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Patientenmagazin | Sommer 2014

Wach bei der OP Neues Verfahren am Klinikum

Institut f端r Labormedizin Drei Millionen Analysen pro Jahr

50 Jahre SWA Fasanenhof Qualifizierte Pflege und Betreuung


Uwe Ludwig (links, Psychosomatische Station, Klinikum) ist seit 2007 bei jedem Marathon am Start, Wolfgang Pape (Patiententransport Klinikum) und Anja Pape (Sozialpädiatrisches Zentrum Klinikum) nach dem Walking-Wettbewerb und Alena Dirks (rechts), die für das Reha-Zentrum der Gesundheit Nordhessen mit der Staffel „Vier Engel für Werner“ an den Start ging.

Immer wieder GNH-Türkis beim E.ON Kassel Marathon Bei optimalem Wetter verzeichnete Anfang Mai der E.ON Kassel Marathon mit mehr als 11.500 Anmeldungen einen Teilnehmerrekord, darunter auch mehr als 200 Beschäftigte der Gesundheit Nordhessen (GNH). Das Sportereignis hat bei der GNH bleibende Spuren hinterlassen: Etliche Mitarbeiterinnen und Mitar-

beiter sind seit der ersten Beteiligung der GNH 2008 in jedem Jahr an den Start gegangen, andere sind durch den Unternehmensaufruf erst zum Laufen oder Walken gekommen. Die Beteiligung der GNH ist zum einen ein bewährter Bestandteil der Betrieblichen Gesundheitsförderung

und stärkt zum anderen das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Belegschaft. Im Sinne der Gesundheitsförderung bei der jungen Generation hatte die GNH außerdem 150 Patenschaften für Schüler der Kasseler Mönchebergschule übernommen, die beim Mini-Marathon an den Start gingen.

Inhalt 3 Hirntumore: Wach-Operationen bieten zusätzliche Sicherheit

12 Förderverein „Kleine Riesen“ für die Versorgung sterbenskranker Kinder

5 Tagesklinik: Onkologische Kompetenz in neuen Räumen zusammengefasst

13 Kassel School of Medicine: Großes Interesse an Medizin-Studium

6 Labormedizin: Jährlich drei Millionen Analysen helfen bei Diagnostik und Therapie

14 SWA Fasanenhof: Seit 50 Jahren qualifizierte Pflege und Betreuung

8 Zittern, Verwirrtheit, Herzprobleme – Unterkühlung ist zu jeder Jahreszeit möglich

15 Gebetsraum für Muslime im Klinikum Kassel eröffnet

9 Ultraschall lernen an Simulationspuppen

16 Duales Studium: In fünf Jahren zu Berufsund Bachelor-Abschluss

10 Gütesiegel: Kliniken sind „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“ 11 Kasseler Gesundheitsforum: Komplexe Aufgaben für die große Koalition

17 Preisrätsel 18 Kontaktliste Gesundheit Nordhessen 19 Die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher

Impressum Herausgeber: Gesundheit Nordhessen Holding AG, Mönchebergstraße 48 E, 34125 Kassel, Tel.: (05 61) 9 80-48 07, www.gesundheit-nordhessen.de, info@gesundheit-nordhessen.de Redaktion: Gisa Stämm (verantwortlich), Heidrun Koskowski | Layout, Satz und Anzeigen: Roberts Marken & Kommunikation GmbH, www.roberts.de | Fotos: Paavo Blofield, Detlef Eggers, fotolia, Heidrun Koskowski, Gisa Stämm, Barbara Streitbürger, Cornelius van Velzen, privat | Titelfoto: Ariane Riebe, Medizinische Fachangestellte in der Chirurgischen Ambulanz des Krankenhauses Bad Arolsen | Druck: Julius Kress OHG, Kassel | Erscheinungsweise: quartalsweise | Auflage: 13.500 Exemplare | Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten verantwortlich. Der Nachdruck der Beiträge dieser Ausgabe bedarf, auch auszugsweise, der ausdrücklichen Genehmigung der Herausgeber. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.

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Hirntumore: Wach-Operationen bieten zusätzliche Sicherheit Neues Verfahren in der Neurochirurgie des Klinikum Kassel im Einsatz In der Klinik für Neurochirurgie des Klinikum Kassel besteht neuerdings die Möglichkeit zu Gehirn-Operationen bei zeitweise vollem Bewusstsein des Patienten. Eine solche Wach-Operation bedeutet für den Patienten zusätzliche Sicherheit, weil während der Operation wichtige Gehirnfunktionen, beispielsweise die Sprachfähigkeit oder die Motorik, direkt überwacht werden können. Im Klinikum Kassel kommen Wachoperationen bei der Entfernung von Hirntumoren zum Einsatz. Grundsätzlich ist es bei Tumoroperationen das Ziel der Neurochirurgen, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen, ohne dabei bedeutende Hirnareale zu verletzen und dadurch möglicherweise Ausfallerscheinungen hervorzurufen. Diese Herausforderung ist umso größer, je näher der Tumor an funktionell wichtigen Hirnbereichen liegt, beispielsweise dem Sprachoder motorischen Zentrum. Mit verschiedenen Methoden überwachen die Ärzte daher während der Operation die Funktion der Gehirnbereiche um den Tumor. Dazu zähle unter anderem das „intraoperative Neuromonitoring“ – eine kontinuierliche Überwachung von Nervenfunktionen während des Eingriffs, um eine eventuelle drohende Schädigung frühestmöglich zu erkennen und zu vermeiden, sagt Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger, Direktor der Klinik für Neurochirurgie im Klinikum. Wach-Operationen sind bei ausgewählten Patienten eine weitere Möglichkeit für zusätzlichen Schutz

Ein sehr erfahrenes OP-Team ist für Wach-Operationen notwendig, hier stellvertretend (vorn v. l.) Wera Schröder, Medizinisch-technische Assistentin, und Oberärztin Marise Dissars (Neurochirurgie), dahinter v. l. Neurochirurg Alfred Müller, Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger, Anästhesist Dr. Bernd-Ludwig Heier, Matthias Kunstmann (Anästhesie-Pflegeleitung), Janine Schäfer (OP-Pflegeleitung).

vor Komplikationen. Dabei machen sich die Ärzte die Tatsache zunutze, dass das Gehirn zwar der Sitz der Schmerzverarbeitung ist, aber selbst kein Schmerzempfinden besitzt. Daher sind dort Operationen möglich, ohne den Patienten mittels Narkose in einen „Tiefschlaf“ zu versetzen. Der Patient ist örtlich betäubt und wird lediglich während des Öffnens und Schließens der Schädeldecke etwas sediert (beruhigt). Während der Entfernung des Tumors überwachen die Neurochirurgen die Funktion der angrenzenden Hirnareale mit Hilfe des wachen Patienten. „Wir bitten ihn beispielsweise, vorher eingeübte Bewegungen zu machen – eine Grimasse zu schneiden, eine Hand oder ein Bein zu bewegen“,

erläutert Prof. Deinsberger. „Bei Eingriffen in Nähe des Sprachzentrums zeigen wir ihm Karten mit Bildern, die er benennen soll.“ Mit dieser Überprüfung lässt sich das Risiko von späteren Sprachstörungen oder anderen neurologischen Ausfallerscheinungen deutlich senken. Eine Wach-Operation stellt hohe Anforderungen nicht nur an die Neurochirurgen, sondern an das gesamte Team, das viel Erfahrung und Routine mitbringen muss. Dem Anästhesie-Team obliegt die Gratwanderung, den Patienten schmerzund angstfrei, aber gleichzeitig gut ansprechbar zu halten. Anästhesist Dr. Bernd-Ludwig Heier, Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des visite 02/14

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Patienten persönlich mit dem die Narkose begleitenden Anästhesisten geführt wird, um Vertrauen zu schaffen.“

Mit Hilfe des innovativen Fibertracking-Verfahrens, das im Klinikum Kassel zur Verfügung steht, lässt sich der Verlauf von Nervenbahnen in der Hirnsubstanz darstellen (links). So kann der Neurochirurg bei der Operation einen Weg wählen, bei dem wichtige Nervenverbindungen nicht verletzt werden. Auf dem rechten Bild ist farbig markiert, welchen Bereich die Fibertracking-Aufnahme abdeckt.

