung, Aufmerksamkeit und Strategie. Es wird geschätzt, dass kaum eine andere Sportart so viele neuronale Prozesse gleichzeitig aktiviert. Das wiederum stärkt Gedächtnis und Konzentration – und nutzt die Fähigkeit des Gehirns, sich auch im Alter noch zu verändern und zu lernen. Fachleute nennen das „neuronale Plastizität“. Wir nennen es: gut fürs Gehirn.

Dass das nicht nur Theorie ist, zeigte eine kleine, aber spannende Studie aus Japan. Forschende der Fukuoka University begleiteten Menschen mit Parkinson, die regelmäßig Tischtennis spielten. Nach einigen Monaten verbesserten sich ihre Beweglichkeit, Haltung und sogar ihre Feinmotorik – und das bei einem sehr risikoarmen Training. Natürlich kann man daraus keine Heilversprechen ableiten, aber die Botschaft ist klar: Bewegung wirkt. Und Tischtennis scheint dabei besonders viel in Bewegung zu setzen.

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Hinzu kommt der soziale Aspekt: Wer spielt, bleibt nicht allein. Über das Netz entsteht schnell Kontakt – man lacht über verpatzte Schläge, freut sich über Treffer. Und dabei entsteht oft das Beste am Sport: ein schönes Miteinander. Gerade für Menschen, die Bewegung wieder neu entdecken wollen, ist das ein idealer Einstieg. Im ZAP Nußloch gibt es jetzt den passenden Kurs dazu: Tischtennis Xpress – ein Programm für Einsteiger in jeder Altersklasse, die den Spaß am Spiel entdecken wollen. In sechs Einheiten à 60 Minuten vermittelt der erfahrene Trainer Marco Genzel die Grundlagen von Vorhand, Rückhand und Aufschlag. Leihschläger sind inklusive und wer üben will, kann die Platten auch außerhalb der Kurszeiten kostenfrei nutzen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, allein oder mit bis zu vier Personen Einzeltraining zu buchen. Das Schönste daran: Man merkt schon in der ersten Stunde, wie leicht es fällt, wieder in Bewegung zu kommen. Denn Tischtennis ist kein Hochleistungssport – aber eine wunderbare Art, in Schwung zu bleiben. Der Kurs und das Einzeltraining finden donnerstagabends im ZAP Nußloch statt. Weitere Infos zu den Terminen und zur Anmeldung unter zap-nussloch.de/sport-spiel/tischtennis od. telefonisch unter 06224 99 09 35.


FIT & GESUND Muskelkater – Der Schmerz von gestern ist die Stärke von morgen von Eric Sattel, ZAP Gesundheit & Fitness

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anchmal reicht schon eine spontane Yoga-Session, ein Umzug mit zu vielen Treppen oder das Spiel „Ich mach nur kurz Liegestütze mit den Kindern“ – und schon am nächsten Tag fühlt man sich, als wäre man von einem LKW überrollt worden. Herzlichen Glückwunsch: Sie haben Muskelkater. Und das ist – man glaubt es kaum – ein gutes Zeichen.

Von Milch, Mythen und Mikrorissen

Lange dachte man: „Das ist das Laktat! Diese Milchsäure, die sich da ansammelt!“ – als hätten unsere Muskeln nach dem Training einfach vergessen, den Kühlschrank auszuräumen. Diese Theorie hielt sich erstaunlich lange, etwa so wie das Gerücht, dass Spinat besonders viel Eisen enthält. Doch irgendwann kam die Wissenschaft auf den Geschmack der Wahrheit: Muskelkater hat mit Milchsäure ungefähr so viel zu tun wie Kopfschmerzen mit zu viel Denken. Tatsächlich entsteht er, weil Muskelzellen durch ungewohnte Belastung winzige Mikroverletzungen erleiden – vor allem, wenn sie exzentrisch arbeiten, also bremsen statt drücken. Beispiel: Bergabgehen oder das Absenken einer Hantel.

Die Entzündung, die wir brauchen

Was dann passiert, ist faszinierend: Der Körper startet ein kleines Aufräum- und Reparaturprogramm. Abwehrzellen rücken an, Entzündungsbotenstoffe werden ausgeschüttet, Muskelfasern werden erneuert – und wachsen stärker zurück. Kurz gesagt: Muskelkater ist keine Krankheit, sondern ein Trainingslager für Ihre Muskeln. Er ist das leise Flüstern Ihres Körpers: „Da war was Neues. Ich passe mich an.“

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Dehnen, Ruhen, Kühlen? – Die Geschichte der guten Ratschläge

Über Jahrzehnte glaubten Trainer, Dehnen sei das Allheilmittel. Doch neuere Studien zeigen: Statisches Dehnen hilft gegen Muskelkater so zuverlässig wie Molkereiprodukte gegen Sonnenbrand. Auch die Idee, man müsse völlig ruhen, hat ausgedient. Heute weiß man: Bewegung hilft – sanft dosiert. Leichte Aktivität bringt die Durchblutung in Schwung, transportiert Stoffwechselprodukte ab und beschleunigt die Regeneration. Kältebäder, Sauna oder Massage? – Ja, aber bitte ohne Folterfantasien. Die Wirkung ist individuell verschieden, aber moderat positive Effekte sind gut belegt. Und wer auf eine schnelle Wunderheilung hofft: Selbst modernste Forschung kann Muskelkater nicht wegzaubern, nur verständlich machen.

Was heute als gesichert gilt

Nach über 100 Jahren MuskelkaterForschung weiß man heute recht genau, was wirklich hilft und was nicht: Das tut gut: • Sanfte Bewegung: Spaziergang, lockeres Radfahren oder leichtes Stretching fördern die Regeneration. • Wärme: Ein warmes Bad oder ein Saunagang entspannen die Muskulatur. • Ausreichend Schlaf und Eiweiß: Die Reparaturprozesse brauchen Baustoffe und Ruhe.

• Vorsichtiger Trainingsaufbau: Neue Übungen langsam steigern – der sogenannte „Repeated-Bout-Effect“ sorgt dafür, dass der nächste Muskelkater milder wird.

Das lieber lassen: • Hartes Weitertrainieren: Schmerz ist keine Medaille, sondern ein Warnsignal. • Übermäßiges Dehnen: Reizt die ohnehin strapazierten Fasern nur weiter. • Blindes Kühlen: Kurzzeitig angenehm, aber zu viel Kälte kann die Heilungsprozesse sogar bremsen.

Mit dem Muskelkater Frieden schließen

Muskelkater ist also kein Feind, den man bekämpfen muss, sondern ein Lehrer, der uns zeigt, dass Wachstum manchmal weh tut. Er erinnert uns daran, dass Fortschritt nie ohne Reibung passiert – weder im Fitnessstudio noch im Leben. Oder, um es mit einem Augenzwinkern à la Hirschhausen zu sagen: „Wenn Sie Muskelkater haben, dann freuen Sie sich. Das ist kein Schmerz. Das ist Ihr Körper, der Ihnen applaudiert – etwas unbeholfen, aber ehrlich.“


Gartengestaltung und Landschaftsbau auf höchstem Niveau – dank Tradition und Innovation.

Wer viel bewegen möchte, braucht ein starkes Team. Das haben wir. Zudem bringen wir als Familienunternehmen in 3. Generation über 50 Jahre Erfahrung ins Spiel. In der Metropolregion kennen wir uns aus. Und hier kennt man auch uns – und vertraut auf unsere professionelle Projektabwicklung und termingerechte Übergabe. Mit innovativen Methoden und Freude an der Verwirklichung anspruchsvoller Aufgaben meistern wir alle Herausforderungen.

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HIDDEN DEVICE

Rückenstreckung (Hyperextensions) an der 45°-Station – Ein unterschätzter Schlüssel zu mehr Stabilität von Elisabeth Schieler, ZAP Gesundheit & Fitness

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er seine Körpermitte stärken, Rückenschmerzen vorbeugen und seine Haltung langfristig verbessern möchte, kommt an einer Übung kaum vorbei: den Hyperextensions an der 45°-Bank. Sie gehören zu den effizientesten und zugleich vielseitigsten Übungen für die gesamte hintere Muskelkette mit zahlreichen positiven Effekten bei regelmäßiger und richtiger Ausführung. Im Fokus der Übung steht vor allem die Rückenstreckermuskulatur Sie ist der zentrale Haltemotor der Wirbelsäule und verantwortlich dafür, dass wir aufrecht stehen und uns sicher bewegen können. Gleichzeitig arbeiten die Gesäßmuskulatur sowie die Oberschenkelrückseite kräftig mit. Wer die Übung sauber ausführt, trainiert also nicht nur den unteren Rücken, sondern setzt einen umfassenden Trainingsreiz für die gesamte Körperrückseite. Besonders vielseitig wird die Übung durch die unterschiedlichen Varianten, mit denen sich die beanspruchte Muskulatur gezielt verlagern lässt. Wird der Rücken während der Bewegung bewusst neutral gehalten, verteilt sich die Belastung gleichmäßig auf Rückenstrecker, Gesäß und Beinbeuger. Das ist die sicherste und am häufigsten empfohlene Variante für Einsteiger wie Fortgeschrittene. Wer hingegen den Rücken leicht rund werden lässt, verlagert den Schwerpunkt stärker auf den unteren Anteil des Rückenstreckers. Diese Variante wird vor allem im fortgeschrittenen Training eingesetzt, um die tief liegenden Strukturen der Wirbelsäulenmuskulatur gezielt zu erreichen. Wichtig ist hier jedoch, dass die Bewegung kontrolliert stattfindet und schmerzfrei durchgeführt wird.

Bild 1: Hyperxtensions Start-und Endposition Bild 2: Hyperxtensions Ausführung

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Das Training der hinteren Kette ist deshalb so wertvoll, da eine starke Muskulatur die Wirbelsäule entlastet, für mehr Stabilität im Alltag sorgt und die Haltung verbessert – insbesondere dann, wenn viel gesessen wird. Als Vorbereitung für Kniebeugen, Kreuzheben oder Ausfallschritte ist diese


Hyperxtensions mit zusätzlichem Gewicht

Alternative Übung

Übung außerdem ein idealer Baustein, um die Hüftstreckung zu schulen und den unteren Rücken widerstandsfähiger zu machen. Viele Beschwerden entstehen nicht durch „zu viel Training“, sondern durch zu wenig gezielte Aktivierung der Stütz- und Haltemuskulatur. Für alle, die noch nicht ausreichend Kraft oder Körpergefühl für die Variante an der 45°-Bank haben, gibt es sanfte Alternativen. Sehr gut geeignet ist beispielsweise eine Übung am Kabelzug, bei der man im Stand mit leichter Hüftbeugung die Wirbelsäule kontrolliert aufrichtet. Auch eine Übung auf der Matte, bei der man in Bauchlage den Oberkörper leicht anhebt, kann helfen, das Gefühl für den Rückenstrecker zu entwickeln. Wichtig ist stets, den Bewegungsradius so zu wählen, dass die Belastung als angenehm und kontrollierbar empfunden wird.

Nicht jeder sollte allerdings direkt mit Hyperextensions starten. Bei akuten Rückenschmerzen, Bandscheibenproblemen oder starken Bewegungseinschränkungen ist es sinnvoll, vorab eine Trainer- oder therapeutische Einschätzung einzuholen. In vielen Fällen können Hyperextensions langfristig sehr wohltuend sein, dabei sind jedoch der richtige Zeitpunkt und die passende Variante entscheidend. Wer jedoch grundsätzlich beschwerdefrei und stabil ist, kann mit moderater Intensität sofort beginnen und den Trainingsumfang langsam steigern. Wenn Sie Lust bekommen haben, diese Übung auszuprobieren, sprechen Sie uns jederzeit bei Ihrem Training an. Gemeinsam finden wir die Variante, die optimal zu Ihnen passt. Probieren Sie es aus – Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

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NEW DEVICE Sensopro Luna und Sturzprävention

Sensomotorisches Training als evidenzbasierter Baustein moderner Präventions- und Rehabilitationskonzepte Stürze als zentrales Gesundheitsrisiko

Stürze zählen zu den häufigsten und folgenreichsten Gesundheitsereignissen – nicht nur im höheren Lebensalter, sondern ebenso bei Menschen mit neurologischen oder orthopädischen Erkrankungen. Epidemiologische Daten zeigen, dass etwa ein Drittel der über 65-Jährigen mindestens einmal pro Jahr stürzt, mit steigender Tendenz bei zunehmender Multimorbidität. Besonders gravierend sind die Folgen: Frakturen, Verlust der Selbstständigkeit, längere Rehabilitationsphasen und nicht zuletzt ein deutlicher Anstieg von Pflegebedürftigkeit und Mortalität. Entsprechend hoch sind die sozioökonomischen Kosten für das Gesundheitssystem. Aus wissenschaftlicher Sicht gelten reduzierte Muskelkraft, Störungen des Gleichgewichts sowie Defizite in der sensomotorischen Kontrolle als zentrale Risikofaktoren. Geriatrische Leitlinien weisen darauf hin, dass ein Mangel an Muskelkraft das Sturzrisiko um mehr als das Vierfache erhöhen kann, während Gleichgewichts- und Gangstörungen das Risiko etwa verdreifachen. Vor diesem Hintergrund rückt die Prävention zunehmend in den Fokus – nicht als isolierte Kraftschulung, sondern als integratives Training funktioneller Bewegungsfähigkeiten.

