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Patientenmagazin | Winter 2014

Filigrane Techniken Lymphchirurgie am Klinikum Kassel

Narkose: sicher und vertr채glich Moderne Verfahren im Einsatz

Vorsorge f체r Herzpatienten Herzsport und ambulante Reha


Trafen sich zu Einführungstagen in Kassel: Die Studierenden des zweiten Jahrgangs an der Kassel School of Medicine mit KSM-Mitarbeitern aus Kassel und Southampton.

Mit Elan ins zweisprachige Medizinstudium An der Kassel School of Medicine (KSM) ist im September der zweite Jahrgang in das zweisprachige Medizinstudium gestartet, das die University of Southampton und die Gesundheit Nordhessen ins Leben gerufen haben. Nach Einführungstagen in Kassel ging es für die 21 Frauen und 9 Männer aus ganz Deutschland an die University of Southampton, wo sie in den nächsten beiden Jahren studieren werden. Ab Herbst 2016 führen sie ihr Studium dann bei der Gesundheit Nordhessen weiter.

Die 30 jungen Leute bilden den zweiten Jahrgang des im vorigen Jahr gestarteten Medizinstudienprojektes. Sie sind von einer Auswahlkommission nach den strengen Kriterien der University of Southampton ausgewählt worden. „Wir freuen uns sehr, dass fast alle Bewerber, denen wir nach dem Auswahlverfahren einen Studienplatz angeboten haben, diesen auch angenommen haben“, so KSM-Geschäftsführer Dr. Christian Unzicker. Zwei der Studienanfänger kommen aus Kassel, außerdem zählen wieder zwei Stipendiatinnen des Landkreises

Fulda dazu. Der Landkreis Fulda übernimmt für sie die Studiengebühren, im Gegenzug verpflichten sie sich, im Anschluss an das Studium im Landkreis Fulda als Ärztinnen zu arbeiten. An der KSM in Kassel laufen derzeit die Vorbereitungen für das dritte Studienjahr der „Pioniere“, die vor einem Jahr an der KSM gestartet sind. Sie studieren derzeit in Southampton und werden ihr Studium ab September 2015 in Kassel fortsetzen. www.medizin-kassel.de

Inhalt 3 Lymphchirurgie: Mit filigranen Techniken Lymphödeme beseitigen

12 Erneuter Herzerkrankung vorbeugen und Selbstvertrauen zurückgewinnen

4 Nach Herzoperation beim Triathlon am Start

14 SWA Fasanenhof: Rockige Töne zum Jubiläum

5 Wenn der Schlag trifft, kommt es auf rasche Hilfe an

15 Bunter Kreis hilft Familien mit schwerkranken Kindern

7 Moderne Narkoseverfahren sind individuell auf den Patienten abgestimmt

16 Einblick in breites Leistungsspektrum der Kreisklinik Hofgeismar

9 Mehr Platz und erweitertes Angebot: Umbau der Physiotherapie in Wolfhagen

17 Preisrätsel

10 Das neue „Gesicht“des Klinikums – Abschluss der siebenjährigen Bauphase

18 Kontaktliste Gesundheit Nordhessen 19 Die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher

Impressum Herausgeber: Gesundheit Nordhessen Holding AG, Mönchebergstraße 48 E, 34125 Kassel, Tel.: (05 61) 980-4807, www.gesundheit-nordhessen.de, info@gesundheit-nordhessen.de Redaktion: Gisa Stämm (verantwortlich), Heidrun Koskowski | Layout, Satz und Anzeigen: Roberts Marken & Kommunikation GmbH, www.roberts.de | Fotos: Elizaveta Apraksina, Sonja Bartsch, Paavo Blofield, Heidrun Koskowski, Gisa Stämm | Titelfoto: Dr. Stefan Mähler, Chefarzt Anästhesie in der Kreisklinik Hofgeismar | Druck: Julius Kress OHG, Kassel | Erscheinungsweise: quartalsweise | Auflage: 13.500 Exemplare | Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten verantwortlich. Der Nachdruck der Beiträge dieser Ausgabe bedarf, auch auszugsweise, der ausdrücklichen Genehmigung der Herausgeber. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.

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Lymphchirurgie: Mit filigranen Techniken Lymphödeme beseitigen OP-Spektrum der Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie ausgebaut Das Klinikum Kassel hat sein Spektrum im Bereich Plastische Chirurgie weiter ausgebaut: In der Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie sind dank neuer technischer Ausstattung seit einiger Zeit Operationen an Lymphknoten und an kleinsten Lymphgefäßen möglich. Die OP-Verfahren werden angewandt, wenn bei der Behandlung eines chronischen Lymphödems sämtliche konservativen Therapiemaßnahmen ausgeschöpft sind, erläutert Klinikdirektor Prof. Dr. Goetz A. Giessler. Das Lymphsystem ist Teil des Immunsystems und spielt eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern. Die Lymphgefäße transportieren die Lymphflüssigkeit durch den Körper, die Lymphknoten dienen dabei als Filterstation. Wird der Lymphfluss gestört, staut sich die Lymphflüssigkeit im Gewebe. Es kann sich ein Lymphödem bilden und zu einer starken Schwellung führen, von der häufig Arme und Beine, aber auch andere Körperteile betroffen sind. Je nach Ausprägung sind die Patienten dadurch in ihrem Alltag stark eingeschränkt und stehen unter erheblichem Leidensdruck. Eine Störung des Lymphflusses kann erbliche Ursachen haben oder Folge einer Erkrankung oder Verletzung sein, beispielsweise einer Operation oder Strahlentherapie bei einer Krebserkrankung. Konservativ wird ein Lymphödem mit regelmäßiger Lymphdrainage und Kompressionswäsche behandelt. Kommt es trotz konsequenter Ausschöpfung aller

Unscheinbare Hightech: Die Plastischen Chirurgen Dr. Engel (links) und Prof. Dr. Giessler mit dem neuen Kamerasystem für Operationen am Lymphsystem, rechts auf dem Monitor sind Lymphbahnen und -knoten am Kopf dargestellt.

konservativen Maßnahmen zu einem Fortschreiten des Lymphödems, kann die operative Therapie eine weitere Alternative darstellen. Grundlage für die Entscheidung über eine Operation ist eine exakte Darstellung des filigranen Lymphsystems. Mit einem hochmodernen Kamerasystem können die Ärzte der Klinik jetzt die Lymphgefäße, die einen Durchmesser von nur 0,3 bis 0,7 Millimeter haben, deutlich sichtbar machen. „Dazu spritzen wir einen Farbstoff (Indocyaningrün) unter die Haut des Patienten, der von den Lymphgefäßen aufgenommen wird und unter Anregung mittels Laser grün leuchtet“, erklärt der Leitende Oberarzt der Klinik, Dr. Holger Engel. Mit Hilfe einer Infrarotkamera wird das fluoreszierende Indocyaningrün im Lymphsystem des betroffenen Körperteils auf einem Monitor übertragen. So können die Ärzte sehr gut beurteilen, inwieweit noch intakte Lymphgefäße vorhanden sind und

welche der modernen lymphchirurgischen Verfahren sie den Patienten anbieten. Sind noch funktionierende Lymphgefäße vorhanden, ist eine Umgehung der gestörten Lymphabflusswege möglich (lymphovenöse Anastomosen / LVA). „Mittels ultrafeiner Fäden und Spezialinstrumenten können in supramikrochirurgischer Technik Kurzschlüsse zwischen Lymphgefäßen und Venen genäht werden, eine Art Bypass. Diese können den Lymphabfluss verbessern und damit entstauend wirken“, schildert Dr. Engel. Dabei kommt das neue Optiksystem auch während der Operation zum Einsatz, um die Kreuzungen von Lymphgefäßen und Venen sichtbar zu machen. Sind keine intakten Lymphgefäße mehr vorhanden, ist die Transplantation von Lymphknoten aus einem anderen Körperbereich des Patienten eine Möglichkeit, die nur von wenigen Fortsetzung auf Seite 4 visite 04/14