Klinikum Kassel: „Die Führung des Patienten erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Zu Beginn und am Ende der Operation sollte der Patient eine gute Sedierung und Schmerztherapie erfahren, die aber so gesteuert werden muss, dass der Patient keine Atemdepression erfährt

und ein zeitnahes völliges Erwachen ermöglicht. Frühzeitig müssen auch die Situationen erkannt werden, in denen der Patient unter Umständen doch einer Narkose bedarf. Eine weitere wichtige Vorbereitung ist aus meiner Sicht, dass das anästhesiologische Vorgespräch mit dem

Die Patienten können während einer Wach-Operation zwar einzelne Körperteile bewegen, ihr Kopf ist aber für die Dauer des Eingriffs fixiert. Hinzu kommt die psychische Belastung, die eigene Operation bewusst mitzuerleben. Nach den Erfahrungen von Prof. Deinsberger kommen die Pateinten damit jedoch meist erstaunlich gut zurecht. „Wir wählen sehr sorgfältig aus, wer für eine Wach-Operation in Frage kommt und besprechen den Ablauf im Vorfeld sehr detailliert mit den Patienten.“ Und so lauteten auch die Rückmeldungen nach dem Eingriff, dass es weniger aufregend war als erwartet und die Patienten sich wieder für eine Wach-Operation entscheiden würden.

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Tagesklinik: Onkologische Kompetenz in neuen Räumen zusammengefasst Interdisziplinäre onkologische Tagesklinik am Klinikum Kassel eröffnet Am Klinikum Kassel ist eine interdisziplinäre onkologische Tagesklinik mit 24 Behandlungsplätzen in Betrieb gegangen. Dort ist das onkologische Fachwissen gebündelt, um Patienten mit Tumoren oder anderen bösartigen Krankheitsbildern, die ambulant behandelt werden können, optimal zu versorgen. Zarte Farben an den Wänden, viel Licht in den Räumen und eine schöne Aussicht auf Kassel: das Ambiente in der interdisziplinären onkologischen Tagesklinik des Klinikum Kassel hat sich gegenüber den bisherigen Räumen deutlich verbessert. Die Tagesklinik im Haus 10 bietet insgesamt 24 Plätze – sechs Betten, acht Behandlungsliegen und zehn Behandlungsstühle – für Patienten, die eine ambulante Chemotherapie, eine Antikörpertherapie oder eine Transfusion von Thrombozyten- oder Erythrozytenkonzentraten erhalten. Auch Labor, Untersuchungs- und Eingriffsräume stehen zur Verfügung, beispielsweise für Punktionen des Knochenmarks oder bei Ascites (Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle). Bei Bedarf bietet das Team begleitende Therapien wie Schmerztherapie oder parenterale Ernährung. Mit der neuen interdisziplinären onkologischen Tagesklinik konnte nach Angaben der kaufmännischen Direktorin Svenja Ehlers die Behandlungsqualität weiter verbessert werden: „Wir haben das medizinische und pflegerische onkologische Spezialwissen, das bisher in räumlich getrennten Tageskliniken verteilt war,

Das Leitungsteam der Tagesklinik (v. l.): Dr. Daniela Borries, Thomas Fuest, Dr. Gabriele Feisel-Schwickardi und Dr. Gabriela Metzger.

auf einer Ebene gebündelt. Zudem konnten wir in den neuen Räumen durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur die organisatorischen Abläufe optimieren.“ Im Sommer zieht noch Prof. Dr. Martin Wolf, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie und gleichzeitig Sprecher des Tumorzentrums am Klinikum Kassel, auf die gleiche Etage. Perspektivisch sollen sämtliche ambulanten Chemotherapien des Klinikums dort stattfinden. Die insgesamt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tagesklinik, die Bestandteil des Tumorzentrums Kassel ist, verfügen über langjährige Erfahrung in Diagnostik und Therapie bösartiger Erkrankungen. Die ärztliche Leitung hat Dr. Gabriela Metzger von der Klinik für Onkologie und

Hämatologie inne, die Teamleitung Thomas Fuest. Für die Behandlung der gynäkologischen Patientinnen des Zentrums für Medizinische Versorgung des Klinikum Kassel sind Dr. Gabriele Feisel-Schwickardi und Dr. Daniela Borries, Ltd. Oberärztin bzw. Fachärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, verantwortlich. Das Tumorzentrum Kassel wurde vor fünf Jahren mit dem Ziel gegründet, die Versorgung von Patienten mit einer Krebserkrankung weiter zu verbessern. Darin sind alle an der Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen beteiligten Disziplinen des Klinikum Kassel, seines Zentrums für medizinische Versorgung und weiterer Einrichtungen zusammengeschlossen. visite 02/14

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Jährlich drei Millionen Analysen helfen bei Diagnostik und Therapie Institut für Labormedizin des Klinikum Kassel jeden Tag rund um die Uhr im Einsatz Indirekt haben sie mit allen stationären und den meisten ambulanten Patientinnen und Patienten des Klinikum Kassel zu tun: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Institutes für Labormedizin führen jährlich knapp 3 Millionen Analysen durch und unterstützen mit der raschen Bereitstellung von Laborbefunden die klinisch tätigen Ärzte bei der Diagnose, der Krankheitsüberwachung und der Therapie – und das an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr.

Diagnostik von Bakterien und anderen Krankheitserregern (Mikrobiologie). Hinzu kommen aufwändige molekulargenetische Untersuchungen mittels Polymerase-Ketten-Reaktion. Neben der Erstellung von Analysen zählt auch die Beratung der Klinikärzte zu den Aufgaben, besonders in Spezialgebieten wie Gerinnungsstörungen und Mikrobiologie.

Mehr als 2.000 Proben gehen täglich im Institut für Labormedizin ein, davon Das Leistungsspektrum des Institutes der Großteil Blutproben, aber auch umfasst unter anderem die Untersu- Urin- und Stuhlproben sowie Abstrichung von Stoffwechselprodukten, che und andere mikrobiologische Hormonen und Spurenelementen Materialien, die auf die Besiedlung mit (Klinische Chemie), die Analyse von Krankheitskeimen untersucht werden. Blutgerinnungsfaktoren (Hämostase- Sie kommen aus dem Klinikum Kassel, ologie), die Erstellung von Blutbildern aus anderen Krankenhäusern der Ge(Hämatologie) und die Bestimmung von sundheit Nordhessen und von niederviralen und bakteriellen Antikörpern gelassenen Ärzten. Die Zahl der Analysowie die Anzucht und mikroskopische sen summiert sich nach Angaben von Institutsdirektor Privat-Dozent Dr. Karl H. Reuner auf jährlich ca. 3 Millionen, einschließlich vieler Nachanalysen. Damit sind zusätzliche, nachträgliche Untersuchungen gemeint, die auf Grundlage der ersten Analyse von den behandelnden Ärzten angefordert werden und für MTA Ludmila Vasilev schiebt kleine Platten mit Bakterienwelche dieselbe kulturen in das spezielle Massenspektrometer (MALDI-TOF), Probe genutzt das innerhalb von zwei Stunden die genaue Bakterienart wird. „Den Paidentifiziert. 6