Sensopro Luna – ein sensomotorisches Trainingskonzept

Mit der Sensopro Luna steht ein Trainingssystem zur Verfügung, das genau an diesen Mechanismen ansetzt. Entwickelt in der Schweiz, verbindet das Gerät Erkenntnisse aus Trainingswissenschaft, Neurophysiologie und Rehabilitation zu einem ganzheitlichen Ansatz.

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Sensopro Luna wird sowohl im Fitnessals auch im physiotherapeutischen Kontext eingesetzt. Im Zentrum steht nicht die isolierte Kräftigung einzelner Muskelgruppen, sondern die gezielte Schulung des neuromuskulären Zusammenspiels. Bewegung wird dabei als Ergebnis einer kontinuierlichen Interaktion zwischen sensorischer Wahrnehmung, zentraler Verarbeitung und motorischer Antwort verstanden. Genau diese Prozesse sind entscheidend, um Gleichgewicht zu halten, Störungen abzufangen und Bewegungen im Alltag sicher auszuführen. Das Gerät kombiniert einen stabilen Rahmen mit Haltestangen, instabilen Standflächen in Form elastischer Tapes sowie variablen Widerständen. Ergänzt wird das System durch ein integriertes Display mit videobasierten Trainingsanleitungen, die eine selbstständige und standardisierte Durchführung ermöglichen. Diese Kombination erlaubt ein Training, das zugleich sicher, fordernd und individuell anpassbar ist.

Warum sensomotorisches Training wirkt

Aus neurophysiologischer Perspektive basiert Gleichgewichtskontrolle auf der Integration visueller, vestibulärer und propriozeptiver Informationen. Gerade die Propriozeption – also die Wahrnehmung von Gelenkstellung, Muskelspannung und Bewegung – spielt eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung des Körpers. Mit zunehmendem Alter oder bei neurologischen Erkrankungen lässt diese sensorische Rückmeldung nach, was zu verzögerten oder unkoordinierten Reaktionen führen kann.


Training auf instabilen Unterlagen, wie es bei der Sensopro Luna systematisch eingesetzt wird, erhöht gezielt den sensorischen Input und fordert das zentrale Nervensystem heraus, diese Informationen effizient zu verarbeiten. Studien zeigen, dass sensomotorisches Training nicht nur die Aktivität der tiefen, stabilisierenden Muskulatur steigert, sondern auch die neuronale Ansteuerung verbessert. Die Folge sind schnellere Reaktionszeiten, eine bessere Anpassungsfähigkeit an unerwartete Störungen und letztlich eine Reduktion des Sturzrisikos.

Funktionelle Kraft und alltagsnahe Bewegungen

Stürze entstehen selten durch einen isolierten Kraftmangel. Häufig sind es komplexe Situationen: ein Stolpern auf unebenem Untergrund, ein abrupter Richtungswechsel oder das Tragen von Lasten bei gleichzeitiger Gewichtsverlagerung. Effektive Prävention muss daher

Bewegungen trainieren, die dem Alltag möglichst nahekommen. Die Sensopro Luna integriert Kraft, Koordination und Beweglichkeit in funktionellen Bewegungsmustern. Durch das Zusammenspiel von instabilem Stand, aktiver Rumpfstabilisation und dynamischen Arm- und Beinbewegungen wird der gesamte Körper einbezogen. Dieser Ansatz entspricht den Empfehlungen internationaler Leitlinien, die ein kombiniertes Gleichgewichts- und Krafttraining mehrmals pro Woche als wirksamste Maßnahme zur Sturzprävention identifizieren.

Bedeutung bei Parkinson und neurologischen Erkrankungen

Besondere Relevanz gewinnt das sensomotorische Training bei neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson. Parkinson-Patientinnen und -Patienten leiden häufig unter posturaler Instabili-

tät, Gangunsicherheit und einer verminderten Anpassungsfähigkeit an äußere Reize. Diese Symptome sprechen oft nur begrenzt auf medikamentöse Therapie an und stellen einen der Hauptgründe für Stürze dar. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass gezieltes Gleichgewichts- und Koordinationstraining bei Parkinson zu signifikanten Verbesserungen der posturalen Kontrolle führen kann. Insbesondere Trainingsformen, die externe Reize, variable Anforderungen und wiederholte Gewichtsverlagerungen beinhalten, fördern die neuroplastischen Anpassungsprozesse im zentralen Nervensystem. Die Sensopro Luna bietet hierfür geeignete Rahmenbedingungen: Die instabilen Standflächen stimulieren die Propriozeption, während die visuelle Anleitung und die Möglichkeit zur Progression eine kontinuierliche Anpassung des Schwierigkeitsgrades erlauben. Anzeige

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Auch bei anderen neurologischen Erkrankungen, etwa nach Schlaganfall oder bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen, kann sensomotorisches Training zur Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit beitragen. Wichtig ist dabei stets die individuelle Anpassung und gegebenenfalls die Einbindung in ein physiotherapeutisches Gesamtkonzept.

Sturzprävention. Übersichtsarbeiten zeigen, dass Programme, die Gleichgewicht, Koordination und funktionelle Kraft kombinieren, das Sturzrisiko signifikant senken können. Auch aktuelle Scoping Reviews zu sensorbasierten Technologien betonen das Potenzial solcher Systeme, Bewegungen gezielt zu analysieren und präventiv zu beeinflussen.

Sicherheit, Wiederholbarkeit und Motivation

Leitlinien, etwa der American Geriatrics Society, empfehlen explizit regelmäßiges Gleichgewichts- und Krafttraining als Kernbestandteil multimodaler Präventionsstrategien. In diesem Rahmen lässt sich die Sensopro Luna als evidenzbasierter Baustein einordnen, der bestehende Konzepte sinnvoll ergänzt, ohne eine individuelle medizinische Diagnostik oder Therapieplanung zu ersetzen.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg präventiver Trainingsprogramme ist die regelmäßige Durchführung. Gerade bei älteren Menschen oder Patientinnen und Patienten mit neurologischen Einschränkungen spielen Sicherheit und Vertrauen eine zentrale Rolle. Die Sensopro Luna bietet durch stabile Haltegriffe, klar strukturierte Übungsabläufe und eine visuelle Anleitung ein hohes Maß an Sicherheit. Gleichzeitig ermöglicht das System eine präzise Dosierung der Belastung, sodass Überforderung vermieden wird. Die videobasierte Anleitung fördert zudem die Motivation und erleichtert die Standardisierung der Übungen.

Wissenschaftlicher Kontext und Leitlinienbezug

Internationale Reviews unterstreichen die Bedeutung sensomotorischer und sensorbasierter Trainingsansätze in der

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Indikationen und Grenzen

Der Einsatz der Sensopro Luna ist insbesondere bei Defiziten des posturalen Gleichgewichts, bei funktionellen Instabilitäten sowie im Rahmen der neurologischen und orthopädischen Rehabilitation sinnvoll. Voraussetzung ist eine ausreichende Belastbarkeit und die Fähigkeit, den Übungen – gegebenenfalls mit Unterstützung – sicher zu folgen. Akute entzündliche Prozesse, starke Schmerzen oder ausgeprägte sensorische Einschränkungen stellen hingegen Kontraindikationen dar und erfordern eine vorherige ärztliche Abklärung.

Fazit

Die Sensopro Luna ist weit mehr als ein klassisches Trainingsgerät. Sie repräsentiert ein modernes, sensomotorisches Trainingskonzept, das wissenschaftlich fundierte Prinzipien der Sturzprävention in die Praxis überträgt. Durch die gezielte Förderung von Gleichgewicht, Koordination und funktioneller Stabilität leistet sie einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Alltagssicherheit – bei gesunden Trainierenden ebenso wie bei Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson. In Kombination mit professioneller Anleitung, individueller Anpassung und regelmäßiger Anwendung kann die Sensopro Luna dazu beitragen, Stürze zu vermeiden, Selbstständigkeit zu erhalten und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Damit fügt sie sich nahtlos in zeitgemäße Präventions- und Rehabilitationsstrategien ein, wie sie heute in Wissenschaft und Praxis gefordert werden.


GESUND & LECKER

Wenn süß zur Gefahr wird – Warum wir über Zucker neu nachdenken müssen von Adriana Santese und Michael Sittner, ZAP Gesundheit & Fitness

D

ie neuesten Zahlen des UNICEF-Reports „Feeding Profit: How Food Environments are Failing Children“ sind ein Weckruf: Weltweit sind heute erstmals mehr Kinder und Jugendliche übergewichtig als untergewichtig. Rund 391 Millionen Fünf- bis 19-Jährige gelten als übergewichtig, 188 Millionen sogar als adipös. Damit ist starkes Übergewicht zur häufigsten Form der Fehlernährung geworden. Laut UNICEF liegt das vor allem an einer Umgebung, die Kinder mit hochverarbeiteten, stark gezuckerten Lebensmitteln überflutet – und an einem Marketing, das speziell junge Zielgruppen über digitale Kanäle gezielt anspricht.

Auch in Deutschland bleibt das Problem bestehen: Jedes vierte Kind ist übergewichtig, rund acht Prozent sind adipös. Die Zahlen stagnieren auf hohem Niveau, was zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. Ein wesentlicher Faktor in dieser Entwicklung ist der moderne Zuckerkonsum – insbesondere Industriezucker, der heute in einem Großteil verarbeiteter Lebensmittel steckt.

Warum Industriezucker ein Problem darstellt

Unter Industriezucker verstehen wir raffinierte, isolierte Zuckerarten, die in der Lebensmittelindustrie vielfältig einge-

Zuckerersatzstoff

Typ

Stevia

natürlicher Süßstoff kalorienfrei, sehr süß

Erythrit

Zuckeralkohol

nahezu kalorienfrei, blutzuckerneutral, kann Verdauungsprobleme verursachen zahnfreundlich

Xylit

Zuckeralkohol

40 % weniger Kalorien, zahnfreundlich

kann abführend wirken, für Hunde giftig

Sorbit/Maltit

Zuckeralkohole

weniger Kalorien

häufig Blähungen und Magen-DarmBeschwerden

Honig

natürlich

enthält Mineralstoffe & Antioxidantien hoher Zuckergehalt, beeinflusst Blutzucker

Ahornsirup

natürlich

aromatisch, einige Mineralstoffe

hoher Zuckeranteil

Kokosblütenzucker

natürlich

niedriger glykämischer Index

kalorienreich, teuer

extrem süß, fast kalorienfrei

gesundheitlich umstritten

Künstliche Süßstoffe synthetisch

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Vorteile

Nachteile oft bitterer Nachgeschmack


setzt werden: klassischer Haushaltszucker, Glucose-FructoseSirup, Glucose, Fructose und weitere Varianten. Sie sind billig, vielseitig einsetzbar und sorgen für Haltbarkeit, Volumen und Geschmack. Für unseren Körper liefern sie jedoch ausschließlich schnelle Energie – aber keine Ballaststoffe, keine Mikronährstoffe und keinerlei langfristigen Nutzen. Besonders kritisch ist ihr Einfluss auf den Stoffwechsel: Industriezucker führt zu schnellen Blutzuckerschwankungen, fördert Insulinresistenz, Fettleber, Adipositas und erhöht langfristig das Risiko für Typ-2-Diabetes. Hinzu kommt, dass Zucker das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert – ein Grund, warum viele Menschen unbewusst immer mehr davon konsumieren.

Nachschlag

Der UNICEF-Report macht deutlich: Unsere Kinder leben in einer Ernährungsumwelt, die Übergewicht geradezu begünstigt. Industriezucker ist dabei ein zentraler Faktor. Doch wir können gegensteuern – durch bewusste Entscheidungen, weniger verarbeitete Lebensmittel und natürliche, nährstoffreiche Alternativen. Ein veränderter Umgang mit Zucker ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn für Gesundheit und Zukunft unserer Kinder.

Gesunde, natürliche Alternativen zu Industriezucker

Wer seinen Zuckerkonsum reduzieren möchte, muss nicht auf Süße verzichten. Natürliche Alternativen bieten ein komplexeres Nährstoffprofil und helfen, den Blutzucker weniger stark zu belasten. Besonders empfehlenswert sind Früchte und Trockenfrüchte wie Datteln, Feigen oder reife Bananen. Sie enthalten neben natürlichem Zucker auch Ballaststoffe, die die Zuckeraufnahme verlangsamen. Fruchtpürees wie ungesüßtes Apfelmus oder Bananenpüree eignen sich hervorragend zum Süßen beim Backen und ersetzen gleichzeitig einen Teil des Fetts. Auch Gewürze wie Vanille, Zimt oder Tonkabohne verstärken die natürliche Süße eines Gerichts, ganz ohne Zuckerzusatz. Ungesüßter Kakao oder Rohkakao liefert zusätzlich Mineralstoffe und eignet sich ideal für energiereiche Snacks wie Energy Balls oder Schokoaufstriche. Diese natürlichen Alternativen zeigen, dass Süßen auch nährstoffreich und bewusst funktionieren kann – ohne auf Geschmack zu verzichten.

Ernährungsworkshop „Kunterbunt ist lecker und gesund“ für Kinder in Nußloch

Um Kinder frühzeitig für gesunde Ernährung zu begeistern, bieten die Ernährungsexperten des ZAP mit freundlicher Unterstützung der Gemeinde Nußloch in den Kindergärten und Grundschulen einen altersgerechten und kostenfreien Ernährungsworkshop an. Spielerisch, interaktiv und mit praktischen Übungen lernen die Kinder, wie gute Lebensmittel aussehen, schmecken und sie stark machen. Unser Ziel: gesundes Essverhalten früh fördern – mit Spaß, Entdeckerfreude und alltagsnahen Erfahrungen.