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Nach Herzoperation: Mit 91 Jahren beim Triathlon am Start Ursula Gühne erhielt im Klinikum neue Herzklappe und zwei Bypässe Dass Privatdozent Dr. Ali Ashgar Peivandi Dankesbriefe von Patienten erhält, kommt immer mal wieder vor. Aber ein Brief im August 2014 versetzte den Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Klinikum Kassel dann doch ins Staunen: Ursula Gühne schickte ihm einen Zeitungsbericht, dass sie mit Sohn und Enkelin als Familienteam am Fuldataler Triathlon teilgenommen hatte – mit 91 Jahren. Dies ist nicht nur wegen des Alters außergewöhnlich, sondern auch, weil sie erst im Jahr zuvor von PD Dr. Peivandi am Herzen operiert worden war. Ursula Gühne war wegen Luftnot bei mäßiger körperlicher Belastung und kurzzeitigen Ohnmachtsanfällen von ihrem Kardiologen ins Klinikum Kassel überwiesen worden. „Luftnot ist ein typisches Symptom bei einer Herzklappenerkrankung“, berichtet Herzchirurg PD Dr. Peivandi. Die vier Herzklappen sorgten wie Ventile dafür, dass das Blut nur in eine Richtung fließt. Bei einer undichten Herzklappe fließe ein Teil des

Blutes nach jedem Herzschlag wieder zurück, bei einer Herzklappenverengung staue es sich vor der Herzklappe. In beiden Fällen gelangt nicht ausreichend Blut und damit auch nicht genug Sauerstoff in den Körper, gleichzeitig muss das Herz mehr pumpen.

PD Dr. Peivandi und Patientin Ursula Gühne mit einer Herzklappe und dem Zeitungsartikel über ihren Triathlon-Start.

PD Dr. Peivandi setzte der Patientin im Oktober 2013 eine neue Herzklappe ein und legte im gleichen Eingriff zwei Bypässe – „Umleitungen“ für verengte Herzkranzgefäße. Ein Dreivierteljahr später hat Ursula Gühne schon wieder drei Reisen absolviert und lässt sich von ihrer Familie überreden, am Fuldataler Triathlon teilzunehmen. 500 Meter schwimmen sind die Aufgabe der 91-Jährigen im Drei-Generationen-Team, Sohn Olaf

fährt Rad und Enkelin Franziska läuft.

Die Aussichten auf einen dauerhaften Erfolg des lymphchirurgischen Eingriffs sind umso größer, je früher eine Operation erfolgt. In den ersten Monaten nach Auftreten des Lymphödems führt eine Operation häufig zu einer vollständigen Rückbildung der

Schwellung. Besteht das Lymphödem hingegen schon etliche Jahre, kann sich das Gewebe bereits so verändert haben, dass zwar eine Besserung erreicht wird, aber ein komplettes Verschwinden des Lymphödems unwahrscheinlich ist.

Die Strecke schafft Ursula Gühne problemlos, geht sie doch im Sommer täglich ins Freibad und absolviert dort 500 Meter. „Bei einem Wettkampf zu starten, ist etwas anderes“, erzählt sie. „Aber es hat Spaß gemacht und wäre ohne die erfolgreiche Herz-Operation, die mir hohe Lebensqualität und große Lebensfreude zurückgebracht hat, nicht möglich gewesen.“

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Kliniken in Deutschland angeboten wird. „Werden Lymphknoten in ein chronisch ödematöses, also angeschwollenes Körperteil transplantiert, wird damit ein neuer Lymphabfluss geschaffen, was unseren Patienten mittelfristig erhebliche Erleichterung bringen kann“, so Prof. Giessler. Auch bei diesem Eingriff unterstützt das Kamerasystem während der OP: Der Chirurg prüft mit seiner Hilfe, ob eine ausreichende Zahl an Lymphknoten im Transplantat enthalten ist. 4

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Die Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie bietet eine Lymphsprechstunde an, jeweils dienstags ab 14.30 Uhr, Terminvergabe unter Tel. 0561 980-3811 oder -3810. Kontakt für weitere Information: lymphchirurgie@klinikum-kassel.de


Wenn der Schlag trifft, kommt es auf rasche Hilfe an Klinikum Kassel bietet sämtliche Facetten der interdisziplinären Schlaganfall-Behandlung an In Deutschland ereignen sich rund 270.000 Schlaganfälle pro Jahr. Der Schlaganfall ist hierzulande, nach Herzinfarkt und Krebs, die dritthäufigste Todesursache und eine der häufigsten Ursachen für Behinderungen. Auf die Diagnostik und Therapie von Schlaganfällen ist die Klinik für Neurologie im Klinikum Kassel spezialisiert. Gemeinsam mit Neurochirurgie, Neuroradiologie und Kardiologie sowie Herz- und Gefäßchirurgie bildet sie ein neurovaskuläres Zentrum und bietet rund um die Uhr alle Facetten der Behandlung von Schlaganfällen und anderen neurovaskulären, d.h. die Nerven und Blutgefäße betreffenden Erkrankungen an. Ein Schlaganfall trifft die Betroffenen im wahren Sinne des Wortes wie ein Schlag. Durch einen Verschluss von Gefäßen im Gehirn oder durch eine Gehirnblutung fallen Teile des Gehirns aus oder sind beeinträchtigt. Der Schlaganfall – auch Hirninfarkt oder Apoplexie genannt – macht sich vor allem durch Funktionsstörungen bemerkbar, die von der betroffenen Gehirnregion abhängen. Warnzeichen sind Lähmungserscheinungen, Sprach- und Gefühlsstörungen, Gedächtnisverlust. Es können Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen hinzukommen. Dr. Ralf Siekmann, Chefarzt Neuroradiologie, und sein Team arbeiten bei der Diagnose und Therapie von Schlaganfallpatienten eng mit den Neurologen zusammen.

Die Stroke Unit ist auf die Behandlung von Schlaganfall-Patienten spezialisiert. Hier eine Visite im Sommer 2014 am Bett von Ilse Kräll mit Oberarzt Yogesh Shah, Leiter der Stroke Unit, Gesundheits- und Krankenpflegerin Sandra Mankowksi und Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas Ferbert (rechts).

Schnelle und umfassende Hilfe tut Not beim Schlaganfall: Je rascher ein Arzt aufgesucht wird, umso größer ist die Chance, das Ereignis ohne bleibende Beeinträchtigungen zu überstehen. Die Klinik für Neurologie im Klinikum Kassel verfügt seit 1999 über eine Schlaganfall-Spezialstation, die Stroke Unit (Stroke = englisch für Schlaganfall), die schon sehr früh von der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe als überregionales Zentrum zertifiziert wurde. Auf der inzwischen auf 16 Betten vergrößerten Einheit steht ein Team aus spezialisierten Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten für eine zügige und effiziente Diagnosestellung und Behandlung zur Verfügung. Eindeutig nachgewiesen ist, dass Stroke Units bessere Behandlungsergebnisse bringen als nicht spezialisierte Einrichtungen, berichtet Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas Ferbert, der auch Regionalbeauftragter der Deutschen Schlaganfall-Hilfe ist.