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tienten bleibt damit oft eine erneute Blutentnahme erspart“, so PD Dr. Reuner. Die Zahl der Analysen ist in Institutsdirektor den vergangePrivat-Dozent nen Jahren konDr. Karl H. Reuner tinuierlich gestiegen, 2009 waren es noch 2,1 Millionen Analysen jährlich. Als wesentlichen Grund nennt der Institutsdirektor krankenhaushygienische Aspekte. Risikopatienten würden inzwischen bei der Aufnahme in die Klinik gezielt auf bestimmte Erreger getestet, beispielsweise auf spezielle Darmbakterien (ESBL) oder MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) – Bakterien, die gegen die meisten Antibiotika unempfindlich sind. 80 Prozent aller Ergebnisse sind innerhalb von zwei Stunden im Krankenhausinformationssystem eingespeist und damit für den behandelnden Arzt verfügbar, berichtet PD Dr. Reuner. Etliche Untersuchungen gehen noch deutlich schneller, insbesondere bei Notfällen. So sind die Notaufnahmen für Erwachsene und Kinder per Rohrpost mit dem Labor verbunden. 30 bis 60 Minuten nach Eingang der Blutprobe im Labor liegen in der Regel das Blutbild und andere lebenswichtige Laborwerte für die Ärzte abrufbereit im Computer vor. Um die große Zahl von Proben in kürzester Zeit untersuchen zu können,


stehen für die gängigen Analysen Hochdurchsatz-Analyseautomaten zur Verfügung. Sie können in einer Stunde über 1.000 Bestimmungen liefern, beispielsweise Blutbilder, Blutzucker, Leber- oder Nierenwerte. Neben den Standard-Untersuchungen kann das Institut für Labormedizin auch die meisten komplexen Analysen selbst durchführen. Dadurch können Verzögerungen durch den Probentransport zu externen Dienstleistern vermieden und die Analysenergebnisse schnellstmöglich für die Ärzte bereitgestellt werden. Zu den aufwändigen und diffizilen Untersuchungen im Institut für Labormedizin zählt unter anderem die Quantifizierung von Viren im Blut, die vor allem für Patienten mit einem stark geschwächten Immunsystem sehr wichtig ist. Während beispielsweise ein Herpes-Virus bei gesunden Menschen meist unproblematisch ist, kann es bei krebskranken Kindern oder Erwachsenen, die eine Knochenmarktransplantation erhalten haben, akut lebensbedrohlich sein. „Wenn sich ihr Zustand deutlich verschlechtert, gilt es, sehr schnell die Ursache dafür herauszufinden“, erklärt der Labormediziner. Mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR = Polymerase Chain Reaction) werden minimale Mengen des Erbgutes der im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten vorhandenen Viren vervielfältigt, somit nachgewiesen und gleichzeitig ihre Menge bestimmt, was oft die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist. Diese sogenannten Real-Time PCRVerfahren kommen auch bei anderen problematischen Erregern zur Anwendung, zum Beispiel bei Tuberkulose (Tbc) und MRSA. Üblicherweise dauert der Tbc-Nachweis bis zu sechs Wochen. PD Dr. Reuner: „Bei einem hochgradigen Tbc-Verdacht oder

Mehr als 2.000 Proben gehen täglich im Institut für Labormedizin des Klinikum Kassel ein, hier MTA Martina Schattschneider vor einem Hochdurchsatz-Analyseautomaten.

schwerkranken Patienten können wir jetzt häufig innerhalb von zwei Stunden nach Probeneingang die Erreger identifizieren und die Patienten so einer gezielten Therapie zuführen. Von dieser Geschwindigkeit hätte noch vor zehn Jahren niemand zu träumen gewagt.“ Eine weitere Spezialität des Instituts ist die molekulare Analytik zur Erkennung von Risikofaktoren für vererbbare Erkrankungen. Insbesondere geht es darum, angeborene Risikofaktoren für Thrombosen (Blutgerinnselbildung) und Embolien (Gefäßverschlüsse) zu bestimmen. Darüber hinaus können Leukämien mittels komplexer, sogenannter FACS-SCAN-Analysen innerhalb kürzester Zeit, notfalls auch am Wochenende, diagnostiziert und klassifiziert werden, so dass die erforderliche Therapie schnellstmöglich zum Wohle des Patienten eingeleitet werden kann. Neueste Errungenschaft des Institutes ist ein Massenspektrometer (MALDI-TOF), das für die Differenzierung von Bakterien genutzt wird. Hat es

früher bis zu drei Tagen gedauert, bis eine Bakterienart exakt bestimmt war, liegt das Ergebnis heute meist bereits am Folgetag vor. PD Dr. Reuner spricht von einem Riesenfortschritt, beispielsweise für Patienten mit einer schweren Lungenentzündung oder Blutvergiftung. Je früher das Bakterium identifiziert sei, umso schneller könne die gezielte Behandlung einsetzen. „Das ist universitärer Standard in der mikrobiologischen Diagnostik.“ Für die Bedienung der Hochleistungsgeräte, die Befundung und Interpretation der Ergebnisse sowie die Beratung der einsendenden Ärzte ist spezielles Fachwissen gefragt, wie es die knapp 50 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Fachärzte, Medizinisch-technische Assistentinnen (MTA), ein Mikrobiologe, Verwaltungskräfte – mitbringen. Regelmäßige Fort- und Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgt dafür, dass das Wissen aller Institutsangehörigen in diesem innovativen Fachgebiet stets auf dem neuesten Stand bleibt. visite 02/14

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Zittern, Verwirrtheit, Herzprobleme – Unterkühlung ist jederzeit möglich Notaufnahme im Klinikum Kassel behandelt jährlich rund 100 unterkühlte Patienten Eine Unterkühlung ist eine gar nicht mal so seltene Erkrankung, die zu allen Jahreszeiten vorkommt. Extreme Klimabedingungen, ungenügende oder nasse Kleidung, lange Aufenthalte im Wasser, lange Bewegungslosigkeit, Unfälle und anderes können dazu führen. „visite“ sprach mit Dr. Klaus Weber, Ärztlicher Leiter der Interdisziplinären Zentralen Notaufnahme im Klinikum Kassel, über die Symptome einer Hypothermie, die Behandlung und einen ungewöhnlichen Fall. Herr Dr. Weber, wie häufig werden Menschen mit Unterkühlung in die Notaufnahme eingeliefert?

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Dr. Weber: Verglichen mit anderen Erkrankungen natürlich selten. Pro Jahr sind es aber doch um die 100 erwachsene Patienten mit einer milden Dr. Klaus Weber Hypothermie – meist als Begleitproblem – und ein bis zwei Patienten mit einer lebensbedrohlichen Unterkühlung. Die jungen Patienten werden im Zentrum für Frauen- und Kindermedizin des Klinikums behandelt. Wichtig ist, dass

eine Unterkühlung nicht nur im Winter auftritt. Wenn beispielsweise eine Person aus der Dusche kommt, stürzt und nicht allein aufstehen kann, liegt bei einer Raumtemperatur von 22 Grad innerhalb von zehn Stunden eine schwere Unterkühlung vor. Mit welchen Symptomen macht sich eine Hypothermie bemerkbar? Zunächst mit Zittern, das in etwa bei einer Körperkerntemperatur – also der Temperatur im Inneren des Körpers – von weniger als 35 Grad einsetzt. Bei weniger als 32 Grad kommen Verwirrtheit und Konzentrationsstörungen hinzu, bei unter 30 Grad


kann es erste Herzrhythmusstörungen geben, die ab 27 Grad lebensbedrohlich werden. Ab 25 Grad erleidet fast jeder Patient einen Herzstillstand. Die niedrigste Körperkerntemperatur, die je ein Mensch überlebt hat, war 22 Grad. Übrigens gibt es noch eine interessante Reaktion: Kurz vor dem Kältetod gibt es ein paradoxes Wärmeempfinden, welches dazu führen kann, dass sich Betroffene die Kleidung vom Leib reißen. Daher werden Menschen mit starker Unterkühlung manchmal halb entkleidet aufgefunden. Welche therapeutischen Maßnahmen ergreifen Sie in der Notaufnahme des Klinikums? Das hängt vom Grad der Hypothermie ab. Bei einer milden Form bis etwa 33 Grad Körperkerntemperatur reicht es in der Regel, den Patienten dick einzupacken. Wir nutzen hier spezielle Heizdecken, welche den weiteren Verlust von Körperwärme verhindern, so dass sich der Körper wieder selbst erwärmt. Bei einer Temperatur unter 33 Grad kann man angewärmte Infusionen geben. Bei einer schweren Unterkühlung müssen wir aktiv das