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GESUND & LECKER

Zutaten für 1 Portion • 1 Süßkartoffel (ca. 200 g) • 30 g Berglinsen, trocken • 1 Schalotte (ca. 20 g) • 1 Tomate (ca. 110 g) • 30 g Saure Sahne 10% Fett • 1 TL Rapsöl • Salz • Pfeffer • Petersilie, gehackt

GEFÜLLTE SÜSSKARTOFFEL

ZUBEREITUNG

1. Die Süßkartoffel im Backofen bei 220°C ca. 40 Minuten garen. 2. Die Linsen im Salzwasser 30 Minuten kochen.

3. Die Schalotte schälen und fein würfeln. Die Tomaten ebenfalls in Würfel schneiden.

4. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Schalottenwürfel darin 2 Minuten dünsten. Die Tomaten dazugeben und 2 Minuten mitbraten. Dieses und weitere tolle Rezepte finden Sie in Ihrem individuellen figurscout Kochbuch.

5. Die Linsen hinzufügen und mit etwas Wasser ablöschen. Die Hälfte der sauren Sahne einrühren und mit Salz und Pfeffer nach Belieben abschmecken.

6. Die fertige Süßkartoffel bis zur Mitte halbieren und die Linsenmischung darin verteilen. Mit der restlichen Sahne und der Petersilie garniert servieren.

1 Portion enthält ca.: 420 Kalorien I 65 g Kohlenhydrate I 13 g Eiweiß I 10 g Fett I 8 g Ballaststoffe

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Leistung & Erfolg

KURZ NOTIERT ...

Zwei Spielerinnen schaffen den Sprung in den BWBV-E-Kader

(beide Jahrgang 2015) Teil des E-Kaders des BWBV. Dies berechtigt die beiden zur Teil-nahme an verschiedenen Kaderlehrgängen und darüber hinaus beruft der BWBV zu regelmäßigen Verbandsmaßnahmen.

Zwei Badminton-Nachwuchspielerinnen unseres Turniersportvereins haben erfolgreich an der Sichtung des BadenWürttembergischen Badmintonverbandes teilgenommen. Seit dem 01.01.2026 sind Vihaa Sharath Rao und Yining Sun Yining Sun (links) Vihaa Sharath Rao (Mitte) Quelle: Sharat TN (privat)

Eine tolle Leistung – Herzlichen Glückwunsch

Der MLP-Cup erhält den Tournament Recognition Award

Der MLP-Cup wurde von der International Tennis Federation (ITF) im Rahmen des ITF Tournament Recognition Programme ausgezeichnet. Diese Ehrung erhalten weltweit lediglich rund 5 bis 10 % aller ITF-Turniere, einschließlich der ITF Masters Events. Damit zählt der MLP-Cup zu einem exklusiven Kreis von Veranstaltungen, die durch besonders hohe Qualität überzeugen. Anerkennung für hohe Standards und Beständigkeit Die ITF bestätigt dem MLP-Cup, ihre anspruchsvollen Standards in Organisation, Servicequalität und Turnierdurchführung nicht nur zu erfüllen, sondern regelmäßig zu übertreffen. Das Turnier erhält daher ein offizielles Anerkennungsabzeichen, das künftig auf der ITF-Website sichtbar sein wird. Zusätzlich wird das Veranstaltungsteam für sein langjähriges Engagement mit einer Urkunde geehrt. „Wir sind stolz darauf, zu den wenigen Turnieren weltweit zu gehören, die diese Auszeichnung erhalten“, so Turnierdirektor Dr. Matthias Zimmermann. „Sie ist eine besondere Wertschätzung für die kontinuierliche Arbeit unseres Teams und aller Partner, die dieses Turnier seit vielen Jahren unterstützen.“

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IM INTERVIEW

Ich bin eine Art Übersetzer zwischen Leistungssportpraxis, Politik und Verwaltung. Daniel Strigel, Leiter des Olympiastützpunkts Metropolregion Rhein-Neckar im persönlichen Gespräch mit Matthias Zimmermann 84 ZAP Impuls 1/2026


M

ünchen hat gewählt. 40 Prozent Wahlbeteiligung bei einem Bürgerentscheid sind ein Rekordergebnis. Mit 66 Prozent Ja-Stimmen geben die Bürgerinnen und Bürger ein klares Votum ab: Wir wollen Olympische Spiele in München. Der Blick auf die Chancen für München, die Region und für Deutschland überwiegt. Hamburg, Berlin und Rhein-Ruhr haben ihre Konzepte beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ebenfalls eingereicht. Im Herbst 2026 wird eine außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB darüber befinden, welche der vier Bewerberregionen der deutsche Kandidat für die Spiele sein soll. Für München wäre der Weg zur Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele Lieber Herr Strigel, Mensch und Politik lautet das Leitthema dieser Ausgabe. Sind Sie ein politischer Mensch? STRIGEL: Ich interessiere mich schon seit früher Jugend dafür, wie Entscheidungen entstehen und warum manches in Umsetzung kommt und manches nicht. Insofern würde ich mich auf jeden Fall als politischen Menschen beschreiben. Das kann Organisationen im Sport oder in anderen Bereichen betreffen oder die klassische Partei- und Regierungspolitik. Ich finde es eigentlich immer spannend, wie unterschiedlich Macht verteilt und ausgeübt wird. Da interessiert mich die große Weltpolitik ebenso wie ein kleines Teammeeting. Welche Fakten beschreiben den Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar am treffendsten? STRIGEL: Unser OSP ist über 50 Jahre alt, hervorgegangen aus dem Bundesleistungszentrum Heidelberg. Gegründet wurde dieses BLZ im Zuge des Goldenen Plans, den man im Jahr der Olympischen Spiele in München 1972 entwickelt und verabschiedet hat. Auf allen staatlichen Ebenen wurde seit damals der Sportstättenbau mit starkem Willen und viel Geld vorangetrieben. Heute zählen wir unter den 17 deutschen Olympiastützpunkten zu einem der besten – immerhin sind in diesen fünf Jahrzehnten über 30 Goldmedaillengewinner aus unserer Region hervorgegangen. In jeder Olympiade qualifizieren sich aus den rund 300 Athleten, die wir beraten und unterstützen, mehr als 30 Sportlerinnen und Sportler aus der Region für die Teilnahme an den Olympischen und Paralympischen Spielen. Meist gelingt es ihnen, dort ihre persönliche Bestleistung abzurufen. Ein Drittel der Olympiateammitglieder hat Finalplatzierungen erreicht. In den letzten vier olympischen Zyklen kamen die Athleten mit mindestens jeweils fünf

2036, 2040 oder 2044 frei – und damit auch der Weg zu dem beruflichen Höhepunkt für den Hauptverantwortlichen eines Olympiastützpunktes, der dann vor dem Eintritt ins Rentenalter steht? Oder überwiegt bei unserem Interviewpartner die Freude an der Nachricht des DOSB, dass seine rund 86.000 Sportvereine im Land mit ca. 29,3 Millionen Mitgliedern – eine halbe Million mehr als im Vorjahr – aufwarten? Darüber und über seine Rolle im politischen Spiel des Leistungssports berichtet Daniel Strigel bei einem Lunch im Amici des ZAP in Nußloch – und verliert im Gespräch über Politik beinahe die Zeit aus den Augen …

Medaillen nach Hause in die Metropolregion Rhein-Neckar, und immer war auch ein Olympiasieg dabei. Stehen diese Erfolge auch im Zusammenhang mit der Initiative Metropolregion Rhein-Neckar? STRIGEL: Die Initiative aus Wirtschaft und Politik, die die Sportregion im Jahre 2004 und im darauffolgenden Jahr die Metropolregion Rhein-Neckar gründete, hat die bundesweite Wahrnehmung unserer bundeslandübergreifenden Region als zusammenhängenden, leistungsstarken Raum sowie das Bekenntnis der Bürger zur Gesamtregion enorm befördert. Ein großartiger Impuls für unsere Arbeit war in diesem Zusammenhang die Initiative „Team Peking 2008“. Seit damals fördern private Stiftungen und Unternehmen auch die Athletinnen und Athleten unserer Region, die mangels Vermarktungserfolgen finanziell schwer über die Runden kommen, obwohl sie Weltspitzenleistungen zeigen. Nicht zufällig ist seit Etablierung dieser privaten Förderung zu allen Spielen eine stetig zunehmende Anzahl an Sportlern aus der Region qualifiziert. Darüber hinaus wurde eine hohe Sichtbarkeit der Athletinnen und Athleten sowie eine großartige Identifikation erreicht. Insofern: ja, dieser Zusammenhang zwischen den OSP-Olympiateams und der MRN ist bedeutsam. Das alles macht die Aufgaben eines OSP umfangreich und äußerst vielfältig. Worin besteht Ihre Hauptaufgabe als Leiter des OSP Metropolregion Rhein-Neckar? STRIGEL: Wir beraten und unterstützen sportartübergreifend Spitzensportlerinnen und -sportler sowie deren Trainerinnen und Trainer in den Bereichen Sportmedizin, Physiotherapie, Ernährungsberatung, Sportpsychologie, Trai-

ningswissenschaft, Athletiktraining und schulisch-berufliche Laufbahnberatung. Um den Athletinnen und Athleten die Chance zur Teilnahme an Olympischen Spielen und auf Medaillen zu eröffnen, unterstützen wir nationale Spitzenverbände bei ihren Trainings- und Wettkampfmaßnahmen. Zum OSP hinzu kommt das integrierte Trainingszentrum mit Kantinenbetrieb, in dem etwa sechzig Sportlerinnen und Sportler zu Trainingslagern zusammenkommen können, sowie das Sportinternat Heidelberg mit etwa 30 Plätzen. All das zusammen bestreiten wir mit einem Jahresbudget von etwa dreieinhalb Millionen Euro, davon rund 2,2 Millionen Euro für den OSP selbst, eine Million Euro für das Trainingszentrum und 300.000 Euro für das Internat. Davon erhalten wir etwa 1,7 Millionen Euro als Zuwendung des Bundes und 900.000 Euro als Zuwendung des Landes Baden-Württemberg. In dieser Budgetplanung, -beantragung und -kontrolle liegt eine meiner Hauptaufgaben. Und das ist ausreichend …? STRIGEL: Jetzt erwarten Sie vielleicht die Standardantwort: „Es könnte immer mehr sein.“ Das stimmt natürlich schon, wenn man die Bedingungen in unseren internationalen Konkurrenznationen als Vergleichsmaßstab nimmt. Andererseits holen wir aus dem Budget das Bestmögliche heraus und erfüllen unsere Kernaufgaben auf sehr hohem Niveau. Tatsächlich ist es so, dass die räumlichen Voraussetzungen des OSP gut sind, wenn auch in einem über 50 Jahre alten Gebäude ständig Sanierungen notwendig sind. Das OSP-Team hat ein sehr hohes Kompetenzniveau; es ist wirklich hochengagiert und fachlich erstklassig. Hier liegt natürlich eine Herausforderung, die in Zukunft größer wird. Wir sind ja im

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ZAP, da kann man zum Beispiel nur mal an Physiotherapeuten denken. Wir beide können ein Lied davon singen, welche Engpässe mit Deutschlands Mangelberuf Nummer eins einhergehen. Im Übrigen: Wenn es um Zukunftsplanungen geht, begleitet mich stets eine gehörige Portion Optimismus. Und wer weiß – die Tatsache, dass die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder den Sport als Förderbereich für das Sondervermögen aufgenommen haben, könnte auch für uns Perspektiven schaffen. Verhandlungen mit Geldgebern sind eine Ihrer wesentlichen Aufgaben. An der Stelle kommen dann auch die Politik und ihre Bürokratie ins Spiel. Welche Herausforderungen gehen damit einher? STRIGEL: Zunächst ist es für Sie und Ihre Leser sicher interessant zu wissen, wie die Budgetzuweisung zustande kommt. Bislang kam das Geld aus dem Säckel des Bundesinnenministeriums, das seit Gründung der Bundesrepublik für den Sport zuständig war. Auf die Autonomie des Sports wurde immer großer Wert gelegt. Mit der Zusammenlegung des NOK (Nationales Olympisches Komitee) und des DSB (Deutscher Sportbund) im Jahre 2006 wollte man die Kräfte bündeln, und der neu gegründete DOSB strebte sogar eine Pauschalzuweisung des Sportbudgets der öffentlichen Hand an. Das hätte den DOSB weitgehend allein und unabhängig zum „Herrn des Sportbudgets“ gemacht und dem Subsidiaritätsprinzip Folge geleistet, in dem Sinne, dass die Fachgremien über die Geldzuweisung an alle Organisationen des Sports – also Spitzen-, Leistungs- und Breitensport – befinden. Das wurde zurückgewiesen. Heute, in der neuen Legislaturperiode, argumentiert die Politik, dass die Gesellschaftspolitik ins Kanzleramt gehört, und das umfasst die Kultur ebenso wie den Sport und das Ehrenamt. Das bedeutet, dass der Sport vom Kanzler bzw. der zuständigen Staatsministerin vertreten wird. In Zukunft wird wohl die Politik allein entscheiden, wohin die Gelder fließen. Jetzt schauen wir mal, in welchem Maße der DOSB hier noch Einfluss nehmen kann. Die Frage, inwieweit das mit der Autonomie des Sports übereingeht, ist berechtigt. Wer also von einem Paradigmenwechsel spricht, liegt sicher nicht falsch!

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picture-alliance / Sven Simon

Daniel Strigel (* 13. Februar 1975 in Mannheim) ist ein deutscher Sportmanager, der zur Weltklasse im Degenfechten gehörte.