Voraussetzung für eine effektive Behandlung ist die exakte Diagnose. Handelt es sich wirklich um einen Schlaganfall und wenn ja, worin liegt seine Ursache? Bei rund 80 Prozent der Schlaganfallpatienten liegt ein Gefäßverschluss zugrunde, bei etwa 20 Prozent eine Hirnblutung. Zur Diagnosestellung verfügt das Klinikum über sämtliche modernen Verfahren, unter anderem Computer-Tomographie, Kernspintomographie mit besonders auf den Schlaganfall ausgerichteten Untersuchungssequenzen, Duplex-Sonographie und Angiographie. Für die Behandlung des Schlaganfalls stehen im Klinikum sämtliche gängigen sowie etliche Spezialverfahren zur Verfügung. Hat ein Blutgerinnsel das Gefäß verstopft, ist eine Auflösung des Gerinnsels (Thrombus) mit Hilfe von Medikamenten – auch Thrombolyse oder Lyse-Therapie genannt – das Fortsetzung auf Seite 6 visite 04/14

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Mittel der Wahl, erläutert Dr. Yogesh Shah, Leiter der Stroke Unit. Allerdings ist diese nicht bei allen Patienten möglich und auch nur bis zu viereinhalb Stunden nach Beginn der Symptome Erfolg versprechend. Wenn die Lyse-Therapie zur Auflösung des Gerinnsels nicht ausreicht, können die Neuroradiologen (Institutsdirektor Dr. Ralf Siekmann) den Thrombus mit Hilfe eines Katheters mechanisch aus dem Blutgefäß entfernen (Thrombektomie). Auch eine Kombination von beiden Verfahren ist bei schweren Schlaganfällen manchmal sinnvoll: Beim so genannten „Bridging“ wird mit einer Lyse-Therapie die Zeit bis zur Thrombektomie überbrückt. Ist eine hochgradige Einengung der Halsschlagader (Carotis-Stenose) Ursache für den Schlaganfall, kommt ein Eingriff in der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor PD Dr. Ali Ashgar Peivandi) oder eine Gefäßweitung durch die Neuroradiologie in Betracht. Bei einer Hirnschwellung kann in der Klinik für Neurochirurgie (Direktor Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger) vorübergehend die Schädeldecke geöffnet werden, um den Druck zu mindern.

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Anlässlich des Weltschlaganfalltages am 29. Oktober machte die mobile Aufklärungskampagne „Herzenssache Schlaganfall“ auf dem Königsplatz in Kassel Station, wo sich zahlreiche Besucher über ihr persönliches Risiko informierten, einen Schlaganfall zu erleiden.

Wurde der Schlaganfall durch eine Hirnblutung hervorgerufen, entscheiden die Ärzte der verschiedenen Neuro-Fachrichtungen je nach Lage und Ausprägung, ob eine Operation möglich und sinnvoll ist oder ob man versucht, die Blutung mit Medikamenten zum Stehen zu bringen. Das Team der Klinik für Neurologie arbeitet darüber hinaus eng mit der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen im Klinikum zusammen (Direktoren Prof. Dr. Rainer Gradaus und Prof. Dr. Jörg Neuzner). Denn Schlaganfälle können auch durch die Verschleppung eines Blutgerinnsels aus dem Herzen ins Gehirn entstehen. Häufig sind es Rhythmusstörungen des Herzens, welche zu einer solchen Embolie prädisponieren. Aber auch Entzündungen der Herzinnenhaut oder Klappen-

fehler stellen einen starken Risikofaktor für einen Schlaganfall dar. Auf der Stroke Unit werden die Patientinnen und Patienten engmaschig überwacht, um bei einer Verschlechterung ihres Zustandes schnell reagieren zu können. Da nach einem Schlaganfall die Rehabilitation möglichst früh beginnen sollte, besuchen die Ergo-, Physiound Sprachtherapeuten einen Großteil der Patienten auf der Spezialstation bereits innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Aufnahme. Gemeinsam mit den Pflegekräften unterstützen sie die Patientinnen und Patienten dabei, möglichst viele dieser verloren gegangenen Funktionen wieder zu aktivieren. Das Klinikum Kassel ist bei der Schlaganfallbehandlung insgesamt so gut aufgestellt, dass die Deutsche Schlaganfallgesellschaft es mit 15 anderen großen Zentren in Deutschland ausgewählt hat, das neue Konzept eines „Neurovaskulären Netzwerks“ umzusetzen. Dazu baut das Team der Stroke Unit mit anderen Kliniken in Nordhessen einen Kooperationsverbund auf, um auch in der Fläche eine optimale Versorgung von Schlaganfallpatienten sicherzustellen.


Moderne Narkoseverfahren sind individuell abgestimmt Neue Medikamente, moderne Technik und gut ausgebildete Fachkräfte sorgen für Sicherheit „Die modernen Narkosen sind sicher und gut verträglich“, sagt Prof. Dr. Michael Tryba, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Klinikum Kassel. „Für jeden Patienten können wir heute das individuell am besten passende Verfahren auswählen. Standardnarkosen wie früher mit Äther gibt es nicht mehr“. Am Klinikum Kassel werden jährlich rund 25.000 Narkosen durchgeführt. Als Krankenhaus der Maximalversorgung verfügt das Klinikum über große Routine mit allen Narkoseverfahren und kann auch Patienten mit schwerwiegenden Vorerkrankungen versorgen. Zuständig für die Narkose sind spezielle Fachärzte, die Anästhesisten, die den Patienten vor, während und nach einer Operation betreuen: Sie führen das Narkose-Aufklärungsgespräch, leiten die Narkose ein, überwachen im Operationssaal mit moderner Medizintechnik die Vitalfunktionen des Patienten sowie die Narkosetiefe und sorgen für die richtige Schmerztherapie während und nach dem Eingriff. Um das passende Narkoseverfahren zu wählen, macht sich der Anästhesist im Aufklärungsgespräch ein umfassendes Bild vom Gesundheitszustand des Patienten: „Wichtig für uns ist beispielsweise, welche Medikamente der Patient einnimmt, welche Vorerkrankungen und Allergien er hat und ob eine Neigung zur Übelkeit besteht“, so Prof. Tryba. Der Anästhesist informiert im Gespräch auch darüber, ob eine Voll- oder Teilnarkose das geeignete Verfahren ist

„Ich bin sanft eingeschlafen und habe nichts mitbekommen“, sagt Stefan Hochhuth (rechts) über seine Vollnarkose am Klinikum. Am Tag nach dem Eingriff überzeugt sich Prof. Tryba, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, dass sich sein Patient gut erholt hat.

und welche Risiken – auch abhängig vom Eingriff sowie von Alter und Vorerkrankungen des Patienten – bestehen. „Größere Eing r i ff e i n d e r Allgemeinchirurgie, der Neurochirurgie, der Herz- und Thoraxchirurgie sowie große urologische OperaDr. Andreas Zorn, tionen wie etwa leitender Oberarzt der Klinik für eine BlasenentAnästhesiologie. fernung werden in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt“, erläutert Dr. Andreas Zorn, leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie im Klinikum. Bei

einer Vollnarkose – auch Allgemeinanästhesie genannt – wird der Patient mithilfe von Medikamenten in eine Art Tiefschlaf versetzt. Der Betroffene ist dabei nicht bei Bewusstsein und kann auch nicht mehr selbständig atmen. Die künstliche Beatmung erfolgt über einen Beatmungsschlauch, der nach der Betäubung vom Anästhesisten in die Luftröhre eingeführt wird (Intubation). Die Narkosemittel erhält der Patient in Gasform oder über eine Infusion. „Bei schweren Lungenerkrankungen verwenden wir lieber gasförmige Narkosemittel, da diese gleichzeitig die Bronchien erweitern und somit die Lunge entlasten“, erklärt Dr. Zorn. „Bei einer Neigung zur Übelkeit, die Fortsetzung auf Seite 8 visite 04/14

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Patienten sich viel schneller erholten als bei einer Vollnarkose. „Wenn die Operation eine Teilnarkose zulässt, profitieren insbesondere Patienten mit schweren Vorerkrankungen von diesem Verfahren“, so Deicke. Je nach Anwendungsort wird dabei zwischen verschiedenen Methoden der Teilnarkose unterschieden: Den rückenmarksnahen und den peripheren Regionalanästhesien. Bei den rückenmarksnahen Verfahren betäubt der Anästhesist die Nerven in der Nähe des Rückenmarks. Dies ermöglicht schmerzfreie Eingriffe in der unteren Körperhälfte des Patienten. Teilnarkose für einen Eingriff am Arm: Anästhesist Dr. Kolja Deicke (links) verfolgt mittels Ultraschall, ob sich die Injektionsnadel an der richtigen Position befindet.