Blut erwärmen, wozu wir hier im Klinikum Kassel eine mobile Herz-Lungen-Maschine nutzen können. Durch sie fließt das Blut des Patienten und wird erwärmt, bevor es in den Körper zurückgepumpt wird. Gegebenenfalls wäre dazu auch eine Dialyse möglich. Wir haben erst kürzlich einen Patienten versorgt, bei dem die volle Leistungsfähigkeit eines Krankenhauses der Maximalversorgung für die Rettung gefragt war. Was war geschehen? Ein Mann lag in einer – wohlgemerkt frostfreien – Nacht in Kassel hilflos im Park und wurde morgens mit einer Kerntemperatur von 24 Grad und Herzstillstand gefunden. Er wurde reanimiert und gleichzeitig an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, um das Blut aufzuwärmen. Nach 3,5 Stunden Wiederbelebung und Wiedererwärmung hat der Herzschlag wieder eingesetzt. Der Patient hat nun sogar gute Chancen, sich von diesem Ereignis komplett zu erholen. Das war nur möglich durch die optimale Zusammenarbeit von Rettungsdienst, unserer Klinik für Herz- und Gefäß-

Nach einem Unfall sollten die Verletzten mit einer Rettungsdecke warmgehalten werden, da schon bei einer milden Unterkühlung die Blutgerinnung nachlässt und somit die Blutungsgefahr steigt.

chirurgie, unserer Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie sowie der Notaufnahme. Warum ist es so wichtig, nach einem Verkehrsunfall eine Unterkühlung zu verhindern? Bei Verletzungen kommt hinzu, dass schon bei einer recht milden Unterkühlung auf 33 Grad die Blutgerinnung erheblich verringert ist und Blutungen immer schwieriger zu stoppen sind. Daher ist es extrem wichtig, die Verletzten mit einer Rettungsdecke warmzuhalten.

Wie ein echter Patient: Ultraschall an Simulationspuppen Häufige Erkrankungen im Bauchraum per Ultraschall festzustellen – darum ging es bei einem Ärzte-Seminar bei den Kasseler Gesundheitstagen, das die Klinik für Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin des Klinikum Kassel organisiert hatte. Damit die Diagnose möglichst lebensnah erfolgen konnte, standen Simulationspuppen zur Verfügung, bei denen unterschiedliche Erkrankungen programmiert werden konnten. In einem zweiten Seminar konnten sich PJ-Studenten in Ultraschallunter-

suchungen einarbeiten. Als externe Referenten hatte Klinikdirektor Prof. Dr. Frank Schuppert zwei Fachleute vom Sonographie-Team der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover gewonnen, Prof. em. Dr. Michael Gebel und Dr. Andrej Potthoff. Aus dem Klinikum Kassel standen die Oberärzte Dr. Sunke Habben und Dr. Christian Ruis den Teilnehmern zur Seite. Auf dem Foto (von links) Assistenzärztin Sabine Kuhlmann (Klinikum Kassel), Dr. Ulrike Tscherner (Allgemeinarzt-Praxis), Dr.

Habben, Prof. Gebel, Assistenzärztin Julia Wagner (Klinikum Kassel), Dr. Ruis und Dr. Potthoff. visite 02/14

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Gütesiegel: Kliniken sind „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“ Klinikum Kassel hat sich erfolgreich an bundesweiter Qualitätsprüfung beteiligt Das Klinikum Kassel hat für die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie die Klinik für Kinderchirurgie erneut das Gütesiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER 2014 – 2015“ erhalten. Beide Kliniken hatten sich freiwillig einer bundesweiten Qualitätsprüfung gestellt, die unter anderem die personelle, räumliche und technische Ausstattung, aber auch die Organisation und Qualitätssicherung durchleuchtet hat.

Kranke Kinder gehören in gute Kinderkliniken, das wissen Kinderärzte und betroffene Eltern seit langem. Eltern und Angehörige wünschen sich die bestmögliche stationäre Versorgung ihres kranken Kindes in einer

erträglichen Entfernung zum Wohnort. Dabei ist das Gütesiegel und die Veröffentlichung eine hervorragende Orientierungshilfe für Eltern bei der Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer Suche nach einer Qualitäts-Kinderklinik. Es wurde von der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD), der Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus (BaKuK) und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) entwickelt, damit Eltern selbst prüfen können, ob das für sie nächstgelegene Kinderkrankenhaus die Qualitätskriterien einer guten Kinderklinik erfüllt. Die Pädiatrie und die Kinderchirurgie des Klinikums erhalten das jeweils zwei Jahre gültige Gütesiegel bereits zum dritten Mal. „Die Anforderungen für den Erhalt des Gütesiegels sind seit der ersten Auszeichnung 2009 noch weiter gestiegen, umso mehr zählt der erneute Erfolg“, sagt Prof. Dr. Friedrich K.

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Tegtmeyer, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Die interdisziplinäre Versorgung durch Ärzte und Pflege k rä fte mi t vielen verschie- Dr. Peter Illing denen Spezialisierungen wird bei uns großgeschrieben. Wir bieten nicht nur eine breitgefächerte fachärztliche Besetzung und zahlreiche Spezialisierungen in der Pflege, sondern auch weitere Disziplinen aus dem pädagogischen, psychosozialen und medizinischtherapeutischen Bereich, beispielsweise Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie und Physiotherapie.“ Darüber hinaus sei sichergestellt, dass am Klinikum Kassel die operative Versorgung von Kindern bis 16 Jahren jederzeit durch einen Facharzt für Kinderchirurgie erfolgt, betont Dr. Peter Illing, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie. Das Gütesiegel belege zudem, dass die Kliniken nicht nur eine gute Basisversorgung anbieten, sondern auch Netzwerke aufgebaut haben, die eine gute Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen und schwerwiegenden Krankheitsbildern sicherstellen. Informationen zu den Kinderkliniken unter www. gesundheit-nordhessen.de und zum Zertifikat unter www.ausgezeichnet-fuerkinder.de.


Gesundheitspolitik: Komplexe Aufgaben für die große Koalition Hochkarätige Experten diskutierten beim 6. Kasseler Gesundheitsforum Sehr weit auseinander liegen Bundesregierung und Opposition beim Thema Gesundheitspolitik nicht. Aber der große Wurf, um die vielfältigen Probleme im Gesundheitswesen zu lösen, war für Moderator Prof. Heinz Lohmann beim 6. Kasseler Gesundheitsforum nicht in Sicht. Dazu hatte die Gesundheit Nordhessen (GNH) unter dem Titel „Gesundheitspolitik vor neuen Aufgaben – Was erwartet die Gesundheitswirtschaft in der neuen Legislaturperiode?“ in den Kasseler Kulturbahnhof eingeladen. Einigkeit bestand, dass die Abrechnung nach Fallpauschalen in den Krankenhäusern grundsätzlich richtig sei, die Fallpauschalen aber überarbeitet werden müssten, beispielsweise durch eine stärkere Berücksichtigung der Pflegequalität. Die schwierige Finanzlage vieler Kliniken sei kein Problem der Fallpauschalen, sondern der mangelnden Finanzierung von Investitionen durch die Bundesländer, betonte Edgar Franke (SPD), Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag. Dadurch müssten Kliniken einen Teil der Investitionen aus dem Krankenhausbetrieb finanzieren. Zusammenarbeit auf vielerlei Ebenen ist nötig, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch künftig sicherzustellen: zwischen ambulantem und stationärem Bereich, zwischen den Berufsgruppen, zwischen den Kliniken untereinander und mit den Bürgerinnen und Bürgern. Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, sprach sich für individuelle Konzepte für die

Um die Gesundheitspolitik drehte sich alles beim 6. Kasseler Gesundheitsforum, hier (v. l.) Dr. Gerhard M. Sontheimer, Edgar Franke, Cordula Schulz-Asche, Prof. Heinz Lohmann und der GNH-Aufsichtsratsvorsitzende, Kassels Bürgermeister Jürgen Kaiser.

unterschiedlichen Regionen aus, denn „wir sind auf jeden angewiesen, der über Kompetenzen verfügt“. Der GNH-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerhard M. Sontheimer forderte eine grundsätzliche Weichenstellung im Gesundheitswesen: Was soll der Wettbewerb regeln, was sollte die Politik steuern? Das Problem der Über- bzw. der Unterversorgung von Regionen werde sich durch Wettbewerb allein nicht lösen lassen, dazu bedürfe es Vorgaben. Die Qualität in der ambulanten und stationären Patientenversorgung soll mehr in den Vordergrund rücken. Aber wie soll die Qualität gemessen und nachvollziehbar dargestellt werden? Und welche Folgen haben die Ergebnisse? Gibt es nur Zuschläge bei guter Qualität oder auch Abschläge bei schlechter Qualität? Lauter Aspekte, die es noch zu klären gilt. Viele weitere Probleme der Gesundheitspolitik wurden angesprochen. Ob sich in dieser Legislaturperiode einige davon lösen lassen? Im Gesundheitswesen gebe es große Beharrungstendenzen, zeigte sich Journalist

Claus-Peter Müller von der Grün skeptisch. Er plädierte für eine viel stärker patientenzentrierte Debatte, in der nicht vorwiegend aus Sicht von Leistungserbringern und Krankenkassen gedacht werde.