Leben Nach der Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften und dem Abitur orientierte Strigel seine Lebens- und Berufsplanung an dem Ziel, eine olympische Medaille mit der deutschen Degenmannschaft zu gewinnen. Er verlegte seinen Lebensmittelpunkt ans Fechtzentrum Tauberbischofsheim und studierte parallel Mathematik und Germanistik für das Gymnasiallehramt an der Universität Heidelberg. Nach dem ersten Staatsexamen war er als Netzwerkadministrator tätig und trat 2002 in die Sportfördergruppe der Bundeswehr ein.

Als Zweiter der Deutschen Meisterschaften 2000 qualifizierte sich Strigel für die Olympischen Spielen 2000 in Sydney, die deutsche Mannschaft belegte dort den fünften Platz. 2001 erreichte er mit der Mannschaft den zweiten Platz bei den Europameisterschaften. 2003 gewann er die deutsche Einzelmeisterschaft, zog sich dann aber beim Weltcup in Legano einen Kreuzbandriss zu, nachdem er maßgeblich Anteil an der Olympiaqualifikation der deutschen Mannschaft hatte. Trotz der schweren Verletzung gelang Strigel 2004 noch spät die individuelle Olympiaqualifikation. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen belegte er im Einzel den achten Platz, zusammen mit Sven Schmid und Jörg Fiedler gewann er die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung. Dafür erhielten er und seine Mannschaftskameraden das Silberne Lorbeerblatt. 2005 belegten die drei Fechter zusammen mit Martin Schmitt noch einmal den zweiten Platz bei den Weltmeisterschaften. Strigel startete zunächst für den Mannheimer Fecht-Club 1884 und später für den Fecht-Club Tauberbischofsheim. In beiden Vereinen war er Athletensprecher, in dieser Funktion wurde er im Jahr 2000 auch ins Präsidium des Deutschen Fechter-Bundes gewählt. Nach seiner aktiven Laufbahn war er Vizepräsident Sport zunächst im Nordbadischen, dann im Deutschen Fechter-Bund. Von 2006 bis 2010 war Strigel Leiter des Olympiastützpunkts Tauberbischofsheim, seit 2010 leitet er den Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar.


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6 2 0 2 / 5 2 0 SAISON 2 Fr 16.01 | 20:00 EWE Baskets Oldenburg So 08.02 | 15:00 FC Bayern Basketball Fr 06.03 | 18:30 ALBA BERLIN Sa 21.03 | 18:30 BMA 365 Bamberg Baskets So 29.03 | 15:00 ratiopharm ulm So 05.04 | 15:00 ROSTOCK SEAWOLVES Sa 18.04 | 18:30 MHP RIESEN Ludwigsburg Mo 04.05 | 20:00 SYNTAINICS MBC So 10.05 | 16:30 RASTA Vechta

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Was ändert sich dadurch für Sie oder für Ihr Aushängeschild, das OSP-Team Los Angeles, wie es in dieser Olympiade heißen wird? STRIGEL: Die Sportförderung wurde in den vergangenen Jahren leider immer komplizierter. Es würde ein ganzes Interview brauchen, das im Einzelnen darzulegen. Ich glaube nicht, dass strukturelle Veränderungen auf der großen politischen Bühne unser Tagesgeschäft besonders beeinflussen werden. Am Ende muss trainiert und regeneriert werden; die langfristige physische und psychische Gesundheit sowie die schulisch-berufliche Karriere müssen gesichert sein. Daran ändert sich nichts, und dafür werden die Olympiastützpunkte zu großen Teilen zuständig bleiben – wer soll das sonst zu so niedrigen Kosten leisten? Dieses Kerngeschäft wird seitens Bund, Land und Kommunen aus der öffentlichen Hand finanziert – da gibt es interessanterweise auch keine Fraktion im Bundestag, die das grundsätzlich infrage stellen würde. Das Team Los Angeles der MRN ist ja ein ganz besonderer Baustein: Hier werden Top-Athletinnen und Top-Athleten sehr individuell finanziell unterstützt, wenn es für die Eigenbeteiligungen zu Trainingslagern, für die Miete oder für die Ernährungskosten nicht reicht. Diese individuelle Förderung ist rein privat finanziert, darauf können wir als Region stolz sein. Die Sparkasse Heidelberg, die SAP SE, Capri-Sun und die Dietmar-HoppStiftung unterstützen hier ganz bewusst den nicht-kommerziellen Spitzensport, worüber wir sehr dankbar sind. Auch die BASF, die MVV oder die Manfred Lautenschläger-Stiftung waren früher mal dabei – der olympische Gedanke wird in unserer Region breit getragen. Als OSP-Leiter muss ich mich ständig auf Veränderungen einstellen; vor allem auf Bundesebene wird unser eigentlich einfaches Geschäft „Training–Wettkampf– Leistung“ schon ein bisschen verkompliziert. Am Ende erarbeite ich einen Handlungs- und Finanzplan. Das Entscheidende sind dann die Begründungen und Verhandlungsgespräche mit den politischen Verantwortungsträgern. Hier gilt es, anschlussfähig an deren Systemlogik und Denken zu sein. Also: Kalkulieren und Kommunizieren machen den wichtigsten Teil meines Jobs aus – das ist

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Daniel Strigel und Matthias Zimmermann im Gespräch

vielleicht auch die Antwort darauf, wie mein Lehramtsstudium in Mathematik und Deutsch zusammen mit der Managementausbildung in St. Gallen und der eigenen Spitzensportkarriere für meinen Job qualifiziert. Ich nehme mal an, dass nicht nur die Menschen in politischen Gremien und an Entscheidungspositionen so richtig klar ist, was Leistungssport wirklich bedeutet. Ist es für den Leiter eines Olympiastützpunktes wichtig, selbst über Erfahrungen im Leistungssport zu verfügen? STRIGEL: Es ist vielleicht nicht gänzlich unabdingbar, aber es hilft in der Kommunikation ungemein. Top-Athleten sind sehr sensibel, wenn es darum geht, Vertrauen zu entwickeln; sie bewegen sich ständig in einem absoluten psychophysischen Grenzbereich. Da hilft es durchaus, wenn man selbst jahrelang im Leistungssport unterwegs war und an Olympischen Spielen teilgenommen hat. Ebenso wichtig ist es, sich in politische Entscheidungsträger hineinversetzen zu können; da fehlt mir eigene Erfahrung, denn ich bin nicht parteipolitisch aktiv, kenne die Gremienarbeit nicht von innen. Das habe ich aber, glaube ich, ganz gut gelernt. Die Denkwelt eines politischen Amts- und Entscheidungsträgers ist nicht darauf angelegt, länger als über den Zeitraum von ein paar Jahren hinauszudenken, und man wünscht sich planbare Ergebnisse. Aber der Leistungsaufbau im Sport ist ein Prozess, der mindestens 15 Jahre dauert und mit viel Unvorhersehbarkeit verbunden ist. Für ein zielführendes Gespräch braucht es eine Art „Übersetzer“, der die Leistungssportthemen unseres OSP in einer für Entscheider verständlichen Sprache übermittelt.

Das kann ich – und wenn man das tut, was man kann, findet man auch Gefallen daran. Wenn allerdings die Olympischen Spiele nach Deutschland kommen sollten, ist ein längerfristiges Denken unabdingbar, oder? STRIGEL: Absolut. Eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, wird zunehmend anspruchsvoll. Die Politik und auch das IOC erwarten – aus meiner Sicht völlig zurecht – entsprechende Nachhaltigkeitskonzepte: ökologisch, ökonomisch und sozial. Die Infrastrukturvoraussetzungen müssen frühzeitig in Angriff genommen werden. Für einen positiven Entscheid wäre hilfreich, gute Beispiele in den Vordergrund zu rücken, die dafür stehen, dass Deutschland das auch kann. Aber wenn der politische und der gesellschaftliche Wille wirklich vorhanden sind, könnte das klappen. Inwieweit Olympische Spiele eine nachhaltige Wirkung auf die gesellschaftspolitische Stimmung haben, wird man sehen. Es wird immer schwerer, „die Gesellschaft“ als Ganzes zu adressieren, wie das vielleicht 1972 noch gelungen ist. Heute haben wir es mit einer fragmentierteren Situation zu tun. Deutschland muss meiner Ansicht nach ohnehin auf politischer, struktureller und personeller Ebene die Voraussetzungen schaffen, dass Hochbegabte ihr Leistungspotenzial bestmöglich entfalten können – in allen Handlungsfeldern, auch im Leistungssport. Und das ist zuvorderst eine kulturelle Frage, bei der wir der Leistungsbereitschaft und dem Willen zum Erfolg einen wesentlich höheren Stellenwert einräumen sollten, als ich das momentan erkennen kann. Dass dieses Verständnis von einer Leistungs-


kultur besonders im Lichte bevorstehender Olympischer Spiele im eigenen Land reifen könnte, ist mehr denn je wünschenswert. Jedoch – so sehr mich dieses großartige Event in Deutschland begeistert und ich sehe, welche Hoffnungen allein schon an die Bewerbungsaktivitäten geknüpft sind –, bin ich persönlich mit meinen Erwartungen diesbezüglich eher zurückhaltend. Aber Sie würden sich freuen, wenn Sie am Höhepunkt Ihrer Karriere an Olympischen Spielen zum Beispiel in München dabei sein könnten? STRIGEL: Die Olympiastützpunkte sind für die Trainingsphasen zuständig, und insofern bin ich bei Olympischen Spielen Privatperson und normaler Zuschauer. Natürlich würde ich bei Olympia in Deutschland irgendwie dabei sein, aber ich habe die Chance natürlich auch in Paris wahrgenommen. Da ich meine erste Olympiateilnahme in Sydney hatte, reizt mich auch Brisbane 2032. Es waren ja auch noch nie Olympische Spiele in Indien oder auf dem afrikanischen Kontinent. Vielleicht in Simbabwe, der Heimat unserer neuen IOC-Präsidentin? Dass seit März dieses Jahres mit Kirsty Coventry die erste Frau und die erste Person aus Afrika an der Spitze des IOC steht, setzt durchaus ein Zeichen im Sinne der Olympischen Idee. Insofern: Als Höhepunkt meiner beruflichen Karriere würde ich Olympische Spiele in Deutschland nicht sehen. Aber wenn es gut gemacht ist, dann kann so ein Event Veränderungen in eine Richtung bewirken, die vom Olympischen Geist getragen sind.

An welche Veränderungen denken Sie und woran würden Sie gerne mitwirken wollen? STRIGEL: Ich würde beruflich gerne weiter an einer Rückkehr dorthin mitarbeiten, worum es im Leistungssport eigentlich geht: Training in sehr guten Trainingsgruppen mit sehr guten Trainern in unkompliziert verfügbaren TopTrainingsstätten. Darauf aufbauend eine Nominierung zu Wettkämpfen, bei der die Besten von kompetenten Personen ausgewählt werden – ohne Eigeninteressen derjenigen, die die Nominierungsmacht besitzen. Wir müssen begreifen, dass sportliche Spitzenleistung in Deutschland möglich ist, aber nicht nach dem Prinzip der „Kaderpyramide“, also nicht auf Basis eines einheitlichen Systems, durch das sehr viele High-Potentials geleitet werden mit dem Ziel, dass am Ende diejenigen übrig bleiben, die dem Systemdruck standgehalten haben. Es gibt sehr wohl sportlich hochbegabte junge Menschen in unserer Gesellschaft, denen wir ein Top-Angebot zur Potenzialentfaltung schulden und die uns dann als Leistungspersönlichkeiten viel zurückgeben. Aber es gibt von diesen Menschen in Deutschland eben weniger als in manchen Konkurrenznationen, deswegen kann leistungssportliches Training hierzulande nur hochindividualisiert sein. Von diesen Einsichten hat sich die deutsche Sportförderung leider entfernt. Es wird zu viel akademisiert und bürokratisiert, statt auf die individuelle Situation leistungsfähiger Trainingsgruppen zu schauen. Und – hier sind wir wieder

beim Thema Ihres Magazins – viel Geld wird an der Sache vorbei aufgrund machtpolitischer Interventionen ausgegeben, besonders im Bereich Sportstättenbau. Und kann da eine deutsche Olympiabewerbung helfen? STRIGEL: Möglicherweise ja, aber wenn man nicht aufpasst, dann fehlen Geld und Aufmerksamkeit für die notwendigen Systemveränderungen, weil alles sich auf die Olympiabewerbung oder gar Ausrichtung fokussiert. Das wäre bitter, denn die olympische Idee wird vielmehr im täglichen Streben nach persönlicher Bestleistung verwirklicht. Die Spiele und die Medaillen sind als Ziele unersetzlich, die uns antreiben – aber das Eigentliche passiert im täglichen Training, im Miteinander und in den vielen Wettkämpfen auf dem Weg nach Olympia. Das wird hoffentlich nicht in Vergessenheit geraten. Lieber Herr Strigel, schade, dass die Zeit nun wirklich verflogen ist. An Ihrer Innensicht aus der Welt der Olympischen Bewegung teilhaben zu dürfen, ist für mich spannend und stimmt mich optimistisch. Ihrem Plädoyer für einen bundesweiten und institutionenübergreifenden Neustart bei der Bürokratie, für das Subsidiaritätsprinzip auch in der Organisation des Sports und nicht zuletzt für eine Vertrauenskultur gerade im Hinblick auf eine nachhaltige Begleitung von Karrieren junger Athleten, kann ich mich nur anschließen. Ich wünsche Ihnen dabei gutes Gelingen und vor allem sehr viel Geduld!

