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THERAPEUTEN RAT

Tennisellenbogen – Was kann ich selbst tun? von Anna Buß, ZAP Physiotherapie

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er Ellenbogen ist ein Gelenk mit einer komplizierten Anatomie und einer hohen Beweglichkeit. Er unterstützt uns in fast allen Tätigkeiten des Alltags: Tragen von Gegenständen, bei der PC-Arbeit oder während des Autofahrens.

Ein Tennisellenbogen, oder „Epicondylitis lateralis humeri“, ist oft die Folge von einseitigen oder starken Belastungen, die nicht nur beim Tennis auftreten können. So sind auch Sportler*innen, Handwerker*innen, Geigenspieler*innen oder Büroangestellte betroffen. Es handelt sich also um eine Überlastungsverletzung, bei der wiederholte Mikroschäden an den Sehnenansätzen der Streckmuskulatur entstehen. Typisch für diese Verletzung sind deshalb Schmerzen, die an der Außenseite des Ellbogens auftreten und sich beim Strecken des Handgelenks oder der Finger verstärken. Zusätzlich können Rötungen oder Schwellungen in diesem Bereich auftreten. Außerdem kann der äußere Ellbogen druckschmerzhaft sein. Da die Behandlung viel Zeit erfordert, bietet der Tennisellbogen einigen Diskussionsstoff in der Wissenschaft. So gab es in der Vergangenheit viele verschiedene Behandlungsansätze und Theorien. Einig sind sich aber alle, dass man als Betroffener nicht die Hände in den Schoß legen sollte, sondern aktiv etwas gegen seine Beschwerden tun kann! Eine Operation oder starke Medikamente sind so in den meisten Fällen nicht notwendig. Stattdessen kann ein adäquates Übungsprogramm aus insgesamt vier Eckpfeilern folgendermaßen aussehen:

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