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Förderverein „Kleine Riesen“ für die Versorgung sterbenskranker Kinder Palliativ-Team für Nordhessen unterstützt Patienten und Eltern zu Hause „Todkranke Kinder sollten die Möglichkeit haben, die ihnen verbleibende Zeit im gewohnten Umfeld mit ihren Familien zu verbringen“, sagt Prof. Dr. Michaela Nathrath, Direktorin der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Klinikum Kassel. Nathrath ist Vorsitzende des am 3. April im Klinikum Kassel gegründeten Fördervereins „Kleine Riesen Kassel: Verein für Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in Nordhessen e.V.“, der die häusliche Versorgung von schwerkranken Kindern in ihrer Lebensendphase verbessern möchte. Neben Patienten mit Krebserkrankungen sind dies auch Kinder und Jugendliche mit Stoffwechselstörungen, angeborenen Fehlbildungen und anderen lebensbegrenzenden Erkrankungen.

Hauptziel des Vereins ist es, ein ambulantes Palliativ-Team aus qualifizierten Kinderärzten, Kinderkrankenpflegekräften und weiteren Fachkräften dauerhaft in der Region einzurichten. Das Team soll die verschiedenen Hilfsangebote für Palliativpatienten im Regierungsbezirk Kassel koordinieren und die Familien mit schwerkranken Kindern und Jugendlichen regelmäßig 12

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Die Gründungsmitglieder des Fördervereins „Kleine Riesen Kassel e.V.“ (v. l.): Stefan Wimmel, Andrea Nöding, Dr. Thomas Voelker, Dr. Rainer Seele, Prof. Dr. Friedrich Karl Tegtmeyer, Prof. Dr. Michaela Nathrath (Vorsitzende), Dr. Walter Lübcke (Schirmherr), Reiner Arnold, Dr. Martina Rodehüser, Stefan Berndt, Claudia Büchling, Katrin Feyerabendt.

zu Hause besuchen. Bei Krisen können sich die Eltern Tag und Nacht an das Team wenden. „Von einem ambulanten Palliativ-Team profitieren nicht nur die Kinder. Es vermittelt auch den Eltern die Sicherheit, dass ihre Kinder zu Hause optimal versorgt werden“, führt Dr. Thomas Voelker aus. Voelker ist Kinderarzt am Klinikum Kassel, Gründungsmitglied der „Kleinen Riesen Kassel“ und engagiert sich seit einigen Jahren ehrenamtlich für den Aufbau eines ambulanten Teams. Finanziert wurde die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region bisher überwiegend durch Spenden. So unterstützte die

Holzhauer-Stiftung das Palliativprojekt ebenso wie die „Tour der Hoffnung“ und die Weihnachtsaktion des „Extra Tip“. Auch weitere größere und kleinere Spenden konnten zur Anschubfinanzierung genutzt werden, wie die Rest-Cent-Aktion der Mitarbeiter der Stadt Kassel und der Gesundheit Nordhessen. Mittlerweile laufen Verhandlungen mit den Krankenkassen zur Kostenübernahme. „Um die Lebensqualität sterbender Kinder und Jugendlicher in der Region zu verbessern und langfristig zu sichern, werden wir aber auch über die Aufbauphase des PalliativTeams hinaus weiterhin auf Spenden angewiesen sein“, so Prof. Nathrath. Spenden: Kleine Riesen Kassel: Verein für Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in Nordhessen e.V. Kasseler Sparkasse, IBAN: DE27520503530002185156, BIC: HELADEF1KAS


Großes Interesse an Medizin-Studium Bewerbungsverfahren für zweiten Jahrgang der KSM läuft Bei der Kassel School of Medicine (KSM) läuft das Bewerbungsverfahren für den zweiten Jahrgang: Noch bis 1. Juli 2014, 12 Uhr, können sich Interessierte für das fünfjährige deutsch-englische Humanmedizinstudium BM(EU) in Kassel und Southampton bewerben (www.medizinkassel.de). Bei der letzten von insgesamt vier Veranstaltungen im Umkreis, dem Infotag im April in Kassel, nutzten rund 80 Interessierte mit ihren Eltern die Gelegenheit, mit KSMStudentinnen des ersten Jahrgangs, englischen Medizinstudierenden höherer Semester, Organisatoren des BM(EU) sowie lehrenden Klinikärzten ins Gespräch zu kommen. Der erste Jahrgang der KSM ist im vorigen September mit 19 Studierenden aus ganz Deutschland gestartet. Sie haben bereits vielfältige Erfahrungen im Patientenkontakt gesammelt und einen Einblick in das englische Gesundheitssystem gewonnen. Trotz der hohen fachlichen und sprachlichen Anforderungen erzielten sie bei den ersten Prüfungen

ebenso gute Leistungen wie ihre britischen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Bewerberinnen und Bewerber für die KSM müssen neben einem sehr guten Abiturschnitt in hohem Maße naturwissenschaftliches Vorwissen und Sprachkenntnisse mitbringen. Außerdem wird im Auswahlverfahren auf persönliche Voraussetzungen wie die Fähigkeit zur Reflektion, Eigeninitiative, Belastbarkeit und auf soziale Kompetenzen geachtet. Doch nicht nur die Anforderungen an die Studierenden sind hoch, auch das Angebot im BM(EU) ist umfassend. Insbesondere der innovative Ansatz, der frühe Patientenkontakt und die persönliche Betreuung in dem nur bis zu 24 Plätze umfassenden Studiengang haben die Pioniere des ersten Jahrgangs überzeugt, in mehreren Fällen einen Studienplatz an einer staatlichen deutschen Universität für einen Platz im BM(EU)-Programm abzulehnen.

Dass die hohen Qualitätsstandards der englischen Medizinerausbildung auch ab dem 3. Studienjahr, in dem die Studierenden nach Kassel kommen, eingehalten werden, wird bei regelmäßigen Besuchen durch das General Medical Council überprüft. Die intensiven PrüInformierten sich über die KSM: Setare Torkieh und Tiam fungen sind bisHeidari im Gespräch mit KSM-Geschäftsführer Dr. Christian her durchweg poUnzicker (l.) und Clare Polack (2. v. l.), Programm-Direktorin BM(EU) an der University of Southampton. sitiv ausgefallen.

Ambulanter Pflegedienst SWA aktiv

Individuelle Pflegeangebote: 

Grundpflegeleistungen



Medizinisch-pflegerische Versorgung / Behandlungspflege



Unterstützung und Beratung



Betreuungsleistungen



Verhinderungspflege

Für eine unverbindliche Beratung und weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, bei uns im Büro, bei Ihnen zu Hause oder in Ihrem Patientenzimmer. Unsere Bürozeiten sind Montag bis Freitag von 8-13 Uhr Hinter dem Fasanenhof 1 H, Kassel und nach tel. Vereinbarung 0561 87983-50/-51 www.gesundheit-nordhessen.de

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SWA Fasanenhof: Seit 50 Jahren qualifizierte Pflege und Betreuung Seniorenwohnanlage feiert am 23. August 2014 Jubiläumsfest mit Hessens ältester Rockband Seit einem halben Jahrhundert bietet die Seniorenwohnanlage Fasanenhof in Kassel älteren Menschen ein Zuhause mit qualifizierter Pflege und Betreuung. Fast auf den Tag genau 50 Jahre nach der Eröffnung feiern die Bewohner des Pflegeheims und des Betreuten Wohnens, die Mitarbeiter und Gäste am 23. August 2014 ein großes Jubiläums-Sommerfest. Vom „herrlich inmitten des alten Fasanenhofparkes gebauten neuen Altersheim“ schwärmte die örtliche HNA beim Richtfest. Mit Hilfe der „hochherzigen Spende“ des ehemaligen Kasseler Bürgers Heinrich Constantin in Höhe von 700.000 DM konnte die Stadt Kassel damals ein dringend benötigtes Altenheim bauen, das insgesamt fast 4 Millionen DM kostete und nach dem Spender Heinrich-Constantin-Heim genannt wurde.

