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WOHLFÜHL FIGUR

Essen als Lebensfreude (wieder)entdecken

Zu einem bewussten Umgang mit Essen durch Ernährungsprogramm Figurscout von Lisa Rehning, ZAP Diätassistentin

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eder Mensch strebt danach, glücklich zu sein. Was aber hilft oder unterstützt uns als Menschen in diesem Streben? Schon Aristoteles unterschied zwischen den Begriffen Hedonie und Eudaimonie. Unter Hedonie verstand er so viel wie Vergnügen oder Lust, sozusagen die (zeitlich sehr begrenzte) Freude. Eudaimonie hingegen verstand er als umfassendes Wohlergehen und Sinnerfüllung. Diese Erfüllung dauerhaft aufrecht zu erhalten, erschien ihm als die wichtigere Zielsetzung. Heutzutage weiß man, dass Vergnügen relativ einfach erzeugt werden kann. Gibt man einem kleinen Kind einen Lutscher, ist es erst einmal glücklich. Ist der Lutscher gegessen, schwindet das Gefühl wieder. Es gibt zwar aktuell noch keine konkreten Belege dafür, dass viele solche Vergnügungsmomente einen umfassend zufriedenen Gesamteindruck erzeugen

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können, umgekehrt hat sich jedoch in Studien gezeigt, dass das Fehlen solcher Momente (bezeichnet als Anhedonie) das Unglücklichsein fördert. Es ist also wichtig, kurze Genussmomente zu erzeugen. Auch Essen kann glücklich machen oder Sorgen vertreiben. Der Begriff des Frustessens oder Stressessens ist inzwischen in der Gesellschaft bekannt. Versucht man nun Essen als Lustmoment für sich zu entdecken, gilt es natürlich, die Übersicht darüber zu behalten, nicht zu viel oder falsch zu essen. Eine Hilfe dazu können natürlich Ernährungsprogramme sein, die auf eine allgemeine Änderung des Essverhaltens abzielen ohne strenge Verbote auszusprechen. Wenn auf den Genuss eine Strafe kommt, kann sich der Genuss nie einstellen.

Ein solches Programm, das sich bereits in der Praxis und nicht nur im ZAP bewährt hat, ist unser Figurscout. Unser Körper ist eine clevere Maschine, im Grunde entwickelt er Lust auf das, was er benötigt. Ein Kraftsportler hat im Allgemeinen mehr Appetit auf eiweißreiche Nahrung als ein Büroangestellter. Die meisten Menschen haben jedoch aufgrund unserer Überflussgesellschaft verlernt, auf ihren Körper zu hören und kennen nur noch zuckerreiche und geschmacksverstärkte Nahrungsmittel. Wir haben sozusagen eine Sucht auf diese Stoffe entwickelt und schaffen es dadurch nicht mehr, unser Essen wirklich zu genießen. Verstärkt wird der Effekt dadurch, dass sich kaum noch jemand die Zeit nimmt, bewusst zu essen. Um also Essen als Genuss wiederzuentdecken, benötigt man einen Plan, damit die Kalorienbilanz insgesamt (und

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