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ARBEITS SCHUTZ Psychische Gefährdungsbeurteilung (GBU) – Das müssen Unternehmen jetzt wissen

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ie psychische Gefährdungsbeurteilung ist kein „Nice-to-have“, sondern eine gesetzliche Pflicht – und für viele Unternehmen ein Thema, das lange aufgeschoben wurde, weil es komplex wirkt oder weil im Alltag andere Dinge dringlicher erscheinen. Genau das kann ab 2026 teuer werden.

Im Kern handelt es sich bei der psychischen Gefährdungsbeurteilung um ein Verfahren, das gesetzlich im Arbeitsschutzgesetz verankert ist. Ziel ist es, psychische Belastungen bei der Arbeit systematisch zu erkennen, zu bewerten und daraus Maßnahmen abzuleiten, die Beschäftigte schützen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, einzelne Personen zu „diagnostizieren“ oder private Probleme zu bewerten. Vielmehr steht die Arbeitsgestaltung im Mittelpunkt: Strukturen, Prozesse, Kommunikation, Führung, Rahmenbedingungen. Kurz formuliert lautet die Leitidee: Arbeit darf nicht krank machen – weder körperlich noch psychisch. Dieser Ansatz ist längst Teil moderner Verantwortungskultur, aber er ist eben auch ein verbindlicher Standard, der dokumentiert und im Zweifel gegenüber Behörden nachgewiesen werden muss.

Hintergrund

Dass das Thema an Relevanz gewinnt, hat nicht nur mit Kontrollen zu tun, sondern auch mit der Realität der Arbeitswelt. Psychische Erkrankungen und Belastungen sind seit Jahren auf einem hohen Niveau, mit spürbaren Folgen für Beschäftigte, Teams und ganze Organisationen. Krankheitsbedingte Ausfälle durch psychische Erkrankungen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, ebenso die Ausfalltage. Das verursacht hohe Kosten – für Unterneh-

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Patrick Kutzer führt ZAP Geschäftsführer Dr. Matthias Zimmermann und Daniela Völker, Leiterin Gesundheit und Fitness, die einfache und rechtssichere Lösung von SafeMind vor.

men direkt über Fehlzeiten und indirekt über Produktivitätsverluste, Fluktuation, Rekrutierung, Einarbeitung und eine erhöhte Belastung der verbleibenden Mitarbeitenden. Zudem wirkt sich eine überlastete Arbeitsorganisation häufig auf die Qualität aus: Fehlerhäufigkeit steigt, Konflikte nehmen zu, Motivation sinkt. Wer präventiv handelt, spart daher nicht nur Risiken ein, sondern stärkt Stabilität und Leistungsfähigkeit.

Was ändert sich 2026?

Denn ab dem 01.01.2026 wird die Einhaltung der psychischen Gefährdungsbeurteilung flächendeckender und strenger durch die BG und Unfallkassen kontrolliert. Mindestens fünf Prozent aller Betriebe sollen jährlich kontrolliert werden, wobei ein besonderer Fokus auf dem Vorhandensein, der Dokumentation

und der Qualität der psychischen Gefährdungsbeurteilung liegt. Wichtig ist dabei: Die Pflicht besteht nicht erst ab 2026, sondern bereits seit 2013. Neu ist, dass die Durchsetzung deutlich konsequenter kontrolliert wird. Das bedeutet, dass Unternehmen nicht nur „irgendetwas“ vorlegen müssen, sondern eine nachvollziehbare, strukturierte und wirksame Umsetzung.

Welche Strafen drohen ohne Psychische GBU?

Wer bis dahin nicht vorbereitet ist, riskiert nicht nur organisatorischen Stress, sondern auch handfeste rechtliche Konsequenzen. Bußgelder können gemäß § 25 ArbSchG bis zu 30.000 Euro betragen; in schwerwiegenden Fällen sind sogar strafrechtliche Folgen gemäß § 26 ArbSchG möglich. Wer Lücken hat, kann Auf-


lagen erhalten, Bereiche können untersagt werden, und die Geschäftsführung kann haftbar gemacht werden. Neben den rechtlichen Folgen droht zudem ein Imageschaden, wenn Mitarbeitende oder Behörden den Eindruck gewinnen, dass Gesundheitsschutz nicht ernst genommen wird.

Was zählt als psychische Belastung?

Sehr häufig sind es nicht einzelne extreme Ereignisse, sondern ein dauerhaft ungünstiges Zusammenspiel aus Organisation, Anforderungen und Ressourcen. Typische Belastungsfaktoren können schlechte Arbeitsprozesse und unklare Zuständigkeiten sein, ebenso eine ungünstige Arbeitsorganisation mit ständigem Zeitdruck, Arbeitsverdichtung und fehlenden Pausen. Auch häufige Störungen und Unterbrechungen, Konflikte mit Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen oder externen Ansprechpartnern sowie fehlende Wertschätzung und soziale Isolation spielen eine Rolle. Die Arbeitsumgebung kann ebenfalls Belastungen verstärken, etwa durch Lärm oder

schlechte Lichtverhältnisse. Entscheidend ist: Solche Faktoren lassen sich erkennen, bewerten und durch geeignete Maßnahmen verändern – genau darauf zielt die Gefährdungsbeurteilung ab.

Wie ist der korrekte Ablauf?

Der korrekte Ablauf folgt einem klaren, schrittweisen Vorgehen, das auch von der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie beschrieben wird. Zunächst müssen Tätigkeitsbereiche festgelegt werden, damit die Betrachtung nicht beliebig bleibt. Danach werden psychische Belastungen ermittelt, zum Beispiel durch Befragungen, Workshops oder strukturierte Erhebungen. Anschließend wird beurteilt, welche Gefährdungen daraus entstehen und wo Handlungsbedarf besteht. Darauf aufbauend werden Maßnahmen abgeleitet, umgesetzt und später auf Wirksamkeit geprüft. Ein zentraler Punkt ist die Dokumentation: Sie ist nicht nur „Papier“, sondern der Nachweis, dass systematisch gearbeitet wurde. Da sich Arbeit verändert, muss die Beurteilung außerdem fortgeschrieben werden.

Was sind häufige Fehler bei der Umsetzung?

Häufige Fehler entstehen, wenn psychische Aspekte zugunsten körperlicher Risiken übersehen werden, wenn Mitarbeitende nicht beteiligt sind, wenn die Dokumentation lückenhaft bleibt oder Maßnahmen zwar beschlossen, aber nicht umgesetzt und nachverfolgt werden.

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NEUROLOGIE IM FOKUS

Fotos: UKHD

PARKINSON – Gemeinsam in Bewegung von Andreas Becker, Damian M. Herz und Martin Jakobs

Eine Diagnose, die bewegt – im doppelten Sinn

Wie sich die Krankheit ankündigt

Auch wenn es noch keine Heilung gibt, sind die typischen Symptome mit Erhalt der Lebensqualität lange Zeit gut beherrschbar. Moderne Medizin, gezielte therapeutische Unterstützung, digitale Vernetzung aller Beteiligten und engagierte Gemeinschaften ermöglichen heute lange ein aktives, selbstbestimmtes Leben.

Diese sogenannte Prodromalphase kann Jahre bis sogar Jahrzehnte vor der Diagnose beginnen.

Die Diagnose einer Parkinson-Krankheit ist für viele Betroffene und deren Angehörige zunächst ein Umstand, den es zu verarbeiten gilt. Doch für Menschen mit Parkinson bedeutet die Diagnose bei weiten nicht Stillstand.

Was genau ist Parkinson?

Die Parkinson-Krankheit ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, bei der fortschreitend Nervenzellen im Gehirn ihre Funktion verlieren, die unter anderem. den Botenstoff Dopamin produzieren. Dopamin ist entscheidend für den Erhalt von flüssigen Bewegungen. Bei einem Mangel werden Bewegungen langsamer (Bradykinese), was eines der typischen Symptome der Parkinson-Krankheit darstellt. Etwa 400.000 Menschen in Deutschland leben mit der Parkinson-Krankheit, die meist ab dem 60. Lebensjahr auftritt. In manchen Fällen spielen genetischen Einflüsse (insbesondere in Fällen mit frühem Erkrankungsbeginn) oder Umweltfaktoren eine Rolle bei der Entstehung der Erkrankung. Die Parkinson-Krankheit verläuft sehr individuell und lässt sich über viele Jahre gut behandeln.

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Die Parkinson-Krankheit beginnt schleichend. Schon Jahre vor den typischen Symptomen wie langsamer Bewegungen mit oder ohne das typische Zittern können unscheinbare Anzeichen auftreten: • nachlassender Geruchssinn • Schlafstörungen mit dem Ausagieren von Träumen • depressive Verstimmungen • Störungen der Verdauung

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose erfolgt durch eine Erhebung der Krankengeschichte und einer gründlichen Untersuchung beim Neurologen oder bei der Neurologin. Hierbei ist die Verlangsamung von Bewegungen (Bradykinese) obligates Symptom und muss von mindestens Muskelsteifigkeit (Rigor) oder Zittern (Tremor) begleitet sein. Dazu gibt es eine Reihe von Faktoren, die für oder gegen das Vorliegen der Erkrankung sprechen, die von Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen erhoben werden. Bildgebende Verfahren wie spezielle MRT- oder nuklearmedizinische Untersuchungen können unterstützend eingesetzt werden. Bei jüngeren Patientinnen und Patienten (< 50 Jahre) kann zusätzlich eine genetische Testung erwogen werden.


WEIL ZUHAUSE EIN ORT DER SICHERHEIT IST. Mit unseren zukunftsweisenden Technologien tragen wir bei Abbott dazu bei, dass Parkinson-Patienten heutzutage von jedem Ort aus ihre THS-Therapie anpassen können. Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an und informieren Sie sich über die Möglichkeiten.

Foto: rh2010 – stock.adobe.com

Weitere Informationen unter: neuromodulation.abbott/de

Diese Materialien sind nicht dazu bestimmt, die Beratung oder Informationen Ihres Arztes zu ersetzen. Bei Fragen oder Bedenken hinsichtlich medizinischer Verfahren, Geräte und/oder Ihrer persönlichen Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Abbott Medical GmbH, Helfmann-Park 7, 65760 Eschborn, Germany, +49 6196 77110 © 2025 Abbott. Alle Rechte vorbehalten. MAT-2508668 v1.0 | Dieses Dokument ist für Deutschland zugelassen.


Dr. med. Andreas Becker, Abteilung für Neurologie, SRH-Kurpfalzkrankenhaus, Heidelberg

Dr. Dr. med. Damian M. Herz, Neurologische Klinik, Sektion für Neurodegeneration und Bewegungs-störungen, Universitätsklinikum Heidelberg

Prof. Dr. med. Martin Jakobs, Neurochirurgische Klinik, Sektion stereotaktische und funktionelle Neurochirurgie, Universitätsklinikum Heidelberg

Typische Symptome und Verlauf

Die bekannten motorischen Symptome sind: • Zittern (Tremor) • Muskelsteifigkeit (Rigor) • Verlangsamte Bewegungen (Bradykinese) Sie treten anfangs meist einseitig auf. Später können Gleichgewichtsstörungen mit Gangunsicherheiten hinzukommen. Doch die Parkinson-Krankheit ist mehr als eine Bewegungsstörung. Neben den typischen Symptomen können auch nicht-motorische Symptome auftreten. Zu den genannten Riech-, Schlaf- und Verdauungsproblemen können Blutdruckschwankungen, Muskel- und Gelenkschmerzen, oder Konzentrationsstörungen vorkommen. Physio- und Ergotherapie, aber auch Logopädie sind genauso wichtig wie die medikamentöse Therapie. Die Behandlung der Parkinson-Krankheit ist damit eine Aufgabe vieler Disziplinen.

Prof. Dr. med. Rebecca Schüle, Sektion für Neurodegenerative Erkrankungen und Bewegungsstörungen, Universitätsklinikum Heidelberg

Prof. Dr. Simon Steib, Institut für Sport und Sportwissenschaft, Bewegung, Training und aktives Altern, Universität Heidelberg

Bewegung ist Medizin

Ob Tanzen, Tischtennis oder Nordic Walking, mindestens 120 Minuten körperliche Aktivität in der Woche ist eine der wirksamsten Therapien. Physiotherapie hilft, Beweglichkeit und Gleichgewicht zu erhalten und Stürzen vorzubeugen. Ergotherapie unterstützt bei Alltagsaktivitäten wie Essen zubereiten, Schreiben oder die tägliche Hygiene. Logopädie stärkt Sprech- und Schluckfunktion. In Selbsthilfegruppen oder Vereinen finden Menschen mit Parkinson und deren Angehörige Austausch, Informationen und das Gefühl, nicht allein zu sein. Gemeinsame Aktivitäten schaffen Motivation und sichern die soziale Kompetenz.

Medikamentöse Therapie

Neben der Bewegung sind Medikamente ein weiterer Pfeiler in der Therapie. Die Vorstufe des Dopamins oder Medikamente, die in der Lage sind im Gehirn wie Dopamin zu wirken werden eingesetzt. Andere Medikamente verhindern im Gehirn den Abbau des Dopamins. Allen Strategien ist gemein, dass Beweglichkeit verbessert wird und die Lebensqualität über Jahre erhalten bleibt. Zu Beginn ist eine reine Behandlung mit Tabletten möglich. In dieser Phase können zusätzlich spezielle Wirkstoffe auch über ein Pflaster kontinuierlich verabreicht werden.

Bei der Visite werden wichtige Befunde in der Behandlung von an Parkinson erkrankten Menschen besprochen und die Therapie geplant.