Auch zum 25-jährigen Bestehen feierte die SWA Fasanenhof ein großes Fest, am Mikrofon der damalige Heimleiter Jochen Franzkowiak.

An der Nahtstelle der drei Stadtteile Wesertor, Fasanenhof und Wolfsanger entstand ein Heim mit zunächst 138 Betten (104 Altenheimplätze, 34 Pflegeplätze), das am 24. August 1964 seiner Bestimmung übergeben wurde. 1966 baute die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Stadt (GWG) direkt nebenan ein Gebäude mit 60 Wohnungen für ältere Menschen. Dadurch war das Heinrich-Constantin-Heim zu einem

seinerzeit sehr modernen und fortschrittlichen 3-Stufen-Heim (Pflegeheim, Wohnheim, Betreutes Wohnen) geworden, das bundesweit Modellcharakter hatte. In den 70er Jahren folgte bereits der Bau weiterer Wohnungen und eines neuen Pflegetraktes. 1995 gingen die beiden städtischen Pflegeheime am Fasanenhof und am Lindenberg als Seniorenwohnanlagen Kassel (SWA) gGmbH an das Klinikum

Gezeichnete Erinnerungen für Besucher und Bewohner

Stolz auf ihre Porträts: Diana Woijitzci und Josef Hacker (l.) präsentieren die Zeichnungen von Hans-Joachim Neukäter (2. v. l.) gemeinsam mit SWA-Geschäftsführer Wolfgang Schwarz.

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Hans-Joachim Neukäter, Kasseler Architekt und ehemaliger Leiter des städtischen Hochbauamtes, hat zehn Bewohner der SWA Fasanenhof gezeichnet und den Porträtierten damit auch einen neuen Blick auf sich selbst ermöglicht. Das Zeichenprojekt begann, als Neukäter seinen Vater in der SWA Fasanenhof be-

suchte: „Ich lernte bei den häufigen Besuchen einen Bewohner kennen und kam mit ihm ins Gespräch über sein buntes Leben“. Aus der spannenden Geschichte wurde schließlich ein Porträt, wobei Hans-Joachim Neukäter beim Zeichnen besonderen Wert auf die Augen als charakteristisches Merkmal der Person legte. Der Wiedererkennungseffekt ist hoch – sowohl bei Besuchern als auch bei den Bewohnern. Und die Porträts sind auch gezeichnete Erinnerungen: „Das Bild von mir wird bleiben“, so einer der Porträtierten.


Mehr als 100.000 Euro wurden im Frühjahr in das Restaurant der SWA Fasanenhof investiert. Ermöglicht wurde dies durch die Erbschaft von Elli Finke, dank derer 2013 auch der Generationengarten angelegt werden konnte. Über den Abschluss der Arbeiten freuen sich (v. l.): Wolfgang Schwarz (SWA-Geschäftsführer), Ute Pähns (Leiterin Sozialamt der Stadt Kassel), Birgit Dilchert (Personalvorstand Gesundheit Nordhessen), Anneliese Wolf (Vorsitzende des Heimbeirats und Bewohnerin der SWA) und Dr. Jürgen Barthel (Kämmerer und Sozialdezernent der Stadt Kassel).

Kassel über. Der ambulante Pflegedienst SWA aktiv wurde gegründet und die benachbarten Wohnungen der GWG kamen zur SWA hinzu. Außerdem wurde 1997 das ehemalige Altenheim zur Heinrich-Constantin-Residenz mit 39 Eigentumswohnungen umgebaut. 2002 wurde das Pflegeheim modernisiert und erhielt unter anderem ein neues Ergotherapiezentrum und neue Personalräume. Auch hinsichtlich des Betreuungskonzeptes hat sich im Laufe der Jahrzehnte vieles verändert. Der Grundservice im Betreuten Wohnen umfasst inzwischen soziale Betreuung, einen Hausnotruf sowie kulturelle und Freizeitangebote. Zusätzliche Leistungen, z. B. Pflegetätig-

keiten oder Mahlzeiten, können die Bewohner individuell dazubuchen. Heute bietet die SWA Fasanenhof, die inzwischen zur Gesundheit Nordhessen gehört, 250 Betreute Wohnungen und 74 Pflegeplätze, davon 8 Kurzzeit-Pflegeplätze. Neben der allgemeinen Pflege bestehen Schwerpunkte in der Pflege von dementen Bewohnern, von Menschen mit geronotopsychiatrischen Erkrankungen und in der Palliativpflege.

Wohlfühlen schaffen und ihnen gleichzeitig die Sicherheit bieten, jederzeit auf Hilfe zurückgreifen zu können“, so Geschäftsführer Wolfgang Schwarz. Viele einzelne Bausteine trügen zu einer angenehmen Atmosphäre bei. Als Beispiel nannte Schwarz den im vorigen Jahr mit Spendengeld errichteten Generationengarten mit Trainingsgeräten, der sich zu einer sehr beliebten Stätte für Begegnung, Kommunikation und Bewegung entwickelt habe.

Aus dem umfangreichen Dienstleistungsangebot können sich Bewohnerinnen und Bewohner Leistungen ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen zusammenstellen. „Wir möchten für unsere Bewohner eine Umgebung zum

Beim großen Fest am Samstag, 23. August 2014, ab 14.30 Uhr wird einer der Höhepunkte der Auftritt von „Die Rollators“ sein, Hessens ältester Rockband. Alle Interessierten sind herzlich zur Feier eingeladen.

Gebetsraum für Muslime im Klinikum eröffnet In feierlichem Rahmen wurde im Februar der Gebetsraum für Muslime im Klinikum Kassel eröffnet. Neben zahlreichen Mitarbeitern und Patienten des Klinikums waren auch die Imame der muslimischen Gemeinden in Kassel sowie Vertreter der Gesundheit Nordhessen (GNH) zur Eröffnung gekommen. „Im Klinikum sind Mitarbeiter aus 51 Nationen beschäftigt“, sagte Birgit Dilchert, GNH-Personalvorstand und Arbeitsdirektorin des Klinikums. Multikulturalität werde daher seit vielen Jahren wie selbstverständlich gelebt.

„Der Gebetsraum ist nun ein wichtiger Rückzugsort für muslimische Mitarbeiter, Patienten und deren Angehörige“, so Dilchert. Der Gebetsraum befindet sich im Untergeschoss von Haus 1 des Klinikums und steht täglich von 5.30 bis 23.00 Uhr zur Verfügung.

Bei der Eröffnungsfeier übergeben die Klinikseelsorgerinnen eine Tafel mit einem Koranvers als Geschenk, v. l.: Ursula Josuttis (ev. Klinikseelsorge), Imam Ikram (Pakistanische Gemeinde), Birgit Dilchert (Arbeitsdirektorin), Elisabeth Meineke-Wolf (Ehrenamtskoordinatorin), Imam Gümüsoglu (Ayasofya-Moschee Kassel), Helmut Zeilfelder (Pflegedirektor), Dr. Firas Al Youzbashi (Neurochirurgie), Emre Koc (Radiologie) und Regine Gries (kath. Klinikseelsorge). visite 02/14

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Duales Studium: In fünf Jahren zu Berufs- und Bachelor-Abschluss Gesundheit Nordhessen fördert Studienplätze für Pflegeschülerinnen und -schüler Die Gesundheit Nordhessen (GNH) bietet neuerdings das duale Studium „Health Care Studies“ für Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege an. In Kooperation mit der Hamburger Fern-Hochschule (HFH) stellt das Unternehmen jährlich sechs geförderte Studienplätze bereit. Einer davon steht auch für Auszubildende der Kreiskliniken Kassel zur Verfügung, die ihre Ausbildung bei VITOS Merxhausen absolvieren. Der dortige Kooperationspartner ist die Steinbeis-Universität Berlin. Das Studium

Leitung. Zudem verspricht sich die GNH mit akademisch ausgebildeten Fachkräften eine weitere Verbesserung der pflegerischen Versorgung.