bereits früher aufgefallen ist, geben wir die Medikamente lieber als Infusion, darunter auch ein Mittel gegen Übelkeit“. Welches Narkosemittel in welcher Dosierung verwendet wird, ist unter anderem von Körpergewicht, Alter, Fitness und Vorerkrankungen des Patienten abhängig. Ergänzend werden Schmerzmittel sowie bei einigen Eingriffen auch Medikamente zur Muskelentspannung – beispielsweise bei Bauch-Operationen – verabreicht. Nach der Operation werden die Patienten im Aufwachraum von Pflegefachkräften weiter betreut. „Die modernen Medikamente lassen eine gute Steuerung der Narkose zu, sodass die meisten Patienten schon kurze Zeit nach dem Eingriff wieder ansprechbar sind“, sagt Dr. Zorn. Wie lange es bis zur kompletten Erholung dauere, sei jedoch immer abhängig von der Schwere des Eingriffs und den Vorerkrankungen des Patienten. 8

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Gab es früher keine Alternative zu einer Vollnarkose, können viele Operationen heutzutage mit einer Teilnarkose – auch Regionalanästhesie genannt – durchgeführt werden. Dabei werden spezielle Medikamente (sogenannte Lokalanästhetika) gespritzt, die das Schmerzempfinden in einer bestimmten Körperregion ausschalten. Der Patient bleibt jedoch bei Bewusstsein und muss nicht künstlich beatmet werden. Auf Wunsch wird zusätzlich ein Medikament zur leichten Sedierung gegeben, sodass der Patient in eine Art Dämmerschlaf fällt. Die Teilnarkose ist z.B. gut geeignet für Eingriffe an Schultern, Armen oder Beinen, zur Operation von Leistenbrüchen oder auch bei Kaiserschnitt-Entbindungen. „Rund ein Viertel der Narkosen im Klinikum Kassel sind mittlerweile Teilnarkosen, bei großen Operationen auch in Kombination mit einer Vollnarkose“, erläutert Dr. Kolja Deicke, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie. Ein großer Vorteil sei, dass die

Ein Beispiel dafür ist der Periduralkatheter (PDK), der häufig bei Entbindungen im Kreißsaal zum Einsatz kommt und bereits nach kurzer Zeit seine Wirkung entfaltet. „Wir verwenden den PDK auch in Kombination mit der Vollnarkose, beispielsweise bei größeren Bauch- und Brustraumeingriffen, da dies nicht nur während, sondern gerade auch nach der Narkose die wirksamste Schmerztherapie gewährleistet“, sagt Dr. Kolja Deicke. Bei der peripheren Regionalanästhesie wird das Schmerzempfinden für Operationen an Armen oder Beinen ausgeschaltet. Der Anästhesist betäubt dafür die Nerven, die die entsprechende Körperregion versorgen. Heute wird dies in der Regel unter Ultraschallkontrolle durchgeführt, um die Nervenstränge auf einem Bildschirm sichtbar zu machen. Deicke: „Das ermöglicht uns eine noch höhere Genauigkeit bei der Platzierung des Betäubungsmittels.“ Insgesamt sorgen also qualifizierte Fachkräfte, moderne Technik und neue Medikamente für ein hohes Maß an Sicherheit bei der Narkose.


Mehr Platz und erweitertes Angebot: Umbau der Physiotherapie Wohlfühl-Atmosphäre in der Physiotherapie der Kreisklinik Wolfhagen Für die Komplett-Renovierung war die Physiotherapie-Abteilung für rund ein halbes Jahr in einen anderen Teil der Kreisklinik Wolfhagen gezogen. Das hat sich gelohnt: In dieser Zeit wurden nicht nur alle Räume vom Fußboden bis zur Decke erneuert, hinzugekommen sind zusätzliche Räume und ein offener Trainingsbereich. Neben Ergometer, Stepper und Crosswalker für das Herz-Kreislauf-Training stehen im neuen Fitnessbereich verschiedene Geräte für die ambulanten und stationären Patienten bereit, mit denen sich die Muskeln an Armen, Beinen und Rücken z.B. nach Verletzungen gezielt wieder aufbauen lassen. Die Physiotherapie-Abteilung erstreckt sich nach dem Umbau auf rund 200 Quadratmeter. Durch die Erweiterung gibt es nun vier abge-

schlossene Behandlungsräume, die mit elektrisch höhenverstellbaren Liegen ausgestattet sind – ein Vorteil auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dadurch in rückenschonender Haltung arbeiten können. In den Räumen sorgen Heißluft-Wärmestrahler für eine Anregung des Stoffwechsels und eine bessere Durchblutung der Muskeln. Somit kann der ganze Körper optimal auf die Physiotherapie vorbereitet werden. „Bei der Neugestaltung der Räume war uns der Wellnesscharakter wichtig – die Patienten sollen sich während der Therapie bei uns wohlfühlen“, sagt Martin Vössing, Physiotherapeut und Leiter der Abteilung. Dazu tragen laut Vössing nicht nur die hellen, freundlichen Farben bei,

sondern auch das Plätschern der Zimmerbrunnen und die leise Entspannungsmusik. Das Therapieangebot umfasst neben der klassischen Physiotherapie auch Manuelle Therapie, Rückenschule und PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation), ein spezielles Training zur Normalisierung gestörter Bewegungsabläufe bei neuromuskulären Erkrankungen. Zusätzlich werden auch Dorn-Therapie, Beckenbodengymnastik und Manuelle Lymphdrainage angeboten. Kontakt: Tel. 05692 40-95600

direkt vis-à-vis Beratung in allen Arzneimittelfragen Verleih von Intervallmilchpumpen Exklusive Kundenparkplätze

Apotheker S. Räuber Mönchebergstraße 50 34125 Kassel Trainieren in freundlicher Atmosphäre: Abteilungsleiter Martin Vössing mit den beiden Physiotherapeutinnen Inga Hajlik (links) und Corinna Reichardt im neuen Gerätetrainingsraum.

Telefon 87 79 79

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Das neue „Gesicht“ des Klinikums –

Der Neubau stellt gleichzeitig das zentrale Erschließungsgebäude des Klinikums dar, über das die Patientenund Besucherströme gelenkt werden. Hier wird ein Großteil der jährlich rund 55.000 stationären und 175.000 ambulanten Patientinnen und Patienten, der Besucher, Beschäftigten und Studierenden das Klinikum betreten. „Die Orientierung im Klinikum, die 10

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In dem repräsentativen Rundbau an der Mönchebergstraße finden Patienten, Besucher sowie Mitarbeiter künftig ein vielfältiges gastronomisches und Dienstleistungsangebot. So werden dort ein Kiosk, ein Sanitätshaus, ein Friseur und eine Apotheke eröffnen. In der Espresso-Bar und im Bistro lockt ein breites gastronomisches Spektrum. Auch die neue Personalkantine öffnet ihre Türen für die Mitarbeiter im Neubau, und die neue Konferenzebene bietet ausreichend Platz sowie modernste Technik für Tagungen, Besprechungen und Veranstaltungen. Bei Fragen aller Art hilft das Team der Information im Eingangsgebäude gern weiter. Auf dem Dach des Gebäudes wird ab dem 19. Januar der Rettungshubschrauber landen, so dass die Patienten auf dem kürzesten Weg in den Schockraum oder den OP des Klinikums gebracht werden können.