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Ist in dieser Phase eine gute motorische Wirksamkeit über den gesamten Tag sicher, kommt es im Laufe der Jahre meist zu Fluktuationen, bei denen die Motorik über den Tag


schwankt (sog. Wirkfluktuationen). Auch hier kann die Neurologie noch mit Medikamenten unterstützen. Zur Verfügung stehen weitere Darreichungsformen wie Inhalationssprays oder Pens zur Selbstinjektion. Die Dosis und Kombination werden individuell angepasst. Wenn aber mehr als 5 Einnahmezeitpunkte pro Tag nötig sind und über mehr als zwei Stunden am Tag Phasen schlechter Beweglichkeit auftreten oder sich für mehr als eine Stunde unfreiwillige Bewegungen entwickeln, muss ein ParkinsonFachzentrum aufgesucht werden. (sog. 5-2-1 Regel). Nun wird geprüft, welche weiterführenden Behandlungen infrage kommen.

Neue Forschungsansätze wie Gen- und Zelltherapien zielen darauf ab, nicht nur Symptome zu lindern, sondern die Erkrankung selbst in ihrem Verlauf positiv zu beeinflussen. In ersten Studien werden spezielle Wirkstoffe oder Zellen direkt in betroffene Hirnregionen eingebracht, um die Dopaminproduktion wieder anzuregen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis solche Therapien zur Routine werden, doch sie zeigen, dass der Weg in eine Zukunft mit weiteren Behandlungsoptionen eingeschlagen ist.

Therapie bei fortgeschrittener Krankheit

Sind Tabletten nicht mehr ausreichend, um motorische und nicht-motorische Symptome so zu behandeln, dass Alltagsaktivitäten im vollen Umfang möglich sind, sprechen wir von einer fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit. In dieser Phase helfen geräteunterstützte Therapien: • Pumpensysteme geben Medikamente kontinuierlich unter die Haut oder direkt in den Dünndarm ab. So bleibt der Wirkstoffspiegel stabiler. Tabletten können sogar überflüssig werden. Die Pumpen werden außen am Körper getragen und müssen von den Betroffenen oder deren Angehörigen regelmäßig mit Medikament befüllt werden. • Tiefe Hirnstimulation (THS) bietet ebenfalls den Menschen mit Parkinson eine Möglichkeit, Beweglichkeit und Lebensqualität zurückzugewinnen. Dabei werden millimeterdünne Elektroden zielgenau in bestimmte Hirnregionen eingesetzt, die über einen kleinen implantierten Schrittmacher unterhalb des Schlüsselbeins gesteuert werden. Sowohl für die Pumpentherapie als auch für die tiefe Hirnstimulation ist ein stationärer Aufenthalt notwendig. Der operative Eingriff ist heute ein sehr schonender Eingriff. Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert in der Regel nur noch wenige Stunden. Wachheit während der Operation ist heute nicht mehr nötig. Die Schrittmacher sind zudem kleiner, wiederaufladbar und kaum sichtbar. Welche dieser Therapien die geeignete ist, wird gemeinsam mit spezialisierten Neurologinnen oder Neurologen besprochen.

Forschung mit Zukunft: Hoffnung auf Heilung

Die Parkinson-Forschung macht große Fortschritte. So kann die THS z. B. von zuhause aus über virtuelle Sprechstunden angepasst werden und neue Stimulatoren sind dazu in der Lage sich über Messungen der Hirnaktivität selbst anzupassen (adaptive THS).

Interdisziplinärer Austausch zwischen Ärzt:innen, Pflegenden und Therapeuten ist essenzieller Bestandteil in der Behandlung von an Parkinson erkrankten Menschen

Parkinson-Netzwerke und Unterstützung

Die Diagnose einer Parkinson-Krankheit betrifft auch die nächsten Angehörigen, den Freundeskreis und das berufliche Umfeld. Umso wertvoller sind regionale Netzwerke, die alle Betroffenen von Beginn der Diagnose begleiten und zu einer nahtlosen Versorgung beitragen. Unser regionales Parkinsonnetzwerk Rhein-Neckar Plus bringt stationäre und ambulante Einrichtungen, Therapiepraxen, Apotheken, Sportvereine und Selbsthilfegruppen zusammen. Bundesweit engagiert sich Ihr Parkinson-Netzwerk auch deutschlandweit im Verein Parkinson Netzwerke Deutschland e. V. Ziel ist es, Menschen mit Parkinson professionell, individuell, abgestimmt und wohnortnah die Hilfe zukommen zu lassen, die zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität in jeder Lebenssituation notwendig ist.

Fazit

Die Parkinson-Krankheit ist eine komplexe, aber gut behandelbare Erkrankung. Mit Medikamenten , Bewegung, moderner Technik und einem starken Versorgungsnetzwerk lässt sich Lebensfreude erhalten – und jeden Tag neugestalten.

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PARTNER UNTERNEHMEN

Spendenübergabe anlässlich des 65-jährigen Firmenjubiläums

Netzwerk schafft Vertrauen Elektro-Technik Werner Münch GmbH

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ür René Kolb ist dieser Satz weit mehr als ein Leitspruch – er beschreibt eine Haltung. In seinem beruflichen, ehrenamtlichen und sozialen Engagement zeigt sich immer wieder, wie tragfähig Beziehungen werden können, wenn Verlässlichkeit, Einsatzbereitschaft und Verantwortung zusammenkommen.

Theodor-Gesellschaft e. V., die sich der Pflege des kulturellen Erbes und wohltätigen Zwecken widmet. Oberbürgermeister Matthias Steffan übernahm nicht nur die Schirmherrschaft, sondern stellte das Kurfürstenpaar auch offiziell unter die Obhut der Stadt – ein Zeichen des gegenseitigen Vertrauens.

Doch dieses Engagement ist nur ein Teil eines weit verzweigten Netzwerks. René Kolb unterstützt zahlreiche Vereine und Institutionen der Region, darunter die Aktion für krebskranke Kinder e. V. Heidelberg, Sport- und Kulturvereine sowie das Stadtmarketing Schwetzingen e. V.. Als Sponsor bringt er sich nicht nur

Der Geschäftsführer der Elektro-Technik Werner Münch GmbH in Ketsch engagiert sich seit vielen Jahren in Schwetzingen und der gesamten Region. Besonders sichtbar wurde dieses Engagement 2024, als René Kolb gemeinsam mit seiner Partnerin Franziska Schulz das Kurfürstenpaar Carl Theodor und Elisabeth Auguste verkörperte. Mit Leidenschaft und historischem Bewusstsein erinnerten sie an den Kurfürsten, der Schwetzingen einst als Sommerresidenz prägte und dessen Wirken bis heute das Stadtbild bestimmt. Anlässlich des 300. Geburtstags von Carl Theodor wurde dieses historische Erbe in Schwetzingen groß gefeiert. Aus diesem Engagement heraus gründeten René Kolb und Franziska Schulz die Carl-

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Classic Gala 2024


Das Team der Elektro-Technik Werner Münch GmbH.

finanziell ein, sondern stellt bei Veranstaltungen wie dem „Spargelsamstag“ oder dem „Schwetzinger Herbst“ auch die komplette elektrotechnische Infrastruktur bereit. Gemeinsam mit Stadtmarketing-Geschäftsführer Oliver Engert entstand so über Jahre hinweg eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich bei renommierten Events wie der Classic Gala oder den SWR Festspielen fortsetzt. Dieses Netzwerk reicht bis nach Nußloch ins ZAP: Oliver Engert absolvierte sein Studium in der dort ansässigen Sportmanagement-Agentur GSM mbH. Die bis heute gepflegten Kontakte mündeten schließlich auch im Engagement von René Kolb beim MLP Cup – ein weiteres Beispiel dafür, wie nachhaltige Beziehungen neue Projekte ermöglichen.

Unternehmergeist mit Tradition

Auch das berufliche Wirken von René Kolb ist Teil dieses Netzwerks – und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Als 1960 Telefon und Fernseher noch keineswegs selbstverständlich waren, gründete Elektromeister Werner Münch in der Brühler Hauptstraße einen kleinen Elektroinstallationsbetrieb. Aus dem EinMann-Unternehmen entwickelte sich über Jahrzehnte ein erfolgreicher mittelständischer Spezialbetrieb der Metropolregion Rhein-Neckar. Von Anfang an galt dabei ein klares Prinzip: offen für neue Technologien zu sein und Lösungen zu finden, wo andere Grenzen sahen – „Geht nicht, gibt es nicht“.

Mitte der 1980er-Jahre wurde der Betrieb in eine GmbH umgewandelt. 1992 trat Elektromeister Rudolf Jung als geschäftsführender Gesellschafter ein und führte das Unternehmen gemeinsam mit dem Gründer erfolgreich weiter. Nach dessen Rückzug aus der Geschäftsleitung 1998 setzte Jung konsequent auf Innovation: Gebäudesystemtechnik, Bus-Systeme und smarte Gebäudeautomation wurden früh zu Schwerpunkten – lange bevor sie zum Standard wurden.

Wachstum durch Vertrauen

2012 trat René Kolb als gleichberechtigter Geschäftsführer in das Unternehmen ein. Mit ihm begann eine Phase der Modernisierung und Expansion: Das Ladengeschäft wurde ausgegliedert, 2014 folgte der Umzug in größere Räumlichkeiten nach Ketsch. Gleichzeitig rückte die Wertschätzung der Mitarbeitenden stärker in den Fokus. 2016 ehrte das Unternehmen erstmals langjährige Beschäftigte im Rahmen einer großen Feier. Besonders in der Pandemie zeigte sich die Stärke des Teams: Als Berufsschulen ausfielen, wurde kurzerhand ein Büro zum Klassenzimmer umfunktioniert. Geschäftsleitung und Meister übernahmen selbst den Unterricht, um den Auszubil-

denden einen erfolgreichen Abschluss zu ermöglichen. Nach dem Ruhestand von Rudolf Jung Ende 2021 führt René Kolb das Unternehmen allein weiter. Mit neuen Fachkräften, klaren Strukturen und kontinuierlichen Fort- und Inhouse-Schulungen bleibt der Betrieb technisch am Puls der Zeit – getreu René Kolbs Motto: „Geht nicht – gibt es nicht.“

Verantwortung über das Unternehmen hinaus

2025 feierte die Firma ihr 65-jähriges Bestehen. Gleichzeitig blickt Monteur Uwe Walch auf 40 Jahre Betriebszugehörigkeit zurück – eine Treue, die offiziell durch den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und den Präsidenten der Handwerkskammer gewürdigt wurde. Auch dieses Jubiläum wurde mit sozialem Engagement verbunden: 1.651 Euro kamen für die Aktion für krebskranke Kinder e. V. Heidelberg zusammen. Heute steht die Elektro-Technik Werner Münch GmbH für Verlässlichkeit, Kompetenz und Innovationsbereitschaft – und für ein Verständnis von Erfolg, das auf Beziehungen beruht.

Elektro-Technik Werner Münch GmbH Lausitzer Straße 9 • 68775 Ketsch

Tel.: 06202 71189 • kontakt@elektromuench.de www.elektromuench.de

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SPORT & SEHEN

Annalena Heck Augenoptikerin

Klare Sicht, maximales Sporterlebnis – bei Optik Dieterich in Heidelberg Optik Dieterich über das Sehen beim Sport

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eit über 90 Jahren am FriedrichEbert-Platz in der Plöck verankert, verbindet Optik Dieterich die Tradition des Augenoptikhandwerks mit modernem Style und erstklassiger Beratung. Mit freundlichem Service und technischer Expertise schenkt das Team seinen Kunden durch komfortables Sehen mehr Lebensfreude. Besonders im Sport ist gutes Sehen eine Grundvoraussetzung für Spitzenleistungen, Sicherheit und Spaß!

Merkmale einer guten Sportbrille

Mit Sportbrillen schützen Sie Ihre Augen vor Sonne, Wind, Staub, Regen und Insekten. UVA-, UVB-, und UVC-Strahlung hat ebenfalls keine Chance mehr. Dabei sind die Anforderungen je nach Sportart verschieden: Fahrradfahren, Wandern, Skifahren, Golf, Tennis, Fitness-Training – all diese Aktivitäten stellen verschiedene Brillen vor besondere Aufgaben.

Optik Dieterich am Friedrich-Ebert-Platz 1 in Heidelberg

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Sportbrillen für alle Fälle

Eine Sportbrille muss viele Anforderungen erfüllen. Sie muss einen hohen Tragekomfort bieten und leicht sein, zugleich aber robust. Bei großer körperlicher Anstrengung sorgt eine ausreichende Luftzirkulation dafür, dass die Sicht klar bleibt.

Optisch unterscheiden sich die sportlichen Begleiter ebenfalls von klassischen Brillen. Sie liegen oft näher am Gesicht an, haben eine ergonomische Form und häufig gewölbte Gläser, die ein großes Sichtfeld bieten. Und vor allem muss eine Sportbrille eines sein: flexibel.


evil eye Sportbrillen

Beste Sicht und Passform – Made in Austria Evil eye Sportbrillen überzeugen durch innovative Technologien, erstklassiger Qualität und einem harmonischen Design. Mit vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten passen sich diese Modelle jeder Kopfform und Sportart an, bieten einen sicheren und bequemen Sitz während des Sports und können nach Bedarf mittels einer optischen Verglasung mit Ihrer Sehstärke versehen werden.

fort, sondern auch für Langlebigkeit. Die durchgängige Produktionskette im „Silhouette International Lens Lab“ in Linz gewährleistet dabei höchste Standards und Qualitätskontrolle.