Zu den Studien-Pionierinnen bei der GNH gehört Lisa Rurik von der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Bad Arolsen, die im vorigen Herbst das Studium aufgenommen hat. Die 21-Jährige hat sich für das duale Studium entschieden, weil sie Spaß am Lernen hat und einen akademischen Abschluss erlangen möchte. „Durch das duale Studium spare ich zudem Zeit: Nach insgesamt fünf Jahren habe ich eine abgeschlossene Berufsausbildung und einen BachelorAbschluss“, sagt Lisa Rurik. Ein weiterer Pluspunkt: Für die gesamte Studienzeit hat sie einen sicheren Hat sich für eine Kombination von Ausbildung und Studium Arbeitsplatz. Lisa entschieden: Lisa Rurik aus Bad Arolsen. sieht die Kombibeginnt im zweiten Ausbildungsjahr nation von Berufsausbildung und und wird nach dem Abschlussexamen Studium bisher nicht als Doppelbelazum Gesundheits- und Krankenpfle- stung. Besonders positiv erlebt sie die ger noch zwei Jahre berufsbegleitend enge Begleitung durch die Lehrerinnen bis zum Bachelorabschluss fortgesetzt. der Bad Arolser Gesundheits- und Krankenpflegeschule. „Dort habe ich Die Gesundheit Nordhessen möchte immer eine Ansprechpartnerin und mit diesem neuen Angebot dazu kann Probleme sofort lösen.“ beitragen, die Gewinnung von Nachwuchskräften auch künftig sicherzu- „Anstrengend aber machbar“, so laustellen. Absolventen des dualen Studi- tet die Einschätzung von Karina Rüger ums stehen im Unternehmen attraktive aus Ahnatal nach einem halben Jahr Karrierepfade offen, beispielsweise als dualem Studium. „Ich habe die EntFachleitung oder pflegepädagogische scheidung überhaupt nicht bereut.“ 16

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Die 21-Jährige, die ihre Ausbildung am Klinikum Kassel absolviert, nennt drei wesentliche Gründe für ihren Entschluss Karina Rüger aus zum Studium. Ahnatal Sie möchte sich erstens intensiver mit den Themen beschäftigen, als das im Unterricht an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule möglich ist. Zweitens möchte sie durch das wissenschaftliche geprägte Arbeiten einen anderen Blickwinkel auf die Pflege gewinnen und drittens mit einer höheren Qualifikation ihre späteren Berufsaussichten verbessern. Wer sich für das duale Studium entscheide, sollte reichlich Selbstdisziplin mitbringen und sich gut organisieren können, rät Karina Rüger. Von Studieninteressenten werden neben der Hochschulzugangsberechtigung überdurchschnittliche theoretische Leistungen, sehr gute bis gute Praxisbeurteilungen sowie ein hoher Motivationsgrad und Durchhaltevermögen erwartet. Die HFH unterhält ein Studienzentrum in Kassel, so dass die Präsenzphasen ohne logistischen Aufwand absolviert werden können. Alle Studierenden der GNH werden von den Lehrerinnen der Bad Arolser Gesundheits- und Krankenpflegeschule betreut, die selbst berufsbegleitend studiert haben. Information: www.gesundheit-nordhessen. de/Karriere


KRU14_05_242_info Märchenhafter Charme im 4-Sterne-Landhotel Kern – dem 1. 1 – 8 GENESUNG Themenhotel in Hessen® im Wanderparadies Kellerwald-Edersee

Preisrätsel politische Versammlung

linker Nebenfluss der Donau

das Eintreffen

sonderbar, seltsam

3

südamerik. Schleuderwaffe

Steigen und Fallen des Wassers

kratzig, rauchig Fischerfahrzeug im Mittelmeer

Gebäude

musterhaft, vollkommen

5

Dringlichkeitsvermerk

lange, flache Holzleiste

verbleibend, restlich

herausfordernde Haltung

Figur bei Bottich, hölzerShakenes Fass speare

TV- oder Radiosprecher

Singstimme

Geliebte des Zeus

Stadt in NRW, am Hellweg

kurzes Ballettröckchen

4 Oper von Weber

frühere Münze früherer türkischer Titel

anhand, Gebirge per; über auf Kreta (lat.)

Leichtmetall (Kzw.)

8

getrocknetes Gras

Europ. Weltraumorganisation (Abk.)

Senke im Gelände

schottiRoll- und scher Namens- Eiskunstlauffigur teil

unverheiratet

digitales Speicher- Lederart medium (Abk.)

Teil der Dachkonstruktion

ganz, vollständig zu etwas taugen, passen (sich ...)

1

blütenlose Wasserpflanze

Fluss zum Kaspischen Meer

Metallabfälle

Heiligenerzählung

2

Staat in Südamerika literarisches Erzeugnis

Astrologe Wallensteins

Zeitalter

befreien, erretten Entwicklungsrichtung, Tendenz

Binnenstaat in Westafrika Laubbaum

2

Kosmetikartikel; Salbe

hess. Stadt an der Lahn

Biologie: Tierunterart

Platzdeckchen (engl.)

1

Biberratte

das junge Getreide

6

nervöse Muskelzuckung

Empfehlung

3

4

5

7 6

7

8

Die Teilnahme über einen Gewinnspielservice ist ausgeschlossen. Das Lösungswort aus der Frühlingsausgabe der visite lautet „Meeresluft“. Wir gratulieren dem Gewinner Herrn Jochen Ries aus Vellmar herzlich.

Individualität, ländliche Behaglichkeit und romantische Dekorationen mit viel Liebe zum Detail bestimmen das Ambiente im Landhotel Kern. Die 50 individuell eingerichteten Themenzimmer garantieren zauberhaftes Wohfühlen. Genießen Sie Heimisches und Kreatives aus der frischen Landküche. Das Restaurant und Café Schwälmer Bauernstube schlägt den Bogen zwischen Tradition und Trend. Entspannen Sie im 1. Lehm-Spa Wellness-Wohlfühlbereich mit ThemenSaunen, Kneipp-Einrichtungen, Erlebnisduschen, Teebar, Ruheraum und Hallenbad sowie professionellem Kosmetik- und Massagebereich mit Anwendungen auf Basis zertifizierter Bio-Naturkosmetik. Für wahre märP S A O P chenhafte Sinnesfreude! A N K U N F T B O L

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L E T O

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Kontaktliste Gesundheit Nordhessen Holding Klinikum Kassel GmbH Zentrum für Frauen- und Kindermedizin Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Prof. Dr. Thomas Dimpfl Tel. 980-3040 Kreißsaal Tel. 980-5400 Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer Tel. 980-5502 Klinik für Kinderanästhesie und Intensivmedizin Dr. Thomas Fischer Tel. 980-5502 Klinik für Kinderchirurgie und Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder Dr. Peter Illing Tel. 980-5501 Klinik für Neuropädiatrie und Sozialpädiatrisches Zentrum Prof. Dr. Bernd Wilken

Tel. 980-3096

Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie Prof. Dr. Michaela Nathrath Tel. 980-5501

Zentrum für Herz-, Nieren- und Gefäßmedizin Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie PD Dr. Ali Asghar Peivandi Tel. 980-5260 Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen Prof. Dr. Rainer Gradaus Tel. 980-5250 Prof. Dr. Jörg Neuzner Tel. 980-5255 Klinik für Nieren-, Hochdruck- und Rheumatische Erkrankungen und Nephrologische Diabetologie Prof. Dr. Jörg Plum Tel. 980-5265 Klinik für Augenheilkunde Prof. Dr. Rolf Effert

Klinik für Neurologie Prof. Dr. Andreas Ferbert

Tel. 980-4051

Zentrum für Notfall- und Intensivmedizin Interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme Dr. Klaus Weber Tel. 980-5001 Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Prof. Dr. Michael Tryba Tel. 980-3001

Klinik für Thoraxchirurgie Dr. Sebastian Kellner

Tel. 980-5280

Klinik für Urologie Prof. Dr. Björn Volkmer

Tel. 980-4052

Zentrum für medizinische Diagnostik Institut für Labormedizin PD Dr. Karl H. Reuner

Tel. 980-2776

Institut für Pathologie Prof. Dr. Irina Berger

Tel. 980-4001

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Ludwig-Noll-Krankenhaus Dennhäuser Straße 156 Tel. 4804-0 Prof. Dr. Martin Ohlmeier Tel. 4804-401 Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie N.N. Tel. 980-2551

Institut für Nuklearmedizin N.N.