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Das neue „Gesicht“ des Klinikum Kassel ist schon deutlich zu erkennen, am 18. Januar 2015 wird das neue Eingangsgebäude eröffnet. Damit ist die so genannte Zielplanung abgeschlossen, in deren Zuge das einzige nordhessische Krankenhaus der Maximalversorgung eine grundlegend neue Struktur erhalten hat. Gleichzeitig mit der Eröffnung des Eingangsgebäudes wird die Wegeführung verändert und verbessert.

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Großbuchstaben kennzeichnen ab Mitte Januar durchgängig die einzelnen Gebäude des Klinikum Kassel, das neue Eingangsgebäude hat den Buchstaben E. Auch mit Hilfe von QR-Codes können sich Besucher künftig orientieren, hier das Beispiel für den neuen Haupteingang.

während der mehrjährigen Bauphase zum Teil leider schwierig war, wird für die Patienten und Besucher mit dem neuen Eingangsgebäude wesentlich einfacher“, kündigt die kaufmännische Direktorin Svenja Ehlers an.

Die Gebäude sind künftig alle mit einem Großbuchstaben gekennzeichnet – so wie es schon beim Zentrum für Frauen- und Kindermedizin (Haus F) und einigen anderen Gebäuden umgesetzt ist. Mit Eröffnung des neuen Eingangsgebäudes werden auch die restlichen Dazu sollen auch ein neues Wege- Häuser umbenannt. Außerdem gibt es leitsystem mit einer Vereinheitlichung Ihr Standort eine durchgängige Kennzeichnung der Haus von Gebäude- und Stationsnamen Ebenen (anstatt Stockwerken) für alle beitragen, welche ebenfalls mit der Gebäude auf dem Gelände. Die HaupteGeländezufahrt Parkhau Eröffnung am 18. Januar 2015 zum bene, mit der ein Großteil der klinischen Tragen kommen. Gebäude miteinander verbunden ist,

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Haupteingang

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Abschluss der siebenjährigen Bauphase

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wird die Ebene 6 sein. Der Zugang zu den restlichen Gebäuden auf dem Gelände wird über die Ebene 3 erfolgen. Clou des neuen Systems ist ein digitales Leitsystem, das Besucher per browserfähigem Handy oder Tablet-PC an ihr Ziel im Klinikum führt. Dazu sind zahlreiche Punkte mit QR-Codes versehen. Besucher können den QR-Code der gewünschten Anlaufstelle zum Beispiel an der Übersicht im neuen Empfangsgebäude scannen und auf ihrem Handy wird der Weg vom Standort zum Ziel angezeigt. Zusätzlich befindet sich im Eingangsgebäude ein Touchscreen, mit dem Ziele gesucht und Wege angezeigt sowie ausgedruckt werden können. Die Kosten für das Empfangsgebäude bezifferte Frank Damm-Schefski, Zentralbereichsleiter Bau & Technik, auf 26,4 Millionen Euro, zu denen das Land Hessen eine Förderung in Höhe von 18,6 Millionen bewilligt hat.

Gesundheit Nordhessen Holding AG Elternhaus

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Aus Gebäude-Buchstabe, Ebene, Ordnungsnummer und ggf. Zusatzbezeichnung setzen sich die künftigen Bezeichnungen von Stationen und Tageskliniken zusammen. Die Namen stellen also gleichzeitig eine eindeutige Adresse dar. Einige Beispiele: Haus F, Ebene 8, Station 1 = Station F81 Haus C, Ebene 10, Station 3 = Station C103 Haus J, Ebene 6, Station 1, Dialyse = Tagesklinik J61 Dialyse.

Information

In die Bezeichnungen der Anmeldebereiche fließen nur GebäudeBuchstabe und Ebene ein, also zum Beispiel: Apotheke Haus C, Ebene 6 = Anmeldung C6.

ädiatrisches Zentrum

Insgesamt sind im Laufe der Zielplanung seit 2007 Neubauten für rund 152 Millionen Euro entstanden – ein neues Diagnostikgebäude mit zwei Stationsetagen, das neue Zentrum für Frauen- und Kindermedizin, die verbindende Magistrale sowie nun das Eingangsgebäude. Das neue Klinikum Kassel präsentiert sich nun als kompaktes Zentralklinikum mit kurzen Wegen, effizienten Arbeitsabläufen, einer besseren Vernetzung der verschiedenen Fachrichtungen, einer zentralen Anlaufstelle für alle Notfälle – und nun auch mit einem neuen Gesicht. Eröffnung neues Empfangsgebäude Klinikum Kassel: Sonntag, 18. Januar 2015, Aktionen von 14 bis 17 Uhr.

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Regelmäßiges Training hilft, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu reduzieren: Ein Teil der Herzsportgruppe mit Vereinsvorsitzendem Hannes Alter (links), dem ärztlichen Leiter der ambulanten kardiologischen Rehabilitation Dr. Ulrich Rüdell (2.v.l.), der betreuenden Ärztin Dr. Dorothea Dorn (6.v.l.) und der Koronarsportleiterin Helena Lesmeister (rechts).

Erneuter Erkrankung vorbeugen und Selbstvertrauen zurückgewinnen Herzsportgruppe und kardiologische Rehabilitation im Reha-Zentrum Wilhelmshöher Allee Schritt, Schritt, Drehung. Schritt, Schritt, Drehung. Einen Mambo hat Sport- und Bewegungstherapeutin Helena Lesmeister heute zum Aufwärmen für die Gruppe des Vereins Herzsport Wilhelmshöhe e.V. ausgewählt. In der Herzsportgruppe treffen sich Frauen und Männer mit einer Herzerkrankung ein bis zwei Mal pro Woche in den Räumen des Reha-Zentrums in der Wilhelmshöher Allee in Kassel, um sich dort unter Anleitung der speziell ausgebildeten Übungsleiterin und unter ärztlicher Aufsicht zu bewegen. „Beim Herzsport – auch Koronarsport genannt – fördern wir Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und die Koordination“, berichtet Hannes Alter, Sporttherapeut im Reha-Zentrum und Vorsitzender des Vereins Herzsport Wilhelmshöhe, der auf Initiative des Kardiologen Dr. Ulrich Rüdell vor zwei Jahren gegründet wurde. „Alle vier Fähigkeiten haben einen positiven Effekt für die Stabilisierung des Herz-Kreislaufsystems und reduzieren somit die Risikofaktoren für HerzKreislauferkrankungen.“ 12

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Eine Herzsport-Stunde setzt sich jeweils aus 15 Minuten Aufwärmen, einem Hauptteil von 20 bis 25 Minuten und einer Entspannungsphase zusammen. Wichtig ist Therapeutin Helena Lesmeister, dass die Herzsportler nicht in eine Erschöpfungsphase oder in Atemnot kommen. Sie sollen wieder Selbstvertrauen in ihre körperlichen Fähigkeiten bekommen, aber auch lernen, ihre individuellen Grenzen zu erkennen. Daher ist das Blutdruckmessen zu Beginn ebenso Pflicht wie das Pulsmessen vor und nach dem Training. Darauf achten auch die Ärztinnen Dr. Dorothea Dorn und Dr. Jutta Gietz, die abwechselnd die Gruppen betreuen. Die Altersspanne der Herzsportler reicht derzeit von 40 bis 86 Jahre. „Einige sind von Anfang an dabei, aber es kommen auch immer mal wieder neue Teilnehmer hinzu“, sagte Übungsleiterin Helena Lesmeister. „Wir sind jetzt ein richtig gut eingespieltes Team, gehen vor Weihnachten auch mal zusammen aus.“