Entdecken Sie die neueste Kollektion von evil eye Sportbrillen bei Optik Dieterich und erhalten Sie kompetente Beratung zu den spezifischen Anforderungen für Ihre Sportart. Erleben Sie Sportbrillen, die nicht nur technisch überzeugen, sondern auch stilvoll Ihren sportlichen Aktivitäten gerecht werden.

Hergestellt aus dem ultraleichten und extrem robusten PPX®️-Material stehen die Brillen nicht nur für Tragekom-

Kontaktlinsen – eine praktische Alternative zur Brille

Entdecken Sie die praktische Alternative zur Brille mit Kontaktlinsen von Optik Dieterich! Kontaktlinsen ermöglichen uneingeschränkte Bewegungsfreiheit, einen stabilen Sitz ohne störende Brillenfassung und sind dabei unauffällig. Schluss mit beschlagenen Gläsern – Kontaktlinsen sorgen für klare Sicht in jeder Situation. Geeignet für eine Vielzahl von Sportarten bieten sie Komfort und Flexibilität in einem.

Die Entscheidung zwischen Brille und Kontaktlinsen hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter beispielweise die Sportart, der Aufbau Ihrer Augen sowie auch die persönlichen Präferenzen. Das Team berät Sie gerne, um Sie über die Vor- und Nachteile von Sportbrillen und Kontaktlinsen zu informieren. Gemeinsam finden Sie die optimale Sehhilfe, die Ihren individuellen Anforderungen entspricht und zu Spitzenleistungen, Sicherheit und Spaß in Ihrer Sportart führt.

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Tausche Wohnfläche gegen Lebensqualität Sich im Ruhestand neu orientieren im Augustinum Heidelberg

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er ins Augustinum Heidelberg zieht, entscheidet sich für mehr als eine neue Adresse – nämlich für ein Leben in guter Gesellschaft, in herrlicher Lage und mit spürbarer Entlastung im Alltag. Hier, am sonnigen Hang des Emmertsgrunds, verbinden sich Natur, Weitblick und ein sicheres Zuhause zu einer Lebensqualität, die viele bereits beim ersten Besuch begeistert. Die Seniorenresidenz liegt eingebettet im Grünen, mit einem beeindruckenden Ausblick über das Rheintal bis hin zum Pfälzer Wald – ein Panorama, das im Alltag Ruhe, Inspiration und Freude schenkt. Gleichzeitig genießen die Bewohnerinnen und Bewohner die Vorteile eines komfortablen, modernen Wohnumfelds. Die Appartements gibt es in verschiedenen Größen – vom kompakten Ein-Zimmer-Appartement bis zur großzügigen Drei-Zimmer-Wohnung, die ausreichend Platz für persönliche Erinnerungsstücke und neues Wohngefühl bietet.

„Das Leben hier beginnt nicht mit Verzicht, sondern mit neuen Möglichkeiten“, sagt Martin Bell, Interessentenberater im Augustinum Heidelberg. Denn wer sich räumlich verkleinert, gewinnt in anderer Hinsicht dazu: ein vielfältiges Kultur- und Veranstaltungsangebot im hauseigenen Theatersaal, ein offenes Haus mit Bibliothek, Einkaufsladen, Restaurant und Foyer – und eine lebendige Hausgemeinschaft, die Raum für Rückzug wie auch für Austausch lässt. Für die eigene Fitness stehen zudem ein Schwimmbad und ein modern ausgestatteter Fitnessraum zur Verfügung. Regelmäßige Kurse und Aktivitäten fördern zusätzlich Bewegung, Begegnung und Wohlbefinden. Zugleich sorgt das engagierte Team vor Ort dafür, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner gut begleitet fühlen. „Wir unterstützen – je nach Wunsch – bei all den großen und kleinen Aufgaben des Alltags“, so Herr Bell weiter. Dieser entlastende Rahmen schafft Freiraum für persönliche Interessen, Engagements, kulturelle Ausflüge oder einfach für entspannte Nachmittage auf dem eigenen Balkon. Das Wohnen im Augustinum Heidelberg ist dabei oft günstiger, als viele zunächst erwarten – schon ab 2.028 € im Monat. Dieser Preis umfasst bereits viele Leistungen des Hauses, welche die Bewohner von Anfang an entlasten, z. B. eine regelmäßige Appartement-Reinigung und ein tägliches Mittag- oder Abendessen. So bleibt mehr Zeit für Hobbys, Freundschaften und das, was wirklich wichtig ist. Bei pflegerischem Unterstützungsbedarf erfolgt die Betreuung im Appartement – vertraut, würdevoll und in der eigenen Umgebung. Wenn Sie mehr über unser Konzept des Betreuten Wohnens Plus erfahren möchten, rufen Sie uns gerne an unter Tel. 06221 388 – 806. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

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Betreutes Wohnen Plus an der Badischen Bergstraße Das Augustinum Heidelberg verkörpert eine besondere Art des Lebens im Alter: Selbstbestimmt mit größtmöglicher persönlicher Freiheit und dabei abgesichert durch umfangreiche Serviceleistungen. Dieses Betreute Wohnen Plus ermöglicht Unabhängigkeit bis ins hohe Alter. Weitere Informationen und die Termine unserer Hausführungen erhalten Sie unter Tel. 06221 388-806 Wir freuen uns auf Ihren Anruf! Augustinum – Sie entscheiden.

Augustinum Heidelberg Jaspersstraße 2 69126 Heidelberg Tel. 06221 388-806 www.augustinum.de


RACKET SPORT Vom Schulhof zum Weltsport Squash erlebt ein bemerkenswertes Comeback von Dominik Hartmann, Squashclub Wiesloch

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quash ist eine dieser Sportarten, die man kaum vergisst, wenn man sie einmal erlebt hat: schnell, intensiv, taktisch – und gleichzeitig überraschend zugänglich. Heute gilt Squash wieder als moderner Fitmacher und als Sport mit internationalem Glanz. Doch bevor mobile Glas-Courts zwischen Pyramiden und Bahnhöfen aufgebaut wurden und bevor Squash 2028 endlich olympisch wird, begann alles erstaunlich unspektakulär. Auf einem Schulhof, mit ein paar neugierigen Schülern und einem weichen Ball, der das Spiel für immer verändern sollte. Wie sich daraus eine weltweite Erfolgsgeschichte entwickelte zeigt ein Blick auf die faszinierende Vergangenheit und die kraftvolle Gegenwart dieses Sports.

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Ursprünge im 19. Jahrhundert: Eine Schulhofidee wird zum Sport

Die Wurzeln des Squash liegen im 19. Jahrhundert an der traditionsreichen Harrow School in London. Schüler spielten dort ein Rückschlagspiel gegen die Mauern ihres Schulhofs – eine Weiterentwicklung älterer Disziplinen wie „Rackets“ oder „Fives“. Entscheidend war eine einfache Beobachtung: Ein weicherer Ball, der sich beim Aufprall „squasht“, also zusammendrückt, verlängert die Ballwechsel und macht das Spiel deutlich dynamischer. Aus diesem Zufall entstand nicht nur der Name, sondern auch ein völlig neuer Sport.

Squash in Deutschland – vom Boom zur Neuorientierung

In Deutschland feierte Squash seinen großen Boom in den 1980er- und 90erJahren. Squashhallen entstanden überall, die Courts waren voll, und die Matches hart umkämpft. Doch wie viele Trendsportarten erlebte auch Squash eine Phase der Konsolidierung. Gegen Ende der 90er-Jahre verschwanden reine Anlagen oder wurden in Fitnessstudios integriert. Genau in dieser Zeit begann die Geschichte unserer Region. 2002 zog der Squashclub Wiesloch – bereits damals eine bekannte Adresse für ambitionierte Spieler – ins ZAP nach Nußloch. Ein Glücksgriff, wie sich später zeigte. Heute stehen dort fünf Courts zur Verfügung,


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die die gesamte Rhein-Neckar-Region abdecken. Kein anderer Standort bietet eine vergleichbare Infrastruktur. Besonders bemerkenswert: Trotz sportlicher Flaute und der Herausforderungen der Corona-Jahre ließ sich der Verein nie entmutigen. Im ZAP entstand aus einer Sportart, die viele Jugendliche kaum noch kannten, wieder ein echtes Erlebnis. Mittlerweile trainieren 18 junge Spielerinnen und Spieler regelmäßig – motiviert, ehrgeizig und mitten im Wettkampfgeschehen. Ein Jugendtraining, das vor wenigen Jahren kaum denkbar gewesen wäre.

Das internationale Comeback – und 2028 der Schritt zu Olympia

Während Squash hierzulande leiser wurde, legte die internationale Szene ein beeindruckendes Tempo vor. Mobile Glas-Courts entstanden plötzlich an spektakulären Orten weltweit: vor den Pyramiden von Gizeh, im Hafen von Hongkong oder im Grand Central Terminal in New York. Das Bild des Sports veränderte sich – Squash wurde modern, fotogen und wieder medienwirksam. Und dann wurde ein jahrzehntelanger Traum Realität: 2028 feiert Squash seine olympische Premiere in Los Angeles. Endlich bekommt die Sportart die Bühne, die sie verdient – schnell, intensiv und global verständlich. Wer die modernen Glas-Courts sieht, erkennt sofort: Das ist längst kein Spiel mehr zwischen vier Wänden, sondern Hochleistungssport auf Weltklasse-Niveau.

Der Squashclub Wiesloch – ein Verein mit Haltung und Herzblut

Mitten in dieser weltweiten Entwicklung spielt unser regionaler Verein eine kleine, aber bedeutsame Rolle. Der SC Wiesloch ist mehr als ein Sportclub – er verkörpert Squashkultur in der Region. 78 Mitglieder, davon 45 aktive Spielerinnen und Spieler: ein Mix aus Jugendlichen, Hobbyathleten, ehemaligen Bundesligaprofis und langjährig Engagierten. Sportlich ist der Verein solide aufgestellt: Bezirksliga-Meisterschaften, LandesligaErfolge, Jugendtitel und Spieler wie Matej Sir, Simone Luca, Harry Müller oder Thomas Schrörs zeigen die Breite und Qualität des Fundaments.

Doch das Besondere an diesem Verein ist nicht nur die sportliche Bilanz. Wer beim Training dabei war, spürt schnell: Der SC Wiesloch ist ein Treffpunkt, ein Ort des Miteinanders. Nach intensiven Ballwechseln geht es gemeinsam in die Sauna, an die Theke des Restaurants Amici oder spontan in ein kleines, internes Turnier. Genau diese Mischung aus Ehrgeiz und Leichtigkeit macht den Club so einzigartig.

Warum Squash gerade jetzt wieder begeistert

Vielleicht liegt es daran, dass Beweglichkeit und Fitness heute wichtiger sind denn je. Vielleicht daran, dass viele Menschen Sportarten suchen, die schnell, effizient und zugleich gesellig sind. Oder daran, dass Squash durch moderne Präsentation endlich die Aufmerksamkeit erhält, die ihm lange gefehlt hat. Squash verbindet Cardio, Koordination, Taktik und Spielfreude in einem – ohne aufwendige Vorbereitung, ohne komplizierte Regeln. Reingehen. Spielen. Schwitzen. Lachen. Wiederkommen. Das ZAP bietet dafür die perfekte Bühne: moderne Courts, viel Raum und eine Community, die neue Gesichter wirklich willkommen heißt.

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Neugierig? Einfach ausprobieren!

Wer Lust hat, Squash auszuprobieren, ist beim SC Wiesloch genau richtig. Die Trainingszeiten sind flexibel, das Niveau bunt gemischt, der Einstieg jederzeit möglich – egal ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder ambitionierter Wettkämpfer. Und wer weiß? Vielleicht sitzt 2028 jemand aus unserer Region vor dem Fernseher, sieht die ersten olympischen Squash-Matches und denkt sich mit einem Lächeln: „Das müsste ich auch mal wieder spielen.“

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ES WAR EINMAL ...

Fauli und das Geheimnis der fröhlichen Sportferien von Jaqueline Kolb, ZAP Sport & Spiel

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n einem friedlichen Winkel des ZAP, zwischen dem Glitzern des Wassers und dem Rascheln der Bäume, lebte ein außergewöhnlich gemütliches Faultier namens Fauli. Sein Lieblingsplatz war hoch oben auf einem Ast, von dem aus er die Welt entspannt betrachten konnte. Dort döste er, träumte und ließ die Zeit vergehen, als wäre sie aus weichem, warmem Licht gemacht.

Von diesem Moment an begann Faulis aufregende Reise durch Sportarten aller Art: Fußball, Badminton, Tennis, Hockey, Koordinationsspiele und kleine Wettbewerbe, die den ganzen Raum erfüllten. Zwar bewegte sich Fauli langsamer als die anderen, doch auf seine ganz eigene Art – bedächtig, elegant und immer mit einem langgezogenen, zufriedenen „Jaaaaaaa!“, wenn ihm etwas gelang.

Doch an diesem besonderen Morgen geschah etwas, das seine ruhige Welt sanft durcheinanderwirbelte. Ein farbenfroher Schmetterling flatterte aufgeregt um seinen Baum und rief: „Fauli! Aufwachen! Heute beginnt das große Abenteuer!“

Später, in der freien Spielzeit, sprudelten die Ideen nur so hervor: Squash, Basketball, Fangball, Gefängnisball und unzählige weitere Spiele, die sich die Kinder mit leuchtenden Augen aussuchten. Fauli beobachtete, probierte aus, staunte und freute sich über all die bunten Momente, die sich um ihn herum entfalteten.