Tel. 980-4010

Institut für allgemeine und interventionelle Radiologie Prof. Dr. Fritz-Peter Kuhn

Tel. 980-5075

Institut für Neuroradiologie Dr. Ralf Siekmann

Tel. 980-5074

Zentrum für Traumatologie, Plastische Chirurgie und Dermatologie

Institut für Kinderradiologie Dr. Alfred E. Horwitz

Tel. 980-5075

Klinik für Dermatologie Prof. Dr. Rainer Rompel Tel. 980-3051 Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie Prof. Dr. Goetz A. Giessler Tel. 980-3811 Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie Dr. Manfred Raible Tel. 980-4026

Tumorzentrum

Zentrum für seelische Gesundheit

Zentrum für Viszeralmedizin und Onkologie

Tel. 980-4050

Tel. 980-2830

Standort Gesundheitszentrum Wilhelmshöher Allee 91

Tel. 980-3901

Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Prof. Dr. Ulrike Bockmühl Tel. 980-4053 Klinik für Neurochirurgie Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger

Mönchebergstraße 41–43, 34125 Kassel, Tel. 0561 980-0

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Prof. Dr. Jürgen Faß Tel. 980-5275 Klinik für Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin Prof. Dr. Frank Schuppert Tel. 980-5270 Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin Prof. Dr. Adrian Gillissen Tel. 980-5285 Klinik für Onkologie und Hämatologie Prof. Dr. Martin Wolf Tel. 980-3046

Zentrum für Kopf- und Neuromedizin

www.gesundheit-nordhessen.de info@gesundheit-nordhessen.de

Dr. Christian Unzicker

Tel. 980-3513

Zentrum für Medizinische Versorgung Gynäkologie HNO Labordiagnostik Neurochirurgie Nukleardiagnostik Neurologie Pathologie Radiologie / Kinderradiologie Strahlentherapie

Tel. 980-5307 Tel. 980-4053 Tel. 980-2776 Tel. 980-3087 Tel. 980-4011 Tel. 980-4152 Tel. 980-4001 Tel. 980-5114 Tel. 980-2730

Sonstige Einrichtungen Klinikseelsorge Tel. 980-2820 (kath.) / -2822 (ev.) Blaue Helferinnen Tel. 980-2825 HNO-Belegarzt (Kinder) L.-M. Schäfer Tel. 3161177

Reha-Zentrum Standort Klinikum Kassel Mönchebergstraße 41–43

Krankenhaus Bad Arolsen GmbH Innere Medizin Walter Knüppel, Dr. Bertolt Linder Tel. 800-161

Tel. 98794-0

Große Allee 50, 34454 Bad Arolsen, Tel. 05691 800-0

Anästhesie Dr. Rudolf Alexi, Christian Feine

Tel. 800-0

Chirurgie Dr. Peter Ahrens, Dr. Peter Wotzlaw Tel. 800-222

Gynäkologie Dr. H.-Achim Herting, Britt-Marie Jansson Dr. Ulrich Streich Tel. 2057

Kreiskliniken Kassel GmbH Kreisklinik Hofgeismar Liebenauer Straße 1 34369 Hofgeismar Innere Medizin Dr. Ulrich Braner Dr. Wilhelm Schmidt Chirurgie Dr. Peter Hülsmann Michael Szkopek Gynäkologie / Geburtshilfe Joachim Kuhl Anästhesie / Intensivmedizin Dr. Stefan Mähler 18

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Tel. 05671 81-0

Kreisklinik Wolfhagen Am kleinen Ofenberg 1 34466 Wolfhagen

Tel. 05692 40-0

Innere Medizin komm. Ltg. André Raum

Tel. 40-150

Tel. 81-400

Chirurgie Dr. Hatim Kanaaneh

Tel. 40-500

Tel. 81-630 Tel. 81-630

Gynäkologie Dr. Werner Prinz Dr. Marion Reif-Kaiser Dr. Julia Jungermann

Tel. 988550

Anästhesie / Intensivmedizin Mohamed Al Batani Dr. Uwe Hecht

Tel. 40-505 Tel. 40-504

Tel. 2006 Tel. 81-500

HNO-Heilkunde Frank Dastych Uwe Simon Martin Stah Thomas Storm

Tel. 2270

Seniorenwohnanlagen Kassel siehe rechte Seite Stand: 31.05.2014


Liebe Patientin, lieber Patient, die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in den Kliniken •

prüfen Anregungen und Beschwerden der Patienten und der Angehörigen,

wenden sich mit deren Einverständnis an die zuständigen Stellen und versuchen zu vermitteln, •

nehmen gern auch positive Erfahrungen entgegen und geben sie weiter.

Klinikum Kassel

Krankenhaus Bad Arolsen

Marlies Rohrbach Sprechzeiten: Do. 14.30 bis 16 Uhr Zentrum für Frauen- und Kindermedizin Bärbel Opper-Fach Sprechzeiten: Di. 13 bis 14.30 Uhr

Gerda Schmalz und Ursula Halbich Mo. 11 bis 12 Uhr Raum gegenüber der Patientenaufnahme Tel. 05691 800-172

jeweils Haus 15, Eingang B, Erdgeschoss, Tel. 0561 980-2811, Briefkasten im Eingangsbereich von Haus 15, der aber nicht täglich geleert wird.

Betreutes Wohnen Ambulante Pflege Kurzzeitpflege Stationäre Pflege

In den besten Händen

Kreisklinik Hofgeismar Brigitte Briel Di. 15 bis 17 Uhr Tel. 05671 81-95555

Ludwig-Noll-Krankenhaus

Kreisklinik Wolfhagen

Gudrun Burlon Mi. 15.30 bis 16.30 Uhr Haus 2, Dachgeschoss

Elke Oppermann Mi. 9 bis 11 Uhr Tel. 05692 40-440

„Ich bin ganz begeistert, wie unkompliziert und herzlich ich hier aufgenommen wurde!“ Die Seniorenwohnanlagen SWA Kassel bieten Ihnen genau das an Service und Sicherheit, was zu Ihrer aktuellen Lebensgestaltung passt: ob Betreutes-Service-Wohnen, ambulante Pflege, Kurzzeitpflege oder stationäre Pflege.

Marlies Rohrbach Klinikum Kassel

Bärbel Opper-Fach Klinikum Kassel

Gudrun Burlon Ludwig-Noll-Krankenhaus

Gerda Schmalz Krankenhaus Bad Arolsen

Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken über Ihren dritten Lebensabschnitt. Wir sind für Sie da und beraten Sie gerne. Rufen Sie uns an: Seniorenwohnanlagen Kassel Fasanenhof - Tel. 0561 87983-0 Lindenberg - Tel. 0561 95077-0 Ambulanter Pflegedienst Tel. 0561 87983-50/-51 www.gesundheit-nordhessen.de

Ursula Halbich Krankenhaus Bad Arolsen

Brigitte Briel Kreisklinik Hofgeismar

Elke Oppermann Kreisklinik Wolfhagen

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Versprochen ist gut,

garantiert besser ist

Mehr als ein Versprechen. Bei uns dürfen Sie stets erstklassige Leistungen erwarten – davon sind wir so fest überzeugt, dass wir Ihnen die Service- und Beratungsqualität verbindlich garantieren. Sollte es trotz größter Sorgfalt passieren, dass etwas mal nicht ganz perfekt funktioniert, entschuldigen wir uns bei Ihnen im Falle einer Panne mit einer Gutschrift von 5 EURO.

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Wach bei der OP. Neues Verfahren am Klinikum Institut für Labormedizin Drei Millionen Analysen pro Jahr 50 Jahre SWA Fasanenhof Qualif...

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