Herzsport wird in der Regel vom Arzt verordnet und von den Krankenkassen bezahlt, zum Beispiel nach einer kardiologischen Rehabilitation. Diese folgt häufig auf einen Krankenhausaufenthalt, um die körperlichen Fähigkeiten so weit wie möglich wieder herzustellen, aber auch um die eigene Leistungsfähigkeit und deren Grenzen zu erkennen. Das Reha-Zentrum der Gesundheit Nordhessen bietet am Standort Wilhelmshöher Allee seit 2008 die ambulante kardiologische Rehabilitation an. Diese unterscheidet sich inhaltlich nicht von der stationären Rehabilitation in einer Klinik und umfasst unter anderem ärztliche Untersuchungen, Bewegungstraining, psychologische Betreuung und Vorträge. Die kardiologische Rehabilitation im Reha-Zentrum wird ärztlich vom Kardiologen Dr. Ulrich Rüdell geleitet, außerdem gehören zum Team Physiotherapeuten, jeweils eine Ernährungsberaterin, Psychologin und Sozialarbeiterin. „Wir üben während der Reha-Maßnahme sehr alltagsnah“, erläutert


Akuter Herzinfarkt, Angina pectoris bei chronischen Durchblutungsstörungen, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Schlaganfälle stellen häufige Entlassungsdiagnosen aus Krankenhäusern dar. Nach schweren Durchblutungsstörungen des Herzens oder Herzinfarkten absolviert jedoch nur rund die Hälfte der Patientinnen und Patienten eine kardiologische Rehabilitation und nur etwa zehn Prozent nehmen anschließend an einer ambulanten Herzsportgruppe teil. Eine kardiologische Rehabilitation beugt jedoch einer erneuten Erkrankung vor und senkt die Sterblichkeit von Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen.

Dr. Rüdell. Wie lange darf der Patient auf dem Ergometer fahren? Welche Pulsfrequenz sollte er erreichen bzw. nicht überschreiten? Welche Möglichkeiten zur Bewegung sind für ihn geeignet? Um dies unter Alltagsbedingungen zu üben, gehören beispielsweise auch begleitete Spaziergänge unter Pulskontrolle zum Trainingsprogramm. Als einen ganz wichtigen Bestandteil der ambulanten Reha nennt Dr. Rüdell das Krisenmanagement. „Wir geben den Patienten Hilfen an die Hand, um die Signale ihres Körpers zu messen und zu bewerten. Die Warnsymptome zu kennen und einordnen zu können, nimmt ihnen viel von ihrer Angst.“ Denn nach einer Herzerkrankung müssten die Patienten auch lernen, die Angst vor Belastung zu überwinden und übermäßige Schonung zu vermeiden.

Dr. Werner Brand ist Geschäftsführer des Reha-Zentrums der GNH.

„Bei der ambulanten Rehabilitation wird Erlerntes direkt im Alltag erprobt und nicht erst nach drei Wochen unter klinischen Bedingungen erstmals zu Hause umgesetzt“,

nennt Dr. Werner Brand, Geschäftsführer des Reha-Zentrums, als einen großen Vorteil der ambulanten Rehabilitation. Gleichzeitig besteht bei den Patienten häufig der Wunsch nach einer wohnortnahen Rehabilitation ohne Trennung vom häuslichen und gegebenenfalls beruflichen Umfeld. Das Reha-Zentrum der Gesundheit Nordhessen bietet die ambulante kardiologische Rehabilitation für Herzpatienten aus Kassel und einem Umkreis von 50 Kilometern an. Das Reha-Zentrum ist von der Deutschen Rentenversicherung Bund außerdem für das Irena-Programm zugelassen (Irena = Intensivierte Rehabilitationsnachsorge). Die Teilnehmer daran kommen nach einer Reha-Maßnahme für die Dauer von maximal einem Jahr berufsbegleitend weiterhin regelmäßig ins Reha-Zentrum (wöchentlich oder in mehrwöchigen Abständen), um das während der Rehabilitation Gelernte zu festigen. Information: Reha-Zentrum Gesundheitszentrum Wilhelmshöhe, Wilhelmshöher Allee 91, 34121 Kassel, Tel. 0561 987940.

Ambulanter Pflegedienst SWA aktiv

Individuelle Pflegeangebote: 

Grundpflegeleistungen



Medizinisch-pflegerische Versorgung / Behandlungspflege



Unterstützung und Beratung



Betreuungsleistungen



Verhinderungspflege

Für eine unverbindliche Beratung und weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, bei uns im Büro, bei Ihnen zu Hause oder in Ihrem Patientenzimmer. Unsere Bürozeiten sind Montag bis Freitag von 8-13 Uhr Hinter dem Fasanenhof 1 H, Kassel und nach tel. Vereinbarung 0561 87983-50/-51 www.gesundheit-nordhessen.de

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Bewohnerinnen und Bewohner der SWA Fasanenhof hatten viel Freude an dem Jubiläumsprogramm.

Rock ‘n‘ Roll kennt kein Alter: SWA-Geschäftsführer Wolfgang Schwarz mit zwei Sängerinnen der „Rollators“, Hessens ältester Rockband, die reichlich Schwung in die Jubiläumsfeier brachten.

SWA Fasanenhof: Rockige Töne zum Jubiläum Mit einem großen Sommerfest feierten Bewohner, Mitarbeiter und Gäste im August das 50-jährige Bestehen der Seniorenwohnanlagen Fasanenhof in Kassel. Zu Kaffee und Kuchen unterhielt die Hansi Rödig Band die Feiernden, später sorgte die Rentnerband „Rollators“ mit Rock ‘n‘ Roll für Stimmung. Von gelegentlichen Schauern ließ man sich dabei die gute Laune nicht verderben: „Ich

habe mich sehr über die ausgelassene Stimmung der Gäste gefreut. Das war ein gelungenes Fest“, so Wolfgang Schwarz, Geschäftsführer der Seniorenwohnanlagen. Fast auf den Tag genau 50 Jahre vor dem Fest wurde die Anlage als Heinrich-Constantin-Heim am 24. August 1964 eröffnet – benannt nach dem großzügigen Spender aus Kassel.

1995 gingen die beiden städtischen Pflegeheime am Fasanenhof und am Lindenberg als Seniorenwohnanlagen Kassel (SWA) an das Klinikum Kassel über und gehören heute zur Gesundheit Nordhessen (GNH). Rund 270 Bewohnerinnen und Bewohner haben in den betreuten Eigentumsund Mietwohnungen der SWA Fasanenhof ein neues Zuhause gefunden, hinzu kommen 74 Pflegeplätze.

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Bunter Kreis hilft Familien mit schwerkranken Kindern Sozialmedizinische Nachsorge beim Übergang von der Klinik ins häusliche Umfeld Seit kurzem bietet der Bunte Kreis Kassel Hilfen für Familien mit chronisch und schwerstkranken Kindern sowie Frühgeborenen an. Mit dieser sozialmedizinischen Nachsorge soll den Familien der Übergang von der Klinik in die häusliche Umgebung erleichtert werden. Träger der Nachsorgeeinrichtung ist der Kasseler Verein „Hilfe für Kinder und Erwachsene im Krankenhaus“. „Wenn ein Kind zu früh geboren wird, wenn eine schwere chronische Erkrankung oder Behinderung festgestellt wird, stehen die Eltern vor einer großen Herausforderung“, berichtet Projektleiterin Maria Einax-Wagner. „Nicht nur, dass das bisherige Leben auf den Kopf gestellt wird. Es gibt häufig auch eine Lücke in den Hilfsangeboten direkt nach dem Klinikaufenthalt.“ Nach der Rundumversorgung im Krankenhaus für etliche Wochen oder sogar Monate hätten die Eltern zu Hause oft keinen Ansprechpartner mehr für ihre Fragen. In dieser Phase setzt die sozialmedizinische Nachsorge an, die vom Arzt verordnet wird und sich über maximal drei Monate erstreckt. Die Fachleute des Bunten Kreises nehmen bereits in der Klinik Kontakt mit der betroffenen Familie auf und klären, wo Unterstützung benötigt wird. Sie bereiten zum Beispiel die häusliche Pflege des Kindes oder Jugendlichen vor, koordinieren zu Hause die Versorgung durch Ärzte, Pflegekräfte und weitere Therapeuten, beraten bei alltags- und krankheitsbezogenen Fragen, helfen bei der Organisation von Terminen und vermitteln bei

Bedarf an weitere Anlaufstellen. Ziel ist es unter anderem, die Behandlungserfolge zu sichern, der Familie professionelle Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und ihr bei der Bewältigung der Krankheit zu helfen. „Wenn die Eltern sich bei der Versorgung ihres Kindes sicher und kompetent fühlen, können zudem Klinikaufenthalte eventuell verkürzt und Wiederaufnahmen sogar vermieden werden“, nennt Maria Einax-Wagner als einen weiteren Aspekt. In Frage kommt die sozialmedizinische Nachsorge für Familien mit Kindern und Jugendlichen, bei denen über einen längeren Zeitraum oder dauerhaft mit einer deutlichen Einschränkung im Alltag zu rechnen ist. Das kann zum Beispiel bei kleinen Frühgeborenen, nach schweren Unfällen, bei angeborenen Fehlbildungen oder bei schweren Herzerkrankungen der Fall sein.