Fauli blinzelte langsam. „Ein Abenteuer? Für mich?“ „Die Sportferien! Eine ganze Woche voller Spiele, Überraschungen und neugieriger Kinder!“ Ein Kribbeln durchfuhr Fauli, und so machte er sich – so schnell ein Faultier eben kann – auf den Weg, dem Sonnenschein entgegen und hinein in einen Tag voller Möglichkeiten. Als er die Sporthalle erreichte, schlug ihm ein lebendiges Durcheinander entgegen. Kinder liefen, sprangen, lachten, und die Energie in der Luft war beinahe greifbar. Ein Übungsleiter mit einem strahlenden Lächeln winkte ihm fröhlich zu. „Fauli! Wie schön, dass du da bist!“

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Gegen Mittag folgten alle ihren knurrenden Bäuchen ins Restaurant Amici. Dort wartete ein frisch gekochtes Essen, das nach Wärme und Lieblingsmomenten roch, begleitet von einem bunten Obst- und Gemüsekorb. Fauli schnappte sich einen knackigen Apfel, biss hinein und rief begeistert: „Damit schaff ich heute bestimmt noch eine Runde mehr!“ Nach dem Essen begann ein kreativer Zauber, der sich überall im ZAP ausbreitete. Die Kinder malten farbenfrohe Bilder, erfanden neue Spiele, bauten kleine Welten aus Matten, puzzelten, hörten Musik oder lösten knifflige Sudokus. Fauli schaukelte gemütlich von einer Station zur nächsten und staunte über die Fantasie, die in jedem Winkel aufblühte.


Am frühen Nachmittag ging es zurück in die Halle. Es wurden Aufschläge geübt, Wettkämpfe ausgetragen, Bewegungsaufgaben gemeistert und neue Sportarten ausprobiert. Jeden Tag warteten andere Herausforderungen, und Fauli spürte: Man muss nicht schnell sein, um Freude an Bewegung zu haben. Jeder bewegt sich in seinem eigenen Rhythmus – und das ist gut so. Zwischendurch füllte er seine Trinkflasche am Wasserspender auf, denn selbst ein gemütliches Faultier braucht genug Wasser für so viele Eindrücke. Besonders liebte Fauli die Aufgaben, die nur gemeinsam gelöst werden konnten. Es wurden Dominobrücken gebaut, Rätsel entschlüsselt, Staffeln gelaufen und Schatzkarten Stück für Stück zusammengesetzt. Hier konnte Fauli seine größte Stärke zeigen: Geduld. „Nicht rennen – erst überlegen“, schlug er vor. Und tatsächlich: Sein Team löste die Schatzsuche, weil es ruhig blieb und miteinander dachte. Am Ende des Tages versammelten sich alle Kinder noch einmal in der großen Halle. Mit lauten Stimmen riefen sie die schönsten Erlebnisse aus: „Der Fußballparcours!“, „Die freien Spiele!“, „Das Basteln!“, „Das Mittagessen!“ – so viele glückliche Erinnerungen, dass sie kaum in einen einzigen Tag passten. Fauli lächelte zufrieden. Müde war er, ja – aber jede Müdigkeit fühlte sich warm und richtig an. Nachdem die Kinder von ihren Eltern abgeholt wurden, kletterte Fauli gemütlich zurück auf seinen Lieblingsbaum. „Weißt du“, sagte er zu dem Schmetterling vom Morgen, „Sportferien sind gar nicht so anstrengend, wie ich dachte – sie sind richtig toll.“ Der Schmetterling nickte und antwortete: „Und morgen wartet schon das nächste Abenteuer.“ Fauli gähnte – aus purer Vorfreude.

So endete der erste Tag der Sportferien mit vielen lachenden Kindern, einem glücklichen Faultier und der Erkenntnis: Bewegung macht Freude, ganz gleich, wie schnell man ist. Und das Schönste: Die Termine für die nächsten Sportferien stehen bereits fest, und die Anmeldung hat schon begonnen. Wer Fauli wieder begleiten möchte, sollte sich rechtzeitig seinen Platz sichern. Alle Infos zu den ZAP Sportferien und die Buchung finden Sie auf der ZAP Internetseite oder direkt mit dem QR-Code.

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KINDER SPORT Ballschultag 2025: Ein Vormittag voller Freude und Bewegung von Jaqueline Kolb, ZAP Sport & Spiel

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chon früh am Morgen füllte sich das ZAP mit neugierigen Blicken, erwartungsvollen Kinderaugen und fröhlichem Lachen. Kaum waren die Türen geöffnet, verwandelte sich unsere Badmintonhalle in ein pulsierendes Bewegungszentrum – ein Ort voller Energie, Begeisterung und echter Entdeckerlust. Der Ballschultag bot Familien auch im Jahr 2025 die Gelegenheit, das vielseitige Konzept der Ballschule Heidelberg kennenzulernen und gemeinsam richtig aktiv zu werden. Schon beim Ankommen lag eine spürbare Aufregung in der Luft: Von 18 Monaten bis acht Jahren waren kleine wie große Bewegungstalente vertreten, die kaum abwarten konnten, loszulegen. Die Halle war in unterschiedliche Erlebnisbereiche aufgeteilt, sodass jedes Kind – unabhängig von Alter oder Entwicklungsstand – seinen ganz persönlichen Zugang zur bunten Welt der Bewegung fand. Während die Jüngsten mit glänzenden Augen ihre ersten motorischen Erfahrungen sammelten, begeistert kletterten, rutschten und balancierten, stürzten sich die älteren Kinder mutig in vielfältige Ball-, Geschicklichkeits- und Koordinationsspiele. Immer wieder konnte man beobachten, wie Kinder völlig in ihren Aufgaben versanken, Neues ausprobierten und über sich hinauswuchsen – begleitet von stolzen Blicken und motivierenden Worten ihrer Eltern. Ein besonderes Highlight war erneut der beliebte „ZAP-Zehnkampf“. An verschiedenen Stationen konnten die Kinder Punkte sammeln und sich am Ende über kleine Preise freuen. Doch viel wertvoller als Urkunden und Geschenke waren die strahlenden Gesichter, die zeigten, wie viel Freude Bewegung machen kann – und wie stolz man sein darf, wenn man etwas geschafft hat. Der Ballschultag zeigte eindrucksvoll: Bewegung ist ein elementarer Baustein einer gesunden Kindheit. Und noch mehr – in Kombination mit ausgewogener, bewusster Ernährung bildet sie eine starke Basis für körperliche und geistige Entwicklung. Wer sich regelmäßig bewegt, sammelt wichtige Erfahrungen, stärkt sein Selbstbewusstsein, schärft seine Wahrnehmung und legt den Grundstein für einen aktiven Lebensstil. Zusammen mit gesunder Ernährung entsteht so ein kraftvoller Start in ein gesundes Leben. Besonders schön: Der Ballschultag ist nur einer von vielen aktiv erlebbaren Tagen im ZAP. Kinder können bei uns das ganze Jahr über Neues ausprobieren und unterschiedliche Bewegungsformen kennenlernen – sei es beim Ballschultag, beim großen Kids Day oder in unseren regelmäßigen Ballschulkursen. Die stetig wachsende Nachfrage zeigt, wie groß das Bedürfnis nach frühen, spielerischen Bewegungsangeboten ist. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Ballschultag – und auf viele weitere kleine und große Entdecker, die mit Neugier, Mut und ganz viel Spaß in die Welt der Bewegung eintauchen!

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allo liebe Impuls-Leserinnen und -Leser,

mein Name ist Hannah Schneider, und seit Mitte April darf ich das Team des ZAP als Empfangsmitarbeiterin unterstützen. Es ist mir ein großes Anliegen, mit Offenheit, und Freundlichkeit einen angenehmen Einstieg in unsere vielfältigen Präventionsangebote zu ermöglichen. Es freut mich jeden Tag aufs Neue, wenn Kunden zufrieden das Haus verlassen und genau so gerne am nächsten Tag wieder kommen. Zu meinen Aufgaben zählt nicht nur die persönliche Betreuung am Empfang, sondern auch die Pflege und Organisation unseres Shops sowie alles rund um den Racketsport. Darüber hinaus unterstütze ich das gesamte Team im Haus tatkräftig in den täglichen Abläufen – überall dort, wo es gerade gebraucht wird. Mein beruflicher Antrieb entsteht vor allem aus der Freude daran, Menschen zu begleiten und zu unterstützen. Durch meine langjährige Erfahrung im Umgang mit Kunden sowie meine Weiterbildung im Personal- und Gesundheitsmanagement habe ich gelernt, wie viel ein gutes Miteinander bewirken kann. Auch privat spielt Bewegung eine wichtige Rolle in meinem Leben. Zu meinen Hobbys zählen unter anderem Fitness und Tanzen – Aktivitäten, die mir helfen, in Balance zu bleiben, neue Energie zu tanken und den Kopf frei zubekommen. Ich freue mich darauf, Sie im ZAP willkommen zu heißen und Ihren Besuch mit einem Lächeln zu begleiten.

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iebe Leserinnen und Leser des ZAP Impuls,

Mein Name ist Adriana – ich bin studierte Ernährungsberaterin mit einem besonderen Fokus auf ganzheitliche Gesundheit. Durch meine sehr empathische Art fällt es mir leicht, Menschen wirklich zu verstehen, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und sie genau dort abzuholen, wo sie geradestehen. Diese Empathie prägt nicht nur meine Persönlichkeit, sondern auch meine tägliche Arbeit: Ich begleite Menschen einfühlsam, aufmerksam und lösungsorientiert auf ihrem Weg zu mehr Wohlbefinden. Es begeistert mich zu sehen, wie Menschen ihren eigenen Weg finden, über sich hinauswachsen und dabei entdecken, wozu sie eigentlich fähig sind. Denn so vieles ist möglich – besonders dann, wenn Körper, Geist und Seele im Einklang sind. Diese Bausteine bilden die Grundlage für ein Leben voller Leichtigkeit, Freude und Ausgeglichenheit und führen nachweislich zu weniger körperlichen Beschwerden, stärkerer mentaler Gesundheit und verbesserter kognitiver Leistungsfähigkeit. Im ZAP bin ich Ihre Ansprechpartnerin rund um das Thema Ernährung und leite die entsprechenden Ernährungsprogramme. Ob Sie Gewicht reduzieren, Ihre Ernährung nachhaltig verbessern oder einen gesünderen, bewussteren und achtsameren Lebensstil entwickeln möchten – ich begleite Sie kompetent und persönlich auf Ihrem Weg. Darüber hinaus unterstütze ich Interessentinnen und Interessenten dabei, dass für sie passende Angebot zu finden – individuell abgestimmt auf ihre Bedürfnisse, Ziele und Lebenssituation. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen und gemeinsam Ihren persönlichen Gesundheitsimpuls zu setzen.

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Fotos: Christoph Blüthner

Eh wow – Palazzo zeigt „The best of the best“

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or 25 Jahren konnte niemand ahnen, dass die erste Spielzeit des Radio Regenbogen Palazzo der Auftakt für eine über zwei Jahrzehnte währende Erfolgsgeschichte werden würde. Wo der Gaumen Saltos schlägt, Glamour und Lebensfreude die Säulen für entspanntes Wohlbefinden sind, bezaubern Weltstars der Artistik bei einem exquisiten VierGang-Gourmet-Menü des besten Kochs Deutschlands, Harald Wohlfahrt, ihr Publikum im eleganten Spiegelpalast auf dem TAYLOR AREAL. Die neue Palazzo-Show ist ein „Best of the Best“ – angefangen beim charismatischen Host DUSTIN NICOLODI, der bereits bei seinen vergangenen Auftritten im Palazzo Mannheim die Herzen des Publikums im Sturm eroberte, bis hin zu einer ganzen Reihe von außergewöhnlichen Artisten, die allesamt als Final Acts und Höhepunkte einer jeden Show begeistern würden. Vielen wird noch das preisgekrönte DUO GOLDEN DREAMS in Erinnerung sein, das sich ganz in Gold besprüht einem sinnlichen Tanz am Vertikaltuch in schwindelerregenden Höhen

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hingibt. Oder der chinesische Weltstar ZHANG FAN, der in seinem atemberaubenden Drahtseil-Act über dem Publikum schwingt. Können vereint das DUO EBENEZER in seinen Hebefiguren in einer gleichermaßen verträumten wie perfek-

ten Inszenierung. Spektakulär, rasant, sensationell - das sind die HAPPY BOYS. Mit Reifen, die scheinbar ein Eigenleben führen, zeigen sie akrobatische Höchstleistungen und artistische Koordination auf höchstem Niveau. Unbändige Kraft, muskelbepackte Körper und Weltklasse-Akrobatik – das sind die MESSOUDI BROTHERS, die mit ihrer spektakulären Partnerakrobatik überzeugen. Der Ukrainer OLEG TATARYNOV hebelt am Flying Pole die Gesetze der Schwerkraft mit tänzerischer Leichtigkeit aus. Der Shootingstar der vergangenen Saison, Sängerin SANDRA GROOVE, kommt wieder aus Spanien angereist. Sandra und OLIVIER St. LOUIS, der Topstar aus dem Friedrichstadt Palast in Berlin, werden mit ihren fantastischen Stimmen das Palazzo Publikum begeistern – ergänzt von Pianoman RICK COLEMAN. Das Palazzo Revue Ensemble wird in seinem neuen, glamourösen Kostümdesign mit feiner, prickelnder Sinnlichkeit erneut zum visuellen Höhepunkt im Spiegelpalast.


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