Im Team der sozialmedizinischen Nachsorge sind verschiedene Berufsgruppen vertreten. Neben Diplom-Motologin Maria EinaxWagner gehöGehört ebenfalls ren dazu Dr. Dirk zum Team: Christiane EngelMüller, Ärztlicher mohr. Leiter der Neuund Frühgeborenen-Intensivstation im Klinikum Kassel und 2. Vorsitzender des Vereins Hilfe, Kerstin Neusel und Karin Kornhoff, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen auf der gleichen Station, sowie Sozialpädagogin Christiane Engelmohr. Gemeinsam versorgen sie Familien aus Stadt und Kreis Kassel sowie den angrenzenden Landkreisen. Dafür ist eine intensive Vernetzung mit den bestehenden Angeboten vor Ort notwendig – seien es Fortsetzung auf Seite 16

Helfen Familien mit chronisch und schwerstkranken Kindern beim Übergang von der Klinik ins häusliche Umfeld: Kerstin Neusel, Dr. Dirk Müller, Karin Kornhoff und Maria Einax-Wagner. visite 04/14

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Diffizile Aufgabe für Besucher Norbert Bölkow: Er versuchte mit den Instrumenten, die für Spiegelungen genutzt werden, Playmobil-Schweine mit Plastikmöhren zu füttern, unterstützt von Michaela Gieck, Fachkrankenschwester im OP.

Auch die Messung des Blutzuckers stand hoch im Kurs, hier Gesundheits- und Krankenpflegerin Ulrike Thomas und KlinikGeschäftsführer Bernd Tilenius mit Pflegedirektorin Jutta Wagner, GNH-Personalvorstand Birgit Dilchert und Betriebsratsvorsitzender Elke Engelbracht (hinten von links).

Einblick in breites Leistungsspektrum der Kreisklinik Wenn es die Profis vormachen, sieht es so einfach aus. Wie viel Übung es jedoch braucht, um die Instrumente für eine Bauchspiegelung zu bedienen, erlebten Norbert Bölkow und viele andere Besucher beim Tag der offenen Tür in der Kreisklinik Hofgeismar. Hier präsentierte das Krankenhaus im September der Öffentlichkeit einen Teil seines breiten Leistungsspektrums und ermöglichte auch einen Blick hinter die Kulissen einer Einrichtung, die an 365 Tagen

rund um die Uhr für die Patienten da ist.

dementen Patienten und die Technik eines Krankenhauses.

Die Besucherinnen und Besucher konnten sich die Funktion von Instrumenten und Geräten erklären lassen und diese auch selbst ausprobieren, konnten einige Messungen und Untersuchungen vornehmen lassen oder sich bei Vorträgen über moderne medizinische Verfahren informieren. Wie Hände richtig desinfiziert werden, war ebenso Thema wie der Umgang mit

Als Überraschungsgast war Albert Waas aus Grebenstein zu der Veranstaltung gekommen. Er war vor 51 Jahren einer der ersten Patienten, die vom vorherigen Klinikstandort am Krähenberg in den Neubau in der Liebenauer Straße verlegt wurden. „Zunächst lag ich dort ganz allein, das war ein ungewohntes Gefühl. Aber die Klinik hat sich dann recht schnell gefüllt“, erzählt er.

dem Krankenhaus und das Einleben zu Hause zu unterstützen. Dies war nur mit Hilfe von Spenden möglich geworden, insbesondere von der Weihnachtsaktion des „Extratip“.

wiesen sein. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel einen Großteil der Kosten. Da die Nachsorge für Familien kostenfrei ist, sind darüberhinaus weitere Spenden notwendig. Aktuell freut sich das Team über die finanzielle Unterstützung der Aktion Mensch.

Fortsetzung von Seite 15

Kinderärzte, Therapeuten, Beratungsoder Frühförderstellen. In einem vorherigen Projekt „Brücke ins Leben“ hatte sich ein vierköpfiges Team bereits um die Begleitung von Familien mit Frühgeborenen gekümmert, um die Phase der Entlassung aus

Auch die Arbeit des Bunten Kreises wird weiterhin auf Spenden ange-

Spendenkonto des Vereins Hilfe für Kinder und Erwachsene im Krankenhaus: Konto-Nr. 2142128, Kasseler Sparkasse, BLZ 520 503 53 (IBAN: DE14 5205 0353 0002 1421 28, SWIFT-BIC: HELADEF1KAS). Für Spendenquittungen den Absender bitte deutlich angeben.

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Kontakt: Tel. 0561 980-19714 oder E-Mail: Bunter-Kreis-Kassel@t-online.de


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N E N N E R


Kontaktliste Gesundheit Nordhessen Holding Klinikum Kassel GmbH Zentrum für Frauen- und Kindermedizin Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Prof. Dr. Thomas Dimpfl Tel. 980-3040 Kreißsaal Tel. 980-5400 Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer Tel. 980-5502 Klinik für Kinderanästhesie und Intensivmedizin Dr. Thomas Fischer Tel. 980-5502 Klinik für Kinderchirurgie und Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder Dr. Peter Illing Tel. 980-5501 Klinik für Neuropädiatrie und Sozialpädiatrisches Zentrum Prof. Dr. Bernd Wilken

Tel. 980-3096

Mönchebergstraße 41–43, 34125 Kassel, Tel. 0561 980-0 Klinik für Neurologie Prof. Dr. Andreas Ferbert

Tel. 980-4051

Zentrum für Notfall- und Intensivmedizin Interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme Dr. Klaus Weber Tel. 980-5001 Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Prof. Dr. Michael Tryba Tel. 980-3001

Zentrum für seelische Gesundheit Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Ludwig-Noll-Krankenhaus Dennhäuser Straße 156 Tel. 4804-0 Prof. Dr. Martin Ohlmeier Tel. 4804-401

Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie Prof. Dr. Michaela Nathrath Tel. 980-5501

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie komm. Ltg. Tageskl. A. Eisenmann Tel. 980-2575 komm. Ltg. Station Semra Sivri Tel. 980-2552

Zentrum für Herz-, Nieren- und Gefäßmedizin

Zentrum für Traumatologie, Plastische Chirurgie und Dermatologie

Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie PD Dr. Ali Asghar Peivandi Tel. 980-5260

Klinik für Dermatologie Prof. Dr. Rainer Rompel

Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen Prof. Dr. Rainer Gradaus Tel. 980-5250 Prof. Dr. Jörg Neuzner Tel. 980-5255

Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie Prof. Dr. Goetz A. Giessler Tel. 980-3811

Klinik für Nieren-, Hochdruck- und Rheumatische Erkrankungen und Nephrologische Diabetologie Prof. Dr. Jörg Plum Tel. 980-5265

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie PD Dr. Clemens Dumont

Zentrum für Kopf- und Neuromedizin

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Prof. Dr. Jürgen Faß Tel. 980-5275

Klinik für Augenheilkunde Prof. Dr. Rolf Effert

Tel. 980-3901

www.gesundheit-nordhessen.de info@gesundheit-nordhessen.de

Tel. 980-3051

Tel. 980-4026

Zentrum für Viszeralmedizin und Onkologie

Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Prof. Dr. Ulrike Bockmühl Tel. 980-4053

Klinik für Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin Prof. Dr. Frank Schuppert Tel. 980-5270

Klinik für Neurochirurgie Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger

Tel. 980-4050

Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin Prof. Dr. Adrian Gillissen Tel. 980-5285

Tel. 980-2830

Standort Gesundheitszentrum Wilhelmshöher Allee 91

Klinik für Onkologie und Hämatologie Prof. Dr. Martin Wolf Tel. 980-3046 Klinik für Thoraxchirurgie Dr. Sebastian Kellner Tel. 980-5280 Klinik für Urologie Prof. Dr. Björn Volkmer Tel. 980-4052

Zentrum für medizinische Diagnostik Institut für Labormedizin PD Dr. Karl H. Reuner Institut für Pathologie Prof. Dr. Irina Berger Institut für Nuklearmedizin N.N. Institut für allgemeine und interventionelle Radiologie Prof. Dr. Fritz-Peter Kuhn Institut für Neuroradiologie Dr. Ralf Siekmann Institut für Kinderradiologie Dr. Alfred E. Horwitz

Tel. 980-2776 Tel. 980-4001 Tel. 980-4010

Tel. 980-5075 Tel. 980-5074 Tel. 980-5075

Tumorzentrum Dr. Christian Unzicker

Tel. 980-3513

Zentrum für Medizinische Versorgung Gynäkologie HNO Labordiagnostik Neurochirurgie Nukleardiagnostik Neurologie Pathologie Radiologie / Kinderradiologie Strahlentherapie

Tel. 980-5307 Tel. 980-4053 Tel. 980-2776 Tel. 980-3087 Tel. 980-4011 Tel. 980-4152 Tel. 980-4001 Tel. 980-5114 Tel. 980-2730

Sonstige Einrichtungen Klinikseelsorge Tel. 980-2820 (kath.) / -2822 (ev.) Blaue Helferinnen Tel. 980-2825 HNO-Belegarzt (Kinder) L.-M. Schäfer Tel. 3161177

Reha-Zentrum Standort Klinikum Kassel Mönchebergstraße 41–43

Krankenhaus Bad Arolsen GmbH Innere Medizin Walter Knüppel, Dr. Bertolt Linder Tel. 800-161

Tel. 98794-0

Große Allee 50, 34454 Bad Arolsen, Tel. 05691 800-0

Anästhesie Dr. Rudolf Alexi, Christian Feine

Tel. 800-0

Gynäkologie Dr. Ulrich Streich

Tel. 2057

HNO-Heilkunde Frank Dastych Uwe Simon Martin Stahl Thomas Storm

Tel. 2270

Chirurgie Dr. Peter Ahrens, Dr. Peter Wotzlaw Tel. 800-222

Kreiskliniken Kassel GmbH Kreisklinik Hofgeismar Liebenauer Straße 1 34369 Hofgeismar Innere Medizin Dr. Ulrich Braner Dr. Wilhelm Schmidt Chirurgie Dr. Peter Hülsmann Michael Szkopek Gynäkologie / Geburtshilfe Joachim Kuhl Anästhesie / Intensivmedizin Dr. Stefan Mähler 18

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Tel. 05671 81-0

Kreisklinik Wolfhagen Am kleinen Ofenberg 1 34466 Wolfhagen

Tel. 05692 40-0

Innere Medizin komm. Ltg. André Raum

Tel. 40-150

Tel. 81-400

Chirurgie Dr. Hatim Kanaaneh

Tel. 40-500

Tel. 81-630 Tel. 81-630

Gynäkologie Dr. Werner Prinz Dr. Marion Reif-Kaiser Dr. Julia Jungermann

Tel. 988550

Anästhesie / Intensivmedizin Mohamed Al Batani Dr. Uwe Hecht

Tel. 40-505 Tel. 40-504

Tel. 2006 Tel. 81-500

Seniorenwohnanlagen Kassel siehe rechte Seite Stand: 30.11.2014


Liebe Patientin, lieber Patient, die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in den Kliniken •

prüfen Anregungen und Beschwerden der Patienten und der Angehörigen,

wenden sich mit deren Einverständnis an die zuständigen Stellen und versuchen zu vermitteln, •

nehmen gern auch positive Erfahrungen entgegen und geben sie weiter.

Klinikum Kassel

Krankenhaus Bad Arolsen

Marlies Rohrbach Sprechzeiten: Do. 14.30 bis 16 Uhr Zentrum für Frauen- und Kindermedizin Bärbel Opper-Fach Sprechzeiten: Di. 13 bis 14.30 Uhr

Gerda Schmalz und Ursula Halbich Mo. 11 bis 12 Uhr Raum gegenüber der Patientenaufnahme Tel. 05691 800-172

jeweils Haus 15, Eingang B, Erdgeschoss, Tel. 0561 980-2811, Briefkasten im Eingangsbereich von Haus 15, der aber nicht täglich geleert wird.

Betreutes Wohnen Ambulante Pflege Kurzzeitpflege Stationäre Pflege

In den besten Händen

Kreisklinik Hofgeismar Brigitte Briel Di. 15 bis 17 Uhr Tel. 05671 81-95555

Ludwig-Noll-Krankenhaus

Kreisklinik Wolfhagen

Gudrun Burlon Mi. 15.30 bis 16.30 Uhr Haus 2, Dachgeschoss

Elke Oppermann Mi. 9 bis 11 Uhr Tel. 05692 40-440

„Ich bin ganz begeistert, wie unkompliziert und herzlich ich hier aufgenommen wurde!“ Die Seniorenwohnanlagen SWA Kassel bieten Ihnen genau das an Service und Sicherheit, was zu Ihrer aktuellen Lebensgestaltung passt: ob Betreutes-Service-Wohnen, ambulante Pflege, Kurzzeitpflege oder stationäre Pflege.

Marlies Rohrbach Klinikum Kassel

Bärbel Opper-Fach Klinikum Kassel

Gudrun Burlon Ludwig-Noll-Krankenhaus

Gerda Schmalz Krankenhaus Bad Arolsen

Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken über Ihren dritten Lebensabschnitt. Wir sind für Sie da und beraten Sie gerne. Rufen Sie uns an: Seniorenwohnanlagen Kassel Fasanenhof - Tel. 0561 87983-0 Lindenberg - Tel. 0561 95077-0 Ambulanter Pflegedienst Tel. 0561 87983-50/-51 www.gesundheit-nordhessen.de

Ursula Halbich Krankenhaus Bad Arolsen

Brigitte Briel Kreisklinik Hofgeismar

Elke Oppermann Kreisklinik Wolfhagen

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Versprochen ist gut,

garantiert besser ist

Mehr als ein Versprechen. Bei uns dürfen Sie stets erstklassige Leistungen erwarten – davon sind wir so fest überzeugt, dass wir Ihnen die Service- und Beratungsqualität verbindlich garantieren. Sollte es trotz größter Sorgfalt passieren, dass etwas mal nicht ganz perfekt funktioniert, entschuldigen wir uns bei Ihnen im Falle einer Panne mit einer Gutschrift von 5 EURO.

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Profile for Gesundheit Nordhessen

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An der Kassel School of Medicine (KSM) ist im September der zweite Jahrgang in das zweisprachige Medizinstudium gestartet, das die Universit...

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An der Kassel School of Medicine (KSM) ist im September der zweite Jahrgang in das zweisprachige Medizinstudium gestartet, das die Universit...